städter rk) auf 1. Frank⸗ ) nicht 8 bat⸗ id den schirt.“ mann 8 ein⸗ 14ten gesell dsberg ß dem sul ge⸗ Pausch ) Hesse in hol⸗ it Erb⸗ y Bat⸗ nacher nen. d. ultigt.“ bel mit len in on dem en von Comedy rten im wieder (Fuder) ogeniti). 9 den te für 18 und zehörige. den 27. irmation Militär⸗ idmahls. 6 Uhr: ag den chte für gemeinde sfeld. 55 Uhr: ohannes⸗ mahle Pfarrer : Bibel⸗ eindruckerei onntagsgruß Gemeindeblatt für die evangelische Kirchengemeinde Gießen Nr. Is Sießen, Misericordias Domini, den 4. Mai 1919 8. Jahrgang Wahre Größe. Psalm 18, 36. Wenn du mich demütigst, so machst 5 mich groß. Die fromme Landgräfin Elif abeth hat einmal ein Loblied auf die Demut gesungen, die sich willig unter das Schwere, das ihr legt wird, beugt und dadurch.Bar wah⸗ ren Größe wird. Sie vergleicht den Demüti⸗ gen mit dem Schilf in einem reißenden Strom. Wenn die Wogen wild i en, dann beugt sich das schlanke Rohr willig und läßt die Fluten über sich. hat das Ungestüm der Wasser sich gelegt, dann erheben sich die Halme wieder und erscheinen stärker und gekräftigter als zuvor. Wie Gott es in der Natur macht, so macht er es auch mit seinen Menschenkindern. Er läßt 0 weg auf dem früheren Glacis der Festung. Am Botanischen Garten ist er noch, ebenso wie eine Bastion, gut erhalten Im Ebel⸗ Klingelhöfferschen Garten machten die Enkel ihre ersten Obststudien. Alle Sorten, mit Ausnahme von Pfirsichen und Aprikosen, waren. Geerntet wurden weit über 100 Waschkörbe voll und davon ein Teil der besonders vorzüglichen Aepfel an Bekannte ge eben Der Preis war 1 Gulden für den Korb. Das Pfund kostete mithin 3 Pf. und jetzt? Meine Mutter starb früh. In deren Schwester bekamen wir eine zweite liebe⸗ volle, treue Mutter. Sie bewies, wie un⸗ gutr effend die verallgemeinerte Legende von der bösen Stiefmutter ist, ebenso unzu⸗ treffend wie die vielfach breitgetretenen die Wasser der Trübsal, die Fluten des Lei⸗ des über sie dahingehen, er schickt schwere Zeiten der Heimsuchung über gande Völker, um sie groß zu machen. Wir würden sein Tun nicht verstehen und an seiner Weisheit und Liebe verzweifeln, wenn wir nicht wüß⸗ ten: das eben ist Gottes Art, durch Demüti⸗ stätischste Baum, muß stets mit einem schwe— ren Gewicht belastet werden, um empor⸗ wachsen zu können. Ist es nicht auch so mit unserem Volk? In den schwersten Zeiten der Demütigung hat sich stets seine wahre Größe offenbart, da ist es zu den Quellen jeiner Kraft, Zu dem Gott alles Heiles, zu⸗ rückgekehrt. Jetzt steht unser Volk in der schwersten Zeit seiner tiefsten Demütigung, 8 möchte es sich willig unter die züchtende Hand seines Gottes beugen, damit er es wie⸗ der groß und herrlich machen kann aus seiner göttlichen Kraft! Erinnerungen und Betrachtungen. Von Generalleutnant z. D. Friedrich Klingelhöffer(Gießen). (Fortsetzung.) Meine Mutter war eine geborene Ebel. Deren Vater war Regierungsrat. Er 1 das landgräfliche Beamtenhaus 1820 gekauft und den vier Morgen großen Garten an⸗ gelegt. Zu diesem Zweck war ihm ein Stück Wall der alten Festung überlassen worden. Diesen ließ er abtragen und in den Wall⸗ graben werfen. Damit erwarb er sich das Besitzrecht. Auf gleiche Weise ist der Garten⸗ streifen um den Stadtkern herum entstanden. Er reicht bis zur„Schoor“, dem Spazier⸗ Schwiegermutterwitze. Vorgreifend möchte ich dies auch aus eigener Erfahrung hier betonen. Mit meiner Schwiegermutter, Frau Steuerrat Schuster, hatte ich nie die geringste Reibung, obgleich meine Frau die einzige Tochter war und wir nur drei Häu⸗ d efähr⸗ gung zu erziehen und zur wahren Größe zu ser voneinander wohnten, angeblich gefähr führen. Die Palme, der höchste, maje⸗ liche Momente. Dabei war meine Schwie⸗ germutter durch den frühen Tod ihres Mannes und die Sorge für einen geistig zurückgebliebenen Bruder an Verantwortung und Selbständigkeit gewöhnt. An Schulen besuchte ich zunächst die Privatschule des Dr. Steimetz in der Neuen bäue, im Hinterhause der jetzigen Natt⸗ mannschen Fabrik, dann die Privatschule des Dr. Schwabe im Vorderhaus der jetzigen Milchküche in der Wetzsteingasse, frühere „Hintergasse“ So schön und hygienisch wie die jetzigen Schulen waren die damaligen nicht. Eine Vorschule des Gymnasiums wurde erst später eingerichtet, das Gym—⸗ nasium begann mit der Sexta. Das da⸗ malige Gebäude ist jetzt Jum Regierungs- gebäude umgewandelt. Direktor war Dr. Geist, wegen seiner Sprechweise humoristisch im Ecksteinschen„Besuch im Karzer“ ver⸗ wertet. Religionslehrer war Pfarrer Gla⸗ ser, Mathematiklehrer Professor Dr. Dölp. Wie schon früher einmal in einem aus dem„Offizierblatt⸗ in das Unterhaltungs⸗ blatt des„Gießener Anzeigers“ überge⸗ gangenen Aufsatz berichtet wurde, verstand es Dr. Dölp, seine Schüler vor dem Spiel⸗ teufel zu e indem er zwei Sätze klar machte. Der eine war, daß die Wahr⸗ scheinlichkeit des Gewinnens 1 der Bankhalter hat, der zweite Satz, daß die Wahrscheinlichkeit immer neu bleibt. Hat — „ beim Roulette es beispielsweise zehnmal Empore eingebaut war. Diese Verunzierung Rot geschlagen, so braucht keineswegs jetzt ist jetzt entfernt. Unvergeßlich ist es mir, wie Schwarz zu kommen, es kann die Kugel bei der Einsegnung oben im Schiff der Kirche stets wieder entweder auf Not, oder auf eine Schwalbe ihre Kreise zog. Schwarz fallen. Mit diesem Satz fällt jedes Als die Berufswahl in Frage kam, wurde — „System“, das angeblich den Gewinn ga⸗ mir der Buchhandel nahegelegt. Die vier an⸗ rantieren soll. Daß jedes Glücksspiel un- dern Brüder studierten, da sollte der Jüngste moralisch isl, sei nebenbei betont. Als ich das fehlende Geld in die Familie bringen. später Regimentskommandeur wurde, waren. Ich trat in die hiesige Ferber'sche Buchhand⸗ mir diese Sätze des Dr. Dölp eine will⸗ lung ein, deren Besitzer eine Cousine von kommene Unterlage zur Einwirkung auf mir zur Frau hatte. Die Buchhandlung be⸗ die Untergebenen. In der oben angezoge⸗ fand sich damals am Kirchenplatz. nen Kabinettsorder ist zwar auch betont, In meine Buchhändlerzeit fiel der Krieg daß der Offizier sich vom Hasardspiel son von 1866. Während des Aufmarsches der Di⸗ wie von jedem Streben nach„Gewinn auf vision Beyer im Kreise Wetzlar hatten wir einem Wege, dessen Lauterkeit nicht klar schon einen Rundgang durch die näheren starf erkennbar ist, weit abhalten soll. Ein Appell belegten preußischen Dörfer gemacht. Nie⸗ an den Verstand ist aber immer geeignet, mand hinderte uns. Am 16. Juni, einem die höheren Weisungen zu unterstützen und recht heißen Tag, rückte dann die Division vor Versuchungen zu bewahren. Ich hatte Beyer auf der Straße nach Marburg durch dies schon früher an mir bemerkt, als ich Gießen. Das schwache hessische Wachtkom zu einer Zeit, wo die öffentlichen Spiel⸗ mando war rechtzeitig in die Lindener Mark banken in Ems, Bad⸗Nauheim, Homburg ausgewichen. Von den der preußischen Vor⸗ usw. noch nicht aufgehoben waren, dem hut voransprengenden Kavalleriepatrouillen Spiel zusah. Ich hatte für die umdrängende kamen viele auf dem glatten Basaltpflaster Menge nie etwas anderes wie ein mit⸗ der Gießener Straßen zu Fall. So mehrere leidiges Lächeln. am Ferber'schen Eck. Wunderbarerweise ohne Eine Gefahr lag im Gießener Gymnasium Schaden zu nehmen. in den überfüllten Klassen. Die Obersekunda Die Gefühle gegen den Feind waren recht besuchten 70 Schüler. Da führten die Lehrer zwiespältig. Als an einigen Stellen dem vielfach genaue Verzeichnisse, in dem sie jedes Feinde wohlgesinnte Bierbrauer Fässer auf⸗ Aufrufen vermerkten und eine Note gaben. legten und kostenfrei Bier ausschänkten, Die gleichen Verzeichnisse führten aber auch nahm ihnen das miemand übel.„Die Leute viele Schüler, und richteten sich mit der waren ja so durstig,“ sagte man allgemein Vorbereitung entsprechend ein. Für die entschuldigend. Nach dem kurzen Erscheinen jetzige Zeit, in der das Aufrücken der Tüch⸗ der Württemberger von Frankfurt her kam tigsten angestrebt wird, sei dabei nicht ver⸗ eine preußische, aus Landwehr bestehende Be⸗ schwiegen, daß die Ersten in der Klasse nach- satzung. Deren Wache war im alten Rat⸗ her im Leben oft nicht das meiste erreichten. haus am Markt. Auch hier zeigte sich der Sie waren vielfach einseitig. Frischere Na⸗ Bruderkrieg. Wenn die Kinder vor der Wache turen überflügelten sie. Ich zierte niemals sangen: die oberen Bänke— man setzte damals nach„Unser Großherzog soll lebe der Leistung im Lateinischen—, trotzdem Und der Prinz Ludwig auch danebe habe ich es ziemlich weit gebracht. Einer Und all' unser' brave Offizier, meiner Brüder meinte einmal später lachend: Hesse-Darmstädter sein mir!“ „Er hat seinen Verstand im Gymnasium so schmunzelten die bärtigen Landwehrleute ausruhen lassen.“ Es ist dies eine Mahnung nur und dachten wohl an die eigenen Kinder. bei der Auswahl der Tüchtigen alle An⸗ Im besetzten Gebiet würde man das jetzt lagen zu berücksichtigen, nicht in erster Linie nicht so humoristisch auffassen. die wissenschaftlichen Leistungen. Ich war Nach dreijähriger Lehrzeit wurde ich am viel mit Bekannten auf der Schmetterlings⸗ 1. April 1869, also vor etwas mehr wie jagd und Raupensuche in der schönen Um⸗ 50 Jahren, Einjährig⸗Freiwilliger im hie⸗ gegend von Gießen. Die Eltern wehrten dies sigen Regiment. Es lag damals fast ganz in nicht. Man mußte vorher sagen, daß man der Zeughauskaserne, diesem wuchtigen Re⸗ wegginge, und durfte beim Essen nicht fehlen. naissancebau, der bis wenige Jahre vorher Den Konfirmandenunterricht erteilte zue als Lagerraum benutzt worden war. Ich er⸗ nächst Kirchenrat Engel, dann, als er 1863 innere mich noch aus meiner Jugend, wie die infolge von Alter und Krankheit sein Amt Wagen mit den Tabaksballen vom Brand nicht mehr versehen konnte, Mitprediger her in das eine der jetzigen Fenster hinein⸗ Lips. Dieser gewann sich durch seine schlichte fuhren und, unter den schönen Kreuzgewöl⸗ Frömmigkeit und sein einfaches, dabei wür⸗ ben her, zum anderen Fenster oder vielmehr diges Wesen die Herzen seiner Schüler. Die Tor wieder heraus. Was an Soldaten in Konfirmation fand in der damals einzigen der Kaserne keinen Platz fand, war bei den Kirche Gießens, der Stadtkirche, statt, in wel⸗ Bürgern untergebracht, eine auf die Dauer cher zur Behebung des Platzmangels auf der schwere Belastung, die dadurch gemildert Hälfte der oberen Säulen noch eine zweite wurde, daß die Stadt durch Zuschüsse die Einwohne Einquarti Jahrhund Damals Bürgern, dern. Es! Gescho ligen im zahlreich. hessischen Verhältni an die Ve bildungsp gende Me lich. Dab deutschen nach preu Trotzdem Zucht seh man zu t jetzt die schlechte! schon frü! Einjährig Lebens a wegung guter Ax Vorgesetzt Anhängli Wenn und in d menschen! bedenken, die unbe preußisch Mitteln Stillstehe Ehrenbez was in nur dure Dort kan Arrest se Kompagr gemeinen ring. Die gesetzten Was unf Allgemein 1870 au Landrich genehm Ausgebil falle. Do bestimmt ein sehr Industri tär nat! Nach Viertelje Buchhan Greifsw das Ja Geldver! handel machen, der Bu zierung nir, wie r Kirche „wurde vier an⸗ Jüngste bringen. ichhand⸗ ine von ung be⸗ er Krieg der Di⸗ tten wir ren starf ht. Nie⸗ i, einem Division rg durch achtkom er Mark jen Vor⸗ trouillen ltpflaster mehrere eise ohne ren recht en dem isser auf⸗ schänkten, die Leute ilgemein rscheinen her kam )jende Be⸗ ten Rat⸗ sich der der Wache anebe . wehrleute n Kinder. das jetzt de ich am mehr wie r im hie⸗ st ganz in tigen Re⸗ re vorher r. Ich er⸗ id, wie die m Brand er hinein⸗ deuzgewöl⸗ r vielmehr daten in ar bei den die Dauer gemildert schüsse die 71 Einwohner zur freiwilligen Aufnahme der Einquartierung veranlaßte. Im Anfang des Jahrhunderts war es freilich noch schlimmer. Damals lag die ganze Garnison bei den Hürgern, die Soldaten mit Frauen und Kin⸗ dern. Es war eine„Last der Garnisonstädte“. Geschont wurden die Einjährig⸗Freiwil⸗ ligen im Dienst nicht. Dafür waren sie zu zahlreich. Infolge des Uebergangs aus den hessischen Einsteherzeiten zu den preußischen Verhältnissen stellte man die Anforderungen an die Vorbildung niedrig. Nach jeder Aus⸗ bildungsperiode waren drei aufeinanderfol⸗ gende Märsche von 3, 4 und 5 Meilen üb⸗ lich. Dabei rechnete man irrigerweise nach deutschen Meilen zu 10 Kilometer und nicht nach preußischen Meilen zu 7½ Kilometer. Trotzdem fühlte man sich in der strammen Zucht sehr wohl. Man wußte genau, was man zu tun, was zu lassen hatte. Wenn ich jetzt die mancherlei Klagen über angeblich schlechte Behandlung höre, so kann ich, wie schon früher oft, nur betonen, daß ich mein Einjährigenjahr als das glücklichste meines Lebens ansehe. Keine Sorgen, gesunde Be⸗ wegung in der freien Luft, guter Magen, guter Appetit, trefflicher Schlaf! An alle Vorgesetzten denke ich noch mit Achtung und Anhänglichkeit. und in den Bestimmungen als kleinlich und menschenunwürdig verschrien wird, so ist zu bedenken, daß die Erfahrung gelehrt hat, daß die unbedingt erforderliche Disziplin im preußischen Heer gerade mit diesen kleinen Mitteln erzogen wurde. Mit tadellosem Stillstehen, straffem Exerzieren, strammen Ehrenbezeugungen erreichte man das gleiche, was in anderen Ländern, so in Frankreich. nur durch schwere Strafen erzwungen wird. Dort kann jeder Unteroffizier den Mann in Arrest senden. In Deutschland überlegt der Kompagnieführer jede Arreststrafe im all⸗ gemeinen gründlich. Deren Zahl ist sehr ge⸗ ring. Die Strafbücher werden durch alle Vor⸗ gesetzten fortlaufend eingehend nachgesehen, Was unsere ganze militärische Erziehung der Allgemeinheit nutzt, konnte ich kurz nach 1870 aus dem Munde eines alten hessischen Landrichters hören. Dieser betonte, wie an⸗ genehm der Unterschied zwischen militärisch Ausgebildeten und den Unausgebildeten auf⸗ falle. Dort gutes Benehmen, Aufpassen, klare bestimmte Antworten, Willigkeit, hier häufig ein sehr schwieriges Sichverständigen. In der Industrie tritt die Durchbildung beim Mili⸗ tür naturgemäß noch mehr günstig hervor. Nach meiner Militärzeit kam wieder ein Vierteljahr Gehilfenzeit in der Ferber'schen Buchhandlung. Dann nahm ich eine Stelle in Greifswald an mit nur 100 Taler Gehalt das Jahr und freier Station. Mit dem Geldverdienen sah es überhaupt im Buch⸗ handel schlecht aus. Sich selbständig zu machen, war sehr schwierig. So anregend der Buchhandel ist, so mußte ich es doch als ein glückliches Geschick ansehen, daß mir eine gut bezahlte Hüttenbeamtenstellung auf Nieverner Hütte bei Ems angeboten wurde. Ich löste meine Verbindlichkeiten in Greifs⸗ wald und nahm an. Ich hatte auf der Hütte kein heizbares Zimmer, konnte mich aber auf dem noch warmen Buxeau auf⸗ halten, mußte auch weit zum Essen auf ein Dorf, aber man war nicht verwöhnt. (Fortsetzung folgt.) Johann Henrich Schaffstädts Gießener Thronik 1776— 1825. (Fortsetzung.) „In dem Mey sind den 3 neuen Kuhr fürschten als Baden, Wirttemberg und Hes sen Casel in ihren landten gehuldig worten.“ „In dem Mey hat Briefträger Bincker seine Wirtschaft in seinen garten auf dem Selßers Berg angefangen hat ein Stück an sein Gartenhauß anbauen lassen auch einen Keller graben lassen eine Kegelbann hinein gemacht.“ „Auch sind im Anfang Mey 1803 in das Wagen gäßgen und porten gäßgen am neuen wegerthor Triller gesetz worten.“ „D. ten Juny sind die Franßosen in 0 N 5 5 Hanofer ein geruckt haben dem land 3 Mi⸗ Wenn jetzt manches in der Ausbildung f lion liefer(Livres) auf gelegt auch haben sie auß dem Könniglichen Marckstall(Marstall) die Ferd genommen und aus den Stütter⸗ reyen verlangen sie vor drey hußaren Regi⸗ menter die ferdt. Auch dem selben Monath hat sich die Hanöfrische Armee auf Kabit⸗ lasion(Kapitulation) ergeben sind semplich auf gelöst worden. D. 20ten Septem 1805. Ist die Franschosie Armee aus Hanover wieder hier durch nach dem Rein. Der Jeneral Feld Marschall Bernadott wahr ihr An Führer Sie maschirten hinauf nacher Wirtzburg den Oestreicher engegen.“ „D. Zten July ist zu Hermannstein ein Große Feuers Brunst gewesen.“ „D. 18ten Morgens ist zu Hoch Sorms (Hohensolms?) auch ein großes Feuer ge— wesen.“ „D. selbigen Nachmittag ist bey uns ein Student Namens häußer welcher sich mit meheren gebattet, auf der Wag in der lahn ertrunken.“ „D. iten August ist bey der hiessigen Ziegel hutt(Ziegelhütte) von den Parrma senser(Pirmasenser) granadier ein Feldwebel Namens Doerring an einem Blut Sturtz tod geblieben.“ Der Eintrag im Kirchenbuch der Burgkirche besagt:„1803, den 2. Aug. der Feldwebel Johannes Döring, alt 47 Jahr“. „D. gten August hat mein Bruder von Hanau uns besucht den 18ten ist er wieder nacher hanau.“ „In dem selben Mont ist auch das hie⸗ sige Rathhauß von dem weiß Binder Schnel⸗ ler auß gebutz worden.“ 5 „D. 23ten August haben sie angefangen den hießigen Marckt Brunnen aus zu Rei⸗ 5 8 N 5 0 10 1 1 7 1 g 5 3 72 men(auszuräumen). Derselbe ist bey 8 Jahren nicht im Brauch geweßen.“ „D. 23ten Septem sind Kansler Koch 93 noch mehere H. wie auch Stadtburger Mei⸗ ster Hast zu dem landtag nacher Darmstaot.“ „D. Eten October ist der Junge Dreher Mathias von hier nacher Carls Ruh gemacht bey das dortige Theater. 1804 im gten ist er wieder kommen.“ „D. 20. Novem ist der berüch tige schin⸗ derhannes mit noch 19 Mann in Meint gol⸗ lontirt(guillotiniert) worden.“ „D. 13ten Decemper Ist das Erste Bat⸗ talion landgraf von hier nacher Freiburg und hat besitz von der Burg genommen. Sie haben die Burg wieder verlassen müssen den 20ten Mertz sind sie wieder in Gießen ge⸗ ruckt solang haben die Bürger Neuenweg und Neustadt besetzt gehabt.“ 1804. „Auf den Neu Jahrstag unter der Mor- gen Kirche ist Feuer aus kommen bey Frau Seibben auf dem Kreutz.“ D. 10ten Merz hat sich ein Student „2. Namens busch auf dem Kirchen Blatz in des gewessenen Meyers hauß tod geschossen.“ „In diesem Jahr hat unser Landgraf der hiessigen Burgerschaft einen freiwilligen aus⸗ zug erlaubt sind oder laber) keine Burger auß gezogen als die Schützen welche zum Ersten mahl ihren Morren Könnig(Mohren⸗ könig) hinter der scheib haben aufgestelt.“ „Den 28ten Mey ist bey H. Rath Reis zum ersten mahl Stadt Amt geh halten worten als Montags und Donnerstags.“ „D. 18ten Mey ist der erste Konsul Bon⸗ nabarth von der Franschisischen Nation zum Keißer von Frankreich ernant worten Erb⸗ lich auf seiner Familligen. D. Aten Decem ist er in paris von dem pabst gekrönt worten e der Erste.“ „D. Igten Juny ist unser durchlaugister Erbprinß mit der Chur Bathissche prinßes Wilhelmina ver mehlt worden. D. 16ten July hat er seinen feuerlichen Einzug in Darmstadt gehalten.“ „D. A9ten July haben die Katholische ge⸗ mein allhier ihren Gottesdienst in unser Burg Kirche gehabt.“ „D. Zten July ist der Marktbrunnen aus gebutz und frisch gemahlt worden von dem Weißbinder Schmitt.“ „D. 18ten Septem ist der Franschese Keiser. nacher Meintz kommen wo vielle Chur und Reichsfürsten ihre auf War⸗ tung) bey ihm gemacht er hat sich da eine Zeitlang aufgehalten. Er hat Curbaden und dem ErtzKanßler wegen Ihrem Besuch in Meintz seine Büste von Marmor von paris über schickt.“ „Auch hat unser Stadt Rath des Alten Henschel hauß in der hinter gas(Wetzstein⸗ gasse) zu einem schullhauß kauft vor H. Ma⸗ gister Ringk.“ Verantwortlich 1 pfarrer Bech tols heimer. Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch⸗ und Steindruchen R. Lange, Gießen. 1805. „D. 1 7ten Januar 1805 ist Rathschöffe Ferber vor den Bau Inspector Schmitt Ban Inspector worten.“ „In dem selben Monnath hat unser Landgraf den juden leibzoll in dem gantzen land aufgehoben.“ „Auch ist am Walthor der Anfang ge⸗ macht worten, den Wall zu Schleifen zur nemlichen Zeit.“ Der Fahr weg ist daselbst zu erst fertig worten. D. 25ten July ist er zum ersten mahl gefahren worden. 5 (Fortsetzung folgt.) Aufruf zu gemeinsamem Gebet. Die seelische Zerrissenheit unseres Vater⸗ landes verlangt einen engeren Zusammen⸗ schluß all derer, die nach dem Reiche Gottes trachten. Als Brüder 115 Schwestern die⸗ ser Gemeinschaft sollten wir für die Not aller eintreten und uns vereinen, zu einer bestimmten Tagesstunde in gemeinsamen Ge⸗ bet ihrer zu 2 Die Stunde der Abendglocke, zwischen 6 und 7 Uhr, scheint die geeignetste dafür, die Seelen von fern und nah zu vereinen. Eine Gebetswelle würde zu Gottes Thron emporsteigen, die nicht ungehört verhallen könnte. Und wenn es nur wenige Minuten sind, in denen wir knieend unser Flehen vor Gott bringen, so liegt schon in dem einmütigen Sichversenken einer großen Schar eine unendliche Macht, Getrieben von dem Gedanken an das un⸗ sägliche Elend unseres Volkes, und beson⸗ ders unserer Gefangenen, wendet sich die 1 mit dieser Bitte an die Herzen aller Mitfühlenden einer jeden Konfession. Baronin R. Kleine Mitteilungen. Sonntag den 4. Mai soll in unseren Gottesdiensten, sowohl in der Predigt wie im Gebete, unserer Kriegsgefangenen gedacht werden. * Sonntag den 11. Mai beginnen die Früh⸗ gottesdienste um 8 Uhr, mit denen Christen⸗ lehre verbunden ist. An diesem Tage ist Christenlehre für die Matthäus⸗ und Lukas⸗ gemeinde, am 18. Mai für die Markus⸗ und Johannesgemeinde. Kirchliche Anzeigen. Sonntag den 4. Mai(Misericordias Domini, Gottesdienst. In der stadtkirche. Vormittags 9½ Uhr, Uhr. ndert Schaefer.— Vormittags 1 Kinderkirche f für die Matthäusgemeinde Pfarrasfstent Schaefer. In der Johanneskirche. Vormittags 9 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer.— Vormittag 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde Pfarrer Bechtolsheimer. über Cl Evangel N te Der Dichters richer hatte in bekannte gelesen gemacht „Ich lung übe Christen, der volle gewande! Mensch es kaum flexion 1 liegt St Daher d handlun keit steh gelernt lichem Z ihm heb freudig; in Verg Persönli Stärke 1 brächte geben. mit mir bürgt de Art war Diese kenntnis Stellung ben. N nach sei Petrus lieb? N den treij blödes Lauf de Wirkung land. 9 der Ch macher bist des