onntags m Alten igen auf lwo Ihr enunter⸗ kommen. Könnig hlin hier ßler Koch det, daß der Uni⸗ 5 Jahren selben tag er Frank⸗ ate seinden im gs 8 Uhr, onfirmier⸗ Pfarrer Pfarrassi⸗ 11 Uhr: de. Pfarr⸗ ags 8 Uhr, onfirmier⸗ rrer Bech⸗ Uhr: Zu⸗ 1 Ausfeld. che für die sfeld.— g im Jo⸗ fahrtstag) 3 9½ Uhr: im. 2 Uhr rer Mah ittags 9 steindruckerei Sonntagsgruß emeindeblatt für die evangelische Kirchengemeinde Gießen Nr. 22 Sießen, Exaudi, den J. Juni 91 Jahrgang Der unveränderliche Gott. Pfsalm 102, 28. Du aber bleibest, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende. Als Melanchthons Vater, der Waffen⸗ schmied Georg Schwarzerd, im Sterben lag, da sprach er zu seinem damals zehnjährigen Sohne:„Ich habe viele und große Ver⸗ änderungen erlebt, aber es werden noch grö⸗ ßere folgen, in denen Gott dich leiten möge. Gilt dieses Wort nicht auch für das Geschlecht dieser Tage? Wenn heute ein Achtzigjähri⸗ ger auf sein Leben zurückschaut, welch eine Fülle des Erlebens stellt sich da seinem 1 5 ö dar? Vor achtzig Jahren war Deutschland groß im Reiche des Geistes, aber politisch ohnmächtig, wirtschaftlich lag damals vieles im Argen. Kaum zehn Jahre waren ver⸗ gangen, daß Goethe verschieden war, kaum vier Fahre, daß die ersee Eisenbahn durch deutsches Land fuhr. Dann kamen zehn Jahre später große politische Wirren, es kamen die 118 um die Einigung des deutschen Volkes, es kam der ungeheure poli⸗ tische und wirkschaftlich e Aufstieg. Und nun haben die Alten noch des deutschen Volkes Abstieg erlebt, sie sehen in tiefer Trauer, wie das Reich, dem sie einst bei seiner Begrün⸗ dung zugejubelt Haben, kraftlos zusammenge⸗ sunken ist. Viele und große Serüinderunen haben sie erlebt, und größere werden ver⸗ mutlich noch folgen. Da ist es ein Trost, zu wissen, daß einer über uns ist, der unver⸗ änderlich ist, unveränderlich in seiner Liebes gesinnung und Treue zu uns Menschen. Gott ist nicht verflochten in den allgemeinen Um⸗ schwung der Dinge, er führt uns allezeit, auch im dunklen Tale, auf rechter Straße um seines Namens willen. In d den erschüt⸗ ternden Veränderungen dieser Zeit sprechen wir: Du aber bleibst wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende. H. B. Der Ernst dieser Tage. Der fünfjährige Krieg ist zu Ende, wir warten in diesen Tagen auf den Abschluß des Friedens. So Gott will, wird sich das Tor des millionenfachen Jammers bald schließen, und der Lenker der Menschenschick⸗ sale wird die Bitte erhören, die einst Paul Gerhardt so schön in die Worte gekleidet hat: „Schleuß zu die Jammerpforten und laß an allen Orten auf so viel Blutvergießen die Friedensströme fließen.“ Der Friede kommt anders, als wir ihn uns in glücklichen Zeiten gedacht haben, er kommt nicht als der freund⸗ liche Engel, der den Palmenzweig in den Händen trägt, er kommt mit finsterer, Un⸗ heil verkündender Miene. Seinem Al lbschluß stehen vorerst noch scheinbar unüberwindliche Schwierigkeiten entgegen, und der Streit der Meinungen wogt lebhaft hin und her. Da ist es am Platze, daß wir einmal versuchen, darzustellen, wie der Christ sich dem Ernste dieser Tage gegenüber verhalten soll. Unsere Zeitungen enthalten Tag für Tag Berichte über Versammlungen, in denen man gegen die Friedensbedingungen der Feinde protestiert. Ueber diese Versammlungen muß zunächst ein Wort gesagt werden. Sie haben gewiß Wert, wenn sie nicht allzu oft statt finden und wenn in ihnen gereifte Männer reden, Männer, denen diese Versammlungen schlaflose Nächte bereiten, aber in ihrer Häu figkeit und Ueberfülle sind sie ein Verderb und ein Krebsschade für unser Volk, man kann sie recht eigentlich als eine Modesache bezeichnen. Es ist der Fluch eines vorläufig zur Untätigkeit und zur politischen O Ohnmacht verurteilten Volkes, daß es alle seine Kraft im Reden erschöpft. Früher haben die Deut⸗ schen in ähnlicher Lage ihre Kraft in Ge⸗ dichten ersch jöpft oder sie haben neue philo⸗ sophische Systeme aufgestellt. Viele Menschen werden durch diese Versammlungen er regt, beunruhigt, von ihrer Arbeit abgezogen, und was das Unheilvollste ist, in dem Wahn bestärkt, als ob mit diesen Massenkundgebungen alles getan sei. Da liest man die immer wieder kel hrenden Redewendungen:„stürmischer Pro test“,„Protest in der schärfsten Form“ „machtbolle Kundgebung“. In Wahr heit sollte man schreiben:„Kundgebung der Ohn macht“. Man muß unsere Gegner nur ken nen und muß wissen, daß sie als die Real⸗ politiker, die sie immer waren, nach solchen „machtvollen Kundgebungen“ gar nichts fra gen. Soll das deutsche Volk dem Fluche ver⸗ 0 der der Phrase anhaftet? Im Jahre ) hat sich Viktor Hugo in Tiraden er 955 über die die ganze Welt lachte. Wir sind nahe daran, dem gleichen Schicksal an heimzufallen. Vielen dieser 8 merkt man es an, daß sie nur der Effekt⸗ bascherei und der Sensationslust ihre Ent⸗ stehung verdanken. Im Hofe des Heidel⸗ berger Schlosses hat in der vorigen Woche eine Frauenversammlung protestiert. Daß Frauen jetzt in die staatlichen und kommu nalen Körperschaften gewählt werden, wird jeder Urteilsfähige mit Genugtuung begrü ßen. Die Männer haben in vergangenen 7 e 2 88 Tagen keineswegs alles gut gemacht, sie ha- Volk zum Teil entgegenbringt, lehren uns ben oft ohne Sachkenntnis und, ohne sich einige Mitteilungen der Tagespresse. Was ihrer Verantwortung bewußt zu sein, die An⸗ sind doch für seltsame Nachrichten über die gelegenheiten der Allgemeinheit verwaltet. Friedensdelegation verbreitet worden! Ver Die Frauen sollten aber nicht die Fehler der treter der verschiedensten Stände sollten in Männer wiederholen, und dahin gehört auch ihr zusammentreten, namentlich auch Frauen. das ewige und nutzlose Protestieren. Leicht Ist denn die Friedensdelegation ein Kränz⸗ ist die Aufgabe der jetzt politisch kätigen chen, nur da zum Vergnügen oder zur Be⸗ Frauen nicht. Es wird nicht genug sein, daß friedigung des Ehrgeizes? Ich meine, die sie Forderungen stellen, sie werden ebenso Männer, die ihr angehören, haben eine Ar⸗ gut wie die Männer dafür sorgen müssen. beit zu leisten, die ihnen mühevolle, auf daß Geld beikommt und daß dieses Geld rich- regende Tage und schlaflose Nächte schafft. tig verwendet wird. Vor allen Dingen haben Nur diplomatisch geschulte Männer, Staagts⸗ diese Frauen, wie Fräulein Dr. Schultz neu⸗ männer, Finanzleute, können hier dem Va⸗ lich sehr richtig in der Frankfurter Stadt⸗ terlande einen Dienst leisten. Man wunderte verordnetenversammlung gesagt hat, nicht sich, daß zur Mitteilung der Friedensbedin nur die Rechte der Frauen zu vertreten, son⸗ gungen in Versailles keine Damen zuge⸗ dern die Rechte des ganzen Volkes. Unsere lassen wurden. Auch hier wieder die Auf Männer und Jünglinge sind doch auch nicht fassung, daß es sich um eine Angelegenheit nur für die Männer im Felde gestorben. handle, die mit der erstmaligen Aufführung Früher redete man viel von Gewissens⸗ eines Theaterstückes auf einer Stufe stehe. konflikten. In Trauerspielen dreht sich oft Mit welchem Wohlgefallen wurde berichtet, die ganze Handlung um einen solchen Kon⸗ daß 40 Stenotypistinnen mit nach Versailles fliktt. Der Held sieht sich auf einmal vor gereist seien und daß eine von ihnen beim zwei Wege gestellt. Betritt er den einen, so Einkauf von Zahnpulver von Einwohnern nützt er der Allgemeinheit, schadet aber dabei feindselig angesehen worden sei. Solchen seinen Angehörigen. Betritt er den anderen, Klatsch verbreitet man in einer Zeit, in der so wird das Gegenteil Wirklichkeit. Darum es sich für das deutsche Volk um Leben oder entsteht in seiner Seele ein Schwanken; der Sterben handelt. vorher zielbewußte Mann wird zweifelnd, Die vorige Woche sollte nach dem Willen unruhig und geht nach schweren inneren der Regierung eine Trauerwoche sein. Was Kämpfen zugrunde, nachdem er das getan hilft es, eine Trauerwoche zu dekretieren, hat, das er für seine Pflicht ansieht. Unser wenn unser Volk doch nicht trauert! Wir Volk steht jetzt in einem Gewissenskonflikt hätten früher trauern sollen, damals, als schwerwiegendster Art. Lehnen wir den Frie⸗ Opfer fielen, unerhört und über alle Maßen, den ab, so geben wir die Hunderttausende als die Blüte des Landes todwund zu Boden deutscher Kriegsgefangener abermals dem sank und die Lazarette so großen Jammer in Feinde preis, wir tragen damit unendliches sich bargen. Aber unser Volk hat damals Leid in die Herzen aller derer, die jetzt stünd⸗ Possen und Lustspiele aufgeführt, Stücke von lich auf die Freilassung ihrer Lieben harren. Kotzebue, der jetzt gerade vor 100 Jahren Wir bewirken durch diese Entscheidung auch, durch den Dolch eines exaltierten Studenten daß die Hungerblockade verlängert wird. fiel, weil er im Verdachte stand, Rußland Todesopfer werden dann abermals von un⸗ gegenüber sein deutsches Vaterland verraten serem Volke gefordert werden, riesengroß, zu haben, und weil er die deutsche Burschen⸗ unerhört. Der Feind dringt weiter in deut⸗ schaft mit ihren unzweifelhaft hohen Idealen sches Gebiet ein, der Waffenstillstand hört lächerlich gemacht hatte. Man schilt jetzt auf auf, und der Kriegszustand beginnt wieder. das Tanzen der Jugend. Besser als zu schel⸗ Was geschieht dann mit der wehrfähigen ten ist es, wenn die Alten, die Gereiften mit deutschen Mannschaft? Man muß sich wun⸗ gutem Beispiel vorangehen. Die haben kein dern, daß diese Fragen in den Protestver⸗ Recht, über die Vergnügungssucht der Ju sammlungen nicht gestellt und nicht beant⸗ gend zu klagen, die Abend für Abend am wortet werden. Auf der anderen Seite kön⸗ Stammtisch sitzen oder von einer Gesellschaft nen wir diese harten Bedingungen wirklich zur anderen eilen. nicht annehmen. Sie würden uns in alle Pot ist uns, daß wir die Wahrheit und Zukunft hinein lähmen. Das Herz blutet Wirklichkeit unserer Lage endlich erkennen. uns, wenn wir daran denken, daß große Wir haben uns lange genug mit Illusionen Stücke deutschen Landes in fremde Gewalt Mut gemacht. Eine Illusion der verhäng⸗ demmen sollen. Also ein Konflikt schwerster nisvollsten Art ist es gewesen, als man in Art. In diesem Streit der Meinungen kön⸗ Frühjahr 1917 sagte: Amerika kann uns nen wir Gott nur bitten, daß er uns Klar⸗ nichts anhaben; denn, ehe dieser Staat Trup⸗ heit gebe, daß er den Sinn unserer Gegner pen in nennenswerter Zahl über das Meer so lenke, daß sie ihre Bedingungen ermäßigen bringt, ist Frankreich zusammengebrochen. und wir vor dem Schlimmsten bewahrt Jetzt sagt man, daß der Bolschewismus in bleiben. 1 5 Westeuropa einziehe. Es dürfte schädlich sein, Wie wenig Ernst dieser ungeheuren, fol⸗ diesen Faktor in Rechnung zu setzen. Die genschweren Entscheidung gegenüber unser Wahrheit und Wirklichkeit ist die, daß eine unendl! ist und keit ab der Wi Arm o Nut Gottve Volk u innere aufhöre sich auf und in Bei Heilan sonder; Wort i trug se Jahren noch n wie eb empfar allen sein E unser sein L geword den V serer 6 Wi sonder Hilfen stürzt, mende die Ge auch e laßt 1 Kreuz nicht, eins n an de können seinen Dru wiede bey u haber very fallen einwo gesetz Jute ist de berg üer die Ver sollten in Frauen. n Krän;⸗ zur Be⸗ ieine, die eine Ar⸗ olle, auf te schafft. „ Staats⸗ dem Va⸗ wunderte ensbedin nen zuge⸗ die Auf tufe e berichtet, Wen Solche eit, in d zeben ode em Willen sein. Was ekretieren, tert! Wir mals, als le Maßen, zu Boden Jammer in at damals Stücke von 00 Jahren Studenten „Rußland id verraten »Burschen⸗ en Idealen ilt jetzt auf ls zu schel⸗ reiften mit haben kein ht der Ju Abend am Gesellschaft ihrheit und erkennen. Illusionen r verhäng ls man im kann uns taat Trup⸗ das Meer ngebrochen. wismus in jädlich sein, 1 Die „daß eine „ unendlich schwere Zeit über uns gekommen Jun Sterberegister der Stadtkirche steht: ist und daß wir uns mit dieser Wirklich⸗„Im Jahre Christi iht zehn hunde kund keit abfinden müssen, wie sich auch der mit acht, den zweiten März, Morgens gegen acht der Wirklichkeit abfindet, dem eine Granate Uhr, wurde tot an der Hardt 1 Jo⸗ Arm oder Bein zersch mettert hat. hann Conrad Vogt, Bürger und Metzger alt Nur Arbeit, Gottesfurcht, Geduld und zwey und fünfzig Jahre und wurde beerdigt Gottvertrauen können unser e den dritten desselben Monats nachmittags Volk wieder hoch bringen. Und äußere wie um drey Uhr.“ innere Ruhe ist uns not, wir müssen endlich„Anfangs Feber sind die Kreuzer und aufhören, auf das Geschrei der Toren, das alten Batzen außer(ars gesetzet worden ha sich auf der Gasse bemerkbar macht, zu hören ben keine gegolten als Darmstädter Kreuzer. und in dieses Geschrei selbst einzustimmen. Auch ist am Neuenweger thor nach dein Wall⸗ H. B. thor der ansang gemacht worden mit der pab Unser Kreuz. bel 0 5 1 S Beim Lese er Leidensgeschichte unseres z„ Ten pri ist des Georg Dani Beim Lesen der Leidensgeschichte unseres Vogten Scheuer in der, Neuenben einge Heilandes in der Passionszeit traf mich be⸗ stürzt.“ 7 7 05 8 29 d d we 92 5 1 2 4 7 r e e e 11 8„D. 2 aten April ist der letzte Gottes Wort im r 9 S0 oft 10 in krlhen dienst in der Alten Stadtkirche gehalten wor Jahren ich nich ir 55 e Pesenfte den. Den 2ten May ist der anfang mit Ab ni 0 erül i dieses Wo 1 0 tief, brechung des Dachs und Stul(vermutlich noch 10 e 85 bre Nock 7 1 h Dachstuhl) in der Kirche gemacht worden auf 1 0 70 ich 1 151 15 2 5 Wal rheit denselbigen Tag ist mein Jüngster Sohn Alen, Menschen„ 1 5 Jesus 1 8 in die Fremde gegangen.“ sein penkeden 111 005 Not, Aer Leiden,„In den May hat der Könnig von Span e gen(Spanien) seine Krohn an 1 Frantzso unser Kreuz kennen gelernt hat und durch sisen Keiser abgetretten der selbe hat sie sei sein Leiden und Sterben uns ein Vorbild N. i 300 nem Bruder dem Kö von Neabe l geworden ist, beides so zu tragen, daß es uns nem Bruder dem Könnig von Neabel über den Weg zu einer seligen Vollendung un⸗ geben als Könnig von Spangen. Die unter r 35 8 56 wolten oder(aber) denselben nicht ha serer Erdenwallfahrt führen kann. b b lso K 85175 Wi derbar toten e e e haben also Krieg angefangen mit dem ie wunderbar trostreich ist das doe Fraußosen da hat unser Groß hertzog die sonders in der Jetztzeit, wo alle äußeren 295 1, 85 gantze Brigath von Westvalen auch müssen Hilfen versagen, wo alles um uns wankt und hinein schicken, auch die Truppen müssen be stürzt, wo wir nur mit Bangen jedem kom⸗ 5 2 8 7. 1 7 U 7 71 menden Tag entge gensehen. Doch wir haben solten mit 17000 fl. 1808 i 1 er W᷑̃ B d die Gewißheit: Jesus kennt unsere Not: denn großen M ühl 55 Meier d Fil e 955 auch er mußte sein Kreuz tragen. Darum 2 a 0 g 0 b 0 laßt uns im Hinblick auf ihn auch unser e 95 1 0 Kreuz geduldig auf uns nehmen. Wir wissen räumpt worden. Ste kostet 22 Hunde 91 nicht, wann es uns abgenommen wird, aber den. Auch ist ar gemacht worden eins wissen wir, daß ein Tag kommen wird, mit der Schosse(El une nacher Grün an dem wir es zu Jesu Füßen niederlegen 1 8 5 bees 15 5 8 können, entsühnt, befreit. Nahm er doch mit g. 121 8. D. 6ten August ist dem Thurmmann seinem Kreuz auch unser aller Kreuz auf sich. Feldhaus 1 Sühngen pon 3 1 iülber Drum komm zum Kreuz mit deinen Lasten,? 5 n 8 10. das Gelenter nach den Burggraben herunter müder Pilger du,. 1 tod Wa e 85 b an dem Kreuze kannst du rasten, 9 5 ö z e Naranzn& Im Sterbebuche der Stadtkirche steht: da ist Ruh! Baronin R. Im Ihe achtzehnhundertundacht den sechsten August, Abends zwischen fünf und Johann Henrich Schaffstädts sechs Uhr stürzte vom Thurm der Stadt Gießener Chronik 1776- 1825. kirche und blieb tod auf der Stelle, Ludwig, (FJortsetzung. des Bürgers und Stadtmusici Albert Conrad „D. 20ten Januar sind unsere Truppen Feldhaus, Sohn, alt drei Jahre, einen Mo ber von der großen Armee kommend nat und vier und zwanzig Tag, und wurde bey uns in Gießen eingerückt. Die Bürger beerdigt den siebenten ejusdem in Gegenwart haben sie bis den 25ten vörallimentieren der Klara Elisabeth Schneiderin, welche verpflegen) müssen.“ gegenwärtigem Protocoll, das ich der Pfarrer Im Januar hat der Könnig von West⸗ unterschrieb, weil sie nicht schreiben kann, ihr fallen die Juten mit den Christlichen andern Handzeichen beifügte.“ Darunter steht die einwohnern(Einwohnern) in eine Klasse Unterschrift des Pfarrers Dieffenbach, neben gesetz auch den Fremden d Durchwanderer der diese Unterschrift hat die Totenfrau Klara Juten gleiches recht mit anderen Fremden. Elisabeth Schneiderin ihre drei Kreuze ge⸗ „D. Iten Mertz des Nachts auf den ten malt. ist der Mezger Conrad Vogt unter dem Hart⸗„D. Aten Septem ist der Leutnand Nieß berg erfrohren.“ ins Kloster Heynga kommen.“ 1 1 6 4 55558 r er „D. Arten Septem ist der Keiser Napo⸗ lion in Erfurt zu dem Koncres angekom⸗ men, auch ist der Keiser von Rußland da ge⸗ wesen. 1 Könnig von Bayern und Wirt⸗ tenberg. Die beiden Keiser sind wieder ab⸗ gereist den 14ten Octoper von Erfurt.“ 1809. „Den 2ten Feber ist der anfang gemacht worden um die Mauer an der Stadt Kirche abzubrechen, sie haben, dieselbe mit Schrau⸗ ben gesetz Stuck wird um geschraubt.“(Dieser Satz 05 nicht verständlich.) „D. 19ten Feber ist meine tochter Sanna nacher hanau abgereist. d. Iten April habe meine tochter Magdalena wieder mit auf Gießen gebracht von Frankfurt. 4 „In dem April der Rath Scheff Becker Bau Inspecktor worden vor den Ferber.“ „D. Igten July ist am Selserthor bey dem Manger(2) seinem Wall schleifen ein Bauer tod, einem andern das bein enzwey geschmissen worden.“ Im Sterberegister der Stadtkirche steht: „Int Jahre Christi achtzehnhundert und zehn, den neunzehnten Juli Nachmittags um drei Uhr, wurde bei Schleifung des Walls von einem Erdfall erschlagen: Johannes, weiland Christoph Grölz, Einwohners zu „D. 13ten Merz des Morgens 7 Uhr sind unsere Truppen wieder von Gießen aus Ma⸗ schirt nacher Darmstadt. d. ten April hat der Keiser von Oestreich dem Könnig von Beyern den Krieg Erklert, d. 17 April ist 1 r deth(Universität) zu einem Agaschirhaus der Franschösische Keiser Napolion bey der Armee ankommen hat so gleich die Oestreicher im Beyerland augriffe n. Den gten May sind die Frantzsosen schon in der haubtstadt Winn gewesen, den 14ten L Oktober haben sie Frie⸗ den mitein ander gemacht, den Sten Novem ist der gantze Reinbundt zu Paris zusammen e „D. gten Feber 1810 sind unsere Trup pen wieder in Gießen ein Maschirt Wo Ihnen zu Ehren eine Ehrenporth auf gebaut worden vor dem Selserthor von Etlichen Bürgers Söhnen welche auf 400 fl. kommen ist.“ Ueber diesen Einzug haben wir früher polion befohlen, Alle Englischen wahr(Wa (1913, Nr. 8 und 1914, Nr. 18) ausführ⸗ lich berichtet. „In dem Mey ist der Rathschöff Keill vor den verstorbenen Waldinspector Wormbser Waldinspector worden und Zinngießer Becker Rathschöff.“ „In dem October ist die Brücke über die Sichbach gemacht worten von Meister Schwalb.“ „D. 12 Novem ist wegen dem Frieden Dauffest 9 8 worden.“ 1810. „D. Iten Mertz ist H. Bau Inspector Ferber gestorben.“ Iten Mertz ist auch des linkers Saal eingestürg.“ 9 80 31 Mertz ist der Franschösise Keiser Nabolion mit der Prinssesin Maria Loysa von Oestreich vermehlt worden.“ „Auch ist unser Milliter anfangs dieses Jahr auf frantzöschiser Arth exerzirt und montirt, anstadt der Hüthe Schacko bekom⸗ men.“ „In dem April nach Ostern ist der An⸗ fang gemacht worden, an der neue Stadt Kirche, von den Maurern. Es hat die Ar⸗ Mainzlar, ehelicher Sohn, alt vier und zwanzig Jahre und wurde beerdigt den zwanzigsten ejusdem Nachmittags.“ „D. Aten August ist mein Bruder von Hanau kommen ist 8 tägen bey uns blieben.“ „Zu der Zeit hat man unter dem Wehr bey der großen Mühl mit Faschinne zu ge⸗ macht, auch ist die porth am Selsserthor abgebrochen worden von der unnyfersie⸗ (Accouchierhaus).“ „D. 21 ten Septem ist der Prinz Ponte Conu oder Bernatot als Kronprintz von dem Königreich Schweden von der Schwöß⸗ dischen Nation ernand worden.“ „Auch haben die Polizeidiener graue Uniform bekommen mit Schwartz Letherzeig. Auch ist zur nemlichen Zeit die Porth om Mae thor abgebrochen worden.“ ten Ster ist großes Fest in Weil burg geha er worden weil das erste Schief auf der lahn angekommen. „D. 14ten October hat der Kaißer Na⸗ ren) zu Confeszieren und zu verbrennen welches in Frankfurt In Darmstadt in Wittenberg(Württemberg) in Hamburg überhaupt aller Orten auch in Holland(ge— schehen ist).“ „Das Jahr im April hat auch der Keisser seinen Bruder Josep das Könnigreich Hol land abgenommen und bey Frankreich ge⸗ schlagen, auch hat derselbe Romm und sein gebieht zu Frankreich geschlagen.“ (Fortsetzung folgt.) Kirchliche Anzeigen. Sonntag den 1. Juni(Exaudi). Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr, zugleich Christenlehre für die Neukonfirmier⸗ ten aus der Markusgemeinde. Pfarrassistent Schaefer. Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer Mahr.— Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer Mahr. In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uh, zugleich Ehristenlehre für die Neukonfirmier⸗ beit ein Maurer Meister von Ostläthen Na- ten aus der Johannesgemeinde. Pfarrer mens Schweisgut über nommen vor 9000 Ausfeld. gulden.“ Die i„Ostläthen“ Bechtolsheimer. Vormittags 9½ Uhr: Pfarrer — Vormittags 11 Uhr: ist unverständlich, nach den Kirchenbauakten Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer. Verantwortlich: Pfarrer Bechtols heimer. Druck und Verlag der Brühl“ schenkUniversitäts⸗Buch⸗ und Steindrucere! war Schweisgut aus Homburg. R. Lange, Gießen. Am strömt! dem 2 samme zuzuse ankam man d Christe Anstof durch gewiß hunden schehen Tage waren heilige nichts Techn haben, Erfols die R W̃ teufli ahnu und hätte unser feind leiden dem Kirch Gott deine Und wuß Tech nate stelle zu v mit Tät Men 5 lich, den den