Nummer 305_____________ Mittwoch, oen 30« Dezember 1914. 7. Ial,rgaug Die »Pro« Sapeszeituag" ertchein» >eden Werltag. Regetmätzig« Beilagen bei den Agenten monatlich 50 Ptg. SSima tritt Postgebühr oder Irägertohn. ..Per Kauer -a« Hessen". „Pie Kpinnssube". Seiugeprei«: Bel den Poftanstalten vt-lteliayrna, Mt. l.85 „ ... _ . . ■ A»!r>,rn: Grund,eile 20 Psg„ lokal- 15 Ptg, An,eigen von auswärts werden durch Po tnachnahm« ern'de» Ertullungsott Frtedberg. KchriNIe.tuns und Verla, Fttedberg «desienh Hanauemratze 1L. Fernlprecher 18. Postscheck-Eonto Nr. 1859, Amt Feantsurt a. M. Kleine Fortschritte in Flandern. Jurückgewiesene französische 2lngriffe. — Fortschreitender Angriff in Russisch-Polen. — Zuriick- gchen der Oestcrreichcr in den .^arpatlien. Worytnlihimiiikr fiitfr btfftttn Zeit. Wie man in der deutschen Schweiz die deutschen Siege im Osten würdigt, davon gibt nachstehender Aussatz, den wir in den „Neuen Züricher Nachrichtcll" finden, beredte Kunde: Der Zusammenbruch der russischen Armeen im Osten und damit der Zusammenbruch des Moskowitismus, da er an der Schwelle der Herrschast über dem europäischen und dem nord- und mittelasiatischen Kontinent stand, dürste in der Geschichte als Markstein einer neuen Epoche in der Politik Europas und in der Weltpolitik überhaupt gewertet werden. Ein großes Unglück ist damit nicht blotz von den beiden Zentralmüchlen, sondern von Europas Böllern abgewendet. Wäre es umgekehrt gekommen, hätte Rutzland in Oesterreich weiter Vordringen und i» da» Deutsche Reich cindringen können, der dann fast endlose Weltkrieg hätte unrettbar auch Rumänien, Bulgarien und Griechenland, ferner Italien, vahrscheinlich auch Dänemark ln seine blutroten Kreise gezogen rnd unser Land dann wohl ebenfalls. Und wäre der Ersolg Rußlands zum Siege des Dreiverbandes ausgewachsen, würde das Unglück noch gröber geworben sein. Kurzsichtig ist, wer da wähnt, der Sieg der Triple- entcnte hätte der Welt einen dauernden Frieden bringen können. Ihr Sieg hätte einen zweiten unaufhaltsamen Weltkrieg in seinem Schob- getragen. Er hätte ein noch mächtigeres England, ein noch mächtigeres Rutzland und ein ebenfalls noch viel mächtigeres Japan gezeitigt. Damit hätten sich die natürlichen und unverwischbaren Rivalität«- und Konsliktpunkte, der natürliche Interessengegensatz zwischen England und Nutz, land »och unendlich mehr zugespitzt als in der Vergangenheit, anderseits aber auch der Interessengegensatz zwischen Japan und den Vereinigten Staaten. Und so mächtig wäre kein König und Kaiser und kein Staatsmann in diesen Staaten gewesen, datz er neue Mächtekoalitioncn hätte verhindern können. Rutzland und Japan hätten sich in einer Interesienge- meiuschast zusammcnsinden müssen, aus der andern Seite England und die Vereinigten Staaten, und während der letzteren Koalition Frankreich und Italien gleichsam von selber verfallen wären, so der andern das niedcrgeworfene Deutsche Reich und das zerschlagene Oesterreich sowie die Balkanstaaten. The zehn Jahre verstrichen, würde man einer noch vulkanischeren Mächtegruppierung als der bisherigen gegcnübergcstanden .ein. Dis dahin aber wären cs Jahre neuer noch ärgerer Rüstung:n, neuer noch ärgerer Unsicherheit, eines neuen noch schwer:rcn Wirtschastsdruckes geworden. Das sind keine Kombinationen der Phantasie, sondern Schlüsie, die sich mit zwingender Gewalt aus der logischen Entwicklung der neuen Tatsachen würden ergeben haben. Staaten wie die Schweiz hätten dabei einfach verarmen müsien. Dieses Unglück dürscn wir nun zuversichtlich als abgew.-n- det betrachte». Denn ein Sieg der Triplccntente ist von jetzt an ausgcschlosien. Rur mit dem Siege der Zentralmächte ist der dauernde, sichere Friede zu erwarten und überhaupt möglich, der Friede, den alle Völler so dringend benötigen. Interessenkoalitionen zwischen England, den Vereinigten Staaten und Japan, zwischen Angelsachsen und Lateinern, die zum Kriege führen mutzten. wären ausgcschlosien, weil wertlos. Es käme zu einer Weltachse. zu einer Wcltbrückc des Friedens, deren Hauptpici- ler die beiden Zcnlralmächte bildeten, im Norden die skandinavischen Reiche und Holland, im Südostcn die Balkanftaaten und die Türkei mit Einslutz Annexen bis zu den indischen Meeren, im Süden und Westen verbreitert durch Italien und — Frankreich, das durch die Hand Italiens dieser Neugrnp- picrung nahcgcbracht würde, wenn auch nicht von einem Jahr aus das andere, denn Frankreich mutz wieder den Weg zu Mitteleuropa finden. Es wäre keine Koalition des Krieges, fondcrn des dauernden und -elsensesten Weltfriedens. Und übersehe die Schweiz nicht, sie würde eine Haupt- stratze zu dieser neuen Weltbriicke, ein erster Mitgcnictzer der politischen und wirtschaftlich!» Vorteile derselben, sofern der heutige Gegensatz zwischen Deutsch und Welsch sie nicht zur Kursohnmacht in einer Zeit verurteilen wird, in der der rechte Kurs alles bedeutet. Hosfentlich nicht. Darum waren die letzten Tage in Polen und in Galizien der Morgenschimmcr einer besiercn Zeit. Ein grobes Unglück ist verhütet worden, auch ein kulturelles. Darüber kann wieder kein Zweifel walten, bah mit dem Siege des Dreiverbandes Rutzland der Herr auf dem europäischen Kontinent und der Oberhcrr über die germanische Welt geworden wäre. Ohne datz man irgendwelchen Hatz gegen Rutzland oder Abneigung gegen das russische Volk hegt, darf gesagt werden, datz Rutzland zurzeit noch kein Kulturbe- grisf, sondern erst -in noch zu kultivierender ist. Der kulturelle Druck, der mit seinem Siege aus seine neue politische Zone im weiteren Sinne wäre übertragen worden, lätzt sich gar nicht ermesien. Eines möchten wir hier noch ansühren. Bei Ausbruch des Krieges weilte in Zürich ein hoher russischer Funktionär. Beim Abschied glaubte sein Gastgeber — wir sind ja entsetzlich höflich — ihm sagen zu sollen: Rutzland inöge siegreich aus dem Kriege hcroorgche». Der vornehme Rusie antwortete ernst: „Wünschen Cie das nicht. Wünschen Sie es nicht Europa und vor allem nicht Rutzland. Es wäre ein Unglück für beide." — — Umgekehrt hat man mit dem Sieg- der Zentralmächte eine neue Kulturstachelung, ungehemmt für jegliche Nation, die nicht selber Hemmschuh sein will, gleichviel ob Lateiner, Angelsachsen oder Slaven, gezügelt aber von den starken konservativen Akzenten, welche den Lebensnerv dieser Mächte bilden. Za, cs war ein Morgenschimmer besierer Zeiten, der von den Schlachtfeldern Polens und Galiziens aufstieg. In den letzten Tagen hat eine neue Zeitepoche Geburtstag gehabt. Das ist etwas unendlich Trotzes.--- Der deutsche Ceneralstab 1 =^- ~= meldet: — — » WTB. lK»ros;cs Hauptquartier, 29. Tez., vormittags. Amtlich. Bei Nieuport und südöstlich Ppcrn gewannen wir in kleineren Geseihte,I einigen Boden. Mehrfache starke französische Anqrisse nordwestlich E'e. Mfnehould wurden unter schweren Verlusten sür die Franzosen znrückgeschlagen. Dabei machten wir einige 100 Gefangene Ein Vorstotz im Bois Veulü westlich Apr, mont führte unter Erbeutung von drei Maschincugcwerhen zur Forlnahme eines französischen Schützengrabens. Französische Augrisje westlich Senuheim wurden abgcwie- fen. In Ostpreutzcn und Polen rechts der Weichsel keine Veränderung. Am Bzura- und Ramka-Abschuitt schritt unser Angrifs fort. In Gegend südlich Inowlodz wurden starke russische An» grijse zurückgcjchlagcn. Oberste Heeresleitung. Die ^f?di!f r ‘nnni ygn Itoüri) durch 1 Zeppelin. Paris, 29. Tcz. (W. T. A. Nichtamtlich.) Tos „Jonr- n.il" meldet mtö Nancy: Die Beschießung der Stadt durch einen „Z-ppclin" vre »sachte besonder- im Bahnhofsviertel groben Scsiiden. Mehrere Soldaten wurden verletzt. Die Be: öskeenng blich ruhig- Ter „Zeppelin" wurde heftig, aber erlolgleS beicheisen. T .i», 2!'. Tez. lieber das Bombardement von Nancy du'ch - ine» „Zeppelin" wird von dort telegraphiert; Samstag früh 5 Uhr 20 Minuten erschien ein Zeppelin über her Stadt in verhältnismäßig niedriger Höhe. Er war anscheinend ans Metz herübergellogen und hielt sich über der Stadt nur 20 Minuten auf. Nachdem das Lnftichi's vorher beim Ilebcrjliegen des Moseltalcs bei Froi- rc zwei Boinben herabgeworfcn hatte, warf cs insgcsanit 14 Bomben auf Nancy, von denen die meisten enormen Gebändcschaden anrichtctcn. Zwei Personen wurden getötet und 6 schwer verlebst. Auster zahlreichen Läden und Wohnungen wurde auch das Hans deS Generals de Lavil- sien vollständig zerstört. Ucbrrall wurde unter der Bevölkerung grobe Panik bcrvoraernscn und grotzer Schaden ene "sichtet. Tie Fenster aller b.'troiicnen Häuser sowie die kostbaren Kirchenfenster der Kirche St. M»,' - wurden zec- ftört. Tie Führer des Zepvelin» haben ihre Photographien nnt der Aufschrift: .Biele Grübe non Kaiser Wilhelm" und „Fröhliche Weibaa," h-rabgeworfen. Tie Karten wurden mit französischen '.-„ein beschwert. (Triililfliar Ofhßditiinflrn unlerer föfflttrr. Im Weben: Berlin. 29. Dez. Das gestrig- R-uier- T-legramm. das von heiligen Kämpfen in Flandern berichtet, bringt tmch der „Täglichen Rundschau" -ine Mitteilung, die mit folgendem bemerkenswerten Geständnis beginnt: Da olle Versuche ergeben hnbcn, Latz der Gegner überraschend stark i,t. so kann von einer Wcilersührnng der seitherigen Osscnsivc ,,-cht gesprochen werden. Die Verbündeien habe» daher beschlossen, ihre Taktik dahin zu ändern, datz sie aus allen Seite» der beut schcn Front einen starke» Druck ausubcit, um die Abgabe oo» Mannschastcn an die Ostfront unmöglich zu mache». Durch die Heftigkeit der Kämpse, so heitzt es weiter, erleidet auch da» Sanirätspersonat erstaunlich hohe Verluste, da die Verwundete» bei dem Rahkanipse mitten aus dem Feuer geholt werden iniii- sen. In den letzten acht Tagen haben die Engländer dreimal -inen Wasscnslillstand zur Bergung ihrer Toten und Vcrwun- bete» nachsuchcn müsien. Im Osten: Berlin, 29. Dez. Der Rationalzcitung wird ein Bnes eines Amerikaners an seine Berliner Bekam,.e„ zur Verfügung gestellt. Der Amerikaner hat in Moskau mit einem russischen General, der vor etwa vier Wochen seine» Abschied erhielt, gesprochen, der im Lause des Gesprächs sich über die gcgcnwärtige Lag- in Rutzland sehr pcsiimistisch äutzcrtc. Der General sagte: „Wir waren scsi überzeugt, datz dieser Krieg spälcstcns in einem halben Jahre entschieden sei» würde. Wir haben damit gerechnet, datz die ungeheure russische Heeres,nacht unbedingt imstande sein mützte, Oesterreich Ungarn über den Hausen zu rennen und über Ostpreutzcn in das Herz Denlich- lands zu marschieren. Es lötzt sich nicht verhehlen, datz wir uns in diesen Hossnungen getäuscht sehen. Wir kommen nicht vorwärts. Freilich ist cs ein gcwisier Erfolg, wenn wir jetzt einen Teil Galiziens besetzt halten könne». Aber man bars auch dies nicht allzu optimistisch beurteilen. Denn wenn wir auch nur einmal entscheidend geschlagen werden, so müssen wir aus Galizien heraus, und heute muß auch mit dieser Möglich- keit gerechnet werden. Heule hält man es in Rutzland in» Gegensatz zu früher durchaus für möglich, von Deutschland und Oesterreich geschlagen zu werden, und wir sind froh, wen» wir uns behaupten können. Wir sehen auch, datz im Gegensatz zu unserer srüheren Annahme ein Wintcrseldzug in Rußland sür einen Gegner möglich ist. Wir sehen uns zwei Feinden gegenüber, die sich trotz des Winters sehr offensiv betätigen, ja sogar Bode» gewinnen, und wir lönncn im eigenen Lande keinen ausschlaggebenden Erfolg erringen." Sehr bedeutend sind ouch nach den Ausführungen des General» die Ossiziersoerluste. Wer soll die neuen Mannschaften ausdilde», die, wenn sie nicht richtig geleitet werden, einfach eine ungeheure Herde sind, mit dr »,on nichts ansangen kann. Der General sagt: „Ich al» clter Soldat will uizd darf nicht daran glauben, datz wir unterliegen, aber, aufrichtig gesagt, sehe ich auch noch nicht den Weg. cuf dem wir siegen sollen. So wie ich, denken viele bei un», ich möchte beinohc sage» die Mehrzahl. ~~~— ...... ■ " - w Der österreichische Generalstaü -- meldet: Wien, 29. Dez. Amtlich wird oerlautbärt: 29. Dezember, mittags: Die russische 8. Armee, die vor etwa einer Woche die Ossensive gegen unsere über die Karpathen vorgerückten Kräfte ergriss, hat sich durch Ergänzungen von frischen Divisionen derart verstärkt, datz es geboten schien, unsere Truppen aus die Patzhohen und in den Raum von Gorlicc zurückzuneh- tuen. Tie sonstige Lage im Norden ist hierdurch nicht beriibrt. Auf dem Valtanlriegsschauplatz cntsalten die Montenegriner eine Icbhastcrc, aber ersolglose Tätigkeit. Bei Trebinje wurdt ein schwacher Angrisf aus unsere Vorfeldstellungen mühelos ab- gcwiesen und die feindliche Artillerie zum Schweigen gebracht. Gegen ei» starkes Erenzsort der Kridosije halten die monlcn, Klinischen Geschütze naturgemäß nicht den geringsten Ersolg. Der Stellvertreter des Ehess des Gcncrolstabs: o. Höfer, Fcldmarschalleulnant. Die rulsillht (Offfnfiuc in dk» Karpachkii. Wien, 29. Tcz. Tie russische Offensive in Galizien wird von militärischen Fachleuten der Blätter sehe kühl besprochen. Franz Mach im „Frcmdenblatt" schreibt: Mit besonderer Nervoiität scheint die Nüssen ihre strategische Situation ans dein Südsliigel z» erfüllen: sie fetzte» hier heftige Angriffe an, augenscheinlich um sich der fühlbaren ftiatcgifdjen Umfassung ihrer linken Hecrcsslanfc zu erwehren. Tic strnicgiichc Tefensive hat die Form einer starken taktischen Offensive angenonimen, konnte aber die operative Lage nicht ändern. Zwischen Biala nnd Tnnajez wurden ihre Angrisf- abgewicscn. Ter taktiill>e Erfolg lst ohne strategischen Vorteil und bleibt ein lokales Ereignis In dieser Erkenntnis sind unsere Truppen südlich Iaslo Strn> Nr. 305 Neu« Tageszeitung. Mittwoch, den 20. Dezember 1S1« Veite 1 110 einem gegnerischen Angriff ausgcwichcn, wodurch der hier angcfetzte russische Durckibruchsversuch nicht nur taktisch, sondern auch operativ in eine schwierige Lage kommt. Die Entscheidung hängt von der Festigkeit unserer Flankengrup- fen ab. Das türkische Hauptqrmrtier !■■■ - meldet; r— ■ ■ ■■■■ ■ = « Konstantinopel. 29. Dez. D>is Hauptquartier teilt mit: Heute von der Kaukasus-Armee angelangte Nachrichten blsagcn: Wir verfolgten den Feind. Es wurde eine beträchtliche Anzahl Gefangener gemacht und Kriegsmaterial erbeutet. Ein französisches Torpedoboot feuerte einige Granaten auf die Küstenwache bei Kikili gegenüber Tenedos ab, aber erfolglos. Die Engländer versuchten neuerdings eine Landung bei Akaba, zwei feindliche Boote versuchten, sich der Käste zu nähern, kehrten aber unter dem Feuer des Gendarinerie- pcstens um und halten vier Tote. Ein Sieg über die Russen. Konstantinopel, 29. Dez. Unsere Truppen lieferten dem Feinde eine Schlacht im Tale des Muradflusses und brachten ihm eine völlige Niederlage bei. Sie nahmen zwei Kanonen mit Zubehör, ein Maschinengewehr, 2 Artilleric-Munitionswagen, 36 Maultiere, 115 Pferde; außerdem nahmen wir zwei höhere Offiziere, sieben Subaltcrnoffiziere und 96 Mann gefangen. Die russische amtliche Mitteilung vom 23. Dezember erklärt, daß die Russen bei Sartjram bei Sartikamgsch die Offensive ergriffen hätten; nun liegt dieser Ort im Kaukasus, so ' st hier zugestandcn wird, daß die türkische Armee sich auf :; itücf'rn Gebiete befindet. Poris, 29. Dez. (W. T. B. Nichtamtlich.) Der „Temps" meldet aus Tanger: Die Bewegung feindlicher Stämme im Tasc-jes-Gebict hat nachgelassen. (Wirklich? D. Red.) Der Brannes-Stamm nimmt jedoch noch immer eine feindselige Haltung ein. Tie Lage im Tadln-Kenisra-Gebiet ist unverändert. Sendboten verbreiten dort falsche Nachrichten über die Ereignisse in Europa (oder vielleicht gerade richtige? D. Red.) und versuchen, die Proklamation des Heiligen Krieges zur Erregung einer Ausstandsbewegung ankzunuhen. Aus dem Tafilelt- und Mcddra-Gcbiet wird eine Ansammlung feindlicher Arabertruppen gemeldet, die anscheinend nach Eolomb-Bechar-bu-Denib Vorstoßen wollen, Alle Vorsichtsmaßregeln sind getroffen worden. Bulgariens Forderungen. Bulgariens Forderungen. Athen, 2g. Dez. (W. B. Nichtamtlich). Dem „Neon Astq" zufolge verlangt Bulgarien von Serbien auch jenen Teil Mazedoniens, der an Griechenland angrenzt, so daß Bulgarien sich zwischen Serbien und Ericchcn- land schieben würde. ssiiic bfmrrkfneiufrtf aittmliöinldjf Stimme. London, 28. Dez. (Nichtamtlj. Die „Morningpost" meldet aus Washington vom 21. Dezember: Die „Washington Post" jetzt ihren Angriff aus den britischen Militarismus zur See fort und schreibt bezugnehmend aus Aeußerungen Lord Churchills: Großbritannien gehr aus das Ziel absoluter Eecherr- jchast los. Der Militarismus zu Lande ist etwas Hasienswer- les, das bekämpft und vernichtet werden muß, und wenn alle Rationen Europas dazu heljcn müssen; aber Militarismus zur See ist etwas Bewundernswertes, solange es ein britischer Militarismus ist. Das ist die britische Auffassung, welche die Welt annchmcn soll! Die „Washington Post" fragt, wie sich die Dcreinigrcn Staaten angesichts der britischen Flott« sicher fühlen können. Die britische Flotte sei für Amerika eine größere Bedrohung als die deutsche Armee. Die britische Flotte könne den Panamakanal und die amcrilanische Küste bedrohen, v • deutsche Armee könne dies nicht, da ste nicht transportiert .den könne. Die Bereinigten Staaten würden sich nie unter die britische Oberherrschaft beugen. Ein britischer Angriss und eine britische Einmischung in den amerikanischen Handel seien geradeso unerträglich, als es ein deutscher Angriss und eine deutsche Einmischung lein würden. Wir haben, so schließt aas Blatt, einen britischen Angriss gehabt, während die deut- lchcn Einmischungen imaginär sind. Wenn England über Deutschland triumphieren und versuchen sollte, eine Oberherr- chaft zur See unter Mißachtung der Rechte und Interessen Amerikas aujzurichten, würde die amerikanische Nation wieder mit England Krieg führen. Von den Gelben. Der Antimilitarijt und Sozialist Hervö bettelt um die Hilfe der Gelben. Die „Post" schreibt: Die Enttäuschung der Fran- ;osen über die russische Schlappe i» Polen hat den Gedanken der Bciufung japanischer Hilsstruppen nach Europa neu be- ebt. In der jranzösischcn Presse mehren sich die Stimmen, die jür die Einleitung rasche Verhandlungen mit Japan eintrelen. Die abwinkende Reuternote wird dabei in gereiztem Tone erwähnt und zurückgewicsen. Ueberhaupt ist es beachtenswert, daß in einigen dieser Artikel eine Verstimmung gegen England um Ausdruck kommt, da dieses nicht genügend berücksichtige, wie sehr Frankreich unter dem Krieg zu leiden habe. Hervö jührt in einem von der Zensur stark zerzausten Leitartikel in seinem Blatte aus, das Volk verstehe nicht, warum nicht das Unmögliche geschehe, di- Deutschen zu besiegen. Deutschland, da» als erstes Land der Welt anerkannt werden müsse, so weit ideelle Kühnheit und methodischer Geist in Frage komm», sei wohl imstande, den Krieg noch ein Jahr länger hinzuziehe» .1» man jetzt in Frankreich glaube. Das französische Volk in ieiner Mehrheit werde lieber Japans Hilfe durch Abtretung ferner Gebiete erkaufen, als noch ein Jahr länger die Leiden ic» Krieges ertragen. Japanisch« Hilfe sür Belgiens London, 29. Dez. Die hier erscheinende „Jndependance Beige" erklärt, die belgische Negierung habe die Htls« Japan» zur Befreiung Belgiens an- gcrufen. Aus Frankreich. Gegen die Parlamentarier! Frankreich hat Pech! Schein zum so und so vielten Male ist cs seinen Kaiser undKönig losgeworden, es hat Revolutionen über Revolutionen gemacht, cs hat Ströme von Blut zu Ehren der Freiheit auf der Guillotine vergossen und immer noch nicht will die ersehnte Regierung, die rein im Namen der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit regiert, auf der Bildfläche erscheinen. In, Gegenteil glaubten sich die Franzosen früher von einem Tyrannen bedrückt, so haben sie jetzt derer Über 900, den» alle die Senatoren und Deputierten sind einzig und allein darauf bedacht, sich im Genüsse ihrer Aemter zu spreizen und dabei zu stehlen, was das Zeug hält. All- mählig kommt das Volk dahinter, wem es diesen Krieg der an Frankreich die höchsten Anforderungen stellt, zu verdanken hat. So wird uns aus Kopenhagen gemeldet, daß es in Paris vor der Kammer zu stürmischen Knndgeb- uvgcu gegen die Regierung gekommen sei. Die einzelnen Deputierten wurden, soweit sie sich bemerkbar niachten, mit Pfeifen und Johlen empfangen, die Massen brachen in die Rufe aus: Nieder mit dem Krieg! Republikanische Garden und Polizei mußten cinschreiten, um die Massen auseinander zu treiben. Ein Berichterstatter meldet: Ich sah in Amiens, Beau- vais, Compiegne und Soissons abermals Abgeordnete im Verkehr mit ihren Wählern. Die Wähler waren im höchsten Grad ungemütlich und ausfällig. In Compiegne nahm das Volk eine drohende Haltung an. Die Regierung hatt: ihm Verkehrserleichtcrungen, LebenSmittclzusuhrcn, Unterstützungen in Geld und Naturalien schon Wochen vorher versprochen. Vcrlprock)en durch Vertreter deS Ministers des Innern. Mit der Erfüllung der Versprechungen aber scheint es gute Wege zu haben. Die außer Rand und Band geratene Bürgerschaft macht die Volksvertreter mit verantwortlich die nach dem miterlebtcn Szenen sich längst um Kredit geredet haben. Vor dem Rathaus zu Compiegne konnte ich es hören: „Bleiben Sie uns mit der Regierung vcm Halse! Der Minister war vor drei Wochen da und versprach uns Kohle und Brot. Nichts ist angekommen. Sagen Sie ihm, wenn er sich noch' einmal bei uns sehen läßt, so soll er sich gleich einen Krankenpfleger mitbringen." Solche Worte kamen aus dem Munde des Vertreters des im Felde stehenden Bürgermeisters. Gcldmangcl in Paris. Zürich, 29. Dez. (W. B. Nichtamtlich) Der Pariser Dezcmberbriel der „Neuen Züricher Zeitung" schildert u. a. folgendes: Auf Schritt und Tritt wird an die private Wohltätigkeit appelliert, aber aus den mageren Subskriptionslisten in den Zeitungen ist zu erkenne», wie groß in dem sonst so gebefreudigen Paris der Geldmangel geworden ist. Die reick>en Klassen von einst müssen sich ebenso wie die mittleren und unteren einschrän- kcn. Tic „Unione des scmnics de France" erließ beispielsweise ein Rundschreiben, in dem erklärt wird, infolge Geldmangels müsse demnächst ein Teil ihrer Spitäler für Verwundete geschlossen werden; ihre Zahl betrug bisher 460 mit 30,000 Betten. Der Aufrus bittet dringend um Natu- ralgabcn, aber gerade daran fehlt es. Die Hilfsspitäler des Roten Kreuzes bilden eine wertvolle Ergänzung der Militärspitäler. Letztere allein würden ihrer Aufgabe nicht gewachsen sein. Selbst einige große Hotels, wie das Elysee und das Palacehotel, sind zu solchen Hilfsspitälern umgewandelt worden, die überall eingerichtet werden, wo irgend Platz vorhanden ist. Ans Rußland. Rußlands Schuld am Krieg. Brünn, 29. Dez. kW. D. Nichtamtlich). Die Zeitung „Hlas" gibt zum Beweise von Rußlands Schuld an dem Weltkriege Mitteilungen eines hervorragenden Bcrtrclers der tschechischen Volkswirtschast wieder, der vor etwa einem Jahre in Petersburg weilte, als Vertreter tschechischer Werke, die von der russischen Kricgsverwaltung zum Wettbewerb für Militärlisferunaen ausgesordcrt waren. Der Gewährsmann sprach auch bei dem russischen Kriegsminister vor, der sich zwar über die Angebote anerkennend aussprach, aber hinzusügte: Nach Oesterreich vergeben wir nicht sür einen Heller. Der Minister fuhr fort, der Krieg mit Oesterrc-ch- Ungarn sei unabwendbar. Wir bereiten uns schon lange auf ihn vor. Ans England. Ein Eingeständnis. Die „Nordd. Allgemeine Zeitung" schreibt: Herr Balsour hielt am 12. Dezember in einer zu Re- kruiicrnngSzwcckeii veranstalteten Massenvcrsamnilung eine Rede, in welcher er das interessante Eingeständnis machte, nicht durch irgend ein Ereignis des Tages, nicht durch irgend einen besonderen zufälligen Umstand, nicht durch Verantwortung oder Nichtbeantwortung irgend einer Depesche zu einer bestimmten Zeit sei dieser Krieg veranlaßt worden, sondern durch Ursachen weit ticserer Natur, die allmählich durch ein unvermeidliches Geschick zu einer schrecklichen Tragödie geführt hätten. Es wäre zwar ganz richtig, zu sagen, daß England diesen Krieg sührc, weil vertragliche Verpflichtungen und die nationale Ehre cs verpflichteten, die Nation z» unterstützen und zu verteidigen, deren Neutralität unter allen Begleitumständen des militärischen Schreckens und Abscheulichkeit verletzt worden wäre. Die serbische und der belgische Tragödie seien nur Episoden in einer viel größeren Tragödie, und die in Flandern und Nord« srankreich begangenen Verbrechen waren nur Episoden in dem größeren Verbrechen gegen die Zivilisation. Deutschland wäre nicht zufrieden gewesen mit seiner Macht und seinem wirtschaftlichen Gedeihen und hätte all die» sür wertlos gehalten ohne die Herrschaft über die ganze zivilisierte Welt. Zum Beweise dafür nimmt Balsour seine Zuflucht zu der ln Deutsch, land erdachten Theorie des Uebermenschen und des angeblichen Ueberstaatcs, die jeder internationalen Verständigung im Weg« gestanden hätte. — Wir erwähnen diese Auslastung des ehemaligen Führers der konservativen Partei Englands nicht, um mit ihm über das deutsche Denken zu streiten, von dem er nichts weiß. Wir stellen fest, daß er in dem Aufschwung Deuilchlinds seit 1870 die wahre Ursache des deutsch-englischen Krieges sieht. Es gab in den letzten hundert Jahren nur einen Staat, der den Anspruch der Herrschaft über die zivilisierte Welt erhob. Dieser Staat ist England. Weil das erstarkende Deutschland sich nicht unter den Machtspruch Englands beugen, sondern sich in friedlicher Arbeit frei entfalten wollte, soll cs vernichtet werden. Das ist, der üblichen englischen Phraseologie entkleidet, der Gedanke Balfours. Das dürftige Kleid ist Heuchelei. Ilnr 50 Grarnin-Mjtiidililgkil bis 2. Januar. Mit Rücksicht nnf den Ncnjahrsbricsvcrkchr können Privntscndungcn im Gewicht über 00 Gramm im Verkehr zwischen der Heimat und dem Feldheer in drr Zeit vom 29. Dezember bis rinschlicßlich 2. Januar nicht angenommen werden. Es wird dringend ersticht, auch die Sendungen bis 50 Gramm nur zur Uebcrmittcliing rigentlichcr Nachrichten zu bcnutzkli, Liebesgaben und dergleichen aber mit ihnen nicht zu verschicken. Die so beliebten 250 Gramm- Pakete können also in dieser Zeit nicht abgesandt werden. FkldpokIenÄnngtN mit WhrariMt. Berlin, 25. Dez. Die bei porlopslichtigen Fcldpostsen- dungen zugelastcne zehnprozentige Ecwichlsüberschreitung ist bei portofreien Feldpostsendungen in Privatangelegenheiten nicht zulässig. Sendungen in Privatangelegenheiten im Gewicht von 51 bis 55 Gramm kosten deshalb 10 Pfg. Der Feldpaketdieust. Bei der Versendung von Paketen an mobile Truppen handelt es sich um eine militärische Einrichtung. Die Versendung ist zuläsfig entweder über die Ersatz-Truppenteile der im Felde stehenden mobilen Truvpenkörper oder über Paket- dkkots. Die Beteiligung der Post beschränkt sich in beiden Fällen darauf, die Pakete anzunehmen und den in der Heimat befindlichen Ersatz-Truppenteilen oder Paketdepots auszuhändigen. Pakete durch Vermittlung der Ersatz-Truppenteile sind jederzeit zugeiasten und nicht an eine Gewichtsgrenze von 5 Kg. gebunden. Das Porto für sie ist dasselbe wie für Soldatenpakete im Frieden. Die Pakete müsten an den Ersatz-Truppenteil adressiert werden. Ste werden ohne Mitwirkung der Post nach der Front als Frachtgut der Heeresverwaltung, nicht also durch die Feldpost, zugestellt. Sind solche Pakete im Felde unbestellbar, fo sollen sie nach den von der Heeresverwaltung erlasienen Bestimmungen an den Abfender zu- rückbefördert werden. Pakete durch Vermittlung der Paket- depots werden nur für bestimmte Fristen und nur bis zum Gewichte von 5 Kg. durch die Heeresverwaltung zugelasicn. Hierüber ergeht jedesmal eine Bekanntmachung, worin die Frist genau bezeichnet ist. Wenn die Pakete bei der Post ein- geliefert werden, erhebt diese ein Porto von 25 Pfg. Auch bei dieser Paketbeförderung hat die Post mit der Weiterleitung der Pakete von den Paket-Depots nach dem Felde und der Zustellung an die Truppen nichts zu tun, dies biegt vielmehr ebenfalls in den Händen der Heeresverwaltung. Hiernach ist es unrichtig, für das Ausbleiben der an Heeresangehörige im Felde abgesandten Pakete stets die Post- verwaktung verantwortlich zu machen. Diese hat nur die Be» sörderung von der Ausgabepostanstalt In dem einen Falle zum Ersatz-Truppenteil, in dem andern Fall- zum Militär-Paket- depot zu vertreten, wobei Verluste oder große Berzögerungen nahezu ausgcschlosien sind. Die Schwierigkeit liegt in der Beförderung der Feldpakete in Feindesland, namentlich wenn militärische Operationen stattsinden Auch die dem Truppenteil obliegende Zustellung der Pakete an den Empfänger ist keineswegs so leicht ausführbar, wie das Publikum vielfach annimmt. Viele Beschwerden der Absender von Feldpaketen darüber, daß diese nicht angekommen seien, erweisen sich als nicht zutreffend, weil sie zu früh erhoben waren. In anderen Fällen läßt das Publikum unberücksichtigt, daß die über die Mililär-Paketdepots gegangenen Pakete bestimmungsgemäß nicht an den Absender zurückgesandt, scndern zum Besten des Truppenteils verwandt werden, wenn sich der Empfänger nicht mehr bei diesen befindet. Ebenso wird im Felde mit Paketen dieser Art verfahren, die wegen salscher oder ungenügender Aufschrift nicht bestellt werden können. Außer den vorstehend erwähnten Feldpaketen an mobile Truppen kommen noch Pakete an Heeresangehörige in Garnisonen des Deutschen Reiches in Betracht, die mit Ausnoqme der Standorte in den elfäsiischen Kreisen Altkirch, Mülhausen, Gebwciler, Thann und Colmar jederzeit zugclasien sind und den Vorschriften und Taxen des Friedcnsdienstcs unterliegen. Kugelschntzpanzer. Frankfurt a. M„ 27. Dez. f5urtfil ykytii tilikli rngl.ßrifgegffnngrnfn* Berlin, 29. Dez. Das Obcrlandesgericht des Earde- korps verurteilte heute den englischen Kriegsgefangenen William Lonsdale, der am 2. Dezember von der Inspektion der mobilen Garde wegen tätlichen Angiss» aus einen Vorgesetzten im Felde zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden ist infolge Berufung des Eerichtsherrn zum Tode. Der Verhandlungsleiter Oberkriegsgerichtsrat Dr. Boese bemerkte in der Urteilsbegründung, wenn auch einige Gründe für einen minder schweren Fall zutrcsscn. so sei doch zu erwägen, daß cs sich um einen groben Disziplinbruch gehandelt habe und die englischen Gejangcnen in Döberitz im allgemeinen aussässig und widerspenstig sich benehmen. Der Angeklagte habe nicht nur den Vorgesetzten zweimal geschlagen, sondern auch seine Bcsehlc verhöhnt. Dem Angeklagten steht das Recht der Revision zu. Uom Felde der Ehre. Hnnptmann D o m i z l a s s vom Ins.-Regt. Nr. 163 in F r i e d b e r g hat das Eiserne Kreuz 1. Klasse erhalten. — Friedrich K reu der von Schwalheim erhielt das Eiserne Kreuz wegen hervorragender Tapferkeit bei "irrem Sturniaugriff bei Upcrn. * Rieder-Florstadt, 29. Dez. Mit dem Eisernen Kreuze ausgezeichnet wurden von hiesigen Kriegern: Vizewachtmeister Wilhelm Alles, Res.-Draganer-Regiment Nr. 4; Unteroffizier Wilhelm Lehr: Gefreiter Ludwig Hart mann, die beiden letzteren im Insanlerie-Regiment Nr. 168. Heil und Sieg! Ans der Heimat. * Friedberg, 29. Tez. Längere Tage stehen uns nun wieder bevor: der Tag hat die Nacht überwunden und siegreich bricht sich das Licht Bahn. Vorerst geht es aber noch recht langsam. Am 21. Dezember war die Nacht am Längsten und der Tag am kürzesten, währt der Tag nur 7 Stunden und 31 Minuten und die Nacht 16 Stunden und 26 Minuten. In der Zeit bis zum 31. Dezember geht die Sonne morgens sogar noch etwas später auf, in unserer (liegend etwa um 8.14 Uhr, das sind drei Minuten wie am 21. Dezember, dagegen geht sie bereit? 7 Minuten später unter, nämlich um 3.62 Uhr, der Tag hat also vom 31. Dez. gegen den 21. Dez. nur um 4 Minuten zugenommen. So nimmt der Tag langsam zu; selbst am 6. Januar geht die Sonne erst noch um 8.13 Uhr auf. also immer noch 2 Min. später wie am 21. Tez., dagegen geht sie 14 Minuten später unter, so daß der Tagesgewinn 12 Minuten ausmacht. Von da ab gebt es rascher dem Lichte entgegen. Am A. Januar ist der ttzewinn schon 47 Minuten, und am 31. Januar bereits 1 Stunde und 20 Minuten. An diesem Tage geht die Sonne um 7.47 Uhr auf und um 4.41 Uhr unter. Ende Februar hat der Tag um 3 Stunden und 6 Minuten zugenommen. Der Tag dauert also 10 Stunden und 40 Min. und die Nacht 13 Stunden und 20 Minuten. Am 21. März tritt dann bekanntlich Tag» »nd Nachtglciche ein. » Verkauf ausrangierter Militärpferde. einiger trächtiger Stute» und Fohlen. Montag, den 4. Januar 1915, vormittags lg Uhr,, findet aus dem Pserdemarktplatz in Darmsiidt eine Versteigerung von zirka 38 Stück ausrangierter Militär- pferdc, einiger trächtiger Stuten und Fohlen statt. Zur Versteigerung werden nur Landwirte zugelasien, die sich verpflichten. die Pferd« in ihrem Betriebe zu verwenden und sie während der Kriegszcit nicht zu verkaufen. Die Versteigerung erfolgt gegen Barzahlung. Rentenquittungsformulore. Die Landesversicherungsanstalt Eroßherzogtum Hesien in Darmstadt ersucht uns, ihre Rentenempfänger daraus hinzuweisen, daß die Rentenquittungsformulare künftig nicht mehr auf Anfordern direkt übersandt werden, sondern in den Landgemeinden bei den Eroßh. Bürgermeistereien und in den Städten bei den zuständigen Poilzcireviercn erhältlich sind. Ein direkter Versand findet somit nur noch an die auherhalb de» Grohherzogtums wohnenden Rentenempfänger statt. * Büdesheim fOb-rhessen). SO. Dez. Die Weihnachtsfeier liir die hier im Vercinslazarett vom Roten Kreuz unterze- brachten Verwundeten fand -im heiligen Abend statt, und gestaltete sich zu einer erhebenden Feier. Schon am Tage vor- her wurde aus Anordnung der Frau Eräsin von Oriola der wundervoll geschmückte W-ihnachlsbaum ausgestellt. Am Nachmittag gelangten dann die vielen Weihnachtsgeschenke an und wurden aus langen Tischen, welche sehr hübsch mit Tannen- TUSklge geziert waren, ausgestellt. Während dieser Zeit dursten ««,» r,^,»«tt,ng. «ttt»-h. Un 30. D ezember im wir den Saal nicht betreten. Trotzdem sahen wir doch mit ei- nem Auge rin „wenig" durch dt« sich öffnende Saaltür, und freuten uns hierüber wie Nein- Kinder. — Wie alles fertig dastand, war cs auch bald Zeit zur Bescherung. Geraume Zeit vorher erschien Frau Gräfin von Oriola und musterte alle» auf» genaueste. Nachdem hier und da noch Abänderungen vorgenommen waren, erscholl die Glocke und unter den Klön, gen eines f-ingestimmten Grammophons, das von Frau Kohl. Hage in liebenswürdiger Weise zur Verfügung gestellt war, dursten di« erschienenen Gäste und wir den Saal betreten. War das ein, Freude! Soviel Liebe» und Gute» aus den geschmückten Tischen liegen zu sehen! Nachdem alles zur Stellwar, begann die schöne Weihnachtsfeier. Zuerst ergriss Herr Bürgermeister Schaub das Wort, um tn einer markigen Ansprache die Gäste zu begrüßen und aus die Bedeutung dieser einzigartigen Weihnachtsfeier hinzuweisen. Danach wurde «us Wunsch de» Herrn Bürgermeisters von allen Anwesenden das altbekannte schöne Weihnachtslied „O du fröhliche, o du selige" gesungen. Dann ergriss Herr Pfarrer Bcrnbeck das Wort: er nahm Bezug auf die Weihnachtsgeschichte und den jetzigen Krieg Wie immer, so verstind Herr Pfarrer Beinbeck cs auch hier, dle Zuhörer ganz in seinem Bann zu erhalten. Manche Träne stahl sich bei dieser Rede in die Augen der Anwesenden. Sodann wurde das Lied „Stille Nacht, heilige Nacht ujw." angestimmt und von allen Anwesenden krästig mitgcsungen. Endlich begann die Bescherung, und Jeder mußte sich vor seine Geschenke an die Tische stellen. Wie leuchteten da unsere Augen, aber auch manches feuchte Auge sah man von den Kameraden. Dachten sie etwa an Frau und Kinder, oder an die Kameraden im Felde, vielleicht an die, welche schon den Heldentod sür die große Sache gestorben sind. .... jedenfalls beschleicht einem, gerade an diesem Abend, ein wehmütiges aber doch feierliches Gefühl, das wohl im Stande ist, bei dem hartherzigsten Menschen eine Träne zu lösen. — Die Geschenke bestanden aus nur nützlichen Gegenständen, die sich sämtlich sür Krieger eignen. Jeder Kamerad erhielt außer einer Kiste Zigarren noch weit über ein Dutzend andere schöne Sachen als da waren, Feuerzeug, Taschenmeffer, Taschentücher usw. Ganz besondere Freude machte nn» aber ein Zigarrenetuis mit der Gravierung „Lazarett Büdesheim 1914". Auch das Bild von der Eroßherzoglichen Familie machte uns viel Freude, umsomehr, weil viele Kameraden die Leutseligkeit Sr. Kgl. Hoheit des Eroßherzogs im Felde kennen gelernt hatten. Nachdem noch ein Kamerad im Namen aller Verwundeter der Frau Gräfin von Oriola den Dank ausgesprochen batte, war die offizielle Feier beende« und jetzt griff die zwanglose Unterhaltung Platz. Leider verschwand die Zeit nu- sch >-ll Uns ollen wird diese Feier eine stetige Erinnerung bleiben, zumal dieselbe nur von lieben Men- scheu veranstaltet wurde. Aus diesem Grunde sei auch an dieser Stelle nochmals allen Gönnern, insbesondere aber Frau Eräsin von Oriola der allerherzlichste Dank ausgesprochen. Auch unserem allverehrten Herrn Doktor Dalquen, sowie unseren beiden lieben Schwestern sei der herzlichste Dank ausgesprochen, sorgen doch diese in erster Linie dafür, daß unsere Wunden wieder gut heilen bezw. geheilt sind. Gebe Gott, daß wir nach der Entlassung aus dem Büdesheimer Lazarett wieder die „alten Kerle" sind, damit wir unsere Pflicht und Schuldigkeit wieder genau so tun können, wie zu Beginn des Krieges und wir unsere Gegner nicderringen können, zum Segen unseres geliebten Vaterlandes. Ein Verwundeter. * Gießen, 28. Dez. Die philosophische Fakultät der Universität Gießen hat zu Weihnachten den Professor der Theologie Geheimen Kirchenrat Dr. thcol. Samuel Eck in Gießen ..den leidenschaftlichen Freund des Vaterlandes, den glänzenden Redner, den rastlosen Erforscher deutschen Geisteslebens, de» fein- sinnigen Kenner klassischer Dichtung, den ticscn Denker,'der die Gedanken großer Philosophen, großer Geschichtssorschcr nach- schafsend, mitempsindend vor uns ausgebrcitet hat" Ehren halber zum Doktor der Philosophie ernannt. * Gießen. 29. Dez. Oberstleutnant Wilhelm Müller, Kommandeur des Landsturm-Bataillons Worms, verstarb am 23. Dezember im Lazarett zu Luxemburg und wurde gestern in Gießen mit militärischen Ehren bestattet. Oberstleutnant Müller, der aus Darmstadt gebürtig war, stand über zwei Dezennien als Leutnant, später als hauptmann und Kompagnic- Ebes und als Stabsofsizier im hiesigen Regiment ..Kaiser Wilhelm" Nr. 116. Müller war ein Schwiegersohn des verstorbenen langjährigen Vertreters des Wahlkreises Bad-Nauheim im hessischen Landtage Wcith-Niederwöllstadt. * x. Usingen, 29. Dez. In hiesiger Stadt werden im Jahr 1915 folgende 23 Viehmäckte abgchalten: Rindvieh- und Schwcinemärkte 12 Januar, 9 Februar, 9 März, 6. April, 15. Mai, 8. Juni, 13. Juli, 10. August, 14. September 12. Oktober 8. November 14. Dezember. Sckiweincmärkte allein föhne Auftrieb von Rindvieh): 28. Januar, 23. Februar, 23. März, 27. April. 25. Mai 22. Juni 27. Juli 24. August 23. September, 23. November, 28. Dezember. — In Wehrheim finden Diehmärkte am 18. Februar und 25. Oktober statt. Di- mit den Rindviehmärktcn abgehaltenen Krammärkte haben keine Bedeutung mehr. * Wiesbaden, 29. Dez. In das Konzentrationslager Holzminden wurde der Inhaber des hiesigen bekannten Kunst- lalons Aktuaryus und dessen Sohn transportiert. Aktuaryas, der aus Rußland stammt und sei« einem Dezennium hier an- jälsig ist, hatte das französische Indigenat erlangt. * Niederlahnstein. 29. Dez. Um der herrschenden Kartos- felnot zu begegnen, hat die hiesige Stadtverwaltung ihren Be- wohnern billige Kartosseln, den Zentner zu 3.30 Mk. beschosst. - Eersfeld. 29. Dez. In der Scheune des Müllers Jordan in Eckweisbach, der zur Zeit im Felde steht, brach Feuer aus, dos schnell die Scheuer, Stallungen und Nebengebäude in Asch« legt«, da» Wohnhaus und die Mühle stark beschädigte. Der Schaden ist bedeutend. Die Entstehungsursache de» Feuer, UN. bekannt. * Darmstadt. 28. Dez. Erschossen hat sich am ersten Feiertage der Landwcbrman» L. aus Kelsterbach vom hiesigen Landsturm-Bataillon. das in der Alterichen Möbel- ____ Seit e & fabrir einquartiert ist. L. der verheiratet ist und zwei Kinder hat, zog im September wohlgemut mit gegen die russischen Feinde. Anfangs November kam er mit anderen Truppen noch der Heimat und wurde noch 10 Tage zu seiner Familie beurlaubt. Seit dieser Zeit schien er sehr mißgestimmt und niedergedrückt. Am ersten Feiertag wurde er dann hinter der Fabrik niit einem Schuß in der Schläfe, den er sich durch einen Revolver bcigcbracht hat, tot ausg.'- sunden. Bestinimte Ursachen über den Selbstmord sind nicht bekannt. F. E. Hammrlburg, 27. Dez. Ein wütend gcword.-- mr Falelochs, dem Mebgcrmcister Schnabel gehörend, machte sich von seinen Führern los und drang in eine liie- sige Uhrmacherwcrlstätte wo er einen Schaden von mehre- ren tausend Mark anrichtcte. Kirchliche Anzeigen. Evangelische (iienieindr Sqlvester, Donnerstag. 31. Dezember. Gottesdienst in der Burgkirihc. Nachmittags 5)4 Uhr: Herr Pfarrer Dich!. Gottesdienst in der Stadtkirch«. Abends 8)4 Uhr: Herr Pfarrer Di «hl. — Mitwiikung des Kirchengesangvercins. Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach. Abends 8 Uhr: Herr Pfarrer Zatzmann. Fronkfurirr «üriKtbrritt Voraussage: Wolkig bis heiter, trocken, kälter, w estlich: Winde, Nachtfrost. Frnnlrfurtrr Fruchtuiarkt am fHonfoi, 28. Dfi. Weizen 27.50—00.00, Roggen 23.50—00.00, Hafer 22.30- 00.00, (5 erste 23.50—00.00, Kar- t off« ln 7.00—8.00. Die Preise verstehen sich per 100 Kilo sranko Franlsurt. W e i z e n k l e i e 17.00—18.00, Weizcnschalen 00.00 - 00.00, Roggenkleie 17.00—18.00, B i e r- lieber 20.50 -21.00. Di« Preise sür Futtermittel verstehen sich per 100 Kilo einschließlich Sack ab Müht«. Weizenmehl 43.00—44.50, Roggenmehl 35 50—38.00 ab Mühle. Marktlage: Kleiner Umsatz, feste Stimmung. Für die Wcihnachtsbeschcrung in der Kinderkrippe gingen Geschenke ein von: Frau Marie Dörr: grau Dir. Schi'.abc: Frau Oberlehrer Keller: Frau Pfarrer Klebcrger: Fra» Ad. Diehl: Frl. E. und K. Dichl: Frau Herz Meyer: Frl Elise Wien: Frl. Else Leißncr: Frau Levi «Warenhaus Mai,er): Frau Obcramtmann Kimmcl: Frau Kaufmann Michel: Frau Jean Füller: Frau Pappenheimer: Frau Simon: Frau Pros. Reuter: Frau Eeorgi: Frau H Strauß: Frl. Slielcr: Firma Wagner u. Diebes: Firma Ballin Oppenheimer: Frau G. Steinhauer: Firma Meyer I. Hirsch: Frau W. Waas: Frl Reinheimer: grau Leopold: Herrn K. Isenburger: Frau Dcr- fcld: Herrn Adler aus Frankfurt a. M: Frau Slößinger: Herrn Weinberg: Herrn Kaufmann Schmidt: Frau M.Schlei- mer: Frl. Ella Weißensec; Frl. Trude Maier: Herrn Franz Weber: Frau Sichel: Frau P. Dlctz: Frau Prosesior Gebhard: Frau Justizrat Windecker: Frl. S. Strauß: Frl. E. Schonberg: Frl. I. Billau: Frl. E. Hühner: Frl. I- Kramer. Den freundlichen Gebern, sowie auch Allen, die schon früher die Krippe in liebenswürdiger Weise mit Geschenken bedacht haben, sei hierdurch herzlichsl gedankt. Der Bürgermeister- Betr.: Aussührung de» Neichsgesctzcs vom 28. Mai 1914, bctr.: den Schutz der Bricstauben und den Briestaubcnverkehr >m Kriege. Bekanntmachung. Ich bringe hierdurch zur ojsentlichcn Kenntnis, daß der Bricftaubenklub „Heimkehr" zu Friedberg >. H. in den Verband deutscher Bricstauben-Liebhaber-Pcreine ausgenem r-en worden ist und daß die den Mitgliedern dieses Vereins: Adols Bcchstein: Moritz Bender: Fritz Bernhard: August Eobnrger: Earl Hicronimus: Karl Hilgenberg: Wilhelm Keth: Wilhelm Lust: Wilhelm Madrc: August Schilling: Wilhelm Renß: Ad. Zoll: Karl Zulauf, sämtlich wohnhaft in Friedbcrg und Emil Breidenstcin, wohnhaft in Vad-Nauhrim gehörigen Militär- bricstauben, die sie der Militärbehörde, den Verbandssatzungen gemäß zur Bersügung gestellt, nunmehr den Schutz des oben UN gezogenen Gesetzes genießen. Friedbcrg, den 28. Dezember 1914. Der Bürgermeister: Stahl. Zchränkct die Aenjahrsgluchniünlcht rin! Diese Mahnung muß dieses Jahr dringend erhoben werden Aus zwei Gründen: Einmal sollre man das hiersür oielsach hmausgeworjene Geld nützliche- anwcnben und es liebe, un- icren im Feld« stehenden Soldaten oder den «erwundcle» otcr der Kricgssnrjorge zuwende». Das andere Mal deshalb, wc-l unsere Beamten aus der Post so wie so schon überlast:! sin» und über Gebühr ihre Kräst« anstrengen müßten. Hclset >!>,- Arbeit «rleichter, und nicht durch übermäßiges Absendcn ocn überflüssigen Neujahrswünschen noch erschweren. Also zu Kriegsneujahr 1915 gelte die Parole: Keine oder nur wenig« Reujahrspostjendungen! „Römerbmnneti Hervorragendes Tafelwasser. Verantwortlich sür den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsche!, griedberg: für den Anzeigenteil: K. Schmidt griedberg. Druck und Verlag der „Reuen Tageszeitung' A. Friedbera i. £>■ Nr. 305 Neu« Tageszeitung. Mittwoch, den 30. Dezember 1814. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 2t. Oktober auf Frankreichs blutgeNünktcr Erde unser treues Mitglied triefet. Dieffenbach Wehrmann im Res.-2nf.-Regt. Nr. 116, 7. Komp. Er war ein eifriges strebsames Mitglied unserer Vereine und werden wir sei» Andenken stets in Ehren bewahren. Berstadt, Len 30. De,. 1914. Gesangverein Eintracht, Kerstadt. Turnverein Seestadt. H> Gar zu irüh bist Du geschieden, Und umsonst war unser Fleh'n. Ruhe sonst, du lieber Bruder. Bis wir uns einst wiederseh'n. Danhsagnng. Für all' die vielen Ehrungen, welche unserem lieben. I auf dem Felde der Ehre gebliebenen Bruder und Schwager Ludwig Grill! ,u Teil wurden, insbesondere für die tiefempfundene Ee- dächtnispiedigt des Herrn Pfarrers Schäfer, für den er-1 hebenden Gesang des Gesang-Vereins Frohsinn, sowie für I f ic überaus zahlreiche Beteiligung beim Gedächtnisgottcs- dtcnst auch seitens der Vereine sei hiermit Allen der herz- s s innigste Dan! ausgesprochen. Ober-Rosbach, den 29. Dezember 1914. Philipp Krill, Oüerpostalsistent, Bingen. Joh. tzeiur. Schlottner und Frau gcb. Grill. Iftnric Feuerbach Witwe geb. Grill. Philipp Rahmig und Fra« geb. Grill. Kraft Lebertran Emulsion bestes Nähr- und Stärkungsmittel per Flasche 1.50 Eisenlikör MM ».Kraft greift Zähne nicht an! Aerztlich erprobt und empfohlen! per Flasche JI k. 1.00 empfiehlt ildolS itechstein, Am alt.yoßamt. i<'riedl>ers i. H. Achnlstr. 15. (T riefott 459. Telefon 459. f-i*3sa Färberei Braubach Fischer CHEM. WASCHANSTALT Fabrik und Zentrale: Butzbach Telefon No. 24 Gegründet 1848 Telefon No. 24 16 eigene Läden Friedberg: Kaiserstrasse 63, Telefon 439 iiad.Nauheim: Alicenptatz, Telefon 229 Bingen, Coblenz, Darmstadt, Eltville, Frankfurt a. M Giessen, Hanau, Mainz, Oflenbach, Wetzlar. Grösster Betrieb der Branche in Grossherzogtum Hessen. Aufträge. £n uns uircb die Bahn oder Post Qbermittelt «erden, linden prompteste trlodipnp. 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Ochsen: i) 1. ooUrlcildi. auspemästet« höchsten Schlachtwerts. 4—7 Jahre all 2. Die noaj nicht gezogen haben lungeiochte) ....... b) lunge, rieiichige nicht ausgemallete und ältere ausgemäitete . . , . c) mahia aenährte iunge. gut genährte ältere 8. «ulten: a) voUiteiichige. ausgemästete höchsten dbiuchtwert»........ bl r rUurtt'u 'üngere , , . , . c) mahia genährte lunge und gut genährte älter« 54-58 50-53 44-46 50-53 44-47 0. Fallen und Kühe: ») vollfterichige. ausgemaitete Färsen höchsten schtachtwert«..... dl vvlliteilchrge. ausaemästete Kühe bowlten Schlackiwerts bis zu 7 I. c) 1. wenig gut entwickelte Färsen 2. ältere ausgemästete Kühe . . d) maina aenadrle Kube und Färsen es aerina aenäbrte Kühe und Färsen o. Gering genährte« Jungvieh (Fresser) 50-53 44—46 40-44 3 —42 30—35 22-27 11. Kalbet: Schlachtgewicht' iro -104 91-97 81-85 83-88 80—63 90-95 82-86 17—85 70-78 60-70 59—BO a) Doppellender leimt« Mast, , , , b) lernst« Mai tkalber..... c j miniere Man- und beste Saugkälber d) geringere Mast- und gute Saugkäiber a) geringere Saugkälber , » , , 111. Schnke: a) Weiüemastschase:...... b) lüui.nnmmei und Masthammel . c ) geringere Masthammel und Schafe d) nranla aenobrre Hammel u. Schule kMerzschafel ..... . . IV. Fettschwerne: 46—50 78—8» 41-45 70-76 40 86 29 70 ,1 Fettichweme Uber 3 Ztr. Lebendgewicht b) vouUe»ch>ge Schweine übet 2K Ztr. Lebendgewicht r> »olliteiichrge Schweine öder r Ztr. uevenbgewicht..... , . d> oollrleiichia' Schweine bis zu 2 Ztr. Lebendgewicht........ e) Nestchiae Schweine ...... I) Sauen ...... atm Rindermarkt langsamer Geschäftsgang und geringe^ Ueberstand. Kälber und Schafe werden rege, Schweine lebhast gehandelt und ausveikaust. 57'/,—60 57- 59 58— 60 58-60 74-76 73 -75 74-76 74-76