Unmmer 300 W Dienstag, den 32. De^emder 1014. 7. Jalsrganfl Tageszeitun bei den Agenten monaitich^LO Pia. 5>in,u E'"oügeb^hr^ode, ^Tro-cNokw Kauer »»» „Hi, Zpinulkub«-. S»,»gopr»i»: Bei den Poftanftalten v>er>«k>a»ll,q bttk. l.To «rtnuun#.«. M'rtZ Sck v.n 7n?un7^-^a7 °.yg.. ^-"7^""°""' 20 Psg„ tvlate 15 Ptg, Anzeigen auswirw werden ourch Po.Nachnahme a^,„ F.- ■ __________ — L ^ ntobtrfl (&tü t n). 12. gm.pwH« «S. D«lHa. l .t l > Kr. 4859. «m t JtutfaH .. «. Ketviebsamkrit der Franzosen. schwere Verluste der Franzosen, Farbigen und Engländer. — (Sin tlrmeebesehl Jossre's. ^ D:r deutsche Ceneralstab [=- — = meldet: ___ WTB. (Hrosfts Hauptquartier, 21. Tez-, vormittags. Amtlich. Französische Angrisse bei Ricuport wurden auch gestern abgcwiesen. Zwischen Richcbourg l'Anouö und am Kanal bei D'- Airr und La Bassee grissea unsere Truppen die Stellung der Engländer und Indier an. Ter feindliche Schützen, graben wurde gestürmt, der Feind aus seiner Stellung »n. tcr schweren Pcrlusten geworfen. Wir erbeuteten l Geschütz, 5 Maschinengcwebic, 2 Mincnwersrr und nak>nien 27ü Eng. länder und Indier, darrinter trt Cf fixiere gefangen. Der bei Notredamc de Lorrits an, 18. Dezember an din Gegner verlorenen Schützengraben ist zurückerobert. In der Gegend Souai» Massigs nordwestlich Ehalons grilsen die Franzose» gestern bestig a» und drangen a» eine Stelle bis in unlrrc» Borgroben vor. Ihre Angrisse brocken indes, sämtlich in »Ilsercm Jener zusaiuinen. 1 Ossi- zierc und 310 Mann ließen die Franzosen in unsere Hände. Eine große Zahl gefallener Franzosen liegt vor unseren Stellungen. In den Argonnkli nalimcn wir eine wichtige Wnldhähe bei La Fort de Paris, eroberten 3 Maschinengewehre, I Re- volvertanone und machten 275 Franzosen zu O'esangenen. Die mit großer Heftigkeit geführten Angrissr der Fran- zosen nordwestlich Brrdu» scheiterte» gänzlich. Tie große Regsamkeit der Franzosen vor unserer gaa- zcn Front ist erklärlich durch eine» bei einem gefallenen sran. zösischen Offizier gesundencn Heercsbcschl des Generals Iosfre vom 17. Dezember 1914. Armeebefehl »am 17. Dezember 1914t Seit drei Monaten sind die hestigen and ungezählten Angrisse nicht imstande gewesen, uns zu durchbrechen Ucber- atl haben wir ihnen siegreich widerstanden. Der Augenblick ist gekommen, um die Schwache aoszunlltzew die sie uns bieten. nachdem wir uns verstärkt haben an Menschen nnd Material. Die Stunde des Angrjsss ha« geschlagen. Nachdem wir die denischcn Kräfte in Schach gehalten haben, handelt es sich darum, sie zu brechen und unser Land endgültig von den Eindringlingen za bejreien. Soldaten! Mehr al» se- wals rechne» Frankreich aus Euren Mut. Eure Energie »nd Eure» Millen, um ftden Preis zu siegen. Ihr habt schon gesiegt an »er Marne, an der Pscr. in Lothringen und In den Vogesen. Ihr werdet zu siegen verstehen bis zum ichließ- lichen Triumph. Zoll re." In Oft- und Westpreußen ist die Lage unverändert. In Polen fortdauernder Angriff gegen dir Stellungen, in denen der Feind Front gemacht hat. Lbersle Heeresleitikikq. llie Simondiridit im OSrofirn fiaiiptanart ir. Aus dem Drohen Hauptquartier im Westen wird gemcidc! Der gewaltig- Sieg über die russischen Heere in Polen wurde »m Drohen Hauptquartier in den Abenstunden amtlich bekannt^ gegeben und ries großen Jubel hervor. Aus dem Martipi, ,angen Ossiziere und Mannschaften „Deutschland. Deutsch,ant über alles". „Heit Tu lm Siegcrkranz" und „Die Woch, om Rhein". Leise össncten die Einwohner die Fenster und betrachteten erst verständnislos, dann lies niedergeschlagen die gewaltige Kundgebung, da sie mit der baldigen Eroberung Berlins durch die Russe» gerechnet hatten Unler Hochruscn aus den Kaiser. Hindenburg, Ludendorjs und die österreichischen Heer sührcr blieben die Truppen noch bi» in die späte Nacht ve,e>- nigt. Alle Dlotten der Stadt erllangen im Siegesgcläut bis Mitternacht: die Nachbarorte nahmen das Deläutc aus. und ,o pslanzte es sich durch das ganz- besetzte Eebiei sort, so daß überall sranzosische Glocken die deutsche Siegesentscheidung ,m Osten verkündeten. Wir diktieren den Frieden. Der Reichstagsabgeordnete Dr. Trendel erklärt in der ..Kölnischen Volkszeitung": Gewissenloser Weise wird die Behauptung verbreitet, der Reichskanzler habe einigen Abgeordneten gesagt, sie mochten im Volke verbreiten» daß nicht wir es find, die den Frieden diktieren. Diese Behauptung ist plumpe Erfindung. Ter Reichskanzler hat gerade das Gegenteil behauptet, was \c>- Abgeordnete bekräftigt, der eine Unterredung mit dem Reichskanzler hatte. ffrnfuffßrldiirlinna von ZkkbrüM nutz haist. A ni st c r d a m , 21. Dez. Das „Handelsblad" meldet ans Slnis: Eine heftige Beschießung der Küste wurde heute Mor. gen um 2.40 Uhr beobachtet. Es waren englische Schisse, die aus» neue Eeebrügge und Heys« bombardierten. Etwa dre'ßig Schiisie wurden abgegeben, doch die Deutschen beantwortet.-» dos Feuer Nicht. Ein englisches Geschwader in Schiachtordnuiig suhr gestern Nachmittag außerhalb der Tragweite der deutschen Eeschützc an Secbrügge vorbei. Ein dänisches Urteil. „Politiken" schreibt: Der große russische Vorstoß gegen Posu. Schlesien und Krakau scheint nun endgültig zulammenge- brocken zu lein. Dir Rusien müssen zum zweitenmal zurück- gehe» Das erstemal tonnten sie noch strategilche Eründe >ür die Neuausstellung ihrer Truppen angebcn, doch jetzt scheinen sie durch eine schwere Niederlage zum Rückzug gezwungen zu sein. Ob sie »och einen neuen Vorstoß machen können, ist sraglich. Auch wenn sie noch Leute genug haben, woher sollen sie Ossizicre und Munition nehmen? Es ist anzunehmen, baß Mangel daran die ictzige Katastrophe schon vcrusacht hat. Die französischen Berichte behaupten, man habe im Westen Fort- Miritte gemacht: doch was soll geschehen, wenn die Deutschen »ach der Niederwersung der Russen noch Truppe» vom östlichen Kriegsschauplatz srci bekommen, tfin ;\rmffbf!rl)l des brnirrildtm KrvlipNMii. Das Armec-Oberlommaiido der v. Armee hat, wie mitgeteilt wird, unterm 8. Dezember von Lille aus stogendcn Ar- inceücschl ausgegcbeu: Seit einer Reihe von Wochen befindet sich das Erste Bayr. Rescrockorps im langsamen, aber ununterbrochen sortschrelten- den Ackgriss aus starke Stellungen des Gegners östlich und nordöstlich von Arras. Schützengraben aus Schützengraben wurde dem Feinde entrisien: alle seine Degenangrisse unter schweren Verlusten sür den Feind abgeschlagen, Hunderte von Gefangenen gemacht. Dies alles unter schwerstem Artillerie- keuer des Feindes, dem eine gleiche Kraft entgcgenzustellcn bis jetzt nicht möglich war. Nach den hier vorliegenden Nack-rrch. tn hat das Vorgehe» des Armcclorps aus den Feind einen starken Eindruck gemacht. Ich spreche dem Armeekorps sür seine ausopscrungsvollc Tätiglett meine rückhaltlose Anerkennung aus »nd möchte sein Vorgehen allen Teilen der Armee als muftcigüllig sür lommende Jetten empsehlen. g:z. Rupprccht, Kronprinz von Baqcr». D't fiioliiftf Wfmcht dkl öfnfnllitanööinifln. Berlin, 21. Dez. Nach einer Mitteilung, die der englische Kreuzer Bristol" bei einem kurzen Ausenthalt in dem Hasen Punta Arcnas gemacht hat. haben aus englischer Seite tu dem Kampse bei den Falllandsinseln solgende Schistc teil, genommen: „In».nudle', „Jnslezible", „Eanopus". „Eo-.i-a- uon". „Eornnall", „Kenr", „Glasgow-, und „Vristol". De: Kampf hat von Vormittag bis gegen Abend gedauert. Ucbcr die Beschädigung der englischen Schiisc ist bis jetzt Nick,IS Nähere» mtt&clfilt worden, nur soll nach neuesten Meldungen die Zahl der"von den d-utflhei, Schnmck Geretteten etwas größer fein, als zu Anfang gemeldet wurde. Wien, 21. Dez. (21*. B. Nichtamtlich). Amtlich wird rcrlavtbart: 21. Dq-mb r, mi iags: In den Karpathen macht unser Augrisj >m oberen Ftußgebict der Latorze g u t - Fortschritte. Nordöstlich des Lnpkower Pasies an oer Linie nördlich Krosno Tuchow und am unteren Dunajec wird heilig weiter gelämpjt. Die Lage in Südpotcn hat sich nicht geändert. Der Stellvertreter des Chefs des Ecneralstabs: v. H ö j e r, Feldmarichallcutnant. Die La-zc in den Karpathen. Budapest. 21. Tez. Die Situation unserer Truppen in den Karpathen ist überall sehr giinsiig. Tie Osjensioc der Russen ist seit dem Siege der verbündeten Truppen an beiden Fronten total nicdcrgcbrochen. A» einzelnen Punkten cntlalten die Nujicn »och einen hartnäckigen Widerstand, dcch scheint dies in erster Linie den Zweck zu verfolgen, die im Rückzuge befindlichen Truppen zu decken und eine Um- klammerung des linken russischen Flügels zu vereiteln. Tie in Ober Ungarn eingcbrochcncn Russen gehören zu dem auf dem galizijchcn Abhang der Karpathen operieren- den russischen Truppenteil, der unter dem Kommando de« Generals Brussilow steht. Treue um Treue. Budapest, 21. Tez. (W. B. Richtamtlich.) „Pesli Hir- lap" schreibt unter der Ileberschrist: ..Treue um Treue": Bei uns ist nian ebenso wie in Teutschland darüber int rri- ne», daß, wenn bald einem angeblich pensionierten öjt>r- riichijch-uiigarilcheii Tiplomatcn, bald einem nicht czistie- rcndcn östcrreichiich.ungarisckie,i Politiker der Wunsch „ich einem Separatfrieden in den Mund gelegt wird, dies lediglich als ein plumpes, durchsichliges Manöver der Trip- el-Enlcntc anznsehen ist. Wir haben feinen solchen T'.pli- matcii oder Politiker, auch nicht in Pension, nicht einmal im Irrenhaus. Was seit dem Ausbruch des Krieges gc- l,lu-lien ist, hat die Begeisterung der Herzen nur gesteigert. Kaiser Wilhelm und v. Hindenburg wurden i» der Phan- lasie der Völker unserer Monarchie zu legendenhaften Namen. Erscheinen die deutschen Soldaten am Horizont, so erfüllt hierzulande alle Seelen Vertrauen und Zuversicht. Tie Deutschen aber versäumen keinen Augenblick, im To-ic aufrichtiger Anerkennung und Treue zur Monarchie der Tätigkeit unserer Söhne zu gedenken. Gegenüber den Ver- snchballonS nach einem Separatfrieden wiederholen wir das Losungswort des AnitsorganS des Reichskanzlers: „Treue um Treue!" Das machtvolle Zusammenwirken mit Deutschland hat nun ans den polnischen Schlachtfeldern die schönsten Früchte getragen und angesichts dieses Triumph.'» erneuern wir das Gelöbnis: „Treue um Treucl" Oestcrrrichischc Flirgrr über Ertinie. Meldungen aus Ertinjc zufolge wurden in der Nacht vom >4. bis 15. Dezember von österreichischen Militärflieg- ern neuerdings Boinbcn auf Eetiujc geworfen, die starken Sachschaden anrichteten und wodurch auch mehrere Personen getötet und verwundet wurden. Der Krieg im Orient. Die türkischen Hecresbcwegungen im Kaukasus Konstan. kinopcl, 20. Dez. Die Nachrichten des Generalstabes über bi« Operationen im Kaukasus lauten nach wie vor günstig. Es ist der russischen Flotte bisher noch nicht gelungen, die zahlreichen türkischen Transportjchljfe, die über das Schwarze Meer noch einer türkischen verschanzten Stellung unweit Votum täglich abgehc», zu beunruhigen, obwohl sie nur von einer kleinen Anzahl leichten türtischen Kreuzer begleitet werden. Mehrere ruisische Kaoallcricregimcnicr, die Sstlich des Wan-Sees aus- taiichten, sind in einen Hinterhalt gelockt und säst vollständig ausgeriebcn worden. Der Rest wurde zu Gefangenen gemocht. Kriegsminister Envcr Pascha hat selbst die Leitung der Operationen im Kaulasus übernommen, ihm zur Seite steht Gcncrol- major Bronsart von Echellcndorj. Die türkischen Teruppen im Kankasus versiigc» über allcrmodecnste Kampsmiftcl, Panzer züge, Panzciautomobilc, schwere Mörscrbatterien und Flugzeug, gcschwadcr. tzluch habe» sie in Anbetracht des retchtichcil Schneclollcs große Mengen Schliftenmatertal nachgesandt bekommen. Die Freiheiten der in der Türket lebenden Angehöri- gen seindlichcr Staaten sind nur sehr wenig beschränkt worden Es ist eigentlich nur eine tägliche Meldepslicht der Englände», Fränzaftil und Russen vorgesehen. Die Belgier dagegen werden ooNtonimcn wie deutsche Untertanen behandelt, da die t»r> tische Regierung ossiziell erltärt hat, einen Staat Belgien nur noch i» der Form einer dcntschen Provinz zu kennen. Alle Belgier, selbst die in Staatsstellungen, sind geblieben und er. haften ungeschmälerte Bezüge. Die Araber gegen die Engländer. Konstantinopcl, 2t. Dez kW. B. Richtamtlich). Wie das Blatt „Turan" erfahrt, hat der Araberhäuptling JIn Saud eine Streitmach von etwa Kilo» Reitern, darunter 3MM Mcharisten, ausgerüstet und sie in ier Richtung nach Basiorah entsandt, damit sie zum türkischen Heer stoßen Er selbst soll mit der Hauvlmacht seiner Stämme demnächst nach dem Pcmcn abgehcn. Ein anderer mächtiger Häuptling, Rcdlch ibn Rcschid, hat gleichsalls eine bedeutende Streitmacht ausgerüstet. Er wartet nur den Beseht der türli- schen Regierung ab, um ins Feld zu ziehen. Die indisch-englischen Truppe« von »ea Senusii gesiblanen. 40 000 Scnussi schlugen die Jndertruppen an der ägyptischen W, '«grenze, erbeuteten Maschinengewehre und Proviant und drangen bis östlich der Oase Siwa vor. 2N WM Senusii eroberten Kantara. Die Mohammedaner unter den ägyptischen Grenzposten gingen zu den Senuß, über. 88 000 Sud-inoien gehen siegreich gegen Kartum vor. Jndertruppen. die nach Eroberung südlicher ägyptischer Grenzposten der Sudanesen cnl' gegengesandt wurden, meuterten. Der englische Sultan von A-gyptcn. Die Einsetzung Hussin Kamels zum Sultan von Aegypten hat gestern noch Berichten Ar. 8U0 Nt» Tageszeitung. Die »«tag, de» 2t. Dezember 1»1* «eilet italienischer Blätter au« Kairo stattgefunden. Sri» erster R«. gierungsakt war die Absendung einer Ergebenhcitradreff« an den König von England. Ferner richtete er «in Schreiben an den bisherige» Ministerpräsidenten Ruschdi Pascha. Er erklärt darin, er glaube, seine Pflicht Aczyptc» gegenüber getan zu haben, indem er das Sultanat annehme und Ruschdi zur Würde des Ministcrpröstdentcn berufe. Er bcaustragte ihn, das Kadinett. das nach der Erklärung des englischen Protektorats ab- >,cdankt hatte, wicdcrhcrzustcllcn. — Frankreich wird seine Kon- equcnzen aus der Errichtung des englischen Protektorats in .lcgyptcn ziehend Die römische „Eorrcspondcnza" erfährt von gut unterrichteter Seite, daß die Annexion von Tunis durch Frankreich beoorstcht. England und Aegypten. Wien, 21. Dez. (W. B. Richt- imtlicf)). Der Korrespondent der „Reuen Freien Presse" in )tonsta»tinopel hat seinem Blatt telegraphiert, dag er eine Unterredung mit dem Führer der ägyptischen Nationalisten Farid Jot) gehabt habe, in welcher diecsr ausfühlte, England arbeite mit den weitgehendsten Versprechungen, um die ägyptische Be- oölkerung zu gewinnen. Der Hast der Bevölkerung Aegyptens and des Sudans gegen die englische .Herrschaft würde aber bei dem ersten Erfolge der Türken »in Suczkanal zu einem volle» klusstand ausbrcchcn. Die Nationalisten wollten »ach der klcberwindung der Engländer in Aegypten de» Zustand wic- dcrhergcstellt sehen, der bis 1882 gegolten hat, nämlich die nur durch die Suzeränität des Sultans beschränkte innere Unrd- ängigkeit unter der Herrschaft des jetzigen Khediven Abbes stilmi Pascha. De» wen» auch die Rationalisten nicht imincr ;:it ihm einverstanden gewesen seien, so suhlten sic sich letzt uit ihm durch die Gemeinsamkeit ihres Zieles und ihrer In- eresicn verbunden. Italiens Stellung zu Aegypten. Rom, 2V. Dez. In der . ivsncordia" entwickelt Palamcnght Erispi die Nachteile des hen Protektorats über Aegypten für Italien. Der Sta- .o im Mittclmcer werde dadurch gestört, die Sicheryeit md Zukunft Libyens und seines Hinterlandes gesährdet, der öiaum des englisch-afrikanischen Imperiums vom Kapland bis rniro verwirklicht. England werde die Kapitulationen und sirivileaicn der Fremden tn Aegypten künstig nicht anerkcn- ien. Wir sind also, fährt Erispi fort, einem sehr solgenschwe- e» Ereignis gegenübergestellt: die Engländer verletzen unsere Interessen, während sic Dankbarkeit für unsere Neutralität uorschützen. Die Zusammenkunft in Malmö. Kopenhagen, 21. Dez. Der Londoner Korrespondent der „Berlinske Tidends" hatte eine Unterredung mit einem hervorragenden englischen Politiker, der über die Monarchen- begegnung in Malmö äußerte, England werde alles Mögliche tun, um eine intimere Verbindung zwischen den nordischen Ländern zwecks Sicherung ihrer Stellung zu fördern. Ebenso werde England auf dem Gebiete des Handels und der Schiff- iahrt den nordischen Staate» jedes Zugeständnis mache», das mit der Notwendigkeit der energischen Fortsetzung des Krieges oercinbar sei. Man mütztc die Initiative des Königs Gustav bewundern. Nach der erfolgten Konsolidierung könnten die ivtdischen Völker sich sicher suhlen. Der furchtbare Krieg werde einen solchen Verlaus bekommen, daß jeder Grund, Drohungen legen Norden zu fürchten, schwinden werde. Berlin, 2t. Dez. Die ossiziösc Mitteilung über das i» Malmö bei der Zusamnienkunst der drei nordischen Könige Besprochene und Verabredete und auch die sonstigen Kommentare -ins den nordische» Hauptstädten dazu, sind zu allgemein gehalten, als datz sie auf einzelne der schwebenden Fragen sichere ächlüsie zulietzen. Aber die eine Tatsache, daß in den verschiedenartigsten Kommentaren immer der Gedanke wiederkchrt, daß die Zusamnienkunst der Ausdruck dasür sei, daß die Negierungen dieser nordischen Staaten darin einig sind, daß die Neutralitätspolitik das einzige Mittet zur Erhaltung der Friedens und zur Milderung der wirtschaftlichen Nöte sei und daß die Znsamincnlunst ausdrücken sollte, den festen Willen, diese Neutralität zu betonen und zu bewahre», das genügt kür ilschland vollkommen, um mit Ruhe allen weiteren Evcn- nlitöten cntgcgcnzusehe», den» wir verlangen von den skrn- oinavischcn Staaten nichts anderes, als dis bisherige Neutralität und ihre strikte Bewahrung in Fällen, wo man versuchen ölltc, sie o.nzutaslen. Vsm Balkmr. England sucht Bulgarien zu verdächtigen. Eine von der diowoje Wremja" gebrachte Reuterincldnng aus London, wo- am '. ilgarieu in Athen ougefraa! haben soll, wie Grlechen- iund nch zu einem bulgarischen Angliss aus Adrianopel stellen -iirde wird dem Cosiacr Korrespondenten der „Kölnischen iriinn von zuständiger Seite als eine dreiste Ersindung be- ..‘trtjiic! die ausgesprengt wurde in der Absicht, zwischen Bul- lütkit und der Türkei Mißtrauen zu säen. Es sei sicher, daß ic bnigariiche Regierung sehr enge Beziehungen zur Türke: ür notwendig erachte und an nichts weniger denke, als Maze o»ken um Adrianopel zu vergessen. Serbisches Blanbuch. Der „Tcmps" gibt einen Auszug aus eyi irrbischen Blanbuch. Es ist wohl das widerlichste und rahle-äe..;ie Machwerk, das femaks vcröfsentkicht wurde. Es st ohne Wert und Beweiskraft, den» es unterschlägt den gan- >., Dez.ichcnwcchlel zwischen Belgrad, Paris und Petersburg a,d gibt lediglich die Berichte des serbischen Gesandten in Bien und die Antworten des serbischen Ministerpräsidenten swle eine Derdächtigung des deutsche» Gesandten. Ern« Rculralitätsverlchung Griechenlands? Konstantinol- n.!, 21. De.. „Terdschuman i Hakktikat" crsährt, Griechenland nabe die Erlaubnis erteilt zur Errichtung von Stationen für . rahtlose Telegraphie aus der kleinen Insel Fanar bei Myti- len« und im Hasen von Mudros aus der Insel Lemnos, von denen die Engländer und Franzosen Nutze» ziehe». Die engli- sche» E.schwader bedienten sich de« Hafens vo» Sygri auf My- lilenc als Rahrungsinitteldepots. Da« Blatt betont, daß dies eine Verletzung der Neutralität fei. Botha's Rache. Pretoria, 21. Dez. Kapitän Fourje, einer der Rebel- lenführer, wurde am Samslag zum Tode verurteilt und am Ecnnlag früh erschaffen. Die über seinen Bruder Leutnant Fourie verhängte Todesstrafe wurde aus fünf Jahre Gefängnis umgewandelt. Beide hatten vor dem Aufruhr dem Landheere angchört. Danke fehr! — Aitt schön! Ter „Corrierc della Sera" erklärt auf Grund von cm bester auswärtiger Stelle cingezogeuer Erkundigungen mit- tcilpn zu können, daß mau in Tokio zwar durch die Eiulad- »mg Frankreichs lehr geschmeichelt sei, aber weder die Ab- sicht »och den Wunsch hege, Truppen nach Europa zu senden. Ans Frankreich. Bcecuklichc sranzöschc Mißstimmung gegen England. Genf, 19. Dez. „Gazelle de Lausanne" meldet ein be- dcutsanies Eingeständnis ihres Pariser Korrespondenten liegen der herrschenden Mißstinimimg zwischen Frankreich und England. Das Volk murre überall auf den Straßen, in den CafcS und Salons. Tie Erbitterung sei unverkennbar. Englands Aruicc cuisprach nicht Englands Poiitik. Tic bisherige Hilfe sei »»bedeutend und England mache jetzt allzu langsame Anstrengungen, ja, es wolle de» Krieg absichtlich zu eigenem Vorteil in die Länge ziehe». Solches Phlegma sei jetzt unangebracht, lvcil Belgien zerschmettert sei und ein Sechstel Frankreichs unter fremdem Joch schmachte. Das könne unmöglich sei wcitorgchen. Das Gouvernement beherrsche keineswegs die sranzösiscl>e Mein- ring. Falls das Volk übrzeugt sei, daß England egoistisch auf seinen sicheren Inseln sitzt, statt Hille in vollem Umfange zu leisten, werde das Volk der Einflüsterung „achgcben und einen Separatfrieden mit Deutschland schlichen. Tic französische» Abgeordnete» werden nichts von ihren Tagegeldern der Kriegssürsorgc zuwcndcn. Nach einer Pariser Meldung der „Neuen Züricher Zeitung" werden die Deputierten Adrien, Hesse und Trcignier in der Kam- mersitzung ein Gesetz beantragen, dem znsolge die Deputierten vom 1. Januar 1915 bis zum Kriegsende ein Fünftel ihrer Diäten der Kricgsfürsorge zuwenden. Der Plan war schön, wer aber die Herren Parlamentarier kennt, wird sich nicht wundern, daß die Nachricht kommt, es sei gescheitert, da die Herrschaften absolut keine Lust haben ihre Tage- gelder, die sie vor nicht allzulanger Zeit von 10 009 auf 15,000 Frs. im Jahre erhöht haben, mit den Hinterbliebenen der Krieger teilen zu sollen, denn bekanntlich macht Sclbstfresscn satt. Interessante Ziffern. Der Pariser „Matin" veröffentlichte dieser Tage eine Karte vom westlichen Kriegsschauplätze. AuS den Berechnungen, die das Matt an der Hand dieser Karte angcstellt hat, ergibt sich, daß die Front der vereinigten englisch-französisch-belgischc» Heere von Flandern bis zu den Vogesen eine Länge von 401 Kilometer hat. Die Gebiete im Norden Frankreichs, die von den deutschen Truppen besetzt sind, bedecken einen Flächenraum von 20,100 Quadratkilometern. Die italienische» Freiwilligen in Frankreich. Der „Mat- tino" meldet aus London, daß demnächst ein 1000 Mann starkes italienisches Frciwilligcn-Bataillon aus London nach dem Kriegsschauplatz in Frankreich abgehen werde. In dem Bataillon befänden sich auch Spanier, Mexikaner und Argentinier. Ans Rußland. Die revoliltioiiärc Gärung in Rußland. Wie gemeldet wird, berichtet der „Kiewjanin", daß die Petersburger Konferenz der sozialdemokratischen Dumaabgeordneten, die der Gruppe der Bolschewiks angehören, über eine Tagesordnung beriet, in der es heißen sollte, daß die Zertrümmerung des zarischen Imperialismus und dessen Armee das kleinere Nebel wäre. Daher müßten die Sozialdemokraten unt:r den Truppen überall in Nußland ausklärend arbeiten und eine Nevoluiion der Armee gegen das Zarentum Hervorrufen. Daran anschließend wurde die Bildung einer Or- wee beraten. Diesen Plänen hat die Verhaftung der sozialdemokratischen Dnmamitgliedcr nur wenig Anspruch getan, ganisation zu dieser revolutionären Propaganda in der Ar- da die Beschlüsse der sozialdeniokratischen Abgeordneten bereits zur Kenntnis der sozialistischen Organisationen gelangt waren. Einstweilen sorgen die russischen Militärbehörden durch die strengste Zensurierung der Feldpost dafür, daß keinerlei revolutionäre Briefe und Drucksachen zu den Truppen an der Front gelangen können. Rußlands finnische Politik bankerott. Mehrere Stockholmer Zeitungen bringen heute einen Brief aus Finnland über Rußlands finnische Politik. Zum Schlüsse heißt e?: Rußlands finnische Politik hat zu Rußlands eigeneni Sck«» den bankerott gemacht, denn das ttes gekränkte Finnland bat Rußland nie ferner gestanden als in dieser Stunde. Ans England. England der Verderber Belgiens. Brüssel, 2l. Dez. (SB. T. B. Nichtamtlich.) Holländische Blätter bringe» in den setzten Tagen Berichte über die Beschießung der englischen Küste mit dem Vorwurf, Deutschland respektiere nicht die offenen Städte. Demgegenüber sei festgestellt, daß di« englische Flotte seit Wochen völkerrechtswidrig belgisch« Küsten- und Dadeplätze beschießt und dort schon großen Schaden verursacht hat. So ist der Badeplatz Westende teilweise zerstört. Auch andere Ort« haben stark gelitten. Daß die Engländer alle Veranlassung haben, sich an die eigene, unverschämte Nase »u zupfen, geht au» den erreaten Schilderungen vo» Flüchtlingen hervor, die in Nosendaal eiuge- t-.osfen sind. In eisiger Nacht verließen sie die bc» Ostend« gelegenen Dörfer. Wcstcnde hat unter der Beschießung der englischen Flotte am meisten gelitten. Einwohner erzählten, daß sic aus Le Havre die Versickerung erhalten hätten, daß ein Bombardcnient der Küste nicht mehr vorgcnomuien tverdcn würde. Trotz dieser osfiziellen Versicherung haben die Engländer den Angriff wiederholt. Der Haß gegen die „rücksichtslosen Mordbrenner" betätigt sich in kräftigen Verwünschungen. Man lobt dagegen die Deutschen und gesteht zu, daß sich die Landsturmlcute bescheiden und angenehm be- nchmen. „Sie begnügen sich niit dem, was wir aufbrinzen können, und machen nns die bösen Tage feindlicher Herr- schaft so erträglich, als cs den Umständen entspricht." Aus den Mitteilungen der Flüchtlinge läßt sich entnehmen, daß die unter französischer Führung stehenden Operationen bet Lombartzydc und St. Georg den Belgiern recht teuer zu stchen kominen. Es wird erzählt, daß König Albert vor Beginn der Sturmangriffe die belgischen Stellungen abritt und zu den Soldaten sagte: Ihr werdet mit dem Bajonett Wege in unsere Heinmt graben und nicht eher rasten, als bis das geschehen ist. Die Verluste der Franzose» und Belgier bei den Stnrmattacken werden nach glaubwürdige» Meldungen ans 9000 bis 10,000 beziffert. Schisssoerluste. Kristiania, 18. Dez. Bei der hiesigen Börse ist ein Telegramm aus London eingetrofsen, wonach 2 kritische Dampfer vor Scarborough durch Minen in die Luft gesprengt worden sind. Die Admiralität warnt alle Schiffe vor dein Berkehr im Eewäffer zwischen Flandern und Tyne. London, 19. Dez. sW. B. Nichtamtlich). Der Elasgo- wcr Dampfer „Prinzeß Olga" stieß Mittwoch Nacht auf dem Wege von Liverpool nach Aberdeen aus eine Mine und sank '2'A Stunden später. Die Mannschast wurde gerettet. — Der norwegische Dampfer „Paaren", der Shielde am Mittwoch verließ. stieß nachts aus eine Mine und sank. Bier Mann von der siebzehn Mann betragenden Besatzung wurden gerettet — Die Polizei von Eeast-Riding in Porkshire gab bekannt, daß die Pattouillen den Befehl haben, auf alle Personen zu schießen, die Lichtsignale geben oder Licht zeigen, das von der See aus gesehen werden kann. Abermals ein englischer Dampscr gesunken. London, 2t. Dez. sW. V. Nichtamtlich). Die Admiralität teilt mit: Der englische Dampfer „Tritonta" ist an der Nordküste vo» Irland aus eine Mine gelaufen. Man glaubt, daß der Dampfer verloren ist. Die Mannschast wurde gerettet. Schissbruch eines englischen Transportdampsers? Berlin 2l. Dez. Das „Berliner Tageblatt" meldet au» Rom: Die bet Livorno an den Sttand geschwemmten englischen Helme werden immer zahlreicher. Es sind schon über 40: außerdem sahen Fischer aus dem Meere bei der Insel Eorgona Hunderte und Aberhunderte englische Soldatenhelme weiden. Ebenso wurden Rettnngsgvrtel angespült. Er handelt sich also osten- bar um den Schiffbruch eines englischen Truppentranspcrt- dampfers. Der Hasen von Dover geschlosieu. Berlin, 21. Dez. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Rotterdam: Dover ist für den gewöhnliche» Schistahrtsvcrkchr geschloffen. Auch der Personenverkehr von Folkestone nach Calais ist eingestellt. Die Aushebung des Urteils gegen Ahlers. London, 29. Dez. Die Entscheidung des Kriminal-Appcllatlonshoscs, durch die das Urteil erster Instanz tm Falle des Konsuls Ahlers aufgehoben wird, betont, daß die Geschworenen den Konsul nur schuldig sprechen konnten, wenn ff« überzeugt waren, daß er nach dem Wortlaut des Statuts Eduards III. die Abreise von Deutschen nach der Kriegserklärung unterstützt hatte, in der Absicht, dem Feind« des englischen Königs zu helfen. Den Geschworenen wurde nicht die allcrnalivc Frage vorgclegt. ob die Absicht des Angeklagten nur war, seine Pflicht als deutscher Konsul zu erfüllen. Die Geschworenen hätten möglicherweise zu einem anderen Spruch kommen können, wenn diese alternative Frage gestellt worden wäre. Die Beweisaufnahme habe nicht ergeben, daß die Handlungen des Angclkagten feindlich gegen die Jntereffcn Englands waren, wenigstens nicht notwendigerweise feindlich. Da dieser materielle Punkt den Geschworenen nicht vorgclegt wurde, mußte das frühere Urtel' aufgehoben werden. Englands Eewaltherrschast. Kopenhagen, 18. Dezbr. kW. B. Nichtamtlich). „Politiken" meldet aus Bergen: England .hat neuerdings die Sascnrezlements verschürst: cs legt damit der neutralen Schissthrt große Schwierigkeiten in den Weg. So wurden gegen de» norwegischen Dampscr „Irma" vor einem Hasen am Tyne zwei scharfe Schöffe abgefenert und das Schiff gezwungen, auf osfsner, aufgeregter Sec 29 Stunden zu warten, bis die Kontrolle kam. Enttommencr englischer Offizier. London, 18. Dezbr. Lord Leven and Mclville, ein Offitzer der Royal Scots, Grcus Regiment, ist aus deutscher Kriegsgesangeuschast über die belgisch-holländische Grenze entkommen. — Man muß die Engländer also schärfer bewachen! Ein überaus hartes Urteil. London, 19. Dez. Der Deutsche Kurt Bausch wurde wegen angeblicher Auswtegelnng im Gefangenenlager von Douglas auf der Insel Man zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. — Da cs sich um widerrechtlich gefangcngcsetzie Zivilisten handelt, ist diese» Urteil überou» hart. Und was geschieht mit den englischen Leitern de» Lagers,die durch die Brutalitäten gegen die Unglücklichen diese erst zu dem verzweifelten Schritt genötigt haben? Warum die Türken aus Batuin-Baku marschieren. Heinz Karl Heiland, ein Kenner des Kaukasus und des Bakugebietes samt Hinterländern sowie ihrer Verhältnisse, beantwortet die obige Frage im „Berliner Lokalanzeiger" in ungemein lichtvoller und aufklärender Werse. Er schreibt unter anderem: „Der größte Teil des Publikums wird sich nun fragen, weshalb persteift die Türkei sich darauf, Rußland in einem so unwegsamen, wilden Gebirasland wie der Kaukasus an- fit. 300 «“Ä ^ f “ c bcn keinerlei Reiz und kei- > erler Wert besitzen kann. Warum konzentriert die Türkei nicht ihre Energie allein gegen das wertvolle Aegypten? Tie Antwort ist sehr einfad); sie lautet: Batum-Brku daS Zentrum jener Keinen Landschaft am Kaspischen Meer eni Ansgang der den ganzen Kaukasus in zwei Teile teilen ' den Längsfalt«, jenes Baku, das fast ganz Rußland mit 'lässigen Brcnnstosfcn versorgt. Ein Blick aus die Karte zeigt, daß der Weg nach Baku entweder durch Persien führt, wohin ja jetzt die Türke» gleichfalls vorgestoßen sind, oder aber über den westlich'» Teil des Kaukasus über Batum. Datum ist der Baku ent- gcgengcsctzte Ausgang jener Längssalt« und deshalb der Haupthasen des ganzen Kaukasus, von dem auch jene das ganze Gebirge durchschneidende Bahn ihren Anfang nimmt. Gegen diese Stadt richteten sich nun in den ersten Tagen nach Kriegsausbruch verschiedene Bombardements, wie auch gegen den Nachbarhascn Poti. Jetzt aber suchen die Türke,-. nach den neuesten Berichten Batum auf dem Landweg zu er- reichen, die ziemlich starke russische Festung Kars rechts lic- gen lassend. Je nördlicher ein Land gelegen, desto mehr bedeutet für dasselbe sein Reichtum an Heiz- und Leuchtmaterial. An cistercm ist zum wenigsten im Norden Rußlands kein Mangel, da noch heute ungeheure Wälder ganze Provinzen bedecken; desto.großer ist aber der Mangel an Lcuchtölen, die säst ausschließlich aus den, kleinen Distrikt Baku stammen. Milliarde» an Kapitalien sind hier investiert, ungezählte Millionen weiden hier jedes Jahr verdient, eine ungeheure Transportflotte schasst die Naphtamcngcn hinüber nach Astraüian, von wo aus sie auf große Jlußdampscr verladen und die Wolga hinauf bis nach Petersburg geschafft werden. Andererseits führt eine mächtige mehrfache Rohrleitung über den ganzen Kaukasus hinüber bis Batum am Schwarzen Meer, wo das Rohöl direkt in die Tankdainpser hineingcpnmpt und exportiert wird, auf diese Weise einen wahren Goldscgcn nach Rußland ziehend. Diese überreichen Naphtaquellen sind nun nicht allein im Besitz von Russen, sondern auch zum großen Teil im Besitz französischer Häuser, besonders des Hauses Rothschild. Sollte den Türken ihr Bormarsch gelingen, so würde jenes WclthauS sicherlich seinen ganzen Einfluß verwenden, um Rußland zum Nachgeben zu bewegen. Bedeutet doch der Verlust von Baku für die französische Finanzwelt ein Unter- Pfand, eine Geisel in Feindeshänden, wie sie im ganzen Rußland weiter nicht anzutresfen ist. Im Besitz Baku? kann die Türkei alle die ungeheuren Naphtavorräte, den Grundstoss des »ns so »nentbehrlichen Benzins und Petroleums, auf dem Weg über die Donau Deutschland zuführen. Ein zweites für Rußland wichtiges, allerdings kleineres Oelgebiet befindet sich im Norden des Kaukasus, in der Gegend von Maikop. Gerade dort aber ist eine so äußerst russenfeindliche GebirgSbevölkerung ansässig, daß die rus- sjsil^n Beamten schon in Friedenszeitcn ihre? Lebens nicht sicher sind, so daß bei einem Vordringen der Türken im Kaukasus dieses Gebiet für die Rüsten von vornherein verloren wäre. Ein weiterer für Rußland unendlich wichtiger Besitz ist die bekannte durchgehende Bahnlinie, die von der deutschen Grenze bis nach Baku führt, von wo ein starker Damv- ferverkehr »ach Turkcstan binübergeht, der dort Anschluß an daS nur geringe turkestanischc Bahnnctz findet. Desgleichen müßten alle Truppentransporte die für Persien bestimmt sind, entweder das ganze gewaltige Kaspische Meer von Astrachan aus überqueren oder diese Bahn benutzen, um in Baku verschifft zu werden. Dringen nun die Türken in den Kaukasus ein, so ist diese nördliche Bahnlinie, die auch in der Nähe der großen Garnisonstadt Wladikawkas vorbei führt, »»bedingt verloren, auch ohne daß die Türken selbst sich ihrer bemächtigen," Heinz Heiland führt dann weiter aus, wie durch das Dordringen der Türken nach Baku Wohl rasch der Aufstand der von Rußland unterworfenen Völler Zentralasicns von Ehiwa, Buchara und Turkestan erfolgen werde, die nach Rache an ihren Unterdrücker» lechzen. Im ganze» zeigt aber der Artikel, wie sich dieser ganze Krieg in allen wesentlichen Teilen unter großen weltpoli- tischen Gesichtspunkten abspielt und Faktoren in Mitleidenschaft zieht, die zu Anfang niemand ahnte, sicher nicht z. B. daß das französische Großkapital in Batum-Bak» auf die Knie gerungen werden soll. Es kann „Rothschilds" in Paris noch heiß werden. Die nächste Paketwoche. Das stellvertretende Generalkomniando des 18. Armec- foi 4>-;- teilt mit: Zahlreiche Anfragen lasten erkennen, daß vielfach die Ansicht herrscht, daß Ende Dezember wieder eine Paketwoche stattsindet. Jur Vermeidung von Enttäusch- iingen und unnötige» Sendungen erinnert das stellvertretende Genearlkomiuando daran, daß bestimmungsgemäß die l.iichste Pakctivoche rrst am 23. Januar beginnt. Das stcll- lritretende Generalkommaudo benutzt diese Gelegenheit, um gleichzeitig bekannt zu geben, daß ihm von den im Wsien im Felde stehenden Truppen und Behörden die Bitte .'»gegangen ist, in den nächsten Wochen keine Wollsochen und ft ino Eßwaren hinauszufendcn, da nach Eingang der Wcih- nechtkfcndnnge« an diesen Gegenständen überall Ueberfluß knirsche: daS einzige, was den Truppen im Westen vorläu- sig fehle, seien elektrische Taschenlanipcn mit brauchbaren Lifatzbatterien. Auch dürfte es sich empfehlen, im Hinblick auf eine längere Dauer des Krieges mit dem Abscnden von Paketen etwas HauS zu halten, um die finanziellen Mittel der einzelnen Familien nicht über Gebühr anzulpannen. Nene Tag«»t«it»ng. Xitn»t»j, »,n 2t. Dezember Ul«. Der Feind hrM England. Ganz Deutschland hat seinen Feind erkannt, Es ist das schuftige Engeland, Dem Neid und Haß den Krieg diktiert. Das auf Deutschland» blühenden Handel spekuliert, Und drum das Völkerrecht frech verletzt, llnd uns Schwarze und Gelbe auf den Hals gehetzt, Mit der Parole standen üö Millionen aus: „Der Feind heißt England, ihr Leut« draus." Wenn heute da draußen die Felder zerstampft, Und da» Schlachtfeld vom Blut unsrer Bruder dampft. Wenn lausende schon mußten ihr junge» Lcbeir Wegen dieser Schuste zu früh hinzebcn. Wenn heute die schönsten Orte zerstört Und einst blühende Landschaften sind verheert, Da hört auch des Deutschen Geduld endlich aus: „Der Feind heißt England, ihr Leute draus." Wenn im Osten von rusiischen Räubcrhorden, Deutsche Frauen und Mädchen sind geschändet worden, Wenn man dort Kinder findet in mancher Stadt, Die man In schamlosester Weise verstümmelt hat, So wird das den englischen Fricdensdieben Ecwiffenhaft aus ihr Konto geschrieben. Und trefft ihr sie. Kanoniere, richtet genau den Laus: „Der Feind heißt England, ihr Leute draus." Wenn Trauer heut ist in Tausenden Herzen Und hunderte von Kriegern sich winden in Schmerze», Die droben in Flandern wurden verletzt, Denen englische Dum-dum den Körper zerfetzt, Dann, ihr Feldgrauen, haltet «in Strasgericht, Wen» ihr diese Schurken bekomnit zu Gesicht. Die Parole sei drum beim Sturmeslaus: „Der Feind heißt England, ihr Leute drauf." Wenn heut Witwen und Waisen den Vater beklagen. Und unsere Kinder müsien Entbehrungen tragen, So wird das England gcwisicnhaft gebucht, Denn es hat allein den Streit gesucht. Drum ihr Kavalleristen, wenn ihr Engländer versolgt. Dann genau die deutsche Parole befolgt. Die Hand dann fest um des Säbels Knauf: „Der Feind heißt England, ihr Leute drauf." Wenn heute von unseren Matrosen: de» brave» Schon hunderte aus dem Meeresgrund schlase» Die draußen nach herrlich errungenen Siegen Der feindlichen Uebermacht mußten erliegen: So darf England nicht ungestraft entkommen Der Tag der Rache muß für die Marine komme». Dann zieht am Flaggenmast das Signal hinauf: „Der Feind heißt England, ihr Leute drauf." O, gebt die Parole von Mund zu Mund, Telegraphisten, verkündet'» zu jeder Stund, Ihr Kolonnen, bringt ihr Munition oder Esten herbei, Tragt die Parole bis in die vorderste Reih. Infanteristen ruft, wenn ihre Bajonett pflanzt auf, Ihr Pioniere, wenn ihr überbrückt des Flustes Lauf, Ihr Flieger, wenn ihr steigt zum Himmel auf: „Der Feind heißt England, ihr Leute drauf." der Ehre. Schon wieder wurde ein junger Friedberger Vaterlands- Verteidiger mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden. Einj.-Unteroffizier Siegfried R o s c n t h a l von d. 9. Kompagnie des hiesigen 168er Bataillons, Sohn des Herrn Bernhard Roscnthal, der als Zugführer beim Vorgehen auf feindliche Stellungen bei Lodz (Rußland) bervorragende Umsicht und Tapferkeit bcloicsen bat, erhielt da? Eiserne Kreuz. Wir wünschen dem jungen Soldaten und seinen Angehörigen zu dieser Anszeichnliiig alles Glück. * Langsdorf, 21. Dez. Dieser Tage traf vom östlichen Kriegsschauplatz die Nachricht hier ei», daß Wilhelm Boi», mersheim, der Sohn des hiesigen Landwirts Friedrich Bommcrshcim, bei Lodz den Heldentod gefunden hat. Der Gefallene war Lehrer und hatte im vergangenen Frühjahr das Seminar verlosten. Während des Vorsommers versah er verschiedene Lchrerstellcn aushilfsweise und trat bei Ausbruch des Krieges als Kriegsfreiwilliger in das Heer ei». Nun hat der Krieg feinem hoffnungsvollen Leben ei» Ende bereitet. Ehre feinem Andenten! Ruttershausen, 18. Dez. Heute Morgen kani die traurige Nachricht in unser Torf, daß von unseren Kriegern wieder drei ans dem Felde der Ehre gefallen sind, nämlich: Ersatz-Reservist Schön, Jnf.-Negi. Nr. 99 gefallen bei Aper», Wchrmann Röhrsheini und Wchrniann Wicke, beide im Reseroc-Regiment Nr. 1 IG z. Zt. in Rußland. Die Witwe Wicke. welche ihre 4 Söhne ins Feld geschickt hat, verliert hiermit ihren zweite» Sohn. Der Ersatz-Reservist Schön hat noch am 12. Dezember mehrere Karten und Briese an seine Eltern und Angehörigen geschickt und „Fröhliche Weihnachten" gewünscht. Tags darauf ain >3. Dez. wurde er von einer feindlichen Granate getroffen Ans der fjcimnt. * Zentrale für Kriegsfürsorge. Um den von der Zenk- rale dauernd unterstützten Angehörigen unserer Kriegsteil- nchnier eine Festfreude zu bereiten, ist beschlossen worden, denselben die Wcihnachtsgabe von fünf Mark durch Verab- folgung von 5 Gutscheinen zu je 1 Mark zu gewähren. Gegen diese Güutscheine, die mit dem Namenszug des Vorsitzenden der Zentrale versehen sind, können ine Empsänger nach ihrer Wahl Haushaltungs- u. BekleMingsgegensümde in hiesigen Geschäften einkaufen. Der Rechner der Zentral« Herr Stadwerordneter Oppenheimer ist angewiesen, die Gutlcheine einzulösen, sofern sie ihm bi» zum 1 Aebrnar Seite 3. 1915 cingchändigt werden. Es darf deshalb erwartet werden, daß die Gutscheine bei Einkäufen von unseren Gewerbetreibenden gern angenommen werden. Die Gutscheine werden Mittwoch, den 23. Trzrwbcr, Nachmittags von 3—6 Uhr im Gesckiästsziiiiincr Rathaus Nr. I I anSgegcbcn. Dorteiwril. Einen wackeren »nd brave» Mann, einen pflichteiftigcn Bcaintci, »nd ivahrhalt dcntsckien Patrioten haben wir am Freitag z» Grabe getragen. Der Ober-Bab.i- Aisistent Pb. Ant. M o b r wurde zur letzte» Ruhe bestattet. Oicttiificrmnfecn von der Pike ans bat er gedient und bat sich durch eiserne» Fleiß und stete Pflichttreue emporgearb.itet. lieber sein Amt hat er aber da» öftentliche Leben »ichtver- gcsicn. Seit 30 Jahren versah er da? Amt eines Schrift- sührerS beim Kriegerverei», zu dessen Gründern er gehört-, als er 25 Jabre dieses Amt versehe» hatte, wurde er mit drin Verdienstkreuz Philipp» de« Großmütigen mit der Krone ansgezeichnet. Seit Jabren versah er das Amt eines Revisors im Hassia-Bczirksvcrband Vilbel. Vo» der allseitigeil Liebe »nd Achtung die der Verstorbene genoß, gab die Tranerlcicr Kunde. Am Grabe sprachen znnächst Her, Dek. Ortb pon Nieder-Wöllsladt, der der Witwe le-osi zn sprach „nd den Krieg, der eben die Welt durchreitet in den Trauerfall einslocht. Ter Präsident unseres Kriegerver- eins. Herr Schäfer, widmete dem sckieidcndeii Kameraden herzliche Abschiedsworie und schloß mit dein Vers: Bleib' d» im ewigen Lebe» mein guter Kamerad! Herzbewegende Worte sprach das Präsidial-Mitglied des Hassia-Kriegerver- bandes, Herr Lehrer Will von Rendel, namentlich bob der Redner hervor, daß cj„ Sohn des Verstorbenen, der z. Zt. Lehrer in RoSbach ist. würdig der Ueberiiefernng des Vaters für sein Vaterland im Felde stellt. Eine war,» «uwlnndenc Nachricht widmete dem geschiedene» Kollegen Herr Reg,- Rat Kr üger vom Hanptbalmbos i» Franst,rt n. M„ das- lelbc tat Herr Eisciibahn-Asiistciit Ludw. Müller im Nanieii des Eilenbahn-Telegrapbeii-AintrS, zuni Schluß legte der Vorsitzende des Turnvereins, Herr Kötter einen Kranz am Grabe nieder. Der Kriegerverei» erwies dem Derstorbeilen die militärische» Ehren. So haben die Kauic- roden. Kollegen »nd Mitbürger dem wackere» Man» alle erdenklichen Ehren erwiesen und wir r»fe„ ihm »ach: Gott gebe dir den ewigen Friede»! Hrste».Rasta». * x. Usingen, 22. Dez. Rach Mitte! lange» aus mehrere» E.'inarkungcn des hiesige» Kreises hat die Kornaussaat »Nie« dem Schneckenseaß derart gelitten, daß die bcstellicn Grundstücke umgepslav't werde» mußten. Zum Teil sind sie mit Korn nachgesat, zum Teil mit Weizen bestellt worden und soweit dies nicht mehr möglich war, sollen sie im Frühjahr mit Sommcrfrucht bestellt werde». Bei der herrschenden gelinden Witterung ist cs wahrscheinlich, daß die Schneckeuplage eine noch größere Gefahr für die Kornsaal und demnach auch für die Kornernte wird. Von Selten des Landraisemtcs wird deshalb darauf hingewiesen, daß es i» Folge des Kricgsziü'an- des dringend nötig sei, rechtzeitig Maßnahmen zur Versorgung der Bevölkerung und des Heeres mit Brotsruchl zu IreüeN, Zu diesem Zweck müßten alle landwirischasllich nutzbaren Flächen bebaut werden. Er fei daher erforderlich, die Acckcr, deren Saat durch Schncckensraß oder aus anderen Gründen nuch- mals bestellt werden müssen, im Frühjahr mit Gerste oder Sem- vierwcizcn cinzusäcn. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, die Angelegenheit mit den Landwirte» zu besprechen, auch über den cvenil. gemeinschaftlichen Bezug von Eoinnicrwüzen und Gerste zur Aussaat. Vielleicht könnte der Bezug van Saatgut durch de» 10. laudw. Bezirlsvcrein vermittelt werden. And Rbeindeniu * Mainz, 20. Dez. Der Feldflicger, Bizefcldwebel d A. Ncinhard Sckri'der, bekannt durch seine Tätigkeit bei den Ehondcckcr-Wcrten in Mainz Gonsenheim, wurde für seine hervorragenden Erkundigungsslüge über Feindesland, nachdem ihm vor einigen Wochen das Eiserne Kreuz 2. Kiasie verliehe» wurde, nunmchr mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse dekoriert. Verstis;, nreinBolk, die »enlklaiidinselnnicht. Nicht weit von Südamerikas Gestade», Sanken fünf dcntsche Schisse in den Grund. Nach unvcrlöfchlich großen Ruhmestaten, Schlug vielen Braven hier die letzte Stund! Achtfacher Uebermacht gab'» kein Entweiche»: Sie starben kämpfend, Helden ihrer Pflicht! Und wollen wir uns Jener würdig zeigen: Vergiß, mein Volk, die galklandsinsel nicht! Australier, Brite», Japsen und Franzosen, Sie hetzten alle deutsches Edelwild — Und tauchend noch di« deutschen Helden schosien. Bis daß Geschütz die nasie Flut umspülk. Dann starben sie als Helden deutscher Sache — Den Lebende» bleibt einstens da» Gericht. Reiß' au» dem Herzen Mitleid, — nähr' die Rache Vergiß, mein Volk, die Falklandstnsel nicht! Ihr, die ihr auf de» Wiffens Höhen wandelt. Lehrt cs mit Fleiß das wachsende Geschlecht: Wie falsche Briten einst an NN» gehandelt. Und wie die Biuischuld sich aus Erde» rächt! Bedenkt, ihr Waisen, es ist heil'ge Rache. Gerecht zu strafen «ine heil'ge Pflicht Und zn erfüllen eure Ehrensache! Bergiß, mein Volk, die Falklandsinseln nicht! Friedberg. lö. Dezember 1911. Slzmn. Frankinrier Weti-eb-richt Voraussage: Abnehmende Bewölkung, trocken, kälter, südliche bi» südöstliche Winde: Nachtftost, Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirlchel. Friedberg: für den Anzeigenteil: K. Schm i dt, Fricdberg. Druck »nd Verlag der „Neuen Tageszeitnag" A. G„ Friedbera i. H Sir. 300 Neu« Tageszeitung. Dienstag, den 22. Dezember 1914 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die uns anlässlich des Hinscheidens unserer teuren, unvergesslichen Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester und Tante Johanna Krm geb. Gröninger erwiesen wurden, sagen wir hierdurch aufrichtigen Dank. Ockstadt, Heppenheim a. d. Bergstr. u. Mainz, den 21. Dez. 1914. Dü >>»«»! Hilm: Helnr. Feuerbach u. Familie Franz Arnold u. Familie Georg Feuerbach z. Z. im Feld u. Familie Josef Krug u. Familie Felix Boos u. Familie. Weihnachts-Feldpostbriefe iüi» unsere Truppen. Zigarren — Zigaretten — Tabak Versand nach Angabe vorschriftsmäßiger Adresse. 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Darum bitten wir olle Freunde derselben in Stadt und Land um Geschenke aller Art. bcionders um praktische Gegenstände (Wollenes Unterzeug, Hosenträger, Gcldtischchen, Briespapter, Tascheniämp- chen, Zigarren, Tabak, Aepsei, Nüsse und dergl.) und Bücher oder um Geldspenden, die es ermöglichen, den Weihnacht!- tisch für unsere Verwundeten zu decken und das Herz der vielen, die das schönste Fest der Liebe und Freude fern von ihren Lieben seicrn müssen, ein wenig zu erfreuen. Gaben für bestimmte Verwundete, die etwa dem Geber nahestehen, werden am besten verpackt und mit Namensangabe des zu Beschenkenden übersandt. Alle Gaben bitten wir an Frau Oberinspektor Koch in der Gewerbeschule spätestens bis zum 15. Dezember einzuscnden oder abzugeben. Pros. Werner. Stabsarzt Dr. Achrrt. Oberinsp. Koch.