Nummer 297 7. IlUiruan- t'f’f Ji cn(»n *nienoUiÄ*50 S Tr ^i* t,*" -* lrT * ,< " ur ou » tirtTtm", „Yio Spin»«,, de". «»,»«o»rri»: «<> den Poganslalten owrietiaoiii«, iXt. l ,»5 Ctfütlunasoit ^ N j, a 9 «»*»hn. }*;r,gtn: (Siunbieile 20 totale 15 Big, An,eigen roii austpärts meröeu durch PoInachnadme erhoben « Frtedberg. KckmNle.lun-, und S»rl», kledderg lhetzenl. Hanaueririatz, 12. Ferniprecher 48. Sere Artillerie vereitelt. Oestlich Reims wurde ein srunzäfische» Erdwerk zerstört. von der oft. und westpreutzstche» Grenze ist nichts neue» zu melden. Die von den Russen angelündigle Ossensioe gegen Schlesien und Posen ist völlig zujaui mengebrochen. Feindliche Armeen sind in ganz Polen nach hartnäckigen erbitterten Fron, tatüimpse» zum Rückzug gezwungen worden. Der Feind wir» überall »ersolgt. Bei den gestrigen und vorgestrigen Kämpsen in Nordpalen brachte die Tapserkeit westpreutzischer und hessischer Regimenter die Entscheidung. Die Früchte dieser Entscheidung lasien sich zur Zeit «och nicht übersehen. Oberste Heeresleitung. ^ l e g! Tic Niesenschlacht, dic nun schon seit 6 Wochen im Osten lebt, ist entschieden und hot mit einem völligem Siege unserem töpferen Truppen geendet. Die rusiische Ossensive aus ScUeftcti und Posen, von der die Franzosen und Engländer dcn Nmschmiing in der sür sie recht gesährdrten Lage er- heilen, ist znsamuiengebrochen, tie ruffischen Heere sind aus der ganzen Linie im Rückzug und werden verfolgt. Das ist dic kurze aber inholtsreiehe Botschaft, die uns gestern dic h, milche Heeresverwaltung übermittelt hat. Aus den Gestldcr. Westpol:ntz scheint sich das Geschick Europas rrsüllen zu sollen. Der Ausgang des dort lobende» Kämpfe beherrschte die Lage vollkonnnen. So sehr l. ir von der Trcsflichkeit der Führung und dem herrlichen Geist-, der Misere Heere beseelt überzeugt waren, so drängten sich sich doch gar manches Mal bange Zweifel auf, ob 's e- li».! e;i würde, der ungeheuren Ueberm cht Stand zu halt--». »>un ist es gelungen! Die Feldherrnkunst des Feldmar- Ictialls H i n d e n b u r g , die Tapferkeit der deutschen Tcnp- pru hol den Sieg davongetragen über asiatische Barbae., i. ber zahleninätzige Uebermacht, der ober der alles belebende G-' st setlt. P« stand schon in den letzten Wochen fest, Latz sich das Material der rustischen Truppen, die in Polen gekämpft haben, verschlechtett hat. Die Elite der Armee hat unser Hindeubarg irr den Schlachten bei den masurischen Lern vernichtet. Tie Mongolen-, Tartaren- und Kirgis-..holden, die noch dazu schleust bewas'net und mangelhaft ernihrt wurden, konnten den Ansturm unseres wohlo.zan Harten Heeres nicht sl.andyalt»»: geschlagen und zerrüttet trc.tc:\ sie deri Rückzug an und wir hassen, daß der schlechte Zustand der Ctrahen, der Wirrwar und das Chaos und noch manches aiidrre dazu beitragen nröge, dah die Früchte nnse- , -c, -ntscheidenden Sieges noch recht reiche sein werden. !I i! ganz besonderer Freude mutz diese Freude»botsck>aft „iis Helsen erfüllen. Tie oberste Heeresleitung ist nicht vi > schwenderisch mit ihrem Lob. In den kurz und knapp aefntzten Berichten wurde einmal die Tapserkeit der jungen Regimenter bei dem Sturm auf Avern anerkannt und ge- »«'ich einmal etlichen Landsturmtruppen ein Lob ge- Ipendet. Dieses Mal aber heißt es. die Tapferkeit der >, e s f i s ch e n und westpreutzische» Regimenter habe die Entscheidung gebrocht. Das ist eine hohe Anerkenn- iing, auf die wir alle Ursache haben, stolz zu sein. Bekanntlich sind die Verluste der H-est-n schwer in diesem Krieg! wo es beiß herging, in Frankreich und in Flandern, da sind die Hessen dabei gewesen: allein der 28. August hat ihnen größte Verluste gebracht als der ganze Feldzug 1870— 71. Aber ohne Wanken ging es weiter aus der Bahn derEhre und des Sieges. Tatz nun die wackeren hesiischen Krieger die Entscheidung in der Riesenschlacht auf den polnischin Felde,, herbeigekührt haben, flicht neue Reiser in die Kranze hessisckien Ruhmes und bestätigt den jahrhiiiiberle- alten Ruf, daß die Hessen vor allem ein kriegerischer Stau»» seien. Die Kunde von dem Siege in den, Riesenstreit wird durch die Oesterreicher ergänzt. Bereits ist auf dem süd- lichen Flügel die Entscheidung herangereist und unsere Verbündeten haben den Feind besiegt und zin» Rückzug gezwungen. Tie Tompswalze steht und mutz sich rükloürts wälzen. Aus den Waldgebirgen der Karpathen werden die russischen Barbarenhorden unter schweren Verluste» herans- geworfen und es steht zu hoffen, dah der Rückzug der Russen auch aus der Bukowina und Ostgalizien erfolgen wird. Die gigantischen Schatten der Ereignisse, die im Osten horanreisten fallen herüber bis in die Schützengräben der We st front und zerstören die Hossnungen unserer Feinde. Im Osten verschiebt sich das Kräfteverhältnis allmählig und der Tag wird nicht mehr fern sein, an dem wir zn den Russen wie : 2 stehen werden. Ein solche? Verhältnis würde uns genügend erscheinen. Dann aber vermag unser wohkgefülltes Reservoir an Ersatzmannschasten seinen Ueberschuß wieder ungeteilt nach dem Westen entsenden und der Tag der Abrechnung wirb auch auf dieser Schlachtsront erscheinen. Das wird der Erfolg der neuesten und größten Siege unseres Hindenbnrp sein und deswegen ist die gestrige Sirges-Mrldung der obersten Heeresleitung als die wichtigste in dem ganzen bisherigen Verlauf des Krieges o»:»- sprechen. iE Der deutle ASMirslstab _■s— meldet: Trr Ani-rff auf fliiölimfa Kiistk. Berlin, 17. Dez. (W. T. B A,ntlick>) lieber den Vor- stoß nach der Ostlüste Englands werden nachstehende Ein- zelheiten bekanntgegeben: Bei Annäherung an die englische Küste wurden unsere Kreuzer bei unsichtigem Wetter von vier englischen Torpe- dobovtszerslöreru ersvlglos angegrissen. Ein Zerstörer wurde vernichtet, ein anderer kam in schwer beschädigtem Zustande außer Sicht. Tie Batterie» von Hartlepool wur- den zum Schweigen gebracht, die Gasbehälter vernichtet. Mehrere Detonationen und drei große Brände i» der Stadt konnten von Bord aus sestgestellt werden. Tie Küstenwacht- station und doS Wasserwerk von Ccarborongh, die Küsten- wocht- und Signnistation von Whitby wurden zerstört. Unsere Schilfe erhielten von den Küstenbatterien einige Tresfer, die nur geringen Schaden verursachte». An anderer Stelle wurde noch c>„ weiterer englischer Torpedebont- zrrslörer zum Tivken gebracht. Ter SieUocr.reiee Be* >5Hess de» Admiralstabes: B e h n ck e. kas frucr hx L'kutiÄtii. Rotterdam, 17. Dez. Wie die Blö'ter melden, n,utz die Beschietzung von Scarborough, Hartlepool und Whitby sehr wirkungsvoll gewesen sein, denn die deutsche Kreuzerslotte feuerte brillant. Jeder Schuß erzielte eineu Tresler. In der „Aorkshirer Post" berichtet ei» Augenzeuge sehr lebendig über die draniatiich bewegten Vorgänge, die die Beschietzung von Searborongh dort hervorries: Tie deutsche Flotte erössnete das Feuer zwisckven 8 und 9 Uhr morgens-, um es erst nach einer Stunde wieder einzu- stellen. 20 Personen wurden getötet und 80 verwundet, darunter viele schwer. Ter Einwohner bemächtigte sich eine Panik. Alles drängte und schrie aus den Strotzen durcheinander. Halb bekleidete Frauen mit losen Haaren, ihre Kin- der am Arm oder ans den Armen, drängten aus der St-idt und flüchteten nach dem Bahnhof, wo sich die geängsligten Menschenmassen um die Plätze in den abgehenden Zügen förmlich schlugen. Viele Leute schleppten ihr Hab und Gut mit sich, was sie tragen konnten. Besonders schwer beschädigt durch die deutschen Geschosse wurde das Rathaus, aber auch viele Häuser sind von den einschlagenden Granaten ge- tiofskn worden. Die deutsche Flotte feuerjo aus einer Entfernung von tnri Mrilr», iiideiii sie an der Küste auf- und abfuhr inid Breitseite!; abgab. Zuletzt sah inan nocki, wie vier englische Torpedojäger l>cr>>»d,i,i>p„r», de» Kamps mit der deut- scheil Flotte auszunehiiien, allein dann verdeckte dichter Rebel de» Ausblick aus das Meer, Mau hörte nur noch eine Weile das duiiipse Krackie» der schweren Geschütze aus der Frrne, Wie aus London gemeldet wird, ries die Nachricht von der neuen Beschietzung der englischen Küste durch dentl.che Kriegsschiffe große Bestürzung hervor. Tie Admiralität wurde uni Auskunft geradezn bestürmt. Dichte Menschen- »lassen stehe» vor dem Gebäude. Gerichte tum Au,ie«;ettiiell. Amsterdam, 17. Dez. (W. B. Nichtamtlich.) Die Blät- ter melden aus London: Ei» Augenzeuge der Beschietzimg von Ccarborongh erklärte, daß die deutschen KriegSsckpsse cine autzerordentlickie Kaltblütigkeit bekundet hätten. Nichts habe daraus hingewiesen, datz es deutsche und nicht britische Kriegsschiffe waren. Sie fuhren i» die Bucht ein und näher- tiii sich dem Pier mehr, als es, soweit man sich erinnern kann, ein Kriegsschiff je getan. Einer der ältesten Fischer ton Scarborough sagte, daß es kein Lotse wagen würde, sein Schiss so nahe an die Küste heranzubringen. Ein verwundeter englisck>er Matrose in Hartlepool erzählte: Sobald die Annäherung des Feindes signalisiert war, machten wir uns für das Gefecht fertig, aber das Feuern begann schon, ehe wir den Hasen verlassen hatten. Die Kiiftenbatterien beantwortete» kräftig das feindliche Feuer. Der erste Schutz traf uns gerade, als wir den Hasen verlieben: er ging in die Konmiandobrücke, tat aber wenig Schaden. Ich glaube nicht, datz unsere Kugeln den Feind erreichten, llnfer Schiff wurde dreimal getroffen, wir flüchteten nach dem Tees, de» wir um >/tzll Uhr erreichten. Ein anderer Kreuzer, der Hartlepool verließ, blieb im» beschädigt. Englische Darstellungen. London, 17. Dez. (SB. B. Nichtamtlich). Dar Krleg»- ministerium teilt mit: Es waren ostenbar zwei Schlachtschiffe und cin Panzerschiss, die bei Hartlepool ln Sicht lamen. Ci« begänne» um 8 Uhr früh die Beschießung. Um 8 Uhr 15 Min, lam ein Bericht der Küstenbatterie, datz feindliche Cchist« getrosten und beschädigt seien. Sie dampften um 8 Uhr 50 Min. weg. Kein britisches Geschütz ist getroste». Eine Granate fiel in die Reihen einer Abteilung von Genietruppen, eine andere in die Reihen des 18. Bataillons der leichten Durhamer Fn santeiie. Die Verluste der Truppen betrage» 7 Tate und It Verwundete. Die Stadt erlitt einigen Schaden. Die Gas. sabrik ist in Brand geschossen. Von der Bevöllerung, die sich ans den Stratzen drängte, wurdeii iiiigesähr 22 Personen getötet und 50 verwundet. Gleichzeitig erschienen «in Schlachststs und ein Panzerkreuzer vor Scarborough und lösten 50 Cckiüsie, die beirächllichen Schade» anrichteten. In Scarborough gab er 10 Tote. Nirgends entstand eine Panik. Die Haltung der Be< velkernng war so gut als ina» es wünschen konnte. — Roilz des SU. B.: So sagt das Rentersche Bureau: Augeiizeuge» be. richten aber über die Haltung der Bevöllerung anders. London, 17. Dez. (SU. B. Nichtamtlich). Reuter „leidet, datz in Scarborough 25 und i» Haitlepool «8 Personen getötet wurden. Zil Hartlepool wurden außerdem 130 Personen verwundet. Durch ein Torpedoboot wurden 7 Berwundete ge< (anbei — Das Pretzeduieau teilt mit: Stach den letzten amtlichen Berichten wurde» in Hartlepool 55 Zivilisten getötet und 115 verwundet. London, 17. Dez. . chisch-ungarlsche Lager «ingebracht. Die Kümpfe tragen zumeist den Charakter einer Guerilla. Die Organisation der Huzulen ist ausgezeichnet, der Andrang der Bergruthenen zu den Freikorps gegen die Rusien sehr groß. Der Rückzug aus Serbien. Budapest, 17, Dez, lieber den Rückzug unserer Truppen aus Serbien wird mitgeteilt, daß in erster Reihe der vor Arangielowatsch und Liianowatsch sowie südlich von Valiewo i» vorbereiteten Stellungen entfaltete Widerstand der in der Uebermacht befindlichen Serbe» maßgebend gewesen sei. Unsere durch das Vordringen ermüdeten Truppen waren gegenüber der Uebermacht außerstande, eine entsprechende Offensiv- Iraft aufzubringcn, Wien, 17. Dez. (W. B. Nichtamtlich). Die „Reichspost" meldet aus Salonik voni 6. Dezember: Ueber Salonik gehen ununterbrochen Kanonen, Munition, Waffen und Lebensmitte! in ansehnlichen Mengen nach Serbien, Vor drei Tagen sind sogar sranzösischc Osfizicrc und Soldaten, die mit dem französischen Schlachtschiss „Waldeck Rousseau" eintrafen, nach Serbien abgcgangen. Der Verkehr aus der gesprengten Wardar- brückenstrecke wird durch Umladung hergestcllt. Die ößerrMilihe Kriegsanleihe. Wien, 17, Dez. Dre hiesigen Blätter heben hervor, daß die Zeichnung von mehr als drei Milliarden Kronen auf die Kriegsanleihen in Oesterreich-Ungarn ein alle Erwartungen iibertreffcndes Ergebnis bedeutet, das ein glänzender Beweis der wirtschaftlichen Stär!« der Monarchie genannt werden kan». Der Krieg im Orient. Ein türkisches Dementi. K o n ft a n t i n o p e l, 17. Dezbr. (W. B. Nichkamtlichs.Das osmaniiche Jnformationsbureau dementiert amtlich in kategorischer Weise die Gerüchte, wonach die Dardanellen von den Russen, die angeblich in diese eindrangen, beschossen worden seien, oder daß die Rusien Trape- zunt neuerdings bombardiert hätten. Eine Aktion der englischen Flotte? Loi^don, 17. Dez. Reuter meldet aus Athen: Ein Telegramm aus Mytilene mildst, daß die englische Flotte am Montag die türkische Trupps beschoß, die an der Nordküste des Golfes von Teros, nördlich von den Dardanellen zusammcngezogen ist. Einzelheiten fehlen noch. Deukfche Hilfe für die Türkei. Berlin, 17. Dez. Etwa 200 deutsche Sanitäts-Soldaten werden, der „Bosiischen Ztg," zufolge, demnächst zur türkische» Armee nach dem Kaukasus ab- rcisen, Australien und Japan. Tokio, 17. Dez. Jiu Verlauf der Parlaurerttstagung stellten Deputierte der Opposition auf Grund australischer Angaben fest, daß die australische Bundesregierung verlangt habe, die Operationen der japanijchen Flotte sollten sich auf den Nauin nördlich des Aequators beschränken. Ans Frankreich. Zustände bci den Verbündeten. Aus einem Feldpost- tiief, den die „Köln. Volksztg." von einem Angestellten ihrer Geschäftsstelle erhielt, entnehmen wir folgende Stelle: Täglich kommen Neberläufer, durch Hunger und Kälte gezwungen. Sie alle erzählen, daß es sehr traurig bei ihnen anssicht. Die Engländer wären im Rejervegraben imd würden „sich dick und satt fressen", während sie im erst:» Schützengraben lägen und seit drei Tagen nichts bekommen hatten. Es scheint gar keine Kameradschaft unter unseren Feinden zu herrschen. Die Franzosen sehen jetzt erst ein, wie schlvcr sie betrogen worden sind. Sie teilten mrS mit: Wenn sie sich Essen holen wollten, würden sie von englischen Offizieren niit dcni Revolver zurückgetrieben. Dir marokkanischen Todesurteile. Berlin, 16, Dez. Die „Kölnische VolkSzcitnng" meldet aus Casablanca: Aus privatem Weg hier eingegangeneri^llachiichteii zu- fclge ist das gegen drei deutsche Ansiedler in Marokko aus- gcsprochene Todesurteil in Gefängnisstrafen von je zwei Jahren rimgcändert worden. Ueber die Begründung dieses Urteils ist nichts bekannt. Es handelt sich hier um die deutschen Rcichsangeböri- gcn Brandt, Krake und Ficke, die wegen angeblicher Verschwörung gegen die französische Herrschaft in Marokko bald nach Kriegsausbruch vor das Kriegsgericht in Casablanca gestellt wurden. Nicht in Uniform. Von den Mitgliedern der Depu- tiertcnkammer, die demnächst in Paris zusammentrcten soll, befinden sich etwa 186 ini Feldzug. Es wurde ihnen be- deutet, daß sie mir in Civil zu den Verhandlungen erscheinen dürften, hingegen soll ihnen, wie uns versichert wird, das Tragen eines Regenschirme? gestattet sein. Ans Rustland. Die Demoralisierung de» russischen Heeres. Bus Wien meldet der „Berliner Lokalanzeiger": Aus Sofia wird berichtet: Der bekannte russische General Radko Dimitriew schrieb an einen Sofioter Bekannten einen Brief, in dem er behaup. tete, daß sich in den Mannschastskreisen der russischen Anne« Zeichen einer Zersetzung bemerkbar machen, und daß er jetzt auch einzusehen beginn«, weshalb man in Rußland aiich selbst die russische Armee als demoralisiert bezeichne. Er sei Augen- zeug« davon gewesen, daß di« Mannschaften die Aussühru «g des Befehl» verweigert haben, und dt» Offiziere ohnmächtig zusehen mußten, wt« dt» Mannschaft«», obwohl st» in der Uebermacht waren, dt« Flucht »rgriffen. Di« Abschließung Rußland». Köln. 17. De,. Wie die „Kölnische Zeitung" erfährt, hat England außer d«m großen Eisbrecher „Kanada" «m 21. November einen zweiten kleinen Eisbrecher nach Archangelsk geschickt, der das Eis in den Bin. nenhäfen brechen soll. Alle diese Maßnahmen sind aber nicht imstande, eine Absperrung des Eismeeres und damit Rußland, zu verhüten. Die gegenteiligen Behauptungen der Engländer und Russen werden bald durch die Tatsachen widrlegt wrden. Die Schwierigkeiten der russischen Rekrutierung. Sofia, 17, Dez. Hiesige Eroßkaufleute haben Nachrichten aus Rußland bclommen, in denen Mitteilungen über die Schwierigkeiten enthalten sind, die in Rußland der Einberufung der Reichswehr begegnen. Etwa die Hälfte der Lauern muß mit Gewalt zur Emlleidung gezwungen werden. Viele sind geflohen. In Rnpansk kam es zu einen, Aufruhr und es erfolgten Massen. Verhaftungen. Ossrziersmangel bei den Rusien. Ein schwedischer Reseioe- ostizier in Upsala erhielt von einem hohen russischen Beamten des finnischen Postauttes ein Schreiben, worin ihm unter der Versprechung eines höheren Dienstgrades und einer bedeutenden. Geldprämie, sowie einer besonderen Auszeichnung bei Friedcnsschluß, das Ansinnen gestellt wurde, in russische Dienste als Instrukteur der Reservetruppen zu treten. Außerdem wurde dem schwedischen Ossizier zugemutet, er solle unter seinen Kameraden für deren Uebertritt in die russische Armee werdcn. Dabei wurde ihm die Zusicherung gemacht, er könnte im Falle des Ausbruchs eines schwedisch-russischen Krieges ungehindert nach Schweden zurücklehre». Der Ossizier wies die russischen Lockungen entrüstet zurück. — Als in Stockholm eie Machenschaften, mit denen Rußland sein Offizierkorps in Schweden ergänzen will, bekannt wurden, glaubte das Petersburger Nachrichten-Bureau de» peinlichen Fall dadurch aus der Welt schassen zu können, daß es solgendcs Commumque verösfcntlichlc: Die Deutschen begnügen sich nicht damit, nach jedem Kampf zu melden, sie hätten russische Soldaten zu Tan. senden gefangen genommen, sie suche» nun auch mit allen mag. lichen Mitteln die russische Regierung zu kompromittieren, -. Diesen russischen Rcchtserttgungsversuch wies „Aftenbladet" nü- den Worten ab: Die vom amtlichen russischen Nachrichten. Bureau angezweifelte Meldung stammt nicht aus Deutschland. Der schwedische Reserveoifizier hat uns das Schreiben des ruf. fische» Postbeamten im Original vorgelegt, Di« russischen Sozialdemokraten. Genf, 17.'Dez. Das Organ der russischen Sozialdemokraten in Paris, „Eokos", nimmt offen gegen die liberale Presse Rußlands, die die ruh fische Negierung unterstütze, Stellung und geißelt die Heucheket, wonach der russische Krieg ein Befreiungskrieg wäre, «Ile radikalen Mitglieder der Duma vrrhastkt. Wien, 1ü. Dez, Nach einer politischen Korrespondenz aus Bukarest zu» geheuden Mitteilung bericht«» aus Rußland dort eingetiisf-ne Reiiende, daß nicht nur die Führer der Soztaltsten, sondern überhaupt alle radikalen Mttgitcder der Duma verhaftet worden sind. Aus England. Ein Riesenpump i» Euglaud. Basel 17. Dez. (W B. Nichtamtlich). Nach einer Londoner Meldung »erhandelt Rußland mit Londoner Banken wegen der Emission von 10 Millio- nen Psund ruffischer Kriegsanleihe in England. Selbsterkenntnis ist der erst« Schritt zur «»sieruag. Aus Amsterdam wird gemeldet: Di« „Daily Mail" schreibt in einem Leitartikel: Wenn wir in den nächsten Tagen hundett- tausend Mann nach der Front senden könnten, so wäre der Kampf in Flandern vielleicht bald erledigt. Aber weder wir noch unsere Verbündeten können das. Wenn als» von Ppern aus etwa ein Fortschritt gemeldet wird, so bedeutet das nicht etwa auch nur den Anfang vom Ende des Krieges. Vorläu fig ift Deutschland noch gänzlich srei vom Feind und sein Besitz Belgiens nicht im geringsten erschtzttert. Zwischen dem, was wir erreicht haben oder in naher Zukunft erreichen können und dem, was wir zu erreichen uns bestrebt haben, klafft eine un- gcheueilich« Kluft, die zu Überdrücken die denkbar größten Opfer aller Verbündeten noch immer nicht groß genug sein werden. Die Verlust« des englischen Eepeditionskorpo. London, 17, Dez. Das Piesiebureau teilt mit, daß das englische Expeditionskorps bis zum 11. Dezember 3871 Offiziere verloren hat. nämlich 1133 Tote, 2225 Verwundete und 513 Vermißte, oder Gefangene. Bis zum 11. November hatte der Verlust 2120 Offiziere betragen. Die Verlustliste enihält 15 Generäle, 1Ü8 Oberste, 322 Majore, 1123 Hauptleute und 2363 Leutnants. Ein Deutscher sucht in einer Kiste aus England zu entkom- men. Ein Deutscher, namens Otto Koehn, der versucht hatte, in einer Kiste aus England zu entkommen, wurde bei der Einschiffung in Tilbary auf einen Dampser der Bataoialinie entdeckt und nach dem Kouzenttationslagcr in Dorchester gebracht. Es heißt, daß Koehn Offizier der deutschen Handelsmarine ist. Das Ejjerue furo; 1. El. für de» Lkichskanrler^ Berlin, 17. Dez. Der Kaiser hat dem Reichskanzler' v. Bethmann-Hollweg einige Zeit nach der Rückkehr von der Ostfront und nach der Reichstagssitzung das Eiserne Kreuz erster Klasse verliehen. General Kronlart v. Mellendorf f. In Marienhof in Mecklenburg ist der ehemalige preußisch« Kriegsminister Dr. Walter Bronsart von Schellendorf gestorben. Bronsart von Schellendorf war am 21. Dezember 1833 in Danzig geboren. 1851 trat er als Portepeefähnrich in das 1. Infanterie-Regiment. Schon 1880 wurde er als Oberleutnant in die Topographisch« Abteilung de» Großen Eeneralst.-be» kommandiert. Den Sturm aus die Düppelee Schanzen machte er al» Hauptmann mit, auch an der Schlacht von Königgrätz nahm er im Großen Hauptquartier teil. Bei Ausbruch de» Deutsch sranzöstschen Krieges wurde er zum Chef dr» Generalstabes des 9. Armeekorps ernanitt und inacht« hier die Schlachten von Mars la Tour, Graoelotte, Orleans und Le Man» mit. Rach verschiedenen Kommanoo» in Württemberg unk Mecklenburg erhielt er 1879 die Führung der 31. Insanterie- brigade, 1881 die der 17. Division. Nach dem Regierungoan- Trite 8. * *t. »7 _ tritt des Kaisers wurde er Kommandterendee General de, 8. sbrandenburgischen) und dann Kommandierender General des 1«. lhannoverschen) Armeekorps. Am 22. Januar 1893 nahm er (einen Abschied. Im Oktober des gleichen Jahres oder folgte er dem Rufe des Kaisers, das Kriegsministerium zu übernehmen. Auf diesem Posten ist er bis zum August 1898 geblieben: er hat die militärischen Interessen nach jeder Richtung hin, namentlich auch im Parlament, mit Geschick und Nachdruck vertreten und sich dadurch um die preuhische Arme« groste und bleibende Verdienste erworben. Die kilklnk iUanrr der SkMtn non dku l)ofjflrn bis FI und m. Zürich, 14. Dez. Die „Neuen Züricher Nachrichten" melden über die Kriegslage: In gut befestigten Stellungen werden die Rüsten sich zwar noch immer einige Zeit zu halten vermögen. Aber alle Symptome des kommenden Zusammen- bruches sind bereits da. Dann wird es ein Debacle werden, wie ein gleiches die Kriegsgeschichte noch nicht gesehen hat. Aus dem Millionenhcer wird ei» Millionenchaos werden. Mit dem erwähnten Zusammenbruch aber sieht man der Kriegslage bereits aus den Grund, denn die russische Kriegsmacht sollte ein tragender Balken des Landkrieges auf dem Kontingent lein. Berstet er, ist die Sache des Dreiverbandes aus dem letzteren verloren, denn aus dem westlichen Kriegsschauplatz ist sie auch nicht mehr zu retten. Bom Westen sind zwar auch gcsterii keine irgendwie entscheidende Berichte angelangt. Aber die letzten Meldungen von dort setzen der Lage doch einige Lichter aus. Die Ergebnisse aus dem rechten Flügel der französischen Front offenbaren alles. Das Bemühen der Verbündeten, die deutsche Front zu durchbrechen, ist umsonst, während »mgclchrt die Waffcugänge bei Ppern, Arras und am Merkanal ein gewisses Versagen des linken Flügels der Phalanx der Verbündeten künden. Im ganzen genommen steht inan eine eiserne Mauer der Deutscheu von den Vogesen bis Flandern, die in nicht zum Wanken zu bringender Festigkeit dasteht, während umgekehrt die französisch-englische Eegen- mauer an ihren wichtigsten Stellen sich bereits brüchig zeigt. Die Presche wird kommen. Vielleicht schon eh« der Zusammenbruch der Russen vollzogene Tatsache ist. (fnfui.dirn nr.b roirbrr frftfjrtiomntfn! München, 17. Dez. Aus Ingolstadt sind vier gefangene sran-ösische Cf fixiere entflohen. Es sind dies: Leutnant Justin vom 105. Infanterie-Regiment, Leutnant Luzatic vom 100. Jnfantcrie-Reginrent und die Leutnants Coliena rmd St. Germain Dapaul vom 12. Kürassier-Regiment. München, 17. Dez. (W. B. Nichtamtlich.) Wie aus Füssen iin Allgäu gemeldet wird, wurden fünf auS dem ksse- fangenenlager in Ingolstadt entflohene französische Offiziere. welrbe ZivilNcidung trugen, bei dem Versuch die österreichische ltzrenze zu erreichen, festgenommen und wieder in Jiissen eingeliefert. Ans dem Lir»d1aq. In der gestern fortgesetzten Tagung der Zweiten Kampier wurde zunächst ein Gesetz angenommen, durch das die Stadt- und Gemeinderats- sowie etwaige Bürgermeister- und Beigeordnetenwahlen bis aus eine Zeit von sechs Monaten nach Beendigung des Krieges verschoben werden. Die Bestimmung über die Vornahme ausserordentlicher Ergänzungswahlen der Stadt- und Eemeinderätc im Todessalle und bei anderweitiger Ausscheidung, sowie die Bestimmungen über die Bejchiusssähig- keit werden nutzer Kraft gesetzt. Sodann wurde das Gesetz lie- trefsend Aenderung des Finanzgesetzes sür das Etatsjahr 1914 beraten und verabschiedet. Nach dem Gesetz wird die Regierung ermächtigt, sich die notwendigen Mittel für Ausgaben, denen die Landstände bereits zugestimmt haben, auf dem Wege der Ausgabe von Schatzanweisungen bis zur Höhe von 38 Millionen Mark zu b-schassen. Bisher war die Summe, die durch Schatzanweisungen jlüssig gemacht werden darf, aus 10 Millionen begrenzt. Dem Vorgänge des Reiches solgend, können auch anstelle der Schatzanweisungen Wechsel treten. Sodann wird durch eine» erhöhten Zuschlitz von Mark 50 000 uud durch ein Darlehen von Mk. 50 000 der in Höhe von Mk. 200 000 zu erwartende Fehlbetrag des Hostheaters zur Hälste gedeckt. Die andere Hälste deckt in ähnlicher Weise die Stadt Darmstadt. Schlietziich wild das Gesetz betressend die Gewährung von Darlehen an Gemeinden und Eemeinoeverbände beraten. Die Regierung sordert in dem Gesetzentwurf die Genehmigung b'S zum Gesamtbeträge von 8 Millionen Mark Darlehen an Ee- ineinden und Gemeindeverbände zu gewähren. Aus den gewährten Summe» sollen u. a. auch Darlehen gegeben werden, welche zu Zwecke:', der Bodenmeiloratlonen und des Wasseroer- jorgllNiiswescus von den Gemeinde» aufgewcndcl werden. Die nötigen Mitrel solle» im Wege des Staatekredits flüssig ge- mackt werden. Zu diesem Zweck sollen Schuldverschreibungen, Siha'mnwcisungen und Wechsel in dem »rsorderlichen Nennbeträge zu einem der Lage des Geldmarktes entsprechenden Zinssätze ausgegcien werden. Im Zusammenhänge mit diesem Gesetz steht das Gesetz über die Bereitstellung von Mitteln sür die Zejchaffung von Arbeitsgelegenheit. Die Regierung entspricht : :;t dieser Vorlage dem von der Gesamtheit der Zweiten Kam- :-xr ausgesprochenen Wunsche, es möge für die Fälle der Ar- iiislojigleir insolge des Krieges Vorsorge durch Beschasfung von Arbeitsgelegenheit getrosten werden. Durch den Gesetz- eiitwurf und seine Anlage werde» eine grötzere Reihe von An- sirderungen gestellt, zu dem Zweck, um Arbeitsgelegenheit zu j-: istk». Diese Ansorderuugei, beziehen sich aus die verlchiede- *-n Ministerien und erstrecken sich aus fast alle Teile des Lan> »er,, ,-e stellen in, wesentlichen Aniorderungen dar. die bei re- 'massigen Zeitläuften in den, Hauptooranschlag sür 1915-i8 > a,s«>!«n wären, uud zwar handelt es sich um etwa 1 Million Mark. Für weitere Bauten wird ein Betrag von 1 LSI 000 M. demnächst durch besondere Vorlage angefordert werden. Vor Eintritt in die Tagesordnung der gestern nachmittag jorigesetzten Sitzimg »er Zweiten Kammer verlas Präsiden» «gWiMjjllBfr Freitag M> Jg. »ezemder m« «•Wer Mt soeben erngetroffenen Nachrichten vom Kriegsschcm platz«, worin der Rück,», »er R»j,«n in Polen «icheteilt und besonder, ouf die Verdienste weftpreutzischer und bessi- scher Regimenter hingewiesen wird. Der Präfident brachte im Anschluss hieran ein Hoch aus den Feldmarschall v. Hindcnburg und seine tapseren Truppen aus, in bas alle Mit- glieder begeistert einstimmten. Sodann wurde das Gesetz, die Beiusungeu und Wahlen zuin 37. Landtag betreffend einstimmig angenommen. Danach werden die im Jahre 1914 fälligen hashschichtigen Erneuern» 1,- wahlen zunächst bi, in die zweite Hälfte des Jahres 1915 per- schoben. Sollte der Krieg sich noch in der zweiten Hälfte des Jahres 1915 ausdehnen, so sollen, wenn die politische Lage es erfordert, die Wahlen durch eine besondere Gesetzesvorloge abermals hinausgeschoben werben. Ausdrücklich wurde die Bestimmung in das Gesetz ausgenommen, dass eine Berschiebvng der Wahlen, wie st- nach Artikel 64 des Gesetzes beircsiend die Landstände möglich ist. nur im bringenden Rotfalle z. B. während des Kriegszustandes, bei Seuchen usw, stattfindcn darf. Um den Turnus der dreijährigen halbschichiigcn Erneuerungs- Wahlen zu wahren, ist bestimmt, dass die im Jahre 1915 zu wählenden Abgeordneten nur für die Dauer von fünf Jabren an- statt sechs Jahren zu wählen sind. Weiter wurde auch noch durch ein besonderes Gesetz ein vereinfachtes Enieignungsverfahren eingcsührt, dos bei der Schafsung von Arbeitsgelegenheit für Arbeitslose oder Kriegsgefangene angcwendei werden soll, wenn sich dabei die sofortige Inanspruchnahme von Grund und Boden nötig macht. Damit war die Tagesordnung erschöpft. Staotsminister v. Ewald verlas ein Telegramm des Grossherzogs, worin er den Landständen seinen Dank ausspricht sur die opferwillige Mit- orbeii Präsident Köhler hielt noch eine Ansprache in der er darauf hinwies, dass die Abgeordneten nur ihre Schuldigkeit getan hätten. Zum Schluss brachte er ein Hoch aus aus das deutsche Daterlanb, in das sämtliche Abgeordneten mit Begei- sicrimg einstimmten. Uom Frlde & ct ‘ Sßljrr* Echzell. 17. Dez. Wieder bat der mörderische Krieg ei» edles vielversprechendes Menschenleben vernichtet. Zwar nicht unver:nutet, jedoch auch nicht jeder Hoffnung auf Besserung lau, gestern von Aachen die traurige Kunde, dass Baron Friedrich von Harnicc, Major beim 11. Jägcr-Bat. in Mftrburg an seiner schweren Verwundung, die er schon zu Beginn des Krieges ani 15. August bei Dinwnt erhalten habe, (Bauchschuss) gestorben sei. Auf seinein Schmerzenslager wurde ihm sein bei Beginn des Krieges geäußerter Wunsch sich des Eisernen Kreuzes würdig zu erweisen erfüllt. Die Beerdigung wird hier erfolgen. - Unter-Widdersheiin, 17. Dez. Bon den hiesigen 23 im Felde stehenden Kriegern wurden zwei mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet: Wachtmeister Michel und llnterosfizier Bindingshaus. Erstcrer ist auch schon lm Besitz der Hessischen Tapserkeitsmcdaille. Ans der Heimat. Friedberg, 18. Dez. Am Sonntag, den 20. Dezember ist der Postschalter für Pakeisendungen von f—12 Uhr oo t* mittags und von 2—5 Uhr nachmittags geöffnet. * Friedberg, 18. De;. Mit dem 15. Dezember ist der Fahrplan auf der Strecke Hoinburg-Friedberg geändert worden und es fahren die Züg» ab Homburg wie folgt: W 61«. 8 ". 1139 113, 3 «, 517, 717 , «je. Ankunft in Friedberg 5^«, 725, gA, 1219, jH, 431 , ß_ 7 , 72L 9 57 . xje Abfahrtszeit auf den Zwischenstationen ist in Seulberg 6 , in Friedrichsdorf 10, in Holzhausen 15, in Rodheim 19 und in Nosbach 25 Minuicn später als die Abfahrt in Homburg. Von Friedberg nach Homburg fahren die Züge ab Friedoerg: -1 0 5Ü, 3 > l, lli-', 106 , 3 18 , 513 , 63_i, Homburg Ankunft 4!£, 5«i, 649, 900 , 1114, 141 , 410 , 55 u, 710 . Eie Abfahrt auf den einzelnen Stationen ist in Nosbach 11. in Nodheim 18, in Holzhaufen 24, in Friedrichsdorf 32 und in Seulberg 36 Aiinuten später als die Abfahrt in Frieüberg. Als i ein Mitzstand wird es allgemein empsunden, dass abends j bereits um 6 ü der letzte Zug in der Richtung Homburg t abgelassen wird und es würde jedeusa -s einem dringen- i den Bediirinis Rechnung qeiragen. wenn, wie es srüher j ja auch der Fall war. noch ein späterer Zug in der Richtung Friedberg-Homburg verkehren würde. Friedtirrg, 17. Dez. (Stadt. Schwimmbad.) Im Stadt. Schwimmbad Fricdbcrg wurden in den Monaten Oktober November 1914 au Männer und Knaben 2583 rschwiin-n- 536 Wannen-, 952 Brause, 505 Volks- und 37 Dampf-, zusammen 4613 Bäder: an Frauen u. Mädchen N19 Slktzvimm- 3C-9 Wannen-, 242 Braute-, — Balte- und 5 Dampf- zusammen 1765 Bäder: ferner 258 Freibäder an Schüler und Schülerinnen der Stadtschule Friodbcrg-Fauerbach. sowie 1684 Brausebäder an das Militär, insgesamt 8320 Bäder abgegeben. Vor dcti Weihnachlsse-ertagen ist das Bad von I heute bis Mitüvoch. den 23. Dezember, täglich zu den fest- j gesetzten Stunden im Betrü-b. Donnerstag, den 2l. Dez , | ist das Bad von morgens 8 Uhr bi-.- abends 5 Uhr ununter- i brachen geöffnet. * Untee-Widdersh«»', 17. Dez. Dass immer noch manches Goldsiücklei» angstvoll wahioerwahr- zarückgehalte» wird, zeigt bas Ergebnis einer von Herrn Lehrer Bramm und Beigeordn. Dinding hier vvrgenommene „Goldsucho" von Haus zu Haus. 1 HP Mark konnten der Rcühslage zum Umtausch übergeden werde». So mancher „ileberjchlaue" dedentt nicht, welchen Schade» er dem Reiche zujügt. Heraus mit dem Golde, Es ist eine unentbehrliche Waffe! Ihr „Ueberklugen"! - Rieder-Weisel, 17. Dej. Opferwillig««», Für das Rote Kreuz wurden bewilligt und gespendet ohne den geringsten Zwang, »och nicht der eurer h-ussam-rlring. 5485 Mark. Der grösste Teil davon wurde nach Darmstadt gesandt, der Neiner, sür unsere einheimischen 140 Krieger verwandt. Für die Angehörigen unserer Krieger wurden i» anderthalb Tagen 730 Mark gesammelt. An Einzelgaben für Ostpreussen und Eisass wurden 300 Mark, sür „wo es am nötigsten" weitere 100 Mk. dem Orisgeistlichcn ins Haus gebracht. 300 Zentner Kartof- scln und mehrere Waggons Heu und Stroh kamen ausierde« den Notleidenden in Ostpreussen zu gut. Eine grosse Kiste mit Kleidn»g»s:Ucken und Essroore» ging z» beiiebtzter Verwendung nach Friedberg ab. Was sonst noch gespendet wurde, entzieht sich der öffentlichen Kenntnis. Gott erhalte unseren Gemeinten diesen gut,,, Geist auch sür di- Werke de, Friedens! Aus dem Kreise Hanau. * t. Hanau, >7. Dez. Nachdem die landcsherrüche Pr» sung des Projekts der Bahndammerhohung zwischen de» Stationen W.ihelmsbad aus der Strecke Hanau-Franksiirt staitge suuden hat. ist die Verwirllichung des Bauprojekts nunmehr bcrangcrücki. Z» den über 3 Millionen Mark ersurderaven Baukosten leistet die Stadt Hanau einen Zuschuss von 240 000 Mark, der sich, da nerschirdene Berbesserungcn dcsProjctts in dem landesherrlichen Prüsungslermin zugestande» worden find, noch etwas erhöhen wird. Der Stadt Hanau ist durch die Verwirllichung des Projekts Gelegenheit geboten, ihre Der kchrsocrhäUnisse nach den Ausscnstadücilc» zu verbessern. Hessen-Nassau. * X- Oberursel, 17. Dez. Bei der letzten Grundstückrver- pachtung der Stadt, hauziisächUch Wiesen, war es nicht mögUch. olles zu verpachte», da ein Teil der Angebote z» gering war. Es blieben 12—lt Grundstücke übrig, von denen inzwischen -in Teil vom Magistrat aus der Hand verpachtet wurde. Bei der Versteigerung wurde» z. B, sür 3 Morgen, di« bisher 8t! MI kinbrachten, 12 Mk. geboten, für eine» Morgen 5 Mk. usw. Bei der Verpachtung aus freier Hand sind durchschnittlich 25 Mark pro Morgen gelöst worden. Im Bullenftall ist am 24. Oktober die Maul- uud Klauenseuche ausgebrocheu uud cs nmsste der grösste der Dullen geschlachtet werden. Das Fleisch wurde aus der Freibanl ixrkauft. Der der Stadl entstandene Schaden betrogt etwa 500 Mark. — Seitens einer grossen Anzahl von Einwohnern unserer Statt war Einspruch gegen den Fluchitiuicnplan hinter der Herzbergstrasse beim Kreisausubuss erhoben worden. Der Einspruch war von 40 Personen unterschriebe», wurde aber vom Kreisausschuss zurückgewicse». Nun mehr hat ein Teil der Unterzeichner Berufung au den Bezirksausschuss eingelegt. — Die Stadtverwaltung beschloss, «ine Feuerwehrleiter von 18 Meier Länge im Preist von 5500 Mk. anzuschasfcn. * Wissmar, 17. Dez. Wie gewisse Leute trotz Krieg und Rot nicht ruhen, di« Eintracht in den Fabritea zu störer, zeigen einige Barkommnissc in den Dörfern Lannsbach und Wissmar im Kreise Wetzlar. Der Gewerkschastssnhrer der Ta bakarbeiter hat Versammlungen einberusen und wollte di« Arbeiter zum Streik ausiordrrn, vbschoa dies« Gott nicht genug danken können, dass gerade letzt durch den statten Geschäfts,lang der Zigarrcnsabrikeu Verdienst in die vielen Familie» kommt, wo der Ernährer fehlt. Aber di« Arbeiter wäre» so vernünftig und giagen überhaupt nicht in die Versammlung. Da machte der Gauleiter eine Eingabe 0» die Firma Rinn u. Tloos in Heuchelheim uud sorderie statt der infolge des Krieges und au, Mangel an Bureau Personal »eu eingesührtc» Ittögigen Lohnzahlung wieder alle 8 Tage Lohnzahlung. Man sammelte auch Unterschriften von den Zigarrenarbeitern und aus Angst unterschrieben viele, die nachher daheim weinten, dass man sie wider ihrem Willen zur Uutcrschrifl gezwungen häfte. Sie seien froh, dass sie überhaupt Brot hätten. Die übrige Bevölkerung ist über das Vorgehen der Ruhestörer >a dieser ernsten Zeit aufs tiesste empört und es geht das Gerücht, dass die Firma, weil sie schon so wie io ihre liebe Slot hat, die Betriebe jortzusühren, einen Teil derselben kurzer Hand stillegen will. Storfenburg. - Heppenheim a. d. Vregstrasse, 10. Dez. Nachdem vor 2 Wochen der älteste Mann hier der 101 Jahre alt gewordene Privatier Sundheimer, gestorben ist. hat nun auch die älteste hiesige Frau, die llüsährige Eoa Deitel, geborene Sielüblicher, das Zeitliche gesegnet. Der erste l’eif. Rach einer trüben Hcrbstesnacht, Vom Schlummer bin ich aufgewacht Hört' träumend Lenzcslieder: Doch wie ich durch das Fenster schau' Da ist der Himmel öd und grau, Der erste Reis fiel nieder. Im Garten manche BILmelein Die bluten noch im Sonnenschein, Ihr Haupt zur Erde neigen: Der Reif hat sie gefällt bei Nacht, Er kam ganz leise, stille, sacht. Sic konnten ihm nicht weichen. O Mensch, so wird dir's einstens geh'», Glaubst du aus deiner Höh' zu stehn. Mit deinem Hassen, Wähnen, Wenn Reif bedecket erst dein Haar, Dann wirst du sagen, es ist wahr, Zu End' geht alles Sehnen. Der ew'gc Wechsel bringt es mit, Drum gehe du mit stetem Schritt Und Tröstung wirst du sindcu. Wenn Schwermut auch dich beugen will, Sag' deinem Herzen, schweige still Was schön ist, muss verschwinden! Osfenbach a. M, Eael »er«. Fraafinrter SrNnwriM. Boransjag«: Zunahme der Bewölkung, zeitweise Niederschläge, wärmer, südwestlich« W.udc. Verantwortlich sür den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsches, Fricdberg: für den Anzeigenteil: K. Sch in i d t Fricdberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeit nn," A. ®., Friedberg i. H. Nr. 297 Neue Tageszeitung. Freitag, den 18. Dezember 131«. Sette «. j Paffende Weihn für Herren Surco-Anmge ml5.-w 5 40.- Ulßkr- >!. Paldsls M.13.-bis40- Aosen Mt.^°"bi- 1?.- Fantaste-Westci» Mk.2.^bls1lj- ^odenjo^pen M. ll.-bisU- Loden-P elerin en .m 8.-bi-13.- Als i’iflirsgitlif Ä! inchts-Geschenke ^ für Knavcn An;üge Mk.3.^bi»12.— lllsttt- li. PflltlslS Mk.t.-bi-13- DfllcuÄ Mk.OBbls 3- Fodenjoppcu Mk.3-b>s 8.- ^ndcn-PelcrinenMk t?°bis10.- e Armee-Westen 1 50 1 gefüttert, garantiert wasserdicht Mk. ® • Durch rechtzeitigen Einkauf sind wir in der Lag?, zu ftftl unsren bekannt billigen Preisen zu verkaufen. hj) ghfM 8 ffljj' Ijigssflkl. LangärHassel flutttltt H-nana.M. IvwIlW!; Hammerstr. An das Hessische Handwerk. Das Weihnachtsfest steht bevor, daL Fest, an dem ein jeder iin Kreise seiner Familie nach besten Kräften Freude zu bereiten sucht. Es ist ein besonderes Wcihnachtsselt in diesem Jahre, an dem unendlich viele Angehörige der großen deutschen Volksfamilie da draußen ini Felde stehen, unter Einsetzung ihres Lebens bemüht, niit der Sirl>erung der Grenzen Haus und Herd, Handel und Wandel der Heimat vor dem Feinde zu schützen. Mit Recht rüstet sich deshalb das deutsche Volk in allen seinen Schichten, den Trup- Pen im Felde ein Weihnachtsfest zu bereiten. Auch das deutsche Handwerk will nicht zurückstehen. Sicherlich beabsichtigen auch die Vereinigungen des Handwerks für die Truppen im Felde in selbständigen Transporten oder im Anschluß an beliebige Veranstaltungen Gaben darbringcn zu wollen. Dies war die Veranlassung anzuregen, daß alle Gaben des Handwerks, soweit sie nicht für einzelne Angehörige persönlich bestimmt sind, der Heeresverwaltung dargcboten werden für die Truppen, denen sonst wenig oder gar keine Gaben von lieber Hand beschert werden würden. Auch für diese Krieger muß gesorgt wer- den. Nicht ein einziger deutscher Soldat darf zu diesem Weihnachten ohne Weihnachtsgabe bleibenI Mit diesen« Ausruf wenden wir uns an das gesamte hessische Handwerk, insbesondere auch an seine Frauen und Töchter, die an dieser Stelle besonders geeignet und berufen l-nd. werktätige Liebe zu üben. — Ihr löst nur einen sehr kleinen Teil Eurer unermeßlichen Dankesschuld an d.,s Heer ein! Denkt nicht nur an den Bruder, den Sohn, den Bfter. die aus Eurer Mitte im Felde stehenI Jeder cin- >,clne von unscrn Kriegern, erkämpft auch für Euch! Tie Heeresverwaltung hat sich bereit erklärt, Liebesgaben des Handwerks an den hiermft beauftragten Stellen entgegenzunehmen. Für den Bezirk der hessischen Hand- erkSkammer ist als Snmnielstelle zuständig: Abnahmcsiclle II beim XVIII. Armcckorps, Jntendanturgebäude in Frankfurt a. M., Hcdderichstraße Don hier ans wird der Weitertransport und die Ver- ftilung der einzelnen Gaben auf das Heer nach Ermessen der Heeresverwaltung vorgcnomnicn werden. Was die Sendungen selbst anlangi, können sowohl größere Pakete als auch kleinere Baketchen in beliebiger Anzahl aercinigt an die obengenannte Stelle eingcsandt werden, "ur Kenntlichmachung kann der Absender, in jedes ein--!ne Anrte einlegcn. Es empfiehlt sich die Pakete :it einer Aufschrift: „Liebesgaben aus dem Bezirk der hcs- ,J Handwerkskammer" zu verleben. Hanfe ««,»„- Weizen lieferbar von jetzt bis Ende Januar zur Herstellung von Ul a \ f t tt m e I» 1. Die Ware darf keinen Auswuchs zeigen, mutz trocken geerntet, gedroschen und gelagert sein (Scheunendruich oder Felddrusch bei klarem Wetter); mutz in trockenem Säcken, in trockene Waggon bei trockenem Wetter verladen werden. Ueberhaupt mutz nach jüdisch rituellen Borschri ten jede Feuchtigkeit pein- lichst jerngehalten werden Für solche Ware zahle ich den gesetzlichen Höchstpreis von MK. 27.58 sowie Mk. 1.58 Zuschlag sür sorgsame Behandlung und übernehme die Ware gegen Barzahlung ab Wetterauer Stationen. Kaufe auch anderen Weizen und Roggen zu den gesetzlichen Höchstpreisen und gebe meinen Lieseranlen Kleie, soweit Vorrat reicht, zum Preise von Mk. 13.— per 100 Kilo ab Mühle ab. ¥r. Amen«!, Schormnhle tiri gfrtrl. Telefon <>)ro -Karsten |fr. 3. Xriebbrrgi.fi., Griffen 355 Uriste»-n.Saliren-U»hren £ 8 l»«iäMÜ«trti 8 l> Grl-Linkfar>re iiHu £ fl F Ü fllfl T f II. in 6 prachtvollen Nuanzen. .-^ r ~'5T V ^'£ N Ujit!i-o?!ttl:iil>rlk h)rl>jj-h)trä!l ewp stehlt ihre Ttt-iki! iw ^r! lirä Mk!l>js>Ziil!ktsihtiltzkl m ror üglidjitcr Qualität biiiigft. 8k" Prrirs"erre?t u«i !er aus gefl. Anfrage- eUjnachlsbMe Dos hessische Handwerk soll im Verein mit dem glei- Vn Beruksstonde den übrigen Bundesstaaten beweisen, daß es besonders zu Weihnachten gern derer gedenkt, die he'den- nüitig alle Schrecken des Krieges ertragen, um den Feind' vom heimatlichen Herd sernzuhalten. Zur Auswahl der einzelnen Gaben durch die Spender Ichlänt das Kriegsministerium u, a, folgende? vor: Handschuhe, Hosenträger, warme Weste, Strümps?, Ta- schentuch, Bleistift mit Hülse, kleines Notizbuü:, Zigarren, Tabaks Tabakbcuicl, Tabakpfeife, Ta'cheniucsf r, Pi-b'-ug, Konserven. Dauerwurst, trockenen Kuchen, Houigkncheii, Ehokoladc, Kakao, Marzipan, Kckö. Beigabe alkobolisck>cr Getränke ist nicht erwünscht, da die Heeresverwaltung im Bedarfsfälle solche verausgabt. Es ist dringend nötig, den Inhalt eines jeden Paketes durch einen Vermerk auf seinen« Umschläge zu kennzeichnen, um der Heeresleitung die Berücksichtigung tatsächlich vor- handcner Bedürfnisse und Wünsche des einzelnen S-ckdateit zu ermöglichen. A. N. iür die Verwundeten. DaS diesjährige Weihnachtsfest soll auch unsere» vcr- wiindelcn Kameraden in de«« hiesige» Lazaretten einen Strahl dan,barer Liebe sür ihre große» Opfer draußen in« Dienste des Vaterlandes bringen und ihnen in der Heimat eine kleine Freude bescheeren. Tarun« bitten wir alle Freunde derselbe«' in Stadt »nd Land um Geschenke «Iler Alt, besonders um praktiiche Gegenstände (Wollenes Unterzeug, Hosenträger, Geld! «ichckien, Briefpapier, Tascki.'nlämp- che», Zigarren, Tabak, Aepscl, Nüsse und dergl.) und Bücher «der um Geldspenden, die es ermögliche», den Weihnachts- tiich für imlcre Verwundeten zu decken und das Herz der vielen, die das schönste Fest der Liebe und Freude fern von ibien Lieben feiern müssen, ein wenig z>« erfreuen. Gaben sür bestimmte Verwundete, die etwa dem Geber nahestehen, werde,, am besten verpackt «md mit 9tamenSanga.be des zu Beschenkenden übersandt. Alle Gaben bitten wir an Fra» Lberinspektar Koch in der Gewerbeschule spätestens bis zum 15. Dezember cinzusendcn oder abzugeben. Pros. Werner. Stabsarzt Dr. Achert. Sbcrinsp. Kock«. j F6r Cßlllral-Itli Weihnachten Friedberg. Spiel-Plan asm Eamstag, de« 19. Dezember! bi» einlchl.lvloiitag.2l. Dezember, k Dir ncuffttnStricgscrlcbnifff | In 12 Nummern. 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