7. Ia!ir§a„st Unmmer 291 Freitag, den 11. Dezember 1914. tei Den Renten # monaU^'50 #on " “• »#'* Kp-nnkude'. zlciugspreis: i>c. Den tiioitanjtalUn om.HnjdiJ) u'(t. 1.95 erifln.,^«« ftLJT. T....^ *"•«** »»,"»5-1- Grund,eile 20 Psg„ lokale 15 P,g„ An,eigen von auswäri» werben sarch Po,»,!,-.-...: erteil ^riüliun««nr» t ^ cm vib- ioiaic 10 vig^ «neigen ron I ' ^ Schriktleitnng unt Verlag ~,nebbeefl <&e(len), Hanauerilrah« 12. ^emipredjer 48. Postlcheck-Lonto 91 r 48.V3, ?lmt Frankfurt a. M. Die jirmjfr (f>ncilriiaii, Sdinrnlioill n. Siegreiches Fortichrcitcn der Kämpfe in Polen. — 19099 Nnffen gefangen. — Vergebliches Liebesmühen des Dreiverbandes auf dem Balkan. s=*- Der deutsche Generalstab y==r= meldet: WTB. Gros;cs Hauptquartier, 10. Te;., vormittags. Amtlich. Z» der Gegend von Eouain beschränkten sich die Franzojen geftein aus heiliges Artillrrieseuer. Lin am östlichen Argon, nenrande auj Vauquois und Bouieuiller erneuter Angriss der Franzosen kan, nicht vorwärts und erstarb im Feuer unserer Artillerie. Der Gegner erlitt ossenbar große Verluste. Drei feindliche Flieger warsen gestern aus die ossene nicht i« Operationsgebiet liegende Stadt Freiburg i. Breisga» 2 Bomben ab. Schaden wurde nicht ougcrichtet. Die Angelegenheit wird hier nur erwähnt, um die Tatsache sestzustellen, daß wieder einmal, wie schon so häufig, seit Beginn des Krieges eine osjene nicht >u> Operationsgebiet liegende Stadt von unseren Gegnern mit Bomben beworfen ist. Oestlich der masurischen See» nur Artilleriekamps. 2» Slldpolen auf dem rechten Weichseluser nahm unsere dort vergehende Kolonne Przansz im Sturm. Es wurde» 600 Erj-ingene und einige Maschinengewehre erbeutet. Links der Weichsel wird der Angriss fortgesetzt. In Südpolrn wurden russische Angrisle abgewiesen. Oberste Heeresleitung. Lchariihorll. Gneilenair und Leipzig gesunken. Berlin, 10. Trz. eu Geschwaders gemacht werdem Man darf aber nicht vergessen, daß unser Geschwader >M seit vier Monaten aus hoher See befindet und daß ohne von Kabeln oder anderen Verständigungsmitteln Gebrauch machen zu können, sich vereinigte zu erneut schweren Schlag gegen die feindliche Flotte. Kein schützender Hasen stand ihm zu Gebote zur Vornahme der notwendigen Reparaturen kein Dock zur Reinigung des Schiffsbodens. Trotzdem gelang es viele Monate hindurch, den nötigen Vorrat an Koh- len und Proviant an Bord zu nehme», ohne in Feindes Hand zu fallen. Die Trauerbotschaft von dem Verlust der drei deutschen Kreuzer ruft in allen deutschen Herzen tiefe Wehmut hervor. Doch wir müssen die Nachricht ausnehinen, als etwas unabänderliches, etwas, das man mit Gewißheit kommen sah, denn das Schicksal der tapferen Kreitzer, die allein im loei- ten Ozean allen Angrissen der feindlick)en Uebermacht aus- gesetzt waren, war ein unabwendbares, es war lediglich eine Frage der Zeit, wann es sich vollenden würde. Vier Monate hat es gedauert, bis die Engländer das Geschwader vernichten konnten und sie konnten nicht verhindern, daß ihnen an der Küste von Chile noch eine recht ein- pfindlicher Verlust zugefügt worden ist. Der aufgebotenen Uebermacht gegenüber sind „Scharnhorst", „Gneisenau" und „Leipzig" unterlegen. Sie sind mit Ehren untergegangen. Ob es ihnen gelungen ist, deni heinitückischen Feinde noch beträchtlichen Schaden zuzusügen, wissen wir nicht, werden es bei der Derheimlichungskunst der Engländer auch so bald nicht erfahren. Auf alle Fälle kann unser Vaterland stolz slin auf die Helden, der „Gneisenau", „Sckiarnhorst" und „Leipzig", die im weiten Weltmeer für des Reiches Ruhm gesunken sind. Die großen Kreuzer „Scharnhorst" und „Gneisenau" gehörten zusammen mit den kleinen Kreuzern „Emden" und „Nürnberg" zur ostasiatilchen Station! sie hatten sich bekanntlich rechtzeitig der Einschließung in der Bucht von Ki- autschou entzogen. Der kleine Kreuzer „Leipzig" war auf der westamerikanischen, „Dresden" ans der ostamerikaisischen Station tätig. „Scharnhorst" und „Gneisenau" waren beide 1906 vom Stapel gelaufen und hatten gleich? Größenverhältnisse, Armierung und Besatzung-, nur ihre Geschwindigkeit war verschieden, bei „Scharnhorst" 23.8, bei „Gneisenau" 22.5 Seemeilen, also wesentlich geringer, als die Gesibw-n- digkeit der moderne» Panzerkreuzer. Sie hatten 11,600 Tons Wasserverdrängung und waren mit je 8 21 Zenti- meter-, 6 15 Zentimeter- und 18 8.8 Zentimeter-Kanonen armiert. Tie Besatzung jedes Kreuzers betrug 761 Mann. „Leipzig", ein kleiner K'enzer aus dem I"bre 1900, faßte 3250 Ton? und batle 23.5 Seemeilen Geschwindigkeit. Er war mit 10 Geschissen von 10.5 Zentimeter Kaliber ausgerüstet und mit 322 Perlenen bemannt. Der kleine Kreuzer 1907 van, Stavel gelaufen, faßt 3650 Taus, hat 2-1.5 Seemeilen Geichwindig'eit, ist mit 12 Geschützen von 10.5 Zentimeter Kaliber verleben, und bat 361 Mann De- satzung. „Nürnberg", Stapellauf 1906. Größe 3-170 Tons, Geschwindigkeit 23 Seemeilen, bat 10 Geschütze von 10.5 Zentimeter Kaliber und eine Besatzung von 322 Mann. fug OfMrii dfsi f-flifm CfbflTfrt. Berlin, 10. Dez. fW. T. B. Amtlich.) Das Befinde» S. M. des Kaisers und Königs bet sich erheblich gebessert. Ter 5latarrh ist in> Rückgänge, die Temperatue nornial. Berlin, 11. Dez. raiifr über die Mach! in Polen. Ein englisches Geständnis. Amstcrdaui, 10. Tcz. Das i» seinem Deutschenhaß böswilligst aller Blätter, die „Tailn idüj m, unter dem Eindruck der Einnahme von Lodz zu iolgeiidem Geständnis hinreißen: E« hat nicht dieses Krieges bedurft, um zu beweisen, daß die Deutschen in nü'iläriich.n Dingen das gründlichste Volk der Welt sind. Sie haben schon inimer diesen Ruf ge- Iiabt. unt wii fernen täglich kennen, wie sehr sie ihn ver- dienlen. Dazu komm! eine Eigenschaft, die sie in demselben heben Maße besitzen wie wir: ein snstemotisckie? Anpal'-ngs- Vti»lögen iitid die Hartnäckigkeit in der Dv.in inhtnn.:. 7is »wäll die Deutschs,i z„ solch furchtbaren Gegnern. .»> in soll nickst behaupten, daß, weil Deutschland nicht gewinnen keim, es folglich unbedingt verlieren Müsse. T-ntschland ,!t beule so einig wie nie zuvor. Ein einziger Gedaule V7- beirscht die 70 Millionen: Ter Oiedanke, alles daran zu setzen, um zu gewinueii. Ter Zweck der deutsche» Offensive. Kristiauia, 9. 7 ;. Den, „Jntelligents Sedler" wird aus London telegrapbieti: Ter deutsche Feldzugsplan bezwecke anscheiueiid, die quer durch Polen laufende große Haiipteifenbahiiliiiie von C n- stochan nach Warschau, zu erreichen. Lodz sei strategisch gänzlich wertlos. Tie Eisenbahn sei jedoch für Heranseliaf- snngen aller Art ftir die russischen Heere rnißervrbentlich wickitig. Die Deutschen rüeken auf drei parallelen Straßen gegen die Eisenbahn vor, nänilich von Thorn gegen Lowicz, von Kalijch »ach Lodz und von der schlesischen Grenze nach Petrikan. Falls die deutsche» Truppen in Lodz ständen, wären sie nur noch 15 englische Meilen vo» dieser wichtigen Etapvenlinie entsernt. Nußlaiids „Heger iche Trsenhve". Rotterdam, 10. Dez. Die „London News" macht den Versuch, die ungünstige Lage in Russisch-Polen filr ihre fielet zu erlläre», um »ach Möglichkeit den schlechten Eindruck zu verwischen, den diese unuugr- nehme Nachricht nach den übeeschwenglichen Hossnungcn von sriiher in London jetzt machen muh. Wie das Blatt mitieilt, bat das Auftauchen »euer starker deutscher berresmahcn i ine Neuoedining der russischen Truppen nötig gemacht. Wohl seien die Vorteile der Deutschen aus den wichtigsten Punkten „nvrr- kennbar, doch msisie man mit dem Charakter der russischen Armee rechne», deren grötzle Stärke schon zu Napoleons Zeiten nicht im Angriss, sondern in der „siegreichen Defensive" gelegen sei (]') — Die Engländer dürsten aber nicht vergehen, dah die Deutschen nicht in den Fehler Napoleons versallen und in das Innere Ruhlands ohne genügende Sicherung einrücken weiden. Ader ganz abgesehen davon, ist die Sprache doch jetzt recht Ileinlaut geworden. Vor Tische las man's bekanntlich anders. Damals begnügte man sich nicht Mit der „siegreichen Defensive" sondern es wurde prahlerisch verkündet, dah die MiNionenheere Nuhlonds Deutschland und Oesterreich überschwemmen sollien. Ma» sieht, unsere Feinde find bescheidener geworden. Die Franzosen Lbee Lodz. Amsterdam, I». Dez. Wi» mir. Poris gemeldet wird, gab der amtliche französische Bericht von gestern abend die Einnahine von Lodz durch die Deutschen In folgender Fassung bekannt: An der russischen Front sind deutsche Angrisfe abgeschlageti morde». Lodz wurde von den Niisieii geräumt. 2» dem aus strategischen Echchtspunlien wicküige» Kelände von Ealizien haben die Oesterreicher, oskeo- bar verstärkt durch deutsche Truppen, die Angrisfe gegen de» rlissischen linken Flügel wieder ausgenommen. Nene Kämpfe im Westen? „Bcrlings. Tid." meldet aus Rotterdam: Hier liegen verschiedene Nachrichten vor, wonach von neuem ein heftiger Kampf an der P s e 1 1 i n i c tobt. Der Kampf wurde Samstag abend von den Deutschen eröffnet, die einen mit starker Kraft gesühr- ten Angriff gegen P p e r n sührten. Am Samstag hatten sie noch leinen Eisolg erreicht. Spätere Nachrichten hat man mir von England erhalten, und diese sind, wie gewöhnlich, op- limistisch gefärbt. Beiwiehung der Käste. Dem „Beel. Lokalanz." zusolg« wird von der holländischen Grenze nach Antwerpen gemeldet, dah vorgestern eine heilige Beschiehung der belgischen Kujit durch ein englisches Kreuzergejchwader stattfand, ossenbar in« das Loriüäeii der Deutschen aus Niruport zu verhindern. Gleichzeitig unternahmen eine Torpedobootsslottille eine Er kundungssahrt nach Zeebrüggc, ohne z» feuern. _ . ii-.- _______ - Der österreichische Generalstab ! — meldet : J Wien, 10. Dez. tStichlamtlich). Amtlich wird verlaut- barl: 10. Dezember, mittags: Vereinzelte Nachtangrisse der Ruhen im Raume südnirsl- tich Roworadomsk wurden abgewiesea. In Westgal!;!?-- brachte der Gegner starke Kräste in den Kamps. Bisher wnrde» hier über 10 000 Ruhen gesungen genommen. Die Schlacht dauert auch heute sort. Unsere Operationen in den Karpathen führten bereit» zur Wiedergewinnung erheblicher Teile des eigenen lSebiei», Der Stellpertreter des Lhess des Eeneralstabs: von höjer, lüeneealmajor. *».«>* __ Di« ftCmpft in den Karpathen. Budapest, 10. Dez. Nack den über die Kämpfe in den Karpathen eingetrosfe- nen Meldungen ist die Lage unserer Truppen überall günstig. Das Sarofer Komitat ist von den Rüsten fast ganz geländert^ der Feind wurde bis an den Dullapaß zurückgedrängt. tlebrr die Lage in den Karpathen urteilt der Kriegsberichterstatter der ..Franks. Zig." Frhr. von Reden: Ich wohnt- xer- fönlich den Kämpfen um Bartsa bei, wo sich das Zentrum der rustifchen Stellungen längs der galizifch-ungarischen Erenzc befand. Die Rüsten haben sich in dreifacher Linie auf de» dominierenden Höhen verschanzt, wurden aber durch einen Flankenangriff aus diesen vertrieben. Die weit vorgeschobene Artilleriedivision, bei der ich mich befand, unterstützte unseren Jn- fantcrieangrisf, der unaufhaltsam Raum gewann, durch intensives Feuer und erreichte binnen einer Stunde eine Distanzsteigerung von zweitausend auf viertausend Schritte. Die Truppen an dieser Stelle der Front, deutsch-böhmische und Kärntner, waren bewunderungswürdig. Der Erfolg im Zentrum vom 8. d. M. scheint heute zur Ausgabe der ganzen russischen Linie qc- sührt zu haben. Von unseren Truppen, die, soweit ich selbst er sah. durchweg warm ausgerüstet und sehr gut verpflegt waren. sind noch viele Reserven noch nicht eingesetzt worden. Leider wurde es durch die Verwundungen zur Gewißheit, dag nun auch die Rüsten eine Art Dum-Dumgcschostc verwenden. Aufgcsundene Patronenpäckchen zeigen einen slachen Blcikern, der aus dem vorn offenen Stahlmantel ragt. Die hierdurch hervorgerufenen furchtbaren Zerreißungen wurden seit etwa 2 Wochen in den Karpathcnkämpscn beobachtet. Ich gewann den Eindruck, daß nun die zweite Periode dieser Kämpse zum Ab s.chluh gelangt sein dürste. Jedoch sei sestgcstellt, das, diese Kämpfe zu den schwierigsten des Feldzuges gehören. fflbntaridjnU ^Herzog frirtmi icn , 10. Dez. (W. 33. Nichtamtlich). Aus dem Kricgs- pre^..,uartier wird gemeldet: Der Vorstand der Militärkanzlei des Kaisers, General der Jnsanterie Freiherr von Bolsros, überbrachte vorgestern Erzherzog Friedrich ein allerhöchstes Handschreiben mit der Ernennung des Armccobcrkommaildon- ten zum Fcldmarschall. Hieraus hat Se. K. und K. Hoheit, Feldmarschall Erzherzog Friedrich Sr. K. und K. Apostolischen Majestät folgende Danksagung telegraphisch unterbreitet: Ich danke mit tiefster Rührung und aufrichtigster Bewunderung den mir unterstehenden Strcitkrästen, deren Heldenmut ich die allergnädigste Verleihung der höchsten militärischen Würde verdanke. Diese Tapscrrn werden der außerordentlichen Auszeichnung Ihres Armeeoberkommandanten mit freudigem Stolze entnehmen, daß ihre fast übermenschlichen Anstrengungen, dem übermächtigen Fcinde Stand zu halte», die allerhöchste Anerkennung ihres allerhöchsten Kriegsherrn gesunden habe und von diesem beglückenden Bewußtsein die Krast finden, mit de: Beihilfe des Allmächtigen die gewaltigen seindlichen Masten niederzuringen. Diesem großen Ziele widmen wir alle unser ganzes Können und opiern mit Freude alles, was wir haben und sind. Feldmarschall Erzherzog Friedrich. — Erzherzog Friedrich hat weiter folgenden Armeeoberkommando-Bcschl erlösten: „2e. K. und K. Apostolische Majestät geruhte», mich mit einem allergnädigsten Handschreiben voni 8. Dezember zum Feldmarschall zu ernennen. Soldaten! Ihr habt mir durch Eueren unvergleichlichen Heldenmut die höchste militärische Würde ertämpft. Mit berechtigtem Stolz könnt Ihr dieser außerordentlichen Auszeichnung Eueres Armeeobcrlommandantcn entnehme», daß Euere säst übermenschlichen Anstrengungen, den mächtigen Feind aufzuhalten, die allergnädigste Anerkennung Sr. K. und K. Apostolischen Majestät gesunden habe». Soldaten! Ihr habt Bewundernswertes geleistet, doch ist der Feind noch nicht besiegt. Das beglückende Bewußtsein der Zufriedenheit unseres aller- höchsten Kriegsherrn wird Euch neue Kraft verleihen. Scho» wanken die Reihen des Feindes. Roch ein letzter Ansturm und der Feind ist nicdergerungen. Mit Gott für Kaiser. König ui d Vaterland. Vorwärts. Feldmarschall Erzherzog Friedrich." — Se K. und K. Hoheit, Armecoberkommandant Erzherzog Fricd- ' - hat von höchstseincr Ernennung zum Fcldmarschall Sr. estät dem Deutschen Kaiser Meldung eisialtet und aua> dem Generalfcldmarschall von Hindenbnrg mit kameradschaftlichen Grüßen Mitteilung gemacht. j Das türkische Hauptquartier 0 ü. " .Meldet : ,■■■■■ = ü Konstantinopel, 10. Dez. (W. B. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht. Eine lSrcnzabteiliing hat im Kaukasus Ti- ouchard, im Norden von Oity, beseht. Unsere an dechGrenzc von Ascrbcidschan operierenden Truppen sind bis Somay und Djihari, im Osten des Wilajcts Van, vorgerückt. Türkische Entschlossenhrit. Konstantinopel, 10. Tez. (W. B. Nichtamtlich.) „Turin" gibt in einen, Leitartikel der tiefen Dankbarkeit An. druck siir die seitens Oesterreich- Ungarns zu Gunsten des osmanischcn Roten Halbmondes erfolgten Zeichnungen, unter denen die namhafte Spendung des Kaisers Franz Josef in der ganzen Monarchie als ein nachahmenswertes Beispiel anfgenonuuen worden sei. Bei dieser Gelegenheit weist der „Tanin" ans die Uebcrein- stimmung der Interessen zwischen Ocsterreich-Ungarn und der Türkei hin, welche die Frenndschast zwischen den beiden Reichen, die von Tag z» Tag eine herzlichere Form annehme, zu einer ganz natürlichen Erscheinung mache. Der Artikel schließt mit der neuerlichen Versicherung, daß die Osinanen ihre Pslicht mit Entschlossenheit und Selbstverleugnung bis ans Ende erfüllen werden. Die Stimmung in Aeghpteu. Budapest, 10. Dez. (W. ti. Nichtamtlich.) „Pesti Hirlap" veröffentlicht eine Unterredung seines Konstantinoplcr Korrespondenten mit dem Ehef der deutschen Militärmission, General Linian von San- derh, welcher ausssihrte: In Aegypten stehen bis jetzt nur türkische Vortrnppen. Desto erfreulicher ist es, daß auch diestz, schon große Erfolge errangen und die Vorposten bis R«n« Tageszeitung. Freitag, den 11. Dezember 1>11» zum Sueskanal vordrangen. Doch ist die Lage in Aegypten nicht leicht. Die Engländer kämpfen nicht bloß mit Soldaten, sondern auch mit Geld, Bestechung und Spionen. Durch drahtlose Telegraphie sind sie in steter Verbindung mit der Flotte. Sie können jeden Schritt der Türken überwachen. Wir können jedoch mit Recht hoffen, daß diese trotz aller Hinderliisse mit den Engländern in Aegypten fertig werden. Die Stimmung ist ihnen nicht günstig. Es werden unausgesetzt kleinere oder größere Ausstände gemeldet. Die tür- tischc Arinee hat sich seit dem Balkankriegc sehr gebessert; insbesondere verwandte man seine Sorgfalt dararis, daß der Vcrpflequngs- und Sanitätsdienst tadellos funktioniert. — Auch mit dem Minister des Innern Talaat Bey hatte der Korrespondent eine Unterredung. Talaat sagte: Wir sind mit allen neutralen Staaten in einem ausgezeichneten Verhältnis. Mit Bulgarien verbindet uns enge Freundschaft. Nur gegen die Engländer! Konstantinopel, 10. Dez. (W. B. Nichtamtlich.) Wie „Taswir-i-Efkiar" erfährt, soll der Groß-Scheich der Scnussi Herolde zu den Italienern gesandt haben, um formell zu erklären, daß er, da der Kalif den Heiligen Krieg nur gegen England, Rußland n. Frankreich verkündet hat, fortan nur gegen die Engländer kämpfen werde, und endgültig darauf verzichte, die Italiener in Ly- bien zu beunruhigen, so lange er nicht angegriffen würde. Das Ende des Bnrenanfstandes. Kapstadt, 10. Dez. (W, B, Nichtamtlich.) Meldung des Ncuterschen Bureaus: General Botha gab eine Mitteilung aus, worin cS heißt: Der Aufstaud ist jetzt so gut wie beendet. Die hervorragendsten Führer sind tot oder gefangen genommen; nur kleine zerstreute Banden bleiben noch übrig. Während wir über die Schuldigen eine gerechte Strafe verhängen, müssen wir eine Rachepolitik vermeiden. Moritz und Kemp ist cs geglückt, sich auf deutsches Gebiet zu flüchten, von hier aus werden sic, ausgerüstet mit neuen Waffen und Kanonen und gestützt von ihren deutschen Bundesgenossen, versuchen, in das Gebiet der Union einzu- follen. Unsere nächste Pflicht ist es also, dieser Gefahr entgegenzusehen und unmöglich zu niachcn, daß Deutsch-Süd- Westafrika jemals wieder in der Zukunft als eine sichere Basis gebraucht werden kann, von tvo aus der Friede und die Freiheit der Union bedroht werden kann. Ich hoffe und vertraue, daß das Volk auch gegenüber dieser Gefahr mit ebenso großer Kraft handeln wird, wie cs sie gegenüber dem Aufruhr gezeigt hat." Das „Allgemecnc Handelsblnd" schreibt: „Botha, der vor keiner einzigen Gewalttat zurückgeschreckt ist, wenn dies seine Politik nötig machte, wie das ja aus der Verbannung der'Arbeiterführer hervorgeht, und wie das jetzt wieder die strenge Anwendung des Kriegsgesetzes (des Halte-deu-Schna- bel-Gcsctzes, wie die Buren mehr charakteristisch als parlamentarisch sagen) und sein Auftreten gegenüber den nationalen Wünschen vieler Afrikaner, das die feurigsten, unter ihnen augenscheinlich zur Verzweiflung brachte, zeigt. . . . ist vorläufig Sieger geblieben. Von seiner Haltung gegenüber den Besiegten wird cs zweifellos abhängen, ob Ruhe und Ordnung in das durch Bruderkrieg zerrissene Südafrika wieder zurückkehren wird." Efr 8mütrI)M alrkrmslg aböfbliM. Vergebliche Liebesmüh! Wien, 10. Dez. (W. V. Richt- amtlich). Wie die Blätter melden, nahmen die Bemühungen des Dreiverbandes, von den neutralen Ballanstaaten Hilfe für Serbien zu erlangen, in der Ictzicn Zeit einen energischen Charakter mi. Sie haben aber sowohl in Sofia, wie in Bukarest und Athen ein für die Enientenmächte ungünstiges Ergebnis gehabt. Jii dem Gewirr von Angeboten und Konzessionen, womit der Dreiverband in so reichem Maße arbeitet, mögen unch gewisse Versprechungen an Bulgarien gemacht sein. Allein sic erschienen nicht genügend, um die bulgarische Regierung von der Linie strikter Neutralität abzudrängcn. Achnliche Schritte in Bukarest versagten gleichfalls, wahrscheinlich auch solche, die non Rumänien forderten, cs möge in Sofia seinen Einslnß geltendmachen, uni Bulgarien von feindseligen Schritten gegen Serbien zurückzuhalten. Daß auch das Athener Kabinett den Werbungen der Ententemächte. Griechenland möge Serbien un- nrittclbare Hilfe bringen, kühl und abwchrcnd gegcnübersteht, ist bekannt. Die gricch. Negierung gab schon vor längerer Zeit bekannt, daß sie eine Bündnisverpflichtung gegen Serbien für den Fall habe, daß Serbien von Bulgarien angegriffen werde. Ein solcher Fall liegt nicht vor. somit auch keine Möglichkeit, Serbien, besten Sache die össentlichc Meinung Griechenlands übrigens schon verloren gibt, militärische Hilft zu leisten. Die Bemühungen des Dreiverbandes, den militärischen Untergang Serbiens hinauszuschicbcii oder ausznhalicn, können also ans dem Baltan als gescheitert angesehen werden. Budapest, 10. Dez. (W. B. Nichtamtlich). Der Korrespondent des „Pestcr Lloyd' meldet aus Sofia: Die unlLngst unternommenen Schritte der hiesige» Vertreter des Dreiner- bander gipfelten in einer Verbalnote, in Ler klipp und llar erklärt wurde, der Dreiverband sei geneigt, Bulgarien bei der endgültige» Liquidation für die Fortsetzung der strengen Neutralität gegen Griechenland und Serbien territoriale Begünstigungen zu sichern. Diese Begünstigungen würden wesentlich vermehrt werden sür den Fall, wenn Bulgarien gegen die Türkei und Oesterreich Ungar» losschlüge. Man kann sich vorstel len, wie die noch ausstehende Antwort auj diese» Vorschlag aussallcn wird, wen» man bcdenlt, daß die gesamte Oessent lichkeil eines Sinnes darüber ist. daß keinerlei Hilftleistung an Serbien und keinerlei Eingehen auf leere Versprechungen ohne ein entsprechendes Faustpfand, nämlich ohne sosortig« Okkupation des anzutretenden Erbteiles, geraten ist. Dabei vergißt man nicht, hervorzuheben, baß der rechtmäßig« Besitzer der abzutretenden Territorien keinerlei Verhandlungen mit Bulgarien begonnen hat,, und daß di« Nichteinhaltung früherer Vertrage jedermann noch in frischer Erinnerung ist. Seite i. Griechenland bleibt neutral! Berichte au» Rom unh Wien besagen, daß die Athener Regierung sich für die Neutralität Griechenlands ausgesprochen habe und entschlossen sei, sie nicht aufzugeben, solange nicht Ereignisse eintrcten, die sic unmöglich oder für die Landesinteresfcn gefährlich machen. — Nach einer Meldung der „Südslawischen Korrespondenz" soll der gemeinlno-e Schritt der Gesandten Englands, Frantreichs und Rußlands, welche um die militärische Hilft Griechenlands für Serbien gebeten haben, ergebnislos geblieben sein. Eine ßoHdjüft des Merjklillijchkli Ihäfföfnlfp. Washington, 10. Dez. (SB. V. Nichtamtlich). In d-c Botschaft des Präsidenten Wilson an den Kongreß heißt es weiter: Wir versügen wohl über Hilfsquellen, tonnen aber keinen vollen Gebrauch davon machen, da wir nicht die für die Verteilung nötigen Mittel besitzen. Wir haben einen großen Jrrlum begangen, daß wir die Entwicklung der Handelsmarine gehindert haben. Jetzt, wo wir di- Schisse brauchen, haben wir sic nicht. Alle Jrrtümcr gut zu machen, würde lange Zeit in Slnspruch nehmen und den Handel in andere. Kanäle abicn- lcn. Wir schlagen deshalb den in dem von beiden Häusern beratenen aber unerledigten Gesetzentwürfe über den Anious ausländischer Handelsschissc gewiesenen Weg vor. B-zü-; :> der Landesverteidigung sagte der Präsident: Wir sind ;.oa: gerüstet, wollen aber nicht Amerika in ein bewaffnetes Lager verwandeln. In der Stunde der G-fahr müssen wir uns nicht auf das stehende Heer oder die Reservearmee, sondern aus die wasftngcübtc Bürgerschaft verlassen. Die richtige amerikanuste Piolitik ist, ein System zu schassen, wodurch jeder freiwillig sich meldende Bürger mit dem Gebrauch von neuen Waisen und den notwendigsten Kcnntnisien des Exerzierens und Manövrie- rens bekannt gemacht wird. Die Rationalgarde soll weiter entwickelt und verstärkt werden. Mehr als das wäre nur ein Zeichen, daß wir infolge des Krieges, mit dem wir nichts zu tun haben, die Selbstbeherrschung verloren haben. Eine stark« Flotte haben wir immer als ein wichtiges Verteidigungswerk- zeug angesehen. Wer sagt uns aber jetzt, was für eine Art Flotte wir bauen sollen? Aus Rußland. Das russische Volk darf die wahre Lage aus den Kriegsschauplätzen nicht ersahren. Petersburg, 6. Dez. Die Preßzcnsur wird im ganzen Reiche mit drakonischer Strenge ausgeübt, um zu verhüten, daß das Volk die wahre Lage auf dem polnischen Kriegsschauplatz erfährt. Da von sozialdemo- kratischer Seite geheime Flugblätter mit wahren Kriegsberichten verbreitet werden, so befürchtet die Regierung, wenn auch die Presse noch unerwünschte Nachrichten veröffentlicht, einen Volksaus st and. Die deutsche Prcsie ist unterdrückt. Die „Petersburger Zeitung" darf nur noch bis zum 1. Januar erscheinen. In Riga ist von vier deutschen Blättern nur oln» übrig geblieben, das aber auch zu Neujahr sein Dasein beschließen muß. Die „Nowoje Wremja" im Besitze der „Times". Ein deutscher Fabrikant, der eine Nicderlasiung in Petersburg hat, macht dem Berliner „Lokalanzeiger" folgende sehr bemerkenswerte Mitteilung: „Es hat mich gewundert, daß In den Erörterungen über Haltung und Einfluß der ausländischen Presie noch von keiner Seite eines Umstandes erwähnt wurde, der mir von großer Wichtigkeit zu sein scheint. Dos bedeutendste russische Blatt, desien deutschfeindliche Tendenz von jeher ein gefährlicher Faktor in der internationalen Politik war, die berüchtigte „Nowoje Wremja", befindet sich seit zwei Jahren im Besitz des Konsortiums der Londoner „Times". Im Herbst 1012 wurde in Petersburg eine Aktiengesellschaft zur llebernahme der „Nowoje Wremja" gegründet, und die Anteile dieses Unternehmens sind bis auf das letzte Stück von der Timesgruppe übernommen worden. In Rußland ist dieser Bcsitzwechsel allgemein bekannt und auch französische Blätter haben seinerzeit davon Notiz genommen. Mir selbst kam der Umstand durch meine geschäftlichen Beziehungen zur Kenntnis. Die „Nowoje Wremja" hatte von meiner Fabrik wiederholt Material für ihre Druckerei bezogen. Die Zahlungen erfolgten nach dem in Rußland geltenden Gebrauch, ratenweise. Bei den letzten Lieferungen aber änderte sich der Modus: ich bekam den vollen Betrag meiner Faktura durch einen Scheck aus das Londoner Bankhaus der „Times" überwiesen. An dem geschilderten Bcsttzverhältnis kann also kein Zweifel bestehen; und es ist ein interesianter Beleg für die weit vorgrcisende Bearbeitung des Krieges durch England. Die „Times" hat sich beizeiten ein ausgir- biges Sprachrohr in Rußland angelegt, so daß die öfftnt- lichc Meinung schon seit zwei Jahren im Sinne Englands bearbeitet werden kannte. Und was die „Nowoje Wremja" heute zun, besten gibt, ist natürlich auch nur englische Arbeit." Die russische Unordnung. Wien,?. Dez. Aus dem Kricgs- presicqnartier wird gemeldet: Das beredte Zeugnis dajür, daß die Rüsten die Ueberlcgcicheit. die in unserer besteren Disziplin und in der besteren Organisation unseres Trains und des Nachschubdienstes liegt, selbst fühlen, ist folgender vom Kommanl unten der vierten russischen Armee ausgegebener Befehl, der bei einem gefangenen russischen Offizier de» 297. Jn- sandtcric-Reginients gesunden worden ist. Er lautet: Befehl Nr. 339 vom St. Oktober (13. Nov. n. St.) 191-1 Stach einer Meldung des aus der Gefangenschaft geflüchtete» Stadshauptmanns der l. Gicnadicr Artillerie- Brigade Szozegolcg herrscht bei den Trains unserer Gegner mustergültige Ordnung. Diese Parks entbehren jeder besonderen Bedeckung. Ich mache die Korpskommandanteil daraus ausmcrlsam »yb drucke mein tiefstes Bedauern uns, daß. ungeachtet einer ganzen Reihe von Befehlen und Anordnungen, in den Parks unserer Trains noch immer keine Ordnung herrscht. Ich befehle energische Maßnahmen, um endlich di« so wichtige Angelegenheit zu ordnen. General Evert, Kommandant der 4. Armee. ¥ il II if I i| u >» i f ¥ if i jf i| j| i -i i ■ t \\ j ¥ J I I _ i ¥ 1 ¥ ?> 1914 15 ( Anlage i» Jfat ffngfsjritung“, frirblirrg i. {). l; jJ- ' ---- f~ -s Der Weltkrieg. 1= uf dem östlichen Kriegsschauplatz dürfen wir der weiteren Entwicklung der Dinge ohne Bangen entgegensetzen. In Polen erfolgte die Ncngrnppierung unserer Armeen, die den starken russischen Kräften sehr bald erfolgreich entgegentrctcn werden; unsere österreichischen Waffenbrüder haben glänzende Erfolge zu verzeichnen. Hoch schlägt da? Herz des Patrioten, wenn er an die Großtat unserer Flotte an der chilenischen Käste denkt. Dieser glänzende Erfolg unseres ostasiatischen Geschwaders versetzte unseren, grininrigst gehaßte» Gegner einen Schlag an seine verwitirdbarste Stelle, indem sie den Nimbus von einer Umiber* windlichkeit der englischen Marine zerstörte. Das hochmütige Albio» mußte erleben, daß seine Schisse, Iveder was die Führung noch die KriegsauSrüstung anbelrifft, den unsrige» gewachsen sind, und neben dem moralischen Ertrag heimste unser Geschwader einen vollen strategischen und taktischen Erfolg ein. Die englische Admiralität und mit ihr die englische Preise batten groß- sprechetisch ausposaunt, daßuusere Kreuzer in fcrneti Meeren, lute unbequem sie immer denr Handel wür- den, doch den, Untergang geweiht wären. Der Kom- mandant unseres Geschtvadcrs im stillen Ozean, Gras Spee, aber suchte die feindlichen Ctrcitkräfte auf, zur richtigen Zeit hatte er seine Schiffe vereinigt und zwang die Engländer zuin Kanips. Ter englische Panzerkreuzer „Mon- mouth" wurde vernichtet, der Panzerkreuzer „Good Hove" tvurde ein hilfloses Wrack, und der Kreuzer „Glasgow', der mit genauer Not entkam, wurde für die Tauer des Krieges interniert. Unsere Schiffe gingen fast ohne Beschädigungen aus dem Kampf hervor, behielten ihre volle Gefechlskraft — ein Neivcis für unsere überlegene Kricgstückitigkcit. Im Einzelnen wird über diese» Kanips noch genicldet: Die deutschen Kreuzer inarteten vor Coronel, Ivo die britischen Schiffe Kohlen cinnahmen. Tie umringten die britischen Schiffe schnell und crössneten aus 9000 Dieter Abstand ba$ Feuer. Die britischen Schiffe beautivortete» es-, als sie auf 6000 Meier herangekonimen waren. Jnzivischen waren die britischen Schiffe bereits beschädigt. „Monmonth" setzte den Kampf fort, bis sie vollständig zerschossen ivar. Unter orkanartigeni Sturm, der das Schiff mit Wasser füllte, versank cs. Eine weitere Heldentat unserer Marine ist der verivegcne A..griff auf die englische Küste in Jarmouth. Durch die englische Minensperre hindurch gelang es unseren großen und kleineren Kreuzern, die englische Küste zu erreichen, und was seit undenklichen Zeiten nicht geschehen war: auf den englischen Boden fielen die deutschen Granaten nieder. Der kühne Vorstoß wurde dadurch gekrönt, daß ein englisches Unterseeboot aus eine der anSgestrentc» deutsche» Minen auflief und zugrunde ging. Aber auch unsere Feinde haben einen sogenannten Erfolg zu verzeichnen. Nach dreimonatiger Belagerung zu Wasser und zu Lande gelang eS einer zehnfachen Übermacht, unser schönes, stolzes Tsingtau zu nehmen. Der Kommandant Kapitän z. S. Mepcr-Waldcck hat, wie versprochen. bis zum Äußersten ausgehalten, zuletzt ein verwundeter Mann. Und auch die kühne „Emden" ist der gewalligen Übermacht der Feinde erlegen. Nach hartem Kampfe hat sie ihr Führer v. Müller selbst aufs Land gesetzt und in die Luft gesprengt. Er selbst mit etiva der Hälfte der Besatzung ist gerettet: die übrigen sind für des deutschen Reiches Herrlichkeit den Heldentod gestorben. Es bestand kein Zn-eifel darüber, daß die ruhmvolle Tätigkeit der „Emden" binnen kurzeni ihr Ende erreichen mußte. Je härtere Wunden der Kreuzer dem englischen Handel schlug, um so stürmischer erscholl der Ri>f der Londoner Kauf- »innnschast nach der Vernichtung deS erfolgreichen Die cng- Adniiralilät den letzten des Ver- das infolge der Fahrt der deutschen Kreuzer über die Nordsee, durch die Beschießung von Narmonth und durch das Gefecht an der chilenischen Küste arg erschüttert ist, verloren, ivenn sie es nicht endlich fertig gebracht hätte, der „Emden" beizu- kommen. Gewaltige Streitkräfle wurden aufgebotcn, um die „Emden" im Indischen Ozean ausznspnren. Englische, französische, russische und japanische Schiffe beteiligten sich an der Jagd. Die letzte Nachricht, die Ivir von der „Emden" hatten, war die, welche uns ihr siegreiches Vorgehen bei Pulo Pinang am 28. Oktober knndgab. Die „Emden" vernichtete doit den russischen Kreuzer „Schemtschug" und das französische Torpedoboot „Mousquet". Ein anderer Kreuzer, die „Königsberg", ist von den Engländern eingeschlosscn worden. Das Schiff ging, vielleicht infolge Kohlenmangcls, in Ostasrika sechs Seemeilen von der See in einen Fluß hinein und seine Besatzung errichtete dort ein befestigtes Lager. Don See aus erschien der englische Kreuzer „Ehatham" und beschoß die „Königsberg" durch einen Palmen- ivald hindurch. Da größerer Schaden nicht angsrichtct werden konnte, so versenkte der englische Kreuzer ein Kohlenschiff in der Mündung des Flusses, um den deutschen Kreuzer einzuschlicßen. Die Fortschritte der Türken in dem Kanipfe gegen die Engländer sind erfreulich. Die Meldung von der Beschädigung eines englischen Kanonenbootes aus dem Schatt-el-Arab unweit des Persischen Schiffes lische hätte Rest trauen# Aolfsgrnbcu und Iraytverhaue auf dem nordweflklchen Krlegsfiliaupfah. Wir ze gen in unserem Bilde eine Alllage deS Feindes, bestehend auS WolfSgrriben und Trah verhauen, die unsere Kolonne denn Sturm ans eine befestigte Stellung überrcnnen mußte und auch mit Erfolg genoiumen hat. 3 ßolfi'ä, durch ein türkisches Motorboot, sowie die Nochricht von dem Untergang eines zweiten englischen Kanonenbootes, das bei Kuweit von einem anderen türkischen Motorboot angegriffen ivorde» war, erregte tu der türkischen Bevölkerung lebhafteste Befriedigung, Es wird besonders hervor- gehobe», das; der Angriff vor dem Konak deS Scheichs von Kuweit, Mu- barek erfolgte, aus dessen Ergebenheit die Engländer sicher rechnen zu können glaubten. Auch Aden ist gefährdet, da der Imam Jahija seine Leute zur Befreiung dieses Landteile vom englischen Joch auf- gerufeu hat. Diese Einigkeit und Einmütigkeit de? Islam? wird auch von der Presse in pathetischen Artikeln de- handelt, Taui» bespricht lebhast das Vorgehen der Seuussi gegen Englands der fdyiöbcu Gesinnung Englands stelle sich Glaubeus- cifer, Seeleugröge, moralische und physische Kraft entgegen. Tie von Eug- ' l^nglaud am nächlten Ncgende Landzunge Frankreichs: Frap tz>rls We;. Nop Sri» lllrz. br» an der gleichnamigen Meerenge gelegene Dargebirge, gebürt zum lrantül'lchen TcparlrmenI Pa» de Calais iis erhebt sich etwa bttMeter über dem Meerrildiegel, las vap iil zügle ch der Punkt der givglen Annlshernng tknglandS und lrranlretch», die vntlernung der deN'aen allkien betragt d er nur 02 Uiloineter Deutsche Sakdale» als chinderiliädche». Im ElluglingShetm tn Solingen sind auch verwundete -oioa'en untere,i ,utit. die den Schtvelleru ui» Dank für dre Pi eee ihre Ausgabe erleichtern und dl? r dre Listlftlinge in rührender tbleise toarten und rsiegen. land hartnäckig mit den verwerslichsleu Mitteln betriebenen Versuche, Zwietracht unter die Völker des Islams zu tragen, seien endgültig gescheitert, vor allem in Ägypten, wo chic Vers öhnung zwischen den verschiedetien Strömungen erfolgte. Auch in Süd- Asrika stehen die Engländer Furchtbarem gegenüber. Dewet hat öffentlich einem englischen Richter zu Protokoll erklärt t .Ich unternehme die denkbar schwerste Revolte, denn ich will die britische Fahne in Pretoria niederholen und eine freie südafrikanische Republik proklamieren. Ich habe den Vertrag von Vereeniging <1002) unterzeichnet und England Treue versprochen, aber wir sind durch das elende englische Geschmeih bis aufs Vlut gequält worden und können es nicht mehr aushallen. König Eduard versprach uns Schuh, Er hat nicht Wort gehalten und einen Tyrannen über uns geseht. der eine Pest sur das Land ist," Die Iieldposl. Die Feldpost. in ihrer heutigen Form, eine Schöpfung deS Generalpost- meisterS Stephan, nmrde zuerst im Kriege von 1870-1871 praktisch erprobt und hat sich da vorzüglich lewährt. Von den 411 Feld- postanstalten wurden über 90 Mill onenBriefe, 2 >/z Millionen Zeitungen nnd 2 Millionen Pakete befördert. Dreigig Jahre später bei den Kämpfen in CH,na wurde die Feldpost von deni da- maligen Leiter deS Postwesens Die Iiekdpoll. Von PodbtelSki weiter eifrig gefördert. In dem jetzigen Kriege sind ja Klagen über daS Funktionieren der Feldpost laut geworden, aber wenn man die heutigen der- önderten Ver- hältnisse in Betracht zieht, die ungeheure Ausdehnung der Schlachtfelder, die riesenhaften Massen der Kämpfer, so m ß man zugeben, das; sich die Feld- post in einer äußerst schwie- eigen Lage befindet. Nebenstehendes Bild gibtunSeineDor- slellung davon. 4 Lin kerniger ZZayer. Unser Bild zeigt einen bayrischen Infanteristen, der drei Schüsse in den Nucken bekommen bat und dazu kalt lächelnd erklärte: ..Die Franzosen glauben, mit drei Schüssen einen Bayern klein zu kriegen, da täusche» sie sich." Er wurde mit dem Eisernen Krcuz zwe.iec blasse ausgezeichnet. Aer neue Seclord der englischen Marine. An Stelle des zurückgetretenen Prinzen Ludwig von Battenberg siebt jetzt an der Spitze der englischen Marine Lord Fisher, den wir hier mit seinem General- stabsosfizicr zeigen. Er soll der eigentliche Schöpfer der englischen Kriegsflotte und ihrer Niesenschiffe sein. 1 Hllerreicher und Acntfche auf einem gati-ifchen Aaynhose. Aus einem Bahnhof in Galizien ist ein Lazarett errichtet, das sowohl mit deutschen. alS auch ,»it österreichiscvein Sanitätspersonal besetzt ist. Hier steht man oft deutsche und österreichische Verwundete gemeinsam sitzen oder spazieren gehen, um ihre Erlebnisse auSzutauschcn. KaffeeKochen bei den Österreichern. Unsere Aufnahme zeigt österreichische Artilleristen, d e sich auf der Strotze den Morgenkaffee kochen und davon auch eurer armen Frau ein Töpfchen abgeben. Aas Eintreffen eines Perwundclenlransporles im Kriegslazarett. Die Verwundeten werden gleich hinter der Front flüchtig verbunden und dann auf leichten Fuhrwerken oder in Automobilen nach dem nächsten Kriegslazarett gefahren. Wir sehen auf unserem Bilde die Ankunft eineS solchen Transporte» vor dem Kriegsiazarclt. Verantwortlicher Aednlteur: I»r. iinn Schau mvurg. Berlin. — Druck und öcrtag von Georg E. Aagcl in Berlin-SchZaetierg. **. r»i M«m Xagt»|titaRg. Jrtilag. »«„ 11. Lrzrmbrr l»14 reite ». Aus England. Di« »Daily Mail" im To II Hause. Kopenhagen, 8, Dez. Die „Daily Mail" bringt er sertig, ganz einsthast zu behaupten, das, der Eeneralseldmarschall Freiherr r. L Goltz sich mit Selbstmordgedanken getragen habe, weil er die Gunst des Kaisers verloeen habe. Er sei zum Entsetzen seines Stabes zur Front in Belgi.-n gegangen und habe sich dem seindlichcn Feuer absichtlich ausg, setzt. Als er glücklich nach Brüsiel zurückgc- brackt worden sei und dort ersahren habe, dag Gencin! Aisling bereits zu seinem Nachsolger ernannt sei, Hab- er einen Selbstmordversuch machen wollen, der durch die herbcicilenden Diener verhindert wurde. Ilm ihn zu beruhigen, sei er zum Ratgeber des Sultans ernannt worden! Natürlich stellt sich die „Daily Mail" nur verrückt, indem sie ihren Lesern diese Tollhausgcschichte austischt, aber selbst der Neid mutz ihr lasten, datz sie ihre Tollhausrolle ganz ausgezeichnet spielt. England und Liebigs Fleischextralt. Wie Prof. Kasdorf- Montevideo soeben mitteilt, hat die Liebiggesellschaft ihre deut schen Beamten vor die Wahl gestellt, entweder auszuscheiden oder eine andere Nationalität anzunehmen. Nach anderen Nachrichten sollen tatsächlich Angestellte, die schon seit langen Jahren sür die Gesellschaft arbeiteten, ihres Dienstes verlustig geworden sein, und die Empörung in deutschen Kreisen ist darüber grotz. Es handelt sich bei der Liebig-Eesellschast um die Verwertung einer Erfindung und des Namens unseres größten deutsche» Chemikers. Die Gründer und seit Dezennien die leitenden Beamten waren Deutsche, auch das Kapital wurde ansänglich zum großen Teil von Deutschen und Belgiern aufgebracht. Es wußten aber dann die Engländer, wie so ost, die vorzüglich prosperierende Eesellschast zu beherrschen, und sie hat ihre» Sitz tatsächlich in London. Sie zahlt ihren Attio- närcn etwa 20 Prozent Dividende, hat in Südamerika allein eine» Grundbesitz von 500 000 Hektaren nach und nach erworben und auch bekanntlich eine Schwestergesellschast in Deutsch-Süd- wcstafrika begründet. Die Liebig-Eesellschast verdankt aber nickt nur ihre Gründung und die seitherige Geschäftsführung deutscher Arbeit, sic hot auch in Deutschland bezüglich des Fleischextraktes, Flcischmehls und anderer Produkte ihr bestes Absatzfeld Wenn die Gesellschaft wirklich ihren englischen Charakter mit englischen Gewaltmaßregeln durchsühren will, so darf das deutsche Publikum die Antwort nicht schuldig bleiben und muß Liebigs Fleischertrakt in Zukunst boykottieren. Die „Seeherrschast". Berlin, 8. Dez. Die englische Admiralität hat der „Rheinisch-Westfälischen Zeitung" zufolge, eine Bekanntmachung crlastcn, die vom 10. Dezember 1014 ob in Kraft tritt und folgendermaßen lautet: Im Kanal und aus der Reede von hüll werden die Bosen cingezogen, die Leuchttürme und Lichtbojen werden gelöscht, die Rcbelzeichen verändert oder sortgelasten. Der unbekannte, schwächliche Prinz. Kopenhagen, v. Dez. Die „Times" bespricht der Aufenthalt des Prinzen von Wales auf dem Kriegsschauplatz. Der Prinz soll sich in den Schützengräben dem seindlichen Artillerieseucr ausgesetzt Horde»: er arbeitet täglich fleißig an militärischen Ausgaben, geht seinen Pflichten cisrig nach und genießt allgemeine Bewunderung. Der schwächliche Prinz wa^ bisher gänzlich in der Armee unbekannt. Die stärkeren Nerven. Wien, 10. Dez. (W. B. Nichtamtlich). Das „Fremde» blait" schreibt über die hochbcdeutsame Ansprache Kaiser Wilhelms an die Abordnungen der zur Armeeabteilung des Generalobersten v. Woyrsch gehörenden deutschen Truppenteile und österreichisch ungarischen Truppen: In seiner so treffenden eindrucksvollen Ausdrucksweise hat der deutsche Kaiser das ausgesprochen, was wirklich ist. Die letzten Ercigniste aus dem östliche» Kriegsschauplatz lasten die Zuversicht des deutschen Kaisers durchaus gerechtfertigt erscheinen: vor der überlegenen Führung und der unvergleichlichen Tapferkeit der verbündeten Heere zerschellte der Angriff der russischen Masten. Die Worte Kaiser Wilhelms atmen den Geist des Mutes und der Ent- schlostenheit, Ruhe, Ausdauer und Geduld sind die Eigenschaften, die notwendig erscheinen, um den endgültige» Erfolg zu erringen und wir in Oesterrcich-llngarn sowie unsere deutschen Verbündeten sind entschlosten, mit kaltem Blut das Notwendigzu tun, um die Zukunst der Habsburgischen Monarchie und des deutschen Kaiserreiches sicherzustcllen. (fine dlllllch-sranMihe fJereinbaning. San, 10. Dez. olcher Fall wäre sehr bedauerlich und würde die schärfste Mißbilligung der deutschen Heeresverwaltung finden: dieser selbst könnte aber selbstverständlich kein Verschulden daran zugeschrieben werden. Aus welcher Seite der kriegsührenden Parteien völkerrechtswidrige Geschosse im Kampsc verwendet worden sind, die offensichtlich im Dienstwege an dir Truppen gelangt waren, ist schon ost genug dargelegt worden. Wir behalten uns vor, demnächst weiteres hierzu mitzuteilen. Herlistbetrachluug 1914. Einsame Raben am Waldessaum Fliegen mir über das Haupt, Hcrbstesabend im Dämmcrungsttaum, Ein Säuseln durch die Wipfel flieht. Der Landmann von der Arbeit heimwärts zieht: Höhenfeucr in der Fern' Ucbcr mir blickt schon ein Stern, Es tönet die Glocke der Eisenbahn, Cie rauscht dahin, wie die Zeit, voran. Kein Zurück trotz Herbst und Blättcrsall Tönt laut auch der Kriegstrompetenschall Verbannet die Furcht, wir müssen empor! Es wird ertönen Sicgeschor, Trotz Herbst- und Wintersiürmcsnot Woll'n überwinden wir selbst den Tod! Es nahet der Menschen Frühlingszeit, Da erfüllet voll Freude die Erde weit Dies rufe ich mit Seherblick, Vorwärts, mutig, nimmer zurück (Die Zuverstck, Niemanden raubt, Dem, der an die ewige Allmacht glaubt). Offenbach a. M. Carl Berg. Uom Felde Friedberg, 11. Dez. Ein echter Deutscher! Am 24. November erhielt im Feindesland Herr Geometer 1. Kl. Georg Ritzert, Leutnant der Reserve im 2. Kgl. bayr. Pionier- Bataillon, das Eiserne Kreuz. Am folgenden Tag- wurde er zum Oberleutnant besördcrt. Er hatte mit noch 12 Freiwilligen 50 Meter feindliche Schützengräben und 75 Meter Annähe- rungsgräben genommen. Die Tat verdient umso mehr der Oesfentlichkeit bekannt zu werden, weil Herr Ritzert am 1. Mobilmachungstage sich einer schweren Operation unterziehen mußte und es ihm nur nach den schwersten Mühen gelang, feld- dienstfähig geschrieben zu werden. x Usingen, 11. Dez. Der bei Rin hessischen Leibregiment Nr. 117 dienende Unterosjizier Heinrich Richter von hier hat wegen Tapserkeit vor dem Feind- die Hessische Tapferkeits- medaille erhalten. Aus der Heimat. •S. Friebberg, 11. Dez. (Vaterländischer Abend des 1. Friedberger Doppelquartetts.) Der vom 1. Friedberzer Doppelquartett unter Leitung de« Herrn Seminarlehrer» Kuhn am vergangenen Sonntag im „Hotel Trapp" veranstaltete „Vaterländische Abend" zum Besten der Verwunde- ten stand in allen seinen Teilen im Zeichen unserer gewaltt- gcn Zeit. Marschners Lied vom Slang und Ruhm unsere» Vaterlandes und „DeS deutschen Liede» Slockengold" von Ender» leiteten die bunte Reihe von Vaterland», u. Kriegs- liedern ein, die ohne »uSnahin« von dem vorzüglich gesckprl- ten Quartett in schon oft bewunderter Meisterschaft »um. Vortrag gebracht wurden. Besonder» eindrucksvoll blieben die so bekannten, wegen ihrer Einfachheit so schönen, im Dortrag vollendeten Volkslieder: „Steh ich in finstrer Mit- tcrnackst", „Der gute Kamerad", „Morgenrot". Das von dem Dirigenten der Quartetts, Herrn Seminarlehrer Kuhn, vertonte österreichische Rciterlied „Drüben am Wiesenrand", ein zeitgeniäßes i»id stilvolles musikalisches Stiminungsbild, legte in seiner volkstümlich — einfache» Notcnseßnng und in seinem fein empfundenem Vortrag Zeugnis ab von dem liehen künstlerischen Schassen und Können des in Friedberg fo beliebten Sänger». Herrn Seminarlehrer S.itzert gebührt sür seine vortrefflich nngepoßte Klavierbegleitung alle .'In- »rkennung. Die von Herr» Strauch mit seinem klangvollen Bariton gesiingeiiei, Li der waren nach Inhalt und Bor,rag von eckst soldatischem Seist erfüllt »nd sicherten eine» all scitigen Beifall. Tic Reihe der gesanglichen Dardictu gen wurde giigcnehm unterbrochen durch die von Fraii Aneibach vom Hoch'schcn Konservatorium in Frankfurt a. M. mit er- frischender Natürlichkeit und packender Lebendigkeit wiedergegebenen zeitciiliprechenden Vorträge in gebundener lind ungebundener Rede. Ter von Herzeii koininende, überreiche Beifall war der beste Beweis für die ungeteilte Anerkenn- ung der Zuhörerschaft. Frau Auerbach darf bei einem wiederholten Auftreten herzlichster Aufnahme gewiß sein. Das „Altniedcrländilche Dankgcbct" Kremsers beschloß weihevoll den erhebenden Abend. Der ganz ausgezeichnete Besirch war ebensowohl eine Würdigung der vorzüglichen Leistung:» des 1. Friedberger Doppelquartetts, wie ei» Beweis sü: die Qpserfrclidigkeit der Bürgerschrist Fricdbergs, die gern de» in ihren Mauern genesenden Kriegern „Fröhliche Weihnach- ten" bereiten Hilst. * Das Königliche Proviantamt Haiian kaust noch Weizen, Roggen, Hafer, Heu irnd Stroh. Für Körnerfrüchte werden die Höchstpreise frei Verladestation angelegt. Angebote sind direkt an Proviantamt Hanau z» richten. F. C. Frankfurt a. M., 10. Dez. Der Hausfrau wird es nicht möglich sein dieses Jahr einen billigen Weibiiachts- schweinebraten auf den Tisch während der Festtage zu letz, n da die Preise auf dem heutigen Markte ihre Höhe liielten. Der Auftrieb von 1013 Sckgveinen fand bei lebhaftcrii Handel rasche Abiiahme. Wie Produzent und Händler versick»- ern. werde» die Preise sür Schweine vor dein Feste noch eine» weitere» Preissprung nach oben vollziehen. — lieber das auf dem Markte anfgetriebene Vieh — Rinder und Schweine -- wird vom Händler und Metzger Klage gesiih't über die schlechte Fütterung desselben. Infolge dessen sind die einzelnen Tiere mager, das Fett fehlt. Wegen des augenblicklichen FettmangclS sind fette Schweirie bis 300 Pfund Lebendgewicht besonders begehrt. Starken bürg. * Darmstadt, 11. Dez. Das herrlich gelegene Schlößchen Heilige»berg, das bekanntlich den Battenbergern gehört, hat mit Rücksicht auf das Berhalten des ln englischen Dicnstcn gewesene» Prinzen Ludwig von Battenberg unter Bezugnahme auf seine frühere Anregung den bauernbündlerischen Adgcord- »etc» Dorsch veranlaßt, erneut den Antrag an die Kamme« zu richten, zu veranlassen, daß die Regierung als Staatseigcn- tum konfisziert. Dorsch will seinen Antrag persönlich begrün- den. Tatsache ist jedenfalls, daß er f. Zt. auf feine frühere Anregung in gleichem Sinne, aus allen Gegenden Deutschlands, Oesterreichs usw. zahlreiche Zustiinmungserkläruiige» erhielt, die sich teilweise auch aus Konsiskatio» der hiesigen russischen wertvollen Kapelle aus der Mahtlideuhöhe bezieht. * Darmstadt, 10. Dez. Französische Kriegsbeute in größerem Umfange kam in den letzten Tagen wieder hier an, die zum großen Teil in der hicssgen Kriegsbeutefammelstellc untergebracht, zum Teil aber auch wieder weiter besördcrt wurde. Unter den letzten Sendungen befinden sich ». a. auch eine ganze Anzahl Eisenbahuwage» mit wertvollen, Attmetall beladen, wie Zink, Kupfer «sw. Eine willkoinmene Beute ist auch ein ganzer Wagen Mit Pelzen aller Art, die wohl bald wieder geeignete Verwendung finden. Von Interesse sind auch vier Kirchcnglocken aus der zusammengeschossenen Kirche aus Harville, von denen die eine jedenfalls durch den Sturz aus der Höhe in mehrere Stücke zertrümmert wurde. Nach den eingegosiencn Jnschristen sind cs Sttftunge» von Bürgermeister und Pfarrer, die im Jahre 1852 gegasten wurden. * Darniftadt, 10. Dez. Die Zahl der für unser« Batcr- landsoerteidiger im Felde hier eingelieserten Weihuachtspaletc hat einen derartigen Umfang angenommen, daß auf dem Bahn steig im Hauptbahnhof, nächst dem Postgebäude, ein besonderes Zelt errichtet werden mußte. Nur mit Hilfe von Militär kommandos kann die ausgedehnte Arbeit bewältigt werde». Am 8. Dezember ging ein Sonderzug mit 10 Eisenbahnwagcn nach der Westftont ob. Ein nicht ganz so großer Zug wird sür die Tapferen im Oste» fertig gestellt. Hojsentl>ch gelangt alles rechtzeitig in die richtigen Hände, damit auch sie iu der Lage sind, das frohe Fest in geeigneter Stimmung zu feiern. 20 00 « Mark bar als Weihnachtsgeschenk! Wem wäre dos nicht willkommen, Diese schöne Summe und daneben noch einen Hauptgewinn von 5000 Mark unter 3030 Eeld-GcwiNiie» kann jedem zusallen, der sich noch rechtzeitig ein Los der 5. Eisenacher Eridlotteri« zum Besten des Thüringer Musrums in Eisenach sichert. Dir Ziehung ist für den 19. und 21. Dez. ausgesetzt. Lose zu l.— Marl das Stück sind in allen Lose .- kaufstelle» zu haben. Fr-nkftittrr «ritrrLrrrcht. Paraursage: Ausheiternd, ttocken, kälter, wechselnde Winde au» östlicher Richtung. Verantwortlich sür den politischen und lokalen Teil: Oi lo Hirschel. Friedberg: für den Anzeigenteil: K. Sch m i d t. Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung" A. G.< Friedberg i. H. Nr 291 Neu« Tageszeitung. Freitag, den 11. Dezember 191« Seit» L tiriprink MftrHkM. jöJii S 3 Rj Am 22. November starb auf Frankreichs Lide den Heldentod fürs Vaterland unser Mitglied m Wilh. Wtrth Reservist im Znf.-Negt. Nr. 168, 9. Komp. Mitte, bew> §cr Vorstand. Auch ihin, den, Tritten aus unserer Mitte, bewahren wir stets ein treues Gedenken. Beim Aufklärungsdiensi aus dem Schützengraben > am oberen Lee nach dem nahe erlegenen Dar, euhmtzen, wobei er große Tapferkeit und Umsicht bewies, starb au 4. Dez., morgens gegen 8'/, Uhr un>er lieber Kamerad der Unteroffizier Gg.Hch. Jacob! I ] 4 gf|g§ durch einen Kopfschutz den Heldentod. Die Kompagnie betrauert in dem Gefallenen einen! echten Freund, der in treuer Kameradschaft sich allgemeiner j | Bclicbtyeit erfreute. Dargeinensee im Schützengraben, 0. Dez. 1914. j Im Uamen der Kameraden der 3 . Komp, de» Kandk»rm-Inf.-Kat. Nr. 5 . Becker, Unteroffizier. Kartoffel-Lieferung. Die Lieferung von ca. 7000g kg Speisekartoffeln für die hiesige Anstalt soll öffentlich vergeben werden. Angebote sind verschlosien und mit entsprechender Aufschrift versehen dis ipätestcns Dienstag, den 15. Dezember 1914, vorm. 10 Uhr hierher einzureichen. In den Angeboten sind die Kartoffetjorten zu benennen und die Bedingungen, die auf dem Ec chäckszimmer des Unterzeichneten offen liegen, anzucrkennen. Die Proben find getiennr von den Angeboten einzureichen. Es bleibt Vorbehalten, die Lieferung zu teilen, stdaß sich mehrere Lieferanten an ihr beteiligen tönnen. Zu chlagssrist 3 Tage. Eichen, den 5. Dezember 1914. kr.Artktiail da Laniies-htil-u.Utlltlilißslt bei Giehcn. I. A.: L o tz, Erotzh Hausverwalter. Ättien-zulferllibrlk 6rotz-8erM empfiehlt ihre Trolktifishiiitztl uni) Rklch'Merschnitztl in vorzüglichster Qualität billigst. ! Preisoffertcn und Muster aus gefl. Anfrage. Ernst Imiiijd Spkj.:Fllrbkn,Lalke,Piu>k! Kager i« Gips-, Krcide- r-eebfrüi.Ö., (ftlffoil 355 Decke,,-u.Sillkrn-Kvl,rcn «• S!!l 5 ! h l Ü Ui (1 i f U. in 6 prachtvollen Nuancen. mumm Bctanntmachung. (iS ist vielfach angeregt worden, Feldpostbriefe mit Sorenindalt, die von den Truppenteile» nicht ausgehin- d pt werden können, weil die Empfänger obkommandiert verwundet, vermißt oder tot sind, nicht an den Aufgabeort zur Rückgabe an den Abfender znrückznsenden. sondern den Truppenteilen zur beliebigen Verwendung zu überlassen. Ebne ausdrücklichen Wunlch des Absenders ist dies nicht Nläglich. Wenn der Absender aber durch einen aus der Sendung — sei cs handschriftlich oder durch gedruckte» Zttlel anzubringenden Vermerk — etwa folgenden In- Halts: »Wen» ui,bestellbar, zur Verfügung dcS Truppenteils" zum Ausdruck bringt, daß er die Preisgabe wünscht, io werden die Postvcrwaltung und die Truppenteils diesem Wtinsche entsprechen. Unbestellbare Sendungen, die einen solchen Vermerk nicht tragen, werden nach wie vor an den Absender zurückgelcitet werden. Krartke. MM« 5» Bar ohne Abzug zahlbar teziiJMSÄ Lofferie'oank C.rn.b.H. Eisenacli. Ferner in den durch Plakate kennlliciien VeFkäuFssFellen. Kräftige Arbeiter gesucht. Liuubcnlohn «0 Psg. Aieisch, fullüfr i Lo. Erieshetm a. Main. Achtung! Nürnberger Lebkuchen in alle«» Packungen heute wieder frisch einge!ro>>en, sowie die den grössten Beifall findenden Feldpostbriefe in diversen Aufmachungen: ferner bringe meine F-elS- poftbriefe von: In. öeut.djni Cogiisc im (Sias, Wärmetrimk in Blcchfla chen, Kliklin-Tabletteil mit Milch und Zucker, Tee Tabletten in Blechdosen ä 8u Eiück, Speise-Würfel mit Rum, Aral. Bonelanzp und Ingwer, sowie meinen I 2 -„Brunlmer"-Likör u. in empfehlende Erinnerung. Mcdizinal-Trogerie Z. Blilüneistkr M)l Friedüerg i. H.. Telef. 305. Frische Kieler Siirfinof empfiehlt Friedrich IVIiclicl Friebbcrg i. H. r^Ziehung 18.U.2I. Dezcmbsr ?|>WeifinaGhfs Islüfefferle 'i momke« ammmmmuma j| IjThüringei’ Tlluseuiris in Eisenach. , 3333 ßeiuinne zus.marli Friedberg. Spiel Plan vom damstag. den t2. Dezember bis einschl.Montag. 1<- Dezember. Die iienestkliKkiklittrlkbliissk 1. Bvrposic» an der Pier. 2. Deutsche Zager auf Motor booten mit Maschinengewehren suchen die Schelde »ach feindlichen Minen ab und gehen gegen Franktireurs vor, welche die Brücken beschädigicn, I, Iln crc Feinde liehe» eine um geheure Akengc Petroleum aus lav ci und letzten damit grohe Eelandeflachen an einer Bahn strecke in Brand. 4. Unsere Solcaten letzlen dem Brand durch schnell aufgcwor fcnc Gräben ein Ziel. Zn l Stunden war tc: Nicjcnbiand gelöscht. 5. Belgi che Flüchtlinge begeben sich unter deutschem Schutz Über den Vseitanal, 6. Der von de» Engiöndein in de, Schelde versenkte deutsche Dompser..Encisevau". 7. Die Bahnhossiratze in Lodz. Ein Bei.picl für die schlech c Beschaffenheit der russischen Fahrsiratzen. 8. Miiitärüche Totenseier auf dem illüener Zemrolsriedl os. g. Aus siraiegischcnElünden wurde der Wasseriurm an der Kalischer Ba n bei Lodz durch unsere Pioniere gesprengt. 10. Die Sprengladung wird an die Funoamemc gelegt Des Levens Do ffen spiel. Hauptlchkager. Drr TotkukoBujar. Drama. Außerdem das übrige reichhaltige Programm. Das Theater ist geöffnet: Samstags von 4 Uhr nachmittags. Sonntags von u Uhr ad Montag von 0,8 Uhr ab. Kinder aus allen Plätzen die Hülste. Die Direktion. sichil-Mchtil Bayern, für 1915 hat abzugeben Jean Abplanalp. Eetsetbsmiitzigcr S!e!Ienvermil»er Lriedberg (Arsten) Bismarckstr. 45. Telef. 312. Ars LlhIliAeii Pfeffer schwarz u. weiß, ganz und aus eigner Mühle frisch gemahlen. Nelken, Salpeter, Majoran, Conirrvesal;, Kervelatmurstsalz Satz u. alle Gewürze fertig enthaltend. NauAeimer Kali, Wuritkordel, Knoblauch, Nitrolin zum Kesselrcinigen empfiehlt Meihnttchtsbilte. Die lieben Kleinen Unserer hiesigen Kleinkinderschule wollen wir mit linder Hand an der Kriegsnot vorüberführen und ihnen auch diesmal die Freude einer Christbescheruug be- reiten. Wir bitten deshalb um gütige Zuwendung von Geld und sonstige«, ihr Herz ersreuenden Eabcn in der angenehmen Hoffnung, daß wir auch jetzt nicht vergeblich Litten. Fricdberg, am 1. Dezember ISt4. Fräulein Amalie Blum. Frau Pfarrer Klcberger. Frau Kreisrat Freifrau Schenk zu Schweinsbcrg. Frau Bürgermeister Stahl. Frau Kaufm. A, Weber. WeiljnachtsbMe für die Verwundeten. Das diesjährige Weihnachtsfest soll auch unseren vcr- ivundeten Kameraden in den hiesigen Lazaretten einen Strahl dankbarer Liebe für ihre großen Opfer draußen im Dienste des Vaterlandes bringen und ihnen in der Heimat eine kleine Freude bescheeren. Darum bitten wir alle Freunde bcrfe!6ci> in Stadt und Land uni Geschenke aller Art, besonders um praktische Gegenstände (Wollenes Unterzeug, Hosenträger, Geldtäschchen, Briefpapier, Taschenlämp- che», Zigarren, Tabak, Aepsel, Nüsse und dergl.) und Bücher oder um Geldspenden, die es ermöglichen, den Weihnachtstisch für unsere Verwundeten zu decken und das Herz der rielen, die das schönste Fest der Liebe und Freude fern von ihren Lieben feiern müssen, ein wenig zu erfreuen. Gaben für bestimnite Verwundete, die etwa dem Geber nahcstehen, werden am besten verpackt und mit Namensangabe des zu Beschenkenden übersandt. Alle Gaben bitten wir an Frau Oberinspektor Koch in der Gewerbeschule spätestens bis zum l5. Dezember cinzuscnden oder abzugeben. Pros. Werncr. Stabsarzt Dr. Achert. Obcrinsp, Koch. Weihnachtsbitte. Nur mit Zagen und Bangigkeit wagen wir es, auch in diesem Jahr wieder mit einer „Weihnachtsbitte" hervorzu- tietcn. Es ist gar keine Frage und wir wissen es selbst sehr wohl, daß in dielen ernsten und ickzweren Zeiten unsere Brüder im Felde in ihrer überaus harten Kampfesarbeit für den heimischen Herd und für des Vaterlandes Bestand und Ehre das erste Recht an uns haben und daß der Fürsorge für die Verwundeten und für die Hinterbliebenen der Gefallenen vor allen Dingen unsere Hilfsbereitschaft gelten muß. Außerordentlich viel ist schon geopfert worden und noch größere Opfer werden notwendig sein. Aber wir dürfen vielleicht darauf Hinweisen, daß über den Anforderungen des Krieges auch die Barmherzigkeitswerke des Friedens nicht leiden dürfen. Wir wollen gewiß in diesem Jahr keine große Weihnachtsbescherung halten und auch unsere Pfleglinge haben soviel Vaterlandsliebe und soviel Opfersinn, daß sie sich gerne bescheiden, damit den Bedürftigeren geholfen werden kann. Aber eine andere Bitte legt sich uns sehr nahe: Tie Anstalt selber bedarf dringend der Unterstützung. Die Gaben und Kollekten sind in den letzt- vergangenen Monaten fast ousgebliebcn, die Kosten aber in allen Zweigen größer geworden. Wir schränken uns ein und sparen, soviel wir können, aber doch erfüllt uns ernste Sorge, wie cS weiter gehen wird, wenn wir ducch- kcmmen sollen. So wagen wir es denn in dankbarer Erinnerung an die uns schon so oft und reichlich zu teil gewordene Unterstützung und im Blick auf Weihnachten, das Fest der Liebe, um eine Gabe der Barmherzigkeit zu bitten für unsere Anstalt. Lasset uns Gutes tun und nicht müde werden I Nieder-Ramstadt, im Dezember 1911. Anstalt für Cpileptijche. Weimar, Pfarrer. Friedberg, tzaiserffrasie ritt. Fernsprecher 451. _ ist düs nahrhafteste Kraft lütter für Kühe, Stangen- und Mastschweine. Preiswerte Offerte auf Wunsch. Bremer Reis- u. Kraftfutter- Gesellschaft m. b. H. Bremen H. 45. ihre ntiirl(ntfrftiitfiinprinfrf?intitr frifübrrga. Kitte um Wciljnachlsgabeit. Zum bevorstehenden Weihnachtsfeste haben sich 70 bedürftige Kinder gemeldet, welche mit einer Weihnachtsunterstützung rr- sreut werden sollen. Da unsere Einnahmen in diesem Zahrr infolge der schweren Zeiten, welche über unser Vaterland her- eingebrochen sind, gegen frühere Jahre bedeutend zurückblieben, unsere Bedrängten zu Hause aber hierunter nicht leiden sollen, so dürfen wir auch wohl in diesem Jahre die höfliche Vitt« aiissprechen, uns nach Möglichkeit mit baren Zuweisungen unterstützen zu wollen. Gaben werden danlend cntgegengenom- mcii von den Vorstandsmitgliedern: I, Dörr, Kaufmann. W, Eeorgi, Apotheker, I. Heineck, Geometer t. Kl. E. Klebriger, Pfarrer. Ih. Mörschel, Bauunternehmer. PH. Philipps, Hauptlehrer. H. Rausch, Kaufmann. W. Rotzbach, Fabrikant. Dr. L. Eeyd, Rechtsanwalt. R. Walz, Profeffor. Milch! Bedeutender Milchoertrieb in Frankfurt o. 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