Arimrner 278 Donnerstag, den 26. November 1914 7. Jahrgang Di- „s-rur v ti d,emt ,cde» Werttag. Regelmäßig» Beilaxen , 41 » |tott au» Hessen", „Sie Spiuultube". üriugoprei»: Bei r>en Postaustaiie» o,ei.eij»ol>ich -eil. 1,95 tet cen iagrutea »anaUich 50 Vi«. Hin,» mtt 'I citfubUbi oder lenzer lad». A»,ei,ea : Grundieile 20 Psg., lokal» IS Big, An,eigen von ousiouhs roct&tn ourch Po rna.h»»i»e erdnde» Erlülluuasan Feiedbeeg. ScheiNIeitnn, »nd Mark,, lttedde-, (Helsen. ->anaueräratze 12. Fern »recher 48. Posischrck-Conto lklr. 48.1». Ami Franiiuri a. si. Ulk rijWk (OffrnRur bei WuWli grjiljritrrt. Fortschritte bei Arras. — 29999 Russen von den Oesterreichern gefangen. — Wieder ein Türkensicg. — Portugal macht mobil. r r r 1 “ » "- ■— -> —» — > , Der deutsche Eeneralstab •» -■-— . — meldet: 1 WTB. Grosies Hauptquartier, 25. Nov. vormittags. Ltmtlich. Die englische» Schiffe wiederholten gestern ihre Unternehinnngen gegen die »lüste nicht. Tie Lage auf dem westlichen Kriegsschauplatz ist unverändert. In Arras machte« wir kleine Fortschritte. In Ostpreußen wiesen unsere Truppen sämtliche russische Angriffe ab. Die Gegenoffensive der Russen aus der Richtung von Warschau ist in der Gegend von Lowycz—Ctrykow—Lrzezyny gescheitert. Auch in der Gegend östlich von Czen- stochau brachen sämtliche russische Angriffe vor unserer Front zusammen. Oberste Heeresleitung. Von der Front im Westen. Neue deutsche Aagrijie? Amsterdam, 28. Nov. (ÜB. B. Nichtamtlich). Das „Handelsblad" meldet aus London: Das „Daily Chroniclc" will aus üiordsrankrenh erfahren haben, oaß die englisch srcnzösilche» Armeen seit ochtundvlerzig Stunden von den Deutschen mit starker Macht an der Front von B.pern bis Lombarlzyde angcgrisse» werde». Die Schlacht gleiche in ihrem Umsangc und ihrer Intensität den Schlachten an der Marne und an de, yscr. Die Deutschen hätten den Kamps mit grobe» Verstärkungen und neuen Kanonen begonnen. Die französische und die britische Armee handelten ln direkter Kooperation. Die schwersten Geschütze seien in Aktion. Die englische Artillerie habe bisher jede Bewegung der Deutschen scheitern lasten. Die Beschießung von Bethuue. Turin, 25. Nov. (W. B. Richlamtlichs. Nach der „Gazctta dcl Popolo" bcschieben die Deutschen seitdem 5. Novembe: täglich sechs Stunden Bethuns Die Bevölkerung flüchtet. Sturmwetter und Schneewehen. A m st e r d a m , 25. Nov. (ÜB. B. Nichtamtlich!. Der „Telegraas" meldet aus StuiS. Sturmwetter und Schneewehen machten die Operationen an per Küste gestern schließlich unmöglich. Gestern Abend war lein Kanonendonner vernehmbar. Die Grenze zwilchen Belgien und Secländisch Flandern ist nach wie vor streng geschlossen und von dem deutschen Landsturm dcsetzt. Im Kampfe um üspern bat sich nichts geändert. Der Frost har ausgehört und der Boden ist wieder in Morast verwandelt, um so mehr als es in den legten Tagen ziemlich viel geschneit hat. In Rous- srlaere herrscht Ruhe. Die Truppenbewegungen nach der Front und die Ankunst Verwundeter dauern sort. Die Lausgräben der feindlichen Armeen liegen an einigen Stellen nur suni-ig Meter voneinander entfernt. Man hört sich gegenseitig sprechen. Die Soldaten haben in de» Lausgräben viel unter dem ÜBaster und Ei» zu leidrn. Die Beschießung von keebrügge. London, 24. Rovbr. Die englische Admiralität berichtet, dob zwei e»glische Schlacht schisse gestern alle Punkte von militärischer Bedeutung in 2e:- »rügge bcschosten hätten und daß die Deutschen nur schwachen (?) Widerstand geleistet hätten. Die Größe des anger.ch teten Schadens sei noch nicht bekannt. Ans nnscrcn Kolonicn. Eine englische Schlappe in Ostauila. Haag, 24. Novbr. ,W. B. Nichtamtlich). Die englische Gesandtschaft teilt mit: Aus den letzten Berichten aus Ostasrika geht hervor, daß die britische Truppcnmacht aus Britisch-Ostafrika, als gemeldet »urde, daß «ine wichttge deutsche Eisenbahnstation nur schwach besetzt sei, dorthin geschickt wurde, um die Station zu erobern. Englisch» Truppen landeten am 2. November und rückten sc- sort gegen die seindliche Stellung vor. Es stellte sich aror heraus, daß diese sehr stark war. Es gelang zwar den englischen Truppe», die Stadt zu erreichen, sic mutzte» sich ledochi wieder zurückziehen. Ihre Bcrluste betragen WO Mann. Zum Fall Tsingtau. Berlin, 25. Nov. (Nichtamtlich). Nach den bisher vorliegenden Nachrichten beträgt die Zahl der bei dem Kampfe um Tsingtau beim Falle der Festung gefangenen Angehörigen etwa 425V einschlictzlich VVV Verwundeter. Die Zahl der Grsallcnen soll etwa 170 betragen, darunter 8 Ossiziere. Von dem österreichisch ungarischen Kreuzer „Kaise'-n Elisabeth" find 1 Leutnant und 8 Mann verwundet, 8 Mao» tot. Die Behandlung der Gesangencn in Japan soll gut sei». Die japanische Regierung hat die baldige Ucbersendung namentlicher Liften der Toten, Verwundeten und Eesangcnen in Aussicht geslellt. Wien, 25. Nov. (W. T. B.) Nichtamtlich. 'Amtlich wird vcrlautbart: Das gewaltige Ringen in Nusfisch-Polen dauert fort. Bisher machten unsere Truppen in dieser Schlacht 2i),tt0<» Gefangene und er benteten 4!> Maschinengewehre sowie vieles Kriegsmaterial De» Slcllocrtreter des Chess des Eeueralsttabe», von S ö s e r, Generalmajor. Die Kämpfe in Serbien. Wien, 25. Nov. (W. T. 58.) Nichtamtlich.) Vom füblidjcn Kricgssdx>uplatz wird amtlich gemeldet: 25. November: Unsere Truppen haben unter schweren Kämpfen die versunipste Kolubara-Nicdernng überschritten und bereits überall im Angriffe auf die östlichen Höhen Raum gewonnen. Mehrere heftige Gegenangriffe der feindlichen Reserven wurden unter großen Verlusten des Gegners abgewiesen. — Zahlreiche Gefangene »nd Ueberläufer. Südöstlich Valjewo haben unsere Truppen die schneebedeckten Kämme des Massen und Suvobor känipfend überschritten. Tort wurden gestern neuerdings 10 Offiziere und über 300 Mann gefangen genommen lind drei Maschinengewehre erbeutet. Die Rüste» aus den Karpathen geworfen. (W. T. B.) (Nichtamtlich.) Nach Informationen eines Mitgliedes der Regierungspartei wurden die in das Komitat Ung eingebrochenen russischen Truppen zurückgeworfcn. Stach ein.mi für sie verlustreichen Gefechte befinden sie sich bereits wieder a»f dein Rückuige nach der Landesgrcnze. Untergeordnete russische Kräfte stehen im Komitat Zemplin, doch ist gegen diese bereits eine energische Akfton im Zuge. Köln, 25. Nov. Die „Köln. Ztg." meldet aus Budapest von gestern: Tie österreichisch-ungarischen Truppen waren gestern in den Karpathen in der Offensive. Sie schlugen eine Abteilung der eingedrungcnen Russen empfindlich, die fluchtartig den Rückzug antraten. An einer anderen Stelle ließen die Russen 500 Tote zurück. Es zeigt sich, daß die Russen in die Falle gingen. Unsere in de» Bergen ausgestellte Artillerie beschoß die eindringend'n Rüssen von zwei Seiten, wobei ein Bajonettangriff folgte. Die Russen hast'» viele Tote »nd Verwundete. B n d a p e st, 25. Nov. (W. T. B. Nichtamtlich.) Die B'ättermeldnnge», daß die im Komitat Ung eingcbrockvnen russischen Kräfte znrückgeworfe» wurden, wird bestätigt. Auch in dem Komitat Zemplin wurde der Feind zum Rückzug gezwungen. Das !8ctriebsmaterial der in jener Gegend gerö.....Kn Bas-!-Nation wurde zursickerobert. Der Heilige Krieg. Eine neuer Sieg der Türken im Kaukasus. Konst a n t i ii o p c l, 25. Nov. (W. T. B. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht des Hauptquartiers: Tie Fortdauer deS ichlechtcn Wetters an der kaukasischen Grenze hält siir den Augenblick unsere Bewegungen in den gebirgigen Gegenden auf. Auch die Russen halten ihre Grenzstcllungcn. Unsere Truppen, die in die Gegend des Tschorokh eingedrungc» waren, hoben einen neuen Sieg davongetragen. Sic habe» MorgnI besetzt und den Tschorokh in der Nähe von Bnrtsch- iko passiert Wir haben diese Stellung erobert, und wäh- rcnd dieser Bewegung mehrere Schnellfeuergeschütze, eine Ambulanz mit allem Zubehör, zwei Automobile, 100 Zugpferde und Artillcrieiiiunition sowie eine Menge Dynamit erbeutet. Kämpfe am persischen Meerbusen. K o n st a n t i - i, o p e l, 25. Nov. Ein amtlicher Bericht des Hauptquar- tiers besagt: Nach dem Kampfe an der Küste von Baiiobra Om 10. November, der mit großen Verlusten an Toten und Verwundete» auf eirglijckrer Seite endet«, erhielt der Feind Verstärkungen und rückte unter dom Schutz des Feuers sei- »er Kanonenboote laugsaru den Fluß entlang vor. Unsere Truppen erwarten den Feind i» einer neuen Stellung, wo seine Kanonen und Schisse ihm nicht bcistchei, können. Das Schiss „Nilufer" ist infolge eines Unglückssallcs bei Stile untergegangen. Von den anderen Kriegsschauplätzen liegen heute keine Nachrichte» vor. (Das Schiff „Nilus.-r", ton dem in dein Bericht des Hauptquartiers die Rede ist, war ein kleines Fahrzeug von 20!) Tonnen, das der »ri.-zs- marine als Miiienleger diente. Es soll ans eine Untersec- niine, die von den b»Igarijck)eii .Häfen abgetrieben worden war, gelaufen sein.) Täbris von de» Schahsevene» besetzt. (W. T. B. Nichtamtlich.) Die „Neue Fr-ie Presse" meldet aus Konstanti- i.opel: Die Stämme der Schahscveneu habe» Täbris besetzt. Vom armenische!, Kampfplatz. K o „ st a n t i n o p e l, 24 . Nov. (W. B. Nichtamtlich.) „Taswir i Eskiar" erfährt von seinem Berichterstatter iu Musch, daß kurdische Kavallerie die Russen angriff, die über Dutak südwestlich Kara Kilisse am Murad-Flnß vorrückeu wollten. Die Kurden zwangen die Russen zu eiliger, verlustreicher Flucht und erbeuteten einige Kanonen und ein Maschinengewehr. Der Siiczkannl im Besitz der Türken. Au« Mailand wird dein „Achtuhrabendblatt" gemeldet: Wie „Unione" meldet, habe» die Türken bei der Boletzung von El-Khaz»a am Suezkanal zwei alte Dampfer unbekannier Nationalität gekapert, mn sie im Falle einer Forzienmg der Durckifahrt durch englische Kriegsschiffe zu versenken »nd damit die ranze Kaiialdurchfahrt zu sperren. Vorläufig ist in Can- tara eine Kontrollslatio» siir sämtlickie den Kanal du-ch- sahrendcn Handelsdampfer eingerichtet worden. Die türkische Kontrolle des Suezkanals Eagland gegenüber ist jetzt Tatsache geworden. Weiter wird berichtet, daß sich auch gegen den Ort Suez türkische Truppen im Anmarsch befinden. Tic drahtlose Verbindung Suez-Port Said ist seit Samstag gestört. Aus Port Said wurden 2000 Türken als fcindliche Staatsangehörige nach englischen Konzentrationslagern gebracht, da man sic als Spione betrachtet. Dir Verteidigung des Siie.ztänals. Konstanti- »opel, 24 . Nov. (SB. B. Nichtamtlich.) Dem „Tanin' zufolge können die Engländer den Suezkanal nur schwer verteidigen und treffen sieberhafte Berteidigungsmaßnay- men. Sie ließen ans England Panzertnrme komme», stellten vor de,» Kanal inehrcre Kriegsschiffe ans und errichtete» vor der» Kanal Verschaiiziingen au? Eisenbahnwagen, Sandsäcken und Stacheldraht. Die Lage in Aegypten. Mailand, 25. Nov. Der „Cor» ricre della Sera" erhält einen Bericht über die Lage in Acgyp- tc», der gegenüber manchen Phantasien wegen seiner sachliche» Nüchternheit Erwähnung verdient. Bei der Rückkehr ins Lon» empfängt man danach den Eindruck, daß die politisch-militärisch- Lage nach der Erllärung des Belagerungszustandes unverändert ist. Trotz der Fortbestehens der khedivalen Regierung »nt, der Kapitulationen sind doch alle politischen Derwal- tungsvollmochtcn auf Maxwell übergegangen. Infolge der scharfen Zensur von Post, Telegraph und Telephon sowie der Ucberwachung aller Berkehrswegc ist die Bevölkerung in voll» ständiger Ilnlcnntnis über die Ereignisse an der Grenze und den Fortgang des Krieges in Europa, worüber die Zeitungen nur spärliche Notizen bringen bürseu. Die von Italien kommenden Reisenden werdcn einer Leibesuntersuchung unterzogen: es werden ihnen sogar Zeitungsausschnitte aus der Bries- laschc abgenonimeii. Man hatte aus den 19. November, den muselmanische» Neujahrriag, die Verkündung der Annexion oder der Einsetzung eine» Sultans an Stelle des Khedioen erwartet, aber nicht geschah. Man erwartet da, Eintreffen englischer oder ausländischer Berstärlungen gegen den »iahenden arabisch türkischen Einfall. Elf Flugapparate überwachen die Grenzen Vierzig Flieger stnd jüngst in Aegypten angekommen. Zur Bcsreinng der Ukraiuc. K o » st a n t i » » p « l, 25. Nov. (Nichlamtlich). Der Minister des Innern empsing den hiesige» Vertreter der Vereinigung zur Besreiung der Ukraine, Mcnelev-Iy. Der Minister crlannte die Notwendigkeit der Befreiung der Ukraine von der russischen Herrschast an. Nach der Besiegung Rußlands werde die türkische Regierung dem ulrainischcn Bolle z»r Gründung eines unabhängige» Staate« Hilft leisten. Die sraozösilchc Schlappe iu Marokko. Madrid. 25. No». Der „Mundo" ncnt den letzten Kamps der Franzose» gegen die 'Marokkaner die schwerste Schlappe, die Frankreich in» letzten Jahrzehnt aus kolonialem Boden erlilteu h-de. Ktuc Tageszeitung. SonnetMag, de» 26. N»»embrr 191* Seite 8 Nr. 27« _____ Der Burenaufftand. Oberst Maritz an Kolonel Brlts. Oberst Maritz hat leinen Vertrag mit dem deutschen Gouverneur von Deutich-Sübwest- asrila mit solgendem Schreiben an den Kommandeur der Re- oierunastruppen, Oberst Brits. übersandt: K e l m o e g , 18. Oktober 1911. iln den Obersten Koenbrits! Lieber alter Freund! Es gab einmal eine Zeit, in der wir gemeinsam gekämpft und gelitten haben für die heilige Sache unserer Landes und Volkes. Wir haben jetzt wiederum die Möglichleit, für das gleiche Ideal zu kämpsen. Ich weiß. daß Eie ein treuer Asrikaner sind, und dag Ihr Herz »ach ebenso warm siir unser Volk s chlägt. Anbei werden Sie einen Vertrag finden, den ich mit der deutschen Regierung eingegangen bin. und ich bitte Sie, uns in dieser Angelegenheit ihren Beistand zu leiheii. Unter unserer Schar ist eine Stelle für den alten Kämpfer für die Freiheit der Buren, General Brits, offen, und das Volk der Buren ruft Sie auf. der Stimm- des Volkes Gehör zu geben. Ihr früherer Waffenbruder gez. A. E. Maritz, Oberst. Ans Frankreich. Pessimismus in Paris. Mailand, 25. Nov. Aus Paris wird gemeldet, datz dort im Volke pessimistische Gerüchte i:m. liefen, sc z. B., datz Soissons und Eompicgne von den Deutschen genommen seien. Vielleicht hat das Verbleiben der Re- gierung in Bordeaux oder di- Meinung mancher Militärkriti- ker über die Möglichkeit eines großen deutschen Angriffs diese pessimistische Aussasiung der Lag- veranlaßt. Li- Presse be- ämpft sie jedenfalls. Außerdem veröffentlicht die Negierung >,n ..Bulletin des Armees" ein- ausführliche Darstellung der Kämpf« in Flandern, die beweisen soll, daß alle bisherigen deutschen Angriffe dort ergebnislos geblieben seien: die offiziöse Darstellung behauptet auch, Kaiser Wilhelm hätte am 1. November in Ppern einziehen und dort die Annexion Belgiens verkünden wollen. Die Stärke der Deutschen aus dem westlichen Kriegsschauplatz wird mit 58 Armeekorps angegeben. Französische Märchen. Pariser Blätter hatten behauptet, die Deutschen hätten während des Friedens die Steinbrüche von Soisionr angekauft und dort eine Ehampignonzucht angelegt. tn Wirklichkeit aber Befestigungen hergestellt. Der „Ma- tin" wollte sogar wißen, daß kein anderer als der Generaloberst von Kluck (!> damals in Zivil die Steinbrüche desich- tlgt und den Ankauf vollzogen habe. Dieser Unsinn wird jetzt energisch dementiert: Die Besitzer der Steindrüche seien durchweg patriotische Franzosen: niemals habe vor dem Kriege der Fuß einer Deutschen die Steinbrüche betreten. Der Maire von Coisions protestiert energisch gegen die Klucklegende des „Matin", di« er als völlig erlogen bezeichnet. Solche Lügen beleidigen das französische Volk. Ans Rußland. Die Absperrung Rußlands. Köln, 25. Nov. Der „Köln. Zeitung" zufolge dürste in diesen Tagen Rußland von der übrigen Welt adgeschnitte» werde». In Archangelsk, dem einzigen Ausfuhrhafen feit der Beherrschung der Ostsee durch die Deutschen und der Schließung der Dardanellen durch die Türkei, ist heftige Kälte cingctrcte», sodaß selbst die stärksten Eisbrecher das Fahrwaffer nicht offen zu halten vermöge». Viele Dampfer dürften bei dem starken Verkehr in Archangelsk eingeschlosien werden. England hat über Archangelsk namentlich Getreide, Holz und Eier bezogen und für sein 41 Millionen- Volk einen erheblichen Teil seines Bedarfs am Weißen Meer- gedeckt. Für Rußland war dieser Warenabsuz eine Lebensfrage. Mit der Sperrung von Archangelsk hört der Warenverkauf Rußlands nach dem Auslände auf, da die Ausfuhr über Wladiwostok und nach Kjachta für das europäische Gebiet nicht in Frage kommt und zudem Wladiwostok -l Monate durch Eis gesperrt ist. Russische Schandtaten. Die „Politische Korrespondenz" veröffentlicht genaue Daten über die vielen Ausschreitungen, deren die russischen Truppe», besonders die Kosaken, sich gegen die Sanitätsanstalt-n des österreichisch - ungarischen Heeres schuldig ''gemacht haben. Danach habe» die Rußen trotz der Fahnen mit dem blote» Kreuz auch bei Tageslicht Wage» mit Verwundeten und den begleitenden Eanitätsmannschaften weggenommen, die Wagen verbrannt, di- Pferde niedergeschosien, die Verwundeten mißhandelt, mit Füßen getreten und mit Sä- bcln verwundet. Derartige Bestialitäten sind wiederholt vor- gckommen. Ein russischer General gefallen. Während der Kämpfe in Polen ist am 12. November der russische General von Brießen gefallen. „Alte Bekannte". Unter dieser Ueberschrift schreiben die ..Oberh Volksblätter": Der gefangene Gouverneur von Werschau. Baron v. Korff. hat. von Wiesbaden lonimcnd, in srü- Heren Jahre» auch Bad-Rauhcim vielfach be'-cht. Er ist ci» Schwager der früheren Frau Kurdirektcr Baronin von Staick. welche kurz vor Ausbruch des Krieges etwa» unerwartet nach Rußland überfiedelte. Ans England. Englische Klagen über eine „drutjch-freuudlich- Eliqae" in Rußland. Der Petersburger Korrespondent der „Morning Post" drahtet seinem Blatte: Eiiie kleine aber unglückbn». «ende Clique in Rußland, von der im Ausland irrtümlich an genoinmen wird, daß sie einen größeren Einfluß besitze, solle schwach angebeutet haben, man könne jetzt von Rußland sagen, daß «» genug ausgerichtet habe, und Deutschland sei. alles wohl libeelegt. doch sein nächster Slachbar. Der Leiter dieser Clique ' ' ein deulfchsreuirdlicher früherer Staatsmann, der niemals au, seiner Verachtung für di« Rationen, di« jetzt di« Alliierten der Rußen sind, ein Hehl gemacht habe. (Gemeint ist Gras Witte. D. R-d.s. Die englischen Verluste. London, 25. Nov. Die „Times" klagt in einem Leitartikel, daß sie erst am Freitag Abend eine lange Liste von SU Spalten über die weiteren Verluste erhielt, welche die Royal Raval Division bet Antwerpen erlitten hat. Nur der kleinste Teil der Namen war mit einem Stern versehen. was bedeutet, daß der Träger dieses Namens sich in deutscher Eesangenschaft befindet. „Was ist aus den anderen Vermißten geworden?" so fragt die „Times". „Am 7. Oktober wurde Antwerpen geräumt und die englische Admiralität hätte also schon längst wißen mllßcn, wie groß die Verluste der Royal Raval Division sind oder bcßer noch, sie hätte wißen mäßen, welche Teile »och nach England zurllckgebracht werden köirten." Mehr Kranke als Verwundete. Die „Times" berichlet weiter: Bei der Ruhe, die in den Kriegsr-^ ationen ringe» treten ist, gab cs in den letzten Tagen mehr Kranke als Verwundete. die nach den Spitälern übergeführr wurden. Eine große Anzahl kommt von den Berbindungswegen und daraus geht scheinbar hervor, daß die bei dem Kampfe herrschende Spannung die Mannschaften weniger zugängig für Krankheiten macht. Rur kommt zu einigen Fällen von erfrorenen Gliedern Dysenterie und Rheumatismus. Zn normale» Verhältnißcn hätten sich die Leute sicher erkältet. Portugal mobilisiert. Die großmächtige Republik aller Diebe und Gauner, der Raubstaat Portugal, rüstet sich nun auch, in den Weltkrieg als Vasall Englands einzugreifen. Das Reutersche Bureau meldet aus Lißabon vom 21. ds. Nachdem der Ministerpräsident vor den Abgeordneten und Senatoren eine Erklärung abgegeben hatte, nahm der Kongr-ß einstimmig einen Gesetzentwurf an. durch welchen die Regie, rung ermächtigt wird, auf Grund des Bündnißes mit England in oem gegenwärtigen internationalen Konflllt in einer Wiiie zu intervenieren, welche ihr als die geeignetste erscheint. Die Regierung wird ferner ermächtigt, die hierzu erforderlichen Maßregel» zu ergreifen. Rach Mitteilungen der Presie wir» ein Erlaß, durch welchen eine teilweise Mobilisierung verftigt wird, morgen oder übermorgen erscheinen. Zugleich wird der Kriegsminister einen Aufruf an das Land richten. Ein Zwischenfall bei den Internierten in Donglas. London. 23. Rov. Reuter meldet: In Douglas auf der Infel Man kam cs unter den dortigen »ternierten zu einem Zwischenfall, bei dem fünf Personen getötet worden. Zweitausend Eefongene kamen dort aus ein gegebenes Zeichen in dem großen Spcifefaal zusammen, überfielen die Wachtposten und suchten zu flüchten. Die Wache gab zunächst Schüsse in.die Luft ab: als dies nichts fruchtete, wurden zwei Salven auf die Gefingc- nen abgegeben, durch die vier Mann getötet oder tätlich rer- wundet und zwölf andere schwer verletzt wurden. Diese wurden nach dem Krankenhaus gebracht, die anderen Gefangenen ergaben sich. Ein Mann, der auf das Dach geklettert va-, um zu flüchtn, fiel herunter und brach sich den Schädel. Ueber den ganzen Vorgang ist eine Untersuchung eingeleitet. Girier GkliindheitsMan- nnirrrr Nripprn. Genoralobcrarzt Medizinalrat Dr. von Scheurlen, dir jetzt als Divisionsarzt in der Gegend von Upern tätig ist, schreibt im „Wllrttembergischen Staatsanzeiger", daß in siühercn Kriegen die Zahl der an Seuchen und inner:» Krankheiten Gestorbenen diejenige der durch die Waffen des Feindes Getöteten weit überschritten habe. Noch im Kriege von 1866 sei das der Fall gewesen, wogegen im Feldzug vo»1870—71 die Za bl der Gestorbenen nicht mehr ganz die Zahl der Gefallenen erreicht hohe. Dieses Verhältnis dürfte i:n gegenwärtigen Feldzug sich noch wesentlich günstiger gestalten, und zwar vor allein, wekl der Gesundheitszustand der mobilen Truppen ganz ausgezeichnet fei. Ter Krankenstand der württenibergischen Armeekorps sei tvahrend des ganzen Feldzuges stets so niedrig gewesm, daß er den durchschnittlichen Krankenstand in der Garnison nie überschritten habe. In diese günstigen Verhältnisse habe nur eine Durchfallcpidemie eine Aenderung vor kurz:r Dauer gebracht, die mit dem Negcnwetter Anfang September eingesetzt und sich über die Tag und Nacht in den Schützengräben liegenden Truppen verbreitet habe, gegen Ende des Monats aber erloschen sei. Typhus sei nicht beobachtet worden. Dieses erfreuliche Ergebnis sei um so mehr zu begrüßen, als die hygienischen Verhältnisse in den Gegenden, in denen die Truppen zu kämpien batten, vor ollem die Wasserversorgung, die Abortverhältnissr und die Einrichtungen zur Beseitigung der Abfallstofse, tief unter denen unserer Heimatlandes ständen. Deutsche Feidbriefe. Folgenoen Feldbricf. der in packender Weise ein nnver- j hcsstcs Wiedersehen im feindlichen Belgien schildert,, wird | uns von den! Vater des Briefschreibers, Herrn W e i n • • in n n i! zu Holzhaufen v. d. H. zur Verfügung gestellt. Biederen Royal-CIubhaus, Nachts. Mein treues Herz! Vorhin habe ich Dir eine Karte geschrieben, da mir jetzt aber der «chlaf mit Gewalt tommt, so halte ich mich damit munter und reiße ein Blatt aus meinem Wachbuch um Dir ein paar Zeilen zu schreiben. Für uns ist jetzt wieder eine aufregende Zeit angebrochen, denn die Engländer versuchen hier zu landen, was ihnen natürlich nie gelingen wird Selbstverständlich muffen wir besonders Nachts auf der Hut fei», tln der ganzen Küste liegt Alan» an Mann im Sand vergraben. fadaß die Granaten uns wenig anrichten können. Die ganze Nacht hält das mörderifche Feuer an, Schlag auf Schlag, sodaß die Fensterscheiben dauernd zittern. Dazu eine stürmische rabenschwarze Nacht und der Regen peitscht nur so aus die braven Kameraden, die hier ihr Vaterland beschützen, stet, den Tod vor Angen. Trotzdem hörst du kein Murren, jeder tut seine Psticht, wie es eben nur ein Deutscher kann. Wenn man dos miterlebt, so ist man allem Zweisei überhoben, wo man den Sieg zu suchen hat. Doch cs ist auch im Krieg nichr alle» grau, so rechne ich den gestrigen Tag zu den schönsten n-eines Lebens. Ganz besonders den Moment, wo ich gestern in den Armen meines Bruders Georg lag. Die Fkrude und das Erhebende läßt sich in Worten nicht schildern. Du kannii mir es aber sicher nachfühlen. Du bist gespannt, wie ich Georg getros- sen habe, das sollst Du wißen. Vor allem war es kein Zusall, sondern das muß eine Fügung Gottes gewesen sein. Also höre G. ist mein Zeuge. Gestern Mittag erhielt ich einen Brief von Lieschen, voll Kummer und Sorgen erfüllt über ihren armen G.. der in drei Wochen nichts von sich hat hören laßen. Sie schickte mir einen Brief für E. mit. da er doch auch in Bclgien wäre und ich denselben schneller besorgen könnte. Ich betrachte mir nie Adreße und sehe mit Staunen, daß er zu demselben Armeekorps gehört, wo wir beigegeben sind. Ich will unseren Kommandanlen fragen, wo die stecken können. Mit dem Gedanken trat ich ans der Tür. als ein Soldat mit einer Mainzer Uniform vor mir stand Ich iragte ihn, wozu er gehörte? Prompt raffelte er mir feine Adreße. die auch die Georgs war. herunter. Ich frage ihn schon staunend, ob er vielleicht einen Weinmann kenne: daraus jagte er, das ist ja unser Kolonnensührer Ich war wie vom Blitz getroffen, ich versprach khm 5 Franken, wenn er mir meinen Bruder hierherbrächte. „Kamerad, da» kannß Du billiger haben, setz dich auf dein Fahrrad und gondle mit mir", war die Antwort. Gesagt, getan! ohne Urliub, Iclbst auf die Gefahr hin, bestraft zu werden, gings 'os. 18 Kilometer weit von Ostende nach Eonkeiaere. wo E. lag. Lieschens Brief halte ich mir noch schnell eingesteckt. Als ich an- kaw. feierten E. und feine Kameraden Schlachtfest, wobei cs frifche deutsche Wurst gab und belgischen Rotwein. Ich sah G. schon von weitem. Er mich nicht. Es war Inzwischen dunkel geworden. G. saß am Wachtfeuer, und ich konnte unbemerkt hcranschleichen. Als ich hinter ihm stand, rief ich: Schorich- Ohne mich gesehen zu haben, mit Blitzesschnelle ries er Otto und wir lagen uns in den Armen. Du kannst Dir denken, was wir alles uns zu erzählen hatten. G. Ist von Frankreich hier hcrgelommen. Er steckt schon sechs Wochen tn seiner Kleidung und ein Bett hat er überhaupt noch nicht gehabt. Dagegen fehlt cs an Eßen und Trinken nie. Wir blieben die Nacht zusammen und schliefen in einem Munitionswagen aui einem Haufe» Granaten den Schlaf des Gerechten. Nie werde ich', vergecßn. Den anderen Morgen fuhr ich dann wieder zurück, meine Kameraden hatten dafür gesorgt, daß nichts vc-r meinem Fehlen bemerkt wurde. Ich habe meinem Gott gedenkt für diese schönen Stunden und mich dazu gefreut, daß ich Lieschen schreiben konnte, ihren Briei persönlich besorgt zu haben. Mache Dir keine Sargen um mich, es geht mir gut. Vielleicht kannst Du den Brief hier nach Holzhausen schicken, damit sie sehen, wl« ich E. getroffen Hobe. Ich kann jetzt nicht gut lange Briise schreiben, habe meine Last genug, daß Du zuftu-o-n gestellt wirst. Nun noch herzlichen Gruß und Kuß an Dich und Anita. Dein Ott» Unser lieber Mitarbeiter Bernhard Lenz, der .üs Lazarctt-Unterosfizlcr in der Nähe von Lille tätig ist. sendet folgenden Feldbrief: Bo »du er, 15. Noo. 1811. Lieber Freund Karl! Soeben habe ich die von Dir und meinen Freunden gestis- teten Liebesgaben erhalten. Recht herzlichen Dank. Lieber Karl' Danken lernt man wieder in dieser ernsten Zeit, uian dankt für ein Stllck trockenes Brot, man dankt für einen Schluck Waßer, wieviel mehr muß man danken, für Liebesgaben au» treuer Freundeshand, aus weiter Feine, aus der geliebten Heimat. Bon mir kann ich keine großen Heldentaten berichten. wenn man dazu verurteilt ist. feine Kräfte einem Lazarett bezw. dem Samariterdienst zu widmen, so kann man weiter nichts als barmherzig und mildtätig fein. Mllßcn wir doch die Wunden zu heilen suchen, die so ein Krieg schlägt. Da» Elend, das man fast tagtäglich steht, ist unbeschreiblich. Unsere Verwundeten sind alle Helden. Die größien Schmerzen halten sie stunden- ja tagelang aus ohne zu murren und ohne zu klagen, oft mllßcn sie 15—28 Kilometer und noch mehr zu Fuß wandern, bevor sie in ein Lazarett ausgenommen werden, dabei sind sie alle mit dem Wunsche beseelt, recht bald geheilt zu werden, damit sie wieder ihre Kräsie dem Vaterland widmen können. Auch unsere Kameraden in den Schützengräben, in denen sie bei diesem regnerischen neblichen Wetter tagelang zubringen müßen »nd ojt bis an die Knie im Waßer stehen, haben gerade keine Annehmlichkeiten. Es juckt bei ihnen in allen Knochen. sie sind manchmal kaum zu halten. Rur im Sturm wollen sie vorgehen »nd die feindlichen Stellungen, die alle ausgezeichnet befestigt und angelegt sind, nehmen. Um Menschenleben zu schonen, muß unsere Artillerie aber erst den Weg ebnen und sreimachcn und das geht unserer tapseren Infanterie niemals rasch genug. Erzählungen von drei Verwundete», zwei Deutschen und einem Franzosen, will ich Dir noch schildern: Ersierer ein Kriegsfreiwilliger, fast noch ein Mntterkind, im Vergleich zu den übrigen Verwundeten mit ihren allen etwas verwilderten Grsichtrzügen, ein biederer Württembergcr von 17 Jahren, hat den kleinen- und Ringfinger der linke« Hand durch eine» Echrapnelljchuß verloren. Siebzehn Kilome- ter ist er schon heute marschiert. Ich reiche ihm zur Stärkung ein Glas warmen The« mit Zucker und Rum, das ihm recht wohl tut. Wollte ihm etwa» Trost zusprechen, aber sofort erklärt er mir: „Ich bin nur ftoh, datz er nicht der Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand ist. Ich kann die Zeit nicht erwarten, wo ich wieder im Schützengreben gegen unser» Feind« kämpsen kann." Ein Leichtverwundeter, der direkt au» de« Schützengrebe» kommt, erzählte mir: „Gtue» Morgens kommt von den, französischen Schützengraben un» gegenüber rin Mädchen im Alter von 8—18 Jahren heran und hat einen Brief, tn dem zu lesen ' war' Wenn die Dentichen die fest« Veiiichnung geben, datz yn. t7» ®eitf 8 . Rtae StantiMag. den 2 «. «»»»«der 1911. sie tudjt aus st« schieden »strden. seien sie bereit, stch scharenweise zu ergeben, war auch tatsächlich stattsindet. nachdem di« Antwort aus dem gleichen Wege »urückgesandt wurde. Der sranzoslsche verwundere berichtet: ..Wir haben unsere Kampfgenossen, die verdammten Engländer, kennen gelernt. Meistens liegen sie in zweiter Stafiel und wenn wir »urück- gehcn wallen, bezw. müssen, beschießen sie uns van hinten. Wir willen jetzt, daß wir niemals über deutlche Truppen siegen werden, dabei mlüsen wir borden und Hunger»,.wählend die Engländer olle» in Hülle und skulle hoben. Lieber Karl' W-nn da» so weiter geht, werden bald die Franzoien gegen die Engländer Vorgehen. Wenn man dagegen die Tapferkeit und de» guten Geist bet un eren Truppen lieht, so können wir mit Gotte» Hülse aus einen ruhmnallen Frieden rechnen Herzenssroh wäre ich. wenn wir Weihnachten zu Hause, im Kreise unserer Lieben seiern könnten und der Weih- nnchisspruch: ..Ehr« sei Gott in der Hohe und Friede aus Erden und den Menschen ein Wohigesasien" von hunderiiansen- den Krieger in deutichen Kirchen erlchallen würde. Dob trag« ich mich mit dem Gcdonlen, daß wir Weihnachten hier in Fronlreich seiern müssen. Ich treffe schon jetzt Vorbereitungen hier»». Habe schon zehn Wachskerze» nach und nach zusammen ----- - na will sagen zusammengebracht Heute ist Sonntag, ein recht naßkalter Tag. nicht» al» Regen und Schn'eschauer und dabei beult nur so der Sturm. Noch einmal aus den Engländer zurückzukommen. Ich sah schon verichicdene Trupp» Gesängen«. Sie haben olle recht freche Verbeecher--sichter man kann glauben, sie kämen olle au» Siroson'ialie» oder Zuchtbö >sern und wie seine lle llnd. ersten» sind sie selten vorne i» der Front, wenn ii« mal da sind, erheben sie da» Gewehr, da» Zeichen, daß sie llch ergeben wollen »nd wenn unlerr Truppen oorgeben. um sie oesnnge» z» nehmen und aus.in T.O Meter und noch näher heran sind, eröftnen sie ein mörderisches Feuer, viel englische Gesrng.-ne werden deshalb nicht gemacht. Lieber Karl- Ich muß setzt Schluß machen, da anderweitige Pslichten rusen. Ihr glaubt nicht, wie mich da» sreut. wenn ich eine Nachricht au» der Heimat erhalte, und ->enn e» nur ein Karten grüß ist deshalb laßt recht bald wieder etwa» von Euch hären Wir alle hassen, daß Deutschland mit Gotte« Hülse, mit seinen tapferen Truppen und der Sachkenntni» seiner tüchtige» Offiziere in dielen, gewaltigen Völkerringen den Sieg »asantragen wird, doch heißt es. geduldig sein und ausharren! Ein andermal erzähle ich Euch, wie ich mit noch 5 Mann «ine Stund« lang als Engländer betrachtet und von einer iran- zäsijchen Wirtin frei verköstigt wurde. Gott besohlen! Wie deutsche Krieger ihre gesollt»« Kameraden ehre«. Davon gibt solgender Brtes. der an d>« Eltern eine» i» Frankreich gejallencn Helden gerichtet ist, eine rührend« Kunde: Kampagne. 27. Oktober 19t*. E» ist mir rin Herzenrbcdürsnis, Ihnen über Ihres teure» Gelallenen letzte Ruhellätte zu berichten. Ich ol» sächsischer Landwehr Grenadier, Unterosfrzier der 7. Komp. Nr. . . . hatte am25 September 1914 de» Austrag, mit zwei Gärtner meiner Kompagnie die Kriegergräber zu schmücken. Ich erbat mir von meinem Major, da ich ein geborener Oberhrsie bin. die Erlaubnis. Ihnen allen die letzte Ruhestätte Ihre» tapft- len Helden milzuteilen, wa» auch meine» Major» Wunjch war. Der Ort heißt Louppy in der Nähe von Montmedq, ein kleine» Dort mit herrlichem Schloß und Park eine» alten Adel- gejchlechi». Da» Schloß diente al» Lazaecti. Im Park an der schönste» Stelle liegen lll tapsere deutlche Kämpfer neben eine,» Franzosen begraben, darunter Ihr Teuerster mit »och 2 Leibdraoonern. Ein Denkmal au» Eichen ans jedem Hügel ist die Ruhestäiie mit grünem Raien und Blumen geschmückt zu dauerndem Andenken. Gesallen am 7 Sept. Ihr Teuerster lämpste als Held fürs Vaterland. Auch wir alten Familienväter stehen sür Weib und Kind und Vaterland im Feld Mit Gruß! Unteroffizier d. L. Ruckelrhnuß. Gktreidknorrals-Ermiltelnnik. Am 1. Dezember 1S14 findet im Deutschen Reich zu» zweiten Mole eine Aufnahme der Vorräte von Getreide und Erzeugnissen der Getreidembllerei für menjchliche und tierische Ernährung statt. Sie soll die Vorräte insoweit erfassen, al» ste sich in der Nacht vom 80. November zum 1. Dezember i» Eewahrjam der zur Angabe Berpslichtelen besnndeu haben. Die Zählung erstreckt sich nicht aus gewöhnliche Haushaltungen. sondern nur aus bestimmte gewerbliche und alle ianbwirt- schasilichen Betriebe. Bit der Zählung am 1. Juli d I. wurden nur sür die über 5 Hektar große» landwirtschaftliche» Betriebe verlangt. Ein Eindringen in Einkommen»- und vrrmögensrerhält- »isie ist ausgeschlossen. Die Angaben werden nur tür Zwecke der amtlichen Statistik verwendet. Die Zähler haben die ihnen gemachten Angaben streng geheim ,n Hallen. Di« Aufnahme ,oll die Vorräte von Weizen. Spelz, Roggen. Menggeireide und Mijchsiucht. Hafer. Gerste, so, Mehl au» Weizen und Spelz, einschließlich de» zur menschlichen Ernährung dienende» Schrat» und Schrotmehl», Roggenmehl. Aoggenschrot» und R-ggenschrolmehl». anderem M-tzi (au» Gerste. Haler. Mai» oder Menggeireide). ersallen. Die Erheduag erstreckt sich aus salzend« Betrieb«: 1> Alle landwirtschaftlichen Betriebe. 2s Gewerbliche Betriebe: Getreide-, Mahl- und Schälmühlen: Bäckereien, Konditvreic», Rudeifabriken, Nährmittelfadri» ke«. Stärkesabrikeu. Mälzereien. Mollereien mit eigenem Bieh- stant. Mästereien. Meiereien und Züchtereren ohne landwirtschaftlichen Betrieb. Brauereien. Branntweindrennereien. tze- jesabrile» usw. 2) Handelsbetriebe: Handel mit Getreide und Mühlen- sabrcknten, Hülsensrüchten. Fourage, Futter, Kolonialwaren, Koiisnmvereine, Warenhäuser, Getreidehallrn- und Lagerhäuser, Handel mit Schlacht- »nd Nutzvieh. Pferdebauke! »sw. i) Verkehrsbetrieb«: Kommunal- und Privateiseudahnbe- triebr, Personen- und Frachtsuhrgeschäste einschließlich Omni, busbetriehe, Straßendahnbrtriede. Aurspannwirtschaften, Gasthäuser, Sptdilion, «bfuhranstalten. Reitinstitute. Schissuhrir- betrieb« usw. Um den Zählern, welche bel der Zählung die Angaben in hie Zählliste einzutragen haben, richtige Antwort geben zu können, werden die Betriebsinhabcr oder deren Stellvertreter dringend ersucht, ihre Vorräte an Getreide und Mehl kürz ror dem 1. Dezember zu überschlagen. Wer die an ihn gerichteten Fragen wissentlich wahrheitswidrig bcantwor »l oder sich weigert. sie zu beantworten, setzt sich großen Unannehmlichkeiten aus gegebenen Falls einer Ecldstrase bis zu 7m« Mrrk oder im Unvermögenssalle einer Gesängnirstrase bi, zu 6 Monate». Uirlirälslung am 1. Desrmlier 1914. Das Königlich Preußische Etatistische Landespmt ocräfi:nt- lichi kcigenbe Ansprache an die Bevölkerung: Am l. Dezember 1S11 finde« im Deutschen Reich eine allgemein« Viehzählung statt. Die Fragen, die hierbei an die Bevölkerung gestellt werden, sind leicht verständlich: ihre Beantworlung verursacht nur geringe Mühe. E» werde» gezählt: Pferde, Rindvieh. Echase. Schwüne und Ziegen, bei dem Rindvieh und den Schweinen auch die Unterarten. Der Zähler hat innerhalb des Ihm zugewielenen Zählbezirks von Gehöft zu Gehöft und in diesem von Haushaltung zu Haushaltung das in der Nacht vom 30 November zum 1. Dezember 1914 aus dem Gehöfte vorhanden geweiene Vieh zu zählen und die Zahl in die Zahibezirksliste wohrhettsg.-treu einzutragen. Das Ergebnis ist dem Haushaltungsvorsteher vorzulegen und von ihm mündlich zu bestätigen. lieber die in den Zähibezirlsiisten enihalleuen. de» Viehbesitz de» einzelnen belressenden Nachrichten ist da» Amtsgeheimnis zu wahren. Die Angaben dürfen nur zu amtlichen statistischen Arbeiten, nicht aber zu Steuerzwecken benutzt weiden. Die Ergebnisie der Viehzählung dienen lediglich den Zwecken der Staats- und Gemeindevctwaltung und der Förderung wisienichaftlicher und gemeinnütziger Ausgaben, wie Hebung der Viehzucht. Insbesondere soll dadurch ein Einblick in die Fleischmengen gewonnen werden, die durch die heimische Viehzucht für di« Bollsernährung versügbar werden. Die Erreichung de» bedeutsamen Zweckes der Zahlung hängt zum großen Teile von der Mithilse by Bevölkerung ad. An sie wird daher die dringende Bitte gerichtet, das Zähtge- Ichäft durch bereitwillige» Entgegenkommen den Zählern, Ortsbehörden usw. gegenüber zu erleichtern. E» bedars einer großen Zahl sreiwilligex Zähler, die bei der Ausübung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit die Eigenschaft von össentlichen Beamten besitzen. Es steht zu erwarte», daß wie bei irührren Zählungen so auch diesmal sich i» genügender Zahl Personen sindcn werden, die bereit sind, dieses Ehrenamt zu überueh- men: sie würde» damit dem allgemeinen össentlichen Znirresse einen wesentlichen Dienst leisten. Endlich ist noch in geeigneter Weise, namentlich durch Besprechung i» den Schulen und durch Abbdruck dieser Ansprache in den amtlichen Blättern und in der Tagespresie der Zweck der bevorstehende» Zählung zur möglichst asigemeine» Kennt- ni» zu bringen. Die Ausbereitung der Ergebnisie der Zählung gesisiieht durch das Königlich Preußische Statistische Landesamt in Berlin SW. 68, Lindenstraße Nr. 28, das zur Behebung -iwa ous- tauchendcr Zweifel aus jede Ansrage bereitwilligst Auskunft erteilen wird. Eine etwaige Berössentlichung der Ergebnisie wird Io gehalten werden, daß darin die Angaben de» einzelnen Hzushal- tungsvorstehers in keinem Falle mehr erkennbar sind. Mil'li r-Gr «tzgcschäft 1915. Im neuesten Armee-Vorordnungsblatt wird, folgende; bekannt gegeben: Tie Vorarbeiten für dos Ersatzgcschäst int Jahre 1915 sind unverzüglich einzuleiten. Tie Militärpflichtigen sind aufzufordcrn, sich in der Zeit vom 1. bi; 15. Dezember 1914 zur Nekrulienmgrstammrolle anzumelden. Von den mit der Führung der Zivilslaudsregister betriuten Behörden und Personen sind die An?züge a»r den Geburt?- oder Sierbcregistern den zuständigen Stellen zum 1. Dez. 1914 zu übersenden. Für den Beginn de; Musterunzsge- schäsier ist der 2. Jonuar 1915 in Aussicht zu nehme». Ans d?r Heimat. * Abgabe von att»r"ng!ertrn Militnrpserden etc. Samstag den 28. November, vormittag; 9H^ llhr werden ans dem Pserdcniarktplatz in Darmstadt ca. 50 ausrangierte Pferde, darunter viele belgische Beutesohlen im Alter von 1—2)4 Jahren durch die Landwirischastskammer versteigert. Zur Versteigerung werden nur Landwirte zugelassen, die sich verpfiichten, die Pserde in ihrem Betriebe zu verwenden und sie während der Kriegszeit nicht zu verkaufen. Tie Versteigerung erfolgt gegen Barzahlung. * Gieße». 26. No». Der Privatdozent an der hiesigen Lan- desunipersität Dr. B » » e l von Falckenstein, Leutnant der Reserve im Dragoner-Regiment »o» Bredow (l. Schlesische») Nr 4. Ritter de» Eilernen Kreuzes, ist aus dem wesllur,-!» Kriegsschauplätze gesallen. * Frauksnrt «. 91., 25. No». Bei einem starke» Auftrieb von 2509 Sitz weine« gingen auf dem letzten Hauptviehmarkt« bei gedrücktem Handel nnd lleberstand die Preise sür Schweine grgen die Vorwoche in den drei erste» Qualitäten von 72—74 Psenni, auf 70-78 Psemiig »r« Pfund Schlachtgewicht »'.rück, während vollslcischige Schweine unter 80 Kilogrnmar 89—71 Pfennig pro Pjuud Schlnchtgemicht notierten. Der starte Aus. trieb an Schweinen, wie er seit Woche» auch »ei Rtnduteh beobachtet wird, läßt den Schluß zu, daß die Landwirt» mehr al. im Interesie einer dauernden hinlänglichen Versorgung der Bevölkerung mit Fleisch piläsiig ist, Ihre Schwetnebestände er. hcblich verringern und an den Handel abgeben und zwar im Hinblick aus die hohen Futtermittelpreise. De» jetzigen über, reichen Zusuhren werden aber später knapp« tolgen und daun dürste» sich süc die Flkischoersorgung der B-oölkerung Ealami- kätcn ergeben. ' Franksurt a. 9)., 25. No». Einhundert Schwester, der Kongregation der Töchter vom göttlichen Erlöser vom Mutter- Hause in Würzburg passierten am 23. November den Haupt- bahnhos bei ihrer Reise nach d.-m Kriegsschauplatz West. Heuen Rasia». » Wiesbaden, 25. Nov. Aus dem hiesigen Schlacht- u„h Vichhof wurde ans dem letzte» Marktag die Maul, und Klauenseuche scstgeslelll. Der gclamle Austrieb' 21 Ochsen, 17 Bullen, 76 Kühe, 17 Kälber, lll Schaf« und 267 Schweine Io. wie 8 Ochsen. 3 Bullen und 23 Kiche ans Holland, dor-te den Biehhos nicht verlassen, sonder» mußte abgeschlnchtet werden * Wiesbaden, 25. Nov. Der au» dem Heere ausgestobene 88jährige Taglöhner Heinrich Persle nur Niederlibbrch im Taunus hotte stch zu Beginn des Jahres bei einer Eheiro» in Dotzbeim häuslich niedergelasicn, in der Zeit,, in der deren Ehemann im „Kittchen" weilte. Seine Treue verwandelte sich ul» da» Geld knapp wurde in Untreue, sodaß schließlich in dem Haushalt allerlei nützliche Dinge fehlten, die Pcrst- in Nie. ßcnde Werte zu verwandeln gewußt hatte. Diese verschiedenen Diebereien »sw. kreidete ihm die Straskammer mit 6 Monaten Gefängnis a». * Limburg a. d. Lahn, 25. Nov. Wegen der grassierenden Maul- und Klauenseuche hat d-r Regierungspräsident die Abhaltung des sür den 24. November d. I. vorgesehene Diehmarlt untersagt. * von der Lahn, 25. Nov. Zn der Näh« der Station Lau- renbnrg stürzte ei» Soldat aus einem in der Fahrt bejindli- chem Zuge, geriet untcr die Räder und war sofort tot. * Ziegeuhain. 25. Nov. Die Jugend von zwöls Gemeinden de» Kreises Ziegcnhain hat ihre Kirmesgcider im Betrage von 1280,70 Mart zum Zwecke der Beschassung von Wolle zur An- fettigung warmer Kleidungsstücke für unsere tin Felde stehenden Truppen dem „Roten Kreuz" zur Bersügung gestellt. * kasiel, 25. No». Die Mitglieder de» Laudwirtlhiftl. kretsvereins Kasiel behandelten in einer Dersammlung die Frage, wie in diesem Winter da» Vieh zu süttern sei. Die Landwirte kamen zu dem Schlusie, daß bei den heutigen Preisen der Kartossel» ein Verfüttern derselbe» angemchrn erscheine. Starkenburg. Wie ein Freiwilliger dos Eiserne Kreuz erwarb.Als eine Abteilung eines jungen Regiments zum Sturmangriff aus Dixmuiden Vorgehen sollte, fehlte der nöttge Schneid. Da zog rin junger Freiwilliger aus Viernheim in Hegen seine Mundharmonika heraus, spielte aus ihr mit der linken Hand, in der Rechten das Gewehr zum Angriff bereit, ha, bekannte Lied: „Ach, wenn das der Petrus wußte!" — Singend und pseifend fielen die Kameraden ln den Gesang «in und im Sturm wurde die feindliche Stellung genommen. Für diesen Beweis seiner Tapferlett und Kaltblütigkeit erhielt der junge sreiwillige Bicrnheimer das Eiserne Kreuz. * Mainz, 25. Nov. Zu dem Zusammenstoß von drei Eisen- bahnzllgen aus der rechten Rheinscite an der käiserbrücke bei Mainz crsahrc» wir noch folgendes: Der von Biebrich Ost um 1 llhr kommende Güterzug halte die Fahrt frei über die Kai- serbrsicke nach Mombach. Für den von Bischossheim kommen- dcn Eilgllierzug war das Signal „Halt" gestellt. Der Führer beachtete dies nicht, sondern überfuhr es Insolgebene» erfolgte kurz vor der Einjahrt zu der Käiserbrücke der Stoß aus die Flanke des erstgenannten Zuges. Der zur gleichen Zeit vo» Mainz nach Wiesbaden fahrende Personenzug hatte freie Fahrt. Er streifte jedoch die Wage» des Vischossheiwer Eil- guterzugcs. Die Aufräumungsarbeiten, die von Arbeitern der Eiscnbahnverwaltung Mainz »nd durch eine Abieilung Pioniere vorgenommen wurden, nahmen raschen Fortgang, sodaß um TV, llhr bereits der eingleisige und um 12.12 Uhr der rolle Bettieb wieder ausgenommen werden konnten. — Zertrümmerte Wagen an beiden Seilen des Bahndammes kennzeichnen zur Zeit noch die Unglücksstelle. * Worms, 26. Nov. Der hessische Landtagsabgeordncte, Rechtsanwalt Dr. Bozheimcr von Worms, Vertreter des Wahlkreises Lampertheim, der in den Kämpfen bei Lille jchiocr verwundet worden war, ist im Lazarett zu Eomincs den Vcr- letzungen erlegen. Dr. Boxheimer gehörte der Zentrumspar- tei an. Gottesdienst in der Stadikirch«. Freitag, den 27. November, abends By, Uhr: Kriegsbittondacht. Herr Pfarrer D i e h l. Fronkinrter A-etirrbericht. Trüb, zeiftveife Niederschläge, etwas wärmer, südwestliche Winde. ?m~ Wer g y für den TPC W Monat Dezember S9* noch nicht auf die MV „Neue Taqeszeiiulig" "M8 abonniert hat. der MV beeile sich, die s loiort zu Beronkwortlich für den politischen und lokalen Teil: Ltte H i r I ch e l. Friedberg: sür den Anzeigenteil: K. 2 ch »i i d t, Feiedberg. Druck und Verlag der „Neuen Togeszeitunz" «. Friedbcrg i. H. Nr. 278 Danksagung. Für b'e vielen Sowei t her,Iich«r Teilnahme während der Kranltzeit und bei der Beerdigung uniercs innigstge- lrebien S«h»e», Bruder-, Schwagers, Onkels und Reffen Km« Kch. lagen wir allen, ßan-, besonders ober dem Herrn Geistlichen füi die trostreichen Worte am Grade, der hiesigen rai- willigen Feuerwehr für das letzte Eeleiir, da- sie ihrem »erstorbenen Kameraden gegeben bar, sowie siir die zahlreiche» Kranzspenden un cren herzlichsten Tank, Ajsenhrim, den 26 Rov, 1014. Jit (runftniifR §intfrfilitöeiteii: Ludwig Schmidt u. Frau. alb. Fauerbach. COrtögrmrriirumin Lrikdlierij (E. II.) Vortrag. Am Samstag dcn 28. Aovrmlier, abeuds 8 yiji* spricht Herr Reo ehrer H. Äalg aus Äarmkadl im UatskeUer dahier über das Th.ma: „Uns prröigt kr 2Sdtfrieg dem kHl’dtn Me." Zu diesem interessanten und zeitgemäßen Bortrage werden de Vercmsmilgliedcr, lowie Freunde und Gönner des Vereins hösl. hiermit eingeladen. Friedberg, den 24. No». 1914. Drr Uorfttzende: Jean Füller. Üiklikn^Mklfnbrik Nettkrsü. Infolge Uebersüllung unserer Lagerplätze mutz die Rübenlieferung in nächster Woche ausfallen. Wir bitten die Herren Lieferanten hiervon gefl. Vormerkung zu nehmen. ff ---- ab heute zum Verkauf. Salomon Roth Frantsurt Bockcuheim Gr. Seestrahe Nr. 11. Telefon Taunus 3730. Lin pjjcr Lrsnssrort Pferde schweren und leichten Schlages darunter gute Rassenpferde stehen Neste Qualitäten. Alle Preislagen. Sclmhhiger Heinrich Hess Teieton 420. Fried Hers K’iiserslr. 40. Anumbllll n. 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Donners».,, tm 2®. 9i»ocisSsr ]9l< lir Sie MnWckMcht! empfehlen wir vorschriftsmäßige Adresse (Leinwaudadreste, Pakctadresse, roter Zettel mit dem Ausdruck Weihnachtspaket) l\m TllSkSltiltttlg, prndierrnL lierhg, Kost und Logis gesucht! Ost. nnt. ?l. B. 2887 an die Exp. d. Reuen Ta>cs;et unq. CrtT» 4. * I# Weil 'Kilo-Feldnolt-Pakete Bei Aufzucht von Schweinen u. ibindvieb ist mein ieii über 30 Jahre vorzüglich bewährter, berbrssertrr, nnübcrtrosfener Futterkalk mit Drogen unentbehrlich, weil er die Freß- lust anregtu.Knochcnerwrichen verhütet. ToUetteartitcl Tür-^orliiztN.Fklistrr cöer, Lihmsmmt, Liliülkiim uuu dtlkrtlchrübkr, Mum vuö Mf^rma diincit empstehlt Halali S!eme! Wk. Inh.: Jos. Buob Friedsierg, Kaiserstr. 75. Entlaufen. schwarzer Sattel, schmaler Kops, hon aus den Namc.i Eora. Bor Ankauf wir., gewarnt. Meldungen erbeten,Kad-Uautzeim, tz arlslr. 2. I ............ Mi» m, 2» IlÄfK,. Inh.: Friedrich Karl Ott, Ita sige Hitri»!-»-»» g4-»tt» Friedberg. __Selcion 3i!5. uu^üft°O p,'fici»s. Re i chelsheim. Amtliche Dotierung der Fron'iksnrter oieh- marirtgreile vom 23. Dovemster. Zum Vertäu,' uanoen. 1398 Rinde., oaruniei 223 Och en. 38 Bullen, 1139 Fällen und Kühe, 322 Naiver, 118 Scha e 2599 -chweine. Preise tür 1 Zcnrnee Leoeuo- gew.chc Ji oauadjt» qewl qi A 1. Rinder: A. Ochsen: a) 1. wüiieiich ousoemäitele böchstid Echiachtweris. 4—7 Jahre olt 54—61 100-107 2. aiie no.» nicht gezogen gaben iunge,ochie) ....... — b) iunUtt-:l«nge ausorinaslrte Küh? tzoct.'ten LtdloftumpriL h,« qu 7 % 44-47 80-84 c) 1. wenig gut entwickelte Fären 40—4(5 .7-'-8 2. allere ausgemänete Rü.js . . 37—42 70 -78 dl moRio flenatuir Huöf unD tvär^n 30—. Ü 60—72 e) aerina oenädrte Kübe un. Färiev 23-23 52-04 0. 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