thnnmcv 273 ____ Freitag, den 20. November 10! 4. }, )ar;rgnng ®'* i>i-* ne »i >,rait Men Ueiltog. 'J\esel»«S'6* Beilagen „ven i-o.tjn t.uteii fei »en u e «nl«i» «-»«»,» 80 Vte. > ui,u tnt» P»i,g.di,h, «der Ii^eil.hn. A»,ei,e«: Vn«»'»,>« 30 Psg» totale 15 'i'ig, ««.,z,n ve; auswam Eriallunaso« Knrtbeu. Schriftleitnnn NN» -erl», '.riedbecq lHesienl. Hanauer trag- 12. Fern precher 4-i. P»'tiche«- r,nt« Rr. «3-9. A i,l Franifurl - o.er.el,«v"»a) iotl. l,iJ5 Po riu*1)nai)me erhüben fiiinijiSf jn funk, ;n Wnjsn nnl in kr fnft. 9’c«c Kämpfe im Osten. — 7000 Russen von den Ocsterrcichern «resnngen. — Türkensrege. — Ein neuer Baltanvund? ... i.* r ,* j . > - ... i-nTT ii Tr nrr -. **■-» ** ,* * . Der deutsche Generalstab meldet: —„ — - W. T. B. (tzrotzcs e anptquartier» Le» 19. November, vormittags. Slmtlillf. I» Westflander» und in NorSirank- reich ist die Vage »»verändert. E.» deutsches »dlugzettggeschwadcr zwang ans einem Grknndnngsfinge zwei seinvli^ic Lrampffingzcnge zum randcn und brachte ein feindliches zum Absturz. Bon unseren A-lugzeuge» wird eines vertu itzt. Ein heftiger französischer Ancirifs in der Gegend Seroon, am Westrande der Argon- nen, wurde unter schweren Verlusten für die Franzosen zuritckgeschlagen. Unsere Verluste waren gering. Auf dem östlichen Kriegsschauplatz sind die erneut eingeleitctcn Kämpse noch im Gange. Oberste Heeresleitung. Der deutle Admiralstab !!=s=s=s mrldrt: ===i W.T.B. Berlin, 19. Nov. (Slmtlich.) Am 17. November haben Teile unserer Lstsccstrcitkräste die Ginsahrten des Li- bauer Hafens durch versenkte Schisse gesperrt und die militärisch wichtigen Sin lagen beschossen. Torpedoboote, die in den inneren Hafen eindrangen, stellten fest, datz seindUche Kriegsschi„e nicht im Hasen waren. $ct stellvrrtretende Chef de» Admlralstabes: Behüte. ------ ■■ ■■ - ____ r.zr* Vom russisch polnischen Kriegsschauplatz. — Ersvlne dcr Lcsicrrcichcr. — TOGO Russen gefangen! Wien, IG. Nov. (W. T. B) Amtlich wird verloutbart. 19. Nooein- brr. Tie Schlecht in RnssiseltzPolen niniint einen günstigen Fortgang. Rach den bisherigen Meldungen machten unsere Truppen 7099 Gefangene und erbeuteten 18 Maschinengewehre und auch inehrcre Geschütze. jl^aslürkschs Hauptquartier i !>_ - msiost: rr---- ='J f^er türkische Tagesberschk. 0 is.antiNvp . 18. Nov. (W. B. Nichtamtlich.) Ter heutige Ver: des Hauptquartiers besagt: Auf den Äriegsschanl' werden die Kample fortgesetzt. Unsere Truppen ägyptischen Grenze bcscyien Kalat ul nah! (?>, das ttlometer jenseits der Grenze liegt, und hißten dort die türkische Fahne. Untere Truppen, die durch Lasistan „ach Nntzlrrd c,„drangen, säilugcn mit Gottes Hilfe die Nüssen nach heftigem Kampfe und fügten deni Feinde grobe Verluste zu. Unsere Truppen machten 100 Gefangene und erbeuteten zwei GcbirgSgeschiitzc. Russische Nied>rlngen durch dir Türke,K r n st a n - tinopcl, >9. Nov. (W. T. B. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht des Hauptquartiers: Scsi zwei Tagen geeist inner Heer mit Macht das russische Heer an. das seine Stellung in der Linie Azab Zazak Khabab in der Umgebung der Grenze eingenvinnien hat. Mit der Hilfe Gottes eroberte unser Heer diirch einen Bajonettangriff die Hohen in der Umgebung von Azab, die der Feind außerordentlich stark befestigt hatte. Ter Kampf, der heftig ist. nimmt für uns einen sehr günstigen Verlauf. Unsere in Richtung Baium vorrnckenden Truppen brachten deni Feinde eine weitere große Niederlage bei und besetzten die Stellungen von Zavotlar und Koura. Sie erbeuteten bei Zavotlar eine russische Fahne, machten lcrlts Offiziere, darunter einen Oberstleutnant und einen Honptmann von dcii Koliken, sowie niehr als 190 Soldaten zu Gefangenen. Sie eroder- ten -I Kanonen, 1 Automobil, eiiie Menge Pferde und viel Lebensmittel. Tie russischen Verliiste sind groß. Ter Rest rettete sich in ordniingoloser Flucht in der Richtiiiig Batuin. Unsere Trupven, die in Aserbcidlche!» vorrütkten, batten' am 16. November ein Gefecht mit einer storken russischen Abteilung in der Niilic von Snliiias. Tie Rillscn wurden geschlagen und verloren an Toten 2 Offiziere und 109 Mann. Die Häupter der persischen Stämme, die bis jetzt zn den Russen geholten hoben, haben sich janit ihren Stämmen mit unseren Triippen vereinigt. Konstantinopcl, 19. y,ov. (Nichtamtlich.) Mitteilung des Hanplqiiarticrs. Jn den Kämpfen bei Kövri- koci nahmen die türkischen Truppen den geschlagenen Rus- sen außer den bereits gemeldeten noch fünf Maschinengewehre ab. Pint Seeschlacht im schwarzen Meer, ft o n ft n n (! ■ » opcl, 19. Nov. (W. T. B. Nichtamllich.) Dos türkifl-e Hanptanortier meldet: Unsere Flotte, die ausgelaufen war, »m nach der rusiischen Schwarzc-Meer-Flottc, welche Trope- ziint bcichoslen hatte, z» suchen, trat diese auf der Höbe von Sekastopol. Tie feindliche Flotte bestand aus zwei Schlacht- Ichisscn und Hilfskreuzern. Jn dem Kanipfe, der sich entwickelte, wurde ein russisches Schlachtschiff ernstlich beschädigt: die übrigen russischen Schisse ergriffen, von unseren Kriegsschiffen verfolgt, die Flucht in der Richtung auf Se- bastopol. lMknhim iihrr dik öftrrr.=n«gar. Ar'-ck. Wien, 19. Nov. (W. B. Nichtamtlich). Der Berliner Korrespondent der „Neuen Freien Presse", Paul Goldmann, berichtet ausführlich über feinen Besuch bei dem Generaloder- sten v. Hindenburg uub gibt eine charakteristische Schilderung des Armeesührers und seines Stabes, besonders des Generals Ludendorst und des L beritleutnants Hostmann. Er gibt ». a. Aeußerungen Hindendurgs bei einer zwanglosen IIn ■ terhaltung an der Abendiasel wieder. Aus die Frage nach feinen Ersahrungen bei dem Zusammenwirken mit der öfter» rei.fisch-unqatsichen Armee sagte Hindenburg: „Die Tester- reicher und Ungarn sind ausgezeichnete Soldaten: Mannschaften und Ostiziere sind mutig »»d tapfer. Wir kämpsen Schulter en Schulter und segen IN den Fortgang dieser gemeinsamen Kämpse die besten Hossnunaen. Wir lchähen die Oesterreicher und Ungarn al^- vortresilich« Kameraden. Der B-rkebr zwischen de» Oberkommandos der verbündeten Armeen vollzieht sie, in den angenehmsten Formen. Gegenwärtig steh n wir namentlich in regen Beziehungen mit General Dan'l. dem Führer der ersteil Armee, mit der wir Fühlung haben ' lieber die Rüsten lagle Hindenburg >m welenl- lichen folgendes: „Die Ruiien sind gute Soldaten, sie halten Disziplin und Diszip!,» entscheidet schließlich de» Feldzug. Aber die rustsiche Disziplin ist etwas anders als die deulsche und ösierreichisch ungarische Disziplin. Jn unseren Heeren ist sie das Resultat des Geistes und der Moral, im rulnschen Heere mehr stuvimer und stumpfer Gehorsam Die Rüsten haben viel seit ihrem Krieg mit Japan gelernt. Ihre Slärte sind die Feldbesr'ttgungen: sie verstehen glänzend, sich einzu graben. Nur wird es mit dem Eingiaben bald ein Ende haben, wenn die Erde harrt friert. Das ist einer der Dorieile, die uns ein Wiuierseldzug gegen die Russen bringt. Wenn sie nicht mehr in der Erde kriechen könne», wird es den Rüsten schlecht gehen. Bo: der russischen Uebermachl fürchten wir UNS garnicht! Die Uebermachl gehört nun einmal zu den Russen: sie ist ihre hauptsächlichste Masse. Bei Dannenberg waren sie UNS dreisach überlegen: man sah, war es ihnen »ul, c' Auch die Ueherzahl ist nicht entscheidend: ,m gegenwärtigen Siadium des Krieges noch weniger als bisher. Die Riipen werden uns nicht „Niederwalzen", im Gegenteil: die Russen sind ,n ii r b t. Alle Anzeichen deuten daraus hin, das, sie bald fertig sind. An Waste» und Munilian beginn! es ihnen zu fehlen, auch hungern sie: selbst die Ost,,,ere rr mangeln dar Nahrung. Auch das Land leidet Not Lodz hungert. Das ist bedauerlich, doch es ist gut so. Mit Sen- timentrlitcit konn man keinen Krieg führen. Je unbarinher- ziger die Kriegführung ist. um so barmherziger ist sie in Wirklichkeit, denn »mso eher bringt sie den Krieg zu Ende. Man merkt es auch an der Art. wie die ruststchen Truppen lich schlagen, dasi sie bald nicht, mehr weiter können. Der Krieg i n R> .und i urii.t vor allem eine slervensrage W-n» Denlsrhland und Oesterreich-Ungar» die stärkeren Nerven haben und Lurchhalten werden - und sie „werden sie haben und werden durchtzalteii.' sa worden sie siegen!" tönicrfll u. IHfldifaifn, t)rr Sicarr 5er ^liilüdjt lifi ililarffliüft Heute erführt man nun an? eine», Bericht her „Krenz- zrit'ing" ans Hohcnsalza, dein srühcren Jnomra-law, doq tuenernl von Mackensen der eigentliche Sieger der letzten Schlacht in Polen bei Wlorlaluek ist. Ter Beriii.t rmitet - llrtt O'/j Uhr gestern Abend erschien das Orirnblntt. das den Lieg iiber die Russen bei Wloclawek verkündigte. Bald erscholl Gloikengclaiite über die Stndt und eine Menschen- menge sainmelle sich mit der Frage: Wo ist Grzellenz von Mackensen, der siegreiche Feldherr der 10. Armee? „Er ist zili» Abendbrot in, Ofsizierskasin»", lautete die Anlwoet, Wotans die Menge dortbi» zog und unter Absingen von Eboralen und peiiriotischen Lieber» aus das Heranskr.'ten des Siegers wartete. Als er erschien, wurde er von einem Herrn aus der Stadt begrüßt: 6k,tt babe die brünstigen (vebete Hohcnlalzas erhört und den Sieg gegeben, aber nun gebühre auch den, Manne Tank, der das Werkzeug in der Hand Gottes gewesen, dem Feldherr,i der 10, Arnwe, der durch seinen Sieg Hohensalza und Posen vor dein Einsall der Russen errettet habe. Diesem unserem Retter ein dreifaches Hurra hoch! Nachdem der Kaisergcsang „Heil dir im Siegerkranz!" angcstimmt und von der Menge begeistert mitgesungen wnr, antwortete Exzellenz v. Macken- se» und übertrug den Tank, der ihm dargebrnchl wurde-, auf feine treuen Mithelfer, die aus dem Saale des Kasinos auf die Veranda mit ihm herausgelrcten waren, und auf die tapferen Truppen, die er kommandiere. Er ermahnte die anwesende Jugend, ebenso tüchtig zu werden, wie sich unser Heer in dem uns nnsgezwnngenen großen Kmnpse l-cwähre, und schloß mit de» Worten: „Das konn ich wohl lchon heute sogcn. daß bewaifnelc Rnsfen die Grenzen PoscnS nicht überschreiten werden. Davor brnncht sich niemand mehr z» fürchten." Der Hinweis feiner Exzellenz auf die treuen Mithelfer und die braven Truppen wurde von dem erfien Redner anfgenomme» und ein dreifaches Hoch ani diese ausgcbracht. Mit dem Gelang des Verses: „Lobe den Herren, den niächtigen König de-r Ebren" schloß die Feier, die an ihr leilgenommeir. eine teure Erinnerung für das ganze Leben bleiben wird. Tie obige Zkachriebt ist uiiiso wichtiger, weil unsinnige Eierüchle wissen wollten, daß General von Mackensen seines Postens cnthoben worden sei. Die Lage in Flandern. Bon her Schweizer Grenze, 19. Nov. Ucber die Lage >:n Westen nusiert sich der Sachvetsländlge des Berner „Bund" wie folgt: „Ist von den großen Schlüsielpuntten auch bis brüte weder 9)pcrn noch Bethune. noch Aeras aas dem Westslügei, weder Reims noch St Menehould in den Argon» nen gefallen, jo verschiebt sich doch die Front langsiim in de« Nichlung aus die iranzöstschen Hauptstellungen, Die sranzo» fische Heeresleitung hat die ihr nachgesagte große Gegenos» iensive immer noch nicht ongeletzt. Je länger man damit zögert, desto mehr gewinnt es den Anschein, al» iehle dazu die Stoßtrast, Jedenfalls leiden die farbigen Hilisvölker von Tag zu Tag mehr uuter der Witterung. Jn der Defensive dagegen hatten die Verbündeten ausgezeichnet Stand uud eilt Zusammenbruch läßt sich noch nicht absehen, und >si mehr von den inneren Berhällnisien der verbündeten Heere als Mit dem Zirkel meßbaren Verschiebungen ans de» Karte abhängig. Die strategische Lage scheint daher auch i>» Westen zu Gunsten der Z e n t r a I m ä ch t e zu sprechen." Die leiden Kämpfe in Serbien. Agr«.:,. 19. Nov. lieber die letzten Kämpfe in Serbien, die mit einer vollständige» Niederlage der serbiiche» Armee endeten, wird gemeldet: Alle Hohen waren d-rei!s in den Händen der österreichiich- ungarisÄen Truppen. 9!ur die höchste Spitze der Cruivrh, die die ganze tluigebi-iig gegen das Innere Serbien» deherricht, wurde noch von drei serbischen Bataillonen samt Artillerie oerlcidigt. Zur Erstürniung wurden Freiwillige ausqeruien. Es meldeten sich 700 Mann. Da aber die Geländeverhält- die Eiitwilklung einer, to axone., S.urmmacht nicht ^uließ'.n. r. 27S ____ ahtte btt Hauptmann nur 280 Mann aus, mit denen er den nstuim unternahm. Mit Todesverachtung erkletterten die csterreicher, die aus lauter Kroaten bestanden, die stelle Höhe >d nahmen ste nach einem snrchtbaren Bajonettkampse, 370 erdien sielen ihnen als Gefangene in die Hönde, Al, die öhe erobert war, erklang die ganze Kampssront entlang die aalische Hymne und dann die Valkshymne, worauf begeisterte achrufe auf Kaiser Franz Joses erschalle», Berlin, lg, Nav, !ch-un>,arischen Truppen mit dem -erlichen Mute nicht wankender Ausdauer, heldenhaft nch in r Hand einer tüchtigen Führung als vorzügliche Waise bc- ährend. In Deutschland folgen weiteste Kreise mit freudiger ntcilnahme den Geschehnissen auch aus dem cntsernten südli- n Kriegsschauplatz und beglückwünschen in treuer Bundesge- 'stenschaft das mit Deutschland Schulter an Schulter kawp- ade Oesterreich-Ungar» zu den errungenen Erfolgen nicht »der, wie zu dem Besitz einer Wehrmacht von so hohen kric- rischen Eigenschaften, Serbien am Ende. Rom, 10, Rov, Dem „Menagero" rd aus Risch berichtet: Die serbischen Truppe» lind sch ö pst, die Waffen verbraucht und dazu wird de- Alu- i iionsmangel immer cmpsindlicher. Man hasste, italienische i ahlwerke zur Lieferung von Granaten bestimmen zu können, er die nach Brescia, Fcrni und Neapel entsandten Oiftzi-rc : ;tten unverrichteter Dinge zurück, da die Fabrikanten iör - S Kontrebande-Eeschäst nicht zu gewinnen waren Sehnlich , ing es einigen Kommlstaren, die große Mehleinkänir be -gen sollten. Sie fanden angeblich überall verschlossene Ti!- Der Heilige Krieg. Damaskus, 10, Rov, Die Borbereitungcn kür Mobl- rtion der hiesigen Truppen sind jetzt vollständig durchgesllhrt, e kann als durchaus gelungen bezeichnet werden, obnohl sich inanniqsache Schwierigkciten entgegenstellten. Es braucht r aus eine Tatzache hmgcwiesen zu werden, daß die türkische mee einen Wustenmorsch von etwa drei Wochen vor sich hat d daß schon für die Nachsuhr von Master für so große Trup- tkörpcr etwa 12 000 Kamele requiriert werden mußten. Auch r Transport des Artillerie-Barts durch das sandige Gelände forderte besondere Vorbereitungen. Hier in Damaskus wird '.«nächst der noch in Konstantinopel weilende Khcdiv von ,a,ypten, Abbas Hilmi Pascha, erwartet. Er wird mit wehen Prinztn seiner Familie die türkische Armee aus ihrem armarsche nach dem Suczkonal begleiten. Die englischen Berteidigungsvorbereitungen. K a n st a n - nopel, 18, Rov, Englische Truppen haben im Persischen ft! die kleine Insel Fao besetzt, auf der sich nur sechs Häuser linden. Sie ist der Einlausspunkt des englisch-indischen Ka- !s. Die Engländer haben das Kabel gehoben »nd die Ler- ndung nach Mesopotamien abqeschnilte», K o n st a n t i n o p e 1, 18. Nov Die Engländer landeten K o w e i t 4000, ans den Bahrein Inseln im Persischen Golf 00 und in Bender Buichir an der Südlüstc Persiens 0000 a»n indischer Truppen, Italiens Neutralität. Nom, 18. Rov, Botschafter Tittonj aus Paris hatte utc eine Unterredung mit Sonnino, Für morgen wird mrna aus Wie», für Samstag Bellati aus Berlin erwartet. Zürich, 10, Rov, (W, D, Nichtamtlich), Rach einer 'e'dung der „Reuen Züricher Zeitung" aus Mailand be- oß der Zcntralverband des starken, über ganz Italien vernieten Landarbeitcrvcrbandcs mit dem Sitze in logna der Propaganda für eine Beteiligung am Kriege eine rgifche Allion zu Gunsten der absoluten Neutra» tat Italiens rntgegenzusetzen, iS in neuer Baltaubnud? Ein Prioattclegrgmm der „Frcnlf, Ztg" aus Konstan- nopel voni 18, November meldet: Auf dein orientalische» irgsichauplatz, der sich vorläufig aus das Schwarze Meer, lige Gegenden Armeniens und auf das Gelände der zur Be- :iung Aegyptens entsandten Exiieditio» erstreckt, löniita eine r Weiterung cintreicn. In Bulgarien werden Stimmen nt, die stalt der Politil des Abwartens lieber einem Ein- icn Bulgariens in den Kampf das Wort rede». Fraglich dabei, ob Griechenland, das ein Bündnis mit Serbien un- chäli, diesem Staate zu Hilfe eile» wird. Auf Grund zuver- Ngcr Iniormationen lann ich versichern, daß das Athener binett ein Eingreifen Griechenlands in den Weltkrieg als 1 lluglü-I für Griechenland aufsatzt, Penisclos u»d mit ihm : wichtigsten PersönUchkeite» des Landes vcitrctc» di- Aast. daß »ach de» oiienlundigen Niederlagen der Triplcentcnte s Einhalten der Reutraiilät das einzige Mittel darstellt, > den Bestand Griechenlands als seldstöndigsn Staat zu ttcn, Rur falls Griechenland einem unmittelbaren Angriff »gesetzt würde, wäre es gezwungen, scjor, di- Neutralität izngebe» und z» den Wajsen zu greisen Ter BmenaufstanV. Wählend in Transvaal, wie holländische Großhand- »gshänser aus London vertraulich erfahre» haben, noch mlich Ruhe herrscht und sich nur zwilchen Lydcnburg und landsrivor kicinere Abteilungen bewaffneter Buren zeig- ir. die einige Scharmützel mit schwachen Regierungstrup „ hatte», greift in den, ehcnialige» Oranjefrcistaat der »fstand so schnell uni sich, daß um» bereits fein lieber- eise» ans die eigenitiche .Kapkolone befurchtet. Generil ewet hat mindestens »Xtzl wahlbewaffnete »nd berittene Reue Tageszeitung. Feeitag. den 20. November 1914 Buren um sich gesammelt, und er erhält fortlvährend neu:« Zuzug. Der Eisenbahnverkehr zwischen Kroonstad-Beihle- knm und Harrysmith ist seit mehreren Tagen unterbrochen. General Dewet verfolgt die alte Taktik, mit der er den Engländern im Burenkriege so fürchterlich wurde, daß er kliine Abteilungen von Rcgicrungstruppen mit überlegenen Strcitkräften angreift, zu Gefangenen macht, ihnen die Ausrüstung abnimmt und sie dann laufen laßt. Da die Kapregiernng nur über schwache Streitkräfte verfügt, die gerade hinrcichen, die strategisch wichtigen Punkte einigermaßen zu halten, so inuß man sich auf die Entsendung von Streitkoiianandos beschränken, die aber bisher trotz einzel- ner Teilerfolge nichts ausrichten konnten. Ar?s Frankreich. Das Geheimnis Caillaux. Tie Ursachen der tollen Panik, welche Paris—Bordeaux seit Sonnabend befiel, waten verschiedener Art, Zuerst wac cS d:e Aftäre Caillaux', diien Schleier jetzt gelüstet ist, Tie Nationalisten denun- ziciten nämlich Caillaux als Unterhändler Deutschlands. Er versuchte angeblich Jofsre zu einer neuen Taktik zu be- reden, weil er mächtigen Einsluß besitzt. Es wurde aber kurzer Prozeß gemacht und er in Begleitung von Detektiven sofort inkognito nach Bordeaux gebracht. Dort hat man auf einem Tamvier, der nach Peru geht, tagSvorher zwei Kabinen für 4000 Franken bestellt, ohne den Passagier zu nennen. Den zweiten Panikgrnnd bildet das Zugeständnis sozialistischer Blätter, daß der Nordstügel der Alliierte» all- »,'i: :t) abgebraucht sei. Als Zeuge sür die Schwäche sei die st.-le Zuhilsenohme der Ucberichwcmuiungcn auzuseh.'u. ^Temps" sagt beruhigend, die Beamten der Kammer würden am Mittwoch von Bordeaux zurllckkehren. Doch ist sicher, daß das Gouvernement dort bleibt. Ein Fchlcr schwcister Art. Das Fachblatt „Guercc Mondiale" kritisiert verschiedenen Maßnahmen JofsreS. Tic neuerliche Urberichwcmmung b's Birschoote sei ein Fchlcr schwerster Art, denn die Tciitichen seien jetzt in Dix- mniden vor einem Angriff sicher. Die erste Ueberschwemm- ung habe die Mitwirkung der engliichen Flotte verhindert und die Hossiiung zerstört, den rechten deutschen Flügel bei Nicuport zu uinklammern. Tie zweite Ucberschwcmm- ung sei noch verhängnisvoller, denn sie verschiebe die deutschen Angriffe in größere Nähe von der französischen Grenze und Paris, Tie Dcrbündetcn hätten also durch die Ueberschwenimungen selber strategische Vorteile mutwillig prcisgcgebcn. Der „König von Jerusalem". Paris, 18. Nov. Der konservative Abgeordnete Denys Cochin schlägt vor, daß die Verbündeten nach dem Fall des TürkeurcichS König Albert zum König von Jerusalem machen. Frankreich als Protektor Svriens und England als Herr Aegyptens könnten sich auf keine glücklichere Wahl einigen. Ans England. Die cnglischkn Verluste. London, 19, Nov. As- gnith hat bekanntlich die Zahl der englischen Verkuste bis zum 31, Oktober auf 57,000 angegeben. Auf einer Massen- versamnilung in Salford erklärte Lord Newton, daß die Verluste bis zum 3t, Oktober auf 80,000 Mann anzugeben seien. Einige Bataillone hätten ihre sämtlichen Offiziere verloren; ein Bataillon Kerntruppen stehe jetzt unter dem Befehl eines Adjutanten-llnterofsiziers, Zwei Divisionen, die zusammen ungefähr 37,000 Mann stark gewesen feien, seien jetzt auf 6300 Mann zusammengeschmolzen, Lord Newton sagte, es sei unklug, diese Tatsachen zu verheimlichen: viel verständiger wäre cs, sie der Nation mitzntei- lcn, damit die Nation wisse, wie dringend nötig Verstärkungen seien. Englands Verluste an Scelenteii. Von der Schweizer O'rcn.jc, 19. Nov. Aus London meldet die „Agcnce Havas" Im lluterbause teilte Wilson Churchill die Verluste der englischen Marine bis zum 17. November nnt. Sie beliefen sich: n» Offizieren auf 222 Tote, 37 Verwundete und 5 Vermißte, an Matrosen auf 3455 Tote, 428 Verwundete und l Vermißten. Nicht mitgcrechnet sind 1000 Vermißte d-r Flottendivision von Antwerpen, 875 Mann auf der „Good Hope" und eine in Holland internierte Flottendivision, Die künftige englische Kirchenmusik. Wie nus London geincldct wird, beschäftigt sich die Kirchenzeitung „G»ar- dinn" in eincin Artikel mit der zukünftigen englischen Kirchenmusik, Das Blgtt führt eine gnnze Reibe englischer Hymne» an, die deutschen Ursprungs sind und wirft die Frnge guf, ob man diese alle in Zukunst aus den englischen Kirche» verbanne» solle. In seinen weiteren Betrachtungen kommt d"r „Guardian" zu dem Schlüsse, daß die deutsche Kirche feit der Reformation sich durch die große Zahl ihrer Hynmen und durch ihre Musik ausgezeichnet habe und daß die englische Kirche Martin Lutber zu viel verdanke, als daß man von einen, solchen Boykott träumen fönte. Die englischen Hunnen In der englischen Preste erscheinen Tag für Tag Lügen über die „Deutschen Hunnen". Da ist es nun interessant, aus den, Bcfehlsbuch, dar bei einem gefallenen e'igiijche» Offizier gesunden wurde, zu ersehen, daß gerade die Engländer allen Grund haben, vor ihrer eigenen Tür zu kehren. In de», Tagesbefehl an 2. Bataillon Royal Scotb Füsiliers heißt es i» deutscher Uebersetzung: Tagesbefehl, oc. B. Coy 2. Bataillon Royal Scoth Füsilier« Da viele Fälle voraekainmen find, in denen von Oriii Seite 2 scheu Truppen besetzte Häuser geplündert worden find und viel Schaden ungerichtet worden ist, muß daran erinnert werden, daß unsere Truppen augenblicklich in dem Lande unserer Verbündeten operieren, Bon englischen Truppensührern wird also selbst die Tatsache bezeugt, daß in vielen Fällen britische Truppen die von ihnen besetzten Häuser geplündert haben. Aber nicht genug! In dem Befehl wird ausdrücklich daran erinnert, daß die eng, lifchen Truppen augenblicklich in den, Lande ihrer Verbündete» operieren. Damit wird ohne Zweifel angedeutet : „Später, wem, wir in Deutschland, dem Lande „nserers Fe-no-e lein werden, wird das Plündern crlauot jein.“ Und solche Leute wagen es, über uns Deutsche zu Gericht zu sitzen! Auch folgende anderen Stellen aus de» englischen Tagesbefehlen find recht kennzeichnend: Tagesbefehl des Oberlculnanis Baird Smith, Kommandeur der Royal Scoth Füsiliers, Terhand, lg, 10, 14. Auszug aus Armee-Tagebefchl, n) - b) Zurückbleiben hinter der Truppe (ftraggling), Nachzügler, Der Oberkommandierendc bemerkt mit Unwlllcn. daß das Zurückbleiben hinter der Truppe bei den Korps der im Feld stehenden britischen Kräfte noch anhält, und er hat Grund zu der Annahme, daß in bestimmten Fällen nicht ge- uügtnb Anstrengungen gemacht werden, um zur Truppe z». ruck zu gelangen, d) Teilweise Zivilkleidung ist streng verboten, c) Abz-iche», Der Gebrauch der Soldaten, ihre Regimcntsab- zcichen zu veräußern, wird strengstens untersagt. Die ein Kommando führenden Osiiziere haben die notwendige» Maßregeln zu ergreifen, um zu verhindern, daß Verwüstungen (damage) angerichlet werden, M-nn eine Wiederholung der bereits berichteten Zu stände eintritt, hat der Kommandierende Genera! die strengsten disziplinarischen Maßregeln zu treffen. Zugegeben werden hier somit folgende Eigenfchaften, Drückcbcrgerei, Tragen teilweiser Zivilkicidung, Veräußerung von Regimentcabzcichen und B-rwüsiungen. Diese Auslese kriegerischer Tugenden spricht sür sich selber. W, T, V, l.'ri'ilüip'trlüindtr „Kirrlsnihk" bfldjla^nnljnit. Amsterdam, 16. Nov. Das „Handelsblab" meldet aus London: Der Kapitän des holländischen Dampfers „Maria", der mit einer Ladung von Punta Arenas nach England unterwegs war, erzählte, daß sein Schiff am 20. September von de», deutschen Kreuzer „Karlsruhe" beschlagnahmt und versenkt wurde. Ter Kapitän und die Mannlchast der „Maria" wurden an Bord des Begleitschiffes „Crefeld" gebracht. Die „Karlsruhe" hatte damals bereits die Dampfer „Po- wicastle", „Strathroy", „Maplebrnnch", „Highlandhope" u. „Jndrani" beschlagnahmt. Au demselben Tage wie die „Maria" wurde der Dampfer „Corniscity", an den darauffolgenden Tagen die Dampfer „Rioaguasu", „Farne", „.Kiabadel-Arinaga", „Lynroivan", „Cervantes", „Pruih" und „Candor" beschlagnahmt. An, 22, Oktober lief die „Crefeld" in Santa Cruz ein und landete msgcsamt 139 Personen von den erbeuteten Dampfern. Lol» der deutschen Truppen. Ein Anlwerpener Bürger, der in den, Antwerpencr „Handelsblad" seine Tagebuck-aufzeichnungen ans den Tagen der Beschießung der Stadt veröffentlicht, schreibt darin über die deutschen Truppen von, 10. Oktober: Die Hauptmacht der (deutschen) Truppen ist nun ein- gerllckt, und ich wohnte ihrer Ankunft aus dem Großen Markt bei, der in ein Lager umgewandelt ist, eine wah.e Szene aus Wallcnstcins Lager; der ganze Raum ist mit Stroh bedeckt, die Soldaten auf deni Boden hingestreckt, die Pferde ansgcspannt und an die Wagen gcbimdew So still und schweigend die beulldjen Soldaten gestern waren, so lustig und ausgelassen sind sie heute. Dröhnend klingen durch die Straßen der verlassenen Stadt die kräftigen Töne der Wacht am Rhein und von Deutschland, Deutschland über alles, des hinreißenden Gloria, Viktoria und der gemütvollen Heimat. Das Aussehen der Truppen ist prächtig, das müssen auch die Belgier bekennen. Frisch die Mounschnfteu, frisch die Pferde, frisch die Kleider und Ausrüstung, bewundcrungswert die Zucht. Sind das die »erhungerten Soldaten, die erschöpften Pferde, die uns gcschil- dcrt wurden? Aber nicht nur äußerlich stark ist das deutsche Heek, sondern von gegnerischer Seite wird auch die inncrlidx Stärke immer lauter und immer unumwundener anerkannt. So erzählt der Franzose Jean Breton im „Journal d« Gcneve" viele rührende Beweise deutscher rücksichtsvolle Kameradschaft gegenüber französischen Verwundeten auf dom Schlachtselde. Er meint, daß diele Verwundeten ihren unbekannt gebliebenen Lebensrettern immer ein dankbares Andenken bewahren würde». Ein Mitarbeiter der „Daily Chronicle", der übrigens schreibt, daß die in englischen Blättern gemeldete Zerstörung von Ipern stark übertrieben sei, äußert sich mit warmer Anerkennung über dir Frömmigkeit und Gottesfurcht der deutschen Soldaten, die großen Eindruck mackx. Au verschiedouen Orten hätten die Maunschafteu Gottesdienste gewünscht, a» denen sie mit bewundernswerter Andacht teilgenommen hätten. Diese Worte des Lobes teilen uns ja nichts Neues mit. Wir kenne» »nd bewundern die innerliche Stärke unserer Soldaten ebenso >vic ihre änßcrc Kampfeskraft. Daß aber auch bei unseren Gegnern diese Einsicht und die Anerkennung sich so vernehmbar durchringt, verdient immerhin verzeichnet zu werden. Nr- 273 Deutsche Feldbrirfe. Ein Friedberger Bürger stellt »n4 einen Brief zur Verfügung, den seine Tochter von ihrem Manne, der als Land- ftürmer im Felde ist, erholten hat. Von Brandenburg a. H. woselbst wir eingekleidet wurden, ist unser Londsturm-Bataillon per Bahn verladen und nach 132 stündiger Fahrt in Lüttich gelandet. Wer 132 Sttinden in der Bahn gesessen hat, kann kaum beurteilen, ob er ein Männlein oder Weiblein ist. In normalen Zeiten wird man dies für ganz unmöglich halten, doch im Krieg, geht eben alles. — Ter Transport geschieht meistens Bntaillonsweise und man gebraucht hierzu circa 40 Wagen; jede Kompagnie 10 Waggons incl. Bagage und Pferde für die Offiziere (Infanterie.) Von Lüttich sind wir zu Fuh in ca. 10 Tagen durch ganz Belgien marschiert und haben die Route — Tangers, St Trond, Tirlemont, Löwen, Brussel. Hal, Soign'cs. Mons, St Ckristain passiert. In Anbetracht, twh »ir schon Landsturm-Leute waren sind die Marschleistungen selten höher wie 15 Km. pro Tag gewesen; im Gegensatz zu unseren aktiven Truppen, welche 30 Km., sogar aut dem Rückzuge begriffen, 75 Km. geleistet haben. — Wahrend dieser Marlchtagc durch Feindesland leben wir manch in- teretsantes. welches ich zum Teil noch schildern werde. Ich niöchte noch kurz aus die Bahnfahrt ziirückqrciscn und vor alleni die Schlafgelegenheit schildern. Tie Leute, tvelche in einem Viehwagen befördert werden, haben trotz der schönen Wagen von 2. und 3. Klasse einen prost"» Vorteil, denn die 30 bis 3.0 Mann die in einem solchen Wagen beauem Platz haben, können abend? die Sitze bis znr halste des Waaens anbringen und so schlafen ansgcstreckt oben 10 und im*?n ans der E'de ebenfalls 10 Mann, während in 2. und 3. Kl. circa 10 bis 12 Man» sitzen müssen und nur die Tauer ist diele Lage eine ganz furchtbare. Zum Glück batte auch ich einen P'ebwagen, worüber ich zu Anfang fahr lkbimvtte. später ober den aroste» Vorteil einkab. — Ans der Tour durch Belgien bezogen wir meistens Kompagniemeiie Scheuncnauartier und muhte» uns mit St-ast beanngrn. — Tie Scheunen sind gegen unsere in der Heimat schlecht, wie überhaupt die gon-e Landwjrtschatt nick't ans der Höhe ist; möglich d»h der Krieg hierzu viel be!*rg'en mag. — Auf unserem Marsch durch Belgien kam zwilchen St. Trond und Ti"l-",ant d"r Bekebl, d st das 2. ♦''irr-’n van »ns gegen 4»00 Engländer im Gefecht liege: daraus wir im Eilmarsch nach, doch batte ein aktives Regiment, welches weiter vor, war, die Gentlem» vernichtet. Tie bewußten 4000 Engländer sind vor Schließung der Belrftigu-—s'ette von Antwerpen entwichen, welche sich znsannnen gesunden haben um den Anssall zu machen. — Was wir nun m Löwen gesehen haben, lägt sich nie beschreiben, nur der persönliche Eindruck wird ewig bleiben. Ans den Zeitungen werdet Ihr alles entnonnnen haben und will ich mich kurz snsscn, eS ist ganz furchtbar. Zwilchen SoignicS und Nen-ailles passierte auf der Bahnstrecke ein Unglück, indem ein Zug, besetzt mit den Ilern ans Bromberg entgleiste. Ein Wagen fiel um und batte rin Feldwebel seine beiden Füße verloren: weiters 3 Man:» wurden leichter verletzt. — In St. Christain sollte »nrser Bataillon Standquartier beziehen, doch kam der Befehl »vir sollten weiter voc und überschritte» bei Henlics die französische Grenze. —In Heusics hatte unsere Kompagnie das erste kleine Gefecht gegen eine belgische Radfahrer-Abteilung von ca. 120 Mann, welche mit Dynamit versehen die Eiienbahnbrücke sprengen sollte. Persönlich hatte ich die linke Scitcnlenkung und kan» dadurch nicht ins Feuer. Von belgischer Seite blieben 13 Tote, die anderen flüchteten und konnte an eine Derlolgiing nicht gedacht werden, da wir ohne Kavallerie waren und noch sind. Verluste hatten wir nicht. Rach diese,» kleinen Intermezzo marschierten wir nach Bovai, Avcsncs, La Capelle und von dort zurück nach Sains du Nord. In Sains blieben wir ca 10 Tage und belvnch-ten hier die Bahnstrecke Avesnes—Sains du Nord Feron—Trelon. Unsere Truppen, werden über diese ge- sprengte Bahnstrecke, welche von unseren Eisenbahnern »vie- der hergestellt, befördert, »in den linken Flügel der Franzosen zu vernichten. In Belgien sind nebenbei bemerkt fast in sedem Torf »nd jeder Stadt so und soviel Häuser vollständig ausge- brannt: in Frankreich liegt die Sache anders, hier hat nur die reiche Bevölkerung gelitten und zwar ganz gehörig. Von Sains du Nord haben wir eine Requisition nach Liessier ausgcfiihrt. Wir haben dortlelbst jedes Haus nach Waiien und Munition untersucht und beschlagnahmt, außerdem sänitliche Plerbe. Kühe, Heu, Stroh, Hafer. Kar- tcsseln etc. für unsere Truppen im Felde mitgenommen. Tie Leute erbosten für diese Gegenstände, die dieselben unbedingt brrgebon müssen, einen Bon, welchen die französisch- Regierung noch Beendigung des Krieges bezahlen da-tt. Es ilt keine angenehme Arbeit. viele Tränen fliehen, wenn ein Pferd oder ein sonstiger Gegenstand abgenommen wird, woran die armen Bauern mit Herz und Liebe hän- gen. Tie arme Bevölkcrung hat ja doch am meisten zu seiden, denn alles wird ihnen genommen. Es kann nicht wehr lange dauern, so ist alles Vieh von der Weide verschwunden und die Hungersnot ist da. Tie reichen Leute sind in Nizza etc. und kümmern sich de» Teufel um das Elend chrer Landsleute. Von Sains du Nord sind wir nun nach Dompierre weiter vorgerückt und bewachen auch hier die Buhn strecke und zwar Manbeuge — Paris. Wir wurden dort vom .02. Jnf.-Landwehr-Regt. abgclöst, welche schon verschiedene Schlachten nritgeniacht haben. Die 3. u. 4 . Kompagnie von uns, wurde den, 1. Bat. dieses Regiments vorerst zugeteilt um die Lücken dieses Bataillons »uszufiillen. Wir befürchteten schon mit diesem Regiment Neu« T«,e »z»it,»,. gt*U«g. den 20- November 1914 bei neuem Gefecht mit ins Feld zu rücken, doch ist inzwi- scheu schon Ersatz für das Bataillon eingctrosfen, welches in Hirson noch Wetter ausgcbildet wird. Ich liege nun mit 10 Mann ungefähr 2 Km. vom Tork (Tompierre) entfernt auf einem einzelnen Gehöft und bewache, wie ichon gesagt die Bahnunterführung. Tie Leute dieses Gehöfts find Teuifch-Hasfer, wie ich bis jetzt noch keine angetros en habe. Tcr Mann von hier ist im Felde, und sind nur die junge Fra», ihre Grohn»,tter mit Kind und ein zur B wachnng der Frauen herbeigeholter Nachbar hier anwes, d- Tie Leute muhten ihr S.lüoszi,inner räumen und «ns "ir | Verfügung stellen und haben wir zur Erde M Kratzen lie- ! gen, was unser Nochtquarticr ist. — Tora,, anschliehend nt 1 die Küche und es ist. Mode, hier die Zeit zu nerbrin m ] 2‘a3 einzig gefährliche bildet das Terrain, den» in Nordsrankreich sind Weiden und diele sind mit dichten Hecken umzäunt, wodurch ein Il.-beriall leicht möglich ist. Hosien wir. dah dies nicht passieren wird. Unser Dmnch ist. lange hier zu bleiben, anstatt von Ort ,,, Ort z» wen- tcr», den» je weiter wir vorrnck-n, nmlo ssttte-Rer und schlimmer für uns. Weibnachten werden wir wobl bst-r feiern und daran zu denken, bringt mir Träne» in de» j Augen. Immerhin will ich Troll suchen darin, d st d'" ?-ne mich gut zu leiden haben »nd mir den Ausenl' so wie möglich machen und mir zrde» Wunsch von dev , abiehcn, zumal ich mein französisch onssrilrste in d c» ' ganz leidlich verständigen kann. Ter größte T st ill i doch der. was lange währt, wird gut, »iiilo gröst'r > m i das Reich, umso sester d-r Frieden und umlo gr - d Achtung der gesammteii Weit für unser liest'? da Vaterland. Somit ,'chliehe ich diesen Bericht mit den, innigsten Wunsch, alles dos wieder zu leben w's m-' ■ , Herzen nm nächsten und das ist niein licbc-s a,tte? T-e„c', Tein Karl. Ans fjcimat. * e —Frirdbrre, 20. Nov. lTotenfcft.) Auch diesmal muh von einer besonderen Voranstoltnng in der Friedhofskopelle abgesehen werden, da die Herstellung?,:r- bcitcn an der Kapelle noch nicht ganz vollendet sind. Ta- für wird der Posaunenchor am Nachmittag »in >/,<3 Uhr o»f dem Friedhof wieder einige erhebende Stücke blasen. Um 4 Uhr wird der Kirchengcsangverein unter gütiger Mitwirkung von Fräulein Lina Tiencr, Herrn Organisten Rein h e imtr und der Chorschi,le wieder in der Stadtkirche eine geistliche Musikanfsührung veranstalten, d'e die Tröstungen des- Evangeliums zum Gegenstand Hot. Die zc'dlrcichcil, durch die Kricgstraucr vermehrten Besucher der letzten Ruhestätte ihrer Lieben wird aus dein Friedhof wieder ein Trostblatt unentgeltlich verteilt werden, das geeignet ist. die Eindrücke „nd Gedanken des Totenfestes datum in der Stille noch Wetter zu klären und zu vertiefen. Aufwärts die Herzen z» der Losung der Christen: durch Tod ziim Leben, durch Kreuz zur KroneI * Lbee-Neoirrch, 20. Nov. (Gruß aus dem Felde) Einem Feldpostbrief sind von der „Rosbacher Batterie" loiaende Zeilen beigekegt worden, die wir hiermit zur Veröffentlichung bringen: C u rch y, 10. Nov. 1014. Mehrere Rosbacher Artilleristen vom Feld-Arlillerie- Negiment til gedenken mitten im Donner der Geschütz« ihrer Il-c-n An—' '—- «-......1 t—>> •„ ,,„ t Heimat, und senden Ihnen in drr Hoffnung auf frohes Sv.cdcrieh.n hc.zt.llie Gruße. gez Hrch. B t e ch c r , PH. Hock, Jakob L a u » h a r d , Philipp Backes, Peter Eunz, Karl Tritt, Ernst Kästner. * Darheim, 20 Noo.AIs sich der Nachtwächter bei der Friedbcrger Zuckerfabrik, Ed. R ö ß n «r , gestern abend zum Dienst beerben wollte, wurde er auf dem Wege von Dorheim nach Fauerbach von einem Schlaganfall getrosten und verstarb auf der Straße. Der Verstorbene, ein fleißiger und rechtlicher Man», erfreute sich hier allgemeiner Achtung. * Berstadt, 20. No». Von jeher stand, wenn es galt, Schmerz zu lindern und Tränen z» trocknen, Berstadt nicht zurück. Diesen guten Nus hat sich unsere Gemeinde auch in dem gegenwärtigen Kriege bewahrt, sie hat sich i» hervorragender Weile an Sammlungen, die zur Linderung der Kriegsnöte cingeleitet wurden, beteiligt: es ist ersreulich, sestzustellen, daß der Opirrsinn unserer Einwohner noch keineswegs nachgelassen hat. Seit Anbeginn des Krieges wurden gesammelt' Fürs Rote Kreuz 800 außerdem i? Kisten, enthaltend: Hemden, Unterhosen, Socken, Taschentücher, Leibwäsche, Schinken und Wurstwaren usw. 1 Waggon Kartosscln wurde nach Mülhausen gesandt, 100 Zentner Kartosseln nach Bad-Salzhauien ins Lazarett nebst 200 .« in baar. Diese Wcche ging wieder ein Waggon mit Kraut nach Mülhavscn. Eine dicswöchentliche Saussammlung ergab 400 die zum Ankauf für Liebesgaben für die draußen tämpfenden jungen Krieger der Gemeinde Berstadt dienen sollen. * Fravksnrt a. *01., 19. Nob. Sine Anzahl Viehhändler hatte« sich am 1ä. Stovember im .Löwenho," zu Frankiart zu einer Besprechung über die Schlachtvichlieferung an die Arme« Konservenfabrik in Mainz eingefunden. Es wurdc darauf hingewiesen, daß unter den Viehhändlern der Regierungsbe- zitt« Kaisel und Wiesbaden, des Troßherzogtum Hessen sowie deuen des nördlichen Baden und denen in Franken eine »roße Erregung darüber herrsche, weil der Vorsitzende des Bundes der Viehhändler Derttfchlanbs, fi. Daniel-Dierdors, de» lim- lauf des Schlachtviehs für dir Armee-Konservenfabrik in Mainz, dir täglich 120 Stück Rindvieh »nd 100 Schweine in nur besserer junger Qualität benötige, mit verschiedenen Kaoi taliste» sozusagen allein übernommen und den legttimen Viehandel von Begiuu der Mobilmachung bi» Ende Oltober ge radezn -usgeschaltet habe. «No in einer Zeit, in w Vieh ___ Seite 3. (Weideviehs reichlich vorhanden gewesen. Als beilpielsweife verschiedene Vorstandsmitglieder des Mitteldeutschen Diehhänd- lei Vereins (Sitz Frankfurt a. M> vor Wochen mit Herrn Daniel in Mainz b-hufr Lieferung Rücksprache nahmen. lei von Daniel ihnen bedeutet worden, daß er erst da» von der F r--, Wertheimer-Berlin vorgekiutte Vieh abnehmen müßte. - io 0.,'cr Quantität vorhanden lei. daß es bis Ende Okto- b r v.\, Durch Viehhändler I-i aber fcstgestellt, daß Wert- ‘ ■ S-ptember und Anfang Oktober im Oldenburg, h i- >»>o iii SmHim große Mengen Rinder hat antaufcn lah 1 . w.. - -, erh. l«. doß Wcrtheimer damals bereits kein« 2- ' n'e mebr botle. Werrhcimer lei nun einer der „M-t- i der Bichlieserung des Daniel. Daniel lall nn d'- öli -crmigen 4t. Prorent verdienen, das inrch« b d,.- o-. bc iirchen Lieferung mehr wie 02 000 Mark ans, c£: .r i-, die nur einzelnen zu gute lamme, Dielen Pro« - -l'-e der Viebbavdcl nicht, er begnüg« sich Ii.it 2 P'» t. Gcirn solche Vorkommnisse müsic eingeschritten wer. I », ; , der Vielhrndel in seiner Gesamtheit von der bedeuicn. dcu Li i.ruog und gerade in den Monaten August, September, Oktober, wo Vieh in Massen vorhanden, ausgeschallel morden lei. Am 14. November habe Daniel sich allerdings an die Rlitalieder des Bundes der Viehhändler gewandt und darge- ta» daß die Mebrzahl der Liehhäuelar seine Aussorderiinq znr ichlieferun, unbeachtet getanen und ersucht dringend darum, ' , mir der Lieserung von gutem Vieh zu unterstützen. Das ki E "ichn-nd. Jetzt lei das Vieh knapp und schwierig zu h,v Der Viehhändler sei nun gut genug, aus dem Lande vor . r ' Ski' 3 zu gehen, um mühsam das Vieh aufzutreidrn. Hesien-Rasia». » Hot heim -, M.. t9. 0!ov. Der Königlich Preußisch, D.-.-.-:nent: .-IS hat!« bekanntlich gegen die Weingu' besitze! ..-g Kri ick ll „nd Ebert in Hochheim a. M. eine Klage beim e: baden er Landgericht angestrengt und darin verlangt, dctz die B-Nagten es unterlasien, Weine aus Wein'.-.rgsiiar- zeu-n. dis an solche der Königlich Preußischen Domäne stoßen, „Doi-idechaney Weine" zu nennen, da der Fiskus Alleinbesitzer der Domdechanen sei. Die Klage wurde vom Landgericht Wiesbaden zurückgewies.-n, da der Fiskus sich nicht als Allein. Ritt r der iraglichen Weinbergslage bezeichnen kann-.-, 2I»ch d. Oberlandesgericht Franliurt a. M. kam aus die Becnsung des obg.-wiesencn Fiskus zu derselbe» Enlscheidnng. Nun- n-rhc kam auch das Nclchsgericht, desien höchste Entscheidung der Fiskus anrief, zur Abweisung der Klag«. * Wicebadon, 20. Nov. Die Maul- und Klanensenche greift im Regierungsbezirl Wiesbaden immer mehr um sich. Sie breitete sich in den letzten Tagen weiter aus in Delkenheim und Klovpenheim im Kreise Wiesbaden Land, in Sofien, heim im Kreise Höchst a, M, i» Weißkirchcn im Obcrtaunus. kreis, in Viclbach im Unterwesterwaldkreis, i» Hachenburg im Obcnvcsterwaldkreis, und im Kr.'ise Westerburg in den Gemeinden Mcudi, Niedcrsain und Mähren. Die Kreise St. böo-irshausen, Untcrlahn, Oberlahn, Usingen, Uniertannns, Dill, Biedenkops sind noch seuchsnfrc!. * Wiesbaden, 20. Aov. Die Landwirtschaftlichen Winier. schulen in Idstein im Taunus und z» Hof Geisbcrg wurden am lü. November cröfflict. * Zunahme des Schwarzwildes. Wie zu Anfang der 70er Jahre des vergangene» Jahrhunderts, so wird heuer aus verschiedenen Bezirken der Eifel und des Hunsrück über die Zunahme des Schwarzwildes lebhafte Klage geführt. Die Sai-en wechseln aller Wahrscheinlichkeit nach insolgc des Krieges aus den westlichen Ardennen in die deutschen Waldungen hinüber. Man kann in den Wäldern der Eise! und des Hunsrück zur Zeit Rudel von 0. 11 und 15 Stück spüre». In manchen io«, zirke» hat man mit dem Abschuß dicscr „fraiizösisiiicn Save» - begonnen. Starkenburg * Darmstadt, IS. Nov. Dum Dumgeschosse fanden sich unter der in größeren Menge» in den letzten Tagen als Kriegsbeute hier eingelieserten Insanterie-Muuiiwn, ein Beweis, daß. unsere Feinde trotz aller Ableugnungsversuche, trotz der Bestim- m ingen der Friedenskonvcntion mit diesen mörderischen Gc> schosien arbeiten Das Geschoß ist etwa ;; Jentimeler tief aus maschinellcin Wege ausgebohrt. — Die ersten russischen Gefangenen kamen vorgestern hier an. Es sind russische Uiitcros siziere, Feldwebel usw., die sich bei ihrer Festnahme s. Zt. anscheinend um bessere Behandlung zu erreichen, als Oijiziere e. üsgegeben und deshalb nach der Fesrnng Mainz gebracht worben sind, da dort zunächst nur gefangene Offiziere unlcrge- bracht werde» sollen. Nachdem jetzt ihr Dienstgrad scsigesteNt wurde, kaincn sie aus das Griesheimcr Franzoscnlagcr. * Darmstadt, 20. N. Der Landwirtschaftslehrer August Heß ans dem nahe» Pfungstadt, ein Kenner der Kolonien, der außerdem als Plantagenleitec in Brasilien längere Zeit prattisch tätig war, wurde als wisienschaftlicher Lehrer an die Kolonial- und Forstschule Miltenberg am Main berufen. Aus Rkeinhesien. * Mainz, 20. Nov. Der Vorstand der Landwirtschaft»» tammer sür die Rhernprovinz hat dem Landwirtschaftsmint- ster über die vermehrte Notlage der rheinischen Winzer dnrch die diesjährige Mißernte Bericht erstattet und Hilfsmaßnahmen beantragt, die sich besonders aus Gewährung zinsfreier Darlehen erstrecken sollen. Weiter bat der Vorstand, daß durch ein Ausnahmegesetz in diesem Herbst die zeitliche Beschränkung der Zuckerung ausgehoben «der wenigsten» verlängert und die räuinliche Begrenzung aus 25 Prozent ausgedehnt werde. Fronksnrler Wetterbericht. Voraussage: Wollig bis auf »eichte Schneefälle, trecken. lalt, Nachtfrost, östliche Wind«. Vcranttvortlich sür de» politische» und lokale» Teil: Ott« Hirsches. Fricöberg; sür de» Anzeigenteil: K. S ch t» i d t. Friedberg. Truck und Verlag der „Neuen Tageszeit»»-" A. G., Frichberg i. H. Ml. 273 Mcut Tageszeitung. Freitag, den 2». Moneinbee 1314. rette «. Am 28. Ott. ltnrb den Heldentodj.irs Vaterland in der Schlacht in Le Ouesnoy mein I inniastMiiebter NI vergeblicher Galle, der treusorgeno« Valer l«iner Kinder. un|er | lic’ci Bruder, 8-bwiegerfahn, kchaaner Sieffe, Onlel und Pate 3tlfer»l Klrich ! Reservist im Res-2nf.-Regt. Sir. 1 IC, 9. Komp. | im 29. Lebensjahr. Rrichelshci-», den 18. November 1914. In tiefem Schmer;: Frieda Ulrich ach. im Namen Cer Hinterbliebenen. M i Statt belonderer In ei ge. G Heute morgen entfchlies nach kurzem Leiden Mj K? unser lieber Lohn, Bruder, Schwager und Onkel M, ' i'; [im Alter von 34 Jahren. Asien' eiul, den 19. Nov. 1914. Die n-arrernden Eltern: Ludwig Schmidt tt. Frau, FlUkrltttt'ch Die Beeidigung finde! statt: Sonntag, den 22. Nov., ! nachmittags - . i.h.-. ' - Blumen hrenden danicnd verb:tcn. Güterverpachulug. Montag, den 23. d. Mts. sollen na.hoeizeichn.ie Grundstücke anderweit au, 9 5ah.e ocioachler werden und zw.li: Lorniittags um 10 Uhr die Grnndstick« der Gemocknn' Friedderg irn Saale über de» städtiich» Pserdestälien (E.n- oong von der Haazstcatzef. - 9252 qm, am Ringgraben die sog. Koppcl- 5 Adle lungcn. a t Iso qm} bec Ohriochs- und Schlagrrez. 3 .9 qm. Weg hinter der Blindenanstalt. 10:5 qm, Voiejc NN Usatsldcke». Ml qm, Acker am Pfagenbrunnen. jhrrcdbcrg. Spiel-Plan n VJM kaarstac, Lev 2!. N.'-rrei»b«r l»»s eissch). Meuta?, 2:. 9Lsv. Üfl'rte Zer $rrjk:lr.Bi ?öt! Üfi« Ätlfl iijAIfUjf. 1. Der Sianiv? um Ldi.L'^-erpei,. 2. Dle U5cliict Vors ichten e nen ftnrp rijcn b-eichü« iranspo t au zerstören, indem sie sührer- leje Mo omo iven und mit 6cino beiadei e Mengen unter Doitdampl daraus io;-! fetzen. Unsere Truppen vercitcl en diese^ Absicht durch A« rer eu der Schiene.t und b echt n die „isilceu" (Li.enbahn-.n zur ISn.plci ung. 3. Iin Kampf um Mechein wur e die ^1« r dur.v befische Ge- Ichütze irark be chävrgt. 4. gort ^ . a haem. ö. Tie deutsche Ulaqae au> dem cobe ten r,on Wacherem. 6. Innere ^estun.'smrr..". 7. Ti' Wirkung der schweren <--e schütze. 8. Die brennenden Peirol-mn- Iank5 ini ^intwerpener Hafen. 9. Festungstor. 0 . Ti' A twe.penerKa ^ edrale. 11. Das ^'iatf-aus in dem sich Der die deutsche Koma idant.rr befinde. 12. Del etzung König Karols.von Rumänien. Iuotrliitstgtr, k!ret»si«kl jnHrrer Mm mit nuici Hand'chrift von einem hiesigen Ge'chöfr ak sk rl.'iii, grstcht. Gründliche Ausbildung irn Vertan-, wie in allen zeit- gemähen Korrtoiarbriien. 'Angeb. an die Exp. d. 81 X. „nt r 6i. 291». 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Lrn hentrücken: Dr. Schocker. ^iideoheim: Dr.Dalqneii-Hrlderi- berze». Dr. Hrnnci-Rendel. Borg- »riiserirode: Dr. Walocck- E-ofi-Ka>be . Vugcha h: Dr 2vog- er, San.-Rat Dr. Ohrackei-Butzdach. Soz’.tt et:Can.-Rot ttr.K Becker. Dnen'»I's?Hh,im: Dr Gichenberg- Echzell. Dar.e weil: Dr.Kullman>r-Vilbel Dr. Äiarcy-Ni bei. Dr. Smin.'h- ^ Vilbel, Dr. Waldeck. 3aiierbah o. d. Sj.: Dr. Wagner. tan -Rat Dr. Ohnacker, Dr.PH ^ Sto!l-Obe--Mörien. Ariedbcr'-Faiierbach: Fan-Rat Dr. n. Becker, Geh. Med.-Rat Ar. Wecke.ling-Friedbeig. Sambach: Sa i.-Rat Dr. Olmacker. wrirdel: San.-Rat Dr. Oh acker. Grosj-Karben: Dr. Waldcck. Harheim: Dr.Kullmann.Ar.Malcy Hausen mit Oes: Dl Rögner. He ornbergen: Dr Datq en Hoch-Weise:: Dr Wagner, San. Rat Dr. Obnacker. Holzhaajea: Dr. Kistner-Fried- r.chsdors. Ilbenstadt: Dr. Schocker. Kaichen: Dr Dalquen, Dr.Echäcker Kirch-Göns : Dr. Wagner, San.- Rat Dr. Ohnacker. Kie n-Karben: Tr. Henrici, Dr. Waideck. ''loprenncim: Dr. Waldcck. Langenhain m. Zicgcnberg. Dr. Ph. Stall. Maibach: Dr. Röstner. Massen, eim: Dr. Killlmann, Dr. Riaieh, Dr. S ametz. Melbach : Dr. Scrida. Müi, ..er: Dr. Wagner, San.-Rat Dr. Ohnacker. Münzender,: Dr. Wagner. Wohnbach: Dl. Scriba. Zahnärzte und Zahatecharter stehen zur Zeit den Mitgliedern zur Ver.ügung: N>e»er-Lri«ab»ch: Dr. Kullmann, Dr. dNaley, D. S.ameh. Niider-Eschbach: Dr. Killmann, Dr. Maley, Dr. Mindack- Bonames. Nieder-Florfladt: Dr. Ad er. Nirber-Mör en: Dr. PH. Stall. Niedrr-Rosbach: San.-Rat Dr K. Becker. N'«»cr-W«>Iel: Dr. Wagner, San.- Rat Ir. Ohnacker. Nieder-Wöllstaet: Dr. Schöcker. Oder-S.lenbach: Dr. K llinann. Dr Ot o 2i!ien I.-Homburg lnur im Notfälle,. Ober-Eschach: Dc. Kullmann, Dr Otto htticu l.-Hornburg (nur im .kotfalie). O.er-nlor-adt: Dr. Adler. Ober-Mrrlen: Dr. Ph. Eioll. Ober-l oabach: L-an.-Rai Dr. K. Becker. Ober-Wöllstadt: Dr. Schöcker. Ockstadt: Sa» -Rat Dr. K. Becker Okarben: Dr SLardeck. Oppershojcn: S.-.n.Dr.Ohnacker, Dr. PH. Sroll. Olsen'.ein,: Saii.-Rat Dr.K.Bccker Osthcim: Dr. Wagner, San-Rat Dr Ohnacker. Pct.er.oeit: Dr. 'Waldeck. Pohl-Göns: Dr Wagner, San.- Rat Dr. LH acker. Reichelsheim. Dr. Elchenbero. Readc,: Dk.Henrici, Dr Waldeck. Rockender,: S.-RatDr Ohnacker Rad,eim: Di. Svaldeck. Rödgen: San-Rai Dr.K.Bccker. Dr. Ph. St il. Schwalheim: S -R. Dr. K. Becker. Södel: De. Scrrba. Staden: Dr. 21.Ui, Dr. Nicoley. .tamrnheiin: Dr 'Adler, Dc. Niloley. Stein,urtg: Dr. PH. Sroll. Trais-M n.enuc.g: ü r. Wagner Bilde!: Dr Kullmann, Dr.w.aleh, De. Szame,,. Weckesheim: Dr. E:chenberg. W.ckstadt: Dr. Schackcr. W>iiel».,eim: Dr. P ,. toll. Wöl ersherm: Dr. Scrid». ist das billigste und nahrhaltesteKraf <■ luller für Kühe, Stangen, and Mastschweine. Preiswerte Offerte auf Wunsch. Bremer Reis- u. Kraftfutter- Gesellschaft m. b. H. Bremen H. 45. Kornstroh kszlrgeldliisch) sucht zu lausen die Ero'zh. 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Js. im hiesigen Stadthaus, i,immer .>>:*, 4 gesaUrgst abgeben z» wollen, wo für die Weiterbesördernng Sorge getragen wird. Fran 2' o St K oit. Zahnarzt Wialler. Friedberg und BadNauheim. „ Landau, Friedberg. „ Stern, Friedberg. Zahnarzt Hoddes, Bad-Nauheim. ., Ehroeaa». Bae>-3!aubeim. Zahiitechn>er Weyland, V: bet. ., Frau A.Mosg.Buzbach. kpezialarzt« können nur aus Antrag eines Kasscnar tes und nach oorheriger Genehmigung der Ka>scnv:rwaitung in Anspr ch genommen werden. Die Mitglieder, die anficrhaib des Kaffenbe irls wohnen, haben den zunuchstwahaenden Arzr >n A flpruch zu nehmen. Die Berahlung für Jnan>pluchnah>ne anderer a s der o en ge anntcn Aerne ic. wird, adge.ehen von dringencen fällen, abgeleh t. D e Mit,lieber sind verp ichlet, sobald es ihr Zustand «r.aubt, den Arzt in der Sprechstunde auszusnchen. Ar sterdem richten wir an die Mitglieder die dringende vi.te die genaun en Herre i Aerzte, dre z. Zt inso.ge Einb.-r !suog e n:> -Teiles der Kassenärzte stark über! ,ftet sind, nur m wirtlich uad wendigen Fällen in An.piuch zu nehmen. Lcr Borstand: _ Carl Uainni. Vorsitzender. Gruft Üöfrirtjcl uni) farbiparfu- Lpki.: Kgibtii?-ralkr,Plii!kl Lager i» ^ip»-, Lfrcide- Irttdlikrlli.H., Ö'rlrffla 355 Deifien-u.Sa1ken-.:oI,rcu fi»'=n«tri,l. «• in G prachtvollen Nuanien. SlSer & Heniiiii^, SfiilEüIaliriii, Bad-Homburg v. d. H. empfehlen zum direkten Bezug: Kernseifenflocken fir WasfusiiiDSii Sauerstoifseifenfloeken, Keriiseilenpiilvcr, r;<>wüliiil. Seitenpiilver alles in 10- und 20-Pfund Säckchen. Toiletteseilen. Sauerstofl bleiclisoda.