jTüimmcv Dienstag, den 17. November li>!4. 7. Jahrgang lic .,-■««« *■ ng*»|»itmi 6 " 11 ii;eint .eöca äl'cr’taß. Regelmatzrgc LcUagen „Der Kancr an» Heiken", „Air ^>p!n»liubr". Semarpreis: I-ci tat «««nten numalli« 80 Vif. <>-„» .ritt Ppftgebühr odn Tragertohn. K«,,!«,«: «ru,,d,eile :» P,g.. lokal, ,5 P,g. Anze.ze,, von au-wärw werde,, durch P-.ln«h.',atz»',e .rbob'c» ___ fcriulhingoon ötitftbera. C.ri,nltlcitim<; und Verlag ^rictbgrg (Hessen), hanaueri! ratze 12. Fern'prccher 4S. PoftlchkS-Lvuta Sir. 1859, Stint ^tanifurt a. 2>t. L8NNN llujfcn gefangen. Tie Rnfien an drei Punkten geschlagen. — Oeftcrreichischer Lieg in Lerlnen. — Der Kaiser und der Sultan. Der deutsche Generalstab v=== mciDct: =_y WTB. Grotzes Hauptquartier, 16 Nov. vormittags. Amtlich. Auf dem westliche» Kriegöschauplat; war gestern der Tätigkeit beider Parteien infolge des herrschenden Sturmes und Schneetreibens nur gering. Zn Flandern schritte» unsere 'Angriffe langsam vorwärts. Fm Argonncnwalde errangen wir jedoch einige grös'-ere Erfolge. 2er Kämpfe im Osten dauern noch fort. Gestern warfen unsere in Ostpreußen ilämpfenden Trappen de» Feind in der Gegend südlich von Slallnpönen, die in Westprenstett operierenden Truppen wehrten bei Moldau die auinar'chierenden russischen iix'i te erfolgreich ab und warfen am rechte« Weichleiufer den Vormarsch starker ru jilcher Kräfte i« dem siegreichen Gefecht bei Lipn» ant flockt rurnck. In diesen Kämpfe» wurden bis gestern 5000 Gefangene gemacht und 10 Maschinengewehre genommen. In den feit einigen Tagen in Fsrtsetz- «ng der erfolgreichen bei Wloclawic stattgehabten Kämpfen siel die Entscheidung. Mehrere uns entgegengetretene rnfstfcheArmee- korps wurden bis über K u d n o zurüüge- worfen. Sie verloren nach den bisherigen Feststellungen 23 000 an Gefangenen, mindestens 70 Maschinengewehre und Geschütze, deren Zahl noch nicht seststeht. Oberste Heeresleitung. Der österreichische GeneralstaL — meldet: =======:-- Vom galizischcn Kriegsschauplatz. Wien. 16- Nov. (D>. T. B. Nichtamtlich,) Amtlich wird verlantbart 1^- Nov.: Auf dem nördlichen Kriegsschauplatz begannen sich gestern an einzelnen Stellen unserer Front Kämpfe zn entwickeln. „ , Der etenoulrttcr S«c- Chris des Eener«!,i«brs: Dun hölcr. Stnerniinajot. Die Kämpfe i» Serbien. Wien, l6. Nob. (W. T. Nichtamtlick,.) Von dem füdlichen Kriegsschauplatz wird anitlich gemeldet: Au- dem fiidliclx» Kricgslchanplatz lieben unsere siegreichen Truppen durch hartnäckige Verfolgung dem Gegner keine Zeit, sich in seinen zahlreichen, speziell bei Valjevo, feit Jahren vorbercitclen befestigten Stellungen zu einem erneuten ernstlichen Widerstande zn gruppieren. Deswegen kam cs auch gestern vor Valjevo nur zn Känlpfcn mit den feindlichen Nachhuten, die »ach kurzer Widerstande unter Zurücklassung von Gefangenen gewo- fen wurden. Unsere Truppen erreichten die Kolnbara und besetzten Valjevo und Obrcnovn. Der Empfang in Val- jcvo war charakteristisch: Zuerst Blumen, doch nur zur Täuschung, dann folgten ihnen Bomben »nd Gewehrlener. Ein Aufruf des Frldzeugmeisters. Si .. '(>. Nov. (W. T. B. Nichtamtlich) Amtlich wird v. - -rt:^ 1<>. Nov.: Feldzeugmeistec Potiorck bat heute pcn folgenden Ausruf erlassen: Nach neu: heftigen Kämpfen gegen einen hartnäckigen, an ' erlegene >, in fast unbezwingbaren Befestigungen sich verteidigenden Gegner, nach neuntägigen Märschen da-ch unwegsames Fclsgcbirgc und grundlose Straßen, durch Regen, Schnee und Kälte haben die tapferen Truppen der 5. und l>. Armee die Kolnbara erreicht und den Feind zur Flucht ge- »wunaen. Ucbcr 8000 Gefangene wurden in diesen Kam- Pfeil gemacht, 12 Geschütze, 31 Maschinengewehre und rei- s ches Krieg-:»,atcrial erobert. Das Vaterland »a-d di-- ^ Leistung seine Dankbarkeit und Bewunderung u,!t sagen. Meine Pflicht ist cs, die hervorrage .- valtnni , aller Truppen voll anznerkcnnc» und alle» Lsjizicren »nd - Soldaten der 5. und (i. Armee im Namen des allerhöchslrii ! Kriegsherrn wärmsten Tank zn sagen. Trotz d. unter fdr.v | ren Opfern und gewaltige» Leistungen erzielten Erfolge ! dürfen wir noch nicht ruhen. Doch der hervorragende Geist i der mir unterstellten Truppen bürgt dasür, daß wir d - ! uns gestellten Aufgaben auch siegreich zn Ende fühle i , werden zur Zufriedenheit unseres allerhöchsten Krieg - I Herrn, znm Ruhme de-,- Heeres und zum Rubine des Vaterlandes. Potiorek M. P., Feldzengmeister, Dieser Aufruf, der sogleich allgemein zu verlautbaren ist, wird gewiß allenihalbcn begeisterten Widerhall finden. Ich habe die tapfere Armee und ihren siegreiche» Führer zn den weiteren glänzenden Erfolgen, die den völligen Zusammenbruch des zähen Gegners anbahnten, im Namen aller mir unterstehende» Streitkräfte beglückwünscht. Erzherzog Ferdinand. Der Angriff ans Belgrad. Budapest, 16, Nov. Tie »ächsten Tage dürsten den Angriff auf Belgrad bringen. Die Serben bcabsichtigon, energischen Widerstand zu leisten. Die serbische Verteidigungslinie zieht sich längs der Gorica-Höhe. Jeder der Höhen bis ziini Abalarbcrg ist nnt Artillerie besetzt. TaS Dorrückcn unserer Truppen wird durch die Einnahme von Obrcnowac wesentlich erleichtert. Auch die nach Süden vorrückende Armee hat neuer-' lichc Erfolge aufzuweifen. Südlich von Koceljeva wurden drei Anhöhen von etwa je 400 Meter Höhe erstürmt. TaS Wetter ist winterlich geworden. Schnee und Regen machen die Wege schwer passierbar. Tic Kämpfe gegen die Manlenegriuer. S t o ck h o l im, 16. Nov. lieber London wird gemeldet, daß die montenegrinische Streitmacht von den Oesterrcichcrn bei Grabow in erbittertem dreitägigem Gefecht zurllckgeworfen worden sei. Auch der Vormarsch des österreichisch-ungarisch?» Heeres in verschiedenen Teilen Serbiens wird von englischer Seite zugestand««. 8 Das Hauptquartier [j |1__.. _ „ : —- --------- jl o » h a n lr n o v c (, 15. Novbr. (W. B. Nichtanctlichj. Amtlicher Beruh! de, Hai-ptquariier». Elstern griffen uchere Truppen in tee Zone non Lagst«,', die Stellung ven L > in a n - Sil - in Ur Ruhe der russischen Ercnze an. Der Fein» erlitt a-otze Verluste. Oie Kns.igen umstugelten die russischen Truppe,-, b'.e s.n, tor-, brsi !>"«:>. Tie Russen wollten Verstiirku.ige- tcnpprn lanrcr, aber riese fcii tittt von ui.sircn Truppen zer- pr :t_ Eine r '■ .'cc ril-scilung von UN» besetzte Dniheny u«> mn-inge!!« , ' le idlichen Trappen, die sich in der Steifen!» von xan-Arbeelfijß b:fanden. Wir nahuien de», Fein» eine Me::?e ltzirniti-on und Lebenonilttcl e'j. Sen?» b-ribar»'» len die Russen erfclotoo die Besten pcn Kkkmuch und Ab-Z»!ah nahe teer Grenze. klor.ilavt iuopel, 18, R»v. (Niihtnmtlichl. Ein ont- llsire Biei-tzt r:> türüschen H»-,plq«arti«r» besag!: Keltern haben wir »> bei I».» angegriss-n. Sie halten zahlreiche Tote, L:e wir aus 188« schätzten. SNidureezar Brber- 1 -inni. der veei der xrr-.en muselaianischen Welt w-aen »er re- vsiritisüiiekn tirilrirbe, denen er sich seit Jahren ergeben hat, oerabschent hat bi« Ceeni« mit r,30 L«nn in Scr E-gen» von '.otalu üro süiritten, um de» Russen zu Helsen, aber er B»,-rtw soglccch von cnsercn Truppen vertrieben. Eine gro,:- Slnze.hl ieiner Airhllnger wurde ge'bter. Eine rassische sssrtzi:--. die in einem Darf« dcr Umgebung aosgepsleust neo.e, «ruN e >' - erlist. Hi der Bcdr'.kh^ni. ibrrreznk ist Kurp« aus gehört z-i e- ' ' ' ' Sbis'iichrs Ei ---:'«8n»»l» dev »lederlatzen 1 e Tii'k.,. Petersburg. 10. Rov. Amtliche Mittcilu,: z de- i:r itr.uSt 'iue,Armee: W.-grn beträck?t,et,r rlrii ::r D rftüMmgen, c: c letzter Tage ron Chuyskala. Er-, -ii »: b Drap".:nt \ irr e wtraien, zieht sich russere Vorhut lä : .nd in t ie ihr b^cichnc! t.-n Eegcnden zurück. Tic Versuche . r Tur- t ::i, de -1 f.ücel re» Chancsllk, den wir zuvor gvnoer- : harten, zurück) ne»ober». sind gescheitert. Tie anderen rußt,' i De- teckieiucvt» hatte ii keine bedeutende» Gesichte, (W: . jevisch:» de,: Zeilen zu le icn versteht, wird den russiichen Ee bec.'ht lall Mid bündig vle folgt lesen: Wir sind von den Tiicl.-ii geschlagen irordcn, D, Red.). Wxeder Russen gefangen Ter HE-r zerstreut die Völler, die Lust haben zu kriegen. Pfaln, 68.3t. '.o-.ui auf fiitc Kriegskunst, nicht auf die Tapf.-rkeit Oucr Krieger, oder aus die Güte und die Gerechtigkeit ihre» --suche vertrauend, sondern brutal ans ihre Masse pochend, so zogen die asiatischen Horde» von altcrsher in den Kampf regen die Kultur Europas. So war es bet den Persern, bei den Hunnen, Mongolen und anderen Völker», die Asten-:- St-ppen vordem gegen »ns cntscnldct hat, l,nd ja i?t ec- bci dem tatariscluen Rußland, das jetzt feine Massen >"-:«! uns heranwälzt. W-ic ein Henfchreckcnschwaru,, der alles grünende Leben vor sich vernichtet und nur kahle Wüsteneien znrücklnßt, hauste» die- halb- und ganzasiati- siben, Horden im Osten unseres Vaterlandes und gedeichten ibre Züge bis in das Herz Deutschlands anSzudchnen. Ein ampfwalze gleich, die alle:- vor sich niederftampft, so sollten die Millionenhccre der Kosaken, Baschkiren, Kalmücken. Tmignscn, Kirgisen und alle der klebrigen unsere Heere nicdcrwcrfcn und den Franzosen ». Engländern im Westen die Tore Tcntschlands öffnen. Es ist anders gekommen. Tic Dampswalze ist vor den,^ Doppeladler Oesterreichs in galizischein Trecke stecken geblieben und im deutschen Osten wurden ihr von den wackeren Truppe» Hindenburgs derartige Sckiädcn zugc- fügt, daß es Jiiit den, Niederwalzen bald vorbei sein dürfte. Der gestrige Tag hat srohe Kunde gebracht. Abermal» ist es der unvergleichlichen Kriegskunst Hindenburgs gelu.i- gen, de» russischen Riesenheerc-ti eine vernichtende Niederlage beizubringen. Zun, ztocitcn Male ist Herr von Hindcnburg bedachter Wcisc dem mit taeit überlegenen Kräften lintcrnonuncnen Vorstoß der Russen nusgewichen, bis er den Feind da hatte, wo e r cs wollte, dann aber hat er wie einst bei den masu- riieben «cc» den Dreschflegel gar tvackec geschwungen, so daß den Russe» Hören und Sehen vergangen ist. Noch >u:ü über die siegreichen Künipfen keine Einzelheiten be- k.aint, außer, daß die Nüssen an vier Punkten gesckssageii weiden sind, Be! Stallnpönen warfen unsere Truppen den .-eir.d nach Süden. Bci Sotda» tonrde ei» rnssischc-r An- marich abg.-lrchrt und bei Lipno mnßten die Russen in ssid- ostlicker Richtung auf Plozk flüchten. I» all diesen Kam- t-scn haben die Russen 0000 Gefangene „bis gestern" verlöten. Tie Hanplentscheidung aber siel in Russisch-Polc», wo in den mehrtägigen Kämpfen bci Wloclawcc die Ent- scheidung zu iniierc» Gunsten gefallen ist »nd der Feind bis 5; r: 11 :o zurückgeworscn wurde. Wenn in dieser Schlacht .nach den bisherigen Feststellungen" 23,000 Gefangene, also uc be-,n ein ganzes Armeekorps gemacht wurden, so läßt dal mit die Ausdehnung der Schlacht und auf die Größe des Sieges schließen, Tie Fassung „bis gestern" „nd die „bisherige Feststellmig" läßt hoffe», daß die Zahl der Gcsanqe- ,-en und der erbeuteten Geschütze und Maschinengewehr« iah gewohnter,näßen noch weiter steigen wird. Hindcn- bnrg bat wieder einmal sauberc Arbeit ge- schass t. ve-ahrend so der Koloß in der Front gepackt und zu Boden gedrückt wurde, machen ihm die Türken in der Fc u.e zu ichafst-n, so daß er kaum zu Atem kommen kann, 1U bei I upt sind die Türken derart beweglich, daß cs eine Freude ift, zu sehen, sie fasse» die Russen im Kaukasus, in Persien, zu Wasser und zu Lande und versäumen dabei auch nicht, den Engländern die Hölle heiß zu machen. Die 2!e.'rge„t-e-!-.-n Rußlands haben aber auch noch eine andere -'cd:-:-!: :• Tic neutralen Staaten ans dem Balkan, die mir !, eit t - Niedertracht de? großen slavischen Bruders '-I fi-l:i t.-ic hat , 1 . lernen seine Ohnmacht erkennen und we-t:n da nach ihr Verhalten cinrichien. So zieht das Vcrhäi ignis seine Kreise immer enger Rußland «nd die L: rknnge» werden auch seine Vee- Ciini t ,cn zu spüren beko, !>ne». Wer sich nüt einem Lcich- nein verbündet der gelll selbst t-r-'-:> zu Gennde, io hat Mr Feind Riisstand.. u i i C ,'a,:ds .der Franzosenkaiscr aleou gesagt. Da? A , wird auch aus die Verbund!- ten Rußlands ciiilressen. Möge Gott dazu helfen! Seite 2 ftt. 170 (fine Plde -ks Königs lndivig. München, 1k, Nov, (Nichtamtlich), Bei einer Besich ttgnng einer Abteilung der Wchrlraftschülcr, welche der Rcichs- tagsabgeordnete Major van Calkcr dem Könige voriührte, hielt der König nach dem „Lokalanzeiger" folgende Ansprache Der Krieg wird noch lange dauern, ober wir werden nicht eher ruhen noch rasten, bis der Feind ans dem Felde geschlagen ist und wir de» Frieden haben, der uns aus lange Zeit vor einem llebersalle sichert, Ihr bereiter Euch aus den Krieg vor. Vergesst aber darüber Eure bürgerlichen Pilichten nicht und Eure Studien, Denn unsere Erfolge waren nur dadurch möglich, daß wir in der Schule eine Bildung erreichten, wie sie tn keinem Lande oer Welt möglich war, Bertrauet aus Gott, vertrauet aus unsere braue Armee, Tut Eure Schuldigkeit. Eott besohlen! Eill dimilchks lirlfil über die deullche yrrn?n!tnna in Keimen. Der Krtegskorrespondent des dänischen Blattes „Politiken" schreibt: Jeder, der Eelcgenhcit hatte, sich persönlich über die augenblickliche Situation i» Belgien zu informieren, NUß sich wundern, wie friedlich dos Kauze aussicht. Wie es ansiieht. Daß »er friedliche Zustand nur scheinbar ist, versteht sich von selbst In den Städten, vor allem in Antwerpen und in Brussel, hat cs das Militär verstanden, sich in Respekt zu >etzen, nichr nur durch Gewalt, sondern auch durch Gerechtigkeit und LoyallläG Die Bevölkerung in, großen Ganzen hat keinen Grund, sich über das Auftreten des Militärs zu beschweren. Dies wird denn auch von den Eingeborenen gern anerkannt. Und wenn auch die belgischen Beamten sich weigern, unter der deutschen Leitung zu arbeiten, so haben diese es verstanden, die Ruhe und Ordnung zu verschaffen, die notwendig ist, dauiit das tägliche Leben wieder in eine einigermaßen normale Bahn hineinkommt. Es läßt sich ober nicht verheimlichen, dag belgi- scherseits einige Kräste in Bewegung sind, um systematisch die Bevölkerung auf ub-ben und den glühenden Haß aufzustucheln. ttriterdrückte ^riederrssehnsucht. Einem Pariser Briefe der baseler „Nationalzeitung" zufolge erfuhr die Polizeipräscktur in Paris, daß in letzter Zeit Briefe an zahlreiche Industrielle und Eeschästsleute in Paris gelangten, welche Stimmung für den Frieden machen sollten. Der Präfekt beaustragte die Polizeikommisiare, in ihren Bezirken die Absender aussindig zu machen nud zu versuchen, weitere Zusendungen zu unterdrücken. Die Briese sthil- de.'n die überfüllte» Lazarette und die Verteilung der Liebergaben in ihnen, ferner die üble Lag: der nicht ausnehinöarsn Lcichikranken aus der Bevölkerung, deren Befinden sich ohne aufmcikiame Krankenhausbehaudlung verschlimmere. Sie teilen weiter mit daß der Deputierte für die Ostpyrenäen, Emanuel Brousse, ii> der bevorstehenden Kanunersitzung den Finnnznii- nister übc: die Umtriebe der großen Kreditinstitute Frankreichs und des Auslandes gegen die französischen Ersparnisse und den öffentlichen Kredit seit Beginn der Feindseligkeiten interrcllirrcn werde. Der Iuslizminister habe die General- staat-anwälte ausgefordert, gegen die Spekulanten in Lebensmitteln, welche durch Aufkauf »sw, eine künstliche Hausse bewirken, aur das Ichärifte vorzugehen, üaö jttbijihe Marsm-Gebiet in I1IIMÜIM UttllllllilMI». Budapest, IN, Nov, Die Armcclcitung wird an dis Bevöikerung der von unseren Truppen okkupierten Macswa eine Proklamation richten und Verfügungen bezüglich des Geldverklbrs und der Regelung der Rechtspslcge treffen. Das Macswaaebiet das bereits vor ti!N. Jahren, zur Zeit der Hu- nyadis, unter dem Namen Macsoer Banat zum ungariichcn Königreich gehört», erhält ungarische Administration, an deren Spitze ein General gestellt wird. Eine zentrale Verwaltung wird in Schabatz eingerichtet. Der Heilige Krieg. Kaiser Wilhelm und der Sultan, K o n st a n t i » o p e l. ttz Sie». (ÜB. 33. Nichtamtlichst Kaiser Wilhelm hat an den ; Sultan folgende Depesche gcrichtet: „Zn dem Augenblick, wo ich das Vergnügen habe, in dem Hauptquartier meiner topie- ren Armee drei Prinzen der kaiserlich psmanischen Familie zu empfange», lege ich Wert dcrauf. Ew, Majestät zum Ausdruck zu bl innen, doß ich volles Vertraue» in de» Erfolg unserer 'Armeen habe, die sich vereinig! haben, mit glcich großen Zielen für Recht, Freiheit und Eerechtigleit zu kämpfen." Der Sultan erwiderte mit folgenden Worten' „Der voh'wvllcndo Empfang, dessen Gegenstand meine Nesse» seitens Ew, Majestät bei der Ankunst im Hauptguartier der kapieren kaiserlichen Armee waren, ist ein Zeichen der kostbace» Frcunk'jchast Ew, Majestät mir gegenüber sowie ein neuerlicher Beweis der Bereinigung unserer 3lrmeen in dem großen heiligen Kamps, Ich beeile mich, Ew, Majestät aus diesem Anlaß meinen lcbhastcsten Dan! auszusprcchr», »nd ich lege Wen darauf, Ew. Majestät meine große Bewunderung -‘iir die großartigen Heldentaten der Armee und Flotte zun, Ausdruck zu bringen Es ist mir ein großes Vergnügen, Ew, Majestät zur Kenntnis zu bringen, daß meine tapferen Armeen nach blutigem Kampfe di- russisch: Armee vollständig geschlagen beben und sic siegreich versolgen. Ich erblicke in dieicn, ersten Sieg meiner Armer ein gutes Vorzeichen sur den end gültigen Erfolg unserer gemeinsamen Ziele und hege die i-ste Zuvcrsicht, daß mit Hils- des Allmächtigen diesem Sieg: bald größere Siege unserer verbündeten Heere aus drei Konti» mtc» wie auch cii : allen Meeren jolg-n werden. Von de» Kriegsschaupiah.-N, K o »st a n t i n o ? e:, lö, Noo, Paß und Pcjtzawar onzreiie:, werden, Japan un» der Heilige Krieg, Verl,», 11. Non, Zu der Wirkung. d:e die Erklärung der- Heiligen Krieges im lernst.» Osten heryorruscn kan», schreibt ein Oricietkenner folgender, T't Ausruf der Kalifen von Konstantinopel au alle Mohrntwedaner der Welt zum Heilige» Krieg« wird sür dir Lag: in, feinsten Osten Asiens von weittragender Bedeutung fein. Die Talsnchc, daß die Illrlischen Offiziere schon vor lüi.oe- rer Zeit olle japanische» Ehrenzeichen und Ehrensäbcl zn'uckxe- schnit bähen, ferner, daß von Japan an die Türkei beeeirs for- meil der Krieg erklärt worben ist, läßt schon jetzt di: Frage darüber essen, wie sich in den augenblicklichen Streitigkeiten zwischen Ehina und Japan die in China lebenden 20-25 Millionen Mohammedaner verhalten weichen. Dazu kommt, daß schon mindestens ein Drittel der Stellen der Hohen Eeneeali- tät in China von Dkohammcdanerii besetzt ist. Aus deren Einfluß dürste cs zurückzusühren sein, daß heute bereiis groge chinesisch- Kräste in der russischen Mongolei stehen. Durch dcn zweifellos starken mohammedanischen Einfluß in China ist auch die scharfe Sprache und das energische ?luftreten Chinas gegen die lapanychen Räubereien in China zu erklären Der Bmenaufstarid. Der Korrespondent der Frank-, Zig," in Amsterdam hatte eine Unterredung mit zwei Staatsmännern, die wählend des Biirenkriegs hervorragende Stellungen in Südafrika bekleidet hatten. Sie äußerten sich über die Bedeutung des Ausstandes verschiede», aber beide sagten ans das bestimmteste, doß die Neuter-Mrldungea aus Südafrita keinerlei Glauben vert lenken, da ihr- Erfahrungen sie gelehrt habe, wie rücksichtslos das Neurcrjche Bureau und die Engländer :n Süd- asrika die 'Nachrichten, die sie nach Europa gelangen innen, ln ihrem Inleresie fälschen. In den Meinungen der beiden Herren kam ferner zum Ausdruck, daß das Verhalten der Kap- burcn, das bisher unklar ist dcn Ausschlag beim 'Aufstand geben werde, . . . Wenn ein Bur einmal zu den Waffen gezrif- scn hat, so legt ei sie auch nicht ohne weiteres nieder. Er würde fürchten, sich damit lächerlich zu machen, und wie auch die Dinge lausen, man muß annehmen, daß die Ausftnndsbe. wegung noch lange andauern wird. Der Ausrus der englischen Regierung, der Amnestie für diejenigen, die sich ergeben, in 3lussicht stellt, muß daher als eine Aentzerung der Schwäche und als ein letzter Vslstich aufgcsaßt werden. Man darf auch nicht vergcsicn, daß Delareys Tod, dcn De Wet offen als einen Mold charakterisiert, der aus Bothas Anstisten zurückzusühren ist, großen Eindrikck im Volke gemacht hat. Mein Gewährsmann zeigte mir Photographien der Beerdigungsseierlichkeiten Dela- reys :» Lichtenburg. Niemals zuoor herrschte ein derartige Andrang in Lichtenburg, Alle Hotel» und Privathäuler ww- ren gestopft voll. Die Menschen kampierten sogar längs der Straßen und aus den Höhen, Ihre Zahl wurde auf Ikagg geschützt, Dieser gewaltsame Tod des populären Mannes hat ,t- nen gewaltigen Anstoß bei der Auiruhrbewegung gegeben, und wenn jetzt joitdauernd entscheidende englische Siege berichtet werden, so ist das ein Unsinn, Es finden gegenwärtig überall in de» Republiken Scharmützel statt und die dabei def'lgte Kampfesweife ist eben die der Afrikaner und sie geht hervor aus den Notwendigkeiten, die das Terrain schafft: und genau wie im Burenkricge, so liest man wieder jeden Augenblick, daß De Wel oder ein anderer Führer i» die Falle gegangen sek. Die Konservativen inRumär en. Bukarest, 18. Nov, Eine Versammlung der hervorragendsten Mitglieder der konservative» Partei aus den, ganzen Lande sprach ihre vollständige Zustimmung zur Politik des Parteichkss Marghiloman und zu seiner Haltung anacsichts der jetzige» Umstände ans, Marghiloman ist nämlich Gegenstand heftiger Angriffe der kriegerischen Elemente, weil er weder das Eingreifen, der Gaste in Fragen der äußeren Politik noch ein kopfloses Drausgehen ermutigen will, sondern staats- w.nnnisch sür eine ruhige Politik cintritt, die die großen In- tercsien Rumäniens stcherstellt und am besten i» der beschlossenen Ncutrulität rorläusig zum Ausdruck kommt. Ans Frankreich. D.'r englische Bundesgevosie im Urteil eines srauzöstsche» Offiziers und Patrioten — zugleich eine Schätzung unserer Aussichten, Im Vorwort von Driants „La guerrc fatale ' finden sich folgende Sätze: „Uebcrrascht von der außerordentlichen Schwäche des englischen Heeres, wie sic uns die Kämpfe »nd allzu oft auch die Waffcnstreckungen im südafrikanischen Kriege enthüllt haben, hat sich Hauptmanii Driant die Frage vorgr- leot, ob nicht die Stunde nahe sei, wo England endlich der ewigen Gerechtigkeit sür seine ganze Vergangenheit voll See- raubrei und Bedrückung büßen soll, und ob nicht »ach seinem Landhecrc letzt auch seine Flotte verschwinden müsse vor jenem furchtbare» kleinen Gegner, wovor Kamps und Flucht gleich vergeblich sind: dem Unterseeboot," — Das war vor 7 Iah-eu, heilte hat sich Diianl dcn Feinde» von ehemals angeschloljen, W,c es in Paris aussicht. ihren Briese» an ihre Verwandte!: in Brüssel schildern - , Offiziere der K, belgischen Dinislo», tic sich in Paris zur Vrrstärkmii der dortigen Garnison befinde», d,e Lage »nd die Stimmung tn der lranlöst- schen Havprstadt in den düstersten Farben. Von der Nüikkehr der französsichc» Regierung aus Bordeaux Ist ernstlich trine Rede, Weder Poincarö noch seine Minister denke» daran, und die ganze Erörterung darüber ist lediglich Bluff, »m die Be- völkcrnng an eine günstige Kriegslage glaube» z» mache». Tag. lieh finden in Paeis Versammlungen statt, tn denen oie sozialistischen Alinistcr Sembat und Euesda als Verräter gebrand- mark- werden. Die belgischen Offiziere sind persönlich vom Siege der Dentschcii überzeugt. Ans Rußland. Keine Japaner bei den Russe». Die „Rationalzettung" in Berlin rcrbrcitetc kürzlich die Slachricht, daß bei de» Kämpfe» in der Gegend von Eydtknhnen und Stallupönen Gefangene gemacht worden seien, die japanische Uiiisormen trugen. Es feil sich um Artilleristen handeln, die ans russischer Seite dir Geschütze bedienen, A» maßgebender Stelle in Berlin -vir» nun de": „Münch», Neuest, Nachrichten" mitgeteilt, daß davo» nichr da- geringste bekannt ist. Damit fallen auch andere Gerüchte in nichts zusammen, die in letzten agen in der uaswiirti- gen Presse mit der deutlichen 'Absicht verbreitet wurden, einen „japanischen Schrecken" zu verbreite». > > i *T. 270 Aus England. Dieses Wetter ist ei« böser Feind für uns. Ein englifch- tndiicher Lssizier, der wahrend eines nahen Schneestururcs des Werter beobachtete, äußerte sich: „Diesen nassen Schnee hat' ten nnlcre Ehurkas und Sikhs in Nordsranlreich und Belgien nicht aus. Sie sind glänzend abgehärtet gegen trockene Kälte, «der nicht gegen die kalte Feuchtigkeit und mich sollt- cs nicht erstaunen, wenn 40 Prozent von ihnen, wie wir das ja bereit; früber crlohren haben, von Lungenentzündungen und Magenkrankheiten gepackt weiden, zumal sie sich nicht an die ruropcr- tsch- Nahrung gewLhnen können. Dieses Wetter ist ein böser Feind für uns," Wud> „Morniug-Post" wird nachdenklich. London, > 2 , Tre „Morning Post" schreibt: Es gibt bei uns eine Klane re» Leuten, die niemals Patriotismus rmpsunden haben und nicht wissen, was Selbstausopserung bedeutet, Ihr Gott ist der Mammon. und das erhabenste Motto, das sie für diesen Krieg zu ersinden vsrßten, lautet „dusineß as uiual". Es sind solche Leute, die in Friedcnszeiten über die Armee spotten u»o von Militarismus reden, als ob dieser ein Verbrechen gegen oie Menschheit wäre, — Wohlverstanden, das englische VIcit- findet den englischen Militarismus entzückend, nur der „preußische" ist auch sur sie „ein Verbrechen gegen dir Menschheit." lieber die Stimmung in Amerika gibt folgender Brief aus St, Paul lMinnesota), den c'iie Familie in !>! odheim v. d, h. erhielt, bezeichnenden Au'sch!,,ß: St. Paul. (Minnesota) den g. Okt. 14!4. D>c deulschcn Waste» schreiten siegreich vor. Möge es ihnen gelinge», du- englische» Krämerseelen und die schinugigcn Ruhst» ordentlich zu rcrklvppcn. Mit den Franzosen werden sie bald fertig sein. Die heutige» Morgenzeitungen bringen die Nachricht, das, Anlwcrpcn g-sallen ist. Hoffentlich ist dies der Fall. Hier ist alles, was deutsch, luxemburgisch, lchme- difcn, sckweizcrisch. holländisch, österreichisch und türkisch ,st, mit Leib und Seele auf deutscher Seite. Selbst die deutichcn Je- stiikcn, die seit dcn siebziger Jahren aus Deutschiand ausee- wicsen sind, steheii tre» zu un». Die deulfch-österreichischr Ro- tc-Kreuzfai.iinluiig hat seht über 30 000 M in St. Paul, wahrend das englische lanm 300 « hat. Die amerikanischen Zei- tungc» sind immer »och aus Seiten Englands, d. h. die englischen Zeitungen Sie sind ober nicht mehr sa münchhauien- hast wie srllhci. Hosientlich seid Ihr alle gesund und »lunter. Mit Gruß! Friedrich. Deutsche Felddriefe. S . . . . „ Anfang Oktober 1011 Wieviel Farbige haben wohl die Franzose» im Heere? Diese Frage ist schwer zu beantworien. Da st« uns bei Reims gegenübctftrndcn, kann ich berichten, wir sie die Franzose» verwenden: Die Farbigen haben ein trauriges Las. Sie werben in die vorderste Linie rorgeichickt. Nun herßt's für sie: Entweder siegen oder sterbe». Denn gehen sie zurück, werden sie von den Franzolen nidergeschossea, gelten ja doch N'cht mehr wie das Bieh, deshalb leisten sie hartnäckigen Widerstand. Mir wurde erzählt: Unser Bataillon beschoß die Turkor und wie st- alle hecjien. die in Eruppcnkolonncn ankamcn. Sie sielen wie die Mücken. Da aber vorher ein deutscher Angriff abgeschlagen worden war, so lagen noch einige verwundete Dcitsche aus selndiichrr Seite. Rasch hebt ein Farbiger etncn Verwundeten auf seinen Rücken und läuft zu uns herüber, wohl wissend, das: nun niemand auf ih» schießt. Ist ja schließlich der. bas beste, diesen Bestien kein Pardon zu geben. W>r Deursche sind zu gutmütig. Ausschreitungen kommen ja vor. aber ganz selten. Der verwundete und gefangene Franzose Kt so sicher uue in Abrahams Schoß. Und da schreibt der „Matin": Schlachtet die Deutschen ab wie Schweine! Run wir bekommen nicht die Zeitungen vorenthalten, alles können wir lesen Ich habe bis heute all« bis zum 4. Oktober ourchitu Vieren können. Und wir haben das größte Vertrauen in unsere amtlichc Berichterstattung. Auch Mißerfolge werden nicht verschwiegen Ja wir zürne» oft sogar, baß uns große Erioige der Unseren überhaupt nicht mitgetcilt werden. Geht auch io, wir tun sa unsere Pflicht und bedürfen nicht künstlicher Auf regnn - zum Mut wie die Franzosen, bei denen Sänger den schlapp; - Kriegern Mut einsiugen solle». Ja die (befangene» sagte» uns am 14 Oktober: Ihr Deutsche kämpst hier und die Rusien sind in Berlin!! Wo zu solchen Lügen gegriffen werden muß. ficht es schlimm aus. Iedensalls würden unsere Vorgesetzten kein« solche Akarchcn auszutischen wage», auch wenn wir geschlagen würden. Ich meine also: Es ist noch nicht ?» spät, tritt» der „Matin" solche Vorschläge macht, um jür unser Teil die Lehr: daraus zu ziehen. Vczcfcldwcb-l d. R, Brau n aus Holzhauscn v. d. H. Leise säuselte ein warmer Windhauch durch die halbver- wclktcn Blätter unserer künstlich hergestcllten Waldig,g. wo wir mit unscien Ps-rde« und Protzen in Deckung Itanden. Der Tag ging zur Neige. Die Sonne sandte ihre letzten Strahlen und verschwand hinter den feindlichen Höhen. Unsere Ee;chütze befanden kich in vollster Arbeit und überbrachten den zorück- ziebenden Franzosen ihre Grüß«. Augenblicklich erhieireu ,mr Beseht zum Biwakieren, wir lösten die Taue und gonutcn unseren Pferden im nächsten Dorf einen frischen Trunk Rach «inständigem Aufenthalt kehrte» wir zurück zu unsere, Waldung, Kanin hatte» wir Etoll und Zelte ausgeschlageu, da ertönte der Rus: Stcllungwcchsel! Vorwärts! erster Zug! (erstes und zweites (beschütz). Schnell wurde gesattelt, d-e -raue gespannt, »in Kommando: und die Gespanne setzte» sich in Bewegung. Die Erfolge des Tage - erweckten in uns ei»; gcmal tige Kampfeslust, Die Geschütze waren erreicht, unsere," Auge enthüllte sich ein großer Hause» Kartuschen, denen die Geschoss: entjch'upst waren. Es wurde anfgcprotzt und vorwärts ging l«r den Fliehenden »ach. Zeitlich donnerlcn unsere Geschütze Re ue Taze ozett,»^. Dienstag. den 17. November 1914 f" r°n lauste,, die (beschösse über UN, U.'S suo'ien ihre Brutc. Der Moud, der sah hernieder, Au; Hecken und auf Zaun, Auf Gärten uud auf Flieder. Lag rings ein felt'ner Traum. Und von den Bergen fchweble Ein silberdüft'rcs Trau Das sanft darunter bebte Aui Wiese und aus Au. , «o NNS lag bas Dorf Porvillcr» in eine,« silü rgranc» Schic,er. Halt!" ertönt« die Stimme unseres Führers. Herrn Le»,»an! Bickel, der die Auszeichnung des Eisernen Kreuzes zweiter und erster Klasse besitzt. Er traf die nötige Anordnung und besah!, die Vo.sicht nicht außer Acht zu laste». Wir hatten die Ehre, unsere Geschütze neben die Schütz«,,grab » unserer Infanterie zu bringen. Entschlosic» setz'en wir »nserc Kanonen ins Rollen, erreichten das Dorf. Dort vcrichliiioen d-e Flammen die Neste ihrer Beate. Dabiut-r befand >i l, c,„ lang gcstrccklcr Hügel. Dort aus der Höhe sollten unsere Teich» tz' Nast hallen. Gcränschkos schleppten unsere drao-n Tiere ihre Last den Hügel entlang. Inzwischen lamme!«« lich die Infanterie nach vollendeter Arbeit in den S,I ; amr-i!, n oi! die am Fuße des Hügel» weilende Feldküche. um sich dort zu erauicke», und ein tlcincr Teil blieb zurück. Wir protz iw ab. »erließe» unsere Geschütze und ri-hmen in einer geringen Entfernung unicr einer Apfelbaum-Allee mit unscic» Bierden und Protzen Deckung, unterdessen verschanzte die Bedienung ihre Kanonen. In diesem Augenblick n-chle» die Fennzoien einen Sturmangriff gegen die wenig zurückgebliebenen Kameraden. Sie Hallen am Tage Der'''rrung crhaltcn uud kamen in Gruppen-Kolonnen heran. Meine Kameraden, di« sich tuplcr verteidigten, mußten wegen t er großen Uebermacht zurück» eichen. Das ängstliche „tbivi" der Franzosen ertönte, was sind das für Töne gegen unser „Hurra". Es waren ih',! I auch vergönnt, zwei hessische Geschütze zu erblicken., Aber »ich! lange, schon hörie man das Stampfen der Stiesel, das Hcran- rücken meiner wieder frisch gestärkicn Kameraden. I»r«er hörte man schon das Klirren der auf««-"lenzten Gewehre. Im N uocriraudclie sich ihr „Giru" in der Angstschrei: Pardon, Pardon Monsieur' Darunter wischte sich das Knattern »nscrcr aus der rechten Flanke stehende» Maschinengewehre und im Hintergrund sandte eine Batterie ihre Grüß- den znrückslieh- enden Messieurs nach. Da griffen auch wieder unlere >wei Gtschüge ein. Der Tag graute und wenig von den stiirmcnden Feinden sehen sich wieder. — Leise säuselte ein wariner Mnb- hanch durch die halbverwolkten Blätter der Allee. Kanonier Rudolf P s a r r c r aus Meckenheim. Dem Landtagsabg. Lutz, Mitglied der Fraktion des Hessischen Banarnbundes im hessischen Lundtag ist das Eiserne Kreuz verliehen worden. Der Sohn des Oekoncmierats H o s f m a n n zu Hok- Güll, der de» Feldzug als Offizier der Reserve mitmacht ist außer mit dem Eisernen Kreuz auch mit der Tapferkeit? Medaille ausgezeichnet worden. Der Schwiegersohn des Herrn Jul. Kögler von Friedbcrg, Herr Untcrzahlmeister Fritz Sichert voni 1ft>. Ju- fanterie-Neginient, erhielt am 6. November die hessische Tapferkcits Medaille und ani 8. November das Eisernc Kreuz 2. Klasse. Deni Unteroffizier Karl F a b e r von Torheim ist die badische Tapferkcits Medaille verliehe» worden. Aus Pvr Heimat. * Strecke Fricdberg—Homburg. Der Personen,zug 2004 »ach Hombueg geht in Friedbcrg ab 21. November 191! schon 5.03 kl hl vormittags. In Homburg wie bisher Anschluß »ach Fraulsurt 0.55 Uhr. * Fr',cdbcrg Fauerbach, 17. Ncv. (Wrihuachts Licbcs gaben.) Tic stauen »nd Jungfrauen unseres Staült.i!-; haben am letzten Donnerstag in ihrer Arbeitsstunde be- scl,logen, allen hiesigen Soldaten, oü sic sich im Felde, in einer Garnison oder in einen, Lazarett bcsinde», eine Li:- bcsoo.be zukommen zu l,sscn. Die ?iugehörigeu der Soldaten werden gebeten, deren genaue Adresse bis spätestens Montag. dc:> 23. November, im PfarhauS abzugeben. Da- fcltst werde» auch zur Fertigstellung der Pntctc folgende Liebesgaben dankbar in Empfang genommen: Tabak, Zi- gurren. Zigaretten, Taschentücher, tzcctizbüchcr, PostKirte-u »nd Blciilisle. Friebbcrg-Faucibach, 17. Rov. II! » nwchr. Die Iiing- wrhr-Kompagnic, die sich aus de» Zungen Leuten von Fauerbach Baucinheim, Binchcnbrücke» und Ossenheim zusammc,isetzt und linier Leitung des Herrn Pfarrer Z a tz m a n II Fauerbach steht, wurde am Sonntag Nachmittag von den Herren Regie- rungsrat H e r b e r g und Oberleutnant Q u a d c besichtigt. Es lvurdc» Wendungen und Schwenlungen in Gruppen und Zügen sowie Bewegungen IN verschiedenen Kompagnie-Formation«« vcrgesührt, sodann Bildung von Schützenlinien, Vorgehen mit wechselnden Marschrichtungen zug- und gruppenweise gezeigt. Den Schluß bildeten verschiedene Dorbcimärfchc. Herr Oberleutnant Ouade sprach am Schluß der Hebung der Konipagnie seine vollste Anerkennung aus über das, was er gesehen habe UN» richtete die Mahnung an die Zungwehr, in diesem stramme« militärische» Geist weiter zu arbeiten. Was sie hier lernten. komme ihnen ,» gut. wenn sie des Kaisers Rock anzögen. Here Regierungsrat s-rberg beglückwünschte >m Namen des Londesvlrbandcs „Zungdeutschland" die Zungwehr zu dem Lob -, 'das ihr von Herr» Oberleutnant Ouade gespendet worden sei und ermahnte, sich auch fernerhin mit bemfelden Eifer dieser wichtigen, vaterländischen Sache hinzugeden. Mit klingendem Spiel- marschierte die Zungmannsachst nach Hanse. Die ___ Seit, 3. nächste Unterrichtsstunde findet Ddnnerstag, den 2«. November, die nächste ilcbung Sonntag, den rg. November, statt. Das Nähere r.urd durch Anschlag bekannt gegeben. Hesse». Rasiau. x >l ,! ?rn, 17 Non. Aus dem letzten Blehmarlt waren c '.'.cs, -streu 17 Srüü Rindvieh, ungcsähc 500 Stück Ferkel und r: vauirr ' weine. Handel „nd Umsatz bei Rindvieh gleich bei C; .-einen mäßig: Angebot bei Ferkeln überstieg bei wetten: die Nachfrage Preise nur wenig verändert. Der in frn.iercn I-chrrn !::,t diescni Markt verbunden gewesene Sbo!' mar,! si-l tioamal oi-s. — Prorektor Dr. Ehlcrl vom hie- st.ic.i aemcnar, de: cts Leutnant erst IN Lothringen, dann >>> ivesti-che» Fraulrcich iämpfte, erhielt das Eiserne Kreuz, das Familie dieser ..ige zugesandt wurde. Herr Dr. Ltzk-rt wv.o seil einigen Wecken vermißt, die Erkundigungen bei sei. n.m Neglment bauen ergeben, daß er in einem lbesccht am A'm verwundet w::rdc: trotz aller weiteren Nachforschung-M konnte die Famil-e bisher über i-incii Verbleib nichts criahren. * x. Oüerre!f«»2erg, 17. Rov. Hier hat sich eine Zngend wehr gcb.tdct, die jeden Aionat einmal mit denzenigen von Niederreii-eicberg, Schmittc». Scelenberg und Arnoldshain unter Leitung des Gendarmerie Wachtmeisters Peschke Schmirtcn übt. " x Gräucnioitsbach, 17. Rov.Drr Landwirtschastliche Koa- siunverein Gräoenwiesbach hal seine Auslosung b-schlosten. Di« Gläubiger werden ausgcsordert, sich bis zum 20. Roocn-bee mit ihre» Forderungen bei der Genossenschaft zu melden. F. E. Wiesbaden, 12. Nov. Von unseren deutsch- » Eisenbahnern in. Belgischen Lande wird berichtet, daß luaucherlci Eigentümlichkeiie» der belgisciien Bahnen den deutsch'» Eisenbahner» besonders aufsallen. Zunächst, dasz auf zweigleisigen Strecken links gesahren lmrd. Aus der sieien Strecke sind d,e Gleisanlagen in guter Beschissenheit auch aus Nebenbahnstrccken. Die Gleisanlagen der Bahn- Höfe sind aber recht maugelhast. Man gewinnt den Eindruck, daß die Babahöfe in Belgien zu Gunsten der freien Strecke, vernachlässigt worden sind. Di? Weichen besonders sind von schlechter Beschaffenheit. — Der Ausrüstung der von den Königlich» EiscnhahN-Tirckrionen zu de» llllilitür- Eisenbahndirektioiien in Belgien obkommandierteu Be- tricbskolonnen fehlt es mn notwendigsten. Namentlich sind keine Handlaternen, Signalhörner und Mundpfeif»» vorhanden. Gefangenen- und DerwimdetentranSporte mußte,, vielfach ohne Licht in, Wagcniiinerii fahren. Aus den Packwagen sind alle Bclcuchtungsmittel alsbald verschwunden. Ein weiterer Mißstand ist der Mangel jeglicher Dicnstvorschrijt. * Schlüchtern. IG. Rov. Ein Llliidivchrmann aus Salmünster Im futije Schlüchtern, der in den Vogesen gegen die Franzosen kämpft, berlMtetc von einem gelungenen Brieswechscl, der zwischen den sciiidlichen Schützengräben stattgesunoc«. Roch einem hrstizcn Gefechte kam ganz furchtlos ein Mädchen von ungefäbr 12 Jahren aus dem französisch«,, Schützengraben Es eilte schnell zu dcur 400 Meter cnrsernten deutsche» Schützengraben nn» überreichte den dort in Feuerbereitjchaft leerend«» Landwehr,»ä,»lern eine Tafel Schokolade, auf deren Hülle die Worte stance»: .ste'icbe Kameraden! Wir sind auch Landwehr- leute wie Ihr, wir sind verheiratet und habe» auch Kinder irie Ihr zu Hause. Schießt uns doch luchst tot!" Die Deutschen antworteten umgehend: „Liebe Kameraden! Geht Zbr doch nach Haus, dann ist die Sache aus!" * Aus der Rhön, IG. Rov. In dcn meisten Orten im Kreis Gcrsfcld mach! sich merklich der Pctroleummangel Kihlüar. Die Landwirte wollen das alte Epanlicht, wenn die Petroleumnot onhäl« wieder hervorholeu. Auch bei den Behörden auf drin Lande macht sich der Petreleummangel bemerkbar. Bei den Am.sger.chte» hat man dem llcbelstand dadurch abgcholfen, daß man di« Gcschästssiundcn für die Wintermonate auf 0 :; Uhr verlegt bat — Das Landratsamt I» Ecrrfeld hat für alle Be- '.oohnee des Kreises dcn Höckistpreis für Speisekartosjeln j,n Kleinhandel aus 3 Mark sür den Zentner festgesetzt. Beim pfundweise': Verlaus bis 2? Pfund gilt 4 Pfg. für das Pfund als Höchstpreis. Starkenburg. * Deruistadi, 12. Rov. Die stille Liguidatio» der Landl». Genosi'cnsihaftsbank hat in der letzten Zeit bedeutende Fort- ichriit« gemacht. Rach schwierigen Vcrhandiunge» ist cs nml- niebr gelungen, eine» größeren Teil des bei der Rcichsgcnos- senschoftsbaiik >n Frankfurt angelegten Kapitals von über acht Millionen Mark dadurch zu sichern, daß die übrigen Gläubiger der Ncichsgenostenschastsbank auf ihre Forderungen zn Gunsten der Lanöwirlschastlichen Genossenschaftsbank verzichtet und di: Werte d,r Reichsgcnostenschastsbank wurden der Landwirts,h. Gienosse«schustsb..>nk zur Verrechnung auf ihre Forderung überwiesen. Zugleich wurde ein erheblicher Barbetrag von genos- senschastiicher Seile im Reich ausgcbracht, damit dte sonstigen baice Vcrps,ichtunge» der Rcichsgcnosscnschastrbank gedcckt werden könne» und die Landm. Genoffcnschaftsbank ln Darmstad! nicht weiter behsstet wird. Die Landw. Genolfenschafts- banl lös! dafür die Verpflichtungen der Rcichsge-noffei'.schefi;- bank bei der Frankjuiter Landw. Hypothekenbank aus, fodaß d'.cie wwdcr das Pjandbricf-Privileg erhält und wieder flott wird. l:»icr dieser Voraussetzung wurde in einer stattgchab- ten Aftiouür-Lersammlung in Frankfurt diesen Vereinbarungen zilgestimmt und die Liquidation der Reichsgenoffcnschafts- banl genehmigt. Man hasst »unmchr, daß die wenigen (üe,lasse, ischasten. welche seicher der Landm. Geiwstenschaftsbank noch scrubliebcn auch i» ihrem eigenen Interesse jetzt wiedec drt. tieten. Frankfurter Wetterbericht. Bo,«ubj»gc: SEolkig, trocken, kälter, Nachtfrost, nördlich» Winde. Vcranlworilich sür den politischen uud lokalen Teil: Otto Hirsches. Friedberg: für de» Anzeigenteil: K. Schmidt, Friedbcrg. Druck uud Verlag der „Neuen Tageszeitung" A. G.. Friedbcrg i. .8, Sir. 270 Sicuc Sagcejcituitg. J'ic: s og, de« 17. stsooember HLI-i Für die herzliche Anteilnahme bei dem uns betroffenen Verluste unseres lieben Sohnes, Bruders, i Schwagers und Onkels I " Datti?si»glurg. eitle! sagen nesgesuhlten Dank. Aicder-Florstadt, tSroh-Zimniern «. (Siege», den 17. November 1914. Jit Irsiltmiiki! SiiittkbUtbkilkil: I. d. N.: xUarie Wen;et, geb. Kriiestm«»», verw. Philippi. SiiHHierKlas; W jfrfs.li einirsfleeii jp Mi ssii $ Hrut- MIM! Pfi!: 13 Ff?. j Cabiiau, IlV.fic! «8 Ff. I Sci»9ii'?iSEhg'CO 54 Pf. Tüchtige HiNichgllttii! Kismarlir-tzttlugk Gerl. Rollmöpse I »nt langjährigen Zcneilissen sucht in Dose» 4 Ltr. 2 Ltr. j Stellung, an, liebnrn aus Gut. Zenn Adpiiuraip) tzeruige Neue Walümßc Jtal. Marotten empfiehlt F. Hiivrccht Ww. ^rifSbcrafl., pnädi?. 'caalt.kesrsts. (fin lei UJionatc aller Simmentaler Zuchtvkille (^eJört) j-u verkaufen. brv .vobach. Etwa ÄI 0 Sr. alte prima 25 gc-chältc MtkNstÜsslNt (bis 12 Meier Länge) aozugeben. Gruben, Gber-Zosbach. pinitiießei, Laternen f uruisicher, selbstvcrsertigt, -• \ große Auswahl. Ich, '""‘‘T, fc Reparaturen billirU ' -.Z o. i, Ü>W : Schirngasse 4 U Hch. Schmidt, Speili-rmki .«« Friedöcrg. Vorstadt z. Eartin i . > HeKttmrtmKchung. Schublager Heinrich Hess Telefon 420. I'YicdtiCVg Kaiserstr. 40. MrihnachtsvMe! Das Reserve-Regiment Nr. 222 hat, da cs als Kriegs- blidilug einen dauernden heimatlichen Standort nicht besitzt, bisher keinerlei Liebesgaben erhalte». Um nun den Tapferen im Felde, die mit Begeisterung zum Kanipf für uns hinauszogc», eine Weihnachtsfrende zu bereiten, bitte, ich, als Frau des Reginientskommandcurs, recht herzlich um Gaben. Willkommen sind: Warmes Unterzeug, Strümpfe, Handschuhe, Taschentücher, Cigarren, Cigaretten, kurze Pfeisckcn und Ta- bak, Bücher, Zeitungen, Seife, Kerzen, Jette zn Hanl- behandlung in Tuben, Löffel, Tafchenmcfscr, elektr. Taichciilainpcn mit Rcfcrpebatterie, Tee, Dauerwurst, Speck, Schokolade, Keks, Zucker und Salz. Es wird gebeten die Gaben, gut verpackt, bis späte- sieiis zu,,, 20. November dS. Js. im hiesigen Stadthaus. Ziininer Nr. 4 gefälligst abgcbcn zu wollen, wo für die Writerbejürdernng Sorge getragen wird. Fra» Dose Doit. Spendet Liebesgahen für unfcre BrüScr im Fsibe. Laut Beschluß der Monatsvcrsamlung soll auch hier in Friedbcrg eine Samniliing von Rum, Arrak und Kognak bei den Herren Kollegen stattsindcn, welche dein General- Kommando dcs^ 18. Armeekorps überwiesen werden soll. Es wird in einigen Tage» den Herren Kollegen eine Liste ziigcheii. Wir bitten die Gaben in lösche einjeid;.ic:i zu wollen. Wir ersuchen »nscre Kollegen sowie GesckmstZfreiinde, sich lebhaft or. d- s-e LicbeSgabenlamnilung zn beteiligen. Eommclstelle l><: Herrn K»?exei! Bogt (Gasthaus Trapp.) Gastwirte Verein der Wctterau Sitz ii, Fricdberg. Probst, Vorsitze,'dm Feldpostbriefe nach den! Feldheer im Gewicht über 250 Gr. bis 500 Gr. sind für die Zeit vom 15. bis einschließlich 21. November von nenem zugelaffen. Die Gebühr beträgt 20 Pfg. Tie Vorschriften über die Verpocknng sind während der ersten Zulassmigszeit leider vielfach nicht gehörig beachtet worden. Infolgedessen sind zahlreiche Päckchen mit Wareninhalt schon bei de» Poftsammelstellen beschädigt und mit teilweise verdorbenem Inhalt angekominen. lim sder Wiederkehr solcher Erscheinungen vorzubeugcn, wird nochmals dringend enipfohlen, zur Verpackung nur sehr starke Pappkartons, festes Packpapier oder dauerhafte Leinwand zu verwenden. Für die Wohl des Verpackungsstoffes ist die Natur des Inhalts maßgebend; zerbrechliche Gegen- stände sind ausschließlich in starken Kartons noch vorheriger Umhüllung mit Papier oder Leinwand zn verpacken. Tic Päckchen, auch die mit K!ammerverichsiiß versehenen, müssen allgemein init dauerhaftem Bindfaden fest nni- schnürt werden, bei Sendungen von größerer Alisdehnnng in inebrsocher Krcnznng. Die Aufschriften sind auf die Sendungen niederzu- fchreiben oder unbedingt haltbar ans ihnen zu befestigen und niiiffcn deutlich und richtig fein. Auf die Deifendung kleiner Bekleidungsstücke und Ge- branchsgegenstande braucht sich der Päckchenverkehr nicht z» beschränken. ES sind auch Leben?- und Gcnußmittel zulässig, aber nur soweit, als sie sich zur Beförderung mit der Feldpost eignen. Ausgeschlossen sind leicht verderbliche Waren, wie frisches Obst, Butter, Fett, frische Wurst; ferner feuergefährliche Gegenstände, wie Patronen, Streichhölzer und Tafchenfenerzciige mit Venzinsüllung. Päckchen mit Flüssigkeit sind nur zugelaffen, wenn die Flüssigkeit in'si- nein starken, sicher verfchlossenrn Behälter enthalte» und dieser tu einem durchlochtcu Holzbleck oder in einer Hülle eilte- starker Pappe fest verpackt ist sowie sämtliche Zn i- schcnrämne mit Baumwolle. Sägespänc» cder einem schwammigen Stoffe so ongesiill! sind, daß bei»! Schadh.u:- wcrdcn des Behälters die Fl-inigkeit aufgesaugt wird. Sendungen, die tcu verstehenden Bedingungen nicht entsprechen, werden van den Pos'.u.Kalten in weigerlich zurückgewiesen. & x r. c t f t, Bekarmü^achmu». Es ist vielfach angeregt worden, Feldp.stbriefe mit Wareninhalt, die van den TrupprvU iK.i ni-nl ausgeh in- d:gl werden können, weil die Empsanger abkommandieri verwundet, verniißt oder tot sind, nicht a„ den Aufgabeort ,enr Rückgabe an den Absender ziirückznfenden, sondern den Truppenteilen zur beliebigen Derwendnng z» siberlasien. Ohne anodrsicklichen Wunich des Absenders ist dies nicht möglich. Wen» der Absender aber durch einen auf der -(ndiiiig — fei es handschriftlich oder durch gedruckten Zettel anzobringcnde» Lermerk — etwa folgenden In- haltS: ______ Seile 1 . , » !>«bestellbar» zur Verfügung de« Truppenteils^ zi.ni Ausdruck bringt, daß er die Preisgabe wünscht, so wiid-. a die Postverwaltung und die Truppenteil« diesen» Dimiche entsprechen. Unbestellbare Sendungen, die einen sclche n Bei merk nicht tragen, werden nach wie vor an den Absender zurückgeleitet werden. K r a c t k c. Kirchliche Anzeigen. Epaupelische Geincinbr. isottesdieust »i per Stadikirche. Aiiilwech, den 18. November, aebnds Sy, Uhr: Kriegs- bitl-iiidacht. Herr Direktor Schoell. kSottrodienst im Stadtteil Fauerbach. Mittwoch, den 18. November, abends }49 Uhr: Rtiego- bittontacht. Set: Pfarrer Z 0 zmann. Aus k\\ dtutklhtn PrrliifHiffen* La.idwehr-Ii-.iaiiterie-Reziment. Rr. 81 , Frankfurt, 5 K o w p a g n i e. Wchrm. 2!lois Ried, ZIbrnstadt vcrw. Infsiitoric-Regimen! Re. 116 , Eirheii. ! Staumon' am 50. lind 81. 8., 1. u. 0., Alliancillcs am 8., Ecp» : Faurs iihu Cluny am 23. und 26., Cruny am 27. 9., Diemen, ii 30. 9., ! und Fi'Siiy am 1 . und 2., Paoillers om 1. und 6 und Frconoy am 8. 10. 14. Spin' Mattel tot. — Hptm. Buby rnv. — Ltn. b. R. Becker an seinen Wnndcn gestorben. — Ltn. Flotho ow. — 2tn. Loer- brecko verwundet. Leib-Kompagnie. Ltn. d. N. Dertermann vw. — Utfsz. d. St. Friedrich Wilhelm Lenz, Klein-Linden tot. — Muck. Ernst Karl Johann Becker, Eichen tot. — Muok. Karl Bachmann Freicnsecn toi. — Horn. Rich. Eoß, Eleßcn rnv. — Res tlllbert Adolf, Heuchclhcim vw. -- Res. Adolf Heyer, Schotten vw. — Res. Wilhelm Zimmer, Weickartshain vw. — Ncs. August Bourad, Hegheim vw. — Muok. Zokob Kern, Stammheinl vw. — ?. Kompag »i c. Vizeseldw. d. R. Rudolf Homberg . Eichen Ivw. — Uissz. d. R. Heinrich Klein, Treis a. d. ü. tot. Scrgt. d R. Philipp Keil, Ettingshausen low. — Res. Hasenau tut. — Eesr. Bcchtold tot. — Utfsz. Eruuer tot. — Eesr. Brück tot. — Rcs. Heinrich Bcchtold, Eichelsdors Ivw. — Musketier Philipp Reichcnthal, Vilbel Ivw. — Ulffz. Porth. Ruppertsburg lvw. — Dkusk. Ludwig Becker 2., Trais a. d. L. verm. — ffieir. d. R Heinrich Link, Eichelsdorf Ivw. — Musketier Karl Schneider l., Klein-Karben lvw. — Utfsz. b. R. Ludw. Lemv- Eichen lvw. — Utsfz. Karl Bücher, Inheiden Ivw. 3 Kompagnie. Utssz. d. R. Karl Schepp, Lich tot. — Miiok. Wilhelm Müller, Klein-Linden tot. — Res. Dan. Eold» schmid, Stockhci», lvw. — Rcs. Karl Lehr, Ulsa lvw. — Res. Konrad Jung, Holzheim low. — Res. Wilhelm Engel, Holz- heim ivw — Rcs. Heinrich Scharch, Riedcrgemünden lvw. — Res. Ludwig Eifer, Ulfa vermißt. i. Kompagnie. Vizeseldw. Otto Ludwig, Langsdorf tot. — Utfsz. d. R. Emi! Werner, Leihgestern schw. vcrw. — Utssz d. R. Walter Schwan, Kießen lvw. — Vizeseldw. Heinrich Sauer Eießcn lvw. — Res. Heinrich Lippcrt, Leusel lvw. — Musi. Wilhelm Dopf, Langgöns Ivw. — Musk. Karl Bender, Langsdors toi — Res. Ludwig Kunkel, Burkhards low.— Res. Otto Müller, Langgöns low. 5 Kompagnie. Musk. Karl Harrer, Romrod vm. — Einj. Freim. Uissz. Karl Buchackcr, Eießcn vw. — Res. Wilh. Lein Ruppertsburg vm. — Musk. Becker tot. 6. Kompagnie Eesr. Friedrich Robrbach, Klein-Linden vw. -- Musk. Ludwig Graulich, Burg-Eemünde«: lvw. — Musk. Kail Sommer, Lich, low. — Musk. Hermann Knöß, Etiingchausen vw. — Musk. Heinrich Zimmer, Billingen rm. — Mus» Heinrich Susemichel, Schlitz tot. — Utssz. Wilhelm Düringer, Ebcrstadt vw. — Musk. Ferdinand Jung 1., Hsuch-l> heim vw. - Musk. Friedrich Böckel, Bermuthsheim vw. — Must. Feriuaud Bender 1., Heuchelheim vw. — ~ i\ o inpggni c. Musk. Heinrich Karl Roth, Rieoerfkor- stadt low. — Rcs. Heinrich Köhler, Bettcnhgusen vm. 8. Kompagnie. Utssz. d. R. Konrad Eans, Burkhards» leiden low. — Musk. Hermann Block, Obbornhofen lvw. — B.-rfeldic. o. R. Friedrich Map Han» Hochstädter, Eießcn sch. vw. Reservist Heinrich Engclbach, Gieße» lvw. 10 . 'ompagnie. Reservist Heinrich Schmidt, Erogrn« Pasel ow. — Reservist Heinrich Kühn, Dber-Bcsfingon vw.— !>. i empagnie. Res. Karl Körbcr, Altenbuseck lvw. 1 _ K o n p a g n i e. Utfsz. d. R. Heinrich Wolfs, Berstadt lvw. R.-servift Friedrich Schröder, Eichelsachsen schm. verw. : l-ierve-Znsanlerie-Regiment Rr. 1l8. Eccvon om 21., 24., und vom 30 9. bis 6. 10 11 I. Bat. Darmstadt. ‘ K e pa g » I e. Utsfz. Hermann Mogk, Echzell schw. vw. — Res . rii. Ltie Aüchel, Unter-Widdersheim toi. 4. Konipagnic. Wehrm. Gustav Zwicker, Gieße» tot. ; l Bataillon Eießcn f Konipagn > e. Reservist Eustav Schneider, Söd«! tot. 6. K o in p a 3 Ii i c. Wehrm. Karl Umsonst, Dauernheim om. — Wehr mann Heinrich Dickhardt, Rieder-Eschbach verm. 7. Konipagnic. Nescroist Georg Jakob Sänger, Klein- Knroeu schwer vcrw. — Wchrmaun Karl Krämer, Sellnrod tot. Jnsanterie-Regimen! Rr. 117, Mainz. Musketier Wilhelm Thcis, Stangenrod tot.