iutmmcv 2(1 Freitag, den (i. November 1914. L Iahrgana Uene Tageszeitung Die „1I«»e Tageszeitung' cilcheint icden Wcrltag. Regelmäßige Beilagen „Der Sauer au» Hessen", „Die Apiniissubr". Keiugoprcia: Be, de» Poftanstalte» vilriellährtich MI. 1 ,*j Ui den Agenten monatlich 50 Psg. hinzu tritt Postgebühr oder Trägerlohn. Anzeigen: Erundzeile 20 Big., lokale 15 Psg, Än,eigen von auswärts werden durch Posinachnahuie erhode ___ Erfüllungsort Fkiedberg. Schriftlcitung »nd Derlag Friedberg (Hegen), hanaucrftratze 12. Ferniprccher 48. Postjcher-Eonto Rk. 485S, Amt Franlfurt a. M. Weitere Fortschritte im Westen. Lchwere Verluste der Engländer. — Das Eingreifen der Türken. Der deutsche Generalstab «= === = meldet: --------- Lö. T. B. (itroszes Hauptquartier, de« 5. November, vormittags. Amtlich. tHesteru unternahmen die Belgier, uu- terstuht von Engländern und Aranzosen einen heftigen Ausfall ans Nienport zwischen Meer nnd überschwemmtem Gebiet. Lie wurden mühelos abgewiescn. Bei Aper» nnd südwestlich Lille sowie südlich Bcrrh an Vac, in den Argonncn und den Bogesc» schritten unsere Angriffe vorwärts. Slnf dem östlichen Kriegsschauplatz hat sich nichts wesentliches ereignet. Der österreichische Generalstab ______ - — meldet: == ©im, 5. Nov. (D. B. Nichtamtlich.) Amtlich wird hekanntgegebon: Auch gestern toerlicfen dic Operationen auf dem nördlichen Kriegsschauplatz plangemäß und ungestört vom Feinde. Südlich Voss der Wieloka-Mündung warfen unsere Truppen den Gegner, der sich aus dem westlichen Sau-IIser festgesetzt hatte, aus allen Stellungen, machten über tausend Gefangene und erbeuteten Maschinengewehre. Ebenso nennochtc auch der Feind im Strtzi-Tal unseren Angriffen nicht standzuhalten; hier wurden fünfhundert Nüssen gefangen genommen, eine Maschinengcwehrabteil- ung und sonstiges Kriegsmaterial erbeutet. Ter Stellvertreter des Chefs des Eencralstabes: v. Hofer, Generalmajor. 5 ,-------- » Das türkische Hauptquartier ■ 2. - .- ? meldet: — Konstantinopcl, 5. Nov. (W. B. Nichtamtlich.) Amt- lüt>ec Bericht aus dem Großen Hauptguarticr: Die Russen begannen ihre Stellungen nahe der Grenze zu befestigen, wurden jedoch aus den Gebieten von Karaklissa und Js- khan vollständig znrllckgcworsen. Tie Stimmung und Aus- bildung unserer Truppen ist ausgezeichnet. Nach späteren Meldungen nahmen an der Beschießung des Tardanclleueinganges die englischen Kriegsschiffe „2u- flcjible", „Jndcfatigablc", „Gloncestcr" und „Tefence", ferner eines der französischen Panzerschiffe „Republique" oder ..Bouvct" sowie zwei französische Kreuzer und acht Torpedoboote teil. Sie gaben 210 Schüsse ob; cs gelang ihnen jedoch nicht, irgend einen bedeutenderen Schaden zu verursachen. Unsere Forts gaben dann nur zehn Schüsse ab, von denen einer ein englisches Panzcrschisf traf, worauf eine Ezplosiou entstand. In Aiwaly in Kleinasien wurde ein englischer Dampfer zum Sinken gebracht, nachdem die Besatzung und die Ladung gelandet war. Tie Bemannung des russischen Dampfers „Korolewa Olga", dic hier verhaftet wurde, ist zu Kriegsgefangenen gemacht worden. Die Kämpfe um Tsingtau. Ter Kreuzer Kaiserin Elisabeth gespiene,. London, 5. Nov. (SB. B. Nichtamtlich.) (Reuter-Meldung.) Eine amtliche Meldung aus Tokio besagt. Man glaubt, daß sich der österreichische Kreuzer „Kaiserin Elisabeth" auf der Reede von Tsingtau selbst in die Lust gesprengt hat. Das Schwimmdock ist ebenfalls vernichtet. Die Beschießung dauert fort. — Tie Meldung ist von Reuter. Man dar, ihr deshalb einstweilen mit M hiraueu begegne». Der Kreuzer „Karlsruhe". Gens, 5. Rov. Französische Blätter melden aus R-wv..ut. daß der Kreuzer „Karlsruhe" das Lchijs ..Liner van Dyk' gekapert habe, das mit Fleisch und Kasjeesracht von Pu.uor Aires »ach Newport suhr. Der Kreuzer „Emden". Berlin, 6. Nov. Das „Bor!. Tagebl." mold.'t aus Rom: Tor in Neapel ciugetroffeuo Taiupfcr „Roma" begegnete bei Aden einem englischen Geschwader, das auf die „Emden" Jagd machen soll. Tie „Emden" habe eben wieder zwei Dampfer versenkt, nachdem sic ihnen Lebensmittel »nd Kohle» entnommen hatte, Kkinr imitldjrn (Oljnifrr bei de» Mmre,-. Berlin, 5. Nov, (SB. B. Amtlich) In aus", ir- tigcn Blättern findet sich dic Meldung, daß dic Beduinen bei ihrem Vorgehen gegen Acgvpten von dontfchen Ofsi- z'.crcn geführt worden feien. Wir' können feststellen, daß diese Meldung erfunden ist. Zic kritßtn's mit der Angst! London, 5. Nov. (SB. B. Nichtamtlich.) Tie „Dusty Mail" schreibt: Die bittere Tatsache besteht, daß alle Land- strcitkrafte der Verbündeten weitaus unzulänglich sind, um die Deutschen aus Belgien herauszutreiben und Osiepde wieder zu nehmen, sic ans der Aisnc-Lin'e herauszuwcrfcn, wo sic inimcr noch 60 Meilen von Paris stchc», sowie ihren Rückzug von polnischem Boden zu erzwingen. Ter'Gosch.ch- dcnner des deutschen Geschwaders wird an der englischen Küste gehört. Das Erscheinen der Türkei im Felde als Verbündeter Deutschlands enthält neue Gefahren für das Britenreich. Größere Anstrengungen sind nötig; selbst Kitchcncrs Million könnte sich als unzureichend erweisen. Das Blatt beklagt sodann die Zensur, die verhindere, daß das Britenvolk die Notwendigkeit weiteier Anstrengung!:, erkenne. Das Prinzip des freiwilligen Dienstes sei nnlor diesen Umständen unhaltbar. Tie Regierung müsse das Volk dic Wahrheit über den Krieg wissen lassen oder die allgemeine Wehrpflicht werde bäl^ unvermeidlich sein. So was hört man gcrae. Amsterdam, 6. Nov. „Tailtz Mail" meldet o»s Calais: Das britische Heer hat eine schwere Prüfung durch- gemacht. An einigen Stollen sind die Truppen nns rin Vicrtcl vermindert. Es scheint, daß die TeutsFen gern die hcftigsten Angriffe ans uns konzentrieren. Als wir in der Gegend von Roussolacr (Roulers) drei Tage lang in Maesch- ordnung weitcrgezogcn waren, während die Franzosen die Deutschen in Lille bekämpften, und ans dem linken Flügel am Aserufcr die Belgier, durch die Franzosen unterstützt, in der Gegend von Dixinniden operierten, wurde plötzlich der Schwerpunkt der Schlacht von Nicuport nach Ap.ru verlegt, Ilm Mitternacht zogen die Engländer immer in Ordnung weiter. Der Feind schien schwach und rnntloS und dic Engländer dachten nicht daran, sich Laufgräben in, Rücken zu graben. Aber gerade als unsere Kavallerie im Felde ankam, wurde ei» >» achtiges Feuer aus sie er- össrrct. Tie zweite und vielleicht ernstere Phase der Sckstacht wickelte sich nördlich von Slperu ab, bei Dirmnide». Hier unternahm deutsche Infanterie von schworen Geschütz.'» unterstützt einen Bcijoucllaugrisf. Unsere Truppen leisteten tapferen Widerstand, erlitten aber große Verluste. Aus dem rochtcrr Flügel wurde unsere Infanterie zuerst mif McssincS vertrieben, wo die Bayer» trotz der heldenhaften Angriffe unserer Artillerie den ganzen Tag über blieben. Der Türkeukrreg. Abreise der Botschafter. Athen, 5. Nov. (W. B. Nicht- aiuttichz. Die Botschafter Frankreichs und Englands sind, bc' gleitet von ihren, Botschajtspcrsonal, im ganzen 120 Personen, in Athen cingctrossc». Der französische Botschaster hatte bereits eine Besprechung mit dem Ministerpräsidenten Venizclos. Bordeaur. 5. Rov. (W. B. Nichtamtlich). Meldung der Agence Havas: Am Mittwoch Adcnd ist der türkische Botschafter abgcreist. Euischlosicac Haltung. Berlin, 5. Rov. (SB. V. Nichtamtlich). Entgegen allerlei Gerüchten und tendenziösen Nach- richten wird von amtlicher! türk,scher Seite mitgctcUt, daß von einer nachgiebigen Haltung der türkischen Diplomalie nicht die '.siede je.n kenne. Die Piorte habe crllärl, Rußland sei selbst chuld daran, daß seine Schisse in de» Grund g:hohr! und d,e Festungen a:n Schwarze» Meer bcschosien worden seien und habe oic Bestrasung des Kommandanten der russischen Flotte als Genugtuung verlangt. Darauf wurden die Beziehungen abgebrochen. Der Deutsche Kronprinz an Enver Pascha. Konstantinopel, 1. Nov. (Nichtamtlich). Der Deutsche Kronprinz hat a» den Kriegsminister Enver Pascha solgendcs Tcle- gram», gerichtet: Dic fünfte Armee nnd ihre Führer entbiete» der otivmaiuschc» Armee brüderliche Grüße. 'Aus dieses Telegramm des Kronprinzen anlworlclc Enver Paich» folgendes: Die Kaiserlich Ottomanische Armee bau Eurer Kaiserlichen Hoheit, sonne der 5. Armee jür die brüdei lichcn Ginge und hojjt sest, alle ihre Feinde gcmcinsaur m den Armee,, Seiner Majestät des Deutschen Kaisers der. Tapserkcit weltberühmt ist, zu besiege». Cm Feldzug in der Wüste. Ein Schweizer, der dieser Tag aus der Tülle, zurückgckchrt ist, schreibt der „Neuen Zürich,'. Zeitung" Uber die türllschcn Rüstungen, daß dic Eisenbuhv . i» Asien in den letzte» Monate» ununterbrochen in Anspruch nonime» waren. Truppen „ach Syiic» zu jührcn. Die im o, lichcn Syrien an der Bahnlinie südlich vo» Dauiaslus zuian mcngczogenen Truppen seien vollständig sür einen Wüste,isclt zug ausgerüstet gewesen^ Stcuartig erschiene» die Einrichtu, gen zun, Transport von Trinkwasser und zur Dcsörderung va>. schwelen Geschützen IN sandigem Gelände. Zahlreiche Trupp, seien weiter als bis Maa» geführt worden, jo daß auch ein Ilcbcrsührung der Truppen über das Rote Meer zum Ginmavjr' i;> Ob-riigyptcn geplant scheine. Nach der Zahl der sechs W. chcu laug von Daniyskus „ach Süden abgcjcrtigten Eisenbahn zügc schätzt n»an dic gegen Aegypten operierenden türkische: Truppen aus 250 000 Mann. Dazu sollen noch die reguläre,. Beduinen trclcn. Dic lürkischrn Heerführer. Der „Fra::!:. Zto." n-st« au Wien gemeldet: Dem Bcrnehinen »ach übernimmt I;: j i: Pasch i, den Oberbefehl über die Dardanellen- »nd Bosporue Streilkräjte. Das Kommando über die Slrmcen sollen Izze und Schükri Pascha führen. Eine große Anzahl türkische, und »an der Türke, neu angetanster Handclsichssse sind , Hilsslreiizer Uingcwandelt worbe». Vormarsch in Afghanistan. 5W : c ii, 5. Nov. (Nichtamtliche Die „Südslawische itor rejpondcnz" meldet aus Kanstantinopel: Wie die über Gerste hicl eingetrchfcne bedeutendste afghanistische Zeitung „Siradsch el Ähbari" berichtet hat der Emir von Afghanistan eine Ar mee pd» 170,000 Mann mit 13.» Geschützen unter Führung sei nes Lrhncs, des Emirs Bahadurkhan, an die englische Grenz vormar^chlcrcil lassen. Die von Herat nach Puschk führend- Eisenbahn sei zerstört morden, um den englischen Aufmarsch zi bindern. Eine Anzahl der Krieger indischer Erenzstämme Hab üch oenr Heere Bahadurkhans angeschlossen. An der Grenz h.rrsche volle Revolution gegen England. Die englischen Bi amtii, seren gefangen genonrmen. einige von ihnen gelötet rooi Del. Der neue Bnrenkrieg. Berlin, 5 Nov. (Nichiamtlichs. Ein Bcrtreter de, „Eontieiilal Dimes" hatte Gelegenheit, mit General Pearsv, dem Geucralguarlicrmeister der Bure» während ihres Kampfe, gegen England, über die Lage in Südafrika zu sprechen. E: neral Pear,eu sagt» u. a.: Ich lau» zwischen den Zeilen de: engistchen Berichte lesen »nd ich weiß, daß die Dinge zehnmal schlechter für dic Engländer stehen als ostentlich bekannt wird Jeder Bürger wird den Burenkouiniandanten, den Deine, Beyers und allen iueinc» anderen tapferen Kameraden folge, Ganz SüdeZrila wird die verhagle englische Herrschast ablvcr jen. E:nc Provisor, sche Regierung st, schon eingesetzt. Es !!, bezeichnend stii die Lage, daß ihr Sitz nicht irgend ein unbeüen lenser 'Platz ist, sondern Hcilbronn, das an der Bahn grlegc, ill und von Lloenstontei» wie vo» Iohannisburg leicht erreich, werden kann. Das ist ein Beweis dafür, daß die Aufstuudi- sä>ea nicht die geringste Bejurchtung sür den Ersolg ihrer Sach, hegen. Ffls iifiir MiliistttilM i» Italien. Si um, 5. Rov. Das Kdbinett Eataudra Ist gehn d,t. Dic Minister des vorigen Kabinetts: Nava (Finanzen, und Dort (Justiz) sind ausgefchieden. Dasär übernahmen de: bisherige Unterrichtsniinislcr Danco die Finanzen und GI i!' p o von der Siechten den Ilnterricht. Die Grundlage de Kablnctls bilden, wie schon bekannt, Ealandra (Inneres) Sonn in o (Aeußeres) und Carcano (Schatzamt). Zutresscnd be,pricht der „Pester Lloyd" die Lösung de, italienische» Kabinettskrise. Er sagt: In Oesterreich-Ungar, und Deutschland wird es mit ausrichtigcr Genugtuung begrüßt daß der bisherige Premierminister, getragen von dem Bei träne» icines Monarchen und gestützt von der Zustimmung de, Kg,un>er, wieder re» neuem a» die Spitze der Geschälte tritt Der Eintritt Souninas in das Kabinett ist gleichzeitig eine An crkcnuung für dis Richtiglcit jener Grundprinzipien, zu denen sich der Kabinettsä,es belcnnt. Man kann wohl sagen, daß sei Kriegsausbruch der in Ron, innegehaltene Kurs dort iinme. mehr als der richtige erkannt wird und daß immer größer die Zayi derzenigen wird, die sich zur Politik strenger Neutralität belennen. Hierin allein ist die Gewähr zu erblillen, dag Itll' Wt. 261 Seite 2 licn ;iir seine weitverzweigte» Interessen, die säst das ganze Wittclmccrbecken umfassen, den in dieser Weltkrise gebotene» Schutz finden wird. Bulgarien bleibt neutral. Strenge Neutralität. Sofia, 5. No». Die Leite- der Oppositionsparteien sind heute von Radoslawow cinpianzen worden, der ihnen die Lage Bulgariens »»ter den gegenwärtigen Umstände» auseinandcrsetzle. Am Schluß des Interviews hatten die Leiter eine Besprechung, nach der sie der Presse init- teilten, daß nach den Erklärungen Radoslawows Bulgarien in der gegenwärtigen Lage entschlossen ist, die Haltung strenger Neutralität zu bewahren. Daar schönt Bitt' sehr! Der „Nationalzeitung" wird aus (Bien berichtet: Der russische Gesandte in Sofia, Sawinsli. hat Ser bulgarische» Regierung den Abschluß eines serbisch.bulgarischen Tcsensivbundnisscs vorgeschlagen. Dieses Bündnis soll nach russischer Bukfassung sowohl gegen di« Türkei als auch gegen Oesterreich-Ungarn gerichtet sein. Die russische Negierung verpflichtet sich für den Fall des Zustandekommens dieses Bündnisses, Bulgarien nach dem allgemeine» Friedei,sschluß durch die serbisch mazedonischen lsiebietc, die Bulgarien durch den Bularestcr Frieden verloren hat, voll zu entschädigen und gewährleistet die Rückgabe des in diesem Frieden an Rumänien abgetretenen Streifens der Dobrudscha. Die bulgarische Regierung hat diesen Vorschlag als unvereinbar mit ihrer Würde zuriickgcwiesen und die rumänische Regierung von dem russische» Anerbieten bezüglich der Dobrudscha in Kenntnis gesetzt. Gegenwärtig findet ein lebhafter Meinungsaustausch zwischen Sofia und Bukarest statt. Aus Rußland. Tier Zar kämpft bis zur Vernichtung, d. h. nicht der gereute Schwächling, er rnutet's vielmehr seinen Soldalen zu. lach Meldungen aus Petersburg sagte der Jammerlappen in iner Antwort aus ein Telegramm der vereinigten Kaufleute mit Moskau, worin der Wlinsch ausgesprochen wurde, dag keine Friedensverhandlungcn möglich sein sollten, bevor nicht die Russen das Herz von Deutschland erreicht hätte», er lei vollkommen eins mit der Ansicht der Moskauer Kaufleute. Alle Befürchtungen eines Fricdensschlusies vor der völligen Vernichtung bei beiden Gegner seien grundlos. Russische Verluste. In der Wiener „Rundschau" findet sich eine Berechnung der bisherigen russischen Verluste, die solgen- de Zahien ausweisl: Für die russischen Kämpfe gegen Oesterreich-Ungarn und folgende Vcrlustziffern anzusetzen: Mann Einleitungs- und Erenzkämpfe Raids usw. 15 000 Krasnik, Riedzwica, Duza, Lublin 45 000 Zainosz—Koinarow—Tyszowe 40 000 Erste Schlacht von Lemberg 45 000 Zweite Schlacht von Lemberg 50 000 Rawa Ruska - Magierow 30 000 Offensive nach Mittelgalizien 15 000 KLmpse um Przemysl 40 000 Entsatz von Przemysl 15 000 Karpatheneinbriiche , 30 000 Kämpfe ain San abwärts von Przemysl 25 000 Medyra—Stary Sanlbor, bisher 40 000 Karpathenvorlagen Strqj bis Czernowitz 15 000 Die letztcli Kämpfe nördlich der Weichsel von Sandomierz bis Iwangorod 35 000 Zusammen 4:0 000 Gegenüber den Deutschen dürften die Russen schätzungsweise die nachfolgenden Verluste, ctliücn haben: Mann Einleitung Kümpfe Ostpreußen, Ostfront Einleitungslämpfe Ostpreutzen, Siidsrvnt Rarew-Armce (Masurische Scenl Rjemen-Arnree (Masurische Seen) Lyck (Erodnocr Reservearmee) Kämpfe bei Suwalii, Augustow, Ossowiec usw. Kämpfe südwestl. der Linie Warschau-2wanaarod 20 000 10 000 1 0 000 50 000 15 000 35 000 00 0:0 Zusammen 340 000 Das wären im Eanzeli rund Millionen ohne die erheblichen Verluste durch Kranlycit ii;i russischen Heere. 2m Allgemeinen dürsten die vorfleyenden Zahlen der Wirklichkeit nahekoniinen, wenn auch im Einzelnen kleine Abweichungen nach oben und unten bestehen bürsten. So sind z. B. die Geinmtocrlilsle der Russen in den beiden Schlachicir an den Masurischen Seen sicherlich noch grötzer gewesen. Für den endlichen Lieg von größter Bedeutling sind außerdem die riesigen Verluste der Russen an Kriegsmaterial, dessen Ersatz in Rutzland viel schwieriger ist, als der Verlust an Mannschaften. Russische Steuer für miiitärjrcie Personen. Aus Pet-rsburg wirb gemeldet: Das Finanzministerium Hai beschlossen, erne Militäisteuer i» Rußland einzusührcn, für Personen, die in den letzten TZ Jahren nicht gedient haben. Die Steuer benage eine» Rubel bei einem Einkommen unter tüüv Rubel und bei einem Einkommen über tUVü Rubel 50 Prozent der Linlonanenstcuer Das Ministerium verspricht sich 84 Millionen Rubel löhrlich aus dieser Steuer. Dir Lklstikr und die eilglilchtil Zchurden. Bei den letzten Vcrwundeientransportcn, die den Rhein herauf tameu, befauden sich auch verwundete Belgier aus den Gesechte» in W.sttlander». Diese gaben der Oberin eines großen Lazaretts an, Rhein, Frau Dr. SB., einer geborenen Holländerin, Gelege,cheit zu einer Reihe von wichtigen Festfiellan- a«n. durch wrlche das traurige Verhältnis der belgischen Sol91eut Tagcsazeitng. Freitag, den 6. November 191«. l baten zu ihren englischen „Befreiern" in grausiger Weise bc- leuchiet wird. Die Oberin schreibt: Vorgestern kam auf dem Bahnhof, als ich gerade da war, ei» Transport Verwundeter aus Oftende an. Ich sprach na türlich mit de» Leuten. Roch nie in dem ganzen Kriege, sagten sic, sc, so blutig gejochten worden. Es muß ganz entsetzlich gewesen sein. Aber alle sagten, wir kämen voran. Aus beiden Sc,-.,, wird wie rasend geiämpft. Ach und die arme» Belgier! Bei dem Transport waren auch belgische Verwundete Ei» Mann von lg Jahren wurde von mir verbunden und einer von 15 Jahren blieb in unserem Lazarett. Er versteht weder Deutsch noch Französisch, nur Flämisch. Deshalb sprach ich holländisch mit il':n. Sofort faßte er Zutrauen zu mir. Ich fragte ihn zunächst nach Frau und Kindern und langsam ging ich dann weiter. Ta erzählte der Mann furchtbare Dinge. Die Engländer. sagte er, haben das Oberkommando und . niemand hat inehr das Recht, etwas zu sagen. Die armen Belgier haben vor sich den Feind und hinter sich die Engländer, und von beiden werden siebe- und erschosien. Wenn die Belgier zurnckivol- len, weil sie nicht mehr vorwärts können, werden sic einfach durch die Engländer niedergeknallt Sie werden hänfen,veifi bis an die Schützengräben der Deutschen gedrängt, wo sie von deren Seitengewehren empfangen werden. Sic muffen stürmen, ob cs geht oder nicht. In vierzehn Togen, so rne'nlc der Mann, wird kein belgischer Soldat mehr da sein, da sie dann gefallen oder ermordet sind. Vier Belgier bekommen zusammen ein Brot, während die Engländer ihre guten Vorräte: Champagner, Schokolade, Kakes, Konserven, allein essen und sich sogar dabei betrinken. Frau Dr. W. hat von dieser Unterredung vor Zeugen ein Piorololl in flämischer Sprache ausnehmen lassen. Aus Frankreich. Ter Wert der englischen Hilfstruppcn. W i o n. 5. Nov. 4W. B. Nichtamtlich.) Die „Reichspost" gibt ei" vcäch ihres Genfer Korrespondenten init einem in der Angelegenheit des Roten Kreuzes vorübergehend dort weilenden Pariser Großindustriellen wieder, lieber den Wert der englischen Truppen urteilt der Betreffende: Was ich von unteren Offizieren vernommen habe, bestärkt leider das Urteil, das ich seit jeher von der englischen Truppe gehabt habe. Auch dieser Krieg ist ihnen ein Geschäft. Sie betrachten jedes Wagnis zuerst von allen Seiten. Sie käni» pfcn dann zwar tapfer, sind aber, wie mir ein kommandierender General sagte, aus den Erdfestnngen einfach nicht her- anszubringen, wenn die Lage einen Angriff auf die deuffchen Stellungen erfordert. Ihre Kavallerie ist gänzlich untauglich, einfach unverwendbar. Während der Franzose begeistert für sein Vaterland kämpft, betrachten diese Herren den Feldzug inchr insofern als eine ernste Sache, als die Gefährlichkeit in Frage kommt. Seit sie beim ersten Zusam- »icnprall mit den Deutschen die Fürchterlichkeit des gegnerischen Angreifers kennen lernten, läßt ihr Elan sehr zu wünschen übrig. Es gäbe ernste Verstimmungen im Haupt- quartier, allein wir brmichen sie nun einmal. Schließlich drückte der französische Großindustrielle seine Betrübnis ans Über das hinter der Armee herrschende Elend. Tort würde tausendfach gesündigt, weil Hilfe zu spät komme. Die Organisation des Sanitätsdienstes sei vollkonnnen vernachlässigt. 43 »euc französische Generale. Paris, 2. Nov. Der „Temps" veröffentlicht die Ernennung von l2 Divisions- imd 31 Brigadcgeneralen — also noch ein größerer Wechsel in der französischen Generalität, als wir ihn gestern melden kennten. General Frrnch verunglückt. Tcr „Verl. Lokalanz." ; r.i:ii et: Ei» ans Holland nach Berlin znräckgekehrter Freund : > sercv Vieltes berichtet uns, daß nach zuverlässigen Meldungen der Lberkommandicrcnde der englischen Armee in Frankreich, Feldmarschall French, vor einiger Zeit bei einem Antoniobitniifall schwer verunglückt und zurzeit noch an der P.'rjönliilen Ausübung des Oberkommandos verhindert ist. Beschädigte englische Kreuzer. Aus Genf wird der „Deutschen Tageszeitung" gemeldet: Pariser Nachrichten besagen, daß gelegentlich der Beschießung der englischen Flottille vor Nicnport deutsche Geschütze drei Kreuzer schwerer als- anfangs geglaubt wurde, beschädigten. Man berichtet, daß die Kriegsschiffe unbrauchbar seien. Doch handle es- j sich mir ui» „Falcon". „Brillant" und „Rinaldo". Es seien Kreuzer von höchstens 3600 Tonnen und alter Typ. Die englische Völker::-estcllnng in Frankreich. Nach emer uen der „Köln. Zig." veröffentlichten Meldung ans Taranto in Kanada hat der Jndianerstamm der Sir Nation? aus e -n Bezirk Bra-idiord eine Kompagnie von 120 Mann »: st Osiizi-.reu »i die mit dem zweiten kana- diikl-.'n Hilsekorp» nach Europa abgeben soll, um am Kampfe teilzunebmea. Wcr's nicht glrvbt, zahlt einen Dhnlrr. A m sterd a m, 4. Nov. Tie in Paris erscheine,,-: ..stresse" schildert, wie die Gnrkhas mit ihren langen Messi rn zwischen den.Lücken der deutschen Wachtposten bei Nackt dnrchschlnpsen und die- je», bevor ;ic einen Laut von sich gebe» können, die Kehle abschneide», um vorsichtig ioeiterziikricchen, bis sie einen MnnitionSvorrat erreichen. Um 1 Uhr nachts bemerkte man kürzlich in der Richtung der Mer eine Helle Glut am Horizont und einige Sekunden später hörte man dumpfe Elpiosionsschläge der Granaten und Bombe». Das hatten die Gnrkhas getan. Der neueste engl. Gewaltstreich. Mit freier Verfügung, die Nordsee zu sperren, hat England den !>n,»ut der neutralen nordische» Staaten herausgefordert, de, sich in schroffer Form äußert. Am meisten find Norwegen »nd Dänemark xetioffen. deren überseeische Schiffahrt durch diese Gewalttat gänzlich unterbunden wurde. Der Protest dagegen lomint in de» Zeitungen der betrcsscndcn Länder 'charf z„„> Ausdruck: Kopenhagen, 5. «kos. (SU. B. Nichtamtlich). „Set. lingske Tide „de" meldet ans Kristiania: Der Verein „or- wegischer Schisssreedü pro! stiert in einer Eingabe an das norwegische Ministerium des Aentzern dagegen, daß englische Kriegsschiffe neutrale Handelsschiffe mit Ladungen für Skandinavien völkerrechtswidrig in cngliiche Häfen cinbringen. Man muffe eine» Schadenersatz sär die dadurch entstandenen Derluste bcanspruchcn. Kristiania, 4. Nov. (Nichtamtlichst „Morgenbladct" lchreibt über die durch England angckündigte Rordsecsperrc: Heute ist die Meldung cingetroffen, England habe die 'Nordsee von Island bis Schottland gesperrt. Ein Kommentar ist über- slüssig. Es ist dieses ein unerhörter Ucbergriss gegen das internationale Völkerrecht und eine Rücksichtslosigicit gegenüber den neutralen Mächten, die auffallend ist und in die Augen springt. Der Schaden scheint in dem sonderbarsten Widerspruch zu den Vorteilen zu stehe», die England dadurch erreicht. Wir fragen, ob nicht bald der Zeitpunkt gekommen wäre, an welchem ein gemeinsames Auftreten der neutralen Mächte angebracht wäre. Slus die- Stimuic der kleinen Länder hört niemand. Amerika ist auch neutral. Der Reuticklitätsbegriff existiert nicht mehr, wenn jeder Uebergriff der kriegführenden Großmächte schweigend geduldet wid Grobcnmgsqeldcr. D er l i n, 5. Nov. (W. B. Nichtamtlich.) Eine kaiserliche KabinettSorlrer genehmigt, daß für die ini gegenwärtigen Kriege von den Truppen der preußischen Armee und den in sie ausgenoimnenen Kontingenten eroberten Feldzeichen, Maschinengewehre und Geschütze Eroberungsgeldcr an die Trichpen gezahlt werden und zwar erhält siir iedes feindliche Feldzeichen (Fahne oder Standarte), das im Kanrpfe genomnic» wird, sowie für jedes feindliche Maschinengewehr oder Geschütz, das in der Schlacht oder im Gefecht während des Gebrauches bei feindlicher Gegenwehr mit stürmender Hand genommen wird, der Truppenteil, dem die Eroberer angehörten, 750 Mark. Die Geldbeträge sind nicht an die einzelnen Eroberer zu verteile«, londem verbleiben dem Truppenteil. Eine Anerkknnung m Achmdkil. Stockholm, 4. Nov. (W. B. Nichtamtlich. Der Stockholmer Arzt Sjögren, der soeben von einer Studienreise znrückgekehrt ist, die ihn durch die Militärlazarette von Berlin und Hamburg führte, teilt im „Slstonbladet" seine Eindrücke mit, die ohne Ausnahme die besten waren. Der Hauptzweck seiner Reise war, über den Uinfang, in deni die Röntgen-IIntersiichung in Anwendung kommt, Studien zu wachen. Sjögren fand die Sanitütseinrichtimgen wie auch die Behandlung der Verwundeten ausgezeichnet. Das Deutsche Rote Kreuz habe eine bewunderungswürdige Dnf- merkjamkcit entfaltet. Er habe mit vielen Deutschen gesprochen und einen liefen Eindruck von der allgemeinen Begeisterung und ihrer starken Siegeszuversicht empfangen. Kriegsbegeisternnq in Tirol. Wien, 2. Nov. Als Beweis der Kriegsbegeisterung trotz der herben Verluste, die insbesondere auch die Tiroler in den bisherigen Kämpfen erlitten haben, erhält die „Reichspost" aus Tirol folgende Meldung: Als vor wenigen Tagen ein Marschbataillon Tiroler Kaiserjäger auf den Kriegsschauplatz abging, entdeckte der führende Major in der ersten Rnststation, daß siebzig Mann zu viel waren. Sie hotten sich bei der Abfahrt eingcschlichcn, um nur ins Feld zr, kommen. Des ssinen !ll>! ift des Anderen Kroi. Glänzende Geschäfte machen jetzt alle Fabriken, die für die Armee arbeiten, die Verbandstoff- und Lederfabriken, die chemischen, die Munition?- und Waffenfabrikcn. Der Aufsicht: rat der Wcstfälisch-Anhaltischcn Sprcngstoff-Akt.- Ges. in Berlin beruft sogar eine außerordentliche General- versainmlung zwecks Erhöhung des Aktienkapitals von 4 Millionen Mark auf 6 Millionen Mark. Ans je zwei alte Aktien soll eine neue Aktie über 1000 Mark znm Kurse van pari zuzüglich 5 Prozent Zinsen vom 1. Januar 1014 ab be- ; zogen werden können. — Die Mnnitioiisinaferial- und Me- ! iallwerke Hindrichs-Auffernrann Akt.-Ges. in Beyenburg ! an der Wnppev verteilen wieder 15 Prozent Dividende bei lleberweisnng von 30.000 Mark an die Sonderrücklage und bei einem ans 88,500 Mk. (i. SS. 32,601 Mark) erhöhten Bortrag. ilfütifijf SlüMfiiflinfn in örlgirn n. frankreich. Tie deni,che PostverNraltung in Belgien hat die Absicht. für die Orte in, lvallonischen Belgien und i» Nordsrankreich wieder deutsche Namen einzuführen. Es handelt sich in erster Linie »m solche Orte, die ehe,„als zu», Deutschen Reichs gehörten und deren de»tsch>er R ,„c lvährend de: langjährigen Trennung vom Dentsckren "ch? meist in Vergessenheit geraten ist, bisweilen sich . ederdentschr (flämischer) Form crljolteu hat. In Betracht kominen in erster Linie solgende Städte: In Brlgirn: Aalst (Alost), Arrl (Arlon), Bergen (Mont), Tendernionde (Teimondet, Dixmmden (Dikinnde), Doornsik lTournni, Xt. 261 Seite 3. Kortrijk (Tourtrai), vier (Lierrc), Mecheln (Malines), Nomen (Namur), Nieuwpoort (Nienport), Ondenaarde (Audenarde), Roustelaerc (Routers), Tbienen (Tirlemont), Bcurne (Furnes), fipern (ApreS.) In Frankreich: Atrecht (Arras), Booiicn (Boulogne), Dünkirchen (Dunkerque), Grevelingcn (Graveliues), Kotes (Calais), Kyssel (Lille), Badenweilcr (Badonvillcr), Bisanz (Befancon), Dattcnricd (Delle), Gerbersweiler (Gcrbeviller), Longich (Longwy), Lünstedt (Lunüville), Mömpelgard (Montböli- ard), Ranzig (Nancy), Neucnbnrg (Rcufchotea»), Rambcrts- Weiler (Rembervillcr), Reinicrsberg (Reniircniont), St. Tidcl (St. Ti6), Sechsweiler (Villerlerel), Spieneln (Epi- nol), Wesel (Vesonl). Bet'chlüfie des Bundesrats. Berlin, 3. Ron. (W. B. Nichtamtlich). In der benft- gc» Sitzung des Bundesrates gelangten zur Annahme. Der Entwurf der Bekanntmachung bctr. die Regelung de« Absatzes von Erzeugnissen der Kartvfseltrocknerei, der Entwurf der Bekanntmachung über Höchstpreise für Hafer, die Vorlage betr. die Befreiung von Waren von Zöllen und Verbrauchsabgaben. die den deutschen Truppen und Vereinigungen vom Noten Kreuz oder den Ritterorden für die freiwillige Kriegskran- kenpilcgc gespendet werden, die Vorlage bctr. die Verlegung der Zollgrenze gegen das hamburgifche Frcihafengebiet und der Entwurf der Bestimmung über die Einrichtung und de» Bc- trickdnrn Anlagen zur Herstellung von Bleifarben und anderen Blc:produkten. Bclanntinachung über dos Bcrsüttern von Brotgetreide und Mehl. Vom 28. Oktober 1914. Der Bundcorat hat aus Grund des 8 !! des Gesetzes über die Ermächtigung des Bundesrat, zu wirtschastlichen Maßnahme» ujw. voin 4. August 1914 (Reichegesetzbl. S. 327) solgende Verordnung erlassen: 8 l Tas Beefüttern von mahlfähigem Roggen u.:d Weizen, auch geschrotet, sowie von Roggen- und Weizenmehl, das zur Drotbercttuilg geeignet ist, ist verboten. §, 2. Die Landeszentralbehördcn können das Schrote» von Roggen und Weizen beschranke» oder verbieten. 8 3. Soweit dringende wirtschaftliche Bedürfnisse oorlie- gen, können die Lnndcszentralbehördcn oder die von ihnen bestimmte» Behörden das Verfüttern von Roggen, der im laud- wirtschastlichen Belriebe des Biehhalters erzeugt ist, für das in diesem Betriebe gehaltene Vieh allgemein für bestimmte Gegenden und bestimintc Arten von Wirtschaften oder im Ein- zetfalle zulajsen. 8 4. Die Landeszcntralbehördcn erlaßen die Bestimmungen zur Aussührung dieser Verordnung. 8 5. Zuwiderhandlungen gegen diese Verordnung oder gegen die gemäß 88 2, 3 und 4 erlassene Vorschriften werden mit Geldstrafe bis zu ciniausendsiinfhundert Mark bestraft. 8 6. Diese Verordnung tritt mit dem 4. November 1911 in Kraft. Der Reichskanzler' bestimmt den Zeitpunkt des Auher- Irafilretcns. Berlin, den 28. Oktober 1914. Der Stellvertreter des Reichskanzlers: Delbrück. Wei;enans;uqsmehl. Berlin, 3. Nov. (W. B. Amtlich.) Der preußische .Handelsminister bat in der Ausführung der Verordnung des Bundesrats über das Ausmahlen des Brotgetreides die Herslclluug von Wcizciiauszugsmkhl bis zu 3t) Prozent hugelasscu. „K“--ßrot. Berlin, 4. Nov. Aus Stettin wird gemeldet, daß drrt seit lliugerer Zeit städtische urtb ländliche Bäckereien Versuche mit „K"-Brot machen. Die Bäckereien haben hierbei ausgezeichnete Ergebnisse gehabt, sodah die Backware nicht nur nach Ansicht der Bäcker, sondern auch nach Ansicht der Kundschaft gut ausgefallen ist. Die großen Stettiner Bäckereien, welche gerade die meisten, den beniittelten Schichten angebörcnde Haushaltungen mit Brot versorgen, backen überhaupt nur noch Brot mit Kartosfetslockcnzusatz, und ihre Kundsibast ist daniit äußerst zufrieden. Auch bei den länd- liifton Bäckereien ist die Herstellung dieser Backwaren in den Landbackofen ohne weiteres gelungen. Die ländliche Kundschaft ist mit dem Brot ebenfalls zufrieden. Hafer-Höchstpreije. Berlin, 3 Nov. (W. B Nichtamtlich). Der Bundes ea! hat die Höchstpreise im Großhandel für inländischen Hafer, die vom I. November ab in Kraft treten, für 32 Haupiorte fest- gcletzt. Der Preis für Berlin ist 212 -)t füt die Tonne In den Nebcnorte» ist der Höchstpreis gleich dem des nächstgelege- ncn Hauptortes. Tie Höchstpreise bleiben bis zum 31. Dezember 1914 unverändert, von da ab erhöhen sie sich am 1. und 13. jeden Mona!» um 1.30 .8 für die Xoaa«. Sie gelten für Lieferung ohne Sack und für Barzahlung bei Empfang, Die vom Bundesrat angenou:mene, sofort in Kraft tretende Bekanntmachung betr, die Regelung des Absatzes von Erzeugnisten der Kar- toff cltrocfxerci bestimmt in Paragraph 1: Wer Erzeugniste der landwirtschaftlichen oder gewerblichen Kartosseltrocknerei herstcllt oder durch andere Herstellen läßt (Trockner), darf die »rzcugniste bis zum 30. September 1915 nur durch die Trocken- karto scl-BerwcrtungsgMellschaft mit beschränkter Hastung in Lcrlin absetzcn. Die von dem Bundesrat für 32 Hauptorte sestgssetzte» Höchstpreise für Hafer stnd Aachen 221 Berlin 212 M, Braun- fchweig 217 ,8, Bremen 219 . 8, Breslau 204 Bromberg 206 G, Kassel 248 M, Köln 221 ,8, Danzig 207 M, Dortmund 223 t«, Dresden 212 .«, Duisburg 222 Emden 218 M, Erfurt 217 „ff. Frankfurt er. M. 221 Gleiwitz 202 8, Hamburg 217 .'JU iiannooer 216 J4. Kiel 210 Königsberg i: Pr. 201 M. *«ae Tageszeitung. Freitag, den S. November (914 Leipzig 214 ,6, Magdeburg 21Ü J4, Mannheim 222 .!(, Mün chen. 220 Posen 203 .8, Rostock 210 .4, Saarbrücken 221 K, Schwerin (Mecklenburg) 210 .«, Stettin 200 Straßburg im Elsaß 22S .6, Stntigart 220 .1, und Zwickau 213 .8. Bnö §nde der roten JtntrnmtionaUü. Aus dein Parteitag der Schmelzer Soziatdemokraiie, der am vergangenen Sonntag zu Bern stattgesunden hat, wnr de» bewegliche Klugen über den zu Ende gegangene» Traum von der bürderlichen Internationale laut. Der Eenoste Ober- ri-hicr Lang faßte, nach dem Bericht der Franlsurter „Votls- Ftinnie" die Eindrücke zusammen in die Worte: „Wie bctönbt stnd wir nun von dem, was über uns hereingebrochen. Was ist cs mit der Internationale? Diese Frage beherrscht alle Gemüter. — Wir lebten auch in einem Mißverständnis, wenn wir glaubten, der Patriotismus sei eine hohle Phrase. Man hatte erklärt: cs sei gleichgültig ob unsere Ercnzpsähle schwarz, weiß-rot oder blau-weiß-rot ougestrichc» seien. Run hat sich ein stärkeres nationales Eesühl geltend gemacht." Der Vortragende sprach dann die Erwartnng aus, daß noch dem Kriege die goldene Internationale ihr Haupt noch mächtiger erheben werde und damit würden auch wieder die Bonde der roten Internationale geknüpft werden. (*in neuer Mitkämpfer. Es ist licrzerhebcnd, luic die Mahnung unseres Kaisers, den Parieihader cinziistellen, befolgt worden ist. Bis auf einige Plänkeleien, die aber mehr die Bedcntiiiig eines Rückzugsgefechts haben, gibt cs iu der Tat keine Parteien-mehr. Aber nicht allein, daß der Burgfrieden gewahrt, nein wir sehen sogar, daß Parteipolitiker offen ihre früheren Fehler eingestehen, wie dies z. B. der sozialdewokr. Schriftsteller Fchfidrich, schon getan hat. Heute können wir wieder ein solches Beispiel ansühren. Die „Nene Friedbergcr Z e i t u n g", die früher den „Bund d c r L a n d w i r t c" entschieden bckäinpst hat, ist in unsere Reihen getreten. In ihrer gestrigen Nummer veröffentlicht sic einen Feldbrief, der mit den Worten schließt: „Hätten wir nicht die starke Bewegung zur Erhaltung und Förderung nnserell Landwirtschast geschaffen und aufgehaltcn, wie würde es dann heute um unsere Volkscriiährung stehen! Leben Sie Wohl und grüßen Sie alle lieben B u n d e s I c u t e!" Wir sichen nicht an, unsere vollste Anerkennung für den Frei- nint, mit dein hier frühere Jrrtümer bekannt werden, a»s- zusprcchen und hoffen, daß auch in Zukunft die BimdeSleute Hand in Hand init der „Neuen Friedberger Zeitung" für die Ba>lernsack)e streiten dürfen. Aus der Heimat. * Fricdbcrg, 0. Nov. Iungwehr. Die nächste Hebung findet an, Samstag Nachmittag um 2 Uhr statt. Pünktliches Antreten ist unbedingt erforderlich. * Obcr-Rosbaih. 6. Nov. Wie im menschlichen Lebe» Wiege und Grab nebencinanderstehen und Leid und Freud sich gegenseitig ablösen, so sicht es auch mit unseren gegenwärtigen Kricgsverhältnisten. In die tiefste Trauer wurde diese Woche unsere Gemeinde versetzt, als die traurige Kunde eintraf, daß die bisher als ,^>crnnßt" bei der 10. Kompagnie des Inf. Ne- gimcnis Nr. 118 ic^^en Will». Euntz , Karl Hock und Wilhelm Blech er auf dem Felde der Ehre geblieben sind. Am nächsten Sonntag Nachmittag wird zu Ehren der gefallene» Helden ein Eedächtnisgottesdienst abgchalten werden. Zn der 19. Kompagnie obengenannten Regiments stnd bei der Mobilmachung 12 hiesige Kameraden zusammen eingerückt, von welchen nur noch zwei unversehrt sich in der Front befinden, die übrigen wurden durch Verwundung und Tod aus ihren Kamcradenkreisen geristcn. Aber auch die Aneilcniwngcn für heldenmütiges Verhalten bleiben de» von hier Hinausgezog:- ncn nicht vorcnthalten. Wir hatten schon berichtet, daß Feid- Ivebcl-Lcutnant Raab und Ecsr. F c y das Eiserne Kreuz erhielten, diese Auszeichnung ist nun auch dem Gardist Johannes Leon Hardt von der 12. Kompagnie Regt, 113 zuerkannt worden, moz» wir dem tapferen Kameraden und scincn Angehörige» die hcrzlickisten Glückwünsche aussprcchen und hoffen, daß mir dieser ailgcnchmen Pslicht noch öfters nachkomlnen inilstcn, Ehre, dem Ehre gebührt! * Blofeld, 6. Nov. Unsere kleine Gemeinde hat a» de: Kricgssürsorgc schon regen Anteil genommen. Die Eeldsamm- lung sür das Rote Kreuz, welche wöchentlich vorgellolnmen wird, ergab bis jetzt deck Betrag von annähernd 300 „8. Hiervon eihielten Frauen von im Felde stehenden Soldaten hiesiger Gemeinde eine kleine Beihilse. Mitte Oktober wurden Liebesgaben, bestehend in Leibbinden, Ohrcnschlltzcr, Tabak, Pfeife», Schokotade, Strümpse an unsere Soldaten abgcsandt, der verbleibende Rest an die Bant sur Handel und Industrie in Darmstadt und an die Krciskaste Büdingen abgesührt. Das Rcserve- lazarctt in Reichelsheim (Wettcrau) erhielt mehrere Körbe Obst. Heute geht ein Zwcispänncrwagen mit Kartoffeln, Kraut, Obst, eingekochtem Gemüse u. a. an die Krcissammelstelle Büdingen ab. Frauen und Mädchen strickten fleißig Armstauchen und Strümpfe. — Für den aus dein Schlachtfclde gefallenen Reservist Heinrich Heß fand gestern ein Eedächtnisgottesdienst statt. * Bleiche,ibnch. 3. Nov. Auch vo» unserer Gemeinde forderte der Krieg seine Opfer. Gestern kam die amtliche Nachricht, daß unsere Wehrmänner Heinrich Belten IV. und Wilhelm Naumann beide im Res. Jnf.-Regt. Nr. 116 am 28. August bei Mouzon den Heldentod gestorben sind. Beide jungen Streiter waren die einzige männliche Stütze ihrer Familien. Mit tiefer Trauer sehen wir sie aus unserer Gemeinde scheiden. * Gießen, 6. Rov Da die Eröjsnungsvoisiellung des vor- gnngenen Sonntags im hiestgeu Stadttheoter so besonderen Beifall gesunden Hot, findet am nächsten Sonntag Nachmittag bet Volkspreisen ein» WeUerholung statt, in der also der Vater- ländliche Prolog von Direktor Hermann Steingättrr „Wollen. Hei»» Lager" von Schiller und „Das Eiserne Kreuz" oon E. Wi.bcri gebracht werde». — Die bisherigen oon Publikum und Presse lliisgezcichnrt aiisgcnoinmoncn Vorstellungen sprechen dafür, da-, o, ch iu dieser ernsten Zeit Boden sür gesunden volle tümlichen Hur.or ist, und so ist sür den »ochsten Sonntag Abend da. historische L::stspicl , Wie die Alten sungen" von K. Ricmaun bei kleinen Pichen «»gesetzt worden. Das Werk, das am Königlichen Schauspielhaus in Berlin Rcpertairstück ist, be chandelt bekanntlich Episoden aus der Zeit des „altcii Destauers" und hr.l bei früheren Auffüiirungen unserer Bühne stets ein zahlreiches bcisallfreudiges Publikiim gefunden. Hesse».Nastau. ^ F. C. * Wiesbaden. 2 Nov. Ein guter Witz über den Wiesbadener Miiscniiisnciiban machic kürzlich ein hoher Banken,!,ier, der hier zur Kur weilt. Ans die Frage: Herr lsehe,nier Banrat, was halten Sie von dein Mnseniiisneu- ban?" erwiderte der Kenner der Architekinr: „De, Ban gleicht einer Kaserne, in die eine Synagoge eingebaut ist." Rodciibceg, 4. Rov. Dell 100. Gcbnristag feierte am 1 . November Frau Kantor Kappnicier geistig und tüiperlich rüstig. A»S Stnikcnbnrg. Tariilsladt, 0. Noi>. Die Liebenswürdigkeit und Leutseligkeit nnscrer Großherzogin zeigte sich heute vor- mittag wieder einmal recht deutlich beim Abschied eines in das Feld rückenden Ersatz-Bataillons. Tic Großherzogin war mit Gesolgc erschienen, nahm von de» Offizieren sowohl, wie von den Mannsebasie» herzliche» Abschied, wobei sic jedem der Mannschaften, es waren eiiva 500 Mann eine Postkarte überreichte, Lebbasies Hurra dankte der besorg- tcn Londcsniiitter, die auch verschiedene der Mannschaften in das Gespräch gezogen hatte, — lieber 200 gefangene Franzosen sind heute wieder hier eingcliesert worden, dar- unter eine Anzahl i» Zivilkleidung. Zerbrochenes Glück? Das Schlachtfeld zerristcn, zerwühlt, zerstampft, Bon Pulver und Feuer und Blut cs da,„pst, Mit Trümmer» und Meiifchengarbcn besät! Wie habe» die Schnitter so furchtbar gemäht! Zerbrochene Waffen liegen umher, Zerbroqene Hoffnungen noch viel mehr. Ein Grab! drin von meinem Leben ei» Stück, mciii zerbrochenes Glück. Zerbrocheiies Glück? Ja war denn wie Glas Mein sonniges Glück, als ich ihn noch besaß? Kann je zerbrechen, was gottentflammt? Die Liebe ist stärker noch als der Tod, Aus dunller Nacht glimmt ein Morgenrot. Keine Macht zerbricht wie in Scherben, i» Stück unzerbrechliches Glück. > Was mir er gewesen, gegeben, das bleibt, Ob im fernen Lande sein Leib auch zerstäubt Er lebt! Sie leben in himmlischem Glanz Die Helden, die Opser des Vaterlands. Ihr Bräute, Frauen und Mütter seid groß. Stolz kraget der Heide» wert euer Los! Wir haben im Herzen vom Himmel ein Stück: unzerbrechliches Glück. Kekanntmachnnft. Gemäß Verfügung des Kriegsminrstcri»i»s ivird den Fabriken und Händlern der Verkauf von Aiitoinobilrcifen an Private, außer zur Bereifung der für die Heeresverwaltung bestimmten Kraftfahrzeuge, hiermit verboten. Private, welckie Reifen zu kaufen wünschen, haben sich an die bei der Jiifpektton des Luft- und Krcistfnhrwesens in Berliii-Schöiicberg gebildete Bcreifungsstellc zu wende», die allein darüber zu entscheiden hat, ob »nd in welchem Maße der Privaibedarf aus wieder instand gesetzten »der znrückgesetzten Reifen — nur solche kommen in Betracht — befriedigt werden kann. Die Abgabe der seitens der Bereifiiiigsstclle frcige» gebeneii Reisen an Private erfolgt ab den Hauptlagern der Bereifiingsstcllc in Frankfurt a. M. oder Köln-Tcntz. Bei Anträgen Privater auf Freigabe von Reisen wird zweck- mäfsigcr Weise nnzugeben sein, bei welckfeni der beiden Leger der Empfang gewünscht wird. Taö Rote Kreuz hat sich wegen Ankaufs benötigter Reife,> direkt an das dem immobilen Kraftwagendcpot 3—1 aiigegU.dertc Hanpilagcr Frankfurt a. M. zu wenden, Frerkfurt a. M., 2, Nov. 1914. Sicllvertr. (iieneralkoininando XV777. Armeekorps. Ans de« imitldjcn verlulMkn. Infanterie-Regiment 21 r. 168. Musketier Konrad Nagel, Haingründa» tat Kirchliche Anzeige». Euangelffchc Geincinde. Goitesdieust in der Stobtkirche. Freitag, de» 8. November, abends 8yi Uhr: Kriegsbitt- andachr. Herr Direktor S ch o c l l. Verantwortlich für den polftifchen und lokalen Teil: Otto Hirsche!, Friedbcrg: sür den Anzeigenteil: K. Schmidt, Friedberg. Druck »nd Verlag der „Neuen Tageszeitung" A. G.. Friedberg i. H> Sir. 261 Neue Tageszeitung. Freitag, -«n 6. Roveuioer lsi« (Hirn-- iiiiii Gelllng-Vttkin ( 01 ifr=po> 2 d|. Nachruf. Plötzlich und unerwartet verschied a>» Svnniag, den 11. November unjer langjähriges Vorstandsmitglied 1 Herr Alfred Buschmann Fast gleichzeitig erhielten wir nach langer Ungewißheit I I die überaus schmerzliche Nachricht, daß unsere treuen Mt- s | glieder WiSSBeim Cissat« Unterojfizier d. R. Reservist der 10. Kompagnie Res.-Ins.-Rex. Nr. 118. I am 28. August in der Sck'Iacht bei :9louzon gesallen sind. ! Die Verblichenen waren allezeit -reue Mitglieder und die ! eisrigsten Förderer unseres Vereins, io daß ihr jähes Da- I hinschciden für uns einen unersetzlichen Verlust bedeutet. | Allezeit werden wir ihr Andenken in Ehren bewahren! Friede ihrer Asche. Ober Rosbch, den 5. November 1914. Der Vorstand. Miei-WlWk Wettem. Infolge Ueberfüllung der Lagerräume find wir genötigt, die größeren Lieseranten für kommende Woche aus das halbe Quantuin zu setzen. Lieseranten unter 4 Morgen fallen für nächste Woche ganz aus. Gleichzeitig ersuchen wir wiederhol: die gerodeten Rüben gleich aus Haufen zusammen zu fahren und vor Nässe und Frost zu schützen, da vorschristswidrig behandelte Rüben nicht abgenommen werden können. Die Campagne dauert voraussichtlich bis Mitte Januar. Dergelnmg von Slrostennnterljall nngsmaterialieu für dos Zatzr 1915 . V Die zur Unicrhaltung der Kreisstraßon des Kreises Friedberg crsorderlichcn Materialien sollen aus dem Wege des jchrist- tichcn Angebotes, wie folgt vergeben werden: Bruchsteine Kleinschlag Grus Sand 650 15437 1930 3683 cdm. Die Bedingungen, sowie die Ucbersicht der Verteilung der einzelnen Lieferungen aus die verschiedenen Sirahenstrecken liegen aus dem Amlszimmer des Unterzeichneten, Bismarckstrage Rr. 32 offen, woselbst auch die Angcboisoordrucke erhältlich sind. Die Angebote find verschlossen. postsrei und mit entsprechender Ausichrist versehen bis zum 19. November l. Js., Vorm. 3 Uhr hier einzureichen. Tie Oeffnung der Angebote findet da:elbst in Gegenwart, etwa erschienener Bewerber statt. Zuschlagssrist 4 Wochen. Friedberg, den 4. November 1914. Der Erotzh. Kreisbauinspektor I. V. Witzler. Güter Ver pachtung. Die nachverzeichneten in der Eemarlung Melbach belegenen Grundstücke des Vereinigten Armenfonds der Stadt Friedberg werden Dienstag, den 19. November I. Js„ Nachmittags 2 Uhr, im Gasthaus „Zur Post" in Melbach aus weitere 12 Jahre in Abteilungen öffentlich an die Meislbtelenden verpachtet: -1. Flur II. Nr. 14 = 18307 qm. Acker rechts am Steins. Weg. 2. n II. „ 125 = 15 381 qm. „ an derSteinsurterHohl 3. ” 111. „ 27 — 45 091 qm. „ au< dem Eichen, 4. VII. „ 22 = 12 870 qm. „ am Friedber/er Weg. 5. VII. 41 — 10 366 qm. „ im Pogeigejang. 6. IX. 42 — 2 558 qm. „ bei den Neugärte». 7. X. 25 = 11092 qm. „ in der Atzel. 8. XIV. .. 5 = 17 320 qm , „ in der Sliesmutier. 9. XV. 34 = 50 396 qm. „ am Brunnenweg. 10. XVI. „ 5 = 15 960 qm. „ miucn im Möisseld. 11. XVII. „ 13 = 24 713 qm. ., das Fcldchen. 12 Flur XVII. .. 125 = 6 894 qm. Wiese in den Vordern. Friedberg, dctl 3. November 1<>14. Die städtische Aimenkomniijsion Stahl. "SW friedberg. Lpiel-Plan vom Samstag, den 7. November bis einschl. Diontag, 9. Nov. Anhaltsailgabe Der AwK> Erlebnisse n\\\ bklgislkjell Krikiissll»i»fil,rl;. | Unsere Blaujacke» i» Mcchclu. Bor den Tore» Antwerpens. Mcchelt! nach dein Einzug der Dculschcn. Die Wirkung der deutschen Granaten. Ein zerschossenes HanS in Waelhem. LchwereBclagerungögeschühc vor Antwerpen. Telefonische .Kontrolle »er Lchusjwirknngc». Wilde Eisenbahnzrigc nlS Kampfmittel. Deutsche Eisenbahner bauen eine NnigehnngSsirecke. Lehrling Suche jür lebhaftes Drogen-, Farben-, Material- u, Kolonial- warengeschäft einen strebsamen, aewrckle» Jungen aus besserer Familie. Kost und Wohnung im Hause. Schrift!. Offerten unler V. 2738 an die Erp. der Neuen Tageszeitung. , | Der Inhalt ist diescsmal be- I iondcxs interessant durch die schweren Belagerungsgeschütze vor Antwcipui in ihrer ganzen Größe. LI>k;.:FNbe»,L!i!r-?,Piifc! Inger i« Kip«-, ^reidr- krirdkl'rg i.fl., ffrlcfoit 355 Drlkrit-n.Salke»-:»i,rcn iioloninU, illntrrial= ®’ s f , .. Gel-Lackfarbe IIUD | (1 TU It) 01 f H> ju (; pralhwgjix,, Nuaiinc». gfP Akien-Zlilkechbrik hirosMerM empfiehlt ihre Trülkcilschli-tzkl uiiit Meiasst-Ztiikctsihilitzk! in vorzüglichster Qualiläi billigst, k' Prersofferle» und Muster auj .gcfl. 21:,trage -Hrx Deutsche Helden von 1864. Drama in 2 Akten. Als Hauptschlager: pirStrafEirfaiignms Nr. eim vw. — Wehrm. Pcpplci, Obcrmöricn vws — Wehrmann j .Karl Müller, Langgöns vw. — 6. S ompagnie. Wehrm. Otto Möhrle, Bad-Nauheim J vw. — Wehrm. Kvnrad Rasch, Ossenheim vw. — Wehrm. Hrch. | Zoller. KirchgönS vw. — Wehrm. Kvnrad Heihmann, Kilian- sicdleu vm. — Wehrm. Jvhs. Kros, Niederdorfelden 7>m. — Wehrm. Philipp Schmitt, Kilianstädrcn vm. — Wehrm. Hrch. Agel, Steinsurth vm. — Wehrm. Kaspar Friedrich Blaß, Obcr- Eiicnbach vm. — Wehrmann Martin Doll, Borsdors vm. — s Wehrm. Kvnrad Fall, Steinsurth vm. — Gesr. Ldw. Peter «dike«. Eottjr Haas, Ilbenstadt vm. — Wehrm. Paul Heine, Büdes- heim vm. — Wehrm. Gg. Heuritzi, Ockstadt vm. — Utfsz. Ludw. August Jung, Ostheim vm. — Wehrm. Jvhs. Kehm, Bad-Rau- heim vm. — Wehrm. Ludwig Keim, Vilbel vm. — Wehrmann Peter Kliem, Ilbenstadt vm. Wehrm. Eduard Luther vm. — - Wehrm. Friedrich Otto, Büdesheim vm. — Wehrm. Fricdr. Peil, Ninderbügen vm. — Wehrm. Karl Rcutzel, Kefenrod vm. — Wehrm. Wilhelm Schneider, Eckertsborn vm. — Wehrmann Karl Stein, Langendiebach vm. — Wehrm. Rudolf Wiltheis, Aliwiedcrmus vm. 7. Kompagnie. Eesr. Franz Witzei, Nioder-Mörlen vw. — Uissz. d. L. Karl Zinn, Düdelsheim vw. — Wehrmann Serinan» Eckert, Kefenrod vw. — Wehrm. Heinrich. Lindemann, Bad-Nauheim vw. — Wehrm. Heinrich Bingel, Rödgen vw. — Utsfz. ii L. Emil gisch, Nieder Mvcksiadt vw. — Wehrm. Hrch. Schneider, Obcr-Florstadt vw. — Wehrm. Bernhard Kern, Friedberg vw. — Wehrm. Otto Kirchner, Borsdorf vw. Wehrm. Karl Kraft, Selters vm. — Wehrm, Friedrich Wilh. Haas, Rückingen vm. — Wehrm. Johann Traudt, Rückingen vm. — Wehrm. Heinrich Pfesscr, Wölfersheim vm. — Wehrm. Kvnr. Zerb, Södel vm. — Wehrm. Ernst Wagner, ELdel vm. - Wehrm. Theod. Eröninger, Ockstadt vm. — Wehrm. Otto Bernhard, Wallernhausen vm. — Wehrm. August Müller, Wip- penbach oui. — Wehrm. Anton Heil, Ober-Mörlen vm. — Wehrm. Karl Klein, Nieder-Florsladt vm. — Wehrm. Friedrich Schutz, Ober-Rosbach vm. — Wehrm. Eg. Krcmer, Niederzell, vm. — Must. Karl Müller, Zcllenrvd vm. — Wehrm. Fr. Karl Schäfer, Bönstadt vm. — Wehrm. Heinrich Kuhn, Kohden vm. — Wehrm. Christ. Lux, Nieder-Florstadt vm. — Wehrm. Louis Nack, Rommelhausen vm. — Wehrm. Kvnrad Eidmann, Kefenrod vm. — Wehrm. Otto Klaub, Borsdors vm. 8. Kompagnie. Uissz. d. L. Wilhelm Knauf, Büdingen vw. — Eesr. d. L. Philipp Jab, Klcinkarbcn vw. — Wehrmann Heinrich Schmitt, Earbenteich vm. — Wehrm. Friedrich Brand, Ober-Erlenbach vm. III. Bataillon. 9. Komprrgnie. Res. Johannes Nies 2., Langenselbold vw. — Wehrm. Ferdinand Günther, Eichen vw. 11. Kompagnie. Vizeseldw. Peters, Wächtersbach »w. — Wehrm. Thomas Fcller, Fechenheim vw. — Wehrm. Justin Riedenthal, Niederrodenbach vw. — Res. Karl Jakob Bellinger, Niederrodenbach vw. 12. Kompagnie. Wehrm. Heinrich Seih, Erbstadt vw. — Wehrm. Philipp Rust, Langenselbold vw. Nescroe-Jnsanterir-RegimeKi Rr. SS. III. Bataillon, Höchst. Cernay vom 14. bis 17. mit am 25. und 2». S. II. 9. Kompagnie. Eesr. d. R. Friedrich Harring, Homburg low. — Res. August Buhlmann, Rod a. d. W. ivw. — Res. Emil Hcnrici, Neuweilnau low. — Res. Wilhelm Rühl, Usinge» low, — Eesr. d. L. Heinrich Schneider 1., Kalbach vm. — Wehrm. August Bender 2., Eschbach vm. — Wehrm. August Brühl, Usingen vm. — Res. Friedrich Eich, Oberstedten vm. — Wehrm. Jakob Jckstadt, Bommersheim vm. — Wehrm. August Hartmann, Dorswcil vm. — 10. Kompagnie. Wehrm. Heinrich Reuter, Wchrheim tot. — Res. Heinrich Cchäser, Eschbach tot. — Wehrm. Georg Klein, Usingen low. — Res. Kvnr. Burk, Gonzenheim low. — Res. Jeän Paul Bredow, Friedrichsdorf low, — Wehrm. Phil. Weil, Wernborn low. — Wehrm, Otto Mohr, Anspach lvw. — Eesr. d. L. Albert Jäger, Rod am Berg lvw. — Res. P. Adam, Nrederhächstadt vm. — Res. Georg Erker, Pfaffenwiesbach om. — Res. Alber! Hcnrici, Anspach vm. — Res. Emil Brand, Anspach Ivw. — Res. Heinrich Priester, Anspach lvw. — Rcsero. Ferdinand Stärket, Anspach lvw. — Wehrm. Emil Roos, Anspach low. — Res. Heinrich Oppermann, Weitzkirchen low. — Wehrm. August Best, Hausen vm. — Wehrm. Ferdinand Roos- Anspach lvw. 11. Kompagnie. Wehrm. Jakob Flach, Oberhöchstadk lvw — Res. Joses Schäfer, Oberursel lvw. — Eesr. d. L. Josef Scherer 3., Obcrhöchstadt tot. — Utsfz. d. L. Anton Burkard, Riederhöchstadt lvw. — Wehrm. Karl Günther 1., Köppern lvw. -- Eesr. d. L. Jakob Pfeiffer, Niederhofheim low. 12. Kompagnie, Res, Karl Druleib, Wchrheim low. Res, Adolf Schwarz, Merzhausen vm, — Wehrm, Hrch, Maas, Anspach vm, — Res. Friedrich Butterweck, Wehrheim lvw. — Wehrm. Emil Henrici, Anspach Ivw. — Res. August WilhiSn, Alsscld vm, - Res, Theodor Störkel, Eschbach Ivw, — Wehrm. Heinrich Priester, Wehrheim lvw. — Res. Ernst Will, Weipcrs» seiden lvw. — Eesr. d. L. Heinrich Feick, Gonzenheim Ivw. — Wehrm. August Jost, Ried lm£ — Res. Karl Sehl, Oberursek lvw. — Res. Karl See, Köppern Ivw. — Wehrm. Eg. Hiero» Ntzini, Stiersiadt lvw. — Eesr. d. L. Georg Günther, Eonzen- heiin ivw. — Eesr. d. L. Ludwig Becker 1., Seulberg lvw. — Utsfz. d. R. Albert Schmidt, Erävenwicsbach tot. — Wehrm. Josef Grimm, Weibkirchen lvw. — Wehrm. Karl Rompf, Weib- kirchcn lvw. — Eesr. d. R. Heinrich Sehl, Obcrursel low. — Wehrm. August Marklosf, Seulberg vm. — Hornist Wilhelm Bogt, Eschbach tow. — Res. Wilhelm Becker 1., Eschbach om. — Utsfz. d, L. Philipp Decker 5., Seulberg lvw. — Res. Rudolf Himmelreich, Wehrheim lvw. — Tamb. d, R. Ludwig », Hayn. Rvdhcim lvw. Reseroe-Jnsantrrie-Regiiiirnt Rr. 8» Bvneq ani 28. 8. und Cernay u D-rrnoi» wtv. 15. *. He 7. ft. III. Bataillon 11. Kompagnie. Wehrm. Adam Hofer, Stierstadt !vw. — Res. Hrch. Weigand, Holzhausen, bish. vm., ist vw. Fcldartillerie-Regimcnt Nr. «1. I, Abteilung, Darm st ad t. Ccrny am 27. 9. und Fresnoy am 5. 19. 14. I, Batterie. Scrgt. Jacob Rirvlai, Obermörlcn schwer vcrw. Pionier-Regiment Nr. 25, Mainz. 1. Bataillon. Antwerpen und Thisseet vom 27. 9. bis 7. 10. 14. 1. Feld-Koinpagnie. Pionier Paul Eictz, Ricderret« fenberg tot. 4. F e l d - K o ki, p a g n i c, Eesr. Georg Eberhardt, Ober- höchsiadt schw. vw. — Eesr. Adolf Müller, Anspach schw. oerw. - Pionier Joses König, Ober-Mörlen lvw.