Nummer 253 Mittwoch, den 28. (Oktober 1914. 7. Ilchrgarift Di- ,.Vc«c ^agr»>ritu»g« erscheint ,eden W-rttag. Regelmäßige Beilagen „Ser Bauer au» „öir Spi„»S„t>r'. K,,ugo>,rci,: Be, den % oitJitftalteii nierielid')t!irt) 4JH • 1 b°> ve» Agenten monatlich 50 Psg. Hinzu tritt Postgebühr oder Trägerlohn. An,eigen , Erundzeile 20 Psg., lolale lö P,g„ Anzeigen non aii»wur„ weisen our.h Po , Nachnahme erhoben Erfüllungsort Friedberg. Hchriftlritung und Verlag Friedberg (Hesten), Hanaueritraße 12. Femiprecher 18. Poltsil,eck-Lont» Re. 4859. Amt Franljurt o. 4)1. Fortschritte in Flandern. Französische Verlnfte vor Toni, — lieber Ib bbb Rusien gefangen. — Die Stimmung in Amerika. 1VTB. Großes Hauptquartier, 27. Okt. vormittags. Tic Kämpfe am Bs"-Apreskanalab- fchnitt, vei Upern und südwestlich Litte werden mit gleicher Hartnäckigkeit sortgc seht. Tie deutschen Truppen haben auch gestern Fortschritte gemacht. Auf den übrigen Teilen der Kampffront im Weste» haben stch wesentliche Ereignisse nicht ingetragrn. Westlich Angnstow ist der Angriff der Deutschen im langsamen Fortschrcitrn. Dndwcsttich Warschau sind alle Angriffe starker rnlfischer Kräfte von unseren Truppen rnrückgewiesen worden. Nördlich Ivaugorod haben neue russische Armeekorps die Weichsel überschritten. Der österreichische Generalftab Meldet: - T Wien, 26. Oft. (W. B. Nichtamtlich). Amtlich wirb ocilaulücrt: I» de» Kämpfe« vor Jivangoroü machten wir bisher 8996 Nu gen z» Eesangenen und erbeuteten 19 Maschinengewehre, 2Iächsl Jaroslaw muhten sich ein russischer Oberst . «gg Man» ergebe». Be> Zalucze (südwestlich Sniatnyj - - des Pasienieza (südwestlich Nodworna) wurde der Feind iückzcwo je». Tie Lag« in, Großen ist unverändert. D:r Stclloertretcr des Chess des Eeneralstabs: v. Hijscr, Generalmajor. (W. T.'B.) Wien, 27. Lktbr. 19t,. sAm-.lich). Dec Lituation in Mittelgali- ;icti ist unverändert. Südwestlich Awango- rov stehen unsere mutigen Korps, von «ycic. n eins allein 10 000 Gefangene machte im Kampfe gegen überlegene Kräfte. "'s Ztiüiilillilg in den btttttlisiitil Staaten. G,;i recht interessanter Bries von einem guten Kenner amerrlanischer Verhältnisse, der sich mit dem Verhalten Ser maßgebenden Poistikcr in der amerikanischen Union und der Stimmung des Voiles bejchästigt, wird uns zur Versugung ge stellt. Der Pries ist aus Altadcna Calis vom 36. September datiert ». d tautet; Wir Deutschen hier in den Vereinigten Staaten nehmen rll,K»:c»i. soweit ich Gelegenheit habe zu beobachten, den Krieg ebenso ernst und patriotisch als es das Voll im Fahre I-./6 »ahm, und ich glaube fast, wir machen uns mehr Sorgen über den Fortgang desselben als das Volk in Deutschland selbst. Soweit das amerikanische Publikum in Betracht kommt, so .st cs wohl verlorene Liebesmühe durch Verbreitung von Ar- tilcln den Versuch zu machen, desicn Sympathie zu bclommen Doch vielleicht machen die Artikel etwas Eindruck, aber es ist schwer. Leute zu überzeugen, die nicht überzeugt sein wollen, und ich halte den Versuch für kaum der Mühe wert. Es sind Amerikaner hier, die ausgesprochen aus Seite der Deutschen teben und sic zähle» zu den beste» des Volkes, aber sie sind 11 : verschwindender Minderzahl und gehören nicht zu der Klasie oer Politiker, der Klosic, die in einer Republik regiert. Die graste Masse hat weder Interesse »och Verständnis der Verhältnisse, und die sogenannte „össenlliche Meinung", in alte» Fällen internationaler Art, wird von der Zeitung cr,eugt. D,e Presse hier >'t ein Eeschäslsunternehmen, das so ziemlich ,n den Händen des Grostkapitals ist, und Geschästsinteresicn bestimmen so ziemlich ganz und gar, was sie drucken oder nicht drucken Das mcrkiaiirdige dabei ist, dast, obwohl das Pub- likum den ganze» Schwindel kennt, es sich trotzdem an der Rate berunriichrcn laßt; man hört jeden Tag die Bemerkung i>ast man nichts glauben fann, was die Zeitungen jagen, und n Wirtlichkeit wird auch hier die Presse nicht so ernst genommen, ais in Europa, aber wie gesagt, in rnternationalen Froren hol sic doch den Einslust, weil das Publilum weder das Interesse »och die Fähiglcit hat, sich ein wirtliches Urteil zu Julccu. Ich glaube, man legt in Deutschland der sogenannten os scnllichcn Meinung ein viel zu grostcs Gewicht bei; ich bi» schon längst durch Erfahrung zu der Uebcrzeuguug gekommen, dast die össenlliche Meinung, und die Regierung hier cbensalls in internationale» Frage» stets unsehlbar aus der verkehr len Seite steht, und osfc» gestanden, ich wäre viel mehr um Deutschland besorgt, als ich cs setzt bin, wenn das Volk hier von Anfang aus oer Seite Deutschlands gestanden hätte. Sehr bedauernswert ist allerdings, Lost die amerikanische Regierung so mit Blindheit geschlagen ist, daß sie nicht sieht, dast Deutschland gleichzeitig mit seinen eigenen, auch sür die allcrwichtigslen Interessen der Bereinigten Staaten kämpft »ad die aktive Unterstützung der letzteren haben sollte. Möglicherweise sehen sie cs rin, aber sind zu seigc, wie Männer zu Handel», sie nennen dies Friedensliebe und besürwortcn ausgesprochenen Frieden »in jeden Preis, ohne aber zu wisse», dast gerade diese Politik am Ende zu dem schwersten Krieg und zur Vcrnichsung sührcn must. Zn letzter Analyse gibt cs sür die Politiker hier, vom Prä sidenlc» herunter, eigentlich nur eine Frage; Wie bringen wir es cm besten fertig, wieder gewählt zu werden, so dast wir un serc Stelle, Uiisercn Gehalt und unseren Einsluh und was da mit zusammenhängt, weiter behalten. Alles andere ist Reben jache. In all' dem, was ich hier sage, übertreibe ich nicht; gerade die heutige Lage licsert dafür den Beweis; Während des russisch-japanischen Krieges war die Lsseniliche Meinung der Vereinigte» Staaten jubelad^aus der Seite der Japanese», sie waren „thc cuning little brawn pcoplc" und die wenige» Weitsichtigen unter den Amerikanern, die die spätere Gesahr sahen, wurden zu Gespött der 'Ration. Als »ach dem Krieg „ihc cunning little brown people" den Vereinigten Staaten zu verstehen gaben, dast die letztere» von nun on »ach Japans Pseisc» zu tanzen hätten, wußte man anfangs nicht, was man daraus machen sollte, dann kriegte man zuerst eine solche Zu dcnangst, dast man seitdem Japan hier mehr iiirchtete, als die ganze übrige Welt zusammen. Wenn heute die Amerikaner etwas zu Hause tun, was den Japanesen nicht gesällt, obwohl sic kein Rcchthaben, sich darüber einzumischcn, so p.....die Amerikaner in die Hosen, sobald Japan den Kops schüttelt — und zur Ctrase müsien sie dann Japans Hinterteil kiisicn, was sie aucki jedesmal prompt tun. Cie tun dies natürlich in Begleitung von Phrasen, die dem Kind anscheinend einen anderen Namen geben, aber die Tatsache ist dieselbe Die „össenlliche Meinung" in Bezug auf Japan hier ist jetzt derart, dast cs nicht einmal ein Straßenjunge wagen dürje, einem Japanesen hier das Fenster cinzuwerfen, aus Furcht, dast dies sosort zum Krieg sührcn würde. Ich glaube, dies dürste ein Wink sür Deutschland sür die Zukunst sein, Deutschland war immer viel z» anständig gegen die Vereinigten Staaten und wurde gerade deshalb mistoerstandcn. Hierin können wir auch oo» den Engländer» lernen; sie kommen nach den Japanesen tu Respekt, den ihnen die Vereinigten Staaten e: gugen. Dabei hat England stets gegen di.- Jnteieücn de: Vereinigten Staate» gearbeitet und gerade jetzt wehr als je Die Furcht der Amerikaner, dast die Japanesen Absichten aus Mexiko bätkcn, war wohl einer der Hauptgründe der wahnsinnigen Politik der Vereinigte» Slooten, nach wel- chcr sie Huertas Regierung stürzten und die lchtimmstcn Räuber und Mordbrenner zu den Herrschern Mexikos machten. Das Ergebnis ist natürlich jetzt die surchtbarstc Anarchie in der Weltgeschichte und Washington steht ihr hilslos gegenüber, lind diese gräßliche Polilil duribzusührc», bedurften die Vereinigten Staate» die Einwilligung Englands; Englands Einslust sollte Japan bestimmen, sich nicht einzuinischen. Englands Hauptbestrcben ist aber so ziemlich dasselbe gegenüber der Vereinigten Staaten, wie gegen Deutschland, und die Vereinigten Staate» müsien verhindert werden, ihre Handelsslotte und ihre überseeischen Eeschäsie in Jndustrieer- zcuznisjen soweit zu vergrößern, dast sie England unbequem werde» könnten. D,c Engländer haben dies den Amerikanern gegenüber auch stets fertig gebracht und die Kurzsichtigkeit der ainerilanischen Politiker hat ihnen dabei geholse». Ais den Amerikanern endlich ein Licht ausging, und.sie sich seiner Zeit entschlossen, den Panama-Kanal auszubäuen als Schutz gegen Japan und für die Handelsintcresicn der Vereinigten Staaten, versuchten die Engländer ihr bestes, dies zu hmtcrlreibcn, konnte» es aber nicht gut essen tun. Roch weniger pastte cs den Engländern, dast dann die Amerikaner vor zirka 2 Jahren ein Gesetz machten, wonach die amerikanischen Schisse, die Waren -von der Ostkiiste der Vereinigten Staaten nach oer Westküste der u. S. bringen, srei von Gebühren durch den Renal gehen können; die Vereinigten Staaken wollten damit natürlich ihrer Handelsmarine aus die Beine hc.'sen und da der Kanal aus Kosten der Vereinigten Staaten gebaut -.st. so ist wohl kaum etwas dagegen cinzuwendcn, besonders da nach einem schon längs, lxisticrcnden Gesetz nur amerikanische Schisse Kvisihcu amerikanischen Häsen Fracht und Passagiere bcsördern diirje»; amerikanische Schis,e, die nach dem Ausland gehen, iiiiijfcii dieselben Kanalgebiihreu bezahle» wie die sremdea Schisse. Als cs nun letztes Frühiahr nift der mexikauischen Situation durch Englands Mithiise am kritischsten war, stellte England die Forderung an die Bereinigten Staaten, dast das obiga Gcsetz zu Gunsten der amerilanischen Schisse sosort widerrufen werden müstie. Ein Teil der Presse schrie dann, dast Amerika sich hierzu von England nicht zwingen lasten dürse und drohte, dast die Politiker die im Koiigresie sür England stimmten, nicht wieder gewählt weiden würden. Die Vorlage wurde im Kongreß hin- >„,d hergezogen, bis eines Tages Präsident Wilsoi, persönlich vor dem versammelten Kongreß mit einer Botschaft klschie», die er selbst verlas und ii> der er sagte, die Abgeordnclei, sollten sich nicht darüber sirci len, ob Englands Verlangen gerechtfertigt sei oder nicht. Der Kongreß müsse tun, was England verlange, oder der Präsident wisse iich leinen Rat, war zu «UN in der auswärtigen Politil, da ihn z. Zt. viel wichtigere und ernstere Fragen beschäftigten. Was diese Fragen warei,, saglc er nicht und hat bis heute noch nicht gesagt. Dcr Kongreß unnuliertc dann prompt bas Gesetz, das er war zwei Jahren gemacht hatte. Könnten Sie sich grösterc Angsthasen denke»? 'Aber es iamint noch viel dicker; Als Japan Krieg gegen Deutschland crtlärtc, zwang Japan Amerika, sich datnit einverstanden zu erklären, die Erklärung selbst an Teulschlaiid zu übermitteln, unter dem Vorwand, dast leine direkte Linie zwischen Japan nnd Deutschland in Betrieb ,e,. Und Präsident Wilio» tat dies, obwohl er doch wisicn mußte, dast er damit das Schicksal der Vereinigten Staaten besiegelte, soweit deren Mach! und Einsluß aus dem Stille» Ozean und in, Orient i» Betracht kommt; tatsächlich gab er damit Japan die Oberherrschaft gegenüber den Vereinigten Staaten. Aber selbst dieses ist noch nicht olles; Als nach dem Ausbruch des Krieges aus Mangel von amerikanischen Schissen dir Aussuln stockte, hielt ganz richlig das Publikum und auch Präsident Wilson dies sür eine gut.' Gelegenheit, eine amerikanische Handelsslotte ins Lebe» zu rusen durch Auskauf von deuische» usw, Schissen, die untätig in den Vereinigten Staate» liege» und zum Verlaus angebotcn sind. Präsident Wilson war Feuer und Flamme sür das Projekt und befürwortete den entsprechenden Ecsetzoorlag auss ctfrigfte — bis er plötzlich den Befehl gab, das ganze Projelt mäste sosort unterdriickr werben aus Wunsch Englands!! Ich schreibe Ihnen dies »iir, um zu zeigen, wie wenig Tculschland von Amerika zu erwarten hat und wie es Nicht viel daraus ankommt, wie die sogenannte „össenlliche Meinung" hier gesonnen ist. Dcr Untertan in säst allen Zeitungen st« gegen Deutschland und was die deutsch-amerikanischen Zeuun- gen sagen, wird meist ignoriert Wir werden von de» anlcri- lanischen Zeitungen seit Anfang des Krieges jeden Tag ni't Rachrichlen non deutschen und österreichischen Niederlagen in Fraulreich und Rastland gefüttert; daß dir Deutschen trotz all' dcr Niederlagen bis nahe an Paris oorgcdrungcn sind, wurde bis letzt nicht ern-ihut. Trotzdem man iveist, daß die Nachrichten über London uiid Paris komme», wirb einen, doch manchmal das Herz schwer, besonders in den letzten zwei Wochen, wo wir absolut nicht» positives aus Deutschland hörte»; die wenigen Nachrichten, Sie angeblich von Berftn kommen, sind alle negativ, indem sic mir t,c angeblichen Siege der Franzosen leugnen und alle Kämpse als i.i,c»tscheidende Engagenients bezeichnen. Gestern unb heule sagen die Zeitungen sogar, baß dcr ganze deutsche Flügel unter von Ktuck und von Böhm in panischer Flucht begrftsen sei, nachdem von Kluck angebotcn hätte, sich und seine Armee cv er.; i n. General Jossre aber hätte sich geweigert, die Urbcrgabe anzunehmcn, da von Kluck Bedingungen damit ver- knüpsl hätte. Wer.» die Geschichte nicht so dick ausgetragen wäre, lönntc man säst glauben, daß ein bißchen Wahres zu Grunde liegen miiste. Co glaube ich, daß die Deutschen in den letzten Wochen einen sehr hart,'» Standpunll gehabt haben möglicherweise auch stellenweise gegen zu große Ueberwacht etwas »achgcben mußten, sogar eine Niederlage wäre i» diesem Krieg nichts Uebcrrasihendes. Aber ich setze all' mein Ber- traiicr. ans den entscheidenden Sieg Deutschlaiids, obwohl er natürlich viel silrrcrer zu erringen sein wird, als in 1676. D>c Engländer setzen ihre Hossnung daraus, dast der Krieg Jahre lang dauern wird; sic rechnen wohl, daß dies die co.i- tincntolcn Ma-bte jo erschöpjen würde, dast England >ür Eene rationen die absolute Oberhand hätte, ohne selbst viele 0p)e: gebrackst zu baden. Aber ich glaube, dag gerade darin die ren eine» noch größ-ren Fehler machen als in dcr Schatzung ihrer eigenen Kriegsstärke und der Rußlands, Enal and g'.avdie, dost mit de.". Lchmlege» der »eulschen Die. 253 91cuc Tagesazeitng. Mittwoch, den 28. Oktober 1914, uicg und Houdc'.sENte, r.ii* der Blokierung von Deutschlands Haien das ganze Geschäft, da.- Deutschland im Auslände !,atte, nach England kämmen würde, was zusammen mit Eng- ands bisherigem 'N.'it.ii i zu großer Aktivität und Prosperität n England während des Krieges führen würde. Mir scheint aber, es wird gerade umgekehrt kommen, denn das Ergebnis -cs Krieges ist sogar hier in den Vereinigten Staaten von ab- -,-schwächtcm Einfluß auf das Eeschast und die Finanzen der ganzen Nation, Wie viel schlimmer muß cs dafür für England icin, das doch eigentlich nur eine große Fabrik ist und ausschließlich ans seine Industrie angewiesen ist zur Ernährung seiner Arbcitsbevolkerung, Hier in den Vereinigten Staaten war das Geschäft sekt Kencrationen nicht so schlecht wie jetzt und seit der Krieg an- liiig, und es wird von Tag zu Tag schlimmer, da mehr und mehr Leute von Fabriken. Eisenbahnen. Geschäften usw. entlassen werden. Nur die Eetreidcsarmer und die Eetreide- branchcn haben direkten Nutzet, vom Krieg, dagegen leiden die anderen Fariner am schlimmsten in den Südstaaten, wo all"-, von Daumwokle abhängt. und die jetzt ganz unverkäuflich ist: hier i» Ealisornien sind wir ebenso daran mit einem unserer Hauptcrtikel, getrocknetem Obst, und in etwas geringerem Maß >„ fast allen anderen. Alles in allem wird auch hier der ganze Handel und Verkehr in lebhafteste Mitleidcnschast gezogen und nicht zum Vorteil dcr Amerikaner, öif ssngliindrr arbeu finni denljchen Erfolg in. Amsterdam, 27. Okt, In einer Beschreibung, die der Korrespondent der . Times" von den Gefechten in Belgien gibt, oird gemeldet, daß cs den Deutschen durch einen Ausfall aus Westende gelungen ist. einen großen Komplex von Bauernhöfen >n der Küste zu erobern, die den Namen Groote Bamburgh ähren. Es war dies ein Schlag für di- verbündeten Armeen, a diese Bauernhöfe eine Art Festung bilden. Wie gewöh»- ch verfügten die Deutschen dabei über eine große Anzahl Mll- chinengewehre. Vom englischen Geschwader aus wurden sofort » aller Eile eine Anzahl Maschinengewehre in Nieuport aus- gefchifft, um die Groote Bamburgh zu retten, ober sie kamen zu ;pät. Die Deutschen waren schon im Außenhafen und hatten tzrc Maschinengewehre ausgestellt. Dit ftaniöklliirii Verluste im ülofuif. Berlin, 27. Olt, Aus schweizerischen Erenzorte» bringt oer „Lolalanzeiger" über Holland Meldungen über schwere französische Verluste im Woevre-Eebiet (Das ist die Gegend von Toul und St, Mihiel, D, Schrift!,) Darnach fielen seit der Eroberung von St, Mihiel und des Camp des Romains durch die Deutschen in dcr Schlachtlinie Toul—Berdun iber 40000 Mann, ohne daß ein besriedigendes Resultat nziclt wurde. Beunruhigend sei dcr Verlust an moderner A r - tillerie, die gerade in den heiß umstrittenen Söh-nzllg-n des Raumes entscheidenden Wert besitzt, Eeneralstsimus Foffre ließ die Lücken der Kampffront durch gute Truppen auf- üllcn. Heule sei das nicht mehr möglich. Die Qualität 'es Nachschubs sei so minderwertig, daß die Klagen der Kommandierenden bei der Heeresleitung lein Ende nehmen. Man zeige sich in der Bevölkerung gegen den Gcneralisiimus sehr aufgebracht, weil er die schlechten Resultat« im Wocvrc- Gebict durch belanglose Meldungen verschleierte, taftöruitg des lUariitjaufi sMOliliiiliols. In bei „Nordv. Nllg. Zeitung" findet sich folgende Notiz: Tie Zeitung „Npr.zod" meldet aus Lodz: Ueber Warschau sind am 27. Oktober neuerdings deutsche Luftfahrzeuge erschienen. Mehrere Bomben haben den dauptbahnhof fast ganz zerstört, wobei sieben Personen getötet und eis verwundet wurden. Die Kämpfe in Lerlnerr. Budapest, 27, Okt, In den letzten Tagen ist es auf -cm Gebiete zwischen Save und Driua zu größeren Kämpfen 'wischen unseren Truppen und den Serben gekommen. Die kämpfe endeten mit dem völligen Siege der Unsrizen, oclchc vom ganzen Gebiete im Nördwestcn von Serbien zwi- che» Save und Trina Besitz ergrissen. Die Serben wurden >ntcr großen Verlusten zurückgedrängt und sind jetzt von unse- en Truppen, welche 000 Gcjangene machten und alle Ortschaf- cn am Lanze dcr Save und Drina. darunter Sasavica. Klei» Ritiowitza und Roraj besetzten, halbkreissörmig umringt, Ariitteriednell bei Cattaro. N o m , 27. Okt. Nach dem montenegrinischen Bulletin vom (». Oktober kam es erneut zu einem heftigen Artillericduell wijcheu Lovtschen und Cattaro. Die Batterien auf dem Lovt- chcn feuerten unaufhörlich auf die österreichischen Positionen, >ie heftig erwiderten. Die Franzosen hatten 2 Tote, 3 Der- uuubcte, die Montenegriner 3 Verwundete. Einem österrethischen Dreadnought ist es gelungen, die Bocche di Cattaro zu passieren. Hn° drille peil eines stb. Armeekorps ertrunken. Tie „Deutsche Tagesztg." schreibt: Nach sicherer Quelle Ttvnnf Lia den erste» Kämpfen südlich von Warschau rund oer dritte Teil eine? sibirischen Armeekorps, das damals i'ip olk'lniflc Stadtbefatzung war, während der Flucht über 'ip Weichsel. tkin rnltiilhes Torpedoboot gelunkeu. V o l e r s b >z r g, 2, . Okt. Hier wird eine Verlustliste -«Pftentlicht, nach dcr die ganze Bcjetznng eines Torpedobootes vermißt wird. Unter den Vernichten befinden sich sechs Offiziere. Das Boot sei sicher gesunken, Die Erzähl- nngen von drei geretteten Vcrwnndeten lassen ans Vernicht- »n» durch eine Mine schließen. Abteile der Inden aus Warlchan. Mailand, 27. Okt. Ein Warschauer Brief de? „Sc- colo" meldet, die jüdische Bevölkerung fei größtenteils aus Furcht vor einem Pogrom geflohen. Die Juden seien der Spionage für die Deutschen beschuldigt worden. Sic sandten eine Deputation zum Militärgouvcrnenr von Turbi», _ Polizeidirektor Mayer, und erhielten die Zusicherung energischen Schutzes. Sic zogen es aber trotzdem vor, in großen Scharen abzureisen. Die Kämpfe in Südafrika. K a p st a d t, 26. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) (Reuter.) Oberst Maritz ist geschlagen worden. Er ist vcrwicndet und auf deutsches Gebiet geflüchtet. Dieser Nachricht ist nicht viel Bedc/ntung beizurucssen. Es ist den Lesern aus dem Burenkrieg her noch in Erinnerung, daß die dortige» Kämpfe in einem fortwährenden Vor- und Zurückgehen bestehen und daß es darauf ankoinmt, durch diese Kampfcswcise den Gegner möglichst zu belästigen, ihm Verluste beizubringen und Schaden zuzufügen. Der rusi. Vorschlag an Italien. R o in, 27. Okt, Eomincndatore Ricci Bnsatti lieferte das ihm von Salandra anfgcgebene juristische Gutachten über den russischen Vorschlag wegen dcr Auslieferung dcr welschen Gefangenen ab, Rußland hatte den Vorschlag gemacht, die österreichischen Gefangenen italienischer Nationalität nach Italien zu bringen in der stillen Hoffnung, daß sic dort den Keim des Hasses gegen Oesterreich säen würden. Bnsatti kommt zu dem Schliiß. daß da? Angebot in der jctzi- gen Form unannehmbar sei und erklärt sich auch gegen die Auslieferung von Gefangenen gegen Ehrenwort, Er beschäftigt sich dann mit anderen Lösungen, Wien, 27. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Die Blätter besprechen ironisch das Angebot des russischen Botschafters in Rom, Krupenskr, betreffend die Freilassung der Kriegsgefangenen italienischer Nationalität. Sic äußern ihre Genugtuung über die korrekte und dabei elegante Art, mit dcr dcr italienische Ministerpräsident Salandra den Versuch Rußlands, die öffentliche Meinung Italiens aufznreizen, beantwortet habe. Die „Neue Freie Presse" sagt: „Aus dem Vorschläge des Zaren werden die unter feinem Szepter seufzenden Finländer, Polen und Ukrainer und die übrigen gequälten Völkerschaften von selbst die sich ergebenden Folgerungen zu gelegener Zeit ziehen. Der Zar scheint Rom mit Belgrad und Italien mit Serbien zu verwechseln. Hochverratsprozef; in Sarajewo. Das Schlußwort der Angeklagte». Serajewo, 25, Okt. lieber den Verlaus der heutigen Sitzung des Hochverratsprozes- ses wird noch gemeldet: Nach den Plaiboyers der Verteidiger und dcr Replik des Staatsanwaltes erklärte der Angeklagte Cabrinovic, wenn auch Princip den Helden spielen wolle, so lue doch allen Angeklagten das, was geschehen sei, ungemein leid. Sie hätten nicht gewußt, daß dcr Erzherzog-Thronfolger Kinder habe, und die Angcllagten bäten, man möge diesen Kindern Mitteilen, daß sie ihre Tat bereuen: die Kinder möchten ihnen verzeihen, Die Angeklagten seien keine Verbrecher, sie hätten sich für eine Sache, die sie für gut gehalten, geopfert, Princip erklärte, in ihm sei der Gedanke des Attentates entstanden, deshalb habe er das Attentat ausgeführt: er wolle sich nicht verteidigen, A»s dkl |Urlt d(ü iülimis. Konstantinopel, 27. Okt, (W, B, Nichtamtlich), Der „Jrdam" richtet heftige Angrifie gegen Engl and wegen fcr- ncs willkürlichen Vorgehens in Aegypten, das den Verträgen zuwidcrlaufe und mit den Versicherungen Englands, daß cs mit der Türkei auf freundschaftlichem Fuße leben wolle, wenig vereinbar sei. Das Blatt fragt insbesondere, Mit welchem Recht England die Rückkehr des Khcdiven verhindere, der der Stellvertreter des Sultans sei, und zählt dann die von England, das im Lande als Herr schalte und walle, verübten Gewalttätigkeiten aus: cs erwähnt u, a. die Ausweisung der Konsuln Oesterreich-Ungarns und Deutschlands, deren Exequador von der Türkei ausgestellt war, sowie den Versuch, österreichisch-ungarische und deutsche Schisse aus dein Suczkanal zu cntsernen, der aus Grund von Beiträgen neutral sei. Konstantinopel, 27, Okt, (W, B, Nichtamtlich), Mehrere, der verschiedenen muselmanischen Nationen angchörcndc Persönlichkeiten versammelte» sich heute in dcr Redaktion der hier crschcineiiden Zeitschrift „Dschai Islam" („Islamitische Welt") und beschlossen, Einspruch dagegen zu erheben, daß von Frankreich und England zahlreiche Muselmanen aus Indien, Algerien und anderen Gebieten nach dein Kriegsschauplatz ent saiidt und aus diese Weise zum Tode verurteilt würde», K b n st a II t i n o p c l, 27, Okt, (W, B, Nichtamtlich), Die Hajenpräsektur lüudigt amtlich an, daß von heute Abend ab das rotierende Leuchrseuer von Auatol-Daval (unweit dcr Einfahrt in den Bosporus) gelöscht sein wird, Konstantinopel, 27 Ol!, (SB. B Nichtamtlich), (Einem Teheranci Blatt zufolge drangen bei Mesched russische Kosaken gewaltsam in ein Frauenbad ein und übersiclen eine Anzahl Frauen, die entsetzt flüchteten. Ans Frankreich. Gejallcue französische Generale. Bern, 23, Okt, (SB. £• B.) Dcr „Bund" zitiert unter der llebcrschrift: „Der Blutzoll der französischen Generale" die „Perscveranza", wcickie die Meldung bringt, daß bisher wenigstens 21 sran- töjiiche Generale oder in Gencralstellungen befindliche Offt- ____ ficre gefallen seien, darunter 4 Divisionskommandeure: Bridoux (nicht Eydour), 6. Kavallerie-Division, Battisti, L7, Jnfanteric-Livision, Rasfencl, Kolonial-Division, und Maccot, 81. Infanterie-Division zweiter Linie, gefallen am 7>. Oktober, ferner 17 Brigade-Generale oder Obersten in Brigadekoinniaiidcilrstelltmgcn. Auch die Engländer hätten laut „Daily Mail" inobrere Armeekorpskommandcnrc verloren. ^ Senator Nchinvnd gefallen. Paris, 24, Okt, (W. T, B.) Die Agentur Havas meldet: Senator Reymond wurde während eines Erknndignngsfluges von deutschen Kugeln schwer verletzt. Er landete zwischen den feindlichen Linien und wurde von den Franzosen unter großen Verlusten heransgehaiien, Reymond konnte noch vor seinem Tode die Ergebnisse ferner Beobachtungen Mitteilen. Poris — ein Sicrbchaus. 'Ein Kriegsberichterstatter des „Nieuwe Rottcrdamichen Kurier" schildert seine Ein- drücke hinter dcr französischen Front, Er kam auch nach Paris. Er schreibt: Von den Forts wird die Luft durch Scheinwerfer nach deutschen Fliegern vbgcfucht, Ten Ein- druck bei dcr Ankunft in Paris am Abend beschreibt der Kcrrcspondcnt folgendermaßen: Am Anfang dcr Avenue des Ehanips Elysces an der Ecke des Konkordienplahes stand einsam auf einer öden Fluchtinscl unter dem Lichte einer einzigen Gaslaterncn flamme ein Polizist. Die Rue de Rivoli war wie ansgestorben. Wir begegneten im ganzen nur drei Anloinobilen. Stellenweise sah man .eine einzige elektrische Wagenlampc, Magazine und Läden waren geschlossen, Wenige Spaziergänger, noch weniger Spazier- gängerinnen belebten die einst so verkehrsreichen Boulevards. Ich hatte das Gefühl, daß ich ein Sterbehaus betrat. Ans England. England borgt französische Offiziere. Rotterdam, 26, Okt. Französische Offiziere sind nach England abgercist, um ein neues englisches Expeditionsheer auszubildcn und ihm die französischen Kommandos einzuprägc». Englische „Kricgsgcbctc.". Die „Kriegs-Korrespondenz dcS Evangelischen Prcßvcrbnndcs für Deutschland" bringt felgende Mitteilung über englische Kriegsgebete: „Wie sehr cs den englisck>en Rcgieriingskreiseii gelungen ist, die Wahrheit über den Krieg zu verschleiern und ein völlig verzerrtes Bild der deutschen Zustände in alle Schichten zu tragen, geht in ^zeichnender Weise auch aus den englischen Kriegsgcbetcn hervor. So heißt es z. B, in einem offiziellen „Für unsere Feinde" überfchriebencn Kirchenge- bct, das uns dieser Tage znr Verfügung gestellt wurde, u. n.: „Zeige Deutschland und seinem Kaiser das Unrecht, ohne gerechte Ursack>e anzugrcifen. Mache ihnen klar, daß Du nichts segnen kannst, was nicht von Dir ausgeht, und überzeuge sie, daß alle diejenigen, welche das Schwert nch- nicn, sollen durch das Schwert umkommen." Und ans England zurückgekchrte Frauen berichten, daß sie zugegen gewesen waren, wie am Schluffe des Gottesdienstes in englischen Kirchen nach den üblichen Gebeten auch noch in folgender Weife gebetet worden fei: „Herr Gott, nun haben wir für die Unfern gebetet: aber getreu der christlichen Lehre wollen wir nun auch für unsere Feinde beten: Du hast den Geist des Deutschen Kaisers mit Wahnsinn umnachtet, Du hast den Deutschen Kronprinzen veranlaßt, Selbstmord zu begehe»: nun laß, o Herr, Deines Zornes genug sein und sei ihnen ivleder gnädig!" Unsere Leser werden es verstehen, wenn wir »ns jeder Zusatzbcnicrkung, besonders zu dem zweiten Gebete, enthalten: die deutsche Sprache hat keine Ausdrücke, um die gemeine Heuchelei zu kcnirzeichiicn, die sich bei den Engländern selbst i» religiösen Dingen kimdgibt. Ans Rußland. Rufsiichcr Schwindel, Petersburg, 25. Okt, Ein; Gruppe von rumänischen Gresiqrundbesitzcrn forderte die Regierung aus, die Aussuhr von 20 000 Waggons Getreide, di? von Deutschland bestellt worden sind, zu verbieten, da Rumä nicu sich gegen eine Hungersnot schätzen müsse, — Das ist natürlich russischer Schwindel, In Wirklichkeit hat Rumänien erheblichen Ucbcriluß an Getreide: und die rumänischen Großgrundbesitzer haben naturgemäß in erster Linie ein Interesse daran den Uebersluß auszuführen, Russische Kricgssührung. Die Tatsache, daß auf den Kopf eines feindlichen Heerführers, wie es jetzt von Rußland geschieht, ein Pr - - ersetzt werde, hat schon Vorgänger gehabt. Zum erstenma, gclckah es im Jahre 1870, daß ein Schußgeld ausgcsetzt wurd in dem genannten Jahre setzte in Paris 'Paul Cremieux, obgleich lei» geborener Franzose, aus den Kopf des Königs Wilhelm von Preußen, nachmaligen deutscheii Kaisers, eine Prämie von 100 000 Franken! — Dann kamen später die Japanesen, die, im Kriege mit Rußland, einen hohen Geldpreis auf den Kops — welch sonderbare Fügung! -- des- selvcn Generals Reiurcnlamps setzte», mit dem sic jetzt — gut Freund find, — Es ist eine nett; Gesellschaft, die sich da znsani mengesundcn hat, »m den Mord zu organisieren, Oftendar fehlt es den Truppen uniercr Gegner an Angriffsgeist, offenbar fühlen die Generäle unserer Gegner, daß sie uns im regelrechten Kriege nicht gewachsen sind, und darum bewassnen sie Meuchelmörder!- Pom KaUmn. Ruisische Umtriebe im Balkan. Aus Sofia wirb bem „B. Tagcbl," berichte!: Aus Risch wirb gemeldet, baß der russische Gesandte in Sofia, Sawinsky, der einige Tag« in Rifch weilte, den Auftrag hatte, den seebrlchen Premierminister Paschtstch Nr. 253 Seite 3. ja bewegen, den Versuch zu einer Versühnung zwischen Serbien und Bulgarien zu unternehmen. Zu dem gleichen Zweck soll auch in Risch ein kaiserlicher Adjutant aus Petersburg einze- trojfen sein. Vielleicht steht mit dieser Meldung ein zweiter Telegramm des „Verl, Tagebl" im Zusammenhang, wonach die serbische Skupschtina zu einer kurzen Tagung zusammenbe- rusen werde, um wichtige Fragen der Auslandspolitik zu beraten, Tie Sährung in Neuserbien. Sofia, 27. Olt, (W, B. Nichtamtlich), Aus Strumitza wird gemeldet: Ter Abgeordnete Georgiern, Mitglied der demokratischen Partei der So- bran,e, ist unweit Strumitza von unbekannten Tätern erschossen worden. Sofia, 27, Okt, kW, D, Nichtamtlich), Meldung der „Agenee Vulgare": Der Präfekt von Strumitza teilt mit. datz eine neue, hundert Mann starke serbische Bande im Tistrikt Radowischte erschienen sei, dort plünderte und die Bevölkerung ln Schrecken setzte. Die Verluste unserer Feinde. Ueber die Verluste unserer Feinde wird der „Kreuz-Ztg." geschrieben: Gefangene haben wir bis Anfang Oktober rund 300 000 gemacht. 130 000 Russen sind bei der Vernichtung der Rarew- und Mlnaarmee gefallen. Ferner gibt das französische Ministerium selber zu, daß aus den Kämpfen zwischen Marne und Oise über 100 000 Verwundete zurückgeschafst worden sind. Schon diese durchaus feststehenden und unbestreitbaren Zahlen ergeben zusammen 330 000 Mann feindlicher Verluste. Dazu sind aber noch zu rechnen die belgischen und englischen Verluste an Toten und Verwundeten, die Verluste der Franzosen zwischen Marne und Oise, ihre Verluste on Toten und Verwundeten in sämtlichen Kämpfen vor dem großen Ringen an der Linie Verdun- Restus und endlich diejenigen in den Gefechten zwischen Verdun und Toul, Wird man diese mit 200 000 zu hoch anschlagen? Sicherlich eher weitaus zu gering! Und damit wird man zu dem sicheren Schluß kommen, datz die Ee- samtocrluste der Gegner allein im Kampfe mit Deutschland mindestens drriviertcl Millionen Mann an Toten, Verwundeten und Gefangenen betragen. Und was unsere tapferen Buu- desgenoffen in Galizien und Serbien hierzu noch hinzugetragen haben, wird die Million nicht nur voll machen, sondern sie auch roch bedeutend überschreiten. Es liegt auf der Hand, datz das zahlenmätzige Uebergewicht unserer Feinde durch diese Verluste ganz erheblich an lleber- zeugungskrast verloren hat. Gar nicht zu gedenken des ungeheure», fast unersetzlichen Verlustes, den besonders die Russen an Kriegsmaterial erlitten hatten. Darining vor firfming von Krikgsnialttilil an dir frin&f. Berlin, 20. Oki, Verschiedene Wahrnehmungen in der letzten Zeit lassen es als gewiß erscheinen, daß unsere Gegner auf dem Wege über das neutrale Ausland versuchen, Material und Werkzeuge zur Anfertigung von Munition und anderem Kriegsmaterial in Deutschland anzukaufen. Es läge die Möglichkeit vor, datz in Deutschland ansässige Firmen versuchen, sich dies zunutze zu machen. Ganz abgesehen von der undeutschen Gesinnung, die solche Geschäftshäuser an den Tag legen würden, läge u, a, auch ein schwerer Verstoß gegen das Strafgesetz vor: Senn nach 8 8g R,-Str,-E, wird mit Zuchthaus bestraft, wer vorsätzlich während eines gegen das Deutsche Reich ausgebrochenen Krieges der feindlichen Macht Vorschub leistet, Ljorn Kjölvion über die Devtlchen. Kopenhagen, 27. Olt, (W, B, Nichtamtlich), Der Mitarbeiter des „Ekfirnbladet" betont gegenüber der Aussprache Bzöru Bjürnsons über seine Berichterstattung deren Unabhängigkeit und erklärt, er verschweige darin auch nicht, wa» ihm on den Deutschen nicht gefalle. Was ihm aber Bewunderung abzwiuge, sei der frohe Glaube on den Sieg, der das deullche Volk beseele und zu einer Einheit mache. Es sei seine innerste, tiesste lleberzengung, daß das Volk den Krieg nicht gewollt habe, aber als er kam, stand es einig da. Diese allgemeine Begeisterung verspreche Gutes für die Zukunft, Nach dem Kriege werde das deutsche Volk hervortreten vor dem Heer von Baioneitrn, hinter denen es bisher verborgen war. Er glaube bestimmt, daß Deutschland gegen Ost und West erfolgreich sein werde. Die Deutschen, die Antwerpen in zwölf Tagen nahmen, werden auch Paris nehmen und England zu Boden werfen. Die Ruhe und das Selbstvertrauen der Deutschen sei die eine Hälfte ihrer Stärke: die andere bestehe darin, daß sie für eine Idee kämpften. Auch Frankreich lämpse für sein Land und wie Deutschland für seine Unabhängigkeit: aber entbehre nicht der Kampf der Russe» jeden ethischen Momentes? Das Bündnis zwischen Frankreich und Rußland und Frankreich und England sei ungesund. Die Franzosen seien früher niemals englandfreundlich gewesen und hätten England rach nichts zu danken, England habe den Krieg gewollt. Rutz- aud hätte den Krieg niemals ohne England im Rücken ge- vag:, Jraulreich werde früher oder später einsehen, daß es on England hinters Licht geführt worden sei. fiitftlnrdjof fr. Adolf Kerlram. Breslau, 27, Okt, (Nichtamtlich). Der neue Fürst- b,V oer Diözese Breslau, Dr. Adolf Bertram, hielt heute Nachmittag seine» Einzug in die alte Bischofsstadt. Er wurde am Hauptbahnhos von den Spitzen der Behörden, den Vertretern des katholischen Adel, und einem Ausschuß, der aus angesehenen Laien der Stadt bestand, empfangen und begrüßt. Anwesend waren u. der Herzog zu Trachenberg. der Herzog von Ratidor. Majoratsherr Graf Ballestrem, der Siuoilommandani, Polizeipräsident v. Oppen, der Vizepräsi- sident des preußischen Abgeordnetenhauses Geh. Rat De. Porsth. Als der Fürstdischof den Salonwagen verlassen hatte, hielt an dem Fürstendurchgang des Bahnhofs der Herzog zu Trachenber, Neue XagcjeitMHg. Mittwoch, bin 28. Oktober 1914 eine kurze Ansprache. Er begrüßte den einziehenden Bijchos als den Nachfolger des großen Kardinals Kopp. dessen Hirten- reginient und Ansehen über die Grenzen des deutschen Vaterlandes hinausgingen und wünschte ihm eine lange-und gesegnete Regierung. Nachdem der Fürstbischof mit herzlichen Worten gedankt hatte, wurden ihm durch Geh. Rat Dr. Porsch die anwesenden Herren vorgestellt. Sodann erfolgte in bereit- stehenden Wagen der Einzug in die Stadt. Von der Dom- brücke bis zur Kathedrale hatten die katholischen höheren Lehranstalten, die katholischen Vereine und Arbeitervereine mit ihren Fahnen Ausstellung genommen. An der Johannisstatue widmete der Erzpriester der Stadt Breslau, Geistlicher Rat Delkel, dem neuen Bischof die herzlichsten Willkommengrüße, für die dieser mit wenigen Worten dankte. Unter Vorantritt der Geistlichkeit zog darauf der neue Fürstbischof in die Dom- kirche ein. Am Portal erwarteten das Domkapitel und die Professoren der katholisch-theologischen Fakultät den Bischof. Der Domprobst, Prälat Di. König, hielt hier im Namen des Domkapitels die Begrüßungsansprache. Unter dem Gesänge: Ecce saeerdos" wurde alsdann der Bischof an den Hochaltar geleitet, worauf ein deutsches Lied gesungen wurde. Zum Schluß wurde der Fürstbischof in einer Prozession in das bischöfliche Palais geleitet. Aus besonderen Wunsch des Fürstbischofs war von einem besonderen großen Empfang und von einer Ausschmückung der Straßen Abstand genommen worden. Reichstirgsersatzwalfl i» Heidelberg. Heidelberg, 27. Okt. (Nichtamtlich). Bei der heutigen Reichstagsersatzwahl im 12. Reichstagswahlkreis (Heidelberg- Eberbach) wurde Landgerichisdirellor Dr. O b k i r ch e r (nl,) bei schwacher Beteiligung mit 4 438 Stimmen gewählt. Die Beteiligung war demnach sehr gering: das Volk hat sich eben mit ernsteren Dingen zu beschäftigen, als mit dem Parlamentarismus. Der Wirrwar mit den KartolfrUföchltpreisen. Berlin, 27 Olt. Wie bisher mitgeteilt wurde, wild der Lundesrat morgen Höchstpreise für Kartoffeln nicht beschließen. Damit ist aber, wie die „Kreuzztg." meint, noch nicht gesagt, daß sie nun überhaupt nicht in Frage kommen. Die Preisuotierung der Landwirtschastskammer für Hessen für 100 Kilo Kartoffeln in Waggonlabung: 6.30—7.30 tn der Vorwoche: 6.00—7.00 im Kleinserlauf: 8.00—9.00 in der Vorwoche: 7,30—8,00 Der Höchstpreis für Kartoffeln wieder aufgehoben wurde in Hanau seitens des Magistrats dieser Stadt. Eine Warnung! Aus der Wetierau wird uns miigeieili, daß Händler, um Kartoffeln für 3 Jl das Malier zu erhalten, den Landwirten Angst machten, es würde demnächst eine staatliche Kommission kommen und die Vorräte fefiflellen: jede Menge, die über den Bedarf hinausgehe, werde zwangsweise zum Verkauf kommen bezw. konfisziert werden. Deshalb möge man schleunigst verkaufen. Wir machen die Landwirte daraus aufmerksam, daß an diesen Angaben kein wahr es Wort ist. Aus der Heimat. * Friedberg, 28. Okt. (Pferdemar tt). Der Auftrieb war, besonders von älteren Pferden, gering. Da die Preise sehr hoch waren, so waren die Verläufe an Landwirte verhältnismäßig gering. Dagegen wurden für militärische Zwecke größere Käufe abgeschlossen, * Friedberg, 28. Oki, AiN Sonntag fanden auf dem hiesigen Earnjsonsexerzierplatz Hebungen der Friedderger-, ,Rie- der-Rvsbacher- und Ockstädter-Jungwehren statt. Die llebun- gen waren sehr interessant und es beteiligten sich etwa 400 junge Männer daran. Die Jungwehren von Fauerbach, Dorheim, Bauernheim und Ossenheim übten auf einer Miefe bei Ossenheim und nahmen ebenfalls einen vorzüglichen Verlauf, Ferner hat sich für die Orte Schwalheim, Rödgen und Wisselsheim eine Jungwehr gebildet, wozu voraussichtlich noch Steinfurth treten wird, 5>ie Jungmanufchasten von Ober- und Rie- dei-Mörlen habe» ebenfalls mit den Hebungen begonnen. Für die Gemeinden Fauerbach v, d, H,, Maibach, Bodenrcd, Münster, Langenhain-Ziegenberg und Hochweisel wurde eine Jung- wehriompagnie gebildet, Ani Sonntag fand zum erstenmal eine pemeinschaftliche Hebung statt. Auch aus verschiedenen anderen Orten liefe» Meldungen über Gründung uo» Jugend- wehrabteilungen ein, * Friedberg, 23. Oki, Gestern fand unter dem Vorsitz des Herrn Schulrat Süß die diesjährige Herbstverfammlung de: Lehrer des Kreises statt. In feiner Begrüßungsansprache gedachte Herr Schulrat Süß de: schweren Zeit, die über unser Balerland geloinme». Bon den Lehrern des Kreises sind über 100 zu den Fahnen gerufen worden: 98 stehen'im Felde, 31 sind verwundet unb zwei haben bereits den Heldentod rür's Vaterland gefunden. Das Andenken der Gefallenen ehrte die Versammlung durch Erheben von den Sitzen, In dem sich un- Ichließenden Vortrage gab Herr Schulrat Süß einen Rückblick über die Ereignisse seit Ausbruch des Krieges, Ein Kamps ist aus der Erde entbrannt, wie ihn die Weltgeschichte bisher nicht gekannt hat. In diesem schweren Ringen gilt es den Kampf für die heiligsten Güter der Menschheit, den Kampf für Zlviiisation und Menfchlichleii, Es ist ein heißer Kampf, den unser Heer zu bestehen hat, aber die gerechte Sache wird unseren Waffen den Sieg verleihen. Wir werde» siegen, we-l wir siegen müssen! Rach diesem, mit großem Beifall ausgenommenen Vorträge sprach Herr Med,-R°t Dr, Nebel Uber das Thema: „Krüppelfürsorge unter der Jugend". Nach den Ausführungen des Vortragenden gibt es nur wenige Krüppel, die in ihrer Erwerbrfähigkeit gehindert sind. An zahlreichen Beispielen zeigte Herr Dr. Nebel, daß eine sehr große Anzahl dieser Unglücklichen dank der ärztlichen Kunst geheilt werden, E» bestehe somit -uch die berechtigte Hoffnung, daß unsere »er wuudeten Helden von 1914 durch chirurgische Eingrisse so weit hergestellt werden können, daß sie ihren Lebensunterhalt verdienen können. Reicher Beisall lohnte die Aussührungen de, Vortragenden Rach einigen geschäftlichen Mitteilungen schloß Herr Schulrat Süß die Versammlung, * Rendel, 28, Olt, Für einige Soldaten, die In letzterer Zeit als Ersatz ins Feld gerückt sind, werden wieder Kriegsversicherungen abgeschlossen. Die Prämien wurden von wohlwollenden Einwohnern der Gemeinde bezahlt. Im Ganzen sind jetzt etwa 23 Versicherungen in Kraft, * Vilbel, 28. Okt, Nächsten Sonntag, de» 1, November, :t Uf» nachmittags, findet dahier im Easthause „Zum kühlen Grunde" der 2, Bezirkskriegertag statt. Auf der Tagesordnung stehe»: 1, Begrüßung. 2, Feststellung der Anwesenheitsliste, 3, Verlesung des letzten Protokolls, 4, Attszahlung der Bonifikationen, 3, Zahlung der noch rückständigen Beträge zur Bezirks kaffe, 6, Unterstützung von Familien der im Felde stehenden Soldaten, 7, Referat der Delegierten. 8, Vorftandswahl, 9 , De stiminung des Ortes für den 1, Bezirlstag i» 19t3. io. Ansta- ne» und Mitteilungen, — Wir hoffen, daß auch in der schweren Zeit der Bezirlstag gut besucht werde. * Münzenberg. 28, Olt, Welch' reiche Ernte der T-d aus deu Schlachtfeldern einheimst, geht aus einer Anzeige des hiesigen Turnvereins hervor. Nicht weniger als acht feiner Mitglieder und ein früheres Mitglied sind auf dem Felde der Ehr- gefallcn. Gewiß eine Zahl, die für unser kleines Städtchen außerordentlich ist, Hessen-Naffau. ?• Usingen, 2.8, Oki. Von der in Aussicht genommenen Veranstaltung eines mehrtägigen Obstverwertungs Kursus in Ufingen hat leider Abstand genommen werden müssen, da sich aus vier Gemeinden des Kreises nur 3 Personen zur Teilnahm.' bcreit erklärt hatten, * l. Dorsweil, 28. Oft. Im Alter von 71 Jahre» starb der hiesige Orts- und Polizeidiener Heinrich Buhlmann, Ein veh Ics Menschenalter lang hat der Verstorbene sein Ami mit der größtei, Gewissenhaftigkeit versehen. Er «ar Inhaber des allgemeinen Ehrenzeichens, * j. Mönstadt, 28, Okt, Vier Söhne unseres Mitbürgers Peter Moses 1. stehen im Felde. Zwei derselbe'« wurde, nach hierher gelangter Nachricht, jür besondere Tapserleit das Eiserne Kreuz verliehen. Der alte Vater, der selbst ein hervorragender Schiche ist, fteut sich, solch' tapfere Söhne im Felde zu habe», * Aßmannshause», 26. Ott, Die Gemeinde Aßmannshau sen hatte ihre Lese in diesem Jahre bereits am 29, September begonnen. Die Trouben waren zwar nicht ganz reis, aber iu- solge der lebhaften Nachstage seitens der Schaumweinsabrikan ten und Weinhündler nach Rotweinmaische und der Besürch- tung, daß einiretendes Regenwetter den dünnhälfigen Trauben des Kleirots — Spätburgunder — großen Schaden -usügen könnte, setzte die Lese ein. Vertragen doch die dünnschaligen Traubenbeeren in diesem Stadium der Reiseentwrcklung keim Nässe, Sie gehen leicht in Rohsäule über und bedecken sich mit Schimmelpilzen. Dann kann aus ihnen ein Rotwein nicht mehr erzielt werden. Wie in 1913, so war die diesjährige Rotweinernte eine klägliche. In der Gemarkung Aßmannshausen, mit Ausnahme der dortigen Königlichen Domanial- weinberge, wird das Ernteergebnis nur auf ein Zwanzigstel eines vollen Ertrages geschützt. Die Lese dauerte deshalb nur zwei Tage, die Trauben wurden nach dem Gewicht verkauft,. Der Preis war ein enormer. Denn der Handel legte für da» Kilogramm 2.20-3.06 Alark an, was einem Wert von 3400 bis 4000 Mark für das Stück Traubenmaijche entspricht. Das Mostgewicht stellte sich auf 80- 86 Grad Oechsle, Ein unverhältnismäßig günstiges Herbstergebnis hatte das arrondierte Königliche Domanialweingut i» der Gemarkung Aßmannshausen aufzuweisen, das unstreitig der intenstven Kultur und sachgemäßen Behandlung der Weinberge zu verdanken ist. Dir Lese begann hier erst am 8, Oktober, Bis zu diesem Termir hatten die Traubenbeeren, da in den ersten Oktobertagrn mil des trockenes Herbstwetter herrschte, eine hohe Durchreisnng erlangt, so daß ein sehr guter „Aßmannshäuser Roter" erziett wurde. Durch die sorgiältige Scheidung der vollkommenen reisen, vollsaftigen Trauben, von den eingeschrumpften oder mit etwas Schimmel befallenen, hat die Domäne zwei wertvolle Weinfoiten gekeltert: Einen puren Aßmannshäuser Rotw-in, 18 Bierlelstücke an der Zahl mit einem Mostgewicht von 91—93 Grad Oechsle und 9,8—11,7 pro Mille Säure und einen Rol- weiß-Wein, einen schillerartig Hellroten, von drei Halbstück, der sogar 102—108 Grad Mostgewicht ausweist. Dem Triräg- nis »ach macht die Ernte der Königlichen Domäne ein Siebtel bis ein Achtel Herbst, Del Versuch in den Domanial-Wein- bergen mit der von Dr, Rördlinger-Flörsheim bezogene» „Flo ria-Rikotin-Seifelösung", um den Heu- und Saucrwurm zu vernichien, hatte einen durchschlagenden Erfolg, Denn bei der Lese fanden sich nur reine und saubere Trauben und kaum Traubenbeeren, die vom Sauermurm befallen waren, während in de» angrenzenden Lagen der Heu- und Sauerwurm, namentlich die Keinen, grünlichen Sauerwurmraupen, die vor 13 Jahren mittels italienischer Trauben in dem Rheingau eMge- schleppt wurden und deshalb von der Bevölkerung „Italiener" genannt werden, in Massen ihr Vernichtungswerl trieben Frankstirter Wetterbericht, «rausfage: Ziemlich bedeckt, zeitweise Niederschläge, mild südwestliche Winde ..Römerbrunnen " Hervorragendes Tafelwasser. Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hi r sch e I. Friedberg: für den Anzeigenteil: K. S ch in i d t. Friedberg. Druck und Verlag der „Renen Tageszeitung" A. ®,. Friedberg i. H Pr. 253 üminiiie Lsndwlrle von franhfurt a.M.iinii lim^send. Geschäftsstelle Frankfurt a. M., Moselstraße (>a. Telefon-Nummer 9208 Amt I. Biirostunden: Montag nachm, von 5—7. — Dienstag nachm, von 5 -7. — Donnerstag nachm, von 2—7. — Freitag nachm, von 2—7 Uhr Zn verkaufen. f. färst'" 2 Sinn ZicgtttM ftricbr. Jakobi. Rikder-Rosbach. ä u verkaufen. V m 1 . <0 "f— Z~tiir 47(>«ni* u a -, Karl Becker 2., Petterweil l 'JtrÜCltöPtCrÖ Sat'ob 5«Uöt ! - lWirtlchast zur Krone,, ___ «inte», «el.3ö. I t Stu t rrt , e |„|le r>o««e («übe) Ein L Monal alles braunes >4 Wochen alt. topiert, wegen Stulfo hielt Platzmangel billig bet bei Carl Lorey. Steinbach i. T,! Ludwig Kirftein, Oberdorfelden Neuheiten für in Herbst Jackenkleider, Paletots, Kostümröcke, Blusen, Kiniltr-Mlintel, ÄinDcr=ÄIciDrfjcn. Eröhte Auswahl in allen Preislagen. Wurme Untcrflciiinnn für ins Fels. Sriniikil, Ililttthoft», Untcrinrfci!, (v>cjtrirftc Sflifn, Ceftrilkte Vestkii. Sfiötiic ml hillbseilkiit Regcnivesttli, Lililllkiisihütztr, Ltibbiiiveil, Pulsiviililltt, jlilicKiir!iicr,z'u)pi!lhiitzkr,TlislIitiitülhcr etc. Große Auswahl. Billigste Preise SU |V tul)u f VllHUU Mail,. jmt Tageszeitung. Mittwoch, den 28 . Oktober 1914 Eislauftkrein fvirbbrrg. : Die diesjährige ordentliche | Kanplverlainmlnttg finbet Freitag, de» 30 Oltober, abends 9 Uhr, im „Jägcrhörn- chen" statt. Tagesordnung: 1, Rechenfchnftsbericht, 2. Rechnungsablage. 3. Beschlußfassung über die Der- einsläligkeit im kommend:» Wlnter. 4. Festsetzung der Jahresbeiträge, 5, Entgegennahme etwaiger Wunsche seitens der Mitglieder, 6, Vorstandswahl, Dir JJrrrin&Iriiunni: Reallehrer Kl ö s. Seite V £d)vlittfl gejnchl. Für mein Kolonialwaren-, Oil«»- u. Porirtlan lKrschäft wird ein gewerkter Junge aus guter Familie in die Lehre gesucht, Kost und Wohnung im Hause, Handelsschule am Platze, Fr. Hilbrecht Ww. gegründet 1796. Friedberg (Hessen). Roniptt Bellen sowie einzelne Teile Bettstellen in Holz lind Eisen Schoner Sprungrahmen Hüte fester-, fei- id fein:- Deckbetten Kissen Kolter Steppdecken Slrohmatratzen zu billigsten Preisen. G.M. Reuss Fricilberg Alte Post. M, Z-Zimuier-WohullUlt mit abgeschl. Vorplatz und Z» behör an ruhige Leute p. 1. Roo, | zu vermieten, Räheres Friedberg- > Fauerbach, Klau enslr. 12. Ncu dngetrojfcn! Große Ausnuihl! Große Sendungen in: Tomen- und Mädchen-Mänteln, Herren- u. :',lnaben-Ueber,;ieher. Loden, Kragen nnd 'foppen, Anzüge, Kleider- und Blusenstoffe it Wolle nnd Baumwolle, Hemdenflanells, Lchürzcnstoffc bei billigsten Preisen. VarthoLmai & Kirchhof Friedberg in Hessen. Kraft Lebertran-Emulsion bestes Nähr- und Stärkungsmittel per Flasche ülk. 1.50 Mcniitör MM»..Al>st greift Zähne nicht an! Aerztlich erprobt und empfohlen! per Flasche Jlk. 1.00 empfiehlt f I« 8 olf Bfebslein, : jl;.Tü lflm-. Li-'rieillierg i. II. Schulltr. lö. »ie,»>« 459. Telefon 459. jM ßi|| Kalkinelil. ist billig macht die Pflanzen gesund erzeugt kräftige Körner liefert gutes üppiges Futter macht den Boden locker wirkt Siickstofs sparend tann jederzeit, auch den Winter über, ausgestreut werden, Obsrh. Kalk- u. Stein-Industrie G. m. b. H. putz dach (Oberhessen,) tlfiif lliupffnltfinc werden abgegeben zum billigsten Tagespreise, iiinglisklltiklielki I. 8. gofmnnn, yad-tlanljkim. am Chausseehaus. AnSlArbeitspferde für Oekonomiezwede sehr geeignet, leichten und schweren Schlags, stehen zum Verkauf unter Garantie. Julius Meyer, Frankfurt g. jA.-Aüd. Hlörfclifrlanb^ strafe 114 , ssrambahahaltejlrllt finit 8 . ^Vegcn -Aufgabe der Land- wicchasl eia gutes Arbeitspferd 7 Jahre alt, treu und zugfeft, zu verkaufen. Johannes Richter 1., Gastwirt. Rieder-Weisel. I Fuchs-Wallach 3 1 /. Jahre alt. schwerer Belgier, zugsest, fehlerfrei, hat zu verlaus. Adam Koch 8., Gastwirt, Ronnenroth bei Hungen. Zuchtbulle 16—17 Man. alt, schwarz (Friese) zu verkaufen. Friedrich Meier. Rendel. 1 Fahrhnst Simmentaler Rasse> zu verkaufen. Wilhelm Es; 4.. Dorn-Assenheim. !! Wut ipningjätjiac über (Rasse Deuljches Ede Ichwci») zu verlausen bei Rudols Brilh. Heuchelheim (Wetterau). 8 elbpost-Liebesgabe ! | Empfehle als Feldpostbrief zu 230 Gramm brutto verpackt i» feiten Pappschachteln Nr, 1 20 Stück Zigarren All, l,20 Nr. 2 ......1.40. 9 n Ir ar k e n Zedernholzktstchen, -skr, 3 „ „ „Kronprinz" Ml, 1,86 4ix - 4 ........Kaiser Wilhelm II." Alk, 2.- Rancher pakrl „Agea^ Weiße Packung. j 'D(. Gelbe Packung, 1 Pseise, best,Erzeugnis | l Kaizer-Pseife m Bf*rl 1 Palet Tabal | 1 . 1 Palet Tabal 1 Pieisen-Remiger I *■ 1 Pfeifen Reiniger t/tf Porto 10 Pfennig, ""9SS Portofreie Feldpostbriefe mit der Ausschrijt: „Grütze aus der Heimat," 4—5 Zigarren enth, ober 26—25 Stück Zigaretlen, Berfanbt erfolgt direlt ab meinem Geschäft nach Aufgabe vorschriftsmäßiger Adresse, llillstrrtiihtnist Adolf Uloiff gegenüber dem neuen Bahnhof. friedberg i. {). fernsprecher str. 221. m Donnerstag eintreffend: I Frische Brat- am Solle .{fische mpi. Cabliau, mittel 32 Pf. Schellfische, gieß 42 Pf, itisniarcklieriiij'e, Knlluiü|ise St. Iö Pf. Bratheringe St. 12 Pf, Sardinen Pfd, 40 Pf, Sunänißiti! Jülich vorzügliches deutsches Erzeugnis Dose 50 Pfg. 0 erste. grob. Pfd, ü« Pf, mittel Pfd, 2» Pf., fein Pfd. »2 Pfg, Bruchreis, Pfd,20 Pf, Su|»penreis „ 20 Pf, Tafelreis, „ 32 Pf, Apfelgclee Pfd, 35 Pf, 2 Pfund-Eimer 75 Pf, 5 Pfund-Eimer Mit. 1.85 Johannisbeergelee Pfd,48 Pf, 2 Piund-Eimer *■» Pf. 5 „ „ Mk. *.«« Gemischt. Zwetschenlalwerg Pfd. 26 Pf. 5 Pfd.-Eimer 1,30 IToPpoo reinsclnneckende JVclllcc pzg, Mischungen Pfd. Mk, l.5o. l.oo IbOl«Ip081- Schiliingen | in vorschriftsmäß. Packung. Portofrei: iJÄmayfOn unsere belieb- | LI yd li CH ten Marken | 4 Stück 30 und 34 Pi. | Zigaretten | 20 Stück «O, »1>, ®.—Pf Porto 10 Pfennig: 1 j»t. Paket Tabak j mit PFcifc Mk. I.— ? Pakete FoiiiscJuillt- 1'« Ei »94,Thorbecke 4.»Pr. I 2 Tafeln feine Speise- | 50 u.ßQ Pi. Zum Versand als ü.ieliesgalie empfehlen wir unsere rjürterten Wurstwaren I in vorzüglichen Qualitäten. Leere WurstHartons 4 Pf, | Iie 4 . mobile Lliiibmejr-kökMii ! deren Angehörige zum grötzleu Teil dem Kreise Fried- j berg entstammen, hat um Uebersendung von Liebes- gj gaben gebeten. Erwünscht sind wollene Unterjacken, Pulswärmer, ! wollene Strümpfe, Tabak, Cigarre», Cigaretten, kurze [ Pfeifen, Hosenträger, Briespapier, Dörrfleisch, ge- k räucherte Wurst. Die Ersatz-Eskadron in Darmftädt I ist bereit etwaige Gaben anzunehmen und weiter zu be- Hfördern. Ersatz-Eskadron Leib Dragoner-Reg iment Nr. 2-t. ^Brunnenbau n. Bshmgeii, Buinpcuanlaacu billigst. _8tcfan Kuhn, Inl,eiden-Hnttgen. Amtliche Notierung der Frnultfurtcr vieh- marbtprcile vom 20. (stlitober. Zum Verkauf üauden-, H50 Rinder, darunter 346 Ochsen 35 Bullen, 769 Färsen und Kühe, 181 nätder, 80 Schase, 2139 Schweine. Preise für 1 Zentner I. Rinder: A. Ochsen: ,) 1, oollfleiicf). ausaenrüstete bockfstea Schlachtwerts, 4—7 Jahre alt 2. Die noch nicht gezogen haben (ungeiochtej ....... bl lange, iteischtge, nicht ausgemästel« und ältere ausgemästelc .... c> mäßig genährte junge, gut genährte ältere ........... ß. Butten: a) ooUfteifäuge, ausgemästete höchsten S.blachtwerts........ bl v. oollfteiichrge. ausgemästete Kühr höchsten Lchlachrwerls bis zu 7 I, c> l, wenig gut entwickelte Färsen 2, ältere ausgemästete Kühe . . dl mäßra genähne Kühe und Färsen es gering genährte Kühe und Färsen 0 , Gering genährtes Jungvieh lFreffer) II, Kälber: a) Doppellender fernste Mast, , , , b> fernste Maflkälber 41 99 sc i-irufierg- i, H. Schirngassc 4 kf cl mnitcre Marl- und beste Sauarölber d) geringere Mast- und gute Saugkälber, o) geringere Saugkälber , , , , , 111. Schafe: a ) Weidemastfchafc: ..... bl iiijüiomiinri und Masthammel . cf geringere Masthammel und Schase d) manra genährte Hammel ll, Schafe (Merzfchafes ...... . IV. Fettschwetne: a) Fettfchweine über 3 Ztr Lebendgewicht . ........ . b) voUftetfchrge Schweine über 2'A Ztr, Lebendgewicht ...... . e) vollfterschige Schweine über 2 Ztr, Lebendgewicht ........ d) vollfteischig» Schweine dis zu 2 Ztr. Ledendgewrcht ........ t) tiestchige Schweine ..... |) Sauen .... .... ■ Marltoerlanf: Am RirO.r.narlt in Ochsen langsamer, sonst reger Handel: bei Ochsen etwas Ilebcrstand. Kälber werden be> gedrückt«!» nrrd Schafe bei ruhigem Geschäftsgang ausverlaus!. -Schweut« htntcrlassen bet gedrückte: > :s- d,l U berstand. Lebend- ! Schlacht, gewicht gewicht * .# 51-56 46-50 43—45 46-48 40—44 46-49 44—48 38-44 40-44 32—55 24-27 50—53 46—50 60-62,5 60-62,5 59-02 93-97 83-90 79-83 76-80 70—75 83—88 82-86 73- 85 74- 82 64-7(1 85-90 78-85 76 -68 76—78 76-78