Lin mm er 252 Dienstag, den 27. (Oktober 1014 7. Jalsrgn«,. Tic t«e erchetnt jeden Stfetllag. Regelmäßige Beilagen „?»r Lauer an» Hess»»", „Die »pinnlinde'. »eiugopreio: Bei den Postanstalten vierteljährlich Mk. I ei tC!t Agenten monatlich 50 Pig. Hinzu tritt Postgebühr oder Trägerlohn. Anieigen: tSrundjeile 20 Pig. lolale 15 Plg„ An,eigen von auswärt, werden durh Postnihnahme erhoben __Erfüllungsort Frtedberg. Schriftleitung und Verlag Friedberg (Hegen). Hanaueritraße 12. Ferniprecher 48. Pojtjcheck-Lonto Sir. 4859, 91ml Jrronlfurt o. M. ie englische Flotte anher Sehweit Gnte Fortschritte in Flandern. — Wieder 500 Engländer gefangen. ie (Währung im Orient. Der deutsche Generalstab _______ meldet: pnffrlrrboot jiiriiri:„fiittii()ri“. Tao riijjiinic Unterseeboot, das von einer italienisch.-! , ..«ft narb.Korsika entführt wurde, ist zwar, wie fcOcn lv ! ! ■ et. wieder nach Italien znrückgekehrt. docki wurde es nach einem römischen Telegramm des „Bert. Tngebl.", le. i »eewegs freiwillig von den französischen Behörden enr j lassen. Diese weigerten sich vielmehr, die Erlaubnis -in Abia.hrt zu geben, und dem Vizedirektor der Fiat-Ges-.-ll lckinst, der wegen dieser Angelegenheit ans Korsika war, blieb nichts anderes übrig, als das llnterseeboot zu ent- lühren. Ans diese Weise hat es seinen Heimatbasen en ia'it. pir S(l)iffi{l;ri und) dm fiatm .Antiurrprii nfini Mannheim, 26. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) tzlaa einein bei der Nhcnania, Speditionsgesellsck>ast, von ihrem Antwerpener Hanse eingegangenen Telegramm sind die ii di m Antwerpener Hafen versenkten Schiffe soweit gehoben daß die Flußschisfahrt wieder möglich ist. Die Abtrans- Portieriing der Waren ist nach der „Neuen Badischen Lau diszeitnng" aber noch untersagt, bis die Anfnahme der Bestände durch die ernannte Kommission erfolgt ist, was ti; Ende der Woche der Fall sein dürfte. Die Situation in Antwerpen sei ruhig. Das bessere Publikum bleibe noä- fern, cs weile meistens in England. Deutsche Soldaten in Wien. Wien, 2s. Okt. (915. B. Nichtamtlich). Eine Abteilung deutscher Soldaten von siebzig Mann hielt sich gestern aus der Durchreise einen Tag lang in Wien aus. Die Soldaten besich tigten. von österreichischen Kanicrnden und Mitgliedern der akadeinischeil Hilfslegian begleitet, die Stadt. Mittags wur den sie in einem Restaurant bewirtet. Dann unternahmen steinen Snaziergang und wurden daraus im Rathaus bewirtet. 9ln dem Mahl nahmen der Vizebürgermeister Hieihammer und ein Vertreter des Militärkomniandos teil. Der Bizeblirger n-elster hielt eine kernige Ansprache. In welcher er insbesondere aus dar uncrschütterliche Bündnis hinwies und mit einem de geistert anfgenommenen Hoch auf die verbündeten Monarchen schloß. Der Mannschaftskommandont. Feldwebel Scheithauer dankte namens seiner Kameraden für die herzlich Aufnahm, u- »d brachte ein dreifaches Hurra auf Wien aus. Fm Laufe de- Aduids sangen die Soldaten patriotische und Krieg:lieder kkach herzlicher Veiabschiedung begaben sich die Deutschen -.u,- Osi: ahndof. um die Weiterreise nach Budapest und von dort »ach dem Kriegsschauplatz anzntreten. piidtMjf ürr JTliiditlinac narf) (OftprfiiOff». äönlgsbetg. 2t>. Olt. (W. B. Nichtamtlich). Al.- Ereiizc. bis zu der die Rüitkchr der ostpreutzischen Flüchlli: - - ia die Heimat nnbedenklich und die Erteilung von Freijahri ä ü . zuliüäg war. war bisher eine Linie feftgesielli. die längs d:: Inster und Angerapp nach Lotzen und von dort über Rikolaileu ia-d Ortelsburg nach Reidenburg verläuft. Diesi Kreuze ist mit Rücksicht aus die zurzeit günstige Kriegslage er weitert und die Erteilung der Freifahrlscheine aus die Kreist Insterburg, Darkehmen, Angerburg, Lätzen und Sensburg, dir bisher nur teilweise für die Rückkehr srelgegeben waren, im rollen Umfange ausgedehnt woiden. Ferner wurde auch die Rückkehr in den Kreis Gumbinnen freigegebe». Demnach werden »unmehr Freisahrtscheine nach allen Provinzteilen ausgegeben. ausgenommen die Orte in den Kreisen Pillkallen, Stal lupönen, Goldap, Oletzko, Lgck, Iodannesburg sowie die südlichen Teile der Kreise Orte!sb->rg und Reidenburg. Sa Ist drin, gend erwünscht »nd notwendig, das) namentlich die Beamten. Krifleuir und Hand erkcr die reichlich Arbeit finden, in die srcigc^cbknen Teile der Proainz zurücklehren. Auskunft über die Frage, inwieweit die einzelnen Ortschaften zerstört jind wird von den Stmbt' Ka> erteilt. A»S !sft piflt des Jsllims. Ciiii türl jch-perssi :s Bününid. Der „Frankfurter Zeitung' wird aus Konstent :ope I gemeldet: Zn gutunterrichte tc» Kreisen wird t.r i . . dag znaschen der Türlei und Per fielt ein 8 ü n b r. i u r 11 a 3 abgeschlossen worden ist. Eine türt ... an IN Persien. Konstantino p e l, 24. O l rrä. , vr:> Persien hat durch Vermittlunz des sei! 1 . 0 c liier wei'enden Prinzen Mirza Riza Khan. ! > .11 e,»£s persische» Botjchajlers ii Stowt- 1 1 .. 1 .n, t,.- t. .liscr.duiig türkischer Injiruktions ofii.'.rcrc ;. .D. n 5, u.che wurde von der Pforte durch vorlaujige Eiltsciidung von jlebe» Lsttzieren »ach Teheran wiUjahrt. Sir. 252 Seite 2, Wie schweizerische Blätter berichte», wirb der „Nutzlose 31uroo" aus Teheran gedrahtet, datz sich der Mittclpunlt der rusienfcindlichen Agitation unter den Persern in den Jmam- freiten der Schiiten von Redschof und Kerbeia besindet und datz die Lage einen „bedrohlichen Charakter" annimmt. Ein Vertrag zwischen der Türkei und Asghanistan. Kon- . autrnopel, 23. Oft. Ein einsluhicichcs Mitglied des ungturlijchcn Komitee „Union et Progres". das zu Beginn des nropäifchcn Kriegsausbruchs in besonderer Mission nach Afghanistan cnisandt wurde, ist dort glücklich angclangt. Es ourde vom Emir empfange», der wiederum einen seiner treue- len Note, den Emir Ali Asghon, hierher delegierte, voraus-, chtlich zu dem Zweck, sich über die Vorschläge des türkischen Zcrtraucnsmannes an Ort und Stelle zu vergewissern, dann nutz, um sich über die allgemeine Lage eingehend am Khali- latssitze zu insormiercn. Emir All Asghan mutzte als Diener einer hohen persischen Persönlichkeit verkleidet die beschwerliche und gejahrvolle Reise nach Konstantinopcl zuiilcklcgcn. Er hatte in der kurzen Zeit seines Hierseins mchrsachc wichtige Besprechungen mit den leitenden türkischen Männern. Bor- Nestern wurde er nach der Zeremonie des Selamlils dem Sultan vorgestcllt. Eins Eondermisllon mit einem eigenhändigen Schreiben des Sulton-Khalifen an den Emir ist jetzt unterwegs. Der Abschluß eines Vertrages zwischen Afghanistan und der Türkei wird als vollzogen angenommen. Die Pforte gegen die feindliche Presse. Konstantin o- pel, 2C. Oft. Die Regierung beschloß, gegen diejenigen europäischen Pressevertreter, welche falsche und die Interesse» der Türkei schädigende Nachrichten verbreiten, mit äußerster Strenge einzuschrciten. Der Minister des Aeutzercn wurde angewiesen, von dieser Entscheidung durch Zirlularnote den auswärtigen Missionen Kenntnis zu geben. Unzusrieden« Inder. Aus Konstantinopcl wird gemeldet' “ - „Tanin" meldet aus Alexandrien: Zwischen hier durch- .enden indischen Truppen und der englischen Garnison haben blutige Zusammenstöße stattgefunden. Die Inder weigerten nch, nach Marseille und in den Krieg zu gehen. Das Kriegsgericht sprach 30 Todesurteile gegen Inder aus. Bei der Ein- ichissung kam cs zu einem blutigen Handgemenge, wobei einige englisch« Soldaten getötet wurden. Amerika regt sich. London, 2G. Okt. f3B. B. Nichtamtlich). Der Korre- spoirdent der „Morning Post" in Washington meldet: Die englische Politik hinsichtlich der Kontrcbande könne die herzlichen Beziehungen mit Aincrika gefährden, wenn die durch die Beschlagnahme amerikanischer Schisse verursachte Erregung nicht bald beseitigt werde. Die britische Regierung handle weder offen, »och folgerichtig. Es erwecke den Eindruck, daß sie keine bestimmte Politik habe. Die Amerikaner nähmen Übel, was ne für eins ungerechtfertigte Einmischung hielten. Viele Kreise glaubten bestimmt, England lue dies alles, um den Ausbau der amerikanischen Handelsslotte zu stören. Die Erregung würde schwinden, wenn die englische Regierung eine Erllürung Uber ihre Politik abgebe, sodatz die amerikanischen Produzenten und Exporteure die Lage genau übersehen könnte». Je länger der gegenwärtige, höchst unbesricdigende Zustand andauerc, desto mehr werde er in der Presse erörtert und Sie Erregung gesteigert. Die ,Mcw Port World" schreibt: Es befinden sich nicht viel deutsche Kriegsschiffe aus dem Ozean. Die Zahl der amerikanischen Handelsschiffe ist nicht groß: aber wir höre» nichts davon, datz britische Kreuzer deutsche einsangen, während fast täglich Schisse mit amerikanischer Flagge beschlagnahmt uiid durchsucht werden. Die „Wast-ingion Times" meint: Die Besorgnis der britischen Regierung vor einem deutschen Angriff aus England scheine so panikartig geworden zu sein, daß Downingsireet lieber He Feindschaft der Vereinigten Staaten riskiere, als arncrila Nische Verschiffungen dulde, die die Aiissührung der deutschen Pläne fördern könnten. Die .Washington Times" schreibt serncr, die Feit sei geeignet sür Ernencriing komplizierter Fra t des Freihandels und der Schifsahrtsrechte. di« den Krieg .i 1312 veranlaßt haben. Weder Amerika noch England wünschten, daß diese Fragen »ach einem Jahrhundert der Ruhe durch einen ander» europäischen Krieg zu einer Krisis führten. Aber ein solches Ergebnis werde sicher e'ntreten, wenir noch orel mehr Beschlagnahmen einträle». ’ Allzuviel Bedeutung sind diesen Kundgebungen nicht bei- ■«mdieii, denn der echte Panlee iühll sich den Engländern allzu -hr a» Leib »nd Seele verwandt, als daß er ihm ernstlich bös- - !ii könnte. Es müßte schon dicker kommen, wenn sich John .-.,11 und Bruder Jonathan nicht mehr vertragen würden.^ Uom ÄaUunr. E-irankmrg der Königin von Nuuiäaieu. Wien, 26. Oll. -hicknanrrkich). Das „Reue Wiener Tageblatt" meldet aus i u l a reft : Die Erschütterungen, denen die Königin Elisa- '!) ansgcjetzi gewesen ist, haben ihre Gesundheit so bepinslußt, NI sie das Bett huren muß. Vorerst bleibt die Königin noch i ..'Ularest. 'Rach ihrer Erholung wird die Königin nach Eurer de-Arges udcrsiedeln. Die Türkei »nd di- Annexion von Eprrus. Konstanti- -r pri, 21. Olt. (W. B. Lischtrmtlich). Die Nachrichten über 'ic verschleierte Annexion von Epirus seitens Griechenlands rrezen die lebhafte Ausmerksamkei« der hiesige» Kreise. Der grüne Turc" schreibt, die Annexion könnte nicht ohne Protest ieschchen. Die Intc-vention der Türkei sei in jeder Beziehung lerechtjcrligt, da die Inseln des Archipels Griechenland gegen sie Preisgabe seiner Ansprüche aus Südalbanien überlassen eien. Auch «nlgaricn sei in dieser Frage interessieri. da die Vergrößerung Griechenlands das Gleichgewicht ändere. Ls er »eise sich wieder einmal, daß die Interessen Bulgariens „nd der Türkei identisch seien. Schreckensherrschaft i» Mazedonien. Sofia. 26. Oktober. (»■ * Rrchtamtlichj. Das bulgarische Raiionallomiiee oer Eiltet« gestern eine große Versammlung in Sofia zweck» Reue Tageszeitung. Dienstag, den 27. Oktober 1914 Aussprache über die erschreckenden Nachrichten, die ununterbrochen aus Mazedonien anlangen. Mehrere Redner schilderten die unhaltbare Lage der bulgarischen Mazedonier, die unter fremder Herrschaft leben. Die Bcrsammlung nahm einstimmig eine Resolution an. in welcher gegen die unerhörte Schreckensherrschaft der serbischen und griechischen Behörden in Mazedonien Ernspruch erhoben und die bulgarische Regierung gebeten wird. Mittel zur Erleichterung des grausamen Loses der mazedonischen Bnkg'ren zu suchen. Es wird versichert, daß die Regierung hierin :...: te» vollen einmütigen Beistand der ganzen Ration flö:,"•-'!! i :: ;>>. welche ungeachtet der übermenschlichen Ansircbungen .:r si.nisten Bergingenheii zu jedem Opfer sür die Freiheit Mazedoniens bereit sei. Ans England. * Die Deutsche»»«» iotgrirrg in England. Die Verfolgung der Deutschen in England, auch saldier, die schon seit Jahren ncu- rralisielt sind, habe» besonders in London einen gar zu fanatischen Charakter angenommen. Mir der größten Erbitterung geh! man jetzt gegen die Geschasisleute, wie gegen das Personal vor und erzähle:, die in den letzten Tagen unter großen Hindernissen aus England zurückgekehrte Frauen und Mädchen asi kaum glaubhafte Talen des englischen Pöbels, gegen den die dortige Polizei, welche leine Schußwaffen, sonder» nur die be- kannlcn Gummiknüppel trägt, sich machtlos zeigt. Daß die Behörden zu diesen Verfolgungen selbst anrcgt, geh! aus der Behandlung der in den Konzentrationslagern internierten Dcuifchen hervor, welche meist unter freiem Himmel liegend bei Rächt nur Decken erhalten, unter denen mehrere Personen schlafen .müssen, während das Essen äußerst schlecht und sehr knapp ist. Die Folge ist. daß viele der Internierten krank und schon manche gcstorb:» sind. Das Los der in englische Eesan- gcnschast geratenen Deutschen soll dagegen zufriedenstellend sein. Unglaublich sind auch die Lügcnmeldungc^ über die zetzigen deutschen Verhältnisse und dessen Einwohner, Militär usw., durch welche die Engländer ihre Angst verbergen und die wirtlichen Zustände verheimlichen wollen. Der Ecschäftsver- lchr in London leide außerordentlich Rot. Die Spionenrieche- rei fei ebenso lebhaft und lranlhast, aber doch nur ein Angstprodukt. Die Engländer sind iciuc Barbaren. Aus Aillwerpen wird berichtet: Etwa 56 große Anlwerpcncr Handelshäuser haben wegen der Vernichtung ihrer Warenvorräte durch die Engländer vor deren Abzug aus Aniwerpen dem amerikanischen Gesandten im Haag Entschädigungsansprüche gegen die englische Regierung i» Höhe von 236 Millionen Francs angezeigt, da die Vernichtung der Ware nicht während der Verteidigung der Stadt, sondern erst nach Räumung durch das abziehende englische Korps mutwilligerweisc ersolgt sei. In Ermangelung einer Verbindung initz dem Konsularkorps in Havre wurde die Angelegenheit dem amerikanischen Gesandten im Haag zur vorläufigen Erledigung unterbreitet. 86 Defertcvre an einem Tage. Im ..Daily Chronikle" be- sindcl sich ein Berickit über die Verhandlungen gegen zwei Fahnenflüchtige. Dabei bekundete ein Zeuge, daß an einem Tage 3 6 Soldaten aus dem englischen Lager entwichen seien. Ans NnjNand. Fünf rnsfischc Generäle in Lemberg begraben. „Glos Raeodney" meldet, daß die Verluste der Russen in der 2. Schlacht bei Lemberg enorm waren. Während einer Woche allein wurden in Lemberg fünf in dieser Schlacht gefallenen Generäle beerdigt. Verlegung der Grodnoer Acmtcr. Ans der Gonverne- nientSstadt Grodno sind sämtliche ärarischcn Aemter n. Anstalten nach Slonien an der Bahnstrecke irnch Bialostock im äußersten Osten des Gouvernements Grodno verlegt worden. Die Getreide-Höchstpreise. Berlin, 26. Okt. (W. T. B. Nichtamtlich.) Das „Berliner Tageblatt" erfahrt: Der Bnndesrat wird am Mittwoch Höchstpreise für Weizen, Roggen, Gerste und Äleic festsehen, ausgenommen ist jedoch Braugerste. Der Roggenpreis dürste etwas niedriger als 225 Mark pro Toiine, der WeizcnpreiS etwas höher als der beantragte Preis von 250 Mark werden. Der Preis der Gerste wird niedriger werden, als der Roggcnpreis. Der gesetzliche Höchstpreis bezieht sich ans den Bezirk Berlin. Für die Übrigen Bezirke des deutschen Reiches werden Zuschläge bezw. Abschläge festgesetzt, das heißt, je weiter im Westen, um so lieber ist der Preis, je weiter im Osten um so niedriger. Fii, fvätere Monate werden Reports bewilligt, die zur Deckung der Zinsen, Spesen ufw. dienen sollen. Gleichzeitig mit der Borichrift der geschlichen Höchstpreise gelangen einige Be sturm, »mqen über die Vermisch»ng de? Brotes n:st Kartoffelmehl. eine intensivere Ausmästung von Wer- zen lind Roggen zu Mehl, sowie ein Verbot des Vcrfütte- rern? von Brotgetreide zur Veröffentlichung. Der Staffeltarif für Getreide »nd Kartostein bleibt bestehen. : initgeteilt wird, find die Angaben im allgemeinen richtig, nur dürften die Zahlen vielleicht nick» gan, zirtreffeu.) Der Kartosstiprcis. Wir erhalten von der Landwirtschastskommer für des Gr-itzherzogtuni Hessin jotgendc Zuschrift. Die Frage iibit den diesjährigen Kartoffelpreis wird z. Zi. allgemein beltanoett von Berufenen und noch mehr von Un beiufenen. Man verlangt von dem Landwirt ohne weiteres, daß er die Kartoffeln zu einem so billigen Preis liefert, wie sie 1813 geliefert werden konnte» Die hänsige» Zeitiingsmitteilungen, daß unsere Kartosiel- ctzlite vorzüglich a»sfalle, hat in den Kreisen der Konsumenten die Berechtigung ju dieser Forderung anstrctcn tasie». Die. welche der Landwirtschaft ferner stehen, urteilen daher einzi' nur nach diesen Zeitungsmeldungen ohne zu bedeuten, welch: verschiedenen Einslüssc sür die Bildung des Kortoffelpreii maßgebend sind. Vor allem ist die Kartoffelernte 1814 erheblich geringe! mic 1813, in welchem Jahr wir die größte Ernte in den letzten Jahrzehnten hatte». Im Großherzogtum Hessen füllt die Er»' ncccbc in einigen wichtigen Karlo'felanbaugcbietcn erheb! . unter dem Mittel aus. In den anderen Bezirken ist die Ern nicht um soviel größer, daß dieser Ausfall gedeckt werden kann Die Landwirischaft ist aber nicht nur Kartoffel- und Eetreide- licferant, sondern heute vor allem auch der einzige F.cischlicse- ranr für das Deutsche Reich. In Beachtung dieser Tatsache hat daher die Rcichsrcgicrüng schwerwiegende Forderungen an die Landwirtschaft gestellt. Die Kälber unter einem Gewicht von 75 Kilogramm und weibliches Rindvieh unter 7 Jahren dürfen nicht zur Schlachtbank geführt werden. Dieses Verbot ist außerordentlich schwerwiegend. Es zwingt die LandMric, ihr- Rindvichbestände zu erhalten, in den meisten Fällen zu v.r größer». Zur Ernährung des Jungviehes find aber vorwiegend Pi - treibe oder Krastfnttcrmittcl nötig, da die Rauhfutrersioss und Rüben sür eine vollkommene Ermihrung des wachsend Rindes nicht ausrsichen. Die Krastfnttcrmittcl sind aber. d> die Einfuhr fehlt, knapp und außerordentlich hoch im Preis - Will der Landwirt seinen Viehstaiid erhalten, ist er gczmnn- ocn, einmal Krastsuttcrmittcl zu äußerst hohen Preisen zu kaufen und andererseits seine sonstigen Erzeugnisse, darunter be soiiders die Kartoffeln, in erhöhtem Maße für die Ernährung des Viehes zu verwenden. Um einen llebcrblick zu erhalten, um welche Mengen cs sich dabei handelt, sei erwähnt, daß Deutschland In den letzte» Jahren rund 3 Millionen Tonnen Gerste, 1.4 Millionen Tonne» Kleie, 8,8 Millionen Tonnen Mais und 6,7 Millionen Tonnen Oelkuchcii, Reisabfälle iifw. eingefiihrt hat. Ein großer Tci! dieser Einfuhr unterbleibt jetzt und wenn auch noch Borrät-, vorhanden waren, so bleibt immer ein großer Ausfall or Kraftfuttrrmilteln. Dobci ist noch zu beachten, datz in Frie- denszeiten große Mengen an Brotgetreide verfüttert werdeii, was die Landwirte jetzt im Interesse der Brotversorgung unserer Bevölkerung unterlassen. Wieviel höhere Preise der Landwirt heute besonders der Mühlen für Kleie, aber auch sonst für andere Futtcrmiticl zahlen muß, ersieht man aus folgenden Preisen sür 166 Kg. verschiedener Futtermittel ab Frankfurt a. M.: Vor dem Krieg Heute Heute mehr Heute mehr durchschniitl. in % Weizenkleie 10,75—11,25 16,06—16,50 5,10 46 Roggenkleie 11,50-12,00 16,00—17,00 4,50 3S Biertreber 11,60—11,75 16;00-17,00 4,30 35 Palmkuchen 13,50—14,10 17,50—18,00 3,80 28 Reismehl 10,25—10,75 17,75—18,50 7,60 72 Daß die Landwirte auch höhere Preise für Getreide bekommen, kann den ihnen auferlegten Mehraufwand nicht aus glcichen. Auch erholten die Landwirte in den weitaus meisten Fallen die Preise sür Getreide nicht, die besonders in den letzten Wochen des öfteren in Zusammenstellungen von Tageszeitungen zu lesen waren und welche den Preisnotierungen an de» großen Märkten entnommen sind. Der Landwirt erhol! erheblich geringere Preise. Der Unterschied zwischen dem Marktpreis und dem Preis, welchen der Landwirt erhält, ist wie festgestcllt wurde, oft sehr erheblich. Der Landwirt ist gezwungen, anstelle der zu teuren Kraft suttcrmittel seine eigenen Erzeugnisic, besonders Koriofscln, in erhöhtem Maße als Futter zu verwenden. Verzichtet er am diese Verwendung im Jnteresic der Lieferung von Kartoffeln für den menschlichen Konsum, dann muß ihm ein entspreche»» höherer Preis gewährt werden. Man kann von ihm nicht verlangen, daß er zur Erhaltung des Viehstandcs höhere Preise für Krastsuttcrmittcl zahle und niedere Preise für seine Kartoffel, die er rationell verfüttern kann, nimmt. * Hieraus dürfte hervorgehcn, wie unberechtigt die Forderungen nach den sehr billige» Kartofselpreiscn sind. Unsere Landwirte sind alle bereit, die Volksernährung sicher zu stellen Die deutsche Landwirtschaft ist hierzu auch jetzt in der Lage, man muß sic aber darin unterstützen, damit sic in wirtschakt- licher und betticbstcchnischer Beziehung dieser Forderung gerecht werden kann. Wenn jetzt ferner »och des Ocftcrcn über den Mangel an Kartoffeln auf den Märkten geklagt wird, dann ist doch zu beachten, daß den Landwirten jetzt in der arbeitsreichsten Zei! des Jahres die Gespanne fast vollkommen fehlen. Man fordert von der Landwirtschaft, daß sie di- Ernte der Hackfrüchte einbringt, aber auch die Herbstbestellung mit Brotgetreide durchführt. Diese Arbeiten können nicht ausgc- führt werde», wenn Frost eingetrcten ist. Die Sorge des Landwirtes muß daher jetzt in erster Linie fein, fein Feld zu bestellen. Dos Verbringen der Kartoffeln nach der Stadt kann auch noch später, ja muß später erfolgen. Aber auch dann wird es mit Schwierigkeiten verknüpft bleiben, da die Gespanne fehlen. Der Landwirt ist gezwungen. Hilssaelponne zu verwenden. er hat erheblich höhere.Transportkosten wie In Frie- denszeiten. Daß auch die Preise, die in hiesiger Gegend für die Karies ketn ve» der Landwirtschaft verlangt werden, nicht unbercchtig! sind, das zeigen Preise der Kartoffeln aus den wichtigsten An- baugebietrn Deutschlands. Die Karlofselpreisc waren nach Angabe der Kartosselhänb ler im Karrosselmarktbericht vom 18. Oktober für 180 Kg. -in Wnggo nladung: Berlin S.citn, Breslau Magdeburg Solzwedel Eöln Krank»"»* Weißfleiichrge Sorten Up to bäte ujw. 5.60—6,00 6,30 4,80 5,90 6,26 7,20—7,80 6.30—6,8» Gelbfleisch. Sor en Industrie »sw 5,90 6,40 i,40-7,00 6,80-7,20 ?ir. 2S2 Bedenkt man, datz die Fracht für 200 Ztr, ab Magdeburg bis Frankfurt 88 Mark, ab Breslau SS Mark beträgt und dag cs sich bei den oben genannten Preisen nicht um handverlesene Speiseware handelt, so ergibt sich, daß die Kartoffelpreise hiesige« Gegend nicht hoch sind, Tic Landwirte verlangen diesen Herbst, im Kricgsjahre l!Nl, für lgo Kg, ausgclesene Speiseware frei Keller 7—7S JH. Da es Mode geworden ist, nur gelbfleischige Kartosseln zu essen, inüssc» für diese Mare die höheren Preise angelegt werden, Wie waren nun die Kartosfelpreise z. B, in Darmstadt in den siir den Kartoffelhandel wichtigsten Monaten Oktober und November während der letzten Jahre: Kartosselprcis für Darmftadt: 1904 Oktober November 8,25 Mk. 7,00 Mk. 1905 6,00 „ 6,00 „ 1918 6,00 „ 6,-0 .. 1907 6.00 „ 6,00 190S 7,00 7,00 „ 1909 6.44 „ 7.00 „ 1910 8,50 „ 8.50 1911 11,00 „ 11-66 1912 6,00 „ 6.00 1913 4,75 „ 4.00 „ Abgesehen von 1911 hatte das Jahr 1910 höhere Preise, tele sie jetzt verlangt werden. Gegenüber den anderen Friedensjahren verlangt die Landwirtschaft dieses Jahr, wo ein jeder Beruf, ganz besonders aber die Landwirtschaft, mit höhere» Produktionskosten im Eesaintbetrieb zu rechnen hat, durchschnittlich t M pro Doppelzentner mehr. Ist dieser Mehrpreis ungerechtfertigt? Man verlangt von Seiten der Konsumenten Höchstpreise, nicht nur für Getreide, sondern auch für Kartoffel, Die Landwirtschaft ist nicht nur damit einverstanden, sondern hat die Höchstpreise gewünscht, allerdings nicht nur für ihre Erzeugnisse, sondern auch für die Produkte, welche aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen genommen werden, wie Brot, Fleisch und für wichtige in der Landwirtschaft unbedingt nötige Hilfsstofse, vor allem Krastsuttermittel und andere. Die einseitige Festsetzung von Höchstpreisen für landwirtschaftliche Erzeugnisse nrützte daher die Landwirtschaft aus das schwerste schädigen und ihr die Ersüllung der übernommenen Aufgaben unmöglich machen. Es geht daher an die Bevölkerung, besonders in der Stadt, die Bitte, Maß>zu halten in den Forderungen, die man an die Landwirtschaft stellt und jetzt in Kriegszeiten von dieser nicht dasselbe zu verlangen, wie in Friedenszeiten. Die Landwirt- schajt ist bestrebt, ihrer Aufgabe unser Volk mit den von ihr erzeugten wichtigsten Lebensbedürfnissen zu versorgen, voll und ganz nachzukommen. Man unlerlaffe daher scharfe Zeitungr- «ingesande und sonstige Aeutzerungen, die meist von Unberufenen kommen und auch nicht berechtigt find. Solche Mitteilungen dienen nicht dazu, das Verhältnis von Stadt und Land so zu gestalten, wie es die Zeit erfordert und wie cs der Wunsch der Landwirtschast ist, , Der prrnmr im KartM-Höchkiireis. Der Magistrat der Stadt Hanau hat den Höchstpreis der Kartoffeln auf 8chv Mk. für das Malter festgesetzt. Ilm z» zeigen, welche Kopflosigkeit in dieser Frage herrschst, geben wir nachstehend die Höchstpreise, wie sie von len Behörden in Friedberg rrnd in den benachbarten Kreisen festgesetzt lvvrden sind, Kreis Friedberg: 1, Sorte 8 Mk„ 2, Sorte 4 Mk, frei Keller 6 Mk. Kreis Gießen: 1, Sorte 6 Mk„ 2. Sorte 8 Mk. Kreis Marburg: 7 Mk., in kleinen Mengen 10 Mt Stadt.Hanau: 8.50 frei Keller. Alles pro 100 Kilo, 3m Kreise Friedbcrg sagen die Landwirte, wenn r00 Kilo Kleie 17 Mk, kosten und 100 Kilo Kartoffeln 8 ML. dann sind Kartoffeln das billigste Futtermittel, also füttern wir Kartofselnl ilorluhl beim AuMtii von Kohlen. F rankfurt a. M. 26. Oft. (SB. B. Nichtamtlich.) >cim Entladen von Kohlenwagen haben sich an zwei Stel- len, von denen eine im Korpsbezirk liegt, je zwei geladene französische bezw. englische Granaten gesunden. Alle Koh- lcninteresscntcn werden ausgesordert, ähnlichen Vorkommnissen, denen zweifellos verbrecherische Absichten zu Grunde liegen, durch sorgfältige Instruktion ihrer Aiislader usw. ihre volle Aufmerksamkeit zu schenken, damit IliiglUcksfällen vorgebeugt wird. Pos ist on Likbkstzobkn frniiinld)t? Schokolade, kondensierte Milch, Zigarren, Zigaretten, Tabak, Pfeijen. Kaffee, Tee, Kakao, Zucker, Salz, Zimmt, Luppe,!-, Fleisch-, Gemüse-Konjerven. Butter in Blechdosen, Fett, Sch,»alz, Ocl, Käse, Eier, Wurst, Schinken, Speck, Rauchfleisch, Gänsebrüste. Fischkonservcn, Zwieback, Kakes, Kuchen, Konditorwaren, Eingencaästes. Süßigkeiten, Obst. Grütze. Sago. Maizena. Reis, Riehl, Bier, Wein, Er- ft isckmngstabletten (Kola, Pfefferminze. Hypodcnia, Zitro- ncusäure.) Kamillen-, Pfefferminz-, Lindenblütentee, Tabletten gegen Husten und.Halsweh. Licht, SpiriftiS. Petro- Im»,, Spirituskocher, Wollwaren und Wäsche jeder Art, besonders auch vor Kälte und Näffe schützendes Unterzeug, Stiesel, wollene Decken, Schlafsäcke. Thernwphonfeldflaschen, Keldsteck^r, Kon,passe, kleine photographische Apparate. Iteisesck»reibi»aschi»en, Schreibmaterial, Füllfederhalter, Messer, Pistolen (keine Parabelliu»,) Einer aus der Ge- frchtslinie. Ans dem hest. Lanbiag. ein: Donnerstag, deu 29. d. Mts,, vormittags, tritt der Finanzausschuß der Zweiten Kammer zusammen, um Hher di» allgemeine Lag« zu beraten: zu dieser Sitzung stnd di« • / Neue XagoajtUng. Di«»tag, de» 27. Oktober 1911. Vorsitzenden der Zentrums- und der freisinnigen Fraktion geladen. (Die Vorsitzende» der übrigen Fraktionen gehören dem Finanzausschntz als Mitglieder an). Am Nachmittag wird der Finanzausschuß der Ersten Kammer zusammenkommen. Auf Ende November soll der Landtag zu einer kurzen Tagung zu- sammcnbcruscn werden. Aus der Heimat. * Obcr-Rosbach, 27. Oft. Dom Landsturm-Bataillon Friedbcrg, z, Zt. in Markirch, ist für den von Ober- und Rie- der-Rosbach abgcsandteu Waggon Kartoffel» an die hiesige Bürgermeisterei solgendes Dankschreiben cingclausen: Für die von Mitgliedern Ihrer Gemeinde gespendeten Liebesgaben in Gestalt eines Waggons Kartoffeln spreche ich Ihnen, sehr verehrter Herr Bürgermeister, im Namen des mir unterstellten Bataillons meinen herzlichsten Dank aus. Wie diese Gaben zeigen, daß die in der Heimat Zurückgebliebenen in sorgender Weis« der im Felde Stehenden gedenken, so wecken sie umgekehrt in den letzteren das Gefühl der Zusammengehörigkeit mit ihren Angehörigen und Volksgenossen und mahnen sie zu doppelter, treuer Pflichlcrsül- lung. So haben die Liebesgaben zugleich einen hohen sittlichen und militärischen Wert, Nochmals meinen wärmsten Dank allen denen, die zu der Sendung bcigcstcucrt haben, * Echzell, 28. Okt, Schulter an Schulter mit seinem Bru- dcrvcrcin Gettenau hat auch der hiesige Turnverein eine zweite größere Sammlung von Kartoffeln zum Besten des Roten Kreuzes vorgcnommcn und zwar mit dem Erfolg, daß 126 Ztr. verladen werden konnten: die tätige Mithilfe des Obmannes H, Scheuer,nann bedarf besonderer Erwähnung, Da ein Wagen !m Slugenblick nicht zur Stelle war, so hatte Herr Vorsteher Jung-Eettcnau die Freundlichkeit, zu erlauben, daß die Kartoffeln im Eüterschoppen untcrgcbracht wurden, Freitag, als der Wagen kam, gab es harte Arbeit zu tun, aber sie wurde getan. Die Kartoffeln sollten doch gleichmäßig, wie der Empfänger K. Haub angedeutet, gewogen sein. Das war ober nicht der Fall und so mußte Sack für Sack nachgewogen werden. Da stnd die Herren Philipp Eroth. Hermann Holler, Beckmann, Heinrich Mogk, Otto Mogk, Simon, die Beihilfe der Verwundeten Karl Stete und Eg, Mogk nicht zu vergessen, cingesprun- gcn und der Waggon war am Abend fertig, * Büdingen, 27. Okt, Prinz Diether zu Psenburg und Büdingen, Hauptmann im Königin Augusta-Earde-Ercnadier- Regiment, der am 6, Oktober an der Spitze seiner Kompagnie bei deu Künipsen in Nordsranlreich durch zwei Granatsplitter verwundet wurde, erhielt das Eiserne Kreuz. * Franksuri a. AI., 24. Okt, Nach Belgien gingen am 21. Oktober vom Bahnhof Fulda über Eießen-Lahnstein zehn Lokomotiven in einem Zuge aus dem Bezirk der Eisenbahnstation Frankfurt a, M,, nebst dem erforderlichen Personal ab, * Frankfurt a. M,, 27. Olt, Der Christbaumgroßhandel hat begonnen, denn die Händler stnd bereits aus der Suche nach Ehristbäumen, Im Odenwald, der eine beträchtliche Zahl nach Franksurt a, M,, Darmstadt und Osfenbach liefert, im Taunus, der besonders die Städte Wiesbaden und Mainz versorgt, im Westerwald, im Vogclsberg und in der Rhön, von wo die Christbäume nach Köln, Limburg, Gießen, Hanau und Fulda usw. gehen, werden bereits größere Posten abgeschlossen. Für acht- bis neunjährige Bäume werden 38—40 Mark für das Hundert bezahlt, sür zehn- bis zwölffährige 40—50 Mark, ebenfalls für das Hundert loco Wald, Der Handel greift infolge des Krieges nicht so zu wie im vergangenen Jahre, besonders werden die zehn- bis zwölfjährigen Bäume nicht so begehrt, Slns dem Kreise Hanau. * Hanau. 27. Okt, Der int 95. Lebensjahre stehende Post ichasiner a, D, Kausinami, der älteste Burger der Stadt, ist plötzlich gestorben. Er war der Großvater des Ende September auf ftanzöstfchein Boden gefallenen bekannten Rechtsanwalts Kaufmann aus Gießen, Hrsieii-Nasiaii. * Gelnhausen, 27. Okt, Das Wilderergesindel treibt zur Zeit wieder in hiesiger Gegend sein lichtscheues Handwerk, Der Pächter des Gerichrswaldcs Altenhaßlau, ein Herr aus Franksurt a. M-, faßte zwei „Knäpper" aus Eidengesäß beim Wildern und nahm ihnen ihr schußsertig geladenes Gewehr ab. In demselben Jagdgebiet erwischte der Jagbausseher Schneider vom Hof Eich einen Steinbrucharbeiter aus Höchst, wie derselbe ein in einer Schlinge hängendes Reh auslöste und in eine», Sack wegtragcn wollte. Die drei Wilderer sind zur Anzeige gebrach», * Bo» der Rhön, 27, Okt, In der Rhön ist Schnsefall ern- getretcn. * Wiesbaden, 27. Okt. Die Ehefrau Agnes Schön von hier wurde auf einer Bank im Ncrotal mit schweren Kopfverletzungen vorgefunden. Die Sanitärswache verbrachte sie nach dem städtischen Krankenhaus. — Der in Wehen wohnhafte 22 Jahre alte Arbeiter Karl Schwab verunglückte in der Maschinenfabrik Dctzhcim, in der er in Arbeit steht, dadurch, daß ihm ein Eisenrehr !m Rücken tras und Kops- und Rückenverletzungen zu- sügte. Er lam in das städtische Krankenhaus, * Wiesbaden, 26. Okt. Die dringendste Mahnuitg: „Landwirte, verfüttert kein Brotgetreide", richtet die Landwirtfchasts- kammer für den Regierungsbezirk Wiesbaden an die Landwirte, da die Kammer in Erfahrung gebracht hat, daß von Landwirten des Bezirks Brotgetreide an das Vieh verfüttert wird. Eine derartige Handlungsweise sei im Interesse der Volksernährung im höchsten Grade bedenklich und unüberlegt. Kein Zentner Brotkorn dürfe verfüttert werden, * Wiesbaden, 27, Okt, Aus de»> Truppenübungsplatz Hammelburg entlud sich das Gewehr eincs Posteus nach unten. Das Geschoß zersprang, wodurch zwei Artilleristen leicht verwundet wurden, der Apotheker Kallmann aus Duttwetler aber sa unglücklich in den Rücke» geirosie» wurde, daß er jojori tat war, * Wiesbaden, 27. Oft Sin Landsturm«»tue, der einen Transport von 1000 französischen Kriegsgefangener, von Douai in Rordrrankrerch über die deutichr Geeure begteitete, berichtet. __ «eite S. daß unter den Sesangencn viele blutjunge Rekruten, Bürschchen von 17 Jahren sich besanden, die eben erst eingekleidet waren tmd die ihr Bündel noch unterm Arme trugen, ' Wiesbaden. 26, 0«, Der 42 Jahr- alt- Glasreinige, Joses Kaiser stürzte beim Reinigen von Fenstern am hiesigen Rathaus aus dem ersten Stock ab und erlitt neben schwerei- tzlrmvcrletzungen einen Schädclbruch, Im Krankenhaus, wohin Kaiser alsbald verbracht wurde, erlag er diesen Verletz ungen, * Wiesbaden, 27. Okt, In einem Lazarett in Wiesbaden wurde bei einem Füsilier festgestellt, daß die schwere Arms '' Verletzung, die derselbe bei den Kämpfen aus sranzesischem 2.:« den erhalten, von einem Dum-Dumgcschoß hcrrührt, Starkruburg. ' Darmstadt, 24, Okt, Di- Darmstädter Dekanat-chme'» tagtc am Mittwoch im Synodalgebäude unter Dekan Schneider Wciterjiadt und wählte »ach einer religiösen Ansprache wi Pfarrer Marx-Darmstadt zu Mitglieder» der Landessnned- Psarrcr Diugeldey und Lehrer Kaßlick-Damstadt, zu Stell ver trcteru Pfarrer Kleebergcr und Finanzrat Stroh-Darmstadt ' Darmstadt, 24, Okt, Zwölf französische Verwundete, die im hiesigen Saalbau geheilt und verpflegt wurden, haben ei - Bescheinigung ausgestellt, der jedem aus dem Lazarett cntlal- jenen, wieder an di- Front gehenden deutschen Krieger mit ihrer eigene» Unterschrift versehen, und von dem Lazarettdclc gierten beglaubigt mitgcgeben werden soll, der in Uebersctzung lautöt: „Wenn der Inhaber dieser Karte gefangen oder verwundet wird, so wünschen wir, daß er ebensogut behandelt und ebensogut verpflegt wird, wie wir !m Saalbaulazarctt in Darmsiadt, Eine Gruppe französischer Verwundeter, Fe, ■:» 12 Unterschriften. * Darmstadt, 26. Okt, Nahezu 1000 französische Befall- Nie wurden am Samstag und Sunniag in verschiedenen Abteilungen dem Erresheimer Lager wieder zugcsührl, sodaß sich do-t jetzt etwa 8000 Franzosen und Belgier, aber nur ganz wenig« Engländer befinden. Aus dem Eesangeuenlager, daß an Rach Mittagen, besonders aber an Sonntagen zu einer wahren Völkerwanderung von Neugierigen Veranlassung gibt, herrscht i,i tuet noch ein lebhaftes Treiben, da man noch mit dem Ausbau weiterer Baracken beschäftigt ist. Ein Teil der Gefangenen muß deshalb »och in großen Zelten, welche di- Militärbehörde geliehen hat, schlafen. Die Gefangenen sind zum Teil bei der Fertigstellung der Baracken tätig und befinden sich meist mohi. Manche derselben sehnen sich nach größeren Brotrationen, obwohl sie genau dieselbe Verköstigung und Brotration erhalten, wie unsere deutsche Bedeckungsmannschast, die dabei noch meist alle zwei Tage die Wachen zu beziehen hat »nd daher mehr an-- gcstrengt ist. Mit dem gestrigen Tage hat Stadtkommandant Exzell. v. Lyncker das Kommando über das Franzofenlager selbst übernommen, dessen Besuch Besuch jedermann außer den Handwcrksleuteu streng untersagt ist. Bei den am Samstag abend angelommenen Franzosen besanden sich etwa 800, teilweise schon bei Mülhausen Verwundeter, welch« seitber in de» verschiedenste» Lazaretten nächst der Grenze behandelt wurde» und nunmehr soweit hergestellt sind, daß sie eine Lazaret-b. Handlung nicht mehr benötigen und anderen Platz machen >.ön »e». Wie wir erfahren, wurde am Samstag früh auf einige in Zivilkleidern befindliche Gefangene durch die Bewache!g:- mannschaften scharf geschaffen, weil sie angeblich der Vers-ich »lachte», durchzngehen, * Darmstadt. 27. Okt, Verdient« Prügel erhielt an, Abend des 20, August der Eisenbahnsekretär E, Lemke dahier, der in einer Wirtschaft in eigenartiger Weise die englische Po Utik und deren Leiter Mr, Erey verteidigt und in sein,» Sleußcrungen behauptet hatte, Deutschland geschehe die Krie' : crllärung Englands ganz Recht, denn die Deutscher, hätten d - Kolonien doch nur gestohlen. Ueier diese aus dem Mund: cincs normale» Deutschen kaum glaublichen Aeußerungen en- srand in dem Lokale sehr bald große Erbitterung und als Lemke gegenüber den Gäste» die englische Regierung noch weiter verteidigte und lobte, wurde er kurzer Hand „an die Lust bcsö- dert", wobei es allerdings an der nötigen Beigabe von Hieben aller Art nicht fehlte, zudem L, versuchte, seinen Worten N il feinem Spazierstock mehr Geltung zu verschossen. Damit nichl genug, hatte L, bei der Staatsanwaltschaft Anzeige wegen Mißhandlung, Beleidigung erhoben, die vor dem Schöffengericht zur Berhandlung lam. Der Amtsanwalt beantragte selbst in richtiger Würdigung der ganzen Sachlage Freisprechung der drei angcklagten hiesigen Bürger und der Gerichtshof folg!« diesem Anträge, da er von der Ansicht ausging, daß die Angeklagten in berechtigter Notwehr gehandelt hätten. Die Kosten hat die Staatskasse zu stragcn, — Nachdem nunmehr gerichtlich festgestellt ist, daß der Beamte ein derartiges Ecsinnungr- lumpcntum öffentlich kundgetan hat, ist es doch wohl eine Forderung, die sich von selbst versteht, daß er aus dem Dienste entlassen wird, — In der gleichen Sitzung wurde eine Milchhändlerin, welche wiederholt vorbestraft, ihrer Milch immer wieder große Mengen Waffers beimischtc, zu 0 Wochen Ge sängiiiS verurteilt. * Vom Odenwald, 27. Okt, Infolge des Steigen» bet Schweinepreise auf den letzten Märlten in Franksurt, Mainz und Durmstadt ist in den Ooenwaldslecken Birkenau der Prei- für das Pfund Schweinefleisch bei den Metzgern von 70 auf 94 Psg gestiegen. Hriegs Allerlei. Der erste Grabstein für gesallene Helden aus dem Weltkrieg 1814. Am 14, Septeraber haben Lanbstürmer von der 1, Kom vagnie des Landsturm-Bataillons Kitzingen, in 91!, in Lothringen im Garten »eben dem Bahnhof den dort bestattete» drei lapjeren Bayern vom Königlich Bayrischen Infanterie Regiment Rr, 17, deren Namen unbekannt sind, die am 19-20, Aug bet Atz gejallen, «rne» Grabstein errichtet, de» ein Bilbhoucr der Kompagnie hergestellt hat. Es ist dies der erste Grabstein aus jranzösisthem Boden, der unjeren gefallenen Heiden gejetzi wurde, >? Nr. 232 Neue Tageszeitung. Dienstag, den 27. Oktober 1914 Sette 4. Die Mission und der Krieg. Wir glauben unseren Lesern und der guten Sache einen Dienst zu tun, wenn wir eine» Bries zum Abdruck bringen, den 'j.ri Geh, Kirchcn'nt 35. Schlosser an den „Eichener Anzeiger" lcrichlct hat. Nachdem er für die Ausnahme eines Artikels über die wahrhast vaterländische Haltung unserer deutschen Missi-nsge-- sellschajtcn, die Unterstützungen LUS England sehr entschieden adgelchnt hatten, gedankt hat, sährt er fort: Es tritt dadurch die sonst nicht immer genügend beachtete Tatsache in ein Helles Licht, daß unsere Missionen sich der hohen Bedeutung der Mission für die Erfüllung der «roßen Wlliaufgaben unseres Volles klar bewußt sind, grell : nicht in dein engherzig selbstsüchtigem Sinne will das r .v.cnics hin. wie es vielfach in England und Amerika der gal! ick, als ob die Mission direkt de: Au-drhtiung der politischen Macht ihres Volkes den Weg zu Lahnen habe. Aber doch so, daß die Erziehung der Naturoöl- Icr z» einer höheren Stuse der Menschlichkeit die Grundbedingungen eines wirklichen Gedeihens unserer Kolonien ist. 35enii über den niedrigen Standpunkt, der die Eiirgcborenen nur als -. il'ritsticre bewertet und daher jeder Aufwärtsentwicklung il-rer geistigen Fähigkeiten mißtrauisch gcgenübersteht, sind wir glücklich hinaus. Deshalb darf die Mission in unseren Kolonien auch in die- um schweren Zeiten, in dcneii unsere Teilnahme naturgemäß unseren nächsten Nöten und Sorgen, uiiseren Soldaten, unseren Verwundeten, unseren Aibcitslosen und ohne Schuld in Sorge Erratenen, und nicht zuletzt unseren ausgcplündcrten Volksgc- -.offen im Osten und Westen gilt, doch nicht ganz im Stich ge- !essen werden. Wir dürfen unseren Misfionsgescllschasten die -tiittcl nicht verweigern, die sie bedürfen, um ihr Wer! so weit i Gange zu halten, vor allein um ihr Personal, sd weit es . mit im Heere steht, so lange zu erhalten, bis die Zeit- : n;ic den Wiederbeginn des Welkes draußen gestatten. Da- i..it erfüllen wir geradezu eine hohe vaterländische Pslicht. In dieser., Augenblick, in dem die Engländer ihre gierigen Hände - ich Ostafrika, ELdwestasrika, Kamerun, Togo und nach unsere--, Besitz in der Slldfec ausstrccken, um das alles rühmlos als Deuts cinzuheimsen. sollten wir unsere Zuversicht, daß wir das alles schließlich wieder gewinnen und unsere friedliche Arbeit ercinst dort wieder treiben werden, unter anderem auch da- i-urch bezeugen, daß wir unsere dortigen Missionen über Wasser halten. Hunderte von Männern und Frauen der evangelischen und katholischen Misston stehen eien da draußen aus Vorposten in Not und Gefahr. Das Vaterland darf auch sic -llcht im Stich lassen. Neben all dem, was wir für Rotes Kreuz und anderes opfern, wird doch hoffentlich auch noch dafür ein Scherjlcin übrig sein. Hochachtungsvoll D. Schlosser. Die Jungs. „Die Jungs" nennt nion die Jungen Von vierzehn bis sechzehn Jahr, Von denen keiner gezwungen Zum Dienst ini Kriege war! Sic hörten stolz verwundert Ten Ruft „Freiwillige vor!" Ta traten von drcihuiidert Genau dreihi-nd-rt vorl .... Die Kinderhände flitzten Zuni Schwur in Sonnenstrahl, Sechshiindcrt Augen blitzleu Wie Feuer und wie Stahl! Des Pfarrers Lippen flehten: Der Herr mag mit euch fein!" Da stieg wie Kinderbeicn Hell aus: „Die Wacht am Rhein!" . . . Manch aller Mann verstohlen Sprach in den S-cmanns-Bart: „Mich kann der Teumel holen. Wenn Gott die Jungs bewahrt!" . . . Mar Bewer, Tresde'i-Laubegast. Im bk« iinitjdjfii NerluMtll. Pionier-Bataillon Nr. 2!, Mainz. Pionier Johs. König, Obe, Mörlen, bisher vcrw, ist tot. FctSartillcric-Regimeut Nr. 81. I. Abteilung, D a r in st a d t. Gefechte im Westen 21., 23. u 26. S. 14. Orte nicht angegeben. 1. Batterie. Gefreiter Joh. Eg. Mathcs, Bonames, lvw. 3. Batterie. Kanonier Wilh." Keller, Melbach, lvw. Infanterie-Regiment Nr. 118, Worms. Musketier brch. Eänrdt, Lauter, vw. — Untcroffizicr Rich. Jakob, Inheiden, ow. — Musketier Ernst Ambron, Nieder- Wollsladt, vw. Evangelische Eikineinde. Gottesdienst i» der Stadtkirchc. Mittwoch, den 23. Okt., abends iy, llhr: Kriegsbitlandacht. Herr Pfarrer D i e h l. Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach. Mittwoch, den 28. Okt., abends 'A9 Uhr: Kriegsbittan- dacht. Herr Pfarrer Z a tz n> a n n. Für das Note Kren; Sammelstcllc: Rathaus. H. Blank 3 , st e 24.25—24.50, Kartoffeln 6.50-7.50. Die Preise verstehen sich per 100 Kilo franko Franlsurt. Weizen kl eie 16.00—00.00, Weizenschalcn 16.00 -16.50, R o g g e n k l e i e 00.00-00.00, Bi e r- t r e b e r 00.00—00.00. Die Preise für Futtermittel verstehen sich per 100 Kilo einschlieszlich Sack ab Mühle. Weizenmehl 40.75—41.00, Roggenmehl 00 00—00.00 ab Mühle. Infolge der zu erwartenden Höchstpreise sür Brotgetreide (Gerste und Mehl sollen zunächst nicht, oder nur IN beschränktem Maße damit belastet werden), war das Geschäft nur sehr beschränkt. Gerste ist in Brauwarr sehr gesucht, Hafer zu vorwöchigen Preisen lebhaft gehandelt. Mehl unverändert und gut gefragt. Futterartikel sehr fest. Die Preise sind naniincil und notieren: Fronksurter Wetterbericht Boraussage: Ziemlich trüb, zeitweise Regcusällc, wenig wärmer, westliche Winde „Rönierbmnnen Hervorragendes Tafelwasser. Verantwortlich für den poljZschen und lokalen Teil: Otto H i r s ch c l. Friedberg: für den Anzeigenteil: K. S ch m i d t, Friedbcrg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung" A. G.» Friedborg i, H. Nachruf. Nach langer Ungewißheit erhielten wir die Nachricht, daß unser treues Mitglied Karl Lehmer 10. Komp., Res. Ins. Regt. Nr. 168 den Heldentod fürs Vaterland am 22. August auf Frankreichs Erde gestorben ist. Durch seine edlen, guten Charaktereigenschaften ersreute sich der so jäh Dahingeschiedene allgemeiner Beliebtheit und Achtung. Wir werden sein Andenken stets hoch in Ehren halten. Kriegervercin Staden. iiV i - Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Mitteilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meine liebe Frau, unsere gute Tochter und Schwester geb. Len; nach längerem schwerem Leiden gestern Mittag im 23. Lebensjahre zu sich zu rufen. Büdesheim (Oberhessen), den 27. Okt. 1014. Die trauernden Hinterbliebenen: Otto Nan; j. Zi. im Lridc u. Angel,ölige Philipp Len; u. Familie. Die Beerdigung findet statt: Mittwoch, den 28. Oktober, nachmittags 2 Uhr. Lehrling gesucht. Für mein Kolonialmar-»«-, Glas- ». Porzellan Geschäft wird ein geweckter Junge aus guter Familie in die Lehre gesucht. Kost und Wohnung im Hause. Handelsschule am Platze. Fr. Ililkrerlit ff«, gegründet 1796. Friedberg (Hessen). ficmdeii, Haut- und Walt-! jaillkli, llutcr-Hosrn, fdb= j bindkii, Fnugkn-, und Hops- - schülikr,pu!sil>äri»el,Zoi!:eii! 3artiio!ii £ Mol, friM.j das Leder zugleich tiefschwürzend Lederfeit - geruchlos und hellgelb, lose und in Dosen Fischtran garantiert rein, empfiehlt I. Blllililtjßtk 'M)\: Frielberg > H. mit abgeschl. Vorplatz und Zubehör an ruhige Leute p. I.Rov. zu vermieten. Näheres Friedbcrg- Fauerbach, Klau cnsir. 12. wmzmmwzM 1 Fuchs Wailnch 3 1 /, Jahre alt. schwerer Belgier, zugfest, fehlerfrei, hat zu verkauf, Adam Koch 8., Gastwirt, Ronuenroth bei Hungen, Drckwur; kaust W. A. Eiubch, + 5 BrudleH)fttiic+ Mein Bruchband „Ideal“ ohne Feder, eigenes System, auch bei Nacht tragbar, bietet die grösste Erleichterung und hält jeden Bruch zurück. Leib- u. Torfallfrindcu, Cicrade- lialter. Langjährige Erfahrung, reelle Bedienung. Bin wieder selbst mit Mustern anwesend in Friedberg, Sjimstag, den 31. Oktober von 2—5 Uhr im Hotel Weith. 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Fkrnsprnhtr Sr. 221. ] Iic 4. mobile Lanlittithr-MlirM bereit Angehörige zum größten Teil dem Kreise Friedberg entstammen, hat um Uebersendung von Liebesgaben gebeten. Erwünscht sind wollene Unterjacken, Pulswärmer, wollene Strümpfe. Tabak. Cigarren. Cignretlei-, kurze Pfeife», Hosenträger, Brie'papier, Dörrsteisch, geräucherte Wurst. Die Ersatz-Eskadron in Darinstadt ist bereit etwaige Gaben anzunehmen und weiter zu befördern. Leib Traaorie»-Reai,»e>il -Iv. 24.