ziirmmer 350 ___Samstag, den 24. Oktober 1914. Jahrgang Dir „Vene Slaxesieitung ' ciicheint leDcn üLcrltag. Regelmäßige Beilagen ,,0e» ttanrr nu» Dege»". „Sie Spi»n»ube". che,u>,oprci»: Le, Pen Poslans>»:i:u v ct.ti;,ii);u.o :Uit. I/O Ui een Agenten monallich 50 Pfg. > in-u lrilt Postgebühr oder Trägerlohn. Anieigr»: Grundzcile 20 Pfg., lolale 15 Psg„ Anzeigen von auswärls werde:, S.I , Bonn,, et loben Erfüllungsort Friedbero. hchriffteitung und Serlag Friedberg (Hegen), Hanauer trage 12. Ferniprecher 48. Pssts-heck-Esnto lllr. 4859, 'Amt Franliiiit < 1 . LI. AnlmllendrsMngen in U Erfolge der Dcsterreicher. — 4699 Ruffen gefangen. — 14 eirglifche Dampfer versenkt. — (5ine neue Gewalttat der Englänter. L- — " — ~ g Der deutsche Generalstab V — meldet: Am Ascrkanal wurden gcstcr» Erfolge errungen. Südlich Tirmniden sind nnfcre Truppen vorgcgangen. Westlich Lille waren unsere Angriffe erfolgreich. Wir setzten uns in den Besitz metzrerer Ortschaften. Ans der übrigen «yvout des Wcsthecres herrschte im wesentlichen ^ uhe. Jm Osten wurden russische Angriffe westlich von Angustow rnrückgeschlagen nnd dabei mehrere Malchinengewehre erbeutet. vom südöstlichen Kriegoschauplat« liegt »och Keine ablchliesiendc Meldung vor. Der österreichische Generalstab - -— meldet: ■—— * SB l« n , 23. Oft. (Nichtamtlich) Amtlich wird oerlaut- dar, 23. Lltober, mittags: Wahrend gestern in der Schlacht südlich von Przcmnsl hauptsächlich unsere gegen die ,kindlichen Stützpunkte entsandte schwere Artillerie das Wort yalic, entwickelte sich heute ein heiliger Kamp, am unteren Sa«. Wir hatten den Gegner an meh- irren Punkte» aus dos westlich« User übergehen lasien, um ihn angrcikcn und schlagen zu könne». Bei Zarzecze nachten wir über 10011 Gesungene. Teile unseres Heeres erschienen überraschend vor Zwangoroü, schlugen zwei seindliche Divisionen ,nd nahmen »600 Russen gefangen, erbeuteten eine Fahne nd 15 Muschinengewchee Bei der Rückkehr von einer erfolgreichen Aktion an der Save fließ unser Flußmonitor „Tenies" auf eine seindliche Mine und sank. Bon der Besatzung werden 33 Personen vermißt. Die übrigen wurden gcrettrt. Der Stellvertreter des Ehcss des Gencralsitabcs: von H ö f e r, Generalmajor Die Verteidigung von Tsingtau. Qi» englisches Linienschiff schwer beschädigt. Rocter- dani, 23 Cft. Tie Festung Tsingtau ist von zwei japa- nischcn Kriegsschissen und dein englisel>en Linicujchifs „-in- umph" bis heute ohne Erfolg bcschosseil wordc». Anr 11. Oktober wurde dabei das Oberdeck des „Triumph" durch einen schweren Hanbitzcntresfcr durchschlagen. Das deittjche Kanonenboot „Jaguar" ist leicht beschädigt worden. von mein dknilchku ooryfl)oboot rerßlilt. (Nichtamtlich.) Ein Telegramm ans Schanghai meldet: Sicherem Vernehmen nach ist der japanische Kreuzer Takatschiro vor Tsingtau nicht aus eine Mine gelaufen, sondern durch einen Angriff des Torpedoboots S 90 vernichtet worden. Das Torpedoboot wurde nach dem Angriff 60 Seemeilen südlich von Tsingtau ans Strand gesetzt und gesprengt. Die Mannschast ist gerettet. 13 englifche Dampfer versenkt. London, 23. Oktober, (biichtam'.lith». O.-.i 2C-. Bureau meldet aus Las Palmas: Der denl, „e D'.ep.er . e seid- ist in Tanganila eingelauieu mit b:.i '.ö: ichafieu von 13 britische» Dampsern an Bord, die der tr , c St:.;:« .Karlsruhe" in der Slilaniik ro;‘, . c t. nage der vccjenftcn Schisse b:'.ä.:s> fih cv| UZ.'. T«:'.n::i. s Jiod) kill tngliMr Srnp'tr f.’s'. Ans Rotterdam wird gemeldet: Ter de::. >bc Nr. - r „Emden" hat außer fc’i gcmclö'.’t::i Schisse» noa, t.:i neuen Tompfcr „Tidgbert" versenkt. Kelchädisiiing k'lnksi ftailsisilchrn aoriir^ßirirtfr». Rom, 23. Cft. Ein österreichisches Torpedoboot beschädigte vor der Bucht von Eattaro den französischen Tor- pcdojäger „Foudre" und entkam darauf unbeschädigt vor der verfolgenden englisch-französischen Flottile. feine kiiMe 2d)(iippt in 0iiDiu?ii(rtfri'a. Ans Tiidasrika wird genicldet, daß die Engländer iitic drahtlose Tepcsche aus Windhuk aufgefangru haben, die die Gefangennahme von drei englischen Offizieren und 53 Mann meldet. Die Schlacht in Glander«. Heftige Käinpse. Der „Auistcrdamer Telegraaf" meldet: Der Kanonendonner schweigt leinen Augenblick. Selbst in Sluis Hirten in einigen Häusern die Fenster: cs scheint den ganzen Morgen unauihörlich sortzugche». Die Badeorte M>d- dadkcrkc und Westende und einige Dörfer leiden fürchterlich. In vlelcii Orten schlagen die Flammen aus. In Ostende ist es sehr lebendig. Automobile fahren hin und her und bringen Verwundete. Bei Bcijai und Blankcnbcrghe steht die Bevöl kcrung in Gruppen an den Dünen und am Strand, um den Kanonendonner zu hören. Eine Menge Flüchtlinge sind hier angekvmmen, verängstigt von dem Ecfchützdonner, den Schrapnells n. der Bomben. — Aus Rotterdam wird ferner vom 23. Oftober berichtet: In Holländifch-Flandcrn hat auch in vergangener Nacht das schwere Kanonengebriill aus südwestlicher Richtung angedauert. Flüchtlinge melden, daß die Engländer das Seebad Westendc bombardieren. In Blifstngen klirrten heute früh die Fensterscheiben. Es wird angenommen, daß ein Seegefecht stattgefunden hat. Englische Moniiore. London. 23. Oft. Archibnld Hurd schreibt !m „Daily Telegraph": Die an dem Seegefecht an der Küste teilnehmenden drei Monitors „Merfcy". „Hum- ber" und „Scyern" sind für Brasilien gebaut und von der Admiralität bei dem Ausbruch des Krieges gekauft worden. Es sind gepanzerte Schiffe von 1250 Tonnen Wasserverdrängung mit einem zwcicinhalbzölligcn Panzer und dem geringen Tiefgang von 4J2 Fuß, bei voller Ladung S'/i Fuß, und einer Geschwindigkeit oo» 11'^ Knoten, Sie fuhren zwei fcchszöllige Geschütze mit huiiLertpiiindigen Gcfchosien bei einer Anfangsgeschwindigkeit von 3000 Fuß in der Sekunde — das Geschütz kann ncunntal in der Minute feuern —, ferner zwei 4,7zöllige Haubitzen mit 35psündigen Eeschosien bei einer Anfangsgc- ichwindigkeit von 1150 Fuß in der Sekunde, ferner vier dreipfündige und sechs Kanonen mit Kcwchrkaiiber. Tic {hiölpc ton Tsnnknhtrg nni) Slnhwpen. Die Beute von Ta.incnberg, Berlin, 23. Oft. Die Kriegsbeute von Tannenberg war, wie der „Berliner Lokal- anzeiger" in holländische» Blölicr» findet, so groß, daß die Deuifchen 10 3.0 Eisenbahnwagen brauchten, um die Beute fortzufchnfsen. 32.509 entwcssuele Belgier. Amsterdam, 23, Ott, Oer „Nieuwe Rolterdamsche Cour." meldet aus Tcrncuzen: Vorgestern wurden hier ziemlich große Trupps von internierten Soldaten durchgcführt Vis zum 21. Lltober sind hier 32505 iiilernierlc Soldaten dnrchgekommen, darunter 380 Offiziere. tfiü"!:! Itl (OfüftTfidjfr Wien. Ott. (W. B. Nichtamtlich). Die Blätter melden ans E e r >:.' i o . Unsere Truppen wurden von der Bevöl- kcrnng r-i r.leiblichem Jubel empfangen. Die Bewohner e!!!e:: : .! Truppen IN freudigster Erregung entgegen. Die Soldaten r - ::> i« Triumph in die Stadt geleitet. Der Ao- zng «p! S!.<;\:i ersolgt« so rasch, daß in der Stadt kein erheblicher Schaden angerichtet wurde. Die Ruffen in Lemderg. Änr Wien wird der „Bost. Zig." gemeldet: Die Russen die ursprünglich ihre Truppen bis auf eine kleine Besatzung aus Lemberg zurückgezogen hatten, warfen nach dem Entsatz c» Vrzemysl durch die österreichisch nngarifchc Armee außerordentlich: Verstärkungen nach Lemberg. Gegenwärtig liegen dort bnt't'll Rlann. Tag und Nacht arbeiten sie an der VGestigan \ ! dir S'adt. Die Bevölkerung wird zum Schanzenzribcn ge I 7 »«-;». Di: anfangs milde Behandlung der V.wchncr ist \ e::c:-. >:p ' Regime gewichen. Es fehl! an Nahruiigemltlc!:!. \ j sie mehren sich ailnbcndiich. Die Russen wcil::i L:.:: p ::::> jeden Pre-s halten. + Haltung Portugals. London. 23. Okt. (W. B, Nichtamtlich.) „'Daily Lhroniclc" meldet: Tie kürzlich unilo.llfcndcn Gerüchte von ! einer bevorstehenden Ei»nii!ch»ng Portugals in den enro- ! paische:, Konflikt sind »nbegriindct. London, 23. Okt. (SB. B. Nichtamtlich.) Das „Ren- iersche Bureau" erfährt, dciß Portugal seit Beginn des Krieges in enger Verbindung mir der englischen Negierung grstanden hat, um zu erwogen, wie die Besttinmimgcn des i Bündnisses am besten wirksam zu machen seien. Bestimmte militärisckze Einzelheiten über den Beistand Portngils würden noch beraten und in wenigen Tagen festgesetzt sein. Tie royaliststche Bewegung sei bedeutungslos. Bange machen gilt nicht! Köln, 23. Okt. (W. T- B, Nichtamtlich.) Die „Kö>- iiisckx' Zeitung" schreibt: Tic Nachricht- daß in England 1,20v,l>00 Mann ausgebildet werden, ist wenig glaubhast. An Mannschaften wcrd" es England nicht fehlen, da cs zurzeit genug Arbeitslose in England g>bt. Nach dein „Economiste" sind allein in der Baumwollindnstrie eine halbe Million Arbeiter ohne Beschäst!gv!'<:. Ee UW ivC England aber an AusbildungSpcrsonak. Zudem Nagt die englische Presse darüber, daß das Kriegsministerium nicht vorbereitet sei ans die Organisation großer Massen, denen cs an Ausrüstung und Waffen mangelt. Tie „Times" »nd viele andere englischen Blätter äußerten kürzlich: Selbst wenn der letzte Kosak ani Ural stehe und der letzte Hans lnecht in Bordeaux cingezogcn sei. so werde England noch lange lcinen Frieden schließen. Es hätte bis jetzt nur seine Vorhut in den Krieg geschickt. Tas Gros käme erst im Herbst 1915. Tiefe Aeußrrung beweist, daß die englische Mobilinachung ziemlich langsam von statten geht, und hat in Frankreich verstimmt. In den amtlichen '1 r >(>en beziffern die Engländer ihre Verlnstc bis pnni >'». Lttobcr aus 1511 Offiziere »nd 32,380 Mann, ein ungeheurer Prozentsatz, da die bis jetzt nach dcni Festlande entsandten eng lische» Truppen von den Engländern selbst mit »nr 200,000 Mann berechnet werden. Seit dem 10. Oktober sind ober erhebliche weitere V rlnsle cingrkrcti - I falls bennrichigt man sich in Tcoljchland nick- ober das englische Millionenheer. In unscri» Feldheer käinvjt jeder einzelne für Haus und Hof, nicht, wie der engliio > Sela ncr für!>. letzt sogar lür !5 S.a ; i- : Orfl. Diese .srr- anfsrliiing der- Soldes sprich f n; ; - ot für die r "eiircrli»,i der sogenannten englischen Freiwilligen. Uns, e nun Dienst Nicht'Verpflichteten, auch noch »ick! e-a- r Freiwilligen geben, obwohl nicht l.'zahlt, ihr Leben ui 1 dal Vaterland. Ihre Zahl beläuft sich ans zwei Million:», i' Oeste,reich-Ungarn auf t 1 /* Million Mann. Au:' di:ie 3>ch Millionen Mann werden a»-. aebildct »nd (rnncn v.r allen Tinge» ansgcbildet werden. Hierzu ko»,.nt der deutsche und österreichische Rekrntrnjahraaiig von >9!I mit einer weiteren Million Mann, von denen im Oll-ber dieies Jahres eist ein Teil eingestellt wurde. Ten cnglischen Truppen von angeblich 1,200,000 Man» stehen daher in Deutschland lind Oesterreich-Ungarn 4 17 i Milli -eit gegenüber. Hiergns geht wohl zur Genüge hervor, was vo" der englischen Großsprecherei zu halten ist. (fii! üfiifr (ßfinaltliriMf) (^nnlntikt. London. 23. Okt. (W. T. B. Nichtamtlich.) Wie „Daily Telegraph" nicldet, bat das Staatssekretariat des Innern eine Vorordnung an die Polizei erlassen, alle Deutschen, Oosterreicher und Ungarn, die in militärpflichtigem Alter stehen, zu verhastcn und den Militärbehörden zu überweisen. Ans vielen Orlen werden Mal>e»verha>s>n,oe:' genie.'drt. TaS Wolff-Burcou meldet dazu: Tie Polizei hat 123 Deutsche und Oestcrreick>cr verhaftet >n,d sie ins Militärlager gebracht. In Brighton forderte dir Polizei die nn- wcscno.n Tcntscheii und Ocsterreicler anr, die Slacl binnen einige» Tagen zu verlassen. Infolge der Eampcign: der Jiiigoprcsse bat eine große Anzahl bekannter Hotel» .nlle deutsch:» und österreichischen Angestellten entlnUcn, dar unter den Stellvertreter und Gcschästs)ührer de., Hotels Earl ton. Tie „Franks. Ztg." erfährt hierüber nns Anisterdun: ! Tie Absicht, die die Engländer i» der letzten Zeit mit ihrer i ganz besonders ausfällig betriebenen Spionenriecherei ve:- folgtcn, liegt nu» klar zu Tage. Es ist eine Verschlepp.:,>' der in England wohnenden Deutschen in die nach von Burcnkrieg her übel berüchtigten Konzentrationslager ge- Sir. 250 plant. Nach der „Daily News" werden vom Minister des Innern zwar keine Mitteilungen über diese Angelegenheit an die Presse gemacht, es fanden darüber jedoch Minister- ratssitznngcn statt, in denen Mac Kenna sich mit dem Pre- niierministcr besprach. Man glaubt, daß sich die Maßregel ans alle Männer im Alter von 17 bis 45 Jahren rrstrecke. A»s Frankreich. Für wen sich Frankreich verblutet. Wien, 23. Oktober. l2ß. B. Nichtamtlich) Das „Neue Wiener Tageblatt" schreibt: Nachdem die französische Regierung sich gebunden hat, keinen kondcrsricdcn zu schließen, verlange jetzt ein Artilel der „Tieres", daß Franlreich, auch wenn die Deutschen bis Bordeaux tordrangen, die Waffe» nicht nicderlegen dürfe, bis England genug St-Ivisk'B habe ur-d u« Seekrieg beginne Ebenso habe Rußland keine Eile, den Franzosen zu helfen. Rußland habe sich nach Ostgalizien gcroorfen, das cs als Beute auser sehen habe. Fetzt spreche man davon, daß es den Krieg nach »ein Muster von 1812 führen wolle. Frankreich dürfe jetzt schon ahnen, welche Rolle es mit seiner Eefühlspolitik neben England, Rußland und Japan spiele. Französisch-englische Freundichast. An einer zuständigen Stelle ist ein Dicnstbcricht eines Earnifonkommandos eingelau- ien, das mit der Aussicht über ein Gefangenenlager beglückt ist. Es lautet etwa folgendermaßen' Die Franzosen im Gesänge nenlager wollte» mit den Engländern nicht mehr zusammcn- stnn: sic erllärten, diese seien ihnen zu schmutzig, sie möchten von ihnen getrennt werde». Ich haue erwidert, Laß den Ecsanae- »en lerne Annehmlichkeiten verjchasst werden dürfen. Ans England. Katerstimmung i» London. London, 23. Olt. fW. B. Nichtamtlich). Der militärische Mitarbeiter der „Mornmg Post" schreibt! Während die Stimmung in Paris optimistisch bleibt, heißt es, die Stimmung rn London sei niedergedrückt. Die deutschen Kricgsnachrichten behaupten dies und einige Londoner Blätter scheinen zuzustimmcn. Die Leute scheinen ZU glauben, daß wir sicher genug wären, weil den Deutschen nichts Entscheidendes gelungen ist. Das ist eine gefährliche Aufiaf- sirng. Den Verbündeten ist ebensowenig etwas Entscheidendes gelungen. Die Deutschen bleiben im Besitz fast ganz Belgiens und eines Teiles von Frankreich. Die Lage ist nicht darnach angetan, zu jubeln, cs ist unangebracht, über den Feind zu witzeln und seine militärische Kraft und seinen Mut zu unterschätzet,. — Ter Versager des Artikels polemisiert ahne Namen zu nennen, gegen den militärischen Mitarbeiter der „Times", der gesagt hat, daß zwei Drittel der jetzt rm Felde stehenden deutschen Truppen zweiten und dritten Ranges feien, mehr oder wenigen ausgebildet u»d bis zu tö Fahren alt. Der Mitarbeiter der „Morningpost" sagt: Tatsächlich wurden alle diese Truppen der zweiten und drillen Linie früher unter den Fahnen ausgebildet. Uebcr die Hälfte davon ist wahrscheinlich 32 Jahre oder jünger. Man sagt uns, wir sollten diese Truppen nicht überschätzen, die Jugend der Tcrrito- rialsoldatcn unserer beiden Armeen würde die Mängel der Ausbildung ersetzen. Wir sollten also unsere Truppen ins F Id schicken, bevor sic völlig ausgebildet sind, Kegen deutsche Truppen, deren Wert nicht genau brlannt ist. Der Tusgang werde zeigen, wer am besten abschneid:» würde. Die „Morningpost" sagt: Ls wäre ein Sport. Aber ein Krieg, zumal mit Deutschland, ist kein Sp,A. Das Risiko für solche Glückspicle ist zu groß. Der Verfass:: . . rieri die Fragen der Ausbildung und sagt: Tie havplsäch!! de Verzögerung wird wahrscheinlich aus der Sch ieri seit e,tl>.-h«i, Schieg tbungen für die Infanterie und Artillerie einzurichtcn. London, 22. Olt. Die „McrnlNjixest" sch .'ibt: Die Tat siichc, daß die Regierung Deutschland erlaubt seine 5 mec dur.g 3'fiervisten aus Amerika zu octsti'rkeu, fp.’J: ,htcn, ja Em ung beim britischen Publikum hrroorger.! . Die entmu- ügtc die Armee und verursachte die b:d.iun! ä sie Besorgnis bei de» Verbündeten. - Das Blatt warnt kt- -?vor dem großen Umschlag IN der Slimi-ung in C: - nk, der erfolgen werde, wen» die Politik so,-gesetzt würde. D-e chcrrschas! des Mcüs. p.iniland, : OH. Im Londoner Weftend sanden vor einnn t.iiinthen. - dessen Besitzer für Deutjche gehalten wurden, neu: cutideutsche Kundgebungen statt. Drei Demoiistrante:, wurcon se.-.-.-stct . ,id r.-et.eu Trun- lenheit zu Geldstrafe» vciuri- >!. ''al) die T.--Nehmer an früheren ontidcutschcn Kundgcdun, , r. urteri. bestrast. Ein Teil der Presse fordert energisches etinsch...: > der Behörden, da sonst gegen die in Deutschland wohnenden Euzländer Re. orcffalicn verübt werden könn.en. , Aus 's, Rnssische tzüooitisicrung in Lofsarrbft!,. K lnrrst, 22. . DU. Eine „«reich« Mobilisa..:» !,!, wie in • * »-.'.»«reichtet-« j Kreisen verlautet, von der tissischrn Sirzskt.l-g ,ür Bessarabien \ angeocdnet worden. Russische „Kriegsbcgeisirr-ng ;t K Hagen erhält ' die „Telegraphen tliiien" dn-e vachforgeud.. charakteristische I Stimmungsbild über russische Verhält-.,.sie: „Di: russische Presse bringt fast t-igti.! -.i-eldungen, di: ! daraus hindente«. das, die innere-, S:d.r i:r tzkeiten in Ruß. land sich crr schärfen. Einzeine Teile der rusü scheu Truppen haben keim Lust mehr, zu lan-psen. In verschiedene» Stad ten herrscht Mangel an Ralrungsuliti-ciii und in verschiede- ne» Eegriidrn mußte inan riejalen an - - .rn, da den Ausbruch von Vollsuuruheu b-fürchtet. Ebern!:.ri'iisch ii: die Verhättniiie in Rußland ist es auch, daß cs nicht an Stimme« sehir, die verlange», daß dirs.n, ,en, die -.günstige» über de» Krieg berichten, ersch. 's u werden lallen. Man ist in viele» Kreisen Rußtands auch der Ansicht, wenn die rufflschcn Heere an der Weichsel eine entscheidende Rie Neu« Tageszeitung. Samstag, den 24. Oktober 191» ' ~ dcriagc erleiden sollten, werde cs mit Rücksicht aus die Stim- t mung im Volke Schwierigkeiten machen, den Krieg mit "Energie sortzusctzen." Japanische Ossiziere in Rußland? Stockholm, 21, Olt, Ein deutscher Flüchtling, der soeben von Rußland angelangt ist, wnrde geftagt, ob die japanischen Truppen in Rußland Phantasie oder Wirklichkeit seien. Ich weiß nicht, antwortete er, aber wir sahen eine Menge japanischer Offiziere, die nach der Front ginge» mtb uns wurde erzählt, daß die Japaner von Wladiwostoi die schweren Kanonen geschickt hätten, die sic .urz vor dem Kriege bei Krupp gelaust haben. A«!, -kr Weit des Isilinis. Dir Mobilmachung in der Türkei, Das türkische Generalkonsulat in Kopenhagen verössentlicht folgende Bekanntmachung: „Auf Grund der allgemeinen Mobilisierung in der Tür- lei und anläßlich der Annahme neuer Bestimmungen als Ergänzung des militärischen Strafgesetzes, werden die türkischen Untertanen aufgefordert, sich umgehend bei den kaiserlichen Konsulaten zu melden, um sich mit den genannten Bestimmungen bclanntzumachen." D>e Presse in Kopenhagen iolgcit aus dieser 'Bekanntmachung, daß die Türkei die allgemeine Mobilisierung angeordnet hat. Der Dreiverband gegen die Türkei. Wien, 21. Okt. Die ,.Politische Eorrespondcnz" meldet aus Konstantinopel: Die- russischen, englischen und sranzösischcn Untertanen in der Türkei sollen r , den Konsulaten dieser Staaten vertraulich Weisung erhalten hoben, sich der Gewerbesteuer nicht zu unterwerfen und gegenüber den türkischen Beamten, die sich zur Eintreibung dieser Steuer bei ihnen einfinden sollten, aus ihrer Weigerung zu beharren. Ein neu-r Gewaltstreich Englands. London, 23. Oktbr. Die britische Regierung hat allen hier befindlichen Vertretern fremder Regierungen die Mitteilung zngehen lassen, daß England die von der ägyptischen Regierung getroffenen Maßregeln b.llioe. Die ägyptische Regierung hatte allen seindlichen Schiffen, die sich lange genug in den Häsen des Kanals aufhielten und deutlich zeigten, daß sie nicht abreifen wollten, um zu vermelden, als Prisen genommen zu werden, den Befehl erteilt, den Suezkanal zu verlassen, mit der Begründung, daß der Ka ual nicht zu diesem Zweck erbaut worden sei. Eine persische Rote Mi Rußland. Zürich, 23. Okt. Die persische Regierung überreichte der russischen Gesandtschaft in Teheran eine Rate. Persien verspricht darin strenge Neutralität, fordert aber Rußland aus, die russischen Truppen aus der inilriärisch besetzten Provinz Aserbeidschan zuruckzuzichen. Eine Heldentat der Pioniere. Ueber eine unter ungewöhnlich gefährlichen Umständen arsgesichrte Tat deutscher Pioniere berichtet ein Offizier eines Pionierbataillons an feine in Stettin wohnenden Eltern, In dem vom „Stett. Generalanzeiger" veröffentlichten Brief heißt es u. a.t Es war eine grausige Nacht. Auftrag für uns beide Offi- . zierg, Leutnant L. und ich: Heute nacht 7 bis 3 Uhr während Artilleric-Feuerpansc nachhaltige Zerstörung der Eisenbahnlinie ; zwischen Verdun ». St. Mihicl, auf der fortwährend Munitions- ' züge und Nrnnerungsgerät passierten. Drei Patrouillen wur- den angesctzt von meinem Kompagniechef: Leutnant L. ind rcki j mit je zwei freiwillig sich meldenden Unteroffiziere» und sechs schneidigen, todesmurigcn Leuten, ein Feldwebel dritte Pa- ! lrvuille. Erster« beide mit dem Auftrag, Eisenbahn an acht s Stellen zu zerstöre», letztere Zerftö.rung des unterirdischen Tc- : legraphenkabels Verdun-St. Mihiel. Es war ein gewagter Streich, die Maars stund uns zur Ueberwindung entgegen. Um 7 Uhr machten wir uns aus den Weg: stockschwarze Nacht, star- lor Regen, Wind. Ausgerüstet mit Sprengmaterialien, zogen wir los mitten ins Feindesland, Ans großen Umweg:-!, um der Sichtweite des Forts zu entgehen und durch die Linie der Befestigungen durchzukommen, gelangten wir an den Kana! de l'Est. An der französischen Posticrung durchzukommen, ':! »>g; Messer dem Posten unter die Brust gesetzt, kamen mir über die Kanalbrücke: nun gings vorwärts durch die Mrasnlederung. Mehrere sehr stark angeschwollene sumpsige Gräben wurden durchwatet oder durchichwommen, und wo zu morastig, auf abgesagten Weidenstümpfen überwunden. An der Maas, 40 Meter breit, angelangt, machte sich meine Patrouille fertig zum Durchschwimmen. Ich svrnng als erster voran i» voller Mon- tiil, nur ohne Säbel. Es war ein ziemlich harter Kamps gegen den Strom und die scheußlichen Schlinggewächse. Da ich meikic, daß starke Lebensgefahr mit dem Ueberschwiniinen verbunden war, schwamm ich nochnials zurück und ließ die Leute die Stiele: ausziehr», was ich auch selbst tai, fragte nochmals, wec es sich nicht zumute, solle zuruätre-cn. Alle waren fest entschlos- !■’». Sl-i: i.atchen unsere Ladungen serlig. Die Sprenginu- nirion e-, .. i sich die Leute aus den Nacken, die Zünduiiftet steck! - sie unter die Mütze. Ich sprang voran, fand d-ütcn mit f vuijic: Lebensgefahr schließlich nach langem Bemühen a» de-! sehr : rsiig-a, mit Schilf bewachsenen Ufern eine LaN- d ÜI -stelle Alle Leute sprangen nacheinander nach. Ce iua- >"> bange Minuten, ich war stark im Zweifel, ob alle Leute den Kampf gegen St-.-öi>iung und Wasicrgewächse vashalten ii.'d «Le landen würden. Es gelang. Weiter gings vor e-ite. noch einmal mußten wir zwei stark angeschwollcn: Gräben durch Sch-oiinn- , überwinden, bis rür schließlich an die beabsichtigte Zerstö'n: -- -Ile d--r Bahn gelangten. Die Ladunge» lourdeu d»27t--.-.-.«!-.. aus meine» Pjisf gezündet, und in Eile macksten mir uns ans dem Staube, immer in der Besorgnis, sescn eiuzrnblick ocn der benachbarten Torswechc oder eine: Brücken- - achc ea-.de.-s und abgefangen zu werden. Eine sraichsische Kaeallericpairouille schoß aus uns, konnte aber ü, der sincht- bar morastigen Moasnieberung uns nicht erreichen Ohne Strii.üpfr und Schuhe, die Gewehre an dem diesseitigen Alaas- i.ser 0 !>,-genommen, gelang es uns nach Uebeiwi»d".ng der pkei- Hindernisse, olückuch »nvcrschrt aus unsereii Juslintcrie- i drr -rKIgegebe» mar ilber die Bri-cke über den Kanal de Seite % l Esl zurllckzukommen. Ich ging dann in bas erste beste Gehöft im Dorfe und störte eine Frau aus dem Gehöft, die mit der Pistole vor dem Kops, ohne Lärm zu machen und das Dorf zu alarmiere», ihre zwei Pferde voij einen Wagen spannen mußte, und in wilder FÄrt^ da wir wahnsinnig ftoren und »ich: entdeckt werden wollten, gings !n einstündiger Fahrt zurück in unser Lluarticr zur Kompagnie, wo wir 4 Uhr morgens an kamen. Für unsere Rückkehr war von meinem Haupt-nrnn, der krank im Bett liegt, aufs beste gesorgt. Warme Decken, Glüh wein brachten uns bald wieder aus den Posten. E,n wem, Schnupfen war alles, was wir davon beloinmen hatten, ausgenommen die vom Schilf zerschnittenen Füße und die stall milgenommenen Sachen, die noch heute ziemlich feucht sind und scheußlich nach Morast stink»». Wie ein Lausseuer war i m nächsten Tage die Tat beim ganzen Korps bclannt. Mein Hauptniann beantragte sofort das Eiserne Kreuz für alle Leute der Patrouille. Schon »ach 24 Stunden am Aüeuo des Tages gegen 8 Uhr kam ein Jägeruntcrosfizier. der uns die Auszcsch- nungen brachte. Allerdings teuer erkauft war trotzdem unser Ersclg. Leutnant L. und ein Unteroffizier haben in d u Fluten der Maas an einer breiten Stelle beim Durchjch»-!-:--nen den Heldentod gefunden. Die Kräfte muffen sie oerl uic.- Ui den. Auf halbem Wege sind sie beide ertrunken. Dcutiche Alnttilio,:. Bei einem Artillcricdepot ist in einer Sendung aus dem Felde nachstehender Gruß gefunden worden, der auf ausdrücklichen Wunsch der Absender verösentlicht wird: „Wir sagen für die gut funktionierende Munition unseren herzlichen Dank, da wir bis jetzt noch nicht einen einzigen Versager gehabt haben und hoffen, daß wir immer solche Munition erhalten. . Die Bedienung des 2. Geschützes der 3. Batterie Res.-Feldart.-Reg. Nr. . . ., -z. Zt. in Frankreich, 4. Sept. 1914 Die Franzosen ziehen die Ohren ein, Tenn deutsche Schrapnells platzen gar fein. Hurra! Es folgen die Unterschriften des Zugführers, d.:- Wachtmeisters und der Bedienung des Geschützes. Die Erwiderung hierauf lautete: „Heil Euch, Ihr Helden vom 2 . Geschütz Daß stets alle Feinde sich ditcken. Wenn sie von Ferne den flammenden Blitz Aus Eurer Kanone seh'n zucken. Und wenn Ihr daL Ziel ganz genau habt erfaßt Dairn bleibt auch nicht einer von allen, Der Tod kommt trotz ihres Duckens zu Gast Mmrch Franzmann und Brite muß fallen. Drum haltet im Kampfe stets ruhig das Blai Und wenn Euch die Kugeln umbrausen. Dann zielet wie auf dem Schießplatz so gut Und lasset den Gegcngruß sausen. Was wir in.....hineinlaboriert In den Kern der Schrapnells und Granaten Daran ist gottlob schon so mancher krepiert. Unsere Pillen sind stets gut geraten. Und so soll cs bleiben, das schwören wir treu Nie mög' unser Werk dort versagen. Doch immer bleibt die Hauptsackf' dabc! Ihr Helden im pechschwarzen Kragen. Daß Ihr unser Wirken so dankbar erkennt, Hat herzliche Freude bereitet. Wir wünschen für jeden Kampf, der entbrennt. Daß Gott Eure Kugeln geleitet!" (Schulze-L.i.) Tie alten kriegsfreiwilligen Oberfcueri' A r. Landwirtes Von den Händlern und Konjumvereiniguiigen wird gegen die Landwirte der Vorwurf erhoben, daß sie keine Kartoffeln abgäben, um auf diese Weife eine Preis- e r h ö h n n g zu erzielen. Zwar ist die diesjährige Ernte in unserer Gegend keineswegs eine gute zu nennen: wir wissen auch, daß ihr euch in Sorge befindet, wie ihr eure Vieh ernähren sollt; auf der einen Seite steigen Futter- mittelpreise zu nie dagcwesener Höhe, auf der anderen Seite sieht die Regierung dem ruhig zu, verbietet aber das Schlachte» simgcr und trächtiger Tiere. Das sind Widersprüche. Aber wir müssen auch aiici-kcniicn, daß die Preise für Kartoffeln solche sind, die den Ausfall ersetzen und wir grbcn euch den driiigeudeii Rat, eure Kartvsscln aus den Markt z» bringe». Der Krieg verlangt schwere Opfer von unserem gesamten Volke, kein Glied und kein Stand wird davon verschont. Wir alle müssen dazu beitragen, daß das Leid auf das geringste Maß beschränkt werde. Helft ihr also dazu mit, daß gerade der ärmere Teil unserer Bevölkerung nicht an Kartoffeln Mangel leidet. Wir wollen hiermit beweisen, daß wir den Bogen nicht üherspannen wollen, wir hoffen aber auch, daß man nicht verlangt, wie dies in Gießen und Büdingen geschehen-st, daß von der Behörde Preise für Kartoffeln festgesetzt wer- den, die den Berhältnissen keineswegs entffirecheu. Heute toinmt cs vor ollem darauf all, das, ein Jeder seine Pflicht erfülle, dem Landwirte kommt die Aufgabe z», für die Eriiöhruug des Volkes Sorge z» tragen. Deshalb lufft euch uschi den Vorwurf mochen, ihr hieltet die Kar tos-clu zurück, soudcin übergebt sic. wo cs irgend angcht. dem Verkehr. V - -? Landwirte von Frankfurt a. M. und II>-""rud. I. A.: Bichnianii, Vorsitzender. Ans der Heimat. " Friedbrrg, 24. Ott. (Zur Frage des Kartoffclprciftö) sikach der „Darmst. Ztg." hat das Großh. Mniistcrium des die Grnüb Kreisaiiitcr und die Oberbürgermeister^ 2. Beila ge zur „Neuen Ta geszeitung". ■ im r i o «r.. in.!m.Ticii'wn Ar. 350 | Samstag, den 21. Oktober 11)14, | 7 Jahrgang Ernte 11)14. Im Frühling streuten wir die Saaten Ties in der Erde dunklen Schah, Und baten Gott, daß sie geraten, Daß einst die Ernte reich und groß Die nimmermüden, starken bände, Cie regten sich von srüh bis spät — Und sie, «• sproß a* jedem Ende, m E« sproß und wuchs, was er gesät. Der Sonn« wundermilder Lachen, Es korkte alles Nug hervor, Dre Halm« wehten und sie sprachen. Geheimnisvoll klang's uns ans Ohr Was du gebauet allerwege» In Gottes Namen, Kraft und Rat. Das wird er hundertsach dir segne«. Dem Schalk verjlucht er seine Tat, Es nahte lächelnd uns die Ernte, Was wir gesät, es ist gereift. Das bange Hassen, das cntsernte. Es ist nun vollends abgeftreist. Die Scheunen und die größte» Räume, Sie sind gesüllt bis obenan, Verwirklicht sind die süßen Träume, Der Herr hat viel an uns getan. Doch kostbarer und mehr verheißend Ist unseres Volkes Wassensaat, Die »ach dem Höchsten starr hinweisend Erblühen soll zur Heldentat, Und schon beginnt das Feld zu grünen. Die Sonne sendet ihre Kraft, ilnd aus dem Boden mild beschienen Ersprießt die Saat in vollem Säst, 2 Herr! Behüt' vor Ungewittern Das reine, zarte deutsche Grün, Laß es in Stürmen nicht erzittern. Wenn brausend sie vorüberzieh'n, Ilnd wenn dereinst die Ernte winket. So segne der Gerechten Tat, Das Unkraut dorrend dann oersinket Nach deinem väterlichen Rat, Albert Wolf, Seminarist,. MIlchMNstr Mnationsdencht (Dktobrr 11)14. Mitgeteilt von der Landgräsl, Heff, conc, Landesbant, Filiale Friedberg t, H. Bis Mitte August war der Beschästigungsgrad stark gesun- kcn. Erst nach und nach setzte eine regere Beschäftigung ein. Bei 277 berichtende» Firmen waren im August 220 Ml Arbeiter gegen zirka 300 000 im Vorjahre beschäftigt. Die Abgabe von Bericht«« über den ArbeitsmaKt hat sich gegen früher der artig geändert, daß genaue Vergleich« nicht möglich sind. Der Prozentsatz der Arbeitslosen war bei manchen Verbände» Mitte August ein recht beträchtlicher, doch ist seither eln« Besierung eingetrelen. Neuerdings kann aus der Abnahme der Arbeitsgesuche und der Zunahme der bei den Arbeitsnachweisen ange- meldcten offenen Stellen aus eine weitere Besserung geschlossen werden, (Arbeitsmarktanzeiger), Die Zahl der Konkurse betrug im August 422 (800 i, V,>, im Setpember 476 (880 i, V,), d, i. eine Abnahme von mehr als ei» Drittel gegenüber dem Vor>ahre, (Franks, Ztg,) Die deutsche Ausfuhr ging im August um 348 Millionen =44,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück: die englische Ausfuhr dagegen zeigte im gleichen Monat eine Abnahme von 407 Mill, Mark = 45,1 Prozent, (Franks, Ztg,) Landwirtschaft, Die Preise für Brot- und Futter getreide sind seit Kriegsausbruch sehr stark gestiegen, jodaß allgemein die Festlegung von Höchstpreisen gesordert wird! diese Festsetzung soll demnächst erfolgen, (Berl, Tagebl,, Aosi, Ztg, u, «, »>,) Die deutsche Erzeugung an Brotgetreide deckt den Lebensmittelkonsum bis zur nächsten Ernte, doch wird es nötig sesti, den Mangel an eigenen Futtermitteln durch Verarbeitung von Kartoffeln und Rüben, teilweise auch durch Einfuhr auszugleichen, (Voss, Ztg,, Tägl, Rundschau u, a, m,) Da die deutsche Zuckcrindustrie zu einem großen Teil auf de» Export anaewieseu ist, ist das ursprüiiglich erlassene Zuckerausfuhrver- bot ansgchobe», und von der gesamten Produktion von etwa 28 Millionen D,-Z, für das neutrale Auslaiid festgesetzt worden, (Beil, Tagebl, u, a, in,) Die Witterung war der Entwicklung der Rüben günstig! ihr Zuckergehalt wird auf 18,77 Prozent gegen 15,69 Prozent im Vorjahr geschätzt, (F. O, Licht,) Kohle, Der Kohlenabsatz wird ii» Rahmen der beschrän- len gegenwärtigen Förderung als nicht ungünstig bezeichiiet, (Köln, Ztg,) Ende September stellte sich der tägliche Versand- aus 21—22000 Waggons = 80 Prozent der Verladungen vor den, Krieg, (Franlj, Ztg,) Die Nachsrage „ach Kohlen ist groß, und die Lagerplätze, besonders am Mittel- und Ob-rrhein sind peI,chter,„0 Prozent ihrer Produktion vor dem Kriege beschäftigt sein, (Berl, Börsen Cour,, Köln, Bolksztg,, Köln, Ztg,, Berl, Boise» Ztg,, Rhein, Wests, Ztg ) Aus dem neutralen Ausland macht sich eine steigende Nachsrage bemerkbar, da dort anscheinend die Versorgung au» England, Frankreich und Belgien versagt, (Franks, Ztg ) Maschine» und Werkzeuge, Die Kleineisenindu- strie leidet besonders unter den, Stocken des Exports, ein großer Teil der Betriebe ist stillgelegt oder eingeschränkt, die Aussicht,» sind noch wenig geklärt. (Perl, Börs, Ztg,, Leipz, Tageblatt), Metalle, Die europäischen Kupfervorräte halten sich seit Ende August aui der gleichen Höhe und betrugen Ende Septe-nber 34504 T, («781» T i, V,), (H, R, Merton u, Eo,> In Deutschland, dos ou- feine inländischen Vorräte aiigewie- sen ist, soll sich eine gewisse Knappheit bemerkbar machen, d» Preise sind stark gestiegen, doch solle» die inländischen Vorräte einstweilen zur Deckung des Bedarfs ausreicheii, (Köln, Ztg.) Bei de» Zinkhütte» lind infolge der Erschwerung der Ausfuhr Iliid de? geringe!, Absatzes die Bestände stark angewachleii, lL-ss, Ztg,, Köln, Bolksztg,) Die Meffingindustrie leidet tiii-er den gestiegenen Rohsiosspreise» iind einem unbcftwdigeudcm Absatz, das Geschäft in Lux»sartik«Ii, stockt gaiiz, nur für Kriegszwecke besteht Beschäftigung, (Berl, Börsen Eour.) Bauinarkt, In, Baugewerbe, das bei Kriegsausbruch fast völlig zum Stocken kam, ist inzwischen eine Belebung einge- treten. (Reichsarbcitsblutt, Bert, Tagebl,) Zement. Die Zeiiieiit-Industrie leidet stark unter der ungünstigen Lage und die Werke finb vielsach zun. St, stiegen gezwungen, (Fra,,!: Zig u, a, in.) T extil-Inoustrie, Biele Betriebe der Texlilinduflr ,- m SiEirn im iw ist jedermann möglich, der die vorz. Favorit-Schnitte verwendet. Anleitung durch das beliebte Favoill-Modenalbuin, nur 60 Pfg. bei! Fe. Weber, Friedberg i. ,i>. Mehrere 100 Zentner Eicheln «bzugeben Friedrich Kunb, Wachcnbuchen, Telefon Rr. 1045. Amt Hanau, Steinerne Ständer». Töpfe für Sauerkraut, Birnlatwerg etc. (bestes Höhrerfabrilat) in allen Grüßen wieder eingetroffen bei Fr.Hildrecht IDtu. Friedberg i. f)._ Nur noch kurze Zeit! Wegen Aufgabe des Geschäfts flüsverfeaü?" nur gegen Cassa! ' £0—50°/,. Kabatt solange Vorrat reicht. F. L. Bepninger Kaiserstr. 39. PrankKus*! ». Al. Kaiserstr. 39. ------ Glas und Porzellan. Krankenpflegerin HT™“* empfiehlt sich. 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Die Herren Rübenlieferanten ersuchen wir dringend die Rüben zusammen zu fahren und vor Nässe u. Frost zu schützen. Unvorschrists- mätzige Lieferungen werden unter allen Umständen zurückgewiesen. Nr. 250 ___________ |in'o jiii de» Heercsbedars stark beschäftigt, Jn> glotzen galten macht sich eine, wenn auch langsame Tendenz zur Besserung bemerkbar; indessen sind noch zahlreiche Betriebe geschlosicn oder eingeschränkt, sidatz, trotz der vielen Hecresaustruge, im allgemeinen die Beschastigung der Textilindustrie noch nicht als normal bezeichnet weiden kann, (Leipz. Tagebl, u, a) Leder, Auch in der Lederindustrie sind die für den Hecresbedars tätigen Unternehmungen sehr stark bcschärttgt und arbeiten vielsach mit Ueberstunden; die vorliegenden Aufträge geben noch siir längere Zeit hinaus lebhafte Bcschaftig- uirg, dagegen hak IN den für den Privatbedarf arbeitenden Fabriken die Beschastigung nachgelassen, und diese mutzten vielfach ihre Betriebe einschränken oder gar einsteNcn, (Münchll. Neueste Nach»,, Franks, Ztg, u, a) Papier, Die Lag- hak sich weiterhin verschlechtert, (Berl, Ta geh! , Berlina: Pörsen-Zritung), Dir Kathedrale ooit Keims »ad die Kirche 3t. ilftnt dasclbll als Kugclfängrr. Ueber die Umstände, die zu Mt Beschietzung der Kathedrale von Reims durch ocutschc Artillerie geführt haben, wird uns berichtet: Die Franzosen sind es selbst gewesen, die das ehrwürdige Bauwerk der Zerstörungsgcfahr ausgeliefert haben. (Eine starke französische Artilleriegrupp- war so ausgestellt, datz die in geringer Entsernung hinter ihr liegende Kathedrale sich genau in der deutschen Schutzlinie befand und durch jedes ;u loch gehende Artilleriegeschotz gefährdet werden mutzte. Die dcuische Artillerie hatte nämlich im Osten von Reims auf den Höhen, die sich hart nordwestlich des Ortes Nogent l'Abesic hinziehen, Posto gesatzt, Lssenbar lag der Ausstellung der französischen Geschütze die Erwägung zu Erunde, datz man die Deutschen so in eine Zwangslage brachte, zwischen zwei sehr unangenehmen Möglichkeiten zu wählen: Entweder sie verzichten aus Ehrfurcht vor der Kathedrale aus die Beschietzung der iit ihrer Nähe stehenden Batterien, Dann fügten diese, ohne selvs: gefährdet zu werden, den deutschen Truppen die schwersten Verluste zu, Oder man jatzte schweren Herzens den Entschlutz, das Feuer der französischen Artillerie zu erwidern. Dann hat- leii die Fraiizosen die gewünschte Handhabe, »ns Deutsche vor aller Welt als Barbaren hinzustellen. Die Ausstellung einer zweiten feindlichen Artillericgruppc, von der bis jetzt noch nicht berichtet wurde, vor einem anderen südlich der Kathedrale gelesenen Gotteshaus, der Abteikirchc Et, Remi mit anstotzenden Klostergcbäudcn, in denen ein grotzcs Krankenhaus unterge- bro.ldt ist, zeigt zur Evidenz, daß es sich bei diesem Verfahren nicht um einen Zufall gehandelt hat, — Kathedrale wie die Abtcilirche waren sozusagen als Kugelfang benutzt, Wiesbadener in Tsingtau. Zn der tapferen Besatzung Tsingtau'?, die die Ehre und den Ruhm des deutschen Namens so entschlossen zu wahren und zu erhöhen verstehen, gehören folgende Wiesbadener Söhne: 3, Secbataillon: Oberleutnant z, S, Buttersack, Kompagniesührer: Osiasiotisches Marine-Detachement: Oberleutnant z, S. Sched- Itr; Lstasiatische Station der deutschen Kriegsschiffe: Kanonenboot „Jaguar", das vor kurzem vor Tsingtau vereint mit der „Kaiserin Elisabeth" siegreich im Gefechte stand: Oberleutnant z, S, Fliegelskamp: Matrose Singer; Kanonenboot „Iltis": Leutnant z, S. v, Secbach, Die Anstände in Aegypten. Ter Berichterstatter des „R, Courant" aus Kairo hat stinem Blatte einen Bericht geschrieben, dem der „Berliner Börse» Courier" u. a, folgendes entnimmt: „Vorgestern paradierten die indischen Truppen durch die Hauptstrasjen von Kairo, inmitten der massenhaft zusam- mcngcströniten europäischen und eingeborenen Bevölker- »ng. Obwohl die Regierung, die von London aus tatsächlich das Niltal beherrscht, von der Absicht ausgegangen war, diirch den i»:iblick der Inder auf die Acgypter zu wirken, und deren aufrührerischen Geist zu dämpfe», scheint, dieser Zweck kanni erreicht worden zu lein, denn erstens sieht der Mohammedaner mit unsäglicher Verachtung auf die „heidnischen Hordcn"3 herab, die er als Sklaven bezeichnet, und zweitens ist die Zahl der Inder sehr gering ausgefallen; es sind höchstens 4000 bis 6000,, während die Engländer ''Ns bisher a» 10,000 Mann glauben machen wollten. Man fabelt zwar von weiteren Truppen, die in Pord Said und Alexandrien liegen sollen, doch nicniand hat sie gesehen. Man beklagt sich immer hier allgemein, datz wir über das, was im Ausland wirklich vorgeht, im unklare» gelassen iverdeii; ich kann der Regierung jedoch nicht unrecht geben, denn wenn die Aegypter z, B. genau wühten, was jetzt in der Türkei vergeht, wiirde es hier viel ynnötige Aufreg- iing geben. Hier und da sickert aber doch die Wahrheit durch, und der Schleier wird gelüftet, trotz des Tamokles- schwcrtes der Zensur, das über ganz Aegypten schwebt." Was die (Fngliinfefr nt Her Tätigkeit der „Emden" Ingen. Loudo». 23. Okt. (SB. T. B. Nichtamtlich.) Tie „Times" schreiben: Ter kühne deutsche kleine Kreuzer „Emden" ist wieder erschienen, dieses Mal in der Arabi- scl.en Sec, »nd hat eine gute Beute geinacht, die an Tonnen- gehalt den Wert der von der „Emden" in der Bucht von Bengalen gemachten Beute noch übertrisst. Tie „Emden" versenkte diesmal fünf Schiffe, darunter ein ganz neues der Britisch East.^ndia Company, ein grotzes, mit Kautschuk und Zinn beladenes Schiff der Holt-Linic und ein wertvolles Baggerschiff. Sie beschlagnahmte ferner das mit Kohle beladene Schiff „Oxford", um ein verlorenes Kohlen- schiff zu ersetzen. Tas britische Publikrun war bisher geneigt, die Kreuzfahrt der „Emden" mit Amüsement und Toleranz zu betrachten, ^besonders weil die Offiziere sich wiederholt als so gute Svortslcute erwiesen haben. Tie Htut Tageszeitung. Samstag, den 24. Oktober 4SI Seite 2 Zeit ist aber gekonnncn, die Admiralität zu fragen, wann sie beabsichtigt, der kecken Laufbahn des Kreuzers „Emden" ein Ende zu machen. Sein Auftreten an der Küste von Karomandel hat Birma abgeschnitten und den Handel Kalkuttas gelähmt: es hat England über eine Million Pfund Sterling gekostet. Das Wicdeicrfcheinen des Kreuzers bedeutet den direkten Verlust einer zweiten Million, sodatz wir in wenigen Wochen nahezu den Preis für einen Tread- nought verloren haben. Tic „Emden" ist ferner verantwortlich für die gegenwärtige hohe Versichcrungsratc für Routen nach dem Orient, Sic kann uns evcnsiiell den indischen Postdienst unterbrechen. Wir wünschen nicht, die gegenwärtige Tendenz mitzninachen und hochgestellte Seeleute anzugrcifcn, aber wir müssen eine wachsende Unzu- fridenheit mit den Matznahnicn der Admiralität verzeichnen. Es besteht allgemein das Empfinden, daß die Admiralität den Aiiforderirngen auf der hohen See nicht genügende Aufnierksanikeit schenkt. Eine amphibische Kriegsführung mag Anziehungskraft besitzen, aber wir ziehen es vor, datz die Flotte sich vor allen Dingen mit dem Ozean beschäftigt. Die Nation ist gleichzeitig mitzgestinuut, zu sehen, datz so viele deutsche Kreuzer noch ungestört die Meere durchfahren, und datz das mit soviel Reklame geschaffene Minenfeld das Erscheinen feindlicher Unterseeboote bei Ostende nicht verhindert. hat. Tie Nation fürchtet, datz bei der Admiralität die Tendenz herrscht, ihre Tätigkeit zu sehr zu zersplittern, und sie würde den Nachweis begrüßen, datz die Admi- ralität sich ausschlictzlicher auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentriert. Die Ejnllhriiiiknng der ölanntiveiilbrennerei. Im Anschlutz an die Beschlüsse des Bundesrats über di: Ermätzigung des Durchschnittsbrandes und die Erhöhung der Bergällungspflicht entnehmen wir den „Münchener Neuesten Nachrichten" noch folgende weitere Einzelheiten der neuen Ordnung: Das Kontingent der Brennereien im Königreich Bayern leinschlietzlich Jungholz und Mittelberg), im Königreich Württemberg und Erotzhcrzogtum Baden beträgt sieben Zehntel des auf Grund des Beschlußes vom 2. November 1911 den einzelnen Brennereien für das Betricbsjahr 1911-12 zugewiesenen Kontingents. Die aus den Einnahmen an Betricbsauflagc zu gewährenden Vergütungen weiden mit Wirkung vom 18, Oktober 1914 wie folgt festgesetzt: a) für vollständig vergällten Branntwein des vergällungspslichtigen Ueberbrandes aus 8,07 Mark, anderer Art aus 9,21 Mark, b) für unvollständig vergällten Branntwein, der verwendet wird zur Herstellung von Essig, aus 9,29 Mark, zur Herstellung von essigsauren Salzen, Zelluloid, Kunstseide und Kunstleder, sowie von Teerfarbstoffen und ihre organischen Vorerzeugnisse aus 9,18 Mark, zu anderen Zwecken auf 9,195 Mark, c) bei der Ausfuhr für Branntwein aus Steinobst oder Beeren und Liköre, wenn die Ausfuhr in Flaschen bis zu 1 Liter oder in Fässern oder Korkflaschen bis zu 199 Liter Raumgehalt erfolgt, auf 0.14 Mark, für rohen und gereinigten Branntwein sowie für Branntwein und Branntweinerzeugnisse anderer Art aus 9,97 Mark, d) für Branntwein, der unter amtlicher Ueberwachung durch Verdunstung oder sonst durch natürliche Einflüsse verloren geht und zwar des vergällungspflichtigen Ueberbrandes auf 9,97 Mark, anderer Art auf 9,195 Mark für den Liter Alkohol, Uebersteigt die in der Zeit vom 1, bis einschlietzlich 15, Oktober 1914 von den einzelnen Antragstellern vollständig vergällte Alkoholmenge 17 / j 2 > der im Oktober der Jahre 1911, 1912 und 1913 durchschnittlich für denselben Antragsteller oder seine Rechtsvorgänger in gleicher Weise steuersrei abgemessenen Menge um mehr als 5 Proz,, mindestens aber um mehr als «1»» Während des Friedberger Pferdemarktes halte ich mit einem großen Transport bei Gastwirt Scherf, Friedberg. 6 traujj, Ober Mockstadt Telefon Ctockheii» 20 . 2-ZilllMk-Wlihilllllg mit abgeschl, Vorplatz und Zubehör an ruhige Leute p. l.Rov. zu vermieten, Näheres Friedberg- Fauerbach, Klausenstr. 12. Kartoffeln zu kaufe,» gesucht Offerten mit Preis u. Corte an Jacob MMim, Ä»» Hahn b. Psunastadt. 899 Liter Alkohol, so ist sür die darüber hinausgehendc Menge die Betriebsaujlagc nur in der oben festgesetzten geringe» Höhe zu vergüten. Lchickt Zeitungen ins Keld. Wer Angehörige beim Heere hat, soll ihnen so oft als inöglich die gewohnten Zeitungen zrrgängig machen, sie spinnen die Verbindungsfäden zur Heiniat und erfreuen da- das Herz unserer tapferen Krieger. Unsere Zeitung jolite bei soläien Sendungen nie fehlen, denn cs har nocy einen ganz besondcren^Vorteil/näinlich nufere wöchentlichen Zu- sannuenstellungcn der'Kriegsereignisse. Unsere Tapferen draußen im Felde,^vornehmlich die in der Front stehenden erhalten ja keines fortlaufende Kunde über die täglichen Ereignisse: .deshalb werden sie diese.; zusannnensajsendeii Berichte freudig'.begrüben.'ä Aber auch.wenn die Zeitungen gelesen sind' hört ihr Nützen für dcu Sotidaten nicht auf, ion- dcru sie'erfüllen noch äls Notfchutz gegen die Kälie einen lin- gemein weitvollcn^Zwcck: SHm Postenstehen wird selbst beim stärksten'Winddruck die Brust warm gehalten durch das Einschieben 'mehrerer Zeitungslagen zwischen Hemd und Hosenträger.', Soll ^Brust und Rücken gleichzeitig geschützt werden, so verfährt man folgendermaßen; Man schneidet in die für Brust und Rücken bestimmten Zeitungslagen möglichst tiefe halbe Halsausschnitte, damit auf der, Schulter die Teile sich decken,.läßt sich.von einem Kameraden das Rücken- lei: anlegen iind'verbindetFittf der Schulter das »nistteil Mit dem Rückenteil, wäs^am besten dnich einige Fadenstiche geschieht. - Ä^die^Z^M^ro^^iia^sockann ein kreisjör- migerb«8*floi>fcS ' hincing - schnitten tvVn deli.^BeilÄWwak^dicnm-'rwifchnt' Waffenro-k und. Mäntel'g^schsobmie^Zcüeung^la^wgegeiläTtlrchschlagei'. der Erdfechchtigkeift'iind.Zomit^^SDitz'^gcgmi Ertzrltnngc:!. Bei der Gewohnheit,^if.yin^'^Arm^lt schlafe», ist'eS ratsam, Zeitungei^imt^isArin zmwickeln. k,Haben sich rhiii- niatischc Schmerzen.schon geltend axmacht, so kann man.dunh örtliche Umwicklungen ^nnch.hier: bald. Besserung" erreichen. '(Jeder Jäger wird'wisst»" wie"gl,t Zcftuiigspapier in, Stie- fel den Fuß'gcgen^Kältc und Feiichtigcit schützen kann.) Es ist die Pflicht aller,^.Welche Angehörige im Fcsdc haben, diese änf den^ segensreichen Wcrt.deS Papiers aufmerksam zu machen und sics.iu'i,regelmäßigen,Besitz, Non -Zeitungen zu bringen.'.damit-sie,diese Vorteile^ansnützen können Alte Leutnants Unter inehreren anderen in den 99er Jahren stehende« deutschen Männern, die freiwillig wieder in das Heer eingetreten find, um an dem Kampfe um Deutschlands Existenz tätig teilzunehmcn, galt bisher Leutnant von Dembinsky bet den 4, Ulanen mit 87 Jahren als der älteste,'Dann wurde ihm dieser Ruhm, der älteste Leutnant zu sei», von dem Leutnant Albert Treichel aus Koppalin (Hinterpommern) mit 88 Jahren streitig gemacht. Beide werden aber noch weit übcrtiofsen von dem Oberleutnant a, D, d. L,-Pioniere Wolfram, der trotz seiner TXY, Jahre als Oberbauleiter eines Arinieruugsab- schnlttes von Kllstrin cisrig Dienst tut. Die amtlichen Verlustlisten liegen in unserem Geschäftszimmer zu Jedermanns Einsicht auf. Wer nicht genau Bescheid weiß, wie die Adressen an Angehörige des Heeres (Truppenteil, Rcgiemnt, Kompagnie usw) bei Feldbriefen anzugeben ist, dem geben wir gerne Auskunst und sind bereit die Adressen zu schreiben, : Schristleitung der „Reuen Tageszeitung". Kraft-Lebertran-Emulsion bestes Nähr- und Stärkungsmittel per Flasche ftlk. 1.50 greift Zähne nicht an! Aerztlich erprobt und empfohlen! per Flasche Ulk. 1.00 empfiehlt Adolf Bcchstein, Am alt^jostaml. Friedberg i. 11. ächulstr. 15. Telefon 488. _ Telefon 45t). Während des Friedberger Pjerdrmarltes hall« ich wie immer, mit weinen Pferden und Fohlen in den städttschcn Stallungen gegenüber der Stadtkirche. Simon Kaufmann, PstrWlMlig Weder Weisel. Telessn Amt Bntzbaih Nr.25. Telefonanruf in Friedbera Nr. 34. I.Beilage zur „Neuen Tageszeitung 4ä Nr. 250 Samstag, den 24. Mtoder 1014. j 7- Jntjraunn Chronik« der Kriegsgeschichte. 14. Oktober. In Frankreich wurde Lille von deutschen Truppen nach Kamps wieder besetzt, dabei wurden 4300 Gefangene gemacht. Von Eent aus zog sich der Feind, darunter ein Teil der Besatzung von Antwerpen, eilig nach Westen zur Küste zurück. Lltrsi» Truppen spizbrr. Auf dem östlichen Kriegsschauplatz find in Kämpfen bei Schirwindt die Russen geworfen und haben 3000 Gefangene, 28 Geschütze und 12 Maschinengewehre verloren. Lyck ist wieder in unserem Besitz. Weiter südlich sind beim Zurückwerfen russischer Dortruppen aus Warschau 8000 Eesangene gemacht und 25 Geschütze erbeutet. Infolge Rebellion eines kleinen Kommandos unter Führung des Burenobcrsten Maritz, das gegen Damara Land vor- rückcn sollte, ist für ganz Cüdafrika das Kriegsrecht verkünde! wardc». 13. Oktober. Bei Antwerpen sind im ganzen 4—3000 Gefangene gemacht. Es wurden 300 Geschütze, eine Unmenge Munition und Dorrätc im Wert: von vielen Millionen Mark erbeutet. In der Gegend von Albert wurden Angriffe der Franzosen unter erheblichen Verluste» für sie abgewicsen. Ter Angriff unserer in Polen Schulter an Schulter mit dem österreichischen Heere kämpsendcn Truppen befindet sich im Forllchrciten. Unsere Tiuppcii stehen vor Warschau. Ein mit etwa acht Armeekorps aus der Linie Jwangorod-Warschau un- tcrnoininencc russischer Vorstotz wurde aus der ganzen Linie unter schweren Verlusten sür die Rusicn zurllckgeworsen. 18. Oktober. In der Gegend nordwestlich Reims wurden heftige Angriff: der Franzosen, an der oftpreutzischc» Grenze Angrisfe der Russen ans die Stadt Lyck zurückgewiesen. Die Rügen verloren dabei 800 Mann Gefangene, 1 Geschütz und 1 Maschinengewehr. Die alte belgische Handelsstadt Brügge und das berühmte Seebad Ostende ist von den Deutschen besetzt. Zahlreiches Kriegsmaterial wurde erbeutet. Die belgische Regierung ist nach Frankreich geslohen. Der bekannte italienische Minister des Aeutzeren Di San Giuliano (deutschfreundlich) ist gestorben. 17. Oktober. England versucht Portugal zur Teilnahme am Krieg zu drängen. Es soll ein Kongretz wegen Entsendung eines Hilfs- korps nach Frankreich statlfindcn. Der englische Kreuzer „Sowie" wurde von einem deutschen Unterseeboot vernichtet. 830 englische Matrosen sind ertrunken Die von Antwcrepn aus vorgedrungcncn deutschen Truppen haben westlich und südwesUich von Ostende mit dem Feind Fühlung bekommen. In Kämpfen östlich der Festung Przemysl und weiter südlich i„ Galizien haben die Russen s chwerc Verluste erlitten. Allein 13 000 sind nach dem amtlichen Bericht von den Ocster- reichern gefangen genommen. 18. Oktober. Westlich und nördlich der von den Deutschen besetzten Festung Lille kam es zu heftigen für die Franzosen verlustreichen Kämpfen. V:er deutsche Torpedoboote gehen in der Nordsee bei Holland im Kampf mit englischen Schissen verloren. Die Verluste der Engländer sind uu- bckannl. 18. Oktober. Die dämpfe im französisch-belgischen Küstengebiet nehmen au Heftigkeit zu, ohne bisher zu einer Entscheidung zu sührcn. Starke Verluste der angrcifcndcn Franzosen bei Lille. Ein deutscher Kreuzer hat das französische Dschibuti an der nordöstlichen Küste von Asrika bcschosicn. Dos englische Unterseeboot „l-l 3" (neuste Typs) ist Inder deutschen Bucht der Nordsee vernichtet worden. — Die Verluste der Rüsten bei Przemysl werden auf 7 0000 Mann geschätzt. 20. Oktober. Die Deutschen stictzcn im Rordwesten von Belgien, bei Rieuport aus den Feind, und stehen mit diesem im Kampfe. — Bei Lille wurde abermals ein französischer Angriff unter schweren Verlusten znrückgeworscn. — Im Südostcn rücken die Oestcrreichcr erfolgreich vor. Untergang des japanischen Kreuzers Takat- sch'v vor Kiantschou durch eine deutsch c'Jll i n c. 21. Oktober. An der belgisch französischen Grenze werden nach siegreichem Kampfe 2000 Engländer gefangen. Die englische Flotte greift voa: Meer aus durch Geschlltzseucr ein, wobei ein Torcpdoboot durch unsere Artillerie kampjunsähig gemacht wird. Ter österreichische Angriss in Mittclgalizicn gewinnt stetig an Raum. — Südlich der Mazicre wurden die Rüsten geworfen. Viele Russen, darunter ei» General, geriet in österreichische Gefangenschaft. 22. Oktober. Der deutsche Angriff im Rordwesten Belgiens schreitet erfolgreich vorwärts. Englische Schisse Unterstützen die scindliche Artillerie. — Bei Toul wurde ein französischer Angrisf unter schwersten Verlusten sür die Franzosen zurückgeworfen. — An der Ostgrenzc Preutzens fliehen die Rüsten auf Ostowice, mch rere 100 Eesangene und einige Maschinengewehre fielen in die Hände der Deutschen. — In Galizien befinden sich die Oesterreicher in stetem Vorgehen. — Ganz Ungarn ist cndgiltig vom Feinde gesäubert. — Die Ocstcrrcicher zogen wieder in Ezcrnowitz, der Hauptstadt der Bukowina, ein. Deutsche Ariegsbriese. Von unserem Kriegsberichterstatter. *) Von Paul Schwedcr. Krotzcs Hauptquortiee den 16. Oktober. *) Eenehmigung zur Veröffentlichung erteilt am 16. Okt. >814 Erotzcr Ecneralftab des Feldheeres. Schneidige dcuischc Militäruiusik weckt in Antwerpen am Morgen. Ein Rcgiuient Infanterie marschiert die Avenue de Kcyscr und die Place de Mcir entlang nach dem van Dyck-Quai am Scheldeuscr hinab, von wo aus sic nach der gegenüber gelegenen Sration Du Pays de Waes neben dem von den Engländern und Belgiern bei ihrem Abzüge aus Antwerpen zerstörten Fort de la Tete de Flandre Ubergejetzt weiden. Von der Station sührt die dirette Bahnlinie über Sankt Rikolas, wo zur Zeit iwch gekämpft wird, nach Gent, Brügge u. Ostende Ter Truppentransport vollzieht sich, als wenn er nicht auf der mächtigen breiten Schelde im seinen Beligen, sondern in Frie- denszeiten irgendwo am Elbufer stattsände. Je drei lange Pontons sind durch mächtige Balken untereinander und mit 2 undcrcn gleichartigen Stegen verbunden. Diese neun Pouiono sasten einige Hundert Soldaten mit Pferden und Wagen und werden von einem Hasendamxfer in schneller Fahrt ans jenseitige Ufer gebracht. Dort sind bereits die Böschung hinauf sestc Laufstege geschaffen, die sogar, um das Ein- und Ausstei- gcn bester zu regeln mit Schlcrgbäumcn versehen sind. Erst wenn eine Abteilung abmarschicrt ist, wird der Schlagbanm für die nächste geöffnet und die ersten sitzen bereits im Zuge, wenn die letzten den Schlagbaum passiert haben. Das alles geht mit einer Selbstverständlichkeit und Ruhe vor sich, über die man immer wieder staunen mutz. Aus dem Rückwege bringen die Fähren bereits einen Teil der Kriegsbeute mit, die drüben bei der eiligen Fluch! den Belgiern und Engländern abgenom- men wurde, und die vor allem in zahlreicher Munition, in Kisten und Kasten voll Lebensmitteln, in reizenden kleinen Efels- fuhrwclke» und einer Unzahl schwerer belgischer Arbcitspserdc besteht. Die Intendantur hat olle Hand voll zu tun, die ein- gclicjerte Beute zu ordnen and cinzutragcn, denn daheim möchte man doch möglichst bald und genau wisten, was die reiche Schcldcstadt bei unserer Ankunft noch an Schätzen enthielt. Aus den offiziellen Telegrammen her weitz man be icits, welche Fülle von Kriegsmaterial, aber auch von Lebensmitteln, Fourcgc, Weizen, Kajfee. Hopfen, Flachs, Tabak. Fellen, Petroleum, wertvollen amerikanischen Hölzern und vor allem Wolle in unsere Hände gefallen ist. Auch 400 wertvolle Aukomobilcarossericn »nd 180 allerdings teilweise zerstörte Automobile sind erbeutet. Ei» Teil davon ist jedoch von deutschen Arbeitern sofort in Angrisf genommen werden und wird einen wertvollen Bestandteil unseres automobile» Kriegsmaterials ! ildcn. Eine besondere Freude aber hatten unsere Feldgrauen e.n einen langen Eiscnbahngütcrzug, der auf der Kaibahn stand n»d über den Care du Süd nach Ostende geleitet werd.., sollte. Der Lcitvcrmcrk steht noch an den einzelnen Wagen i'nd ebenso die genaue Inhaltsangabe. Da nun im letzten Augenblick eine Bo-nde in den Südbahnhos siel, mutzte der ganze Zug Zurückbleiben, und die lachenden Erben fanden nc- k'ii Kanonen, Maschinengewehren und Munition auch Lcbcns- iniltcl und Uniformen, ja sogar Musikinstrumente und Tam- bourmufik für ein ganzes Regiment Schon seit den frühen Morgenstunden ist man mit der Inventur beschäftigt, »nd --in Hannoverscher Zcitungsverlcger schreibt sich fast die Finger wund, um die von seinem Vorgesetzten angesagten Bestände aufzunehmen. Neugierig sieht drautzcn vor den Gittern der Kaianlagen eine immer größer werdende Schar von Antwerpcnern dem eigenartigen Schauspiel zu. Die Stadt beginnt langsam ihr früheres Aussehen wieder anzunchmen. Alle Augenblicke geht der Rolladen eines Schaujcnstcrs hoch, und in den Lebevs- mittelgeschäftc» stehen hier und da bereits wieder blonde rosige „Mcisjes" in weitzcr Schürze und bedienen den Fremdling in vlämischcr Sprache Von den Lagerschuppen der Canada . Pacisic-Railway, der American Eppretz'Company und der Rippon-Iusen-Kaicho Linie am Tavernicr Kai und denen der Deutschen Ostafrika-Linie, des Norddeutschen Lloyd und der Bremer Roland-Linie sowie der Hainburg-Amcrika-Linie und der Pcninsular- and Orientallinic an den Plontin-Van Dyck- und Iordaens-Kais sammeln sich zahlreiche Echauerleute und andere Hafenarbeiter an, in der vorläusig freilich noch trüaeri- Ichen Hoffnung, nach dem Abschluß der Beschietzung Antwerpens alsbald wieder Arbeit zu erhalten. Dazwischen lungern zweideutige und unzweideutige Weibspersonen aus dem unteren Hafenviertel, die mit gierigen Auge» die von dem Hafen- pödcl bei der Plünderung der Norddeutschen Lloyd-Schuppen wahllos umhergestrcuten Sachen, besonders Wäsche. Kleidungsstücke, Leckereien und Schmucksachen betrachten Aber ein paar straniiuc hochgcwnchsene Malrosen mit ausgepslanztcm Seitengewehr halten sie und das ihnen nahestehende Gesindel in rc- fpektvoller Entfernung. An der Stelle, wo in Fricdcnszeiten das Haiwich-Bovt von Antwerpen nach England unter Ueber- nahme der aus West- und Siiddcukschland sowie aus Frankreich und Belgien herankommenden Londonreisenden abfuhr, steht ein schweres englisches MariuegcschLtz, das offenbar im letzten Augenblick nicht mehr über die belgisch-englische Pontonbrückc über die Schelde kam. die dann, als der letzte Mann herüber war, gesprengt wurde. Ihre Trümmeircste liegen mitten im Fl atz und behindern die Durchfahrt grötzcrcr Schiffe. Um den Uebergang zu sichern, ist das Stratzenpslaster ausgerissen und ein großer Drahtverhau erbaut. Unter der Aussicht eines höheren Marineoffiziers wird jedoch die Ctratzc schon wieder neu- gepflastert, und innerhalb weniger Stunden ist auch hier das gewohnte Stratzcubild wieder hergcstellt. Drüben in Hoboken, wo noch inimcr Rauchwolken aus der zerstörten Pctrolcumtanke aujstcrgcn, weht das amerikanische Sternenbanner über den wenigen iutali gebliebenen Tanke. Auch einige Benzintanks sind übrigens bei dem großen Brande gerettet worden und ihr Inhalt ist gerade in dieser Zeit, wo das Benzin eine geschätzte Ware geworden ist, soiort von den Unsrige» beschlagnahmt wor- oen. Bor den Tanklager» stehen einige Eiscnbahntankwagen mit der Auischrist. Antwerpen.Kiel. Ich kcmme mit einigen Reeder» und Grotzkauflcuten, di« nach dem Zustande ihrer Kontore und Lagerschuppen sehen wollen. ins Gespräch. Sie versichern mir, datz der größte Teil der ^ürlrfjuji u. päietg (§ep) Eigctragcue Eciiossenschnst mit be.chränlter Haftpflicht. Die Jletiheit Mk, Men, KlMN uitt) zu den billigsten Preisen empfiehlt Pafefots, Blusen sind eingetroßen-, R ei t li h a li i g e Z n s w ah 11 Empfehle mich in Weisswaren. Militär-Unterhosen, Hemden u. Unterjacken, Kolter, Bcttiic :er Hetndeiifianelle, gestrukte Wamse, Sweater etc, etc. Hliehaei Scheuer Telefon 398 . Fricdbc r >• Kai-er fr. A. Steinbach Friedbc--g, Kai'ersir. H. Zuchl des . grofirn mißen Edelschmins Lchwci»lc;«cht Bcrci» Lang-Göns (Hessen,) Erstklass. Zuchttiere von vor- . zügi. Abstammung stets vorrätig. Unser Zinsfuß für Spareinlagen wird ab 1. Januar 11-15 auf 4°j» festgesetzt. Darr Einlagen werden zu höherem Zinsfuß gegen besondere Vereinbarung schon von jetzt ab entgegengenommen. Bekanntmachung. bswg cans Die beliebten muüeii-iipjy ZU B!> »'tun für Herüsi unü rfi.iier 1915 sind eingetroficn bei Fr. Weber Frledbeps (Hessen). J ----- ------ Insülqe Aufstellung weiterer Krastfahrformationen ist noch ein grofier Bedarf an Kraftwagensührern vorhanden. Sämtliche dienstpflichtige, sowie nicht mehr drenst- pflichiigc und kriegssreiwilkige Kraftwagenfuhrer wollen sich bis patestcns 27. Oktober d. Ls. unter Beifügung des Führerscheines beim Bezirkskommando Friedberg melden. Friedbcrg, den 23. Oktober 1914. Eroghcrzogliches Bezirkskommando. »on Braneoni, Ma,ior und Bezirkskommandeur. H«. 250 Neu« Tageszeitung. Samstag, den 24. Oktober 1014 Teil« k Antwcrpencr eine wahre Wut gegen die Engländer im Herzen irage, weil die um beinahe acht Tage verlängerte Beschießung der Stadt und die damit verbundene Zerstörung vieler Werte ihnen allein zu danlen ist. Man sieht ein, daß cs durchaus in Englands Interesse gelegen hätte, wenn Antwerpen durch die deutschen Riesengeschutz: in Grund und Boden geschossen wäre, da sich die ausstrebende Handelsstadt an der Schelde mehr und mehr zu einem Psahl im Fleische des englischen Handels cnt- wirlcll hatte. Die Antwcrpencr w- ° ' >vr auch füt die llcbcrgabe der Stadt und glaubten , .l tzten Augenblick nicht, daß man nach dem Fall der ■ . .. Fortsgiirtel noch weiter kämpfen werde. Aber dann hätten sich die Engländer ärmlich zu Herren der Stadt ausgeworscn und keinen Wider- nruch gegen ihre Anordnungen geduldet. — In diesem Augenblick wird überall an den Straßenecken eine mit der Schrcib- najchine horgcstelite Bekanntmachung des deutschen Obcrbe- ehlshubers der Antwerpen besetzenden Truppen und des Leutchen Kommandanten der Festung Antwerpen angeschlagen. Es rißt darin: „Der unterzeichnet« Konimandant der Festung Antwerpen bescheinigt, daß nichts der Rückkehr der Einwohner von Antwerpen in ihre Wohnung in Antwerpen entgcgensteht. Keinem wird ein Leid' geschehen und Privateigentum wird geschont, vorausgesetzt, daß man sich jeder Feindseligkeit cnt- häli. Die Mitglieder der Garde civiquc, wenn entwaffnet, werden nicht als Kricgsgcjangene angesehen und können ruhig wicdcrkchren, gez, Generalleutnant Freiherr von Schultz." Der Oberbefehlshaber der deutschen Truppen macht bekannt: „Das deutsche Heer betritt Eure Stadt als Sieger, Keinem Eurer Mitbürger Ivird ein Leid geschehen, und Euer Eigen- lum wird geschont werden, wen:, Ihr Euch jeder Feindseligkeit nthaltet, Jede Widersetzlichkeit dagegen wird nach Kriegs- ">t bcstrast und kann die Zerstörung Eurer schönen Stadt zur .lge haben," — Alle, die diese Sätze lesen, gehen mit einem Seufzer der Erleichterung von dannen, — Wir wandern weiter am Scheldeuser entlang und suchen die angeblich von de» Belgiern und Engländern bei ihrem Abzüge zerstörten 32 deutschen Schisse zu ermitteln. Es stellt sich jedoch heraus daß sie bis aus die „E-neisenau" friedlich hinter der ersten Strombiegung liegen und daß nur ihre Maschinen unbrauchbar gemacht worden sind. Dabei stoßen wir überall an den Kaimauern aus Bekanntmachungen des belgischen Kriegsministeriums, in denen die Truppen an der Hand von Zeichnungen auf die deutschen Flugzeugtypcn aufmerksam gemacht und über ihre zweckmäßige Beschießung unterrichtet werden. Hinter Hoboken sehen wir die Wirkungen der gewaltigen Explosionen der brennenden Pctrolcumtanks. Dort liegt ein ganzer Kicszug, von dem starken Lustdruck zur Seite geworfen. Die Lokomotive steht nahezu auf dem Kops, — Noch einmal gehe ich' in die alte schöne Stadt hinein, um mich langsam auf den Abschied von ihr vor- zubcreitcn. Denn wie unsere Truppen, so sind auch die Kriegsberichterstatter gezwungen, alle; im Fluge zu schauen und dann weitcrzueile», noch größeren und wichtigeren Aufgaben entgegen, — Auf der Place de Mcrr verteilt bereits die Feldpost die Brirsschasten für das Secbataillon, Auf dem Bock eines der Bcgleitwagen sitzt ein fröhlicher Postillon und spielt auf seiner Ziehharmonika: „Sei gegrüßt in weiter Ferne, teure Heimat sei gegrüßt!" Mich zieht: in d-as Haus des berühmten Buchdruckers Christoph Plantin, der 154g hier in Antwerpen eine der ersten Druckereien der Welt begründete, die im alten Zustand bis auf unsere Tuge dadurch erhalten wurde, daß man aus dem Hause ein Museum machte, und das vor allem dadurch eine Sehcns- würdigteit ersten Ranges darstellt, weil die Druckerei zu ihren Mitarbeitern Peter Paul Rubens u»d weil sie neben zahlreichen Arbeiten von Rubens, van Dyck, Jordaens und anderen auch die auf anderthalb Millionen geschätzte sechsunddreißig- .zcilige Eutenberg-Bibcl enthält, von der überhaupt nur noch einige Exemplare vorhanden find. Gleichzeitig gewährt das Haus ein ganz einzigartiges Bild einer altvlämlfchen Pairizicr- wohnung. Die Plantin'schen Drucke, darunter zwei Bände der berühmten Biblia regia von 1368—73, sind in einer vollständigen Sammlung vorhanden, ebenso viele geschnittene Holzstöcke und gestochene Kupfcrplatten nebst alten Abdrücken, Von unschätzbarem Werte aber sind vor allem die von Jakob de Wit gefertigten Aquarelle, die Kopien nach Rubens' Gemälden für die Jesuitenkirche in Antwerpen darstellen. Denn diese Kirche ist seinerzeit nritsanrt den Rubeus'schen Bildern verbrannt. — Auch sonst haben die Antwcrpencr die in ihrem Besitz befindlichen Kunstschätze nicht immer sehr sorgjältig behandelt. Ließ man doch noch vor einigen Tagen unten am Hasen das große Hansahaus verbrennen, das die der alten deutschen Hansa an- gehörigen Städte durch Cornelius de Vriendt von 1861—81 hatten erbauen lasten und als Lagerhaus der Hansa benutzten, vis es 1863 für die Ablösung des Scheldczolls an Belgien abgetreten wurde. An diesem Hause waren die Namen alle: deutschen Hansestädte in Eoldschrift verzeichnet und sie galten dcn deutschen Handelsherren stets als ein Zeichen der inneren Zusammengehörigkeit der zweitgrößten Handelsstadt Europas mit de» Handelsintcresten des Deutschen Reiches, — Als ich auf dem Heimwege ins Hotel an dem Prachtbau der Flämischen Oper auf dem Place de la Commune vorüberlomme, hängt daran ein Schild mit der Aufschrift: „Eintritt verboten! Geheimrat von Falcke," — Vierundzwanzig'Stunden nach dem Einzug der deutschcn Truppen also haben bereits unsere berufenen Kunstwächicr ihre schützende Hand über ein Heim Thalias gebreitet, das zugleich der Erhaltung eines wichtigen Sprachgebietes des niederdeutjchen Velksstammes dient. Drüben an der anderen Seite des Platzes marschiert ein Trupp Matrosen vorüber, und eine junge Mutter, die mit ihrem Kinde auf dem Aym, gerade ihren Weg kreuzt, beschleunigt ihren Schritt, Als sie aber wie zum Schutze das lächelnde Kind dcn Männern von der Wasserkante entgegenhält, lachen sie alle die Aengstliche freundlich an, während einer von ihnen das rosige Patschhändchen des Kindes zu Haschen sucht. Das war das letzte und schönste Bild zugleich, das ich in der Stadt der Rubens, van Dyck, Tsnicr und Jordaens sah, und ein Friede verheißendes Symbol zugleich für die Zrrkunft der ehrwürdigen Stadl am Schcldestrand, Klofftii jii Fraiikmchs-sruMN-llerpsikMy. Von Julius Adler, Friedberg i. H, Täglich bietet sich Gelegenheit, bei den ankommendcn französischen Eefangenen-Transporten zu beobachten, daß der französische Soldat schlechter genährt und schlechter ausgerüstet ist, als der deutsche. Zwar, was Verpflegung anbelangt, brüstet sich die französische Heeresverwaltung, kerne Armee werde besser ernährt, als die ihre: aber, wie in so manchen anderen Punkten ist auch hier nur der Schein gewahrt: geht man der Sache etwas tiefer auf den Grund, so sieht es denn doch ganz anders aus, — Gewiß bekommt z, B, der französische Soldat mehrmals wöchentlich Wein mit dem Mittagessen, — wie oft, ist nicht bestimmt festgesetzt: das differiert in den verschiedenen Regimentern, umsomehr als diese Wein-Rationen meist auf Schenkungen beruhen, die d'en einzelnen Truppenkörpcrn von Privatleuten zufließen und die naturgemäß nicht in allen Garnisonen gleich sind. Ob der Wein nun gerade von gutem Einflüsse aus das Allgsmeinbesinden und die Leistungsfähigkeit der Truppen ist, das läßt sich mit Recht bestreiten, — besonders »ach den ausgezeichneten Erfahrungen, die bei »ns letzthin mit dem absoluten Alkohol-Verbot gemacht wurden, — Auch das blendend weiße Brot, mit dem der französische „Piou-Piou" verköstigt wird, sicht wohl gut aus und ist schmackhaft, steht aber an Rährkrast weit hinter unserem so nahrhaften, verdauungsfärdernden Com- iniß-Brot zurück, — Was die übrigen Nahrungsmittel betrifft, so herrscht bei den Franzosen viel weniger Abwechslung als Filiale Friedbergr i. II. Aiic IPost (Üaisc8*$ Algier werden in Menge importiert, ihr Fleisch ist wcseneiicher billiger, aber auch wesentlich geringer als das der französischen Häminel, — Die Qualität des Fleisches, das der französische Soldat genießt, bildet gerade deir wiindestcii Puilkt seiner Er- irährung. Vor einigeii Jahren lameii, infolge von militärsichen Massen Erkrankungen, die unglaublichsten Mißstände bezüglich der tilcischversorgung aiis Tageslicht. Gewißeirlose Lieseran- len halten mit schurkischeii Offizieren von der Verpflegungg- kommisston gemeinsame Sache gemacht und liesericn scholl seit langer Zeit unbrhindert große Mengen schlechten, verdorbenen Fleisches, von krankem, gefallenem Vieh stammend, wie mar es bei uns auf der Freibank nicht geduldet hätte. An der öft. licht» Grenze, gegen Elsaß-Lothringen, tarnen die meisten und schlimmstell derartigen Fälle vor. Es kam zu zahlreichen Aufsehen erregenden, Gerichtsverhandlungen und strengen Bestrafungen: trotzdem haben diese skandalösen Vorfälle nie ganz aufgchört, find selbst dermaßen an der Tagesordnung, daß im Volksmund schlechtes verdorbenes Fleisch allgemein mit „viande a soldats — „Soldatenfleisch" bezeichnet wird. Die Ausrüstung der französischen Armee, besonders die der Infanterie, ist weder schön noch zweckmäßig. Das „Kepi" bietet keinerlei Schutz: mögen die Franzosen auch noch so sehr die Deutschen „caspues a pointes" bespötteln, so sind doch diese unsere Helme weit praktischer als ihre „Kepis", — Der lange Wasfenrock mit seinen flatternden Schößen ist unschön und vor allein unpraktisch, und man sollte meinen, cs erschwere das Lausen, ,(3m jetzigen Feldzug hat er sich immerhin gerade für das Fortlaufen gut bewährt!) — Die roten Hofen nehmen sich bei einer Parade in Longchamp nicht schlecht aus: im Felde aber machen sie den Träger zum idealen Zielpunkte der feindlichen Kugeln, Wie bekannt, war ja in Frankreich ein Versuch mit einer dem Terrain sich anpassenden Kaki-sarbencn Uniform gemacht worden, schon vor der Einführung unserer feldgrauen Ausrüstung, Dem Pariser Publikum mißfiel die neue Uniform und verschiedene Künstler äußerten Bedenken vom Standpunkt der „Acsthetik"! —, sodaß die Sache auf sich beruhen blieb, — gewiß zur großen Befriedigung der betreffenden Aemter, die nun ruhig dem alten Schlendrian weitergehen konnten. Was nun die viel bespotteten Schuhe im französischen Heer betrifft, so trägt der Infanterist Schnürschuhe aus braunem Rindleder („brodequins"); dieselben gehen nur 3—4 Zentimeter über den Knöchel hinauf und sind deshalb im Regen und Schnee viel unpraktischer als die halbhohen Schastenftiefei '!»< serer Truppen, In Qualität sind diese „brodequins" nicht schlecht: ihr großer Fehler ist nur ihre — Seltenheitk Schon bei Wiedereinführung der dreijährigen Dienstzeit stellte sich ein großer Mangel an Schuhwcrk heraus: bereits damals wurde daher den Reueintretenden ancmpfohlen, eigenes Schuhwerk mitzubringen, Dasselbe sollte „möglichst dem militärischen Typ entsprechend" sein (Wie diese Vorschrift eingehalten wurde, beweisen die Lackschuhe verschiedener französischer Gefangenen). Es wurde je »ach Qualität, Abnutzung, bis zu 17 Fr, pro Paar dafür vergütet. Jetzt bei der Mobilmachung hat sich der Mangel an Schuhe» in den Militär-Depots noch als weit empfindlicher herausgcstcllt, Uebrigens trauten die Reservisten selbst der Sache nicht und war der Andrang von jungen Männern in den Läden, die derbes Schuhwerk führen, schon in den letzten Juli-Tagen ein ganz gewaltiger. — Es möchte nun undenkbar erscheinen, daß der Mangel an Militärschuhcn dermaßen hat einreißcn können: der Kenner französischer einschlägiger Verhältnisse weiß aber, daß das mit dem System zusammenhängt, das schlecht aufgebaut ist. Vor allem herrscht Mangel an Ein- Neue FeSduosIpakete für 10 Pfund Wt in vorschrittsmässiger Packung, das Stück 30 Pfennig Feldpostbriefe für 250 Gramm Inhalt in 4 Grössen 1 Stück 10 Pfennig g ’ J das Stück. Vorrätig" bei: Friedf. Stakfuss und Ferd. Sprengel bei 25 50 Telefon 304 Frit-illterft' i. II. Telefon 231 WWii uiMric ton Iran aiui ilnM. Geschäftsstelle Frankfurt a. M., Moselstrage 6a. Telefon-Nummer i)20v Amt l. 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Es gibt einerseits einige Fabriken lin Paris, Bordeaux, Rennes, ferner bei Besancon usw), die ausschließ- Üich für die Armee arbeiten: andererseits hat in einer groben -Anzahl von Regimentern der R-gimentsschuhmacher die ganze «Lieferung oder einen Teil. — Ferner sind in den verschiedenen Armeekorps die Preise, die angelegt werden, nicht die gleichen; jsie varieren zuweilen recht erheblich. — Außerdem hat das -Ministerium, aus falsch angewcndcter Sparsamkeit, den in den -letzten Jahren eingetretenen erheblichen Erhöhungen der Leider- und Material-Preise nicht genügend Rechnung tragen ^wollen. Manche Submissionen blieben daher unerledigt; an- -dererseils haben Militärschuhsabrikanten, die an sich schon -schwach fundiert waren und nicht mehr aus ihre Rechnung kom- >>nen formten, den Konkurs erklären müssen, — Es mag auch fsein, daß die einheimische — in Bezug auf Eleganz und Qualität ja nicht schlecht arbeitende — Schuh-Industrie nicht gcnü- sgend aus der Höhe ist, eine solche Maffen-Fabrikation rationell 'durchzusühren, — sonst wäre übrigens ja auch der große Import von Zioilschuhen nach Frankreich, bei hohen Zöllen, nicht möglich. Für Militärbcdarf jedoch ist alles ausländische Fabrikat streng ausgeschlossen, — Können wir somit den französischen ^Soldaten keine Schuhe machen, so haben wir andererseits um so glänzender bewiest», daß wir cs verstehen, ihnen „Beine zu machen," Ans meiner Dorflrirche. Eratedankjest. Ps, 46, B, 1—G. Eott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben. Darum fürchten wir uns nicht, wenn gleich die Welt unterginge, und die Berge mitten in'e Meer sänken, wenn gleich das Meer wütete und wallte nnd von seinem Ungestüm die Berge ein- ficlen. Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig bleibe» mit ihren Brünnlcin, da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sic fest bleiben, Gott Hilst ihr früh am Morgen. Die Heiden müssen verzagen und die Königreiche fallen; das Erdreich muß vergehen, wenn er sich hören läßt, Ter Herr Zebaoth ist mit uns; der Gott Jakobs ist unser Schutz, Liebe Genieinde! Wenn nicht gerade in diesem Jahre die Last des Krieges auf unfcr Herz druckte, dann hätten wir doch eigentlich allen Anlaß, zu jubeln »nd zn jauchzen, über die Errite, die Gott uns geschenkt hat. Es ist gewiß nicht alles geraten — Obst haben wir in unsere: Gegend fast überhaupt keins bekommen, das Gemüse ist wenig und gering, auch an Kartosfeln ist — je nach de» Feldern etwas ausgeblieben — aber ein Jahr in dem alle» gerät, wird es wohl überhaupt nie geben, und was das Wichtigste ist, was fehlt, das sind lauter Dinge, die wir auch einmal entbehren tonnen, wen» es nicht anders ist, aber gerade das, was wir Nicht entbehren können; das Brot für die Menschen und das Futter jür das Vieh, von dem ist genug da, und es ist geradezu wunderbar, wie Getreide und Grummet, Kariosteln und Rüben hereingekommen sind,.wie uns der Himmel geholfen hat mit ichönem Wetter und Scnnenschein — einmal Wegen gerade in dem Augenblick, wo's nötig war, und dann wieder schön - es hat manchem von uns immer wieder den Sinn erfüllt, dag wir denken mußten: es ist gerade, als sähe Gott auf unsere Rot. wie schwer es uns heuer gemacht «orde» ist, die Feldarbeit zu tun, und als wollte cr zu feinem Teil wenigstens dafür sorgen, daß es uns nicht auch noch durch die Witterung schwer gemacht würde. Wortwörtlich meinen wir. hätten wir cs da manchmal gespürt;' Eott ist unsere Zuversicht und Stärk-, eine Hilfe in den großen Nöte», die uns getroffen haben! — Und daß mancherlei Nöte auch in der Ern- tearbeit bei uns gewesen sind, darüber wollen wir ganz ruhig reden, das macht ja uuiern Dank für die Hilfe, die uns geworden ist, nicht kleiner, sondern nur noch größer, Liebe Gemeinde! Daß in diesen, Jahr auch schon die Kinder ganz anders haben mithelfen müssen, das halten wir für keine Not, es schadet keinem, wenn cr in der Jugend arbeiten lernt — aber das Gegenstück; Wir haben in der Getreideernte so manchen Alten mit der Fnnhtscnsc hmausschrciten sehen, der seit Jahren vielleicht gewohnt war, die schwere Arbeit jüngeren Kräften zu überlassen und wir haben ihn dann abends wieder heimlour- men sehen, und man sah es ihm an, wie ihm die Kniee zitterten von der schwerer, Last des Tages, Und beim Kartossclaus- machcu sahen wir so manche alte müde Hand den Pflug führen — da ist es uns oft ge w esen, als müßte uns das Herz weinen vor Leid; uud doch gerade, wenn wir daran denken, kommt on« wieder der Gedanke: Welch eine Gnade Gottes, daß wir überhaupt Getreide rbmachc», Kartofselu heimbringe» dursten! Haben doch unsere Feinde mit großem Geschrei der Welt rer kündet, daß sic es schon dahin bringen wollten, daß wir Hungers sterben müßten! Ru» hat sie Gott Lüge» gestraft »nd hat ihnen gezeigt, daß os dahin zu bringen nicht Menschensache, sondern Gottes Sache -fl, — unsere Soldaten schreiben und crzäh len uns von den siiichibarcn Verwüstungen in Feindesland, vor solchen Perwüstunge» hat Gott unser Land bewahrt, darum fürchten wir uns nicht, wenn unsere Feinde auch noch so sehr schreien, weun gleich die Welt unterginge und die Berge mit icn ins Meer stink,! Und da wir gerade von unserer Not sprachen, von der uns Eott geholfen hat, so wollen wir auch der Not gedenken, die jetzt in de» Städte» herrscht, in den Neue ZogcMjettng. Samstag,' den 24 . Oktober 1914 . | Häusern (o vieler, denen der Krieg ihr Brot genommen hat! Wir wohnen ja in einem Dorf »on deutschen Bauern. Und deutschen Bguern ist es von jeher, von Bätern und Urahnen im Gedächtnis, daß Eott das Brot für alle Menschen wachsen laßt! Und das wollen wir auch in dieser Zeit nicht vergessen! Wir wissen ja noch nicht, wie und wo wir da helfen können. Aber das wollen wir uns einstweilen vornehmen: wenn es von uns gefordert wird, wollen wir unser Teil dazu beitragen, um Gottes willen! Ja um Gottes willen, liebe Gemeinde! Denn Gottes Angesicht ist es ja, das uns aus dieser Ernte entgegenblickt, wie aus allem, in diesem Jahr! Ja wir meinen, das ist eiacutlich das ganz Besondere an der Ernte dieses Jahres. Auch in früheren Jahren sagten wir, Eott habe uns di« Ernte geschenkt, aber dabei dachten wir hauptsächlich an die Ernte: Jetzt sagen wir dasselbe Sätzchen, aber wir denken dabei an das nette Wort; an Eott! Daß Eott es getan hat, das ist uns noch in keinem Jahre so deutlich gewesen, wie in diesem! Unsere Augen sind schärfer geworden durch den Krieg. Wir sehen wie früher die Brünnlein durch die Täler fließen; aber wir scheu auch dahinter Eott, der sie fließen macht! Wir sahen die Frucht aus dem Felde stehen; aber wir sahen dahinter Eott, der es uns geschenkt hat; Wir sehen die Menschen in ihrem Treiben und Lausen, sehen sie daheim, wie draußen im Krieg: aber wir sehen über dem allen den Vater im Himmel, der das Menschcntreiben und das Weltgeschehen lenkt nach seinem Wohlgefallen und nach seinem guten und gnädigen Willen! So scharf sind unsere Auge» wieder geworden, daß sie durch die sichtbaren Dinge hindurch sehen zu dem unsichtbaren Eott, von dem sie alle kommen und das ist das Größte und Herrlichste, wofür wir an unserem Erntedanlscst heuer denken wollen: daß wir nicht nur Gottes Gaben gewonnen haben, auch in diesem Jahre wieder, sondern Gott selber, den wir beinahe verloren hätte»! „Eott ist bei ihr drinnen, darum wird sie fest bleiben, Eott hilft ihr frühe am Morgen"; das soll von uns gelten: Weil Eott bei uns war, darum bekamen wir unsere Ernte heim, weil Gott bei uns ist, fürchten wir uns auch nicht vor dem Tod — die ganze Welt, die Lebenden und auch die Gestorbenen gehören unserem Eott; der Herr Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz, Amen, ?ik inilitäriiffjc Mbilörniß Der nod) nicht dieiist- Mchtigkii Jngtiii» uilihrkiiS des Mrifgsjnjtoiiörd. Am 16. August b. I, hat das preuß. Kriegsministerium im Verein mit dem Kultusministerium und das Ministe- rium des Innern durch eine Verfügung alle Behörden in Preußen aufgcsordert, während des mobilen ZustandcS die militärische Vorbereitung der Jugend nach Kräften zu fördern. Diese Aufforderung der preußischen Ministerien hat auch in allen anderen deutschen Bnndesstclate» lebhaften Widerhall gefunden, und so hat auch das Hess, Ministerium des Innern am 7. Sept, d. Js. eine Verfügung an sämtliche Kreisämicr ergehen lassen, in der initgctcilt wird, daß auch im Grohherzogtum Hessen die von Preußen angeordneten Maßregeln durchgcsiibrt werden sollten, und daß hiermit der hessische Landesverband „Juugdcutschlnnb" betraut worden sei. Der hessische Landesverband „Jnng- deutschland" hat daraufhin, unterstützt von allen öfs.-nt- lichen Behörden die Organisation dieser militärischen tleb- ungen in die Hand genommen, »nd Io hüben wir auch in unserem Kreis, sowohl in den Städten Friedberg, Beftv Nauheim, Butzbach, als auch in vielen kleineren Orten schon an den letzten Sonntagen nnlcre Jugend unter dem Koni- mando von ehemaligen Offizieren, llnteroffizieren n. Feldwebeln exerzieren sehen. Trotzdem nun diese Verfügungen der preußischen und hessischen Behörden in allen Zeitungen, auch in der unse- riacn, gestanden haben, so herrscht doch über den eigüiitlichen Zweck dieser militärischen llebinigen in weiten Kreisen noch vielfach lliiklnrheit. Man hört oft die Ansicht, daß cs sich,, um Soldatenspiclerei handele. Nichts ist unrichtiger, als das, cs handelt sich vielmehr um eine sehr ernste Sache und die Männer, die sich als Leiter lind Führer zur Ver- fügung gestellt haben, beweisen durch ihre selbstlose Hingabe wie ernst sie ihre Aufgabe aussossen. Tie angeord- ucte militärische Ausbildung dcr Jugend bezweckt nichts wehr und nichts weniger als eine Erleichterung der Rek- nutenausbildung in dcr nächsten Zeit, Es werde» doch z, Zt, in alleik Garnisonen des deutschen Reichs Inuidcrttau- iendc von Rekruten ausgcbftdct, nnb zwar uiuß das in dcr denkbar kürzeste» Zeit geschehen, denn die furchtbaren Lücken, die die Riescnschlachten dcr Millioncnheere in die Front der Kämpfer reißen, miiffen ausgefüllt werde», und diejenige dcr kriegführenden Parteien wird siegen, die dies auf die Tauer am besten vermag. Da ist es denn mm von der größten Wichtigkeit, daß die »cucingcstelltru Mann- ichaften schon gewisse Grundlagen der nnlitärische» Ausbil dnng mitbringcn, daß sie wissen, worauf es bei den ciuzel- nen ilcbungcn ankomnit, nicht etwa, daß sie die einzelnen llebiingen schon ererziennäßig genau aussührc» können — das wird durchaus nicht nugesi.cbb -uid ist auch ganz unmöglich. Eine so vorgcbildcte Mannschaft wird die Arbeit der auSbildenden Offiziere und Unteroffiziere, die eben ganz ungeheuer ist, ganz wesentlich erleichtern. Deshalb ist die militärische Organisation der Jugend in erster Linie auch für diejenigen jungen Leute bestimmt, die in, Laufe, dcr nächsten Zeit zur Fahne gerufen werde», also für die im Jahre 1895 und 96 geborenen und für die von den Ersatzbehörden vorläufig znrückgcstellten Militärpflichtigen. Da aber niemand weiß, wie länge der Krieg dauern wird, so hat mau die gefaiN t e wehrpflichtige Jugend, al- so die Jugend vom vollciideien 17. bis zum 20. Lebensjahr, aufgerufcn, ja man hat sogar die junge, en Jahrgänge bis herunter zum 16, Lebensjahr dazugcnommen. Die so ausgebildetcii jungen Leute erhalten nun bei ihrem Eintritt ins Heer eine von der Ortspolizeibehörde gestempelte und von dem Leiter der militärischen Vorbereitung unterschriebene Bescheinigung, in der ihnen bestätigt wird, daß sie an den aus Grund deö krieg»,niniste- ricllen Erlasses abgchaltcnen Uebungen znr militärischen Vorbereitung der Jugend regelmäßig tcilgenommen haben, und ihnen cvciitnell besondere Fähigkeiten (z, B, in, Ent- fcrnimgSschätzen, im Winkerdienst, im Kartenlcsen u. a.) bescheinigt werden. Die Militärbehörde legt natürlich ans ein solches Zeugnis großen Wert und der Inhaber einer solchen Bescheinigung hat bei sonstiger guter Führung Po» vornherein die besten Aussichten auf Beförderung, lind zwar mit vollem Recht, denn er ist wirklich militärisch vorgcbildct. Wenn alle in Betracht komn,enden jungen Leute n» diesen Uebungen teilnchmen, so können durch Zusammen- gchcn mehrerer Gemeinden, wie es in Einzelfällen schon geschehen ist, kriegsstarke Kompagnien Jnngniannschaft ani- gestellt und es steht sicher, daß sich »och mehr mcldcn werden, wenn das Ziel der Bestrebungen mehr bekannt wird. Das Bczirkskommando und die Garnisonskomniaiido? von Fricdberg und Butzbach habe» sich bereit erklärt, auch aktive Militärpersonen zwecks Ausbildung der Führer und auch dcr Jungwehren selbst zur Verfügung zn stellen, Auslagen, die durch Reisen usw, entstehen, werden von dem Landesverband ersetzt. Die Führer und Jnngmannschaften erhalten durch Vermittelung des Unterzeichneten Vertraucnsmavnes Armbinden; ^salls sich die Jungwehren dem Jungdentichsand- bund anzchließen lAnmelduiig bei dem Unterzeichneten,, können Führer und Jugendliche zu dcr vom Jungdeutsch, laudbund abgeschlvsfenen Unfall- und Hastpslickitversich ruug beitreten (10 Pf, pro Kopf und Jahr, Führer frei.) An die Herren Bürgermeister der Gemeinden, in den-nr noch keine Jungwchren errichtet sind, wird die Bitte gerichtet, mit den Herren Pfarrern, den Vorsitzende» dcr Turnvereine, den Herren Lehrern und allen denen, die zur Mitarbeit bereit find, in Verbindung zn treten, um Maßnahmen im Sinne der wiederholt bekannt gegebenen Richtlinien zu treffen und die jungen Männer zur Teilnahme an den Uebungen aiiszirrufen. — Ter Unterzeichnete ist gern bereit, bei der Errichtung mitziihelfen nuch die Vermittelung von Leitern und Führern, Anmeldung zum Jnnz- diutschlaudbund usw. zu übcruehincn. Hessischer Landrsvcrband Jungdrutschland Bezirk: Fricdberg H e r b e r g, Gr, Regierungsrat. Ei — „Französische Suppe", so suhr mir heraus, als ich heute zum Mittagessen lam, aber meine Frau sprach i» vaterländischer Enlrüstuug: Bitte sehr, das ist „Friihlingssnppe!" Hoho! Frühlingssuppe im Herbst! Da Hab' ich meiner Frau erzählt, was mir mein Vater erzählte, als er mich als kleinen Junge» auf den Kniccn hielt, und was ich damals nie genug Horen konnte. Und meine Frau gab mir lachend zu, daß es „französische" Suppe heißen solle. Ich will nun auch dir erzählen, lieber Leser. War da in 1876 — oder wars 181,1 — ein: deutsche Kompagnie in ein französisches Dorf cininarschiert. Die Bewohner standen halb neugierig, halb störrisch vor den Prüf siens, — Essen!? — o — armes Dorf, alles fort, nix da, Hunger! So die Franzosen, War ein Spaßvogel in der Kompagnie, srug; Herr Hauptmann, darf ich's machen? — Ha! Also: Habt ihr Kochtöpse? O — lüpfe wohl, nichts drin! — Mach! nichts, Töpfe herbei, wir kochen Sisinsuppc, Waas? Stcin- fuppe! Schnell fix! Prüsiiens sind halbe Menschenfresser, oie fressen womöglich auch Steine! Das muß man gesehen haben, llnd im Nu sind die Töpfe da! — Wasser! — auch das kommt! — Steine! — Die Steine werden sauber gewaschen und ins lochende Wasser - Staunend sehens die Leute! De jährt der Koch Hera.,, l'.nauzt einen Alten an: Kartojsel - UNI die Stcinsäurc auszuziehen, sonst vergistcn wir uns ja vorwärts, fix, und mit fliegenden Puntofteln holt er die Kar tofseln. Schon steht der Koch vor einer Eruppe von Weibern, Bobnen herbei, sonst werden die Steine nicht gar. And die Bohnen kommen auch' — llnd so kommt noch manches Stückchen und die Suppe wird fertig und die Kompagnie satt! Schon stehen sic zum Abmarsch bereit, da tr'tt d—' istlie der di» Kar- toftein geholt, z» dem Koch uud fragt: Herr, die Steine dcnn die läge» noch unten im Topf. Da sagt er mit tot- ernstem Gesicht: die lasse» wir euch, daß ihr nicht ganz verhungert, — Die Suppe aber heißt seit dcr Zeit: französische, weil sre oeuische Soldaten irr Jcan're'ch erfände». reinigt man am besten wie folgt: Man lost Persll 3 das selbsttätige Waschmittel, in handwarmem (35° C) Wasser aut. Dann schwenkt man die Wäsche in dieser handwarmen Lauge etwa ’/* Stunde. Nach gutem flusspülen druckt man sie (nicht wringen!) aus. uv* Trocknen darf an nicht zu heißen Orten, auch nicht unmittelbar an der Sonne geschehen! So bleibt die Wolle locker, griffig und wird nicht filzig! überall erhältlich. niemals loi». nur in Original-PaleeUn. HENKEL & Cie., DÜSSELDORF. » u =k e.d,u.°i-. *r -Nim.d... Henkel’s Bleich-Soda. dir. Z5ff 9iene Tageszeitung. Samstag, den 24. Oktober 1914 Sfrte 4. Grnn ttnd I!|e. Nontan von D. Leugner. tSchlog). Cie schwieg erschöpft urö ihr« sanften Blicke um- lagen die beiden ihr so lieben Menschen. „Ilse! Ilse!" rief Roderich fleher>d, „deine Worte treffen mich wie eine schwere Anklage." „Eine Anklage? Roderich, wer könnte dich an- klagen? Du Haft als Mann gehandelt, warst mir die glückverheißende Sonne meines Lebens, deine Briefe erfreuten und erquickten mich wie Himmelstnu das lechzende Blümelein. Das Blümlein ist verwelkt, aber di« Sonne strahlt riner anderen Blum«, die ich als ein Teil meines eigenen Selbst betrachte — Erna — meiner Schwester — ihr Glück ist auch das meine — und die Liebe, die dich mit ihr verbindet, gilt auch mir und in diesem Sinne wird mir di« letzte Stunde, die Stunde des Scheidens leicht — " „Latz uns die letzten Augenblicke nicht entweihen," bat er. „Entweihen? — Nein, weihen! — — Nodcncb, weiche mir nicht aus — ich weitz es wohl — du willst mich nicht verletzen, aber eine Frage habe ich noch an dich zu richten, die du mir wahrheitsgetreu beantworten sollst — denke daran, das; cs eine Sterbende ist, die dich fragt! — — Liebst du Erna noch wie einst?" Roderich gab keine Antwort. Einen durchdringenden Blick warf er auf Erna, als wollte er in ihrem Herzen lesen, als sollte sein Blick ihr die Antwort übermitteln aus Ilsens Frage. Aber Erna kam ihm mir keiner Miene ihres stolzen Gesichtes zur Hilfe. Hoch aufgerichtet stand sie vor ihm in kalter Schönheit, in niarmoiner Ruhe. Nur ihr Busen wogte stürmisch auf und nieder, Zeugnis ablegend von dem wildert stampfe, der in ihrem Innern tobte. „Roderich, antworte mir doch," bat die sanfte Stimme der Sterbenden. „O Gott, Ilse — ich — ich — ich verweigere die Antwort „Erna — er ist dein! ich weitz es und bin glücklich und will gerne sterben." Ein Frösteln durchlief Ernas schlanke Gestalt. Auch dem stärkstem Eeniiit ist es auf die Dauer unmöglich die Freude und das Glück in sich zu verschließen und so vermochte auch Erna nicht länger stälte zur Schau zu tragen, wo doch glühende Leidenschaft die Herrschaft hatte. Ihr Blick tauchte tief in den Rode- richs, diesem eine Welt von Liebe und hehrem Glück oerheitzend. Zur Hellen Flamme schlug empor, was solange tief verborgen glimmte. Doch sofort hatte der Ernst der Situation wieder alle erfaßt, denn die Mahnung an die Vergänglichkeit alles Irdischen, alles Schönen wirkte ernüchternd auf ihr vor Freude und Glück überquellendes Gemüt, und es ergriff der heilige Ernst, der an Sterbebetten weilt, die beiden Liebenden. Der Augenblick war nicht für sützen Liebesrausch geschaffen. ____ Ilse lag selig lächelnd mit geschloffenen Augen da, ein Bild holder Unschuld und Reinheit — der Lilie vergleichbar, die berest ist den Garten Eden zu schmücken. Jetzt öffnete sich die Tür, und die vor Schmerz gebeugte Gestalt des Vaters trat an das Bett seines Kindes. Er begrüßte Roderich nur flüchtig. Tränenschweren Blickes betrachtete er die mit geschloffenen Augen Da- liegende und „Ilse, Ilse," murmelten seine zuckenden Lippen. „Vater," hauchte diese und öffnete die mattglänzenden Augen, „Vater — ich — mutz gehen — küsse — mich noch einmal — so." Sie hielt erschöpst inue Laut schluchzend knieten alle drei vor dem Bette. „Vater," begann sie wieder, „du bist nun allein — ich wäre so — gern — bei dir — geblieben, aber — Mutter ruft mich — Vater — lebe wohl — Rode- rich — Erna — lebet wohl — und werdet glücklich — lebt wohl — Mutter — ich —komme — Mutter — Mutter — " Ein tiefer Atemzug hob die gequälte Brust, ein letzter flackernder, überirdischer Blick traf die Weinenden — dann schlossen sich die Augen für immer, das treue Herz hatte aufgehört zu schlagen, die Kraft versagte ihm, das Blut noch weiter im Kreislauf durch den Körper zu treiben — — Ilse war tot ! Tot dies himmlische Wese»! O nimmersatter unbarmherziger Tod, was tatest du? Warum brachst du nicht eine morsche, lebensmüde Hütte und ließest nicht den stolzen schönen Bau, das herrlische Kunstwerk der Natur unversehrt? Du Vernichter des Lebens, der Schönheit, des Glückes, du Schnitter mit furchtbarer Maske, dich lockten die Reize der holden lieblichen Braut! Frohlockend eilst du von dannen mit der erjagten Beute, hinunter zum düsteren Hades! In mildem zügellosem Schmerz warf sich der Rittergutsbesitzer über sein totes Kind und küßte es wild und leidenschaftlich, bis endlich der Paroxismus des Schmerzes einer stillen Ergebung, einer stoischen Ruhe wich. „Dein Wille, o Gott geschehe," murmelte er, und „Gott tröste Sie," fügte Roderich mit zitternder Sttmme hinzu. Drei Tage später verkündeten dumpfe Elocken- klänge, daß Ilsens sterbliche Hülle zur letzten ewigen Ruhe bestattet werden sollte. Wie sütz, wie lieblich klingen die Glocken, wenn sie ein liebendes Paar zuin Altar rufen, — und wie klangen ffe heut! Wie ergreifender Träuergesang aus ehernem -Runde — wie die Klage unsichtbarer Geister, die in ihnen wohne», eine Klage um ewig verlorenes Glück, einer Welt voll Liebe! Auf dem stillen Friedhofe, unter einer mächtigen Trauerweide bettete man die Entschlafene an der Seite der so früh dahingeschiedenen Mutter zur letzte»» Ruhe. Als der Geistliche seine ergreifende Rede beendet hatte, erklangen die lieblichen Töne des Trauerchoies: Das Leben gleicht dem Sammeltag Voll Licht und Sonnenschein — Da grollt des Schicksals Wetterschlag Und Dunkel bricht herein' O wie schnell entflieht die Zeit Welche hier der Herr uns beut! Was man welk am Abend sieht — Hat am Morgen schön geblüht! Kirchliche Anzeigen. Evangelische Gemeinde. 20. Sonntag nach Irin., 25. CItobc* Erntedankfest. KoücaSicnjt in der Stadttirche. Vorm. Stk Uhr: Herr Direktor Scho eil. Mitwirkung der Chorschule. — Anschließend Beichte und HI. Abendmahl. Abends 8 y, Uhr: Herr Pfarrei Klebcrgcr, Gottesdienst in der Burgkirche. Vorm. >l Uhr: Kmdergolkesdicnst: Herr Pfarrer D i e q l. Nachm. o'A Uhr: Herr Kandidat Heiland. In Fricdbcrg KvUekte für die Stadttirche. Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach. Vorm. 10 Uhr: Herr Pfarrer Zatzmann. Katholische Gemeinde. 21. Sonntag nach Pfingsten, 25. Oktober. Bcichtgclcgenhcit am Samstag nachmittag von I Uhr und Sonntag früh von Uhr an. 'AI Uhr: Frühmesse. 8 Uhr: Militiirgottesdicnst (Singmcffe). 1-10 Uhr: Hochamt mit Predig». > Nachm. 2y, Uhr: Roscnkranzbruderschaft. Während der Woche täglich abends 8 Uhr Rosenkranz» andacht. Feierabend Friebberg. Sonntag, den 25. Oktober, nachm. 3 Uhr: Teilnahme an den Ucbungen der Jungwehr: abends Sy, Uhr: Besuch des Abendgottesdienstes. Geschäftliches. Die Sorge jü rdic Kleidung, die zweckentsprechend, preiswert und der Persünlichkeir angemessen sein sott, wird d« Frauenwelt sehr erleichtert durch das allgemein !ektei<« Asvs- rit-Modealbum, welches zum Preise von 00 Pfg. im Verlag Internationale Schnittmanusaktur, Dresden, soeben erschienen ist. dasselbe bietet eine überaus reiche Zusammenstellung sorgfältig gewählter Klciderformen, die mit Hilfe von Favorit-Schnitten bequem und preiswert nachgeschncidert werden können. Das , beliebte Modenbuch darf als preiswerterster Berater in allen Kleidcrsragen angesehen werden. Es ist zu beziehen für 00 Pfg. von der hiesigen Vertretung, Firma Fr. Weber, Kai- ferstraßc. Gewerbeschule Friedberg k Dreillassige Tagesschule mit besonderen Abteilungen jiir Bauhazdwerkcr, Metallarbeiter, Maler u.Weitzbinder. Beginn des Unterrichts: Mittwoch, den 4. Rov. 1914, vormittags 9 Uhr. Beste Vorbereitung für die Meisterprüfung. Bei .-rsolgreichem Besuche der obersten Klaffe kann der Eintritt in die zweitobersten Klaffen der Baugewerkschulen Hessens erfolgen. Anmeldungen sind spätestens bis zum 24. Oktbr. an die Schulleitung zu richten, von der auch Schulprogramme und Anmeldungsscheine unentgeltlich abgegeben werden. Friedberg, den 3. Oktober 1914. Für den Antsichtsrat: Die Schulleitung: Stahl, Dipl. Ing. Sch neid t. _ Vorsitzender. _Grotzh. Hauptlehrer. kkluhMWIiHiMlsHliiisbraiid.t Durch den Krieg liefern die Zechen nur einen Teil der Abschlutzquantitäten, Um unsere Kundschaft jederzeit prompt bedienen zu können, haben wir eine sogenannte auf Lager gelegt und verlausen dieselbe zu Mk. 1.— per Zentner ab Lager und Mk. 1.10 franko Haus bei Abnahme von über 20 j Zentner. Unter 20 Zentner erhöht sich der Preis um > 5 Pfennig pro Zentner. Diese Kohle ist als Hausbrand ein gleichwertiger Ersatz für Nußkohlen und im Preis wesentlich billiger.! Di« Lieferung kann jederzeit prompt erfolgen. 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Liniiiicijttt NaWgtt, Inh.: Friedrich Hart Q«t, Friedberg. Teleson 395. bewirken sehr vie 1 c Hier — prächtige Kucken seit 5U Jahren! 8ie bestehen aus garantiert reinem Fleisch und Weizenmehl — nicht aus gewürzten Abfällen wie die r.ur scheinbar billigen Futtermittel. Man verlange stets Spratt’s Geflügel-, Kückenfuttcr u. Hundekuchen bei: Jacob llerrniann Jnh.: Balth. Schneider Friedberg i. H. SU. 250 Seite 3 . ftcue Tageszeitung. Samstag, den 21. Oktober 1811 v ber Städte beauftragt,, sofort Höchstpreise für Spersekar- tcffeln festzufetzen, die dem örtlichen Ernteertrag, den Verkehrs- und Absatzverhältnissen usw. anznpassen sind und einem bestimniten Betrag nicht übersteigen dürfen. Die Negierung ist nach dem Rcichsgesetz vom 4. August 1911 zu einem solchen Schritt berechtigt, wir möchten aber dringend vor übereilten Schritten warnen. Bisher hat die Festsetzung eines Kartoffclhölbstprciscs in einzelnen Städten gerade das Gegenteil von dem ergeben, was nian zu erzielen' hoffte. Wenn, wie es in Gießen und Tarmstadt geschehen ist, Höchstpreise für Kartoffeln festgesetzt werden, die der Marktlage nicht entsprechen, dann bleiben die Verkäufer einfach dem Markte fern. Solange Händler aus entfernteren Gegenden kommen und höhere Preise bieten, kann man es den Landwirten gewiß nicht verdenken, wenn sie ihre Ware dorthin losschlagen. Man kann sie doch nicht zwingen, daß sie gerade in die betressenden Städte verkaufen müssen. Vieijach tragen sa auch unsi'"rigr iNachrichtc» dazu bei, die Verwirrung zu erhöhe»: °o brachte der General-Anzeiger eine Notiz, daß es im Odenwald so viele Kartoffeln gäbe und daß 5.10 Mk. siir das Malter ein angemessener Preis in Frankfurt sei. Daß der Odenwald das Großstadt- und Industriegebiet von Frankfurt u. Umgebung mit Kartoffeln versorgen soll, darüber lachen J färntlidjc Kühe in den Ställen. In der Tat kommen Händler ans dem Odenwald in die Wetterau und bieten 7 Mark für das Malter bei Waggonladung. Wenn solche Preise geboten werden, dann hat eine Preisfestsetzung von 6 Mark in den Städten nur den Erfolg, daß diese Städte keine Zufuhr von Kartoffeln erhalten. Wenn was erreicht werden soll, dann müßte allgcnicin ein Höchstpreis festgesetzt werden. Das kann aber nicht einseitig vom grünen Tisch aus geschehen, da niüßten zuständige Stellen aus der Landwirtschaft und des Hondelsstandes zugczogcn werde». • Fricdberg, 25. Okt. Die Mitglieder des Vereins ehemaliger llöer werden zu einer Besprechung auf heute Samstag, de» 24. d. M-, abends Uhr in das Dercinslokal (Ratskcl- ler) hiermit eingeladen. * Fricdbrrg.Fi»,erblich, 24. Okt. Der Sergeant Hrch. Sänger, Sohch des Weichenstellers 1. Kl. Gg. Sänger, erhielt wegen Tapferkeit vor dem Feinde das Eiserne Kreu z. ■ Zentrale für Kriegssürsorge. Die Zentrale hat einen Arbeit-, nachewis für Angehörige von Kriegsteilnehmern eingerichtet. Es ergeht deshalb die herzliche Bitte, von diesem Nachweis möglichst Gebrauch zu machen, um dadurch, besonders den Frauen unserer Krieger, durch Zuwendung von Hausarbeit aller Art und Mvnatsstellen Arbeitsgelegenheit zu gewähren. Anmeldungen von Arbeitgebern worden iin Geschäftszimmer Rathaus Nr. 11, Montag und Donnerstag, vormittags von 10 bis 12 Uhr. und Dienstag nachmittags von 4—6 nachmittags von 4—6 Uhr entgegen- genommen auch können diese schriftlich jederzeit cinzoreicht werden. Angebote zur Ucbernahme von Arbeiten durch Angehörige von Kriegsteilnehmern können in gleicher Weise erfolgen. * Holzhavsen r>. d. H., 24. Okt. Zm „Franlsurter Ecncral- anzeigcr befindet sich unter den mit dem Eisernen Kreuz Ausgezeichneten, Untcioffizicr Brauns des Res.-Ins.-Regts. Nr. 1 IG 5. Kompagnie. Wir haben allen Anlaß anzunehmen, daß cß sich um unseren hiesigen Lehrer Braun handelt, der Unteroffizier in der 5. Kompagnie des Inf.-Rcgts. Nr. llß ist. * Reichelsheim t. s. W., 24. Okt. Der Aufruf zur Bildung einer Zugendwchr hat hier vollen Erfolg zu verzeichnen. Bereits haben sich 40 junge Leute zusammcngcfunden. An ihrem Eifer für diese vaterländische Lache kann man seine Helle Freude haben. An zwei Wochcnabcndcn wird fleißig geübt und geturnt, auch werden kurze Vorträge und Ansprachen gehalten. Der Sonntag nachmittag von 3 Uhr ab dient den llebungcn im Freien nach den vcm Kriegsininisterinm aufgestellten „Richtlinien", soweit dies für unsere Vcrhältnisic möglich ist. Das Kriegsspiel, Brückenschlägen über die Horloff, Winkcrdienst, Entfernungsschätzen usw. füllen solche Nachmittage aus, auch wurde bereits eine Nachtübung draußen abgchalten, wobei die Erstürmung der vom Feind geschlagenen Brücke die Hauptleist- ung darstclltc. Die Führerschaft haben Mitglieder unseres Turnvereins und andere Freunde Zungdcutschlands übernommen. * 5. C. Butzbach, 22. Okt. Ein Veteran, der 1849 den Feldzug iit Baden mitgemacht, der Gefangencnanfseb.'r Tern, ist im 87. Lebensjahre hier verstorben. Der» war früher am Provinzialairesthaus in Gießen, sodann am Landcszuchtbans „Marienschloß" in Nockenberg tätig. * Frankfurt o. 91., 23. Okt. In der Presse ist schon vor einiger Zeit auf die Wahrnehmung hingewicscn worden, daß ' ie Ordnung in den Zügen, namentlich in den D-Zügen, zu wünschen übrig lasse, weil seit Ausbruch des Krieges einzelne Reisende sich über die bahnpolizeilichc Vorschriften hinwegsetzcn zu können glaubten. Im Anschluß daran war die Erwartung ausgesprochen worden, daß das deutsche reisende Publikum bei der allmählig sich vollziehenden Rückkehr zu dem Friedensplan nunmehr auch die alte Ordnung hochzuhalten wissen werde. Nach den bisherigen Wahrnehniungen ist dies leider in befriedigendem Ilmfange noch nicht der Fall. Noch immer geben sich Reisende garnicht die Mühe, einen Platz in der ihrer Fahrkarte entsprechenden Klaste aufzusuchen, sondern setzen sich ohne weiteres in eine höhere Klasie. In Nichtraucherabteilen und in den Speisewagen wird geraucht, Frauenabteile werden von Männern besetzt. Unter einem derartigen Verhalten Einzelner niuß die Gesamtheit leiden. Das Stations- und Zugpersonal ist daher angewiesen worden, solchen Reisenden gegenüber mehr als bisher auf Ordnung zu halten. Bei der recht schwierigen Pflicht, die Ordnung am und im Zuge aufrecht zu erhalten, ist cs dringend erwünscht, daß den Anordnungen der Be- amtcn, die den außergewöhnlichen Verhältnissen soweit ec- gängig Rechnung zn tragen sich bemühen, von den Skeiscnldn» Verständnis entgegengebracht, und daß den Beamten ihre Tätigkeit nicht erschwert wird. Ein weit verbreiteter s scheint auch der zu sein, daß Unteroffiziere und Man - jetzt in jeder beliebigen Wagcnklaffe Platz nehmen d Demgegenüber muß daraus hingewiescn werden, daß die tärpersonen von den Eisenbahnen nicht frei befördert, sondern daß alle Leistungen der Eisenbahnen von dem Deutschen bezahlt werden. Zft es daher aus diesem Grunde schon i gleichgültig, welche Wagcnklasse von den Mili iirpi June» nutzt wird, so kommt hinzu, daß llnterossizierc und Mann ten auf Erund von Militärsahrtarten und Mliiiä-tabrsih , im allgemeinen nur die Berechtigung zur Benutzung der Ni Klasse haben. Nur wen» die absendende Mrliturbru ede 4'. ilebcrzcugung hat, daß au? irgend einem Grunde, t-'-y. weise in Rücksicht aus die Art der Verwundung oder de-i Zustand des Verwundeten, die Besördcrung aus Poisterützen notig macht, kann sie dies in den Militärsahrschei» eintragen, woraus dann der Verwundete in einer entsprechenden Klasse bv iördert wird. Die Staatsbahnverwoltung ha! in zahlreiche» Schnellzügen besondere Abteilwagen für einzeln reisende Verwundete eingestellt. Diese Wagen erleichtern die Unterbringung Verwundeter, die der Hilfe beim Ein- und Aussteigcn bedür seit, und erleichtern es ferner dem Roten Kreuz, aus Unter wrgsstationen Stärkungsmittel zu verabreichen. Es ist daher nicht zu billigen, wenn Reisende die Verwundete» veranlassen, in anderen Abteilen oder in Abteilen Platz zu nehmen, für die die Militärsahrscheine nicht gelten. Den Verwundeten, di häufig mehrere Tage nnlerwegs sind, wird damit keine Wohl, tat erwiesen, zumal wenn sie dann noch durch Fragen um die ihnen nötige Ruhe gebracht werden. Aus Starkcnburg. * Hctzbach i. C., 24. Okt. Hier zersprang am Donnerstag in der seither nicht benützten, aber seit Ausbruch des Kriege? durch crns Frankfurter Gesellschaft wieder in Betrieb gesetzten Pulversabrik, die anscheinend nicht mehr ganz betrieb-tz, u ge Pulvcrpreffe unter explosiven Wirkungen und wurden dabei 3 Arbeiter, darunter einer schwer verletzt. Gerichtliche Unter suchung Uber die Ursache des Unfalles ist im Gange, Die „Illustrierte Kriegs-Cheonik" wird diesmal erst der Montags-Nnnnncr sicigelegt werden. Franksurtcr Wetlcrbericht. Voraussage: Wolkig, zeitweise leichte Riede,schlüge, Temperatur unverändert, südwestliche Winde. Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirschel, Friedberg: für den Anzeigenteil: K. Schm i dr, Fricdberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung" A. G,, Fricdberg i. H. Nur noch kurze Zeit. Herrenzug= u. Schnallenstiefel Herrenschnürstiefel u. Halb- SChuhe in schwarz und farbig Damenstiefel in schwarz und sardig Filzschniir- u. Schnallenstiefel mit Lederbesatz für Herren, Damen u. Kinder Lederstiefel mit Filzfutter Holzschuhe, Pantoffeln etc. Bff" falicISiaft billig*. s gilt hie Wetmche (bis mm 26 . (Dhiober) empfehle ich: MlsttWIk Westen Waßerdichle Stoffe zum Unfertigen. illollfuf lcibbinden Wnnne llntfiklfi&rr Kidttiae Stoffe zum Anfertigen von wannen Unterkleidern. Friedberg i. H. Kaiserstr. 13. Friedberg i. H. dem Rathause gegenüber. Telelou \o f. Stellung fudjcn: Verwalter von 19 Jahren, Aaiisljiilteri» auf Gut, 2 Sdnueiterinnen zu 30—35 Kühen. Jean Abplanalp, dirrotrbsuicfiiijcr SlfllfiiDtrmilllfr j | Friedberg (Helten) Bismarckstr. IS. 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Eskadron im 21. Lebensjahre. Eichen, den 22. Oktober 1914. In tiefstem Schmerz: Familie Heinrich Mer;, Friedrich Schneider », Frau, als Großeltern. ,.................j Garnierte \ Damen= und Kinder= -i Hüte lg. LiillbiWr Mfljc Pfund 44 Pfg. !a. RlliiiaSiiil Käse Pfund 65 Pfg. Ia. LchMijer Käse Pfund 4.80 Mk. Echter Holländischer Edamer Käle Pfund 1.- Mk. ff. Cameudert per Schachtel N0 Pfg. Hlllläkäse, pr.StükSPf. Neue Holl. Plillheriilgt per Stück 10 Pfg. 8rÄ Rollmöpse per Stück l0 Pfg. »Rai für Lebensrnittel Friedberg, Hanauerstr, 3. Filiale in Hungen. Bitzenftr. 3. Zu Feldpostfendungen geeignet. ! Kameelhaarstoff-Pantoffel, Lederpantoffek, wasser-! dichte Schnürstiefel, Gamaschen, Einlcoc Sohlen | in Kort, Kork mit Roßhaar, Kork mit Stroh, Kork | mit Filz. (Diese Sohlen verschieben sich nicht.) Für Landsturmleute ! vorschriftsmäßige Militär-Schaftstiefel breite Soh le» soim, aufgelegte Doppelsohlen „Marke KrafftFahrnau" von berufener Seite glänzend begutachtet.' 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