Ua. Ami Fronllurt o. AI. Borwiirtsschreiten im Westen u. Osten. Eingreifen englischer Kriegsschiffe. — Der „wurden" als Schrecken der Engländer. — Die Oesterreicher vesestcll Czernowitz. Der deutsche Generalstab -——— meldet: ====« 3®. Z. B. Grotzes Hauptquartier, 22. Okt., vorm. (Amtlich). Tie Kämpfe am SIserkanal dauern noch fort. Elf englische Kriegsschisse unterstützten die feindliche Artillerie. Oeftlich von DixmuiLcn wurde der Feind zurückgeworsen. Auch in der Richtung Ppres orangen »nfere Truppen erfolgreich vor. Die Kämpfe nordwestlich und westlich Lille waren fetze erbittert. Der Feind wich aber aus der ganzen Front langsam zurück. Heftige Angriffe aus der Richtung Toul gegen die Höhen füdlich Ttziaucourt wurde» unter schwerste» Verluste» für die Franzosen zurückgeworsen. Es ist einwandfrei festgcstcllt, dag der englische Admiral, »er das Geschwofter non Ostende befehligt, nur mit Mühe oon der Absicht, Ostende zu beschießen, durch die belgischen Behörden adgebracht wurde. Aus dem nordöstlichen Kriegsschauplatz folgen Teile unserer Truppen dem weichenden Gegner in der Richtung Osfowiec. Mehrere 100 (befangene und Maschinengewehre fielen in unsere Hände. Bei Warschau und in Polen wurde gestern nach dem unentschiedcucu Ringen der letzten Tage nicht gclämpst. Die Verhältnisse befinden sich dort noch in der Entwicklung. |--- ! ----— ■ ■ ■— ' Der österreichische Generalstab ■ ___ meldet: —— . Wie«. 22. Okt. Amtlich wird gemeldet, 22. Oktober mittags. In der Schlacht bkidrrseite des Strwiaz gelang es »ns, nn» nnch im Raume südlich dieses Flusses den Angriff vorwärts z» tragen. Auf der bchcrrschrndcu trigvao- mrtrischrn Hohe (il>8 südöstlich von Stnry Sambor wurden zwei hintereinander liegende Verteidigungsstellungen 2cS Feindes genommen. Nordwestlich des genannten Ortes gelangte» unsere Gefechtslinien näher an die Chaussee nach Starnsol heran. Nach den bisherigen Meldungen wurden in den lebten Kämpfen 3400 Russen, darunter 25 Offiziere, gefangen genommen, und 15 Maschinengewehre erbeutet. In Czcrnowitz sind unsere Vvrtruppen eingcrückt. Der Stellvertreter des Chefs des Ecneralstabes: v o » H ö f c r , Generalmajor. Die Kämpfe in Galizien. Wien, 22. Okt. (W. D. Nichtamtlich.) Dcr Kriegs- korrespondcnt der Wiener „Neuen Freien Presse" meldet: Tie Kämpfe bei Przcmysl und Hcrmanowice dauern in ungemindertcr Heftigkeit fort. Tie Russen haben ar.scheinend von Lemberg Verstärkung bekommen und macksten verzweifelte vergebliche Versuche, sich der Höbe von Magiern, die ihnen am 17. Oktober entrissen worden ist, wieder zu bemächtigen. In der vergangenen Nacht und heute n;:i 6 und 8 Uhr morgens griffen unsere Artilleriegruppcn rin. Auch die schweren Geschütze der südöstlichen Zwischenbatte- rien feuerten heftig. Tic Bozener Landcsschutzcn stürmten mit einer Bravour ohne gleichen und lösten allein eine Aufgabe, die drei Regimentern gestellt war. Man sieht dem Ende der Känipsc zuversichtlich entgegen. Jlfiiüdjf lliiSnifflioo'f im %’ p'c r,:i der bflijildirn fiiiTtr ? Dem „Berl. Tagebl." wird aus Rotterdam gem-.'ldll' Te»Isck>c Streitkräftc legten in den letzten Tage» V.'-ück,:.,;- nngen die Küste entlang an. Dvn dort erwiderten sie das Feuer zweier englischer Kanonenboote die alsbald von Torpedobooten Unterstützung erhielten. Ten „Times" zi,folge tollen auch deutsche Unterseeboote mitgekämpst baben. Tas Artilleriegefccht der Kanonenboote und der Küstcnbatt.rien dauert an. „Cmden^. London, 22. Okt. (Nichtamtlich.) Ter Agent von Llovd in Kolon,bo telegraphiert an die Admiralität: Der deutsche Äkenzcr „Emden" hat die britischen Tanipscr „Chilka", „Troilus", "Benmohr", Clan Grant", und dcni für Tasmanien bestimmten Bagger „Povrabbrl" vcrfrnlt und den Tanipscr „Oxford" gckaneiü. r per KöMMör-tt-stmklr in Smiinu?. Sarcjcwo, 22. Okt. (SS. B. Nichtamtlich.) Hsch- veiratsprozch. Heute wurde wiederum eine graste Anzob! Zeugen vernommen. Cs wurden Teile eines Bnch-.'S der „Narodna Odbranza" verlesen, aus denen heevorgeht, da", in Bosnien und der Herzegowina der Kampf für die „Narodna Odbrana" durch den serbischen Verein Proojeta in Sera- jewo geführt wurde. .Weiterhin dienten den Zwecken der „Narodna Odbrana" die wirtschaftlichen Gcnossensck>nst-„. Lesevercine, Antialkoholvereine und Gesangvereine. Die „Narodna Odbrana" vereinigte alle serbischen Sokolver ei»e. In Bosnien und der Herzegowina gehörten der Vereinigung 22 Sokolvcreine und ferner Vereine in Dalmatien und Bacska an. Ans den, Protokoll über die Gutachten der Sachverständigen bezüglich der Bomben wurde festgestellt, daß es sich um bei der serbischen Armee verwandte Handgranaten handelt, welche von derselben Konstruktion sind, wie die in Bicko Vorgefundenen, den Sach- verständigen aus einer früheren Untersuchung her bekannten Granaten, die in dem Originalmakulaturpapier des Kragnjerwaccr Arsenals cingewickelt waren. Derartige Handgranaten sind anher in Serbien nirgends in Europa in Verwendung. (litt edles Brnderpaar. London, 22. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) (Reuter.) Marineministcr Churchill richtete ein in herzlichen A„s- diücken gehaltenes Telegramm nn den japanischen Marine- minister, in dem er seine Wertschätzung für die Energie ansdrückte, mit der er die verbündete Flotte die Sache der Verbündeten stütze. In dem Antworttclcgramm sprach der japanische Marincminister die tiefe Genugtuung über die vollkommene Harnwnie ans, die zwischen den Flotten der Verbündeten herrsche. Hieraus ginge hervor, dast beide das- gleiche Ziel verfolgten, das beide bald erreichen würden. Betrogene Betrüger. Wien, 22. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Zn der Besetzung der deutsche» Jusclg'uppen in Ozeanien schreibt die „Neue Fr. Pr.": Als die erstell deutschen Südseeinseln von den Japanern besetzt wurden, verkündigte nmn in Tokio, die Besitzergreifung sei nnr aus militärischen Gründen und nur vorübergehend erfolgt. Eine nunmehr veröffentlichte Erklärung Iaht aber die Zukunft der Bcsitzfragen völlig im Dunkeln. Tic Besetzung der drei Inselgruppen richtet sich in erster Linie gar nickst gegen Deutschland sondern gegen die Vereinigten Staaten und Australien und damit gcg.m England. Darin liegt das Tingikomischc an dem britisch, japanischen Bündnis, dast es selbst i» einem Falle, da England Nutzen daraus zu ziehen hoffe, seine Spitze gegen dieses selbst rickstet. Die n fu DiOrr In dciiWr förfniiiwliijaff. lieber die Betätigung der indischen Truppen aus deni Kriegsschauplatz war bisher nichts bekannt geworden, in den letzten Tagen hieß cs, indische Truppen wären einstweilen in einem Lager in Frankreich interniert, um sich erst nn das Klima zu gewöhnen. Nun teilt aber die „Kölnische VolkSzcitung" mit, daß in Köln mit einem großen Ge- sangenenzuge mehrere Wagen n,it Indern, eingeirotffen sind, die in ihrer weihen Kleidung jämmerlich froren, obwohl sie in Decken und Mäntel eingehüllt waren. Tie in'< dischen Truppen haben also wenigstens teilweise a." den Kämpfen bereits tcilgcnommen und auch schon eine Anzahl Gefangener geliefert. Ter Wunsch Lord Eurzons, zu erleben. daß indische Truppen in das Herz des Deutsch,-» Reiches gelangten, hat sich also — in der Weise- die wir damals icfort andcntclen — bereits erfülltl Aus England. Das berückiigstc belgische Hetzblatt „Judcpcndenec Leige" erscheint seit 22. Oktober in London, wo es auch hingehöct. Verwundete Inder. London, 22. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Nach Dlättcrmcldungcn wird im Laufe dieser Woche der erste Transport verwundeter indischer Soldaten in England erwartet. — Nach den, ursprünglichen Plan tollten die Verwundeten und Kranken über tNarieille nach Aegypten gelckücki werden, „>an entschloß sich aber z» der kürzeren Reise nach England. Tic Uuzuliinglichkcit Englands. „Berlingske-Titcnde" ciklärl. England habe während des bisherigen Kricg-Sver- lanis unzulängliche Truppenmassen gestellt, weil der grösste Teil aus mangelhaft ausgcbildctcn Rekruten bestehe und z» wenig Off,ziere und llntcrofsizicre vorhanden seien. Deutschlands Heer werde täglich durch ungeheure Massen verstärkt. Trine lange Reihe von Jahren ' sei erforderlich, um derartiges z» schassen. Hier liege Deutschlands enor- u,er Vorteil gegenüber England. Tie Zeit werde zeigen, ob es- der englischen Flotte gelinge, schweres Gewicht i>- die Wagjrhalc ;» legen, bevor die Deutsche!, den Engländern entscheidende Verluste im eigenen Lande zugefiigt hätten. Ans Frankreich. Französische Brntalilät. Berlin, 22. Olt. (W. B. Amt lich). Durch amtliche Ermittelungen ist die Nachricht bestä tigl worden, daß eine Anzahl vo» in Marolto lebenden Deutschen i» C a s a b l a „ c a wegen angeblicher Bcrschwörung gegen das franzöftsche Protektorat vor ein Kriegsgericht gestellt wurden. Es handelt sich um 14 Deutsche. Die Vertretung der drnrschcn Interessen in Marokko nehme» die Bereinigten Siaaten von Amerika wahr. Speziell ln Casablanca vcrtriti sic mangels eines nmcritanischcii Berusc-beamten der dortige iiallcnischc Konsul. Die amecllanischen und itolienlschen Behörden lreien nachdrücklich für unsere bedrohten Landsleute ein. Die deutsche Regierung hat olle Schritte getan, um de» Sachverhalt auszullärcn und den in sranzüsischci Gewalt befindlichen Deutschen jede irgendwie mögliche Unterstützung zukommen zu lassen. Die französische Regierung ist davon in Kenntnis gesetzt worden, datz die deutsche Regierung sür jedes widerrccht- lilhe Vorgehen gegen die angeschuldlgten Deutschen in der rück sichtsloscsten Weise Rechenschaft fordern werde. D,e englische Landplage. Dcr Vertreter eines bedeutenden Rotterdamer Kolonialwarenhauscs, das seine Niederlassung in Le Havre insolge der dort herrschenden Ecschästsstockung aufgc- grbc» hatte, teil« dem Rosendaaler Berichterstatter des „Lokal Anzeigers" folgendes mit: „Die englischen Truppenlandungen sind sür die sranzö- sischen Departements Seine Fnscrieure und Pas de Ealeis rin schweres Unglück. Alles wird vo» den rücksichtslos aus trelendr» Bundesgcnosicn Frankreichs mit Beschlag belegt. D,e Ladungen von Ecsrierslcisch, Kossce, Salz und Reis bleibe» ausschließlich sür die Engländer reserviert. Was sich in den Lagerhäusern besindct, soll auf Befehl der sran zösischcn Heeresleitung den Verbündeten zugute kommen. John Bull schlägt aus der Freigcbigleit des Franzosen gehörig Kapital: er versorgt sich vorläufig noch mit den Bode,wroduiien Frankreichs, unbctümmert um die Hungersnot, die ln säst sämtlichen Seestädten, von Dünkirchen bis Saint Molo, Jammer und Elend vcrbreiiet. Schon längst ist die Begeisterung sür Tommy Atkins geschwunden. Man rrwarlete vielmehr von diesen dreist aussehendcn, grotzspu rig ausirctendcn Burschen, die eine krästlge und sehr verständliche Geste des Abmurlscns machen, wenn ihnen das Wort „German" zugerusen wird. Sic tun so, als gehörte Frankreich ihnen. Bon Offizieren hört man immer den Satz: „Ohne „ns wären die Franzosen verloren". Derartige Aeußerungen ruscn in den Wiiischaften, die von den meist bescssenc» Engländer» belagert werden, unaushorlich, Schlägereien hcrnor. Die Polizei drückt beide Augen zu, s, es ist den Schutzleuten »erboten, die Raujbrüder festzmreh- mc„." Sterke Verluste in Serbien. Salonif, 22. Oft. (SB. B. Nichtamtlich.) Infolge der starken Verluste plant Serbien die Aushebung der männlichen Personen bis zum Alter von .70 Jahren. Tic Erbitterung der Bulgaren und Mohammedaner Neiiserbiens gegen die serbische Verwalt- nng ist im Steigen bcgrissen. Drei serbische Dörfer des Bezirks Veles suchte eine starke türkisch-bulgarische Bande heim. Es hat ein heftiger Kampf mit serbischer Miliz stattgcsundc». Ans beiden Seiten waren empfindliche Vcrliisic zu verzeichnen. Serbien und Bulgaric». Sofia, 21. Okt. (W. B Nichtamtlich.) Ter bulgarische Gesandte in Nisch, der sich in den letzten Tagen wiederholt über die immer schlechter werdende Lage dcr Bulgaren in den neue» Gebietsteilen .-,r. 2H Seite S Serbiens mit einem Vertreter des Ministeriums des Neußeren unterhielt, schlug die Einsetzung eines gemischten serbisch-bulgarischen Untersuchungsausschusses für den Be- irk Strumitza vor, um festzustellen, wieweit die Klagen der neuen Flüchtlinge berechtigt seien. Die serbische Rc- gierrmg verhält sich gegenüber dieser Forderung ablehnend. Die Ablehnung kennzeichnet die Haltung Serbiens zur Genüge. Lügen. Sofia, 22. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) ..Agence Bulgare". Kaum haben wir die Legende von der Entsendung von Banden nach Mazedonien widerlegt und ichon versuchen russische Zeitungen eine ungeheuerliche Verleumdung zu verbreiten, indem sie behaupten, dag Geld und Waffen für diese Banden von Wien und Berlin aus 5t1i7fert würdcrr. Ueberdies sollen österreichische Offiziere, die durch Sofia gekommen seien, sich au die Spike der Bauden gestellt haben. Wir sehen »us genötigt, diesen Erfindungen ein formelles Dementi eutgegenznsetzen. Alls der Dkl! des Isllillis. Eine männliche Sprache. London, 22. Okt. (W. 3. Nichtamtlich.) Das Reutersche Bureau meldet aus äonstantinopel vom 19. Oktober: Auf die britische Vorstell- ung über die fortgesetzte Anwesenheit deutscher Mannschaft ten auf türkischen Kriegsschiffen hat die Pforte endgültig erwidert, daß dies eine innere Angelegenheit sei. B e r I i n, 22. Okt. Tie „Voss. Ztg." meldet ans Wien, daß die türkische Regierung das serbische Kabinett ans eine Verletzung des türkisch-serbischen Friedensvertrages hinge- üesen habe, die darin bestehe, daß entgegen den Bestim- ingen dieses Vertrages in letzter Zeit Muselmanen zum üegsdienst gezwungen worden sind. Die Türkei fordert die sofortige Einstellung dieses Vorgehens. pfiifldllttirä iih ) Imit sgn-lMchllft. llniversitätsprofessor Dr. Pontus Fahlbeck in Lund, ein bedeutender Nationalötenom, schreibt: „Wenn der englische Staatsmann Lloyd George neulich sagte: die letzte Milliarde wird den Aasschlag geben, so meine ich: die deutsche Oekonomie (Volkswirtschaft) wird sich nicht minder überlegen zeigen als die deutschen Waffen. Und zuletzt wird es vielleicht die Oekonomie sein, die den Ausschlag gibt. Ja, ich bin dessen ganz gewiß. Ein Land, das so durch und urch industrialisiert worden ist wie England, kann eine grö-. ;ere Störung des internationalen Austausches nur dann aus- mlten, wenn der innere Markt Ersatz geben kann. Aber das ft für England viel weniger der Fall als für Deutschland, das ich seine Landwirtschaft und seinen Bauernstand erhalten har. tarum wird England diese Storung des auswärtigen Handels ckel schlechter vertragen als Deutschland. Und was das für en Ausgang des Krieges bedeutet, ist genau bekannt. Ich bin für ein Bündnis Schwedens und des ganzeii Nor- ens init Deutschland bei meinen Laudsle.iten eingetreten, tber dieser Gebaute. der nicht nur aus de» Kriegsfall abzielte, j andern überhaupt auf eine nähere Verbindung aller Festlands , ze,inanen, gebraucht geraume Zeit, die Meinung des Volkes eit sich zu gewinne». Er war und ist, ich bin dessen gewiß, in Same, der einmal Fruchte trao-n wild, aber setzt ist den: licht so. Als der Krieg kam, mu'-te sag die Politik Schwedens nach 'en konkreten Verhütinisjen des Tages, nicht nach den Zukunft«, deen, so richtig sie auch sein mögen, ei: stellen. Dorum mußte auch ich die Neutralität befürworte», wie wärm die Sympa- ihien für Deutschland auch sind, denn wir hatten keine Krieze- oeranlassung — niemaiid hat uns beleidigt oder bedroh! - und ebenso keinen Kriegszweä Wir wollen nicht Finnland laben, und Finnland will Nicht Mit uns vereinigt werden - sie SS Prozent Fiunomanen in Finnland hassen die Schweden nnd halten mehr mit Rutzlaiid ais mit uns — noch ein felb- diger Staat sein. Denn in diesem Fa»e furchten sie außer ..n inneren Streitigkeiten den ewigen Krieg mit Nrßland. Sie sehen, es fehlt uns ss"ehl Kriexsgrund wie ein greif- , mres Kriegsziel. Unter soll.. > Umständen k.n.i man keine ' rudere Politik führen als die der Neutralität. Aber unfere derzen sind bei den Deutschen. und wir glauben kein Wort von illen Lügen, die die Presse der Gegner in alle ST-el* hinaus chickt, und die auch unsere Zeitung: , um den Scheiii der - Unparteilichkeit, ganz imam'-brr-' t übrigens. wahren — ; Mitteilen. Mit herzlichen G.e Ihr gcnz ..." -'-.ner stontus ! Fahlbeck." tanket Gott, das, er unsre Lrrirjchlc.«d v. .: Schrecke» des Krieges bewahret bat. Ein Eisenbahner aus Banernbeim, der : Zt. bei den Eltern in, Felde steht, sandte an seine Rn; :gcn solgen- !dn Feldbries. »allenrienne?. den II. Okt. 131t. Liebe Eltern u. (ieianvnur! Wir liegen hier, zu 4 Mann, in einer Metzgerei n»d eerien großartig bewirtet. Ein so. Qi-.aetier ist selbst Deutscuiand selten z» finde,!. Ter Mann iinscrer Oimr- irrgeberin ist gefangen in Triitjc, and und die Iran mit iuem .vtinbe von 4 Fahren ist allein. Wir tönnen uns eckst gut mit ihr verständigen, da sie in Brüssel gelvesen ft mid vlämilck, spricht. Heute Nacht habe ich das erste Not. seit ich von Ofse,ibach fort bin, die Kleider vom Leib bekommen: welch' eme Wohltat! Auch brnmmen die -kugeln. Granate» im» Schrappnells nicht andanernd nm die Ohren, wie dies die Zeit über der Fall n .-.r. Hier in Jer Stadt ist der Lhvccken des Krieges wenig merten, dest« sckilimmer sieht es aber in der Gegend aus. wo wir .either waren. Tiefes an fich schon arme Land ist vatlig oeMmstet. Gerade die Franzosen sind es. die »reue Tageszeitung. Freitag, den 23. Oktober 1914 Dörfer in Brand schießen, damit wir darin keine Unterkunft finden sollen, so z. B. Servon, wo in der Kirche viele verwundete Deutsche und Franzosen in den Flammen umkamen. Wenn ich so über das Geschehene nachdenke, so muß ich sagen: Gott hat mich wunderbar beschützet. Schlimme Tage hatten wir vom 26. bis zum 29. September. Am 26. kamen wir erstmals in's Gefecht. Kanin hatten wir imsere Deckung verlassen, als uns, noch in Reserve, ein furchtbares Gewchrfeuer empfing, da rief der Zugführer: „Ein freiwilliger Verbindungsmann vor!" Da Niemand umsprang. so tat ich es. Ich kniete oben auf einer Höhe, während die andere» hinter ihr lagen. Derjenige aber, der an meine Stelle getreten war, ei» Reservist Haas, erhielt einen Schuß m den Mund und starb am selben Tage. Abends kam es zum Sturm und wir schwärmten ein, ein sehr schwer drirchführbareS Unternehmen! Vor uns war lauter Gestrüpp und ans jeder Hecke wurde geschossen. Der Feldwebel eines schlesischen Regiments fiel neben mir in die Brust geschossen: auch »»ser Regiment hatte viele Verluste. Erst die Dunkelheit machte dem Gefecht ein Ende. Noch am Abend wurde ein Unteroffizier mit mir und noch einem Kameraden ansgeschickt, das Bataillon zu suchen, vo» dem i'nfcr Zug abgefonnnen war. Ties gelang nach vielem Suchen. Wir verzehrten, da die Küche nicht beikonnte unsere „eiserne Portion" und verschanzten uns dann in einen Straßengraben. Kaum waren wir fertig, es war nachts 12 Uhr, als uns ein mörderisches Gewehrfeuer umfing. Wäre es eher gekommen, so hätten wir große Verluste gehabt: mm tat es uns keinen Schade» mehr. Auch am folgenden Tage, einem Sonntag wurden wir dauernd beschossen. Tie Franzosen lagen im nahen Walde, etwa 460 Meter von uns entfernt. Wir konnten sie nicht sehen, umso besser sie uns. Wer nur den Graben verließ, um seine Notdurft zu verrichten, bot ihnen ei» sicheres Ziel und Mancher ninßtr auf diese Art sein Leben lassen. Montag und Dienstag waren wir schwerem Artrlleriefeuer ausge- se!:t, das auch schwere Lücken in unsere Reihen riß. Am Mittwoch früh aber wurden wir durch eine andere Kompagnie abgelöst und kamen in Reserve. Vorgestern endlich wurde unsere ganze Tivisioir abgelöst und wir dürsten uns einige Tage der Ruhe erfreuen. Zum Schluß mahne ich Euch, Gott dafür zu danke», daß er mich so wunderbar behütet und unser Deutschland vor dem Schrecke» des Krie- ges bewahrt hat. Mit dem Wunsche, daß der Krieg ein baldiges Ende mhme, schließe ich und verbleibe Euch vielmals grüßend Euer Wilhelm. Tev ftcrbcndc Soldat. Die Kugel traf. Mich ruft der Tod, Und alles tritt zurück. Jetzt end' ich meinen Lebenslauf Und all mein Lebensglück. Wer auf der 3t!elt was Liebes hat. Der blieb' so gern allhier, Ade, ade, du schöne Welt, Ich scheide schwer vo» dir. Die Wunde brennt, Das Auge bricht. Schon schivindet's un, mich her. So früh schon schickt man mich in: ' -v Jetzt lieg' ich sterbend hier. Ade, ade du Sonnenlicht. Dich jchau ich nimmermehr Ade, ade. du schöne Welt, Ich scheide schwer von dir. Freund, wen» du heimkehrst, Grüß' mei» Lieb, Sag', daß ich sterben mußt' Sagst daß ich treu sie Hab' geliebt Treu bis zum Tod ins Grab. Wer aus der Welt was Liebes hat, Der blieb' so gern allhier, Ade, ade, du schöne Welt, Ich scheide schwer vo» dir. Sagst wo ich ihre Locke trug, Tras mich Las kalte Blei, Der Schuß, der durch die Locke ging, Riß mir das Herz entzwei. Wer aus der Welt was Liebes hat, Der blieb' so gern allhier, Ade, ade, du schöne Welt,! Ich scheide schwer vo» dir. A stgeordneienha us. OO Sitzung von, 22. Oktober. Los Haus ist gut besetzt; die Tribünen sind libe.suln. Den P.atz des auf dein Felde der Ehre gefallenen Abg. H n > e :i clever (Ratl.) zier; ein mit schwarzer Schieise geschmückter Kranz Abg. Dr. Bredt (freitonf.), der im Felde einen An tc.ii-ian erlitt, ist, geschmückt mi, dem Eisernen Kreuz, Mit verbunden. 'IN Kopse erschienen. Piäiident Gras v. SchwerinLöwitz eröffnet die Titzin:,, >:m 2.15 Uhr. Er erbittet und erhält vom Hanle die Ec lächtigung, der Kaiserin die Glückwünsche des Hauses zu >h -' > heutigen Geburtstage zu üdermittel». — Zn Ehren des 60.1 Felde der Ehre gesallenen Abg. Hasenclever und des Abg. Bauer (tonj.) erhebt sich das Haus. Die preußischen Kreditvorlagen. Daraf rrgrtsf der Vizepräsident des Staatsministeriums Delbrück das Wart zu einer Ansprache, in der er n. a. sagte. Der Haß und die Mißgunst unserer Nachbarn daven Deutschland in einen Krieg um Sein oder Nichtsein verwickelt. Unser Heer kämpst in Ost und West an den Grenzen. Se. Mnj der Kaiser und König befindet sich inmitten seiner siegreich fechtenden Truppen. Der Reichskanzler und Ministerprüfident ha! ihn begleitet, und so fällt es mir zu, anstelle des letzteren, der lebhaft bedauert, verhindert ZN sein, heute in diesem Saale zu erscheinen. Von den beiden Vorlagen, die sich in Ihren Händen befinden, ist die wichtigste diejenige, die sich bescheiden als eine Ad- änderung des Etatsgesctzes für 191! bezeichnet, die aber tatsächlich einen Kredit vo» V/, Milliarden erfordert, dessen Zweckbestimmungen im Gesetze selbst nicht angegeben sind und die auch in oer Begründung nur lose unterschrieben werden konnten. Die Kgl. Staatsregierung ist sich de- wiißt, daß in der Bewilligung eines solchen Kredits mit solchen Vollnrachten ein ganz besonderes B-vtrauen der Votksvertre- tung liegt, aber ei» anderer Weg war nicht gangbar, wenn überall, wo es notwendig ist, auch geholfen werden soll, da die Bedürfnisse im einzelnen sich so wenig vorhersehen lassen midie Höhe der Ersordernisie. Dnrllber hinaus, meine Herren, ist es eine unserer wichtig sie» Aufgaben, die Hemmungen, die der Krieg unserem wirt schaftlichen Leben auferlegt, nach Möglichkeit zu beseitigen un! die mit diesen Hemmungen verbundenem Nachteile nach Mch; lichkeit abzuschwächen. Vor allem gilt es hier, der Arbeitslostg keit zu steuern und die Not zu lindern, die sie zu bedinge,- pflegt. , ' • Mit schmerzlicher Teilnahme haben wir es erfahren müsien daß bei den schweren Kämpfen an zwei Fronten die Provinz Ostpreußen, in die der Feind eingedrungen war, von der Kriegsnot aufs härteste hetrosfen worden ist. Wie Se. Maj. der Kaiser und König in seiner warmherzigen, öffentlichen Kundgebung be tont hat, ist es ein selbstverständlicher Akt der Dankbarkeit des Vaterlandes gegen die schwergeprüfte Bevölkerung, daß iljV der Schaden in vollem Umfange ersetzt, und daß den betroffenen Landesteilen wieder zu ihrem früheren Wohlstände verhoisen werde. (Lebhafter Beifall). Vorbehaltlich der Ersatzpsiicht des Reiches war es eine unabweisbare Pflicht des preußischer Staates, sofort eine umfangreiche Hilfsaktion einzuleiten. Wi> sind der Meinung, daß Beträge bis zu tvv Millionen Mark bereitgehalten werden müssen. Dieser gewaltige Krieg stellt beispiellose Anforderungen au das ganze Volk und erlegt auch dem einzelnen ungeheure Opfer auf. Er macht aber auch ungeahnte Kräfte frei. Ein jeder weiß, daß wir die Waffen nicht -»ehr aus der Hand legen düv- jen, bis wir einen Sieg erkämpft haben, der uns die Lürg- jchast dauernden Friedens gibt. (Stürmischer, sich immer wiederholender Bestall des ganzen Hauses). Ein jeder weiß aber auch, daß wir die Kraft und die Mittel haben, durchzuhalten bis der Sieg unser ist. (Erneuter anhaltender, sich wiederholender Beifall). Ich zweifle nicht, daß auch Ihre Beratungen und Beschlüße Zeugnis adlegen werden von dem eisernen Willen zum Siege, der das ganze Volk beseelt. (Erneuter, sich immer wiederholender Beifall und Händeklatschen im Hause u. auf den Tribünen). Hierauf gibt Abg. Hirsch (Soz.) eine Erklärung ab. daß sie mit den Grundgedanke» der Vorlagen einverstanden seien. Obwohl die Vorlage hinter unseren Erwartungen zurückbleidt, werden wir ihr zustimmen. Wir wünschen, daß der entsetzliche Krieg zu einem baldigen gesicherten Frieden des deutschen Volkes und der Menschheit führe» möge. (Beifall). Die Vorlage wird in allen drei Lesungen ohne weitere Debatte einstimmig angenommen. Präsident Graf Schwerin-Löwitz: Tausende von notleidenden Staatsbürgern werden aus der einstimmigen An nähme der Vorlage neu« Hoffnung »nd Zuversicht gewinnen Sie werden erkennen, daß die Regierung und die Voltsvertre luno kein noch so großes Opfer scheue», um die schweren Wunden, die der Krieg geschlagen hat, soweit zu lindern und zu heile», wie es in der Gewalt der Staates liegt. (Lebhafte, Beifall). Sodann wird die Notvorlage, betreffend ein oereinfachte: Enteignungsverfuhren zur Beschassuug voll Arbeitsgelegenheit und zur Beschäftigung von Kriegsgefangenen, ohne Debatte ciiiftimiuig genehmigt. Dem Antrag des Staatsministeriums auf Bertagung des Preußischen Landtages aus den 9. Februar 1915 erteilt dns Haus seine Zustimmung. Damit ist die Tagesordnung erledigt. Präsident Graf Schwerin-Löwitz: Schwer und bitter ist die Zeit, in der wir leben, aber doch zu groß,herrlich und hehr, um sich nicht glücklich zu preisen, sie miterledt zu hoben (L.-bhgjter Beifall). Unabsehbar sind die Opfer, die wir in diese.» Kriege »och werden bringen müsien, und dennoch werden wir ihn siegreich bis zu Ende durchführen. (Stürmische, Beifalls. Dieser Krieg wird der Welt zeigen, welche unüberwindliche Macht gegen eine Welt von Feinden einem einigen Volke das Bewußtsein verleiht, für eine gute und gerechte Sache zu kämpfen. Wir kämpfen nicht um Machterweiterung nn» Landerwerb, sondern es ist ein Kampf ums Dasein, um Haus und Hof, um Weib und Kind. (Lebhafter Beifall). Aus diesem Bewußtsein heraus hat unser Volk das herrlich« Gott- venrancii rrsV r-i« gewisse Zuversicht de« kias«, grschLpK «L lr.r mir alle, voran unser geliebter Kaiser, den Kampf aufneh me» werden, um ihn mit Gattes Hilfe siegreich zu Ende zu süh. reu (Brausender Bestall). Wir sind alle darin einig, de» Krieg mit unserem Kaiser bis zur volle» Erreichung sein«» Zieles durchzuhalten (Stürmischer, anhaltender Beisall). Wir weide» den Krieg rücksichtslos durchsühren bis zur Erlangung eines Friedens, der die ungeheuren Opfer, die der Krieg kostet, loynt mid bis zur Erreichung der vollen Sicherheit dafür, Saß wir nicht noch eimiiol in srevelhafter Weise von neidischen Feinden überfallen werden. (Brausender Beifall). Auch in- ueriich gefestigter und geläuterter wird unser Volk aus di.'jem Kriege hervorgehe». Wir werden stärker als vorher, au« dem Kampfe komme» zur Erfüllung der großen Kulturmisston des deutschen Bottes unter den Böllern der Erde. Die Verhau» lungen werden von neuem der Welt und unseren Feinden z« «en, wie einia das deuriche Volk ist in dem Will-« »«Ne no$ 51*. Z49 jo groben Opfer zu scheuen. (Lebhafter Beifall) Tiefer Dank erfüllt heute das deutsche Volk gegen Gott, den Herrn der Heerscharen, der unseren Fahnen bisher den Sieg »erlichen hat. Unaussprechlich tiefen Dank zollen wir auch unseren tapferen Truppen (Stürmischer Beisall), denen wir die Niederringung unserer Feinde im Westen und Osten oerdanken, Tiefen Dank zollen wir auch unsere» tüchtigen Heerführern, welche die Welt durch ihre glanzvolle Heercsführung in Erstaunen setzen, (Stürmischer Beifall). „Unser Heer und sein oberster Kriegsherr, unser allergnädigster Kaiser und König, sic leben hoch!" Haus und Tribünen stimme» dreimal brausend und in stürmischer Begeisterung in den Ruf ein, — Schlich der Sitzung Uhr Herrenhaus. Präsident ». Wedei-Biesdorff eröffnet die Sitzung um 3,36 Uhr, Der Präsident gedenkt der inzwischen verstorbenen acht Mitglieder, Das Haus ehrt ihr Andenken durch Erheben von den Sitzen. Kricgsoorlagen Vizepräsident des Staatsministcriums Dr, Delbrück begründet die Kriegsvorlagen. Frhr, v, R i ch t h o f e n - Damsdorf beantragt en bloc-An- »ahme sämtlicher Vorlagen, (Lebhafte Zustimmung), Di« Vorlagen werden hierauf angenommen, — Es liegt ein Antrag des Staatsministcriums auf Zustimmung des Herrenhauses zur Vertagung des Landtages bis zum 9. Fcbr, 1915 vor, — Der Antrag wird, ebenfalls auf Vorschlag des Frhrn, v, Richthofcn, einstimmig angenommen. Damit ist die Tagesordnung erledigt, Präsident o, Wcdel-Piesdorff: Noch nie ist das Herrenhaus in so schwerer Zeit zusammcngekommcn, sichen wir doch seit fast drei Monaten im Kriege mit drei mächtigen Nachbarn, Meine Herren! Das deutsch- Volk ist der friedfertigste» eines aus Erden, Es hatte keinen anderen Wunsch, als in Nuhc seine Kultur und seinen Wohlstand zu entwickeln. Es trachtet nicht nach Eroberungen oder nach Schädigung seiner Nachbarn und S, M,, unser allcrgnädigster Kaiser und König, hat im Verlaufe feiner 26jährigen Regierung den Beweis geliefert, daß sein eifrigstes Bestreben war, seinem Volke den Frieden zu erhalten. Allein, meine Herren, „cs kann der Frommste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt," Diese Worte Schillers kennzeichnen die Lage der dcutschcn Nation, Es ist uns allen Pflicht und Bedürfnis, unserer tapferen Armee und Marine für das, was sic geleistet haben, unseren wärmsten, heißesten Dank zu sagen. (Stürmischer, allseitiger Beifalls, Wir aber sind entschlosien, alles auf- zubictcn, was in unseren Kräften steht, Gut und Blut dranzu- setzen, damit dieses Ende ein solches sei, welches uns vor neuen Ncbersällcn unserer bötzcn Nachbarn sichert und zwar aus die Dauer sichert, Vizepräsident des Staatsministcriums Dr, Delbrück ocrkün- der hieraus die Vertagung des Hauses, — Mit einem Hoch auf den Kaiser schloß er seine Rede. Landwirte! Don den Händlern und Konsumvereinigungen wird gegen die Landwirte der Dorwirrs erhoben, daß sie keine 'Kartoffeln abgäben, rnn auf diefc Weise eine Preiserhöhung zn erzielen. Zwar ist die diesjährige Ernte in unserer Gegend keineswegs eine gute zu nennen; wir wissen auch, daß ihr euch in Sorge befindet, wie ihr euer Diel< ernähren sollt; auf der einen Seite steigen Futter- inittclr>reise zu nie dagcwesener Höhe, auf der anderen Seite sielst die Regierung dem ruhig zu, verbietet aber das Schlachte» junger und trächtiger Tiere. Das sind Widersprüche. Aber wir niiissen auch anerkennen, daß die Preise für Kartoffeln solche sind, die den Ausfall ersetzen und wir geben euch den dringenden Rat, eure Kartoffeln aus den Markt zu bringen. Der Krieg ve r l a n g t schwere Opfer von unserem gesamten Volke, kein Glied und kein Stand wird davon verschont. Wir alle müssen dazu beitragen, daß das Leid auf das geringste Matz beschränkt werde. Helft ihr also dazu mft, daß gerade der ärmere Teil unserer Bevölkerung nicht an Kartoffeln Mangel leidet. Wir wollen hiermit beweisen, datz wir den Bogen nicht übcrspannen wollen, wir hoffen aber auch, dah inan nickt verlangt, wie dies in Gictzcn und Büdingen geschehen ist, datz von der Behörde Preise für Kartoffeln festgesetzt werden, die den Verhältnissen keineswegs entsprechen. Heute komiiit cs vor allem daraus an, das, ein Jeder seine Pflicht crsüllc, dem Landwirte kommt die Aufgabe zu, für die Ernährung des Volkes Sorge zu tragen. Deshalb lagt euch nickst dc„ Vorwurf machen, ihr hieltet die Kar- tosscln zurück, sonder» übergebt sic. wo cs irgend angeht, dem Verkehr. Vereinigte Landwirte von Frankfurt a. M. und Umgegend. I. A,: Vichmann, Vorsitzender. Die Geschäftsführer: Heufcl. Hirschei Ans der Heimat. * Friedbcrg. 23. Ott, Am Mittwoch Abend fand in der Ruinhalle der Augustinerschule die erste Ucbungsstundc der Rungwehr statt, Jungmannschaft und Führer waren vollzäh- % versammelt, Herr Oberleutnant Q u a d e hielt einen höchst lehrreichen Vortrag über Hceresorganisatwn in Kriegs- und Fricdenszcitc», über Marschübungcn im Gelände, Marschsicherungen usw. Der Vortrag wurde von der Jungmannschaft mit sichtlichem Interesse ausgenommen, Regierungsrat Helberg teUt« sodann mit, datz für die Mitglieder der Wehr Armbinden ausgegebrn wurden und datz denjenigen, die die llebungen re- gclmätzig besuchen, eine Bescheinigung ausgestellt würde, die •I» Empfehlung bei Eintritt zum Militärdienst inancherlei Borteile im Gefolge hat. Ferner wurde auf den Ernst der Zeit und daraus hingewiese». datz dir llebungen oon praktt- cklcue Tagesazeitng. Freitag, den 23. Oktober 191t. fchem Wert und ernsten Charaller seien und mit einer Solda- tenspielerei nichts zu tun hätte. Zur Uehung am nächste» Sonntag wird um 2% Uhr im Hof der Augustinerschule ange- tretcn, Abmarsch 3 Uhr nach dem Earnisonsexerzierplatz, Da selbst llebungen, gemeinschaftlich mit den Jungwehren von Rie- der-Rosbach und Ockstadt im Gelände (Schützenlinien, Entfer- nungsschätzungen, Sturmangriff usw,). Alle diejenigen jungen Männer, von 16—20 Jahren, die seither an der Teilnahme verhindert waren, oder aus irgend welchen Gründen sich nicht beteiligt haben, werden hierdurch nochmals auigesordert, sich am nächsten Sonntag einzusinden. Die Beteiligung ist Ehrensache für jeden dcutschsühlende» jungen Friedberger. * Friedbcrg, 23, Ott, Festsetzung oon Höchstpreisen. Dem Vernehmen nach soll bei den Metzgern die Absicht bestehen, demnächst wieder eine weiter« Erhöhung der Fleisch- und Wurst- preise eintrelen zu iahe». Es ist zu hoffen, daß dies nicht zu- lrcsscnd ist, andcrnsalls würde cs nicht zu umgehen sein, datz die zuständigen Behörden Höchstpreise hierfür scstsetzen, wie dies auch schon anderwärts mit Erfolg geschehen ist. Hierüber sollen bereits Verhandlungen eingelcitct sein, * Friedbcrg, 23. Okt, MI t dem Eisernen Kreuz wurde ausgezeichnet der hiesige Fcldbereinigungs-Kommisiar .Kreisamtmann Dr, Jann, Oberleutnant der Reserve, der zuletzt bei der Belagerungsarmce von Antwerpen (Maschinange- wchrabtcilung) gestanden hat, — Die gleiche Auszeichnung ist dem Rcgicrungsrat Probst oo» hier und dem Vizcscldwcbel der Reserve, Louis M ü l l e r, Sohn des hiesigen Rentners Müllers, zuteil geworden. Nach neueren Nachrichten ist Louis Müller den Heldentod für's Vaterland gestorben, * Stammheim, 23. Olt, Unsere Gemeinde, deren Kämpfer im letzten Krieg alle hcimkchren durften, beklagt nun schon drei Tote, Als erster wurde ihr erster Lehrer Geißler in Friedbcrg bestattet, Wilhelm Kern, erlegen in Marburg, fand dort sei» frühes Grab und nun meldete der eigene verwundete Hauptmann den Tod des vor den beiden schon im Feindesland beerdigten Wilhelm Hcppner. An des letzteren Geburtstag, nächsten Sonntag nachm, 3 Uhr, wird die Gemeinde seiner im Gottesdienst gedenken. Dank und Ehre den Tapferen! * Frankfurt a. BI,, 22, Oki, Der Musketier Joh, Hummel von dem 2. Bataillon der 81cr schreibt in einem Feldpostbrief: . . . , Wir waren wieder im Feuer uud teile Euch mit, datz ich die Fahne vom 2, Bataillon seit dem t. Oktober trage. Der Fahnenträger wurde schwer verwundet, da bin ich hin und habe dir Fahne zum Sturm getragen. Welch' eine Freude, mit Vr Fahne vorausgehcn zu können. * Frankfurt a, M„ 22, Okt, Prinz Oskar von Preutzen und Gemahlin statteten am Dienstag dem Reservelazarctt „Ricdhof" einen halbstündigen Besuch ab. Die Herrschaften unterhielten sich in leutseligster Weise mit den verwundeten Vaterlandsvcrteidigern und erfreuten sie durch mancherlei Liebesgaben, Hesicu-Nnsfau. * Obcrurfel, 22. Okt, Unter großer Beteiligung der hiesige» Einwohnerschaft sand die Beerdigung des hierher llber- suhrtcn Leutnants der Reserve, Regierungsbaumcisters, Kreis- bauineistcr des Sieqkreiscs, Hans Hieronymi, statt, der im Kamps fürs Vaterland verwundet wurde und an den Folgen dieser Verwundung starb. An der Beerdigung nahm der hiesige Krieger- und Militäroerein mit einer Musikkapelle, sowie die Mitglieder der freiwilligen Sanitätskolonne teil, ferner zahlreiche Vertreter der Behörden, Vertreter des Offizierkoips, sowie eine Abordnung des katholischen Studcntenvereins „Moe- nania" aus Darmstadt uud »ne große Anzahl der hier liegenden rerwundeten Krieger, Am Grabe hielt Herr Pfarrer Fri- ton eine ergreifende Ansprache, Als Vertreter des Phrlister- zirlels der „Moenania" sprach Herr Architekt Rummel aus Fre.nlfurt, Ein Teil nuferes Friedhofs wurde von der Stadt als Ehrcnfricdhof für gefallene Krieger bestimmt, Leutnant Hieronymi kam als erster an diese Ruhestätte, * Wiesbaden, 22. Okt, In der Strafanstalt Wehlheiden in Hessen-Nassau sind 1831,11 Mark von den Strafgefangenen aus ihren r-rsparnissen für das Rote Kreuz gestiftet worden. Eine bedeutende Summe, wenn man den kargen täglichen Arbeitsverdienst der Gefangenen in Betracht zieht, "Wiesbaden, 22, Okt, Dis Beamten der hiesigen Landesdirektion vcranftalteten eine freiwillige Sammlung für unsere Krrexcr, die die Summe von 560 Mark ergab. Der Betrag wurde dem Roten Kreuz überwiesen, — Die Zivilanwärter des Bezirksverbandes des Rcgierungsbezirls Wiesbaden haben 366 Mark zur Unicrstützung von Angehörigen der im Felde befindlichen Krieger gespendet und beschlossen, eine weitere Unterstützung in derselben Höhe für den gleichen Zweck llbzuführen. * Langenschwalbach, 22. Oft. Bei der hier abgehaltenen Musterung des unausgebiideten Landsturms waren 826 Landsturmmänner erschienen, die sämtlich ausgemustert wurden, * Langenschwalbach, 22, Okt, Der Mctzgermeister Rudolf Sch-uermann in Langenschwaldach hält sich seit Jahren einen kräftigen Zughund zum Transport und Bewachung seiner Fliischwaren, Dieses Tier genoß seither auf Grund des § 2 der Langenschwalbacher 'Steuerordnung Steuerfreiheit, da er zur Ausübung seines Gewerbes für Scheucrmann unentbehrlich sei. Für dieses Jahr wurde Scheucrmann nun zur Hundesteuer veranlagt. Auf die daraus von ihm gegen den Magistrat wegen dieser Veranlagung angestrengte Klage, vertrat der beklagte Magistrat seinen Standpunkt damit, datz er anführte, mehrere andere Metzger in Langenschwalbach, die den gleichen Gclciästsbetrieb und -umfang wie Schcuerman» hätten, hielte» sich auch keine Hunde, sondern nähmen zunr Fleischtransport einen in Langenschwalbach ansässigen Rollsuhrmann in Anspruch. So könne es Scheuermann auch tun. Der Bezirks- ausschutz Wiesbaden gab der Klage des Metzgermeisters statt, D--r Hund blieb steuerfrei, * Fulda, 22. Olt. Ein Reserve Unteroffizier oon Fulda, in, Zwilocrhältnis Werkmeister in einer dortigen Maschinenfabrik, wurde bei den Kämpfen aus französischem Boden mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Um dieses teure Kleinod »ich: zu verlieren nab es »or Schaden zu bewahren, sandte der Unteroffizier das Kreuz in einem Feldpostbrief, — da er recht großes Bertrauen za unserer Feldpost hat — an seine Frau nack> Fulda, die es oargcfiera rirdtio erbiett. Geile 3. Aus Nheinhesien. * Mainz, 22. Oki, Das bei Peronne durch bayerische Ar> tittcric hcrunicrgeschcssciic uud erbeutete englische Flugzeug, in den. Oberst Erey, ein Bruder des englischen Ministers und Kriegshetzers Grey saß und gefangen genommen wurde, passierie au, Sonntag den hiesigen Bahnhof, Die Tragflächen des Flugzeuges sind noch gut erhalten, während der Motor stark bcschä- dizi ist. Da die Bayern das Flugzeug erbeuteten, wird es nach München Lbersührt, * Mainz, 22. Okt, Bei der Ausmusterung des ungedienten Landsturmes stellten sich am Dienstag hier 217 Mann, vor denen nur zwei als untauglich zur WasscnfUhruug befunden wurden. perAlihIchns! dkr sündkSlirMmiNMliliillt in törotiljfrjoijluiii Kkfftli. bewilligte in jeiner letzten Sitzung gemäß dem Antrag des Vor standes für Zwecke der Kricgsfllrsorgc für 1911: 159 996 Mi , für 1915: 566 66» Mark mit der Maßgabe, datz diese Mittel nöiigcnsalls auf den Gesamtbetrag oon 1 596 666 Mark erhöh! werden können. Zur Ausrüstung der hessischen Division mit warmem Unterzeug wurden bereits 15 666 Mark verausgabt, !!m die Krcisocrwaltungen und Gemeinden durch Darlehen zu unterstützen, wurden norcrst 3 666 666 Mark bcrcitgestelll zun, Zinsfüße von 5 Prozent, über 2 266 666 Mark wurden bisher schon in Anspruch genommen, sodatz der Betrag wohl wci'.er erhöht werden mutz. Da die Lanücsvcrsichcrungsanstalt dies- Tailehnsmitiel sich selbst erst durch Lombard bei der Darlehn lasse beschaffen und d,escr zur Zeit 6>, Prozent Zinsen zahlen mutz, legt sie bei diesen Dailehn \y, Prozent jährlich zu, un, cs zu ermögliche«, datz die KommunaluerwaUungen bei Au, Zahlung der Unterstützung«, der Angehörigen nnlercs Leeres nicht durch Mangel nn Barmitteln gehindert sind, und um ihnen die Fortführung kommunaler Arbeiten zu ermöglichen, L» der Kriegsanleihe beteiligte sich die Landesversichcr- ungsanstalt mit 1566 606 Mark und überwies dem hessischen Landcsvcrein des Roten Kreuzes bei», Kriegsaul! r.us jofon 16 666 Mark Wohl zr» merken! <-Dcm Briefe eineslwa'ckcrett Iserlohners vm» Info Regt., auS dem Felde, an die :,Rheinfich.WcstmMö : Zeitung" gerichtet, entnimmt', die j.Nördd" Allg. 'Ztg," die folgenden ükerzcugenden Worte:-. . ' ^„Eine Bitte hätte,ich:^Sagt doch mal den größeren Zeitungen, man möge bekannt geben, daß die Ulkkartc» über den Krieg nicht arrf den, Kriegsschauplatz gesandt werden, denn hier den Leuten steht nicht der Sinn nach — teilweise recht faden — Witzen, tjni Gegenteil, wie ich die Post in der verhangenen Nacht ^(deim daS kann nur des Nachts gemacht werden) austeilte, da habe ich verschiedentlich Klagen darüber gehört. Man" soll doch einfache Postkarten oder Briefe nehmen »nd die Groschen, ^dic für Ulkkacteu ausgeg.-beu werden,"für Liebesgaben verwerten, denn die tun uns bcsür Jus den deutschen Nerlußlisten. Rescrxc-Jasaitterie-Regüncnt Rr. 1 16 , Darmstadl und Gieße». Tremblois am 21., Mouzon und Beaumont am 28, 8„ Brabant am 7, und Binarvillc am 15, und 16, 9, 11. Ir, Bataillon, 5, Kompagnie. Gardist Wilh, Dietz, Ruppertsburg, tot. — Bizcseldw, Eugen Fischdach, Gießen, tot, -- Musketier Wilh, Fölsino, Erainsctd, tot, — Ecsr. Karl Häuser, Rieder Weisel, tot, — Reservist Georg Musch, Asienhciin tot, — Gefr Wilh. Schneider, Annerod, tot, — Gardist Eg, Euler, Gießen low, Unierossizier Karl Friedrich, Zell, low, — Musketier K, (>ti: gel, Wahle», low, — Musketier Emil Hock, Gießen, low, Musketier Wilh, Lamp, Inheiden, tot. — Ecsr. Lorenz Fleisch Hauer, Ricder-Osleiden, low. — Unteroffizier Karl Fritz, Schoi tcn, low, — Wehrmann Ludwig Kaufmann, Büdingen, schoie — Musketier Friedrich Aab, Rieder-Eemllnden, vm. - Gcfi Karl Alles, Lich, om, — Hornist Ludwig Baiser, Burkhardsfcl den, vm, — Unierossizier Heinrich Hofmann, Schotten, vm. Gardist Friedlich Krämer, Ruttershausen, vm, — Gardist Hrch Kromm, Schotten, vm, — Musketier Heinrich Schlörb, Schotte r vm, — Wehrmann 8g, Kitzler, Rieder Weisel, vm. — Reservist Wilh, Altvatcr, Stammhcim, om, — Reservist Friedrich Vogt, Petterweil, vm, 6, Kompagnie, Wehrmann Karl Brock, Ettingshausen vw, — Reservist Eg. Damm, Stangenrod, ow. — Wehrmau: Karl Dahmer, Kaulstotz, vw. — Reservist Hrch, Falk, Elpenrod lvw. — Reservist Engelb, Leiyberger, Herbstem, low. — Reservist Friedrich Lich, Londorf, lvw. — Wehrmann Heinrich Lich, Londorf, t*t — Gefr, Llbrecht Mehring. Schotte», öks . — Wchrmann Herrn. Träller, Erotz-Eichen, lvw, — Wchrmann Benedikt Trand, Herbstein, lvw, — Gefr. Gg Schieferstei», Ob - Tcfsingen, lvw, — Wchrmann Heinrich Schars, Lollar, schvw, — Vizeseldw, Heinrich Schmidt, Bobenhauscn, Kr, Schotten, schvw. — Reservist Heinrich Wolf, Allendorf, schvw, — Reservist Karl Wagner, Oberschmitten, schvw. — Wehrmann Friedrich Wilhelm, Alsseld, schvw, — Reservist Wilh. Wirih, Oberschmitten, schvw, — Wchrmann Wilh, Wagenbach, Heuchelhcim, tot. — Frankfurter Wetterbericht, Voraussage: Wollig, meist ttocken, wenig wärmer, südlich» bis südwestliche Winde, i Verantwortlich für den politischen uud lokalen Teil: Otto Hirsche!, Friedberg: för den Anzeigenteil: K, Schmidt, Friedberg, Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung" A, G„ Frrcdberg i. H Sir. 249 ü Jlcue Tazeszeitung. Freitag, den 23. Oktober 1914 Teile 4. In der Nacht zum 8, Oktober erlitt auf dem Schlachtfeldc bei Pnrvillers in Nordfrankleich den Heldentod für's Vaterland unser geliebter, ältester Sohn, Bruder Statt besonderer Anzeige. MANÄ Ein kräftiger Junge angekoinmen Dr. Heinrich Köhler z. Zt. im Feld und Frau Marie, geb. Brückmann Rodheim v. d. H„ 21. Okt. 1914. !>ir sjhe h> 11 91t', 117 Inhaber des Eisernen Kreuzes. Mit ihm ich ein tap'erer Soloat aus dein Felde der Ehre geblieben, der sich durch eine kühne Tat Lao Eiserne Kreuz — als erster im Regiment - erworben hatte. Marlirch i. C., L0. Oktober 1914. Für die iiesgebeugten trauernden Angehöri-zen: Tr. Weber, EroW. Forstmeister und Landtagsnbii. in Komadsdors. z. Zt. Leutnant und Kompagniefiihrer im Landftllembataillo» Friedüerg. __________________ ===== _ (vi'jl)f 'Jllnrrlrfld 6w:8«H2iMiilel ' ' t Lager in Gips-, Areide- KirLdkk^i.ß., Trieft» 355 Decke,.->,.0al!re»-iro!,re» öollniiiil-. Mliterial- t0 ' *Z!Y? ft***?*'*' . . ' (klcl-Ladrfarl'e IIII9 J H T U ÜJ tl T f II* in 6 prachtvollen Ruanren. Aecker Verpachtung. Samstag, den 24. Oktober, abends 8 Uhr werden die Grundstücke der Frau Heine. Karl Mutter Wiv., dahier, nochinals auf die Dauer von 9 Jahren gegen genügende Bürgschaft im Restaurant des Herrn PH Steinhäutzer verpachtet. __Nup pel, l.f fiii. Mioiidfor lt. Mor, " B da it ntrm chn n g. Laut Beschlust des Vorstandes und Aufsichtsrats des VoGliß- il. Creilit-Vereill Kirljeisheiiil i.W. e. G. m. b. h. wird der Zinsfuß bei genanntem Verein auf Spareinlagen vom 1. Januar 1915 von ii'/sVo auf 4°|„ erhöht. Kaffeftunden finden wöchentlich Montag und Donnerstag nachmittag von 1—4 Uhr statt, die eingehalten werden müssen. Reichelsheim i. d. W., den 22. Okt. 1914. Dcr Vorstand. E o b u rg e r. _ Vo g t._ ^Friedberger Pferde- und Fohlenmarkt. Der Friedbergec Pferde- und Fohlenmarkt findet in der bisher üblichen Weise am Ticnstaq, den 27. Oktober tfd. Js., dcr Uindvieh- und Schweinemarkt Mittwoch, den 28. Oktober lfd. Js. statt. Von einer Verlosung und Prämierung wurde abgesehen. Fricdberg, den 17. Oktober 1914 Der Bürgcrmcister. Stahl. Am p sparen rrcrt c i viele grauen sich jetzt in sder ^elbstverierligung d. Kleider betätigen wollen. Eie können es. wenn sie fürs Schneidern das io beliebteFavorit-Aiodenalbum.nur 60 Pfg. u. d. Favorit - Schnitte benutzen. Erhältlich bei fr. Weber, Friebberg t. O« W 4. mobile LiMch-HMm deren Angehörige zum grösttcu Teil dem Kreise Fried bcrg entstammen, hat um Uebcrsendung von Liebes-! gaben gebeten. Erwünscht find wollene Unterjacken, Pulswärmer, wollene Strumpfe, Tabak, Cigarre», Cigaretten, iurze Pseifc», Hosenträger, Briefpapier, D c.sch, ge räucherte Wurst.. Die Ersatz-Eskadron il Darmstadt! i|t bereit etwaige Gaben anzunehmen und weiter zu bc sördern. Ersast-Eskadroit Lcib-Trngoncr-Rcginkcnt Nr. 24. I Moeims Extra M\ Mzrgarinr, SS' bester Ersatz für frische Landbutieri ,d.88 Spara in Karion feine Siissrahm- ( Margarine Pfd. ®^ («erste, groi), Frd.il» Pf. mittel Pfd. a:t Pf., fein Pfd. 27 Ffg. Suppen- und Gemiise- NiuieiiiPfd30 i>t ! Grlesüiideln DjH Qi Hausm,Schnitt >> '. U II. Feine Eiernudeln Ptd, 45 Pf, Stangenmccaroni Pfd, .'tHPf, siacearoni in Paketen 45, 55, 60, 85 Pf, j Haierflcckei), tose Pfd, ««Pf, fcJriinkern Pfd. S8Pf, Neue fränkische Pflaumen pfd. 42 Pf, tr --^ CsniisnsioMa Jflilcii vorzügliches deutsches Erzeugnis Dose 5© Pfg. V_ J j Wirsing, Kopf 21 Pf J Rotkraut, r„°" 21 Ff. | Weißkraut, pfd, 4 Pf j Maronen, pfd, 22 Pf, | Z« tebeln,3Pfd.2!»Pf. Strickwolle. Mlilänullerhojeil, sieiiiden. ilnifrjntlmi, §niftttürmcr, frittbiniterr, gofrttiriiacr, t>cv(t >. *5. Blauer Kriegssürsorge ? Es liegt >m ontercsie der Heeresverwaltung. dag während oer Kriegs,eil r,i>Nr»r>oIis für Nolpr», wo cs nnoänaia ii gebrannt werden, da beim Lertolsen von Kohle bekanntlich bei notwendige Kiicgsgcbiauchsariilel Benoi gewönne wird Hutienkols hat eine qr-lhere Heiffra t wie Kohle und > ' ,,o» "cs höheren Preises im Brand nicht teurer. Wir liefern ffiitienlokv auch in der l-tzigcn Kricgszeil ohne jede preisrrhöhnua von rrstklafftgrn Hyndiliaisicchr». Gustav Schwarz St Söhne, (5. in. li. h. Friedlierg (Hessen). -- i, H.j Neinrnj(asse 4 Mehrere 100 Zentner Eicheln abzugebcn Friedrich Kunst, Wachenbnchcn. Telefon Nr. 1045, Amt Hana». j Kupfer-Vitriol gemahlen Beocknranns Futterkalk zu Fabrikpreisen Viehlebertran ^utteriiaferflofkcn Bruchreis empsiehit Frlrdberg, KaNcruroiic titi. Fern'preche r 4W. Zttchk des große» rvcike» Edcffchtvcins. SdiwG’iieziiiliiyerGiii v-sömörgeni enipfiehlt mehrere erslklatzige Zlllljtcbel' ii. =SfiHc» von vorzüglicher Abjtammun«*. Am den öriilliljfii PerlBiilfk^. Jnsantcrie-Regiment 91c. 88. II. Bataillon, Hanau. Heilles uom 8. bis 10. 9. und Reims vom 18. bis 20. 9. 14. b. Kompagnie. Untcrofiizier Wilh. Heun, Bergen, Kr. Hanau, Ivw. — Reservist Jakob Kommet, Enkheim, Kr. Hanau low. — Einjährig-Freiwilliger Unteroffizier Wilh. Adam, Eichen, Kr. Hanau, schvw. — Unteroffizier d. R. Jakob Darm- stadt, Enkheim, Kr. Hanau, lvw. — Reservist Hrch. Baumann, Tstheim, Kr. Hanau, lvw. — Reservist Eg. Demnih II., Ostheim Kr. Hanau, schvw. — ffiefr. d. R. Eg. Mörschel, Kilianstädten, Kr. Hanau, Ivw. — Wchrmann Wilh. Jung, Wachenbnchcn, Kr. Hanau, vm., vermutlich bei anderen Truppenteilen. — Wchrmann Konrad Furchland, Eirkheim, Kr. Hanau, vm., vermutlich bei anderen Truppenteilen. 6. Kompagnie. Musketier Philipp Arnold, Eronau, Kr. Hanau, lvw. — Reservist Wilh. Ranch, Dörnigheim b. Hanau, lvw. — Musketier Wilh. Barth, Schmitten, Kri Ustngen, lvw. — Reservist Hrch. Quint, Wenings, verm. — Reservist Fr. Hcnz, Ravolshaufcn, Kr. Hanau, vm. — Reservist Phil. Krieg, Riederdorfelden bei Hanau, verm. — Musketier Ecorg Rcuk, Windeüen, Kr. Hanau, lvw. 7. Kompagnie. Musketier Friedr. Krebs, Enkheim, Kr. Hanau, lvw. — Reservist Phil. Seibel, Hochstadt, Kr. Hanau, lvw. — Reservist Hrch. Laubach, Eichen, Kr. Hanau, lvw. — Reservist Phil. Klein, Hüttengesäg, Kr. Hanau, Ivw. Jnsantcrie-Regiment Rr. 87, Mainz. 1. Bataillon. Slh anr 39. 8., St. Jean am 3., Parguy vom 6. bis 8., Maurupi am 9. und Le Monteau am 19. 9. 14. 1. Kompagnie. Cinj.-Freiw. Eesr. Adols Eisel, Eric» heim, Kreis Höchst a. M., lvw. — Musketier Friedrich Stork Bergen. Kreis Hana», lvw. — Musketier Lorenz Burkard, Hab icrshcim, Kreis Höchst, tot — Hornist Phil. Landvogt, Seulbcil lvw. . 2. Kompagnie. Musketier Richard Holl. Merzhauscn low. — Musketier Hrch. Eöbel, Niederrodenbach, lvw. — Mus> lctier Christian Jost, Ntcdcrhöchstadt, lvw. — Pizcseldwebel Martin Kresjcl, Babenhausen, tot. — Musketier Eg. Müller, Liederbach, schvw. — Musketier Wilh. Schäfer III., Langendiebach. vm. — Musketier Emil Eisert, Anspach, vm. 3. Kompagnie. Musketier Josef Schneider, Schwanheim schvw. — Gefreiter Joses Ländler, Hofhcim, low. -l. Kompagnie. Musketier Joh. Weih, Hochstadt, lvw. Reservc-Jnjantetic-Reginient Rr. 87. Scrniaizc les Bains am 7., Mognevillc am 8. und 9., Contriffon oii, 9. und 10., Andcrnay am 10., Eernay am 15. und 17. und Mllc-sur-Tourbe am 15., 18. und 19. 9. 14. I. Bataillon, Mainz. 1. Kompagnie. Wchrmann Konr. Kraus, Haingründau lviu. Wehrmann Karl Jost, Ulrichstein lvw. — Reservist H. Bkuhlbach, Bonamcs, lvw. — Unteroffizier Robert Obcrle, Vil- lingen, schvw. — Reservist August Bläh, Ricdcruiscl, lvw. 2. Kompagnie. Unteroffizier d. R. Willy Wcntzel, RI«» derursel. vw. 4. Kompagnie. Musketier Wilh. Ketteeich. Ronnsnroih lvw. Nescroc-Jnfanlcric-Regiment Rr. 118, Daemstabt und Elchen. Trcmblois am 24., Mouzon und Bcaumont am 28. 8., Brabant am 7. und Binarvtlle am 45. und 16. 9. 14. I. Bataillon. 1 Kompagnie. Obcrlcuin. d R. Friedr. Weimer, Elchen vcrw Unterojfizicr Friedrich Wahl, Münzenberg, vw. Ee>r Balth. Eeimm, Babenhausen, vcrw. — Wehrmann Fr. Pirol], Fechenheim vw. 2. Kompagnie. Eesr. Johs. Kalbfleisch, Elpenrod lvw. — Reservist Johann Brcudcl, Arnolshcim, low. 3. K o m p a g n i c. Bizescldw. d. R. Louis Müller, Fricd- berg, tat. — Reservist Karl Jung, Lollar, Ivw. — Reservist Joh. BInmlcr, Badcnhansen, tot. 4. Kompagnie. Wchrmann Karl Wenzel, Leusel, vw. - Wehrinonn Adam Armbriifter, Dikelsheim. vw. — Rcicr- vilt Otto Mandler^ HcuLekbcim. vm.