ilnmmcv 248 Donnerstag, den 22. Oktober 1!M4. 7. Jahrgang Uene Tageszeitung ..^'ciic f r.cfoititunfl" u djetnt leben Weittag. Regelmäßige Beilagen „Der tlniier a»» riellcn", „?ie Hp:n»lt»i>e ", ürgigsprei»: Bei den Postanstalten viercellcilnlich Ml. 1,0! !c> reit Slrcnten monaiiich 50 Pjg. Hinzu tritt Postgebühr oder Träge,lohn. Anzeigen: Grund eile 20 Big.. lokale ,5 Plg, sin,eigen von auswärts werde» Sur» Po tnuhn-rhms erhoben Erstlllnngsori Friedberg. Sckzriftieitung und Verlag Friedberg (Hessen), Hanauer trage 12. Fern precher 48. Pssiicheck-Liutta Sir. 18.-0. 'Amt Feanlturt a. M. Fortschritte im Nordwesten. 2000 Engländer gefangen. — Ein englifches Torpedoboot kampfunfähig gemacht. — Japans Ränbcrpolitik. Die Kriegslage. (LS. T. B.) (SrosteS .Hauptquartier, 2t. Oktober, vormittags. Amtlich. Am Bserkanal stellen unsere Truppen noch im heftigen Kampfe. Der Feind unterstützte seine Artillerie vom Meere nord- mcsttich Nicnwpoort aus. (rin englisches Torpedoboot wurde dabei von unserer Artillerie kampfunfähig gemacht. Die Kämpfe westlich Lille dauern an. Unsere Truppen gingen auch hier zur Offensive über und warfen den Feind an mehreren Ltcllcn zurück, wurden etwa 2000 Engländer. zu Gefangenen gemacht und mehrere Maschinengewehre erbeutet. Ans dem östlichen Kriegsschauplatz ist keicn Entscheidung gefallen. Pom österrcichilliitn tfjrim'fllftßli. SSitn, 20. Olt. (W. 35. Nichtamtlich). Amtlich wird ocr- lautiar: 20. Oktober, mittags: Die Schlacht in Mittelgali- zlen, namentlich nördlich des Strwiazslusies, hat noch an Hestig- klit zogenommcn. Unser Angriss gewinnt stetig Raum nach Ostep Um einzelne besonders wichtige Höhe wird von beiden Seilen mit äußerster Hestigleit gekämpft. 3llle Versuche des Feinde», uns die Magiern wieder z» entreißen, scheiterten, da- gegrn eroberten unsere Truppen die vielumstrittcnc Baumhohe nordöstlich von Tnskowiee. Südlich der Magiern wU'de der Oegner aus mehreren Ortschaften geworfen. In diesen Kamp, sc» wurden wieder viele Russen, darunter ein General, gefangen genommen. 'Auch Maschinengewehre wurden erbeutet. Die ({•■ snngcnen berichten von der surchtbarcn Wirkung unseres ?trtillericscncrs südlich des Cirwiaz. Wo unser« Front über Starv-Snnibor verläuft, steht die Schlacht. Stryj, Koeroes- ineiös und Sercth lind von unseren Truppen nach Verteidigung durch den Feind in Besitz genommen worden. Ueber die Ereignisse an der SIdria wurde dem Armeeobcr- koi.nnando bcrickstet: 3lm Morgen des 17. Oktober fand fee- wä Is von der Spitze von Ostro ein Scharmützel statt zwischen einzelnen Torpedo- und Unterseebooten nebst einem Lustsahr- zeug und dem französischen Kreuzer „Waldcil-Rousicau". Trotz- deui l.er Kreuzer unsere Einheiten heftig beschoß, rückten . ese unversehrt ein. Auch das Leuchtfeuer an der Spitze v » Ostro ,pur>- von dem französischen Kreuzer beschosien, jedoch rvr der Galerie unbedeutend beschädigt. Das weiter feewä-ts be- abachtele französische Gras verließ vack, Sichtung unserer Tsr- pcdebovlr schleunigst unsere Gewässer. Die eigenen Torpodo- fahrzeugc unternahmen in den frühen Morge-isti-n^en d'S 18. Oll- her einen Angrisi aus de» Hafen von Antivar! und z.rftär- «cn aus nächster Rahe einige Magazine und beladene Magoans Änrä. E.L'ci'k'lsfeuer. js»- rückenden Arnceen der Slerbündeten bedrohte Gebiet von W.-.r- sche.» ziehen zu können. Sven,, man einmal im Besitze des ktärl- fte-, Zcntrulpunktes Galiziens war. so war man überzeugt. dic- scs Land auch mit einer geringen Truppenzahl gegen alle cl!ie- tercrebcinngsverfuche ans dem Westen halten zu können, denn ha! der Sieger von Kirktilisse. Grncral Radio Dun'.tr-ew, Pr-c.nhsl nicht nur nick'! cingenomnie». sonder» dort eine gc- rudee» furchtbare 'Niederlage erlitten, deren kZolger sich bereits nicht allein >!» Gebiet der Fe'iUNg ("Tl'it, 'der» vielmehr auch schon an wichtigen entlegenen Punkten -o.nre SlcNungc» sühlbar mache», llnaushalisam dringe» uusec: ! 0 g- rcichrn Kolonnen säst überall vorwärts. Nachdem End: der vorigen Woche außer den« Angrifs gegen den russischen >»dl-.hcn Flügel der Etarasol von unseren über Ehgrov angrci;:»de» Truppen auch die meisten beseitigten Höhe» im Zentrum der feindlichen Stellungen gestürmt waren, wurde am Tv-u'eg auch deren Schlüsielpunlt Myzinicc nach vorheriger Bcschi 'ßm g m-t schwerer Artillerie durcb Daionettangrisse acnomin-n. pm . ganzen Raum südöstlich der Festung, sowie östlich und Nordist- lich bei Mcdyla und am rechte» San Ufer brich« die Her! »schling der feindlichen Feldbcscstigungen an immer mehr S'esten zusammen. Gleichzeitig sind unsere über die Karpathen l>-ru inaischicrtcn CLdkolonnc» im Slrns und Swiccttal konze »lristi gegen Norden vorgerückt, wobei sic den Feind unter anhalten den Kümpsen aus einer Deckung nach der anderen warfen. Slns den bisherigen Einzelgosechten hat sich jetzt allmählich eia: zusammenhängende äußerst erbitterte Hauptschlacht vf einer über 150 Kilometer breiten Front entwickelt, die all-- vui sischen Kräfte in Galizien festhält. Wien. 21. Olt. (So. B. Nichtamtlich). Die „Reichspast" meldet aus Bukarest: „Journal des Balkans", das sonst ausschließlich die Fuicrcssen des Dreiverbandes vertritt, stellt fest, daß die Lage der russischen Sl r m c e » einigermaßen Zweifel ha st fei. Es sei wahr, daß die Ruhen Ungar» verlassen und sich auf die Hauplmacht ihrer Armee zurückziehe» mußte». Ebenso sei wahr, daß ihre Truppen die Stellung zwischen Przeniysl und Krakau verlassen und sich auf de» San zurückziche» mußten. Die Russen Hallen angclündig!. daß sie einige Zeit hindurch Stillschweigen über die Bewegungen ihrer Truppe» beobachte» werden. Die Deutschen und Ocsterrcicher haben dagegen Siege und den Marsch gegen Zuangorod und Warschau angelündigt. Es scheine, daß die Telegramme der Deutschen und Oesterrcichcr die Wahr'-ui ansdrückten. Ein englischer Dampfer versenkt. AuS Kopenhagen meldet die ,.B. Z. a. M": Ein deutsches llnlcrsccboot hat gestern, !) Seemeilen südwestlich von Skuocsnaes in Norwegen. den cnglischeir Dampfer „Gl-, tra" angehaltcn und versenkt .TaS llntepeeboot schleppte die englische Mannschaft in Rettung: booten ans norwegisches Gebiet, wo sic durch Lotscndanipfcr an Land gebracht wurde. Die gelberr Ränder. London, 21. Olt. (SB. B. Nichtamtlich.) Das Rcutcrillü? Bureau meldet aus Toiio vom 20. Oktober: Das Marineniivistcriui» gibt bekannt, daß die Marickall-. Mariannen- nna Karoiiuenins, ln aus militärischcit Gründen vcn den Japanesen besetzt worden sind. Pie isudsfeeljr der (Orbniinrj i« öeisiie». Rürltehr der Flüchtlinge. in st e r d a m , 21. Okt. (W. B. Nichtanitlith.) „Teiegraas" meldet aus Bergen ov Zoom von gestern: Tie Rsielkchr der Belgier nimmt einen riisigcn Ninfatlg an. Gestern reisten über S000 Flii.lt- linge ab. Die erstrar vier Züge, die heute früh abgingen, nahmen weitere SÜ00 mit. Tie brutsche Ben-altnirg. Trier. 21. Okt. Lanbrnt Haniel von Mcrzig wurde nach Brüssel in die dentsolzc Verwaltung 'Belgiens brntfen. Knrdina! Mcrcicr. ?lmsterdam, 2l. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Täs Blatt ..Tisd" veröffentlicht eine llnteo- rednng mit dem Zkardinnl Mercicr in Antwerpen, in der dieser den dringenden Wunsch nnsspricht, dost die belgischen rtziichtlinge heimkel-rrn niöchwn, da keinerlei Gefahr bestehe. Zugleich widersprach der Kardinal den Gerüchten, das; er selbst geflüchtet sei. Min; Wnr m fjrfTrn in tilyiWr Getannknichast. Prinz Mar von Hessen, von: 21. Dragc-ti«-Mrguiwn 1 der zweite Tobn des PrinzcnvaareS Friedrich Karl von Hessen, ist. wie wir ersahren. in englische Gesangenica r't geraten. Er war. wie wir schon gestern meldeten, t . r:ncn Schütz in den Oberschenkel verwundete lvorden. Er kam dann in ein Trapptstenklofter bei BaillenI an dc> ' gjschen Grenze und wurde dort von de» Englvndrca :nit- Ein Bruder (4 rep's gelangt;?. Die ui.bestiiuuit gemeldete Nachricht, dast der Bruder Grcys, des englische» .Kriegsschürers und Bluthundes griaiigen ' i. bc'-citigt sich. Tic „Voss. Ztg." meldet aus München: Vom >. Baperischtn Armeekorps wird bekannt- gegeben, das; ei» engli'ches Flugzeug erbeutet wurde, welch»- zu.iüisiit der Fli. gerersatz-Slbteisuna >» Oberschleist- s beiui nbeiwiesen wird. Mit dem Flugzeug ist auch de: ! t.:gliscdc Oberst Grcy. der Führer des englischen Fliegerkorps und ein Unteroffizier in Geiaugenschrst geraten. 3u ü GkliurÄag imlrrrr ßaiicriii. Berlin, 21. Okt. (SB. T. B. Nichtamtlich.) Tic ^ Kaiserin wünscht ihren heutige» Geburtstag mit Nückstch ^ aus die Kriegszeit in regelmästiger Arbeit ganz i» d- I Siillc zu verleben. Tic „Nordd. Slllg. Zeitung" schreib u. a.: Nicht allcru in Schlagfertigkcit. sondern auch in de- Gestaltung einer hingehenden und opferwilligen Lieber tatigkeit, die heute alle Stände eint, siebt Deutschland a. erster Stelle. Tie Kaiserin Auguste Viktoria hat sei Kriegsbegin» ihr Wirken bis zu einer Höhe gesteigert, di. nicht mehr iibertrosfc» werden kann: keine Frage, der No! oder des Bedarfs, die nicht von der hoehn Fra», zugleich einer erfahrenen Kcnncrin und Beraterin für den großen tlnikrcis dieser Pslichten gefördert wäre. So verbindet sich die höchste Probe des Lcbcnswcrkcs mit seinem schönsten Triumph, wobei die Unzertrennlichkeit und der völlige Einklang zwischen dein in ersten Empfinden und den Wollen bei Fürst und Volk zmn reinen, frohen Ansdru-i kommt. Tie Voss. Ztg." betont, daß die Kaiserin sich gl» wahre Laudcsiiuitter erwiesen hat. Darum bringen ih: alle Kreise des deutschen Volkes dankbare Glückwünsche dar. Die Kreuzzeitung" schreibt u. a.: Diese wahrhast fürstliche Frau begnügt sich nicht mit einer landesnnitterlichcn Ne- preseutatiqn, sie ist voni früheste» Morgen bis zum späteste» Abend unterwegs, sie bringt den Verwundeten Blumen und andere Etaben und fragt sie nach ihren Wünschen, sie seht sich an den Tisch der öffentlichen Speiseanstaltcn neben Mittellose nnd Flüchtlinge und verlassene Kinder, sie nimmt an den Sitzungen der Wohltätigkeitsvereinc teil, sie ist. wo Rat und Tat mangeln, die höchste und erfahrenste Instanz, die das Vertrauen niemals enttäuscht. Ta? deutsche Volk hat es begriffen, was es an seiner Kaiserin besitzt. Einbernsnng des Reichstags. Merlin. 21. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Wie vor- lv'ilit wird der Reichstag Anfang Dezember zu einer kurzen Beratung znianmientreten. Srrrlfs ‘» WWMlr f'iirrmfjft! Berlin. 21. Oft. (SB. T. B. Nichtamtlich.) Di. Einzahlungen ans die Kriegsanleihen haben beute den SÄ» trag von drei Milliarden überschritten. Pn* Du'ß.smördkr-Msttk in Sßrßifmo. Serajcwo. 21. Oft. (SB. B. Nichtamtlich). Hochver r a t^p r-> ze ß. Ans dem weiteren Zcugcnvcrhör ist die pro- tclcll.ni.'che Ac-ecase des seiidem verstorbenen Zeugen Mila- r.ifr, beevrrrnhrben, welcher während seines Aufenthalts in Belgrad die Verschwörer wiederholt beobachtet hat. Ms er ü seine SNittcilungeN dem österreichisch ungarischen Gene !-1 milteilen wollte, wurde er verhaflct und von Kerker »» ' vifer geschleppt. Schließlich wurde er ,n dem Polizeilom- m-ssar grsühri. wo ihm der Polizcipräsekt triumphierend einen Zestnagr-usschnitt über den Thronsolgermord zeigt« mit den i'Lec.cn: „Du wolltest cs verhindern, aber wir waren pfif- s:g:r a!s D». jetzt lonuni die Reihe an Oesterreich-Ungarn; wir wcrden ts zertrümmern." Sodann wurden mehrere Bro schürin i der die Tätigkeit der Rarodna Odbrana und der So- lvlvcrcine verlese», aus dcuenZich als Ziel der Vcrcinstäiig. feit i.ie Losrettzung der si-dskso-fscha» Länder «»p dpr Mansr- ch-c > nd die Larbersitung eines Krieges gegen die Monarchie crgii! Bei der Verlesung einer Belgrader Broschüre, weiche das "Il'uiiat Zerajitsch aus den srühcrcn Landeschcs Baresa- »I» crrlicht, ries Brincip: „Hoch Zerasttsch!" Auch sonst benäh!»-:» sich die Haupiangellaglen heraussordcrnd. Viele Zeugin, darunter ein serbischer Siaaisbcamter, gaben eingehende 'iuiilütu»: :n über die Tätigkeii der Starodna Odbrana und der Srlo--Ver:inc. Italien in der Adria. ~ . Franks. Ztg." wird aus Rom gedrahtet: Die Be- s-.-tzi::::, Jalonas durch die Italiener, die nicht nur durch Erl:. ?d. .ter angekündigt wurde, sondern wovon man auch ans den Redaktionen gonvernenientalcr Zcitnngen, die sich nicht v össentlichten, private Kenntnis haben wollte, ist bisbcr noch nickst vollzogen. Vorläulia wird Italien eine 5ir. 248 ftoirfcre Flottenabteilung vor die Bucht von Valona und die albanische Küste senden. Die Regierung will solange keine besonderen Ereignisse sie dazu zwingen, Valona nicht besetzen, sondern die Lösung der gesamten Adriafrage im grossen eirropäischen Friedensschluß abwarten. Unterdes beeilt sich die griechische Gesandtschaft zu erklären, daß ^ iechcnland weder Absichten ans Valona hat noch die cpi- retiiche» Absichten darauf unterstützt. Es ist interessant, daß Italien anfängt gegen seinen bisherigen Freund Essad Pascha inißtrauisch zu werden. Ter Grund liegt darin, daß Essad am 6. Oktober eiaen Aufruf erlassen hat. in dem als das- Ziel seiner Bewegung die Angliederung an die Türkei oder die Thronbesteigung eines ottonianischen Fürste,, bezeichnet war. Seit jeher haben aber die Italiener die Jungtürken bekämpfk, oie der Hörnen drlla Sers" als Instrument der deutschen Politik bezeichnet/ Merk- iviirdig ist, daß der Abgeordnete Terre. der Leiter der ans- wärtigen Politik de? ..Eorriere", der feit Beainn des europäischen Krieges Italien zum Angriff a»f Deutschland und Oesterreich verleiten will, sich niil wenig Konseauen; von seinem Standpunkte ans, darüber beklagt, daß Deutschland eine wenig frciindliche Politik gegen Italien treibe, indem cs in Albanien und Libyen durch Begünstigung der isla- milischcn Interessen Italien Schwierigkeiten bereite. Portugal. Wien, 21. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) In der ,N Fr. Pr." erklärt Herzog Miguel von Braganza, die einzig vcrniinsligc Haltung Portugals wäre die strikteste Neutra- lität. Seine Ileberzcugnng sei, daß Portugal, wenn es sich in diesem Wcltlonslikt als teilnehmende Partei erklären st-lltc, eine Partie spülen würde, bei der es nur alles ver- errn, aber nichts gewinnen könnie. Er halte den Kr-eg Oesterrcich-IIngarns und seines Verbündeten für außerordentlich gerecht. Es würde ihm daher doppelt schmerz- lich sein, wenn ei» großer Teil seiner Landsleute, geführt von unverantwortlichen Persönlichkeiten, sich für die Sache der Gegner erklärte. Ans Frankreich. Maulheldentum. Straßburg, 21. Olt. In Thann ließ am 8. Ottober der franziisijche Generalissimus Jofsre nachstehende unsinnige von der „Straßburger Post" heute veröffentlichte Prollamation anschlageiu „Eine große Schlacht ist im Gang zwischen Maubeuge und Dieuze. Von ihr hangt das Schicksal Franlreichs und das Elsaß ab. Dort setzt der Generalissimus alle Kräfte der militärischen Nation zum Anguss ein. Wir mästen vorläufig das Elsaß zu eurer Befreiung verlasse», so groß euer Kummer auch sein mag, daß wir es noch nicht der deutschen Vorbarei entreißen tonnte». Es ist ein grausames Geschick, dem wir uns im letzte» Augenblick »nterworsen haben. Der General Fossre ist zum Mgrschall von Frankreich ernannt worden. Das Heer des Generals v. Kluck ist triegsgcsange». 80 00» Mann! General Galle,, hat die deutsche Nordarmcc gefangen genommen. Die französischen Truppen marschieren zun, Entsatz von Antwerpen heran Sie haben die Forts von Stenay und Meziercs an der belgilchcn Grenze nahe Seda» genommen. Die Deutschen haben die Belagerung der Forts bei Verdun allsheben mästen. Die Franzosen sind in Zabcrn und schlagen sich im Hochwald. Tic Deutschen haben am Sonnlag 22 Zusuhrlolonncn verloren und Eernay gcräuuit. Man behauptet, daß der deutsche Kronprinz gesangcn sei. Die Deutschen sind bei Sedan geschlagen wolden. 40 MO Mann sind getütet und vcro.ui.det. Zu gleicher Zeit haben sie sich vor Toul in großer Panik zurückgezogen und gehen auf Metz zurück." — Höher geht's nimmer! Mißstimmung i» Paris. Basel, 21. Olt. kW. B. Nichtamtlich). Die „Nat.-Ztg." veröffentlicht einen Pariser Brief, in dem es heißt: Die fortwährenden amtlich.,, Siegesnachrich- werden durch Erzählungen Verwundeter und durch Briefs Felde Stehender beträchtlich abgcschwächt. Was Wunder, wenn anstelle der Augnstbegeisterung Enttäuschung und Mißmut getreten und. Bei de» Parisern kommen noch t! o. h I u II g s so r g c II und die ungeheure Ardcit-Iosigleit hinzu. Eine amtliche Mitteilung behauptet zwar, daß die Getreideernte genüge, ltreist aber doch am Schluß die Möglichkeit, rmeritaikischcs Getreide cinjiihrcn zu müssen: Hungersnotpreise eien jedoch nicht zu bejürchten. Beruhigt hat dies das ohnehin nißtiaiiijch gewordenen Pariser keineswegs Aus Eine Stimme der Vernunft. London, 21. Okt. (Nicht- mtn/ >. Die „Daily News" schreibt in ihrem „Pogrom- l-uitcltcn Leitartikel: Der Schaden, den die Opser '' a>lichc» Ausschreitungen erlitten haben, ist groß, aber : l hl klein verglichen mit dem Schaden, welcher die Ehre ad der gute Rom-.- Englands in den Auge» der Außenwelt A'tie:: hat. Es be-ieht kein Zweifel darüber, aus wem die :crontwortu»g zur diese der Station angetane Schmack, ruht, licht avi der unwissend«!, Metrtzr, sonder,, auf den, Teil der -reste, der unanjhörlich geschäftig war, alle rohen Lcidcnschas- n gegen die unglücklichen Ausländer aufzustachcln. Wir wis- :ii nicht, wie lange das Staatsjekretariat de» Innern cs dul- >e„ wird, daß diese» Epstein brutaler Anshctziing der Menge ortdaucrt. Die Folgen dieser Bewegung siuo jetzt klar. Niemand lüi'.n dainit einverstanden sein, daß die mißleiteten Opfer ich iür da» unverantwortliche Auftreten zu verantworten Haren. Das Fiasko »o» Antwerpen. Der militärische Mitarbeiter des berüchtigten Hetzblattes „Times" beschäftigt sich nochmal» mit dem Fall Antwerpens, und meint, daß ein Ersatz mcxUch gewesen wäre, wenn 40—50 000 Verbündete den Deut schen bei Mccheln in die Flanke geraten waren. England sei bereit gewrsen, aber die „anderen" (die Franzosen) hätten nich^ gekonnt. Alan solle aber darüber schweige,,. Wen» Kit- Reue TageszeitSdig. Donnerstag, den 22. Oktober 1844 chener oder Churchill im Parlament oder anderwärts ausgesor- dcrt werden, das Fiasko von Antwerpen zu erklären, jo können sie mit vollem Recht jede weitere Erklärung verweigern. Spionenfurcht. London, 21. Okt. (SB- B. Nichtamtlich). Der Befehl, daß alle ausländischen Flüchtlinge binnen einer Woche die Stadt Dover zu verlosten haben, ist, wie angenommen wird, durch die Bermuiung veranlaßt worden, daß mit der großen Zahl von Flüchtlingen auch Spione nach Dover übe,gesetzt worden sind. Shcerneß in Flamme». London, 21. Okt. (W. B. Nicht- arnll ch). Zn Sheerncß brach vorgestern Feuer aus, welches eine Anzahl Gebäun», dannirer die Heilanstalt für Seeleute, vcrnichlctc. Shccrn g i fl voll größter Bedeutung, weil sich dort große Arsenale und Wasscnlager sür die Flofte befinden. London wird beseitig«. Aus amerikanischen Nach'ichten geht hervor, daß z. Z. eifrig a» der Vesestigung Londons ge- arbelicl. wird. Es werden Gräben ausgehoben und Schanzen und Erdwcrke errichtet. Alles deutet, darauf hin. daß man deutschen Besuch nicht für ausgcschlostcn hält. As>s litt JUflt dkb iülnniü.- England weicht zurück. Aus dein Haag wird der „Voss. Ztg." gemeldet: Ter englische Batschasier in.Konstantinopel teilte den englischen Konsuln in der Türkei in einem Rundschreiben mit, daß die Schließung der Dardanellen die englischen Interessen nicht berühre, da der englische Handel mit der Türkei schon seit Wochen anfgehört habe. Ein Zeichen der Zeit. (W. T. B. Nichtamtlich.) Ta? Blatt „Siambiil" i„ Konstantinopel, das als Organ der sia,höfischen Botschift gilt, und eine» heftigen Feldzug gegen Oesterreich-IIngaru und Deutschland sür die Tripel- Entente führt, wurde von der Militärbehörde aus unbestimmte Zeit suspendiert. Tic Mitteilung der Militärbe- börde wurde damit begründet, daß das genannte Blatt Artikel veröffentlicht habe, wodurch die Gefühle der Bekenner des Islams beleidigt würden. Kritische Lage in Aserbcidschan. Konstantinopel, 20. Okt. Tgs Regierungsblatt „Tanin" erhält Tcle- granime aus Wan. wonach russische Truppen gegen den mächtigen persischen Stamm Kcridar marschiere». Die Ortschaft Koni wurde von russischer Artillerie eingeäschert. Mehrere andere Stämme sind jetzt in die Kämpfe hinein- gczogen worden. Bei Mnwana mußten die Russen unter großen Verlusten zurückweichc»: während eines anderen Scharmützels bei Tcrkuvar wurden die Russen zur aufgelösten Flucht gezwungen. Die Kriegslage im Westen. Berlin, 20. Okt. lieber die gegenwärtige Kriegslage im Weste» schreibt General v. Blume: Da sich sür beide Parteien die Ausgabe ergibt, den Gegner unter Verdrängung aus seiner Stellung zu besiegen, so ist cs nur natürlich, daß dort auf beiden Seiten von der Fcldbesestig- uuzskuust der ausgiebigste Gebrauch gemacht wird, und zwar nicht nur zu Bcrteidigungszwecken, sondern auch zu dem Zweck, den Augrifs mit möglichst geringen Deilusten näher an den Feind heranzusührc». Die Folge davon ist, daß sich jetzt die Gegner auf der ganzen laugen Front lies verschanzt nahe, vielfach a»i kurze Ecwehrschußweite, gcgenüberftchen, die vorderen Schützengräben und Stützpunkte Tag und Nacht von schußbereiten Schützen dicht b":etzt haltend, und daß das Geschütz- und Ge- wchlscuer. hier und da durch Angrifssunternehmungen zu großer Heftigkeit gesteigert, trotz der Echutzwchren aus der ganzen Front beständig namhafte Opfer fordert. Bei dieser Sachlage kann, wenn nicht doch noch die Durchführung eines umjasienden Flügelangrisfs gelingt, die Entscheidung nur davon abhängen, welche Partei Strapazen, Entbehrungen und Verluste am längsten nushält und hierdurch oder durch Zuführung tüchtiger frische: Truppen einen Ueberschuß an Kraft gewinnt, der aus- rcicht, um die Front des ermatteten Gegners zu durchbrechen und dadurch das Ganze in Fluß zu bringen. An Ausdauer aber dürfen wir hasten, uns unseren Gegnern überlegen zu erweisen und auch am längsten über frische Truppen zu verfügen. Hilfe, die die Gegner von den Hottentotten, Azteken und Eskimos vielleicht auch noch erbeten haben, wird wohl zu spät kommen. Völlig unberechtigt wäre sicherlich auch die Erwartung der Gegner, daß die Deutschen daheim die Geduld oder den Mut verlieren könnten. Sie stehen fest zu ihrem Kaiser und wanken nicht. Nutzlands „Milionenheere". Unter der Ueberschrist „Kann Rußland noch ein Fünfmilio- nciihecr ausstcllcn?" schreibt die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung": Die komischste Seite dieses Krieges besteht darin.daß »ns unsere Feinde fortwährend mit Mitteilungen „grausigstcrArt" schrecken wollen. Zi.rist versprichi Kitchener den Franzosen Millionen von Soldaten nach dem Festlande zu Wersen. Nachdem, dieser Schlag mißglückt war. bringt das Rcutersche Büro die eiilsetzlichc Mitleilung, daß Rußland nicht weniger als fünf Millionen neuer Soldaten und noch dazu unter dem Obcibejehl des Zaren nach Deutschland weisen wolle. Dabei vertrauen die Verbundcic» einmal darauf, daß Rußland märchcnhast viele Mensche» besitze und anderseits darauf, daß hier genügend Offiziere vorhanden seien. Wie jtehcu nun die Dinge? Wieviel wehrsühigc Leute besitzt Rußland? Nach der letzten großen Vottszählung oerjügt das russische Reich augenblicklich über 10 Millionen Mann in wehriäyigem Alter bis zu 4b Zähren. Es sind i» dieser Zahl nur diejenigen Mannschaften inbegristen, die bereits nach dem Stande der Aushebungslisten in den letzte» 2b Zahre» eine m, lilürische Ausbildung genossen haben. Wenn man den Abgang durch Tod und Znvaliditüt berücksichtigt, dann wird mit einer wehrsäbiac» Mannschaft von vielleicht 7,5 Millionen gerechnet Seite 2 werden rönnen, da die Sterblichkeit in Rußland ungeheuer groß ist. Nun kommt noch ein Umstand dazu, der nicht zu übersehen ist. nümlich die große Auswanderung. Sie soll nach der statistischen Berechnung allein in den schweren Revoliitionsjahren mehr als 1 Million Mann betragen haben. Die Gesamtzahl der Auswanderer in den letzte,I 2b Zähren läßt sich gar nicht übersehen „nd auch nicht im entferntesten mit Zahlen angeben. Wescnllich ist aber die Tatsache, daß i„> russisch-japanischen Krieg nur 1 Prozent der einbcrusencn Mannschaften aus dem Auslände, meist aus Amerika zurückkehrke. Die anderen dachten gar nicht daran, sich für Väterchen zu schlagen und blieben, wo sie waren. Der rusiisch-jnpanische Krieg hat auch eine ungeheure Menge von Desertionen gebracht, die mit Hilfe des Rubels trotz Paßzwanges sehr leicht zu ermöglichen sind. Run weiß man, daß die Aushebung in Rußland, besonders in Polen, nur mit den allergrößte» Schwierigkeiten vorgeuom men werden konnte und daß ein großer Teil der Hccrespslichti gen Sem Ruse zur Fahne überhaupt nicht gefolgt ist. Man wird unter Berücksichtigung aller dieser Umstände nicht schlgche». wenn man heute die gesamte russische Sircit- uiacht mit Einschluß aller Reserven und des ganzen Landsturms auf höchstens 5K Millionen Mannschaften berechnet. Das dürfte aber nach den Schätzungen von Fachleuten die äußerste Grenze sein. Run stehe» augenblicklich schon fast sämtliche Armeekorps und Refervedivifionen im Felde gegen Deutschland und Oester reich. Sind doch allein gegen Deutschland nicht weniger als 1 l aktive Armeekorps ausgetreten und zum Teil vernichtet worden Davon gehörten zur Narewarmee das 1., 8., 1b. und 23. Ar meckorps »nd eine groß- Anzahl von Reserve-Divisionen. Do, diesen sind rund 100 000 gesangcn genommen und fast der gesamte Rest getötet oder verwundet worden. Zur Njemcnarmee gehörten sechs Armeekorps, nämlich das 2., 3., 4., 20., 22. und 3. sibirische Armeekorps. Außerdem gehörten zur Njeinenarmce seü's Reserve Divisionen und zwei Schützenbrigadcn. Ferner wurden von Hindenburg noch das 12. Armeekorps und weiter« Diviiionen vor vier Wochen bei Suwalki geschlagen. Diesr Truppen scheiden bereits zum großen Teil aus. Gegen Ocstcr- rcich-llngarn marschierte säst der gesamte Rest des russischen Heeres und verlor hier an Toten und Gefangenen rund 200 000 Mann. Nur wenige Truppen besinden sich noch in 2i- Iu-i;» und im europäischen Rußland, gleichsam als Besatzungs- trnxpc» gegen auftührerischc Elemente. Angenommen, das dir:- Truppen durch Lanasturmmänner ersetzt werden können, so bandelt es sich doch nur noch um einen geringen Rest. Es dürften bisher ungesähr 3!-! Millionen Mannschaften im Felde stehen. Mehr hat Rußland nicht mehr auszubieten, de»!, was zu der Gesamtzahl von vcrjügbarcn Mannschaften noch fehlt, ist nur sehr bedingt wehrfähig und dürste zum Teil dem unausgcbildetcn Landsturm «»gehören. Das Wichtigste aber ist, daß selbst für dies« durch Alkohol und Krankheiten geschwächten Reste weder Offiziere noch eine genügende Bewaffnung vorhanden sind. Die Ergänzung der Ariillcric, an de: schon jetzt Rußland Mangel haben soll — haben wir doch allein über 1000 Geschütze erobert — durch eine neutrale Macht ist durch die Sperrung der Dardanellen verhindert. Zn Rußland selbst kann der große notwendige Ersatz nicht bcschasst werden. Selbst in besser organisierten Staaten als Rußland würde die Rcuausstelluiig eines so gewaltigen Heeres auf Schwierigkeiten stoßen. Abgesehen davon, daß die Zahl auch nicht im entferntesten vorhanden ist, ist die Neuaufstellung eines so großen Riesenheeres in Rußland vollkommen unmöglich. ssin (Ofllfrrddjfr iibrr die Stimmung in Dentlchlünd. W. T . B. Wien, 18. Okt. Die „Reichspost" gibt die Eindrücke eines aus Deutschland Kommenden wieder. Es heißt darin: In Deutschland ist kein Mensch anzutresfen, welcher nicht vom endgültigen Sieg der Zcntralmächtc überzeugt wäre. DaS Siegesbewußtscin stand wie leuchten? Morgenrot schon über dem Eintritt in das Weltringen voi 1914. Die Deutschen poche» dabei nicht auf ihre natürlichen Tugenden und Hilfsmittel, sondern auf ihr gutes Gewissen Weil sie den Krieg nicht als Geschäft betrachten, und nicht Erobererdurst oder Rachegcsühl stillen zu können glauben, sondern weil sie den Krieg als Krcuzzug empfinden, deshalb halten sie sich für unüberwindbar. Aus dieser Uebcrzeug- ung strömt ganz Deutschlands Kraft, Mut und Opsersin». Deshalb opfert die Bauerssran gern ihre Söhne, stellt sich Universitätsprofessor und Hofrat freudig in Reih und Glied zwischen Fuhrknccht und Packträger, werden die Kriegei auf der Bahnfahrt wie Prinzen behandelt, deshalb glauben die Deutschen an den Sieg ihrer Zukunft. Dabei bewahrten sich Deutschlands führende Kreise eine Sachlichkeit und Ruhe, welche im Augenblick, wo es sich um Sein oder Nichtsein des Volkes handelt, höchster Bewunderung wert ist. Alle Hochachtung vor der Kriegskunst des deutschen Gencral- stnbcs, vor den 42-Ztnp-Äiör>crn, der nur Nvölftägigen Belagerung Antwerpens und den Torpedsscheftse« dss „U 9". Aber noch erhabener als die deutM Kriegskunst er- scheint die deutfche Seclcnzucht. Der Patriotismus wird nicht zum Selbstbetrug. ' nicht z»m unterschiedslosen Haß gegen den Gegner. Eine gewaltige religiöse Woge durch- flutet Deutschland. Nu- die ganz Großen und ganz Ernsten, welche Deutschland besaß und besitzt, babcn heute Schüler und Gläubige. Der deutsche Kaiser, welcher in zedcr Ansprache, jedem Telegramm Gott gibt, was Gottes ist, ist heute ein Beispiel sür das ganze völkische Empfinden nicht zuletzt für das des deutschen Heeres. Bismarck, wel- cher l8W seiner Frau schrieb: „Es muß doch ein tiefer Fond? von Gottesfurcht im gemeinen Mann bei uns fitzen, sonst könnte das alles nicht sein," könnte beute denselben Seelen- zustand seststellen. Auch heute ist die Gottesfurcht dem deutschen Krieger der Hauptguell der Kraft «nd des Opfersinn cs. Kkilaze jn „Neue Tn-esjeitimg". Frikdbng i. H. -S 1914 Die kehle vcrswcikelte Gegenwehr des Zeindes gegen die anjiürmeiideii Deutschen. Lange schon hat der männermordendc Kanips hin- und hergcwogt, »»entschieden hat das Lriegsglück einmal der einen Kampfpartei. dann ivieder der anderen gelacht. Endlich neigt sich das Ziinglcin der Wage aus die Seite unserer tapferen Feldgrauen. Höherer Mut durchströmt die Brust der deutschen Kämpfer, und unter den letzten furchtbaren Schlägen derselben bricht die sranzösischc Schlachtlinie znsamnicn. Aus die in ihrem Rücke» liegenden Ortschaften zurückgeworsen. verschanzen sich die Nothafen in den Häusern, »m den letzten Berzweislungskampf zu kämpfen. Mit vernichtender Gewalt braust das deutsche Feuer über die Geschlagenen hinweg. Schrapnells und Granaten zertrünimern und zerreihen Wege und Gebäude, und in diesem ivüsien Durcheinander kämpfen die Feinde den letzte» Berzweiflungs- kamps. Langer Widerstand ist nicht mehr möglich. Bald ist die letzte Patrone verschossen, tot oder verwundet sinkt einer um den andern nieder, stumpfsinnig erwartet dieser das Ende — vor dem unaufhaltsamen Ansturm der Deutschen schmilzt auch das letzte Häuslein zusammen. $ v %x :$ .*# v» ! £ 1 I i 2 7 V 7 it i -» i*. j it ?» it j it -i u >i it >» it it u it -» it -» it 7 It vt 7 !Si it it >' it -» it i it -» it [i it i[ it I it n it j it I i it if it it it -i it u it >' it it >' it >» it I it ii it it >i it it j it >i it it .» it -» it 1 7 vt I ■ * N W . 0 er V/sltkrieg- toijprpji Jubel hat das deutsche Herz in den, ganzen bis- ^ herigen, glorreiche» Verlauf des Krieges sicherlich nicht gesuhlt, als an dem Tage, wo die Kunde von der Großtat des ,0 9" daS Vaterland durcheilte. Es war ein Schlag gegen die heimtückischsten unserer Gegner, gegen den englischen Krämer, der sich im Schutz seiner vermeintlichen meerbchcrrschenden Flotte auf seinem Klubsessel so sicher wähnte. Nun hat man jenseits des Kanals mit einigem Grauen gesehen, daß die" englische Flotte vielleicht auch nur ein »Bluff" ist, ein Bluff wie die Drohungen mit den Millionenhecren, mit denen britische Staatsmänner uns in Schrecken zu setzen glauben, Kapitänleutnant Otto Weddigen, ein Sohn der roten westfälischen Erde, hat dem englischen Selbstbewnßtsei» einen Schlag versetzt, der es in das innerste Mark traf. Der Wunderglaube an die englische Unüberwindlichkeit zur See ist erschüttert, ja vielleicht heute schon gebrochen. Alle Völker, die unter der englischen Suprematie seuszten, atmeten auf, denn die billige Waffe des Unterseebootes hat wenigstens zum Teil gezeigt, daß der »Fürchtenichts" nicht mehr allein der Souverän der Wogen ist. Und uns alle darf es mit berechtigtem Stolz erfüllen, daß es deutschen Seeleuten Vorbehalten war, diesen Beweis zu erbringen. In der englischen Äußerung, daß die Deutschen den Meeresgrund beherrschen, mutz für die Engländer eine verhängnisvolle und unheimliche Wahrheit liegen, eine Wahrheit, die sic für den Bestand ihrer Herrschaft mehr fürchten lassen muß, als der Verlust vieler Schiffe in der Seeschlacht, Für alle Zeiten wird der 22. September ein Ehrentag für unsere Flotte sein und bleiben. Denn an diesem Tage gelang es unserem „U 9", die drei mächtigen aus dem Jahre 1900 staminenden englischen Panzerkreuzer „Aboukir", „Hoguc" und „Crcssy" nordwestlich von Hock van Holland durch wohlgezielte Torpedoschüsse auf den Meeresboden zu bringen. Mit ihnen versanken drei Viertel ihrer Besatzungen, die großen Schiffskörper gingen zum Teil in drei und fünf Minute» zu- gründe. Gewiß, der Verlust an Material ist für die Gcsanit- heit der englischen Marine kein unersetzlicher, schmerzhastcr ist schon der Verlust so vieler tapferer Seeleute, Unser Triumph aber besteht darin, daß cs unseren: »0 9" und seiner unvergleichlich braven Bemannung mit ihrem wackeren Kommandanten gelang, heil und unversehrt trotz heftiger Verfolgung den Heimathafen ivieder zu erreichen. Der Magistrat von Kiel sandte an den Kommandanten des »0 9- folgendes Schreibens „Die Neichskricgshafenstadt Kiel, die sich mit der kaiserlichen Marine in Freud und Leid verbunden iveiß, beglückwünscht aufs herzlichste den heldenmütigen Kommandanten von »0 9", den ruhmvollen Ritter des Eisernen Kreuzes l, Klasse und seine ihm ebenbürtige Mannschaft zu dem einzig dastehenden Erfolg über die englische Streitmacht zur See Der Heldengeist des .0 9" ist derselbe, der die ganze Flotte beseelt, und welcher der Stolz und die Zuversicht unseres Vaterlandes ist-" Auch sonst ist es auf der See lebhaft hergegangen. Der Kreuzer „Emden", der erst kur, vorher den Engländern durch Versenken mehrerer Schiffe einen Schaden von lBMillioncn Mark zufügte, erschien vor Madras, Er bonrbardierte die Stadt, wobei zwei Tanks der Firnia Oil-Company in Brand gerieten, l l / 2 Millionen Gallonen CI gingen dabei verloren. Auch das Telegraphenamt und das Secmannsklubhaus wurden dabei getroffen. Die englischen Forts erwiderten das Feuer. Emden löschte ihre Lichter und verschwand in der Dunkelheit. — Das Renterschc Bureau meldet aus Singapore, daß infolge der Kapersahrten des deutschen Kreuzers Emden im Golf von Bengalen die ganze Schiffahrt ivestlich von Pcnang eingestellt werden mußte. Der Hilfskreuzer Kronprinz Wilhelm hat nach cinerMetdung das englische Schiff Indian Prinre, das nach Trinidad und Neunork untcrivegs tvar, in den Grund gebohrt. Das deutsche Handelsschiff hat >5 Mann des Engländers nach Santos gebracht, — Ein englischer Kreuzer ist an der norivegischcn Küste bei llnsire, 4 Meilen südlich von Stavanger, niit dem holländischen Dampfer Euterpe znsammengestoßen, Ter Kreuzer versank. Der Dampfer ist beschädigt in Stavanger eingelaufen. Die holländischen Amerika -Danipfer Sloterdyck, Sommelsdick und Notterdam, die sich auf der Fahrt von Amerika »ach Rottcrdani befanden, sind von englischen Kriegsschiffen angehalten und nach Plymouth gebracht worden. Aus Jgalo (Dalmatien) tvird der Köln, Ztg. gemeldet: Am 18. September bombardierten österreichisch-ungarische Kriegsschiffe Antivari, vernichteten dabei eine größere Abteilung Montenegriner und fingen bei dieser Gelegenheit eine drahtlose Depesche der sranzöschcn Flotte an die Montenegriner ab, worin letztere von den Franzosen aufgesordcrt tvurden, am 19. früh einen Angriff ans Docche Eattaro zu unternehmen, das gleichzeitig von der See- scite angegriffen würde. Da die Österreicher somit über die Absicht des Feindes genau unterrichtet waren, konnten sie entsprechende Vorkehrungen treffen. Als am 19. früh 18 sranzösiche Schiffe auf der Bocchc zu hielten, ivnrden sic auf sechs Kilometer Entfernung durch ein Salvenscuer der österreichischen Flotte überschüttet, Ein Kriegsschiff ivurde in den Grund geschossen, zwei andere erlitten schivcre Havarien, die übrigen verfchtvande». Attf österreichischer Seite tvurden nur ztvei Mann verwundet. In ücn letztet. Tagen waren in Schweden Gerüchte verbreitet, daß es englischen Unterseeboote» gelungen sei, in die Ostsee cinzudringcn Mit diesen Gerüchten ist die vorübergehende Einstellung der Fahrten der auf der Strecke Saßnitz — Trclleborg verkehrenden Dampjfähre Preußen und das Ausbleiben einer regelmäßigen Fahrt der auf der Strecke Lübeck — Kopenhagen — Malmö laufenden deutschen Dampfer in Verbindung gebracht worden. Diese Gerüchte sind nach dänischer Meldung unbegründet. Kein Anlaß liegt vor, anzunchincii, daß englische Unterseeboote in der Ostsee seien. Die Dampffahre Preußen hat bereits ihre regelmäßigen Fahrten wieder aus- gcnommen. Auch die Dampfer der genannten Dantpfetlinien sind ivieder regelniüßig in Betrieb. — LapltLukrulna»! Ktta Meddlgen von ,,v 9“. DaS deutsche Unterseeboot ,,1_' 9" hat unter Führung des Kapitänleninants Otto Weddigen 5tet englische Panzerkreuzer vernichtet. Weddigen wurde vom Kaiser daS Eiserne Kren; zweiter und erster und der ganzen Mannschaft daS Eiserne Kreuz zweiter Nlasse überreicht. fl vi f! vZ & y ifl y Z flHL ?. ^5% I 7 vt / I s? 7 it 7 vt • n vt ;t Vt M $ $ vt 7 * v: 7 it * § 7 7 vt :t V I 7 it 7 vt 7 vt I vt 1 I I vt 7 i 7 Vt 7 i jjt L hk;-» n >> s a ss -i ?rj ss ?. *r.» ^ yRssjRs^a a asaas: ■JTJÄSr»* ’f V. F vt -F I | .*5 !? -r V. :* v. '* vt '4 v. i* % '.* Vt '.4 V ft ÖOOOOOOODODÖ Per englische ?ati)rrfirru)cr „Aßoußir“. Das nebenstehende englische Kriegsschiff und die zwei Kreuzer vom gleichen Typ ,Eressy"und.Hogue" wurden am 22. September vom deutschen Unterseeboot „U. 9" unter Führung des Kapitänleutnants Weddigen torpe- diertund zumSinken gebracht. Zirka 1700 Mann von der Besatzung ertranken dabei. OOOOOOOOOOOÖ Per Transport eines gefangenen französischen Hbersien. Ter Kommandeur des 141. französischen Infanterie-Regiments. Oberst Chantier. wurde bei den Käntpfen in den Dogescn gefangen genommen und nach Deutschland gebracht. Unterwegs wird ihm auf seine Bitte ein GlaS Wasser gereicht. (£tn polnischer Aungschühe auf ^»oiposirn. Don den polnischen Bewohnern haben sich Tausende zu der sogen. polnischen Legion gemeldet. Eie wurden von der österreichischen KricgSverwaltung ausgerüstet und an die galizische Grenze bei ordert, tvo sie besonderen Heldenmut bei ihren, Vorgehen gezeigt haben. Perteitung von Mittagessen aus der Aeld Küche. Eine der besten und wohltätigsten Einrichtungen für den marschierenden und kämpfendenSoldaten ist die Feldküche, von den Soldaten auch scherzweise „Gulaschkanone" genannt. die eS er- möglicht. dag die Soldaten unmittelbar. nachdem ihnen der Befehl zur Lagerung erteilt ist, warmes Essen liefert. Die Soldaten brauchen nicht wie früher erst Feuerstellen anzulegen. Brei,nmaterial zu- sammenzusuchen un) sich selbst dieses warme Essen zu bereiten. sondern wenige Minuten nach dem „Halt" können sie bereits esien. Vt v$ t 8 vt l vt w ■ i 1 i v. .D I :4 v. :J vt g i .*# S •f vt vt m vt ■ i vt ft li vt .*> vt 1 \4 $ Üi ft vt i v't I I % I g ■ 14 Vt .V vt vt :ß vt :t vt M Vt vt ft ,*# Vt I rß « iß i | ?« Deutscher -XanDfturm auf der ZLacht gegen Franktireure. Unser Bild zeigt deutsche Landsturmleute in Belgien unterhalb einer von den Pionieren wiederhergeslellten Brücke auf der Wacht gegen aus dem Hinterhalt schienende Belgier. ■ V :j V 1 5g if v. I iß 1 !! r RuckKekr oltpreuhischer Flüchtlinge in die ^»cimat. Ta- Bild veranschaulicht. wie ostpreuszische Flüch I nge n-.it ifirnn Hab und Gut mif dem Marktplatz in Eoldau ein liehen und sich die Verwüstungen, die d e Russen IN ihicin Heiiimtiliidlilien angrrich et hüben, ansehen. Vs gilt nun ini Berein mit der Regierung und den gewahrten Hilfsinilleln. t.e Schäden schnell wieder au'znbessern Aeschiehung eines feindlichen Alugzeuges an der ruflifchen Grenze. ttuch die Flüssen verwenden die neueste Waffe, die Luftwaffe, in ihrem Feldzug gegen unS. doch haben sie bis jetzt sehr viel Unglück damit gehabt. Fast alle russischen Flieger, die sich in der Rithe unserer Truppen wagten, konnten mit Erfolg beschossen und zum Riedergehen gezwungen werden General Duchomlinom, russischer Kriegsminister. V. iß 2tancy. vle /-auptlkadt ^ranzolllch- £ « r. * &&&&* r. ^ r.a **** -e^-miwortiimri De. Kart Echaumdurg. Berlin. — Druck uno Berlag von »eorg S Kagel tn Berlin- SRSneberg. »4 SU. 248 vr. Dit-enlh Kahn als Oraanilator im Ftldt. Ein gewiß unverdächtiges, in seiner aufrichtigen Herzlichkeit doppelt erfreuliches Zeugnis legt Sanitätsrat Dr. Artur Bernstein in der Ullsteinschcn „Berliner Morgcnpost" ab. Er schreibt: „Als ein Meister in der Organisation der Kriegswirtschaft zugunsten der Armen und der Landcsbc- wohner wurde mir bei meiner Ankunft aus französischem Boden ein Mann gerühmt, den wir auch in Teutschland, 'freilich nicht zu unserer aller Freude als einen Meister der Organisation seit Jahren kennen: Tr. Dicdcrich Hahn, Direktor des Bundes der Landwirte, zurzeit wohlbestallter Hauptmann und Kommandant an der Eingangspforte des gewaltigen Etappengebietes, in dem ich mich befinde. Just Diederich Hahn ist mein erster Vorgesetzter gewesen, als ich französischen Boden betrat. Ter Krieg schafft wunderbare Kumpaneienl Zwanzig Jahre lang habe ich ihn bekämpft, aber jetzt muß ich ihn loben. Seine Brust schmückt das Eiserne Kreuz und da? mit Recht, denn die Kriege werden nicht sowohl in der Front wie in der Etappe gewonnen. Hohes gewaltiges organisatorisches Genie ist hier am rech- ten Platze, wo cs oft darum geht, aus dem Nichts etwas zu schassen. Seine rührige Klugheit zwingt die Menschen und Dinge in die Bahn seines Zieles. Selbst der Kriegsgcrichts- rat Citrou, ein bekannter Berliner Zivilrichtcr, der freilich bei der guten Disziplin unserer Truppen fast arbeitslos wäre, wollte er sich aus sein eigenstes Gebiet beschränken, bat sich bereitwillig in Hahns Dienste gestellt und arbeitet wie ci» Etappenofsizier mit. Leider bin ich bald aus dem Hahuschen Kommandobereich ausgeschieden, um weiter nach vorn z» kommen, sonst hätte ich gern unter ihm gearbeitet — solange der Krieg dauert. Nachher fteilich wird es wohl wieder anders kommen." Fünf Brüder gefallen. Berlin, 20 Okt. In den ersten Wochen des Krieges wurde eine Todesanzeige bekannt, daß kurz hintereinander drei Brüder von König, alles Offiziere, gefallen sind. Ein vierter Bruder zeigte den Tod an. Bald war auch dieser gefallen, und heute zeigt die Witwe des letzten, fünften Bruders, l^r Hauptmann d. R. gewesen ist, in der „D. Tagcsztg." an, daß er seinen vorausgegangcnen Brüdern gefolgt sei. Man gewöhnt sich an den Krieg. A m st e r d a m, 20. Okt. In der englischen Presse er- zählt ein Augenzeuge von der Sorglosigkeit der in der Fcuerlinic liegenden französischen Dorfbevölkerung. Den ganzen Tag über und oft auch in der Nacht hört man dort das Brumnren der Kanonen, das scharfe Pfeifen der Granaten. Manchmal hört mau auch eine kurze heftige Er- plosion, wenn ein Dutzend Haubitzgranaten in ein durch- gcpslügtes Ackerfeld cinschlagcn. Dann wieder sieht man weiße Nauchncbel von Schrapnells, die sich über Brücken oder festen Stellungen entladen. In diesem Pandämonium gehen die Einwohner ihrer Beschäftigung nach, als ob sie ihr Leben lang zwischen der Musik der Granaten gelebt hätten. Eine Granate platzt in einer Straße, aber in der Nachbar- straßc schenkt man dem keine Aufmerksamkeit: niemand denft auch u»r daian, um die Ecke zu sehen, um sich zu überzeugen ob ailch Schaden angcrichtct worden ist. Soldaten, die nach den Laufgräben eilen, erleben nicht selten den sonderbaren Anblick, wenn sie schnell über gefährliche Stellen hinweghuschen wollen, dort eine Frau Rüben aus dem Felde ziehen fri setzen. vttiklrt i'.nlm blaiikn Zumtns nidit. Aus Södel loird uns geschrieben: In verschiedenen Ver- össentlichungen sino bittere Klagen aus unserer Marine laut geworden, weil sic, die gewiß eine ebenso schwere wie ausopie- rungsoollen Dienst wie das Landhecr hat, bei der Verteiluigi der Liebesgaben seither ganz vergesie» worden ist. Der Deutsche Flott,,,verein fordert deshalb feine Ortsgruppen aus, Liebcs- galen zu fanuneln und au die Sammelstellen in Kiel, Wilhelmshaven und Cvrhaven einzuschickcn. Dieser Austordernnz entsprechend hat die Ortsgruppe Wölfersheim-Södel mit einer Sammlung begonnen und bereits wertvolle Spenden erhalten. Za: Nachahmung empfohlen! Ucbrigens nimmt die Ortsgruppe auch gern Gaben aus anderen Orten zur Weiterbeförderung an: solche sind an Herrn Dr. Scriba-Södel oder an Hklrn Berglaffierer Winter-Wölfersheim zu richten. Gewünscht werden: Warmes Unterzeug, auch Eestchtskappen, P,, ». Kniewärmer. Zigarren, Tabak, Pfeifen, Zeitschriften Bücher. Karten vom Kriegsschauplätze, Musikinstrumente ein- hi-,s!cr Art, Nahrnngs- und Stärkungsmittel. Soldaten-Wüiijche. An Liebesgaben werden jetzt nach uns aus dem Felde zugehenden Briefen besonders gewünscht: in erster Reihe Beleuchtungsmittelu, an denen cs dauernd fehlt, — also Kerzen, elektrische Tnschenscnerzeuge und Ersatz-Batterien für solche. Tic Nächte werden schon lang. Neben Zigarren, Zigaretten und Rauchtabak bittet man auch um Kautabak, da tut Felde siw das Tabakkaucu wieder schnell eingebürgert hat. Wolliachen find in jeder Form dauernd gesucht, hauptsächlich aber llnterhofen und Strümpfe, da an Hemden weniger Mangel sei. Tic abgcfchnittcnen Strümpfe werden noch als- Wadcnwärmer in Vcrbi-tdiing mit Fußlappen benützt. Gestrickte Wollhcnidcn nach Art der „Swca- tcr" in grau und Dunkelfarbig sind äußerst praktisch, sie ersetzen im Notsall die Einzelstücke, wie Halstücher, Pulswärmer usw., und auch Bauchbinden, wenn sic die nötige Länge besitzen. Pelze aller Art können besonders in den kalten Nächten den Wachposten zugrteilt werden: wer also einen Pelz entbehren kann, soll ihn als nützliche Liebesgabe spenden. Ebenso toll inan die Schränke nach branckbaren Neue Tagesazeitng. Donnerstag, den 22. Oktober 1314. Seite 3. warmen Westen durchsuchen, die den Truppen unter dem Uniformrock gute Dienste leisten. Zeitungen werden von unseren Feldgrauen stets mit Jubel begrüßt, illustrierte Blätter und religiöse Wochenschriften, man soll sie deshalb jeder Sendung beipacken. Sehr erwünscht sind weiter Postkarten, Briefpapier, Kuverts, Blei- und Tintenstifte, Näh- zeug, Garn, Flickwolle, Schere, Patentknöpfe, Hosenträger, Taschenmesser, Lederriemen für Schnürschuhe, Waschseife, Putzcreine, Handtücher, Stopfmittel gegen Durchfall und die vielen anderen, bereits genannten Dinge, zu denen auch Wein, R»m und Arak, ferner Speck, Wurst, Schokolade und Kakao gehören. Kriezsfiirsorgt brr kandesoerkcherollgslinkalt. Um den Transport der Verwundeten aus der Front rch den Lazaretten zu erleichtern und zu beschleunigen, wurden Ihrer Königliche» Hoheit der Eroßhcrzogin 31)080 seitens der Landesversicherungsanstalt Eroßh. Hessen zum Ankauf »nr zur Ausstattung zweier Autos zur Verfügung gestellt. Die Firma Opel rüstet diese Auto schleunigst zweckentsprechend aus, damit sie schon in den nächsten Tagen der hessischen Division zu Diensten stehen. Aus der Heimat. * Fricdberg, 22. Okt. In einer gemeinsamen Vo:- standssitzung haben sämtliche hiesigen militärischen Vereine beschlossen, den in den hiesigen Refervclazaretten ihren Verwundungen oder Krankheiten erliegenden deutschen Kam- pfern das Ehrcngelcitc zur letzten Ruhe zu geben. Die von dem Reservelazarett erlassenen Todesanzeigen sollen gleichzeitig für die Vereine als Benachrichtigung gelten und werden besondere Einladungen von den Vereinen nicht erlassen. Selbstverständlich gilt dieser Beschluß auch tür solche Krieger, die außerhalb verstorben sind und deren Leichen hierher verbracht werden. Tic nächste Beerdigung (Wchrmann Rnd. Halfar) findet am Freitag Nachmittag 4 Ilhr (nicht f/34 Uhr, wie in der Ankündigung angegeben) statt. . * Friedberg, 22. Okt. In dem Städtischen Schwimmbad in Fricdberg wurden in den Monaten Juli, August und September au Männer und Knaben 7717 Schwimm-, 1270 Wannen-, 3183 Brause-, 1830 Volks- und 37 Dampfbäder, zusammen 11071 Bäder: an Frauen und Mädchen 3333 Schwimm-, 973 Wannen-, 383 Brause-, 222 Volks- und 3 Dampfbäder, zusammen 3118 Bäder: ferner 312 Freibäder an Knaben und Mädchen der Stadtschule Friedberg-Fauerbach und 1193 Brausebäder an das Militär, insgesamt also 20 990 Bäder abgegeben. Des schlechten Besuchs wegen, und da zu befürchten war, daß Mangel an Kohlen cintrcten würde, glaubte der Vorstand die Verantwortung nicht übernehmen zu dürfen, de» Betrieb des Bades täglich aufrecht zu halten, er beschloß daher, vom 10. August ab das Bad nur noch Freitags, Samstags, Sonntags und Montags osscn zu lassen. Der schwache Besuch selbst an diesen wenigen Tagen war der beste Beweis, daß kein Bedürsnis vorlag, das Bad an weiteren Tagen osten zu halten. In einer gemeinschaftlichen Sitzung billigte der Aussichtsrat die Gründe, welche den Vorstand zu seinem Beschlüsse veranlaßt hatten, namentlich da auch die Kosten für Heizung, Beleuchtung und Neusiillung des Schwimmbades durch die geringen Einnahmen kaum gedeckt wurden. " Fricdberg, 22. Okt. (Schossengericht). Der Ziegcleiarbei- ter Geßlein aus Thonberg, zuletzt in Fauerbach -wohnhaft, hatte anfangs Juni l. I. aus der Krcisstraße bei Ostenhciin-Biucheu- irücken mehrere junge Obstbäumchen beschädigt und zerstört: er ist deshalb wegen Sachbeschädigung angeklagt und muß seine rohe Tat mit 0 Wochen Gefängnis büßen. — Ein Knecht von Ostenbeim hatte einen Srrasbejehl über 3 ,ti Geldstrafe erhalten, weil er einen toten Stallhasen und eine tote Ratte nicht innerhalb der gesetzlichen Frist von 21 Stunden verscharrte. Der hiergegen eingelegte Einspruch wurde als aussichtslos zu- üüclgcncniincn. — Ein früher dahier in Stellung gewesener Hausburschc aus Trier wurde von der Anklage des Diebstahls mangels Beweises freigesprochen. — Die Sache gegen einen hiesigen Flcischbeschauer wegen Körperverletzung wurde auf unbestimmte Zeit ausgesctzt, da eine Reihe von Zeugen z. Zt. im Felde sichen. — Eine Ehefrau von Ostenbach ist wegen Betrugs angcklagt: da sie aus Rot gehandelt und der Strafantrag zurüügenommen worden ist, mußte das Versahren gegen sic eingestellt werden. — Ein Händler zu Friedberg hatte in Berlin eine Ausstattung auf Abzahlung gekauft und dices vor seinem tleberzug nach Friedberg in Berlin veräußert, obwohl aus den Gegenständen Eigenlurnsoordebalt ruhte und die Schul» nicht bezahlt war. Wegen eines Teils der veräußerten Möbel ist der Angeklagte im vorigen Jahre bereits in Berlin wegen Unterschlagung brstrajt worden, cs konnte deshalb wegen der übrigen Sache eine Bcstrasung nicht erfolgen, da eine fortgesetzte Handlung mit einem einheitlichen Entschluß vor- licgt. Es mußte daher aus Unzulässigkeit der Str'ftersKgung erkannt werden. * Friedberg, 22. Cit Das Zeutrcillheater hat seine alte Zugkraft zur Wi derciöfsuung glänzend bewiesen. Bei gut bcsctztciu Hause und ausgewähltcni spannendem Pro- grainni war das Publikum voll befriedigt eine angenehme Ablenkung crlcüt zu haben Tic Direktion hatte unseren verwundeten Kriegern 50 Freikarten gespendet und diese Einrichtung soll für die Dauer der Kriegszeit fortbestehcm. Das Pragranini tür Freitag, den 23. cinichließlich Soiin- tag, den 25. Oktober ist sehr reictchaltig gewählt, und ist für Abwechslung dein geehrten Publik»», Sorge getragen. Außer dein inhaltsreichen Spielplnn ist noch die 5. Kino- Kriegsfcha», die sensationellste aktuelle Anfnahiuc vom Weltkriege 1014 beigegcbe». Hesjen-Rasjeu. * Wiesbaden, 22. DU. Auf dem hiesigen Schlacht- und Dichhoj wurde unter dein letzten Markt ausgetriebenen Vieh die Maul- und Klauenseuche sestgestcUt. Der ganze Austrieb: 03 Rinder, 93 Kälber. 20 Schafe und 300 Schweine, dursten deshalb den Vichhof nicht mehr verlaffen, sondern mußten abgeschlachtet werden. ' Wiesbaden, 22. Okt. Der Kaiser hat in vergangener Woche auf dem Schlachtfeld von Eravelott,e in der Nähe des Gedenksteins, von welcher Stelle Kaiser Wilhelm der Große am 18. August 1870 die Schlacht leitete, das Infanterie-Regiment Rr. 222 unter Oberst Rott, der bis zum Ausbruch des Krieges Bezirkskommandcur in Wiesbaden gewesen ist, besichtigt. Am 11. Oktober »ahm der Kaiser in der Nähe von Dionville eine Besichtigung des Infanterie-Regiments Rr. 223 vor. Um dieselbe Zeit wurde auch das Reserve Infanterie Regiment Nr. 221 von dem obersten Kriegsherrn einer Bcsichtigmig unter zogen. Obcrlahnslein, 22. Okt. Ein Rangicrzug hat auf hiesiger Station dem 23 Jahre allen Rangierer Johann Fischer oic beiden Beine abgefahren. Der Bcrunglückle kam ins Krankenhaus. Starkc, iburg. Darinstadt, 22. Okt. Ueber 700 Frauen und Kinder ans der Umgebung von Verdun kamen gestern abend hier in einem Sonderzuge unter militärischer Bedeckung hier an. Sic stammen aus verschiedenen Orten bei Verdun, das zur Zeit heftig beschossen wird. Die Franzosen selbst haben die Orte in Brand gesteckt und dem Erdboden glcichgcmacht. die Familien ihrem Schicksal überlastend. Unsere Truppen haben die bedauernswerten Familien, deren Angehörige wohl meist gegen uns kämpfen in Schutzhast genommen und nach Deutschland gebracht. Voraussichtlich werde» sie nach einem bayerischcn Gesangcncnplatz kommen, da die hiesigen Unterkunstsrönme bis jetzt nicht zur Aufnahme derartiger Leute hcrgcrichtct sind Wir „Barbaren" können uns das leisten. * Darmstadt, 20. Okt. Sehr enttäuscht wurde am Freitag abend ein großer Teil der Darmstädtcr Bevölkerung durch die Maßnahmen der Militär* resp. Eisenbahnbehörde dahier bei der Ankunst von Gefangenen. Zu den in der letzten Zeit aus etwa 3000 Mann angewachsenen Franzosen find in den letzten Tagen wieder kleinere und größere Mengen dazugckommen und trafen am Freitag wieder zwei Sonderzüge mit je etwa 900 Mann hier ein, der zuletzt cinlaufendc Zug enthielt auch etwa 30 Engländer, von denen bis jetzt nur ein Exemplar hier eim gctroffen war. Das Gerücht, endlich auch eine Anzahl dieser auserlesenen Streiter sehen zu können, hatte sich rasch in der Stadt verbreitet und mehrere Tausend Neugierige harrten geduldig am Bahnhof aus den verspätet cingctrosfenen Zug. Ob NU» aus Furcht vor evtl, zu erwartenden Ausschreitungen oder - aus anderer Rücksicht für die Engländer war man sehr vorsichtig. Zum Schein hatte »ran an dem üblichen Ausgang, durch den die Gefangenen meist lommen, eine Anzahl Bedeckungs- Mannschaften mit Gewehren, die schars geladen waren, ausgestellt, in der Zwischenzeit führte man aber die Gefangenen über den Eüterbahnhof über die am Nordende des Hauptbahnhofes befindliche Brücke heimlich mit anderer Bedeckung durch de» Wald auf die Landstraße nach Griesheim an ihren Bestimmungsort, sodaß die Neugierigen schimpsend seststellen mußten, daß sie durch die Behörden absichtlich genassiihrt worden waren. Zahlreiche Fcstungs- und andere Geschütze aus Frankreich sind als Kriegsbeute wieder hier eingetroffen. Trotz außerordentlicher Beschleunigung war es bisher nicht möglich, die neuen Baracken, welche zur Ausnahme von über 10 000 Gefangenen bestimmt sind, fertig zu stellen, sodaß bisher nur ein Teil der- selben Aufnahme finden konnte und ein großer Teil noch in den bisherigen Mannschaftsbaracken untergcbracht werden muß. * Eberstadt, 20. Okt. Anscheinend aus Unachtsamkeit in einen Topf mit heißem Master gefalle» ist am Sonntag das uneheliche Kind der etwa 28jührigen M. Lerch von hier, die schon öfter geboren hat. Das Kind ist an de» schweren Brandwunden gestorben und sind gerichtliche Ermittelungen über den Vorgang angcstellt. Rach Lage der Verhältnisse dürste kein Grund vorlicge», anzunehmcn, daß irgendwelche Absicht oder Gewalt, vielmehr nur ein Unglückssall vorliegt. Kirchliche Anzeigen. Gottesdienst in der Stadtkirche. Freitag, den 23. Oktober, abends S'/ t Uhr: Kri-msbitt- »ndacht. Herr Direktor S ch o e l l. Frankfurter Wetterbericht. Wolkig, trocken, nachts kühler, südöstliche Wind», vielfach Morgennebel. Verantwortlich für den politischen »nd lokalen Teil: Otto Hi rschcl. Fricdberg: für den Anzeigenteil: K. Schinidr, Fricdberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung" A. G.. Friedberg i. H. Sir. 248 Seite J. Für das Gkiirliilißslaiarttt Rtichtlshkim i. d. W. Für das Eencfnngslazarett Reichelsheim in der Wetterau ginge» vom 21. bis 30. September folgende Gaben ein: Fam. H. Loburgcr: Täglich Milch. — Fam. Karl Malcq: Täglich Milch. 1 Pfd. Nudeln, 1 Pfd. Reis, 1 Pfd. Gerste, 1 Pfd. Kaffee, Tomaten, l Pfd. Kalao, 8 Eier, 1 Pfd. Butter, I S.lck Kartoffeln. — Fam. Friedrich Wilhelm Richter: l2 Eier. — Fam. Karl Heinrich Wilhelm Faist: 3 Topfe Milch, 1 Korb Kartoffeln, l Gl. Gelee — Fani. Wilh. Th. Rohl: 1 '■;p| Milch. — Fam. Heinrich Welker: 18 Liter Milch. — Fa- .itic Alb. Ulrich: 1 Korb Endivien, Salat, l Pfd. Butter, Blu- 2 Körbe Gurken, 1 Korb Spinat. — Frau Schwabeland: Gl. Eivgeniachirs. — Fam. Gg. Wilh. Sadioien. — Fom. Rotz: 2 Brote, 1 Pfd. Kaffee, 5 Pfd. Rindfleisch. — Familie Wilh. Wolf 2. Wo.: Milch. — Fam. Ad. Weih: l Korb A-.pfcl, 2 P. Pulswärmer, 3 P. Strümpfe, Milch. — Familie Heinrich Walther: 2 Gl. Bienenhonig, 1 Korb Aepfcl. — Familie Herm. August Bogt: ! Töpfe Milch, 1 Kl. Gelee. — Fam. rredlich Gros: l Topf Milch, 12 Eier, 2 Brote, 1 Sack Kar- iicln. — Fam. Heinrich Dörr: 1' Gl. Gelee. — Fam. Ad. Faist: . Töpfe Milch, Blumenkohl,. 5 Eier, 1 Unterhose. — Familie :;ati Mogk: 1 Sack Kartoffel». — Fam. Ad. Schnell: g Sch. :Uch. — Fam. Otto Opisicius: Weißkraut, 214 Pfd. Wurst. — Fam. Zimmermeister Möser: 1 Korb Kartoffeln, 1 Kuchen. — Fan,. Bäckermeister Vogl. 3 Brot, Trauben. — Fam, Herm. Steten: 1 Topf Honig, 1 El. Gelee, 28 Eier, 4 Pfd. Wurst, 1 Gl. Mirabellen, 2 Körb? Kartoffeln, Blumenkohl, Wirsing. Weißkraut, 8 Kuchen. — Fam. Karl Nohl 2.: 8 Eier, 1 Pfund Gerste, % Pfd. Nudeln, Tomate». — Fam. Wilh. Bausch: l Tops Milch, 1 Korb Spinat. — Fam. Heinrich Veith: 2 Körbe Kartoffeln, 1 Korb AepfNn, 8 Eier, Tomaten. — Fan,. Wilh. Malcy: 1 Pfd. Butter, 18 Eier. — Fam. Kern: 1 Korb Salat, Tomaten. — Herr Lehrer Diehl-Blckfeld: I Korb Salat, 13 Hefte „Die Woche". — Fam, A. Hofmann: Blumen. — Fam. Wilh. Ecrlach: 18 Eier. -- Jan,. Weiß: 1 Pfd. Butter, 1 Korb Salat. — Fam. Ad. Conrad: 1 Korb Salat. — Fam. Ohlr>: Weiß- und Rotkraut. — Fam. Ad, Beckcl: 2 Kuchen. — Familie Fisch: 1 Kuchen. — Fan,. Wilh, Michel: 1 Korb Endivien, 8 Sch. Milch. — Fam. L. Bopp: 1 Pudding. — Fam. Ad. Schmid: 1 Korb Aepfcl, 1 Topf Milch. - Herr Beigeordneter Gg. Blum in Melbach: 188 Zigarren. — Fam. Otto Eros: 12 Sch. Milch, Zigaretten. — Fam, Koch: 12 Eier, 1 El. Gelee. — Familie Fleischhauer: 1 Topf Milch. — Frau Adolf Vogt: 1 Gl. Birnen. — Fam. August Marbach: 2 Töpsc Milch. — Fam. Otto Schäfer: 8 Eier, 1 Topf Milch, — Fam. Ad. Bausch: 1 Topf Honig, 1 Psd, Butter, 18(J Zigaretten. — Fam. Kd. Wilh. Schäfer: 2 P. Strümpfe, 2 P. Unterhosen. — Fam. Bax: 2 P. Strümpfe, 20 Eier, 7 Psd. Schinken. — Fam. Gust. Eimer: 3P. Strümpfe, 2 P. Unterhosen, 2 Hemden, 1 Korb Kartoffeln. — Fam. Karpp: 1 Hemd, 1 P. Strümpfe, % Psd. Kaffee, y, Psd. Butter, 1 Psd. Salz, 1 Psd. Erics, 1 Pfd. Reis. — Frau Nohl Ww. aus Blofeld: 1 Korb Feldsalat und Gelberüben. — Fam. Friedrich Koch-Melbach: 16 Eier. — Fam. W. Rietz WRfers- heim: Trauben. — Fam. Capretti: 2 Brote. — Fam. W. Vogt I. Steinfurth: 1 Korb Rosen. — Fam. Heinrich Wolf: I Korb Gemüse, — Fam. Bonn» Beiljtei»: 2 Körbe Kartoffeln. — Fasten e Tageszeitung. Donnerstag, den 22. Oktober 1614 milie Hrch, Wilh. Bcckel: 2 P. Strümpfe, 1 Gl. Gelee, Blumcn- lohl. — Fam, Wilh. Eimer: 6 Taschentücher, 1 Tops Milch. — Fani, Karl Coburgcr 1.: l Tops Honig, Rot- und Weißkraut, 18 Eier. — Fani. Kehr: 7 Eier. — Fam. Gustav Stier: 1 Sack Kartoffeln. — N. N.: 1 Sack Kartoffeln. — Fam. Fisch: ein Korb Salat, 7 Eier, 2 Hemden, 2 P. Strümpfe. 1 Korb Endivien. — Fam. Schlosscrmcister Ad. Nohl: 1 Korb Birnen, 2 Unterhosen. —. Farn. Völker: 8 Eier, —. Fam. Wilh. Nagel' 2 Körbe Endivien. — Fam. L. Schiel: 1 Korb Kartoffeln, l Kord Aepsel. — Zain. -.onr. Will). Sclstiser: 1 Korb Kartoffeln. — Fam. Ad. Coburgcr 2,, Bingenheim« Mühle: 1 Sack Kartoffeln, l Korb Weißkraut, 1 Korb Kartoffeln. — Familie Gondols: 1 Korb Weitzlrarrt. — Fam. O. Pfarrer in Heuchel- hr-rn i t. W,. 1 Koiä Lndiri.n. — Fam. Bäckermeister Richter I Korb Karlofscln, 1 Tops Milch. — Fam. O. Muhl: Blu- nicnkohl. — Fam. L. Veilh: 1 Kerb Obcrkohlraben, Blumen. - Fam. Kehr: C Eier. — Fam. Oslo Sprengel: 1 Korb Gurken. Herzlichster Dank! Pfarrer Vogel. Für das Fr rem Es gingen wcilerc Spenden ein: Herr Emil Stamm: Gemahl. Kaffee, Tabak, Kautabak, Seife: N. N.: Würfelzucker, Schokolade: Frl. Milli und Emini) Hr» stein: Tee und Schokolade: Herr L. Rofenfchon: -12 P. Cakes, Herr Zahnarzt Winkler: Tabak und Streichhölzer: St,: 5 Pak Zwieback: Michael Scheuer: Schokolade und Zigarren: Frl. F. 3 Büchsen condcns. Milch u. Kakao: Herr Lehrer Klingclhöfcr: 3 P. Tee und 18 P. Tabak; Herr Otto Ulrich: 6 El. eingeinachte Aepfcl: Herr Bäckermeister Kitzler: 1 Pfd. Schokolade, 1 Kist- chen Pfesfcrmüiiz: Ungenannt: Zigaretten; Herr Lehrer Dir- lam, Schwalheim: Zwieback, Schokolade, Tee, Kaffee, Zucker und Cakes: Herr Pfarrer Suppes: Tee: Herr Bäcker W-itzcii- ba.h: Kaffee und Zucker: Herr F,: 1 P. Feuerzeug: Rotes Kreuz Rockcnbcrg: Schinken, Wurst, Strümpfe und Hemden: Herr H. Biervert: l Dutzend Stöcke: Frau Ferdinand Stern: 1 Kistchen Zigurrcn und PfeffermLnz; Frau Geheime Justizrat Warthorst: 3 Pfd. Schokolade: Frl. Thea Schulz: Schokolade: Frau Emich. Kaffee und Zucker: Frau KLmmich: Tee und Kaffee: Gemeinde Offenheim: 1 Sack Tabal: Frau R.: Tee, Zucker, Wurst, Tabletten, l P. Stauchen: Frau Presser: Zigarren und Kakao: Herr Bindcrnagel: 1 Pack. Oberst. Anzeiger sür's Feld: Herr Lbcr- postfelretär Geißler: Kaffee, Zucker, Seife, 2 Stöcke; R. R.: 2 P. Tabak; R. R.: 8 P. Tabak: Herr Aktuar Stein: 1 Liebes- kistchcn; Frau E. und H. Bindcrnagel: Kaffee, Tee, Zucker und Zwieback; Herr F. Wicchard: 188 Zigarren; Herr Pfarrrr Klotz, Holzhaufcn: 1 Glas Bienenhonig: Herr Geometer Michel 2 Kistchen Zigaretten, 1 Kiste Zigarren; Herr Breitenbach- Meibach: 178 Eier; Frau Kleberger Ww., Södel: 1 Korb Aepfcl, 1 Huhn: — Herr Lahm, Schwalheim: Obst und Ec- mllfe: Herr Bankvorstchcr Fromme: 4 Flaschen Wein; Ee- mcindc Holzhaufcn: Zwieback, Reis, Grünlern, Schokolade, Kaffee, Zucker, Aepfcl, Eier; Herr Vorbach, Okarben: 2 Körbe Obst: B. R.: 1 Kistchen fürs Feld: Firma G. Schwarz und Söhne: 1888 Zigaklen; Fa. C. C. Weiß: 188 Zigaretten; Anna Bindewald, Schwalheim: 8 P. Tabak; Dr. C. S.: 1 Kistchen Zigarren; Herr Profeffor Volp: 1 Kistchen Zigaretten: Fra» Gräfin Solms-Rödelheim, Assenheim: Zigarren, Zigaretten, Tabal; Bauernverein Ockstadt: 2 Kistchen Zigarren; Frau Holler: Zigarren, Zigaretlcii, Wurst: Herr Völker, Bauernheim: l P. Tabak; Frau Phil. Wtndeckrr: 3 woll. Decke»; Herr Lehrer Kempf: Tabak und l Kistchen Zigarren; Frau Görst? ein Kistchen Zigarren: Herr Gg. Fleischhauer, Schwalheim: Tabak und Zigarren: Herr Kaulmann Franz Weber: 1 Kistchen Zigarren, 11 P. Tabak, 3 Würste; Herr Oswald Türk: 188 Zigarre», 888 Zigaretten; Her: Hrch. Krcudcr: 2 Stöcke, 12 Taschentücher; Herr Maurermcifter Becker und deflc» Arbeiter: Zigarren und Zigarette»: Herr Euckelsbergcr: 1 Kistchen Tabak, H. und Ch.: 2 Schinken, Speck und geräucherte Würste: llngen.: Schokolade Uild Tee; Ungcn.: Schokolade, Tabak und Zigarren; Frau Simon Schütz Ww., Over-Wöllstadt: 188 Zigaretten: Herr Schuhmacher Kiefer: l Pfd. Tabal; Herr Ed. Oppenhei- nier Rachfl.: 1 Kiste Zigarren, 468 Zigaretten: Herr Salq Jsen- btirger: 1 Kiste Zigarren; Herr Umsonst: Tabak; Herr Adolf Schmidt: 288 Zigarren. 288 Zigaretten; Herr Bäcker Stötzinger: l P. Tabak; Herr Profeffor Schöll: 8 P. Tabak; Gemeind« Bruchenbrücken: Tabak, Zigarren, Zigaretten, 4 große Körbe Fleisch und Wurst, 12 Laib Brot. Frau Steuerrat Deibel: Wurst: Ungenannt: 1 Kistchen Zigarren: Firma Fr. Hilbrecht: 268 Zigaretten, 28 P. Feinschnitt, 12 P. Grobschnitt, 188 Zigarren, Kautabak, 12 P. Hustencaramellen; Frau Rufer: ein Kistchen Zigarren; Frau M. Voll: 1 Kistchen Zigarren; Firma Jscnburgcr u. Co.: 188 Zigarren, 88 Zigaretten: Hotel Trapp: 3 Würste, Schwartenmagen, Speck; Ungen.: 88 Zigarren, 18 P. Tabak; Herr Harres jun.: 1 Kiste Zigarren, 3 P. Tabak: Herr Sleul: 7 Würste und Zigarren: Büropersonal Kreisamt: 188 Zigarren; Eemeinde Wölfersheim: «8 Pfd. Wurst und Speck, 788 Zigarren, 468 Zigaretten, 188 P. Tabal und Kautabak; Gemeinde Echzell: 1 Kiste Wurstwaren und Speck, 1 Kiste Zigarren, Zigaretten und Tabak: Gemeinde Rockenberg: 1 großes Paket Wurst und Speck, 1 großes Pak. Zigarren und Zigaretten; Herr C. Vorbach, Okarben: 1 Kiste Liebesgaben, 2 Körb- Obst: Frau Schweinsberg: Wurst, Tabak, Zigarren; Herr W. Fla- fchenträger: 188 Zigarren, 180 Zigaretten; Herr Mctzgermeister' Eröninger: 1 Partie Würste; Herr Major Eudcwill: Wurst, Tabak, Zigarren; Herr Professor Werner: 1 Kistchen Zigarren: Herr Heinrich Kreuder, Dorheim: 1 Kistchen Zigarren: Frau Reallehrer Kloß: 1 Korb Birnen; Herr Metzgermcister Schaaf: Würste und Schokolade; Frau A. Senkel: 1 Liebespaket: Herr H. W. Dauernheim, Rieder-Florstadl: Wurst; Herr Waas, hier l Sack Kartoffeln; Herr Landtagsabg. Bleidenbach, Dorheim: 8 Sack Kartoffeln: Eemeinde Fauerbach-Friedberg: 38 Sack Kartoffeln: Oekonomierat Alles, Ricder-Florstadt: 18 Sack Kartoffeln: Eemeinde Weckcsheim: 1 Waggon Kartoffeln; Herr Zimmer, Schwalheim: Obst und Grmüfe. Allen Gebern herzlichen Dank! Gesucht zu alsbaldigem Eintritt in dauernde Stellung 2 tüchtige solide Ackrrlrnechte A. Schudt. Görbklheim, _ Post Friedberg. Hessen. _ Die Siabtaemelnbe Ober- lisiu an der Nahe kaust sofort gcrjcn Bahrzalung mehrere Waggons gute W ffiftfirtoffdi. Preisangebote, franko Oberstes» unter Beifügung von Proben sind an den Unterzeichneten zu richten. Oberstein, 17. Oktober 1914 Der Stadtbürgcrmeistcr Weber. ToUcttcnrtikek Tür-Psrlstgcii,Fk!isttt!t!>kr, SlhlMIIIIk, Lmlklllll !!!!!> WktWiEkr, Mlbcieii uni) Mtljtiiiflidjiiifit «inpsiehlt liHlali stiiaei litt Inh.: Jos. Biiob Fricdberg, Kaiserstr. 75. Central-Theater | Friedberq i. H. (Hotel „Drei Schwerter") Spielplan vom Freitag, 23. Okt. bis Sonntag. 25. Okt. Die Nacht zuvor hervorragender Monopolschlager!! Der kurierte Schulfreier _ Humor. _ ^hryjantenmn der König d. f)cvbftce| farbige Naturaufnahme. i in. sc« Königin Luise i„. T.», _ aus Preußens schwerer Zeit. _ In der Sommerfrische Humoristisch. Fifchkultur weitgehende Naturaufnahme. Mrw-Kricgsfchan f die sensationellsten aktuellen Allfnahmen v. Weltkrieg 1914. | Das Theater ist geöffnet: Freitags von 8 Uhr av. i Samstags von 4 Uhr ab. Für Kinder die Hälfte der Preise' | aus allen Plätzen. Sonntags von 3 Uhr ab. $Ble S&ircMio:«. ! Brunnenbau u. Bsbrungen, Pninpenanlagen billigst. 8tvkan Kuhn, Inheiden Hungen. Beste Qu.alitäten. Alle Preislagen. Schublager Heinrich Hess Fricdlierjü; Telefon 420. Kaiserstr. 40. Feldpost-Liebesgabe! ^ Empfehle als Feldpostbries zu 280 Gramm brutto verpackt: in festen Pappschachteln l Nr. 1 28 Stück Zigarren Ml. 1.20 Nr. 2 „ „ „ ,. 1.48. In starken Zeoernholzlistchen. Nr. 3 „ „ , .Kronprinz" MI. 1.60 Nr. 4 „ . JSaij« Wilhelm 1L“ Mk. 2 .—. Mancher Paket ,»Agea" M. Gelb« Packung. 1 Kaiser-Pseisc m.Ortrl M. n . 1 Palet Tabal - 1 Psei PS Neue Feypsstpkde liir iq Pniuti laii in vorschnit-imässiger Packung, das Stück .>0 Piennig Feldpostbriefe für 25S Gramm Jniiait in 4 GiOssen > Stück io Piennie: bei 25 y 'i . 50 . 8 , , das Stück. Vorrätig bei: Friedr. Streckfuss und Fsrd. Sprengel Telefon 304 1'rieriherK 5. Sä. Teleion 231 | WArbeitspferde iiit Oelonomiezweke sehr ge- ! eigne!, leichti» und schweren Scki'.aee. stehen zum Verlaus unter Garantie. Mester» | frnukftitt n. JH.-Siiii. Nll>k!liderlar.d 114. Äria'.dlinljflltflrlip l'llir .3. ! 2 j-rmMige f^ber sveredellcs Landschweins bei Friedrich Gros. Reichelsheim (Welteraus. Die Kricgssürforge gock, !i fOcenwaids dcabsichiigl ca. 300 Zentner gute £ ftisckrtsjstl anzukaufen. Angebote erbittet sofort Fleckenstein, lukighrasicimeilfer Höchst i. Odenw. Weiße Packung. ! 1 Psc fc, best.Erzeugnis l Pale! Tabal . 11 Pseifeu-Reiniger I L 1 Pfeisen Reiniger Port- 10 Pfennig. "VA Portofreie Feldpostbriefe mit der Aufschrift: „Grütze aus der Heimat. 4 8 Zigarren cnth. oder 20—25 Stück Zigarette», Versandt erfolgt direkt ab meinem Geschäft nach Aus ! gäbe vorchristsmäßigcr Adresse. (ls-MMlhlMS Adolf Wolff gegenüber dem neue» Aahnhof. Friedberg i. A. Fcrnlprechkr str. 221. \