i,u ent £ ncceititang 1 ' crlcheint irden Werktag. Regelmäßige Beilagen „Der Kauer ans Kelle»", „Die Apiniiitube". K»l«zaprci»: Bei oen Vo:ttinjtaltcn virrcelni >uich 'üü. 1,H3 ■ ei ccn 'Agenten monatlich 50 Psg. Hinzu tritt Postgebühr oder Trägerlohn. Anieigen: Erundzeile 20 Psg., lokale 15 P,g„ Anzeigen ran auswärts werden durch Patnahnahnie cr.jobcii Erfüllungsort Friedberg. Schriftleitung und Kertag FrieLberg (Heyen), Hanauerstraße 12. Ferniprecher 48. Postscheck-Co-tt» Br. 48>g, ?l:ni Franlsurt a. RI. Gin engl> Untevseebssi ?ev französische Vorstoß vor Litte abgeschlagen. — Fortschritte im vor Przemysl gesattcn. Eüdostcn. — Russen Die Kriegslage. rchen , das von den Franzosen besetzt und bescstigt ist. ützdiich von Dünlirchcn besindct sich eine belgische Armee, leien Ucberblcibsel am Donnerstag angclommcn waren. Der 'Abzug glich einer Flucht; sie war ohne jede Verbindung mit dem Teile der Armee, der vor der Besetzung Antwerpens nach Ostende entkommen und nach Boulogne verschisft worden ist. O.cker soll!- dort reorganisiert werden, um an den Kämpfen arü dem sranzosischen linlen Flügel tcilzmrehmen. Dixmuy- de.i, wo sich sranzös. Sccsoldaten zur Deckung des belgischen Abzüge» bcsanden, ist wahrscheinlich gestern geräumt worden Südlich von Dünkirchen und Boulogne stehen sehr starke ! .rnzögschc Truppenabteilungen. (rin (ijfffdjt bei. ilmmpoort. Amsterdam, 19. Olt. Ein heftiges E c s e ch t ist im ."vnze bei Nicuwpoort, südlich von Ostende. Die Kriegslage im Südosten. Der Spcstalbcrichterstatter des Wiener Blattes „Morgen" meldet. Das Kriegsprcsiequartier befindet sich seit einer Woche in dem befreiten Przemysl. Wir sind Zeugen des Kampfes, der vor den äußersten Forts im Osten der Festung zwischen der Cnlsatzarmee und der Nachhut der zurllckwcichendcn russischen Belagerungsarmce tobt, die ungeheuer stark verschanzt ist. Meiner Ansicht nach sprechen alle Anzeichen dafür, daß der Kamps :ür uns einen günstigen Fortgang nehmen wird. Przemysl ist in gehobener Stimmung. Gestern ist das erste Postauto cinge- trosjen und wurde von der Bevölkerung und der Slrmce jubelnd begrüßt An einzelnen Gegenständen herrscht vorläufig Man ,.cl, doch ist die Wiederkehr normaler Zustände unmittelbar »ach .'lössuung des Bahnverkchrs zu erwarten. Die sanitären Bcr- 'mltnissc der Bevölkerung und der Besatzung sind außcrordcnv .ch zusiicdenstellcnd. -tkdkr dit Kelagerimy »nd brn (fntlali ber ffUrnijü slntiinisl ersäht t man, haß hie Russen alle Macht daran gesetzt hatten, hie Festung zu nehmen. An den Jonnnandcnr der Belage- rnngSarince, den früheren bulgarischen Gesandten in Petersburg, General Radko Tiinitricw war der Befehl ergangen, sich bis zum 18. Oktober in Besitz der Festung zu setzen; cs standen ihm fünf Armeekorps zur Ver- tügnng, dazu außer seiner zahlreichen und guten Feldar- tillerie ein reicher Belaacrnngspark von lä, 18, 21 und 24 lentinteter-Kalibcr. ?lm 2. Oktober sandte Dimitriew an den i sterreichischen Besatznngskommandanten, Feldmaeschall- lentnanl v. Kiisinanck die unverselsiimtc ?l:>fsoröernng, die Festung zu übergeben, da das Glück die K. K .Armee verlasse» habe und irgendwelche Hülse von außen iinmö stich ü'i. Ter wackere Ocsterreicher hatte daraus die eines Spar- laners würdige Entgegnung: „2Ä finde cs unter menec Diirde. ans Ihr schimpslichcS Ansinnen eine Antwort zu er- lei len." Darauf begann die Befclucsinr.g und der S'>rin. Die Beschießung gab Knabe, daß die Rusiar durch Verrat Kunde von den wichtigsten Stellungen in der Festung hat- len, so genau traten ihre Geschosse. Ter Sturm setzte mit aller Macht ein. Gefährlich wurde die Situation nur an her Südostfront, wo die Russen mit wahrhaft verzweifeltem Mute unter entsetzlichen Opfern vorgingen Gegen rin einziges Fort daselbst, das schwächste dieses Abschnittes, wurden elf Bataillone angesetzt, von denen sich etwa 150 Mann schließlich einzeln kriechend ungesehen bis zur Kehle schlichen und plötzlich oben auf dem äußeren Wall auftauch- ten. Nun entspann sich ein wiitender Kanips Mann gegen Mann. Tic geringe Besatzung an dieser Stelle muhte sich in die Kehlkosfer und Kasematten zurückzichen. Die Russen drängten sofort nach und es begann eine wahres Schlachten mit Bajonetten und Kolben, da Feuerwaffen in diesem Handgemenge nicht anwendbar waren. Tic Ocsterreicher l zählten mir hundert Mann und wehrten sich so verzweiielt, daß schließlich alle eingedrunaenen Russen to' oder gefangen waren. Alle Gräben des Forts und die Drahthindernisse vor ihm waren mit Haufen von Leichen bedeckt. Ein einziger Mann namens Suchy schoß allein zuerst den kommandierenden Major und noch über 40 Russen nieder. Ein au- derer, der sich gleichfalls an einer günstigen Stelle befand, arbeitete ähnlich mit Handgranaten. Schließlich, nach mehr als dreistündigem Kampfe, hörte das Rachflnten der Eindringlinge ans und das kleine Vorwerk war endgültig frei. Trotzdem die russischen Schüsse gut saßen, war ihre Wirkung gering, wohingegen die österreichische Artillerie den Feinden derartige Verluste beibrachte, daß am 8. Oktober die Wucht der. russischen Angrciser gebrochen wurde. Ter Rückzug begann, der, als sich die österreichischen Ersatzkrästc von Westen her fühlbar niachtcn, bald in Flucht ansartete. Ucber 40,000 Mann an Toten und Verwundeten kostete den Russen dieser fruchtlose Versuch, Przemysl zu nehmen. Eine Menge schweren Geschützes, das sie nicht mitnehmen konnten und viele Gefangene sielen den Oesterrcichern in die Hände. Der Verlust der Ocsterreicher hat insgesamt nicht mehr als 600 Mann betragen. Am l l. Oktober fand in Przemysl ein feierlicher Dankgottesdienst statt. 70,000 Mann verloren. Wie die „Vossische Zeitung" aus Wien zu berichten weiß, geben die Russen sicherem Vernehmen nach ihren Verlust bei dem Sturm ans Prze- niysl, den sie durch Flatterminen erlitten haben, nicht auf 40 , 000 , sondern auf 70,000 Mann an. Die russischen Zeitungen in Lemberg haben diese Nachricht gebracht. In Lemberg selbst haben die Russen weniger Schaden angerichtet, als- inan anfänglich ang--,:emincn hat. rrmchtnde frbrn in Aninittjitli. An: stet dam, 10. Oft. „Nieuwe Rotier dänische Courant" meldet ans Antwerpen: Heute sind zehnmal so viel Läden geöffnet wie gestern. Air der Gasfabrik wurde die Arbeit wieder begonnen. Einzelne Trams lausen wieder. Tie Nahrnngsmittclpreise sind niedriger als vor der Belagerung. Tie Wast'erieiinng ist noch nicht wiedcrhergestellt. Man bebiljt sich mit Pumpcnwasscr, jedoch ist das Leitungsnetz kür Wasser nnbelchndiat. An de» Wasserwerken in Wnelhem wird eifrig flcarBcltct. Alles gehe in Antwerpen so gemütlich zu, als ob es als lolgische Stadt cingcschlafen und als deutsche Garnison wieder erwacht lei. Tie deutsche Verwaltung lasse der Stn>aermali»ng vollständig fre-e Hand. Das belgische Rote :.;reuz sorge für Obdachlose. An die Flüchtlinge wurde» heute zehntausend Kilo Brot verteilt. Binnen kurzem dürsten einige flämische Zeitungen wieder erscheinen. England, der böse Geist. Ta Urteil eines Jtalikners. Köln, 16. Olt. Einer Zürickier Tepelche der „Köln. Zig." zufolge, erklärte der niili- tärischc Mitarbeiker der Mailänder Zeitung „Sera": Tie Verbündeten haben keine neuen Truppen mehr zur Dersiig- nna. England kann keine Kcntinoente inehr in Frankreich landen und erwartet nur noch, daß die anderen sich auf« reiben. Es rühmt sich seiner Herisch- .it zur Tee, hat aber bisher nie eine Unternehmung gewagt wie Deutschland lchvn in den ersten Kriegslagen an der Themsemiindnng. Auch geg Oesterreich hat es nichts unternommen. Härte nch England daliir verbürgt, daß Frankreich neutral bleibe, so hätten Frankreich »nd Belgien nicht den Feind :m Hause. England wollte indessen auf anderer Kosten den wirtschastlia en Wettbewerb Tentschlands zugrunde richten. Tarnm will eS auch, daß der Krieg so lanac als möglich dauere. Die Wiglttil eines Dniflrfjni Kmijers. K o s! a n t i n o p c 1, 19. Olt. (SB. B. Nichtamtlich) Die Blätter berichten, daß ein deutscher Kreuzer die im Bau befindliche Eisenbahnlinie vcn Dschibuti »ach Abis Abeba, welche von den Franzose» gebaut wird, bombardiert habe. Die Strecke sei zerstört worden, wobei auch die Riederlasin». gen der französischen Kolonie Schaden gelitten haben Portugal. Berlin, 19. Olt. Bis jetzt hat Portugal noch nlch! de» Krieg erklärt. Es fehlt alio noch die amtliche Bestätigung > der über Bordeaux gckemmcnc» Meldung, daß cs zum Kriege entschlossen ist. Aber überraschend oder unerwartet wird cs niemand kommen, wenn Portugal, dem Gebote Englands folgend, einiges Kricgsvolk auf die Beine bringt, um die bunte Karte unserer Gegner im Westen um eine Nummer zu vermeh reu. Politisch und militärisch fällt das wenig oder gar nicht ins Gewicht, als Symptom für die Skt der englische» Steint schaft und Kricgsführuug ist cs von Wert. Manga Bett hmgcnchlet. Berlin, 19. Olt. Das „Berliner Tagcblait" berichtet: Nach einer Meldung der Kolonialen Korrespondenz ist Manga Bell durch den Strang hingerichtet worden, weil er sich als Verräter an Kaiser und Reich erwiesen hat. Die Tatsache ist durch eine Sonderausgabe des „Slmtsblaties für das Cchutzge- bict Kamerun" vom 13. August der Bevölkerung von Duala bckaniitgcgebcn worden. Manga Bell hatte, wie weiter gxmeE dct wird, versucht, unter den Häuptlingen einen Ausstand zu entfachen. (Srnfrnl firrboa bnibt liif) ni(l)t. London, 19. Olt. (SB. B. Nichtamtlich). Das Rca.ersch.- Bureau meldet aus Kapstadt vom 16. Oktober: Hcrtzogs Slntwort auf die Aussorderung, in der Krisis die Führung zu ergreifen, ist unbefriedigend. Er telegraphierte dem Presbyterium der holländische» Kirche in Swellcndam und machte tatsächlich die Regierung der Union für die Rebellion des Obersten Maritz verantwortlich. Er fügte hinzu, daß er seiuc Dienste anbictc, um einen Bürgerlrieg zu verhindern. Das Anerbieten und die begleitenden Bedingungen setzten die Loihaleute in Erstaunen, die erwartet hatten, hcrtzog werde Maritz direkt als Berrälxr brandmarken, der die holländische Rasse entehrt habe. Aiisnilißmuiy dc§ landsturms in (Dfflfmiib- Wien, 16. Olt. Um de» noch immer sich mehrenden Ansprüchen an, die Wehrinacht cnisprechcu zu können und um einen möglichst großen Bestand von ausgebildeten Wehrfähigen zu schaffen, wird nunnpehr die Musterung der Landsturmpslichtigen ersten Aufgebots in Aussicht genommen, welche ergeben soll, ob die Bctrcssendcn derzeit wehrfähig, d. i. zum Landsturm- dicnsle mit Waffe geeignet erscheinen. Die Musterung wird sich also mit wenigen Ausnahmen grundsätzlich auf die in den Jahren 1878 bis 1896 geborenen Landsturmpslichtigen erstrecken, die bis einschließlich 1913 bei der Stellung oder Ucberprüsung als wasfcnunsähig befunden oder im Wege der Nachprüfung aus dem gemeinsamen Heere, der Landwehr oder der Gendarmerie eusgeschieden worden sind. . Ans Frankreich. Gedrückte Siirrmung in Frankreich. Wie geringe Hosiuun gen die französische» Slrircelreise in die Brauchbarkeit der nach Frankreich gcslöchietcn oclgischcn Hcerestrümmer setzen, geht aus einem Ariikcl, den Oberstleutnant Rousiet im „Petit Pn- risien' vcrösfcnilichl, deutlich hervor, Rousiet schreibt: „Hätten die Belgier zwischen Lixmuiden und Roulers oder möglicherweise vor dielen letzten Leidensstationcn den Deutschen eine erbitterte Schlacht geliefert, so wäre cs uns gelungen, die Feinde aus der Linie Hazcbrouck-Lille noch einmal anzugiciscn und die Verbindungslinie mit dem nordbclgischcn dcutßhen Flügel zu durchschneiden. Die Flucht der belgischen Truppen zwingt uns zu einer Aendcruug unseres Opcrationsplancs. Wir müssen jetzt unter minder günstigen Bedingungen als der Geg ncr streiten." — Die Furcht vor dem Einsall der Deutschen i.. den Pas de Calais wächst dermaßen, daß den bernhigendcn SBorten der Präselten leine Beachtung geschenkt wird. Von Dünkirchen reisen viele Tausende nach Boulogne, Le Havre, um England oder die französische Hauptstadt zu erreichen. Kundgebungen Arbeitsloser gegen den Krieg fanden in Dünkirchen und Bcrgues statt. Die Bevölkerung des Departements Pa- r,». 24 « Seite 2 oc Calais ist hoffnungslos. Man scheint sich darüber im klaren ■ii fein, daß die französischen Streitkräfte in dieser Region ganz unzureichend sind, um einer Invasion des Feindes bis Le Havre r.'iilfam entgcgenzutrcten. Teuerung in Paris. Der Züricher Berichterstatter der „Pcsti Hirlag" meldet seinem Blatte, daß nach Pariser Nachkien daselbst ein Ei 45 Centimes — 40 Pfg. kostet. Der Preis iiii ein Kilogramm Butter schwanlt zwischen 8 und 20 Fran- ien — 6—10 Mark. Ein Kilogramm Rindfleisch ist unter 8 Franken nicht erhältlich. Für ein Kilogramin Schweinefleisch -Mt man mindestens 10 Franken — 8 Mark. Zu« Tode verurteilt. Chalons-sur-Marne, 17. Okt. nte Gesuche: 1. Will jemand einen Herrn, geprüften Ingenieur, finanzieren, um eine kleine Fabrik zu erössnen, die den deutschen Handel wegschnappe» soll. Suchender ist nicht kriegs- dtenstfähig. 2. Gesucht eine Ecscllschast von zwei Damen und einem Herrn zur Aufführung eines englisch-belgischen Bildes „Die Plünderung von Löwen" für eigene Rechnung. Man schreibe an den Vcrsasier. (Also offenbar die Hetzerei gegen Deutschland als Geschäft). 8 . Rekrutierung. 50 Pfund gesucht für einen Plan, die Rekrutierung zu fördern, der voraussichtlich einen hübschen Stutzen bei kleinem Risiko abwirst. 4. Ein Herr, der sich gern als Freiwilliger zum Dienst im Ausland melden möchte, benötigt 250 Psund, um seine Schulden vor dem Einrücken zu bezahlen. Keine Geldvcrleiher. Der Wahlspruch der englischen Patrioten laut ’ wohl, wie aus diesen Anzeigen hervorzugehen scheint: „Mit Gott für „Gcldsack" und Vaterland!" Die Rhodesier habe» sich's überlegt. Die „Times" meldet aus Salisbury: Das rhodcsifche Kontingent, das heute nach England abreiscn sollte, beschloß in Asrika zu bleiben. Der Blob von London. A m st e r d a IN , 18. Okt. (Nichtamtlich). Das „Handelsblad" meldet aus London: Die Polizei drang gestern in das Wiener Cass in der New Oxford Street und verhaftete etwa 20 deutsche Kellner. Eine Volks- menge zerstörte eine Anzahl Läden in der Higstrcet, die Deutsche» gehörten. Erst nachdem die Polizei Verstärkungen erhallen halte, gelang cs, dis Ordnung wiederherzuftellen Ans Rußland. (sine englische Beurteilung der Kriegslage. London, 19 . Okt. (W. B., Nichtamtlich.) Ter militärische Mitar- lieiter der „Morning Post" schreibt, eS fei klar, dag im Osten die Entwickelung nicht ganz erwartungsgemäß Mm- stellten gehe. Tic Schlacht, die in der Nähe von Kralan -iwartet wurde, werde viel weiter östlich geschlagen werden, ie Russen, die zn Beginn des Krieges die Initiative er» riffen haben, seien inzwischen genötigt worden, diesen Dor- U'il anszngeben und dem Gegner den Angriff zn überlasten. Lie vorrückenden deutschen Truppen -waren deshalb im- ftav.de, die Weichsel ohne besonderen Widerstand zn überschreiten. Der Mitarbeiter fährt !ort, dost die Bedeutung Przewysls jetzt hervortrete, und es sei bedauerlich, daß es mißlungen sei, die Festung zu neimicu. Rußlands Absperrung vom Weltverkehr. Ti: Petersburger Zeitung „Rctsch" schreibt, daß mau in Rußland jetzt versucht, eine neue regelmäßige Pervinduug zwi>...m Wla- . diwostock und der Westküste Amerikas zustande zu bringen. Tic sogenannte freiwillige Flotte, die in Odessa ihren Hauptfih hat und sonst den Verkehr zwischen dein Schwarzen Meere und Ostasien aufrecht erhält, jetzt aber durch die L-prrrung der Dardanellen von ihrem gewöhnlichen Wege rbgeschnitten ist, soll Dampfer aus der neuen Linie einstellen. !Wie soll sic das machen? T. Schrisil.) Zu dem gleichen Gegenstände meldet die „Köln. Zeitg." aus Kiel: Tie Hoff- »mg der Russen und Engländer, den Warenaustausch über Aichangelsk länger als gewöhnlich betreibe» zn können, wird bald zuichandcn werden. Reue russische Eisbrecher sollten die Einsegelnng nach Archangelsk ostenhalten. Jetzt berichte» nordisch» Zcttnngen. daß die Beschaff,mg der Eis! urcher lediglich auf dem Papiere steht. Es fei nichts über hrr Herstellung bekannt. Dom Balkan. A»s dem Lande der Mörder. „Mit berechtigter Eiupo ru»g", jo schreiben die „Züricher Neuesten Nachrichten", „wird mau in Oesterreich und desien Grenzen hinaus von den Eut- knUungen Kenntnis nehmen, die der Ltt»ntät»r-Prozrg zutage fordert. Die Mitwirlung serbischer Ossizi-r- und Beam- *“ an der Derschwäruna und der Vorberciinng zum Attentat Neue Tageszeitung. Dienstag, den 20. Oktober 1914 ist nun in einem Maß erwiesen, das man kaum für möglich gehalten hätte. Daß sogar Kronprinz Alexander, der jetzige Thronfolger Regent von Serble», einen der Attentäter empfing und ihm eine „politische" Unterredung gewährte, geht über alles hinaus. Ein Staat, in dem solche Dinge geschehen, hat sein Existenzrecht verwirk t." Die Dingc nehmen Weiler nicht wunder, wcml man folgende Ausführungen der Augustnummer der Wachenschrist „März" liest: „Serbien ist das Land der Mörder. Eine Statistik aus der Zeit vor den beiden letzten Balkankricgen berichtet, daß dort jährlich ungefähr taufend Aiocde und Raubmorde zur Kenntnis der Behörden kamen. Tab i zeichnen sich die Missetäter häufig durch unglaubliche Eruusamkeit aus. In solcher Hinsicht haben ja während der Balkankriege die Eozonen Griechenlands auch Hervorragendes geleistet, und unter den Bulgaren gab cs gleichfalls nicht wenige derartiger Bestien in Menschengestalt, allein beide konnte» sich nicht mit der infamen Erbarmungslosigkeit incsien, mit der die Serben die albanische Bevölkerung in de» crcbcrten Gebieten hinschkachtetcn. Man erinnert sich wohl nach der unglaublichen Roheit, mit der die Offiziere die Leichen des Königs Alexander und seiner Frau behandelten. Diese se>!same Veranlagung zeigt sich merkwürdigerweise in höherem Maße bei den gebadeten Schichten der Städte: der serbische Bauer ist, wenn er nicht erregt ist oder gehetzt wird, menschlicher, gesitteter." — Bis zu welchem E-ad Ali England gesunken ist, beweist am besten, daß Serbien sich gegenwärtig in der Bundesgenofsenschaft Englands befindet. Aus Rumänien. lDas Verhalten der Russen in der Bukowina). Dem Wiener „D. Volksblatt" wird aus Bukarest geschrieben: Es ist hier allgemein ausgefallen, daß trotz der humanen Gesinnung, deren sich die russischen Militärbehörden rühmen, die Zahl der Flüchtlinge, die aus der Bukowina nach Rumänien kommen, mit jedem Tage zummmt. Was die Flüchtlinge erzählen, spottet jeder Bcschreibimg und straft die russischen Deklamationen in einer Art Lügen, die das reichlich hohe Maß übersteigen, an das man seit Beginn des Krieges inivierhin schon gewöhnt ist. Diese Nachrichten übten aus die rumänische Bevölkerung eine außerordentlich ernüchternde Wirkung. Man leritt durch sie, wenn dies überhaupt noch irotmendig war, die wahre Ratnr des russischen „Freundes" des rumänischen Voiles kennen, (Anm. d. Schrifil.: Die Bukowina ist nämlich zu einem Großteil von Rumänen bewohnt) der kerne Gelcgenhett versäumt, zu betonen, daß ihm nichts mehr am Herzen liege, als die Befieiung des rumänischen Volkes, soweit cs nicht schon unter dem allein seligmachenden Zepter des Zaren steht." Der rumänische Staatsmann Carp über di« Lage. Der ehemalige Ministerpräsident E a r p , der fähigste Staatsmann Rumäniens, äußerte sich einem Journalisten gegenüber: „Die Haltung Rumäniens muß vom pairiotischen Geiste diktiert sein. Ich, fiir meine Person, bin überzeugt, baß der cndgiltig« Sieg Deutschland zusallen muß!" Alls irr Mit örs Islams. Russen und Perser. Konstantinopel. 18. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Nach hier eingetroffeuen zuverlässigen persricken Nachrichten haben die Russen, die ihren Einfluß in Asfcrbeidichan schwinden sahen, einen neuen Polizei- direktor in Tübris ernannt. Sie lassen russische Polizisten aus dem Kaukasus konimcn und bilden eine Geheimpolizei aus, die das Tun und Treiben der persischen Liberalen überwacht, Briefe und Postsendungen öffnet und alle Kauf- lcute und Reifenden Verhören unterzieht. Es geht das Gerücht, daß die Russen neue Truppen nach Asserbcidschan kommen lassen wollen. Diese Vorkehrungen der Russen werde» jedoch zwencllos ohne Erfolg bleiben, da die versi- sche Regierimg entschlossen ist, Ast'erbeidschau von dem russischen Einfluß zu befreien, wozu ihrerseits bereits alle zweck- cntsprecheudcu Maßnahmen getroffen sind. Der Erbprinz, der zum Generalgouverncur der Provinz ernannt worden ist, wird demnächst in Täbris erwartet. Sein Gehilfe ist bereits dort eingetrofsen. Englische Schwierigkeiten in Indien. Konst auti- n o p c l, 10. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Die Blätter geben eine dem halbamtlichen afghanischen Organ „Saradjulah- bar" entnommene Meldung wieder, nach der infolge der Verhaftung des muselmanischen Offiziers Mchmed Hafiz. de? Bruders der Fürstin von Bhopal, einer der bedeutendsten muselmanischen Fürstinnen Indiens, sich die Stämme deren Chef Mehmed Hafiz ist, erhoben haben. Ter englische Gencralgouverneur habe versprochen, dem Gefmigenen die Ficiheit wiedcrzugeben. Der aufständische Stamm Dsib- bour drängt die Inder zur Erhebung gegen die Engländer. Aufstand im Somaliland. K o n st a n t i n o p c l, 18. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Die Blätter haben von glaub- wiirdiger Seite erfahren, daß die Muselmanen des Somali lundes sich erhoben haben u. die Stadt Berbcra, den Haupt ori der Kolonie, »vier dem Oberbefehl von zwei Scheichs angegriffen haben. Sämtliche englische Offiziere der Gar- uston sind gtfangrn genommen und die Stadt von den Muselmanen besetzt worden. Berbern ist seit 1884 englische: e-sitz. lSil wurde der Hafen von der egyptischen Regierung besetzt und als Freihafen erklärt. Die Engländer in Aegypten. K o n st a n t i n o p e l. Ist. Okt. kW. B. Nichtamtlich.) Wie das Blatt „Tasvir i Efkiar" erfährt, haben die Engländer in den letzten Tagen 120 ägyptische Beamten abgesetzt und 200 ägyptische Offiziere aus dem Hecresvcrbaud entfernt. Ma» ist der Meinung, daß diese Maßnahnicu getroffen wurden, um die Situation der Engländer in Aegypten zu retten. Der 42 Zentimeter Mörser. Lüttich, Namur, Maicheuge, Mauoviller, Antwerpen sind die fünf Stationen ans dem Siegeszng. den der 42 - Kentimctcr Mörser seit Kriegsbeginn zurückgclegt hat Ueber der Existenz dieses Riesonmörsers, von beni dieser Tage ein deutscher Milftärschriftstellcr schrieb, er sei einige Armeen wert, lag bis zum Kciegsbeginn dichtes Geheimnis. Es vollständig zu lüften, ist auch heute nus naheliegenden Gründen nicht möAich: immerhin sind die nachstehenden Ausführungen, die der „Züricher Post" von deutscher Seite zu gehen, geeignet, manchen Irrtum zu berichtigen: ^ nm 8- vvd st. August dieses Jahres, einen Tag nach r-cm Fall der Festung Lüttich, die Kunde durch die Wei, ging: die Deutschen haben rin lauge geheim g.hoi Geschütz vor die Forts der Stadt gefahren und diese mit 6—8 Schüssen so ziigericbtet, daß es unmöglich war. sic noch länger zu verteidigen, da ging wohl ein geheime-: Graust-, vor dieser Mordwaffe durch die Welt. Tatsache ist, daß der «.Zentimeter-Mörser außer dei wenigen Ingenieuren und Arbeitern der Firma Krupp »nl nur einer ganz geringen Anzahl von Lfsizicrcn und Mau» schäften der Schießschule, die darauf vereidigt waren, in dm ganzen Armee und im Deutschen Reich vollständig mb:- könnt war. Man hat von seiner Eristein nicht eher »tun? erfahren, als bis sein eherner Mund da-s Schweigen, da: ihm nuferlcgt war, selbst brach. Ter große „Brummer" oder „die fleißig! Berta" ähnelt in vielen Teilen den in der deutscho» Armee schon vorhandenen Rohrrücklansgeschühen, nur daß- e> schwer transportierbar ist und daher soweit als möglich mit Eisenbahnen befördert wird. Muß der Mörser oder „dic fleißige Berta" m,f der Straße transportiert werden, ff wird er zerlegt und auf eigens hierzu konstruierten Wage, verladen. Das Rohr allein auf dem Robrwagen, einen langen festen Schiencngestell, auf denen das Robr mit sei mn Klauen gleitet. Die Lafette allein. Ersatz- und Zubehörteile allein und die Gürtel allein. ' Diese Gürtel sind eine Reihe von Holzplatten und Ei sev.schuben, die vor dem Schießen aus dem Gürtelwageu pe nommen und um den Radkranz gelegt werden, damit dai Gcschütz auch aus nicht chauffiertem Unterbodcn nicht ve>. sinkt. Es ist eine mächtige Last, die auf den Gürteln ruht und sic bewähren sich großartig. Wir sind über extra tief und frisch gepflügtem Acker gefahren imd das Geschütz rollii gleich einer mächtigen Dampfwalze genau wie auf der Landstraße dahin. Wie ich schon gesagt, wird das Geschütz zerlegt gefahren, - Krmmt nim von der obersten Leitung der Beseht, das Geschütz fertig zu machen — die Kanoniere nennen cs „die Berta poussieren" —, so hält die ganze kilometcrlange Kolonne auf der Landstraße, das Rohr wird durch die ganzer Rediemmgsmannfchasten auf die Lafette gezogen und dr- Gürtel um die Räder gelegt. Nun gekst's mit einem mach ttg klappernden Getöse in die fiir das Geschütz oder die ganzi Batterie ausgesuchte Stellung, die der Sicht de? Feindes gänzlich entzogen ist. Hört man dieses ohrenbetäubeudc Getöse, dann wrrö's einem schon bange, und nun erst der ge walttge Knall beim Abfeuern des Geschützes. Man ist fast unfähig für die nächste Zeit zu hören. Abgefeuert wird das Geschütz auf elektrischem Wege und zwar in einer Entfernung von über 400 Meter. Der Lnft- diuck beim Abfeuern ist so gewaltig, daß sich ein Menstl in der Nähe nicht auf den Beinen hatten kann. Ter Dunli mcsser, 42 Zentimeter, ist ja bekannt, und nun umhüllt ein ebenso dicker Estenmantel das Scetenrobr, das bi? zu ncnr Zehntel der Länge rund, dann viereckig ziiläutt und stä noch mehr verstärkt. Wie groß das Gewicht der Pntverlid ung ist, ist nur nicht gestattet, niitzutellen: doch kann icl sagen, daß die volle Ladung nicht mtter 15 Zentner beträgt Der Mörser ist ein Rohrrücklaufyeschütz. Ein Man: der Bediemmg behandelt mit der größten Sorgfalt den Rücklauf damit feine Funktion beim Schuß auf keinen Fall beeinträchtigt wird. Das Robr hat eine Länge von etwa 21 Meter. Die Schußweste des 42-Zentimeter-Mörsers ist etwa 44.000 Meter. Die Entfernung von Dover nach Calais ist 33.000 Meter. Man mache sich davon ein Bild, wenn ein Eiscnkoloß, von den bekannten stl Bildern gezeigten Granaten, die, nebenbei bemerkt, genau find, durch dic Lust brummt und dann aus der Höhe von 400—500 Meter, wenn er den übrigen Teil der Flugbahn in ziemlich hohem Bogen zurückgclcgt hat, auf einen Betonklotz oder Panzer schlägt. Die stärksten Panzer» und Betondecken, und wenn sic eine Dicke von fünf Meter überschreiten, zertrümmern unter der Anfschlagskraft wie Scherben. Die einschlagenden Granaten kehren ganze Forts um, dringen tief in Erde und Gestein ein und bringen was unten war nach oben. Immerhin geht man mit der „fleißigen Berta" kehr sparsam und vorsichtig um. Die Abnutzung des Geschützes steht im Verhältnis zur Reibung des Geschützes und der auf- einandertiegenden Teile und kostet ein Schutz wohl die hübsche Summe von etwa 4H.000 Mark. Irrig ist es, wen» gesagt wird, man köime aus dem Geschütz nur eine bestimmte geringe Anzahl — etwa 150 — Granaten ver- schießen. Der „Brummer" überlebt gewiß den Feldzug. Ehe nun ein Schuß abgefcuert wird, wird genau dii Entferilung berechnet, uachgerichtct und nochmals gerechtet gezielt und geprüft mid, saust das Geschoß durch die Lust ist auch der Kanonier des Erfolges sicher. Erst ist »im mächtige hohe Feucrsäulc bemerkbar, dann eine gelb mii? schwarz sich ballende Rauchwolke, wol>l über hundert Met.n bcch mit Eiienbeton, Erde und sonst allem vermischt: und dann ganz spät ein von west her schallendes dumpfes Grollen: der Knall. Das Geschoß dringt bei nicht allzu felsigem Boden m. 8--10 Meter tief in die Erde ein, krepiert und reiht einen Trichter von ungefähr 15—18 Meter Durchmesser. Niemals marschiert di» deutsche schwere Artillerie und. Seite 3. l9l*. Z4« __ __ Vor allem die mit der „fleißigen Berta" ausgerüsteten Ba- taillone astein. Vorne und hinten, rechts und links, überall starke Infanterie- und Kavalleriedeckung. Maschinengewehre und leichte Artillerie zum- Schuh gegen Ueberrum- gelungen auf dem Marsch. Und außerdeni bleibt ja das Geschütz auch so weiter hinter der fechtenden Truppe, daß ein Uebcrfall ausgeschlossen ist. Erreichbar sind die Mörser in ihrer Gcfcchtsstcllung vom Gegner nie. Ich weiß fast genau, daß die feindliche Artillerie stets als größte Schutz- g:cn.^ 10,00(1 Meter annimmt. Steht nun der Mörser auf 15.000 Meter, so bleiben ihm immer noch eine Anzahl Kilo- mctcr zum Schutz. Nun niöchte ich noch an dieser Stelle einfüge», daß Wohl die Schußweite und Treffsicherheit 41.000 Meter beträgt, man jedoch auf diese Entfernung niemals Schüsse abfeucrn wird. Es wäre eine Verschwendung der kostbaren Munition und eine große Anforderung an die Stabilität des Geschützes, weil man auf diese Entfernung den Schuß nicht beobachten kann. Wenn das Geschütz auch etwa 44,000 Meter weit trägt, wird man doch wohl nur in den seltensten Fällen über 20,000 Meter schießen, und das will für die heutige Taktik schon etwas sagen. Freistehend wird daS Geschütz auch nie verwendet wer- den. In der dem Schießtage vorangehenden Nacht wird cs so eingedeckt, daß nichts von ihm zu sehen ist. Ten Nanicn „Brummer" haben dem 42-Zentiineter-MLrser die Belgier gegeben. Tagegen haben die deutschen Kanoniere das Geschütz „die fleißige Berta" getauft zu Ehren der Gattin des Herrn von Krupp, die bekanntlich Berta heißt. Unter diesen, Namen ist der 42-Zeiitinicter-Mörj«r in der ganzen Armee bekannt und man spricht nur noch von den Leistungen der „fleißigen Berta." (Carl |)ftfrö über..cngliiche öfiloarnlifit”. Im „T a g" rcrössenllicht Carl Peters, der die ersten beide» Monate des Krieges in London zubringcn mutzte, einen sehr beachtenswerten Aufsatz über „englische Verlogenheit". Cr beginnt damit, datz der Hatz gegen die Deutschen in England ganz allgemein sei. Di« große Mehrheit des englischen Volkes bilde sich auch heute noch ein, datz die Verbündeten um Weihnachten siegreich in Berlin einzichen würde». Man möge sich auch \n Deutschland nicht einbilden, daß irgendeine Rücksichtnahme auf englische Gefühle oder Interessen das aller- mindefte an dieser Eru»dftia>mung andern würden. Die Rücksicht würde nur als Schwache ausgelcgt werden. Deshalb emp- siehlt Carl Peters, gar keine Rücksicht auf irgendein englisches Intercsie oder Empfinde» zu nehmen; das würde immerhin einen gewissen Eindruck machen. Rach des Verfassers Meinung genüge, falls es der deutschen Armeeleitung gelingen sollte, nach London hinübcrzulommen, die Besetzung Kcnts mit London. Das Entscheidende bleibe immer die Schonungslosigkeit der Kriegführung. Großbritannien allein habe diesen Weltkrieg entzündet, und cs fei nur billig, datz die Engländer dafür bezahlen mützlc», soweit es in unser«! Macht stehe. Ucber das Schicksal der deutschen Einwohner Londons schreibt Carl Peters: „Wir deutschen Einwohner Londons hatten uns sämtlich nach Erklärung des Krieges registrieren zu lasten und ein „Per- mit" von der nächsten Polizeistatioir einzuholen, durch welches uns erlaubt ward, in einem Zirkel von fünf englischen Meilen uns zu bewegen. Sämtliche deutschen und österreichischen Angestellten wurde» überdies gleich nach Beginn des Krieges auf Befehl der Regierung, mochten ihre Herren dies wünschen oder nicht, Knall und Fall entlasten, d. h. direkt aus die Straße ge- chmiffen. Einzelne vo» ihnen, z. B. ein Diener, den ich selbst poriges Jahr hatte, und der zuletzt Kellner im „Criterion" war, hatten sich etwas Geld erspart und wollten in ihre Heimat ab- reiscn. Wohlbemerli, der Diener war noch zu jung, um militärpflichtig zu sein. Sie alle wurden auf dem Bahnhof, trotzdem sie schon ihre Fahrkarte» hatten, verhaftet und an der Abreise verhindert. Sämtliche militärpflichtigen Deutsche» und Ocsterrcicher wurden von Lord Kitchcner in sogenannte „Con- ccntration camps" gesperrt, wesentlich in die Olympia oder nach Aldcrshot oder auch nach Horsham und schließlich aus die Islc os Man. Dort erhielten sie eine Wolldecke, in der sie aus bloßer Erde ohne Matratze schlasen müssen, und Käse und Brot als tägliche Nahrung. Ihr bares Geld wurde ihnen bis auf 2 Pfund Sterling weggenammen. Ei» Bekannter von »ns, ein Herr in den besten Berhültnisten, wurde direkt von der Straße nach Olympia geholt. Die sanitären Einrichtungen in diesen Conccntration camps sind direkt miserabel, und cs ist kein Willider, daß Infektionskrankheiten dort sofort ausgebrochen und über 300 unserer Landsleute auf diese Weise gemordet sind. Die Leute liegen direkt auf der Erde in offenen Schuppen und sind weder von unten noch von oben gegen die Fcuchtiokeit geschützt. Man meint, daß Lord Kitchener, desten Vater nebenbei Koch geheißen haben und ein Deutscher gewesen sein soll, auf diese Weife sämtliche „damneck Germans" in England um- bringcn möchte. In Dundee und anderen Städten wurden fast sämtliche Deutsche» ins Gefängnis gesperrt, und von dem Rest ward verlangt, daß sie sich alle paar Stunden aus der Polizeistation meldeten." Zum Echluste legi Carl Peters dar, daß Deutschland hof- ,entlich heute keine» Frieden schließen werde, der den Zustand von früher aujrcchtcrhalte. Dazu seien die bisherigen Opfer in Blut und Gold zu schwer. Die Kklchaffim warmer Unterkleider. Berlin, 17. Okt. (Bitte möglichst weit verbreiten!) i>er Kriegsausfchutz für die Befchastung warmer Unter'teidung bittet die Redaktionen um Verbreitung folgender Notiz: Die rasch hereinbrechende unfreundlich herbstliche Witterung macht das Bedürfnis, die Fürsorge der Kriegsverwaltung für unsere im Felde stehenden Truppen durch private Mitwirkung zu ergänzen, mit jedem Tag dringender. Sollen unsere braven Soldaten von der Bedrohung ihre, Lebern und ihrer Gesundheit durch schwcre Erkältungen, Lungenentzündung. Ruhr usw, verschont bleiben, so muß eine ausgiebige Versorgung mit warmen wollenen Unterkleidern alsbald gefchehen. Der Kriegs- VItut Tageszcirung. Dienstag, Mn 20. Oktober 1914 ausschuß für warme Unterkleidung (Rcichstagsgcbäude, Portal 2) wendet sich an alle Kreise der Bevölkerung, insbesondere an die Mitglieder de, Deutsch-Oesterreichifchen Alpcnvercins und der übrigen Touristenvereine, der Ruderklubs, der Turnvereine und sonstigen Sportvereine und bittet, sie möchten aus ihren persönlichen Vorräten soviel von wollenen Strümpfen, Knie- strümpscn, warmen Unterkleidern, Leibbinden, wollenen Hemden, Pulswärmern, Handschuhen und Westen, namentlich auch Swcatcrwcsten, dem Ausschuß zukommcn lasten, wie nur irgend möglich ist. Es sind bereits viele Wollzüge an die Front ab- gefandt. Die Absendung der 8. und 8. erfolgt am 22, Oktober, dem Geburtstag der Kaiserin. Der Zeitraum bi» zum Abgang der nächsten Züge ist also nunmehr kurz. Freundliche Spenden, welcher Art sie auch seien, werden in Berlin beim Kriegsausschuß für warme Unterkleidung (Reichstag, Portal 2) entgcgcngenommen. Außerhalb Berlins sind alle Zuwendungen an die bekannten, im ganzen Reiche norhandenen Sammelstellen zu richten. Nachschub für Liebesgaben. Das Kriegsministerium hat am 4, Oktober neuerdings den Nachschub von Liebesgaben folgendermaßen geregelt: Zur Aufrechtcrhaltung eines geordneten Geschäftsbetriebes der Militär-Eisenbahnbehörden beim Nachschub freiwilliger Gaben (Liebesgaben) wird folgendes bestimmt: Nach Militär- Transport-Ordnung § 80, 2 können als Militärgut solche freiwilligen Gaben für die bewaffnete Macht aufgegeben werden, die bei den „Abnahmcstellen" als freiwillige Gaben cingegan- gen sind. Die Beförderung bis zu diesen „Abnahmestcllcn" erfolgt frachtfrei. Es ist nicht tunlich, Gaben mit Sondcrbestimmung — z, 58. für Angehörige einer Truppengattung usw. — zu spenden; derartigen Wünschen kann nicht entsprochen werden. Der Militärverwaltung und dem Kaiserlichen Kommistar der Freiwilligen Krankenpflege bleibt cs Vorbehalten, die einzelnen Gaben an die Stellen des größten Bedarfs zu leiten, Bekleidung,- und Ausrüstungsstücke für Truppenteile und deren Angehörige sind von den Ersatztruppenteilen durch Vermittlung der Etappcnbehördcn nach dem Kriegsschauplatz zu besürdern, Einzclsendungen sind demgemäß den Ersatztruppenteilen zu überweisen, Frankfurt a, M,, den 18, Oktober 1914, Stellvertretendes Generalkommando des 18. Armeekorps. Ans der Heimat. * Friedbcrg, 20. Olt. Zur Frage der Kartoffel- lieferung nach Markirch i. E, teilt uns Herr Landtags- abgeordnetcr Busold mit, daß auch er Zuschriften erhalten habe, tu denen — sagen wir — Erstaunen ausgedrückt war über die Art und Weise der Anerkennung für die Kartofsellieferung und worin er aufgefordert worden sei, die Sache zur Sprache zu bringen. Auch in diesen Schreibe» war bestätigt, daß das Landsturm-Bataillon Kaitoffeln sehr vermißt habe. Es habe durchgängig nur 2—3 mal Kartoffeln in der Woche gegeben und das Pfund sei mit 10—12 Psg, bezahlt worden. Für 1000 Mann bedeuteten übrigens 400 Ztr, Kartoffeln gerade keine große Menge, * Fricdberg, 20. Okt, Die Iungwehr Friedberg-Land I war vorgestern zwischen Fauerbach und Ostenheim zur ersten Hebung zusammengetrcten. Die Jugend der Gemeinden Fauerbach, Dorheim, Bauernheim, Ostenheim und Bruchenbrücken war in großer Zahl erschienen; cs waren 140 junge Leute an- getrcten. Bei der ersten Ucbung sah man schon, welch ein guter Geist in unserer Jugend wohnt und wie sie alle von dem einen Willen beseelt sind, etwas tüchtiges zu leisten. Die nächste Ucbung findet Sonntag, den 28, Oktober, nachmittags 3 Uhr, aus dem Uebungsplatze statt. Wenn auch zu begrüßen ist, daß die einzelnen Ortsgruppen wöchentlich einmal in ihrem Dorfe üben, so ist doch im Intereste der Eesamtausbildung unerläßlich, daß jeden Sonntag eine Gcfamtübung gehalten wird, zumal auch in der Kompagniesormation geübt werden muß. Jeden Donnerstag Abend soll in jedem Dorf eine Jnstruktions- stundc im Sinne der im Ausschreiben gegebene» Richtlinien stalisinden. Die Herren, die in den einzelnen Gemeinden in dankenswerter Weife dis Sache leiten, werden gebeten, für pünktliche Abhaltung der Instruktionsstundcn und rechtzeitiges Erscheinen aus dem Uebungsplatze Sorge zu tragen, * R, Fricdberg, 19. Okt. Ju der Fürsorge für unsere Truppen, ob im Feld, zur Besatzung oder gar »och in Garnisonen, wird von allen Seiten so gesorgt, daß die Soldaten dafür, datz man ihrer gedenkt den tiefgefühltesten Tank für die Spender haben. So stand auch unser hiesiger Artillerie- und Pionier-Verein in Reihe und sandte, wie uns ein Fußartillenst ons der Besatzung um Straßburg initteilt, jeden, Bereinsinitglied ein Paket mit folgendem Inhalt: 1 Hemd, 1 Paar Strümpfe, I Cec- vclatwnrst, 1 Paket Tabak, 10 Zigarren, ' - Pfund Würfelzucker, 11 Licbig Suppenwürfel, 1 Paket Haushalt-Tee, 1 Schachtel Zigaretten, 1 Tafel Schokolade, 1 Stange Pfefferminz. Der Artillerie- und Pionierverein Friedberg darf sich des Dankes ihrer von der edlen Spende betroffenen Artilleristen im Kriege sicher sein und erwarten, datz wir hierfür den Franzosen eine reichlichere und „schwerere Liebesgabe" durch Sendung von 9, 10. 15, 21 und 42er Schrapnells senden werden, die ihn«, hoffentlich nicht so schmeckt wie uns die gesandte Wurst, denn wir kennen nur Sieg oder Tod. * Fricdberg, 18. Okt. (Voltsblldniigsvercin.) Die Bibliotbek des Volksbildungsvereins ist loiedcr eröffnet. Din BüchecauSgabe findrk jeden Mittwoch 1 Vz —2sitz Uhr nachmittags im Lesezimmer (Haagstrahe) statt. Um möglichste Schonung und rechtzeitige Rückgabe der entliehenen Bücher wird dringend ersucht, * Ober-Rosbach, 20. Otk. Wiederum ist einem der hiesigen wackeren Kämpfer für Deutschlands Ehre das Eiserne Kreuz verliehen worden. Es ist dies der Steiger Fey, welcher auf der hiesigen Grilbe bis zur Mobilmachung tätig war und nun für feine Tapferkeit die verdient- Anerkennung erhalten hat, wozu wir den tapferen Soldaten herzlichst beglückwünschen, * Wcckeshcim, 20. Okt. Heinrich Rietz und Fra» Lina geb. Hilgcr feiern heute ihre silberne Hoclycit. Wir gratn- lieren aufs herzlichste. Möge cs den Jubilaren vergönnt sein, auch die goldene Hochzeit in gleicher Rüstigkeit : >n begehen. * Echzell, 20. Olt. Wir berichteten neulich, daß der <• 7N„ mann und Gcrichtsastestor Re > tz mit dem Eisernen S t c | ausgezeichnet worden sei. Außer ihm stehen noch seine beide > Brüder im Felde, der eine hat als Unteroffizier Freiwillig, ansgel-ildet und ist fetzt in', Feld gerückt, während der r.»' . als Bizefcldwebel auf dem Schlachtfelds sieht Nimmt man dazu, daß der Vater, Herr Wilh. Ncitz, ein alter Garde Jager ist, so sicht man hier ein Bild von Deutschland in Wehr id Waffen in einer Familie vereinigt, * Weickartshain b, Grünbcrg, 20. Olt. Hier i'i die Mrml- und Klauenseuche ausgcbrochen und sind vom Kreisamt G-.ß.» die üblichen Spcrrmaßrcgcln verhängt worden. * Frankfurt a. M., 20. Okt. M c h l p r e i s e u b Mühlenverdicnstc. Unter der Ueberschrist „Heitzl ein Geschäft" bringt die Frankfurter „Dolksstimmr" bczeich »ende Enthüllungen über die Geschäftspraktiken der Frank furter Hafenmühle. Eine Generalversammlung hatte Herrn Ferd. L i c b m a n n die hübsche Summe von 10 DGO 3Jif. für seine wertvolle Tätigkeit als Vorstandsnistglied z». ge—sprachen. Außerdem habe er eine Ertraprämie für sein Tüchtigkeit in der Höhe von 20000 Mk. erhalten. Mit diesen Gratifikationen habe cs lolgcnde Bewandtnis: 'err Ferd. Liebmann sei im Privatleben Getreide-Erporienr, infolge der Mobtlnwchimg stockt« sei 7- Geschäft und Herr Licbmann, der bis dahin im Anfsichtsrat gesessen habe, (am in den Vorstand mit dein monatlichen Gehalt von 1000 Mk. Er kann nun ruhig abwarten, bis der Krieg zu Ende ist und er sein Getreidegeschäft wieder ausnehmen kann. Tic gan-.e Geschichte bekommt darum noch ein besonderes Aussehen, weil der Bruder des Herrn Ferd. Licbinann, der ehemalige Amt. richtcr und jetzige Notar Dr. Jak. Lieb mann stellver^r. Vorsitzender des AnfsichtsrateS der Frankfurter Hafenmühlc ist. Es ist Wohl derselbe Amtsrichter Liebmann, der ein- mal eine Lokomotive der Frankfurter Stratzenbahn doppelt gesehen und einen dahingehenden Eid geleistet hat. I» der letzten Generalversammlung ging Dr. Sinzheim er mit diesen Zuständen scharf ins Gerücht, er ließ cs u. a. dahin- gestellt, ob Ferd. Liebmann ein so tüchtiger Mann sei, datz seine Unterschrift 1000 Mk. im Monat wert sei. Licbmann suchte sich zu verteidigen und sagte, es sei sein Verdienst, datz die Hafenmühle bei Kriegsausbruch über sehr hohe Vorräte verfügte. (Aha! woran jetzt das schwere Geld verdient wird!/ Schließlich wurde versprochen, datz Herr Liebmann vom Schauplatz seiner Tätigkeit wieder abtreten werde, sobald ein Ersatz für die Prokuristen gefunden sei. Interessant aber ist es, datz eine Großmühlc dem Bruder ihres stellvertretenden Auffichtsrates und früberen AnfsichtS- ratsnntglied 30, 000 Mark als Gratifikation und monatlich 1000 Mark Gehalt für eine absolut nicht anstrengende Tätigkeit zubiMgen und außerdeni noch 7 Prozent Dividende verteilen kann, abgesehen vo» den Znwend» ungen an Direktion und Anfsichtsrat. Dann ist das ein Beweis, was für ungeheure Summen von diesem Betrieb „verdient" worden sein müssen. Jst's da ein Wunder, wenn der Laib Brot eben 60 Pfennig kostet. Wir stinnnen ganz der „Volksstimme" bei, wenn sie ihre Ausführung mit den Worten schließt: Ob die Regierung angesichts solcher Praktiken nicht doch bald zu der Erkenntnis konimt- datz zur Wahrung der Volks! ntcresscn gegen diese kapitalistischen Volksfeinde andere Maßnahmen ergriffen »'erden müssen? Uertrste und Draht,lachvichtc». fein Mnisl-er Kreuzer Muken. London, 20. Oktober. (NichtnmlichV Das Reuterbüro meldet ans Tokio: R-i. amtlicher japanischer Bekanntmachung der Kreuzer „Takatschio" am 17. Lktobe in der Kiantschonbncht auf eine Min gelaufen und gesunken. Bon der 2(>4 Mann betragenden Besatzung sollen ein Offizie? und 9 Mann gerettet sein. Kirchliche Anzrincn. Gottesdienst in der Stadttirchc. Mittwoch, den 21, Oktober, abends 8!4 Uhr: Kricgsbiit- andacht: Herr Pfarrer Ritter, Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach. Mittwoch, den 2t, Oktober, abends y ; 9 Uhr: Kriegsbitk- andacht: Herr Pfarrer Zatzmann, Kriefkake«. Lehrer Sargl in ? Sie bestellten vor einiger Zeit drei Kriegspredigtc» von Professor Dich! und fügten den entsprechenden Betrag bei. Wir konnten die Sendung leider nicht ab- sertigen, da lein Wohnort angegeben war. Ihn ausfindig zu machen, ist »ns trotz Bemühung nicht gelungen, wir fragen dcshalb an dieser Stelle an. Fronksurter Wetterbericht, Voraussage: Wolkig, meist trocken, Temperatur unverändert, westliche Winde, Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto H i r s ch e l, Friedbcrg; für den Anzeigenteil: K. S ch in i d l. Friedbcrg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung' A. G., Friedberg i. H. Nr. 246 N-ue Tagesazeitng. Dienstag, den 2«. Oktober 1914. Seife £ Schwarz, Höchst o. b. Jlibber, cm. — Louis s-ißler, Vilbel — August Wilh. Fctz, Wallernhauscn, verw. — Wilh. Bahr, um. — Isidor Liebmann, Friedberg. um. — Erst. Eg. Kreutz, Rohrbach, VW. — Wilh. Saumann, Bleichenbach, vw. — lln Erleubach, um. — Adam Heybrich, Eraudenborn, vm. — Gesr. Wilh. Eller, Hain-Eründau, schvw. — Wilh. Michel, Borsdorf Aus dkll dtullchen UrtlufHiflnu 11. Kompagnie. Hauplm. Fritz Ehr. Eoepel Berlin, lvw. — Lt. b. R. Herrn. Alb. Eckard!, Walihalbcn, low. — Feldw.-Lt. Eg. Raust, Berlin, toi. — Bizcfeldw. Karl Schwartz Vilbel, schvw. — Unterost. Richard Eckardt, Unter-Schmitten, low. — Unterosf. Hcrm. Krcmer, Nieder-Mörlen, lvw. — Unterast. Reinhard Meißner, Elauberg, schvw. — Ecfr. Wilhelm Wenzel, Oberau, schvw. — Adols Kester, Ricder-Eschbach, t^nw. — Ecsr. Wilh. Rudelius, Friedberg, schvw. — Friedr. Knautz, Düdelsheim, schvw. — Wilh. Herd, Elauberg, lvw. — Otto .Lobsack, Rainrod, lvw. — Otto Baer, Heegheim, schvw. — Nil. Armbrust, Vilbel, lvw. — Karl Hos, Kesenrod, lvw. — Heinrich Hüpp, Bauernheim, lvw. — Liko Beizer, Borsdorf low. — Wilh. Miihlig, Reichelsheim, lvw. — Heinr. Mohn, Diebach a. Haag, lvw. — Eesr. Otto Zoll, Rodhcim, schvw. — Wilhelm Raumann, Blcichcubach, schvw. — Kar! Kraft, Blcichcnbach, schvw. — Ecsr. Heinrich Krieger, Asscnhcim, tot. — Unterosf. Ernst Kühl, Eictzen, schvw. — Otto Michel, Borsdorf, low. — Karl Eaumer, Rmderbiigcn, schvw. — Eg. Hosmann, Holzhau- seu, schvw. — Heinrich Hummel, Vilbel, schvw. — Friedr. Koch, Düdelsheim, lvw. — Phil. Jung, Doruassenhcim, lvw. — Pct. Kramer, Vilbel, schvw. — Christian Betz, M.-Eründau, lvw. — Peter Falk, Steinfurth, low. — Phil. Kraft, Bruchenbrücken, iuw. — Wilh. Will, Vilbel, schvw. — Heinrich Schneider, As- folderbach, schvw. — Konr. Weiter, Nieder-Rosbach, lvw. — Wilh. Weiter, Riedcr-Rosbach, schvw. — Johs. Volz, Biidcs- bcim, schvw. — Philipp Hasser, Rieder Weisel, lvw. — Moritz Roseuthal, Wenings, tot. - Wilh. Kleer, Bindsachsen, lvw. — Hcrm. Lotz, Friedberg, schvw. — Friedr. Schneider, Oberlengs- scid. lvw. — Jak. Scheerer, Ober-Mörlen, lvw. — Heinrich Ka- pcller, Bisses, schvw. — Friedr. Koch, Melbach, lvw. — Wilh. Altvater, Eelnhauscn, lvw. — Konr. Brill, Haingründau schvw. - Ecsr. Joh. Werner, Eronau, lvw. — Ludwig Kroner, Vilbel, schvw. — Heinrich (Seift, Ober-Widdersheim, schvw. Kaspar Vclzcr, Oberau, lvw. — Heinrich Bonrad, Altenstadt, schvw. — Friedr. Eciß, Haingründau, schvw. — Eesr. Johannes Rcutzcl, Kesenrod, lvw. — Adam Enders, Altenstadt, schvw. — Joses Scheibe!, Ober-Mörlen, schvw. — Eustav Kreutz, Eeiß- Ridda, lvw — Johannes Schmidt, Vilbel, lvw. — Karl Bech- thokd, Ravolzhausen, schvw. — Wilh. Rink 2., Rodheim v. d. H. schvw. — Bollbrecht Nagel, Stammheim, vm. — Otto Psarrcr, Weckeshcim, vm. — Wilh. Eoullon, Calbach, vm. — Franz Kreilling, Vilbel, rm. — Mich. Euth, Harheim, vm. — Wilh. lvw. 12. Kompagnie. Hauptm. Theodor Friedr. Otto Ulrichs, Beberbeck in Hessen-Nassau, vw. — Oberlentn. Hans Jul. Eberhard v. Montz, Minden i. Pr., vw. — Feldw. Beruh. Scheller, Zaggeln, vw. — Unterosf. Eeorg Karl Heyl, Osfcnbach, vw. — Unterosf. Rich. K. Aug. Theist, Friedberg. vw. — Unterosf. Knr. Wolf, Büdingen, vw. — ilntcross. Joh. August Müller, Wöl- scrshkim, vw. — Unterojs. Joh. August Scheurich, Ober-Erlen- bach, vw. — Unteross. Otto Müls, Kambach, vw. — Unterosf. August Kaiser, Steinberg, vw. — Bizescldw. Theod. Jung, Stadecken, vw. — Ecsr. Konr. Da-non, Hochweisel, vw. — Eesr. Heinrich Dillemuth, Romiuelhausen, VW. — Eesr. Hrch. Schaum, Hochweiscl, VW. — Ecsr. Phil. Klchm, Munster, VW. — Eesr. Konr. Schaum, Hochweiscl, vw. — Ecsr. Eustav Schott, Haimbach. VW. — Eesr. Peter Nagel. Bouhausen, VW. — Eesr. Johs. Dich, Nieder-Mörlen, vw. — Ecfr. Joh. Jak. Weil, Rockcnberg vw. — Eefr. Joh. Fastbiuder, Lorbach, vw. — Ecsr. Wilh. Nickel Elauberg, vm. — Ecsr. Hcrm. Rossenbach, Wölfersheim, vw. - Ecfr. Joh. Liug, Fraulsurt Bouames, vw. — Eefr. Wiu,. Hildcbrandt, Oppershofen, vw. — Adam Vagarenus, Büches, vw. — Heinr. Naumann, Heldenbergen, vw. — Hrch. August Sommer, Nicdcr-Florstadt, tot. — Eeorg Meißner, Hainchen, vw. — Wilh. Kiefer, Hainchen, vw. — Hrch. Tricsch, Wenings, vw. — Heinr. Eroth, Wenings, vw. — Karl Friedr. Dantrich, Höchst, Kr. Büdingen, vw. — Hcrm. Bcrchtcr, Büdingen, vw. — Karl Hombcrgcr, Kloppenheim, vw. — Wilh. Mart. Koter- maun, Mühlheim, vw. — Eg. Manicke, Hcldenbergcn, vw. — Eg. Reumann, Hcldenbergcn, vw. — Karl Joh. Meinhardt, Düdelsheim, vw. — Joh. Jmhoff, Eclnhiar, vw. Wilh. Kühl, Bcdcnrod, vw. — Karl Koch, Langcnbcrgheim, vw. — Friedr. Hcfmann, Hcuchelhcim, vw. — Joh. Hrch. Hardt, Hochweiscl, vw. — Joh. Karnelia, Bösgcsäst. vw. — Friedr. Hosmann, Hc- schelhcim, vw. Konr. Jost, Burgbracht, tot. — Karl Hosmann, Münster vw. — Peter Eichers, Hochweiscl, tot. — Theodor König, Selters, tot. — Eg. Dillenmuth, Rommelshausen, vw. — Otto Sittner, Usenborn, vw. — Karl Trcut, Büdingen, vw. _ Heinr. Franz Mobs, Nieder-Mörlen, vw. — Wilhelm Wagner, Bindsachsen, vw. — Heinr. Velten, Bleichenbach, vw. — Heinr. Karl Diemer, Niedcr-Florsiadt, tot. — Heinr. Scheibert, Neuenschmitten, vw. — Heinr. Ehr. Robert Vogel, Hirzenhain, vw. tcrofsizier Hch. Wächter, Himbach, vw. — Eg. Rcntzel, Wenings vw - — Joh. Wilh. Schädel, Himbach, vw. — Heinr. Hinkel, Nie dcr-Erlenbach, vw. — Friedr. Eünther, Stockhausen, tot. — Clio Ludwig, Ulfa, »w. — Otto Hermann, Effolderbach, vw. — Friedr. Meinhardt, Düdelsheim, tot. — Jul. Frank, Himbach, vw. - Heinrich Philipp Vömel, Vilbel, tot. — Heinrich Jost. Obcr-Erlenbach, vw. — Joh. Eg. Fr. Port, Bonames, vw. — Otto Albrand, Babenhausen, tot. — Ludwig Konr. Fuhr, Er - Karben, vw. — Heinr. Langlitz, Bindsachsen, vw. — Joh. Fuld, Himbach, vw. — Rich. Wolf, Altenstadt, vw. — Konrad Klipper, Aulendicbach, vw. — Wilh. Kmikel, Himbach, vw. — Wilh. Heimlich, Bodenbach, vw. — Phil. Wilh. Hest, Vilbel, vw. — Eustav Heß, Vilbel, vw. — Konrad Dichl, Hochweiscl, vw. — Otto Brauning, Stockhausen, vw. — Karl Erast, Niederslor- stadt, vw. — Heinrich Hirsch, Niederflorstadt, vw. — Heinrich Witzcnberger, Rockenberg, vw. — Beruh. Wilh. Joh. Schreiber, Niederslorstadt, vw. — Ernst Paul Sauer, Eießcn, vm. -- Ehr Rcntzel, Wenings, vm. — Eefr. Karl Heinr. Jung, Hochweiscl vm. — Eesr. Ph. Heinr. Wilhelm, Holzhauscn, vm. — Ecsr. Friedr. Wilh. Fels, Hausen i. Pr., vm. — Eefr. Heinr. Wilh. Schröder, Vilbel, vm. — Eesr. Karl Cchwarzhaupt, Sl.'.ckhcuu, vm. — Ecsr. Heinr. Haas, Nicdcr-Mockstadt, vm. — Rudolf Schäfer, Rindcrbügcn, vm. — Louis Becker, Hochweiscl, vm Hcrm. Schmicgel, Niederslorstadt, vm. — Konr. Jömmcr. Rindcrbügcn, vm, — Ehr. Schneider, Cronberg, vm. — Kar! Schmidt I., Wenings, vm. — Otto Mattcrn, Babenhausen, vm' — Heinr. Kling, Wolsersborn, vm. — Joh. August Heller, R lenberg, vm. — Joh. Jeck, Pferdsbach, vm. — Heinrich Huber, Münster, Km. Friedberg, vm. — Heinr. Koburgcr, Visses, vm. Robert Döll, Borsdorf, vm. — Otto Hofmann, Borsdors, vm. — Heinr. Karl Lehr, Niederslorstadt, vm. — Heinrich Müller, Crainfeld, vm. — Wilh. Joh. Karl Kraft, Rohrbach, vm. - Heinrich Ritzel, Rockenberg, vm. — Friedr. Frank, Langcnberg- heim, vm. — Eeorg Flach, Düdelsheim, vm. — Franz Josef Merz, Rockcnberg, vm. — Ernst Stelz, Niederslorstadt, vm. — Theodor Psannkuch, Nidda, vm. — Karl Emrich, Rahrbach, vm. PH. Metzger, Eambach, vm. — Heinr. Philipps, Fauerbach, vm. — Joh. Albert Kühl, Bodenroth, vm. — Valth. Eottsthalk, Burgbracht, vm. — Heinrich Salzmann, Hochweisel, vm. — Karl Wagner, Rodenbach, vm. — A. Josef Eeorg Pauly, Rockenborg, rm. — Friedr. Emrich, Wippenbach, vw. — Louis Becker, Hoch- wcisel, vermißt. Als wackere deutsche Turner starben den Heldentod für das geliebte Vaterland unsere treuen Mitglieder prirroill Jifltl Infanterie-Regiment Rr. 116. Treue um Treue diesen Helden, deren Andenken uns heilig ist. P**® ! Mnschenheim, im Oktober 1914. Der Vorstand. mWr: E ^ : ' r. Ms iS« 1 ) Danksagung. Sür die uns in so nohlkuender Weise dar- ßctraa)ten Beslc'ldsbeze^,,uncren ertcuibcn wir uns nur diesem Wege unseren innigsten Dank auszusprechen. Reichelsheim i. W., 19 . Oft. 1914 . Stil Sfmiuii ki MMckm: A. Schicer, Lchrer. » V I i;i ^-Ziminer-WlihNilg mit abgeschl. Vorplatz und Zubehör an ruhige Leute p. I. Roo. zu vermieten. Näheres Friedberg- Faucrbach, Klau enstr. 12. Gesucht zu alsbaldigem Eintritt in dauernde Stellung 2 tüchtige solide Ackerknechte H. Schudt. Görliellskim, Post Friedberg, Hessen. Die Stadtgemeinde Oberstem an der Nahe kauft sofort gegen Bahrzalung mehrere Waggons gute Lpeisl'klirtgffck. Preisangebote, franko Oberstein unter Beifügung von Proben sind an den Unter- zeichnelen zu richten. Oberstein, 17. Oktober 1914. Der Stadtbllrgermerster Weber. Die Kriegs,ürsorge t) ö ck, ft (Oöenmolb) beabsichtigt ca. 300 Zentner gute Limsckltchl anzukaujen. Angcboic erbittet sofort Fleckenstein, hrcisslrasftnmkillcr, Höchst i. Odenw. Bkiliilinmalhunls. Für die Siadtkasje wird zum alsbaldigen Eintritt jür dis Dauer des Krieges ei l tüchtiger Echiisc gesucht. Meldungen nebst Eebalian- sprüchen und Zeugnissen sind an mich umgehend einzuieichen. Friedberg. 14. Ott. 1914. Der Bürgermeister. S t a hl._ Stick Unterricht u. Lehrlurse für den Hausgebrauch eiicilt gründlich Frl. liexx, Friedberg, Barbarastr. 411., gegenüber der Easanstali. Meldung ledcrzeit. Laternen sturmsicher, selbstoer eriigt, große Auswal,t, Reparaturen billigst. Hch. Schmidt, Ssteuzlermtillrr, Friedberg, Vorstadt z. Earten >3. 2 ipriniMiffk <5ber (veredeltes Landichwcinf bei Friedrich Gros, Reick,elsheim (Weiterauf. Bcisiichcn §i» .«M-l Mi SSP|T®! Günstiger Einkauf für Herbst- n.Wintenvaren! Iie 4 . mobile LMivtlMklckiin deren Angehörige zum größten Teil dem Kreise Friedberg entstammen, hat um Uebersendung von Liebesgaben gebeten. Errcklinscht sind wollene Unterjacken, Pulswärmer, wollene Strümpfe, Tabak, Cigarren, Cigaretten, kurze Pfeifen, Hosenträger, Vriespapier, Dörrfleisch, geräucherte Wurst. Die Ersatz-Eskadron in Da mstadt ist bereit etwaige Gaben anzunehmen und weiter zu befördern. Ersatz-Eskadron Leib Dragoner-Regiment Rr. 24. 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