7. Jahrgang Nummer 237 - Freitag, den 9. Oktober 1914. Dir „lienc er cheint icöen Werltag. Regelmäßige Beilagen „Der Kauer au» Helsen", „Dir Spiuuftulie". Keiuzapreis: ,v, i>e;i Voitunjtaltcn v,criel,ährl,ch 'JJif. 1,95 hei p«n Agenten monatlich 50 Pjg. Hinzu tritt Postgebühr oder Trägerlohn. Anzeigen: Erundzeile 20 Pfg., lolale 15 Pig^ Anzeigen von «us:->-..rr, merren d ir h Po lna.hnatzine erhoben Erfüllungsort Friedberg. Schriftlritung und Verlag Friedberg (Hessen), Hanauerstraße 12. Fern'prechcr 48. B»sticheck-Tvnt» i'l- ! r. Franlsntt a. ?l(. Antwervk» in Klar © Die letzten Kämpfe um die Festung. — Wo ist der König? ie Rußen in Lpck. Die Kriegslage. A:ntlichcs Telegramm. Grones Hauptqnartier, 8. Tkt. abends. Vom westlichen Kriegsschauplatz sind Ereignisse von entscheidender Bedeutung nicht zu melden. Kleine Fortschritte bei St. Mitziel u. am Argounen- N-aiö gemacht. Vor Antwerpen ist das Fort Breendonck genommen. Der Angriff auf die innere Fortlinie und damit auch die Veschichung der dahinter liegenden Stadtteile hat begonnen, nachdem der Kommandant der Festung die Erklärung abgegeben hatte» dag er die Verantwortung übernehme. Die Kuftschiffhalle in Düsseldorf wurde von einem durch einen feindlichen Flieger geworfene Dombe getroffen. Das Dach der Kalle wurde durchschlagen und die Dülle eines in der Halle liegenden Luftlchiffcs zerstört. Im Osten erreichte eine von Komsha anmarjchiercnde russische Kolonne Fyck. Pit KSnipIk uui AlllimM. Die Bcichicßung hat begonnen. Brüssel, 8. Okt. Gemäß Artikel 2t> des Haager Abkommens betressend die Gesetze 1-n Landkrieges lieh General o. Beseler, der Bcsehlshabcr der Belagerungsarmce von Antwerpen, durch Vermittlung der in Brüssel beglaubigten Vertreter neutraler Staaten gestern nach- mfKs- die Behörden Antwerpeus von dem Bcvorstehcn de: Beschienung verständigen Die Beschießung der Stadt hat um Mitternacht begonnen. Fcner in Antwerpen. Köln, 8. Okt. Die „Kölnische Zeitung" meldet von der holländischen Grenze aus Rosindaal: Die Beschickung Antwerpens dauerte die ganze blocht. Das Feuer war so hestig, daß in Rosendaal die Häuser -inerten. Tausende von Flüchtlingen sind hier angelommen oder werden erwartet. Während der ganzen Nacht tonnte hier eine Fencrsglut wahrgcnommen werden; die Pctroleumbchälter des Hafens scheinen in Brand zu stehen. Der Südbahnhos brenn« cbcnsalls, der Hautpbahnhos hat glcichsalls ernstlich gelitten. Die »Rgierung hat besohlen, alle Eisenbahnzüge sür die Besör- derung von Verwundeten und Flüchtlingen bereit zu halten. Berlin, 8. Okt. Die „B. Z. am Mittag" meldet ans Köln: Der „Kölnischen Zeitung" zufolge müssen nach Berichten von Flüchtlingen in Antwerpen bereits Granaten eingeschlagen sei». Ferner wird mitgctcilt, datz in B c r- che m, einer Vorstadt Antwerpens, Granaten cingcschlagen sind. Weitere Forts vernichtet. Amsterdam, 8. Okt, Der „Maasbode" meldet aus Putte, das; die Deutschen in der vergangenen Nacht und heute früh auch über das Fort B: o c - ch e in anrllcklcn. eine andere Hecresabteilung marschierte über Wcstmalle au, Fort Wyncghcm, das in wenigen Stunden vernichtet war. Fort Wyncghem ist das erste Foit^dcs inneren Festungsgürtels. Fort Sch Voten vom äußeren Feck- ungsgüriel, nordöstlich von Antwerpen, suchte den Einmarsch auszuhaltcn, wurde aber rasch zur: Schweigen gebracht. Bei diesem gewaltigen Anrinkc» war das belgische Heer gezwungen, über die Schelde zurnckzuwcichen. Antwerpen vvn Süden bis Norden umzingelt. Ans Putte an der holländischen Grenze wird berichtet, das) vor- gestern Nacht in dem nahe gelegenen Fort Braschaet, den, Artilleneübungsplatz Belgiens, eine starke Piilver.-rplostoii slattfand, daß man aber nicht wisse, inwieweit das ,rart gelitten habe. Hiernach erstrecke» sich die deutschen Operationen im Halbkreis von Süden bis zinn Norden von Slnt- werpen. t Ter llebrrgang über die Ncthe. A m st e r d a nr, 7. Okt. Den Ucbergang über die Ncthe haben die Toiit'än."» noch einem Bericht des „Handelsblad" vor allem dadneeh er- zwingen können, das; ihr Vorstoß durch die schwere Artillerie gedeckt wurde. Bei dem heftigen Artilstrieducll wurden Lire und Eontich in Brand geschossen. -Tlirch die Bresche zwischen Eontich und Dieurdien dringen die Deutschen vorwärts nlid beschießen gleichzeitig die innere Fortslinie. Seit gestern sind schwere englische Schifssgeschütze in Aktion, doch ohne große Hoffnung auf Erfolg. Das Gesucht im Süden Antwerpens dauert fort. Panik in Antwerpen. A in st c r d a m, 8. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) „Handelsblaad" meldet: Das heftige Schic- tzcn in der letzten Nacht verursachte in Antwerpen eine starke Panik, besonders unter den niederen Klassen der Bevölkerung. Die Bahnhöfe wurden gestürmt, die Züge nach Holland sind mit Flüchtlingen übcrfiillt. Tie Deutschen erzwangen den liebergang über die Ncthe. Antwerpen vor dem Fall. Berlin, 8. Okt. Tie „B. Z. am Mittag" meldet aus Mailand: Nach einer Depesche des „Corricre dclla Sera" aus Nom lasten die letzten Nachrichten annehmen, daß der Widerstand Antwerpens nicht mehr lange dauert. Man hält cs für möglich, daß sich belgische Truppen nach England cinschiffcn, um von dort auf cinem anderen Punkte des Kriegsschauplatzes wieder anszii- tauchen. Flucht der Regierung. Amsterdam, 8. Okt. (W B. Nichtamtlich.) „Tclegraas" meldet ans Noscndaal voin 7. Oktober: Das diplomatische Korps hat Antwerpen verlassen und sich auf einem Rcgicrnngsdampsec nach Ostende begeben. Die Bürgcrgarde ist entwaffnet. Nosendaal gleicht einem großen Flüchtlingslager. Ten ganzen Tag über kamen Züge aus Antwerpen an, b's nach Mitte-nackst schätzungsweise 18,000 Belgier, namentlich Frauen und Kinder, die in Kirchen, Lichtbildtheatern. Eiscnbahnschnp- Pen und Privathäusern untergcbracht wurden. Wo ist der König? Rotterdam, 8. Okt. ch alle Hände sleistig regen, u:.: sie nnierzubringcn. — Nach dem „Nicuwe Notterdamschc Courant" ist an.'i drr sranzösischc Konsul aus Antwerpen mit sei. n a, in Konsularchiv nach Holländisch Rosindaal geslehen Br. :rl. :::: ert ist übrigens, wie eilig man die Archive in Sicherheit bringt, so auch da? belgische Rcichsara, io. das schon vorgestern nach Ostende gebracht wurde. In'dies: : Pep'er::, dürste manches Interessante über die Borgeschichie d:s i.riegcs enthalten sein. Ein nach Holland versprengter und der! ttttcrnicrter belgstchcr Geniesoldat erzählt nach dem „Nie me Oettcrdamsche Courant", daß er zu einer Division gehör!?, die de» Auftrag hatte, alle Kirchtürme zu sprengen, die den Deutschen als Bc- obachtungspunkte dienen lönnlen. Er teilte mit, daß schon 12 Kirchtürme in die Luft geflogen seien, als er bei Licr von seiner Division abirrie. Ein aus Antwerpen hier angckommenes Ehepaar, das den besten Ständen angchört, äußerte sich mit großer Erregung da- rüt er. daß die Wahrheit über die Lage biszur letzte» Minute verborgen gehalten worden sei. Infolgedessen sei e- ihnen nicht mehr möglich gewesen, Geld oder Kleidungsstücke mitzunchmcn. Ebenso w:e ihnen sei cs Tausenden ergangen. Noch gestern habe di- 'Antwerpen« „Nicuwe Eazei" die unerhörten Schwierigkeiten einer Ilcüerschrcitung der Ncthe aus- cinandergesetzt. Das Terrain sei teilweise unter Wasser 2?sitzt und außerdem seien im Wasser verborgene Stacheldroht- sperrungcn angebracht. Die wilden Tiere geschützt.-Die in Amsterdam eingetros- fene Frau eines Wärters des Antwcrpener zoologischen Gartens erzählte, man habe die Käsige der wilden Tiere in diesem Garten mit Panzerplatten versehen und die Schlangen getötet. Nachdem die bürgerliche Bevölkerung die Stadt geräumt hat, erwartet man, daß di- Beschießung heute nachmittag 1 Uhr ihren Anfang nehmen würde. Die fremden Gesandt- schastc» sind auch nach Ostende verlegt worden. General von Bcsclcr an die Antwcrpener Garnison De? Obcrbcjehlshabcr der Bclagcrungsarmce vor Avtwer- pen hat, wie bekannt, durch eine» Flieger über Antwerpen einen Aufrus an die Belgier auswersc» lassen. Die „Natianal- geitung" verössentlicht nun den Wortlaut dieser Proklamation. Sie lautet: Belgische Soldaten: Euer Blut und Heil gebt Ihr keineswegs sür Euer geliebtes Vaterland her, sondern fiit die Interessen Rußlands, eines Landes, das nur danach strebt, seine enorme Macht auszudehnen, vor allem aber zllr England, das in seiner niedrigen Habgier den grausamen und noch nichi dagewcsencn Krieg herausbeschworen hat. Von Anbeginn des Krieges an haben Euere Tageszeitungen, die im Solde von Frankreich und England stehen. mcTjt aufgcfyört, E«ch zii tietcii«,*« ttnb Circh Nver ö!C Ut* fachen des Krieges und den Auszantz" der ^Gefechte zu täuschen. Sie lnn cs auch heute noch. Euere Armccbeschle beweisen cs, wie man Euch betrügt. Man sagt Euch, daß man Eure Kriegsgefangenen zwingt, gegen Rußland mitzukämp- sen. Euer gesunder Verstand muß Euch aber sagen, daß die» unmöglich ist. Wenn der Tag gclommen sein wird, da Eure gejangenen Knmcrade» zurllckkehrcn. werden sie Euch sagen, mit welchem Wohlwollen sie behandelt wurden und Ihr werdet dann vor Scham erröten über die unerhörten Lügen. Jeder Tag des weiteren Widerstandes bedeutet für Euch nicht wieder gutzumachcndc Leiden und Verluste, während Ihr nach oer llebergabe von allen wetteren Leiden erlöst sein werdet. Belgische Soldaten! Ihr habt lange genug sür die Interessen der russischen Großfürsten und Ne Kapitalisten des perfiden Albion gekämpft. Euere Lage ist hpsfnungslos. Deutschland, das um seine Existenz tämpst, hat zwei russische Armeen vernichtet. Es befindet sich lein russischer Soldat mehr auf unserem Gebiet, und in Frankreich besiegen unsere Truppen den letzten Widerstand. Wenn Ihr zu Euere» Franc» und Kindern zurückkehren wollt, so beende! diesen nutzlosen Kampf, der nur zu Euerem tlttter- gan; führen kann, dann werdet Ihr die Wohltaten eines glücklichen und vollständigen Friedens genießen, llnier- Ichrift: von Beseler, Obcrlommandant der Beiager- »nflcarmec. Der KricH in Galizier«. SS t c n, 8. Okt. (W. B. Nichtatmlich.) Amtlich wird ficiiicü'rt: Unsere Cffcnj.iv hat auch gestern da und dort tintcr Heineren Gefechten :ib?.a!l ihre Ziele erreicht. L . einer Meldung eines von einem kühnen Fluge r.nC ' „n,.! ..twückgetchtlen GeneralstabSofsiziers wird di« Verlest:gn::g der Festung von der kampfbegeistckle,'. Bclntz- nng ,,’it t.-r ßrüfitcn Tätigkeit lind Umsicht geführt. Mch< rere UuLsi.'.le holen die feindlichen Linien zurückgedrängl und zahlreiche Gefangene cingcbracht. Alle Angriffe der Russen i->:d tmlcr furchlbarcn Verlusten ini Feuer der Fest- ungcr. ::ke zi:>a nmengebrochen. In kr: i ! rpathcn westlich des Wistzkowcr Sattels :st sein F:' d n.:st:r. Ter lei Marmaros-Sziget eingebrochene ßCtV ... egen: die Stadt ist vergangene Nacht in um sc»- ^gelangt. - eirclcr des Chefs des Gcneralitobs von Hofer, Generalmajor. der Oefterrercher. Berlin, 8. Okt. lW. B. Nichtanitlich.) Tie „Nord deutsche Allgemeine Zeitung" schreibt zu dem anttlichen österreichischen Bericht über des Znsammenbrechcn des nü- fischen Angriffes auf Przemysl und dem Erfolge in den Karpathen: Tic heutigen Meldungen bestätigen, datz in Galizien und in den Karpathen die östcrreichisch-ungarifchen Truppen sich in stetem Fvrtschveiten befinden. Ans ittrga- 51 1. 237 Neu« Tageszeitung. Freitag. Len 8. Oktober 1814 CeHe 8 ffches Gebiet vorgedrungene Russen wurden unter großen Verlusten zurückgewiesen. Auch die Angriffe aus die Fest- ng Przcmysl sind an der tapferen Verteidigung gescheitert. Verlast eines Torpedobootes. Berlin, 8. Ott. Wie die Abendblätter melden, ist am Oktober, nachmittags das Torpedoboot S 116 während des 6orpostendienstes in der Nordsee durch einen Torepdoschuß ei- rcs englischen Unterseebootes verloren gegangen. Fast die inze Besatzung konnte gerettet werden. Unsere Kriegsanleihe. Berlin, 8. Okt. Das Ergebnis aus die Zeichnung der triegsanleihen lägt sich nunmehr im einzelnen iiber- ehen. Die Eesamtzeichnung von 4 ICO 701 400 Mark besteht :us 1 177 235 Einzelzeichnungen, hiervon entsagen aus Ein- -lbeträge von 100 bis 2000 Marl 020 000 Zeichnungen mit ei- ,er Summe von 733 775 400 Mark, aus Eiuzelbetrage von 2100 ii <3 20 000 Mark 233 342 Zeichnungen mit einer Summe von 1336 738 700 Mark, der Rest besteht aus Zeichnungen von über 10 000 Mark. Das deutsche Volk wird ans diesen Zisseru mit sreude ersehen, wie dse Zeichnungen aus alle Schichten der Bevölkerung gleichmäßig verteilt sind, wie Arm und Reich, seien nach seinen Kräften. dazu beigetragcn haben, den überaus iänzcnden Erfolg der Kriegsanleihen zustande zu bringen, die baren Einzahlungen aus die Kriegsanleihen haben nach ;n bis heute Vormittag vorliegenden Nachweisungen den Bc- rag von 2 420 Millionen Mark erreicht. Das sind 54.2» Prozent der gezeichneten Summe und 630 Millionen Mark oder 1.26 Prozent mehr als bis zum 5. Oktober fällig waren. Tat- ächlich sind die cingczahlten Beträge noch höher, weil von eiern Teil der cntscrntcr gelegenen Rcichsbankanstaltcn die 'usgaben noch nicht in Berlin eingetrossen sind. Es durfte ics die größte Zahlung sein, die jemals von einem Bolle ..- so kurzer Zeit geleistet worden ist. Der wahre .Held des Krieges. Rom, 8. Okt. „Eiornale d'Ftalia" schreibt -n dem heuigen Situationsbcricht u. a .1 Ganz gewiß ist der Eeneral- ücrst v. Kluck der wahre Held des Krieges, weil ihm die hwcrstc Ausgabe anvertraut wurde und er cs verstand, lle mit iner Geschicklichkeit und Genialität zu lösen, die auch die 'rinde anerkennen. Tatsächlich ist cs ihm gelungen, der von überlegenen seindlichen Kräften umzingelt werden sollte, vor- estcrn selbst den Feind mit Umzingelung zu bedrohen und ihn u zwinge», an verschiedenen Punkten zuriickzugehcn. General -cssre eilte sosort herbei, um die Sache wieder gut zu machen. Gestern wurde das Gleichgewicht wieder hergcitcllt. Es ist 'der noch nicht gesagt ,daß der deutsche tapfere Eeucral rffcht och Chailccn habe, uni die Sicherheit des ihm gegenüberst.chen- -en jranzösischen Heeres in Frage zu stellen. Bor der ("t>ai>ullibcralen Partei an und stand tni 4.0. Lc- enssuhae. Aiirl!:ciir.ui>y kr tmildifn Kristiania, 7. Okt. Der norwegische Schrifistcller lalrnar Ehristcnsen schreibt im ..Morgeabledet": Fragt an nach den Ursachen, wie die Tentsche» so gewaltige Taten iisiährcn tonnten, wie sic sie ii, dielen Tagen tatsächlich „us- .siihrt Hobe», so muß man vor allen Dingen ihre glänzende »ministrati«» nennen, die militärisch..-, wie die zivile. Feder !onn und jedes Ding steht aus seinen, Platz. Jeder kennt p Amt und die Lerantworiuiig. Feder weiß, wer zu bcfeh- ii und wer zu gehorchei, hat. Keiner hat Furcht, gegebenen S die eigene Mackst zu gebrauchen. Wenn es darauf an- -i'Mt. tann er auf eigene Faust Handel». Disziplin, Tückitig- ■! und Sandeln gehen zusammen. Dies ist selbstverständlich 10 Ergebnis vicijähriger N-bung. Die Maschinerie ist griind-. h geprüft: die Menjchen habe» es gelernt, strenge Anfordcr ngcn an sich zu stellen. (Oyfcrfinn der SBiv haben Gelegenheit gehabt, Ern sicht ,n eine Karte dressiert an K. Hanb-Eck;:,, nehmen, worin ihn,.seine echwester, in San Francisco wohnhaft, die Mittdilnig wcht. daß von den Tcutsckien daselbst über 200,000 Dollar gleich 840,000 Mk.j für das Rote Kreuz geiamm.-ll worden Wer dcu Opfers,n» unserer Deutsch-Amerikaner kennt ird icher eine solche Tatsache nicht sonderlich erstaunt sein, -tcr Amerikaner nimmt mit der einen Hand alles, mit der rnderii gibt er auch wieder aus. Das Geld hat tür ihn 'irr einen gewisse» idealen Wert. Es wild manchmal als berichiissige's Material betrachtet. Ter Eiiipsänger der karte hat es sich angelegen sei» lassen, als der erste Nest, ckwei kam „Wir wissen und hören nichts" feine Landsi-ile rubt-n, wo ein ganzes Stück Rieder-Weisel steckt, durch 'riefe und Zeitungen via Rotterdau, über die KriegKeretg- nsse aus dein Lausenden zu halten. Das Dentschtii», im usland hat sich ii, diesem Falle deinjenigen unseres enge- •'* Vatcilandes ivürdio oezeig!. Auch Portugal. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, schickt sich nu,»»ehr auch das verlumpte Portugal, das in gänzlicher Abhängigkeit von England steht, an, uns den Krieg zu erklären. Das werden wir auch noch ertragen! Ans Frankreich. Französische Furcht vor dcu, Kricgswintcr. Der „Vos- sischcn Zeitung" wird von einem Mitarbeiter, der in den letzten Wochen das Kcnnpfgcbiet zwischen Marne und Oise hinter der französischen Front bereisen konnte, geschildert, wie der kommende Winter für die Franzosen ein noch weit schliminerer Feind sei, als die Bedrängnis durch die Deutschen. Er schreibt dem Blatte u. a.: „Wenn cs zu einem Wintcrfeldzug kommt, dann tritt ein Zustand in Frankreich ein, in dem die Deutschen gar nicht mal notwendig haben anzugreifen. Denn Frankreich ist schon zu Beginn des Herbstes so total erschöpft- das; es einen Kciegswinter aus keinen Fall überleben kann. Das sage iticht ich allein, das sagen alle Franzosen, die bon heute ans morgen sehen können. Ter Einbruch der Deutschen hat über 13 Millionen Franzosen chaotisch durcheinander gewirbelt. Diese 13 Millionen befinden sich auf einem fortwährenden Uiiizng, ohne Rast, ohne feste Nahrung, ohne zeitgemäße Kleidung, in einer seelischeil Vcrk.rssana, die aus- zudrücken cs an Worten fehlt. Ein in Permanenz erklärtes Nomadenleben können nicht 10 Prozent von den genannten 13 Millionen bei Einbruch der rauhen Witterung ertragen. Sie müssen sterben und verderben; denn so -etwas wie eine Organisation für die Hebung der Not dieser 13 Millionen ist nirgends zu entdecken. . . . Für eine Wintertampagne ist aber auch das Heer absolut nicht vorbereitet. Die Lebensmittel könnten da sein, loenn die Verbindungen mit den Häsen auch nur einigermaßen funktionieren würden. In deu Häsen alles spottbillig, das ntciste an Früchten und Lebensmitteln der Der- wes,mg und Vernichtung preisgegeben, im Innern des Landes aber, im Herzen von Frankreich, Teuerung, Hungersnot. In der Desorganisation im Eisenbahnbetrieb feiert man wahre Orgien. Auch die Verwaltungen der Militärmagazine sind mit ihrem Latein zu Ende. Die letzteren können nicht nachgcfüllt werden. Irgendwo stockt die Maschinerie in dem gewaltigen Betriebe für d>e Versorgung und Munitianierung des Millionen!,ee-rcs. Jeder weiß es, daß es stockt. Jeder sucht nach Abhilfe. Der eine macht den anderen verantwortlich. Man streitet, schimpft- Mit dem einzigen sichtbaren Resultat: das Chaos wird von Tag zu Tag größer, verhängnisvoller, katostrophaler. An Uniformen hat es ja schon zu Beginn des Krieges gefehlt. Hunderttausende von Reservisten komrten gar nicht oder nicht rechtzeitig „eingekleidct" werden. An den Winter aber hat man offenbar überhaupt nicht gedacht. Und schon machen sich warilcndc Stunnien wegen des zusehends größer, werdenden Mangels- an Munition bemerkbar . . Pom Äalkan. Der Aufstand in Mazedonien. Sofia, 8. Okt. lieber die Kämpfe i» Mazedonien wird weiter berichtet: Am 2. Oltobcr fand bei dem Orte Eradctz ii» Kreise Titwcsch ein heftiger Kampf zwischen einer Anzahl eingeborener bewafsueter Muselmanen, die iiisolge der Bedrückung durch die Serben in das Gebirge flüchteten, und eurer Bande des berüch- tigrcn serbischen Komitatjchis Babunski statt. Der Kamps dauerte einen Tag. 20 Mann der Bande, darunter der Führer, sielen. Die Türken hatten einen Toten und drei Berwundetc. Seitdem führten die serbischen Truppen und Komitatschis eine Schrecke ii sh crrschast in den bulgarischen Dörfern der Umgebung von Eradetz. Sofia, 8. Okr. Die Blätter melden aus Strumiha, daß drei bulgarische Dörfer im Gebiet Tikwesch zerstört und deren Bewohner getötet worden seien. Der Ortsältcste des Dorfes Koreschnik sei samt dem Ecmcinderat ebenfalls erschlagen worden. Ter Kreispräsckt von Rcgotin habe allen Bauern im Gebiet von Tikwesch neue Zwangssteuern auserlcgt. di? pro Kops 5—500 Frs. betragen. Aus Serbien. S a l o n i 1, 8. Okt. Die bisher von den Serben in Ecwgcli gesangc» gehaltene» deutschen Landwirte sind sreigclassc» worden; sic sind in Salonik e.nge- trofsen. Rumäniens Neutralität. Wie die „Morning Post" aus Rem erfährt, ist Basil Missir, Präsident des rumänischen Senats, mit einem politischen Auftrag in Berlin angekom- ine'i. Er hat dort, wie der „Ricuwe Rotterdamsche Courant" initteilt, dem V.-rtrcter des rumänischen Blattes „Ovinia" ein Interview gemährt, in dem er erklärte, Rumänien werde neutral dl.-ibc». Die Erregung der Bularcfter Zeitungen »egen Dciitsihlaiid l-.iid Oesterreich seien von untergeordneter Bedeutung. Die liberale Regierung lasse sich nicht leiten von einer mit russischem Geld beeinflußten Presse. Die Regierung werde die Entschließungen fassen, die für das Land die i-chti- gen seien. Der große Ausschwiiiig des Handels und der Fudu- strie Rumäniens feien allein dem dcntschen und österreichischen Kaiptal zu danken. Bon Rußland habe Rnniänien noch keinen Pfennig bekommen und auch nichts zu erwarten. Ailb btt Ulrli ilfO iühiül'j. Ke!» llltimaiuui an die Türkei. Wie», 8. Ott. Die Nachricht, Lag die Dreiverbände an die Türkei »vegen der Dar d. nellcnspcrre ein Ultimatum gestellt hätten, ist, wie die .Reichspost" meldet, unrichtig. Es eiitsprjcht vielmehr den Tatiachcn, daß vie Engländer die Türkei zuerst mit Bersprech- "vgen dann aber mit Drohungen dcsiiniincn wollten, eine dem Drcivxrband genehmere Haltung einzunebmen. Wie dl? d?r Pforte nahestcheirdcn Kreise versichern, haben die englischen Miitcl keinerlei Erfolg gehabt. Es gibt keinen Druck, dem die Türkei weichen könnte. Bia» weiß hier vielmehr ganz ge- nau, daß England jeder offenen Zwietracht mit der Türkei aus lern Wege gehen möchte, da cs heute zu schwach ist, uw. den Kamps gegen 8as Kalifat aufznnehmen. Der heiße englische Wunsch »ach der Dcmobllificrung wird von der Türkei nicht erfüllt. Der „Temps" droht Len Türken. Das amtliche Organ der französtschen Regierung beschäftigt sich in seiner Nummer nem, 1 Oktober mit dem Verhakten der Türkei -während der lehrten Zeit. Die Verbündeten hätten jetzt freilich anderes ZU tun als sich mit der Türkei auseinanderznsctzcn. Allein es mär, nneiltschuldbai, die führenden Krcsic in Konstantinopel an! nur einen Augenblick in dem Glauben zu lassen, daß das gefährliche Spiel für das Reich der Osmanen eine» »och jo kleinen Erfolg verspreche. Nachdem das Blatt aussiihrt. wie sehr es die Türken in den letzten Zeiten an loyaler Poliffk de» Ententemächten gegenüber fehlen ließen, faßt es seinen Groll in die Drohung zusammen: „Wir beabsichtigen sür heute nicht, die Krisis zu beschleunigen. Aber man soll daraus in Konllan- tinopcl nicht den törichten Schluß ziehen, daß die Regelung der Rechnungen damit ausgehoben sei. Rur aufgeschoben." — .Man lann cs ruhig den Türken überlassen, diese ohnmächtigen Droh ungen, die ein Zeugnis der Schwäche darstellcn, mit »men orientalischen Lächeln zu quittieren. krlüiiiriina drr währknd dkg smkM Der Kaiser hat folgende Kablncltsorder erlassen: Auf den Mir gehaltenen Vortrag bestimme Fch sür di« Dauer des mobilen Zustandes: 1) Abweichend von den Bestimmungen der Hcerordnung dürfen Osfizicraspirantcn (8 17,6 Heerordnungj und ehemalige Lffizicraspiranten (§ 46,10 Heerordnungj des Beurlaubten-, ftanbes, die mobilen Truppenteilen angehören, im Falls der Geeignetheit und nach erfolgter Wahl durch das Offizierlorps des Truppenteils (8 47,2 Hecordnungj jederzeit zum Rcicrve- oder Landwehroffizier vorgcjchlagcn werden, wenn sie der Dienstgrad eines Fähnrichs, Feldwebels oder Bizeseldwebels Wachtmeffters oder Btzewachtmeifters erreicht haben. Erachtet der Truppenkonnnandeur die bürgerlichen oder sonstigen Verhältnisse des zur Beförderung zum Offizier Borgeschlagenen sür genügend geklärt, so kann er von der Einfordcrung des im § 47,10 Hcerordnung vorgcfchriebenen Zeugnisses des Bezirks- kommairdeurs absehen. 2) Einjährig-Freiwillige, die sich bei Ausbruch des Krieges noch im Dienst befanden, sowie die nach diesem Zeitpo-atl eingestellten Krtegssreiwilligen und Mannschaften die die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst besitzen, dürfen, sofern sie mobile» Truppenteilen angehören, schon vor den im 8 20,4, Sa und b Heerordnung festgesetzten Fristen befördert und zu Osfizieraspiranten des Bcurlaubtenstandes ernannt werden. Wegen des Vorschlages zum Reserve- und Landwehr- ofstzier gilt das unter Zifser 1 Genannte. 3) Unteroffiziere und Mannslbaften, die sich vor dem Feind auszerchncn, dürfen, sofern sie dem Beurlaubtenstand angehö- ren. zum Reserve- oder Landwehroffizier, sofern sie dem Friedenshand angehören, zum Offizier des aktiven Dienststandes vo.gcschlvgcn werden. Voraussetzung hierfür »st die Erreichung des Dienstgrades eines Feldwebels, Wachtmeisters, Bizefeld- webcls oder Vtzewachtmetsterr. Eine Beförderung dieser Unteroffiziere und Mannschaptcn zu Fähnrichen kommt nicht in Betracht. Den Vorschlägen zur Beförderung von Unteroffizieren des aktiven Dienstgrades zu Leutnants hat wie bei den vorzusthla- gcnden Fähnrichen die Wahl des Offizierlorps vorauszua.chcn. Bei den Unteroffizieren und Mannschaften des Beuicaub- tenftandes kann der Truppcntommandeur von der Eiifforde rvng des im 8 47,10 Heerordnung vorgesehenen Zeugnisses des Bczirkskommandcurs absehen, wenn er die bürgerlichen und sonstigen Verhältnisse für genügend geklärt erachtet. 4) Die Vorschläge zur Beförderung zum Offizier nach den vorstehenden Ziffern 1 bis 3 sind Mir durch die kommandierenden Generäle für die ihnen unterstellten Truppenteile aller Massen vorzulegcn. Im übrigen ist nach § 90 Mobilmachungsplan zu verfahre». Ich will gestatten, daß diese Borschläge in einfachster Form — auch nie Meldelartc — unter Angabe des Namens des Borgeschlagenen, Truppenteils, Dienstgrades und einer kurzen Begründung gemacht werden. Die Wahl zum Offizier des aktiven Dicnststandes kann in vercinsachter Form derart erfolgen, daß der Kommandeur die erreichbaren Teile des Ossizicrkorps befragt und deren Einverständnis meldet, Wahlvcrhandlungen der sonst üblichen Art aber nicht vorgelegt werden. Wird der Vorschlag von dem Kommandeur eines nur für das mobile Verhältnis bestehenden Truppenteiles oder einer solchen Formation vorgelegt, so ist von diesem vorher das Einverständnis de» Kommandeur», und auch des Offizrerkorps des Fricdenstruppentcils einzuho- lcn, von dem die Abgabe des betreffenden Unteroffiziers er- solgt ist. Hierüber ist bei dem Vorschlag zu melden. Das Kriegsminiftcrium hat das Weitere zu veranlaßen. Großes Hauptquartier, den lg. September 1814. Wilhelm An das Kricgsiiiinisterium. von Falkenhaqn Barbaren. In allen Blättern der Welt, soweit sie dem Einfluß uns» rer Feinde zugänglich sind, erscheinen schon seit Beginn der Krieges Artikel, welche die Deutschen als Barbaren hinstcllen. Namentlich mäste» Werke der Kunst, hauptsächlich Kunstbauten, Rathäuser. Kirchen usw. dazu hcrhalten, um den deutschen Namen zu vcrunglimpsen und über die Beschädigungen an der Kathedrale zu Reims, welche gar nicht so dedeuteild sein sollen, sind schon «ine Flut von Anschuldigungen gegen das deutsche Heer gedruckt worden. Die Kunsthistoriker aller UN» feindlichen und auch neutralen Staaten lassen Artikel los und erheben Einspruch gegen den deutschen Barbarismur. Wenn man diese ganze Entrüstung objektiv beu«teilt, ist die Sache nicht halb !n schlimm und eiaentlich aor keiner Tr-, Seite 3 v. m widerung weit. Datz selbst im Kriege der Feind Kunstbauten zu schonen hat. ist selbstverständlich, aber doch nur insoweit sie nicht zur Dertcidigungs- oder Angriftszwecken benutzt werden und, wie in vielen Fällen erwiesen, nicht zur Einrichtung non Beobachtungspostcn dienen. Ist dieses aber der Fall, dann er- iordcrt -bei Trieb der Selbsterhaltung, Latz derartige Mitzstände kurzer Hand mit deutschen Erauaten beseitigt werden, den» das Leben unserer Sohne, Brüder und Väter steht uns höher im Werte als irgend ein Bauwerk und die Herren Kunsthistoriker des In- und Auslandes mögen bedenken, datz die siezreiche Durchführung des eben tobenden Weltkrieges für das Deutsche Reich eine viele grötzere Kunst erfordert, als die Renovierung der in einigen Teilen beschädigten Kathedrale zu Reims. Auf dem töniglichen Schlotz in Antwerpen weht z. Zt. eine Fahne, welche cs als Kunstbau bezeichnet. Gewiß ist cs ein solcher und wird geschont werden; wie aber, wenn das Schlotz ZU militärischen Zwecken gegen die Belagerer benutzt und schließlich ans der Schlotzrampe Kanonen ausgestellt werden? Dann mutz eben Schonung aushören und eine Beschietzung cinsetzcn. Auch im siebziger Feldzug machten sich sentimentale Stimmen geltend und rieten, um den ehrwürdigen Münstcrturm zu schonen, von der Beschietzung der Festung Stratzburg ab. Selbstverständlich ist er geschont worden, aber den schwachmütigen Leuten gegenüber forderte damals ein deutscher Dichter' „Latzt stiegen eure Ballen lind richtet euer Rohr, In Trümmer mag er fallen, Steigt Deutschland neu empor!" Dabei war aber der Strahburger Dom das Werk Erwin ron Siel,ibachs, eines deutschen Meisters. lloolfurlt, rin „krtuil- PfutlriilnnK'. Wie könne ist es ber. datz Herr Roosevelt in Berlin gefeiert wurde ? wie ihm eine deutsche Hochschule den Doktorhut verliehen hat. Gewiß, man sah in ihm den Vertreter des ganzen amerikanischen Volkes, aber während die Präsidenten in der Regel ihre Pcrsönlichlcit hinter ihrem Amte zurülkrreten küssen, war er durch und durch Persönlichkeit. Allerdings mit einem starken Zug ins Eroteste. Damals hatte er den Grpssl des Komischen allerdings noch nicht erreicht, das war erst, als er dieses Jahr in Brasilien einen Fluß entdeckte, der schon in jedem Lchulatlas sicht. Er kam aus Afrika, wo er sich nur als gewaltiger Jäger betätigt hatte und besuchte die Hauptstädte Europas, überall mit Ehren überhäuft und überall Re- Sen haltend, die nicht immer taktvoll waren. So, wciin er den Engländern ihre Mißwirtschaft in Aegypten varhielt. Rur Deutschland imponierte ihm. Schon -ehe er Präsident wurde, hatte er sich bernüht, den Ehrgeiz der Amerikaner aus höhere Ziele als Dollarjagd und Sportrekorde hinzuwciscn. Damals erschien ihm Deutschland als Ideal, -aus ihn geht ja auch die Einrichtung der Austauschvrofessoren zurück. Und nun satzte er ieine Meinung über den Krieg in die Worte zusammen! „Ein Friede, der den Militarismus bekräftigt, wird wenig Wert haben." Und unter dem Staat, der den Militarismus hoch hält, versteht nian das Deutfck>c Reich. Mr. Roosevelt hätte noch hinzusügen können, wie er als Präsident feiner Zeit Lurch Vertragsbruch, Bestechung -und t»e- watt den Staat Pananra schuf, uni von diesem das Gelände zum Kanalbau zu erhalten und zu beherrschen. Das wäre doch sür ihn gerade jetzt, wo der Kanal fahrbar ist, eine interesiantc Reminiszenz gewesen, um so mehr, als der jetzige Präsident Wilson often das schwere Unrecht cingestandcn hat, welches Rnoseoekt damals dem Staate Columbien getan hat. Wie Rcckäsbriiche und Vergewaltigung schwächerer Staaten aus- -fehen und inszeniert werden, weitz Mr. Roosevelt mithin aus eigener Erfahrung am allerbesten. Und deshalb weitz er ebenso genau, datz das Deutsche Reich Belgien gegenüber nichts begangen bat, was einem Rechtsbruche auch nur ähnlich sieht. Im übrigen sind wir durch Roosevcfts jetzige Haltung keineswegs „enttäuscht" und sind sehr unschuldig daran, datz >r in Deu8chlant> für etwas anderes gehalten worden ist, als für ein "--s. listiges Grotzmaull An« der Keimst. * Friedberg, v Oft. Verein ehemaliger Ilster. Die Mititlieder nnn- Verein ckhomckliger Leibgardisten, werden ----beten zu einer Befftrechmig sich Snmftag Abend den 10. O'tober, 0 Nhr am Verornslvkal hei Gastwirt Zoll im „Ratskeller" reckt znstlreick eftizrrfinden. * Frievberg, fl. Oft. Die ftanzösischen Gefangenen dürfen lest dem 1. Oktober an ihre 'Angehörigen Mitteilungen getan ,en lnsicn, die natürlich dem Zensor nnterstehcn, Elcktrijchr Beleuchtung auf dem Lande. In jetziger Krrcgs- zeft ist die Sefchnffung von Petroleum schwierig und kann unter Umständen ganz unterbunden werden, Kohlen für die Er- zw-oung ri-kn-'ichci Energie find jedoch genügend vorhanden: es ffl deshalb -vorteilhaft, elektrisches Licht zu brennen, welches nicht nur dcyuemor rmd schöner, sondern bei gleillM Kerzen stärke wejentlich billiger als Petroleumlicht ist. Hierzu kommt noch, datz für Petroleum das deutsche Geld in's Ausland wandert, da Petroleum bekanntlich vom Auslande bezogen werden mutz. Es liegt daher besonders in jetziger Zeit auch im oolks- anrifchästkichcn Iuterefjc, das Geld in Deutfchland zu behalten und für deutsche Erzeugnisse arnznlegen, umsomehr als für gleiche Ausgaben erhebliche Poricil« geboten werden. Es kann daher nur angeratcn werden! Bronirt auf dem Lands, wo ?ch Gelegenheit lnetet, elektrisches Licht! * Bruchenbrücken, ‘fl. Ott. Bor etwa 3 Wochen wurden tstei für das Landsturm-Bataillon Friedbcrg, z. Zt. in Mar- kirch, 302 Pakete Tabak, 30 Pakete Zigaretten, 3 Kisten Z-.gar re», Schokolade, 4 Körbe Dörrfleisch, Speck und Wurst, sowie 12 Cai b Brot gesammelt und durch dir Herren Bürgermeister Kling, Lehrer Walther und Polrzoidiencr Hartmaun an der Lxrmmelstckve des Roten Kreuzes in Friedboig obgeliefert. Durch genannte Herren wurden heute wiederum 100 Pakete Tubek, kl Pakchen Zigaretten, 383 Zigarren, 30 Tafeln Schokolade. 38 Paar Unterhofen, -A3 Hemde», 60 Paar Strümpfe, [13 Pulswärmer, 1 Paar Handschuhe, 3 Paar Kniewärmer. 4 R«»« Tageszeitung. Freitag, de« ». Oktober ist«. Leibbinden, 2 Wämse, 1 Pack altes Leinen, 44 Pani Fußlappen, 14 Taschentücher, 2 Halstücher, 3 Bettüberzüge, 12 Handtücher, 5 Bettücher, 13 Unterjacken, 1 Korb Wurst und Dörrfleisch und 24 Laib Brot für das Referve-Jnfanterie-Regiment Nr. 110 und 108 gesammelt und abgclicjert. * Gießen, fl. Olt. Ter in den Kämpfen gegen Engländer und Franzosen in Kamerun gefallene kaiserliche Bezirksanft- mann in Dschang (Kamerun), Emil Rausch, ist ein Sah» des Geheimen Schulrats Dr. Rausch in Eictzen. Reiche Spende. In Alton im Staate Illinois (Nordamerika), wo eine Anzahl Auswanderer aus Oberhesicn eins neue Heimat gefunden haben, haben diese und ihre dortigen Ange- höriaen 3000 Dollars für die deutschen Krieger gesammelt. * Frankfurt o. 91., 9. Ott. Das Eiserne Kreuz Erster Kl. erhielt der Kommandeur der 7. Division. Eeneralleuinant Riedel, früher LeuNiaut und öautpmnnn im Infanterie Regiment Nr. 81, sodann Kommandeur des Infanterie-Regiments Nr. 168 in Ossenbach a. M. und daraus Kommandeur der 41. In- sautcric-Brigadc in Mainz. * Frankfurt a. 91., 8. Olt. Aus dem heutigen Hauptkälbermarkt stiegen die Kälbcrprcisc um 4- 11 Pfg. im Pfund gegen die geitrigen Preise. Es kosteten feinste Mastkälber und mittlere Mast- und beste Saugkälber 1t3—117 Pfg. pro Pfund Schlachtgewicht gegen 107—113 bczw. 102—107 Psg. Das Schlachtverbot von leichten Kälbern ist an diesen Prellen schuld. Bald kann man, wie Metzger äutzcrn, von den Kälbern keine Notiz mehr nehmen. — Sie werden Delikateste! F. (5. Frankfurt a. M„ 8. Okt. 4000 Mark für die in Not geratenen Landwirte in Ostpreußen beschloß in seiner gestrigen Sitzung der „Klnb für Landwirte in Frankfnrt a. M." unter Vorsitz des Oekonomierats Hoffmann-Hof-Gnll (Obe,-dessen) zu stiften. * Bon der Hasenjagd. Die Hajenjagd ist dieses Jahr, wie uns vom Main, van der Lahn, aus dem Ried, der Wetteiau dem Taunus und dem Vogclsbcrg berichtet wird, flau, so datz im Intcrcsie der Erhaltung dieses Wildstandes wenige vom Geschlecht Meister Lampcs abgcschasicn werden sollten. Gut märe es gewesen, wenn der Gouverneur von Mainz, sein Jaod- verbot aufrecht erhalten hätte und die anderen matzgcbcnden inilitärischcn Behörden Mainaufwörts dem nachgefolgt wären. Vor allen, fehlen die „Drciläuser", die durch anhaltendes feuchtes Wetter zu Grunde gegangen und auf schweren Ackerboden gesetzt wurde». In Gemarkungen mit mfttlcrcm und trichiem Ackerboden ist der Schaden nicht so grotz. Hessen-Nassau. * %. Oberursel, fl. Okt. In dem Hause des Herrn Gg. Hei- bert in der Altkunigsstiatzc wurde ein frecher Einbruch versucht. Der Dieb hatte die eine Hälfte des Hostores ausgehängt und versuckste durch das Abortscnstcr in das Haus einzudrülgen. Durch das Geräusch wurde der Hausherr geweckt und kam heraus. woraus der Einbrecher schleunigst den Rückzug durch das Fenster antrat. Der Hausherr setzte ihm nach, konnte ihn aber leider bei der herrschenden Dunkelheit — cs war frühmorgens gegen 3 Ahr — Vicht erreichen. Er sah jedoch, datz der Spitzbube im Hof sich mit einem großen Sack belud und damit Reißaus nahm! als er jedoch merkte, daß er verfolgt wurde, ließ er den Sack, der ihm bei seiner eiligen Flucht hinderlich war, fallen und verschwand in der Dunkelheit. Als man den Sack öfs- nere, fand man darin mehrere Flaschen Champagner, Weine Liköre und Steinhäger. Zum Teil waren die Flaschen bei dem Fall in Scherbe» gegangen und das edle Ratz ergoß sich über den Weg. Aus welchem Keller dieser Vorrat stammt, konnte bis jetzt noch nicht sestgestellt werden. Daß der Dieb leinen schlechten Geschmack an den Tag legte, bewies die gute Auswahl der Getränke. Man ist ihm übrigens schon aus der Spur. * Wiesbaden, fl. Okt, Die Relruteu des 1t. Armcclorps (Kurhcsscn, Kreis Biedenkopf und Thüringen) mutzen in der Zeit vom 14.—10. Oktober d. I. zu ihren Truppenteilen ein- rücken. F. (5. Wiesbaden, 8. Okt. Das 30. Reservc-Pionier-B.it. das in, nahen Erbcnheim aufgestellt und seit Wochu, dort lag, ist heute um 1 Uhr mittags auf dem hiesigen Haupt - bahuhof verladen und mit Sonderzug über Coblenz nach dem westlickeu Kriegsschauplatz befördert worden. — * FC. Biebrich a. Rh., 5. Okt.„Hindcnburgstraße" soll Don nun an die .Llepselallee" heißen laut Magistrats beschluß. F. C. Vom Rhein, 8. Okt. Gestern Abend konnte man mehrfach große Züge Wildgänse auf dem Fluge nach dem Süden beobachten. Ein Zeichen, daß der Winter vor der Türe steht. Zeigte doch in der vergangenen Nacht das Thermometer 0 Grad, an dem Winde ausgesetztcn Stellen jogar —1 Grad. * Limburg, fl. Okt. Dem Pallottincr-Bruder aus dem Misstonshause i» Limburg, Schütz, bei der Maschincngewehr- Kompagnic I. nassauischen Jnjanterie-Regiments Rr. 87 in Mainz wurde das Eiserne Kreuz als erstem der Kompagnie verliehen. Aus dem Spesiart, fl. Olt. Im Hinterspesiart, vor allem im Order Reisig schreien die Hirsche. Die Jagdbeständcr ge- »annten Bezirks, des Herrenhaus»,itglied Walter vom Rath und Iustjzrat Dr. Schmidt-Polex, beide aus Franksurt a. M„ haben bereits mehrere kapitale Stücke Rotwild zur Strecke gebracht, die fie zu Gunsten des Roten Kreuzes verwenden wollen. * Kletnheubach a. 91., 9. Okt. Die Fürstin zu Löwenstein- Werlheim Rofenderg aus Schlotz Kleinheubach hat sür verwundete und erkrankte Vaterlandsoerteidiger 20 M0 ,8 gestiftet. Starkenburg. F. C. Tarmstadt, 8. Okt. (Liebesgabe,, jür die Grotzh. Hessische 25. Division.) Der Landgraf Chlodwig von Hessen der den Feldzug bei dem Stabe der Großhcrzoglich-Hess,- schcn 25. Division aus dein westlicksen Kriegsschauplatz mit- inackt, bittet sür die Division um größere Mengen Liebes- gaben. Die Sendungen sind zu richten an die Landgraf,ich Hessische Rentkammer zu Herleshansen. Nicht gewünscht werden schwarze (dunkle) Handschiche und Pulswärmer. Schwarze Handschuhe und Pulswärnirr sollen an die Truppen ins Feld nicht geschickt werden, da diese dem Feinde als gutes Ziel dienen und sofort zahlreiche Verwundungen an der Hand im Gefolge haben. Man verwende vielmehl feldgraue Strickwolle, znm mindesten solche in möglichsl deckender Farbe. * Darmstadt. 8. Oft. Ein weiterer pan der Grobherzogin veranstalteter Licbesgabcnzug für unsere Kümpser in Feindesland ging gestern vormittag vom hiesigen Hauptbahnhof an Ue Grenze ab. Er wurde geleitet von dem Fürsten Erbach Schönberg. der auch den ersten Zug mit Geschick geführt hat und enthielt neun voll bepackte Automobile, sowie einige Eisenbahn- gütcrwagcn, alle mit Liebesgaben aller Act, insbesondere Win- tcrwallwaren, llntcrzeuge, Zigarren, Schokolade und samtig» Lebensmittel aller Art. Rach der Ankunft aus der Etappen slation werden die Autos versuchen, möglichst nahe an die hej fischen Regimenter hcranzukommcn. Die Grotzherzogin wo, Mil Gefolge selbst zur Verabschiedung an Bahnhof erschienen. * Darmstadt, 8. Okt. Die aus dem hiesigen Hauptbahnho! unter dem Protektorat der Grotzherzogin errichtete Verbands und Erfrischungsstation sür Berivundetc hat bisher an einzelnen Tagen bis zu 4000 verwundete „nd erkrankte Personen verpflegt und erfrischt. Autzerordentlich groß ist die Zahl der neu hcrgestellten Verbände. Außer einer großen Dampskochanlagc. welche die Firma Röder dahier lostensrci zur Verfügung gestellt bat und welche 3 mächtige Kochkessel mit je 400—000 Liter enthält, ist eine vollständige ärztliche Station mit Operationsraum usw. eingerichtet. Die Gcschäjtslcitung, die eine sehr nm- sangreichc Tätigkeit zu entfalten hat, wird ehrenamtlich geführt. Etwa 150 Damen aus hiesigen Familien haben den sehr anstrengenden, abwechselnd Tag und Nacht notwendigen Bahnhofsdienst als Pflegerinnen, oder als Hilfsschweflern übernommen. Die srciwillige Sanitätskolonne stellt täglich eine sehr große Zahl ihrer Mitglieder zum Bahndienst. * Darmstadt, 7. Okt. lieber 350 sranzösische Gefangene sind IN der Nacht zum 3. Oktober wieder hier cingctrosfen und aus dem Gricsheimer Trupepuäbuugsplatz untergrbra!,: worden, üur Zeit werden bekanntlich neue Holzbaracken für etwa 10 000 Mann dieser Ausländer hier hcrgerichtet. Zum Teil werde» die Gefangenen besonders bei den Erdarbciten beschäftigt. Doch ha! die Kommandantur jetzt schärfere Bestimmungen erlassen, da sehr viele Franzose» sich morgens zu den Arbeiten herandrängten, ohne etwas besonderes zu leisten, anMilich unter der Angabe dazu befohlen zu sein bei den Zimmerern und anderen Handwerkern herumtriebe,,. Intcresiant ist hierbei zu beobachten, wie der einzige, aus dem hiesigen Platz befindliche Engländer, übrigens ein baumlanger, schlanker Schottländer, van seinen französischen „Bundeskamoraden" behandelt wird. Bei den Erdbewegungsarbeiten wird er in den Karren gespannt und mutz die Hautplast ziehe». Die französischen Kameraden machen es sich bequem. Bei dem Abholen des Etzens wird er von den meist sehr hungrige» Franzoseu ständig zur Seite geschoben und es ist ihm schon vorgckommen, daß er, obwohl er als einer der eisten antrat, erst als letzter feinen An teil erhielt. Eine» starken Appetit entwickelt auch einer der in de,„ Lager befindlichen Turlos, von hoher, kräftiger Gestalt. Er versucht cs auf alle Art, sich möglichst zwei oder die, Portionen zu vcrschaftcn, mit denen er dann schleunigst in sei» Zelt verschwindet. — Ei» ganzer Eisenbahnzug, etwa 30 Wage» teils verarbeitete, teils unverarbeitete Baumwolle im Wert von über j4 Millionen Mark ist vom französischen Kriegsschauplatz hier eingetrossen und soll durch die hiesige Kriegsbeutesammelstelle verwertet werden. Boraussitlich wird die Wollte »ach außerhalb gebracht. Lüchertilch. Im Verlag der „Neuen Tageszeitung" ist erschien-in. „Zum Andenken au den iu Feindesland gefallenen Gräflich-Solms-Rödelheuntz'ckje» Kammerdirektor Herrn Ludwig Der», Haliptmann d. R. a. D. Ansprache bei der Tranerfeicr im Schloßhof zu Assenheini gehalten von Pfarrer Z a tz in a n n." — Hauptmann Den, ist als 41) jähriger Kriegsfreiwilliger ins Feld gezogen und fiel als Kompagnieführer am 25. August in den Kämpfen bei Serres. Tie zahlreichen Freunde des Dachm geschiedenen werden sich das Heftchen, das mit Derns Bild geschmückt ist, als eine Erinnerung an den trefflichen Mann gern ->n eignen. Ter Preis bcirägt nur 20 Pfg. Der Reingewinn ist fürs Rote Kreuz bestimmt. Die Schrift ist zu haben in Fricdberg i. H. bei der „Neuen Tageszeitung" »nd in der Buchhandlung von Scriba, in Assenheini bei Herrn Kammcrsekretär Leichtnam. Bestellungen von answä' wolle man auch daS Porto beifügen. Frankfurter Wetterbericht. Wolkig, vereinzelt geringe Niederschläge, T unverändert. Nordwestl. Winde. Fiir das Kote Krem Es gingen weitere Spenden ein: 1. Geld: Berichtigung: Herr Beruh. Kulb in Erotz-Karben 20 .8 stat, wie angegeben 3 .8; Herr F. Sch. 3 .8 statt wie angegeben 20 . 8 . Herr Akeoizinalrat Dr. Nebel, hier, für Unterkleider 10 ,8; F.au Musikdirektor Schmidt, hier (2. Gabe) 23 .8! Herr Otto Ulrich, hier 20 -8: Seminaristen der 1. Klasse des Lchrer-Se- niinars 3 Polizeikommisiariat in Wickstadt gesammelt 279.03 dl, Ilse und Alfred Schütz aus ihrer Sparlasse 2 -4t: Musketier Rcbescher. Verzicht aus seine Löhnung 2 <8: Herr Lehrer Christian in Ilbenstadt, Gold- und Silbersachen zur Verwei tung, Von der evangelischen Konferenz sür das Grotzh. Hessen jür verlauste Kricgspredigteu des Herrn Pros. Dr. Diehl, hier (1. Gabe) 30 .8; Herr Seminarlehrer Hoecker, hier 20 M Verantwortlich für den politischen und lokalen Steil: Otttw HirscheI, Friedberg-, für den Anzeigenteil: K. S ch in i d X, Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Taoeszoftnnv" B. G. Friedberg i. H. Nr. 237 Seite 4 Neue Tageszeitung. Freitag, den 9. Oltober 1914. Danksagung. Für die herzliche Anteilnahme bei dem großen schmerzlichen Verluste unseres einzigen hoffnungsvollen Sohnes und Bruders, der im 21. Lebensjahre am 15. September den Heldentod auf französischem Schlachtfelde starb, sagen wir allen Freunden und Bekannten unseren tiesgefühlten Dank. Bönstadt, den 8. Oktober 1914. Die trauerndeil Angehörigen: Familie Frourad Dörr. 1 Feinsten Emmenth. Schweizerkäse EdamttIahmil.RMfort, la. LimbnM ii. SanMsk, ßaiticni&trt, Frischling und Lwitskiii etc. empfiehlt S'riedrirli Michel i. 6. MnWtt iiilj ist nicht ausgeschlagen und kostet im Zentner und Einzelverkauf den gleichen Preis wie seither. Leere Salzsäcke die ganz und sauber sind werden zurllckgenommen. Salzniederlage Dem Krieger- «irid Milit^rrrercur Oder-Wöttstn-1 sagen die im Erftttz-Fandsturmbatgrllott Friedberg sowie die im Felde Gebenden Mannschasren für die Liebesgaben vom 4. Oktober ihren besten Dank. I. 31: Landsturmmann Keil. Ersah-Landsturmbotaillon Friedbcrg. Kelranntmachnng. Für diejenigen Quartierträger vom 1. Landsturm- Bataillon, welche am Montag und Mittwoch dieser Woche das Einquartierungsgeld nicht abgeholt haben, findet die Auszahlung nächsten Montag, den 12. ds. Mts. nachmittags von 2—5 Uhr statt. Es muß dringend ersucht werden an genannten Tagen die Vergütung in Empfang zu nehmen. Im Stadtteil Fauerbach werden die Beträge, wie bereits bekannt gegeben, Samstag, den 10. ds. Mts., morgens von 8 l / 2 —117, Uhr ausbezahlt. Friedberg, den 8. Qkt. 1914. Der Bürgermeister: Stahl. Friedberg, Krriserstras;e £0. Tele on 452. Futtereicheln zur Schweinemast offeriert Zpaggonweise äußerst preiswert. Offerte auf Wunsch. Heinrich Keller lohn, Narmltadt. Ernst Mttrschkl l Lpci.: Flirbc»,Llilke, Pinsel Lager in Gips-, Äreidc- sritdblrg i.K., (Trlrfon 355 Veckr«-u.öallren-irol,rrn mnifmtnm. »• «ESUST" 1111 m latüiuaren. in 6 prachtvollen Nuanren. Wir haben abzugeben solange Vorrat reicht: große Wengen In. frische Mmiilmlshiiitzkl (bestes Fabrikat einer Zuckerfabrik in hiefiger Gegend) Mit der Lieferung wird begonnen am 5. Oktober. Oktober-Lieferung ist billiger als die im November. Mit Offerten stehen wir zu Diensten. KornhausESaiftau Santo. Ein- uni) Vttiliaisgkiissstlisihnst r. 8. m. l>. S. o'rleson 245 „,,d 241». Ab Freitag, den 9. Okt. stehen neue czrosze Transporte belgischer SfruDeö Soahucijen I. 916 aal, 100 Kilo 901 f. 28.— hat abzugeben Jacobi. Saatbaustelle, Hosgut Utphe. Eine gute Fahrütth in. Frnlb ein- und zwevpännig gefahren, steht zu verlausen bei Kapeller. Kreisstraßenwart, Biffes bei Echzell. Ca. Ar. iimijirof) (Flegeloruschs und 2 Ziegeirvöcke (Soatiet) 6 V 2 Man. alt verkauft Kutlolf Hahn, Obbornhofen lOberhessen). JJriii ö Ackerpferl» brauner Wallach, 10 Jahre alt, abzugebcn wegen Nachzucht der Franz Haumann, Menlladl. Ein rein Simmentaler Zuchtbulle angelörl. 18 Man. all zu verkaufen Karl Kung, Wohndach. Jucht drs großen weißen Edelschweins. Söiwe nezuifitverBin Oberhörgern empfiehlt mehrere erstklafsige Aliiteber \i =Sauni von vorzüglicher Abstammung. darunter einige tragende geköric Stuten zum Verkauf. Sa Militärische MbereitiiW der Zillseiid währesd der Kriegszeit. Wie bekannt sollen auf höhere Anordnung die jungen Männer zwischen 16 und 20 Jahren an den einzelnen Orten zu einer Jmrgwehr zusammengeschloffen werden. Zweck der Jungwehr ist Vorbereitung für den Kriegsdienst, soweit sie ohne Waffe möglich ist. Die Teilnahme ist freiwillig, aber unter den heutigen ernsten Verhältnissen Ehrenpflicht. Unterschiede des Standes, der Partei und des Glaubens gibt es dabei nicht. Wir fordern die in Betracht kommenden jungen Leute auf, sich am LottMu;, II» Okt., Nachm. 4 Uhr |im Hof der hiesigen Turnhalle eiiigusinden. Diejenigen Herren, die sich als Führer und Mitarbeiter gemeldet haben oder sich noch zur Versiigung stellen wollen, weiden gcöclen, sich Samstag, 10. Okt. präzis '9 Uhr im Gast Hof Ellermeier am neuen Bahnhof zu einer Vorbesprechung einzufinden. Herberg. Tchocll. F t ankfurt-BsLien h e; m Er. Seestrahe Nr 11. Tele fon Taunus 97.Z0. 1, 3, 10 Dosen empsiehlt ,V- Lnh.: Fr. Karl Ott Friedberg i. g., Kailcrstr. somit Uanpenleimpapier -- - n. andere gut bewährte Sorten i!aupk»lkim. Vereine, Gemeinden gewähre bei arösterem Bezug Ikak-" d: Abgabe von Liebesgaben. Es find mehrfach 3!n!räge beim Stellvertretenden Generalkommando eingcgangen. in welchem gebeten wurde, Liebesgaben für bestimmte Truppenteile in Personenautos > nmtttel- bar in das Operationsgebiet zu befördern. Eine solche Beförderung darf bestimmungsgemäß nur durch Vermittlung der Annahmestelle des Roten Kreuzes für Liebesgaben für di« Truppen in Frankfurt a. M.. Thcaterplatz 14. erfolgen. Derartige Anträge find mithin an die genannte Stelle unmittelbar zu richten. Letztere fordert vom Generalkommando die für di« Transporte erforderlichen Benzolmcngen an. Das Veglcitperfonal der Automobile und diefe selbst müssen durch die Antragsteller zur Verfügung gestellt werden. Die Entscheidung über Geeignetheit dieses Begleitpersonals untersteht der Annahmestelle des Roten Kreuzes für Liebesgaben für die Truppen, welche auch die erforderlichen Fahrtausweise auszustcllcn hat. Das Generalkommando ocrschlt aber nicht daraus aufmerksam zu machen, daß diese Art der Beförderung von vielen Zufälligkeiten abhängt und daß keinerlei Gewähr dafür übrrno - men werden kann, daß diese Automobile über das Etappengebiet hinaus fahren dürfen. Als sicherstes Beförderungsmittel für Liebesgaben find nach wie vor die vom 28. 9. an freige- xcbenen Sendungen durch Vermittlung der Immobilen Etap- pcn-Kommandanturcn Rr. 2 in Frantfurt a. M.-Süd, Mittlerer Hasenpsad 5, und 0!r. 3 in Darmstadt. Postamt II. zu brnutze» Der kommandierende Eeneral gcz. Frtzr. o. Gall, General der Infanterie z. D. Für die Richtigleit: Schuch, Major Liebesgaben für Angehörige des Feldheeres könnüi zur Abende gelangen: 1 ) bei sämtlichen Ersatztruppenteilen des Korpsbezirks: 2) bei den immobilen Etappen-Kommandanturen: Rr. 2 Frank- i furt-Süd (Büro: Sachsenhausen, Mittlerer Hasenpfad 5) u. Rr. 3 Darmstadt (Büro: Postamt ZI); 3) bei der Abnahmestelle freiwilliger Gaben (Kriegssürsorge in Frankfurt a. M., Theaterplatz 14. Es wird erneut daraus hingewicsen. daß es nur auf diesem Wege möglich ist, mit Sicherheit der Truppe die Gabe zuzu- sühren, während keine Gewähr dasür übernommen werden kann, daß Liebesgaben aus Autos über das Etappengebiet hinaus die Truppe erreichen. Von seiten des Generalkommandos: Der Chef des Stabes: de Er a aff, Frncrrln'.'äjsr. Zentrale für Kriegsfttrjarge. Haussammlung. I. W. Sang 2.8; W.Sang.Schrein. 3.8; Wilh. Sang20 M" Frnu Marganus 1 Jl; SB. Walz 1 Jl; Wilh. Meyer 1 « 8 ; 91. Weygandt 50 Psg.; Jak. Appel 1 Jl; Karl Sauer 1 .81 Joh. Zitzmann 1 Jl; Eg. Gärtner 1 « 8 ; Mattes 1 Jl; 3. Deinhart 50 Psg.: August Sommer 1 « 8 ; Adolf Walter 1 « 8 ; Eg. Daune 2 .44; Heinrich Sang 1 « 8 ; P. Bornschein 1 Jl; Johann Lenz 1 . 8 ; Karl Billasch 1 Jl; Ludwig Hehler 1 , 8 ; Wilhelm Thomas 1 « 8 ; Adolf Reuß 1 « 8 ; Martin Dittmar 3 . 8 ; Wilh. Rupp 30 Pfg.: Rangiermeister H. Sang 2 « 8 ; Hrch. Schuhmann 1 «4t; Hrch. Reisel III. 1 . 8 ; E. Schmidt 1 « 8 ; Aug. Waas 50 Psg.: Sänger 1 « 8 ; H. Haselhorst 50 Psg.: Jost Denncr 3 Jl; Frau Sorget 1 « 8 ; Frau Rasch 1 Jl; Frau Kinzenbach 1.50 . 8 ; Heinrich Staubt 1 . 8 ; Anton Krüger 50 Pfg.: Hrch. Dittmar 2 , 8 ; Eg. Thomas 1 , 8 ; Peter Roth 1 . 8 ; Frau Christ. Krämer Ww. 2 «4t; Ludwig Hör» 2 « 8 ; Joh. Dauer 2 . 8 ; 3?. Loth 1 . 8 ; Rud. Loos 1 « 8 ; Künstler 1 . 8 ; Schmidt 1 . 8 ; v. Hclmolt 25 «41; Eg. Rausch 40 Psg.: 3lnton Billasch 50 Psg.; Wilh. Stumps Ww. 50 Psg.: Hrch. Bunn 1 . 8 ; Hrch. Echad 50 Psg.; Jakob Fink 40 Psg.: Karl Bopp 3 Jl; Ludwig Debus 2 . 8 ; Johann Weil 1 . 8 ; Fricdr. Holler 1 « 8 ; Johann Bauer 2 « 8 ; Peter Krausgrill 1 . 8 . Wilh. Schaum 1 .lt; Karl Schäfer 2 . 8 ; Fr. Pulver 10 «4l; Karl Stumps 2 M; 33. Zatzmann- Ziegler 20 « 8 ; Wilh. Sang I. 1 «41; Ewald Zemla 1 . 8 ; Hrch. Huber 5 . 11 ; Fr. Rud. Loos 50 Pfg.; Frau Engel 50 Psg.: Heinrich Booz 2 « 8 ; Eottl. Ehrig 3'«41; F. Lust 1 . 8 ; Konrod Bindewald 1.50 . 8 ; Ludwig Haas 2 Jl; Jochim 50 Pfg.: M. Freundlieb 3 « 8 ; Friedrich Hahn 5 « 8 ; Kauffeld 3 « 8 ; Habicht 3 .4.; Rgf. Hepp 2 « 8 ; Lor. Reusing 2 « 8 ; Jos. Dörr 2 « 8 ; Hch. Petrus 2 « 8 ; Joh. Zinn 1 « 8 ; Eg. Bonsei 1 « 8 ; A. Harth 1 Jl; Heinrich Götze 3 «41; Dr. Winheim 40 . 8 ; Oberlehrer Dr. Vogel 20 . 8 ; Steucraussehcr Beck 5 «4l; Fr. Reinheimer 10 « 8 ; Mör- scho.rdt 10 Jl; Zimmermann 10 —; Haag 20 « 8 ; Koch 10 , 8 ; Sckmum 10 Jl; Ungenannt 1 « 8 ; Weyergang 5 « 8 ; Frau Hops 1 . 8 ; Käthe Windeckci 5 . 8 ; Schneel 3 « 8 ; Eottsr. Hcck.rer 5 jl; Ley 5 « 8 ; Schütz 3 « 8 ; Garnier 10 « 8 ; Ungenannt 3 . 8 ; Kreß 3 . 8 ; Sude 10 « 8 ; Ungenannt 75 . 8 ; Erieshaber 2 « 8 ; Frau E. Dieckmann 10 « 8 ; Leop. Bär l> « 8 ; W. Kautz 5 « 8 : Direktor D. Schöll 30 Jl; Wilh. Stein 10 « 8 ; Wilh. Beck 2 « 8 ; Hinkel 2 Jl, August Steitz 5 « 8 ; Frau Cordes 2 « 8 ; Hch. Obst 2 , 8 ; Heinrich Stein 2 « 8 ; Frau Anna Finger 1 Jl; Paul Friste 2 « 8 ; Karl o. d. Heid 1 Jl; Paul Zimmermann 2 Jl; Geschwister Dich! 1 « 8 ; Adolf Kricb 2 « 8 ; Joh. Tritsch 1 . 8 ; G. Bingcl 5 «8; Brachrnann-Schäser 3 « 8 ; Billa» 20 « 8 ; I. Hengst 5 « 8 ; Wilh. Winheim 10 « 8 ; Proseffor Kramer 5 . 8 ; Lehrer Kreutzer 15 Jl; Foelling (erste Gabe) 20 M; Metzen- dors 10 Jl; Stohr 10 « 8 ; G. Müller Ww. 10 « 8 ; L. Lepper 5 Ji; F. R. 10 Jl; C. Freundlieb 5 « 8 ; Hilger 5 « 8 ; E. Schmidtberger 5 Jl; Frau Dr. Lang 10 « 8 ; Jul. Phillppi 10 . 8 : Frau Dir. Baiser 20 Jl; Frau Völker 3 « 8 ; Frau Jordan 1 « 8 ; Karl Weitzel 5 « 8 , A. Kern 5 Jl; Rohloss 3 « 8 ; Aug. Loges 1 Jl; Karl Lindcnau 2 . 8 ; Rob. Wcigclt 2 « 8 ; Eottsr. Mörschel 1 . 8 ; Beruh. Schütz 10 . 8 ; E. I. F. Haas 5 « 8 ; Fr. Röschen 1 jl; Lemke 5 Jl; Eicsecke 5 « 8 ; Figge 3 . 8 ; Wilh. Albach 2 - 8 ; Ungenannt 3 . 8 ; Fricdr. Eberhard 3 « 8 ; Adolf Schuchardt 3 Jl; Rud. Meyer 3 « 8 ; Frau Karl Roth 3 . 8 ; ErundschöUel 3 . 8 ; Jakob Sang 3 « 8 ; Chemiker Eiere 5 « 8 ; Karl Sommer 0 ,81 Elis. Reisel Ww. 5 . 8 ; E. E. Beck 1 . 8 ; F. Wirth 2 « 8 , (Fortsetzung folgt),