rtnmmer 234 Dienstag, den ti. Oktober 1itt4. 7. Iaiirganf Ueue Tageszeltim Die „IIk»e Cnersieitung " erscheint iklen Wcrttag. Regelmäßige Beilagen „Der Kauer aus ch-steu", „Sie Spinnst»!.«". ü-jngoprcio: Be, den Posta, stallen oierieffähittch Ät!. I.uä lei den Agenten monatlich SO Pig. '•'in-.u tritt Postgebühr oder Trägerlohn. Anzeigen: Grund;e,le 20 Psg., lolalc lö P,g„ An,eigen oon auswärts werden durch Postnacht,n , !U er loben Erfüllungsort Friedberg. Hchrikt'eitnng und Verlag Friedbcrg (Hessens, Hanauersiraße 12. Fernsprecher 48. Postscheck-Lonto Nr. 48«S, Amt Franlsurt o. M. ilikilm Loris Antwerpen vor dem m AililONM jlllll Sd)i>figrii grill' Fall. — Riesenkampf im Westen. — Kühlung mit den Rüsten. Die Kriegslage. WTB. «»rotzes Ha«ptq»artisr. 5. Okt. nbcrrds. (Amtlich.) Bor Antwerpcr» sind die Forts Kessel und Brochcm zum Schweigen gebracht. Die Stadt Lierre und das (^isenbalsnsort an der Bai)» Mechcln Antwerpen sind genommen. Ans dein rechten Flügel in Frankreich wurden die Kämpfe erfolgreich fortgesetzt. In Polen gewannen die gegen die Weichsel vorgehenden deutschen Kräfte Fühlung mit den russischen Truppen. Aus dem heutigen Berichte ist zu ersehe», dah Antwerpen vor dem Fall stehe» diirfte. Ter Riß, der in dein Ring der Außenforts gerissen worden ist, wird etwa 30 Kilometer betragen. Zur Zeit werden unsere schweren Beschütze in den eroberten Forts ausgestellt, und deren Feuer wird der innere Fortsgürtel, dessen Befestigungen älterer Art sind, nicht lange widerstehen können. Aus der Stadt eintrcsscnde Nachrichten besagen, daß dort die Stimmung sehr gedrückt sei. Alle Hoffnung setzt man in Antwerpen auf englische Hülse, die aber, falls sie überhaupt noch rechtzeitig cintreffen könnte, uns nicht mehr gefährlich werden könnte. Gerüchte, die allerdings noch der Bestätigung bedürfen, besagen, daß sich der König bereits nach Ostende, zur lleberfahrt nach England, geflüchtet habe. Auf der großen Kampfesfront iin Westen, sind wenig Veränderungen eingctreten, indessen lassen die Berichte der Gegner erkennen, daß man die Lage als wenig rosig ansieht. Jedenfalls sind sie sehr abgeblaßt vor den Sieges- Nachrichten, die vor Woche» an dieser Stelle verausgabt worden sind. Die Japsen machen wieder von sich reden. Ein dänischer Berichterstatter will in Dünaburg mehrere Militär- züge mit japanischen Truppen gesehen haben. Diese Nachricht ist wenig glaublich • die Japsen wollen lediglich stehlen und haben gar e Veranlassung, die Nieder- läge des russischen Reiches, die sie insgeheim ihrem Nachbar" gönnen, auszuhalten und dafür ihre Truppen zu opfern. Das ist ganz und gar unwahrscheinlich. Tie Truppen, die der Däne gesehen hat, werden wohl mongolische Truppen aus den, sibirischen Amurgebiet gewesen sein, die de» Japanesen znm Verwechseln ähnlich sehen. Viel wahrscheinlicher ist eine andere Meldung, daß japanische Truppen in Indien gelandet seien. Das Ziel der Politik Japans ist die unumschränkte Herrschast zunächst in Ostasien, um sie dann später über ganz Asien auszndchnen. Dazu würde ihnen eine Hilfeleistung in Indien einen angenehmen Vorwand geben. Tie Engländer mögen ja dann sehen, wie sie sich später ihrer „Verbündeten" erwehren können. Uns soll's recht sein. Meldungen aus Antwerpen. Angriff auf die inneren Fortsgürtel Antwerpen:. Priuatmeldungen lassen, wie der „Vossischen Zeitung" ans dem Haag gemeldet wird, keinen Zweifel darüber. daß rer Angriff auf die inneren Fortsgürtel bereits in der Nacht zum Sonntag begonnen hat. Gedrückte Stimmung. Amsterdam, 5. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) „Tele- ■ a rnaf" meldet aus Antwerpen, 3. Olt.: Tie Lage ist Her äußerst kritisch. Amtlich wird gemeldet, daß die äußerste Fortslinie gefallen ist. Tie Stimmung in der Stadt ist sehr gedrückt. Eine heute erlassene Proklamation ermahnt die Einwohner zur Ruhe. Man daß Ho Masse! zufuhr abgeschnitten wird. Die Belgier geben il,ee J.'tz rlegc London, 5. Lkt. (W. B. Nichtamtlich.) die !ne- jige belgische Gesandtschaft hat folgendes Telegramm aus Antwerpen erhalten: Orstlirh der So: e ist um-re Lene, dignngSlinie gezwungen worden. ließ re- d"nt beiligen l.u- griff der deutschen Artillerie ans den Netheslnß zurück;»- ziehen, nachdem sie fünf Tage lang heftigen Widerstand geleistet hatte. Unsere Stellung an dem Reth.fflüß ist sehr stark, die Armee wird mit äußerster Energie Widerstand leisten. Englische Hilfe für Antwerpen. Amsterdam, 6. Lkt. Das Blatt „Trlcgraas" meldet aus Antwerpen, daß der englische Minister Winston Churchill dort angekonmien sei und die Hilfe der P. öün- deten versprochen habe. Derartige Antwerpener Nacl richten sind mit Vorsicht anfzunchincn. Pfütiiise fllrarv iibrr ssoinpiSM. Der „Matin" teilt mit: Die deutschen Flieger bombardier- > len oestern Compiegnc und beschädigte» namentlich den Bohn- l'vs vom olimuißariidjcn Kriegsilhaupiatz. Budapest, 5. Olt. Nach hartnäckigem Ringen ist es unseren Truppen gelungen, die in das B e r e g e r Komitat ein- gedrnngenen Russe», die 12 000 Mann zählten, und mit Ge- birgslanone» und Maschinengewehren ausgerüstet waren, in mehreren Gefechten zu schlagen und aus dem Komitat zu vertreiben. Unsere Truppen, etwa 4S00 Mann mit wenigen Geschützen, hatten sich bei Fclsoe-Vereezke konzentriert und nach mehrstündigem Kampfe gelang es ihnen, die Russen abzudrängen. Zur endgültigen Entscheidung kam es bei Szo- lyoa. Tie Russen mußten sich fluchtartig zurückziehen, wurden jedoch zwischen Aknos und Polen« umzingelt. Zahlreiche Nullen fielen, viele wurden gefangen genommen; außerdem wurden Maschinengcw-b— erbeutet. Damit war das Bereger Komitat vom Feinde p. bert. Budapest, 5 Ott. Ter Obergespan des Marmaroser Ko- mitats sandte an die Szatmarer Behörden ein Telegramm, worin er mlttcilt. daß die russischen Truppen sich im Rückzüge befinden, und daß keine Gefahr mehr vorhanden sei. Tie öftere nchischeil Truppen hätten sich, nachdem sie Mamszigit geraum! Härten, in eine ansgezeichnele Position bei boßzumezae zurückgezogen und dort die von mehreren Seiten eintiejrenden Hilfskräfte abgewartet. Sie seien dann zur Os. sensive i.dergegangen Tie Schlacht habe G- die österrncknsib- ungarischen Truppen günstig begonnen. Budapest, 5 Olt. Es ist erwielen, daß die russischen Truppen nur aus Schleichwegen, die ihnen von Verräter» gezeigt wurden, über die Karpathen in ungarisches Gebiet einbrechen kannten. Kümpfe tu Kraiitschsv. London, 4. Okt. Ans Peking wrrd gemeldet: Die englischen Streitlrasie unser General Barnardiston letzen mit großer Energie den Angriff aus Kiautschou scrt. Die deutschen Truppen haben sich ans Tsingtau selbst zurückgezogen, dessen Forts Tag und Rocht tätig sind. Das Feuer ist besonders gegen die japanischen Stellungen gerichtet. Deutsche Aera- plane haben wiederhol! versucht, die japanischen Kriegsschiffe durch Bomben zu -erB'ren. Die Engländer und Japaner treffen Vorbereitungen zu einem entscheidenden Vorstoß gegen Tsingtau. Ans Züdrr'eika. London, ö Olt. Die „Daily Rcws" berichiet aus Südafrika. Colonel Graut telegraphiert, daß die Engländer bei ihrem Mißersclg an der Grenze des Randsonlein- und des Warmbad Distriktes 10 Tote. 40 Per rundete, 8 Vermißte und liö Gefangene verloren. Die Gefangenen würden oon den Deutschen gut behr.ndelt. General Lukin telegraphiert, daß Colonel Grant keine Schuld an bL|cm Unglück treffe: seine Leute hätte» tapfer gelochten. Gin weiteres Telegramm lagt, daß die deutschen Gefangene» aus Ehrenwort entlassen worden ieien. da man angenschcinuch Wasser und Nahrung sparen wolle. Die si.dalrilanischc Regierung teilt den Tezt eines angeblichen Ausrufes der Deutschen mit, der aber durch Pieter und Andries de Wet gezeichnet ist, worin die Buren aufgesordert werden, die englische Herrschaft zu stürzen. Es wird darin weiter deutsche Hilfe zur Errichtung eines Burenkorns, sowie freie Lieferung reu Artillerie und Gewehren und Muniiiou angeboten. Der ScekamPf» London 4. Ol!. Das Reutersche Bureau raeldrt aus Valparaiso: Der deutsche Kreuzer „Leipzig" bohrie das englische Oelichiss „Elsinor" a.< lö. September im dmi chilenischen Gewässern im Grund. Die Man:.s.hast wurde in Galapagos gelandet. iffasi einer Lleydir.clrui.g aus Osleude ist der euglische Dampfer „Tcwdeu" aus der Fahrt von Hüll nach An wrepeit der Nacht vom 2. zun, 0. d. M. aus eine Mine geraten und gesunken. Neun Mann werden vermißt, 'dicht wurden von einem Fischerboot nusacnomme» »nd nach Oitenve oebracht. (Tin rnglildjfö Lingkstiin-ms. London, 5. Okt. Der militärische Mitarbeiter der „stst. ! irr" schreibt in einer Uedersicht über die Lage aus dem .».rlegsschauplatz: Selbst wenn es den Verbündeten gelingt, die Deutschen zurückzutreibe» und den Russen aus dem östlichen Kriegsschauplatz einen entscheidenden Sieg zu gewinnen, sind noch ungeheure Schwierigkeiten zu überwinden, die große Opser kosten werden. Deutschland steht nach wie vor einig da. seine Hilfsquellen sind reich, seine militärischen Kräfte in der Hauptsache uugeschwächt und seine Arsenale und Wersten fer uerhin imstande, dem Heere und der Flotte große Dienste zu ioisten. Außerdem muß man damit rechnen, daß hinter den Stellungen an der A i s n e mehrere ähnliche Verteidigungslinien errichtet worden sind und daß der Krieg an der gewaltigen östlichen Front mehrere Monate dauern wird. Mtt non Mcnbrrti bleibt int Mt. Wien, 3. Okt. Rach einer neueren Meldung ist die Er- liankung des Generals oon Ausfenberg an der Ruhr nur leichter Art: Ausfenberg wird aus dem Kriegsschauplätze verbleibe,!. - Diese Meldung wird man in Deutschland mit der gleichen Genugtuung begrüßen wie in Oesterreich, da man auch bei uns den hervorragenden militärischen Eigenschaften Aussen- dergs volle Anerkennung zollt. Gcneralovcrst von .Hmdcrtvmg in Overjchlesien. Ter ruhmvolle Befreier Ostpreußens und Lberbeseyls- baber im Osten Generaloberst von Hindcnbnrg hat ln letz- ler Zeit auch einige Tage in Obersckstesien geweilt, »in dort sich persönlich von der Lnge zu überzeuge» »nd seine Tispo- silionen zu treffen. In der Oberschlesischen Grenzzeitung veröffentlicht der Oberbürgermeister Dr. Brüning jetzt folgende Bekanntmachung: Vom Herrn Generaloberst von Him drnburg ist mir folgendes- Schreiben zugcgangcn: „Während meiner mehrtägigen Anwesenheit in Benthen sind mir unendlich viele Beweise des Vertrauens und wohlwollende Gesinnung ans allen Schichten der Bevölkerung eutge-gen- gebracht worden. Bei meinem Scheiden ans Benthen bitte ich, der Bürgersck-ast meinen herzlichen Tank für diese mich unendlich etsrcncndcii Kundgebungen zu übermitteln. Ick' werde mich der in Benthen verlebten Tage stets gern >w- inner» und wünsche der aufstrebenden Stadt ferneres Blühen n. Gedeihen, gez. v. Hindenbnrg. Generaloberst. Lbeu- brscstlch-rber im Osten." — Ter Oberbürgermeister begleit-:, die Bckanniinachung mit folgenden Sätzen: „Vorstehend:: für unsere Strdt ehrenvolles Schreiben bringe ich zur öfseul- Ischon Kenntnis. Ter Herr Generaloberst kann versi.be> ‘ fein, daß ihn unsere innigsten Wünsche und Gebete ans \i neu weiteren Wegen begleiten." Aus Frankreich. Verluste an Offizieren. Lyon, 5. Olt. „Progrcs" schreibt Infolge ungeheurer Verluste an Ossizierc» mußte die französische Heeresleitung die Offiziere auweisen, mehr als bisher Deckung zu nehme» und waghalsige Angriffe nur im Notsalle zu unternehmen. Der Sehn des Ministerpräsidenten gefangen. Genf, S. OH. Der ..Berliner Lolalanzeiger" meldet aus Eens: Der Schn des Winisterpiüsidentcn Viviani, der als Jnfanlerist bei Arias mltlämpjle, wird vermißt. Vermutlich ist er gefangen genommen worden. Uriffl eine» iranzösischcn Artillerie-Offiziers. Lyon, k> Olt. ..Progrrs" veröffentlicht einen Brief eines französischen 'Artillerie Offiziers, in welchem dieser erklärt, daß die Franzosen der dcui'chen schweren Artillerie gegenüber wehrlos seien, da sie l::ne Geschütze von solcher Tragweite besäßen. Die deutschen Flur ugc leisteten zur Bestimmung der gegnerischen Stel langen d e größten Dienste. Wen» ein deutscher Flieger du s-auzesische Artilleriestellung ermittelt habe, bleibe der Artil- 1 ,-ric nur c. , sibnellcr Stellungswechsel übrig, da sic sonst kurr daraus rau c: dichten Geschoßhagel überschüttet werde. Die Deutsch.-!, s'Meister in der Verwendung der Maschinengewehr:.' .de Jnsautcrlc werde durch Reihcnseucr zv c r .st buch'löblich uiedergcmccht. Des Tagebuch eines französischen Militär» ;! c r-. B : r l: n , ö. Olt. Aus dem in deutsche Hände gesal- :„ T eebuch e >:.s französischen Truppenarztes der 4. upagnie dcs r O euicrrcgimcntr jind uns nachstehende Aus- hnungen zur ! . ögung gestellt worden, lieber den tsi-. g der Franzosen bei Paliseul beißt cs Es gib! keine O öuuna.und Dis-.ivlin mehr. Die Genera» i Sit. tSi siabsossiziere sind vollständig kopslos. Wir haben nichts vor- aesehen, man suhlt den Zusammenbruch. Es ist beinahe rin; Rette sich, wer tann! Aus dem Quartier bei Malsoncelles berichtet er: Die Verwundete» sind sämtlich, und das ist das Empörendste, von zwei oder drei Kameraden geleitet, die nichts mehr und weniger sind als Drückeberger. Es sind Soldaten aus dem Süden: sie sind umgekehrt, säst ohne zu kämpfen, und sind glücklich, einen Verwundeten zurückbringen zu können, um einen Vorwand für ihr Ausreißen zu haben. Nichtsdestoweniger -leiben sie Großmäuler und rühmen sich ihrer schönen Ausfüh- .ung. lieber die Auslösung jeglicher Manneszucht berichtet salzende Stelle: Das Schauspiel in Attigny war widerwärtig. Es herrscht die Verrücktheit und außerdem was das Beschämendste ist, die Plünderung. Soldaten erbrechen die Türen, trinken allen Wein und allen Alkohol, den sie finden, und plündern sogar die Juwclierläden. Das sind keine Menschen mehr, das sind wild gewordene Tiere. Ein Infanterist vom 17. Korps, das überall seige floh, ohne zu kämpsen, brüstete sich damit, daß er einen verwundeten Deutschen durch Fußtritte getötet habe. lieber die Truppe,n aus dem Süden schreibt der Arzt: Die Truppen des Südens sind hasienswert: und welche Kopslosigkeit. In einem Augenblick behauptet einer, drei Ulanen gesehen zu haben: sofort ergreift das ganze Biwack die Flucht, und dabei steht hier fast ein ganzes Armeekorps. Wirklich, wer nicht solche Tage mitcrlebt hat, kann sich keinen Begriff machen, bis zu welchem Punkte sich Menschen erniedrigen können. Die Meinung, Verräter für die französischen Niederlagen verantwortlich zu machen, spricht aus folgenden Zeilen: Während der Nacht hören wir auf allen Seiten Vcrrätersignale er Spione, die uns umgeben und alle unsere Bewegungen signalisieren. Der Leutnant Eosson mit einer Patrouille cnt- cckte einen Deutschen in einen, Hause: der Spion trug sranzö- sische Uniform. Im übrigen sagt man und selbst seine eigenen Stabsoffiziere —, daß Eydoux verrückt oder an Deutschland verkauft sein müsie, um uns so zu führen, wie er cs tut. Zu dem Inhalt ist allerdings zu bemerken, daß die Aufzeichnungen aus den letzten Tagen des August herrühren und daß sich inzwischen die Lage der Franzosen gebesiert hat. Wie die deutschen Schützengräben aussehen. Paris, 4. Ctt. Der „Matin" vom 1 . Oktober bringt einen Leitartikel zum Verständnis der Schlacht an der Marne mit einem Ouer- schnittbild eines deutschen Schützengrabens und schreibt: Betrachtet genau dieses Bild. Ihr werdet verstehen, warum die Schlacht an der Marne solange gedauert hat und die Schlacht an der Aisne noch dauert. So sehen die deutschen Gräben aus. Die Infanterie richtet sich in richtigen kleinen Festungen ein, geschützt vor dem Gcsehenwerden und vor Kugeln. Das Regenwasser fließt in den Hinteren Abslußgraben ab. Die Leute können sitzen und schlafen. Weder unsere Artillerie noch Infanterie kann die so eingcgrabenen Deutschen sehen. Die Granaten sind nur wirksam, wenn sie genau i» den Graben fallen. Hier wird der Angriff zur Jagd. Die Gefahr wächst überall aus dem Boden heraus. Bevor man den Feind besiegt, muß man ihn ansgraben. Bedenkt ferner, daß die deutsche Artillerie ebensolche befestigten Stellungen hat, von Drahtverhauen umgeben, daß zwischen den Geschütze» Maschinengewehre aus unsere Stürmer lauern und daß hinter den Feldgeschützen schwere Artillerie steht, deren große Tragweite jeden Rückzug mit einer Feuermauer deckt. Denlt an alles und Ihr werdet ermeffen können, was für Anstrengungen cs kostet, eine Armee, welche so Fuß gefaßt hat, aus ihren Stellungen zu vertreiben. Poiucare sie» vat cn gueree. Bordeaux, 3. Okt. Seit Beginn des Krieges hegte Poincare die Absicht, die Armeen zu besuchen und ihnen seine Glückwünsche auszusprechen. Er wurde daran verhindert durch die Notwendigkeit, täglich im Minister- rate den Vorsitz zu sühren und durch den Wunsch der Militärbehörden, welche den Augenblick nicht für günstig hielten. Jetzt erlauben die Umstände diese Reise. Poiucare hat gestern nachmittag im Automobil Bordeaux verlassen und sich zunächst nach dem Hautpquartier begeben. Er wird von den Ministern Mil- crand und Biviani begleitet. Ans England. Wo bleibt der Schätzer der Neutralität? Tokio, 8. £Ii. (W. B. Nichtamtlich. Reuter.) Wie aus maßgebender Quelle verlautet, wird die japanische Regierung als Antwort aus die Dorstelliing der chinesischen Regierung loegcn Besetzung der Schantungbahu durch die Truppen i rr Verbündeten erklären, daß die Linie von den Deutschen benutzt wurde, uni die Befestigungswerke von Tsingtau gegen die englisch-japanischen Truppen zu verstärken. Ferner inüsse die Besetzung als unbedingte militärische Notwendigkeit betrachtet werden, die den Rechten Chinas »ach Beendigung des Krieges in keiner Weife schaden werde. Do bleibt in diesem Falle England als Beschützer der Neu- 'raiiiäl? Die kanadischln Hilsstruppcn in Havre. Gens, 4. r„ti Ai s- Havre wird bei.; „Journal de Geneve" genicl- uit. daß die Landung kanadischer Truppen bevorstehe. Offiziere sowie Unteroffiziere feien bereits i„i Norden F>mikieubs augelangt, um die Operationen zu organisieren. Der englische (tzeueralstab, der Havre als OpcrationsbasiS geuäbtt bat, mietete inehrcre Gebäude sür diesen Zwech » " Jahre. In Havre selbst werden etwa 5000 Mann oiiuHi.Hticrt . Mehrere össciitliche Gebäude sowie der ltzetzatlapalast ivurdeu in Lazarette umgewandelt. Pom KaUratt. Götze,idämmeru«, i« Serbien. Aus Wien wirb gemeld, ..Trg-oensk, Glosnik", der srührr in Belgrad erschien, u ,etz> >n *>M, ßcransgkgcben wird, veröffentlicht der Beigeirt Neve Tageszeitung. Dienstag, den 8. Oktober 1>11 Univerfttätsprosestor Andrejenic einen Artikel, in dem es u. a. heißt: Die Dämmerung beginnt, die Stunde der Ernüchtcruna naht. Die russische Politik, welche Serbien in diese verzweifelte Situation gehetzt und durch ihre Zweideutigkeiten uns in unseren unsinnigen Aspirationen gegen die östcrieichifch-ungarische Nachbarmonarchie bestärkte, ist heute völlig bankerott geworden. Hand aufs Herz! Konnte es jemand in unserem Lande geben, der wirklich daran glaubte, daß Rußland uns die Freiheit bringen will, wenn in, russische» Reich selbst die Völker unter der Knute zusammenbrechen, viele Tausende in Sibirien schuldlos verenden? Heute ficht cs wohl jeder Serbe ein, daß wir eine wahnsinnige Tat begangen haben, als wir uns dem alles unterjochenden Zarismus in di- Arme geworfen haben." Griechische Blätter melden, daß die bisherigen Niederlagen der Serben einen deprimierenden Eindruck auf König Peter gemacht haben, der in steter Angst vor den kommenden Ereignissen lebe. Diese Angst sei um so größer, als in der iingstcn Zeit angeblich ein Attentat auf König Peter verübt wurde, das im letzten Moment vereitelt werden konnte. Der König Hobe sich am 25. September nach Prizrend geflüchtet, und jetzt sollen angeblich zwischen dem serbischen Hof und Griechenland Verhandlungen schweben, damit König Peter gestattet werde, wegen seines Leidens in einer Ortschaft Griechenlands oder auf einer griechischen Insel Aufenthalt zu nehmen. — Die Geister Alexanders und der Draga Maschin werden sich wohl bei Sr. Majestät dem König der Serben melden! „Danckch-aber kommt Las Gericht", jagt die Bibel! Der Aufstand in Reuferbicn, S a l o „ i k, 5. Okt. In Jfch- tip kam es zwischen Einwohnern und serbischen Gendarmen zu einem blutigen Zusammen stoß, da die Einwohner sich weigerten, stch in die serbische Armee einrcihen zu lassen. Zahlreiche Familien fliehen nach Strumitza. Kaiserin Eugenie au König Earol. Die Kaiserin Eugenie soll in einem langen Schreiben den König von Rumänien an die Unterstützung crinneri haben, die Napoleon III. seinen Unabhängigkeitsbestrebungen gewährt Habs und bittet den König, mit Rücksicht auf die Zukunft seines Landes und seine eigene Stellung, sich dem Wunsch des rumänischen Volkes nicht zu widersetze» und eine Annäherung an die Mächte der Triple- Entente zu suchen. — Den Verbündeten scheint cs doch recht schlecht zu gehen, wenn selbst die alte Eugenie um Hilfe betteln muß! Aus drm Il!ii»diliiiiiilll>rii |lorbrn. Ci» norwegisches Urteil über Antwerpen. Der militärische Mitarbeiter deS „Aftcnposten" schreibt, Deutschland besäße gewaltige Hilfsquellen, um die Bcligcr- ung von Antwerpen und anderen große» Festungen durchführen zu können. Wenn erst einmal der äußere Fortsgürtel im Besitz der Deutschen sei, sei cs unwahrscheinlich, daß die innere Fortskctte widerstehe. Die deutschcu Kanonen könnten dann über die innere FortSkettc hinweg die Stadt bombardieren, so daß cS kaum wahrscheinlich sei, daß die Belgier dann die Verteidigung sortjetzen würden. Es sei zu erwarten, daß die Feindseligkeiten überhaupt zwischen Belgien und Deutschland eingestellt werden, sobald die äußeren Forts genommen seien, da alsdann keine Aussicht mehr sei, das Schreckbild der Verbündeten auszuführen und englische Territorialsoldaten in Antwerpen zu landen, ganz abgesehen davon, daß diese erst nach Monaten Kriegswert erlangten. Mit der Einnahnie Antwerpens würde die Lage der Deutschen noch ganz bedeutend gebessert fein. Geistesverwandtschaft mit Deutschland. Kristiania, 4. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Professor Karl Lchmann-Göttingcn, Mitglied der Wissenschaftlichen Akademie Kristiania, veröffentlicht heute in „Morgenbladet" einen Artikel: „Deutschland und der Krieg", in dem er auch auf die Geistesverwandtschaft zwischen Skandinavien und Deutschland hinweist und fordert, daß auch Schweden und Norwegen i„ ein Verteidigungsbündnis gegen die gemeinschaftlichen Gefahren im Osten treten, nicht um Anschluß au Deutschland zu suche», sondern um die eigene Freiheit und Kultur vor Rußland zu bewahren. Das Bciichmen der deutschen Soldaten ist tadellos. Kristiania, 4. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Im „Aftm- Posten" veröffentlicht der norwegische Ingenieur Olsen, der aus Belgien gekommen ist, einen Bericht, wonach Meldungen über deutsche Grausamkeiten, von denen die Aus- landsprcsse voll sei, mit größtem Vorbehalt aiifgenoinmen werde» müssen: er habe solche nie gesehen. Wo ein Dcut- scher Strenge anweudet geschehe dies sicher nur aus der härtesten Notwendigkeit. Brüssel sei iiberrascht gewesen durch den Einmarsch der Deutschen, da die Brüsseler Presse noch am Tage vorher geschrieben habe, die Lage für Belgien sti ausgezeichnet. Das Benehiucii der deutschen Soldaten und Offiziere in Brüssel sei tadellos. Dkr Ijrlsl in Zta'iiki! M Kritsi. Es ist alle- Aussicht vorhanden, daß auch in Italien die- besonnciien Elemente das Uebergewicht behalten uns di,- , i s- herige Neutralität anftccht erhalten. Es dürste sich ver-ohne», »achzuforsche», in welchem Lager eigentlich die Kriegshetzer gegen Deutschland und Oesterreich zu suchen ünd. Da muß nun selbst die „Frankfurter Zeitung" zugcben. daß . konservativen und liberalen Kreise, denen sich em üroßer Teil der Sozialisten zugesellt, von einem Ausgebe» der Neutralität nichts misten wollen, die Kriegsschürer sind die radikale» Demokraten und Republikaner. Der Widerstand »egen deren Iri-gstreiberische Hetze geht, abgesehen von den soziald.-mokraten, die natürlich nichts weniger als deuijch- seindlich sind, aber grundsätzlich den Krieg verwerfen, von den konservativ gerichteten Volksschichten, in Italien in-bcsonder- von der latholischc» Partei aus, wie umgekehrt der frcimaurc- rischc Radikalismus und Republikanisnius der Agitation der Drriverbändler gegen die Neutralität Italien, am eifrigsten ____ Seite S | S-ercssolg- leistete. Das wird jetzt auch mehr und mehr in liörilllcn Diätlern bciont. So lejen wir in Nr. 453 de» freisinnigen Wiesbadener Tageblatts vom 2g. September in einem römischen Briese: Die radikalen dcutschgegnerischen Parteien verfügen über ungeheure Geldmittel, die ihnen in erster Linie aus den Fonds der französischen Frcimanrerlogcn z„slicßen. Der König wie der Papst wisten sehr wohl, was für sie auf dem Spiele steht, wenn dieser Einfluß des „Eroß-Oricnts" die Politik Italiens >n französisches Fahrwastcr leitet. Im Ouirinal wie im Vatikan hat man aufgehorcht, als bekannt wurde, daß Frankreichs Vertreter, Barriere, cs nicht verichmähte, auch seine Freundin, die anarchistische Fllhrerin Maria Rygicr, mit ihren schwarzen Fahnen in die nationalistischen Bolksversammlungen der Kriegsschürer zur Belebung Mid Erbauung der Masten vorzu- schicken. Barriere hat an die Nationalisten, Anarchisten und Radikalen ebenso Ansprachen gehalten, wie der Gesandte von Belgien. Aber auch ein gcwister Eorridoni, ei» >» Mailand wegen Aufforderung zu blutigem Vorgehen gegen die staatlichen Gewalten vorbestrafter Anarchist, ist liebst vielen Gcsin- nungsgenoffen in die Barrercschen Reihen getreten. Daß sich zu den italienische» „Patrioten", die den Franzosen und Russen die Kastanien aus dem Feuer holen wollen, auch Anarchisten geselle», ist gewiß ebenso bezeichnend sür die geheime» Hintergründe dieses Pseudo-Nationalismus, wie sür Monsieur Barrere, den amtlichen Vertreter Frankreichs, der sich ihrer bedient. • ^ • Ein rätselhafter Vorgang. Ein für Rußland erbazi- tes, wegen des Kriegsausbruchs aber nicht abgclieferics Unterseeboot von der Fiat-Werst in Spezia-Ean-Giorgio ist Plötzlich aus der Werft verschwunden, man nimmt an, daß cs in einen französischen Hafen gelenkt wurde. Der Fall erregt in Italien größtes Aufsehen: es ist noch nicht sicher, ob fremde Anstifter vorhanden sind, oder ob nur Abcntenreriust des Führers, eines ehemaligen italienischen Marineoffiziers Namens Belloni, die Tat veranlaßt hat. Kkiiit sshronlolyt für die Mliichkil und bklgilihkn (fobiiigfr. Gotha, 5. Okt. (W. 33. Nichtamtlich.) Der Ausschuß des gemeinschaftlichen Landtages beschließt, das herzogliche Staatsministerium zu ersuchen, dem gemeinschaftlichen Landtag mögtichst bald einen Gesetzentwurf vorzu- legen, der in Abänderung des Staatsgrnndgcsetzes vom 8. Mai 1822 und des Gesetzes über die Thronfolge in den H«- zogtllmern Koburg-Gotha vom 15. September 1899 Angehörige auswärtiger Staaten von der Nachfolge in der Re-, giernng der Herzogtümer ausschlicßt. Gez.: Liebetrau, Arnolf, Koebel, Bock. Mdkaiislnhrlittbol aus Schien. Brüssel, 5. Okt. (Nichtamtlich.) Die Ausfuhr von Pferden aus Belgien, auch über Holland und Luxemburg, ist auf Anordnung des Generalgouvernements von Belgien verboten worden. Zuwiderhandlungen haben Beschlagnahme und Bestrafung zur Folge. Wie lange dauert die vienkml mit, dm suche? Ueber die Anrechnung der Dienstzeit während des Krieges sind allerlei unrichtige Anschauungen vorhanden. Insbesondere betreffen sie die doppelte Anrechnung der Kriegszeit und die Dienstzeit der Freiwilligen. Es wird daher eine amtliche Aufklärung interessieren: Bei den „Freiwilligen" ist zu unterscheiden zwischen Militärpflichtigen, die sich freiwillig aus Anlaß des Krieges gestellt haben, und zwischen Freiwilligen, die nicht mehr militärpflichtig sind. Dazu kommen noch die Einjährig- Freiwilligen. Die Freiwilligen, die bereits jetzt militärpslichtig sind, werden nach Beendigung des Krieges bis zur Ableist ung ihrer gesetzlichen Dienstzeit zurückbchaltcn, also Einjährig- Freiwillige sür insgesamt ein Jahr, die übrigen, je nach der Waffengattung, 2—3 Jahre. Die zum Einjährig-Freiwilligen? dienst berechtigten, die mit ihrer Iahicsklassc zum Dienst herangezogen wurden, also nicht freiwillig cingctretcn sind, treten — sofern sie es wünschen — bei Auflösung der Ersatztruppenteile wieder in den Genuß der ihnen bewilligten vorläusigen Zurückstellung. Die als Kriegsfreiwillige eingetretenen Mannschaften ohne Berechtigungsschein können ihre aktive Dienstzeit v„n zwei oder drei Jahren an die Demobilmachung anschließend beenden: desgleichen auch die mit Berechtigungsschein zum Einjährrg-Freiwilligendienst versehenen Kriegsfreiwilligen ihre attive Dienstzeit von einem Jahre. Die bereits abgeleistete Dienstzeit gelangt bei allen vor Ableistung der gesetzlichen Dienstzeit Entlassenen bei etwaiger späterer WiedcieinsteNung zur Anrechnung. Im allgemeinen werden die Kriegssieiwil- ligen nur auf Kriegsdauer angenommen und bei der Demobilmachung oder bei der Auflösung der bctressenden Truppenteile „sw. zur Verfügung der Ersatzbchörden entlasten. Ueber die doppelte Anrechnung der Kricgszeit läßt sich mitteilcn, daß es sich dabei nicht um eine Anrechnung während der Dienstzeit selbst handelt, d. h. die Dienstzeit wird durch den Krieg nicht verkürzt. Diese doppelte Berechnung tritt nur in Kraft bei Festsetzung des Dicnstalters, bei Anstellung, bei Berechnung des Gehaltes „sw. Durch die vorstehenden Ausführungen ist auch die Frage beantwortet, wie es mit solchen »och nicht Mili> tärpslichtigen steht, die den Berechtigungsschein zum Einjährig- Freiwilligendicnst z„ erwerben gedachten. Diese werden nach de,» Krieg entlasse», tönncn dann die Prüfung machen, und es wird ihnen später, wenn sie als Einjährige cintreten, die .Kriegszeit ans ihr einjähriges Dienstjahr angerechnet. Privatpaketc an die Front. Das Kricgsministerium hat beim Gencralquartiermeiller vrrjuchsweise die Beförderung von Privatpaleten mit Ausrüstungsstücken i», Gewichte bis zu ö Kilogramm erwrrlt. Zunächst ist sür die Austiejerung solcher Pakete die Zeit vom 18. bi» 28. Oktober in Aussicht genommen. Bewährt lich di« Einrichtung ttt. 134 Seite «. 4«b wird von den Angehörigen in der Keimet tein unange- oiestencr Gebrauch von ihr gemacht, so soll das Dersahren von Zeit zu Zeit wiederholt werden. Die zwischen dem Kriczs- ministerium und dem Reichspostamt getroffenen Vereinbarungen über den Versand dieser Pakete werden demnächst bekannt gegeben. Es wird daraus hingewicsen, daß schwere Pakete nach wie vor gemäß § 23 der Feldpost-Dienstordnung den Ersatz- tluppcntcilen zu übersenden sind, die deren Weiterleitung ver- «nl'affen. Auf richtige Adressierung aller Postsendungen wird erneut bingcwiescn. Bei Prüfung der Beschwerden über nicht- angekommene Briese usw. ist sestgestellt worden, daß in zahllosen Fällen Angaben aus Adressen unrichtig waren. Es muß cinleuchtcn, daß ein Brief mit der Adresse: An den Reservisten X. des 6. Rcscroe-Znsanterie-Regimcnts Nr. 7, 9. Division, 5. Armeekorps, nicht ankommen kann, da das Reseroeregiment zu der Reservediviston und diese zu dem Rescrvckorps gehört. Andererseits kann aus der Eigenjchast des Adressaten als Reservist nitch ohne weiteres als selbstverständlich angenommen werden, daß er nun zu dem Rcscrveregiment einer Rescrvedivi- sion gehört, denn auch in den Reihen der aktiven Truppenteile stehen viele Reservisten. Da die Kavalleriedivisioncn in der Hcercsgliederung ihre Zugehörigkeit zu den größeren Truppen- vcrbänden vielsach wechseln, genügt bei Adresten an Angehörigen von Kavallericdioisionen die Angabe: Dies Kavallerieregiment, 3. Eskadron, Tte Kavallerie- bioision. Einige Pakete sind an das Kriegsministerium mit der Bitte um Weitersendung an die Ersatztruppenteile adressiert worden. Zur Erfüllung dieser Aufgabe fehlt dem Kriegsministerium das Personal. Wenn im Felde stehende Hceresange- hörige trotz Weisungen die Adresse ihres Ersatztruppenteiles noch nicht den Angehörigen miigetcilt haben sollten, und diese darüber im Zweifel sind, so wenden sie sich zweckmäßigerweise mit einer Anfrage an das betreffende Generalkommando, das darüber Auskunft gibt. Man sende aber an dieses nicht Pakete zur Weiterbeförderung. Zaminelt und füttert Eichelu! Die Etadtkämmcrei in Frankfurt a. M. macht bekannt, daß sie in den Waldungen der Stadt lvvll Ztr. Eicheln hat sammeln lasten, wovon sie 599 Ztr. den Landwirten zum Kauf an- tietet. Der Ertrag an Eicheln ist dieses Jahr hier in der Gegend und vermutlich auch in den anderen des Deutschen Reiches ein ungewöhnlich großer. Da wird es sich empfehlen, wenn als Ersatz für rustische Gerste zur Schweinemast recht viel Eicheln gesammelt würden, es könnten bestimmt viele 190 900 Ztr. sein, dadurch bekämen viele Arbeiter, Männer, Frauen und Kinder lohnende Beschäftigung. Es könnten alle Wald- bcsitzer das Abschütteln und Sammeln der Eicheln unbedenklich gestatten, die Eichwaldungen würden dadurch auch nicht den mindesten Schaden erleiden, auch würde sich, wo es geht, der Austrieb der Schweine in die Waldungen zur Mast sehr empfehlen, denn auch die Kartoffelernte ist ähnlich wie die Getreideernte dieses Jahr leider keine große. Auch würde es nicht schaden, wenn in dieser Zeit auf dem Lande der Nachmittagsunterricht — sobald die Ferien zu Ende sind — ausfallen würde, um die Kinder für die Arbeit des Eichelnsammelns ftei zu bekommen. Wollsachen für unsere Truppen. Berlin, 3. Okt. Di- Versorgung unserer im Felde stehenden Truppen mit warmer Unterkleidung könnte in besonderer Weise dadurch gefördert werden, daß die Sportvereine Wastersport, Rasensport, Wintersport, Radfahrer-, Jagdver- cine usw.) oder deren Mitglieder die in ihrem Besitz besind- lichen Wollsachen, und zwar Jacken, (Sweater), Westen, Trikots, Kniewärmer usw. zur Verfügung stellen. Der Kriegs- ausjchuß für warnre Unterkleidung, Berlin RW., Reichstags- gebaude, bittet, derartige Spenden ihm sofort zuzusenden. Er wird dafür sorgen, daß diese durch die nächstens abgehenden Wollzüge an die Truppen befördert werden. Jkidj fließen die Kaden für unlere Krieger im Felde n»d doch müssen wir beinl Nahen des Winters immer wieder aufs Neue darauf bedacht sein, für diese Tapferen zu sorgen, die oft andauernd der Nässe und Kälte ansgesetzt sind, Gesundheit und Leben für uns opfernd. „Wieviel doch zusammenkommt", hört man mitunter sagen. Ja, cs erscheint viel was gegeben wird, bedenkt man aber, wie rasch das alles wieder aufgebrnucht ist, dann muß ein Jeder sich sagen, daß nicht genug gegeben werden kann. Gewiß bedeutet es für manchen ein Opfer, doch wie vcr- ichwindeud klein siud diese Opfer gegenüber denen die unser trpscrcs Heer unausgesetzt für uns bringt? Wir beklagen und bejainmcrn unsere Helden, das ist menschlich. Weit n enschlicher aber ist cs, wenn wir fortgesetzt darauf bedacht find, wie wir das Los der Kämpfenden da draußen vecbesiern ßttdeni wir nach Kräften für ihr körperliches Wohl sorgen. Jede Hausfrau sollte daher ihren Bestand in warmen Woll> fachen (Unterkleider, Strümpfe, Pulswärmer, Leibbinden R. A.) nochmals gründlich durchsehen und von dem oft rei- Ken Vorrat gerne und ohne Zaudern hergeben und nur das l-ftigstc zurürkbehalten. Wollten wir uns täglich vor Lugen halten, daß wir uns im friedlichen Heini für ein behaglich Stübchen sorgen, unser bcgncmes Nachtlager ungestört aufsuchen können, wie leicht würde uns, mit dankerfülltem Herzen, dann diese Fürsorge werden! * E, D. Aus der Heimat. Bon unserem Landsturm-Bataillon! Markirch. 8. Oktober 1911 ' ' *m 17. September sandten Dizeseldwebel Oskar Laskch Unteroffizier tz. Steinbrenner. Unteroffizier vketz, Unter» l'c.ffiaiec Klctzitz, Gefreiter Anautz nnd Lgndsturmmou» Reue Tageszeitung. Dienstag, den tt. Oktober 1914. Metzler alle vom Jnf.-Laudfturm-Bal. Friedberg 2. Eomp an Ihre König!. Hoheit der Großherzogin von Hessen und bei Rhein eine Feldpost-Ansichtskarte, worin sie Ihrer König!. Hoheit die herzlichsten Glückwünsche zum Geburtstage übermitteln und um Gattes reichen Segen baten. Darauf folgte das nachstehende Telegramm: Rn 2. Comp. Landsturm-Jnf.-Bat. Fricdberg z. Zt. Markirch (Elsaß.) Tarmstadt, 21. 9. 1914, 12 Uhr Mittags. Herzlichen Tank den tapferen Landsturmlenten für die treuen Geburtstagswünfchc. Ich habe mich über das Der- halten außerordentlich gefreut; möge Gott unseren Fahnen weiter zum Stege führen. Eleonore. * Fricdberg, 6. Olt. Für die Ausstellung von Sterbeürkun- den für im Felde gefallene Militnrpersonen ist der Standesbeamte zuständig, in besten Bezirk der Verstorbene seinen letzten Wohnsitz hatte und wenn sein Wohnsitz im Jnlande nicht bekannt ist, der Standesbeamte desjenigen Bezirks, in dem der Verstorbene geboren ist. * Fricdberg, 6. Okt. Für' s Vaterland gab auf den Schlachtfeldern Frankreichs fein junges, hoffnungsvolles Leben der Referendar Schäfer am hiesigen Amtsgericht, der Sohn des Herrn Lehrers Schäfer von Reichelsheim. Wir ehren in dem Gefallenen ein lcuchlcndcs Beispiel getreuer Pslichtcrsiil- lung, sein Andenken wird uns unvergeßlich sein. * Nieder-Wöllstadt, 9. Olt. Oberlehrer Schmidt in Ebcr- stadt bei Darmstadt, der srühcr als Lehrer in Nieder-Wöllstadt stand, feiert heute das Fest der goldenen Hochzeit. * Bad-Nauheim, 6. Okt. Am Donnerstag, den 8. Oktober, abends 8'/, Uhr, findet im Theatersaal des Kurhauses ein Eztrakonzert der Kurkapcllc statt, besten gesamter Ertrag sür das Rote Kreuz bestimmt ist. Das Hauptwerk des Abends ist die beliebte herrliche H-moll-Symphonie, die sogenannte „Unvollendete" von Franz Schubert. Solistisch beteiligen sich am Konzert Herr Konzertmeister Schachtebeck (Violine) und Herr Keyl (Violincell), die Leitung des Abends hat Herr Professor Hans Windcrsteiii übernommen. Das Ecsamtprogramm wird noch bekannt gegeben. * Butzbach. 5. Ott. Dem Unteroffizier Bachmann in der 3. Kompagnie 198 wurde für erwiesene Tapserkcit vor dem Feinde das Eiserne Kreuz verliehen. * Gießen, 9. Ott. Durch Beifügung des Oberbürgermeisters ist für gute Spcisekarwsfeln ein Höchstpreis von 3 Pfg. pro Pfund im Einzelverkauf festgesetzt. Verschiedenen Händler war dieser Preis zu niedrig und auf dem letzten Wochenmarkt hat einer derselben seine Säcke zugebunden und erklärt, er hätte die Kartoffeln alle schon sackweise verlauft. Diese Angabe stellte sich als unwahr heraus, worauf die Polizei die Säcke wieder ausband, die Kartosfeln verkaufte, und dem Händler den Erlös aushändigte. * Gießen, 9. Okt. Das hier gebildete erste Landsturmbataillon ist am Sonntag nachmittag in der Richtung nach Westen ansgerückt. Viele seiner Angehörigen sind hier in der Stadt beheimatet und die aus der Nähe Eingerufcnen waren auch schon wochenlang hier einquartiert. Eine Anzahl dazu gehörige ftllhere Regimentsmusiker hatten eine Kapelle gebildet, welche mit Pauke und allen Instrumenten ausgerüstet, die seitherigen Ein- und Ausmärsche des Bataillons begleitete und auch am Sonntag an besten Spitze marschierte. Eine große Menschenmenge aus der Stadt sowie der näheren und weiteren Umgebung gab den Landstürmern das Geleit zum Bahnhof, ihnen allen ein frohes und gesundes Wiederkehren wünschend. * Frankfurt o. 91., 9. Okt. Die Süddeutsche Mühlenvereinigung hat den Preis für Weizenmehl 9 um 99 Pfg. von 49.99 Mark auf 49 Mark ermäßigt. * Frankfurt o. 91., 9. Ott. Bei starkem Angebot — waren doch 2734 Schweine, was selten oorkommt, angesahren — gingen auf dem Frankfurter Vichmarkt die Preise für Schweine weiter in die Höhe. Aus dem Wiesbadener Markte stellten sich die Schweinepreise noch etwas höher. Die Schweinepreise haben damit wieder beinahe die Höhe erreicht, die sie zur Zeit der ersten Mobilmachungstage hielten. — Die erhebliche Preissteigerung wird vor allem dadurch hervorgerufcn, daß die Armeekonservenfabriken Schweine in größerem Maße zur Verarbeitung ankausen und die Konsumenten Speck, Wurst und Dauerware in größeren Mengen auf Vorrat sich beschaffen. Unter diesen Umständen soll für die nächsten Wochen noch eine weitere erhebliche Preissteigerung zu erwarten sein. Daß auch aus dem Lande die Preise für Schweine im Steigen begriffen sind, geht daraus hervor, daß der Landrat des Kreises Gelnhausen die dort festgesetzten Höchstpreise für Schweinefleisch erhöht hat und zwar kosten Bratenstücke und Rücken (früher Cote- lette) 75 Pfg. das Pfund (seither 95), Kochfleisch und Bauch- slcisch 95 Pfg. wie seither, Blut- und Lebcrwurst 79 Psg., (seither 95 Pfg ). Hessen-Nassau. - x. Sticrstadt, 6. Okt. Um dem fortwährenden Steigen der Brotpreise cntgcgenzutreten, hat das hiesige Fürsorge-Komitee einen lobenden Entschluß gefaßt: Es soll jetzt nach dem Dreschen von den Landwirten Korn bereit gestellt werden, das gemahlen und zu Kornbrot verbacken wird. Mit den hiesigen Bäckern, die ja auch alle Söhne im Feld stehe» haben, wurde der Backlohn vereinbart, so daß nächstens mit dem Backen begonnen werden kann. Das Brot soll alsdann während des Krieges zum Selbstkostenpreise abgegeben werden. Unseren Bäckern gebührt großer Dank und man wirb sie nach diese» schweren Zeiten wieder zu entschädigen suchen. * x. Bommersheim, 9. Ott. Die Michels- und Landeskirchweihen fallen für dieses Jahr aus. Trotzdem ließe» sich die Hausfrauen nicht abhaltcn, eine große Reinigung vorzuneh- mcn und die Wäsche des Nachts zum Trocknen im Hofe oder im Garten aufzuhängcn. Dabei mußten drei Familien die unangenehme Wahrnehmung machen, daß die Wäsche am ande- ' ren Morgen gestohlen war. Don den Dieben fehlt jede Spur. Starkenburg. , f ., * Darmstadt, 6. Okt. Höfliche Bayern. Ein gesange- ner französischer Oberst, der am Freitag auf dem Wege nach der Festung Ingolstadt in Bealeituna eines deuticken Ossi» ziers hier durchlam, und in Folge mangelnden Anschlusses und Ucbcrmüdung von der Reise daselbst übernachtete, wurde »ach einer Zelle des hiesigen Dlilitärarresthaufes gebracht, um seine Flucht zu verhindern. Er setzte die Reise am nächsten Tage unter Bewachung über Afchaffenburg fort. Als auch dort eie. etwa dreistündiger Aufenthalt nötig wurde, wurde er nach der Meldung Aschaffenburgcr Blätter durch den dortigen Bahn- hofsvoistand in Ermangelung anderer Räumlichkeiten nach den. Königssalon des Bahnhofs geleitet. Und das nennen unsere Feinde Barbaren!! * Darmstadt, 9. Olt. Ein seltenes, schweres, aber auch ge» rechtes Urteil sällte am Samstag das hiesige Schwurgericht, Das grausige Verbrechen in Hosheim i. Ried bei Worms, das Mitte Juli d. I. weit und breit die Gemüter erregte, da UN. tcr kaltblütiger Mördcrhand nahezu eine ganze Familie hin- gcschlachtct wurde, fand endlich seine Sühne. Der etwa 39 Jahre alte Bäckergeselle PH. Flörsch aus Monzernheim, der in jener Nacht seinen 9!eister, den Bäckermeister N, Back, besten Frau und dessen eine Tochter mit einem Handbeil ermordete, die andere Tochter schwer verletzte, den Betrag von 872 Mark raubte und dann, nachdem er die Leichen mit Petroleum über- goß und das Haus in Brand steckte, in raffinierter Weise die Spuren des Verbrechens zu verwischen suchte, wurde wegen der Raubmorde dreimal zum Tode, wegen des Mordversuchs zu lebenslänglichem Zuchthaus, wegen der Brandstistung zu fünf- zehn Jahren Zuchthaus, mit den üblichen Rebenstrafen verurteilt. Wenn man das kaltblütige Verhalten des Mörders, während der ganzen Verhandlung beobachtete, der wegen ebenso rachfichtigem Hinmorbcn seiner früheren Geliebten schon 4y Jahre Gefängnis verbüßt hat, wenn man weiter die crschrck- kcnde Ruhe und da» cynische Lächeln überlegt, mit welchem dieser Mensch das gewiß nicht leichte Urteil cntgegennahm, muß man sich wirklich fragen, steckt in dieser menschlichen Hülle wirklich ein Wesen mit Gefühl und Vernunst? Geradezu nieder- drückend wirtte es, als der Raubmörder vor der Beratung des Urteils, das genau so ausfiel, wie cs der Oberstaatsanwalt beantragt hatte, auf Vesragcn seines Rechtsanwaltes, ob er das Urteil annehmen, ober Revision verfolgen, oder ein Gnadengesuch an den Landesherr» einlegen wolle, mit kalter Ruhe lächelnd erklärte, er verzichte auf alles, lieber würde er sich hängen, ehe er lebenslänglich ins Zuchthaus gehe. Wenn hier auch Zweifel aufiauchten, ob ein solches Scheusal wirUich normal ist, muß man doch bedauern, daß cs härtere, abschreckendere Strafen nicht gibt, denn der Verurteilte hat sicher kein Gcsiihl für die Bedeutung dieses Urteils, Wenn der Mensch erst so-j weit gesunken ist, ist auch der Schrecken der Todesstrafe sür ihn nicht von Bedeutung. Kirchliche Anzeigen. Gottcsdirujt in der Stadttirch«. Mittwoch, den 7, Oktober, abends 8y, Uhr: Kriegsbittandacht : Herr Direktor Schoell. Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach Mittwoch, den 7, Oktober, abends lfg Uhr: Kriegebittin- dacht: Herr Pfarrer Z atz mann. Frankfurter Wetterbericht. Voraussage: Wolkig, leicht trocken, kühler, nordwestlich. Winde, Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto H i r s ch e I, Friedberg: sür den Anzeigenteil: K. S ch in i d t, Fricdberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung", A. G., Friedberg i. H. Am Mittwoch, de» 7. Okt. trifft ein Transpor bester gefahrener jüngerer und älterer mir ein. Außerdem stehen zum Der kauf erstklassige Original bei gische Pferde von 3 Jahren Sämtliche Pferde werdet mit guter Garantie zu mäßiger. Preisen verkauft. ) Bekannt reelle Bedienung SimonKmrfnmnnMrdkhMlM Meder weiM. TklemAiiit Butzbach Nr.2i>. Bekanntmachung. Sämtliche landsturmpslichtige Marineoffiziere, Deckosfiziere und Vizedeckoffiziere (see- und garnison- dienstjähige und auch nur garnisondienstfähige) haben sich sofort bis spätestens 9. Oktober 1914 beim Bezirkskommando in Frtedberg, Klosterkaserne zu melden. Ferner wollen sich nicht mehr Wehrpflichtige, sich aber see- und gamisondienstfähig fühlende Marine- osfiziere, Deckoffiziere und Vizedeckoffiziere, die während des Krieges zuni Wiedereintritt bereit sind, schriftlich melden, soweit sie nicht schon bei ihren früheren Meldungen von den Frontstellen abgewiesen worden sind. Letztere Offiziere haben ihre Gesuche an das Stationskommando in Wilhelmshaven, die Deckoffiziere und Vizedeckoffiziere an ihren ftüheren Marinetruppenteil zu richten. Auf Wunsch werden solche sich freiwillig Meldende im Earnisondienst der Marine verwendet werden. Friedberg i. H., den 3. Oktober 1911 Großherzogliches Bezirkskommando von Branconi Major und Bezirkskommandeur. Sir. Z34 Keue Tagesziitung. Dienstag, den 8. Oktober 1 »». Seite 4 Am 1 . d. Mts. starb nach Gottes Ratschluß den Heidentod fürs Vaterland in Trier an seiner in Frankreich erlittenen Verwundung Herr i Wehrmann im Rcserve-Infanterie-Regiment No. 116. Am 4. d. Mts. fand er im nahen Friedberg sein Grab in deutscher Erde. Das Andenken des hingebenden Erziehers unserer Jugend, des fionimgesinnten Organisten, des lieben Kameraden wird bei uns stets dankbar in Ehren gehalten werden. Stamnilicipi, den 5. Oktober 1914. Der Gemeinde- ii. Selm I Vorstand, |. A.: Nagel, Bürgermeister Der evnngel. Kirchenvorstand, |. A.: Sattler, Pfarrer Der Vorstand d. Kriegervereins I., I. A.: Rau, Beigeordneter. jmw: 1 a Slm 3. September starb den Heldentod fürs Vaterland an seinen schweren Verwundungen im Lazarett zu Mouzon mein innigstgeliebter Bräutigam, unser treuer herzensguter Sohn, Bruder, Schwager und Skeffe im Alter von 26 Jahren Reserve Infanterie-Regiment 116, 9. Kompagnie, Wölfersheim, den 4 . Oktober 1914. In tiefem Schmerz Mathilde Lind, Familie Heinrich Stüber l„ Familie Heinrich Aledter IV., Familie Adam Lind. Holzltefernitg. Die Lieferung von 20 rm Tannen-Schrithost 1- Klaffe foN vergeben werden. Angebote beliebe man bis zum 12. d. Mts. bei mir einzureichen. Friebberg, 5. Ott. 1814. Der Bürgermeister. Stahl. Haferliefermig. Für den hiesigen FafelftaU soll die Lieferung von 20 Ztr. Hafer vergeben werden. Angebote nebst Proben find bis zum 12. d. Mts. bei mir einzureichen. Friedberg, 5. Olt. 1914. Der Bürgermeister. _ Stahl. üelrannlmachnny Das Verzeichnis der in der Stadt Friedberg und dem Stadtteil Fauerbach wohnenden Personen. die zu dem Amte eines Schöffen oder Eeichworcnrn berufen werden können, liegt vom 7. bis einfchl. 14. Oktober 1. 3s. im hiesigen Etadthrrufe, Zimmer Nr. 4, zu Jedermanns Einsicht offen. Fricdberg, den 5. Oki. 1914. Ter Bürgermeister. Stahl. 2-ZiWltt-Wnnng mit abgefcht. Vorplatz und Zubehör an ruhige Leute p. 1. Nov. zu vermieten. Näheres Friebberg- Fauerbach, Klau enstr. 12. Suche zum IS. Oktober oder 1. November ein junges cvang. ÜliäDrfjcn als Stütze der Hausfrau auf Gut zwischen Gießen u. Marburg bei Familienanschluß und Taschengeld, ebenda elbft ein tiiiijtiijfr UerrimHer gesucht. Offert, unter P. 2543 an die Neue Tageszeitung. Miner Slhweize^ (guter Melker) zum sofortigen Eintritt gesucht. Heil * Co.. IDi ckffadt. Bursche krustig, 18 — 20 Jahre alt gesucht Kaiscrstraße 12, Friedberg. 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Hanusz- kiewiz 50 Pfg.; Frau Kempel Ww. 50 Pfg.; Marie Lippold 3 M; I. Koob 3 Jl; Heinrich Häuser 5 Jt; Ludwig Haustein 10 Jl; Karl Dietrich 5 Jt; Frl. Buchhold 3 Jt; Briefträger Schneider 3 M; Frl. 9t. 9i. 5 .*; Heinrich Fischer 2 Wilh. Schmidt 1 ,4t; 6. Ruckeishaus 5 .11; Heinrich Metz 5 ,(t; Hrch. Born 1 Jt; Adam Kling 1 Jl; Iah. Luch 1 Jl; K. Wagner 10 Pig.; Frau Ehrist. Walz 1 Jl; Max Kahn 1.50 .k; Otto Frey 1 .k; Hrch. Eonther 1 Jt; Leop. Wieland 50 Pig.; Adolph Schauermann 2 .11; Hrch. Umsonst 1 Jt; Heinrich Billafch 2 ,(l; Heinrich Händler 1 Jl; Frau Bayer 50 Psg.; Friedrich Braun 1 Jl; H. Nagel 50 Pfg.; M. Fischer 1 Jl; I. Soinc 2 Jl, H. Stießt 3 Jl; Schönemann 4 Jl; Otto Kegel 5 Jt; Jak. Klos 3 Jt; I. Mankel 2 Jl; E. M. 2 Jl; H. Schmiedel 1 .ft; H. Müller 2 Jl; Stapf 5 Jl; Meiß 1.50 Jt; Feldhaus 1 Lang 3 Jl; Henkel 5 Jl; <5. Rüser 6 Jt; Heinrich Thorn 2 Jl; Heinrich Altcnburg 5 Jl; Heinrich Kleber 3 Jl; Frau Staubt 58 Psg.; I. D. 3 .41; Frau Aibach 2 Jl; Friedr. Wilhelm 3 .11; Karl Nicdenthal 1 Jt; Kittchen Stütz 1 .41; Dr. W. Me- peile 100 .41; PH. Koch 15 Jt; W. Koch 20 .ft; Heinr. Stein, häußer 20 ,k; Reuweger 2 .fl; Sames 3 .fl; Ungenannt 3Jt; Hauer 5 Jl; Fall 3 Jt; Hosmann 2 Jl; Fr. Krauß 1 Karl Eberl 2 .ft; Frau Rüster 5 .fl; Langohr (2. Gabe) 5 .ft; Schuch, mann 3 .11. Wößner 10 Jl; Stettin 4 Jl; Fri. B. Adler 5 ,tt; Hcckler f Jl; Gnade 20 Jl; Sarrazin 10 .1; Schmierer 10 ,k; Frau Sydclum 2 Friedr. Lang 2 .«; Eichmeister -chmidt 10 Jt; Frau Kriegei 1 .fl; Frl. Blum 10 .fl; Frl. B. 5 . 11 ; Frau Geisel 2 .ft; Prof. Werner und SDiutter 30 ,K; August Stern 10 .ft; Direktor Schwabe 20 .ft; Lehrer Kemps 10 Jt; Benno Schleimer 10 .fl; Rud. Judcrsleben 2.«; Hermann Meier 5 Jl. Allen Gebern herzlicher Dank!