berhessische Volkszeitung Organ für die Interessen des 1195 0 i 5 gen Volkes der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete. Die Oberhessische Volksgeitung erscheint jeden Werktag 9 a Gießen. Der Ab onnementspreis beträgt wöchentlich l Pfg., wü Redaktion und Expedition 2 Inserate kosten die 6 mal gespalt. Kolonelzeile oder deren Raum 15 Pfg. 60 Pfg. einschl. Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährl. 180 Me. Giessen, Babnhofstraße 23, Ecke Löwengasse. Bei größeren Aufträgen Racgatt. Anzeigen wolle man bis abends 7 Uhr 8 Telephon 2008. für die folgende Nummer in der Expedition aufgeben. r. 299 0 5 ießen, Dienstag, den 21. Dezember 1915 10. Jahrgang 2 1 f f 1— Aus dem Reichstage. 2910 e erf liche, cheaten] Das Unglüg geschah durch Jusammenstoß mit einer öster⸗ 3 8 8— Abg. Sch alt.) bezweifelt, ob mit dieser Formulierung reichi 157 j j j Militärfragen vor der Reichshaushaltstommission. der beabsichtigte Zweck erreicht wird. In der Haupffache muß 8 ice i N 1 50. fegen 1 (Sitzung vom 18. Dezember.) sich darum handeln, daß gewissenlose Spekulantentum zu treffen.—! zwischen der Insel Saseno und dem Hafengebiet. Das chiff 5 7. verhandelte zunächst über die Beschäftigung a ee de 55 Aan b Kaßt aber 155 iure Bebe ben.„„ 5 und Behandlung der als Arbeiter verwandten göe ö f 9 0 der Antrag stößt aber auf furistische Bedenken. 8 f Hi 3 . in Deutschland beschäftigten rufsisch⸗polnischen.(Sedudg Hach(Sog) die summissen kamm dem shmpantihen 9 0 eee e en, gelunken. 192 — handlungen waren streng vertraulich. N Gedanken die erforderliche juristische Form nicht geben. Es kommt Berlin, 19. Dez.(T. U.) Wie wir der Zeitung Hestia Die Diskussion wandte sich dann der Uebermit jetzt nur darauf an, die Uebereinstimmung in der Sache selbst fest⸗ in Athen entnehmen, ist nach einem Tel d iechi Die Di 0 2 ing aten Abe Sie sch e Ele des Finnen 10 hmen, ist nach einem Telegramm der griechi⸗ Antrag ee 1 5 ee liegt folgender nis seiner Freunde 155 1 Antvages. 40g. Graf chen Behörden auf Kreta an die griechische Regierung bei :„Den? teichskanzler zu ersu zu Westar ichts n 0 9 8 5 der J Bezi si Kr i i daran daß wege de dana e kres 1185 55 Westarp hat nichts gegen den Grundgedanken des Antrags, be⸗ der Insel Granta(Bezirk Lassitha auf Kreta) ein englischer ausgegebenen amtlichen Kriegsnachrichten allen Organen d hi v önnte⸗ rien en j 1 9; 7 8 Deutschen Presse, welche darum nachsuchen, gleichzeitig 100 7 0 5 zuhigt werden könnten—AKriegsminister„ Wande! bittel, keine wurde, auf eine Klippe aufgelaufen. Das Schiff wurde f 155 5 5 b 0 Maßnah schließe f 1 terne Sgeist 8 1 15 5 8 5 geltlich gegen Erfatz der Uebermittlungskosten mitgeteilt werden.“ Handels und der Juhu e e e seinem Schicksal überlassen, nachdem englische Kreuzer sich Abg. Gröbe;(Ztr.) bespricht die geschäftlichen ik i 98 7 0 5 7 5 eden. 258 fe Anspolstelnag e 6 sei die. e en nicht überteuert worden. 5 38 vergeblich Weimüten; 0 flott Zu machen.. dub e, echtigte Vorteile von den Zeitungen zu beschaffen. tag Schier ne e e e e en een en er fürliiche Fagesbericht. Die Nachrichtenvermittlung durch dieses Bureau ist sehr Abg. Stadthagen begründet nun den Antrag, das Gesetz, Konstantinopel, 18. Dez.(W. T. B.) Das Hauptquartier mangelhaft, einzelne Zeitungen am gleichen Ort. N 05 Sc, 05 0 5 2 2 7 f 1 E abricten oft bret liver sbehte be erben Pan en d eee e e eee ee irreführend Zeitungen, die dem Wolffbureau nicht genehm sind, de ebl. 8 328] dap absenden 8 Algier 1 die 5 Verteidigungswerke aller Art vor der feindlichen Haupt⸗ 1* 58 0 5 7 5* bl. 328 Ah 3 1, de 82 e 0 22„ G 8 e 2 8 er een Nr ee ee 9 7 1„mobilen oder gegen den Feind verwendeten“ gestrichen werden. stellung bei Kut El Amara qu zerstören. Unsere schwere einer Zeitung hat das Wolffbureau verlangt, keinerlei Kritik Nach kurzer Diskufsion wird der Antrag zurückgezogen, da Staats. Artilleéerie beschießt wirksam die Schützengräben und mehr an dem Bureau zu üben. Deshalb muß mit der Monopol⸗ sekretär Lisco Abhilfe zusagte 0 5 andere Einrichtungen des Feindes bei Kut El A D stellung dieses Bureaus gebrochen werden. N e andere Einrichtung es Feindes bei Ku mara. Der 8 f 8 Abg. Stadt n begrün An de ii b N U Oberst Hoffmann schildert den Verkehr des Kriegs⸗ 1 Gesetz zu 1 1 8 e 85 95 Feind benutzt von neuem Dum dum ⸗Geschosse. ministersums mit dem Wolffbureau. Schnelle Verbreitung der arbeiter und Gesinde haben das Recht, ihren Arbeltsvertrag An der Kaukasusfront hat sich außer Scharmützgl, 5 Nachrichten ist nur auf diese Weise möglich. Mit diesem System gh 8 i g ü n di r i zwis Patrouill ichts 5 5 f f e. g 1 Soste ine Einhaltung einer Kündigungsfrist zu lösen, zwischen Patrouillen nichts ereignet. er kann die Heeresverwaltung momentan nicht brechen. Die Oberste wenn eln wichtiger Grund vorliegt. Das ist stets der Fall An der Dard II t bei Ann unter Heeresleitung ist jedenfalls mit dem Wolffbureau zufrieden. Das f 15. 125 e n der Dardanellenfron et 1 N 8. 0. 1 8 80 ich en, Das wenn einer der Gründe vorliegt, die nach der Gewerbeordnung beiderseitiges, zeitweise unterbrochenes Geschißte entgegen⸗ N 1 hat mit der Uebermittlung der Heeresberichte nichts ver⸗ einen Gewerbegehilsen zur Aufhebung zes Vertrages berechtigen.“ 3 land⸗ 8 5— Staatssekretär Lisco erklärt es für unmöglich, derart tief⸗. e. 8 90 1 8 5 2 5 5 n e ee 1 5 einschneidende Aenderungen vorzunehmen.— Abg. Bauer(Soz.) Rückschlag seine Schützengräben, die zweite verursachte keinen deute die Vernichung der Kenn. olf hat won der Fele recktsertigt den Antrag mit der Rachtlosigkeit, unter der diese Be⸗ Schaden bei uns. Unsere Patrouillen erbeuteten in den graphenunion 5000 Mk. für Ueberlassung der Heeresberichte ver⸗ völkerungsschichten leiden.— Der Antrag wurde abgelehnt. f fcindlichen Schützengräben eine Menge von Bajonetten, Ge⸗ 0.) Mk. g. 8 7 Es wird nun wieder über eine ganze Flut von Anträgen ab⸗ schoss„ jal. Bei Ar i B langt. Die Art, wie das Wolffbureau seine Macht ausnutzt, ist gestimmt. Angenommen wurden u. a. folgende sozialdemokratische jossen und verschiedenes Kriegsmaterial. zei Ari Burnu Aperbört: Die Verleger haben garnicht 8 faden 5 Anträge: Die Hergabe von Reichsmitteln zur Unterstützungsschleuderte der Feind gegen unseren rechten Flügel eine große e 1 105— 1. en i 110 1185 51 der Tertilarbeiter wird an die Bedingung geknüpft, daß[ Menge von Bomben. Ein Kreuzer, drei gepanzerte Monitore Zeitun 13 118 n ich ein e eaten r en e Zweck der Festlegung der Unterstützungs bedingungen und die Landgeschütze schossen eine Zeitlang in verschiedenen gsverleger veranlaßt. sich eine geeionete Organ 8 und zur Durchführuna der Unterstützungsaktion geschaffenen Oxts⸗, Richtungen. Unsere Artillerie antwortete in wirksamer Uebermittlung amtlicher Nachrichten zu schaffen. bende iter, Landesausschlissen auch Vertreter der gewerkschaft⸗] ien ae ee senk b 9 Kriegsminister v. Wandel sagt eine eingehende Unter- sschen Organitationen der Tertilarbeiter in gleicher gahl wie die[ Weise. Bei Sedd⸗ül⸗ Bahr versenkte unsere Ar⸗ suchung zu. Unternehmer hinzugezogen werden.— Die verbündeten Regierungen] tillerie au den Meerengen am 17. Dezember nachmittags mt eini i i von Nachrichten bevor⸗ 1 8 0 e a 0 2 Mit d leber ven Auslandsnachrichten hat Wolff e 0 0 1 1 eln Mannschaften landeten. Die Landung wurde unterbrochen. völlig versagt. Es ist nicht zu billigen, daß man der Telegraphen- Unterstützungsempfänger nicht verpflichtet sind, die er⸗ Unsere Landartillerie richtete auf dem rechten und linken union die Ueberlassung des Heeres berichtes verweigert hat. iche baltenen Beträge später zurückzuzahlen.— Dem„Heichs⸗ Flügel Verwüstungen in den feindlichen Schützengräben an. Abg. Stadthagen erörtert das militär gerichtliche ausschuß für Kriegsbefchäd'gtenfürfarge“ ausreichende Mittel zur Ihre Bombeneinschläge brachten die feindlichen Batterien letzung der Immunität und entgegen dem ausdrücklichen Beschluß kann.— Angenommen wurde auch ein Antrog, in dem gefordert 9. 2—— des Reichstags ist ein eingeleitetes Verfahren zu Ende 1 0 wird. daß bei Streitigkeiten zwischen Unternehmern und Arbeiternf gebung von Altschi Tepe beschossen, richteten keinen werden. Und wiederum ohne den Reichstag zu fragen, 1 das Reichsamt des Innern vermittelnd eingre'sen soll.— Der An⸗ Schaden an.. . e gegen. een Der Reichstag 11 0 des 25 ntrums der sich 170 en da s 10 0 f 11 1 ß 155 1 Konstantinopel, 19. Dez.(W. T. B.) Das Hauptquartier muß diesen Eingriff in seine Rechte zurückweisen f richtet, wurde angenommen. Ebenso die folgende Resolution teil mit: A Irakfront entwickeln zu unseren Gunsten General v. Langermann erklärt, daß auch e eee der Sozialdemokraten: Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, a) bis bei e l 8 0 1 15 5 15 50 zen 3 waltung die Immunität der zum Heere eingezogenen 9 511 zur Vorlage eines Entwurfs der Kriegsbesoldungsord⸗ i Kut⸗el⸗-Amara örtliche Kämpfe mi ri nter ⸗ neten nicht bestreitet. Die Einstellung des Verfahrens 5 tele⸗[nung dahin zu wirken daß eine weitere Reform der K. B. O. vor⸗ brechungen. 5 5 graphisch angeordnet worden. Im zweiten Fall e, genommen wird: b) dahin zu wirken daß den Mannschaften An der Kaukasusfront nichts von Bedeutung. e ahren.— g. St a agen ste emges 1 117 2 i der Gewährung von ub 3 ich st je M 5 erück⸗ Hrtillerie⸗ r 5 das Militärgericht den Anordnungen des Kriegsministeriums 5 sichtsat werden, die bisher noch nicht in Urlaub waren: Burnu„ und Bombenkampf. Der von unserer Ar gefügt bat.— Kriegsminister v. Wande behauptet, daß Jog Jah den beurlaubten Mannschalen für die Dauer des Urlanbs, daz tillerie bei der Au sschifsungsstelle von Ari Burn n Verfahren gegen den Aba Liebknecht eingestellt e 1 ledi 191 für ihren Tryppenteil sestgesctzte Beköstigungsgeld bei An⸗ in der Nacht des 18. Dezember verursachte Brand dauerte Heine führt aus, daß 11 erer eworden f. Aach b tritt 107 e 800 80 e 1775 e e bis zum Vormittag an. Bei Sedd⸗ül⸗Bahr warf der aus materiellen Gründen eingestellt 0 das geforderde Revision der Offiziers ält id die Be⸗ Tei% Ff 5 1* 9775 9 5 Verfahren durfte unter keinen Umständen eingeleitet r sich seitigung der Zulagen in der Heimat wurde mit 16 gegen 13 Stim⸗ 0 e den 1 ee und 1 den. Hier handelt es sich um ein Recht des Reichstags, das er sich men abgelehnt.— Abgelehnt wurde auch der sozjaldemokratische torpedos gegen unsere Schützengräben unseres Zentrums un nicht verkümmern lassen darf. 55 dem Antrag die Freilassung jener feindlichen Ländern angehörsgen unseres linken Flügels. Unsere Artillerie erwiderte, beschoß Mit einer weiteren kurzen luseiandestesaup e Nußsrracge Zivilinternierten herbeizuflihren, die in Deutschland eine erfolgreich Bombenwerfer- und Torpedowerferstellungen, so⸗ Krieasminister und dem Abg. Stadthagen lehre die folgende Reso⸗ e e de e eee die feindliche Artillerie, die sie zum Schweigen brachte, tion:„Die verbündeten Regierungen zu 9 60 Kriegs⸗ 5 19 2 f 1 5 99 8 8 5 5 1 ben folgenden Inhalts zu e Gegen Kriegs- men: 1. Die Familienunterstüttzung ist zu gewähren, wenn nach feindlichen Gräben. Ein Kreuzer und ein Monitor N 177% Klage auf der laufenden Ste banlagung das Einkommen in den Orten der schoss. nass sch Ni 1. eder der laufenden Steuerveranlagung das Einkommen in den Orten der schossen wirkungslos in verschiedenen Richtungen gegen un⸗ Fun e Kriegszustandes n ücht 17 5 Tarifklasse E 1000 Mk. und weniger, in Orten der Tarifklassen sere Stellungen und zogen 1 dann zurück 0 5 Läsfi n der Kläger nicht nachweist, daß der e und D 1200 Mk. und weniger, und in Orten der Tarifklassen 5 5 3 nehmer zur Zahlung der Mietzinsrügstände leer den e ee e ee eee ee Die Belagerung von Kut⸗el⸗Amara. r 55 M ee Lage ist.“ Un n Kriegern nicht, wenn der zum Militärdfenst Eingezogene an seinem Ein⸗. 0 8 5 Mietzinsbeträge wirtschaftljch in der Lage ste erfahren, daß kommen keinen Ausfall erlesdet: 2) die Zuschüsse des Reschs und Vereitelter Durchbruch zweier Mon tore. a u, wenn eee 00 8 100 er. ere sind, weil sie 45 5 der Einzelstaaten an die Lieferungsverbände zur Erhöhen der Konstantinopel, 19. Dez.(W. T. B.) Ein Telegramm Miete en konnten. Man bestellt dem e von dem Famslfenunterstützung sind— abgestuft nach der Leistungsfähigkeit aus Bagdad meldet: Von zwei englischen Moni iete 3 fahren durch. der Lieferungsverbände— festzusetzen. 3) Die Bestimmung zuftoren, welche die türkische Belagerungslinie um Kut⸗el f ft in Ver f setzt einen Vertreter und führt daun ein Pedner führt zum Beweis treff ß die Aufssichtsbehörde in geeigneten Fällen die Zahrung; der Krieger nicht das mindeste ersübte scher Beispiele an. Die e ee anordnen i Fällen die Zahrung Amara zu durchbrechen versuchten, wurde einer durch das für seine Ausführungen eine Reihe deen Schlag gegen die Nach Erledigung einiger minderwichtjger Angelegenheiten ver⸗ Jeuer der türkischen Artillerie versenkt, der andere zur im Felde stehen. Erlaß Ver⸗ 5. 55 8 rein 175 daß zacht wage während der letzten türkischen Angriffe werden auf 1000, ordnung nicht an solche Ausnahmefälle erarund stehen, nicht die Zum Untergang des italienischen Tru pen⸗ Mann geschätzt. a 1 j d 5 5 5 des Kriegers müssen immer im Vor Dir ra.(.) N 5„ Auen Mat 5 es Despalb eh der 1150 5 ener trausportdampfers„Re umberto“. Beschlagnahme 5 1 1 J Post durch die Abg. Heine: die Sache wird mit ech weit genug: immerhin Luganv, 19. Dez. Nach dem Secolo hatte der an der Engländer. N 0 ter A wesentliche 5 ba gel Gee Idriatischen Küste gesunkene e 0 e 5 Won de 8 88 Abg. Gröber(Ztr.) begründet berlenige, welcher sich oder„Re Umberto 800 Mann ien ord, von enen fast an Bor des dänischen Dampfers„Oskar, befin iche, füt entwurf demnächst vorzulegen, durch 1 5 mögensvorteile gewähren olle bis auf zwei Offiziere und 40 Soldaten gerettet wurden;] Dänemark bestimmte amerikanische Paketpost in Kirkwall einem Dritten für Heeresleistungen 9 übersteigen und in auf⸗ außerdem fehlen noch sieben Matrosen des Schiffes. Der zurückgehalten. Auf dem Dampfer befindet sich bekanntlich oder versprechen läßt, die den 1 stehen, zum Ersatze des Dampfer hatte auch ferner 600 Tonnen Kohlen an Bord.! die Friedensgesellschaft des Amerikaners Ford. 1 5 Leistung en, 9 N sallendem Mißverhältnis zur Leif 75 naawirkender Kraf Schadens verpflichtet würd, und zwa fürchtet nur, daß unter Umständen Handel und Industrie beun⸗ Hilfskreuzer, der zur Verfolgung von U-Booten verwendet 5 1 10 5 9 0 E Hu 23 zwei vom Feinde entzündeten Minen zerstörte knen Abg. Fischbeck(Fortschr.) behauptet, daß das Auswärtige zu ersuchen, durch eine Bundes ratsverordnung zu bestimmen, daßseinen der beiden Schlepper, die Material und Verfahren gegen den Abg. Liebknecht. Unter Vere Verfügung eu stellen, damit er die ihm gostellten Aufgaben erfüllen zum Schweigen. Ein Kreuzer und ein Monitor, die die Um⸗ 3 gen. 5 9 ö 8 i nunn 855 175 1975 5 a e er ersuchen, eine bundes⸗ Zu den Unterstützungsfragen wurde folgende Reiolution angenom⸗ als diese das Feuer eröffnete und zerstörte einen Teil der tagte sich die Kommission bis nach Neujahr. Rückkehr gezwungen. Die Verluste der Engländer, 0 0 0 Eine englische Friedensstimme. Im Labour Leader setzt nach der Frankf. Ztg. der Arbeiter⸗ abgeordneie Snowden seine Auffassung von der Antwort aus⸗ einander, die der erste Minister Asquith auf die Anfrage ge⸗ geben hat, ob die Regierung geneigt sei, Friedensbeding⸗ 0 bis es erstickt. Die Kasernen Italiens, lands, halten noch unendliche Reserven, in unseren Häusern, un⸗ mehr fabrizieren, bis sie in einem rächenden Feuer das blutige! letzthin unter dem Namen Stemmler von einem gew Deutschland ersticken können. Dieser Rachetag naht, Herr Kanzler, Stahl, der gegenwärtig wegen Meineids im Gesängni und wir werden Deutschland mit dem eisernen Ring umspannen, Zeugnis erhalten zu haben, daß die„Lusitanja⸗“ Kanonen an o blutdürstiger Vertreter Deutsch⸗ durch Spione photographieren ließen, und daß sie sich anschickten, N Bord 1 atte Kanal Man glaubt zu wissen, daß König und Lyndecker den ihn mit Nitroglycerin zu sprengen. Die gegen sie angestvengte 5 1e. 120 3 f 5 5„ ungen, die ihr vorgeschlagen würden, der Kammer zu unter⸗ seren Fabriken, unseren Feldern sind noch Hunderttaufende, ja Mil⸗ Klage behauptet auch, daß sie beabsichtigten, eine militäris 5 breiten. Aus der Antwort, die der Minister Snowden gegeben hat, lionen von jungen blühenden, gesunden Männern. Wir sprechen Unternehmung in— Staaten zu beginnen. 1 1 25 zieht Snowden optimistische Schlüsse. Er sagt, während der letzten nicht von Frieden, da der Friede von selbst kommt, nämlich dann, Wir geben diese Meldung des Reuter⸗Burcaus mit dem Vor⸗ 5 Woche ist eine Aenderung im Ton und in den Aeußerungen gewisser wenn wir über die Leiche Deutschlands geschritten sind. Von Frie⸗ behalt wieder, der gegenüber den von englischer Seite verbreiteten 30 Politiker und zewisser einflußreicher Zeitungen eingetreten. Ohne den sprechen nur Sie, und überflüssigerweise. Denn Sie, Herr Nachrichten über angebliche Verschwörungen ganz besonders am „ Zweifel zeigt sich eine Rückkehr zur Vernun ft und die Ge⸗ Lanzler, eilen ihrem Ende zu. Das fühlen Sie. Und darum suchen Platze ist. n 9 neigtheit, den Tatsachen und der Lage ins Auge zu schauen. Es Sie den Frieden. Aber wir, merken Sie es sich, wir beginnen jetzt Der preußische Landtag, 9 5 hat ein Mißtrauen in die Fähigkeit der britischen Regierung, erst Unsere vollkommene und unzerstäörbare Einheit bekräftigt erst sowohl das Ab ls auch das 6 ist zum 5 den Krieg zu emem erfolgreichen militärsschen Ende feierlich der Londoner Vertrag. Und der Zusammenschluß unserer[ wohl das Abgeordneten⸗ als au Herrenhaus, ist zum 0 5 zu bringen, Platz gegriffen, und dieses Mißtrauen wurde durch Waffen und die Einheit unserer Ziele wird in diesen Tagen in 13. Januar einberufen.— Das Berl. Tagebl. bemerkt zu 1 5 er u. nner Paris geschoffen. So erwarten wir voller Ruhe und Stolz, bis] der Einberufung des Landtags: Die Tagung des preußischen 5 1 s vermieden haben. 2. Deutschland si rblutet.“ i i ir hö i d 13 in der letzten Woche inn Unterhause auf eine von mir gestellte Frage i een solche Fieberphantasien zu wiederholen, n wird wie wir hören, diesmal etwas länger dauern, 99 gab, zeichnete sich durch ihren entschiedenen Tonwechsel aus, indem aber nötig, wenn wir uns nicht selbst über die Stimmung im Aus⸗ als die voraufgegangenen Kriegstagungen. Man glaubt in g 8 sie ganz anders gehalten war, als die starre Abweisung, die noch lande täuschen wollen. Einstweilen, so sehr man das bedauern politischen Kreisen, daß die beiden Häuser diesmal mind 10 jet— 057 1 eee 1 maß, 1 im 1„ noch die Kriegs⸗stens fünf Wochen zusammenbleiben werden. Ueber Art und 90 Frage, di. 9 0 5 r er 2 i 1225 ie di Sregi N irgendwelche Friedens vorschläge von irgendwelcher Seite empfangen e 5 0 e 5 5 8 Umfang der Vorlagen, die die Staatsregierung dem Landtag 1 15 5 hätte, mit großer Mißstimmung aufgenommen. Die Antwort des Aus Frankreich. unterbreiten wird, waltet noch tiefes Geheimnis, das auch ö 5 5 12 5 5 uatürliey freundlich 5 den. ent⸗ Schlechte Stimmung vermutlich im Hinblick auf die am 13. Januar zu erwartende N lia 2 prechend. Ex versprach, daß, wenn der Regierung Friedensvor⸗ 8 5 55 ö T 7 35 f f 160 ö schläge gemacht wllrden, das Parlament, fobald es irgendwie mög⸗ Bern, 19. Dez.(W. T. B. Nichtamtlich.) Die letzten i 10. 1 Aten gelüftet Aa wird. 0 90 1 lich sei, in das Nertrauen gezogen würde. Diese Erklärung ist die[Ereignisse in der inneren wie in der äußeren Poli- in darf als si ber größere ufgaben den ö a 7 Voffnungsvollste Feststellung, die durch die britische Regierung seit i 101125 17 5 j 1 Landtag nicht beschäftigen werden, daß man sich vielmehr ö de 43 9 e.. tik haben anscheinend in Frankreich die Gemüter 1 5 2 8 3 7 Beginn des Krieges gemacht worden ist. Dann fährt Snowden 05 6 1 5 2 22 5 darauf beschränken wird, neben dem Etat Kriegsvorlagen der mi . fort:„Wir müssen nach Deutschland schauen, um die exmutigendsten Roch mehr erregt, als aus den Blättern hervorging, verschiedensten Art zu erledigen f f ab . Zeichen eines Geistes der Vernunft und des Friedens⸗ den der Temps sieht sich genötigt, in einem eindringlichen 4 3 f P 11 5 755 9 8 0 en ee oeh h e hin, Artikel die Franzosen an die Pflicht der Stunde zu Zur Lage in Saloniki. 5 1 ie über die Reichstagssitzungen in den englischen Blättern er— 5 8 57. 5 j 1 5 31. a Snf;: 5 575 1 g 14 schienen sind, und kommt nach einer Betrachtung der dortigen So— mahnen. Es. n i daß die Bevöl a 5 15 Sofia, 20. Dez. Nach— 5 Meldung 23 Saloniki 9 Br 9 dlbemelatie und der Hoffaung eines Wiederauflebens der kerung in ihrer Gefamtzeit durch Ruhe, Energie, vertrauens erwartet man delt daß die Engländer und Fransesen in en 8„Internationalen“ zu folgendem Schlusse: Was ist nun eigentlich volle und entschlossene Geduld und Weisheit zum vollkomme- nächsten Tagen erklären werden, daß sie Saloniki in Besitz 1 00 55 5 8.„„ nen Enderfolg der wunderbaren Anstrengungen des Heeres nehmen, desgleichen den von Griechenland geräumten Teil 8 90 5 Bedingungen 2 V ste 5 5 1 75 Di 115 77 17„ 1 5: 1 17 9 7 1 0 5 der Kriegsleidenschaft, die man diskutieren lann. Was bedeutet beikrägt 1 765 heilige Eini kei a muß den natis Grbzechisch Masedoniens. Die diplomatischen Vertreter 9 5 1 5 0 das? Es bedeuter, daß wir den Kampf sortführen müssen, bis alle nalen Block zusammenhalten, um den Stößen der Eindring⸗ die Untertanen der Zentralmächte verlassen in Eile Saloniki. de 25 Leute in militärpflichtigem Alter in Europa hingeschlachtet sind. linge machtvoll zu widerstehen. Kannegießereien über Ge. Nur der nach Monastir führende Weg ist noch frei, alle U id die die 1 e schehenes sind zwecklos. Gegen die festen Tatsachen können übrigen Wege sind abgeschnitten. Auch die serbische Zivil⸗ 1 J e r e e die schönsten Erörterungen nichts ausrichten. Es gibt nur bevölkerung flüchtet, weil sie befürchtet, in die Hände der 5 0 5 7 0. vielleicht 1 aber glaubt es 1 1 ein 8 e 5 1 e Verbündeten zu fallen. 125 0 05 en er Mutterwitz genug hat, daß Derartiges wahrscheinlich] das ist: kein Wort sagen, das feindlichen Ohren angenehm zu 11571 2 7 4. g 3 ist, unb was würde dies schließlich an Menschenleben kosten? Nein s hören sein könnte. Wir haben jetzt Krieg, darum fort mit den Türkischer Erfolg bei Kut⸗el⸗Amara. a rä 5 das Ende des Krieges durch militärische Siege Phrasen und Polemik fort mit Redeschlacht d T. U. Konstantinopel, 20. Dez. Wie aus authentischer W können wir ruhig außer aller Betrachtung lassen. Die 5 1 25 32 19 7 1 N 5 5 5 85 Achten auf 55 Quelle mitgeteilt wird elang es der türkischen Armee die je Niederlage Deutschlands erwartet man jetzt von feiner wirt⸗ Kammertribüne! Dazu ist jetzt nicht die Stunde. Die“ lische Linie bei Kut 1.21 0 5 1 55 1. schaftlichen Erschöpfung: aber auch diese Politik ist Deutschen sind da, da darf keiner von uns einen Feind unter englische Linie bei Kutel⸗Amara zu durchbrechen, sodaß ein m genau so töricht wie die andere. Denn Deutschland wird den Franzosen haben Teil der englischen Armee von regulären türkischen Truppen 8 bee 47 5 eee erschöpft werden, als 5 5 eingeschlossen ist und der andere Teil von den Arabern mit D aer Land des Wierverbandes. Zu der Verhandlung der Deputiertenkammer über den großem Erfolg verfolgt wird. 1 eis Der Vierverband und die deutsche Skandal der Armeelieferungen bemerkt der Se⸗ Ausweisung der Chinesen aus Petersburg. w Handetsflagge. nator Charles Humbert im Journal: Wenn die Regie⸗ T. U. Kopenhagen, 20. Dez. Wie die Birchemija Wiedomost!: au Die Times melden aus Newyork: In der gesamten ame- rung glaubt, daß die öffentliche Meinung die se m lan g⸗ meldet, hat der Stadtkommandant von Petersburg sämtliche 6 B rikani 12 nde Erkla ie offenbar samen Tod des Vaterlandes mit Resignation zu Chinesen aus Petersburg ausgewiesen, wo sie ein eigenes Stadt⸗ fin 11 anischen Presse wir folgende Erklärung, die offenbar. 1 täuscht sie sich. Di ählf 5 1 viertel bewohnten. Die Ausgewiesenen befinden sich jetzt auf dem N gegenüber den, wie die Times sagt, von den Deutschen aus- sieht, so täuscht sie sich. Die unzähligen Briefe, die ich tag Etappenwege nach Charbin. Die Marschdauer wird auf zwe. estreuten Friedensgerüchten aufgestellt worde ist, eine um⸗ eee beweisen mir im Gegenteil, daß der Zorn Monate berechnet. 8 ie greiche Besprechung gewidmet:„Einer der wichtigstendes Volkes dumpf anschwillt. Gewiß ist Frankreich uf Neue„kleine Anfragen“ des Abgeordneten 1 der Friedensbedingungen des Vierver⸗ allen Opfern bereit, aber es gibt nicht zu, daß seine Krakt, Liebknecht. 1 Ii es, daß der deutschen Handelsflaggesseine Gesundheit, seine Wohlfahrt der verbrecherischen Im Reichstag sind drei kleine Anfragen des Abgeordneten i i edingung zugebilligt werde, wieder auf dem Sor alosigkeit der öffentlichen Verwaltung Liebknecht verteilt worden, die wieder ohne Zustimmung der 50 nosß Aonshäheinen, bis eine vollkommene Entschä⸗ geopfert werde. Diese Unordnung, diese Nachlässigkeit, diese Mehrheit der sozialdemolratischen Reichstagsfraktion eing.. vfson bezahlt ist Der Vierverband hat die Macht, schlechte Ausnützung unserer Hilfsquellen sind das Werk ber- bracht worden sind. 0 auürchzuführen, und er wird von dieser Macht ungehin-antwortlicher Urheber; man suche diese schlechten Diener, man Kriegsus'izen. a lect Gebrauch machen.“ strafe und entferne sie; wir sind es müde, daß man uns im⸗ Die Reichenberger Handelskammer, die die wichtigste in N „An den Kaufler“. mer wieder die Abhilfe für morgen verspricht! Oesterreich ist und sast gan; Deutschböhmen mit Ausnahme des 9 So überschreibt das Organ der kriegswütenden Reform- Ein angebliches Attentat in Amerika. 1 2 5 15 fas 221 254 W 1 5 1 f f 0 f 0„tal! 1 zart Ne 118 1 1 8 11 5 8 1 3 sozialisten Italiens, Popolo d'Italia, einen Leitartikel an Reuter meldet aus Newnork: Beamte des Justizdepartements zwar zunächst der deutschen Industrie zum Vorteil gereichen, sei aber de i Hethmann⸗Hollweg, der„brutal und niederträchtig gesprochen verhafteten einen gewissen Paul König, ehemaligen Chef des Ge⸗ der einzige Weg, um den Anschluß 55 verbündeten VBalkanstaaten O 5 habe, wie es sich für einen Deutschen gehört“.„Herr Kanzler!— heimdienstes der Hamburg⸗Amerika⸗Linie, und einen gewissen an die Zentralmächte sicherzustellen ö 21 0 fährt er fort— Ihre niederträchtig höhnischen Worte kommen Richard Lyndecker. Beide sind beschuldigt, sich verschworen zu haven,* N— 3 4 gerade im richtigen Augenblick. Es kommt der Tag der Rache, die Brücke über den Welland⸗Kanal zwischen dem Erie und dem 9 3 N 5 de 00 Herr Kanzler! Rußland hat genug Leute und England genug Mil- Ontario⸗See in die Luft zu syprengen. Beide sollen eingestanden Partei⸗ achrichten.. 1 liarden, um den Krieg bis zu dem Tage weiterzuführen, da haben, daß sie sich nach dem amerikanischen Ufer des Kanals begeben Genosse Vaillant gestorben! 1 be 1 Deutschland erschöpft ist und zertrümmert werden kann. Die Ver⸗ haben, aber ohne die kanadische Grenze zu üüberschreiten. Man er⸗ Wie das Journal de Geneve aus Paris meldet, ist dort de einigten Staaten, Japan, England, Frankreich und Italien fabri⸗ klärt, daß König seit Kriegsbeginn der Chef des deutschen Geheim⸗ sozialistische Deputjerte Vaillant im Alter von 76 ö fte 0 zieren so viel Waffen und so viel Munition, und werden immer dienstes in den Vereinigten Staaten gewesen sei. Er ist angeklagt, Jahren gestorben. 4 N K 7———— 5 5 WA—— 1 37 ö—— 8 3 5 n N B ar i el Unterhaltung, und wer zum Gemeinderat gehörte, pries] sergehe, und dann konnte sie wieder unverwandten Blickes u 9 E. 28 seine Weisheit, daß er sich von einem Menschen befreit habe, lange Zeit einen umgelegten Pflug betrachten und einem 1 18 N 1 5 i der gewiß einmal der Gemeinde zur Last gefallen wäre.] Huhn, das sich in den Sand eingrub, zuschauen. Wenn ein 1 10 i ine Schwarzwälder Dorfgeschichte von Berth erbach. 5 8 5 5 e 2 6 0 eee f 5 Eine Schwarz f Dorfgeschich g 17 i rbach. Denn wer in allerlei Gewerben herunmkuͤtschiert, fährt ins Fuhrwerk durchs Dorf fuhr, schaute sie auf und sagte fast ee 1 Und als sie die Axt des Vaters in die große Kiste legte, Elend. 835 f. laut:„Die fahren zu jemand! Auf allen Straßen der Welt J 0 sagte sie:„O wie glatt ist der Stiel! Wie oft, ist er durch“ Natürlich gab es viele gutmütige Menschen, die Bar- geht kein Mensch zu mir, denkt kein Mensch zu mir; und g N 1 des Vaters Hand gegangen, und ich mein', ich spür' noch seinefüßele alles berichteten, was man über ihren Bruder sagte] hör' ich denn nicht auch her?“ 8 9 . Hand da drauf. So, jetzt hab' ich das Wahrzeichen: Sack und wie man über ihn spottete. Aber Barfüßele lachte dar⸗ Und dann war's ihr immer, als erwarte sie etwas, iht 20 0 und Art! Arbeiten und Einsammeln, das ist das Beste, und über, und ale von Bremen aus ein schöner Brief von Dami Herz pochte schneller wie einem Ankommenden. Und unwill-⸗ 0 da bleibt man lustig und gesund und. glücklich. Behüt' dich kam— man hätte gar nicht geglaubt, daß er alles so ordent⸗ kürlich tönte es von ihren Lippen: 9 D 5 Gott! und sag' auch recht oft vor dich hin: Sack und Axt. Ich lich setzen konnte— da triumphierte sie vor den Augen der Alle Wässerlein auf Erden 5 ha 10 will's auch oft tun, und das soll unser Gedenken sein, unser] Menschen und las den Brief mehrmals vor. Die haben ihren Lauf; 0 9 . Zuruf, wenn wir weit, weit voneinander sind, bis du mir Innerlich aber war sie traurig, einen solchen Bruder Kein Mensch ist 85 auf Erden 7 5 8 5 schreibst oder mich holst oder wie du's kannst, wie's eben Gott] wohl auf ewig verloren zu haben. Sie machte sich Vorwürfe, Der mir mein Herz macht auf 8 b will. Sack und Axt! da drin steckt alles. Da kann man daß sie ihn nicht genug habe aufkommen lassen, daß sie ihn. llt 5 5 n wie Ir. 3 1 N alles hineintun; alle Gedanken und alles, was man erwor. nicht genug vornehin gestellt habe; denn das zeigte sich jetzt. az z ch wollte ich e a 7 Ihr, sagte sie einmal!, 1 ben hat.“ welch ein geweckter Bursche der Dami war, und dabei so gut. 8 sie ats solchen Feen heraus bei der fee 155 0 5 Und als Dami auf dem Wagen saß und sie ihm zum] Er, der von allen im Dorfe hatte Abschied nehmen wollen, e Wunsch kei 27 0 3 1 . letztenmal die Hand reichte, die sie lange nicht lassen wollte. wie von dem Stock an der Gemarkung, füllte jetzt fast eine schwa⸗ ei froh, daß der Wunsch kein Wahr ist, erwiderte die de N bis er endlich davonfuhr, da rief sie ihm noch mit heller] ganze Seite mit lauter Grüßen an einzelne, und jeder hieß] scwarze Marann.„Wie ic so alt war wie du da war ich m 8 5* 8 0 a 3 3 1 0 3 lustig d 0 b' d t n d Gips le 132 d 1 N ö Stimme nach:„Sack und Axt! Vergiß das nicht.“ Er schaute] der„Liebe“, der„Gute“ oder der„Brave“, und Barfüßele 57 8 ier ein Pfund 9 15 zurück und winkte, und verschwunden war er. erntete vieles Lob überall, wo sie die Grüße ausrichtete und e 5 1; 23 ö 1 0 N 8 dabei immer genau zeigte:„Seht, da steht's!“„Ihr seid doch einmal wie das andermal, und ich bin 00 g 55 Ein ungebetener Gast. Barfüßele war eine Zeitlang still und in sich gekehrt, es gar nicht gleich. 5 5 f 3 1 a Gelobt sei Amerika! rief der Nachtwächter zum Ergötzen] schien sie zu gereuen, daß sie den Bruder fortgelassen oder ch Wenn 3 gleich sein will, muß N sich die Nase ab. g U aller mehrere Nächte beim Stundenanrufen aus, statt des] nicht mit ihm gegangen war. Sonst hörte man sie in Stall] schneiden, da ist man im ganzen Gesicht gleich. Du Närrle, 0 üblichen Dankspruches gegen Gott. und Scheune, in Küche und Kammer und beim Ausgang. Aram* we Jahre nicht ab es gibt sie 55 keiner a e Der Krappenzacher, der, weil er selber nichts galt, gern] mit der Sense über der Schulter und dem Grastuch unterm 3 heraus. Die alten kommen schon 2 selber. 1 N bei den„rechten“ Leuten auf die Armen schimpfte, sagte beim] Arm, immer singen: jetzt war sie still. Sie schien das ge. Es gelang der schwarzen Marann leicht, Barfüßele zu Ausgang aus der Kirche am Sonntag und nachmittags aus] waltsam zurückzuhalten. Aber es gab ein gutes Mittel, die ien. Nur wenn sie allein war, lag noch ein seltsames 7 4 der langen Bank vor dem Auerhahn:„Der Kolumbus ist] Lieder wieder hinaustönen zu lassen. Am Abend schläferte Bangen auf ihr. Was soll das werden? N ein wahrer Heiland gewesen. Von was kann der einen nicht sie die Kinder des Rodelbauern ein, und dabei sang sie un-. Ein wunderliches Rumoren ging durch das Dorf. Man b alles erlösen! Ja, das Amerika ist der Saukübel von der aufhörlich, wenn die Kinder auch schon lange schliefen. Dann rwe keit nien ra e den neee i alten Welt, da schüttet man hinein, was man in der Küche eilte sie noch zur schwarzen Marann und versorgte sie mit Nachhochzeit gebe, wie seit Menschengedenken keine in der 8 nicht mehr brauchen kann: Kraut und Rüben und alles durch-] Holz und Wasser und allem, was sie bedurfte. Gegend gewesen sei. Die älteste Tochter des Dominik und e einander, und für die, wo im Schloß hinterm Haus wohnen An Sonntagnachmittagen, wenn alles sich vergnügte, des Ameile— die wir noch vom Lehnhold her kennen- 1 und Französisch verstehen oui! oui! ist es noch ein gutes stand Barfüßele oft still und unbewegt an der Türpfoste ihres heiratete einen reichen Holzhändler im Murgtal, und man 0 ö Fressen.“ Hauses und schaute hinein in die Welt und den Himmel] sagte. das gäbe eine Lustbarkeit, wie man sie noch nie er- 0 1 Bei der Armut an Gesprächstoffen war natürlich der] und sah, wie die Vögel flogen, und träumte so vor sich hin, fahren. Forts fol 5 b 0 . ausgewanderte Dami geraume Zeit der Gegenstand der! bald hinaus ins Weite, wo der Dami jetzt sei und wie es ihm— 10 5 65 5 E 3— 5 7— — xx ⏑[——̃—— 0 Hessen und Nachbargehiete. Gießen und Umgebung. Weihnachten beim Roten Kreuz. Uns wird geschrieben: Würziger Tannenduft durchzieht die Räume des Alten Palais am Lufsenplatz in Darmstadt, die der Großhoer— Beilage zur Oberhessischen Volkszeitung Nr. Gießen, Dienstag, den 21. Dezember 1915. url aube zur Krankenkasse. Bei Beginn des Krieges haben es viele Kriegsteilnehmer unterlassen, sich als freiwillige Mitglieder bei den Orts krankenkassen weiterzuversichern. Gemäß§ 3 des Gesetzes betr. die Erhaltung der Anwartschaft auf die Krankenver sicherung vom 4. August 1914 sind die Kriegsteilnehmer be— rechtigt, binnen sechs Wochen nach der Rückkehr in die Heimat der Krankenkasse als freiwillige Mitglieder wieder beizu dg dem Roten Kreuz für seine Liebestätigtsit zur Verffi⸗ gung gestellt hat. Fleißige Hände regen sich, um den Ver⸗ wundeten draußen in den Feldlazaretten einen herz lichen Weihnachtsgruß zu schicken. 12500 N zweige werden hergerichtet, 12 500 schwarz⸗weiß⸗rote Bänd⸗ chen werden um sie geschlungen, um in ebensovielen Paketen den Duft des Heimattannenwaldes an die Betten der todes mutigen deutschen Krieger zu tragen, die den Weihnachts- abend fern don der Hermat verbringen müssen. Jedes dieser Pakete enthält als Grundstock eine ausgesucht gute Fisch oder Fleischspeise und außerdem das draußen so viel begehrke Briefpapier mit Umschlagen. Zur geistigen Erfrischung ist jedem Päckchen eine kleine Schrift:„Eine feste Burg ist unser Gott!“ mit vaterländischen und religiösen Beiträgen bei⸗ gegeben. 0 Im übrigen bringt der Inhalt der Patetchen verschie— dener lei Gaben, um den Neigungen der Empfänger Rech— nung zu tragen. Dem Raucher werden die hübschen Zigarren— taschen mit Zigarren oder Zigaretten oder eine Pfeife mit Tabak erfreuen. Praktischen Bedürfnissen dienen starke Hosenträger, mit deutschen oder österreichischen Farben be— rändert, kräftige Taschenmesser oder drei gute Taschentücher. Wer auf seinen äußeren Menschen Wert legt, wird eines der⸗ jenigen Pakete wählen, die das geschmackvolle Ledertäschchen mit Kamm, Bürste und Spiegel oder die Reinigungsgarnitur (Kamm, Zahnbürste, Seise und Waschlappen) enthalten. Der Musikfreund nimmt das Paket mit der Mundharmonika, ein anderer das mit Brieftasche mit dem Merkbuch. Begehrt wird auch dasjenige Paket sein, dem— um die Langeweile auf dem Krankenlager zu vertreiben— in einem gediegenen Beutel die Spiele: Dambrett, Mühle und Schach beigegeben find; die Zeichnungen des Dambretts sind auf einer Lein⸗ wand aufgetragen, sodaß es sich bequem verschicken und von jedem Soldaten leicht mittragen läßt. Alle diese Gegen⸗ stände sind von dem Roten Kreuz in einheimischen Geschäften gekauft, damit den Detaillisten, deren Lage in der gegenwär⸗ tigen Zeit auch nicht leicht ist, der Verdienst hieran nicht ent⸗ zogen wird. 12 500 Pakete sind auf diese Weise in den letzten Wochen auf der Materialien⸗Abteilung des Roten Kreuzes von frei⸗ willigen Helfern und Helferinnen hergerichtet worden. In den anderen deutschen Bundesstaaten sind die Vereine vom Roten Kreuz nach einem einheitlichen Plan in gleicher Weise tätig. Von Sammelstellen gehen diese Weihnachtspakete nach den Feldlazaretten, und nach der großzügigen einheitlichen Organisation ist zu erwarten, daß an keinem Bett in einem deutschen Feldlazarett am heiligen Abend der heimatliche Weihnachtsgruß fehlen wird. Aehnlich wie für unsere Verwundeten im Feld ist auch den gesunden Mann schaeffen, die draußen im Felde stehen, die Weihnachtsgabe gerüstet. Das Rote Kreuz im Großherzogtum Hessen, in Frankfurt a. M., und im Regierungsbezirk Wiesbaden har sich zusammengeschlossen, um einheitlich für alle Truppen, die im Fries ensbereiche des 18. Armeekorps aufgestellt worden sind, zu sorgen. Für je 100 Mann sind die Liebesgaben in Einheitskisten zusammen⸗ gestellt. Jede Einheitskiste enthält: 10 Hemden, 10 Unterhosen, 10 Paar Handschuhe, 300 Paar Socken, 24 Taschentücher, 10 Paar Hosenträget, 24 Paar Fußlappen, 3 Wämser, 400 Zigarren, 500 Zigaretten, 20 Pakete Tabak. 6 Pfeifen, 6 Messer, 3 elektr. Lampen, Pakete Kerzen, 300 Bogen Briefpapier, 12 Tintenstifte, 10 Dosen Konserven, 30 Tafeln Schokolade, Konfekt, 6 Mund⸗ harmonikas, 3 Spiele Karten, Seife. 5 Um auch den Offizieren eine Freude zu bereiten, sind Offizierskistchen mit Zigarren, Zigaretten, Handschuhen, wolleuen Westen, Briefpapier usw. zusammengestellt. In sechs Sendungen gehen die Liebesgaben für Mann- schaften und Offiziere gemäß einem von der. tung ausgearbeiteten Plan nach Ost und West in alle die 1 1 5 031 8 Ar— genden, in denen Truppenteile aus dem Bezirk des 18. Ar meekorps sich befinden, sodaß wo hl keine 5 unser. 1 5 e 8 5 Landsleute draußen in Feld und Etappe übersehen wird und jeder rechtzeitig seine Weihnachts gabe erhält. Für die Rußland sind schon im Oktober lich mit warmen Kleidungsstücken abgegangen. Liebesgabensendung des Hessische Marine hat sich das Rote Kreuz ebe Daß auch allen Verwund 79 sich in den heimischen La Weihnachtstisch gerüstet wird, ist sprechend der Teuerung der Lebens sische Landesverein vom Roten Kreuz Beitrag gegenüber dem Vorjahr we jeder in einem hessischen Lazare kranke Krieger bedacht wird. So rühren sich überall fleißige die in opferwilliger Begeisterung und treuer; e Leben und Gesundheit für das Vaterland in die Schanz deutschen Kriegsgefangenen 20 An nsalls beteiligt. zaretten befinden, der selbstverständlich; ent um den Männer: Hände (unter„Rückkehr in die Heimat“ Tonnen. versicherung bei der zuständigen Krankenkasse zu beantragen und sich im Falle einer Verwundung oder Erkrankung im reiche Sendungen, nament- einer n Flottenvereins für die eten und Kran ben, vechältnisse hat der Hes⸗ den hierzu gestifteten jentlich erhöht, sodaß tt befindliche verwundete oder er Pflichterfüllung treten. Das Reichsversicherungsamt hat nun entschieden, daß nicht erst die Rückkehr nach dem Kriege gemeint sein kann, sondern jede Rückkehr aus dem Felde auf längere Zeit. Sofern ein Soldat also einen Urlaub von mehr als 10—12 Tagen erhält und während dieser Zeit sich in der Heimat aufhält, ist es ihm möglich, seine Wieder— Felde die Wohltaten der Krankenversicherung zu sichern. Es sej daher allen Urlaubern, die sich in der Heimat aufhalten, geraten, die Aufnahme als freiwilliges Mitglied bei seiner früheren Krankenkasse zu veranlassen. — Landtagsabgeordneter Lutz gestorben. Der Vertreter des 6. Oberhessischen Landtagswahlkreises Grünberg, Abge ordneter Lutz, der den Feldzug als Rittmeister d. L. mit machte, ist im Alter von 49 Jahren in einem Krankenhause in München gestorben. Er erlitt in Serbien einen Nerven— chok, wozu sich Lungenentzündung gesellte, die jetzt den Tod herbeiführte. Abgeordneter Lutz vertrat seit 1908 den Wahl— lreis Grünberg in der hessischen Zweiten Kammer. Er ge— hörte der bauernbündlerischen Fraktion an.— Gegenwärtig sind vier Landtagsmandate unbefetzt. Was der Kartoffelhöchstpreis für einen Wert hat, zeigt folgender Fall, der uns von Darmstadt berichtet wird: Recht eigentümliche Erfahrungen machte ein Darmstädter Kar⸗ toffelhändler mit verschiedenen Landwirten des vorderen Odenwaldes, mit denen er größere Abschlüsse auf Lieferung von Kartoffeln zum gesetzlichen Höchstpreise von Mk. 6.10 das Malter frei Bahnhof Lengfeld abgeschlossen hatte. Als er die Kartoffeln in Empfang nehmen wollte, verweigerte ein Teil der Landwirte überhaupt die Hergabe derselben, ein an⸗ derer Teil verlangte den Betrag von Mk. 7.50, da sie von der Gemeindeverwaltung Darmstadt ebenfalls diesen erhöhten Betrag für ihre guten auserlesenen Kartoffeln erhielten. Auf seine Beschwerde wurde dem Händler angeblich die Antwort, daß man auch der ärmeren Bevölkerung ausgesuchte bessere Kartoffeln sichern wolle und deshalb den höheren Preis ange⸗ legt habe. Der Händler hat nunmehr Anzeige gegen die Stadt resp. die betreffenden Beamten wegen Ueberschrei⸗ tung der Höchstpreise verfolgt und bezieht sich hierbei auf einen Vorfall in einem anderen Bundesstaate, in welchem eine Bestrafung der in Frage kommenden Personen eintrat, Ermittelungen durch die Staatsanwaltschaft sind im Gange. Die Gründung einer Kartoffelbeschaffungsstelle für Süd⸗ und Westdeutschland wurde dieser Tage von Vertretern der Landwirtschafts⸗ und Handelskammern, Genossenschaftsver⸗ bänden und Handelsorganisationen beschlossen. Bei ihr sollen in paritätischer Weise die Produzenten und Konsumenten mitwirken und zwar durch Vertretungen der Landwirtschafts— kammern und Handelskammern, der Kommunalverbände, Städte und landwirtschaftlichen Vereinigungen der südwest— deutschen Bezirke. Auf diese Weise hofft man die Versor⸗ gungsarbeiten der Reichskartoffelstelle wirksam unterstützen zu können. Der Vorstand besteht aus Vertretern der Land— wirtschaftskammern und Handelskammern, der Städtever⸗ tretungen, des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens und des Handels, die die ehrenamtliche Tätigkeit der Geschäfts⸗ führung unter ständiger Kontrolle halten. Die vorläufige Geschäftsstelle der Kartoffelbeschaffungsstelle für Süd- und Westdeutschland zu Frankfurt a. M. befindet sich Fichard⸗ straße 51, Fernsprecher Hansa 717. — Die Geschäftsstelle des Kommunalverbandes Gießen (Mehßperteilungsstelle) bleibt vom 22.—31. Dezember für das Publikum wegen des Jahresabschlusses geschlosfen. Die städtischen Verkaufsstellen für Kolonialwaren in der Neustadt 61 und Asterweg 25 sind von Mittwoch, den 22. bis Montag, den 27. Dezember einschließlich geschlos⸗ sen.— Um einer Milchnot vorzubeugen, hat die Stadt 3000 Dosen kondensierte Schweizermilch angeschafft, die im Januar zum Verkauf bereit gestellt werden soll.— Kürzlich war berichtet worden, daß auch ein Quantum Speck und Dörrfleisch angeschafft worden sei, das ist leider unzu⸗ treffen d. — Eine bedeutende Stiftung wurde dem Oberbürger— meister von einem hiesigen Bürger überwiesen, deren Zinsen für die Kriegsfürsorge verwendet werden sollen. Die Stif tung beträgt 150000 Mark. — Die Auszahlung der Verpflegungsgelder für die Landstürnter, welche im Monat November in Blügerquar— tieren untergebracht waren, erfolgt Dienstag, den 21. Dezent K und Mittwoch, den 22. Dezem ber für die Buchstaben A ber von 8—12 Uhr vormittags und 2—5 Uhr nachmittags. Gefallene aus Oberhessen und Nachbargebieten. Rittmeister Eduard Lutz, Landtagsabgeordneter aus Elpen rod.— Freiwilliger Willy Müller, Kaufmann aus Gießen, Inf.-Reg.— Musketier Philipp Otto aus Beuern, bayer. 90 Musketier Wilhelm Som imer bad aus e 0 350 600 Zentner Kartoffeln enideckt. zu Hannover war die Kartofselknappheit in solchem Grade gestiegen, daß die Bürger, vereine sich unmittelbar mit einer Eingabe an das Reichsamt des Innern wandten unter der Angabe, die Händler seien nicht imstande, o; ige Mitgliedschaft de Provinzen verfrachteten, neitig wurde das Rose der Kaxt altung anzuzeigen, Das indlern in der S Stadt lagerten Au diesem* s war überraschend: Bei den 7 stand er⸗ : Zentner Kartoffeln! messen, war also von einer wirklichen Knappheit gar bene Rede, besondere, wenn man bexücksichtigt, daß die angegebene Bestand zifser eher zu niedrig s zu hoch gegriffen war. Kartsffelung es füberall die schwere 6 cs war ja eine glänzende Rekord cute!—; die ö ichen Gewalten müssen nur Ernst machen, dir in Frankfurt erfolgt. Bisher betrugen di 7 22. 2 2 8— 7 3 Mk., für Familien o Kinder 5 Ml. und anit Arbeiter 3 Ml. Lipz 10 Mk. im Monat. Magiftrat hat diese Sätze nun mie folgt * 5 De 3 und mehr Kindern von 10 auf 15 Mk. im beiden städtischen Theater erhalten. Gehaltsgrenze für die Zulage auf 1800 Mk., bet den Vert auf 2500 Mk. sestgesetzt. 5 — Von reichlichen Heringssängen wird aus dem Norden be⸗ richtet. Unter anderem wird mitgeteilt, daß Fischer aus Gothen⸗ burg in Schweden an einem Tage einen Fang von etwa 14600 Hekto⸗ litern gemacht hätten. Der Preis für 1 Hektoliter beträgt 46—50 Kronen, sodaß der Riesenfang einen Wert von 6700 000 Mark darstellt. Fast die ganze Menge soll uach Deutschland ausgefshrt werden. Ob man aber die Heringe deshalb billiger bekommen wird, ist sehr die Frage. Unerhörte Preise werden gegenwäptig für Heringe gefordert, die jetzt gar nicht mehr als„Volksnahrungs⸗ mittel“ bezeichnet werden können, denn dafür sind sie viel zu teuer. Eine Steigerung der Preise um mehr als das Doppelte ist ganz eut⸗ schieden unbegründet und vermutlich auf das Zurückhalten der Ware zitrückzuführen. Hier wäre es auch schon längst Sache der Regierung gewesen, einzuschreiten; allein Höchstpreise werden in der Regel erst dann festgefetzt, wenn die Preise auf eine wahnsinnige Höhe geklettert sind. — Mazedonien ist die Walstatt der jüngsten Phase des Welt⸗ krieges geworden. Was die Serben durch ihre Erfolge im zweiten Balkankriege an sich gerissen, wird ihnen jetzt durch das bulgarische Schwert wieder abgenommen. Um jenes Gebiet tobt der Kampf. das vom Schardagh-Gebirge im Norden, von der Struma im Osten, von Griechenland im Sliden, und von Albanien im Westen begrenzt wird. Ein buntes Völkergemisch haust hier: Serben und Bulgaren, Griechen und Albanesen, Zigeuner und Juden. Wirtschaftlich wird dieses Gebiet durch den Wardarstrom erschlossen, der in der Nähe von Saloniki ins Aegäische Meer fließt. Freilich ist das Land, das Jahrhunderte hindurch unter türkischer Oberherrschaft stand, arg vernachlässigt. Aber der Boden ist fruchtbar und könnte bei intensiver Bewirtschaftung reiche Erträge hergeben. Wenn man die wirtschaftlichen Erfolge, die die Bulgaren im eigenen Land in einigen Jahrzehnten er⸗ zielten, als Maßstab anlegen will, so dürfte Mazedonien unter bulgarischer Herrschaft einer aussichtsvollen Zukunft entgegen⸗ gehen. Wer das Land bereist, dem bieten sich nicht nur land⸗ schaftlich, sondern auch ethnologisch unvergeßliche Bilder. Ludwig Lessen hat in seinem lesenswerten Buche:„Kreuz u n d quer durch den Balkan“(Berlin, Buchhandlung Vorwärts, Preis 1,50 Mk.) manches Interessante aus Mazedonien geschildert, Das Buch kann durch unsere Expedition bezogen werden. — Kriegslasten der Städte. In Frankfurt hat der Magf⸗ strat wieder 8 Millionen Mk. Kredit für Familienunterstützung und sonstige Ausgaben der Kriegswohlfahrtspflege bei der Stadt⸗ verordneten-Versammlung beantragt. Man berechnet, daß der Stadt 20 Millionen Mk. als dauernde Kriegslasten ver⸗ bleiben.— Offenbach hat bis jetzt über 2 Millionen für Kriegs⸗ fürsorge verausgabt. f — Weihnachts⸗Unterstützung des Metallarbeiter⸗Verbandes Den Familien der eingezogenen verheirateten Mitglieder wird der Metallarbeiterverband, Verwaltungsstelle Gießen, eine kleine terstützung überweisen. Diese kann am Donnerstag nachmittag 26 Uhr oder am 2. Feiertag von 3—6 Uhr im Gewerk⸗ schaftshause abgeholt werden. Vereinskalender. Gießen. Metallarbeiter. Die Frauen unserer einge— zogenen Mitglieder werden ersucht, sich am Donnerstag zwischen 2—6 Uhr, oder am 2. Feiertag von 3—6 Uhr zur Empfangnahme einer kleinen Unterstützung einzufinden. Städtischer Wohnungsnachweis Gießen. Es sind zu vermieten: 1 Haus zum Alleinbewohnen 10 Zimmer, Bad, Küche und Zu⸗ behör, 1 herrschaftliche Wohnung von 7 Zimmern mit Zentral⸗ heizung, 4 herrschastliche Wohnungen von 6 Zimmern, 4 Wohnungen von 5 Zimmern, 6 Wohnungen von 4—5 Zimmern, 2 Wohnungen von 3 Zimmern, 1 Wohnung von 3 Zimmern mit ohne ohne Laden, Wohnungen von 2 Zimmern, 3 Wohnungen von 1 Zimmer, 2 Ladenräume mit je 1 Zimmer, 2 Lagerräume, 3 Lagerräume mit 1 Arbeitsraum, 12 möblierte Zimmer, davon 2 nebeneinander⸗ liegende, 3 leere Zimmer, 2 Stallräume mit Burschenstube. Zu mieten gesucht: 15 Wohnungen von 1—7 Zimmer, 2 möblierte oder un möblierte Zimmer. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen. Es können eingestellt werden: a) bei hiesigen Arbeitgebern: 5 Dreher, 2 Installateure, 5 Schlosser, 1 Maschinist, 1 Schmied 5 Eclektromonteure, 4 Gerber, 3 Schuhmacher, 5 Wärter für Heil⸗ und Pflegeanstalt, 1 Haararbeiter, 1 Rechnungsführer für Gasthof 1 Koch für Gastwirtschaft, 1 Verkäufer, 4 Hausburschen, 1 Bäcker, lehrling zu Ostern 1916, 1 Hotelköchin. b) bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 Knecht, 1 Viehfütterer, 1 Dlenstmädchen für Landwirtschast 1 Schriftsetzer oder Schweizerdegen, 7 Schlosser, 2 Schmiede, Maschinenschlosser, 2 Spengler, 3 Kaufleute für Zigarrenfabrik. 1 Kaufmann für Kleiderfabrik, 10 Wärter für Heil- und Pflege⸗ austalt, 20 Arbeiter für chemische Fabriken, 1 Hausbursche bei eine; Heilaustalt. Es suchen Arbeit: Maun und Frau für landw. Arbeit, 2 Schweizer, 2 landw. Ar beiter, 1 Gartenarbeiter, 1 Schriftsetzer, 2 Lehrlinge für Fein⸗ mechanik, 1 Schreiner, 1 Tapezierer, 1 Schuhmacher, 2 Buroau⸗ gehilsen, 1 Kellner, 12 Putz- und Lauffrauen, 3 Arbeiter, 2 Haus hälterinnen, 2 Dienst⸗ und Zimmermädchen, 1 Verkäuferi 1 Lehr. ling für Schlosserei oder Schreinerei Verstorbene. Frau Witwe Jon ech, geb. Fremd, in Braun sels.— Frau Elisabeth Schäfer, geb. Kolbe, in Gießen, 67 Jahre alt.— Joh. Erust Wurstius in Alsfeld, 84 Jahre alt. schlagen, eine Weihnachtsfreude zu bereiten. — zu liefern, da die Produzenten die Kartoffeln zurückhielten be⸗ — Wolf Stein in Grebenau, 64 Jahre alt. A übersteigen und Aktionäre ergriffen wird. 8* 5 Reichstag. 24. Sitzung, Montag, den 20. Dezember, vormittags 11 Uhr. Am Bundesratstisch: Delbrück, Helfferich. 55 der Tagesordnung steht die zweite Beratung des Gesetz⸗ entwurfs über vorbereitende Maßnahmen zur Besteuerung der Kriegsgewinne. Die Kommission beantragt hierzu in einer Resolution den Reichskanzler zu ersuchen, 1. a) Maßnahmen zu treffen, um unter voller Wahrung der Interessen des reellen Geschäftsbetriebes die Untersuchung und Feststellung von Fällen herbeizuführen, in denen durch Kriegslieferungen, die Vorbereitung, Vermittlung, Besor⸗ Nite oder Verschaffung von Kriegslieferungen oder eine andere Mitwirkung bei ihnen ein übermäßiger oder unlauterer Gewinn erzielt worden ist, b) einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch den für den Reichsfiskus ein Anspruch auf Herausgabe solcher Ge⸗ winne begründet wird, 2. einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch den, wer sich oder einem dritten für Heeresleistungen Vermögens⸗ vorteile gewähren oder versprechen läßt, die den üblichen Wert im auffallenden Mißverhältnis zur Leistung stehen, zum Ersatze des Schadens verpflichtet wird, und zwar mit rückwirkender Kraft auf die seit Kriegsbeginn abgeschlossenen oder erfüllten Rechtsgeschäfte. 3. Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, unverzüglich geeignete Maßnahmen zu treffen, durch welche die Erhebung einer künftigen Kriegsgewinnsteuer auch bei Einzelpersonen sichergestellt wird. f Die Abgg. Albrecht und Genossen(Soz.) beantragen in einer Resolution, die Verbündeten Regierungen zu ersuchen, alsbald einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die Erhebung eines erneuten Wehrbeitrages im Laufe des Steuerjahres 1916/17 vorsieht. Per⸗ sonen, die infolge einer Erhöhung ihres Vermögens oder Ein⸗ kommens in den Kreis der Beitragspflichtigen oder in eine höhere Beitragsstufe aufrücken, haben dies anzumelden. In Fällen, wo eine beträchtliche Verminderung des Vermögens oder Einkommens nachgewiesen wird, ist auf Antrag eine entsprechende Ermäßigung des Beitrags zu gewähren.. r. David(Soz.): Das vorliegende Gesetz will ver⸗ hindern, daß Gewinne von Aktien⸗ oder anderen Erwerbsgesell⸗ schaften sich auf diese oder jene Art zerstreuen. Es ist ein Teil einer kommenden Steuergesetzgebung, die für den März angekün⸗ digt ist. Diese kommende Gewinnbesteuerung soll nach der An⸗ kündigung des Schatzsekretärs sich eng anlehnen an das vorhandene Reichsbesitzsteuergesez vom 3. Juni 1913, das im April 1917 in Kraft treten soll und im wesentlichen eine Besteuerung des Ver⸗ mögenszuwachses darstellt. In gewissem Sinne soll dieses Befttz⸗ steuergesetz ausgebaut werden. Die erste Ergänzung ist die Ein⸗ schnteene der juristischen Personen in dieses Gesetz, die die Sozial⸗ demokraten schon 1913 gefordert haben. Darin liegt eine Doppel⸗ besteuerung, da das Vermögen auch bei der Ausschüttung an dre Aber bei den Aktieninhabern löst sich der Gewinn vielfach in kleine Stücke, in Atome auf und entzieht sich der Besteuerung fast ganz, und soweit, wirklich eine Doppel⸗ besteuerung eintritt, ist sie moralisch W da das Einkom⸗ men aus 1 Besitz bon Aktien ein unerarbeiteter Gewinn ist. (Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Weiter soll auch der Hesitz an Juwelen, kostbarem Schmuck, Kunstwerken und dergleichen herangezogen. Auch das haben wir früher schon erstreht. Wenn man diesen Besitz freilassen wollte, so wäre das eine schreiende Ungerechtigkeit, geradezu eine Aufforderung zur Steuerhinter⸗ ziehung.(Sehr in ce Eine dritte Ergänzung will, daß nicht nur das Vermögen berücksichtigt werden soll, sondern auch die Einkommensverhältnisse der Steuerpflichtigen. Beim Wehr⸗ beitragsgesetz ist das mit Erfolg durchgeführt worden. Meine Parteifreunde billigen auch diese Ergänzung. Notwendig ist ferner, daß auch die. fürstlichen Personen und Familien in das neue Gesetz einbezogen werden. Darum ist schwer gekämpft worden. Beim Wehrbeitrag ist es gelungen, die Steuerpflicht der Landesfürsten in das Gesetz hineinzubekommen. Die Regierung erklärte zwar, die Fürsten haben sich freiwillig dazu erboten, aber die Kommission und die Mehrheit des Reichstages standen auf dem Voden, daß die Landesfürsten prinzipiell steuerpflichtig sind, und es wurde in das Wehrbeitragsgesetz ein Passus aufgenommen, wonach die Bundesregierung die Instanzen zu bestimmen hat, die die Besteuerung der Landesfürsten in die Wege zu leiten haben. Wir bemühten uns, die Steuerpflicht der Landesfürsten auch in das Besitzsteuergesetz hineinzubringen. Aber vor der dritten Lesung wurde sie wieder herausgebracht. Diesmal wird diese Sleuerpflicht wohl angenommen werden von einer großen Mehr⸗ heit des Hauses.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Möge daher die Reichsregierung die Steuerpflicht der Landesfürsten 5 der kommenden Vorlage von vornherein aussprechen, um uns er⸗ bitternde Kämpfe hierüber zu ersparen. In einer Zeit, wo jedsey bereit sein muß, Opfer zu bringen für die Interessen der Ge⸗ samtheit, dürfen sich die fürstlichen Familien der Steuerpflicht auch nicht entziehen.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Der Schatzsekretär nannte die Steuerpflicht letzthin eine Ehren⸗ pflicht genau wie die Wehrpflicht. Hoffentlich wird die Reichs⸗ regierung nicht den Standpunkt gufrechterhalten, diese Ehren⸗ pflicht gelte nicht für die Landesfürsten.(Beifall links.) Der Schatzsekretär hat ferner gesagt, die Besteuerung des Kindeserbes solle aus dem Gesetz herausfallen. Das hieße in das Besitzsteuergesetz ein Loch stoßen, das durchaus beklagenswert wäre. Wer die Kämpfe um diese Bestimmung kennt, muß die Regierung dringend warnen, diese Kämpfe bei dem kommenden Gesetz neu zu eröffnen. Gegen diese Absicht würden wir uns mit aller Energie wenden, wir sagen der Regierung schwerste Fehde an, wenn sie daran denken sollte, diese schwer erkämpfte Errungen⸗ schaft aus dem Vesitzsteuergesetz zu entfernen.(Beifall links.) Was wird nun aus dem alten Besitzsteuergesetz, da ja das. neue, sein Ausbau, schon 1916 in Kraft treten soll. Wir hoffen, daß es eine dauernde Einrichtung sein wird. Es wäre das dann ein Reichsvermögens⸗Einkommens⸗Erbschaftssteuergesez. Man könnte fragen, ob nicht daneben noch ein direktes Einkommensteuer⸗ gesetz geschaffen werden soll. Aufgegeben haben wir diese Absicht nicht, denn die Reichseinkommensteuer muß die Grundlage der Besteuerung sein. Das vorliegende sowie das im März kommende Gesetz wird aber dem Deutschen Reich für das Jahr 1916 noch keinen Pfennig Einnahmen bringen. Frühestens würde Steuer aus diesen Ge— setzen vom 1. April 1917 ab eingehen. Wie will da die Regierung das Budget des nächsten Jahres ins Gleichgewicht bringen? Es sind große Ausfälle bei den Einnahmen zu verzeichnen, bei den Zöllen, den Verbrauchsabgaben, bei der Post und den Reichseisen⸗ bahnen. Das Budget kann also nicht ohne neue Einnahmen ins Gleichgewicht gebracht werden. Es gibt ja den Ausweg, die gaben für Heer und Marine auf die Kriegsanleihen zu schieben. Das darf aber unter keinen Umständen geschehen es hieße, ordentliche Ausgaben mit Schulden zu begl trifft namentlich auch für die Zinsen der Kriegsanleihen zu, die im kommenden Jahre anderthalb Milliarden betragen werden. Diese Zinsen mit neuen Schulden bezahlen, müßte zu einer voll⸗ ständigen Zerrüttung der Reichsfinanzen führen. Es müssen also neue Einnahmen geschaffen werden. Der Schatzsekretär hat die Anleihewirtschaft Englands einer Kritik unterzogen und gemeint, England habe größere finanzielle — en als wir. Aber in einer Beziehung steht England doch besser. Es konnte seine Kriegsausgaben nicht ganz durch I 185 wenigstene enen reir der Krregsausgapen durch neue Steuern aufzubringen. Das englische Budget sieht eine Erhöhung der di⸗ rekten Steuern um nicht weniger als 1 Milliarde 820 Millionen Mark vor. Weiter ist eine Einnahme aus Kriegsgewinnsteuern schon für das Jahr 1916 mit 600 Millionen Mark vorgesehen.(Hört! hört!) Man will dort bekanntlich die Kriegsgewinne ohne Unter⸗ schied der Höhe mit 50 Proz. wegsteuern. Dieses Mehr an direkten Steuern von 2 Milliarden und 420 Millionen Mark ist ein nach⸗ ahmenswertes Beispiel.(Sehr richtig!) Es würde uns von vorn herein die Verzinsung der Anleiheschuld decken und darüber hinaus eine ansehnliche Summe für andere Bedürfnisse des Reiches brin⸗ gen. England hat zwar auch die indirekten Steuern um 918 Mil⸗ lionen Mark erhöht, England hat aber keine indirekten Steuern auf die Massennahrungsmittel Brot, Fleisch usw., seine indirekten Steuern stützen sich auf Gegenstände, die nicht so tief in die Haas⸗ haltung der Armen und Aermsten eingreifen wie bei uns. Dann kommt noch in Betracht, daß die englische Einkommensteuer erst bei einem Einkommen von 3200 M. einsetzt. Nach dem neuen Vorschlag soll diese Grenze auf 2600 M. herabgesetzt werden, bleibt also immer noch höher wie bei uns. Nur 11 Proz. der Bevölkerung sind in England einkommensteuerpflichtig. England hat also ein viel sozialeres Steuersystem als das Deutsche Reich, und eine Aus⸗ gestaltung unserer Steuern darf nur in dem Sinne erfolgen, daß unser Steuersystem ein viel sozialeres Gesicht bekommt.(Sehr richtig! links.) Um dem Reich schon 1916 neue Einnahmen zu verschaffen, haben wir unseren Antrag eingebracht. Wir verlangen darin eine erneute Erhebung des Wehrbeitrages. Eine neue Veranlagung des Vermögens hat die Regierung abgelehnt. Trotzdem halten wir es für möglich, den Wehrbeitrag zu erheben, es kommt nur darauf an, daß bei beträchtlichen Vermögensverminderungen, die seit der Veranlagung vom 31. Dezember 1913 eingetreten sind, eine ent⸗ sprechende Ermäßigung geschaffen wird. Viele Personen sind aber auch seit dieser Zeit zu Vermögen gekommen, und für diese ver⸗ langen wir die Pflicht, Erklärungen abzugeben, daß sie in Besitz eines steuerpflichtigen Vermögens sind. Das Reichsbesitzsteuergesetz hat ja auch solche nachträglichen Erklärungen vorgesehen. Man kann den erneuten Wehrbeitrag auch anders nennen, z. B. Kriegssteuer oder, wenn man das Work Steuer verabscheut, Kriegsbeitrag. Ein noch schönerer Name, gegen den wir auch nichts haben, wäre„Ehren⸗ pflichtsbeitrag“. Dann wird jeder daran erinnert, daß die Steuer im Kriege eine Ehrenpflicht ist, wie die Wehrpflicht.(Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Ich kann nicht zugeben, daß für die wohlhabenden Schichten in diesem neuen Wehrbeitrag eine Härte liegen würde. Dem wider⸗ spricht das glänzende Bild, das uns der Schatzsekretär von der Kapitalkraft Deutschlands gegeben hat. Der kategorische Imperativ der Staatsbürgerpflicht und der Vaterlandsliebe, der nach Ansicht des Staatssekretärs in den gezeichneten Milliarden seine Triumphe gefeiert hat, sollte sich auch einmal betätigen, wenn er nicht mit 5 Proz. verzinst wird.(Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Millionen wären glücklich, wenn sie auch Kriegsanleihe hätten zeichnen können, sie müssen sich aber damit bescheiden, mit den Zins zu zahlen für die Kriegsanleihe.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Da man von den Minderbemittelten die Hin⸗ gabe von Gesundheit und Leben verlangt, so kann man in solchen Zeiten auch von den Wohlhabenden die Hingabe eines beträcht⸗ lichen Teiles von Geld und Gut zum Schutze unserer nationalen Gegenwart und Zukunft verlangen. Die reichen Leute haben bis jetzt in diesem Kriege materiell noch nicht Not gelitten.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Die Minderbemittelten tragen aber zu den übrigen Opfern noch die furchtbare Sorge um ihre Existenz, die Leiden und Entbehrungen, die der Verzicht auf das Notwendigste bedeutet.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Gerade im Berliner Westen kann man den schneidenden Gegensatz zwischen einem Leben in Ueppigkeit und größtem Elend beob⸗ achten. Wenn die Steuer selbst eine Härte bedeutet, so würde es nichts schaden, wenn auch die Reichen einmal die Not am eigenen Leibe spüren müßten. Es ist lediglich eine Dankesschuld, wenn sie sich bereit finden, jetzt wenigstens das zu zahlen, was sie an Zinsen aus der Kriegsanleihe beziehen.(Sehr gut! bei den So⸗ zialdemokraten.) Der Krieg macht die reichen Leute noch reicher und die Armen noch ärmer.(Sehr richtig!) Gegenüber dieser Ver⸗ schärfung der sozialen Gegensätze müssen wir darauf hinarbeiten, daß durch tiefgreifende sozialpolitische Gesetze und wirtschafts⸗ politische Maßnahmen die Interessen der Gesamtheit der Minder⸗ bemittelten in Zukunft ganz anders gewaert werden wie bisher. Hier wird auch die Frage auftauchen, wie weit das Reich durch Schaffung großer Monopole die Rüstungsindustrie, die Gruben, das Versicherungswesen in Reichsverwaltung zu nehmen hat, um der Gesamtheit die Mittel zuzuführen, die zur Hebung des Kultur⸗ niveaus des Volkes notwendig sind.(Sehr gut! bei den Sozial⸗ demokraten.) Dazu gehört auch ein sozialeres Steuersystem. Man darf nicht etwa mit neuen indirekten Steuern kommen. Das wäre das Verhängnisvollste, was geschehen kann.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Wir zeigen Ihnen einen Weg, er ist gang⸗ bar; technische Schwierigkeiten können nicht entgegengehalten werden, er ist gut und gerecht, und darum bitten wir: Nehmen Sie diesen Antrag an.(Lebhafter Beifall bei den Sozialdemo⸗ kraten.) Reichsschatzsekretär Dr. Helfferich: Dr. David hat den Rahmen seiner Ausführungen außer⸗ ordentlich weit über den Inhalt der Vorlage und der Resolu⸗ tionen hinaus erstreckt. Ich kann nicht darauf eingehen, jetzt schon Zukunftsfragen, auch wenn sie noch so bedeutend sind, zu besprechen. Die Entscheidung der Frage, ob künftig die durch die Kriegsgewinnsteuergesetzgebung festgestellten Ab⸗ gaben neben den durch die Besitzsteuergesetzgebung vorge⸗ schriebenen erhoben werden sollen oder nicht, wird Sache der künftigen Gesetzgebung sein. Natürlich sind beide Lösungen möglich. Jedenfalls wird die künftige Kriegsgewinnsteuer außerordentlich biel höher sein als die Besitzsteuer. Wenn ich neulich erklärt habe, daß wir Erbschaften und ähnlichen Vermögenszuwachs nicht in die Kriegsgewinnsteuer einbeziehen wollen, so hieß das natürlich nicht, daß 0 die Besteuerung der Erbschaften durch das Reichsbesitzsteuergesetz abgeschafft werden solle.(Hört! hört!) Aber das Ruhenlassen der einen Abgabe bei Erhebung der anderen bitte ich der Regierung bis zur Beratung der künftigen Gesetzgebung zu überlassen. Der Plan Lloyd Georges, einen erheblichen Teil der englischen Kriegsausgaben durch Steuern während des Krieges aufzubringen, ist gescheitert.(Sehr richtig! rechts.) Daß dies so kommen würde bei dem gigantischen Ringen, ist bei uns von den Leuten, die diesen Krieg finanziell vorzuberei⸗ ten hatken, stets vorausgesehen worden. Damit sollte natürlich nicht gesagt sein, daß bei uns die Steuerschraube während des Krieges nun überhaupt nicht angezogen werden sollte. Wir wollen es nur, solange dazu keine zwingende Notwendigkeit vorliegt, unse⸗ rem Volke ersparen, daß es zu den großen Lasten in diesem Kriege auch 8 erhöhte steuerliche Lasten tragen muß. Solange unser ordentliches Budget ohne Steuererhöhungen ins Gleichgewicht ge⸗ bracht werden kann, wollen wir von sclchen Steuererhöhungen absehen. Solange der Krieg dauert, sind die Ausgaben für Heer und Marine aus dem ordentlichen Etat verschwunden und auf den außerordentlichen Etat übertragen. Im laufenden Finanzjahre werden wir höchstens mit einem sehr bescheidenen Fehlbetrag zu rechnen haben. Die Aufstellung des Budgets für 1916/17 wird sich aber ohne Erschließung neuer Einnahmen kaum machen lassen. (Hört! hört!) Es wird dann nicht nur die endgültige Kriegs⸗ gewinnsteuer kommen, sondern es werden Ihnen auch noch andece Steuervorlagen zugehen, die zurzeit noch bearbeitet werden.(Le z⸗ Steuern aufbringen, wie es sich im Anfang vielleicht eingebildet hat. Aber die Engländer haben doch nicht versäumt, daran zu denken, haftes Hört! hört!) Wenn es sein muß, wird auch der deutsche Kopfteffswids das Geld ergeben, nicht nur für 5 Pre in Form von Steuern, die keine Zinsen bringen. D mus des deutschen Volkes ist mit 5 Proz. nicht abgegolten. auch nicht richtig, daß England ein sozialeres Steuersystem hat a wir. England hat gerade während des Krieges d Steuern v 3200 äuf 2600 M. Einkommen herabgesetzt, und ob es dabei sein Bewenden haben wird, wollen wir erst einmal abwarten, 5 die Bahn erst einmal beschritten ist.(Sehr 81e 109 In C spielt auch die Mietssteuer eine große Rolle, die ni t gerade genannt werden kann.(Sehr richtig!) Der Krieg wird un allen Umständen, einerlei wie groß die Kriegsentschädigung mit der wir natürlich rechnen(Brabol), 0 liche Lasten nach sich ziehen. Deshalb dürfen wir uns jetzt noch nicht festlegen. Wir wollen die Struktur unseres öffentlichen Lebens auch über den Krieg hinaus behalten und weiter pflegen. Daher bitte ich, die sozialdemokratische Resolution abzulehnen und die Idee für die Zukunft zurückzustellen. Dr David sprach wieder⸗ holt von dem Patriotismus gegen 5 Proz. bei der See der Kriegsanleihe. Ich weiß aber, daß kleine Zeichner vielfach direkt Vermögensnachteile auf sich genommen ben, um überhaupt Kriegsanleihe zeichnen zu können.(Beifall.) Es heißt die große Leistung unseres Volkes verkleinern, wenn man hier immer nur di 5 Prog. sieht und nicht den wirklichen Opfersinn. Die enorme Be⸗ lastung, die der Krieg uns bringt, wird von uns getragen werden. Und nach dem Kriege wird sich der deutsche Patriotismus nicht nur im Anleihezeichnen, sondern auch im Steuerzahlen zeigen. Deen Patriotismus brauchen wir, und er wird hoffentlich nie fehlen, sonst könnte man an der Zukunft unseres Volkes verzweifeln.(Leb⸗ hafter Beifall.) Abg. Dr. Stresemann(natl.):. 5 Reichen noch reicher, die Armen noch ärmer geworden sind. Viele große Vermögen sind während des Krieges verloren gegangen, und andererseits haben sich die Löhne vieler Arbeiter doch sehr eträcht ⸗ lich gesteigert. Dem Vorschlag der sozialdemokratischen Resolution können wir nicht zustimmen. Praktische Erwägungen sprechen da⸗ gegen. Wir sind für uns kolossale steuer⸗ Es ist nicht wahr, daß de 1 durchaus nicht abgeneigt, die Frage zu prüfen, ob und wie weit der Wehrbeitrag weiter erhoben werden 7 muß. Die Vorlage selbst entspricht einer gewissen Stimmung im Volke, die sich nicht gegen Firmen wie Krupp und dergleichen richten, sondern gegen Kriegslieferanten, die vor dem Kriege gar nichts mit Handel und Industrie zu tun hatten, aber trotzdem zynisch Zwischengewinne eingesteckt haben, die nicht berechtigt waren, Die Firma Krupp hal dagegen in hochherziger Weise den größten Teil ihrer Kriegsgewinne wohltätigen Zwecken zur 1e Ubtent 3 10 8 stellt. Darin stimme ich Dr. David bei: es ist eine Ehrenp der Leute, die in dieser Zeit vom sicheren Port aus dem Welt⸗ kriege zugesehen haben, dem Reiche zu geben, was des Reiches ist.(Bravo! bei den Nationaliberalen.) g Abg. Gothein(Bp): Wir stimmen der Vorlage zu und sind auch nicht abgeneigt, weitere Raten des Wehrbeitrages zu erheben. Nur die praktischen Schwierigkeiten, die in der Kriegszeit der Ver⸗ anlagung und Erhebung des Wehrbeitrages entgegenstehen, ver⸗ anlassen uns zur Ablehnung der sozialdemokratischen Resolution, deren Gedanke unsere Zustimmung findet. Eine Deckung der un⸗ geheuren Lasten nach Peendigung des Krieges ausschließlich durch indirekte Steuern halten auch wir für unmöglich. Notwendig ist eine einfache organische einheitliche Reform der gesamten direkten Steuern. Die Erfahrungen dieses Krieges bürgen dafür, daß das deutsche Volk auch nach dem Kriege die Kraft haben wird, durch⸗ zuhalten zu einer glücklichen, wirtschaftlichen und kulturellen Zu⸗ kunft.(Bravo links.). Abg. v. Brockhausen(kons.): Die vorliegenden Fragen dürfen nicht agitatorisch behandelt werden. Die kommende Kriegsgewinn⸗ steuer darf 1 durch zu hohe Sätze konfiskatorisch wirken. Die sozialdemokratische Resolution lehnen wir aus prinzipiellen und praktischen Gründen ab.(Bravo rechts.) Reichsschatzsekretär Dr. Helfferich erklärt auf eine Frage des Vorredners, daß bei der Steuer auf die besondere Lage der Pro⸗ duktiv⸗ und Einkaufsgenossenschaften Rücksicht genommen werde. Abg. Mertin(Rp.) erllärt sich namens seiner Freunde für die Resolution der Kommission und gegen, die sozialdemokratische Re⸗ solution. Bei Kriegslieferungen für Heer und Marine sollte ein Teil des Kaufgeldes zur Sicherung der Kriegsgewinnsteuer zurück⸗ behalten werden. 6 Abg. Freiherr Heyl zu Herrnsheim(b. k. Fr.): Die direkten Steuern dürfen für die Bessersituierten nicht zu einer Konfiskation führen, sonst kommen die Betriebe zum Stillstand, und das liegt auch nicht im Interesse der Arbeiter. 5 Abg. Schiffer(natl.): Eine Steuer kann keinen Unterschied machen zwischen berechtigten und unberechtigten Gewinnen. Die unmoralischen Gewinne müssen durch besondere Gesetze gefaßt werden, wie die von der Kommission beschlossenen Resolutionen verlangen. ö Staatssekretär des Reichsjustigamts Dr. Lisco: Die an sich sehr sympathische Nutzbarmachung der unlauteren Gewinne für das Reich kann nicht mit dem Kriegsgewinnsteuergesetz verquickt werden. Es wird überhaupt sehr schwierig sein, diese Aufgabe zu lösen. Selbstverständlich werde ich aber versuchen, den Gedanken der Resolution gesetzgeberisch zu fassen. Stellvertretender Kriegsminister v. Wandel: Die Zahl der unlauteren Kriegslieferanten ist keineswegs sehr groß. Abg. Gröber(Ztr).: Es lann nicht so schwer sein, wie der Staatssekretär meinte, die unlauteren Gewinne auch wirklich ge⸗ setzgeberisch 7 erfassen. Abg. Hoch(Soz.): Der Abg. Heyl zu Herrnsheim hat versucht, die Aufmerksamkeit von unserer Resolution damit abzulenken, daß er sich gewaltig über unsere allgemeine Steuerreform ereiferte. Nach dem Kriege werden wir so eingehende und lebhafte Kämpfe über die allge⸗ meinen Steuerforderungen der verschiedenen Parteien haben, daß er gewiß auf seine Rechnung kommen wird. Jetzt haben wir besse⸗ res zu kun. Der Staatssekretär hat gerade mit Rücksicht auf das, was jetzt geschehen muß, es abgelehnt, auf unsere Resolution ein⸗ zugehen. Unsere Resolution betrifft aber gerade die Arbeit, die jetzt erledigt werden muß und die, wenn sie jetzt versäumt wird, gar nicht mehr nachzuholen ist. Frage, welche Steuern im März nächsten Jahres zum Ausgleich des Reichshaultsplans vorgelegt werden sollen. Der Schatzsekretär sagt, warten Sie doch ab, im März wollen wir uns über die Steuern auseinandersetzen. Gewiß, über die Einzelheiten. Aber die Grund⸗ frage muß entweder jetzt entschieden werden oder wir stehen nachher vor vollendeten Tatsachen, nämlich die Frage, ob es direkte Steuern sein sollen, die die reiche Bevölkerung im wesentlichen zu kragen haben, oder ob man die Lasten durch indirekte Steuern, Verkehrs⸗ steuern usw. wiederum auf die Schultern der ärmeren Bevölke⸗ rung legen will. Ich erinnere Sie an die Vorgänge der letzten Finanzreform, wo es sich ja nur um 500 Millionen handelte, eine ganz bescheidene Summe im Verhältnis zu den Summen, die heute in Betracht kommen, und um eine Zeit, als unser Volk auf der Höhe seiner Kraft stand, während es jetzt schon die allerschlimmsten Opfer auch so bringen muß. Im März müssen wir die Vorlage, die uns vorgelegt wird, im wesentlichen annehmen, zur Aus⸗ arbeitung neuer Steuervorschläge fehlt uns dann die Zeit und dis Ruhe. Darum müssen wir uns jetzt darüber verständigen, welchen Art die Vorlage sein soll. Der Umstand, daß der Staatssekretär vermieden hat, auf die Sache einzugehen, und die Gründe, die er N 8 gegen unsere Resolution vorbrachte, sind leider geeignet, die 2 13 Masse der Bevölkerung auf das allerhöchste zu beunruhigen.(Se wahr! bei den Sozialdemokraten.) Er sagte, wir müssen doch Ueberblick über die Verhältnisse haben. Den Ueberblick, der hie notwendig ist, den hat er schon. Er muß sich schon jetzt sagen, d 74 3 Es handelt sich dabei um die 25 5 -r-r. eee eee eee. 2 dar nicht daran zu denken ist, dem arbeitend 1 welcher Form neue Lasten e e Geht 240 1 1 leren waer„Das Großkapital wird immer mächti 85 Mitktelstand verschwindet und die übrige Bevölkerung i i eine geradezu unerträgliche Lage nach dem Kriege; ncht nur ba- durch. daß das Wirtschaftsleben in mancher Beziehung 1115 11 sein wird, sondern auch durch die ungeheure Teuerung 5 8 wesentlichen für absehbare Zeit nach dem Kriege bleiben wird. Es wird daher der Vereinigung aller Kräfte und der größten Arbeit bedürfen, um die Lage des arbeitenden Volkes einigermaßen träglich zu machen. Daher muß es von vornherein ausgeschlossen — daß wir im März noch weiter die Lasten vergrößern die 1 5 n Schultern der Arbeiter jetzt ruhen. Es nuß unfere Aufgab 10„ das arbeitende Volk zu entlasten, aber nicht noch mehr 1 15 ten. Es liegt im eigenen Interesse der Regierung daß der heutige Tag nicht vorübergeht, ohne daß klipp und klar erklärt wird, daß an indirekte Steuern nicht gedacht werden kann. Alles andere ist Nebensache. Wie die Steuer im einzelnen i bedarf eingehender Erwägung. Mit den Sawierigkeiten der Tuch. führung unseres Antrags soll man uns nicht kommen in einer Zeit, wo unser Volk so gewaltige Aufgaben im Dienste des Vaterlandes zu erfüllen hat. Ich bitte den Herrn Staatssekretär dringend auf unsere Frage eine andere Antwort zu geben. Möge er das bringen was draußen von Millionen von Menschen verlangt wird, die klare Erklärung, daß nicht daran zu denken ist, daß das deutsche Volk mit neuen indirekten Steuern belastet wird. Spricht er dieses Wort heute nicht, so würde das eine ungeheure Beunruhigung in 1 des Volkes bringen.(Zustimmung bei den Sozialdemo⸗ raten. Reichsschatzsekretär Dr. Helfferich: Der Abg. Hoch wi i vor, daß ich große Beunruhigung in das deuische Bel 10 hätte. Nein, Herr Hoch, das haben Sie soeben getan.(Lebhaftes Sehr 1 N Ich habe kein Wort davon gesprochen, daß während des Krieges die notwendigen Lebensmittel durch indirekte Steuern belastet werden sollen. Die einzige Steuer, von der ich sprach, ist die Kriegsgewinnsteuer, die eine außerordentlich erweiterte und N Reichsvermögenssteuer bedeutet. Natürlich werden wir während und nach dem Kriege nicht mit einer einzigen Steuer⸗ uelle alles Notwendige befriedigen können, ich habe aber das utrauen zu den deutschen Arbeitern, daß sie sich den Staatsnot⸗ wendigkeiten nicht entziehen und ebenso wie sie im Schützengraben mit den Unteroßfisteren und Leutnants zusammen gekämpft haben, Ceifall) auch kämpfen werden, um das Vaterland zu erhalten Die Versicherung kann ich geben: an die notwendigen Nah⸗ 7 —— n rungsmitkel des Volkes werden wir während des Krieges nicht her⸗ angehen.(Beifall.) Abg. Graf Westarp(k.): Es ist sehr schwierig, festzustellen, was „übermäßige“ Verdienste sind. Es muß verhindert werden, daß durch das Gesetz ein gewissenloses Denunziantentum gezüchtet wird. Abg. Mumm(Wirtsch. Vg.): Heute ist es sehr friedlich her⸗ gegangen Hoffentlich zeigt sich dieselbe Einigkeit auch bei der Be⸗ ratung des definitiven Gesetzes. Abg. Dr. David(Soz.): Ich habe keineswegs den Zeichnern der Kriegsanleihe einen moralischen Vorwurf gemacht, sondern nur den kategorischen Imperativ der Pflichterfüllung auch in An⸗ spruch genommen für die Hingabe von Gut und Blut ohne fünf Prozent.(Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Gegen den Wehrbeitrag wird angeführt, daß die Gemeinden durch ihre Steuer⸗ zuschläge schon Kriegssteuern erheben. Diese Zuschläge treffen aber auch die Allerärmsten. Wir wollen die Henne mit den gol⸗ denen Eiern nicht schlachten, aber Federn soll sie lassen, die sie reichlich entbehren kann.(Heiterkeit und Beifall bei den Sozial⸗ demokraten.) Abg. Hoch(Soz.): Ich habe mich lediglich dagegen gewendet, daß der Staatssekretär überhaupt nichts über neue Steuern ge⸗ sagt hat. Er weiß doch genau, daß die Kriegsgewinnsteuer für das Jahr 1916 nichts abwerfen kann. Anstatt Farbe zu bekennen, lenkt er also von der Sache ab. Ich weise entschieden die Mah⸗ nung an uns, nicht Unruhe zu stiften, zurück. Beherzigen Sie die Mahnung, geben Sie dem Volk Aufklärung darüber, mit welchen Steuern es zu rechnen hat Wenn Sie weiter schweigen oder unsere Aufmerksamkeit von der Sache abzulenken versuchen, sind wir verpflichtet der Wahrheit die Ehre zu geben. Reichsschatzsekretär Dr. Helfferich: Mit keinem Mittel Ihrer Ueberredungskunst, Herr Abg. Hoch, werden Sie mich dazu bringen, hier Mitteilungen zu machen über Dinge(Aharufe bei den Sozial⸗ demokraten.— Unruhe), über die die Verbündeten Regierungen noch nicht beschlossen haben. Notwendige Lebensmittel des Volkes haben wir in diesem Kriege nicht belastet, sondern entlastet, und wir werden sie auch weiterhin nicht belasten. Wenn Sie sich aller⸗ dings auf den Boden stellen, daß jede indirekte Steuer und Ver⸗ kehrssteuer eine Belastung der breiten Massen bedeutet— auf dem Boden können wir überhaupt nicht diskutieren. Der Bevölkerung muß klargemacht werden, daß große finanzielle Ansprüche an sie herantreten, und daß es unmöglich sein wird, alles aus einer Steuerquelle zu befriedigen. Die Vorlage, die im März kommen wird, muß als Ganzes betrachtet werden im Zusammenhang auch mit dem, was in den Einzelstaaten und Kommunen geschieht. (Beifall.) g 3 8 Damit schließt die Generaldiskussion. Die einzelnen Para⸗ graphen des Gesetzes werden nach kurzer Debatte über juristische Einzelheiten in der Kommissionsfassung angenommen, ebenso die Resolutionen der Kommission. Der Antrag Albrecht wird 9 die Stimmen der Sozialdemokraten abgelehnt. Hierauf wird da⸗ Gesetz sofort auch in dritter Lesung einstimmig angenommen Es folgt die* zweite Beratung des Gesetzentwurfs über die Kriegsabgaben der Reichsbank. Die Kommission beantragt, den Gewinn der Reichsbank in den Kriegsjahren 1915 und 16, sowelt er den durchschnittlichen Rein⸗ gewinn der letzten drei Friedensjahre übersteigt, zu drei Vierteln (statt zur Hälfte, wie die Regierungsvorlage wollte) an das Reich fallen zu lassen. Abg. Keil(Soz.) begründet einen Antrag der Sozialdemokraten, den vollen Gewinn der Kriegsjahre, soweit er den durchschnittlichen Reingewinn der letzten drei Feiedensjahre übersteigt, dem Reiche zu⸗ zuführen. Bei 75 Prog. bleibt den Anteilbesitzern der Reichsbank ein biel höherer Gewinn als in den letzten drei Friedensjahren. Der durchschnittliche Gewinn betrug in diesen Jahren 7.08 Proz. Mit einer solchen Kapit issrente kann man in diesen Kriegszeiten sehr wohl zufrieden sein.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Reichsbankpräsident Havenstein: Der Antrag widerspricht jeder Billigkeit. Wenn von den 222 Millionen Gewinn der Reichsbank im Kriege 199 Millionen dem Reiche zur Verfügung gestellt werden, so genügt das wohl, eine weitergehende Besteuerung würde ein privilegium odiosum für die Anteilseigner und auch für den Re⸗ servefonds der Reichsbank bedeuten. 2 Abg. Dr. Arendt(Rp.) spricht gegen den Antrag Albrecht. Abg. Keil(Soz.): Das Eintreten des Reichsbankpräsidenten für die Anteilseigner der Reichsbank ist verständlich. Wir haben aber die allgemeinen Volksinteressen zu vertreten. Viele Leute würden im übrigen froh sein, wenn sie ein solches„Privilegium odiosum“ hätten, wie die Anteilseigner der Reichsbank.(Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Nach kurzer weiterer Debatte wird der Antrag Albrecht abge⸗ lehnt, die Vorlage nach den Kommissionsbeschlüssen angenommen. Das Haus vertagt sich auf Dienstag 11 Uhr. N Auf die Tagesordnung werden auf Vorschlag des Präsidenten gestellt: 1. kleine Anfrage des Abg. Bassermann(natl.), 2. zweite und event. dritte Lesung der Kriegskredite, 3. die Beschlüsse der Budgetkommission auf Erhöhung der Unterstützungen für Krieger⸗ familien, denen die Regierung zugestimmt hat.! Schluß: 6 Uhr. a 7 55 Tahesbericht des Großen Hauptguartierg. Im Westen erfolgreiche Sprengungen und Luftkämpfe. Bei Mojkovac mehrere hundert Gefangene ö gemacht. W. B. Großes Hauptquartier, 20. Dez., vorm.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Das Feuer unserer Küstenbatterien vertrieb feindliche Monitore, die gestern nachmittag Westende beschossen. Au der Front neben lebhafter Artillerietätigkeit mehrere erfolgreiche Sprengungen unserer Truppen. Eines unserer Flugzeuggeschwader griff den Ort Poperinghe an, in dem zahlreiche Verbindungen des Feindes zusammenlaufen. Ein englischer Doppeldecker wurde im Luftkampf bei Brügge abgeschossen. Die Insassen sind tot. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Balkankriegsschauplatz. Bei den Kämpfen nordöstlich der Tara sind, wie nachträg⸗ lich gemeldet wird, drei Gebirgs- und zwei Feldgeschütze er⸗ beutet. g Gestern fanden bei Mojkovac weitere für die öster⸗ reichisch⸗ungarischen Truppen günstige Kämpfe statt. Mehrere hundert Gefangene wurden eingebracht. Von den deutschen und bulgarischen Heeresteilen nichts Neues! Oberste Heeresleitung. 2 Der österreichisch⸗umgarische Tagesbericht Wien, 20. Dez.(W. T. B.) Amtlich wird verlautbart, den 20. Dezember 1915. Russischer Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Itallenischer Kriegsschauplatz. 5 An der ganzen Front mäßige Artillerietätigkeit, die sich nur im Chiesa⸗Abschnitt und im Gebiet des Col di Lana zu größerer Heftig⸗ keit steigerte. Südöstlicher Kriegsschauplaßz. g Die Truppen des Generals von Koecveß er st ür mten die starl aufgebauten feindlichen Stellungen am Tara⸗Knie südwestlich von Biselpolse und bei Godusa nördlich von Berane. In den Kämpfen an der Tara wurden 3 Gebirgskanonen, 2 Feldkanonen und 1200 Gewehre erbeutet. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höfer. Feldmarschalleutnant. * Die neuen Erfolge in mo tenegro. Die Truppen des Generals v. Koeveß haben, wie der Frankf. Ztg. telegraphiert wird, erneuert einen bedeu te n den Erfolg errungen, durch den sie in kürzester Zeit in den Besitz der besten Straße Altmontenegros gelangen dürften. Sie erstürmten nämlich südwestlich von Bijelopolje die zwischen der Ljiebesnitza und der Tara am Knie dieses Flusses gelegenen, stark ausgebauten feindlichen Stellungen im Nordwestteil der Sijawitza Planina. Dort geht der von Grab durch die Landschaft Kolaschin nach Mojkowatsch und von dort weiter im Tale der Tara nach Süden führende Weg, der von Trebaljewo an zu einer guten Straße wird, nach Podgoritza. Von Lepenatsch bis nach Mojkowatsch zieht dieser Weg in einer engen Schlucht, die den Namen Ulosewina trägt. Die Stellungen am Tara · Knie lagen, wie ein Blick auf die Karte erkennen läßt, auf 1 07 kahlen, schwer gangbaren Höhen. Ihre Einnahme 4 auch bei oberflächlicher Kenntnis der Schwierigkeiten 1 0 ländes zur Bewunderung für die Leistungen der dor im Kampfe stehenden Truppen, die hier in e bis zu 2000 Meter hohen Gebirgen von 3 5 25 folg eilen. Gleichzeitig mit diesem Erfolg fällt die 90 stürmung der feindlichen Höhenstellungen Godusa zusammen, wo sich die endwegartige Verbindung, die von Korita nach Berane führt, zwischen der Jaastak Planina und der Morawatsch Planina in 1400 Meter Höhe hinzieht. Dadurch hat sich die von Norden gegen Berane heranmarschierende Kolonne dieser Stadt bereits bis auf 12 Kilometer genähert. Das Los der serbischen Flüchtlinge. Einem holländischen Blatte wird aus London berichtet: Nur ein kleiner Teil der Serben, die aus Serbien ge⸗ flüchtet sind, hat Griechisch-Mazedonien erreicht. Während der Feind Altserbien durchzog, gingen die meisten serbischen Männer, die sich in nichtdienstpflichtigem Alter befanden, längs der Wege, die nach Westen und Südwesten führen. Die meisten Frauen und Kinder blieben zu Hause, als die Angreifer die Grenzen Alt⸗ serbiens erreichten. In der Ebene von Kossowo hatten sich 750 000 Flüchtlinge zusammengezogen, die nach Albanien und Montenegro gingen. 250 000 beschlossen, sich den Oesterreichern und Deutschen zu ergeben. Die übrigbleibende halbe Million Menschen zog es vor, die furchtbare Flucht im Winter nach den verschneiten Bergen Albaniens zu unternehmen. Sehr wenige wußten, welches Schicksal sie erwartete. Tausende sind durch Hunger und Kälte umgekommen oder wurden von Wölfen zerrissen. Eine Menge Flüchtlinge, die in bitterer Kälte nach Albanien und Montenegro flohen, hatten fast nur vom Fleische der Kadaver ge⸗ lebt. Ihr Elend übertraf die Leiden beim napoleonischen Rück- zuge aus Moskau. Ein griechisch⸗französi cher Zwischenfall. Koustantinopel, 20 Dez. Wie wohl die griechischen Truppen aus Salonik entfernt worden sind, behalten sie das die Stadt beherrschende Fort Karaburnu besetzt. Die Franzosen äußerten zweimal den Wunsch, ihnen dieses Fort zu übergeben, was die Griechen jedoch ablehnten. Am letzten Freitag näherte sich eine stärkere französische Patrouille Karaburnu. Da auf Anruf die Franzosen nicht stehen blie⸗ ben, eröffnete das Fort das Feuer, worauf sich die Patrouille fluchtartig zurückzog. 5 Die ariechischen Wahlen. Bern, 20. Dez.(W. T. B. Nichtamtlich.) Mailänder Blätter melden aus Athen: Anscheinend haben die Anhänger Gunaris eine starke Mehrheit erhalten. In Athen und im Piräus haben sie fünfzehn Sitze gewonnen. In Athen und einigen anderen Hauptzentren wurde die Aufforderung der Veneselistenpartei zur Stimmentheeltung befolgt. Auf dem Lande war die Stimment⸗ haltung nicht groß. Athen, 20. Dez.(W. T. B. Nichtamtlich.) Meldung des Reuter⸗ schen Bureaus. Das Wahlergebnis wird nicht vor Dienstag mittag bekannt sein. Die Gunaristen scheinen dadurch, daß sie 15 von 22 Sitzen in Attika gewonnen haben, die Mehrheit zu er⸗ langen. Feindliche Flotten in den Straßen von Otra to. f Athen, 20. Dez. Nach einer Meldung aus Korfu suchten zwei Schiffe ohne Flagge, die aber als italienische erkannt wurden, in Begleitung eines Kreuzers, ebenfalls ohne Flagge die Vacht von Korfu und Küsten von Epirus ab. Reisende aus Brindisi melden, daß dort ein starkes Geschwader der italienischen Flotte liegt. Außerhalb Chimara wurden 18 kleine und große Kriegsschiffe, teils englische, teils franzö⸗ sische gesichtet. Die Entente⸗Truppen bei Ari * 2 2. Burnu ans Meer getriebeu. Konstantinopel, 20. Dez.(W. T. B.) Der Korrespon⸗ dent der Agentur Milli an den Dardanellen meldet: Seit gestern wird in allen Abschnitten wütend ge⸗ kämpft. Unsere Truppen begannen bei Anaforta und Ari Burnüu mit dem allgemeinen Angriff. Der Feind führte, um unsere Angriffe zu erwidern, bei Sedd⸗ül⸗ Bahr einen Gegenangriff aus, den unsere Truppen unter außerordentlichen Verlusten für den Feind abschlu⸗ gen. Unsere Truppen nahmen wichtige feindliche Stützpunkte bei Anaforta und Ari⸗Burnu. Unser kräftiges Artilleriefeuer verursachte in den Reihen der Feinde schwere Verluste. Unsere braven Soldaten, die seit Monaten auf diese Offensive warteten, zeigen bei den ungestümen Angriffen gegen die feindlichen Schützengräben bewunderungswürdigen Schwung und Opferwilligkeit. In kurzer Zeit wird es bei Anaforta und Ari Burnu mur noch feindliche Leichen geben. Eine weitere Meldung des Korrespondenten besagt: Wir schlugen den Feind bei Anaforta und Ari Bur nu vollständig in die Flucht. Unsere Soldaten erreich⸗ ten bei Ari Burnu das Meer. Die Beute ist un ermeß⸗ lich groß. Infolge dichten Nebels gelang es dem Feind zu entkommen, ohne eine große Anzahl Gefangener zurückzu⸗ lassen. Englische Bestätigung. London, 20. Dez. Offiziell wird mitgeteilt, daß alle Truppen aus Suvla und Anzac mit Geschützen und Vorräten nach einem anderen Operattionsterrain mit gutem Erfolge gebracht worden sind. * 2 Russische Bestialität. Wien, 20. Dez. Aus dem Kriegspressequartier wird gemeldet Wie aus einem amtlichen Bericht hervorgeht, wurden am 29. August 1914 in der Gemeinde Liweze, Bezirk Sokal, Jünglinge und Männer unter dem Vorwande, daß die Bewohner von Liweze die Russen beschossen hätten, zusammengetrieben und in ein Haus ein⸗ geschlossen. Hierauf kam eine achtköpfige russische Patrouille zum Haus. Der kommandierende Fähnrich befahl: Diese Hunde sind zu erschießen! Die Patrouille schoß durch die Fenster und die Tür auf die Eingeschlossenen und massakrierte sie sodann mit Säbel und Bajonett. Diese Opfer der russischen Bestialität, achtzehn an den Zahl, standen im Alter von 14 bis 70 Jahren. Die Verluste der englischen Handelsflotte 1447628 Tonnen versenkt. Vom Beginn des Krieges bis Ende November dieses Jahre: sind, wie von zuständiger Seite mitgeteilt wird, insgesamt 734 feindliche Handels fahrzeuge mit einem Tonnengehalt von 1447628 Tonnen versenkt worden. Hiervon entfallen auf Verluste* durch U⸗Boote: 568 Fahrzeuge mit 1079 402 Br. R.⸗T. durch Minen: 93 Fahrzeuge mit 94 709 Br. R.⸗T. durch sonstige kriegerische Ereignisse verursacht: 73 Fahrzeuge mit 273 517 Br. R.⸗T. a Von den versenkten Fahrzeugen gehören 624 mit einem Tonnen. gehalt von 1 231 944 Tonnen der englischen Handelsflotte an. Das bedeutet einen Ausfall von 5,9 Proz. der gesamten englischer Handelsschiffstonnage. Dieser Frachtraum fehlt also mit anderen Worten der englischen Handelsflotte, deren Hauptaufgabe darin besteht, der Industrie, sei es für den Kriegsbedarf, sei es für daz tägliche Leben, Rohstoffe und der Bevölkerung Englands Lebens mittel herbeizuschaffen. Vergegenwärtigt man sich ferner, welch Mengen an Laderaum der englischen Handelsflotte durch den enormen Bedarf an Schiffen für Trans portzwecke, Beförderung von Truppen und Kriegsmaterial nach Frankreich, Griechenland den Dardanellen, Aegypten, von und nach Indien verloren gehen — der Vorfitzende der Peninsular and Oriental Steam Navigation Company äußerte in der diesjährigen Generalversammlung, daf allein schon von 60 dieser Gesellschaft gehörenden Schiffen 42 in Dienste der Regierung ständen—, so ergibt sich ohne weiteres, das jede Tonne eines verlorenen Handelsschiffes England an seine! empfindlichsten Stelle treffen muß. Deutschland und Amerika. N Newyork, 20. Dez. Die Newyork Times empfing mittel! drahtloser Telegraphie eine Meldung aus Berlin, in der di deutsche Reichsregierung bestreitet, daß sü die Tätigkeit sogenannter Verschwörer ode Spione in Amerika fördert oder unterstütze, und die Deut schen vor solchen unverständigen Handlungen warnt. Dis Blätter geben dies allgemein wieder und erkennen an, daß nichts entdeckt wurde, was eine Verbindung der deutschez Botschaft mit solchem Tun erkennen ließe. Die zweite amerikanische Note an Oestereich⸗Ungar Washington, 20. Dez.(W. T. B. Nichtamtlich.) Meldung de Reuterschen Bureaus: Die zweite Note an Oesterreich⸗Ungarn wir vermutlich am Montag abgeschickt. Oesterreich⸗Ungarn wird sit aber schnell entscheiden müssen, ob die Beziehungen abgeb⸗ Die Note nimmt in keiner Weise inger Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm& Cie., Gießen. Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H., Offenbach a. M Der Nonsumverein Giessen und Ling. henden Weihnachts- und Neulahrstagen insbesondere diverse Lebkuchen, empfiehlt zu den bevorstel Seine anerkannt guten und preiswerten Waren, Pfefferkuchen, Ligarren in allen Preislagen, Ligaretten. Weine, Punschessenzen, kuchen ete. Ganz besonders machen wir auf unsere aufmerksam. zu verwenden, Kakao- Würfel, zum Backen verwendet werden), USW. ff. Schokolade in Tafeln, Feldpost⸗ Sendungen Zur Zeit führen wir: Iigarren in 10 und 20 Stück-Kistchen, Zigaretten in 20 und 30 Stück-Packungen, verschiedene Rauchtabake, Feldkocher mit 1 Dose Spiritus-Würfel(höchst praktisch), Ersatzdosen extra. Hartspiritus-Heiztabletten in Paketen zu 20 Stück, auch zu vorstehend erwähntem Feldkocher Kakao-Milchsuppen, Milch in der Tüte(Kann auch im Haushalt Mentholbonbons(bestes Mittel gegen Heiserkeit), Goulasch in Dosen(sehr zu empfehlen), Hertrichs Bitter in kleinen Flaschen, Kerzen mit Lichthalter(5 starke Kerzen, praktische Neuheit), dauer, auch in den langen Winterabenden für den Familiengebrauch zu empfehlen, da nicht rauchend), Feldbriefbogen, Briesumschläge und Postkarten in Packungen zu 10 Pfg.), Rote Kreuz- postkarten(der Gesamterlös fliesst dem Roten Kreuz Zu). 7 in Pehiedenen Grössen und Ausführungen zum Verschicken von Marmelade, Wurst, Strümpfen Ausserdem empfehlen wir zum Selbstfüllen: 555 vorzügliche Blockschokolade, Bayrischen a 5 D. Kaminka, Giesen Fleischbrüh würfel, Nalzzucker. Mentholbonbons usw. Ililuminations-Lämpchen(von langer Brenn- r eere ffeldpost⸗RKartons Honig- e e eee, in hervorragender Auswahl, auch für Wiederverkäufer, empfiehlt Buchhandlung der Oberh. 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