1 2 A 1 1 * 4 S„ 125 N — der Organ für die Interessen des werktätigen Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete. 829 Volles Du Obergessische Volkszeitung erschemt jeden Werktag A f Gießen. Der Abonnementspreis beträgt wöchentlich 15 Pa. 15 8 60 Pfg. einschl. Vringerlohn Durch die Post bezogen vierteljährl. 180 Mk 5 Redaktion und Expedition Gießen, Bahnhofstraßse 23, Ecke Löwengasse. Telephon 2008. Inserate kosten die 6 mal gespalt. Kolonelzeile oder deren Raum 15 Pfg. Bei größeren Aufträgen Rabatt. Anzeigen wolle man bis abends? Uhr für die folgende Nummer in der Expedition aufgeben. Nr. 297 Gießen, Samstag, den 18. Dezember 1915 10. Jahrgang evorstehen 15 3 A 2 Der Kampf um Amerika. Es ist ein begreiflich tiefer Schmerz des Vierverb 8 55 trotz aller Gegenfätze, die sich zweifellos zwischen e f Staaten von Nordamerika, und insbesondere zwischen e e Präsidenten Wilson, und Deutschland entwickelt haben, es je länger je mehr zu einem Ausgleich dieser Differenzen gekommen ist, an⸗ fei— wie die Entente so gern wünschte, zu einem offenen und eindlichen Bruch. Die Botschaft, die Herr Wilson neulich an die Bevölkerung der Vereinigten Staaten gerichtet hat, ist daher 1 der feindlichen Presse noch viel zu milde und es gibt eine Reihe von französischen und besonders von englischen Nlättern, die dem Präsidenten den Vorwurf der Deutschenfreundlichkeit machen. Man muß schon reichlich verblendet sein, um aus der Wilsonschen Bot⸗ schaft, die alles andere als eine besondere Freundschaft für Deutsch⸗(t land verrät, so etwas herauszulesen. Aber die Verblendung der r Ententepresse geht noch weiter. Sie sucht mit allerlei Beweismit— teln und mit den Tönen des Biedermanns den Vereinigten Staaten gerade nach der letzten Botschaft des Präsidenten klar zu machen, daß ein Krieg zwischen Amerika und Deutschland vom Schicksal bestimmt sei, daß niemand ihn mehr zu verhindern möge und daß Amerika nur den besten Zeitpunkt für diesen Krieg u wählen, habe. Es vexsteht sich, daß diese Blätter den besten eitpunkt jetzt für gekommen halten und Amerika ermahnen, diese Stunde nicht vorübergehen zu lassen. Sie können sich dabei aller⸗ dings auf einen großredenden Amerikaner selbst berufen, auf Herrn Roosevelt, der seine heimliche Campagne gegen Wilson für die nächste Präsidentenwahl dadurch zu stärken versucht, daß er jetzt noch mehr als früher jede Rücksicht fallen läßt und offen den Krieg gegen Deutschland predigt. Die Ententepresse weiß nun freilich auch sopiel von den amerikanischen Verhältnisse, daß mit Herrn Roose⸗ wvelt, auf welche Seite er f imme agen mag, kein besonderer Staat zu machen und kein Erfolg zu erzielen ist. Aber in solch schwerer Zeit ist natürlich jeder Helfer willkommen. Einen wohltuenden Gegensatz zu dieser systematischen Hetze der Ententepresse, Amerika gegen Deutschland scharf zu machen, alles Recht einseitig den Vereinigten Staaten zuzubilligen und alles Unrecht Deutschland, bildet nun ein Artikel, den der frühere hol⸗ ländische Ministerpräsident Dr. Kuyper soeben in einem Amster⸗ damer Blatt veröffentlicht. Er läßt sich darüber aus, wie die Neu⸗ tralen durch die Munitionslieferungen an England und Frankreich den Krieg verlängern und er spricht die größte Schuld dafür ohne Besinnen und ohne den Namen zu verschweigen, den Vereinigten Staaten zu. Er sagt zum Beispiel:„Wenn man sich vorstellt, daß Amerika keine einzige Granate, kein eingiges Flugzeug, nicht ein Geschütz und kein einziges Gewehr an England oder Frankreich über das Meer verschifft hätte, dann ist auch keinen Augenblick daran zu zweifeln, daß der Krieg im ersten Jahr be⸗ 1 0 1 endet gewesen wäre. Dies also erzeugt die neue Lage, daß die Dauer und der Ausgang des Krieges zum nicht geringen 1 ige Neu⸗ durch die Neutralen vorgeschrieben wird und daß die einzige 9 tralmacht, die allein Munition liesern kann, einen, augenblicklichen Vorteil vor den anderen besitzt. So steht es mit Amexila: 4 be⸗ 0 reichert sich in unglaublicher Weise und verlängert den Krieg. So wahr diese Auffassung ist, so wenig Wirkung w rd sie er⸗ zielen. Denn wenn alle kühlen Beurteiler aus diesem Weltkriege eines gelernt haben, so wird es das sein, daß die al te so zig li st i⸗ sche Auffassung auf das deutlichste bekräftigt worden ist, nämlich daß in großen Machtkämpfen alle Moral, au 15 scheidet. Es darf auch ganz ossen zugegeben werden, f 0 bei anderen Völkern die Höhe de's Profits über die pol 7 Pflichten gesetzt worden ist und daß es immer Neutrale uten hat, die Munition und Kriegsmaterjal gegen Mächte ge 191 haben, mit denen sie nachher selbst die besten Freunde 11 15 find. Daher wirb auch die Kapuzinerpredigt des 970 Nur 155 keinen Erfolg haben, höchstens den, daß Holland ernen ien Ententemächten wegen seiner ruchlosen Neutralität, e wird. Welche Interessen im übrigen bei der ue un Amerikas auf dem Spiel stehen, das zeigt die mee 1 wonach der Druck auf den Kongreß, ein M Aneter wied 1605 rungsverbot zu beschließen, zwar immer stärker 1 5 Inter⸗ aber doch keinen Erfolg 1465 een zu gr essen der Stahlmagnaten auf dem Spiele... f Was Deutschland selbst betrifft, so fei nan en 0 mehr ein, daß die Agitation gegen die be dag an ihnen durch lieferungen auf ein totes Gleis führen muß 1952 ab achts geünden große Zeitungsartikel, durch Noten und Reden, Standpunkt ein, werden kann. Man nimmt den einzig richtigen Förigen öde das eigene Recht selbst durchzufechten und A eng der Munition im Inlande herzustellen, als zur anche Munikian lischen und französischen einschlfeßlich der erf 1910 150 0 aneswendi 1000 175 55 en die in zen gegen Fehler wie ätter beachten, oi 8 ische Presse ver⸗ bi deni ee Sorte und ce Reden 5 n können. Die deutsche Re⸗ diesen großen Gesten ferne macht, wo es Recht Sie ist von diesem die Vereinigten und völkerrechts⸗ er erfor serten. Standpunkt auch dann nicht abgewichen 1 Staaten ihre Forderungen, in wenig 150 emokratische freundlicher Art vorbrachten. Die Abe gern unterstlitzt, weil Presse hat die deutsche Regierung tende bei aller Kraft und sie durchaus auf dem Standpunkt, steht, daß Feind nach Slegessicherheit des deutschen Volkes(erade hat die a zu vermefden ist. oße Aufgabe, den Weltlampf 1 550 flicht, nicht zu provozieren und die ger a cht, nicht zu v Ende zu führen, ersten ate und selöst Herrn ..—— 2 — 5 5 2 2 —— — 2 — 2 2 S 5 2 2 2 — — 2 2 — von sich aus zuerst zu Sadt und bei einem Abzuge der griechischen Garnison Ge— walttätigkeiten der Verbandstruppen. felhaften serbischen Flüchtlinge Furcht. Stimmung unter den franzzösischen Truppen ist die Tatsache, daß erst vor einigen Tagen eine Meuterei von Terri⸗ auf deutsche und österreichisch-ungarische Kolo- nie alle Vorkehrungen getroffen, um sich gegebenenfalls rechtzeitig in Sicherheit bringen zu können. am Wege, als ein Bataillon englischer Soldaten vom Uebungsplatze zurückkehrte. Gäste, die sich wie zu Hause aufführten, brauchte es nicht vieler Worte und die Schlägerei war im Gange. englischen Kommandanten erwiderte der griechische General: Aus⸗ schreitungen werde er zu verhindern wissen, aber gegen die er⸗ ö f und verletzten Gefühle der griechischen Mannschaften sei er machtlos. sampf t Die Zustände in Saloniki. Wien, 16. Dez.(W. T. B. Nichtamtlich.) Die Süd⸗ lawische Korrespondenz meldet aus Athen: In Salonik ist ine allgemeine Panik ausgebrochen. Die Bevölke⸗ ung befürchtet für den Fall der Belagerung der . Ebenso hegt nan vor der Haltung der zahlreichen und vielfach sehr zwei⸗ Bezeichnend für die orialtruppen unterdrückt werden mußte. Mit Rücksicht Mit Rücksicht veigerten sich, Schanzarbeiten zu verrichten. haben die die drohenden Möglichkeiten der Lage 0 Der Athener Korrespondent der Neuen Zürcher Zeitung er⸗ ählk in einem Kriegsbriefe aus Saloniki: Eine größere Anzahl der hellenischen Gebirgstruppen siand über politische Dinge plaudernd Bei der gereizten Stimmung über die ungebetenen Auf die Beschwerde des Salonik im englischen Unterhaus. London, 16. Dez. Im Unterhause wird Leweys William den ersten Minister fragen, ob er den Mitteilungen Aufmerk⸗ samkeit geschenkt habe, die besagen, daß die Preise in Sa ⸗ lonik unmäßig gestiegen seien, daß die britischen Truppen im voraus mit Gold für die Beförderung auf den Zügen der Eisenbahnlinie von Salonik zu bezahlen hätten, daß ihre Bewegungen behindert und beschrän 1 worden seien, daß die Verteidigungsstellungen rings um Sa⸗ lonik durch griechische Truppen besetzt seien, die sich hinter Stacheldrahtverschanzungen einge⸗ graben hätten und ihre Kanonen auf die Truppen der Verbündeten gerichtet hätten, daß Salonik von deutschen Spionen überfüllt sei, und daß die Stim⸗ mung den verbündeten Engländern und Franzosen feind ⸗ lich sei. um Salonik. Napier kehrte von seinem Posten als Militärattachs in Bulgarlen nach England zurück und der dritte Offizier gehörte dem Roten Kreuz an. Der österreichische Seeoffizier nahm den englischen Hauptmann und den Obersten gefangen, ließ aber den dritten, der seine Zugehörigkeit zum Roten Kreuz nachwies, unbehelligt mit dem Dampfer weiterfahren. Der Daily Telegraph hat einen längeren Bericht über diesen Vorgang veröffentlicht, worin von Protesten der beiben Gefangenen unter Hinweis auf das inter⸗ nationale Recht, nämlich die Unantastbarkeit neutraler Schiffe, die Rede ist und weiter heftige Angriffe auf das Vorgehen des öster⸗ reichisch-ungarischen Krlegsschiffses erhoben wurden. Selbst wenn das internationale Recht nicht ausdrlicklich die Festnahme aktiver Militärpersonen auch auf neutralen Schiffen gestatten würde, 9 müßte man doch vor Erstaunen über diese englische Entrsüstung ge⸗ radezu außer sich geraten; hat doch England durch seine Schiffe seit Kriegsausbruch unzählige Deutsche und Oesterreicher, die aus Amerika nach Europa zurückkehren wollten, um ihrer Wehrpflicht zu genügen, von neutralen Schiffen herunterholen und in England oder seinen Kolonien internieren lassen, obgleich es sich dabei um Leute handelte, die noch nicht der Wehrmacht ihres Staates einge⸗ reiht waren. Frankreich hat genau das gleiche Vorgehen beob⸗ achtet. Erst jetzt hat man zum ersten Male davon gehört, daß die nordamerikanische Regierung die Freilassung einiger Deutschen und fangen genommen worden waren, als sie auf amerikanischen Schiffen nach Europa fuhren. Amerika hat diesen Protest schon er⸗ heben müssen, nachdem es Deutschland und Oesterreich-Ungarn mit Protesten gegen ihre Seekriegsführung bombardiet hat. Daß, aber ein großes englisches Blatt so unverhohlen den Splitter im Auge des andern sieht, den Balken im eigenen aber nicht, das ist aller⸗ dings auch ein Veweis für die Geistesverfassung seiner Leser, denen es derartiges zumuten kann. 5 3 9 Guesde in russischer Beleuchtung. In einer Uebersicht über die russische und ausländische Presse unterzieht der Rezensent der Zeitschrift(Nasche Djelo(5. bis 6. Nummer), L. Siedow, die Meinungsäußerungen des fvanzösi⸗ schen Sozialistenführers und Ministers Guesde in der Frage des Friedens einer nüchternen Kritik. Bekanntlich hat Guesde seiner⸗ zeit kurz vor der Tagung der Londoner Konferenz in einer Be⸗ sprechung der politischen Lage, in die die sich bekämpfenden Staaten möglicherweise geraten könnten, ungefähr folgendes gesagt: „Es muß vor allen Dingen erklärt werden, daß keine Rede von einem Frieden sein kann— von einem Frieden, der zu einem ge⸗ fährlichen Waffenstillstand würde—, solange der deutsche Imperialismus nicht vernichtet wird.... Wir müssen andererseits erklären, daß wir diesen uns aufgezwungenen, Krieg nicht gegen die deutsche Nation führen, der wir bereit sind, brüder⸗ 7 0 Hand zu reichen, sobald sie ihrem Imperialismus ein Ende macht. Dazu bemerkt nun der Rezensent: „Den deutschen Imperialismus vernichten und dem deutschen die Absichten Guesdes. Wie aber, wenn zusammen mit dem deutschen Mereitelte Attentate in Bunk'»rest. (W. T. B. Nichtamtlich.) Hiesige Politiker Bukarest, 16. Dez. T. behaupten, daß der Plan eines Anschlages gegen hervorragende rumänische Politiker entdeckt worden sei. Es wurden drei ver⸗ dächtige Personen verhaftet. Man fand bei ihnen Stoffe, die man für Sprengstoffe hält. Ueber alle weiteren Einzelheiten bewahrt die Polizei Stillschweigen. . Die frauzösische Kriegsmoral. Sofia, 16. Dez.(W, T. B. Nichtamtlich.) Meldung der Bulgarischen Telegraphenagentur. bringen eine Depesche des Reutervertreters in Salonik, worin berichtet wird, daß der Oberkommandant der französischen Orienttruppen an die Soldaten einen Preis von fünf Fran⸗ ken für jeden gefangenen Bulgaren, drei Franken für jeden getöteten Bulgaren und fünf Franken für jeden getöteten Deutschen bezahlt. Diese Mitteilung, die eine ganz entschie⸗ dene Verdammung der von unseren Feinden gepflogenen Kriegssitten enthält, wurde von der englischen Presse unter- drückt, vermutlich, um die französtsche Kriegsmoral nicht bloßzustellen. T. U. Amster dam, 16. Dez. In seiner Rede über tierungskampagne im das Gesamtergebnis sehr ansehnlich sei. Zufluß von Rekruten gerechnet, aber anstatt dessen sei es in den Krieg zu einem erfolgreichen Ende zu bringen. dankte Lord Derby im der schweren Aufgabe, der er sich unterworfen habe. Englischer Protest. en Tagen hat ein österreichtsch-ungarisches Untersee griechischen Dampfer angehalten. Ein kam an Bord und ließ die Reisenden an wovon Vor einig 1 boot im Mittelmeer einen Offizier des Unterseeboots geuüber den Vereinigten ae ihler Ruhe und ee beute alle ausschließlich von kühler Ueberlegung bestimmt werden. 1 * 4** 14 Unter ihnen waren drei englische Offiziere, eine, Hauptmann Wilson. als Kurier reiste: der andere, Bulgarische Blätter Die beendete Rekrutierungskamwaane in England. die Rekru⸗ englischen Oberhause sagte Lord Derby, daß Er habe auf einen 5 00 en* Namen der Regierung für die Vollendung der Oberst* Imperialismus auch das deutsche Volk zugrunde geht? Die besten Elemente des deutschen Volkes kämpften auch früher gegen ihren Imperialismus. Vorläufig aber bedeutet die Zerstörung des deut⸗ schen Imperialismus den gesamteuropäischen Ruin und die Zer⸗ störung der Quellen der demokratischen Kräfte im gesamtey Europa.“ Eine Friedensorganisation Pariser Frauen. Großes Aufsehen erregt in Paris die polizeiliche Auf⸗ lösung einer Frauengruppe, die sich in der Fondray⸗Straße versammelte, um über die Friedensbedingungen zu dis⸗ kutieren. Das Programm der Frauen ist äußerst bescheiden, Es besagt: 1 „Wir verlangen nicht, daß unser Land den Frieden nachsucht. Das wäre eine verbrecherische Torheit. Aber wir glauben nicht, daß die Stunde, an der der Krieg ein Ende nehmen wird, im Vorhinein im Buche des Schicksals be⸗ stimmt worden sei. Der Friede wird nicht von selbst kommen. Man darf ihn nicht wie ein Wunder erwarten; man muß ihn durch Menschenarbeit vorbereiten; er wird so sein, wie ihn unsere Anstrengungen gestalten.“ 1 Die Frauen haben auch eine Broschüre veröffentlicht, in der sie jeden Frieden zurückweisen, der die Unabhängigkeit und Unversehrtheit Frankreichs und Belgiens verletzt. Und für derartige Forderungen werden Frauen in Frankreich polizeilich verfolgt! letzten Wochen bestimmt gewesen, den wahren Geist des Landes zu 7 en, 8 e fei gewe eee e Mobilisationskosten der Schweiz. glich die Rekrutierungskampagne mit den allgemeinen Wahlen, die Vor dem Krieg, d. h. Ende 1913, bildeten die Anlecden der ebenfalls gegen Schluß immer einen großen Zustrom zeigten. Die schweizerischen Bundesrats einen Gesamtbetrag von 146 Millionen Statistik würde so schnell wie möglich fertig gemacht. Derby er⸗ Franken. Durch die Kosten der Mobilisation, ist er auf rund 7 klärte, daß alle, die ihm bei seiner Arbeit geholfen haben, darin Millionen angewachsen. Und zwar setzen sich die Schulden gur übereinstimmen, daß ein überwältigender Beweis dafür vorliege, sammen aus: ö a g daß das Land durchaus entschlossen sei, alles mögliche zu tun, um 30 Millionen Franken der 1. Mobilifgtionsanleihe Lord Crewe 50 Millionen Franken der 2. Mobilisationsanleihe Schahhanweisungen 175 Millionen, Franken Anleihe in Nord-Amerika 100 Millionen Franken neueste Anleihe. Das ergibt 311 Millionen neue Schuldenlast im Krieg und en - sammen mit der alten Schuld von 146 Millionen die vorgengang Zahl von 457 Millionen, oder eine Kriegsschuld von 80 Frankey -auf den Kopf der Bevölkerung, gegenüber 47,8 Franben Stagta⸗ schuld vor dem Krieg. 56 Millionen Franken Oesterreicher verlangt hat, die von französischen Kriegsschiffen ge⸗ Volke brüderlich die Hand zu reichen— dahin gehen zweifelsohne ——— „daß die Regierung sich mit der Absicht trägt, in dem des Volkes ist nunmehr geteilt und stehenden Wahlen und den Ereignissen an der Grenze. und Oesterreicher. r Die amerikanische Protestnote gegen Frankreich. Newyork, 16. Dez.(W. T. B. Nichtamtlich.) Durch Junkspruch von dem Vertreter des W. T. B. Die ameri- kanische Note, in der gegen das Vorgehen des französischen Kriegsschiffes„Descartes“ gegen amerikanische Schiffe Ei n⸗ spruch erhoben wird, ist nach Paris abgegangen. Die Note fordert die sofortige Freilassung der sechs Deutschen und Oesterreicher, die von Bord der Dampfer„Coamo“,„San Juan“ und„Carolina“ weggeführt wurden. Elsaß⸗Lothringens Zukunft. Im Reichshaushaltsausschuß wurde am Mittwoch die Frage in vertraulicher Weise erörtert, ob die staatsrechtliche Stellung Elsaß⸗Lothringens innerhalb des Deutschen Reiches anders als bisher zu gestalten sein werde. Bei Beginn der Verhandlungen gab der Stellvertreter des Reichskanzlers folgende Erklärung ab: Es ist bekannt, daß die Entwicklung der Verhältnisse in Elsaß⸗Lothringen Zweifel darüber hat entstehen lassen, ob der bisherige staatsrechtliche Zustand in den Reichslanden nach dem Frieden aufrecht zu erhalten sei. Diese Frage ist auch in der Presse schon wiederholt erörtert. Auch in Besprechungen, die der Herr Reichskanzler aus anderen Anlässen mit den leitenden Ministern einzelner Bundesstaaten gehabt hat, ist diese Frage berührt. Diese gesprächsweise Behandlung dersel⸗ ben hat indessen zu einem bestimmten Programm nicht ge⸗ führt. Auch die Regierung des führenden Bundesstgates ist zu einer Entscheidung darüber, ob und in welcher Weise dieses Problem in Angriff genommen werden solle, noch nicht gelangt. Der Bundesrat ist mit dieser Frage über⸗ haupt noch nicht befaßt worden. Ich bin daher nicht in der Lage, zu dieser Frage namens des Herrn Reichskanzlers oder der verbündeten Regierungen Stellung zu nehmen.“ Der nationalliberale Deutsche Kurier bemerkt hierzu: „Die Fassung dieser Erklärung läßt den Schluß zu, e r der abmarschierenden griechischen Soldaten und Offiziere ist sehr erbittert... 5* Finnlands Abiperrung von Rußland. Die geheimnisvolle Isolierung Finnlands von Rußland schreitet fort. Nachdem, wie bereits gemeldet, die tele⸗ graphische und telephonische Verbindung Rußlands mit Finnland abgebrochen worden war, ergeht soeben ein Befehl des Höchstkommandierenden der 6. russischen an der Verteidi⸗ gung von Petersburg beteiligten Armee, wonach von morgen ab den die russisch⸗finnische Grenze passierenden Reisenden das Mitführen von Briefen, Notizbüchern und Einzelnotizen und Manufkripten verboten ist. Selbst diplomatische Kuriere dürfe Brief, jedes Notizbuch verzeichnet stehen. Die Lebensmittelversorgung Petersburgs. gegenwärtigen Zerrüttung des Eisenbahnwesens sei es vollkommen unmöglich, die Frage nügenden Versorgung Petersburgs mit Lebensmitteln zu lösen Brand im Alexander⸗Spital in Sosia. Aerzte und Pfleger, die die Kranken auf ihren Rücken aus dem Saal trugen, konnten sämtliche 250 Kranken geborgen werden. Kregsus ten. städtischen Arbeiter in Bay veuth waren, trotz lebhaften Widerstandes der sozialdemokratischen Kollegien, auch einige Be⸗ stimmungen aufgenommen worden, die sich gegen die Agitation sche Betätigung während der Arbeitszeit und der Pausen untersagten. Der Magistrat hat nun aus freien Stücken ein⸗ stimmig beschlossen, diese Bestimmungen, mit Rücksicht auf die patriotische Haltung der gesamten Arbeiterschaft, aus dem Statut zu entfernen. Die sächsische Regierung erklärte sich bereit, abermals staatsrechtlichen Zustand der Reichslande eine Aenderung eintreten zu lassen. Daß diese während des Krieges nicht erfolgen wird, daran dürfte nicht zu zweifeln sein, und was die Festsetzung des Programms betrifft, von dem der Stellvertreter des Reichskanzlers bemerkt, daß die bis⸗ herige gesprächsweise Behandlung der Frage zu einem solchen noch nicht geführt hat, so wird sie sicher nicht ohne Befragung des Reichstages erfolgen können.“ Waffenstillstand während der griechischen Mah en? T. U. Amsterdam, 17. Dez. Laut einer Meldung des Daily Chronicle vernimmt man aus Athen, das Interesse zwar zwischen den bevor⸗ Es besteht die Möglichkeit, daß zwischen den streitenden Parteien des Feldzuges ein Waffenstillstand zustande kommen wird, um den einberufenen Soldaten Gelegenheit zu geben, ihrer Wahlpflicht nachzukommen. Die Alliierten seien diesem Plane günstig gesinnt und es wird für wahrscheinlich gehalten, daß auch Deutschland sich zu diesem Uebereinkommen bereit finden wird, durch welches die Feindseligkeiten während der Dauer der griechischen Wahlen eingestellt werden sollen. Teuerungszulagen an bedürftige Beamte und Staatsarbeiter zu bewilligen. von drei Millionen Mark jährlich ausgesetzt. Von zuständiger Seite wird der Presse mitgeteilt, öie deut⸗ sche Regierung habe sich vor kurzem der russischen Regierung gegenüber bereit erklärt, den russischen Kriegsgefangenen eine Feier des Namenstages des Zaren am 6./19. Dezember 1915 zu gestatten, wenn in Gegenseitigkeit den deutschen Kriegs⸗ gefangenen in Rußland freigegeben würde, den Geburtstag des deutschen Kaisers jestlich zu begehen. Militärfragen vor der Neichshaushalts⸗ Kommission. (Sitzung vom 16. Dezember.) Abg. Hoch(Soz.) bringt die Einquartierungslasten zur Sprache, die die davon betroffenen Gemeinden und deren Be⸗ völkerung schwer bedrücken. Darauf muß die Heeresverwaltung durch Entgegenkommen an die Gemeinde Rücklicht nehmen. Be⸗ sonders schlimm haben sich die Verhältnisse in Hanau gestaltet. — Ein Kommissar des Kriegsministers stellt in Aus⸗ sicht, daß die gerügten Mängel beseitigt werden sollen. Kriegsminister v. Wandel und Staatssekretär Helfferich ersuchen davon Abstand zu nehmen, in der Besoldungsfrage weitere 3 zu fassen. Man verspreche, weitere Ersparungen zu machen. Die Abstimmung über den Antrag wird ausgesetzt. Abg. Meyer⸗ Herford(natl.) hält der Regierung eine Dank⸗ rede dafür, daß sie auf dem Gebiete der Versorgung ihre Schuldig⸗ Die Lage in Saloufki, T. U. Lugano, 17. Dez. Die Salonikier Korrespondenten der Mailänder Blätter telegraphieren, die kritische Frage des Rlickzuges ist überwunden. Die Ententetruppen nehmen die vorher bezeich⸗ neten Verteidigungsstellungen ein. Der wohlhabende Teil der Be⸗ völkerung flieht nach dem Piräus. Die abziehenden Dampfer sind mit Flüchtlingen überfüllt, darunter befinden sich viele Deutschen Das griechische Heer zieht ab. Die Stimmung keit getan hat.— Redner begründet dann den Antrag, denjenigen Kriegsbeschädigten, bei welchen nach der Art der Beschädigung (3. B. Amputation) eine wesentliche Veränderung des Zustandes später nicht zu erwarten ist, bei der erstmaligen willigen. weitgehend. Man dürfe aber versichert sein, die 1 Militärverwaltung werde nicht engherzig verfahren. Barfüßele. 10 Eine Schwarzwälder Dorfgeschichte von Berthold Auerbach. „Wirst schon sehen, wie lang ich noch da bin“, sagte Dami und ging ohne weiteres fort in das Haus des Kohlenmathes, Barfüßele wollte sich über den lächerlichen Plan Damis lustig machen, aber es gelang ihr nicht; sie fühlte, daß etwas Ernst dabei sei, und noch in der Nacht, als alles schon im Bette lag, eilte sie nochmals zu ihrem Bruder und erklärte ihm ein für allemal, daß sie nicht mitginge. Sie glaubte ihn dadurch plötzlich besiegt zu haben, aber Dami sagte kurzweg:„Ich bin dir nicht angewachsen.“ Sein Plan wurde immer fester. In Barfüßele war auf einmal wieder all das Wogen von Ueberlegungen, das sie schon einmal in der Kindheit befallen hatte; aber jetzt sprach sie nicht mehr mit dem Vogelbeerbaum, als ob er ihr Antwort geben könne, und aus allen Ueber⸗ legungen heraus lautete der Schluß:„Er hat recht, daß er geht; ich hab' aber auch recht, daß ich dableibe!“ Sie freute sich eigentlich innerlich, daß Dami einen so kühnen Entschluß haben könne; das zeugte doch von männlicher Kraft, und tat es ihr auch tief wehe, fortan vielleicht allein zu sein in der weiten Welt, so fand sie es doch recht, daß der Bruder mit gesundem Mut hinausgriff. Dennoch glaubte sie ihm noch nicht ganz. Am anderen Abend paßte sie ihn ab und sagte: „Sprich nur mit keinem Menschen von deinem Aus- wanderungsplan, sonst wirst du ausgelacht, wenn du's nicht ausführst.“ „Hast recht!“ entgegnete Dami,„aber nicht deswegen: ich fürchte mich nicht davor, mich vor anderen Menschen zu binden, so gewiß als ich die fünf Finger da an der Hand habe, so gewiß gehe ich, ehe hier die Kirschen reif sind; und wenn ich mich durchbetteln und wenn ich mich durchstehlen muß, daß ich fortkomme. Nur das eine tut mir weh, daß ich fort muß und nicht dem Scheckennarren einen Tuck antun kann, den er sein Lebenlang spürt.“ „das ist die echte Herzensliederlichkeit, einen Rachegedanken hinter sich zu lassen. Dort, dort drüben liegen unsere Eltern, ich nach. So in den Nebel hinein, wo man nichts weiß. die lebendig Scheidenden gestraft Rache nehmen. sie in Gerichte schreiben und allerlei Angebereien über geheim ge⸗ bliebene Verbrechen machen, um so, aus sicherer Entfernung, ihren Groll auszulassen. vorgekommen, Zorn auf, weil „Das ist die rechte Großmännigkeit“, eiferte Barfüßele, stecke Schießenden hatte gesellen wollen. doppelt freudig, hatte; denn tiefer als —— S nrecre⸗ derartiges nur mitführen, wenn in ihrem Paß jeder einer ge⸗ Petersburg lebe sozusagen von der Hand in den Mund. Die nach hierher geschafften Lebensmittel reichten nur immer für einen Tag. 7 5 47 i zeiches, des Staates und der Gemeinde T. U. Sofia, 17. Dez. Durch Kurzschluß ist in der ver- in den Betrieben des Reiches, des es und 5 i gangenen Nacht 105 Alexander⸗Spital ein Brand ausgebrochen.] untergebracht werden. Mit dem Anstellungsschein ist es nicht 9 Dank der aufopfernden Unterstützung der deutschen Schwestern, es auch Stellen nachgewiesen werden. In die vor einigen Jahren sestgesetzten Bestimmungen für die der Gewerkschaften richteten und insbesondere jede polit i⸗ Hierzu wurde ein Betrag! i Festsetzung der Rente 80 Proz. der festgesetzten Rente für die Lebensdauer zu be⸗ ter forderte.— Staalsfekretär Helfferich sagt das zu und 5 1 25 klärte, daß das Reich so weit gehen wolle, daß es den Bezirken General v. Langermann bezeichnet diesen Antrag als zu denen vorwiegend Abg Bauer(Soz.) erklärt sich damit einverstander dieser Materie gestellten Anträge der Regierung als M überweisen. Das Kriegsministerium solle aber bestin daß Kriegsbeschädigten die Rente nicht entzogen wird, wen. Arbeit wieder aufnehmen können. Die preußische Eisenba mu e die Wiedereingellung Kriegsverletzter abgele muß Abhilfe geschaffen werden. 2 l 6 3 Wandel stellt sest, daß Kriegsbesch 1 Abg. S achgemäße Berufsberatung unter Mitwirkung der Gewerkschafte W Wöbbrcer darf nicht eintreten. Die Renten Offiziere scheinen nach den bis jetzt gemachten Erfahrungen unter zu hoch zu sein.— General v. Langermann entsch die Verzögerungen mit der Menge der Fälle. Abg. Erzberger fordert, daß die Kriegsbeschädigten n Kriegsminister v. Wandel: Die Regierung wünscht nit Sie sollen so weit als irgend möglich in ihre schrante A Des 5 chränkter Anzahl hinausgegeben. J Abg. Ba. Ohne die Mithilfe der Gewerkschafte wird nichts zu erkeichen sein. Die Regierung soll dies sprechenden Instanzen klarmachen. Mit Krüppeln kann man Staatsbetriebe nicht durchweg besetzen: es müsfen auch gesunde beiter vorhanden sein. Die Arbeitgeber zeigen leider nicht im Entgegenkommen. Die Deutsche Arbeitgeber⸗Zeitung hat di zur Lohndrückerei aufgefordert. Es ist skandalös, daß von di Seite sogar niedrigere Akkordsätze für Kriegsbeschädigte gefor früheren Berufe Es dürfen nicht in Kasernen und Lazaretten Plakate angeb werden, die dazu auffordern, bei den Unternehmerperbänden zu melden. Die Gewerkschaften arbeiten eifrig mit, diese Fra zu regeln. Abg. Giesberts(3tr.) hebt hervor, daß die Verwund große Opfer bringen, wenn sie sich zu dem Zwecke operieren la wieder arbeitsfähig zu werden. Demgegenüber ist es doppelt v werflich, wenn die Unternehmer darauf mit Lohndrückerei worten wollen. Es dauert schon Mongte, ehe sich die Leute von Einwirkungen des Trommelfeners erholt haben; deshalb soll nicht immer gleich von Renten⸗Psychose reden. Die Arbei organisationen müssen zur Mitarbeit herangezogen werden. Generalarzt Dr. Schultzen bestreitet, daß die Nachwirku der Erlebnisse auf den Schlachtfeldern so langandauernde sind. Die Behandlung der Mannschaftsfragen ist Die Sozialdemokraten traten energisch für Erweiterung d Urlaubs ein. Mit Nachdruck forderten sie eine mögli gute Behandlung der Mannschaften; dieses V. langen wurde belegt 5 reichhaltiges Material der Heimat und aus dem Felde.. Zu der Urlaubsfrage daß der Weihnachtsurlaub für die in der Heimat befindl' Mannschaften eingeschränkt worden ist, um den im Felde findlichen Mannschaften den Vorrang zu lassen. Die Besprech vertraulich tag fortgesetzt. politik ein. traulich. 5 Hieran schloß sich die Beratung der neuen Krie gskredi vorlage. Auch diese Verhandlungen waren streng vertrau lich. Es kann aber so viel mitgeilt werden, daß Abg. Scheidemann die Bereitstellung größerer Mittel, als bi bewilligt worden sind, für die W 5 chnerinnenhilfe und ff die Unterstützung der arbeitslosen Textilarbel Auch diese Verhandlungen waren streng ve Textilarbeiter sich befinden, die die Unterstützungen bis zu Verfügung stellen wolle. Auslagen komm' mit, komm' mit auf ihr Grab, und sage das dort noch einmal, wenn du kannst. Weißt, wer der Nichtsnutzigste ist? Wer sich verderben läßt. Gib die Axt her, du bist nicht wert, da die Hand zu haben, wo der Vater seine Hand gehabt hat, wenn du das nicht gleich mit Stumpf und Stiel aus dec Seele reißest! Die Axt gib her! Die soll kein Mensch haben, der von Stehlen und Morden spricht. Die Axt gib her! Oder ich weiß nicht, was ich tue.“ Kleinlaut sagte Dami:„Es ist nur so ein Gedanke ge⸗ wesen. Glaub' mir, ich hab's nicht gewollt, ich kann ja das auch nicht; aber weil sie mich immer so den Kegelbuben heißen, da hab' ich gemeint, ich müsse auch einmal wettern und dreinfluchen und dreinhauen. Aber du hast recht. Sieh', wenn du willst, gehe ich noch heute nacht hin zum Scheckennarren und sage ihm, daß ich keinen bösen Gedanken im Herzen gegen ihm hab'.“ „Das brauchst du nicht, das ist zu viel; aber weil du so Einsicht annimmst, will ich dir helfen, was ich kann.“ „Das Beste wäre, du gingst mit.“ „Nein, das kann ich nicht, ich weiß nicht, warum, aber ich kann nicht. Aber das habe ich nicht verschworen: wenn du mir schreibst, daß dir's beim Ohm gut geht, da komme ich ändere nicht gern, und ich hab's ja eigentlich Aber jetzt laß uns überlegen, wie du fort kommst.“ Es ist eine Eigenheit vieler Auswandernden und gibt Zeugnis von einer finsteren Seite der Menschennatur über⸗ haupt und unserer vaterländischen Zustände insbesondere, daß gern noch vor ihrem Abgange un⸗ Auch ist es bei vielen das erste, was der neuen Welt tun, daß sie nach der alten Welt an die gut hier. Es waren schreckliche Beispiele dieser Art in der Gegend und Barfüßele flammte darum doppelt im auch ihr Bruder sich zu den aus dem Ver⸗ Darum war sie jetzt als sie den bösen Willen Damis besiegt fühl, einen anderen von Laster und Irrweg zurückgeführt; Mit der ganzen sicheren Klarheit ihres Wesens erwog sie nun alle Umstände. Die Frau des Ohms Schwester geschrieben, daß es ihnen wohlgehe, und man den Aufenthaltsort des Ohms. Die Ersparnisse Damis waren sehr gering, und auch di Barfüßeles reichten nicht aus. die Gemeinde eine namhafte Schwester wollte nichts davon wissen, und sie sagte:„Das soll das letzte sein, wenn alles andere Bettelbrief einer reichen Bäuerin erscheinen müsse, die vie ment zu setzen, er sollte ihr jetzt das wenn es auch weniger sei. Dann fiel ihr wieder ein, daß man vielleicht den Scheckennarren, dem es jetzt wieder üb aus wohl erging, zu einer Beisteuer bewegen könne. Sie sagte von alledem dem Dami nichts, aber wie sie sein Gewand musterte, wie sie mit vieler Mühe der schwarzen Marann von ihrer aufgespeicherten Leinwand ein Stück auf Borg abkaufte, alsbald zerschnitt und in der Nacht vernähte, alle diese gesetzten, festen Vorbereitungen machten Dami fast zittern. Er hatte freilich getan, als ob der Auswanderungs, plan bei ihm unerschütterlich fest sei, und doch kam er sich jetzt wie gebunden, wie gezwungen vor, als ob er durch den sesten Willen der Schwester zur Ausführung gedrängt würde. Ja, die Schwester erschien ihm fast hartherzig, als ob sie ihn fortdränge, ihn los sein wolle. Er wagte jedoch nicht, dies deutlich zu sagen, er wußte nur allerlei Quengeleien vorzubringen, und Barfüßele deutete diese als das verdeckte Wehe des Abschieds, das kleine Hindernisse gern als die Nötigung, davon abzulassen, annimmt, um nur sich wieder abbringen zu lassen. Sie machte sich nun vor allem an den alten Rodelbauer und verlangte geradezu, daß er ihr das alle Wohltat erquickt das innere Ge⸗ Erbstück, das er schon lange versprochen, jetzt gebe. r (Sertsetzung folgt.). daß die Kriegsverletzten sich auf die Beamtenlaufbahn einrichte n werben. Die Arbestsvermittlung muß einheitlich geregelt werde militärischer Fragen wurde nunmehr unterbrochen; sie wird Frei⸗ r e und, wenn nötig, darüber hinaus. haben. 4 hatte an ihre so wußte shalb werden Anstellungsscheine nur in be⸗ den ent⸗ Die Anträge werden der Regierung als Material überwiesen. erklärte die Militärverwaltung, Die Kommission trat nun in die Beratung der Auslands⸗ 7 Dami sprach davon, daß ihm Beisteuer geben müsse; die fehlgeschlagen hat“ Sie erklärte nicht, was sie sonst noch versuchen könne. Ihr erster Gedanke war allerdings, sich an die Landfriedbäuerin in Zusmarshofen zu wenden; aber sie wußte, wie solch ein N leicht auch nicht einmal bar Geld habe; dann dachte sie an den Rodelbauer, der ihr versprochen hatte, sie in sein Testa⸗ Zugedachte geben, und 2 erk 0 * esunde 0 m icht im vird Ju anl., ng vn. ezirlen tagen si inans n — efühn erwog f an ih so lu nächst stand ein Antrag Calman und Genossen, Juschllsse zur essen und Nachbargebiete. Gießen und umgebung. Frede! Ich möchte eine Glocke sein mit großem Ton und lautem Schlag und in das schwarze Land hinein verkünden einen neuen Tag. Aus dem der Menschheit Frieden quillt den keiner zitternd flucht und flieht, und betend auf dem Eisenschild der allerletzte Kriegsmann kniet. O, daß er kommen wird und muß— ich sehe wie es sich schon hellt, Es wird ein ungeheurer Fluß der Liebe strömen durch die Welt. O, daß ich dann ein Schiffsmann wär, 0 dem Sehnsucht seine Segel zwingt, ich würde fahren hin und her, bis mich der große Strom verschlingt. Alfred Petzold. Sitzung des Kriegsausschusses der Zueiten Kammer. Nach langer Pause nahm der Erweiterte Erste Ausf (Kriegsausschuß) der Iweiten Kammer am Anerd leg feine lch ratungen wieder auf. Die erste Sitzung wurde mit vertraulich 95 . 5 5 ing de mit vertraulichen Besprechungen ausgefüllt, die zu ebenfalls vertraulichen Erörter— ungen mit der Regierung in der Freitags⸗Sitzung führten. Zu⸗ validen- und Angehörigenrente betreffend, zur Beratung Ver Antrag wurde von dem Antragsteller zurückgezogen und durch einen neuen ersetzt, der folgenden Wortlaut hat: Wir beantragen: Jeder hessische Lieferungsverband, welcher den Familien der in den Dienst eingetretenen Mannschaften auf Grund des Gesetzes vom 28. Februar 1888 und des Gesetzes vom 4. August 1914 und der weiteren Abänderungsbestimmung eine Mehrleistung über die derzeitige gesetzliche Mindestleistung gewährt hat Anfpruch auf staatlichen Zuschuß. Der staatliche Zuschuß ist so Zu bemessen, daß den Lieferungsverbänden aus Reichs⸗ und Staatsmitteln zusammen mindestens die Hälfte der seit dem 4 Jauuar 1916 entstandenen Aufwendungen ersetzt wird. Einen weiteren Antrag, welcher die Versorgung bedlürftiger Kranker und Säuglinge mit Milch bezweckt, wurde von dem Antragsteller in Aussicht gestellt. Nach eingehender Begründung des Autrags durch den Antrag steller gab die Großherzogliche Regierung einen Ueberblick über die seitherigen Leistungen der Lieferungsverbände, von denen im Groß⸗ herzogtum Hessen nur vier keine über die reichsgesetzliche Mindestsätze hinausgehende Zuschüsse leisten. Die Mehrleistungen der Lieferungsverbände steigerten sich selt Kriegsbeginn ständig von Monat zu Monat und bezifferten sich sür Monat Oktober auf den Betrag von rund 870 000 Mark. Da über die finanzielle Trag— weite des neuen Antrags erst Erhebungen angestellt werden mütssen, wird die weitere Beratung desselben auf eine der nächsten Sitzungen vertagt. Die dringende Aufrage des Abg. Leun wegen Bewilligung der Kriegsunterstützung sowie die Anfrage des Abg. Adelung in gleichem Betreff würden gemeinsam mit einem gleichgerichteten Antrag des Abg. Leun und Genossen besprochen, in welch letzterem die Antragsteller verlangen, daß bei der Bewilligung von Kxiegs⸗ unterstützungen an die Familien der einberufenen Mannschaften die Frage der Bedürftigkeit außer Betracht bleibt und eine Be⸗ rufungsinstanz gegen die Entscheidungen des Kveisausschusses eingerichtet werden solle. Abg. Leun führt lebhaft Klage ilber vor⸗ gekommene Ungleichheiten und Härten bei der Bewilligung der riegsunterstützungen und belegt seine Ausführungen mit konkreten eispielen. Die Großherzogliche Regierung verwies auf ihre wieder holten früheren Erklärungen, mach welchen die Lieserungswerbände angewiesen seien, bei ihren Entscheidungen weitestes Eutgegen— kommen zu üben und insbesondere Härten möglichst zu vermeiden. Den Anträgen auf prinzipielle Aenderung des Gesetzes in der Richtung, wie sie der Antrag Leun bezweckt, müsse sie aber ent⸗ schieden widerraten. Der Antrag Leun wurde darauf abgelehnt. Warnung vor zweifelhaften Liebesgaben Das Chemische Untersuchungsamt in Elber fel N hat während der Kriegszeit eine Reihe von neuen Erzeugnissen, die jetzt vorzugsweise als Liebesgaben, fün ufer im Felde stehenden Truppen bestimmt sind, auf ihre Zusammensetzung und ihren Preis untersucht. Wenn auch die Zusammensetzung bis auf einen Fall zu keiner Beanstandung auf Grund. des Nahrungsmittelgesetzes geführt hat, so stellt sich Wai er Preis überaus hoch gegenüber der normalen Ware. Leider ist in allen Fällen, in denen eine Nahruygsmittelfälschung 0 Frage kommt, ein polizeiliches Einschreiten nicht möglich weil die Tatbestandsmerkmale des Betruges 9 55 10 1 suchten Betruges nicht vorliegen. Es kann daher das 5 i⸗ kum nur vor dem Kauf dieser Erzeugnisse e 1 Bei vielen von ihnen kann es sich übrigens seld 1 i 11 Nachdenken über die Preiswürdigkeit ein Urteil 10 en, N es den Preis mit der gelieferten Menge eee 1 Von den untersuchten Erzeugnissen seien hier einige sonders aufgeführt: 0 1. Süßrahmbutter in Tube eon 600 Pfg. enthielt 54 Gramm Butter. 1 Kantaten somit auf 11 Mark zu einer Zeit, wo 1 W el rahmbutter allgemein hier noch 3,20 Mar echt 2. Milchtabletten. 10 Stlick im bletten stellte sich dem⸗ tosteten 60 Pfg. 1 Liter Milch aus diesen Tabletten Nee nach auf rund 4,50 Mark. Die Tabletten 1 0 eee fich etwa gleichen Teilen Vollmilch und Magermilch u somit als gefälscht. 0 5 3. Trocken milch„Die deu h c des Vollmilchtrockenpulvers kosteten 22„ 1 Liter Milch auf 68 Pfa. 4. Kon denfterte Milch. 10 Eine Tube mit 92,4 Gramm. kondensieg Mort Danach stellte sich 1 Liter Milch auf aaschtigt stellte beim Einkochen verwandte Zucker, bersl gt, für 1 Liter Milch auf 1,40 Mark. 1 5. Kakaotabletten. Ein Kar Tube im Preise von Butter stellte sich der besten Sliß⸗ von 52,0 Gr. Tü te“. 44 Gramm danach stellte sich 9 ke„Milchm ch e 10. 1 25 Milch kostete 45 Afg. wird hierbei der sich der Preis Preise von 58 Pfg. . 25 Gramm. 1 Kllo⸗ enthielt 8 Tabletten im Gesamtgewicht 11 05 9 1 ee gramm Kalaotabletten kostete somlt 41 7105 Labletten 38 Prozent hältnismäßig teuer, um so mehr, als di Papphlilse en. a im Preise von . Eine von 10 Gramm, 24 Tabletten im Gesamtge 1 Kilogramm Kassee stellte sich somit auf 20 Mark. 9 7 gemahlenen Teeblättern und 70 Prozent Zucker. dieses Gemisches kosteten 20 Pfg., 1 Kilogramm somit 20 Mark. * Pastillen im Gesamtgewicht von 24,2 Gramm kostete 95 Pfg., 1 Kilo— gramm somit 30 Mark. g Hauptsache aus Kartoffelstärke neben kohlensaurem Natron und wenig Butterstreckungsmittel, durch dessen Verwendung brauchsanweisung sparsame Hausfrauen 100 Prozent 0 2 0 natürlich nur auf Kosten chehen kann und somit auf eine Selbsttäuschung hinausläuft. Es ine zretel“ ae e e e 100 ee ee 9. 0 f stellung:„Hänsel und Gretel“, dieses Butterstreckungsmittels eine grobe Nahrungsmlttelsälschung von Berlin in einer Bekanntmachung vom 5. der Benutzung dleser Butterstreckungsmittel öffentlich gewarnt. eilage zur Oberhessischen Volkszeitung Nr. Giesen, Samstag, den 18. Dezember 1915. wicht von 48½ Gramm lostete 1 Mark; 8. Teebombe. Es handelt sich um ein Gemtsch von 24 Pro— 10 Gramm 9. Armee⸗Teepastillen. Eine Schachtel mit 12 Pastillen im Gesamtgewicht von 26,7 Gramm kostete 50 Pfg., 1 Mark, Arzuet Kilogramm demnach 90 Mark. zur Hälfte aus Zucker. Die Armee-Teepastillen bestanden 10. Armee Kakagopastillen. Eine Schachtel enthielt 5 Pastillen im Gesamtgewicht von 32 Gramm und kostete 40 Pfg., Kilogramm somit Hälfte aus Zucker. 12,50 Mark. Die Pastillen bestanden zur 11. Cefabu⸗Kaffeepastillen. Eine Dose mit 12 12.„Hemona“-Butterpulver. Hemona ist ein gelb⸗ lichweisses Pulver und wird in einer Menge von 50,8 Gramm in Wolfgang einem Papierheutelchen zu 35 Pfg. verkauft und hat 8 wirk⸗ in der doppelt⸗ dient als der Ge— verdienen Butter ge⸗ einen Das Pulver besteht Kochsalz, etwas Farbstoff. Hemona nach ichen Wert von vielleicht 10 Pfg. der Güte der bel Verwendung zuschulden kommen lassen. der Polizelpräsident September 1915 vor Deshalb hat auch Also Vorsicht bei Einkäufen derartiger Erzeugnisse! — Die Höchstpreise für Süßrahm- und Molkereibufter sind nach einer im heutigen Blatte abgedruckten Bekannt machung des Oberbürgermeisters aufgehoben. Bezliglich der Landbutter bleibt es bei dem bisherigen Höchstpreis. — Keine Weihnachtswürstchen! Die Metzger in Gießen, wollen wegen der teueren Fleischpreise diese Weihnachten davon absehen, die üblichen Geschenkwürstchen abzugeben.— Die Teuerung muß doch für alles herhalten! — Betriebsverlegung. Mit dem 1. Januar soll die Zi garrenfabrik von H. Sachser in Gießen, die von Rinn& Cloos in Heuchelheim angekauft wurde, mit dem ganzen! Betrieb nach Heuchelheim verlegt werden. Der Wap te Fabrikant Sachser zahlte seinen Arbeitern erheblich bessere Löhne, als sie in den meisten anderen Fabriten üblich sind; auch in Heuchelheim sind die Löhne niedriger als in Gießen und das dürfte ein Grund mit sein für die Verlegung des genannten Betriebes. — Postdienst am Sonntag vor Weihnachten. Am mor gigen Sonntag sind die Paketannahmeschalter von 8 vorm. bis 1 nachm. geöffnet, auch findet eine einmalige Brief, Geld— und Pakelbestellung statt. Die Buchhandlung der Oberhessischen Volkszeitung ist morgen Sonntag von 11 Uhr ab geöffnet, worauf wir un- belief sich im ö 0 i ö 207 „Der Erbförster“, Schauspiel in 5 Aufzügen Kapelle des J. Landst.⸗Inf.⸗Ers.⸗Batl. „Lohengrin“ von Richard Wagner. 1 err Durchschnitt auf 8583 gegen 6600 im Vorjahre. Der Rechnungsabschluß gleicht sich mit 347 783 Mk. aus, wohel ein Kassenbestand von 22 681 Mk. verbleibt. Die hauptsächlichsten Einnahmen sind: Belträge 293 193 Mk., Zinsen 6342 Mk., Ersatzleistungen 2821 Mk., soustige Einnahmen 16959 Mk.— Von erwähnt: Aerztlüche Behandlung 62 692 den Ausgaben seien und Heilmittel 34251 Mk., Krankeun nter⸗ st tz ung 101929 Mk., Kranbenhauspflege 27 170 Ml., Ver⸗ Der Reservefonds beträgt waltungskosten 41208 Mk.—. 126586 Mk. Stadttheater Gießen 21. Degember, abends 8 Uhr: Spielplan. Dienstag, den T. Pienstags-Abonn. Vorstellung: von Otto Ludwig. Ende gegen 11 Uhr. Gewöhnl. Preise(ermäßigt). Samstag, deu 25. Dezember(1. Feiertag), abends 5½% Uhr: Gesamtgastspiel der, Großherzoglichen Hofoper und der Hofmusik in Darmstadt„Die Gärtnerin aus Liebe“(La finta giardinserg), Oper in 2 Akten von, Amadeus Mozart. Ende 8 Uhr. Sonntag, den 26. Dezember(2. Feiertag), nachmittags 37 Uhr:„Herrschaftlicher Diener gesucht“, Schwank in J Akten von Eugen Nurg und Louis, Taufstein. Ende 5% Uhr. Kleine Preise. Abends 7% Uhr: „Der Juxbaron“, Posse mit Gesang und Tang in Akten von. Pordes⸗Milo und Hermann Haller. Musik von Walter Kollo. Ende gegen 10% Uhr. Gewöhnliche Preise(ermäßigt).— Montag, den 27. Dezember(3. Feiertag), nachmittags 3½ Uhr: Kinder-Vor⸗ ein Märchenspiel in 4 Bildern von Ende 5 Uhr! Volkspreise.— Abends 77% Uhr: Lustspiel in 3 Alten von Rudolf Presber Ende 10½ Uhr. Kleine Preise. Witterung konzextiert Sonn- Uhr, in der Südanlage die Gießen. Die Spfelsolge bringt: 1.„Lobe den Herren, den mächtigen König“. 2. Ouverture „Frühlingsfeier“ von Wiggert. 3.„An der Weser“, Fosaune, von Pressel. 4.„Gang allerliebst“, Walzer teufel. 5.„Einleitung und Brautchor zum g. Akt“ 6.„Steinmetz-Marsch“, Preuß. Armeemarsch Nr. 197, von Bratfisch. g Kreis Friedberg⸗Büdingen. Bad ⸗Nauheim, 18. Dez. Bis zum 16. Dezember 1915 waren 29042 Kurgäste angekommen. Bäder wurden bis dahin 315 503 abgegeben. Kreis Meßlar. Ein Landrat gegen Zurückhaltung der Lebensmittel. Ueber den tatsächlichen Stand der Dinge auf dem länd- lichen Lebensmittelmarkt gibt folgende Notiz der Kölnischen Zeitung Aufschluß: 0 „Beherzigenswerte Worte richtet Landrat Peters in Mayen an diejenigen, die es angeht, nachdem sich eine Reihe armer Frauen mit der Klage an ihn gewandt hatten, daß es ihnen so schwer gemacht werde, Fett, Oel, Petroleum, Kar- toffeln, Milch usw. zu kaufen. Ex erklärt, es sei bedauerlich, daß im Kereise solche Mißstände vorkämen, bedauerlich, daß, Krämer und Landwirte auf dem Lande nicht aus christ⸗ licher Nächstenliebe ohne behördlichen Zwang ihre Pflicht täten. Wenn in der Folge irgend jemand angezeigt werde, der Lebensmittelwucher getrieben habe, so werde er ihn durch Siegfried Stutz. „Die selige Exzellenz“, und Leo Walter Stein. —Aulagemusik. Bei günstiger tag, den 19. ds Mts., vormittags 41½ von Wald- aus der Oper Kgl. sere auswärtigen Freunde aufmerksam machen. — Neue Bundesrats-Verorbnungen. Vorgestern sind eine Anzahl Bundesratsverordnungen herausgekommen, die heute in Kraft treten. Sie betreffen: 1. Die Herstellung von Süßigleiten und Schokolade. 2. Die Bereitung von Kuchen. 3. Höchstpreise für Marmelade und 4. Zeitungsanzeigen, In der Hauptsache wird bezsiglich der Herstellung von Süßsgkeiten bestimmt, daß ge⸗ werbliche Betriebe, welche Süßigkeiten fabrizieren, im Jahre 1916 nur noch die Hälfte der Zuckermenge dazu verarbeiten dürfen, die sie vom 1. Oktober 1914 bis dahlu 1915 verbraucht haben: serner, daß Milch und Sahne sowie Fett dazu nicht ver— wendet werden dürfen. Für Bereitung von Kuchen wird den gewerblichen Betrieben vorgeschrieben, daß zur Bereftung: 5 1. von Kuchenteig leine Eier oder Eierkonserven und auf 500 Gr. Mehl oder mehlartige Stoffe ulcht mehr als 100 Gr. Fett und 100 Gr. Zucker, 2. von Tortenmassen auf 500 Gr. Mehl oder mehl⸗ artige Stoffe nicht mehr als 150 Gr. Eier oder Eierkonserven, 150 Gramm Fett und 150 Gr. Zucker, Z. von Rohmasse für Maronen auf 500 Gr. Mandeln nicht mehr als 150 Gr. Zucker und auf 500 Gr. Rohmasse nicht mehr als 500 Gr. Zucker verwendet werden dürsen. Die Ver⸗ wendung von Backpulver als Triebmittel ist gestattet. Die Verwendung von Hefe ist verboten. N 5 Höchstprelse für Marmelade sind sür 4 Sorten festgesetzt. Die Sorten sind je nach der Zusammensetzung eingeteilt, ob die Marmelade aus einer oder aus mehreren Fruchtarten bestehen und ob Rilben oder Kartoffeln mit dazu verwendet wurden. Im Kleinhandel dürfen(pfundweise ausgewogen) nicht höhere als solgende Preise gesordert werden: Sorte 11 60 Pfg., Sorte III 50 Pfg., Sorte IV 40 Pfg. und Sorte V 35 Pfg. 5 Zeitungsanzeigen, in denen Lebensmittel oder sonstige Gegenstände des täglichen Bedarfs angeboten oder gesucht werden, müssen mit dem Namen oder dex Firma des In⸗ serierenden unterzeichnet sein. Es darf also nicht unter einer Ehiffre zur Abgabe von Angeboten aufgefordert werden. — Die Ortskrankenkasse Gießen hat ihren hingewiesen, ordnung erhebliche Veränderungen auf dem Gebiete der 8 versicherung entstanden. Statuts an die neuen gesetzlichen die Honoraxsätze, die bis 31. Dezember 1913 bestanden, Dauer des Krieges in Kraft bleiben.— Geschäfts⸗ bericht für das Jahr 1914 hevausgegeben. Es wird darin darguf daß die beiden Geschäftsfahre 1913 und 1914 viel Ar⸗ beit brachten, weil durch das Inkrafttreten der W ee ranken⸗ Besonders erforderte die Anpassung des; Bestianmungen reichliche Arbeit. Mit den Aerzten wurde eine Vereinbarung getroffen, nach welcher 55 Jahre alt.. für die 60 Jahre alt.— Die Mitgliederzahl alt.— Georg Koxell in Schwabenrod bei Alsfeld. Namensnennung an den Pranger stellen. Als Lebensmittel- wucher gelte aber nicht nur die Ueberschreitung der Höchst⸗ preise, sondern auch die Verweigerung der obengenannten Waren an arme Frauen in kleineren Mengen, falls nicht andere Sachen dazu gekauft würden. Lebensmittel- wucher treibe auch jeder Landwirt, der sich weigere, an seine armen Nachbarn Kartoffeln auch in kleineren Mengen zu den gesetzlichen Preisen abzugeben, der Milch und Butter zurück- halte und lieber arme Säuglinge hungern lasse. Der Landrat betont weiter noch, er habe immer gehofft, daß die christliche Nächstenliebe noch auf dem Lande zuhause sef. Die Bevölkerung möge sich auch die Kaufleute merken, die die jetzige Zeit ausnützen zu müssen glaubten.“ 5 Ist es nicht eine Schmach, daß der Landrat zu dieser ernsten Mahnung überhaupt genötigt wird? Sie kann auch nicht Einzelfälle im Auge haben, denn sonst würde den Frauen doch das, was ihnen hier oder dort verweigert wurde, an anderen Stellen gegeben worden sein. Vom christlichen Geist auf dem Lande ist vor dem Kriege sehr viel geredet worden — jetzt machen wir die Probe darauf und finden, daß die ge— naue Beobachtung äußerlicher Formen noch lange keine christ⸗ liche Gesinnung verbürgt. Für manchen ist dies eine recht bittere Erkenntnis, die nicht ohne Nachwirkungen bleibey kann. N 1 Reich holliges Lager in Ahren D. Kaminka, Gießen e 8er Lee * 9 Lieferant des Kousum: Vereins Marktplatz Il. Gießen u Umg. und des Eisen⸗ bahn ⸗Konsumve eing. Ubrmacher und Goldarbeiter.— Man verlange Rabattmarken.— 1 Von den Apotheken in Giessen ist am Sonntag, den 19. Dezbr. von 3 Uhr nachmittags an und die Nacht hindurch geöffnet die Hirsch-Apotheke. Verstorbene. Frau Ellsabeth Römer geb. Schmitt in Gleßen, Frau Auguste Kamp geb. Wiegand in Gießen, Frl. Elisabetha Run in Heuchelhesen, 28 Jahre , ee, Besfe 2 PfG Cigœweffe IUSTF EHI 8 eetabletten. 50 el 12 Tabletten im Gelard fostete, en. am in Kiels ein gemisch von 72 Prozen! 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RNaussische Augriffe zwischen Naxvsz⸗ und Miadzial⸗See brachen nachts und am frühen Morgen unter erheblichen Ver⸗ wurde ein gleicher Vorstoß durch unser lusten für den Feind vor nuseren Stellungen zusammen. Hundertundzwanzig Mann blieben gefangen in unserer Hand. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern und des Generals von Linsingen. Keine Ereignisse von Bedeutung! Balkankriegsschauplatz. Bijulopolje ist im Sturm genommen. Ueber sieben⸗ hundert Gefangene sind eingebracht. ö 5 Oberste Heeresleitung. * 7 2e 22* 2 7 Der österreichisch⸗ungarische 2 ages bericht ä Die vierte Jon oschlacht. 70 000 Mann jitalienische Verlusie. Wien, 17. Dez.(W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 17. Dezember 1618. Russischer Kriegsschauplaßz. Keine besonderen Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. An der küstenländischen Front haben die Italiener ihre großen Angriffe, die nach verhältnismäßig kurzer Pause am 11. November ren neuen: ausetzten, bis Ende des Monals andauerten und noch in ben ersten Dezemberwoche an einzelnen Stellen hartnäckig fori⸗ geführt wueden, bisher nicht wieder aufgenommen. Diese Kämpfe können daher als vierte Jsonzoschlacht zusammengefaßt zaerden. Mehr noch als in den früheren Schlachten galten diesmal die Austrengungen des Feindes der Eroberung von Görz. Dem⸗ gemäß wurden schließlich gegen den Brückenkopf allein etwa sieben itotienische Infanteriedivisionen angesetzt. Die Stürme dieser stacken Kräfte scheiterten jedoch ebenso wie alle Massenangriffe in den Nachbarabschuitten an ber bewährten Stanbhaftigkeit unserer Truppen. die den Brückenkopf von Görz, die Hochfläche von Dober do und Überhaupt alle Stellungen fest in Händen behielten. Durch die Jerstörung der Stadt wurde die Bevölkerung schwer getroffen. Auf bie militärische Lage hatte diese Aeußerung ohnmächtiger Feindes⸗ wut keinerlei Einfluß. In dem vierlen Waffengang im Küstenland verlor das italienische Heer nach sicheren Feststellungen 7000 0 Mann an Toten und Verwundeten. Gestern wurde an der Jsonzofront ein Angriffsversuch gegen den Nordhang des Monte San Michele, an der Tiroler Front ein Angriff eines Alpini⸗ Bataillons auf den Col di Lana abgewiesen. Sl döstlicher Kriegsschauplatz. 1 Siüdöstlich Celebie vertrieben wir die Montenegriner aus dem letzten Stück busnischen Bodens, das sie noch besetzt gehalten hatten. Unsere Truppen erreichten auch in diesem Raume die Tara⸗Schlucht. Bijelopolje ist seit gestern nachmittag in unserem Besitz. Die k. und k. Streitkräfte nahmen die Stadt im umfassenden Angriff nach heftigen Kämpfen und brachten bis zum Abend 700 Gefangene ein. Die Versolgung des westlich von Ipek weichenden Gegners ist im Gange. Die Montenegriner zünden auf ihrem Rückaug überall die von Moslkims bewohnten Ortschaften an. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. * Bosnien vom Feinde befceit. Der Frankf. Ztg. wird telegraphiert: Nach Ueberwindung der zwischen Brodarewo und Biüijelopolje gelegenen stark bewaldeten, über 1200 Meter hahen, vielfach gegliederten und zerrissenen Landschaft von Komaran, sowie des östlich des eim gelegenen Bihor ge— nannten Gebietes, das östlich Bijelopolje mit der Obrowak Planina endet, haben unsere Truppen gestern in einem um— fassenden Angriff die Stadt Bijelopolje bei der Ein—⸗ mündung der Liesnitza in den Lim nach heftigen Kämpfen mit stürmender Hand erobert und bei dieser Ge— legenheit über 700 Gefangene gemacht. Nun bleibt nur noch das 25 Kilometer den Lim aufwärts gelegene Berane zu nehmen, das unsere Truppen und albanische Freischaren ohne⸗ hin schon von Osten scharf bedrängen. Mit dem Falle Bijelo⸗ poljes ist der letzte der Orte des Sandschaks, in denen Oesterreich-Ungarn das Recht hatte, Garnisonen zu halten, in unsere Hände gelangt. Nun haben auch unsere Truppen südöstlich von Cele⸗ bic gelegene Rawna Gora von den letzten montene⸗ grinischen Banden gesäubert, welche sich noch auf bosnischem Boden herumtrieben, und in ihrer Verfolgung ebenfalls die wildromantische Taraschlucht erreicht, wo in diesem Raume in der Nähe des Weilers von Obradowitza eine Ueberfuhr über diesen Gebirgsfluß führke Die Ver⸗ folgung des gegen Plaw und Gusinje flüchtenden Fein⸗ des wird energisch fortgesetzt und dabei zahlreiche Gefangene und Kriegsmaterial eingebracht. Auf ihrem Rückzuge setzen die Montenegriner alle von Mohamedanern bewohnten Ort⸗ schaften in Brand, wodurch der Haß der Einwohner im höchsten Grade gesteigert wird. Ohnehin beträgt die Zahl der an unserer Seite freiwillig mitkämpfenden Albaner und Mohamedaner schon mehrere Tausende. Nun schließen sich ununterbrochen neue Scharen an, die durch ihre Ortskennt⸗ nis und Vertrautheit mit dem Gelände uns sehr schätzens⸗ werte Dienste leisten. Die Kämpfe bei Monte Vies. T. U. Wien, 17. Dez. Der Schweizer Major Tanner, der den Kämpfen an der italienischen Front auf österreichischer Seite bei⸗ wohnt, telegraphierte aus Monte Nozzolo: Die österreichisch⸗ ungarischen Vorstellungen am Monte Vies wurden von den Italienern nach einer heftigen, dreitägigen Artillerietätigkeit und mehrfachen Insanterieangrissen genommen. Die Besatzung hat nach energischem Widerstand den Berg fast verlustlos geräumt. Die Italiener erlitten große Verluste. Eine Kampspau e. Auf Rücksicht auf die schwierige Lage Griechenlands, die von den Mittelmächten und Bulgarien keinen Augenblick unterschätzt wird, ist in den Kriegshandlungen eine Pause eingetreten. Die Bulgaren respektieren aus politischen Rück⸗ sichten und, um aus der Volksstimmung heraus möglicher⸗ weise erwachsende Zwischenfälle zu vermeiden, die griechische Grenze Aber wie der bulgarische Generalstabschef Jekow erklärt hat: Damit ist der Krieg nicht aus und kann nicht aus sein, selbstverständlich nicht, und wenn man inzwischen von militärischen Vorbereitungen und Maßnahmen nichts hört, so darf man daraus gewiß nicht schließen, daß solche nicht stattfänden. Das würde der ganzen Sachlage widersprechen. Inzwischen hat, wie das auch der bulgarische Generalstabschef angedeutet hat, höchstwahrscheinlich die Diplomatie zu ar⸗ beiten und, so kann man sich sagen, ohne irgendwie eingeweiht zu sein, die Aufgaben zu lösen, daß die weiteren Schritte, die nötig sind, sich so vollziehen, daß der Wunsch und die Absicht Griechenlands, nicht in den Kampf verwickelt zu werden, er⸗ en bleiben. Es liegt auf der Hand, daß dieses stille Zwi⸗ schenspiel nicht allzu lange dauern kann, auch schon deshalb nicht, damit die Ententetruppen nicht durch Befestigung ihrer Stellungen die unausbleibliche Entscheidung hinauszögern und ihren siegreichen Gegnern die letzte Arbeit erschweren. Die Lage der Serben in Albanien. T. U. Amsterdam, 17. Dez. Nach Blättermeldungen aus Nom sind dort Telegramme aus Durazso eingetroffen, wo⸗ nach die Lage der in Albanien befindlichen serbischen Flücht⸗ linge geradezu herzzerreißend sei. Die amerikanische Regierung habe ihren Botschafter in Rom beauftragt, alle verfügbaren Dampfer zu mieten, um die serbischen Flücht⸗ linge auf Kosten der Unionsregierung nach Italien zu be⸗ fördern. Das Los der österreichischen Kriegsgefangenen. T. U. Haag, 17. Dez. Eine amtliche Reutermeldung berichtet aus Athen: Von amtlicher Seite wird gemeldet, daß 48 000 öster⸗ reichische Kriegsgefangene unter serbischer Bewachung in Tirana und Elbassan angekommen sind. Die Nutzlosigkeit des Balkanunternehmens. Nach Meldungen aus Paris ist die französische Regierung rotz der offiziellen Zustimmung den Operationen auf dem (Balkan sehr abgeneigt. General Sarrail hat bereits geäußert, es wäre schade, wenn durch die ziellosen Versuche, die von Saloniki aus unternommen werden, auch nur ein einziger Mann geopfert würde. Der geringste unter seinen Truppen erkenne die Sin nlosigkeit eines weiteren Vorgehens an. Niemand in Frankreich könne ihm verdenken, Verantwortung ablehne. Man gagt in Paris, 1 wenn er die Joffre sei derselben Ansicht und hält auch die neue geschlossene D Einigung mit den Bundesgenossen für ziemlich locker. das französische Kabinett den englischen Wünschen we Folge leistet, wird General Sarrail sich vom Balkan berufen lassen. f Selbstmord eines rvumänischen Generals. T. U. Budapcst, 17. Dez. Aus Bukarest hier angelangte Privg meldungen zufolge beging der Chef des Generalstabes des aw Armeekorps, M. Jonescu, Selbstmord. In einem aufgefunde Briefe bezeichnet er als Grund seiner Tat hochgradige Nervof Infolge des Verbotes von der Zensur haben die Blätter diese Nach⸗ richt bisher noch nicht gebracht. Private Meldungen aus Bukare darüber besagen, daß der Grund für den aussehenerregenden Selbf mord nicht in Nervosität liege, fondern tiefere Ursache hat. Der türtische Tages bericht. 55 Konstantinopel, 17. Dez.(W. T. B.) Das Hauptquar⸗ tier teilt mit: An der Dardanellenfront bei Anaforta un Ari⸗Burun aussetzender Artilleriekampf. Unsere Artillerie brachte bei Anafyrta feindliche Gebiegsartillerie durch Gegen feuer zum Schweigen und verursachte einen Brad in den feindlichen Lagern. Bei Sedd⸗ül⸗Bahr ließen wir aun 15 Dezember an unserem linken Flügel mit Erfolg eine Mine 5 springen. Der Feind eröffnete ein Feuer mit Waffen aller Gattungen gegen unsere Stellung. Unsere Artillerie erwi⸗ derte kräftig, verhinderte die Fortsetzung des Feuers und zwang eine feindliche Verpflegungskolonne bei der Mündung dess Sighindei zu fliehen.— Von den übrigen Fron nichts Wichtiges zu melden. Wechsel in der indischen Regierung? Die Morningpost nennt in einem Artikel die Gerüchte von dem Rücktritt des Vizekönigs von Indien, Hardinge, zu dessen Nachfolger Mac Kenna ernannt werden solle, als beunruhigend. Mae Kennas politische Karriere sei lediglich auf Parteipolitik im Unterhause gestützt gewesen und bringe sehr wenig Erfahrung für einen derartig wichtigen Posten mit sich, der nur durch einen ausgezeichneten Verwaltungs. beamten und Staatsmann besetzt werden dürfe. Die Er⸗ nennung Mac Kennas würde ein Irrtum sein und könne schwere Unruhen hervorrufen. 1 —* 9 Partei⸗Nachrichten. Georg Kappus f. 8 f In Bad Homburg starb am Mittwoch der Gastwirt Gen. Georg Kappus. Wie das Frankfurter Parteiblatt über ihn schveibt, war er seinerzeit als funger Schlosser nach Homburg w. d. H. gekommen und hatte hier nach einiger Zeit eine kleine Wirtschaft aufgemacht, die bald der Sammelpunkt der politi chen und gewerkschaftkichen Arbeiter von Homburg und Umgebung 5 wurde. Denn im ganzen Taunus war in den 80er und 90er Jahren kein Lokal für Versammlungszwecke zu haben. Zugleich i Wirtschaft Herberge für die durchreisenden Arbeiter. Kappus selbst hielt sich agtatorisch im Hintergrund, hat aber indirekt viel zur 5 Verbreitung der sozialdemokratfschen Ideen im Taunus mitge⸗ wirkt. Deswegen war er auch beim Homburger Spießbürgertum nicht gut angeschrieben. Erst in den letzten Jahren haben sich die Verhältnisse etwas geändert. Der neue Brückenbau hatte Kappus in die glückliche Lage versetzt, anstelle der alten kleinen Wirtschaft ein schönes modernes Wirtschaftslokal inzustellen, und nun wurde die„Neue Brücke“ auch Verkehrslokal für andere Leute, und im Sommer sogar flir Kurgäste. Vor einigen Jahren wurde Kappus als erster Sozialdemokrat in das Homburger Stadtparlament 9 wählt, wo er im Anfang manche Schwierigkeit zu überwinden halte, um unsere kommunalpolitischen Grundsätze und Forderungen zu vertreten. Kappus hat ein Alter von 58 Jahren erreicht. Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm& Cie., Gießen. 55 i Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, C. m. b. H., Ofsenbach g. M. 2 2 1 4 f Wekaunt machung. Der durch Bekanntmachung vom 21. Oktober 1915(Gießener Anzeiger Nr. 240 vom 22, Oktober 1915) festgesetzte Hüchstprels für Süßrahmbutter(Tafelbutter, Molkereibutter) wird aufgehoben. Gießen, den 17. Dezember 1915. 8 Der Oberbürgermeister. Keller. 0 Geschäftliches. 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