uglüc, darauf t vor. itions. mition , vier eld zu — ch a. N. aliden⸗ och bis erden. * oetter. ber 10lb sellug, Neubel 1 U en 1d 200 0 7 der 4 Organ für die Interessen des werktätigen Volles Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete. n e fig Die Oberbessische Volksseitung erscheint jeden W Gießen. Der Abonnementspreis beträgt wöchentlich! 60 Pfg. einschl. Bringerlohn. Durch die Post bezogen vi erktag Abend in 5 Pig., monatlich erteljährl. 1. 80 Mk. Redaktion und Expedition Gießen, Bahnhofstraße 23, Ecke Löwengasse. Telephon 2008. Inserate kosten die 6 mal gespalt. Kolonelzeile oder deren Raum 15 Pfg. Bei größeren Aufträgen Racatt. Anzeigen wolle man bis abenbs 7 Uhr für die folgende Nummer in der Expedition aufgeben. Nr. 296 Gießen, Freitag, den 17. Dezember 1915 10. Jahrgang Ein offenherziger Junker. lichen 16 Kriegsmonate müssen Herrn v. Bonin schon schaffen gemacht haben, denn es ist eine Flut von Gift, die er verständlich, denn in jenen Kreisen will man nichts Die Konservativen empfinden die Beschränkunge 5 friedens anscheinend viel härter als andere l 5 al. a 5 m 85 Gemein⸗ geist wissen. Man ist an die rücksichtsloseste Bert 15 eigenen Interessen gewöhnt. Es nimmt deshalb 0 u wenn ein rabiater Junker jetzt die burgfriedlichen Schranken rücksichtslos zu Boden tritt und in die Welt hinausschreit, was sein Herz bedrückt. Der Reichstagsabgeordnete für den pommerschen Kreis Neustettin, der Landrat a. D. v. Bon in, hat ein Flu 9 blatt an seine Wähler ergehen lassen. Er benutzt diese demokratische Form der Meinungsübermittelung nur, wie er sagt weil„die konservative Presse durch die Zensur mundtot gemacht“ sei. Ungehindert von der Zensur kann er in dem Flugblatt auch um so offener seine Meinung aussprechen, die sicher die Meinung vieler Konservativen ist, nur daß die anderen sich mehr rvativ. r zu beherr und die Zeit abzuwarten verstehen, bis der Burgfriede 1 5 10 wieder zum feierlichen Kampfe antreten können. Die burgfried⸗ schwer zu gegen Regierung, Juden, Demokraten und Sozial⸗ N 1 demokraten schleudert und die sich in dieser Zeit in gesammelt hatte. 9 Wir zitieren nach dem Berl. Tageblatt folgende Stellen aus dem junkerlichen Kampfrufe: „Wenn man die Politik unserer Reichsregierung seit Jahr⸗ zehnten verfolgt hat und ungefähr weiß, welche Anschauungen und Einflüsse in den maßgebenden Kreisen herrschen, so kann man leider kaum im Zweifel darüber sein, daß die Neu⸗ orientierung in der Richtung einer noch größeren Demo⸗ kratisierung und Verjudung unserer öffentlichen Zu⸗ stände geplant ist. Da ist zunächst die unterschiedliche Behandlung der Tages⸗ presse; während die konservativen Zeitungen mundtot ge⸗ macht sind, hetzen der Vorwärts und andere Juden⸗ blätter ziemlich ungeniert gegen uns Konservative und die Landwirtschaft weiter.... Der erste Fehler, der gemacht wurde, bestand meines Erachtens darin, daß für das Rohprodukt(Brot⸗ korn) ein Höchstpreis festgesetzt wunde, anstatt für das Fertigprodukt(Brot), an dessen Preis doch die Verbraucher allein ein Interesse haben. Die Folge davon ist, daß das Brot in den Großstädten und Industriezentren fast doppelt so teuer ist, als es nach den Kornpreisen sein dürfte, und daß die Groß⸗ mühlen durch die Fürsorge der K. G. Millionen über Millionen verdienen. Und dafür werden die konservativen Land⸗ wirte des Brotwuchers und anderer Scheußlichkeiten be⸗ schuldigt! Ich fürchte, der Bundesrat wird an seiner gegen⸗ wärtigen Kartoffelpolitik auch wenig Freude erleben — es ist nicht so leicht, den Zukunftsstaat einzuführen! Als letztes, aber nicht unwichtiastes, möchte ich in diesem Zusammen⸗ hange hinweisen auf die Haltung der demokratischen Presse und Abgeordneten, die auch ein gutes Teil Schuld an der Teuerung trifft. Es wiederholt sich hier genau derselben Vorgang wie bei der Reichsfinanzreform. Wie haben damals für gewisse Waren wie Streichhölzer, Zigarren u. a. m. Preissteigerungen erlebt, die in den geringfügigen Steuerbelastungen gar keine Rechtfertigung finden konnten, vielmehr nur eine Folge des verlogenen Gezeters im Reichstage und in der liberalen Presse waren. Wenn der Inhaber irgend einer Ware täglich in der Zeitung liest, daß die Ware knapp und teuer ist und noch teurer werden wird, so läßt er sich das nicht zweimal gesagt sein. Im übrigen werden aber auch die Herren Asphaltpolitfker sich noch mehr mit dem Gedanken vertraut machen müssen, daß Krieg 55 und daß sie ihr gewohntes Leben nicht gemächlich weiterführen nnen. Die Sozialdemokraten sind regierungsfähig geworden und ziehen ungehindert in alle möglichen Behörden usw. ein. In der letzten kurzen Tagung des Reichstags hatte die Re⸗ gierung nichts eiligeres zu tun, als eine Abänderung des Vereins⸗ gesetzes durchzudrücken, die den sozialdemokratischen Gewerkschaften schrankenlose Freiheit gewährt. Wohin soll das alles führen?! Soll nach dem Kriege der Zukunftsstaat mit füdischer Spitze aufgerichtet werden? Es wird sehr großer Anstrengungen von unserer Seite bedürfen, um eine solche Entwicklung zu verhindern, und in ge⸗ sundere Bahnen zurückzuleiten, was schon versehlt ist. Den damit verbundenen schweren Kämpfen werden wir nicht aus dem Wege gehen dürfen. g 5 8 Ich habe den Eindruck, daß die Reichsregierung sich durch die gegenwärtige Haltung der Sozialdemokratie und des Judentums(äufschen läßt. Sie schein diefen Mächten er als ein Verdienst anzurechnen und als einen Beweis von Gesinnungs⸗ änderung zu betrachten, daß sie die Milliarden bewilligt haben und im Kriege anscheinend ihre Schuldigkeit tun. Das ist aber doch so selbstverständlich und liegt so sehr in ihrem eigensten Interesse, daß ich darin kein Verdienst erblicken kann. 5 Die 1 demokratischen Führer wissen doch ganz genau, daß ihnen die Wähler zu Hunderttausenden weglaufen würden, wenn sie 175 eine andere Haltung einnehmen wollten. Die wirklichen 555 schauungen der Sozialdemokratie kommen zum 1 der unveränderten Hetze des Vorwärts und anderer: sozial emo⸗ kratischer Blätter, und in der Tatsache, daß e schen Abgeordneten im Reichstage nach wie vor in das ü bli 92 Hoch auf Seine Majestät den Kaiser 1 stimmen— nicht einmal der Offizierstellvertreter ee en in Uniform! Wenn die Herren sich nicht einmal zu 1 1 0 rein äußerlichen Huldigung entschließen können, so 1 5 5 e innerliche Stellung zur Monarchie und zu der Person 1175 1 15 deutlich erkennen. Wer die heutige Haltung der eee ie für etwas anderes hält, als ein Produkt aus Angst und Heuchelei, den beneide ich um seinen Optimismus. 10 f Ich bin eit der Ansicht, daß die Neuorie 1 15 1 8 unserer Politik in der entgegengesett en, Mund 1 1 zu suchen ist. Vor allem in einer viel eee n quenter durchgeführten Betätigung nationaler e wozu der durch den Krieg herbei eführte nationale Aufschwung nicht nur eine wohl nie wiederkehrende lassung bietet, sondern der Regierung geradezu auferlegt. Hiermit haben eben die Sosa die Pflicht dazu ldemokratie Gelegenheit und Veran⸗ und die Judenschaft nichts zu tun. Wenn unser Volks⸗ bedeutend zu dämpfen. leben innerlich gesunden soll, unser Volk aus diesem Kriege nicht bloß einen Gewinn an Land und Leuten heim⸗ bringen, sondern auch eine religiöse und sittliche Erneuerung der Volksseele, einen neuen Ausgevosnunkt politischer Ent⸗ mickseng, damn msissen diese beiden Mächte für unsere künftige Politik unschäßlich gemacht werden. Nur auf einen Punkt muß ich aber nach eingehen; er betrifft die Frage des preußischen Waßlrechts eine der trauwiasten Hinterlassenschaften der Biflowschen Mißmirtschaft. Die Sozial- und andere Demokraten sckämen sich nicht, für ihve Nflichterfßllung wöhrend des gegenmärtjgen Krieges eine Bolaßnung. und als sosche eine Reform des pyeußischen Waßl⸗ rechtes zu fordern. Ich bin mir im Hinblick auf andoxe Vor⸗ fammmnisse nicht ganz siche r, ob die Staataregte rung Restiokeit uyß Entschsassenheit genung besitzen wird, ein salches Außennen zuröch⸗ zumeisen, weiß mich aber mit allen konservotiven Männern im Kreise und fiber die konservative Nortei hinaus mit vielen nreußsschen Notrioten darin einig. daß hiervon nun und nimmer die Rede sein kann. Das nreußische Naff hängt mit Liebe umd Nertrauen an seinem bewäßrten Waßsvecht, und die Demokraten aller Schattjerungen ßoßen nicht das Recht, namens des preußi⸗ schon Vosfas zu syrechen.“ Es mffrde an dem konserpatipon Evauß etwas feßson, wonn nicht auch ße snesjesen weirfschastlichen Nuteressen der Landwirt⸗ schaft Erwäßnung fänden. Denn Herr v. Banin schließt daher sein Fluobsatt mit einem Ausfall auf die„treihßausartige Ent⸗ wicklung der Industrie“, die große Gefaßven in wirtschaft⸗ licher und politischer Beziehung in sich berge. Bei der Neuregelung des Zolltarifs müßte daher eine Ermäßigung der industriellen Zölle oder eine Erhöhung der landwirtschaftlichen Zölle eintreten.— Damit ist der Wunschsettel des konservativen Pommern erschöpft. Man sieht, mit Kleinigkeiten hält er sich nicht auf: Vernichtung der Sozialdemokratie und der Juden⸗ schaft. Erhaltung des preußischen Wahlrechts, natfirlich auch Knebelung der Presse, soweit sie nicht konservativ ist und Erhöhung der Lebensmittelzölle zugunsten der Landwirte, die eben erst durch die Kriegsgewinne einen milliardenreichen Fischzug gemacht haben. Sall man ernsthaft gegen diese konservative Stimme polemisieren? Das ist nicht möglich wegen der Zensur und auch nicht notwendig. Es genligt, wenn die breitere Oeffentlichkeit erfährt, daß der Krieg an dem Wesen der konservativen preußischen Junker bisher nicht ein Atom ge⸗ ändert hat. 05 8 Abreise der Deutschen, Oesterreicher ꝛc. aus Sasoniki. Französische Nachrichten aus Saloniki vom 12. Dez. melden, daß die Konsuln Deutschlands, Oesterreichs, Bulgariens und der Türkei ihre Landsleute in Saloniki angeraten haben, abzureisen. Eine neue Million englischer Truppen? T. U. Haag, 15. Dez. Laut einer Reutermeldung hat die ena⸗ lische Regierung nunmehr im Parlament einen Nachtragskredit für die Einstellung einer weiteren Million Mann in die Armee ein⸗ gebracht. Behandlung der Ausländer in Frankreich. Alle fortschrittlich gesinnten Kreise in Rußland legten anfangs große Hoffnungen darauf, daß der beständige Kon⸗ takt mit den zwei freiheitlichsten Staaten Europas, Frank⸗ reich und England, nicht verfehlen würde, einen gewissen Einfluß auf die innere Politik der russischen Regierung im Sinne der größeren Freiheitlichkeit und Demokratisierung auszuüben. Das Gegenteil devon geschah. Nicht der Geist der freiheitlichen Institutionen Frankreichs und Englands wirkte auf die innere Struktur der russischen Politik ein, sondern umgekehrt die innere russische Politik verfehlte nicht, die innerpolitischen Tendenzen dieser Staaten in die Bahn ihrer eigenen Geistesrichtung zu lenken. So lesen wir in der 9. Nummer des Priviw, des Organs der vereinigten russischen Sozialdemokraten und Sozialrevolutionäre, einen lebhaften Protest der Redaktion gegen das von dem französi⸗ schen Abgeordneten Galli vorgelegte Gesetzesprojekt, das be— zweckt, die sich in Frankreich aufhaltenden russischen Emi⸗ granten unter Androhung der Ausweisung zu zwingen, sich zum Militärdienst zu stellen. Die Redaktion hebt mit Recht hervor, daß diese Maßregel dazu bestimmt ist, die russischen Emigranten in Frankreich zu schikanieren. Der Verfasser des Aufsatzes zeigt nämlich an einigen Beispielen, daß russische Emigranten, die nach Rußland zurückkehrten, nach⸗ dem sie in den Reihen der Alliierten gekämpft hatten, ins Gefängnis gesteckt oder nach Sibirien verbannt wurden. So hat der Emigrant Oschotsky vom 25. Oktober 1914 bis zum 30. Mai 1915 im französischen Heere gekämpft; als er aber nach Rußland zurückkehrte, wurde er ins Gefängnis von Ismail gesteckt, für ein politisches Verbrechen, das er vor 9 Jahren begangen hat! Französische Bedrückung der Schweiz. Der schweizerische Korrespondent der Indépendance schildert in der Nummer vom 1. Dezember die in den verschiedenen Kreisen der schweizerischen Kaufmannschaft und Industriellen mehr und mehr anschwellende Verstimmung über die bedrückenden Maß⸗ regeln, denen sie von den Verbandsmächten, insbesondere aber von den französischen Regierungsorganen, ausgesetzt werden. Diese Maßregeln, di viel dazu bei, den Eifer, Gegenden anfangs für die den viele Schweizer aus den sranzösischen Sache der Entente an den Tag legten. Belge e durch nichts gerechtfertigt zu sein scheinen, trugen So zeigten sich viele schweizerische Betriebe bereit, das französische Heer mit allem Nötigen zu versorgen, und erhielten schon Bestellungen in großem Umfange, aber sie konnten sie nicht zur Ausführung bringen, weil die französischen Behörden die Zufuhr der nötigen Rohstoffe nach der Schweiz verhinderten. Am schlimmsten erging es den schweizerischen Banken; sie wurden von den Schikanen der französischen Behörden am härtesten ge⸗ troffen. Seit einiger Zeit beschloß nämlich die französische Militär⸗ behörde, alle aus der Schweiz kommenden Geldwertsendungen zu beschlagnahmen, ohne Rücksicht darauf, ob sie für Frankreich selber oder für andere Länder bestimmt sind. Aus der Schweiz kommende und Frankreich passierende Wertpapiere wurden angehalten und be⸗ schlagnahmt. Man kann sich denken, welche Verwirrung daraus der schweizerischen Geschäftswelt erwächst. Der ganze Effekten⸗ handel der Schweiz mit der übrigen Geschäftswelt ist unterbunden. Alle diesbezüglichen Bemühungen des schweizerischen Bundesrats bei der französischen Regierung blieben fruchtlos. Außerdem tauchen in der französischen Presse hin und wieder Gerüchte auf, die die Schweizer beschuldigen, daß sie Bannware nach Deutschland und Oesterreich einführen. Die Opfer der deutschen U-Boote. Nach einer offiziellen Liste, die W. T. B. veröffentlicht. sind in den beiden Monaten Oktober und November von den Unterseebooten der Zentralmächte 58 Schiffe, darunter 31 Transportschiffe, die Truppen oder Kriegsmaterial nach Sa⸗ lonik befördern sollten, versenkt worden. Unsere kleinen Tauchboote haben dadurch die Schlachten des Landkrieges auf der Balkanhalbinsel, vor allem auch die Stürme der Bul⸗ garen in Mazedonien sehr erfolgreich unterstützt. Die Unter⸗ seeboote haben sich aufs neue glänzend bewährt. Die Ereig⸗ nisse haben gezeigt, daß diese Waffe, an richtiger Stelle ein⸗ gesetzt, ein vortreffliches und für den Feind gefährliches Kriegsmittel ist. Der Schaden, den sie in dieser kurzen Zeit von zwei Monaten dem Feind zugefügt haben, ist sehr be⸗ trächtlich. Nicht nur ist die feindliche Flotte abermals um rund 220 000 Gewichtstonnen, das sind 300000 Raumtonnen vermindert worden— also pro Monat um rund 110 000 Ge⸗ wichtstonnen— sondern vor allem erreicht der Verlust der Entente an Materialwert der Ladung eine sehr bedeutende Höhe. Wen wir zu den obengenannten Ziffern noch die Summe von feindlichen Schiffen hinzuzählen, die regelmäßig von Monat zu Monat in der Nordsee und an der eng⸗ lischen Küste von deutschen U-Booten in aller Stille versenkt werden— die Engländer sind zu der Taktik übergegangen, diese Verluste jetzt, wenn es irgend angeht, völlig zu ver ⸗ schweigen— so kann kein Zweifel bestehen, daß die U⸗ Boote durch die systematische Verringerung deis englischen Frachtraums die wirtschaftliche Lage unserer Fein de zu einem wesentlichen Teil beeinflussen. Holland und England. Amsterdam, 15. Dez. Der Nieuwe Courant schreibt: „Das Herunterholen der königlich niederländischen Post von Bord der„Frisia“, die von Buenos Aires nach Amsterdam fuhr, was in Deal durch die englischen Behörden geschah, ist ein ernstlicher Machtmißbrauch. Soviel wir wissen, ist eine Verletzung unserer Hoheitsrechte in dieser Form während des Krieges noch nicht vorgekommen und es kann deshalb auch kein Zweifel darüber bestehen, daß sich unsere Regierung die⸗ sen Vorfall ernstlich angelegen sein lassen und so rasch wie möglich die nötigen Folgen eintreten lassen wird.— Einer unserer Leser schreibt uns: Flir diese Handlung gibt es absolut keine Entschuldigung. Die Post kann in keinem Falle als Banngut betrachtet werden und die Kriegführenden haben deshalb davon zu bleiben. Da sie dies nun nicht getan haben, wollen wir das Vertrauen in die niederländische Regierung haben, daß sie kräftig in London protestieren und auf direkte Freigabe sowie Entschuldigung dringen wird. Wenn dem nicht Genüge getan wird, würde es sich empfehlen, Vergeltungs⸗ maßregeln zu üben. So könnte man zum Beispiel alle Erleichter⸗ ungen bezüglich der Korrespondenz der hierzulande internierten Engländer aufheben und jeden Post⸗ und Telegraph enverkehr von und nach England einer niederländischen Zensur unterwerfen. Ferner ist wünschenswert zu untersuchen, inwieweit die Post aus Südamerika, die regelmäßig in Dieppe einer emen Militär⸗ zensur unterworfen wird, auf niederländischen Schiffen transpor⸗ tiert wird, und dann die Frage zu stellen, mit welchem Recht die französische Zensur eine Kontrolle über die Briefe ausübe. „Wir hoffen,“ fügt der Nieuwe Courant hinzu,„daß eine rasche öffentliche Mitteilung der Regierung über diesen Vorfall und was aus diesem Anlaß geschehen ist, erfolgen wird.“ In einem Leitartikel der Daily News heißt es, Eng⸗ land dürfe die neutralen Länder Schweden, Hol⸗ land und Dänemark nicht vergewaltigen, wenn es sie nicht in die Armen des Feindes treiben und sich selbst einer moralischen und materiellen Unterstätzung berau⸗ ben wolle. 5 8 Deutschlaund und Amerika. N Berlin, 15. Dez. In einem Interview mit dem Berliner Korrespondenten der Chicagoer Datly News erklärte Staats- sekretär von Jagow, die d ierung habe nichts zu tun mit jener Propaganda, ze der Vereinigten Staaten verletzt. Uebrigens sei es sinnlos, zu versuchen, die 1 1 2 gegen Deutschland in einer unfreundlichen Presse gemachten Anklagen in allen ihren Einzelheiten zu entkräften. Wir wallen die Aufrechterhaltung der freundschaftlichen Bezie⸗ hungen mit den Vereinigten Staaten und ihrer Bevölkerung. Die Kriegsfamilienunterstützung in Mecklenburg f sst derart, daß der sozialdemokratische Bezirksvorstand sich ge⸗ nötigt gesehen hat, in einer Eingabe an den Reichskanzler diesen um ein Einschreiten anzugehen. Bekanntlich hat der Reichskanzler nach Vereinbarung mit den Bundesregierungen angeordnet, daß den Lieferungs⸗ verbänden eine wohlwollende Prüfung der Bedürftigkeit zur aufnehmen könne. Zwei Millionen türkische Soldaten! Die Türkei wird laut einer Meldung des Berliner Lokal⸗ anzeigers in kürzester Zeit über eine Streitmacht von zwei Millionen Maun verfügen. Wie der Spezialberichterstatter des Temps mitteilt, wird die eigentliche Tätigkeit der türki⸗ schen Armee erst jetzt in voller Kraft einsetzen. Valona, italienische Operationsbasis. T. U. Athen, 16. Dez. Italien trifft alle Vorbereitungen, um Pflicht gemacht wird, und daß jede Engherzigkeit zu ver⸗ meiden ist. schöpfe sich nicht in der Gewährung des Mindestsatzes, die nur die untere Grenze darstellen. Für Mecklenburg besteht diese Anordnung aber nur auf dem Papier! Bis Ende September haben in den zwölf Be— zirken, in die Mecklenburg hierfür eingeteilt ist, die über die Mindestsätze hinausgezahlten Unterstützungen zusammen (also in 13 Monaten) 92 000 Mark betragen, das sind ganze 1,2 Prozent der Mindestsätze. Im September sind infolge der Bemühungen etlicher Stadtverwaltungen, namentlich der von Rostock, die Unterstützungsbeträge ein klein wenig er⸗ höht worden, aber sie sind noch immer völlig unzureichend. Es find in allen zwölf Bezirken im September über die Mindestsätze hinaus 132 000 Mk.= 14,7 Prozent der Mindest⸗ sätze gezahlt worden. Städte wie Güstrow und Parchim be⸗ willigten nur 0,1 respektive 0,04 Prozent über die Mindest⸗ sätze hinaus. In Mecklenburg ⸗Strelitz ist bis April d. J. überhaupt kein Pfennig über die Mindestsätze hinaus gegeben worden.— So werden in Mecklenburg die Frauen der Män⸗ ner abgefunden, die draußen auf den Schlachtfeldern stünd⸗ lich ihr Leben einsetzen. Sehr bemerkenswert ist noch, daß die mecklenburgische Regierung in einer Denkschrift an den Ständetag(Landtag) hindweist auf das Bestreben,„die Landesmittel zu schonen“! Die Regierung versichert dem Ständetag dann noch weiter ausdrücklich, es seien„die Kommissionen keinesfalls in den Fehler verfallen, der nach den sehr weitherzigen Anweisungen des Reichskanzlers zweifellos leicht begangen werden können, in den Bewilligungen der Unterstützungen über das gebotene Maß hinwegzugehen“. In Bezug auf die seit September d. J. entstandene Notwendigkeit, die Unterstützungen zu erhöhen heißt es:„Nur mit innerem Widerstreben haben die Kom⸗ missionen sich diesem Gebote gefügt“. Man beachte: Der Reichskanzler verbietet die Engherzigkeit. Die Kommissionen in Mecklenburg aber fügen sich nur mit innerem Widerstreben. Der Reichskanzler hat also wahrlich alle Ursache, einmal kräftig dazwischen zu fahren. Belagerung Salonikis. Jn Paris rechnet man, der National Tidende zufolge, auf eine baldige Belagerung von Saloniki. Die Befestigung der Stadt wird fieberhaft verstärkt. Den Kern der Ver⸗ teldigungsstellung bilden die Höhen nördlich der Stadt. Berwendung von Dum⸗Dum Geschossen durch die Franzosen. „Die Naorbdd. Allg. 31g. schreibt: Die bulgarische Regierung hat lu einer Note vom 24. v. M. bei der deutschen Regierung zur Sprache gebracht, daß die französischen Truppen in den letzten Lämpfen bei Krivolak und Kara⸗Su gegen die bulgarische Armer ——5— ausschließlichen Gebrauch von Dum⸗Dum⸗Geschossen gemacht haben. Die bulgarische Regierung erhebt gegen diese barbarische und oölkerrechtswidrige Kampfesweise der französischen Truppen in Mazedonien erneut Protest und droht an, sie werde Repressalien ergreffen, falls die Verwendung von Dum⸗Dum⸗Geschossen fort⸗ Zesetzt werden soll. Im Schwarzen Meer keine ru sische Flotte mehr? Nach dem Pester Lloyd erzählen in Baltschik eingetroffene eisende, daß die türkisch⸗bulgarische Flotte das Schwarze Di fli Lief gaverbände er⸗ 5 9 Die Verpflichtung der Lieferungsverbände er Lebensmitteltransporte für die „Truppen ein. 1 1 und zur Wahrnehmung ihrer Geschäfte komman in Valona eine Operationsbasis zu errichten. Täglich treffen große Mengen Munition und Kriegsmaterialtransporte sowie große 2 Die rutsi che Duma. Kopenhagen, 16. Dez. Die russische Duma ist jetzt durch kaiserliches Manifest auf den 28. Januar einberufen worden. In liberalen Kreisen wird jedoch neuerlich mit einem Auf- schub gerechnet.— Privatnachrichten aus Petersburg be⸗ stätigen die in Finnland umlaufenden Gerüchte von Peters⸗ burger Unruhen, die mit der Dumavertagung in Zusammen⸗ hang zu bringen seien. Nach privaten Nachrichten sind in den letzten Tagen viele Verhaftungen und Deportationen vorgenommen worden. 1 Ein neuer englischer Feldherr in Frankreich. W. B. London, 16. Dez. Nichtamtlich. Feldmarschall French wurde auf eigenes Ersuchen seines Postens enthoben und zum kommandierenden Feldmarschall der Truppen des Vereinigten Königreiches ernannt. Der König verlieh ihm die Würde Viscount. Zu seinem Nachfolger wurde als Be⸗ fehlshaber in Frankreich und Flandern der Lord Douglas⸗ Haig ernannt. b Lebensmitte versorgung und Kriegs⸗ be oldungsorduung. (Aus der Reichshaushaltskommission.) Bei der in der Mittwoch⸗Sitzung vorgenommenen Ab⸗ grenze für den Bezug der Altersrente auf 65 Jahre ein⸗ st immig angenommen. der Lebensmittelversorgung gestellt waren. wurden angenommen. träge, die sich auf die Erhöhung der. gegen die Stimmen der Sozialdemokraten, der Regierung lediglich als Material überwiesen. Die Verhandlungen über die elsaß⸗lothringische Frage waren streng vertraulich. Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde eine Resolution ange⸗ nommen, die die Errichtung einer Zentrale für Lebens⸗ mittelversorgung im Reichsamt des Innern fordert. Diese Zentralstelle erhält das Recht, Lebensmittel zu beschlagnahmen. Der Zentralstelle wird ein aus Reichstagsabgeordneten bestehender Beirat von 15 Mitgliedern beigegeben.— Der Staatssekretär des Innern hatte, nachdem die Resolution durch Abg. Hoch(Soz.) kurz begründet worden war, seine Zustimmung ausgesprochen. Die Kommission wandte sich dann der Beratung des sozial⸗ demokratischen Antrags zu, dem Reichstag die Kriegsbesold⸗ ungsordnung zur Beschlußfassung vorzulegen. Abg. Stücklen(Soz.) begründete den Antrag mit dem Hinweis darauf, daß die Anwendung der K. B. O. ein Verstoß gegen die Verfassung bedeute. Dieser Meinung habe der Reichstag mit großer Mehrheit in seiner letzten Tagung Ausdruck verliehen. Di Gehälter der Beamten habe man jetzt wesentlich gekürzt. Daß da⸗ bei Ungerechtigkeiten mit unterlaufen sind, ist nicht zu bestreiten, dürfe auch kaum ganz zu vermeiden sein. Der entsetzliche Krieg, der über die Menschheit gekommen ist, dürfe nicht dem Gelderwerb dienen. Das gelte für alle, ob sie in der Heimat sind oder im Felde stehen, und es wäre vielleicht richtig gewesen, wenn die Re⸗ gierung die Beamten, die sich freiwillig gemeldet hatten, beim Aufruf des Landsturms einfach als Land Die meisten Anträge Meer von der russischen Flotte gesäubert habe, sodaß die! waren sie noch immer besser daran, als ihre gleichaltr türkische Schiffahrt heute ungestört ihre Tätigkeit wieder Albanien befindlichen serbischen Die vor Monaten in Angriff genommenen Eisen⸗ bahnarbeiten werden eifrig fortgesetzt. 1 ten, die im Schützengraben liegen oder als Schipper tätig Reich aber wären viele Millionen erspart worben. Redner der Hand einer Anzahl Beispiele, wie sich die Besoldung amten jetzt gestaltet. Grundsätzlich müßte man daran fest daß jeder Beamte nur für ein Amt bezahlt wird, daß wirklich bekleidet, nicht aber auch noch Gehalt erhält für ein das er gar nicht versehen kann. Die Gemeinden müssen 1 fn leiden, daß sie Gehälter an Beamte bezahlen müssen sich freiwillig zum Kriegsdienst meldeten und dann als Mili beamte angestellt wurden. Es wäre am Platze, die Zulagen Daheimgebliebenen völlig zu streichen, wenn nicht wirklich Arbeit geleistet wird. Man dürfe aber bei den Beamten stehen bleiben, sondern müßte auch übergreifen zu den Offi und ihnen neben ihrem Friedensgehalt eine Kriegszulage a die in derselben Höhe bemessen sein müßte, wie die Zulage, die di Beamten bekommen. Im Krieg erfüllen die Offiziere eig nur ihre Pflicht; sie dafür extra zu entschädigen, ist nicht verei it der allgemeinen Pflicht, das Vaterland zu verteidigen. R stellt eine Berechnung auf, aus der sich ergibt, wie die Offizie gehälter sich in Zukunft gestalten werden. Es sei sehr interess. daß der Generalgouverneur von Belgien, v. Bissing, den gemacht hat, die Abzüge, die den Beamten gemacht wurden, d Genußmittelzuschüsse auszugleichen in Höhe von 30—300 monatlich. Diese Absich allerdings sofort durchkreuzt work Wenn der Schatzsekretär wirklich eine umfassende Sparsamkeit falten wolle, dann findet er auf diesem Gebiet ein reiches Arb feld. Redner schließt mit der Forderung an die Regierung, im Sinne der sozialdemokratischen Anträge tätig zu sein. A Gröber(Ztr) teilt die Auffassung, daß die K. B. O. Reichstag vorgelegt werden müsse. Ein solcher Beschkuß liege reits vor, weshalb der Antrag eigentlich überflüssig sei. Red erkundigte sich auch, was im Fall Saarbrücken geschehen sei, zwei Armeekorps zu unrecht für mobil erklärt wurden, wod die Offiziere und Mannschaften die Kriegslöhnung erhalten ha — Abg. Nehbel(kons.) erklärt, die Offiziere dürften in Bezügen nicht gekürzt werden und die K. B. O. entspringe Kommandogewalt des Kaisers. T Abg. Liesching(Fort Blkspt.) erklärt, die K. B. O. müsse eigentlich beseitigt we Ersparnisse seien dringend nötig in einer Zeit, in der das Volk sich einschränken muß.— Kriegsminister v. Wandel sichert zunächst, daß man in den oberen Kreisen sich trotz hoher E künfte sehr einschränke. Der Reichstag habe sich mit der Regierm dahin geeinigt, daß die K. B. O. reformiert werden solle. gesetzliche Regelung sei nur für die Zukunft gefordert w den, während des Krieges sei sie auch absolut nicht möglich. Es auch zu beachten, daß die Familien der Offiziere keine U stützung bekommen, und wenn die Offiziere höhere Einnah haben, dann steigen damit auch die Steuern.— Ein Kommiss des Kriegsministers bespricht dann eingehend die änderungen der K. B. O.— Abg. Werner(Antisemit) beklagt die Härten, die die Neuordnung mit sich gebracht habe.— Abg. 1 ge 2 Ein stimmung wurde der Antrag auf Hexrabsetzung der Alter s⸗ klirgen wirre. Sodann wurde über etwa 30 Anträge abgestimmt, die noch zu 2 1 Auf Antrag des Zentrums wurden die An⸗ Soldatenlöhnung beziehen, (großartigen Leistungen in eine ganz untergeordnete Stellung weisen lassen mlißten. 0 entstehen, wenn die Herren sich längere Zeit in der Etappe g eine Aufwandsentschädigung im Krieg gewährt wird. 1 4 sturmpflichtige betrachtet tärischer Natur verhandelt. diert hätte. Dabei Kreth(kons.) befürchtet, daß es im Auslande als ein Zeichen Schwäche angesehen werde, wenn man die Gehälter der Offiz Abg. Stücklen(Soz.) erwidert dem Kriegsminister, daß Reichstag nicht die Neuregelung der K. B. O. in die Zukunft h verschieben wollen, sondern fast alle Parteien seien sich dahin e gewesen, daß die Vorlage dem Reichstage so rasch als möglich gehen müsse. Es sei doch sicher nicht anzunehmen, daß die Offi weniger freudig ihre Schuldigkeit tun würden, wenn sie in di schweren Zeit wenfger Gehalt bekämen. Um eine besond Kategorie herauszuheben, die in der Besoldungsordnung sehr zu geblieben fei, müßten die Zahnärzte erwähnt werden, die trotz ih schoben worden sind. Es sei einfach unbegreiflich, daß akademssch gebildete Leute sich von Sanitätsgefreiten in der Anatomie e Daß die Offiziere im Felde höhere Aus gabe baben, trifft nicht immer zu: denn im Schlitzengraben werde ihne sogar die Verpflegung geliefert. Höhere Ausgaben mögen dar nter halten. Ganz energisch müsse aber die Auffassung zurückgewie 2 7 85 daß die K. B. O. unter die Kommandogewalt des Kaise falle. 1 Abg. Erzberger(3tr.) vertritt die gleiche Auffassung un wünscht, daß sobald als möglich eine gesetzliche Regelung itt Abg. Gothein tritt ebenfalls dafür ein, daß den Offizie Zulagen in der Heimat seien jedenfalls nicht am Platze. Auch dieser Redner tritt für die Wünsche der Zahnärzte ein. An der weiteren Debatte beteiligten sich noch der e minister, Abg. Stücklen und Abg. Haas, der insbesondere die Verhältnisse der Offizierstellvertreter einging. Nach kurzer Auseinandersetzung zwischen dem Schatzse Helfferich und Abg. Stücklen wurde die Verhandlung a Donnerstag vertagt. Am Donnerstag werden die Anträge n 8 Barfüßele. 5 Eine Schwarzwälder Dorfgeschichte von Berthold Auerbach. „Nein, das tu' ich nicht mehr, daß ich dich aussauge; du mußt dir's auch sauer verdienen.“ Es gelang Barfüßele, ihren Bruder zu trösten und ihn so weit zu bringen, daß er mit ihr heimging; aber kaum waren sie hundert Schritt gegangen, als etwas hinter ihnen dreintrabte. Der Gaul hatte sich losgerissen und war Dami gefolgt, und dieser mußte das Tier, das er so sehr liebte, mit Steinwürfen zurückjagen. Dami schämte sich seines Unglücks und ließ sich fast vor kleinem Menschen sehen, denn es ist die Eigenheit schwacher Naturen, daß sie ihre Kraft nicht im Selbstgefühle empfinden, sondern gern durch äußerlich Erobertes zeigen, was sie eigent— lich vermögen; Mißgeschick sehen sie als Zeichen ihrer Schwäche an, und wenn sie solches nicht verbergen können, verstecken sie sich selber. Nur an den ersten Häusern des Dorfes hielt sich Dami auf. Die schwarze Marann schenkte ihm den Rock ihres er— schossenen Mannes. Dami hatte einen unüberwindlichen Ab— scheu davor, ihn anzuziehen, aber Barfüßele, die ehedem den Rock ihres Vaters als ein Heiligtum betrachtet und gepriesen hatte, fand jetzt ebensoviel Gründe, zu beweisen, daß ein Rock doch eigentlich nichts sei, daß gar nichts darauf ankäme, wer ihn einstmals auf dem Leibe gehabt. Der Kohlenmathes, der nicht weit von der schwarzen Marann wohnte, nahm Dami mit als Gehilfen beim Holz⸗ schlagen und Kohlenbrennen. Dami war das abgeschiedene Leben am willkommensten, er wollte nur noch ausharren, bis er Soldat werden mußte, und dann wollte er als Einsteher eintreten und auf Lebenszeit Soldat bleiben; beim Soldaten— leben ist doch Gerechtigkeit und Ordnung, und da hat nie⸗ mand Geschwister und niemand ein eigen Haus, und man ist in Kleidung und Speise und Trank versorgt, und wenn's Krieg gibt: ein frischer Soldatentod ist doch das Beste. Das war es, was Dami am Sonntag im Moosbrunnen— dem Bruder Schmalz und Mehl und Rauchtabak brachte und ihn oft belehren wollte, wie er außer der gewöhnlichen Speise der Waldköhler, die aus schmalzgebähtem Brot besteht, auch die Knödel, die er sich selbst bereitete, schmackhafter machen könne; aber Dami wollte das nicht, gerade so wie sie aus⸗ kamen, war es ihm recht; er würgte gern Schlechtes hinab, obgleich er hätte Besseres essen können, und überhaupt gefiel er sich in Selbstverwahrlosung, bis er einst zum Soldaten herausgeputzt würde. 1 Barfüßele kämpfte gegen dieses ewige Hinausschauen auf eine kommende Zeit und das Verlorengehenlassen der Gegenwart, sie wollte den Dami, der sich in Schlaffheit wohl⸗ gefiel und sich dabei selbst bemitleidete, immer aufrichten; aber diesem schien in dem inneren Zerfallen fast wohl zu sein. Er konnte sich eben dabei recht bemitleiden und bedurfte keiner Kraftanstrengung. Nur mit Mühe brachte es Bar⸗ füßele dahin, daß sich Dami aus seinem Verdienste wenig⸗ stens eine eigene Axt erwarb, und zwar die des Vaters, die der Kohlenmathes bei der Versteigerung gekauft hatte. Mit tiefer Verzweiflung kehrte Barfüßele oft aus dem Walde zurück, aber sie hielt nicht lange an; die innere Zu⸗ versicht und der frohe Mut, der in ihr lebte, drängte sich unwillkürlich als heller Gesang auf ihre Lippen, und wer es nicht wußte, hatte nie gemerkt, daß Barfüßele je einen Kum⸗ mer gehabt oder je einen habe. Die Freudigkeit, die aus der unbewußten Empfindung floß, daß sie straff und unverdrossen ihre Pflicht tat und Lohltätigkeit übte an der schwarzen Marann und an Dami, prägte ihrem Antlitz eine unvertilgbare Heiterkeit auf. Im ganzen Hause konnte niemand so gut lachen als das Bar⸗ füßele, und der alte Rodelbauer sagte: ihr Lachen töne just wie Wachtelschlag, und weil sie ihm allzeit dienstfertig und ehrerbietig war, gab er ihr zu berstehen, daß er sie einstmals in sein Testament f Barfüßele kümmerte sich nicht darum und baute nicht viel darauf, sie erwartete nur den Lohn, den sie mit Recht und Sicherheit ansprechen konnte, und was sie tat, tat sie aus einem inneren Wohwollen ohne auf Entgelt zu warten. de * ebe. walde aussprach, wenn Barfüßele hinabkam zum Meiler, stattlicher als je; der Winter kam herbei und die Losung Rekruten. Noch nie war mehr Betrübnis über ein glücklic Los entstanden, als da Dami sich freispielte. Er war ve zweifelt und Barfüßele fast mit ihm, denn auch ihr war. 4 Soldatenwesen als treffliches Mittel erschienen, um das lässige Wesen Damis aufzurichten; dennoch sagte sie ihm jetzt: „Nimm das als Fingerzeig, du sollst jetzt für dich selb als Mann einstehen. Aber du tust noch immer wie ein klein Kind, das nicht allein essen kann und dem man zu essen geb muß.“ g „Du wirfst mir vor, daß ich dich ausfresse?“ „Nein, das mein' ich nicht. Sei nicht immer so lei mütig, steh' nicht immer da: Wer will mir was tun? Gut oder Böses? Schlag' selber um dich!“ a „Und das will ich auch, und ich hole weit aus!“ schloß Dami. Er gab lange nicht kund, was er eigentlich vorh aber er ging seltsam aufrecht durch das Dorf und sprach mit jedem frei, er arbeitete fleißig im Walde bei den Holz. schlägern, er hatte die Axt des Vaters und mit ihr fast die Kraft dessen, der sie ehedem so rüstig gehandhabt. Als ihm Barfüßele einmal im ersten Frühling bei de Heimkehr vom Moosbrunnenwalde begegnete, sagte er, l Art von der Schulter nehmend:„Was meinst, wo die hi geht?“ „Ins Holz!“ antwortete Barfüßele. allein, man muß sie hacken.“ 9 „Hast recht, aber sie geht zu ihrem Bruder, und der ein hackt hüben und der andere drüben, und da krachen d Bäume wie geladene Kanonen, und du hörst nichts davon, oder wenn du willst, ja, aber keiner im Orte.“ f „Ich verstehe dich vom Simri kein Mäßle“, antwortete Barfüßele.„Ich bin zu alt zum Rätselaufgeben. Red f deutlich.“ 0 8 „Ja, ich gehe zum Ohm nach Amerika.“ 1 „So? Gleich heut?“ scherzte Barfüßele.„Weißt, wie des Maurers Martin einmal seiner Mutter zum Fenster hinau gerufen hat: Mutter, wirf mir ein frisches Sacktuch raus, ich will nach Amerika spazieren? Die so leicht fliegen wolle * „Aber sie geht nich 15 Das Haus des Scheckennarren war wieder aufgebaut, sind alle noch da“(Fortsetzung fo . Hessen und Nachbargebiete. Gießen und Umgebung. Eine zeitgemäße Mahnung. In der Neuen Beamtenzeitung, de 0 besoldeten, finden sich über das eee der Fest⸗ Krieg“ folgende bemerkenswerte Sätze:“ dicchenhandel und Eine ganz besondere Rolle bei der J der Zwischenhandel. Daß der Handel als 5 letzten Jahrhunderten auf die Entwicklung Ane auf die Fortbildung unserer Technik 9 8. Kultur, auf die staatliche Entwicklung einen fördernden pt zuletzt auch geübt hat, soll nicht geleugnet werden. e e e N die durch berufsmäßige Warenverteilung sich ihr Menschen, dienen, haben zunächst zu einem erheblichen Teil Brot ver- Bestreben, sich durch einen übermäßigen Zwische 9 das bereichern. Nun liegt es aber im Wesen der e zn Wirtschaft über den Wert der eigenen Arbeit 0 50 alißtischen zu machen und dieses Streben nach Spekulationsgem Proftt in den letzten Jahrzehnten immer mehr, auch 1 handel, an Boden gewonnen. Man rede uns nich 1 17 daß es nur„einzelne“ seien, die die Notlage Aer menschen im Frieden sowohl wie jetzt auch Kode Mit. Kriege auszunutzen versuchen. Es liegt leider Sy 08 im dieser Sache, und es ist darum hohe geit, daß der Staat 10 Ganzes zu dem Problem einer gepechten und von der Spek 1 lation nicht beeinflußten Warenverteilu ng Stellun nimmt. Ungezählte Millionen sind in den letzten Monaten von den Verbrauchern für Nahrungsmittel zuviel gesablt worden, und besonders die abhängigen Existenzen Arbeiter, Angestellte und Beamte, können ein Lied davon fingen was es bedeutet, den Aufwand für Nahrungsmittel im Interesse eines gewissenlosen Spekulantentums verdoppeln zu müssen oder zu hungern. Daß hier eine nationale Gefahr vorliegt, beweisen die zahlreichen Aeußerungen führender Persönlichkeiten aus allen Schichten des Volkes. So schreibt g. B. der nationalliberale Reichstagsabgeordnete Schiffer in bezug auf die Nah⸗ rungsmittelwucherer u. a.:„Die großen Hechte schwimmen noch unbehelligt umher. Auch sie, und gerade sie, müssen dem Rechte überliefert werden, wenn nicht das Volk in seinem Glauben an die Gerechtigkeit erschüttert werden soll.“ Auch wir glauben an eine Gerechtigkeit im Interesse unseres opferwilligen deutschen Volkes. Und wir meinen, daß dieser Gerechtigkeit um so eher zum Siege verholfen wird, je mehr sich das Volk auf den Weg der Selbsthilfe be— sinnt. Darum, hinein in die Konsumgenossenschaf⸗ ten, die sich in schwerer Zeit bewährt, dazu berufen sind. uns frei zu machen von einem vielfach entarteten Händler- und Spekulantentum. Die hier empfohlene Selbsthilfe in den Konsumenten⸗ organisationen ist, so bemerkt hierzu die Konsumgenossen— schaftliche Korrespondenz, tatsächlich ein wichtiges Mittel, um dem wucherischen Treiben eines gewissenlosen Händlertums wenigstens einigermaßen Einhalt zu tun. Leider begnügen sich weite und einflußreiche Volkskreise noch damit, zu schreien und zu schimpfen, anstatt sich genossenschaftlich zu betätigen. reisbildung spielr — Frühere Brotmarken-Ausgabe. Die vom 27. Dezem⸗ ber ab gültigen Brotmarken werden der Feiertage wegen bereits Mittwoch, den 22. Dezember in den bekannten Stellen ausgegeben. — Hamster im Kriegsgebiet. Dieser Tage wurde in Hanau eine Beleidigungsklage zwischen zwei Feldwebels— frauen vor dem Schöffengerichte verhandelt. Im Laufe der Verhandlung beantragte der Verteidiger der Angeklagten eine Anzahl Zeugen, besonders Soldaten, zu vernehmen, die bekunden sollen, daß Feldwebel Daun, der Mann der Klä⸗ gerin, Löhnungsgelder unterschlagen, von einem dienstlichen Viehverkauf in Belgien 300 Mark, außerdem seidene Kleider, Bronzen, Schim ucksachen, eine Offi⸗ ziers-Uniform, eine sprechende Puppe und noch andere Sachen vom westlichen Kriegsschauplatze an seine Frau ge- sandt hätte. Der Gerichtshof lehnte aber den Antrag der Ver⸗ teidigung, das Verfahren solange auszusetzen, bis die Mili kärbehörde die Akten wegen der Behauptung geprüft hätte, ab, beschloß jedoch, die Akten der Militärbehörde zuzusenden. — Vor einigen Wochen hatte sich ein Solinger Fabrikant und Reserveunteroffizier vor der Strastammer in Düsseldenf zu verantworten, weil er Kunstgegenstände cee e zösischen Schlosse mitgenommen halte. Das Gerich 0 5 0 in diesem Falle auf Freisprechung; Diebstahl e 0 5 doch habe dem Angeklagten das Bewußtsein der Rechtswidrig⸗ keit seiner Handlung gefehlt.. 1 Ortskrankenkasse Gießen. Die Ausschuß witdncn⸗ werden an dieser Stelle auf die nächsten Montag, 20. 0 0 ber, abends /½9 Uhr stattfindende, Sitzu ug 1 gemacht. Diese hat den Bericht über die Fü 1 55 1914 entgegenzunehmen, sowie den der Prüfungskommisf und letztere neu zu wählen. N. . dab de e denden, Neun inzuweisen, daß vom Allgemeinen sche 1 f demnächtt der 2. und 3. Kursus in Wuchsübrong fußt Habe werkerfrauen und Töchter eingerichtet 1 6 B sehn güne Gelegenheit arb. i der Kurse wird nötigen Kenntnisse zu erwerben. Beg 5 noch bekannt gegeben. zriegs e ogenen. Während — Unsallrente der zum Kriegsdienst Cingezen Uster; 1 u, daß die Berufsgenossen⸗ ber Kriegegas 0 1er waspderletter, 1 noch zum Miltzär. Heuser glich besunden und u wurden, ben ente enten 9 e Ein lehrreicher ich 0 Fl 15 Lerufsgenossenschaft enlschledener Nr weitere Kreise von Interesse ist, Ein Vergmann Knappschaf t8-Sberversicherungsguut ge t 10 Galle 90 S, klagte gegen die Knappschalglenie in eine Dauerrente in Höhe von die Ihm die bisher 171 77001 er Bergmann verlangte dagegen 40 Prozent umwandeln woll, it, weil er iusolge esncz die Gewährung 4 155 rbeitsunsählg Unfalles, den er im 1 1 sast hilflos sel, sodaß er sich n und aus⸗, Man kaun * igiehen konnte. Der Vorsitzende glaubte mit Nülcksicht auf ßen Um⸗ stand, daß der Kläger ein Hüne von Gestalt und von sehr gesundem Aussehen war, diesem den Vorhalt machen zu müssen, weshalb er nicht arbeite; er würde sich dann au die Unfallfolgen besser gewöhnt haben. Demgegenüber belundete dann der zum Wort kommende We rtrauensarzt der Berufsgenossenschaft, Meddiginalrat Dr. Räuber in Erfurt, daß sich der Gesundheitszustand des Verletzten erheblich verschlechtert habe und schwere nerpöse Störungen bei ihm festzustellen selen. Der Verletzte sel zu 75 Prozent arbeits⸗ unfählg. Die Auregung des Vorsitzenden, bei dem Truppenteil des Verletzten Auskunft über den Grad der Dieustverwendbarkeit ein zuholen, lehnte der ärztliche Sachperständige a b, weil eine solche Auskunft an seinem Gutachten nichts zu ändern vermöge. Weiter bekundete der Sachverständige, der zugleich Leiter eines Reserve— lagarxetts ist, auf eine Frage des Vorsitzenden, daß es vorkongne, daß Persouen zum Kriegsdienst eingezogen wilvden, die untaug⸗ lüch seien.— Dem Verletzten wurde dio beantragte Reute von 75 Prozent vom Kuappschasts-Oberversicherungsamt. zuugesprochen. Keinesfalls bildet die Einziehung zum Militär einen Grund für, Entziehung der Rente! en Arbeiterdichter gestorben. In der Nacht vom 5. zum 6. Dezember ist in Leipzig nach kurzem Krantenlager Richard Cra mer gestorben. Wir bedauern, schreibt die Leipziger Volks- zeitung, erst jetzt vom Ableben dieses unseres langjährigen Mit- arbeiters Kenntnis erlangt zu haben, um ihm ein Dankeswort an dieser Stelle sagen zu können. Wer ist Richard Cramer? so werden wohl die meisten Leser fragen. Unter diesem schlichten Namen barg sich kein anderer Träger als der in der sozialdemokratischen Literatur bekannte Dichter Rudolf Lavant. Als Genosse Dietz in Stuttgart im Jahre 1890 die Arbeiterdichtungen gesammelt herausgab, da war Rudolf Lavant mit einem Bändchen Gedichte vertreten, von denen den sozialistischen Arbeitern viele bestens be⸗ kannt sind. Obwohl Cramer nie im Rahmen der sogzzialistischen Organfsationen mitmarschterte und kämpfte, sondern als Außen— seiter die große Kulturbewegung des Sozialismus, verfolgte, so setzte er doch seine Hoffnung nur auf die sogzlalfstssche Bewegung, auf gesellschaftlichen Fortschritt. Dies tritt in all seinen reschen literarischen Produktionen. die zum Teil dauernden Wert behalten, immer plastisch hervor. Von der bürgerlichen Literatur kommend, sah Cramer in der Arbeiterbewegung die Vollstreckerin der bürger⸗ lichen Revolution; nur daraus ist seine Stellung zur Arbefter— bewegung und zu den poljtischen Zeit- und Streitfragen zu ver⸗ stehen. Man lese nur seine Kampfeslieder, um das Gesagte be— stätigt zu finden. Als der Londoner Sozialdemokrat zu dem großen Wahlsiege am 20. Februar eine Festnummer herausgab, da spendete Cramer ein seuriges Kampfgedicht, überschrieben: Der erste Akt. Dieser Wahlsteg sollte nur der erste Akt des großen Dramas sein, das die Völker zu ihrer endgiltigen Befrekung auf- führen. Nicht nur in Gedichten hat sich Cramer literarisch betätigt, sondern auch in Prosa. Sein für die Neue Welt in den 70er Jahren geschriebener und seitdem oft abgedruckter Roman„Auf verlorenem Posten“ hat seinen Ruf als Schriftsteller wesentlich mit begründen helfen. Lange Jahre war Cramer Mitarbelter des Wahren Jakob und der Leipziger Volkzeitung. 5 Leser der Arbeiterpresse! Eine Ehrenpflicht der Leser der Arbeiterpresse ist es, sich den Inseratenteil genau anzusehen. Besondere genaue Be- achtung verdient aber gerade in der jetzigen Zeit dieser Teil unserer Presse. Heute, wo der Geschäftsmann infolge der Kriegsverhältnisse genauer mit seinem Inseratenetat rechnet, müfsen sich die Leser der Arbeiterpresse deren Inserenten ge— nauer merken. Die Inserateneinnahmen sind ein wesent— licher Faktor in der Rechnung einer Zeitung. Je mehr In— serate, desto leistungsfähiger die Zeitung. Dieser Umstand macht es den Lesern zur Ehrenpflicht, den Inseratenteil genau zu verfolgen und ihre Einkäufe in jenen Geschäften zu machen, die in der Oberhessischen Volkszeitung inserieren. —„Komödie der Worte“. Unter diesem Sammelnamen hat Arthur Schnitzler drei Einalter erscheinen lassen, die am Dienstag auch im Gießener Stadttheater als Gastspiel des Neuen Theaters in Frankfurt zur Aufführung gelangten. Schnitzlers Name ist auf dem Gebiete der dramatischen Literatur bestens bekannt. Ge— boren 1862 in Wien hatte er Medizin studiert und erst später sich der Dichtkunst zugewandt. Viele seiner Werke sind auf deutschen Bühnen aufeeführt worden; in den meisten plaudert der Ver— sasser in geistreicher Weise über das Eheproblem. So auch in den drei hier gegebenen Stiicken:„Stunde des Erkennens“,„Große Szene“ und„Das Vachussest“. Es wird darin der Gedanke ver⸗ bildlicht, wie Worte bestimmend auf die Menschenschicksale ein⸗ wirken, welche unberechenbare, unheilvolle Folgen sie haben, Menschen auf immer entzweien können. Unb zum Teil haben diese solgenschweren Worte noch nicht einmal einen tatsächlichen Untergrund!— Alle drei Einakter handeln von der ehellchen Un— treue. Im ersten schleppt der betrogene Gatte gehn Jahre lang den Gedanken mit sich herum, seiner Frau einst sagen zu wollen, daß er sie erkannt und seitdem verachtet hat— und tatsächlich ist er im Irrtum gewesen. Die Ausesnandersetzung zwischen den Gatten führt aber zum endgiltigen Brüche.— Im zweiten Stiick„Große Szene“ spielt ein bedeutender Schauspleler, die Hauptrolle. Er be— trügt nicht nur seine Frau, er sucht sein Verhalten mit den ge⸗ wagtesten Ausreden, Lügen zu entschuldigen und macht der Frau, dem Bräutigam der Geliebten soplel Theater vor, daß er seinen Schwinbel sast selber glaubt. Ein ähnliches Thema wird im „Vachussest“ behandelt; hier läßt die Frau in letzter Stunde den Geliebten laufen, dem sie eine Stunde vorher versprochen hat, ihren Mann zu verlassen. Dieser rettet sie aber vor dem Schritt und sie bleibt bei ihm.— Vel der Darstellung wirkten ganz hervor— ragende Kräfte mit. In allen drei Stlicken hatte Bruno Harp⸗ recht vom Darmstädter Hoftheater die Hauptrollen, die er in feinster Ausarbeitung durchführte. dref weiblichen Rollen lagen in den Händen von Marisa Leike und Polbl Sangora, die ihre Aufgaben mit künstlerischer Vollendung durchführten. Dasselbe ist von Hans Sch wartze und K. v. Möllendorf zu sagen. Die Von Nah und Fern. * Zwei Jungen durch eine Granate getötet. In Heidel⸗ berg ereignete sich am Mittwoch ein surchtbares Unglück, dem zwei junge Menschenleben zum Opfer sielen. Zwei Jungen, 12 und 13 Jahre alt, sanden im Walde eine Gewehrgranate, die sie in elne Hobelbank spaunten und mit dem Haunmer bearbeiteten. Durch die erfolgende Explosion wurde der eine Junge sosort getötet, während der andere auf bem Wege zum Krankenhaus selnen schweren Verletzungen erlag. Der Luftdruck hatte die Wohnung, in ber sich die Explosion eresgnete, vollständig zerstört. Ein sechsjähriges Kind auf ber Anklagebank! Aus Detmold wird berichtet: Ein wohl eingig bastehender Fall einer Schöffen gerichtsklage lam hier zur Aburtellung. Auf der Anblagebauk saß ein sechsjähriges Kind und das Vergehen bestand darim, daß das Kind einer älteren Frau sage und schreshe enen Apfel aus dem Korbe genommen haben sollte. Die„bestohlene“ Frau ist mit, der Mutter des Kindes verseindet und hatte Sbrafanzeige erstattet, worauf das Kind sich wegen„Uebertretung des Feld⸗ und Forst⸗ polizeigesetzes“ zu verantworten hatte. Das Gericht konnte aber eine solche nicht, seststellen, ebensowenig Dlebstahl und auch leinen Munbraub, weil das Kind nicht strafmündig war. Es wurde daher auf Freisprechung erkannt und die Kosten der Stgatskasse auserlegt. schwer begreifen, wie elne sosche Anklage möglich war. Gerüisteinsturz. In Würzburg stitrte am Mittwoch ber dem Neubau des Untersränkischen Krüppelheims das Gerlilst eln und riß acht Arbeiter in dle Tiefe; fünf davon wurden schwer verletzt, die übrigen drei erlitten leichte ve Verwundungen. Tahesbericht des Großen Hauptguartiers. Im Westen Artillerie- und Fliegertätigkeit. Rufsische Augrisse überall abgewiesen. Erfolgreich weiter in Montenegro. W. B. Großes Hauptquarkier, 16. Dez., vorm.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz, Lebhafte Artilleriekämpfe und rege Fliegertätigkeit auf dem größten Teile der Front. Bei Vaily wurden zwei kleine Postierungen auf dem Südufer der Aisne nachts von den Franzosen überfallen. Leutnant Immelmann brachte gestern über Valenciennes das siebente seindliche Flugzeug, einen englischen Eindecker, im Luftkampf zum Absturz. Der vorgestrige Fliegerangriff auf Müllheim(Baden) sollte nach französischer Darstellung als Ziel die dortige Bahn- hofsanlage gehabt haben. In deren Nähe ist aber keine der geworfenen Bomben gefallen. Dagegen wurde in der Stadt ein Bürger getötet, ein anderer verletzt. Der rein militürische Schaden besteht aus der Zerstörnug einiger Fensterscheiben im Lazarett. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg. Russische Abteilungen, die nördlich des Dryswjaty Sees bis in unsere Stellung vorgedrungen waren, wurden durch Gegenangriff zurückgeworfen. In der Gegend der Varasing-Mündung brach ein Vor; stoß des Feindes im Feuer unserer Infanterie zusammen. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Die Lage ist unverändert. Nachts kam es zu kleinen Patrouillen⸗Zusammenstößten. Heeresgruppe des Generals v. Linsingen. Bei Verestiany scheiterte ein feindlicher Angriff. Ein russisches Flugzeug mußte östlich von Luck im Be reich der österreichisch-ungarischen Truppen landen. Balkankriegsschauplatz. Die Kämpfe in Nordmontenegro wurden mit Ersolg fortgesetzt. Die österreichisch-ungarischen Truppen kämpfen wor Vijalopolje. Oberste Heeresleitung. * Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht Die Kämpfe in Montenegro. Fliegertätigkeit an der russischen Front. Wien, 16. Dez.[W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 16. Dezember 1015. Russischer Kriegsschaupla tz. Im Gebiete des Kor miubaches wies die Armee des Geh herzogs JZosef Ferdinand einen russischen Vor stoß ab. Südwestlich von Oly ka wurde ein feindlicher Flieger zum Landen gezwungen und gefangen. Eines unserer Flugzeuggeschwaher belegte die an der Bahn Miedwieze⸗Sarny liegende Eisenbayn⸗ station Antonowka und den Bahnhof von Klewan mit Bomben. Die Attion hatte Erfolg. Bei Klewan entstand ein Brand. Alle Flug⸗ zeuge kehrten troß heftiger Beschießung unversehrt zursick. Italienischer Kriegsschaup laß. An der Tiroler und an der Jsonzosront fanden einzelne Geschütz kämpfe slatt. Im Flitscher Becken bemüchtigten sich unsere Truppen durch Ueberfall einer italienischen Vorstellung. Südöstlicher Kriegsschauplag. Unsere Truppen warsen gestern den Feind auch südöst lich von Glibaci in die Tara-Schlucht hinab. Andere usterreichisch⸗ ungarische Kolonnen gewannen unter heftigen Kämpfen die Höhen unmittelbar nördlich von Viselopodse und das Gelände halben Weges zwischen Rozaj und Berane. Westlich von Jpetl hat der Gegner Plau und Gusinje angetreten. Die Zahl der teilten Gefangenen erhöhte sich auf 900 Mann. Der Stellvertreter des Chess des Generalstabs: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. *. Bulgarischer Bericht. Sofia, 16. Dez.(W. T. B.) Meldung der Vulgarischen Telegraphenagentur. Amtliche Mitteilung über dien Operationen am 14. Dezember: Die Engländer und Franzosen sind auf, griechisches Gebiet zurückge- worfen. Unsere Truppen befinden sich an der griech 1 schen Grenze, nachdem sie vorläusig die Verfolgung des Feindes eingestellt haben. An der ganzen Front herrschs Ruhe. Wir nahmen dem Feinde 1234 Gefangene, darunter 18 Offiziere, und 14 Geschütze, 62 Munitionswagen, 10 zweispännige Sanitätskarren und viel anderes Kriegsmaterial ab. Von nun an wird der Generalstab Berichte nur an jenen Tagen veröffentlichen, au welchen bedeutende Operationen zu melden sind. Wassenruhe. Nachdem die tapferen bulgarischen Truppen zehn Tage hindurch in der sieg. und erfolgreichen Verfolgung der Ententetruppen eine unablässige, außerordentlich tüchtige Ar, beit geleistet haben, ist ihnen unn vorläufige Waffenruhe ge— gönnt. Sie respektieren die Neutralität Griechenlands und stehen mit ihren Hauptkräften nach dem mit der griechischen Regierung getroffenen Uebereinkommen an der griechischen Grenze vor der neutralen Bone, die zwei Kilometer von der Grenzlinie läuft. Voraussichtlich dürfte dieser Operations, stillstand nicht von langer Dauer sein. Beim Rückzug der Engländer sollen diese 20 Brücken und zwei Tunnels voll ständig zerstört haben. b den Rückgug gegen gestern mige Das Interesse det Dally Chronicle berichtet aug Athen: bevorstehenden Wahlen wie Publikums rschte sich sowohl auf die auf die Möglichkeit wichtiger Geschehnisse an der Grenze. Es fo wahrscheinlich, daß die Kriegstihrenden stillschweigend einen Waffenstillstand dis mindestens nächsten Sonntag einhalten würden 5.:: g A 1 um den Griechen, die sich im Operationsgebiet befinden, Gelegen] Bekanntlich haben auch die zwei hauptsächlich nach Vereitelte Attentate in Dukarest 55 54 beit zur Ausfbung ihrer Wahlpflicht zu geben. Die Verbündeten Indien fahrenden holländischen Schiffahrtsgesell⸗ Bukarest, 10. Dez.(W. T. B. Nichtamtlich.) Hiesige Politik, seien genötigt, den Gang der Angelegenheiten zu begünstigen und Fa; 2 j 1 5 5 4 i nschlages gegen Kervorrag wahrscheinlich hätten auch die Deutschen sich dem Waffenstillstand schaften 1 ähnli chen Beschluß gefaßt. 115 ee erden e 63 Aiden drei ver⸗ während der Zeit der Wahlen angeschlossen. Grund geben sie an, daß im Suezkanal nicht genügend Rahe dächeige Personen verhaftet. Man fand bei ihnen Stoffe, die nan . Der türkische Lat eshericht seien. Die Times bestreitet die 5 Stichhaltigkeit dieses für Sprengstoffe hält. Ueber alle weiteren Einzelheiten bewahrt 1 N 8 iges 2* a Grundes. Im nächsten Monat werde der Kohlenpreis in] die Polizei Stillschweigen. 8 3 8 Koustantinopel 16. Dez, 50 45 B. ee 1 bort Said 85 bis 90 Lst. betragen 7 5 bis 26 Ast. 1 Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. Hauptquartier teilt mit: An der Irakfront zeitweilig dem Kriege. Da aber zahlreiche Schiffe von der Regierung* Verlag von Krumm& Cie., Gießen. 14 0 ussetzender Jufanterie⸗ und Artilleriekampf bei Kut⸗el⸗ eingefordert worden seien und die deutschen Schiffe den Kaual Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H., Offenbach. M, Amara. Als sich unsere Truppen einigen Teilen des be— nicht benutzen könnten, so sei ein großer Vorrat an Stein⸗ 5 0 1 kbestigten Ortes näherten, entdeckten sie unterirdische Minen, kohlen vorhanden. Außerdem hätten die niederländischen Bekanntmachung. die der Feind gelegt hatte; sie brachten sie zur Explosion, um Dampfschiffe die Gewohnheit, die Kohlen in Saband sie wirkungslos zu machen. Unsere Truppen eroberten am 14. Dezember bei Kut-el⸗Amara vier mit Bauholz ladene Leichter. An der Kaukasusfront nichts von Bedeutung. . 5 5 5 5 1 en Der bei mir bestellte F u tterschrot für Schweinemästereien (Niederländisch Indien) einzunehmen und sodann in Port und Milchwirtschaften ist eingetroffen. Die Anweifungen zur Aus⸗ be⸗ Said nur noch kleine Kohlenvorräte an Bord zu nehmen. Die gabe desselben werden im Stadthaus, Zimmer Nr. 6, ausgestellt. Kosten kämen gegenüber der Reiseverlängerung um 12 bis Gießen, 15.. Srebne 14 Tage, die die Fahrt um das Kap der guten Hoffnung Der 5 An der Dardanellenfront war der Feuerkampf, nötig mache, nicht in Betracht. Die Times nimmt an, daß]— 4. 4 5 zamentlich das Bombenwerfen schwach im Vergleich zu den es die deutsche Unterseebootgefahr sei, die die 1 rte ee Ludwin. ich 5 3 E 5 anderen Tagen. Nur bei Sedd— ül⸗Bahr warf der holländischen Gesellschaften vom Suezkanal fernhalte, da die 1 1 170„ e— Feind gegen unser Zentrum ungefähr 3000 Bomben, ohne Unterseeboote„irrtümlich“ oft neutrale Schiffe angriffen. Michel geb. m in Alsfeld. 5 b ledoch nennenswerte Ergebnisse zu erzielen. In der Nach: Mit dieser tendenziösen Aufhetzerei hat die Times jedoch daes 15. Dezember wurden zwei feindliche Trausportschiffe, wenig Glück. Die niederländische Gesellschaft Rotterdamscher die am Landungshafen von Ari Bur nu ausgeladen wur- Lloyd erklärt im Nieuwe Rotterdamsche Courant, daß den⸗ deu, durch unsere Artillerie in die Flucht gejagt. Ein noch der drohende Kohlenmangel an den Stationen des Suez⸗ feindlicher Kreuzer, der ein Feuer gegen unseren lanals vorherrsche, und daß nur deshalb der Beschluß gefaßt kxechten Flügel von Sedd⸗ül⸗Bahr eröffnete, wurde durch vier worden sei, um das Kap der guten Hoffnung zu fahren. Danksagung. GHeschosse unserer Artillerie getroffen; er entfernte sich Andere Gründe, auch politische, lägen nicht vor. Für die ien Beweise Herzlleher Teil- 166 55 1 e N e ug wurde gestern Schließung des Spez Kas ai nale ber uns bei, N von unserer Artillerie herunterge ossen. 75 8 3 2 N 5 N f 11 92 5 Der Daily Telegraph erklärt nach einer Umfrage, in Verlust Sagen wir auf diesem Wege unseren Vom Suezkanal. 2. den Kreisen der Handelsmarine in England sei noch keine tiefgefühltesten Danx N Kohlenmangel oder U-Bootgefahr? Entscheidung getroffen worden, die derjenigen der holländi⸗⸗ Giessen, 16. Dezember 1915. Familie Muhl. Amsterdam, 16. Dez. Reuter meldet nach der Frankf. schen Schiffahrtsgesellschaften entspricht. Ein Reeder ver— Ztg. aus London: Die en glischen Schiffahrts⸗ssichert, daß die Dampfer ohne Rücksicht auf ihre Nationalität gesellschaften, die den Suezkanal befahren, haben, bald eine längere Route nehmen müßten, weil die obgleich einige Reeder die Angelegenheit noch für schwebend[ Schließung des Suezkanals ins Auge gefaßt worden sei. halten, beschlossen, ihre Schiffe um das K ap der Das Bestehen eines Mangels an Kohlen wird bestritten. 0 guten Hoffnung fahren zu lassen. 5 5 3 Bekannt machung. Die Ausgabe der für die Zeit vom 27. Dezember 1915 bis ). Januar 1916 giltigen Brotmarkenhefte findet Mittwoch, den 22. Dezember 1915 ormittags von 8 bis 12 Uhr und nachmittags von 2 bis 6 Uhr statt. Die regelmäßige Ausgabe beginnt wieder Samstag, den 8. Januar 1916. Intentet n und gerade! daß ei zom Sc 5 Die Sprechstunde des V. Bezirks(Oberrealschule) findet in den 199 eit vom 23. Dezeinber 1915 bis 5. Januar 1916 auf dem Stadthaus, 1 117 5 lings eitenbau(Versicherungsamt) statt. woofede r a Gießen, den 16. Januar 1915.* b 5 5 10 5 1 1 Der Oberbürgermeister 2 775 Keller. f belt, a. 5 5 0 Staat a erichienen! Beste Kriegskart?: 2 2 —— 9 128 0 8 5 5 4 5 Enten a leht der Krieg 10 1. 8 8 4 5 4 ae 05* ee 913 ba 5 85 at 6. Dezember 1915. a 4 auß karten. 14 pezia kar en. Die Kinte ent ät bieses Mal auch eine Spezialkarte vom iE. 1: 7 2 Delken⸗Kriegsschauplaz mit dem Stand der verbündeten Heere. Preis nur 50 Pfg. Heitperkguf: Oberhesssche Volkszeitung, Bahuhoffr. 23. 1 2 al 1 17 sebbels Werke ierausgegeben von Dr. Erhert Jehmfitz in neuer illustrierter Ausgabe in zwei elegunten Prachtbänden für den durch Massenauflagen ermöglichten i Ausserst billigen Preis von mur& Mk. 8 Judith Agnes Bernauer Nibelungen 222 l und andere zeigen die gewaltige Grösse des genialen Dramatikers. 1 vie„Das Kind“.„Das Gebet“ und viele mehr N Gedicht sind von ein N er Tiefe und Zartheit, die kaum ihresgleichen haben. die Erzänlungen u. Sprüche enen en 5* N durch edle Kunstform und Gedankentieie aus. 2 e 5 [Praktischer Wes weiser — enmnufehlenswerter Geschàtte 2 f Besonderer Beachtung empfohlen Erscheint wöchentlich einmal fadahealer Jigsgol 5 LDE N Sa. Brauereien u. Bierhdig. 22 7 Brenn materialien 2 0 5 1 Ahn 7 Dir.: Hermann Steingoetter. IJ. M. Mping, bich Oh Fischer Freitag, den 17. Dezember 1915, Telephon 1 8 abend 6 Uhr: Bierbrauezel ö Alices trage 2980 8. Freitags⸗Abonn.Vorstellung. — mit eigener Mälzorei Anerkannt vorzügliche e Telephon 72 Kahlen, Rolls und Briketts. Neuheit! Neuheit N le ige Augen helle und dunlcle Export- Biere 70 5 8 S 22 Die Tagebücher bieten einen tiefen Einblick 1 ; 5 8—* 0 4* 0 J ö. Sämtliche Futferartikel Justf in 3 Akter 1 g in die Seele des Dichters. Seine. 2078 uht les Nai, Leino! en detail 1115 Rudolf Pregbes at Len 0 jammervolle Jugend seine zähe Ausdauer, sein ernstes* 65 17 1735 Wel Lika 5 Walter Stem N ö Streben nach dem Höchsten lernen wir kennen. 2 5 1 5 5 12 5 Christian Aderihal Ende 10% Uhr. Likörtabr. u. Weinhandlung Sountga, den. 19. Dez. 1915, Ben nachmittags 3% Uhr: NTeuen-Bäue 27, Diezstz. 14. Teen Fier Wie einst im Mai 1 11 0. dor gasse, f Posse mit Gesang und Tanz in derladt& Euler vormals J. Luy Waelzlar Loh. Walsh ein II des depadge, dd dies gehöne, dl digs8s Crosse alla dre lsgabe Einem Jeden, ob jung oder alt, bietet sich durch diese meue illustrierte Aus- abe die Möglichkeit, diese wertvollen, dabei unterhaltenden und belehrenden Werke, sei es als Geschenk, sei es für das elgene Heim. anzuschaffen. Solange der Vorrat reloht, . 9 41 r fefech ers len Gr.-Linden 1 1 0 15 1 Wa 9 8 7 0 In. 1 und Rudolp anzer. Musit r ist das Werk zum obigen Preise in unserer Haupt-Hzpedition erhältlich 5 6 Ihr. Nellel r 1 ten Fabel ereeeett z 5 Walter Holle 9 Ailh Sredscneber 0 1 9. 2 5 G 7 5.—— Ende nach 6 Uhr. Voltspreise, 90 9 5 6 5„ 2 6 f Abends 7½ Ubr: 5 Oberhessische Volkszeitung, Giessen aftiger Sadler gie Großfabl, Bahnhofstrasse 23. 0 Telephon 2008. 5 . 0 0 6 9 U 122 2„ 9— 1 1. 31 1 E röhlich& Wolff Cassel Schwaut in 4 Alten von Ostar 77 1 0 K l U 0 Wolfhagerstraße 69. Blumenthal und Gustad. 5 n 5 5 Ende 10 ¼ Uhr. Kl. 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