* r l N — . 5 5 2 8 8 3 2 4 2 5 10 * c közeitung Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete. Die Oberbessische Volksseitung erscheint jeden We i. da onnesmentsvreis beträgt wi entlich 16 win m in Redaktion und Expedition Juserate kosten die 6 mal gespalt. Kolonelzeile oder deren Raum 15 Pfg. 80 Wia einschl. Bringerlobn. Durch die Post bezogen vierteljäl onatlich Gießen, Bahnhofstrasse 23, Ecke Löwenaasse. Bei größeren Aufträgen Rabatt. Anzeigen wolle man bis abends 7 Uhr eljährl. 1. 80 Mk. Telephon 2008. für die folgende Nummer in der Expedition aufgeben. Nr. 289 N g at Gießen, Donnerstag, den 9. Dezember 1915 10. Jahrgang Englisch⸗russische Niederlagen im Orient. 2 N 2*** Re Sozialdemokratie im sächsischen Landtag ane besonders auf die Bedarfsversorgung und An der Irakfront näherten sich unsere Truppen am Aus Dres d ird uns geschri 8. 5 Alle biese Ausfuhrun en der sozialdemokratischen Redner 4 Dezember Kut⸗el Amara und unternahmen in der Nacht en wird uns geschrieben: 5 e. een zum 5. Dezember mit starken Abteilungen eine Erkundung IJIn der 8 fz 2 4 brachten die Vertreter der bürgerlichen Parteien und auch die Re⸗ 8 8 9 . Zweiten Kammer des sächsischen Landtags wurde in gierung zu mehr oder weniger scharfen Gegenäußerungen auf den] auf dem rechten Tigrisufer und mit Hilfe überraschenden Uurt f boriger Woche an T ii 5 1 8 2 g 5 1 5 8 9 ch drei Tagen über den Etat 1916/17 e In bezug auf die Steuerfrage war ihnen besonders der Feuers einen Angriff gegen die feindlichen Stellungen. Am 0 g ieben mehr oder weniger damit zusammenhängende 2 a Si 1 ö 97 0055 1 verhandelt, darunter fünf sozialdemokratische. Diese 19290 115 en e[din England auf, die Nerven ger 5. Dezember beschoß unsere Artillerie die Stellungen des Fein⸗ nd ien Kar 5 8815 5 atten fallen. Schon der Gedanke möchte strafbar sein, daß zur Zeit im 4 75 0 oflogenheit r seit d da man mit der Ge- feindlichen Ausland irgend etwas besser sein könnte. wie bei uns. des, sowie die Umgebung von Kut-el⸗Amara. Unsere Ko⸗ ate 1 1 dre zu machen, Gründe für diesen Standpunkt vermochte man allerdings nicht lonnen, die getrennt östlich Kut⸗-el⸗Amara vorrückten und ihr benutzt. So 5 2„Erorterungen vorzutragen. Die direkten Steuern im Reich seien„unmöglich“—] Feuer gegen drei Transportschiffe und zwei Monitore des 4 1 war es auch diesmal, denn die sozialdemokratische warum, das wurde diskret verschwiegen. Nicht einmal„abbauen“] Feindes ri; 1 1 Fraktion lehnte das Ansinnen ab, sich mit dem Hinweis auf den will man die indivekten Steuern, für deren Beseitigung die sächsische Feindes richten, steckten einen Mo nit ie a verbinden zu lassen. Darauf haben auch Regierung im Bundesrat nach einem sozialdemokratischen Antrage Brand und nahmen zwei Schiffe weg. Außer⸗ daten beteiligt. Pts dee e ee Wasse sich an den De- eintreten soll. Den nationalliberalen Rednern blieb es vorbehalten, dem erbeuteten unsere Truppen in der Gegend von Kut⸗el⸗ Febner— di 8 0 91 u Fraktionen stellten je zu behaupten, die indirekten Steuern würden auf die Unternehmer] Amara zwei Frachtkähne. Auf einem derselben fanden wir drei Redner— die Sozjaldemokraten außerdem noch zwei zur be⸗ abgewälzt, die den Arbeitern entsprechend höhere Löhne zahlen.] 1 IIi 5 sonderen Begründung von Anträgen— die acht Mann starke Fral⸗Die Gründe für diese ungerechte Besteuerung werden immer faden⸗ Flugzeuge und 5 Menge Fliegergerät. Im ann erben ion der Fortschrittler zwei. Weiter haben außer dem Justiz⸗ scheiniger. 8 5 teten wir bisher an dieser Front sechs feindliche Flugzeuge. 1 en Minister— zum Teil wiederholt— in die De⸗ e war 90 den Debatten, daß 15 erste kon 1 Der Feind feuerte, um seine Niederlage vor 7 Eingebore⸗ 3 geg 5 8 vative Redner in auffälliger Weise an die Spitze seiner Aus⸗ imli i iegess 1 5 Der Finanzminister eröffnete wie gewöhnlich die Verhand⸗ führungen eine scha 5 een ung des e 1 1 eee 120 wir n v Jungen mit einer längeren Rede über den Etat und den Stand der vativen Gedankens stellte. Verbrämt waren diese Bekennt⸗[ Nein 1 98 1 55 e g 5 den n en sächsischen Finanzen. Diese Reden bleiben sich in ihrem Charakter nisse, die eine leicht erkennbare Abwehr aller fortschrittlichen Feinde in der Nacht vom 4. zum 5. Dezember gegen unsere seit Rügers Zeiten— dem Vorgänger des jetzigen Finanzministers Forderungen bedenten, stark mit religibsen Floskeln.„Ein Volk Vorposten im Abschnitt Kale⸗Bogaz unternommenen Ueber⸗ i 7 Ihr Grundton ist Schwarzmalerei mit dem Er⸗ von Gottsuchern“ seien die Deutschen geworden, die Religion hat fall ab und machten einige Gefangene. In den anderen Ab⸗ er teht seit vielen Perioden der Rechnungsahschluß mit den Etats⸗ nur so weit gelten, als sie„ein Teil der Wahrhaftigkeit“ ist, wie Neues. 5 kveden 155 Finanzministers im krassen Widerspruch. Die Ueber⸗ der eine ihrer Redner erklärte.— Die Friedens frage wurde An der Dardanellenfront bei Ana forta 12050 5 0 11 1 5. 8 e des von konservativer Seite auf die Formel nenen die 28 nahm unsere Artillerie feindliche Truppen, die Befestigungen Eta n dem viele Ausgaben zu hoch und viele Einnahmen zu Annexionen ist nicht politisch oder rlamentarisch, sondern 5 9 77 1 1 2 5 iedrig eingestellt werden. Der Zweck dieser Uebung i, einer lediglich eee e e eee und au Lntschelpen.. 1 5 7 2 Bie Ager 5 3 1. größeren Belastung der Besitzenden durch direkte Steuern auszu⸗ Frieden darf nur so gemacht werden, wie wir ihn haben wollen. schuß ein feindlicher Kreuzer am 3. Dezember einige Augen weichen; die Folge, daß zur Lösung wichtiger Kulturaufgaben die Wir perlangen eine dauernde Sicherung des Friedens“ durch ent⸗ blicke ohne Erfolg unsere Stellungen. Unsere Artillerie zwang Mittel fehlen.— Von sozialdemokratischer Seite ist diese Plus⸗ sprechende militärische Machtstellung Deutschlands. Nur wer die] einen anderen Kreuzer, der sich Kava⸗Tepe zu nähern versuchte macherei schon immer gebührend kritistiert und Aenderung verlangt Ma cht hat, bringt den Frieden 2 8 10 5 2 worden. Auch diesmal geschah das in rücksichtsloser Weise; wie So ergeben die dreitägigen Debatten das Bild normaler. See San bisher schlossen sich die Fortschrittler dieser Kritik an.— Im Zeiten: die alten Gegensätze zwischen den Parteien bestehen 5 1 4 1 übrigen ist diesmal der Etat durch die Kriegsverhältniisse insofernf unvermindert weiter, Bei der Regierung und den bürger⸗ des Feindes und verhinderte ihn, das namentlich gegen un⸗ beeinflußt, als die Ueberschüsse des letzten Etats, die man sonst auf lichen Parteien besteht im allgemeinen auch fetzt noch nicht der] seren linken Flügel gerichtete heftige Lufttorpedo⸗Feuer jort⸗ die hohe Kante legte oder zur Bestreitung der für den außerordent⸗ kleinste Wille, sich auf„Neuorientierung der inneren Politik“ einzu⸗ zusetzen lichen Etat nötigen Mittel benützte, bereits verflüchtigt ist. Deshalb richten: außer der Ernährungsfrage und Kriegsfürsorge werden 0 8 ind neue Einnahmen nötig, zunächst für das Etatsjahr 1917. Man alle politischen Forderungen der Sozialdemokratie abgelehnt. Die Bedeutung des Balkauerfolgs der Mittelmächte braucht 6 Millionen, die Regierung will sie durch Steuerzuschläge Die Konsequenzen für unsere Partei ergeben sich von selbst. wird von der Humanité(vom 1. Dezember) in einem militärischen 5 1 Situationsbericht also gewürdigt: 1 5„ Man muß zugeben, daß es den Mittelmächten durch die einheit⸗ e er 912 bei Einkommen von über 1400 19 Ache 101, 4 progressiv bis zu 25 Proz. steigen. Die sozialdemokratische Frak⸗ ion aber verlangt in einem spezialisierten Antrag eine gründ⸗ Das Elend in Montenegro. liche Leistung des deutschen Generalstabes zu drei Vierteln gelungen liche Steuerreform, die die unteren vier Einkommens⸗ Lyoner Blätter melden aus Cetinje, daß die Aus wan der- ist, das Ablenkungsmanöver durchzuführen, durch das sie sich Luf; stufen freiläßt, die höheren und höchsten Einkommen aber ent⸗ ung serbischer Flü chtlinge nach Montenegro ohne Unter- geschaffen haben. Mag unser Expeditionskorps standhalten oder fprechend mehr belastet. Jetzt beträgt der höchste Steuersatz 5 Proz. brechung fortdauert. Die Flüchtlinge, die genötigt seien, die hohen auf Saloniki zurückgezogen werden. Jedenfalls haben die Mittel⸗ igen, oder den bedeutend- schneebedeckten Berge zu übersteigen, befänden sich in einem mächte durch ihre und die bulgarischen Siege die englische Blockade n Lande durchbrochen und sich durch die Verbindung mit der ürkei eine Verproviantierungsmöglichkeit aus weiten, durch die Zuschläge würde er bei nur weni 0 N sten Steuerzahlern auf 6% Proz. gebracht. Wir fordern eine sammervollen Zu stau de. Ipek sei mit Flüchtlingen auf den vesentlich stärkere Belastung! Wir verlangen weiter, daß die überfüllt, es fehle an Platz, um alle unterzubringen. Die meisten asiatischen T lächerlich geringe auf Vermögen gelegte sogenannte Ergänzungs⸗seien genötigt, im freien Felde, dem schlechten Wetter und der fruchtbaren Gebieten erschlossen. Dazu blockieren sie von Kon⸗ teuer zu einer wirklichen Vermögenssteuer ausgestaltet werde. Die] Kälte ausgesetzt, zu bleiben. Man erwartet mit größter Ungeduld stantinopel aus die Verbindung zwischen zwei Meeren und zwei Ergänzungssteuer beträgt 4(1) Proz., sie kennt keinen Deklarg⸗ die von den Verbündeten versprochene Hilfe. Das Elend in Erdteilen. tionszwang und bringt 5—6 Millionen Mark ein. Mit Leichtigkeit Montenegro werde jeden Tag größer, alle Hilfsquellen des Landes Das sind die Folgen der Fehler auf diplomatischem, der Ver⸗ und ohne besonderen Steuerdruck könnte sie zwanzig mal so viel seien erschöpft und es sei unmöglich, die Flüchtlinge weiter zu ver- zögerungen auf militärischem Gebiet und des Mangels an Einheit und mehr bringen. Sachsen würde dann erkleckliche Mittel zur pflegen. Eine Hungersnot stehe vor der Tür. zwischen den Verbündeten. Sie sind ernst und schwer. Sie ver⸗ en 168 e de 15 5 e wriedenswünsche in 9 ontenegro. e Krieg, weil sie allem Anschein nach nicht wieder gut zu ex en. So zei 1 ozialdem U 12 5 1 0 4 2 8 N— Zlerung die Geldguellen die fließend gemacht werden können, um Der König von Montenegro hat nach einem Privattele-⸗ Besonders England ist durch dieses böse Abenteuer bedroht. die Kosten zu bestreiten, die die Durchführung sozialdemokratischer gramm der Frankf. Ztg. aus Cetinje in einem von ihm Wenn auch Deutschland nicht selbst gegen Aegypten und Indien i vorgehen wird, kann und wird es doch sicher den Türken Waffen, 7 1 ürde.— Die Regierung lehnt auch jetzt J f 1 1 5 bit ger en der Mä ile Vorschlöhe ab 1 bürgerlichen Parteien! Nur die i 1 0 ee 995 1 Munition und Offiziere zur Verfügung stellen, um sich möglichst Fortschrittler stimmen einem Teil unserer Anträge zus wollen die Überre! ten 2 eee. 9 0 1 tralmächt weitreichende industrielle und kommerzielle Einflußgebiete zu Erledigung jedoch bis nach dem Kriege vertagen i Sonderfri edens Montenegros mit den Zentralmächten sichern.(N. d. A.) ferner Beseitigung der indirekten Sine belstenel. Ale diese erwogen. Der König führt aus, daß bei dem fühlbaren Druck Die Antwort der Alliierten. Orauchsabgabe auf Fleischwaren und 2 40 in e weit überlegener feindlicher Streitkräfte gegen Montenegro, Die englischen Blätter veröffentlichen den Wortlaut de e e einen Bundesstaat während das der Erschöpfung nahe ist, ein e ne e Fünf-Mächte Abkommens wie folgt: 1 des Kri 8 sch dur irekte Steuern verteuert wirdisstand un möglich sei. Die Vertreter der Ententestaaten eee e gt: 5 t es Krieges das Fleisch ch indire An ihre Zustimmung ist haben nunmehr ihre An two r t erteilt: sie drohen einmütig Nachdem die italienische Regierung sich entschlossen hat, der am 7. September 1914 in London zwischen der englischen. Die Regierung schwieg sich diesmal aus. 5. 0 jedoch kaum zu denken. Unsere Genossen Aunpekene 1 1 mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehun⸗ n sisck 9 5 5 großem Nachdruck die schleunigste Einfübru g setz für ihre Er⸗[gen und mit Einstellung sämtlicher Unterstützungen, wenn französischen und russischen Regierung unterzeichneten Er. Bes 5 klärung, welcher die japanische Regierung sich am 19. Novem- Kriegs ⸗Gewinnsteuer durch ein besonderes Reichs er- 4 e nt 0 8 N e. egr Sondergelüsten nachgeben sollte. 2 8 2 N 8 tee en e Montenegro diesen s gelüf 1 5 ber 1915 anschloß, beizutreten, erklären die Unterzeichneten, din See ene Ferner sind von den Vierverband i 8 cel 5 5 2„ 15. 8 80 05 8 eee der Kriese Ein⸗ tienen ee en Bierve„ welche von ihren Regierungen dazu ermächtigt wurden, Fol ü i Erwerbslosen⸗Unterstitzung und Gewährung von 4 5 9 5 15 gendes: an 0 Ange ä—œ—ꝑ Ia de Ferme 0 een ne Die britische, französische, italienische, japanische und ruf ringem Einkommen gestellt. Auch diese Anträge wu 1917 60 statt 1 1 1 forderte die sofortige Entfernung der eng⸗ sische Regierung verpflichten sich, im gegenwärtigen Kriege d zog daraufhin vor die Kon⸗ einzeln nicht Frieden zu schließen. Die fünf Regierungen lich begründet.; 1 25 f d die allgem einen poll lischen und französischen Truppen un 5. 5 8 een e dieß di aldemokratische Fraktion sulate Deutschlands und Oesterreich⸗Ungarns, wo sie Beifallskund⸗ vereinbaren, daß, sobald Friedensbedingungen zur Diskus⸗ tischen Verhältnisse ließ die sosz eee i 5 5 durch ihre Redner folgende Gesichtspunkte e gebungen veranstalteten. sion gelangen werden, keiner der Verbündeten Friedensbe⸗ . Rückkehr der englischen Etappentruppen dingungen aufstellen wird, ohne vorher die Genehmigung ganzen Volke vorhandenen heißen Wunsch nach 8 1 ö 0 f men, d. h. ernsthaft nach den f n 15 55 eee, eee de Friedens darf durch n ach Salon ki.(eines jeden der anderen e e 0: nach Kriegsentsch digung T. U. Athen, 7. Dez. Der englische General Brian ist Zur Bestätigung unterschreiben die Unterzeichneten diese keinerlei Annexionen oder Forderung n 8 Wir ver⸗ i G nach Arden, Wir ver 5 2 5 5 2 I. reiben hinausgeschoben, erschwert oder gar verhindere ee der Ci. om Doiran-See nach Saloniki zurückgekehrt und hat das Erklärung und heften daran ihr Siegel. langen Mitwirkung des Volkes in dieser Frag der inneren Pole Oberkommando von Mahon übernommen. Er befahl den Gegeben in London am 30. November. 5 ent ele eine Neuorientierung une 1 0 15 8 12 Init ei 5 i 5 5 5 15 5 n Foistssce Gielcberechlignng für die wir im anden gal schen Etappentruppen, die Arbeit einzustellen und sich gez. Edward Grey, Cambon, Imperiali, Inouye, Benkendorff. Falle den Kampf mit aller Rücksichtsiosiakeit fü erenden Ee 9 Saloniki zu begeben. Serbien, Belgien und Montenegro haben sich nicht ange sind scharse Gegner des die Verständigung eigluch die ba. e er uri sche 2 ericht chlossen. dinismus, wie immer er e 14 1 e. 0 ehandl 1 ng l 10 1* 3 Nei. Klagen der Soldaten über 0„ biicher An riff aun Kut⸗el⸗Amara. Weiter wird aus Parjs gemeldet, daß am Montag unter dem Vorsitz Joffres die erste Sitzung des großen Entente⸗Kriegsrate 17 f surdert i d Abhilfe gefordert. i 6 6 Aae; Menn ern e die Tatsache, 111 Grktillericersol e an den Dardanellen. abgehalten wurd f 6 d, Rußland, Ital Belgi 150 10 it ellen uu en diefer tunftontinof 7. D M F 33 Das 700 gehalten rde, auf der England, Rußland, Italien, Belgien N eee wir len uns in die er gegestontinopel, 7 Dez.(W. T.) Das Hauptquar- und Serbien vertreten waren. Es nahmen daran teil der frither; Anabne. bel 5 bebauntet werde. Es tier teilt mil: Cbef des Lufsischen Generalstabs. General Gilinski, der Unterchef Annahme durchaus nicht geirrt wie vielf wurden zur Sprache Einer der sozialdemo ein wesentlicher Teil de * 5 wurf nicht enthielt, handlung fast unmöglich machen. des italienischen Generalstabs, General Stefanowitsch als Vertreter Serbiens. Ein englisches Truppentrans portschiff ver enkt Amsterdam, 7. Dez. Reuter meldet aus London: Der Daily Telegraph teilt mit, daß das britisch⸗indische Dampfschiff Porro und Oberst „Limeta“ durch den Feind in den Grund gebohrt worden ist. 48 Ge⸗ rettete wurden an Land gebracht; fünf Offiziere und 47 Askaris werden vermißt. Es scheint sich hier um ein Truppentransport⸗ schiff gehandelt zu haben. Ein siegreicher Angriff persischer Miliz gegen die Russen. Konstantinopel, 7. Dez.(W. T. B. Nichtamtlich.) Der Vertreter der Agentur Milli in Bagdad meldet, daß die durch den persischen Nationalausschuß aufgestellte Miliz zwischen Hamadan und Kaswin russische Streikräfte, welche auf 5000 Mann geschätzt werden, angegriffen, tausend Mann tet und die übrigen in die Flucht geschlagen hat. Bryans Friedenspropaganda. Amsterdam, 7. Dez. Reuter meldet aus London: Die Times berichtet aus Washington: Bryan erließ ein Manisest, in dem er Wilson ersucht, den kriegführenden Mächten sofort seine Vermitt- ung anzubieten. Zur Frage des Friedens. Der Papst und der Frieden. Zu der neuen Ansprache des Papstes über Friedensver— mittlung hebt die Germania hervor, daß bis heute alle Be— mühungen, die sich das Haupt der katholischen Christenheit gebe, einen Gedankenaustausch zwischen den Kriegführenden über eine Friedensanbahnung herbeizuführen, an dem guten Willen bei unseren Feinden scheiterten. Von den Staatsmännern in den uns bekämpfenden Ländern sei immer und immer wieder bis zu dieser Stunde betont worden, daß sie gar nicht daran denken wollen, mit uns Frieden zu machen solange sie uns nicht niedergerungen haben. Die Friedensfrage im ungarischen Parlament. Im Abgeordnetenhause erörterte gestern Graf Andrassy (opposttionell) die Möglichkeit des Friedensschlusses. Er sagte: Es ist menschliche Pflicht, den Frieden in jenem Augenblick zu schließen, in welchem dies möglich ist. Ich bin vollkommen überzeugt, daß wir imstande sind, den äußersten Wider⸗ tand unserer Feinde niederzuringen und den Krieg fortzusetzen, bis die Gegner gezwungen sind, um Frieden zu bitten. ein Glück, wenn es gelingen würde, noch bevor dieser letzte Zeit punkt eintritt, Frieden zu schließen. Wenn ich trotzdem micht für eine Friedensaktion eintrete, so liegt die Ur⸗ sache darin, daß ich nicht überzeugt bin, daß diejenigen Faktoren, von denen Krieg und Frieden abhängt, es als einen glücklichen Augenblick bezeichnen würden, wenn sie das Schwert wieder in die Scheide stecken könnten. Alle Zeichen weisen darauf hin, daß unsere Gegner sich mit dem gegenwärtigen Ergebnis des Krieges nicht zufrieden geben werden und daher alles aufbieten, um viel⸗ leicht doch das Kriegsglück noch zu wenden und daß die Erklär⸗ ungen des franzöfischen Ministerpräsidenten und die Erörterungen um englischen Unterhaus für den Friedensschluß unter den ge— gebenen Verhältnissen wenig Wahrscheinlichkeit haben. Italien, ein Friedenshindernis. Lugano, 8. Dez.(W. T. B. Nichtamtlich.) Der dem Londoner Vertrag hinzugefügte Abschnitt, den der erste Ent⸗ in dem die Unterzeichneten sich ver— pflichten, sich vorher über jede von ihnen zu stellende Friedens— bedingung untereinander zu einigen, wird bei der Meinungsverschiedenheit der Vertragsschließenden über die Kriegsziele, wenn er befolgt wird, jed e Friedens- Er ist wahr⸗ scheinlich auf das Mißtrauen Italiens zurückzu⸗ führen, das fürchtet, seine speziellen Wünsche auf dem Balkan würden von den Bundesgenossen nicht berücksichtigt werden. Der neue Zehnmilliarden⸗Rredit. Dem Berliner Lokalanzeiger zufolge verlautet, daß dem ae, Bedenke i gemeinnützi Stiftungen.— Abg. Es wäre jedoch Bedenken bestehen bei gemeinnützigen Stiftungen Abg Reichstage am Donnerstag auch eine neue Kreditvorlage in Höhe pon 10 Milliarden Mark zugehen soll, die alsbald dem Hauptausschuß überwiesen werden dürfte. 1112.— Zur Ermordung einer deutschen U-Bootmannschaft durch die Engländer. Die Nordd. Allg. Ztg. teilt mit: In der bekannten„Baralong“⸗ Sache sind vor kurzem die in Amerika aufgenommenen Verhand⸗ lungen eingetroffen: darin ist eine Denkschrift über diesen Vor⸗ gang nebst zugehörigen Verhandlungen der hiesigen amerikanischen Botschaft zur Uebermittlung an die britische Regierung übersandt worden. Die deutsche Regierung teilt diese furchtbare Tat der britischen Regierung mit und nimmt bestimmt an, daß diese, nachdem sie von dem Sachverhalt und den Verhandlungen Kenntnis genommen hat, unverzüglich den Kommandant und die beteiligte Mannschaft des Hilfskreuzers„Baralong“ wegen Mordes zur Verantwortung ziehen und nach dem Kriegsgesetz bestrafen wird. Sollte sie sich in ihrer Erwartung täuschen, so würde sie sich zu schwerwiegen⸗ den Entschließungen wegen Vergeltung des un⸗ geheuren Verbrechens genötigt sehen. 5 3 15 Ein italienischer Kreuzer ver enkt. Wien, 8. Dez. Amtlich wird verlautbart: Eines unserer Unterseeboote hat am 5. d. M. um 10 Uhr vormittags vor Valona einen italienischen kleinen Kreuzer mit zwei Schloten versenkt. Flottenkommando. Die Kriegsgewinnsteuer im Haushalts⸗ Ausschuß des Reichstags. (Sitzung vom 7. Dezember.) Der Haushaltsausschuß erledigte heute die zweite Lesung der Kriegsgewinnsteuer. Abg. Schiffer stellt fest, daß das künftige Gesetz über die Kriegsgewinnsteuer durch das vorliegende Gesetz in keiner Weise präjudiziert wird. Gegenwärtig handelt es sich mur um ein Sperrgesetz, um zu verhüten, daß die Kriegsgewinne der Gesellschaften verschwinden.— Staatssekretär Helfferich bestätigt diese Auffassung.— Abg. Mumm teilt mit, daß sofort nach Bekanntwerden des Gesetzes eine Reihe Gesellschaften ihre Auflösung beschlossen haben.— Abg. Dr. Südekum: Der Sinn des Gesetzes ist der, eine Sicherung zu schaffen für eine künftige Doppelbesteuerung. Die Syndikate, z. B. das Kohlensyndikat, Spiritussyndikat usw., werden durch das Gesetz nicht getroffen. Diese Organisationen sind an sich keine Erwerbsgesellschaften, aber durch ihre Tätigkeit werden Mehrgewinne erzielt.— Staatssekretär Helfferich erklärt, daß diese Gewinne beim einzelnen Kapi⸗ talisten steuerlich erfaßt werden.— Abg. Dr. Stresemann empfiehlt scharfe Heranziehung der Versicherungsgesellschaften.— Staatssekretär Helfferich meint, der Krieg habe für Gesell⸗ schaften dieser Art kaum Kriegsgewinne geschaffen. Die Heram⸗ ziehung der Gesellschaften auf Gegenseitigkeit werde zu 8 sein. u rm bemerkt, daß die sogenannten„stillen Gesellschaften“ durch dieses Gesetz nicht erfaßt werden. In dem Gesetz muß aber auch ausdrück⸗ lich festgelegt werden, daß Konsum vereine ausscheiden, weil sie keine Tätigkeit entfalten, die auf die Erzielung von Ge⸗ winnen gerichtet ist. Redner stellt einen entsprechenden Antrag. Wenn einzelne Konsumvereine in den letzten Jahren hohe Rück⸗ vergiftungen gewährt haben, so ist das nur auf den Zusammen⸗ schluß dieser Vereine zurückzuführen.— Staatssekretär Helffe⸗ rich erklärt, die sogenannten„stillen Gesellschaften“ in diesem Ge⸗ setze zu fassen, ist nicht möglich, denn sie stellen keine juristische Person dar. Die Konsumgenossenschaften, soweit sie als G. m. b. bestehen und keine Kapital⸗Dividende zahlen, fallen nicht unter das Gesetz.— Abg. Waldstein hält die Heranziehung der Syndikate auch nicht für möglich, wiewohl das Gesetz auf dem Prinzip beruht, den Gewinn in der ersten Hand zu fassen.— Abg. Dorn äußert Bedenken, immer neue Gesellschaftsgebilde in das Gesetz einbeziehen zu wollen. Die Industrieritter, die sich zu„stillen Gesellschaften“ zusammengetan haben, müssen als Personen erfaßt werden.— Abg. Wurm: Die Freistellung der Konsumvereine muß im Gesetz zum Ausdruck kommen. Die Zusage des Staatssekretärs allein bietet keine genügende Sicherheit.— Der Absatz 2 im§ 1, der die Sonder⸗ rücklagen der sogenannten„Schachtel-Gesellschaften“ zu regeln ver⸗ suchte, wurde gestrichen. Der Rest des§ 1 wird schließlich in der Hauptsache in der Fassung der Regierungsvorlage angenommen. In der ersten Lesung wurde bei§ 2 beschlossen, als Beginn des ersten Kriegsgeschäftsjahres den Monat Oktober 1914 anzunehmen. Das Zentrum beantragt, zu setzen„August 1914“. Mit dieser Aenderung wurde der§ 2 angenommen. Ebenso§ 3. Zu§ 4 be⸗ antragten die Sozialdemokraten folgenden Zusatz: „Eine nach dem Umsatz satzungsgemäß zur Verteilung kom⸗ . Rückvergütung ist kein Geschäftsgewinn im Sinne dieses esetzes.“. Der Antrag wurde vom Abg. Wurm begründet.— Staats⸗ sekretär Helfferich hält diesen Zusatz nicht für nötig; in den Ausführungsbestimmungen werde das zum Ausdruck gebracht.— Abg. Dr. Blunck(Fortschr.) betont sein Einverständnis mit der Barfüßele. 8 Eine Schwarzwälder Dorfgeschichte von Berthold Auerbach. Die schwarze Marann konnte das Kuckuckrufen nicht lei⸗ den und hing das Schlaggewicht an der Uhr ganz aus, so daß die Uhr nur noch mit dem Pendelschlag hin und her pickte, aber keine Stunde mehr laut angab. Der schwarzen Marann war das Sprechen der Uhr zuwider, ja sogar das Ticken störte sie, und die Uhr blieb endlich ganz unaufgezogen, denn die Marann sagte, sie habe allezeit die Uhr im Kopfe, und es war in der Tat wunderbar, wie das eintraf. Sie wußte zu jeder Minute anzugeben, wieviel es an der Zeit sei, obgleich ihr das sehr gleichgültig sein konnte; aber es lag eine besondere Ge— wecktheit in der Harrenden, und wie sie immer hinaushorchte, um ihren Sohn kommen zu hören, so war sie eigentümlich wach, und obgleich sie niemand im Dorf besuchte und mit niemand sprach, wußte sie doch alles, selbst das Geheimste, was im Dorfe vorging. Sie erriet es aus der Art, wie sich die Menschen begegneten, aus abgerissenen Worten. Und weil dies wunderbar erschien, war sie gefürchtet und gemieden. Sie bezeichnete sich selbst gern nach einem land— läufigen Ausdruck als eine„alterlebte Frau“, und doch war sie äußerst behend. Jahraus, jahrein aß sie täglich einige Wacholderbeeren, und man sagte: davon sei sie so munter und man sehe ihr ihre 66 Jahre nicht an. Eben daß jetzt die beiden Sechse bei ihr beieinander standen, ließ sie auch nach einem alten Wortspiele, obgleich man nicht recht daran glau⸗ ben wollte, als Hexe betrachtet werden. Man sagte: sie melke ihre schwarze Ziege oft stundenlang, und diese gebe immer gar viel Milch, aber die schwarze Marann ziehe, während sie melke, nur immer den Kühen dessen, den sie hasse, die Milch aus dem Euter, besonders auf des Rodelbauern Vieh habe sie es abgesehen; und die große Hühnerzucht, die die schwarze Marann trieb, galt auch für Hexerei; denn woher nahm sie das Futter für sie, und woher lonnte sie immer Eier und Hühner verkaufen? Freilich sah man sie oft im Sommer Maikäfer, Heu⸗ H. eines Wehrbeitrages möge man abwarten, bis das Steuerprogramm 4 1* 5 kretärs.— Der gleichen Ansicht diesen Erklärungen zieht Abg. Erklärung des Staatss Erzberger.— N k den sozialdemokratischen Antrag zurück. 2 Die Kommission war einig darin, daß Gesellschaften, Warenerzeugung oder Warenverteilung für den Kreis ihrer Mitglieder dienen, mit den Beträgen, die als Nabatt usw. teilung gelangen, dem Sperrgesetz nicht unterliegen, da sole teilungen nicht als Geschäftsgewinne im Sinne der Vorlage tönnen. a Die Konservativen beantragen zu§ 5, daß nicht das Er der letzten drei, sondern der letzten fünf Jahre vor dem K der Gewinnberechnung zugrunde gelegt werden soll. Bei den Jahren soll dann das beste und das ungünstigste Jahr nicht mit Berechnung kommen.— Dem Staatssekretär war diese Lösung sympathisch, aus der Kommission heraus wurde sie als bedenklich bezeichnet.— Der Antrag wurde angenommen und damit der ganze§ 5.. 9 Von nationalliberaler 1 wird 8 1 1 95 einen Härteparagraphen aufzunehmen, um die Möglichkeit zu bieten, nicht beabsichtigte Härten auszugleichen.— Der Rest des Ge wurde ohne wesentliche Debatte erledigt. Eine Resolution der Sozialdemokraten fo 1. eine Feststellung des Vermögensstandes nach Maßgabe des Wedr⸗ beitragsgesetzes von 1913 mit dem Stichtag des 31. Dezember 1515 schleunigst in die Wege zu leiten, 2. alsbald einen Gesetzentwurf vor⸗ zulegen, der die Erhebung eines erneuten Wehrden trages im Laufe des Steuerjahres 1916/17 vorsieht. Diese lution wurde vom Abg. Dr. David begründet. Daß man währen des Krieges direkte Steuern erheben kann, das hat England gezeigt. Wir müssen den gleichen Weg gehen; deshalb unsere Resol Man soll sich nicht hinter den Personalmangel verstecken, der sehr wohl beseitigt werden kann. Wenn Eingezogene zu diesem In beurlaubt werden, dann leisten sie auch mit dieser Arbeit K dienst. Auch der Kurs der Staatspapiere kann kein Hinde bilden, denn die Zinseneinnahme hat sich nicht vermindert. Einen neuen Wehrbeitrag halten wir für unbedingt erforderlich. Würde man statt dessen indirekte Steuern vorlegen, so müßte da einen Sturm der Entrüstung auslösen. In einer Zeit der Millionen ihr Leben einsetzen müssen, darf vor den der Reichen nicht Halt gemacht werden. Es gibt aber noch e anderen Weg: das Reich kann einen Zuschlag zu den bundesstag lichen Vermögenssteuern erheben. f Abg. Mertin(freikons.) begründet dann eine Resolutio in der die verbündeten Regierungen ersucht werden, unverzügli geeignete Maßnahmen zu treffen, durch welche die Veranlagn und Erhebung einer künftigen Kriegsgewinnsteuer auch bei Einzel personen sichergestellt wird. Weiter bemerkt er, die Resolution d Sozialdemokraten sei praktisch absolut undurchführbar. Mit seim Resolution sollen vor allem die Armeelieferanten gefaßt werd n Staatssekretär Helfferich bezeichnet die Resolution Sozialdemokraten als un annehmbar. Er verwahrt sich die von Dr. David aufgestellte Behauptung, daß das vorlie⸗ Gesetz nur ein Blendwerk sei. In Wirklichkeit sichere das einen ganz erheblichen Teil der Kriegsgewinne. Auf Privat⸗ personen könnte das Gesetz nicht ausgedehnt werden, und aut die Kommission habe keinen Weg gezeigt, der dazu führen k Die von den Sozialdemokraten geforderte Veranlagung der mögen sei gegenwärtig vollkommen unmöglich. Er könne aber sichern, daß alles geschehe, um die Kriegsgewinne ms lichst vollständig zu erfassen. Der Resolution Merk könne die Regierung zustimmen. Mit der beantragten Erhebung gel 1 fünf ine der Regierung vorliege. Auch der Vergleich mit England sei ni zutreffend, denn die dort vorgelegten Gesetze seien noch nicht fert Das englische Volk habe enorme indirekte Lasten zu tragen, z. 8 seien Tabak, Tee und Zucker weit höher belastet als bei uns. An England könne seine Kriegskosten nicht einmal zum kleinsten durch direkte Steuern decken.— Abg. Dr. David: England kämp für das Gleichgewicht seines Budgets und das müßten wir ebenfa tun. Wir brauchen ganz enorme neue Einnahme Unsere Aufgabe ist es, davor zu warnen, etwa den überwiegend Teil dieser neuen Einnahmen aus indirekten Steuern ziehen wollen. In England liege das Schwergewicht auf der Erhöh der direkten Steuern. Die Massennahrungsmittel des Volkes z. B. das Brot, seien in England überhaupt nicht belastet; kommen bis 2600 Mark bleiben von direkten Steuern frei, aß 11 Prozent der englischen Bevölkerung diese kolossalen Lasten dire zu tragen haben. Wenn der Staatssekretär angedeutet habe, da 8 uns nur darum zu tun sei, ein Agitationsmittel zu g winnen, so sei demgegenüber zu bemerken, die Tatsachen wer den verhängnisvoll werden, wenn der Besitz gescho und die Massen belastet werden sollen. Bei der Abstimmung wurde die Resolution Mertin ange men, die sozialdemokratische Resolution dagegen abgelehnt. Der Ausschuß wird am Donnerstag seine Beratungen fortsetzen 15 zwar werden die Lebensmittelfragen auf der Tagesordmm stehen. eme schrecken und allerlei Würmer sammeln, und in mondlosen Nächten sah man sie wie ein Irrlicht durch die Gräben, schleichen; sie trug einen brennenden Span und sammelte die Regenwürmer, die da herausschlichen, und murmelte allerlei dabei. Ja, man sagte, daß sie in stillen Winter⸗ nächten mit ihrer Ziege und ihren Hühnern, die sie bei sich in der Stube überwinterte, allerlei wunderliche Gespräche hielte. Das ganze von der Schulbildung verscheuchte wilde Heer der Hexen- und Zaubergeschichten wachte wieder auf und wurd. an die schwarze Marann geheftet. Amrei fürchtete sich auch manchmal in langen stillen Winternächten, wenn sie spinnend bei der Marann saß und man nichts hörte, als manchmal das verschlafene Glucksen der Hühner und ein traumhaftes Meckern der Ziege, und es er— schien in der Tat zauberisch, wie schnell die Marann immer spann. Ja, sie sagte einmal:„Ich meine, mein Johannes hilft mir spinnen,“ und doch klagte sie wieder, daß sie in die— sem Winter zum erstenmal nicht mehr so ganz und immer an ihren Johannes denke. Sie machte sich Vorwürfe darüber und sagte: sie sei eine schlechte Mutter, und klagte, es sei ihr immer, als wenn ihr die Züge ihres Johannes nach und nach verschwinden, als ob sie vergesse, was er da und da getan habe, wie er gelacht, gesungen und geweint und wie er auf den Baum geklettert und in den Graben gesprungen sei. „Es wäre doch schrecklich,“ sagte sie,„wenn einem das nach und nach so verschwinden könnte, daß man nichts Rechtes mehr davon weiß,“ und sie erzählte dann Amrei mit sicht⸗ lichem Zwange alles bis aufs kleinste, und Amrei war es tief unheimlich, so immer und immer wieder von einem Toten hören zu müssen, als ob er noch lebte. Und wieder klagte die Marann:„Es ist doch sündlich, daß ich gar nicht mehr weinen kann um meinen Johannes. Ich habe einmal gehört, daß man um einen Verlorenen weinen kann, so lang er lebt und bis er verfault ist. Ist er wieder zur Erde geworden, so hört auch das Weinen auf. Nein, das kann nicht sein, das darf nicht sein, mein Johannes kann nicht tot sein; das darfst du mir nicht antun, du dort meiner Tür, da sitzt der Tod, da ist der Weiher und da kann ich mich ersäufen wie einen blinden Hund, und das geschieht, wenn du mir das antust: aber nein, verzeih' mir's, g Gott, daß ich so wieder die Wand renne, aber mach' da mal eine Tür auf, mach' auf und laß meinen Johannes h einkommen. O die Freud'! Komm', da setz' dich her, hannes. Erzähl' mir gar nichts, ich will gar nichts wi du bist da; und jetzt ist's gut. Die langen, langen Jal sind nur eine Minute gewesen. Was geht's mich an, wo gewandert bist? Wo du gewesen bist, da bin ich nicht gewese und jetzt bist du da. Und ich lasse dich nicht mehr von der Hand, bis sie kalt ist. O Amrei, und mein Johannes muß warten, bis du groß bist, ich sag' weiter nichts. Warum redst du nichts?“ 9 Amrei war die Kehle wie zugeschnürt. Es war ihr immer, als ob der Tote dastünde, gespensterhaft; auf ihren Lippen ruhte das Geheimnis, und sie konnte es anrufen, und Decke fiel ein, und alles war begraben.. 1 Manchmal aber war die Marann auch gesprächsam„ anderer Weise, obgleich alles auf dem einen Grunde ruhte, auf dem Andenken an ihren Sohn. Und schwer stellte sich ö hier die Frage der Weltordnung heraus:„Warum hier ein Kind tot, auf das die Mutter wartet, so zitternd, mit ganzer 0 Seele wartet, und ich und mein Dami wir sind verlorene Kinder, möchten so gern die Hand der Mutter fassen, und diese Hand ist Staub geworden?....“ 5 Das war ein dumpfes nächtiges Gebiet, wohin das Denken des armen Kindes getrieben wurde, und es 3 4 sich nicht anders aus dem Wirrsal zu helfen, als indem leise das Einmaleins vor sich hin sagte. 22 Besonders an Samstagabenden erzählte die schwarze Marann gern. Nach altem Aberglauben spann sie am Sams- schichte zu erzählen hatte, wickelte sie zuerst ein gut Teil ven ihrem Garnknäuel ab, um nicht aufgehalten zu sein, g dann erste sie am Faden fort ohne Unterbr beung. oben, oder ich werf' dir den Bettel vor die Tür. Da. vor (Sortsetzung folgt.) tagabend nie, da strickte sie immer, und wenn sie eine Ge⸗ 0 S nicht e tagen, 1 land c het, ts wil igen 5 an, W. 1 br bon l anne 1 Ben 1 unten* Gegen eine weitere Zuckervertenerun 9 1 Hessen und Nachbargebiete. Gießen und Umgebung. — Der Verein der Deutschen Zucker-Induf Reichsamt des Innern beantragt, den Roh 1916/17 schon jetzt auf 15 Mark ohne Sack für 5 55 Die Erfüllung der Forderung würde — trotz der reichlichen Bestände— gegenüber g den Preise von 12 Mark für den Zentner 0 155 5 Prozent, gegenüber dem letzten Friedenspreise so. 35 Prozent verteuren! e Im Interesse der deutschen Verbraucher muß n re Verteuerungsbestrebungen ganz energisch e 900 Die beantragte enorme Preissteigerung des Zuckers 90 15 unserer Volksernährung gegenwärtig eine so bedeutende N le spielt, besonders auch deswegen, weil er das wichtigste Erie 0 mittel für Fett ist, müßte die schlimmsten Folgen nach erh n hen. Dazu liegt aber nicht der geringste Zwang vor 118 155 verhältnismäßig nur gering gestiegenen Herstellungskosten sind durch die sehr fühlbare Erhöhung der Zuckerpreise ache wie reichlich ausgeglichen worden. Die Zuckerfabrikation hat schon, bevor die jetzt geltenden Höchstpreise zur vollen Wir⸗ kung kamen, überaus glänzende Gewinne erzielt. Die Divi⸗ denden der Zuckerfabriken sind durchweg ganz erheblich, teil⸗ weise um das Doppelte und Dreifache gestiegen Manche Fabriken, die bisher keine Dividenden verteilten haben dies⸗ mal 6 und 8 Prozent Gewinn abgeworfen. Nachfolgend da⸗ für einige Beispiele. Neben vielen anderen haben nach den letzten Abschlüssen an Dividenden verteilt die Zuckerfabriken: 1914/15 1913/14 0 4000 0% 1914/15 1913/14 1 hat beim sckerpreis für 50 Klg. festzu⸗ den Rohzucker Trachenberg Kruschwitz 8 150% 0 Bahnhof Marienburg Fröbeln 1090 1100 . A.-G. 50% 0% Wreschen 18% 140% Jülich 6¼0% 00% Glauchzig 200% 80% Dirschan 8% 0% Halle 25% 100% Neuwerk 9% 8% Kujavien 290% 105% Ktörbisdorf 12% 4½¼% Truczuo 30%, 150% Brühl 14% 4% Schroda 450% 240% Angesichts solcher Gewinnergebnisse ist eine weitere Er⸗ höhung des Zuckerpreises völlig unberechtigt. Sie würde zu einer überaus schädlichen Einschränkung des Zuckerver⸗ brauches führen müssen, trotzdem wir reichlich mit Zucker ver⸗ sehen sind. Eine vernünftige, den Interessen der großen Massen des Volkes gerecht werdende Preispolitik müßte viel⸗ mehr auf eine Herabsetzung der viel zu hohen Preise hin⸗ arbeiten. Es darf wohl erwartet werden, daß die Regierung die maßlosen Forderungen der Zuckerinteressenten gebührend zurückweist. Die Rente der unehelichen Kriegskinder. Es ist leider noch nicht genügend in der Oeffentlichkeit bekannt, daß auch unehelichen Kindern gefallener Kriegs⸗ teilnehmer eine Versorgung zuteil wird. Darüber enthält zwar das Militärhinterbliebenengesetz nichts, aber ent⸗ sprechend einem Verlangen des Reichstages in seiner Mai⸗ tagung haben die verbündeten Regierungen beschlossen, an uneheliche Kinder von Gefallenen oder infolge von Kriegs⸗ dienstbeschädigung verstorbenen Kriegsteilnehmern, wenn die Unterhaltspflicht des Vaters festgestellt oder bei nach dem Tode desselben Geborenen glaubhaft gemacht ist, e in ma; „lige, nach dem Jahrestage bemessene und in Monatsraten zahlbare Zuwendungen zu gewähren. Diese Zuwendungen sind als vorläufige Regelung des Anspruchs unehelicher Kin⸗ der gedacht; die endgiltige Regelung soll nach Beendigung des Krieges im Gesetzeswege geschehen. Zuwendungen der gleichen Art sollen übrigens auch Stief⸗ und Adoptivkindern zuteil werden, für die verstorbene Kriegsteilnehmer ge⸗ sorgt hatte. Ansprüche der unehelichen Kinder, der Stief. und Adoptivkinder sind durch Vermittlung der Polizeibe⸗ hörde zu stellen. Kriegsgewinn einer Großmühle. Das Organ des Verbandes deutscher Handelsmüller ver⸗ öffentlicht die Bilanz einer Großmühle, die im leßten Bilanzjahre bei einem Aktienkapital von 600 000 Mk. einen Reingewinn von 577 000 Mk. erbrachte, also etwa 90 Proz, nd e teilen können, während sie in weiser Dividendenpolitik nur 15 Proz. zur Ausschüttung gebracht habe. Aus d 18 sich, daß 5 engem die Beer Bube Wußerorhen hoch ist die Höhe der Abschreikeingen: sie sind zehnmal so hoch als im Vorjahre und betrag des Aktienkapitals.— Ffir solche Wuchergewinne der Staatsanwalt interessieren! — Gegen Ueberforderungen mitteln und notwendigen Bedar 5 5 5 jedermann für seine Pflicht halten. Wir machen e darauf aufmerksam, daß die Preis pr 1 15 n 1 e 1 Gießen— Bürgermeistereigebäude Zimmer 4 beißt 1 entgegennimmt. Natürlich muß jeder sich e. anzugeben, was auch wirklich den Tatsachen entspr. — Konsumverein Gießen. Wir werden en 15 5 775 Stelle nochmals auf die nächsten Sonntag stattfinden 15 1 neralversammlung hinzuweisen. e 5 25 5 nachmittags 3 Uhr im Saale des Gewerksae n 18 85 zenstraße 18. Zum ersten Punkt der Tage sor 5 der Herr Geschäftsführer Bal. Lieb mann 45 1 ed 17 camierigtet ne Warenbesgh zac. die Neige Teuerung Mitgliedern zeigen, auf 0 5 5 im Handel mit Lebens fsartikeln vorzugehen, muß eine Ausnutzung Ke mpff beschloß die Verteilung von 6 Prozent Dividende. Von einer Notlage der Brauereien kann also keine Rede sein. — Abzugsfähigkeit geleisteter Kriegsunterstützung bei der Ein⸗ dommensteuer⸗Veranlagung. Das Finanzministerium hat eine neue Verfügung erlassen, in der es heißt: Es war in vielen In⸗ dustriellen⸗ und Fabrikantenkreisen mit Recht als unbillig empfun⸗ den worden, daß die Unterstützung, welche sie freiwillig an die Familien ihrer zum Heeresdienst eingezogenen Bediensteten leisteten, nicht am steuerbaren Einkommen der Arbeiter abgezogen wurden. Wenn auch wohl zweifellos vom rechtlichen Standpunkt aus die betreffenden Unterstützungen als freiwillig geleistet ange⸗ sehen werden müssen, also nicht zum Abzug geeignet erscheinen, so ist es dennoch nicht zu verkennen, daß man diese Leistungen als sogigle Pflicht erachtet und deshalb als Ausgaben im Sinne des Artikels 19 des Einkommensteuergesetzes erachten kann. Das Finanzministerium steht deshalb auf dem Standpunkt, daß die Unterstützungen bei Berechnung des steuerbaren Einkommens der Arbeitgeber in Abzug zu bringen sind. — Größte Vorsicht ist bei Einkauf von Konserven boten. Vom württembergischen Kriegsausschuß für Konsumenten⸗ Interessen ist eine Untersuchung konservierter Lebensmittel ver⸗ anstaltet worden, die höchst bedenkliche Resultate zutage förderte. Zum Beispiel wird folgendes Ergebnis von unserem Stuttgarter Parteiblatt mitgeteilt: Eine ganz befondere Aufmerksamkeit wurde den Büchsen gewidmet, die mit Schweinefleisch und Sauer⸗ braut oder mit Würsten und Sauerkraut gefüllt waren. Die Büchsen enthielten zum Teil 38 bis 70 Gramm Fleisch mit mehr oder weniger Sauerkraut. Der Preis der einzelnen Büchsen schwankte zwischen 80 Pfg. und 1,20 Mk. So enthielt z. B. eine Büchse Stuttgarter Saftenwürste mit Sauerkraut zwei Würstchen, die zusammen 56 Gramm gewogen haben. Sauerkraut und Würst⸗ chen repräsentieren einen Wert von 23 bis 25 Pfg. Die Büchse kostet aber 1 Mk. im Laden. Dabei sah das Sauerkraut ganz grau und trocken aus. Von verschwindenden Ausnahmen abgesehen, ist ge⸗ der Preis um 100 Prozent bei all den Konservenbüchsen mit Sauerkraut und Fleischinhalt zu hoch.— Also Vorsicht bei Ein⸗ kauf solcher Waren! Ueberhaupt muß man der ganzen„Liebes⸗ gaben⸗Industrie“ eine ziemliche Portion bringen. 5 —„Die Großstadtluft“. Der im Stadttheater am Diens⸗ tag aufgeführte Schwank von Blumenthal und Kadelburg dürfte schier dreißig Jahre alt sein, aber er mutet doch noch frischer an, als manches neuere und weueste Lustspielfabrikat. Er weckt in dem Zuschauer eine behaglich⸗heitere Stimmung, trotz der beschränkt⸗ spießbitrgerlichen Gesellschaft, die uns vorgeführt wird. So war es kein übler Griff der Direktion, daß sie dieses Stück wieder aus dem Archiv ans Tageslicht brachte. Ob es freilich viele Frauen geben wird, welche die Seitensprünge des Ehegatten so gutmütig⸗ philosophisch aufnehmen, wie es im Spiele die Frau Rechtsanwalt Lenz tut, muß doch bezweifelt werden.— Den Berliner Ingenieur und Schwiegersohn des Fabrikanten Schröter in der Kleinstadt Ludwigswalde spielte Ernst Theiling flott und schlagfertig und Walter Dworkowski war ein Schwiegervater, mit dem sich schließlich reden läßt. Seine Tochter Sabine wurde von Else Burghoff gegeben, sie zeigte Verständnis für die Sehnsucht ihres Gatten nach der Berliner Großstadtluft, obwohl sie in der Klein⸗ stadt aufgewachsen und in ihrem Geiste erzogen ist. Herr Stein⸗ hofer schien sich in der Rolle des Rechtsanwalts Flemming, der seine Frau liebt und sie doch immer wieder hintergeht, nicht recht wohl zu fühlen; als seine Frau war dagegen Anna Rubens frisch und temperamentvoll. Rudolf Goll stellte den in kleinständtischer Enge verspießerten Dr. Crusius lebensvoll auf die Bretter und erzielte lebhaften Beifall. Arthur Eugens war als ewiger Freier, dem immer die besten Gedanken zu spät kommen und die Mädchen vor der Nase weggeschnappt werden, ebenfalls recht gut. Else Jüngling und Toni Schönke verstanden es ausgezeichnet, ein paar giftzüngige Klatschbasen darzustellen. Kreis Alsfeld⸗Lauterbach. Unfall oder Selbstmord. Zwischen Lauterbach und Angers⸗ bach wurde am Dienstag der Rentner Wilh. Becker aus Lauter⸗ bach in der jetzt ziemlich angeschwollenen Lauter als Leiche auf⸗ gefunden. Ob ihm ein Unfall zugestoßen ist, oder er seinem Leben selbst ein Ende gemacht hat, konnte noch nicht festgestellt wer⸗ den, wahrscheinlich ist aber das letztere, weil B. in letzter Zeit sehr leidend war. Kreis Wetzlar. Zum Jahresabschluß der Firma Krupp. Die Metallarbeiter⸗ Zeitung, das Organ des Deutschen Metallarbeiter⸗Verbandes, schreibt zum Jahresabschluß der Firma Krupp:„Für ein kapi⸗ talistisches Unternehmen gehört zweifellos sehr viel Selbstüber⸗ windung dazu, wenn es auf die Hälfte des erzielten Ueberschusses verzichtet, wie es die Firma Krupp mit ihrem Gewinn für 1914/15 getan hat. Das ist nicht jedermanns Sache, namentlich danm nicht, wenn es sich um große Summen handelt. Wir wollen hier nicht untersuchen, ob die Stiftungen der Firma Krupp nicht etwa auch politischen Erwägungen entspringen. Wenn es sich für die Firm Krupp neben einem patriotischen Opfer aber um ein Beispiel dafür handeln sollte, wie das dem Unternehmen zugrunde gelegte Leit⸗ wort:„Der Zweck der Arbeit soll das Gemeinwohl sein“, beachtet wird, dann läßt sich über den Geschäftsbericht auch noch manches kritische Wort sagen. Wir haben uns bei der Firma Krupp, diesem größten Fabrikunternehmen der Welt, an Riesenzahlen gewöhnt; die bedeutende Gesamtsumme der Millionenstiftungen und Wohl⸗ fahrtsausgaben darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß es immer noch zu bessern unter den Kruppschen Arbeftern und Ar⸗ beiterinnen gibt. Wohl haben die Verdienste während der Kriegs⸗ zeit eine Steigerung erfahren. Mit dieser Steigerung ist aber auch der Betriebsmittel verbunden und vor allen Arbeitskraft, die auf die Dauer nicht aufrechterhalten werden kann, ohne daß Schäden für die Gesundheit der Arbeiterschaft eintreten. Auf die gesteigerte Ausnutzung von Betriebsmitteln und Arbeitskraft ist nicht zuletzt der große Ueber⸗ schuß zurückzuführen. Und wir erinnern daran, wie schwer die Arbeiterinnen zu ringen haben, die in den Zündbetrieben beschäftigt werden. Auf dem Gebiete der Lohnfrage, der Ueberstunden⸗ und Nachtarbeit ließe sich wohl viel Gutes schaffen. Die Direktion der Gußstahlfabrik lehnt es ab, Zuschläge für Ueberstunden⸗ und Nacht⸗ arbeit zu zahlen. Sie weiß es genau so wie die Arbeiter, daß die Wechselschicht den davon Betrossenen höhere Unkosten für Ernährung und Wohnung auferlegt. Trotzdem lehnt sie die Anträge der Ar⸗ beiter nicht aus finanziellen, sondern aus Gründen der Solidarität gegen die Hüttenbetriebe ab. Bei voller Würdigung des darge⸗ brachten Opfers hegen wir den lebhaften Wunsch, daß wir bei dem näächstjährigen Geschäftsabschluß davon reden können, daß der Ar⸗ beiterschaft noch mehr als bisher ihr Recht geworden ist.“ Westerwald und Unterlahn. n. Regelung des Butterhandels im Oberwesterwaldkreise. Ueber den Handel mit Butter hat der Kreisausschuß neue Bestimmungen erlassen: Der Höchstpreis beträgt für ein Pfund Landbutter beim Verkauf durch den Hersteller an Händler 1,60 Mk., an den Ver⸗ braucher 1,70 Mk., beim Verkauf des Händlers an den Ver⸗ braucher im Kreis 1,70 Mk., außerhalb des Kreises 1,80 Mk. Mißtrauen entgegen⸗ Dingen auch der menschlichen welche Ursac ee zurückzuführen ist und was die Konkunwereime nien talen Linderung der Not tun können. Ehegatlen der Mitg haben Zutritt, jedoch nur als Zuhörer. 5 1 — Eine Entgleisung. Gestern früh sprang ein S raßen bahnwagen an der Weiche Theater aus den Schienen vor dem Theater 0 f Dabe ede der Wagen und rannte an eine Gartenmauer. Vabnm monde tit aun stark beschädigt, sonst aber glücklicherweise 9 gerichtet. Die Geschäftslage der Brauereien. Die Generalver⸗ e Stern in Frankfurt genehmigte ö N der Brauerei Stern m. N neh besrechung und die Ausschü en 5 3 ben 8 Prozent, die Generalversammlung Händler mit Butter müssen einen vom Kreisausschuß ausgestellten Telaubnisschein besitzen. Von Nah und ffern. — Jugendliche Mörderinnen. Das Hamburger Jugendgericht verhandelte gegen die am 23. Juli 1898 in Hamburg geborene Martha Kopp und gegen die am 4. März 1900 ebenfalls in Hanm⸗ Henny Wiechmann wegen Totschlags. Beide er⸗ mordeten und beraubten am 14. Juli 1915 die Händlerin Bethling in deren Wohnung in der Elsässerstvaße. Das Urteil lautete gegen die Martha Kopp auf 15 Jahre Gefängnis, gegen Hennm Wiech⸗ mann auf 13 Jahre 6 Monate Gestingnis. Beantragt waren für jede 15 Jahre Gefängnis., burg geborene W Lagebericht des Großen Haupttuarliers. Erfolge in der Champagne. Am Ballan dh Geschütze und 2000 Gefangene. W. B. Großes Hauptquartier, 8. Dez., vorm.(Amtlich.) Weitlicher Kriegsschauplatz Versuche des Feindes, uns den Erfolg östlich von Auberive streitig zu machen, scheiterten. Außer den Ge⸗ fangenen sind dort 3 Maschinengewehre in unsere Hand ge⸗ fallen. Nordöstlich von Suain wurde den Franzosen die Stellung auf der Höhe 193 von einer Ausdehnung von 500 Metern entrissen. Vier Gegenangriffe wurden abgeschlagen. Ein Offizier, hundertundzwanzig Mann sind gefangen genommen, zwei Maschinengewehre erbeutet. Oestlicher Kriegsschauplatz. An der Front der Heeresgruppe des Geueralfeld⸗ marschalls von Hindenburg wurden vereinzelte Vorstöße schwächerer russischer Abteilungen zurückgeschlagen. Balkan. Bei Ipek wurden achtzig Geschütze und viel Kriegsgerät erbeutet. Gestern sind über zweitausend Gefangene gemacht worden. Oberste Heeresleitung. Der Hügel 193 norböstlich von Souain, auf dem unsere Truppen den Franzosen eine 500 Meter breite Stellung entrissen haben, liegt mordwestlich der Straße Souain⸗Tahure, die er beherrscht. Die Butte de Souain schließt sich südwestlich am die Butte de Tahure an, die bekanntlich vor einigen Wochen den Frangosen wieder ab⸗ genommen worden ist, nachdem sie, ebenso wie die gesterm zurück⸗ gewonnene Stellung, bei der letzten großen framzösischen Offensive verloren gegangen war. In dem sich westwärts anschließenden Abschnitt von Auberive haben die Deutschen gleichfalls ihre Linie wieder weiter vorgeschoben. Es ist für die Kriegslage in der Cham⸗ pagne bezeichnend, daß die Franzosen die mit ungeheurer Mühe errungenen Höhenstellungen an den Punkten, wo energische Gegen⸗ stöße erfolgt sind, nicht zu halten vermochten. Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht Ein mißglückter Sturm der Italiener. Die Beute von Ipek. Wien, 8. Dez.(B. T. B.) Amtlich wird verlautbart, 8. Dezember 1915: Ruffischer Kriegs schauplatz a Nordöstlich von Czartorysk vertrieb österreichische Land⸗ wehr stärkere russische Erkundungsabteilungen. Sonst nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz. Die Geschützkfämpfe an der JIsonzofront waren gestern heftiger als in den letzten Tagen. Nachmittags schritt der Feind zum Angriffe auf den Nordteil der Hochfläche von Doberdo. Gegen den Monte San Michele brach die ita⸗ lienische Infanterie in dichten Massen vor. Am nördlichen Hange des Berges gelang es ihr, in einen Teil unserer Front einzudringen. Unsere Truppen gewannen durch Gegenangriff in erbittertem Handgemenge ihre Gräben wieder vollständig zurück; im übrigen wurde der feindliche Ansturm durch Feuer unter schweren Verlusten der Italiener zurückgeschlagen. Auch im Abschnitte von San Martino scheiterten mehrere Vorstöße des Gegners. Abends wurde Sistiana von mehreren italienischen Torpedofahrzeugen beschossen. 8 Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unsere Angriffe gegen die montenegrinischen Stellungen nörd⸗ lich von Berane haben Erfolg. Wir erstürmten an mehreren Punkten die feindlichen Linien. Ipek ist vom Gegner gesäubert. Unsere Truppen erbeuteten 80 Geschütze, 160 Mun itions⸗ wagen, 40 Automobile, 12 fahrbare Feldbacköfen, einige Tausend Gewehre und viel anderes Kriegsgerät. Die Zahl der gestern von der Armee des Generals von Koeveß eingebrachten Gefangenen übersteigt abermals 2000 Mann. Unter ihnen befinden sich 300 Montenegriner. Die Arnauten nehmen überall an den Kämpfen gegen die Reste der serbischen Armee teil. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Höfer, Feldmarschalleutnant. 0 Die Beschießung von Giovanni di Medua. (Montenegrinischer Bericht.) 5 Cetinje, 6. Dez. Amtlicher Bericht. Am Morgen des 4. De⸗ zember beschoß ein österreichisch-ungarisches Geschwader, das aus einem Kreuzer und sieben Torpedobootszerstörern bestand, San Giovanni di Medua; zwei Dampfer, darunter ein italienischer, sanken, ebenso zehn montenegrinische, mit Lebensmitteln beladene Segelschiffe. Ein französisches Unterseeboot wurde an der Küste nahe Bojana zerstört und die Besatzung gefangen. Bulgarischer Bericht. Sofia, 8 Dez.(W. T. B.) Amtlicher Bericht vom 6. Dezember: Die Verfolgung der Franzosen auf beiden Was⸗ darufern wird unaufhaltsam von unseren Truppen fortgesetzt,. Die von Kischewo gegen Ochrida vorrückende Kolonne erreichte die Linie Cerna Voda Besocan—Velmei(15 Km. nördlich des Ochridasees). In Monastir wurden unsere Truppen feier⸗ lich mit großem Gepränge empfangen. Die ganze Bevölke⸗ rung war ausgerückt, um unsere siegreichen Truppen mit be⸗ geisterten Zurufen zu begrüßen. Die Beute in Monastir be⸗ trug: zwei Depots mit Gewehren und Kriegsmaterial sowie Handbomben, ein Depot mit Uniformen, Decken, Automo⸗ bilen, Benzin und vielem anderen Material. In Dibra wur den 1000 Gewehre, 120 Kisten mit Patronen und 22 Kisten mit rauchlosem Pulver erbeutet, sowie 750 Mann gefangen. In Dibra ist ein Lager mit österreichisch-ungarischen Kriegs⸗ gefangenen angetroffen worden, die seit zehn Tagen kein Brot erhalten hatten. 80 von diesen waren halbtot. Es wurde sofort angeordnet, daß sie ärztliche Hilfe und Nahrung erhielten. Griechenland wird energisch? Nach einer Mitteilung der Bukarester Minerva hat die griechische Regierung im Einvernehmen mit dem König und dem Generalstab beschlossen, dem gegenwärtigen zweifelhaften Zustand ein Ende zu machen. In einer Note wird allen kriegführenden Parteien unter nochmaliger Be⸗ tonung der Neutralität Kenntnis von folgenden unabänder⸗ lichen Verfügungen gegeben werden: Alle auf serbisches Gebiet flüchtenden Truppen werden entwaffnet. Das englisch⸗französische Kommando in Saz lonik wird aufgefordert, die Truppen, die vom Feinde ear bischen auf griechisches Gebiet zurückgedrängt wer⸗ den, mit voller Ausrüstung unverzüglich ein zuschiffen und aus Salonik zu entfernen. Die Zentralmächte und deren Verbündete werden ersucht, während der Verfolgung des Feindes die griechi— sche Grenze nicht zu überschreiten, weil die grie⸗ chische Regierung die Verantwortung dafür übernehme, daß alsbald die französischen Truppen aus Griechenland entfernt werden. * Russische Vorbereitungen in der Bukowina 5 und Bessarabien. Wie der Telegraphen-Union aus Bukarest gemeldet wird, sind am Sonntag auf der rufstschen Eisonbahn Ausrüstungen aus Kipkani nach Novosielitze transportiert worden, von wo militärische Transporte abgehen sollen. Russische Offiziere erzählen, daß die Russen in einigen Tagen Czernowitz an⸗ greifen würden. Am Sonntag kam ein Sonderzug nach Novosiclitze, in welchem sich russische Verwundete befanden, die weiter transportiert wurden. Russische Kavallerie, die bei Novosieclitze konzentriert war, wurde nach Südbessarabien abgeschoben. Budapest, 8. Dez. Seit drei Tagen ist der Bahnverkehr zwischen Rumänien und Rußland über Ungheli eingestellt worden, außerdem wurde der Telegraphen- und Telephon— verkehr mit Bessarabien unterbrochen, sodaß über die weiteren russischen Truppenkonzentrationen keine Nachrichten mehr ein— treffen. Die Russen arbeiten fieberhaft an dem Ausbau der Bahnlinie Reni⸗Ismail. 10 000 Soldaten wurden zu diesen Arbeiten abkommandiert. T. U. Bukarest, 8. Deß. Seit gestern ist der Hasen von Revi gesperrt. Dampfer, welche von Galatz nach Reni abgingen, sind zu— rüickgekehrt. Gestern nacht zwei Uhr gingen drei russische Kriegs- schiffe von Rauf nach Kilig ab und leuchteten während der ganzen te Nacht mit Reflektoren die rumänische Küste ab. Der türkische Bericht. Gefechte bei Kut⸗el⸗Amara. Artillerickämpfe auf Gallipoli. Konstantinopel, 8. Dez.(W. T. B.) Mitkeilung des Hauptquartiers von gestern abend: An der Irak-Front ver⸗ hindern unsere Truppen den Feind durch kräftige Augriffe, sich in seinen befestigten Stellungen bei Kut el Amara voll⸗ ständig einzurichten. Am 6. Dezember näherten sich unsere Truppen mittelst eines sechs Stunden dauernden heftigen Angriffes erfolgreich den Hauptstellungen des Feindes. In diesem Kampfe nahmen wir ein Maschinengewehr und schossen ein feindliches Transpostschiff durch unsere Geschütze in Brand Wir stellten fest, daß der Feind infolge seiner Niederlage bei Selmanpak eine Menge Kriegsgerät vergrub und Geschütze, Gewehre und Munition in den Tigris warf. a Anu der Dardanuellenfront beschoß uns der Feind bei Anaforta unter Mitwirkung seiner Schiffe mit Unter⸗ brechungen aus verschiedenen Richtungen. Unsere Artillerie erwiderte und nahm die Lager, Schützengräben und Trans⸗ porte mit Bedienungen beim Feinde unter wirksames Feuer. Bei Ari Burnu ziemlich heftiger Kampf mit Bombenwerfern und Geschützen. Unsere Artillerie erwiderte kräftig und brachte einen Teil der feindlichen Batterien zum Schweigen, verjagte einen feindlichen Kreuzer, welcher sich bei Ari Burnu zu nähern versuchte, zerstörte feindliche Schützengräben und einen Teil einer Bombenwerferstellung. Bei Sedd ül Bahr ziemlich heftiges feindliches Feuer mit Geschützen, Bomben⸗ werfern und Lufttorpedos. Unsere Artillerie erwiderte und brachte dieses Feuer zum Schweigen.— Von den anderen Fronten ist nichts zu melden. * Nach einem Telegramm aus Bagdad erbeuteten die unter dem türkischen Befehl stehenden Krieger zwischen Kermanschah und Sirma in Persien drei Maschinen⸗ gewehre, und machten 300 Kosaken unter dem Befehl des Offiziers Samanteff zu Gefangenen.— Die Blätter besprechen die von den türkischen Truppen im Jrak errungenen großartigen Siege und weisen auf die große Bedeutung, insbesondere auf die moralische Wirkung hin. Der Tanin schreibt: Diese Siege stellen einen viel Konstantinopel, 8. Dez. Rheumatis- mus, Ischias u Gicht können Sie selbst bekämpfen. Ich Will nichts verkaufen. Für Aus- kunt Freimarke beifügen. Brandt, Kriegschufbeamter a. D. Halle a. S. 438, Jakobstr. 44. Anständige Trähan der Machen können sich zun Hausteren 2 2 n Es ist nicht das erste Mal, dass wir unsern 5 bieten können. Friedrich solches Weihnachtsgeschenk Dieses Mal sind es ehhels Merke melden. Zu erfragen in der Ge⸗ schäftsstelle dieses Blattes. Für meine Eisenhandlung suche per sofort oder später einen N 2 Lehrling mit guter Schulbildung und flotter Schrift. Sicheres Rechnen ist Vor⸗ bedingung. Emil Pistor Nachfolger. Haanldbeaer bissel. Dir.: Hermann Steingoetter. Freitag, 10. Degember 1915, abends 8 Uhr: d Volls⸗Vorsteßhung 2 Comtesse Guckerl Lustspiel in 3 Akten von Franz von Schönthan u. Franz Koppel Ellfeld. Ende 10¼ Uhr. Voltspreise. Soldaten vom Feldwebel abwärts zahlen bei allen Vorstellungen auf versprechenden Anfang der neuen Phase des Krit Schwerpunkt sich mehr und mehr nach Osten verschieb Die Wirkung des Sieges im Irak. Konstantinopel, 7. Dez.(Zens. Frkft.) Die bedeutsan Erfolge der türkischen Armee im Irak, die jetzt wieder mittelbar vor Kut-el⸗Amara steht, haben, wie vorauszusehen war, eine rasche Wirkung im gesamten Gebiete des Persischen Golfes ausgeübt. Von allen Seiten gelangen hierher an amtliche türkische Stellen nicht nur leere Ergebenheits. bezeugungen, sondern wichtige Anzeichen, daß selbst bisher historisch englandtreue arabische Stämme eine Wendung ihrer Politik vornehmen. Es herrscht in den Landstrichen des Persischen Golfes ein außerordentlich interessanter Gährungs. prozeß. Besonders in Südpersien bekommen die kriegerischen und wohl ausgerüsteten Lurenstämme mehr und mehr Ueber⸗ 8 5 12 f 1 O. gewicht. Auf Bender Buschir unternahmen persische Stämme 55 am 2. November einen wohlgelungenen Ueberfall. Sie 100 nahmen den dortigen englischen Generalkonsul, sein Personal,— ferner den Direktor der englischen Bank und mehrere sonstige Ir Mitglieder der englischen Kolonie gefangen. Diese sowie die Bestände der Bank wurden sofort nach dem Innern des Landes transportiert. 3 Russi che Truppenansammlungenin Finnland T. U. Stockholm, 8. Dez. Ein hiesiges Blatt berichtet, daß die Räumung Finnlands von russischen Truppen, die anfangs des Krieges erfolgte, in der letzten Zeit wieder von einer Truppenbewegung in entgegengesetzter Richtung ab⸗ gelöst wurde. Nach zuverlässigen Angaben sind die finnischen Kasernen mit Truppen überfüllt, ganz besonders im hohen Norden. Die Truppen sind vorzüglich ausgerüstet. 75 0 Der 5. be, T. U. Stockholm, 8. Dez. Aus Kronstadt wird berichtet: In⸗ 0 70. folge eines antimilitaristischen Anschlages ist das Marinelabora⸗ gsges torium fast vollständig zerstört worden. Als eines Nachmittags int hat gegen 5 Uhr die Chemiker das Laboratorium verlassen hatten und lber di mur noch Arbeiter dort tätig waren, explodierte eine Ekrasitladung Aer Stf im Nebensaal, wodurch 22 Arbeiter getötet und 30 schwerver⸗ Alers wundet wurden. Das Ergebnis erregte in Kronstadt und Peter⸗ unde, burg großes Aufsehen. Der Kronstädter Gouverneur suchte das bens Publikum durch ein bezeichnendes Dementi zu beruhigen. Die um⸗ Ante m laufenden Gerüchte seien falsch, die eigentliche Ursache sei noch un⸗ zur in bekannt. 0 6 an Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. 9 100 5 Verlag von Krumm& Cie., Gießen. ere Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H., Offenbach a. W 2 Neu aulgenommen: Länger 0 derufs in ah is Re driegs-Stiefel mit Holzsohlen, aus gutem, weichem Oberleder ohne Futter verkaufe zu nachstehenden billigen Preisen: 24/2 53 28 1 ö. 50 . 36/42, 7. Su Schuhhaus l 9% Wir suchen für ständige Kohlenabfahrten 2 Juhrwerke mit je 2 Pferden. 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