der Organ für die Interessen des werktätigen Volkes ö Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete. . Die Oberbessische Volkszeitung erscheint jeden Werkta Gießen. Der Abonnementspreis beträgt wöchentlich 15 P 00 Pfg. einschl. Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierte ag Abend in 10. monatlich jährl. 1 80 Mk. Redaktion und Expedition Gießen, Bahnhofstraße 23, Ecke Löwengasse. Telephon 2008. Inserate kosten die 6 mal gespalt. Kolonelzeile oder deren Raum 15 Pfg. Bei größeren Aufträgen Rabatt. Anzeigen wolle man bis abends 7 Uhr für die folgende Nummer in der Expedition aufgeben. Nr. 287 Gießen, Dienstag, den 7. Dezember 1915 10. Jahrgang der Kampf um die Lebensmitteltenerung. Die Verhandlungen in der Budgetkommission gaben mit aller Deutlichkeit erkennen lassen, daß das Reichsamt des Innern bei der Festsetzung von Höchstpreisen mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, die in der Oeffentlichkeit nicht genügend bekannt jeworden sind und auch garnicht bekannt werden konnten, weil über ie Verhandlungen des Bundesrats Berichte nicht röffentli verden. So viel steht aber fest, daß der hanpifncgste Wider. tand vom preußischen Landwirtschaftsministerium geleistet worden st. Zwar hat der Staatssekretär des Innern, Herr Delbrück, das nicht offen zum Ausdruck gebracht, wiewohl er mehrmals direkt da⸗ nach gefragt worden ist: er hat es aber auch nicht bestritten, sich zielmehr immer darauf beschränkt, zu versichern, daß alle In⸗ kanzen nur ihre Schuldigkeit getan haben. Eine Auslassung der ächsischen Regierung im Gesetzgebungsausschuß der Zweiten Kam⸗ mer läßt gleichfalls erkennen, daß große Schwierigkeiten zu über⸗ 18.0 2 . 16 sowohl im Bundesrat als auch beim Reichskanzler für gehende Maßnahmen gewirkt habe; einer ihrer Erfolge sei es, daß die Getreidehöchstpreise schließlich auf der alten Höhe belassen wurden. Daraus geht deutlich hervor, daß in der Tat Bestreb⸗ — ungen an der Arbeit gewesen sind, die Getreidepreise noch weiter in die Höhe zu treiben. Man wird nicht bestreiten können, daß a darin eine ganz einseitige agrarische Interessenvertretung erblickt über werden muß, und es darf wohl angenommen werden. daß auch auf eten anderen Gebieten die Höchstpreise wesentlich niedriger festgesetzt ber, worden wären, wenn eben nicht ganz bestimmte, sehr einflußreiche cb. Stellen es immer wieder verstehen würden, ihre Wünsche durchzu- N. egen. 5 ö de Die Lebensmittelfrage vor dem Haushalts 1.5 Ausschuß des Reichstags. der(Sitzung vom 4. Dezember.) pile ö Abg. Colshorn(Welfe) bespricht die schlechten Erfahrungen, an] die mit dem Einkauf in Rumänien gemacht worden sind. Den Teil Optimismus vermöge er nicht zu teilen, der in manchen Reden zum ige Ausdruck kam. Die Futterversorgung gibt zu Bedenken Anlaß. eilig ö Die Statistik bietet nicht selten ein schiefes Bild. Der Vorwurf, daß die Landwirte ihre Vorräte zurückhalten, ist in dieser Verallge⸗ imd; en nicht zutreffend. Die Verordnungen des Bundes rats Ne- serdienen scharfe Kritik. Abg. Gothein(Fortschr. Volksp.) fordert Erhöhung der Brotrationen, ganz besonders für die Bergarbeiter. Die Statistik beruht auf derart schwankenden. Unterlagen, daß sie fast absolut wertlos ist. Das tatsächliche Ernteresultat wird erheb⸗ lich höher sein, als jetzt angenommen wird. Die Einfuhr aus dem Balkan kann gefördert werden, wenn es gelingt, die Leistungsfähig⸗ leit des„Eisernen Tores“ zu heben, eine Schwierigkeit, die über⸗ wunden werden kann. Die ungarischen Bahnen können ebenfalls recht rasch leistungsfähiger gemacht werden. Für die Zufuhr von N Futtermitteln ist das sogar von ausschlaggebender Bedeutung. Die Hebung unseres Schweinebestandes ist von ungeheurer Wichtigkeit. rbeitet haben, eine zen⸗ cher mehr geleistet. Der 8* * Der Bundesrat mag mitunter rasch geg tralistische Verwaltung hätte si f große Mangel ist, daß stets umfassende Vorverhandlungen mit 4 Preußen gepflogen werden müssen. Kein Zweifel, die Widerstände sind im preußischen Landwirtschaftsministerium zu suchen, das viel — sach bestrebt ist, die Entscheidung hinaus zuziehen. Es it — nicht nötig, jede Vorlage erst an die preußischen Instangen zu l geben.(Graf Westarp: Preußen muß überhaupt eee ö werden!) Nein, das verlangt niemand, aber die pveu ßischen Widerstände müssen beseitigt werden. Redner 1 * die Regelung der Kartoffelversorgung. Auch hier ist A ö zögerung auf das preußische Landwirtschaftsministerium zurü 595 2 jühren. Die Kartoffelnot ist groß. Um die Butter⸗ 19 0 125 2 karten wird man nicht herumkommen, dagegen erf heint eine von Beispielen zeigt kaufsgesellschaft für der Waren berechnen ließ. Satz ermäßigt worden. der rücksichts⸗ Preisen Vene g⸗ 9 Fleischkarte nicht zweckmäßig. An der Hand Redner, daß sich die Zentralein Bermittlung 50 Prozent des Wertes d Erst auf dringende Vorstellung ist dieser Sa Bel der Beschlagnahme ist diese Gesellschaft inn losesten Weise vorgegangen. Die zu niedrigen 1190 nohmten Waren sind dann teuer weiterverkauft manisiert hätte wäre besser gefahren, wenn man den Großhandel e e 95 Zetzt haben die Städte das ganze Risiko zu tragenen 1 1 ziehungen zur Zentraleinkaufsgesellschaft hat, der w 0 710. Abgabe von Waren bevorzugt. ber gauge 1 1 9 ist umständlich und teuer. Dadurch wird eine eee nige vergnügen erzeugt. Warum geht es denn mit ee 0 J Größfirmen vegelten den ganzen Verkehr Zur 191 1 He e heit. Ein Fehler ist es, daß unbedingt notwendigen Bet viel Arbeitskräfte weggenommen werden. 1 Staatssekretär Helfferich legt Verwahru n wenn verfucht wird, die preußischen 4 asch genug erse machen dafür, daß manche Verordnungen nicht rasch gehn worden sind. a Ein Vertreter der Regierung ve der Zeutraleinkaufsgesellschaft, die die zuführen will. Mit den Gemeinden a fahrungen gemacht: dagegen sind die Versu bedienen, sehlgeschlagen. 5 5 Abg. v. Ga m p(freikons,) teilt die Die Ausdehnung der Brotration darf niche schoren werden. Wir haben sovtel Brot licher Teil davon verfüttert werden kaun. 1 1 sein, sich auf Schätzungen stützt, mag sie unenaseite ein, en verantwortlich. zu dagegen verteidigt das Ge Gewinne der, habe man che, sich Alle die besten E des Handels zu Ansichten des Abg. G. icht mehr länger hin treide, —— zählung können aber kaum große Ungenan überraschend ve sein. Unsere Schweinebestände haben iich dau en Gr Lebensmittel soll zerteilung der 8 mehrt. Bei der Verteilung d haben wir dei hanbel nicht ausschalten. Wozu des Reichstags winden waren. Die sächsische Regierung hat nämlich erklärt, daß sie weit⸗ daß ein erheb⸗ Soweit die Sbatistik bei der Vieh⸗ n zu verzeichnen Landwirtschaftsministerium, wenn es nicht die Intevessen der Landwirtschaft vertritt. Jedenfalls kann die Ernährung des deut⸗ schen Volkes als gesichert gelten. Die einzige Kalamität liegt in dem Mangel an Fett. Diesen Mangel zu beheben, hat die preußische Regierung den richtigen Weg eingeschlagen. Der größte Uebelstand ist aber, daß weite Kreise des Volkes die Preise für Lebensmittel nicht erschwingen können. Hier muß die Hilfe einsetzen, indem das Reich den Gemeinden Mittel zur Verfügung stellt, damit die Lebens⸗ mittel billig abgegeben werden können. Abg. Dr. Wendorff(Fortschr.) wendet sich gegen die agrarische Presse, die durch völlig unberechtigte Klagen Unzufrieden⸗ heit in das Volk getragen hat. Das Verlangen nach noch höheren Preisen ist völlig ungerechtfertigt. Die heutigen Preise sind sehr hoch; von einer Gefährdung der Landwirtschaft kann gar keine Rede sein. Mit der gegenteiligen Behauptung ermuntert man das Ausland zum Aushalten gegen uns. Bei Roggen ist der Preis um 40 Proz., bei Hafer und Gerste um 93 Proz. gegenüber den letzten zehn Friedensjahren gestiegen. Aehnlich steht es mit einer ganzen Reihe anderer landwirtschaftlicher Produkte. Butter ist um 100 Prog. gestiegen. Der Butterpreis kann ohne jede Gefährdung der Landwirtschaft erheblich herabgesetzt werden. Der (Landwirtschaft geht es gegenwärtig sehr gut. Die Preise für Mastschweine haben sich seit Jahresfrist verdoppelt. Trotzdem haben einige Landwirte die Schweinemästerei eingestellt. Das ist umso bedauerlicher, als die Deckung des Fettbedarfes eine zwingende Notwendigkeit ist. Bei der Verteilung der Futtermittel steht fest, daß Landwirte, die gute Beziehungen haben, die Futter⸗ mittel waggonweise erhielten, andere Landwirte, so auch der Redner selbst, haben nichts erhalten. Die Regelung der Kar⸗ toffelversorgung ist ungenügend, weil das preußische Land⸗ wirtschaftsministerium hindernd eingriff. Abg. Dr. Böhme(Natl.) beklagt die mißliche Lage der klein⸗ bürgerlichen Besitzer, die im Falde stahen, während der Betrieb. durch Frau und Kinder aufrecht erhalten werden muß. Dieser Um⸗ stand und die teilweise verfehlten Verordnungen der Regierung haben viel Bitterkeit erzeugt. Die Maßnahmen zur Versorgung mit Kartoffeln waren verspätet und verfehlt. Die agrarischen Führer haben mit ihrem Auftreten der Landwirtschaft einen schlechten Dienst erwiesen. Für fette Schweine sollte ein etwas höherer Preis bewilligt werden. Wenn im vorigen Jahre die Pro⸗ fessoren falsche Schlüsse gezogen haben, dann trifft die Schuld nur die unzutreffende Statistik, die man ihnen unterbreitet hat. Das preußische Landwirtschaftsministerium ist mindestens mitschuldig daran, wenn die Versorgung des Volkes mit landpirtschaftlichen Produkten in nicht genügendem Maße ermöglicht wurde. Dort sehlt es ganz offenkundig an sozialem Verständnis. Abg. Dr. Roesicke(Bund der Landwirte): Daß der Enthu⸗ siasmus der ersten Kriegszeit heute nicht, besteht, ist richtig und be⸗ greiflich. Das ist aber nicht zurückzuführen auf einen wirtschaft⸗ lichen Notstand. Das Brot ist nicht teurer als in Friedenszeiten, die Kartoffeln sind sogar billiger(1), im allgemeinen stehen die Preise unter den Friedenspreisen(!) Der Nährwert von Kar⸗ toffelbrot ist derselbe wie von Roggen⸗ oder Weizenbrot. In Eng⸗ land ist das Brot viel teurer. Die Preise für Rinder sind gegen⸗ über den Produktionskosten nicht genügend gestiegen! Nur das Schweinefleisch ist etwas teurer geworden. Die Fasanen z. B. sind in Frankreich viel teurer. Man hat in Deutsch⸗ land nicht den geringsten Anlaß über besondere Teuerung zu klagen. Die Sozialdemokraten scheinen in der Beurteilung dieser Dinge nicht einig zu sein. Sind denn nicht aber auch alle anderen Artikel teurer geworden? Welch enorme Profite haben die Lederfabriken gemacht! Darüber hat man eigentlich wenig Klagen gehört, nur der Landwirtschaft hat man alle mögliche Schuld beigemessen. Die Kritik ist nicht unterbunden worden: die sozialdemokratische Kritik ist der beste Beweis dafür. Die Mißstimmung im Volke ist nur durch die verhetzende Wirksamkeit der Presse hervorgerufen worden. An der mangelhaften Versorgung mit Kartoffeln trägt die Land⸗ wirtschaft keine Schuld: diese liegt vielmehr in der mangelhaften Organisation. Die Kommunen waren außerdem viel zu wählerisch in der Auswahl der Kartoffeln. Die Butterproduktion ist zurück⸗ gegangen, aber wir haben pro Kopf der Bevölkerung trotzdem mehr Butter als wie im Jahre 1872. Der Landwirtschaft diktiert man die Preise, ohne zu bedenken, wie eine Verbitterung der ländlichen Be⸗ völkerung wirken muß. Die Regierung war bei Erlaß ihrer Ver⸗ ordnungen offenbar nicht auch von landwirtschaftlichen Sachver⸗ ständigen beraten. Unter den Landwirten gibt es leider viele, die nicht entsprechend rechnen können und die dann ein ganz schiefes Bild von den Verhältnissen in der Landwirtschaft aufkommen lassen. Demgegenüber ist alwer ein glänzender Beurteiler der Ver⸗ hältuisse. Die Vermögenssubstanz in der Landwirtschaft geht un⸗ streitig zurück. vung ist der Vorwurf zu machen, daß sie es nicht verstanden hat, die Interessen der Konsumenten mit denen der Produzenten in Einklang zu bringen. Die Landwirte wollen nicht h Einnah In sich zu bereichern, sondern nur, um die aft zu heben. Redner schloß mit einem begeisterten Der Regie 10 0 0 on preußischen Ländwirtschaftsminister, dessen Bestreb⸗ un nicht geußoend berücksichtigt wurden. „kretär Helfferich behandelt die Anträge der vom Reich die Mittel verlangen, die eine billige mitteln ermöglichen. ie finanzielle Leistungs⸗ N s ist aber begrenzt. weimal ist bereits ein 0 Millionen Mark zur Verfügung gestellt worden, (iche Schäden zu mildern. Das Reich noch mehr zu icht gut möglich. Der Redner macht zum Beweis dafür he vertraulicher Mitteilungen. Zwischen die beiden Mühl⸗ leine Nraduktion und Kon sum darf das Reich nicht kommen. Die Unterslützung der Landwirtschaft mit Futtermitteln ist eigent⸗ lich nur eine Trausportfrage. Die Preise in Rumänien sind durch Spekulanten in die Jetzt sind die Preise iedriger, freilich immer noch al⸗Ei gesellschaft wird es sein, die Wünsche der Landwirtschaft mög⸗ zu erfüllen. Zuschüsse zum Bezug von Futtermitteln zu Sache der Einzelstaaten. Zu bestreiten ist jedenfalls nicht, im feindlichen Ausland 7 1 N die getrieben worden. hoch genug. lichst leisten, ist n daß die Kosten der Lebenshaltung Sache der Zentral⸗Ein⸗ Die Vierverbandstruppen vor der Umzingelung. mehr verteuert haben, als bei uns. Man müßte die Be⸗ völkerung darüber aufklären, daß in Deutschland alles geschieht, was geschehen kann, um einen Notstand nicht aufkommen zu lassem Die Beratung wird Montag fortgesetzt. ö ** * Die neueste Griechennote der Entente. Athen, 5. Dez. Die mit Spannung erwartete neueste Note der Entente hat allgemein einen guten Eindruck gemacht wegen des versöhnlichen und freundlichen Tones, der der bis⸗ herigen Neutralität Griechenlands Gerechtigkeit widerfahren läßt und sie fernerhin anerkennt und wegen des Wohlwollens, das die Mächte Griechenland gegenüber betonen. Die En⸗ tente verlangt aber bestimmte Erklärungen über die Sicher⸗ heit und Aktionsfreiheit ihrer Truppen in Mazedonien, jedoch ohne Unterzeichnung eines besonderen Protokolls, sie ver⸗ sprechen auch die spätere Rückgabe des für die Operationen benutzten Gebiets und Leistung eines Schadenersatzes. Nach Eingang der griechischen Antwort über die Annahme der For⸗ derungen der Entente wird die sofortige Aufhebung der Blockade zugesagt. Die Verständigung über verschiedene mi⸗ litärische Fragen, die von den Perbündeten als unerläßlich erachtet werden, sollen dann beginnen. Die Antwort Griechen⸗ lands wird vielleicht schon heute den Abgesandten zugehen. Griechenland und Bulgarien. Konstantinopel, 5. Dez.(W. T. B. Nichtamtlich.) Zu den von der französischen und italienischen Presse veröffentlichten Nach⸗ richten, daß zwi iechenland und Bulgarien ein Ueberein⸗ kommen bestehe, sagt Tasvi⸗i⸗Efkiar: Gleichviel, ob ein solches Uebereinkommen besteht oder nicht, für uns ist es unwahrscheinlich, daß bei der Neugestaltung der Balkankarte die Interessen Griechen⸗ lands nicht berücksichtigt werden. Der einzige Grund des Mißver⸗ ständnisses zwischen der Türkei und Griechenland war die veni⸗ selistische Politik. Nachdem dieser Grund beseitigt ist, könnte, falls an die Stelle der Phantasie die Vernunft tritt, die Freundschaft zwischen der Türkei und Griechenland, mehr noch eine Freundschaft zwischen Griechenland und Bulgarien hergestellt werden. Insbesondere ein Freundschaft zwischen der Türkei und Griechenland ist es, die Jtalien die größten Besorgnisse einflößen könnte, da sie dem italienischen Ehrgeiz den schwersten Schlag versetzen würde. Die gefährliche Lage der Ententetruppen. Einer Depesche des Petit Parisien aus Salonik zufolge werde dort infolge der Einnahme von Monastir die Lage des Expeditionskorps als gefährlich angesehen. Dieses habe, da es immer noch schwach und durch den harten Winter an einer Offensive behindert sei, einen mächtigen Druck des deutsch⸗österreichisch-bulgarischen Heeres auszuhalten. Petit Journal meldet, daß die österreichischen Armeekorps in Nisch versammelt sein. Türkische Streitkräfte befin⸗ den sich in Dedeagatsch, starke bulgarische Truppen in Porto Lagos zur Abwehr einer Landung in Kawalla. Ein neutrales Urteil. Die Neuen Zürcher Nachrichten schreiben: Bei der Besetzung von Monastir haben Deutschland und Oesterreich-Ungarn der Entente ihre Visitenkarte auch für Griechenland abgegeben, wenn es sie nach einer dauernden Besitzergreifung Salonikis gelüsten sollte. Der Weltkrieg hat wunderbare Wendungen im Gefolge. Wer hätte es bei seinem Ausbruch gedacht, daß im Verlaufe desselben deutsche Regimenter an der griechischen Grenze Aufstellung nehmen würden und in wenigen Wochen vielleicht unter dem Jubel der Be⸗ völkerung in Athen einziehen werden, in Athen und Konstantinopel. Man hat da nicht blos die Kraft und die Genialität der militäri⸗ schen Operationen zu bewundern, sondern auch das zielbewußte und feste Gefüge und die ruhige Ueberlegenheit im politischen Plane, vor dem die Entente faul und morsch zusammenfällt. Vertrauenserklärung der italienischen Kammer. Nach längerer Debatte brachte der Alterspräsident der italienischen Kammer Boselli eine Tagesordnung, die die Politik der Regierung billigt. Er sck' te unter begeisterten Ovationen den Gefallenen, den Kämpsenden und dem König, der unter seinem Volke kämpft, einen Gruß. Salandra er⸗ klärt, die Tagesordnung Bosellis anzunehmen. Nach einigen Erklärungen ging man zur Abstimmung über und nahm unter Namensaufruf mit 405 gegen 48 Stimmen die Tages⸗ ordnung Bosellis an. Nur die offiziellen Sozia⸗ listen stimmten dagegen. Das Ergebnis der Abstim⸗ mung wurde mit Beifallskundgebungen aufgenommen. Die Tagesordnung des Sozialisten Mazzoni auf Ab⸗ schaffung der politischen Zensur wurde mit gro⸗ ßer Mehrheit zurückgewiesen. Die Sitzung wurde darauf geschlossen. * Chiasso, 5. Dez. die Kriegspolitik der italienischen Regie Sozialisten und Unabhängige gegen di entfernten sich vor der Abstimmung aus de hielt sich der Stimmenabgabe. Bei dem Vertrauensvotum der Kammer ffir stimmten 48 offizielle rung, 10 Abgeordnete n Sagle und einer ent⸗ sich Die Teuerung in Frankreich. Alle Untersuchungen und Klagen der französischen Presse kommen zum selben Ergebnis. Auf der Front und im In— nern sind die Lebensmittel empfindlich gestiegen, vor allem in den letzten drei Monaten. Generale, Präfekten, Intendanten kämpften und kämpfen noch nach bestem Vermögen dagegen an. Sie richten nichts aus. Es ist Zeit zum Handeln, höchste Zeit. Die gegenwärtige Lage ist unerträglich, warnt Herriot, der Bürgermeister von Lyon, im Journal vom 2. Dezember. Hütet Euch, ruft die Humanité vom 1. Dezember, mit dem Sinken des Thermometers steigen die Kohlenpreise. Seit fünf Wochen soll ein Gesetz beraten werden und die Kohlen— preise steigen immerfort. Wer sträubt sich dagegen? Ist es nötig, dies zu wissen, damit die Unzufriedenheit des Volkes nicht irre gehe, damit sie laste auf denen, die keine Voraus⸗ sicht hatten, noch schwerer auf denen, die sich in der Stunde der Not den Maßnahmen der Rettung und Gerechtigkeit widersetzten. Wie mit der Kohle, so geht es mit dem Fleisch, dem Zucker, mit allen notwendigen Lebensmitteln. Debats und Temps kämpfen gegen den zur Beratung stehenden Gesetz— entwurf der Preisfestsetzung und Enteignung. Diese Zei— tungen kennen nur eine Politik, die des Gehenlassens. Man sieht, wohin uns diese Politik des Erdrosselns und Verhun— gernlassens führt. Zu einer sehr geschwächten Produktion, zu einem Wirrwarr spekulativer Einfuhr, zu einer Qual für die meisten, zu einer ungeheuren Verlegenheit des Landes. Man hüte sich mit dieser Politik. Das Volk von Frankreich, das schwer leidet, das schwerer noch leiden wird, wenn man nicht ein Ende macht, wird eines Tages die Unholde am öffentlichen Wohl zur Rechenschaft ziehen. Wir sind im Kriege, und die Stunde ist gekommen, da Frankreich allen seinen Feinden die Stirn bieten wird, wo immer es sie findet, offen oder versteckt. Die„Heldin“ von Loos. Im französischen Journal offiziell liest man einen Tages— befehl der Armee, wonach die siebzehnjährige Emilienne Moreau in Loos am 25. September 1915 nach der Be— setzung des Ortes durch die englischen Truppen nicht gezögert hat,„ihr Haus zu verlassen und mit dem Revolver in der Hand und mit Hilfe einiger englischer Sani ⸗ tätssoldaten 2 deutsche Soldaten außer Gefecht zu setzen die hinter einem benachbarten Hause versteckt auf den Posten schossen.“ Petit Parisien erzählt ferner in Nr. 14262 unter Beifügung des Bildes der Moreau:„Fräulein Moreau hat mit eigener Hand fünf deutsche Soldaten getötet, drei mit Handgranaten, die beiden anderen mit dem Ordo— nanzrevolver eines englischen Offiziers“. Das illustrierte Blatt Le Miroir zeigt die„Heldin“ mit einem Orden ge— schmückt und berichtet ebenfalls von der Tötung der fünf deut⸗ schen Soldaten. Es kann von den Verherrlichern der Miß Cavell nicht wundernehmen, daß sie auch diese siebzehn— jährige Mörderin zur Heldin stempeln, doch dürften die ver— nünftigen Neutralen dem Berner Tageblatt bei⸗ pflichten, wenn es schreibt:„Ebenso begreiflich ist es, wenn von deutscher Seite gegen diese Art der Teilnahme von Zivil— personen Einsprache erhoben wird und solche irreguläre Kämpfer, wenn sie in die Hände der deutschen Truppen fallen, unerbittlich erschossen werden. Die Teilnahme englischer Sa⸗ nitäter an der Ermordung der deutschen Soldaten ist eben⸗ falls ein dunkler Punkt. Offenbar haben die deutschen Kämpfer das Mädchen, weil es sich ihnen neben Sanitäts⸗ mannschaften nahte, fürn ungefährlich angesehen und mußten ihren guten Glauben mit dem Leben bezahlen. Solche Dinge sind wirklich Barbarei und unserer modernen Kriegführung un würdig. Anders können Neutrale nicht urteilen.“ Hinrichtung von Frauen. Das Wolffsche Bureau meldet: In England haben Regierung und Oeffentlichkeit den Fall Cavell zum Anlaß genommen, zum soundsovleltenmal das Vorhandensein einer deutschen Schreckens— herrschaft in Belgien zu behaupten, die sogar an Frauen kriegs⸗ zerichtliche Todesurteile vollstrecken lasse. Daß die Franzosen. E ͤ. im Laufe des Krieges Frauenerschossen haben, wurde bereits festgestellt. Ob unter den in England nachweislich Gehenkten auch Frauen waren, bleibt noch abzuwarten. Tatsache aber ist, daß in dem gleichen Belgien, das unter der deutschen Schreckens⸗ herrschaft lelden soll, vor der Okkupation nach den gleichen Grund⸗ sätzen gehandelt wurde, die für die deutsche Justiz im Falle Cavell maßgebend waren. Am 18. August 1914, zwölf Tage vor der Ein⸗ setzung des deutschen Generalgouvernements, ist in Löwen die verchelschte Julia van Wauterghem, geboren in Brüssel am 26. Jänner 1872, wegen Kriegsverrats standrechtlich er⸗ schossen worden, mit ihr zwei andere Belgier. Das Urteil wurde in der Nacht nach der Fällung vollstreckt. Der Anschlag dieses Ur⸗ teils ist der Stadt Antwerpen in einem Briefe befohlen worden, der neben anderen auch die Unterschrift des belgischen Kriegs⸗ ministers trägt und jetzt unter den damals unbestellt gebliebenen Postsachen aufgefunden wurde. Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung veröffentlicht heute das Faksimile dieses Briefes. Aufehenerregende Verhaf ung. Aus Holland wird der Frankf. Ztg. berichtet: Die Verhaftung des Hauptredakteurs des Amsterdamer Hetzblattes Telegraaf, des von deutschen Eltern abstammen— den Schröder, erregt großes Aufsehen, da es wohl zum ersten Male geschehen ist, daß in Amsterdam ein Jour⸗ nalist wegen politischer Vergehen in Haft genommen worden ist. Die Verhaftung geschah wegen eines Artikels vom 27. November, in dem es heißt: Wir werden nicht aufhören, eine Regierung und eine mitschuldige Presse zu bekämpfen, die unter dem Deckmantel einer würdigen Neutralität mit Hilfe einer unverantwortlichen Ausfuhrpolitik, Deutschland mit den wichtigsten Lebensmitteln versehen hilft und die es damit Deutschland möglich macht, den Kampf durchzuführen und Verrat nicht nur am eigenen Vaterlande, sondern an der Sache der Menschheit übt, die durch eine kräftige und moralisch hochstehende Regierung in ganz anderer Weise befördert werden könnte. Gleich nach dem Erscheinen dieses Artikels hat der Tele— graaf den Namen seines Hauptredakteurs als verantwort- lichen Leiter des Blattes durch den seines Verlegers Holdert ersetzt, und heute veröffentlicht Holdert eine Erklä⸗ rung, daß er die Politik des Blattes in jeder Beziehung fort⸗ jetzt und daß er sich selbst für durchaus vierverbandsfreund- lich erklärt. Es ist dies derselbe Holdert, der vor einiger Zeit in London in einer Weise, die man kaum anders als Landes— verrat bezeichnen kann, die Engländer darauf aufmerksam machte, in welcher Weise in Holland nach Deutschland ge— schmuggelt werde, wobei er mehr oder minder versteckt die niederländische Regierung verantwortlich erscheinen ließ. Holdert, der sich auf diese Weise rücksichtslos in die Dienste des Vierverbandes und sein Blatt, Salondir de Lohman in der Zweiten Kammer ausführte, ge⸗ wissermaßen in die Dienste Englands stellt, vertritt einen Journalismus, der bis zum Auftreten des Telegraaf in Hol— land unbekannt geblieben ist, nämlich den der rücksichts- losen Geschäftsmacherei. Er hat den Spork⸗ redakteur des Telegraaf, Schröder, zum Hauptredakteur gemacht, und dieser führte in dem Blatte einen halb lustigen, halb schnodderigen Ton ein und suchte in jeder Weise den Massen zu schmeicheln. Als zu Beginn des Krieges eine deutschfeindliche Stimmung in Holland auftrat, hat der Telegraaf sofort erkannt, daß hiermit ein Geschäft zu machen sei, und er hat auf Grund dieser deutschfeindlichen Stimmung selbst seine Haltung sensatfionell⸗deutsch⸗ feindlich bestimmt und damit ausgezeichnete Geschäfte ge— macht. In letzter Zeit hat er seine Sensationslust stets zu überbieten versucht und auch dem natürlichen Neide und Hasse gegenüber denjenigen Rechnung getragen, von denen man sagt, daß sie durch den Krieg Gewinne erzielt haben, also den Lieferanten nach Deutschland. Auch hiermit wieder sucht der Telegraaf den niedrigen Instinkten des Volkes zu schmeicheln. In weiten Kreisen wurde es offen ausgesprochen, daß der Telegraaf auf die eine oder andere Weise sich an England verkauft habe. Ein durchschlagender Beweis für diese Be— hauptung hat jedoch bisher nicht erbracht werden können. Die Offensive gegen Montenegro. Dem Berl. Tagebl. wird aus dem K. und K. Kriegspresse— quartier gemeldet: Die Operationen gegen die durch einzelne rr. Gruppen verstärkten Montenegriner nehmen einen Fortgang. Südlich von Pl.vlje wurden die bis 1 hohen Gebirge des Weges Plevlje-Kalustoe gestern vort von unseren Truppen erstürmt. Die von Sjenioa Baelopolje vorrückenden Kolonnen warfen südwestlich von Tresujevioa, auf der Grenzlinie zwisechn Neuserbien 1190 Montenegro, montenegrinische Truppen zurück. Im Raun südlich Novipazar, zwzischen Mitrovitza und Ipek, wur elt gestern 2400 Serben gefangen genommen. a 90 Sorgen des Vierverbandes. 5 Paris, 6. Dez.(W. T. B. Nichtamtlich.) In einer 70 tik der diplomatischen Lage sagt der Temps, es sei die feste 1 Ueberzeugung der französischen Regierung., daß die Aufgabe 1 dh Mazedoniens einen Fehler darstellen würde, und weist darauf daz hin, daß zur Zeit französische politische Persönlichkeiten bez As dem alliierten Großbritannien dieser Ueberzeugung Aus-. den druck zu geben und Geltung zu verschaffen am Werke seien. Es handle sich in der Tat darum, die Engländer zu verpflich⸗ ten, Verstärkungen zu entsenden, die eine Wendung in der reif Lage hervorrufen könnten, welche durch Unschlüssigkeit und in Verschleppung allzusehr verschlimmert worden sei. 25 1 Numänische Waren in Saloniki. m T. U. Zürich, 6. Dez. Wie mitgeteilt wird, lagern in Saloniki 1 große Mengen Waren für rumänische Rechnung, die nicht mehr an ihre Adressaten gelangen können. Wie von nachbeteiligter Seste daß mitgeteilt wird, befinden sich unter den Waren 100 vom rumänischen Staat gekaufte Automobilie schweizerischen Fabrikats, für welche no die rumänische Regierung ausdrücklich den Weg über Marsei I Saloniki statt über Oesterreich vorgeschrieben hat. 0 Englische Antwort auf die dentsche 10 Friedens interpellation. 10 Es scheinen in England Berichte über die Interpellation, 5 die die deutschen Sozizaldemokraten im Reichstage einbri Ber gen, vorzuliegen. Verschiedene Londoner Zeitungen ha und daraufhin Leitartikel gebracht, in denen sie erklären, daß N England unter keiner Bedingung zu irgend welch 1 vorzeitigen Friedensunter handlungen ber Barfüßele. 1 Eine Schwarzwälder Dorfgeschichte von Berthold Auerbach. „Warum ist er denn falsch?“ fragte Amrei, und Tränen schossen ihr in die Augen. „Das ist ein abschätziger Vögeles-Groschen, der ist nur anderthalb Kreuzer wert.“ „Er hat mir eben nur anderthalb Kreuzer schenken wollen,“ sagte Amrei streng. Und hier zum erstenmale zeigte sich ein innerer Widerspruch Amreis mit der schwarzen Marann. Diese freute sich fast über jede Boshaftigkeit, die sie von den Menschen hörte, Amrei dagegen legte gern alles zum Guten aus, sie war immer glücklich, und so sehr sie sich auch in der Einsamkeit in Tränen verlor, sie erwartete doch in der Tat nichts; sie war überrascht von allem, was sie be— kam, und war stets dankbar dafür. „Er hat mir nur anderthalb Kreuzer schenken wollen, nicht mehr, und das ist genug, und ich bin zufrieden.“ Das sagte sie noch oft trotzig vor sich hin, während sie einsam ihre Suppe aß, als spräche sie noch mit der Marann, die gar nicht in der Stube war und unterdes ihre Ziege molk. Noch in der Nacht nähte sich Amrei zwei Flicken zusam— men und den Groschen dazwischen, hing das wie ein Amulett um den Hals und verbarg es an der Brust. Es war, als ob der geprägte Vogel auf der Münze allerlei auf der Brust, darauf er ruhte, weckte; denn voll inerer Lust sang und summte Amrei allerlei Lieder, tagelang vom Morgen bis zum Abend, und dabei dachte sie immer wieder hinaus zu dem Landfriedbauer; sie kannte jetzt den Bauer und die Bäuerin und hatte von beiden ein Andenken, und es war ihr immer, als ließe man sie nur noch eine Weile da, dann kommt wieder das Bernerwägelein mit den zwei Schimmeln, drin sitzen die Bauersleute und holen sie ab und sagen: Du bist unser Kind; denn gewiß erzählt jetzt der Bauer daheim von dem Begeg— nis mit ihr. Mit seltsamen Blicken starrte sie oft in den Herbsthimmel er war so hell, so wolkenrein; und auß der Erde, da sind die Wiesen noch so grün, und der Hanf liegt zum Dörren darauf gebreitet wie ein feines Netz; die Zeitlosen schauen dazwischen auf; und die Raben fliegen darüber hin, und ihr schwarzes Gefieder glitzert hell im Sonnenglanz; kein Luftzug weht, die Kühe weiden auf den Stoppeläckern, Peitschenknallen und Singen tönt von allen Aeckern, und der schauert still in sich zusammen und schüttelt die Blätter ab. Der Herbst ist da. So oft Amrei jetzt abends heimkehrte, schwarze Marann fragend an, sie meinte, sagen, daß der Landfriedbauer geschickt habe, um sie abzu⸗ holen, und mit schwerem Herzen trieb sie die Gänse auf die Stoppelfelder, die so entfernt waren vom Wege, und immer wieder lenkte de nach dem Holderwasen. Aber schon standen die Hecken blätterlos, zwitscherten kaum mehr in schwerem, niederem Fluge, und noch immer kam keine Nachricht, und Amrei hatte ein tiefes Bangen vor dem Winter, als wie vor einem Kerker. Sie tröstete sich nur mit dem Lohne, den sie jetzt erhielt, und der war allerdings reichlich. Keine ihrer Untergebenen war ge— fallen, ja nicht einmal eine flügellahm schwarze Marann verkaufte nicht nur die Federn, die Amrei gesammelt, zu gutem Preise, sondern wies auch Amrei an, daß sie sich nicht nach altem Brauche neben dem allgemeinen Geldlohn ein Stück Kirchweihkuchen geben lasse für jede ein— zelne Gans, die sie gehütet hatte; sie ließ sich vielmehr den Kuchen in Brot verwandeln, und so hatten sie fast den ganzen Winter vollauf Brot, freilich oft sehr altbackenes, aber Amrei hatte, wie die schwarze Marann sagte, lauter gesunde Maus— zähne, mit denen sie alles knuppern konnte. Als man im Dorfe nichts als Dreschen hörte, sagte Amrei einmal:„Den ganzen Sommer lang hört das Korn in der Aehre nichts als Lerchensang, und jetzt schlagen ihm die Men— schen mit dem Dreschflegel auf den Kopf; das klingt ganz anders.“ „In dir steckt eben ein alter Einsiedel,“ lautete wiederum der Endreim der schwarzen Marann. 5 sei. Das Daily Chronicle sagt, daß das deutsche Volk, als 1 dessen Wortführer die Sozialisten aufträten, des Kriege 1 äußerst müde sei. Auch sähen die Energischesten unter 10 den Ratgebern des Kaisers zweifellos ein, daß Deutschland 9 . nun auf dem Höhepunkt seiner militärischen Erfolge angeko. den wie Ikhr.] men sei und durch einen Frieden, der in diesem Winter le. 0 schlossen würde, wahrscheinlich günstigere Bedingungen als 10 durch einen späteren Frieden erhalten könnte. 5 155 Die Forischrittliche Volkspartei und die 1 Friedensziele. 20 Der Zentral-Ausschuß der Jo rtschrittlich 91 Volkspartei hat folgende Resolution beschlossen: 8 dei Der Zentralausschuß blickt mit Stolz und Dankbarkeit auf alt die großen Erfolge, welche Deutschland und seine Bundes 900 gehchsen fi Welkkriege errungen haben, und gibt im Be. wußtsein der Kraft, Opferwilligkeit und Unermüdlichkeit des 901 deutschen Volkes und Heeres dem sesten Vertrauen Ausdruck, daß„N es in Bälde gelingen werde, der Welt den Frieden zu bringen, ge den ste ersehnk. Er verwahrt sich gegen den anmaßenden An⸗ ih spruch selner Feinde, daß trotz ihrer Niederlagen auf allen 9 Kriegsschauplätzen sie uns die Bedingungen dieses Friedens vor⸗ w schreiben wollen. Er ist überzeugt, daß diese Bedingungen b il Deutschen Reiche nicht etwa, wie unsere Gegner heute noch tr E men, bestenfalls Wiederherstellung des Zustandes vor dem Krif 91 vielmehr dauernden Schutz gegen fremde Angri/ be und bleibende Mehrung seiner Macht, se 00 Wohlstandes und, so weit immer seine Sicherheit es geboten 15 scheinen läßt, auch seines Gebietes bringen werde. 2 Der Zentralausschuß glaubt, daß im Zusammenhang m 9 dem Abschluß des Frsedens auch das Verhältnis zwischen dem Deukschen Reiche und der österreichisch⸗ungart⸗ 8 schen Monarch se im Sinne weitgehender und bleibender 10 Annäherung der beiden Reiche auf politischem, milstärl⸗ schem Gebiete geregelt und damit die Möglichkeit eines 1 9 schlusses der Balkanländer und des türkischen fe Reiches an die beiden Zentralmächte geschaffen werden so l Sr eee 9 8 4 5 2 l Die Eigenbrödlerin. br Eine Frau, die ein einsam abgeschiedenes Leben führt, 5 sich ihr Brot ganz allein bäckt, nennt man eine Eigenbröd⸗ 9 lerin, und eine solche hat in der Regel auch noch allerlei 90 sonderheiten. ö. 6 Holzbirnbaum Niemand hatte mehr Recht und mehr Neigung, ei 0 Eigenbrödlerin zu sein, als die schwarze Marann, obgle 9 sie nie etwas zu braten hatte als Habermus und Kartoffeln, 1 schaute sie die] und Kartoffeln und Habermus waren ihre einzigen Speisen. 9 diese müsse ihr] Sie lebte immer abgesondert in sich hinein und verkehtte nicht gern mit den Menschen.. e Nur gegen den Herbst war sie stets voll hastiger Unruhe, 1 sie plauderte um diese Zeit viel vor sich hin und redete auch 1 die Menschen von freien Stücken an, besonders Fremde die 0 die Lerchen] durch das Dorf gingen; den sie erkundigte sich, ob die Mau: 0 rer von da und dort schon zur Winterrast heimgekehrt seien ö und ob sie nichts von ihrem Johannes berichtet hätten.. Wenn sie die Leinwand, die sie den Sommer üder ge. bleicht hatte, noch einmal kochte und auswusch und dabei die 1 ganze Nacht aufblieb, murmelte sie stets vor sich hin. 5 geworden. Die f da hieß es:„Das ist für dich und das ist für mich“; sie sprah nämlich täglich zwölf Vaterunser für ihren Johannes, aber in der Waschnacht da wurden sie zu unzähligen. 5 Und wenn der erste Schnee fiel, war sie immer besonders heiter. Jetzt gibt's keine Arbeit mehr draußen, jetzt kommt er gewiß heim. Sie sprach dann oft mit einer weißen Henne im Gitter und sagte ihr, daß sie sterben müsse, wenn Johannes käme.. So trieb sie's nun schon viele Jahre, und die Leute im Dorfe ließen nicht ab, ihr vorzuhalten, daß es närrisch sei, immer an die Heimkehr des Johannes zu denken, aher sie ließ sich nicht bekehren und wurde den Menschen unhe mlie 1 In diesem Herbste wurden es nun achtzehn Jahre, A 8 verstand nichts davon, nur der Zwischenruf war deutlich, denn dem der Johannes davongegangen war, und sedes Jahr wurde Johann Michael Winkler als verschollen ausgeschrieben in der Zeitung bis zu seinem fünfzigsten Jahre. Er jetzt gerade im sechsunddreißjasten. (Fortsetzung folgt.) geschrleben:„om Waisenhaus zur Fabrik“(geb. 1 Mk.) Recht ein Gegenwartsbuch. Ein Gang auf dem Dornen 0 ie⸗ tarischer Lebensen wicklung 9 e Auf diesem Geschenkbüchertisch liegen auch mehrbändige Aus⸗ 0 Der Arbeiter braucht eine besondere Auswahl aus Schillers und Gothes Schaffen, wenn er sich diese zu Lebensbegleitern erobern soll. Hessen und Nachbargebiete. Gießen und Umgebung. Vom Buchgeschenk zu Weihnachten. Kriegsnot und Festfeiern stehen zueinander der die aufmerksamste Beach Den Soldaten wird, Zabeck über Gesunderhaltung i schen Aufklärung wird dienen, nährungsfrage Auer's ist dem Kalender vorange Frs, 2 gaben von Dichterwerken. 2 2 In drei starken 8 olle des Kriegsausschusses flir Konsu tung aller fordert, d wertvolle Hilfe leisten, was Julius m Felbe schreibt, und der hygieni⸗ was Über die Grundlinien der Er⸗ Ein vortreffliches Bildnis Ignaz stellt; denn im nächsten Frühjahr Der Notiz-Kalender geworden sein. wie Nacht und . der Nacht die Kriegsnot auch ein Siebziger Mann der Arbeiter d in Worten und Zahlen dargetan jahr der andrängenden so daß sie ein starker Felsen der Ar⸗ Militärisches“ ist die Bedeutung der schein erklärt, wonach Ausgemuste Bänden(geb. 4 Mk.), mit einer Einführung, die den„Faust“ als Mitte von Gbuihes Halen 1 3 „Goethes Werke“ herausgegeben. geleitete Schillerausgabe ist leider wach. verhinderte mit seiner Minderung Mehrings Heine⸗ Ausgabe(geb. 4 Mk.), taufenden von Exemplaren ihren Weg in die Arbeiterschaft ge⸗ Tag: eins widerstrebt dem anderen. Sehnsucht nach dem Tage aufflammt, so kann die den ernsten Sinn 10 N und neuer, im V ie verhängtes Licht bleibt die Wir erlebten das am Tage der letzten Maifeier, 85 den letzten Weihnachtstagen, und noch ein zweites Kriegswolke schwer über einem Weihnachten lagern. b hat der Vorwärtsverlagf sagt, was dieser Die von Mehring zurzeit vergriffen; der Krieg . schaften im ersten Kriegs der Arbeitskraft den Neudruck. gaben sich gewachsen zeigten, beiterklasse blieben.— Zeichen auf dem Losungs nicht austilgen. r erlebten es in Mal wird die bewegung Deutschlands gewesen , wie die Gewerk⸗ Masse neuer Auf⸗ dessen Preis wie Der Kalender, beträgt, kann durch die Expedi — Stadttheater. Großstadtluft“ wird in der heutigen Abonne neu einstudiert in Szene geh bereitung das Schausplel„Armut Lustspiel„Die selige Exzellenz“ und die Komödie„Mlnchhausen“ von lunden hat, sehlt auch in diesem Jahre nicht, und ebenso liegt die dreibändige Reuter⸗ Ausgabe bereit(geb. 4 Mk). schen Satire Heinrich Heines und dem volkstümlichen Lebenshunnor Fritz Reuters gesellt sich das satirisch⸗humortstische Buch„Unterm Breunglas“, in dem der Altberliner Witz Adolf Glaßbrenners sich augriffstüchtig ergeht; über hundert satirische Bilder steigern die Wirkung dieses Buches(geb. 4 Märchendichter Hauff ist eine vollständige dreibändige Ausgabe das dieses Fest ohnedies in Herz und Hirn des Arbe treibt, wird nun vollends eine Macht. Arbefter ist ein wehrhafter Mensch. In Fleisch das Wort übergegangen: Allen Gewalten zum Trutz Was bedeutet das anders als den immer lebendigen W den Sturm zu wachsen! Und dieser Wille muß auch all seinen Regungen durchglühen. Nicht nur im großen K in dem der einzelne sich als Teil einer gewalti 0 geistig entwickelte Blut ist ihm sich erhalten! von Dem Novellen⸗ tion unseres Blattes bezogen werden. bsche und beliebte Schwank„Die mentsvorstellung en.— An Neuheiten stehen Anton Wildgans, menteninteressen, von Presber und Stein Schönherrs„Weibsteufel“ wird durch gen Masse empfindet. ndlich das zweibändige zu werden, zu seiner Werke gewidmet(geb. 3,50 Mk.). der Freiheit„Von unten auf“, in dem Franz Diederich lẽslese der sozialen lyrischen Dichtung der neuzeitigen Kultur⸗ Auch in dem Mühen des einzelnen, für sich reifen, sich auszubilden, muß jener Wille in allen S Darmstädter Hoftheaters zur Aufführung gelangen. Kreis Wehlar. kunden wirken, in 4 chr 1 con geschdeh 10 . r das schon geschteht, läßt sich erme mit dem die Arbeiterschaft die Abwehr schlechter Auch hier fordert die Kriegszeit v und wenn die Wochen vor Weihnachten eine Zelt zt es hier zehnmal mehr als so roschen und jede Mark für Gutes angeleg will das sagen: für Gutes? Es gibt Tageswerke, die en Vergänglichdeit dennoch zu den guten Werken zu rechnen find, Jeder Zeitumgsleser kann das wissen. Aber auf den Weihnachtstisch soll man keine Werke. erledigt sind. in dem zahlreiche bedeutende Bilder in id, hat sich schnell einen Platz in der der Arbeiterkugend Die deiden schön lit im Amtsblatt zu lesen:„Bemerkt sei, ordneter in seldgrauer Uniform erschienen war. Rede berichtete, beim Ausbruch des Krieges Militärbehörde gestellt, war aber nicht Er wirkt jetzt als Ver⸗ ben bei Berlin.“ n. Abg. Franz Be sammlung für seine Kunstdruck wiedergegeben sin Arbeiterschaft erobert, auch in hergerichteten, starken Bände kosten zusammen 6 Mk., sind aber auch einzeln zu je 3 Mk. zu kaufen, und jeder Band stellt für sich ein geschichtlich abgeschlossenes Ganze Werke zum Schluß: ei ssen an dem Eifer, geistiger Nahrung erstärkte Energie, sonderer Bücher⸗ Obacht geben, er im Verlaufe seiner freiwillig zur Verfügung der mehr als selddienstfähig befunden worden. waltungsinspektor in dem Gefangenenlager Ruhlel Seine militärische Stellung läßt ihm wenigstens noch Zei talion zu gehen. Ob die Dreimänner⸗Partel nach dem Kriege bessere Fortschritte macht als vorher, wird mam noch abwarten imfissen. Von Nah und Fern. Ein Totschlag auf der Straße. In vorverflossener Nacht gegen 12 Uhr kam es in der Wirtschaft von Knittel in Offenbach Sanittäts⸗Unter⸗ Fabrikarbeiter 0 Johann Schäfer, Wirtschaft verlassen hatten, den Heimweg. Auf der Straße lief ihm hm einige Schläge auf den Kopf, wobei Während die beiden kauflust sind, so hei aß jeder 8 e 3. is für den Spieltrieb der noch kindlichen Arbeiterjugend, eins für die Organisatlonsarbeit ihrer . Das von Heinrich Pralle verfaßte Buch „Der leine Stadtbaumeister“(1,50 Mk.) sp ersten Hausspiel des Kindes mit klugem Anleiten bei. Die Bau⸗ arbeit mit Messer, Schere, Leim, Papier und Pappe wird so unter⸗ en, daß sie trotz der gegebenen Vorbilder selbständig bleiben mm. Die Phantaste wird nicht unfrei gemacht; sie soll sich im Zeichnen und Aufbauen nach eigener Herzenslu Das Buch für die erwachsene Arbeiterjugend ist Karl bürgerliche Jugendbew diese Schrift an dieser Stelle ni nur mit dem Hinweis begründe trotz ihrer sch reiferen Altersschicht. legen, die mi e. Da soll man nach Dauerndem e r sich wieder und wieder wendet, bis der Geist es gantz erworben hat. Nur Dauerndes kann dem erhöhten Gefühl entsprechen, das uns an besonderen Lebenstagen beseelt, ganz gleich, ob das Geflihl froh oder trüb ist. Der Aufgabe aber, die hier von jedem ernst⸗ haften Arbeiter ein Genügen fordert, hat seit Jahren auch der Verlag der Buchhandlung Vorwärts in Berlin seine Kraft gewidmet und von seinen Blichern soll hier einiges genannt sein, was sich eignet, weihnachtlich geschenkt zu werden. 5 8 Wer die Welt verstehen will, muß sie schauen lernen. sind jedem gegeben, aber das bloße Sehenkönnen allein tuts nicht; es kommt darauf an, das, was man steht, im Denken und Fühlen zu verarbeiten, so daß es dem Verstand und Gemüt zum Eigentum wird. Wer dies hat, der erst weiß, was Schauen heißt. So steht ein Buch wie Engelbert Grafs„Entwickelungsgeschichte der Erde“— mit 47 Abbildungen, geb. 1 Mk.— obenan auf der Vom Unscheinbaren, Alltäglichen aus, an dem mancher Wanderer achtlos vorüber zieht, will es den Weg st ergehen können. Korns„Die (geb. 1,50 Mk.). icht vergessen werden darf, braucht t zu werden, daß es darauf an⸗ schenken, deren Wichtigkeit andauert. Denn hier eiter die Welt gezeigt, die um ihn ringt und in offtzter zu Auseinandersetzungen. kommt, Bilcher zu f. ist dem jungen Arb der er sich unbedingt klar zurechtfi Man darf schon sagen, wenn nachtsbuch entschelden will, schon an biesem einen Tisch beste nicht viel Qual. Das Ergebnis dre Viehzählung. In der Denkschrift für den Reichstag über wirtschaftliche Maßnahmen werden auch Prinz Georgstraße 24, die auch der Unteroffizier auf Schäfer nach und versetzte ihm die Mlitze vom Kopfe fiel. menge waren, sprang auch Hörr hinzu, das Seitengewehr, schlug ihm damit zunüchst auf den Kopf dann noch je einen Stich in die Magengegend und den Der Unteroffizier schleppte sich chließlich zusammenbrach und alsbald der junge Arbeiter sich für ein so finden vlele seiner Wünsche Befriedigung. Und die Wahl hat linken Oberschenkel bei. Liste des Begehrten. Stück Wegs weiter, bis er s rens hielt am Sonntag in Wetzlar eine Ver⸗ artei ab. Am Schluß des Berichts darüber Frledrich Lienhard.— daß unser Reichs tagsabge⸗ Er hatte sich, wie einem Nachdem Georg Hörr, Gustav Adolfstraße 50 und entriß dem Unteroffizier verstarb. Hörr und Schäfer wurden noch in bahnen zum Verständnis von Erde und Weltall. Es ist also ein Zur Wanderpraxis gehöven dann auch Curt Grottewitz, die Wilhelm Bölsche aus der emsigen Arbeit seines im Mliggelsee ertrunkenen Freundes zusammengestellt hat, die„Sonntage eines Großstädters in der Natur“(geb. 1 Mk.) Wald“(geb. 3 Mk.), beide mit Bildern versehene Werke, die den deutschen Arbeitern seit Jahren lieb geworden sind. Liebe zur Natur, zur Heidennatur insb. sein„Ulenbrook“(geb. 150 Mk.) zungen Monat um Monat, also durch Jahres hin. Und nun aus dem Engeren Auch da hat der Verlag Sonnemann hat Briefe und Tagebuchblätter einer sammengearbeitet(mit vielen Bildern, Er gehört zu denen, deren Gabe Dank ern Weiter über das Weltmeer hinaus führt derttausenden, deren kerniges, irgendwo in Galitzien riß : Das Land der Zu⸗ ein lebendig eine Reise in Schlachtfeldern euz und quer durch Ilse Schütze⸗Schur, geb. die Ergebnisse der Viehzählung, die am 1. Oktober d Deutschland vorgenommen worden ist, mitgeteilt. Danach Anzahl der Pferde trotz der weitgehenden Inanspruch⸗ nahme für militärische Zwecke nur geringen Rückgang e ren, ebenso der Rindviehbestand gegenüber der Zählung vom chafbestand zeigt dagegen eine Zu⸗ iegenbestand eine solche von 10,6 des Schweinebestandes gegenüber H.; bei den sehr pvaktisches Buch. die beiden Bücher von deutschen Schokoladenhauses 30 Mark Geldstvafe. und das Heimatbuch„Unser 1. Dezember 1914. Der S nahme von 4,4 v. H., der 3 v. H. auf. Die Steigerung der Zählung vom 15. April 1915 beträgt 16 v. ein Jahr alten und älteren Schweinen beträgt die Zunahme 46,6 v, H.; bei den ein halbes bis ein Jahr alten sogar 87 v. H. Das Federvieh hat eine Abnahme um 8,7 v. H. gegen⸗ über der letzten Zählung vom 2. Dezember 1912 aufzuweisen. Dieser Rückgang ist ausschließlich treten; Gänse und Enten haben eine ni nahme zu verzeichnen. Weihnachtspakete ins Feld Vielfach besteh esondere, hat Jürgen Brand geschrieben, zwölf Wande⸗ den ganzen Kreislauf des der Heimat in die weite Vorwärts zu sorgen be⸗ Filialleiterin der erwähnten Firma m die Worte„Bonbons“ empfahl die Polizei Welt hinaus! „Reise nach Jsland“ zu geb. 2,50 Mk.). ihm erlebt der Leser mit. Leo Kolisch, auch einer von den Hun wagendes Leben der Krieg jäh beschloß: ihn eine Kugel ins Grab. Sein Buch kunft“(geb. 1 Mk.) beschreibt ungem In Gebiete, die Hedeckt, ist Ludwig Lessen mit seinem„Kr Glogau ein, in dere Ausmutzung seiner m haberei der Sprachre Strafkammer eine bei den Hühnern cht unerhebliche Zu⸗ instanz zurück, er sich gegen den verhältnisse wehrte.— Verwunderlich Militärs Zeit haben, sich mit Dingen wie Sprachreinsgung zu be ⸗ alsbald aufliefern! t die Ansicht, daß sämtliche bis zu dem in der Presse bekanntgege⸗ der Krieg heute mit wird mitgeteilt: Weihnachtspakete, die * Die„Liebhaberei“ des Kommandanten. Wegen Beleidigung des Glogauer Festungskommandanten Genevalmafors v. Brauchitsch verurteilte das Landgericht Glogau den Geschäftsführer des Nord⸗ zu Magdeburg, Walter Bremer, zu Festungskommandant hatte durch Ver⸗ mittlung der Polizei die Glogauer Geschäftsleute aufgefordert, die Fremdwörter auf ihren Firmenschildern zu entfernen. Die Glogauer ußte daher von ihrem Schild und Konfitüren“ die Bezeichnung„Schokoladen und Zucker⸗ waren“. Als Bremer hiervon erfuhr, ließ er sich in einen erregten Briefwechsel mit der Polizei und der Festungskommandantur in n Verlauf er dem Kommandanten unbefugte ilitärischen Gewalt für die persönliche Lieb⸗ i nigung vorwarf, g. Auf Bremers Reviston hob jetzt Urteil auf und verwies die Sache an die Vor⸗ da Bremer berechtigte Interessen wahrnahm, wenn Eingriff des Kommandanten in seine Geschäfts⸗ Hierin sah die ist es überhaupt, daß die den Balkan“(mit Zeichnungen von 1,50 Mk.) hinausgepilgert. Hier ist Schönheit der Natur dort auf der B Morgenland tief entzückt. Kulturen gebaut und Strom der neuesten näher heran. punkt vom 10. Dezember aufgeliefert nden noch in den Besitz der im den Heeresangehörigen gelangen. Demgegen⸗ drücklich darauf hingewiesen werden, daß natur⸗ übernommen weredn kann. Es ist pfehlen, Pakete nichtetwa bis zum rückzuhalten. Besondes Pakete für jegsschauplatze werden zweckmäßig den die farbige rücke zwischen Abendland und von sich kreuzenden an Menschen, die der t, kommen wir benen äußersten Zeit werden, unter allen Umstä Städte und Dörfer, Felde stehen über muß aus gemäß keinerlei Gewähr vielmehr dringend zu em angegebenen Zeitpunkte zu Truppen auf dem Balkankr sofort aufgeliefert. — Billige Lebensmi eschmückt, tun sich auf: schichte blutig überschwemm nien ec die vom Ausgang des Mittel⸗ Der Wert dieses Wefentliche geschicht⸗ Bewußtsein zu Werk, das bestimmt ist, Grundli Wissens festzulegen, wäre Franz schichte“(geb. 2 alters bis in unsere Buches beruht auf der kraf licher Entwickelung „50 Mk.) anzubieten, 0 Gegenwart heraufführt. tvollen Kunst, das chtlich gruppiert zum ttel sind gegenwärtig sehr gesucht, Tagesberitkt des Großen Hauptzunrtiers. Erfolgreicher Luftkampf im Westen. Ein russischer Angriff verlustreich abgewiesen W. B. Großes Hauptquartier, 6. Dez., vorm.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz, An verschiedenen Stellen der Front fanden Artillerie, Minen⸗ und Handgranatenkämpfe statt. eisen aller Bedarfsartikel nicht zu Gestern nachmittag begann der Reis, Grieß, Seife usw., munalverband bezogen wurden. zahlreich eingefunden der Neustadt derart, e, es mehreren Frauen schlecht ge⸗ en die Ordnung aufrecht⸗ ch wohl besser, die Sachen an zwei oder was bei den unerhörten Pr verwundern ist. einiger Waren durch die Stadt; Geschehen einer was einzelne Wichtig sind sie auch heranschwemmenden großen mithelfen können. i en eines Infanteristen aus nister“(geb. 1,50 Mk.), Blicher aus dem chte aus Ost⸗ Koester⸗Noskes dfrankreich In der Gegend von Bapaume Dann eine Reihe Bücher, die Flugzeuge im Luftkamp einzelnen Epoche vor Augen führen. Menschen erlebten, in erzählendem Ber deshalb, weil sie zur Abwehr der schon Flut schlechter Kriegsbllcher wirksam die„ungeschminkten Fe dem siebziger Kriege“ dann die mit Bildern und Karten ausge Weltkriege:„Wilhelm Düwells„Kri preußen und Rußland“ und Belgien und Nor nb welche vom Kom hatten sich die Käufer natürlich sehr und sie drängten sich in d daß, wie uns gesagt wurd worden sei. Einige S erhalten. Es wäre do In der Morgendämmerung br Angriff südwestlich des Babit⸗Sees lustreich vor unserer Linie zusamme Artilleriefeuer vom sches Flugzeug wurde bei ldzugserinnerung „Mit dem Tor em Lokale in chutzleute mußt (jedes Buch wur den zwei englische f abgeschossen. Die Insassen sind tot. Oestlicher Kriegsschauplatz. ach gestern ein russischer (westlich von Riga) ver⸗ n. See her getroffenes deut⸗ Margrafen(an der kurländischen Küste) mit seiner Bemannung geborgen. fahrten in geb. 1 Mk.), endlich schichten aus den Kriegen der letzten zwe unter dem Titel i Band ist für sich abgeschlosser zusammenstellte. Dieses Werk, das aus Franzosen, Russen, Amerikaner, 9. der das Ereignis des Krieges So kann es ein Schicksalsbuch de ein kriegsgeschichtliches Werk, das anschaulich belebte Französische Krieg von 1 Technik und Wucht des Krieges, stampft, begreifen und abschätze er hat es in Hugo Schul führung zu tun, der ausgezeich t zu verkaufen, vielleicht in dem Turn⸗ st einem geeigneten Lokal. Wir ie Stadt jetzt auch keine Leute dazu übrig ch gewiß einige Frauen, die bereit wären ohne dafür etwas Sache zuging, ist sie mehr Stellen der Stad saal einer Schule o wissen wohl, daß d hat, aber es fänden si ein paar halbe So, wie es gestern bei der ßlich und führt zu Klagen und Verdruß. riege. In der Mitglie⸗ Kreiswahlvereins Gießen am Sonntag, ilt, daß von den rund 1100 Mit⸗ 40 Mann zum Kriegsdienst ein⸗ Davon sind 25 Mann gefallen, eine Anzahl Gestorben sind seit 1. April 1914 zehn n Organisationen der drei Ham⸗ nicht weniger als 23 675 Genossen r Schilderungen und G 1 Menschenalter, die Fram nim Kriege“ in 3 und kostet geb. 1 Mk. Literatur der Deutschen, öpft, will den Menschen er zu bestehen hat. Und nun noch Bilder und Karten die Auswahl beste Bänden(feder Tage verkaufen zu helfen, doch sehr mi — Die Parteiorganisation im K derversammlung des wurde vom Vorstand mitgete Vereins etwa 5 durch zahlreiche Buch von Hugo die Völker hin⸗ sich an dieses Buch einem Fachmann der Krieg⸗ meinverständlich darzustellen gliedern des berufen sind. werden noch vermißt. Mitglieder.— Von de burger Walkreise sin An der JIsonzofront hi Es war an einzelnen Brückenkopf, zeitweise ziemlich lebhaft. novelle viel gekauft wer⸗ Eben deshalb sind riegserzählung, die Kr ist nicht verwunderlich, Südlich von Scenica und nordöstlich von Ipek wurden montenegrinische und serbische Abteilungen zurückgeworfen. Oberste Heeresleitung. Der österreichisch; ungarische Tagesbericht Wien, 6. Dez.(W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 8. De⸗ NRussischer Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Ftalienischer Kriegs schauplatz. elt das feindliche Geschützfeuer an, insbesondere gegen den Görzer Auch die Stadt Görz and der anschließenden Ort St. Peter wurden aus zum Kriegsdienst einge — Gefallene Musketier Wilhelm S Res.⸗Inf.⸗Reg. 87.— Heinertshaufen bei Alsf rank aus Rüdingshain, Kreis pflichtet, das Gute des Verlages Erzählung Erckmann⸗Chatrianus Revolutionskriege„Die Ma hört in diese Reihe. Daß ein ta dieser prächtigen Erzählung steh Ste werden sich nicht vergeben diefes ist dann aber noch ein M der französischen 1“(geb. 1 Mk.) ge⸗ Weib im Mittelpunkt se Leserinnen locken. und Nachbargebieten. warz aus Heblos, Kreis Alsfeld, n abends bei San abgewiesen. An der Tiroler Front dehnte sich die gegen festigten Raum von Lardaro gerichtete eld, Inf.⸗Reg. 129. humorvolle thüiringi⸗ 2 ˖ Schotten, Res.⸗Inf.⸗ Artillerie nun auch auf die anschließenden tto Ludwigs„Heit öchster 5 terwerk von höchs— gelefen 5 sche Geschichte O Dies ist ein Dich — nicht nur Mädchen und Helterethei, das Anne Dorl ug hat, sich gege jeben warten, mit festen 'erzliches Lehrgeld ab; eib nicht ärmer, dem Streben nach manche Bilcher, in, den em Ein gutes Buch „das jedermaun(Karl Jakobi aus Bernsburg, Inf. Reg. 118.— Feldwebe das allein steht, Lebens, die auf geht nicht ohne b, macht sie als klärt ihre Tüchtigkeit. bildung geben kann, er⸗ Proletarier ihre Ju Unsere Truppen sin Novipazar und an der von Mitr f montenegrinisches Karstgelände der Pestera wur auf ihre Hauptstellungen zur ii schlugen wir eine serbische Nachhut; der Stadt. Tausend Ar- orben ist, hat die gebracht. Der Volksgenossen Kriegsteilnehmer — Den Arbeiter⸗Notiz⸗Kalender, beitern ein unentbehrlicher Ratgeber gew handlung Vorwärts soeben Kalender greift heute am nächsten liegen. d ihrer Hinterblie icht für die vr idrigkeiten des beißen; das für das Jahr Die Versorgung der Rudolf Wissell altische Benutzung vorgetragen. Ueber die solch ein Werk Südöstlicher Kriegsschauplatz. d nun auch westlich, und südwestlich vor ovica nach Ipek führenden Straß Gebiet vorgedrungen. Je allen Kalibern be ⸗ schossen. Im Abschnitte der Hochfläche von rie unter Tage bei Redipug artino, zum Angriff an; sie wurde überall! lia und Polazzo. der feindlichen Tätigkeit Stellungen des montenegrinische Vortruppen ckgeworfen. Oestlich von Ipel unsere Spitzen nähern sich 1 Die Zahl der in den gestrigen Kämpfen eingebrachlen Ge⸗ fangenen übersteigt 2100 Mann. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Höfer, Feldmarschalleutnant. 8 Oesterreichische Seeerfolge. Ein französisches Unterseeboot vernichtet. 6 Dampfer und zahlreiche Schiffe versenkt. Ereignisse zur See. Am 5, laufenden Monats früh hat unser Kreuzer„Novara“ mit einigen Zerstörern in San Giovanni di Medua drei große und zwei kleine Dampfer, fünf große und viele kleine Segelschiffe, während sie Kriegsvorräte landeten, durch Ge⸗ schützseuer versenkt. Einer der Dampfer flog in die Luft. Die Flottille wurde dabei von etwa 20 Geschützen vom Land sehr heftig, aber erfolglos beschossen. 5 Nahe bavon hat S. M. S.„Warasdiner“ das franzö⸗ sische Unterseeboot„Fresnel“ vernichtet und den Kommandanten, den zweiten Offizier und 26 Mann, gefangen ge⸗ nommen. Eine andere Flottille hat in der Nacht auf den 23. November einen mit drei Geschützen ar mierten Dampfer und einen großen Motorsegler, beide italienisch, voll beladen, auf der Fahrt von Brindissi nach Durazzo versenkt, die Ueber- lebenden des Dampfers, darunter vier von Kriegsmarine, ge⸗ sangengenommen, die Bemannung des Motorseglers in Booten freigelassen. Flottenkommando. Die Besetzung Djakowas durch die Albaner. Nach einer Depesche des Temps haben die Montenegriner Djakowa aufgegeben. Diese Stadt, nach der sich die serbische Nord⸗ armee zu wenden schien, soll nicht von den Bulgaren, sondern von Albanern besetzt sein. Diese nehmen eine beunruhigende Haltung ein. Es ist ihnen geglückt, sich von neuem zu bewaffnen, teilweise mit den von den Serben weggeworfenen Gewehren. Zersprengung der serbischen Armeen. 6 5 Was von den Serben nach der großen Niederlage, die sie bei Prizren erlitten, noch übrig blieb, teilte sich in zwei Grup⸗ pen, um so leichter und schneller nach Albanien hinüberzu⸗ kommen. Die eine Gruppe strebte über Atmadza, dann den Beli Drin aufwärts, der Stadt Dschakowa zu, überschritt im Raume bei Svanjski Most und Rogova diesen Fluß, ihre Flucht längs des Erenikflusses fortsetzend. Die bulgarische Kavallerie blieb dieser Kolonne unausgesetzt auf den Fersen. Dieser energischen Verfolgung konnte die aus serbischen und montenegrinischen Truppen bestehende feindliche Kolonne keinen besonderen Widerstand mehr entgegensetzen und räumte schließlich bei Zurücklassung von 6 Geschützen auch die Stadt Dschakowa, wo den Bulgaren große Beute in die Hände fiel. Die zweite Kolonne, die die die Reka, einen Nebenfluß des Beli Drin südlich Vlasna überschreitend, am Westhange des Koritnik⸗Gebirges und im Tale des Beli Drin in der Richtung auf Skutari zurückflutete, wurde von den Verfol⸗ gern in der Gegend der Ljuma⸗Mündung am westlichen Ufer dieses Flusses im Raume von Kula Ljums, am Nordfuße des Gebirges Gjalica Liums, erreicht und zum Kampfe gezwun⸗ gen. Es gelang den Bulgaren, diese Kolonne vernichtend zu schlagen und vollkommen zu zersprengen. Der serbische Rück⸗ zug artete hier in eine panikartige Flucht aus. Die gewaltige Beute, die den Siegern zufiel, wurde bereits gestern gemeldet. Neue Sperrmaßnahmen gegen Griechenlands Handel. T. U. Genf, 6. Dez. Meldungen Pariser Blätter zufolge werden bereits neue Sperrmaßnahmen gegen den griechischen Handel getroffen. Die englischen Behörden verhindern die Ausfahrt griechischer Schiffe aus englischen Häfen. Die Presse erklärt einstimmig, die Spannung zwischen Griechen— land und dem Vierverband habe sich weiter zugespitzt. Die Hauptstütze des Widerstandes gegenüber den Forderungen der Verbündeten sei Gunaris, mit dessen feindseliger Haltung gegen die Aktion der Alliierten Skuludis rechnen müsse. Der türkische Bericht. Konstantinopel, 6. Dez.(W. T. B.) Amtlicher Bericht vom 5. Dezember: An der Jrak-Front sammelt sich der geschlagene Feind bei Kut el Amara in den vorher befestigten Stel⸗ lungen. Unsere Truppen näherten sich am 3. Dezember Kut el Amara auf eine Entfernung von zwei Wegstunden, indem sie den Feind von Norden und von Westen her bedrängen, zwingen sie die feindlichen Truppen, die sich auf dem Kut el Amara gegenüberliegenden feindlichen Ufer befinden, sich auf ihre Schiffe zu flüchten. Zwischen Kut el Amara und Bagh Kale erbeuteten wir ein unversehrtes, mit Munition beladenes feindliches Schiff und machten einige Gefangene. Wir finden im Fluß viele Leichen des Ronsumperein Eiessen und Umg Sonntag, den 12. Dezember nachmittags im Saale des Gewerkschaftshauses, Schanzenstr. Ausser 1. Vortrag über: N denggdbersmmund Tages⸗Ordnung:. ö „Schwierigkeit der Warenbeschaffung.“ i Herr Val. Liebmann⸗Frankfurt. 1 2. Wahl eines Geschäftsführers. 5 Zu recht zahlreichem Besuche ladet ern— 3 Uhr„ 0 8 Feindes. An der Dardanellenfront nahm unsere Artillerie, indem sie die vom Feinde zu Wasser und zu Lande ausge⸗ führte Beschießung energisch erwiderte, die Stellungen der feindlichen Infanterie und Artillerie mit Erfolg unter Feuer. Bei Ari Burnu richtete ein feindliches Torpedobbot am 4. De⸗ zember sein Feuer nach verschiedenen Punkten. Am gleichen Tage zeitweilig Artillerie- und Bombenkampf. Zwei feind⸗ liche Transportschiffe auf der Höhe von Ari Burnu wurden durch unser Feuer gezwungen, sich zu entfernen. Bei Sedd⸗ ül⸗Bahr zerstörten am 4. Dezember zwei Minen, die wir vor unserem rechten Flügel zur Entzündung brachten, eine feind⸗ liche Gegenmine. Der Feind eröffnete darauf ein heftiges Infanteriefeuer gegen diesen Flügel, warf mehrere Bomben und beschoß sodann zwei Stunden lang ununterbrochen unsere Stellungen. An der Beschießung nahm auch ein Monitor 2 3 i Ersatz zu Fleisch. ½ Pfund 50 Pfennig 7 Freunden empfehlen. reichend für 4—6 Personen. Der Aufsichtsrat. 2 Pflanzen-Fleisch ist ein brauchbarer und gediegener 5 S Erxrsatz für Fleisch= Machen Sie damit einen Versuch und Sie werden durch- aus zufrieden sein und dieses Fabrikat auch gern Ihren Die Masse eignet sich auch als; Reformhaus, Kreuzplatz 5. J. A.: Vetters. 20 0 0 er 50 rf f shli u vor e len nur ögen, in Rei agli mahunget wle an teil und ein Panzerkreuzer. Auf dem linken Flügel schwaches 2 Alschast Infanteriefeuer. Der Feind warf dorthin eine große Anzahl Torpedos. Unsere Flugzeuge setzten die Erkundungsflüge und die Angriffe mit Erfolg fort. Der Kriegsflugzeugführer Leutnant v. Hansen und der Beobachter von Schiltmigen warfen Bomben auf einen feindlichen Monitor und zwangen ihn, das Feuer einzustellen und sich zurückzuziehen. Im übrigen ist nichts zu melden. a Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm& Cie., Gießen. Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H., Offenbach a. M. Verstorbene. ee . Ludwig Weinrich in Lollar.— Frau Lang Wwe., geb. Wenzel, in Großenlinden, 65 Jahre alt. Ludwig Luh, Hilfsschaffner in Großenlinden, 34 Jahre alt. Frau Maria Volk, geb. Luh, in Allendorf a. L., 44 Jahre alt.— Heinrich Graulich in Ober⸗ Breidenbach, Kr. Alsfeld, 64 Jahre alt.— Frau Christine Rüger, geb. Ruppel, in Eudorf, 38 Jahre alt.— Frau Johannette Noll geb. Vogt in Gießen.— Georg Dietz in Brauerschwend.. Bekanntmachung. Diejenigen hiesigen Einwohner, welche im Laufe dieses Jahres Hunde abgeschafft, aber noch nicht abgemeldet haben, wollen dies spätestens bis zum 31. Dezember entweder mündlich oder schriftlich 1 2 eee auf dem Stadthause„Zimmer Nr. 8, anzeigen. Vordruck für schriftliche Abmeldungen sind dort erhältlich. Die Verbindlichkeit zur Entrichtung der Hundeabgabe dauert bei Nichtabmeldung auch im folgenden Jahre und zwar solange fort, als die entsprechende Anzeige versäumt wird. Gießen, den 1. Dezember 1915. 5 Der Oberbürgermeister. Keller. Allgemeiner Deutscher Frauen⸗Verein Ortsgruppe Gießen Bucpführungskursu ür Handwerkerfrauen und Töchter beginnt am Mittwoch, abends 3 uhr in der 1. Klasse der Höheren Mädchenschule. Anmeldungen werden Dienstag abend daselbst 8 ¼́ Uhr entgegengenommen. Der Unterricht erfolgt unentgeltlich. Rheumatis- mus, Ischias u Gicht können Sie selbst bekämpfen. Ich will nichts verkanfen. Für Aus- kKuntt Freimarke beifügen Brandt, Kriegschulbeamter a. D. Halle a. S. 438, Jakobstr. 44. Lehrling Lehrmüdchen Der Vorstand. HSS SSSSSSSS SSS SSS SSN Beste Kriegskarte! Soeben erschienen! Zo steht der am 6. Dezember 1915. 4 Hauptkarten, 14 Spezialkarten. Die Karte enthält dieses Mal auch eine Spezialkarte vom 2 Balkan⸗Ktriegsschauplaß mit dem Stand der verbündeten Heere. Preis nur 50 Pfg. e Volkszeitung, Bahnhofstr. 23. SSS ο ο οDεe·n f: Alleinperkau Aeerhesssc Se gegen Vergütung zu Ostern gesucht. Mar Marum Bahnhofstraße 4. Für meine Eisenhandlung suche per sofort oder später einen ehr li Lehrling mit guter Schulbildung und flotter Schrift. Sicheres Rechnen ist Vor⸗ bedingung. Emil Pistor Nachfolger. Haarer dissen, Dir.: Hermann Steingoetter. Dienstag, den 7. Dezbr. 1915, abends 8 Uhr 7. Dienstags⸗Abonn.⸗Borstellung Gewöhnliche Preise sermäßigt). Die Großstadfluft. Schwank in 4 Akten von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg Ende nach 10% Uhr. Soldaten vom Feldwebel abwärts 5 54 zrieg un fl N a Verm ache am ah aller ben m fallen. Der Itheitsm lionen Face t gesch Ende. narkt, garesdie gobil! markt er DELE. zahlen bei allen Vorstellungen auf 2. u. 3. 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Unter dem Titel: 8 1 0 20 fand d 5 i Arn T ballen. 52 10 ber 5 5 2 Mbvir 9** 2 l inter den Wilden von Indien, Ozeanien, Afrika 10 erhalten wir von 32 berühmten Forschern, die zum 7 Gergf ersten Male mit den wilden Bewohnern in Be⸗ den rührung gekommen sind, wahrhaft klassische, boch⸗ 9 11 5 interessante, allgemein verständlich geschriebene— n Schilderungen über Sitten und Gebräuche der 2 9 cum Kannibalen und Wilden, über ihr Leben und ihre 3 Kultur. Ueber 260 Abbildungen und Kartenskiggen 0 nach Original⸗Aufnahmen begleiten den Text und 2 erhöhen noch den Reiz der vielseitigen und belehrenden 72 7 Schilderungen. 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