gen . eee berhesst Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete. Die Oberbessische Volksseitung erscheint jeden Werktag Abend in Gießen. Der Abonnementspreis beträgt wöchentlich 15 Pf; 8 0 g. m 6⁰ fg. einschl. Bringerlohn. Durch die Post bezogen viertesttör. 180 l 1 421 2 f Medaktion und Exvedition 1 Gießen, Babuhofstraße 23, Ecke Löwengasse. 5 Telephon 2008. 5 Jnserate kosten die 6 mal gespalt. Kolonelzeile oder deren Raum 15 Pfg. Bei größeren Aufträgen Rabatt. Anzeigen wolle man bis abends 7 Uhr für die folgende Nummer in der Expedition aufgeben. Nr. 285 a 4 Gießen, Samsag, den 4. Dezember 1915 10. Jahrgang Die Kriegslage Ende Novenber. 8 Von Richard Gädke. Das wichtigste Ereignis der vergangenen Woche ist die 2 rängung der serbischen ache 9 0 9080 res Heimatlandes. Bis auf kleine Gebietsteile um Monastir die aller Wahrscheinlichkeit nach binnen kurzem ebenfalls besetzt sein verden, befindet sich nunmehr Alt⸗ und Neuserbien, mit einem Flächeninhalt von rund 80 000 Quadratkilometern, in den Händen der verblündeten Heere. Die Reste der serbischen Streitmacht sind eils auf montenegrinisches Gebiet übergetreten, desten östliche renzpässe sie zu verteidigen suchen, teils über Prisren in die nord⸗ Abanischen Alpen abgezogen. Angeblich wollen sie von hier den 5 lliickzug gegen Skutari(110 Kilometer) fortsetzen. Es ist also einem Teile der serbischen Streitmacht gelungen ich der einkreisenden Bewegung der Heere Mackensens und der bulgarischen Heere zu entziehen und man wird dies unter den ob- valtenden Umständen als eine tüchtige Leistung des serbischen Feld⸗ serrn Putnik anerkennen, der bereits in den Feldzügen von 1912 013, 1914 seine Befähigung bewiesen hatte. Auch die serbischen Soldaten haben sich gegen eine große Ueberlegenheit tapfer ge⸗ schlagen und scheinen noch in den Endkämpfen um Pristina mit noßer Standhaftigkeit gefochten zu haben. Freilich darf man hier⸗ bei nicht übersehen, daß der größte Teil des Heeres auf dem langen und schwierigen Rückzuge von der Donau und von der Ostgrenze herauf geopfert worden ist. Der zusammenfassende Bericht des deutschen Generalstabes beziffert allein die Verluste an Gefangenen aaf mehr als 100 600 Mann und nennt dies„fast die Hälfte der tanzen serbischen Wehrmacht“, das heißt doch wohl einschließ⸗ ich der in Südmazedonien fechtenden Abteilungen. Man wird das lach drei Kriegsjahren noch verbliebene Feldheer also auch nicht her als etwa 220 000 Mann zur Zeit des Donauüberganges der Verbündeten veranschlagen dürsen. In den letzten Tagen hat sich zun die Zahl der Gefangenen noch erhöht. Die blutigen Verluste und die durch Fahnenflucht entstandenen lassen sich zur Zeit genau och nicht abschätzen. Man wird aber berücksichtigen müssen, daß in der Donau, um Belgrad, füdlich Belgrad und im Tal der ver⸗ inigten Morawa, ferner an der Ostgrenze des Landes um Zajecar ind Knjazevae, endlich an dem Passe von Kazanik und um Pristina N ehr harte Kämpfe stattgefunden haben. In der letzten Zeit des N Feldzuges wurden außerdem Tausende von Fahnenflüchtigen auf⸗ egriffen, im Osten des Landes hatte ein ganzes Landwehrregiment N emeutert und sich zerstreut. Man muß also neben dem Verlust an N Jefangenen noch einen sehr hohen sonstigen Abgang von dem ge⸗ etteten Teile des serbischen Heeres abrechnen. Nach verschiedenen achrichten italienischer Berichterstatter kann man die in Maze⸗ Donien an den Babunepässen und um Monastir verbliebenen Kräfte uf 10 000 bis 15000 Mann berechnen, und danach wohl ohne großen Fehler schätzen, daß schwerlich mehr als ein Viertel der irsprünglichen serbischen Heermacht nach einem Feldzuge von 5 Wochen auf montenegrinisches und albanisches Gebiet überge— kreten sein wird. Daß dieser Teil entkommen ist— vorläufig wenigstens— darf nicht wunder nehmen: denn zum Einkreisen gehören immer zwei: einer, der einkreist und der andere, der sich einkreisen läßt! Un⸗ eugbar ist General Putnik durch verschiedene Umstände begünstigt vorden; zu ihnen gehört der hartnäckige Widerstand, dem die Montenegriner an der Nordgrenze ihres Landes und des Sand⸗ chaks Novibazar die Truppen seiner Armee Bojowitsch, aber im Süden bei Tetowo, Kazanik und zuletzt südlich Pristina den Bul⸗ klaren entgegengesetzt haben. Dadurch wurde ihm sein Rücken und die montenegrinische, wie die albanische Grenze freigehalten. Bei der Beurteilung des kriegerischen Wertes, der diesem Reste eines einst stolzen Heeres beizumessen ist, darf man nicht übersehen, daß es den größten Teil seines Geschützes⸗ und Heeresgerätes hat urücklassen müssen. Nur Gebirgsgeschütze haben ihm über das weglose Grenzgebirge noch folgen können, und wer weiß, ob selbst diese in voller Zahl? Aber auch der Zusammenhang und die Moral ver Masse muß bei den ständigen Rückzugskämpfen und den schwe⸗ zen Entbehrungen, die den Leuten auferlegt waren, endlich durch das Verlassen des Heimatbodens empfindlich gelitten haben. Das Jegenteil würde allen Kriegserfahrungen widersprechen. Für den Sieger ist das eine ganz andere Sache, umsomehr⸗ als er besser verpflegt war. Auch das Heer Napoleons ist auf dem Rückzuge aus Rußland nicht durch die Kälte und nicht durch, die Waffen der Russen, sondern durch Mangel und Zuchtlosigkeit zerstört worden. Der Generalstab erklärt die großen Operationen gegen. daß erbische Heer für abgeschlossen; das soll nicht 5 e 1 wirt⸗ zunmehr seinem eigenen Zerfalle in den ärmlichen 15 ichen Gegenden überlassen bleibt, in die es gedräugt wurde. Wir kfahren denn auch, daß die Verfolgung fortgesett wid. D. Desterreicher dringen am Metalka⸗Sattel und südlich Pribof gegen as eigentliche Montenegro etwa in Richtung auf Plevlje, vor und die Bulgaren verfolgen gegen Prizren. f Aber als ein Gegenstand der großen, een nationen ist der Serbe nunmehr ausgeschieden; die Heeresleitung ann sich anderen Aufgaben zuwenden. Dem serbischen Felosuge oolgt der Balkanfeldzug. Nach einem italienischen Berichte sollen 6 5 Truppen auf Monastir marschieren; die Nachricht ist sonst nicht bestätigt. 7 5 f 9 Inzwischen hat die Armee des französischen Generals J Sarraff bereits einen Jiitgzug vor den ipnen gegenteschehasska Bulgaren angetreten; sie hat das nördliche Ufer der ee 5 reten: lia ßer den Fluß hinter sich tlassen und die Eisenbahnbrücke abe sie sich in absehbaxer Zeit strategischen Kombi⸗ brannt. Das sieht nicht so aus, als ob sie 5 5 i der Lage fühle, ihrerseits zum Angriff anzntrelen 11 55 10 Straßenbrlige bei Vozarei und noch weiter Pasttalls, daß er Belosnika ist zerstört worden. Die Erklärung Sarrails, daß er nicht i 770 8 um Monastir zu Hilfe zu kommen, cht imstande sei, den Serben um Mongsuru⸗ sich vielmehr in rhält dadurch besonderes Gewicht: er scheint 0 keiner Unzen Flanke selbst bedroht zu halten, df 5 wer ift de mi sodtel Arm angeln Alensgender verlaufen gegen das bulgarische Strumitza klang o i 2 8 Fes ang legte die Moglichkeit nabe, daß die erasssse leich 19115 Bierver andes mit Griechenland durch die Ereignisse leich bolt werden könnten. Anm ischen abb dor„ Aalfener blutiae Auariff de sogar wahrscheinlich, daß sie so etwas planen. Aber bis gegen die JIsonzo stellung seinen furchtbaren und gebnislosen Gang weiter. Der Gedanke ist schrecklich, daß an eine unlösbare Aufgabe soviel kostbares Menschenleben ver⸗ geudet wird. Gerade, daß die vierte Isonzoschlacht, die am 10. No⸗ vember begann, sich hauptsächlich um die Eroberung des Brücken⸗ kopfes von Görz mit seinen nördlichen und südlichen Seitenstütz⸗ punkten dreht, beweist, daß es Cadorna mehr auf einen Schein ⸗ erfolg ankommt, den man dem Parlament bei seinem Wiederzusam⸗ mentritt präsentieren möchte. Denn diese vorgeschobene Stellung hat nicht den taktischen Wert, den die verzweifelten Stürme der Italiener ihr zuzuweisen scheinen. Sie ist der schwächste Teil der österreichisch-ungarischen Front und wird gehalten aus moralischen Grlinden, nachdem man sie zu Beginn des Krieges nicht aufge⸗ geben hatte. Ihr Verlust würde die weitere Verteidigung der Isonzolinie keineswegs hindern, da die Hauptstellung des Generals Boroevitsch auf den Höhen östlich Görz liegt; aber ihre Eroberung würde das schwächer werdende Kriegsfeuer der Italiener von neuem entfachen. So ist es denn dankbar zu begrüßen, daß die ver⸗ bündete Armee in einem dreiwöchentlichen Kampfe, der zu den wildesten und erbittertsten dieses Krieges gehört, ihre Stellung in voller Ausdehnung behauptet hat. Die, leberlegenheit der Italiener, die ihre ausgebluteten Truppenteile immer wieder durch neue er⸗ setzen, muß gegenwärtig eine sehr beträchtliche sein; ihr Feldheer soll die Stärke von 2 Millionen Köpfen erreicht haben. Solange es die Stürme an der Isonzofront vergeblich fortsetzt, ist sein Ein⸗ greifen in den Balkanfeldzug wahrscheinlich materiell unmöglich Die glückliche Verteidigung der Oesterreicher und Ungarn im Süd⸗ westen kommt also unseren Unternehmungen im Südosten un⸗ zweifelhaft zugute. Andererseits mögen die Italiener, glauben oder ihren Freunden gegenüber wenigstens vorschützen, daß ihre rücksichtslosen Angrifse auf das österreichisch-ungarische Heer die Sache des Vierverbandes auf dem Balkan mittelbar unterstützen. Aber unsere Erfolge scheinen zu beweisen, daß diese Rechnung eine verfehlte ist. Auf den übrigen Kriegsschauplätzen herrscht nach wie vor Ruhe. Inzwischen kündigen unsere Gegner für das Frühjahr eine neue große Offensive von Ost und West an. Möglich, zum Früh⸗ einmal be⸗ eV- jahr ist es noch solange! Der Winter hat noch nicht gonnen. Was kann da noch alles passieren! N Die zweite Note der Entente an Griechenland. Der Südslavischen Korrespondenz zufolge stellt die En⸗ tente in einer zweiten Note folgende Forderung an Griechen⸗ land: erstens, Zurückziehung aller griechischen Truppen aus Saloniki, zweitens, das freie Verfügungsrecht über die Eisen⸗ bahnen und Straßen des ganzen Gebiets, das durch eine Linie begrenzt wird, die östlich von Saloniki bis Monastir verläuft, drittens, das Recht, Saloniki und die Halbinsel Chalkidike zu befestigen, viertens, Uebertragung der Seepolizei auf einige griechische Häfen, darunter im Piräus. Die Note ver⸗ langt, daß Griechenland nicht Zusagen gibt, sondern Tat⸗ sachen, wie die sofortige Räumung Salonikis. Diese For⸗ derungen werden in allen, auch venizolistischen Kreisen als unerhört bezeichnet. Der Matin gibt eine Depesche aus Athen wieder, wo⸗ nach Griechenland die Verbündeten habe wissen lassen, daß es ihre Forderung, nach der Räumung Salonikis durch ihre Truppen die Bewachung der griechischen Küste überneh⸗ men zu dürfen, nicht annehmen könne. Numäniens Haltung. London, 2. Dez. Die Daily News melden über Kopenhagen aus Bukarest, daß Rumänien den ernsten Wunsch an Rußland über⸗ mittelt habe neutral zu bleiben, und daß insolgedessen die russische Flotte nicht die Erlaubnis erhalten könne, die Donau heraufzu⸗ fahren. 5 a Arabische Stämme auf der Verfolgung der Engländer. a. M. meldet aus Konstantinopel: Die Bedeutung über die Engländer im Jrak der arabischen Stämme am Kampf, deren die Englän ganz sicher zu sein glaubten. Einer der stärksten und angesehensten Stämme schlug sich endgültig auf die türkische Seite. Diel zu den Türken übergetretenen Stämme nahmen auch jetzt die Verfolgung der Engländer auf. Bisher sind die Engländer schon 110 Kilometer zurückgewichen. Italiens Krieg und das Parlament. In seiner Rede am Eröffnungstage der Kammer hat italienische Minister des Aeußern, Son nino, ein Reihe merkenswerter Ausführungen gemacht. Das Wich⸗ tigste war zweifellos die Erklärung, daß auch Italien der Ver⸗ pflichtung der Vierverbandsmächte, keinen Sonderfrieden zu schließen, beigetreten ist. Diese Erklärung ist um so bedeut⸗ samer, als nicht nur im Auslande allerlei Gerüchte über die Mö g⸗ Italien umherschwirrten. Die B. Z. des großen Erfolge liegt an der Teilnahme der be⸗ lichkeit eines Sonderfriedens mit Weniger klar waren schon die Betrachtungen Sonnions über das Verhältnis von Italien zu Griechen lan d. Bekanntlich hat Griechenland genau solche Aspirationen auf Albanien wie Rivalität hat die ohnedies verwickelte Aus der Rede Sonninos geht nicht her⸗ vor, wie sich Italien in dieser Hinsicht zu verhalten gedenkt. Auf der einen Seite versichert Sonnino, daß die dauernde Selbständig⸗ keit der(angeblich doch bestehenden) albanischen Nation verteidigt werden misse, auf der anderen Seite läßt er keinen Zweifel darüber, daß Italien mindestens den Besitz Valonas und der an⸗ schließenden albanischen Gebiete für seine Stellung im adriatischen Meer als unentbehrlich betrachte. Wie Sonninso diese beiden Absichten vereinigen will, bleibt sein Geheimnis. Jedenfalls wird man in Griechenland aus dieser Rede nur wieder erkennen daß Italien sie hat und diese Lage keineswegs geklärt. die italienischen und griechischen Interessen auf dem Balkan ein⸗ ander entgegengesetzt sind. Herr Sonnino betonte dann auch, daß Italien für die Wiederherstellung der serbischen Selbständigkeit eintrete. Er gebrauchte große Worte dafür, aber vielleicht waren sie nur der Kulissenlärm, der die Vernichtung Serbiens übertönen und die Tatsache verhüllen sollte, daß nun Italien freie Bahn für seine von Serbien stets scheel angesehenen Ansprüche auf Dalmatien sieht. Freilich, wie die Dinge glücklicherweise militärisch liegen, dürften diese Ansprüche Italiens auf das slavische Dal⸗ matien nur in der Theorie bestehen bleiben! Ueber die Stel⸗ lung Italiens zu Deutschland hüllte sich Sonnino in ein großes Schweigen.— Im übrigen war die ganze Kammer⸗ vorstellung sehr gut inszeniert, nur die sozialdemokratische Fraktion störte die schöne Einmütigkeit, indem sie bei der geschwollenen Er⸗ öffnungsrede des Präsidenten auf den König in Zwischenrufen ihre alten Grund sätze für die Republik zur Geltung brachte und auch sonst im Laufe der Sitzung ihren gegensätzlichen Stand⸗ punkt in keiner Weise verhüllte. Die Fraktion hätte das kaum ge⸗ tan, wenn es nicht der Volksstimmung entspräche. Der Avanti über die Rede Sonninos, T. U. Lugano, 2. Dez. Der Avanti, das einzige Blatt, das etwas freier zu sprechen vermag, stellt fest, daß die Mehrheit der Kammer das eintretende Ministerium mit eisigem, beleidigenden Schweigen empfangen habe: nicht einmal einen Privatmann würde man so behandeln, nachdem man ihm vorher mit soviel Lob über⸗ häufte. Allmählich erhitzte sich die Kammer namentlich darum, weil die Sozialisten jeden Anlaß benutzten, um scharfe Kritik zu äußern und lebhaft zu protestieren. Als Sonnino erzählte, wie die Re⸗ gierung bis Mai alles aufgeboten habe, um dem Lande den Schrecken eines Krieges zu ersparen, ging ein Murren durch die äußerste Linke und durch einen Teil des Zentrums, wo man sich er⸗ innerte, daß doch Salandra nach seinem eigenen Geständnis be⸗ reits im November 1914 den damaligen Abgeordneten Orlando zum Eintritt in das Kabinett einlud, um zusammen den Krieg gegen Oesterreich vorzubereiten. Die Unterzeichnung des Londoner Vertrags 5 durch Italien. a 5 Wie der Mailänder Korrespondent des Matin versichert, hat der italienische Botschafter in London erst am 30. Novem- ber seine Unterschrift unter den Londoner Solidaritätsver⸗ trag vom 5. September 1914 vollzogen. Die englischen Gesamtverluste: eine halbe Mllion. Reuter meldet offiziell: Die Gesamtzahl der britischen Verluste bis zum 19. November beträgt: Getötet oder ge⸗ storben: 4620 Offiziere, 69 227 Mann, verwundet: 9754 Offiziere, 240 283 Mann, vermißt' 1583 Offiziere, 24446 Mann. Im Gebiet des Mittelmeeres getötet oder gestorben: 1501 Offiziere, 21531 Mann, verwundet 2860 Offiziere, 70 148 Mann, vermißt 350 Offiziere, 10 211 Mann; auf den anderen Kriegsschauplätzen getötet oder gestorben 227 Offiziere, 2052 Mann, verwundet 337 Offiziere, 5587 Mann, vermißt 76 Offiziere, 3223 Mann. Flotte: getötet oder gestorben 589 Offiziere 9928 Mann, verwundet 161 Of⸗ fiziere, 1120 Mann, vermißt 52 Offiziere, 310 Mann. Ins⸗ gesamt 6. een die Verluste 510 230 Mann. g Der Seekrieg. Gesunkene Schiffe. Reuter meldet aus London: Der Dampfer„Colenso“ (3861 Tons, gehört nach Hull), ist g esunken. Die Mann- schaft wurde gerettet. Der Dampfer„Orange Prince“(3583 Tons, gehört nach New Castle) ist ebenfalls gesunken. Ein Lloydsbericht aus Gotenberg meldet, daß der schwe⸗ dische Schoner„Emma Aalborgh“ auf der Reise von Bra⸗ silien gesunken ist. Man befürchtet, daß die Mannschaft umgekommen sei. 5 Meldung des Reuterschen Bureaus. Die Besitzer des ver. senkten Dampfers„Kingsway“ teilen mit, daß die fünf ver⸗ mißten Personen gerettet sind. * (W. T B. Nichtamtlich.) Trotz des gestrigen Berlin, 2. Dez. Zerstörung eines deut⸗ Dementis, daß die Nachricht über die schen Unterseebootes durch einen britischen Flieger voll⸗ ständig aus der Luft gegriffen sei, meldet das Reutersche Bureau ergänzend, aus den näheren amtlichen Mitteilungen über das Luft⸗ gefecht gehe hervor, daß der Achtersteven des U-Bootes, das durch das britische Flugzeug bombardiert wurde, gebrochen und das Boot innerhalb einiger Minuten gesunken sei.— Da, wie uns von zuständiger Stelle erneut bestätigt wird, ein deutsches Boot nicht in Frage kommt, hat das britische Flugzeug, wenn die Reuter⸗ meldung zutrifft, vermutlich ein englisches oder ein fran zösisches U-Boot vernichtet. Die Lebensmittteloersorgung vor der Budgetkommision des Reichstags. Am Donnerstag begann der Haushaltsausschuß des Reichstags auch seine Beratung der Denkschrift der Regierung über die Lebensmittelversorgung. obg. Graf Westa rp als Referent bedauert, daß das Ausland aus den Erörterungen den Schluß ziehen könnte, Deutschland könne ausgehungert werden. Ferner hat man im Ausland geschlossen, das deutsche Volk babe sich entzweit. Das Ausland ist dadurch in dem 2— Willen bestärkt worden, den Krieg fortzuführen. Es fehlt in der Hauptsache daran, daß das deutsche Volk genügend auf⸗ geklärt worden ist. Man hat den Konsumenten keinen Dienst erwiesen dadurch, daß man alle Schuld auf die Regierung schob. Mit dem Zwang allein ist es nicht getan. Es müsse aber versucht werden, zu praktischen zweckmäßigen Maßnah⸗ men zu kommen. An Lebensmitteln ist kein Mangel, wenn auch kein Ueberfluß besteht. Die Schwierigkeit liegt nur im Problem der Verteilung. Redner macht nun eine Reih. traulicher Mitteilungen. Die Produktion von Ersatz⸗Futter⸗ mitteln hat günstige Resultate ergeben. Der Bestand an Schweinen ist erheblich gestiegen. Schwieriger liegt es mit dem Schutz der Milch- und Butterproduktion. Die Produk⸗ tion an Butter ist etwas zurückgegangen, der Rückgang findet aber seinen Ausgleich durch die Einfuhr. Die Knappheit an Butter ist zurückzuführen auf die gesteigerte Nachfrage. Zu⸗ sammenfassend könne gesagt werden, daß Mangel an Lebens— mitteln nicht bestehe, die Aushungerung Deutschlands ist aus⸗ geschlossen. Die Widerstandsfähigkeit Deutschlands wird aber noch wesentlich gehoben, wenn man sich zu Einschrän— kungen entschließt. Dringend erwünscht sei, sich in der Kritik eine gewisse Reserve aufzuerlegen, denn es ist jedenfalls nicht zu bestreiten, daß auf allen Gebieten viel geleistet worden ist, wenn es auch nicht möglich war, alle Wünsche zu erfüllen. Die Beratung wird Freitag fortgesetzt. Sozialdemokratische Anträge zur Lebensmittel⸗ 5 versorgung. Die Vertreter der sozialdemokratischen Fraktion haben in der l folgende Anträge zur Lebensmittelversorgung Die Kommission wolle beschließen, die verbündeten Regierungen zu ersuchen, die Verordnungen in der Lebensmittelversorgung weiter auszugestalten und für die Durchführung sicheve Garantien zu 52 a 5 nsbesondere erweist sich als notwendig: 1. Kartoffelversorgung. 2) Die Kartoffelversorgung ist durch neue strikte Durchführung der Enteignung sicherzustellen. Die dem Abgabezwang unterliegende Menge muß bis zu 50 Prozent des Bestandes ohne Berücksichtigung künftiger Lieferungen erhöht werden, wobei der notwendige Bedarf für die Viehhaltung des eigenen Betriebes zu berlcksichtigen ist. Bei der Lieferung darf die gute Eßkartoffel nicht zurückgehalten werden. b) Der Transport der Kaxtoffeln ist durch Frachtermäßtgung und eine gensigende Bereitstellung von Eisenbahnwagen zu er leichtern. o) Soweit die Herbeischaffung der Kartoffeln durch Mangel au Arbeitskräften erschwert wird, ist durch Vereitstellung von Ge⸗ fangenen Ersatz zu schaffen. d) Für Fabrikkartoffeln gilt der Höchstpreis für Speise⸗ kartoffeln mit einem Abzug, der dem geringeren Stärkegehalt der Kartoffeln entspricht. Vom 1. Januar 1916 ab wird der Höchst⸗ preis für solche Speisekartoffeln, die nicht bis zum 1. Dezember 1915 von den Landwirten bei der Reichskartoffelstelle oder ihren Organen angemeldet sind, um 25 Prozent herabgesetzt. e) Es ist eine Frist zu bestinmen, bis zu der die Gemeinden die Höchstpreise für den Kleinhandel einführen müssen. 2. Gemüse und Obst. a) Festsetzung von Höchstpreisen für Produzenten, Großhandel und Kleinhandel beim Verkauf von Obst und Gemüse, auch in ge⸗ trocknetem Zustand, ferner für Konserven und Marmeladen. 3. Vieh⸗ und Fleischversorgung. a) Einführung einer Fleischkarte, die den Verbrauch gleich⸗ mäßig regelt. b) Einführung einer kombinferten Karte, die den Bezug von Butter, Schmalz, Margarine und Fetten regelt. c) Für Groß⸗ und Kleinhandel Höchstpreise für alle Fleisch⸗ arten, Fleischwaren und Wurst, abgestuft nach Fleischsorten. d) Höchstpreise für Vieh ab Stall und Schlachtviehmarkt. Ein⸗ führung eines Schlußscheins beim Vieheinkauf und verkauf. e) Herabsetzung der Preise für Futterschrot aller Getreide⸗ arten unter Zugrundelegung der von der Reichsgetreidestelle ge⸗ zahlten Uebernahmepreise und des Mahllohnes. Höchstpreise für alle Futtermittel, insbesondere für Stroh, Häcksel und Heu. 0 Besondere Berücksichtigung der Schweinemästereien und der Molkereien, die nicht mit landwirtschaftlichen Betrieben verbunden sind, bei Verteilung der Futtermittel. 4. Zuckerversorgung. a) Herabsetzung der Höchstpreise für Verbvauchszucker. b) Preisermäßigung für die als Viehfutter verwendbaren Rückstände der Zuckerfabrikation. binter die Front von Krivolak bis Walandowo, östlich des a 5. Versorgung mit Brennmaterial.. stpreise für Brennmaterialien für Produzenten, Groß⸗ und Kleinhandel. 6. Rohstoffversorgung. 9 Mäßige Höchstpreise für Rohstoffe. b) Herabsetzung der bisherigen Richtpreise für Leder. 2. der Abgabe an die Milttärverwaltung. 5 Festfetzung von Höchstpreisen für technische Fette und deren Erzeugnisse. 5 7. Versorgung vom Ausland. a) Verleihung eines Einfuhrmonopols für Lebensmittel an die Zentraleinkaufsgesellschaft. Abgabe der eingeführten Lebens⸗ mittel durch sie nur an Behörden und behördlich bestimmte Ver⸗ teilungsstellen. b) Festsetzung von Verkaufspreisen für von der Reichsprüfungs⸗ stelle als dringend notwendig erklärten Nahrungsmittel, ins⸗ besondere Reis und Hülsenfrüchte, die die Preise der Iulands⸗ waren derselben Art nicht übersteigen. Entschädigung der Zentral⸗ Norkuste ede alt durch das Reich für etwaige hieraus entstehenden Verluste. f Aenderung des Höchstpreisgesetzes. Dem§ 4 des Gesetzes, betreffend Höchstpreise(vom 4. August 1914) als Absatz 2 hinzuzuflügen: ö 1 Der Käufer bleibt straflos, wenn er nicht den Verkäufer zur Ueberschreitung des Höchstpreises angereißt, verleitet oder ange⸗ stiftet hat. 1 Die Entente behält Saloniki? Das Echo de Paris veröffentlicht einen Leitartikel über die Lage der Verbündeten auf dem Balkan und sagt in der Zusammenfassung des Artikels, der von Herbette unterzeich⸗ net ist, die Verbündeten behalten Saloniki; dafür be⸗ kommt Griechenland Kawalla. Niemals, heißt es in dem Artikel weiter, werden die Verbündeten Saloniki räumen, sie werden dort bis zum Ende des Krieges bleiben, damit die Bulgaren Saloniki nicht in Besitz neh nnen. Die Lage der Franzo en und Engländer am Balkan. 5 4 a 8 4 7 Der Korrespondent des Nieuwe Rotterdannsche Courant in Sofia meldet seinem Blatte: Gegenüber den immer wiedet auftauchenden Meldungen von angeblichen Erfolgen d i 5 1 ö Engländer und Franzosen in Südmazedonien kann ie stimmt versichern, daß die Ententearmee am 14. November seine schwere Niederlage am Tschernefluß erlitten hat und sich Wardarflusses, zurückzog und jetzt dort hart bedrängt wird. Nach einer Meldung aus Saloniki von zuverlässiger neutraler Seite ist die Stimmung bei den französischen Truppen sehr gedrückt und fortwährend verschärft sich auch die Spannung zwischen den Franzosen und den Engländern. Dem Nouvelliste zufolge zieht sich das englisch⸗französische Landungskorps auf Saloniki zurück, da die italienischen Truppen jetzt nicht mehr rechtzeitig eintreffen können, um dem Landungskorps der Verbündeten Hilfe zu bringen. Die Lage in Manastir. Nach einer Meldung des Giornale d'Italia aus Athen soll Monastär gestern kapitultlert haben. Magrini de⸗ peschierte aus Monastir vom 29. November, seit zwei Tagen be⸗ findet sich Monastir in Agonie. Die Bulgaren haben die Offenstve der Serben gegen Prilep mit einer Offensive gegen den linken ser⸗ bischen Flügel beantwortet und die eine Umkreisung fürchtenden Serben gezwungen, sich auf ihre alte Verteidigungslinie am Flusse Tscherna zurückzuziehen; dann aber seien sie 20 Kilometer von Monastir stehen geblieben, wahrscheinlich um Hilfe zu erwarten. * 2 . 5 5 1 l 1 4 5 mitgebracht. Die 1 1 ttel darin befunden hätten. Man gle Studenten einen Mordanschlag im 1 99 5 fül dessen Ausführung durch die Explosion gehindert wo 5 Kriegs notizen. 1 Durch Ministerlatexlaß wird für die gesamte volks⸗ und fe gpg pee 3 ugend in Bayern das Tahak⸗ Zigaretten rauchen von Schulaufsichtswegen verbot Für die höheren Lehranstalten sind bereits entsprechende Ano nungen ergangen. In ganz Baden ist laut Neue Bad. Landesztg. eine Bie breiserhöhung von vier Mark pro Hektoliter in Kraft ge⸗ treten. Es ist dies die zweite seit Kriegsbeginn. Die erste betruß 3,50 Mark pro Hektol 5 stes, einen Waff N age zwischen eln, erfährt Sera aus ium einen diesbezüglichen dor iter en⸗ Gestern fand die Beerdigung statt. Die deutsche Kolonie schmückte die Gräber mit Blumen. ö Die Londoner Dafly Chrontele vergleicht die finanziellen Leistungen der deutschen und englischen Arbeiten Während 2113 120 deutsche Arbeiter 87 Millionen Pfund Sterling auf die Kriegsanleihen gezeichnet haben, hat bie 5 8 Arbei 0 nur fünf Millionen Pfund Sterling auf die en, II riegsanleihen gezeichnet. Die Londoner Clarion dom W. vember bemerkt hierzu:„Das ist ahne Zweifel die schlim m Niederlage, die wir in diesein Kriege erlitten haben.“ 0 5 Marteinachrichten. Zum Parteikonflikt in Wüettemberg. 4 Gegen die Maßnahmen des Parkesvorstandes und seine Stellung; nahme im württembergischen Parteikonflitt hattest die alte O veinsleit Stuttgart und die alte Kreisvereinsleitung i öppingen Beschwerde bei der Kontrollkommissi Dfefe hat nunmehr liber die Beschwerden entschieden unbegeündet zuräckgewiesen. euerun slwesen ch, als eeinan dan jah tausen lag der stausen ten kön Haupt Uaanstalt sals⸗ Ul bau bel Hei 2 ealspi chend fan, und sclußvr schen an slfalls! sritstelle Vohe inen ch bede Alle Behörden seien abgereist, ee die Leichtverwundeten und Kranken. Der italienische Konsul sei nach Saloniki, die an⸗ deren Konsuln nach Florina gegangen. Die Bevölkerung ist von einer Panik ergriffen. Am 28. November friih habe während eines Schneesturmes die Plünderung der Läden begonnen, die seit einem Monat geschlossen waren. Am 29. November sei der letzte Eisenbahnzug nach Saloniki abgegangen. Geplantes Bombenattentat in Athen? T. U. Budapest, 3. Dez. Nach einer Athener Meldung des A Vilag fand vorgestern in der Wohnung der Witwe Katia eine Bombenexplosion statt, wobei zwei Studenten, die dort zur Miete wohnten, getötet wurden. In der letzten Zeit kamen oft französische Soldaten zu Besuch und hatten e halb 0 0 Rü dem — 22 Seorq N. daenzaleit arliengese all 5 L 4 85 Barfüßele. 1 Eine Schwarzwälder Dorfgeschichte von Berthold Auerbach. Da sagte Amrei eines Tages:„Bas', wisset Ihr auch, warum der Wind weht?“ „Nein, weißt denn du's?“ „Ja, ich hab's gemerkt. Gucket, alles was wächst, muß sich umtun. Der Vogel da fliegt, der Käfer da kriecht, der Hab', der Hirsch, das Pferd und alle Tiere, die laufen, und der Fisch schwimmt und der Frosch auch, und da steht der Baum und das Korn und das Gras, und das kann nicht fort und soll doch wachsen und sich umtun, und da kommt der Wind und sagt: bieib' du nur stehen, ich will dich schon umtun, so. Siehst du, wie ich drehe und wende und biege und schüttle? Sei froh, daß ich komm', du müßtest sonst verhocken, und es würde nichts aus dir; es tut dir gut, wenn ich dich müd' mache du wirst es schon spüren.“ Die schwarze Marann sagte in der Regel auf solche Kund⸗ getlungen nichts weiter als ihren gewohnten Spruch:„Ich bleibe dabei, in dir steckt die Seele von einem alten Einsiedel.“ Nur einmal half die Marann den stillen Betrachtungen Amreis auf eine andere Spur. Die Wachtel schlug bereits im hohen Roggenfelde, und neben Amrei sang fast einen ganzen Tag unaufhörlich eine Feldlerche am Boden, sie wanderte hin und her und sang immer so innig, so tief ins tiefste Herz hinein, es war wie ein Saugen der Lebenslust. Das klang noch viel schöner als die Töne der Himmelslerche, die sich aufschwingt in die Luft; und oftmals kam der Vogel ganz nahe, und Amrei sagte fast laut vor sich hin:„Warum kann ich dir's nicht sagen, daß ich dir nichts tun will? Bleib' nur da!“ Aber der Vogel war scheu und versteckte sich immer wie⸗ der. Und Amrei sagte schnell überlegt vor sich hin:„Es ist doch wieder gut, daß die Vögel scheu sind, man könnte ja sonst die diebsschen Sperlinge nicht vertreiben.“ Als am Mittag die Marann auf den Holderwasen kam, sagte Amrei:„Ich möchte nur wissen, was so ein Vogel den lieben langen Tag zu sagen hat, und er schwätzt sich gar nicht aus.“ Darauf erwiderte die Marann:„Schau', so ein Tierlein kann nichts bei sich behalten und in sich hinein reden; im Menschen aber spricht sich immer etwas in ihm fort, das hört auch nie auf, aber es wird nicht laut; da sind Gedanken, die singen, weinen und reden, aber ganz still, man hört's selber kaum; so ein Vogel aber, wenn er zu singen aufgehört hat, ist fertig und frißt oder schläft.“ Als die schwarze Marann mit ihrer Holztrage fortging. schaute ihr Amrei lächelnd nach:„Die ist jetzt ein stillsingen⸗ der Vogel“, dachte sie, und niemand als die Sonne sah, wie das Kind noch lange vor sich hin lächelte. Tag auf Tag lebte Amrei so dahin; stundenlang konnte sie träumerisch zusehen, wie der Schatten vom Gezweige de? Holzbirnenbaumes sich von dem Winde auf der Erde bewegte, daß die dunklen Punkte wie Ameisen durcheinander krochen; dann starrte sie wieder auf eine feststehende Wolkenbank, die am Himmel glänzte, oder auf jagende, flüchtige Wolken, die einander fortschoben. Und wie draußen im weiten Raume, so standen und jagten, stiegen und zerflossen auch in der Seele des Kindes allerlei Wolkenbilder, unfaßlich und nur vom Augenblick Dasein und Gestalt empfangend. Wer aber weiß, wie die Wolkenbildungen draußen in der Weite und im engen Herzensraum zerfließen und sich wandeln? Wenn der Frühling anbricht über der Erde, du kannst nicht fassen all das tausendfältige Keimen und Sprossen auf dem Grunde, all das Singen und Jubeln auf den Zweigen und in den Lüften. Eine einzige Lerche fasse fest mit Auge und Ohr, sie schwingt sich auf, eine Weile siehst du sie noch, wie sie die Flügel schlägt, eine Weile unterscheidest du sie noch als dunklen Punkt, dann aber ist sie verschwunden; du hörst nur noch ein Singen, und weißtzzicht, von wannen es kommt. Und könntest du nur einer eilzigen Lerche im freien Naume einen ganzen Tag lauschen, du würdest hören, daß sie am Morgen, am Mittag und am Abend ganz anders singt; und und könntest du ihr nachspüren vom ersten zaghaften 45 lingsjauchzen an, du würdest hören, wie ganz andere Töne sie im Frühling, im Sommer und im Herbst in ihren Gesang mischt. Und schon über den ersten Stoppelfeldern singt eine[ Die neue Lerchenbrut. 1 1 kmic Und wenn der Frühling anbricht in einem Menschen. ben; gemüte, wenn die ganze Welt sich auftut vor ihm, in du kannst die tausend Stimmen, die es umfließen, das tausendfältige Knospen auf dem Grunde und wie es immet weiter gedeiht, nicht fassen und festhalten. Du weißt nur noch, daß es singt, daß es sproßt. 7 Und wie still lebt sich's dann wieder, wie eine festge⸗ wurzelte Pflanze. Da ist der Wiesenzaum beim Holzbirnen⸗ baum, die Schlehen blühen früh auf und werden nut 5 reif. Und welch eine schöne Blüte hatte die Mehlbeere, wie kräftig duftete das, und jetzt sind schon kleine Birnen daraus geworden, und schön färben sie sich rot; und auch die 0 Einbeere beginnt schon schwarz zu werden. Es kommen hellen, schnittreifen Erntetage, wo der Himmel so wo blau ist, daß man den ganzen Tag den Halbmond, und wie er sich dann füllt und wieder abnimmt, wie ein fei 1 Wölkchen am Himmel sieht. J Draußen in der Natur und im Menschengemülte ist es. wie ein leises Atemanhalten vor einem Ziele.. Das war bald ein Leben auf dem Wege, der durch den Holderwasen führte! Schnellrasselnd fuhren die leeren Le g wagen dahin, und darauf saßen Frauen und Kinder und lachten, auf⸗ und niedergehoben von Schüttern des 1 wie vom Lachen, und dann fuhren die garbenbeladenen 14 gen leise und nur manchmal krächzend heimwärts, und Schnitter und Schnitterinnen gingen nebenher. 1 Amrei hatte von der reichen Ernte fast nicht gehn u ihre Gänse, die sich manchmal in kecker Zudringlichkest an beladenen Wagen herandrängten und eine he 5 Aehre abrauften. t die 6 sten en e 0 Jung i und (Fortsetzung folgt.) — 0 1 S 2 8 * 1 — — 2 3 * i—— 1 Beilage zur Obe 11 ß ——. ̃ 7 ro perein, gleich anderen landwirtschastlichen,* e fuden. Sie entrüsteten sich 1 8 DN 0 0 Achon aus (chulwesens beseitigen und der Schule die auch volkswirt⸗ gessen und Nachbargebiete. Gießen und Umgebung. f Wie's anders war! Wie's doch vorm Krieg so anders war. Notpeinlich zählte man das Jahr, Wenn Vierziger nach Arbeit fragten— Der Antwort sie im voraus zagten. „Besetzt!“ tönt's kurz zurück und kalt— Sie nickten stillbewußt: Zu alt!—— Da kam er über Nacht, der Krieg Und über Nacht folgt Sieg auf Sieg Erkämpft von tapferen Millionen.— Da sollt's der Frage wohl verlohnen: Wer zählt die Helden, grau im Haar?— Wie's doch vorm Krieg so anders 31% Adolf Naetze. Die Kosten der Einheitsschule. f Unter den Einwendungen gegen den einheitlichen Aus⸗ unseres Schulwesens begegnet man neuerdings häufig e Behauptung, die Einheitsschule werde ungeheure Kosten sehirsachen. Ein Mehrbedarf von 500 Millionen wird ge⸗ ahnt. Wer die Forderung der Einheitsschule ihrem Wesen 0 sich vergegenwärtigt, als die Schulreform, die möglichst erm Kinde nach Art und Höhe seiner Begabung einen aden Weg bis zu dem ihm entsprechenden Schulziele Anen will, wird aber aus der Einheitsschule an sich keine kteuerung, sondern eine ganz erhebliche Verbilligung des ulwesens erwarten, für den Staat und die Gemeinden hohl, als auch für die Familien. Bei dem unterbundenen beneinander der Volks⸗, Mittel⸗ und höheren Schulen den jahrelange Umwege und Zeitverluste für ungezählte Zonntausende von Kindern herbeigeführt, eine unnötige Be⸗ ung der Familie. Anderseits sitzen in den höheren Schulen Ihntausende von Kindern, die das Schulziel niemals er⸗ lochen können— auf 40 000 Sextaner und 240 000 Schüler berhaupt kamen im Jahre 1913 in den preußischen höheren hranstalten nur 9330 Abiturienten— eine Belastung der Ehats⸗ und Gemeindekassen, die bei einem anderen Schul— selbau bedeutend vermindert werden könnte. Bei Durchführung der Einheitsschule würde, dem Be⸗ F entsprechend, der dritte Teil unserer höheren Schulen reichend sein, um denselben Bedarf an Abiturienten zu ken, und die Kräfte, die etwa das Schulziel der heutigen schlußvrüfung der Untersekundg, erreicht haben müssen, rden auf der Voltsschule aufgebaute Mittelschulklassen Eufalls mit einem Bruchteil der jetzt angewandten Mittel eitstellen können. Woher kommen also die Mehrkosten? Aus einer allge— inen Verbesserung der Volksschule? Dafür sind allerdings ih bedeutende Aufwendungen erforderlich, wenn auch nicht e halbe Milliarde. Aber wir werden diese Mittel auch ne Rücksicht auf den einheitlichen Aufbau des Schulwesens ch dem Kriege bereitstellen müssen. So groß auch der Vor⸗ g der deutschen Volksschule vor der Volksschule der uns gegenüberstehenden Länder ist, nach den Erfahrungen ges wird ein Wettstreit auf dem Schulgebiete in en Siaaten beginnen, und es dürfte wohl von r empfsblen werden, daß sich Deutschland den Vor⸗ den eß gegenwärtig hat, streitig machen lasse. Unsere verden also neue Opfer erfordern, unzweifelhaft. mehr aber werden wir bemüht sein müssen, mit den seing Aufwendungen die höchsten Ziele zu erreichen. dicsem Grunde werden wir alle Desorganisation, unseres öffentlichen N N ö les verbindungslose Nebeneinander haftlich vorteilhafteste Gestalt geben müssen. 8 Die Einheitsschule ist nicht nur die erzieherisch und Asterxichtlich zweckmäßigste, staatsbürgerlich gerechteste, Andern auch die volkswirtschaftlich vorteilhafteste Schule. Sie die Schule, die die höchste Leistungsfähigkeit mit der lößten Wohlfeilheit verbindet. Was auf allen andern Ge⸗ heten ehernes Gesetz ist: Organisation, Verbindung, Ver⸗ ärzung des Weges, Verminderung des Aufwandes an Ar⸗ hit und Kosten, muß es auch auf dem Gebiete der Schule lerden. Durchgreifende, dem Wesen der Sache sorgsam an⸗ paßte Organisation verbürgt auch hier den größten e hi geringstem Kräfte⸗ und Geldaufwande. In dem Augen⸗ bicke, wo wir die Ziele unserer Schul⸗ und Volksbildung nesentlich erhöhen und alle Kinder unseres Volkes ohne Aus⸗ gahme ganz zu erfassen suchen, wird die Einheitsschule selbst⸗ lerständlich sein, auch für diejenigen, die ihr aus nebensäch⸗ lchen Gründen heute noch widersprechen. a Der hessische Bauernverein entrüstet sich. Sonntag der Hessische Sener b de zagtenemnrerg Blum⸗Gernsheie je das in 0 e ee 1 5 kund auch der Hessische Bauern⸗ Utzter Zeit üblich geworden ist, empfand anereinen, das Bedürfnis, en di Landwirte durch ihr der gedensmittelversorgung auf sich 5 daher über die„Hetze gegen die Land⸗ Vorwürfe entkräftet, daß sie ihren 1 Wie der aussieht, das ist zur Genüge N 9 8 isfe Bauernstand i Tatsache seine „was gegen den Makel zu jatriotisches Verhalten bei wirte“ und glaubten die mut betonten. 10 die man 15 zurück, die selbst aus naheste a 2 doch, daß das ganze Volk im ot Schuldigkeit getan habe. Unter eme 1 einem Vereinsorgan und in Versammiuln. b ufgefordert, Kartoffeln auf den Markt zu e e olgendes Telegramm an den Reichskanzler C 7 ist, be⸗ Hauernverein, dem die Versorgung des Volkes Ch. seine Hessische 5 Gießen, Jamsfag. den 4. Dezember 1915. rhessischen Volkszeitung Nr. D 2 2. Ri Tatsache ist freilich, daß das ganze Volk im jetzigen großen Ringen seine Schuldigkeit getan hat, nur eben mit Ausnahme der⸗ 1 Elemente, die diese schwere Zeit zu eigensüchtigen Zwecken enutzten. Es will nicht viel besagen, wenn in dem Telegramm von der Lebensmittelversorgung des Volkes als Ehrensache ge— sprochen wird, es wird niemand das Gegenteil zugeben wollen— morauf es ankommt, ist, daß die einzelnen Vereinsmitglieder der Versuchung nicht widerstehen können, diese Ehrensache zu einer 'Profitsache zu machen. Die von den Behörden zurzeit sehr häufig angeordneten Beschlagnahmungen von eilweise versteckten Kar⸗ beffeln zeugen nicht gerade von einer hohen Auffgssung von der Pflicht, die Bevölterung mit Lebensmitteln zu versorgen. 90 Keine Weihnachtspaketwoche. Es ist vielfach die irrige Meinung verbreitet, als ob, wie im Vorjahre, besondere Weihnachts paketwochen für die Versendung der Weihnachts⸗ pakete ins Feld eingerichtet würden. Dies ist nicht der Fall. Bezüglich der Verwendung von Paketen, Päckchen und Brie⸗ fen ins Feld bleibt es bei den bisherigen, seit Anfang dieses Jahres in K raft befindlichen Bestimmungen, laut denen die Auflieferung von Paketen bis zu 5 Kilogramm direkt bei den 1 Depots, bis zu 10 Klg. bei den Postanstalt und von 10 bis 50 Klg. bei der Güter⸗ abfertigung einer jeden Eisenbahnstation erfolgen kann. Pfundpakete im Gewichte bis zu 500 Gramm mit der Aufschrift„Feldpostbrief“ können an Angehörige des deuk⸗ schen Heeres jederzeit mit einem Porto von 20 Pfg., Briefe im Gewichte von 50 bis 250 Gramm mit einem Porto von 10 Pfg., unter 50 Gramm ohne Porto ins Feld ver⸗ sandt werden.(An Angehörige des österreichischen Heeres können von hier aus nur Briefe bis zu 250 Gramm zur Ab⸗ sendung gelangen.) Wiederholt muß dringend darauf auf⸗ merksam gemacht werden, daß es notwendig ist nur genügend starkes, dem Inhalt angepaßtes Packmaterial zu verwenden. Vor allen Dingen sind starke Pappkartons und starkes festes Kraftpapier oder Oelleinwand zu empfehlen. Auf die An⸗ bringung der Adresse ist besonders zu achten. g — Verkauf von Reis usw. durch die Stadt. Wir weisen auf die städt. Bekanntmachung hin, wonach der Verkauf von Seife, Reis, Gries usw. nächsten Montag in der alten Schule in der Neustadt beginnt. — Steigen der Flüsse. Infolge des fast ununterbrochenen Regenwetters der letzten Tage sind Lahn und ihre Neben⸗ flüsse ganz bedeutend gewachsen, sodaß bei Fortdauer des Regens Hochwasser zu erwarten steht. — Gedenkblätter. Eine Verordnung des Generalkom⸗ mandos untersagt, zur Herstellung von Gedenkblättern An⸗ gaben und Mitteilungen über die Truppenteile und militä⸗ rischen Bezeichnungen der K tiegsteilnehmer gu machen. Fer⸗ ner ist der Vertrieb bon Wedent lättern für im Felde stehende oder gefallener Kriegsteslnehmer im Han sierhandel verboten. 5 — Im Walde ködlich verunglückt. Am Mittwoch wurde der Maurer Heiur. Müller 4. in Dorf⸗Gill, der im Walde mit Holzmachen ei war, von einem stürzenden Baume so unglücklich getroffen, daß er sofort tot blieb. Müller war bereits 60 Jahre 1 5 — Tödlicher Unfall bei der Ueberlandzeutrale. Am Mitt⸗ woch wurde in der Umschaltestation In heiden der In⸗ spektor Wilh. Hechler vom elektrischen Starkstrom getötet, als er im Begriff stand, wegen einer Betriebsstörung in der Ueberlandanlage nachzusehen. — Ein schäbiger Rest ist im Konkurse des Kaufmanns und früheren Stadtverordneten L. Troß übrig geblieben. Wie der Konkursverwalter bekannt gibt, soll die Schlußver⸗ teilung erfolgen, für dienach Abzug der Kosten und Befrie⸗ digung der bevorrechtigten Gläubiger noch 2870,19 Mark oder 2,71 Prozent auf die mit 105 658 Mark festgestellten For⸗ derungen vorhanden sind. Knapp drei Prozent— die Gläu⸗ biger werden sie mit recht saurer Miene einkassieren. — Günstige Lage der Landwirtschaft. Daß die mittleren und größeren Landwirte jetzt bei diesen Preisen gute Zeiten haben, ist für jeden klar. Die agrarische Presse will das aber nicht Wort haben und redet noch von„Opfern“ der Landwirtschaft. Selbst Gutsbesitzev gestehen die günstige Lage der Landwirtschaft zu; so schrieb der nationalliberale Gutsbesitzer Schmidthals, der Gegen⸗ kandidat des Herrn von Heydebrand auf Klein⸗Tschunkawe, im Deutschen Kurier:„Soviel steht jedenfalls fest, die Lage der Land⸗ wirtschaft ist nicht ver zweifelt. Am schlömmsten steht es noch um den kleinen Landwirt, der im Verhältnis zu seiner Fläche viel Vieh hält; bei ihm sieht es oft traurig aus; je größer die Fläche, je geringer im Verhältnis zu ihr der Viehbestand ist, um so weniger hat der Landwirt unter den besonderen Verhältnissen des Krieges zu leiden. Gewiß sind die Höchstpreise für Kartoffeln nicht über⸗ trieben hoch und bei der schlechten Ernte in Getreide hatte man vielleicht auf höhere Kartoffelpreise gerechnet, die den Ausfall an Körnern decken sollten. Doch die heutigen Erzeugungskosten wer⸗ den immerhin reichlich g edeckt, und mehr ann man nicht verlau ge n.“ f — Ueber Togo, die deutsche Kolonie in Westafrika, hielt am Donnerstag abend Herr Dr. Saame im Verein für Erd⸗ und Völkerkunde einen sehr interessanten Vortrag, zu dem sich eim zahl⸗ reiches Hörerpublikum iw der neuem Aula eingefunden hatte. Der Redner schilderte die Bodengestaltung des Landes, das südlich an den Golf von Benin angrenzt, rund 87 200 Ouladvatkilometer um⸗ faßt und etwa 1 Million Einwohner zählt. Im weiteren führte der Vortragende die hauptsächlichsten Bäume und Pflanzen an, die zum Teil Ausfuhrartikel liefern, z. B. Kapok, Palmkerne, Kokos⸗ nüsse, Bananen usw. Auch Baumwolle wird gewonnen, wenn, auch auch nicht in großem Umfange. Die tropische Dierwelt ist vertreten mit den batzenartigen Raubtieren, von denen der Löwe seltener wird; ferner gibt es zahlresche Raubpögel, Adler, Eulen usw. Krokodile finden sich in den Lagunen und oft auch in kleineren Flüssen recht zahlveich. Von den Insekten machen. sich verschiedene Fliegen⸗ und Mückenarten, welche die Verbreiter vieler gefährlicher Krankheiten sind, ganz besonders lästig. Ebenso die Termiten (Ameisen), vor derem Zerstörungswut kein Möbel, kein Holzgegen⸗ stand sicher ist. Redner besprach noch die Eigenart der dortigen Negerbevölkerung und ihre religiösen Anschauungen und schloß mit einer Schilderung der Kämpfe, welche die Kolonie kurz nach Ausbruch des Krieges mit den Engländern und Franzosen zu be⸗ stehen hatte. Durch zahlreiche Lichtbilder erhielt man eine Vor⸗ stellung von der üppigen Vegetation, cuert die frevelhafte Hetze gegen die bentschen Balle. bittet um rer Ehre und sordert gleiches Recht fü andtagsabgeordneter Uebel. Alle. Der Vor⸗ ü hat, das vorläufig von den 1 die das Land aufzuweisen Engländern in Besitz genommen worden st.— Der Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Mit der Beschlagnahme, wollenen und halbwollenen Wirk⸗ wollenen und halbwollenen Abfällen der Wir herstellung befaßt sich eine Bekanntmachung. Nach ihr sind alle wollenen und halbwollenen Lumpen und Abfälle in jeder Mischung und Farbe beschlagnahmt, die im Besitz von Personen sind, die sich mit dem Handel oder der Verwendung von wollenen und halb⸗ wollenen Lumpen und Abfällen gewerbsmäßig befassen. Der Ver⸗ kauf der beschlagnahmten Lumpen und Abfälle bleibt aber weiter zulässig zu Heeres⸗ oder Marinezwecken. Als ein derartiger er⸗ laubter Verkauf ist die unmittelbare oder mittelbare Veräußerung an bestimmte Sortierbetriebe anzusehen, die von der Kriegswoll⸗ bedarf⸗Aktiengesellschaft in Berlin mit dem Ankauf für die Zwecke der Heeres⸗ und Marineverwaltung beauftragt sind, und deren Liste von der Kriegs⸗Rohstoff⸗Abteilung des Preußischen Kriegs⸗ ministeriums veröffentlicht wird und auch von dort angefordert werden kann. Ohne Rücksicht auf die Beschlagnahme ist das Sortieren von Lumpen erlaubt und durchaus erwünscht. Lumpen und Abfälle, die vor Inkrafttreten der Bekanntmachung bereits gewolft waren, dürfen weiter verarbeitet werden. Ebenso ist die Verwendung und Verarbeitung zur Herstellung solcher Ganz⸗ und Halberzeugnisse zulässig, deren Anfertigung unmittelbar von dem Preußischen Kriegsministerium, dem Reichs⸗Marine⸗Amt, dem Bekleidungs⸗Beschaffungsamt, durch Vermittelung der Kriegswoll⸗ bedarf⸗Aktiengesellschaft oder des Kriegs⸗Garn⸗ und Tuch⸗Verbandes in Berlin veranlaßt ist. Die Bekanntmachung trat am 1. Dez. 1915 in Kraft. g Kein Kuchenbackverbot zu Weihnachten. Wie die B. 3. von zuständiger Stelle erfährt, wird von dem Erlaß eines Kuchenback⸗ verbots zu Weihnachten Abstand genommen werden. Unsere Mehl⸗ vorräte sind so reichlich, daß keine Veranlassung zu irgend einer Einschränkung des Kuchenbackens vorliegt. Hingegen schweben gegenwärtig Beratungen, inwieweit es möglich ist, dem über⸗ mäßigen Butter⸗ und Fettverbrauch beim Kuchenbacken Einhalt zu tun. — Oberhessischer Kunstverein. Anstelle einiger seither ausge⸗ stellten Bilder gelangten neu zur Ausstellung: Oelgemälde, Aquarelle und Radierungen von Ernst Eimer⸗Darmstadt, Graphi⸗ sche Arbeiten von Daniel Greiner⸗Jugenheim, Radierungen von Heinrich Haberl⸗München, Aquarelle von Franz ch⸗ Heidelberg, Holzbildhauerarbeiten und Plastiken von Franz Scheiber⸗München⸗ sowie 2 Aquarelle von Marie Felchner⸗Gießen. Die ist täglich(mit Ausnahme Samstags) von 11 bis 1 Uhr, auch noch von 3 bis 5 Uhr nachmittags, an Sonntagen von 11 bis 3 Uhr, ununterbrochen geöffnet.*. — Anlagemufik. Bei günstiger Witterung konzertiert Sonntag den 5. d. M., vormittags 11½ Uhr, in der Südanlage die Kapelle des 1. Landsturm⸗Infanterie⸗Ersatz⸗Bataillons Gießen. Die Spiel⸗ folge bringt: 1. Choral:„Wie schön leuchtet der Morgenstern“. 2. Ouvermre:„Berlin wie es weint und lacht“ von Conradi. 3.„Das Herz am Rhein“, Lied von W. Hill. 4.„Scheiden und Meiden“, Walzer von Feträs. 5.„Waffenruf des Kaisers“(Air militaire), von Clarens. 6.„Die deutsche Mee ves wacht“, Marsch von P. Linke. 4 5 p. Gedern. Vor einigen Tagen kam die Nachracht, daß unser Genosse Wilhelm Stöhr, Schlosser, im Kriege gefallen ist. Er war erst 21 Jahre alt und bei dem Junfanterie⸗Regiment Nr. 82 eingezogen. Weiter ist non hier der Buchdruckereibesitzer Gregor gefallen, ein Mann, der sich hier allgemeiner Beliebtheit erfreute. Eine starke Familie betrauert den Verlust des Vaters: er hinterläßt Frau und acht Kinder. Aus Gedern sind im ganzen seit Ausbruch des Krieges 28 Ma n m gefallen, zwei werden noch vermißt. Kreis Wetzlar. n. Preise für Schweinefleisch und Wurst. Die städtische Preis⸗ prüfungsstelle Wetzlar hat für Schweinefleisch und Wurstwaren U. a. folgende Preise festgesetzt: Frisches Schweinefleisch das Pfund 1,50 Mk., Schweinefett(frisches rohes! 1,90 Mk., Schweinefett (ausgelassen) 2,00 Mk., Solberfleisch 1,50 Mk., Solberfleisch(ge⸗ kocht) 2,00 Mk., Knochenschinken(geräuchert) 1,75 Mk., Roll⸗ schinken(geräuchert ohne Knochen) 2,10 Mk., Schinken(gekocht und roh) im ganzen 2,40 Mk., Schinken im Ausschnitt 2,80 Mk., Dörr⸗ fleisch und Speck(geräuchert) 2,20 Mk.,(vom Leber- und Blutwurst 1,30 Mk., Feine Leberwurst 1,80 Mk., Fleisch⸗ wurst 1,60 Mk., Frische Bratwurst und Füllsel 1/60 Mk., Wurstfett 1,30 Mk. das Pfund. n. Berechtigte Wünsche. Nach Blättermeldungen sollen al le Kriegsteilnehmer, die über ein Jahr im Felde sind, auch ohne amtliche Bescheinigung eines Notstandes jetzt Urlaub erhalten nach einer Bekanntmachung des Kriegsministers. Hoffentlich diese Nachrichten auf Wahrheiit, denn sehr viele Krieger, die seit August 1914 kämpfen, haben bis heute noch keinen Urlaub gehabt. Tagesbericht des Großen Hauptguartiers. Ein französischer Doppeldecker zur Landung gezwungen. 1 1200 Serben gefangen. W. B. Großes Hauptquartier, 3. Dez., vorm.(Amtlich. Westlicher Kriegsschauplatz Zwei feindliche Monitore beschossen wirkungslos die Gegend von Westende. Südlich von Lombartzyde(bei Nieuport) wurde ein feind⸗ licher Posten überrascht. Einige Gefangene fielen in unsere Hand. Im übrigen zeigte die Gefechtstätigkeit an der Front keine Veränderung gegen die vorhergegangenen Tage. Westlich von Roye mußte ein französischer Doppeldecker im Feuer unserer Artilleriegeschütze landen. Die Insassen, zwei Offiziere, wurden gefangen genommen. Oestlicher Kriegsschauplatz. An dem größten Teile der Front hat sich nichts von Be⸗ deutung ereignet. Bei der Heeresgruppe des Generals von Linsingen über- fielen unsere Truppen bei Puldezerewicze am Styr(nördlich der Eisenbahn Kovel-Verny) eine vorgeschobene russische Ab⸗ teilung und nahmen sechsundsechzig Mann gefangen. Balkan. Im Gebirge südwestlich von Mitrovica spielten sich er⸗ folgreiche Kämpfe mit vereinzelten Abteilungen ab. Dabei wurden gestern über zwölfhundert Serben gefangen ge⸗ nommen. Oberste Heeresleitung. J. Kaminka, Gießen 8 4 2e w. Gold- und Silberwaren. Marktplatz ll. Mittwoch⸗ Lieferant des Konsum⸗ Vereins Ae u. Umg. und des Eisen⸗ ahn ⸗Konsumvereins. — Man verkauge * 5 Ausstellung 16. 12. 15 ab) 2,00 Mk., beruhen —— gelegt. Athen einen energischen Vorstoß gegen das Saloniker Heer Sonninos vermögen die Befürchtungen nicht zu zerstreuen, Der österreichischumgarische Tagesbericht 3500 Serben gefangen. Beteiligung von Albanern am Kampf gegen die Serben. Wien, 3. Dez.(W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 3. Dezember: Russischer Kriegsschauplatz. Stellenweise Geschützknampf und Geplänkel. Italienischer Kriegs schauplatz. Nach den wieder gänzlich mißlungenen feindlichen Angriffen der letzten Tage auf den Tolmeiner Brücken⸗ kopf und auf unsere Bergstellungen nördlich davon trat gestern dort Ruhe ein. Bei Oslawija wurde heute nacht abermals ein Vorstoß der Italiener abgewiesen; ebenso scheiterten Angriffe auf den Monte San Michele und den Nordhang dieses Berges. Bei San Martino wurde eine italienische Ab⸗ teilung aufgerieben, die sich mit Sandsäcken herangearbeitet hatte. Görz stand unter besonders lebhaftem Feuer, das nament⸗ lich im Siadtinnern neuen bedeutenden Schaden verursachte. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Westlich und südlich von Novibasar nahmeß österreichisch⸗ ungarische Abteilungen, denen sich viele bewaffnete Mohammedaner anschlossen, vorgestern und gestern 3500 Serben gefangen. Bei den Kämpfen im Grenzgebiet zwischen Mitrovica und Jpek griffen auf unserer Seite zahlreiche Ar nauten ein. f 0 Au der Gedenkfeier, die unsere Truppen am 2. Dezember im Sandschal Novipasar und in Mitrovica begingen, nahm die ein⸗ heimische Bevölkerung begeistert teil. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Höfer, Feldmarschalleutnant. * König Peters Hilferuf an den Zaren. T. U. Budapest, 3. Dez. Knig Peter richtete, wie A Vilag meldet, vor Verlassen des serbischen Bodens ein Telegramm alt den Zaren. Gleichzeitig schickte er ihm ein Stückchen Erde und schrieb dazu: Serbien war Rußland gegenüber stets treu ergeben. Es opferte mehr Kräfte als es vermochte und vergoß sein Blut. Jetzt als alter Mann muß ich mein Land verlassen, ein Land, dessen Verderben die schlechten Berater des Zaren herbeiführten. Einer Salonikier Meldung griechischer Blätter zufolge tele⸗ graphierte der Zar an den serbischen Ministerpräsidenten Pasitsch: Rußland werde„nicht dulden“, daß Serbien verschwindet und seine Selbständigkeit einbüße. Der Plan einer Aktion zur Rettung Serbiens durch Rußland fei bereits(ö) fest⸗ Monastir gefallen! Reuter meldet aus London:„Nach einem Bericht aus Florina vom 2. Dezember sind deutsche und österreichifchs⸗ Truppen heute nachmittag um 3 Uhr in Monastir eingerückt. Sie hißten die österreichische Flagge. Die bulgarischen Streitkräfte befinden sich noch in Kenali und werden morgen in Monastir ihren Einzug halten.“ Griechenland und der Vierverband. Neue Spannung. Nach Athener in Paris eingelaufenen Meldungen, wie nach offiziösen Informationen der Pariser Presse, haben die Verhandlungen der Entente mit Griechenland den Charakter beträchtlicher Spannung angenommen. Die griechische Re⸗ gierung legte ein Gutachten des griechischen Generalstabes vor, das besagt, daß, nachdem die serbische Armee nicht mehr existiere, das Saloniker Ententeunternehmen gegenstandslos geworden sei. Der Generalstab rate daher an, zumal da noch ein bulgarisch⸗deutscher Massenangriff gegen die englisch⸗ französischen Stellungen zu erwarten sei, der Entente, das Expeditionskorps wieder einzuschiffen. Offiziös inspirierte Auslassungen der Blätter weisen darauf hin, daß die grie⸗ chische Regierung und der Generalstab dabei nur als Wort⸗ führer der deutschen Reichsregierung anzusehen seien, die in der Entente angekündigt habe. König Konstantin vor allem kenne keinen sehnlicheren Wunsch, als daß die fremden Trup⸗ pen so rasch wie möglich Griechenland verlassen. Die Presse befürchtet daher neuerdings wieder, daß sich das Einverneh⸗ men zwischen Griechenland und den Zentralmächten zu ge⸗ meinsamen Aktionen verdichte. Die Versprechungen so sehr die Blätter die schönen Worte des Ministers aner⸗ kennen. Der Temps kann ssch bei Besprechung seiner Rede nicht der Feststellung enthalten, daß solche Diskussionen jeden Wertes entbehrten, wenn sie nicht rasch in greifbare Hand— lungen umgesetzt würden. 8 Nach dem Echo de Paris werden die Alliierten im Hin⸗ blick auf die Winkelzüge des griechischen Kabinetts dee Ein⸗ der erneuern.„Wir billigen rückhaltslos“, sagt das Echo de Paris,„diese Rückkehr zur Vorsicht und wir hoffen, daß, wenn es nötig sein sollte, man noch weiter gehen wird.“ Eine türkisch⸗griechische Verständigung. Die Kölnische Zeitung erfährt aus Sofia vom 1. De⸗ zember: Von gut unterrichteter Seite erfahre ich, daß die türkisch⸗griechischen Beziehungen einen neuen Grad hoher Wichtigkeit erreicht haben. Ministerpräsident Skuludis und der Großvesir haben herzliche Telegramme gewechselt. Die griechisch⸗türkischen Verhandlungen finden gleichzeitig in Konstantinopel und Athen statt, und betreffen die Regelung wirtschaftlicher Fragen, sowie den Besitzstand griechischer und türkischer Untertanen in beiden Ländern. Das schnelle Vor⸗ schreiten der Verhandlungen erweckt die Hoffnung auf eine volle politische Verständigung. Die Haltung Numäniens. Der Bruder des rumänischen Ministerpräsi⸗ denten, Herr Vintila Bratianu, hat kürzlich in einem liberalen Zirkel einen Vortrag über den Standpunkt der gegen⸗ wärtig die Regierung führenden liberalen Partei gehalten. eine Ausführungen sind deswegen von besonderem Interesse, wi annehmen kann, daß in ihnen die Meinungen wiedergegeben sind, die gegenwärtig in der Umgebung 75 rumänischen Ministerpräsi⸗ denten herrschen und die rumänische itik bestimmen. Der Zwe des Vortrages war, die bisherige Neutralitätspolitik der Negie rung zu rechtfertigen. 2 Die Hauptgesichtspunkte aus den Ausführungen des Vor⸗ tragenden waren etwa die folgenden: Herr Vintila Bratlann mimmt an, daß der Krieg noch sehr lange dauern werde. Rumänion könne abwarten, bis seine Stunde geschlagen habe. Der Krieg habe länger gedauert, als diejenigen, die ein Interesse an einem kurzen Feldzug gehabt hätten, voraussahen. Keiner der Kämpfenden sei bisher erschöpft. Die einander gegenüberstehenden Streitkräfte seien so gewaltig, daß der Sieg des einen auf einem der Schlacht⸗ felder noch kei scheidende Niederlage des Gegners bedeule. ind Bulgariens habe aus dem agleichen Grunde noch keine Entscheidung herbeigeführt. Daher sei die ab⸗ wartende Haltung der rumänischen Regierung das Richtige gewesen. Sie habe sich die Möglichkeit bewahrt, den günstigen Augenblick auszusuchen. g Ueber die künftige Entwirklung äußerte sich Herr Bratiaun dahin, daß seiner Meinung nach die Entente niemals, auch nicht vorübergehend, die Herrschaft auf der Balkanhalbinsel den Zentralmächten überlassen würde. Vielmehr sei zu erwarten, daß sehr bald der Balkan ein Hauptkampfplatz werde. Daraus folgerte der Vortragende eine Vereinigung der kämpfenden Kräfte im nächsten Frühjahr in Mazedonien und Thrazien, wo er wich⸗ tige Kämpfe erwartet. Es werden nach seiner Meinung zahl⸗ reiche Truppen in Salonik und in Thragien aus ft werden und Italien und Rußland werden sich nicht, wie bisher, auf ihre Grenzen beschränken. Auch Griechenland könne dann nicht länger neutral bleiben mit Rücksicht auf die in Salonik ausge⸗ schifften Truppenmassen und seine natürliche Feindschaft gegen Bulgarien. Rumänien müsse einstweilen noch abwarten. Der Redner definierte die Haltung Rumäniens dahin:„Der Sturm nähert sich unsern Ufern und in Anbetracht unsever großen Inter⸗ essen müssen wir alles vermeiden, was uns in eine unvorsichtige Handlung hineinziehen könnte, durch die unsere Rechte in Frage gestellt und unsere Macht zersplittert werden könnte, die wir für den kommenden Augenblick unversehrt bewahren müssen.“ Der türkische Bericht. Ein feindliches Torpedoboot gestrandet. Konstantinopel, 3. Dez.(W. T. B.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Kaukasusfront beschränkt sich die Tätigkeit, da der frische Schnee stellenweise drei Meter hoch liegt und auch heftige Wirbelstürme einsetzen, nur auf bedeutungslose Zusammenstöße der Patrouillen. An der Dardanellenfront setzte der Artillerie⸗ kampf aus; es fand heftiger Bombenkampf an einigen Stellen statt. Bei Anaforta ließ der Feind zwei Panzerkreuzer, bei Ari Burnu und Seddeül Bahr zwei Kreuzer eine Zeit lang an dem Feuer der Landbatterien teilnehmen. Unsere Artillerie antwortete der feindlichen Artillerie wirk⸗ sam und verursachte bedeutenden Schaden an Teilen der feindlichen Schützengräben und bei seinen Truppen, die außerhalb der Deckungen beobachtet wurden, vernichtete eine feindliche Maschinengewehrabteilung bei Anaforta und einige Bombenwerferstellungen bei Ari Burnu. Außerdem erzielten unsere Artilleristen Volltreffer mit zwei Geschossen auf dem Hinterteil und mit einem Ge⸗ schoß auf dem Verdeck eines feindlichen Kreuzers, der von den man 8 1 1 g 2 etwas verfrühten Vertrauensbezeugung aufgehoben vatten, wier] Bomben auf das Spraischiff„Reschid Pascha, da seine Gestalt und Farbe, sowie durch sichtbare Zei g dem Feinde als Spitalschiff kenntlich ist. An den Fronten keine Veränderung. 55 Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H., Offenbach Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm& Cie., Gießen. zugsberechtigten, die das ihnen auf Grund der ihnen zugeteilten Mehlbegug karten zustehende Mehl noch nicht abgeholt haben, sind die in der Bekanntmachung vom zeichneten Ausgabestellen i 225 Donnerstag, den 9. Dezember 1913, vor mittags von 9—12 und nochmals geöffnet. Die Abgabe erfolgt zu den bereits bekannt ge⸗ gebenen Bedingungen.“ 8 Giltigkeit mehr. Einmalige Zuweisung von Mehl. Zwecks Ausgabe des zugewiesenen Mehls an diejenigen Be⸗ 18. November 1915 näher nachmittags von 3—5 Uhr 7 Nach dem genannten Tage haben die Bezugskarten kein Gießen, den 2. Dezember 1915. 5 Der Oberbürgermeister. Kren 2 Dr. Poppert 200 Mk., graph Thuran 50 M Kt. 10 Mk., aus der Bender sen. 25 Mk., Stadtverordnet und September 300 Mk., Di 95 43,53 Mk., Sammelbüchse bei der Stadtkaffe Schlachthof für Goldschlägehäute 23,05 bei der Stadtkasse 29,21 4 150 Mk., Be verein 2000 Mk., bach 2 Grünewald 7. Rate 200 Mk., Christian Inderthal 50 Mk., L. 6 5 Mk., Regierungsrat Hemmerde 100 Mk., 44 Pfennig. vat Heichelheim 1000 Mk. Böhmer 5 Mk., Familie Heineck Damenk ra: i M. u. G. Schliephake(Er lichtbühne durch Prof. Bernbeck 50 Mk., Obst⸗ und Gartenbauvere Heuchelheim 29 M!. ch Kricgskaff Mk., Beamtenverein tagskränzchen auf der Liebigshöhe 10 Mk., zusammen 315 Krieger: Professor Dr. Poppert 100 Mk., Gießener Freilicht durch Prof. Dr. Bernbeck 2. Rate 200 Mk., Prof. Dr. Friedr. E (Kupfer) 10,70 Mk., zusammen 310,70 Mk. Kriege Gefallenen: Photograph Mark, Wilh. Mosler Ww. 10 Mk., Eduard Silbereisen 200 0 M. u. G. Schliephake(Erlös aus Metall) 20 Mk., Gießener Fre lichtbüühne durch Prof. Dr. Bernbeck 50 Mk., Reallehrer Salomon 5 Mk., Gießener Anzeiger Ueberschuß für Sonderblätter 500 Mk, Christian Inderthal 50 Mk., zusammen 985 Mark. 1 Für alle diese Gaben sei hiermit herzlich gedankt. 8 „Konsumverein Gießen und Umgege Mk., Geh. Kommerzienrat Heichell ach 24,10 Mk., Kt. 10 Mk., Justiz arzt Hau zusammen 4091 b) Für die Sammlung für Kriegsbeschädigte: Geh. Kommerzien e) Für die Sammlung für erblindete Krieger: Bauassistent 18 Mk., Dame k., aus der Sühnesach affeekranz 10 Mk., Kommerzienr* 40 Mk., Reallehrer Jann 5 Mk., Do) d) Für die Hinterbliebenen der im Felde gefallenen Gie e) Für die Nationalstiftung für die Hinterbliebenen der in Thuran 50 Mk., Karl Nowack Küstengewässern von Sedd⸗ül⸗Bahr her das Feuer eröffnete, und zwangen diesen Kreuzer, das Feuer einzustellen und sich zurückzuziehen. Eines unserer Flugzeuge warf Bomben auf Saros, drei Kilometer westlich von Kap Iridsche strandete. schränkungen, denen sie den griechischen Handel während des letzten Monats unterwarfen, die sie aber infolge einer Am 1. Dezember warf der Feind, ohne Schaden anzurichten, ein feindliches Torpedobvot, das am Nordufer der Bucht von 5 Wanne 12 den 5. Dezbr. von 3 Uhr nachmittags an und die Nacht hindurch geöffner die Engel-Apotheke. 1 e Von den Apotheken in Giessen ist am Sonntag“ e eee f Praktische farlte-Ferchelle Tanken, Lelde, Ach!; Herren, Damen u. Kinder zu billigsten Preisen 8 Max Marum Bahnhofstr. 4. eee fü 81 udwig Stern, T T 1 Empfehle für Weihnachten mein grosses Lager in a Sdllilichen anufaktur-Waren, Herren- und Damen-Wäsche 2 Durch frühzeitige Einkäufe bin ich in der Lage, noch zu alten billigen Preisen zu verkaufen. Bettkoltern, Beftdecken, Beftücher und Beltvorlagen —— Ein Posten zurückgesetze Kkinder-Kleider schon von 95 Pfg. an. Alessen Ausgabe von Rabattmarken der Rabattsparvereinigung Giessen 8 eee, eee 5 e eee 1 sest N nö Song ie Nach 9 2 h Fisiis Glanz Mark 150 mn„ Andere Formate Familien- und Gruppen- Bildet autswrechtend billig. rr eee . Phot. Atelier Balnhoisttasse 6⁴ S Tösser unge a sebr. 5 18 n 7 — . 5 sl Nabinefts Glanz Marlt 4.8 matt„ 8.00 „ Sonmntezs den Lanzen Teg geblinet bis Lebensgr nach a] össe allen auch alten Onlginalen in tadelloser billiger Ausführung.— Für Achuliehkelt wird garantiert. Wegen rechtzeitiger Iüieferung erbitten 1 Bens Umperein öless en und Umg. Sonntag, den 12. Dezember nachmittags 3 Uhr em Saale des Gewerkschaftshauses, Schanzenstr. I r Tages⸗Ordnung: 1. Vortrag über:„Die Konsumgenossenschaften im Kriege“. Vortragender: Herr Val. Liebmann⸗Frankfurt. 2. Wahl eines Geschäftsführers. Zu recht zahlreichem Besuche ladet ein Der Aussichtsrat. J J. A.: Vetters. dleesen Seltersweg 32 Neustadt 8 empfiehlt grosse Auswahl mh recht frühzeitig. Nr* 5 Marburg 7 Regenschirme Sowie Reparaturen und Neubeziehen. n 755 ich meine estens Sahle 1 ze Garantie für ladellosen Gang 4 zugesichert.— robezest Wochen.— Das D der Schließer ird durch mich selbst besorgt. ir dul ie Giessen(Hessen) 8 Kaiser⸗Allee 8. Eigene Reparaturwerkstätte. Krieger Für unsere empfiehlt zu bilsigsten Preisen in grosser Auswahl: Faschenlampen mit und ohne Blende, sowie mit erenbarem Scheinwerfer. r Gunz neu: tberlus““, als besondere Signallampe. sowie als Tisch- und Wandlampe zu gebrauchen. In. Ratterien, Glünbirnen, Taschen messen, Stiletts Kufcker, Scheren, Essbestecke, Soldatenkisten, Klopp-Peitschen, Brustbeutel, Geldscheilntasehen, BDun ten- und Renzinfeuerzenge, Lunte. Wiens uz cl Futzbürsten, Spirituskocher. Hartspiritu s Waffen n. unftlon, Versandblüchsen u. Flaschen aus Nlekel, Weissblech und Holz Edgar Borrmann Alx. Zigärretten, Rauch- und Kautabak. Bei eiter nder källerer . t enen 6 21 Fabrik u. Verkaufsstelle Walltorstrasse 24. — Delephen 1018. Wir empfehlen unsere rerzügl. Harken im Ringel. verkaufe zu 5, 6, 7, 8, 10 Pfg. und höher(Abgabe uch einzelner Kistehen)] und offerieren gleichzeitig Unsere Verkaufsstelle ist Werktags von 7—6 Uhr und Sonntags von 11—3 Uhr geöffnet. Die Geschäftsleitung. 4 . 105 Pg. Besitzer: Ludwig Müller Bahnhofstrasse 52à, ben Joe depdlh hält sich det geehrten Einwolnerschaft von Giessen und Umgegend zu gelegentlichem Besuch bestens empfohlen. Stelsla Backwaren ee J. Friesleben Giessen, Bahnhofstrasse 50 Oigarren-Spezial-Geschäftst empfiehlt Cigarren, Cigaretten, Telephon 165 Giessen Neustadt 11 Milltir-Artikel Militär-Müt⸗ en Zuckerhonig garantiert rein, ausserordent- Ne wohlschmeckend und be- Emmtlich, durch grossen Absatz „ sel lag. 5 Kilo-Postkolli gegen Nach- nahme Mk. 4.25 Man verlange Preisliste. Tuckerfabrit Ur.-Uerau (Hessen). — 3 Ag. Dedteeher free Oetsgruppe Gießen. Auskuuftstelle fr Frauenberufe. Frauen und Mädchen erhalten unenegeltlich Rat und Aus⸗ lift für alle Berufe im alten Rathaus, Marktplatz 14. Diens⸗ tags nachm. von 6½—7½ Uhr. Rechtsschutzstelle. Frauen und Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und Auskunft in Rechtsangelegenheiten 151 Kau- und Schnupf-Tabake. ...... im alten Rathaus Marktplat 14 bens e von 6%/ Für meine Gisenhandlung suche per sofort oder später einen Lelarling mit guter Schulbildung und flotter Schrift. Sicheres Rechnen ist Vor⸗ bedingung. Techn Giessen Bahnhofstrasse 34 Telephon 2077 80 Grösstes, elegantestesf und modernstes Lichtspiel-Theater am Pla tae. Gaslampen Gasherde sowie Glühkörper, Cylinder und le Ersahteile in schöner Auswahl. Georg Dahmer Spengler⸗ und W Reuenwen 4 Alteisen, Lumpen, Knochen, Papier, Kupfer, Messing, Zink, Zinn, Blei, bei Lonis Rothenberger Nenenweg 22. Flaulbeaer Liesel. Dir.: Hermann Steingoetter. Sonntags, den 5. Dezember 1915, nachmittags 3½ Uhr: Volks⸗ und Schüler ⸗Vorstellung Die Karlsschüler Schauspꝛel in 5 Akten von Hesnrich Laube. Ende 6 Uhr. Volksprelse. Abends 7½ Uhr: ö ih weh in Paegettede Ein fröhliches Spiel in 4 Aufzügen von Albert Kehm u. Martin Frehsee. Ende 10 ¼ Uhr. Kleine Preise. Soldaten vom Feldwebel abwärts . 5 1 zahlen bei allen Vorstellungen auf J. U. 3. Sperrsitz nur halbe Preise Sisenwaren-, Haus- und Kuchengerste- Handlung. Wir empfehlen: Mürchen- und Bilderbücher. Oberhessische Volkszeitung, Giessen Partei- u. Unterhaltungs-Literatur, Beschäftigungs- Spiele u. Baukasten, Bahnhofstrasse 23 Telephon 2008. Denkbar Mn. 1 8 sarktstrasse 8 1. Seife für das Pfund 0.74 Mark 2, Grieß.„ ñ 3 Beuchre 5 0„* 57 77 55 9398 57 2 5. Bruchreis 8„ 15 Enorme Ruswahl ̈ 2 6. Holl. Käse(Gonda) 5 5 120„ 1 in Der Verkauf darf nur an Einwohner der Stadt Gießen mit * n, . In den städtischen Verkaufsräumen(Neustadt 61) werden [Montag, den 6. Dezember 1915 ab an den festgesetzten Verkaufstag Seife, Grieß, Reis, Tapiolaflocken sowie Holländischer Kä e(Gonda) 6 abgegeben. Die Preise betragen: einem Einkommen von unter 3000.— Mark erfolgen. Mengen bis zu 2 Pfund, bei S0 bis zu 5 Pfund an einzelne Ansere Verkaufsstelle ist geöffnet Werktags von 7 bis 8 Ahr; und Sonntags von 11 bis 7 Ahr abends. Dir bitten unsere Schaufenster beachten zu wollen. Verkaufsslelle: Walltorstraße 24. 8 3 l„ ö. in allen Preislagen. 2 dlachdtsahnK been e. G. m. b. S. Deleph. 1018 Paletots nern e de, erren⸗ Rngüge n 8 den 595 2. Dezember 1915. Joppen SO Oc Hosen ele. 8 5 5 sünteln a Damen- Pelerinen 3 Schürzen Wäsche etc. b 8 Rnaben⸗ ne 0 2 ünteln 17 85 Pelerinen 8 1 f bels Anzügen Gegründet 1907. Sweaters etc. 5 i boss snüdchen⸗ aan garden, 5 2 Jacken 0 stleidchen[Landwurst Schürz chen f prima Qualität. solide 1 faltenröckchen e v e. Füubchen efc. [Lebensmittel 1 Feinste Limburger Käse N und Handkäse. Selters⸗ weg 14. H. Treppinger, ö 5 2 Preise Spezial⸗Behandlung von Rheumatismus, Gicht und Ischias mit sehr guten Erfolgen. Petri, in Gießen, Moltkettaße? 2 5 EEE EEE EEE EEE ...—ͤ—ö—ü— K D Weihnachtsbedars W. Herbert, Engel-Apolheke. E e Für den . W M M 0 0h eee 9 Hlricklumpen 1 Armee-Einlegsohlen in Feldpostpackung Cederöl und Jett Pfund 1. Schuhhaus Marktplatz 2 neben der eee ieee eee 3 8 8 55 1 5 5 empfehlen in großer Auswahl: 225 1 nd Schaswolle 2 0 fel* nehmen zu höchsten Preisen an Halbschuhe 1. G N Arbeitsschuhe für Frauen und änuer 82 L. Rosenbaum& Jakob, Anabenstiefel in Aindleder Tel. 171. am Oswaldsgarten. Kriegsliefel mit Holzsohle. Jilz⸗ und Kamelhaarschuhe.— Händler erhalten Vorzugspreise.— Für unsere Krieger:———* 8 5 5 Militärstiefel 7. Tazsrettschuhe 9 Jersenhalter 5 ülze Wurstfabrik Schreiner Mitiert 8 fir 8 die 5 Nitthessche Voltgeitnng Jeder soll seinen Kindern eine Freude machen. Dieserhalb extra billiger in Spielwaren und Geschenk-Artikeln. Mak Marum Weihnachts⸗Verkauf ö 5 3——— 3 4. bütgedente Schweseer Aren staubdicht, 6.50 Mk., mit prima leuchtend. Zifferblatt 8.50 Mk. und 11.— Mk. Armbanduhren 1 Mk. teurer. Caschenlampen Flünbinen Ersatzbatterien Gig. Koch .— ae e e Mühlstrasse 2. 5 Bettiedern . grau per Pfd. von 95 pf. an L. Rosenbaum& Jacob am eee 5 sartin e Schulstraße 5 — Wann Keller. Zum Weihnachlssesl empfehlen wir unsere äußerst preiswerten und beliebten Weihnachts⸗Präsentkistchen Es werden eirgig bersell rücken. ven de bien, ö vers en Me ovaecken, LEunde den Sc che D zu Reih Es ist! die Sp geskesge dieg n 5 N bar ringe und de 1 in all und friet dh 0 5 ae i Klauen Zigarren Spezial⸗ bescat enpf ieh eine aus rein überseeischen Tabaten 1 lellten Fabrikate bestene Zigaretten u. Zigarillos, Rauch⸗, Kuu⸗ u. eee