3 a Organ für die Interessen des werktätigen Volkes f der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete. wie Die Oberbessische Volksseitung erscheint jeden Werktag Abend in Gießen. Der Abonnementspreis beträgt wöchentlich 15 Pfg., monatlich 60 Pfa. einschl. Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährl. 1.80 Mk. Redaktion und Expedition Gießen, Bahnhofstraße 23, Ecke Löwengasse. Telephon 2008. Inserate kosten die 6 mal gespalt. Kolonelzeile oder deren Raum 15 Pfg. Bei größeren Aufträgen Ra att. Anzeigen wolle man bis abends 7 Uhr für die folgende Nummer in der Expedition aufgeben. Nr. 276 Gießen, Mitlwoch, den 24. November 1915 10. Jahrgang Die alte Geschichte. Von einem gelegentlichen Mitarbeiter wird uns eschri Kaum hat die neue deutsche Offensive auf dem Aae etzt, so beginnt auch schon wieder in der Presse der„neutralen“ Staaten das Gerede über angebliche Schandtaten“ der ver⸗ sohten deutschen Soldateska“. Diese Verichte und Notizen sind zo tach einer bestimmten Schablone gemacht, daß ein kritischer Leser schon daran ihren Ursprung aus einer der vielen deutschfeindlichen fachrichtenfabriken erkennt. Aber, wer ist in den neu⸗ kralen Ländern ein kritischer Leser und wer bemüht sich, dem Ur⸗ prung der Verleumdungen nachzuspüren, wenn diese Verleum⸗ zungen sich gegen Deutschland richten? Es lohnt sich gar licht mehr, unser deutsches Heer, in dem mehr als eine Million Bartei⸗ und Gewerkschaftsgenossen kämpft, gegen all den Unflat n Schutz zu nehmen. In Ausnahmefällen muß aber doch as Schweigen der Verachtung durchbrochen werden, und ein eolcher Ausnahmefall liegt darin vor, daß sich, wie wir zu unserem Schmerz bemerken, das rumänische Parteiblatkt Lupta seiner Nummer 294 vom 24. Oktober und 6. November d. Is. um Träger ungeheuerlicher Angriffe auf deutsche Truppen macht. 5. da: „Von einem unserer Genossen, welcher Gelegenheit hatte, mit den serbischen Flüchtlingen zu reden, 125 halten wir folgende Einzelheiten über die deutsch⸗österreichische Besetzung. Es sind dies Tatsachen(1), welche den deutschen Militarismus auf denselben Pfahl der Infamie festnageln, auf welchem wir den russischen Militarismus festnagelten. 8 Die serbische Bevölkerung, welche bis zum Eintreffen der 915, deutschen Truppen nicht mehr flüchten konnte, wurde verhindert, tags oder nachts das Haus zu verlassen. Mehr noch: die Leute ung. durften in den Häusern nicht laut sprechen und auch kein Feuer machen. WLb,Die Qual der Leute während dieser ganzen Winterzeit ist leicht erklärlich. Da die Vorräte längst erschöpft waren, gab es Leute, die ganze sieben Tage hungerten, bis sie der Hunger zur Verzweif⸗ i900 machen zu dürfen. 1915 Es wurde dann auch den Geflüchteten gestattet, zurückzu⸗ 1 kehten, ohne ihnen jedoch die nötigen Transportmittel zur Ver⸗ fügung zu stellen. Es kehrte nur eine geringe Anzahl zurück. 5 10 Dias innere Regime ist nicht zu ertragen. Ohne Erlaubnis 955 ö ö des Kommandanten, der im Bürgermeisteramt seinen Sitz hat, f ö kann der Bewohner nicht einmal aus dem Hause, um sein Vieh zu füttern. Jeder Verkehr muß zwischen 9 Uhr morgens und 2 de 6 Uhr abends erfolgen. Es ist nicht gestattet, daß zwei zusammen⸗ % gehen. Jeder, der nach diesen Stunden auf der Straße ange⸗ art troffen wird, wird erschossen. Abends dürfen nur Kerzen angezündet werden und an den 5 5— müssen dicke Verhänge sein, damit das Licht nicht durch⸗ immert. Die Leute, die noch ihre Ernte auf dem Felde haben, müssen zusehen, wie sie zugrunde geht, denn jeder, der auf dem Felde an⸗ 7 getroffen wird, wird sofort als Spion erschossen. Dttesgleichen wird des Ungehorsams angeklagt, wer vor den en Behörden laut spricht.(1). 5 watt„Noch empörender ist die unsittlichkeit einiger Sol⸗ n 0 daten, welche sich zu Banden vereinigen, nachts die brel Türen der Häuser erbrechen, die armen Bewohner wecken und nach den Frauen und Mädchen suchen, um sie zu entehren. Wenn etwa ein alter Vater oder ein invalider Bruder den Mut besitzt, die Ehre in Schutz zu nehmen, so 8 7 5 der Bestie in Menschengestalt einen Schlag auf den Kopf, daß das Gehirn an die Wand fliegt.(!)“. Er⸗ Ist es nicht geradezu unerhört, daß die e 7555 shlungen serbischer Flüchtlinge— die doch, eben 19 2 geben hen ind, gar nicht auf dem Schauplatz der angeblichen ugggson⸗ setten gewesen sind— nach dem Einmarsch der deutschen un 135 0 lschischen Truppen ist kein Serbe mehr über die Aae 1 von der Lupta als„Tatsachen“ hingestellt, wer der kriegs⸗ hikarester Blatt(bdessen Verdienste um die Bekämpfung aaner ean⸗ scgerischen Ententefreunde in Rumänien wir e in An⸗ aunt haben), kann keine der Entschuldigungeot shrten und miß⸗ much nehmen, die wir den unglücklichen, ige een wüten muchten serbischen Flüchtlingen immerhiu, zue t 7 97 75 Ann belogen und betragen, von 1 f 3250 Beweise hecherischen Regierung betrogen, sind die Ser 0 Zeitung(vom seiehen wir uns auf einen Bericht der Kölnis 01 einem bei den . November 1915) und auf Mitteilungen, die ware an offen ver⸗ el 17 65 Truppen in 7. artes lenken. In der Köln. Ztg. heißt es u. a. b des ser⸗ „Noch Mitte September erschien eine e vischen Kultusministeriums, das besahl, alle 997 Landschulen, wie indlichen Lehrkräfte des Staates, sowohl die licher nde en die der Gymnasien, der Universttät und säm 1 10 We schulen, aus der Armee zu entlassen, damit 205 ahme wieder tanzen Lande alle Schulen ohne e 925 Hochschulpro⸗ (röffnet würden. Aussagen eines e lassen aber sessors, der als Offizier in die Gesangenschaft ker dse Regierung Tlennen, daß sowohl die Heeresobefleititgder Verbündeten ge⸗ von dem in kurzem bevorstehenden Augriff Ruhe gehalten wvußt haben, und daß so das Volk u mien wurde. Als der u werden, planmäßig ge tändchaullbergangs einsetzte, vlötzliche Angriff mit Erzwingung des 2 10 n griff nun zu einem wurde das Volk von einer Panik erfaßt. 9 05 Bevölkerung für 14 Mittel, um die aufgeregten Wee man, wie ich durch ie Verteidigung dienstbar zu machen. in seststellen konnte, von Erkundungen an den verschiedensten 70 Truppen überall be⸗ Greueltaten berichtete, welche die, deubschaa gtigte sich des Volkes. agen hälten. Eine unsagbare Angst bonn 1 Vorkommmnisse, wie Frauen un Mädchen, und nur so schein lung trieb und sie um die Erlaubnis nachsuchten, sich Nahrung die on Petla gemeldeten, zu erklären zu sein, wo sich nicht nur die mäunliche Einwohnerschaft im Donaugebiet am Abwehrkampfe be⸗ teiligte, sondern auch Frauen und Mädchen mit der Waffe inder Handbetroffen wurden. Sicher sind, einem alten Balkanbrauch entsprechend, auch in diesem Kriege Frauen mit in die Kampflinjen gegangen. Belgische Freischärlerverhält⸗ nüsse daraus zu machen, dürfte durch eine breite Verallgemeine⸗ rung aber vollkommen falsch sein. In den von unseren Truppen besetzten Gebieten Alt⸗Serbiens stehen unsere Soldaten mit der Bevölkerung auf bestem Fuße.“ Diese Schilderung wird durch den Brief unseres bei den Bvandenburgischen Truppen befindlichen Freundes bestätigt, dem wir Nachstehendes entnehmen, indem wir eine dramatische Schilderung des Donauübergangs und der ersten Gefechte auf serbischem Boden übergehen: „Von den Schwierigkeiten des serbischen Terrains macht man sich keine Vorstellung. Namentlich machen uns die hohen Mais⸗ felder, in denen sich ganze Regimenter verstecken können, arg zu schaffen. Um uns vor den Anschlägen versprengter Soldaten oder fanatischer Komitatschis zu bewahren, denen in den ersten Tagen mancher Kamerad zum Opfer fiel, dürfen jetzt die Bewohner der Dörfer nur unter Bewachung auf die Felder; auch der innere Verkehr in den Ortschaften mußte scharf geregelt werden, weil offenbar noch viele Verbindungen mit den auf den Gebirgshöhen abziehenden serbischen Truppen bestanden. Man kann mit einer Bevölkerung, mit der es keinerlei Verständigungsmöglichkeit durch das gesprochene oder geschriebene Wort gibt, gar nicht vorsichtig genug sein und soll im Interesse unserer eigenen Leute lieber etwas zuviel als zu wenig„regieren“. Uebrigens haben wir auch sehr freundliche alte serbische Bauern getroffen und die erst sehr ängstliche weibliche Bevölkerung lernt allmählich, daß wir Deut⸗ schen wirklich keine Barbaren sind. Oftmals haben wir die hungernden Kinder gefüttert, obschon wir bei dem vaschen Vor⸗ warsch oft selbst kaum genug zu essen hatten. Wenn aber dieser Zug nach Serbien den Anfang vom Ende des Krieges bedeutet, dann wollen wir alle gern noch ausharren— es geschieht ja für unsere Lieben in der Heimat.“ 1 Diese Zeilen, das weiß jeder von uns, atmen den wirklichen Geist unserer eigenen Leute im Heer. Er ist anders, als ihn die Lupta in ihrem unbesonnenen und ungerechten Artikel schilderte. Wenn man in Bukarest nicht mehr von dem„preußischen Militaris⸗ mus“ weiß, als man jetzt offenbarte, sollte man lieber schweigen und nicht so leichtfertig das Geschäft der ententefreund!l Verleum⸗ dung und der Völkerverhetzung betreiben. * * N 2 Der Seekrieg. Reuter meldet aus Newyork: Der American Trans- atlantie Co. wird mitgeteilt, daß der Dampfer„Geneséer, der auf der britischen schwarzen Liste steht, nach Santa Lucia aufgebracht wurde. Reuter meldet: Zwei britische Dampfer, der„Merganser“ und der„Kallanshire“, sind gesunken. Die Mannschaft wurde gerettet. Lloyds vernimmt aus Port Said vom 22. November: Der britische Dampfer„Salvett“, der aus London nach Bombay unterwegs war, strandete im Golf von Suez und verlangt dringend Hilfe. Daily Chronicele berichtet: Der Dampfer„Cals-⸗ conia“ ist in Plymouth mit einem Teil der Be⸗ satzung des Dampfers„Don“ angekommen, die am 11. No⸗ bember im Mittelmeer in zwei Booten angetroffen wurde, machdem sie fünf Tage herumgetrieben worden war. Von den anderen Booten des Dampfers mit dem Rest der Besatzung ist nichts gehört worden. Die Times meldet aus Athen: Die Schiffe der alliierten Flotten haben alle griechischen Dampfer im Aegäischen Meere und im Mittelmeere einer strengen Untersuchung unterzogen. Die norwegische Zeitung Tidens Tegn vom 19. November verbreitet die Nachricht, daß, englischen Mitteilungen zufolge, in den letzten Tagen zwölf deutsche Unterseeboote von englischen Kriegsschiffen auf der Strecke Galloper⸗Flamborough-Head eingebracht worden seien. Wie wir von zuständiger Stelle erfahren, beruhen diese Angaben auf freier Erfindung. Ein italienischer Feldpostbrief. Ein Feldpostbrief aus dem Avanti vom 15. November sagt:„Kriegsgebiet, 11. November. Hier im Gebirge haben wir keine Möglichkeit, uns Briefmarken zu verschaffen. Da wir auch nicht imstande sind, die Postgebühren zu bezahlen und unfrankierte Postsendungen nicht befördert werden, können wir unseren Angehörigen, Freunden, Genossen und den in der Armee dienenden Kameraden nicht schreiben. Das ist ein neues Zensursystem, das sich schmerzlich für uns alle fühlbar macht, die wir gezwungen wurden, unsere Familien zu verlassen, um hier im Gebirge uns im Namen der Freiheit zu schlagen.“ * Vom Jeltkrieg. Prozeß gegen Beamte der„Hapag“ in Amerika. Aus Newyork wird von Havas gemeldet: Der große Prozeß gegen die Beamten der Hamburg⸗Amerika⸗Linie, die der Verletzung der amerikanischen Neu⸗ tralität beschuldigt sind, wird am 23. d. M. beginnen. Sämtliche Angeklagte sind Deutsche. sollen vernommen werden. Man erwartet„weitere Ent⸗ hüllung“. Die amerikanische Regierung hat„unwiderlegliche Beweise“ dafür, daß in Amerika 15 Fahrzeuge ge⸗ chartert wurden, um deutsche Kreuzer zu ver⸗ proviantieren. In einigen Fällen fand die Charterung mehrere Wochen vor der Kriegserklärung statt, woraus ge⸗ folgert werden kann, daß die deutschen Agenten in Amerika bereits wußten, daß der Konflikt unvermeidlich sei.(1) Die amerikanische Regierung versichert, es seien für die Charte⸗ rung von Fahrzeugen an der Küste des Atlantischen und des Stillen Ozeans mehrere Millionen Dollars ausgegeben worden. a Natürlich wird hier stark geschwindelt, wie man das bei den Havasberichten gewohnt ist. Die Stimme Gottes und die amerikanische Nüstungsindustrie. 8 Allan Benson erinnert in dem wegen seiner Millionenauflage bekannten sozialistischen Propagandablatt Appeal to Reason vom 15. Oktober daran, daß Carnegie im Januar 1911 im Republican Club in Newyork einen Vortrag gehalten habe, in er vom Beginn seiner Tätigkeit in der Rüstungsindustrie erzählte. Er war gerade zum Sport in Schottland, da erreichte ihn ein Tele⸗ gramm vom Präsidenten, das ihn aufforderte, die Herstellung von Panzerplatten zu übernehmen. Er entschloß sich sofort, denn, so sagte er,„wenn die Oeffentlichkeit irgend etwas von mir verlangt, werde ich, bis an mein Lebensende, meinen Ruhm darin suchen, dem Verlangen nachzukommen. So tat ich denn auch, was der Präsident von mir verlangte, denn, wenn der Präsident es für meine Pflicht hält, irgendwas für mein Land zu tun oder irgendwohin zu gehen, so betrachte ich es als die Stimme Gottes“. Carnegie hatte sich im Jahre 1894 vor dem Kongreß wegen betrügerischer Lieferung von minderwertigen Panzerplatten zu verantworten und wurde zur Zahlung von 600 000 Dollar Entschädigung an die Staatskasse ver⸗ urteilt. Es war wohl wieder die Stimme Gottes, die diese Summe auf 140 000 Dollar herunterzudrücken ihn veranlaßte. Und der Herr verläßt die Seinen nicht:— Carnegie erhielt vom selben Kongreß größere Aufträge als je. In seinen Geschäften hatte Car⸗ negie einen treuen Helfer in Charles Schwab. Ob auch Schwab, der heute in seinen Werken allein mehr Granaten und Munition verfertigt, als in sämtlichen englischen Munitionsfabriken zusam⸗ mengenommen fabriziert werden, ob dieser selbe Schwab auch von göttlicher Stimme berufen wurde, ist nicht bekannt. Nur das ist bekannt, daß er sich heute einen uneigennützigen„uninteressierten“ Patrioten nennt. Dieser Patriotismus erfährt eine merkwürdige Illustration im Bericht des 53ten Kongresses Nr. 1468. Dort ist auf Seite 4300 nachzulesen, daß Schwab als Zeuge vernommen, zugab. daß er wußte, daß keine der Carnegie-Panzerplatten ohne Luftblasen war und daß sie im Geheimen geflickt wurden, was der staatlichen Inspektion verborgen gehalten werden konnte.— Herr Schwab war im Stand, 25 000 000 Dollar englische Kriegsanleihe zu zeichnen. Er rät Amerika ganz„uninteressiert“ und aufrichtig zu Rüstungen und zur„Bereitschaft“. Im selben Bericht findet sich das Zeugnis von Herrn Corey, einem früheren Carnegieschen Angestellten und heutigen Mitglied des Stagats⸗Trusts, der es bei der Verhandlung„als unrichtige An⸗ gelegenheit“ bezeichnete, mitgeholfen zu haben, den staatlichen Inspek⸗ toren der Panzerplattenwerke extra angefertigte Musterplatten vorzulegen, die die ballistischen und Belastungsproben aushielten, währenddem die andern alle„gestreckt“ wurden. Auf 16 Schiffen sind im Lauf von 9 Jahren Kessel geplatzt und Geschütze explodiert, was den Tod von 147 Matrosen veranlaßt hatte; in jedem Fall war das minderwertige Material der Carnegie-Fabrikate daran schuld. So warpd die göttliche Mission erfüllt und brachte dem Stahltrust einen Verdienst von über 300 000 000 Dollar ein. Allein die Schwab⸗ werke haben im letzten Jahre durch den europäischen Krieg ihr Ver⸗ mögen um 60 Millionen Dollar vermehrt. Die Dupont'sche Pulver⸗ fabrik um 168 Millionen Dollar. Die Blißwerke, deren große Streiks im Sommer von sich reden machten, vermehrten ihr Ver⸗ mögen um 7612 000 Dollar, hatten ein um 306 Prozent höheres Einkommen. Die United States Steel Works verdienten 56 Pro⸗ zent mehr, d. h. 152 Millionen Dollar. 14 zum Stahltrust gehörige Firmen schätzen heute ihren Besitz auf 1821 Millionen Dollar gegen 1057 Millionen vor dem Kriege. Der ru sische Vormarsch gegen Teheran aufgegeben. Die Kölnische Zeitung meldet aus Kopenhagen: Die Börsenzeitung erklärt, daß ihr vom Ministerium des Aeußern mitgeteilt worden sei, der Vormarsch der russischen Truppen gegen Teheran sei nunmehr aufgegeben worden, da der Schah öffentlich erklärt habe, mit der Regierung in Teheran ver— bleiben zu wollen. Somit seien die eigentlichen wirkßsn en Gründe für den Vormarsch gegen die Hauptstadt von weggefallen. 0 * Ueber hundert Zeugen N 8 Zur Lage in Persien. Der persische Gesandte in Berlin hat sich zu einem Mit⸗ arbeiter der Voss. Ztg. über die Lage in Persien wie folgt geäußert: In Persien herrscht selbstverständlich eine starke Strömung gegen die Russen im Norden und die Engländer im Süden, die sich aus eigener Machtvollkommenheit das Recht anmaßen, Vormünder der persischen Regierung, des persischen Parla⸗ ments und Volkes zu sein. Sache des jungen Herrschers Schah Achmed und des von Vaterlandsliebe beseelten Groß⸗ wesiers Mustaufi el Mamelik ist es, ausgleichend zu wirken, zu lavieren, damit nicht unzeitgemäßes Ungestüm das Land tiefer ins Unglück stürze. Schließlich sind Rußland und England doch unsere Nachbarn, und das mächtige Deutsche Reich ist leider sehr weit von uns entfernt. In Verhältnis zu uns sind die Russen und Engländer gewaltig stark. Es gilt daher bis auf weiteres, irgend einen Modus Vivendi mit ihnen zu finden. Bis zum Krieg standen etwa 30000 Russen in Nord⸗ persien; heute ist ihre Zahl auf 6—7000 zu veranschlagen. Sie haben den Marsch nach Teheran angedroht für den Fall, daß die persische Regierung der gegen Russen und Engländer gerichteten Bewegung nicht Herr werden sollte. Die Frage, ob die persische Regierung in den weiten Provinzen des Reiches imstande ist, widerhaarige Elemente niederzuhalten, lassen wir lieber beiseite. Jedenfalls tut sie, was möglich. Sie ist offiziell neutral und hält die neutrale Richtlinie ein. Die Sympathien und Antipathien der Bevölkerung aber lassen sich nicht kommandieren, und es ist sowohl der islamische Grundgedanke als auch die natürliche Gegnerschaft gegen fremde Bedrückung, welche die Neigung des Volkes den Deutschen zuwenden. Auch wirt- schaftliche Gesichtspunkte spielen mit. Sollte der mitteleuropäisch-orientalische Staatenblock zustande kommen, wozu ja alle Aussicht vorhanden ist, dann wird es die Natur der Sache mit sich bringen, daß Persien wirtschaftlich in den Bereich dieses gewaltigen Magneten gelangt. Das jetzige Vorgehen der Russen in Nordpersien ist wohl dahin aufzufassen, daß sie ein Gebiet suchen, wo sie sich für ihre europäischen Verluste vielleicht entschädigen könnten. Indessen ist Nordpersien kein so leicht verdaulicher Bissen, wie vielfach angenommen wird, und für ein geschwächtes Rußland erst recht nicht. Mit dem Marsche nach Teheran ist es auch eine eigene Sache. Zwar ist nicht daran zu zweifeln, daß die Russen in nächster Nähe von Teheran stehen, aber das will immer noch nicht besagen, daß sie tatsächlich in die Hauptstadt einrücken werden. Unter der Oberfläche besteht die alte russisch-eng⸗ lische Eifersucht fort. Es könnte den Engländern, die in Südpersien Einbuße erlitten haben, wenig passen, wenn die Russen sich der Hauptstadt bemächtigen. Die Engländer würden das mit Recht als unwillkommenen russischen Macht- zuwachs ansehen. Deshalb ist anzunehmen, daß die Russen ihre Schritte mäßigen und vor der Hauptstadt Halt machen werden. Im übrigen ist festzustellen, daß die Beziehungen Persiens zur Türkei freundschaftlich sind und daß Persien mit dem afghanischen Nachbar, dem es bekanntlich durch Ver⸗ träge mit England untersagt ist, amtliche diplomatische Ver— tretungen im Auslande zu unterhalten, in Handel und Ver— kehr auf gutem Fuße steht. Zusammenstöße zwischenRussen und Aufständischen in Persien. Budapest, 22. Nov. Aus Konstantinopel wird hierher gemeldet, daß in Persien ernste Kämpfe zwischen den Auf⸗ ständischen und den russischen Besatzungstruppen stattgefunden haben. Russische Abteilungen wurden bei Senna und Hamadan von persischen Stämmen geschlagen. In Hamadan sind die unter russischem Kommando stehenden persischen Kosaken zu den Aufständischen übergegangen. 1 5 8 * Barfüßele. Eine Schwarzwälder Dorfgeschichte von Berthold Auerbach. Vom Baum am Elternhause. Am Tage vor Allerseelen sagte die schwarze Marann zu den Kindern: „Jetzt holt ordentlich Vogelbeeren, morgen brauchen wir sie auf dem Kirchhof.“ „Ich weiß wo, ich kann holen,“ sagte Dami mit einer wahrhaft gierigen Freude und rannte zum Dorf hinaus, daß ihn Amrei kaum erveichen konnte, und als sie am elter— lichen Hause ankam, war er schon oben auf dem Baume und neckte stolz, sie solle auch heraufkommen; weil er wußte, daß sie das nicht könne. Er pfückte nun die roten Beeren und warf sie hinab in die Schürze der Schwester. Sie bat ihn, er möge auch die Stiele mit abpflücken, sie wolle einen Kranz machen. Er sagte:„Das tu' ich nicht!“ Und doch kam fortan keine Beere ohne Stiel mehr herunter. „Horch, wie die Spatzen schelten!“ rief Dami vom Baume, „die ärgern sich, daß ich ihnen ihr Futter wegnehme.“ Und als er endlich alles abgepflückt hatte, sagte er:„Ich gehe nicht mehr herunter, ich bleib' da oben Tag und Nacht, bis ich tot herunterfalle, und komme gar nicht mehr zu dir, wenn du mir nicht was versprichst.“ „Was denn?“ „Daß du deinen Anhänger von der Landfried teigst, solange ich's sehe; versprichst du mir das?“ „Nein!“ „So komm' ich nicht mehr herunter!“ „Meinetwegen!“ sagte Amrei und ging mit den Vogel— beeren davon. Sie setzte sich aber nicht weit entfernt hinter einen Holzstoß, wand einen Kranz und schielte dabei immer hinaus, ob Dami nicht endlich käme. Sie setzte sich den Kranz auf, und plötzlich überfiel sie eine unnennbare Angst wegen Dami. Sie rannte zurück, Dami saß rittlings auf einem Aste an den Stamm zurückgelehnt und die Arme über— 5 Ein verständiger Vorschlag. Herr v. Gerlach von der Welt am Montag vermag nicht einzusehen, daß uns jetzt die nicht ganz neun Millionen jäh r⸗ lich unerschwinglich sein sollen, die zur Gewährung der Arbeiter⸗Altersrente„schon“ vom 65. statt erst vom 70. Lebensjahr nötig werden. Er meint, daß dieser Betrag, der nur ein Zehntel unserer täglichen Kriegskosten betrage, aufgebracht werden müsse, um das feierliche Ver⸗ sprechen, das Reichstag und Regierung in der Reichsver⸗ sicherungsordnung gaben, nicht unerfüllt zu lassen. Um auch sonst die Fortführung der Sozialpolitik zu sichern, schlägt Herr v. Gerlach vor, den Wehrbeitrag no ch einmal zu erheben, was auch mit der Hinausschiebung der Kriegsgewinnsteuer versöhnen würde. Dabei soll vorgesorgt werden, daß Vermögensverminderungen berücksichtigt werden. Der Vorschlag ist so gut und seine Verwirklichung dabei so einfach, daß man wohl erwarten muß, ihm in der bevor- stehenden Reichstagstagung zu begegnen. Wir hätten sogar nichts dagegen, wenn er uns als Regierungsvorlage begegnete. Eine griechische Protestnote. Genf, 23. Nov. Das Pariser Auswärtige Amt erwartet morgen den vollständigen Text der Athener Protestnote, die von Briands Pressebureau mit den Worten gekennzeichnet wird, diese griechische Protestnote werde viel eruster zu nehmen sein, als die seinerzeit von Veuiselos ausgegebene. Ueber den Inhalt des Protestes verlautet, Griechenland sehe sich durch die im Namen des Vierverbandes ausgesprochenen Drohungen Kitcheners nicht zur Eröffnung der Feindseligkeiten gegen Deutschland, Oester⸗ reich⸗Ungarn, Bulgarien und die Türkei ver⸗ anlaßt. Die Pariser Regierungskreise sind von dieser den Cochinschen Vermittlungsvorschlägen stark widersprechenden Wendung keineswegs befriedigt. Die Nussen kommen! T. U. Bukarest, 23. Nov. Wie hiesige russophile Blätter melden, traf der russische Zar mit dem Thronfolger gestern mittag mit dem gesamten Gefolge in Reni ein, um die neue, von den Russen gegen Bulgarien vorbereitete Armee zu besichtigen. Der Zar will drei Tage in Reni bleiben. In Reni sollen 80 000, in Ismail 70 000 und in Odessa 200 000 Mann stehen. Diese Armee soll mit allem Notwen⸗ digen gut ausgerüstet sein. In den nächsten Tagen werden neue Ereignisse auf der Balkanfront in unmittelbarer Nachbarschaft der rumänischen Grenze zu erwarten sein.— Etwas länger wird das schon dauern! Bevorstehende Einberufung der Jahresklasse 1918 in Rußland. 5 T. U. Kopenhagen, 23. Nov. Der russische Kriegsminister hat, wie die Birschwewija Wjedomosti meldet, alle militärischen Gouver⸗ neure durch Erlaß aufgefordert, Vorbereitungen für die Berufung der Rekruten der Jahresklasse 1918 zu treffen. Die Maßnahme ist eine Folge des überaus enttäuschenden Ergebnisses der Nachmuste⸗ rung der verschiedenen Klassen des ungedienten Landsturmes. 30 Newabarken gesunken. Kopenhagen, 23. Nov. Die Birshewija Wjedomosti meldet, daß auf der Newa infolge starken Eisganges gegen 30 Barken, die mit Lebens- und Futtermitteln für Peters⸗ burg beladen waren, gesunken sind. Der russische Beamtensumpf. Kopenhagen, 23. Nov. Nach einer russischen Zeitungsmeldung aus Kiew sind auf der russischen Südwesteisenbahn schwere Unregel⸗ mäßigkeiten aufgedeckt worden. Beamte aller Grade verübten Bestechungen an Reisenden und Lieferanten, Erpressungen und Nöti⸗ gungen. Zahlreiche Beamte, darunter einige im höheren Dienst, haben ihren Abschied erhalten. arrlegsns izen. In Hemelingen, einem preußischen Orte bei Bremen, demonstrierten Freitag abend zirka 700 Kriegerfrauen, weil man ihnen die Auszahlung der durch Verordnung erhöhten Unter⸗ stützungssätze verweigerte. Die Erhöhung der Unter⸗ stlitzung beträgt bekanntlich für die Frau 3 Mk. und für jedes Kind 1,50 Mk. monatlich. In Hemelingen wollte man diese Er⸗ höhung nur den Kriegerfrauen auszahlen, die lediglich die staat⸗ liche Mindestunterstützung beziehen, ein Verfahren, das mit den „Komm' herunter, ich verspreche dir, was du willst!“ rief Amrei, und im Nu war Dami bei ihr auf dem Boden. Zu Hause schalt die schwarze Marann über das alberne Kind, das sich aus den Beeren, die man zum Grabe der Eltern brauche, einen Kranz gemacht habe. Sie zerriß ihn schnell und sprach dabei einige unverständliche Worte; dann nahm sie beide Kinder an der Hand und führte sie hinaus nach dem Kirchhof. Wo zwei Erdhaufen nahe aneinander waren, sagte sie:„Da sind eure Eltern!“ Die Kinder sahen sich staunend an. Die Marann machte nun mit einem Stocke Furchen in Kreuzesform auf den Gräbern und wies die Kinder an, die Beeren da herein zu stecken. Dami war behend dabei und triumphierte, da er mit seinem roten Kreuze früher fertig war als die Schwester. Amrei schaute ihn nur groß an und erwiderte nichts, und erst als Dami sagte:„Das wird den Vater freuen,“ schlug sie ihn hinterrücks und sagte:„Sei still!“ Dami weinte, vielleicht ärger, als es ihm ernst war; da rief Amrei laut: „Um Gottes willen verzeih' mir, verzeih' mir, daß ich dir das getan hab'. Hier, da verspreche ich dir, ich will dir mein Leben lang alles tun, was ich kann, und alles geben, was ich hab'; gelt, Dami, ich hab' dir nicht weh getan? Kannst 1 drauf verlassen, es geschieht nie mehr, so lang ich lebe, nie mehr, nie. O Mutter, o Vater, ich will brav sein, ich versprech's euch; o Mutter, o Vater!“ Sie konnte nicht weiter reden, aber sie weinte nicht laut, nur sah man, es gab ihr einen Herzstoß nach dem anderen, und erst als die schwarze Marann laut weinte, weinte Amrei mit ihr. Sie gingen heim, und als Dami„gute Nacht“ sagte, raunte ihm Amrei leise ins Ohr: „Jetzt weiß ich's, wir sehen unsere Eltern nie mehr auf dieser Welt;“ aber noch in dieser Mitteilung lag eine ge— wisse kindische Freude, ein Kinderstolz, der sich damit brüstet, etwas zu wissen, und doch war in der Seele dieses Kindes etwas aufgetaucht vom Bewußtsein jenes auf ewig abge⸗ schnittenen Zusammenhanges mit dem 8 sich auftut ben, das einandergeschlagen. im Gedanken der Elternlosigkeit. Weisungen der Regierung nicht empörten sich darüber so, daß zogen, nicht sehen, n um ihnen ihr Recht zu verschaffen. partei Badens, der am Sonntag in Karlsru folgende Forderungen an lassen: Er weiterung sorge für die Famil beschleunigte 0 nisse zur, f Ferner trat der Ausschuß für eine gewinne ein. den Kriegsgesetzen und Verordnungen schaft erwirkten auf englischer Seite die großen Gummis⸗Lieferung drich-Fabrik für d schaft„Taxamotor“. wegen Gummimangels wieder aufnehmen. sitzender und Sekretär bes soziald' den sechsten schleswig⸗holstei Pinneberg⸗Elmshorn b Sohn eier Landarbeite Torfe hat er die Nöte Jugend kennen gelernt, und als er in Ottensen als junger teil nahm an der sozialistischen Vew Ausnahmegesetz niedergehalten wurde. ihm bald die verschiedensten Aemter Nachdem er zuletzt den großen wurde er bei Gründung des Zentra schaft hat er für den Ausbau der Organisation viel getan. besondere widmete er sich d vom Deutschen Tabakarbeiterverbande. verhältnis etwa 1,10 Mk., jetzt kaum 85 Pfg.) und für Kinder unt herzlichste Sympathie auszudrücken, fand auch Annahme. im Elnklang steht. sie geschlossen vor das! vorstellig zu werden. Der i Zürgermeister 0 a e a das Auftreten der aber wahrscheinlich genügte ortschrittli 2 chen Vo he tagte, bes zuständigen Stellen gelan der staatlichen und städtischen Fü jen der im Felde stehenden Krieg, er Hinterbliebenenve Erweiterung der behördlichen Beft lversorgung ber Bevölkerun Besteuerung der Kriegs⸗ Auch wünscht er, daß eine unnötige Strenge vermieden wird. k und die englische Gesan Freigabe 4 Der Landesausschuß der f die Regelung orgung der Gefallenen, Lebensmitte Die Kopenhagener Landmandsban amerikanischen nt m oe den Verkehr, im vollen Um der ie Kopenhagener Diese wird daraufhin erheblich beschränkt war, Partei⸗Nachrichten. Geuosse Emil Eilken F. Genosse Emil Eillben, Stadtverordneter in Altona und V ialdemokratischen Zentralvereins chen Reichstagswahlkreis(Otten ) ist plötzlich, erst 49 Jahre alt, gestorben. amilie aus einem schleswig⸗holsteinis 5 proletavischen Daseins schon in frü so war es ganz selbstverständlich, daß en Zigarrenarbeiter tätig war, rasch egung, die damals durch d Intelligenz und Eifer trugen in der Arbeiterbewegung Ottenser Parteiverein geleitet (vereins sür den sechsten In dieser im Jahre 1904 dessen Vorsitzender und Sekretär. Altona wird unvergessen bleiben. In en mannigfachen sozialen Aufgaben n Mitglied des Bezirksvorstand d Vorsitzender des Ausschu In allen seinen Funktion hat er sich auf das trefflichste bewährt. Sein Andenken wird Ehren gehalten werden von allen, die ihn kannten. 4 Eine Frauenkonferenz für Nieder⸗Oesterreich, an der auch die führenden Genossinnen von Oberösterreich, Salzb U und den deutschen Teilen von Böhmen, Steiermark und Tirol teil nahmen, hat in Wien getagt. Eine Besprechung des Fraue Reichskomitees mit den Vertreterinnen der Länder war Organ sationsfragen gewidmet: es wurden drei Resolutionen, die sich auf die Herbeiführung des Friedens beziehen, angenommen und d Parteivorstand zur Diskussion überwiesen.— Die Konferenz selb beschäftigte sich zunächst mit der großen Zunahme der Fraueuarbe im Kriege. Zahlreiche Arbeiterinnen stehen, da sie in staatlich g schlitzten Fabriken arbeiten, unter dem Kriegsleistungsgesetz und de mit unter militärischer Disziplin. Man war natürlich darüber, daß alles getan werden miüsse, um die jetzt ins Erwe leben hineingezogenen Frauen durch Organisie rung vor dem Herab sinken in Lohndrückertrum und Schmutzkonkurrenz zu bewal Dann beriet die Konferenz über die weitere Entwicklung der so nungsvoll begonnenen Mädchengruppen der Jugendorganisatiom Endlich wurde die dringende Notwendigkeit der Erhöhung der stag lichen Unterhaltungsbeiträge an die Soldatensamilien angesichts dei Teuerung nachgewiesen. Sie betragen für Wien täglich für Er⸗ wachsene und Kinder über 8 Jahren 1 K. 32 H. 9 dem Friedens; sein kommunales Wirken in treuer Hingabe. Außerdem war er der schleswig⸗holsteinischen Partei un 8 Jahren 66 Heller. Der Schweizer Parteitag ist am Samstag in Aarau zusammengetreten. In der Organi: sationsfrage wurde die Auflösung der selbständig neben Parteiorganisation bestehenden Grfitlianervereine, nachdem aufschiebender Vermittlungsvorschlag gefallen war, mit 393 geg 37 Stimmen beschlossen. Zur Zimmerwalder Konferenz wurde ein Standpunkt der Geschäftsleitung entgegenstehender ichen at nommen, welcher die Konferenz begrüßt, ihren Beschlüssen stimmt und gelobt, die von ihr angestrebte Aktion ideell und teriell zu unterstützen. Der Antrag wurde mit 330 gegen 51 8 men angenommen. Ein Amendement zu vorstehendem Beschlu allen Genossen in den kriegführenden Ländern, die den e der Internationale und des Klassenkampfes treu geblieben sind, Wenn der Tod die Lippen geschlossen, die dich Ki nennen mußten, ist dir ein Lebensatem verschwunden, d nimmer wiederkehrt. 3 Noch als die schwarze Marann bei Amrei am Bette saß sagte diese:„Ich mein', ich fall' und fall' jetzt immerfort, lasset mir nur Eure Hand,“ und sie hielt die Hand fest und begann zu schlummern, aber so oft sie die schwarze Marann zurückziehen wollte, haschte sie wieder danach. 1 Die Marann verstand, was das Gefühl vom endloser Fallen bei dem Kinde zu bedeuten hatte: das ist ja beim Innewerden vom Tode der Eltern, als schwebte man Wurfe, man weiß nicht woher und weiß nicht wohin. spät gegen Mitternacht konnte die schwarze Marann Bett des Kindes verlassen, nachdem sie ihre gewohnten zwol Vaterunser wer weiß zum wievieltenmal wiederholt hatte. Ein strenger Trotz lag auf dem Gesicht des schlafenden Kindes. Es hatte die eine Hand auf die Brust gelegt, die schwarze Marann hob sie ihm leise weg und sagte halblaut vor sich hin: g „Wenn nur immer ein Auge, das über dich wacht, und 7 st eine Hand, die dir helfen will, so wie jetzt im Schlafe, ohne daß du es weißt, dir die Schwere vom Herzen nehmen könnte! Das kann aber kein Mensch, das kann nur er... Tu di meinem Kinde in der Fremde, was ich diesem da tue.“ Die schwarze Marann war eine„geschiechene“ Frall, das heißt die Leute fürchteten sich fast vor ihr, so herb 15 schien sie in ihrem Wesen. Sie hatte vor bald 155 Jahren ihren Mann verloren, der bei einem räuberischen Anfall, den er mit Genossen auf den Eilwagen gemacht hatte, erschossen wurde. de . Die Marann trug ein Kind unter dem Herzen, als die Leiche ihres Mannes mit dem schwarzberußten Gesichte ins Dorf gebracht wurde; aber sie faßte f i wusch dem Toten das Gesicht rein, als könnte sie auch damit seine schwarze Schuld abwaschen. Drei Töchter starb und nur das Kind, das sie damals unter dem Herzen war noch am Leben. Rs war ein schmucker Bursch gewo wenn auch mit seltsam schwärzlichem Gesichte, und er jetzt als Maurergesell in der Fremde. 3 1 tru (Fortsetzung folgt.) geben zu, o Höhe Vüche höher seitde Einn daß! seien 5 ed mi wirts unte auch hat, in ge Hann. den, ergrif elbst ehvas 0 1 0 lich de bat de erneu Alters der R tritt, zu det durge der 1 Alters die m renz Ver Jun nie And watt bits 1 1 1 8—— aber wesentliche Praduktionskosten gar nicht oder 8 und Nachbargebiete. Gießen und Umgebung. Die Broduktionskosten der Landwirtschaft In den agrarischen Blättern kann man jetzt ständig zaße daß wir in einer für die Landwirtschaft gar schlnmie een leben. Das Steigen aller Nahrungsmittelpreise kann n 110 lich auch von agrarischer Seite nicht geleugnet werden; 60 es wird nicht nur behauptet, daß daran die Landwirte völlig unschuldig seien, sondern auch, daß sie keinen besonde 1 0 0 1 8 esonderen Ge— winn davon hätten, weil die Herstellungskosten mindestens in demselben Maße gestiegen seien wie die Verkaufspreise ihrer Produkte. Da ist es nun sehr interessant, daß ein 9 zdirt, und zwar der freisinnige Reichstagsabgeordnete 90 Wendorf, diesem von agrarischer Seite verbreiteten Märchen recht energisch zu Leibe geht. In einem Artikel im Verliner Tageblatt führt er aus, daß zwar auch bei den landwirtscha ft lichen Erzeugungskosten gewisse Steigerungen Fors eke sind: so kosteten die Futtermittel das dreifache ihrer Preise in Friedenszeiten, die künstlichen Düngemittel seien im Preise gestiegen und zeitweise hätten für Pferde Phantasie⸗ preise gezahlt werden müssen. Auf der anderen Seite seien erheblich gestiegen. Eine Mehrbelastung der Landwirtschaft mit Hypothekenzinsen oder Pachten sei während des Krieges nicht eingetreten. Von einer Zunahme der Lohnausgaben könne keine Rede sein; Güter, die russische Kriegs⸗ gefangene beschäftigen, hätten im Gegenteil gespart. In seiner Wirtschaft seien die Lohnausgaben ohne Verwendung von Kriegsgefangenen drei Prozent niedriger gewesen als im Durchschnitt der Vorjahre. Die gesamten Wirtschafts⸗ ausgaben des fast ganz in den Krieg gefallenen Jahres vom 1. August 1914 bis zum 1. August 1915 hätten sich in seiner Wirtschaft zum Durchschnitt der drei Vorjahre wie 100 zu 104 verhalten, seien also etwas niedriger gewesen. Sollten aber auch die Verhältnisse ungünstiger liegen, so hätte jedenfalls die außerordentliche Steigerung der Produktionspreise mehr als einen Ausgleich für die erhöhten Herstellungskosten ge⸗ geben. Das treffe schon für die Zeit bis zum 30. Juni 1915 zu, obgleich da die Butter- und Fleischpreise noch nicht die Höhe wie im Herbste erreicht hätten. Nach Ausweis seiner Bücher seien seine Einnahmen 1914 bis 1915 um 18 Prozent höher als der Durchschnitt der drei Vorjahre gewesen, und seitdem hätte eine weitere Zunahme der Preise und damit der Einnahmen stattgefunden. Kein Landwirt könne beweisen, daß die Erzeugungskosten in demselben Verhältnis gestiegen seien wie die Verkaufspreise. Die Ausführungen des Herrn Dr. Wendorf zeigen, was es mit dem agrarischen Gerede von den Opfern, die die Land⸗ wirtschaft bringen muß, auf sich hat. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß die Landwirtschaft heute, wenn es natürlich auch an Schwierigkeiten nicht fehlen wird, ganz gute Zeiten hat, während sich ein großer Teil der städtischen Bevölkerung in großer Notlage befindet und sich kaum ausreichend ernähren kann. Unter diesen Umständen muß dringend verlangt wer⸗ den, daß recht bald von der Regierung weitere Maßnahmen ergriffen werden, um die Lebensmittelpreise zu verbilligen, selbst wenn dadurch die Einnahmen der Herren Landwirte etwas beschnitten werden. Keine Herabsetzung der Altersgrenze in der Altersversicherung? Entsprechend einem Beschluß, den der Reichstag gelegent⸗ lich der Beratung der Reichsversicherungsordnung 1910 faßte, hat der Bundesrat spätestens im Jahre 1915 dem Reichstage erneut die Frage der Herabsetzung der Altersgrenze in der Altersversicherung zur Beschlußfassung zu unterbreiten. Da der Reichstag in diesem Jahre nur noch einmal zusammen⸗ tritt, ist ihm jetzt eine Regierungsdenkschrift zugegangen, die zu dem Schluß kommt, daß auf Grund der in der Denkschrift dargelegten Untersuchungen dem Reichstage eine Aenderung der Vorschriften der Reichsversicherungsordnung über die Altersgrenze zur Zeit nicht empfohlen werden könne. Ueber die materielle Seite einer etwaigen Herabsetzung der Alters- grenze führt die Denkschrift aus: 1 „Im Verlaufe bes Krieges sind dle enen 155 Versicherungsträger erheblich zurückgegangen; nach aud ene gung wird unter Umständen noch längere Zeit hin urch mi niedrigeren Einnahmen als vor dem Kriege zu 1 1 5 Andererfelts ist eine starke Steigerung der Keisnsaßten Invali⸗ warten. Zwar würden die durch den Krieg veranlaßten dae i⸗ ditätsfälle erst nach und nach in die Erscheinung 100 dense zeigt sich schon jetzt durch die große Zahl der 5 Waisen renten eine bedeutende Zunahme der Belastung 5 10 155 1014 für Während in der Zeit vom 1. Juli bis 30. Sep rhöhten sich die 755 Waisenstämme 1185 bewilligt wurden, erhö Bewilligungen in der Zeit: 7 vom 1. Oktober bis 31. Dezember 1914 auf 1 10 97 85 vom 1. Januar bis 31, März 1015 auf 2 449 Renten 17 5 0 05 bis 30. Juni 1915 auf 5 an Waisenstämme. 5 1 Gegenlber der Aufgabe, die Leistungs fäsigtett her die Zeit der Invaliben- und Hinterbliebenenversschgansch einzelne Leist⸗ des Krieges hinaus zu sichern, muß der Wunsch, der Träger 5 estalten, zurücktreten. 5 0 ez ie er. daß neben dem ie der Krieg auf die Vermögenslage der e Reichs ausübt, auch seine Einwirkung auf die e eden in berücksichtigt werden müssen. Es sei Mie den 1127 1 welcher Weise das Reich infolge der durch 9 standenen Versicherungsfälle mehr b ischüsse glaube hierdurch notwendigen Erhöhung der Rei 6 Belastung der Bundesrat mit Rücksicht auf die sonstige e 0 des Reichs weitere Reichsmittel für 195 K Hinterbliebenenversicherung nicht e 1 510 Hintet⸗ Eine Erhöhung der Beiträge zur Inba Anl. eien bliebenendersicherung könne aber nicht m Jahren bleiben. halb müsse es bei der Altersgrenze 25 19 daß eine Nun hat der Reichstag das 5 1 vorhanden ist Mehrheit für die Herabsetzung 15 1910 9 15 bei einer viel 1 829. 3 Sonnenehate im Reichstage schwächeren Vertretung der S der Antrag nur mit 160 gegen 145 1. Stimmen abgelehnt. Hochstpresse, die umgangen werden. Der Produzenten⸗ Höchstpreis für beste Kartoffeln ist im äußersten Falle 3,05 Mark der Zentner. Daß dieser Preis schon der Normalpreis für Kartoffeln geworden, die kaum noch den Namen Eß— kartoffeln verdienen, sei nur nebenbei erwähnt. Den Kar— toffelproduzenten ist er bei weitem nicht hoch genug, weshalb sie ihr Erzeugnis nicht nur zurückhalten, sondern auch da, wo sie liefern müssen, die sonderbarsten Schiebungen vor⸗ nehmen, um ein übriges herauszuschlagen. Ein Beispiel da⸗ für aus der Koblenzer Gegend und der Eifel. Die Bauern übergeben ihre Kartoffeln zum Transport an die Bahn einem sogenannten Aufkäufer, der natürlich ein Strohmann ist. Dieser übergibt sie dem Verlader, der aus den Fuhren die Waggons zusammenstellt. Die Verteilung der Waggons an die einzelnen Gemeinden besorgt dann der Raiffeisenverband. Diese drei, die zweifellos nach der Höchst⸗ preisverordnung zu Lasten des Produzenten gehen, legen ihre Kosten den Konsumenten auf. Der Zentner kostet hier ab Verladestation nicht mehr 3,05 Mk., sondern 3,30 Mk. Dazu kommt, daß die Bauern das Packstroh, das die Kartoffeln auf dem Transport vor dem Frost schützen soll, nicht als Stroh— sondern als Kartoffeln verrechnen. Der Stroh⸗-Höchstpreis ist auf 2,50 Mk. der Zentner bester Flegeldrusch normiert wor⸗ den. Auf diese Weise gibts aber für den Zentner 3,30 M.. Man sieht, die Produzenten wissen in jedem Falle ihr Schäfchen zu scheren. Keine Reichsbutterkarten. Aus den mancherlei Mit⸗ teilungen der letzten Zeit weiß man, daß die Reichsregierung gewillt war, Butterkarten nach dem Muster der Brotkarten einzuführen, um die Butterversorgung durch die Einführung einer Verbrauchsregelung neben der Preisregelung durch— greifend zu regeln. Wie die Tägliche Rundschau erfährt, ist diese Absicht jetzt an dem Widerspruch des preußi⸗ schen Staatsministeriums gescheitert. Ueber die gleichfalls von der Reichsregierung geplante Einführung von Fleischkarten ist die Entscheidung noch nicht gefallen. — Der kriegsmüde Soldat. Die Frankf. Ztg. brachte dieser Tage folgendes: Romain Rolland, der eifrige Kämpfer für den Friedensgedanken, veröffentlicht in der Semaine Littéraire den Brief eines Freundes, der sich an der Front befindet und der sich über die Kriegsunlust der Soldaten rückhaltlos äußert:„Alles, was ich gesehen und gehört habe,“ so heißt es darin,„hat mich darin bestärkt, daß der Krieg von allen, die daran beteiligt sind, von ganzem Herzen verabscheut wird. Der lebhafteste Wunsch des„Poilu“(Scherzuame für Soldat) ist der, nach Haus zurückzukehren und niemals wieder anzufangen. Ich stehe Dir dafür ein, daß die Krieger von heute die zuverlässigsten Pazifisten(Friedensfreunde) der Zukunft sind. Alle diese Männer, die der Krieg zusammen⸗ rief, haben nur den einen Wunsch, daß er sich niemals wieder⸗ holen möge, und daß es ihren Söhnen erspart bleibe, seine Schrecknisse kennen zu lernen, und nur deshalb wollen sie trotz ihrer Müdigkeit bis zum Ende aushalten.“— Diese Kriegs⸗ müdigkeit und Friedenssehnsucht dürfte bei den deutschen Soldaten ebenfalls das vorherrschende Gefühl sein. Soviele Kriegsteilnehmer wir gesprochen haben, es sand sich nicht ein einziger darunter, der nicht mit Abschen vom Kriege geredet und sein baldiges Ende herbeigewünscht hätte. — Winterkälte. Die letzten Nächte brachten uns ziem⸗ lich starken Frost, wie wir ihn in dieser Jahreszeit sonst nicht gewohnt find. In gestriger Nacht verzeichnete das Thermo⸗ meter 8 Grad Kälte. Es ist zu raten, die Kartoffel- und Obst⸗ vorräte sorgsam vor Frost zu schützen und auch gegen das Einfrieren der Wassorleitungen Vorsorge zu treffen. — Gefallene aus Oberhessen und Nachbargebieten. Jäger Heinrich Rauber aus Waldgirmes, Garde-⸗Jäger⸗ Bataillon.— Wehrmann Christian Schweitzer aus Greifenstein, Landw.⸗Inf.⸗Reg. 116. — Kriegsgewinne. Die Deutsche Petroleum⸗ Aktien⸗Gesellschaft erzielte im verflossenen Ge⸗ schäftsjahre einen Bruttogewinn von 2,26 Millionen Mark gegen 12 Millionen im Vorjahre. Es werden 8 Prozent Dividende verteilt. Bei den unerhörten Petroleumpreisen, welche die Verbraucher bezahlen mußten, braucht man sich über die Profite der Gesellschaft nicht zu wundern. — Konzert. Anläßlich des allgemeinen„Opfertags“ am Donnerstag und Freitag findet nachmittags Konzert der Landsturmkavelle auf dem Lindenplatze statt. — Beute⸗Geschütze. Im gestrigen Blatte brachten wir pflicht⸗ schuldigst die uns von zuständiger Stelle zugegangene Mitteilung, daß im Hofe der alten Klinik zwei Beutegeschütze Aufstellung ge⸗ funden hätten. Wir sehen uns veranlaßt, dazu einige kleine Ein⸗ schränkungen zu machen. Daß die beiden vor dem Eingang der Klinik stehenden Kanonen wirklich erbeutet wurden, wollen wir ja nicht bestrelten, ob aber der Feind diese Dinger im Felde be⸗ nutzte, möchten wir doch in Frage stellen. Ein Wunder wäre es dann wenigstens nicht, daß er sie verloren hat; eher müßte man sich darüber wundern, daß sie der Sieger mitnahm. Er konnte sie wirklich stehen lassen, wo er sie fand, sie konnten niemand mehr schaden und noch weniger nützen. Diese altehrwürdigen Donner⸗ blichsen sehen aus, als hätten sie vor irgend einem alten Schloß oder einer Ruine als Zierrat gestanden oder als hätten sie zu den Inventarstücken eines Museums gehört. Wären es nicht Hinter⸗ lader, so würde man glauben, daß sie schon unterm alten Na⸗ poleon im Dienst standen und durch irgend einen Zufall aus dem Zusammenbruch des ersten Kaiserreichs gerettet wurden. — Stadttheater. Die Festvorstellung zu Großherzogs Ge⸗ burtstag(Laubes„Karlsschüler“) morgen Donnerstag wird durch Beethovens Egmontouverture eingeleitet, die von der Kapelle des hiesigen Ersatzbataillons unter Direktion des Musikleiters Bruno Herrmann ausgeführt wird; nochmals sei auch darauf hinge⸗ wiesen, daß der Reinertrag der Festvorstellung zu einer Weih— nachtsspende für unsere Krieger bestimmt ist. Kreis Wehlar. — Die Nachmusterung der im Jahre 1890 geborenen, vorläufig zurückgeftellten Wehrpflichtigen im Kreise Wetzlar findet nicht am 27. November, sondern wie folgt statt: 1. Montag, den 29. November 1915, vormittags 892 Uhr, Bür⸗ germeistereien Aßlar, Atzbach, Braunfels, 5 Hohensolms, 2. Dienstag, den 30. November 1915, vormittags 8½ Uhr, Bür⸗ ermeistereien Launsbach, Rechtenbach, Schöffengrund und Stadt lar. Die Gestellungspflichtsgen haben sich im„Schiltzengarten“ inzufinden. Auen. eterwald und Materlahu. „ Brand im Siegener Amtsgericht. In dem historischen Schloß in Stegen, in dem das Amtsgericht untergebracht ist, brach am Montag Neuer aus. Die Vormundschafts⸗, Straf⸗ und Zivilprozeßakten, sowie die handelsgerichtlichen Akten sind ver⸗ brannt. Die Grundbuchakten wurden gerettet. Von Nah und Fyern. * Schwerer Straßenbahnunfall in Offenbach. Am Montag Abend stieß in der Karlsstraße in Offenbach ein von Bürgel kom⸗ mender Wagen der Städtischen Straßenbahn mit einem beladenen Kohlenfuhrwerk zusammen. Der Anprall war so heftig, daß das Pferd zu Boden geschleudert, der Kohlenwagen auf den Bürgersteig gedrückt und ein Laternenpfahl umgestürzt wunde. Der Fuhrwerls⸗ besitzer Franz Müller wurde fannt seinem 12jährigen Sohn vom Bock geoschleudert, wobei der Junge tot auf dem Platze blieb. de. Wegen Milchpantscherei wurde vom Offeubacher Schöffengericht die Witwe Robert aus Isenburg zu 80 Mark Geld⸗ strafe verurteilt. Der Amtsanwalt hatte 500 Mark beantragt. Einhundertfünftausend Mark in acht Wochen„verdient“. Das Rittergut Wozinkel bei Parchim ist von seinem Besitzer, Jar⸗ mer⸗ Hamburg, der es erst vor etwa acht Wochen erwarb, an Frau Rittmeister Pressentin, geb. von Voß, Witwe des verstorbenen Rittmeisters Carlo von Pressentin, Besitzerin von Tuckhude bei Neu⸗ stadt, verkauft worden. Als Kaufpreis werden 480 000 Mark ge⸗ nannt. Die Uebergabe findet sofort statt. Verkäufer gab, wie das Meckl. Tageblatt berichtet, etwa 375 000 Mark. Das Gut ist etwa 600 Morgen groß. Zu ihm gehört auch eine Ziegelei. Der Ver⸗ käufer hätte an dem Gut deninach in acht Wochen 105000 Mark verdient! Tagesberichte des rosen Hauptguattierk Ein französischer Flieger im Luftkampf abgestürzt. In Serbien 9500 Gefangene, 50 Geschütze und 22 Maschinengewehre eingebracht. W. B. Großes Hauptquartier, 23. Nov., vorm.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Auf verschiedenen Stellen der Front hielt, durch das klare Wetter begüustigt, die lebhafte Feuertätigkeit an. Im Priesterwalde blieben zwei feindliche Sprengungen ersolglos. Ein französischer Doppeldecker stürzte bei Aure in der Champagne) nach Luftkampf ab. Oestlicher Kriegsschauplatz. Keine wesentlichen Ereignisse. Balkan. Nördlich von Mitrovica sowie nördlich und nordöstlich von Pristina wurde der Feind in Nachhutkämpfen geworfen. Ueber n Gefangene und sechs Geschütze wurden einge⸗ racht. Auch die südöstlich von Pristina kämpfenden bulgarischey Kräfte kommen erfolgreich vorwärts. Es wird von dort die Gefangennahme von achttausend Serben und eine Beute von zweiundzwanzig Maschinenge⸗ wehren und vierundvierzig Geschützen gemeldet. Oberste Heeresleitung. Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht Die vierte Isonzoschlacht. f Das Vordringen gegen Pristina. Wien, 23. Nov.(W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 23. November 1915: 0 Russischer Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereiggisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Die großen Kämpfe an dem Görzer Brückenkopf und am Rande der Hochfläche von Doberdo dauern fort. Mehrere An⸗ griffe starker feindlicher Kräfte auf die Podgora wurden blutig abgeschlagen. Auch bei Peuma und Oslavija hielten sich unsere Truppen gegen alle Stürme. auch nachts kein Ende. Die Beschießung der Stadt Görz in der Zeit vom 18. bis 21. November hat wieder erhebliche Verluste an Menschenleben und bedeutende Schäden verursacht; 20 Zivilpersonen wurden getötet, 30 verwundet, 46 Gebäude vollkommen zerstört, 250 stark, 600 leicht beschäbigt. Gestern warfen die Italiener abermals einige hundert schwere Bomben in die Stadt. Auf der Hochfläche von Doberdo gelang es dem Feind, unsere Front südwestlich des Monte San Michele vorübergehend bis an den Westrand von San Martino gu rückzubrängen. Ein Nachtaugeiff ungarischer und kärntnerischer Truppen brachte die wieder vollständig in unseren Besitz. Mehrere Stürme der Italiener östlich Selz stießen auf das Steierische Infanterie⸗Regi⸗ ment Graf Beck Nr. 47, das seine Stellungen zweimal durch Feuer, ein drittes Mal im Handgemenge fest behauptete. Nördlich des Gürzer Brückenkopfes wiederholten sich die üblichen Vorstöße des Feindes mit dem gewohnten Mißerfolge. Zwei unserer Flieger warfen auf Arsiero Bomben ab. In letzter Zeit suchen die— allgemein zugänglichen— Presse⸗ berichte der italienischen obersten Heeresleitung auffallend viel über Erfolge zu sagen. Demgegenlber sei heute, ein halbes Jahr nach der Kriegserklärung unseres einstigen Bundesgenossen mit aller Deutlichkeit 11 99% daß wir die zu Beginn des Krieges gewühlte Verteidigungsfront allent⸗ halben, am Jsonzo nun schon in der vierten Schlacht, siegreich behaupten. Seit Beginn der Kämpfe im Südwesten vermochte der Feind sich nicht einmal jenen Zielen zu nähern, die er im ersten Anlauf zu erreichen hoffte; wohl aber hat ihm der Krieg an Toten und Verwundeten bereits eine halbe Million Männer gekostet. 5 Südöstlicher Kriegsschauplatz. „Die an der oberen Drina kämpfenden k. u. k. Truppen greifen die montenegrinischen Stellungen auf dem Kozora⸗Sattel und nord⸗ östlich davon an. Eine österreichisch⸗ungarische Kolonne ist in Prijepolje eingerückt. Die Kämpfe im Amselfeld nehmen einen günstigen Fortgang. Unsere im Ibar⸗Tal vordringenden Streitkräfte stehen 6 Kilometer nördlich von Pristina Die Bulgaren dringen über die Zegovae Planina vor. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Höfer, Feldmarschalleutnant. 6 28* A* Der bulgarische Kriegsbericht. Sofia, 23. Nov.(W. T. B.) Amtlicher Bericht vom 21. November. Die Kämpfe um Pristina dauern fort. In der Gegend von Giliani haben wir bis jetzt 7000 Mann ge fangen genommen, zwei Maschinengewehre und vier Geschüge erbeutet. An der übrigen Front keine Veränderung. * im Kampf, In Südmazedonten schreitet die Ofsenstive der Bulgaren sehr 0 ae e sind bereits in die Nähe von Monastir vor⸗ gedrungen und erstürmten bei Krivolatz mehrere stark befestigte Stlicpunkte der französischen Stellungen. Hier fand der Kampf ursprüngliche Stellung 555 Die Hungersnot der Serben. Liondon, 23. Nov.(W. T. B. Nichtamtljch.) Der Mit⸗ arbeiter des Daily Telegraph meldet aus Salonik vom 21. November: Wie der serbische Kriegsminister ihm in Monastir mitgeteilt habe, sei es den serbischen Truppen ge⸗ lungen, bei ihrem Rückzuge die Waffen zu behalten und die Verbände aufrecht zu erhalten. Das müsse aber nicht als ein Beweis aufgefaßt werden, daß der Zustand gebessert sei. Den Truppen drohe eine große Gefahr, gegen die Tapferkeit nichts helfe, die Hungersnot. Um ihr zu entgehen, müßten sie sich entweder durch die Stellungen der Bulgaren bei Uesküb einen Weg bahnen, oder nach der Adria marschieren. Die Serben würden den letzteren Weg wählen, da die Bulgaren alle Streitkräfte in Mazedonien zusammengezogen hätten. Augenblicklich befände sich die serbische Regierung mit den Gesandten der Entente in Prizren. General Bojadjeff über den Feldzug gegen Serbien. T. U. Budapest, 23. Nov. Der Pester Lloyd veröffentlicht eine Unterredung seines Spez ialkorrespondenten mit dem Kommandant der ersten bulgarischen Armee, General Bojadjeff, der u. a. aus⸗ führte: Der Feind steht jetzt im Raume zwischen Novipazar, Pri⸗ stina, Boljew und Prizrend und hat nur noch die Möglichkeit, auf sast unwirtsamen Wegen nach Montenegro oder Albanien zu flüchten. Die serbische Armee im wahren Sinne des Wortes existiert nicht mehr; es gibt nur noch geschlagene Gruppen, meist ohne Offiziere und Unterolsigtere. Es handelt sich mehr um Flüchtlinge, als um Soldaten. Die Moral der serbischen Truppen ist gänzlich geschwun⸗ den. Die meisten von ihnen erklären, nach Gefangenen⸗Aussagen, Ueberall Feigen sich Die zweite, sie wollen nicht auf fremden Boden kämpfen. Anzeichen von der Auflösung der serbischen Truppen. bulgtrische Armee, die in Macedonien operiert. steht. im Raume Rankovce. Kuratin RobawatzOehintze—egoische. schließt alle nach Macedonien führenden Straßen. die Hoffnung aus, daß er in ganz kurzer Zeit die serbische Armee, die anfänglich noch 200 000 Mann zühlte, niederringen werde, wie er auch büld ohne große Krastanstrengung mit den Ententetruppen fertig zu werden gewiß ist. Von einem ernsten Widerstand könne bei der serbischen Armee, so meint der General, nicht mehr die Rede sein. Auch aus Altserbien werden die Serben in höchstens einem Monat hinausgedrängt sein. Keine Blockade griechischer Häfen. Reuter meldet aus London: Das Ministerium des Aeußern macht bekannt, daß kein Beschlag auf griechische Schiffe gelegt wird und daß sie nicht in den Häfen des ver— einigten Königreichs aufgehalten werden, daß also keine Blockade griechischer Häfen bestimmt ist und durchgeführt wird. Sie Vor den griechischen Wahlen. Aus Athen wird gemeldet: Die liberale Partei hatte Sonntag morgen eine Versammlung und beschloß, sich desinitiv der S. timmenabgabe bei den Wahlen zu enthalten. Sie wird hierüber ein Manifest an die Bevölkerung richten. Russische Balkanpläne. Aus Berlin wird der Frankf. Ztg. geschrieben: Bisher sehlen zuverlässige Nachrichten, aus denen sich erkennen ließe, wieviel Wahres an der pomphaften Ankündigung ist, daß eine große russische Armee in Bessarabien zusammen— gezogen werde, deren Führer dann Kuropatkin sein soll. Französische Blätter verraten bereits den Kriegsplan dieser vor— läufig wohl noch in bescheidenem Umfange vorhandenen Armee: Sie soll durch Rumänien marschieren und die Verbindung der Mittelmächte nach Konstantinopel zerstören. Man ist an die An- kündigung großer offensiver Kriegspläne der Ententemächte nach— gerade gewöhnt und auch daran gewöhnt, daß sie entweder garnicht oder erfolglos ausgeführt werden. In hiesigen diplomatischen Kreisen verfolgt man daher diese Nachrichten über die große russtsche Armee in Bessarabien zwar aufmerksam, aber recht ruhig. Auch der Gedanke, daß Rußland einfach durch das neutrale Rumänien marschiere, sei es, ohne zu fragen, oder in Miß⸗ achtung eines formellen Protestes, ist nach der Behandlung, die die Ententemächte anderen neutralen Staaten haben zuteil werden lassen, und nach ihren neuerlichen Versuchen in Gri echenland nicht mehr überraschend. Die Verhältnisse in Rumänien liegen aber etwas anders als in Griechenland, das unter den Bedroh— ungen durch die Engländer und Franzosen eine schwierige Aufgabe hat. Rumänien ist weniger leicht zu bedrohen und kann sich nach der ganzen Lage, die militärisch die Dinge auf dem Balkan genom⸗ men haben, nicht im Zweifel darüber befinden, daß es sich der Drohungen, mögen sie nun diplomatischer sein, mit guter Aussicht auf Erfolg erwehren kann. Pläne Art, wie sie in der Ansammlung einer großen russischen Armee in Besfarabien liegen, pflegt der, der sie ernstlich beabsichtigt, nicht vorher der Welt und den Gegnern zu verraten, denn diese Gegner sind 8 und nicht schwach. Daher mag es auch kommen, daß diplomatisch unterrichtete Persönlichkeiten an diese große russische 5 5 und an ihren Durchmarsch durch Rumänien nicht glauben werden. Verantwortlicher Aedattenr F. Velters, Gießen. Verlag von Krumm& r Cie., Gießen. Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H., Offenbach a. M. Bekanntmachung. Die Stadtverordneten-Versammlung hat durch ede vom 30. Juli 1914 für das Gelände Flur 21 Nr. 85, 865/ 66 und 87 der Gemarkung Gießen östlich der Marburgerstraße oberhalb des Weges nach dem neuen Friedhof einen Be— . aufgestellt und es soll dazu die nachstehende Ortsbausatzung erlassen werden. Bebauungsplan und Ortsbausatzung liegen bis zum 46. Dezember d. J. bei dem Tiefbauamt zur Einsicht offen. Einwendungen dagegen sind binnen der gleichen Frist bei Meidung des Ausschlusses bei mir vorzubringen. Gießen, den 18. November 1915. Der Oberbürgermeister Ke r ler. General Bojadjeff sprach oder militärischer Art!“ dieser 5 1 Eutwurf zu einer Ortsbausatzung. Auf Grund der Bestimmungen in Artikel 2, 13, 29, 31, 39, 44 und 59 der„2 Allgemeinen Bauordnung“ vom 30. April 1881 und in§s 3, 5, 6 usw. der Verordnung vom 1. Februar 1882, die Ausführung der„Allgemeinen Bauord⸗ nung“ betreffend, wird auf Beschluß der Stadtve erordneten⸗ Versammlung, nach Anhörung des Oberbürgermeisters und Begutachtung durch den Kreisausschuß mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom zu dem Bebauungsplan östlich der Marburgerstraße und oberhalb des Weges nach dem neuen Friedhof, Gewann: Auf die Chaussee, folgende Ortsbausatzung erlassen. Zu Art. 13, 31 und 59 der„Allgemeinen Bauordnung.“ § 1. Für die vorgenannten Bauquartiere mit Ausnahme der beiden Eckplätze bei AF wird offene Bauweise vorge⸗ schrieben. Die Gebäude können einzeln stehen oder zu Doppelhäusern vereinigt werden. Der Bauwich muß von Gebäude zu Gebäude gemessen mindestens 5,00 Meter be⸗ tragen. Die Grundstücksbreite darf nicht unter 11,00 Meter bemessen sein. Die Doppelhäuser müssen ein architektonisch Ganzes bilden, und die Gebäude dürfen in der Marburger straße und in der Straße F nicht weniger als zwei und nicht mehr als 2½ Stockwerke enthalten. In den übrigen Straßenzügen dürfen nur Gebäude mit nicht weniger als 1½ und mit nicht mehr als 2 Stock⸗ werken errichtet werden. Bewohnbare Hinterhäuser dürfen nicht erbaut werden. Die Erbauung von Autogaragen, kleineren Pferde⸗ ställen usw. unterliegt besonderer Genehmigung. Zu Art. 44 der„Allgemeinen Bauordnung“. Die Umfassungswände der Gebäude können in den oberen Geschossen und Giebeln in architektonisch gefälliger Holzkonstruktion hergestellt werden. — 9 2. Donnerstag fri ch eintreffend: Bult sschellfsche ü ain. 5 Für die Peihnachtspakete; in Feld empfehlen wir: ee Tafel 25, 30, 35, 40, Lebervastete, ca. ½ Pfund⸗ 50 Pfg. 5 Dose 90 Pfg. Vanilsle⸗Schokolade 5 0 Tafel 22, 25 Pfg. Oos 33 fh Scheiben Kakaowürfel mit Mich und Zucker, Stück 9 Pfg. Teebomben Stück 10 Pfg. Kond. Milch, Tube 45 Pfg. Kassee Tabletten 16 Keffeewürfel in Zucker Pfg. Halberstädter Würstchen mit und ohne Kraut, Dose Mk. 1.25 Oel⸗Sardinen, Dose 40, 50, 60, 100 Pfg. Feine Marmeladen (Johannisbeer, Himbeer Stachelbeer, Dreifrucht) ca. 1 Pfd.⸗Dose 80 Pfg. Milch⸗Kargmellen 0/ Pfund 33 Pfg. Hustenlöser,/ Pfd. 20 Pf. Entol⸗Bonbons Dose 30 Pfg. Zigarren, Zigaretten und Taba in jeder Preislage. Eß⸗Kastanien... Pfund 35 Zwiebeln bolländische.... Pfund 20 8 Citronen, frisch und saftig.... Stück 8 5 a Verkaufsstellen: Bahnhofstrasse 26, Ludwi- strasse 20, 8 24. Zu Art. 30 der. i 25 g. An Gebäuden, welche direkt an die Straße zu kommen, können Balkone und Erher bis zu 60 Zentit Ausladung im 1. Obergeschoß zugelassen werden. 8 Loggien, Veranden und Erker können bis zur Gden reichen, wenn gleichartige Anlagen des anstoßenden * bäudes durch eine Awischenmanen getrennt werden. Balkone müssen die Breite ihres Vorsprungs als Abstand von der Grenze erhalten. an den Straßenseiten Erker, Balkone und Veranden bis zu. 4,00 Meter Ausladung zugelassen werden. Anlagen, Säulengänge, Treppen usw. vor der Straßen- fluchtlinie muß besondere Genehmigung in jedem Einzel. falle erwirkt werden. Die Zurückstellung von Gebäuden hinter die Bauflucht. linie kann die Stadtoerordneten-Versammlung zulassen. Zu Art. 29 der„Allgemeinen Bauordnung“. § 4. Anlagen der in§ 16 der Gewerbeordnung erwähnten Art sind nicht zulässig. § 5. Die durch Ortspolizeiverordnung bestimmte Höhe der die Straße F—G—H unberührt. Die Einfriedigungen längs Für die Gebäude mit Vorgärten können Für besondere der Straßen B—G und D sollen dagegen nur eine Gesamthöhe von mindestens ö 1,30 Meter erhalten. Die Einfriedigungen müssen aus einem massiven Sockel und aus Metall oder Holzgitter be⸗ stehen Der Sockel, der entweder verputzt oder aus Hau⸗ oder Blendsteinen herzustellen ist, soll in den letztgenannten Straßen in einer Höhe von mindestens 40 Zentimeter und nicht über 50 Zentimeter errichtet werden. Gitter und Tore sind in gefälliger Weise auszuführen. An Stelle solcher Eunfriedigungen können auch Mauern auf deren ganze derselben zugelassen werden, insoweit dadurch das gesamte Straßenbild keine Peeimträchtigung erleidet. Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch⸗ und Brotpreise am 22. November 1915 Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M. Getreidepreise in Mannheim. 100 kg 27 00 Mk. Höchstpreis 1 23.00 Höchstpreis Weißbrot Weizen 0 Schwarzbrot 2, Roggen 5. —— Hohen Gewinn größte Zeitersparnis bringt der Besitz eines S Sturmvogelrades. Hervorragende Qual. anfter Lauf, wunderbare Arbeit, niedriger Preis. 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