r dann n 8 audt 0 * W P e ³¹ÜÜd ˙¹. berd, dürfen wir wohl annehmen. Dafür sp der 0 Organ für die Interessen des werktätigen Volkes Abend in 9, monatlich Hjährl. 1.80 Mk. 5 Redaktion und Expedition Gießen, Vahnhofstraße 23, Ecke Löwengasse. Telephon 2908. Inserate kosten die 6 mal gespalt. Kolonelzeile oder deren Raum 15 Pfg. Bei größeren Aufträgen Rabatt. Anzeigen wolle man bis abends 7 Uhr für die folgende Nummer in der Expedition aufgeben. Gießen, Freitag, den 19. November 1915 10. Jahrgang jerzweiflun Der Winterfel Der Winterfeldzug. 6 8 5 Von Richard Gädke. Wie vor einem Jahre geht auch diesmal der nde jeg um die Mitte des November auf den meisten e lätzen in eine Art von Winterschlaf über. Die unerhörten An⸗ rengungen, die damals wie jetzt von allen Seiten während des Spätfsommers gemacht wurden, erklären diese Zeit verhältnis⸗ Zäßiger Ruhe zur Genüge. Es gilt, die Verluste zu ersetzen und gilt vor allen Dingen, die verschossene Munition zu ergänzen und ir kommend neue Schlachten Bestände unmittelbar hinter der zuhäufen. Die industrielle Tätigkeit keines der beteiligten Staaten, selbst nicht mit Hilfe der amexikanischen Kriegsindustrie seht so weit, ein Massenfeuer, wie es die September⸗ und Oktoberschlachten im Artois und in der Champagne ge— racht haben, beliebig lange fortzusetzen. Es liegt immerhin etwas Sröstliches darin, daß größere Ruhepausen durch die gerne N endigkeit der Dinge erzwungen werden. Auch finan⸗ telle Rücksichten spielen hierbei eine wesentliche Rolle. Denn die Losten einer solchen Schlacht sind nicht nach Millionen, sondern nach ielen Junderten von Millionen zu veranschlagen. Ihr letzter roßer Angriff gegen die deutschen Stellungen in Frankreich mag en Franzosen und Engländern wohl reichlich eine halbe Nilliarde Mark für Geschütz⸗ und Gewehrpatronen gekostet aben. Nach dem Abschluß dieser Kämpfe drängt sich eine Zeit der Sparsamkeit den Heeresleitungen von selbst auf; bis in das chlachtfeld hinein sprechen nicht nur rein strategische, sondern auch konomische Riicksichten mit. Vielleicht wird die Menschen⸗ [konomie zuletzt einen entscheidenden Einfluß auf die Be⸗ lidigung des Krieges gewinnen. Beiläufig bemerkt sei hier, daß msere Beute an Gefangenen eine sehr viel größere ist als die miserer Gegner. Aber auch die Zahl der in den Lazaretten bis zur elddienstfähigkeit wiederhergestellten Verwundeten ist in deutschland sehr viel größer als in Rußland und auch als in rankreich. Das wirkt neben anderen Umständen ausgleichend egen die höhere Volkszahl unserer Gegner ein. Wie lange diese Zeit der Ruhe dauern wird, läßt sich nicht an⸗ lähernd übersehen: das hängt von zahlreichen Verhältnissen ab, te uns unbekannt sind. Im vergangenen Jahr kündigte Joffre lekanntlich kurz vor Weihnachten in einem berühmten Armeebesehl ie Aufnahme des französischen Angriffs an. Aber diese Offensive berlief schließlich in erfolglosen Einzelstößen, die sich nicht zu einem Koßen, einheitlich angesetzten allgemeinen Versuche verdichteten. s blieben Episoden in dem Gange des Krieges, die von vornherein zer Unfruchtbarkeit verurteilt waren. Erst im März kam es zu der fürkeren Kraftentfaltung in der Champagne, während gleichzeitig (roßfürst Nicolaus seine gewaltigen Angriffe gegen den Kar⸗ uthenwall mit rücksichtsloser Hartnäckigkeit ansetzte und bis gegen le Mitte des April fortsetzte. Sie erreichten in den Osterstürmen Hischen Lupkower Paß und Duklasenke ihren Höhenpunkt und leichzeitig ihren Niedergang. Auch diesmal scheinen unsere Gegner für den Be 0 rühfahrs 19116 in einem letzten, mächtigen Au⸗ ruf das Kriegsglück noch einmal zwingen zu wollen. Zu besem Zweck suchen sie einen gemeinschaftlichen Kriegs⸗ tat zu bilden, zu diesem Zweck in England und in Fran 195 teich Einrichtungen zu schaffen, um die Kriegführung ente selossener zu gestalten, zu diesem Zwecke auch mit Italien eine itsprechende Uebereinkunft herbeizuführen. Denn dessen Heeres⸗ (dung ist bisher ihre eigenen Wege gegangen und bat 4915 50g dir Entente nicht diefenigen Dienste geleistet, die im Mai 1915 che kreiverband mit hohen Hoffnungen erwartet hatte. Daß solche lerabrebungen eine gewisse Zeit in Ansoruch nehmen, ist 1 70 totzdem aber werden wir uns natürlich nicht auf den c. an uch Ebestimmten— Zeitpunkt des nächsten Frühfahrs verlassen. Auch t vergangenen Krieasjahr brach eine starke fensive mit glänzendem Erfolge in Masu ren ene gan de feindlichen Vorbereitungen hinein: sie legte 1 eee tun zu den großen Erfolgen des Frühjahrs n 1 Npedeng de reit sein und zu vorkommen! Das will v 5„ delleicht alles! ie noch einige Zeit anbalten Daß die Zeit der Windstille aber e das Scheitern der Beginn des mitten in ffsischen Angriffsbewegungen unter der nominellen Aegide des uren. 5 1 rnst d Nachdruck Zweifellos sind diese zeitweise mit großem e 1 eührt worden und nicht ohne jeden Ersolg ge und besonders am hr Strupa in Ostgalizien, wie in Wolvnifa 48 00 teren Styr, südlich der Pripjät⸗Sümpfe, gel 5 der Verbündeten e Heeresgruppe Iwanow, zeitweilig die. Ae die Offensive snubrücken. Aber schließlich mißßgaläisckder russischen Angriffe, noch und am 14. November ist der stärkste 5 iltig gebrochen und e etwa am 17. Oktober angesetzt batse den Stur vollständig vom zuückgewiesen, das westliche Ufer des Flusses die Kämpfe um den inde geräumt worden. Im ganzen Haben isingen füdlich der mr seit dem Auftreten der Heeresgruppe 1 Tage, gedauert. beipfät⸗Sümpfe vom 5. Oktober ent nicht zu einem ein⸗ Im Norden haben di 10 0 15 hun örtlichen, mehr oder t, sondernd an der unteren Düna, oder an Seenlinie zwisch. ee uschi fen Hi an die Tore Dünaburg⸗ ah Das harte en der russischen Armee n ühren Widerstand dieser Feger elfte de ee di 1 enden u Onde ee widerständen, als Eisen e ist vielleicht, einer starken und kacris phie Fel. it die ewige Erfahrung dieses alt schwach und zu raschem Falle 10 m Feldheere. unterstützen sich raus eine große Widerstandskraft. deutsche Teil⸗ daß die Festung in un⸗ * Nur auf einem Kriegsschauplatze geht der Krieg ungeachtet des Winters seinen Gang weiter und drängt einer großen Entschei⸗ dung entgegen: auf dem Balkan. Mit Genauigkeit können wir die augenblickliche Lage noch nicht übersehen. Wir wissen aber, daß die verbündete Offensive vom Norden und Osten ununterbrochen vor⸗ wärts geht, wenn auch in dem Tempo, das Jahreszeit, Gebirge und Wegearmut gebieten. Die Besetzung von Prokuplje im Toplicatale, 28 Kilometer südwestlich Nisch, zeigt, daß nun auch die bulgarisch Armee rascher vorwärts kommt. Vom Norden her nähert sich die Armee Gallwitz dem gleichen Tale und damit der wichtigsten Wege⸗ verbindung Kurschulje⸗Pristina, auf der ein beträchtlicher Teil des serbischen Hau res abzieht. Die Nachhuten haben bis in die letzten Tage hinein noch lebhaften Widerstand geleistet und dabei natürlich viel Gefangene verloren. 25 000 Mann gestiegen und damit der Gesamtverlust der Serben seit Beginn des Donaufbergangs schätzungsweise auf über 100 000 Mann. Die kaanpff — abgef nastir stehenden schwachen Kräften— wird somit nur noch wenig iiber 100 000, vielleicht 125000 Mann, betragen; vielleicht auch weniger. Doch scheint es, nach den aus französischer, italienischer und auch aus bulgarischer Quelle stammenden Nachrichten, als ob die Spitzen der Marschsäulen sich nördlich Katschanik in hartem Kamyfe gegen die von Sliden vorgehende bulgarische Armee be⸗ fänden— eine sehr interessante Nachricht, wenn sie sich bewahrheiten sollte. Ob es den Serben gelingt, mit Teilen des Heeres das noch wegeärmere Albanien zu erreichen und in welchem Zustande, das muß sich bald herausstellen. Von Franzosen und Engländern haben sie in ihrem schweren Kampfe keine Unterstüung zu erwarten; deren An⸗ griffe an der Wardar⸗Linie und über die Crnajeka, die seit dem 4. November wiederholt versucht wurden, sind gescheitert. Es scheint, daß die dort stehenden Bulgaren nach Anlangen von Ver⸗ stärkungen über das Babunagebirge hinaus in Richtung auf Monastir vorgedrungen sind. Auch Italien kann das Los der Serben nicht mehr wenden, wenn es nach dem Scheitern seiner vierten Jsonzo⸗ Offensive am 14. November wirklich Kräfte flir Albanien verfügbar machen kann. Die Hoffnung unserer Gegner geht vielmehr augen⸗ scheinlich dahin, daß wenigstens ein Teil des serbischen Heeres in gewaltsamem Durchbruch den Anschluß an die französischenglischen und die in Valona landenden könnte, und daß sich dann eine genügende Macht zusammenfinde, um im südli d ligung zu zwingen. 5 In der Not klammert man sich an einen Strohhalm. ** Das Los der Gefangenen in Serbien. Die aus serbischer Kriegsgefangenschaft in Nisch entkommenen österreichisch⸗ungarischen Soldaten sowie Zivilinternierten erzählen furchtbare Einzelheiten über die Behandlung, die ihnen zuteil wurde. Az Est veröffentlicht eine eingehende Schilderung über die entsetzlichen Qualen, denen die Gefangenen ausgesetzt waren. Die Gefangenen wurden aller Habe beraubt, physisch und moralisch ge⸗ peinigt und erhielten sehr geringe und die denkbar schlechteste Nahrung. Die Zeit der Typhusepidemie war die furchtbarste. Von den im Gefangenenlager befindlichen, etwa 50 000 Soldaten und 600 Offizieren sind etwa 200 Offiziere und über 30 000 Mann als Opfer der furchtbaren Seuche gefallen. Die Kranken lagen buch⸗ stäblich aufeinander, oft 2000 in einem Stalle. Einer fühlte den Tobesatem des andern. Die Toten kamen in Massengräber. Die Wäsche der verstorbenen Typhuskranken wurde den Lebenden ge⸗ geben. Die roheste Behandlung erfuhren die Offiziere, die blutiger Ver pottung ausgesetzt waren; als Przemysl fiel, wurden im Ge⸗ fangenenlager nachts die Hymnen der Entente gespielt und die Monarchen verhöhnt. Gelegentlich der Flucht aus Nisch schleppten die Serben die transportablen Gefangenen mit sich, sie wie Vieh vor sich hertreibend. Wer Klage führte oder nicht weiter konnte, wurde erschossen. Unsere vorrückenden Truppen finden überall auf den Wegen die Leichen unserer Krieger und Fürst Windischgrätz, der zur Unterstützung unserer Gefangenen in Nisch eingetroffen ist. dürfte leider recht behalten, daß wir kaum einen der Unseren lebend wiedersehen werden, der diesen Rückzug der Serben mitge⸗ macht habe. 88 Oesterreichische Vergeltungsmaßnah men. Wien, 16. Nov.(W. T. B. Nichtamtlich.) Die Politische Kor⸗ respondenz meldet: Schon kurze Zeit nach dem Beginn der Offen⸗ sive gegen Serbien wurde durch die Vermittlung des amerikani⸗ schen Gesandten in Bukarest und in Athen die ernsteste Aufmerk⸗ samkeit der serbischen Regierung darauf gelenkt, daß jede den in serbische Kriegsgefangenschaft geratenen Heeresangehörigen, sowie den in Serbien zurückgehaltenen Zivil⸗ personen zugefsigte Unbill nicht nur an den in unserer Gefangen⸗ schaft befindlichen Heeresangehörigen, sondern auch an jenen serbischen, behördlichen Organen, gegen die wir Anlaß haben könnten, sie dafür verantwortlich zu machen, durch entsprechende Gegenmaßnahmen vergolten werden würde. Diese Schritte wurden in den letzten Tagen in noch entschiedenerer Weise erneuert. Durch das rasche Vordringen wurde in Nisch, Uesküb und an anderen serbischen Orten eine größere Anzahl unserer Staatsangehörigen in Freiheit gesetzt; für sie wurde durch eigene Abgesandte Sorge ge⸗ tragen. versehen. Ihre baldige Heimbeförderung ist zu erwarten. Da⸗ gegen treffen über die von der serbischen Armee bei ihrem Rückzuge mitgeschleppten Kriegsgefangenen immer mehr betrübende Nachrichten und Gerüchte ein, die, falls deren Wahrheit in einwandfreier Weise festgestellt werden sollte, die K. K. Re⸗ gierung zwingen würden, unerbittlich mit den stärksten Re⸗ pressalien vorzugehen. Deren Zahl ist bereits auf über fähige Masse des aus Alt⸗Serbien zurückgehenden Heeres hen von den in Mazedonien nördlich und nordöstlich Mo⸗ italienischen Streitkräfte gewinnen zen Balkan einen sich in die Länge ziehenden Feldzug zu organisieren und vielleicht doch noch Griechenland zur Betei⸗ österreichisch-ungarischen Sie wurden mit Geld und allem sonstigen Erforderlichen jerbien! Bei den Parteigenossen in S rbien. (Von dem ungarischen Kriegsberichterstatter der W. A. Ztg.) Belgrad, im Oktober. Mehr als alle anderen Parteien der kriegführenden Staaten hat die sozialdemokratische Partei Serbiens gelitten. Treu hielt sie bis zum Aeußersten au dem Parteiprogramm und an dem Friedens⸗ gedanken sest. Bis zum letzten Augenblick kämpfte sie gegen die Kriegshetzer und die Parteiblätter forderten in mutigen Worten das serbische Voll auf, die Fesseln des mit dem russischen Despoten ein⸗ gegangenen Bündnisses abzustreifen und mit der Mo⸗ narchie einen Separatfrieden zu machen. Paschitsch aber warf sich mit der ganzen ihm zur Verfügung stehenden Macht auf die Arbeiterpresse, verfolgte sie und wollte sie vollständig ver⸗ stummen machen, was aber bis heute nicht gelang. Die Arbeiter⸗ verlangt auch heute noch, und vernehmlicher denn je, den en für Serbien. Die Vertreter der Arbeiter forderten in der Skupschtina den Frieben und brachten dadurch den Haß der bürger⸗ lichen Parteien und den blindwütenden Zorn der serbischen Re⸗ gen sich auf. Mitten im Schäumen der militärischen herrschaft selbst wollte die Partei noch durch Volksver⸗ hternheit mahnen, aber ihre Stimme wurde gewaltsam erdrückt und geknebelt. Mittlerweile fielen die besten Genossen der serbischen Partei auf dem Schlachtfeld, das mutige und begeisterte Lager ihrer Kämpfer wurde von Tag zu Tag kleiner. Der Krieg, gegen den sie bis zum letzten Atemzug kämpften, verschlang sie bis auf ein kleines Fähn⸗ 10 dem für die Zukunft wichtige Aufgaben mit jedem Tag er⸗ wachsen. Die Parteigenossen sind wohl zum größten Teil nicht da. Viele leisten ihre Soldatenpflicht, viele von ihnen ruhen in den Massen⸗ gräbern. Ich fand das Parteihaus in der Makenzevagasse Nr. 1 versperrt, Vorhänge und Jalousien sind herabgelassen. An der Wand neben dem Haustor hängt die Tafel mit der serbischen und der deutschen Aufschrift: Serbischer Bauarbeiterverband. Endlich er⸗ fuhr ich, daß die Sozialdemokraten auf dem Stadthause zu finden sind. Den Sekretär der Partei, den Genossen Luka Pavieie⸗ witsch, konnte ich zuerst sprechen. Er erledigt hier an der Spitze einiger Parteigenossen die Armenangelegenheiten, was keine leichte Aufgabe ist. Fünfzehntausend hungernde Menschen gibt es jetzt in Belgrad, die halbmonatlich je 15 Dinar Unterstützung erhalten. Der Bürgermeister ließ im ganzen 15000 Dinar zu diesom Zwecke zurück, die selbstverständlich bald aufgebraucht waren. In Belgrad herrscht unter der Bevölkerung die bitterste Not; sie zu lindern, bemühen sich ie Parteigenossen. Mit Hilfe der Militärverwaltung scheint ihnen dies auch halbwegs zu gelingen. Belgrad hat sechs sozialistische Gemeinderäte, an deren Spitze Paviciewitsch steht. Milan Drago⸗ witsch— ebenfalls Gemeinderat— ist einer der populärsten und einflußreichsten Genossen in Serbien. Ich konnte mich mit ihnen und noch anderen zehn Genossen geraume Zeit unterhalten. Sie sind alle gute Serben, sehen aber nicht ein, weshalb sie für den Zarismus, der ihr größter Feind ist, verbluten sollen. Nichts hassen sie so sehr wie den russischen Despoten und Weh im Herzen sehen sie ihr Land als Opfer Rußlands zugrunde gehen. „Wir lieben und betrauern unser unglückliches Land. In der gangen Welt findet man solche Freiheiten nicht, wie wir sie in Ser⸗ bien hatten. Unsere Versammlungen mußten nicht angemeldet wer⸗ den. Wir plakatierten sie einfach und hielten sie ab. Wir hatten vollständige Versammlungs⸗ und Nedefreil 90 Ergriffen stand ich vor den serbischen Genossen, die mit Tränen in den Augen erzählten, was sie durch den Krieg verloren, und der Uceberzeugung sind, daß Serbien, wenn es sich nicht noch in letzter Minute zu dem Frieden verstehen wird, das Los Belgiens teilen wird. Die Arbeiter verkommen auf dem Schlachtfeld; sie sind gute Sozialdemokraten und gute Soldaten. In Begleitung des Genossen Dragowitsch ging ich in das Ar⸗ beiterheim. Totenstille! Einst war hier reges Parteileben.„Hier wurden die Parteizeitungen geschrieben und gedruckt, hier wurden die Parteischriften verkauft, hier hielten wir Vorträge, hier hielten wir Versammlungen ab und von hier aus ging der Kampf gegen die bestehende gesellschaftliche Ordnung und gegen den russischen Ein⸗ fluß auf dem Balkan...“ Das war das warme Nest der Bel⸗ grader Parteigenossen. Es war einmal! Wer weiß, ob die dunn Zeiten des Kampfes für unser Wohl noch einmal wieder⸗ kommen In der Raeoaktion des serbischen Parteiblattes sieht es geradeso aus. Die mit grünem Tuche überspannten Schreibtische sind leer, einige verrostete Papierscheren, einige Broschüren und einige Blätter Manuskriptpapier liegen auf den Tischen zerstreut umher. Alles verstaubt. An der Wand hängen die Bilder von Marx, Bebel und Jau ves. Seit anderthalb Jahren ist hier jedes Lebey erloschen. In der Administration dasselbde Bild und in der Volksbuchhand⸗ lung nicht anders. In großer Masse liegen hier die Broschüfren durcheinander, in auffallend großer Masse aber eine der letzten Schriften von Kautsen... Sie kam nicht mehr in Verkehr. Alles schweigt, to: und tum m ist Belgrad und seine Be⸗ ölen, Griechenlands schwierige Lage. Der frühere holländische Kriegsminister, General Staal, gibt in der Haager Zeitung Vaderland eine interessante Uebersicht über die Kriegslage auf dem Balkan. General Staal schreibt, daß es für die Griechen und auch für den Vierverband mit Gefahr verbunden sei, wenn Griechenland lediglich seine wohl⸗ wollend⸗ Neutralität aufrechterhalte, für die ersten, weil bei einem Zurückwersen der Vierverbandstruppen in südlicher Richtung der sich verdichtende Krieg von selbst auf griechisches Gebiet gebracht und insolgedessen Griechenland das Kriegselerd erfahren werde, selbst wenn es sich außerhalb des Kampfes hält. Im Angenblick würden sie sich weder der einen noh der anderen Mäcktegruppe auschließen. Wenn sie sich aber dem Vierberband anschlösser, dann sei der Untergang der Griechen sehr wahrscheinlich. Vereinigten sie sich jedoch mit den Zentralmächten, dann würden sie umsomehr das Kriegselend auf eigenem Gebiet haben. General Staal führt aus, daß es außer⸗ ordentlich schwer für Griechenland sei, eine Wahl zu treffen, zumal nun die Vierverbandsmächte auf dem Balkan so wenig Erfolg hätten. Staal befürchtet, daß die englischen und französischen Be⸗ richte» Lage als zu günstig für die Serben und die englisch⸗ fre“ en Truppen darstellen. Bulgarien und Griechenland. Pariser Blätter melden übereinstimmend aus angeblich sicherer Quelle, daß Bulgarien fast alle seine Truppen von der griechischen Grenze zurückziehe und sich nur auf einen dünnen Kordon beschränke. Es hertsche in Athen der allgemeine Eindruck, daß das griechisch⸗bulgarische Ueber⸗ einkommen bald in eine wirkliche Allianz umgewandelt werde. Eine englische Friedensstimme. Im englischen Unterhause führte Trevelyan, der bei Aus⸗ bruch des Krieges als Unterminister für den Unterricht zurück⸗ getreten ist, aus, daß eine Frage eite große Anzahl von Menschen beschüftige, nämlich diese, inwieweit die Nation ihre eigenen Hilfsmittel überschätzt habe. Eine osse Anzahl von Personen in England arbeite nach dem ahlspruch, daß England seinen Aus hun gerung 5 krieg fortsetzen müsse. Aber wie viele Jahre könne Deutschland es noch aushalten?! Niemand schätze es auf weniger als sechs Jahre, und die Times, die größte Anhängerin des Aushungerungskrieges, sogar auf zehn Jahre. Und ein derartiger Krieg gürde England ebenso wie Deutschland vollkommen und unwiderruflich zum Untergang verurteileu. D Das Parlamentsmitglied Booth rief dazwischen:„Wollen Sie den Krieg auf⸗ geben?“ Trevelyan antwortete, er habe nicht für den Frieden um jeden Preis oder zu ungelegener 8. eit gesprochen. Aber es sei nichts Unehrenvolles oder Er⸗ niedrigendes in der Tatsache, lieber durch Unte 1 lun gen als durch Kampf ein Ziel au erreichen, woffte e Ing⸗ land in den Krieg gegangen sei. Die Methode dar Unter⸗ handlungen wäre weniger unglückselig und ebenfe ehrenvoll und würde vielmenschliches Leid ver⸗ hindern und eine größere Garantie für einen dauern den Frieden bieten, dn daun weniger Haß gesät würde. Trevelhan verlangte, daß die Regierung die Ver⸗ sicherung geben solle, daß sie, wenn neutrale Ver mittler sich anbieten oder wenn die Feinde Verhandlungs⸗ vorschläge machten und die Regierung hierauf nicht einginge, der Nation in jedem Falle mitteilen solle, welche Art von Anerbietungen gemacht worden seien. Trete aber die Regierung in Ante handlungen ein, dann müsse sie dem Unterhaus baldigst die Bedingungen mitteilen, die England in Ueberenifimmung mik seinen Ver⸗ bündeten stellen würde. Die Regierung habe bereits ver⸗ sprochen, die Minister der üborseeischen Kolonsen ebenfalls zu Rate zu ziehen. Bonar Law antwortete, daß man vor Beendigung 5 Krieges sich auch auf solche Reden gefaßt gemacht habe wie die Trevelyans. Er könne sich jedoch keine Rede vorstellen, die ein weniger praktisches Resultat haben könne. Es sei undenkbar, daß Deutschland das Elsaß an Frank⸗ reich zurückgebe oder Polens Nationalität wieder herstelle. Dies sei allein denkbar, wenn Denutschland vollständig geschlagen werde.„Wer würde nicht jede Gelegenheit ergreifen, um diesen Krieg zn beenden,“ führte Bonar Lug weiter aus,„wenn dies auf eine Weise möglich wäre, die nit unserer Ehre und Sicherheit sich vereinbaren läßt.“ Diese Zeit werde kommen, aber sie sei noch nicht da und deshalb werde England nicht erschlassen, sondern durchhalten. Die tragische Lage des Vierver bandes Bern, 16. Nov.(W. T. B. Nichtamtlich.) Ein Leit⸗ artikel der Ideg Nazionale verspottet den Philosophen Franf⸗ Asquith und ere Skeet wün mern 1 und d kann. reichs, die jetzt ebenso wie manche Zeitungen die Lage des⸗ halb für gebessert anfehen, weil angeblich ein einheit⸗ licher Kriegsrat geschaffen sei. Die Legende von der wirtschaftlichen Erschöpfung Deutschlands, von seinem Mangel an Munition und von der Erschöpfung seiner menschlichen Reserven, Dinge, die in allen Zeitungen des Wierer e zu lesen wären, würde heute von keinem Menschen mehr geglaubt. Der gesamte Vierverband müsse end⸗ lich einsehen, wel 8 entscheidende schreckliche Be⸗ deutung der Krieg für ihn habe. Diefes Bewußtsein von seiner tragischen Lage fehle dem Vierverband bis⸗ her vollständig. In England dürfe nicht länger die Meinung herrschen, daß es sich nur um einen weit abliegenden Kolonialkrieg handele, denn dieser Krieg entscheide über Sein oder Nichtsein. Diefelbe Anschanung müsfe sich auch bei den anderen Bundesgenossen Bahn brechen. Man möge deshalb endlich aufhören, von einer Er⸗ schöpfung zu faseln, solange Deutschland noch immer neue Jahrgänge einberufe. Diese Einberufungen seien kein Beweis für Deutschlands Erschöpfung, sondern ein Zeugnis von dem großen Ernst, mit dem sich Deutschland auf die Enkschejdung vorbereite. Diese Entscheidung werde auf dem Balkan fallen; deshalb dürfe Italten dort nicht fehlen. 8 Anilin für Gummi? Der Rotterdamsche Korrespondent des Handelsblad meldet nach der Frankf. Seh:„Seit einigen Tagen sind die Engrospreise für Kaffees nicht unbedeutend niedriger, was dem zugeschrieben wird, daß dem holländischen Markt aus England selbst große Ange⸗ bote gemacht werden außerhalb des Niederländischen Ovberzec⸗ trustes, die alfs für unsere öftlichen Grenzen bestimmt sind. Ob dies dem Wunsche Englands zugeschrieben werden muß, sich gegen klingende Münze große Vorräte zu entänßern, oder einer Aender⸗ ung der Politik, ist nardrlich nicht zun entscheiden. Man kann jedoch r 4 2 5 84 5 i AIkItalienische Barbarei Die Zerstsrung der Stadt Gör Die stalienischen Angriffe werden unter ung Munitionsverschwendung auf der ganzen Isonzofront fo Fgesetzt. Es scheint laut Berliner Tageblatt insbesondere Befehl gegeben worden zu sein, die offene Stadt 5 zerstören. Dieser finnlosen, durch nichts gerecht 0 bien seien bereits ein großer Teil der Stadt und iele unschätzbare Kunstdenkmäler zum Opfer gefallen. ee des 1 Regierungssitzes nach Montenegro. U. Bußapest, 18. Nov. Wie aus serbischen Kreisen nach W gemeldet wird, trifft die serbische Regierung Anstalten, ihren Sitz nah Montenegro zu verlegen. Bedeutende 5 von Lebensmitteln wurden zur Verpflegung des serbischen 98555 für den Fall, daß es sich nach Montenegro zurückziehen muß, de gefehafft. Weiter wird gemeldet, die serbische Regierung wef einer Entscheidung solange aus, bis General Sarrail die Offensige gegen Bulgarien aufgenommen hat. 5 f Opfer von U-Booten? In Saloniki soll verschiedenen Morgenblättern zufolg im englischen Marinestabe große Aufregung infolge Aus bleibens einiger englischer Transportschiffe herrschen. Untergang des englischen Spitalschiffes „Anglia“. T. U. London, 17. Nov. Das Spitalschiff„Anglia“ i im Kanal auf eine Mine gestoßen und gesunken. Von 18 Offizieren und 872 Mann sind von einem Patrouillenschif nur 300 gerettet worden. Ein anderes zu Hilfe kommende Schiff ist ebenfalls auf eine Mine gestoßen und gesunken, Aufrührerische Bewegung auf Kreta. 1 auf diefe letztere Tatsache scchl ießen, da, wie es heißt, bereits seit go⸗ Anflin. Dieses foll durch Vermittlung von Amerika geschehen, das Gummi nach Deutschland liefern soll, natürlich mit Zultimmang von England, das sonst die Sendung aufhalten würde. Anilin foll sozusagen nach Amerkka geliefert werden, doch in Wirtlichkeft nach England gehen. Wie verlanktet, ist diefe Transaktion Zoch nicht durchgeführt wegen der hohen Aufprüchs Deutschlands. Das Ange⸗ bot war derart, deß gnantitatid viel mehr Gummi als Anilin zu⸗ gestanden sherden fall. Aber da Denktschland noch viel mohr der⸗ langt, ist die Hebereinkunft noch* abgeschlossen worden.“ Der Bankerott der franzößzichen Finan; poltkik. In der Hümanits stellt der unter dem Pfeudonon„Lysis' bekannt gewordene Finanzschriftstolker fest, daß die ganze französische Finanzpolitik in dem jetzigen Kriege Bankerotz gemacht habe. Frankreich besitze 75 Milliarden ausländischer Anleihen. Man habe sich eingebildet, sich durch ausländische Anleihen für den Fall des Krieges einen Kredit im Ausland und politische Vorteile zu sichern. Aber der jetzige Krieg habe das Gegenteil bewiesen. Frankreich könne so gut wie nichts von seinen ausländischen Werten realisieren und habe sich deshalb sogar gezwungen gesehen, zur Erhaltung seines Kredits eine Anleihe in Amerika aufzunehmen, während sich Deutschland durch die Anlage seines Kapitals in seiner 1 Industrie ein gewaltiges Kriegswerkzeug geschaffen habe. Amerikanische Lebensmittel für Deutschland. Asts Newgork meldet die Daily Mafl: Es hat sich ein Komitee vonn Deutsch⸗Amerikanern, 9 aus Aerzten, Geistlichen und anderen Intellektuellen bestehend, gebildet, das eine Art Weih⸗ nachts appell erließ, um nach Deutschland große Sendungen der⸗ jenigen Lebensmittel zu chicken, an denen die Bevölkerung fot⸗ Ja leldet. In dem Aufruf erklärt das Komitee, daß diese Sendungen durch die Paketpost an Nichtkämpfende, Frauen und Kinder, ver⸗ teilt werden. Jedes Paket wird eingeschrieben. Wenn nötig, wer⸗ den Extraschiffe gemietet werden. Da die amerikanische Note an Großbritannien erklärt, daß die Blockade Aretha ift, so be⸗ hauptet das Komitee, daß der Export nicht aufgehalten werden raumer Zeit unterhandelt wird über einen Tausch von Gummi und ich die Nachricht, daß England seit kurzem keine tontinentale T. U. Bubapeß, 18. Nov. Die von der Insel Kreia in a ein getroffenen Meldungen befagen, daß die Bewegung, die darauf abzielt, die Insel von Griechenland zu trennen, in der Bevölkern immer mehr Anhänger gewinnt. Man will Kreta zur unabhäng Nepublik erklären. An der Spitze dieser Bewegung soll Vonizelo stehen, der auch zum Präftdenten der zu gründenden Republik 2 erlchen sei. Von Griechenland ist eine ftarke Streitmacht nach Kretg N abgegangen. Schwere Niederlage der Italiener in Libhen. Ans Kosstantinopel teird gemeldet: Die Italiener erlitten in Libyen schwere Vetrluste. Die An Audischer besezten Je Dschefra, Kabdan, Zaletia, 1 nrata, Targa und Tar Die Kafstandischen verfügen uber 20 Kanonen. Sie machten vielg Tan send Hefangene. g a Engtaud läßt keinen Europͤer mehr nach Indien. T. H. Berlin, 18. Nov. Der Voss. Ztg. meldet iht Bericht⸗ erstatter aus Zürich: Von durchaus zuverlässiger Seite erhalte 1 nach Indien hineinläßt. Zwei Schweizer, die seit Jahren in Indien anfässig sind und von denen einer dort 1 große Handelsniederlassung besitzt, mußten in London wieder umkehren. Auf meine Erkundigung in hiesigen Erportkreifen hin wurde mir diese Nachricht auch von einer Firma bestätigt, die in Indien bedeutende Handelsinteressen besitzt. ö 4 5 Nriegsuslizen. Dem a ee ist eine Petition des Landes verbandes der sächstschen Presse über die„„ der Zenfur zugegangen.— Diese Petition nicht nur, fondern ener die entsprechenden Anträge unferer Genosfem dürften u lebhaften Debatten flühren. Nach achttägiger Verhandlung verurteilte das Feldgericht eschen Alfred Kohn, einen Enkel des Gründers der Weltft Jakob und Josef Kohn und Nessen des Präsidenten Julius Kohn der Sorselt zu einer Akliengssellschaft umgewandelten Firma, wegen Diebstahls von ärarischem Benzin zu sechs Jahren schwe⸗ rem Kerker, den mitangeklagten Kaufmann, kaiserlichen 9 Hartmann zu acht Fahren, den Maschmisten Wetzel z sieben Jahren und den Oberverwalter Slezak zu a Jahren e Kerker. 1 ll B. ar ö n 5 ele. 5 Eine Schwarzwälder Dorfgeschichte von Besthold Anerbach⸗ Die Kinder klopfen an. Morgens früh im Herbstnebel wandern zwei Kinder bon fechs bis fieben Jahren, ein Knabe und 0 Mädchen, Hand in Hand durch die Gartemdege zum Dorf hinaus. Das Mädchen, merklich älter, hält 1 8 Bücher und Schreibhefte unter dem Arm; der Knabe hat das gleiche in einem offenen grauleinenen Bentel, der ihm über der Schulter hängt. Das Mädchen hat eine Haube von weißen Drell, die fast bis an die Stirne reicht und die weit vor⸗ stehende Wölbung der Stirn um so schärfer hervortreten läßl; der Knabe ist barhaupt. der Knabe hat feste Schuhe an, das Mädchen aber ist barfuß. So oft es der Weg gestaktet, gehen die Kinder nebeneinander, find aber die Hecken zu eng, geht das Mädchen immer voraus. Auf dem falben Laub an den Sträuchern liegt ein weißer Duft⸗ und die Mehlbeeren und Pfaffenhütchen, befonders aber die aufrechtstehenden Hagebutten auf nacktem Stengel sind wie versilbert. Die Sperlinge in den Hecken zwitschern und fliegen in untuhigen Haufen auf beim Herannahen der Kinder und setzen sich wieder nicht weit von ihnen, bis sie von neuem aufschwirren und endlich sich hinein in einen Garten werfen, wo sie sich auf einem Apfelbaum niederlassen. daß die Blütter raschelnd niederfallen. Eine Elster fliegt rasch auf vom Wege, feldein auf den großen Holzbirnenbaum, wo die Raben still hocken; sie muß ihnen etwas mitgeteilt haben, denn die Raben fliegen auf, kreifen um den Baum, und ein alter läßt sich auf der höchsten schwankenden Kronenspitze nisder, und die anderen finden auf den nfederen Aeften auch Plätze zum Artsfchauen; es verlangt sie wohl auch zu wis warum die Kinder mit dem Schulzeuge den derkehrten 2 einschlagen und zum Dorfe hinauswandern; ja ein 5 be fliegt wie ein Kund⸗ schafter voraus und fetzt sich auf eines geköpfte Weide am Weiher. Die Kinder aber gehen still ihres Weges bis da, wo sie am Weiber bez den Erlen die Fahrstraße erreichen, sie gehen gitte Über die Straße Man hört nur einen Schritt, denn; neich einem jenfeits stehenden niedrigen Hause. Das Haus ist verschlossen und die Kinder stehen an der Haustür und klopfen leise an. Das Mädchen ruft beherzt:„Vater! Mutter!“ und der Knabe ruft zaghaft nach:„Vater! Mutter!“ Das Mädchen] faßt die bereifte Türklinke und drückt erst leise; die Bretter an der Tür knittern, es horcht auf, aber es folgt nichts nach, und jetzt wagt es in raschen Schlägen die Klinke auf und nieder zu drücken, aber die Töne verhallen in dem öden Hausflur; es antwortet keine Menschenstimme, und den Mund an einen Türspalt gelegt, ruft der Knabe:„Vater! Mutter!“ Er schaut fragend auf zur Schwester, sein Hauch an der Tür ist auch zu Reif geworden. Aus dem nebelbedeckten Dorfe tönt der Taktschlag der Drescher, bald wie rascher sich überstürzender Wirbel, bald langfam und müde sich nachschleppend, bald hell knatternd und wieder dumpf und hohl; jetzt tönen nur noch einzelne Schläge, abet rafch fällt alles wiederum ein von da und dort. Die Kinder stehen wie verloren. Endlich lassen sie ab von Klopfen und Rufen und jetzten sich auf ausgegrabene Baum⸗ stümpfe. Diese liegen auf einem Haufen rings um den Stamm des Vogelbeerbaums, der an der Seite des Hauses steht und jetzt mit seinen roten Beeren prangt. Die Kinder a heften den Blick noch immer auf die Tür, aber diese bleibt verschlossen. mernde 5 davon 30 Nabe daß 5 das ah* f Vater und Mutter nicht geheuer sein könne, denn ste sah Bruder von unten auf gar traurig an, und da ihr Blit den Schuhen haftete, sagte sie:„Dann mußt du auch des Vaters N haben. Aber komm', wir wollen Bräutl“ lösen. Wirst sehen, ich kann weiter werfen als du.“ Im Fortgehen sagte das Mädchen:„Ich will dit ein Rätsel aufgeben: Welches Holz macht heiß, ohne daß man's derbrennt?“ „Des Schullehrers erwiderte der Knabe. „Nein, das mein' ich nicht; das Holz, das man spaltet, das macht heiß, ohne daß man's verbrennt.“ Und bei dern Hecke stehen bleibend, fragte sie: Es sitzt auf einem Stöckchen, hat ein rotes Röckchen, und das Bäuchlein voll Stein, was mag das fein?“ Der Knabe besann sich ganz ernsthaft und rief:„Holt, du darfst mir's nicht sagen, was es ist... Das ist 1 9 Hagebutte. 1 Das Mädchen nickte beifällig und machte ein Geficht, al? ob sie ihm das Rätsel zum erstenmal aufgegeben halte, 1 während sie es doch schon oft getan hatte und immer wieder aufnahm, um ihn dadurch zu erheitern. 5 Lineal, wenn man Tatzen 1 „Die hat der Vater im Moosbrunnenwald geholt,“ sägt das Mädchen, auf die Baumstümpfe zeigend, und mit alt⸗ kluger Miene setzt es hinzu:„die goden gut warm, die sind was wert, da ist viel Kien drin, das brennt wie eine Kerze; aber det Spaltérlohn ist das größte dabei.“ „Wenn ich aut schon groß wäre,“ erwidert der Knabe, „da nähm' ich des Vate größe Axt und den buchenen Schsägel und die Fides N desdel(Keile) und den eschenen, und da muß alles gt ussrnander wie Glas und dann mache ich daraus eine Kohlenbrenner Mathes kommt, d rd sich aber sagen, wos geifacht hat“ So schloß der Knabe, indem er den Finger drohend gegen schönen spitzigen Haufen m Wald, wie der und wenn der Vater heim⸗ freuen! Daefst ihm aber nicht die Schwester aufhob. Diese schien doch schon eine däm⸗ stand in hellglitzernder Pracht, als die Kinder nach dem Teich gingen, um flache Steine auf dem Waffer tanzen 8 machen. Im Vorübergehen drückte das Mädchen nochmals an der Hausklinke, aber sie öffnete sich noch immer nicht, und auch am Fenster zeigte sich nichts. Jetzt spielten die 1 Kinder voll Lust und Lachen am Teiche, und das. 4 schien eigentlich zufrieden, daß der Bruder immer geschi ter war und darüber trinmphierte und ganz hitzig wurde; ja das Mädchen machte sich offengar ungeschickter als os wi war, denn seine Steine plumpften sast immer beim e Amtentfe i in die Tiefe, worüber es weidlich ausgelacht wur Im Eifer des Spiels vergaßen die Kinder ganz, wo sie waren und warum sie eigentlich hergekommen, und doch war be so traurig als feltfam, 7 f(Fortsetzung folgt.) 175 —— Die Sonne hatte die Nebel zerteilt, und das kleine Tal 1 sie de onde 150 125 prel falten i A schäft, gezog 1000 Maas Geld Gold ferne in de Gepf über schau Ab! han wege straf aber Brin bern das „Bur Prof im 929 ecke straf jam dien, Berich e erhalk nenten die ia ner dn onde hiestg on enn teres Vertrauen essen und Nachbargebiete. Gießen und Umgebung 5 5 N Milde Richter gegen Kriegswucher Vor dem Kriege erklang vielfach die Klage, daß 5g 8 weiter Volkskreise zur Rechtsptech f Schwinden sei. Auf die mancherlei Urfachen dieser Ace lichen Erscheinung soll hier nicht eingegangen werden. Hat der Weltkrieg darin eine Aenderung gebracht? Leider nich Politische Urteile werden jetzt freilsch nicht gefällt. Aber lle⸗ leile, die dem gesunden Rechtsgefützt des Volkes strikt wide sprechen. Man betrachte nur die milden Urteile gegen Knie pucherer. Hier ein paar Beispiele: 18975 Zu je 1000 Mark Geldstrafe verurteilte am Samst das Landgericht Halberstadt die drei Inhabet der dort 8 Großhandelsfirma Goldschmidt, die Kaufleute Egon Alf und Erich Goldschmidt. Die Angeklagten waren der systemats⸗ schen Ueberschreitung der Höchstpreise für Gerste beschuldi t Sie hatten von einer Brauerei den Auftrag auf Hefertse pon Gerste übernommen und griffen zu einer Umgehung 55 sogenannten Malzklausel in der Bundesratsverordnung, um von den Landwirten Gerste geliefert zu bekommen. Nach dieser Klausel gelten die Höchstpreise nicht füt Lieferungen von weniger als drei Tonnen an Mälzereien und dergleichen. Es besteht aber die Vorschrift, daß den Landwirten 75 Proz. der Ausbeute als Futtermittel zurückgeliefert werden müssen Die Angeklagten wandten sich nun an ungefähr 400 Land. wirte mit dem Ersuchen, ihnen solche„Malzgerste“ zu liefern Sie erhielten sie auch und zahlten dafür zum Teil wesentlich über den Höchstpreis ebenso lieferten sie den Landwirten nicht die 75 Prozent der Antsbeute zurück, sondern zahlten dafür Geld. Ss konnten sie der Brauerei 150 Tonnen Gerste liefern; der Preis dafür war um 125 Mark höher als der zulässige Höchst⸗ preis, Der Staatsanwalt beantragte für jeden der Arnge⸗ kalten eine Geldstrafe von 10000 Mark, Er stellte in Aussicht, daß alle die vielen Personen, die bei den Ge⸗ schäften beteiligt waren, zur strafrechtlichen Verankwortung gezogen würden. Das Urteil lautete, wie erwähnt, auf je 1000 Mark Geldstrafe. Det Direktor der Brauerei, Ernst Maas aus Meißenthurm, Kreis Koblenz, wurde zu 500 Mark Geldstrafe verurteilt. Das milde Urteil wird die geschästsküchtigen Herren Goldschmidt so wenig wie andere Kriegswucherer abhalten, fernerhin Geschäfte mit ähnlichem Erfolg zu machen. Selbft in der Presse, die sonst großes Verständnis für kapitalistische Gepflogenheiten an den Tag legt, ist man mehr als erstaunt über solche milden Urteile. So schreibt die Tägliche Rund⸗ schau zu der Verurteilung der Kölner Altmetalkhändler Abraham und Sally Salm die im Karkoffel⸗ handel in zwei Monaten 50000 Mark verdienten und wegen Ueberschreitung der Höchftpreife je 1000 Mark Geld⸗ strafe erhielten: Jeder Mensch muß sich beim Lesen dieser zwar kurzen, aber Bände sprechenden Notiz fragen, warum diese sauberen Brilder nur zu je 1000 Mark— kausend Mark— Geldstrafe verurteilt wurden. Da haben num unsere Gerichte durch das Gefetz die Möglichkeit erhalten, solche gewissenlosen Burschen, die aus Altmetallhändlern sich plötzlich des höheren Profites wegen in Karteffelhändler berwändeln und die dars im Interesse des Vaterlandes sich einschränkende Volk in 2 Monaten um 30000 Mark bewuchern, ins Gefängnis zu stecken— und verurkeilten sie zu lumbigen 2000 Mark Geld strafe. Gewiß, solche geldhungrigen Brüder werden sich jammernd und wehklagend auch unter der Geldstrafe drehen und winden, aber noch viel härter würde es sie treffen, wenn sie auf einige Monate det Freiheit beraubt würden, se wie sie das auf die Kartoffeln angewiesene Volk seiner schmerzlich Herdienten Groschen beraubt haben. Und dann verlangt das Volksempfinden für derartige Gesinnungslosigkeit eine andere Strafe! In der Notiz steht leider nicht einmal, daß dem edlen Paar der weftere Handel it Lebensmitteln ver⸗ boten wurde, was allerdings 1„ 150 Solch geschäftstüchtige Kaufleute trif man 22 dadurch, daß man ihnen für einige Holt ihren, gelkebten „Handel“ unmöglich macht und sie selbft ins Loch steckt! Tonsend Mark Geldstrafe müssen Ja geradezu cr Ansporn für solche Hertschaften sein, ihren etciebsgen, Handel weiter zu betreiben. Wer in 2 Monaten 50 000% Mark zusammen wuchert, kann leicht mal 1000 Mark, Geldstrafe verschmerzen. Tus wird unter„Geschäfksunkosten vertechnek! 1 50 Wo stecken die Schweine? Am Montag haben vir berichtek, daß auf dem e furter Viehhof nur 278 Schweine aufgetrieben. wa 17 sonst etwa 1200 Stück von dem Vorstendieh vorhanden 1 1 Diese wurden innerhalb fünf Minuten an e Metzger verkauft und die auswärtigen 5 10 als. Am heutigen Markt waren tut 129 9 2. b trieben, die innerhalb kurzer geit an Fran furker Mete 5 Gel tzget zogen abgefetzt wurden. Unsere Offered stonde sind 115 wiederum ohne Schlachtvieh ab. Or 5 auf die Die Großhändler schießen zie Ses händler den Schweinezüchter, die nach Angabe. 15 Wer von den Höchstpreis des Marktverkaufs verlange zunächst weniger, beiden die Schuld trägt, interele t 411195 Tatsache, daß uns interessiert in der Hauptsache die 5 Bestände dauernd es Leuten möglich ist, die borhang ee hinaufhegchrauben zurückzuhalten in der Absicht, die nde Volt dessen Väter, und das Volk zu schröpfen. Dassesdten Körtern den ge⸗ Brüder und Söhne drauß nit 172 den zahlreichen und waltigen eisernen Wall bilden,. Deutschlands Fluren erbitterten Feinden unmöglich Abhilfe? Gewiß, aber 5 eine 5 Gibt es da fächer wenn sie sich un⸗ haltbar. zu überschwemmen. f Abhilfe kann nur die Regierung, fan Rechen nachgiebig zeigt und bon den vie 15 59 3 Reichstag am 4. 8. 1914 verliehen hat, vollea Gebrauch macht. Gefreiter Walter Saar aus Alsfeld, Juf⸗Neg. 258.— Reg. 358.— Erfatzreservist Karl Wegfahrt, Londwehr⸗ hat unsere bekannte Wiener Genossin Adelheid Io pp fasserin. die ihr der! Die Preistreiber bleiben sich überall gleich. Nach der Festsetzung der Höchstpreise für Schweine wurde der Markt nicht meht in der früheren Weise beschickt. Nicht allein in Frankfurt, auch anderswo. In Kiel waren au Montag im städtischen Viehhof ganze 7 Schweine und 3 Sauen aufge⸗ trieben; in Breslau am Dienstag 172 Schweine, statt rund 900 wie sonst; in Elberfeld am Montag 65 statt 1107; in Berlin am Dienstag 3583 stakt 10 600 bis 12 000; in Han⸗ nover am Montag 113 statt 800 bis 900; in Magdeburg 164 statt 2000 Schweine. Und so überall! Hier muß fofort Ab⸗ hilfe geschaffen werden, Zögern ist vom größken Uebel! —— — Mehlverteilung. Ueber die Ausgabe des vom Kom. minal⸗Berband zur Verfügteng gestellten Mehles befindet sich eine Bekannkmachung des Oberbürgermeisters im heutigen Blatte, auf welche wir hinweisen. Es ißt daraus ersichtlich, wo und zu welcher Zeit jeder Brotmarkenempfänger das ihm zustehende Mehl erhalten kaun. Wie bereits bekannt ge⸗ geben, kostet das Pfund 20 Pfg- und wird gegen Vorlage von Bezugskarten detabfolgt.— Wefter weisen wir noch auf eine Bekanmtmachteng hin, welche die Abgabe der don der Stadt gelieferten Karkoffeln betrifft, welche bis morgen im Hofe des Realgymnaftums abgeholt werden müffen. Wer sie ins Haus gebracht haben will, muß dies sofort dem Tiefbauamte mitteilen, andernfalls wird lber die Kartofseln weiter verfügt. — Bei Spielerei erschossen. Ein Landedehrmann aus Bergheim bel Ortenberg, Heinrich Emrich mit Namen, büßte sein Leben nicht durch eine Jeindeskugel ein, somdern durch die eines Kameraden. Er stand bei einer Arkillerie⸗ Munitionskolonne im Felde und neckte sich, erls er dieser Tage in sein nartter kam, ntit feinen Kameraden. Einer von diesen legte im Scherz den Karabiner auf Emrich an, bald krachte ein Schuß, der ihm in den Kopf traf und sofort tötete. Emrich hinkerläßt Frau und vier Kinder.— Man sollte meinen, daß die im Felde Stehenden solche gefährliche Spielerei von selber ließen, wo sie doch täglich den furchtbaren Ernst vor Augen sehen. Der ragkückkiche Schütze wert natür⸗ lich des Glaubens geisefen, der Karabiner sei nicht geladen. — Ein Brand brach vorgestern auf der Liebigshöhe aus, Ler durch einen Kaminbraud vernefachk, doch durch die Fenerwehr bald gelöscht werden kennte. Der eartgerichtee Schäden ist nicht bedeutend. — Vom Zuge überfahren. In der Nacht zur Mittwoch würde der Zugführer Wilh. Hänser aus Leihgestern auf der Vahnkörper in der Nähe von Großenlinden ko duf⸗ gefunden. Jedenfalls war er auf dem Heéinrwege begriffen und ging den Bahnkörper entlang, wobei er von einen Zuge überfahren wurde. — Konsumverein Gießen. An Stelle des Gts geschiedenen Geschäftsführers Keßler wählte die Gefamtperwaltung Herrn Heinrich Rope ans Mittweida in Sachen, der die Stellung am k. Dezember antreten wird. — Gefallene aus Oberhessen und Nachbargebieten. Erfatzreservist Eruft Hartmann aus Groß⸗Felda, Juf.⸗ Inf.⸗Keg., 116. — Metall⸗Beschlagnahme. Die bis jetzt noch sbicht abgeholten Anerkenntnis⸗Bescheinigungen über freiwillig abgeliefertes Kupfer, Messing und Reinnickel sind unter Jorlage der Wiegezettel inner⸗ 42 8 Tagen auf dem Slabthans, Zimmer Nr. 7, in Empfang zu nehmen. — Zwei gute Bücher fär die reisere Jugend, die sich zu Weih⸗ nächtsgeschenten fehr eignen, hat der Verkag von Dietz in Stutt⸗ gark herausgegeben. Das erste betitelt sich. Gerd Wullen⸗ weber, Geschichte eines jungen Arbeiters von Jürgen Brand. Der Verfasser erfreut sich bet der Jugend der größten Beliebtheit, er hat ihr schon diele hübsche Sachen geschenkt. Auch sein neues Buch wird gute Aufnahme in den jugendlichen Kreisen finden. Es ist so recht gevignel, in unferer Bemben⸗ und Granaten⸗ zeit die fungen Gemüter hinzulenken auf das, was sie im Lebens⸗ kampf e kann: auf kameraöschaftliche Treue, Aufopferungsfähigleit und Heimatsliebe.— Das andere 1 1 gur er⸗ Es trägt den Titek„Erinnerungen aus meinen Kindheits⸗ und Mädchenfahren, aus der Agitation und anderes“. Die Genofsin giht darin ein fesselndes Bild aus dem Leben der Armen, schildert in herzergreifender Weise das Elend, unter dem die Kinder des arbeitenden Volkes heranwachsen, um, kaum die Kinderschuhe ausgezogen, einzutreten in den Bann des Kapitalis⸗ Mus, ohne Kussicht, in unserer heutigen Gesellschaft jemals zur einer Stufe emporsteigen zu können, die das Leben auch lebenswert macht. Das Buch begnügt sich aber nicht mit den dlisteren Schil⸗ derungen der wirklichen Welt, es 17 70 auch den Weg, auf dem die Frauen durch efgene Kraft die Er Isung aus ihrem gedrückten Zu⸗ stand finden Gönnen, der ihnen den Aufstieg zu einer besseren, menschenwürdigen Zukunft ermöglicht.— Jedes der sehr gut aus⸗ gestatteten und fauber gedruckten Blücher kostet nur eine Mark. Boe⸗ stelkungen nimmt unsere Expedition entgegen. Kreis Alsfelb⸗Lauterbach. d. Alsfeld. Die Geländeerwerbskosten für den Bahnbau Alsfeld⸗Niederaula beschäftigten den Stadtvorstand in der letzten Sitzung. Von dem Konsorttum der Gemeinden, welche Ge⸗ lände gestellt haben, wurde ein Beschluß vorgelegt, nach welchem die Geläudeerwerbskosten zur Hälfte nach den Kommunalsteuerkapita⸗ lien, zur anderen Hälfte nach der Einwohnerzahl auf die beteiligten Gemeinden und Gemarkungen ausgeschlagen werden und zwar der⸗ ark, daß bei den einzelnen Beteiligten je nach dem Grade ihres Inleresses en dem Bahnunternehmen die Bevölkerungs⸗ und die Kommunalstenerkapttalienziffern ganz oder nur zu einem Bruch⸗ teil(Interessenziffer) bei der Berechnung des Kostenanteils in An⸗ satz gebracht werden. Vom Gemeinderat wurde diesem Verteilungs⸗ maßstabe zugestimmt. Westerwald und Untetlahn. = Höchstpreise im Oberlahnkreise, Der Kreisausschuß für den Sberlahn re dag ab 15. November bis auf weiteres folgende Höchstpreise für Orot und Mohl festgesetzt: 1 für ein. großes Roggenbrot jm Gewicht von 2050 Gramm ig der Stadt Weilburg 62 0„in der Stadt Runkel und den Landgemeinden 60 Pfg. 2. ftr 00 kleines Roggenbrot im Gewicht von 1025 Gramm in Stadt Weilburg 31 Pfg⸗ in der Stadt Runkel und den Landge⸗ meinden des Kteises 30 Pfg., 3. für Brötchen(aus Kriegsweizen⸗ mehl) iht Gewicht son 65 Gremm in ben kabt⸗ und Landgemein⸗ den 4 Pfg., 4. für Weizenbrot aus reinem Weizenmehl im von 1023 Gramm 40 Pfg. Diefes Brot wird nur für Kranke zuge⸗ en.— Die Mehlpreise e für das Pfund Roggen⸗ 4 mehl 19 Pfg., Kriegsweizenmehl 22 Weizenmehl 24 Pfg⸗ „ ird fer das Pfund reines schüttze eingebracht. Von Nah und Fern. Vegegetteng deut scher und franzöß cher Verwundetet. De Schweizer Pfarrer Morel erzählt einen rührenden Vorfall, der sich diefer Tage auf einem Schweizer Bahnhof abfpielte. Auf der Statton Matran, im Kanton Freiburg nämlich, mußten eim frangd⸗ sischer und ein deutscher Verwundetenzug sich kreuzen. Der frantzö⸗ 0 Zug hielt bervits in der Stalist. als der deutsche Zug eintteß und längs der Framosenzuges hielt, Plötzlich ergriffen dle franzö⸗ sischen Verwundeten die Geschenkpäckchen, die sie auf Irsiheren Slationen erhalten hatten, und warfen sie unter freundlichen 2— rnfen in die Fenster des Heulschen Zuges hinein. Im rich Allgenblick, bevor noch die beutschen Soldaten den Geschenkgebern däffkesß konnten, fetzzen sich beide Züge wieder in Bewegung. Seldaten segen den Krieg. Dem Hamburger Fremdenblatt wird aus Stockholm berichtet: Der Redakteur der schwodischen Jeitung Arbetet, ber Reichstagsabgeordnete Tr. Gunnar Löwe⸗ greu, der kürzlich Italien besuchte, schildert folgende Szene aus Florenz: Bei Rsiner? F am Bahnhof war dieser von einer neugierigen und se Voltsmaßfe überfüllt. Alf meine Fragen, warum so vi ammengeströmt sei, klärte man mich dahin auf, daß man gekommen sel, um die Sozialisten, die fü si⸗ liert werden sollten, zu seheu. In Haufen von je 20 Mann zogen Hie Verurteilten unter starker Bewachung vo rliber. Sie hatten noch kümmer ihre Unfformen an. Man sach unter dem graugekleideten Landmilitär auch Gruppen blauer Seemannsjacken. Es waren un⸗ gefähr 200, die aus keberzengung und Haß gegen den Krieg sich weigerten, dem Vesehl zu gehorchen, gegen den Feind zu z Sie waren vom Kriegsgericht zum Tode verurteilt und sollten nach Nrezgo geführt werden, um erschossen zu werden. Die meistem ver⸗ suchten, eine freimütige Haltung zu bewahren, der eine, oder der andere zeigte sogar Trotz. Wie Vieh würden sie in die Wagen, die bereitstanden und vor den Fenstern eiserne Gitter halten, 12 5 getrieben. Die Juschauer schienen im allgemeinen wenig zu haben, aber für den Fremdling, der aus Zufall unfreiwilliger Zuschauer des Auftritts geworden war, war es ein kräftig spreche der Beweis gegen das Gerede vom Kriegsenthusiasmus in ien. Wenn diefe braven Männer wirklich ihre Ueberzeugung mit dem Tode bestegeln mußten, so dürften diesen im Volke sicher Rächer ent⸗ 79950 die den italienischen Gewalthabern noch unangenehm werden önnen.. Tages bericht des gen Hautnurstn. Abgewiesener englischer Haudstreich. In Serbien weiter vorwärts. Westlicher Kriegsschan platz i W. B, Großes Hauptquartier, 18. Nov., vorm.(Amtlich.) Die Engländer versuchten gestern früh einen Handstroich gegen unsere Stellung an der Straße Messines⸗Armentisres, Sie wurden abgewiesen. f In den Argonnen wurde die Absicht einer frauzösischen Sprengung erkannt und der bedrohte Graben rechtzeitig geräumt. g Sestlicher Kriegs schauplatz. Die Lage ist im allgemeinen unverändert. Balkan. Die verbündeten Armeen haben in der Verfolgung die allgemeine Linie Javor nördlich Raska⸗Kursumlija⸗Radan⸗ Aruglica erreicht. Eusere Truppen fanden Kursumlija von den Serben verlassen und ausgeplündert vor. Es wurden mehrere hundert Gefangene und einige Ge. Oberste Heeresleitung. Der österreichisch· ungarische Tages bericht Erneute Beschießung von Görz und Riva. Wien, 18. Nov.(W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 18. November 1915. f Ruffischer Kriegsschauplatz. 8 Die Lage ist unverändert. Beim Aufräumen des Sch lachtfeldes von Ezartotyfe ist erst die volle Grüße des jüngst errungenen Erfolges zutage getreten. Der Feind hatte schwere Verluste⸗ Bis⸗ her wurden 2500 Russen begraben und 400 feische Gräber gezählt. Mehrere Tausend Gewehre und große Mengen Munition sind die Beute, die noch steigen dürfte. Der Gegner besaß am west⸗ lichen Styrufer vier hintereinander n starke Stellungen mit Drahthindernissen, Stützvnnkten und Flankierungsanlagen. 2 dehnte Hüttenlager mit Blockhäusern und großen Stallungen be⸗ weisen, daß er sich schon für den Winter eingerichtet hatte. Italienischer Kriegsschauplatz. Auch im Laufe des gesteigen Tages nahmen die Italiener ihre Angriffstätigkeit nicht wieder anf. Nachts dersuchten die schwache Vorstoße gegen Za gor, am Rordhange der Monte San Michele und gegen den Abschnitt südwestlich San Martino; alle wurden ab⸗ gewiesen. Seit heute zeitlich früh steht Görz wieder unter heftigem Geschüz feuer. In der ersten Stunde fielen etwa 400 Geschosse in die Stadt. Der alte Stadtteil von Riva war gestern vom Altissimo her unter Feuer. Unsere Flieger warfen Bomben auf die Kaserne von Belluno ab. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Die Verfolgung macht trotz schwerer Unbilden der Wit⸗ terung gute Fortschritte. Nördlich von Nova Varos nähern sich unsere Truppen dem Abschnitt des Uvae. Der Ort Ja vor ist in Besißz genommen. Südlich von Jvanjica schoben wir uns im Raume um die Höhe Fankov Kamien nahe an die Paßhöhen der Golija Planina heran. Deutsche Truppen sind bis etwa halben Wegs Usce⸗Raska vorgedrungen; während österreichisch⸗ un rische Kräfte von Ost gegen den Ibar vorgehend, die Kopgonit⸗Plan am Weg nach Karadag überschritten haben. die Truppen der Armee von Gallwitz sind über das von den Serben geplünderte Kursumlje füdwäels vorgerückt. Bulgarische Kräfte gewannen kämpfend die Höhen des Rablan und den Raum süßöstlich davon. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Höfer, Feldmarschalleutnant. 0 5 Beschleßung von Venedig und Vero ia. Wien, 18. Nov.(QW. T. B.] Nachtrag zum amtlichen Com⸗ muniqué vom 18. November. Ereignisfe zue See. Heute nachmittag belegte eines unserer Seeflugzeug⸗ geschwader die Forts San Nieolo und Alberoni, das Arsengl, die Flugstation, den Gasometer, den Bahnhof und 718 Ka⸗ sernen von Venebig erfolgreich MIt Ben.. Trotz des heftigen Abwehrfeuers und des Angriffes von drei feindlichen Flugzeugen ist unser Geschwader vollzählig und wohl⸗ behalten eingerückt. Flottenkommondo. 5 Nom, 18. Nod.(W. T. B. Nichtamtlich.) Meidung den Agenzia Stefani: Feindliche Flugzeuge erschienen vormittags über Verona und warfen einige Bomben ab. Ein Knabe wurde verletzt, Sachschaden ist nicht angerichteb — ͥ—— worden. eine serbische Division unter Oberst Wassitsch 20 Tage lang Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt. G. m. b. H., Offenbach a. M Die Lage in Serbien. Daily Expreß meldet aus Rom: Die letzten Salonikier Meldungen bestätigen die ungünstige Aenderung der Lage Serbiens. Mit ihrer Artillerie beherrschen die Bulgaren die Straße von Krivolak nach Prilep und verhindern dadurch eine Vereinigung der Serben mit den Franzosen. Obwohl den Babunapaß tapfer verteidigt hat, droht jetzt der bul⸗ garische Keil, der zwischen Babunapaß und Zernafluß ge⸗ trieben ist, die Serben mit Umfassung. Das Gefecht beim Katschanikpaß dauert an. Die Bulgaren haben zwei Drittel dieser Bergengen erobert. Die Flucht der Einwohner Alt⸗ serbiens nach der montenegrinischen und der albanischen Grenze nimmt großen Umfang an. Montenegro wird diese Völkerwanderung kaum aufnehmen können, da es selbst Knappheit an Lebensmittel leidet. Monastic. Der Telegraaf meldet aus Athen:„Die Lage der Serben wird als sehr düster geschildert. Wie verlautet, ist Prilep durch die Bulgaren besetzt, und sie scheinen nur noch zwei Stunden von Monastir entfernt zu sein, wo sie eine umfassende Bewegung vorhaben. Der Zustand in Monastir ist sehr kritisch. Die Ko n sulate, mit Ausnahme des französischen, haben sich alle nach Salonik begeben, wohin der Präfekt die Archive geschickt hat. Der 9 raf ekt von Monastir rief eine Versammlung von Vertretern der ferbischen, griechischen, bulgarischen und türkischen Gemeinden in der Stadt zu⸗ sammen und sagte, daß er immer noch hoffe, die Stadt retten zu können, daß er aber den wohlweislichen Rat erteile, wenn die bul⸗ garischen Heere den Widerstand der Serben brechen und der Stadt näherkämen, dem bulgarischen Führer entgegenzugehen und die Stadt zu übergeben, damit die Bevölkerung vor der Mißhandlung durch den Feind geschützt würde. Wiederbesetzung von Tetowo durch die Bulgaren. Athen, 16. Nov. Der Agence Havas zufolge wird der Patris aus Salonik gemeldet, man bestätige die Wieder⸗ besetzung Tetowos durch die Bulgaren. Die Zeitung fügt hinzu, daß dieses Ereignis von großer Bedeutung sei, weil der Zusammenhang der serbischen Front dadurch unterbrochen werde. Der Druck auf Griechenland. Aus Konstantinopel, 18 November, wird der Frankf. Ztg. telegraphiert: Die Ankunft Lord Kitcheners in Salonik wird spätestens für den 20. November erwartet. Die griechi⸗ schen Kreise der ehemaligen mazedonischen Hauptstadt ver⸗ sichern, daß das Eintreffen Kitcheners einen Wendepunkt in der Politik Griechenlands herbeiführen wird. Die mazedonisch⸗ griechischen Kreise, die der Politik Veniselos ihren Anschluß an Griechenland verdanken, halten nach wie vor zu diesem. Die in Neugriechenland wirkende Gendarmerie, die sich fast durchweg aus Kretern formiert, ist ein blindes Werkzug von Veniselos. Sie betreibt offen ihre Agitation im Sinne von dessen Plänen. a Die Engländer, welche Salonik bereits als heimischen, onglischen Boden betrachten, lassen sich überall vernehmen, daß Griechenland sein Schwert aus der Scheide ziehen müsse, sonst würden Zwangsmaßregeln ergriffen. Man macht An⸗ spielungen auf den Sturz der Dynastie. In Athen denkt man an ernste Vorsichtsmaßregeln. Der für die neugriechi⸗ schen Gebfete in Kraft befindliche Belagerungszustand kann jede Stunde auch über das alte Königreich verhängt werden. Wiewohl er ohne Zustimmung des Parlaments nicht dekretiert werden darf, können höhere Gewalten die Regierung hierzu; zwingen. In Salonit nehmen die Engländer und Franzosen Requisitionen großen Stiles vor, ohne sich im geringsten um die griechischen Behörden zu kümmern. Da das Geld mit vollen Händen ausgegeben wird, zeigt sich die Bevölkerung zufrieden. Verantwortlicher Redakteur; F. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm& Cie., Gießen. Vereinskalender. Sonntag, 21. November. Watzenborn⸗Steinberg. Wahlverein. ersammlung im„Grünen Baum“. 8* 1* ** n* a 1* 5 1 . Lustspiel in 3 Alten von Franz von N ar Nachmittags 4 Uhr Schönthan u. Franz Koppel Ellfeld. Soldaten vom Feldwebel abwärts gen über freiwillig abgeliefertes Kupfer, Messing und Reinnickel sind 5 unter Vorlage der Wiegezettel innerhalb 8 Tagen auf dem Stadt⸗ hause, Zimmer Nr. 7 in Empfang zu nehmen. Gießen, den 18. November 1915. 5 a 5 Der Oberbürgermeister. 45 Keller. Bekann machung. Die aus den einzelnen Bezirken noch nicht abgeholten Kartoffeln können noch Samstag, den 20. November, vormittags von 8—12 5 Uhr und nachmittags von 1—6 Uhr im Hofe des Realgymnasiums an der Ludwigstraße in Empfang genommen werden. 4 Diejenigen Besteller, die die Kartoffeln ins Haus gebracht haben wollen und dem Tiefbauamt hiervon noch keine Mitteilung gemacht haben, wollen bies sofort nachholen, da sonst über die Kar⸗ toffeln anderweitig verfügt wird. Gießen, den 18. November 1915. 6 Der Oberbürgermeister: Keller. Bekanntmachung. Bei der am 1. dieses Monats vorgenommenen planmäßigen Verlosung der am 1. März 1916 zur Rückzahlung kommenden Schnldverschreibungen des Anlehens der Stadt Gießen vom Jahre 85 1901 wurden folgende Stücke zur Rückzahlung bestimmt: 8 Serie II Nr. 14, 59, 118, 157, 222, 269, 310 zu 2000 Mk. 8 Serie II Nr. 354, 415, 472, 586, 609, 631, 710, 783, 795, 811, 843,920 8 950, 1011, 1096, 1119, 1164 zu 1000 Mk. 1 Serie II Nr. 1284, 1328, 1377, 1395, 1409, 1466, 1543, 1597, 1623, 1684, 1705, 1777, 1820, 1895 zu 500 Mk. Serie II Nr. 1930, 1990, 2036, 2074, 2175, 2203, 2248 zu 200 Mk. Serie II Nr. 2272, 2300, 2317, 2407, 2490, 2535 zu 100 Mk. Es wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis ge⸗ bracht, daß die Einlösung dieser Schuldverschreibungen bei der Stadtkasse in Gießen, bei dem Bankhaus Delbrück Schickler& Co. zu Berlin und bei der Mitteldeutschen Kreditbank zu Frankfurt a. M. erfolgen kann und daß die Verzinsung mit Ende Februar 1916 aufhört. Von den in früheren Jahren ausgelosten Schuldverschreibungen sind noch nicht zur Rückzahlung vorgelegt worden: Serie II Nr. 1571 über 500 Mk. und Nr. 2257, 2413 über je 100 Mk. Gießen, den 19. November 1915. Der Oberbürgermeister. Keller. Verstorbene. Frau Susanne Reiber geb. Seibel in Gießen, 57 Jahre alt.— Johann Heinrich Dapper, in Wieseck, 54 Jahre alt.— Elisabetha Hildebrandt in Heuchelheim, 62 Jahre alt. — Wilhelm Häuser, Zugführer aus Leihgestern. Praktischer Wegvefiser ——— ͤ—s— emufehlens werter Gdeschätte Besonderer Beachtung empfohlen Erscheint wöchentlich einmal r Brauereien u. Blerhdlig. 2 J. H. Ihping, bin 7 Jelephon 1 Blerbrauerei mit eigener Mälzerei Anerkannt vorzügliche helle und dunßkle Export- Biere Brennmaterlallen Joh. Fischer Alicestraße 28/90 Telephon 7 Kohlen, Roks und Briketts. „Kolonlalwaren Heinrich Möser, Ciegen Weizen- u. Roggenmehle Sümtliebe Futferartikel engros Rüböl, Leinôl en detall Weine, Liköre bhristian Indertha! Likörfabr. u. Weinhandlung n NTeuen-Biue 27 Diezstr. 14. Alsfeld 15 1 Harenlaus ö. aer— a Gr.-Linden Gomi- 5 Lan Haber Waren eee hg 1 Samstag, 20. November 1915 daälddedtr dissen. e 8. Dir.: Hermann Steingoetter. Schüler⸗Vorstellung. een s e iss, gd Herzog zun dehpaben 6. Freitags⸗Abonn. Vorstellung. Dramatische Dichtung von 0 inkesse Guckerl Ludwig Uhland. Ende nach 6 Uhr. Volkspreise. vormals J. Luy Wetzlar Uaebl. Naldschmidf I lauen Nad. eh Aiser arkipl. 19, Oehsen-, . Hedlor e F eee eee Alle Mitglieder wollen er⸗ scheinen! Be. Bekanntmachung. 8 es Ng 8 e Die bis jetzt noch nicht abgeholten Anerkenntnis⸗Bescheinigun⸗ 7. Indien, Inseln des stillen Ozeans rache herüber Forscher 5 unter den Wilden von Indien, Ohennien, Afrika? tlaus- und Familienbuch für jung und Alt, 2 Solange der Vorrat reicht, ist das Werk zum obigen a unserer Haupt⸗Expedition Oberh. Volkszeitung, Gießen Vahnhofstraße 23. Versand nach auswärts gegen Voreinsendung des Betrages zuzüglich 60 Pfg. Porto.(Nachn. 25 Pfg. extra.)— Auf ein Unsere Zeitungsträger nehmen Bestelungen entgegen. SSSR Gewöhnliche Preise(ermäßigt). zahlen bei allen Vorstellungen auf fe Slassische Gi leamg en 55 er Vo berlunde und Kartenscizzen.. Unsere Leser werden das diesjährige Weihnachtsbuch, ein hochwich iges Originalwerk, welches uns durch die berühmten Forscher wie Carl Peters— Serzog Adolf Friedrich zu Meckleubura— Dr. Nachtigell — Stanley— b— Prof. Dr. Weule— Dr. W. Junker— Dr. Schweinfurt— von ber Decken Karl Block— Dr. Flinsch Frobenius und viele andere, im ganzen 32 verschiedene, nach Afrika und die ö führt, mit Freuden begrüßen. Unter dent Titel: ell. erhalten wir von 32 berühmten Forschern, die zum 0 Ale ersten Male mit den wilden Bewohnern in Be⸗ 8 engen rührung gekommen ind, wahrhaft klassische, hoch⸗ 5 unterl. interessante, allgemein verständlich geschriebene 2 alt, Schilderungen über Sitten und Gebräuche der 95 1 Kannibalen und Wilden, über ihr Leben und ihre 1 1 k Kultur. Ueber 260 Abbildungen und Kartenskiggen 8 et nach Original⸗Aufnahmen begleiten den Text und 8 0 8 erhöhen noch den Reiz der vielseitigen und belehrenden 77 11 Schilderungen. Jedes einzelne Werk dieser berühmten g ivo Forscher kostet 10 bis 20 Mark, während wir dieses Ind Werk, das von 32 Forschern interessante Berichte und alu Erzählungen aus ihren We ken bringt und somit über ei die so teuren Reisewerke einen allgemeinen Ueberblick gibt en durch Herstelluna von Massen⸗Auflagen zu dem außerordentlich 8 1 alkklen billigen Preise von 3 Mk. elegaut gebunden, unseren Lesern abgeben. Es ist selten ein Wert so vielseitigen, interessanten und belehrenden Inhalts geboten, wie dieses und eignet sich dasselbe deshalb vorzüglich als wie auch speziell als Geschenkwerk. erhältlich. Telephon 2008. Paket gehen 2 Exempl. Ende 10¼ Uhr. Nachruf. Schon wieder hat der schreckliche Weltkrieg ein Opfer aus unseren Reihen gefordert. Landwehrmann Hermann Schleenbecker starb am Freitag, den 12. November im Lazareit nach der Heimat verbracht. Wir verlieren in ihn genossen, sowie einen nie ermüdeten Sangesbru Zeit Vereinsvorsitzender. In wahrer, treuer Liebe werden wir ihm ein bewahren. Sozialdemokr. Wahlverein Krofdorf- Gleiberg. 5 desang- Verein„Eintracht“ Krofdorf. 9 . 8 8 2— n mur gegen Vorlegung der Bezug eee eee;: Reiben as Leger in Ubren, abgezählt mitzubringen. Reinecke D K 6 Gold- und Silberwaren. a 5 i 8 Fahnen Ae 8 aminka, leßen en Gießen, den 18. November 1915. Verelns-edartzartikel. Marktplatz li. e Hrmacher und Galbarbeit einen treuen und zielbewussten Partei- Nan verlange 27. November d 3. 5 7 7 5 5 7 Es findet statt: 6 in Berlin. Er wurde buchstaben 1-2 der. Er war längere buch laben A-K dauerndes Andenken Anfangsbuch taben 12 bahn ⸗Konsumvereins. ö Nabattmarken. 2. u. 3. Sperrsitz nur halbe Preise.—. 1 eee Einmalige Mehlzuweisung. Die Ausgabe des zugewiesenen J. vormittags von 9 bis 12 und 2 bis 5 Tlhr statt und zwar: für die Brotmarkenbezirke 1, 2, 3 Asterweg 9, 1. Nota, den 2. Nwenger 1915 die Aasgabe für die Bezirke 1, 4, 7, für die Berechtigten mit den Aufangsbuchstaben A-K l 9 Dienstag, den 23. Nopemser für die Bezirke 1, 4, 7, 8 mit den Anfangs- Wi twoch, den 24. November für die Bezirke 2, 5, 9, 11 mit den Aufangs⸗ Donnerstag, den 25. Nopember für die Bezirke 2, 5, 9, 11 mit den Der Preis für das Pfund Mehl beträgt 20 Pfennig. Die Abgabe ersolgt escheine und sofortige Zahlung. Der Gberbürgermeister. —— Mehls findet in der Zeit vom 22. bis nuchmittag⸗ von 4, 5, 6 Oberrealschule, Stephanstr. 8, 9, 10 Alte Oorenkl'nik 7, 11, 12 Alte Gewerbeschule. 3 * 1 7 7 Freitag, den 26. November für die Bezirke 3, 6, 10, 12 4 vormittags von 9 bis 12 Uhr mit den Ansangsbuchstaben A.-K 50 nachmittags von 3 bis 6 Ur mit den Ausungsbuchstaben L. 2 5 Das Geld ist 0 eller.. e