Organ für 1— 9 die Juteressen des werktätigen 3 * der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete. 1 Volkes 94 Die Oberhessische Volksgeitung erscheint jeden Werktag Abend in Gießen. Der Abonnementspreis beträgt wöchentlich 15 Pfg. monatlich g 60 Pig einschl. Bringerlobn. Durch die Post bezogen vierteljährl.1 80 Mk. Redaktion und Expedition Giessen, Bahnhofstrasse 23, Ecke Löwenagasse. Telephon 2908. Juserate kosten die 6 mal gespalt. Kolonelzeile oder deren Raum 15 Pfg. Bei größeren Aufträgen Rabatt. Anzeigen wolle man bis abends 7 Uhr für die folgende Nummer in der Expedition aufgeben. Nr. 270 Gießen, Mittwoch, den 17. November 1915 10. Jahrgang 4 3 n Gefährliche Reformisten. 9 Die ersten deutschen schweren Geschütze für die Dardanellen sind rl bereits in Konstantinopel eingetroffen. Drei deutsche Tauchboote Von Karl Kautsky. und drei türkische Regimenter liegen in Warna. Zu dem zahlreichen Chor derer, die der zweiten Internationale Griechenland und die Ententetruppen. 9 blied singen, gesellt sich nun auch Cunow. In einen ike Ben, 1 D f 57% 5 17 2 0 das Grab 0 gen, gesellt! un auch Cunow. In einem Artikel, Genf, 15. Nov. Den französischen Blättern wird aus getitelt„Die neue Internationale“, der durch die Parteipresse ging,] Ath d.. 1 2 0— c u, 200 zweite Internationale„ist völlig zusammengebrochen, und es ist 18 Ententetruppen hat den Gegenstand langer Beratungen des 5 zanz vergebliches Bemühen, eine aussichtslose Sisyphusarbeit, die griechischen Ministerrats gebildet. Ueber die Entscheidung 2 5 1 8 der zu wollen, zumal] der griechischen Regierung herrsche Ungewißheit. Der — 1 15105 8 Weltkrieges Es sei aber nicht bloß aus Athener Korrespondent des Echo de Paris hält es jedoch für — ichtslos, sondern höchst überflüssig, die zweite Internationale neu N den Ala l 8 ö eleben zu wollen, denn„im Kampf gegen das sich reckende und aum Platz, den Alliierten zu raten, bis zum Beweis des Gegen⸗ T l treckende imperialistische Finanzkapital kann sie nichts wesent⸗ teils anzunehmen, daß die griechische Regierung die Entente⸗ 45 iches r leisten. 5 5 truppen zu entwaffnen beabsichtige, falls diese auf griechisches . 5 55 war zu. e 1 und Schau⸗ Territorium gedrängt würden. f—. ß è e e e ne e e ae ufe, behauptet wird, sie geschaffen. Und nun wollen wohlmeinende, Veniselistenpartei für die Neuwahlen keine Kandidaten auf⸗ 45 aber noch immer unsere ganze Entwicklungsrichtung nicht be⸗ stellen. Am Samstag hatten 90 veniselistische Abgeordnete a 3 de 50 0 5 0 11 u militärpflichtigen Alters vom Kriegsminister einen ein⸗ . richten— aufrichten mit demselben Material, nach altem Bau⸗ ige ane ir d 9 0 7 er ab⸗ Den plan, in der bisherigen Form, und gar während der Kriegs⸗ i Wahlzeit erbeten, seien aber a lle dauer! Ein sonderbaxes Beginnen, das nur zu deutlich beweist,“““ High beschreden worden 5 1 wie tief noch so manchem die illusionäre Ideologie in allen Sasonoff der Christliche. 1 Gliedern steckt...% Der russische Minister des Aeußern, dessen Sturz die mittel⸗ „ Eine neue Internationale sei nötig, ein„höheres, stärkeres euxopäische Sensationspresse schon vor Wochen gemeldet hat, der hen Hebilde“. 5. 5„ aber immer noch im Amt und Würden ist, hat einem Vertreter der Daß sich die Internationale zurzeit in einer leineswegs be- Morning Post einen längeren Vortrag gehalten. Gedämpfter ch leidenswerten Verfassung befindet, wer wollte das leugnen? Jede Trommelklang ertönt aus den Worten Sasonoffs. Er versichert, nt kritik muß uns willkommen sein, die uns instand setzt, die Ver⸗ daß die angebliche deutsche Spekulation auf russisch⸗englische Gegen⸗ ! 2 Internationale zu verbessern und zu einem höheren, sätze in Asien falsch und auf ewig zur Aussichtslosigkeit verurteilt ile kärkeren Gebilde zu entwickeln. Dazu ist jedoch vor allem er- sei, während er natürlich genau weiß, daß der nach Nordwesten la 11 orderlich, daß die Kritik klar zeigt, worin das Uebel besteht, wo](Ostsee) und Südwesten(Türkei) gehemmte russische Ausdehnungs⸗ on b. ein Sitz zu finden ist. Vergebens sucht man in dem Artikel drang seinen Weg nach Indien konsequent weiter verfolgen wird, Funows nach einer Untersuchung dieser Frage. 5 so wie ihm nur Erfolge zu blühen scheinen —— f 0 Wir erfahren nicht einmal, was Cunow als Zusammenbruch Dann faselt der Vertreter des gewalttätigsten Regimes der er Internationale betrachtet. Daß ihre Organe während des Welt von der Heiligkeit internationaler Verträge krieges nicht funktionseren? Ja, funktioniert denn der ganze Or⸗ und schließlich schwinat sich der Minister des bluttriefenden Zaris⸗ anismus, z. B. der deutschen Sozialdemokratie oder der Gewerk- mus, der jetzt die nach Sibirien verschickten Dumasozialisten ver⸗ haften wie in Friedenszeiten? Haben wir nicht auf den Partei- hungern läßt sogar zum Verteidiger des Christen⸗ ag verzichtet, auf Wahlkämpfe, Streiks usw. Um wieviel größer tums und der Rechtsordnung auf, die beide von dem„un⸗ nd aber erst die Schwierigkeiten für die Internationale oder etwa christlichen“ und„zersetzenden“ Deutschland bedroht seien. felt N 1 Belgien. Oder sieht Cunow den Zusammenbruch nicht darin,, So ungerecht darf nicht einmal ein Handlanger des Zaren s aß äußerliche Hindernisse das Funktionieren des internationalen sein. Deutschland— unchristlich, Deutschland— zersetzend? Fast el Gureaus bisher erschwerten, sondern in dem Wirken starker innere ists, als hörte man den Bannfluch der europäischen Reaktion gegen bindernisse, in dem Ueberwuchern des internationalen durch die franzöfische Revolution und Napoleon J. Deutschland, in dem Baut“. ationalistischen Geist? Dann aber stellt sich das Versagen der großen Parteien das Christentum zum Programm geworden ist. 7 Internationale als ein Versagen ihrer Glieder heraus, daum müßte wo große Zeitungen täolich Christentum predigen, wo welt- zor allem untersucht werden, inwieweit die Haltung der einzelnen berühmte Männer ihren frommen Glauben offen bekennen, nennt Fbarteien und innerhalb der Parteien die einzelnen Elemente an Herr Sasonaff unchristlich— und das Reich, in dessen innerer 1 g em Versagen der Internationale schuld trägt. Dann. hätte die Politik der Kampf gegen das, was man. Zersetzung nannte, den 5 · steformarbeit an ihr bei den einzelnen Parteien zu beginnen. Hauptinhalt aus machte— Zersetzend. Man kann nur nnehmen, ö leben spricht Eunom nicht. Er will, daß wir uns äge. paß der zarische Minister das Vordringen des deutschen Kapi⸗ 10. i Anternationale entschließen, ehe er uns ge⸗tals und der deutschen J ndustrie unter„Deutschland“ ver⸗ lee lufbau einer neuen Internat e entf 1 e ö i. Refiaf Inn eeigt hat, woran die alte krankt. 9 nich 5 bat 5 1 Fapital ge e 1 einmal. 9 95 Religion 1„ und was will er nun an ihre Stelle setzn; tonale Aktions⸗ 9 110 i tun und wenn es zersetzt, so 115 e auf; in 1 Eine ganz andere Organisation, eine internationale Aktions⸗ 9 ußlan genau so wie anderswo. Zu dem Hort es Rechts und des gel. N Ind Al rbeitsgemeinschaft“ Christentums, Rußland, sollen sich das verweltlichte, entchristlichte r% 5„ 18 ie Errichtung von internationalen] Frankreich und das klassische Land der Seewillkür, England, ge⸗ 1. 0„Ich verstehe dürruhen 9 5. gemeinsamen inter⸗ sellen— zu einem neuen Dreibund der höheren christlichen Moral. . Geewerkschaftsverbäuden bezw. Kartelle ugs und Aktionsaus⸗ Es muß recht schlimm stehen um Rußlands Argumente, wenn es nationalen Sekretaxiaten, Verständignugs Vermittlungs- und die ihm allerdings schlecht liegende Rolle des Slawenbesreiers mit schüssen, die Errichtung 055 sozialistischen tenwirkens der ver⸗ der des Welt⸗Popen vertauscht. Fast möchte man dem so christlich Arbeitsausschissen zum Zweck des Zusan⸗ gewordenen Herru Sasonoff die Anregung geben, aus dem Berliner 52„ een bei wi schiedenen sozialistischen Landesparteien issi j 7 1 8 ischer Kommissionen, heiten, Einsetzung interparlamentarisges sosialistischen Vildung seitige Förderung und Unterstützung Ländern, — chtigen Gelegen⸗ gegen⸗ Schaffung an und Indien. Prüfung der zu Recht bestehenden Ausnahmebestimmungen müsse bis nach dem Friedensschluß verschoben werden. g Wir stellen keineswegs ein neues deutsches Kriegsziel auf, wenn wir der Hoffnung Ausdruck geben, daß die Reformen des Herrn Chwostow keine Gelegenheit finden werden, sich auf das Land zwischen der Weichsel und dem Bug zu erstrecken. f 5 Aus Warschau wird der Frankf. Ztg. über die feierliche Er⸗ öffnung der Warschauer Universität telegraphiert: Die Bevölkerung der Stadt Warschau und darüber hinaus alle von deutschen und österreichisch⸗ungarischen Truppen besetzten polnischen Gebietsteile hatten heute einen Festtag. Vom frühen Morgen an waren die Straßen der Stadt, über der sich ein lachend blauer Himmel wölbte, von Polen und Juden, unter die sich viel deutsches Militär mischte, dicht bevölkert, Ein alter Wunsch des Polentums ging in Erfüllung. Die An⸗ richtete, dann später unter polnische Uni⸗ Rektor unter stürmischem Beifall in seiner Eröffnungsrede mitteilte, der Form, in der Sache aber der Ausdruck überschwänglicher Freude und Genugtuung. die Glückwunschadressen kulturpolnischen Körperschaften. i Von welchen Gesichtspunkten aus die deutsche Verwaltung die Tore der Universität und im Zusammenhang damit die der tech⸗ nischen Hochschule in einem Augenblick wieder öffnet, wo einige hundert Kilometer weiter östlich noch Kanonen gegen den aus Warschau vertriebenen Feind donnern, besagen die charakteristischen Worte des Generalgouverneurs auf die polnische Rede des Rektors von Brudzinski:„Möchten Ihre Hochschulen ohne Rücksicht auf den Streit des Tages im Geiste wahrer Wissenschaftlichkeit stets nur den höchsten Zielen eines edlen Menschentums nach⸗ streben.“ Und weiter:„Beide Hochschulen sollen die Jugend des Landes aus der Unruhe und unfreiwilligen Muße der schweren Zeit des Krieges wieder in die Bahnen friedlicher u ud frucht⸗ bringender geistiger Tätigkeit zurückführen.“ So han⸗ deln Führer und Regierung eines Volkes, dem unsere Feinde die Gesundbeterprozeß die Lehre zu ziehen, Rußland von geschäfts⸗ 8= tlichtigen Vertretern der„christlichen Wissenschaft“ gesundbeten zu lassen. Aber das hieße vergessen, daß in dem so christlichen Rußland 4 und Unterrichtswesens in den enngelhachrschtenburealts usw., des Sasonoff alle nichtorthodoxen christlichen Bekenntnisse als Irr⸗ 110 ene ane deen internationalen e lehren gelten und gelegentlich echt russisch behandelt werden! f rz, die Her ung f chi ch als Zentral⸗ 2 85 34 1 77 5 0 nmerhin noch als Jane Eröuung der Warschauer Un ve. si ät. meinschaft, auf deren Basis sich dann in Gauptbureau 210 en 77 78 internati n— 1 2 5 5 8 U— 8 Art von internationaler Am Sonntag wurde feierlich die Warschauer 43 läge, die Cunow zu] Universität eröffnet Man hat nicht etwa einen . 8 si i rhörten Vorschläge, abi 5 80 5 15 e 5 l 2 ealäge, 918 der bisherigen, Ogden landing durch den Krieg unterbrochenen Hochschulbetrieb wieder⸗ 0 9 0 5 eröffnet— nein, ein Neues ist geworden, denn während Ruß⸗ enternationale so unvereinbar sein sollen, tufzugeben ist! 5. Doch, haben wir nicht von alledem schastsver die Errichtung internationaler Gewor sch „ 1 5 en 1 gariate— ja, bestehen die nicht schon denlschaftsbewegung⸗ ternationalen Bericht über die Gewe cewerkschaftsbund a vom„internationalen daß dem international a rfahren da 14 Landeszentral 912 19 mit d 50. die Entwicklu ehemmt, nmal etwas gehört? bände und Sekre⸗ wir den„zehnten her, en waren 1047 300 000 Mitgliedern. ng internationaler sie haben sich viel⸗ land seinen lieben Polen mit der russischen Beamtenschaft (alle Stellen mit über 800 Rubel Gehalt mußten mit Russen besetzt werden), mit der russischen Polizei und den wackeren C.] Kosaken auch ein völlig verrusstes Schulwesen bis hinauf zur en] Universität aufgezwungen hatte, ist nun eine polnische en] Universität in der alten polnischen Hauptstadt erstanden. Die deutsche Vorzensur hat sogar einer Warschauer Zeitung gestattet, die Errichtung der Universität als ein Zeichen dessen zu begrüßen, daß niemand daran denke, Polen zu germani⸗ 10 ö r kraftvoll e starischer Kommissionen“.] sieren. 0 insolche sei 1904 neben 5 9 Gleichzeitig mit dieser Kunde kommt aus Petersburg 7 Wenn sie bisher aßen Verschiedenheit eine Botschaft, der gegenüber uns der Glaube nicht zu fehlen 10 elt entfaltete, so lag das vor allem an.„ Datigkeit in den ein⸗ braucht: Der russische Minister des Innern, Chwostow, ließ ler Bedingungen flir die parlamentarif internationale parlamen⸗ eine Sammlung aller gegen die Polen bestehenden Aus— Mittel, di zelnen Ländern, die eine Lunom Arische Aktion sehr erschwert. 5 Aktion enger zu gestalten, nür heraus 1 d ü Dardanellen. .. a e e Nach dem Secolo durchziehen desnuchung 10 ion auch Geschllte Bulgarien in der! damit! * (Schluß folgt.) deutscher Muni⸗ der Türkei. ese 5 5 9 5 5 5 nahmebestimmung vornehmen, um sie einer genauen Prüfung zu unterziehen. Diese Ausnahmegesetze füllen 8 we i Bände. Chwostow erklärte, er könne jetzt nur diejenigen Bestimmungen rückgängig machen, die dem Worte und dem Geiste nach gegen die russischen Gesetze verstoßen. Eine Kultur absprechen und deren Einwohner sie Barbaren schimpfen. Rktor Brudzinski würdigte in feinen rückblickenden und ausschauenden Worten die Verdienste der deutschen Verwaltung: „Wir sind uns bewußt“, so schloß er unter jubelnder Zustimmung hunderter polnischer Männer und Frauen in deutscher Sprache,„wle viel wir Euerer Exzellenz Mitwirkung zu verdanken haben, daß die neue Wirkungsstätte sür die Wissenschafter, denen viele Generationen folgen mögen, errichtet werden konnte. Ich bringe darum den Au s⸗ druckbleibenden Dankes dar.“ 5 Ruisische Kriegführung. Der Kriegsberichterstatter der Moskauer Rußkoje Slowo, Pankratow, berichtete seinem Blatt aus der Gegend von Sluzk am 16. Oktober über die Kämpfe im Sumpfgebiet und schreibt dabei wörtlich: Die Bedingungen des Vormarsches im Sumpfgebiet 6 W inen ünsere Kada feneß fangenen zu machen. Der Temps druckt am 9. November den Bericht, der diese Stelle enthält, unverkürzt ab. Das Pariser Blatt, das dieses einwandfreie russische Zeugnis dafür, daß die Kosaken die deutschen Gefangenen niedermachen, ohne ein Wort des Vorbehaltes wiedergibt, billigt offensichtlich diese Art der Kriegführung. g Ein italienischer Dampfer versenkt. T. U. Lugano, 15. Nov. An Bord des auf der Fahrt von Neapel nach Alexandrien versenkten italienischen Dampfers„Bosnia“ be⸗ fanden sich 60 Seeleute und 10 Passagiere. Drei Schaluppen konn⸗ ten die Insel Gaude erreichen, das vierte Boot mit 19 Passagieren scheint untergegangen zu sein. Die„Bosnia“ war mit einer großen Menge von Waren für Aegypten beladen. Das Unterseeboot, das den italienischen Dampfer versenkte, zeigte die österreichisch-ungarisch Kriegsflagge. 5 2 5 8 Ei Echo der Reden im englischen Oberhaus. Während die offiziöse Nordd. Allg. Ztg. die Meinung vertrat, daß den im englischen Oberhaus gegen die Fortsetzung des Krieges gehaltenen Reden nicht viel Bedeutung beizu⸗ messen sei, urteilt man drüben in England teilweise doch anders. So wird in einem Leitartikel des Labour Leader ausgefühet: „Wir glauben, daß den Reden der Lord Loreburn und Courtney historische Bedeutung zukommt. Wir sagen nach⸗ drücklich, daß die Zeit gekommen ist, wo dieselbe Botschaft in der schwierigen Umgebung des Unterhauses Ausdruck finden sollte. Was müssen wir außerhalb des Parlaments tun, um das Heraufziehen der Morgendämmerung zu beschleunigen, Bald darauf wurde aus dem preußischen Ministerium heraus diefer auf die diese Zeichen hinweisen? Wir müssen vor allem die öffentliche Meinung mobil machen, damit sie verlangt, daß die Regierung dem Beispiel Briands folgt, endgültig alle Angriffspläne als aufgegeben erklärt und ihre Ziele so klar umschreibt, daß Deutschland nicht länger zu fürchten braucht, daß wir seine legitime Entwicklung hindern wollen.“ Nach derselben Quelle kündigt Ramsey Macdonald einen großen öffentlichen Feldzug der unabhängigen Arbeiter⸗ partei gegen den Krieg an. Eine Demonstration gegen Björnson, Kopenhagen, 15. Nov. Der Frankf. Itg. wird telegraphiert: Der Vortrag, den Björn son gestern hier halten wollte, wurde durch Demonstrationen verhindert, was heute lebhaft von der Presse besprochen wird. Es wird festgestellt, daß eine verhältnis⸗ mäßig kleine Minderheit der Versammlung die Demonstrationen in Szene gesetzt hat. Das brutale Auftreten gegen die fremdländischen Redner wird allgemein scharf mißbilligt; andererseits wird hervor⸗ gehoben, Björnson hätte die Warnungen seiner Freunde in Kopen⸗ hagen beherzigen müssen. Björnfon habe die Stimmung in Däne⸗ mark nicht gekannt. Die Dänen seien erbittert, weil Björnson als Angehöriger eines neutralen Staates in eifrig agitatorischer Weise einseitig für Deutschland Partei genommen habe. Die Demon⸗ strationen hätten sich aber ausschließlich gegen Björnson und nicht gelte Deutschland gerichtet. Politiken schreibt im heutigen Leit⸗ arkikel, daß es höchst bedauerlich wäre, wenn Björnsous Unbesonnen⸗ heit unliebsame ausländische Diskussionen um Dänemarks großwali⸗ tische Stellung bewirken sollte. Dänemarks loyales neutrales Auf⸗ treten während des Weltkrieges sei nicht anzuzweifeln. Japan und Indien. Aus Amsterdam wird der Frankf. Zig. gemeldet, daß japanische Emissäre eine umstürzlerische Bewegung in Indien fördern. Die Nachricht, daß der japanische Ministerrat sich mit der Lage in Indien befaßte, hat deshalb in englischen Regierungskreisen lebhafte Beun⸗ ruhigung hervorgerufen.. 1 4 Es verdient die größte Aufmerksamkeit, daß ein japanischer Mi⸗ nisterrat sich mit der Lage in Indien befaßte und dabei ausdrücklich auf die Verpflichtungen des englisch⸗japanischen Vertrages hinwiez. Der Zweck des englisch⸗zapanischen Vertrages ist die Aufrechterhaltung und die Besesligung des allgemeinen Frieden⸗ in den Gebieten Ostasiens und Indiens,— dann aber auch die Aufrecht⸗ ö erhaltung der territorialen Rechte der beiden kontrahierenden Par⸗ teien in den Gebseten Ostasiens und Indiens und die Verteidigung der speziellen Interessen in den genannten Gebietsteilen. Artikel 1 besagt, daß im Falle, daß eine der beiden Parteien diese Interessen für bedroht erachtet, die beiden Regierungen miteinander in Ge⸗ dankensaustausch treten fallen, um diese Interessen zu schützen. Wird der eine der beiden Kontratlschließenden, so heißt es im Artikel 2, angegriffen, daun hilft die andere der lanivahlerenden Partesen, die Interessen des Angegriffenen zu schützen. Zaugn erkennt in Artikel 4 das Recht Englands an. in den Grenzen des indischen Reiches alle Maßregel treffen zu können, die zur Vertedigung der indischen Be⸗ sitzungen nötig sind. Man sieht also, daß Japan verpflichtet ist, den indischen Besitz Englands zu schützen, falls ich dort Vorfälle ereignen, die den eng⸗ lischen Interessen zuwiderlaufen. Bei der großen Meuterei in Singa⸗ pore waren die Japaner auch sosort bereit, Truppen zu landen, wa⸗ sie auch ausführten, um die dortigen„englischen Interessen“ zu schützen. Dieser japanische Schutz ist allerdings eine zweischnei⸗ r Wie wir(8. h. der holländische Berichterstatter der Frankf, Zig. D. Red.) von ausgezeichnet unterrichteter Seite er⸗ ae Aus der Tatsache, daß der japanische Ministerrat sich mit der dischen Angelegenheit befaßte, muß man schließen, daß wichtige, für die Engländer ungünstige Ereignisse in Indien stattgefunden haben. Ob diese Ereignisse tatsächlich die Absetzung des Nischam von Hender⸗ . oder andere sind, läßt sich von hier aus natürlich nicht teilen. Amtliche Beeinflussung der Presse? Berechtigtes Aufsehen erregte kürzlich der Erlaß des preußischen Ministers des Innern vom 19. April 1915 zur amtlichen Beein⸗ flusfung durch einen großen Korrespondenzapparat. Dem Vorwärts war es zu danken, daß er diesen Erlaß der Oeffentlichkeit übergab. Erlaß als durchaus harmlos hingestellt mit der Behauptung,„daß die angeordnete Fühlungnahme sich nur darauf erstrecke, densenigen Organen, die bisher die im Erlaß erwähnte, ehemals halbamtlich in⸗ formierte Korrespondenz benutzt hatten, für die Zunkunft die Be⸗ nutzung des neu bereitgestellten Korespondenzapparates nahezu⸗ legen“. Nun veröffentlicht aber der Zeitungsverlag einen Erlaß des Ministers, der schon am 7. August— also wenige Tage nach Kriegsgusbruch— ergangen ist, worin die Landräte angewiesen werden,„dafür zu sorgen, daß die Korrespondenz von sämtlichen Kreisblättern und soweit ihnen gleiches Material nicht von anderer zuverläfsiger Seite auf schuellstem Wege zugeht, auch von den übri⸗ gen kleineren Zeitungen Ihres Bezirks abgedruckt werden, Die mit einem T versehenen Artikel müssen in allen Zeitungen Ihres Krei⸗ ses abgedruckt werden. Euer Hochwohlgeboren(Hochgeboren) mache ich persönlich dafür verantwortlich, daß diese Anwelsung auf das streugste durchgeführt und die Durchführung von Ihnen, dauernd kontrolliert wird. Um die Korrespondenz mit größter Beschleuns⸗ gung in die Hände der Presse gelangen zu lassen, wird die Versen⸗ dung von hier gus unmittelbar erfolgen. Sollten nicht alle kleineren Zeitungen Ihres Bezirks die Neue Korrespondenz erhalten, so er⸗ suche ich, mir diese umgehend mit genguen Adressen unmittelbar zu bezeichnen.“ 5 5 Auf Grund dieser Anweisung des Ministers hat dann eine Be⸗ hörde im August 1914 an eine Zeitung ein Schreiben gerichtet, wo⸗ rin sie um Abgabe einer vorbehaltlosen schriftlichen Erklärung„er⸗ sucht“, daß das Blatt sich verpflichte, sofort die Neue Korrespondenz zu halten und deren Artikel, die von Reichs⸗ oder Staatsbehörden als aufzunehmen bezeichnet seien, binnen 24 Stunden unverändert abzudrucken. Sie fügt hinzu, daß sie binnen 24 Stunden die enk⸗ sprechende Erklärung in Händen haben müsse. ir haben“— so bemerkt dazu der Zeitungsverlag—„das kurze und, wie man sieht, in schroffem Besehlston gehaltene Schrift⸗ stlick nur deshalb nicht im Wortlaut hierhergesetzt, um dem betreffen⸗ den Beamten keine persönlichen Ungelegenbeiten zu bereiten.“ Der Zeitungsverlag veröffentlicht im Anschluß hieran einige Schrelben von Landräten, in welchen die Zeitungs redaktionen eben⸗ falls nachdrücklichst ersucht werden, auf die Korrespondenz zu abon⸗ nieren. In einem dieser Schreiben heißt es:„Die mit einem Stern verfehenen Artikel müssen abgedruckt werden. Gegen Zeitungen, die sich weigern, die Artikel abzudrucken, muß nach höherer Anordnung mit Zensurmaßnahmen vorgegangen werden.“ Ein anderer Landrat schrieb sogar folgendes an eine Zeitung seines Kreises, die keineswegs amtliches Kreisblatt ist:„Um dem Inhalt der Neuen Korrespondenz die weiteste Verbreitung zu sichern, ordne ich hierdurch auf Weisung des Herrn Ministers an, daß die Korrespondenz von der dortigen Zeitung abgedruckt wird! Die mit einem Stern versehenen Artikel müssen in der Zeitung abgedruckt werden. Daß diese Anweisung auf das strengste gusgeführt wird, werde ich d end kontrollieren. Sollte dabei festgestellt werden, daß die Geschäftsführung dieser meiner Anordnung nicht pünktlich und auf das genaueste nachkommt, so werde ich genötigt sein, unver⸗ züglich die erforderlichen Maßnahmen zu beantragen.“ Eine Reihe von Blättern beschwerten sich bei den höheren Re⸗ gierungsbehörden. Darauf drohte ein Regierungspräsident einer Zeitung, er werde ihr Weitererscheinen verbieten lassen, falls sie nicht willfahre, und ein Oberpräsident erklärte nach dem Zeitungsverlag, ebenfalls auf eine Beschwerde, er köune von der Durchführung dieser Bestimmungen nicht absehen, die Regierung habe unter dem Kriegs⸗ zustande das Recht zu solchem Vorgehen. Das war ein offenbarer Rechtsirrtum. Diefe Praxis geht selbst der Kreuzzeitung zu weit, die hierzu bemerkt:„Wir sind kürzlich gelegentlich eines anderen in der Presse vielfach kritisierten Erlasses des Minister des Innern durchaus für 8 7 das Recht der Regierung zur Beeinflussung der Presse, wie es poli⸗ tische Parteien und andere Organisationen auch gusüben, eingetreten, üben gber nicht an, die obigen Zwangsmittel für unzulässig zu er⸗ klären. Abänderung der Kriegsbesoldungsordnung. Der Reichstag hat in seiner letzten Tagung eine Reso⸗ lution, lediglich gegen die Stimmen der Konservativen, an⸗ genommen, in der der Reichskanzler ersucht wird, den Ent⸗ wurf einer Kriegsbesoldungsvorlage dem Reichstag schleunigst vorzulegen. Damit hat der Reichstag ganz klar zum Aus⸗ druck gebracht, daß die Festsetzung der Kriegsbesoldungen durch Gesetz, nicht durch Verordnung geschehen muß. Die Regierung will diesen Weg aber offenbar nicht beschreiten. Das Armeeverordnungsblatt veröffentlicht nämlich eine Kabinettsordre, durch welche die gröbsten Auswüchse der Kriegsbesoldungsordnung, die von dem sozialdemokratischen Redner, Abg. Stücklen, sowohl in der Kommission wie auch im Plenum scharf kritisiert worden waren, beseitigt werden. Die Tagegelder der höheren Begmten sind ganz erheblich ge⸗ kürzt worden. Mit all dem kann man natürlich rückhaltlos einverstanden sein. Trotzdem aber muß unter allen Um⸗ denn die Festsetzung der Kriegsbesoldungen kann ganz un⸗ möglich als unter die Kommandogewalt des Kaisers fallend bezeichnet werden. Es wäre ja auch ein ganz unlösbarer Widerspruch, daß die erheblich niedrigeren Friedensbezüge der Zustimmung des Reichstags unterliegen, daß es aber dem Reichstag versagt sein sollte, in die hohen Kriegs⸗ besoldungen hineinzureden. Der Reichstag kann gar nicht anders, er muß darauf bestehen, daß diese Angelegenheit gesetzlich geregelt wird. Zum Fliegerangriff gegen Verona. T. U. Lugano, 16. Nov. Die beiden österreichischen schwebten trotz heftigen Feuers si Flieger ständen auf einer gesetzlichen Regelung bestanden werden,! über eine Stunde lang über Verona 7 und warsen etwa 20 Bomben ab, die großen Mat ri 1 255 1155 paßte Algen töteten. Eine de 5 erschlug den Gynnasialprofessor Sicher auf dem Piaaz ferner wurde der bekannte Bildhauer Spacct getroffen 1 getütet. Bei der Porta Fallio durchschlug eine Bombe de eines Hauses und verwundete pier Personen. Unter den Op definden sich bekannte Einwohner. 1 Die Bereinigung der Armee Gallwitz un Bojadjeff. 7 Dem Berl. Tagebl. wird aus dem K. und K. Kriegs pressequartier unterm 15. November gemeldet: 5 Die li Flügelgruppe der Armee Gallwitz hat nunmehr bei Prokuplj an der serbischen Heerstraße nach Kurchumlja die Vereinigun mit der bulgarischen Armee Bojadjeff vollzogen. Die zwif beiden Heersteilen eingeklemmten serbischen Nachhuten Stärke von 7000 Mann wurden abgefangen und 3 Saubitzen erbeutet. Der Armee Köveß fielen während gleichen Zeit 850 Mann und zwei Maschinengewehre Beute. 72. Nujssische Kriegsschisfe vor der bulgarischen Küst T. B. Bukarest, 16. Nov. Universul meldet aus Tultscha, ein aus 15 Einheiten bestehendes russisches Geschwader, dar drei große, erst kürzlich von Stapel gelassene Kriegsschiffe soit Tagen wieder vor der bulgarischen Küste manövrieren. Mißtrauen gegen Rumänien. 1 T. U. Sofia, 15. Nov. Die Nachrichten von der Fort. setzung der Befestigungsarbeiten Rumäniens an der ungari⸗ schen Grenze werden hier sehr kühl aufgenommen. Ungarn hier ankommende Reisende erzählen, daß auf der Linie Predegl⸗Bukarest, zwischen Predeal und Sinaf, Eisenbahnkoupees verhängt werden, da man überall Schanz und Befestigungswerke errichtet. Gewisse Symptome in Eisenbahnverkehr ähneln den Maßnahmen, welche Ita vor Ausbruch des Krieges traf. Eine bulgarische Persiznli keit warnt davor, daß Bulgarien und die Zentralmächte d Rumänien Glauben schenken. Demgegenüber weist das Blg Universul darauf hin, daß das Verhältnis zwischen Rumän und Bulgarien, sowie zwischen Rumänien und Griechenla nicht nur ein gutes ist, sondern auch stetig freudschaftl wird. 5 g Amerikanische Maßnahmen genen England Newyork, 15. Nov.(W. T. B. Nichtamtlich.] Durch Fu spruch von dem Vertreter des W. T. B. Sun meldet: Die ame hischen Einfuhrhändler planen Vergeltungsmaßnahmen Ae land wegen Aufhalkung der für Amerikg bestimmten Weih waren. Der Auwolt der Vereine der Abe würden zunächst non dem Kongreß ein Ausfuhrverbot für e usm. oder höhere Ausfuhr zölle für diefe Waren verlangt werbe Die revolutionäre Bewegung in Indien. Kopenhagen, 16. Nov. Die Meldungen über eine 2 dehnung der revolutionären Bewegung Indien werden durch in Petersburg eingetroffene richte aus japanischer Quelle bestätigt. In Schanghai befi sich der Hauptsitz der antienglischen Propaganda. Von d aus sind in den letzten Monaten Flugschriften gegen die eng lische Regierung in Indien sowie Waffen und Munition ei geschmuggelt worden. J . U. Lyon, 15. Nov. Hiesige Blätter melden aus Tokio die Lage in Indien rufe in Japan reges Inter ⸗ esse hervor. Offizielle Nachrichten fehlen noch, auf jede Fall aber bestreitet Japan seine Bündnispflichten, die hm die englisch-japanische Allianz auferlegt, nicht. 1 Riesenbrand in den internationalen Docks von Gondrand in givauolo. 5 T. U. Lugano, 10, Nov. In den internationalen Docks Firma Gondrand in Rivarolo ist ein Riesenbrand gus gebrochen. Sämtliche Docks mit ihren ungeheuren Vorräten an Oel, 9 Baumwolle und Benzin find zerstört. Der Verlust geht in die Mile lionen. Der Brand wütet noch fort. Man vermutet Brandstfffung viegend ijen. Der stellvertretende kommandierende General Frhr. Vietinghoff in Stettin hat bestimmt: Der Vertrieb 1 0 f ten nachbenaunter Flugschriften: 1. Das Paysttum und der;? t- friede vom Gerichtsassessor Dr. Hans Wehberg, 2, sämtlicher im Ver⸗ lage Neues Vaterland, Berlin W. 50(L. Zaunasch) ershiene nen und noch erscheinenden Flugschriften wird ver⸗ boten. Zuwiderhandlungen werden mik Gefängnis bis zit einen Jahre bestraft. ö 3— 0 0 0 0* Der abscheuliche Simmons. Novelle von Arthur Morrison. (Schluß) „Ganz richtig das kann sie nicht leiden,“ sagte Foro, nahm die Pfeife aus dem Munde und hielt sie in der Hand. „Ich kenne sie. Ja, was sagen Sie übrigens zu ihr? Sagen Sie: Verlangt sie von Ihnen, daß Sie ihr die Fenster putzen?“ „Jawohl,“ bestätigte Simmons beklommen,„ich helfe ihr manchmal... selbstverständlich.“ „Ah! Und die Messer auch, wette ich, und die ver— maledeiten Kesseln. Ich weiß. Hm...“ Er stand auf und beugte sich zur Seite, um Simmons Kopf von hinten zu sehen. „Ich glaube gar, sie stutzt Ihnen auch die Haare! Well! Der Teufel soll mich holen! Sie tut's, sie stutzt.“ Er besah sich den heftig erröteten Simmons von ver— schiedenen Seiten. Dann, die neue Hose hinter der Tür er— blickend, hob er ein Hosenbein empor.„Ich wette, die hat sie gemacht. So etwas macht sonst niemand.“ Der kleine Teufel in Simmons begann wieder zu argu— mentieren. Wenn dieser Mann seine Frau zurückholt, dann muß er wohl auch diese Hose mitnehmen und anziehen... „Ah!“ seufzte Ford,„sie hat sich nicht gebessert.“ Simmons begann zu fühlen, um was es sich jetzt handelte. Es war ganz klar: sie war dieses Mannes Frau, und er, Simmons, war in Ehren gebunden, dies anzu⸗ erkennen. Der kleine Teufel in ihm legte ihm das als Pflicht aus. „Well,“ sagte Ford plötzlich„die Zeit drängt; so wickelt man keine Geschäfte ab. Ich will nicht grausam sein, mein mit einem rechtschaffenen jungen Manne zu tun habe, der hier ein ruhiges und friedliches Heim hat. Ich will“— und das brachte er ungemein wohlwollend heraus—„die mir angetane Felonie gegen eine... Entschädigung vergessen und will verschwinden. Ich werde Ihnen einen Betrag sagen .. als Mann zu Mann, ein für allemal, nicht mehr und nicht weniger... fünf Pfund genügen.““ Simmons hatte keine fünf Pfund— er hatte nicht ein⸗ mal fünf Pence. Das sagte er ihm auch und fügte hinzu: „Ich werde mich übrigens nicht zwischen einen Mann und seine Frau stellen... nein nein. Wie immer das ausgelegt werden mag... ich halte es für meine Pflicht. Ich mach' mich auf die Socken.“ „Nein,“ sagte Ford eilig und ergriff Simmons beim Arme,„tun Sie das nicht! Ich.. ich mach' es meinetwegen ein bißchen billiger. Sagen wir: drei Pfund... na also, darüber läßt sich doch reden, nicht? Drei Pfund... das ist doch wirklich keine große Entschädigung für mein Nimmer⸗ wiederkommen, also dafür, daß ich meine Frau nie wieder⸗ sehen werde. Nun: zwischen Mann und Mann.. drei Pfund. Und ich verschwinde. Das ist doch nett von mir, nicht?“ „Gewiß, gewiß ist es nett,“ erwiderte Simmons in über⸗ fließendem Tone.„Es ist mehr als nett, es ist nobel, direkt nobel, sage ich. Aber ich wage es nicht, auch nur den mindesten Nutzen aus Ihrer Gutherzigkeit zu ziehen, Herr Ford. Sie ist Ihre Frau und es gehört sich nicht, daß ich dazwischentrete. Ich gehe und Sie bleiben... bleiben in Ihrem Rechte. Ich halte es für meine Pflicht, so zu handeln.“ Und er tat einen Schritt näher zur Tür. „Halt!“ kommandierte Ford und stellte sich rasch zwischen Simmons und die Tür.„Handeln Sie nich“ so unüberlegt Freund. Ich verlange bloß mein Recht. Ich sohe, daß ich es eilig! Denken Sie doch, was Sie verneren wenn Sie kein Heim besitzen und niemanden, der nach Ihnen sieht und so weiter. Das wäre ja schrecklich! Sagen wir daher bei Pfund. Aber nein, wir wollen nicht streiten: sagen wir dus — ein Pfund. Zwischen Mann und Mann. Damit Si sehen, daß ich entgegenkommend bin! Ein Pfund können Sie doch leicht geben. Ein Pfund genügt! Und ich will, 7 Ein lauter Doppelschlag war jetzt an der Haustür hörbar. Im East⸗End geht ein Doppelschlag immer die obe Wohnenden an. „Was ist das?“ fragte Bob Ford beklommen. 8 „Ich will nachsehen,“ sagte Simmons und machte eine Satz nach der Treppe. 1 Bob Ford hörte ihn die Haustür öffnen. Dann ging er zum Fenster und sah— gerade unter ihm— einen Damen hut, der aber sogleich verschwand. Hingegen hörte er im nächsten Augenblick den Schall einer wohlbekannten ppeib⸗ lichen Stimme an seine Ohren klingen. 1 „Wohin gehst du ohne Kopfbedeckunge“ Stimme da unten mit scharfer Betonung. a N „Ach du, Anna, es.. es ist jemand oben, der dich seh will,“ antwortete Simmons. Und Bob Ford konnte sehe wie ein Mann, die Straße überquerend, in der Dämmern verschwand. Und siehe da— es war Thomas Simmofzs. Ford erreichte die Treppenstaffel in drei Schritten. un N Frau stand noch immer vor der Haustür und starrte Sim- mons nach. Ford rannte nun ins Hinterzimmer, mochte das Fenster auf, stieg aufs Waschhausdach und lies 1 den hinteren Hof hinab, kletterte desperat über den Zaun und verschwand im Dunkel. Er entkam glücklsch ohne des einer Menschenseele gesehen worden zu sein. 3 1 0 so ist die Nachbarschaft über— Simmons ucht(unter den Augen seiner Frau noch g verwundert Aae fenter Bean nee 5 sengte die * n er zu d ung en. 7. auf; offene Hai heft Von an die iti, aus Af Inte auf fl , dit K der deutschen Gewerkschaften Gießen und umgebung. 25 Jahre deutscher Hewerkschastsarbeit Zum Jubiläumstage der Gewerkschaften und der kommission hat Paul Umbreit eine Festschrift pee „Den Gewerkschaften gewidmet“. Wenn er als Uensaher n Vorwort dieser Schrift erklärt, sio solle weder eine Geschichte r d noch der Generalkommiff sein, sondern nur ein Gedenkblatt, so scheint uns das all be scheiden zu sein. Sie ist beides, Kann auch die 12 Bogen 55 fassende Schrift keine erschöpfende geschichtliche Darstellung der deutschen Gewerkschaftsbewegung sein, so ift sie eine gedrängte, die wichtigsten Episoden lückenlos darstell d Geschichte der Gewerkschaftsbowegung. Jeder der N 8 Jahre Gewerkschaftsbewegung mit durchlebt hat wird Hein Lesen der Schrift die einzelnen Phasen nochmals Furch laben und manche Erinnerung wird in ihm geweckt werden 9 lenige aber, der diese Entwicklung der Gewerkschaftsbewegun b persönlich nicht miterlebt hat, wird in dieser Schrift in 15 mit großem Fleiß wertvolles Material geschichtlich aneingn⸗ dergereiht ist, genauere Kenntnis und einen tiefen Einblick in 1 Kämpfe und die Geschichte der deutschen Gewerkschafts⸗ bewegung erhalten. Sie ist im Verlage der Generalkommis⸗ sion erschienen und kostet im gebundenen Exemplar, durch den 1 e 3 Mark. Gewerkschaftsmitglieder erhal⸗ en sie durch ihre Organisationen zum Vorzugsprei 1 ganif zum Vorzugspreise von * 5 9* 22* Die Volksfürsorge ist gemeinnützig! Der Vorstand der Volksfürsorge hat alsbald nach Eröffnun; des Betriebs der Gesellschaft, am 21. August 1913, 9 5 ein fe schriebenen Weg über die Direktivbehörde in Hamburg an den Bundesrat den Antrag gestellt: „Die Volksfürsorge Gewerkschaftlich⸗Genossenschaftliche Ver⸗ sicherungsaktiengesellschaft von der Entrichtung des Aktien— stempels befreien zu wollen.“ Nach der Nummer 1a des Tarifs des Reichsstempelgesetzes vom 15. Juni 1909 sind von inländischen Aktien 3 vom Hundert des eingezahlten Aktienkapitals zu entrichten.(In dem abgeänderten Reichsstempelgesetz vom 3. Juli 1913 ist dieser Satz auf 4½ vom Hundert erhöht worden.) i f Von dieser Abgabe sind nach Jahre 1909 befreit: „Inländische Aktien, sofern sie von Aktiengesellschaften ausge⸗ geben werden, welche nach der Entscheidung des Bundesrats ausschließlich gemeinnützigen Zwecken dienen, den zur Ver⸗ teilung gelangenden Reingewinn satzungsgemäß auf eine höch⸗ stens vierprozentige Verzinsung der Kgpitaleinlagen beschränken, auch bei Auslosungen oder für den Fall der Auflösung nicht mehr als den Nennwert ihrer Anteile zusichern und bei der Auflösung den etwaigen Rest des Gesellschaftsvermögens für gemeinnützige Zwecke bestimmen. Die von solchen Aktiengesellschaften begh⸗ sichtigten Veranstaltungen müssen auch für die minderbegüterten Volksklassen bestimmt sein.“ 8 Alle hier geforderten Voraussetzungen sind im Gesellschafts⸗ vertrag durch die Verwaltung der Volksfürsorge erfüllt und nun vom Bundesrat auch als vorliegend anerkannt worden. Der Bun⸗ esrat hat in seiner Sitzung vom 26. August 1915 beschlossen, dem ntrage des Vorstandes zu entsprechen, nachdem die Voraussetz⸗ ungen für die Bedingungen der Befreiungsvorschrift zu 1a des Tarifs des Reichsstempelgesetzes vom 15, Juni 1909 gegeben sind. Diesem Entscheid folgend, hat die Hamburger Direktivbehörde bie Stempelfreiheit vollzogen. 0 1 5 Der Wert dseser Entscheidung liegt nicht so sehr in der im beet der Versicherten hocherfreulichen finanziellen Wirkung als in der behördlichen Anerkennung, daß die Volksfürsorge⸗ dem ab⸗ sichtlichen Willen ihrer Gründer entsprechend, ausschließlich ge⸗ meinnützigen Zwecken dient und, wie es in dem abgeänderten Ge⸗ setz vom Z. uni 1943 formuliert ift,„wesentlich der Förderung der minderbemittelten Volksklassen dient.“ dennoch dem Gesetz vom Die Ausgleichsreute für die Hinterbliebenen gefallener Kriegsteilnehmer. im Reichstag ist wiederholt die Forderung erhoben worden, die 17715 0 e Kriegsteilnehmer dadurch gufzubeffern, daß sie dem Einkommen des Verstorbenen angepaßt werden. Es wurde guch pon der Regierung aue die de für die Hinterbliebenen der im jetzigen Krege flach enen 10 1 den Folgen von Kriegsdienstbeschädigungen Gestopbessen o aus⸗ e lie 5 irtschaftliche Not geschützt sind zeichend zu gestalten, daß sie gegen wirisch 10 Joch könnte und in ihrer bisherigen foziglen Lage erhalten bleihen. Doch kön i ilti setzli 0 N dioser Frage erft nach dem die endgiltige gesetzliche Regelung d fer 1 eee Friedensschluß durch Festsetzung nen, Aale 91 bb len werben. In der Zwischenzeit wolle man den 1 05 ach Möglichkeit durch Gewährung einm 311 e e asche gen helsen. Zu diesem Zwecke sind dem 1 1216 Verfügung dere Mittel beim Kapitel 84a des Kriegsjahresetats z fung estellt worden. i 5 4 Zu 1 neuen Einpichtung hat das Kriegen nerd eingehende Aus führufgganweisu een 1115 für Hinter⸗ dürfen“ einmalige widerrufliche Zuwendug ge 18 oder fonstigen bliebene der Gefallenen oder infolge e r Aaterk ae Kriegsdienstbeschädjgungen gestorbenen Tei Aeerpfiebenen 1 im Kriege bewilligt werden, sofern für 515 1 ies Arbeit Fizliche Er egene terftorg suftändg ez 165 Die Bewilligungen kinkommens des Verstorbenen nachgewio egen Eingang des Antrags erfolgen auf Antrag vom 1. Tage des auf den 100 h olgenden Monats ab in zwölf gleichen. Nate 0 Wohnortes 1 se Anträge sind an die Ortspolizeibehörde eie r ten Diese Behörde füllt die Anträge 0 59 das sie wieder Formular aus und gibt sie an das Beiirkstoaunten nur bis zur Er⸗ poiter gibt. Die einmaligen Zuwendungen dale und der Kinder zeschung eines Zahresgesamteinkommene 5 Aden dle ge von 3000 Mark bewilligt werden. Fer fen uns die iu bewil⸗ bersorgungsgebührnisse der Witwen iind enen 78 Prozent sigenden Zuwendungen weder einzeln no Mibersteigen Ergibt sich eb Arbeitseinkommens des Verstärbeng einzelnen Zuwendungen ufammen ein höherer Betrag, so ee ge Zuwendung an 179 e e e Militärhinterglietenerstorbenen ed 1s 30 Prozent des Arbeitseinkommeus des 1 —* Ihr Mindestbetrag ist ee olgende Sätze e Witwe eines Triegsministerium f de Satze fe b na 15 e für die hinterblieben Seiakanten n Bei eillem Jahres⸗ Feldw bels 1. einkommen von Mk. Mk. 115 19 19 01600— 8 95 1004480 5 50 110 1701 100— 0 100 1801 1900— 70 170 1901—2 00— 100 200 2001-2100 0 10 20 2101-200 16 9 22012300 10 190 230 420 220 200 Hessen und Nachbargebiete. die Zuwendung bei einem Feldwebel, einem Sergeanten und einem Gemeinen sibereinstimmend 350 Mark. Bei einem Arbeitseinkom⸗ men des Verstorbenen von mehr als 3000 Mark entscheidet das Kriegsministerium selbst nach eigenem Ermessen. „ Bei Feststellung des Arbeitseinkommens sind in erster Linie die Steuerveranlagungen maßgebend; fonst sind geeignete Unterlagen varzulegen oder Ermittlungen anzustellen. Bei Personen, deren Ar⸗ beitseinkommen in Arbeitslohn bestand, wird als jährliches Arbeits⸗ einkommen im allgemeinen der 300fache Betrag des durchschnitt⸗ lichen Tagelohns, wie er in der Krankenversicherung zur Berechnung des Krankengeldes dient, angenommen. Dabei, so sagt das Kriegs⸗ ministerium ausdrücklich, sei eine wohlwollende Beurteilung der Verhältnisse hinsichtlich des Arbeitseinkommens angezeigt, von einer zu kleinlichen Ermittelung sei Abstand zu nehmen. Dien Hinterbliebenen derjenigen verstorhenen Kriegsteilnehmer, die vor dem Kriege kein Arbeitseinkommen ee haben, kann in hesonderen Fällen bei Erfüllung der sonstigen Voraussetzungen ein Zuschuß zu den gesetzlichen Hinterbliebenengebührnissen gewährt werden, wenn unter Würdigung aller in Betracht kommenden Um⸗ stände und der Gesamtheit der Lebensverhältnisse des Verstorbenen anzunehmen ist, daß ihm lediglich durch die Kriegsteslnghme der in sicherer Aussicht stehende Bezug eines bestimmten Arbeitseinkom⸗ meus entgangen ist. Dopartige Fälle sind, ausreichend begründet, nach Anstellung aller erforderlichen Erhehungen dem Kriegsmini⸗ sterium zuzuführen. Es ist auffällig, daß die Hinterbliebenen aller Verstorbenen mit einem Einkommen von weniger als 1500 Mark von der„Ausgleichs⸗ rente“ ausgeschlossen find. Damit gehen die meisten Hinterbliebenen der aus dem Arbeiterstande stammenden Verstorbenen leer aus. Bei der späteren endgiltigen gesetzlichen Regelung wird dieser Mangel noch beseitigt werden miissen. — Ausfuhrverbot für Butter für den Kreis Gießen. Vom Kreisamt Gießen ist ein Ausfuhrverbot für Butter er⸗ lassen worden, das im§ 1 bestimmt:„Igländische Butter, einerlef welcher Art, darf nach außerhalb des Bezirks des Kreises Gioßen weder verkauft noch sonftwie geliefert wer⸗ den. Das Verbot trifft nicht nur die Hersteller von Butter, sowie die Groß⸗und Kleinhändler mit Butter, sondern auch Private.“ Dieses Verbot tritt vom 14. November an in Kraft. Ausnahmen können auf Grund eingehender Nach⸗ weisung der Notwendigkeit zugelassen werden. — Gebrülle in den Straßen, das bunt aufgeputzte Jüng⸗ linge ausstoßen und für„Gesang“ halten, erinnert das Publikum daran, daß Musterung ist. Man sollte meinen, daß die jungen Menschen angesichts der ungeheuren Blut⸗ opfer dieser Zeit ein wenig vernünftiger geworden wären, allein es ist wie in früheren Jahren. Hoffentlich ist der Krieg zu Ende, ehe die jetzt Ausgemusterten ausgebildet sind und sie das Elend des Krieges nicht zu sehen bekommen; sie würden bei dessen Anblick keine Lust mehr zum Singen dieser Lieder haben. N Gefallene aus Oberhessen und Nachbargebieten. Gefreiter Ludwig Schuster aus Wetzlar, Res⸗Inf.⸗Reg. 80. — Hermann Schleenbecker aus Krofdorf, gestorben in Berlin.— Reservist Karl Rühl aus Reiskfrchen, Kreis Wetzlar, Rof.⸗Inf.⸗Reg. 81. — Fleischkarten oder nicht? Halbgmtlich wird gus Berlin ge⸗ schrieben: Die Erwägungen darüber, ob eine weitere Regelung des Verbrauchs von Fleisch durch Einführung der Fleischkarte notwendig erscheint, sind gegenwärtig noch nicht abge⸗ schlossen. Jedenfalls wird im Laufe der nächsten Woche die Entscheidung darüber fallen. Wenn der Bundesrat die Einführung der Fleischkarte für erforderlich erachtet, so ist dies darauf zurückzu⸗ führen, daß seine erste Verordnung zur Regelung des Verkehrs mit Fleisch den exhofften Erfolg nicht gehabt hat. Die Einführung von zwei fleischlofen Tagen in der Woche bezweckte bekanntlich, eine Verbrauchsperminderung herbeizuführen. Wenn auch anzuerkennen ist, daß ein Teil der Bevölkerung durch Einhaltung von zwei fleischlosen Tagen das mit der Bundesratsverordnung erstrehte Ziel gefördert hat, so ist andererseits nicht zu verkennen, daß weite Kreise nicht geneigt find, ihre wersönlichen Bedürfnisse den Rück⸗ sichten auf die Allgemeinheit unterzuordnen. Das beweist der Um⸗ stand, daß an den den fleischlosen Tagen vorgusgehenden Abenden Einkäufe an Fleisch in einem Umfange gemacht werden, daß es sich nur um eine Versorgung des folgenden fleischlosen Tages mit Fleischnahrung handeln kann. Tatsächlich ist also die beabsichtigte Verbrauchseinschränkung nur in sehr beschränktem Umfange er⸗ reicht worden. Und wenn es nun zur Einführung der Fleischkarte kommt, die unzweifelhaft einen empfindlichen Eingriff in die Wirt⸗ schaft des Einzelnen bedeutet, so trägt der Mangel an sozialem Empfinden eines großen Teiles der Bevölkerung schuld.— Letzteres kann die arbeitende Bevölkerung nicht treffen, die muß weit mehr als zwei fleischlose Tage in der Woche halten. — Postverkehe mit Kriegsgefangenen. Für die deutschen Kriegsgefangenen, die im Kriegsgebiete des französischen Heeres estgehalten oder dort in Lggaretten gepflegt werden, ist derselbe gostverkehr zugelassen wie für die Gefangenen im Junern Frank⸗ reichs usw. In der Aufschrift der Brief⸗ und Paketsendungen und auf dem Abschnitt der Postanweisungen für Gefangene im franzö⸗ sischen Kriegsgebiete ist an Stelle des Bestimmungsortes anzu⸗ geben;„Bureau des renseignements sur les prisonniers de guerre, qu Minsstere de la Guerre à Paris.“ 2 — Von der Universität. Der außerordentliche Professor der Theologie Dr. Wilhelm Bousset in Göttingen hat einen Ruf als ordentlicher Professor der neutestamentlichen Wisseuschaft als Nach⸗ folger des Professors Dr. Wilhelm Baldensperger erhalten. — Die heutige Theatervorstellung beginnt in Rücksicht guf die auswärtigen Besucher bereits 8 Uhr und wird 10 Uhr beendet sein. Zur Aufführung kommt das Lustspiel von Carl Rößler„Die fünf Frankfurter“. — Ober⸗Ohmen. Aus unserem kleinen, 700 Einwohner zählen⸗ den Dorfe sind bis jetzt bereits 16 Mann dem grausigen Kriege zum Opfer gefallen. Darunter sind einige, welche Familien mit 5 und 6 Köpfen hinterlassen. Kreis Metzlar. n. Zwang zur militörischen Jugendübung. Nach einer Bekaynt⸗ machung des Wetzlarer Schulvorstandes wären die Schüler der städti⸗ schen gewerblichen Fortbildungsschule, die im Stadtbezirk wohnen, zur Teilnahme an den militärischen Uebungen nerpf lich⸗ tet. Payon soll auch nicht die Mitgliedschaft eines Turnvereins oder der freiwilligen Jugendwehr befreien. Eine gesetzliche Bestim⸗ mung darüber besteht unseres Wissens noch nicht. n. Krofdorf. Ein neues Kriegsopfer haben wir zu beklagen. Am vergangenen Freitag Abend wurden die Angehörjgen des Ge⸗ nossen Hermann Schleenbecker telegraphisch benachrichtigt, daß diefer in einem Lazarett in Berlin gestorben soi. Der Verstorbese war lange Jahre Parteimitglied, ferner betätigte ex sich lebhaft im Arbeitergesangverein„Eintracht“, dessen Mitbegründer er war und den er längere Zeit als 1. Vorsitzender gewissenhaft leitete. Seit Beginn des Krieges war er eingezogen. Infolge einer Krankheit mußte er bei einer Fuhrkolonne Dienst tun, bis die Krankheit erneut zum Ausbruch kam, Vor kurzem wurde er qus einem Feldlazarett tach Berlin überführt, wo er nun an Nierenleiden perstarh. Seine Leiche foll nach Krofdorf überführt und hier zur letzten Ruhe be⸗ stattet werden.— Hermann Schseenbecker erfpeuse sich wegen fene ehrenhaften Charakters allgemeiner Achtung und Beltebtheit, die gesamte Arbeiterschaft und alle die ihn kannten, werden ihm ein gutes Antenken bewahren. Bei einem Arbeitseinkommen von 3500 bis 3600 Mark beträgt wreis Mardburg⸗Kirchhaln, W. In Marburg wurden am Montag die Stadtverord⸗ neten⸗Ersgtzwahlen jn der dritten Wählerklasse vorgenom⸗ men. Bei sehr schwacher Beteiligung wurden die ausschesdenden drei Stadtverordneten wiedergewählt. Unfere Partei hat noch, keinen Vertreter in der Marburger Stabtverordneten⸗Versagumn⸗ lung. Von Nah und Fern. Teuerungsmanie. Aus Gera(Reuß) wird mitgeteilt: Daß die Lebensmittespresse fortwährend gesteigert werden, überrascht schon niemand mehr, daß aber sogar das abgefallene Laub im Preife steigt, das steht wohl unerreicht da. Es wird der Reuß. Tribüne mitgeteilt, daß die Tabakfirma Wieprecht und Hauschild das abgefallene Kirschenlaub vom Besitzor des Lusaner Kirschberges, des Rentiers Kühn in Lufan, abkauft. Jetzt hat der Besitzer diesen, Preis angeblich um 50 Prozent gesteigert. Ob die Preiserhöhung Auch auf die„erhöhten Prodyktionskosten“ zurückgeflihrt wird? Der Fall verdient der Kuriofität halber festgehalten zu werden. Oder sollte Herr Kühn etwa aunehmen, die Tabakfirma werde eine Preis⸗ erhöhung ihrer Fabrikate damit begründen, daß ja auch der„Tabak“ (aus seinem Kirschberg) teurer geworden sei und will er sich nun seinen Anteil an den gestiegenen„Produktionskosten“ seiner Kirsch⸗ bäunne sichern. Frankfurt, 15. Nov. Dem Gatten in den Tod ge⸗ folgt. Ende Oktober verschwand die in Brausach gebürtige Luise Börsch in Frankfurt a. M., wo sie bei ihren Schwiegereltern wohnte, da ihr Mann, Feldwebelleutnant Dähler, hald nach der Kriegstrauung den Heldentod erlitt. Nun wurde die Leiche in Rüdesheim geländet. 8. Darmstadt, 16. Nov. Schäfers Beisetzung. Auf dem alten Friedhof wurde heute unter lebhafter Beteiligung der Oden⸗ walddichter Karl Schäfer zu Grabe getragen. Oberbürgermeister Dr. Glässing widmete im Namen des Odenwaldklubs einen herz⸗ lichen Nachruf, für den Lehrerverein sprach Herr Jung. 5 Mainz, 15. Nov. Durch eine fallende Leiter er⸗ schlagen wurde am Samstag in einer Kaserne der Vizefeld⸗ webel S. Der anfangs der 30er Jahre stehende Mann wurde von der Leiter, die zu Arbeiten an der Mauer angelehnt war, ge⸗ troffen, als er vorüberging. Sie traf den Feldwebel mit solcher Wucht auf den Kopf, daß er bewußtlos liegen blieb und bald darauf starb. Wie verlautet, wurde die Leiter durch den Wind um⸗ geworfen. Der Verungllickte war früher im Felde, von wo er als Verwundeter nach seiner Genesung hierher kam. Lampertheim, 15. Nov, Ein Nechtsanwalt verhaftet. Der Rechtsanwalt Sommer aus Lampertheim, der sich Veruntreu⸗ ungen hatte zuschulden kommen lassen und flüchtig war, wurde in Ulm verhaftet. Tages bericht des Sofern Hauptguartiers. Französische Angriffe gescheitert. Rüstige Verfolgung in Serbien. W. B. Großes Hauptquartier, 16. Nov., vorm.(Amtlich) Westlicher Kriegsschauplatz Drei Versuche der Franzosen, uns den am 14. November nordöstlich von Eeurie genommenen Graben wieder zu entreißen, schekterten. Auf der übrigen Front außer Artillerie⸗ und Minenkämpfen an verschiedenen Strecken nichts Wesent⸗ liches. Die vielfache Beschießung von Lens durch die feind⸗ liche Artillerie hat in dem Zeitraum vom 22. Oktober bis 12. November dreiunddreißig Tote und fünfundfülnfzig Ver⸗ wundete an Opfern unter den Einwohnern gefordert. Mili⸗ tärischer Schaden ist nicht entstanden. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist auf der ganzen Front unverändert. Balkankriegsschauplatz. Die Verfolgung ist im rüstigen Fortschveiten. Es sind gestern über tausend Serben gefangen ge⸗ nommen, zwei Maschinengewehre und drei Geschütze er⸗ beutet, Oberste Heeresleitung. .* Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht Die Besetzung von Uschtsche. Die Kämpfe am Monte San Michele. g Wien, 16. Nov.(W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 16. November 1915: Ruffischer Kriegsschauplatz. Nichts Neues, Jtalienischer Kriegsschauplatz. Der Nordabschnitt der Hochfläche von Doberdo war auc gestern der Schauplaß hartnsiigsten Ringens. Um die Stellungen beiderseits des Monte San Michele wird Tag und Nacht gekämpft. Am Nordhange dieses Berges drangen die Italiener wiederholt in unsere Linien ein. In den Abendstunden gelang es jedoch, den Feind sast völlig zu vertreiben. Auch die Nahkämpfe im Raume von San Martins dauern fort. Vor dem Görzer Brückenkopf wurde ein gegnerischer Angriff auf die Podgora⸗Höhe abgewiesen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Bei Gargödg au der monienegrinischen Grenze Geplänkel. Auf dem serbischen Schauplatz schreitet die Verfolgung überall vorwärts. Oesterreichisch⸗ungarische Truppen gewannen die Gegend von Uvac, die Cigota⸗Planfa und die Höhen von Javor. Eine deutsche Kolonne des Generals von Koeveß nahm, beiderseits der von Kraljevo nach Novi 115 führenden Straße vorrückend, Ufze in Besitz. Die weiter östlich vordringenden österreichisch⸗un⸗ garischen Kräfte überschritten bei Bab iea die Straße Raska— Kurfumlja und gestsiemten die serhischen Verschanzungen auf den Berg Lucak löstlich von Babica), wobei die Besatzung(3 Offiziere, 110 Mann und ein Maschinengewehr] in unsere Hand fiel,* Deutsche und bulgarische Divisionen nähern sich von Nord und Oft dem Straßenknotenpunkt Kursumljg. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Höfer, Feldmarschalleutnant. 8 Bulgarische Berichte. Die Beute von Prokuplje. Sofia, 16, Nov.(W. T. B.) Amtlicher Kriegsbericht vom 13. November. Nach dem Fall der Festung Nisch hatten die Serben sich auf das linke Morawaufer zurückgezogen und alle vorhandenen Brücken zerstört. Hier har der Fluß eine Breite von 150 bis 200 Metern und eine Tiefe von 1 bis 2 Metern. Die Serben bemühten sich, gestützt au! befestigte Plätze, mit schwerer Artillerie versehen, durch mis bedeutenden Streitkräften ausgeführte erbitterte Gegen- angriffe unsere Truppen daran zu hindern, den Fluß zu * überschreiten. König Peter wohnte diesen Kämpfen bei. In 0 1 g Lause der letzten Tage brachen unsere Truppen den ver⸗ zweifelten Widerstand der Serben und gingen endgültig auf das linke Ufer des Flusses über. Heute rückten unsere Truppen in Prokuplje ein. Sie erbeuteten dort sechs 12 Zentimeter⸗Mörser, 19 mit Artilleriegranaten be⸗ ladene Karren und machten 7000 Gefangene. Auf dem Bahnhof von Grajesz erbeuteten sie 150 Waggons. Das erste serbische Landwehrregiment meuterte leid tötete seinen Befehlshaber, den Obersten Prebitschewitsch, einen hauptsächlichen Anstifter des Komplotts zur Ermordung des Erzherzogs Franz Ferdinand Das Regiment zerstreute sich dann in die umliegenden Dörfer. In der Nacht zum 13. November versuchten die Franzosen unsere Stellungen am Wardarufer anzugreifen. Unsere Truppen machten einen kräftigen Gegenangriff und warfen sie auf das rechte Ufer der Korassu zurück. Gleich⸗ zeitig erbenteten sie zwei Maschinengewehre mit Bespannung und zwei Gebirgsgeschütze; sie nahmen 50 Mann gefangen, darunter 3 Offiziere. Amtlicher Bericht vom 14. November. Die Operationen entwickeln sich an der ganzen Front günstig für unsere Truppen. Bei, Prokuplje erbeuteten unsere Truppen 480 Kisten Artilleriemunition, 220 Kisten Infanterie⸗ munition, 12 mit Kriegsmaterial beladene Karren, und einen Pionierpark mit 16 Pontons. Unser Gegenangriff am westlichen Karaschufer südlich Veles endete damit, daß die Franzosen vollkommen auf das östliche Ufer dieses Flusses zurückgeworfen wurden. Dort nahmen unsere Truppen in einem kräftigen Ansturm unter dem Gesang des Liedes„Schäume Maritza“ die mächtig befestigten Stellungen der Franzosen. Die Verteidigung Rustschuks. Sofia, 16. Nov.[W. T. B. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Bulgare: Nach dem Bombardement Warnas sah sich die bulgarische Regierung selbstverständlich veranlaßt, die Möglichkeit eines An⸗ griffes russischer Donaudampfer oder Flugzeuge auf Rustschuk in Erwägung zu ziehen. Im Hinblick auf diese Möglichkeit ersuchte die bulgarische Regierung die rumänische Regierung, Maßnahmen zu ergreifen, um alle Unglücksfälle und andere unerwünschte Folgen hintangu alten, die sich aus einer Beschießung ergeben könnten, die aus Rustschut im Falle eines Angriffes auf die russischen Augriffs⸗ mittel gerichtet würde. In der Tat würden in Anbetracht der Breite des Donaustroms die Geschosse auf rumänisches Gebiet fallen, wo sie Unglücksfälle hervorrufen würden. ö Serbischer Min isterrat. Die Tribung meldet aus Saloniki, daß am letzten Mitt- woch ein serbischer Ministerrat stattgefunden hat, der beschloß, in Nord⸗ und Südserbien bis zum Letzten auszuharren und auf die Hilfe der Verbündeten zu trauen. Am 23. November würden 150 000 Mann in Saloniki gelandet sein. Die rumänische Sozialdemokratie und der Krieg. Wie die Berner Tagwacht mitteilt, hat der Kongreß der so⸗ sialdemokratischen Partei Rumäniens seine Zustim⸗ mung zu den Beschlüssen der Zimmerwalder Konferenz gegen den Krieg ausgesprochen und der internationalen soziali⸗ stischen Kommission in Bern seine moralische und materielle Unter⸗ stützung zugesagt. Umschwung der Stimmung in Griechenland. T. U. Budapest, 16. Nov. Aus verschiedenen Athener Quellen sind hier Meldungen eingetroffen, daß König Konstantin unentwegt fest entschlossen sei, unter allen Um⸗ ständen neutral zu bleiben und die griechische Armee nicht, wie es die Entente so gerne möchte, in deren Dienst zu stellen. Es wird dem König umso leichter, in dieser Stellungnahme zu verharren, als die gesamte Armee ausnahmslos diesen Standpunkt teilt und die Tatsache, daß die Ereignisse auf dem Balkan bis jetzt dem König recht gegeben haben, hat im griechischen Volke einen Umschwung in der Stimmung zu— gunsten der Zentralmächte hervorgerufen, der bei den Kammerwahlen seinen Eindruck finden werde. Dle Zerstörungen in der Stadt Görz. Wien, 15. Nov.(W. T. B. Nichtamtlich.) Aus dem Kriegs⸗ ressequartier wird gemeldet: Die Beschießung von Görz begann im 18. Oktober und dauerte mit wechselnder Stärke bis heute. An nanchen Tagen fielen mehr als hundert Schüsse aller Kaliber, be⸗ tonders aber schwere Schrapnelle in die Stadt. Die Beschießung degann meist in den ersten Frühstunden und erreichte zwischen 3 und 4 Uhr nachmittags den Höhepunkt, um dann gegen Abend ab— uflauen. Nach amtlichen Ausweisen wurden seit Kriegsbeginn 8 Zipilpersonen getötet und 50 verwundet, darunter viele Kinder. Zweimal tötete je ein Granatschuß je vier kleine Kinder. Das Kloster Monte Santo ist abgebrannt und dessen Kirche zerstört. Die Sakristei der Görzer Domkirche ist demoliert. Das Kloster Castagnavizza, die letzte Ruhe⸗ stätte des Grafen Chambord, erhielt mehrere Granat- und Schrap⸗ ielltreffer, wodurch das Dach und die Malereien sowohl in der Kirche als auch im Kloster beschädigt wurden. Das im Zentrum der Stadt liegende Ursulinerinnenkloster wurde zur Hälfte zerstört. In die Kirche Santo Antonio schlug eine Fliegerbombe urch das Dach. Beide Bahnhöfe sind durchsiebt von Artillerie- zeschossen. Die Kirchen in den Vorstädten Podgora und Grafen⸗ derg, dann jene von Peuma, St. Andra und Os lavija sind ganz zusammengeschossen, jetreffenden Ortschaften selbst. Von Görz litt am meisten der Südteil. Es dürften wenig Privathäuser sein, die keine Treffer zaben. Schätzungsweise dürften 300 Häuser der Stadt mehr oder weniger stark beschädigt sein. In das Prachtgebäude der Oester— eichisch⸗Ungarischen Bank schlugen mehrere Sprengstücke ein, wo— durch die Decke des Stiegenhauses durchschlagen und die Stiege selbst beschädigt wurde. Besonders aber litt das neue Bezirks⸗ gericht, das bisher zehn Volltreffer erhielt. Feindliche Flieger selegten die Stadt überdies auch öfters mit Bomben. Charak- teristisch für die italienische Kriegsführung ist, daß am Allerseelen— tage die von der italienischen Stellung gut gesehene Straße zum zum größeren Teil auch die!. Vorbereitungen zum neuen Angriff. Die Neue Zürcher Zeitung meldet aus Mailand: Die Vorbereitungen zu einem neuen allgemeinen An⸗ griff auf Görz sollen, wie aus privater Quelle ver⸗ lautet, in vollem Gange sein. Staffelung und auf breitester Front erfolgen mit einer Truppenmacht von gegen 500 000 Mann. Die Aussichten werden allgemein optimistisch beurteilt.(Nach dem neuesten österreichisch-ungarischen Tagesbericht wurde ein italienischer Angriff vor dem Görper Brückenkopf ab⸗ gewiesen. D. Red.) Salandra hoffe bestimmt, mit der Nachricht der erfolgten Besetzung der Stadt Görz vor die Kammer zu treten. Die Mission Kitcheners. T. U. London, 16. Nov. geheimnisvollen An⸗ deutungen der englischen Regierungsnote über die Mission Kitcheners haben keinen anderen Zweck, als diese Mission vor den Augen des Publikums zu verschleiern. In Wirklich⸗ keit handelt es sich gar nicht um eine Inspektionsreise in das südöstliche Kriegsgebiet der Balkanhalbinsel, sondern um eine Reise des besten Feldherrn, über den Großbritannien gegenwärtig verfügt, nach Aegypten. Auf dieses und nicht auf Serbien und Konstantinopel sind fortan die Augen der Engländer gerichtet; sie fürchten nach der nunmehr fast völligen Vernichtung Serbiens für die Sicherheit des Nil⸗ landes, des Schlüssels von Indien und ihr bester General soll nun dies wertvolle, für die Engländer unentbehrliche Land in Verteidigungszustand setzen. Kein Mensch in London glaubt noch, daß Lord Kitchener während des gegen⸗ wärtigen Krieges als Kriegsminister nach London zurück⸗ kehren wird. Englisch⸗französisches Geschwader vor Malta unter Dampf. T. U. Rotterdam, 16. Nov. Exchange Telegraph läßt sich aus Paris drahten, daß nach dort eingelangten Mitteilungen ein aus mächtigen Kreuzern bestehendes englisch⸗französisches Ge⸗ 1 Die schwader vor Malta unter Dampf liege. für jede Hausfrau ist die Benützung einer guten, modernen und schnellnähenden Sturmvogel⸗ Nähmaschine. Elegante Modelle in Eiche, mit Ziermöbel in neuartiger Ausführung. Die Maschine der Zukunft mit versenkbarem Oberkeil. Deutsche Fabrikate ersten Ranges. Ein guter, leicht verkäuflicher Artikel für Händler. Auf⸗ llärender und lesenswerter Katalog gratis. Herreuräder, Damenräder, Jugendräder in gediegener Ausstattung. Alle Zubehör- und Ersatzteile. 5 — Deutische Handelsgesellschaft Sturmvogel— 5 Gebr. Grüttner 0 5 Berlin⸗Halensee 141. i Speise⸗ f Kartoffeln fachen Giessen Bahnhofstrasse 34 Telephon 2077 G0 rösstes, elegantestes und modernstes Lichtspiel-Theater am Platze. 808 eden Mittwoch u. Samstag 5 programmwechsel. 0 wieder eingetroffen u. wird 3 jedes Quantum zu den 9 gegeben. W. 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Verlag von Krumm& Cie., Gießen. 5 5 Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H., Offenbach a. M. Die Markipreise sür Vieh und Frucht 1 und die Gießener Fleisch⸗ und Brotpreise am 15. November 1915 Nerstorbene. Georg Zei d ter in Gießen, 67 Fahre al. eee eee eee N n Nallardträne eee eee Unsere Leser werden das diesjährige Weihnachtsbuch, ein hochwichliges Originalwerk, welches uns durch die berühmten Forscher wie Carl Peters— Herzog Adolf Friedrich zu Meckleuburg— Dr. Nachtigall — Stanley— Cook— Prof. Dr. Weule— Dr. W. Junker— Dr. Schweinfurt— von der Decken 0 — Karl Block— Dr. Flinsch— Frobenius und er eee eee viele andere, im ganzen 32 verschiedene, nach 11 Indien, Afrika und die ö c 4 Vail ch Wa Inseln des stillen Ozeans führt, mit Freuden begrüßen. 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