ih 8 9 J 8 Organ für die Interessen des werktätigen Volkes at 5 1 der Provinz Ob d der Nachbargebiet er Provinz erhessen und der Nachbargebiete. zie Oberbessische Volkszeitung erscheint jeden Werktag Abend in Redakti i i f 0 i g 15 1 3 Pia 0 1 1 e b are g on und Expedition Inferate kosten die 6 mal gespalt. Kolonelzeile oder deren Rauttt 10 Pfg. 1 7 e e 1 15 Pfa., monatlich Gießen, Bahnhofstraßse 23, Ecke Löwengasse. Bei größeren Aufträgen Rabatt. Anzeigen wolle man bis abends? Uhr 18 a 1 Pia. einschl. Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährl.. S0 Pet. Telephon 2008. für die folgende Nummer in der Expedition aufgeben. 9 2 g 25 I Nr. 247 Gießen, Donnerstag, den 21. Oktober 1915 10. Jahr gan g 21 f dba 5 zur Lebeusmittelteuerung. N Wir haben unseren Lesern mitgeteilt, daß eine Vertretung des rteivorstandes und der Generalkommission der Gewerkschaften Samstag bei dem Stellvertreter des Reichskanzlers, Staats⸗ stretär Dr. Delbrück, erneut vorstellig geworden ist wegen der drmen Pr ioerungen auf dem Lebensmittelmarkte. Heute Annen wir bestimmte Angaben über die Forderungen machen, die ere Genossen vertreten haben. Die hohe Preislage aller Lebens⸗ Atel, besonders derjenigen, die außerhalb jeder behördlichen Jeiskontrolle und Preisfestsetzung stehen, erfordere, wie sie aus⸗ urten, dringend ein sofortiges Eingreifen des Bundesrates, 1 in syster Weise eine Freisregulierung anzuordnen.“ Erforderlich ist die Festsetzung von Höchstpreisen für gößere Bezirke, und zwar für Produzenten, Großhandel 9 Kleinhandel Die Preis sestsezungen haben sich nicht an die gegenwärtigen rktpreise zu halten: sie sind vielmehr unter Ausschaltung be⸗ derer Gewinne ohne Rsicksicht auf höhere Preislage im Auslande tsächlichen Produktionskosten im Inlande zu bemessen. Höhere Aufwend! ö Finfuhr von Gebrauchsartikeln Lebensmitt and sind aus Reichsmitteln zu decken. e Einfuhr i entraleinkaufsgesellschaft kaufmännisch, leiten. Mit Rücksicht auf den Mangel an genügenden Fleischvor⸗ ten ist eine Ralloneneinteisung(Nartenausgabe) vor⸗ hmen, die in Verbindung mit dem Bezug von Butter, Mar— ne und Fetten gebracht wird. Den Gemeinden ist das Recht der Enteignung resp. Beschlag⸗ ijme für Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände zu verleihen, zurückgehalten werden. Auf Auweisung des nuern naß die Veschlagnahme von den Ge⸗ *r Die Gemeinden miissen zur Lebensmittelversorgung ange⸗ aten werden. Die Abgabe ist so zu regeln, daß in erster Linie die umderbemittelte Veuölkerung berücksichtigt wird und die Waren umäßigen Preisen erhält. Durch Rationeneinteilung(Kar⸗ rausgabe) muß vermieden werden, daß einzelne Personen größere Tuantitäten erwerben, während andere leer ausgehen. Für Fa⸗ nien und Hinterbliebene minderbemittelter Kriegsteilnehmer von den Gemeinden ein ermäßigter Preis sestgesetzt werden. Sofort erforderlich sind Höchstpreise für folgende uensmittel: Vieh. Fleisch, Fleischwaren, Seefische(Heringe), Jllch, Butter, Käse, Eier, Oele, Fette, Hülseufrüchte, Kartoffeln n Gemiise. Erhebliche Minderung der Höchstpreise ist notwendig für Kar⸗ kelmehl, Kartoffelpräparate, Zucker, Spiritus und Leder. 2 Berlin, 19. Okt.(W. T. B. Nichtamtlich.) Reichskanzler cethmann⸗Hollweg hatte heute nach seiner Ritckkehr aus m Hauptquartier eine längere Besprechung mit dem Staats⸗ kretär des Reichsamts des Innern. Staatsminister Delbrück. genstand der Unterredung war die Frage der Lebens mittelver⸗ bung, über die baldigste Beschlüfse des Bundes⸗ ats herbeigefsihrt werden sollen. * ö Wie das B. T. mitteilt, steht ein Bundesratsbeschluß unmittel⸗ e: bevor, wonach die für den Butterhandel im ganzen iche maßgebenden Berliner Butternotierungen in Zukunft von fr Notierungskommission vorgenommen werden; diese Butter⸗ liz, die unabhängig vom Marktpreis festgestellt werden soll, wird e Grundpreis sür das ganze Reich sein, wobei in einzelnen endesstaaten oder bestimmt abgegrenzten Wirtschaftsgebieten Zu⸗ i Abschläge bestimmt werden können. Ob gleichzeitig auch eine lebrauchsregelung eintreten wird, ist noch nicht sicher. 9115 Nach 17 5 lachen Quelle sollen auch einschneibende Maßnahmen des Bundes⸗ us gegen die Fleischteuerung und auf 5 anderen Ge⸗ hen der Lebensmittelversorgung schon in den nächsten Tagen itt setimmtheit zu erwarten sein.— Die Vossische Ztg. erfährt, daß u Einführung von Petroleumkarten durch die Gemen des en der Reichsregierung empfohlen wird. Infolge des Hahn ht für die nächsten Monate 4 verbrauchten Petroleum⸗ unge zur Verfügung. Einige Städte, wie Straßburg 1 tenstanz u. a. haben bereits Petroleumlarten eingeführt. 1 Imdesrat will angeblich demnächst eine neue Verordnung über e Verkehr mit Petroleum erlassen, * 1 99 0 6 den Zuckerwucher wird dem Berl. hrieben: N „Von den Lebensmitteln, die in Deutschland erzeugt werden, iökt bekanntlich der Zucker zu denjenigen, woran wir angeben Ilberfluß haben. Deutschland ist nicht in der Lage, 51 ppiel Zucker zu verbrauchen, wie es erzeugt, und wiederholt 1 9 i Regierungsstimmen vernehmen lassen: die Bevölkerung et 5 ihr Zucker essen, der Ueberfluß sei groß, zumal der Expor 179 h unterbunden ist. Die Risbenernte war im Vorjahre F ehöhnlich groß und ergiebig; in diesem Jahre verspricht 115 1 bkordertrag zu liefern. Trotzdem ist der Zucker, an 175 f 1 bongroßen Ueberfluß im Lande haben, seit vorigen Ahne ier 25 Prozent im Preise gestiegen. Ga. 1 105 beinhandel kostete der Zucker vor dem Kriege das 17 5 Ge n⸗ Aspfennig, jetzt rund 30 Pfennig. Warum? ee rl. Sie (t. Die größte Zuckerraffinerie befindet sich im de. i 1 e alte zuletzt 20 Prozent Dividende gegen 10 Prozent, im NMaberes benden Jahre. In diefem Jahre verlautet noch M ker die Dividende doch wird ein geradezu sabelhaßteer äfte in senmt. Die Fabrst pat dabei billige Arbeite be Ruff e gewaltigen Raffinerje arbeiten Hunderte von Lokal⸗Anz. ge⸗ ziege in Französische Klagen über die Verbündeten. Die Beunruhigung des französischen Publikums wegen der mazedonischen Expedition führt, wie die Frankf. Ztg. mitteilt, die Pariser Presse allmählich zu deutlicher hervor— tretenden Klagen über den Mangel an Eifer auf Seiten der Alliierten. Man fürchtet offenbar in weiten Kreisen Frank⸗ reichs, daß die ganze Gefahr und Arbeit dieser Winter⸗Expe⸗ dition den französischen Soldaten aufgebürdet werde, und daß die Truppensendungen der übrigen Alliierten erst ein⸗ treffen werden, wenn die franzöfische Armee bereits die schwersten Opfer gebracht haben wird. So macht das Echo de Paris in sehr verhaltener, aber doch verständlicher Sprache England darauf aufmerksam, daß es im Orient nicht nur den Weg nach Aegypten und Indien zu verteidigen habe, sondern daß ihm sein hervorragend moralisches Prestige die Pflicht auferlegen sollte, an erster Stelle bei der mazedonischen Ex⸗ pedition mitzuwirken. In der Humanité führt der General⸗ sekretär der sozialistischen Partei Dubreuilh seiners aus, daß der im vorigen Jahre abgeschlossene Londoner Vertrag, der die Verbündeten zu gemeinsamen Friedensverhandlungen verpflichtet, nur gerechtfertigt sei, wenn auch die nämliche Einigkeit für die Kriegführung durchgeführt wird— Wriechenlands Neutralität. Bukarest, 19. Okt.(W. B. Nichtamtlich.) Zuverlässigen Ezlättermeldungen zufolge hat der Ministerpräsident int gestrigen Minifferrat bekanntgegeben, daß die griechi⸗ sche. Regierung amtlich ihre Absicht mitgeteilt hat, au⸗ gesichts der durch den Angriff Bulgariens auf Serbien ge⸗ schaffenen Lage neutral! zu bleiben. 4 18 Dem Dailo Telegraph wird aus Mailand berichtet, daß Go⸗ lichten aus Athen zufolge die deutsch⸗gesinnten Mit⸗ lieder des griechischen Kabinetts Gunaris und Theotoky die berhand bekommen, und daß für Zaimis die Gefahr besteht, 8 Premier vor Gunaris zurücktreten zu miissen. Der Zeppelinaugriff auf London. Newpyork, 18. Okt.(W. T. B. Nichtamtlich.] Die Evening Sun schreibt in einem Leitartikel: Der jüngste Zeppelinangriff auf London hat zuviel Schaden angerichtet, um als mili⸗ tärisch unwichtig abgefertigt werden zu können. Falls der Krieg noch ein Jahr dauert, wird zweifellos ein Massenangriff von Luftschiffen ver sucht werden. Die Londoner können die Zeppelinaugriffe nicht länger auf die leichte Achsel nehmen; die panikartige Wirkung des letzten wird bei jedem weiteren zunehmen. * 9 1 — al 4 2 T. U. Christiania, 19. Okt. Bei dem letzten Luftbombardement auf London wurden auch drei norwegische Geschäftsleute verwundet. Sie sind jetzt in die Heimat zurückgekehrt und erzählten, daß un⸗ geheurer Sachschaden angerichtet worden ist, wovon der offizielle Bericht nur eine schwache Vorstellung gibt.„Wir saßen im Hotel zusammen, als eine Bombe herabfiel und das ganze Gebäude zerstörte. In dieser Straße allein wurden 22 Personen nach dem Krankenhaus gebracht.“ Wird die Dardauellenaklion aufgegeben?. Nach der Daily Mail bezeichnet eine hohe militärische Autorität die Nachrichten über eine Verminderung der an den Dardanellen operierenden verbündeten Streit⸗ kräfte infolge der Expedition nach Serbien als phan-⸗ tastisch. Diese Streitkräfte erhielten im Gegenteil noch Verstärkungen und behaupteten entschieden ihre Stellungen. Sie verhinderten damit die Entsendung türkischer Truppen von den Dardanellen zur Unterstützung der Bulgaren. Eine Meldung der Kambana bestätigt die Einstellung der Aktion der Ententetruppen an den Dardanellen. Bei den Stellungen auf Gallipoli herrscht jetzt vollständig Ruhe. Der Abtransport von Ententetruppen wurde beobachtet. Rußland gegen die Dardanellenaktion. T. U. Wien, 19. Okt. Die maßgebenden russischen Kreise, ins— besondere auch die militärischen, treten mit zunehmendem Nachdruck für die Einstellung des Dardanellenunternehmens ein. In der Birschemija Wjedomisti erklärt Oberst Schumski, er habe das Dardanellenunternehmen stets für überflüssig gehalten, da es selbst im Falle seines Gelingens niemals einen praktischen Wert hätte. Englische innerpolitische Krise? Der parlamentarische Mitarbeiter des Daily Chronicle berichtet, man nehme an, daß die Führer der Bewegung zur Einführung der allgemeinen Dienstpflicht ihren Plan, eine rasche Entscheidung in dieser so schwierigen Frage herbeizuführen, nicht aufgegeben haben. Bevor die Woche verstrichen sein werde, könnten, wenn nicht die Ver— ständigeren die Oberhand bekommen, überraschende Dinge geschehen. Man spricht offen von dem Rücktritt verschiedener Minister, und selbst das Bestehen des Kabinetts könne rasch 8 2 N 11 0 sen. unt dirndl, ungeheuer viel Rüben, ungeheuer viel Zucker und trotzdem Preistreiberei! 70 Veaer ist also auch etwas zu tun für die„Reichsvrüfungsstene: in Frage gestellt werden. T. U. Amsterdam, 19. Okt. gierungspartei, Daily Chronicle, schreibt über die innere politische Lage in Eugland, die Fragebogen im Unterhause sind mit Fragen gespickt, was auf starke Beunruhigung unter den Unterhausmit⸗ Das Hauptblatt der liberalen Re⸗ gliedern besonders über die Kriegsaussichten schließen läßt. Auch zeigen einige Fragen die ablehnende Haltung vieler Parlamentarier gegen die Regierung. N Aufruf der englischen Arbeiterpartei. Als Einleitung zu ihrer umfassenden Werbeagitation erließ die englische Arbeiterpartei folgenden Aufruf: a Bürger! Zu keiner Zeit in ihrer Geschichte befand sich die Nation in einer so schweren Krise, bie jetzt. Der sorg⸗ fältig vorbereitete Angriff hat— nach 14 Monaten des Kriegs— die deutschen Kräfte nach Belgien, Frankreich, Polen und Serbien geführt. Wir sind überzeugt, daß Deutschland bereit ist, jedes Land in den Krieg zu ziehen, um seinen Zweck zu erreichen. Durch das Freiwilligensystem haben wir große Armeen aufgebracht, um gegen den An⸗ greifer zu kämpfen, und wir dürfen auf ihren Heldenmut stolz sein. Wir sind überzengt, daß, wenn das Freiwilligen⸗ system gut unterstützt werden, wir imstande sein wöchentlich 30 000 Rekruten einzureihen, um auf diese Weise die Stärke unserer Feldarmeen aufrecht zu erhalten und den Sieg zu sichern, der die Welt von der Furcht der chen Tyrannei Deutschlands befreien wird. Es gibt da wird, 10 81 ihne 15 jetzt noch in unserem Lande Tausende von Leuten im mili⸗ mi tärischen Alter, die noch nicht unter den Fahnen sind. Wir appellieren an sie, ihren Teil an der nationalen Last zu nohmen, um nicht nur ihre eigenen Interessen zu verteidigen, sondern auch die Lebensinteressen der Nation. Nicht der Mangel an Mut hindert diese Leute, in die Armee einzu⸗ treten, sondern der Mangel an Einsicht in den Ernst der Lage. Wir wissen, daß eine Niederlage oder ein unentschiedener Friede uns große Nachteile bringen wird: Verlust unseres Ansehens als Nation, Wiederaufflackern des Kriegs nach einigen Jahren, Einbuße unserer persönlichen Freiheiten und Rechte, die wir durch Anstrengungen von Jahrhunderten er⸗ rungen haben. Die Verantwortlichkeit für Sieg oder Nieder⸗ lagen ruht auf denjenigen, die dem Rufe des Landes noch nicht gefolgt sind. Sie sollen deshalb nicht länger zögern, sondern als Freiwillige in die Armee eintreten für die Ver⸗ teidigung des Landes und seiner Interessen. 0 Medikamentenmangel in Italien. Fast in allen feindlichen Ländern führt die Unmöglichkeit, aus Deutschland Medikamente einzuführen, zu schweren Mißständen. Deutschland beherescht die Produktion, und der Mangel an Zufuhr wird immer fühlbarer, da die Magazine aufgebraucht sind und der Bedarf durch die vielen Hospitäler und Lazarette ein ungeheurer geworden ist. Der Avanli vom 10. Oktober führt schwere Klage darüber, daß die Medikamentennot noch besonders verschärft wird durch eine ungeheure Preistreiberei, auch in Apotheker- und Drogenwaren, die nicht von der deutschen Industrie abhängig sind. In den kleinen Orten, wo es nur eine Apotheke gibt, sind alle Preise ungefähr verdreifacht. Die Gemeinden, die zum größten Teil Spezialfonds zur Beschafsung von Medikamenten für die ärmere Bevölkerung geschassen haben, sehen diese fast schon er⸗ schöpft. Denn die Grenze der Hilfsbedürftigen geht hier weit über die Armen hingus. Auch Vessersikuierten ist es oft unmöglich, die notwendigsten Heilmittel zu beschaffen.„In ländlichen Gemeinden, wo alles sich gegenseitig kennt, wo auch die berechtigtsten Ansprüche leicht den Eindruck der Herabwürdigung und Demütigung machen, kommen oft gutgekleidete Männer oder Frauen aufs Rathaus, die mit einer gewissen Erregung und verwirrt und unsicher sagen: ich habe doch noch nie um etwas gebeten und habe diese Schwelle mit Scham überschritten, ich würde ja auch tie, nie etwas für mich selbst verlangen. Aber es handelt sich um cinen Kranken. Er 8 leidet. Die Medikamente sind Zu teuer. Sie find unmöglich zu be⸗ zahlen. Aber es ist doch auch unmöglich, einen lieben Ange⸗ hörigen sterben zu lassen!“ Ja— wirklich unmöglich; der sparsamste Zürgermeister von Mitleid ergriffen, wenn er die Rezepte durchliest, dia ihm von zitternden Händen gereicht werden. Und diese Szenen wiederholen sich täglich.... Opposition gegen die sozialisti in Frankreich. Eine Minderheit des Vorstandes des soziglistischen Ves, eins des Seine-Departements ist mit der Hallung der Ge— nosse Guesde und Sembat nicht einverstanden. Sie f deren Demission. Ein Antrag, der sich g die wendet, wurde in gemäßigterer Form vom Vorstar schlossen. Aus der Diskussion teilt das Züricher Volks. recht mit: Der Abgeordnete Zonne erklärte u. a.:„Die Mitglieder der Parlamentsfraktion sind Hunde unserer Minister, diese ihrer bürgerlichen Kollegen. Ein Verteidiger der sozialistischen Minister erklä Wir haben unsere Genossen in das Ministerjum gesandt, da⸗ vivo schen Minister „ NI Gon Aa en 1e: mit man uns nicht vorwirft, daß wir die Regierung voz hinten überfallen wollen. Wir haben Guesde und Sembat als Geiseln in die Regierung gesandt und können von ihnen nicht fordern, daß sie die Regierung vorwärts treiben. Der Abgeordnete Mayellras erklärte, daß die Haupt⸗ führer der parlamentarischen Fraktion terrorisieren. Sembat verhöhnte sie. Er habe die Fälle der Erschießung der russi⸗ schen Kriegsfreiwilligen gekannt und nichts unternommen. Das Volk wird betrogen, die Partei verhöhnt und entehrt (Lon achève de le déshonorer)... Das darf weiter nicht so bleiben. Die Föderation kann es bald erleben, daß ein gewisser Teil der Genossen die Disziplin brechen wird, um die Wahrheit sagen zu können, denn sie halten die Teilnahme am Ministerium für eine Schande für die Partei.“ Blutige Krawalle in Petersburg. T. U. Christiania, 19. Okt. Von einer aus Petersburg hier eingetroffenen Persönlichkeit wird erzählt, daß neue blutige Krawalle in letzter Zeit auch in der Hauptstadt Ruß⸗ lands stattgefunden haben. Arbeiter und Studenten zogen mit roten Fahnen durch die Straßen nach einem Platz, wo der Sozialistenführer Tscheidse eine Rede hielt, die damit endete, daß die Duma wieder einberufen werden müsse. Jetzt schritt die Polizei ein und die erregte Volksmenge nahm Steine und andere Gegenstände und bombardierte damit die Polizei. Dann wurden Kosaken gegen die Menge losgelassen. Hier— bei wurden viele Personen schwer verletzt. Die Unzufrieden⸗ heit aller Bevölkerungsschichten wüchst immer mehr. Die Pressezensur ist wieder strenger geworden Die Hofkamarilla und der schwarze Block sind unablässig lebhaft tätig. Der be⸗ kannte Arbeiterführer Schingeren soll in Moskau verhaftet worden sein. Kaiserreich China? Ein Telegramm des Korrespondenten des Daily Telegraph in Kopenhagen meldet, die dortige chinesische Gesandtschaft habe ein Telegramm erhalten, wonach sich die Mehrheit der Nation für die Wiederherstellung der Monarchie ausgesprochen habe. Das Er⸗ gebnis der Volksabstimmung werde ohne Zweifel die Erhebung des Präsidenten zum Kaiser sein. Die konservative Partei und die Auflösung des Reichstags. Die Kreuzztg. schreibt in ihrer Morgenausgabe vom Dienstag, den 19. Oktober, offenbar im Auftrage der konservativen Parteileitung: „Die konservative sächsische Zeitung Das Vaterland hat Erwägungen angestellt, ob es zweckmäßig sei, den jetzigen Reichstag vor den Verhandlungen über den späteren Frie— densschluß aufzulösen. Sie führt dafür an, daß bei der Wahl zum jetzigen Reichstag der gegenwärtige Kampf des deutschen Volkes um sein Dasein nicht hätte vorausgesehen werden können. In manchen Blättern wird der Meinung Ausdruck gegeben, als ob die konservative Partei hinter diesem Vor⸗ schlage stände. Wir können mit Bestimmtheit mitteilen, daß das nicht der Fall ist, und daß die maßgebenden konservativen Kreise einen solchen Gedanken entschieden ablehnen.“ Achtung, Vorsicht! Abg. Frhr. v. Zedlitz und Neukirch veröffentlicht im Roten Tag einen Artikel über„Staatliche Aufgaben nach Friedens⸗ schluß“, der außerordentlich volksfreundlich, ja man möchte beinahe sagen, demokratisch beginnt. Er tritt nämlich mit guten Gründen und großer Energie für eine Reduzierung der Beamtenschaft, Sparsamkeit in der Verwaltung, größere Selbständigkeit der Kom⸗ munalverbände, Einschränkung der Staatsaufsicht und ähnliche Reformen ein, die zum großen Teil auch im sozialdemokratischen Programm seit langem enthalten sind. Er beweist an der Bundes⸗ ratsverordnung zur Entlastung der Gerichte, wie an anderen Ver⸗ ordnungen, daß der Krieg in der inneren Organisation Aenderungen durchgeführt hat, die man während des Friedens für nahezu un⸗ möglich erklärt hatte, und er verlangt eine ähnliche Einschränkung auch in der inneren Verwaltung, sowie eine abschließende Ver⸗ waltungsresorm„im Geiste der Steinschen Städteordnung“. Ex geht sogar soweit, daß er die Beseitigung überflüssiger Beamter bis in die hohen und höchsten Stellen hinein fordert. Das alles können wir nur unterstützen. Aber es war von vornhexein bei der Lektüre des Anfangs dieses Artikels klar, daß Frhr. v. Zedlitz solche Forderungen nicht aufstellt, ohne irgendwelche Hinter⸗ „uferlosen Etatplaudereien“. gedanken; diese offenbart er auch am Schluß ganz rückhaltlos. Er sagt nämlich, daß eine solche Personaleinschränkung„nur denk⸗ bar sei bei einer wesentlichen Aenderung unseres Par 1 aments⸗ betriebes“. Hier kommt er mit den alten Ladenhütern der Reaktion gegen den modernen Parlamentarismus. Er klagt beweg⸗ lich über die Belastung der Minister und Geheimräte während der Parlamentstagungen, über deren Länge und besonders über die Nur wenn diese Uebelstände sämtlich behoben würden, sei die von ihm gewünschte Verwaltungs reform möglich. Das alles heißt also nichts anderes als die unliebsame Kritik einschränken und der Verwaltung noch größere Vollmacht geben. So sehr wir seit langem eine Reform der Verwaltung fordern— wir bedanken uns dafür, daß sie unter diesen Voraussetzungen erfolge? Will man die Parlamente bon den vielen Debatten mehr lokaler Natur befreien, so wandle man doch die Kreis⸗ und Provinzvertretungen zu wirklichen Volks vertretungen ihrer Bezirke um. Aber wir zweifeln an der Zustimmung des Frhr. v. Zedlitz dazu! 5 Die griechische Regierung gegen die Neutralitätsbrecher. T. U. Wien, 20. Okt. Das Blatt A Vilag meldet aus Athen: Ju der neuen Note Griechenlands an den Vierverband wird in entschiedener Form der sofortige Rücktransport der bei Saloniki gelandeten Truppen gefordert. Bei außer Acht⸗ lassung dieser Forderung werde Griechenland die nichtab⸗ transportierten Truppen entwaffnen und internieren. Da Venizelos fortfährt, mit den Gesandten des Vierver⸗ bandes zu beraten, will man in eingeweihten Kreisen wissen, daß Venizelos neuerdings von der griechischen Regierung er⸗ öffnet wurde, daß es die Regierung gern sehe, wenn Venizelos ihr die Ergreifung energischer Maßregeln ersparen würde, die geeignet sein würden, den ehemaligen Ministerpräsidenten von Athen fernzuhalten. Wie bekannt, hatte sich Venizelos nach seinem ersten Rücktritt nach Kreta zurückziehen müssen. Bulgarische Erfolge. Durch die Einnahme von Vranja durch die bulgarischen Truppen ist die einzige Bahnverbindung Serbiens mit Süd⸗ Mazedonien in den Händen der Bulgaren und somit auch der Verbindungsweg der Westmächte mit Rußland unterbunden. Beim weiteren Rückzug der Serben ist die eventuelle Rück- zugslinie der serbischen Truppen bedroht. Jedenfalls eint schon jetzt die Vereinigung des Landungskorps in Saloniki mit den serbischen Hauptkräften problematisch. Die serbischen Truppen, die in Mazedonien stehen, dürften gleichfalls von den Hauptkräften abgeschnitten sein. Die vordringenden bul⸗ garischen Truppen hatten bisher sehr unter den atmosphäri⸗ schen Unbilden zu leiden; namentlich erschweren Nebel und unaufhörliche Regengüsse ein rasches Vordringen, weil alle Wege aufgeweicht sind. Eine neue Kriegserklärung. Amsterdam, 20 Okt. Der holländische Gesandte in Sofia erhielt den Auftrag, der bulgarischen Regierung die Kriegs⸗ erklärung Frankreichs zu überreichen. Flüchtlingselend in den Ostseeprovinzen. Moskau, 20. Okt.(W. T. B. Nichtamtlich.) Rußkoje Slowo schreibt: Die ganze Gegend um Riga, von der Düna bis tief nach Livland hinein, ist jetzt ein großes Flüchtlingslager geworden. Den wenigsten ist es geglückt, leidlich unterzukommen, der größte Teil hält 0 in Wäldern, Erdhöhlen oder in Waldhütten aus Zweigen auf; sie leiden Mangel an allem. Die Verwaltungsstelle für Nahrungsmittel müsse demnächst aus Mangel an Lebensmitteln ihre Tätigkeit einstellen. Fleisch ist überhaupt nicht mehr vor⸗ handen. Die Vorräte an Korn gehen zu Ende. Weder in Liv⸗ land noch in den angrenzenden Gouvernements ist etwas zu kaufen. Die Zufuhr ist durch die Kriegsverhältnisse gänzlich aufgehoben. In den Dörfern Livlands hat der Gebrauch von Lichtern, Zucker, Seife, Tabak, Streichhölzern und anderen Dingen ganz aufgehört. Unter den Flüchtlingen sind viel Verdauungskrankheiten ausge— brochen, die Sterblichkeit wächst zusehends. Anhäufung von Lebensmitteln zu Wucherzwecken. Krakau, 20. Okt.(Meldung der T. U.) Schon seit einiger Zeit war es den Verwaltungsbehörden aufgefallen, daß die Knappheit der vielen Lebensmittel, wodurch fort— gesetzt Preissteigerungen hervorgerufen wurden, mit den er⸗ rr* wiesenen hinreichenden Zufuhren solcher Lebensm. im Einklang stehe, sodaß nur unerlaubte Anhä Waren zum Zwecke von Preistreibereien als Ursach sehen werde. Die diesbezüglich eingeleitete Nachf hat ein überraschendes Resultat ergeben und führte zu reichen Anzeigen, auf Grund welcher massenhafte Repisio nach versteckten Lebensmittelvorräten angeordnet i Tagtäglich werden geheimgehaltene Magazine aufgefund in denen eine Unmenge von Lebensmitteln angesa sind. So wurden z. B. am letzten Samstag gleich drei solch Magazine entdeckt; die in denselben vorgefundenen Waren wurden beschlagnahmt und werden von der Gemeinde 8 ortsüblichen Preisen veräußert werden. Gleichzeitig w gegen die Spekulanten Strafanzeige erstattet. 3 Solche Nachforschungen dürften auch bei uns durc am Platze sein. 5 5 i Nriegsnolizen. 1 Unter der Anklage des versuchten Betruges hatte ge nehmer Johann Knauer zu verantworten. Der Angeklagte Vorsitzender der Fuhrwerksberufsgenossenschaft und hatte als Gro unternehmer der Heeresverwaltung vielfach Fuhrwerke zu Er ging daher dazu über, sich Lastautos anzuschaffen und ern ein folches von einer Aachener Firma für 16 500 Mark. Der ei liche Wert des Autos betrug 195500 Mark. Als die Militärbeh das Auto für sich in Anspruch nahm, verlangte K. 19 500 Ma Eine Rückfrage bei der Aachener Firma ergab die Mehrforder von 3000 Mark. Hierin sah die Staatsanwaltschaft den Betrug versuch. Das Gericht erkannte auf 2000 Mark Geldstrafe. Staatsanwalt hatte vier Monate Gefängnis beantragt. 3 Vor derselben Strafkammer standen auch die Angekl Kaufmann Hermann Leeser, Schneider Emil Bener und Zuschneibe Franz John wegen Vergehens gegen§ 929 St. G. B,, nach n derjenige mit Gefängnis nicht unter 6 Monaten bestvaft wi die übernommenen Kriegslieferungen nicht vorschrif mäßig ausführt. Die Angeklagten waren Angestellte der N Hirschfeld, die von einer Magdeburger Firma die Lieferung Militärröcken als Unterlieferantin übernommen hatte. Die waren aber sehr schlecht gearbeitet. Das Gerscht erkannte L. auf 17 Jahr, gegen den Meister B. auf 7 Jahr und gegen auf 4 Monate Gefängnis. 1 1 Wie die Straßburger Post mitteilt, ist dem Er zpr. Wagner von Diedenhosen von der Kommandantur sein Gebur ort Büdingen bol Metzerwiese als Aufenthalt angewiesen. Auf d Frage, weshalb er auf der Kanzel nie patriotische Worte sind soll er gesagt haben: Er habe auf der Kanzel das Wort Got und nicht deutsche Siege zu verkünden. 3 Der engere Landesausschuß der Fort schritt Volkspartei für Württemberg hat nach einem des Abg. Haußmann einstimmig beschlossen, unter voller. erkennung der Verdienste des Reichskanzlers v. Bethmann⸗Hol die Reichsregierung während der Kriegsdauer energisch zu une stützen. 8 Im Ministerium des Innern zu Dresden traten am Dien tag sämtliche 28 sächsischen Amtshauptleute zu einer 8 ratung über die Lebensmittelteuerung zusammen. soll über Maßnahmen beraten werden, um nung der sortgesetzt Preissteigerung von Butter, Milch, Kartoffeln und Fleisch entgeg wirken zu können. 9 In den letzten drei Tagen sind durch die französische kommission 350 Kinder aus Thann und Umgebung 0 Departementen Loire und Haute Loire abtransportser worden. f — Arbeiterbewegung. Der Burgfrieden und die„Herren im Hause“. Die Aachener Ortsverwaltungen des freien, des christlichen m des Hirsch⸗Dunckerschen Metallarbeiterverbandes hatten vor einig Zeit die Metallindustriellen ihres Bezirks in einer gut begriln Eingabe um der Teuerung entsprechende Lohnerhöhungen Nur wenige Unternehmer haben jedoch geantwortet und die erhöht. Die meisten ließen das Ersuchen unbeachtet und unb wortet. Inzwischen erhielt die Arbeiterschaft Kenntnis von vertraulichen Rundschreiben, in dem der Arbeitgeberverband linksrheinischen Metallindustrie unter Bezugnahme auf die Ei seine Mitglieder„erneut darauf hinweist, daß dem von den werkschaften geäußerten Wunsch auf Verhandlungen ö Firmen und Gewerkschaften nach den Bestimmungen unsrer Se nicht stattgegeben werden darf“. Die Anweisung enthielt 0 Erklärung für das Verhalten der meisten Aachener Metallind striellen. Sie wurden durch ihren Verband dazu veranlaßt, au in der Kriegszeit jede Gemeinsamkeit mit den Arbeitern und iht Verbänden abzulehnen und dem Burgfrieden zum Trotz „Herrn im Hause“ herauszukehren. rr*— e— Pulver und Gold. Roman aus dem Kriege 1870-1871. 22 Von Levin Schücking. „Es wäre am besten, wenn du nie wieder einen Brief von ihm erhieltest. In der Tat, du bist dir selbst schuldig, mit diesem Menschen zu brechen, und es ist nicht recht von deiner Mutter, daß sie nicht längst den ersten Schritt dazu getan. Die Hoffnung, daß er sich bessern würde, ist so töricht, so kindisch...“ „Sich bessern werde? Wovon, von welchen Fehlern?“ „Von seinen Leidenschaften, deren jämmerlicher, ver— achtungswürdiger Sklave er ist. Er ist ein Trunkenbold, ein Spieler, und weiß Gott was alles. Er hat tausendmal seinen Eltern die besten Versicherungen gegeben, sich selbst, wie ich nicht zweifle, die heiligsten Schwüre abgelegt, der Versuchung nicht wieder zu unterliegen. Aber so oft ihm sein Vater getraut und ihn aus seiner Aufsicht entlassen hat, ebenso oft ist er zurückgekehrt in der elendesten Verfassung, von Paris, von Lyon, von Frankfurt, aus den deutschen Bädern— er hatte Unsummen verzecht, verspielt, in Saus und Braus weniger Tage verbraucht, und was heimkehrte, war— ein erbärmlicher, armer Sünder!“ Das war der Kern dessen, was Etienne mir enthüllte. Was bei allem dem in mir vorging, brauche ich Ihnen nicht zu schildern, Sie werden selbst sich sagen können, wie es mich bei all der redlichen und heiligen Herzensstimmung traf, mi⸗ der ich mein Leben diesem Menschen hatte opfern wollen, und wie tief es mich jetzt schmerzte und innerlich vernichtete, seit— dem ich meinen Vater verloren und auf den Blick in die Zu— kunft an der Seite Adolfs alles Leben meiner Seele sozu— sagen konzentriert hatte!“ „Und was taten Sie?“ unterbrach ich sie voll Spannung. „Ich schrieb seinem Vater, um mein Verhältnis zu lösen; sein Vater war ehrenhaft genug, um mit einer gewissen resignierten Würde mein Recht zu diesem Schritte gelten zu lassen. Adolf blieb stumm während dieser Verhandlung, und jedoch kein Wort, dies auszudrücken, und sah sie schweigend an. Dann sagte ich:„Dieser Adolf war ein Deutscher?“ „Ja, sein Vater war aus dem Lande drüben, aus Baden; er besaß Etablissements im Elsaß und wohnt in Frankreich.“ „Und nach diesem einzigen Beispiel eines halbdeutschen jungen Mannes beurteilen Sie nun die Deutschen und die Männer samt und sonders?“ „Nein, ich bin nicht so töricht. Aber ich habe durch diese Lebenserfahrung zu beobachten und zu sehen gelernt. Ich habe gelernt, Dinge zu sehen, für die ich früher blind war, und es zu meinem Glücke war: und zu diesen Dingen gehört eine bedauernswert schwache Widerstandskraft aller Männer gegen ihre Neigungen, gegen die leichteste Versuchung, die an sie herantritt, eine, ich möchte behaupten, völlige Ohnmacht gegen ihre Leidenschaften!“ „Wenn ich bei einer Sache, welche Sie mit solchem Ernst erfüllt, scherzen könnte,“ sagte ich,„so würde ich sagen: une Sie mit uns Männern zu versöhnen, müßte man also damit beginnen, seine Leidenschaft für Sie zu bezwingen und Ihnen zu entsagen. Würden Sie das für einen Kraftbeweis nehmen, der uns in Ihren Augen rehabilitierte?“ „Lassen wir diese Debatte fallen,“ versetzte sie,„ich habe Ihnen das alles nur gesagt, weil ich nicht wollte, daß Sie mich für töricht hielten. Lassen Sie mich zu etwas anderem übergehen, das mir schwer auf dem Herzen liegt.“ „Und das ist?“ „Sie sind in jenem Weiler überfallen worden, es sind Schüsse auf Sie gefallen, Sie sind dadurch verwundet... Ihr Kriegsbrauch ist in solchen Fällen so barbarisch; Sie legen schwere Kontributionen auf die feindlichen Orte; die Häuser, aus denen geschossen wurde, werden niederge⸗ Hrannt „Ah— und Sie fücchten, ich würde jenen Weiler so be— strafen lassen?“ „Wie soll ich es nicht?“: ich habe ihn nicht wiedergesehen!“ „Ist es nicht meine Pflicht. die Sache zur Anzeige t Die kurze Erzählung hatte mich tief bewegt; ich fand bringen? Und wenn ich im Eifer, nur Ihren Wunsch 0 Schonung jener Menschen von mir verlangt, zu erfüllen, Pflicht verletzte— würden Sie mich nicht wieder mit selben Blicke der Verachtung ansehen, der mir gestern aben von Ihnen zuteil wurde, weil ich mich so leicht von meine Posten fernhalten zu lassen schien?“ 1 „Sie sind grausam,“ antwortete sie lächelnd.„Nein, it würde nur denken, Sie hätten über diese Dienstpflicht ein höhere Pflicht, die der Menschlichkeit, gestellt!“ a 9 „und Sie würden mich gütig, sehr gütig anf Blanche, trotz dieser Auswechslung der einen rauhen und seh grimmig aussehenden, schnurrbärtigen Pflicht gegen die al dere, die so viel liebenswürdiger aussieht, mit Ihren schöne! Augen mich anblickt und mir das Glück Ihres Danke verheißt?“ 1 „Gewiß würde ich es,“ antwortete sie, mit unnachahm licher Anmut bittend die Hände zusammenlegend. 2 „Sie werden sich selber untreu,“ sagte ich,„indem Sies ein neuer Beweis für Ihre Theorie über Männerschwi wäre.“ 0 „O, Sie wollen so grausam, so barbarisch sein.. „Nichts von dem will ich sein— beruhigen Sie Ihr Weiler bleibt ungehärmt. Ich bin nicht im Dienst d gewesen, nicht von meinen Oberen hingesandt, nicht als E dat, nur als Ihr Gast. Wie Sie das Dorf für dle Behan lung, die es Ihren Gästen zuteil werden ließ, strafen wol bleibt Ihre Sache!“ „Ah,“ sagte sie aufatmend und mir in lebhafter wegung die Hand reichend,„Sie sind gut!“ 25 dann nicht ganz?“ „Tu ich das nicht? Sie flößen mir jedes Vertrauen ein. „Wie würde mich das erfreuen, wenn es wahr wäre! „Was beweist Ihnen, daß es nicht so ist?“ „Sie haben mit geflissentlich in Colomier über halten wollen. Wozu? Was sollte geschehen in di wenn ich nicht heimgekehrt wäre?“(Fortset 1 vor der Strafkammer des Berliner Landgerichts II der Fuhrunter mir einen Lohn in Aussicht stellen für etwas, das Ihnen dos 1 „Wenn Sie das glauben, weshalb vertrauen Sie mi 9 2 ² XuqÄ ˙—“᷑—— 7. se“ rifle 0 5 J verständiger Bauer war. vom Spaten durchwühlt: Schützengräben und Wolfsgruben reihten ständlich, daß der Mensch traurig, überaus traurig gestimmt sein ihn:„Louis, noch malad?“ Hessen und Nachbargebiete. Gießen und Umgebung. — Heimweh. Wer von uns hat noch nicht Heimweh gehabt! Mit gutem Ge— wissen wird das wohl niemand leugnen können. Aber von einem! verteidigte. besonderen Heimweh will ich hier erzählen. Im Juni wurde ich zur— Butterpreise. Die Verhältnisse auf dem Butter⸗ Bewachung von Franzosen in eine kleine Ortschaft im württem⸗ bergischen Oberamt O. kommandiert. Die Heuernte war in pollen Gang, und fleißig arbeitete alt und jung, die Scheunen mit 15 duftenden Viehfutter zu füllen. Fast täglich meldete sich morg 1 der eine oder andere Gefangene krank. An einem Mungo 40 waren es gleich zwei. Blauen Montag gibt es aber beim Militär nicht, und so mußten unsere Schützlinge trozdem zur Arbeit Louis hieß der Gefangene, von dem ich hier erzählen will. Er war ein echter Romane, klein, hatte schwarze Haare und ein paar muntere Augen im Kopf. Seine Heimat kenne ich nicht, auch nicht di Nummer seines Regiments. Soviel steht fest, daß er ein fleißiger, f 5 Auf dem Weg zum Arbeitshause ließ Louis traurig den Kopf hängen. Der Kaffee wollte ihm auch mich recht schmecken. Trotzdem machte er sich auf dem Felde flott an die Arbeit. Mit langen Sensenhieben streckte er das hohe, saftige Grün zu Boden. Mahd reihte sich an Mahd. Ich entfernte mich mit einigen aufmunternden Worten, um auch die anderen Gefangenen zu revidieren. Louis war nun allein mit der Frau des Arbeit⸗ gebers, dem er zugeteilt war. In dieser Zwischenzeit erzählte Louis der Frau den Grund seinexr Niedergeschlagenheit. Schon Wochen wußte er nichts mehr von Weib und Kindern. Vielleicht stand sein Häuschen noch, vielleicht hatte es schon lange die Flamme einer Brandgranate verzehrt. Gewiß würden seine Wiesen, seine Aecker sich aneinander, Drahtverhaue. Vielleicht lagen in seinem Boden Freund und Feind im Todesschlummer friedlich nebeneinander, ein einfaches Holzkreuz auf dem Grabeshügel. War es da nicht ver⸗ mußte, wo er sy ohne Nachricht von seinen Lieben fe des Feindes weilte! Louis war krank, seelisch aß, be d einer Wunde, die vielleicht mehr schmergte, als manche Schußver⸗ letzung. Ein so ungewisses Leben, von Tag zu Tag auf ein paar spärliche Zeilen wartend! Ich beobachtete seine Mienen, als er am nächsten Posttag wieder leer ausging. Es ist mir nicht gegeben diesen Eindruck zu schildern. Das war wirkliches Heimweh Er bat die Frau H., mir nichts davon zu verraten. Mittags fragte ich 0 Seine Antwort war:„Non, Kamerad“ und ein trauriges Achselzucken. Dieser Vorgang gab mir zu denken und wahrscheinlich auch Euch. Der Mann war kein Feind mehr. In England, Frankreich, Rußland und Japan sind Deutsche als Gefangene, die das gleiche Heimweh haben. Möge bald der Tag anbrechen, an dem die Friedensglocken läuten und aller Welt 1 55 wird: Friede auf Erden und den Menschen ein Wohl- gefallen! e Die Erhöhung der Familienunterstützungen. Eine offi⸗ ziös bediente Korrespondenz schreibt:„Mit Rücksicht auf die außerordentliche Steigerung fast aller Lebensmittel und die Verteuerung der Kleidung, Brennstoffe usw. ist im Reichstag der Wunsch geäußert worden, es möchten für die kommenden Wintermonate die an die Kriegerfamilien zu zahlenden Unter⸗ stützungen angemessen erhöht werden. Diesem Wunsche kann eine Berechtigung nicht versagt werden. Die Reichsregierung hat deshalb die Mindestsate für die Monate November bis einschließlich April auf 15 Mk. für die Ehefrauen und 7,50 Mark für die sonstigen unterstützungsberechtigten Personen erhöht. Dabei wird angenommen, daß die Gemeinden diese Erhöhung der Mindestsätze nicht zu einer Herabsetzung der von ihnen bisher gewährten Zuschüsse benutzen. Die Liefe⸗ rungsverbände sind darauf hingewiesen worden, daß die Er⸗ höhung der Mindestsätze nicht eine Entlassung der Gemeinden bezweckt, daß das Ziel der Maßnahme vielmehr nur dann erreicht wird, wenn die höheren Mindestsätze den Familien im vollen Umfang zugute kommen.“— Die Erhöhung der Unter- stützungssätze, so erfreulich sie an sich ist, entspricht noch lange nicht der Preissteigerung auf allen Gebieten der Lebensfüh⸗ rung, ganz zu schweigen davon, daß die Unterstützung ihren Grundsätzen nach überhaupt nur das alleräußerste Existenz⸗ minimum gewährleisten will. Um so weniger verständlich wäre es, wenn man die eingetretene Erhöhung der Reichs- unterstützung in irgend einer Form, und sei es auch nur zum Teile, auf die Gemeindeunterstützung anrechnen wollte. Im Gegenteil sollten jetzt die Gemeinden Veranlassung nehmen. nachzuprüfen, ob nicht auch sie ihre Unterstützungen erhöhen müssen. Günstige Futterernte— gute Viehbestände. Ein über⸗ raschend günstiges Resultat hatte in Rheinhessen die am 1. Oktober ds. Is. vorgenommene Viehzählung. Hiernach weisen die Rindvieh⸗ und Schweinebestände in den rheinhessi⸗ schen Landgemeinden eine erhebliche Vermehrung gegenüber der zuletzt vorausgegangenen Erhebung auf. Die günstige Futterernte trug hierzu wesentlich bei. Von der sehr reichen Kartoffelernte verspricht man sich übrigens noch eine weitere ganz bedeutende Hebung der Schweinezucht. Das ergibt sich schon aus der Tatsache, daß das Kaufgeschäft in Ferkeln und Jungschweinen eben so lebhaft wie selten in früheren Jahren ist. Die Preise für die Jungtiere sind daher auch durchweg sehr hoch. Für vierwöchige Ferkel werden bis zu 40 Mark und mehr bezahlt.— Man wird sich diese Meldung merken müssen: die Futterernte war günstig, und die Viehbestände, insbesondere die an Schweinen, haben sich wesentlich gehoben. — Gegen den Wucher wendet sich jetzt auch die Rhein. Westfälische Ztg., die sich früher über die Not des Volkes nicht viel Sorgen machte. Sie findet folgende kräftige Worte: „Ist es nicht eine himmelschreiende Schande, daß, wäh⸗ rend Millionen und Abermillionen feldgrauer deutscher Männer tagtäglich dem Tod ins Auge sehen und ihr kost⸗ bares und unersetzliches Blut für die Daheimgebliebenen ein setzen, manche der Daheimgebliebenen sich auf Kosten der Allgemeinheit bereichern? Das ist allerdings eine Schande. Wir finden keinen parlamentarischen Ausdruck für ein der⸗ artiges Treiben und meinen, daß all die endlosen Beschlüsse und die in Aussicht gestellten Maßnahmen einen Schlag ins Wasser bedeuten angesichts der brutalen Tatsache, daß, un⸗ bekümmert um all diese schönen Worte, der Wucher heute mehr denn je seine Orgien feiert. Sind denn nicht— gar nicht zu fassen? Ist es den Schädlingen in unserer Mitte, unseres Volkes nähren! 5 mehr zu helfen. B. haben, daß nur Taten wirklich zu etwas führen.“ den Kohlenwucher, worden, man sieht sich endlich genötigt, mit Maßnahmen vor— diese Verbrecher am deutschen Volk— einen anderen Ausdruck finden wir denn nicht möglich, daß en übergeht und diese f die sich von dem Mark Mit schönen Worten ist uns nicht Wie wollen Taten sehen, weil wir gelernt Ganz recht, Taten müssen geschehen. Aber auch gegen den das genannte Blatt immer markte sind in den letzten Tagen immer unerträglicher ge— zugehen. Wie aber seit Ausbruch des Krieges es immer der Fall war, kommen alle die schönen Beschlüsse und Maßnahmen J spät. Mit der Butter wurde ja ein ganz unverschämter Wucher getrieben und es hätte schon längst eingegriffen wer⸗ den müssen, dasselbe trifft auch auf die Kartoffeln zu. Für Gießen werden heute Höchstpreise festgesetzt, die sich an die Frankfurter anschließen: 2,40 Mk. für Süßrahmbutter und 2,10 Mk. für Landbutter. Ueberschreitungen der Höchst⸗ preise werden unter Strafe gestellt, und zwar sowohl für Verkäufer und Käufer. Wie aus Berlin geschrieben wird, soll zur Regelung des Butterpreises ein Großhandelspreis als Grundpreis für das ganze Reich festgesetzt werden. Dieser Grundpreis soll dann durch entsprechende Zu- und Abschläge für die übrigen Teile des Reichs gelten. Wenn aber, wie angedeutet wird, dieser Grundpreis auf 2,40 Mk. bemessen werden soll, dann bekommen wir trotz aller Beschlüsse und Maßnahmen noch Butterpreise, die unerschwinglich sind. — Eierverkauf des Kommunal⸗Verbandes. Die vom Kommunal- Verband Gießen beschafften Eier werden in den Verkaufsstellen der Molkerei Grieb, Schanzenstraße 4, Plock⸗ straße 2 und Bismarckstraße 11 verkauft. Das Stück kostet, wie in gestriger Nummer bereits mitgeteilt, 17% Pfg. 1 Gefallene aus Oberhessen und Nachbargebieten. Feldwebel⸗Leutnant Hermann Müller aus Gießen, Inf. Regt. 258.— Musketier Otto Bätz aus Gießen, Inf. Regt. Nr. 88.— Unteroffizier Friedrich Rühl aus Laufdorf, Inf. Regt. 81.— Armierungssoldat Friedrich Schäfer aus Nauborn.— Ersatzreservist Heinreich Geisel aus Wahlen, Res.⸗Inf.⸗Regt. 116. — Trotz billiger Arbeitskräfte hohe Preise. mitteln, die in Deutschland erzeugt werden, schreiben Berliner Blätter, gehört bekanntlich der Zucker zu denjenigen, woran wir großen Ueberfluß haben. Deutschland ist nicht in der Lage, annähernd soviel Zucker zu verbrauchen, wie es erzeugt, und wiederholt haben sich Regierungsstimmen vernehmen lassen: die Bevölkerung möge mehr Zucker essen, der Ueberfluß sei groß, zumas der Export vielfach unterbunden ist. Die Rübenernte war im Vor⸗ jahre außergewöhnlich groß und ergiebig; in diesem Jahre ver⸗ spricht sie einen Rekordertrag zu liefern. Trotzdem ist der Zucker, an dem wir einen so großen Ueberfluß im Lande haben, seit dem vorigen Jahre u m über 25 Prozent im Preise gestiegen. Im Berliner Kleinhandel kostete der Zucker vor dem Kriege das Pfung rund 22 Pfg., jetzt rund 30 Pfg. Warum?— Nun das Gegenbild. Die größte Zuckerraffinerie befindet sich in der Altmark. Sie zahlte 20 Prozent Dividende gegen 10 Proz. im vorhergehenden Jahre. In diesem Jahre verlautet noch nichts Näheres über die Dividende, doch wird ein geradezu fabelhafter Satz genannt. Die Fabrik hat dabei billige Arbeits⸗ kräfte; in der gewaltigen Raffinerie arbeiten Hunderte von Russen. Billige Arbeitskräfte, ungeheuer viel Rüben, unge⸗ heuer viel Zucker— und trotzdem teurer Zucker! Heringshandel nur durch die Gemeinden. Durch die Presse geht folgende Notiz: Die Deutsche Heringshandel⸗Gesellschaft giht Heringe vorläufig nicht mehr an die Händler ab. Die Zentral⸗ Einkaufsgesellschaft hat den Gemeinden mitgeteilt, daß die Heringe nicht mehr im freien Handel verkauft werden; die noch vorhandenen Bestände sollen ausschließlich durch Vermittlung der Gemeinden ab⸗ gegeben werden. Man will dadurch erreichen, daß Heringe zu niedrigen Preisen an die Verbraucher gelangen. Die Gemeinden sollen ihren Bedarf bis 31. Dezember d. J. sofort anmelden und es soll dann die Lieferung erfolgen. Oelersparnis. Um eine sparsame Küche zu führen und doch schmackhaft zu kochen, bedarf es vor allem guter Zutaten. Man kann sich diese oft mit geringen Mitteln beschaffen und dadurch den Speisen einen Wohlgeschmack verleihen, der überrascht. Eines unserer Nachbarvölker, mit dem wir heute die Waffen kreuzen, ist bekannt durch seine vorzliglichen Salate, deren Zubereitung dort vielfach mit förmlicher Zärtlichkeit behandelt wird; es besteht unter den Bürgerfamilien oft geradezu ein Wettkampf in der wohl⸗ schmeckenden Zubereitung dieser beliebten Speise. Und worin be⸗ steht das Geheimnis? Hauptsächlich im Essig und dessen Herrichtung. Mit einem gut hergerichteten Essig kann man Salate sogar ohne Oel oder sonstige Fettzutaten wohlschmeckend zubereiten, was bei den jetzigen unerschwinglichen Oel⸗ und Fettpreisen gewiß be⸗ herzigenswert ist. Einen solchen Essig bereitet man z. B. in folgen⸗ der Weise um weniges Geld; Man legt in einen Steintopf, der 5 Liter hält, flir 25 Pfg. frische Estragonblätter, die man vorher 5—6 Stunden an der Luft getrocknet hat, sowie 30 Pfefferkörner, 20 frische geschälte Scharlotten und eine Hand voll Meerfenchel. Darüber gießt man 5 Liter kochenden Essig, deckt einen Deckel darauf und läßt es an einem kühlen Ort 8 Tage lang stehen. Dann siebt man den Essig klar durch. füllt ihn in Flaschen und verkorkt ihn gut. Man kann den Essig auch kalt dartiber gießen, muß ihn dann aber 6 Wochen lang auf den Kräutern ziehen lassen. Mit solchem Essig läßt sich nicht allein Kartoffel-, Gurken⸗ und Kopfsalat mit wenig oder sogar ohne Oel schmackhaft bereiten, es läßt sich dieser Essig auch zum Einmachen, namentlich der Gurken, vorzüglich verwenden. Sorgt für Fettersparnis durch Verbrauch von Kunsthonig! Der dem Reichskanzler unterstellte Kriegsausschuß für Oele und Fette bittet uns um Veröffentlichung des machstehenden Aufrufs:„An⸗ gesichts der in Deutschland vorhandenen Fettknappheit hält der Kriegsausschuß für Oele und Fette es für seine Pflicht, der Bevöl⸗ kerung dringend zu empfehlen, anstatt der Butter, Margarine und des Schmalzes mehr Obstmarmelade und Honig zu genießen. In⸗ folge der heute herrschenden Obst⸗ und Zuckerknappheit sind der Her⸗ stellung und dem Verbrauch von Obstmarmeladen gewisse Grenzen gezogen. Der Honig ist als vollwertiger Ersatz anerkannt worden, bei den hohen Preisen des Naturhonigs ist jedoch seine allgemeine Verwondung als Volksernährungsmittel unmöglich. Aus diesem Grunde kann als Ersatz für Speisesett lediglich Honig in Frage kommen, wenn bei der Herstellung desselben Stärkezucker, der in reichlichem Maße vorhanden ist, verwendet werden kann. dieser Erwägung heraus bemüht sich der und Fette, für die Kriegsdauer zuckerzusatz zu fördern. Das geltende Recht steht der Verwendung von Stärkezucker zum Von den Lebens⸗ Beim Verkauf und 1 dem Honig ein fremder Vestandtell zugesetzt worden ist. ständlich darf Täuschungen besteht keine Veranlassung, eir Bienenhonig ist, als Honig in den Verkehr zu bringen. dafiir jedoch Bezeichnungen gewählt wie: haltiger Honig, Honig mit St Nachfrage nach Ersatzmitteln für Butter und Schmalz zu genügen. Dabei muß besonders darauf hingewiesen werden, daß nach einer Denkschrift des Kaiserlichen Gesundheitsamtes mit Honig, bezüglich des Nährwertes und der ehen Wenn des Kunsthonigs, irgend welche stehen. unreinen und schädlichen Säuren bei der zuckers eine gewisse Gefahr für die Gesundheit nach dem mittlerweile vervollkommneten Verfahren eine Schädigung nicht mehr zu befürchten. Bezüglich des Nährwertes kömmlichkeit des Kunsthonigs können weder vom chemischen noch vom Aus Kriegsausschuß für Oele den Genuß von Honig mit Stärke⸗ Strecken von Honig nicht im Wege, es fordert nur, daß das Erzeugnis nicht schlechtweg als Honig vertrieben wird. Feilhalten muß in die Erscheinung treten, daß Selbstver⸗ kein Vorschub geleistet werden und es ein Nahrungsmittel, welches nicht reiner Werden Kunsthonig, sirup⸗ ärkezucker oder dergl., den Verkehr offen und es besteht über den Verkehr eventuellen Gesund⸗ Bebenken nicht be⸗ Zeiten vielleicht durch Verwendung von Herstellung des Stärke⸗ bestanden hat, so ist Wenn in früheren und der Be⸗ medizinischen Standpunkt Einwände erhoben werden. Aus vorstehenden Gründen sollte jede deutsche Hausfrau durch Verbrauch von Kunsthonig dazu beitragen, daß an Fetten in Deutschland ge⸗ spart wird und die vorhandene Fettknappheit nicht in Fett⸗ not ausartet.“ — Die ersten eisernen Fünspfennigstlcke sind, wie aus Berlin gemeldet wird, gestern ausgegeben worden. Sie unterscheiden sich äußerlich nur wenig von den Nickelstücken, was dem Zinküberzug zu danken ist, der sie nur wenig dunkler macht. Die Inschrift auf der Vorderseite des neuen Fünfpfennigstückes ist anders angeordnet als die des alten. Unter der Fünf steht das Wort Pfennig in ge⸗ rader Linie und darunter die Jahreszahl 1915. Auf deen alten Geldstück gehören dagegen Pfennig und Jahreszahl zur Umschrift. Ein weiterer Uuterschied besteht darin, daß auf dem Kriegsgelde der Rand gerippt ist. Der eiserne Fünfer ist ein halbes Gramm leichter als die Nickelmünze.. — Der Künstlerabend der Gießener Freilichtbühne findet nicht Sonntag, wie es im gestrigen Blatte insolge Drucksehlers hieß. sondern Samstag, den 23. Oktober statt.— Die Eintritts⸗ preise betragen 2.— Mk., 1.50 Mk., 0.80 Mk. Studenten und Schliler zahlen auf allen Plätzen die Hälfte. Für Militär vom Feld⸗ webel abwärts sind Plätze zu 30 Pfg. vorhanden. 1 Westerwald und Unterlahn. * Ausfuhrverbot für Kartoffeln. Im Kreise Altenk jrchen hat der Landrat ein Aus fuhrverbot flir Kartoffeln er⸗ lassen, auch der Landrat des Oberwesterwaldkreises hat das gleiche getan. Die Kartoffeln dürfen nur in den Kreisen selbst nach fest⸗ gesetzten Preisen— nicht über 3 Mark— umgesetzt werden.— Diese Maßnahme erscheint verfehlt. Was sollen die Städte tun, wenn die Landkreise die Ausfuhr untersagen? Es könnte höchstens dann einen Wert haben, wenn dadurch die Kartoffeln der Speku⸗ 10 0 entzogen und dann an die Kommunalverbände abgegeben würden. 1 Telegramme. Agesberigt des Hrußen Saupttnartier, Teilerfolge vor Riga und am Styr. Beim Vordringen der Bulgaren 2000 Serben gefangen. W. B. Großes Hauptqunrtier, 20. Okt., vorm.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz, Bei einem Erkundigungsvorstoß nordöstlich Prunay in der Champagne machten wir 4 Offiziere, 364 Mann zu Gefangenen und erbeuteten 3 Maschinengewehre, 3 Minen werfer und viel Gerät.. Bei Mittelkeerke wurde ein englisches Flugzeug abgeschossen. Die Jusassen fielen in Gefangenschaft. Oestlicher Kriegsschauplatz Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg.. Nordöstlich und nordwestlich von Mitau machten uusere Truppen weitere Fortschritte. Wir nahmen mehrere feind⸗ liche Stellungen. 1 Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. 1 Nichts Neues. a N Heeresgruppe des Generals v. Linsingen. Die örtlichen Kämpfe am Styr dauern noch an. Balkankriegsschauplattz. 5 Oesterreichisch-ungarische Truppen dringen auf Sabac vor. In der Gegend südlich von Ripanj sind weitere Kämpfe im Gange. Südlich von Lucie a geworfen. Bulgarische Truppen setzten sich durch schnelles Zufassen Besitz des Sultan⸗Tepe(südwestlich Egri⸗ Pa lanka). Sie machten beim Vormarsch auf Kuma⸗ novo 2000 Gefaugene und eroberten 12 Geschütze. f Oberste Heeresleitung. * Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht Neue Erfolge in Serbien. Heftige Kämpfe mit den Italienern. Wien, 20. Oktbr.(W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 20. Oktober 1915. Russischer Kriegsschauplatz. Im Gebiete von Kolki dauerten, ohne daß es zu einer Aenderung der allgemeinen Lage gekommen ist, die Kämpfe auch gestern au. An der Putilowka erbeutete ein Streiftommando des Infanterie⸗Regiments Nr. 49 bei der Demolierung eines russischen Panzerzuges, dessen Lokomotive einige hundert Schritte vor unserer Stellung einen Granatvolltreffer erhalten hatte, zwei Maschinen⸗ gewehre, zahlreiche japanische Handfeuerwaffen und viel Munitioo und Kriegsmaterial. Sonst im Nordosten nichts Neues. Italienischer Kriegsschauplatz. Das starke Artilleriefeuer gegen unsere Stellungen an der Jsonzofront hielt auch gestern den ganzen Tag über au. Gegen die Hochfläche von Dober bo nahm es in den Nachmittagsstunden noch an Heftigkeit zu. Die italienische Infanterie geiff im Krn⸗ Gebiet, gegen den Brückenkopf von Tolmein, dann gegen den Monte Sabotino, Monte San Michele und östlich von Vermegliano au, wurde aber überall unter großen Verlusten abgeschlagen. Auch an der Tiroler Front kam es gestern zu größeren Kämpfen. Bei Tre⸗Sassi und auf der Hochfläche von Vilgerenth schlugen unsere Truppen je zwei Angriffe ab; die Gefechte bei Treuat führten stellenweise zum Handgemenge. In Judiecgrien, wo der Feind in der letzten Zeit gleichfalls eine erhöhte Tätigkeit entfaltet, bogen sich unsere vorgeschobenen Abteilungen auf die Haupt⸗ widerstandslinie zurn d. Südöst licher Kriegsschauplag. Die in der Macva vordringenden österreichisch⸗ungarischen Truppen nähern sich Za bac. Bei Nipanj und südöstlich von Grocka warfen wir den Feind aus einer stark besetzten Höhen⸗ stellung. Deutsche Streitträfte erkämpften sich süd⸗ Boze vac ist der Feind erneut in man endlich von den Worten zu Tat Leute mit den entehrendsten Strafen belegt?... Weg mit so steht dem Erzeugnis der Weg in also die Möglichkeit, die Stärkezucker⸗Vorräte auszunutzen und der lich von Semendria den Uebergang über die untere Ralig 7 und gewannen südöstlich von Pozarevae in der Richtung von 300 000 Mann. Der Hafen von Salontk wird von zwei eng⸗ Nummer 209 vom 7. September abgedruckt, worguf wir per .. 1e I aten e lischen Torpedojägern beschützt..— Die Eltern der in Gefangendpaft nne e e Bulgaren entrissen dem Feinde seine starken. 5 15 a— mer de! ren Löhnung jedenfalls nur dann erhalt lungen auf dem„Sultan Tepe“, südwestlich von Egri⸗Palanka. Oesterreichisch⸗ungarischer Protest gegen die nehmer worden deren O60, terhaß 5 wenn nachgewiesen wird, daß die Söhne den Lebensunte Sie nahmen gegen Kum anova vordringend 2000 Serben gefangen Landung in Salonik. Eltern 1 955 99 1 zum großen Teil bestritten haben.— Die Re und erbeuteten 12 Geschütze. ganz 90 . 1 5 1 0 8 Mili i rin nalen mi it deren Einberufung micht eingest 8. T. B.) Nichtamtlich. Der Republicain meldet aus] der Militärinvaliden wird mit deren Einberufung nicht eingef Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. 2 95* plerreschlst, rich Gesandte protestierte im Eile leichtverständliche Broschüre 1 Buchen von Höfer, Feldmarschalleutnant. Auftrage feiner Regierung dagegen, daß es den Alliierten. ist i dan eg 5 2 ge 1.. 255„Preise von 40 Pfg. zu haben..— 5 Der enttäuschte Joffre. gestattet werde, Truppen in Salonik zu landen, ferner geen ert cher Nedakteur: F. Vellers, Gießen. Nach Schßeizer Blättern meldet die Nowoje Wremja aus] die Besetzung der Eisenbahnlinie— ene Verlag von Krumm& Cie., e„ Paris, die rufsischen Offiziere im französischen Hauptquartier] Salonik—Uesküb durch die griechische Verwaltung, sowie Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H. Offenbach a 2 9 2 0 0 8 r Hinterbliebenen der Gefallenen war erst kurzlich in 1 5 ss es österreichisch— 10 Botriebs—. 5 555— 8 in der Champagne behaupteten, Joffre habe den Mitteilun⸗ 7585 15 Entlassung des österreichisch-ungarischen Betriebs Berstorbene. Jakob Bamberg, Gastwirt, in Angenrod; gen französischer Flieger, die deutsche Verteidigungslinien] personals. 2. bis 30 Kilometer landeinwärts festgestellt hatten, keinen Der türkische Tagesbericht. 2 5 Glauben beigemessen, daher sei der Durchbruch mißlungen. Konstanti 20. O W. T. B.) Das Hauptquar⸗ Konstantinopel, 20. Okt.(W. T. B.) Das ptg 2 pom e lat f Schlechte Führung. tier meldet von der Dardanellenfront: Donnerstag S 5 3 1 Paris, 20. Okt.(W. T. B. Nichtamtlich.) Gustave Herve be⸗ Bei Anaforta beschoß unsere Artillerie feindliche Truppen, frisch eintreffend: 25 richtet in der Guerre Sociale, daß bei einem Sturmangriff der] welche Verschanzungen auswarfen, und ein Torpedoboot, das französischen Truppen am 25. September im Artoss eine französt⸗ 1 8 i 5 Kiretsch Tepe beschoß.— Bei Ari Burnu wurde in der Nacht 94 35 sche Division zum Sturme auf breiter Front vorgeführt wurde, ob—,. U wohl der Kommandeur der Division benachrichtigt war, daß auf der zum 19. Oktober ein feindliches Torpedoboot, welches unseren l 6 fl 0„„ Pfund„ ganzen Divistonsfront die deutschen Drahthindernisse von 25 Meter] rechten und unseren linken Flügel wirkungslos beschoß, durch 3 551 Tiefe vollkommen unversehrt waren. Die französische Division] das Feuer unserer Artillerie vom linken Flügel gezwungen, 0 0 9 48 17 Miftelʒ⸗Kabeljan. 468 FJeinste frisch geräucherte Bückinge 1 blieb in den Hindernissen stecken und erlitt infolge des Führungs⸗ it zum billiasten Tagespreise. sehlers ungeheure Verluste das Feuer einzustellen und sich zurückzuziehen. Bei Seddeül⸗ Bahr zeitweise aussetzendes Artilleriefeuer und Bomben— Ris. 1 9 am Isonzo. Angriff wetfen bon beiden Seiten.— Sonst nichts von Bedeutung. b isveglio berichtet, daß bei einem der letzten Angriffe 8 5 5 8 8 5 der Italiener am Isonzo das Korps der venezianischen Finan⸗ Eine italienische Anleihe in Amerika. f zieri, das aus 20 Kompagnien von im Kriegsdienste ausge— Italien erhält nach einem Privattelegramm der Frank⸗ bildeten Zollwächtern bestanden habe, völlig aufgerieben furter Zeitung eine Anleihe von 25 Millionen Dollars zu worden sei. Von 4000 Mann seien nur etwa 400 übrig ge- 6 Prozent auf ein Jahr von Amerika. blieben. Der Oberst des Korps sei sofort von seinem Kom— 5 5 1 3 mando entsetzt und vor ein Kriegsgericht gestellt worden. Die Eine russische Anleihe 111 Amerika. Italiener hatten diese Truppe besonders für den Grenzdienst Die Petersburger Börsenzeitung vernimmt aus absolut umgebildet. Unter ihnen waren viele gute Skiläufer. sicherer Quelle, daß gegenwärtig in Newyork Besprechungen Keine Intervention Italiens stattfinden wegen einer russischen Anleihe in Höhe von einer 18. 20. Milliarde Rubel, wovon ein Teil die Form eines Waren⸗ Paris, 20. Okt. Nach der Agence Havas meldet die exportkredites haben soll. hiesige Ausgabe des Newyork Herald aus Rom, daß der Mi— Schellfische in Gelee in 1 Pfund⸗Blechdosen, besonders ge⸗ 2 eignet zum Feldpostversand.. Dose 65 5 Holländ. Vollheringe. Stig 150 Norweg. Niesen-Vollheringe Stüc 16 d Kraftsteisch in Dosen m f . s Pfund M. 1.40 b Stangensäse in Staniol.. Piund Mt. 1.20 Zum Brotaufstrich als Exsatz für die teuere Butter 1 5 2 4 1 fehlen wir: 8 nisterrat beschlossen habe, weder in Mazedonien noch in Briefkasten Ne 8 l. 5 85 5. 5* 5. 2 e 2 Serbien zu intervenieren, dagegen die Verbündeten mit allen W. V.⸗Gelnhaar. Ueber die Bestimmungen betreffend die Gemischte 15 0 5 15. Ei 985 4060 Kräften auf den übrigen Gebieten zu unterstützen. Jamilienunterstützung haben wir schon oft bekannt gegeben. 5 Pfd.⸗Eimer Mt. 2.50 10 Pfd.⸗Eimer Mk. A. 238 3 7 Allerdings sind die Verordnungen öfters geändert worden, neue Frauzösische Beunruhigung. sind. usw. Es empfiehlt sich daher für die Leser, die Ar⸗ Die ifer Zeitungen geben zu, daß es den Bulgaren be⸗ftikel, die sich mit Unterstützungsangelegenheiten beschäftigen, auszu⸗ 27 gelungen 1 Vranja zu besetzen und 1 5 1 n schneiden und aufzuheben. Ein ausführliches Merkblatt für- die verbindung zwischen Uesküb und Nisch, zu durchschneiden. Der Temps teilt mit, daß bereits der Eisenbahnzug, der den Barbestaud, IETI IEAMIMEEIURIBEEAKUE IKA die Archive und das Personal der serbischen Nationalbank aus Nisch, 2 über Salonik nach Monastir zu transportieren hatte, bei seiner; Nen erschienen: 8 ‚ Ankunft in Salonik zahlreiche Spuren bulgarischer Gewehrkuge ln 7 77 Das Echo de Paris klagt von neuem darüber, daß die 3 2 7 ntente sich durch den Feldzug der Bulgaren habe über⸗ Ion ran 0 1 ET raschen lassen. Es versichert ziemlich kleinlaut, daß Eng— ö 5 and heute die Notwendigkeit einer unmittelbaren Aktion einsehe, a und daß es an der Seite Frankreichs dafür sorgen werde, daß die * 0 0 5 Verbündeten„in einigen Wochen“ den rechten Flügel der serbischen 5 181 Streitkräfte schützen und ablösen sollen. Rußland werde mit ö te 9 E An en. einem etwas größeren Kontingent, als vorgesehen war, in Maze⸗ 2 donien erscheinen. Auch besitze Rußland, anderwärts mächtige Mit⸗ 1 zel, um Oesterreich zu beunruhigen. Auch von den Italienern, die nicht fern von der serbischen Front seien, werde man vielleicht Feine Marmeladen ern Drerchh Johannisbeer, Himbeer in 1 Pfund⸗Blechdosen, zum Feldpostversand 80 42 r Heeg;, e Aprikosen mit lepfel 2 Pfund⸗Eimer Mt. 110 8 Stachelbeer mit Nepfel 2 Pfund-Eimer Me. 1.103 Kunsthonig ef ebase bac 45 Großes Wasserglas 50% 2 Pfd.⸗Küchendose 1.— Jeinster naturreiner Mienenhonig ½ Pfund⸗Glas 30% ¼ Pfund⸗Glas Mk. 1.40 Ia Zwieb enn. Pfund 22% 2 Citronen, saftig und haltbar Stück 9 1914/15. Aufzeichnungeu und Erinnerungen von Hans Horst, Briefträger bald zu hören bekommen. Hervé verlangt in seiner Guerre 1 77 5 ere Soziale um jeden Preis Hilfe für Serbien. Wenn die Entente nicht in Gießen, Wehrmann im Laudwehr⸗Inf.⸗Regt. 116. mehr fähig zu ber nötigen Kraftaustrengung sei, daun würden„in wenigen Wochen die Länder aller Alliierten wider⸗ is Pf hallen von einem schönen Konzert der Wehklagen Pre 9. und Flüche gegen ihre Regierungen“. Zu haben: Die bulgarisch⸗griechischen Beziehungen. 3 pl Oh K ess 0 Polka eitun Aus Konstantinopel, 20. Okt. wird der Frankf. Ztg. tele⸗ l 1 f Ung* k si 5 5 1 graphiert: Die Beziehungen zwischen Griechenland und f 17 95 5 9008 Verkaufsstellen: Bapnngkstrasse 27, Ludwie⸗ Bulgarien versprechen 5 größten Aerger der Entente Gießen, Bahuhofftraße 233. Telephon 2008. strasse 20, Walltorstrasse 24. eine sehr herzliche Gestalt anzunehmen. Es EIKIKIKIKIKIKIK IKE IKK finden zwischen Sosig und Athen wichtige politische Verhand— Ein f lungen über die künftigen Abgrenzungen beider Staaten auf a 85 kun feinen mage dopischen Teuritorium att. 2 n 5 158: 5 1 Gießener Freilicht Bühne eg Ueber die Verhandlungen selbst kann vorläufig nichts näheres 5 gesagt werden, doch zeigt Bulgarien aufrichtiges Entgegen— begründet 1909. Genossenschaftsfabrik in Gießen 5 gesucht. Mitglieder der Genossen⸗ kommen, das Griechenland nicht nur seinen derzeitigen Be— sitzstand verbürgt, sondern auch wichtigen neuen cchaft bevorzugt. Mündliche oder schristliche Meldungen im Gebietszuwachs einräumt. Büro Schanzenstraße 18, 1 Bei der feindlichen Stellung der Entente zu Griechen— land, das sie auszu hungern keine Minute zögern würde, 1 1 1 0 Lehrling oder 8 f 1„ 0 id 0 Lehrmädchen Samstag, den 23. Oßtober, findet in der neuen Aula der Aniversttät ein Künstler-Abend ist bemerkenswert, daß jetzt zwischen Griechenland, Bulgarien und Rumänien ein Abkommen über die Lebensmittelversorgung perfekt geworden ist— Bulgarien gewährt Griechenland die weitesten Erleichterun— gen. Sind erst gewisse Abschnitte der mazedonischen Bahnen im bulgarischen Besitz, so kann die Versorgung Griechenlands sich glatt vollziehen. 4 Unterbrechung der Bahnverbindung Salonik⸗ gegen sofortige Vergütung 0 uesküb. 1 15 2 * 24—— 5 t. 5 a en 20. Okt. Die Bahnverbindung e 10 5 statt. 5 Von dem Aeinertrag soll im Jel de stehenden„Ver- Amer 17. 1 unterbrochen. Die Bevölkerung von Uesküb verläßt scharenweise E ini zri 1: 25 1 die Stadt, weil die Serben e e dort treffen, um die gesseuen in erster Linie Angehörigen des hiesigen Regiments, r N Stadt bis zum Aeußersten zu verteidigen.. eine Weihnachtsfreude bereitet werden. 7235 4 Die Truppenlandungen in Salonik. f e Wie Az Est aus Athen meldet, vollzieht sich die Zusam— menziehung der Ententetruppen und deren Landung in Salonik unter großen Schwierigkeiten und zwar in erster Reihe wegen der Unterseeboote. Die französischen Truppen 1.„Den Vergessenen“, Prolog von Alfred Bock, gesprochen von Frl. Gretel Leist. 2. Gesang: Frau Anny Flohn⸗Burlihard.- Frankfurt a. M.— Am Flügel: Frau Nebelung⸗Knapp⸗Gießen. . g— 8 lu Rheumatis- mus, Ischias u. Gicht können Sie selbst bekämpfen. Ich will 1 nichts verkanfen. Für Aus- N konnten wegen der Unterseeboote im Mittelländischen Meere 3. Mutsikalische Darbietungen: Schülerorchester des Landgraf Ludwigs⸗ kunt Freimarlte wein ene 5 bisher nicht aus Marseille, die englischen nicht aus Port Gymnasiums, verstärkt durch 20 Mitolieder der Kapelle des Ersatz⸗Bataillons 5 8.4% . Said abgehen. 5. Jufanterie⸗Regiments 116. Leitung Herr Reallehrer Mulch. 15— „ Die Vossische Zeitung meldet aus Lugano: Die Gazette 8 5 8 85 5 eee „ del Popolo erfährt aus Neapel von einem Reifenden, der so— 4. Rezitationen: Poesie und Prosa aus neuerer Zeit. Frl. Martha Schild 7. „ eben an Bord der„Rumenia“ aus Salonik zurückkehrte: 80 und Herr Ferdinand Steinbofer, Mitglieder des hiesigen Stadttheaters. Haadheatee 08900 1 i f fer bes in Abteil zu je sechs und acht 37 große Dampfer besorgen in Abtei ungen zu je sech And a 8 36 Au der Saalkasse: Mk. 2.—., Mk. 15. S 4 7 0 Paaren, von englischen und französischen Kriegsschiffen ge⸗ Preise der Plätze: 5 Schüler zahlen auf allen Plätzen en 1— Berne—— 1 6 leitet, die Beförderung der Truppen von Galli⸗— vom Feldwebel abwärts ud Plätze zu 30 Pig vorgesehen.— Vorbertauf dei Ernst Challier, 3 abenbs 8 Ae: poli nach Salonik. Es sind meist australische und Musikallenhaudlung, Neuenweg 9(Telephon 671). kanadische Truppen, die erst vor kurzem aus Toulon und Anfang 8 Uhr pünktlich.(Saalöffnung 7 ½ Uhr). Ende gegen 10 Uhr Alexandria gekommen sind, und kaum drei Wochen an den 5. 0. g 9 f Dardanellen waren. Auch große Mengen von Lebensmitteln, Für die Freilicht⸗Bühne: Dr. Bernbeck, Wagen und Artillerie werden ausgeschifft. In der ersten. Woche sind 40 000 Mann gelandet, man erwartet im ganzen . Freitags-Abonn. Vorstellung. 0 1 5 14 1„ [Mein alter Herr Lustspiel in 3 Akten von ans, Arnold und Viktor Arnold: 0 Ende nach 10 Uhr Gewöhnl. Preise ermäßig