PPP —— Organ für die Inter essen des werktätigen r der Provinz Volles hessen und der Nachbargebiete. Die Oberhessische Volksseitung erscheint jeden Werktag Abend in Gießen. Der Abonnementspreis beträgt wöchentlich 15 Pfg., monatlich 60 Pfg. einschl. Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährl. 1.80 Mk. Ober Redaktion und Expedition Gießen, Bahnhofstraße 23, Ecke Löwengasse. Telephon 2008. i Inserate kosten die 6 mal gespalt. Kolonelzeile oder deren Raum 15 Pfg. Bei größeren Aufträgen Rabatt. Anzeigen wolle man bis abends 7 Uhr für die folgende Nummer in der Expedition aufgeben. Nr. 232 Gießen, Montag, den 4. Oktober 1915 10. Jahrgang Ar Wirshefrtig der geklf. Während wir noch in den blutigsten Kämpfen des stehen und jeder gesundfühlende Mensch sich nach dem Krieges, den Frieden, sehnt, wird von der Presse des Vierver⸗ bandes schon für die Zeit nach diesem Weltkrieg ein neuer Krieg vorbereitet, der ebenso blutig sein soll wie der gegenwärtige, wenn er auch mit anderen Waffen ausgefochten werden soll. Es wird verlangt, daß Deutschland, Oesterreich-Ungarn und alle Staaten, die mit diesen Mächten in der Gegenwart freundliche Beziehungen unterhalten, einer wirtschaftlichen Blockade unterworfen werden, dom Weltmarkt abgeschlossen bleiben, ihre Industrie und ihre Be⸗ völkerung damit dem langsamen wirtschaftlichen Untergang ge⸗ veiht werden sollen. Dieser Wahnsinn ist, wenn wir uns recht er⸗ unern, von französischer Seite ausgegangen, von englischen nam⸗ ten Volkswirtschaftern lebhaft unterstützt worden und um ihm ür die anderen Staaten, insbesondere für die neutralen, ein ob— ektives Mäntelchen zu geben, hat man ihm zunächst nur als ein Jegenstück gegen die Bestrebungen auf einen engeren zollpolitischen Zusammenschluß der Zentralmächte ausgegeben. Die Methode, die Zlockade von vornherein nur als eine Abwehr zu rechtfertigen, ist gar von sozialistischen Politikern nicht durchschaut worden und katt sich von vornherein mit aller Kraft gegen die Pläne des Vier- erbandes zu wenden, hat man versucht, den Zentralmächten klar u machen, daß eine Zollvereinigung nichts anderes bedeuten würde s eine Herausforderung der jetzigen Gegner. In der Sache aber ann es unter den Sozialisten aller Länder keine Meinungsver⸗ Jiedenheit darüber geben, daß jede spätere gewaltsame Ab nfürung vom Weltmarkt und jede Einengung der geschichtlich not— dendigen wirtschaftlichen Expansionen nicht zuletzt eine unge— ure Gefahr für die arbeftenden Klassen bedeuten. Gerade der genwärtige Weltkrieg hat mit einer brutalen Eindeutigkeit ge— gt, wie alle minderbemittelten Klassen unter der Lostrennung vom Itmarkt und der Unterbindung des freien Güteraustausches zu. den haben, wenn auch unsere Organisation der Kriegswirtschaft aind die Energie des deutschen Volkes in der Ausnutzung seiner egenen Kräfte das Schlimmste verhütet haben. Die Idee des Vierverbandes, die Zentralmächte in Zukunft am Weltverkehr abzuschließen, hat nun aber erfreulicherweise auch de kteineren und neutralen Staaten beizeiten zur Abwehr aufge⸗ teen und selbst in Italien machen sich einsichtige Stimmen bemerk— kur, die aus sachlichen und politischen Gründen den Wirtlschafts⸗ der Zulunft von vornherein ablehnen. In ber angesehensten nischen Zeitschrift Nuova Antologia erklärt der Herausgeber radezu, daß man das ganze für ein Hirngespiunst zu halten ver⸗ saht sein könne, da eine Blockierung der Zentralmächte den Ruin id die Ohnmacht Europas vollenden würde— vielleicht. Ameri zer Japan zum Vorteil, der Menschheit aber sicher zum Verderben. * demselben Artikel wird von dem herrschenden historischen Haß igen Deutschland gesprochen und mit aller Deutlichkeit bie englische ockier! olitik abgelehnt. Es versteht sich, daß die russische un 0 che Presse nach wie vor an dem Plan sesthalten und so⸗ ih den neutralen Mächten drohen, sie in die Blockade hineinzu⸗ ichen, wenn sie nicht beizeiten ihren guten Willen zu erkennen en, den ungeheuerlichen Anschlag mitzumachen. 5 Der Wahnsinn des ganzen Planes wird sich aber, wie man sen darf, in sich selbst offenbaren und durch seine eigenen Me⸗ lden zugrunde richten. Es gibt heute keine Möglichkeit mehr, die t Weltkriegs Ziel, des in La schaftlichen Kräfte auch nur eines einzigen Landes zur vollen kswirtschaftlichen Geltung zu bringen, ohne die Kräfte des Mltmarktes dafür mitauszunutzen. 5 1 65 ie englische Offensive zum Stillstand gebracht. l T. II. Rolterdam, J. Okt. Dem Nieuve Rotterdamsche Courant d aus London gemeldet. das Ausbleiben weiterer amtlicher Be⸗ itte von French wirkt befremdend. Man hat den Eindruck, daß englische Offensive vorläufig zum Stillstand gekommen ist. Belgische Mißstimmung gegen England und Frankreich. 4 T. U. Brüssel, 1. Okt. Es erregt hier großes Aussehen, die englische Regierung sich geweigert hat, der belgischen gierung in Le Havre einen weiteren Vorschuß zu e id daß Frankreich sich ebenfalls ablehnend aussprach. Die Anlische Regierung will zwar 200 Millionen Francs hergeben, allangt aber, da das Geld der belgischen National-Bank schon dpfändet ist, die Verschreibung der künftigen belgischen einnahmen. Die Dardanellen sind unbezwingbar. N Von der russischen Grenze, 1. Okt. Wie bekannt, wird, halte russische Finanzminister im Pariser i e schtige Unterredung, die sich fast ausschließlich auf das, 11 0 5 danunternehmen ber Verbündeten erstreckte. Finanzmi aller k hat hier wenig Erfreuliches zu hören bekommen. e heit wurde ihm erklärt, daß die verbündeten Ginan munen indere Maßwahmen zur Stärkung des Rubelkurses 2 1 755 Aten, da vor der Hand und in absehbarer Zeit mit ein 1 6 Iten Ausfuhrmöglichkeit Rußlands nicht zu rechnen sei. 9 2 ils hätte sich der Kampf um die Dardanellen versteift, und ei zu erwarten, falls nicht 8 einträten. Die zu Beginn des A ige Aenderung der Kampflage sei nicht zu dem Balkan nicht vorauszusehende Binge ülkel entwickle eine Widerstandskraft, die man Hernehmens nicht habe vorauslehen können. Balkan. Die Entwickelung auf dem. Eine nötige 5 Note an Rußland? in Bessarabien veranlaßt sei. Schrecken verursacht hätten. Schließlich stellte die Note fest, vorkomme, daß russische Schrappnelle auf rumänischen Boden fallen. Hierdurch seien zahlreiche Verwundungen und Brände vorgekommen. Die Note fordere in sehr kräftigem Tone Vorkehrunge daß sich der tiges künfti icht ahr erei 5 Vorkehrungen, daß sich derartiges künftig nicht mehr ereigne. Eine Erklärung Venizelos' in der Kammer. T. U. Von der Schweizer Grenze, 1. Okt. Aus Mailand melden Schweizer Blätter: Die Zeitungen berichten aus Athen: In der Kammer gab Venizelos heute(30. September) eine kurze E klärung ab und wies auf das Ende der Ministerkrise hin. Er erklärte, daß er mit neutralen Absichten die Regierung übernommen habe. Nun sei aber durch die bulgarische Mobilisation die Lage vollständig ge⸗ trübt worden. 5 sei notwendig gewesen, daß der bulgarischen die griechische Mobilisierung folgte. Er schloß:„Radoslawow hat erklärt, daß die bulgarische Mobilmachung keinen aggressiven Zweck ver⸗ folge, weder gegen Griechenland noch gegen Serbien, sondern nur den Zweck habe, die bewaffnete Neutralität zu bewahren. Wenn dies die Absichtem Bulgariens sind, so muß auch die griechische Mo⸗ bilisation in diesem, jede aggressive Absicht ausschließenden Sinne gelegt werden. Das gricchische Volk wird auch bei dieser Ge⸗ genheit seine Pflicht zu erfüllen wissen.“ Die Regierung werde sich licklich fühlen, wenn die Lage sich so gestalte, daß die Mobilisation wieder rückgängig gemacht werden könne. Gunaris, der Vorgänger Venizelos, schloß sich im Namen der Opposition den Erklärungen des Ministerpräsidenten au. Der Finangzminister forderte einen Kredit von 150 Millionen. Die Kämpfe in Mazedonien. Rotterdam, 1. Okt. Eine in London eingetroffene amt⸗ liche Depesche hehauptet über die Kämpfe in Mazedonien, daß bisher 1680 Gefangene eingebracht wurden und noch weitere eintreffen. Die Stärke der Türken betrug 7000 bis 8000 Mann, die von einer großen Anzahl eingeborener Stämme unterstützt wurden. Die Minen auf dem Flusse fügten den Engländern schwere Verluste zu. Am Morgen des 29. tember meldeten Flieger, daß der Feind längs des Flusses nach Bagdad fliehe. Die Flieger bewarfen einen großen feindlichen Dampfer mit Bomben. Englische Torpedoboote verfolgten und beschossen eine auf, Dampfern befindliche Brigade Infanterie des Gegners. Keine Reise des bulgarischen Ministerpräsidenten nach Berlin. T. U. Berlin, 1. Okt. Nach Erkundigungen der B. Z. bei Per⸗ sönlichkeiten, die darüber unterrichtet sein missen, über den Plan einer Reise bes bulgarischen Ministerpräsidenten Radoslawow nach Berlin, wie auswärtige Blätter zu berichten wußten, ist hier nichts bekaunt. Man glaubt auch nicht, daß der Ministerpräsident in der gegenwärtigen Lage, zu einer Zeit, in der das Land in Mobilisation begriffen ist, die Hauptstadt verlassen kann und wird. Ressisches Völkerrecht. Eine neue Tat russischer Brutalität wird aus Persien ge⸗ meldet. Die Russen haben den türkischen Konsul in Rescht, Nordpersien, einfach durch Kosaken festnehmen lassen und in den Kaukasus verschickt. Sie behaupten, daß der Konsul gegen die russische Herrschaft in Nordpersien gearbeitet habe. Nordpersien ist heute noch rechtlich ein unverletzlicher Bestand— teil des persischen Reiches, der türkische Konsul vertritt sein Land nicht den russischen Eindringlingen gegenüber, sondern in Persien. Aber was kümmert sich russische Politik um Recht! Was freilich nicht hindern wird, daß gelegentlich wieder sogar in den westlichen Ententesändern die wahnwitzige Behauptung auftauchen wird, der Zar kämpfe für die Freiheit und das Recht der Völker. Das Hauptziel der feindlichen Offensive. Haag, 2. Okt. Die englischen Militärkreise bezeichnen als Hauptziel der Offensive im Westen ein V Sep⸗ Vordringen der Franzosen über Mezieres nach Belgien, sowie die Besetzung von Lölle mit dem Kohlenbecken Lens durch die Engländer. Die italienische Greuzsperre. Okt. Nach zuverlässigen Nachrichten steht die mit italienischen Truppentvansporten in Zu⸗ Der Durchbruch soll im Westen unter allen und mit aller Macht erfolgen. Man fragt sich hier auch, veranlaßt durch die außerordentliche strenge Grenz— sperre, ob nicht auch Truppentransporte durch das neutrale Hoch-⸗Savoyen erfolgen. Goremykins Kuutenpolitik. Kopenhagen, 2. Okt. Im Anschluß au die Absage Goremykins gegeuliber der Forderung der Volksvertreter zur Wiehoreröffnung der Duma, hat i Moskau eine Sitzung der Führer der Blockpartesen 0 Genf, 2. Grenzsperre sammenhang. Umständen Wien, 1. Okt, Die Czernowitzer Zeitung erfährt, daß e ru näni che Regierung an Rußland eine Note gerichtet habe, die anscheinend durch die russischen Truppenanhäufungen ie Note führte weiter aus, daß russische Flieger wiederholt über rumänischem Gebiet erschienen und unter der friedlichen bäuerischen Bevölkerung daß es bei den bessarabischen Grenzkämpfen immer wieder d 8 unter anderen Miljukow, Maklakow, Kisewetter u. a. hervorragende Mitglieder der Kadetten und Oktobristenpartei erschienen. Haupt⸗ sprecher war Miljukow, der bei der Aubieng mit Goremykin persön⸗ lich zugegen gewesen war. Er bezeichnete es als absolute Notwen⸗ digkeit, daß die Blockparteien Schritte zur Verteidigung gegen die Kuutenpolitik Goremykins ergreifen und erklärt weiterhin, daß er 3 Absenden von Deputationen an den Zaren für überflüssig halte. e Worte Goremykins hätten deutlich bewiesen, daß die höchsten len im Reiche auch keinen anderen Standpunkt einnehmen, als zurzeit allmächtige Ministerpräsident. Insolge dieser letzten leußerung bam es zwischen den sehr zarenfreundlichen Oktobristen und Progressisten zu Streitigleiten. Nur dem Eingreifen Makla⸗ lows war es zu verdanken, daß die Gemüter sich wieder beruhigten. Ein von den Progressisten eing chter Vorschlag, von der Re⸗ gierung zu verlangen, die in verschiedenen Gouvernements getroffe⸗ nen Maßregeln zur Verbesserung der Lage sofort als außerordent⸗ liches Kriegsgesetz sür ganz Rußland in Kraft treten zu lassen, fand allseitigen Beifall. Von allen Vorschlägen, die über den Kampf gegen die Regi ig gemacht wurden, wurde derjenige der Arbeiter⸗ partei für dur hrbar betrachtet, der sich mit der Androhung des Generalstreikes in ganz Rußland befaßt. Trotz des Widerspruches der Kadetten wurde beschlossen, die Regierung vor die Alternative zu stellen, entweder Generalstreik oder Wiedereröffnung der Duma. Ueberfüllung des Gouvernements Moskau mit Flüchtlingen. Kopenhagen, 2. Okt. Die Einwanderung der polnischen Flüchtlinge in das Gouvernement Moskau hat in der letzten Zeit, wie aus Petersburg gemeldet wird, derart überhand genommen, daß Moskau gegenwärtig als Wohnort von Mil- lionen Polen gilt. Ein neues polnisches Blatt, das Polnische Echo, ist in Moskau gegründet worden. Die Räumung von Riga. Stockholm, 2. Okt. Wie die Nowoje Wremja berichtet sind die Rigaer Sparkassen während der letzten Zeit vom Publikum sehr stark belagert worden. Die Fuhrleute lösen ihre Geschäfte auf, da es ihnen infolge der Teuerung unmög⸗ lich ist, die Pferde zu unterhalten. Die fluchtartige Abreise des Publikums nimmt zu. Die Rigaer Telephon-Gesellschaft hat den Befehl erhalten, in allen verlassenen Wohnungen die Telephonapparate zu entfernen. Alles Eisen wird von der Stadt wegtransportiert. Ein schwedischer Ingenieur, der kürzlich aus Riga zurückgekehrt ist, erzählt von den Schreckens⸗ tagen in Riga und daß jedes zweite Haus ausgeräumt sei. Ganze Stadtteile ständen öde, es sei unmöglich gewesen, Ge⸗ schäfte abzuwickeln. Für ein Piano von 400 Rubel habe man drei Rubel geboten. Alle Maschinen seien an Orte wogge⸗ schafft worden, wo es unmöglich sei, dieselben wieder auf⸗ zustellen. 90 2 2 Die bulgarische Finanzlage. Berlin, 2. Okt. Der Sonderberichterstatter des Berl. Tagbl. Dr. Leo Lederer meldet aus Soffa unterm 1. Oktober: Finanz⸗ minister Tontschew hatte die Liebeuswüfrdigkeit gehabt, mir in einer längeren Unterhaltung einige itteilungen über die finanzielle Lage Bulgariens und über die wirtschaftliche Rifstung des Landes zu machen. Sie wissen, fagte mir der Minister, daß wir eine ausge⸗ zeichnete Ernte gehabt ha und daß wir auch allen kommenden Ereignissen mit vollster Zuversicht entgegensehen können, ja, wir sind sogar in der Lage, fast alle Requisitionen bar zu bezahlen, was wir im ersten Balkankriege nicht tun konnten. Das läßt den Handel. und die Landwirtschaft Bulgariens die Mobllisierung leichter er⸗ tragen. Für die Familien der Einberufenen wird durch Gesetz ge sorgt werden. Wir hoffen auch bei einer n teren Komplizierung der Lage, ähnlich wie in Deutschland, womöglich ohne Erweiterung des Moratoriums auszukommen. Ich darf sagen. daß Bulgarien Möglichkeiten gersistet also auch finanziell und wirtschaftlich für alle ist.— 5 8 Zentralafrika neutral? Rotterdam, 2. Okt. Dem Nieuwe Notterdamsche Cou— rant wird aus London berichte: Es besteht Anlaß zu der An⸗ nahme, daß die holländische Regierung ernstlich die Frage erwägt, auf Grund der Akte von Berlin(Kongo-Akte) den Kriegführenden ihre guten Dienste anzubieten, damit Zen⸗ trafafrika für neutral anerkannt werde. Der Gewährsmann der Zeitung versichert, England wünsche keine weiteren großen Kolnien in Afrika und suche keine neuen Gebiete zu erwerben. England würde, wenn Holland eine Konferenz für Zentral— afrika vorschlage, sich nicht weigern, daran teilzunehmen. Kriegsnolizen. Ein„verschwundenes“ deutsches Armeekorps. In einer Meldung, die der Times aus Petersburg von„wohlunter— richteter“ Seite zugegangen ist, heißt es, ein deutsches Armeekorps sel durch Ueberschwemmungen in den Sümpfen von Pinsk überrascht worden, das ganze Armeekorps habe nicht mehr die Möglichkeit ge⸗ habt, zu fliehen, weshalb man annehme, daß es vollständig zugrunde gegangen sei. Dazu schreibt die Frankfurter Zeitung:„Diese Mel⸗ dung entbehrt nicht einer gewissen Kuriosität. Wir glauben in der Tat auch zu wissen, daß das 41. Armeekorps verschwunden ist; nur sind wir durchaus dartiber beruhigt, daß es recht bald wieder auf⸗ 1 stattgefunden, die einem sehr stürmischen Verlauf nahm. Es waren tauchen wird und sicherlich an einer Stelle, die unsern Gegstern wahrscheinlich sehr unangenehm sein wird“. Fehlgeshlagene englich⸗franzöfsche Offenste. Französische Verluste: mindestens 130 000, a englische 60 000 Mann. Seit einiger Zeit ist der Obersten Heeresleitung folgen⸗ der Befehl des französischen Generals Jo ffre bekannt: „Großes Hauptquartier der Westarmee. 14. September 1915. Geheim! An die Kommandierenden Generäle! Der Geist der Truppen und ihr Opfermut bilden die wichtigste Bedingung der Angriffe. Der französische Soldat schlägt sich um so tapferer, je besser er die Wichtigkeit der Angriffshandlungen begreift, an denen er beteiligt ist, und je mehr er Vertrauen hat zu den von den Führern getroffenen Maßnahmen. Es ist deshalb notwendig, daß die Offiziere aller Grade von heute an ihre Untergebenen über die gün⸗ stigen Bedingungen aufklären, unter denen der nächste Angriff der französischen Streitkräfte vor sich geht. Folgende Punkte müssen allen bekannt sein: 1) Auf dem französischen Kriegsschauplatz zum An⸗ griff zu schreiten, ist für uns eine Notwendigkeit, um die Deutschen aus Frankreich zu verjagen. Wir werden sowohl unsere seit 12 Monaten unterjochten Volksgenossen be⸗ freien, als auch dem Feind den wertvollen Besitz unseres be⸗ setzten Gebietes entreißen. Außerdem wird ein glänzender Sieg über die Deutschen die ne utralen Völker be⸗ stimmen, sich zu unseren Gunsten zu entscheiden und den Feind zwingen, sein Vorgehen gegen die russische Armee zu ver⸗ langsamen, um unserem Angriff entgegenzutreten. 2) Alles ist geschehen, daß dieser Angriff mit er⸗ heblichen Kräften und gewaltigen materiel⸗ len Mitteln unternommen werden kann. Der ohne Unterbrechung gesteigerte Wert der Verteidigungsein⸗ richtungen in erster Linie, die immer größere Verwendung von Territorialtruppen an der Front, die Vermehrung der nach Frankreich gesandten englischen Streitkräfte haben dem Oberbefehlshaber erlaubt, eine große Zahl von Divisionen aus der Front herauszuziehen und für den Angriff bereit zu halten, der in Stärke der mehrerer Armeen gleichkommt. Diese Streitkräfte ebenso wie die in der Front gehaltenen verfügen über neue und vollständige Kriegsmittel. Die Zahl der Maschinengewehre ist mehr als verdoppelt. Die Feld⸗ kanonen, die nach Maßgabe ihrer Abnutzung durch neue Ka⸗ nonen ersetzt worden sind, verfügen über einen bedeutenden Munitionsvorrat. Die Kraftwagenkolonnen sind vermehrt worden, sowohl zur Verpflegung, als zur Truppenverschieb⸗ ung. Die schwere Art illerie, das wichtigste Angriffs⸗ mittel, war Gegenstand erheblicher Anstrengungen. Eine be⸗ trächtliche Menge Batterien schweren Kalibers ist mit Rück⸗ sicht auf die nächsten Angriffshandlungen vereinigt und vor⸗ bereitet worden. Der für jedes Geschütz vorgesehene Muni— dürftige Reserven hinter der dünnen Linie ihrer Graben⸗ stellung. 3„ aus mehreren großen gleichzeitigen Angriffen bestehen, die auf einer sehr großen Front vor sich gehen sollen. lischen Truppen werden daran teilnehmen und auch die belgischen Truppen werden sich an den Angriffshandlungen beteiligen. der Feind erschüttert sein wird, werden die Truppen an den bis dahin untätig gehaltenen Teilen der Front ihrerseits an⸗ 4) Der Angriff soll ein allgemeiner sein; er wird Die eng⸗ mit bedeutenden Kräften Sobald greifen, um die Unordnung zu vervollständigen und ihn zu Auflösung zu bringen. Es wird sich für alle Truppen, die an⸗ greifen, nicht nur darum handeln, die ersten feindlichen Grä⸗ ben wegzunehmen, sondern ohne Ruhe Tag und Nacht durch⸗ zustoßen über die zweite und dritte Linie bis ins freie Ge⸗ lände. Die ganze Kavallerie wird an diesen Angriffen teilnehmen, um den Erfolg mit weitem Ab⸗ di stand vor der Infanterie auszunutzen. Die Gleichzeitigkeit 3 der Angriffe, ihre Wucht und Ausdehnung, werden den Feind hindern, seine Infanterie- und Artilleriereserven auf einem Punkte zu versammeln, wie er es im Norden von Arras tun konnte. Diese Umstände sichern den Erfolg. Die Bekanntgabe dieser Mitteilung an die wird nicht verfehlen, den Geist der Truppen zu der Höhe der Opfer zu erheben, die von ihnen gefordert werden. Es ist da⸗ her unbedingt nötig, daß die Mitteilung mit Klugheit und Ueberzeugung geschieht.— Truppen (gez.) J. Joffre.“ g Hierzu gab ein französischer Regimentskom⸗ mandeur folgenden Zusatz: „Diesen Befehl bringt der Oberst zur Kenntnis der Bataillonskommandeure und Kompagnieführer und bittet Sie, während des Dienstes in den Gräben und im Lager jede Gelegenheit zu benutzen, um den Leuten begreiflich zu* machen, daß die von ihnen geforderte Anstrengung der⸗ 8 artige Folgen haben kann, daß der Krieg binnen kurzem mit einem Schlage zu Ende ist. Alle müssen bei dem beob⸗ sichtigten Angriff diejenige Kraft, Energie und Tapferkeit einsetzen, die nötig sind, um ein so großes Ergebnis zu er⸗ reichen. Wir müssen die deutschen Linien durchbrechen und dazu vorwärts gehen, trotz allem.“ Der Befehl des Generals Joffre wird in interessanter Weise durch nachstehende Aeußerung der Kommandeure der englischen Gardedivision ergänzt, die am 25. September in deutsche Hände fiel: 5 Divisionsbefehl der Gardedivision: Am Vorabend der größten Schlacht aller Zeiten wünscht der Kommandeur der Gardedivision seinen Truppen viel Glück. Er hat den anfeuernden Worten des Kommandieren⸗ den Generals von heute Morgen nichts hinzuzufügen, es möchte sich aber jedermann zwei Dinge vor Augen halten: 1) daß von dem Ausgang dieser Schlacht das Schicksal kom⸗ mender englischer Divisionen abhängt, 2) daß von der Garde— Vorbewegung eingetretene St der Absicht der verbündeten Heeresleitungen. Feststellungen. Frankreich zu vertreiben, deutschen Truppen auf der et a an einer Stelle in 23 Kilometer, an einer anderen, und an dieser nicht durch die soldatischen Leistungen Angreifers, sondern durch die einem Gasaugriff, in 12 Kilome N Linie ihres Verteidigungssystems in die zweite, die nicht die 1 letzte ist, gedrückt wurde. 3 Nach vorsichtigster Berechnung betragen die fran zösi⸗ schen Verluste an fangenen (130 000), zu erreichen, mag dahingestellt bleiben. solche örtlichen Erfolge, erkämpft durch den Einsatz sechs⸗ b siebenfacher zahleumäßiger durch vielmonatige Arbeit halben Welt einschließlich Amerikas, Sieg“ genannt werden. 0 daß der Angriff uns gezwungen hätte, irgendetwas zu tun, was nicht in unserem Plane lag, im besonderen unser Vorgehen a egen die russische Armee nach ihm zu richten. Abge. 15 schen davon, daß eine zum Abtransport bestimmte Division N beim Einsetzen der Offensive auf dem westlichen Kriegsschau⸗ platz angehalten und dafür eine im Abtransport hierher be findliche andere Division nach dem Bestimmungsort der ersten gelenkt wurde, hat der Angriff die Oberste Heeresleitung nicht feierten am Volkswille in Hannover, die Schwäbische Tag 5 und die Arbeiterzeitung in Dortmund. Alle diese Blätter sind ge gründet worden, als am 30. September 1890 das Sozialistengeset gefallen war. 2 tionsersatz übertrifft den bisher jemals festgestellten größten Verbrauch. 3) Der gegenwärtige Zeitpunkt ist für einen allgemeinen] mehr hinzuzufügen braucht. Angriff besonders gün st ig. Einerseits haben die Kit⸗ chener⸗Armeen ihre Landung in Frankreich beendet, andererseits haben die Deutschen noch im letzten Monat vor unserer Front Kräfte weggezogen, um sie an der russi⸗ schen Front zu verwenden. Die Deutschen haben nur sehr division Großes erwartet wird. schmählich man die Oeffentlichkeit täuscht, wenn ihr nach dem Fehlschlagen der am 25. September unter⸗ nommenen Angriffe immer wieder versichert wird, der in der 8——P————— Als Gardist von über 30 Jahren weiß er, daß er nichts (gez.) Lord Cavan. * Aus diesen beiden Dokumenten geht zunächst hervor, wie illstand lag von vornh euglischen und französisch Aber die Befehle gestatten auch noch ande Zweck des Angriffs war, die Deutschen au das Ergebnis dagegen, daß die wa 840 Kilometer langen Front gelungene Ueberraschung mit Toten, Verwundeten und Ge⸗ 3 hundertdreißigtausend 1 sechzigtansend(60 000) ein Fünftel dieser mindestens die englischen e deutschen noch nicht ahl. 5 Ob die Gegner hiernach noch Aussicht haben, ihr Endziel Jedenfalls können Ueberlegenheit und vorbereitet der Kriegsmaterialfabriken der 2 Noch weniger ist davon zu reden, 3 eranlaßt, auch nur einen einzigen Mann anders u verwenden, wie es seit langer Zeit bestimmt war. Andererseits ist der Angriff weder ohne Ruhe bei Tag und Nacht fortgeführt worden, noch gelangte er bisher an irgend einer Stelle über unsere zweite Linie hinaus, noch hat er un verhindert, unsere Reserven genau so sicher und wirksam z 6 verschieben, wie wir es bei der Mai⸗Offensive nördlich Arras tun konnten. 990 Oberste baer r es Parteinachrichten. Ihr fünfundzwanzigjähriges Pressejubiläum 1. Oktober eine Anzahl von Parteiblättern, so d wacht in Siuttgar 5 „Gegen die Opposition“. Aus dem Parteivorstand wird uns geschrieben: f „Unter der vorstehenden Spitzmarke beben die Parteiblätter in Bremen und Leipzig dieser Tage eine Notiz veröffentlicht, in der auf das Vorgehen bestimmter Behörden im Bezirk des 7. Ar⸗ meekorps gegen Mitglieder der Parteiopposition(„gegen di Unterzeichner der Eingabe vom 9. Juni an Parteivorstand u 0 Fraktion“) hingewiesen und zum Schluß gesagt wird: 5 Parteivorstand und Generalkommission stehen nunmehr nicht mehr allein in ihrem Kampfe gegen die„Parteizerrütter“. Niemand wird dem P. V. umuten, diese journalistische Leistung näher zu charakterisieren; es genügt, sie niedriger zu hängen. 77 Pulver und Gold. Roman aus dem Kriege 18701871. 7 Von Levin Schücking. gründlichen Quelle schmeckte es allerdings! Jedenfalls war es amüsant, die Dinge einmal so vollständig auf den Kopf gestellt zu sehen!“ „Amüsant? Mich hat es tief verstimmt; innerlich em⸗ pört und zugleich traurig gemacht.“ „Ah— solcher Unsinn, solche durch und durch lächerliche Auffassungen?“ rief Glauroth. „Ich finde nichts Lächerliches daran. Ein Unrecht, das man durchaus keine Hoffnung hat, gesühnt zu sehen, ein Irr⸗ tum, den es keine Möglichkeit gibt zu widerlegen, versetzt mich immer in ein Gefühl von schmerzlicher Ohnmacht, das ich nicht verwinden kann. Und dann: kommt es auf die ur— sprünglichen Tatsachen und die Wahrheit eigentlich an? In welchem Sinne, aus welchen Gründen, mit welchem Rechte Ludwig der Vierzehnte seine unheilvollen Kriege wider uns führte, das sind abgetane, zweihunert Jahre weit hinter uns liegende Dinge. Ob seine Motive gut oder abscheulich waren, was verschlägt es der Welt von heute? Die heute geltende Auffassung, die Deutung der alten Tatsachen, ist das Wich⸗ tige, das Praktische dabei; wenn die Franzosen so denken wie das Fräulein, so müssen sie in uns den Erbfeind sehen, wie wir nach unserer Auslegung der Tatsachen in ihnen den Erb- feind sehen; und wie sollen dann je zwei edle Nationen Europas wieder zu wahrhaftem Frieden kommen?“ „Ich sehe, die Aeußerungen dieses Fräuleins— Kühn ferei zum Flusse hinab noch gemacht werden, oder wollen wir, was ich meinerseits vorzöge, uns der Wonne hingeben, uns wieder einmal in einem guten, warmen Bette ausstrecken zu können?“ „Ich glaube,“ sagte ich,„wir dürfen das ohne Gefahr. Wenn das Fräulein sich einer einsamen Streiferei durch das Gehölz hingeben konnte, so muß sie Gründe haben, einen Ueberfall von unseren Feinden für nicht denkbar zu halten.“ Ich ging mit ihm in den Nebenbau, um noch einmal nachzusehen, wie Pferde und Leute dort untergebracht seien, und kehrte dann zum Herrenhause zurück, wo mich in meinem Quartier mein Bursche erwartete. Ich hieß ihn seine Waffen zur Hand zu halten und sich im übrigen ruhig des gesunden Schlummers zu erfreuen. Mir kam der Schlummer für eine ganze Weile nicht. Ich hörte immer noch das eigentümlich wohlklingende Organ des Fräuleins an meinem Ohre vibrieren, und ich konnte die seltsame Gereiztheit nicht überwinden, in welche mich das, was sie gesprochen, versetzt hatte. Ich dachte an das, was ihr von klein auf von Leuten wie diesem Geistlichen, der doch wohl großen Teil an ihrer Erziehung gehabt, und von klöster⸗ lichen Lehrerinnen eingeflößt sei, um ihre Ansichten zu be⸗ stimmen. Welche Meinungen die Priesterschaft von uns hatte und verbreitete und wie sie wider uns hetzte, wußten wir ja! Aber das nahm mir, wenn ich so sagen soll, den Stachel nicht, den das junge Mädchen mit seiner hochmütigen Weise mir ins Herz gedrückt. Es war vielleicht nur eine miserable jugendliche Eitelkeit, die es nicht überwinden konnte, von einem so hübschen, unter so romantischen Ver- hältnissen uns begegnenden Mädchen malträtiert worden zu sein. Die Nacht verging ziemlich ruhig. Nachdem ich am an⸗ deren Tage meinen Dienstobliegenheiten genügt, die Rück⸗ kehr einer kleinen Streifpatrouille abgewartet, die Glauroth als Gefreiter mit zwei Mann ausgeführt, und vernommen hatte, daß der Oignonfluß außer der Brücke abwärts keine Fähre oder praktikable Furt zu besitzen scheine, daß nach den eingezogenen Erkundigungen die Franktireurs von gestern sich den Fluß hinab nach der Richtung von Montzabon ge⸗ flüchtet als für den Tag also für mich„des Dienstes immer gleichgestellte Uhr“ abgelaufen, nahm ich mir ein Herz, stieg aus meinem unteren Stockwerk in das Hauptgeschoß von das mir begegnete, bei der Herrschaft melden. Das Mädchen sah den Ulanen, der die verwegene Idee hatte, seiner Herr schaft einen Besuch machen zu wollen, mit verwunderten Blicken an und antwortete:„Mais Monsieur, Madame K in ne recoit pas(Aber mein Herr, Frau Kühn empfängt nicht) — sie ist leidend— wenn Sie etwas Geschäftliches haben, so ist der Herr Abbee...“ J „Bringen Sie immerhin meine Karte hinein, wenn nicht zu Madame Kühn, dann zu Fräulein Kühn!“ Das Mädchen ging und kam nach einer Weile 3 um mich in einen sehr eleganten, sonnigen, auf den Garten hinausgehenden Salon zu führen; im Hintergrunde war ein Portiere von braunem Samt niedergelassen; ich nahm an der Bewegung der Falten wahr, daß es soeben geschehen sein mußte— wahrscheinlich barg sie in einem Kabinette dahinter die leidende Madame—, im Salon saß Fräulein Kühn it einem„Dos⸗à-Dos“, hinter ihr in demselben Möbel der Abbee, meine Karte in der Hand, die er ihr zu erklären schien — tant bien que mal(wie es eben geht)“, wie die fran zösische Redensart heißt. 55 l Er erhob sich, um mich zu bewillkommnen; das Fräulein wies auf einen in ihrer Nähe stehenden Sessel. Ich muß gestehen, daß ich ein wenig verwirrt war. Ich hatte zu tun, mich in die Erscheinung der jungen Dame zu finden, welche mir gestern im Mondschein einen ganz f deren Eindruck gemacht hatte— und doch war es die schlanke Gestalt mit den schön abfallenden Schulterlinien u dem edlen Oval des Kopfes, die gestern vom Mondlicht 50 einem eigentümlichen Zauber umflossen vor mich ge teten. Es war dasselbe sonor vibrierende Organ, das in me Ohre wiedergeklungen; und als sie die Arbeit, über w sie gebückt saß, von sich schob und den Oberkörper zurückwo sah ich, daß sie auch ganz so groß war, wie sie mir gestern er schienen. Nur ihre Züge die mir gestern bleich, ernst, strenge vorgekommen, waren anders. Sie hatte freilich nicht viel Farbe, aber eine ganz gesunde wie von einem leichten bräun⸗ lichen Ton überhauchte Frische; sie hatten nicht viel vom französischen Typus, sie waren einfach und edel geschn aber ein Ausdruck von Schelmerei, der aus ihren großen, braunen Augen leuchten und um den scharfgeschnittenen Mund zucken konnte, hatte nicht gar zu Strenges. 1175 napmte sie ja wohl der Geistliche?— haben Ihnen fürchter⸗ lich viel zu denken gegeben! Kommen Sie— soll die Strei- Chateau Giron hinauf und ließ mich von einem Mädchen. (Fortsetzung folgt.] des englischen ter Breite auf der vordersten nicht ein„glänzenden 1 4 44 . 1 bessen 2 Kachbargebiete. Die Kohlennot. Es ist natürlich und braucht an sich nicht zu beunxuhigen wenn Deutschland während seines Weltkrieges von 1 wirtschaftlichen Sorge in die andere kommt. Der Abschluß vom Weltmarkt bedeutet für Deutschland um deswegen eben etwas Besonderes, weil die deutsche Volkswirtschaft bisher außerordentlich eng mit dem Weltmarkte verknüpft war Unsere Feinde wissen dies und setzen darauf ja besondere Hoffnungen. Diese ihre Hoffnungen sind bisher alle ge⸗ täuscht worden, weil, wie wir wiederholt an einzelnen Bei⸗ spielen nachgewiesen haben, die deutsche Organisation und die gesteigerte Eigenproduktion der deutschen Volkswirtschaft alle Absichten der Feinde durchkreuzt haben. Diese deutschen Er⸗ folge wären, wie wir ebenso oft an Beispielen nachgewiesen haben, noch weit größer und weit früher eingetreten, wenn die deutsche Regierung in der wirtschaftlichen Sicherung im Innern für die gleiche Vorbereitung gesorgt und dann auch die gleiche Initiative besessen hätte, wie unsere militärische Organisation. Die Initiative und die Energie sind es vor allem, die wir immer wieder bei der deutschen Zivilberwal⸗ tung vermißt haben, und die jetzt, wo der Winter herannaht, auch auf einem besonders wichtigen Gebiet wieder so sehr vermißt werden. Bei dem Herannahen des Winters bedrängt die Sorge um die Versorgung mit Kohle für den Hausbrand, d. h. für Heizung und Küche, alle Gemüter, und besonders in den kleinen Städten und auf dem Lande ist diese Sorge in den letzten Wochen außerordentlich groß geworden. Die deutsche Kohlenproduktion war bisher eine der stärksten der Welt. Wir haben, wie bekannt, große Quantitäten von Kohle nach dem Auslande abgegeben, während wir allerdings auch be— stimmte Qualitätskohle aus dem Auslande bezogen haben. Jetzt sind nicht nur die Preise für die Kohlen erheblich ge⸗ stiegen, sondern die Produktion an Kohle hat gegenüber den Vorjahren ein Defizit aufzuweisen. Die Ursache dieser ver⸗ ringerten Produktion liegt einmal in dem Arbeitermangel, der sich natürlich während eines Kriegs in allen Ländern der Welt in ihrer inneren Volkswirtschaft zeigt, dann aber auch darin, daß nun vielfach als Ersatz ungeübte und den großen Anforderungen der Arbeit unter Tage nicht gewachsene Ar⸗ beitskräfte herangezogen werden mußten. Die Produktions— ziffern des Kohlensyndikats sind eine Tatsache, andererseits sind die Anforderungen durch den gesteigerten Heeresbedarf und durch die Hochkonjunktur in der Kriegsindustrie außer⸗ ordentlich gewachsen und der Kohlenmangel ist dadurch zu einer bedenklichen Erscheinung unseres inneren Wirtschafts⸗ lebens geworden. Im besonderen werden natürlich die min⸗ derbemittelten Klassen in ihren häuslichen Gewohnheiten des Heizens und Kochens von diesen Zuständen während des Winters berührt werden, wenn die Regierung nicht beizeiten und mit durchgreifender Kraft Vorsorge trifft. Es gibt kaum ein Gebiet, wo diese Vorsorge technisch so leicht durchzuführen ist, wie auf dem Kohlenmarkte. Wenn wir auch verringerte Kohlenmengen haben, so reichen die vorhandenen Quanti⸗ täten dennoch bei einer richtigen Organisation ihrer Ver⸗ wendung vollkommen aus. Es kommt hinzu, daß es sich nur um große Betriebe handelt, die wieder untereinander kartel⸗ liert sind, und um eine Ware, die, von natürlichen Unterschieden abgesehen, für den Handel längst gleiche Sorge bekommen hat. Aus all diesen Gründen kann die Regierung mit Höchst⸗ preisen und eventl. mit Beschlagnahme sofort vorgehen, ohne auf innere und äußere Schwierigkeiten bei der Durchführung stoßen zu müssen. Bis auf den heutigen Tag hören wir aber noch nichts von Maßnahmen der Regierung auf diesem Ge⸗ biet, und es ist daher an der Zeit, sie in der Oeffentlichkeit an ihre Pflicht für die Kohlenversorgung zu erinnern. Die Preise sind in den letzten Wochen im Kleinverkauf gespaltig gestiegen und die Sorge für den Winter ist infolgedessen immer größer geworden. Es ist Pflicht der Regierung, die Bevölkerung schon jetzt zu beruhigen, sichere Maßnahmen für die Zukunft in Aussicht zu stellen und mit Tatkraft ohne Rück⸗ sicht auf die privaten Profitinteressen durchzuführen. Die Stadt Berlin beabsichtigt, vom Bundesrat die zwangsweise Sicherung der ihr nötigen Kohle zu verlangen. — Ein Jubiläum der Partei. Am 1. Oktober war ein Vierteljahrhundert verflossen, seitdem das Sozialisten: gesetz gefallen ist, das zwölf Jahre lang auf unserer Partei] J lastete. In normalen Zeiten würden wir jedenfalls in Ver: sammlungen dieses Ereignisses gedenken und uns daran er⸗ innern, was unsere Genossen damals zu erdulden hatten. Heute macht sich kaum jemand eine Vorstellung davon! Nicht blos unsere Parteivereine waren aufgelöst worden, sondern auch die Gewerkschaften, Gesangvereine, Krankenkassen, in denen Sozialdemokraten in erheblicher Zahl Mitglieder waren. Außerdem war unsere Presse unterdrückt, wenn ein Blatt nur irgendwie sozialistische Ansichten äußerte, ließ sein Verbot nicht lange auf sich warten. Ueber eine Anzahl Groß— städte wurde der sogenannte Belagerungszustand verhängt, auf Grund dessen unsere bekannten Genossen ausgewiesen und dadurch viele Familien zerstört, dem Elend preisge⸗ geben. Noch heute erinnert man sich der gehässigen Maß: nahme des Frankfurter Polizei-Präsidenten Herchenhahn, der gerade am Weihnachtsabend einer ganzen Anzahl Genossen den Ausweisungsbefehl zugehen ließ, der sofortige Wirkung hatte! Und auch sonst wurden die Genossen in jeder Weise verfolgt, ausspioniert, arbeitslos gemacht und dabei von einer schändlichen Presse verleumdet und geschmäht. Aber unsere Partei„hielt durch“, Bei den Wahlen im Februar 1890 er. Zielten wir 1 427 000 Stimmen gegen nur 437 000 zwölf Jahre vorher! Das Knebelgesetz war überwunden.— Nach einem Fall wurden eine ganze Anzahl Parteiblätter ge- Zründet, die jetzt auch ihr Jubiläum feiern, so in Hannober, Dortmund, Stuttgart usw.— In Gießen gründeten die Ge⸗ nossen erst 1894 ein Parteiblatt, die wöchentlich erscheinende Mitteldeutsche Sonntagszeitung, die im Jahre 1906 in die Oberhessische Volkszeitung umgewandelt wurde. — Gefallene aus Oberhessen und Nachbargebieten. Gefr. Hugo Prell aus Gießen, 1. Marine-⸗Inf.-Regt.— Musketier Ernst Kraft aus Gießen, Inf.⸗Regt. 49.— Res. Friedrich Arnold aus Altenbuseck, Res.-Inf.⸗Regt. 116.— Wehrmann Johs. Paulus aus Allendorf a. d. Lda., Land⸗ wehr⸗Inf.⸗Regt. 116.— Leutnant Philipp Jäger, Lehrer aus Berstadt, Res.⸗Inf.⸗Regt 116.— Musketier Karl Jung aus Waldgirmes, Infe⸗Regt. 252.— Musketier Karl Mutz aus Niederbiel bei Wetzlar, Inf.⸗Reg. 166. — Vom Lebensmittelwucher. Noch immer behaupten die Kar⸗ toffeln eine Preishöhe, die nach Lage der Sache absolut nicht gerechtfertigt ist. Noch immer werden im einzelnen 4 Pfg. und noch mehr für das Pfund verlangt, sogar im Zentner wird der⸗ selbe Preis verlangt. Das bei dieser Riesenernte! Wir können nur immer wieder raten, mit dem Einkauf der Winterkartoffeln nicht so eilig zu sein, weil sonst die Preise in die Höhe getrieben werden. Sie müssen unbedingt billiger werden, zumal von der Re⸗ gierung Maßnahmen in Aussicht gestellt sind.— Wie der Wucher betrieben wird, dafür lesen wir im Magdeburger Parteiblatte ein Beispiel, das von den Zwiebeln handelt. Die Magdeburger Gegend versorgt ganz Deutschland mit Zwiebeln, außerdem gehen Riesenposten nach England, Dänemark, Schweden und Norwegen. Der Export nach dem Ausland ist jedoch verboten und alles muß im Inland verbraucht werden. Die logische Folge müßte nun, meint der Laie, eine Verbilligung der Ware sein. Dem steht aber eine kleine Mittelernte von im Durchschnitt nur zirka 100 Zentnern vom Morgen entgegen, während eine gute Ernte 180 bis 200 Zent⸗ ner trägt. Bei guter Ernte ist der Preis gewöhnlich 1,50 bis 2 Mk, für den Zentner im Herbste vom Felde. Rechnet man das Fehlen der Ausfuhr, so müßte der Preis setzt der gleiche seln, höchstens in Rücksicht auf dieselbe Ernte doppelt so hoch, also 3 bis 4 Mark der Zentner. In Anbetracht der Not des Volkes wurden aber sofort Kriegspreise angesetzt, der Zentner kostete vor drei Wochen 7 Mark vom Felde. Da kamen auf einmal holländische Aufkäufer, welche jedes Jahr erscheinen, nach Kalbe und trieben die Preise hoch, so daß heute Zwiebeln zu 12 Mark vom Felde gekauft wurden. Die Großhändler halten die Lagerware zurück, die Produzenten, welche die kapitalkräftige Clique kennen, verkaufen nicht mehr zu 12 Mark, sondern verlangen 15 Mark pro Zentner und rechnen auf 20 Mark. Trotzdem in Kalbe in holländischen und andern Händlerkreisen weit über 100 000 Zentner Zwiebeln sein sollen, verkäuft niemand größere Mengen, da man, wie gesagt, auf Preise von 15 bis 20 Mark pro Zentner noch in den nächsten Wochen rechnet. Die Land⸗ wirte haben erkannt, daß es in ihrem Interesse liegt, nicht zu ver⸗ kaufen und haben sich stillschweigend dem Ring angeschlossen, so 3. B. hat ein Rittergut bei Kalbe zirka 100 Morgen angebaut, da⸗ von schon 20 Morgen verkauft, der Rest soll nicht unter 15 bis 20 Mark verkauft werden. Dabei beträgt die Ernte über 90 Zentner pro Morgen. Was der Herr Rittergutsbesitzer dabei allein an seinem Zwiebelanbau verdient, kann jeder sich selbst berechnen. Das Pfund Zwiebeln wird im Herbst meistens mit 2 bis 3 Pfg. in Magdeburg verkauft, gewöhnlich 10 Pfund 20 bis 25 oder 30 Pfg., in diesem Jahre wirb das einzelne Pfund so viel kosten, wie sonst 10 Pfund, da die Ware den Weg bis zum Konsumenten erst durch drei oder vier verschiedene größere oder kleinere Händler geht, die alle daran verdienen wollen! Sollte hier die Regierung nicht einschreiten können, oder wagt sie sich nicht an die Agrarier heran? Ein Trauerspiel ist es auch mit den Eier n. Es ist ja richtig, daß zu jetziger Zeit Eier rar sind, zumal die Einfuhr vom Ausland fehlt. Das Angebot ist also weit größer als die Nachfrage. Der Preis aber, der jetzt für Eier gefordert wird, übersteigt bei weitem deren reellen Wert: es ist also Wucher in aller Form, gegen den die Behörden mit aller Energie einschreiten sollten. Ver⸗ schiedene Städte haben auch Höchstpreise festgesetzt, z. B. Bernburg, Fulda und andere, wo nicht mehr als 12 und 13 Pfg. gefordert wer⸗ den darf.— Bei dieser Gelegenheit möchten wir noch auf etwas aufmerksam machen, was den Mangel an Eiern noch verschärft. Es werden noch immerhin erheblich Eier ins Feld geschickt, obwohl von Seiten der Post wiederholt davor gewarnt wird, weil viele zu grunde gehen. Und anstatt den Angehörigen im Felde eine Freude zu machen, wird ihnen Verdruß bereitet! — Die Generalversammlung des Konsumvereins Gießen, die gestern abgehalten wurde, war nur mäßig besucht, was durch die Abwesenheit vieler zum Heeresdienst eingezogener Mitglieder er⸗ klärlich ist.— Die günstig lautenden Berichte der Verwaltung wurden mit Befriedigung und ohne Debatte entgegengenommen, weiter wurde beschlossen, die Zahl der Vorstandsmitglieder auf 5 zu erhöhen und die notwendigen Wahlen der Verwaltungsmitglie⸗ der erledigt. Ausführlicher Bericht folgt morgen. — Aenderung in der Verpflegung der Landsturmleute. Wie aus einek im heutigen Blatte veröffentlichten Bekanntmachung des Oberbürgermeisters hervorgeht— auf die wir verweisen— er⸗ halten die in Bürgerquartieren untergebrachten Mannschaften des Landsturm⸗Bataillons vom 1. Oktober ab das Brot vom Truppen⸗ teil geliefert. Die Quartierwirte haben weder Brot noch Brötchen zu verabfolgen und erhalten an Vergütung pro Tag 1,85 Mk, statt bisher 2 Mk.— Nur bezüglich der Mannschaften der 5. und 6. Kom⸗ pagnie bleibt es wie bisher. Straßenraub? Am Sonntag vormittag gegen 9 Uhr nahm in der Marktlaubenstraße ein noch unbekanntes Mädchen, das mit einem roten Mantel bekleidet war, einem 4 jährigen Kinde, das Fleisch holen wollte, aus dem Portemonnaie einen Fünfmarkschein und ging flüchtig. Dies war das ganze Geld der Familie, deren Ernährer im Felde steht. Fahrraddiebstähle. Am 2. Oktober wurde am hiesigen Braun- steinbergwerk ein Fahrrad, Marke„Wartburg“, mit der Polizei⸗ nummer blaues G. 5652 entwendet. Am 30. September wurde im Hofe eines hiesigen Fahrradhändlers ein kettenloses Damenrad, arke„Dürkop“, Polizeinummer schwarzes G. 3023, gestohlen. Sachdienliche Mitteilungen werden an die Kriminalpolizei erbeten. — Zuwachs im Gefangenenlager. Gestern abend kam wieder ein großer Trupp— etwa 800—1000 Mann— gefangener Fran⸗ zosen hier an und wurden im hiesigen Gefangenenlager unterge⸗ bracht. Eine Anzahl Verwundete waren dabei. Kreis Marburg⸗Kirchhalin. — Ein mißtrauischer Angeklagter. Vor der Marburger Strafkammer hatte sich am Freitag ein bekannter Bienenzüchter aus Marbach wegen Beleidigung zu verantworten. Vor Eintritt in die Verhandlung gab der Angeklagte die Erklärung ab, daß er den ge⸗ samten Gerichtshof und überhaupt sämtliche Marburger Richter wegen Befangenheit ablehnen müsse. Er wünsche, daß seine Sache einem anderen Gericht in einer an⸗ deren Stadt zur Verhandlung käme. Das Gericht beschloß nach kurzer Beratung, das Oberlandesgericht zu Cassel entscheiden zu lassen.— Dieselbe Strafkammer verurteilte einen Zigarrenhändler, weil er Zigaretten an Schüler verkauft hatte, zu einem Tag Gefängnis. Westerwald und Unterlahn. Ein schweres Grubenunglück exeignete sich in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag auf Grube„Milhelmszeche“ bei Bach. Als die Nachmittagsschicht das Signal zum Aufziehen gab, wurde der Förderkorb mit einer solchen Wucht augezogen, daß er in 2 Sekunden unter der Seilscheibe war, wodurch das Seil zerriß und sieben Mann von der Besatzung verungückten, von denen drei Arbeiter in das städtische Krankenhaus nach Marienberg gebracht werden mußten. Ein Bergarbeiter starb kurz nach der Einlieferung und die andern zwei liegen hoffnungslos darnieder. Die übrigen vier Bergarbeiter sind mehr oder weniger leicht verletzt. Nur dem Zufall ist es zu danken, daß der Förderkorb sich festhängte und nicht in die Tiefe stürzte. Dieses ist nun schon der zweite Unfall mit tödlichem Erfolg in diesem Jahre von einer Belegschaft mit 30 Mann. Hoffentlich fördert die untersuchung den Schurwigen Tage. 5. 4 Vermischtes. Lustmord. 1 In der Nähe von Golzen bei Laucha au der Unstrut ist ein Mädchenmord entdeckt worden. Steinbrucharbeiter bemerk⸗ ten am Rande eines Tannenwaldes Blutspuren und bald darauf unter frisch aufgeworfenem Erdreich die Hand eines Leichnams Es wurde nachgegraben und den Körper eines etwa 17jährigen Mãd⸗ chens gefunden, das in dem nahen Cranwinkel in Dienst gestanden haben soll. Ein Polizeihund, der zur Ermittelung des Täters nutzt wurde, soll die Spur auf einen galizischen Arbeiter in Laue ö gelenkt haben. Wahrscheinlich liegt ein Lustmord vor. 4 Opfer ber Klatschsucht. 3 Der beim 29. österreichischen Infauterie⸗Regiment diene Landsturminfanterist Adolf Brauner aus Wien hatte von bösarti, weiblicher Seite mehrere Briese ins Feld erhalten, worin ihm die Untreue seiner Verlobten, der Kontoristin Steffir, geschildert wurde Als Brauner Urlaub bekam, eilte er nach Wien und gab auf da Mädchen, als es abends aus dem Geschäft kam, aus einem Revolv 1 zwei Schüsse ab. Dann richtete er die Waffe gegen sich selbst. Beide liegen schwerverletzt im Stefanjespital. Es stellte sich heraus, daß das Mädchen einen tadellosen Lebenswandel führte und zu Unrecht verdächtigt wurde. ö Ceela Tod nach Genuß von Zwetschen.. Nach dem Genuß von Zwetschen trank der beim städtischen Tram von St. Gallen angestellte 28jährige Karl Siegrist in St. Fid⸗ Wasser. Es stellten sich heftige Schmerzen ein und unter fürchter⸗ lichen Leiden starb Siegrist. Er war erst kurze Zeit verheiratet 5210 vor etwa 14 Tagen aus mehrmonatlichem Grenzdienst heimgekehr Beim Traubenpressen erstickt. Ein gewisser Vittorio Barloggio wurde in Bellinzon (Schweiz) in einem Faß, in dem er Trauben gepreßt hatte, ersti aufgefunden. Eine amerikanische Stadt in die Luft geflogen. 1 Reuters Spezialdienst meldet aus Newyork: Eine Stadt in Gegend von Ardmore(Oklahoma), deren Name aus unbekan Gründen vorläufig noch nicht genannt wird, sei in die Luft geflogem/ infolge der Explosion eines Waggons Gasolin. Viele Häuser sind in Brand geraten, die Eisenbahnlinie ist zerstört. Auf den Straßen liegen große Trümmerhaufen, unter denen sich zahlreiche Leichen be⸗ finden. Die Rettungsarbeiten sind sehr schwierig. Bisher sind 1 Leichen geborgen worden. 5 4240 Tunneleinsturz in Newyork. ed Daily News meldet aus Newyork: Bei dem Bau des neue Tunnels für die Untergrundbahn ereignete sich ein schwerer U. glücksfall. Der Tunnel stürzte bei der 38. Straße ein. Zwei Men⸗ schen wurden getötet, etwa 12 verletzt. Das Unglück geschah, als eben die Theater leerten. Hunderte von Menschen entkamen nu mit knapper Not der Katastrophe. Die ganze Straße brach in 85 Mitte ein. 5 e Wirbelstürme in Nordamerika. 5 Ein Wirbelsturm hat in New⸗Orleans gestern abend großes Unheil verursacht. Zehn Menschen sind tot, 150 verwundet,— 8 Di 4 I Materialschaden beläuft sich auf über eine Million Dollars. Schiffe im Hafen blieben unbeschädigt. Telegramme. Tagesberichtedes Guußen hruptutienz Der Feind an allen Fronten zurückgeworfen. 11000 Gefangene in Frankreich. 5 Wiederum 3500 Russen gefangen. 8 W. B. Großes Hauptquartier, 2. Okt., vorm.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. 5 Die Engländer suchten heute Nacht das ihnen in den Kämpfen der letzten Tage wieder abgenommene Gelände nördlich von Loos im Gegenangriff zurückzuerobern. Der Versuchscheiterteunterschweren blutigen Ver⸗ lusten für den Feind. Französische Angriffe südwestlich Angres, östlich Souchez sowie nördlich Neuville wurden abgeschlagen. Die Anzahl der Gefangenen, die unsere Truppen in die⸗ sem englisch⸗französischen Angriffs⸗Abschnitt bisher machten, ist auf 106 Offiziere, 3642 Manugestiegen. Die Beute un Maschinengewehren beträgt 26. In der Champagne griffen die Franzosen mittags östlich Auberive in breiter Front an. Der Angriff miß⸗ glückte. Nur an einer Stelle drang der Feind in unsere Stellung ein. Badische Leibgrenadiere gingen zum Angriff vor und nahmen einen Offizier, 70 Mann gefangen; der Rest des eingedrungenen Feindes fiel. Französische Angriffe nördlich Le Mesnil und nordwestlich Ville⸗sur⸗Tourbe wurden abgewiesen. Bei der Abwehr der Angriffe während der letzten Tage zeichnete sich nord⸗ östlich von Le Mesnil besonders das Reserveregiment 29 aus. Die Gesamtzahl der Gefangenen und die Beute aus den Kämpfen nördlich von Arras und in der Champagne er⸗ reichte gestern die Höhe von 211 Offiziere, 10721 Mann, 35 Maschinengewehre. Der Bombenabwurf eines von Paris zum Angriff auf Laon aufgestiegenen Fluggeschwaders hatte den Tod einer Frau und eines Kindes und die schwere Verletzung eines Bür⸗ gers der Stadt als Erfolg. Unsere Abwehrkanonen schossen ein Flugzeug südlich Laon ab, dessen Insassen gefangen ge⸗ nommen wurden. Ein anderes feindliches Flugzeug stürztg brennend über Soissons ab. f Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg. Nördlich von Postawy sind Kavalleriegefechte im Gange. Südlich des Narocz⸗Sees bei Spiagla und östlich von Wisch⸗ new wurden russische Vorstöße abgewiesen. Von stär⸗ keren Angriffen nahm der Feind nach den verlustreichen Fehl⸗ schlägen des 30. September Abstand. Unsere Truppen haben gestern bei Smorgon dred Offiziere, 1100 Mann zu Gefangenen gemacht und drei Ma⸗ schinengewehre erbeutet. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Vor der Front der Heeresgruppe herrscht im allgemeinem Ruhe. Auch hier verzichtete der Gegner auf die Fortführung seiner Angriffe. Vor unseren Linien liegen viele Gefallene des Feindes. f Händen. sind bisher 1168 Russen bestattet, 400 bis 500 liegen noch vor der Front. Zahlreiche Gewehre wurden erbeutet. mißglückten vollständig. Deeresgruppe des Generalfeldmarschalls 0 8 v. Mackensen.. Wösser. Nicht Neues. Heeresgruppe des Generals v. Linsingen. Die feindlichen Stellungen bei Czernysz lam Kormin) wurden von unseren Truppen er st ür mt. Der Feind wurde nach Norden geworfen. Er ließ 1300 Gefangene in unseren zwei e An anderen Stellen der Front wurden weitere 1100 Ge- worden. fangene gemacht.. a Bei der Armee des Generals Grafen Bothmer hatten die Russen in der Nacht vom 29. zum 30. September einen Durchbruchsversuch westlich Tarnopol unternommen. Der, Versuch scheiterte völlig unter sehr erheblichen Verlusten für den Gegner. Von nur einer unserer Divisionen schwer FVranzösischer Luftangriff auf Luxemburg. Erfolgreiche Kavalleriekämpfe in Rußland. W. B. Großes Hauptquartier, 3. Okt., vorm.(Amtlich.) 1700 Westlicher Kriegsschauplatz. Feindliche Monitore richteten nachmittags ein wirkungs⸗ loses Feuer auf die Gegend von Westende-Bad. Abermalige Versuche der Engländer, während der Nacht nördlich von Loos verlorenes Gelände wiederzugewinnen, Mit schweren Verlusten nach stellenweise erbitterten Nahkämpfen gab der Feind hier seine Angriffe auf. HOestlich von Souchez mißlang ein französi⸗ scher Vorstoß trotz Einsatzes einer erheblichen Menge von Gasgranaten. Ein feindlicher Angriffsversuch aus Neupille heraus gegen die Höhenstellungen östlich wurde mit starken Verlusten für den Feind abgeschlagen. Im nächtlichen dem Angriff folgenden Handgranatenkampf ging uns ein 40 Meter langes Grabenstück verloren. Die Franzosen haben gestern die Infante riean⸗ griffe in der Champagne nicht wiederholt. Das feindliche Artilleriefeuer hielt in wechselnder Stärke an. Nördlich von Les Mesnil wurde der Feind aus einem gegen unsere Stellungen vorspringenden Graben hinausgeworfen, wobei er erhebliche Einbuße auch an Gefange⸗ nen hatte. Im Handgranatenkampf um die Stellung nord⸗ westlich von Ville⸗sur⸗Tourbe behielten wir die Oberhand. Der Feind wiederholte seine Fliegerangriffe auf wenn umsanken el leer trinken und zeigte auf einen ganz „Der muß erst haben!“ [Ein Erfolg deuischer Wasserflugzeuge. Berlin, 3. Okt.(W. B. Amtlich.) Am 2. Oktober sind vor La Panne Bombenwürfe unserer Wasserflugzeuge beschädigt zu den Feinden breche und nicht unverzüglich Offiziere entferne, die den Armeen der Mächte angehören, die sich mit den Ententemächten im Kriege besinden. Der türkische Tagesbericht. Erfolge unserer Verbündeten Konstantinopel, 2. Okt.(W. T. B. Nichtamtlich.) Das Große Hauptquartier meldet von der Dar danellen⸗ front: Die Lage ist unverändert. Unsere aufklären⸗ den Kolonnen sahren fort, bei ihren Angriffen Gewehre und Kriegsmaterial zu erbeuten. Unsere Artillerie beantwortete das Feuer eines feindlichen Kreuzers, der wirkungs⸗ los unsere Stellungen auf der Höhe von Jonk im Abschnitt Ari Bur nu beschoß, und erzielte einen Volltr effeir an Bor d. Der Kreuzer entfernte sich darauf. Bei Se dd⸗ üll⸗Bahr ging der Artilleriekampf eine Weile weiter. uglische Monitore 5 Der Chef des Admiralstabs der Marine. 8 Der französische Fliegerangriff auf Luxemburg. Luxemburg, 3. Okt. Luxemburg wurde heute gegen 8 Uhr von feindlichen Flugzeugen heimgesucht, die mehrere Bomben abwarfen. Einige platzten in der Nähe des großherzoglichen Palastes und der Dominikanerkirche, wobei zwei Mitglieder der luxemburgischen Militärkapelle Der angerichtete Sachschaden be⸗ schränkt sich auf einige gesprungene Fensterscheiben. Die Be⸗ völkerung ist lebhaft beunruhigt und empört. 5 Aussisches Alkimakum an Bulgarien. W. B. Petersburg. Der russische Gesandte in Sosia hat den Auf⸗ trag erhalten, Bulgarien zu v erlassen, bulgarische Regierung nicht binnen 24 Stunden ihre Beziehungen der flavischen Sache ab⸗ verletzt wurden. die genen Nach der Schlacht brachte man den deutschen 1 5 zu Einer mit einer blutenden Kopfwunde weigerte si leblosen Kameraden am Boden: durch (Nichtamtlich). die Konstontinopel, 2. Okt. rum gemeldet wird, kam es an der kau ka kischen Aufklärungsabteilung jedoch von den Kosaken niedergemacht. Batum hätten die Russen die Umgebung gesucht. Einige feindliche Batterien wurden zum Schweigen g Auf dem linken Flügel wurde ein Teil Schützengräben zerstört. Auf dem rechten Flügel vernichtete eine von uns entzündete Gegenmine eine feindliche Mine und tötete Sappeure. Sonst hat sich nichts exeignet. 155 * (W. B. Nichtamtlich.) Wie aus Erze⸗ Richtung gegen Kirzakgedighi zu einem Gefecht zwischen einer tür⸗ rusfischer Reiterei, die in die Flucht geschlagen wurde und 21 Tote, darunter den Generalstabshauptmann Stanislas, 51 Ver⸗ wundete zurückließ und einige Gefangene verlor. erklärten, daß sich die in das russische Heer eingereihten Armenier Verwundungen beibringen, um nicht kämpfen zu müssen; sie werden Die schlechte Ernährung der russischen Truppen habe zum Ausbruch von Ruhr geführt, die Ver⸗ heerungen anrichte. Aus Furcht vor einem plötzlichen Angriff auf der feindli sischen Front in der und einer Schwadron Die Gefangenen mit Scheinwerfern ab⸗ 1.70 1.80 Mk. Butter per Pfd. 1 Liter 24 Pfg. Milch Hähne ber Stück 1.50—2.50 Ml. Ochsenfleisch ver Pfd. 1.16—1.20 Mk. Kartoffeln p. Malter 78.50 Mk. Wochenmarktpreise in Gießen am 2. Oktober 1915 Kartoffeln Kleine Gurken Lopfsalat pek Kopf 8—12 Pig. Kalbfleisch ver Pfd. 110—114 Pfg. Birnen Pfund 7—12 Pfg. Kuh⸗ u. Rindfl. per Pfd. 112116 Ufg.] Aepfel Pfund 7—12 Pfg. Schweinefleisch Pfd. 170180 Pfg. Falläpfel Pfund 4—5 Pfg. Hammelfleisch p. Pfd. 96110 Pfg.] Zwetschen Hühuereier Stück 1718 Pfg.] Blumenkohl ver Stck. 20—40 Pfg. Gänseeier Stück— Pfg.] Weißkraut p. Haupt 10—20 Pfg. Käse Stück 8—9 Pfg.] Rotkraut p. Haupt 10—25 Pfg. Käsematte 2 Stück 5—6 Pfg.] Wirsing p. Haupt 10—15 Pfg. Tauben per Paar 1.30— 1.50 Mk. Kohlrabi ver Stück 6—8 Pfg. Hühner per Stück 1.80—2.30 Mk.] Gurken per Stück 10—20 Pfg. Stück 3—5 Pig. Pfund 1820 Pfg. Verantwortlicher Redakteur: F. Verlag von Krumm& Cie., Gießen. Vetters, Gießen. sturm⸗Infanterie⸗Ersatz⸗Bataillons I(1., das Brot durch den Truppenteil her 2,.— Mk. 5 Die Gießen, den 1. Oktober 1915. Keller. geliefert. haben demgemäß künftig weder Brot noch Brötchen zu verabfolgen. Die Vergütung beträgt vom 1. Oktober ab 1,85 Mk, statt seit⸗ lons II(5. und 6. Kompagnie) sowie Rekruten⸗Depot) erhalten da Brot wie seither durch den Quartiergeber. Die Vergütung beträgt für diese 2 Mk. Der Oberbürgermeister: Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H., Offenbach a. M. Bekanntmachung. Vom 1. Oktober 1915 ab wird für die Angehörigen des Land⸗ 2., 3. und 4. Kompagnie) Die Quartierwirte Angehörigen des Landsturm⸗Infanterie⸗Ersatz⸗Batail⸗ 8 Laon und Vouziersz; in beiden Orten fielen wieder mehrere Zivilpersonen den Bombenwürfen zum Opfer. In der Gegend von Rethel wurde das französische Luft- schiff„Alsace“ zur Landung gezwungen, die Be⸗ satzung ist gefangen genommen. Heute 8 Uhr 30 vormittags wurden auf die neutrale Stadt Luxemburg von französischen Fliegern Bom⸗ ben geworfen. Es sind zwei luxemburgische Soldaten, ein Arbeiter und ein Ladenmädchen verletzt. 5 Oestlicher Kriegsschauplatz Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg. Jun den Kavalleriekämpfen südlich von Kosjauy wurde der Gegner über die Miadsjolka zurückgeworfen. Im übrigen nichts von Bedeutung. Bei den Heeresgruppen der Generalfeldmarschalle Prinz Leopold von Bayern und von Mackenseu ist die Lage unverändert. Heeresgruppe des Generals v. Linsingen. Nach der Niederlage bei Czeruycz und dem Scheitern aller russischen Angriffe gegen die Front nördlich dieses Ortes haben die Russen das westliche Korminufer bis auf 1855 Postierungen an einzelnen Uebergängen preisge⸗ geben. Die Zahl der von den deutschen Truppen gemachten Ge⸗ rangenen hat sich auf 2400 erhöht. Oberste Heeresleitung. Der österreichisch · ungarische Tageh bericht Erschöpfung der Russen. Abgewiesene italienische Vorstöße. Wien, J. Okt.(W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 3. Okto⸗ der 1915. 1 Russischer Kriegsschauplatz. Der Feind räumte gestern, erschöpft durch die vielen er folglosen und verlustreichen Angriffe, die er tags vorher unter nommen hatte, das Westufer des unteren Kormin baches. Sonst im Nordosten bei unveränderter Lage keine be⸗ sonderen Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Gestern vor Tagesanbruch gruppierten sich die Italiener zu einem größeren Angriff auf den Nord westabschnitt der Hochfläche von Doberdo. Unsere Artillerie überfiel die Angriffstruppen mit Feuer und zersprengte sie größtenteils. So endete die feindliche Unternehmung mit einem Vorstoß eines Bataillons längs der Straße Sdraussina-San Mar⸗ kino. Dieser Vorstoß und ein ähnlicher gegen Mittag angesetzter Angriff wurden abgewiesen. Ebenso scheiterten Versuche des Geg⸗ ners, östlich von Ridopuglia vorzugehen. Gewisse Bewegun⸗ gen hinter der feindlichen Front und der lebhafte Ver⸗ lehr auf den venezianischen Eisenbahnen sind unserer Beobachtung nicht entgangen. An dem übrigen Teil der Südwest⸗ front hat sich nichts von Belang ereignet. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nichis Neues. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Höfer, Feldmarschalleutnant. * gu — Tapfere Deutsche. Kopenhagen, 3. Okt. Der englische Kriegskorrespondent Philspp Gibbs kelegraphiert der Politiken über die Schlacht bei Loos: Die Deutschen schlugen sich wie die Teufel. Das englische Heer muß des Feindes einzig dastehende Tapferkeit anerkennen. Viele dieser Sol— daten kämpften nicht um ihr Leben, sondern eher um den Tod. Kein deutscher Offizier wollte sich ergeben, man versprach ihnen Pardon, wenn sie sich gefangen geben, sie aber antworteten mit Ma- schinengewehren und Pistolen, und warfen sich uns schließlich mit dem Dolche in der Hand entgegen, bis sie, von Kugeln durchbohrt, nahme an l Dem Weltkrieg flelen weiter zum Opfer die Mitglieder: Ludwig Becker, Maurer, Atzbach Heinrich Brück, Maurer, Burkhardsfelden Philipp Faulstich, Maurer, Bersrod Ludwig Müller, Maurer, Bersrod Wilnelm Scheld, Maurer, Oppenrod Wilnelm Schnorr, Maurer, Schwalbach Heinrich Beppler, Maurer, Heuchelheim eee e D. Kami tes Söhnchen und Brüderchen Statt besonderer Meldung Todes⸗Anzeige. Nach 14tägiger schwerer Krankheit verschied heute morgen um 9 Uhr sanft unser herzens⸗ 55 Georg im zarlen Aller von 87¼½ Jahren. b 5 5 5 Diese Trauernachricht zeigt allen Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Teil⸗ Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Herm. Degenhardt und Familie. Gießen, Schillerstraße 29, den 3. Oktober 1915. Die Beerdigung findet am Mittwoch, 6. ds. Mts. von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Deutscher Bauarheiter-Verband Giessen- Wetzlar. Karl Hahn, Maurer, Krofdorf Ludwig Mandler, Maurer, Kinzenbach Heinrich Rühl, Maurer, Weidenhausen Wilhelm Schubecker, Maurer, Kinzenbach Ludwig Albach, Maurer, Lindenstruth Ferdinand Hofmann, Maurer, Heuchelheim Konrad Munch, Maurer, Hausen Wilnelm Brück, Maurer, Wetzlar Ehre ihrem Andenken! Der Vorstand. 8 Peichbal ka, Gießen Marktplatz I. Lieferant des Konsum⸗ Vereins Gießen u. Umg. und des Eisen⸗ i bahn⸗Konsumvereins. - Ubrmacher und Goldarbeiter.—. Mau verlange Nabattmorken.— sowie 2 477 140 Nettes. Frauen und Mädchen 5 9 erpiet tos d te 1 Regenschirme Reparaturen und Neubeziehen. Dien Seltersweg 52 Marbhurg Neustadt 3 Preis für 1 Pfund⸗ Packung nur (D. R.⸗Patent 130568) für Gelee, Honig, Butter, Schmalz, Fleischwaren ꝛe. 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