„ 8 N ö 1 ausdruckvollsten fehlen: Bebel, Jaurss, Frank— einem der eerselben Richtung zu bewegen schien. im Unterhauf FPradford statt, wo die Independent Labour Party(Unabhängige 7 0 Organ für d 0 jan für die Interessen der Provinz Oberhessen u des werktätigen Volles nd der Nac bargebiete. Die Oberbessische Volkszeitung erscheint jeden Werktag Abend in Gießen. Der Abonnementspreis beträgt wöchentlich 15 Pfg., monatlich 60 Pfg. einschl. Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährl. 1.80 Mk. Redaktion und Expedition Gießen, Bahnhofstraße 23, Ecke Löwengasse. Telephon 2008. Juserate kosten die 6 mal gespalt. Kolonelzeile oder deren Raum 15 Pfg. Bei größeren Aufträgen Rabatt. Anzeigen wolle man bis abends 7 Uhr für die folgende Nummer in der Expedition aufgeben. Nr. 228 Gießen, Mittwoch, den 29. September 1915 10. Jahrgang James Keir Hardie. Wenn wieder ein internationaler Arbeiter- und kongreß zusammentritt— wer weiß, wann— dann wird es eine neue Internationale sein. Neuaufgebaut und neu in ihren führenden Männern. Von den bekanntesten Köpfen werden die und nun auch Sogialisten⸗ Keir Hardie. Treu, klug und beredt war der schottische Keir Hardie, der aus ärmlichen proletarischen bedeutendsten Führer der bewegung Großbritanniens emporwuchs. Sein größtes Verdienst ist die Gründung der Unabhängigen Arbeiterpartei im Jahre 1893, wodurch die britischen Gewerkschaften den Anstoß erhielten, sich vom effiziellen Liberalismus loszulösen und eine eigene Arbeiter⸗ partei(Labour Party) zu gründen. Er wurde in Schottland im Jahre 1856 geboren. Mit dem achten Lebe re begann er als Kohlenjunge seine proletarische Laufbahn. Eine Volksschule konnte er unter diesen Umständen nicht besuchen. Seine Mutter lehrte ihn lesen und schreiben und weckte in ihm das Streben nach Selbst⸗ unterricht und Fortbildung. 5 Bergmann James schen Verhältnissen zu sozialistischen Arbeiter- Im Alter von 24 Jahren organisierte er die Bergleute von 0, Lanarkshire; einer der jungen Leute, die er damals für das Ge⸗ woerkschaftswesen newann, war Andreas Fisher, gegen⸗ wärtig Ministerpräsident der australischen Arbeiterregierung. Im Jahre 1882 gründete er das Arbeiterblatt Cumnock News, und sechs Jahre später kandidserte er als Sozialist im Wahlkreise Mid⸗ fluß hat. Mag Griechenland nun selbst Gewehr bei Fuß stehen Lanark. Diese Kandidatur im Jahre 1888 legte den Grundstein bleiben oder sich insoweit zur Entente schlagen, daß es anglo⸗ zur Unabhängigen Arbeiterpartei. Inzwischen war er auf den französischen Truppen den Durchzug nach Serbien gestattet, die Fritischen Gewerkschaftskongressen eifrig und konsequent tätig, den Verhältnisse werden dadurch nicht wesentlich beeinflußt werden. Einfluß der im Banne der liberalen Partei stehenden Arbeiter-] Das Schwerge wicht der Entwicklung auf dem Balkan liegt ührer zu untergraben. Sein Kampf galt besonders Henry nun einmal bei Bulgarien und Rumänien und es liegt Zrogadhurst, dem Sekretär des Parlamentarischen Komitees] vor allen Dingen an den Erfolgen bes Kampfes der Zentral⸗ end Unterstaatssekretär im Ministersum Glaßstone im Jahre 1886. mächte gegen Serbien, wie die Dinge weiter laufen. In dieser Aber auch die Sozialdemokratische Föderation und deren kührer Hundman, Bax, Quelch usw. wurden von ihm bekämpft, da iese von der eigentlichen Arbeiterbewegung nichts verstanden und sch mit ihr in heftiger Fehde befanden. Die Mißerfolge der alten ßewerkschaften sowohl wie der Sozialdemokratischen Föderation abest Hardie viel zu denken und veranlaßten ihn, eine sozialistische Fartei zu gründen, die den Zweck haben sollte, den sozialistischen sedanken in die Gewerkschaften zu tragen, ihnen hierdurch einen zeuen Geist zu geben und somit dem Sozialismus die Arbeiter- kassen zuzuführen. Für diesen Gedanken wirkte er vor allem in schottland. während in England der neue Unionismus sich nach Im Jahre 1892 wurde Hardie als Arbeiterkandidat in West sam(London⸗Ost) aufgestellt und mit großer Mehrheit gewählt. Unterhause trat er als Sozialist auf und wirkte vor allem für erbeitslosenfürsorge. Ein Jahr später fand eine Konferenz in erbeiterpartei) gegründet wurde. Die Propaganda, die sie sofort ternahm, brachte zahlreiche lokale Gewerkschaftsführer in Be⸗ ührung mit der sozialistischen Gedankenwelt. Die Allianz zwischen ber Arbeiterklasse und dem Sozialismus begann sich Bahn zu kechen und fand ihren Ausdruck in der im Jahre 1900 gegründeten aubeiterpartei(Labour Party), die jetzt 1,5 Millionen Mitglieder hlt und im wesentlichen eine sozialpolitische Gewerk⸗ shaftspartei ist. b Vom Jahre 1894 bis 1904 gab Hardie den Labour Leader raus, der stets international war und auch während des gegen⸗ lärtig tobenden europäischen Krieges seinen Internationalismus ncht verleugnet hat. Hardie war einer der wenigen britischen Inzifisten und würde auch in einen Generalstreik eingewilligt haben, indem Krieg vorzubeugen. Er war frei von allem Chauvinismus; ler Antimilitarist war er nicht. Nachdem der Krieg ausge⸗ sochen war, sprach und schrieb er für die erfolgreiche Durch- schrung der Landesverteidigung. Im Unterhause, dem er seit dem Jahre 1901 ununterbrochen gehörte, wurde er mit Achtung behandelt. Nach den Wahlen um Januar 1900, die eine starke Arbeiterfraktion ins Parlament lachten, war er von den bürgerlichen Parteien geradezu als eine Mährliche Persönlichkeit betrachtet und gefürchtet. Seine Stimme t doch stets den Interessen der Arbeiterklasse und des Men— dentums. 5 „Die sozialistische Organisation, die er schuf, und der Geist, den ihr einhauchte, sind das schönste Monument, das er sich gesetzt e Hardies Name wird aus der Geschichte des britischen So⸗ illismus nicht verschwinden, und auch in der zweiten Inter⸗ ckionale wird sein Name oft genannt werden. 0 0* 2 Die Lage auf dem Balkan. Die Verhältnisse auf dem Balkan haben sich durch die bu 15 sche Mobilmachung natfrlich außerordentlich zugespitzt. gefolgt, Rumä⸗ r den Waffen und ch zurückhält, so ist wie die übrigen auch die und man ein klares iechenland ist mit d dien hat schon lange wird, wie auf dem Balkan und daß auch nirgendwo bestochen und gelogen wird. Immerhin lassen soviel jetzt, je ür die Vor⸗ ftigen Entwicklung einen Wegweiser bilden sonst sich länger je mehr, einige bestimmte Linien finden, die f aussetzungen der kün gleich⸗ Aber hier liegen Seite hin en ö der deutschen Waffen gegen Serbien sehr wohl verlassen und braucht auch vor den neuen Maßnahmen des Vierverbandes, die gegen Saloniki geplant zu sein scheinen, keine übertriebene Sorge zu haben. Man darf aber schließlich nicht vergessen, daß die ganze Balkanlage in letzter Linie nicht auf dem Balkan entschieden sondern auf der westlichen und östlichen Front des europäische Kriegsschauplatzes. In dieser Hinsicht waren die deutsch⸗öster⸗ reichischen Siege im Osten die glänzendste Propaganda für den Anschluß an die Zentralmächte und sie haben das stärkste Motiv flir die Ablehnung der Bestrebungen der Entente gebildet. Der Vierverband hat, nicht zuletzt aus politischen Gründen, in Hinsicht auf die Entwicklung der Balkanlage, die große Offensive im Westen angesetzt. Er wiegt sich in der Hoffnung, durch Siege auf der Westfront Bulgarien noch in letzter Minute umzustimmen und damit die ganze Balkanlage zu seinen Gunsten umzugestalten. Das Scheitern der Ententeoffensive im Westen, das sicher zu erwarten ist, wird eine neue Bekräftigung für die Entwick⸗ lung der Balkanlage im Sinne des bulgarischen Vorgehens be⸗ deuten und man kann daher auch in dieser Hinsicht der Zukunft ge— trost entgegensehen. Der Seekrieg. Versenkte Schiffe. Wie erst jetzt bekannt wird, ist am 9. September der englische Dampfer„Cormubia“ mit 1898 Tonnen Wasser⸗ verdrängung im Mittelmeer versenkt worden. Die Besatzung konnte nach 28stündigem Rudern aufgenommen werden. Sie wurde nach einem spanischen Hafen gebracht. Das Londoner Handelsamt teilt mit, daß der Fisch⸗ dampfer„Ashwol“, der am 22. Juli Grimsby verließ, mit der Besatzung von neun Mann als verloren betrachtet werden muß. Eine verantwortliche Regierungs⸗Kommission in England. London, 27. Sept.(W. B. Nichtamtlich.) Meldung des Reuter⸗ schen Bureaus. Wie Daily Chronicle schreibt, hat Asquith eine be⸗ sondere Kommission ernannt, der die Erledigung von Kriegsange⸗ legenheiten, vor allem die Verantwortung für d de Kyi eg s⸗ leistungen übertragen wird. Seit einiger Zeit bestand schon eine Dardanellen-Kommission. Wie verlautet, werden die Funk⸗ tionen dieser Kommission von einer neuen übernommen, die eine Art Exekutive des Kabinetts darstellen wird. Die neue einflußreiche Kommission wird bestehen aus dem Premierminister, Kitchener, Lloyd George, Balfour, Grey, Lansdowne, Bonar Law und Chur⸗ chill. Diese Mitglieder des Kabinetts werden zukünftig im befon⸗ deren Sinne für die Kriegführung, soweit sie von der Regierung daheim beeinflußt werden kann, verantwortlich sein. Eine Falschmeldung. Aus Kopenhagen erfährt Daily Telegraph 5 0 Schiffer aus Holtug wollen gesehen haben, daß ein deutscher Sochs D des Reuterschen Bureaus. Volk, welche Unkosten Holland aus dem Kriege erwachsen sind. Für die fünf Monate des Jahres 1914 belaufen sich die direkten Ausgaben über 99 Millionen Gulden, die Mindereinnahmen infolge der Kriegskrise auf über 7 Mil⸗ lionen, sodaß ein Gesamtbetrag an Kriegsunkosten von 106 919 700 Gulden für das Kriegsjahr 1914 herauskommt. Auf das Jahr 1915 berechnet Het Volk die holländischen Kriegsunkosten auf rund 300 Millionen Gulden, wovon ca. 250 Millionen auf die Militärausgaben entfallen. Friedenskongreß in Bern. In der Zeit vom 14. bis 18. Dezember wird in Bern ein inter⸗ nationaler Friedenskongreß tagen. Den Verhandlungen liegt fol⸗ gendes Mindestprogramm zugrunde, das im April vom Nederland⸗ schen Anti⸗Orlog⸗Raad beschlossen wurde: 1. Es soll weder eine Annexion noch eine Gebietsübertragung stattfinden gegen die In ssen und Wünsche der Bevölkerung, deren Zustimmung, wo es mög 3. Das auf die friedliche Organisation der Staatengesellschaft bezsügliche Werk der Haager Friedenskonferenzen soll ausgebaut werden. Die Friedeuskonferenz soll mit einer dauernden Organsfsation Zusgestattet werden und periodische Sitzungen halten. Die Staaten sollen vereinbaren, alle ihre Streitigkeiten einem friedlichen Verfahren zu unterwerfen. Zu diesem Zwecke sollen geben dem im Haag vorhandenen Schiedshof a) ein wirklich stän⸗ diger Internationaler Gerichtshof und b) ein gleichfalls ständiger Internationaler Untersuchungs⸗ und Vermittlungsrat errichtet werden. Die Staaten sollen sich verpflichten, eine vereinbarte— diplomatische, wirtschaftliche oder militärische— Aktion für den Fall durchzuführen, daß ein Staat militärische Maßnahmen ergreift, statt den Streitfall dem richterlichen Spruch zu unterbreiten oder das Gutachten des Untersuchungs⸗ und Vermittlungsrats einzuholen. 4. Die Staaten sollen eine Verminderung der Rüstungen ver⸗ einbaren. Um die Herabsetzung der Bewaffnung zur See zu erleich⸗ tern, soll das Beute recht abgeschafft und die Freiheit der Meere ge⸗ sichert werden. 5. Die auswärtige Politik soll einer wirksamen Kontrolle der Parlamente unterstellt werden. Geheime Verträge sollen nichtig sein. Zu deu einzelnen Punkten des Mindestyrogramms haben Re⸗ ferate übernommen: Schücking⸗Marburg, Quidde⸗München, Reds⸗ lob⸗Rastock, Bernsteiu⸗Berlin, Wehberg⸗Düsseldorf, Koht⸗Norwegen, Dickinson⸗England, Beaufort⸗Heemskerk de Meester, Dr. Asser, van Embden, Krabbe für Holland, Nippold, Mercier, Sauser⸗Hall, Huber, Bovel, Scherrer⸗Füllemann und Dr. Studer für die Schweiz. Die Berichterstatter der andern Länder sind noch nicht bestimmt. Englische Studenten begrüßen ihre österreichischen Genossen. Die Freie Vereinigung sozialistischer Studenten in Wien erhielt von den sozialistischen Studenten Amerikas folgenden Brief: Werte Genossen! Die in Barrow House abgehaltene Jahresversammlung der University Socialist Federation of Great Britain(Verband der sozialistischen Studenten Großbritanniens) ersucht uns, den österreichischen Studenten ihre Grüße zu übermitteln. Wir, die Intercollegiate Socialist Society of America (Organisation der sozialistischen Studenten Amerikas) schließen uns den herzlichen Grüßen der englischen sozia⸗ listischen Studenten an und hoffen, daß in nicht zu ferner Zeit es uns allen möglich sein wird, gemeinsam einen Kongreß abzuhalten zur Förderung unseres gemeinsamen Zieles, eine bessere Zukunft herbeizuführen. Mit sozialistischem Brudergruß Harry W. Laidler, Sektretär. Die Freie Vereinigung sozialistischer Studenten hat hier⸗ auf die amerikanischen Genossen gebeten, den englischen Ge⸗ nossen den herzlichsten Dank und brüderliche Grüße der sozialistischen Studenten Oesterreichs zu übersenden. Die Entente⸗Anleihe in Amerika. Newyork, 27. Sept.(W. T. B. Nichtamtlich.) Meldung Die Mitglieder der englisch⸗ Kreuzer bei Falsterbö plötzlich verschwand. Gleichzeitig sahen sie eine riesige Wassersäule und die Leute vernahmen eine starke Explosion. Man vermutet, daß das Schiff torpediert wurde. Die Nachricht beruht, wie von zuständiger Stelle versichert wird, auf Erfindung. Es ist kein deutsches Schiff beschädigt oder versenkt worden. Die Kriegskosten der Neutralen. In einem Leitartikel, überschrieben„Kriegskosten der französischen Finanzkom mission Einigung über die Einzelheiten der Anleihe. fahren heute nach Chicago, Westens zu beraten. der bei Freiburg zwei feindliche Flugze holte, gehört der bayerischen Feldfliegerabteilung an; rzielten eine Sie um mit den Bankleuten des Unterofsizier Boehme. Der im Heeresbericht erwähnte Flieger Unterofsizier Boehme, uge herunter⸗ er führte sein Flugzeug allein und bediente zugleich die Waffe. Wie die Freie burger Zeitung berichtet, erhielt Boehme das Eiserne Kreuz erster Neutralen“, berechnet unser holländisches Parteiblatt Het Klals e. Weltfriedensbestrebungen überflüssig gemacht?“ zu sprechen. * Ein Pfarrer über den Weltfrieden. Im Bürgersaale des Berliner Rathauses sprach am Mittwoch abend vor einer bürgerlichen Frauenversammlung der evangelische Pfarrer Franke. Aus äußerlichen Gründen nahm er Abstand da⸗ von, über das ursprünglich angesetzte Thema:„Hat der Krieg ain der Einleitung seines Vortrags führte er aus: 5 1 „Viele werden enttäuscht sein, daß ich über das angekündigte Thema nicht sprechen kann. Als mich Ihre 0 Geheimrat Dr. Garbe, fragte, ob ich für die Weltfriedensbestreb⸗ ungen Propaganda machen wolle, da vermochte ich diese Frage T nicht zu verneinen. Ich habe bereits beim Ausbruch des Krieges mich von diesem Gott abwenden. Ich als evangelischer e. Geistlicher und überzeugter Christ kann nicht glauben, daß Gott ergänzenden Wollversorgung der Truppe keit entfaltet hat, ist während der Frühjahrs Ich als evangelischer Geistlicher, der ich sondern Ja, ich halte es f die Weltfriedensbestrebungen Propaganda zu machen. Das ent⸗ dennoch vollständig gehalten, Stelle ein Eindrücken geglückt wäre. auch einmal einen Rückschlag geben, wieder ausgleichen!“ meldet wird, ein Rundschreiben an die Krieg angesichts der Religion und der Menschlichkeit au. gemeine Waffenruhe am Allerseslentage eintreten zu lassen. der Gefallenen gewidmet sein. Der Krieg widerspricht den Lehren des Alten und nicht untätig geblieben. wasserdich lassen. 0 sachen der Heeresgruppe Hindenburg zugeführt worden. Tagen geh Matkensen und zu der Bug⸗Armee ab. wenn ihnen nicht an einer Nun, es muß im Kriege wir werden ihn schon Friedensarbeit des Papstes. 1 Der Papst bereitet, wie der Münchner Post aus der Schweiz ge⸗ 1 8 u Kriegführenden vor, das sie fordert, eine all⸗ Der ag soll auf Wunsch des Papstes auf der ganzen Erde dem Andenken Nriegsnotizen. Der Kriegsausschuß für warme Unterkleidung V. Berlin Reichstag), der seit einem Jahre auf dem Gebiete der 1 Truppen eine segensreiche Tätig⸗ und Sommermonate Er hat in dieser Zeit u. a. große Mengen ter Umhänge den Truppen an allen Fronten zukommen Am 18. d. M. ist ein umfangreicher Transport mit Woll⸗ In diesen wiederum ein größerer Wollzug, und zwar zur Armee e Der Mittelrheinische Fabrikanten⸗Verein in sammlung beschloß in seiner letzten Sitzung v ider sankeldengralschen en Em il Neukirch für geschaff. S ines Stadtrats in dae 52 Parteien des Stadtpar! ments beteiligt. Aarau ein, wo er am Samstag. den 20 Uhr, eröffnet werden soll. Au n der Tagesordnung die Parteircorganisation sowie und Finanzpolitik des Bundes. schlossen, in Verbindung mit der zuom Antjf⸗ telen Adresse noch eine dicse aufgefordert wird, einer Konferenz der neu zu ergreifen, oder die Ini Zeit abwesenden Genossen van Kol wurden zu Vertretern der Arbeiterpartei im Internationalen Sozialistis — 8 05 170 5 Sozialdemokratischer Stadtratskandidat in ee . Nerfassungsausschuß der Stadtverordnet Der Wahl⸗ und Verfassungsaus huß 15 Wie so e 1 Breslau in Vorschlag An dem Beschluß waren alle 4 1. a Parteitag der schweißerischen eee. ie Geschäfts lei artei beruft den Parteitag m nee e e 5 0. November, vormittags 9 ichen Geschäften stehen auf die Wirtschafts Außer den Aus der holländischen Arbeiterpartei. 5 1 Die Parteileit. der ändischen Arbeiterpartei h. 2 Die Parteileitung der holländische Seesen Adresse an die Regierung zu richten, in der im geeigneten Augenblick die Initiative zu tralen Staaten zur Friedensvermittelung itiative anderer Länder zu unterstützen. a An Stelle des erkrankten Genossen Troelst ra und des längere chen Bureau die Ge⸗ spricht dem Geist und der Lehre des Christentums. Diesenigen,] Mainz hat bei seinen Mitgliedern eine Umfrage darüber veranstal⸗] Arb pa rna f f die den Krieg verschuldet haben, haben sich am Heiligsten ver⸗s tet, wie hoch sich die von ihnen in dem ersten Kriegsjahr(1. August] nossen Wibant un ene 2 745 ausammen, der 5 sündigt. Allein, angesichts der Zeitverhältuisse habe ich dem 1914 bis 31. Juli 1915) an Angehörige ihrer Angestellten und Am 3. Oktober tritt ein Parte 100 heiten c 1 Wunsche Ihrer Frau Vorsitzenden entsprochen und zu meinen[Arbeiter gezahlten K riegsunterstützungen belaufen. 1 de a soll f 9 8 großen Bedauern von meinem ursprünglichen Vortrage Abstand Das Ergebnis davon ist, daß von 102 Firmen, die bisher geant⸗ Aktion gegen die Lebensmittelteuerung esp 5 9 de he Ae 970 t 8 dab r unh be der der wortet haben, diese Unterstützungen sich auf insgesamt 13 270 890. 1 ÿIF f 90 er Frama. bie Weber sorfch habe ich auch ies Marz belaufen Zum Vizepräsidenten der holländischen Zwei borpanen war, anmsteßen do ae accent r 0 ebe Wie es heißt, gedenken die Landes versicherung Al 1 755 an 9 565 als solcher wegen seiner Krankheit zurückge⸗ Le trage Abstand genommen und mich entschlossen, über Goethes stalken im ganzen Reich Fürsorgeste llen für Syphi lis⸗tretenen Genossen Troelstra der Genosse Schaper gewählt. Schaper 6 ft: an bandelte dann dies Thema, kam aber auch kranke in das Leben zu rufen. Es 155 3 5 9 00 ist seit 1899 Mitglied der Kammer; vor seiner Wahl war er de arrer ranke dehande e dann ies„ der S ilis ihrer Fol erkrankungen in ie gege ge eite 1. zu dem Schluß, daß Goethe in seinem Meisterwerte den Aich N Lm de versiaserunganstalt der IF„ 79 1 frieden gefeiert habe. Die sehr stark besuchte durchaus bürgerliche bereits am 1. Jaunar 1914 eine derartige Fürsorgestelle geschaffen. 2 5 0 5 1 Versammlung spendete reichen Beifall. Der ann. 30 1 00 1 Aus der schweizerischen 1 99 1 1 . ür e sorge in der Rheinprovinz beschloß, daß in allen Faden n Die Geschäftsleitu der Sozialdemokratischen Partei der 15 Eroberungsgelder 5 5 Ut Tuberkulose, bei denen nachträglich eine Kur notwendig wird, Schweiz 2 5 den erde tilt Parteitag auf den 20. und 21. No⸗ 14 Eine kaiserliche Kabinettsorder bestimmt, ohne Rücksicht auf die Kostenfragen sofort geholes nenber d. J, nach Aaran ein uf der Tagesordnung seien hervor⸗ 0 nach dem Armeeverordnungsblatt. in Erweiterung deren werden soll. Weben, Partel⸗Reorganisallon“ und 5 Kabinettsorder vom 20. Oktober 1914 mit rückwirkender Die ee er e e„ 1 1 1 politik und die Finanzreform des Bundes“. 5 „ sei„„ehen: Fiir jedes feindliche Luftfahrzeug, 2. September d. J. datierten, jetzt bekanntgegebenen kaiser ichen Er⸗ hat der Parteivorstand beschlossen, daß„ 0 Kraft seit Kriegsbeginn: Für jedes feind liche Luftfahrzeus laß an den Statthalter von klfaß⸗Lothringen wird augeordnet, daß] Scktion bertreten können, der sie als Mitglieder angehören“. Man F das infolge e durch ein mit ihm im Kampf 257 Gemeinden Elsaß⸗ Lothringens anstelle ihres bis⸗ hrzeug oder im Verfolg einer durch solchen herigen französischen Namens deutsche Namen zu führen haben. befindliches Luftfa Kampf erzwungenen Landung in deutsche Gewalt oder in die unserer Verbündeten gerät, ist ein Eroberungsgeld von siebenhundertfünfzig Mark zu bezahlen. Die Champagneschlacht. Der Kriegsberichterstatter der Berl. Morgenpost, Dr. Max Ostern, meldet aus dem Großen Hauptquartier unterm 27. September: Die Schlacht in der Champagne tobt mit un⸗ veränderter Heftigkeit weiter. Nachdem die Nacht von Samstag auf Sonntag, in der starker Regen niederging, ruhig verlaufen war, griffen die Franzosen gestern vormittag meuerdings den westlichen, an die Argonnen gelehnten Flügel und das Zentrum der deutschen Champagne-Armee an. Gegen die Mitte wurde der Angriff mittags noch einmal mit außerordentlicher Heftigkeit wiederholt. Ueber das von der Heeresleitung bereits mitgeteilte Zurückdrängen einer Divi⸗ sion hinaus hat der Feind jedoch nichts erreicht. Dort ist er durch Ansammlung einer bedeutenden Uebermacht an einem Punkte ein Stück vorwärts gekommen; aber der Durchbruch großen Stils, der ihnen vorschwebte und auf den auch ein vorgefundener Armeebefehl Joffres hinwies, ist mißglückt. Nun halten die Unserigen durch verstärkte Reserven als eiserne Mauer den Gegner auf, aber sie haben schwere Kämpfe zu bestehen; es ist bei den Franzosen eine sehr große Ueber⸗ macht festgestellt worden. Ich sprach den Heerführer der Champagne-⸗Armee, der mir sagte:„Es war ein ungeheurer Angriff, die Franzosen stießen mit kolossaler Macht vor. Zu⸗ mal gestern nachmittag herrschte ein Artilleriefeuer, wie ich es in meinem Leben nicht gehört habe.“ Auf meine Frage, ob der Angriff diesmal stärker war als in der Winterschlacht in der Champagne, erwiderte der General, daß diese ein Geschäftsleiters der Lyoner Filiale einer Pariser Firma, die für die Armee lieferte. Funstrumente die von den Kontrolloffizieren zurückgewiesenen Gegen⸗ stände stempelhn lassen. Sieben Helsershalfer des Geschäftsleiters wurden ebenfalls sestgenommen. schweizerischen Grenzzufahrtsstraßen und auf dem internatio⸗ nalen Bahnhof Chiasso die Cholerakontro lle ausgeüßbt. Alle aus Italien eintreffenden Reisenden werden durch schweizerische Armecärzte untersucht. pflichten, keine Geschäfte mit englischen Firmen abzuschließen, von reines Kinderspiel dagegen war.„Wir hätten die Linie Der Petit Parisien meldet aus Lyon die Verhaftung des Der Verhaftete hatte mit einem gefälschten Laut Köln. Volksztg. wird seit gestern an den italienisch⸗ Den größeren Bankfirmen der Schweiz sind von eng⸗ ischer Seite Reverse vorgelegt worden, in denen sie sich ver⸗ denen ein England feindliches Land Vorteil haben würde. Bei Ver⸗ weigerung der Unterschrift wird die Absperrung der betr. Firma von jedem schriftlichen und telegrophischen Verkehr mit England an⸗ gedroht. Narteinachrichten. Aus den Organisationen. In der am letzten Sonntag in Neu-Ulm stattgefundenen Wahlkreiskonferenz für den Reichstagswahlkreis Illertissen wurde u. a. nach einem Referat des Landtagsabgeordneten Nimmerfell über die Stellung der sozialdemokratischen Partei zum Kriege fol⸗ gende Resolution einstimmig angenommen: „Die Wahlkreiskonferenz ist mit der Haltung der Mehrheit der Reschstagsfraktion einverstanden. Die Versammelten verab— scheuen den Krieg als solchen und wünschen eine baldige Beendig⸗ ung desselben, doch muß die Beendigung von einem gesicherten, ehrenvollen Frieden abhängig sein. Solange dies von unseren Gegnern verhindert wird, soll man den deutschen Arbeitern nicht zumuten, unter allen Umständen den Frieden zu propagieren, da dies nur die Hoffnung der Feinde stärken und den Krieg ver⸗ längern würde.“ 8 2 E ee E I— Pulver und Gold. Roman aus dem Kriege 18701871. Von Levin Schücking. „Wir sind immer zufrieden, ehrwürdiger Herr,“ versetzte ich,„wo wir mit Freundlichkeit aufgenommen werden, welche Sie durch diese Frage an den Tag legen— darf ich Ihnen von unserem Weine einschenken?“ 5 Der Geistliche bat darum; eine Zigarre, welche ich ihm bot, lehnte er ab. „Sie sind Ulanen?“ sagte er, einen forschenden Blick über die meist blonden und treuherzigen Physiognomien meiner zwölf Tischgenossen streifen lassend. „Sie sehen es an unserer Ausrüstung.“ „Ich habe nie sicher erfahren können, aus welcher Gegend Deutschlands,“ fuhr er ein wenig unsicher fort,„die Ulanen stammen— und,“ setzte er wie zögernd hinzu,„welcher Kon⸗ fession sie sind!“ Ein schallendes Gelächter war die unmittelbare Antwort, die der geistliche Herr erhielt, obwohl ich alles tat, es zu unterdrücken, damit er sich nicht beleidigt fühle. „Die Ulanen,“ fiel ein mutwilliger junger Freiwilliger ein, der vor Wochen erst in beschleunigtem Tempo sein Abi⸗ turientenexamen gemacht hatte, um dann sofort ins Heer einzutreten,—„die Ulanen, ehrwürdiger Herr, sind nichts anderes, als ein verlorener Zweig der alten Hunnen, der sich in den Waldgebirgen des Harzes gehalten hat; als der große Attilla Anno 451 auf den katalaunischen Feldern geschlagen war, retteten diese unbändigen Wilden sich mit ihren Natio⸗ nalgottheiten auf den Blocksberg, wohin alles Volk Galliens sie ja längst gewünscht hatte, und führten seitdem da ein tolles Reiterleben, immer im Saatel und auf dem Rücken ihrer Pferde, auf dem sie geboren werden, heiraten und starben.„Ein bewundernswürdiges Volk,“ sagt schon Tacitus in seiner Germania,„groß durch seine rauhen Tugenden!“ Was aber ihre Konfession angeht, so bedauere ich, Ihnen er rötend gestehen zu müssen, daß sie schon unter Kaiser Valens 2 ders Arianer, die, wie Sie ja wohl wissen werden, unbedingt bereit sind, jedermann den Schädel einzuschlagen, der mit ihnen in der Auslegung des Wortes Homousios(wesens⸗ gleich; die Arianer verleugneten die Wesensgleichheit Christi mit Gott dem Vater. Red.) nicht übereinstimmen sollte!“ Diese Erklärung wurde mit dem trockensten Tone und der ernstesten Miene von der Welt vorgebracht, aber wieder mit schallendem Gelächter aufgenommen. „Wenn,“ fuhr der Eulenspiegel in der Reiteruniform, ohne sich dadurch irre machen zu lassen, fort,„dieser Umstand, daß sie in ketzerischer Verstocktheit die Definitionen des Kon⸗ zils von Nizäa über ein so außerordentlich wichtiges Wort verwarfen, sie nicht Ihrer weiteren Teilnahme unwürdig er⸗ scheinen läßt, hochwürdiger Herr, so darf ich zu weiterer Auf⸗ klärung über diesen tapferen Volksstamm hinzufügen, daß derselbe unter seinen nationalen Eigenschaften einen wunder⸗ baren Spürsinn besitzt, welcher seine einfache, mit einer glatten Eisenspitze und einem schwarzweißen Wimpel ver⸗ sehene Lanze zu einer ganz famosen Wünschelrute macht, die überall da, wo edles Rebenblut in tiefen Kellerverstecken ver⸗ borgen ist, unfehlbar stehen bleibt! Meine Kameraden wer⸗ den mir bezeugen, daß wir trotz unserer Ketzerei darin wirk⸗ liche, unleugbare Wunder tun!“ „Farceur!“ murmelte der Geistliche,„Possenreißer!“ während die übrigen wieder auflachten. „Nehmen Sie meinem Kameraden seine Scherze nicht übel,“ sagte ich;„wir treffen hier in Frankreich mitunter auf seltsame Vorstellungen von unserem Lande, daß es natürlich ist, wenn wir Anfällen von Heiterkeit dabei nachgeben...“ „Es tut mir leid,“ sagte der Geistliche,„daß meine Frage über die Herkunft der Ulanen eine solche Unkunde ver⸗ riet, die die Lachlust der Herren reizte. Ich bin wenigstens belehrt, daß dieser Volksstamm neben seiner kriegerischen Tüchtigkeit eine ausgezeichnete Schulbildung besitzt!— Unsere Troupiers(Soldaten),“ setzte er hinzu,„ist man nicht gewöhnt, von Attilla, Arianismus, dem Kaiser Valens und dem Konzil von Nizäa reden zu hören! Sind Ihre Kame⸗ der letzten Vorkommnisse, wegen der Einführung einzureichen. oder sonstige im Dienstverhältnis, das vom Handelsgesetzbuch regelt ist, stehende Personen trifft, muß, wenn dieses Unglück Betroffenen außer Stellung bringt, der Dienstherr noch bis z Quartalsende, aber mindestens sechs Wochen das vereinbarte Gel vom Scheitel bis zur Sohle ganz das, was man bei uns will offenbar verhindern, daß der schweizerische Parteitag sich zu on einem Emigrantenkongreß der ganzen Welt entwickele. Die Fraktion in der Bundesversammlung beschloß angesichts der Präventiv⸗ 10 zensur und der Urlaubsverweigerung gegenüber Mitgliedern der 1 0 Bundesversammlung und kantonalen Parlamente Interpeslationen die Soziales. Eine Ergänzung des S 63 des Haudelsgesetzbuches. Bei einem unverschuldeten Unglück, das den Handlungsgehi! 1 0 0 bezahlen. Die Einberufung zum Kriegsdienst hat in zahl e Fällen zu Differenzen über die Auslegung dieses§ 63 des Hand fuß gesetzbuches geführt. Die Rechtsprechung hat völlig versagt, ir es werden fortwährend Urteile gefällt, iegsdiens 1 einem unverschuldeten Unglück machen und b Kriegsdienst sei ein Ehrendienst und könne des tag sein. Um diesem Durcheinander ein Ende zu machen, ch band reisender Kauf ö 90 gewandt mit dom Ersuchen, 6 Verordnung zu crlassen, 1 E Einberufung zum Kriegsdien die des preußischen Handelsministers ist noch nicht ergangen. daf Anwachsen der Betriebsunfälle. 7 fil Laut Bericht der Sektionsversammlung des Kreises VII i (Leipzig) der Buchdruckerberufsgenossenschaft zeigt sich im laufenden it Jahr ein starkes Anwachsen der Unfälle jugendlicher Persone 00 Die Ursache wird darin erblickt, daß es durch die weiteren i ziehungen zum Militär nach und nach an dem genügenden Aussicht 1 personal zu mangeln beginne und Lehrlinge und jugendliche 9 1 sonen zu Arbeiten herangezogen würden, die sie sonst in gew lichen Zeiten nicht zu verrichten brauchten. 0 „ 7 8„ 5 2 1 g a „Dafür kann ich nicht einstehen,“ antwortete ich lachend N „möglich immerhin, daß einer oder der andere von uns es noch f bis zum Präsidenten einer gelehrten Akademie bringt. Nut 0 mich muß ich bescheiden davon ausnehmen. Das einzige, 0 was ich in der Gelehrsamkeit geleistet, ist eine ziemlich müh⸗ 5 sam zusammengeschriebene Doktordissertation!“ 1 n „Ah... Sie sind Doktor? Doktor— und... Un 1 bn offizier? Wie ist das möglich?“ 1 „Er ist Doktor Juris, Unteroffizier, Baron und Refe“ rendar,“ rief hier der„Possenreißer“ aus;„also ein Mat 1 allgemeine Wehrpflicht heißt, oder auch den Kantischen ka gorischen Imperativ, in seiner Beziehung zu Vaterla* König und Zündnadelkarabiner. I Die übrigen elf Paladine meiner Tafelrunde verst 5 natürlich von all diesem blühenden Unsinn wenig ge 90 was sie jedoch nicht hinderte, wieder laut aufzulachen. 10 sah an der Miene des Geistlichen, daß er mit sich schwane ob er sich länger zum Mittelpunkte diefer Heiterkeit hergeben] solle oder besser tue, sich zurückzuziehen; da ich aber wün N 3 daß er bleibe, um von ihm einiges Nähere über unsere Wirte 1 zu erfahren, so schnitt ich dem„Possenreißer“ rasch das Wort U. ab, indem ich mich an den Geistlichen mit der Frage wandte: 0 85 1 5 der Hausgeistliche, der Erzieher vielleicht in diesen 1 use?“ 5 „Nehmen Sie an, ich wäre das erstere,“ antwortete der 8 Geistliche,„wem Sie eine Erklärung wünschen, Weshalb ah n die Herrschaft vertrete...“ a ö 9 „Der Eigentümer des Schlosses ist abwesend?“„ „Er ist tot; Herr Kühn ist vor drei Jahren gestorben. „Er war ein Deutscher, der Herr Kühn?“ i 90 „Ein Elsässer; er hatte... wie nennen Sie das: den“ 1 Usines(Hüttenwerke) im Departement Oberrhein; Chatean Giron gehörte ursprünglich seiner Frau, die Französin i* „Und sie lebt bier, diese Dame? Ich glaube, sie bf unserer Ankunft auf dem Treppenperron wahrgend n haben J zum Arianismus bekehrt wurden. Sie sind samt und son⸗ raden alle so gelehrt?“ (Fortsetzung folat.] sgesehg went ern e gata denn gt, IW de en, 1 U N ises laufen, Person ren k Ausst liche ke 11 Hessen 1 sich die Preise noch nicht gebildet. und Nachbargebiete. Gießen und Umgebung. Ein Sieg des Kommunalsozialismus. Die Organisation unserer Lebensmittelversorgung hat trotz allen guten Absichten bisher keineswegs zu einem ein— heitlich günstigen Ergebnis geführt. Es ist weder der Wucher in den notwendigsten Lebensbedürfnissen unterbunden, noch selbst auf den Gebieten, wo wir reichlich und überreichlich Vorräte haben, wüste Preissteigerungen vermieden oder gar einheitlich eine vernünftige Verteilung durchgeführt worden Der grundsätzliche Fehler in allen bisherigen Bundesrats- verordnungen bestand, wie hier wiederholt betont wurde eben darin, daß man den Gemeinden zwar die Durchführung der Bundesratsverordnungen übertragen, aber ihnen keine Exekutive eingeräumt hatte. Es half z. B. nichts, daß die Gemeinden Höchstpreise für Nahrungsmittel festsetzen und daß sie Preistafeln verlangen konnten, wenn sie nicht zugleich das Recht erhielten, die Voraussetzungen für diese Preise mitzubestimmen und mitdurchzuführen. Man hatte bisher ängstlich vermieden, das freie Spiel der kapitalistischen Kräfte in der Produktion, also auf der ersten Stufe jeder Preis- bildung, anzutasten. Diese Uebelstände sucht jetzt endlich der Bundesrat durch eine durchgreifende Organisation zu beseitigen. Der Bundesrat hat bekanntlich zur Durchführung der Versorgung der Bevölkerung mit bestimmten Gegenständen des notwendigen Lebensbedarfs zu angemessenen Preisen nunmehr die Gemeinden ermächtigt, mit Zustimmung der Landeszentralbehörden für die Handels- und Gewerbe— treibenden ihrer Bezirke Vorschriften hinsichtlich des Betriebs, im besonderen des Erwerbs, des Absatzes, der Preise und der Buchführung zu erlassen. Die Gemeinden werden aber zu⸗ gleich ermächtigt, die Versorgung mit solchen Lebensmitteln unter Ausschluß des Handels selbst zu übernehmen oder aus⸗ schließlich gemeinnützigen Einrichtungen oder bestimmten Handels- und Gewerbetreibenden zu übertragen. Ferner können die Landeszentralbehörden Kommunalverbände, Ge⸗ meinden oder Gutsbezirke für die Zwecke der Versorgungs⸗ regelung vereinigen und ihnen die nötigen Befugnisse über⸗ tragen. Das Wichtigste ist nun aber, daß die Gemeinden in die Preisbestimmung schon bei der Produktion eingreifen können. Die größeren Gemeinden sind verpflichtet— den kleineren bleibt es überlassen— Preisprüfungsstellen einzu⸗ richten, die aus unbeteiligten Sachverständigen und Ver— tretern der Konsumenten, der betreffenden Produktion und des Handels zusammengesetzt sind. Wenn diese Behörden feststellen, daß die Preise billigen Anforderungen nicht ent⸗ sprechen, so können sie nicht nur enteignen, sondern auch die Produktion selbst in die Hand nehmen. Ueber den kommu— nalen Preisprüfungsstellen steht eine ebenfalls paritätisch zusammengesetzte Reichspreisprüfungsstelle in Berlin, die außerdem den Reichskanzler beraten soll. Dadurch bekommen wir also eine Art Zentralstelle für alle Ernäh⸗ rungsfragen, wie sie die sozialdemokratische Reichs⸗ tagsfraktion und die Generalkommission der Gewerkschaften schon von Beginn der Kriegswirtschaft an gefordert hatten. Leider gibt der Bundesrat bisher noch nicht die Macht der Exekutive, des direkten Eingriffs in die Produktion und in die Verteilung der Wirtschaftsgüter. Immerhin ist zu hoffen, daß ein solcher Beirat aus allen Schichten der deutschen Be⸗ völkerung den Reichskanzler besser und schneller über die Nöte des Volkes unterrichten wird, als der langwierige Appa⸗ rat der Verwaltung. Auf diese Art kann sich sehr wohl ein Zusammenarbeiten zwischen Bevölkerung und Regierung ent⸗ wickeln, wie es die Sozialdemokratie von Anfang an ge⸗ fordert hat. Die neue Bundesratsberordnung zeigt auf das Deut⸗ lichste, wenn auch erst in Zeiten der Not und des Zwanges, daß sich Preisregulierungen von großen Zentralstellen und von den Gemeindebehörden aus sehr wohl durchführen lassen. Die Möglichkeit einer solchen Regelung ist bekanntlich bis auf den heutigen Tag von allen bürgerlich kapitalistischen Politikern bestritten worden. Diese Verordnung ist selbst, wenn man von der durchgreifenden Regelung über das ganze Reich einmal absieht, da man ihre Wirkung noch nicht kennt, ganz zweifellos ein wichtiger Schritt auf dem Gebiet des Kommunalsozialismus, den bisher auch nur die Sozialdemo⸗ kratie mit Energie gefordert hat. Es zeigt sich immer mehr, daß außer sozialistischen Gedankengängen und Forderungen in den schwersten Zeiten des Volkes ein Heil nicht möglich ist. Wie der Zwischenhandel Wucherpreise schafft. Das Großh. Polizeiamt Darmstadt teilt mit:„Ein hiesiges Warenhaus verkaufte vor einigen Wochen große Mengen Zerbelatwurst(Dauerware). Die aus Schweden stammende Wurst kostete den ersten deutschen Käufer 2,40 Mark für das Kilogramm. Drei weitere Käufer, darunter auch einer, der seinem Geschäfte nach für Wursteinkäufe nicht in Frage kommt, erwarben die Wurst für 2,60, 2,90 und 3,20 Mk. pro Kilogramm. Der letzte der Zwischenhändler verkaufte die Wurst an das eingangs erwähnte Warenhaus zum Preise von 380 Mk. für das Kilogramm. Dieses gab die Wurst schließ⸗ lich für 4,70 Mark für das Kilogramm an die Konsumenten ab. Der Verdienst der Zwischenhändler hat also die Wurst zum 1,40 Mk. pro Kilogramm verteuert, in die Hände der Konsumenten gelangte sie um 2,30 Mark pro Kilogramm ver⸗ tteuert. Eine Anzeige wegen Verfehlung gegen die Verord- mung des Bundesrats gegen übermäßige Preissteigerung vom 23. Juli d. J. wird erhoben werden.“ Mit eiserner Faust muß gegen dieses Schmarotzertum dreingeschlagen werden. — die Kartoffeln sind noch immer sehr teuer, obgleich die Ernte eine so reichliche und gute ist, wie sie seit 20 Jahren nicht war. Es werden noch immer für den Zentner 4 Mark und noch mehr verlangt, wofür man nach Lage der Verhält: nisse einen Doppelzentner bekommen müßte. Jetzt ist die Ernte allerdings noch nicht beendet, die Landwirte bringen daher zu dieser Zeit noch wenig auf den Markt und es haben Es ist daber au raten, mit Einkauf der Winterkartoffeln noch zu warten; ein Mangel, wie im Vorjahre, kann bei den vorhandenen Massen nicht eintreten, es dürfte auch in diesem Jahre nicht so leicht möglich sein, sie zurückzuhalten.— Wie einem Frankfurter Blatte geschrieben wird, tragen vielfach auch die Städte selber zur Preissteigerung bei, weil sie für ihre großen Einkäufe viel zu hohe Preise bieten. 1755 Die Auszahlung der Familienunterstützung an die Angehörigen der zum Heeresdienst Einberufenen wird vom Freita 9 den 1. Oktober an ausbezahlt und zwar: die Reichs⸗ und Kreis unterstützumg an diejenigen, deren Namen mit A—K beginnen, am Freitag, an die übrigen am Sams⸗ tag.— Die städtische Unterstützung(Mietszuschuß) kommt zur Auszahlung an diejenigen, deren Namen mit AK beginnen, am Montag den 4. Oktober, an die übrigen am Dienstag. Am Mittwoch den 6. Oktober findet die Aus⸗ zahlung an die Vermieter, welche Mietbeträge abholen, statt. Die Auszahlungen erfolgen stets vormittags von 8—1 Uhr. —— Gefallene aus Oberhessen und Nachbargebieten. Ersatzreservist Ludwig Heuser aus Gießen, Inf.-Reg. 252. — Ersatzreservist Wilhelm Lepper aus Alten-Buseck, Inf.⸗ Reg. 222.— Ersatzreservist Philipp Pfeffer, Steinbruch⸗ besitzer aus Albach, Res.⸗Inf.⸗Reg. 116.— Wehrmann Johannes Paulus aus Allendorf a. Lumda, Res.-Reg. 116. — Musketier Karl Stieler, Finanzaspirant aus Alsfeld, Inf.⸗Reg. 168.— Kanonier Karl Hofmann aus Kinzen⸗ bach, Fuß⸗Artillerie-Reg. 3. Der Verbandstag der gemeinnützigen Bauvereine im Großh. Hessen fand am Sonntag unter dem Vorsitze des Landeswohnungs⸗ inspektors Gretzschel in Groß⸗Steinheim statt. Der Vorsitzende er⸗ stattete den Geschäftsbericht, wobei er hervorhob, daß den Bau⸗ vereinen für ihre Arbeit nach dem Frieden jetzt bestimmte Ziele erstanden seien. Die Befürchtung einer großen Wohnungsnot teile er nicht für das Großherzogtum Hessen, jedenfalls sei aber Vor⸗ sicht geboten. Der zu erwartenden Bodenspekulation müssse energisch entgegengearbeitet werden. Die Geldfrage sei für Hessen in guten Händen. Die vom Deutschen Verband für Wohnungs⸗ reform an den Reichstag gerichteten Anträge müsse man unter⸗ stützen. Redner berichtete weiter über die Revistonstätigkeit, die ein gutes Resultat gezeigt habe, die finanzielle Lage der Bauvereine sei durch den Krieg nicht erschüttert. Für die Zeit nach dem Kriege sei besonders der Kleinwohnungsbau für kinderreiche Familien ins Auge zu fassen, er sei Pflicht der Allgemeinheit, den Familien mit großer Kinderzahl gesunde Wohnungen zu verschaffen. Bisher sei nichts geschehen, das müsse nach dem Kriege anders werden, evtl. müssen öffentliche Mittel bereit gestellt werden. Wichtig sei auch die Ansiedelung für Kriegsinvaliden und hierbei müßten die Bau⸗ genossenschaften mitwirken.— Geheimrat Dr. Dietz empfahl für die nächste Zeit große Vorsicht bei beabsichtigten Neubauten; es dürfe nur das Bedürfnis mitsprechen. Die Landesversicherungs⸗ anstalt werde ihr Interesse auch fernerhin den Bauvereinen widmen. Die Ansiedelung der Kriegsinvaliden dürfe nicht in Masse erfolgen. Er wies dann noch auf die Bedeutung der Hypotheken— lebensversicherung hin.— In der Aussprache wurde empfohlen, daß die Bauvereine sich lebhaft mit der Hypothekenlebensversicher⸗ ung beschäftigen möchten.— Ueber die verschiedenartige Auf- fassung und Beurteilung der Stempelfrage bei den Behörden hielt einen sehr interessanten Vortrag Prokurist Berg-Bensheim: darauf wurde folgende Entschließung angenommen:„Die Ver- sammlung stimmt den Ausführungen zu und spricht den dringen⸗ den Wunsch aus, daß die Regierung den gemeinnützigen Bauver⸗ einen in den Fragen der Stempelerlasse in weitgehendstem Maße entgegenkomme, sodaß den Bauvereinen die Befreiung von den Stempeln vollständig sichergestellt wird. Die Bauvereine dienen durchaus dem allgemeinen Interesse und können sie ihre Tätigkeit nur ausüben, wenn sie auch in dieser Frage die Unterstützung der Regierung finden. Die Versammlung spricht den Wunsch aus, daß etwaige gesetzliche Hindernisse alsbald beseitigt werden.“— Die Entschließung solle auch der Zweiten Kammer zugehen.— Der von Wiegand⸗-Heppenheim vorgetragene Kassenbericht fand ohne De⸗ batte Annahme; dem Rechner wurde Entlastung erteilt.— Ueber die Bürgschaftsübernahme des Reiches für Darlehen der Bauver⸗ eine sprach hierauf Pfarrer Loos-Butzbach. Der Vorstand wurde beauftragt, dahin vorstellig zu werden, daß alle Minderbemittelte, und nicht nur Arbeiter und Reichsbeamte, der Wohltat dieser Bülrgschaft teilhaftig werden, und daß ferner die Bedingungen, an welche oͤie Bürgschaft geknüpft ist, entsprechend erweitert werden, sodaß auch kleinere Bauvereine berücksichtigt werden können, und daß endlich die Bürgschaftssumme, die eben 25 Millionen beträgt, entsprechend erhöht wird.— Eine anschauliche Darstellung über die Entwicklung der gemeinnützigen Baugenossenschaft in Groß-Stein⸗ heim und deren erfolgreiche Tätigkeit gab hierauf Hoffmann-Groß⸗ Steinheim.— Nachdem noch der Vorstand bevollmächtigt worden war, den Ort der nächstjährigen Tagung, die in Rheinhessen statt⸗ finden wird, selbst zu bestimmen, wurde die Tagung geschlossen. Goldener Segen. Wie die gesteigerten Kohlenpveise auf den Gewinn der Zechen wirken, zeigt der Abschluß der Zeche„Hein⸗ rich“ in Ueberruhr für das 3. Quartal d. J. Die Ausbeute betrug pro Kuxe in Mark: 1. Quartal: 2. Quartal: 3. Quartal: zusammen: 1914 125 125 1 35 1915 125 150 200 475 Die Zeche zahlte also in oͤen ersten 3 Quartalen eine um 35 Prozent höhere Ausbeute gegenüber der gleichen Zeit des Vor⸗ jahres. Die diesjährige Steigerung von Vierteljahr zu Vierteljahr zeigt deutlich, daß die Behauptung, die gestiegenen Selbstkosten erforderten Kohlenpreiserhöhungen, nicht allzu ernst zu nehnnen war. Die Kohlenindustrie ist auf dem besten Wege, Kriegsgewinne zu erzielen, während die Not in den Familien der Bergarbeiter in gleichem Verhältnis zu der gesteigerten Ausbeute zunimmt. Fiir durchgreifende Lohnerhöhungen ist trotz allem Ueberfluß kein Geld da. — Früherer Ladenschluß. In der Versammlung, die am Mon⸗ tag abend im„Kaiserhof“ abgehalten wurde, um über die Einffth⸗ rung eines früheren Ladenschlusses zu beraten, waren 26 Firmen vertreten. Von 19 lagen zustimmende Erklärungen vor, sodaß fast einstimmig beschlossen wurde, den Ladenschluß abends 7 Uhr, außer Samstags um 8 Uhr und Sonntags um 2 Uhr, vorzunehmen. Im Monat Dezember bleibt die Verkaufszeit wie seither. Eine Liste zur weiteren Einzeichnung der nicht anwesenden Firmen wird diesen vorgelegt. Die Herren Brück, Kübel⸗Teipel, Plank, Schaaf und Schlierbach wurden mit den weiteren Arbeiten beauftragt. Hoffentlich wird die Kolonjal- und Lebensmittelbranche sich eben⸗ falls einem früheren Ladenschlusse geneigt zeigen. 5 — Vom Gießener Gefangenenlager. Am Montag abend und gestern vormittag erhielt das Gefangenenbager starken Zuwachs. In zwei Transporten trafen über 3000 Mann französischer Ge⸗ fangenen ein, die bei den letztem Kämpfen in Nordfrankreich in Ge⸗ fangenschaft gerieten. Die meisten trugen die neue französische grau⸗blaue Felduniform.— Der bisherige Kommandant des Ge⸗ fangenenlagers, Generalmajor v. Petersdorff, verläßt seinen hiesi⸗ gen Posten und kommt nach Straßburg; an seine Stelle tritt Oberst z. D. Parrisius aus Berlin. Kreis Wetzlar. n, Ein gefangener Russe erschossen. In der Nacht zum Montag wurde im Wetzlarer Gefangenenlager ein Russe von einem Wacht⸗ posten erschossen. Wie es heißt, hätte der Gefangene zu ent⸗ fliehen versucht und habe auf den Anruf des Postens nicht gestanden. Letzterer hat darauf geschossen und den Russen tödlich getroffen. Dieser soll deutsch verstanden haben und im Besitze von deutschem Geld und Lebensmitteln gewesen sein.— Daß jeder Gefangene gerne seine Freiheit haben möchte, ist gewiß sehr begreiflich, aber jeder sollte sich doch selber sagen, daß ein Fluchtversuch mit größter Gefahr verbunden ist und nur selten gelingt.. Bon Nah und Fern. Der Pfingststreit in der Fabrik. Das Starkenburgische Schwur⸗ gericht begann seine diesmalige dritte Periode mit einer Verhand⸗ lung wegen Körperverletzung mit tödlichem Erfolg gegen den 65 Jahre alten Lohgerber Joh. Georg Gutberlet in Offenbach. Der Angeklagte arbeitete seit Dezember v. J. in der Offenbacher Leder⸗ warenfabrik von Müller& Cie. Der hier gleichfalls beschäftigte 60jährige Franz Stesanoff soll sich, da er schon seit Jahren in dem Betrieb war, dem Gutberlet gegenüber eine gewisse Autorität an⸗ gemaßt haben, sodaß es zwischen den beiden fortgesetzt zu Reibereiem kam. So auch am dritten Pfingsttag, als Gutberlet etwas verspätet zur Arbeit antrat und deshalb von Stefanoff, der nicht etwa Vor⸗ arbeiter war, zur Rede gestellt wurde. Gutberlet hatte am zweiten Feiertag stark getrunken und am anderen Morgen, am 25. Mai, be⸗ reits zwei Viertelchen Schmaps zu sich genommen, als er die Ger⸗ berei betrat, mit der freundschaftlichen Begrüßung„Gute Morje Ihr Ochse“! Als ihm nun Stefanoff wegen des Zuspätkommens Vor⸗ halt machte, ging der Streit los, zunächst mit Worten. Gutberlet hatte ein Kalbfell herzurichten und wollte sich dazu ein Messer dem oberen Stockwerk holen. Auch hier mischte sich Stefanoff ein dazu brauche man kein Messer. Er riß dann das Fell vom Bock un drängte damit gegen den zurückgekommenen Gutberlet vor. De glaubte sich bedroht und stach fünfmal mit dem Messer auf Stefan los. Vier Stiche gingen in die Lunge: Stefanoff verschied na wenigen Augenblicken an innerer und äußerer Verblutung. Der Angeklagte bestritt jede Tötungsabsicht, er habe lediglich in Angstz und Erregung gehandelt. Die als Zeugen auftretenden Arbeits⸗ kollegen bezeichneten den Angeklagten als einen geschickten Arbeiter, an den Stefanoff nicht habe heranreichen können. Der öftere Streit sei stets durch St. entstanden. Gutberlet hätte aber nicht zu stechem brauchen. Stefanoff habe ihn gewiß mit dem Fell nicht bedrohen, sondern ihm wohl zeigen wollen, daß man für die Arbeit kein Messer brauchte. Der als Zeuge erschienene Arbeitgeber Müller bekundete, daß Stefanoff keineswegs bösartig gewesen sei; man könne auch nicht sagen, daß der Getötete sich habe aufspielen und andere habe bevormunden wollen, er war ein fleißiger Mann, der nicht sehem konnte, wenn andere nicht ihre Arbeit voll erfüllten. Zwischem Stesanoff und Gutberlet bestand immer ein gespanntes Verhältnis. Der Täter habe sosort Reue geäußert, als der Stefanoff leblos am Boden lag. Der medizinische Sachverständige bezeichnete den Ange⸗ klagten als vermindert zurechnungsfähig infolge chronischen Alko⸗ holismus. Gutberlet stammt au⸗ Gerberfamilie, die elterliche Gerberei hat er ansangs weitergeführt, bis er wegen Eifersucht seine Frau mit fünf Kindern verließ. Seitdem führte er ein unstetes Leben, in dem sein Tröster der Alkohol war: Ein Schoppen Schnaps am Tag ist nicht viel, hatte er dem Arzt gegenüber geäußert. Der Staatsanwalt plaidierte für schuldig im Sinne der Anklage; er charakterisierte den Getöteten als braven Arbeitsveteranen und be⸗ rief sich dafür auf Auslassungen im Offenbacher Abendblatt anläß⸗ lich der Beerdigung Stefanosfs. Der Verteidiger forderte wegen Notwehr Freisprechung, in zweiter Linie mildernde Umstände. Nach kurger Beratung bejahten die Geschworenen die Schuldfrage der Körperverletzung mit tödlichem Ersolg, sowie die weitere Frage nach mildernden Umständen. Das Urteil lautete dem Antrage des Staats⸗ anwalts entsprechend auf 1 Jahr 6 Monate Gefängnis, auf die vier Monate der Untersuchungshaft angerechnet wurden. Der Ver⸗ urteilte erwiderte, daß er lieber ein Todesurteil haben wollte, als ins Gefängnis zu gehen. * Straßenbahn⸗Unfall mit tragischen Folgen. In Mainz fuhr am Sonntag vormittag der in den dreißiger Jahren stehende Pionier Färber mit einem Handkarren, den er hinter sich herzog, durch die Rheinstraße, als von rückwärts ein Straßenbahnwagen daherkam und den Karren erfaßte und zur Seite schleuderte. Der Soldat selbst kam unter den Motorwagen und wurde namentlich am Kopfe sehr schwer verletzt. Der Wagenführer Treber, der früher eine Fuhrunternehmerei besaß, nahm sich den Fall so zu Herzen, daß er nach seiner Ablösung vom Dienste nach Hause ging und sich aus Schwermut erhängte. * Großfeuer im Münchner Pschorrbräu. Am Samstag ent⸗ stand in München auf der Theresienhöhe in einer 30 Meter langen und 20 Meter breiten Lagerhalle der Pschorrbrauerei aus unbe⸗ kannter Ursache Großfeuer, dessen Bekämpfung die Feuerwehr fast zwei Stunden in Anspruch nahm. Die Lagerhalle, in der sich 5000 Tische und Stühle befanden, ist vollständig niedergebrannt. Mitverbrannt ist auch das bekannte Kolossalgemälde von Kaulbach, Schützenliefl. Es war auf 10000 Mk. bewertet. Der Gesamt⸗ schaden beläuft sich auf ungefähr 50 000 Mk. Jungen als Mörder. Aus Luxemburg wird berichtet: Die luxemburgische Polizei hat durch Zufall die Urheber zweier schweren Verbrechen in zwei 14 jährigen Knaben entdeckt. Sie hatten voriges Jahr die Witwe Hoffmann aus Hermsdorf ermordet und anfangs dieses Jahres die 24jährige Natalie Schmoll aus Diekirch. In beiden Fällen liegt Raubmord vor.. Telegramme. Lugesberigt be Grafen Hauptmurtirs Die stockende Offensive der Westgegner. Unser Durchbruch bei Wischnew. Der russische Rückzug in Wolhynien. W. B. Großes Hauptquartier, 28. Sept., vorm.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Der Gegner setzte seine Durchbruchsversuche auch gestern fort, ohne irgend welche Erfolge zu erzielen. Dagegen erlitt er au vielen Stellen sehr erhebliche Verluste. Bei Lens unternahmen die Engländer einen neuen Gasangriff. Er verpuffte völlig wirkungslos. Unser Gegen⸗ stoß brachte neben gutem Geländegewinn 20 Offiziere, 750 Mann an Gefangenen, deren Zahl an dieser Stelle daßnit auf 3397 leinschließlich Offizieren) steigt. 9 weitere Maschinen⸗ gewehre wurden erbeutet. Bei Souchez, Angres, Rocrincourt und auf der ganzen Front der Champagne bis an den Fuß der Argonnen wurden französische Angriffe restlos abge⸗ wiesen. In der Gegend von Sou ain brachte der Feind unter merkwürdiger Verkennung dey Lage sogar Kavalleriemassen vor, die natürlich schleunigst zusammengeschossen wurden und flüchteten. Besonders ausgezeichnet haben sich bei der Ab⸗ wehr der Angriffe sächsische Reserwe⸗Regimenter und Trup⸗ pen der Garnison Frankfurt a. M. In den Argonnen wurde unsererseits ein kleiner Vorstoß zur Verbesserung der Stellung bei Fille morte ausgeführt. Er zeitigte das gewünschte Ergebnis und lieferte außerdenn 4 Offiziere und 250 Maun an Gefangenen. Auf der Höhe bei Combres wurde vorgestern und gestern durch umfangreiche Sprengungen die feindliche Stel- lung auf breiter Front zerstört und verschüttet geworfen. flämpfe statt. Oestlicher Kriegsschauplatz. Pariser Privatdepeschen, nach der die E verbandes betr. Bulgarien jetzt keine Anstand garien müsse sofort klar sagen, gegen we Weg nach Konstantinope Vierverband würde sofort seinen B Der türkische Tagesbericht. Konstantinopel, 28. Sept. lt mit: An der Dardane Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg. Der gestern auf der Südwestfront von Dün a burg zurückgedrängte Gegner suchte sich in einer vorwärts ge⸗ legenen Stellung zu halten. Er wurde angegriffen und Südlich des Dryswjaty⸗Sees fanden Kavallerie⸗ Das Ergebnis des Generalobersten v. Eichhorn in der Schlacht von Wilna, die zum Zurückwerfen des Feindes eiligen Rückzug zurücklassen mußte. Die Zusammenstellung dieser Beute konnte infolge unseres schnellen Vormarsches erst jetzt erfolgen. Die bislang gemeldeten Zahlen sind in ihr micht enthalten. 5 Südlich von Smorgon blieb unser Angriff im Fort⸗ schreiten. Nordöstlich von Wischne w ist die feindliche Stel lung durchbrochen. 24 Offiziere, 3300 Mann wurden dabei zu Gefangenen gemacht, 9 Maschinengewehre erbeutet. ntscheidung des Vier⸗ bereits getroffen sei. snoten mehr, sondern Handlungen. n es rüste. über Dedeagatsch sei offen. eschluß in die Ta Bulien 1 in Gaben aisen armer Kaufleute, oder a 1 5 unverschuldet in Not gekommen sind, ohne Unterschied der Kon⸗ fession zu verteilen. setzen. 15. Oktober d. Is. entgegen. 1 (W. T. B.) Das Aus der Louis Scheid⸗Stiftung sind am 11. Dezember die e ee e aer 20 Mt. an Witwen un n arme Kaufleute selbst, sofern sie Meldungen nimmt das städtische Armenamt, Asterweg g, bis 6 Gießen, den 28. September 1915 5 9 Der Oberbürgermeister. 7 (Armenverwaltung.) Ke I[Ler. 2 llenfront ist die Lage un⸗ inseue nach verschiedenen Richtungen ausgesandten zwei feindliche Aufklärungs⸗ der Umgegend machten über⸗ fe auf feindliche Schützengräben und unition, Feldtelephon⸗ und Pinonier⸗ quartier tei 3 2 5 5 5 verändert;! bis über die Linie Naroch⸗Seen—Smorgon.— Aufklärungsabtei 5 Wischnew geführt hat, beträgt an Gefangenen und Mate⸗ e ee, rial 70 Offiziere, 21908 Mann, 3 Geschütze, 72 Maschinen⸗ ere gewehre und zahlreiche Bagage, die der Feind auf seinem rüschen d e A875 erbeuteten Gewehre, M Sonst nichts Neues. Vereinskalender. . Donnerstag, 30 September. Wießen. Wahlverein Vortrag des über: Die gegenwärtige Lage. Verantwortlicher Redakteur: Verlag von Krum Druck: Verlag Offenbacher Aben Allerheiligenstraßße, Conslabler Wache. Besitze Hinterhalte, Tüglich abends 8 Uhr: Große Vorstellung. . 1. Teil. 5 925 Bebitta Winkler, Vortrags⸗Soubrette. Frl. Emmy, Trapez⸗ ünst, lerin. Victor Kayser, Frankfurter Humorist. Frankon in ihrer Original⸗Verwandlungs⸗Szene⸗ Tenni del. Romain, Vortrags⸗Soubrette. Sepp und Kathi Spörl, die kleinsten und besten oberbahr. Gesangs⸗Tanz⸗Duettisten u. Solisten.* 1 gerät. Mitgliederver⸗ S. Katzenstein⸗ Berlin 4 45 2 3 2 Helluette's wunderbarer Dresiur-Akt mit tren exotischen 1 Anni JIppenstein, Operetten⸗Liedersängerin. ter sammlung. Vetters, Gießen. m& Cie., Gießen. dblatt, G. m. b. H., Offenbach a. M. Komiker. Frankonia⸗ Sextett als 1„ Emmy als Flachturn⸗Künstler. Elli Romaig⸗ Vortrags⸗Soubrette eee Generalfeldmarschalls g rinzen Leopold von Bayern. Die Brückenköpfe östlich von Baronowitsch sind n in unferem Besitz. 350 Gefangene sind einge— racht. g Die Lage ist unverändert. Heeresgruppe des Generals v. Linsingen. Der Uebergang über den Styr unterhalb von Luzk ist erzwungen. Unter diesem Druck sind die Russen nördlich von Dubno auf der ganzen Front in völligem Rückzuge. Oberste Heeresleitung. Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht Der russische Rückzug in Wolhynien. 5 Abgewiesene italienische Angriffe. Li N. 1115, 1147 4 5 Die Verzinsung hört mit Ende D Nussischer Kri egsschauplatz. sleésung kann bei der Stadtkass Durch die österreichisch⸗ungarischen und deutschen Streite] Kreditbank in Frankfurt a. M. . 20 9 8 Von in früheren Jahren ausge gezwungen, seine unter großen Opfern unternommene Offen⸗ noch nicht zur Rückzahlung vorgel siwe im wolhynischen Festungsgebiet aufzugeben. Der ru ssi⸗Lit. N. Nr. 1112 über 500 Mk. und Gießen, den 25. September 1915. Der Oberbürgermeister. Wien, 28. Sept.(W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 28. September 1915. kräfte am Styr mit der Umklammerung bedroht, sah sich der Feind sche Rückzug dauerte gestern den ganzen Tag über an und führte das feindliche Heer hinter die Gutilowka. Unsere Armeen verfolgen. In den Nachhutgefechten östlich von Luck nahmen Geschwister Frankonia, Gesangs⸗Tanz⸗Duettistinnen. Bekanntmachung. nommenen Verlosung Kolosseum Frankfurt a. M. r: Albert Ravvmann. Bekanntmachung. 5 0 Treffpunkt aller Gießener! 1 ö ö ö Program m: ia⸗Ensemble Die Tennismäͤdel. Ellp 2. Teil. 3 Victor Kayser, beli „Flotte Matrosen“. Wilson unn Zu recht zahlreichem Besuche ladet freundlichst ein Bei der am Heutigen vorge 1. Januar 1916 zurückzuzahlenden Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Gießen sind gezogen worden: v. Mackensen. Lit Schuldverschreibungen der Stadt a. vom 1893er Anlehen: 48, 114, 136, 141, 201, 230 19, 11%%, 247, 269, 367 49, 100, 167, 252, 288, 380, 432, 499, 52 560, 578, 593, 609, 720, 756, 758 57, 84, 127, 159, 208, 269 23 60, 122, 169, 20 304, 332, 384 b. vom 1894er Anlehen: . 840, 892, 941, 987, 1021, 1082 329, 360, 430 429, 487, 548, 597 c. vom 1895er Anlehen: ezember 1915 auf. e Gießen und bei der Mitte und Gießen erfolgen. losten Schuldverschreibungen sind Lit. P. Nr. 600 über 100 Mark. unsere Truppen 4 russische Offiziere und 600 Mann gefangen. An der Ikwa und in Ostgalizien ist die Lage unverändert. Italienischer Kriegsschauplatz. An der Dolomitenfront wurde heute früh ein Angriff des Feindes gegen den Col dei Bois mit Handgranaten abge⸗ wiesen. Gestern beschossen die Italiener neuerdings das Spital des Roten Kreuzes in Görz mit etwa 50 Granaten, obwohl diese Sanitätsanstalt, da sie noch nicht vollständig geräumt werden konnte, nach die Genfer Flagge teug. Im Abschnitte von Doberdo vereitelte unser Feuer einen Angriffsversuch gegen den Monte Dei sei Busi. Südöstlicher Kriegs schauplaßz. Unser Artilleriefeuer störte feindliche Befestigungsarbeiten an ber unteren Save. Die Festungsgeschütze von Belgrad gaben auf die Stadt Zemun(Semlin) einige fehlgehende Schüsse ab. 5 Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. 9 von Höfer, Feldmarschalleutnant. Das Ende der russischen Gegenoffensive in Wolhynien. Aus Wien wird der Frankf. Ztg. geschrieben: Nach der schweren Niederlage, mit der die russische Gegenoffensive am Styr und an der Ikwa endete, geht die vussische Süd⸗ armee gegen Osten zurück. Auch im Raume von Nowo⸗Aleksiniec und Kremieniee sind alle Angriffe erfolglos geblieben. Die meisten Angriffe brachen schon in unserem Feuer zusammen; was trotzdem bis zu den Hindernissen herankam oder gar in sie eindrang, fiel entweder oder wurde gefangen. Die Gegenoffensive in Ost⸗ galizien und Wolhynien, die den Zweck hatte, einc Wendung der Lage herbeizuführen, ist zu Ende. Der groß angelegte Plan Iwanows ist vollständig mißglückt. Die Niederlage des am südlichen Kriegsschauplatz kämpfenden russischen Heeres dürfte auch Teile der aus dem Raume nördlich der Polesie herabgezogenen Truppen mit ge— troffen haben. Die Sehnsucht, wieder in Ostgalizien einzu⸗ dringen, die das Ziel des großen Durchbruchsversuchs im Raume von Aleksiniee war, um dadurch die Neutralen zu beeinflussen und die Alliierten zu neuen Geldopfern anzu— spornen, ist wohl für immer beendet. Explosion auf einem italienischen Linienschiff. Brindisi, 28. Sept.(W. T. B. Nichtamtlich.) Wie die Agenzia Stefani meldet, ereignete sich im Hafen von Brindisi in der unteren Pulverkammer des Linienschiffes„Benedetto Brin“(13 400 Tonnen) eine Explosion, der ein Brand folgte. Nach den bisher vorliegenden Berichten sind von der 820 Mann starken Besatzung 8 Offiziere und 329 Mann gerettet. Unter den Opfern, deren Identität feststeht, befindet sich Konteradmiral Rubin de Cervin. Die Ursache der Kata— strophe ist nicht ermittelt. Die Einwirkung irgendwelcher äußeren Einflüsse gilt als ausgeschlossen. Griechische Rüstungs vorbereitungen. Die Times berichtet aus Athen, daß die griechische Kammer für morgen einberufen wird, um einen Gesetzes— entwurf gutzuheißen, der den Belagerungszu st an d verhängt. Die nötigen Kredite werden ebenfalls der Kam— mer zur Abstimmung vorgelegt werden. Die Flotte wird vor— läufig nicht mobilisiert, die Regierung wird jedoch Schiffe für den Truppentransport einfordern. Bulgarien und der Vierverband. Geschäftliches. veränderten Verhältnisse in Georg A. Jasmatzi Aktiengesell⸗ er Aktien in deutsche Hände, wegung— treten dieser Tage in⸗ deutlich in Erscheinung, als die Georg A. Jasmatzi den Betrag von In deutschen Händen. der Dresdener Zigarettenfabrik schaft— Uebergang sämtlich t an die Antitrustber 4 der Gesellsche 0 9 2 1 sofern 1 Neu! Konkurrenzlos 1 Neu! Aktiengesellschaft auf die dritte 7 1 Million Mark ichnet h N Kriegsankeihe Donnerstag frisch eintreffend: 3 chellsische Pfund 29 Pfg. »Mittel⸗Kabeljau Pfund 34 Pfg. in Gelee 1 Pfund⸗Do se zum Feldpostversan oll⸗Bückinge 0 Für den Feldpostversand: Leberwurst Blutwurst Eipulver Brats Schellsische Feiuste frisch N in Dosen, ca. 1 d. 5 90 1 2 Pfund ene 85 0 Ersatz für frisches Hühnerei Paket 10, 15, 60 9 Ohne Brotkarten: a Waffel⸗Mischung ufa 30 Walnüsse Saftige Citronen Ia Zwiebeln in Dosen, ca.“ Pfund 28 1 3 Pfund 44 9 Verkaulsstellen: Bahnhofstrasse 26, Ludwig- strasse 20, Walltorstrasse 24. T. U. Genf, 28. Sept. 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