4 1 1 14 — 1 phtz⸗ itte 1e 1 85 Kundgebung der Balkan⸗Sozialisten. 1 0 3 1 mischen Imperialismus werden mußten. — 1 1 die Türkei anzugreifen und dadurch den la Organ für die r die Interessen des werklätigen der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete. Volles Die Oberbessische Volkszeitung erscheint jeden Werktag Abend in Gießen. Der Abonnementspreis beträgt wöchentlich 15 Pfg., monatlich 60 Pfg. einschl. Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährl. 1. S0 Mk. Redaktion und Expedition Gießen, Bahnhofftraße 23, Ecke Löwengasse. Telephon 2008. Inserate kosten die 6 mal gespalt. Kolonelzeile oder deren Raum 15 Pfg. Bei größeren Aufträgen Rabalt. Anzeigen wolle man bis abends 7 khr für die folgende Nummer in der Expedition aufgeben. Nr. 226 Gießen, Montag, den 27. September 1915 10. Jahrgang Das Exekutivkomitee des interbalkanischen sozialistischen Bureaus erläßt ein von den Genossen C. Racopsky, Dr. Ma⸗ rinesko und D. Popp unterzeichnetes Manifest gegen die Uebertragung des Krieges auf die bisher neutralen Balkanstgaten. Die Kundgebung lautet: 0„Der letzte Schritt der Großmächte auf dem Balkan hat ein dcieues Mal die unheilvollen Ergebnisse der von den Balkanregier⸗ ungen befolgten Politik gezeigt. Vermittelst Drohungen ver— sluchen die Vierverbandsmächte Griechenland und Serbien zu Ge— Sietsabtretungen zugunsten Bulgariens zu zwingen, das anderer— its wieder durch die gleichen Großmächte, als Entgelt für die Ge— Hietserwerbungen, verpflichtet werden soll, in einen neuen Balkan— block einzutreten, indem es der Türkei den Krieg erklärt. Zu gleicher Zeit wurde nach den Niederlagen der Russen von leiten Oesterreichs und Deutschlands in Bukarest ein immer cha sgeübt, um Rumänien in den Krieg zu hetzen s eine wohlwollende Neutralität zugunsten des Zweiverbandes aufzuzwingen. 4 4 5 bedroht der Feuerbrand, der Serbien ergriffen hat, auch 4 ie bi sher neutral gebliebenen Balkanvölker. Indem wir an der Seite der sozialdemokratischen Serbiens und Griechenlands gegen die Angriffe auf die Selbst— Händigkeit der Staaten und auf die Souveränität ihrer Völker vrotestieren, erheben wir zugleich Protest gegen die verbrecherische Politik der Balkanstaaten, die durch ihre Eroberungssucht, durch Parteien ren grausamen Egoismus, durch ihre von Haß und Chauvinis⸗ mus erfüllte Vergangenheit die Einmischung der Großmächte in die Angelegenheiten der Balkanvölker nur erleichtert, ja sogar heraus⸗ gefordert haben. Seit ihrer Konstituierung als selbständige Staaten, die selbst Ehr oft das Resultat diplomatischer Kombinationen der euxopäi⸗ hen Mächte war, haben die Balkanvölker sich der Vormundschaft er Großmächte nicht entziehen können. Wenn ab und zu einer ieser Staaten Anstrengungen zur Behauptung seiner Selbst⸗ ändigkeit machte, wenn er für kurze Zeit sein Haupt erhob, so var es, um nachher wie ein Betrunkener umzufallen und das Berkzeug einer anderen Großmacht oder einer anderen Mächte— fruppe zu werden. Die Spekulation der bourgeoisen Klassen des Falkans, die darin bestand, die Pläne der Großmächte zu unter- nützen, um als Dank deren Unterstützung bei der Verwirklichung er Eroberungspläne zu erlangen— diese Spekulation wurde fffenbar durch den Kubhandel, dessen betrogene Opfer die Balkan— tölker stets aufs neue sind. Indem die Vierverbandsmächte von Griechenland und Serbien hebietsabtretungen verlangen, wollen diese Mächte beweisen, daß se Unterstützung, die diese Staaten während des ersten und weiten Balkankrieges geleistet haben, nicht umsonst geschah. Hährend den Jahrzehnten, in denen die Balkanstaaten sich gegen⸗ hitig bekämpften, um einander zu berauben, haben sie sich an die tne oder andere Mächtegruppe angelehnt. Jetzt hat die Stunde er Abrechnung geschlagen. Rußland, Frankreich und England Urdern von ihren Schützlingen Serbien und Griechenland Gebiets⸗ Stretungen: Deutschland und Oesterreich fordern von ihrem bchützling Bulgarien, es solle eine jede Verständigung mit Serbien Slehnen und bedrohen ihren dreißigjährigen Bundesgenossen zumänien mit Verfolgungen wegen seiner Sympathie für Ruß⸗ 14 n. „ Die nationalistische und imperialistische Politik der kleinen Falkanstaaten hat als ebenso verhängnisvolles wie unvermeidliches (ugebnis, daß diese Staaten zu Werkzeugen der Politik des euro⸗ Sie werden gezwungen Einzug nds in Konstantinopel vorzubereiten, was die Unterwerfung Ur ganzen Balkanhalbinsel— und zwar innerhalb kurzer Frist— deuten würde, oder aber durch ihre Neutralität, beziehungsweise ch die Ergreifung der Wassen die Politik der Zentralmächte, s heißt den Siegeszug des deutschen und österreichischen Impe⸗ taulismus zu unterstützen. Die Türkei, durch Deutschland gerettet, fürde zu einer Kolonie werden mit allen Nachteilen der mit einem einparlamentarismus maskierten asiatischen Despotie, mit allen Jachteflen des feudalen Militarismus Deutschlands. 8 Die Balkanstaaten sind infolge der Raubgier ihrer herrschen⸗ bm Klassen dazu gezwungen, mit ihren eigenen Händen ihre Eelbständigkeit und ihre Zukunft zu zerstören.. Aus diesen Gründen haben wir Sozialdemokraten des ö Zulkans, unserer sozialistischen Vergangenheit getreu und in Üebereinstimmung mit unserer Bukarester Resolution, wir, die nen jeden Schritt, der zu einer tatsächlichen Verständigung führte, bchrüßt und zu allen Zugeständnissen, die einer Versöhnung der ö Lalkanstaaten im Interesse ihrer Selbständigkeit und ihrer Neu⸗ hnlität dienen konnten, ermutigt hätten, wir brandmarken als ver⸗ bengnisvoll für das Proletariat wie für die Balkanvölker„alle die berständigungen und Koalitionen, die für aggressive Zwecke, für Koberungen, für dynastische Pläne, bestimmt und weit davon ent⸗ kent sind, den Frieden, die wirkliche Verständigung herbeizu⸗ ihren, sondern nur neue Katastrophen hervorrufen.“ l Die internationale Föderation der Balkansozialisten macht lunch ihr Bureau die Erklärung der sozialistischen Fraktion der elbischen Skuptschina vom 102 Augst 1915 zu der e i 1 üns zem Herzen „Die sozialdemokratische Partei wünscht von Aae 195 de künst⸗ Interesse listischen Mächte de den Frieden 1957 würde die 55 ingegen ein m ee ge rständiauna Balkanpölker würde ihnen die Garantie ihrer Existenz bieten, während das von den Großmächten inspfrierte militärische Bündnis ihre Existenz in Frage stellt. Die Verständigung würde die Balkanvölker vereinigen, ihr im Inkeresse der Großmächte geschlossenes Bündnis sie trennen.“ Indem wir Schritt für Schritt die imperialistische Politik der Großmächte und der Balkanregierungen bekämpfen, bereiten wir den Weg zum Siege der föderativen Republik der Balkanländer vor, die einzige Staatsform, die den Interessen des Proletariats und der Balkanvölker entspricht. Es lebe der Friede! Es lebe die Föderativ-Republik des Balkans! Es lebe der internationale Sozialismus!“ —* Panik in Kiew. Ein Moskauer Blatt schildert die Panik, die in Kiew nach den Erfolgen der verbündeten Truppen im wolhynischen Festungs⸗ dreieck ausbrach und erst nach der Einleitung der rufsischen Gegen⸗ offensive nachgelassen hat. wiisten Schrecktraume. Viele Leute ruinierten sich vollständig, inde sie in der Hast alles verkauften, was irgendwie zu Geld zu m war. Flügel und Klaviere wurden für 30, sogar für 15 Rubel ver schleudert, Polstersessel und Divane für einen Rubel, Stühle für 20 Kopeken. Bilder und Bücher konnte man fast umsonst bekommen. Viele Leute taten sich mit Bekannten zusammen, mieteten eine kleine Wohnung, in die sie allen Hausrat hineinstopftest, stellten einen Wärter an, der die Sachen bewachen sollte und verreisten. Um aber eine Fahrkarte auf der Moskauer Linie zu erhalten, der einzigen, die für die Flucht sicher genug schien, mußte man vor dem Bahnhof bis zu 15 Stunden lang in der Reihe stehen. Die Fahrkarten waren schließlich auf vier Wochen zum voraus verkauft. Die schamloseste Spekulation bemächtigte sich schließlich der Eisenbahnfahrkarten; das Blatt läßt durchblicken, daß daran auch die Beamten beteiligt waren. Es kam im Bahnhof zu furchtbaren Auftritten. Man mag danach die Wirkung ermessen, die in den wirklich von den Deutschen be⸗ örohten Städten die Anordnung der Räumung haben muß Bulgarien und Rumänien. Rom, 24. Sept.(W. B. Nichtamtlich.) Das Giornale d'Italia meldet aus Bukarest: Der rumänische Gesandte in Sofia hatte eine lange und wichtige Unterredung mit dem bulgarischen Ministerpräsidenten Radoslawow. Dieser ersuchte den Ge⸗ sandten, die rumänische Regierung der friedlichen Gesinnung Bul⸗ gariens zu versichern. Trotzdem beurteile man in Bukarest das Ver⸗ halten Bulgariens als zweideutig. Die Haltung Griechenlands. London, 24. Sept.(W. B. Nichtamtlich.) Das Reu⸗ tersche Bureau meldet aus Athen von heute, daß der König den Ein berufungsbefehl für 20jährige Kriegsdienst⸗ pflichtige unterzeichnet habe; die Veröffentlichung solle am Abend erfolgen. Ministerpräsident Venizelos habe um 4 Uhr nachmittags eine Unterredung mit dem König gehabt und ihm erklärt, daß die einzig mögliche Antwort an Bulgarien die Mobilmachung sei. Gerüchtweise verlautet, daß der König der Mobilmachung als Verkei⸗ digungsmaßregel zugestimmt habe. Rufsisches. Der Semstwoskongreß. Aftenposten erfährt aus London: An dem Semstwoskongreß nehmen 150 Abgeordnete teil, die 52 Gouvernements ver⸗ treten. Gestern versuchten einige Arbeiter in den Saal ein⸗ zudringen, in dem der Kongreß versammelt war. Die Ar⸗ beiter forderten, an den Verhandlungen teilnehmen zu dürfen. Auf die Erklärung des Moskauer Oberbürgermeisters, daß dies nicht ginge, zogen sie sich zurück. Die Arbeiter haben beschlossen, die beabsichtigten Ausstände so lange aufzu⸗ schieben, bis der Semstwoskongreß seine Versammlungen abgeschlossen hat. „Nieder mit dem Zaren!“ T. U. Stockholm, 24. Sept. Eine aus Moskau eingetroffene Persönlichkeit berichtet, daß auch dort seit der Vertagung der Duma täglich ernste Krawalle festzustellen seien. Arbeiter, Studenten, Frauen auch unsere Militärs durchziehen die Straßen und rufen:„Nieder mit bem Zaren“. Vor der Stadtduma schrie eine tausendköpfige Menge:„Schlaget Goremykin, den Halsabschneider, tot“. Sie be⸗ ruhigte sich erst, als das Stadtoberhaupt Tschalnakom eine kurze An⸗ sprache hielt. Die Arbeit in den Fabriken ist fast allgemein ein⸗ gestellt. 4 Der Seekrieg. Englische Belästigung des dänischen Handels. Kopenhagen, 24. Sept. Der Dampfer„Moscou“ der Forenede Dampfschiffgesellschaft wurde auf der Reise von Brasilien nach Kopenhagen mit einer großen Kaffoeladung nach der Ankunft in Falmouth von den Engländern nach Neweastle zwecks Löschung und Untersuchung des Kaffees beordert. Die Engländer wollten die Konnossemente nicht anerkennen und lassen Kaffeeladungen nach Dänemark über⸗ haupt nur passieren, wenn Garantfeerklärungen über das London, 24. Sept. ö 1 Benehmen Schweden gegenüber Das ganze Leben der Stadt glich einem! künftige Verbleiben des Kaffees in Dänemark vorliegen. r Lloyds berichtet, daß das englische Dampf⸗ schiff„Chancellor“ gesunken ist. Ein Teil der Befatzung wurde gerettet, das Nachforschen nach den anderen wird sortgefetzt. Englische Schiffs verluste. London, 24. Sept. Die Admiralität macht bekannt, daß in der am 22. ds. Mts. endigenden Woche aus den englischen Häfen 1322 Schiffe ausgelaufen sind. Zwei Dampffschiffe und ein Fischdampfer wurden in den Grund gebohrt. England und Schweden. Die stark englandfreundliche schwedische Zeitung Goete⸗ dorgs Posten warnt England davor, den Bogen in seinem nicht zu sehr zu spannen. England sollte Schweden nicht mit Kohlen mangel und Erfrieren drohen, denn dank dem Entgegenkom⸗ men Deutschlands bekomme Schweden das Allernot⸗ wendigste; es sei möglich, daß Schweden den industriellen Betrieb einschränken muß, aber von Kohlennot könne nicht die Rede sein. Goeteborgs Posten mahnt England, keine Mißstimmung in den breiten Schichten des schwedischen Volks zu wecken; England solle die Bedeutung der schwed een Volksstimmung nicht unterschätzen. Gegen den Alkoholmißbrauch. London, 24. Sept. Wie die Daily News berichtet, wird die Re⸗ gierung ein ausgedehntes neues Gesetz über die Getränke vorbereiten. Auch werden in London strengere Vorschristen über den Verbrauch alkoholischer Getränke erlassen werden, wie sie für die Distrikte der Munitionsfabriken gelten, wonach die Wirtschaften in London zu früher Tagesstunde geschlossen werben müssen. Die englischen Arbeiter gegen die allgemeine Wehrpflicht. T. U. Rotterdam, 24. Sept. Nach einer Londoner Mel⸗ dung hat der englische Hafenarbeiter⸗Verband, der 160 000 Mitglieder umfaßt, in einer Resolution der Regierung be⸗ kanntgegeben, daß er die Einführung der allgemeinen Wehr⸗ pflicht mit einer sofortigen Einstellung aller Schiffsverladungen beantworten werde. Gleiche Resolutionen gegen die allgemeine Wehrpflicht faßten der Allgemeine Industriearbeiter⸗ und der englische Textilarbei⸗ ter⸗Verband.. Ein neuer Streik in Südwales. T. U. London, 24. Sept. In Cardiff haben wiederum 1000 Bergarbeiter der Navigation Colliery die Arbeit niedergelegt, weil sie nicht öͤulden wollen, daß einige Uebertagsarbeiter, die nicht der Bergarbeiterorganisation zugehören, zugelassen werden. Bankrott des Völkerrechts. Der Mitherausgeber der Zeitschrift für Völkerrecht, Prof. Dr. Hans Wehberg, ist aus dieser Stellung infolge starker Meinungsverschiedenheiten mit dem Berliner Uni⸗ versitätsprofessor Geheimrat Kohler ausgeschieden. Schon die erste knappe Darstellung dieser Differenzen, die von der belgischen Angelegenheit ihren Ausgang nahmen, gab der alldeutsch⸗Kkonservativen Presse den Anlaß zu Seiten⸗ hieben auf Dr. Wehberg, die nicht gerade von Hochachtung für die wissenschaftliche Meinungsfreiheit eingegeben waren. Es ist ein durchaus einwandfreies Verhalten, das Dr. Weh⸗ T Er veröffentlicht jetzt im B. T. berg an den Tag gelegt hat. eine längere Erklärung, in der er feststellt, daß nach seiner Meinung die Rechtswissenschaft nicht im Streit des Tages Partei zu nehmen hat. Prof. Kohler aber habe in der Zeit⸗ schrift unter heftigen Ausfällen schimpfenden Tones unsere derzeitigen Gegner ja„unter offenkundiger Verhöhnung und Verletzung sogar neutraler Staaten“ Ansichten vertreten, die schließlich zu einer Verneinung jedes Völkerrechts führen müßten. Konsequenterweise, so meint Dr. Wehberg, müßte Prof. Kohler die Zeitschrift nicht weiter erscheinen lassen. In der Tat hat ja dieser Krieg vom Völkerrecht nicht allzu viel übrig gelassen. England führt Krieg gegen die deutsche Zivilbevölkerung, Rußland sogar gegen die eigene, alles wird als Kriegskonterbande erklärt. Sanitätsmann⸗ schaften und Aerzte werden in Gefangenenlager abgeführt, statt sogleich ausgetauscht zu werden, offene Städte wie Stuttgart werden angegriffen.... Ein Völkerrecht, das sich so bewährt, steht ja wirklich nur auf dem Papier. Aber sollen wir daran verzweifeln, daß doch einmal auch die Völker eine Rechtsgemeinschaft schließen werden, wie'' nur unter den Einzelmenschen besteht? Vom Balkan. Unterzeichnung des griechischen Mobilisations⸗ befehls? Reuter meldet aus Athen: Venizelos hatte um 4 Uhr eine Unterredung mit dem König und erklärte, daß die Mo⸗ worauf die Unterzeichnung des Mobilisationsbefehls erfolgte. zwei Wochen verboten worden. Von den einberufenen zwanzig Jahrgängen sind bereits vier Eine Bierpreiserhöhung um 20 Prozent ist in a f F Stille in Köln eingeführt worden, indem eine Anzahl der größten F babe die Hausbrauereien die Gläser, die bisher fünf Zwanzigstel Liter ent⸗ über die militärischen Operation Zwanzigstel Liter ben eim was 5 5 e ene zölner Vieres um ein Fünftel des bisherigen bracht. Bei der cuxteil des eue 5 K diere daß es in Oesterreich einen Straß ö b sation als Defensivmaßregel gebilligt. 3 r i Die Redaktion des Berliner Tageblattes, sowie andere 4 55 Verteuerung des s um N bisl Blätter, die diese Nachricht bringen, bemerken dazu, eine Be. Bierprelses ensteht Leer ener enen des Kölner Bieres 77 stätigung der Meldung lag hier bit Mitternacht bei keiner] dem Fause ist um 100 Prozent gestiegel 1 zuständigen Informationsstelle vor. Es sei indessen damit„ ez 0 rd in en b. 25 5 1 5 165 isse jlitärische ah] Militärpersonen, vom Feldwebel abwärts, ein Urlaubs⸗ 3 zu rechnen, f daß Griechenland gewisse militärische Vorkeh gel d von 1 Mark täglich aus sädtischen Mitteln gewähren. . 8 die Agence aas wil gehört open daß 284 din Mibres . 1 in S 3 tages des Brandes der Bibliothek von Löwen eine Anzah 0 Einzug der Mazedonier in Sosia spani scher katholischer Intellektuellen an den Rektor der belgi⸗ 4 T. U. Budapest, 25. Sept. Aus Sofia wird gemeldet: Grenzen⸗sschen Universität eine Sym pathiekundgebung gesandt 1 1 loser Jubel herrschte, als die Mazedonier in unabsehbaren Scharen hätten. ö— 1 9 155 1 e e s Holländische 1 2 1 1 wurden gestern. . 7775 175 gedonischen Desermureß zwei Belgier verhaftet, die im Besitze eines mit einer be⸗ aus Serbien in voller Uniform auf dem Marschlande aufmarschierte. er lichen Auautität Melinitpatronen gefüllten dendkossers 1 6 1 ö waren. Im Garten eines Hauses an der Eisenbahnstraße in Weert Daun schlägt Bulgarien los? wurde noch eine Anzahl Büchsen gefunden, die je zwölf Stiick Meli⸗ Aus London wird berichtet, dort sei man überzeugt, daß nitpatronen enthielten, Außer den zwei! Belgiern 1 noch Bulgarien anfangs nächster Woche die letzte Vierverbands⸗ 1 1 15 men. Die Belgier 1 von 2 3 85: 2 1 VI en gekome 87 1. S 1 5 2. unte abschlägig bean worten und darauf ohne. Aus Wellington(Neuseeland) wird der Londoner Times be⸗ Mazedonien einmarschieren werde. richtet: Nachdem der Ministerpräsident einen Cefcerne 3 57 „ Ei t geräumt brachte, der die Anstellung von Lehrern des fein ichen Haage wird 1 5 585 Einwohuerschaf 1 9 225 Auslandes untersagt, reichte ein nichtnaturalisierter deut⸗ T u. Budapest, 25. Sept. Az Est meldet, daß Belgrad von der scher Prosessor am Victoria College sein Entlassungs Einwohnerschaft geräumt wurde. In den letzten Tagen begann ein. Der Vorstand des College beschloß mit 8 gegen 2 5 unsere Artillerie mit der Beschießung von Belgrad, worauf die Be⸗ Gefuch abzulehnen. Auch die große Mehrheit d brach. Hauptstadt flüchtete, teils mit kund Lehrer sprach sich lebhaft gegen die Entlassung aus. ö 5. 0 Vorn Semstwoskongreß. i 8 5 a Parteinachrichten. Der Moskauer Semstwoskongreß wählte eine Abord⸗ N rtein ach ich N 10 1 0 5 3 schliiss nl„Schutzhaft“ in Düsseldorf. . welche die 2 Kongreß gefaßten Beschlüsse persönlich Ueber die San 1075 e Unterbringung des dem Zaren überreichen soll. An der Spitze der Abordnung] Genossen Peter Winnen, stellbertretenden Paxteisekretärs in steht Fürst Lwow und der Moskauer Bürgermeister Tschal⸗] Düsseldorf, in Schutzhaft, wird jetzt folgendes bekannt: In der nakow. Düsseldorfer Industrie arbeiten gegenwärtig in etwa 20 Betrieben 2 2 5 rund 6000 freie russische Arbeiter, die durch Agenten und Ar⸗ Zur Telegrammspionage in Griechenland. beitsnachweise— durch erstere zum Teil unter verlockenden Ver⸗ T. U. Wien, 25. Sept. Das Neue Wiener Journal meldet aus surechnngen, die sic nachher nicht erfüllten.— in der Gegend von Athen; Ein Teil der griechischen Presse fordert die Abberufung der Warschau und Lodz angeworben waren. In zweien aeser Be⸗ Diplomaten, die in der Depeschendiebstahlsaffäre der Mitschuld über⸗ triebe, die übrigens auch bei der einheimischen organisierten Ar⸗ wiesen worden seien. Das Blatt Kairi erklärt, es genüge nicht, daß beiterschaft nicht in autem Angebenken stehen, hatten es nun die arme Schlurker bestraft werden, es müßten auch die Geldgeber angeworbenen Russen in Beziehung auf Behandlung und Ent⸗ herangezogen werden. löhnung nicht zum besten, auch drohte man ihnen, sie würden nach 1 5 2 Ablauf ihrer Vertragszeit— sie waren auf ein Vierteljahr ver⸗ Die Not in Italien. pflichtet— 5 entlassen, 1 sie wider 9 60 Es Ae ö Bern, 25. Sept.(W. B. Nichtamtlich.) Der Corriere sich bei 5 ru sischen Arbeitern ieser beiden Betrie e nun keines⸗ della Sera in Mailand meldet aus Rom: Eine Kommission ee eee Hale keen im Gegenteil, 27 da faßt antes e 1 225 215. 07 ton lernte Arbeiter, von denen die meisten gut deutsch sprechen, um sozialdemokratischer Abgeordneter besuchte den Ministerpräste] Organisierte die in Rußland außerordentlich gut Löhne verdient denten, um unter anderem Regierungsmaßnahmen gegen die 1 e um 1 1 5 1 ee e 5 5 15 jali ern. ahr N beiter, die jeden, der mit ihnen in Berührung kam, angenehm ent⸗ Kohlen- und Brennmaterialienteuerung während der kalten bauschten. In ihrer Hot wandlen sich diese deute— die keine Lohn- Jahreszeit zu verlangen. drücker sein wollten— nun an unser Düsseldorfer Parteisekre⸗ Die 18jährigen in Frankreich. tariat, und Genosse Winnen nahm sich ihrer an, wurde bei der Be⸗ 4 brig 7 0 hörde vorstellig ufw. Nun haben aber— wie in anderen Städten 1 25 S 1 li f bite 2 1 2 8 2 25 2 iti,, behauptet, daß zwischen dem Heeresausschuß der Kammer und der Redeverhol; sie dürfen, solange der Krieg den weber i öfen Regierung eine Einigung über die Einberufung der Jahresklasse lichen, noch in geschlosseren Versamamlungen und Sitzungen reden, 1917 erzielt worden ist. Die Regierung hat bekanntlich den 15. Sep⸗ weder als Referent noch sonstwie. Hiergegen soll Genosse Winnen, tember als Zeitpunkt festgesetzt, während der Heeresausschuß noch als Er den e dea ee de verstoßsen haben. In Wirllichkeit die Ansicht des Ausschusses für Hygiene einholen wollte. Nunmehr duch 5 55 15 0 1 1 8 micht a daß soll der vermittelnde Vorschlag des Ausschusses für Ackerbau an⸗ i everhot betroffen diese Sreffnung wunde ihm genommen worden sein, nach welchem die Klasse anfangs Dezember erf nach der Zeit gemacht. Außer Winne befinden sich übrigens „ 375 auch einige der Russen in Schutzhaft. Die Veranlassung zu der Ver⸗ deeinberusen werde. 8 haftung Winnens gab also sein Eintreten füxr rechtlose russische Pro⸗ Aus Südafrika. letarier, die sich nicht zu Lohndrückern hergeben wollten. Das gleiche ist übrigens auch einem Vertreter des Metallarbeiterverbandes an⸗ J es 5. S 8 id del⸗ Johannesburg, 25. Sept.(W. B. Nichtamtlich.) Mel geraete onde bung des Reuterschen Bureaus. Der zu den Friedensfreun⸗ Ein Jahr A. 3. am Abend den zählende Teil der Arbeiterpartei beschloß, sich von der Seit einem Jahre erscheint in Wien als selbständiges Abend⸗ Arbeiterpartei zu trennen und einen eigenen Sozialistenbund] blatt der Arbeiterzeitung die A. Z. am Abend. Wie aus dem Rülck⸗ zu gründen. 1 ee V nich 00 für österreichische Verhältnisse sehr imposante Auflage von 75 00 Ermordung des Platzkommandanten von Ramley. erreicht. Die A. Z. am Abend kostet zwei Hel 1 Nu m⸗ T. U. Von der italienischen Grenze, 25. Sept. Die Turiner mer, was nach dem jetzigen Währungsverhältnis nur anderthalb Stampa meldet aus Paris: Der Platzkommandant von Ramley in Pfennige sind. Sie bringt auf ihren vier Seiten die zusammen nur Palästina, Aref, sei ermordet worden. Sechs Personen seien nach] elne richtige zweiscitig bedruckte Zeitungsseite darstellen, nicht nur der Tat hingerichtet worden, Aref war unlängst zum Kommandanten die amtlichen Heeresberichte, sondern das Blatt hat auch einen von Jaffa gewühlt worden. eigenen privaten telegraphischen Auslandsdienst eingerichtet, der ————.—— aeeneeete. 25 erke. 0 rüstige, heute bei dem schönen Herbstwetter fast mutwillige Pulver und Gold. Reitersknechte, die sich nicht anfechten ließen, daß, während Roman aus dem Kriege 18701871. 1Jdie Schwadronen, zu denen wir gehörten, im letzten, eine 5 2 halbe Meile hinter uns liegenden Städtchen ruhig sich ein— a Von Levin Schücking. quartiert hatten, wir noch eine tüchtige Strecke 9 5 reiten Wir hielten auf einem Höhenzuge, den die vortrefflich] mußten. gebaute und wohlerhaltene Chaussee— um die Obstbäume Wir sollten, so lautete unsere Order, Chateau Giron be— rechts und links waren sogar kleine runde Reseda-Beete an- setzen; es lief da eine steinerne Brücke über den Fluß, und gelegt— überstieg, um sich vor uns in weites, mulden— jenseits der Brücke kreuzte sich die Chaussee, auf welcher wir förmiges Tal niederzusenken. Eine weite, farbenreiche, aber] dahergeritten kamen, mit einer anderen, die von Lure, den wie träumend und weltentrückt daliegende Landschaft! oberen Oignon entlang in der Richtung nach Besancon lief, Grüne Fluren, die Dächer der Dörfer in Grün gehüllt, grüne] während unsere Chaussee geradezu auf Mömpelgard führte. Waldstrecken, hier und da das Gewässer eines Flusses, der] Chateau Giron also war zur Bewachung des Ueberganges sich durch den fernen Grund schlängelte; jenseits desselben über den kleinen Fluß und des Kreuzungspunktes der Aecker und Weinberge und leise anschwellende Hügel, über] Straßen jenseits ein nicht unwichtiger Punkt. Ich hatte Be⸗ die dunkelviolette Tinten ausgegossen lagen, und in helleref fehl erhalten, da Posto zu fassen und von dort aus Bläue gekleidet, Bergzüge dahinter, über denen der Abend- Rekognoszierungspatrouillen auf das jenseitige Oignon⸗Ufer himmel rosigen Schimmer breitete. Und über dem allem] auszusenden, während sich in unserem Rücken unsere Heer⸗ Totenstille! Wenn ich in eine solche mir fremde, im Abend- massen über Vesoul auf Gray und auf Besancon vorschoben. sonnenlichte daliegende Landschaft blicke, hat sie für mich] Unser Rückhalt lag hinter uns in dem Städtchen Noroy, auf stets etwas Urweltliches, noch von Menschen nicht Berührtes,[ das wir uns zurückzuziehen hatten, wenn wir von Unentdecktes, was mich in allerlei Träumereien versenkt.] Franktireurbanden in überlegener Stärke angegriffen worden Es ist eben die überwältigende Macht des Eindrucks der wären. i Natur, der uns die Menschen in solch weiter großer Welt, Daß die Gegend nicht frei von diesen Banden war, sollten und was darin geschehen, die„Geschichte“ vergessen läßt. wir noch an diesem Abende wahrnehmen. Als wir etwa eine Zu solchen Träumereien hatte ich freilich jetzt sehr wenig] Viertelstunde weitergetrabt waren, sahen wir plötzlich, auf Ruhe und Muße. In die still und abendlich da vor uns aus-] einer neuen Bodenerhebung angekommen, unter uns in der gebreitete Natur brachten wir eben Geschichte genug; in die Tiefe des Talgrundes einen Trupp dieser blaubekittelten friedliche Schlummerstimmung, in welcher das Gelände wie] Miliz... sie waren zu fern. um sie an ihrer primitiven müde vor uns lag, brachten wir den Krieg, den hellen, wachen] Uniform zu erkennen, aber die Läufe ihrer Flinten blitzten Krieg; in die menschenleere, stumme Umgebung unserer in den letzten Strahlen der Sonne; wir fahen, wie sie in Straße schnaubten unsere Rosse hinein, es klirrten die Kinn-] großer Hast durch eine Allee dahineilten, welche von der ketten und die Bügel, es klapperten die Säbelscheiden an den] Chaussee rechtsab auf ein stattliches herrschaftliches Gebäude Flanken unserer Pferde, deren Hufe das Pflaster schlugen; zuführte. Sie umgaben einen mit einem Tuche überspannten über uns aber im Abendwinde flatterten die schwarz-weißen] Karren, der von zwei voreinander gespannten Pferden ge⸗ Fähnlein unserer Lanzen. 5 zogen wurde... wir konnten wahrnehmen, wie sie in hastiger Wir waren unser ein Dutzend. Ich, damals noch Vize-] Flucht auf die Pferde einhieben, um sie im Laufen zu er⸗ altung sei. Der König empfing dann den Kriegsminister, Die Oberelsässis e Landeszeitung in Mülhausen ist für steßen. Aber nickt nur in einen glich die dringe; H 9 f g empfing Die Oberelsässische Landesz 5055 leine Aufgabe, es bringt alltäglich die erung lichen Tagesfragen zur Besprechung zund jst zun Die Stadt Köln wird in Zufunft den, beurlaubten Personen seilgchalten werden dürsen! * 5 55 0 315 5 5 165 23e i ermõ licht, in der Aktualität den an bilisation die einzige mögliche Antwort auf die bulgarische Krlegsuslizen. 12 die 515 eas das Doppelte und Dreisache fate nf . 6 nem raschen Nachrichtendfeust dsten wi Daneben wird häusia cin Uebe ionen gegeben. So bat der mut Blattes seine guten Früchte Absatzes muß man berücksichti zenverkauf von Zeitungen nie gibt, Zeitungen vielmehr nur in den dazu bestzmmten u meist den k. k. Tabaktrafiken und von dazu behördlich ermächti breiten Volksmassen geworden. Die Redaktion der A. Z. am Abend leitet der bekannte Lor redakteur der Arbciterszeitung, Reichs ratscbgegrdneter Genosse May Winter. hen Partei besch! n in Paris ab; Finanzen, Kontrollkommission. eg. 8 ternal onalen sozialistischen Bureau, Delegation zur erwaltur dae Lel⸗ 15 tung der Humanité; 2 4 ne age: die sozialistische Partei n sen Verteidigung; 4. Vorstands⸗ Industrie und Volkswirtschaft. Ueber die Entwicklungs möglichkeit unserer Industrie nach den Kriege machte der Vorsitzende dos Aussichtsrates der A. E⸗G. Dr. Walther Rathenau in der Gencralversammlung des Werkes achtenswerte Ausführungen. Die ron, der A. E⸗G. geplante 9 zübertragung des Stromes ihrer an den Bitterfelder Braun hlenwerkben bestehenden Ueberlandzentrale wird nicht zur Aus⸗ zührung kommen, da die preußische Regierung eine Fernübe ragung so großen Umfanges einer priwaten, Gesellschaft nach dem. nicht genehmigen dürfte. Dafür werden die dort versügbaren e trischen Kräfte der Kriegsindustrie zur Verfügung gestellt. verschicdene Fabrikationszweige steht eine Verlegung der Werke nac einem Kohlenzentrum bevor. Des weiteren sagte er, der Krieg t insofern für zahlreiche Industriezweige wirt chaftlich günstig wirkt, als er einen weitgehenden Verbrauch der großen bestände herbeigeführt hat. Die Schäden, die er der Industrie den Ausfall des Ausfuhrgeschäfts zugefügt hat, könnten und müß wie der Redner hofft, durch eine Verstärkung der Tab ril ation! 10 rung der wirtschaftlichen Leistung inen De and eden. 1 eine E Vermischtes. Tragischer Tod zweier Freundinnen. 5 Dieser Tage besuchten zwei Freundinnen, die 68 Jahre alte Dienstmanuswitwe Therese Popp aus der Westenreiderstraße 1 München und die Korrektorswitwe Thexese Sonvicho, wohnhaft Schwanthalerstraße, die Gräber ihrer Männer im Ostfriedhof. Ils die beiden Frauen auf einer Bank saßen und sich unterhielten, e die zuletzt genannte plötzlich vom Schlage gerührt. Frau i erregte sich über den Tod ihrer Freundin derart, daß sie kaum be ruhigt werden konnte. Als man sie am andern Morgen wecken wollte, sand man sie tot im Bette. Eim Schlaganfall hatte auch ihrem Leben ein Ende gemacht. Zur Explosion in einem Newyorker Tunnel. l Zu dem bereits gemeldeten Explosionsungllick in Newyork wir dem Berl. Lok.⸗Anz. noch folgendes gedrohtet: In Newyork er eignete sich bei einer Sprengung im Tunnel der neuen Untergrund. bahn ein Explosionsunglück, dem sieben Tote und 50 Schwerverletzt zum Opfer fielen. Ein Straßenbahnwagen der über die Explosto stelle hinwegfuhr, stürzte mit 86 Fahrgästen in den großen Er“ trichter und verschwand darin. In dem Wagen brach e wille Panik aus. Zehn Frauen, die sich unter den Fahrgästen befanden zertrümmerten in wahnsinniger Angst mit ihren Händen die Fen scheiben des Wagens, um zu entkommen. Die Straße, in der das Unglück ereignete, war sehr belebt. Da aber die Fußsteige e beiden Seiten der Straße unbeschädigt blieben, fielen nur ein Fußgänger in das Erdloch. Die Bauunternehmung nimmt an, daß sich bei der Sprengung wahrscheinlich ein großes Felsstlick abg ö habe, so daß die Stützen des Tunnels zerbr chen und diesen zum Einsturz gebracht hätten. Im Argenblik der Explosion waren 7. Arbeiter im Tunnel, die meisten konnten sich aber re tig Sicherheit bringen. Von den Getöteten sind fünf Arbeiter und Fahrgäste aus dem Straßenbahnwagen. n W 2 S. 2 5 Reiter führte sie, in welchem einer unserer Ulanen, der sich 0 eines Perspektives erfreute, einen Gendarmen erke U 5 f wollte. 4 3 Der Karren, den sie führten, mußte, so schlossen wir au ihrer Eile, ihn in Sicherheit zu bringen, Verwundete ent halten— vielleicht auch flüchtige Weiber und Kinder a der Nachbarschaft, die, beim Anblick unserer Lanzen 0 von Schrecken ergriffen, sich vor uns deutschen Barba Sicherheit bringen wollten. f Zwischen den Vorgebäuden des Edelhofes verschwand de f ganze Haufe. 1 Es mußte Chateau Giron sein, dieser Edelhof, just der den wir besetzen sollten. Wenn die flüchtige Bande sich hineinwarf und es verteidigte, so hatten wir die Aussicht ein kleines Gefecht, bevor wir und unsere Tiere zur kamen. Doch war es nicht wahrscheinlich, daß sie den fürchteten Ulanen die Stirn bieten würden. Ihre Flucht 4 unten durch die Allee deutete auf panischen Schrecken. Wir setzten also ruhig unseren Marsch fort, e ichte die Allee und bogen in sie ein. Ich sandte zwei Vorposte⸗ vorauf. Sie kamen, nachdem sie den Schloßhof überblict mit der Meldung zurück, daß sich kein Feind mehr dort sehel lasse, und alles sicher scheine. Unser Schwarm hielt bald o dem eisernen Gittertore des Schlosses; ein äußerst verd ausschauender Mann in blauem Kittel öffnete es; eines Rasens, der den Schloßhof ausfüllte, erhob si Herrenhaus. Auf dem Treppenperron stand eine von Leuten, die unser Nahen neugierig beobachteten. nahm eine Dame von hoher schlanker Gestalt und einen lichen darunter wahr. 5 88 Zur Rechten des Hofes in der Ecke, wo eine niedrig Mauer mit einem Gittertörchen das Herrenhaus mit einen der vorspringenden Nebenhäuser verband, stand ein Kart der ganz so aussah, als müsse es der sein, den wir inmitte der flüchtigen Franktireurs wahrgenommen. Von den g letzteren war nichts mehr zu gewahren. 9 (Fortsetzung folat.] — 2... wachtmeister, hatte sie zu führen... lauter frische und! halten. Es mochten ihrer zehn oder ein Dutzend sein— ein Hessen und Nachbargebiete. Gießen und Umgebung. Die Bundesratsverorduung gegen den Kriegswucher. handlungen gegen die Verordnung gegen übermäßige Preis⸗ steigerung und gegen einzelne Bestimmungen des Höchstpreis⸗ gesetzes nunmehr neben Gefängnis auch schwere Strafen, wie Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte, zugelassen sind. Auch kann bei den erwähnten Zuwiderhandlungen gegen das Höchstpreisgesetz die Verurteilung auf Kosten des Schuldigen der Oeffentlichkeit bekanntgemacht werden, wie dies bei der Verordnung gegen übermäßige Preissteigerung bereits vorgesehen ist.“ 5 Gegen den wucherischen Händler wird also nunmehr hoffentlich recht scharf vorgegangen werden. Wie steht es nun mit den wucherischen Produzenten? Der darf auch nicht geschont werden. Auch während der Kriegszeit, wo die Gedanken von den furchtbaren, aller Vernunft und aller Kultur hohnsprechen⸗ den Ereignissen in Anspruch genommen werden, die sich täg⸗ lich abspielen, dürfen unsere Parteigenossen ihre Sache nicht aus dem Auge verlieren. Die Grundsätze der Freiheit und Menschlichkeit, für die wir jederzeit gekämpft haben, können durch den Waffenlärm und das Massen⸗Menschenmorden nicht erschüttert werden. Für unsere großen Ziele müssen wir weiter mit allen uns zu Gebote stehenden Kräften ein⸗ treten und immer neue Anhänger für unsere Sache werben. In erster Linie müssen wir zu diesem Zwecke für Ver⸗ breitung unserer Presse sorgen. Obwohl Tausende unserer Leser ins Feld gezogen sind, gibt es noch sehr viele zur arbeitenden Klasse Gehörige, welche als Leser der Ober- hessischen Volkszeitung gewonnen und unserer Bewegung zugeführt werden können. Unsere Freunde aller⸗ orts ersuchen wir, in diesem Sinne tätig zu sein. Mit Ein⸗ tritt des Winterhalbjahres pflegt das Lesebedürfnis zu steigen; benutze jeder diese Zeit, unserem Parteiblatte, dem einzigen Arbeiterblatte in Oberhessen und den Nachbarge— bieten in seinen Bekanntenkreisen weitere Verbreitung zu ver⸗ schaffen! Das alte Spiel des Kartoffelwuchers vom vrigen Jahre wiederholt sich. Amtlich wird durch das Wolffbureau be⸗ kannt gegeben:„Bedauerlicherweise hat die Befürchtung, daß Kartoffeln für die menschliche Ernährung des Winters nicht, oder doch nicht zu annehmbaren Preisen der Bevölkerung in großen Städten und Industriebezirken zugeführt werden könnten, zu einer lebhaften Nachfrage zu einer Zeit geführt, in der die vorwiegend Kartoffeln erzeugenden Bezirke mit der Ernte kaum begonnen haben. Infolgedessen ist vielfach eine Preissteigerung für Kartoffeln eingetreten, die bei den sehr günstigen Ernteaussichten nicht begründet ist. Die Be⸗ wegung auf dem Kartoffemarkt wird von seiten der Regfe⸗ rung mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt. Die Regie⸗ rung verschließt sich nicht der Ueberzeugung, daß der ärmeren Bevölkerung bei der leider unvermeidlichen Steigerung der Preise für die meisten Lebensmittel Kartoffeln zu vertret⸗ baren Preisen zur Verfügung gestellt werden müssen. Die hierzu erforderlichen Organisationen sind in Vorbereitung; nötigenfalls wird die Regierung die Sicherung des für die ärmere Bevölkerung in Städten und Industriebezirken er⸗ forderlichen Bedarf durch Zwangsmaßnahmen herbeiführen. Im gegenwärtigen Augenblick läßt sich weder im freihändigen Ankauf der noch zu deckende Bedarf an Eßkartoffeln noch die Wirkung der hervorragenden Ernte auf die Preisbildung genügend übersehen. Es kann deshalb nur dringend davor gewarnt werden, durch übereilte Eindeckung der durch die Verhältnisse nicht begründeten Preistreiberei Vorschub zu leisten. Besonders lebhaft erhobene Klagen aus dem rheinisch⸗westfälischen Industriebezirk haben die Regierung veranlaßt, zunächst für die Zufuhr größerer Kartoffelmengen nach diesem Gebiet Sorge zu tragen.“— So lange man nur die Wirkungen zu mildern sich bemüht, anstatt die Ursachen rücksichtslos zu beseitigen, so lange wird der Kartoffelwucher weiter am Körper des nationalen Wohles fressen. — Feier der 650jährigen Zugehörigkeit Gießens zu Hessen. Wie wir kürzlich bereits mitteilten, hat man vor einiger Zeit aus alten Urkunden herausgefunden, daß unsere Stadt jetzt 650 Jahre zu Hessen gehört. Aus diesem Anlaß findet am Mittwoch, 29. September, eine besondere öffent⸗ liche Stadtverordnetensitzung statt, in welcher zunächst der Oberbürgermeister eine Ansprache halten wird. Es folgt dann ein Vortrag von Herrn Stadtverordneten und Stadtarchivar Dr. Ebel über die Erwerbung von Stadt und Herrschaft Gießen durch Land- graf Heinrich J. — Wahlverein Gießen. Eine außerordentliche Mit gliederversammlung findet nächsten Donnerstag abend 9 Uhr statt, in welcher Genosse Katzen stein⸗Berlin über die Politische Lage rechen wird, Kabensteie bält sich einige Tage in Gießen auf, welche Gelegenheit der Vorstand des Wahlvereins benutzte, ihn zu einem Vortrag zu gewinnen. — Ein paar Tage keine Feldpostpäckchen nach dem Osten. Von der Reichspostverwaltung wird bekannt gegeben: Dis ungünstigen Beförderungsverhältnisse führten eine starke Anhäufung der Postsachen auf den östlichen Kriegsschau⸗ plätzen herbei. Die Mahnung durch die Zeitungen vom J. September hatte eine Beschränkung der Auflieferung leider nicht in dem erforderlichen Maße zur Folge. Bei dem Vor⸗ rücken der Truppen und den infolgedessen immer größer werdenden Entfernungen von den wenigen Eisenbahnpunkten häufen sich die Schwierigkeiten bei Abfuhr der Postsachen ständig. Da auch die Heeresverwaltung ihre Beförderungs⸗ mittel augenblicklich nur in beschränktem Maße zur Ver⸗ fügung stellen kann, wird behufs Wiederherstellung einer geordneten Abbeförderung im Einvernehmen mit der Heeres— verwaltung die Annahme und Beförderung privater Feldpostbriefe über 50 Gramm(Päckchen) an die Truppenangehörigen der Ostarmeen für die Zeit vom 26. bis einschließlich 30. September einge⸗ stellt. Hiernach unzulässige Sendungen werden den Ab⸗ sendern zurückgegeben. Nach Mitteilung der Heexesver⸗ waltung sind auch bei der Beförderung von Privat- paketen für die Truppen im Osten aus demselben Gründen zur Zeit erhebliche Verzögerungen nicht zu vermeiden. Es empfiehlt sich daher, auch von der Auflieferung von Privat⸗ paketen in dieser Zeit abzusehen. Gefallene aus Oberhessen und Nachbargebieten. Dr. August Wenzel, Lehramtsassessor aus Gießen.— Freiw. Ulan Karl Krämer aus Wetzlar, Ulanen⸗Reg. 6. — Landsturmmann Ernst Bechthold aus Launsbach. Teuerungszulagen in der Tabakindustrie der Untermain⸗ gegend. Infolge der gewaltigen Teuerung haben die Tabak⸗ arbeiter der Untermaingegend ihre Organisationen, den Deutschen Tabakarbeiterverband und dem Christlichen Verband, beauftragt, an die Fabrikanten Eingaben zu richten, um die Zulagen, welche im Mai 1915 gewährt wurden, und nur 5 Proz. betrugen, zu er⸗ höhen. Die Fabrikanten haben eingesehen, daß 5 Proz. bei dieser furchtbaren Teuerung vollständig ungenügend sind. Deshalb haben die Firmen C. B. Sparfeld, C. A. Baecker in Kl.⸗Steinheim, K. H. Carstenjen, Grüneberg& Sohn, J. Baecker in Groß-Steinheim, Gebr. Gibbach in Dietesheim, noch weitere 5 Proz bewilligt, sodaß 10 Proz. und darüber als Teuerungszulagen und teilweise als Lohnerhöhung bewilligt wurde. Für die Tabakarbeiter ist auch eine gute Organisation dringend notwendig. Zur gefl. Beachtung! Unsere Träger werden wiederholt ersucht, all monatlich bis zum 29. ihre Bestellungen auf den ihne zugestellten Karten zu machen.. Wir lönnen nicht einfach die Zahl des Vormonats senden, da gerade jetzt durch die Einbernfungen die Abonnentenzahl sehr häufig wechselt. Deshalb müssen wir unbedingt auf regel⸗ mäßiger Bestellung bestehen. Ferner bitten wir die Träger, die noch im Rückstande sind, sofort mit uns abzurechnen. Ae brpcdition der Oberhesfscher Vollezeitung eee 8 2 — Früherer Ladenschluß in Gießen wird von einer Anzahl Ge⸗ schäftsinhabern angestrebt. Wenigstens will man während der Kriegsdauer abends 7 Uhr schließen und Sonntags mittags um 1 Uhr. Unter Umständen gedenkt man werktags eine Mittagspause von einer Stunde einzuführen. Während früher der größte Teil der Geschäftswelt absolut nichts von einer Verkürzung der Ver⸗ kaufszeit wissen wollte, werden sie jetzt von den Verhältnissen dazu gedrängt. Einmal müssen die Arbeiter mit viel weniger Personal bewältigt werden, weil viele Angestellte einberufen wor⸗ den sind und dann würde auch bei früherem Schluß am Abend er⸗ heblich an Beleuchtung gespart. Ob sich freilich der frühere Abend⸗ schluß auch für Lebensmittelgeschäfte durchführen läßt, müßte erst die Erfahrung lehren; aber es sind ja schon viele und weit schwie⸗ rigere Dinge durchgeführt worden und haben sich eingelebt, die man früher für unmöglich hielt.— Heute abend 9 Uhr sindet eine Ve⸗ sprechung der Geschäfts inhaber im„Kaiferhof“ statt, die sich mit dieser Angelegenheit beschäftigen soll. Nachteiliger Einfluß des Krieges auf die Kindererziehung. Der Krieg, der nach dem törichten Gerede einer gewissen Presse die„edelsten Eigenschaften“ wecken soll, hat für die Erziehung der Kinder böse Folgen. Im Verein katholischer Lehrer Breslaus wurden, wie dem Vorw. geschrieben wird, beklagenswerte Er⸗ scheinungen als Folgen des Krieges festgestellt: ungerechtfertigte häufige Schulversäumnisse, Liederlichkeit bei der Anfertigung der Schularbeiten, Unbotmäßigkeit und Frechheit auf der Straße, eine erschreckende Zunahme von Vergehen bei Schul⸗ kindern, die polizeiliches Einschreiten und gerichtliche Ahndung zur Folge haben! Die direkten Ursachen dieser sehr bedenklichen Erscheinungen sind in der Abwesenheit des Vaters und Existenz⸗ sorgen der Mutter, in der Beanspruchung der Schulhäuser durch die Heeresverwaltung, welche den Schulbetrieb von ein bis zwei Stunden täglich in Großwirtschaften, Fabrikräume, leerstehende Wohnungen verlegt, und schließlich in der Abwesenheit von drei Vierteln aller Lehrer zu suchen. Der skrupellose Vertrieb von Schund⸗ und Schauergeschichten und Zigaretten an Kindern wurde als mitschuldig befunden. Um so verwunderlicher, daß dann noch der allgemeine Satz aufgestellt wurde:„Jedenfalls haben die Mütter in gewissen Volkskreisen in dieser Beziehung versagt.“ Die latholischen Lehrer könnten etwas mehr Kenntnis davon haben, daß die geringe Unterstützung der Kriegerfrauen in den Provinzstädten die Mitter von ihren Kindern reißt und in die Erwerbsarbeit treibt, so daß sie sich nicht um sie kümmern können, was nicht nur Verwahrlosung, sondern Unglücksfälle traurigster Art zur Folge hat. — Tödlicher Unfall beim Obstpflücken. In Großen⸗ Buseck fiel am Freitag nachmittag der 62 Jahre alte Balth. Buchtaleck so unglücklich vom Baume, daß er das Rliickgrat brach und sein Tod sosort eintrat. — Der Hausfrauen⸗Verein, über dessen Grlindung wir kürg⸗ lich berichteten, hat alsbald, wie wir vernehmen, seine Arbeiten Unter anderem hat er durch seinen Vorstand Ein⸗ aufgenommen. 0 e 5 gaben an den Herrn Oberbürgermeister und das stellvertretende Generalkommando des 18. Armeekorps fiber Marktverordnungen richten lassen. Der Vorstand hofft, über den Erfolg dieser Ein⸗ gaben und über seine weiteren Arbeiten in einer demnächstigen Versammlung berichten zu können. f Kreis Alsfeld⸗Laulterbach. In Storu dorf siel der Landwirt Kraft, als er in der Scheuer Heu vom Boden herunterholen wollte, von der Leiter und erlitt erhebliche Verletzungen. Ein Arm war zweimal gebrochen. Der Unfall wurde wesentlich dadurch veraulaßt, daß die von Kraft benutzte Leiter ausrutschte. Kreis Wetzlar. — Ein Ortsgesetz betreffend die Aufstellung und Offenlegung der Liste stimmsähiger Bürger für die Stadt Wetzlar ist am 24. Sep⸗ tember erlassen worden. Die Bekanntmachung des Bürgermeisters lautet: Auf Grund des§ 10 der Städteordnung für die Rheinpro⸗ vinz vom 15. Mai 1856 und des Gesetzes vom 20. Mai 1896 betr. die Ergänzung der Städteorbnung, sowie des Beschlusses der Stadt⸗ verordnetenversammlung vom heutigen Tage wird unter Ahände⸗ rung des in den§8 18 und 19 der Städteordnung slir die Rhein⸗ provinz sestgesetzten Fristen folgendes Ortsgesetz erlassen:§ 1. Eine Liste der stimmfähigen Bürger, welche bie erforderlichen Eigenschaf⸗ ten derselben nachweist, wird von dem Bürgermeister geführt und in jedem zweiten Jahre, und zwar in demjenigen, in welchem die Wahlen zur regelmäßigen Ergänzung der Stadtverordnetenver⸗ sammlung stattfinden, vom 1. bis 15. August berichtigt.§ 2. Vom 15. bis 30. Au gu sst des betrefsenden Jahres wird die Liste in einem oder mehreren zur öffentlichen Kenntnis gebrachten Lokalen in der Stadtgemeinde offengelegt. Während dieser Zeit kann jeder Einwohner der Stadtgemeinde gegen die Richligleit der Liste bei dem Bürgermeister Einwendungen erheben. Die Stadt⸗ verordnetenversammlung hat dartiber bis zum 15. September zu beschließen. 8 3. Dieses Ortsgesetz tritt mit dem Tage seiner öffentlichung in Kraft. Westerwald und Unterlahn. „ Tod in der Grube. Auf Grube„Eisenzecher Zug“ bei Siegen wurde der Bergmann Heinr. Mauden aus Struthütten durch einen sitzen gebliebenen Schuß, der später zur Explosion bam, ge⸗ tötet. M. ist 43 Jahre alt und hinterläßt eine Witwe mit einer Anzahl unmündiger Kinder.— Auf Grube„San Fernando“ wurde der Bergmann Märker aus Biersdorf von Gestein verschlittet und war sofort tot.. Von Nah und Fern. Unglück bei der Arbeit. In dem Stahlwerk einer Fabrik in Gelsenkirchen explodierte in der Nacht zum Samstag in einer Gießgrube ein sogenannter Bär und die dorthin abgelassenen Schlacken. Von den umherfliegenden glühenden Massen wurden steben Arbeiter verletzt, einer ist bereits gestor benz drei schweben in Lebensgefahr und einer wurde leicht verletzt. Frankfurt, 24. Sepßt. Der Mord in Niederrad. In Niederrad wurde am 22. Juli vormittags die 32jährige Ehefrau Wilhelmine Keller in ihrer Küche von dem 25jährigen Gärtner Max Gaß durch einen Messerstich in die Brust ermordet. Gaß hatte ein Verhältnis mit Frau Keller, und seine Tat war nach den polizei⸗ lichen Ermittelungen die Folge rasender Eifersucht. Die Aus⸗ führung der Tat und die Begleitumstände ließen aber bald-den Ver⸗ dacht aufkeimen, daß es auch die Tat eines Wahnsinnigen war. Gaß wurde zur Beobachtung seines Geisteszustandes in die hiesige Irren⸗ anstalt gebracht, und hier ist sestgestellt worden, daß er geiste⸗ ist. Er kann für seine Tat nicht verantwortlich gemacht werden und wird als gemeingefährlich dauernd in einer Irrenanstalt unter⸗ gebracht werden.. Tagesberichte des Großen Hauptguartiers. Eine neue Schlacht im Westen. Die Stadt Negniewitschi erstürmt. W. B. Großes Hauptquartier, 25. Sept., vorm.(Amtlich) Westlicher Kriegsschauplatz, 2 Auf der ganzen Front vom Meere bis an die Vogesen nahm das feindliche Feuer an Stärke zu und steigerte sich östlich von Ypern, zwischen dem Kanal von La Basséee und Arxas, sowie in der Champagne von Prosnes bis zu den Argonnen zu äußerster Heftigkeit. Die nach der zum Teil fünfzigstündigen stäfrksten Feuervore bereitung erwarteten Angriffe haben be⸗ gonnen. Zwischen den Bahnen von Ypern und Roulers und nach Comines stießen die Engländer heute früh vor. Ihr Angriff ist auf dem Nordflügel erst nach Nahkaaupf vor und in unserer Stellung bereits abge schla gen. Ferner greifen sie nordöstlich und südöstlich von Armentidres und nördlich des Kanals von La Basscke an; sie versuchen dabei die Benutzung von Gasen und Stinkbomben. Am 23. September abends drangen, Wie nachträglich bez kanntgeworden ist, die Frauzosen in uusere zerschossenen Gräben bei Souchez ein. Sie wurden sofort wieder hin⸗ ausgeworfen. Gestern wurden sie abermals beil Souchez und beiderseits von Neuvilla zursckgeschlagen. 1 In der Champagne von Prosnes bis zu den Ar⸗ gonnen erfolgten französische Angriffe, die an den meisten Stellen abgewiesen wurden. Zum Teil wurden ste bereits durch unsere starke Artillerie zum Scheitern gebracht, zum Teil brachen sie erst wenige Schritt vor unseren Hinder⸗ nissen im Feuer unserer Infanterie und Maschinengewehre zusammen. Die zurückflutenden feindlichen Massen erlitten im heftigsten Artillerie- und Maschinengewehrfeuche sehr er⸗ erhebliche Verluste. An einzelnen Punkten der Front ist der Nahkampf noch im Gange. Ein schwacher französischer Vor⸗ stoß auf Bézange⸗la-Grande(nörlich von Lune ville) hatte keinen Erfolg. g Oestlicher Kriegsschauplatz. 5 Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg. Russische Angriffe südwestlich von Lennewaden sowie bet Wilejka und Rabun wurden abgeschlagen. Unserc Angriffe in der Front südlich von Soly werden fortgesetzt; die Russen setzen unserem Vordringen in der allgemeinen Linie Smor⸗ gon—Wischnew westlich von Saberesina— Djeliatitschi(an der Einmündung der Beresina in den Njemen) noch Widerstand entgegen. Bei Friedrichstadt schoß ein deutscher Flieger eiu russisches Flugzeug herunter. Heeresgruppe des Geueralfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Nördlich von Korelitschi wehren sich die Russen hark⸗ nückig; unsere Truppen stürmten die Stadt Negnie⸗ witsch i(nordöstlich von Nowogrodek) und schlugen mehrers starke Gegenangriffe ab. Oestlich und südöstlich von Bara⸗ witschi ist unser Angriff auf dem Westufer der Szezarg im Vorschreiten. Es wurden einige hundert Gefangene gemacht. I Unsall. 2 Westlich Medwjeditschi und südlich bis Lipsk ist die Söczara erreicht. Bei der Herresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen und auf dem südöstlichen Kriegsschauplatz ist die Lage unverändert. Oberste Heeresleitung. 8 Große Verluste des Feindes. Gescheiterte Durchbruchsversuche. 5100 Gefangene, 16 Maschinengewehre erbeutet. Weitere Zurückdrängung der Russen. W. B. Großes Hauptquartier, 26. Sept., vorm.(Amtlich.) 4 Westlicher Kriegsschauplatz. Die Kämpfe in Verfolg der seit Monaten vorbereiteten französisch⸗englischen Offensive nehmen auf dem größeren Teile der Front ihren Fortgang, ohne die Angreifer ih rem Ziele in nennenswerter Weise näher zu bringen. An der Küste versuchten auch englische Schiffe durch Feuer, besonders auf Zeebrügge, einzugreifen. Sie hatten keinen Erfolg. Nachdem ein Schiff gesunken und zwei andere beschädigt waren, zogen sie sich zurück. Im Ypernabschnitte erlitt der Feind groß e Verluste. Vorteile errang er nicht. In unseren Händen ließen die Engländer zwei Offiziere, 100 Mann, sechs Ma⸗ schineugewehre. Südwestlich von Lille gelang es dem Gegner, eine unserer Divisionen bei Loos aus der vordersten in die zweite Verteidigungslinie zurückzudrücken. Hierbei haben wir naturgemäß erhebliche Einbuße auch an dem zwischen den Stellungen eingebauten Mate⸗ rial aller Art erlitten. Der im Gange befindliche Gegeu angriff schreitet erfolgreich fort. Die Trümmer des einstigen Dorfes Souchez räumten wier freiwillig. Zahlreiche andere Angriffe auf dieser Front wurden glatt abgeschlagen; an vielen Stellen mit schwersten Verlusten für den Gegner. Hierbei zeichnete sich das 39. Landwehr-Regiment besonders aus, das bei dem Durchbruchsversuch im Mai nördlich von Neuville den Hauptstoß hatte aushalten müssen. Wir haben hier über 1200 Gefangene, darunter einen englischen Brigadekommandeur und mehrere Offiziere, gemacht und 10 Maschinengewehre erbeutet. Auch bei dem Ringen zwischen Reims und Argon⸗ nen mußte nördlich von Perthes eine deutsche Division ihre durch nahezu 70stündige unuunterbrochene Beschießung zerstörte vorderste Stellung räumen und die zweite zwei bis drei Kilometer dahinter gelegene einnehmen. In übrigen scheiterten auch hier alle feindlichen Durch⸗ bruchsversuche. Besonders hartnäckig wurde nördlich Mourmelon⸗-le-Grand und dicht westlich der Argonnen ge— kämpft. Hier wurde denn auch durch unsere braven Truppen der Angrifer am stärksten geschädigt. Norddeutsche und hessische Landwehr schlug sich hervorragend. Mehr als 3750 Franzosen, darunter 39 Offiziere, wurden ge⸗ fangen genommen. Im Luftkampf hatten unsere Flieger gute Erfolge. Ein Kampfflieger schoß ein englisches Flugzeug westlich Cambrai ab; südlich Metz brachte der zu seinem Probeflug aufgestiegene Leutnant Bölker ein Voisin⸗-Flugzeug zum Ab⸗ sturz. Der zur Vertreibung eines zum Angriff auf Freiburg eingesetzten, aus drei Flugzeugen bestehenden französischen Geschwaders aufgestiegene Unteroffizier Böhm brachte zwei Flugzeuge zum Absturz, nur das dritte entkam ihm. Oestlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg. ö Oestlich von Wilejka sind erneute russische An⸗ griffeabgewiesen. Westlich von Wilejka wird heftig gekämpft. Auf der Front zwischen Smorgon und Wisch⸗ new drangen wir an mehreren Stellen in die feindlichen Stellungen ein; der Kampf dauert noch an. Nordwestlich von Saberesina warf unser Angriff die Russen über die Beresina zurück. Weiter südlich bei Djelja⸗Titschi und Liubtscha ist der Njemen erreicht. Es wurden 900 Gefangene gemacht und zwei Maschinenge— wehre erbeutet. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Der Gegner ist weiter zurückgedrängt; 550 Ge— fangene sind eingebracht. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Mackensen. Die Lage ist unverändert. 5 Südöstlicher Kriegsschauplatz. Bei den deutschen Truppen hat sich nichts von Be⸗ deutung ereignet. Oberste Heeresleitung. Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht Eine russische Niederlage. Beschießung eines Spitals durch die Italiener. Wien, 26. Sept.(W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 26. September 1915. Russischer Kriegsschauplatz. Der Feind hat auch gestern seine Versuche, bei Nowo-⸗Aleksiniee unsere Front zu sprengen, unter großem Kräfteguswand fortgesetzt. Die seit mehreren Tagen währende Schlacht endete für die Russen mit einer vollen Niederlage. Wo immer es dem Gegner vorübergehend gelungen war, in einen un— serer Schützengräben einzudringen, überall wurde er unter großen Verlusten von den herbeieilenden Reserven zurückgeworfen. Noch gestern Nachmittag und abenbs brachen südlich von Nowo⸗ Aleksiniec zehnmal wiederholte russische Angriffe zusammen. Oestlich von Zalozee wurden feindliche Abteilungen, die sich durch unsere zerschossenen Hindernisse den Weg in unsere Stellungen ge⸗ bahnt hatten, als Gefangene abgeführt. An der Ikwa⸗Styr⸗Front erlahmte die Tätigteit des Feindes. In Ostgalizien herrscht Ruhe. Die in Litauen kämpfenden k. u. k. Streitkräfte warfen den Gegner bei Kraszyn auf das Ostufer der oberen Szezara zurfick. Italienischer Kriegsschauplatz. Gestern beschränkte sich die Tätigkeit der Italiener auf eine heftige Beschießung des durch die Genfer Flagge weithin gekennzeichneten Spitals des Roten Kreuzes in Görz. treffer, von denen eine Granate in den Operationssaal drang. Weitere 53 Geschosse fielen in unmittelbarer Nähe des Gebäudes ein. Einen militärischen Zweck hatte diese völker⸗ keine Truppen befanden. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Nicht Neues. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Höfer, Feldmarschalleutnant. 8 Neue Einberufungen in Italien. Die Neue Züricher Zeitung erfährt aus Genf von durchaus glaubwürdiger Seite, daß Italien demnächst eine neue Klasse ein⸗ berufen werde. Das Aufgebot wird erlassen werden, die Maun⸗ schaften werden aber erst Ende des Winters oder Anfang des Frühlings 1916 einzurücken haben. Diese Maßnahme sei eine Folge der bulgarischen Mobilisierung. Von diesem Aufgebot wird ein großer Teil der dritten Kategorie betroffen. Die Zeppelin⸗Angrißfe auf die englische Ostküste. London, 26. Sept.(W. T. B. Nichtamtlich.) Die Kom⸗ mission, die die Ansprüche auf Schadenersatz wegen des An⸗ griffs der Zeppeline auf die englische Ostküste untersucht, hat 697 Eingaben wegen Körperverletzung, von denen 178 tödlich waren, und 10 297 Eingaben wegen Sachschadens geprüft. Der türkische Tagesbericht. Erfolge an den Dardanellen und im Kaukasus. Konstantinopel, 26. Sept.(W. T. B.) Das Hakiptquartier teilt mit: An der Dardanellenfront erbeuteten unsere Aufklärungsabteilungen auf dem linken Flügel bei Anaforta in feindlichen Schützengräben etwa 30 Gewehre und Material. Wir nahmen einen Teil der vom Feinde bei seiner Landung vor diesen Flügel besetzten Stellungen wieder. Bei Ari Bur nu schwaches Feuergefecht. Bei Sedd⸗ül⸗Bahr griff eine unserer Abteilungen des linken Flügels mit Handgranten die Bombenwerferstellungen des Feindes an und verhinderte ihn, Bomben zu werfen. Auf der Kaukasus⸗Front östlich von Wan in der Gegend von Hochan brachten unsere Vorposten dem Feinde eine Niederlage bei und zwangen ihn, in östlicher Richtung zu fliehen. Der Feind ließ eine Menge Gewehre und Material in unseren Händen. Von den übrigen Kriegsschauplätzen ist nichts zu melden. Die Verluste der Entente auf Gallipoli. Konstantinopel, 26. Sept.(W. T. B. Nichtamtlich.) Nach Be⸗ richten aus den Dardanellen verwenden die Engländer und Fran⸗ zosen 51 Schiffe mit 6000 bis 12 000 Tonnen Gehalt zur Fort⸗ schaffung der Verwundeten von der Halbinsel Gallipoli. Vom Balkan. Die Haltung Griechenlands. Vorsichtsmaßregel zu betrachten. verschwiegen werden, daß man für die griechische Mobdili⸗ sierung von einem sicheren Urteil geleitet würde, wenn nicht Veniselos zur Zeit die Regierungsmaschine beherrschte. In den letzten Tagen scheint sich seine Freundschaft für die Entente wieder mehr fühlbar zu machen. Anderseits scheinen die Kräfte, die im Frühjahr die Praktiken von Veniselos erfolgreich bekämpften, jetzt etwas erlahmen zu wollen. Die Entente⸗Diplomatie wirkt mit Hochdruck in Athen, um dem griechischen Volk und den Staatsmännern die Schrecken eines Groß-Bulgariens wirksam vor Augen zu führen. Als Gegengewicht kann die griechische Krone und die Mehrheit des griechischen Generalstabs angesehen werden. Inwieweit dieses, wie im Frühjahr, gegen die Ententebestrebungen Oberwasser erhält, muß sich in den nächsten Wochen klarer zeigen. f Daß England und Frankreich bestimmt das Ziel ver⸗ folgen, Salonik als neueste Operationsbasis zu gewinnen, unterliegt keinem Zweifel mehr. Französische und englische Offiziere, darunter drei französische Generäle, hielten sich in großer Anzahl inkognito jüngst in Salonik auf und reisten dann nordwärts gegen die serbische Grenze. Im Hafen Salonik sind mehrere Schiffladungen mit Munition eingetroffen. Ferner sind dort Anstalten für Landungen größerer Truppenkontigente getroffen. Die Frage ist, wird sich Griechenland den fortgesetzten offenen Neutralitäts⸗ und Souvernänitätsbrüchen der Entente widersetzen, wenn die Entente diesen mit dem Durchmarsch ihrer Kontingente durch das griechische Territorium die Krone aufsetzt. Diese Frage stellt sich zur Stunde gebieterisch. Solange Veniselos am Ruder bleibt, darf sie schon jetzt verneint werden. Er wird einen Durchmarsch eher zu erleichtern trachten und unter Umständen selbst den griechischen Generalstab bei Seite schieben, um ihn durch einen ententefreundlichen Generalstab zu ersetzen. Mit Spannung darf man daher den Nachrichten aus Athen entgegensehen. rechtswidrige Handlung nicht, da sich weit und breit Milch n Wochenmarktpreise in Gießen 651.75 Mk. Pfd. 4—5 P . dier 24 Pfg. per Pfund 12—15 P Butter per Pfd. 0 i Zwiebeln N Blumenkohl per Stck. 20—40 J Hühnereier Stück 16—17 Pfg. 1 ö Gänseeier Stück— Pfg.] Weißkraut p. Haupt 102 fg. Käse Stück 8—9 Pfg.] Notkraut p. Haupt 10—25 Pfg. Käsematte 2 Stück 5—6 Pfg.] Wirsing p. Haupt 1015 Pfg. Tauben ver Paar 1.30—1.50 Dik.] Kohlrabi ver Stück 6-8 As. Hühner per Stück 1.80—2.30 Mk.] Gurken. ber Stück. 1020 Pfg. Hähne ver Stück 1.50—2.50 Mk.] Kleine Gurken Stück 3—5 Nfg. Ochsenfleisch per Pfd. 1.16—1.20 Mk.] Bohnen Pfund 15—18 Pfg. Kalbfleisch ver Pfd. 110—114 Pfg.] Kopfsalat per Kopf 8—12 Pfg. Kuh⸗ u. Rindfl. per Pfd. 112-116 Pfg.] Birnen Pfund 7—12 Pfg. Schweinefleisch Pfd. 170— 180 Pfg.] Aepfel Pfund 7—12 Pfg. Hammelfleisch p. Pfd. 96—110 Pfg.] Falläpfel Pfund 4—5 Pfg. Kartoffeln p. Malter 7-8 50 Mf. Zwetschen Pfund 1820 Pfg. Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. 5 Verlag von Krumm& Cie., Gießen. 5 Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H. Offenbach a. M. 3 . 1 Bekanntmachung. 1 Betrifft: Die Vergebung der Kultur- u. Wegebauarbeiten für 1916. 5 Samstag, den 2. Oktober ds. Js., vormittags 10% Uhr, werden 5 in Stadthaus, Gartenstraße 2, die in den Waldungen der Stade Gießen erforderlichen 0 Kultur⸗ und Wegebauarbeiten öfsentlich wenigstnehmend versteigert. 5 1 75 Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Ge⸗ meinden werden ersucht, dies alsbald ortüblich bebannt machen zu lassen. f Gießen, den 24. September 1915. Der Oberbürgermeister: J. V.: Grünewald. Bekanntmachung. Wir suchen zum sofortigen Eintritt einen tüchtigen selbständigen Elektro⸗Monteur für Stark⸗ und Schwach! stromanlagen in dauernde Stellung. Angebote mit ae Lohnansprüchen sind zu richten an die Direktion der 110 städt. Elektrizitätswerke Gießen. 15 Verstorbene. Peter Wö TI, Gastwirt in Gießen, 49 Jahre Aa alt.— Balthasar Vuchta leck in Großen⸗Buseck, 63 Jahre alt. e — Johann Martin, Kaufmann in Naunheim, 56 Jahre alt. 10 I eie Kolosseum Frankfurt a. M. Besitzer: Albert Ravvmann. Allerheiligenstraße, Constabler Wache. Treffpunkt aller Gießener! Täglich abends 8 Uhr: Große Vorstellung. Proa ram m: 11 1. Teil. 8 Bebitta Winkler, Vortrags⸗Soubrette. Frl. Emmy, Trapez⸗Künst⸗ lerin. Victor Kayser, Frankfurter Humorist. Frankonia⸗Ensemble in ihrer Original⸗Verwandlungs⸗Szene: Die Teunismädel. Elly Romain, Vortrags⸗Soubretie. Seppl und Kathi Spörl, die kleinsten und besten oberbayr. Gesangs⸗Tanz⸗Duettiften u. Solisten. 79 40 2. Teil. 10 2 Helluette's wunderbarer Dresiur⸗Akt mit ihren exotischen Vögeln 0 Anni Ippenstein, Operekten⸗Liedersängerin. Victor Kayser, beliebter Komiker. Frankonia ⸗ Sextett als„Flotte Matrosen“. Wilson und Emmy als Flachturn⸗Künstler. Eui Romain, Vortrags⸗Soubrette. Geschwister Frankonia, Gesangs⸗Tanz⸗Duettistinnen. 1 Zu recht zahlreichem Besuche ladet freundlichst ein Albert Rappmann, Direktor. Tcsegramn! Achtung! Achtung! Mache die geehrten Einwohner von Gießen und Umgegend g darauf aufmerksam, daß durch verspätetes Eintreffen der letzten 9 Waggons der 1 Verkauf um 7 Tage 1 : verlängert wird:: 105 Bemerke noch, daß alle fehlenden Sachen wieder am Lager sind, z. B. Löffelbleche(weiß) 1.10 Mk., Sand, Seise, Soda mit Schrift 1.60 Mk., eiserne geschliffene Pfanne 4 34 em 1.20 Mk., ovale Spülwannen mit cm 1.50 Mk., 45 em 1.70 Mk. Fuß, e 1 Hochachtend Frau Carl Dorp aus Elberfeld. ö Hoeben erschienen! 0 — am 20. September Aleeinverkauf: Die feindliche Artillerie erzielte in einer Sanitätsanstalt fünf Voll⸗ iz e ee eee eee Beste 4 Hauptkarten, 14 Spezialkarten. Preis nur 40 Pfg. Qerhessische Volkszeitung, Bahuhofstr. 23. een KNM e NN Ne Kriegskarte! 1915. Tafel. Zuckerhonig“ Zarantiert rein, ausserordent lich wohlschmeckend und be-! kömmlich, dureh grossen Absatz- a sert ig. 24 5 Eilo-Postkolli gegen Nach- nahme Mk. 4. 25 Man verlange Preisliste, Taeter r- Bab 40 (Hessen). 5