2 r 1 8 3 1 1 1 9 1 0 ö siccherte werkschaften irgendwie U . 1 Gewerkschaften würden an der Erf Demokratischen Abgeordneten gewesen war. ziehung welche man bisher mit dem Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete. Die Oberbessische Volkszeitung erscheint jeden Werktag Abend in Gießen. Der Abonnementspreis beträgt wöchentlich 15 Pfg., monatlich 50 Pfg. einschl. Bringerlohn. Durch die Post besogen vierteljährl. 1. 80 Mk. f Redaltion und Expedition Gießen, Bahnhofstraße 23, Ecke Löwengasse. Telephon 2008. Kolonelzeile oder deren Raum 15 Pfg. anzeigen wolle man bis abends 7 Uhr ö Inserate kosten die 6 mal gespalt. Bei größeren Aufträgen Rabatt. A für die folgende Nummer in der Expedition aufgeben. Nr. 215 Gießen, Dienstag, den 14. September 1915 10. Jahrgang 8 Regierung und Vereinsrecht. Von Otto Landsberg, Mitglied des Reichstags. Als bei der Beratung des Reichsvereinsgesetzes im Jahre 908 von sozialdemokratischer Seite die Besorgnis ausgesprochen awurde, daß die Bestimmungen des Gesetzes über politische Ver⸗ eine auf die Gewerkschaften angewendet werden könnten, ver⸗ n die Regtierungsvertreter, daß es ihnen fern liege, die Ge— einengen zu wollen; das Vereinsgesetz sei endung werde liberal sein, die üllung ihrer Aufgaben nicht Kaum war das Vereinsgesetz in Kraft ge⸗ wie begründet die Befürchtung der sozial⸗ i Eine Gewerkschaft nach der anderen wurde für politisch erklärt, oft unter Heran⸗ von Gründen, die der Vorstellung wenig entsprachen, Begriffe des Liberalismus verbunden hatte. So sind Gewerkschaften für politische Vereine erklärt wor⸗ den, weil sie ihre Versammlungen in einer sozialdemokratischen Zeitung ankündigten und in einem sozialdemokratischen Lokale ab⸗ hielten, weil sie zu ihren Leitern Männer wählten, die in der sozialdemokratischen Partei tätig waren, weil sie bei ihren Zu⸗ sammenkünften Gesetzesvorlagen besprachen, die für die gewerb⸗ lichen Arbeiter von größter Bedeutung waren usw. Das waren lauter Umstände, aus denen die Absicht, auf politische Angelegen⸗ heiten einzuwirken, gefolgert wurde. Jedes Jahr brachten die sozialdemokratischen Redner bei der Beratung des Etats des Reichsamtes des Innern im Reichstage die Verfolgungen der Ge⸗ werkschaften zur Sprache, die in so schreiendem Widerspruch zu den bei der Beratung des Vereinsgesetzes gegebenen Zusicherungen standen. Die Regierungsvertreter erklärten dann stets, ihrem Willen entspreche die beklagte Behandlung der Gewerkschaften nicht: sie seien aber außer stande, den Beschwerden abzu⸗ helfen; und alles blieb beim Alten. Während einer seiner Kriegstagungen, setzte der Reichstag eine Kommission ein, welche die von der Sozialdemokratie und dem Zentrum gestellten Anträge auf Abänderung des Vereinsgesetzes vorberaten sollte. In kürzester Zeit erledigte die Kommission ihre Aufgabe. Sie beseitigte den Sprachen⸗ und den Jugendlichen⸗Paragraphen und ersetzte die Bestim⸗ mung des Gesetzes über den Begriff des politischen Vereins durch eine neue. Doch was sage ich! Nicht durch eine neue, sondern durch eine uralte. Die Kommission beschloß nämlich, die Begriffs⸗ bestimmung des politischen Vereins wiederherzustellen, die das alte preußische Vereinsgesetz von 1850 enthalten hatte. Dieses Gesetz sah als politisch nur solche Vereine an, welche bezweckten, politische Gegensätze in Versammlungen zu erörtern: es wollte nur die sogenannten politischen Klubs, welche die Zentralpunkte der politischen Bewegung bilden, den für politische Vereine vorge⸗ sehenen Beschränkungen unterwerfen. Das Reichsvereinsgesetz dagegen bezeichnet als politisch alle Vereine. die überhaupt eine Einwirkung auf politische Angelegenheiten bezwecken, gleichviel, in welcher Art dies geschieht. Während also unter der Herrschaft des preußischen Vereinsgesetzes die Beantwortung der Frage, ob ein Verein politisch war, ausschließlich von der Art seiner in Ver⸗ sammlungen ausgeübten Betätigung abhing, kann nach dem Reichsvereinsgesetz jede wie immer geartete Tätigkeit eines Vereinsorgans, z. B. auch ein politischer Gewerkschaft, dazu führen, daß ein Vere liberal, und auch seine Anw gehindert werden. kreten, da zeigte sich, in für politis 7 0 700„ hat zur Folge gehabt, i Der Kommandant des französischen Dampfers ehr selter S Gewerkschaften zu politi Ver⸗ 5 1 4 5 b 98 8 Ein 10 F G 28 faichsverelnsgesetes außer⸗„Aude berichtet über die 0 pe dierung des Dampfers ordentlich häufig vorkommt. Die Reichstagskommission schlug des⸗ folgendes: Wir waren von Marseille abgegangen und fuhren halb om Reichstage vor, an die Stelle der Definition, die das nach Oran, um eine Schafladung aufzunehmen. Das Meer „liberale“ Reichsvereinsgeset für den Begri eins vorsieht, diejenige des reaktionären ische gesetzes zu setzen. Sie beschloß weiter, da die Beschäft politischen Gegenständen gewisser Art mit der Tätigkeit der werkschaften auf das engste zusammenhängt(Arbeiterschutzgesetze Gewerbegerichtsgesetze usw.), einen Zusatz des von Berufsgenossen oder Angehörigen verschiedener Standesvereine auch dann nicht als politische Vereine gelten wenn sie zur Verfolgung ihrer Zwecke po Versammlungen erörtern. Die Abänderung der mung des politischen Vereins und dieser Zusatz Kommission und vom Reichstag mit allen ge nativen Stimmen beschlossen, die Aufhebung graphen gegen die Stimmen der Konservativer ralen, die Beseitigung des Jugendlichenparagr beiden Parteien und die Fortschrittler. Und die verbündeten Regierungen? ff des pr preußische sollen es Sprachen⸗ und Jugend weder posi Paragra phen seien hef hebung wie der au leb irden; für i i el üge aber die Zeit nicht. 1 1 i ehe 15 1 6 f Pettel 1 der Gewerk⸗ Dampfers„Alexa dre 2500 Tonnen) gelandet, der am schaften. Die Regierungen prüften, welche gesetzgeberischen[ Donnerstag von einem deutschen Unterseeboot 62 Meilen von Maßnahmen zu ergreisen sejen, um den Gewerkschaften tat dem] Kap Palas bei Murcia versenkt worden ist. Gebiete des Vereinswesens die nötige Freiheit zue Betätigung Der englische Dampfer Cornubia“ wurde ver⸗ ihrer berechtigten wirtschaftlichen und Wohlfahrtsbestrehungen auf. de; e Dampfer 4 0 sichern, zumal sie sich in uneigennütziger und aufopfernder 1 5 senkt; die Besatzung wurde gerettet. N bie“ das Wohl des] Ein enalischer Postdampfer seuert auf ein U-Boot. 4 17 1 1 gestellt 16 155 aterlandes erheische. Wann indessen dem i sprechende Vorlage zugehen w 0 Zeit noch nicht z ei zur 8 0 übersehen, für den„ 3 u anderen bestimmte ber oder einer Artikel im Fachblatt einer ch erklärt s politischen Ver⸗ n Vereins- ftigung mit Ge⸗ Inhalts, daß Vereine Berufe und litische Gegenstände in Begriffsbestim⸗ wurde von der gen die konser⸗ des Sprachenpara⸗ n und Nationallibe⸗ aphen gegen diese tiv noch negativ Reichstage eine ent⸗ Dem deutschen Volke müssen seine erbittertsten Feinde zuge⸗ stehen, daß es in dieser furchtbar schweren Zeit zu gewaltiger Größe emporgewachsen ist. Die Reichsregierung legt an⸗ scheinend keinen Wert darauf, in diese Anerkennung mit eingeschlossen zu werden. Sie betont die Verpflichtung, denjenigen, die sich um Deutschlands Wohl verdient gemacht haben, Fesseln abzunehmen, welche die Gesetzgebung ihnen aufgelegt hat. Daß aber die Pflicht der Dankbarkeit ihr die Beseitigung des Sprachenparagraphen des Vereinsgesetzes als höchst dringliche Aufgabe zuweist, vermag sie nicht zu erkennen. Und nicht einmal zu einer glatten Annahme der mehr als bescheidenen Be⸗ schlüsse des Reichstags über den Begriff des politischen Vereins hat sie sich verstehen können. Sie will erwägen und zwar offenbar recht gründlich, da sie nicht versprechen kann, daß ihre Denkarbeit bis zum November beendet sein wird. Der Reichstag hat die Einführung einer Bestimmung in das Ver⸗ einsgesetz beschlossen, die 57 Jahre lang in dem größten deutschen Bundesstaate geltendes Recht gewesen ist und, wie die Geschichte zeigt, dessen politischen Aufschwung nicht gehindert hat. Die Er⸗ fahrungen, die man mit diefer Bestimmung gemacht hat, kennt jeder preußische Dorfschulze. Aber die vom Drange nach Neu⸗ brientierung ergriffene Reichsregierung muß überlegen, lange überlegen, ob sie einer Gesetzesvorschrift zustimmen kann, die dem Gesetzgeber der ärgsten preußischen Reaktionszeit unbe⸗ denklich erschien. Und dabei gibt sie zu, daß die Behandlung, gegen die der Reichstag die Gewerkschaften durch die Abänderung des Vereins⸗ gesetzes schützen will, gegen die Absichten verstößt, die sie bei der Schaffung dieses Gesetzes gehabt hat! Klassisch ist das Argument, daß eine sosortige gesetzgeberische Aktion nicht vonnöten sei, da unter dem Belagerungszustand ein Vereins⸗ und Ver⸗ sammlungsrecht nicht bestehe und die Bedrückung der Gewerkschaf⸗ ten daher zurzeit sistiext, sei. Wir sollen also warten, bis alle die wohlbekannten Chikanen nach dem Krieg wieder angefangen haben, die politische Luft zu verschlechtern. Und diese Regierung will um die Seele des deutschen Arbeiters ringen! Hat sie denn gar kein Verständnis dafür, daß sie, wenn ihr Ringkampf nicht von vornherein aussichtslos sein soll, durch Taten zeigen muß, daß sie zu den arbeitenden Klassen des deutschen Volkes Vertrauen hat? Mutet man ihr zu viel zu, Gesetzes fordert, das mit wenn man von ihr die Annahme eines Ausnahme der Konservativen alle Parteien des Reichstages beinahe ohne Debatte angenommen haben? Wes⸗ halb dieses Zögern? Fürchten die Herren die bekannten trefflichen Minierer 2 Wer einen Sumpf austrocknen will, darf sich nicht um das Quaken der Frösche kümmern. Die Reichsregierung will, wie sie sagt, eine Reform des Ver⸗ einsrechtes nicht näher treten, weil sie ein Aufflammen innerpolitischer Kämpfe vermeiden wolle. Sie wird sich davon überzeugen müssen, daß ihr Verhalten zur Er⸗ reichung ihrer Absicht gänzlich ungeeignet ist. * 0 2 Der Seekrieg. U-Boote an der Arbeit. Havas meldet aus Marseille: Der französische Dampfer„Aude“ wurde auf einer Fahrt von Marseille nach Oran torpediert. Die Besatzung wurde gerettet und in Oran gelandet. war ruhig und das Schiff, das 30 Knoten in der Stunde zurücklegen kann, machte beinahe 10 Knoten. Ungefähr 90 Meilen von Oran bemerkten wir ein Unterseeboot, das auf uns zukam. Fast sogleich wurden wir durch Kanonenschüsse gewarnt. Ich stoppte. Das Unterseeboot hißte die öster⸗ reichische Flagge und erteilte uns den Befehl, in den Booten Platz zu nehmen, denn es werde das Schiff torpe⸗ dieren. Ich nahm mit 18 Personen im ersten Boot Platz. Der zweite Offizier stieg mit der übrigen Mannschaft und Passagieren, nämlich 23 Personen, in ein anderes Boot. Der „Aude“ wurde hierauf torpediert. Wir kamen mit eigenen Mitteln nach Oran, da wir unterwegs keinem Schiff be— gegneten, das uns hätte Hilfe bringen können. Lloyds melden aus Lovestoft, daß das Schiff„Boy Ernie“ in den Grund gebohrt wurde. Ein Mann wurde verwundet. Meldung der Agence wurden in Mazarron „ „ 5 Havas: Am Freitag vormittag 28 Matrosen des englischen (W. B. Nichtamtlich.) Journal meldet aus Madrid: Passagiere des englischen Postdampfers, Deschado“, der mit seiner Goldladung von Liverpool nach Buenos Aires fuhr, erzählen, daß auf der Höhe 1 1 8 Treuzer, die die Kano⸗ gten das Unterseeboot. das die Dampfer Dampfer abgeschossen hatte. Zwei englische nade gehört hatten, eilten herbei und verj Man glaubt, daß es dasselbe Unterseeboot war, „Guatemala“ und„Garoni“ versenkt hat. Wilsons Sieg in der Baumwollfrage. Deutschfreundliche Stimmung in den Südstaaten. Die Kölnische Zeitung meldet aus Washington: Hier herrscht überall eine sehr gehobene Stimmung, be⸗ sonders in der Umgebung des Präsidenten Wilson, dessen Sieg in der Baumwollfrage in den Kreisen des Vierverbandes wie ein Blitz aus heiterem Himmel eingeschlagen hat. London wird ganz bestimmt in einigen Tagen den Druck unserer Südstaaten verspüren, seitdem bekannt ge⸗ worden ist, daß Deutschland willens ist, für das Pfund Baum⸗ wolle, lieferbar Bremen, 25 Cents(1 Mark) zu zahlen. Der vorherrschende Eindruck ist der, daß die amerikanische Re⸗ gierung veranlaßt werden wird, auf den Frieden zu dringen, da die englischen Geldverhältnisse hoff⸗ nungslos seien. Der deutsche Botschafter Graf Bern storff und der Reichskanzler v. Bethmann⸗Hollweg werden laut gepriesen. Der Baumwollpreis lieferbar Newyork hatte gestern für die beste Sorte nur 10,20 Cents(41 Pfg. für das englische Pfund von 453 Gramm) betragen. Der Sieg Wilsons besteht darin, daß die amerikanischen Süd staaten ihre Baumwolle überallhin, also auch nach Deutsch⸗ land, sollen verkaufen dürfen. Es ist ein Erfolg gegen die Erklärung der Baumwolle als Baunddare durch den Vierverband. Den Preis von 25 Cents für das Pfund Baumwolle lieferbar Bremen hat wahrscheinlich die eben gegründete Baumwoll⸗Importgesellschaft 1915 m. b. H. in Bremen geboten. Die Einfuhr Deutschlands in amerikani⸗ scher Baumwolle betrug in dem Baumtdolljahr 1912/13 allein 1 258 507 Ballen(rund 500 Millionen englische Pfund). Diese Einfuhr bedeutet, auf den Jahresbedarf umgerechnet, ein Objekt von mehr als einer halben Milliarde Mark und für den gegenwärtigen Preisstand in den Südstaaten einen Mehrwert von rund einer Viertelmilliarde Mark. Die Farbstoffnot in Amerika. Newyork, 12. Sept. Die Färbervereinigung sandte eine Vertretung zu Staatssekretär Lansing, mit der Bitte, Schritte zu tun, um die Einfuhr von Farbstoffen möglich zu machen. Die Nationalvereinigung der Baumwollfabrikanten besprach die Pläne, die den Ersatz der Farbstoffe betreffen, sehr pessimistisch. Die Mitglieder erklärten die angeblichen amerikanischen Erfindungen oder Entdeckungen für wertlos und betonten, daß eine dringende Notwendigkeit bestehe, Farbstoffe einzuführen.(Frankf. Ztg.) Eine Erklärung Bernstorffs. London, 12. Sept. Reuter meldet: Bernstorff hat eine Er⸗ klärung abgegeben, worin er aufs Schärfste der Behauptung widerspricht, daß er Archibald als Ueberbringer von Briefen be⸗ nutzt habe. Er habe Archibald niemals irgend etwas anvertraut, schon deshalb nicht, weil er es nicht für ratsam erachtet habe. Der türkische Tagesbericht. Konstautinopel, 12. Sept.(W. T. B.) Das Haupt⸗ quartier berichtet von der Dardanellenfront: Im Abschnitte von Anaforta vernichtete unsere Artillerie auf dem rechten Flügel einige feindliche Munitionswagen. Unsere Artillerie auf dem linken Flügel beschoß sehr wirksam die feindlichen Schützengräben. Bei Ari Burnu hat sich gestern nichts von Bedeutung ereignet. Bei Sedd⸗ül⸗Bahr beschossen zwei feindliche Kreuzer und ein Torpedoboot mit Hilfe von Ballon⸗ beobachtern ohne Ergebnis unsere verschiedenen Stellungen. Die Engländer fahren fort, das Zeichen des Roten Kreuzes zu mißbrauchen. Bei Meßtantepe und bei Anaforta in der Nähe der Lazarettwagen ließen sie ihre Soldaten Kriegs⸗ und Bajonettübungen machen. Seit einigen Tagen machen die Ambulanzen, obgleich es in diesen Abschnitten zu keinen Gefechten gekommen ist, fortgesetzt Transporte nach den Gefechtslinien. Obwohl sie eine Menge von Hospitalschiffen besitzen, wehen die Fahnen des Roten Kreuzes an ver- schiedenen Orten, die für eine Landung an der Küste von Kemikli besonders günstig sind. 2 privater türkischer Quelle von den Darda⸗ nellen stellen fest, daß alle feindlichen Stellungen von den türkischen Geschützen bedroht sind. Daher geben die Eug⸗ länder und Franzosen keine besonderen Lebenszeichen, sondern be⸗ schränken ihre Tätigkeit auf den Transport ihrer Kranken an Bord ihrer Schiffe. Die Krankenzelte am Meeresufer westlich des sumpfigen Sees von Suwla vermehrten sich täglich, und man glaubt, Nachrichten aus Termin lönne sie nicht in Aussicht gestellt werden. Die von 2 Sf zwei Stunden. ö seeboot Te 5 1 9. f von Brest das Schiff zwei Stunden lang von einem Unterseeboo ganze een e auch nicht dringlich, 15 ke fang des Ber verfolgt wurde.„Deschado“ erhöhte die Schnelligkeit, fuhr im Zick⸗ Falle der Abänderung des Vereinsgesetzes Beli ben der komman⸗ zackkurs und seuerte mit feinen Schnellfeuerkanonen auf. das ins- und Versammlungsrechtes ganz vom Belie lauchende Unterseeboot. das ohne Erfolg zwei Torpedos auf deu dierenden Generale abhänge. daß infolge der Nähe der Sümpfe ey idemische Krankheiten unter deu englischen Truppen ausgebrochen seien. * Neue Unternehmung der Alliierten gegen die Dardanellen? T. U. Athen, 12. Sept. Ein neuer Ansturm gegen die Dardanellen im Zusammenhang mit einer diplomatischen Aktion, die Griechenland zur Teilnahme an den Operationen gegen Konstantinopel veranlassen soll, ist nach einer Meldung der Nea Imera für die nächsten Tage zu erwarten. Gegen⸗ wärtig befinden sich drei englische und französische Armee⸗ korps in Stärke von 180 000 Mann auf Gallipoli. Neue englische Verstärkungen in der Surlabucht sollen in Kürze folgen. Die englische Heeresleitung hofft diesmal, die türkischen Stellungen niederzukämpfen. Der Vierverband hat nach derselben Quelle Griechenland für seine Teilnahme an der Dardanellenaktion neue außerordentlich günstige Kompensationen angeboten. Das Blatt Embros meldet aus Mytilene, daß das Oberkommando zu Wasser und zu Lande nunmehr endgültig den Franzosen übertragen worden sei. Eine russische Stimme gegen Serbien. Petersburg, 12. Sept.(W. T. B. Nichtamtlich.) Rjetsch ver— teidigt den Standpunkt Bulgariens, das die Revision des Bukarester Vertrages mit Recht verlangt. Das Blatt fordert, daß die Vierverbandsmächte Serbien ein Ultimatum überreichen sollten, bie geforderten Provinzen an Bulgarien abzuliefern. Rjetsch hält die serbische Antwort für eine Verhöhnung der Verbündeten. Militärische Maßnahmen Griechenlands. * London, 12. Sept.(W. T. B. Nichtamtlich.) Das Reuterbureau meldet aus amtlicher griechischer Quelle, daß alle in ausländischen Missionen angestellten griechischen Land- und Seeoffiziere nach Athen zurückge⸗ rufen worden sind. Deutschland und Bulgarien. Der Leitartikel der Kambang vom 19. 8.(1. 9.) führt aus: Die Aufgabe ist gegeben von der Geschichte: es muß eine selbständige und unabhängige bulgarische Macht ent⸗ stehen auf der Balkanhalbinsel. Unabhängig heißt: poli⸗ tischunabhängig vom Moskauer Reiche. Heute ist nun die Lage die: entweder muß Bulgarien das Schwert umgürten oder auf eine selbständige politische Existenz verzichten. Und seine stärksten Interessen weisen es auf den engsten Bund mit den Mittel⸗ mächten hin, vor allem mit Deutschland. Es kann sich nicht mit Serbien und nicht mit Rumänien verständigen. Die glänzenden Siege der österreichisch⸗deutschen Waffen geben Bulgarien die Möglichkeit, mit einem historischen Feinde abzurechnen. Können Zar und Volk den Welt⸗ krieg ohne Nutzen für Bulgarien vorbeigehen lassen? Müssen sie nicht die Notwendigkeit erkennen, jetzt oder niemals] aller Votschafter Gerard die Fundamente der bulgarischen Macht zu legen? Jetzt ist fall, die anfangs angenommen wurde. ein entscheidender Augenblick für das bulgarische Volk ge⸗ kommen. Vielleicht niemals in seiner ganzen Zukunft wer⸗ den sich solche geschichtlichen Bedingungen wiederholen, wie heute.„Die Aufgabe ist gegeben, die historische Aufgabe des bulgarischen Volkes: die bulgarische nationale Einigung und staatliche Festigung ist zur Entscheidung gestellt, und nichts, nichts kann sie lösen als das bulgarische Volk, als die organi⸗ sierte und mit den Mittelmächten verbundene Kraft der bulgarischen Armee.“ „Bulgarien für die Entente verloren.“ Aus Sofia wird von wohlinformierter Seite gemeldet, daß im Lager der dortigen Entente⸗Diplomatie große Nieder⸗ geschlagenheit herrsche. Man habe die Gewißheit, daß der gesamte diplomatische Aufwand seit Jahresfrist endgültig. verloren sei. Die letzte Kraftanstrengung unternahm der in besonderer Mission in Sofia befindliche Minister Cruppt, sowie der englische Gesandte, dessen maßlose Versprechungen aber den Keim der Unehllichkeit enthielten. Nach scharfen Diskussionen zwischen dem englischen und dem russischen Ver— treter, der seit Wochen im Hintergrunde blieb, reisten Cruppt und eine Anzahl englischer und französischer Agenten nach Nisch. Cruppi äußerte sich, Bulgarien sei für die Die Grenzfeve. 5 Eine Erzählung aus dem Heidelgebirge von A. E. Brachvogel. „Seppelts seins?— mei Buschbergel is es alleinig, i hab's amol erprozessiert, verstehst?“ Damit schritt er zur Hoftür und starrte hinaus.—„Und nit aufen Bergel, im Hof is der Ignaz und is eben aus der Kuchel grannt! er's?!“ und er trat scharf hin vor das „Ich— ach Gott, Herr, ich— an Augenblick hinne gewest!“ 8 Der Alte sah sie mit langem, finsterem Blick an, dann] f kam's wie Wehmut über ihn, er wandte sich.—„ anni, ruf mer n Ignaz nauf auf mei Stuben, dann gehst du zu der] Resi sei Muttern, der Feve! Sie soll gleich herkommen!“ 1 „O mein Jesus, was hab ich denn getan?“ Röschen er- griff des Alten Hand und küßte sie.„Mei Mutter? Was soll fi denn mei Mutter?“ „Was du getan hast, dumms Ganserl!— Nix hast gtan!“ Dabei schlug er sanft ihre Wange.„Ich hab dei Muttern nur was z sagen wegen—“ er deutete mit dem Finger nach der Weltgegend, wo hinaus die Grenze lag, dann drehte er sich um und schritt hinauf in seine Stube, wo er, sein Käppi auf dem Haupte, am Fenster Platz nahm und finster gedankenvoll hinausstarrte. 5 Der verlangte Ignaz trat ein, ein hübscher, kraftvoller i junger Mann, dessen Wasserstiefeln, graue Pikesche und der] h Spitzhut mit Spielhahusfedern den österreichischen Landwirt und Jäger verrieten. In seinem Gesicht kämpften Entschlossen⸗ heit und Verlegenheit. „Du bist eben in der Kuchel gwest, Ignaz! „Nein— ja!— Ja, ich bin's gwesn!“ „Und da treibst dich alleweil immer rum, wann ich af m Amt bin!“ donnerte der alte Herr und trat auf ihn zu.„Ka Wunder, wenn d Wirtschaft verschlumpt wird, die Leut nix⸗ nutzig werden und die ganze Sache schlecht einschlagt! Is das mei Dank, damischer Bub, daß d mir a Heidengeld zu Olmütz af der Schul und zu Braune beim Klosteramtmann Js 2—— 1 1 schöne Röschen. 1 ich weiß es nich, ob er is Ja oder nein!“ 30 Gesandten des Vierverbandes sind tragt worden, neue freundschaftlichen zu erheben. Dem gleichen Blatte zufolge verstärkt Serbien seine Truppenaufgebote in Albanien und an der bulgarischen blätter berichten, meldet der Temps aus Petersburg, daß in dieser Stadt und im Hafen alle um die Stadt im Verteidigungszustand zu setzen. der Nacht sei jeglicher Verkehr untersagt. würden schwere Geschütze aufgestellt, ebenso auf den Höhen, die den Hafen beherrschen. hat, wie das angenommen und er ist wahrscheinlich Heeresleitung zurückzuführen, die letzte Verteidigungsstellung auf galizischem Boden unter allen Umständen verschleckt! Habt Ihr nit die zwei Jahr, daß i ham bin, selbst gsagt, daß das Gut halb mal mehr eintragt und daß ich's zrechtgebracht hab? sie geht und steht! Händen in seinem grauen Schopf, „Weißt auch, wen sich d Namen hat! S gehn schreckliche Gschichten vor! dene Preußen! Sie werden die Fev wird kommen, und— und mei leiblich Gschwisterkind, das mei bissel Hab und Gut kriegen soll, wann i sterb— de schmeißet sei Herz a so n land ins Gesicht.—„Und wer, Herz is genomme, daß ich Habt Ihr's nit gewußt, N * Mutter nit mit Euch Tänze gnug gehabt derohalb?— J bin aufgewachsen mit ihr wie da ist die Lieb a afgwachsen, und wann Ihr uns auseinand reißt!“ talketer Narr, a Esel!“ Lieb, Ohm!— Hab i Schuld? mächten angeschlossen. Dieses Revirement bedeute einen der größten politischen Erfolge der Zentral- mächte. 5 Eine Sozialisten⸗Konferenz für den Frieden. In der Nähe von Bern hat nach einem Telegramm der Frankf. Zt. dieser Tage eine Besprechung von Sozialisten aus kriegführenden und neutralen Ländern statt⸗ gefunden. An ihr haben u. a. Vertreter der italienischen Kamneerfraktion, französische Syndikalisten, Sozialisten aus Rußland, Schweden und vom Balkan teilgenommen. Die Besprechung galt hauptsächlich der gegenseitigen Orientie⸗ rung. Es soll eine Erklärung für den Frieden veröffentlicht werden. Deutsche und österreich-ungarische Sozialdemokraten haben an dieser Besprechung nicht teilgenommen, waren zu derselben auch nicht eingeladen. Die deutsche Sozialdemokratie und der Frieden. Die Justice, das Wochenblatt der Britischen Sozialistischen Partei, bespricht in ihrer Nummer vom 2. September die Reso⸗ lution der Reichstagsfraktion und des Parteiausschusses, in der die Grundlinien des nach dem Kriege abzuschließenden Friedens ge⸗ zeichnet sind. Obwohl die Resolution vollständig im Geiste der Demokratie gefaßt ist, mißfällt sie der Redaktion des genannten Blattes. Sie ruft aus:„Das ist doch nichts anderes als Pan⸗ germanismus, wenn auch höflich ausgedrückt und mit internatio⸗ nale Sauce begossen! Die britische Seemacht soll beseitigt werden, aber die deutsche Landmacht soll bleiben. Wir sollen um jeden Preis die wirtschaftliche Entwicklung der deutschen Kapitalisten sichern und deutsche Gitter zu den Bedingungen der deutschen Kapi⸗ talisten annehmen. Wir sollen ferner die unbeschränkte Entfaltung des deutschen Kapitalismus auf dem Balkan, in der Türkei und Kleinasien sichern. Und eine Mehrheit der sozialdemokratischen Mit⸗ glieder des Reichstags und des Parteiausschusses findet sich in Uebereinstimmung mit diefer kaum verhüllten Verteidigung des deutschen liberalen Imperialismus.“ Also: jede Verteidigung der deutschen Interessen ist in den Augen der Justice Imperialismus. Wenn es wenigstens Tory⸗ Imperialismus wäre, dann ließen die Genossen der Justice es noch gelten. Der Schweizer Einfuhrtrust zustandegekommen. Die Neue Zürcher Zeitung meldet: Nachdem bereits in den letzten Tagen in einem italienischen Blatte das bevorstehende Zu⸗ standekommen des Einfuhrtrustes angedeutet worden war, erhalten wir jetzt aus Mailand die Mitteilung, daß in den Verhandlungen zwischen dem Vierverband und der Schweiz über die Trustfrage eine Einigung erzielt worden sei. Der deutsch⸗amerikanische Notenwechsel. Amsterdam, 12. Sept. Aus Washington meldet Reuter unterm 11. September: Die neue Note der Vereinigten Staaten, die der Ber⸗ gestern empfing, bezieht sich auf den Au⸗ griff auf die„Ordund“ und ist keine ergänzende Note zum„Arabic“ Neue Vorstellungen des Vierverbandes ü in Nisch. Das Pariser Journal meldet: Die am 10. September beauf⸗ Vorstellungen in Nisch Genf, 13. Sept. Grenze. Petersburg im Verteidigungszustand. W. B. Berlin, 13. Sept. Wie verschiedene Morgen⸗ Maßnahmen getroffen seien, Während Längs der Küste Die Schlacht am Sereth. W. B. Berlin, 13. Sept. Der Widerstand der Russen am Sereth Berliner Tageblatt meldet, einen sehr ernsten Charakter auf einen Befehl der Obersten zu halten. Die Kühnheit „Das is nit wahr, Ohm! In der Wirtschaft wird nix Wo is was gefehlt? Wo?“ „Aber in der Kuchel stecks doch! Der Resi laufst nach, wo Is es wahr oder nit?“ „Ja, Ohm—s is— s is wahr! J kann nix davor, i— hab's Röserl so lieb wie mein Leben, Ohm, und—“ Der Alte rannte wie unsinnig umher, wühlte mit den f und in seinem Gesicht piegelten sich Wut, Angst und Schmerz. „Unseliges Geschöpf!“ flüsterte er mit zitternder Stimme. ein Sinn erwählt hat? Die Resi S a geschändet Mädle, das kein Vatern, keinen ehrlichen Sei Mutter is e elends, verrufenes Gschöpf in ganzen Gebirg, a Landstreicherin, a wüste Schwarzerin. E allgmein Aufgebot von fangen, ins Zuchthaus as lauferisch Geschöpf hin!“ sich steif empor und sah Höpplen Ohm, hat Schuld, daß mir mei Der junge Mann richtete Entente verloren, es habe sich endgültig den Zentral- schwörung gegen den englischen Staat an England an. kein Blick geben und dein Sach gmacht hat, die Zeit um is, gehen. zer russischen Gegenoffenstve sei um so größer, als die S W be Harter bereits durchbrochen und umgangen Amerika und die 1 i T. U. Berlin, 12. Sept. Ein Teil der Berliner e druckt ein Telegramm der Kölnischen Ztg. aus Washington der Erklärung der Baumwolle als Bannware durch den Vie verband die Lieferung von Baumwolle auch nach deutf Häfen durchgesetzt habe. Darüber, ob diese Meldung zut oder nicht, liegen, wie wir erfahren, an zuständiger S bisher noch keinerlei Nachrichten vor. Kriegsustizen. f Wie von den zuständigen Stellen versichert wird— amtl, Nachweifungen n seit Ausbruch des Krieges nicht 7 öffentlicht— ist die Entwicklung des Güterver ehr dauernd eine günstige. Die Einnahmen aus dem Güterver erreichten seit der Wiederaufnahme des vollen, Güterverkehrs u mäßig annähernd die des vorigen Friedensjahres. Im Juli 1015 haben sie sogar die Einnahmen des Juli 1914 um 2,80 P ö überstiegen. Damit ist die höchste Juli⸗Einnahme übertrofsen, d von den preußischen Staatseisenbahnen vorher je erzielt worden i Eine Deputation der Berliner Gastwirte⸗Or gan sationen ist bei dem Polizeipräsidium vorstellig geworden, eine Milderung des Branntwein ver bots zu errei⸗ Es wurde nur zugesagt, daß, um eine gleichmäßige Anwendung Verordnung zu gewährleisten, die Polizeireviere entsprechende struktion erhalten sollen. Eine Milderung der Verordnung, m sie von den Gastwirten erbeten wurde, sei ausgeschlossen sie die Aufhebung des Bundes ratsbeschlusses voraussetzen wi Die Vertreter des 5 wollen sich nicht dabei 0 ruhigen und weitere ritte unternehmen. 5 8 Der 3 Festung Köln hat eine Verordnung län di je 0 lichkeit gegen die nach Lage der Sache billigen Anordnungen ihrer Arbeit⸗, Auartier⸗ oder Kostgeber, ihrer Ve oder der von ihnen bestellten Aufseher verboten“ ist.„Some die Arbeiter vertragsmäßig zu Arbeitsleistungen verpflichtet ist es ihnen insbesondere nicht gestattet, grundlos die beit niederzulegen, unpünktlich zur Arbeit er scheinen oder dieselbe ordnungswidrig auszuführen. u widerhandlungen oder Aufforderungen dazu werden mit Ge fän 7 mis bis zu einem Jahre bestraft, sofern die bestehenden Gesez keine höhere Freiheitsstrafe bestimmen. 5 4 Ein Maueranschlag gegen den Krieg war in der Nacht zum 1. Mai ds. Js. in Stuttgart an Häusern angebracht worden. Auf den Zetteln, die in starken Worten vont den Krie kosten und den Blutsopfern des Krieges sprachen, war kein Dre angegeben. Die Polizei ermittelte als Drucker den Schri Karl Häring, der zum alten Stuttgarter Sozialdemokra Verein gehört. Häring wurde wegen Uebertretung des Pr Kesetzes angeklagt und zu zwei Wo chen Haft verurteilt. Schöffengericht Stuttgart ließ als straferschwerend gelten, daß Flugblatt nicht dem Frieden, sondern der Erregung von Ur und Aufregung habe dienen sollen. Die Berufung des Ver⸗ urteilten, die sich besonders gegen die Freiheltsstrafe richtete, wurde von der Strafkammer Stuttgart verworfen, Zum Dezernenten für das Schulwesen beim Gouvernement Warschau ist der freikonservative preußische Landtagsabge ordnete Dr. Bredt⸗ Marburg berufen worden. Von freikonservativen Parlamentariern sind im Osten tätig die Reichstagsabgeordneten Schultz(Bromberg), War muth und Mertin.„ Auf Befehl der Berner Behörden beschlagnahmte die Lausanner Zensur, wie die Gazette de Lausanne meldet, die S ü tembernummer der dort erscheinenden bekannten Zeitschrift:„Biblio Dieselbe hatte einen Artikel vom Dekan der theque Universelle. Facultd des lettres in Bordeaux, Paul Stapfer, veröffentlicht, be titelt:„Die Lehren des Krieges, Gewissensfragen.“ In demsel würdigt der Autor die Rolle des deutschen Kaise im gegenwärtigen Kriege in Ausdrücken, die von der Zensur für un zulässig erachtet wurden. Aus Paris wird wieder eine große Feuers b rau n st ge meldet: In Saint⸗Quen gingen die dortigen Benz in Fast ganz Parfs war in dichte Lagerräume in Flammen auf. schwarze Rauchwolken gehüllt, und es herrschte lebhafte Be unter der Bevölkerung. Die Pariser Jeuerwehren suchten die bargebäude zu schützen. In der bei Budapest wurde vom Minister die A (in Csepel) gelegenen Konservenfabril rde:' kkordarbeit als dem Interesse der Kriegführung nicht zweckentf prechend im Verordnungs⸗ wege abgeschafft. Reuter meldet aus Ne wyork: Der hiesige Gerichtshof 5. nele die Auslieferung des Trebitsch Lincoln egen 0 Ausfall gerüstet. Jonaz' letztes Wort aber, so absichtslos es herausfuhr, schnitt ihm wie ein Messer ins Herz.— Er dal das Haupt, seufzte schwer und war eine Weile still. Dann hob er das verschwommene Auge.„Nazi, d hast recht!— Du bist nit der erste, den die Lieb zum Esel gmacht hat, zu am grausligen Esel!“— Er machte einen Gang durchs „Nazi, tu mr an Gfallen!“ 3 „Ohm, ich— ja, ich tun! Was denn?“ n „Du sollst warten vier Täg, sollst der Resi kein Work Zimmer, 1440 923 1 eee „Ohm, lieber Ohm!!“ „Nix! Scher di zum Teuxel!!“ 0 Der junge Mann gehorchte sofort. So voll und nicht an, sagte ihr kein d Resi nit ansehn kann, ohne daß möcht weinen und juchzen dazu? Ist die Fev etwan seit eut und gestern, was sie ist, oder ist's immer so gewest? daß die Resi a Schwarzerkind ist, da hr sie von klein ins Haus gnomme? Hat mein selige Schswester und Bruder und— und Ihr brechet uns 3 Herz, ** d „A verflixter Schlankel bist! A nixnutziger, vermaledeiter, schäumte der Alte auf. „Und wann i a Narr bin, bin ich's aus tiefer, herziger Bin i der erste, den die Lieb kostt hast? Red! Tu s Maul af!“ ˙ Kampf gekämpft, als Nanni eintrat. Gnaden erlaubt essen?“ fragte zagend Röschen. sich einen letzten äußersten logen, jest mag sie nit omen. zehn kannst also z Bett gehn, Nanni, s Reserl f Brauchst a nit z pl n ie Fev in mei ehrlichs Haus k 1 89 oimmen is, i will dr auch 1 „Gott vergelt's, Herr, i sag nix! ie Fev, kann doch ihr Maderl amol 2 Das arme, wüste Weib, anschaun, wenn's Eue Höpplen nickte, dann ging er hinab in die Küche. „Wollt Ihr fort, Herr? r b Wollt Ihr denn nischte n um Esel gmacht hat?“„Nit a„ S ele. Eben hatte der alte Herr sich auf einen neuen, heftigen] Garten?“ ar we. 155 Geschäfte! Is der Nazi Fortsetzung vom 11. September ab, nach welchem Amerika gegen iber 1 erlassen, wonach den„im Festungsbereich sich aufhaltenden aus“ 1 ern beiderlei Geschlechts jede Widersetz“ Nir! Scher di zum en bedeckte schmer y, voll sein Gesicht, seine Stimme brach, er winkte Ignaz, zů ihm sein Herz war, so bange fragend auch Resi, als er. 90 Flur kam, auf ihn Wort, er preßte nur heftig ihre kleine rauh N . 5 he Hand an sein Brust und stürmte in den Garten. 5 ö 1 lustige Zeit, da sollet 0 warten, und i möcht die Hoftülr a ie ae 1 wird sei Mutter daß d — a neus Sonntagsgwand schenke!“ eie itte ebene dukte 0 nlite D 0 Aude sitte klär bert As N. beeld Jehle 0 die lde 1 N 2 „„ 2 Hessen schriebenen Artikel. muß dem genannten Blatt ein Bericht der Niedersächsischen Handelskammer dienen. er im Auszug wiedergegeben ist, verschlägt nichts, es finden sich ein paar Sätze in dem Bericht, 0 nehmer gegenseitig die Arbeiter nicht abspenstig machen. In diesem Rundschreiben soll es heißen:„Die Löhne sind zue und Nachbargebiete. Gießen ung NRehnebung⸗ Arbeitslöhne sind au der Lebeusmittel⸗ teuerung schuld! Zu diesem Schlusse kommt die Kolonialwarenzeitung in einem Lebensmittelteuerung und Arbeitslöhne über⸗ Als Material für seine Behauptung Die hohen Zwar wird in diesem Bericht, soweit der Beweis für die Be⸗ hauptung des genannten Blattes gar nicht versucht; aber das die dem erhabenen Zwecke dienen müssen. In dem Handels— kammerbericht wird ein Schreiben des Kriegsministeriums an die Generalkommandos abgedruckt, wonach die Handels— kamern zur Vermittlung zwischen Unternehmern und Militär⸗ behörden mit herangezogen werden, damit sich die Unter⸗ Zeit teilweise derartig in die Höhe getrieben worden, daß eine vollständige Verrückung aller Produktionsfaktoren vor sich geht, und es wird außerordentlich große Schwierigkeiten und Kämpfe verursachen, diese Löhne allmählich, namentlich nach Friedensschluß, wieder auf ein normales Maß zurückzu- führen. Dies muß aber geschehen, will überhaupt unsre Industrie auf dem Weltmarkte wettbewerbsfähig bleiben.“ Aus diesen Sätzen destilliert die Kolonialwarenzeitung ihren Beweis dafür, daß die Arbeitslöhne an den Wucher⸗ preisen für Lebensmittel schuld sind, in folgender Form: „Es ist eine alte wirtschaftliche Erfahrung, daß die Warenwerte allgemein steigen, wenn die Arbeitslöhne hoch sind. Das ist noch immer so gewesen, und wenn nun amtlich festgestellt wird, daß: „die Löhne zur Zeit teilweise derartig in die Höhe getrieben wurden, daß eine vollständige Verrückung aller Pro— duktionsfaktoren vor sich geht“, so darf man sich nicht wundern, daß auch die Lebensmittel⸗ preise steigen. Die Produktion und der Handel der Lebens— mittel ist doch lediglich ein Glied des gesamten Wirtschafts⸗ lebens und unterliegt der Allgemeinwirkung ungünstiger Faktoren ebenso wie alle andern Geschäftszweige.“ Gewiß ist die Lebensmittelerzeugung und der Lebens⸗ mittelhandel nur ein Teil des gesamten Wirtschaftslebens und unterliegt denselben Wirkungen wie der übrige Teil. Indes, was zu beweisen ist, ist, daß die Löhne in der Lebens⸗ mittelbranche so gestiegen sind, daß die Wucherpreise dadurch erklärt werden könnten. Die Löhne, von denen im Schreiben des Kriegsministeriums die Rede ist, beziehen sich auf die Kriegslieferungen im engeren Sinne. Deshalb ist es Spiegelfechterei, den Satz aus dem Schreiben herauszureißen und damit für die hohen Lebensmittelpreise zu operieren. Eiserne Münzen. eine deutsche Geschichte gibt, werden ju Deutschland eiserne Münzen im Umlauf sein, da der Bundesrat dae Ausprägung eiserner Fünspfennigstücke angeordnet hat. Schwer⸗ lsch wird das Reich in die Lage kommen, diese neuen Münzeu alle in solche von wertvollem Metall umtauschen zu müssen, denn jeder wird sich diese eisernen Erinnerungen an eine eiserne Zeit aufheben wollen. Aber nur der Anlaß der Prägung, nicht der Stoff, aus dem sie geprägt sind, macht sie zu Merkwürdigkeiten. 5 Denn in Deutschland, das ja Münzen erst spät durch Völker kennen lernte, die nur Edelmetall ausprägten, haben wir zwar Eisen⸗ münzen niemals gehabt, jedoch ist Eisen zur Münzprägung genau so gerwendet worden, wird es noch, wie hundert andere Stoffe. Noch heute ist uns geläufig der Ausdruck obolus für Entgelt überhaupt: nun, das war ursprünglich ein Eisenstab, der in Attika als Geld diente. 5 Auf gewissen Stufen des Handels ist Eisen zugleich Ware und Geld. Serasin berichtete, daß die Wedda, die Urbevölkerung von Ceylon, den Schmieden der Singhalesen erbeutetes Wild nachts vor die Hütte legt, aber erwartet, daß eiserne Pfeilspitzen die Gegengabe bilden. Ganz bekannt ist, daß die Gesetzgeber Spartas, Lykurgos, eiserne Münzen einführte, die den Handel und Wandel nicht zu fördern, sondern zu hemmen bestimmt waren. denn sie waren so schwer, daß es eines zweispännigen Wagens bedurfte, wollte man auch nur ein talentum mit sich führen. Auch in China galt früher Eisen als Zum erstenmal, so lange es sich einst die Italiker erfreuten. zen fand Julius Cäsar bei den Britanniern. In Afrika läuft noch heute Eisengeld in den schied Formen um. Im achtzehnten Jahrhundert muß es noch in höheren Maße der Fall gewesen sein, denn es war damals zum Beispiel in „sondern auch dort von einem„Stabe“ Rum Senegambien nicht nur das allgemeine Tauschmitttel der einzige Wertmesser: man sprach oder zwei Stäben Tabak. Eine beliebte Geldform ist das eiserne Hackenblatt, und zwar isengeld bei den Djur die in den Bantuländern. Dagegen hat das Ei e 2 Form von verschnörkelten Lanzenspitzen, in Kongogebiet die vol riesengroßen Speerblättern, und in anderen Gegenden, dan Bei spiel bei den Bongo, die Form gestielter runder Platten ran etwa Aber auch Asien kennt Tellergeld, so Kambodscha als So ist Eisen als Münzmetall Tellergröße. 15 Zentimeter lange Rautenstäbe. nichts Ungewöhnliches. — Auszahlung der Familienunterstützung. zahlung der Reichs- und Kreisunterstützung September 1915 an die Familien der zum Die Aus Heeresdienst Ein berufenen findet nächsten Donnerstag und Freitag, 16. und diejenigen, deren Namen Die Aus⸗ de von 8 bis 1 Uhr. Von nächsten Obsternte der Stadt eschieht diese baum⸗ Zentner Obst. Obst⸗ 17. September, statt. Am 16. für N mit A—k beginnen, am 17. für alle übrigen. zahlung erfolgt im Bürgermeistereigebäude — Obstversteigerung der Stadt Gießen. Montag, 20. September, ab gelangt die Gießen zur Versteigerung und zwar 9 weise. Es handelt sich dabei um 4—500 5 händler sind vom Mietbieten ausgeschlossen. ö Bekanntmachung der Bürgermeisterei im heutigen verwiesen. Es sei auf di Die Neuregelung der Zuckerversorgung— ein Fehlschlag. Unter dieser Stichmarke kritistert auch die Tägliche Rundscha mit Recht die behördlichen Maßnahmen, Preis des Rohzuckers auf 12, den des Verbrauchszuckers sogar auf 22,60 Mark für 50 Kilo Produktionsverhältnisse für die neue Zuckerkampagne regelt, Das Gewerbegericht in Charlottenburg hatte sich mit folgen⸗ der Streitsache zu beschäftigen. einem Geschäft angestellt, ohne daß über die Kündigungsfrist etwas ausgemacht war. 55 Norm gewordene tarifliche Abmachung in Frage kam ie Die Arbeiterin wurde fristlos entlassen, weil sie sich weigerte, an einem Sonntag zu arbeiten. werbeinspektion den betreffenden Sonntag zur Arbeit frei⸗ vorgelegen habe. Münzmetall, während es sich heute schon bis zur Kupferwährung aufgeschwungen hat, deren Eiserne und Kupferstäbe als Mün⸗ verschiedensten für 16. bis Ende Blatte die zur Versorgung Das 0 erhöht und zugleich die Ist der Gewerbegehilfe zur Sonntagsarbeit verpflichtet? Eine Putzmacherin war in Es galt also, da auch keine andere 1 vierzehntägige Kündigungsfrist der Gewerbeordnung. 0 Der verklagte Geschäfts⸗ inhaber schloß ohne weiteres aus dem Umstand, daß die Ge⸗ gegeben hatte, die Klägerin sei da auch zur Arbeit verpflichtet. Es wurde noch angegeben, daß außergewöhnlich viel Arbeit Das Gewerbegericht verurteilte den Ge⸗ schäftsinhaber zum Ersatz des Schadens, da es die fristlole Entlassung für nicht begründet hielt. Es hieß in der Urteils⸗ begründung, nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch sei der, der Dienste zusage, zur Leistung der versprochenen Dienste ver⸗ pflichtet. Diese Bestimmung sei nach Treu und Glauben mit Rücksicht auf die Verkehrssitte dahin auszulegen, daß der Arbeiter ohne weiteres nur an den Werktagen, nicht aber auch an den Sonntagen und den gesetzlichen Feiertagen zur Arbeit verbunden sei. Wegen der Leistung von Arbeit an Sonn⸗ und gesetzlichen Feiertagen sei vielmehr stets eine besondere Verabredung zwischen den Parteien des Dienstvertrages er⸗ forderlich, auch wenn die Sonn- oder Feiertagsarbeit erlaubt sei und wegen der außergewöhnlich verstärkten Tätigkeit besondere Arbeit beim Arbeitgeber vorliege. Eine still⸗ schweigende Verabredung könne im vorliegenden Falle schon deshalb nicht angenommen werden, weil am streitigen Tage das Ladengeschäft des Verklagten nicht geöffnet war, und die Klägerin bisher nur an Tagen, an denen das Ladengeschäft — im Gegensatz zu der Arbeitsstube— geöffnet war, an Sonn- und Festtagen Dienste geleistet hatte. Der Arbeiter, der sich weigere, an Sonn- und Feiertagen zu arbeiten, komme nicht mit der Leistung der versprochenen Dienste in Verzug, seine Arbeitsweigerung sei keine widerrechtliche im Sinne der Gewerbeordnung. Wie schon in der Urteilsbegründung ausgesprochen ist, kommt es auf die Abmachung an. Die großen Werke im Dortmunder Bezirk haben ja durch die Bank in ihren Arbeitsordnungen Bestimmungen, wonach die Ar⸗ beiter unter Umständen auch zur Arbeit an Sonn- und Fost⸗ tagen verpflichtet sind. Ein Einverständnis mit dem An⸗ sinnen der Sonntagsarbeit kann auch durch Stillschweigen erfolgen, etwa dann, wenn ein Arbeiter die Uebung der Sonntagsarbeit eine Zeitlang mitmacht. Würde er dann ohne weiteres mit der Sonntagsarbeit aussetzen wollen, daun könnten ihm die Gerichte das stillschweigende Einverständnis mit einem Vertrag, auch Sonntags zu arbeiten, anhängen und ihn der Verletzung dieses Vertrages zeihen. Ist nach der Art einer Tätigkeit mit der Sonntagsarbeit zu rechnen, so kann die Annahme der Beschäftigung unter Umständen auch schon ohne weiteres die Einwilligung der Sonntagsarbeit einschließen. Bei dem ganzen Vertragswesen spielt nämlich immer die Bestimmung des Bürgerlichen Gesetzbuches eine große Rolle, daß Verträge so auszulegen sind, wie es Tren und Glauben mit Rücksicht auf die Verkehrssitte erfordern. Unter Beachtung dieser Bestimmungen halten wir es aber für gesetzwidrig, daß manche Unternehmer ihre Lehrlinge in der Kriegszeit zu erheblicher Ueberarbeit zwingen wollen, unter Hinweis auf zeitweise Außerkraftsetzung von Be— stimmungen der Gewerbeordnung. Nach Treu und Glauben durfte beim Abschluß des Lehrvertrages auch dann damit gerechnet werden, daß der Lehrling von der Ueberarbeit be— freit bleibe, wenn die Arbeitsordnung für den Unternehmer die Tür offen läßt. In einigen Fällen wurden Lehrlinge unter der Angabe aus der Lehre genommen, daß sie in der Kriegszeit zu lange arbeiten müßten. Das könnten die Lehr⸗ linge nicht aushalten. Da kann eine Verfügung der Be— hörden, die dem Unternehmer eine gewisse Freiheit läßt, selbstredend nicht auch schon Grund sein, die Lehrlinge zur Ueberarbeit zu zwingen, wenn die jungen Leute oder ihre Vertreter nicht wollen. Teuere Heringe. Im Frühjahr meldeten die Zeitungen ungeheure Heringsfänge an der Ostseeküste. Ganz Deutsch⸗ land freute sich über das überaus gute Ergebnis. Man er— 1 wartete allgemein, daß der Hering, dieses Fleisch der Armen, wenn vielleicht auch nicht billiger werden, so doch den alten Preis behalten würde. Diese Hoffnung hat sich leider nicht bestätigt. Die Preise für dieses Nahrungsmittel sind genau so gestiegen, wie die der anderen Lebensmittel,— trotz der ungeheuren Fänge. Die Heringspreise sind im Verhältnis zum vorigen Jahre im Kleinhandel mindestens um 75 Prog. gestiegen. Es ist aber nicht der Kleinhandel, der die Preise in die Höhe getrieben hat. großen Hochseefischereien in dieser Kriegszeit höhere Gewinne als in normalen Zeiten machen. Brot-, Fleisch⸗, Milch-, eben nun auch noch der Fischwucher gekommen! Zu dem 2 werden. — Gefallene aus Wehrmann Jakob Dokter Landw.⸗Inf.⸗Reg. 83. Klinge aus Bieber, Inf.⸗Reg. 262. Oberhessen aus Naunheim bei Wetzlar lich der in den Bedingungen der driten Kriegsanleihe vorgesehenen Unkünbbarkeit bestehen noch immer in weiten Volkskreisen irrtlüm liche Vorstellungen. Es wird 1. Oktober 1924 ein Verkauf der Schuldverschreibungen nicht an gängig sei. daß die fragliche Bedingung. dem dadurch eine ungestörte eines Zeitraums von wenigstens neun Im übrigen wird durch 12 gerade im Interesse des Zeichners ge u legen ist, während leistet ist. Jahren gewähr dingungen soeben bekanntgegeben werden, ersten und zweiten Kriegsanleihe wesentlich Schatzanweisungen, sondern nur Reichsanleihe Diese ist seitens des 0 2. 1 verzinslich und wird zum Kurse von 99, für Schuldbuchzeichnungen zu 98,80 aufgelegt. Fünf Prozent Stückzinsen bis gunsten des Zeichners verrechnet. 1916 fällig. 5 J geben, und es können daher alle Zeichner auf volle Zuteilung der gezeichneten Beträge rechnen. und endet am 22. September. allen den Zeichnungs- und Vermittlungsstellen angebracht werden, zember 1915 und die letzten 25 Proz. am 22. Bestimmung, müssen, ist weggefallen; auch den kleinen Teilzahlungen in runden, durch 100 teilbaren Beträgen gestattet⸗ die Zahlung braucht erst geleistet zu werden, wenn die Summe der Es steht vielmehr fest, daß die erheblich Kartoffel- und Gemüsewucher ist Es ist darum notwendig, daß auch hier alsbald im Interesse der Volksernährung entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen und Nachbargebieten. Leutnant der Reserve Heinrich Die Unkündbarkeitsklausel der driten Kriegsanleihe. Hinsicht⸗ vielfach angenommen, daß vor dem Demgegenüber kann nur immer wieder betont werden, Sprozentige Verzinsung die Unklündbarkeitsklausel kein Die dritte Kriegsanleihe, deren Be⸗ unterscheidet sich von der dadurch, daß keine ausgegeben wird. Reiches wieder bis 1924 unkündbar, zu 5 Proz. Die dritte Kriegsanleihe! Zinsenlauf beginnt am 1. April 1916. dahin werden bei der Zahlung zu⸗ Die Zinsscheine sind am 1. April und 1. Oktober jeden Jahres, der erste Zinsschein am 1. Oktober Auch diese Anleihe wird ohne Begrenzung ausge⸗ Der Die Zeichnungsfrist begann am 4. Die Zeichnungen können wieder bei die bei der zweiten Kriegsanleihe tätig waren(Reichsbank und alle ihre Zweiganstalten, sämtliche deutsche Banken und Bankters, öffentliche Sparkassen und ihre Verbände, Lebensversicherungs⸗ gesellschaften und Kreditgenoffenschaften). Die Post nimmt diesmal Zeichnungen nicht nur an den kleinen Orten, sondern überall am Schalter entgegen. Zahlungen können vom 30. September au jederzeit geleistet werden. Es müssen gezahlt werden: 30 Proz. am 18. Oktober, 20 Proz. am 24. November, 25 Proz. am 22. De⸗ Januar 1916. Die wonach die Zeichnungen von Mk. 1000,— und darunter bis zum ersten Einzahlungstermin voll bezahlt werden Zeichnern sind diesmal fällig werdenden Teilbeträge wenigstens Mk. 100,—. beträgt. Auf die Zeichnungen bei der Post ist zum 18. Oktober Vollzahlung zu leisten. Die im Umlauf befindlichen un verzinslichen Schatz⸗ anweisungen des Reiches werden unter, entsprechender Diskontver⸗ rechnung in Zahlung genommen. Um den bei allen Vermittlungs⸗ stellen gleichzeitig hervorgetretenen Klagen über die langsame Lieferung der Stlicke bei der zweiten Kriegsanleihe zu begegnen, werden diesmal wieder Zwischenscheine, aber nur zu Stücken von 1000 Mk. und mehr und nur auf Antrag ausgegeben. Auch für die kleinen Stücke Zwischenscheine auszugeben, ist nicht möglich, da die dadurch entstehende Arbeit nicht bewältigt werden könnte. Die kleinen Stücke werden aber zuerst gedruckt werden und voraus⸗ sichtlich im Januar zur Ausgabe gelangen. ö Tod bei der Arbeit. Beim Legen von Telegraphenleitungen an der Neubaustrecke Weidenau⸗Dillenburg stürzte am Freitag ein alter Mast mit dem an ihm beschäftigten Arbeiter Gustav Trap aus Rodenroth um. Dabei kam Trapp so unglücklich zu Fall, daß er sofort tot war. Der Bedauernswerte war verheiratet und hinterläßt Frau und Kind. Kreis Alsfeld⸗Lauterbach. — Tödlicher Unfall an der Dreschmaschine. Am Samstag kam in Landenhausen der 690jährige Johannes Hofmann von dort durch einen schweren Unfall ums Leben. Hofmann half beim Dreschen mit der Dreschmaschine, dabei glitt er auf dem Dresch⸗ wagen aus und stürzte in die Trommel, wobei ihm ein Bein vom Leibe gerissen und das Rückgrat gebrochen wurde. Man konnte den Verunglückten nur tot aus dem Getriebe der Maschine entfernen. i E e Kreis Wetzlar. 3 n. Die Maul- und Klauenseuche ist in Wetzlar, sowie auch An Braunfels in mehreren Gehöften festgestellt worden. er Von Nah und Fern. * Verdienst eines städtischen Mehl⸗Kommissionärs In der Sitzung der Charlottenburger Stadtverordnetenversammlung wurde durch eine Anfrage des Stadtverordneten Katzenstein der Verdienst des städtischen Mehlkommissionärs für die Vermittlung von 61500 Säcken Mehl aufgedeckt. Der Bürgermeister mußte zu⸗ geben, daß der Mehlkommissionär Baumann in etwa vier Mo⸗ naten eine„Vermittlungsgeb n hr“ von 27000 Mark er⸗ N stellen, die laut Berl. Tagebl. einige hundert Mark betragen dürfte. Die Angelegenheit erhält dadurch einen besonderen Beigeschmack, daß der Charlottenburger städtische Mehlkommisstonär gleichzeitig Charlottenburger Stadtverordneter ist.— Wenn so verfahren wird, ist es erklärlich, daß die Mehlpreise bedeutend höher sind, als es gerechtfertigt wäre..„ e eee Schlagwetter⸗Explosion. F Fel N Am Samstag ereignete sich auf der Grube„Bruchstraße“ bel Langendreer eine Explosion, bei der acht Bergleute getötet und drei verletzt wurden. 5 0 Telegramme. Ahesberich bes Guufen Huuptturfket. Abermals ein Luftangriff auf En gland. 0 Vorwärts auf Pinsk. a Die wogende Schlacht am Sereth. W. B. Großes Hauptquartier, 13. Sept, vorm. Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Ein feindliches Flugzeug zweites über dem Walde von Verdun) abgeschossen. Die Insassen des fangen, die des anderen tot. In letzter Nacht wurde ein Luftangriff auf die Bez festigungen von Southend durchgeführt. W. Oestlicher Kriegsschauplatz. e Heeresgruppe des Geueralfeldmarschalls v. Hindenburg. Auf dem linken Ufer der Düna zwischen Friede rich stadtt und Jakobstadt ist der Feind aus mehreren Stellungen geworfen. Weiter südlich wich er aus. Die fol⸗ genden deutschen Spitzen erreichten die Straße Ecken⸗ graben(30 Kilometer südwestlich von Jakobstadt)— Rakischki. Auch zwischen der Straße Kupischki— Dünaburg und der Wilija unterhalb Wilna ist die Vorbewegung in flottem Gange. Die Bahnlinie Wiln a Dünaburg— St. Petersburg wurde an mehreren Stellen erreicht. Am Niemenbogen östlich von Grodu o blieb die Verfolgung im Flusse. An der unteren Zelwianka sind mehrere starke Gegenstöße des Feindes abgeschlagen. 1 Geschütz und 7 . wurde bei Coutvay, ein Montvacon(mnordwestlich ersten sind ge⸗ „ 1 . f Es wurden gestern über 3300 Gefangene, 2 Maschinengewehre eingebracht. Heeresgruppe des Generalfeldmarsch alls Der Feind ist im Rückzuge. Es wird dichtauf Hindernis geschaffen, der Bevölkerung mit Zucker getroffen worden sind. Blatt schreibt:„Die neue Bundesratsverordnung, die de . a e n Verkauf oder Verufändung über die Stücke eu verfsigen. auch schon vor dem 1. Oktober 1924 durch 0 g Prinzen Leopold von Bayeru. aglolgt Ueber 1000 Russen wurden zu Gefangenen gemacht. halten habe. Hiervon hatte er die notwendige Schreibhilfe zu Secresgruppe des Generalfeldmarschalls 11 v. Mackensen. Der Widerstand des Gegners ist auf der ganzen Front gebrochen. Die Verfolgung in Richtung Pins k ist im Gange. 5 Südöstlicher Kriegsschauhlatz. Die deutschen Truppen haben gestern westlich und süd⸗ westlich von Tarnopol mehrere starke feindliche Angriffe blutig abgewiesen und dabei einige 100 Gefangene gemacht. In der Nacht wurde eine günstige Stellung einige Kilo⸗ meter westlich der bisherigen gelegen, unbehindert vom Gegner eingenommen. Oberste Heeresleitung. Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht Der russische Widerstand in Galizien. Alle Angrisfe der Italiener zurückgeschlagen. „ Wien, 13. Sept.(W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: 13. September 1915. Russischer Kriegsschauplatz. Die russischen Angriffe gegen unsere v stgalizische Front dauern an. An der Serethmündung wurden starke feindliche Kräfte zurückgeworfen. Der Kampf führte an zahlreichen Stellen zu einem Handgemenge in den Schützengräben. Nordwestlich von Strusow brachen mehrere russische Vorstöße unter dem Kreuzfeuer unserer Batterien zusammen, andere wurde mit dem Bajonett ab⸗ gewiesen. In der Nacht bezogen die bei Tarnopol kämpfenden ver⸗ bündeten Truppen eine auf den Höhen östlich von Kozlow und Jezierna eingerichtete Stellung, die an unsere auf dem Ostufer der mittleren Strypa befindliche Front anschließt. Die Bewegung wurde von dem Gegner nicht gestört. Bei Nowo⸗Aleksiniec sind heftige Kämpfe im Gange. Hestlich von Dubno sind unsere Trup⸗ Pen an die Eisenbahn vorgedrungen. In der Gegend von Derazno warfen wir den Feind an mehreren Punkten, wobei sich das Wiener Landwehr⸗Infanterie⸗Regiment Nr. 24 besonders hervortrat. Die K. und K. Streitkräfte in Litauen nahmen bei ihrem vorgestrigen Sturme auf das Dorf Szuraty neun Offi⸗ 1 1000 Mann gefangen und erbeuteten fünf Maschinen⸗ gewehre. „ Italienischer Kriegsschauplatz. An der küstenländischen Front nahmen gestern die Kämpfe in en Räumen von Flitsch und Tolmein mit unverminderter Heftigkeit ihren Fortgang. Wieder wurden alle Angriffe unter schweren Verlusten der Italiener zurückgeschlagen; wieder behaup⸗ teten unsere Truppen ausnahmslos alle Stellungen. Im Raume von Flitsch setzte der Feind, nachdem vormittags ein Angriff auf den Rombon und ein Durchbruchsversuch gegen die Hänge dieses Berges gescheitert war, nachmittags Kräfte von Südwesten her gegen den Jaworck und die Golobar⸗Planin a an. Gegen abend war auch dieser Vorstoß abgewiesen. Italienische Artillerie beschoß hier die Ansammlungsmulden der eigenen In⸗ fanterie mit sichtlicher Wirkung. Im Vrsic⸗Gebiete, wo der Gegner schon im vorgestrigen Kampfe über 500 Mann verloren hatte, brach gestern nachmittag wieder ein Angriff zusammen. Den Tolmeiner Brückenkopf griffen die Italiener viermal vergeblich an. Weiter südwärts herrschte verhältnismäßig Ruhe. An der Tiroler Front waren neuerliche Annäherungsversuche des Feindes gegen unsere Popena⸗Stellung ebenfalls fruchtlos wie alle früheren. Vor der Grenzbrücke liegen weit über 100 tote Italiener. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Höfer, Feldmarschalleutnant. 2 Französische Truppen an der Schweizer Grenze Aus dem Berner Jura wird den Basler Nachrichten geschrieben:„Die französische Grenze ist jetzt sehr scharf bewacht, allerdings nicht durch Militär, sondern durch Zollwächter, die aber eine äußerst scharfe Kontrolle führen und sozusagen niemanden mehr heraus- und hinein⸗ lassen. Sie sind so verteilt, daß sie einander gegenseitig anrufen und— ausgenommen bei bewaldeten Strecken— auch sehen können. Ueberall sind Schutzhütten für sie auf⸗ gerichtet. Wer über die Grenze geht, riskiert, von ihnen beschossen zu werden. Besonders bemerkenswert erscheint aber der nachstehende Punkt: Die Bevölkerung der unmittel- bar an Boncourt anstoßenden französischen Stadt Delle hatte im Einverständnis zwischen den schweizerischen und den französischen Behörden vor längerer Zeit die Vergünstigung erhalten, gewisse Lebensmittel, an denen sie Mangel litt, während diese in der Schweiz in genügender Menge vorhanden waren, zum Beispiel Salz, unter gewissen Kon⸗ trollmaßregeln in Bonccourt zu holen. Von dieser Er— mächtigung wurde selbstverständlich sehr viel Gebrauch ge— macht. Nun hat das französische Kommando von einem Tage zum andern den Einwohnern von Delle ohne Angabe irgend eines Grundes strikte verboten, sich zum Zweck des Einkaufs von Lebensmitteln über die Schweizer Grenze nach Boncourt zu begeben. Wenn man nun in Betracht zieht, daß die Franzosen seinerzeit auf diese Vergünstigung sehr großen Wert legten, und daß durch deren Aufhebung die Bewohner von Delle in große Verlegenheit, wenn nicht 9 in Not geraten, so ist der Schluß wohl nahe Delle starke liegend, daß bei Truppen bewegungen stattfinden müssen, die man dem Gegner, wenn immer möglich, zu ver⸗ heimlichen trachtet, und zwar dürfte es sich für die Franzosen darum handeln, entweder große Massen bei Delle,“ in dessen Umgebung gewaltige Feldbefestigun⸗ gen angelegt worden sind, zu versammeln, um eineni drohenden Vorstoß der Deutschen zu begegnen, oder aber um die in den Vogesen kämpfende Armee zu verstärken und? mit dieser dann gegen den Rhein vorzustoßen. Die nächsten Wochen, vielleicht schon die nächsten Tage werden darüber voraussichtlich Klarheit bringen.“ Zum Sturz des Großfürsten Nikolaus. Dem Berliner Lokalanzeiger geht aus Storkholm folgende Schilderung zu: „Eine hier durchreisende russische politische Persönlichkeit schil⸗ dert den Eindruck von des Großfürsten Nikolaus Absetzung auf die Petersburger Bevölkerung und das vorangegangene politische In⸗ trigenspiel. Des Zars Uebernahme des Oberkommandos löste durchaus nicht Begeisterung aus. Viele Bevölkerungskreise sprechen die Befürchtung aus:„Nun geht's erst recht nicht!“ Denn bei aller Abneigung blieb das Ansehen des Großfürsten bedeutend. Ein be⸗ zeichnendes Symptom. Außer der Nowose Wremja, die die Fahne nach dem Wind hängt, hüllen sich alle Residenzblätter und offiziellen Reskripte in ein beredtes Schweigen. Die energische Opposition gegen den Großfürsten geht zurück auf die Rückkehr Rußkys und die Ernennung Poliwonows, die alles taten, um den Großfürsten an höchster Stelle zu diskreditieren. Nikolaus' strategische Absichten waren es, noch weiter zurückzugehen und selbst Minsk zu räumen. Hier setzte Poliwanows Opposition ein, der betonte: Das bedeute Grösstes, elegantestes scinen Rücktritt selbst anbot. Entscheidend sind vielmehr die jüngsten Dumgereignisse gewesen. Der Poliwanow nahestehende Duma⸗ prästdent Rodziankt vereinigte die Mittelparteien zu einem Block in der Duma und im Reichsrat, eine Tatsache, die für die russische Politik entscheidend werden dürfte. Zu dem Block gehören Zentrum Progressisten, Nationalisten, Oktobristen, Linksoktobristen, Nationali⸗ tätenfraktionen, Akademiker und Parteilose. Sie stellten ein festes Arbeitsprogramm für die Duma und den Reichsrat auf und be⸗ schlassen ein Hand- in Hand⸗Arbeiten beider Körperschaften, um die uferkosen Debatten zu beenden und förderten den Rücktritt Nikolaus. Darauf gestützt, konnte Poliwanow bei dem Zaren seine Absichten durchsetzen, weil der Zar einen Konflikt mit der Duma und dem Reichsrat zurzeit nicht wagen darf. Daraufhin erfolgte die Aus⸗ fertigung des Reskriptes. Nikolaus Ende ist also eine Absetzung, nicht ein Rücktritt des Großfürsten. Er hofft gewißlich auf neuen Einfluß, wenn der Zar völlig verspielt haben wird.“ Die Möglichkeiten eines Friedensschlusses. Ein Leitartikel des Osservatore Romano, des leitenden Blattes des Papstes, vom 7. 9. führt aus: Die Worte Sir Edward Greys an Amerika und mehrere englische Minister⸗ reden lassen erfreulicherweise erkennen, daß man von der absoluten Negation jedes Friedensvorschlages oder jeder Friedensabsicht schon zu einer bedingten Negation oder besser zum bedingten Zugeständnis der Möglichkeit eines Friedens gelangt ist. Man muß nun hoffen und wünschen, daß aus diesem bedingten ein absolutes Zugeständnis wird. Da können denn einem aufmerksamen Blick Anzeichen nicht entgehen, die eine Hoff⸗ nung begründet erscheinen lassen. Die Sprache autoritativer Personen und eines Teils der deutschen Presse zeigen in der Tat, daß die Strömung, die einer Annexion besetzter Gebiete auch bei vollständigem Siege abgeneigt ist, in Deutschland zahlreiche und gewichtige Vertreter besitzt. Nach einer Information des Kölner Korrespondenten der Tijd soll in deutschen Regierungskreisen sogar jede Möglich— keit einer Annexion Belgiens ausge⸗ schlossen worden sein. Diese Meinung ist so verbreitet, daß sogar das in vielen Zeitungen Europas und Amerikas abgedruckte Verzeichnis angeblicher deutscher Friedens⸗ forderungen eine„Wiederherstellung des souveränen Belgien“ vorsieht. In der Tat müssen die Lebensinteressen und die berechtigten Aspirationen der Völker, die am schwersten unter diesem Kriege gelitten haben, der Belgier und der Polen, besonders berücksichtigt werden, wenn der Friede fest und dauerhaft werden soll. Das ist eine un⸗ diskutierbare Wahrheit, vom der Sieger und Besiegte gleich⸗ mäßig überzeugt sein müssen. Hoffen wir, daß das, was noch vor kurzem als eine Utopie erschien, entsprechend den Bemühungen und Wünschen des Heiligen Vaters durch die Gnade der Vorsehung und die bereitwillige Mitarbeit aller eine trostreiche Wirklichkeit werde! Eine Erfindung des„Matin“. Der Matin brachte vor einiger Zeit eine Notiz, nach der der Wiener Kardinal Piffl eine Untersuchung über die von den Deutschen gegen belgische Priester verübten Gewalttätigkeiten ver⸗ anstaltet habe. Diese Untersuchung habe„auf Grund authentischer Dokumente“ ergeben, daß 50 Priester getötet und mehr als 200 schwer mißhandelt worden seien; in jedem einzelnen Fall sei die Behandlung absolut unwürdig gewesen. Die Nordd. Allg. Ztg. schreibt dazu: Nachdem diese Meldung auch in die neutrale Presse Eingang gefunden habe, erscheint es angebracht, hiermit festzu⸗ stellen, daß auf eine Anfrage an zuständiger Stelle in Wien erklärt wurde, Kardinal Piffl habe überhaupt nie eine solche Untersuchung veranstaltet, und daß somit die ganze Nachricht auf vollkommen freier Erfindung beruht. England verweigert die Kohlenausfuhr nach 5 Schweden. T. U. Kopenhagen, 13. Sept. Die Malmöer Snaell— posten erfährt aus zuverlässiger Stelle, daß die englische Kohlenausfuhr nach Schweden in Zukunft völlig eingestellt werde. Bereits seit dem 1. Juli habe England Schweden jede Kohlenausfuhr verweigert. Die südschwedische Industrie braucher werden mik einer ungeheure rechnen müssen. 3 Deutsches Entgegenkommen gegen Schtvedet T. U. Stockholm, 13. Sept. Nach Blättermeldungen hat die von der deutschen Regierung erteilte Erlaubnis“ schwedische Telegramme durch die Funkenstation von n abgehen zu lassen, allgemeine Befriedigung erregt. 0 Telegra üssen allerdings wichtig sein und nicht f als 25 Worte enthalten. In schwedischem Judustriekreisen hält man dieses Entgegenkommen Deutschlands für sehr be⸗ deutend, da es der schwedischen Industrie auf diese Weise möglich ist, ohne England mit Amerika zu korrespondieren und sie auch den bedeutend längeren und teueren Weg üben das sibirische Kabel vermeiden könne. 1 1 1 Depeschenspionage in Bukarest? 10. ö 71 Der Berl. Lok-⸗Anz. meldet aus Wien: Das rumänische Blatt „Seara, meldet 1 dem Bukarester Telegraphenamt ein weit⸗ Gehe verzweigtes Spionagesystem aufgedeckt worden sei. Wichtige Tele⸗ 1 00 gramme sollen dem englischen und russischen Gesandten ausge-— händigt worden sein. e 8 1 1 Verantwortlicher Adabas, 15 ee 5. erlag von Krumm& Cie., 5 1 Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. H., Offenbach a. N. 0 Bekanntmachun 5 0 Von den in diesem Jahre der Stadt zur Verfügung st 0 1 Fichtendeckreiser können eine beschränkte Anzahl Wellen an Private abgegeben werden. Wer solche zu beziehen wünscht, wolle 1 dies alsbald spätestens aber bis zum 1. Oktober ds. J8. auf dem Stadthaus, Gartenstraße 2 Zimmer Nr. 15 anzeigen. Der Preis für die Welle beträgt 30 Pfennig und ist bei der Be⸗ stellung zu entrichten. Die Lieferung erfolgt frei vor das Haus. i Weniger als 5 Wellen werden nicht abgegeben 1 Gießen, den 14. September 1915. 6 Der Oberbürgermeister: 5 a J. V.: Grünewald. 9 me b Ichauer Bekanntmachung. 1 Die Auszahlung der Reichs und Kreisunterstützung für 16. bis ke nich Ende September 1915 an die Familien der zum Heeresdfenst Ein⸗ 0 läben, berufenen findet statt:. 5 0 140 0 An diejenigen, deren Namen beginnen mit u, fe AE Donnerstag, den 16. September, 4 Haffen⸗ I.—2 Freitag, den 17. September. 1 wulle! Zahlstelle: Stadthaus, Zimmer Nr. 16. Aunern Zahlstunden: von 8—1 Uhr vormittags. 1 N uh sie Der Oberbürgermeister: 1 fegt iet Keller.. 4 1 Obstversteigerung der Stadt Gießen. Montag, den 20. September 1915 kommt die Obsternte der Stadt 4 0 Gießen zur öffentlichen Verstesgerung. Das Ausgebot erfolgt an Ort und Stelle baumweise. 5 9 5 5 1 Vormittags 8% Uhr beginnend wird versteigert das Obst von, den Bäumen 5 5 5 am Heihgesternerweg geschätzt auf 28 Zentner Aepfel aus der früheren Aktienbrauerei geschätzt auf 5 Zentner Aepfel am Wiesecker Wog im Lärchenwäldchen auf dem Lutherweg am Steinbacher Weg am Anneröder Weg an der Licher Straße Die Zusammenkunft ist auf dem Leihgesterner Weg an der früheren Aktienbraueres. Das Obst von einigen Bäumen am Krof⸗ dorfer Weg und am Hardtweg und die Nußernte von einigen Bäumen auf dem Hardtberg kommt an der Aktienbrauerei mit zum Ausgebot. Am Schluß der Versteigerung werden die Kastanien von den Bäumen an der Kaiser⸗Allee und an der Nachmittags 2 Uhr beginnend wird die Ernte vom städtischen O geschätzt auf 2 Zentner Aepfel und Birnen geschätzt auf 3 Zentner Aepfel geschätzt auf 9 Zentner Aepfel und Birnen 9 Tafel⸗ und Wirtschaftsobst, geschätzt auf 300 Zentner Aepfel 36 Zentner Tafelbirnen versteigert. 5 Obsthändler sind vom Mitbieten ausgeschlossen. 49* Gießen, den 13. September 1915. 5 Der Oberbürgermeister: Keller. Verstorbene. Jakob Wal brecht — Heinrich Lem p, Telegraphen⸗Assistent aus Gießen, 37 Jahre baumstück an der Licherstraße bei der Kaferne, bestehend a 5 ginge einem schweren Winter entgegen und die Privatver⸗ alt.— Frau Christiane Louise Heß, geb. Hoffmann, aus Gießen. Lichtspieshaus Giessen Bahnhofstrasse 34 Telephon 2077 80 4 Fauptkarten, und modernstes Lichtspiel-Theater am Platze. 88 Peden Mittwoch u. Samstag Programmwechsel. Reform⸗ Waschpulver kostet 1 Pfund nur 25 Pig. Reformhaus Tel. 171. am eee die Revolution! Die Räumung sei die Taktik eines Analphabeten ruiftich: eines Gra⸗wmonni. Völlig fall it. daß er Grahfüirit 5 Kreusvlatß 5. Preis nur 50 Pfg. Aleinverkauf: Oberhessische Volkczeitung, Bahuhofftr. 23. . ˙ UP Slricklumpen; und Schafwolle nehmen zu höchsten Preisen an L. Rosenbaum& Jakob — Händler erhalten Vorzugspreise.— rr —— ie.. 4 Soeben erschienen! 10 steht der Krieg am 6. September 1915. Veste Friegskarte! 16 Zpezialkarten, 1 Kriegachronik. Tafel- Zuckerhonig garantiert rein, ausserordent- lich Wohlschmeckend und be- kömmlich, durch grossen Absatz * Ira hig. 24 5 Kilo-Postkolli gegen Nach? nahme Mk. 4. 25 f 1 a 425 * 10 Oswaldsgarten. Man verlange Preisliste. 55 2 cee- 8 2 2 2 8 2 2 — Licherstraße ischen Bb 4 st⸗ in Gießen, 57 Jahre alt. geschätzt auf 15 Zentner Birnen geschätzt auf 23 Zentner Aepfel geschätzt auf 72 Zentner Aepfel. 1 lic be lei nd en. Faker lelg un