e Orga in für die Interessen des werktätigen Volkes . FN * 2 der Prov 5 1 0 8 0 inz erhessen und der Nachbarge biete 81 1* Die Oberbessische Volksgettun . a erscheint jeden Werktag Abend 85 SDießen Der Abonnemenktspreis beträgt wöchentlich 15 fg 9 0 00 Redaktion und Expedition Inserate kosten die ö mal gespalt. Kolonelzeile odet deren Raum 15 Sfg. * 0 Wfa. censchl. Oringerlohn Durch die Post bezogen bierbeliührl 20 111 Giesen, Baönbofstraße 23, Ecke Löwengassse. Sei größeren Aufträgen Rabatt. Anzeigen wolle man bis abends 7 Ahr — Telephon 2008. für die folgende Nummer in der Expedition aufgeben 9 Nr. 21 Gießen, Dienstag, den 26. Jaunar 1915 10. Jahrgang per. a o 1 . 0 g — 0. „ ger ö f — f 2 80 f— 8 dar ber a She Beck 0 811 f 5 ˙1 7 5 — 2 8 971 85 Krieg! dann aber auch deshalb, weil er überhaupt ausgeführt und] möchte sie aber als Stimmungsbild aus den — N S eobbreisern e 5 55 die längst angesagte Drohung zur Wirklichke it geworden ist.[ Kreisen der französischen. Regierung der all⸗ 0p N es un ne 9(F 5* h 1 N 8 7 2 i 7 2 5 Geschehnisse als gottgewel st fei e 955 bildet aber auch ein kriegsgeschichtliches Ere]gemeinen Kenntnis nicht vorenthalten wissen und verweist deg⸗ Ichrei der 0 Zei Nowa Reforma zu 1 0 955 18 1 sich, denn es ist, seitdem Kriege geführt werden, im übrigen auf ihre amtlichen Bekanntmachungen in der N. 5 1 s erte Ma 01 e ee 9. Gin 31 5— 5 5 95 schreibt dieses Blatt, brachten wir Das eulte Mol, daß ein ganzes Geschwader von lenkbaren Luft⸗JZeit vom 1 0 Mons mber bis 15. Januar. von Krakau, Prinz Sapieha, um chifsen, e mit den modernsten Einrichtungen für Be⸗ Die fra 0 ilung lautet: 95 wandte sich an obachtungen, Meldungsübermittlung und Bombe nwürfe, Seit dem 15 r, dem Ende der Schl lacht bei pern. in der großen deutsche en Ofsensire gegen Flügel, nahm der Krieg den Charakter eines se 15 viel, daß 1 5 von beiden Seiten Mau kann sogar sagen, daß i berall Gelände ge⸗ e Deu schen zurück, 1 4 99905 Gri urch den eur richtet wird. Zur chem Boden tobt der 8 Inaufhörlich Hört man. gen. Das g⸗ Schützengräben, 0 hlt d tätten und Ruinen. Dörfer u bverschwunden, übrig blieb die . gehe zug welches einen Flug gegen feindliches Gebiet unternimmt, das einige] ben volle uten 5 Mete uf pol hundert Kilometer von der Ausgangsstation weg über ein 0 lilltonenheere ringen miteinander. trennendes Meer hinwegführt. So wird das ganze Unter⸗ die Tod und Vernichtung nehmen noch zu einem Tr i umph der Technik und ene g e men 1 chlicher Kühnheit. Gewiß war auch der Flug Austedelun 5 15 englischer Flieger nach Friedrichshafen ein Stück besten Wage⸗ 3—— 5 der der Krieg alles mutes. Es soll ihnen durch das, was hier geschrieben wird, l Sunn air— 5— 5 2 81, die zngrunde geht durch keinerlei Eintrag geschehen. Aber diesem ersten Angriff eines nicht alf 1 80 schutalen a 8 b be en de ganzen Luftschiffgeschwaders gebührt der Vorrang in dieser 1 chieht. immer noch sort, bunden! in einem 190 7 5 185 Beziehung, weil 5 für die planmäßige Verwendung von 5 Farpathen bis zur Gr Polen Luftkriegsmitteln in ihrem Aktionsbereich ganz neue . Fre Alizosen Wiedererobern Kuocke 19 585 Hatsas, Vorstan St. G 11 55 Errichenr nahme. an St. Loren allg wischen dem Meer und der Lys er⸗ c g. 770 linben Yser⸗ echten Ufer Brlicken⸗ 1 cines Brltenlenee dlich ud des Führ⸗ eh nung unserer ellung der feind⸗ an 1070 a onen von diefen ge e dbuchtaͤblich zu- Perspektiven eröffnet. Vielleicht steht die erste Schlachte 0 5 brovi e durch Hunger und Kälte. Es handelt sich nicht um eine in den Lüften in näherer Aussicht, als man zu lichen Insar dare Dise, Cinnehme des Provinz, nicht nur um einen Teil, sondern um ein ganzes ahnen ge hat, und mancher erlebt sie 15 18 90 Schlosses 15 55 Dorfes Wer Rotoi Eroberung g at, und mancher erlebt sie, der nie an sie] zahlreicher deutscher Schützengrä zwischen Air. Koulet le und 1 ein am 1 9 Tragödie dur bringen a Suropas und vf teu aufgebaut, d ab auf unserem Nur Belgien chiudiges Volk, welches die größte 8—— Europa glauben wollte. Careney, die beilweise Wiedererobe zung von St. Laurent und Kopenhagen, 23. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Ekstrabladet 0 bei Arras, die Einnahme von La Boiselle, die Einnahme er Schütz 010 in Lihous und die Einnahme von Le Santerre Ende Oktober. Seither Fortschritt nach sehnung der Befestigung unserer Front Awischen Oise ene deutscher Schützengräben au 01 2 Fires iss fer für ganz Schicksal ganz Europa wird schreibt: Die englische Presse, welche sich über den Angriff der das spielt sich deuts ch en Luftflotte auf die englische Küste entrüstet,“ n. f glaubt, daß die neutralen Staaten, insbesondere Amerika, Osten, 2 jhre Entrüstu ig teflen müßten. Wir haben auch mehrere 5 0 — ger Mensch en gegen die allgemeinen Krieg n rtschritt der ein bedeuten gien hätte es 1 Artese erhalten, in denen wix, aufgefordert wers den, einen allge⸗ 95 J. Dent de Croun, 85 U rofsen wurde meinem Protest der neüfralen Lände? gegen e 90 5 Krieg⸗ 5 Neter Deuckscder bc litze,. ralen Länder führung zu veranlassen. Dazu müssen wir aber gen: Kr denne rer Jufanteri üste um vie Ffiuftel,, dat it Kri eg! Ebenso wie viele unschuldige Greug⸗ unserer Artillerie. Die Besestigung Desenstsustems wichen [län der unter den furchtbaren Folgen des Krieges leiden,] Reints und der 9 5 ist f schrikte; d zwar 9 einen Kilo⸗ und Dörfer zerstört, Weiber und Kinder in Kälte, Dur meter im Gebiet u P zwei Kilometer im 18 ger und Elend hing 18gejagt werden, ebenso kann sich Eng⸗ Gebiere von nage mäßlangen. 1 sich bisher durch seine insulare Lage sicher fühlte, nicht] Wir schritten einen Kilometer in den Argonnen fort, zu beklagen, daß auch Städte, die an der Grenze Engl ands, i ö 0 im Walde Bolante wurden zahlreiche 54 e liegen, vom Kriege betroffen werden. Was bedeutet Die Ausdehnung unserer F Aan ö n deutscher Batterien zw der am als Dänen keine Veraulassung, die d ind ung zu verteidigen, müssen e aber doch sagen, von Co lde von it, Ailly, en recht ist, ist dem Andern billig. Der zars und Le aller d. Angniffe, 1 und voll von G 0 Land, ohne ein] nicht unternoinmen, um ein, gelte lde rtschritt nor 5 8 durch das 3 zolnische 1 5 najee, wie der zu töten, sondern um dem Feinde gen, der Dent sarroy, der rdlich und * Veichsel, dor war und eine wohl- land auszuhungern wünscht. Vahrse ist eine ganze Reihe uzen Geb de 819 6 die te d abende Bey derartige Luftangriffe geplant, die ve mit einem An⸗ d vr de Faux, das völlige 1 von Aspach und Fortschritt gegen und der Lys er⸗ Kathedrale und 0 Nieuport und des ö eßung 8 Ar⸗ Be⸗ ausländischen Presse, gr iff auf London abschließen werden, was ein völlig ver⸗ gar nichts von die⸗ i und berechtigtes Glied in der Kette wäre. Ist da Grund ser Land früher nie] vorhanden, sich hierüber mehr zu erregen als über andere Grau- nach den Kämpfen, und 1 samkeiten, die der Krieg im Gef 1 hat? Daß. sich die Enugländ gewesen. Das Ausland weiß über derartige Angriffe ärgern, ganz in der Ordnung, aber wir icht und denkt nicht darüber, was in unser em Lande geschieht und] Neutre alen können verstehen, daß Krieg Krieg ebenso! für die wie schrecklich unser Volk unter dem 8 leidet. Wir haben E ider wie für die Deutschen. Eine andere 15 e ist, ob der jemanden, der mit lauter Stimme a 118 Luftkrieg zu irgendwelchem Ergebnis führ kann. Wenn Leider habe 1 Sie hermuten sie, es sei nie viel ande ge e sind die Zer don pee dies eres, Bethune pelft! Ein Volk hat schwer gelitt en ganz Deutschland tausend Luftschiffe auf einmal 1 5 London senden zung von Soupir zuropa! Helft diesem Vol! 1 ist der Hilfe wert, d bunte, würde dies einen wertvollen Einsatz in dem Kri easspi iel bei Dent de Cr 1800 5 l h S e gegen die ren bedeuten, um Englands herrliche Jsolieru ng er e euch trennt don allen] brechen. Da jedoch der 15 eg bereits wiederholt Ueberra gebracht hat, muß auch die Entwi cklung dieser Art der er⸗ führung abgewartet werden. Vor allem kommt die mor a I Wirkung in Betracht, die sie cherlich vorhanden ist, trotzdem E den Argonnen nahe des t von 800 Metern; gzwischen Beschie ßung einer Kire be! in Na ut ein allgemeiner, an bohrhundertelang de orden, und heute ist recken des Kriege Dieser Ruf, der f lungen. Europa ist nur das, was 5 Volk fi ungen. Der 5 8 in Hilfe gewandt. fleiben. Vielleicht werden andere. sehr nwerk⸗ in Europa erheben sollte, ist nicht ines Jursick⸗ Zuschauer, aber fühlt nicht an* leidet. bei uns der land sie zu bestreiten versucht. hat ick Der Eindruck in Paris. bird diese Stimme nicht e& 8 N E e ie e wird diese Stimme nicht ole 1 Der Angriff des deutschen Lufkgeschwaders auf die eng ngen sie aufnehmen und a 12 P f ohne Zw[ star! d doch wert., daß m N Pe ariser Publi um oh ne eife st a K 1 8 ha 1 fl Wr ff e. nsive in Galizien und den sberry nathen an⸗ lische Küste hat das! iber die ganze Welt verbreiten. ö 5 1 8 presse macht 1 0 N ir durch Hunger und Elend zugrun 0 Heunruhrgt, denn die Tagespresse macht die größte; 5. 5 9 10 Teil 9 1 5 in Eur gibt e ole in en Sa e die 1 daukafusgemee ger sen Teils Wenn noch Kultur, noch ein Ge in Europa gibt, Anstrengungen, die Angst in den Hauptstädten zu zerstrer n. ist, 4. Deut schlands 1f80 8 0 ech ittlich 12 nittel an den nheiten wird ian Mitleid mit dem Unglück hat, so r es undankbar, daß us nicht die Hilfe gewährte der wir so sehr und so bald bed igiersbeständen erschöpft ft i pro Regiment) und es die künfti osten der besteh — Im Figaro setzt Frantze“ Reichel in en längeren Art auseinander, daß es für die großen Ze zeppeline le chte rr ist, e 8 4 r perurte T nde, du 15, 0 de Woche 775 verurteilt Tanse 80 1„ bestän Mace ö zu sterben. Der Krieg hat nuser Land. et und verwil über das Meer ua ch En 1 d zu gelangen, a 1 über 1 5 8 1 65 105 0 99 9 0 110 och. Pfli cht der Kultur! f uder ist es, nicht zu 15[Land nach Paris.— Im Echo de Paris führt der General⸗ 1 10 916 5 9 lichkeit sich 1 ärden, noch in be⸗ 110 5 wir von dieser Erde ausgetil e 95 45 1 ech 507 die sekretär des fc schen Aeroklubs Besangon, aus, daß 5 achtenswertem Maße besitzeu.% bebanpfen. daß 0 jabe E Da 1 0 g 2— f 5 ultur immer verteidigt. Dar N Luftverteidigung von Paris trotz der verhältnismäßig großen ses Frankreich und seinen Bur genüge warten zu einen An riff kön neu, um den vollen Erfolg zu erzielen. Man inan: biefen um einen Ang 92 Erfolg mit unermüdlicher Heduld vorbereiten. 1 Die deutsche O ffensiveistgebro chen, die deulsche Desen⸗ g unseres Volk Veli uns zu wenden zur Errettt 0 ö Zahl von Lenkballons doch stark genug sei Weh, bei dieserf der Zeppelinflotte abz mwehren. Der mil che Mitarbeiter 1sich in schneidendem ö„ AUnsere Herzen krampfer 1 childerung, der Menschheit ganzer Jammer, saßt uns an, des Excelsior verlangt, daß die fra 95 zösische Luft ssive wird es ebenfalls werden. 5— Leiden denn diese Millionen Unglüccklicher, 8„. 0 55 6 0 8 8 t. flotte sofort über die 11 oßen Städte in Sud Das Große Hauptquartier übergibt mit dem Fre eimu Heim— um für begangene Freb zu büßen, und ist ihre schwere 5 ichung im Plane der V riehung gelegen? Nein, denn der d eutschland und das Rheintal herfall Tränen, und sischof selber weint über ihr Elend blutige 2 1d solle, während die ruf sischen Luft chi fe 8 er li hürde er empört sein über die Oberflächlichen. un 1 a ufs Korn nehmen. In der Erörterung der Presse ö li gen, dem öffer atlichen Urtei Ind 8 14 7 75 1 1 55 W Welt 5 schulglosen„ wird auch wieder die Frage aufgeworfen, ob es Fihtig genen leitung gegenüber dieser Häufu ng großsprecherischer T Tiraden 1 strenggläubigen een und Männern strafen läßt. sei, den Bau von lenkbaren Luftschiffen hintanzustel len einzig und allein auf die schlichte und eindringliche Sprache 6 der deutschen Tagesberichte verweist, fühlt sie sich in den nder ein Recht des keren ist, auch diese frauzzsische Dar- a stellung der Kriegslage, ohne ein Wort hinzuzu⸗ 2 em die oberste Heeres⸗ Tab 1 gegenüber der Begünstigung der Flugzeuge. i 5 7 5 6 8885 3 8. der Mühe enthoben, zu dem grotesken Inhalt der fra * ö 1 15* 0 de 9 0 boese 4 Der 0 8 0 N J Die England ahrt der Zeppeline. 5 Fr an jößsche 85 ee e 1 den Fear Lodeunne Steinen u. hun 7 Jroßes Hauptquartier, 23. Jan W̃ 2 5 8 144275 2 g Di Neue e, einer Betrachtung Aus 1 0 d 510 Ager 1 0 Havas eine amtliche Ein un partelisches Urteil. d le, Ne 3 5 0 hre 1 8 7 5 No⸗ W Nee sehe 0 M 1 tärkritiker des B ner B 1 8 5 5 8 der f⸗ ellung der Kriegers gisse vom 15. No Der angesehene ilite 0 5 5 der lehton Kriegswoche: Das Hauptere ignis der fünf-][Dar stel„ 90 0 5 110 185 g 7 N inber J e Obe E 35 in seiner Wochenü bersicht die amtliche franz!!! n izigste riesen ist der deutsche Lu Ft⸗ vember bis 15. Januar verbreitet. Die Oberste Heeres. besprich: in 8 0 Apanziosten Kriegswoche ist der 9 Er⸗ leitung beabsichtigt nicht„in Erörterungenssche Darstel bu ng der Kriegslage vom 15, No vember bis 15. Januar und kommt dabei zu folgendem Ed ngriff gegen England, nicht seiner ge wegen, sondern seiner moralischen Seite halber; lüber eine solche Darstellung dor Kriegse eresgnisse fun tische Propaganda gebnis:„Es ist unmöglich, der Schlußfolgerung beizutreten, welche der französische Bericht zieht, indem er sagt, daß es Frankreich und seinen Verbündeten zur Er— reichung eines Gesamterfolges genüge, abwarten zu können, daß dieser Erfolg mit unermüdlicher Geduld vorbereitet wer— den müsse und daß die deutsche Defensive ebenso gebrochen werden, wie die deutsche Offensive bereits überall gebrochen sei. Nach unserer Auffassung haben die Deutschen und die mit ihnen verbündeten Oesterreicher die russische Offen⸗ sive gebrochen und der französischen Offen⸗ sive ist es vom 17. Dezember bis zum heutigen Tage nicht gelungen, die deutschen Stellungen zu er⸗ schüttern, geschweige denn die deutsche Offensive zu brechen. Dagegen ist ein deutscher Vorstoß an der Aisne in Gestalt eines Gegenangriffs geglückt und bei der Aufrechnung der gegenseitigen Verluste, von denen in den französischen Berichten überhaupt nicht gesprochen wird, wiegt das Blutopfer der Deutschen bei weitem nicht so schwer, als das der Verbündeten. Das sind allerdings nur Tatsachen, keine Schlußfolgerungen. zieht die Zukunft, ohne daß wir ihnen vorgreifen wollen.“ Die Arileihe der Entente⸗Mächte. 20 Milliarden Fraues. Kopenhagen, 23. Jan.(Ctr. Frkft.) Politiken erfährt aus Paris: Vertreter der höheren Finanzwelt der Dreiver— bandsmächte werden demnächst in London über den Plan der Emission einer gemeinsamen Anleihe von 29 Milliarden Francs verhandeln. Die Zeichnung soll gleichzeitig in Paris, London, Newyork, Peters⸗ burg, Moskau und Tokio erfolgen; die Anleihe soll in längerem Zeitraum amortisierbar sein. Der genannte Riesen— betrag ist ausschließlich zur Deckung von Mili⸗ tärausgaben vorgesehen. Der Temps bestätigt, daß eine Zusammenkunft der Finanzminister Englands, Rußlands und Frankreich beabsichtigt ist, behauptet aber, sie stehe nicht im Zusammenhang mit dem Plan einer Anleihe. Frankreichs Wirtschaftsleben. Kopenhagen, 24. Jan.(T. U.) Der in Paris veröffent⸗ lichte Rechenschaftsbericht über den Staatshaushalt zeigt einen gewaltigen Niedergang aller Ab⸗ gaben und eine starke Beschränkung des Geschäftslebens. Der Ertrag der Zölle ist um 167 Millionen, der Stempel⸗ ertrag um 44 Millionen, der Ertrag der Registrierungs⸗ abgaben um 219 Millionen, die indirekten Zölle um 151, die Einnahmen der Post um 34, die des Fernsprechwesens um 12,5, der Ertrag der Zuckersteuer um 31,4 und die Salzabgabe um 0,5 Millionen Francs zurückgegangen. Der Rückgang im ganzen beträgt 658 Millionen. f Mehr Neger. Frankreich beabsichtigt, eine neue schwarze Armee zu bilden. Der Kriegsminister hat durch den Präsidenten soeben einen Erlaß unterzeichnen lassen, der die Zahl der Bataillone der Senegal⸗ schützen festsetzt. afrika für die Zwecke der nationalen Verteidigung eine große Zahl Diese In seinem Bericht erklärt Millerand, daß West⸗ won Senegalschützen zur Verfügung stellen könne, die bereits aus⸗ gehoben seien, oder im Begriff stehen, rekrutiert zu werden. den gegenwärtigen Verhältnisse müsse man diese Kräfte, so gut es geht, benützen. Die Einheiten dieser neuen Formation sollen nach Marokko gebracht werden, wo sie sich am besten hinsichtlich des Klimas für den europätschen Krieg vorbereiten könnten, um dann, sobald es die Witterungsverhältnisse gestatten, nach Frankreich ge— schickt zu werden. Gegen die Propaganda des Hasses! Alle französischen Arbeiterblätter stehen auf dem Standpunkte der Erklärungen ihrer sozialistischen Fraktion. Auch nicht ein einziges Blatt, das einige Bedeutung hat, macht davon eine Ansnahm e. Ganz entschieden wird der Wille zur Niederwerfung Deutschlands auch durch die syndikalistischen Blätter vertreten. Erfreulicherweise aber hindert das die Bataille Syndicaliste, das Tageblatt der Gewerkschaften, nicht, sich gegen die jetzt betriebene systema— des Hasses zu wenden. Das Blatt bedauert, daß alle gegen Einzelhandlungen des Feindes gerichteten Meldungen immer gleich verallgemeinert werden . 2 Ein nordischer Roman von Theodor Mugge. 167 Diese Worte wirkten mehr als alles, was der Vogt getan hatte. Sie fürchteten den Schreiber, denn sie kannten ihn. Die Fäuste mit den Messern fielen nieder, es bildete sich ein offener Raum, und Paul sagte mit dem Ausdruck der Teil— nahme:„Das Leben habe ich Ihnen diesmal gerettet, möge Gott mir helfen, Herr Marstrand, daß ich als Richter Sie freisprechen kann.“ Er winkte seinen Gefährten, die den Inuker rasch die Stufen hinunter und in die Jolle des Regierungskutters brachten. Dieser hob dann sogleich seine Segel und lief rasch durch die Wellen. Eine Stunde später wurde Helgestad denselben Weg hin— ab in sein großes Boot getragen, auf weiche Kissen gelegt und nach Oerenäes gebracht. Er war wieder bei Besinnung, aber er konnte nicht sprechen. Hanna hielt seinen zitternden Kop in dem die Augen nach allen Richtungen flogen und umher zu suchen schienen. „Das ist ein trauriger Markt,“ seufzte Paul, indem er Ildas Hand drückte.„Sorge für deinen Vaterl Sobald ich hier fort kann, komme ich nach.“ „Gottes Wille wird geschehen!“ antwortete sio gefaßt, wie sie immer war. Eine Woche war vergangen und in Tromss alles zum Abhalten des Gerichtes eingeleitet. Die Prozedur wurde eilig betrieben, große Vorbereitungen und Weitläufigkeiten waren licht nötig. Die Missetäter, auf welche es abgesehen war— befanden sich im festen Gewahrsam, Zeugen genug waren vorhanden, die sechs Gerichtsbeisitzer ließen sich schnell finden, und die Stimmung der Bevölkerung war zo vortrefflich, wie Unter und daß der gegen das deutsche Heer genährte Haß sich gegen das deursche Volk selbst richte. Dieser Zweck werde auch durch die offiziellen Veröffentlichungen über die Greuel in von den Deutschen besetzten Gebieten verfolgt. Es werde dadurch die Meinung verbreitet, als gäbe es jenseits des Rheins nicht die geringste Spur eines menschlichen Gefühls, als seien die Deutschen alle Wilde und Barbaren. Das sei eine lächerliche Annahme, nur verbreitet zu dem Zweck, den Widerstand gegen die Feinde im eigenen Lande bei der großen Masse des Volkes in Haß gegen ein Volk jenseits der Grenzen umzuwandeln. Die Arbeiter aber dürften nie vergessen, daß ihre wahren Feinde das Finanzkapital, die Diplomatie und die Militär⸗ kaste seien. Marokkanische Stämme in Aufruhr. Wie aus Marokko gemeldet wird, stehen die Stämme der Branes und Riata in der Umgegend vön Taza noch in voller Re⸗ volte und man befürchtet ihren Angriff auf die Stadt. Die Stämme sollen angeblich von den Feinden Frankreichs über die Ereignisse auf dem europäischen Kriegsschau⸗ platz unterrichtet worden sein. General Henrys, der die kriegerische Operationen in Marokko leitet, hat eine starke Kolonne unter dem Befehl des Oberst Bulleu: gebildet, die am 18. Januar in Taza konzentriert wurde und bereit steht, den An⸗ griffen der Stämme entgegenzutreten. Die Abfahrt der„Dacia“. London, 24. Jan.(Ctr. Frkft.) Aus Galveston wird gemeldet, die„Dacia“ ist am 23. morgens abgefahren, nachdem sie alle Förmlichkeiten erfüllt hatte. Der Kapitän erklärte, er werde die gewöhnliche Route einschlagen, ohne zu versuchen, den englischen Kaperern zu entgehen. Die eng— lische Regierung erklärte, die„Dacia“ werde gekapert, aber ihre Ladung entweder bezahlt oder via Rotterdam an den Bestimmungsort gesandt. Die Frage des Uebergangs von der deutschen zur amerikanischen Flagge werde einem Prisen— gericht vorgelegt werden. London, 25. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Die Daily News meldet aus Washington: Die Ei gentümer der„Dacia“ haben es durch Vermittlung von Deutschen erreicht, daß ihr Schiff versichert wurde. Sie beschlossen, daß die„Dacia“ Kohlen ein⸗ nehmen und von Norfolk nach Rotterdam abreisen soll. Haag, 24. Jan.(T. U.) Die Pariser Ausgabe des New— Nork Herald meldet, daß die Beziehungen zwischen Amerika und England gespannter werden. Die neue ameri⸗ kanische Note, die die Mindestforderungen der Vereinigten Staaten enthalte, dürfte noch im Laufe dieser Woche in Lor⸗ don überreicht werden. 3 Die„Karlsruhe“. Paris, 24. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Nach einer Blättermeldung aus Port⸗au⸗Prince konnte sich der deutsche Kreuzer„Karlsruhe“ an der Mole von St. Nicholas bei Haiti verproviantieren und dort eine Basis errichten. Dampfer aus New⸗Nork und New-⸗Orleans laden Kohlen, um die„Karlsruhe“ damit zu versorgen. Ein Anutfalkoholgesetz in Italien. Gestern trat in Italien ein neues Gesetz zur Bekämpfung des Alkoholismus in Kraft. Das Gesetz führt eine Lizenz für den uk von Likör und Branntwein ein, verbietet den Verkauf von Spirituosen an Festtagen und bei Wahlen und untersagt die Abgabe jeglichen Alkohols an Jugendliche unter 16 Jahren sowie an Trinker und Geistesschwache. Ferner wird die Fabrikation und Ein⸗ fuhr von Absinth verboten. Die deutschen Verluste. Berlin, 24. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Das Berliner Unsere Gegner nehmen es mit der Wahrheit niemals recht genau. Am schlimmsten wird es, wenn sie mit Zahlen arbeiten. Sie begnügen sich dann meist damit, irgendeine ihnen vorteilhafte Angabe als wahr in die Welt zu setzen, ohne auch nur den geringsten Versuch zu machen, Belege dafür beizubringen. Solche Angaben sind offenbar nur dazu da, die sinkende Zuversicht neu zu beleben. Anders ist es wenigstens kaum zu erklären, wenn kürzlich in der Presse des feindlichen Auslandes allen Ernstes behauptet wurde, Deutschland habe an Toten, Verwundeten und Gefangenen 1200 000 Mann verloren, und wenn ein ganz besonders gut „unterrichteter“ Gewährsmann sogar von 2 Millionen wissen n unseren Gegnern empfehlen, unsere NEN 2 2 man sie wünschen konnte. Der Gerichtstag, nach alter Sitte der Freitag, wurde mit Ungeduld erwartet. Erbitterung und Rachelust hatten eher zu-, wie abgenommen, und die Kunde von den Ereignissen auf dem Lyngenmarkt verbreitete sich durch das ganze Land mit Zusätzen, die wohl gemacht waren, um die normannische Bevölkerung aufs äußerste zu reizen. Die Lappen sollten in großen Scharen bewaffnet er— schienen sein, um alle Kaufleute zu ermorden. Was Afrajas Gehirn mit sich umhergetragen, wozu er geheime, langjährige Vorbereitungen gemacht hatte, wurde als schon halb aus⸗ geführt erzählt. Die Verhöre der Gefangenen hatten alles klar und ge— wiß gemacht, was man wollte. Zitternd vor Angst und Schreck gestanden sie, was der Schreiber wünschte. Afraja hatte Zusammenkünfte abgehalten, hatte Haß und Verachtung gegen die fremden Eindringlinge ausgestreut, hatte die Lappen zu Widersetzlichkeiten verleitet, und endlich war die große Ver— schwörung dahin gelangt, daß sie auf dem Lyngenmarkt aus⸗ brechen sollte. Zu allen diesen Plänen war Mortuno ein tätiger Gehilfe gewesen, und nur sein jäher Tod hatte den Erfolg verhindert. Paul Peterfen, der mit eigener größter Gefahr die Ver— schwörung aufdeckte und den gefährlichen Lappen fing, erschien überall im Lichte eines kühnen, entschlossenen Mannes, der seinen Mitbürgern die größten Dienste geleistet hatte. Seiner Klugheit allein verdankte man die Rettung aus schwerxen Ge⸗ fahren, seiner unerschrockenen Vaterlandsliebe die Verhaftung des dänischen Junkers, der mit den Verrätern gemeinschaft⸗ liche Sache gemacht hatte. Was den letzten Punkt betraf, so gab es allerdings auch einzelne Ungläubige. Daß ein Edelmann, ein Offizier der Garde sich gegen König und Krone erheben, mit einem elenden Volke sich auf ein Unternehmen einlassen sollte, das jeder N Verständige Unsinn und Wahnsinn nennen mußte, schien doch manchen unmöglich zu sein. Aber dieser Junker hatte, so lange * sehr gewissenhaft aufgestellten Verlustlisten zu studieren werden sich dann zu ihrem Schmerz von der völligen Un⸗ haltbarkeit dieser Ziffern überzeugen. Es ist nicht nötig, hier alle feindlichen Uebertreibungen zu entkräften. nur eine ganz besonders dreiste Entstellung sei herausge⸗ griffen. Durch die Presse ging die Meldung, Rußland habe bisher 1140 Offiziere und 134700 Mann von uns zu Gefange⸗ nen gemacht. Demgegenüber konnte unsere Heeresleitung feststellen, daß die Zahl unserer Vermißten auf dem östlichen Kriegsschauplatz im Höchstfalle 15 Prozent, also nicht ein⸗ mal ein Sechstel dieser Summe beträgt. Wenn wir, wie es nicht anders zu erwarten war, in diesem gewaltigen Kriege erhebliche Verluste hatten, so kann das bei der kodesmutigen Betätigung des Angriffsgeistes unserer Truppen nicht über⸗ raschen. Es steht aber fest, daß unsere gesamten Verluste an Toten, Verwundeten, Kranken und Vermißten kaum die Ziffer der in Deutschland keiegsgefangenen Franzosen, Russen, Belgier und Engländer ü bersteigen. Listen viele T Tause jetzt längst zur Fr inzwischen sogar schon zum und da sie somit doppelt in den Listen erschienen sind, bleibt die wirkliche Zahl unserer Verlustliste also erheblich hinter der zurück, die sich durch eine einfache Addition ergeben würde. Der Prozentsatz der felddienstfähig wiederhergestell⸗ ont zurückgekehrt sind. Viele davon sind ten Verwundeten ist überdies dank unseren vorzüglichen Sanitätseinrichtungen außerordentlich hoch. Die Hoffnung unserer Feinde, daß Deutschlands Widerstandskraft durch seine Abgänge mehr geschwächt sei als die seiner Gegner, ist also trügerisch. Schon der Umstand, daß unsere Feinde allein an Gefangenen fast ebensoviel eingebüßt haben, wie unser Gesamtverlust beträgt, läßt klar erkennen, auf welcher Seite man in Wirklichkeit Grundhat, mit ernster Sorge in die Zu⸗ kunft zu blicken. * Die Seeschlacht bei Helgoland. Preßstimmen. Die gestrige schwere Seeschlacht ist, wie 5 0 Tageblatt schreibt die erste große Auseinandersetzung zwischen deutschen und englischen Streitkräften in den europäf⸗ schen Gewässern gewesen, nächst dem Gefecht vom 25. August 1913. Wie damals waren auch diesesmal die Engländer in der Ueberzahl. Daß wir den Engländern trotz ihrer Ueberlegen⸗ heit den gleichen Schaden zufügen konnten, wie sie uns, ist erfreu⸗ lich. Gleichwohl werde es schmerzliches Bedauern wecken, daß unser Panzerkreuzer„Blücher“ in die Fluten sank. Daß die Engländer sich schließlich hätten zurückziehen müssen, das Berliner lasse darauf schließen, daß das deutsche Feuer ihnen schwerer zu⸗ gesetzt habe, als nach ihren Schiffsverlusten zu erkennen sei. Der Vorstoß der deutschen Streitkräfte sei wiederum ein Beweis un⸗ feres unverminderten Angriffsgeistes, und dieser Geist werde auch durch die natürlichen Verluste, so betrübend sie auch seien, nicht beeinträchtigt werden. 0 Im Berliner Lok.⸗Anz. wird gesagt: Wenn die Briten trotz ihrer Ueberlegenheit das Gefecht abgebrochen haben, so ist das ein Beweis dafür, daß unsere Artillerie sie gehörig mitgenommen hat. Unsere Seeleute haben— das geht aus den knappen Worten des amtlichen Berichtes hervor — wiederum ihre volle Pflicht und Schuldigkeit getan und aber⸗ mals bewiesen, daß auch ein weit überlegenes britisches Geschwa⸗ der nicht in der Lage ist, einem kräftigen Vorstoß der Unserigen standzuhalten, geschweige denn, sie einfach zu überrennen. 0 Die Voss. Zeitung hebt hervor, daß nicht die briti⸗ sche Flotte die Angreiferin war, sondern daß u nsere Schiffe einen Vorstoß machten gegen einen weit überlegenen Feind, der nach mehrstündigem Kampf das Gefecht abbrach. Die von den Engländern abgebrochene Schlacht werde den Kampfesmut unserer Flotte stärken, aber in England nicht beruhigen über die aus der Luft und unter dem Wasser drohenden Gefahren. Die englischen Heeresve stärkungen. Nach übereinstimmenden Mitteilungen verschiedener Berliner Morgenblätter erhält der Nieuwe Rotterdamsche Courant von seinem Berichterstatter aus Le Havre zensu⸗ rierte Mitteilungen über starkeengli ssche Truppen, die in der letzten Zeit in französischen Häfen gelandet seien. In einem einzigen Hafen trafen angeblich während 24 Stunden 28 Schiffe ein. In wenigen Tagen seien auf diese Weise mehrere hunderttausend Mann in Frankreich gelandet worden. er im Lande war, für die Lappen gesprochen. Er war jeden⸗ falls ihr Freund und Beschützer. Er hatte eine Liebschaft mit einem Lappenmädchen angefangen und war, was die Ver⸗ höre als gewiß herausstellten, bei Afraja in der Kilpisjaure gewesen, als der kühne Sorenskriver dort erschien.* Ueber seine Verhältnisse zu Helgestad und von seinem Treiben am Balsfjord wurde das Abschreckendste erzählt. Der schändlichste Undank und die größte Tollheit wurden ihm vorgeworfen. Mit Verrat hatte er die Freundschaft belohnt, die ihm entgegenkam, Helgestads Tochter suchte er in seine Netze zu ziehen, die Heirat Björnarnes zu stören und diesen endlich mit der Dirne, die ihm selbst heimlich anhing, in eine schmähliche Buhlschaft zu verstricken. So suchte man den Schandfleck zu bemänteln, der von Helgestads Haus nicht fortzuwischen war; daß der verunglückte einzige Sohn des reichen Gaardherrn eine verdammliche Leidenschaft für Gula gehegt hatte, war nicht ganz abzuleugnen. Helgestads Une gab dabei ein neues Feld von An⸗ klagen, die hauptsächlich wieder auf Marstrand fielen, uns wie viele Neider und geheime Widersacher der schlaue Kauf: mann auch hatte, als er stolz auf seinen Füßen stand, jetzt kam allein der Schmerz und Jammer des Vaters in Betracht, der krank und tiefgebeugt daniederlag. 1 Ge den Schluß der folgenden Woche waren in Tromsö die Akten fertig, die Beisitzer einberufen, der nächste Tag war der Tag des Gerichts. Paul Petersen saß am Abend noch in seiner Schreibstube im Amtshause und ordnete Hefte und Schriften. Dann und wann hielt er ein, horchte auf den Wind und fiel mit einem leisen Stöhnen in den Arm sessel zurück; aber er unterdrückte dies sogleich und fuhr fort zu arbeiten, selbst als draußen Lärm entstand, als Menschen kamen, deren Stimmen er kannte, und als Schritte dicht vor seiner Tür vorübergingen, denen er mit einem dieren, spöttischen Lächeln nachhorchte. (Fortsetzung folgt!) gen Auch darf man nicht vergessen, daß unsere 2 nde von Leichtverwundeten enthalten, die zweiten Male verwundet worden, 1 Ste rege justem landes hach Ausla Von folgen N in letz C Lon 4 mit, 5 den eine 15 9 gege D bart 1 dort d. 97 gunkt f und 2 kannt Perso geben vol, sozia die i in D Mor. sopjel gen e Mücke das 2 vorg nation leben i in diefe rie nfe treug als gege die Mer 0 1 1 wenn di der sozi. den Bru die Exkl. Parte ede Mif sst eine zum F: enn zu mungs jagt sein, entf. 1 fachen. Hef Einst Da Ameekk Heneral sassung⸗ Lerfasst harten shaffen 5 btrdne dustan ö aun N weiter un⸗ erde eien, die chen e sie — vor Aber⸗ wa⸗ igen iti⸗ ere nen ie le ut die jaure inem Gula Al wird Die russische Niederlage in der Bulowir a Ueber die russische Niede i i lage in der Bukowina 8 dem Berl. Lok.-Anz. telegraphiert: Die Bedeutung des 5 1 0 Jakobeny ist besonders auf politischem Ge⸗ iete sehr groß. Nachrichten aus Rumänien zufolge hat die dortige Oeffentlichkeit mit fieber hafter Span- nung den russischen Vorstoß gegen Siebenbürgen verfolgt D große östereichisch-ungarische Sieg hat das russis ch 2 Prestige in Rumänien stark erschüttert. Militärisch bedeutet die Erstürmung von Kirlibaba das Ende der russischen Offensive im Osten auf lange, wenn nicht dauernd. f Von Lodz bis Lille. 0 Stettin, 25. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Seit gestern 9 Personenverkehr Ostrowo-Lodz aufgenommen worden sodaß man nun auf deutschen Bahnen von Lodz nach Lille verkehren kann.. 1 5 8 Friedens⸗Nobelpreis. Stockholm, 25. Jan.(TC.) Hiesige Blätter melden der Golos Noskwy zufolge, daß der diesjährige Nobelpreis für den Frieden König Gustav zuerkannt werde. Das Preiskomitee besitzt eine Handhabe dafür, daß König Gustav von Schweden durch die Her⸗ beiführung der Zusammenkunft der nordischen Könige in Malmö ee rde i abgewendet habe. Wie groß sein Ver⸗ ust sei, werde sich, so schreibt das russische Blatt 0 d Kriege herausstellen. 5 1 2 2 Partei⸗Nachrichten. Zur Erklärung des Parteivorstandes in letzter Nummer unseres Blattes wird uns noch geschrieben: Die sustematisch von einigen Parteigenossen in der Presse des Aus⸗ landes genährte Ansicht, als ob gegenwärtig der Standpunkt Lieb⸗ knechts dieselbe Verehrung in der deutschen Partei finde als im Ausland unter Freund und Feind, treibt die sonderbarsten Blüten. Von dem Reuterschen Telegraphenbureau wird aus Amsterdam folgende Nachricht verbreitet: 8 Am ster dam, 16. Januar 1915. Rotterdamsche Courant. London. Lieb knecht teilte den Führern der Internationale mit, daß unter den deutschen Sozialisten eine Bewegung gegen den Krieg sich bemerkbar mache und daß die sozialistischen Ver⸗ eine nahezu ohne Ausnahme seinen Standpunkt teilten und sich gegen den Krieg erklärten. Die Mitteilung könnte man sibergehen, wenn sie nicht in der Parteipresse des Auslandes Aufnahme gefunden hätte und dort den Eindruck hervorruft, als ob die Partei sich von dem Stand⸗ punkt abwende, den die sozialdemokratische Fraktion am 4. August und 2. Dezember 1914 im Reichstag eingenommen hat. Dass ist be⸗ kanntlich nicht der Fall. Abgesehen von einer kleinen Gruppe von Personen, die seit Jahren bemüht sind, der Partei eine Tendenz zu geben, die jede Reformarbeit verwirft und nur das re⸗ volutionäre Schlagwort handhabt, ist die große Masse der soztalistischen Arbeiterschaft überzeugt, daß die Stellung der Partei die in den gegebenen Verhältnissen allein richtige ist. Das ist in Deulschland dieselbe Gruppe wie in Frankreich die anarchistelnden Wortführer, die allerdings jetzt in Frankreich schweigen, weil sie doch soviel Korpsgeist haben, daß man in einer solchen Zeit der schwieri⸗ gen erusten Situation des Landes nicht der eigenen Partei in den Rücken fallen darf. Noch weniger findet sich unter ihnen Einer, der das Verlangen hat, ihrem Anhang der staunenden Menge vorgeführt zu werden, weil er allein die Sache des inter⸗ nationalen Sozialismus vertrat. So zerrissen das Partei⸗ leben in Frankreich ist, so empfindet doch jetzt keiner den Ehrgeiz, in dieser erregten Stimmung für seine Person den Glo⸗ rienschein zu erwerben, daß er der Sache des Proletariats treu geblieben sei. Das zu erreichen, ist nie so leicht gewesen als gegenwärtig unter der Erregung, die im Kriege in allen Ländern die Menschen beherrscht. In Deutschland ist man nie für den Krieg gewesen. Und dicse Stimmung ist in der gesamten sozialdemokratischen Partei von Beginn des Feldzuges dieselbe geblieben, aber das enthebt uns nicht der Verpflichtung, den heimischen Herd zu schützen gegen Ost und West. Solange diese Gefahr besteht und sie besteht unge ⸗ schwächt fort, gibt es kein zurück. Wir wären sehr erfreut, wenn dieselbe Stimmung zum Frieden, die in beiden Erklärungen der sozialdemokratischen Fraktion zum Ausdruck kommt, auch bei den Bruderparteien des Auslandes Widerhall gefunden hätte. Aber die Erklärung der französischen sozialdemokratischen Partei, die sie außerhalb des Parlamentes abgegeben hat, um jede Mißstinmung unter den bürgerlichen Parteien zu vermeiden, ist eine Fanfare des Krieges, nicht eine Sehnsucht zum Frieden. Zum Frieden gehören in diesem Augenblick zwei, denn zu diktieren ist der Friede gegenwärtig nicht. Ein Stim⸗ mungswechsel besteht in Deutschland nicht, das mag Allen ge— sagt sein, die darauf hoffen und die durch falsche Berichte aus Deutschland die Kriegsstimmung im Auslande an⸗ fachen. Hessen und Nachbargebiete. Gießen und Umgebung. Einschränkungen der Staatsverfassung. Das Stellvertrende Generalkommando des achtzehnten Armeekorps teilt mit: Der Stellvertretende kommandierende General hat die Artikel 5, 6 und 27 der preußischen Ver⸗ fassungsurkunde und die entsprechenden Artikel der hessischen Verfassungsurkunde außer Kraft gesetzt, um eine mit benach⸗ barten Korpsbezirken übereinstimmende Rechtslage zu schaffen. Die Maßnahme steht weder mit der Kriegslage noch mit der Haltung der Bevölkerung und der Presse in irgend einem Zusammenhang— Die betreffende Bekanntmachung lautet: 5 505 Nachdem durch Verordnung vom 31. Juli 191⁴ sür den Be⸗ zirk des 18. Armeekorps der Kriegszustand erklärt worden ist ordne ich auf Grund des§ 5 des Gesetzes über den Belag erungs zustand vom 4. Juni 1851 und gemäß Artikel 68 der Reichsver⸗ saffung an:„ 1 Für den ganzen Bezirk des 18. Armeekorps werden bis auf weiteres außer Kraft gesetzt: 2 1. Die Artikel 5, 6 und 27 der kunde vom 31. Januar 1850; 3 5 95 5 2 Die 7 7 23, 33 und 35 der Verfassungsurkunde für das Großherzogtum Hessen vom 17. Dezember 1820. Der kommandiexende General: l Freiherr v. Gall, General der Infanterie. Es sind demnach folgende Artikel der Hessischen Ver— fassungsurkunde außer Kraft gesetzt: f 3 7070 Artikel 23: Die Freiheit der Person und des Eigentums 1 dem Großherzogtume keiner Beschränkung unterworfen, als welche Recht und Gesetz bestimmen. N 5 5 Artikel 33: Kein Hesse darf anders, als in den durch n und die Gesetze bestimmten Fällen und Formen verhaftet un. straft werden. 5. Keiner darf länger als 48 Stunden über den Grund 1 8 Verhaftung in Ungewißheit gelassen werden und dem ordentlich Preußischen Verfassungsur⸗ Richter soll, wenn die Verhaftung von einer anderen Vehörde ge⸗ schehen ist, in möglichst kurzer Frist von dieser Verhaftung die er⸗ forderliche Nachricht gegeben werden. 1 Artikel 35: Die Presse und der Buchhandel sind in dem Groß⸗ gerzogtume frei, jedoch unter Befolgung der gegen den Mißbrauch bestehenden oder künftig erfolgenden Gesetze. 19 8 sind demnach die verfassungsmäßigen Sicherheiten für die Person und die Presse aufgehoben und einzig in die Entscheidung der Militärbehörde gestellt. i Feldpakete werden im Januar nicht befördert, wie bereits mitgeteilt wurde. Warum das nicht geschieht, geht aus folgender Veröffentlichung hervor: Wie bereits am 21. Januar bekanntgegeben wurde, findet im Januar keine An— nahme von Feldpaketen durch die Militärpaketdepots statt. Veranlaßt wurde die Maßregel durch die überreiche Versorgung der Truppen mit Feldpaketen und Liebes⸗ gaben anläßlich des Weihnachtsfestes. Durch die Militär⸗ paketdepots gingen nicht weniger als acht und eine halbe Million Weihnachtspakete. Dazu kamen Millionen von Liebesgabenpaketen. Vielfach konnten die Truppen die ihnen zugegangenen Pakete kaum bewältigen. Da ferner im Osten bisher noch nicht ein⸗ mal alle Pakete den Truppen zugeleitet werden konnten, sah sich das Kriegsministerium veranlaßt, die im Januar beab⸗ sichtigte Annahme von Feldpaketen nicht stattfinden zu lassen. Etwa Mitte Februar werden dagegen die Militärpaket⸗ depots dauernd geöffnet werden. Eine Mahnung an die Bauern. Bauernblatt richtet der 755 Im Bayerischen bekannte Zentrumsabgeordnete Dr. Georg Heim ein ernstes Wort an die Landwirte, indem er U. a. schreibt: Hegner hoffen, uns aushungern zu können. Ihre Hoffnung soll zuschanden werden. Dazu ist vor allem notwendig, daß wir erstens im Frühjahr die Fel— der bestellen. Schwer ist die Aufgabe für euch, bei den vielen Händen, die fehlen, aber guter Wille und Tapferkeit erreichen viel. Vor allem nehmt unter den Pflug, was ihr unter den Pflug nehmen könnt. Baut möglichst viel Frühgemüse. Baut in diesem Jahre Sommerbrotgetreide, Wei⸗ zen und Roggen, soviel als möglich. Für die nächste Zukunft aber erwächst uns eine andere Pflicht. Haltet mit eueren Getreidevorräten nicht zurück, sonst kommt die Enteignung. Durch ein Gesetz, das der Reichstag am 4. August 1914 beschlossen hat, kann einem Be⸗ sitzer von Getreide, der es nicht auf den Markt bringt, diese Getreide weggenommen werden. Das ist ein hartes Gesetz, aber Not kennt kein Gebot. Wer mik seinem Getreide heute zurückhält, ist ein Freund unserer Feinde, ein Bundesgenosse derer, die uns hassen und verfolgen, die euere Söhne im Felde morden. Jetzt Ende Januar kann kein Bauer mehr behaupten, er habe sein Getreide noch nicht gedroschen. Wo wirklich durch außergewöhnliche Verhältnisse der Drusch noch nicht vor sich gegangen ist, wird das in den nächsten Tagen der Fall sein. Gebt euer Getreide ab! Es ist Pflicht eines jeden Bauern, sein Getreide sobald wie möglich zum Verkauf zu bringen. Das ist notwendig für die Wehrhaftigkeit, not⸗ wendig zur Ernährung des Volkes und notwendig zur Er⸗ nährung unserer Soldaten im Felde...“ — Verwertung der Küchenabfälle. Wie wir hören, be⸗ absichtigt die hiesige Stadtverwaltung eine Verwertung der Küchenabfälle in aller Kürze vorzunehmen. Der Durch⸗ führung dieser Maßnahmen stehen nicht geringe Schwierig⸗ keiten entgegen. Sie wird namentlich ohne verständnisvolle opferwillige Unterstützung unserer Hausfrauen kaum möglich sein. Wahrscheinlich wird zunächst in einem Stadtteil der Versuch gemacht werden. — In Inpan als Gefangener. Japan gefangen sind, scheint es nicht schlecht ist es doch ganz bedeutend besser, als bei den Russen. Aus einem im Vorwärts veröffentlichten Briefe eines Westfälinge ent⸗ nehmen wir folgendes:„Am 17. November endlich erreichten wir die Bucht und alles eilte an Deck, um die wunderbaren Reize dieses S nlandes, die schon die Bu infahrt bot, zu bewun⸗ Die „ Unseren Landsleuten, die in zu gehen, jedenfalls dern. Dschunken, Dampf⸗ und Kriegsschiffe belebten den Hafen, und an den grünen Ufern zogen sich reizende Dörfer, die Häuser Berg sämtlich in zierlichen japanischen Baustil, den steilen hinan. Am 18. morgens, lagen wir im Hafen von Heroshima vor Anker und an dem rechten Ufer staute sich eine mehrtausend⸗ köpfige, neugierige Menschenmenge. Auch von hier aus hatten wir eine sehr schöne Aussicht auf das echt japanische Hafen⸗ und Landschaftsbild. Nach einer wörderlich langen Bahnfahrt er⸗ reichten wir dann unser Endziel: Himeji. In Itosaki begrüßten wir die japanische Sonne, zauberisch schön war der Aufgang, sie ist ja auch des Japaners Stolz. Berg⸗ und Seepartien von unbe⸗ schreiblicher Schönheit wechselten während der Reise. Die Tempel und Torbögen in Onomieki trugen kunstvolle Holz⸗ schnitzereien. Mandarinenbäume hingen voller Frucht. Auch die anderen Städte, Fukuyama. Kasaoka, Mitsuishi und Kamigori strotzten von naturalischen Reizen. Hier dehnten sich üppige Neis⸗ felder aus, es war gerade Erntezeit, dort zogen sich heilige Bam⸗ bushaine am Bahndamm dahin. Durch Tunnel und über⸗ Flüsse ging's, und oft war ich im Zweifel, ob wohl die Rheingegend oder diese schöner sei. Ich glaube die letztere ist's. Nach 13 Stunden Bahnfahrt war Himeji erreicht, wo uns ein Tempel als Be⸗ hausung dient. Eine wahre Augenweide bot uns das Innere und Reußere desselben. Die eleganten Formen, Holzschnitzereien der antiken japanischen Baukunst sind in diesen Bauten verkörpert. Vom Tore an, bis zum Brunnen und den Tempeln selbst trotzt alles von dieser einzig schönen Architektonik. Die phantastisch ge⸗ schnitzten Giebel erregten die größte Bewunderung. Gediegen sieht es aus, wenn die Japanerinnen auf ihren eigentümlichen Holzschühchen, ein Kind auf dem Rücken und beide im bunten Ischans dahintrippeln. Es sind wirklich„lieblich, kleine Dinger⸗ chen“. Du siehst, liebe Mama, daß unser Gefangendasein hier im Japsenlande gar nicht so übel ist. Der Japaner selbse ist ehr freundlich und zuvorkommend, wir werden in jeder Be⸗ ziehung tadellos be handelt, ich wenigstens bin damit vollauf zufrieden.“ — Stadttheater. Zur Erstaufführung von Heinrich Lees Schauspiel aus dem Befreiungsjahr 1813,„G r i ne Ostern“, im heutigen Dienstagabonnement sei aus einer Besprechung, der Post über die Berliner Erstaufführung folgendes angeführt: „Unter den Stfsicken, die dem Sinn unserer Zeit entsprechen, wirkt Heinrich Lees fünfaktiges Schauspiel„Grüne Ostern“ als eines der erfreulichsten. Es hat nicht nur den erwünschten patriotischen Rhythmus, sondern es befriedigt auch als künstlerische Leistung. Seine Stärke rußt in den Genrebildern und in den gut ge⸗ schauten Typen, die stets wirken. Die anheimelnde Stimmung bleibt das ganze Stiick hindurch und schwillt am Schlusse zu der gewaltigen vaterländischen Melodie an, die wir jetzt wieder recht verstehen.“ Landwirtschaft“ scheint es demnach nicht so schlimm zu sein. Aus Schotten wurde dieser Tage berichtet, daß dort in kurzer Zeit für 155000 Mk. Goldstücke gesammelt; u. a. in Laubach 30.000 Mk., Gedern 22 000 Mk., Ulfa 10000 Mk. usw. Wie schon oft bekannt ge⸗ geben, handelt es sich darum, der Reichsbank Gold zuzuführen, die dafür Papiergeld in dreifacher Menge ausgeben kaun.— Die ge⸗ nannten Summen sind, wie gesagt, für die kleinen Orte ganz be⸗ deutend; zumal, wenn man in Betracht zieht, daß schon viele Leute ihr Gold in Papier ausgewechselt haben. Bei ber Arbeiter⸗ bevölkerung in den Ludten könnte man die Goldfüchse jetzt mit der Laterne suchen, en warde sie höchstens noch in ganz ver⸗ einzelten Exemplar antreffen. reit? rledbera-Büdingen. * Friedberg. Die Kreditüberschreitungen Mark auf. Dic letzten Si 8 nimmt zur Deckung der Anleihe von 50000 timmte in ihrer hat Hö Pfund Bratfle wurst 86 Pf Diese Preis wurden 5 sind übrigen esetzt. Danach kosten: ein 86 Pfg., Leber- und Blut⸗ und Fleischwurst 1 Mk.—, Kraft. Für Dauerwaren Kraft. zt. Die oben angegebenen dauchfleisch 1 1,10 Mk ö g trit sofort hstpreise noch nicht festgesetz s ziemlich hoch. bereis Metzlar. Familien⸗Unterstützung. Der Landrat in Wetzlar gibt wie⸗ bebannt, daß Gesuche un Unterstützung für Familien der 5 C alkommando, noch an ium usw. zu richten sind, 5 Wetzlar) an die vom Zorsitzender der Landrat in Wetzlar ist. Der Beschlu er Kommission, heißt es in der letzten Bekanntmachung, ist endgültig; es gibt also keine Berufung Den gleichen Bericht g auch das Landratsamt in (Westerwald) in Zeitungen des dortigen 1 sondern einzig und allein Kreistage gewählte Komen Kreises La) bekannt. g. Ausnutzung des Waldes Durchhaltung unserer Vichbestände, die dem Lanwirt bei der jetz pheit und Teuerung 8 önnen die Waldbesitzer nahane von Waldstreu u nen in ihre Waldungen freige i möglicht es, das Stroh als Rauhfutter für die Pferde und Rinder einzusparen. Der Vieheintrieb ersetzt Futter und Weideland. Zur Winterzeit kommt er nur für Schweine in Frage, denen er in Eichenwaldungen sogar zur Mast dienen kann. In den Kreisen der ländlichen Viehbesitzer in Preußen scheint es noch nicht ge⸗ nügend bekannt zu sein, d seine Forsten bereits bald nach dem Kriegsau ecke geöffnet hat. Die Regierungen sin 15 dvieh und Schwei⸗ Die Streunutzung er⸗ wirtschaftsminister ichst weitem Um⸗ und den Eintrieb wirtschaftlichen ist gegenüber de heblich ermäßigt, bei besonderer 3 Viehbesitzers kann auf sie gänglich verzichtet wer⸗ für gesorgt, daß die masttragenden tung durch den Eintrieb der Tiere eln in umfangreicher Weise nutzbar ide fi ein oder durch Einsammeln der Ei gemacht werden können. Von Nah und Fern. In Wachenheim(Pfalz) Remshard ihre Pflegemutter e Frau wurde von dem Mädchen rücklings mit Hacke niedergeschlagen und alsdann ägen schwer mißhandelt. Die Frau ist leben verletzt. Die Täterin ist verhaftet, sie hat bere nis abgelegt und; anden, daß sie ihre Pflegt wollte. Die Beweggründe sind noch nicht bekannt. Telegramme. Tagesbericht deb Großen Hauptguartiers. Lebhafte Gefechte bei Chalous und im Elsaß Vergebliche Vorstöße der Russen in Ostpreußen W. B. Großes Hauptquartier, 25. Jan., vorm.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz: In der Gegend Nieuport und Ypern fanden Ar⸗ tilleriekümpfe statt.. 8 Südwestlich Berry au Bad ging uns ein vor einigen, Tagen den Franzosen entrissener Graben verloren. Lagers von Chalons Während gestern nördlich des nur Artilleriekampf stattfand, kam es heute dort auch zu In⸗ fanteriegefechten, die noch andauern. 5 5 Im Argonnenwalde nördlich Verdun und nörd⸗ lich Toul lebhafte Artillerietätigkeit. 5 Die französischen Angriffe auf Hartmanns wei 1 kopf wurden sämtlich abgewiesen. Die Kämpfe im Walde sind für die Franzosen sehr verlustreich. Nicht weniger als 400 französische Jäger wurden tot aufgefunden. Die Zahl der französischen Gefangenen erhöht sich. Oestlicher Kriegsschauplatz: In Ostpreußen Artilleriekämpfe auf der Front Lötzen— östlich Gumbinnen und nördlich. Der Feind wurde von unserem Feuer gezwungen, einzelne Stellungen südöstlich Gumbinnen zu räumen. Nordöstlich Gumbinnen wurden feindliche Angriffe unter schweren Verlusten für die Russen abgeschlagen. Im nördlichen Polen keine Veränderung. Oestlich der Pilica ereignete sich nichts Wesentliches. Oberste Heeresleitung. * * N 2 4 2. Die Seeschlacht in der Nordsee. Der englische„Sieg“. Die Engländer sind geradezu in Verzückung geraten über den großen Seesieg, den ihre Schiffe angeblich über die deutsche Flotte errangen. Dieser ganz unberechtigte Jubel zeigt als Reaktionserscheinung nur, wie tief vorher die Niedergeschlagenheit in England gewesen sein muß. Der Siegesjubel gründet sich auf folgende Berichte über den Aus⸗ gang der Seeschlacht: i 13 Das Bureau Reuter verbreitet folgende Meldungen über die Seeschlacht in der Nordsee:„Heute Morgen wurde ein deutsches Flottenunternehmen auf der Nordsee verhindert. Der deutsche Kreuzer„Blücher“ wurde in den Grund. gebohrt zwei andere deutsche Kreuzer wurden schwer beschädigt. Die ch Mittelkauf. D gefährlich ein Geständ⸗ nutter töten von Goldgeld auf dem Lande zeigt sich, daß — Beim Sammeln 5 0 Summen vorhanden sind, mit der„Not der davon ganz erhebliche englischen Schiffe sind alle wohlbehalten.“ Eine ausführlichere Meldung lautet:„Die Admiralität berichtet, daß heute Morgen ein englisches Patrouillen— geschwader, bestehend aus Schlachtschiffen und leichten Kreuzern, unter Befehl des Vizeadmirals Beatty, und ein Geschwader von Torpedojägern unter Befehl des Komman— danten Tyrwhitt vier deutsche Schlachtkreuzer, verschiedene leichte Kreuzer und eine Anzahl Torpedojäger beobachtet die in westlicher Richtung dampften und sich offenbar nach der englischen Küste begeben wollten. Sobald der Feind unsere Schiffe gesehen hatte, wendete er sofort und dampfte in großer Eile wieder zurück. Wir begannen ihn sofort zu verfolgen, und gegen 10 Uhr wurde das Gefecht eröffnet zwischen den Schlachtkreuzern„Lion“,„Tiger“ N „Princeß Royal“, New Sealand“ und„Indomitable“ auf englischer Seite und„Derfflinger“„„Seydlitz“,„Moltke“ und „Blücher“ auf Seite der Gegenpartei. Ein heftiger Kampf folgte, und kurz vor 1 Uhr ging„Blücher“, der sich be— reits vorher aus dem Feuer zurückgezogen hatte, unter. Zwei andere deutsche Kreuzer wurden schwer beschä— digt, aber sie konnten trotzdem die Flucht fortsetzen und ein Gebiet erreichen, wo die Gefahr durch Anwesenheit deutscher Untersecboote und Minen zu groß war, um eine Weiterver— folgung zuzulassen. Alle englischen Schiffe sin 9 wohlbehalten und der Verlust an Menschenleben wird als gering angegeben. Die„Lion“, die in der vordersten Linie war, hatte nur elf Verwundete und überhaupt keine Toten. Von der Mannschaft des„Blücher“, die 885 Köpfe stark war, sind 123 gerettet worden.“ Bericht eines neutralen Augenzeugen. Der Fischerdampfer„Erica“, der von dem Seegefecht überrascht worden ist, lief heute Jmuiden an. Der Kapitän erzählte einem Berichterstatter des Handelsblad folgendes: Wir waren am Sonntag morgen gegen 10 Uhr 120 Meilen südwestlich von Helgoland mit Fischen beschäftigt, als plötz⸗ lich der Steuermann ansagte, daß geschossen werde. Kaum waren wir an Deck gekommen, als wir auch schon die deutsche Flotte, die aus einer Anzahl von Kreuzern und etwa 20 Torpedobooten bestand, vor uns auftauchen sahen. Es g dauerte nicht lange und es kamen von der gegenüberl iegenden Seite vier englische Kreuzer und ebenfalls eine Anzahl Torpedojäger mit Volldampf angefahren. Plötzlich regnere⸗ es Granaten und Kugeln von der Seite der Engländer; sie gingen über unser Schiff hin. Die Deutschen antworteten. Ein englischer Kreuzer bohrte ein großes Schiff des Feindes in Grund. Während die deutsche Flotte stets mehr aus dem Gesichtskreise verschwand, sahen wir noch, daß auch zwei englische Schiffe getroffen waren, das eine Panzerschiff an seinem Achterteil, das andere mittschiffs. Wir waren etwa 3000 Meter von beiden Flotten entfernt, als das Geefecht begann, konnten jedoch den Verlauf gut beob- achten. Auch zwei andere Fischerdampfer aus Ymuiden 1 waren in der Nähe, ebenso ein Kauffahrteischiff. Riesenhafte das Wasser schlugen. Es war ein phantastischer Anblick, den 7 Mückzug und das Sinken des deutschen Kreuzers anzusehen. 110 Wir fuhren dann nach Ymuiden, um einen Bericht über unsee 0. zu erstatten. 0 Die Widerlegung des englischen Berichts. Die Frankf. Ztg. schreibt: Mitteilungen, die uns von Aunterrichteter Stelle zugehen, erweisen, daß wir recht daran laten, dem Bericht der englischen Admiralität, nach dem sämt— liche an dem Seetreffen beteiligten englischen Schiffe 15 zurückgekehrt sein sollten, den Ausdruck stärkste Zweifels n Die Augabe der am lihen 7 deutsch en Meldung, daß das englische Geschwader einen 1 Schlachtschiffkreuzer eingebüßt habe, ist nun 165 mehr durch bestimmte Ermittlungen gegen jede Anzweiflung sichergestellt. Ein deutsches Torpedoboot hat das englische Schiff, das Münter dem feindlichen Geschützfeuer schon erheblich gelitten hatte und 14 bereits aufder Seite lag, durchzwei Torpedo⸗ 0 treffer zum Sinken gebracht. Außerdem wird 165 mit zie alicher Sicherheit angenommen, daß auch zwei englische Torpedoboots 10 1 1 Wasserstrahlen sprangen in die Höhe, wo die Granaten in 1 N + 4 10 1 5 1 1 zerstörer in den Fluten schen 2 See len kann nur dem unlösbar erscheinen, der an den früheren Beweisstücken dieses Krieges noch nicht erkannt hat, daß die britische Admiralität bei Schlägen, die ihre Streitkräfte treffen, Diskretion u ding als Ehrensache betrachtet, sofern nicht der Hergang Vertuschungsversuche von vornherein gänzlich aussichtslos erscheinen läßt. Der„Audacious“ ist bis auf den heutigen Tag offiziell noch nicht untergegangen, und die englischen Schiffe, deren Uebermacht unser helden⸗ mütiges Kreuzergeschwader bei den Falklands⸗Juseln mit japanischer Hilfe bezwang, sind unter Ausschluß der Oeffentlichkeit zur Reparatur ihrer Beschädigungen ins Dock ßgaugen! Diesmal ist das Bemühen, die Wahr⸗ heit zu verschleiern, freilich ganz besonders dreist, denn zu den Besatzun gen der deutschen 8 Schiffe gesellt sich als Augen⸗ zeugin die Beman nung eines Lenkballons,, die den Untergang des Schlachtkreuzers deut lich beobachtet und darüber hinaus Beschädigungen der übrigen schiffe des e h ausgiebige Groß kampf r hat. Ein ans Opfer unserer U-Boote? Aus Mailand wird dem Berl. Lokalanz. berichtet: Der am 26. Dezember mit einer Ladung Kohlen von Now Castle abgegangene englische Dampfer„Glenmorgan“, der am 7. oder 8. Januar in Livorno eintreffen sollte, ist bisher nicht eingetroffen, und man befürchtet, daß er entweder Havarie erlitten hat, oder einem deutschen Unterseeboot zum Opfer gefallen ist. Russische ee eee Wien, 25. Jan.(T. U.) Der stets gut unterrichtete militärische Mitarbeiter der Grazer Tagespost schreibt: Seit einigen Tagen ist eine starke Südwärtsverschiebung auf russischer Seite zu bemerken. Die Russen haben Streitkräfte aus Mittel- und Nordpolen über die Weichsel zurückgezogen, um sie mittelst der Eisenbahn auf andere Operationsplätze zu schaffen, nämlich nach Galizien und nach der Karpathen⸗ gegend. Meldungen von der Räumung einiger ostgalizischer Städte durch die Russen sind wohl so zu verstehen, daß die Russen die dort stehenden A n in südlicher und öst⸗ licher Richtung in Marsch gesetzt haben, um die in den Karpathen kämpfenden Truppen zu verstärken. Auch in diesen militärischen Maßnahmen zeigt sich der russische Zug nach dem Süden. Ob diese bemerkenswerten Truppenver— schiebungen offensive Tendenzen haben, oder ob sie der Räumung der besetzten Gebiete gelten, läßt sich noch nicht sagen. Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht z Wien, 25. Jan.(W. B.) Amtlich wird verlautbart: 25. Januar. In Polen und Galizien keine wesentlichen Er⸗ eignisse, nur an der Nida. hat lebhafter statigefunden.— Die zur Wiedergewinnung der von uns eroberten Stellungen im oberen Ungtale und bei Wezerszaslas fene en russischen Gegenangriffe wurden blutig abgewiese Ein Versuch des Gegners, bei Napailowo durchzudringen, miflant voll⸗ lommen. Der Feind og sich über Zielonaw zurück. Die Kämpfe⸗ der letzten zwei Tage brachten uns in den Karpathen 1050 Ge⸗ fangene ein. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. * Wien, 25. Jan.(Etr. Frkft.) Aus dem Kriegspresse quartier berichten die Blätter übereinstimmend, daß das artilleristische„ gewicht der Russe Rae ie russische Offensive in der Buko⸗ 0 Aappe von Jakobeny eingestellt sch wunden sei. wina sei nach der worden. Beschlagnahn i der Getktidcvarrüte⸗ Berlin, 25. Jan.(W. B. Amtlich.) Der Bundesrat hat heute Verordnungen über die 1 DK Scl * eee Ses elle Geschütz kam v „Mehl, sowie über die Sicherstellung von Flei ch tritt Veschlagnahme der Vorräte von Weizen und Noggen sowie von Weizen⸗, Noggen⸗, Hafer⸗ und Gerstenmehl ein; zur Durchführung der Beschlagnahme ist Anzeigepflicht vorge⸗ sehen. Für die Regelung des Verbrauches 11 eine Reichsverteilungsstelle errichtet. Die Ab⸗ 5 gabe von Weizenmehl, Noggenmehl, Fuser mehl und Gerstenmehl im geschäftlichen Verkehr Bezüglich der F auferlegt, Vorrat von Dauerware zu beschaffen. Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm& Cie., Gießen. 5 Verlag* Abendblatt, G. m. b. H.„Offenbach a. M. Druck: ND. 8 Seeber, eee ere Verstorbene. Frau Susanne Schwan Witwe, geb. Koch, in Gießen.— Frau Magd alene Neidhardt, geb. Klein, in Gießen, 81 Jahre alt.— Frau Marie Weißenbach, geb. Weber, in Gießen, 79 Jahre alt.— Frau Emma Sch midt, geb. Heuß, in Großen⸗ Buseck, 58 Jahre alt.— Frau Marie Langsdorf Witwe, geb. Jung, in Klein⸗Lind n, 65 Jahre alt.— Frau Wen er Witwe, geb. Wallenfels, 76 Jahre alt. n Asun⸗Verein Gießen n. 105. Atz unsere Mitglieder. 5 Die fortgesetzten Mehlpreissteigerungen 180 eine 5 85 N erreich, die uns zwingen, die Bbobreise Ane 31ů erhöhen Von heute Pienstag, den 2 uns genötigt, das 34 Pfund⸗Brot zu 70 816 5 2 Pfund ⸗Brot zu 35 Pfg. 1 verlaufen. Die bundesrätlichen Verfügungen unlesß 190 jede Herstellung von Weißbroten⸗ Um nun unseren kranken zl und magenleidenden Mitgliedern nach Möglichkeit ent⸗ ee werden wir von jetzt ab ein sogenauntes ——„ n 1 9 8 6 T. zontchpatt Grahambrot(Weizenschretbrot) . backen, das nach den ärztlichen Gukachten sehr leicht verdaulich Das Grahambrot wird jedoch nur auf besondere sein soll. 2 enedng gebacken und sind die Bestellungen rechtzeitig in den Verteilungsstellen abzugeben. 26. Januar ehen wir Der vorstand. eee e e n ir suchen zum sofortigen Eintritt Bureau Gehikfen oller Bus-eau- Gehilfinmen Angebote mit Zeugnisgbschriften und Gehaltsansprüchen sind zu richten an das S 58 8 Il 555 Städtische Gas⸗ und Wasserwerk Gießen. Gi krächtiges 1 8 1 1 Ge rd epkgn fers H herlanf fen Näheres im 5 5 des Konsum⸗ vereins Gießen und Umgegend, 4 Schanzenstraße 10 5 N Zöpfe, Haarunterlagen . Jbanrihsletten bern 5 4 bwerd. bi illigst angefertic Zöpfe werd en delt a be . versunken sind. nun noch ganz 5 er Stück 40 Pfg. zu haben in der . Buchhandlung der! Gießti, Bahul e 26. N . Tichy. Gi aßen Ecke Goethestr., Seltersweg 22. N Selung des 8 mit 3 und rere Dr. Oberh rare————— e. ischen Bollszeitung 5 D ee n Deutsch⸗Polnisch 2 Sprachbüchlein für Feldsoldaten! 8 Preis per Stück 15 Pfg. Kriegführung, Heer, Flotte Militärische Fachausdrücke. Preis 10 Pfg. empsiehlt Oberhessische Volkszeitung Gießen. EEE eee ee 1 Zorben eingetraffen! A- Abealer fel Direktion: Hermaun Steingoeiter Dienstag, den 26. Januar 1915, abends 8 Uhr: Abonn.⸗ Wee Neuheit! Grüne Ostern 10. Dienstags ⸗ Neuheit! rte 8 estlichen und östlichen 0 Schauspiel in 5 Aufzügen ede e aufangs Jannar 1915. 94 von Heinrich Lee. 10 Unentbehrlich für jeden, der sich genau über die jetzige Stellung unserer Armeen informieren will. 71 8 eeise 10 erna! D Kann portofrei als Feldpostbrief versandt werden. 2 1 Freitag, den 29. Jannar 1915, 0 8 uur 30 Pfeunig. kss. Volfoztg., Gießen, B eee eee Aer Bea 5 Wae lung der Ober bb e. abends 8 Uhr 74 9. Freitag⸗Adounements⸗ Vorstellung 1 2 1 7— . N Ssohannisfeuer. Bahnhefsti„40 0 Scan m“ Aten von Hermann Sudermann. — — 2 — vorräten beschlossen. Mit Beginn des 1. Februar 8 ist vom 26. Januar bis 31. Januar verboten. Fleischvorräte wird den Städten und größeren Langemeinden die Verpflichtung 28 1