1 2 22S Oberhe N der e Volkszei Organ für die Interessen des werktätigen Volles Provinz Oberhessen und der Nachbargebiete. Die Oberbessische Beltesenuns erscheint seben Werktag Abent in Der Abonnementspreis beträgt wöchentlich 15 Pf 5 dietz g., monatsich 3 Bringerlohn Durch die Vost bezogen vierteljäbrl. 1 0 Mt Redaktion und Expedition Gießen, Babubofftraße 23, Ecke Löwengaße⸗ Telephon 2008. Inserate kosten die 6 mal gespalt. Kolonelgzeile odet deren Raum 15 Pig. Vei größeren Aufträgen Rabatt Anzeigen wolle man bis abends 7 Ahr für die folgende Nummer m der Expedition aufgeben Nr. 20 Gießen, Montag, den 25. Jaunar 1915 10. Jahrgang Warum wir durchhalten müssen. Genosse Philipp Scheidemann schrieb unserem Bruder⸗ blatt, dem Hamburger Echo: Kein verständiger Mensch würde einen für alle Beteiligten ehrenvollen Frieden bis übermorgen verschieben wollen, wenn er doc ff abgeschlossen werden könnte. So weit sind wir aber leider 0 i nicht. Als die sozialdemokratische Reichstagsfraktion am 4. August 1914 die Kriegskredite bewilligte, ließ sie eine Erklärung abgeben, in der es u. a. hieß: „Wir fordern, daß dem Kriege, sobald das Ziel der Sicherung erreicht ist und die Gegner zum Frie⸗ den geneigt sind, ein Ende gemacht wird durch einen Frieden, der die Freundschaft mit den Nachbarvölkern er⸗ möglicht.“ Das war deutlich genug. Als dann die zweite Kreditforderung am 2. Dezember 1914 bewilligt wurde, erklärte die Fraktion erneut: „Wir bleiben bei dem, was wir am J. August gesagt haben: Wir fordern, daß dem Kriege....“ Durch die Wiederholung wurde die erste Erklärung in mar⸗ 1401 0 1 5 1 N „ U 0 ö J 19 1. Weise vom Frieden gesprochen. 1* Fantester Weise unterstrichen. Für die Weihnachtsnummer des englischen Labour Leader war ein Neujahrswunsch des Vorstandes rien Sozialdemokratie erbeten worden. Der Vorstand schrieb: 5 „Unsere wärmste Sympathie ist in dieser schicksals⸗ schweren Zeit bei allen Bestrebungen, die auf eine rasche Beendigung dieses männermordenden Völkerringens gerichtet sind.“ Die deutsche Sozialdemokratie hat also dreimal öffentlich Was hat sie ntworten bekommen? Eine Aufforderung der englischen rbeiterführer zur Rekrutierung überholte die andere! Am 15. Oktober veröffentlichten 60 Arbeiterführer und Abgeordnete Eng⸗ lands eine Erklärung, in der es u. a. hieß: „Frieden kann es nicht geben, bis die Macht, die Belgien geplündert und fast ganz Europa in dies entsetzliche Elend, Leiden und Schrecken des Krieges gestürzt hat, nieder⸗ geschlagen ist.“ Hyndman, einer der hervorragendsten Arbeiterführer, der Vor⸗ sitzende der sozialistischen Partei, forderte Italien auf, aus seiner 1 häsident, in der zweiten Sitzung u. a. gesagt: reichen Frieden gesicherten Neutralität herauszutreten, um „sich offiziell den Mächten anzuschließen, die sich als eine Liga gegen den brutalen Militarismus von Berlin zu⸗ sammengefunden haben. Es gibt recht gute Gründe für eine solche Entscheidung: .„%%, 3. 4. um Italien das Recht zu sichern, solche Ab⸗ tretungen von Gebieten zu fordern, die es mit vollem Rechte wünscht. Das sowohl aus historischen wie aus Gründen der Nasse. 18 Wenn Jtalien noch zögern würde, eine derartige Entschei— dung zu fällen, so scheint mir, daß es sowohl moralisch wie poli⸗ 1 tisch einen Fehler begehen würde. Diejenigen, welche nicht wagen, ein kleines Risiko auf sich zunehmen, wer⸗ den nie erwarten können, besonders beachtet zu werden, wenn der Kampf beendet ist.“ e Wir wollen nicht verschweigen, daß die kleinste der sozialisti⸗ en Gruppen in England, die J. L. P., sich entschieden gegen den rieg gesträubt hat. Aber was bedeuten die paar sympathischen ersammlungen und Zeitungsartikel der Genossen Macdonald, eir Hardie und anderer gegenüber den erwähnten Kundgebungen Vertreter der englischen Arbeitermassen! Und gerade in diesem ugenblick fällt unser Blick wieder auf The Daily Citizen, in dem ausgesetzt mit Riesenlettern zum Eintritt ins Heer aufgefordert ird. Und der Schlußsatz lautet stets: Gott segne den önig! ö 1 8 Nach Hyndman soll Italien also ein„kleines Risiko“ auf sich men: es soll sich an dem furchtbaxen Kriege aktiv gegen land beteiligen, um die Abtretung von Gebieten, die es wünscht, fordern zu 4 155 58 Dias sind einige englische Stimmen. i 0 Von Rußland können wir leider nichts berichten. Die sozialistischen Abgeordneten dieses Landes, das gemeinsam mit Indiern, Senegalnegern, Turkos und Franzosen gegen die heutsche Barbarei, für Menschenrecht, Freiheit 15 einen sanften Frieden kämpft, find längst eingesperrt worden. Also 150 Frankreich! In der Deputiertenkammer hat die sozialistische Fraktion kein Wort geredet: weder am 4. August, Und doch hatte Viviani, der Minister⸗ „In der jetzigen Stunde ist nur eine Politik möglich: 1 ohne 76060 bis zur endgültigen, durch einen völlig sieg⸗ Befreiung 1 115 Getreu sei Unterschrift im Vertrage vom 4. September. . lehne und 177 auch sein Leben einsetzte, wird Frankreich die Waffen erst niederlegen, wenn es das verletzte Recht gerächt, die gewaltsam geraubten Pro⸗ vinzen für immer an das französische Vaterland geschmiedet, das heldenmütige Belgien... wiederhergestellt und den preußi⸗ schen Militarismus zerbrochen haben wird, unn auf Grundlage der, Gerechtigkeit endlich ein neugeborene Europa aufbauen zu können. Wenn wir diese Gewißheit des Erfolges haben, verdanken wir diese unserer Armee und Marine, welche uns gemein sa m mit der eng⸗ lischen Marine die Seeherrschaft gibt Der Tag des endgültigen Sieges ist noch nicht geromeen bis dahin wird die Aufgabe hart sein und sie kann langwierkg sein. Bereiten wir unseren Willen und unseren Mut darauf. vor. Um die gewaltigste Ruhmeslast, die das Aae tragen kann, zu erben, erklärt sich Frankreich üm voraus zu allen Opfern bereit..“ 0 am 22. September. wo es seine Ehre Trotzdem kein Wort der Fraktion. Aber drei Tage später, am 25. Dezember, hat sie in der Humanits erklärt, warum sie ge⸗ schwiegen hat: „Getreu der Disziplin der Einigkeit welche die Nation sich dem Feinde gegenüber auferlegt, hat die sozialistische Fraktion im Parlamente auch nicht mit einem Worte die von allen Franzosen beschlossene Einheit trüben wollen. Sie hat sich jeder Erklärung enthalten. Sie hat bei dem allge⸗ meinen Zusammenschluß die Losung akzeptiert, welche die ver⸗ antwortliche Regierung formuliert hat...“ 5 Diese Losung kennen wir, wir haben sie weiter oben von Viviani gehört:„Kampf ohne Gnade!“„Rache!“ Hören wir, was die sozialistische Kammerfraktion weiter in ihrem Aufruf gesagt hat: „Die Genossen, welche wir in der Stunde der Gefahr in die Regierung der nationalen Verteidigung delegierten, haben in deren. Sitzungen schon den Geist der Entschlossenheit und der Kühnheit bekundet, der unsere Partei beseelt. Sie haben alles getan, um die Kräfte des Landes in einem großen, zugleich populären und methodischen Kriege aufzurichten und zu organi⸗ sieren, in dem es noch einmal den Sieg finden muß Wir kämpfen, damit die französische Unabhängigkeit und Einheit niemals wieder in Gefahr geraten. Wir kämpfen, damit die vor 44 Jahren gegen ihren Willen annektierten Provinzen freien Willens zu ihrem Vater⸗ lande ihrer Wahl zurückkehren.. Wir kämpfen, damit der preußische Imperialismus, damit alle Imperialismen auf⸗ hören, deren(der Völker) freie Entwicklung zu hindern Wir kämpfen,... damit der Friede, nicht der lsg⸗ nerische Friede der Rüstungen, sondern der sanfte Friede der befreiten Völker, über Europa und über die Welt herrsche. Wir kämpfen endlich, damit die Proletarier, die gerade die ungeheuren Lasten der Rüstungen tragen, aufatmen und ihren Befreiungskampf fortsetzen können. Wir kämpfen, damit endlich aus dem Frieden die Gerechtigkeit hervorgehe und damit unsere Enkel nicht wieder die Rückschläge der Barbarei erfahren.“ Wir wissen nun, warum die französischen Sozialisten in der Kammer nichts gesagt haben. Sie wollen die Einheit der Nation nicht stören, sie bekennen sich zur Losung ihrer Regierung. Sie wollen kämpfen, damit Elsaß⸗Lothringen zu Frankreich kommen könne; sie wollen diesen„schrecklichen Krieg“ durchkämpfen (er wird uns nicht mürbe machen“— sie wollen also durch⸗ halten!), damit„nicht der lügnerische Friede der Rüstungen, son⸗ dern der sanfte Friede der befreiten Völker über Europa und der Welt herrsche“: das heißt nach Lage der Dinge: Kampf bis zur Vernichtung des Gegners. Von den Genossen, die in die französische Regierung der natio⸗ nalen Verteidigung eingetreten sind, wird gesagt, daß sie„den Geist der Entschlossenheit und Kühnheit bekundet haben, der unsere Partei beseelt“. In einer Kundgebung dieser Regierung hieß es: „Unsere tapferen Verbündeten, die Russen, marschieren ent⸗ schlossenen Schrittes auf Berlin.“. Wem derartige Kundgebungen an Deutlichkeit zu wünschen übrig lassen, der lese, was der alte Kommunard Vaillant, der seit dem Tode unseres Freundes Jaurès Hauptwortführer der Humanits ist, geschrieben hat: „Der Krieg muß so lange fortgesetzt wer⸗ den, bis der deutsche Imperialismus ver⸗ nichtet ist. Mit ihm verhandeln, hieße mit ihm Frieden machen.“ Wir dürfen uns keinen Täuschungen hingeben: die Vernich⸗ tung des deutschen Imperialismus heißt in diesem Falle nichts anderes als Vernichtung der deutschen Heere,„Kampf ohne Gnade“, also Vernichtung unserer Brüder und Genossen im Waffenrock. Damit das Ziel sicher erreicht werden kann, ruft Vaillant nach der Hilfe Japans, während Jules Gussde, gleich dem Engländer Hyndman, Ftalien auffordert, seine Neutralität aufzu⸗ geben. Unter dem 17. Januar meldet das WTB. aus Lyon, daß die sozialistische Gruppe am 15. Januar in der Deputiertenkammer zu einer Beratung zusammengetreten sei. Der Beratung hätten die französischen Minister Genossen Sembat und Gussde, sowie der belgische Minister Genosse Vandervelde beigewohnt.(Vandervelde, der Minister, ist gleichzeitig Vorsitzender des Internationalen sozialistischen Bureaus.) Von Vandervelde heißt es in dem Tele— ramm: 3„Dieser unterbreitete den Vorschlag der englischen und bel⸗ gischen Sozialisten bezliglich einer eventuellen Zusammenkunft der Sozialisten der verbündeten Staaten, um die Bedingun⸗ gen, unter denen der Krieg fortgeführt werden solle, zu prüfen, und ihre Gesichtspunkte liber den Krieg darzu⸗ legen. Die Gruppe ist dem Vorschlag im allgemeinen günstig gestimmt, sie ist jedoch für eine Weiterführung des Krieges bis zum vollständigen Siege der Verbündeten. Ein endgültiger Beschluß wurde nicht gefaßt.“ Rur mit großem Schmerz kann ein deutscher Sozialdemokrat von alledem Kenntnis nehmen. Aber es kann in dieser schweren Zeit wirklich nur mit Tatsachen gerechnet werden. Und deshalb müssen wir unseren deutschen Genossen, die von allen diesen Dingen bisher wenig oder gar keine Kenntnis erhalten haben, leider noch mehr sagen: alle Schritte, die zur Ver⸗ legung des Internationalen Bureaus oder zur Veranstaltung internationaler Konferenzen und Kongresse von Genossen aus neutralen Ländern aus eigener Initiative getan worden sind, wurden verdächtigt als Machenschaften der deutschen Sozialdemokratie, die wahrscheinlich„im Einverständnis mit der deutschen Regierung“ handle. 5 5 Wir missen uns, so schwer es jedem einzelnen auch werden mag, mit allen diesen Tatsachen abfinden. Alle unsere Bekundun⸗ gen des guten Willens, gleichtönendes Echo nicht hervorgerufen. dem Frieden die Wege zu ebnen, haben ein Ja, Schlimmeres und Vom Mieltkrieg. Ernsthafteres muß festgestellt werden: Jede Kundgebung der Friedensbereitschaft wird gedeutet als Zeichen der Schwäche! Und deshalb können wir ein viertes Mal kaum sagen, was drei⸗ mal unbeachtet geblieben ist oder nur Verdächtigungen und Vernichtungsdrohungen hervorgerufen hat. Die Reden von der absoluten Notwendigkeit der Nieder⸗ zwingung oder Vernichtung der deutschen Barbaren und„Boches“ stützen sich auf die verlogenen Berichte der ausländischen Presse über„entsetzliche Zustände in Deutschland“. Solche Berichte wer⸗ den veröffentlicht, um die Hoffnung auf den Sieg immer wieder zu nähren, den Willen zum Kampf bis zur Vernichtung des Fein⸗ des immer wieder zu beleben. Wir hätten in Deutschland, so wird behauptet, nahezu nichts mehr zu essen, da uns England die Zu⸗ fuhr sperre; wir hätten weder Kupfer, noch mancherlei andere Dinge, die zur Kriegführung unentbehrlich seien. Da fehlte in der Tat nichts weiter, als eine vierte Bekundung unserer Bereitschaft zum Frieden, um die Ueberzeugung in Eng⸗ land und Frankreich felsenfest zu machen: Deutschland kann micht mehr, es ist am Ende seiner Kraft! Nun noch eine äußerste Kraftanstrengung der Ver⸗ bündeten und die deutsche Barbarei ist ver⸗ nichtet!“ Diese Täuschung jenseits der Grenzen könnte eine wesentliche Verlängerung des Krieges zur Folge haben. Und viele Tausende unserer Brüder, Söhne und Genossen, die im Felde stehen, müßten ihr Leben dafür opfern. Das will aber nie⸗ mand bei uns. Deshalb bleibt uns gar nichts anderes übrig: wir müssen durchhalten! Das Wort geht vielen gegen den Strich und mancher deutet's falsch. Durchhalten heißt bei uns nicht, wie es uns aus dem feindlichen Ausland entgegenklingt:„Kampf bis zur Vernichtung des Gegners!“ In unserem Sinne heißt es: Durchhalten, bis das Ziel der Sicherung des Vaterlandes erreicht ist und die Gegner zum Frieden geneigt sind! 0 g 1 N 5 * Die„Dacia“. ö Reuter meldet aus Washington, daß die Staatsregierung dem Eigentümer der„Dacia“ den Beschluß der eng ⸗ lischen Regierung mitteilte, wonach das Schiff, wenn es ausfahren sollte, mit Beschlag belegt würde. Die Eigentümer antworteten, daß das Schiff nichtsdesto⸗ weniger ausfahren werde, um ein Urteil des Prisen⸗ gerichts herbeizuführen. Eine pan⸗amerikanische Finonz⸗ Konferenz. Die Finanzminister und hervorragenden Bankiers der latino⸗ amerikanischen Republiken sind zu einer im Frühjahr stattfindenden Konferenz, in der die„finanzielle Unabhängigkeit Amerikas von Europa“ proklamiert werden soll, eingeladen worden. Die Herren kommen als Gäste der amerikanischen Re⸗ gierung nach Washington und es sind schon reichlich Zusagen ein⸗ gelaufen. Man hofft jetzt, die Vorherrschaft Londons im Finanz⸗ wesen Süd⸗ und Mittelamerikas auf immer abschütteln zu können und Newyork an seine Stelle zu setzen. Rumäniens Stellung. Zu der Meldung von der Einberufung rumänischer Studenten in der Schweiz versichern rumänische Kreise in Rom: Auf kriegerische Absichten gegen Oesterreich-Ungarn ist daraus keineswegs zu schließen. Rumänien mobilisiert, weil der Krieg an den Grenzen wütet und die Invasionsgefahe naherückt. Verlauf des Krieges kann jeden Augenblick einen Einspruch nötig machen. Auf welche Seite Rumänien tritt, ist noch ganz unbestimmt. Gewiß nicht auf die Seite der militärisch schlechter Gestellten. Der Burenaufstand. Kapstadt, 22. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die Buren verließen unter Maritz, Kemp, Schoemann und Stadtler Blydeverwacht am 9. Januar in der Richtung auf Nakob. Am 14. Januar war Kemp mit einem großen Kommando und einigen Kanonen in Ukamas, Maritz und Schoemann waren in Jerusalem und Blydever⸗ wacht. Am selben Tage gerieten 36 Mann Regierungstruppen bei Langklip in eine Falle und wurden gefangen genommen. Der Feind rückte 25 Meilen nach Enydas vor, griff die britische Hauptabteilung an und zwang sie, mit einem Ver⸗ lust von acht Toten, 20 Verwundeten und einer Anzahl Ge⸗ fangener zum Rückzuge. Ein Friedensappell an die„geistigen Führer aller Nationen“. Vor 14 Tagen hat der Rat des internationalen Friedens- bureaus in Bern eine Sitzung abgehalten und einen Aufruf an die geistigen Führer aller Nationen beschlossen. In dem Aufruf, dessen Wortlaut erst jetzt bekannt wird, heißt es: Ein halbes Jahr des Krieges ist nun über das alte Europa dahingegangen. Noch immer türmt sich aus den Leibern der erschlagenen Jugend aller Völker Hügel auf Hügel, wandeln sich die Stätten der Arbeit und der Kultur weiter zu Schutt und Ruinen. Millionen, die vor wenigen Monaten noch in Fleiß und Gesundheit die Werke des Der Friedens betrieben und in Glück und Zufriedenheit geschafft haben, sind dem Leben entrissen, siechen als Kranke oder Krüppel dahin oder dämmern in Elend und Verzweiflung. Die Hoffnungen, die die Menschheit vor wenigen Jahren er— füllten, als sie die Schwelle des zwanzigsten Jahrhunderts überschritt, scheinen vergessen zu sein. In Haß und Erbitte— rung getaucht ist ihr Sinnen nur auf Vernichtung gerichtet, auf rücksichtsloses Zertrümmern alles dessen, was ihr noch gestern als heilige Attribute einer fortgeschrittenen Zeit er⸗ schienen ist. Und dennoch! Mitten durch diese blutige Finsternis zieht sich ein leichter Schimmer, ein leises Hoffen, der noch verschwommene Gedanke, daß ein Tag erscheinen wird, wo all dieser Jammer beendet, wo die Vernunft wieder zur Herr⸗ schaft, die Menschheit wieder zum Bewußtsein ihrer selbst gelangt sein wird. Wir wissen heute noch nicht, wann dieser Tag kommen wird. Aber, daß er kommen muß, das wissen wir. Den Gedanken an diesen Tag wachzuhalten ist heute in noch höherem Sinne Menschlichkeit, als das Heilen der ge⸗ schlagenen Wunden. Ihn vorzubereiten ist die heiligste Pflicht, die Menschen obliegt. Und euch, ihr Männer des Wissens und des Könnens, ihr geistigen Führer der Menschheit, die ihr berufen seid, die Fahne der Kultur hochzuhalten und sie, wie es eure Vor— gänger getan, auch in den finstersten Zeiten rein zu halten, euch obliegt diese Pflicht! Diese heilige, diese unendlich be— deutungsvolle Pflicht, die in solcher Schwere höchstens in Jahrhunderten einmal auferlegt wird. Nicht, daß es eures Amtes wäre, für die Beendigung des Krieges einzutreten, zum Frieden zu mahnen. Das liegt nicht in eurer Gewalt. Es liegt in der Macht der Menschheit, Kriege zu vermeiden; aber den einmal entfesselten Krieg vorzeitig abzukürzen, liegt jenseits ihrer Kraft. Euch bleibt nichts anderes übrig, als euch rein zu halten von den Schlacken des Hasses. Ihr sollt heute nicht rechten und hadern, nicht anklagen und beschuldigen. Wenn euer Herz noch so voll davon ist, schweigt! Wollt ihr aber reden, so müßt ihr die Gedanken der Gemeinschaft vertreten, in der ihr gelebt habt und in der eure Arbeit, eure Wissenschaft, eure Kunst groß geworden ist. Der Tag muß ja kommen, an dem diese Ge⸗ meinschaft wieder aufgenommen wird. Krieg und Versammlungsleben. Das Stellvertretende Generalkommando für das 12. sächsische Armeekorps hat am Freitag folgende Verord⸗ nung erlassen: Von jetzt ab bedürfen nicht nur Vorträge rein militärischen Inhalts der polizeilichen Genehmigung, sondern überhaupt alle Vorträge, die sich in irgend einer Beziehung mit dem Krieg befassen, sei es in politischer, wirtschaftlicher. technischer oder sonst einer anderen Hinsicht. Von allen genehmigungspflichtigen Vorträgen sind vollständige Manuskripte mindestens acht Tage vor der geplanten Ab—⸗ haltung bei der zuständigen Behörde einzureichen. Die Verordnung bezieht sich demnach nicht nur auf öffent⸗ liche, sondern auf alle Vorträge bezw. Versammlungen. Maßnahmen gegen schlechtzahlende Militär⸗ lieferanten. Vielfach haben Militärlieseranten, die bekanntlich ihre Waren im allgemeinen sehr gut bezahlt erhalten, ihre Arbeiter völlig un⸗ genügend entlohnt. Die öffentlichen Pvoteste gegen solche„patrio⸗ tische“ Unternehmer haben nun dahin geführt, daß die Firmen zur Erlangung von Heereslieferungen ein Zuverlässigkeitszeugnis der Handelskammer beibringen müssen, das aber jetzt, nach einer neuen Verfligung des Handelsministers, verweigert werden soll, wenn er⸗ wiesen ist, daß sie für die von ihnen ausgegebenen Arbeiten tatsäch⸗ lich nicht die ortsüblichen Löhne gewährt haben. Diese Praxis, zu⸗ erst von einer Handelskammer eingeführt, hat nach einer Mit⸗ teilung der Köln. Zig. die völlige Billigung des preußischen Han⸗ delsministers gefunden, der die ortsüblichen Kammern entsprechend verständigt hat. 15 Milliarden⸗Anleihe des Fein des. Laut Berl. Tagebl. meldet das Scho de Paris, die Finanzminister der Ententemächte würden demnächst in Paris zusammenkommen. der Zusammenkunft eine gemeinsame Anleihe der drei Mächte Wie der Gaulois schreibt, sei das Ziel in Höhe von 15 Milliarden. Die Deutsche Tageszeitung meint, da sowohl in Frankreich wie erst recht in Rußland für die Unterbringung größerer Anleihen nur geringe Aussicht bestände, so werde England wohhallein diese An⸗ leihe aufzubringen haben. Aber wenn England die ganze finanzielle Last des Krieges bei dem Dreiverband zu tragen habe, so würden ihm die letzten 100 Millionen Pfund, von denen Lloyd George sagte, wer sie zur Verfügung habe, werde in diesem Kriege Sieger sein, bald von seinen Bundes⸗ genossen aus der Tasche gezogen worden sein. Englands„fürchterliche Lege“. Die Morning Post legt dar, daß England in einer fürch⸗ terlichen Lage sich befinde, falls es dem Feinde gelingen sollte, die Zufuhr von Lebensmitteln durch Untersee⸗ boote zu unterbinden. Während des Krimkrieges habe die Zahl der im Felde Stehenden nur ein Zehntel des gegenwärtigen Bestandes betragen und trotzdem sei der Preis von Weizen auf 75 Shilling der Scheffel hinaufgegangen. Ein solcher Preis sei für die unbemittelte Bevölkerung gleich⸗ bedeutend mit Hungersnot. Großbritannien nehme bei⸗ nahe 37 Prozent der Gesamtausfuhr an Getreide sämtlicher Getreide liefernder Länder auf. Das englische Volk müsse unbedingt darauf verwiesen werden, mehr Kar toffeln zu essen und die Regierung müsse g esetzlich die Land⸗ wirte zwingen, mehr Kartoffeln auf dem Boden zu ziehen, der zurzeit zur Anbauung von Hopfen verwandt werde. Englischer Dampfer vermißt. Mailand, 23. Jan.(TU.) Der am 28. Dezember mit einer Ladung Kohlen von Neweastle abgefahrene englische Dampfer „Glenmorven“, der am 7. oder 8. Hanuar in Livorno eintreffen sollte, ist bisher nicht eingetroffen. Man befürchtet, daß er ent⸗ weder eine Havarie erlitten oder einem deutschen Unter⸗ seeboot zum Opfer gefallen ist. In Warschau. Die Warschauer Berichterstatter der Zeitungen neutraler Länder haben, wie die Vossische Zeitung meldet, auf Ver⸗ anlassung der Militärbehörde Warschau verlassen müssen. Von der Bevölkerung sei bis jetzt der dritte Teil aus Warschau entfernt worden. Russische Pulver⸗Magazine in die Luft geflogen. Rotterdam, 23. Jan.(T. U.) Aus Malmö wird gemeldet daß in Brest Litowsk(Rußland) mehrere Patronenmagazine in die Luft flogen. Man glaubt, daß man es mit revolutionären Um⸗ trieben zu tun hat. Die österreichisch⸗ungarische KHriegs⸗Anleihe. Wien, 23. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Nach den end⸗ gültigen Feststellungen betragen die Zeichnungen auf die Kriegsanleihe 8306 Millionen Kronen, wovon auf Oesterreich 2136 Millionen Kronen und auf Ungarn 1170 Millionen Kronen entfallen. Von der Nordpol Expedition. Kristiania, 22. Jan.(W. T. B. Nichtamtlich.) Frau Sperdrup erhielt, wie Aftenposten meldet, gestern abend folgendes Tele⸗ gramm aus Petersburg: Sverdrup telegraphiert über Jugor⸗ Straße, er überwintere im Meerbusen 92 Grad östlicher Länge von Greenwich. Alles sei wohl. Partei⸗Nachrichten. Erklärung. In der ausländischen Presse, auch in einem Parkeiblatt, findet sich die Nachricht, daß Liebknecht den Führern der Internationale Mitteilungen gemacht habe über eine veränderte Stellung der Parteiorganisationen zur Fraktionshaltung. Wie wir festgestellt haben, hat er eine solche Mitteilung an die Führer der Internatio⸗ nale nicht ergehen lassen. Im übrigen bemerken wir: Noch kürzlich hat die nach dem Or⸗ ganisationsstatut berufene zentrale Parteikörperschaft. der Ver⸗ treler aus dem ganzen Reiche angehören, keinen Zweisel gelassen, daß sie auch jetzt, wie in der Sitzung vom September 1914, die Hal⸗ tung der Reichstags⸗Froktion billigt. Trotz unserer Erklärung im Vorwärts vom 19. Januar sind wieder in einigen ausländischen Parteiblättern Mitteilungen, sogar solche vertraulicher Art über Vorgänge im inneren Organisations⸗ leben der Partei gebracht worden. Dieses parteischädigende Ver⸗ halten muß auf bas entschiedenste verurteilt werden. d. Res. Georg Wißner, Lauter, low. In dieser 3 ernsten Zeit, namentlich auch im Hinblick auf den Belag er zustand, müssen wir von allen Parteigenossen dringend fortern allen Aeußcrungen sich der großen Verantworklichkeit gegenüber Partei bewußt zu sein. Berlin, 22. Januar 1915. Gießen und Umgebung. Aus den Verlustlisten. Res.⸗Inf.⸗Regt. Nr. 116. Wlowlawee am 3, CEmiszew vom 6. bis 11. und andere Gefechte vom 12. bis 22. 12. 1914.. (Von Verwundeten und Vermißten sind nur die aus Obevhessen und Nachbargebieten aufgeführt.) 1 2. Bataillon. 214 1 Utsfz. Karl Roth, Obbornhofen, gef. Utffz. Heinrich Nagel, Gießen, gef.— Utffz. Konrad Henrich, Gelz haar, verm.— Utffz. Karl Gerlach, Heldendergen. schyw.— Utffz. Jakob Schneider, Steinbach, vorm.— Ultffz. Karl Böcher, Atzenhain, low.— Wehrmann Heinrich Bayer, Obbornhofen, verm.— Res. Heinrich Schmidt, Burkhardsfelden, verm.— Res. Friedrich Hof⸗ mann, Heuchelheim, verm.— Res. Friedrich Schaubach, Nieder⸗Flor⸗ stadt, low.— Res. Christ. J., Großen⸗Linden, low.— Anton Arnold, Burkhardsfelden, verm.— Res. Johannes Klinge hösser, Mainzlar, verm.— Res. Wilhelm Medenbach, Daubrin low.— Res. Georg Flach, Düdelsheim, low.— Res. Wilh. Stang Londorf, low.— Res. Philipp Wirth, Oberschmitten, low.— Res. Karl Schulz, Wolf, low.— Ros. Moldhaupt, gef. Res. Heinrich Wahl, Alsfeld, gef.— Res. Hch. Eckstein, Hopfgarten. low.— R. K. Rullmann, Gedern, low.— Res. Karl Hof, Gedern, low— Ref. Karl Schmidt, Nösberts, gef.— Res. Drymeier, ge f.— Res. A ig. Döring, Frischborn, low.— Gesr. Skeinhaus, verm.— Gefr. Mas tes verm.— Res. Ernst Jäger, Gelnhaar, low.— Res. Heinrich Politsch, Usenborn, low.— Res. Aloysius Heinrich Bodenröder Rockenberg, gef.— Res. Franz Vogt, Gießen, IDow.— Res. Wilh. Margolf, Rüddingshausen, low.— Res. Heinrich Hofmann, Fa der⸗ bach, low.— Res. Heinrich Lift, Frischborn, schow.— Res. Witkewitz gef.— Gefr. Joh. Marburger, Vilbel, schow.— Res. Christ. Lein⸗ berger, Wünschenmoos, gef.— Res. Friedrich Weisel, Laubach, low. — Res. Rudolf Wingeseld, Eckartsborn, low.— Res. Heinrich Gröh, Geilshausen, low.— Res. Franz Merget, Zellhausen, low.— Res. Ludwig Phil. Geis, Usenborn, schöw.— Res. Heinrich Müller, Maul⸗ bach, low.— Res. Joh. Barzewski, Bentschen, low.— Res. Bär, low.— Res. Andreas Karl, Ober⸗Moos, schow.— Nes. Hoffmann, gef.— Res. Peter Hoffmann Confeld, gef.— Res. Peter Felters, Fell, gef.— Res. Wilhelm Mohn, Himbach, low.— Res. Wilhelm Rühl, Feldkrücken, low. 1 i ellv. Gustav Kaestner⸗Nordhausen, 5. Kompagnie: u, schow.— Sgt. Heinrich Pribbernow, gef.— Utffz ach, gef.— U ⸗Crumib gg. Funes itffz. d. Res. Friedrich Weller, Klein⸗ Heil, Ober⸗Mi a Lais, low.— Faulstich, Res. O 15 s. Aug. Georg Eifert, Schwarz — Res. Franz Batalony, Schwarz, gef.— Res. L Karl Momberger, Wohnfeld, l felden, gef.— Tamb. Heinrich Wi Moritz Ackermann. Nieder⸗Wöllstadt, low. Gießen, gef.— Ref. August Reinemer, Gl Pinow, gef.— Kriegsfreiw. Werner Schi Res. Heinrich Schmidt, Treismitnoe Krankheit: Res. Karl Kistner, Fechenheim am Main. — Anschaffung von Fleisch⸗Dauerware. Zu der Auf forderung verschiedener Regierungsbehörden an das Publi⸗ kum, sich Fleisch-Dauerware anzuschaffen, wird noch ge⸗ schrieben: 1 Eee n 0 A 1 Afraja. Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. Der jähe Tod Björnarnes, Olafs und der armen Gula hatte ihn aufs äußerste erschüttert. Er dachte an Hanna und Ilda, an Helgestads Leid und Schande und an den unglück⸗ lichen Greis, der in die Hände erbarmungsloser Feinde ge— fallen war. Was sollte aus ihm werden? Was hatten sie mit ihm vor?!— Auf mehr als hundert Meilen gab es keine Macht, die ihrer Grausamkeit Einhalt tun konnte. Er fürch⸗ tete nicht das Aergste, aber doch Arges und Schreckliches genug, und was konnte er dagegen ausrichten? Sein einziger Freund, der einzige Schützer des unglücklichen Afraja, war Klaus Hornemann. Wo war dieser jetzt? Warum war er nicht hier?— War er krank, war er tot? Wer wußte es! Doch daß er kommen würde, wenn er lebte, war gewiß, und dieser Gedanke blieb die einzige Hoffnung, die ihren trösten— den Strahl in sein wirres, verdüstertes Denken schickte. Als der Vogt mit seinen Begleitern hereintrat, wandte er sich vor dem roten, lasterhaften Gesicht unwillig fort. „Stehen Sie auf, Herr,“ sagte Paulsen mit voller Amts— strenge. „Mit welchem Rechte bin ich mißhandelt und gefangen worden?“ fragte er dagegen. 8„Das werden Sie in Tromsö erfahren,“ entgegnete der Vogt,„wo Ihr Prozeß betrieben werden soll.“ „Ich verlange mein Verbrechen zu wissen.“ „Sie haben es gehört, Sie sind des Hochverrats ange— klagt.“ „Wenn das ist,“ rief der Gefangene,„wenn man wirklich so toll ist, mich so schwer zu beschuldigen, so kann niemand hier mein Richter sein. Ich bin ein Edelmann des Reichs und gehöre vor das Reichsgericht. Ich bin Offizier, und schon als solcher muß der Spruch dem Gouverneur von Norwegen verbleiben.“ 166 und sind ansässig in den Finnmarken, die ihren eigenen höch⸗ sten Gerichtshof über Leben und Tod haben. Davon ist niemand ausgenommen, auch kein Edelmann. Das Gericht in Tromsö ergänzt sich in besonders schweren Fällen durch sechs Beisitzer aus den achtbarsten Männern im Lande, und gegen seinen Spruch ist keine Berufung zulässig.“ Die Bestürzung in Marstrands Gesicht rief ein triumphierendes Grinsen des Vogts hervor.—„Ich habe Be⸗ fehl gegeben, Sie nach Tromsö zu bringen,“ fuhr er fort. „Sie waren Edelmann und Offizier, auch ich habe den Degen getragen. Ich will Sie nach Ihrem ehemaligen Stande be— handeln, wenn Sie mir Ihr Wort geben wollen, sich geduldig zu fügen und keinen Fluchtversuch zu machen.“ „Und wenn ich das nicht tue?“ „Dann muß ich alle Mittel ergreifen, Ihr Entkommen zu hindern. Alle Ihre Mitschuldigen liegen gebunden im Schiffsraum.“ „Bei Gott!“ schrie der Junker auf, indem er die Faust ballte, aber er ließ seinen Arm schnell sinken und sagte ge— lassen:„Ich werde mich geduldig in alles fügen, was Sie bestimmen, glauben Sie aber nicht, daß, was Sie tun, ohne Richter und Rächer bleibt.“ „Schweigen Sie!“ sagte der Vogt,„das sind unnütze Worte, Ihnen wird nichts geschehen, was Sie nicht verdienen. Wir haben einen Gerichtshof und haben Gesetze. Was diese nach Gewissen und Buchstaben über Sie verhängen, müssen Sie tragen. Niemand, und wäre es der König selbst, kann darüber mit uns rechten.“ In seiner Erklärung lag eine fürchterliche Wahrheit, deren Bedeutung Marstrand vollkommen erkannte. Nicht durch einen Willkürstreich, sondern durch ein legales Rechts— verfahren sollte er vernichtet werden, und sobald es gelang, nur einige Beweisgründe gegen ihn zu sammeln, war er verloren. „Folgen Sie mir,“ sagte der Vogt.— Er ging voran. zu beiden Seiten des Gefangenen stellten sich Bewaffnete; „Sie irren in allem,“ antwortete der Vogt.„Sie leben ein ernstes, betrübtes Gesicht zu machen, das Marstrand mit einem Blick der Verachtung lohnte. 2 „Wie geht es mit Helgestad?“ fragte er den Vogt. „Er liegt von Sinnen,“ antwortete Paulsen,„Sie habet schweres Unheil über ihn gebracht.“ 4 14 „Nicht ich!— O, nicht ich! Andere haben dies get die es verantworten müssen.“. Der Vogt erwiderte nichts darauf, denn auf dem P wurde der Zug von Geschrei, Flüchen und Verwünschungen empfangen. Die Garden des Schreibers drängten sich mit den finstersten, feindlichsten Gesichtern um den Gefangenen, ihn vor denen zu schützen, die den falschen Dänen aus ihren Reihen reißen und Rache an ihm nehmen wollten. Die wilde Masse halbtrunkener, roher Menschen, denen Afraja und sein Leidensgenossen entgangen waren, hatte sich zu einem 4 von Wut erhitzt, daß Marstrand den Augenblick kommen wo ein Messer oder ein wohlgezielter Stein ihn erreichen und niederstrecken würde. Er zitterte nicht vor einem solchen Ende, ruhig blickte er in den tobenden Haufen, aber eine Ent⸗ mutigung kam doch über ihn. Da war mehr als einer, dem er Gutes getan hatte; er sah sich mit Schimpf und Schande überschüttet, und keine Stimme erhob sich für ihn, keine Hand regte sich. Ja, es kam ihm vor, als hätten manche der Gaard⸗ herren und Kaufleute nicht übel Lust, ihn den wüten Duänern und Inselleuten hinzuwerfen. Plötzlich aber stand Paul Petersen vor ihm, denn der Vogt kam mit seiner heiseren Stimme nicht mehr durch, und offenbar wurde sein Ansehen mißachtet. Petersen legte se Hand auf die Schulter des Gefangenen, seine Rechte hol hoch auf und rief mit voller Gewalt:„Gehorcht und laßt oder es soll Euch gereuen! Dieser Mann ist dem Gesetz! fallen, das Gesetz wird über ihn richten. Seiner Straf er nicht entgehen. Auf offenem Gerichtstag in Troms er von seinen Richtern sein Urteil empfangen. Ihr aber Euch fort, wenn Ihr nicht festgenommen und hart be sein wollt.“ a 8 g 1 M Paul Petersen sah ihn vorübergehen und bestrebte sich, (Fortsetzung folgt.) Das Merkblatt des 1 a 0 steriums über die Herstel ang von Seen fte Balewoe hat nur für die Volksschichte old„ „ Bolksse ichten Zweck, welche die Mittel zur 1 0 von Fleisch und Speck haben. An sich ist der 1 80 an e„Landwirtschaftsministeriums beachtenswert, 5 e n auf die bereits der Altmeister Auf N Fleischer Innung. Herr Burg hingewiesen hat. 5 1. weitere. Folgen mag hier noch verwiesen werden: ei der heutigen Futter- bezw. Mastmethode(Kunst⸗ futter) eignet sich nicht jedes Schweinefleisch zu Dutch und Dauerwurst. Das Gleiche muß vom Speck. 255 den. Nur der Fachmann wird beurteilen können, welches Fleisch sich zur Dauerware eignet. Ob jeder Verkäufer 5 Fleisch genügend Sachkenntnis und auch Aufrichtigkeit de⸗ sitzt, muß erfahrungsgemäß bezweifelt werden. Also schon beim Einkauf kann man sich„verkaufen“ und das Geld wird dann weggeworfen sein. Außerdem können aber auch die Folgen Fleisch⸗ oder Wurstvergiftungen sein, deren Gefähr⸗ lichkeit leider noch nicht jedermann bekannt sind. Schließlich ist die Art der Aufbewahrung der fertigen Ware von Bedeu⸗ tung. Große Verluste entestehen durch das Eintrocknen; bei Dauerwurst bis zu 30 Prozent. Ein gefährlicher Feind sind außerdem die Fliegen; selbst der beste Speck ist vor der Brut der Fliegen(Maden) nicht sicher. Jedes Stück Ware, das also bei unsachlicher Behandlung verdirbt, erhöht die Fleischnot, schädigt also nicht nur den einzelnen, sondern auch die Gesamt⸗ heit. Bei alledem dürfte es das Ratsamste sein, die Fabri⸗ kation der Dauerware dem Fachmann zu überlassen. Will man den Armen in der Zeit der Not Schutz bieten, so setze man Höchstpreise fest und mögen Staat und Kommunen die Wurst⸗ fabrikation, Schinken und Specksalzerei und die Fleischkon⸗ servenfabrikation in eigene Regie übernehmen und zur ge⸗ gebenen Zeit die Waren zum Selbstkostenpreise abgeben. 9 Diese von Fachmännern kommenden Darlegungen zeigen, daß die Sache am besten von den Gemeinden in die Hand genommen wird, wie das auch in mehreren Städten bereits geschah. Nur so kann alles zweckmäßig eingerichtet werden und ist eine Versorgung der Bevölkerung mit Dauer⸗ ware zu erreichen, von der die Volksernährung wirklich einen Vorteil hat.— Ein in Berlin gebildeter„Kriegsausschuß für Konsumenteninteressen“ hat eine Eingabe an den Reichskanz⸗ ler und verschiedene Ministerien gerichtet. Darin wird ge⸗ fordert, Maßnahmen zu ergreifen, zur Verhinderung eines wegen der Futtermittelknappheit demnächst zu erwartenden übergroßen Auftriebes auf den städtischen Märkten, infolgedessen zu stark fallenden Preises und der daraus resul⸗ tierenden Gefahr einer Verschwendung. Dafür sollen die Gemeinden, Konsumgenossenschaften, Fleischverarbei⸗ tungs⸗Unternehmungen und sonstige geeignete Körperschaften, unter Ausnutzung des verringerten Preises, in großen Men⸗ gen frisches Fleisch aufkaufen und in Kühlhallen aufbe⸗ wahren, sowie zu Räucher⸗, Pökel⸗ und sonstigen Dauerwaren verarbeiten und aufspeichern. Die Viehzüchter sollen veran⸗ laßt werden, angesichts der beschränkten Herstellungsmöglich⸗ keiten von Dauerware in Industrie und städtischen Haushal⸗ tungen, das Vieh, über ihren eigenen Bedarf hinaus, einzu⸗ schlachten und erst allmählich auf den städtischen Markt zu bringen. Der Kriegsausschuß glaubt auf diese Weise ein katastrophenartiges Fleischangebot und späteren Fleischmangel im Interesse von Produzenten und Konsumenten hintanhalten zu können. — Teures Brot. Wie wir hören, soll von morgen ab ein allgemeiner Brotaufschlag in Gießen erfolgen. Die Bäcker⸗ innung habe beschlossen, den Preis des 4 Pfundlaibes(Kriegs- brot) auf 72 Pfg. festzusetzen. Für kinderreiche und minder⸗ bemittelte Familien ist das sehr bitter. Man wird mehr Kartoffeln und Gemüse essen müssen. — Gefallene aus Oberhessen und Nachbargebieten. Leut⸗ nant d. L. Theodor Spitznagel Lehramtsassessor aus Gießen, Ersatzbataillon Nr. 49.— Unteroffizier Otto Bo pf aus Langgöns, Res.⸗Inf.⸗Reg. 116(starb in franz. Gefangen— schaft).— Hauptmann Bodo v. Box aus Niederofleiden, Brig.⸗Ersatz⸗Bataillon Nr. 49.— Gustav Koebke aus Als feld, Inf.⸗Reg. 168.— Heinrich Gilbert aus Dutenhofen. — Abgerückt. Der Rekruten⸗Ersatz des Infanterie-Regi⸗ ments 116 hat heute unsere Stadt verlassen. Bei ihm befin⸗ den sich eine Anzahl bekannter Persönlichkeiten als Frei⸗ willige, z. B. Prof. Vogt, der öfter für die fortschrittliche Volkspartei agitatorisch auftrat, ferner Dr. Hepding, Biblio⸗ thekar an der Universitäts⸗Bibliothek und noch andere Aka— demiker. Mögen sie alle gesund wiederkehren! — Der Waffenstillstand der Soldaten. Unser englisches Parteiorgan, der Labour Leader, widmet seinen Leitartikel dem in Frankreich Waffenstillstand, den sich die Soldaten an der Front 0 haben. Es und Flandern zu Weihnachten eigenmächtig genommen spricht u. a.: „Die von so vielen Seiten kommenden Berichte von dem „Weihnachtswaffenstillstand“ sind ein genügender Beweis für die Freundschaftlichkeit, mit der jede Armee ihren Gegner betrachtet. Sie kämpfen nicht, weil sie einen Streit, miteinander haben, sie töten nicht, weil sie morden wollen; sie kämpfen und töten, weil sie in den Mittelpunkt einer Weltbewegung gerissen wurden Für kurze Zeit haben sich jedoch die Geflühle der Kamexadschaft und des Wohlwollens zu stark geltend gemacht, um unterdrückt werden zu können. Am Weihnachtstage wollten diese Männer ihr grau⸗ siges Todesspiel nicht weiter treiben. Die Regierungen der kriegführenden Nationen hatten die Anregung des Papstes zu einem Wesihnachtswaffenstillstand abgewiesen, aber die Soldaten an der Front machten.. auf eigene Initiative einen Waffen⸗ Labour Leader gibt dann eine Reihe von Schilderungen i ö us Feldbriefen wieder, die in der eng⸗ enen Sie drücken alle Verwunder⸗ Ein Offizier der königlichen Feld⸗ im Daily Telegraph abgedruckten Briefe See een tlich.... Einer(der Soldaten) war ein Kellner im Hotel Bitz lin London) gewesen und wollte nach London heim⸗ lehren. Sie sagen, sie seten unsere und wollen nicht schießen, bis wir es tun! dann wird es noch einen dauernden Frieden geben... Der Star druckt einen von drungenen Brief eines Schiltzen William Eve, aus deu 1 1 lon der Queen's Westminsters, ab, 158 40 solgt schließt: 1 anzen Morgen riefen uns die deu hen„ Ehristmas“ Teal Weihnachten) und verschtedene andere Wünsche, die sie lenglisch) kannten, zu. Es ist gottlos, daß wir an sillch Vater u. a.: hier aufeinander schi f. ig kä wol n w 177 85 hießen sollen, wo sie doch ebenso wenig kämpfen Der Labour fügt die folgenden Bemerkungen hinzu: Soldatenbriese zeigen zur Geniige den Geist ber Waube fiche 15 noch in den Hergen der Menschen lebendig ist, vielleicht mehr noch 15 jenen, die mitten in diesem Todesringen stehen, als in denen, die zu Hause sitzen und mit Gier all die entstellten Geschichten von deutschen Greueltaten lesen, die die Zeitungen Englands entehren. Die Vorkommnisse dieses Weihnachtstages werfen einen Licht⸗ trahl durch die Finsternis dieser Zeiten und zeigen uns eine schlleg jenes N i 1 die Völker aller Länder... be⸗ 0 zen werden, in Eintr. Fre schaf itei 0 di leben acht und Freundschaft miteinander Auch der Daily Eitizen, das Tageblatt der Arbeiterpartei, in dessen Haltung, wie uns dünken will, sich neuerdings gleichfalls eine erfreuliche, Wandlung anbahnt, behandelt den„Weihnachts⸗ waffenstillstand in einem Leitartikel. Es heißt darin:„Wenn aller Zorn und alle Grausamkeit des Krieges die menschlichen Ge⸗ fühle nicht ertöten konnten, dann wird auch der Erlaß eines Ar⸗ meebefehls(gegen das„Fraternisieren“) dazu nicht imstande sein. Das Gefühl der Internationalität war nicht stark genug, nicht ge⸗ nügend organistert, um den Krieg zu verhindern, aber es war trotzdem stärker als je zupor in der Weltgeschichte. Es wird noch triumphieren trotz dieses furchtbaren Rlickschlages. Daß Soldaten „innehalten, um einander die Hand der Freundschaft entgegen- zustrecken, ist, sicherlich ein Zeichen und Symbol von nicht geringer Bedeutung...“ —, Telephon⸗Gebühren. Die Ober⸗Postdirektion in Darm⸗ stadt gibt bekannt: Für Anschllsse an das Ortsfernsprechnetz in Gießen, die nicht weiter als 5 Kilomtr. von der Vermitt⸗ lungsstelle entfernt sind, werden vom 1. April 1915 ab erhoben: entweder Pauschgebühren in Höhe pon 160 Mk., oder eine Grundgebühr von 75 Mk. und eine Gesprächsgebühr von 5 Pfg. für 1 Gespräch, mindestens 20 Mk. jährlich. Die Teilnehmer, welche anstelle der seitherigen Pauschgeblhr dle Grundgebühr und Gesprächsgebühren zahlen wollen, müssen dies dem Kaiserlichen Telegraphenamt in Gießen bis Ende Februar schriftlich mitellen. Sie erhalten dann zum 1. April andere An⸗ schlußnummern. Die Teilnehmer sind auch berechtigt, ihre An⸗ schlüsse zum 1. April zu kündigen. Die Kündigung ist bis Ende Februar schriftlich bei dem genannten Telegraphenamt anzu⸗ bringen. Die Sonntagsarbeit in den Bäckerelen. Das Großh. Mini⸗ sterium des Innern hat folgende Bekanntmachung ergehen lassen: Mit Rücksicht auf die von dem Slollvertreter des Reichskanzlers iber die Bereitung von Backwaren getroffenen Bestimmungen(Be⸗ kanntmachung vom 5. Januar 1915, abgedrurkt in der Darmstädter Zeitung Nr. 11 vom 14. Januar l. 33.) werden die Kreisämter hiermit ermächtigt, die Beschäftigung von Arbeitern in Bäckeresen an Sonn⸗ und Festtagen vorbehältlich der Bestimmungen in 8 9 der genannten Bekanntmachung und fiir deren Dauer bis 12 Uhr mittags auf grund des 8 105e der Reichsgewerbeordnung zu ge⸗ statten. Jedem Arbeiter ist mindestens an jedem dritten Sonn⸗ 1 zum Besuche des Gottesdienstes erforderliche Zeit frei⸗ zugeben. — Nutzen der Bolksfürsorge. Von der gewerkschaftlich⸗ genossenschaftlichen Versicherung„Vol sfürsorge“ wurden in der letzten Zeit u. a. folgende Fälle erledigt: Der Kupferschmied St. in Lehe versicherte am 15. November 1913 seine Frau nach Tarif II mit einer Halbmonatsprämie von 1 Mark für eine bei dem Tode, spätestens aber nach 20 Jahren fällige Versicherungssumme von 390 Mark. Die Versicherte starb am 13. Dezember 1914, und erhielt der Ehemann die bedingungsgemäße Summe von 368 Mark ausbezahlt. An Prämien waren 26 Mark gezahlt.— Der 35 Jahre alte Polsterer A. L. in Essen versicherte sich am 1. Oktober 1913 nach Tarif II bei einer Halbmonatsprämie von 1 Mark für eine spätestens nach 30 Jahren auszuzahlende Versicherungssumme von 530 Mark. Am 9. Dezember 1914 starb der Versicherte und erhielt seine Witwe die bedingungsgemäße Summe von 511 Mark ausge⸗ zahlt. An Prämien wurden 29 Mark gezahlt.— Der 27 Jahre alte Bergmann K W. in Hamborn(Rhein) versicherte sich am 15. Mai 1914 nach Tarif IV bei einer Halbmonatsprämie von 1 Mark für eine spätestens nach 15 Jahren fällige Versicherungssumme von 290 Mark. W. starb am 29. November 1914 an einem bei einem Betriebsunfall erlittenen Schädelbruch, worauf die Witwe die fällige Versicherungssumme von 279 Mark ausbezahlt erhielt. An Prämien wurden 13 Mark gezahlt.— Anträge nimmt entgegen FJ. Meyer Gießen, Walltorstraße 8. — Heimarbeit. Eine Warnung den Tageszeitungen Anzeigen, worin unter Oefters erscheinen in dem Versprechen dauernder und gutlohnender Arbeit Heimarbeiterinnen. gesucht werden. Meldungen werden unter Beilage von 40 Pfg. in Brief⸗ erhalten die Einsender ein gesticktes Musterblümchen und die Aufforderung, sich eine Stickeinrichtung zu bestellen. Diese Einrichtung, meist„FJee des Hauses“ genannt, at einen Wert von höchstens 7 Mark, soll aber 20 Maxk kosten. Mit ihr sollen die Musterblümchen angefertsat werden. Die ferti⸗ gen Arbeiten sollen eingesandt und mit 10 Pfg. das Stück entlohnt werden. Den Firmen, die solche Heimarbeit anbieten, kommt es nur auf den Vertrieb ihrer Stickeinrichtungen zu verhältnismäßig hohen Preisen an. Da sie für die Musterblümchen, die ihnen von ihren Opfern in großer Menge zugehen, nicht die entsprechende Verwertung haben, so suchen sie mit allen möglichen Schikanen ihren Opfern die Arbeit zu verleiten. Nie erregen die Arbeiten das Wohlgefallen der Firmen. Stets ist noch etwas zu tadesn, so daß es die meisten Heimarbeiterinnen baldigst vorziehen, diese Ar⸗ beit aufzugeben. Bevor man mit den Firmen der oben geschilder⸗ ten Art feste Vereinbarungen trifft, erk digt man sich über ihren Ruf bei der Zentralstelle zur Bekämpfung der Schwindel⸗ firmen in Lübeck, Parade 1. — Menschlichkeit im Kriege. genden Brief eines Landsturmmannes, m 2 0 Abdruck:„Am ersten Weihnachtstag haben wir einen Ausflug ge⸗ macht in die Umgegend von L. Die Gegend ist sebr schön. Wir waren bis A.... einem großen Dorf mit herrlicher Kirche im Barockstil, gekommen. Hier hat die Schlacht arg getobt, Schwer beschädiat sind die Kirche und die Häuser des Oberdorfes. Hier trafen wir eine Familie mit neun lebenden Kindern an. Der Mann ist im Krieg. Zwei Tage vor der Schlacht gebar die Frau ihr zehntes Kind. Im Keller verbrachte die Aermste ihr Wochenbett. Das kleinste Kind verstarb alsbald an Krämpfen. Heute leiden diese Armen noch bittere Not. Nachdem ich mir noch mancherlei erzählen ließ. schrieb ich der Frau meine Adresse auf, damit sie sich eine Weihnachtsgabe holen könnte. Als wir um 1 Uhr zur Baracke zurückkamen, habe ich unter den Kameraden eine Sammlung von Lebensmitteln veranstaltet. Ge⸗ sammelt habe ich sechs Brote, etwa 60 Suppenwürfel, drei Pfund marken erbeten. Hierfür Der Steinarbeiter bringt fol⸗ der im Westen steht, zum Kakao, Butter, Speck, Schmalz, Zigarren, Hemden, Taschentlicher, Kerzen und eine Menge Slißigkeiten aller Art. Einige andere Kameraden stifteten noch Reis, Kaffee und Konserven. Als die Frau wie verabredet. mit einem Manne zu uns kam und den Haufen der Sachen sah, die ich gesammelt hatte, weinte ie bitterlich. Gar manchem wetterhaxten Landsturmmann, der zusah, rollte eine Träne in den Bart. Pie im Leben werde ich diese Szene vergessen. Es war für mich und die Kameraden ein Werk der Nächstenliehe, ein Ersatz für dassenige, was wir am Weihnachtsfeste entbehren mußten. Für unsere Lieben zu Hause sonnten wir nichts tun, so haben wir es denn hier getan in Fein⸗ desland. Es hat uns allen wohlaetan, diesen Armen über die bitterste Not hinwegoeholsen zu haben. Am anderen Tage sind wir nach einem anderen Dorse V... geganden. Auch hier haben wir Schofolade, Tabak und Ztaarren verteilt. Die Einwohner waren sehr liebenswürdig und dankbar.“ — Ein Zimmerbrand war gestern vormittag in der Löwen⸗ gasse entstanden. Im Zimmer war Wäsche aufgehängt, von der jedensalls ein Stiick auf den Ofen gefallen und in Brand geraten war, während die Frau Besorgungen machte. Es befanden sich Kinder im Zimmer, durch deren Geschrei ein Mitbewohner des Haufes ausmerksam wurde Er stleg durch ein Feuster ein und Uchte das brennende Mäschestiick ab. Dadurch wurde größeres Unhell verhütet, das leicht hätte auftreten können. — Wieseck. In der am Freitag abgehaltenen Sitzung des Gemein derats wurde zunächst die nachträgliche Vornahme einiger kleiner Arbeiten beschlossen.— Dem Gesuch des Ober⸗ lehrers Weyl wogen Aufstellung eines neuen Ofens in der Schul⸗ wohnung wird stattgegeben.— Von der Bauinspektion wird ange⸗ regt, den nach dem Philosophenwald führenden Hannweg herzu⸗ stellen, weil jetzt billige Arbeitskräfte(Gefangene) zu haben wären/ die sich auf nur 10 Pfg. die Stunde und pro Mann stellen. In der Dlekusston wird darauf hingewlesen, daß die Feldbereinigung bevorstehe, mit der zugleich der Weg gemacht werden milsse, weil man nicht wisse, wie man ihm zu führen haben werde. Luh äußerte Bedenken wegen der Konkurrenz, die den Arbeitern mit der Be⸗ schäftigung von Gefangenen gemacht werde. Es wird schließlich be⸗ schlossen, die Herscellung des Weges bis zur Feldbereinianm zu⸗ rückzustellen.— Für ahlung des von Katz u. ad er⸗ worbenen Straßengeländes soll eine Anleihe aufgenommen werden. —. Da die Amzahl der im Orte gehaltenen Ziegen stark abgenom⸗ men hat, wird beschlossen, von den fünf Gemeinde⸗Ziegenböcken zwei Poe Dem Vorsitzenden wird überlassen, ste freihändig a verkaufen. Von Nah und Fern. Hamburg, 23. Jan.(W. T. B. Nichtamtlich.) Das Sch wur⸗ gericht verurteilte den Dienstknecht Meißner aus Dommatsch, der am 3. November 1914 die Hufnerehefrau Steffens und das Dienstmädchen Schuhr in Neuengamme ermordete und dann be⸗ raubte, zum Tode. Der Raubmörder benahm sich während der Verhandlung beispiellos roh und dreist und forderte die Fällung eines Todesurteils ohne Vernehmung von Zeugen und ohne, weitere Verhandlung, da er ja in allen Schuldfragen geständig ei. „Die Erdbeben in Italien. Aus Rom wird vom Donners⸗ tag berichtet: Zahlreiche Einwohner haben heute nachmittag 1 Uhr 30 Minuten einen leichten Erdstoß wahrgenommen. In der Tat verzeichneten im geodynamischen Institut die Erdbebenmesser um 1 Uhr 30 Min. einen ziemlich starken Erdstoß. Man schäzt die Zahl der aus den von dem Erdbeben heimgesuchten Gegenden hierher gekommenen Flüchtlinge auf 8000. Alle werden sorgfältig in ein Verzeichnis eingetragen. Die Ankunft von Verletzten und Flüchtlingen dauert an.— Aus Avezzano wird berichtet, daß dort ebenfalls um 1 Uhr 30 Minuten ein Erdstoß wahrgenommen wurde. Dabei seien einige Mauern eingestürzt. Später wurden aus den Trümmern, die von dem letzten Erdbeben herrühren, zwei Frauen und ein Kind geborgen, die sich bei guter Gefundheit befanden und unverletzt waren. Telegramme. Die deutsche und eng ische Flotte im Kampf. Berlin, 24. Jan.(W. B. Amtlich.) Bei einem Vorstoß S. M. Panzerkreuzer„Seydlitz“,„Derff⸗ linger“,„Moltke“ und„Blücher“ in Begleitung von vier kleinen Kreuzern und zwei Torpedo⸗ bootsflottillen in der Nordsee, kam es heute Vormittag zu einem Gefecht mit englischen Streitkräften in der Stärke von fünf Schlacht⸗ kreuzern, mehreren kleinen Kreuzern und 26 Torpedobootszerstörern. Der Gegner brach nach drei Stunden 70 Seemeilen West⸗Nordwest von Helgoland das Gefecht ab und zog sich zurück. Nach bisheriger Meldung ist auf englischer Seite ein Schlachtkreuzer, von unseren Schiffen der Panzerkreuzer„Blücher“ gesunken. Alle übrigen deutschen Streitkräfte sind in die Häfen zurück⸗ gekehrt. i i Der stellvertretende Chef de⸗ Admiralstabes: (gez.) Behncke. * Der Panzerkreuzer„Blücher“ ist 1908 vom Stapel gelaufen, er hatte 15 800 Tonne Wasserverdrängung und war bestückt mit 12 Geschützen von 21 Zentimeter, 8 von 15 Zenti⸗ meter und 16 von 8,8 Zentimeter Kaliber. Die Besatzung betrug 888 Mann. Der gesunkene englische Schlachtkreuzer, über den nichts Näheres mitgeteilt wird, gehört anscheinen zu einem der größ ten Typs. Die Tatsache, daß die eng⸗ lische Flotte trotz ihrer numerischen Uebermacht das Gefecht abgebrochen und sich zurückgezogen hat, läßt darauf schließen, daß die englische Flotte sehr starke Bes chädi⸗ gungen erlitten hat und weitere Verluste befürchten mußte. Die deutsche Marine hat von neuem gezeigt, daß sie den Kampf mit der englischen Flotte auch in offener Seeschlacht als ebenbürtiger Gegner aufnehmen. Ugeberihte des Grufen Hauptgunktiers Lebhafte Kämpfe an der Westsront. Ru sishhe Angriffe abgeschlagen. W. B. Großes Hauptquartier, 23. Jan., vorm.(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz: Feindliche Flieger warfen gestern ohne Erfolg Bomben auf Gent und Seebrügge. 8 4 b Zwischen Souani und Perthes, nördlich des Lager von Chalons griff der Feind gestern nachmittag an. Der Angriff brach in unserem Feuer. Der Feind flüch⸗ tete in seine Gräben zurück. Im Argonnenwa lde eroberten unsere Truppen westlich Fontanie⸗la Mitte eine feindliche Stellung, machten 3 Offiziere, 245 Mann zu Gefangenen und erbeute⸗ ten 4 Maschinengewehre. 8 Nordwestlich 01 ont a Mousson wurden zwei fran⸗ zösische Angriffe unter schweren Verlusten für den Feind ab⸗ geschlagen. Bei den Kämpfen zur Zurückgewinnung unserer Gräben wurden dem Feinde seit dem 21. Januar 7 Geschätze und 1 Maschinengewehr abgenommen. Bei Wisembach wurden Alpenjäger zurückgeworfen. Mehrere nächtliche Angriffe des Feindes auf Hartmanns weiler Kopf blieben erfolglos. Oestlicher Kriegsschauplatz: In Ostpreußen nichts Neues. Im nördlichen Polen in Gegend Przasnycz wurde ein unbedeutender russischer Angriff abgewiesen. g O Off 5 8 911 das Marinedepot von Yarmouth durch die Bomben zum Teil Deut. Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m. b. S. Offenbach a. N. Aus 2 lin no und Gojse wurden die Russen heraus- zerstört worden. N Wochenmarktpreise in Gießen geworfen. Schwächere aus Szpitel und Gorny vor⸗ Englische Landesverteidigung am 24. Januar 1915 5 gehende russische Abteilungen wurden zum Rückzuge ge⸗ gt 5 7 Butter per Pfd. 1.10—1.50 Mk.] Schweinefleisch per Pfd. 80.—98 Jg. awungen. 1 25. Jan.(T. U.) Um 11 8 e an dung 5 1 5 Aer 22 50 Saen dt 797700. 175 f; j.[deutscher T en auf englischem Boden zu er⸗Hühnereier tück 12—13 Pfg. Kartoffeln p. Malter 7 Ansere Angriffe gegen den Sucha ⸗Abschnitt schrei⸗ e 5 5 fil 1 so meldet] Ganseeier Sli— Pig. Kortoffeln Pfd. 4 Pfg. ten fort. schweren, werden an der Ost üste Englands, so meldet Käse Sic 3—8 Jig. Jwiebeln ver Pfund 12.—15 fl. gn dn Kegend Mao a und westlich Eponsinv lebhafte Oer Tailh Ebroniclo auf meilonweite Strecken Zäune aus zasenan. e Stic 5—6 fig Blumenkohl per Stck. 1530 Pig Artilleriefämpfe Oberste Heeresleitung. Stacheldraht errichtet. Auch Landminen werden] Tauben per Paar 0.80 1.20 Mk Kohlrabi Stck 5—10 Pig. c 5 gelegt, die zur Explosion gebracht werden sollen, wenn die 1115 per. 150250 15 5 0 5 1 Wb 25 * 1 5;. 8 0 Hähne ver Stück 1. 2„ Rotkrau Hau 5 N B. Großes Hauptquartier, 24. Jan., vorm.(Amtlich.)] deutschen Soddaten englischen Node betreten.. Gänse ver Pfund 0.00—9 00 Pig. Wirsng d. Haupt 10—20 Pg Westlicher Kriegs schauplatz: Oesterreichisch⸗ungarische Tagesberichte. Ochsensteisch per Pfd. 0.88.0 94 afl. Aepfel per Pfund 12—20 Vfg. Der 23. Januar verlief im allgemeinen ohne besondere Wien, 24. Januar.(. B.) Amtlich wird verlautbart] Kalbsleisch ver Pfd. 70—80 Pfg.] Birnen Pfund 10—15 Pig. Ereignisse. 23. Januar: In Polen, Westgalszien und in den Karpathen keine Kuh⸗ u. Rindfl. per Pfd. 8084 Pfg.] Nüsse 10⁰ 1 50. g Im Argonnenwalde wurden zwei französische An⸗ griffe mühelos zurückgewiesen. 8 In den Vogesen am Hartmannsweiler Kopf und nordöstlich Steinbach machten wir Fortschritte und nahmen 50 französische Jäger gefangen. 5 Oestlicher Kriegsschauplatz: In Ostpreußen und im nördlichen Polen keine Veränderung. Unser Angriff gegen den Suchaabschnitt bei Bor⸗ zy mo w war erfolgreich. Feindliche Gegenangriffe wurden unter schweren Verlusten für die Russen abgeschlagen. Russische Angriffe in Gegend und westlich Opoz no Eeenormer Schaden? ö Kopenhagen, 24. Jan.(T. U.) Ueber den Zeppelin⸗ angriff auf die Küste Englands melden die dänischen Zeitungen, daß der Schaden sehr enorm sein müsse, da der englische Zensor nicht die geringste Schätzungangabe nach dem Auslande durchlasse. Wie aus Stockholm gemeldet wird, ist wesentlichen Ereignisse. Stellenweise Geschützkampf, sonst Ruhe. Die wiederholten russischen Angriffe auf unsere Stellungen in der südlichen Bukowina endeten gestern mit der Wiedererobe⸗ rung von Kirlabab und der die Stadt beherrschenden Höhen durch unsere Truppen. Die Russen zogen sich unter schweren Verlusten zurück. Die Versuche des Gegners, über Jakobeny und Kirlibabe weiter Raum zu gewinnen, sind daher vollkommen gescheitert. Wien, 24. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Amtlich wird ver⸗ Iautbart: 24. Januar mittags. In der galizi sch⸗polnischen Front kleine Veränderung. An einigen Abschnitten Geschütz⸗ kampf und Plänkeleien. Durch unser Artilleriefeuer gezwungen, räumte der Feind südlich Tarnow abermals einige Schützengräben. Auch in den Karpathen ist die Situation im allgemeinen unverändert. Aus mehreren südlich der Paßhöhen vorge⸗ schobenen Stellungen wurden die Russen zurückgedrängt. der Sterdt Gießen melden. Wahlverein Greßen. Auf die heute abend 9 Uhr ff findende Mitgliederversammlung sei hiermit noch einma eindringlich hingewiesen. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlrech zu erscheinen. f 8 Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen. Verlag von Krumm& Cie., Gießen,: Bekanntmachung. Es werden nach tüchtige Hilfswagenführer eingestellt. Körper⸗ li üstige Leute nicht unter 18 Jahren wollen sich umgehend ber — Direktion beg 0 Elektrizitätsworke und Straßenbahn Verstorbene. Wilhelm Weber in Gießen, 55 Jahre all. Frau Elisabeth Zehner, geb. Müller, in Heuchelheim. Frau 0 Schmalz, geb. Luh, in Langgöns.— August Babe in Alsfeld. 2 Nheumatismus und Gicht. Schon feit Menschengedenden sins Rheuma und der mit ihm verwandte Bruder Gicht als gefsivchtene De 9 3. l und harnäckige Krankheiten bekannt, die, wenn sie auftreten, dem scheiterten. Oberste Heeresleitung. In der Bukowina herrscht nach den letzten, unsererseits Menschen alle Freude am Leben nehmen.„ 891* 8 1. e 7 N N 15 he. 5 5 l. 1 1 1 alichen kuget. 88 ieg⸗ 9 9 7 Am südlichen Kriegsschauplatz keine Ereignisse. ö lichen Mitteln, ja sel! N testew ärztlichen Kunst. Oft ge⸗ den Au 5 Rnssische Offensivpläne!. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: mügt eine einzige Erkältung oder sonst eine geringfügige Ursache, Hilfe f London, 24. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Der Korrespondent v. Höfer, Feldmarschallentnant. um die Krantheit zur unheilvollen Entfaltung zu bringen und sitzt die gau des Daily Telegraph, Granoille Fortescu, telegraphiert aus War⸗ Russif Niederl sle einmal sest im Körper, so bedarf es einer lingwierigen Kur, unt Hurch d schau: Vor Ablauf eines Monats beginnt die neue russische Russische ederlagen. sie wieder los zu werden. Viele Rheumg⸗ und Gichtleidende nd ächtet! Offensive. Der Charafter der Kriegführung wird besonders„Budapest, 24. Jan.(Etr. Frkft.) Viele Anzeichen lassen da⸗ wandelnde Barometer, weil sich regelmäßig ihre Schmerzem de schem auf die Zusammensetzung der russtschen Armee Bedacht nehmen. rauf schließen, daß die Offensive der Ruf sen in der Buko⸗ einem zu Nässe und Kälte neigenden Witterungsumschlag einstesben. Anaufh Es wird kein Kampf in Laufgräben fein. Der Plan sieht wina gebrochen ist und daß die Russen jetzt alles aufbieten,„Gibt es denm gar nichts, daß man diesen Plagegeistern vorbeugen bringen eine gigantische Art des Zusammenwirkens der ver⸗ um in gedeckte Positionen au gelangen. Nach dem vor einigen Tagen lönmte?“ fragen diese Leute, die sich schon vor dem 60 Eshühen schirdenen Truppenarten vor, wobei namentlich die Kavallerie] von unseren Truppen bei Jakobeny erfochtenen Sieg haben unsere fürchten. O gewiß, Mittel gibt es genug und leider auch solche, die stätten zur Geltung kommen soll. Das Land, über das die Kavallerie bei an der Grenze der Bufowina operierenden Armeeteile einen ohne Sinn und Verstand, weil ohne die heilkräftigen Verbindungen verschw der neuen Offensive verteilt werden wird, wäre wenig geeignet für neuerlichen glänzenden Erfolg zu verzeichnen. Nach drei⸗ hergestellt, angepriesen und auf gut Ghlck probiert werden. 5 nahm, europäische Reiter; die russtschen Kawpallerieoffigiere aber versichern, tägigen fast ununterbrochenen Kämpfen wurden die Russen an der Unsere Leser werden es deshalb begrüßen, wenn wir auf ein 2 Hunger es sei gerade so, wie sie es am liebsten hätten. Der Plan des ungarischen Grenze bei Lafosfalva geschlagen und ere anerkannt gutes Mittel, das unschädlich ohne schewungen N nicht o Großfürsten ist, den Feind an der bisherigen Schlachtlintie fest⸗[sprengt, worauf unsere Truppen in Lajosfalva und dem bemoch⸗ ist und dennoch gun vorzüglich wirkt, aufmerksam machen. ischieht zuhalten und möglichst viele Truppen für Vorstöße in dazu aus⸗ barten Kirlibaba einrückten. Die Russen ließen viele Tote und sind dies die glänzend bewährten Petrin⸗Tabletten. Die bisher cer Latpa gewählten Gebieten frei zu bekommen. Während große Kavallerie⸗ Verwundete zuriick. Ueber hundert Russen gerieten unverwundet Versuche, die durch Universitätsprofessoren und viele Aerzte unter⸗ nid v Wassen die Offensive beginnen, werden sich die Armeen hinter ihnen in Gefangenschaft. Auch in der Nähe von Dornawatra bei der Ge⸗ nommen wurden, haben üfberraschende Erfolge gebracht und ba rund ieren. Der neue Plan sieht Operationen vor, die mindestens meinde Kolbutal knapp an der rumänischen Grenze wurden die vor⸗ weisen auch zahlreiche Zuschriften aus Laienkreisen, daß die Petrie, Prob, sechs Monate dauern werden, aber die Zeit spielt keine Rolle, die dringenden Russen geschlagen und eine größere Truppenabteilung] Tabletten große Linderung, Besserung und Heilung 1 Hauptsache ist, daß die Russen einen Plan haben, was vernichtet. seit der feindlichen Weichselkampagne nicht der Fall war. Wie schon erwähnt, sind die Tabletten vollständig gefahrlos, eigen Tragöb Im Unger Komitat kam es zu einem erbitterten Kampf um keinerlei schädliche Nabenerscheimungen auf Magen, Herz, Niere usw. ringen Sonst werden solche Pläne, wenn sie ernst gemeint sind, mög⸗ eine strategisch wichtige Brücke über die Bisztrica; die Russen wur⸗ Die Petrin⸗Tabletten sind in allen Apotheken erhältlich, me 7 1 Europa lichst geheim gehalten. Warum der ruffische Generalissimus wohl den geschlagen und flüchteten unter Zurücklassung von etwa nicht, durch die alleinigen Fabrikanten Christ. Petri u. Co, Gießen eu auf so geschwätzig ist? hundert Toten; etwa 200 Russen haben sich ergeben.(Hessen). f 15 h auf, .. r 2 2 D nnr e n— 2 Urn* n Nur. nur noch ganz klei ter Vorrat, Stück 40 Pfg., zu haben in der Buchhandlung der Oberhessichen Volkszeitung en der f 915 Gießen, Bahnhofstraße 26. Deussch⸗Franzöfisch Deutsch⸗Polnisch 2 Sprachbüchlein für Feldsoldaten Preis per Stück 15 Pfg. Für unsere Krieger im Felde empfiehlt zu billigsten Preisen: Täglich frisches Kaffee⸗ und Teegebä Kuchen und Torten 4 Spezlalmarke Leander ins inter sicht au! Aalen h nd f f f iat schroc „ Taschenlampen und La. sowie lle sonstigen Backwaren 10.50[ 16.50 Uemanden 3 7 Ersatz⸗Sdatterien, ein 12 50 18.50 at ei Kriegführung, Heer, eng 125 n, fn 7 Flotte Revolver u. 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