* 2 bericht u Juan, noch im. Verlauk schiffe — dach a. N — ar 1915. 1 ee Sol „ * g erordent· und be js Hal 12555 Ohren gepredigt Infanterie als kent und brin iel schneller 3 u r krner: 1 Zum Stehen kommt.“ Organ für die Juter der Provinz Die Oberbessische Oberhessen und der essen des werktätigen Volkes Nachbargebiete. Gießen Redaktion und Expedition Babnbofstraße 23, Ecke Lüwengasse. Telephon 2008. Gienen, Inserate kosten die 6 mal Bei größeren Aufträgen für die folgende gespalr Kolonelzeile oder deren Naum 15 Pfo⸗ Rabatt Anzeigen wolle man bis abends 7 Abr Nummer in der Expedition aufgeben Gießen, Freitag, den 22. Jaunar 1915 10. Jahrgang 800„ * 0 Bebel und der Weltkrieg. . Wäre A naust Bebel noch unter uns, so würde er jetzt i militärischer Hinsicht manchen Triumph erleben, den der Krieg beweist, daß er auch auf dem militär wichtigen Punkten vollkommen recht hatte, mag er auch taube haben. So steht z. B. i tiehendes 8 ö de 1 erschienenen Broschüre: Nicht gemeiner Ueberblick über die Lage an der westlichen Front udes Heer, sondern Vo swehr!, auf Seite 49 der olgende d ich erke se 3 die Deutsche f. st stehe geradezu prophetische Satz: 5 55 weg lich erkennen lasse, daß die Deutschen dort so fest stehen, „Der nächste Krieg dürfte berührte Frage die vielen unwill der Nutzen der Kavalleri haltungskosten ganz außer Ver Die Richtigkeit die ves jetzigen Krieges gar nicht bezw r Kavallerie steht jetzt in de ichtet Infante auch auf die schon weiter obe kommene Antwort geben, da 0 hältnis steht.“ ser Worte kann angesich eifelt werden. n Schützeng riedienst. Neiterei. ird durch die F! ie ge iger Flieger kann Ein großer Tei räben und ver Sie ist viel mehr beritten Und ihre Aufklärungstätigkei r natürlich sehr eingeschränkt. Ein ein mehr sehen als ein Kavaller ieregi gt noch dazu die Meldung über ück als ein Reiter. Auf Seite 14 seiner Broschüre schrieb Bebel über die Reitere „Es liegt aber auf der Hand, daß baren Waffe, wie sie das moderne Magazin ge we darstellt, auch die Kavallerie ganz erheblich an liert. Eigentliche Kavalleriegefechte werden noch möglich sein, wenn Kavallerie gegen Kava die Kavallerie auf bereits in die eworfen wird, wobei aber nicht au che Infanterje im Bewußtsein ih Auch hier gibt der Krieg Bebel recht. kuf Monate währt, war noch nichts davon zu kwallerie gegen Infanterie große Erfolge er E war zu hören daß die shiterei gegen die deutsche Infanterie gar nich im und sogar mit einem Fi a Man hat früher der Ka schlejerung der Ame. Auch damit ist allem der strate wird bei der de zielt hat. Angriffe der gewiß zahlre 5 ko für ihre Urheber endeten. vallerie nachgerühmt daß sie auch zur eigenen Truppenbewegungen vor dem Feinde es vorbei, denn der Hauptteil der Aufklärung, gischen, spielt sich in der Luft ab. Zweifel⸗ m Kriege folgenden Neuorganisation der deut⸗ m Armee die Reduktion der Kavallerie ins Auge ge— at werden müssen. 5 Bebel hat auch vorausgesehen, daß im nächsten Kriege der itionskrieg eine große Rolle spielen wird. Auf Seite Bsseiner Broschüre steht nämlich wörtlich: a 1 8 5 „Schließlich hat jene Seite die größte Sicher heit für len Sieg, die hinter guten Erdwerken verschanzt wer in günstigem Terrain kämpfend in der Defensive sich be⸗ indet und den offensiv vorgehenden Feind, ohne gleichen Schaden Fer sich befürchten zu müssen, vernichten kann.“ 5 91 Bebel hat somit die große Wichtigkeit, die Erdwerken im künf⸗ zn Kriege zukommen würde, schon 1898 erkannt, obwohl in jener i der russisch⸗japanische Krieg noch gar nicht geschlagen war. lte militärische Fachmänner hatten damals freilich Udeine ziemlich geringe Meinun g von Schanzen, Schsitzen⸗ ien usw. Sie fürchteten, daß sie den Offensivgeist lähmen könn⸗ , weil sowohl die Führer als auch die uppen sich von ihnen ursschwer trennen wfirden. Auch die militärische Zugender Hochdruck betrieben wird, t „Die Jahre vom vollendeten 14. oder 15. bis zum 20. Lebens⸗ ., schrieb er.„in denen der Jüngling die Lehrjahre antritt ir in der Fabrik oder Landwirtschaft beschäftigt wird, genügen in nur, um das in der Schule Erlernte vielfach zu vergessen, die heitige und oft schwere Beschäftigungsart macht. auch die Glieder teenkig und zwingt, nach dem 20. Jahre wieder mühsam zu er⸗ n und aufs neue zu üben, was man schon früher⸗ gelernt und hatte. Die militärische 9 ugenderziehung muß Il bis zum 20. Lebensjahre an einer Reihe von um⸗ und Feiertagen, freien Nachmittagen und kullangen Sommerabenden fortgesetzt werden. ugesetzliche Regelung der Arbeitszeit im Sinne Arserheblichen Verkürzung würde damit erforderlich, Und hat igddand den freien Samstagnachmittag für seine Arbeiter, gu r Zeit alle englischen Parks und Sportplätze mit Tausenden ungen Leuten, die Körperübungen vornehmen, überfüllt sind, um Deutschland dieses Beispiel in vollkommenerem Maße nach⸗ er.“ 5 berade an den englischen Truppen, die auf dem Kontinent Mn, kann man sehen, wie körverlic,“ Uebungen die militärische dung und Verwendbarkeit leichtern.. 5 der Krieg hat die deutschen Re: en gen die große Be⸗ — Tr N ziehung, die jetzt hat Bebel schon vor 16 Jahren ge⸗ Zer gestrige Leitart'tel der Times betrachtet die jetzige besonders pessimustisch. Der Artikel sagt, daß Ugfache Anzeichen dafsir vorhanden seien, daß Deutsch⸗ Druck gegen Frankreich im Wachsen sei. Der Artikel den Luftanariff auf Dünkirchen eine wahre Be⸗ g und sagt, daß derartigen Luftunternehmungen nur begegnet werden könne, daß Flieger der Verbündeten umpf mit ihnen aufnehmen. Ganz besonders entrüstet 1 ischen Gebiet in sehr ezuihren hohen Unter⸗ ts der Erfahrungen das Erkundete gegenüber einer so surcht⸗ gr Bedeutung ver⸗ im Ernstfalle nur llerie kämpft oder Flucht getriebene Infanterie Sgeschlossen ist, daß selbst eine rer überlegenen Waffe wieder Obwohl er schon über vernehmen, daß Im Gegen⸗ ichen russischen ts ausrichte⸗ lom Mieltkrieg. meldeten Sieg der Engländer bei La Basse, der sich später als eine Erfindung herausstellte.„Das Publikum muß sich darauf einrichten, den vollen Tatsachen ins Gesicht zu blicken,“ sagt das Blatt,„und diese Tatsachen sind die, daß, wenn auch von Zeit zu Zeit kleine Erfolge an verschiedenen Punkten von den Verbündeten erstritten worden sind, doch ein all⸗ n 1 wissen, der n ssen, wie jemals, und daß sie im neuten Versuch zum legenheit sich dazu stande sind, jedesmal einen er⸗ Durchbrechen zu machen, wenn die Ge⸗ bietet. Gerade jetzt sind die Deutschen n 5 sehr geschäftig an der Aisne. Ihr Erfolg vor Soissons Tragwe hat ihnen einen definitiven Vorteil gebracht. Sie Vorstell sind nun in diesem Teile dem Flusse näher und in ver⸗ schiedenen Kreisen ist man der Auffassung, daß sie einen Ver⸗ such machen werden, bei Soissons einen Uebergang zu er⸗ zwingen, und wenn auch jetzt augenblicklich eine vorüber⸗ gehende Ruhe im Kampfe eingetreten ist, so bedeutet das augenblicklich nur, daß die Deutschen bemüht sind, noch mehr i] Truppen zu konzentrieren. Sie waren durch das Glück be⸗ günstigt, und sie werden ohne Zweifel versuchen, dies noch weiter zu ihrem Vorteil auszubeuten. Es ist wohl unwahr⸗ scheinlich, daß ihnen das gelingt, aber wir müssen erwarten, daß sie den Versuch machen. Inzwischen versuchen sie, wenn auch bis jetzt ohne Konsequenzen, ihre Erfolge ein wenig weiter nach Osten zu wiederholen. Die französischen Berichte zeigen, wie merkwürdig sich dort die Lage entwickelt hat. Bei Missy stehen die Deutschen schon beinahe(2) am Fluß⸗ ufer. Zehn Meilen weiter östlich stehen die Franzosen drei Meilen nördlich vom Flusse. Ihre Laufgräben sind in der Nähe der Zuckermühlen von Troyon. Diese Zuckermühlen werden historisch werden, denn sie sind die Fabrik, die in dem Bericht Frenchs verschiedene Male erwähnt wird.“ Englische Plünderer. Auf die Disziplin der englischen Truppen scheint der Krieg nicht gerade vorteilhaft eingewirkt zu haben. Während es zu Be⸗ ginn des Feldzuges anerkannt werden mußte, daß sich die Eng⸗ länder vom Plündern fernhielten und dieses Geschäft ihren indi⸗ schen Hilfs brechen sie jetzt selbst Türen und Struppen überließen, br Schränke auf— haben aber dafür einen Vorwand gefunden, der f schließlich 2 00 und diese den müsse, Deutschland reich und lich einige sehr bemer hat, um es kurz zu sagen, die englische Re wegs von langer der die wichtigsten Bot ihn hineingerissen tagen immerfort Keinen Krieg!“ D Aufreizung der Ti Edward Grey, abgestoßen sei. eines Ministers done it all!“ Sieber meint, daß selbst die englischen Kabinettmi ite der von Grey gef ung gehabt hätten. Die Dar treiber, sie i für ihr Verhalten di Sie ist aber auch geeignet, gegenzuwirken, ausgesponnenen Plänen angez eine Richtung gab, die e irtschaftsmächten E Richtung sagte sich, am besten in dem Augenblick auch mit mächtigen kontinentalen Gegnern, wie Frank⸗ Rußland Verpflichtungen, die eingegangen war— er ohne das Netzwerk, mi der widerstr geschleppt zor Verschiedene Umstände, über die er gesprochen w scheinlich, daß si der Geschichte beha Lloyd George in ei letzten fünfzehn Jahren habe E land gestanden als drei Tage v nicht nur eine Sinne auch ein Stück glaubte, ein überaus sallen Seiten hin ebende Asguith unwid ürden. Sein System hat aber lischen Regierung ging den Krieg gerissen, sie kenswerte Angaben. Nach Siepers Darstellung 5 gierung den Krieg keines⸗ Hand geplant, sie ist aber durch eine Kriegspartei, schafter auf dem Kontinent angehörten, in worden. Professor Sieper erklärt positiv zu ierminister Asquith habe in den ersten August⸗ erklärt:„No war! No war!“„Keinen Krieg! ie englische Regierung habe sich ber kriegerischen mes entgegenzustemmen versucht, und selbst Sir habe erklärt, daß er von dem Verhalten der Times Als dann der Krieg doch ausbrach, sei im Hause das Wort gefallen:„These damned treaties have Alles das haben diese verdammten Verträge getan!“) tglieder von der gen keine rechte Prem chlossenen Abmachun stellung Siepers ist belastend für die en 1 glischen Kriegs⸗ st nicht entlastend für die en glische Regierung, die sa e Verantwortung zu tragen hat. der weitverbreiteten Vorstellung ent⸗ daß England schlechthin den Weltkrieg nach weit ettelt hätte. Daß es auch in England ine Abrechnung zwischen ben beiden größten uropas für unvermeidlich hielt, ist bekannt, daß der Krieg, wenn er geführt wer⸗ zu führen ist, in dem zu kämpfen hat. Die halben oder dreiviertel Sir Edward Grey für alle möglichen Fälle natürlich immer, ohne sich zu„binden“, was Parlament gar nicht durfte— wurden dann zu einem t dessen Hilfe der zweideutig schwankende Grey und erstehlich in den Krieg hinein⸗ st nach dem Kriege ausführ⸗ en es im höchsten Grade wahr⸗ diese Auffassung der Dinge als die richtige in upten wird. Wenn der englische Schatzkanzler ner seiner bekannten Kriegsreden sagte, in den ngland niemals so gut mit Deutsch⸗ or Ausbruch des Kriegs, so war das tige Aeußerung, sondern in gewissem geschichtlicher Wahrheit. Sir Edward Gren geschickter Staatsmann zu sein, wenn er nach Abmachungen schloß und Verträge vorbereitete. elend Schiffbruch gelitten. Und der eng⸗ es wie anderen eben auch: sie wurde in wußte gar nicht recht wie. Gar nicht zu erden wird, mach ch subjektiv aufrich aten a der militärischen Jugendan⸗ üldung gelehrt. Und so Die bei der amerikanischen Regierung eingebrachten Be⸗ gbel auch hier recht bee len. schwerden würden durch die Deutsch⸗Amer ikaner b Englischer Pessimismus. und eine Anzahl Irisch⸗Amerikaner, die ihre tung berichtet, das Tagebuch eines ö Besetzung des Seine et Marne⸗Departements miterlebt hat. Darin heißt es wörtlich: In Sommeron⸗sur⸗Marne zögerten die Eng⸗ länder keinen Augenblick, die verschossenen Ha ustüren auf⸗ zubrechen und sich aller Sachen zu bemächtigen, die sie brauchen konnten, wie Wäsche, Seife usw. Auf die Vorwürfe, die ich ihren [Offizieren machte, antworteten diese mir:„Was wollen Sie? Morgen sind die Deutschen hier und plündern alles. Da ist es besser, wir bedienen uns vorher.“ Man begreift, daß der fran⸗ zösischen Zivilbevölkerung über ihre englischen Retter die Augen aufgehen mußten, zumal wenn nachher die deutsch en Soldaten einzogen und— ihr Brot mit den Notleidenden teilten. „Man belügt uns!“ Das Echo de Paris erzählt, daß gestern Nacht in Paris ein Flugblatt verbreitet wurde mit der Ueberschrift„Man belügt uns“, in dem davor gewarnt wird, den von der Re⸗ gierung über die angeblichen Greueltaten der deutschen Truppen verbreiteten Angaben Glauben zu schenken. Das Echo de Paris fügt hinzu, daß in dem Flugblatt sogar An⸗ klagen gegen die französischen Truppen erhoben worden seien, und verlangt von der Polizei, daß sie endlich die Verbreitung derartiger Flugschriften verhindere, England und Amerika. Dem Daily Telegraph wird aus Newyork gemeldet, es sei klar, daß England versäumt habe, sich eine Idee zu bilden von der wichtigen Rolle, die die amerikanischen Parteien in der Angelegenheit des Konflikts wegen des amerikanischen Handels spielen. Die Regierung des Fräsidenten Wilson wolle sicherlich den Verbündeten keine Schwierigkeiten machen, aber nichtsdestoweniger könne die amerikanische Regierung nicht ohne weiteres die Kundgebungen mißachten, die im Interesse des amerikanfschen Handels an sie gerichtet würden. Parisers veröffentlicht, der die 35 9 nationale Politik zu machen versuchten, noch ver größert. Diese Gruppen aber, die Deutsch-Amerikaner und die Irländer, hätten die Macht, durch ihr Eingreifen bei Wahlen jeder Partei, die sie wünschten, den Sieg zu verleihen. 5 Wie kam ungland in den Krieg? Ueber die Vorgeschichte der englischen Kriegserklärung macht Professor E. Sieper⸗München ein genauer Kenner der in Betracht ihrem allzeit heuchlerischen Gebaren ganz entspricht. In der Teil ja auch heute Pariser Humanité vom 4. Januar wird, wie die Frankfurter Zei⸗ reden vom englischen Volke, das in einem großen und wichtigen noch dem Kriege abgeneigt ist. 5 In dem weitverbreiteten Urteil über die Rolle Englands vor Ausbruch des Weltkriegs liegt ein gewisser Respekt vor der eng⸗ lischen Staatskunst, der durch die Tatsachen nicht gerechtfertigt wird. Nicht durch großzügig zielbewußtes Achtung einflößt, so verwerflich Handeln, das es ziehung sein mag, es auch in sittlicher Be sondern durch Unklarheit und Schwäche der Regierung und des Parlaments ist England in diesen Krieg mit hineingeraten. 3 5 5— 85 ö Bortugal vertagt die Kriegserklärung? Mailand, 20. Jan.(J. U.) Wie der Madrider Imparcial aus Lissabon meldet, beschloß das Ministerium in Er⸗ mangelung gesetzlicher Zustimmung des Senats, die Frage der Beteiligung Portugals am Kriege zu ver⸗ tagen. Wien, 20. Jan. hat von zuverlässiger halten: Vom 20. bis sernen Portugal Straßen fortpflanzte, al nischen Kolonien (V. B. Nichtantlich.) Das Wiener Tagblatt Seite folgende Nachrichten aus Lissabon er⸗ zum 31. Dezember herrschte in allen Ka⸗ heller Aufruhr, der sich auch auf die 5 weitere Truppenteile nach den afrlka⸗ verschickt werden sollten. Tatsächlich hatten die Truppen niemals die Bestimmung, nach Aogypten zu gehen, wie das Volk befürchtete, sondern sie follten nach den Kolo⸗ nien gebracht werden. Die Volksmenge verhinderte die Einschiffung der Truppen, während auch die Offiziere sich anscheinend nicht die geringste Mühe gaben, den Widerwillen der Mannschaften gegen den Krieg zu bekämpfen. Trotz aller Energie vermochte die Regierung kaum weitere 7000 Mann frischer Truppen aufzubringen, da der g' ößte Teil der Wehrsä igen das Land fln chtartig verließ. — In den portugiesischen Gewässern gebärdet sich die englische Flotte seit längerer Zeit als unumschränkte Herrin. Dem Mini⸗ sterium Coutinho scheint keine lange Daue*. beschieden zu sein. Infolge der geringen Einfuhr⸗ und Ausfuhrmöglichkeiten sind die wirtschaftlichen Verhältnisse das Landes die denkbar krauxrigsten. Die Verteidigung des Suezkanals. Wie der Korrespondent der Morning Post drahtet, wür⸗ den am rechten Ufer des Suezkanals in der syrischen Wüste durch englische, indische und australische Truppen Laufgräben von weiter Ausdehnung angelegt. Die Laufgräben sind mit Truppen besetzt worden, die sich in ihnen häuslich eingerichtet haben. Sie schlafen in den Gräben, nehmen das Essen darin ein und trainieren sich durch tägliche lange Märsche quer durch den Wüstenfsand. Man hofft überhaupt, die Mann- schaft durch tägliche Arbeit gesund zu erhalten. Auch für die Tragtiere seien in der Wüste unterirdische Unterstände er⸗ richtet worden. Das ganze System von Laufgräben und Unterständen sei mit ausgezeichneten Signaleinrichtungen versehen und telegraphisch und telephonssch mit der Armee⸗ Times über den von einigen englischen Zeitungen ge— kommenden Personen und Verhältnisse, im Berliner Tageblatt leitung verbunden. Nach dieser Darstellung, die sich mit n eine notwendige Vorbedin ähnlichen Berichten des Manchester Guardian deckt, haben also werden. Man hofft, die Tagung in drei Wochen wieder aa 85 ee ohne Mitwirkung der a. die Engländer in Aegypten endgültig auf ihren Angriffs- schließen zu können. Das Herrenhaus wird nur 2 oder] tenden Klasse oder gegen deven Willen festgesetzt werden 5 e verzichtet und nur Verteidigungs⸗[3 Tage sich zusammenfinden. fordert deshalb die Arbeiter aller Länder auf, ihre ganze 115 krieg gegen Kleinasien stellungen eingenommen. Wann schließen gen und Energie auf die Herbeiführung eines baldi 0 Ire, un! dauerhaften Weltfriedens zu konzentrieren. Der Weltkrieg mit allen seinen Greueln ist nur dadurch mög⸗ die Lohndrück er. an die Voraussetzung Mannahmen gegen Die Zulassung zu Militärlieferungen ist wir Frieden? Nieden„gau aß e erden Handelskammer die Zuverlässiakeie der] lich geworden, daß doe Kapitalistenklasse in den verschiedenen 1 Genosse Reichstagsabg. Schöpflin schreibt in einer V. werbers bestätigt. Der preußische Handelsminfster hat, nunmehr] Ländern noch immer die Macht in Händen hat, Die Konferenz de Polemik gegen gewisse Quertreiber in der Partei der Persogt daß diese del nh en ausgegeben ii, wenn seststehe, daß] fordert deshalb die Arkesterklusse auf, di noch größerer Kraft 15 1 emik gegen gewile e n die Bewerber für die von ihnen ausgegebenen Arbeiten tatsächlich und Hingabe wie bisher den Kampf auf die Eroberung der pol 110 . e 1 st 1914 stellt weder nicht die ortsüblichen Löhne gewährt haben. tischen Macht zu führen, damit der e i N 1 „Die Erklärung der Fraktion vom ugust 1914 stellt weder] Die sozi 741 125 2. f ungen und die internationale Sozialdemokratie ihre völke N dem Sinne noch dem Wortlaut nach die Bedinguz daß Frieden. Die lozialistische Fr iedenskonfer enz in 5 Aufgabe erfüllen werde“ 0 3 wenn die Grenzen des Reiches gesichert sind, sondern mit vollem Vorbedacht ist der Ausdruck gewählt worden,„sobald das Ziel der Sicherung erreicht ist“. Das ie der Sicherung muß— daran lassen die Aeußerungen amtlicher französischer, englischer und russischer Stellen keinen Zweifel übrig— doch ein anderes sein, als lediglich ein wirksamer Grenzschutz, der leider in diesem Kriege nicht gleichbedeu⸗ Resolution legt die Konferenz folgenden Verhaftung von 5 russischen „Die soztaldemokratische Konferenz in Kopenhagen erfährt, daß fünf Mitglieder der russischen Duma, welche zusammen treten sind, um einen Bericht für diese Konferenz auszuarbe aus diesem Anlaß verhaftet worden sind.— Die Konfe Nach Annahme obiger Protest ein gegen die Dumamitgliedern: geschlossen werden soll, K openhagen. Die Verhandlungen am Montag begannen mit der Verlesung mehrerer, im Laufe des Sonntags eingelaufener Telegramme, 3. B. von der sozlaldemokratischen Partei in Italien, von der Kreiskonferenz Smaalands(Schweden), von dem russischen Aus⸗ lands⸗Organisationskomitee in Zürich usw. Stauning tend ist mit dar Sicherung des Reiches und erst recht nicht einen Im Anschluß an seine Einleitungsrede machte Stau 1. 5 10 für diese fünf Genossen 1 gesicherten Frieden bedingt. Käme jetzt ein notdürftiger und noch eine Reihe von Bemerkungen über den Anlaß zu dieser Konfe⸗ bebe d 1 80 n 1 5 5 1 0 1 70 ein 5 solche gon mühfam zusammengeleimter Frieden zustande, so würde dieser renz und deren Grundlage. Er legte darauf einen Entwurf zu Handlungsweise gegenüber den gesetzlichen Vertretern der fernt Frieden das Wettrüsten aufs Neue enorm steigern und] einem Manifest vox. Nachdem Wibaut, Troelstra und Acbeiterklasse 7 5 0 0 N eli die Kriegsgefahr zu einer derart akuten gestalten, das Branting sich über diesen Entwurf geäußert, wurde derselbee Weiter beschloß die Konferenz: f 5 Produktion und Handel bis zur abermaligen kriegerischen Ente zur sekrions weisen Behandlung den Delegiertau übergebe Der Sozialdemokratie in den neutralen Ländern wird au⸗ che ladung sich nicht entfalten könnten. Die Situation, in der sich Die Konferenz, welche darauf wieder zusamaentrat, setzte nun] feimgegeben, in ihren Parlamenten oder auf eine andere ge ale. Deutschland befindet, und die Interessen des deutschen Volkes ihre Verhandlungen fort, bis ein aus vier Delegierten bestehender e 110105 Weise sich 1 ihre Regierungen mit dem Ersuchen zu 1 8 verbieten es geradezu, daß die deutsche Sozialdemo⸗ Redaktionsausschuß die endgültige Fassung der Resolution erledigt 3 ö 1 170 ehen zu wollen, wie weit dieselben ein⸗ ö ele kratie jetzt durch Aktionen im Lande auf die Regierung hatte. In diesen Ausschuß wurden die Genossen Stauning Magnus Ain e ee ent Aussicht auf Erfolg den kriegführenden. schnellen Friedensschlusses ausübt.] Nielsen, Troelstra und Branting, mit Borgbjerg als Sekretär ge⸗ 0 0 55 1 1 51 1 zur Erzielung eines baldigen 0 ande einen Druck im Sinne eines Solche Aktionen und Verfuche wurden in den Ländern des Drei⸗ verbandes und darüber hinaus dazu mißbraucht werden, um den Glauben zu erwecken, Deutschland sei am Ende seiner Kraft und Widerstandsfähigkeit angelangt, zumal da leider gerade die Partei⸗ ppesse des Auslandes systematisch und geflissentlich die deutsche Sozialdemokratie als dem Militarismus und Imperialismus blind ergeben verdächtigt hat. Die Weir Mächten ihre Ver und dauernden Friede 8 Nachdem der Vorschlag betr. Einberufun 5 nationalen Kongresses und einer größeren Konferenz dem Internationalen sozialistischen Bureau überwiesen worden war, wurde die Konfereng mit Schlußworten von Troelstra⸗ Branting. Magnus Nielsen und Stauning, sowie mit Hurrarusen auf die Internationale geschlossen. Dieser Ausschuß schlug folgende Resolution vor: „Die soziallstische Konferenz in Kopenhagen, welche Verkreter aus Holland, Schweden, Norwegen und Dänemark umfaßt, hat ebenso wie vorher schon die Sozialdemokratie der Schweiz und Italiens sich veranlaßt gefühlt, sich zu versammeln, um sich über die herrschenden Zustände zu beraten, der Stimmung innerhalb der Arbeiterklassen ihrer Länder Ausdruck zu geben, und um die wählt. s anbieten dürfen.“ 5 5 ät geines inter⸗ kung der Friedens⸗ aktionen wäre nur die, daß die Lamp fas lusst in den Ländern] internationale Solidarität während der gegenwärtigen Krise auf⸗ 3„ban 20 dene eee ig gen gebn al. g e e Der Augriss der deutschen Luftschisfe. Lampfnubslos verfügen mee und Zehn anz Die Konferenz konstatiert, daß der Kapitalismus in seiner Englische Darstellungen 9 1 her auf dem Schlachtselde verbluten müßten.“ 5 imperialistischen Gestaltung, mit der damit verbundenen ununter⸗ Ausführungen brochen anwachsenden Wettrüstung und der rücksichtslosen Expan⸗ sions politik, neben der geheimen und verantwortungslosen Diplo⸗ matie der Großmächte, die Welt jetzt zu der Katastrophe geführt, welche die Sozialdemokratie vopausgesagt und vor welcher sie stets gewarnt hat. g 5 In dem Augenblick, wo die gesamte Menschheit mit Abschen erfüllt ist über die Greuel und Verheerungen, welche der Krieg über die Welt gebracht hat, gibt die Konferenz dem festen und sende Opfer me Wir können uns durchaus anschließen. Der Braunschweiger Volksfreund verboten Der Braunschweiger Volksfreund erhielt am Mittwoch morgen vom stellvertretenden Generalkommando in Hannoves die folgende Zuschrift: don gemeldet: an Der Berlingske Tidende wird aus Lon ach hier eingetroffenen Meldungen haben die Expedition nach der englischen Küste beteiligten den Flug offenbar in geschlossener Folge ü Meer getan und haben sich dann erst an der englischen Küste getrennt. Außer den bisher genannten Städten wurden diesen vernünftigen „Stellvertretendes Generalkommando. Armeekorps, Abt, II. B. Nr 5084. Hannover, den 19. Januar 1915. An die Redaktion des Volksfreund. Braunschweig. Nachdem Sie wiederholt wegen des von Ihnen augewendeten geljässtgen, den inneren Frieden gefährdenden Tones und Nicht⸗ beachtung der gegebenen Vorschriften verwarnt sind, bringen Sie in der mir jetzt vorgelegten Nr. 300 Ihrer Zeitung vom 24. 12. 13 und Nr. 2 vom 4. 1. 15 außer anderen, die Grenze des Zulässigen hart streifenden Aufsätzen in dem Gedicht:„Weihnachten 1914“ (2. Beilage Nr. 300) und den Aufsatz„Agitation“(Beilage Nr. 2) Ausführungen, die nach Inhalt und Wortlaut verletzend wirken und den inneren Frieden stören. Es wird deshalb Ihnen hierdurch das Weitererscheinen Ihrer Zeitung bis auf weiteres verboten. Ebenso wird jeder Versuch ver⸗ boten, die Zeitung unter einem anderen Namen oder in anderer Form der Ausstattung erscheinen zu lassen. Zuwiderhandlungen gegen dieses Verbot werden nach§ 9 des Gesetzes über den Be⸗ lagerungszustand mit Gefängnis bis zu einem Jahre bestraft, wenn nicht nach anderen Gesetzen eine härtere Strafe verwirkt ist. Der Kommandierende General gez.: v. Linde⸗Suden.“ Es sind sofort Schritte unternommen worden, um das zeitweilige Verbot zur Aufhebung zu bringen. Die zweite Kriegstagung des preußischen Landtags. Der preußische Finanzminister Dr. Lentze wird in der ersten Sitzung am 9. Februar seine Rede zum Etat halten. Der Etat selbst wird in einem ganz unbestimmten Rahmen gehalten sein, weil sich die Gestaltung der Einnahmen und Ausgaben ganz unmöglich voraussehen läßt. Wie der Deutsche Kurier schreibt, ist man in parlamentarischen Kreisen fest entschlossen, eine„etwa überflüssige Redelust“ ganz ent⸗ schieden einzudämmen. Das national dann noch:„Man nimmt an, daß mit allen Parteien eine Einigung zustande kommen wird. Der Schwerpunkt der ganzen Tagung wird natürlich in der vertraulichen Budget⸗ kommission zu suchen sein, in der alle Parteien vertreten sein * Afraja. Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 164 „Du hast eine Tochter, Niels, hast noch einen Sohn,“ sprach der Vogt. Helgestad legte seine Hand auf Ilda, die zu ihm aufsah, und es war ein Trost, der aus ihrem starken und ergebenen 7 in ihn drang. Fast zugleich aber sah er Hanna an, und plötzlich mußte ihm alles das einfallen, was sich durch Björnarnes jähes Ende mit der Zukunft dieses Mädchens verknüpfte. Sie war frei. Er hatte keinen anderen Sohn, der Fandrems Geld an den Lyngenfjord führte. Alles war umsonst gewesen, alle seine List, alle seine Gewalt, und es kam ihm vor, als leuchteten ihre Augen ihn dämonisch an, als läse er in ihrer Brust eine große flammende Schrift voll Schande, als hörte er vor seinen Ohren das schreckliche Ge⸗ lächter wieder, das er damals gehört, als er ihren wilden Buhlen in die See stieß. Er holte tief Atem, es stieg ihm glühend heiß vom Herzen auf ins Hirn. Er schüttelte Hannas Hand von sich ab, als habe er eine Schlange gefaßt, und wandte sich zu Egede, der aufgestanden.—„Erzähle,“ sagte er gewaltsam ruhig.„Wie der Tod an Männer gekommen, der ihm besser trotzen konn⸗ ten als viele?“ „Du weißt es, Herr,“ antwortete der Quäner, auf den sich jetzt alle Augen wandten,„daß wir die Hexenbrut vom Kilpis geholt hatten und nach Loppen bringen wollten.“ „Weiß es,“ fiel Niels ein.„Wer hat sie frei gemacht? Wer Björnarne erschlagen? Lappen waren es. Diebe! Mörder! Der alte Höllenhund da hat sie ausgeschickt.“ Er deutete auf Afraja, und Egede sah sich um, erblickte den Lappen und verzerrte sein Gesicht in Wut und Lust.— „Habt ihr ihn? habt ihn?“ schrie er,„schickt ihn dahin, wo sie liegt, blaß und kalt, bei den Nixen und Trollen, unten, tief unten, wo die Haifische hungrig warten. O Herr, hätte gez.: liberale Blatt schreibt kräftigen Friedenswillen, welcher in der Bevölkerung der auf derselben vertretenen Länder vorherrscht, Ausdruck. Die Konferenz betrachtet es als eine ihrer vorne hm⸗ sten Aufgaben, den Volkswillen, welcher in allen Ländern den Abschluß des Krieges auf eine solche Weise fordert, daß ein dauernder Frieden gesichert wird, zu sammeln und zu kräftigen. Sie wendet sich deshalb an die sozialdemokrati⸗ schen Arbeiter, namentlich in den kriogführenden Ländern, und weist auf die Prinzipien internationaler Solidarität und proletarischen Rechts bewußtseins hin, welche auf allen internationalen Kongressen festgelegt worden sind. Der Kongreß von 1910 in Kopenhagen faßte diese Prinzipien derweise zusammen, daß er die sozialistischen parlamentarischen Vertreter verpflichtete: a) Für die Errichtung obligatorischer internationaler Schieds⸗ gerichte zu wirken; p) die Einschränkung der Rüstungen mit der allgemeinen Ab⸗ rülstung als Endziel zu fordern: e) Abschaffung der geheimen Diplomatie und Veröffentlichung aller bestehenden Verträge und Abmachungen zwischen den Regierungen zu verlangen: d) einzutreten für das Selbstbestimmungsrecht aller Völker und diese gegen kriegerische Angriffe und gewaltsame Unter⸗ drückung zu verteidigen. Die Konferenz erachtet es demnach als die Pflicht aller sozialistischen Parteien im Sinne eines baldigen Friedens zu wirken und dabei ihre ganze Kraft einzusetzen für das Zustande⸗ kommen von Friedensbedingungen, welche nicht den Keim zu neuen Kriegen enthalten, sondern die Grundlage bilden für internationale Abrüstung und für die Demokrati⸗ sierung der auswärtigen Politik. Die Konferenz protest iert gegen den Bru ch des Völkerrechts Belgien gegenüber und spricht die Exwartung aus, daß die Sozialdemokratie aller kriegführenden Länder sich jeder Verletzung des Selbstbestimmungs rechts der Völker durch gewaltsame Annexion aufs schärfste entgegenstellen wird Indem die Konferenz also die alten Friedensprinzipien der Internationale wiederholt, ersucht sie das Internationale sozia⸗ listische Burcau, sobald die Verhältnisse das erlauben, spätestens beim Anfang der Friedensunterhandlungen, die sozialdemokratischen Parteien zur Beratung über gemeinsame Forderungen, in bezug auf schrei nicht gehört, ich seine langen Zähne und streckte — Alle seine Hexen⸗ und Zaubermittel der gefunden haben. brauchten deswegen nicht in N Sturm nach Loppen zu fahren.“ „Die wütige See also hat's getan, „keines Menschen Hand.“ „Keines Menschen Hand“, antwortete Egede,„konnte keine uns beistehen. Am Quänanger nahmen wir ein Boot. Ich sah die Nebellappen um die Jökulnfjellen und die langen Schaumstreifen, die sich von Arenöen hereinwarfen, warnte und bat, war alles vergebens. Das Mädchen fiel auf ihre Kniee, weinte, schrie und drohte, wollte zu dir, zu Jungfrau Ilda; flehte zum Himmel und Menschen, das Hezenbalg. Auch Olaf sprach; half aber alles nicht, Biörnarne wollte nach Loppen. Da ging es fort den Fjord hinab. Es war der böse Feind in deinen Sohn gefahren, Herr, blendete ihm Herz und Augen, er sah nicht, wollte nicht sehen, nicht hören. Im Kaag⸗ fund faßte uns das Wetter. Wirbelwind nahm unser Boot von den Wellen ab, drehte es um wie einen Halm, hob uns auf und stürzte uns nieder. Schlug Olaf mit dem Kopf an die Klippenwand, hin war er, kam nicht wieder herauf. Ich lag auf dem halb durchbrochenen Boot und hielt es in Todes⸗ angst umklammert; sah deinen Sohn, Herr, wie er auftauchte mitten im Gischt, und wie er die Dirne in seinen Armen hielt, wollte ihn retten, faßte in sein langes Haar.— Laßt sie los schrie ich, laßt die Hexe los! Er mochte nicht, mochte sie nicht von sich lassen. Sie klammerte sich um seinen Hals, er drückte sie an sich und wollte sie hoch heben. Dreimal rief ich ihm zu, da kam ein wütender Stoß und eine hohe Welle, ich konnt' nicht länger halten.— Werft die Brut zum Teufel! schrie ich. Will leben und sterben mit dir, Gula! sprach er, und das waren seine letzten Worte.“ Bis hierher hatte Helgestad anscheinend ruhig zugehört, aber nach und nach rötete sich sein ganzer Kopf, und mit hätte sie still gemacht.“ Er fletschte den Arm gegen Afraja aus. würden sie nicht wie⸗ ebel und „ murmelte Helgestad, Zeppeline auch über Ipswich und bis ganz herunter nach Gravesend am f völkerung eine große Au fre die Luftschiffe gewahr wurde. Konturen der Zeppelin kaum wahrzunehmen. der Propeller sehr deutlich hören, Verängstigung des Detonation in der Licht in der Stadt gelöscht wurde, Dunkeln lag. den Friedensschluß zusammenzu⸗ Eingang der Themse gesichtet. 5 th wird telegraphiert, daß sich der Be⸗ gung bemächtigte, als m Die Leute stürzten auf wild durcheinander. e waren am dunklen Abendhim Hingegen konnte man das Sur was noch wesentlich Publikums beitrug. Als man Stadt hörte, stürzten die Menschen 9 den Theatern und Vergnügungsanstalten auf die Stra Die Panik wurde noch dadurch erhöht, daß das elekt so daß die ganze Stadt in Aus Harmou Straßen und liefen Aus Sheringham wird telegraphiert, daß Zeppelin hoch über der Stadt in der Dunkelheit dahinflog ein furchtbar schreckliches Schauspiel bot. Das Luftf zeichnete sich in seinen Konturen ziemlich scharf am himmel ab. Deutlich erkannte man, daß es ein Zeppt war. Es wurden sofort die Scheinwerfer in Aktion Da begann auch schon das Krachen der explodierende Bomben. Eine Bombe durchschlug ein Haus vollständ Andere explodierten beim Hafen. 1 Das Gerücht, daß ein Zeppelin herabgeschossen worden sei, wird von englischer Seite dementiert. Reuterbureau verbreitet den ganzen Tag abwechselnd false Meldungen und dementiert sie. Wie zu erwarten war, melden die englischen Blätter, daß die Küstenstädte ihr gewöhr ö liches Aussehen behielten. Die Londoner Blätter geb ihrer Entrüstung Ausdruck über den„mörder ichen Angriff“, der keinen militärischen Wert haz und das einzige Ergebnis haben werde, die Entschlossenhe Englands zu befestigen. 0 0 —— lügst, du elender Kerl! Björnarne, mein Sohn!— Vorflue sei deine Zunge!— Gula!— Du lügst, Verräter! nie hat c mit ihr leben wollen.“. Er faßte an seinen Kopf, es wurde dunkel um ihn, Funken prangen darin auf. Alle Schande brach unaufhallsam ihn ein, denn wer hätte jetzt noch zweifeln wollen, daß Vb arne das Lappenmädchen geliebt, daß Afraja wahr, gesprocß habe? Alles lag klar vor dem ganzen Volke; der Aermste un Geringste mochte ein Hohngelächter erheben, das war ma als der stolze Mann ertragen konnte. 3 „Du Schelm! Du Räuber!“ schrie Egede, feinen? gegen den greisen Hirten schüttelnd,„hast dem Herrn ein Zaubermittel verkauft, sollte feines Wetter bringen aber deine Höllengeister damit beschworen, daß sie über u kommen mußten.“ Helgestad blickte Afraja an, der auch sein Kind verlan die aufgeree hatte. Ein Gemurmel der Wut lief durch Menschenmasse, welche den Lappen umgab; er aber st. gerichtet da ohne Furcht, ohne Gram. Ein wildes Entzi ein Lachen war in seinem haßerfüllten Gesicht, ein boshef! Triumph in seinen roten Feueraugen. 3 „Verfluchter Hexenmeister!“ schrie betrogen, hast ihn ins Meer gelockt!“— Er hob seine gen tige Hand auf, wie am Medusenhaupt zog sich seine grimmige Falten zusammen, so sprang er auf seinen de Aber er strauchelte, ehe er ihn erreichte, taumelte zur und fiel in die Arme derer, die von allen Seiten beibe sprangen, ihn zu unterstützen. e Wildes Geschrei und verworrene Stimmen erhoben jetzt. Helgestads großer Körper brach leblos dul wurde fortgetragen, um ihm Hilfe zu schassen. um ei aber und um seinen Genossen sammelte sich eine ra lärmende und zu jeder Tat sich erhitzende Schar, die die strengen Worte des Vogts, des Schreibers 1. anderer besonnener Männer von einer Helgestad, du haft 0 dein Sohn meinen Arm nicht gehalten. Hätte er auf ihr Ge⸗ furchtbarer Gewalt rief er plötzlich dem Quäner zu:„Du gen Vergeltung abgehalten wurde. ne so men n gemelht ie an. u Jeppelz ze über chen Ki den wur erunter u. N. N ersten Versuchen nicht bleiben wird. N Nee Fr beteiligten Luftfahrzeuge die vollste Anerke ür e⸗ een nnung für den be⸗ 1 0 Lenugtuung begrüßt werden. Preßstimmen zum Zeppelin⸗Ancriff. 9 21 Jan.(TU.) Einige Berliner Morgenblätter bringen beit ängere Ausführungen du dem erfolgreichen Zeppolinangriff die englische Ostküste. So schreibt das Berliner Tage⸗ 7 die weit die englische Regierun aus diesen ge Tats de entsprechenden Lehren nellen wil, ist ihre Aae ene Jutschen Standpunkt darf man. überzeugt sein, daß es bei diesen 1. Weitere werden Schon jetzt aber gebührt den Führern und Mannschaften Die Deutsche Tageszeitung schreibt: 1 510 Dies L 8 Hiffangriff gegen die Dieser Luft großbritannischen Inseln muß mit aller Auf alle Fälle kann man mit dieser t en Unternehmung zufrieden sein, als Regen nd Nebel die Bedingungen für den Erfolg sehr ungünstig machten. zergleicht man den Vorstoß unserer Zeppeline mit dem Cux⸗ zanen er Mißerfolg englischer Flugzeuge, so ist ein ommentar ü berflüssig. Aber wir sind weit davon ent⸗ Ernt, Reklame und Triumphrufe für angebracht zu h f „ ume fe f 0 halten, wie die unglische Presse sie damals ausstieß, als ob die Entdeckung des See⸗ veges na 1 ichwachen ch. Indien im Vergleich zu dem von verhältnismäßig 0 Verlusten begleiteten Vorstoß nach Cuxhaven eine Baga⸗ elle sei. Wir erblicken, wie gesagt, in dieser ersten Englandreise r. Zeppeline einen Anfang, und zwar einen erfreulichen und elversprechenden.“ 13 Die Post schreibt:„Die mo valische Wirkung auf die Eng⸗ länder kann nur en jederdrückend sein. Man wird jetzt, nein, man muß verlangen, daß die englische Flotte aus ihrer Un⸗ tätigkeit heraustritt und irgend etwas unternimmt. Schließ⸗ lich hat man doch Zuschauer in der Welt. Der englische Nim⸗ ane in Gefahr und damit unvermeidlich die englische Welt⸗ macht. Dier Berliner Morgen post schreibt:„Der Eindruck, den diese kühne Fahrt unserer Luftkreuzer in England gemacht haben muß, wird außerordentlich groß sein. Die moralische Wirkung wird sich viel nachhaltiger bemerkbar machen als der materielle Schaden. Waren die Englander schon früher wenig bereit, starke Kräfte des Landheeres zur Unterstützung der Fran⸗ zosen nach dem Festlande zu senden, so werden sie fetzt ihre Kräfte im Heimatlande zusammenhalten. Die Angst vor der deut⸗ schen Invasion wird eine st ar ke Steigerung er⸗ fahren.“ 0 Die Kämpfe in Polen. Genf, 21. Jan. Nach Petersburger Meldungen fanden am 17. und 18. Januar in der Nähe des Dorfes Konopka sowie bei Razdanow und Bieschun bedeutende Kämpfe statt, bei denen namentlich schwere Artillerie in Aktion trat. In Bieschun besetzten die Deutschen vorzüglich befestigte Stellungen. Am 17. hatten die russischen Stellungen bei Wyschogrod am Zusammenfluß der Bzura und Weichsel und am 18. Januar das südlich davon gelegene Dorf Wikowice, sowie die Gräben der Russen auf dem linken Bzuraufer furchtbar unter dem Feuer der Artillerie zu leiden. Flicger⸗Zusammenstofz in den Lüften. Wien, 21. Jan. 6 Ein österreichischer Flieger, der wiederholt einen Flug nach Przmysl unternommen hatte und immer unbehelligt zurückkam, wurde nach einer Meldung aus Krakau gestern von dem russischen Flieger, Hauptmann Andrewitsch. verfolgt. Beide Gegner stießen in beträchtlicher Höhe zusammen und stürzten in die Tiefe. Beide wurden zerschmettert. Vom serbischen Kriegsschauplatz. Wien, 21. Jan.(T. U.) Wie aus Semlin gemeldet wird, herrscht auf dem serbischen Kriegsschauplatz nach wie vor verhältnismäßige Ruhe. Nur die Donaumonitore kreuzen fleißig auf der Donau und Save und beunruhigen die serbischen Stellungen bei Belgrad. Es scheint jedoch. daß bei Belgrad nur schwache serbische Truppenkörper stehen. Auf dem Loween liegt der Schnee fußhoch. In den Gebirgen herrscht grimmige Kälte. Erdbeben in Spanien. Madrid, 21. Jan.(T. U.) Erst heute erfährt man, daß am 10, Januar, 7.02 Uhr vormittags, in den Bergbezirken Asturiens ein starker Erdstoß und unterirdisches Geräusch vernommen wurde. Es entstand eine große Panik. Das Beben richtete große Ver⸗ wüstungen an. Unzählige Gebäude bekamen Risse und sind einge⸗ stürzt. In Genestaza seien 5 Familien unter den Trümmern ihrer Häuser begraben worden. Narteinachrichten. Das Begräbnis Karl Gecks. 0 In Offenburg wurde am Dienstag der badische Parteiveteran Karl Geck an der Seite seines 1885 verstorbenen Bruders Her⸗ mann beerdigt. Es war eine stille Feier der Familie Parteigeuossenschaft. wobei Genosse Stadtrat Mon ch⸗Offenburg, der Vorsitzende des Landesvorstandes Geiß ⸗ Mannheim und Ge⸗ nosse J. Belli ⸗ Stuttgart, letzterer namens der alten Feldpost, Ansprachen hielten. Ein kleiner gemischter Chor des Gesangvereins „Vorwärts“ trug prächtige Lieder vor. Auf 1 machte diese ganz„zivile“ Beerdigungsfeier einen erhebenden Ein⸗ druck. Hessen und Nachbargebiete. Gießen und Umgebung · Aus den Nerlustiisten. Res.⸗Inf.⸗Negt. Nr. 116.. Wlowlawee am g., Emiszew vom 6. bis 11. und andere Gefechte vom 12. bi „bis 22. 12. 1914. 1 (Von Verwundeten und Vermißten sind nur die aus Oberhessen und Nachbargebieten aufgeführt. 1 a 1. Kom p.: Vfw. Hrch. Wißner, Kesselbach, g 9* Uffz. Wil⸗ helm Sommer, Stockheim, low.— Res. Kaxl Muller, Beuerach. 340— Res. Josef Berg, Limburg g. L., Res. Franz Weck, Schneidhain, ge f.— Res. Georg Zimmer, Roßdorf, verm.— Re Karl Möll, Utphe, verm.— Res. Johann Möller, Hopfmannsseld, verm.— Res. Otto Ludwig, Ulfa, low.— Ref. Heinrich Hartmann, Grüningen, lvop.— Res. Peter Rausch, Romrod, gef. Res. fried Stern, Wieseck, low.— Res. Adam Grünewald, Heimerts⸗ haufen, low.— Res. Wilhelm Rapp, Nieder⸗Breidenbach, low. Res. Kurt Reuter, Wieseck, gef. Res. Ludwig Heinrich Erb, Wieseck, low.— Res. Wilhelm Wacker, Wieseck, low.— Res. Ludwig Maner, Alten⸗Buseck, low. Ref. Karl Lückel, Rödgen. low.— Res. Georg Kroll, Darmstadt, ge f.— Res. Georg Diehl, D. gef.— Res. Heiursch Rabenau, Trais, low.— Gesr. Christ. Friedr. Käß, Lettenhausen, ge Einj.⸗Freiw. Heinrich Reinele, Gronau, ge Einj.⸗Freiw. Heinrich Leuve, Rocklinghausen, ge f. el. Hermanm Weber Vienenburg, ge f. Musk. Franz Pietzgyk, Las⸗ gegen, gef.— Musk. Karl Seibert, Inheiden, low. Musk. Johan⸗ nes Kaiser, Lauterbach, low.— Musk. Reinke, g 4. Res. Wilh, Schmidt II., Mittel⸗ Gründau, verm.— Ref. Wilhelm Altvater, Stammheim verm. 2. Kom p.: Off.⸗Stellv. Friedr. Heinemann, Magdeburg, gef. 85 2 0. 1355 Uffs. Heinrich Greb, Altenschlirf, verm. 7 Res. Ernst Emanuel Reinhard, Darmsbadt, gef.— Res. August Jacobi, Leidhecken, low. — Res. Gust. Lohn, Wohnbach, very.— Res. Peter Treusch, Kruan⸗ att:„Wenn schon die Angriffe unserer Flotte gegen die Ostküste gaßhrich Müll Res. Wilhelm Steinmark, Büdingen, verm. Gefr. Heinrich Mil N lands zeigten, daß England nicht mehr unantastbar N ler, Weid⸗Moos, gef.— Res. Philipp Franz Brau⸗ zar See ist, so beweist die Tat der Zeppeline, daß e burger, Assenheim, low. 5 Res. Ludwig Wolf, Wiesbaden, low.— 1 1 1 5 s für England 1 e 15 721 5 0 igen die Luftangriffe keinen un bedingten e Res. Emil Ziesing, Lauterbach, verm. Res. Friedrich Muth, Bad⸗ Nauheim, low.— Gefr. Georg Melzer, Osthofen, schow.— Res. Karl Stephan, Frankfurt a. e Gefr. Heinrich Weber, Büdes⸗ heim, low.— Kriegsfr. Franz Carnier, Groß⸗Umstadt, ge f.— Res. Rudolf Harry Bauer, Weilburg a. d. L., gef.— Ref. Adam Jung, Spiesheim, gef.— Res. Lagarus Haas, Hetzlos, verm.— Res. Gg. Kehl, Bechtheim, gef.— Res. Wilhelm Stopinskn, Naezyner, verm. — Ref. Wilhelm Felix Meinzer, Karlsruhe, gef. Ref. Georg Moter, Darmstadt, gef. Res. Friedrich Daubert, Egelsbach, gef. , Ros. Heinrich Henkel, Berysfeld, low.— Gefr. Wilh. Klöß, Pohl⸗ Göns, low.— Res. Richard Sarembe, Groß⸗Bargen, Schlesien, gef. — Res. Johann Biroth, Recklinghausen, 9 ef.- Res. Wilh, Bier⸗ mann, Hervest, gef a blen. 3. Ko m p.: Res. Adolf Klinkel, Gießen, low.— Res. Anton Reinhardt, Eberstadt, gef.— Res. Johs. Wolf, Bodenheim, gef. Ros. Karl Schwab, Daunensels, gef.— Rel. Heinrich Merz, Köd⸗ dingen, low.— Ref. Georg Baumgärtner, Darmstadt, gef. Res. Hrch. Döring, Dirlamanen, verm. I Ref. Josef Döringer, Kötzing, gef.— Ref. Gust. Ed. Eichner, Nieder⸗Lauterstein, ge f. N. Valent. Feldmann, Griesheim, gef.— Gefr. Simon Schloß, Darm⸗ stadt, gef.— Res. Karl Schmidt, Lengfels, gef.— Res. Georg Zimmer, Roßdorf, gef. Res. Laurenz Kufuert, Buschhausen, gef. — Einj⸗Freiw. Heinr. Röthe, Salzkotten, ge f. Nef. August Bäu⸗ mer, Homberg ⸗Effenberg, ge f.— Res. Valentin Dudkowiak, Läsgen, g. f.— Nes. Julius Eiser, Unter⸗Widdersheinn, verm. Res. Karl Philipp Wengel, Klein⸗Karben, gef.— Res. Heinr. Steuernagel, Lanzenhain, low.— Res. Friedrich Fauerbach, Büdesheim, low.— Re. Otto Lutter, Bleichenbach low. Gefr. Adolf Pfeifer, Vilbel, low.— Ref. Gustav Emmrich, Fauerbach low. Res. Heinrich Diet⸗ rich, Orleshausen, low.— Refs. Anton Schmidt, Ober⸗Mörlen, low. — Rei. Karl Rentzel, Kesenrod, low.— Res. Peter Wiederspahn, Hain⸗Gründau, verm. e Res. Ferdinand Nagelschmidt, Bindsachsen, low.— Gefr. Friedrich Carl, Bellmuch, low. 3 4. Kom p.: Lt. d. Res. Hermann Schott, Darmstadt, ge. Feldw. Ludavig Jung, Klein⸗Linden, gef.— Vfw. d. L. Wilh. Ruhl, Grebenhain, gef.— Uffgz. Heinrich Stroh, Lehrbach, schow.— Uffz. Ernst Kuhl, Gießen, N Uffz. Heinrich Wingefeld, Bobenhausfen, low.— Uffz. Heinrich Becker, Bersrod, gef. Uffz. Otto Dill⸗ mann, Hopfmannssfeld, low.— Uffs. Ernst Koch, Alsfeld, gef. Uffz. Karl Macker, Ilbenstadt, gef.— Wehrm. Johann; Lukas, Gimbsheim, gef.— Wehrm. Ludwig Schever II., Darmstadt, gef. — Wehrm. Jak. Val. Eiche, Offenbach a. M. gef. Wehrm. Rich. Jenrich, Charlottenhof, gef.— Wehrm. Jakob Bech del, Offenbach 4 N Res. Nik. Friedr. Sattler, Reiskirchen, low.— Res. Wilh. Geck, Beienheim, low.— Wehrm. Johann Jakob Kühn I., Nauborn, schow.— Ref. Johann Menges, Harheim, low.— Wehrm. Paul Moos, Sossenheim, gef. Wehrm. Wilh. Büttner, Wünnen⸗ burg, gef. Gefr. Heinrich Luh, Großen⸗Linden, schow.— Gefr. Wilhelm Dörr, Langsdorf, schow.— Wehrm⸗ Heinrich Wolff III., Arheilgen, gef.— Wehrm. Wilh. Friedrich Leitermann, Neu⸗Isen⸗ burg, gef. Wehrm. Johann Daniel Altstadt, Neu⸗Isenbura nge 1 — Gefr. J drich Wembacher, Pfungstadt, gef. Wehrm. Georg Knöll, Darmstadt, gef. Musk. Valentin Geisel. Oberhausen, gef. — Gefr. Karl Faust, Frankfurt a. M., gef.— Res— Konrad Mauk⸗ ner, Unterlaimbach, ge f. Wehum. Otto Weil, Ermenrod, ge. Wehrm, Heinrich Schäfer, Grebenhain, gef.— Webrm. Franz Karl Denhart, Gernsheim, g ef.— Wehrm. Johann Euler, St. Wendel, gef.— Wehrm. Heinrich Röhrsheim, Erumbach, gf.— Wehrm. Johannes Wicke, Kirchbauma, gef.— Wehrm. Ludwig Bitz, Kaisers⸗ lautern, gef.— Res. Edward Frank, Schwalbach, gef.— Wehrm. Wiltz, gef.— Gefr. Theodor Gerlach, Stockheim, low.— Gefr. Lud⸗ — Wehrm. Georg Müller, Grebenau, schww. Webrm. Wilh. Hilde⸗ brandt, Wölfersheim, low.— Wehrm. Heinrich Möller. Heblos, ver⸗ mißt.— Wehrm. Heinrich Roth, Lich, sckww.— Wehrm. Robert Keller, Melbach, verm.— Wehrm. Otto Willa, Nuppertsbura schow. — Res. Karl Altmeier I., Hülzweiler, schuw. Wehrm. Georg Euser, Gießen, verm.— Wehrm. Peter Lipps, Mithlheim a. M., gefallen. Maschinenge w. Kom p.: Vißefwl. Oswald Herm. Kotte, Magdeburg. gef. Üffz. Friedrich Karl Josef Faber, Klein⸗Umstadt, gef.— Res. Jakob Heiser, Mfirstadt, gef. Res. Friedrich Wilh. Meth, Altmorschen, ge f.— Res. Leonhard Götz, Michelstadt, gef. — Das Gewicht der Gießener Frühstücksbrötchen. Von einem Mitbürger wird dem Gießener Anz. das Ergebnis einer Untersuchung mitgeteilt, die dieser bezüglich des Ge⸗ wichts der Brötchen anstellte. Bei 40 Bäckern wurden(am Mittwoch) je 2 Brötchen gekauft und genau gewogen. Dabei stellte sich heraus, daß das Brötchengewicht z wischen 5 5 bis 37% Gramm schwankt. Es ist dies ein Gewichts⸗ unterschied bon rund 30 Proz. Das schwerste Brötchen liefert ein Bäcker im Mittelpunkt der Altstadt, dann kommt das Konsumvereins⸗Brötchen mit 52½ Gramm, es folgen dann einige Bäcker mit 49 Gramm⸗Brötchen, und dann stuft sich bei der Mehrheit der Bäcker das Brötchengewicht bis zu 87½ Gramm ab.— Dem wird hinzugefügt:„Die Bäcker⸗Innung würde gut tun, hier einmal zu bestimmen, wie schwer ein Normalbrötchen bei der teuern Zeit eigentlich wiegen soll, da⸗ mit der Konsument für gleiches Geld auch überall gleich große Ware erhält.“ — Auszahlung der Verpflegungsgelder für die Land⸗ stürmer. Nächste Woche am Mittwoch, Donnerstag und Freitag werden die Verpflegungsgelder für die Mann⸗ schaften des Landsturm-Ersatzbataillons in der Stadtkasse ausbezahlt. Wir weisen auf die Bekanntmachung im heutigen Blatte hin, worin zugleich aufgefordert wird, etwaige An⸗ sprüche wegen der im Herbst untergebrachten Schlesier zu erheben. — Zum Sparen wird gemahnt— der Staat aber ver geudet! Aus Darm stadt wird berichtet, daß in dorti⸗ gen Kreisen die jetzt bekannt gewordene Tatsache Aufsehen errege, daß das dem Staate gehörend e landwirt⸗ schaftliche Pachtgut„Sensselderhof!, das etwa 240 Morgen Gelände umfaßt, seit einiger Zeit Unverpachtet ist, da sich s. eine Einigung mit dem seitherigen Pächter nicht erzielen ließ, so daß jetzt diese 240 Morgen fruchtbares Gelände unbe⸗ baut und bra ch liegen müssen, während jetzt von allen Seiten für die Kriegszeit die Ertragssteigerung von Grund und Boden absolut erforderlich ist. — Gefallene aus Oberhessen und Nachbargebieten. Res. Heinrich Koch aus Waldgirmes, Res.⸗Regt Nr. 83.— Frei⸗ williger Pionier Paul Rübsamen aus Leun.— Gefr. Karl Haas II., Schuhmacher aus Steinberg, Res.⸗Inf. Bäckergewerbe. Der Referent bemerkte, als diese Verordnung das Licht der wig Svahr, Lich, schow.— Res. Otto Brück, Nieder⸗Bessingen, low. 0 Welt erblickte, hielt man es in Bäckerkreisen kaum für kom möglich, daß ste Gesetz werden könnte. Wohl haben wir seit einer Reihe von Jahren den Kampf gegen die Nachtarbeit geführt, und die in den Bäckereien Beschäftigten würden froh sein, wenn die Nachtarbeit für immer beseitigt wäre. Aber in der Weise, wie sie die Bundesratsverordnung verbietet indem sie die Arbeitszeit auf 12 Stunden begrenzt, bringt sie auch eine Reihe schwerer Nachteile. Die Großbetriebe, die in Wechselschicht 24 Stunden arbeiten ließen, sind bei 12 Stunden nicht in der Lage, ihre gesamten Produkte her⸗ zustellen. Der Redner war der Meinung, daß man, wenn vom Staate gleich bei Ausbruch des Krieges etwas energischer gegen die Getreideproduzenten und Händler vorgegangen und die Dekla⸗ ration über die Getreidevorräte zwangsweise ausgeführt worden wäre, ein gutes Stück weiter gekommen wäre und nicht erst zu Experimenten zu greifen brauchte. Nachdem nun die Erwartungen auf Streckung des Getreides nicht in Erfüllung gegangen, seien, scheine es keinen anderen Weg mehr gegeben zu haben, als ent⸗ weder das Weißgebäck überhaupt zu verbieten, oder die Nachtarbeit aufzuheben in dem Glauben, daß dann der Konsum des Weißgebäcks beträchtlich abnehmen werde. Inwieweit diese Erwartung in Er⸗ füllung gehe, bleibe noch abzuwarten. Die Bäckergesellen hönnten es mit Freuden begrüßen, daß das alte Laster der Nachtarbeit be⸗ seitigt sei. Ihre Aufgabe sei es, dafür zu sorgen, daß die Nacht⸗ arbeit nie wieder eingeführt werde. Bedauerlich sei, daß die Innungen versuchen, die Tages arbeit auch für den Sonntag einzu⸗ führen, ohne ihren Gesellen dafür einen Ersatzruhetag in der Woche i Bisher mußten Gesellen und Lehrlinge Sonntags von jeder Arbeit von 8 Uhr früh freigelassen werden. Sollte den Wünschen der Bäckermeister nachgekommen werden, Sonntags hin⸗ durch arbeiten zu lassen, so würde das eine bedeutende Verschlechte⸗ rung gegenüber den früheren Verhältnissen am Sonntag bedeuten. Der Bundesrat könne auf keinen Fall daran gedacht haben, den Gesellen und Lehrlingen ihre Sonntagsruhe durch diese Verord⸗ nung zu verschlechtern.— Am Schluß der Versammlung wurde eine Resolution angenommen, in der die Erwartung ausgesprochen wird, daß die Behörden dafür sorgen: 1. daß nicht die gesamten Nachteile, die diese Verordnung mit sich bringt, auf die Schultern der Bäckereiarbeiter abgewälzt werden, 2. daß die zwölfstündige Arbeitszeit nicht überschritten werden darf, 3. daß die tariflichen Abmachungen in gleicher Weise wie vor dem Krieg aufrecht er⸗ halten werden, 4. daß der Bundesrat ein dauerndes Verbot der Nachtarbeit herausgeben möge. ürivattelegrammverkehr nach den Kriegsschauplätzen. Das nach vom 20. Januar ab probeweise Privat⸗Telegramme an An⸗ gehörige des Feldheeres zugelassen werden. Um die Telegramme zu sichten und die minderwichtigen auszuscheiden, wird bei jedem stellvertretenden Generalkommando, eine Prüfungsstelle. einge⸗ richtet. Damit dem Offizier der Prüfungsstelle die Prüfung der Dringlichkeit ermöglicht wird, sind die Telegramme der für den Korpsbezirk usw. zuständigen Prüfungsstelle persönlich oder brief⸗ lich unter Beifügung der Gebühr zu übermitteln. stelle des stellvertretenden Generalkommandos des Gardekorps sind (Korpsbereich) des dritten Armeekorps) zuzuleiten. hat die Dringlichkeit zu begründen. lichen Telegramme werden unter Rückgabe der Telegrammgebühr zurückgewiesen: dazu gehören u. a. Telegramme, deren Inhalt aus Beglückwünschungen, angelegenheiten, Kundgebungen von Vereinen, Stammtischen, allge⸗ mein gehaltene Anfragen nach Befinden und Aufenthaltsort, An⸗ küündigungen von Sendungen oder Anfragen darüber besteht. Tele⸗ gramme über das Befinden von Schwerverwundeten haben vor allen anderen den Vorrang. Zugelassen ist nur die offene deutsche Sprache. Kein Telegramm darf außer der Adresse mehr als 20 Worte enthalten. keine Festvorstellung stattfindet, dafür in der Dienstag⸗Abonne⸗ mentsvorstellung ein Stück vaterländischen Charakters, das Schau⸗ piel„Grüne Ostern“ von Heinrich Lee angesetzt worden ist. Der Verfasser des„Schlagbaum“ stellt in seinen„Grünen Ostern“ wirksame Bilder aus der Zeit der Erhebung Preußens im Jahre 1813 auf die Bühne, Bilder, die in manchem an die Ereignisse der Gegenwart gemahnen und die bereits an zahlreichen Bühnen ihre starke Wirkung erprobt haben. — Ueber eine„Revolte russischer Arbeiter“ wird aus Lich berichtet:„Eine Anzahl russtscher Arbeiter revoltierte auf ihrem Gutshofe, weil der Herr von den Leuten ein tägliches Beköstigungs⸗ geld von 50 Pfa. verlangte. f Arbeit und mußten von der Gutsherrschaft durchsefüttert werden. Als jetzt der Herr ihnen von ihren guten Ersparnissen den geringen Tagessatz von 50 Pfennigen ein forderte, lehnten sie sich auf. Die ganze Gesellschaft wurde verhaftet.“ Die Sache sieht sehr gefärbt aus. Für nichts und wieder nichts wird die Gutsherrschaft die armen Teufel wohl nicht„durchfüttern⸗ Leuten derart mitgespielt haben, daß sie zur„Revolte“ gezwungen waren. Kreis Wetzlar. h. Richtigstellung. In der Dienstagsnummer der Oberh. Volksztg. wurde der Wetzlarer Handelskammer nach⸗ gesagt, daß sie die Vorschläge der Stuttgarter Handelskammer, die sich für die Uebernahme der Getreidevorräte durch das Reich ausgesprochen hatte, als„zwecklos“ bezeichnet habe. Das ist nicht richtig. In dem Bericht, auf welchem wir uns stützten, ist ein Druckfehler enthalten, es mußte statt Zweck; losigkeit Zweckmäßigkeit heißen, womit also die Han⸗ delskammer den Stuttgarter Vorschlägen beitritt. h. Sammlung von Küchenabfällen. Der Wetzlarer Bürgermeister fordert öffentlich auf, die Küchenabfälle für die Schweinefütterung zu sammeln. Von verschiedenen Seiten ist derartiges schon früher, als man noch nicht an den Krieg dachte, angeregt worden. Es fehlte aber immer an der nötigen Organisation. Jetzt wird die Not dazu drängen. Dadurch, daß die Küchenabfälle in den Ascheneimer wandern, gehen zweisellos viel Werte zu grunde, die nutzbar gemacht werden könnten. h. Beschlagnahme von Getreide. Der Kreises Altenkirchen gibt folgendes bekannt: umfangreichen Heereslieferungen werden für einige Zeit sämtliche Roggen⸗ und Weizenvorräte bei Landwirten, Müllern und Händlern im Kreise Altenkirchen beschlag⸗ nahmt. Jeder Verkauf und Ausfuhr über die Kreis⸗ grenzen ist verboten. Zuwiderhandlungen werden bestraft. t Von Nan und Fern. Ein Augenzeuge über das Erdbeben. Der Eisenbahnassistent Marfoni, der beim Hereinbruch der Katastrophe auf dem Bahnhof in Avesgano Dienst tat, hat einem Mitarbeiter des Resto del Car⸗ lino den folgenden Bericht über die Katastrophe, die die blühende Sbadt vernichtete. erstattet.„Ich staud auf dem Babasteig“, sagte der Boaante,„unnd erwarbete das Eintvessen des Zuges aus Cellano, mit dem ich mich nach Rom begaben wollte. Es war genau 7 Uhr 5 Minuten. Ein paar Minuten später erschütterte die Luft ein furchtbares Kvachem, das von einem dumpden unterirdischen Rollen begleitet war Es kam von sern her und näherte sich allmählich. Auch die Erde begann leise zu zittern. Alles das wirkte wie, das Geräusch eines näher kommenden Eisenbahnguges. Aber die Täu⸗ schung machte dem Erschvecken Platz, als ich ein heftiges Schwanken der Erde unter mir gewahrte. Mein erster Gedanke war, aus dem Bannkreis des die Gleise siberwölbenden Bahnhofsdaches herausgu⸗ Die kurze Wegstrecke durcheilte ich taumelnd wie ein schwer Landrat des Infolge von Amtsblatt des Reichspostamts veröffentlicht eine Verfügung, wo⸗ — Vom Stadttheater wird geschrieben, daß am 27. Januar Seirunkener. Wenn ich das Gleichgewicht auf dem einen Bein ver⸗ der Ueberdachung des Bahnsteigs sammenstürzte. Das Einstürzen innerhalb und außerhalb des heimgefallen war. Von der umdrehen nichts weiter stehen dürfnisanstalt und das Pumpwerk, das Lokomotiven dient. Auge das sehen hatte. Von Avezzano war nichts weiter übrig geblieben, als ein Berg waren, sind nicht mehr vorhanden. Unfer Versuch, einen Hilfszug abzulassen, scheiterte, weil die Strecke gesperrt war. Telegramme. Tgesberict es Großen Haupthuartier⸗ Das Ringen bei Pont⸗uͤ⸗Mousson. Kleine Fortschritte in Polen. W. B. Großes Hauptquartier, 21. Jan., vorm. Westlicher Kriegsschauplatz: Zwischen Kü ys fanden auch gestern nur Ar⸗ ü ste und L Der vorgestern von uns genommene tilleriekämpfe statt. Schützengraben bei Notre Dame de Lorette ging heute (Amtlich.) Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht lautbart: 21. Januar mittags: Die Situation ist un verän⸗ dert. Die Wirkung des Luftangriffs. Aus London wird gemeldet, es seien insgesamt acht Orte von den Zeppelinen bombardiert worden. Ueber Nar⸗ mouth schwebte ein Luftschiff zehn Minuten lang, ohne wegen der Dunkelheit gesehen werden zu können. Die Behörden ordneten das sofortige Löschen aller Lichter an. Die Bevölkerung war lebhaft erschreckt und strömte auf die Straßen. Es wurden Wachtleute ausgesandt, um Verwundete aufzusuchen. Verschiedene Flieger stiegen zur Verfolgung auf, konnten aber wegen der Dunkel⸗ heit nichts erreichen. 5 Kings Lynn, worüber ein Luftschiff eine halbe Stunde ge⸗ schwebt sein soll, war der westlichste auf dem Streifzug berührte Punkt. In England meint man, es sei der Zweck der Fahrt gewesen, die königliche Familie in Sandri ugham zu terrorisieren. Der Be⸗ such Londons dagegen sei nicht beabsichtigt gewesen. In London wurden sofort nach dem Eintreffen der Nachricht von der Be⸗ schießung von Parmouth alle Vorsichtsmaßregeln getroffen. Eine mehrere tausend Mann starke Spezialwache wurde Zusammenge⸗ zogen und die Geschütze wurden schußbereit gemacht. Scheinwerfer suchten den Himmel ab. 5 25 Die Gerüchte daß Kriegsschiffe die he line beschossen haben, scheinen falsch zu sein. In allen be⸗ schossenen Orten hinterließ der Besuch eine lebhafte Aufregung. Niemand ging zu Bett. Das Volk blieb aufgeregt auf den Straßen. imkehrenden Zeppe⸗ Wien, 21. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Amtlich wird ver⸗ An der ganzen Front nur stellenweise Geschü z kam pf. Der Stellperireter 6 Rmtr. forstung) 4,2 R 14 Fichten⸗Derbst Scheitholz, 5,4 Rm 71 Rmtr. Buchen⸗Knüp E ugen mit 1,52 Jestmeter, 277,7 Rim. ichen⸗Scheitholz, 3 mir. Fi sten⸗ pelholz, 3,2 Rmtr. Hainbuchen⸗ lüp Eichen⸗Knüppelholz, Wellen Buchen⸗Reisig, 10 710 Wellen Hainbuch 190 Wellen Eichen⸗Reisig, 676 Rmtr. Der Oberbürgermeister. J. V.: Grünewald. 3,8 Rmtr. Fichten⸗nüppelho Nei imtr. Eichen⸗Stockholz. 5 Rmtr. Fichten⸗Stockholg. Die Zusammenkunft ist auf der Licherstraße an ber 8. Sch Gießen, den 20. Januar 1915. f Klu verkleidungen und Ofen Tisch⸗ und Eßgeräte: Gabeln und der W und Körbchen liegem. und gar manche Haus Last. Verantwortlicher Redakteur: F. Vette Verlag von Krumm Druck: Verlag Offenbacher Abendbla hrem uflegt sich manche Hausfrau Tit ven und Wände, Tift kacheln Teller, Kannen, Messer sollen fein säuberlich u and hängen, oder in den ebenfalls Dies zu erreichen frau seufzt alle zwei, dr ge Hausfrauen ab Hälfte der Arbeit abnimmt: Bleichsoda, die in jedem Kolonialwaren⸗ 1 a billigem Preise zu haben ist, reinigt alle diese Gegenstände vorz n und Spülen. Henkel's Bleiche hat sich auf das beste bewährt lich, hilft beim Putzen, Scheuer; ist seit 38 Jahren im Gebrauch, sollte in keiner Haushaltung fehlen. & Cie., Gießen. sollen blitzen er kennen ein Mittel, das Henkel's Bleichfoda. und Drogengeschäfte rs, Gießen. weidli che Stühle, Wan und blinken. Töpfe, Schüsseln, ind appetitlich wie n peinlich sauberen kostet Mühe und Ar ei Tage unter ihnen des Chefs des Generalstabs: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Nacht wieder verloren. Nordwestlich Arras griffen die der Chaussee Arras Lille aber zurückgeschlagen. Südwestlich Berry au Bac wurden den Franzosen 2 Schützengräben abgenommen, die trotz lebhafter Gegenangriffe f von uns behauptet wurden. 2 Französische Angriffe gegen unsere Stellungen süd lich St. Mihiel wurden abgewiesen. Nordwestlich Pont A⸗ Mousson gelang es, einen eil der uns vor drei Tagen entrissenen Stellungen zurückzu⸗ nehmen; unsere Truppen eroberten dabei 4 Geschütze und machten mehrere Gefangene. Um den Rest der verloren ge⸗ gangenen Stellungen wird noch gekämpft. In den Voge se n, südwestlich Senn heim, dauern die Kämpfe noch an. Oestlicher Krie In Ostpreußen ist die Ein kleines Gefecht östlich (günstig. 100 Gefangene blieben Im Gelände westlich der Weichsel, nordöstlich Borzim ow, schritten wir vorwärts. Ein russischer Angriff westlich Opus [ꝗKonskio, wurde abgeschlagen. 5* Franzosen beiderseits wiederholt an, wurden in gs schauplaß: Lage unverändert. Lipno verlief für uns in unseren Händen. 18. zu o, südwestlich Oberste Heeresleitung. 1. Die Stimmung in Paris. türkische Große Generalstab teilt mit: Russen auf der Front im Kaukasus wur Die französische Zensur unterdrückt ein boten, obwohl es keine militärischen Betrachtungen an⸗ stellte, sondern sich auf die Verteidigung des russischen Sozia⸗ lismus gegen den Despotismus und die Reaktion beschränkte. Erneralversammlung im Vereinslokal. sammlung. Der Krieg im Orient. Günstiger Stand der Kämpfe im Kaukasus. Konstantinopel, 21. Jan.(W. B. Nichtamtlich.) Der Die Angriffe der den auf der ganzen inie zum Stillstand gebracht. russisches Sozialistenblatt! Die Pariser Zensur hat das von russischen Sozialisten Paris herausgegebene Blatt Golos(die Stimme) ver⸗ Der vorbeteit NN NN NN Vereins kalender. 5 Samstag, 23 Januar. Krofdorf. Freie Turnerscha ft. Versammlung abends von Abel Wwe. Auch Jugendliche unter Jahren wollen erscheinen. Sonntag, 24. Januar. Gleiberg. Freie Turnerschaf t. Nachmittuns 37% Uhr Montag, 26. Januar. verein. Abends 9 Uhr Mitglieder⸗Ver⸗ Gießen. Wah Vortrag. Wie gestern das Echo de Paris, so beklagt sich nach der Frankf. Ztg. heute der Petit Parisien darüber, daß in Paris Flugblätter verbreitet werden, worin das Publikum vor den offiziell verbreiteten Lügen über den Krieg 1914 in Blirgerwohnungen e Aeg des 0 05 10 1 b Do j 5 in sturm⸗Ersatzbataillous nebst Nekruten⸗Abtei ung werden bezahlt: gewarnt wird. Derartige Warnungen waren sogar in 5 5 8 f 5. i 1 125 5 3 4 den Empfangsberechtigten, deren Namen beginnen mit den Wagen der Untergrundbahn angeschlagen worden. Sie Al am Mittwoch 27. Hanunr, Altenen, Lumpen, Knochen, tragen dazu bei, das Publikum nervös zu machen. f— am Donnerstag, 28. Januar. Papier, Kupfer, Messina, Zink, Nach dem New Jork Herald haben die Alar misten R. am Freitag, 20. Januar, Zinn, Blei, bei in Paris ihre Wühlarbeit wieder begonnen. Wer Vertrauen von vormittags 8 Uhr bis nachmittags 1 Uhr. Louis Rothenberger in die Sache der Verbündeten zeigt, wird ein Optimisis Sahlpelle ist die Sadtkasse— Eingang von der Südanlage. Neue: 5 genannt. Die Bezeichnung Optimist ist beinahe eine Be⸗ 5 1 1 die Anspruch auf Ersatz der Ver⸗. 7 8 0 1655 9 5 egungs ür die im He leidigung geworden. Wessen hat es Wollen, nenden für die im de bedurft, um die Be— unruhigung hervorzurufen? Erstens der Affäre von Soissons, welche längst auf ihre wahre Bedeutung zurückgeführt wor⸗ den ist, zweitens des Erlasses über die Verdunkelung von Paris. Der Polizeipräfekt hat, ohne die Bevölkerung zu be⸗ nachrichtigen, die Beleuchtung herabgesetzt: niemand wundert sich darüber. Jetzt aber benutzen die Alarmisten, welche wollen, werden aufgeforde vormittags im Stadthaus kunftsscheine anzumelden. spätestens bis zum 30. Januar wird Gießen, den 19. Bekanntmachung. Die Verpflegungsgelder für die während des Monats Dezember rbst untergebrachten Schlesier erheben rt, dies in den oben bezeichneten Tagen (Seitenbau) unter Vorlage der Unter⸗ Die Nichtanmeldung des Anspruchs dem Verzicht gleichgeachtet. Januar 1915. 5 Der Oberbürgermeister: Keller. F Ve deutsche Agenten sind, die Gelegenheit und flößten den ängstlichen Gemütern Furcht ein. Die Einwohner verlassen Soissons. Holzversteigerun (Forstwartei Gießen II. Ankauf . nweg 22. Reinscke Hannover ins- Redarfsartikel. 910 ute Qualitäten. Metallbetten Holzrahmenmatratz. Kin Eisenmöbeltabrik, Suhl i. Th. K an Private. Latal. frei. derbetten. fim Gießener Stadlwald. und III. Forstwart Geisel⸗Gießen und Forstwart Arft⸗Hochwarte.) i Montag, den 25. Januar 1915, vormittags 9% Uhr beginnend, Paris, 21. Jan.(WB. Nichtamtlich.) Dem Petit Paristen zu⸗J werden in don Waldungen der Stadt Gießen in den Distrikten folge ist Soissons auf Anordnung der Militärbehörde von den Falkenhorst, Weidmannslust Einwohnern geräu mt worden. 5 Sserdberg; Feen Sete ö lat dle Beste 0 er ba hich I. d. KoioninIw. Geschäft. Brauerei Atlen-Gesellsch. lessen empfiehlt ihre ff. Blere und Kraftbier mit geringem 1 Alkcholgehalt. Gerlach& Euler Jormals J. Luy baue re H 0 1 98b) versteigert: 5 Slerhen lungen Näheres im Bur und Charlottenwald(Abt. 76, 99 und sempfehlensw I elonderer Bendl 5 empfohlen Erscheint wacgemlich eum — Schuhwaren L. Dünn Schchgasge 12 S., Glehen gegr. 1888 Westanlage 31 Baumaterjalien-Großhandig. ö U. Zementwarenfabr. m. Aetoxbelrieb BDrauerefen und 5 Bierhandlungen 7 J. H. ring. b er duslus fiadebranc ö. m. J. f. Pfungstadt Niederlage: Giegen F bfölener Fraufpaus A.& W. Denninghosf f empfiehlt helleu.-dunkle Biere 7 —— 0 5 f WStxlar. alete Hallez, Lich. EIIHHHHAN d r eee eee. Tren 8 bab rkg 12 2 1 C. J. Melchior g Deren 1 Bez.: Kupferkess e Butzbach f— 5 Vortr.: G Hebstre 0 Baugeschäfte As bs n Joh. F. ischer Jean Bern Tl den 1 Alicestrage 28/30 Telephon 72 . Honlen, Koks und Briketts. —— Auhwaren ELI Mühlstraße 18. „ eadheimerstr. 42 Tel. 125 Eleischer gien g 1 0 A. A. Hitaleyer lelsch- u. Wurstwaren Bahnhofstr. 13. 22. Diezstr. 14. J. Kann Föline LIkörfabrik Giesen. Tel. 154 bebr. Scsswan, Jczbon ————— Lebt aldschmiar Export- Biere koholarm) 8 5 e 8. Wein drag tandnng u. Likörfabrik. 0 0 eL 24. Sllersweg 64 U. E Tessruen; Klosterbrauerei] N 5 . aener 112 Wetzlar 1 ale N n 5 1 Mintschaften 1 eigener ere Ankturtetr. 3. einrie ser, Gie hend n vorzügliche W. u. Gg. Allmenrödersi. 11 5 8 helle und dunfle fass age, Hader E. Mieten Menlar. 1 e dreiclaco 7 7 2 8e ug 8 Georg Guht 5 L. Nalach s Dierbraueref Laer de dhe ee A steld(teen) Lager- Tafelbie, An tb Ecrasesr rankfurterstr. 82. vereins Gießen Ein trächtiges Pferd zu verkanfen eau des Konsum⸗ DD t 1865191 Su der am 28. Sanuar, im Café Amend stattfindenden Versammlung werden alle geladen. abends 9 Abr, Altersgenossen Berzlichst ein ende Ausschuß. NN NN waren Billigste Preif Marktplab 2 keben der age Abdel — 1 1 1739 7 nachm. 3 ½ Uhr: zügen von Friedrich Ende nach 6 Uhr. Ende nach 6 Uhr. Kleine Preise. Abends 7% Uhr: Sudermann. -en de Direktion: Hermann Steinade Samstag, den 23. Januar 191 * Schüler⸗Borstelung: 2 Wallensteins Cod Ein dramatisches Gedicht in 5 Auf Volkspreise Sonntag, den 24. Januar 1915 nachmittags 3½ Uhr: s Ieh hoch in agel Ein fröhliches Spiel in 4. Aufzügen von Albert Kehm u. Martin Ir. von b Johannisseuer. Schauspiel in 4 Akten bon Hermann an 1 Welzen- u. Roggenmehle Sümtliche Futkerartikel 1 H. engres Rüüböl, Leinöl en detail LAsbelmagaz.] ö Möbelfabrik Kaplansgasse 18. Bücking Kaufhaus für Bekleidung D Ansstattung. 1 ä 0 und Umgegend, Ende nach 10 Uhr. Schanzenstraße 16. Kleine Preise. Alsfeld Wetzlar Möbelg aral Roch& Wald Ueinzergasze u. Altendurger Weg Sekhäl! Folsterwerkstätte dad, Baer Fasse. Innaher Heinr. önory am Platze. 2 f Hergen Nachf. Erstes u. größtes Schuhhaus Bürsten PIgCI Eabrik., Holz w Uhren, ed Hane Rohmartet, 4 2 Brot. u. Feinbäckerei Werner Weper- R Adder Mauafarfürd- Mech. Weberei Gw.-Linden Had Faber Feomischtes Narengeschäft Wieseck 5 5 17 aud. D III — 1 9 Kornblumensfr. 19 Wirtschaft. Elsen, II 5 ase E Kohlen, Baum and! 5 10 Carl Garthe Jr. Ham Eisenmarkt, Kolonlaswar. 0 Cigarren, Eigarett., Waffen, Ayrunition, Stahlwar., Sämerei „ „ . 189, Inhaber: Albert Heurlch fel Hehich Nachf. 15 Kolonialwar. u. Delikatessen. Hapf Hranenberö UNManuf.-, Kurz-, Weiß-, Wollw. Mitgl. J. Wetzlar-Braunholzer U Kons.-V. erhalt. 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