Zlnmmer 2^9 , __puttniod», den 30. September 1914. 7. Ii,l,rgn„»i Urne Tage - ; v L ". ch | *■ *4 r 11 | il ii Die „t cu« ?akr»,ritung" er cheml ,eden ckberttag. Reoelmätzige Britagrn „ver zlnuce a»» jfrlkrn". Ir, een Axrntrn monaitich SV Pfg. Hin;u tritt Postgebüdi oder Irägerlohn. Aa>cinr„-. Grund-,eile 20 Pj Erfüllungsort Friedberg. Hchriftlrituny n»b Verlag Friebbeig tHeiient. Hanauer trage 12. „Yie Sp.nnckube". t.te,ug>:p-.-e:>»: Lei den Posta,istaiten v>er,el,ahrt,ch Ml. l.Uö g.. lolate 15 P>g„ Anzeige, von auswärts werden durch Postnachnahme - rgobeii Fern vrech.-r 48. Pa tscheck-Eo Ito Vir. 4S1D. Amt Franlstikt a. M. DnW und iißrrrriifj. -,igs volle Versammlung, ein Rütli Schwur, besten Viert und Tragweite heute in der gonzen Welt wohl richtig gedeutet wird, nachdem man gesehen, welcher Krastanstrengung und welcher Leistungen Deutschlands Volkswirtschajt fähig ist. Das an den deuiiche» Kaiser abgcschickte Telegramm enthält wie in Stein gehämmert alles, was in dieser Versammlung die Männer der deutschen Arbeit zu ihren Beschlüssen begeisterte. Es ist ein I Schauspiel ohucgleiche», wie stch aste enthusiastische» Antriebe, die das deutsche Volk erfüllen, in aste» Stücken itt klare, ,elbc mutzte Werke Umsetzen. So ift's recht Amsierdam, 29. Sept. Aus Grund des Artikels INN de-- aicdcrlandijche» Slrasgesehbuchcs, der oo» der Gefährdung der -Neutralität handelt, wurde von Amtswegen gegen die -hiesige Leitung „Tclegraas" die Etrasverfolguiig cingelcitet wegen der am 29. September erfolgten Verössentlichung einer Zeichnung, die die „Zerstörung" der Kathedrale von Reime. mit dcutschjeindlicher Tendenz behandelte. Die Haltung Italiens Rom, 29 Sept, Zn den letzten Tagen macht sich eine gerechtere und besonnere Sprache Deutschland gegenüber in der hiesigen Presse bemerlbar, obgleich natürlich gcwiste italienische Organe auch jetzt noch den Text ihrer Auslassungen bestimmten »crplichtcndcil Rücksichten anpaffeil muffen. Zm „Giornale d' Ztalia" findet man jetzt täglich offene Briefe von »erschiedcnen Seiten, die gegen Uebertrcibungen und besonders gegen die Reims Hetze Stclliuig nehmen und die de»tsche Kultur gegen den Vorwurs der Barbarei verwahren. (filtf fn«lild]f !Krait9fori»eriina nn die (Uirlifi K o i> st a n t i n op e l, 28 . Sept. Die Dardanellcnstratzc, die bisher jür Handelsschiffe ojjen war, wurde heute gesperrt. Die Matzregel wurde dadurch vcranlatzt, datz gestern beim Aus lausen eines türlijchen Kriegsjchijje» ein eilglisches Torpedo, boot dasselbe aufjorderte, sich zurückzuziehe», unter der Droh- >ing, es zu bombardieren. Zwischen der Türkei »nb England besteht gegenwärtig Friedcnszustand. Die Aufsorderung des eiiglischen Commodore ist daher ein feindlicher Akt, der »mso schwerer ins Gewicht fällt, als er in türkischen Gewässern ausgeübt wurde. Konstantin opcl, 29. Sept. Die Hafeiipritfcltur teilt amtlich mit, datz die Dardanellen heute früh gesperrt worden sind, da die Notwendiglcit dieser Matzregcl erkannt w-" den sei. Kein Schiss werde demnach in die Dardnncllen einlausen oder dieselben verlassen Iö»»c». Hic NluhMilikdankr fiir Drutlchland. London, 29. Sept. Die „Dailn Mail" vcrofscntlicht es »en Brief aus Zerusalcm vom 8. September, i» dem es heißt: Wenige gebildete Mohamcdancr sympathisieren mit den Ver- diindeten. Die Masse ist für die Deutschen. Türkische Beamte äußerten Sympathie für Deuischland. Zn Damaskus, Beirut, Aleppo, Haifa und Zcrusalem sind grotzc Militärlager. Die Soldaten tragen die deutsche Kopsbedeänng statt des Fez. Bezeieh- »c»d ist, datz dieser Bruch mit der alte» Sitte wenig beachtet wird. England wird astgcmein für den Ilrheber allen Unheils gehalten. Die Mohammedaner zeigen den hiesigen Engländern gegenüber Hohn, datz der Handel stillsteht infolge der Schlie- tzung der Banken, Eine deutsche Feststellung. W i e n , 29. Sept. Die „Südslawische Korrespondenz" -ncl- dc! aus K o » st a » t i » o p c l : Eine von dem deutschen Bot- schaster gezeichnete Erklärung stellt jcst, datz nirgends deutscher Beden noch im Besitz sranzäsischcr Truppen sei, datz in Belgien »öllige Ordnung qcrrschc u»d schildert ferner die Riedcclogcn der russischen Armeen in Ostpreutzen. Gegen England. Wien, 29. Sept. Die „Südslawische Korrespondenz" meldet aus K o » st a » t i n o p c l: Eine Sonderausgabe der angesehen. u arabische» Zeitung „211 Adel" beilagt sich darüber, das; die englische R c g > c r u i, g Aegypten vollständig isoliert habe, die Prinzen des Landes zuin glotzten Teil in Ge- iangcnschasi halte und indische Trappen »ach Slegypien gebracht habe Aegypten gehöre ganz und gar der Türkei. Englai,d habe e :a räumen und werde als der größte Feind des Zs- lams.heute scinc» Lohn stnden. Hö ftprcife für Getreide. B.elin, 29. Sept. kNicktaintlich.) Ter Teutsck>e Land- wutjei .c-int Hai am 28. September einstimmig iolgtiide., Tefclli gesaht: Ter Tcnlicke Landwirtsck>aftsrat steht nach wie vor ans de>i> Standpiuifte, dost svährend des Krieges , Höchstpreise für L-otgetreide sofort einzusührcn sind. Sollten hiergegen Bedenken bestehen und sollte die Staatsregierung geneigt fein, nur Höchstpicijc für Mehl cinzufsisi ! ln könnte der Tciitickg: Laudwirtichoftsrat bicrili e )!r. 229 Neue Tageszeitung. Mittwoch, den 30. September 1914. Seife 2 lügende Maßnahme nicht erblicken und die Verantwortung dafür nicht übernehmen. Die Einführung von Höchftpcei- en für Mehl darf nur der liebergang für die notwendige ind baldige Festsetzung von Höchstpreisen für Getreide sein. las IMnIjffr der klkilitn ARlriljf=3fi(l)iifr. Schon sofort während und nach der ' zsanleihe-Zeich- uno ist sichtbar gewesen, mit welcher grer' >>d mit welchem üähaltlosc» Vertrauen gerade die kleine ncr und Kapi- »listen dem Reiche ihre Ersparnisse rar Verfügung stellten, llir tonnen jetzt einen ziffernmäßigen Beleg dafür bringen, lffe wir nämlich erfahren, sind an Zeichnungen von 100 200 J!«it über 200 000 Stück eingelanfcn. an Zeichnungen von 200 is 2000 Mark säst 700 000 Stück. Diese beiden Gruppen von usammen 900 000 kleinen Zeichnern, die vielsach aus den Spar- asscn kamen, haben allein y, Milliarden Mark ausgemacht! NU ftjjhrrer LlirkllKo:;Nlil!!!-!Ult als -tillllijtr Krikgsfte'iivHIlgtr. ^IN Freund des früheren Burenkommandantcn Iooste ver jsentlicht in einer deutschen Zeitung folgenden Brief von dcm- lben: Anläßlich mancher Notiz, die in diesen lagen durch die Presse ging mit Bezug auf das Verhalten der Buren in diesem Weltkrieg, fühle ich mich veranlaßt, dem deutschen Volke gegenüber folgendes zu erklären: Wie zur Zeit des Vurenkricges das deutsche Volt anders dachle als seine Re ^gierung, so geht cs jetzt in meiner Heimat, und man darf dem Buren-Volk nicht die Schuld an diesen Vorgängen zuschicben» Ich würde unpolitisch handeln und unsere Sache schädigen, wen» ich sozusagen „die Katze aus dem Sacke ließe". Iedsnsalls kann ich versichern, daß der „gem irrsame Feind der Südafrikaner nicht der Deutsche ist, sondern der Brite. Die 4000 Gräber der gcsallencn Buren mahnen uns an unsere Pflicht, und das Blut der 20 000 in den englischen Konzentrationslagern elend umgekoinmenen Frauen und Kinder schreit nach Rache. Was die Worte Bothas anlangt, so darf nur soviel Gewicht daraus gelegt werden, wie die Diplomatie in kritischen Zeiten verdient und muß viel mehr die Tat des Generals Beyers, die Nicdcrlcgunz seines Oberkommandos, ins Auge gefaßt üwrden^. Daß Streitkräjle aus Kapland in Deutsch-Süd.West cingebrochcn sind, bcdaure ich auss ticsste, kann aber den vielen Freunden. die mich in diese» Tagen um Auskunft baten, nur , antworten: Bin ich meines Bruders Hüter? Mir ist diese traurige und schmachvolle Tatsache ein neuer Beweis davon, was die englischen Lugen fertig bringen, denn den Buren ist offenbar feierlich versichert, daß die ihnen abgünstig gesinnte deutsche R c g i e r u n g — jeder Bure weiß ja. daß Krüger seinerzeit von Köln zurückreisen mußte — jetzt das Ilniongebict annektieren wolle und dergleichen mehr. In diesem festen Glauben, in dieser Bcsürchtung war cs strategisch berechtigt, in Deutsch-Süd West cinzufallen. mehr zur Selbstverteidigung als cm England in seinem Kamps gegen Deutschland zn unterstützen. Mag das Durenvolk noch so viel Fehler haben, aber undankbar sind wir nicht und werden nie und nimmer vergessen, wieviel Tränen getrocknet, wieviel Not gelindert und wieviel Menschenleben gerellet worden sind durch die uns aus dem ganzen deutschen Lande bewiesene Hilfe. Gebe Gott, daß die Wahrheit der europäischen Sachlage trotz englischer Zensur bald bis zum Oranje-Fluß durchdrin- gcn möge. Mögen Hoch- und Riederdculiche sich noch einmal die Hand reiche» zu gemeinsamer christlicher Kulturarbeit und zur Ehre des gesamten Germanentums! Koos Iooite. zurzeit im Felde. Wir möchten dazu bemerken, daß Koos Ioofte deutscher Iseichsangehöriger und zurzeit .Kriegsfreiwilliger ist. 3m; KthaMiilß kr orrwaMii ffink in Dtsiilhlalld. Aus einem deutschen Kriegslazarett, in welchem etwa 180 rwundctc Franzosen und Belgier, sowie etwa HO verwundete Engländer liegen, werden einige Mitteilungen französischer Verwundeter an ihre Angehörigen bekannt gegeben. Intercs- ant hinsichtlich der verschiedenen Voltscharaltere der Verwuu- rctcn ist die Beobachtung, daß — wie ein Gewährsmann schreibt - unter den von Franzosen und Belgiern geschriebenen Karten ich kaum eine befand, die nicht die gute Ausnahme und Behandlung der Verwundeten hcrvorgehoben hätte, während un- er d.» etwa hundert englische» Karten nur eine einzige etwas eon guter 'Aufnahme erwähnte. Im solgcndc» geben wir die icbcrsetzung der Nachrichten zweier verwundeter Franzosen an ihre Familie» wieder: „Liebe Ellern! Ich bin jm Lazarett zu B . . Wir werden )kr gepflegt wie Fürsten. Die Ernährung ist ausgezeichnet: iller Komfort ist vorhanden und die ärztliche Behandlung vor- 'üglich. Ihr tönnt also ganz unbesorgt sein nsw." Ein anderer schreibt: „Die Deutschen sind überaus gefällig nid behandeln uns wirklich wie Kameraden. Die Ernährung • ft gut und reichlich nfw." Hoch hUiigt las fjoiij vm brnuru Wann! Aus Reuukirchen » einer Rede in Dublin, er glaube, das erste indisch - Ken- tiiigent werde heute in Marseille landen. In allen Kolonie» sammelten sich Kontingente. In Großbritannien hätten sch 300 000 Mann unter die Fahnen gesamnielt. Gegen das Bündnis mit Japan. Der australische Arbeiterführer Pitt spricht sich gegen bit Heranziehung Japans aus. Besondere Betonung legt er auf die Feststellung, daß Australien durch die Haltung Englands nicht nur eine politische Gefahr läuft, sondern eine ebenso große wirtschastliche Gefahr, indem die Japaner billiger arbeiten als die Weiße». Australien würde in dieselbe unangenehme Lage in wirtschaftlicher Beziehung geraten wie Kalifornien, und darüber könne sich dann Australien bei England bedanken. Für'» Stammbuch. London, 29 Sept. Die „Central News" melden aus Newport vom 24. September: Hcrman Nidder schreibt in der „Newyorker Staatszcitung": Die Vernichtung der drei englische» Kreuzer zeigt, daß Deutschland beginnt, seinen unversöhnlichsten Feind zu erkennen. Die Operationen der deutschen Un> tcrseeboote werden dem britischen Volke die Augen öffnen, daß der Krieg nur ein kommerzielles Geschäft ist, um Deutschland zu Grunde zu richten, damit die englischen Börsen sich füllen. Es gibt fernerhin nur einen einzigen Feind, das ist das unversöhnliche und entschloffene kaufmännisch rechnende England. Gegen ihn wird der deutsche Angriff gerichtet sein. Die Bresche ist geschlagen. Der Untergang der englischen Kreuzer ist nur der Anfang vom Ende. Als England daran ging, den deutschen Handel und die deutsche Kultur in Europa und in der Welt zu zerstören, hat es sich selbst den Todesstoß gegeben. Aus Rußland. Eine freche Verdächtigung. Berlin, 29. Sept. Mit welch frechen Verdächtigungen die russische Heeresleitung gegen die deutsche Armee arbeitet, beweist eine beim Kiiegsminrstcrium cingeganqenc telegraphische Mitteilung des Armee-Obeikommandeurs der 8. Armee, in dem ein Originalbesechl des russischen Generals Schitinski mitgeteilt wird, in dem vor Benutzung von Brunnenwasser gewarnt wird, da bei der deutschen Armee bei Koch her gestellte Eholerabazillen mitgeführt würden. Ei« russischer Kreuzer gesunken. Stockholm, 27. Sept. Das „Socnsla Dagbladct" berichtet aus Norrtöping, 24. Scpt. Ein russischer Panzerkreuzer ist bei Baltischport in der Finnischen Bucht auf Grund geraten. Das Unglück geschah, als man damit beschäftigt war, Trümmer von dem gestrandeten und von der eigenen Besatzung in die Lust gesprengten Kreuzer „Magdeburg" auszusischen. Der ge strandete Kreuzer gehörte einem älteren Typ an. Wie schwer de» Russe« das Scheide» aus Deutschland wurde. Der Korrespondent des „Daily Telegraph" in Moskau erzählt seinem Blatte über die Eindrücke von Verwundeten während ihres Aufenthaltes in Deutschland, die jetzt in Mosla» im Lazarett liegen. Sie sagten: „Deutschland ist ein schönes Land. Das ist kein Vergleich mit unseren armen Dörfern Dort gibt es prachtvolle steinerne Häuser mit drei Stockwerke», schone Teppiche, Stühle und Grammophone. Wir haben alle gelernt, das Grammophon spielen zu lasten. Die Deutschen haben auch Geigen und wunderbare schwarze Schränke mit Deckel, wenn man den Deckel aushebt, kann man mit der Hand aus dem Schrank Musik machen. (Gemeint sind Klaviere). Und viel gab es dort zu csien: Schweine, so viel man wollte, jeden Tag hatten wir gebratenes deutsches Schweinesleisch!" — Wie gern mochten wohl auch diese in ihr Heimatland E»t- kemmenen das Schicksal ihrer in dem schönen Lande als Gefangene weilenden Landsleute teilen! Ein verwundeter russischer Offizier über die Behandlung in Deutschluud. Dem „Berl. Tagebl." geht vom Herrn Dr. Elafer in Ber. lin-Schöncbcrg eine Ucbcrfetzung folgenden Schreibens zu, das ein verwundeter, im Lazarett des Roten Kreuzes zu Landsbcrz liegender russischer Reserveoffizier an die Schristleitung der „Rowojc Wremja" mit der Bitte um Veröffentlichung gesandt hat: „Zusammen mit vielen anderen Verwundeten bin ich in deutsche Gefangenschaft geraten und hielt bei meiner Ee- sangennahme mein Schicksal sür besiegelt, den» ich war. gleich allen anderen, von der Wahrheit der russischen Be richte über die grauenerregende Behandlung der russischen Berwundeteir seitens der Deutschen vollkommen überzeugt Zurzeit bcsinde ich mich in einem der Lazarette der Stadi Landsberg a.d. Warthe, zusammen Mit ungefähr 80 andc reu rujsiichen Soldaten, zur Heilung, und muß sagen, daß eine bessere Behandlung in medizinischer und in menschlicher Beziehung, wie sic uns hier widerfährt, kaum denkbar ist Die deutschen Acrzte und Pfleger geben sich die größte Mühe, die unmenschlichen Qualen der Verwundeten zu erleichtern Jtt. 229 mok ihnen nach Möglichkeit über da» bittere Bewußtsein der Gefangenschaft, fern von der Heimat und den Lieben, hin- wegzuhelicn! Ich schwöre bei allem, was einem jeden makellosen Bürger und Krieger unseres Baterlandes heilig ist, datz ich diese Zeilen aus eigenstem Antriebe schreibe und datz ste vollkommen der Wahrheit entsprechen. Die Freunde und Anverwandte» der in Deutschland gelangen gehaltenen Berwundetcn mögen beruhigt sein über das Schicksal ihrer Söhne, Brüder und Vater: sie alle sehen hier der Heilung entgegen und werden nach Schluß dieses graucnhalten Krieges zu ihren Familien zurückkehren — mit dem Gefühl tiefempfundener Dankbarkeit und Hochachtung für die wahrhaft ritterliche Art unseres Feindes. Ich sende einen innigen Gruß meinem teuren Botcrlande und küste meine Freunde und Bcrwandten. Empfangen Sie die Versicherung meiner Hochachtung und Ergebenheit Lcontij Michailomitsch Matschutadse, Oberleutnant im >70. Infanterieregiment Lid bar rufnsche Blatt das Schreiben veröffentlicht hat, tristen wir nicht <*m Feldpostbrief. Von einem in Geldern liegende» Verwundeten, welcher aus der Nähe von Fricdberg gebürtig ist, ist uns folgender Feldpostbrief zur Berfügung gestellt worden: Gelder», 13. Scpl. 1914. kiebe Eltern und Geschwister! Ich hebe Euch seither nicht so viel vom Krieg geschrieben, am Euch das Herz nicht noch schwerer zu mache». Da ihr aber, wie ich aus Eurem Briese ersehe, doch etwas davon erfahren wollt, so will ich Euch auch einige» erzählen. Also am Samstag, den 22. August. ,l» wir so schön im Biwack lagen, da hörten wir plötzlich Gewrhrftucr, vermischt mit Kanonendonner. Der Feldgeistliche hielt noch einmal eine Ansprache mit Lebet, ,n zu Herzen gehenden Worten wies er darauf hin. datz wohl manchem heute di« letzte Stuiche schlagen werde im Feindcs- lund. Dann ging es an die Gewehre und schon nach einer halben Stunde waren wir mitten im Gefecht. Zum ersten Male hörte ich die feindliche» Kugeln um mich herum pfeifen, da wird » einem dock, anders zu Mute. Aber er gab kein zurück mehr, nur immer vorwärts! Durch einen Wald ging es im dichten Kugelregen, kein Franzos ivar zu sehen. Die verschanzen sich so gut. dag sie die beste Stellung haben, da ste nicht sichtbar sind. Aber unsere Artillerie hatte trotzdem ihre Stellung ausfindig gemacht und beschoß den Feind so stark, datz er weichen mutzt«. Wir «erfolgte, die Gegner so unaushaltsam, »atz sie Gewehre und Tornister wegwarsen, um bester kaufen zu können, um so ihr nackte« Leben zu retten. So erfochten wir mit Gottes Hilfe den ersten Sieg über die Franzosen. Bald bekamen wir die ersten verwnndeten und tote Feinde zu sehen. Furchtbar mar die Ernte des Todes aus dem Schlachtfeld, aber «in meisten hatten die Franzosen gelitten. Wir versolgten den Gegner immer weiter, so datz er unter Tag kein« Zeit zum Essen nud zum Sammeln bekam: erst am Abend wurde Halt gemocht. Jetzt ging unfere Arbeit erst los, während nnfere Artillerie die Dörfer, wo sich der Feind festgesetzt hatte, in Brand schätz, oer- schanzten wir uns, für den Fall, datz uns die Franzosen über jallen sollten. Die Arbeit dauerte bis in die Nacht. Es war ein schauerlich-schöner Anblick: ringsum brannten die Dörfer, ihr« hellen Flammen beleuchtete» unsere Gräben. Wir legten uns dann, in unsere Mäntel gehüllt, aus den blanken Boden und schliefen so gut und so fest wie in einem Bett. Als wir am Margen erwachten, mutzten wir sofort in den Schützengraben: aber wer nicht kam, das waren die Franzosen. Sa mutzten wir bum am hellen Sonntag weiter marschieren, mir liefen den ganzen Tag, ohne datz wir die Franzosen zu scheu bekamen. Am Abend übernachteten wir mitten im Balde ganz in der Nähe der Feindes. Das Lager war die krdc. der Tornister diente als Kopfkissen. Am anderen Molzen ging es wieder weiter, bi« wir an ein Dorf kamen, wo wir uns etwas zu erholen gedachten. Es sollte Wasfcr geholt werde», kaum waren wir im Ort, da schosten auch schon die Einwohner aus UN», so datz wir wieder zurück mutzten. Nun fuhr unsere Artillerie auf und schätz die verdächtigen Häuser in Brand. Wir gedachte» letzt, sicher zu sein und die vordersten Regimenter waren schon durch das Dorf, ihnen folgte di« Artillerie und zuletzt unser Regiment. Plötzlich mitte» im Orte rrhirlteu wir au der Kirche, wohin sich ave» geflüchtet hatte, rin mörderisches Feuer, das bald allgemein wurde, aus allen Dächern kracht« es, doch wurde» nur wenige verletzt, da die Kugeln zu hoch jlogen. Wir machten am Ausgang des Dorfe» Hai! und dann ging cs wieder in das Dorf: was die Artillerie »ersihoul hatte, wurde in Brand gesteckt. Zn die Kirche wurde eingedrnngen und die Mordbuben hrrausgeholt, die aus einen Haufe» gestellt und standrechtlich crschosten wurde». Unter einige« Artillericjeucr marschlerlen wir 3—3 Tage, ohne eine« Französin zu sehen. Während der vier Tage hatten wir lein Brot z» essen. Wäger war uuscre einzige Nahrung. Wochenlang sind uns die Kleider nicht vom Leibe gekommen: das sind Kriegszellcn! Es war am 2S. August früh morgens, als wir die Maas übersetzte». Kaum drüben, begrühtcn uns auch die seinbkichen Granaten »nb Geschosse. Der Feind hatte einen steilen Berg besrtzt, er gedachte uns zu schlage» und in die Maas zu werfen, was ihm oder nicht gelingen fällte. Zwar -nutzten wir datz es einen harten Kampf kosten werde, denn der FBnd hntte »ine gedeckte Stellung inne und war unsichtbar jür uns. »t-.-r es folgte Schlag auf Schlag, fürchterlich tobte Vx Kampf Schon bedeckten viele Kameraden, tot und ver- stzundrt den Boden, in das Krachen der Gewehre und der Ka- llonen mifchte sich das Jammern der Schrververwundeten. Ich selbst dachte: heut« bist du verloren, fo furchtbar sausten die Kugeln. Di« Franzosen lämpilkn verzweiselt unb wollten nicht weiche«. Es wurde Mittag und immer »ach leine Eni scheidung. Endlich, gegen 2 Uhr. wichen sie unsere« Granaten und slohen. Ich wor (träfet in einem Dorfe, wo di« Gefchosic wie Regen aroen hie Häuser »logen. Ta kn» hie Kugel gefto- Reue Tageszeitung. Mittwoch, den 20. September 191« gen, die mich treffen sollte, am Arm wurde ich verwundet. Es war der heitzeste Kamps, de» ich miigcmachi hatte, aber Gott sei Dank, der Sieg ist unser geblieben: Notdürftig verbunden kehrte ich aus die nächste Berbandftaiion zurück und dann inar- schierten wir drei volle Tage durch Feindesland, bis wir an die nächste Bahnstation lamen. es folgte »och einen Tag Bahn- jahrt, in all' dieser Zeit hat niemand »ach der Wundc gesehen. Nach achtlögigcr Reise kamen wir in Rödingen an und dann gelangte» wir nach Geldern, wo wir uns in sehr guter Pslegc befinden. Feldpoltpnkcte. Bekanntlich ist es der dringende Wunsch vieler, an die im Felde sichenden Jomiliciimitglieder imd Bckaiinte Pakete mit warnien Unterkleidern, Wasche, Eßwarc», Zigarren usw. senden zu können. Tie Feldpost befördert aber nur Samniluiigen bis z»in (Gewichte von 250 (stramm. Die „Frank». Zig." teilt nach Erkundigungen an zuständiger Stelle einen Weg mit, Pakete an die Feldtruppen gelangen z» lassen: Für das XVIII. Armrckerps. Für den Bereich des 18. Armeekorps ist, wie schon wic- derholt bekannt gegeben, cm besonderer Paketdienst eingerichtet worden. Solche Pakete dürfen einen beliebigen Umfang haben, sic dürfen aber das Höchstgewicht von 5 Kg. nickst übersteigen. Tic Verpackung ist besonders sorgfältig hcrzustellcn, da die Pakete starke» Druck anshalten müssen, ohne dabei Schaden zu leiden. Vor allen Dingen aber mutz, wie bei allen Sendungen sür das Feld, die Adresse deutlich geschrieben, fest auf dem Paket angebracht und peinlich genau sein, auch vollständig ausgeschrieben sein. Also keine Abkürzungen für „Regiment", „Bataillon" »sw. Leicht verderblickle Waren dürfen nicht beigepackt werden. Pakete für Einzel-Empfänger folgender Abteilungen des l8. Ar- ineekorps und des 18. Reserve-Armeekorps, nämlich: die Infanterie- und Landwebr-Regimcntcr Nr. 80, 81. 87, 88, Illanen-Regiment 6, Fcldartillerie-Rcginwnt Nr. 21 und 63, Moniere Nr. 21 und Nr. 25, Feldartillcrie-Regiment Nr. *, Fußartillerie-Negiment Nr. 3, Eifenbahn-Regimmt Nr. 2 und 3. Landsturm-Bataillon Hanau, Wetzlar, Oberlahnstein und Frankfurt a. M.: ferner für die dem 18. Armee-Korps und Rcierva-Armeekorps angehörenden fclbft- stäudigen Maschinengewehr-Abteilungen. Munitions-Kolonnen, Proviant-Kolonnen, Brücken-Train, Fuhrpark-Abteilung. Saniläts truppen, Feld-Lazarett, Scheinwerfer-Abteilung, Feldtelegraphcn-Fcldtelcphon, Feldpost, Keaftfahr- zcnge-Abtcilung werden angenoinnien täglich von vormfttags 8 bis 12 Uhr, sowie von nachmittags 2 bis 7 Uhr in den zum Versand errichteten Baracken der Etappcn-Kommandanten I und II dcS 18. Armeekorps am kstütcrbahnhof, Ecke Schwei- zerstraßc und Mörfcldcrlandftraße in Frankfurt. Diese haben in den letzten acht Tagen bereits 14,000 Pakete und 300 Kisten zum Versand gebracht! Die dem 18. Armeekorps angehörendcn Regimenter, die vorstehend nicht aufgesührt sind, gehöre» zur Etappcn-Kom- mandantur 111 in Darmstadt, Hauptbahnhof. Paketlief.'r- ungcn für diese erfolgen also dorthin. Leider ist aus dieser Anweisung nicht ersichtlich, wie die Pakete bis Darmstadt zu befördern sind. Auch die Angehörigen der in hessischen Regimentern dienenden Krieger, möchten der Mahnung der Militärbehörden, der Bitte des Kronprinzen, die Soldaten draußen im Felde mit warmein Unterzeug zu versehen, gerne Nachkommen; sie möchten sich ihnen außerdem erkenntlich zeigen dafür, daß die Wackeren draußen in Sturm und Wetter, in den Schützengräben und auf dem Marsche ihr Leben »nd ihre Gesundheit daftir aus's Spiel setzen, damit uns die Segnungen des Friedens wieder zuteil werden möchten. Gerne hätten wii ihnen daher den Weg dazu gewiesen, wie dies zu bewerkstelligen sei. Wir haben uns deshalb mit der Bitte an den hiesigen Postdirektor gewandt, uns eine diesbezügliche Anweisung zu geben. Da wir von ihm die Ant- wort erhielten, dafür habe er keine Zeit, so sind wir leider nicht in der Lage weitere Aufklärung zu geben. (kiiit ittulinung fiir die öfntntfn. Der Landrat von Zedlitz im Kreise Waldenburg (Schlesien) hat einen beherzigenswerten Erlaß herausge- geben. Er macht bekannt, daß ihm Klagen und Beschwerden darüber zngekommen seien, daß Frauen, deren Ehemänner zur Fahne cinberufcn seien, bei Gcsilchcn an die Behörden teilweise in schroffer oder sonst iinnngemesfencr Weise behandelt worden seien. Dieses Brrfahreu sei nicht geeignet, die bisherige Begeisterung »»d Opserwilligkeit in toi c kcvv kernng wachzuhallen und sei deshalb cutschikdc» zu verurteile». Der Landrat fordert deshalb alle ihm unterstehenden Beamten auf, daß nicht nur allen Angehörigen der Krieger in wohlwollender Weile cntgegenznkommen sei, sonder» ihnen auch in wciigchciidstem Maste zur Seile gr- trele» und geholfen werde. Diese Mahnung wäre allerorten am Platze. Ans der Heimat. * Fricdberg, 30. Scpt. Gestern kamen abermals drei größere Verwundctentransportc hier durch, wovon in die hiesigen Lazarette eine Anzahl Verwundeter abgegeben wurden, die meistens ans der Ilnigegend stammen. Auch eine größere Anzahl verwundeter Franzosen wurden zur Pflege in der hiesigen Militärinusikschnlc nntergcbracht * Reichelsheim i. d. W„ 29. Sept. In unserem Genesung« lazarett ist bereits der 33. verwundete oder kranke Soldat ein aetroffcn: IN konnten bereit« als aebeilt in die kdroni beuv _ Seite 3. mit kurzem Urlaub in ihre Heimat entlassen werden. An unserer werktätigen Licbcsarbcit dahier beteiligen sich fast alle biefigcn Familien durch Darreichung von Lebensmitteln, Klei- bungsstückcn und Geld. Auch von Blofeld, Bingenheim. Heu- chelhcim, Grund Schwalheim und Melbach wurden wir mit Gaben bedacht. Dem Beispiel des Mäniicrgesangverc.iis dahier folgten in hochherziger Weise der Geslügclzuchtvcrein mit einer Spende von 130 Mark und der Turnverein mit 100 Alk — Unsere im Felde stehenden Krieger aus der Gemeinde und deren Angehörigen werden ebensalls, soweit dies crsorderlich erscheint, mit Geldspenden und Kleidungsstücken bedacht. Die hierzu notwendigen Beträge werden durch ivöchcntliche Haus sainmlnngen ausgcbracht. — In diesen Tagen erhielten wir-tote erste Nachricht, datz ein geborener Rcichelsheimer, Herr Oder lörstcr Leo Bogt, den Heldentod fürs Baterland gestorben lei. Nächsten Sonntag um 1 Uhr soll ein Gcdächinisgottes- dienst ihn, zu Ehren stattfindcn. * Langsdorf, 30. Seht. Don dem Reservisten Adalbert Köhler, dem Sobn unseres srühcren Bürgermeisters, Reichs- und Landtagsabg. Köhler, der den Feldzug in Frankreich nritmachte, ist längere Zeit keine Nachricht eingetroften so daß die Fanrilic in schwerer Sorge sich um ihn befand Dieser Tage erhielt seine Mutter endlich die langcrsehnle Nachricht von ihrem Sohne: er teilt darin mit. daß er vor- wnndet worden und in französisckic Gefangenschaft geraten sei. Er befände sich in guter Pflege. » Franksurt a. M.. 2g. Scpt. Die Bclanntmgchung des Reichskanzlers vom ll. September d. I. bctrefscnd das Bcrbot des vorzeitigen Cchlachtcns von Bieh — Kälber unter 73 Kg. Lebendgewicht und Rinder unter 7 Jahren — wurde gestern aus dem hiesigen Dich,nackt erstmalig praktisch gehandhabt. Die Preise für Ochsen, deren Handel lebhaft war, bliebe» gegen die Borwoche nnvcrändert, während die Preise für Kühe bei flauem Geschäftsgang 6—2 Psg. pro Pfund Schlachtgewicht heriinier- gmgen. Kälber, die anfangs lcbhnst, später langsam geha» »clt wurden, gingen im Preise pro Pfund Schlachtgewicht im Durchschnitt um 0 Psg. in die Höhe. Aus Holland waren 32 Rinder angetriebcn. * Frankfurt a. M., 29. Sept. Während auf dem Lande die Schwcinepreise sehr niedrig sind, sodatz der Landrat des Krei- scs Gelnhausen in Anbetracht dieser niedrigen Preise »ach Anhörung von Sachverständigen bei Festsetzung von Höchsipreisen vor einigen Tagen für das Pfund Schweinefleisch 03 Psg. und der Landrat des Kreises Schlüchtern den Höchstpreis sür du« Psund Schwcineslcisch auf 70 Psg. scstsetzen konnten, machten heule auf dem Hauptviehmarlt in Frankfurt die Preise für Schweine wider Erwarte» einen nanihaften Sprung nach oben. Das Pfund Schlachtgewicht stieg gegen die Vorwoche um 3—ü Pfg. in allen Qualitäten. Starkenburg. * Darmstadt, 29. Scpt. Totgesahre» wurde am Donnerstag auf der Landstraße in der Nähe von Sprendlingen ein 23jäh riger Reservist aus Heidelberg durch ein Automobil der Flic, gerabteilung Darmstadt, der auf seinem Rad trotz wiedeiholtei Warnung allzu nahe an das schwerdeladene Automobil heran- suhr, als er einem entgegenkommenden Fuhrwerk ausweiche» wollte. — Schwer Lützen mutz ein jetzt für de» Kriegsdienst ei»' gezogener Landwehrmann aus Dreieichenhain eine in angehei tertem Zustand geschehene Aeutzerung gegen einen Vorgesetzten, die er vor dem Abrücken des Ersatzbataillons in Ojsinback: machte und die jetzt vor dein Kriegsgericht aus dem Truppe»- übungsplah in Griesheim zur Aburteilung kam. Die Reser visten und Landwehrmänner hatten vor der Einkleidung noch einen Abschiedsichoppen getrunlcn und kamen bei der Auffiel- lung mit einem jungen Ofjizier in Konflikt, der die Reihen folge anders cingcteilt hatte. Hierbei soll der Landmchrman» nach Aussage der andere» Offiziere die Aeutzerung gela» haben: „Warte Bürschchen, wir sehen uns noch!" Der Angeklagie leugnet zwar, hie umstehende» Mannschaste» haben angeblich auch Nichts gehört, doch wird er zu sechs Monaten Eejängnis verurteilt, die er alsbald verbüßen »nutz: ins Feld kann er nicht ausrllcken. Der Vertreter der Anklage hatte 1 Jahr Gesang »is beantragt. * Darmstadt, 29. Sept. Der geschäft-führende Tiiek- tor des Verbandes der hessischen landwirtsll>astlichrn Genossenschaften, Dr. Fitting, der als Rcsclvcosfizier -ruf dem Felde der Ehre geblieben ist, wurde gestern auf dem hiesig'» Friedhof beigesetzt. Im Namen des Verbandes widm-'lc Ockononiicrat Walter-Lcngfeld dem Verblichenen sür keine Verdienste um das Genossenschaftswesen warme anerkennende Worte und legte einen Kranz am Grabe nieder. Im Namen der Hessischen Centralkassc sprach Direktor Mager, für die Centralgenossenschaft Direktor Berg, für die Ve>- bandsbeainien Revisor Lauber. Auch verschiedene lnilit.ir- ischc Kollegen begleiteten den Verstorbenen auf seinem letzten Wege. Fronksurter Wetterbericht Boraussage: Wechselnd bewölkt, trocken, tagsüber wärmer, nachts kühl, nördliche Winde, Die amtlichen Verlustlisten liegen in vnserem Geschäftszimmer zu Jedermanns Einsicht auf. Wer nicht genau Bescheid weiß, wie die Adressen an Angc hörige des Heeres (Truppenteil, Rcgiemnt, Kompagnie usw) bei Feldbriesen anzugeben ist, dem geben wir gerne Auskunst und sind bereit die Adresien zu schreiben. Echristleitung der „Neuen Tageszeitung". „Römerbrunnen " Hervorragendes Tafelwasser. Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto H i rschel. Friedbcrg: für den Anzeigenteil: K. Sch midi. Fricdberg. Truck und Verlag der „Neuen Tageszeitung 81 . G , Frieddeea > H. Nr. 229 Neue Tageszeitung. Mittwoch, den 3V. September 1814 ;dfe 4. PktklMN- mit) MiiltSr-Bttkiil Lsscnheim. land Den Heldentod im Kampfe fürs Vaterstarb auf Frankreichs Erde unser Mitglied Lm Otrorj lila I Reserve-Jnsanterie-Regiment Nr. 116, 5. Komp, j im 29. Lebensjahr. I Wir verlieren in dxm Dahingcfchiedcnen einen treuen Kameraden, wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken | | bewahren. Offenheim, den 29. Seplember 1911. Der Dorstand. Krotpreis- Erhöhung ad 1. Oktober 1914. 4 pfii. Iveikbrod <»4pfx.! 1 W. gcm. Srod 60Pfg. 4 .. 4. 44 '4 .. 4« 44 30 1» 16 1 ff 11 15 Jic Blilkn-Füllllllg Friedberg. rr «Mi -d Wir empfehlen Braunlohlen-Preßfleine der Fürstlich Solms-Braunfelsffchen Braunkohlengruben Weckes- heim und Wölfersheim. Anerkannt vorzügliches, nkv-dK» Luft geirocknetes Brennmaterial, frei von üblem Geruch und mit wenig Rußansatz. Lokalvcrkaufspreise: 1. Grube Weckesheim: Barverkauf 11,80 Mk. pro 1000 Stück. Creditverkauf 12,10 Mk. „ „ „ 2. Grube Wölfersheim: Barverkauf 12,30 Mk. pro 1000 Stück. Creditverkauf 12,60 Mk. „ „ Friedberg, den 30. September 1814. __ fiirltlid ir öerylimvallim Diingt jetzt mit Kalkmehl. ist billig macht die Pflanzen gesund erzeugt kräftige Körner liefert gutes üppiges Futter macht den Boden locker wirkt Stickstoff sparend kann jederzeit, auch den Winter Uber, ausgestreur werden. Gberh. Kalk- u. Stein-Industrie G. m. b. H. Kuhbach (OberheffeiQ. ________ Uahtreber I»,r Fütterung von Mast- und Milchvieh, sowie von Schweinen, empfehlen wir unsere Naßtreber. Diese sind aus Mais, Gerste und Malzkeimen hergestellt. Da durch einen Brand unsere Trebertrockenanlage vernichtet wurde, geben wir die Naßtreber billigst ab. Sie sind ein vorzügliches, vollwertiges Futtermittel und besonders eben, bei den teuren Preisen der sonstigen Futtermittel eine große Ersparnis für den rechnenden Landwirt. Gebrüder Ware, Küherrfurt (ßr. Mlstar). j Betr.: Feldbereinigung Stammheim. Arbeits- Ml! Litsttunits-AtrBilng. Diensloo, den l>. Oktober 1914 vormittags 11 Uhr sollen i im Aathanfe zu Stammheim die »achverzeichneten Arbeiten und ! Lieferungen vergeben werden: Voranschlag. l Los 1) Planierung der Eewannwege 1402,5 > Mt. l Los 2> dcsgl. 1492 59 „ ! Los llj dergl. 2505,00 „ ! Los 4) Erd , Rohrverlegungs-, Pflasterer- und Chauf- fielunzsarbciten zur Herstellung der Kreis- strastenabfahrten 1205,70 „ Los 5} Etwa 55 cbm Bafaltpflasierjteine 2. Sorte zu 22 Marl für den cdm und etwa 280 cdm Rauhpflafteisteine, mindestens 20 cm hoch, zu 7 Mark für den cdm frei Baustelle anzuliefern 3170,— „ Los 6) Etwa 415 cbrti ton- und lehmfreien Gruben and frei Baustelle anzuliefern 1245,— „ Los 7) 205 Ildni Zementrohre und 78 Böschungsstücke bester Güte, 30 cm Lw frei Baustelle anzu- liesern 9! 0,50 „ Los 8) Fuhrlerftungen 40,— „ Die Verdingungsunterlagen liegen bei uns und bei der Grogh. Bürgermeisterei Stammhein, zur Einsicht offen. Angebote in Prozenten des Voranschlags find bis zum obigen Termin verschlossen und mit der Aufschrift: „Angebot Feldbereinigung Stamm- Heim^ versehen, der Erotzh, Bürgermeisterei Stammheim eiuzureichen. Friedberg, den 26. September 1914. Erosth, Kulturiuspekiion. _ I. V.: H a u ck. BezirkssMrlajse „Mlithilüeiijtist" giicDbcro. Nach Beschluß des Aufsichtsrats vom 25. September 1914 beträgt der Zinsfuß vom 1. Januar 1915 ab: für Spnreinkagen bei täglicher UerHnjnng für Darlehen gegen Hypotheken „ ,» an Gemeinden „ 44 gegen Schuldscheine » Hanfschillinge Friedberg, den 26/ Sept. 1914. Der Dir !;tor: _ Ge e tg H M onimus 47« 47-7° 47«7. 47,7. 47-7° Empfehlenswerte X, gszei oCbriften. , o tage I Heit UI 10 Plg. Kriegs-Echo Jll. Geschichte des Weltkriegs 1914 Der Völkerkrieg Der Krieg Der grosse Krieg Jll. Weltkriegs-Chronik Das „Kriegs-Echo“ eignet sich besonders zur Nachsendung für die im Feld stehenden Soldaten. Probenummern in meiner Buchhandlung. "WU Friedr. Streckfuss, MW i. H. i , i „ i „ i „ i 25 30 30 40 60 Für Militär! Farbige wollene Hemden, Uormal-Hemden, Normal-Nnterjacken «. Hosen, Militär-Unterhosen o^ne Jlnljt, Leibbinden, Ghrenlchübrr, Strümpfe, Socken, Fußlappen, HolenträKer, Taschentücher, Stauchen, Fnßschlüpfer» :€f“ Strickwolle Unterwämte, Zagdwrsten. Größte Auswahl. Billige Preise. fiSassck Friedberg, Gngetsgalse 10« BorjAb u. Creilit-Vtrm Friedberß Gesse«) Eigetraqene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Unser Zinsfuß für Spareinlagen wird ab l. Januar 1915 auf i 0 ;,, festgesetzt. Darr Einlagen werden zu höherein Zinsfuß gegen besondere Vereinbarung schon von jetzt ab entgegengenommen. Mimetun mini a.HBMä Geschästsstelle Franksurt n. M., Moselstraße 0a. Telefon-Rummer 9208 Aint l. Vürostnnden: Montag nachm, von 5—7. — Dienstag nachm, von 5—7. — Donnerstag nachm, von 5—7. — Freitag nachm. vo::5---7 Ufr Zn verkaufen. Ä Voaelsberzrr Kühe stehen pc.iswert bei Heinria, ^ci, Wehrheim i. T. 10 Stück 9 Wochen alte, sehr schöne b. Ludwig Gut», Ober Rosbach. 3n kaufen gesucht. 2 frischmelkende Kühe Georg See, Massenheim. M ilitsir-l n S 11 a < » garantiert wasserdicht und warmhaltend liefert «k. Thomas, Schneidermstr. Friedberg i« H-, Augustinergasse 17, IRF* Alleinverlaus für Friedberg und Umgegend. Den Empfang der Modell-Hüte und aller Neuheiten für den Winter zeigt ergebenst an Heinr. Kreuder, Friedberg. Alte Hüte werden prompt und billig umgearbeitet. V_ J 2 -Zilnnitt-Wchilllg mit abgeschl. Vorplatz und Zubehör an ruhige Leute p. 1. Noo. zu vermieten. Näheres Friedberg- Fauerbach, Klauienstr. 12. Persil zum Waschen! Drima Minner p 2 rairf gesunde, trsck.ne, mitteldicke Ware das Beste was geliefert werden kann. 20 pft. 1.10 M... 50 |)fb. 2.70 m, 1 3ir. 5 m bei Adolf ISfelüsäeSüis, Am ali.lloliaml. 8 1 4s 11 ; i. 91. Sdjulfir. 15. Telefon 459. Telefon 459. Zur Herbstsaat empfehle: Thomasmehl, Kainit, Kali. Snperphasphat, Ammoniak snperphos - phat, schwefelsaures Ammoniak und peru- Guana (IllUhornmorkk). Ph. Dan. Kümmich, Friedberg. Die am t. Oktober fälligen Unterstützungen an die Angehörigen von Krtegstet'nehmern werden an diesem Tage morgens von 1 /S bis 9 Uhr und nachmit. von 5—8 Uhr ausbezahlt. Friedberg, den 29. Sept. 1914. Die Stabtkaffe. tfwEmsfys-i 4\ -SKsr^'lenstag ab steht estl:M»sft.'r Transport belgischer es Tffli kÄ i d H Zm k darunter 2 und 3jährige Fohlen und Fuchs-- stuten zum Verkauf. ti Roth Fzarrkfurt Vockenheim Er. Seestraße Nr 11. Telejoi;, Taunus 3730. lUüf lliuaotrnltfiue werden abgegeben zum billigsten Tagespreis. liiugorf.lurnelei 3. ti. fjofmaim, LaS-U»«ieio. am Ehaufieebaus. Ile Betten sowie einzelne Teile Bettstellen in Holz und Eisen rmliiiiliüiifMi Schoner Sprungrahmen iit h Die Ela t Friedrichsdorf, Taunus, kauft einige Waggon 17 ffeln z'Tn..,°c ,on gleich bare Zahlung noch Cmpfang. Angedoie find zu richlen an das Vurgermoisteramt Friedrichodors, Taunus. _ Ein bis zwei Pferde abzugeben. Zu ersragen uni. Sch. 2498 bei der Reuen Tageszeitung.____ a gi?. Arbeitspferd mittel, zu verkaufen. Heinrich d«»g, Echmiedemeifter, Uontladt. Vcclrbsllcn Kissen Kolter Steppdecken Strohmatratzen zu billigsten Preisen. G.M.Reuss Friedberg Alle Post. SlhHMr-eigemg. Aul der Jungviehweide Lauterbach werden Donnerstag, den 8. Oktober, vormittags 11 Uhr ra. 30 Kammböcke / gegen Barzahlung ohne Ee- währschaftsleistung öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, 26. Sept 1914. faiidwirhiliafloliammtk-llissiliuh für Ndkrhellt». Bleidenbach. Zu verkaufen. IIMr.lchwarzer schweren Schlages, eiu. ^wei- fpännig gefahren. Anfr. unt. Sch. B. 2489 bei der Neuen T is,es;ta. Eine junge prima Fahrlruh zu verkaufen. Zaeob Bocher, Skupperisburg.