Kummer 2 zS Dienstag, den Lit. September 1914. 7. Iahrgane 7c, c'r'" '"oenlen ^wo''ö^ick^öl) Bio "bln U,°>' ^eg'lmä8i«« Beilagen „5«r Cnu« an« «»17»»". „Bi* $pinnftuüe". s»,n,op»»i»: «er den Poftanftalte» »,»«»>,ähllich Mk. >,Üö En'Üllunvsorl^Äi.db..' 7 !" i^itgebohr oder IrageAohn. Anzeige»: Trundzcile 20 Pfg„ lolale ,5 P,g„ Anzeigen von auswärts werden Surr, Po.tnachnahme erhoben _ ^ 'rntt^er^^rfiriftlfituwouna Ucrlgg ,,rie»berg lheyenj, v>ana'4»r'tra(,» 12. <"jem vrecher IS. Bsstihrl-Esut, Sir. «S59, 21,nt ^ranllurl «. DI. fitinr llrränbrrnufli liiil km KirgÄWjiKH. Franzofisch-niMcher Bericht. — (triegsschisi vernichtet. — Einigkeit der deutschen Berufssiände. — >trieg in den Kolonien. Bor der Front. Ta wir zweifelsohne vor wichtigen Ereignissen stehen, deren Ergebnisse erst gemeldet werden können, wen» sie ab- geschlosjcn oder doch mindestens dem Abschlüsse nnhe sind, so find heute die amtlichen Nachrichten von den Kriegsschauplätzen ganz ausgcblieben. Wir sind lediglich auf die feindlichen Berichte angewiesen. Tic Franzosen berichten von deutschen Angriffen, die mit unerhörter Heftigkeit erfolge». Bezeichnender Weise ist keine Spur mehr von der früheren Siegeszuversicht in dein Bericht zu verspüren. Tie Russe» geben zu. daß die Festung Lsowiccs von den Tcutsch.'n beschossen werde; sie trösten sich, daß sie der deutschen Artillerie widerstehe. Wie lange noch, das ist die andere Frage. Französischer Bericht. Paris, 28. Sept. In einem am 27. September nachts 11 Uhr ausgegebenen Bulletin heißt cs u. a.: „Tie Tent- schrn haben in der Nacht vom 25. auf den 26. und bis zum 27. bei Tag und Nacht aus unserer ganzen Front unaufhörlich mit unerhörter Heftigkeit ihre Angriffe erneuert, mit dem offenbaren Zweck, unsere Linie zu durchbrechen. Tic gesamte Anlage der Angriffe beweist, daß Fnstruktio- nen vom Oberkommando gekommen sein müssen, eine Lösung der Schlacht zu suche». Tie französischem Koinmando- stellen teilen mit, daß die Stimmung der Truppen trotz der riesige» Anstrengungen ausgezeichnet sei." Russischer Bericht. Petersburg, 28. Sept. Ein gestern ansgegebencs Bul- letin besagt: Tic Deutschen beganneir die Beschießung der Festung Lsowiccs (zwischen Lomza und Grodno). Diese widersteht der dentschcu Artillerie. Kämpfe in Galizien. Budapest, 28. Sept. (SB. B. Nichtamtlich.) Das „Ungarische Korrespondenzburean" ist von kompetenter Seite ermächtigt, folgendes bekanntzugeben: Bei dem tlszoker Paß ist gestern eine mehrere tausend Mann starke russische Trup- penabteilung eingedrungcn, die bei Malomrct zwischen Fe»- ypcswoclgy und Czontos zurückgeschlogen wurde. Im Maramoroscr jtomitat sind bei Tornya ebenfalls Pläi'ke- leien mit dort cingebrochencn russischen Truppen u>,d unseren zum Grenzschutz besohlcucn Truppen im Gang. Von Munkacs und Huszt sind größere Truppenabteilungen nn- terwegs. um. die linsercn zu unterstützen. Alle diese Gr.nz- plänkcleien sind von geringerer Bedeutung und geben, nach- de,n wir bei der Grenze und in, Landesinnern über genügende Truppen verfügen, keinen Anlaß zur Besorgnis. (fiii framöfildifö KriegslM d»rl!j die (Offfcrrfirfirr örrnidjtft. fl Sin, 27. Sept. D>» „Kölnische Zeitung" meldet aas Ignlo in Dalmatien: Am >8. d. M.. nachmittags, bombardierten österreichisch iiigarijche Kriegsschijse Antivari und veenichieten dabei eine größere Abteilung Manlenegrinee. Bei dieser Gelegenheit singen wir eine drahilase Depesche der sranziisischen ftlatle an Sie DIantenegriner ab, worin letztere oon de» Franzosen ausgrsordert wurden, ani 19. d. DI., um 7 Ilhr früh. einen allgemeinen Angriis aus die Boecho di «Snttaro :u unternehmen, die gleichzeitig durch die Franzosen von 7:r Seejeitr angegrsssen würde. Da man also unsererseits rder die Absicht des Feindes genau unterrichtet war, tonnten die entsprechenden Boelehrungen getrossen werden. Am l». d. DI., Ty, Uhr, begaben sich drei kleine Uiidlö große französische Schisse nach der Boccke und kamen im S'ibrl bis aus sechs Kilometer a» die Küste heran, llnserer- j.-its wollte man sie aus die Dllnen sahren lassen-, doch mach- I.-ti die Schisse plötzlich halt und begannen umzukehren. Im Augenblick, als sie sich unseren Beseitigungen aus der Breitseite zeigten, siel von der Festung Kobiln ein Signalschütz, rooraus sosort vier Batteriesalveu von den Fo:!o La'ti:, und Dlamnla losgingen. Die Kauru.nde wi-zrte ungefähr eine Biertelstunde. Die Wirkung lit nicht auszeblieben, denn gleich sie erste Soloe vernichtete e.n sranzögichro Kriegsschiss, das von nicht weniger als 2> Granate: aus einmal getrossen wurde, wobei alle sechs Schornsteine samt der Kommandobrücke in die Lust slogen. Dann folgte eine Feuersäule, und als sich der Rauch oerflüchtete, war d,e Stelle, wo vorher der Franzose gestanden, leer. Zwei andere Schiii» erlitten schwere Havarien: die übrigen verschwanden schleunigst. Die Franzosen hatte» insgesamt zwei Tresser gemacht, wodurch aus unserer Seite ein Mann W—:?. einer leicht verwundet wurde. Die Absicht der F: . esc-, die Radiostatio» Lustiea zu vernichten, ist kläglich rniß- lnngen. Ans den Kolonien. London, 28. Sept. Das Reutrrsche Bureau meldet aus Pretoria vom 21. September: Tie Polizeistation Rietfon t c i n ist am 19. September von einer deutsche» Abteilung, die ungesähr 200 Mann stark ist, genommen worden. Notiz des Wol-sbureaus: Es handelt sich um eine ziemlich bedeutende englische Station, die östlich von Keetmanshoop liegt. Bordeaux, 28. Sept. Augagneur teilte i,u Ministerium mit. datz das französische Kanonenboot „Surprise" während der Operationen gegen Kamerun und Deutsch,Kongo Cocobeach besetzte. Notiz des Woljfbureaus: Coeobeach ist der frühere Slawe der Station Uloto in dem deutsche» Diunigebiet, das durch den Beitrag von 1912 von Frankreich a» Deutschland abgetreten morde. (*inc Zeppelinfihrt in Belgien. Ein Zeppelinlustschiss unternahm eine neue Stieissahrt in der Richtung »ach Ostende, ohne jedoch über Ostende zu kommen. Es überflog Alomet, Gent und Deynze, wo es fünf Bomben warf. Darauf wandte sich das Luftschiff nach Ihourout in der Slichtung aus Eourrrai-Iournal und schlug schlietzlich die Richtung nach Osten ein. Wieder ein deutiliier fliwr über Paris. Paris, 27. Sept. Eine „Taube" flog heute Vormittag 11 tlhr unter dem Schutze des Nebels über Paris und warf in der Umgebung des Eiffelturmes mehrere Bomben. Man glaubt, datz die Bomben füi die Funkenstation des Eijfeltur mes bestimnrt waren. Wilhelmshaven, 20. Sept. Das Unterseeboot „U 2" ist zu vorübergehendern Aufenthalt gestern hier eingetrofscn. Als das Boot in den Hafen ciulicf, hatte die tapfere Besatz- ung mit deitl vonnnandaalcu a» der Spitze aus dem Oberdeck Ausstellung gcnoinnien. ?lnf dem Wege durch den Hafen wurden die Heinikehrenden von den Kameraden der im Hafen liegenden Schiffe mit drei stürmischen Hurras begrüßt. Ais das Boot sich dem Hafen näherte, war die junge Fra» des Kounnandantcn, der erst feit vier Wochen verheiratet ist, ihrem «satte» mit einer Pinafse entgcgenge- sahrcn und hatte ihm die ersten Grüße und Glückwünsche nach seiner Heldentat überbracht. Vom Bnttdesrat. Berlin, 28. Sept. (W. B ) I» der heutigen Sitzung des Bundes wurde dem Entwurf einer Bekanntmachung über die Unvcrbipdlichkeit gewisser Zahlungsvereinbarnn- gen die Znstimmnng erteilt. Der „Vorwärts" verboten. tztedalticn und Perlag des „Vorwärts" geben solgendcs bekannt: Tos Oberkommando in den Marken übermittelte »ns Sonntag abend ‘J Uhr folgende Verfügung. Tas Er- scheinen des „Vorwärts" wird hiermit bis ans weiteres verbalen. Ter Oberbefehlshaber: v. Kesses, Gneraloberft. (f iiiiiiiiinlifit aller bnitlrfjff Ltrufsliän-?. Berlin, 28. Sept. Bei der heute vorwitlag >m glotzen Kovzrrtfaal der Philharmonie veranftallelen Kundgebung d:s TcNischen Handelstages, des Deutschen Landwirtschaftsratcs, d:s Kriegsausjchufjes, der Deutschen Industrie und des Teut- Ichcn Handwerks- und Ecwerbekammertagcs wäre» etwa 7000 Vertreter des Deutschen Erwerbslebens aus alle» Teilen des Reiches zugegen. Bald nach t0 Uhr erössnele Reichstagspeäsi- d.nt Dr. Kämpj die Versainmlung. in der man neben den Vertretern des Deutschen Wntlchaftslebrns viele Reichstags- und Landlagsabgeordnete ja!,. Die Eeöjjnungsrede hielt Präsident Kä.nps. Er erinnerte an das Slkni des Kaisers, datz er leine Pariei mehr lenne, sonder» nur noch Deutsche, das in der denkwürdigen Sitzung des Reichstages eine glanzvolle und einmii- tige Antwort durch das deutsche Vlk gesunden habe. Wir halten aus, schloß der Redner, bis das Ziel dieses Ricsenlnmp- ses erreicht ist, eine wirtschaftliche E lwicklung für alle Zeit. Gin dreifaches Hoch auf Kaiser und Reich schloß sich dieso 22orten an Als nächster Redner betrat Geheimer Kommet uenrat Slevc» Du Dlont Köln die Tribüne. Er «childcrte du Lage des Wirtschastslebenr in Deutschland, ging auf die Tä »gleit der Industrie ein und schilderte unter brausendem Bei soll der Versammlung die Taten eines Zeppelin und eine. Krupp. Er legte ferner dar, datz die Hojsnung Englands. un- aushungern zu lönne», elend scheitern würde, was auch de. Ausjall der Kriegsanleihe beweise. Während alle andere- Länder, selbst neutrale, nur durch die Aulstellung von Morale rie» ihre wirtschaftlichen Verhältnisse zu regeln vermochte- seien in Deutschland ohne solche Hiljsmittel die Eeldoerhiil! niste in Ordnung geblieben. Dlit lautem Jubel begrüßt gal sodann der Präsident des Abgeordnetenhauses, Graf Schwerin Löwitz im Namen der gesamten Landwirtschaftlichen Körperschaften Deutschlands in seiner Eigenschaft als Präsident des Deutsche» Landwirtschastsrates eine Erklärung ab. >» der es heißt: wen» auch die Deutsche Landwirtschast nicht minder hart, als die übrigen Erwerbsstände pon dem uns ausgezwun- genen Krieg betroffen sei, so sei sie sich doch ihrer groben pater, ländischen Pflicht bewußt, Heer und Volk auch während der ganzen Dauer des Krieges ausreichend zu versorgen, und da- Voll vor jeder ungebührlichen Verteuerung der Lebensmitte ZU bewahren. Der Vorsitzende des Zentralverbandes Deul scher Industrieller, Landrat a. D. Roetger, führte aus di, Ueberzeugung, daß wir siegen müsse» und werden, koste es was es wolle, werde auch von der Industrie geteilt. Koinmer zienrat Friedlich, der Vorsitzende des Bundes der Industriellen hielt den Worten des englischen Schatzkanzlers, Lloyd George, dag der Krieg mit der letzte» Milliarde gewomte» rserde, ent gegen, daß bei dieser charakteristische» Berechnungsart nicht Sei Faltor der Hingebung der ganze» Slalio» zur Verteidigun > ihrer höchsten Güter berücksichtigt sei. Obermeister Plate,Han uover, Dlitglied des Herrenhauses, jührte im Namen des Teul- jchen Handwerks- und Gewerbelammertages aus, das Handwerk wisse ebenso, daß so wichtig, wie die Slbwehr unserer Feinde die Ausrechterhallung des deutschen Wirtschastslebens sei. Die Früchte der Siege unserer Heere tonnten nur in einem ehrenvollen Frieden geerntet werden, der die dauernde Gewäh: für eine ruhige und siete Weilersührung der deutsche» Wirt schasl biete. Reichsrat v. Dlüller Dlünchen schilderte in einer begeistert ausgenommenen Rede die Kriegsstimmung in Bayern, das dem Kaiser immer neue, frische Heere zur Ber- silgung stelle, die mit dazu beitragen, einen auch noch so schwer zu erkämpsenden Sieg herbeizusühren, zu dem die Deutschen es nicht nötig Höllen, wilde Böllerschasten heranzuholen. Geher mer Oberjinanzrat Dlüller, der Direltor der Dresdner Bau! hob die großen Verdienste des Reichsbanlprästdenleii Hauen stein hervor, dessen Organisationstalent der Riesenerfolg der Sieichsanlcihe zu verdanken sei. Als letzter Redner Ichrlder«: Generallandwirtichaftsdirettor Dr. Kapp-Künigsberg die Ichwe re» Leiden Ostpreußens, das aber alle» schweren Prusungen zum Trotz unverzagt »nd voller Zuversicht bleibe. In seiner Schlußansprache pries Präsident Dr. Komps unsere» einzigen treuen Bundesgenosien, Oesterreich Ungarn. Es wurde sodono einmütig zeigende Erlliirung angenommen: Ein srevelhaster Krieg ist gegen UNS entbrannt Eine Welt von Feinden hat sich verbündet, um das Deutsche Reich politisch und wirtschaftlich zu vernichten. Voll Zorn und voll Begeisterung erhob sich, um seinen Kaiser geschart, das deulsche Volk einmütig. Jeder unserer Krieger in Heer und Flotte weiß, daß es sich um Sein oder Nichtsein des Vairrlandes handelt. Daher haben unsere Wasfen ihre glän- Zentren Erfolge errungen, daher wird ihnen der Sieg beschieden sein. Hiersür bürgt auch die starke Gesundheit unserer Volks: Wirtschaft und der beispiellose Ersolg bei mit säst V/, Milliarden Marl gezeichnete Kriegsanleihen. Wohl hat unl der Krieg schwere wirtschaftliche Lasten auferlegt, freudig sink sie sör das Vaterland übernommen worden. Zu jedem weiteren Opfer bereit, sind olle Teile des deutschen Wirtschaftslebens, der Landwirtschaft, der Industrie, des Handels und des Handwerks einmütig entschlossen, bis zu deni Ergebnis durchzuhallen. das den ungeheure» Spier» dieses Krieges entspricht und desirn Wiederkehr ausschließt. Dann wird eine gesieherte Grundlage gegeben sein Zur neue Blüte, neue DIachi und neue !8»hlsah>! des Tenlschen Reiches. — Es wurde dann beschlossen, folgendes Telegramm abzufenden: ..Sr. V.-tojcität dem Deutschen Kaiser, Großes Hauptquai. Zier: Enr.-r Drojesiät bringt die von dem Deutscheil Handels- Zen. dem Deutschen Landwirtschastsrat, dem Kriegsausjchuß de, Deutschen Industrie und dem Deutschen Handwerks- und Gelderbekanuuertag veranstaltete große Dersammlung die ehr surchtsvclle Huldigung dar. EinmUlig im Zorn über den jee- verhaft gegen u>:s entflammten Krieg, erninütig in der Zuoee ri‘i,l out den Sieg unterer Watien und elnmütla ln dem G«:lüb. 51t. 228 Seite 2 i,nietet wirtschaftlichen Krast, bekunden die Vertreter aller Teile des deutschen Wirtschaftslebens, der Landwirtschaft, der Industrie, des Handels und des Handwerks, ihre feste Ent- hlossenheit, durchzuhaltcn bis zu dem Ergebnis, das den un- eheuren Opfern dieses Krieges entspricht und dessen Wieder- .hr ansschließt. Dann wird unter seinem glorreichen Kaiser 7 Deutsche Reich aus sicherer Grundlage zu neuer Macht und 'chlsohrt gelangen. Dr. Kämpf, Gras von Schwerin - Läwitz, Noetger, Friedrichs, Plat e." DurchhaLren. Das Rciitcrsche Bucran meldet aus Iteuyork vom 25. Mts.: Eine Berliner Meldung, bic. über die Funkcn- ■; 11 :: i in S.'yvillc cingetroffen ist und wahrscheinlich in* iiicrt ist, besagt, daß angesichts der ungeheuren von entfchland gebrachten' Opfer Reichskanzler von Bethminn eilwca und Generalstabschef von Molikc einem Frieden >st bau zustimmen könnten, wenn Deutschlands Lage für ie Zukunft völlig unangreifbar gemacht worden fei. Diese, »stell fei in Deutschland allgemein. (» Monat 20 Prozent des Betrages abgczahtt und Zinlen .m sechs Prozent für das Fahr gezahlt werden. Verinfte Mtifcrev Gegner. Wer rasche Arbeit tut, darf sich mit Ueberzählc» des schon clcistcteu nicht aushalten: das ist anerkannter Grundsatz aller Korie sioch diesem Grundsatz hat sich der deutsche General -b genchtcl. Rur eine einzige der sieben Armee» unseres b-lthecrcs send Feit, den ihrer Sicgcsbcute sestzu- .ellcn. ...,p waren besonders ,i. Schätzungen dcr Gesänge- eiizsi l , „i E »zelnachrichlen und tllE.hrsth.ii'.tichkeftsberech- ung auz'wiesen, dis die erste genauere Zahl verösfeiitlicht lurde Imerwartct groß mit säst 90000. war die Menge der gekaiigencii Franzosen. Sic bestätigte, daß viele irdeutei.de Einzclergcbnisse gar nicht erst gemeldet worden arcu. Noch am Abend des gleichen Tages criuhr man aber, diß in der gewaltige» Summe dcr 220 000 cntwassnetcn eindc die -10 000 der Bcjatzuiig vou Maubcugc noch fehlten, csgleiche» Zchntauseude dcr an den masurischen Seeii geangene» Russen. Seitdem brachte uns die Niederlage der rus- Nrue Tageszeitung. Dienstag, den 29. September 1914 fischen Memclarmce abermals (bis zum 17. September) 30 000 Gefangene. Alles in allem ließ sich, wie die „Straßb. Post" schreibt, nach bwöchiger Kricgsdauer die Zahl der Gefangenen auf 330 000 schätzen. Hierzu kommen mindestens 30 000 Gefangene der Oesterreicher. 380 000 Soldaten haben in 0 Woche» die verbündeten Russen, Franzosen, Belgier, Engländer, Serben und Montene- grincr in den Händen ihres Gegners gelassen. Das sind einstweilen kriegstäglich 9000 Mann. Da nur der vierte Teil der gesamte» Zahl ans die Katastrophe dcr Narcw-Armcc in de» masurische» Seen entfällt, ist nicht einmal dcr Einwand berechtigt, der Durchschnitt dieser Wochen sei kein Maßstab silr längere Zeiträume. Umgelchrt, es ließe sich sogar geltend machen, daß die großen Kömpse erst um den 20. August begonnen haben, tatsächlich also die weitaus meisten der heute Gefangenen im Zeitraum von 21 Tage», mindestens 11 000 täglich, die Wassen streckten. Tie Gesamtzahl steht jedcnsalls fest. Wie groß aber waren die sonstigen Verluste unserer Feinde,' von den 200 000 Mann dcr vernichteten Narew-Armee können im älißersteii Falle kaum 30 000 wieder gesammelt werden: die Memclarmce kann Nicht unter 30 000 Mann verloren habe». Der Gesamtoerlust dcr russischen Truppen, die gegen Deutschland standen, ist mit 220 000 gewiß nicht zu hoch angesetzt. Die 800 000, die gegen Oesterreich tämpstcn, hatten im.wcchcnlangeii blutigen Ringen, ohne die Gefangenen, wohl mindestens zehn Prozent an Toten, Verwundeten und sonstigen Kampfunfähigen. Nimmt man den Verlust der Serben und Montenegriner hinzu, so läßt sich die Eesamteinbußc unserer Gegner im Osten aus 300 000 berechnen. Im Westen zählt man, knapp gerechnet, 180 000 Gefangene, bei beträchtlichen Blutverlusten (allein das verhältnismäßig kleine Kontingent dcr Engländer 10 000!) Eine Wahrscheinltch- tcitsbercchnung ergibt auf diesem Kriegsschauplatz einen Gc- saniloerlust von 310 000. Danach wären in allem 070 000 Mann unserer verbündelen Gegner außer Gefecht gesetzt. Da ihre Feldheere ans 1 bis \y. Millionen zu schätzen sind, bedeutet das eine Schwächung um wenigstens 13 Prozent. Am eigentümlichsten durch solche Ziffern beleuchtet wird die gegnerische Drohung mit langer Kricgsdauer. Wenn sie recht hätte: welche Aussicht sät Leute, die im Durchschnitt jedes Kricgstages (die Zahl dcr Mobilmachung und des Aufmarsches mit eingercchne!) 18 000 ihrer Soldaten verlieren! Geht es so weiter, dann reicht dcr gesamte Menschenvorrat ihrer aktiven Armeen sür längstens 9 Monate und wir hätten cs, vom Frühling an, nur noch mit russischer Reichswehr, französischen Territorialen, englischen Angeworbenen und sonstigen militärisch minderwertigen Hilssformationen zu tun. Denken die Vcrbündcien auch dann noch daran, den Krieg „20 Fahre lang" sortzufuhre»? Alte Unisormftncke. Berlin. 28. Scpt. (W. B. Nichtamtlich.) Biele Fa- niilien, deren Angehörige im Heere dienen oder gedient haben, befinden sich im Besitze von Uniformstücken. Mancher sieht sie vielleicht als einen unnütz die Schränke füllenden Ballast an, den er gern loswerdcn möchte. Diese Beklcid- nngs- und Ausrüstungsstücke, auch Extrasachen, biete man irgend einem Ersatztriippenicilc an. Sicher nimmt er sie gern: sie finden zur Vcrbcsscriing dcr Einkleidung der dort in Ausbildung begriffenen Kriegsfreiwilligen gute Verwendung. Bitte um Matratzen. Berlin, 28. Scpt. (W. B. Nichtamtlich.) Die „Nord- deutsche Allg. Zeitung" veröffentlicht folgenden Aiifruf: Tag für Tag bringen die Züge unsere Krieger zurück, die draußen in heißem Kampfe sür das Vaterland geblutet haben. Da gilt es zu belfcn und den Tapferen ihre Leiden zu lindern. Wir richten an alle, die helfen können und wollen, die herzlichste Bitte, für die Pflege unserer Verwundeten baldigst Gaben z» spenden. Zur weiteren Ausstattung der Lazarettziigc sind Matratzen erwünscht. Wir bitten um Mittel zur Anschafsimg dieser Matratzen. Wir bitten ferner »m Liebesgaben für die Lazarettziigc und Lazarette in fol- gendcn Gegenständen: Eingemachtes und frisches Obst, Fruchtsüfte, Fruchtgelees, Pnpicrtellcr, Papierserviette», Luftkissen und Gummiwasserkissen, Die freundlichen Geber bitte» wir, ihre giftigst gespendeten Gaben in dem Jagdschlösse Klein-GIicnicke oder in dein Palais des Prinzen Leopold, Berlin, Wilhclinsplah Nr. 8 , abzngeben. Die Ilifter- zcichncten sind zur persönlichen Entgegennahme dieser Gabe» täglich in Berlin von 11—1 Uhr, im Jagdschloß Klein- Glienicke von 12 Uhr bereit, und zwar in dcr Zeit vom l. bi? 10. Oktober. Luise Sophie, Prinzessin Friedrich Leopold von Preußen, Fra» General von Friedeburg-Pots- dai», Fra» Geh. Rat Ravene-Derlin. Ans England. Vor, der Rauzengarbc. Amsterdam, 28. Scpt. In einem Artikel dcr gestrigen Londoner „Times" heißt cs: Man zweifelt in England sehr an der Tüchtigkeit der ne neu Armee, und jedenjglls ist auch ein großer Mangel an Ofjizieren wetztjch-'i:' !ich, besonders, da infolge dcr Riesenverluste die meisten Osti- ziere schon letzt nach Frankreich gehen. Für die" neue Armee werden also nur wenige Offiziere übrig bleiben. lli> zehrure Verluste der Franzose» und Engländer. R 0 in, 28. Scpt. Gelegentlich der Abwehr össcnllicher Be- .> u n d c t e gehabt haben. Ein englischer Brigadegrurral gefallen. London, 2<>. Sept. Ter „Daily Mirror" meldet, diß der Brinnl.„eiieral Findlay, der Bejeiilshabcr der Artillerie des englischen Expedilioitskorps bei den Käistpfcn an der Marne seinen Tod gefitndrn hat. General Findlay, dcr in England als einer der hervorragendsten Kenner des moder- neu Artillericwesens geschätzt wurde, ist am 7. Mai 1859 geboren, trat 1878 in die Arn>ee ein und zeichnete sich besonders im südafrikanischen Kriege ans, wo er die Medaille der Königin erhielt. Fm Jahre 1010 wurde er 511111 Kommandeur der 1. englischen Artillerie-Division ernannt. 190? wurde er Ritter des Bath Ordens. Ei» Gentlcmen-Korpis. Amsterdam, 27. Scpt. Das Antwerpener „Hand'lS- blad" nicldet, daß dcr englische Minister des Innern, Mqc Kenna, in Antwerpen angckommen sei, ferner Oberst Kit- ebener, ein Bruder des Generals, der ein Gentlemen-KorpS ans zweihundert älteren Herren bilde, um der Besatzung vor Antwerpen den Dienst zu erleichtern. Gibt's denn in Eng. land überhaupt noch Gcntlcmen? ' Mißtraue» unter den Verbündelen. Köln, 28. Scpt. lieber die Stimmung unter den Verbündeten ist ein »on dcr „Köln. Ztg." gebrachter Artikel des Blattes „Senstchtschina" sehr bezeichnend, das die Odeyacr Nachricht, ivoiiach man in England von einer langen Dauer des Krieges überzeugt sei, mit lebhaslem llnbehagen aufnimmt. Das Blatt ist fast geneigt, an eine Tücke Englands zu glauben. Für England sei es tatsächlich von Vorteil, den Krieg lange auszudch- nen, denn je länger der Krieg dauere, desto lnchr wurden olle Kontinenlalmächtc geschwächt werden. Frankreich und Rußland müßten ihre» Wasseiigcfährten uni jeden Preis von dieser für ihn sehr vorteilhaften, für die beiden anderen Bundesgenossen aber sehr unvorteilhaften Absicht, den Krieg in die Länge zu ziehen, abbringcii. Das Verhältnis zwischen den Diciocrbandsmächtcn muß doch schon nicht mehr aus eitel Brüderlichkeit bestehen, wenn schon ein russisches Blatt es straflos wagen darf, seinem große» Mißtrauen gegenüber England mit so gar nicht mißzuverstchender Deutlichkeit Ausdruck zu geben, Uom Kallmn. Eine Drohung des Dreiverbandes an die Türkei. Aus Sofia wird der „Köln, Ztg." gemeldet: Hier verlautet, der Dreiverband hätte die Pforte wissen lassen, er werde die Teilnahme der Balkanstaaten an dcr türkischen Schuldenlast als Entgelt für die diesen Staaten abgetretenen türkischen Gebiete Nicht unterstützen für den Fall der willkürlichen einseitige» Lösung der Kapitulationcnfrage, außerdem die Besetzung Jaffas, Merstnas, Beiruts und Alexandrettcs vornehmen, falls die Türkei mit dcr Erhebung einer Steuer von den fremden Staatsangehörigen Ernst mache. Die Dardanellen gcfperr Ans Konjtaiitinopel wird dem „Bcrl. Lok.-Anz," gemeldet: Die Dardanellen wnrdcn für jeden Verkehr durch Seeminen gesperrt. Baiidenlämpsc, Athen, 28, Sept, Nach zuverlässigen Nachrichten gehen die bulgarischen Komitadschis im Einvernehmen mit den Türken vor. Eine tausend Mann starke Bande versuchte, die Grenze zu überschreiten, wurde aber zurückgewiesen. Eine andere Bande, die aus Türken und Bulgaren zusammengesetzt war, machte den gleichen Versuch, Neun Türken wurden dabei getütet. Die deutsche Flotte. Das ist dcr Geist der deutschen Flotte, Der unsere „blauen Jungens" lenkt, — Drei Panzerkreuzer jener Rotte - Hat er in Meeresgrund versenkt! Das ist der Mut der deutschen Flotte: Stolz dcr Gefahr in's Ang^ er blickt Vertrauend dem gerechten Gotie, Ten Tod in Fcindesreih'n er schickt. Das ist die Kraft der deutschen Flotte: Nicht Hunger, Müdigkeit sie kennt, Daß selbst dcr Schöpfer vom Eomplottc Voll Angst und Grauen jetzt sie nennt. Das ist dcr Sieg dcr deutschen Flotte, Ter selbst das tiefe Meer erregt. Daß Neptun in dcr feuchten Grotte Den Dreizack in die Hand uns legt. Armin Kraft, Verwundeter iin Rcscrvclazarett Gewerbeschule zu Friedberg. Aus der Heimat. * D. Fricdberg, 29. Sept. Am Mittwoch fand In Bad-Nauheim die Synode des Dekanats Fricdberg statt. Herr Pfarrer Wissig-Bad-Nauhciin hielt die einleitcudc Andacht. Herr Dekan Wohl-Beienheim crössiicte die Verhandlungen in üblicher Weise, hinweisend aus den Ernst und die Größe dcr Gegenwart, woraus der Rechenschaftsbericht des Synodal-Ansschnstes erstattet wurde. Das Referat von Herrn Pfarrer Sack-Nicder- Weiscl über „Inwiefern birgt das weltliche Vereinswcsen Ge fuhren sür das ticchliche Gcmeindelcben in sich, und wie kann diesen Ecsahrcn seitens der Organe dcr Einzelgemeinde begegnet werden'?" zeigte, auch durch die darauffolgende Aus spräche, daß es iroß dcr Kriegszeit uns für die Zulunst recht viel zu sagen hatte. Als Mitglieder ftir di- Landessynodc wurden die seitherigen Vertreter wicdcrgewählt. Es sind dies die Herrin: Dekan Wahl-Beienheim, Sanitätsrat Di, Becker Frieoderg: als Stetloertrcier: Pfarrer Möbus-Ostheim, Rent „er A. Steinhäuser-Butzbach. Der Schwesternstation Stcin- junh wurden sodann aus drei weitere Jahre je 300 Marl aus den Mitteln der Delanatslasse bewilligt. Als Kriegshilfe für liniere verwniideten Soldaten wurden ebcnralls 200 MarkLur^ Nr. 228 Seite 3. Verfügung gestellt, deren Verwendung dem Tekanatsausschuß überlassen wurde, * F'iedbcrg, 29. Scpt. Reinigt die dcutche Sprache von unnötigem fremdländische» Zeug! Es ist schon der Vorschlag gemacht worden, statt des faden „Ad,-!" beim Abchicdnrhmen di- urdeutsche Ausdruckswe.se: „Behüt Sott!" zu gebrauchen, wozu man als Antwort verschiedene Redeweisen anwenden tonnte, B. Gott befohlen, In Gottes Namen oder auch Gott mit uns! Ein solcher Vorschlag ist jedem ehrlichen Deutschen aus dem Herzen gesprochen. Dabei ist cs aber zu bedauern, dost man an einer anderen, noch sadercrn Ausdrucksweise als „Adjc" mit einer Zähigkeit s-sthält, die einer besseren Sache würdig wäre. Wir meinen das Tatarische „Hurra" statt des urdcut- fchcn „Hoch . „Hurra" stammt von den Tataren und wurde dann von den Russen und Franzosen und zuletzt auch vom deutschen Michel bei seiner Sucht nach sremdländischen Ausputz übernommen. In Wirtlichkeit bedeutet der Ausdruck: Schlagt zu! oder Henkt ihn aus! Es erklärt stch „n Munde eines Kosaken, wenn er einen vi>d die Zentrale für striegssürsorge ihre Geschäftsstelle »ä.hstea Nlonlag, de» 28. September i>» Zimmer Rr. 14 des Rat- hauseö eröffnen. Hitssbediirstige Angehörige von Kriegs- keilnehniern können dort ihre Gesnche »in llnterslälziing Werktag-; während der vorläufig mif 10— 12 Uhr Vormittag? festgesetzten Geschästsstnnden mündlich Vorbringen. Mittwoch Nachmittag von 4-0 Uhr wird de., erwähnten Versalien im Geschäftszimmer Rat in Rechts- und sonstigen Angelegenheiten erteilt. * Rodheim v. L. H., 29. Scpt Seit Beginn des Krieges sind in unserem Orte aus Anregung eines Ortskomitces durch die liebenswürdige Mitwirkung von Schulkindern und jungen Mädchen nachstchendc Liebesgabe-! gesammelt und an unten- xenannte Aoreßc» verschickt worden: Am 13. August wurden abgcsandt an die Zentralstelle für das Rote Kreuz in Darm- strdt' 2 Kisten Fußlappen. Am 27. August: 2 Kisten: Inhalt 8 :) Hemden und IR Bettücher. Am 31. August: 1 Kistc: Inhalt 42 Hemden und 13 Bettücher. Am 19. September an die Annahmestelle für Liebesgaben in Frankfurt (Carlton Hotel): 1 Kiste:Inhalt geräucherter Speck. 8 Schinken im Gewicht voll zirla 1 Ztr.: 1 Kiste mit Wurst im Gewicht von 80 Pfd.: eine Kiste mit Tabak und Zigarren: 1 Kiste mit Tafelobst: 1 Kiste mit Spczcrciware»: 2 Kisten mit U<>4 Stück Eier: 1 Kiste mit 76 Hemden und 14 Bettücher. 13 > Handtücher, 4 Dutzend Ver- bandsbinden, 23 Paar Strümpfe und Fuhlappen: 2 Säcke mit 33 Laib Brod. Am 24. September »ach Darmstadt (Artilleiie- kascrne): 1 Kiste tntt 44 Hemden, 10 Unterjacken. 28 Paar Unterhosen. 33 Paar Pulswärmer und 20 Paar Strümpfe. * Rendel, 29. Scpt. Bei den Sammlungen für da? Rote Kreuz sind bi; jetzt dahier cingegangen 1889 Mk. Kriegs- perficherungen wurden 18 angemeldet: die Sammlung am Sonntag für Ankauf, von Garn, Hemden, wollenen Unterjacken und dergl. siir die Soldaten im Felde, ergab die Summe von nahezu 300 Mark : vorher wurden schon viele Bekleidungsstücke von Lrtsbürgeru gespendet lind durch Herrn Pfarrer Teile an die Geschäftsstelle des Roten Kreuze? besörderl Geiaugverein, Kriegerverein »nd Tnrnver- ein bewilligten Gelder für da? Rote Kreuz. Dieser Tage wurden nun weiter voll den Dereilien an die Feldzngst.ül- nehnier, einerlei ob Mitglied oder nicht, Kistchen mit Zigarren und Tabak gesandt. Ailch gewährt der Kriez-rvei- eili an bedürftige Familien der im Felde stehenden Soldaten Geldunlerslntzungei-. Der Bauernverein bewilligte 109 Mark siir die Landstuniilcute des Bataillon? Friedberg in Markirch 511111 Ankauf von Lebensmitteln. Tie Salliiu- kungen werden w.iter fortgesetzt. Wollen lvir hoffe», das, dieselben immer ein schöne? Resultat ergeben, damit die Soldaten im Felde, die »ns Ha»? und Hof. Weib und Kind, geschützt habe», nicht darben müssen. * Rendel, 29. Seist. In Anbetracht der obwaltendeen Verhältnisse fällt in diejem Herbst der eigentliche Bezirks- Kriegertag zu Vilbel 1111 b Umgegend au: Statt dcis.-n findet nach der Herbstarbeit, etwa Ende Oktober, eine Ver- saminlnng der Vorsitzenden der Kriegervereine statt, in ivel- cber Be -band?, nub Bezirksangelegenbeiten beraten und die Bonifikationen verteilt werde». Alle? nähere wird noch bekannt gegeben. ' Büdesheim, 29. Scpt. Ter Sohn des früheren Gräfl. Knt'cher? Schmidt, Lehrer in Tietzenbach. siel am 28. Aug. aus'dem Felde der Ehre. Alle, die ihn kannten, werden den, lieben jungen Freunde ein ehrendes Andenken bewahren. Friede seiner Atckie. » Franlfurt o. !v>„ 29. Scpt. Die „Süddeuliche Mählenoer- ciniaung" Hot vom 2«. September eine weitere Erhöhung des Mehlpreises für W-tzenmch! 0 um 30 Pfg. aus 40.30 Marl pro lOR Pfund cintieten laiicii. Am 48. September stieg der Preis >.r 200 Pfund um 30 Pig. auf 39.30 Marl, am 23. September »-.f 40.— Marl. * Kietze», 28. Sept. „Ich will dcutsch werden" steht in gro- fjcn Lettern mit Kreide aus einem Wagen dritter Klag-, der aus der Strecke Kietzen—Alsfeld—Fulda läuft. Sieht man näher hin, so gewahrt Ulan eineil belgischen Eisenbahnwagen, der dort eingestellt und auf den ein Witzbold diese Worte geschrieben hat. — Das Eiserne Kreuz wurde dem Hauptmann » Peutz vom hiesigen Kaiser Wilhelm-Regiment verliehen. * Die Bogelsbergb-hn. Di- l-ndespoliz-ilich- Prüfung der Strecke Großenlüder—Weidenau der projektierten Babn. Neue Tageszeitung. Dienstag, den 28. September 1814. die den Bogelsberg endgültig erschließen soll, hat am 24. d. M. stattgefunden. Hrsseil-Nassau. * f. Usingen, 29. Scpt. Der seitherige kommiffarischc Verwalter des hiesigen Landratsamtes, Regicrungsasfessor Bar- Meister, ist zum Landtat des Kreises Usingen ernannt. Der neu ernannte Lanbrat ist zur Fahne cinbcruscn und steht zur Zeit als Kompagnieführcr beim Königlichen Jnsantcric Regiment Nr. 143 in Feindesland. — Der Landbrlefttägcr Fritz Buhl- niann hier beging sein 23jähriges Dicnstjubiläum beim hiesigen Postamt. * x Schmitten, 29. Scpt. Die mit Vorräte» stark gefüllte Scheune des Easthosbcsttzcrs Ochs, sowie eine angrenzende Remise brannten vollständig nieder, ebenso das Wohnhaus von M-z. * f. Oberems, 29. Scpt. Hier wurde ein Zwcigocrcin des Vaterländische» Frauenoerciiis gegründet, mit bis jetzt 40 Mitgliedern. — Die Sammlung von Geld bei Umtausch von Papiergeld ergab in unserem Ort die Summe von nahezu 2000 Mark. * z Schmitten, 28. Sept. Ein nachahmenswertes Beispiel treuer Kamcradschast hat der hiesige Kricgcrvcrci» gegeben, indem er jedem seiner eingezogencn Mitglieder, 17 Mann, einen Anteilschein der Rassauischc» Kricgsvcrsichcrung angclaust und dafür geworben, datz auch die Angehörigen der im Feld Kämpfenden ihrerseits »och Anleiltchcine erwerben. * %. Arnoldshain, 28. Scpt. Die aus Veranlassung unseres Fraucnvcrcins IN Arnoldshain, Schinitten und Oberreisenberg j bisher fiit unsere Soldaten angescriigtcn Liebesgaben sind i» umsangreichrn Sendungen a» die Eammeistelle» abgegangc». * x. Ricdclbllch, 28. Scpt. Die Gemeinde sandte an die Sammelstellc des „Roten Kreuzes" zu Franlsurt einige Dutzend Hemden, Bettücher, Strümpfe, Handtücher und einen von vri- ualct Seite gesammelten Betrag von 84 Mark. Der Krieg hat die Zeitmig für jodernrann unentbehrlich gemacht niid gezeigt, das; eine gntunterrichtete Tageszeitung die beste u. zuverlässigste 3!achrichtenvermittlerin ist. In den Tagen der Spannung erwartete jeder mit tlngednld die Zeitung. Wenn sie frohe Kunde von großen deutschen Siegen brachte, dann erhöhte sich das Vertrauen lind die Zuversicht ans der Seite der Zurückgebliebenen und frohen Mutes blickte inan in die Znkiinft. Sei Beginn des großen Krieges hat sich die „Neue Tageszeitung" zur Pflicht geniacht, alle Sensationsnachrichten lind unwahrscheinlich klingende Meldungen nicht zu veröffentlichen. Trotzdem hat hierdiirch die Reichhaltigkeit des Inhaltes ilnserer Zeitung nicht gelitten. Von jeher ist gerade im Winterhalbjahr unsere Zeitung besonders gehalten worden. Gerade jetzt, wo in der Kriezs- zeit ein Jeder aus Nachrichten von den Fortschritten unseres Heeres im Feindeslande gespannt ist, dürfen wir daher die Erwartung nnsspreckieii, daß »ns nicht nur unsere alten Freunde die Treue bewahren werden, sondern daß neue Bezikhn.zu ihnen in Mer Zchl hinzukonnnen werden. Wir bitten alle Agenten und Freunde unserer Zeitnlig dahin wirken zu wollen, daß sich in den kommende Winterhalbjahr der Leserkreis unserer Zeitung ganz bedeutend vermehrt. Wir unsererseits werden unablässig beniühl sein, unseren Lesern das beste und lps reichhaltigste zu bringen. * Wiesbaden, 29. Scpt. Bei einer Schlägerei im Gasthaus „Zum Posthorn" in der Bahnhofsstiatze wurde dem 38 Jahre alten Taglöhner Michael Eecklcr aus der Ludwigstratze ein ge- sührlichcr Mesjersttch in die linke Brustseitc versetzt. Eecklcr kam ins städtische Krankenhaus. * Wiesbaden, 28. Sept. Geheimer Regicrungs- und Forstrat a. D. Elze in Wiesbaden, der aus dem Gebiete der Fischerei sich eine» Namen gemacht und früher Inspetkionsbeamter der Forsttnspellion Wiesbaden gewesen, vor einiger Zeit aber in den Ruhestand trat, hat jetzt während der Kriegszcit mit Genehmigung des Ministers v. Schorlemer wieder die Dienst- gcfchästc der Königlichen Regierung in Wiesbaden übernommen, und zwar für die Forstinjpcktionen Äiicsbad»- und Ra stättcn, da nur zwei Injpettionsbcamten Dienst tun, die anderen zu den- Fahne» cinbcrufen sind. — Dem Oberlehrer an der Realschule in Kassel, Dr. Küster, der zur Zeit verwundet hier liegt, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Er hielt als Kompagnieführcr mit feiner Kompagnie in mörderischem Feuer eine Hohe bei Bar le Duc. * Wiesbaden, 28. Sept. Am 23. September wurde erstmalig aus dem hiesigen Biehmarlt die Bctanntmachung des Reichs- lanzlcrs vom II. September d. Js. betrcsfend das vorzeitigschlachten oan Vieh gehandhabt. Rach dieser Verordnung ist das Schlachten von Kälbern unter 73 Kilogramm Lebendgewicht sowie von Rindern unter sieben Jahren, ausgenommen von Weidcoieh aus bestimmten Gegenden, vor allem Rord- bcutjchland verboten. » Aus dem Rheingau, 29. Sept. Bei den Untersuchungen der Weinberg- nach der Reblauskrankheit wurden im Jahre 1312 13 neue Reblausherde im Rheingau entdeckt, von denen 14 auf die Gemarkung Lorch mit 1324 kranken Stöcken und eurer mit 7 kranken Stöcken auf die Gemarkuna kia-bbeim entfallen. Auf einer Fläche von 4,8397 Hektar wurden 07 932 Rebstocke vernichtet. Bei den im Jahre 1913 vorgcnommeneii Untersuchungen entdeckte man sechs neue Reblausherde und zwar 4 in der Gemarkung Lorch und je einen in den Gemarkungen Ocstriib und Winkel. Die Vcrnichlungsarbcitcn in Lorch und Hochhcim auf der 48,397 Hektar fafiendc» Ecamtslöchc verursachte» 31019,00 Marl Ecsamtkostcn, davon entfallen auf die c-gentlichc Vernichtung 22 88 k, 17 Mark und 28 738,43 Mark Entschädigungen. Es stehl zu erwarten, daß bei einer noch mehrjährigen Fortsetzung der Untcrjuchungsarbcitc» in dem Umfange der letzte» Jahre besonders in der Gcmarlung Lorch wie in sämtlichen verseuchten Ecniarluitgen des Rheingaues ein Zurückdrängcn der Reblaus aus ein erträgliches Maß und endlich im Lause der Zeit auch eine völlige Vernichtung des Schädlings erreicht werden wird. * Von der Rbön, 28. Scpt. Die Verwaltungsbehörde in Hammclburg gibt bekannt: „Zur Vermeidung der Ucbcrtrag- ung von ansteckenden Kranlheiten ist nach bezirksiirztlichcm Gutachten dringend geboten, ausländisches — insbesondere sranzösischcs Geld auszuiochcn, d. h. durch Auskochenlasjcn zu dcsinjizierc»!" Starkkiiburg. * Darmstadt, 23. Scpt. Der Großhcrzogiichc Hosmarschall KaiNiucrhcrr Major Freiherr von Ungerii Stcrnberg, der vor ungefähr 14 Tagen als Kommandeur eines Ersatz Bataillons des Jus. Rcgls. Rr. 113 in das Feld rückte, ist, wie seine Gemahlin dem Großh. Hose Mitteilen ließ, aus dem Felde der Ehre erlegen. Seine Frau ist die Tochter eines inzwischen verstorbenen englischen hohe» Ossizicrs, der lange Jahre hier lebte, v. U. war vor seinem Ucbcrtrilt in de» Hosdienst Koni» pagnicchcf im Insantcric Regiment Rr. >1 dahier. — Dr. Hcrm. Fitting, der nach dem Tod de; Geh. Rat Haas zum Direktor des hessische» Landw. Gciiosicnschajlsverbandes civtthlt wurde und in der schweren Zeit seine ganzen Kräfte mit hohem Erfolge zur Lösung der schweren Krise cinsetzte, ist den Helden, tob fürs Vaterland gestorben. — Ein Verwundeteuznz mit nahezu 430 teils schwer, teils leicht verwundeten Vaterlands- Verteidiger traj vorgestern aus dem Vahnhosc ei». Rach kur. zer Stärkung wurden die Tapferen nach de» verschiedeiieii La zarcttcn gebracht. * Darmstadt, 20. Scpt. Von einem Herrn, der dieser Tage von der Senne, wo er dienstlich zu tu» hatte, zurückgelehrt ist. hören wir ein die englischen Gcjangcne» charallcrisieicndcs Stückchen. Einer der dort zahlreich untcrgcbrachten Engländer, die entgegen der auswärtigen Presse jedenfalls dort gut verköstigt werde», hatte dort ein Stück Brot gesunden, dos jedenfalls ein übersatter Kollege von ihm wcggcworfen hatte Der Englishmann hatte nichts besseres zu tun, als mit diesem Knüppel Brot (er muß ziemlich groß gewesen sein) seiner unbezwingbaren Sportlust zu sröhne» und damit Fußball z» spielen, da er jcdensalls auch eine bessere Beschäftigung nicht hatte. End lich wurde dies einem unserer wackere» Landwchrlcute, welch- die Bewachung der Gefangene» haben, zu dumm und da e> sich nicht besser verständlich machen konnte (jedenfalls sprach er englisch), verwies er dem Freund das Ungehörige feines Benehmens mit dem Gewehrkolben. Als hieraus ein andercr Angehöriger des Gauncroolles Miene machte, seinem Freunde Hülse zu leisten, hatte er aus Versehen cbensalls den Kolbe» des Landwchrmanncs derart zu spüren, daß er bei seinem Kollegen glatt am Bode» lag. Die Spielwut wird wohl beide-, vergangen sein. * Grotz.-Gerau, 28. Scpt. Der Aussichtsrat und die Direktion der Heloetia-Konseivensabrik i» Groß Gerau beichloß, den verheirateten im Felde stehenden Beamten 30 Prozent, dc-i ledigen 33 r /t , den Frauen der cinberujenen Arbeiter 3 Mk. und für jedes Kind 1.23 Mark die Woche zu geben. Außerdem sind Beamle und Arbeiter bei der Kriegsversicherung versichert. Dem „Roten Kreuz" wurden sofort 130 Betten und für später noch weitere 43 Betten zur Verfügung gestellt. AuS Mcinhcssin * Mainz, 29. Sept. Am Freitag passierlen fünf teils vor. dem Mainschifscroerbandc, teils von der Univcrsiiät Wiirzburg ausgerüstete Lazarcttschissc mit 2 CKi vcrwuudetcn deutschen Kriegern »nd zwölf sranzösischcn Ossizieren von Straßburg kommend die Stadt. Rach kurzem Aujeuthalt, während dessen den Schisss-Insasscn Kassee, belegte Brote, Zigaretten usw. gereicht wurden, ging die Fahrt weiter dem Main hinaus, um die Verwundeten in die verschiedene» Lazarette am Main zu verbringen. Des Landsturms Dank. Während unseres 17tägigc-> Aujenthaltcs in Ober- Ros b a ch sind wir von unseren Ouartrergebcrn aus das zuvorkommendste behandelt worden, so daß es uns schwer gefallen ist, von Obcr-Rosbach zu scheiden. Für die guten Ouarticre sprechen wir hiermit unseren herzlichsten Dank aus und hegen die Hossnung, daß uns in Friedenszciten der Weg recht oft nach dem uns lieb gewordenen Ober Nosbach führen möge! Aus gesundes Wiedersehen! Viele Landsturmmiinner. Kirchliche Aiizeiae». Eottcsdicnjt i» der Stadtlirche. Mittwoch, den 30. September, abends 8 -, Uhr: Kriegsbitt- andacht: Herr Pfarrer Dicht. Gottesdienst im Stadtteil Fauerbach. Mittwoch, den 30. September, abcuds 8'4 Uhr: Kriegsbitt« andocht: Herr Pfarrer Zatzmann. Franksurtrr Wetterbericht. Boraus-agc: Bcwöllung abnehmend, trackcn, tagsüber mäßig warm, nachts Abkühlung, nördliche Winde. Verantwortlich für den politischen nnd lokalen Teil: Otto Hirschek. Friedberg: siir den Anzeigenteil: fl. Schm i b t. Friedberg. Trnck und Verlag der ..Neue» Tageszeitung", A. G. Friedberg i. H- Nr. 22» fltut Tageszeitung. Dienstag, oen 29. Septimöer 1914 Seite i. jA^|l Es ist bcitimmt in Gottes Na!> ba'8 man A vom Liebsten, was man Hai, muz Heiden. Am 15, September starb den Heldentod fürs Vaterland in seinem 25. Lebensjahre unser innigstgeliebter, herzensguter, nn- vergehlicher Sohn und Bruder "öfiflimimadjung. Die am I. Oktober sättigen Unterstützungen a» bie Angehörigen von Rrie'.ütei tchmcrn werden an diesem Tage morgens von Vi8 bis i) Uhr und nachmit. von 5—6 Uhr ausbe.ahtr. Friedberg, den 29. Sept. 1014 Die Stadtlatsc. Aut der Jungviehweidr Lauterbachwerdcn Donnerstag, den 8. Oktober, vormittags 11 Uhr C«. 30 fminnbörfic gegen Barzahlung ohne Ec- währschaftsleistung öffentlich meistbietend versteigert. Eiegen, 2-3. Sept 1914. 1andwirstiIialKiiam»ier-A»sllIiiih litt (Obrrljitffit. Bleidenbach. Zwei zug.efte Nachruf. Auf dein Felde der Ehre fiel fjrrr frljrrr ffillHQ, daljin Unterosfizier im Znsanterie-Regiment Nr. 118. Tieferschüttert gibt der Kriegerverein Rendel I Kenntnis von dem Hinscheiden seines hochverehrten Kontrolleurs und seines lieben, treuen Mitgliedes. Der Vereiti wird ihm stets ein ehrendes Andenken s | bewahren. per Kritgervtrein Rendel. Schneider aus Militärmäatel und -Hose» gesucht. Jul. Carleb acho Nach?. Frankfurt a.M.. 12. Arbeitspferde steh« i iu verlausen bei 5eiiirid) Schund, Landwirt, Vnrqgräenrode. KÄ« Wallach Ichweien Schlages, ein- u. zwei- lpannig gefahren. Ansr. »nt. Sch. V. 247 3 bei der Reuen Tagessto. §25 s«W Propheter. I. d. N.: Will. Liebesgaben an bie im Felde stehenden Truppen können vom 28. September ab in größerem Umfange befördert werden und zwar durch Vermittelung der immobilen Eiappenkommandanturen 2 in Frankfurt a. M. Süd und 8 in Darmstadt. In der bekanntgegebenen Art und Weise der Nachsendung von Paketen an Angehörige des Feldheeres vom XVIII. Armeekorps durch Vermittelung der Ersatztruppen tritt hierdurch keine Aenderung ein. Bemerkt wird, daß Eßwaren die leicht verderben, nicht zur Auslieferung zu bringen sind, da es sehr fraglich ist ob solche Stücke bei der Ankunft im Felde noch genießbar sein werden. Frankfurt a. M, den 23. Sept. 1914. Alkllltkrlrktcniirs tötntrnlliotmiMin o. XVIII, Arinlkkorps. Höher Feiertage wegen bleibt mein Geschäft Mittwoch, den 30. Sept.bis abends 6 Uhr geschlossen. LWljiius Wich Friedberg i. H. ÄlifefiS^r-SJEil erwesten garauiiert wasserdicht und warmhaltcnd liefert «k. 'SliocuiiK, Schneidermstr. Friedberg i. .fit., Augustiucrgassc >7, Alleinverkauf für Friedberg und Umgehend. Zur Saal empfehlen: Bekanntmachung. In der öffentlichen Sitzung der Stadiverord rcten-Bersamm- lung vom 24. September 1914 sind solgende Schnldver.thre.bimgen ier tadt Friedberg ausgelost worden, welche hierdurch aus Een i. Januar 1913 gelündigt werden: Lik. A Nr. 69, 152, 178. Eit. B Nr. 41. Eit. C Nr. 44. Die Auszahlung der Beträge erfolgt gegen Rückgabe der Schuldner chieib mg mini den nicht fälligen Zin-abtchn.tteir bei r er Stadtkasie F iedberv, bei dem Bor chuß- und Credrlverein, c. 8. Ul. b. J>. in Friedberg u. bei der Dresdener Bank in Frankfurt a. Al. Friedberg, den 28. September 1914. , trulic's Sqttarohead" I. AH'aat mit 93°, Reinheit, 99° „ Keimkiaff, anetlauut von der D. L. G. zum Preise von iWit. 30. — per 10!) k? ein chlieglich ne teil Säcken ab unserem Laaer Friedberg ^Hessen). LkMLkM-s.WWM!t £l*frliml erltr. |lr. 45. Pt festborg «. f;. frlffs» ilr. 442. £in* dns iSotc Kren; 8s gingen weitere Spende» ein: 1, Geld: Der Bürgermeister. Stahl. Bon Dienstag ab steht rin großer Transport belgischer Pferde darunter 2 und 3jährige Fohlen und Fuchs-! fluten zum Verkauf. Solomon Rsth Frankfnrt-Bocketthr'im Er. Seestraße Nr 11. Telefon Taunus 3730.1 Zweite b Klasse des Echrrrsenti < its 85 Jl; Otto uttb Erna Wirtwein saus der Sparbüchse) 9 .!!: B.rein ehemaliger Friedberger liandwirttchaftsschülcr 1 CD ■ Schülerinnen der Schiller- Ichule sSlrafc wegen Cesrguch reu F.emdwörlern) 2 Jl; Herr Major v. Braneoni (Ergebnis eines Skatabends) 1 .6: Herr Major v. Brancoai sEroehriis ci“:i Skale.be.rds) 5 Jl; Herr (Ouftao Wciscnsee, hier 1U Jl: Heer Ludwig .Hanftein, hier 19 Herr Ernst Haustein, hier 19 .f;: O 5 168 J!; Friedberger Radfahrer-Verein 50 Jl; Eise Lä!h lör veJapst« Schleischen i~>.20 Jl; Herr Müller durch O. E.. Insp. Keck, 30 Jl; Frl. Sophie Moxter 5 Jl; E. K. 29 liittj. Unteroffizier Rosen- Ihal 168er. erste Unterosstziers-Eähnung II . *t; Franz Weber (Erlös von Schteifchen) 50 Jl; Herr F. Sch. 20 .9; Herr B. Kulb 5 n; Frau Neichhold 3 Jl; Frau Sictric Berg 10 Jl; Frau Elisab. Berg 10 Jl; Frau Ernst Schneider 20 M; Frau Lina Goertz 59 .9; Frau ivtaric Stroebci Ww. 19 Jl; Frau St. sNeujahrskarlenablösung, 2 Jl; Herr Schirrmann 3 ,H; Schüler Karl Hosmaun (aus der Sparkasic) 3 Jl; Herr R. Schaubach. biredcrflcrstadt 29 Jl; Kreisamkmann Walter 19 M. Sammelstelle Malhildenstift. Herr Otto Bausch, Rieder-Wöllstadt 29 .9; Herr Bahnmeister Eath, sErtvs für ruh. Orden) 13 Jl; Herr Lelornoiioführer Eippold 19 Jl; Herr Verwalter Eiidke 19 Jl; Frau Hermann Stoffel 20 .9; K. B. 5 M; Herr Paul Friese 2.59 Jl. 2 . Wäschc u. Gebrauchsgege»stände, Naturalien usw.: Frau Sch.: 3 Militärhosen, 1 P. neue Socken, 2 P. Pulswärmer; Herr Ed. Oppenheimer; 4 Spazierstöcke; Frau Vopp: 2 Pfund Zucker, '/■ Pfund Kakao, 4 P. Zwieback, 2 P. Cakes, 4 P. Schokolade; Frau Lehrer Kratz; 1 P. neue Unterhosen, 6 Taschentücher, 3 P. neue Socke», 1 P. Pulswärmer, 3 P. Messer und Gabeln, 3 Lössel, 1 Flasche Hinibccrsast: Herr Apeih. Samcs; 9 gelr. Hemden, Tabak; Ungenannt. 5 P. neue Socken, 12 Waschlappen, 1 P. Pantoffeln; Frau Hilbrccht; 1 Pfd. Scho- l-lade, V, Psund Kasfee, 2 D. Bouillonkapscln, Drustkaramcl- len; Sophie Ritter: 2 P. neue Socken, 1 P. Pukswäriner; Fron Lehrer Weck; Altes Leinen; Frau Reallehrcr Platz; 3 Flaschet Wein, 3 Gläser, 6 gell. Hemden; Elisab. Lang: 1 P. „e: c Socken; Frau Max Slrautz; 5 P. Fußlappen, 3 P. Zwieback, 2 Psd. Würsclzucker, 1 P. Kakao; Frau Müller: 2 Pfd. Würscl- ,'uckcr. 1 Psd. gcmahl. Kaffee, % Psd. Tee, 50 Zigarren; Frau Metzger Blum; 5 P. neue Socken; Luft u. Rausch; 12 gclrag. Hemden; Irene Willhcis: 1 P. Pulswärmer, 3 Tafeln Schokolade; Frl. Hcnny Krämer; 1 Bündel Säcke zum Einpacken; Frieda Thomas; 1 P. neue Socken; Frau O.; 3 P. getragene Socken. 2 Hemden, Verbandsstoff, Schokolade, Suppenwürfel; Frau Adler: 2 Hemden, 1 Unterhose; Frl. Edith Schünbcrg: 9 neue Hemden, 3 Waschlappen, 3 P. neue Socken, 2 Pfund Würfelzucker, 2 P. Tee, Zwieback; Gemeinde Mclback, durch Herrn Pfarrer Nies: 18 Bicberhemdcn, 49 weiße Hemden, 12 ;voll. Hemden, 4 Bettücher, 11 Handtücher, 4 Kiffcnbczügs, 49 P. neue Socken, 12 P. Pulswärmer. sFortsetzung folgt). Frankfurter Getreidemarktbericht. Weizen 26.09—26.75, Roggen 23.00-23.25, Gerste 22,00 —22.75. Hafer, 23.00 -23.25, Mais, La Plata O'.O)-00.0 ). Umlatz mittel, Stimmung fest. Am heutigen Markte war das Angebot In Brotgetreide reichlich und konnten sich die Preise gegen die Vorwoche trotz guten Konsums kaum behaupten. Gerste gut gefragt. Hafer fest. Es notieren: Weizen 26— 26H Jl, aus dem Land« fest. Mehl und Futterartikel stetig. Mannheimer Getreidemarktbericht. Weizen, inl. Sept. 28,75 —27.50, Weizen, ausländ. 28.50 —20.50, Roggen, inl. Sept. 23.00—24.00, Braugerste 22,00- 22.75, Futterqerste 00.00-00.00, Hafer, inl. Sept. 22.00-23.75 Mais mit Sack 00 00. Kartoffelpreise. Frankfurt a. M., den 28. Sept. 1914. 2n Waggonladunz 5.25—6 75. im Detaiwerlauf 6.00—7.00 per 100 kg. Amtliche Notierung der Frankfurter tlieh- marktpreile vom 38. September. Zum Verlaus banden: 1648 Rinder, darunter 366 Ochsen 124 Bullen, 1158 Färsen und Kühe, 374 Kälber, 130 Schase. 2223 Schweine. Preise für 1 Zentner Lebendgewicht .* Schlachtgewicht L Ruwer: Ä. Ochsen: ,) 1. oollileisch. ausgemästete höchsten Schlochtwerts, 4—7 Jahre alt 52-58 95-100 2. Die noch nicht gezogen haben (ungejochle) ....... — b) lunge. iteifchige. nicht ausgemästete und ältere ausgemästete . . , > c> mania genährte junge, gut genährt« ältere 48—51 90-94 44—47 81—87 B. Bullen: a) nolMetfckiige, ausgemästete höchsten Schlachtwerts 44-47 73-78 dl v. riüttittiue 'llnaere , . . , 40-43 70—74 c) monig aenabrte. lunge und gut aenä^rke ältere _ — 6. Forten und Kühe: ,) oolljteitchige. ausaemätteie Färjtn höchsten Schlachlwerts..... 41-44 74—80 o) DoUfleiidnpe, ausaemästete Kühr höchsten Schlachtwerts bis an 7 I. 38—43 70-75 c) 1. wenig gut entwickelte Färsen 36-40 70—77 2, ältere ausgemästete Kühe . . 34-37 63—70 ck) mätzta genährte Kühe und Färsen 28—33 56—66 e) gertna genährte Kühe und Färsen 23-27 52—61 0. Gering genährtes Fungvieh (Fresser) — — 11. Kälber: a) Doppellender leimte Mast. , , , — bi reinste Mal tlälber...... E4 - 56 c) mittlere Malt- und beste iatiofölbet 5U—54 85—H2 d) geringere Mast- und gute Saugkälber. 44-48 ,5—81 v> geringere Souakätder , , , » , 111 Schafe: »> Weidemastschaie; ..... b) . ...immer und Masthammel . 42—43 92-91 geringere Masrhammet und Schafe — — d) rniiKia gcnadlie summet u. Schute sMerzsmafe) ........ — — IV. Fetischweine: i) Feitschwetne Uder 3 ZU. Lebendgewicht ......... , b) vuuitettchtge Schweine über 2'A Ztr. _ _ 64 -05 Lebendacwichl ....... 50—53 c) volllleuchtge Schweine über 2 Ztr. 03 65 Lebendaewichl ........ 50-52 d) vollilertchia« Schweine dis zu 2 Ztr. 63 6l e> fletirtitae Schweine f) Säuen........ » » , Am Rindcrmarlt bei Ochsen lebhafter sonst flat es bleibt Uebcrstand. Kälber werden anfangs lel-hns:. langsam gehandelt. I» Schafen ruhiges Ees.hi.,7. t werden bei regem Geschäftsgang nahezu ausvcrla.'i;. dcr israelitischen Feiertage finden folgende Mar->p , statt: von Montag, den 5. aus Mittwoch, de» 7, Oia von Montag, den 12. auf Mittwoch, den 14. Oktober, bcrhauptmarlt und zweite Rindcrmarlt findet in djen unverändert Donnerstags [iatt