Iltimmn* £25 Freitag, den *25. September 1914 7. Iahrgnne Die „llfttc v a^eszeitnng" crdieint reden Werttag. Regelmäßige Beilagen „Der Dauer auv Heise«", ,.?ic Spiunckube". Dernfzsprcio: Bel den Postanstalten vrerteliährtlch Mt. 1/R lei den Agenten monatlich 50 Pjg. siinzu tritt Postgebühr oder Trägerlokn. Anzeigen: Grund,eile 20 Pfg^ lokale 15 Pig^ An-,eigen von auswärts werden durch Postnachnahme erhoben Erfüllungsort Friedberg. Schriftleitung und Verlag Friedb.'rg (Hessen), Hanauer trage 12. Fern precher 4^. Postscheck.Eonto Nr. 4359, Amt Frankfurt a. M. ^ngfipüftt iikrr itir ijfliiftitnt ks U !). Keine wesentlichen Ereignisic ans dem Kriegsfchanplatz. — Serbiens Katzenjammer. — Mißstimmung im Dreiverband. Keine Ereigniffe im Westen. WT B. Oimfics Hauptquartier, 24. Sept. abends (Amt firl.) Ans dem westlichen Kriegesck.auplali sind heute im Allgemeinen keine wesentlichen Ereignisse eingetrrten. u■ jfli’t Teilkiimvfe waren den deutschen Wnsscn günstig. Ana Belgien und vam östlichen jlriegeschauplaN ist nid, Hoiizont sichtete ich die drei Kreuzer „Abonkir", „Cressy" und „Hoguc". Nach einiger Zeit war einer davon verschwunden, Zuerst 4d>cnftc ich ihm weiter keine Aufmerksamkeit. Als ich aber näher zusab, bemerkte ich, datz noch ein anderer Kreuzer verschwunden war. Es stieg Ranch ans und ich vernahm einen leichten Knall. Sofort setzte ich kurz nach der Stelle: als ich nahe kam, lieb ich die beiden Boote aussetzen, um die Mannschasten zu retten, die ich im Wasser treiben sah. So bekam ich l l I Man» an Bord, darnnter drei Offiziere. Alle waren nackt, da sic sich im Wasser ihrer Kleider entledigt hatten. Einer der drei Lssizierc war der Koniinandeur W. S. Sclls ans Plymouth. Tic Ilbr, die er ani Handgelenk trug, war um < Uhr 5 Min. stehe» gebtiebcn: eS war 40 Uhr, als ich ihn vufnahm. Alle waren erschövft. und sobald dcr^Komn^nd^nt. Ä," Uii^'nach etwa 10 Minuten war er zu sich ge- konnnen. Ed stand aus und lachte spöttisch: „Eine etwas langatmige Tchwimmübung." Er bemerkte, er habe etwa drei Stunde:, im Wasser verbracht. Später, als das Nötige zin» Aufsammcln der Schissbrüchigcn geschehen war, Hörle icki, daß der Kommandant von dem ersten der Kreuzer, der getroffen wurde, ins Meer sprang, als das Schiff zu sinken begann. Er schwamm aus dem Wirbel des sinkenden Schisses und lvnrde von ciucin anderen Kreuzer aufgelesen, der aber seinerseits auch bald durch einen Torpedo getroffen wurde »nd z» sinken begann. Obwohl Kommandeur Sclls neuerdings ius Wasser springen innbte, wurde er von der Explosion nickt berührt, und es gelang ihm wieder, ans dem Strudel über dem »ntergehcndcn Kreuzer z» entkomm:». Ein dritter Kreuzer, nahm ibn auf, allein kaum war er an Bord, als auch dieser durch einen Torpedo znm Sinken gebrach. wurde. AI nnaliger Sprung ins Wasser. Ter Cif:- zier klammerte sich an einem Wrackstück fest, pon wo er ans endlich gerettet wurde. T. r „Algcniccn Handelöblad" berichtet: Einer der löcrcttetcn batte die britisch" Flagge von seinen, Kreuzer weggenomme», bevor dieser sank. Er erzählte: „Die „Aveukir" erhielt ihr Torpedo zuerst, „nd daraus sprangen von den anderen beiden Kreuzern Mannschasten ins Wasier. in» die Kameraden von der „Abonkir" in der Koje zu retten. Das war „nser ltztürk, denn wäbrend wir unsere Kameraden anssischtcn, winden auch , Gogne" und „Cresstz" iu den Grund gebohrt. Tie „Ercisy" sank in vier Minuten So schnell verschwand das Sckiiff vor iinfaen Augen, dost cs entsetzlich war, den Untergang anzni und dabei ging fast die ganze Besatzung mit in die T: »e: denn wenige, ja nur einzelne konnten sich r. durch eini Sprung ins Meer retten. Ich bi» qewist. hast beinahe 2000 Mensche» den Tod in de» Welle:, xetyndru haben »nd von denen, die ihr Leben zuerst „och gerettet hatten, ' ' auch noch viele insolge von Sü .väcke und Ecschöpsung er tranken. Tie Starken allein konnle» am Lebe» bleiben." Tic „Flora" brachte 27 Offiziere und 27->> Man» „ach iden, wo sie zuerst mit Kleidern versehen weiden mnstten. WasdieOefterre che dazufügen: Wien, 24. Sept. ,W- B. Nirrtamtlia» Säintl .h Blätter besprechen die Heldentat d: - drutick e» Untcriee- bootes l' 0" in Artikeln. Das „Fnind-udlatr" :o> Ter 22. September wird in dc. ... :,i Floltc immerdar ein Richmcstag sein. Drei vort, I e armiert.' starke Panzerickii»' verniä: ' schcs Unterseeboot in dem Zeitraum von ; Stund i, rinc Tat. die neuerlich beweist, dast die deutichcn :.s.:i>:n , in Bravour »nd Tüchtigkeit und in ihrem beroisch ., , nebiniingSgeist sich würdig der Laabarniee unseres L-eevi detc» anreihcn. Tic „Neue Freie Presse" führt aus: Ztve: Stunden hat sich das Unterseeboot aus de», Ko.uipwi.i. ani. gehalten, jede Minute konnte seine letzte sein. Tie Tat zeugt von einer bis ins Tctgil ganz gusterordcntlich guten Schulung der gesamten Bemannung „nd von ihrer Tapser- kcit. Tieie Tut wird als erster Unterseebootsangriss große» Stil für alle Zeiten ein Beispiel sein, wie Man»:. niut, kühle Erwägung und vollendete Technik schier unglaublich dünkende Erfolge zu zeitigen vermögen. Tie Erzi-I- nng, die solche Opserbcrcitschgft hcrvorbringt, muß den S>ea verbürgen. Dir Arbeit drs Kreurrrs Ambril. London, 24, Sept, o iltet, dicke Auszeichnungen auf Munich der Beteiligte« in den Kirchen aiifzubewahren. Bsn den Köpfen in Serbien. Wien. 23. Sept. Amtlich wird gemeldet: Soeben ange- l .. ' w- . : • Balkan- Kriegsschauplatz lassen erkenne - 4 i : : die beherrschenden Höhen westlich Kiu- peni Biljcg, Crni), um welche tagelang erbittert gerämpft wurde, iämtlich in unserem Besitz sind und datz hier .'er Widerstand der Serben gebrochen wurde. Da:, es weg::, ' er Kärnpse des Eros unserer Balkan Strcilkrastc ein ekvcn serbischen oder montenegrinischen Banden gelingen konnte, in jene Gebiete vorzudringcn, wo nur wenige Eeebav- lrwn und die unuingängltch »öligen Sicherheltsbesatzungcn ' rkk7g«S!!:be» sind, kann bei dem Charakter des Landes nie,, d >! ‘ n, D:e Stellvertreter des Chefs des Eener, lstaes: p. 5 p | c r , fven ' if*. 5 >ic Serben vLÜig c.\ ‘■Gten. 2; Sept. Die „Südsla e 'e Keeres-e-ndenz" «er ^ 2 sie erhalte von einem an der Front gegen -Serbe n l lämpfendcn Oft per folg, den Bericht aus Serbien, v! --- gäbe des Or'.s n;:ö ohne Datum: Wie scheu b-ekchie! habe, uns'... Truppen ao, Diene-ag ' Uhr sr-'b, '--dei.i vo.i sic c r Nebel in denNiederungen der Drina den Flutz Lbcrschri.ten l und den serbischen Eil.brUsort nach heftigem und für den Era- „ r sehr verlustreichen Kamps genommen. Am nächste» Mor> , setzten einige Abteilungen den Bormarsch sort. Bei schö- > 1 , und nicht zu heitzem Wetter marschierten wir zwei Tuge, ebne zunächst auf stärkeren Widerstand zu stotzcn. Da wir besä,ä.ten mutzten, datz die Serbe» die Wege mit Flatterminen gesichert hätten, liehen wir zwei Herden oortreibe». Dies er ,es sich ober als unnötig. Die Serben, die von uns gcworse» worden waren, hatten sich zurückgezogen, um hier, In guten Stellungen verschanzt, sich IMS enigegenzustelle», scheinbar in der Absicht, unsere Bereinigung mit unserer zweiten Gruppe, die über K, operierte, zu verhindern. Der serbische Plan mitzlane vollständig. Unsere brillante Artillerie halte cs den Serben wie immer unmöglich gemacht, ihre Positionen längere Zeit zu behaupten. Als unsere braven Leute hieraus die Serben u» ter Elsen- und Zivio-Rusen mit dem Bajonett angingen, flohen sie panikartig. Die Ortschastcn, die die Serben als Schietzpunlte benützt hatten, standen teilweise in Flammen, als wir cinmar schierte», Inzwischen hatte uiiscre zweite Gruppe einen schar- sen Kamps mit serbischen Truppen, die vom Prinzen Georg gesührt worden sei» sollen. Auch dort wurden die Serbe» vollständig geschlagen und das fünfte serbische Insanterie- rcgimcnt ganz ausgeriebcn. Man erzählt, datz Prinz Georg beinahe gefangen worden wäre, als die Unsrigcn den Sturm aus die feindlichen Positionen unternahmen und den Gegner in die Flucht trieben. Unterdessen nahmen wir mit unserer zweiten Gruppe Fühlung und setzten den Bormarsch unter kleinen Kämpsen sort. Wir sind heute den sechsten Tag in Serbien, treiben den Feind vor uns her und haben viele Gefangene ge- machl, die sich grätzienieils in jämnieelichem Zustand besindcn. Bei „ns ist d--> Stimmung ausgezeichnet. Wir haben wenig aeeiluste. Der Gesundheitszustand der Truppen ist vorzüglich, Serbien vor dem Ende! Immer schwieriger gestaltet sich die Lage der serbischen Armee, immer peinlicher werden für die dortigen Machthaber die Kontraste zwischen der Phantasie und der Wirklichkeit, Bar kurzem wurden 1-t üüV Mann serbischer Kerntruppen in Sqrmiev und im Banat vernichtet, jetzt werden aus dem Gebiet des Landes selbst weit stärkere Kräfte entscheidend geschlagen. Die Cholera fordert Tag sür Tag zahlreiche Opfer. Die mazedonischen Banden stören empsindlich die Zusuhr, und der Zar ist seinen Basalten an der Save heute genau so wenig nahe, wie den Franzose» an der Marne. Heute dürste die Ernüchterung in Belgrad mit Paris bereits wohl gleichen Schritt halte». Das geht auch daraus hervor, datz der Ministerpräsident Paschitsch die Führer der parlamentarische» Parteien zusam» meziberufen hat, uni sic auszusordern, angesichts der Lage alle Zwistigkeiten zu vergessen und in ein gemeinsames Ministerium cinzutreten, Tic Besprechung verlies ergebnislos, da einzelne Parteiführer crtlärlen, erst mit ihren Partciausschüssen beraten zu müsse». Die Versuche Paschiischs, das Kabinett, durch die Ausnahme von Parlamentarier» aller größeren Gruppen zu stärken, dürslc erfolglos bleiben, da aus feiner Seite Neigung bestchr, dem Kabinett Paschitsch die Verantwortung für die jetzige Lage Serbiens abzunehmcn. Namentlich die Fort jchriltsparlci steht, datz ein vollständiges Dcbacle der östcrreich- jcindlichen Politik der Dynastie und Pajchitjchs hercingcbrochcn ist. Diese Ansicht wird auch im Lager der Se'mldcmokraicn und von vielen Jungradikalcn geteilt. Da in Nisch die Cholera immer mehr um sich greift verlassen sehr viele Menschen die Stadt. Es verlautet, datz dc> tzof und die Negierung die Uebcrstedlung nach Ucstüb var- bereiten, Aschmals die ^affirtirnlr von Rmü§. W i e n , 23. Sept. Zu der Gefuhr, welche der Käthe» d r a \ c vor: Reims durch die Beschießung der Festung droht, schreibt die „Neue Freie Presse": Reims ist von den Verbündeten in Feldzug gegen Napoleon und von den Deutschen im cklriegr r ent Louis Napoleon nicht beschossen worden, weil cs leine bes-.'':igte Stadt war. Erst nach dem Frieden von Frank- | furt mochten die Franzosen aus ihr einen der wichtigsten Vcr> u it. i njjrpliAe und befestigten sie durch 12 Forts. Diese sa« I gcn in der Spr.'cho der Kriegswisfcnschaft einem jeden, daß Frankreich aus militärischen Rücksichten der Gefahr nicht ach- | ter, die cn für die Kathedrale mit dieser Notwendigkeit in dem , V; ncnöliu ' -.rvorrui'i. wo Reims aufyörl, eine offene Stadt z" j f.'li:. De'.'?schlgnd so:l Reims nicht beschießen, weil die Kirchl e werden -.nie, Frankreich darf jedoch den Weg sper m cricn jei! n hinter dcr Kirche verborgen sein Weil di.- Fra^cscn mf ti; dcvtfche Gemütsart rechneten, wußten ne daß d'e Arril! ie den Au>:rag bekommen werde, die Kathedrale z". schonen. Was ist häßlicher, als der Versuch, den histo« r'schcn Sinn und die bei den Deutschen natürlicke Achtung Sir. 225 Kunstwerken auszubeuten, um einen militärischen Vorteil zu erreichen und Platz zu gewinnen, der, von der Ehrfurcht des Gegners geschützt, Gelegenheit zu Angriffen Ae nicht erwidert werden können, bietet? Das ist „Tartüsf" INS Militärische ubersetzt, eine List, welche die vornehme Gesinnung des Feindes zu seiner U-bcrwältigung benützen möchte. Wenn die Kathedrale durch das Bombardement ernsthaft leiden sollte, wird die -ranzösische Armee dafür verantwortlich sein. Die Kathedrale von Reims beschädigt, aber nicht zerstört. Großes Hauptquartier. 23. Sept. (Amtlich). Der Obcrkommandiercnde der bei Reims kämpfenden Truppen hat der obersten Heeresleitung heute folgendes gemeldet: Wie nachträglich festgestellt worden ist, ist auf die Kathedrale von Reims auch ein Mörferfchuß abgegeben worden. Rach einer Meldung des . . . ten Armeekorps ist das notwend ig gewesen, weil cs nicht möglich war, mit dem Feuer der Feldartillerie die deutlich erkannte feindliche Beobachtungsstelle von der Kathedrale zu vertreiben. Paris,' 23. Sept. Die Franzosen, die zuerst behauptet hatten, die Kathedrale von Reims sei vollständig zerstört, müssen jetzt ihre übertriebenen Behauptungen einschränken. Di- Pariser Ausgabe der „Daily Mail" erhalt einen Drahtbericht aus Reims, durch den bestätigt wird, daß die Türme und Mauern der Kathedrale noch stehen. Es sei schwer zu unterscheiden, inwieweit die Beschädigungen an den gotische» Dekorationen vom Unwetter verursacht seien. Das Hauptportal biete eine» traurige» Anblick. Auch die anderen Portale seien zerstört. Hcrunlcrgefallcne Gewölbe und Balken rauchten noch. Einige Teile, wie das große westliche Rundsen- ster seien nicht wiederhcrstcllbar. Vor der Fassade liege noch verbranntes Stroh. Die meisten Statuen auf der Westseite seien durch die Explosionen geköpft. Aus alle Falle sei die Wiederherstellung der Kaihedrale »och möglich, wenn sie auch viel Zeit und Geld erfordere. MWimviiilig in drr TrtzchnAtt. Stockholm, 23. Sept. Die Petersburger „Rowofe kllremja", das Organ der Panslawisten, fordert eine völlige Vernichtung des Deutschen Reiches. Das Blatt wendet sich scharf gegen die englischen Staatsmänner, die einer Zertrümmerung Deutschlands abgeneigt seien. Der Aussatz des russischen Hetzblattes verdient deshalb einige Beachtung, weil zum ersten Male seit dem Ausbruch des Krieges darin der Unterschied in den politischen Zielen der Verbündeten klar zum Ausdrucke kommt. Die englische Diplomatie will — wenigstens herrscht in Rußland diese Meinung — das Deutsche Reich stark genug erhalten, um es nach dem Grundsatz des europäischen Gleichgewichts später einmal wieder als Faktor gegen Rußland gebrauchen zu können. Dkiitiihk Knegggefallgkne in Frankreich. Ein deutscher Oberleutnant, der in französische Kriegsgefangenschaft geraten und mit anderen deutschen Kriegsgefangenen nach Aurillge übergeführt worden ist, Hut s»i«-n Angehörigen in Deutschland gemeldet, er werde mit allen seinen Kriegskameraden in der Gefangenschaft sehr human behandelt. Den kriegsgefangenen deutschen Offizieren sei erlaubt, in einem Hotel zu wohnen und- sich dort selbst zu verpflegen. Die Korrespondenz mit der Heimat sei sofort gestattet worden, natürlich unter strenger militärischer Kontrolle. Pakete dürfen vorläufig nicht gesandt werden. Am Tage nach der Ankunft in Aurillge habe der französische General den deutschen Offizieren ihre Degen zurückgegeben in Anerkennung ihrer Tapferkeit in der Lchlacht. (fin öftfrrriiiiilfljfr Kosialdemokmt über Drnljchland und (Orftfrrfidi. Zn dem neuesten Hefte der Wochenschrift „März" schreibt her österreichische Sozialdemokrat Pernerstorser: „So wird heute in ganz Oesterreich der Bund mit Deutschland ebcnso gepriesen, wie er vorher von manchen geschmäht worden war. In den Straßen der österreichischen Städte ertönt begeistert gesungen „Die Wacht am Rhein", deren Text noch vor kurzem als hochverräterisch oder doch wenigstens als unpatriotisch gegolten hatte. Ein Wunder ist cs fast, das sich hier vollzogen hat. Ein Wunder, das wir preisen wollen. Der Bund zwischen Deutschland und Oesterreich ist fest und unzerreißbar geworden und die Kampsgemeinschast, in der die beiden Länder stehen, wird weiter wirten. Ihre Erinnerung kann nimmer verwischt werden. Zumal auch deswegen nicht, weil der Kampf, den die beide» Staaten gemeinsam führen, nicht bloß ein Kampf um die staatliche Existenz, sondern auch um die Kultur ist" (Tin itill. Mnistrr iilirr ftolirnö OiiitköUfnf. Köln, 22. Sept. Die über Zürich kommenden Mailänder Deprschon berichten, nach der „Kölnischen Zeitung": Der „Avanti" veröffentlichte eine Unterredung mit einem Minister/ der sich geäußert haben solle, von Auslösung des Dreibundes könne keine Rede sein, nicht einmal ein Eingreifen Italiens zu »nnsten Deutschlands und Oesterreichs sei ganz ausgeschlosien, ^sel» die Lage es erfordere. Nach privater Zusammenstellung idtirde die gesamte atkive italienische Armee der ersten Linie Aiibcrufcn. Wik dic .Asliikkii bei L>>? haiistkn. Einem Briei der „B. Z. am Mittag" entnehme» wir sol- «ende Schilderung: „Wir trajcn auf unserer Fahrt hinter Lyck auf eine Kavallerie Patrouille, deren Führer uns mit tiefster Erbitteruiig von den Grcueltaten erzählte, die am Nachmittag in den deutschen Dörjern an der Grenze vorgekommcn waren. Alte Männer und Frauen lagen erstochen auf der Torfstraße. Den Kinderii waren soweit sie lebten, die Hände abgehackt oder die vorderen Glieder der Finger abgeschnitlen. Zn mehreren Dörfern hatten die Russe» vorher eine ärztliche Untersuchung der männlicken Bevölkeruna voraenommcn und alle diciisttaug, Neue Tageszeitung. Freitag, «en 25. s-eplemder 1814 lichen Leute herausgcsucht. Kurz vor Abmarsch der Truppen wurden sie in einen Hof getrieben, an die Mauer gestellt und erschossen. Was von Kranken und Alten übrig blieb, wurde den Kosaken überlasten, die dann ihre Hcnkcrsarbeit verrichteten, Man hat bei gefangenen Kosaken mehrfach ZUndstreijen gesunden, etwa 00 Zentimeter lange und 4 Zentimeter breite Streifen von Zündstoff. Zwei bis drei dieser Streifen genügen, um eine Scheune oder einen große» Strohschober in Brand zu setzen. Vom General Martos. Berlin, 23. Sept. Zn der deutschen Presse ist die Nachricht verbreitet worden, der kriegsgefangene russische General Martos sei gcfessclr in Halle eingebrachi worden. Dies trifft nicht zu. General Martos befindet sich in Neisse. llebri- geus wird selbstverständlich das gerichtliche Ermittelungsver- fahren gegen alle jene kriegsgefangenen Offiziere eingeleitet werden, die verdächtig sind, Ereueltatcn oder Vergehen gegen das Völkerrecht geduldet oder gar gefördert zu haben. Gegen Botha, den Lumpen! Amsterdam, 23. Scpt. In einem Brief des General? Beyer an den General Smuts, heißt es, die -südafrikanische Regierung wisse, daß der größte Teil der holländisch sprechenden Bevölkerung energisch gegen jeden Anfall auf Deutsch- Südwestafrika sei. Ter Rücktritt dreier Minister in England zeige, daß auch dort eine starke Minderheit vorhanden sei, die nicht von der Rechtlichkeit des Krieges überzeugt ist. Englands Wunsch, die kleinen Nationen zu schützen, sei durch die Bernichtung der Unabhängigkeit der Burenrepu- bliken widerlegt worden. Angeblich handle es sich um den Kampf gegen die Barbarei der Deutschen, aber int Burm- krieg hätten die Engländer soviele Löwens geschaffen, die nicht vergessen worden seien. Beyer widerlegt die Ausstreuungen, daß die Deutschen Südafrika annektieren wollten, und daß deutsche Soldaten die Grenzen überschritten hätten. Smuts könne nicht Gefahren für Südafrika Nachweisen, da3 von England verteidigt werde. Kapstadt, 23. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Botha übernimmt das Oberkommando gegen Deutsch-Südwestafcika. Japan „im Solde Englands". Wien, 22. Sept. Die Korrespondenz „Rundschau" meldet: Nach Nachrichten aus Peking ist in Japan eine heftige Bewegung gegen den Krieg wahrzunehmen. Bei Haussuchungen in Tokio sind Ausrufe vorgefunden worden, deren In- halt in der Erwägung gipfelt, daß Japan, anstatt diesen Krieg mit Deutschland zu beginnen, lieber die F.p^ze der Mandschurei und der Mongolei hätte aufrollen sollen. Die japanische Regierung handele unpatriotisch und stehe offenbar im Solde Englands, das Japan nur dazu verwende, ihm die Kastanien aus dem Feuer zu holen, sich aber niemals dankbar erweis,, Diele Drvrramairoume-t»--»—— r auch in Kasernen in Tokio und Uokohama vor. In der Priesterschaft von Kioto soll gleichfalls lebhafte Mißstimm- ung wegen des Krieges herrschen. In Osaka entfalten Agi- tatoren eine lebhafte Tätigkeit, besonders unter den Arsenalarbeitern, die nusgefordert werden, sich der neuen großen „gelben" Bewegung anzuschließen und die Regierung zu stürzen, die Japan in Abhängigkeit von Europa bringe. Ans Frankreich. Die Regierung soll nach Paris zurück. Stockholm, 20. Sept. Von London wird der „N. 3* telegraphisch gemeldet, daß sich in Paris eine immer stärkere Stimmung geltend macht, sowohl in der Presse wie bei der Bevölkerung, daß die Regierung sofort von Bordeaux nach Paris zurückkchren müsse. Dies würde für die ganze Nation erhebend wirken. Tie „Agence Havas", die gleichzeitig mit der Regierung nach Bordeaux übergesiedelt war, hat ihr Hauptkontor wieder nach Paris zurückverlegt. Ein französischer Offizier über Frankreichs Truppen. Aus den Aufzeichnungen, die bei einem gefallenen französischen Offizier gef«>den und der „Voss. Ztg." zur Vec- sügung gestellt wurden, teilt das genannte Blatt folgendes mit: 20. August: Schwerer Tag. Das Regiment hat die Hälfte des Bestandes eingebüßt. Ich habe weniger als die Hälfte meiner Leute. Rückzug ununterbrochen, am 21. Sor- nc-ville, 22. Lemonconrt. Ich kann nicht zu Pferde steigen, würde einschlafen und hernnterfallen vor Müdigkeit. Wir schlafen im Marschieren. 25. 5 Uhr Angriff angesetzt gegen Erion. Entsetzlicher Kanonendonner. Unsere ncoralische Kraft ist zweifelsohne beeinträchtigt, denn ohne einen Infanteristen gesehen zu haben, verlaßt unser Bataillon erster Linie den Höhenrand 270 und gelangt zurück zur zweiten Linie. Wir befinden uns in Gelenoucourt. Hoffentlich wird es gut befestigt sein, wenn nicht, es wäre zum Verzweifeln. Und doch ist nur ein Teil der Bayern gegenüber. 3. Korps! Aber ihre Art ist sehr wirkungsvoll. Wieder nur ein Bisquit als Msttag- essen. Ganz entschieden ist der Kriegsverlauf nicht, wie ich ihn erträumt habe. Unmöglich, mit unserer dermaligen Infanterie gegen - die feuerspeienden Maschinen vorzugehen. Wir sind durch eine überlegene feindliche Artillerie vcr- nichtet. Unsere Artillerie gibt nur ab und zu einen Schutz ab als Zeichen, daß sie überhaupt existiert. 6. 9. Was ansangen mit physisch und moralisch verbrauchte» Leuten. I 7. 9. Die feindlichen Schrapnelle platzen 50 Zenti- 1 Nieter vor unserem Schützengraben. Man kann nicht die 1 Nase beraiisstrecken. linmöalich Brot zu bringen. .___ Seite 2 Ans England. Tie englische Schlange. Berlin, 22. Sept. In der „Newyorker Handelszeitung' bezeichnet der soeben aus Europa zurückgekebrte Dertrstei einer Newyorker Juwelensirma, Nissen. England all- die Schlange unter den Nationen. Nissen, der Däne von Ge bnrt ist und der Schleswig-Holstein als Jüngling verließ, um nicht Preuße zu werden, ist auf Grund seiner in Euro- Pa gemachten Beobachtungen zu der Ueberzengung gekom- men, daß England den jetzigen Brand zur Wiedergewinn, mig seiner früheren kommerziellen Superiorität benötigt und angestiftet hat. Verwundung eines englischen Parlamentariers. Das Mitglied des Unterhauses Aubrey Herbert ist nach ausländischen Blättermeldungen auf dem französiichei- Kriegsschauplatz schwer verwundet worden. Herbert fiel zu- nächst als Verwundeter in deutsche Hände, Nach seiner Mit- teilung aber haben die Deutschen nach den Kämpfen an der Marne ihn und viele andere — sicher wohl nur englische und französische! — Verwundete preisgeben müssen. lieber die Behandlung, die den fremden Verwundeten durch die Deutschen 'zuteil wurde, hat Herbert sich in anerkennendste! Weise geäußert. Belgien in England. London. 23. Spet. (Nichtamtlich.) Vom 27. Aug ist bis zum 17. September sind in Folkestone 57,600 Fljicht- tinge, zumeist Belgier, eiirgetroffen. Ans Rußland. In Rußland stocken Handel und Verkehr. Die „Neue Züricher Zeitung" vom 18. Sept. bringt den Privatbrief eines Schweizers aus Moskau vom 21. Aug. in dem es heißt: Handel und Verkehr fangen an zu stocken. Industrielle und gewerbliche Unternehmungen sind zwar zur Zeit noch gut beschäftigt, doch wird dies nicht mehr lange dauern. Zwar wird behauptet, die Messe in Nischni- Nowgorod habe in jüngster Zeit etwas angezogen, und auch der Bahnverkehr würde demnächst wieder in normale Bah- neu gelenkt. Die Lebensmittelpreise seien im allgeineinev gestiegen, nur einige Gegenstände seien wegen des Ausfalls im Exportgeschäft billiger. Die öffentliche Wohltätig- keit wird bereits stark in Anspruch genonimen. Ueber den Gang des Krieges erfahren wir nur aus russischen Zeitungen, nach denen die Schweiz bereits mit deutschen und französischen Verwundeten und Flüchtlingen überfüllt ist. Die Holzschätze von Suwalki. Die kurze Nachricht, daß das russische Gouvernement Suwalki unter deutsche Verwaltung gestellt ist, ist nicht nur mNn'LsMeOeM iÄ* 5 . uns«es siegreichen Eindring. der Wichtigkeit. Wenn nämlich behauptet worden ist, I>u> ses Gouvernement habe nur geringen, hauptsächlich land- schaftlichen Wert, so betont demgegenüber die „Holzwelt", daß gerade Suwalki großartige Naturschätze besitzt. Unsere Behörden haben sehr Wohl gewußt, was sie taten, als sic gerade diesen Bezirk unter deutsche Verwaltung nahmen, denn dieser Landstrich hat einen Holzreichtum, wie wir ihn sonst nur noch in Ostpreußen kennen. In der Holzindust- ne besitzen die sog. Augustowoer Hölzer einen besonderen Ruf, und die Wälder, aus denen sie stammen, liegen im Gou- vernement Suwalki. Westlich vom Njemen, etwa 30 Kilometer, südlich von der Gouvernementsstadt Suwalki, ziehen sich nämlich bis zur Landesgrenze die berühniten Augnsto- woerkaise, russischen Forsten, durchquert vom Augustowver Kanal. Ihr Umfang wird auf etwa 60,000 preußische Morgen beziffert. Die Stadt Augustowo, mit etwa 5000 Einwohnern, bildet den Mittelpunkt dieses Gebiets und liegt an dem erwähnten Kanal, der mit seinen etwa 20 Schleusen in den Bober mündet. Vom Bober führt der Flößereiweg über den Narew und die Weichsel direkt nach Thorn zum Weichselmarkt. Alljährlich pflegten aus diesen Gebieten Nutzhölzer im Werte von vielen Millionen Mark nach Deutschland zu kommen. Ein russischer Ossizier über Pie ungarischen Truppen. Wien, 22. Sept. Die Blätter veröffentlichen Mittcilun gen eines in einem ungarischen Truppenspital liegenden russischen Offiziers, der auch den japanischen Feldzug mitgemacht hat und eine Parallele zwischen den japanischen und österreichisch-ungarischen insbesondere aber den ungarischen Soldaten zieht. Letztere haben, so sagt der Osfizier, nicht halb so viele Verwundete als die Rußen Tote haben. Wenn wir glauben daß der Feind gezwungen ist, sich unserer Uebermacht zu ergeben, so gehen die ungarischen Soldaten trotz unseres Kugelregens unter fürchterlichem Geschrei mit dem Bajonett gegen uns los. Diese Attacken sind so fürchterlich, wie sie die Zapa. »er nie gewagt haben. Der russische Soldat wird durch dieses ihm ungewohnte Geschrei so scheu, daß die Offiziere es kaum verhindern können, daß er sich ergibt oder die Flucht ergreist. Zur Aufmunterung unserer Soldaten beginnen wir gewöhnlich in der Nähe eines Waldes den Kampf. Doch auch diese sichere Deckung und die Operationen mit auf Bäumen befestigten Maschinengewehren sind nicht viel wert, denn der Feind hat auch dafür Mittel gefunden: er zündet den Wald an. Der russische Soldat läuft dann entweder in die Bajonette oder geht im Walde zugrunde. Unsere Schrapnells haben den Nachteil eines eigenartigen Summens, wodurch sich der Feind schützen kann, während seine Schrapnells in unseren Reihen in einem Umkreis von 30 Metern keinen am Leben lasten. Unsere Leute sterben zu Hunderten. Auch der Ansturm der feindlichen Ka. vallerie ist so vehement, wie ihn die Kosaken nie aussiihren können. Ein Glück war es für uns, daß wir zehn mal so stark lind wie der Feind. u Nr. 225 Seite 3. <*ittc bayrische Glanzleistung. In den Gefechten, die seit Samstag in der Gegend Eeb- weiler-Tann sich abfpielen, wurden eines Morgens etwa fünfzig Bayern von den Franzosen abgefchnitten und gefangen genommen. Die Freude der Franzosen war grob, denn die ebenso gehabten wie gefürchteten Bayern gesangen genommen zu haben, war eine grobe Heldentat, Schon bei der Ent- wassnung suchten die Franzosen ihr Mütchen an den Gefangenen zu kühlen, wobei sie wenig gentlcmantile vorgingen. Einige Fubtritte mit grobgenageltcn bayerischen Kommisstiefeln lehrten die Franzosen jedoch bald höflicher sein, woraus auch iin|cre Bayern sich scheinbar in ihr Geschick ergaben. Der Ab- ransport nach Frankreich sollte stattsinden, und der Gefährlichkeit der Bayern Rechnung tragend, waren den SV unbewaffneten Gefangenen SO schwerbewaffnete Begleitmannschaften mitgegeben worden. Durch einige Dörfer ging es, und da die Gefangenen willig mitgingen, schwoll den Franzosen allmählich der Kamm, und sie machten ihrem geprobten Herzen in Flüchen ibcr die verdammten Bayern nnd in korlwährendcm Anlrei- icn zu schnellerem Marschieren £>••" ?ic Bayern waren wütend, doch noch war es keine Zeit und Gelegenheit zum Nausen, Im Dorfe M,, unweit der Grenze, fühlten sich die Franzosen so sicher, daß sie beschlosien, im Dorswirtshaus ihren Durst zu löschen. Sie lieben jedoch zehn Mann zur Bewachung der Gefangenen zurück. Jetzt war die Zeit für die Bayern gekommen. Aus ein Kommando: Bercinszeichen heraus! hatte ein Feder im Ru sein griffestes Mesicr aus dem Sticfel- schaf» gezogen. Sich aus die Bewachungsmannschaften stürzen und sie beim Halse fasten war eins. Nachdem sie abgetan waren, bemächtigten sich die Bayern der in Pyramiden zusammengesetzten Gewehre und jetzt hinein ins Wirtshaus, Bon den Franzosen entkrrm keiner, die Bayern machten glatte Arbeit, Auch die französischen Kolben bewährten sich beim Dreinschlagen, und standen in nervigen Bayernsäustcn den deutschen Kolben wenig nach. Mit französischer Bewaffnung zogen die Bayern dann wohlgemut wieder heimwärts, und es gelang ihnen sogar, aus dem Rückwege noch eine französische Proviantkolonne v.n vier Wagen mitgchen zu lasten. Wohlbehalten kamen sie bei ihrem Regiment an, wo sie jubelnd begrüßt wurden. Die Nortrefflichkeit der dentlchen FluWiyt. London, 23, Sept. Der Kriegskorrespondcnt des „Daily Telegraph" teilt das Urteil eines französischen Fliegers über die Bortrefflichkeit der gegen Flugzeuge verwendeten deutschen Geschütze mit. In einer Höhe von 1800 Metern wäre kein Flugzeug sicher, wenn gut gezielt würde. Die (Wolflf der KrilMickihk in fjtfnt. Die in Hessen bestehenden Reichsbankplätze verzeichnen folgende gezeichneten Beträge für die Reichs- anleihe: LS.MW 2 ?il 7 Offenbach 5 941 100 „ Alsfeld 630 000 „ Lauterbach 609 400 „ Friedberg 1 200 000 „ Eichen 6 800 000 „ Bingen 1 548 300 Worms 6 343 000 .. Mainz 18 803 900 66129500 Ml, Dieses Ergebnis für unseren Bundesstaat ist ein glänzendes zu nennen, »effifcheKnegsverficheriliil;. Die Hessische Kricgsvcrsicherung findet fortgesetzt Anklang, Rach den vorliegenden Nachrichten sind bis jetzt 18 M> Anteilscheine mit einem Einlegelapital von 13ÜV00 Mark gelöst. Rach einer dieser Tage ausgestellten Uebcrsicht sind Anteilscheine gelöst worden in der Provinz: Rheinhesten rund lbUY, wofür eingezahlt wurde .11 46 000.— Ctarkcnburg rund 3800, wofür cingezahlt wurde ,«t 38 000.— Lbcrhesten rund 2900, wofür eingezahlt wurde .6 29 000.— zusammen rund 11300 mit einem Betrag von .H 113 000.— Da die Annahmestellen demnächst geschlossen werden dürsten, so ist baldige Versicherung erforderlich, weil dann nur noch bei der Hauptgeschüjtssielle in Darmstadt — Obcrver- sicherungsamt — Reckarstratzc 1 versichert werden kann. Erfreulich ist, dab viele Arbeitgeber, Städte, Gemeinden »nd Bercine Gesamtversicherungen für die in Betracht kommenden zum Heeresdienst Einberufenen abgeschlossen haben. Von der Dder bis zur Maas. tlrirbnissr eines fchlcssischcn Striegele. (Schluß), Mit Morgengrauen zogen wir uns bis an die Brücke zu keck, um uns zu srmmeln, doch rückten wir kurz darauf wieder vor, um uns der Verwundeten anzunchmcn. Traurige Bil der boten sich uns dar, denn groß waren unsere Verluste, So vianchcr schlief im Schützengraben den ewigen Schlaf, sie haben als Helden geendet. Das Nachtgefecht hatte sich hauptsächlich um rin Bahnwärterhäuschen abgespielt, das Haus sowohl als auch das Eiscnbahngcleis wurden von den feindlichen Grans ten arg mitgenommen. Auf den Schienen lagen acht tote Franzosen mit Fahrräder»: anscheinend waren sie vorausgeschicki worden, um unsere Stellung zu erkunden, hierbei wurden si. von deutschen Kugeln ereilt, lleberhrupt fehlte cs nicht an grausigen Bildern, so sahen wir in dem abgebrannten Dorf die Leichen von z, I, verkohlten Franzosen, sic waren in deutsche Häuser geschlichen und hatten hinterrücks auf deutsche Soldaten geschossen, woraus dies« Häuser in Brand gesteckt wurden. Rach dem das Regiment einigermaßen wieder gesammelt war, bezog Neue Tageszeitung. Freitag, den 25. September 1914. es Biwack in der tzlähe eints Dorfes: heute kamen wir um 4 Uhr nachmittags zu unserem Mittagsesten. Außer einem kleinen Brot, bezw. Zwieback, hatten wir am vorigen Tage kein Frühstück, kein Mittagsesten und kein Abendbrot, wir hatten nicht geschlafen und trotzdem auch kein Frühstück am folgenden Morgen. Wie sehr wir das Mittagesten herbeigcsehnt hatten, das läßt sich unter diesen Umständen begreifen. Reben dieser leiblichen Stärkung konnten wir jetzt aber auch ausgiebig ausruhen. denn wir blieben dis zum nächsten Tag 12 Uhr mittags im Biwack, Dann traten wir wieder den Vormarsch an, der sich aus 30 Kilometer erstreckte, und schlugen gegen 10 Uhr abends wieder Biwack auf. Der nächste Tage, 30, August, brachte uns einen herrlichen Conntagsmorgcn, Am Vormittag ereignete sich nichts besonderes, Wir blieben vorläusig wohlgemut und vergnügt aus dem Biwackseldc und freuten uns schon im voraus, einen Sonntag ohne besondere Störung zu verleben. Um 10 Uhr wurden die Katholiken zum Gottesdienst im nahen Dors beordert: sonst war aus dem Felde ein reges Leben und Treiben, der Anzug wurde in Stand gebracht, die Gewehre gereinigt und nachgeschcn, überall emsige Tätigkeit, Die Sonne schien warm aus uns hernieder, die Landschaft erglänzte im goldenen Lichte und man kam in eine ganz friedliche Stimmung. Da plötzlich krachten in unserer nächsten Nähe feindliche Granaten: wir waren von dieser unangenehmen Störung nicht angenehm überrascht, dachten jedoch, cs wird schon aushören: aber immer bedrohlicher krachten die Zuckerhüte in unserer Nachbarschast, Es blieb uns nichts übrig, als uns marschbereit zu machen und wieder in den Vormarsch zu treten. „1. Bataillon Vorhut!" hörten wir einen Ordonnanzossizier rufen. Die l. Kompagnie trat mit ihrer Spitze an, Ihr folgte die 3, Kompagnie mit 400 Meter Abstand, Könnt aber war die 1. Kompagnie aus dem Dorfe hinaus, als auch schon lebhaft geschossen wurde. Wir rückten im Laufschritt heran und entwickelten uns ebenfalls, Es handelte sich nur um eine schwache feindliche Abteilung, die sich bei unserem Herannahcn zurllckzog. Doch wir waren kaum 400 Meter weiter vorgedrungen, als wir von einem mörderischen Feuer begrüßt wurden. Wir waren ziemlich in die Zange geraten und wurden von vorne und von der Flanke beschossen. Die Franzosen hatten eine kleine Anhöhe besetzt und schoben andauernd ihre Reserven ein. Aber auch wir hatten viele Reserven hinter uns, die auch unsere Stellung verstärkten. Der Kamps zog sich bis zum Abend hin: in das Geknatter der Infanterie und der Maschinengewehre mischte sich das Donncrgetösc der Artillerie, die über unsere Köpfe hinweg ihre verderbenbringenden Geschosse zu den feindlichen Batterien schleuderten. Auch der Gegner ließ uns, besonders den Reserven, seine Granaten spüren. Bei eingebrochener Dunkelheit ordneten sich unsere Truppe» zum Vorgehen gegen den Feind. Mit aufgepslanztcm Seitengewehr stürmten wir vor, die blinkenden Bajonette können die Franzosen nicht leiden, Denn als wir bis auf etwa 30 Meter herankamen, da machte er lange Beine, Wir sandten ihm einige Andenken »ach, so lange wir ibn sehen konnten, (?<-■■■-- ungen ...... v icn ,yn wahr von »«. unicrstützt haben, denn wir bekamen jetzt Flankenfeuer. Aus einmal merkte ich, daß eine Kugel mich an der Schulter verletzt hatte, denn schon rannte das warme Blut die Brust entlang, Run war es mit dem Vorstürmen aus, ich begab mich zur Verbandsstelle, die in der Kirche eines Dorfes eingerichtet war. Dort traf ich schon eine große Anzahl verwundeter Deutschen und Franzosen, mit der kommenden Nacht wurde ihre Zahl immer größer, bis allmählich die Kirche dicht gefüllt war. Das war ein Jammern und Winseln die ganze Nacht, daß Gott erbarm und schnlichst wünschte man sich den Morgen herbei. Kaum graute er, als wir Leichtverwundete einen Fußmarsch »ach dem nächsten Lazarett antraten, dabei gerieten wir in feindliches Artillerie- seuer und hatten unsere liebe Not, durchzukommen. Gegen 5 Uhr abends kamen wir in ... . an. Dort bekamen wir Abendbrot und Nachtlager, mußten aber am nächsten Morgen wieder weiter, wozu uns Leiterwagen zur Verfügung standen. Gegen Abend kamen wir in Marbehan an und wurden von da mit der bereitgestclltcn Bahn aus Belgien, durch Luxemburg, über Trier, Koblenz, Ems nach Friedberg gebracht. Bei der Ankunft unseres Zuges waren Tausende von Zuschauern vor dem Bahnhof, um die der Stadt anocrtrauten Verwundeten zu empfangen. So manchem verwundeten Krieger ist da bei von zarter Hand ein Vlumensträußche» zugcslogcn, das dankbar ausgenommen wurde, zeugte es doch, daß wir im Va- terlcnde mit Liebe begrüßt wurden, Friedbcrg hat gegen 400 Verwundete und verpflegt sie aus's beste, was wir alle, von Herzen dankbar, bestätigen können A, R, Ans der Heimat. • Friedberg, 23. Sept, (Allgemeiner Staats-Eisenbahn- vcrein Friedberg), Der Verein beschloß in einer vorgestrigen Vorstandssitzung von seinem Barvermögen (700 Mark) dem „Roten Kreuz" und der allgemeinen Kriegssürsorge je 100 M, zu überweisen. Den Rest von 800 Marl hat der Verein sür Unterstützungen an sein- im Felde stehenden Mitglieder, bezw, deren Angehörigen, bereitgeftellt, * Friedbrrg, 25. Sept. (Stadtverordnete,isibimg nr.l 21. Sept.) Baugcsnchc. Ten Gebrüder Uli ich wird fiir ihren Neubau an dem Bahnhossplatz und Ecke Wilyelins- ftraße, die Anbringung überdeckter Lustschächte von 30 -79 Ctm. gegen Anerkeunungsgebnhr von Mk. 2.— für f:n Schacht jährlich genehmigt, ebenso Tispens für eine Eigen- tniiisübeifchreibniig befürwortet. Ter Marg. Keller wird die Anbringung eines Schaukastens an dem Hause Kaiser- str. l97 fegen Revers nnd Anerkennungc-gebühr genehmigt. Bei der Auslosung der Stadt. Schuldverschreibungen werden zikr Rückzahlung aus 1. Januar 1915 gezogen: von 2itea -V ie M. 200 Nr. 152, 69, 178, von Litra B Mk, 500 Nr. 41, von Litra 6 Mk. 1000 Nr, 41. Tein Armensonds sollen liii»i sräat, Schuldverschreibungen zu 87% sowie weitere von der Stadt angekaustc städtische Schuldverschreibungen znni Ankauf augeboten werden. Seitens des Grosch. Kreisamts ist ein Ersuchen ergangen für das Geschäftszimmer einer Rechtsauskunftsstelle Räume zur Verfügung zu stellen. Dein Gesuch wird entsprochen. Zur Unterstützung der Notleiden, den in Ostpreußen werden vorläufig 300 Mk, bewilligt, Ter Familie des für das Vaterland gefallenen, früheren Mitgliedes der Stadtverordnelcn-Versammlnng, Kammcrdirek- tor D c r n - Asscnheiin, ist seitens des Bürgermeisters das Beileid der Stadt ausgesprochen worden. Von einer Mitteilung des Grosth. Kreisamts nnd Groffh. Ministeriums die Notprüsnng betresfcnd wird Kenntnis genommen: die dadurch in der hiesigen Bevölkerung vermutete Aufregnug scheint nur in gewissen Kreisen stattgesunden zu haben. * Friedberg, 25. Sept, Mit dem Eiiernen Kreuz ausgr,eignet wurde» von unserem Bataillon des 168. Insanlerie Regiments Hauptmann Stettin, bauptmann Doinizlasf und Bai,-Adjutant Lenin, Vuchholtz, — Wie uns mitgrteilt wird, befindet sich der Kommnndant uneres Bataillons, Herr Maj>r G n d e w i l l, seit einige» Tagen in Friedberg, Bei Reuscha- teau wurde er belanntlich durch einen Lungenschuß verwundet, als er vom Pferde stürzte, erlitt er dabei einen Schlüsselbein- bluch. So schwer auch die Verwundung ist, so besteht doch die beste Hosfnung aus Genesung unseres allverehrten wackeren Kommandanten, Jedenfalls ist dies der Wunsch unserer gesam ten Bevölkerung, * Gießen. Die Universität Wien richtet an diejenigen de, deutschen Reiches ein längeres Schreiben, in dem sic in bmides. brüderlicher Kameradschast diesen Gruß »nd Handschlag reicht. Das Schreibe» wurde auch von unserer Universität mit warmen Worten erwidert. * Franksurt ». M., 28. Sept, Gegen die Fremdwörter! Mit Recht wendet sich im „General-Anzeiger" Jemand gegen de» unnützen Gebrauch von Fremdwörler und ersucht namentlich die Leser, in diesem Sinne zu wirlen. So sehr wir derartige Bestrebungen billige» und unterstützen, so möchte!, wir den betr. Einsender doch bitten, auf sich selbst etwas mehr acht zu haben, denn er meint, die Leser möchten bei ihren Ko serenzen aus Beseitigung der Freindwörter wirte», K man da nicht ebensogut, aber deutsch, sagen: bei ihre» Zusuw- mcnkünftcn oder bei ihren Besprechungen? Eine bescheidene BUte. Unser Landsturm-Infanterie-Bataillon Friedbe--), das sich zum grössten Teil aus der Wetteran zusammen setzt, leidet Mangel an Mk" Kartoffeln. Folgende Postkarte geht uns zu: Aus dem Vogefenftädtchen Markirch sendet Jhuctt und allen lieben Bekannten beste Grüsse! Wäre cs Ihnen nicht möglich ciitf" tttntfjßOH Kartoffel für unser Bataillon als Liebesgabe aufzutreiben. Es sind hier keine zu haben und unsere Landsleiü ' n alle an Kartoffeln gewöhnt. Es wäre die willkommenste (Halle aus unserer schönen Wetterau und alle Kaimradcu wären für diese Liebesgabe sehr dankbar Unter besten Grützen Ihr K. B . . . Dieser Bitte müssen wir Nachkommen, sie ist wirklich eine bescheidene, die unsere Freunde leid)' erfüllen können. Wir sind bereit, die Sammlung zu organisieren. Wir bitten demnach alle unsere Freunde, einen Sack Kartoffeln und wer es kann, mehrere, z» diesem Zwecke zu stisten. Fast ein Jeder hat einen lieben Angehörigen oder ein Freund beim Bataillon, Helsen wir, den Wackeren eine kleine Freude zu machen. Am besten nehmen die Vertrauensmänner des „Bundes der Landwirte" und der „Vereinigten Landwirte" die Sache schleunigst in die Hand und teilen uns kurz mit, wieviel Kartoffel gestiftet sind. Wir werden dann über die Anlieferung nähere Mitteilung machen. Also schnell handeln! denn Doppelt gillt, wer fchnett gillt! Jede Anmeldung nimmt entgegen ki Stritt unH die Tchristltitiing der Ncncii !liges- zeitun g Fritdberl, i. H. _ frankfurter frudjimnrkt am Wittwoch, 23. Sept. Weizen 2550—26, -, Roggen 22.00—00.00. Hafer 22.00-22,50, Gerste 22.00—23.00, Kartoffeln 4.75—5.00. Die Preise verstehen sich per 100 Kilo franko Franksurt. Weizenkleie 15.00—00.00, Weizenschalen 15.50-00.00, R o g g e n k 1 e i e 15.00—15.50, Bier tre der 10,00—16.50. Die Preise sür Futtermittel verstehen sich per 100 Kilo einschliesslich Sack ab Mühle, Weizenmehl 00 41.00 >. ol) i d t, Friedbcrg. Druck nnd Verlag der „Neuen LäMzettting", A. G,, Friedbera i. H- m. 225 -teile Tageszeitung. Freitag, den 25. September 181« Seite l. Geschäftseröffnung. Den vcrehrlichen Einwohnern von Friedbcrg und Umgegend mache hiermit die ergebene Anzeige, daß ich >raiscrftraffe 91 gegenüber dem Hotel Trapp ein ÄMMil- und kiMtteu-Lptzial-8tM eröffnet habe. Ich bitte mein Unternehmen gütigst Unterstützen zu wollen. Für gute und reelle Bedienung bin ich jederzeit bemüht. Für Wiederverläujer kulanteste Bedingungen. Cigarren etc. werden in vorschriftsmäßigen Versandkartons feldpojtniästig verpackt und versendet. Hochachtend Georg Schwab , MMerg. 7 > Ich bin am Amts- und Landgericht Hanau als Rechtsanwalt zugelassen und habe das Büro des in Feindesland gefallenen Herrn Rechtsanwalt O s i u s übernommen. Hanau, den 21. Sept. 1914 . Klöeknesf, Rechtsanwalt. r -—' Den Empfang der Modell -Hüte und aller Neuheiten für den Winter zeigt ergebenst an Heinr. Kremier, Fried 5»erg. Alte Hüte werden prompt und billig umgearbeitet. <_ - Wir sucht,! £3550! ZUM Verteilen von Eratisproben f. Schwcigouder ..Köhler-trocken". Off. an fiöl)lfrfol)lrufabrik,Utu«3ffnbnr3. Feinsten Eminentst. Schweizerkäse febamc lt.JRoqwciort ia. LiinbllM ii. ßaiidtiise, ßflüicmbert Frischling iniii ^wicsti» tlc. empfiehlt . ^i-Sods irh JBirliel Friedbcrg i. H. 'JillllllfillKT 3 flfj ist nicht aufgeschlagen und kostet im Zentner und Einzelverkauf den gleichen Preis wie seither. Leere Snlz- säcke die ganz und sauber sind werden zurückgenommen. Salzniederlacie Friedberg, Fraiferftraffe Teleson 452. Kelranntmachung. Zur Erleichterung in der Versendung von Paketen aa-Aiamr- schas.cn des Landsturm-ünfanterie-Bataillons Friedbcrg gibtoas Bezirlskommando bekannt, dost solche Sendungen nicht an das Bczirtolommando Friedbcrg sondern an das Landsturm-Bataillon Friedberg in Markirch (Elsaß) zur Aushändigung an den Land- jturmmann . ... X, Komp zu richten find. von Branconi, Major u. Bezirkskommandeur. Für Militär! Farbige wollene Hemden, ftormal-Hemden, Hormal Unterjacken u. Hofen, Ulilitiir-Hnterbofen ohne Mnbt. Leibbinden, (fthrenjchüfter, Strümpfe, Socken, Fußlappen, Hojenlräger, Taschentücher, Stauchen, Fußfchlüpfer,_ AM" Strickwolle Hnterwämfe, Zagdmesten. Größte Auswahl. Billige Preise. Metsclier cV llmick; Friedberg. Engelsgasse 10. Jacht des großen taeikca Edelschmeitts. 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Eoldschmidt 10 Ji; 101. Pappenheimer 5 Ji; Ad. Schmidt 5 Ji; I. A. Windecker (2. Eabe) 10 .«; Frl. Bindernagel 2 Jl;.9I. Müller 1 Jl; Jak. Braunroth 1 M; Jean Rösinger 3 Ji; Marie Schäfer, Dienstmädchen, 2 M; Johann List 3 Ji; E. E. Hanstein (2. Eabe) 10 M; Rich. Hock 10 Ji; Bahnbcamter Eabler 3 Ji; Otto Sauer 1 Jl; Westheimer 3 Ji; Jul. Müller 20 Jl; Elise Blum Wwe. 3 .«; Julius Kann 100 Jl; Frau Dr. Schneider 10 Jl; Ecorg Scherer u. Co. 10 Ji; Frau A. Lewy 30 Ji; Adolf Straust 10 ,«; Eustav Koltzenburg 10 Jl; Strauß 2 Ji; Reichert 3 Ji; Bogel 1 Jl; Sammlung des Personals der Firma Eeschwister Mayer 21,50 Ji; H. Zörb (1. Eabe) 50 Jl; Th. Erost 10 Ji; Jul. Kogler sen. 10 .k; Ungenannt 5 JI; Frau Soldan 5 Ji; Frau T. Schröder 10 .11; Zörb II. (2. Eabe) 5 Jl; Frau Stein- brcnner 3 Ji; Th. Ritsert 5 Jl; Math. t. Helmolt 3 Ji; Ceorg Hicronimus 10 Ji; Wcppler 3 JI; Oberbahnassistent Stiehm 5 ,«; Jul. Heincck 20 Ji; Ungenannt 2 Ji; H. B. 4 JI; Frau Weist 3 M; Jul. Winter 5 Ji; Wilh. Klöst 10 ,k; Peter Dich Ctadtv. 50 Jl; Minchen Ratz bei Herrn Dich 2 Jl; Adam Weil 3 .«; Frau Eerichtsschiciber Christ 5 Jl; Frau Meier Arnstein Ww. 5 Ji; Psandmeistcr i. P. Oehler 3 .«; Anton Kroner 2 .Ii; Joh. Ad. Weist 2 Ji; Karl Weist 2 Ji; Witwe Schlüter 1 .«; Karl Eörg 5 ,«; Psarrcr Suppes 10 Ji; Fr!. Johanna Hossmann 2 .«; Franz Ernst 5 Ji; Zinßcr 20 .k; I. Jhl 10 Frau H. Reumann 2 Jl; Cent Hofmann 10 Jl; Frau Lina Schneider Ww. 1 Jl; Frau Himmelreich Ww. 2 M; I. Füller 10 ,«; Trautwcin 5 .k; Rcchnungsrat Plitt Wwe 5 JI; E. Vogel 3 ji; Dr. Chambre 10 ,K; Oberamtmann Kimme! 10 .«; Andreas Volp 3 .«; M Schleimer 20 ,«; Th. Seligmann 10 .«; Isaak Hammel 5 ,«; R. Weinberg 100.«; Sot. Bing 20 .«; O. Eeißler 5 M; Anna von Helmolt 5 .«; I. A. Frank 10 .11; Fr. P. Schmidt 5 .U; Ernst Kestlcr 5 Ji; Heinr. Krender 10 Fr. Ascher 5 Wiestncr 10 Ji; <£. Reitz 50.«; Frau Jos. Krämer 30 ,«; Rechn.-Rat Müller 10 .«; C. Jhle- >eld 3 L. Werner 3 ,«: Wilh. Hohn 5 ,«; Christine Barth bei Th. Trapp 3 ,«; Frau Ph. llsser 3 Ji ; Frau Jakob 2 Ji; Frau Hossmaun 20 ,«; Fr. Wilh. Zimmcrmann 10 »«. Stracke 10 .«; Usingcr 10 M; L. Frey Wwe. 10 '.ii; M. Ritzcrt 5 ,«; Ph. Dillenburger 20 Ji; Klingelhöfer 10 .11; Lehrer Wilhelm 10 .«; Kurt Bindernagel 10 .«; K. Bögler 10 «; Petrus 10 ,«; Schultheis 10 .«; Frau Haarstrich 2 Ji; 31. W. 4 JI; E. und K. Diehl 5 „«; Hccger 10 .«: Lindt 10 Rock 10 Ji; Barnewald 3 .«; Müller 10 Puckel 5 Ji; Haas 5 .«; I. Werner 2 ,«; Ad. Wetßenbach 3 .«; S. Eottschalk 1 «; A. Coburgei 2 Karl Seiler 1 .k; K. Jäger Wwe. 2Ji; Anna Eundermann 50 Pfg.; Elsa Spitaler 1 .«; H. Finker- nagel 1 .«; Eeorg Möbs 5 .«; Frau Brunkhard 50 Psg.; Wilh. Soine 1 .«; K. K. Müller 5 .«; Ludwig Alles 3 ,«; Frau May 1 „«; Ungenannt 1 Jl; Ungenannt 1 Ji; Konrad Hinkel 1 .«; B. Adler 2 .«; Ungenannt 2 .«; Fra» Müller 50 Pfg.; Frau Knorr 3 Jl; Karl Hicronimus, Sattler 3 .«; Karl Hen- jel 1 ,«; Marie Müller 1 ,«; Friederike Müller 1 .«; Ungcn. 3 .«; H. Eckel 1 „«; Dar. Schorge 20 Pfg.; Frau Dienst 50 Ps.; Ungenannt 1 .«; Otto Eunkelmann 50 Psg.; Müller und Florl 0 M; Phil. Werner 5 .ii; E. Witietind 5 Jl; Ungenannt 1 Ji; $>. Reust 4 .M; Karl Schrei, 2 „K; A. Stößinger 2 Ji; E. Win- disch jr. 15 .k; Heinrich Eröningcr 5 .«; Frau Lieberichs 3 ,«; Martin Löscher 1 .«; Frau Pjarrer Becker 5 .«; Frau Heidt 1 .«; A. Küssncr 5 .«; K. Schneider 1 .k; Frau Ruh- land 1 .k; Frau Fett 25 Psg.; Frau Nickel 1 .k; Martert 5 Jl, Frau Dr. Zang 10 .«; H. Biedcukapp 5 .«; August Eärt- ncr 5 .«; Artur Hecht 1 .«; M. Rothschild Ww. 10 .«; SB. Lohsink 50 Psg.; Peter Müller 2 .«; Karl llnger i.50 .«; E. Hörcs 2 Frau Braun 2 .k; Fra» Anna Bleidenbach 1 .«; Karl Reitz 2 .«; Otto Stall 50 Pfg.; M. Eerhard 2 ,«; M. Saucrbier 1 .«; Schaffner Bauer 2 Ji; Rcpp 1 .k; August Schmidt 2 Jl; Peter Haas 1 Jl; gam. Schmieder 2 .«; Hrch. Kehr 50 Pfg.; Hrch. Flach 50 Psg.; Ungenannt 50 Pfg.; Ungenannt l .«; Frau Bender 2 .k; Frau Sickert 1 ,«; Minna u.rbrock 1 ,«, Eeorg Kaiser 1 Ji; SB. Mlinker 1.50 .k; Klein- tjpf 1 Ji; Fam. Eichler 1 .k; Bcrnh. Schäser 50 Psg.; Oden- heimer 1 ,«; Dienstmann Schmidt 1 .k; Frau Jbold 25 Psg.; Frau Ing. Laumer 1 .k; Frau Schutzmann Kaiser 1 .«; Frau Leistner 1 .k; Frau Sofie Erosthaus 3 Ji; Fam. Janson 3 .k; 3. H. Dörr 3 >«; I. Eröningcr 1 .«; §. 9Ji«IeI 2 .k; M. Weiler 1 .k; I. Köhler 50 Pfg.; Frau Müller Ww. 1 .k; Fam. Steitz 3 Ungenannt 1.25 .k; Heim. Lotzin 50 Pfg.; August Eiitsch 30 Pfg.; August Kohlmcicr 50 Pfg.; Heinrich Brück- mann 50 Psg.; Slnna Hühnermann 50 Pfg.; Rudolph Rupp 50 PfE! I- 2B. Loth 25 .k; Heinrich Damm 3 .«; Jak. Köhm 1.50 -«; Ludwig Sommer 5 Ji; Heinrich Emmerich 1 Eeorg Heil 1 Ji; Eg. Heil 50 Pfg.; Heinrich Eichler 50 Psg.; Jakob Heil 2 Jl; Wilh. Walther 3 Ji; Karl Walther 3 .«; Rudolph Loth 1.50 Jl; Jakob Kipp 1 .«; Eustav Billasch 1 .«; K. K. Reisel 2 .k; Eustav Schmidt 20 .k; Karl Sang 5 .«; Karl Ludwig Haas 3 .U; Eg. Hahn 1 .«; Friedr. Binder 1.50 .«; Karl Rupp 3 ,«; Heinrich Billasch 1 .k; Marie Anders 1 .k; Marg. Fischer 1 Ji; K. P. L. Loth 20 .«; Ludwig Thomas 1 Ji; Heinrich Findling 1 Jl; Lehrer Spang 3 Ji; Heinrich Thomas 20 Jl; Karl Thomas 5 Ji; K. Spies 1 Jl; Eichler 1 .«; H. Dietz 1 Ji; O. Müller 1 Jl; Wilh. Raute 1 Jl; Wilh. Appel 2 .k; Marie Rausch Ww. 2 „«; Christ. Keil 2 ,«; Ludwig Estwein 2 .U; Friedr. Hacker 1 .ii; Frau Loth Ww. 1 .«; Konr. Billasch 2 Ji; Spitznagel 1 Ji; Karl Binder 2 .k; K. Holler, Schlosser 3 Jl; Joh. Holler 5 Jl; Karl Kost 1 ,«: Frau Holler 1 .«; Frau Köhler 1 Ji; Frau Köhler 1 Ji; Karl Schütz 2 Ji; "liTSiUbr .Philippi 25 ,«; Heinrich Mehr 10 Lehrer 3 Ji; Fr. W. Haas Ww. 20 Ji; Fr. Haas 5 .«; MI: Schütz 2 Jl; Frau E. Reise! 5 Ji; Rud. Philippi 5 ,«; Karl Ernst Reisel 20 Ji; E. Dönges 10 .«; Kath. Ernst 1 .k; Rud. Haas 5 Ji; Friedr. Reisel 5 „«; K. Weil 2 .k; Frau W. Ernst 1 Jl; Karl Sieger 2 Ji; Frau Jalob Edler 2 .k; Horn Ww. 20 Jl; L. Haas 5 Jl; E. Braun 2 .«; Karl Zeun 3 Ji; Wilh. Schimps 1 ,«; Friedr. Schuhmann 1 Ji; Eg. Strohm 2 Jl; Otto Loos 2 Ji; Heinrich Philippi III. 20 .11; August Schcuermann 2 Ji; Emil Schaum 1 Jl; Heinrich Loth 5 ,«; Wilbelm Loth 10 Ji; Jul. Holler 4 Ji; Wilhelminc Alles 2 «; Wilh. Fink 1 ,«; Wilh. Wcinz 1 .«; Karl Edler 1 Ji; Erundmann 3 Ji; Karl Thomas 5 Jl; Ludwig Meisingcr 1.M; Wilh. Meyer 50 Pfg.; Emil Billasch 1 M; Nikolaus Holler 5 Jl; Konrad Jacob 1 M; Eg. Billasch 2 .«; Eg. Stumps 1 M; Wilh. Born 1 .«; Heinrich Rupp 30 Psg.; Anna Marg. Weil 50 Pfg.; Heinrich Orih 1 .k; Anton Haas 2 M; Hrch. Störlel 2 Ji; Johs. Schmidt 1.50 M; Karl Stein 50 Pfg.; Eg. Witt, mann 50 Pfg.; Konrad Fromm 2 Jl; Frau Rössel Ww. 1 .k; Heinrich Fachingcr 1 .U; Eg. Miehl 2 Jl; Eg. Sang 1 ,«: Frau Erundke 2 .k; Thcod. Bill 5 Ji; Henkel 20 .«; Ludwig Kopp 1 Jl; Otto Holler 1 Jt; Wilhelmine Holler Wwe. 2 ,«; Mart. Loth 2 jt; Hcrm. Holler 50 Pfg.; Wilh. Fromm 1 .k; Konrad Schneider 1 M; H. Kühl 2 Jl; R. Holler 50 Psg.; B. Binder 1 Jl; Hrch. Völler 5 .«; Karl Kemler 2 Jt; Eustav Habig 1 Jl; Wilh. Rahn 5 .«; Beruh. Meinig 5 Jl; Frau Cuntz 5 M; Anna Eröningcr 3 Jl; Andr. Hauck 5 Jl; August Schumacher 1 Jl; Konr. Ecrth 3 M; Paul Miclke 2 .«; Ad. Schmittner 5 Jl; Anna Sellin 3 M; Naumann 2 M; Adam Diehl 1 M; Ungen. 20 Pfg.; H Holler 50 Psg.; W. Hublitz 5 Ji. L. Wollrab 1 Jl; Karl Michel 50 Psg.; Schneider 3Bwe. 2 .«. Map Moll 10 Jl; Rampe 1 Jl; Frau Hel. Weidert 5 .«; Heinrich Ernst Ziegler 3 Jl; August Frank 4 Jl; Eg. Ecrth 1 .«; Louis Katzcnbach 3 Jl; Fr. Eehrke 50 Psg.; Hcrm. Faick 3 <«; Friedr. Vadergoll 5 Jl; Frau Fahler Ww. 50 Psg.; B. Harras 4 Jl; Frau Lehrer Heyl 5 .k; A. Hest 4 ,«, Ifieob. Sollncr 5 Jl; Frau Best Ww. 5 Jl; Frau Minna Ficher 3 Jl; 21. Steinhäuster 2 Jl; A. Löwcnftein 1 Jl; Friedr. Streuber 5 ,«; Frau Lynker 5 Jl; Frau Börner 2 Jl; Hrch. Wurstius 1 .«; Leo Keller 1.50 Jl; L. B. 1 M; Ludwig Scyd 25 ,«; Ph. Schackey 5 Jl; E. May 1 M; Fritz Huscmann 50 Pfg.; Friedr. Rehm 1 ,«; R. Sianarz 2.50 ,«; Joh. Koch 10 M; Otto Günther 5 ..«; Wagner 5 ,«; M. Paulsen 2 M; M. Braun 5 ,«, Ed. Fuckcrt 2 .«; Fam. Bicdenkops 1 ,«; Frau Huth 5 ,«; Klein-Aithaus 3 Jt; Viktor Huscmann Ww. 1 .«: Pros. Weibgerber 5 Ji; Frau Spies 3 .«; Frau Hrch. Bayer 50 Psg.; Luise Jung 1 .«; Chr. Niedcrnhöscr 50 Psg.; Ohl 2 .«; Psr. Klcbcrger 10 Ji; grau Hilbert 50 Psg.; Chr. Müller 2 .«; L. Raab 2,«; Büttel 3 M; Dr. Karg 20 .«; Wilh. Richter 3 Ji; Ins. Thalei 2 .k; Bornmann Ww. 50 Psg.; Schciding 50 Pfg.; Herber 1 Ji; 21. Hühner 5 Jl; M. Mörschel 3 Jl; SB. Anthes I. 50 ,«; H. Borger 2 M; 31. Holler 50 Psg.; Ecorg Weisensee 50 Pfg.; Slmanda Eich 50 Psg.; F. R. 20 Jl.