Nummer 223 Mittwoch, den 2^ Siplember litt 4. 7. Jahrgang ene Tageszeitim Dic „1Ir»r wageszeitung" erscheint zeden Werltag. Regelmäßige Bcilageir „Der Kauer IUI» Hessen", „Die Sptnnssube". A»i«>vprria: Bei de» Postanstalteil vicrieliay:Iich Mk. I,uä bei den Agenten monatlich 50 Pfg. Hinzu tritt Postgebühr oder Trägcrlohn. Anzeige» : Erundzeile 20 Pfg„ lokale 15 Psg, Anzeigen von auswärts werden durch Po ina hu ,):»-' erhoben Erjllllungsort Friedberg. Kchriftleitnng und Derlag Fricdberg (Hessen), Hanauerstraße 12. Fernlprccher 48. Postscheck-Conto Nr 4559, Timt Frankfurt o. M. Ein Hurra für unsere Flotte! Drei englische Kreuzer in den Grund gebohrt. — Der Kreuzer „Emden" in bengalischem Meerbusen. — Die Kathedrale von Reims. Vit (fiirtlänkr brhotnuirn nnlmflottf ?«Ipärrn! J,i der englijchc» Zeitung „Wcstniinster-Gazctte" vcr- össentlicht ein hoher Secofsizier eine Betrachtung, in der natürlich der englischen Flotte die pflichtschuldige Bewunderung gezollt wurde. Daneben aber bespricht er die Tätigkeit der deutschen Flotte, deren geheimnisvolle Tätigkeit, ihm besonders zu schassen macht: Die deutsche Flotte arbeitet mit geheimnisvollen Mitteln, die wir alle wohl kennen, jetzt aber erst in ihrer vollen Wirkung fühlen. Unsere Schisse fahren still und ruhig über die Sec. Plötzlich bersten sic auseinander und sie verschwinden. Wir sprechen immer nur von Minen und Minen und Minen. Auch diese vollsllhrcn ihr grausanics Werk. Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß die Unterseeboote Tkutfch- lands hart an der Arbeit ist. Die Engländer sind unstreitig die Herren des Meeres. Was nützt das aber, wenn Deutschland sich zum Herrn des Meeresgrundes macht? Der Kanipf unter der See und der Kamps hoch in den Lüsten zeigt Deutschland als Meister. Die Waffen, die in diesein Kampf erst sozusagen die Feuertaufe erhalten, sind vorder- Hand fast ausschließlich zu Waffen Deutschlands geworden . . . . . Ter große Ncbenerfolg dieser geheimnisvollen Tätigkeit deutscher Kampfmittel trägt nun aber die Nervosität ins Land, in das Heer und in die Marine. Sehr schnell haben diese englische Befürchtungen einen neuen Untergrund gesunden. Heute erhalten wir die herzerfrischende Botjchast, daß deutsche Uutcrsceboootc, über deren Zahl wir nichts wissen, in der Nordsee drei englische Panzerkreuzer in den Grund gebort haben. Das ist ein Klang der das Herz erfreut! Keine kleine Schiffe sind es, die der Tatkraft unserer blauen Jungen erlegen sind, große Kreuzer, von denen jeder mit 26 Geschützen, darunter 2 großen Kalibers und 755 Mann Besatzung bewaffnet ist. Das war der Anfang und wir hoffen bestimmt, daß unser „weitläufigen" Vettern noch weitere und recht unange- nehinc Erfahrungen mit unserer Flotte inachen werden. Neben dieser stolzen Waffentat wird bekannt, daß der deutsche Kreuzer „Emden" im fernen Asien saubere Arbeit geleistet hat. Er hat im bengalischen Meerbusen einen kühnen Strcifzng unternommen und eine ganze Anzahl englische Tanipfer aufgebracht und versenkt. Ter „Daily Telegraph" schätzt den durch die „Emden" angerichteten Scheiden Englands auf 15 Millionen Mark. Der Erfolg der deutschen Schiffe wäre noch größer gewesen, wenn nicht ein italienischer Dampfer verräterischer Weise eine Anzahl englischer Schiffe gewarnt hätte. Vom Kriegsschauplatz in Frankreich liegen heute keine Nachrichten vor, wohl ein Zeichen, daß dort die Ereignisse ihren günstigen Gang nehmen. Englische Zlachrichien. Berlin, 23. Lcpt. (W. T. B.) Ans London wird am 22. Tcptcmbcr amtlich gemeldet: Tcntjchc Unterseeboote schossen in der Nordsee die englischen Panzerkreuzer „A b o n k i r", „H o g « c" und „C r c s s i" in den Ernnd. Eine beträchtliche Anzahl Mannschaften wurden durch herbeigeeilte Kriegsschiffe und holländische Dampfer gerettet. Dem Wolffbüro wurde von amtlicher Stelle mitgeteilt, dah die Bestätigung vor: deutscher Seite noch nicht erfolgen kann, da die Unterseeboote infolge der Entfernung die Meldung noch nicht erstatten konnten. Aus anderen Quellen wird bekannt, da» der Zu sammcnsto» zwischen 6 und 8 Uhr früh, 20 Seemeilen nordwestlich Hoeck van Holland stattfand. Aboukir sank zuerst durch ein Torpedo getroffen. Holländischer Dampf.r „Flora" brachte 287 Uebcrlebende nach Jmoiden. Tic versenkten Panzerkreuzer wurden 1900 gebaut, sir haben jeder 12 200 Tonnen Waffcrverdränanng, eine Bcstncknng von zwei 23,4 Etm., zwölf 15 Etm. und zwölf 7,0 Etm. lHeschntzcn und Maschine» von 21 000 Pfcrdckräften, je 755 Mann Besatzung. Wie der Kreum „Emden" nrlifitftf. Kalkutta, 22. Scpt. Die Offiziere und Mannschaften der von dem Kreuzer „Emde n" in der Bai von Bengalen versenkten britischen Schiffe sind gestern nachmittag hier angekom men. Sie äußerten sich anerkennend über die ihnen von de» deutschen Ossiziercn erwiesene Höflichkeit. Der Strciszug des Kreuzers „Emden" begann am 10. September. An diesein Tage nahm er den Dampfer „In du«", der durch Gcschützscuer zum Sinken gebracht wurde, nachdem die Besatzung aus die „Emden" übergesührt worden war. Al, der Kreuzer aus die Höhe der Bai kam, sing er alle drahtlosen Nachrichten aus. welche die Abfahrten aus dem Hasen meldeten und kannte in- solgedessen die Lage sämtlicher Schisse in der Bai. Am 11. September sichtete die „Emden" den Dampfer „Loo", übernahm seine Besatzung und versenkte ihn. Der Dampscr „K a b i n g a" wurde in der Nacht zum 12. September genommen und zwei Stunden später der Dampfer „K i l l i n". Während derselben Nacht wurden d»ci andere Schisse gesichtet, jedoch nicht verfolgt. Am Mittag des 12. September nahmen die Deutschen den Dampfer „D i p l o m a t", der später versenkt wurde. Dann wurde der ttalienischc Dampscr „L a r u a n o" angehalten, aber an demselben Tage wieder srcigelassen. Aus seinem Rückwege warnte der Dampscr mehrere andere Schisse, welche zurllcksuh- ren und so der Kaperung entgingen. Am 14. September nahm die „Emden" den Dampscr „Tratbock" und versenkte ihn durch eine Mine. Die Besatzungen sämtlicher erbeuteten Schisse wurde» dann an Bord eines Fahrzeuges gebracht, das den Befehl erhielt, nach Kalkutta zu fahren. Zwei deutsche Schisse begleiteten es bis innerhalb 75 Meilen von der Mündung des Hooghly. Die Schlacht bei b hatcau-Thierry London, 22. Scpt. „Daily News" melden aus Chateau Thierry vom 10. September: Gestern tobte ein wütender Kampf. Angrisfe fanden tags und nachts statt. Die deutsche Jnsantcric wogte unaufhörlich gegen die Stellungen der Engländer und Franzosen. Die Angrisi« waren eine Erholung gegen den entnervenden Grauathagcl, der von den Hügeln kam, wo die Anwesenheit der Deutschen nur durch den auf- steigenden Rauch der Geschütze wahrnehmbar war. Die deutschen Kanoniere machen Fortschritte und bestimmen die Schußweite mit außerordentlicher Genauigkeit. Gestern siel eine Granate in das englische Hauptguarilcr, wo stc eine vollständige Verwüstung anrichtctc. Der Stab kam mit dem Leben davon. Die Verbündeten hatten schreckliche Verluste. Sic ocinichtclen drei deutsche Geschütze. Das Feuer auf ois Vcrschanzungcn war so hesiig, daß cs in den Feldhospiiülern unmöglich war, die Toten und Verwundeten wegzuholen. Die Kathedrale zu Reims. Berlin, 22. Sept. Tic sran-iüschc Negierung scheute leider nicht vor einer verleumderischen Entstellung der Tatsachen zurück, wenn dieselbe bchaunlct, daß dcuische Truppen ohne m>- litürischc Notwendigkeit den Ton, non Reims zur Zielscheibe eines systematischen Boinbardemcnts machten. Reims ist ein- Festung, die von den Franzosen noch in den letzten Tagen mit allen zur Versügung stehenden Mitteln ausgcbaut worden ist und zur Bertcidigung ihrer jetzigen Stellung benutzt wird. Bei dem Angriff aus diese Stellung wurde das Bombardement von Reims zur Notwendigleit. Die Vcsehle waren erteilt, die berühmte Kathedrale zu schonen. W:nn cs trotzdem wahr sein sollte, daß bei dem durch de» Kamps hcrvorgcrusencn Brand von Reims auch Sie Kathedrale gelitten hat, was wir zur Zeit nicht sestzustcllcn vermögen, so würde das niemand mehr bedauern wie wir. Die Schuld allein tragen aber die Franzosen, die Reims als Festung zum Stützpunkt ihrer B-rteidigungsstcl- lung machten. Wir müssen energischen Protest gegen die Verleumdung erheben, daß deutsche Truppen ous Zerstörungswut ohne dringendste ßboiweudigkeit Dcnlk- Ict der Geschichte und Architektur zerstören. Urteile des Auslandes. London, 22. Scpt. Die dcuischscindliche „Times" meidet aus Paris: Theoretisch wurde das Bombardement von Reims durch dis französische Artillerie hcrausgesordcrt, vre in der Stadt ausgestellt war und das deutsche Gcschützscuei kläiiig erwiderte. lkranröstslbe Soldaten laaertcn in üen Slraßcn, in der Hauptstraße bcsand sich ein Artillcriepark, da hinter lag Infanterie. Stockholm, 22. Scpi. „Siockholms Dagblad' lritt oen Verdächtigungen Dclcasscs und der „Daily Mail" cntgeg-.i. wonach die Deutschen die Rcimscr Krönungslirchc absichtlich beschossen hätten. Das schwerische Blatt nennt die Behaupt»»,! widersinnig und weist durauj hin, daß die Deutschen doch nicht das von ihnen selbst darin angelegte Lazarett mutwillig beschösse» hätten. — Es zeigt sich deutlich, daß der Presse der neutralen Länder die sorlgcsctzicn unerwicscnen Greuelgeschichte» über die „deutschen Barbaren" gründlich verleidet sind. Zürich, 22. Scpt. Die „Neue Züricher Zeitung" sindet warme Traucrwortc für den Verlust der Kathedrale von Reims, sagt aber, es muß mit allem Nachdruck der Aussassnuo «ntgegengetrete» werden, daß die Kathedrale absichtlich von- deutschen Heer unter Kanonen genommen worden wäre. Daß auch die französische Regierung in ihrem Protest diese Aussas- sung sich ancignct und keck behauptet, einzig aus Zerstorungs- sticht hätten die Truppen die Kathedrale einer systematische» Beschießung untcrzogcii, ändert an der osscnsichtlichcn Unrichtigkeit dieser Behauptung nichts. In dieser Beziehung tonnen wir uns unbedingt aus Mitteilungen des Gcneralstabs verlos- sen. Es ist also daran sesizuhalten: Die französischen Truppen selbst haben nichts getan, das Ariillcricjcucr von Reims abzu- lcnkcn. Vom Feinde aber diese Rücksicht zu erwarte», wär- doch recht naiv. 4,4 Milliarden! Für die Kriegsanleihe sind bis fetzt 4.4 Milliarden gezeichnet worden. Das „Reue Wiener Tageblatt" schreibt: Der glänzende Erfolg der Kriegsanleihen in Deutschland läßt als zweifellos erscheinen, daß der Sieg der deutschen Massen nicht nur durch Eisen, sondern auch durch Gold verbürgt ist. Der Ricscncrsolg der Anleihen ist geeignet, in der ganzen Welt das größte Aufsehen zu erregen und die strotzende wirtschaftliche Gesundheit Deutschlands augcnsällig zu beweisen. Die siiianziclle Mobi- lisicrung ist ebenso rasch und vollkommen geglückt wie die der militärischen Etrcitkrästc. Das Blatt schließt: Der Erfolg der Kriegsanleihen ist eine Taljache, die auch den Feinden zu dcn- kcn geben wird. Die englische Kalkulation wird durch die gezeichneten nahezu 5 Milliarden gründlich über den Haufen geworfen: und sollte cs wilkiich daraus ankommen, daß nur derjenige siegt, der die letzte Milliarde ausbringt, so wird e» sicherlich eher Dcutschlaud als das großmäulige England sein. Die „Neue Freie Presse" betont, daß ein solche; sinanziel- lcs Mochteujgcbot und eine solche titancnhasie Muskelstärlr bisher iivch niemals vorgelomnien seien. Dieses Aujraisen mag zugleich auch unbewußt die Antwort aus die silberne,! Kugeln des englischen Schatzranzlcrs sein. Die Zeichnung von über vier Milliarden ist eine neue Kriegserklärung an Eng - land, das sich vermaß, bamii zu prahlen, daß derjenige siege» werde, der die längere Börse habe. Das Ereignis ist in seiner Art so groß, wie das Bollbringen der deutschen Armee in Franl reich. -- Die „Zpit" nennt die rasche Unterbringung der Rie- senanleihc einen Cesolg, der in dem europäischen Finauzge- sthästc ohne Beispiel sei. — Das „Deutsche Bolksblatt" sagt: Der Ersolg der Zeichnung aus die deutschen Kriegsanleihen ist nicht hoch genug Niizuschlagen. Er ist einem glänzenden Siege gleich zu achten und wird auch den wahnwitzigsten sranzösischen, englischen und russischen Chauvinisten als ein Beweis dafür gelten, daß das Vertraue» des deutschen Volkes aus seine im Felde stehenden Heldcvsöhne sclseiiscst ist. LtticilileWchie! pldini dem Kaiser uni) dem littjötz üttt talifrlaiiD. Hannover, 2" - : „Deutsche Bolkszeilung" oer» rsfenilicht an d.r Sp- Blattes folgenden Telegramm- Wechsel zwischen d .n ... .r und dem Herzog von Cumbcr- land: „In ernster schw>. >r Zeit gedcnle ich hier Deines Geburtstages mit den ausr.ästigsten Wünschen für Dein und der Deinigcn Wohl. Galt der Herr, der schon so Großes für uns getan, wolle >n Gnaden wei.cr Mil unseren tapscrcn Truppen sein und uns schließlich den Sieg über alle Feinde verleihen. Tu wirst stolz fe>n aus Tciucn Sohn, der das Ciscrue Kreuz wohl verdient hat. Herzlichen Gruß an Thyra. Wilhelm." — „Sr. Majestäat den Kaiser, Großes Hauptquartier. Ties bewegt und herzlich gerührt durch Dein so überaus gnädiges Gedenken meiner Person in dieser erhebenden Zeit bitte ich Dich, meinen innigsten, ticsgcjühliestcn Dank dafür cntgcgcnnehmen zu wollen. Ich bin siolz und hochbeglückt durch die gnädige Mitteilung, daß nein Cohn im Kampfe für Deutschlands Ehre und Ru a nck das Eiserne Kreuz erwerben durste. Möge V«r. 223 Seite 2 ISott dem tapferen Heere weiterhin den Tieg verleihen und unserem teuren deutschen Vaterlande und seiner gerechten Tache einen ruhmreichen Ausgang bescheren. Thyra und ich empfehlen uns aufs wärmste als stolze Eltern. Ernst August." Liebesgaben für den Osten. Berlin, 22. Eept. Das Zentralkomitee vom Roten Hieuz hat, wie bereits beianntgegeben, sehr reichliche Scndun- -en warmer Sachen sowie Labe- und Eenußmittel schon vor 15 Tagen nach dem östlichen Kriegsschauplatz gebracht. Die nun vorliegenden Berichte gehen dahin, dag cs den führenden Herren gelungen ist, mit sieben Automobilen bis zu den fechtenden Truppen zu gelangen und dort wiederholt Gaben abzugeben. Am 22. September wird ein weiterer großer Transport von warmen Kleidungsstück», Zigarren, Zigaretten, Futzschuh- und Heilmitteln sowie anderer wertvoller Materialien nach dem Westen abgehen. Er wird mittels lg Automobilen Spenden in die bisher mit Liebesgaben am wenigsten versorgten Korps zu bringen suchen. Ein dritter, ähnlich zusammengesetzter Transport verlätzt wenige Tage später Berlin, um sich zu einer anderen Armee im Westen zu begeben. Endlich ist für Ende »icser Woche die Abreise eines großen Automobilkorps zu den östlichen Armeekorps vorgesehen. Sie alle werden jeweils bei der Rücksahrt von der Truppe zu den Materialicndcpots sich durch Mitnahme Verwundeter zu den rückwärtigen Hilssstatio- ncn nützlich zu machen suchen, vorausgesetzt, datz die Militärbehörde ihre Unterstützung in Anspruch nehmen will. Transport bon Liebesgaben. * Großes Hauptquartier, 22. Scpt. Nachdem es bisher nur möglich war, den Truppen im Felde in bescheidenem Matze Zigarren, Rauchtabak, Tabakspfeifen und Schokolade zuzuführen, sollen demnächst größere Liebesgabentransorte bis aus Widerruf sreigegcbcn werden, und zwar von den Sammelstationcn sür jede Armee täglich ein Zug von höchstens 80 Achsen. Den Vorrang in der Beförderung müssen jedoch Truppentransporte sowie Munitions-, Verpftegrayz»-- und La- zarettzügc jederzeit erhalten. Das (Filmte fitrni für die Lkladull« nnes Kistjchiffes. Die „B. Z." meldet: Die ganze Besatzung des Luftschiffes „Schütte Lanz 2" ist durch das Eiserne Kreuz ausgezeichnet worden. Die Verleihung des Ehrenzeichens ist nach der „Bresl. Ztg." auf Grund einer glänzenden Erkundigungsfahrt des Luftschiffes erfolgt. Eine treffende Antwort! Ein verwundeter Einjährjger erzählt uns: In einer niederrheinischen Stadt passierte ein Zug mit englischen Gefangenen den Bahnhof. In einem Transport- Güterwagen befand sich ein englischer Offizier, der gut deutsch sprach und mit Gewalt aus dem Wagen wollte, da ihm der Güterwagen nicht gut genug war. Als ihn einer der Begleitmannschaften daran hindern wollte, wurde er von dem Engländer angeschrieen: UaS uollen Eie, ich bin englischer Offizier! „Und ich bin deutscher Musketier!" lautete die treffliche Entgegnung: von derber Westfalenfaust geschleudert, flog der Englishman in den Wagen zurück. Noch eine Stimme ans Italien. Prof. Scipione Gemma, Völkerrechtslehrer an der Universität Bologna, spricht sich in einem bemerkenswerten Aufsatz für die Neutralität Italiens aus. Es heißt da: Entscheidend ist aber folgende Erwägung: es liegt n:cht in unserem Interesse, daß die beiden Zentralniächte, und de- sonders Oesterreich-Ungarn geschwächt werden. Oesterreich- Ungarn mit allen seinen Fehlern und dem schweren, uns c»i- getanenen Unrecht, bedeutet eben doch eine Schutzmauer gegen unseren schlimmsten Feind der Zukunft, gegen den Slavismus. Fällt jener Schutzwall, so hätten wir an nnse- ren Grenzen die vom heiligen Rußland geschützten Slawen. Fn diesem Sinne behält der Ausspruch Erispis, daß, wenn Oesterreich nicht existierte, es geschaffen werden müßte, seine tiefe politische Geltung. Eine Niederlage Teuffchlands, jener einzigen Großmacht, mit der wir keinen Jnteressenstceit haben, bedeutete auch eine Verminderung des „spezifischen Gewichtes" Italiens in Europa. Wer weiß, wie uns die Entente-Mächte behandeln werden, wenn sie uns einmal nicht mehr gebrauchen. Einem siegreichen stelzen Frankreich gegenüber würden wir zur verächtlichen und schlecht behandelte» lateinischen Schwester. Wenn schon die harmlosen Zwischenfälle der „Carthage" .und der „Manouba" genügten, daß der gegenwärtige Präsident der Republik uns gegenüber jene sattsam bekannte Tonart anschlug, wie wird der gallische Mund erst morgen reden. Erinnern wir uns dar- an, daß Deutschland, als Frankreich die Auslieferung der neuen Türken verlangte, und wir an einen Krieg dachten, auf eine Anfrage der italienischen Regierung nach dem easns foederis eine bejahende Antwort gab. Einzig durch diese Zusicherung Berlins entgingen wir der drohenden Demütigung. An all dies müssen wir zuerst denken, bevor wir leicht- kinnigerweise zum Schlage ansholen. Was bedeuten Montenegro, Serbien, Albanien, ja selbst die Frage des Trento gegenüber den, großen zentralen Problem: ob es sicher stehe, daß eine Schwcichnng unserer Verbündeten die internationale Bedeutung Italiens verbessere, oder ob es nicht viel- mehr wahrscheinlich ist, datz wir zwffche» den ungeheuren Landmächten Rußland und Frankreich und dem Koloß zu Wasier, England, den Toutopf unter den eisernen Gesäßen bedentenl" Leider findet diese Mahnung bei den Jtali.uiissimis 'veiiig fruchtbaren Boden. ?leue Tageszeitung. Mittwoch, «en 23. September 181, Die italienischen Sozialisten. Rom, 22. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Die Leitung der geeinigten sozialistischen Partei, die gemeinsam mit dem Abgeordneten eine Parteisitzung abhielt, hat sich zu Gunsten der Auftechterhaltung der Neutralität Italiens bis zum Ende des Konflikts ausgesprochen. Sie hat beschlossen, einen Aufruf an die Arbeiter in diesem Sinne zu richten. Ter lange Aufruf gibt eine Darstellung der allgemeinen Abneigung der Sozialisten gegen den Krieg und der besonderen Gründe, welche die Neutralität Italiens nötig machten, zumal Italien die einzige neutrale Großmacht sei, die lei der Jriedensvermittlung tätig sein könne. Unruhen in Kairo. Berlin, 22. Scpt. Ein voni 6. September datierter Brief eines in Kairo lebenden Oesterreichers bestätigt die Meldung, daß in Kairo Unruhen ausgebrochen sind. Es herrscht hier schon ein großer Ausruhr, was gefährlich werden kann, denn wenn die Araber den Heiligen Krieg erklären, kennen sie nur Christen und keine Naftonalität. Gestern wurden die Mufti- und die Ben ei Sulein-Straße im .Haupt- geschästsviertel geplündert nnd ausgeraubt. Englische Kavallerie kam wohl und säuberte die Straßen, aber zu spät, es ging drunter und drüber. ES ist unmöglich, Geschäfte zu niachen. Infolge des Moratoriums fällt es den arabischen Kunden nicht ein, zu zahlen. Vit Knrell iriacn jich halsstarrig. London, 22. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Tie „Times" meldet ans Kapstadt: Der Rücktritt des Generals Beyer, des Oberbefehlshabers der südafrikanischen Miliz, hat die Negierung in eine schwierige Lage versetzt. Es besteht eine starke Opposition gegen die Offensivmaßnahmen gegen Deutsch-Südwestafrika, und zwar nicht nur bei den Anhängern des Generals Herzog, sondern auch bei einer beträchtlichen Anzahl Buren, die sonst die Regierung unterstützen, namentlich in der Oranje-Kolonie, dem Transvaal- Bezirk, deni Bezirk Lichtenburg und den Grenzgebieten der Kapkolonie. Die Buren sind loyale britisck)e Untertanen, halten aber die Offensive gegen Deutsch-Südwestaftika für unpolitisch, unweise und überflüssig. Ans Frankreich. Französische Hilsskorps Berlin, 20. Sept. Wie dem „Berl. Lokalanz." aus (Senf berichtet wird, wurde General P a u zur Organisierung von Hilsskorps nach dem Süden Frankreichs entsandt. — Der „B. Lokalanz." bemerkt dazu: Diese Nachricht ist nicht ohne Jnter- csie. Wir wissen, datz Frankreich nicht nur alles Menschenmaterial herangczogen hat, aus das cs gesetzlich Anspruch haben könnte, sondern cs hat auch die von den Aushebungskommissio- ncn als unbrauchbar Bezeichneten zu einer nochmaligen ärztlichen Untersuchung beordert. Wenn nun General Pau ganz nach der Art gewisser einflußreicher Männer im Jahre 1870 und 1871 Hilsskorps in Südsrankreich organisieren will, so ist dies ein verstärkter Beweis dafür, datz man in Frankreich die Lage als sehr e r n st betrachtet. Indische Truppen in Frankreich? Rom, 21. Sept. Es geht hier das Gerücht, indische Truppen, angeblich 50 000 Man», seien in Marseille gelandet und hätten Lyon in der Richtung der Schlachtfelder passiert. Was diese indischen Truppen in Frankreich sollen, ist schwer zu begreife». Datz sie — vorausgesetzt, datz die Meldung wahr ist — in dem jetzigen Herbstwctter binnen kürzester Zeit nicht mehr aus dem Kampffelde, sondern in den Lazaretten liegen werden, ist wohl ziemlich sicher. Auswanderung der Pariser. Paris, 22. Sept. Nach dem endgültigen Ergebnis der Pariser Volkszählung sind 1807 011 Einwohner, also nur zwei Drittel der Zahl in normalen Zeiten und zwar fast die doppelte Zahl der Frauen wie Männer anwesend. Schwere Verluste. Rotterdam, 18. Sept. Englische Berichterstatter schildern die heftigen Kämpfe, die um Caissons stattfanden, nach dem „Tag" also: Der Kampf, der am Jlutz, in Wäldern und aus Hügeln wütete, dauerte vier Tage. Die Aisne führte infolge Platzregens Hochwasier, und es war den Verbündeten unmöglich, in die Stadt, aus die ein heftiges Artillerie- und Ecwehrseucr konzentriert war, cinzurücken. Das heftigste Feuer war auf den Punkt gerichtet, wo britische und sranzösische Genietruppen eine Brücke zu bauen versuchten. Dort wurde ein schreckliches Gemetzel angerichtet. Mehrere Regimenter, die das nördliche Ufer der Aisne erreichten, erlitten entsetz l i ch c B c r l u st c. Es war ein furchtbares Duell zwischen britischen Batterien, welche den Ucbergang der Truppen beschützten, und de:-scher Artillerie. Frai»kreichs letztes Aufgebot. Während in Deutschland noch Tausende dienst- und Waffen söhigcr Männer ihrer Begierde zügeln müssen, eingestellt zu werde», noch regimentsweise bereits ausgebildcte Mannschaften des Rufs an die Front harren, hat sich der Ministerrat in Frankreich schon genötigt gesehen, die letzten Männer auszubie- ten. Ministerpräsident Poincare hat einen Erlaß ausgegeben, durch de» diejenigen Männer, die bisher dienstuntauglich cder zurückgcstellt waren, aufgesordert weihen, sich einer neuen ärztlichen Untersuchung zu unterziehen. Diejenigen, die als diensttauglich besundcn worden sind, solle» unverzüglich ausgehoben werden. Diejenigen, die sich nach dem Erlaß nicht stellen, werden als diensttauglich angesehen. Das heißt also, daß Frankreich gezwungen ist, infolge der glotzen Verluste das letzte Aufgebot zu mobilisieren, aus deutsche Begriffe angewendet, wäre das gleichbedeutend mit der Einstellung des unausgebildeten Landsturms ohne Waffe. Es ist klar, datz nur die äußerste Slot eine Militärverwaltung zu solchem Schritt veranlasien kann. denn der Wert einer Truppe, die aus nicht völlig gesunden, widerstandsfähigen Leuten zusammengesetzt ist, ist verzweifelt gering. Denn abgesehen von der mangelnden körperlichen Leistungssähigkcit, tritt in einem so zusammengesetzten Seeres- körper, wie ihn der Erlaß Poincarcs ausstellt, die Unlust des zum Waffendienst Gezwungenen kratz in Erscheinung, und die geringe körperliche Leistungsfähigkeit erfährt durch die moralische Unlust der Leute noch ein- gewaltige Steigerung. Dil Stimmen, die den Erlaß den Anfang vom Ende nannten, dürft tc» nicht so unrecht haben. Das zumal, wenn man in Detracht zieht, datz schon in Friedcnszcit an den französischen Heercsersatz die denkbar niedrigsten Anforderungen gestellt werde». Seit 1872 hat die französische Heeresverwaltung ständig ihre Ansprüche an das Rekrutcnmaterial herabschrauben müssen, trotzdem sie die allgemeine Wehrpflicht einsührte, während srüher der Bedarf aus Freiwilligen gedeckt werden konnte. Fast alle männlichen Franzosen stehen jetzt schon unter den Waffen, denn es ist keine Seltenheit, datz ganze Jahrgänge Ecstellungs- pflichtigcr bis auf 10 v. H. zum Dienst cingezogen wurden. Ein Mindestmatz der Körpergröße besteht überhaupt nicht mehr, und nur ausgesprochene Kranke oder Leute mit unverkennbaren körperlichen Fehlern, affo Krüppel, wurden vom Heeresdienst befreit. Die hohe Ziffer der Eingestellten der Gestellungspslich- tigen 75—90 v. H. ist aber durchaus nicht ein Zeichen der aus einer günstigen Volksgesundheit sich ergebenden hohen Tauglichkeit, sie ist nur zurückzuführen auf die notgcdrungcne Bescheidenheit in bezug aus den Ersatz. Ist es doch seststehende Tatsache, datz in Frankreich die Krankheiten oder Fehler, die eine Untauglichkeit notwendig bedingen, wie Geisteskranken, Epilepsie, Kretinismus, Lungenschwindsucht, schwere Ecbrauchs- störungen der Gliedmaßen, Blindheit usw., nicht abgenommen, sondern sogar zugenommen haben. Es ist interessant, sich die im Lehrbuch der Militärhygiene verössentlichten Zahlen über die Tauglichkeitsvcrhältnisie in Frankreich und Deutschland anzusehen. Für Deutschland ist, obwohl die Anforderungen, die sür die Einzustellcnden vorgeschrieben sind, in den letzten 10 Jahren säst keiner Aenderung unterworfen waren, eine dauernde Zunahme verzeichnet. Rach einer anfänglichen geringeren Steigerung hat die französische Ziffer seit 1898 aber keine Zunahme mehr erfahren. Der Unterschied in den Zffscrn beider Länder betrug 1875 etwa 15 000, 1899 dagegen rund 193 000 zugunsten Deutschlands. Von 1899 bis 1909 ist die Zahl der Wehrpflichtigen in Frankreich weiter um mehr als 8000 zurückgegangen. Sehr groß war der Gegensatz zwischen beiden Ländern im Verhältnis der als tauglich Befundenen, und er hat sich seit 1906 außerordentlich verschärft. Von 1875 bis 1887 wurden in Deutschland durchschnittlich 12, in Frankreich 52 v. H. tauglich befunden, 1888 bis 1905 51 bezw. 51 v. H., 1908 bis 1910 dagegen in Deutschland 51, in Frankreich aber 75 v. H. Profesior Schwiening begleitet diese Zahlen mit folgenden Worten: „Man kann wohl ohne Uebertreibung sagen, daß die Anspannung der Wehrkraft Frankreichs bald die Grenze des Möglichen erreicht haben wird, und man darf angesichts der weiteren Abnahme der Geburten und damit des versügbarcn Effatzes gespannt sein, wie sich in Zukunft die Vcrhältnisic in Frankreich gestalten werden." Profesior Schwiening weist also mit Recht auf die Eebur- teneinschränkung als die Ursache des mangelnden tauglichen Heeresersatzes hin. Voltswirtschaster, die dem deutschen Volk die französischen Sitten als sozial vorbildlich hinzustellen be- inllht waren, werden jetzt durch den Krieg jedenfalls eines Besiercn belehrt, falls sie überhaupt noch belehrbar sind. — Ein weiteres eigentümliches Schlaglicht auf das französische Heer wirst ferner die Tatsache, datz von 1000 der chngestclltcn Rekruten 10 Analphabeten sind. (In Deutschland 0,1; in Bekgien 83; in Rußland 820 und in Großbritannien 10). Rechnet man dazu, datz im französischen Heere neben den europäischen Truppen die aus den Kolonien der unterschiedlichsten Völkerschaften stehen, so ist klar, datz von einer Einheitlichkeit und Eeschlosien- heit keine Rede sein kann. Die Elitetruppen müsicn durch du minder lcistungsjähigen in ihrer Beweglichkeit und Schlagser- tigkcit erheblich beschränkt werde»; die verschiedene geistige Verfassung läßt fraglos ein gutes Zusammenarbeiten ebenfall- vermißen. Der vielgerühmte französische „Elan" macht aber, wie die Ereignisie lehren, allein noch keine Dauer-Erfolge. Dazu gehören körperliche Kerntruppcn, die von ernstem, heiligem Wollen durchglüht sind, ihr Volk und Vaterland gegen Neid, Nachsucht und Lüge zu verteidigen. Gottlob, den deutschen Truppen sind diese Tugenden zu eigen, und sie werden sie betätigen getreu dem Wort des Kaisers „bis zum letzten Hauch von Mann und Rotz!" Ans England. Der englische Außenhandel im Kriege. London, 22. Sept. Wie gemeldet wird, laßen die Mitteilungen des englischen Handelsamts über den Außenhandel im ersten Monat des Krieges ersehen, datz ein gewaltiger Rückgang im englischen Außenhandel stattgesunden hat, trotz des Umstandes, datz die Engländer einstweilen Meister auf den Weltseen sind. Der Import stellte sich im August auf Lst. 12,362,000, was eine Verminderung von Lst. 13,813,700 (— 272 Millionen Mark) gleich 21,3 pCt. gegenüber dem Vorjahr bil dct. Der Export ist von Lst. 11,110,700 auf Lst. 21,211,300 also um 15,1 pCt. (etwa 100 Mill. Mark) gefallen. Die Durchfuhr sank von Lst. 8,150,500 aus Lst. 1,119,800, das heißt um 15,7 pCt. Der Rückgang wäre sogar noch größer gewesen, wen» nicht der Abbruch der friedlichen Beziehungen zu Deutschland erst am Abend des 1. August eingetreten wäre, sohatz noch manche Einsendungen trotz der osiziellen „Holidays" stattgefun den haben dürste». Ferner ist zu berücksichtigen, datz aus den Kolonien usw. viele Sendungen aus denc Wege noch England waren, welche trotz der Krieggsesahr nicht mehr zurückbeordert werden konnten, was wohl den verhältnismäßig geringen Rück gang des Importes erklären dürfte. Eine englische Gemeinheit. Die Londoner „Central News" behaupten deutsche Offiziere. die i» Antwerpen aeiangen seien, hätten Juwelen belei- «eite 3. i— *23 ■Jen, die sie in Löwen und Mecheln gestohlen hatten. — Davon, ^ ob überhaupt deutsch- Ossiziere in Antwerpen gesangcn sind, sehen wir vollständig ab; die Behauptung aber, daß deutsche Ossiziere stehlen, ist nicht nur ein« englische Lüg- von der Art, wie wir sic schließlich schon gewöhnt sind, sondern eine selbst sür die englische Presie ganz ungewöhnliche Gemeinheit. Mißerfolge der Rauzengarbe. L o nd o n, 22. Scpt „Daily Chronlcte" drückt seine Ilnzu» > sriedcnheit mit den Ergebnissen der Rekrutierung aus und tadelt die Methoden der Rekrutierung. Die Erhöhung der Ansorderungen an das Körpermaß erwecke den Anschein, daß Kit- chener mit der ersten halben Million zusrieden sei. Tatsächlich wolle und brauche Kitchcner eine ganze Million, aber wenn er sie heute erhielte, könnte er sie nicht unterbringcn, bekleiden, ernähren und ausbilden. " v . Bin englischer Admiral abbcrusen. London, 22. Scpt. Wie das Prcßbureau mittcilt, ist Vizeadmiral Troubridge von der Mittelmccrslotte zurück- berufen worden, lieber die Ursache des Entkommens der deutschen Kreuzer „Soeben" und „Breslau" aus der Straße von Messina ist eine Untersuchung cingeleitet worden. Von der Oder dis zur Maas. Erlebnisse eines schlessischen Ärirgers. (Fortsetzung). Gegen 9 Uhr vorm, stießen wir wieder auf den Feind, der sich auf einer Anhöhe, dicht vor einem Dorfe, verschanzt hatte. Da wir uns aber gedeckt entwickeln konnten, so schadete uns sein heftige? Feuer nicht viel. Unser bester Freund, die Artillerie, unterstützte uns hierbei ganz vorzüglich. Staunenswert war es, wie genau unsere Granaten über den feindlichen Schützengräben platzten. Das mochte den Franzosen nicht behagen, denn nach kurzer Zeit verschwanden sie zu zweien und zu dreien und suchten Schutz in einem nahen Dorf. Doch auch dort wurden sie von unserer Artillerie erreicht, die ihr verheerendes Eisen hinsandte. Durch Abschießcn von Zündgranaten wurde gleichzeitig das Dorf in Brand gesteckt, weil sich feindliche Reserven in den Häusern aufhicltcn. Die Franzosen mußten nun wieder in ihre verhängnisvollen Schützengräben. Doch noch heftiger fetzte unser Artillerie- und Jnfantericfeuer ein und wahrhaft verheerend waren seine Wirkungen beim Feinde. Mit unzähligen Verlusten trat er gegen Abend den Rückzug oder besser gesagt, den Rücklauf an. Der Gegner war zum zweiten Mal endgültig geschlagen. Die Verluste unsererseits waren verhältnismäßig gering. Wir verfolgten die Flüchtigen bis in die späte Nacht. Gegen %1 Uhr in der stacht können wir mit großem Appetit unser Mittagsessen verzehren. Das waren die Erlebnisse des Sonntags. Die Franzosen, die sehr starke Verluste hatten, mußten sehr weit zurückgegangen sein, denn wir hörten und sahen drei Tage nichts von ihnen. Wir legten jeden Tag einen Marsch von 25—30 Kilom. zurück und biwackierten im Freien. Gewöhnlich währte unsere Ruhe nur kurz, denn wir niarschicrtcn schon morgens um 2 bis 3 Uhr weiter. Am Dienstag, den 26. August richteten wir eine Derteidigunzs- stelle ein. Den ganzen Vormittag wurde geschanzt; doch der böse Feind, die Artillerie, hatte uns erspäht und sandte sein verheerendes Fcuer in unsere Linien. Zum Glück kam der Befehl zum Vormarsch. Von 5 Uhr nachmittags bis Mitternacht marschierten wir ununterbrochen und überschritten von Belgien aus die französische Grenze. Von 12 bis 4 Uhr morgens ruhten wir in den Kartoffclfurchen etwas «u§, worauf es weiter ging und wir gegen Abend ein leerstehendes französisches Dorf erreichten, worin wir Notquar- ticrc beziehen sollten. Es läßt sich denken, wie groß unsere Freude war, nach so langer Zeit wieder einmal unter einem Dach zu schlafen. Doch wir hatten uns zu früh gefreut. Uni M itternacht wurden wir alarmiert und in strömenden Regen »rußten wir auf durchweichten Wegen vorwärts. Unsere Bagagen und die Artillerie versanken bis an die Achse: nichtsdestoweniger ging cs rüstig vorwärts nrit kleinen Pansen bis 4 Uhr nachmittags, eine Marschleistung von 35 Kilom.! Es galt heute noch die Maas zu überschreiten. Beim Hcrannahen an die Brücke kamen „ns viele Dcrwun- dcte der kämpfenden . . . Division entgegen: der Feind war schon zurückgewichen. Auftallcnder Weise war an diesem Tage die Stimmung sehr gedrückt: es war, als wenn rin Jeder gcahitt hätte, was uns heute noch bevorstände. Da die Brücke zerstört war, so überschritten wir die von den Pionieren geballte Notbrücke ohne jede Störung und zogen toch einige hundert Kilometer an der Maas entlang. Wir trafen unteiwegs aus einen französischen Doppeldecker, der bon den Deutschen heruntcrgefchossen worden war. Moto: und Flügel waren vollständig verbrannt, die ganze Maschine in die Erde hineingcbohrt. Bald stießen wir wieder auf den Feind. Wir gingen an einer gedeckten Stellung in losen Schützenlinien gegen ein Torf vor. Als wir demselben ziemlich nahe gekommen waren, überschüttete uns Arttlleric mit mörderischem Feuer. Jan Dorf Schutz zu suchen, war nicht geboten, denn die Geschosse richtete» sich auch gegen die Häuser, außerdem war das Dorf schon ein glühender Schutt- häufen, völlig abgebrannt. Dennoch galt cs, in unserer ge- fährlickien Stellung ansharren. Schrecklich war der Schlach- Jcnlnrm, ohrenbetäubend krachten die Granaten in unserer nächsten Nähe. Doch auch dieses ging zu Ende: allmählich »erlegte der Feind sein Feuer weiter nach vorne der Brücke zu. auch dort fordctten und vernichten die Geschosse ihre Opfer. Inzwischen suchte unser Bataillon das Dorf ab und rückte bis zum jenseitigen Dorfrand vor, wo wir sofort von einent heftigen feindlichen Feuer enlpfangen wurden Wir besetzten einen Hohlweg rmd nahmen den anicbeiaend .mr schwachen Feind unter Feuer, feindliche Geschosse saust-n über Misere Köpfe hinweg, nur schwaches Jnfantericienee Rene Iage,j«lt»ng. Mittwoch, den 23. September 1»»« ertönte bis zur Dämmerung. Dann wurde cs ruhiger. Plötzlich tauchte nahe vor uns eine dichte Schützenlinie auf. Wir nahmen sie unter rasendes Feuer, als die Rufe laut wurden: „Nicht feuernl" und „eigene Truppen!" Wir hielten ein, doch kaum verstummte unser Feuer, als die Ange- kommenen mit lautem: „Vive la France!" auf uns stürzen. Ein fürchterliches Handgemenge begann: das z» schildern ich nicht im Stande bin. Nach langem Ringen warfen wir den Feind zurück. Doch schon hörten wir wieder ans einer anderen Richtung französische Kommandos und Signale, abermals begann ein Nahkampf auf Leben und Tod, der aber wiederum mit dem Rückzug der Franzosen geendet hat. Die Gegner waren bei diesen Zusammenstößen viel stärker als wir und bezweckten, uns durch den nächtlichen Angriff über die Maas ziirückzuwcrfcn. Auch im Torfe hörte inan französische Signale erschallen, der Feind versuchte uns von dort in den Rücken zu fallen. Aber auch dieser Versuch wurde vereitelt, denn eine Abteilung von uns, stellte sich ihnl in den Weg und zwang ihn zuni Rückzug. Während der ganzen Zeit schoß die feindliche Artillerie mörderisch in unsere Reihen ein. Das Kampsgeschrci ertönte zum Himmel, dazwischen das Knattern der Jnfanlericgcwchrc und das Dröhnen der Artillerie, Hölle und Erde erschienen im Aufruhr. Allmählig aber wurde es ruhiger, indem der Feind auf der ganzen Linie unter starken Verlusten geschlagen wurde. Wir verblieben in Laiierstellnng, ohne an Schlaf zu denken. (Schluß folgt.) Ans der Heimat. Fricdbcrg. 22. Scpt. (Keine salsche» Gerüchte vrrhrei ten.) Das stell». Gencralkoinmando wendet sich abermals gegen die Veröffentlichung und Verbreitung » n v e r b li r g- t e r Nachrichten, durch die voreilige Freude oder Bestürzung hcrvorgcruscn werden kann. Diese Mahnung ist durchaus berechtigt. Der Sturm der T^asfenerfolge hat »us verwöhnt. Kaum ein Tag ging vorüber, der nicht von Ost oder West eine herrliche Siegesmeldung brachte. Nun haben wir uns schon so an die Freudenbotschaften gewöhnt, daß wir fast glauben, ein Recht darauf zu haben. Wenn der Morgen keine neue Sicgeskunde britigt so harrt man ungeduldig dem Mittag entgegen,und erfüllt er die Hoffnung auch noch nicht, dann tut es der Abend bestimmt. Man wartet und wartet und vergißt den Schlaf. Aber diesmal vergeblich: Die Siegesnachricht bleibt aus. Man hat mit dieser Möglichkeit nicht gerechnet. Sofort werden düstere Ahnungen laut. „Ich Habs schon imnier gesagt, iveun das Glück nur nicht umschlägt!" — Da haben wir den Kleinmut. Das alte überlebte Märchen vom Neide der Götter lebt wieder in abergläubischen Gemüter» auf. „Es konnte ja nicht so weiter gehen von Sieg zu Sieg." — So raunt cs "iner dem andern zu und aus dem: Es nmß was passictt sein! wird bald die bestimmte Nachricht von einem Mißerfolg, zu der sich die amtliche Bestätigung ohne alle Schwierigkeit gesellt. Oder auch die opttmistische Betrachtung der Dinge gewinnt die Oberhand und an Stelle der ausbleibenden Siegesbottchaft zimmert man sich selber eine zurecht, die dann natürlich die herrlichen Ruhmestaten unserer Truppen alle weit in Schatten stellt. Da kapittilieren die Festungen, da fallen die feindlichen Regimenter, da bersten die englischen Schiffe. — Das eine wie das andere tut nicht gut. Es ist freilich Wenschenart, die sich in solck)c»l Gebahcen kundtut, aber da sollten wir uns eben Zwang auferlegen und Selbstbeherrschung üben. Wir müssen den großen Ereignissen Zeit lassen, dürfen uns weder durch Zweifel beunruhigen lassen noch durch erdichtete Erfolge des klaren Blickes berauben. Die Vertreter falscher Gerüchte aber müssen wir auf das Gefährlichste ihres Treibens aufmerksam machen. Sie stiften nicht nur schweren Schaden, sondern setzen sich auch der Besttasting aus. Tic deutsche Heeresleitung hat unbedingte Wahrheitsliebe gelobt und gehalten: es wäre ein Beweis von Mißtrauen, wollten wir nicht ruhig abwarten, was sie weiter über den Gang der Kämpfe zn melden haben wird. Sie weiß am besten, daß Tatsachen am wuchtigsten sprechen. — Wir fügen dieser erneuten Warn- ung die Mitteilung an, daß das Ratiborer Kriegsgericht ei- neu solchen Schwätzer, der erzählt hatte, die Kosaken wären in Obcrschlcsicn eingebrochcn und hätten Fernsprcchleit- ,mgen zerstört, zu einem Jahr Gefängnis verurteilt hat. * Friebberg, 23. Scpt. (Schöffengericht). Ein I8jähriger Maurergeselle von Nieder-Florstadt erhielt wegen Jagdvergehen eine Geldstrafe von 50 M; außerdem wurde neben der Kostentragung aus Einziehung des Gewehres und Munition erkannt. Der Täter befand sich auf dem Anstand, um Wild zu erlegen, dabei wurde er erwischt. — Ein lgjähriger Arbeiter von Ilbenstadt ist wegen Körperverletzung angeklagt, weil er einen Schweizer mit einem Schlagring geschlagen hat: er muß vas mit 2 Wochen Gefängnis büßen, soll aber der bedingten Begnadigung vorgeschlagen werden. — Ein Fuhrmann von Schwalheim erhielt wegen Unterschlagung 23 ’M. Geldstrafe: er hatte einen mit Eigcntumsvorbchalt belasteten Wagen weiter- vcrlaust bevor dieser ausbezahlt war. — Der Schweizer Paul Biclcrt aus Teltow z. Zt. in Büdingen, hat sich zu Asienheim der Bedrohung, Körperverletzung und Ruhestörung schuldig gemacht. Er erhielt eine Ecsamtg-sängnisstras- von einem Monat und einer Woche sowie 2 Tagen Hast. — Zwei weiiere Sachen wurden ausgesetzt. « Wcckcshcim, 23. Scpt. Für di- in den Krieg gezogenen verheirateten Arbeiter der Fürstlich-Solms-Branns-ls'sche» Braunkohlengruben in der W-tt-rau wurde durch das sürst- liche Haus je -in Anteilschein der Krieg-v-rfich-rung gelöst und den Angehörigen derselben gratis ausgehändigt. Desgleichen hat di- Gemeinde Weckesheim sür. all- Kriegsteilnehmer aus unferem Ort« je einen Anteilschein zu Lasten der Eemeindekasie actöiL Aus Rheinhcsscn. • Mainz, 20. Scpt. Ein Verwundetentransport aus dem Rhein von Straßburg i. Elsaß kommend, aus drei mit Euiklan- dcn und Blumen überreich geschmückten Schissen bestehend, ging am Samstag unter Führung des Leutnants Endcrich hier durch um den Main hinaus seinen Kurs zu nehmen. Die Schiffe hatten die Weisung, zuerst in Lohr anzulegen und 72 Verwundete auszuladen, die ins dortige Hospital verbracht, sodann die Fahrt bis Wllrzburg fortzufctzcn, wo die übrigen verwundeten Kämpfer ausgefchifft und in Pflege genommen werden sollen * Fricdbcrg, 22. Scpt. Donnerstag, den It. Scpt., nachm. 3 Uhr. findet eine öffentliche Sitzung der Sladtverordncten n:it nachfolgender Tagesordnung statt: 1. Baugefuchc: t. Gesuch um Erlaubnis zur Anbringung eines Schaukastens: 3. Verlosung von Obligationen: 4. Errichtung einer Rechtsaus,.nistsstclle: 3. Unterstützung der Notleidenden in Ostpreußen: 0. Mitteilungen. Eingesandt. (Für Artikel unter dieser Rubrik übernimmt die Schiistleitung nur die prcßgcsetzlich« Verantwortung). Es wäre sehr wünschenswert und würde einem wiederholt ausgefpiochencn Bedürsnisic entsprechen, wenn UNS sür die Evangelischen in unseren Lazaretten noch weitere Bestellgelder sür coang. Sonnlagsblättcr geschenkt würden, sodaß wir in jede» Kranlensaal wöchentlich ein solches Blatt bringen tonn, ten. Um eine möglichst gleichmäßige Verteilung auf die Lazarette zu ermöglichen, bitte entweder das Bestellgeld (30 Pfg. pro Vierteljahr) oder jedesmal das neue Blatt selbst an mich (Samstags) zu senden. Es weiden so reichliche Spenden fü: die leibliche Versorgung unserer Verwundeten gegeben, daß wir hoffen, treue evangelische Freunde i» unserer Stadt und aus dem Lande werden uns bei dieser geistlichen Fürsorge gerne unterstützen. Profesior Werner, Schützenrain t8 MiliirlaMtt in Der Wbalijllinie. Seit gestern ist auch unsere Obstbaik- u. lanbiv. Schule zu einem Militärlazarett eingerichtet worden. Im ganze» sind -10 BcttcuüNtfgestellt. Ten ehemaligen Schülern dieser Anstalt ist nun Gelegenheit geboten, sich durch Spenden von Liebesgabe,» zur Verpflegung der in den von ihnen ehemals licbgcmonnencn Räumen untergebrachlen Verwundeten zu betätigen. Herr Direktor Spieß u. Frau haben die Leitung dieses Lazarettes übernoinme» u. dieselben sind gerne bereit, Gaben sür die verwundeten Riannschasten entgegen zu nehmen. Liebesgaben für das Lllllilßllrmblltllilllln FnMerg. Da, wie man hört, bei dem Landsturmbataillon Friedberg, das sich nur aus Leuten aus Fnedberg und der Wetterau zusammensetzt, es an Etzwaren und Tabak fehlt, will das Rote Kreuz durch Vermittlung des Kr. Bezirkskommandos Fnedberg eine Sendung solcher Lie besgaben am Freitag dieser Woche absenden und bittet die Bewohner Friedbcrgs und der Wettcrau um Zu Weisung solcher Liebesgaben für das Bataillon. Erwünscht in der Hauptsache geräucherte Wurst- «nd Fleischwaren, Ci- garren, Cigaretten und Tabak. Um Einlieferung der Liebesgaben bis zum Mittwoch Abend, spätestens Donnerstag früh, wird gebeten. Cinzelpalrete werden ebenfalls angenommen, doch muß die genaue Adresse angegeben sein. Zwcigverein vom Roten Kreuz Fricdberg-Hesien. Frankfurter Viehmarkt vom 21. Scpt. Schweine: a) vollsleischige v. 80—100 kg Lebendgcw. MI. 43 —48, (Schlachtgew. MI. 38—60), d) vollsleischige unter 80 kg Lebendgcw. MI. 45—47 (Schlachtgew. Mt. 57—59), c) voll- fleischige von 100—120 kg Lebendgewicht Mt. 47—48 (Schlachtgew. Mt. 59—60), d) vollfieischige von 120—150 kg. Lebendgew. Mt. 47-48 (Schlachtgew. Mt. 39—60). — Ziemlich reger Handel) etwas Ueberstand. Frankfurter Wetterbericht. Voraussage: Trocken, ruhig, heiter, tagsüber ziemlich warm, stellenweise Nebel, vereinzelt schwache Nachtfröste. Römerbrunnen Hervorragendes Tafelwasser. Berantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirsche!. Friedberg: für den Anzeigenteil: K. S ch m i d t. Fricdbcrg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung ' A. G.. Friedberg i. H. Vir. 2Z3 Neue Tageszeitung. Mittwoch, den 23. September I!t14. -^eife i. KarloffeUieferung« ' Die Lieferung von ca. 90000 kg tzpeisekartoNel,, für die hiesige Anstalt soll öffentlich vergeben werden. Angebots find verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis sp,t:estens Samstag, den 10. Gilt aber 1014, vorm. 10 Astr hierher cinzureichcn. In den Angebote» sind die Kartoffcliorten zu benennen und die Bedingungen, die auf dein Geschäftszimmer des Antcrzeichnetcn offen liegen, anzuertennen. Die Proben sind getrennt von den Angeboten cinzureichen. Es bleibt rcrb halten, die Lieferung zu teilen. Zujchlagssrift 8 Tage. Giesten, den 22. September 1914. Grohlseriogliche Dircirtio» der Fandts-Fril- «no jlilcgeluiüliit bei Gießt»: _ I. A. Lotz, Erosth. Hausverwalter. _ Ucreiiiäte iiiiwle in MiHliilE Eefchäftsstelle Frankfurt a. ?J?oiet'traje Ga. Telefon-Nummer 0201! Anit f. Bürostunden: Montag nachm, von 5—7. — Di:i-taz nachm, von 5—7. — Donnerstag nachm, von 5—7. — Freitag nn,hm. von 5—7 Uhr Zu verkaufen. f»ul)iungddjcrt (2=fjfünn.) bri Witwe Datz, Ober Rosbach. Falläpfel, das Kilogramm zu 8 Pfg. werden in Ueine.r Mengen abends von 5—7 llhr in, Rathaus abgegeben. Frieübcrg. 14. Sept. 1014. Der I3iirxr««»üi:r. SIah!. Möbi. Aruimrr-, die mit oder ohne Pn-sion vir-! miclct werden ioll..-, wll:-m! baldigst auf dein Selretarirt Lee ! Stadt.Polqtcchninhcn Lehranstr l ' » angemeldet Iverdev. Friedberg. September l .l!. De: Bürgermeistee: In Stück A^felnreinfnsscr abzugeben. (oafua Kilflheyrr, gimgrit. m-"'V r tuitt l--- t r• i---r i ' spielte Sellen owie einzelne Teile IgffsMien '■cp? sKurQciHicijie|H in Holz und Eisen 2-AiWtt-WchiW ijj § t donaalr u en !nit abgeschl. Borolaz und 3 ’jji ScIlOllCr behör an ruhige Leute p. 1.2 oe. 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R. aus der Sparbüchse 8 Jl; Herr Bahnsteigschafsner Doerr, hier 5 ; Sammlung von schlesischen Arbeitern auf dem Dorheimer Los lg .ich Herr Proscssor Stro- mann hier 50 ,g; Turnverein Dorheim 30 Ueberschuß einer Tcpcsche 95 Psg.: Herr Egly, hier 5 M; Sammlung in der Untersekunda des Gymnasiums 10