Uirmmrr ü“il Wontag, den 21, September 11114. 7. Jaljrgang icl t'cii «rentfn C monoili**50 Win Bttlagcn „Jln n::rr «wo flclTcn", „Sie S»:»»IIut.»". Uemgoprei»: Sei Pen VaitanRaltcn men»liat)tlid) Dil. 1,U3 (c z~ t1 ^ Vj -^n;u tntt Postgebühr oder Trägerlotn. Anzeigen: Vrandeile LV Pfg^ lokale 15 Pig^ Anteilen roi ausDätt» werden Dur i) Po tn r -malme erhoben ____ ^Hunflsoit ^nebbetfl. ^dinftlrituwg und Verlag Friedb^g lHcrienl. franauer traize 12. Fern'prech.-r Nr. 43.Z. Nmt ^ranlsurt a. «. 4,2 KliiWidks Milliarden Mark. — Tie englisch französische Armee in die Verteidigung gedrängt. — Liegreiche Kämpfe im Osten. TAt Lage auf hin Kriegsschauplatz. (Yv.T.B.) Großes Hauptquartier 20. Lcpt. 2l»«»tlichcs Tclegrann». Tie Laqe im LScstcn ist im allgemeine:» «.»verändert. Stuf der ganzen Schlacht- srout ist das englisch-sranzösischc Heer in die Verteidigung gedrängt worden. Ter Angriff gegen die starken zum Teil in mel'rercn Linien hintereinander beseslig- tcn Stellungen kan»» nnr langsarn oor- »värts gehen. Tie Durchführung des Angriffs g?qen die Linie der Sperrforts südlich von Verdun ist eingeleitet. In Elsas, stehen unsere Truppen längs der Grenze den französischen Kräften dicht gegenüber. In» Osten ist am 17. September die 4. finnländische Schützenbrigade bei Augustow geschlagen wurden. Beim Vormarsch gegen Osowiec wurde Grajewo und Szozuczin nach kurzem Kampfe genoinmcn. JUrilcrc foilldjrittc im Wellen. Amtlich. 1YTB. Großes Hauptquartier, 20. Tcpt. In» 'Angriff gegen das französisch-englische Heer find a»» einzelnen Stelle»» Fortschritte ge,„acht worden. Reinis liegt in der Kainpffront der Franzosen. Gezwungen, das feindliche Feuer zu erwidern, beklagen »vir, daß die Stadt dadurch Schaden ni„„„t. Es ist 'Anlvcisnttg zur »nöglichsten Schonung der Kathedrale gegeben »vorden. In de,» mittlere» 'Vogesen si,»d Angriffe französischer Truppen am Tonon, bei Sa- »»onco und Saales abgclvicfc»» »vordc»». — 'A,»f dem ö st l i ch c»» Kricgsscha,»Platz heute kei,» e Ereignisse. Glan'.tndtr Erfolg der Kriegslmltiht. Berlin. 19. Sept.. 10 Uhr abends. (W. T. B. Amtlich.) Das Ergebnis der Zeichnungen auf die Kriegsanleihe kann zur Stunde noch nicht endgültig festgestellt werden, doch ergeben die bis jetzt eingelaufenen Anzeichen schon ein chnunqsresultat on 2'/, Milliarde,» Re»chsa„lc»hc i»»»V 1 Milliarde Schatzanweisnngc», au»i»»cn also vo»r »"»der 3'/, Milliarde»» Diese Ziffern werden sich noch bedeutend erhöhen. Der Erfolg übersteigt alle Erwartungen und ist ein machtvoller Beweis nir die Kapitalkraft, aber auch für' die vaterländische Begeisterung des deutschen Voltes. Bcrlin, 20. Sept. Tue glänzend: ist nt<() cnbnuctnb im Wall. je». Bis zur Stunde nur !.2 Mi.üatdcn seftgestellt. Zur SiljlgSjleuisgr. Tic Kämpfe vor Paris ('-ic&iet d.r Life. Aisne und der Maine sind immer noch nicht zur vok'-.-no,.-. i i' fchcidung gekommen., sic hab-n inzwischen aber eine dcrar- tigc Wendung genommen, daß die Franzosen in ihren wuchtigen Angriffen erlahmt find, das, ine englisch frau « »che Arnice auf der ganzen Linie in die Teiensive gedruiat werde>> ist und die deutschen Truppen wieder im P. A.i begriffen sind. Tic feindlichen Armeen haben ihre Stellung',«, » ie aus den Berichten hcrvorgcht, stark besesiigt: cs solle « ic- gar Schiffs-geschützc zur Bcrtcidigung hcraugcholt «vorer.« sein. Es wird die blusgabe unserer Artillerie, die sich b:.- her überall der französischen überlegen gcz gt hat, sei» diese Stellungen, mürbe zu machen, damit der Sturm nusc- rcr Infanterie beginne» kann. Dcrdnn scheint »«»«in! e von allen Seiten umschlossen zu sei»: dass die Angriffe mit die Spcrrsorls cingctcilt sind, zeigt, dasi anch dort unsere Stellung gefestigt ist. Anch in den Vogesen rühren sich die Franzose,, wieder und haben Angriffe aus unscrr Stell- ungcn versucht, die aber von unseren Truppen zurückgewic- sen werden konnten. Somit ist also der französische Dorsanf. der von den Lügenfabrikcn unserer Feinde, in den glühendsten Farben geschildert wurde, rasch in« Sande verlaufen und unserer abermaliger Vormarsch wird dann ein endgültiger sein. Tasi wir einige rückwärtigen Bewegungen gemacht haben will gar nichts besagen, wenn sie zum Gewinnen des Sieges notwendig sind. Auch beim Schachspiel werden die Figuren vor und zurück geiiommei«, «nn das Spiel zu gewinnen. Gerade aus den« Schlachtgcbict, wo seht die Schlachten tobten, bei Bar für Stube, bei Lao», La Fbre, Monteca», Montuiirail lvar es, Ivo Napoleon vor seinem Untergang sich noch einmal als^der geniale Schlachtenmeistcr gezeigt hat und seine Taktik bestand in einem fortwährend Bor- n. Zurückzichcn seiner Truppen. Tic Freude »itjercr Gegner über de» angeblichen Rückzug der Deutschen ist also unangebracht, denn unsere Stellung ist dadurch günstiger und ge- fcsiigter geworden, so daß der endliche Sieg umso gewisser ist. Diese Siegeszuversicht drückt sich am deutlichsten in dem «vahrhaft glänzenden Ergebnis der Zeichnung für die Kriegsanleihe aus. Bis heute sind bereits 4,2 Milliarden Mark gezeichnet worden und die ZeichnungSsunime ,st noch nicht abgeschlossen. Also anch der sinanziclle Feldzug -eiht sich unseren «nilitärischen Erfolgen würdig an. Tas ist um so wichtiger, als der gegenwärtige Krieg, wie die Engländer gesagt haben, mit silbernen Kugeln geführt wird. Dir dürfen also auch in dieser Hinsicht getrosten Mutes der Zulunst cntgczenschauen. Vom ömmch-MM. KiitgsjltzWlah. ' Wi:n, 20. Sept. >W. B. Nichtaintlich.) Amtlich wird untern« l. Tcpt. mitlags vcrlantbart, Tie Ncugruvpicciing unseres Heeres ans dem nördlichen Kriegsschauplatz ist im Luge. Ein Borstosi einer russischen Infanteriedivision am 17. Srpter.'.ber wurde blutig abgcwicsen. Ter ostscitige, kleine seldniLsiige formierte Brückenkopf Sicjawa, unserer- seitS nur van sehr st. «rachen Abteilungen heldenmütig per- tcidigl. zwang die Russen zur Entfaltung zweier Korps und schwerer Artillerie. Als die Bescstigungen ihre blnfgabc erfüllt hetlen, wurden sic freiwillig geräuint. Ter Stellvertreter des Chefs des Generalstabs von öfcr, Generalmajor Tarri «in die Armee. !l"icn, «9. Sept» Der Armccloinmandant Dankt hat a,n i«. September einen Armeebefehl crlajfcn, in dem es Die brave erste Armee hat eine ausierordcnilich schwierige Operation glänzend erledigt. Bei Krasnil und vor ttubtin habt Ihr die Nüssen entscheidend geschlagen. Dann habt Ihr zwei Wochen hindurch bei Tag und Nacht mit eilten in sesiunosühnlichen Stellungen stehenden Feind geläar.pii und ! -« nnge l lt:n Angrifsc stets erfolgreie, abgewiesc:,. tlach- dem die Nullen sich täglich versiärkie» und schlichlich mindestens tappel« so stark waren als wir, stclilcn wir unsere Bngr.sie ,'rei- ! istig ein. um Schulter an Schulter mit nnjcren übrigen Ar n-.ee». die sich uns anschlichen, weiter zu lämplc» Auch der Marsch durch Sümpfe und Wälder stellte ungeheure An'ord--- rungen an Euch alle: aber auch'tiefe Cache gelang tank Eurer Ausdauer und Zähigkeit. Tie Russen heben kaum gewagt. Cure Märsche zu stören, und so sieht denn die Liste Armee heule in dem ihr anbesohlenen Raume. Ich danke allen Angehörigen meiner hcldenmisttigen Ersten Armee «ür das, was sic bisher in jeder Richtung Hervorraaen- des geleistet haben. Der Krieg hat bisher grosie Anferderuu i u--| grsicstt, sie werden auch I» Zuluns! »ich« kleiner sein. Aber : sihr Soldaten der Ersten Armee, Ihr werdet sie alle slandhas« ' und erfolgreich überwinden zun, Zbahle des Vaterlandes und i INI Ruhme unseres erhabenen Kaisers und Königs. Wien, 19. Sept. Amtlich wird verlautet: Einzelne aus, ländische Pretzorganc behaupte», in unsere,n Heere häiie» Truppen der einen oder anderen Rationalität den Ansorderunren :m Kriege nicht voll entsprochen. Eine englische Quelle, dle siih auch for.it durch Verbreitung der unsinnigste» Tatareimach ! r'chlen auezrichne«, wugte sogar von einer Meuterei böb nlscher j Regimenter zu berichten. Diesen tendenziösen Entstellungen j gegenüber, die aus die mancherorts bestehenden Unkenntnisse der Berhältnisjc der Monarchie berechnet sind, muh mit aller Entschiedenheit erklärt werden, dag. wie in früheren Zeiten, so auch in dem gegenwärtigen ausgezwungenen Kainpse, alle 'Volker unserer ehrwürdigen Monarchie, wie unser Soldateneid sögt, „gegen jeden Feind", wer es immer sei, in Tapferkeit wetieiscrud einmütig zusammenstehen. Ob aus den russisch-ga-' lizischen Schlachtfeldcrist, ob aus dem Balkankriegssibauplatz. es kämpften Deutsche, Magyaren, Nord- und Lüdslawcn, Flalie ner und Rumüne» in treuer Anhänglichkeit an de» allerhöchsten Kriegsherrn und i» dem Bewuglscin, welch hohe Euter wir verlcidigen, mit dun gleich bewunderungswürdigen Hcidemnut, ocr unseren Truppen selbst die Anerkennung unseres geiahrlich sten, »uincrisch weit überlegenen Gegners errungen ha«. So ha« «IN Norden, um nur c>» Beispiel anzusührcn, Lao aus Siovenen, Kroaten und Ztaltencrn zusammengesetzte Fn- faulcrie Re«;>mc»t Re. 97 bei Lemberg mit hervorragender Bravour und Zähigkeit gefochlcn und schwere Verluste standhast cr- «rngen. Wenn noch des Iusanlericrcgimenls Nr. 79, das sich ebenso rrcelcr !m Sude» in den schweren Kämpsen an der Drina hielt, gedacht wird, so geschieht dieses nur, um den von serbischer Seite verbreiteten sehr übertriebenen Angaben über Verluste dieses Truppcnkorprrs entgcgcnzutrelcn. Während die Serben von riUOO Toten dieses Regiments berichten, beträgt der bishe >:ge EesauAoerlust der braven Truppen nach amtlicher Feststellung «124 au Toten, Verwundeten und Vermihten. Nachrichten, wie die aus russischer Quelle stammende van 70 009 österreichisch-ungarische» Gesangcncn in den Schlachten von Lem- bcrg. l-rdnrsen nach den bisherigen amtlichen Richtigstellungen u ohl Dementis mehr. Ter Stellvertreter des Ehest- des Keneratstabes. v. Höjcr, Generalmajor. Nufere Flotte in der Ostsee. Stockholm, 17. Sept. Nach einem Brief aus Finnland des ..Svenska Dagdlad" hat das Erscheine» deutscher Kricgs- Ichisie im Bottnischen Meerbusen grohe Beängstigung in den russischen Reedereien erregt, die ihre Schisse nur noch nördlich von Ulcrborg fahren lassen wollen. l!n!nil riüfs tnglijihcn IliitfrlffböD!?. Lc: i :n, 20. Sept. kW. B. Nichtamtlich.) Tie .'ldmi- ralitiit tünoete den Empfang eines Telegramms der Nc- gicrunn > : u Australien an, in dem der Verlust des Unk"-« jccictt .j AE I gemeldet wird. Weitere Einzelheiten fehlen. Oberst v. Reuter uicht gesatteu. Wie die „Kobnrger Zig." von der dort lebenden Schwester des Obersten v. Reuter erfährt, ist das Gerücht von dem Ableben Reuters unrichtig. Cs ist wohl dadurch entstanden, dasi verwundete Offiziere gesehen haben, wie dem Obersten da? Pferd unter dem Leibe erschossen worden ist. — He fsentlich bewährt sich an dem wackeren Haudegen dos Wert, dosi die Totgesagten lange leben. Ail' vi '.iqkkit brr Dfiitlrijfü Gewtrbsßiiilbk. Br.,in, 19. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Um.in der gcgeuwl Aigen Zeit, in der sich das dcuti'che Volk ciniuütig »», s:i.:e: Kai,er ichart, dem Gefühl der Zusammengehörigkeit a: der v rschiedcnen Erwerb-stände üjssentlich Ausdruck zu geben, laden der Deutsche HandeMag. der Land- Wirt». - rat, der Kriegt-auSschuh der deutschen Industrie, und der Handwerks- und Gewcrbckammertag gemeinsam -u eine - Versammlung ein, dis am 28. September vormittag. in der Berliner Philharmonie stattsinden und die un- evic ■ uicrlirfic Zuversicht aus den endgültigen Sieg sowie die feste Cr.iichloftenheit, bis zun« Ende durchzulialten, bekunden soll. .... Berlin, 19. Sept. u Boden, denn sie erwärmten eine Explosion: aber nichts erfolgte, nur eine weiße Raurlksrhn: stieg empor. Ein paar Minute» später aber sauste ein Hagel von Granaten und Schrapnells über uns her. Ti- deutsche Artillerie zielt UN» trijst genau, wenn sie uns auch an Material i:ad Munition nicht gleichlommt. Ter Plan, das ^\zl durch Fiicger maikie- ren zu lasten, ist eine geniale Idee. Der fxniff > ! nun entdeckt, ibcr er hat genug genutzt. Eine Mahnung z::r Paris, 20. Sept. Eine Rote i’ : :rs bringt )ie Verpflichtung, den Lew allen S\ TirrnfccUa t ic sorgfältigste pflege angedeihen zu lasse», in Er! n.ierunz. Es sei dies eine ebretcrischc Pflicht, die durch die i.Mcruo. ,ii.e Gesetzgebung, ic Briiimmunge» der löenser Konv.-ntio:! >: id iusbesonder.- urch i .-5 Geruht Ser Meuschensreundlichlrit sestgelcgt sei. Man tusje .m .-liiere,ie per in Dcutjchlau.d gejangenea Franzosen eünscheu, daß dieses Gefühl aus G.-zenseitigreit beruhe. Der Minister erNärt, überzeugt zu sein, daß Aer.ste und Sanitäts personal den deutsche» Verwundeten gegenüber ihre Pjltcht mit wünschenswerter Hingebung erfülle», und er werd: u::v:rzüg- iich diejenigen ihres Amtes entheben, die Verwundete» uno Gesungenen gegenüber gegen die von der Eenser Konvention festgesetzten Regeln der Menschlichlcit verstcßen. Bezeichnend ist es, daß der Paiiaeiagauner Clerncnceau sich o^gcn diese Verordnung wendet und de» sranzöstschc» Kranken schwestern Anerkenliung zollt, die sich geweigert haben, deutsche Verwundete zu pflegen. Die französischen Radilalen scheinen sich durch die Bank aus den gemeinsten Verbrechern zusammenzusetzen. Die Verwüstung in Frankreich. Ein Korrespondent der „Daily News" erzählt feinem Blatt aus der Gegend zwischen M c a u x und 3 m a y, daß er dort einen jammernden alten Bauern getrofjen habe, deffcn ganzes . Anwesen verwüstet sei. Ei» französischer Ncgierungsbcamter, der aufgeregt verbsigegangen sei, habe dem Bauern zugerusen: „Schweige, die Franzosen tun uns mehr zu leid, als die Deutschen". Das englische Blatt knüpft daran die Bemerkung, der Borsall zeige, wie sehr die nichtkämpfcnde Bevölkerung aus dein Gleichgewicht geraten sei. (Wir selbst sehen in dem Borfall auch eine Bestätigung der Behauptung, daß unsere Truppen die Schuld nicht trifft, wenn die Kampfplätze dieses Krieges verwüstet und geplündert sind. Gerade die Franzose» haben auf ihrer Flucht durch ihr eigenes Land alles zerstört, um den Deutschen nichts zurückzulasien, was ihren Vormarsch crleichtcr» könnte. D. Red.) Eine neu: Art, zu lügen. Berlin. 20. Sept. Der Lügenfeldzug, mit dem das offizielle Frankreich die Siege der deutschen Waffen auszugkeichcn oder wenigstens das unglückliche Voll über die Wahrheit hin- wcgzutäusihen hofft, ha! das sranzöstschc Nachrichtenwesen dermaßen dislrcditicrt, daß cs zu dem niederträchtigen Mittel greisen muß, die Depeschen des „Wölfischen Bureaus" zu sälfchen. Am tv. September hat das „Walsffche Bureau" aus dem Großen Haiiptgnarticr gemeldet, daß der rechte Flügel der deutschen Armee nach erfolgreichem Kampfe zurückgenommcn worden sei, als der Anmarsch neuer starker feindlicher Kolonnen gemeldet wurde. Dann wurde gemeldet: „Der Feind solgte an keiner Stelle. Als Siegesbeute dieser Kämpfe sind bisher 50 Geschütze und einige tausend Gefangene gemeldet. Die westlich Bcrdun kämpfenden Heeresteile befinden sich in fortschreitendem Kamps." Diese Meldung ist von den amtlichen französischen Stellen in ihr direltes Gegenteil verwandelt worden. Denn cs findet sich in den hier cingetrosfenen sranzösischen Bläftcrn, gleichlautend abgedruüt und als amtliche Berliner Wolffnach- richt mit der Unterschrift des Eeneralguarticrmeisters v. Stein versehen, eine Fasiung der Meldung, in der es heißt: „Unser Flügel ist zurückgenommen worden und von ihnen — den französischen Kolonnen — verfolgt worden. Die im Westen von Verdun kämpsenden Abteilungen haben nirgends Fortschritte gemacht." Der Absatz über die Sicgesbeute ist natürlich weg- gebliebcn. So muß die französische Regierung diese Lügen über fremde Meldungen cinschmuggcln, weil sie selbst allen Glauben cingebüßt hat. Ans Belgien. Brüssel, 20. cpt. Gestern ist der Rest der ausgehängten belgischen Fahnen aus Druffel verschwunden. Der Befehl des Gouvernements hierzu ist durch Maueranschlag von dem Bürgermeister Max erläutert worden. Im übrigen hat bisher die städtische Polizei mit unseren Truppen gemeinsam gut gearbeitet. Infolgedeffcn ist bisher nur ein einziger Angriff von Zivilisten aus einen Posten vorgekommen. Der Täter wurde scldgerichtlich zum Tode verurteilt. Der Bürgerschaft wurde dies durch Maueranschlag bekannt gegeben. — Die Meldungen, daß Bürgermeister Max össentlich provokatorisch ausgetreten sei und bewußt falsche Kricgsnachrichten verbreitet habe, sind bisher nicht bestätigt worden. Sollten dem Bürgermeister Intrigen gegen die deutsche Militärgewalt nachgcwiesen werden, so würde er sosor! entfernt werde». ARS England. Eine englische Thronrede. ! L o n d o n , lg. Sept. Im Obcrhause wurde gestern bei der Vertagung des Parlaments eine Thronrede verlesen, in der cs heißt: Meine Regierung hat jede mögliche Anstrengung gemacht, um den Weltfrieden zu erhalten. Sie wurde zum Kriege gezwungen durch den absichtlichen Bruch von Vcrtragspjlichtun- gcn, durch die Pflicht zur Beschirmung des Rechts in Europa und der Lcbcnsiniercsjcn des Reiches. (Die Veröffentlichungen der deutsche» Regierung, naincntlich des Dcpcschcnwechsels zwischen dem deutschen Kaiser und dem König von England, haben den Gegenbeweis geliefert. D. Red.) Mein Heer und meine Flotte unterstützen mit Wachsamkeit, Mut und Fähigkeit in Gemeinschaft mit den tapferen und treuen Bundesgenossen die gerechte und ehrliche Sache. In jedem Teile des Reiches schart inan sich spontan und begeistert unter der gemeinsamen Flagge. Wir kämpfen für ein würdiges Ziel und werden die Massen nicht nicderlcgen, ehe das Ziel vollkommen erreichtest. Ich vertraue vollkommen aus die loyale einträchtige Unterstützung alles meiner Unteriancn und bete, daß der allmächtige Gott seinen Segen gebe. » Um den Sii; : zu verhindern, entzündet England den Weltkrieg. R v in. 12. Sept. „Gicrnale d'Italia" bringt ein Interview mit t.vi Senator Grasen di San Martina, der von einer Reise durch England und Frankreich zurückgelehrt ist, aus dem tolgends Sätze besonders interessant sind: Am 22. Juli hat ei» Diner stattgcsunden, an dem Erey. Goschen und der frühere Echatzininistcr Murray teilnahmcn. Grcy hat dabei geäußert, daß er die Vorgänge in Irland gar nicht vergleiche mit dem Konililt, der Europa drohe. Lady Murray, eine eifrige Parieigiin zeein Ulsters, sprach über die Schwierigkeiten in Irland und sagte, niemand sei gewillt, nachzugeben. deshalb war die Konfce.uz beim Königs vergeblich. Ter Kamvl wirb täg- ) lich heftiger: wir stehe» vor dem Biirgcririege. Ich sehe nur einen Ausweg. Rur ein Krieg mit O c u t iI a n a kan» noch alle wieder einigen. Schwarze und Engländer. Lin Millämpser schreibt »ach Hause: Tie schwarze» sranzösischen Soldaten sind die übelsten Leute, welche die Wett je gesehen hat. Sie siechen alle Verwundeten nieder und dabei gibt es noch Menschen, welche diese Gesellschaft schonen wollen'. Wir hoffen hier alle, daß man zu Hausi- die Schwarzen ordentlich arbeiten läßt und st- nicht zu gut verpflegt. Man sollte sie mit den Engländern, deren Wassenbrii- der sic ja sind, zusammenspcrrcn, damit sie auch in der Gesa» geulchaft immer recht nahe beieinander bleiben und die Meißen sich au die Wohlgeriiche der Schwarzen gewöhnen. Wenn man das durchführt, meldet sich in England sicher lern Mensch mehr zum Eintritt in das Heer. Es muß nur in England be- kGnnt werden, daß Engländer und Schwarze »edenelnaiidec sitzen. Das genügt. Maorikriegcr stir Aegypten. 200 neuseeländische Maorikrieger sollen für den gillitäri- scheu Dienst in Aegypten Verwendung sindcii. Ans Untzltmd. Di« silberne Bowle. Berlin, 19. Sept. Das stellvertretende Gucralkm- nrando des 6. Armeekorps vcrösscutlicht folgende Mittung: „Die Nachricht, daß in dem Automobil eines niss scheu Generals die dem Landrat von Neidenburg, gehörige silberne Bowle gefunden wurde, ist richtig. Der kriegSgesang» cne General Marios bittet um Bekanutmachung, daß dieses Autoniobil nicht das seinige gewesen ist. DaS hat auch tatsächlich nicht festgestellt werden können." General Marios. Der gefangene General Martos, der bekanntlich den Besch! gegeben hat, alle männlichen Einwohner Ostpreußens uicderzuschicßeu, und der dieserhalb por das Kriegsgericht gestellt worden ist, konnte noch nicht zur Aburtcilmig kcm- men, weil er leugnet, der General Martos zu sein. Russische Offizicrc berauben ein österreichischer Postzug. Als die Russen in Podwoloczyska eindrangen, fuhr ein österrcicher Postzug durch die Station. Die Russen beschossen sofort mörderisch den Zug und brachten ihn zum Stehen. Sofort stürzten sich die Offiziere auf den Zug, nahmen zu- nächst den Barbestand der Post an sich und nahmen dann den Passagieren 1. und 2. Klasse das Geld weg. Die Sol- daten plünderten nnterdeß die anderen Waggons, wobei sie unter sich in blutige Raufereien gerieten. : , u Maxim Gorki. Zr 1 Maxim Gorki, der Verfasser des „Nachtasyls" lind anderer Bühnenstücke, dieser von deutschen Zeitungen hochge- feierte Russe, der als Märtyrer des russischen Despotismus allen deutschen Micheln zur Anbetung vorgestellt wurde, hat sich als Freiwilliger bei der russischen Armee gestellt, lind wenn der gleichfalls von jenen Blättern hochgerühmte Leo Tolstoi noch lebte, würde auch dieser vom Hl. Synod geinaß- rcgelte Russe deni Zaren Hand und Knie küssen. Jlie peß im pttdinffr. Basel, 19. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Nach einer Meldung des „Journal de Geneve" aus Neapel ist in verschiedenen Mittelmcerhäfen die Pest festgestollt. Amsterdam, 19. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Wie nach deni „Rotterdamsche Courant" ans Gibraltar verlautet, beginnen die llllarokkaner sich entlang der ganzen Küste zu rühren. Nach demselben Bericht verließen Tausende Tan ger und dessen Umgebung und setzten nach Algeciras übe, aus Furcht vor einem marokkanischen Aufstand. Die Haltung Spaniens. Ter „Jmparcial" nieldet: Tic Radikalen von Barcelona und die Arbeiter und Sozialisten von ganz Spanien haben sich in großen Friedens-Mectings cinniütig für die strengste Neutralität Spaniens erklärt, an deren Bewahrung durch die Regierung trotz aller Zugeständnisse und Versprechungen Frankreichs nicht der geringste Zweifel besteht In Oviedo war das Meeting von 40,000 Arbeitern besucht : es klang in ein Hoch auf die Bezwinger des Zarentums, auf die Deutschen auS. .In Ferrol wurde Dr. Jglesias ausgc- psiffcn, der erklärte, Spanien müsse auf der Seite Frankreichs stehen. — Die „Epoca" teilt ein Witzwort des Königs Alfons mit, der, über seine persönliche Stellungnahme den politischen Ereignissen gegenüber befragt, zur Antwort gegeben haben soll: „Mein Herz ist mit Frankreich, tnein Verstand ist mit Toutschlnnd und mein sich nach Begnemlich- keit sehnender Leib ganz entschieden für die Neutralität!" Tie Haltung eines Helden ist dies gerade nicht: aber uns soll's recht sein- (fine ptf Ausrede iß drei Lalien luerh Paris, 20. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Ans London wird gcnicldct: Der Prinz von Wales trabe die Erlaubnis erbeten, das englische Expeditionskorps begleiten zu dürfen Lord Kitchener ließ jedoch den König wissen, der Augenblick sei für den Prinzen noch nicht gekommen, in die Front zu gehen, da der Prinz seine militürische Ansbildung noch nickst beendet habe. Eine tmliilche Stimme über AMmch-AiiMp. K 0 N st a » t i N o pe l, 19. Sept. Der „Tanin" bespricht fci: Operationen der österreichisch-ungarischen Armee und stellt je ', daß der Krieg das Gegenteil der Behauptungen erweise, netz denen diese Armee, weil sic aus verschiedenen sprachliche» El: menten bestehe, zerfallen mäffc. Die Armee habe sehr beden tende Schlachten gegen einen mehrfach überlegene» Feind geii: feil, Siege errungen und den heftigsten russischen Anglisten d: avundernswerten Widerstand entgegengesetzt. Aus diese WeH: lei erwiesen, daß der das Land verw»ltcnde Geist vollendete Systeme hervorgebracht habe und daß die Slawen dem Hause Habsbura ebenso treu ergeben seien wie die Deutschen. Das Rr. 221 Blatt schließt, die gegenwärtige Lage Oesterreich-Ungarns erwecke Staunen, selbst bei den Optimisten, Skandinavien vergißt nicht. Christian i a, 16, September, Der englische llo .istaats- selrctär Armann äußerte in einer Unterredung mit dem Lon- roncr Korrespondenten der hiesigen „Astenpostcn" wegen Rußlands Haltung zur Neutralität Skandinaviens, daß Petersburg nie daran rühren werde. Auf die Entgegnung des Korrespondenten, daß Schweden und Norwegen gerade von Rußland einiges befürchten, sagte Armann, diese Furcht werde zweifellos io» Deutschland ausgcmuntert uud aus naheliegenden Gründen rücksichtslos ausgenützt,' Deutschland arbeite daraus hin, Haß -nd Mißtrauen zwischen R"-siand und Skandinavien zu säen, kin hiesiger Politiker, den der Korrespondent daraus sprach, antwortete: Wir vergessen 1808=09 ni cht. Damals ließ Rußland ein Gleiches versichern und inarschierte ein paar Tage daraus gegen Schwede» und stahl uns Finnland. Sven Hcdin in Deutschland. Der bekannte schwedische Cchriststcller und Patriot Sven H e d i n ist in Berlin eingetrofscn, um sich angesichts der im Ausland über Deutschland im Umlauf gesetzten Lügennachrichten persönlich von der Wahrheit zu überzeugen. Feldpakctiendnngen. Eine Besördcrung von Privatpäckcreicn durch die Feldpost Hat noch nicht eingerichtet werden können. Um jedoch dem Publikum Gelegenheit zu geben, seinen im Felde stehenden Angehörigen Bekleidungs- und Ausrüstungsgegenstände, die in Feldpostbricsscndungcu nicht verschickt werden können, zukom- mcn zu lasten, hat das stellvertretende Generalkommando des 18. Armeekorps Einrichtungen gctrossen, durch die Privatpaket- jcndungcn bis zum Gewichte von 5 Kg, an im Felde stehenden Offiziere, Mannschaften usw, des 18, Armeekorps oder 18, Re- kcrvearmeekorps durch Berrnittlung von Militärbehörden ohne vliiwirfung der Feldpost befördert und ausgehändigt werden. Wer unter Benutzung dieser Einrichtungen ein Paket, das wie schon erwähnt, nicht über 5 Kg. wiegen dars, an einem im Felde stehenden Hecresangehörigen schicken will, hat diese Sendung als gewöhnliches Postpaket mittelst Paketkarte an den für den Feldtruppcnteil zuständigen Ersatztruppenteil zu schicken oder unmittelbar bei diesem abzugeben. Welche Ersatztruppenteile für die einzelne» im Felde siebenten Truppenteile zuständig sind, kan» an de» Annahmeschaltern ln Ersahrung gebracht werden. Auf den Sendungen muß außer der Adreste der Ersatztruppenteils, an den das Paket mittels der Post zu senden ist, auch di« genaue Adreste des eigentlichen Paketempfängcrs unter Beisetzung sämtlicher notwendigen Trupprnteilsbezeichnnngrn »»gegeben sein. Die Adreste würde z B für eine der 18. Kompagnie-Infanterie Regiments Nr, 108 an gehör ende Person wie folgt zu laute» haben: ' ~ * An { das Ersatzbataillon Insmrterie Regiments Rr, 168 in Offenbach chst. Ae« »age- iftcue Tageszerlung. Montag, den 2i. September 1914 iührt, ausgebeutet werden, Ding«, di« anderwärts unmöglich wären, erscheinen hier natürlich. Nachstehend seien, unter zahllosen Beispielen, einige wenige aus den letzten Jahren genannt. Da war Madame Thcrcse Humbert, genannt „Eagrande Therese" mit ihrem Kastcn- schrank, der angeblich die „Millionen der Crawfords" enthalten sollte, die natürlich nur ihrer Phantasie entstammten. Diese sagcnhastcn englischen Brüder Erawsord, die niemand gesehen hat, hatten ihr ihre ungczählicn Rcichtümcr in dem verschloste- ncn Schrank zur Aufbewahrung gegeben: der eine der Brüder sollte mit der Tochter der Humbert verlobt sein, der später Alles zusolle, — Die Humberts hielten nun, angeblich in Erwartung der Rückkehr der Crawfords, ein glänzendes Haus: alle Minister und große Persönlichkeiten verkehrte» dort: cs ging jahrelang fürstlich zu: Alles machte sich eine Ehre daraus, der hochangcschenen Madame Huinbcrt Geld, Wagen, Pscrde, Autos, Kleider, Wäsche, Hausbcdars aus Pump zu geben. Schließlich fand sich doch ei» Mißtrauischer, der Lärm schlug. Die Justiz mischte sich in die Sache, der famose Kastenschrank wurde amtlich geöffnet und war--leer, total leer!! Nie hat je ein Gläubiger auch nur einen Centime von den hergc- gebenen Millionen wiedergcsehen! — — Was bedeuten aber dies« armseligen paar Millionen der Madame Humbert gegen die hunderte (600—400) Millionen, die anläßlich der Vertreibung der geistlichen Orden flöten ginge». Damals hatte der französische Staat auf die ganzen enormen Vermögen der Orden Beschlag gelegt: ein Liquidator, namens Duez, wurde ernannt, Derselbe verstand cs, mit seinen Kumpanen dieses ganze Ricscnvermögcn teils durch, teils auf die Seite, zu bringen, Als er Rechenschaft ablcgcn sollte, waren nur noch -inige traurige Milliönchen vorhanden. Doch der fehlende Hauptteil kam weder durch die Gerichtsverhandlung noch durch die Bcr- urteilung Duez's je wieder zum Borschcin. — Eine ungeahnte Fertigkeit im Hineinlcgen der guten Leute muß auch der köstliche Banquicr Röchelte bcseffen haben. Er gründete eine Anzahl Schwindel Gesellschaften, angeblich zur Ausbeutung eines Glühstrumpf-Patentes, einer kolonialen Bank usw,, in Wirklichkeit aber zur Ausbeutung Derer, die nicht alle werden. Das Geld der Gimpel floß ihm in Strömen zu: er war in de» höchsten Kreisen zu Hause, Als dann Ebbe in brr Kaste eintrat und er verhaftet werden mußte, ließ der erste Staatsanwalt sein« provisorische Freilastung zu, angeblich weil dieselbe nötig wäre, um seine verschiedenen schwebenden Geschäfte, die für die Oefsentlichkeit „vom größten Interest«" seien, in Ordnung zu bringen. Natürlich verduftete Rochette auf Nimmerwiedersehen, Es kam zu erregten Kammer-Debatten über das Verhalten de» Oberstaatsanwaltes, der Minister usw, und fast zu einer Ministcr-Anllage. Aber, du lieber Gott, warum soll man diese braven Leute beschuldigen, da doch viele der Opfer Rochette'» selbst noch immer felsenfest an ihn glauben, den widrigen llurständen sowie seinen Feinden sein „lln- ftlfit" zuschreiben. Der Chemiker Lemoine hatte nur ein einziges Opser, das er dafür desto gründlicher rupfte und zwar um die Kleinigleft von 4—5 Millionen, Lemoine behauptete, das Problem der künstlichen Diamanten-Herstellung " gelöst zu haben. Er fand in Werner Beit, Dircltor der südafrilanischcn Diamantenver- ciniguug, einen Gimpel, der ihm immer neue Millionen „für di- kostspieligen Versuch«" zustopste und sich mit Begeisterung über die Schmelztiegel beugte, in deren Aschcnhaufen »ach beendigtem Schmelzen die schönsten Diamanten erschienen, — die Lemoine selbstredend vorher hineingeschmuggelt hatte. Beit hatte beabsichtigt, die künstlichen Diamanten als natürliche plötzlich auf den Markt zu werfen und die ganze Konlurrenz, auch seine eigene Bereinigung, zu vernichten. Er war also nur ein betrogener Betrüger. Erheiternd ist auch die Episode jenes jungen Landstreichers, der, in Paris verhaftet, eine fremde rätselhafte Sprache sprach, z, B, folgender Satz: „Benfie, bleikön, gennen, wonmir, geal, nrcnle, samzu" woraus niemand klug werden konnte. Die gelehrten Profcstoren der Sorbonne, Frankreichs höchster Universität, untersuchten den Fall eingehend und dekretierten schließlich, daß es sich um „Agrach", die Sprache eines angeblichen, seltenen, fast ausgcstorbencn, indischen Bolksstammes, der Agrachcn, handle. Wochenlang wurde über den Fall diskutiert und geschrieben. Der junge Strolch- wurde überall herum- xesllhrt, gut genährt und beherbergt — und als er sich genügend herausgejüttert hatte, konnte er plötzlich seine „Agrachcn"- Sprache im reinsten Französisch erklären. Er hatte einfach in jedem Wort die zweite Silbe zuerst genommen bis zum Ende des Satzes, dann hatte er, im Satz von hinten anfangcnd, je die erste SUbe dahintergestcllt, wonach (wie Jedermann leicht durch Untcrnnanderschreibcn kontrollieren kann) obiges aus dem Satz hergeleitet ist: „Sie können mir alle zusammen gewogen bleiben". — » Schön genassührt hat das gute Publikum auch der Pfarrer von Chantenay bei Paris, der in Begleitung einer guten Freundin durchbrannte und, um die Sache etwas zu verwischen, am Rande eines nahe bei seinem Wohnort gelegenen Gehölzes seinen Hut nebst Soutane liegen ließ. — Sofort hieß es, er sei entfährt oder von politischen Gegnern ermordet worden. Man suchte die Gegend meilenweit nach ihm ab, unter anderem auch mit einer Hyäne, die unbedingt die Leiche finden sollte. Schließlich entdeckte man ihn in einem Vorort Brüsiel's, — ohne Hyäne, aber in Dejellschost der betrcssenden „Dame" ganz sidel hausend und sich über seinen „Tob" amüsierend. Gegenwärtig treibt in Paris Monsieur Cochon „Präsident de la föderativ» internationale des locataires" — Herr Schwein „Präsident der internationalen Mieter-Vereinigung", sein Unwesen, Dieser Herr, besten ungewöhnlicher Name (sein richtiger Famil,en-R«mr> viel zu ferner Volkstümlichkeit mit beigetragen hat, hat sich zum Beschützer der aus die Straße gesetzten Mieter kleiner Wohnu»ge» ausgeworscn. Allerdings ist zu bemerken, daß in Pari» Mangel an kleinen Wohnungen herrscht und baß Familien mit großer Ktnderzahl sehr schwer ankonimea. Liegt nun «ine solche Familie aus der Straße, so packt Moich Eocho» netst einige» Gleichgesinnten ihr bischen Hab und- Ent aus einen Handwagen und sährt sie mit Kind und Kegel »ach dem ersten öffentlichen Gebäude, ln dn« a Seite 3 unbemerkt hineingclangt, So hat er schon Familien in Kq fernen, Schulen, im Rathaus, ja einmal jast im Präsid.-nten- palast, dem Elyscc, cinquartiert. — Auch wenn ein Mieter mit seinem Hausherrn Differenzen hat: Herr Cochon ist der Ansicht, der Hausherr sei im Unrecht, so zieht er mit seiner Bande, mit allen möglichen mißtönenden Instrumente» versehen. an und führt vor dem Hause eine Katzenmusik und einen Höllen Skandal auf, — Die Polizei kann nichts dagegen tun, da die Bevölkerung, der so etwas ein gefundenes Frcstcn ist, stets für Herr» Cochon Partei ergreift, Oekonomierat Schüler f. Karlsruhe, 19. Scpt, Im Alter von 04 Jahren starb heute in Jrcibnrg der Präsident des badischen Bauernvereins, der frühere Reichstags- und Landtagsabgcordncte Ockonomie rat S ch L l e r. Er gehörte dem deutsche» Reichstag als Mitglied der Zentrumsftaktion von 1900 bis 1012 an, wo er den 7, badischen Rcichstagswahlkrcis Offcnburg Kehl vertrat. Dem badischen Landtag gehörte er von «891 bis zu den vorjährigen Neuwahlen an: er lehnte aus Gesundheitsrücksichten eine Wiederwahl ab. Mit dem Verstorbenen ist ein warmer und tatkräftiger Freund des Bauernstandes dahingcgangcn, der seine ganze außergewöhnliche Arbeilskraft der heimischen Landwirtschaft gewidmet hat. Im vergangenen Jahre weilte er zur Kräftigung seiner Gesundheit in Bad Nauheim, Wir hatten Gelegenheit, ihn zu sprechen und glaubten ihn wieder hcrge- siellt. Leider hat die Hossnung betrogen. Die deutsche Land Wirtschaft wird ihrem verstorbenen Borlämpscr ein ehrendes Andcnlcn allezeit bewahren. Aus .der Heimat. Friedberg, 21. Sept. (Ta hört doch verschiedenes ans!) Eins Dame aus Friedberg teilt uns mit: Am Samstag subr ich mit dem Schnellzug, der um 12,58 Uhr hier ankommt. In Betzdorf mußten auf Anrcgling des B a h n ö o f - - Vorsteher? sämtliche Fahrgäste 1. Klasse, darunter mehrere deutsche Berwrindetc und Frauen mit kleinen .Kindern, ihr Abteil verlassen, um — einigen n u v c rw u n d e t ' n französischen Offizieren Platz zu machen, — Unsere deutschen Verwundeten wurden z, T- in den Gep.'ck- wagen nntergcbracht. In Gießen beschwerte sich ein toae'e rer deutscher Feldwebel, der auch verwundet war, über di'se Anordnung und er erreirlstc mich, daß die Franzosen lvicd-r aus ihren l. Klafsc-Abicilungen heraus, die dann von den dcutschen Verwundeten wieder cingen-omu-cu wurden. Friedberg, 2t. Sept, Bei den Postanstalten werden fortan auch Feldpostkarten mit Antwort znm Verkauf bereit gchal ten. * Friedberg, 21. Sept, Die gestrige Erstausführung des Bo tcrländischen Schauspiels Familie Psannluch" fand seitens de: zahlreich erschienenen B»suchcr eine sehr beifällige Ausnahm, Gespielt wurde durch die Thcatcrgesellschast I, Breiholz ganz vortrefflich. Das Publikum wurde durch das von echt patrio tischem Geist erfüllte Stück zu hoher Begeisterung entstammt Heute Montag finden noch zwei Aufführungen statt, deren Bc such wir angelegentlichst empfehlen. * Frankfurt o. 911., 19. Sept. Das Polizeipräsidium hat nunmehr das neue Gebäude am Hohenzollernplatz bezogen. Frankfurter Wetterbericht * Boraussage: Wolkig, meist trocken, kühl, nordwestlich« Winde. Am Mittwoch, den 23. Septemder findet zu friedberg Schweinemarkt statt. vrrtin m ilntelWiiiig armr r Kinder Jt IfMfrijs. Die Entleerung der Sammelbüchsen am 10, September, bei der in anerkcnnungswertcr Weise die Angustineischüler der Gymnasial-Untcrselunda Schenk zu Schwcinsbcrg und H, Bögler behilflich waren, hatte folgendes Ergebnis: Will 32 Pfg.l Schybsda 90 Pfg,: Sauer —; Kaiserhof 7 Psg,: Hess, Hof öl Psg,: Ellcrmeier 1,00 Schweinsborg- Bahnhof 2 Küffner 6 Psg,: Rcuß 3 Psg,: Scherf 20 Psg,, Neu 36 Psg,: PH, Sleinhäußer 90 Psg,: Eambrinus-Dürk 0> Psg,: Hotel Weith 20 Psg„' Koch 0 Psg,: Rupp 08 Psg,: Dil- lcnburger 4 Psg,: Windeck 6 Psg,: Knorr —; Hinkel 0 Psg,: Soinc 10 Psg,: Eteul 30 Psg,: Burghotcl 77 Pfg,: Zoll 44 Ps,: Ratskeller 5 Psg,: Dietrich 10 Psg : Guckelsbcger i Psg,: Ro- senschon It Psg,: Eripp 3 Psg'! Mehring —; Probst, von her Donnerstags-, Freitags- und Samstags-Kegelgesellfchast 1,72 Musch 20 Psg,: Hotel Trapp und Ense 04 Psg,: Schill.-r- linde 12,09 M-, Schütz 2 Friedrich 46 Psg,,' E, Sempf 00 Ps,: A, cheibel —; Kölsch 11 Psg,: Winter 88 Pfg,: Rupp —; Weiht 9 Psg,: Kühner 10 Pfg,: Casino 94 Psg,: Saalbau 13 Psg,: Rees 41 Psg,: Drei Schwerter —; zusammen 31. 33 M., worüber wir hiermit dankend quittieren. Aus Beschluß des Borstandes sollen unsere Sammelbüchsen während des Krieges zu Gunsten des „Roten Kreuzes" zurück- gestellt werden und ersuchen wir deshalb, die verehrten Herren Gastwirte recht sreundlichst, unsere Adolsstürme bis aus Weiteres i» gute Bcrwahrung nehmen zu wollen, damit alle Gaben den ausgestellten Sammelbüchsen des Roten Kreuzes zufl-eßen. Für den Voestaud: Jean Dörr, Vorsitzende», Prof, Wakz, Rechner, Verantwortlich für den politischen und lokale» Teil: O t t o Hi r schel. Friedberg: fiir den Anzeigenteil: K. Schm i dt. Friedberg. Druck und Verlag der „Neue« Tageszeitung", A, G. Friedbcra i. H. S r. 221 Neue Tageszeitung. Montag, Sen 21. September 1814. Seite 1 Erna und Ilse. Noman von D. Fcußner. lFortsetzung). Raum hatte Erna das Zimmer verlassen, als der 9W> icrgiitsbesitzcr bei seinem Kinde eintrat. „Tn bist so sonderbar erregt," sagte er arf einen prüfenden Blick ans die Kranke. „Erna hat mir eben ein Liedch::» r- : '• dar mich so ergriff, daß ich weinen mutzte »nd da/.'. " Sic 'chwicg. „Und dann?" fragte ihr Vater. „Dringe nicht in mich, Vater, Wenigs!'.:s letzt nicht! Aber —" fuhr sie fort, „kannst du nur mchco üiäheres über die beiden Mädchen sagen?" „Ich weiß nur, daß sic die Töchter eines Berliner Kons, nianns sind und Lange heißen." „Lange sagst du? Lange? O mein Gott, nun weis; ich alles!" Ihre Stimme hatte einen foiibcuv.rcu Tonfall. „Vater," fuhr sic erregt fort, „soll ich dir sagen wer Erna ist?" „Nun?" „Meines Nodcrichs angcbcteteS Ideal! „Was sagst du, Kind? Woher weißt Ln das?" „Ich weih es bestimmt, Vater und irre mich nicht." „Weiß Erna auch wer du bist? Kennt sic deine. Beziehung zu Noderich?" % ,Sic kennt sic." „Dann wirh sie dich hassen! Doch nein," verbesserte er sich, „sic liebt ja Noderich nicht, sie hat darum auch keinen Grund dich zu hassen." „Sie liebt ihn nicht? £) glaube mir, Vater, sie liebt ihn mit jeder Faser ihres starken Herzens, aber um mich zu hassen, dazu ist dieses Herz zu edel." Sie sagte das aus vollster Ueberzeugnng, denn was eben noch in Mysterien gehüllt vor ihr lag, erschaute sie jetzt mit dem, dem Weibe eigenen Scharfblick. „Weißt du dies gewiß?" „Ich las cs aus ihrem Blick. Aber sprich, Vater," fuhr sic fort, „ist es. ein Wunder, daß sie Roderichs Ideal lrar? Kannst du ihr irgend ein anderes Weib würdig zur Seite stellen? Sie ist eine -von denen, welche mit sieghafter Gewalt den Mann, und : > auch der stolzeste und stärkste, zu ihren Füßen nie!*,... ..»gen, um deren Willen er zun» Märtyrer, ja zum Verbrecher werden könnte. Ich glaube dem Manrre vergeben zu können, der um ihretwillen zum Verräter würde." Noch nie hatte der V>ü.r sein Kind so sprechen hören; sie war wie verwandelt und er freute sich dessen, denn wo war hier Selbstsucht, Eigenliebe und Stolz? Sie schützte Erna höher als sich selbst und glaubte tur Sprache, die deren Augen und Mund redeten. Inden» er dies bedachte, 'chlich sich sachte das Sorgengcspenst an ihn heran und streckte seine Polypenarme nach ihm muS. O wie er iein Kind liebte! Wie hatte er die zarte Blume gepflegt, wie oft hatte er ihr zngcrufcn: „Ranke dich empor an einem starken Stamme, damit du zu Zeiten, wo das Ungewitter vielleicht auch über dich hcr'cinbricht, einen Halt, eine Stütze habest, an die die zarte Blüte sich anschmiege." Und kann» war ihr dies zuteil geworden, kauin durfte sic sich anlehnen an die Brust des starken, geliebten Maane-s. da wurde ihr derselbe entrissen für lange, lange, ja vielleicht auf allzu lange Zeit. — „Ich hoffe, daß alles noch gut wird, mein Kind," sagte er liebevoll, und strich ihr die blonden Locken ans der seuch- tcn Stirn. „Fühlst du dich wohl?" „Gewiß, Papa, ich danke dir." „Der Forstmeister hat mich gebeten, ihn ein Stückchen in den Wald zu begleiten; hoffentlich gibt es heute kein Unwetter. Auf dem Rückwege beabsichtigte ich im Kurhause nachzufragen, ob die Post angekoinmen ist." „Ach ja, tue da?," sagte sie freudig erregt und bot ihm die Stirn» zum Abschicdskuß. — Als Erna noch ganz in Gedanken versunken durch den Garten schritt, begegnete ihr Hedwig. „Was fehlt dir?" rief diese ihr schon von weiten» zu, „du bist ja bleich wie »in Geist." „Wie du weißt bin ich immer bleich." „Aber doch nicht in dem Grade." „So begleite mich ein Stückchen und du wirst die Ursache erfahren." Wortlos gingen sie zunächst einige Schritte nebeneinander her, bis Erna fragte: „Weißt du, wer das hübsche, kranke Mädchen, »rnsere neue Ha»»sgenossin ist? „Bis jetzt noch nicht. Du weißt, ich bin nicht neugierig und habe darum noch keinerlei Erkundigungen »ingc- zcgcn." „So will ich dir sagen, was ich weiß. Das Mädchen heißt Ilse Ruth und —" (Fortsetzung folgt.) Am 8. September starb den Heldentod sür's Vaterland mein innigstgeliebter Eatte, der treubesorgte Vater seines Kindes, unser unvergeßlicher Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel und Pate Bicefeldwcbel der 11. Komp. Füsilierregimcnt von Gersdorff, Kurhess. Nr. 80 Vad-Homburg im 32. Lebensjahr. Nodheim o. d. H.. Slieder-Slosbach. den 21. September 1314. In tiefstem Schmer; J>» kanten der Irmrickn Hinterbliebenein Fron An«« Crudee geb. Hensel und Kind. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem I Hinscheiden unserer lieben Eattin, Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante geb. GrünewalS insbesondere für die liebevolle Pflege der Gemeindeschwester und die zahlreichen Blumenspenden sagen wir innigsten | Dank. Dorheim, den 21. September 1914. §ie trauernden Hinterbliebenen: Z. d. 91.: Heinrich König. Für eine Liebesgabe im Kriege stnb unsere Söhne, Kruder u. Freunde dankbar. Ich empfehle deshalb als Feldpostbrief , u 250 Gramm brutto verpackt: Sortiment 1 20 Lick. Zigarren Ml. 1.20 lehr preirw. „ 2 „ „ „ 1.10 tehr !>l riMylcIjIcn. .. 3 .. .. „ .. 1.G0 Ijodjf. (Oual täten. .. 4 », .. „ „ 2.— ff. Ipsfjfc n ,, ö 2.10 Havanna ?n9lcff Verpackung frei. Porto 2) Pfg. portofreie Feldpostbriefe 4—5 Zigarren 20—25 Stück Zigaretten, Gewichtsgrenze M g, Briefe können beigelegt werden. Versandt erfolgt direkt ab meinem Eelchäst nach Aufgabe voilchristsmästigcr Adresse. ssiMMchilils Adolf Wolss xrgsniiber dem »enc» Bahnhof. Frledbcrg i. K. Fklnsprecher str. 221. X X X X X Wöbt. Zimmer. die mit oder ohne Pension ver- mietet werden lollen, wollen baldigst auf dem Sekretariat der Stadt. Polytechnischen Lehranstalt angemcldet werden. Friedberg. September 1914. Der Bürgermeister: S tahI. Inch! des grossen iorif.cn Edklschmins Schweinezucht Verein Lang-Göns (Hessen.) Erstklass. Zuchttiere von vor- zügl. Abstammung stets vorrätig. FMMeL, das Kilograinm zu 8 Psg. werden in llcinen Mengen abends von 5—7 Uhr im Rathaus abgegeben. Friedberg, 14. Sept. 1914. Der Bürgermeister. Stahl. zL7So,üg1-ir,ieii hat abzugebcn Hermann Ricolaq, Blo eld b. Reichelsheim i. d. W. Tüchtiger KroWlknkbkiter sucht sofort Beschäftigung. Off. unter I. B. 2435 an die Neue Tageszeitung._ Lehrling gesucht. Für ein hiesiges Kolonialwar«»- Geschäst wird ein anständiger braver Junge mit guten Schulzeugnissen in die Lehre gesucht. Kost und Wohnung im Hause. Näheres unter H. F. 2483 durch die Neue Tageszeitung. Ein lüchliger Käckervnrlche in eine kleine Landbäckerei für Lauernd gesucht. Zu erfragen in der Exp. der Neuen Tagcsztg. unter K, O. 2406. V- Stück Apfelweinfiiffer abzugeben. GM» Hohlheykr, Hinigen. Pferd. fehle: ^ , ’» frei, 12 Jahre alt, mit oder ohn Fohlen zu verlausen. Anfrage unter M. O. 2415 an die Tages Feldpoit-llüllen Für Chokolade oder Zigaretten 8X12X2 das Stück 6 Pfg. Für Keks oder Warst 8X15X6 Für Zigarren oder Tabak 13X15X6 Für Wäsche 12X30X4 1 Stück IO Pfg., 100 Stück sortieit Bk. 9.— Friedr. Streckfuss, MW i. II. Von heute Samstag Mittag ab stehen in unseren Sallungen 30 Jlfrrisf 3- und 5jährige Deutschbelgier, dabei verschiedene trächtige, billig zu verlaufen. Salomon Roth Franksiirt-Bockenheim Er. Seestrahe Nr 11. Mrlün-i ich-p,itriotische Är»»st»ltli»g üi Fmbbtrg. IW* Im Saalban: Montag, den 21. Sept. 1914, abends 8 Uhr. Kehle Aufführung. 8^"" ?« Gunsten des Koten Kreures. Familie Pfaimkuch oder Heffentreue Hessisches Volksschauspiel aus schwerer Zeit in 3 Men mit einem Prolog, Gesängen und lebenden Bildern. Ülrtrllllf 4- 11 hp ♦ Aufführung für die Schüler der £UlUjlU. JMJF . höheren Schulen in Jil-db-rg. Johannes Kreihoh, Theaterdirektor. Inhaber verschiedener Diplome für höheres Kunstinteresse. Betr.: Die Jnpflichwahme der Schornsteinsegergehilfen Karl Elbcrt und Hans Schuster, beide in Friedberg. Bekanntmachung. Ich bringe hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß die Schornsteinsegergehilfen 1. Karl Elb-rt, geboren am >2. Dez. >913 zu Zielewzig und 2. Hans Schuster geboren am 28. März 1894 zu Neuhaus in Bayern, beide bei Schornsteinsegermeister Kordel in Stellung, für den Bezirk der Stadt Friedberg einschließlich des Stadteils Fauerbach verpflichtet worden find. Friedberg (Heffen), den 17. September. Der Bürgermeister: __ Stahl. Kekamltmachimg. Verlegung von 8tfliigchi>chtst»tism betresst»-. Nachbenannte Leistungszuchtstationen sollen ander- wellig innerhalb der betreffenden Kreise untergebracht werden: 1) Die Leistungszuchtstationen für Eindener Gänse, seither in Schlitz, Kreis Lauterbach (Heffen). 2) Die Leistungszuchtstation für rebhuhnfarbige Italiener, seither in Nieder-Wöllstadt, Kreis Friedberg (Heffen). Bewerber um dieselben wollen sich bis zum 1. Oktober d. Is. bei dem Landwirtschaftskammer-Ausschuß sur Oberhessen in Gießen melden, woselbst auch die Vertragsbestimmungen erhältlich sind. Gießen, den 10. September 1914. Prima ZMauer SpeitoZiaiebeln gesunde. trockene, mittrldickc Ware das Beste was geliefert werden kann. 20 50 2.40m, 1 ^Ir. 4.50 m bei Adolf Rechstein, Am nli.yollnmt. Frletlfoerg i. II. Sdjnlftr. 15. Telefo»» 459. Telefon 459.