Nn mmer £09 ___Montag, den 7, September 1914. 7. Jahrgang r *.** ''*»* ^ axesreitung" u d eint .coca Slcrttag. Regelmähige Beilagen ..Der Sauer an» Hellen", „vie Kpinnknbe". Sezugopreis: Be» den PostanstaUen vlenellählUch Mk. 1.95 i en Agenten monaUlch 50 Pfg. > ii^u tritt Postgebühr oder Trägerlohn. Anzeigen: Grundzeile 20 Pfg., lokale 15 Pfg^ Anzeigen von auswärts werden durch Postnachnahmr erhoben Erfüllungsort ,,rledbc: 7 . 5»tl,rifnr^ng und Verlag ^riedderg sHesien). Hanauer trahe 12. Fernsprecher 48. Psstscheck-Conto Nr. 4859. Amt Frankfurt o. M. Der Kaiser vor Nancy. Manbcuqc vor der Nebergavc. — Nufsifche Lchandtaten. — Nonen geräumt. — Die Türkei vor der Ztriegserklärnirg? Zur Kriegslage. Oirvsiks Hauptquartier, 6. Sept. (Amtlich.) Seine Mnjrslät der Kaiser wohnte gestern den Angrisfskompsen »in die Brscsligungc» von Nancy bei. Bon Maubruge sind zwei Forts »nd deren Zwischcn- stellungrn nesallcn. Ta» Artilleriescuer konnte «egen die Stadt gerichtet weiden. Sic brennt an verschiedenen Stet- len. Ans Papieren, die in unsere Hände gefallen sind, geht hervor, das, der Feind durch das Pvrgchen der Armeen der Gencralabcrsicn von Klink und von Bülow nördlich oer bei- gischen Maas voUsländig überrascht wurden ist. Noch am J7. August nahm er dort nur deutsche Kavallerie an. Tic .Kavallerie dieses Flügels unter Führung »ce lnenernls »- der Marwitz hat also die Arincebcwegungcu vorzüglich ver- schleiert. Trotzdem würden diese Pewrgungcu ücn> Feinde nicht ni.bekaunt gcbiicdcn sei», wenn nicht zu Beginn des Ausmarsches und Boi Marsches die Fcldpostsendungc» zu rückgel,alten worden wären. Bon Herresangehörigen »nd deren Familien ist dieses als schwere Last empfunden und die Schuld der Feldpost bciaemcsscn tvorden. Im Interesse der arbcitssreudigr» uud pflichttreuen Beamten der Feld- post habe ich mich für verpflichtet gehalten, hierüber eine Aufklärung zu geben. Ter Gcncralquarticrmeister v. Stein. London, 6. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Aus Ostende wird gemeldet, das, die Deutsche» Termvnde beschießen. Dcndernumde, (französisch: Termonde) ist eine Stadt von etwa 1V,»00 Einwohner, südöstlich von Antwerpen an der Schelde gelegen. Tie Stadt ist wichtig als Bahnknotcn- puukt. Für den Ausbau unferer Flotte. Perl in. 5. Sept. (Nichtamtlich). Im Anschluh an frühere ähnliche Besprechungen fand heute im Rcichstagsge- buudc unter dem Vorsitz des ersten Vizepräsidenten Dr. Pausche eine Beratung führender Mitglieder der bürgerlichen Parteien in der Absicht statt, den festen Willen der Abgeordneten zu bekunden, die ncher den Reichstag und das deutsche Volk hinter sich haben, auch im Kampfe zur See alle Kräfte der Nation bis zu Ende «inzusctze». Der hohen politischen Bedeutung des gefaßten Entschlusses entsprechend wurde sogleich nach Abschluß der Beratungen nachfolgende Mitteilung dem Staatssekretär des Reich-inarineamts zur Kenntnis gebracht: Die Unterzeichneten Mitglieder des Reichstages erklären sich bereit, in ihren Fraktionen und im Reichstag dafür cinzutreten, daß alle Maßregel» des Reichsmarineamtcs, welche die Kricgs- not erheischt, in etatsrcchtlicher Hinsicht und bezüglich der Rechnungslegung genehmigt werden. Insbesondere sind sie bereit, cinzutreten erstens sllr den sofortigen Ersatz verlorener Schisse, rwcitcns für die sosortigc Durchführung aller 1912 beschlossenen Mohnöl,men, drittens für den sosortigen Vau des 1915 sälligen Ersatzes, viertens für die Herabsetzung der 'Lebensdauer der Schisse von 20 auf 15 Fahre. Unterschrieben und gezeichnet: Dr. Paasche. grhr. v. Gamp, Erzbcrger, Gröber. Dr. Wiemer, 5ras Westarp, Schulz Brombcrg. Englische Lchiffsverlnste. London, 5. Sept. Das englische ossizielle Preffeburcau peilt mit. das; das englische Torpedoboot „Spccdy", gebaut 1893, ferner das Dampjboot „Lindsell" auf Minen an der englischen Ostküste gestoßen und gesunken sind. „Daily Telegraph" berichtet, da» außer dem bereits bekannten Verlust der Grimsby Boote »och der Verlust folgender Lootc, die anscheinend aus Mine n gestehe» sind, zu bcsürch- ten ist: „Argonaut", „Castör", „Riclco', „Lobelin" und „A j a x", von denen Retluugsgiirlel und zahlreiche Schijss- trümmer auf der Nordsee gesichtet wurden. Wien, 6. Sept. Die „Südslawische Korrespondenz- meldet aus Konstantinopcl: Wie an unterrrchlctcr Stelle verlautet, liegt im Hafen von Alexandria ein schwer beschädigter englischer Kreuzer, der deutliche Spuren c.ner Beschiehung auswcist. Auherdcm liegen dort ein zweiter englischer Kreuz.r. «in Torpedojägcr und zwei Torpedoboote, die nach Port -aid flüchteten, im Dock in Reparatur. 15 englische Fijchdampscr gekapert. K r i st i a n i a . 9. Sept. Zeuch einer Londoner Meldung gibt die dortige Admiralität osjizicll bclannl, vier deutsche Torpedoboote hällen am 5. September 15 englische Fisch- dampser in der Nordsee samt Labung gekapert und nach Wilhclmsbavcn acbraebt. Die Niefcnfchlacht in Galizien. Wien, 1. Sept. Die Tclegranimc der Kricgsbcrichtcrstul- tcr der Wiener Abendblätter stellen scst, bah die Lage aus dem nördlichen Kriegsschauplatz« durch das siegreiche Vorgehen der Armeen Aussenberg und Danll sich weit günstiger gestaltet habe. Wahre Heldentaten vollsührtc» die Korps Puhallo (Prchburgl und Böcrooic (Kaschau). Die bisher gewonnene Kriegsbeute ist viel gröhcr, als zuerst bekannt wurde. Berlin, 5. Sept. Die „B. Z. am Mittag- meldet aus dem österreichischen Kricgspresicguartier vom i. Sept.: Aus dein ostgalizischen Abschnitt des Schlachtfeldes wuroe heute nicht gc- sochtcn, dagegen dauerte der Angriff aus Lublin fort. Die Armee des Denerals Aussenberg verfolgt die geschlagene russische Armee. Die siegreiche Schlacht bei Sauiosc wurde erst nach heißem Ringen um Komarow, wo die Russen unter General Plehwe gewaltige Anstrengungen machte», die Stellungen der Oesterreichcr zu durchbrechen. Die Entscheidung siel aber erst durch das aus beiden Seiten des Huszwa-Flusscs vordringende Korps Borocwitsch und durch das Korps des Erzherzogs Joses Ferdinand, die den Feind im Rücken bedrohten. Durch die Erstürmung des i» ftärlstvcrschanzter Stellung befindliche» Ty- schowce wurde der Gegner zu einem schwierigen Rückzug nach Norden und Rordostcn gezwungen, der sich in eine regellose Flucht verwandelte. Es wurden 19 voll Gefangene gemach! und 299 Geschütze mit viel Kriegsmaterial erbeutet. Berlin, 5. Sept. Ucbcr das Ergebnis der Kämpfe in Lstgalizic» wird dem „Bcrl. Tagebl." gemeldet: Man hat im Zentrum zwar nicht die Schlacht, aber Zeit gewonnen, um die weiteren Operationen reife» zu lassen, und wie in Ostpreußen, hat auch hier die Gcbietsräumung nur eine vcrllbergehcnde und vorbereitende Bedeutung. Die gesamten in Aktion befindlichen Kräfte der Russen werden auf 799 999 Mann geschätzt. Die Räumung Lembergs. Berlin, 8. Sept. Die österreichisch-ungarische Botschaft veröffentlicht folgende ihr vom Ministerium des Acußercn in Wien zugcgangcnc Depesche: Die russische Meldung von der Schlacht bei Lcmbcrg und der siegreichen Einnahme der Stadt ist erlogen. Die offene Stadt Lemberg ist au, strategischen und Humanitären Rücksichten ohne Kanips freiwillig geräumt worden. Cine Lchla t bei Czerrwwih. WTB. Wien, 5. Sept. (Nichtamtlich.) Tic „Neue Freie Presse" veröffentlicht Einzelheiten des Gefechtes lei Czernowib am 25. August. Ans russischer Seite stand die ganze podolische Tivision im Kampfe, voran die Kamienccr und Kischincwer Negivieiitcr. Der österreichische Landsturm wirkte Wunder. Ais die östcrreichischcn Kräfte anrückien, zog sich der Feind östlich von Czcrnowitz zurück. Er erlitt aus der Flucht große Verluste. 800 Gefangene, darunter einige Stabsossiziere. 500 Gewehre, vier Maschinengewehre und viel Munition wurden erbeutet. Zityreichkg (6ffcd)t gram die Wansciimiiltr. Wien, 5. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Aus dem Kricgspresscquartier wird amtlich gemeldet: TaS Armceobcrkpininando hat heute folgenden Besthl erlassen: „Tie im Grcuzraiimc von Autovac stehende diitlc Gebirgsbrigadc hatte schon vor kurzer Zeit einen schneidige» Einbruch auf niontenegrinischcs Gebiet unternommen, der von Erfolg gekrönt war. Nach kurzer Zeit der Ruhe unternahm diese tapfere kleine Scharr am 30. August urucr- lich einen Vorstoß gegen die vor Bileca stehenden, an Zahl überlegenen montenegrinischen Streitkräfte. In heldenmütigen mehrtägigen Kämpfen gelang es der unk -r drin K .nmnnto des GencralinajorS .käeinrich von Pongi icz si:I-enden tapferen Brigade, die Vchntencgriftkr unter gro- s,.„ Verlusten zurück-iiwerfcn und ihnen ein sch ve^rs Geschütz ghzunebnien, sowie die har! k.drängt-: Gr> :-;ü'teste,i- i..-g po» Pilrca völlig zu brsreieii. Ich l trach'e .S eis Ehrenpflicht, diele von Heldenmut nnd Opferfreudigkeit e-i-a-ü-rn Taten der trpscren dritten Gebirgsbrigade ollen < 7 ?: •.....e- -. Trupp.» sofort mit dcni Deisüge» bekannt z„ geben, daß ich selbstverständlich nicht ermangele, diese Ruhmestaten iinsercr Kameraden im Südcu Seiner Mnj,.- i. : l!rr»nt> anrgft z,t m.ld a." gez. (rrzberioa Fried sch. General der Infanterie." llnifildir Sd)(inb{nfrn in (Ojlpmiffn. Berlin, 5. Sept. Bei ihrem Eindringc» in Teile von Ostpreußen haben vie Russen zahllose Schanbtalcn »nd Grausamkeiten begangen. Aus bcr unendlichen Menge der darüber vorliegenden Nachrichten teilen wir zunächst nur solche Fälle mit, die durch amtliche Ermittelungen bereits zuverlässig beglaubigt sind. Eine Reihe von Landlätc» sind von den Russen sest- genommcn und nach Rußland geführt worden. Der Landrat von Eoldap sei gezwungen worbe», Vieh, das aus seinem Kreise vo» den Russen zusammcngetricbcn worden ist, nach Rußland zu treiben. Von vielen Gendarmen des Grenzbczirks fehlt jede Spur. Fcststcht, daß ein Gendarm aus dem Kreise Pillkallcn erstochen worden ist. Der Gendarm aus Bilderwcit- schen wurde vo» de» Russen gefangen genommen. Man hat gesehen, wie er aus einer Protze gefesselt durch Eydtluhnen gebracht wurde, dann ist er erstochen worden. Seine Leiche lag aus dem Marktplätze in Kirbaty. Die evangelische» Psarrcr in Kukowen, Kreis Marggra- bowa und in Szittlchmc», Kreis Eoldap, weigerten sich, den RusscnAngaben über die Stellungen unserer Truppen zu machen. Sic wurden deshalb in den Mund geschossen. Der eine ist tot, der andere wurde schwer verwundet ohne bussnung aus Genesung in das Krankenhaus nach Eoldap gebracht. In einem Dorfe im Kreise Pilllallcn wurden Frauen nnd Kinder zusammen in ein Gehöft getrieben, die Hoftarc geschlossen und das Echäst in Brand gesetzt. Erst als die Eingeschlosie nen in höchste Rot und Bedrängnis gerieten, wurde» die Tore geäsfnet und die gequälten Leute herausgclassen. Aus dem Gutshasc in Szitllehmcn wurde der alte Gutsbesitzer erschlagen. Die Witwe wurde genötigt, den Russen Speise» und Getränke zu bringen. Als alles aufgczchrt war, mußte sic in einer Gasse, die von russischen Soldaten mit ausgcpslanztcm Bajonett gebildet worden war, Spießruten lausen und wurde dabei schwer verletzt. In einem Dorsc des Kreises Stallupönen wurde» unter der unwahren Behauptung, daß aus dem Dorsc geschossen worden sei, eine Reihe von Bewohner», darunter Frauen und Kinder, nach vorheriger Marterung erschossen. Ebenso wurden i» dem Dorfe Schorellcn im Kreise Pilllallcn zehn Personen unter dem gleichen falschen Vorgehen niedergemacht. Im Dorsc Radzcn haben die russischen Soldaten säst olle Gebäude angezüiidet, so daß im Augenblick säst das ganze Tors in Flammen aufging. Auf die unglücklichen Bewohner des Dorfes würbe mit Hieb- und Schußwaffen losgcgangcn. Getötet wurden in diesem einen Dorfe zwei Männer und acht Frauen: drei Männer werden vermißt. Achnliche Vorfälle von Mord, Brand und B c r w ii st - u n g werden aus zahlreichen Grenzorten gemeldet. Beim nächst dle Domänengchöstc als lönigl. Eigentum mit allen Bor- die Domänengchöstc als läniglichcs Eigentum mit allen Vorräten niedcrbrannten, dann die Güter wegnahcmn und darauf die Därser anzllndetcn. Bis zum 15. August waren aus dem Gumbinncr Bezirk sechs Domäne», aus dem Pillialler Kreise allein über 15 Dörfer und Güter nicdcrgcbranut. Nach den vorliegenden Schilderungen sind die Russen bei diesen Mord- brcnnereien ganz systemathisch norgegangen. Den Truppen zogen mit Zündmatcrial ausgerüstete Brandlommandos voran, welche die Häuser mit in Petroleum getränkten Schwämmen versahen und dann Brand anlcgtcn. Gewöhnlich wurden die Bewohner zuvor ausgesordert, die Häuser zu verlassen. Alan cher Kommandant ließ -gelegentlich die Wohnhäuser stehen »nd beschränkte sich aus das Abbrcnncn der Slälle uud Scheunen. Die Bcrnichtung der Dörfer wurde häufig unter dem Vorwände vorgcnommen, daß aus ihnen geschossen worden sei. In Wirklichkeit ist dies niemals der Fall gewesen. Die in den westlichen Gouvernements garnisonierenden Truppen, besonders das Gardclarps, scheinen im großen und ganzen die Grundsätze des Völkerrechts eher beobachtet zu haben. Gelegentlich warnten solche Truppenführer, die bei früheren Durchzügen eine ihren Wünschen entsprechende Ausnahme gesunde:» hatten, Pfarrer und Gutsbesitzer vor den Grausamkeiten ihrer eigenen später eintrcsfendc» Kameraden. Wie V.f irfliiißifit im Weilerta! gehäuft Hube». Straßburg, 5. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) In einem Bericht des „Elsässer" aus dem vorderen Wcilertal heißt cä n. o.: Wie die meisten Vogcsentäler, so hatte auch das vordere Weilertal unter der, wenn auch kurzen Fremdherrschaft der Franzosen zu leiden. So nrachten sic sich bei ihrem Einzug in Weiler besonders über die össentlichcn Gebäude her. Zuerst drangen sic in das Biirgcrmcisteramt ein, tvo sic in erster Linie die Kaiserbüste in Stiicke schlugen. Tann R». ros e* ! tf r gingS jmn Postamt, wo iic meisten Einrichtungen zertrümmert und die Dienstwohnungen und sonstige Postzimmer gewaltsam geöffnet wurden, ein Teil der Möbel wurde zertrümmert und bcschnmtzt. Von hier ging es zum Bahnhof Die Weichen wurden entfernt, die Tienströiime geplündert und die Fensterscheiben eingcfchlagen. Auch in Privatbetrieben richtete man Verwüstungen an. I» Trimbach nahm man den Gastwirt Paulus gefangen: man drückte ihm ein Gewehr in die Hand, mit dem er auf die deutschen Truppen schieben sollte. Es gelang Paulus, zu flüchten und wieder zu den Scinigen zu gelangen. Zwei Lehrer aus Breiteuau und Ilrbcis wurden ebenfalls gefangen genommen und sind bis heute nicht zurückgckehrt. prinr Friedrich von Kelsen veriviindkt. Eroubcrg, 5. Scpt. lW. B. Nichtamtlich.) Prinz Friedrich von Hessen, der älteste Sohn des Prinzen Friedrich Karl von Hessen, der mit den Hanauer Manen ’ Leutnant in den Krieg zog, ist in Frankreich durch ein rust- schuß verwundet worden. Sein Befinden nt deu Eustän- den nach gut. . Der dritte ilerlnl! des Kaules tippe auf dm Zchlachiielde. Der Prinz Ernst zur Lippe, ein Vetter de? regierenden Fürsten Leopold IV. zur Lippe, der zweite Sohn des Prinzen Rudolf ist am 28. August auf dem Felde der Ehre geblieben. Sein Oheim, Prinz Friedrich Wilhelni zur Lippe, Kommandeur eines Jnsantcrieregimcuts, ist ihn? bekanntlich gleich zu Anfang des Krieges heldenmütig in deu Tod vorangegangen. Nimmt man hinzu, daß der ebenso den Heldentod gestorbene Generalleutnant z. D. Prinz Friedrich von Sachsen-Meiningen ein Schwager des Fürsten Leopold IV., nänilich Gemahl von des letzteren Sch öfter, Prinzessin Adelheid zur Lippe, war. so ergibt sich, daß der regierende Fürst zur Lippe gleich im ersten Monat des Krieges schon drei Mitglieder seines, engsten Verwandtenreise^ auf dem Schlachtfeld? verloren hat. (Sitte Heldentat. Stuttgart, 6. Sept. Noch einer Mitteilung des stellvertretenden Generalkommandos hat Leutnant der Reserve Matthes mit seinem Zuge eine feindliche Batterie vernichtet. Sechs Geschütze, 18 Mimitionswagen sowie viele Pferde wurden erbeutet. Dentjche Post nt Lüttich. Berlin, 6: Scpt. (W. B. Amtlich.) Im Bereiche des- kaiserlich deutschen General-Gouvernements Belgien toird in den nächsten Tagen eine dein ReichSpostauit unterstellte Post- und Telegraphcnverwattu! g eingerichtet. Mit der Leitung dieser Verwaltung ist Lber-Postdireitor Geheimer Obcrpostrat Rongc (Erfurt) betraut, deiu die Posrrate Flci- chcr und Schüller und die Oberpostiuipektoren Pohl, öiein- mnnn, £MI) rrb Reinbold sowie das erforderliche Bureau- personal zngewiesen find. Tic Poftverwaltungen von Bay- ern und Württemberg sind ersucht worden, auch ihrerseits Beamte zu der deutschen Pvst- und Teleara>ü'enverwal>:mg in Belgien abznordnen. (fiiir amilidif Mfilww iiiifr puu’i). Berlin, 4. Sept. (SB. «. Amtlich.) Be Uli cn vcr breitet amtlich falsche Darstellungen über die Dorp iiiir !?, deu eu die Stadt Löwen znm Opfer siel. Deutsche lppe.l feien durch einen Ausfall aus Antwerpen zurii eff: i .•‘vOTfOi i und von der deutschen Besatzung LöweuS irrti imlich b: .'feuert worden. Dadurch sei ein Kauipi in Löwen IT.( ftar'. i. Die Ereignisse beweisen einwandfrei, daß die De uh* £cu d« bei- gischen Ausfall zurückgewicsen l,eiben. S kih r:nb die!es Kampfes vor Antwerpen erfolgte in Löwen au Siel- len ein zweifellos- organisierter Uebersai! a ui tciitfcv !.' Zu- rückgcblicbcne, nachdem bereits über 24 Sin ndc 'U ein '.Hein- bar freundlicher Verkehr zwischen den deu ;icr len > 'Uppen und deu Stadtbewohnern sich o.mp.beihut l.a! t Ter lieber- fall traf zunächst hauptsäckilicst ein Laudstur rtioilb: >, also ältere, ruK'"' Leute, selbst Familie: Ter. feil r jtt blieben« Teile des Stabes eines Geuer.il'o -Udos sowie Kolonnen. Die Tcutscheu hatten zahlreiche .irlDUU; eete u. Tote. Sic gewannen indes die U-eleeidand du v CO r. o: .- mit der Bahn eintreffcudc Truppen, die bei de r Einsal» :t und auf dem Bahnhofsplatz mit Fcu r e:»p a:v wurde u. Die Untersuchung über Einzelheiten ist im (*v. . das Eegeb- nis wird veröffentlicht werden. Die :it des v or-ted- «nd Mitgeteiltcn ist über jeden Zwei ist ei:; :aben. Aalhaus ist vor der Feiiersbruust gerettet iv '. Weitere versuche, zu lösche», bliebe» eisolalcs. Ilntcrflübunaru fiir fniüilirn non 5 tldrilgs- Ikilllthmr fiiil) JiriBf ^r f< nm'rrjlii!; üii'n. Berlin, 5. Sepl. (W. B. Amtlich.) Die aus Giuad der ReichSgcsctze vom 28. Februar 1888 und !. " t 1.1!) zu. stehende» Unterstützungen fiir Familicu de i-a.den .g i• dienst eingctretencn Mannjchipstc» trogen nicht, wir vills.ich angenommen wird, den Ehara'ter von. ' ".nenunt-e-.'ii'.tz- iinge», sondern es find Zuwendungen. die »nbewtttcll u- Angehörigen dieser Mamifchgsteu oeirMi-ü gewähren, find. Es werden in, Falle der Aedüriiigleit gewährte Fiir die Ehefrau in den Somiiicruwuatcu bis eiuichließlich Ln ber mindesi s i) M.. in de» Monate» - .-«brr b.s e.u- schließlich April 12 Ml., sär die übrige» in Betrau': meuden Porsoucu, Kinder »iw. mindestens l, TT. unoneN licki. Tie Nnterstiitzungen werden l>alb»ionai!icl> i,, voraus bozahlt. Tic Unteistützungsauträge sind von den Ein- pkunasberechtigteu bei der Genieindebesiördl- >» Stidten Szene Tageszeitung. Montag, oen 7. September 181«. beim Magistrat des Aufenthaltsorts zu stellen, wo ihnen auch jede weitere Auskunft erteilt wird. Den Anträgen sind die Ausweise in Familien-Unterstiitzungs-Angrlesen- heiten, welche sich an den Kriegsbeordernngen befinden und nach Abstempelung durch die Truppenteile »sw. den Empfangsberechtigten durch die Einberufenen zugehcn, brizi'- fügen. Tie Angehörigen können sich auch an die zuständigen Bezirkskommandos wegen Ausstellung von Bescheinigt»', i-m über den erfolgte» Diensteintritt melden. Ist auch diele Bescheinigimg nicht alsbald zu beschaffen, so empfiehlt es sich, den Rat und die Bcrinitlluna der Gemeindebehörde in Anspruch zu nehmen. Kein Lcparatfricde. Amsterdam, 0. Sept. Aus London wird osfiziell gemeldet: Sir Edward Erey, Paul Camion u. Eros Benk- kcndorsf haben eine Erklärung unterzeichnet, nach der England, Rußland und Frankreich sich gegenseitig verpflichten, während des gegenwärtigen Krieges keinen Separatfrieden zu schließen. Die drei Negierungen sind übereingekom- n:cn, daß für den Fall der Beratung von Friedensbcdingunge» keine der verbündeten Regierungen Friedensbcdingungen stellt, ohne zuvor die beiden Verbündeten befragt zu haben. Von Belgien ist in der Erklärung nicht die Rede. London, 5. Scpt. „Morning Post" erklärt, England müsic das günstige oder ungünstige Schicksal der sranzöstschcn Armeen teilen. Irgendwelche Trennung beider Kräfte bedeute den Anfang der Niederlage. Dir piirkri vvr drr Krirgsrrlrilirnng. Berlin, fi. Scpt. Aus Genf wird berichtet: Aus Italic» gelangt die Meldung hierher, dast England die Kriegserklärung der Türkei au dir Verbüudctcn als bevorstehend betrachtet. Ans Frankreich. Rauen von den Franzosen geräumt. Kopenhagen, 5. Sept. Rach einer hierher gelangten Nachricht haben die Franzosen Rouen geräumt. Rouen ist die Hauptstadt des gleichnamigen Arrondiste- ments im Departement Scine-Inserieure, wichtiger Eisenbahnknotenpunkt und hat etwa 120 OOO Einwohner. Es ist eine der reichsten und industriellsten Städte und Mittelpunkt der Baum- wollindustric Frankreichs. Paris vor der Verteidigung. Paris, 0. Sept. Die Stadt setz! die Dorbcreitungen zur Verteidigung fort. Das Boulogner Gehölz wurde teilweise wcgrasicrt und die Wege »ach Paris verbarrikadiert. Der Zustrom Freiwilliger ist ungeheuer. Berlin, 0. Sept. Die „B. 3." meldet aus Genf: Der Polizeipräsekt von Paris gibt bekannt, daß von jetzt an nur eine gewisse Anzahl von Tore» für das Publikum geöffnet bleibt, die übrigen werden geschloffen. Die Militärzonen und gewisse Punkte des nördlichen Weichbildes werden geräumt. In den Außengemeinden wurden aus Anordnung der Maires die Fahnen eingczogen. Die Stimmung in Frankreich. Basel. 5. Sept. Hier liege» solgende Zeitungsmeldungen vor: Dem Pariser „Matin" zufolge befinden sich in Paris 000000 Arbeitslose. Ein an die italienische Zeitung „Stampa" von dem italienischen Hauptmann der Reserve Ar- naldo Eipallo'aus Paris gerichteter Bries besagt, die Engländer hätte» sich offen über das völlige llnvorbereitsein der Franzosen ausgesprochen. Cipallo sei in Lille auf französische territoriale Truppen gestoßen, die mit alten Graßgewchren bewaffnet gewesen wären. Die englischen Offiziere hätten besonders beklagt, daß die Franzosen sich in den Waffengattungen, die sie selbst erfunden Höllen, von den Deutschen hätten übcrslügeln lasten. So hätten die Deutschen über vielmehr Aeroplane vcisügt und diese sowohl bei Erkundungen, wie in der Schlacht selbst mit viel größerer Geschicklichkeit gebraucht, als die Franzosen. Der Rückzug aus Lille habe sich in großer Unordnung vollzogen. Kein Mensch hätte gewußt, wohin er gehen solle. Eipalla betont, daß er nichts von Grausamkeiten der Deutschen gehört habe. Die Engländer hätte» Befehl gehabt, nachdem sie morgens in Lille eingcrückt waren, abends wieder nach der Küste in die Gegend von Hazebronk abzugehen. Da der Zug nicht gesahren sei, mußten sie zu Fuß abriickcn. Schließlich sei ein leerer Zug gesandt worden, womit sie nach Staples gefahren seien. Die Maroklaner und Senegalese» hätten am 2. d. M. aus dem Durchmarsch nach dem Osten Paris passiert. Der Vorbeimarsch hätte zwei Stunden gedauert. In Paris befände» sich viele englische und belgische Ofsizierr. Verwandte Seele» finden sich ... . Als neulich bekannt wurde, daß der Exkönig Manuel von Portugal, der seinem Luderleben den Verlust seines Thronchens verdankt, in enzliich: Dienste getreten sei, bemerkten wir, daß sich alle Lumpen der Welt bei unseren Feinden zusammenfinden. Di' Ansicht finbet eine weitere Bestätigung, indem be- tan-.if wird, daß der amcriaknische Preisboxer, der Reger Johnson, nis Freiwilliger mit den Franzosen kämpfe, Johnson entging in Amerika mit knapper Rot dem Gelpuchtwerden, weil er sich in gemeinster Weise gegen weiße Frauen benommen hatte. All' dies Gesindel findet sich in rührsamer Eintracht im Dieiverband zusammen. Die englischen Verluste. Amsterdam, l>. Sept. Die Engländer, die bisher offiziell behauptet hatten, ihre Verluste betrügen nur vier.ausend Man», gebe» jetzt offiziell zehntausend zu. London, 0. Sept. De» Zeituiigen zufolge sind Schritte getan worden, um eine parlamentarische Retrutierungskom- mission zu bilden, an der alle Parteien teilnehmen sollen. Präsidenten sind Asquith, Bonor Law und als V.'tlreicr der Ar- bciterpartei Arthur Heuderlon. London, 5. Sept. Do» Reutersth« Bureau meldet uns Kapstadt: Etwa achthundert deutsche und österrcichüche Reservisten werden in einem besonderen Lage.' bei Johannesburg als Kriegsgefangene zurückgehaltcn. Der Prinz von Salm. Salm unid andere Offiziere erhielten besondere Ouartire in Bloemsontein. Furcht vor -kr -küiichkn Imntfion. Malmö, 5. S-rpt. (SB. B. Nichtamtlich.) „Sydsvcnska Dagbladct" meldet ans Nstad: in den englischen Hasen herrsch« große Furcht vor der deutschen Flotte. In Hirtlepool würden an jedem Abend vor den Docks Torpedonetze nuS- gespannt. Die Nervosität wegen der deutschen Minen an der britischen Küste sei unbeschreiblich. Außerhalb des Tyne seien an einem Tage 5 Fahrzeuge in die Lust geslogen, drei englische »nd zwei fremde. Die Rekrntenanwerbung für die britische Armee gehe langsam vor sich. In einer Stadt von 7000 Einwohnern hätten sich nur 100 Mann gemeldet- größtcntcils Strolche und andere heruntergekommene Menschen. In England herrsche strenge Zensur. Das Volk er- fahre den wirklichen Zustand auf dem Kriegsschauplatz nicht; die Niederlagen der Engländer würden von den Zeitungen als Bagatelle hingestcllt. Im großen und ganzen herrsche wenig Begeisterung für den Krieg. In mehrere» großen Jndustricbczirken liege die Arbeit nieder. England alsAnftifter dcrGelücn Tokio, 6. Sept. In der gestrigen außerordentlichen Sitzung des Landtages gab der Minister des Aeußcrn einen llcberblick über die letzten Ereignisse. Er erklärte, daß anfangs August Großbritannien mit Hinweis auf den Vertrag Hilfe von Japan erbeten habe, da deutsche Kriegsschiffe den englisch-japanischen Handel bedrohten und man sich in Kiautschou auf de» Krieg vorzubereiten scheine. Ans Rußland. Deutsche in Rußland. Petersburg, 5. Scpt. Zwischen der russischen und deutschen Negierung ist ein Abkommen getroffen worden, durch das den beiderseitigen Untertanen gestattet wird, das feindliche Land zu verlassen. Diese Erlaubnis erstreckt sich auf Offiziere, sowie Personen zwischen 17 und 45 Jahre» und auch Verdächtige nicht. Eine Proklamation des Großsllrfte» Nikolai. Lemberg, 5. Sept. Im Besitz vieler gefangener russischer Soldaten wurde eine Proklamation des russischen Generalissimus Erosürsten Nikolai Nilolajcwitsch gesunden, die sich an die „russischen Bruder" in Galizien wendet und ihnen die Besrciung vom „sremden Joch" und die Bereinigung unter dem Banner des einigen, unteilbaren Rußlands verkündet: e» solle keine unterjochten Rüsten mehr geben. Die Proklamation, in der die Oesterreicher als „Schwaben" bezeichnet werden, schließt mit der Aufforderung, für Rußland und den Zaren zu beten Nach Berlin! Berlin, 5. Sept. Die „V. Z." meldet aus Kopenhagen: Rach einer Privatmeldung der „Politiken" aus Petrograd wurde auf Veranlastung des Zaren dort ein nationaler Flaggentag veranstaltet mit Verkauf russischer Flaggen. Es kamen 50 000 Rrrbel zusammen, und der Zar bestimmte, daß die Summe dem russischen Soldaten zu überreichen sei, der zuerst Berlin erreiche. (Die 50 000 Rubel, die wohl in Papierrubeln ausbezahlt weiden, sind inzwischen fällig geworden, denn nicht nur die ersten Rüsten, sondern sogar die ersten K a- nonen haben Berlin erreicht). Dkutllhlini-s Zmesrng »nd der hkilige Zchul- Klirklnikratilis. Ein Freund unseres Blattes schreibt uns: Das Provinzialschulkollegium von Berlin, der Hauptstadt des deutschen Reiches, hatte angcord- net, daß die diesjährige Sedanfcier ausfalle, damit der Schulbctricb nicht Not leide. Die Militärverwaltung war aber angesichts der herrlichen Siege unserer Truppen anderer Ansicht als die Herren von der Bnreaukratie. Den» der Oberbefehlshaber in de» Marken bestimmte unter anderem, „daß am 2. September, dem Scdantage, an welchem die ersten eroberten Geschütze in die Rcichshauptstadt cingcholt werden, der Unterricht in allen Schulen ausfalle." Ilnd so ward das Berliner Sedanfcst 1914 ein Volksfest im edelsten Sinne des Wortes, würdig der großen Zeit, die wir eben erleben. In keinem Jahr war der Sedantag so geeignet, der heutigen Jugend in seiner ganzen Bedeutung klar zu werden, als gerade dieses Mal. Um so tiefer ging deshalb auch allcrwärts die Erregung über das klägliche Verhalte» des Berliner Provinzialschul- k o I l e g i n m s.„ Ein Direktor, der die glänzenden Wasscn- tatcn unserer Heere stillschweigend übergehen wollte, würde ein Beispiel pädagogischer Kurzsichtigkeit geben, das seine sofortige Entlassung rechtsertigen könnte. Eine Schnlbc- höidc aber, die eine solche Verfügung für die ihr unterstellten Anstalten erließe, würde sich in so bedenklicher Weise bloßstellen, daß man ganz energisch mit ihr nbrechncn müßte. Sic würde den Vorwurf ans sich laden, das Beste unseren Kindern vorznenthalten, was man ihnen, den künftigen Männern und Frauen, in diesen Tagen initgebci, kann: Tie Begeisterung." Leider aber sind ans dem Holze des Berliner Provinzialschulkollegiiims auch noch andere Schulbehörden geschnitzt. So wurde zum Beispiel auch in F. a. M. verfügt, daß „durch Siegesfeiern nicht der Schulbetrieb berührt werden dürfe." Und durch einen an- deren Erlaß wurde ebendort das Hcraushängen der Fahnen au den Schulen „geregelt". Es soll dies fortan nur neck anr telephonisch« Auweistina der Sckulzentrale aeschchenl *U. 20* Seite 3. fftut X*gt*i(ttnng. W»«*ag Mn 7. s«pt»m»«r 1310 Erfreulicher Weise brauste daraufhin auch in F. ein Sturm der Entrüstung los. Von den Presseäußerungen trifft nachfolgende ins Schwarze: Herrgott noch mal, muß denn in dieser großen Zeit auch erst noch die Begeisterung „geregelt" und telephonisch angewiesen werden! Was da draußen erfochten wird mit Blut, das soll auch mit Blut einpfundcn werden, mit hei- Nem, begeistert pulsierendem Blut und nicht mit — Wasser in den Adern! Deutsche Jungen und Mädchen sollen womöglich in dieser Zeit vielleicht der größten unseres Volkes erst jubeln und Hurra rufen, wenn es anitlich angeordnet wird. Nein und dreimal nein, sie sollen das (Gewaltige unserer Tage erleben, erleben bis in die tiefsten Diesen ihrer jungen Seelen, daß es ihnen grcisba: vor Augen steht bis an das Ende ihres Lebens, srisch, lebendig und aueif» crnd in der spateren Rückcrinncrung. Was kehrt immer wieder in den Erzählungen derer, die die droßc Zeit vor 44 Jahren als Schüler mitcrlebt haben? Es ist dass „Unn dann wurd die Schul geichlossc, unn dann ging's enau-s!" Das Kind braucht zu allem etwas Handgreifliches, und für den Schüler gehört zum rechten Feiern eine Nntcrbrechnng de? „Schulbetricbes". Laßt den Lehrer innerhalb der vier Klasscnwändc noch so begeistert von einem Siege reden, es geht unter im — „Schulbctricb". Aber führt die Kinder hinaus auf den Hof oder in die Turnhalle, laßt sic singen, schickt sie beim und sagt ihnen: „So, jetzt feiert mal tüchtig, zum Stillsitzen habt Ihr ja doch keine Ruhe!" Das vergißt keines von ihnen, und mit leuchtenden Augen werden spä- tcr diese Täter und Mütter ihren Kindern davon erzählen. Das heißt eben die jetzige gewaltige Zeit miterleben lassen und sie in der Erinnerung unvergänglich machen. Vit llfbfrpbf brr ffftung £onpi). Sestern am 26. August erlebte lch wohl meinen größten Tag: die llebcrgabe Longwys, der ersten Festung Frankreichs, die wir in diesem Krieg erobert haben. Segen YLY, Uhr kam unser Hauptmann zu uns, um im Auto einen Befehl nach b. zu bringen. Wir »ahmen an, daß in dem Befehl der Sturm auf Longwy angeordnet wurde. In H angekommen, fuhren wir sofort beim Kommandanten vor. Während der Verhandlungen unseres Hauptmanns mit dem dortigen General kam »in Artillcriehauplmann in einem Auto angesaust und rief schon von weitem: „Exzellenz, Longwy will sich ergeben und bittet um Verhandlungen am Wasserwerk vor der Festung". Sofort wurden sämtliche verfügbaren Autos von Offizieren bestiegen. In unserem Auto nahm unser Hauptmann und ein General mit zwei Stabsojsiziercn Platz. Aach einer anstrengenden Fahrt kamen wir gegen 2 Uhr am Wasserwerk vor Longwy an. Gleichzeitig mit dem Ausbruch des Kommandos war der Befehl erteilt worden, die Pserde zu satteln und zwei komplette Saiiitätslolonnc» in der Richtung aus Longwy vor- zujchillen. Am Wasserwcrl erwarteten UNS von französischer Seite ein Major und ein Sergeant, der als Dolmetscher diente. Die Verhandlungen zogen sich fast zwei Stunden in die Länge und wurden wegen des einsetzenden Regens im Auto geführt. Die Ausfertigung des Uebergabeprotokolls erfolgte in deutscher und sranzösischer Sprache. Die Franzosen schienen von uns eine sehr schlechte Meinung zu haben, denn sic bestanden darauf, »aß in das Protokoll ein Passus ausgenommen werden sollte, wonach allen gesangenen Franzosen ihr Privateigentum, sowie das Bargeld außer den Waffen zugcfichert weiden sollte. Un- scre Generale versicherten demgegenüber, daß wir doch keine Räuber seien und das Privateigentum auch so achtete», sodaß aus diesem Grunde ein solcher Pasius überflüssig erscheine. Trotzdem wurde der gewünschte Passus zum Ueberfluß in das Protokoll ausgenommen. Ebenso machte die Freigabe eines deutschen Ulanenosfiziers, der bei einem Erkundigungsritt von den Franzosen gesangcn worden war, einige Schwierigkeiten. Die Uebergabsbedingungcn waren wohl die üblichen. Die in der Festung befindlichen Soldaten, deren Zahl auf 3300 angegeben wurde, wurden Gefangene, di« Papiere der Festung bleiben bis auf weiteres in unserem Besitz. Um 5% Uhr sollte di , Uebergabe der Festung ersolgen. Roch während der Verhandlungen rückten schon unsere Sanitätskolonnen mit ihren Tragbahren in die Festung ein, nachdem zuvor unsere Pioniere »inen einigermaßen gangbare» Weg gebahnt hatten. Gegen kvü Verwundete wurden zunächst herausgeschajst, darunter 6 verwundete deutsche Ulanen und Dragoner, die von den Franzosen gcsangen genommen worden waren. Die Freude der Leute, wrcder deutsche Kameraden begrüßen zu können, war natürlich groß. Inzwischen waren unsere in der Nähe liegenden Regimenter heranmarschiert und hatten Aufstellung genommen, die Musikkapelle an der Spitze. Unser ganzer Stab begab sich an den Eingang zur Festung, wo die Gesangenen ihr- Waffen niederlegen mußten. Den Schluß bildete der Kommandant der Festung mit einem Sekretär und einem Diener. In Gegenwart des kommandierende» Generals übergab der französische Festungskommandant unserem Hauptmann seine» Degen. Rach Auswechslung einiger anerkennender Worte über die mutvolle Verteidigung wurde dem Kommandanten eröffnet, daß er uns als Gefangener zu folgen habe. Im Auto ging es nun nach E., wo der gefangene Kommandant Km Kronprinzen übergeben werden sollte. Gegen 8Z4 Uhr >ajcn wir beim Oberlommando ein. Hier hatten sich bereits »icle Offiziere versammelt, und auch die Bevölkerung war zu- sammengceilt, da die u-berg-b- der Festung inzwischen be- lannt geworden war. Bald darauf erschien auch unser Kronprinz. Rach kurzer Rede erfolgte nunmehr die Uebergabe des Degens des Kommandanten und der Festüngspapiere an den Kronprinzen, der mit einigen höflichen Worten dem Kommandanten den Degen zurückgab, was den Franzosen sichtlich ergriff. Unsere Regimenter und vor allem unser« Artillerie habe» vor Longwy heldenmütig gekämpft. ^ Böe Wf des Mtnlums AlböMtn/ Venedig, 5. Sept. Der Prinz zu Wied ist auf dem ita- lienifcben Krieaslchift „Mifurato" hier eiaaetroffen» Rom, 5. Sept. Samy Bey Brioni, der Hofmarschall des Fürsten Wilhelm ttlegraphierte an di« „Agenzia Stefani" folgend« Proklamation de, Fürsten an das albanische Volk: Albaner! Als Eure Abgesandten kamen, um mir di« Krone Albaniens anzubietcn, folgte ich mit Vertrauen dem Appell eines edlen ritterlichen Volke», das mich bat, ihm bei dem Werke seiner Wiedergeburt behilflich zu sein. Ich bin zu Euch gekommen mit dem brennenden Wunsch, Euch bei dieser patriotischen Ausgabe behilflich zu sein. Ihr habt gesehen, daß ich mich von Anfang an mit all meiner Kraft der Reorganisation des Landes gewidmet habe mit dem Wunsche, Euch eine gute Verwaltung und Recht für alle zu geben. Run habe» unglücklich« Ereignisie unser gemeinsames Werk verhindert. Einige von der Leidenschaft verblendete Geister haben den Wert der Resormen nicht begreifen und der sich entwickelten Regierung kein Vertrauen schenken wolle», und der Krieg, der in Europa ausgcbrochen ist, gestaltete unsere Lage noch komplizierter. Ich dachte also, um das Werk nicht unvollendet zu laßen, dem ich meine Kräfte und mein Leben gewidmet habe, werde es nützlich sein, daß ich mich einige Zelt nach dem Westen begebe. Aber wißet, daß ich ftrn wie nah nur den einen Gedanken haben werde, zu arbeite» für die Wohlfahrt unseres edlen und ritterlichen albanischen Vaterlandes. Während meiner Abwesenheit wird die von Europa, das unser Vaterland geschaffen, eingesetzte internationale Konlrollkommißwn die Regierung übernehmen. Ans der Heimai. * Friedberg, 7. Sept. Ans der Fülle der Trauerbotschaften wird es nachgerade nninöglich noch einzelne herans- zngreisen, denn die Ernte des großen Schnitters Tod ist groß ans den, Schlachtfelde. Eines Mannes aber sei an dieser Stelle gedacht, der auch den Tod fürs Vaterland ge- storbcn ist, eines Mannes, der markig unter den Lebenden hcrvorgcragt hat: des Kamnierdircktors Hanptman» Der n von A s s c n h e i in. Als 48jährigcr machte er den Feldzug als Freiwilliger mit und fiel zu Serres in Lothringen auf dem Felde der Ehre. Der Heldentod sürs Vaterland isr der würdige Abschluß des Lebens dieses hervorragenden Mannes, der, Soldat durch und durch, ein gerechter, aufrichtiger und gerader Charakter Ivar sein lebcnlang. Ans de Fülle der Ehrenämter, die der Vorstorbenc bekleidet und zum Wohle der Bevölkerung ausgcübt hat, heben wir nur hervor, daß er Präsidialmitglied des Hasfia-Kriegcr-Verbandcs gewesen ist und in dieser Eigenschaft sich durch treuen, acht- kamcradsckmftlichc» Geist ausgezeichnet hat. Sein Tod wird nicht nur von seinen Angehörigen, sondern in den weitesten Kreisen mit tiefster Anteilnahme empfunden werden. * Wer hat zu bestimme» wann, und ob mit allen Glocken geläutet werden soll? Wir lesen in der „Reuen Friedb. Ktg.": Diese Frage drängt sich immer wieder aus nach dem Vorfall in der letzten Nacht? Es ist gewiß am Platze, wenn dem Eintreffen einer ganz besonderen freudigen Mitteilung von unserem beere auch dieser Freude ein ganz besonderer Ausdruck gegeben wird, aber das Läuten am vorgestrigen Abend, das natürlich die ganze Stadt in große Ausregung brachte, war durchaus unnötig. Wir wollen diese heilige Sache doch ernste» nehmen und das Läute» mit allen Glocke» nachts nicht zu einem Sport werden laßen! Hat der Mann, der de» Schlüße! zum Elocken- stuhl hat, das Recht, Jedem der nachts kommt, den Schlüße! auszuliefern? — Wir können diesen Ausführungen vollinhaltlich zustimmen. Der „Oberheß. Anzeiger" regt sich in seiner Samstag-Nummer gewaltig darüber auf, daß in einem von uns veröffentlichten Verzeichnis der an die hiesigen Lazarette gespendeten Liebesgaben bemerkt sei, daß täglich eine Anzahl Freiblätter der „Reuen Tageszeitung" geliefert werden, während der „Oberheß. Anzeiger", der doch auch — allerdings nachträglich — gespendet werde, keiner Erwähnung geschehe. Wie der „Oberheß. Anzeiger" selbst richtig bemerkt, ist dieses Verzeichnis nicht von uns, sondern von „berufener Seite" aufgestellt worden. Uebrigens sind in der letzten Nummer der „N. Friedb. Ztg." verschiedene Zeitungen genannt, darunter die „Franks. Ztg", „Kl. Preße" und „Neue Tageszeitung", die täglich in Lazaretten zur Verteilung kämen, der „Oberh. Anzeiger" ist dabei nicht erwähnt. Wir sind überzeugt, daß auch das ohne Absicht geschehen ist und meine, man sollt« doch in so ernster Zeit wirklich nicht so kleinlich sein. Es kommt doch in der Hauptsache daraus an, daß für die Verwundeten etwas getan wird und nicht daß diese Liebesgabe etwas getan wird und nicht, daß diese Liebcstat öffentlich belobigt wird. Ader sollte der „Oberhess. Anz." in dieser Beziehung anderer Meinung sein? * Wickstadt, 7. Sept. Jy den Kämpfen um den Maas- llbergang fand den T od fürs Vaterland Hrch. Heil, der einzige Sohn des Lekonomierats Heil vom Wickstädter-Hof. Möge Gott die Eltern in dem Bewußtsein trösten, daß ihr hoffnungsvoller Einziger den seligen Soldatentod gestorben ist. • Kleinkarben, 7. Sept. Während der großen Kriegsereig- niße, die alle Welt in Atem halten, treten andere Vorkommnisse mchr oder weniger in den Hintergrund. Ganz aber dars es doch nicht in der Fülle der Botschaften untcrgehen, daß am 18. A u g u st d. I. der Bahnsteigschasfner PH. Eg. Schneider sein svjähriges Dlenstjubiläum begangen hat. Das heißt ein Wort: 40 Jahre ausgeharrt in getreuer Mlichterfüll- ung und allezeit aus dem Posten! Wir bringen, wenn auch nachträglich, dem allseitig beliebten und liebenswürdigen Beamten, der noch in voller Rüstigkeit sein Amt versieht, die besten Glückwünsche dar und hassen, daß ihm ein glücklicher Lebensabend befchieden sein möge. » Rendel, 5. Sept. Der in wefteten Kreisen bekannte hiesige Lehrer Herr Feiling starb den Heldentod für das Vaterland. Herr Feiling war stets »in gewißenhafter, tüchtiger Lehrer, rin wohlwollender, gutmeinender Freund, ein edler Mensch und ein liebenswürdiger, angenehmer Gesellschafter. Um ihn trauern nicht nur Eltern. .Eeschwiller. verwandten. eine »un alleinstehende Gattin und ein noch unmündiges Kind, das nicht weiß, was ihm durch den Tod des treuforgendcn Vaters geschehen ist, sondern unsere ganze Gemeinde. Alle Einwohner werden dem treuen Lehrer ei» ehrendes Andenken bewahren. Die Verwandte» des für das Vaterland Gefallenen, besonders Frau und Sind, möge der allmächtige Gott, der im Gebe» und Rehmen die Liebe ist, stärke» und trösten zur Ertragung der schweren Trübsal.. Samstag Abend fand ein Traucrgottcsdicnst für den so früh Vollendete» statt, dem di» ganze Gemeinde und viele Lehrer der Umgegend beiwohnt«. Friede seiner Asche. Ans dem Kreise Hanau. * Hanau, 5. Sept. In dem Lazarett, das In der Turnhalle eines fränkischen Städtchens untergebracht ist, liegen 10 verwundete Muslctiere und zwei Franzosen. Es erscheint die Frau Gräfin O. und besichtigt das Lazarett. Dabei plaudert sie mit den Franzose» in deren Sprache aus das licoenswürdigste und verläßt sodann de» Saal mit den Worten: „Ach, die armen Franzosen! (deutsch). Siarkeiiburz. * Darmstadl, 5. Sept. Ei» schweres Sittlichkeitsvcrbrechen wurde am Dienstag abend im Walde bei Mörfelden auf die Frau des Försters S. versucht. Als die Frau mit ihrem Kinde spaziere» ging, wurde sie von einem Unbekannten mit einem schweren Stock niedergeschlagen und zufammngcrißn. Die Frau schrie nun laut um Hilfe, worauf zwei ln der Nähe befindliche Personen hcrbeieiltcn, was den Rohling zur Fluch! vcranlaßte. Man ist ihm auf der Spur. * Darnrjtadt, 5. Sept. Der Großherzog hat nach Mitteilung der „Darmst. Ztg." den bisherigen Gefechten am Kriegsschauplatz bei dem Generalkommando des Armeekorps bcige- wohnt. Wiederholt hatten die hessischen Truppen die Freude, ihre» Landesherr» zu sehe», der hierbei seiner Genugtuung über das gute Aussehen, den vortrefflichen Geist und die außerordentlichen Leistungen der hessische» Regimenter in Gefechten und Märschen zu erkennen gab. Besonders befriedigt war der Großherzog auch von der hohen Anerkennung, die unseren hei fischen Truppe» von ihren Dienstvorgcsetzten zu Teil wurde. Soweit es bei dem raschen Fortschrciten der militärischen Operationen irgend möglich war, hat der Großherzog die Verwun deten in de» Feldlazaretten besucht und sich davon überzeugt daß sic gut versorgt werden. — Nahezu 200 französische, mcssi schwer verwundete Gefangene trafen gestern Nacht aus dem Süden hier ein.und wurden in verschiedene» Lazaretten unter gebracht. Die Militärbehörde hal sich auf Grund der Vor kommnisse veranlaßt gesehen, anzuordnen, daß nunmehr bei den ausländischen verwundeten Gefangenen keinerlei weibliche Pflegerinnen mchr tätig sein dürfen. — Schars kritisiert wird in hiesigen Kreisen die Ausbeutungssucht der hiesige» Firma Landau anr Marienplatz, die obwohl mit Kolonialwaren und Landesprodukte» handelnd, seit Jahre» mit der Militärbehörde auch Abschlüße aus Lieferung von Kurzwaren, Wollwarcn usw. für den Kriegsfall gemacht hat. Bei den ciugctretenen Lieferungen wurde ein Teil der Waren beanstandet und hat sich auf Grund der Aussagen von Sachverständigen hcrausgcstcllt, daß u. a. die zum Preis von 70 Pfg. gelieferten Taschentücher kaum 6—7 Pfg. und die zum Preise von etwa 2 Mark gelieferten Strümpfe kaum den vierten Teil wert waren. Der tüchtige Geschäftsmann mußte infolge dessen etwa 3000 Mark zu viel erhaltene Gelder wieder zurückbezahlcn und wurde für künftige Lieferungen ausgeschloßen. Recht eigentümlich berührt hier die Tatsache, daß der Inhaber als früherer Einjähriger der Artillerie jetzt als Feldwebel-Leutnant Wachtmeister Militärdienste tut. Vorläufiger Fahrplan Friedberg-Homburg-Frailkfurt. ab Friedberg: 5» 6» 8» 12'* 6a 8ü. ab Homburg: 5 «2 6'-* 8» 11»” 1» 7» 102» in Framkfurt: 6« 7« 9«» 12™ 2“ 8ü 11» Frankfurt-Homburg-Friedberg. ab Franksurt: 6*> 8** 12« 3“ 6h 8 h 10h ab Homburg: 7» 10» 1>» 4» 7 h 9h Hain Friedberg: 8« 11-° 2» 5° 8h 10h Friedberg-Hanau. ab Friedberg: 4m 6" 11»« 1'« 6-" 8m in Hanau: 6'* 7 i0 12«o 2» ü Gia iOm Hanau-Friedberg. ab Hanau: 6» 8" 12-« 3-» 6 h 7a 10a in Friedberg: 7« 10'* 2» 4 ' 8u 9i: 12tf Wir machen unsere derehrlichen Leser daraus aufmerksam, daß wir mehrfachem Wunsche gemäß, Schstdec mit der Aufschrift: Unbefugte» ist das Befteten der Slallunge» sireugstc»« untersagtt angefertigt haben. DaS einzelne Schild ist zum Preise von 22 Pfennig in unserer Expedition erhältlich. „Neue Tageszeitung" A. G. f - Frankfurter Wettrrbrricht. Bewölkung zunehmend, meist trocken, mäßig ward, südliche bis südöstliche Winde. Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto H i r s ch e l, Friedbcrg; für den Anzeigenteil: K. Schmidt. Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung", A. G, Fricdberg i. H. Einen reinen importierten (Simmentaler) Zuchtbullen 15 Monate alt, von Heidbuch- tieren abstammend, hat zu verk. Friede. Lauckert 4., Staden. Eine Zwei- oder Drei- | Zilnmrlvohniinö lzu vermieten- Ludwig Haas, frirbbrra Fritz Re,iterstraß« 12. Nr. 209 Weut Tageszeitung. Montag, den 7. September 1914 Seife 4. Am 28. August starb nach Gottes Ratschluss den Heldentod unser einziger hoffnungsvoller Sohn, unser lieber Bruder und Enkel Offiziersstellvertreter im Artillerie-Regiment No. 25 im Alter von 22 Jahren. In tiefer Trauer . Georg llcll, Oekonomierat, Wickstadt Harle Hell, geh. Alles „ Emilie Heil Margarethe Heil Witwe Wilhelm Alles, Altbürgermaister, Nieder-Florstadt. Beim Tode meines lieben Sohnes Ludwig sind mir viele Beweise herzlicher Teilnahme durch Zuschrift, liebe Worte, Gruss und Händedruck geworden, für die ich Es tut mir wohl, sein Andenken von vielen so geehrt zu wissen. Friedberg, im September 1914. Dr. K. Becker Statt besonderer Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß mein innigstgeliebter Gatte, unser guter treubesorgter Vater und Onkel am 6. September, nachm. 7*4 Uhr sanft verschieden ist. Wölfersheim, den 6. September 1914. In tiefster Trauer: Katharina Keqer, geb. Heger, blttilie Heger. Crnss Heqer. Familie 1U. IkU», Echzell. Die Beerdigung findet statt: Dienstag, den 8. September, nachmittags 2 Uhr. Aufruf! Sämtliche landstunnpflichtigen Leute der Infanterie, Jäger, Garde-Infanterie und Krankenträger haben sich am Mittwoch, den 9. Sept. ds. Zs., vorrnittolis 10 itljr ln Friedberg i. H. auf dem Bnrgplat; ZU stellen, lliichtgestellung wird streng bestraft. Die Leute werden in das hier zu bildende Erfatz- Landsturm-Bataillon eingestellt. Sämtliche oben erwähnten Leute haben zu erscheinen, einerlei ob diese Gestellungsbefehle haben oder nicht. Friedberg i. H., den 7. September 1914. Erosth. Bezirkskommando. von Branconi. __Major u. Bezirkskomm andeur. Impfung. Die Jmpfnachschau des gcimpjtcn Pslege- und Sanitätspersonals findet Dienstag, den 8. Septcuiber, abends i! Uhr im Hospital statt. Es ist zu diesem Termin auch allen Personen, die sich einer Impfung unterziehen wollen, Eclcgenhcit zur Impfung gegeben, zu deren Benutzung dringend geraten werden kann. Erotzh. Kreisgcsundheitsamt: Dr. Nebel. Nur noch kurze Zeit! Betr.: den Felsfchutzendicnft in d. Stadt Friedberg. (Stadtteil Fauerbach.) 6 fkanntmad)iino- Ich bringe hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, dag der Arbriter Karl Mattes, wohnhaft im Stadtteil Fauerbach als Feldfchiitz diefer Eemarlung in Pflicht genommen und datz er seinen Dienst bereits angetreten hat. Friedberg, den 5. Sept. 1914. Der Bürgermeister Stahl. Schuhhaus Bodeuheimer Fürstcnstrasie Nr. 15. Da das gesainte Lager unbedingt bis zum 59. September geräumt sein mutz, gewähre ich auf die schon ganz bedeutend herabgesetzten Ausverkaufspreise noch einen Extra-Rabatt von 1V Prozent. Das Warenlager ist lloch gut sortiert in Herren-, Damen-, Knaben- und Mädchen stiescl von der gewöhnlichsten bis zur feinsten Sorte. Bad-Nauheim, September 1914. Der Konknrsverwalter. GröUtes Seiger am Platze! kaufen Sie sslipkltn, finhrufta, G Meisten, Farben, fodtr, stinjel nirgends bester, nirgends billiger wie bei ÜdolK (Sechsteln, Am nlt.jJoDmul. Sr'rledherg i. Bfl. Sdjulßr. 5. Telefon 459. Telefon 459. Milchtransport- | Kann&nf lüt ßahnversana mit Pa- ^ tentvcrsclilul) u. Alessini- A . H Bci dem Kanalbau in Ockstadt tülsitiije örunDarDciter sofort gesucht. Meldungen auf der Baustelle in Ockstadt. Bnnaelcknft Neritz Friedverg i. H. mit langjähr. Zeugnissen sucht Stelle. 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