Freitag, den 28. August 1914 Kummer 201 7. Jahrgang IC ene ? 0 [«i»ituno a rijcint leben Sl'eritog. Regelmäßige Beitagen „Brr jßener an» fielTen", „Bi* Bpittnllui *". Pringoprei»: Bei den Postanstalten vieriellährlich MI. 1,115 ei den Agenten monatlich 50 Pjg. Hinzu tritt Postgebühr oder Tragerlobn. An»eigc„: iörund;ei!e 20 Pfg., lokale 15 Pjg^ Anzeigen von auswärts werden durch Pa tnr.hnr, n.' er'roben ,_ Crfünunggort eranzuzieheu. der Belgien besetzen soll. Tic aktive Armee wird aus duse Art zum Einmarsch nach Frankreich frei. Rech eine Maßnahme wird den ganz besonderen Beifall unserer Bevölker- ung finden. Belgien soll nämlich zur Verpflegung unseres Heere? in erster Linie nukgenutzt werden, damit unser Heimatland entlastet wird. So wird denn da? verächtliche S'-el- gien die Schüssel, die cs sich vollgebrockt hat, zuerst an?, löffeln müssen. Seinen Freunden und Verbiiude.'en petzt s aber auch „an's Leder": darauf können sie sich verli"m. Kriegsbericht. WTB. Hauptguarticr. 27. Aug. Das deutsche Westheer ist neun Tage nach Bceudignng seines Aufmarsches unter fortgesetzt siegreichen Kämpfen aus sranzösisches Gebiet von Eembrep bis zu den Südvegesen eingedrungen. 2cv Fcrnd ist ü'jevaU flCjrfjliVCit :::ib befindet sich in vsltstä»d«,ic»tt !,i»o jiri'.c. Tic Größe seiner Verluste an Gefallenen. Gefangene» and Trophäen läßt sich bei der gewaltigen r'nstelr.ung der Schlachtscldcr in zum Teil unübersichtlichem Waid- und Gr. birgogelände noch nicht annähernd übersehe». Tie Armee des Generalobersten von GiNlk hat die englische Armee bc'; Mcnibcnnc geworfen und sic heute südwestlich von Mnubeuge unter Umfassung >r nent angegrissen. Tie Armeen des Generalobersten von Bülow und Generaloberst Frhrn. von Hansen haben etwa acht Armeekorps französischer und belgischer Truppen zwischen Sambre, Namur und Maas in mehrtägigen Kamp fen vollständig geschlagen und Verfolge» sic jetzt östlich Maubeuge vorbei. Namur ist nach dreitägiger Beschießung gejalten. Der Angriss aus Mnubeuge tst eingeleitet. Die Armee des Herzogs Albre,ht von Württemberg hat den geschlagenen Feind über den Se. mois verfolgt und die Maas überschritten. Die Armee des deutschen Kronprinzen hat befestigte Stellung vorwärts Longwh genommen und einen starken Angriss aus Verdun abgcwiesen. Sic befindet sich im Vorgehen gegen die Maas. Longwh ist gefallen. Die Armee des Kronprinzen von Bahern ist bei der Verfolgung in Lothringen von neuen feindlichen Kräften in der Position vor Nancy und ans südlicher Richtung angegriffen worden. Sie hat den Angriff zurückgrwiesen. Tie Armee des Generalobersten v. Heer, ingcn setzt die Bcrsolgung in den Vogesen nach Süden fort. Tas Glsatz ist vom Feinde geräumt. Aus Antwerpen haben vier belgische Divisionen gestern ■ und vorgestern einen Angriff gegen unsere Verbindungen in der Richtung Brüsiel gemacht. Die zur Abschließnng von Antwerpen zurückgelassenen Kräfte haben diese belgischen Truppen geschlagen u. dabei viele Gefangene gemacht und Geschütze e.> cutet. Tic belgische Vevölkcriing hat sich fast überall an dem Kampfe beteiligt, daher sind die strengsten Maßnahmen zur Unterdrückung des Franktireur, und Bandcnwcfens nage- wandt worden. Tie Sicherung der Etappenlinien mußte bisher den Ar- ineen überlassen bleibe». Ta diese aber für den weiteren Vormarsch die zu diesem Zwecke zurückgelassenen Kräfte not- wendig in der Front brauchen, so hat Seine Majestät die |Hobilnmd)itna des llnidjimiis befohlen. Der Landsturm wird zur Sicherung der Etappenlinien und zur Bcjctzung von Belgien mit herangezogen werden. D'.eses unter deutsche Verwaltung tretende Land sott für die Heeres- oedürsnisse aller Art ausgenutzt werden, um das Heimatgebiet zu entlasten. iVi' EtilkralqilartierlNt'ister v. Nein. Lonftigc Meldungen. Berlin, 28. August. Der Kriegsberichterstatter des Berk. Lrkrlenz." tritt seinem Blatt: aus dem Hauptquartier am 27. d. Mt», mit: Auf der ganzcn Front de: riesigen Schlacht, di: säst oo\i Lothringens bis a» dis Vogesen war, sind die Deutschen im siegreichen Bordeingcn. Gegen von beiden Seiten oon Lengwy roeg:h:nde deutjche Truppen wurde von SicKC» aus ein starker Boestotz aus Sie link: Flank: versucht. IL’I'.t Einiatz io-:» Teil» de: Reserve und mit herqngezsgrnea Truppen aus Metz wurde dieser Vorstoß znenagewieien und die Verfolgung sorrgesetzi. Die bei Maubeuge stehrnde englische Armee wurde geschlagen und in die Gegend westlich vo» Maubeuge zarückze» d-angt. L--ue.wy ist nach lapseeer Gegenwehr genommen. 8203 Uneersund.ir und 400 Verwundete wurden zu Gesauzenen ->r- inacht und i ) -Ersöutze erobert. — Aus Antwerpen, das we.t» eingeßhiosien wird, machten am 28. d. M!s. 1 Divisionen einen Ausfall. Gleichzeitig übeesielen die Einwohner von Lowe» die unseren Truppen folgende Munition»- und Proviau:- tolonneu. Es besteht die Vermutung, dah dies auf höher: itzi, jung erfolgte. Ihren Wohnsitz büßte die Stadt aas diese Weise ein, wie zu erwarte» war. Der Ausbruch der i Division.» wurde vollständig zuriickgewiese». Ansprache des Kaisers. Nach dom grotzen Sieg unserer Truppen in Lothringen rer- sammelte, wie einem in Berlin eingetroffenen Bericht der Dort- i munbet „Tremonia" zu entnehmen ist, der Kaiser die beim Hauptquartier liegenden Truppen zu einer Parade und hiel: hierbei folgende Ansprache: „Kameraden! Ich habe euch hier um mich versammelt, um mich mit euch des herrlichen Sieges zu erfreuen, den unsere Kameraden in mehreren Tagen in heißem Ringen erfochten haben. Truppen aus allen Gauen halsen in unwiderstehlicher Tapferkeit und unerschütterlicher Treue mit zu dem großen Erfolge. Es standen unter Führung des bayerischen Königssoh- nes nebeneinander und sachten mit Glanz und Schneid Truppen aller Jahrgänge, Aktive, Reserve und Landwehr. Diesen Sieg danken wir vor allem unserem alten Gott, der wird UNS nicht verlaßen, da wir einstehen für eine gerechte und heilige Sache. Viele unserer Kameraden sind bereits im Kampfe gefallen. Sie starben als Helden fürs Vaterland. Wir wollen derse.ben hier in Ehren gedenken und bringen zu Ehren der draußen stehenden Helden ein dreifaches Hurra! Hurra! Hurra! Irniii Jolkplj an drn dklitlchtil Kailcr. Kaiser Franz Josef hat an Kaiser Wilhelm solgendes Telegramm gesandt: Die herrlichen, den mächtige» Feind niederwersenden Siege, welche das deutsche Heer unter Deiner obersten Führung erkämpft hat, haben ihre Grundlagen und ihren Erfolg Deinem eisernen Willen zu danken, welcher das wuchtige Schwert schärfte und schwang. Dem Lorbeer, der Dich als Sieger schmückt, möchte ich das hehrste militärische Ehreiizeiche», das mir besitzen, anreihen dürfen, indem ich Dich bitte, das Großlreuz meines militärischen Maria-Thcresten- ordens als Zeichen meiner hohen Wertschätzung in treuer Was- senbrllderschast annehmen zu wollen. Die Insignien soll Dir. teuerer Freund, ein besonderer Abgesandter überbringen, sobald es Dir genehm ist. Wohl wisiend, wie sehr Du und Dein Heer die genialen Leistungen des Generals der Infanterie v. Moitke zu schützen wißen, verleihe ich ihm das Kommandeurlreuz des militärischen Maria-Theresienordens. (betreu bis in den Tod. Seiner Majestät kleiner Kreuzer „Magdeburg" ist bei einem Vorstoß im Finnischen Meerbusen in der Näh: der Insel Odensholm im Nebel aus Grund geraten. Hilfeleistung durch andere Schisse war bei dem dichten Nebel unmöglich. Da es nicht gelang, das Schiff abzubringen, wurde cs beim Angriff weit überlegener russischer Streitlräste in die Lust gesprengt und hat so einen ehrenvollen Untergang gesunden. Ilnter dem feindlichen Feuer hat das Torpedoboot „V 28" den größten Teil der Besatzung des Kreuzers gerettet. Di: Verluste von „Magdeburg" und „B 28" stehen noch nicht ganz fest. Bisher gemeldet: Tot 17, verwunde! 21, vermißt 85, darunter der Kommandant der „Magdeburg". Die Geretteten werden in einem deutschen Hafen eintresfen. Die Verlustliste wird sobald als möglich herausgegeben werden. Der rcoMlilflif (Wola dts ijßkm'ch'.ichkii Siim Wien, 27. August. Die hiesige Preße spricht ihre Genugtuung darüber aus, daß die Russen nach den anmaßenden Acußcrunge» Easonows in der Reichsduma von dem absichtlich verächtlich behandelten Oesterreich se'lche Schläge bekommen, die die Uederlegenhcit unserer Waffen beweisen. Der moralische Eindruck aus die slawische Welt und den Orient sei oiclleichl noch hoher zu bewerten als der strategische Erfolg. Vit tirüfn srroaicn und (Tidjfrfirn. Prag, 27. August. „Rarodnr Listy" verweise» in einem „Die treuen Kroaten, die neuen Tschechen" betitelten Artikel auf die Nachrichten über die bewundernswerte Haltung kroatischer und tschechischer Regimenter aus dem südlichen Kriegsschauplatz und zitieren den Agramer „Obsor", der darüber n. a. schreibt: „Es ist wahr, daß die Kroaten gegen verschiedene Regierungen. welche die kroatischen Länder verwalteten, in Opposition gestanden haben. Aber selbst dann, als alle kroatischen Parteien in Ichärsstcm Kample mit dem System bcgriilen wa- W». *01 teil, beroiefen sie i« jeder ihrer Kundgebungen und in allen ihren Taten, datz sie unerschütterlich bei dem Throne Seiner Majestät stehen, eingedenk ihrer Vergangenheit, ihrer Kultur und ihres Eides," Wir drucken, so sagt das Blatt, diesen am Geburtstage des Monarchen erschienenen Artikel ob, nicht nur wegen seine» unmittelbaren Zweckes, sondern auch deswegen, weil das, was darin von dem kroatischen Volke gesagt wird, in gleichem Matze auch von dem tschechischen Volke gilt, non unserem Verhältnis zum Thron und zu den, crlauchlcn Herrscherhause. Maulhelden. Amsterdam, 27, August, Der englische Ministerpräsident Asquith schlug dem Unterhaus vor, König Georg solle an den König der Belgier eine Adresse richten, worin er erklären solle, England sei fest entschlossen, auf jede Weise die Unabhängigkeit Belgiens zu unterstützen und das öffentliche Recht in Europa zu bewahren. Welchen Schutz die Unabhängigkeit Belgiens bei England gesunden hat, haben die letzten Wochen gezeigt, Datz der englische Premier nach den unerhörten Völkerrechisbrüchrn Secräubercien und dem schamlosen System, den Krieg zu einem Raube des Privateigentums auch zu Lande auszunutzen, von der Entschlossenheit Englands spricht, das öffentliche Recht in Europa zu schuhen, mutz selbst den in Staunen sehen, der die britische Tugendheuchelc! als ein Requisit der englischen Politik als etwas Gegebenes hingenommen hat. Die „Times" vom 12, August enthalten folgende Darlegung ihres Militärfachmannes: Der Feldzugsplan Kitcheners basiert aus der Notwendigkeit, sich für einen Krieg von langer Dauer vorzubereiten. Selbst wenn alle unsere Verbündeten zerschmettert sind, so werden wir den Kampf sortfetzen, bis der Feind am Boden liegt, England ist wie die Dogge, die den zermalmenden Griff ihrer Fangzähne nicht eher lockert, bis die Beute wehrlos ist. Dazu ist zu bemerken, datz es auch Doggen gibt, die alt geworden sind, deren Zähnen verfault sind und nur noch locker im Maul sitzen. I Erbprinz Lnitpold v. Bayern f. München, 27, Aug, Erbprinz Luitpold von Bayern ist heute in Berchtesgaden verschieden. Er war an einer Halsentzündung erlrankt, Erbprinz Luitpold ist der älteste Sohn des in den letzten Tagen viel genannten Heerführers, Kronprinzen Rnpprccht und oer Herzogin Marie Gabriele in Bayern, Prinz Luitpold war in Bamberg am 8. Mai 1901 geboren, stand also im 11. Lebens- jahre. Die „Norddeutsche Allgem, Zeitung" schreibt zu dem Ableben des Pri-rzcn Luitpold von Bayern: „Als ein schwerer Schlag trifft das Ableben des jungen Sprosses aus dem Hause Wittelsbach den Kronprinzen Rupp- recht, die Königlichen Erotzeltern und das ganze bayerische Herrscherhaus, Mit den Leidtragenden teilt das Bayernvolk den tiefen Schmerz über den herben Verlust, den sin unerforjch- lichcr Ratschlutz der Vorsehung gefügt hot. Aber auch autzer- halb Bayerns wird in allen Gauen des deutschen Vaterlandes die Kunde von dem Hinscheiden des jugendlichen Prinzen, der zu den schönste» Hoffnungen berechtigte, herzlichstes Mitempfinden wecken," Der nun»ie"rige Erbprinz ist der 9 Jahre alte, am 3, Mai 1905 zu München geborene Bruder des Verstorbenen, Piinz Albrccht Luitpold Ferdinand Michael von Bayern. Ein liehnslMsnitritr Erial! kg Kankisiminsttrs. Mit Freuden wurde es allerfeits begrüßt, daß unsere Behörden fest zugegrisfen habe» und den Versuch, die R»t der Zeit noch durch eine willtürliche Steigerung der Preise für Lebeus- und Bedarfsmittel unjercr Bevölkerung zu vergrößern, im Keim erstickt habe». Zu diesen Versuchen gehören aber nicht nur die Preissteigerung, auch in anderer All rann der Bezug der Waren erschwert und somit eine Knappheit, die wieder zur Verteuerung führt, erzielt werden. Das ist das Versagen eines jeglichen Kredits, wie es von verschiedenen Großsirmen grübt wird. Man weiß, datz unser gesamtes Gc- schäftslebe» «um große», wenn nicht größten Teil auf den Kredit aufgebaui ist. Wie soll nun ein kleiner Geschäftsmann, der selbst durch die Kriegsereignisie in Mitleidenschaft gezogen ist, auf einmal alles in bar bezahlen könne», Manche Eroßfirmcn gehen darin fo weit, daß sie sogar von Kunden, mit denen sie niitnnier 20 Fahre und noch länger in Eeschüstsveibindung gestanden haben, selbst bei Ileinen Postsendungen Barzahlung verlangen. Aber in noch einer anderen Weise erschweren einige Großsirme» den Warenbezug: sie verlangen nämlich die Ab- aahmc der Waren in einer Menge, die für Keine Geschäftsleute oft viel z» groß ist und die ebenfalls weit über das Maß dessen hinausgeht, was in gewohnter Weife i» normalen Zette» bezogen worden ist. Auch das erschwer! den Warenbezug and ist zu verurteilen. Es ist deshalb mit Freuden zu begrüßen, daß sich der Han- bclsminister in einem Erlaß, wenigstens gegen den einen Mißstand, gegen die Kreditwährung, wendet. Die betr, Verfügung lautet: Der Minister für Handel und Gewerbe hat, so wird amtlich bclannigegcbeii, aus vielfachen Beschwerden ersehen, daß zadl- reiche Gewerbetreibende ihren Abnehmern mitgeteilt haben, sie könnten jetzt Lieferungen nur noch gegen Barzahlung ausführen. Die Forderung der Barzahlung im Verkehr zwischen Kausle»- fc» kann unter Umstünden durch den Zwang der Verhältnisie ^rechtfertigt sein: sie darf aber nicht ahne dringende Rot zw» »llgenieine» zeschustlichrn Grundsatz erhoben werden, da hier, durch das gesumte Wirtschafislebe» schwer gefährdet wird. Die nachdrüc liae Mahnung, die der Deutsche Handelstag soeben an seine Mitglieder gerichtet hat, weist mit Recht darauf hin, daß, wer dnrch sein unnötig rigorose, Verhalten die Jnteressen der Allgemeinheit verletzt, Gefahr läuft, datz ihm felbst von den Banken, insbesondere der Reichsbank, der Kredit entzogen oder wird. Der Minister erwartet, daß alle beruieucn «Heue atageszenunx. tfteuag. Den 28. Axgojt 1914, Stellen die Mahnung nachdrücklich unterstützen, Datz an die Einsicht der Beteiligten nicht umsonst appelliert wird, zeigt übrigens ein Rundschreiben von angesehenen Firmen des Berliner Ecsenwarrnhandcls, die unter Ausgabe des anfangs eingenommenen schroffen Standpunktes die Frage der Kreditgewährung der Vereinbarung im Einzclfall Vorbehalten wollen. Hoffentlich bedarf es gegen den zarten, oben gerügten Mißstand keiner weiteren behördlichen Mahnung, sondern es genügt, wenn öffentlich darauf hingewiesen wird. (fin Jepptli» -iu kr Arbeit. Zerstörung der Gasanstalt. Im Anschluß an bic Meldung von dem Erscheinen eine? Zeppelins über Antwerpen möchten wir noch bemerken, daß es dein Luftschiff gelang, diirch einen wohlgezielten Wurf die Gasanstalt zu zerstören. Man koniite die Wirkung die- ses Wurfes daran erkennen, daß plötzlich sänitliche Lichter in einer Hälfte der Stadt erloschen. Der Zeppelin wurde von den Belgiern heftig nnter Feuer genommen, jedoch »ich! ge- troffen, und traf gänzlich unversehrt am 28. morgens um 4 Uhr auf dem Hei,»weg über Lüttich ein, Streng aber gerecht. Straßburg i. Elf., 27. Aug. (SB. T.-B,), Die „Mär- chiiiger Nachrichten" melden aus Dahlheim in Lothringen: „Nachdem ain 20. August aus Häusern der Ortschaft limter- rücks auf unsere Truppen geschossen worden war, wurde aiif Befehl das Dorf in Grund und Bvdru geschossen imd dein Erdboden gleichgemacht, Dahlheim lag im Kreise Chateau- Satins und zählte 286 Einwohner." Von der Ostgrenze Galiziens. Rcitergrsechtc. — Ein heimtückischer Ncörrfall. Wien, 27. Slug. (W.T.B.) Ans dem Kriegspress.'ga n» tier wird amtlich gemeldet: Eine hervorragende Waffenrat der ans Honved-Kavallerier bestehenden 5. Kavallerie-Di- vifion wird nachträglich bekaiiiit. Die Division hatte am 16, August die schwierige Airfgabe erhalten, die russische Grenz- silherung am Sbruz zu durchbrechen, um feftznstellen, ob sich daliiuter stärkere Kräfte befänden. Boi Satanow gelang die Erzwingung des Uebergangs nnd der Einbruch in russisches Gebiet. Die Kavallerie stieß südwestlich von Kuzinin auf überlegene feindl, Kavallerie, die von Infanterie unterstützt wurde. Der Feind wurde trotzdem von den Ungern in die Flucht getrieben, Ti« Verfolgung kam erst am nächsten Abschnitt des Swetriz-Baches zui» Stillstand, wo sich bei Goroüek russische Verstärkungen festgesetzt halten. Obwohl ein Angriff nicht Sache der Reiterei war. griffen die Honveds doch den Feind in seiner befestigten Stellung an, wobei sie größere Verluste erlitten. Der Kampf bewies, datz in dieser Gegend sich stärkere russische Kräfte befanden. Nach der Lösung ihrer Ausgabe quartierte sich die Division bei Satanow ein. Nachts überfielen die Ortsbeivohner, ver- niiitlich verstärkt durch versteckte Soldaten, die schlafenden Honveds. von denen eine Anzahl getötet wurden. Daraufhin wurde der Ort strafweise niedergebrannt. Rach dem Vorfall sanimelte sich die Honved-Divifion wieder voll'om- nien schlagfertig. Eine genaue Angabe der Verluste während de? Vorstoßes nnd infolge des Ueberfalls ist noch nickst mögstch, da sich einige kleinere Abteilungen lind einzelne Reiter erst ans einein weiten Uinweg dem Gros anschließrn können. Oesterreich und Italien. Wien, 27. August. Das offiziöse „Fremdenülatt" tritt der Auffassung entgegen, datz der Dreibund erschüttert sei, weil Jtnlien neutral bleibe. Wenn Italiens Stelliuig t:n Mittclmeer befestigt werde, sei das auch für seine Blindes- genosten wertvoll. Seit deni KriegsanSbruch ist dies die erste sympathische Aentzerung gegen Italien, ans der auf eine Klärung des Verhältnisses- geschlossen w"* - *—. De? italienische Botschafter kehrt nach Berlin zurück. Rom, 2l>. August, Botschafter Bollati ist heute Vornrittag nach Berlin abgcreist. Das ist eine Nachricht, die wir mit besonderer Genugtuung begrüßen zu dürfen glaube». Verschiedentlich wurde hier schon im Laufe dieses Jahres hervorgehoben, wie aufrichtig, eifrig und verständnisvoll Herr Bollati für dis Festigung und Vertiefung der deutsch-italienischen Beziehungen unausgesetzt wirksam z» sein sich bemühte, Ass er vor wenigen Wochen nach Rom reiste, haben wir das beton! -mb waren sicher, uns nicht zu täuschen. Die Rückkehr Herrn Ballacks ei folgt nunmehr, nachdem di- Periode des Wartens zu Ende gegangen ist und eine Reihe glänzender deutscher Ersosge auf dem westlichen Kriegsschauplätze Zweifeln und Ungewißheiten anderwärts über den Gang der Dinge jeder Baden genommen worden ist, Während der letzten zwei Tage sind — nach längerer Pause — in kürzester Folge eine Anzahl italienisch:r Regierungserlläriingen erschienen, die alle ohne Ausnahme bezwecken, deutsche und österreichisch-ungarische Ztveiscl an der Aufrichtigkeit und Festigkeit der Reutraliät Italiens zu zerstreue», Mmster-Krist und Mid in frnnkrfiiJj. Pari s, 27, August, In der Absicht, dem Ministerium eine breitere Basis zu geben, hat Ministerpräsident Diviani gestern dem Präsidenten dce Republik das Entlassungsgefuch des ganzen Kabinetts überreicht. Der Präsident hat es angenomnicn und Viviani mit der Neubildung des Ministeriums beauftragt. Am Abend unterbrettete Viviani dem Präsidenten folgend« neue Ministerliste: Präsidium: Viviani (»hne Portefeuille), Justiz: Briand, Auswärtiges: Deleasse, Inneres: Malvy, Krieg: Mil- lerand, Marine: Augagnene, Finanzen: Ribot, öffentl. Unterricht: Sarrant, öikentliche Arbeiten: Scmbat, Handel: Thom- ©etft 2 ' . ........----ynimnn JJ1D10. Minister ohne Portefeuille: Jul, Euesde, Zum Gouveineue von Paris ist anstelle des Divisionsgeneral Michel Gen-ral Gallien! ernannt worden, Michel hatte um ein Kommando unter Eallieni g-b-ien. Morgen soll ein Erlaß im Amtsblatt crcheineu, der provisorisch für die Kriegsdauer gestattet, bei dr-r Beförderung von Offizieren vom Dienstalter abzusehcn, (Soweit >ft man also schon in Pnris! Dann wird raohl auch ^die Revolution nicht mehr lange aus sich warten lassen. Vanderbilk über den Krieg. Eiuein Mitarbeiter der „Breslauer Zeitung" hatte in Genna ein Gespräch mit dem Ehef der berühmten amerikanischen Finanzdynastie Banderbilt. „Bon allen kulturellen Erriingenschaften der deutschen Nation abgesehen," sagte Vanderbilt. „die einzig in der XMt dastehen, und die auch von England nie und niniiner über- troffen iverden können, hat kein Land ein so grotzes Lebens- Interesse wie Nordamerika an dem Wohlerg. ... Den sch- lands, Unter keinen Umständen können wir uns unsere» besten Kunden totschlagen lassen. Unsere Handelsbezieh, ungen mit Deutschland sind zu stark und zu innig, als daß ein Schlag, der Deutschland ins Herz träfe, nicht auch uns treffen und tödlich verwunden würde. Ich stehe nicht an, es als die größte Schmach des 20. Jahrhunderts zu bez-ckch- nen, daß England seine Hand zu dem ungeheuerlichsten Verbrechen geliehen lmt, das seit Bestehen zivilisierter Nationen von durch verblödendem Fauatisinus und gehirnkrankem Chauvinismus geeinigten sranzösisch-dekadenten und russisch- barbarischen Völkern verübt worden ist, und ich bin überzeugt, daß die Geschichte ihr einstimmiges Verdammungs- urtoil gegen die Staatsmänner in England noch mehr aus- drllcken wird, als Frankreich nnd Rußland. Ich kann viir nickst denken, daß die englische Regierung ihr Volk lange hinter sich haben wird. Ich glaube weit eher, daß dieses Volk de» veranlwortlickien Staatsinännern über ein kurzes den Prozeß nracheu und daß England den Krieg am ehesten einstellen wird. Denn nächst Amerika hat England daS eminenteste Interesse an der Erhaltung Deutschlands. Das degenerierte Frankreich ist loert für den Untergang. An Frankreich verliert Slmerika ebensoviel nnd ebensowenig wir an Rußland, das für uns denJnbegriff alles Scheusäligen bildet, Unsere Wünsche begleiten Deuffchland, daß es durch diesen Ozean von Blut und Elend hindurch sich die Kraft bewahrt, ein neues, herrliches, sriedferftges Europa unter deutscher Führung zu schaffen. Wer so viel Kulturgüter hervorgebracht hat, wer durch Disziplin, Organisation, Fleiß und Schöpferkraft die rückhaltlose Bewunderung von Gegenwart und Ziikuiist heraussordert, der hat das volle R:cht, zu leben und zu gedeihen. Ich müßte an Himmel und ewiger Gerechtigkeit verzweifeln, wenn dieses Deuffchland durch einen einzigen ruchlosen Akt der Barbarei zugrunde gehen sollte." Englische Henker. Die offizielle englische Mitteilung über den Untergang des „Amphion" macht das folgende edle Geständnis: Die von der „Königin Luise" zunächst geretteten, dann gesanden genommenen überlebenden deutschen Mannschaften wurden unten im Vorderraum des Kreuzers „Amphion" eingesperrt. Als der „Amphion" dann aus die deutsche Mine auflies, wurden, nach dem britischen Communique, die zwanzig Deutschen im Vorschiffe „also buchstäblich von ihrer eigenen Mine zerrissen." Dazu die folgende Erläuterung: Wenn ein Schiss ans eine Mine läuft, so sind 98 Prozent Wahrscheinlichkeit daftir vorhanden, daß es mit dem Vorderteil die Mine berührt, und sie so zur Explosion bringt. Andere Teile des Schiffes würden meist »ur dann in Betracht kommen, wenn es rückwärts fährt, oder bei hartem Drehen mft einer seiner beiden Seiten gegen eine Mine stößt. Das Normale ist aber dic Berührung von Mine und vorderstem Teile des Schiffes, eben weil die Vorwärtsbewegnng des Schiffes normal ist. Der Kommandant des „Aniphion" wird nach Zerstörung der „Königin Luise" der Ansicht gewesen sein, daß es dem deutschen Dampfer gelungen sein werde, vorher eine Anzahl Minen zu legen, daß der „Amphion" somit mit der Möglichkeit rechnen müsse, in jenen Gewässern auf eine Mine zu stoßen. Da sollten dann, so hat der edle und ritterliche Ka- pitän des „Auiphion" kalkuliert, zunächst die gefangenen Deutschen daran glauben. Er ließ sie unten im vordersten Rani» unterbringen, also da, wo sie beim Auftreffen des Schiffes auf eine Mine deren Wirkung unmittelbar auSge- seht sein mußten. Der edle Kapitän hat richtig gerechnet, und so konnte das amtliche Communique freudig berichten, die ans, dem „Amphion" gefangenen Deutschen seien „buchstäblich von ihrer eigenen Mine zerrissen" worden. Das sind die Engländer, das Volk, welches sich als da» von Gott anserwählte ansieht, das gewohnt ist, mit den Tönen heiligster Entrüstung über „Greuel" aus dem Balkan oder anderswo zu sprechen, das „mit der Bibel in der Hand im Dienste der Meiischlichkeit die Welt erobert hat?' Die raffiniert vorbereitete Hinschlachtnng der gefangenen Deutschen auf deni „Amphion" soll dem „stammvee- wandten Volke" ebenso wenig vergessen bleiben, wie das, was geschehen ist nnd alles das, was noch geschehen wird. Bekanntgabe der Verluste. Berlin, 26. August, Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht folgende Bekanntmachung de» Ministerinins der Innern: Jin Interesse einer schnellen nnd zuverlässigen Bekanntgabe der Verluste der Armee wahrend des gegenwättigen Krieges sind folgende Einrichtungen gettosfen worden: Erstens, di« Bertnft- liften werden als Anlagen de» „Deutschen Reicheanzeia:r»" *>. m a»b der „KönigNch Preußische« Staaksanzeigers" »u&rtke» wird jeder Stelle, welch« da» «rmeeverordnunzsbl, erhalt, ein Exemplar der Verlustliste überwiesen. Zweiten,, den Landräten wird ein« Anzahl Exemplare der Verlustlisten übersandt werden, um dieselben in ihren Bureau, und den Ktädten ihre, Bezirkes ösjentlich auszulegen, In de, Stadt- kreisen erhalten sowohl die Magistrat« als auch di« etwa vorhandenen königl, Polizei Verwaltungen Verluftlisten zur öflent. lichen Auslegung, namentlich in de, Bureau, der Palizeir«, viere. Drittens, in allen Kreisen (Sand- »nd Stadtkreisen) werden die Namen derjenigen Toten und Berwundetrn. welche den betreffenden Kreisen angehören, ausgezogen werden. Diese Auszüge sind neben den allgemeinen Verlustlisten öffentlich und den Redaktionen der Kreirblatter. sowie den übrigen im Kreise erscheinenden Tageszeitungen behus, Veröffentlichung mitzuteilcn. Viertens, im übrigen ist die Einrichtung von Post- und Einzelabonnement, aus die Verlustlisten beabsichtigt. Näheres hierüber wird öffentlich bekannt gemacht werden. Wie bie erfic Vattmc erobert mürbe. Die „Schlesische Zeitung" veröffentlicht folgenden FcldpoN- hrics eines Offiziers an seine Eltern in Schlesien: Geliebte Eltern- Don meinem ersten Gefecht, meiner Feuertaufe, habe ich Euch zwar schon geschrieben, doch will ich Euch heute noch Näheres davon erzählen. Also Sonntag, den g., wir saßen gerade beim Morgenkaffee, erschien ein angeschosiener und herrenloser Dragoncrgaul im tollsten Galopp bei uns im Dorfe: gleichzeitig hörten wir aus der Gegend unserer Feldwache mehrere Schüsie fallen. Die Konipaguie wurde alarmiert und der Hauptinann, in der Meinung, es wären einige Kosakenpatrouillen wie'alle die Tage vorher, schickte mich mit acht Radfahrern der Komagnie gegen den Wald vor, um diese zu vertreibe». Ich fuhr los und wurde ungefähr -100 Meter vom Dorfe entfernt von einem Maschinengewehr beschosien. Wir war sen di «.Näder aus die Straße und nahmen zusammen mir der Feldwache, die von der Ucbermacht zurückgedrängt aus das Dorf zurückging, das Feuer aus, Run merkten wir erst, daß cs sich nicht um ein paar Patrouillen handelte, sondern um eine weit größere lledermacht. Es waren in Wirklichkeit vier Kavallerie Regimenter mit acht Maschinengewehre» und zwei reitenden Batterien, Inzwischen hatten dir Russen immer mehr eingesetzt und wir mußten wohl oder übel uns aus die Komagnie, die bereits den Schützengraben am SLdrande der Dorfes besetzt hatte, zurückziehen. Dieser RLckzng a»s die Kompagnie war nun allerdings kein sonderliche, Vergnügen: da, Majchinengcwehr und die dabei liegenden Kosalen überschütteten UNS mit einem rasenden Schnellfeuer, er psijf und summte um uns herum, wie ein Bienenschwarm, Die Kerle schossen aber jo hundsgemein, daß wir trotz der kritischen Lage über eine derartige Patronenoergeudung doch lachen mußten. Wir kamen alle unversehrt tm Schützengraben an: inzwischen hatten die Russen unseren rechten Flügel umfaßt und wollten uns auf- rollen. Vor unsere« rechten Flügel fuhr jetzt 600 Meter ve-r da^Dorf'z'u'beschießen, ''Ü^ie^'tt«ch-^.^-kina au, wir zuerst sprachlos. Unsere Batterie, diedrcht chdl.ch de, Dorfes stand. hatte natürlich auch sofort dre russische «nutz und schoß sie binnen 2V Minute, mit mathcmatncher Genauigkeit zusammen. Nun bekamen die Russen doch Angst nnd halten >hre P,atzen, um sich au, dem Staube zu machen, und nun mar es unsere Kampaguie. die ihrem K-rserpr«; Ehre machte „nd die Batterie sestnagette: all- sechs Gespanne srelen unter unserem wohlgezielten Feuer. Am 8. August sollte inc ,es Jahr der Kaiserpreis geschossen werden, und am 9 ha- den wir die erste seiudliche Batterie im K-rege «• obert Di- ander- russische «->«--'« «°b nur ern.g. Schuge - ab und riß dann aus, sonst hätte sie am Ende noch das Schicksal ib'» Schwester ---teilt. Aber -- grn« doch e.n Au,, atmen durch unseren Schützengraben hindurch, als °»r um ,er° eigene Artillerie horten, denn sanft war- es uns dach noch übel ergangen, . An diesem Tage focht unser, Kompagnr, und di-Salst- «iver anderen zusammen mit einer Batterre eines Feldart.l- leri. Regiment, gegen vier russisch« «-oallerre-Negirnentex zwei Batterien und acht Maschrnengewehre. Dr. Russen gingen >n voller Finch« über di- Grenz, zuruck -adließenllö Tote und 8 Verwundete zurück, Dre, volle L-,t-rwage mit Verwundeten schleppten fi- noch mrt fhft Sonntag habe, sie uns in Ruhe getanen, Wir hatten Tote und 17 Bermn.dete, alle von unserer Kompagnie. Humor in ernster Zeit. ^cr '.Kladderadatsch" bringt folgende Dlütenlese ou» »em Anzeigenteil de? „Europäisck«. Anzeiger, von löt t . Byrieilhastes Angebot! Staate» mit nickt toeniger °l? l00,000 La->d-ski»d-r dre Derrtfchlcmd noch nialt den Krieg erklärt haben erhalten d nötige» Formulare zu SriegserNaruugen ^n^rsad der Druckkosten bei der Unterzeichneten «rinna, auch w ihnen, wenn gewünscht, die anzugcbcnden Grunde zum Selbstkostenpreis nack-geliefert. Daselbst werden auch d,P- De^ikhuc,nen auf Abbruch abgegeben. Alle Re lektanten werden von der Firma gegen «rieg?ick^denl.wr- ichcrt und erhalten im Jnvaliditütsfallc ^>nen Anspruch aus moralische UnterstntmnG Tarrchaus r.^' GEdk^.kh eine Mission Siegesnachrrckten. Beste Referenzen „Agence Havas" und -«euterS Dure.au". Tie Sextual- (vorm. Tripel-) Entente G. m. b. V-. Versickerung auf Gegenseitigkeit, durch ihren Teschliitsfnhrer I. Bull, ' Ich war neutral, aber ich litt heimlich an der franzojrs-^n K-onkheg o>e meinen Dillen löhnst« »*i> "»•* rmt Zerruttuna meine Me«« Brrrra», de» r». xgl» Äiderstemdskrast bedrohte. Linste geHtige und feelr,che «Störungen — Unfährgkrst zu selbständigem Denke». Dahn- Stellungen. Neigung zu Tobsuchtsansällcn und Greuel- ™ — kamen bald hinzu. Da wurde nnr noch zu rechter Zeit mit Emmich s Wuvdbalsam (allem echt in der Ger- mania-Trogerie zu Lüttich) gründlich der Kops gewaschen und sofort Irak eine Erleichterung ein: jetzt bin ich von dem Uebel schon ziemlich befreit, doch sind noch weitere Einreib- ungen. wenn nöttg, vorgesehen. Allen, die an Franzosen" leiden, dringend zu empfehlen. Mr. La Belge, Wallonenberg 7 Gens- an uniere tapferen Zähne. (Stuf die Schlachten bei Metz, . . .) Wild wüteten die heißen Schlachten — Der Feinde frevelhaftes Trachten. Es mutzte hin. Mit klugem Sinn Hist» Gottes Hilfe ward'? vernichtet, Und allen Deutschen fei's berichtet! Ehre unser« tapfern Söhnen I Sie gaben willig Leib und Leben. Ten, Vatcrlaiide galt ihr Streben. - Mit frommeni Mut Und teurem Blut, So haben sie den Sieg errungen. Ihn loben hunderttausend Zungen. Ehre unfern tapfer« Söhnen! Die Glocken rrefen's von den Türmen, In brausenden, gewaltigen Stürmen Klang es durch s Land. Znm fernsten Strand Ist dieser hohe Sieg gedrungen. Nie haben Glocken so geklungen, Ehre unsern tapfern Söhnen! Froh wehten deutsche Siegesfahnen Und kündeten ein großes Ahnen, Dem deutschen Geist. Ein jeder preist Ergeben Gottes weises Walten, Ter Deutschlands Größe will erhaltet Preis und Ehre Gott im Himmel! Albert Wolf, Semingr.iA, Das deutsche «Herz. Ich kenn' ein Herz, das euch den Frieden wahres, Das euch besilsirrnt in grrab’ und bittrem Leid. Gehorsam pflanzt in eure deutschen Herzen, Und lindert euren Schinerz in schwerer Zeit. Mit seinem Leben schützt es euer Leben. 28„f -iber euch bei Tag und Nacht, Den Feind vernichten voller *-«,—- ... Dies Herz trägt Blut von eurem eignen Blute, In wilder Sturmesstunde einst gehorch. Bringt willig Opfer feinem Daterlande, Zinn Kämpfen imd zum Siegen auserkor'n. Ein Herz so groß, ein Herz so treu ergeben Ist Deutschlands Macht und löwenkühnes Herr, Ihm dienen freudig Deutschlands edle Söhne, Zu deutschen' Ruhm und deutscher Macht und Ehrl G. Hanieister, Uiitrroff, d. Landw. Ers. Komp. 2 Eisenbahn Regiu'ent Nr. 3, Hanau a, M. Aus der Heimat. ' Friedbrrg. 28. Aug, Ankunft verwundeter Krieger! Gestern Abend sind wicdcrrim 102 verwundete deutsch- Soldaten hier angekommeu. Die leichter Derwun- deten begaben sich zu Fuß in die ihilen angewiesenen Laza- rette, während die schwerer Getroffenen auf Tragbahren, in Wagen und Autos dorthin gebracht wurden. Die Braven wurden allseitig freundlichst begrüßt, sie winkten, so schwer es auch oft fiel, dankbar den Grüßen zu. Hcrvorgehobcn muß die Vorzug!ick« Organisation des Roten Kreuzes wer- den. Dank der getroffenen Maßnahmen waren in etwa S A Stunden sämtliche Verwundeten ausgetaden und in die Spitäler gebracht. Auch de» Mannschaften des hier einquar- tiertcn Teiles des Eisenbalin-Regiments, die sich beim Her- austragcn der Verwundete» vom Bahnsteig hilfreich belä- tigten und den Auto- und FuhrwerkSbesitzern, die ihre Da- gen zur Verfügung gestellt hotten, gebührt aller Dank. .Die Stimmung der Verwundeten ist übrigens ein ganz vorziig- liche. Als gestern früh die ersten Verwundeten ankamen, waren sie müde und abgespannt, was bei einer so langwah- renoen Fahrt, verwundet und auf hartem Stroh liegend nur zu begreiflich ist. Kainu waren sie gewaschen, mit sii schon Heniden versehen und lagen in den reinlichen Betten, da kmnen die Lebensgeister. Warmer Kaffee mit Brödchen tat ein übriges. Alle wollen wieder zurück. Ein Krieger stellte bei dem Anlegen des Verbandes an den Arzt die Frage, ob er in 14 Tagen wieder gesund sei. Ans die bejahende Antwort fügte er hinzu, er müsse unbedingt bis dahin gesund sein, denn in 14 Tagen ging's in Paris hinein „nd da müsse er dabei sein. Ms bei einem anderen saugen .Helden sich eine schwere Bcinverwnndung zeigte, schrie eine Pflegerin erschreckt aus. Als ihr das verwiesen wi'rde, meinte der Wackere: Lassen Sie doch! Ick» weiß ja. daß ich ein Bein verliere, aber ich inache mir nichts daraus: :ch habe Seite 3 es sür's Vaterland verloren!" Wo ein solcher Hoher Mut unsere Krieger bcjeclt. da in u ß sich der Sieg an ,.»! m - Fahnen heften. Friedbrrg, 28. Aug. Wir erhalten heute die ,-r-re::- licke Mitteilung, daß Herr Major Gudcwill nisir, r le hier verbreitet war, durch 2 Bauchschüsse schwer vernir: - worden ist. Herr Major Gudewill ist vielmehr nur an der Schulter l e i ch t v e r w » n b e t. Er ist zur Zeit in Kol- lenz. Wir hoffen ihn bald wohlauf! * Fricdberg, 28. Aug. Wie uns von Gros», gesuudbeitSauit amtlich mitgeteilt wird, müssen alle nen, die mit Verwundeten, Kranken oder Gefallenen in Berührung kommen, sich einer Schutzimpsiing unlerziehcn, :nt!» ck« im Bürgerbofvital Samstag, den 28. August, nach:,: :>ags 2 Uhr sür Damen und 2y« Uhr für Herren twrg. e, tverden soll. " BUliel, 28, August, Beigeordneter Herget, - meift nicht allzuschwer. Verschiedene Ossiziere des Regimen!'- darunter Oberst v, Oven ist gefallen, doch sind die Verluste na-!> Bericht von Augenzeugen lange Nicht so schwer, wie noch einem hier stark verbreiteten Gerücht anzunehmen war. — Wie ui,<- einer in den Lazaretten tätigen Arrzte vcrsiihert, ist die viel- sach zum Ausdruck gekommene Befürchtung, „ach welcher sie in dem französischen lxeschoß enthaltene Spitztugel ans Kupfer und deshalb wegen der bei einer Verwundung eintretenden Orydie- ruiig und effolgenden Vergiftung unbegründet und hat aas Geschoß bisher keinerlei besonders gefährdende Folgen gezenlgi, Darmstadt, 27. Aug. Tot ausgefiinden wurde >e>ckc nacht in seinem Bett gegen 1 Uhr kurz darauf als rr fid medergelcgt hatte, der prakt. Arzt Dr. H. Schmitt in A-l-, I- gen bei Tarmstadt. Soweit bekannt gelten die Verhält»isse für geordnet, doch ist Untersuchung über die Ursache in, Gange. Wie wir erfahren kain die Frau, rnit der er seit zwei Fahren vcrheiratei ist, als sie einen Sckfuß hörie, in d,-s Zimmer und fand ihren Mann niit einem Schuß in die Schläfe schon enffeeli vor. Der Browning lag daneben. Man sucht den Unfall dadurch zu erklären, daß Sch. die Gewohnheit gehabt hätte, wegen der Kriegsverhältnissc abends men Revolver unter sein Kopfkissen zu legen und daß der Schuß anscheinend dadurch losgegangen sei, daß Sch. an den Abzug gekommen sei, was allerdings bei einer derartigen Schußwaffe wenig Wahrscheinlichkeit für sich hat. Man muß das Ergebnis der Untersuchung abwartcn, Sck,. war der einzige hier »'ättge Arzt, nachdem seit einiger Zeit d - ,-ite hiesige Arzt in den Krieg einberusen wurde. Frieaoreg, . mm man das städtische Schwimmbad ftmun,-- ,. Wie bekannt gemacht wurde, ist cs nur noch Freitag und Samstag tagsüber, Sonntag und Montag je % Tag offen. Dies geschieht zu einer Jahreszeit, bei einem Wetter und bei sanitären Zeitverhältnissen, wo der Wunsch und das Bedürfnis aach einem Bad besonders gercchtsertigt ist. Was tann man als Grund angeben? Kohlenmangel ist als solcher nicht stichhaltig. Ebenso lann es kein Grund sein, zu sagen, cs rentier- nicht, wenn, wie an einzelnen Mobilmachungstagen, di- Frequenz einmal etwas nachläßt. Muß gespart werden, so wäre die» doch besser >m Winter angebracht. Zudem haben wir es hier doch auch nicht lediglich mit einem spekulativen Unternehmen zu tun, sondern mit einer Anstalt, welche die Oesscnilichleit zum Wahle der Allgemeinheit geschaffen hat. Wird die Rentabilität durch solche Maßnahmen eine bessere werden? Was sage» di- Abonnenten dazu, Wie gehl es mit den auswärtigen Badegästen und Schülern ? k— Berwundeten-Pslege. Nicht lang- mehr wird es dauern, bis manch tapferer Stteiter, der siegcsgewrß und srahen Mutes i» den Kampf zog, mehr oder minder schwer verwundet ans dem Schlachtgctümmel heimtehrt. Schon jetzt rüsten Hundert- tausende von Händen, in liebevoller Pflege diese Helden ver- gessen z» lassen, was der Krieg ihnen schreckliches tat. — Gin wichttges Kapitel in der Berwundeten-Pslege bildet nicht zuletzt die Beschaffenheit der Kranlenwäsche. Diese sollte unrer allen Umständen nur mit dem bekannten s-Ibsttättg-n Wasch mittel „Persil" gewaschen werde«: fie bleibt dadurch nicht allein stets frisch und duftig, sondern, was Viele noch nicht wissen sollten, sie wird dadurch auch gleichzeitig desinfiziert. Dazu kommt noch, daß das Waschen mit „Persil" viel schneller geht, als mit Seife, Seisenpulver usw,, also ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil, Gleichzeitig mag darauf hing-wi-i-n werden, daß auch der Preis von „Persil von dem jetzt allgemeinen Hochgang der Preise für «onsumartilel unberühtt ge- blieben ist, da die fabrizierende Firma Henkel u, Co, in Düsseldorf infolge ihrer großen Vorräte in allen Rohmaterialien in der Loge ist, sowohl „Persil" als auch „Henkels Blcich-Sada" zu bisherigen Preisen und Bedingungen zu li-s-ru. Franks»rier Wetterbericht. Boraussage: Wolkig bis heiter, trocken, tag- warmer, Nord- östliche Winde. ____ Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: O t t o Hirschcl. Friedberg: für den Anzeigenteil, K Schmidt. Friedberg. Truck und Verlag der ..Reue» Tages^ttunü. A, Frredbera i. H. Sir. 201 -reue mgcsjcitnng. jjeettag, den 28. August 1914 Teile 4. Der Landsturm. Nun sind wir wieder das ganze Volk in Massen, der Land- ftmm des gesamten Reiches ist ausgeboten. Di- gedienten Männer von über 40 Jahren lassen den Pslugschaar und den Meißel fallen, eilen aus Werkstatt nud Schreibstube unter die Zahne, dem Ruse des Kaisers folgend. Zn Schaaren drängen >ie Ungedienten zu den Meldestellen und bitten, nehmt uns zuerst. Scharnhorst'! und Steins Werk der allgemeinen Wchrpslicht, denen Zahn durch de» Gedanken der allgemeinen Wehrhastmachung des Volkes vorgcarbeitct hatte, erweist sich »UN nach mehr denn hundert Zähren wiederum als ein Bau ron gigantischer Macht und Stärke, als ein echter rocher de »ronze, Felsen von Erz, an dem sich unsere Feinde von Ost, West und Nordwest die Wolsszähnc ausbrcchc» werden. Das war zwar nicht der laute Zubcl der zu den Fahnen eilenden Zungmannschast, nicht die llingcnde Kampfeslust der die Mil- H»n überschreitenden Kriegsfreiwilligen, die der Aufruf des Landsturms ausloste, das war ein stilles, innerliches Seclen- gliihen mit dem der waffenfähige Landsturm auf den Ruf des Kaisers wartete. Nun ist er da! Der Bann, der auf den Män- ncrn lag. ist gebrochen. Sie aturen auf. Der Kaiser selbst zog am Sonntag nach Weste» aus und wir dürfen mit, dürfen des Kaisers Rock tragen und gchts nicht vor den Feind, Io lön- neu wir uns doch an anderer Stelle nützlich machen, denken sie | Und wenn auch nicht leichten Herzens, so doch mit stiller Freude und ehrlichem Kämpsermut verlasicn sie Haus und Hof, Weib und Kind. Die Augen sehen wieder freudiger drein, straffer wird der Gang, denn nun gilt ja nicht mehr für sie was Körner am 17. August 1813 sang: „Das Volk steht auf, der Sturm bricht los, Wer legt noch die Hände feig in den Schoß? Pfui über die Buben hinter dem Ofen, Unter den Schranzen, unter den Zofen! Bist du em ehrlos erbärmlicher Wicht! Ein deutsches Mädchen küßt dich nicht. Ein deutsches Lied erfreut dich nicht. Und deutscher Wein erquickt dich nicht Stoßt mit an, Mann für Mann, Wer den Flamberg schwinge» kann!" Mehr als eine Million der Familienväter fühlt sich kräftig genug, den Flamberg zu schwingen und keiner will am stillen Herd« untätig sitzen, nicht Zuschauer im Getriebe der Welt sein. Zn diesen Tagen wird Weltgeschichte gemacht, wie schämen wir UN! vor unseren Weibern, so denken und sprechen die körperlich Rüstigen. Run ist der Ruf des Kaisers ergangen, nun hören ihn noch einmal mit eindringlicher Deutlichkeit auch die Frauen, und auch an ihnen ist's jetzt zu zeigen, daß sic der Männer würdig sind. Wie könnten sie auch den Manu noch achten, der anders > denn gezwungen den Dienst des Vaterlandes mied. Nein, was Klopsstock sang, gilt auch »och heute vom echten Mann und vollwertigen Weib«: „ha! dort kommt er mit Schweiß, mit Römerblute Mit dem Staube der Schlacht bedeckt! so schön war Hermann niemals! jo hat's ihm Niemals vom Auge geflammt. Komm! ich bebe vor Lust! Reich mir den Adler Und das triefende Schwert! komm, atm' und ruh- hier in meiner Umarmung - Aus von der donnernden Schlacht! Ruh hier, daß ich den Schweiß der Stirn abtrockne, Und der Wange das Blut! Wie glüht die Waug»! hermannl Hermann! so hat dich Niemals Thusnelda geliebt!" Der Landsturm ist bereit. Gern und freudig zieh! er au», denn wenn ein Kämpfer weiß, wofür er ficht, dann weiß cs der Landsturm. Schlägt Deutschlands blühend« Jugend allein den Feind, so werden die Familienväter im Lande still und bescheiden ihre Pflicht tun. Komme» sie aber vor die Front, dann Gnade Gott unseren Widersachern, denn dann gilt der Schlachtruf. mit dem die Heidcbauern im dreißigjährigen Krieg sich der räuberischen Soldateska erwehrte — Landsturm kennt nur ein Gebot, schla dod, schla dod, schla dod! Für das Dote Frren; Es gingen weiter ein: 1. Geld: kammelstclle des Herrn Pfarrer Ritter. Herr Rentner Windisch 10 Ji; Herr Bäckermeister Georg Windisch 10 Herren Nets-Her u. hauck 10 Herr Professor Dr. D. Diel 5,0 Herr Obcrpostassistent Langohr 5 Herr Hauptlehrer Philipps 10 Die oberste Mädchenklaffe der Musterschule 5.70 Herr Kausmau» Steinbrcnner 25 Jl) Herr Fabrikant Gondcr (vorläufig) 10 n- -s-rr-e-otaug Ww.: Kasse«, —^ >-(v7 o,eick: R. R.: 100 Zigarren: Frau Hilbrecht: 75 „Rer"- Gläser. 3. Wäsche und Gebrauchsgegenstände: Frau M. Dörr: 2 Paar neue Socken: Herr Zörb II.: getr. Socken, 1 Wafferflaschc, 1 Zahnbürste: 2 Gläser: Herr Schneider Thomas: 6 neue Taschentücher, 6 neue Handtücher, 1 Waffcr- slaschc mit Glas: Geschw. Brachmann: 6 Paar Mcffer und Gabeln: Frau Scriba: 6 Paar getr. Unterhosen, 3 Drilljackcn, 2 Drillhoscn, 3 Kämme, 3 Zahnbürsten, 2 Wafferflaschc», 5 Gläser: Frau Schaps: 6 Paar neue Unterhosen, 6 Hemden, 6 Paar neue Socken: Frau Sichel: 2 Tische: Herr A. Vogel: 1 Tisch: Frau S.: 6 Teller: Frau R.: 0 Teller: Frau E. Stock: 1 Paar neue Socken: Frau Pfarrer Trautwein: 1 Paar neue Socken: Frau Z. Mai: 6 getr. Hemden: Frau Petrus: 1 getr. Hemd: Frau Fcrd. Stern: Bücher: Frau Schönberg: Bücher: Frl. F.: I neue Hemden: Herr Lehrer Diener: 1 Tischchen: Herr Bar- iholmai u. Kirchhof: 8!4 Psd. Wolle: Frau Seminarlehrcr schuchmann: 8 getr. Hemden, getr. Socken: Herr Sch.: 100 Gläser: Frau El. Ehrmann: 5 getr. Hemden, altes Leinen: Herr A. Bindewald: 2 Tischchen: Herr Pactow: 38 Teller: Frau Grund: 4 getr. Hemden: Frau Bergrat Schulz: 4 getr. Hemden, 1 Paar Unterhosen: Fra» Z. Müller: 1 neue Eummidecke, 10 neue Taschentücher, 2 Wafferflaschc-!, 6 getr. Hemden: N. N: 15 Paar Socken, 12 getr. Hc-nden: Frau Maul: 1 Licgcstuhl, 6 Lössel, 8 Mcffer. 5 kl. Lössel, 2 Eßschüsseln, 1 Bettuch: Frau Hoffman»: getr. Socken, altes Leinen: Frau Lehrer Dickenber- ger Dornaffenhcim' 10 getr. Hemden: Gemeinde Wölfersheim: gesammelt durch Frl. Allwohn u. Frl. Bender' 105 "öfsel 100 Gabeln, 110 Mcffer, 205 Teller, 57 Tassen, 25 Untertassen, 31 Kl.-.[cr, 95 Taschentücher. 70 neue Handtücher. 100 gebr. Hano- türijer, 6 Servietten. 8 Kopfkissen, 42 gebr. Bm scher. 14 neue Bettücher, 4 weihe Bettücher, 2 wall. Colter, 2 gebe. Bet-bc- züge, 4 Kopskiffen, 100 weiße gebr. Hemden, 10 baumw. Hem den. 3 Paar Unterhosen, getr. Socken, 1 Paar neue Pulswärmer: Herren Mayer Z. Hirsch: 7 neue Rormalhcmden. 3 „eue weiße Hemden, 1 Stuck Molto», 18 neue Taschentücher 8 getr Hemden, 1 Klappsessel, 1 Rollsessel: Frau R. R.: 1 Bettuch, 1 getr. Hemd: Frau Weber, Kaiserstr.: 10 neue Hemden, 3 Paar neue Unterhosen. 8 neue Unterjacken. 9 Pfund Wolle 10 aetr Hemden: Frau W. Trapp: 2 Paar getr. Sacken: Frau William Rothschild: 2 Tischchen: Frau Pros. Rculher: 2 Tischchen: ff-nn E. Windccker jun.: getr. Socke», 8 getr. Hemde»: Frau Hnth 8 Mcffer, 0 Gabeln, 1 Tischchen, l Sessel: Frau Ob-rlch-rr Dreher: 12 Handlüchcr, l Pack altes Leinen: Frau Dr. Vagc-- s neue Hemden, 3 neue Ilntcrhofen, 8 Gläser: Fra» El Hosk inann: 12 Gläser, 12 Taffen: Frl. Löser: 1 Waffcrslasche mit Glas, I Pack altes Leinen: Frau Finanzrat Haas: gctr. Hemden. Unterhose». Taschentücher, l Tischchen: pirau Rcallcbr.»- Giitsch: getr. Socken, 2 Paar getr. Schuhe, 10 Mcffer, 40 Gabeln. Allen Gebern herzlichen Dank! Zweigocrcin vom Rote» Kreuz, Fricdberg i. H. Geschäftsstelle des Rolcii Kreuzes Haagstraßc 18. Tel. 243. An die deutsche Jugend! Mit inniger Freude habe ich aus allen Teilen des Reichs die Nachricht erhalten, daß die Jungmannschaftcn unseres Bundes sich durch ihr wackeres Verhalte», ihr braves tüchtiges Zu- grcifen bei Erntearbeiten und Hilssleistungen jeder Art, durch ihre Manneszucht und Ordnung die höchste Anerkennung erworben haben. Ich spreche ihnen allen meinen herzlichen Dank und meine Anerkennung dafür aus. Ihr Verhalten beweist mir, baß die durch die Lehren des Bundes gestreute Saat kräftig ausgegangen ist und in der Zukunft reiche Früchte tragen wird, in der, wie ich hoffe, sich die gesamte deutsche Zugend ohne Ausnahme im großen Jungdeutfchland-Bunde zufammenfinden wird. Ich glaube nicht nötig z» haben, unsere Zungmannschast an das Ausharrcn in de» begonnenen Hilfsleistungen zu mahnen. Sie wissen ja, daß cs unser Grundsatz bei allen Uebungeu war, niemals ein angcsangencs Werk unvollendet zu taffen. Das wird sich jetzt bewähren. Vorwärts also deutfche Zungmannschast! Ein jeder von euch tue seine Pflicht fürs Vaterland, für unseren geliebten Kaiser und sein Reich, gleichgültig, an welchen Platz der Einzelne gestellt wird. Während der Dauer des Krieges tritt unser Bund vorübergehend in die allgemeine Neuordnung der Zuaendkröki» ^ '^ r ^lcn di- älteren Klaffen vom 18. Lebensjahre aufwärts eine Ausbildung erhalten, durch welche sie unmittcl- barer als bisher für den Kriegsdienst vorbereitet werden. Zungdeutfchland hat sich früh an den Gedanken gewöhnt, zur Verteidigung des Vaterlandes berufen zu fein. Jetzt sieht es dies schneller, als wir alle dachten, erfüllt. Es freue sich deffen und setze alle Kräfte ein, sich dieser Bestimmung wert zu zeige»! Es sei, wenn cs zu den Fahnen berufen wird, wie unser Gesetz cs befiehlt: „unerschrocken und tapfer, well sein Herz cs nicht anders kann. Es bekämpfe jede Anwandlung von Furcht und Grauen oder Schwäche nls feiner nicht würdig. Es trage llngemach und Beschwerde mit Gleichmut: cs bewahre Ruhe in der Gefahr, es achte die Ehre höher als das Leben!" Unser Vaterland ist schwer bedroht. Seine Feinde wollen es nicht nur schwächen, sondern zerstückeln und vernichten. Aber seine tapfere Kriegsmacht wird cs retten, zum Siege führen und feinen Ruhm erhöhen. Jungdeutfchlanb hilft dabei mit. Es glaubt fest an Deutschlands Zulunft und ist enlfchloffen, ihr unter feines Kaisers glorreicher Führung Gut und Leben zu opfern. Glück auf, deutsche Jungmannfchaft — ans Werk! Erfülle deine Pflicht. Charlottenburg, den 11. August 1914 . e-rcihe rr v. der Goltz, Ecneralfeldmarfchall 1. Vorsitzender des Bundes „Zungdculfchland", Liebesgaben. Als geeignete Liebesgaben für unsere tapferen Krieger !m Felde, unsere Verwundete, Kranke und Genesende in der Heimat sind besonders zu cmpsehlen: Zigarren, Zigaretten, Kautabak, Tabak, «Pfeifen, Ehokolade Kernleise (keine seinen parslln-ierten Sciscn), Hemden, Unter- hcscn. Strümpfe, für die kältere Zeit Stauchen, Leibbinden aus Fianell, (Pulswärmer), Unterjacken, für die Lazarette: Nachthemden und Unterhosen, alles weiß, nicht farbig, ferner: Tasck-entücher und Pantosfel. Wir bitten alle geeigneten Liebesgaben an der G c - schuf toste Ile des Roten Kreuzes, Haagstraßc 18, abzugebcn, von wo sie je nach Wunsch des Gebers, auj dem Kriegs« fckavplat-e cdcr in der Heimat Verwendung finden. ZocüttNttinmchuttg. Ich brinoc hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, dafi die Zustellung der Eemeindestcuerzettel am 10. August l. Is. beendigt war. Fnedberg (Hessen), den 23. August 1014. Der Bürgermeister: Stahl. m loerfW sritdbkkgi.H., Tklrson 355 Deckrnn.Sallten-rjohren ir»f>idrit.llr»-)se»d»ri. Feinste D-Ulmteh-Sjjhf, Keinstkr Lchseiiiilliulsalat, Feinster CchivciMiis in Burgunder-Gelee, ausgewogen '/. Pfund 30 Pfg.» empfiehlt Friedrich JVlichel Friedberg i. H. Mehrere gebrauchte (Maitineit mit Rohr billigst zu verkaufen. Neue Tageszeitung Druckerei u. Verlag A. G. 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