Kummer 193 MMwoM, den 19. August 1914 7. Juhrgank' Di- „lieue Siagr»,»it»ng ' er'cheint I-den SLerltag. Regclmätzige Beilagen „Der Kauer au» tzessen", „yie Spinnftube". üciugoprri»: Bei den Poslanstaiicn vier cim'litti, 'Ni I >,g bei den Agenten monatlich SO Psg. Hinzu tritt Postgebühr oder Trägerlohn. Anzeigen: Erundzeile AI Psg., lokale 15 Psg, An, eigen von aufwärts werden durt, Po>iml,,i,mr er,öden Erfüllungsort Friesberg. Schristlritnng und Uerla, Friedberg (Heffcn), Hanaueritratze 12. Fernsprecher 48. Postscheck» Conto 81t. 4819, 81ml Franlsnrt «. SU. Der Krieg. Cin Lieg über die Ruffcri; 3909 Gefangene. — Vordringen der Deutschen. — Gin deutsches Unterseeboot vermißt. Gin Lieg gegen die Russen. lieber 3000 Gefangene. Brrlin, 18. Aug. (Amtlich.) Das Gencralkomin-ndo dcs 1. Armeekorps meldet, datz am 17. August bei Stalln- pöncn ein Gefecht stattfand, bei dem Truppenteile des 1. Armeekorps mit unvergleichlicher Tapferkeit kämpften, so datz der Sieg erfochten wurde. Mehr als dreitausend Ge. fangene und sechs Maschinengewehre, sielen in unsere Hände; viele weitere russische Maschinengewehre, die nicht miigc- führt werden konnten, wurden unbrauchbar gemacht. Verlust eines Unterseebootes. Berlin, 18. Ang. Amtlich wird bekannt gegeben, Bon einer Fahrt mehrerer Unterseeboote nach der englische» Linste ist das Boot U 15 bisher nicht zurückgekehrt. Englischen Zeitungsnachrichten zufolge soll U 15 im Kampf mit englischen Strcitkrästcn vernichtet worden sein. Ob und welche Verluste diese hierbei erlitten haben, ist nicht zu ersehen. Nach englischen Berichten soll 11 15 von dem englischen Kreuzer „Birmingham" vernichtet worden sein. So bedauerlich der Verlust des Unterseebootes mit seiner etlva 20 bis 30 Mann starken, tapferen Besatzung auch ist, so must auch niit Verlusten im Krieg gerechnet werden. Auf der anderen Seite wird dadurch wieder der Wagemut uns'rer Marine bewiesen. Während sich die mächtige Flotte Englands bisher noch nicht aus ihren sicheren Häfen hcrvaezc- wagt bat, belästigen deutsche Schiffe ohne Aufhören die Küste Englands. Was de» Verlust des Bootes anbetrisst, so erfährt man, datz eine graste Anzahl neuer Torpedoboote und Unterseeboote auf den schnell bauenden deutschen Werften in Auftrag gegeben worden sind. In den letzten Ta ,en sind auch schon drei neue fertig gestellte Unterseeboote zu den bereits beim Ausbruch des Krieges vorhandenen hinzu- gctreten und wertere werden folgen Vorrttcken derDeutschen imOsten. Brrlin, 18. Aug. (W. B.) Mlawa ist von den scut- schc„ Truppe» besetzt worden. (Mlawa liegt 30 Kilometer südöstlich von Solda» an der ostprcnstischen Grenze, l20 Km. östlich der Weichsel. D. Red.) Der Vormarsch in Belgien. Kristiania, 17. Aug. Aus London wird gemeldet, dost tas deutsche Vorrückcn bis Tinant im südlichen Belgien die sranzösischc Heeresleitung vollkommen überrumpelt habe. Wenn sich diese über England kommende Nachricht bestätigen würde, so wären die Deutschen schon bis hart an 'ie französische Grenze vorgerückt. Tinant liegt in der Lust- linie etwa 70 Km. südwestlich von Lüttich und kaum 10 Km. brr französischen Grenze. 9it bdtiililjc Ilrgifrung uninfit ßriiilfl. Amsterdam, 18. Aug. Der belgische König und seine Familie sind nach dem Schlost Antwerpen übcrgesiedclt. Die Ucbcrsicdclung der Regierung von Brüssel nach Antwerpen hat begonnen. In der Umgebung von Brussel wild durch die Bürgcrwchr der Stadt die Verteidigung volleres, tet. Die Kämpfe im Elsas;. Warnung vor Tollkühnheit. Berlin, 18. Aug. (W. B.) Das Gefecht bei Mülhausen war ein Gelcgenhcilsgcsccht. Anderthalb scindliclze Armeekorps waren in das Lberclsatz eingedrungen, während unsere dort befindlichen Truppen noch in der Sammlung bc- griffe» waren. Sie griffen trotzdem de» Feind ohne Zaudern an und ioarsen ihn a»s Bclsvri zurück. Danach selg- ten sie ihrer Anfniarschbestimmnug. Währenddessen hat eine Neinc Fcstnngsabteilung aus Tlrasburg am 14. ds. eine Schlappe erlitte». Zwei Fest- »ngsbataillone mit Ggschiitzen und Maschinengewehre» a»S Fcstnngsbcständen waren an diesen. Tage im "logesenpast von Schirmcck vorgegange». Sic wurden durch feindliches Artilleriefeuer vonr Donon her übersallen. In der engen Paststraste sind die Geschütze und Maschinengewehre zer- schossen »nd unbrauchbar gemacht liegen geblieben. Jedenfalls sind sie vom Feinde erobert worden, der später auf Schirnicck vorging. — Ein unbedeutendes Kriegscre, guis, das keinerlei Eins last auf die Operationen bat. aber den Truppen gegen Tollkühnheit und Unvorsichtigkeit ein war- nendcs Beispiel sein soll. Die wieder gesammelten Fcst- ungstruppen haben den Fcstungsbcrcich unverfolgt erreicht. Sie haben zwar ihre Geschütze, aber nicht den Mut verloren. Ob bei diesen Vorgängen Verrat der Landcsbewohner nät- gewirkt hat, wird noch sestgestcllt werden. NeuischkUkmiindtte Uürr denlianipf bfifngnrbf. Zweibrücken, 16. August. In dem musterhaft eingerichtete» Lazarett der städtischen Turnhalle sind vorgestern etwa 56 verwundete deutsche Soldaten cingetrosfen, die an dem sic- benstundigen Eesecht bei L a g a r d e teilgcnommcn hatten. 'Ändere sind nach London gebracht, teil» auch schon beurlaubt worden. Die braven Soldaten erzählen schlicht aber begeistert von den Kämpfen um das genannte Dorf. In glühender Sonnenhitze wurde das Gefecht gegen einen weit überlegenen, bis an die Nasenspitze oerschanztcn Gegner todesmutig und erfolgreich durchgeführt. Die Franzosen hatten ausgedehnte Feldbefestigungen angelegt und erässnctcn beim Auftauchen unserer Truppen aus einem Höhenrand ein lebhaftes Feuer, Unsere Braven liehen sich aber nicht aushalten und stürmten vorwärts bis in die seindlichcn Reihen. Um die deutsche Kavallerie zu behindern, hatten die Franzosen den Wiesengrund mit Wolfsgruben durchzogen, ausgchobene Erdhöhlen, die mit Heu und Gras überdeckt wurden. Das ziemlich plumpe Mittel blieb aber erfolglos, da unsere Truppen die Falle merkten, Brillant griff auch die deutsche Artillerie ins Gefecht ein. Zwei feindliche Batterien, die besonders gefährlich in Tätigkeit traten, wurden mit so guter Wirkung unter Feuer genommen, dah die Stellung binnen kurzer Zeit sturmreif war und genommen werden konnte. Die Bcrschluhteile der Geschütze machte der Gegner, soweit ihm Zeit blieb, unbrauchbar. Um das Dorf Lagardc selbst wogte ein erbitterter Kampf, Hier hatten die Franzosen jedes Haus besetzt. Auf dem Kirchturm war eine Maschinen- gcwehrabtcilung aufgestellt. Diese Stellung war geschickt verdeckt, nachdem sie aber festgcstellt war, nahm sie unsere Artillerie ins Feuer, sobah nach wenigen Schuhen nur noch Trümmer des Standortes in die Lüste ragten. Auch das Dorf selbst muhte unter Feuer genommen werden. Ein Flankenangriff, bei dem Kavallerie erfolgreich cingriss, brachte dann für uns die Entscheidung. Zahlreiche französische Soldaten liefen einfach davon, andere streckten die Hände hoch ,indem sie aus ihre Eheringe zeigten und um Pardon baten. Französische Ausrüst- ungsgegenstände bedeckten weithin das Feld. Ein hier unterge- brachtcr Iägcrsignalist vcrdanlt sein Lebe» der von ihm mitge- fuhrtcii Signaltrompeie. Nachdem das Instrument schon eine Kugel ablenltc, als es der Signalist noch auf dem Rücken trug, schlug ein weiteres Geschah in die Nähe der Schallössnung, nachdem der Mann die Trompete auf die Brust genommen hatte. Auch diesmal ging die Kugel nbgelenlt zur Seite und brachte de,» Mann nur lcichloee Verletzungen bei. Eine für das Signalhorn gebotene erkleckliche Summe schlug der Wackere aus, da er sie als Lebensretter für alle Zeiten ausbewahrcn will. Den tapferen und siegreichen Verteidigern unseres Vaterlandes wünschen wir eine recht baldige Genesung und eine freundliche Erinnerung an ihre Pflege in Zweibrücken. Der Lieg bei Bialla. Zwölf Kanonen erbeutet. Einem Brief aus Lyck vom 16. August entnehmen wir folgende anschauliche Schilderung von Szenen aus dem Eesecht bei V i a l l a : Die Stadt Lyck haben die Ruffen bis jetzt nicht berührt. Dagegen haben russische Kosakenhordcn in den Dörfer» gehaust, vieles verbrannt, auch Menschen gemordet und in die Gcsangcnschast geführt, namentlich haben sie cs aus halbwüchsige Knaben abgesehen. Wir haben hier viel Spione. Zn Lätzen sind süns erschaffen. Auch russische Offiziere sind in der letzten Zeit ausfallend viel in unserer Stadt gewesen, quasi kaufen, aber nur, um zu spionieren. Der deutsche Michel ist viel zu gutmütig, und läht sich auf der Rase hcrumtanzen, Ta gcgcn, wehe dem Deutschen, der mit einem Fuße versehentlich über die Grenze tritt. Er wird verhaftet und wochenlang in Ruhland behalten, nachdem er vorher ausgcplündert ist. Wir hatte» bis jetzt sehr wenig Militär. Radfahrcrpatronillen und Patrouille» per Auto haben bis jetzt die unverschämten, aber feigen Kosalcn von Lyck abgehaltcn. Hulda und Elschen habe» unsere besten und nötigsten Sachen fertig zum Weglausen gepackt, Hassentlich wird cs nicht dazu kommen. Wir hören öfters Kanonendonner. Gestern war bei der Stadt Bialla ein Gefecht, bei dem die Unftigen glünzend gesiegt haben. Ein Bataillon mit Maschinengcwehrabtcilung in guter Stellung, wurde von drei Regimentern russtschcr Kavallerie angegrisfen. Sie feuerten gut auf die Ruffen, aber wer weih, was geschehen wäre, wenn nicht eine Batterie uns geholfen hätte. Kurz mit flu., die Ruffen wurden total geschlagen, obgleich sic vierfach überlegen waren. Das russische Schimmclregiment aus Su- walli, ein- Elitctrnppe aus lauter Rotschimmeln, geriet aus ->»« Wiese mit seinen schweren Pferden. Sie wurden Hause», weise niederbombardicrt, viele mutzten sich ergeben. Wir haben zwölf Kanonen erobert, sechs davon sind weggeschickt, und sechs, total zerschoffen, stehen auf dem Markt in Bialla. Von uns Preutzcn sind nur vier Tote und zehn Verwundete. Kostern war ein Auto mit neun Gewehren in Borczymmcn, vier Meilen von hier, an der Grenze, Sie wurden unversehens von 56 Mann Ruffen beschaffen. Das Auto erhielt acht Schöffe, aber lein Soldat wurde getrosten, Di- Ruffen schiebe» immer zu niedrig. Es wird für bestimmte Wahrheit angegeben, datz die ruf sisckien Patronen minderwertig sind. Ruffischc Konscrvenbüch sen, die wir erbeutet haben, sind mit Sand gefüllt, 1000 Iitlgilche Kriegsgefangene INI Keniielagei. Zurzeit befinden sich im Sennclagcr 4000 — „ach an Sctcit Nachrichten sind cs 6000 — belgische Kriegsgefangene. 3» der „Franks. Ztg." wird ein Besuch bei ihnen geschildert: Ter Eindruck, den die Belgier mache», ist recht wenig günstig. Es sind zuni gröstten Teil schwächliche Leute, na- nientlich die Wallonen, die sich von den an Zahl weit geringeren Dlamen mit ihrem struppigem schwarzem Harr und den dunkeln Augen stark abheben. Belgien wurde kürzlich in der „Franks, Ztg." das „unmilitärischeste Land" gcheitzen: das stlzcint sich hier voll z» bestätige», wenigstens würde eine solche Truppe für einen preuhischrn Feldwebel geradezu ein Greuel sein. Keine Spur von Haltung u. „Appell". Offiziere wie Mannschaften waren offensichtlich erstaunt, als der Scnnc-Kommandant zum ersten Male den Befehl ergc- hen ließ, datz zu bestimmter Minute alle anzntretcn hätten; kauni die Hälfte war erschienen und davon wiederum die Hälfte in verlotterter Kleidung: damit ist cs schon erheblich anders geworden, nachdem energische Strafen angedroht und zum Teile auch bereits vollstrcckt worden sind, wenngleich nach unserem Begriffe auch bei den Offizieren den militärischer Haltung keine Rede sein kann. Nur wenige Mannschaften sind vollständig und gut uniformiert, fast bei jedem fehlt dies oder jenes, ein sehr grober Teil trügt z. B. Zivilbcinkleidcr, auch die Dienstmütze scheint vielfach für entbehrlich gehalten zu sein. Anfangs zeigten manche Gefangene namentlich unseren einfachen Bewachungssoldalcn gegenüber Neigung, frech zu werden, dieses ist ihnen aber so ausgetricbcn, daß sie jetzt nicht mehr daran denken. Die es sich von selbst versteht, ist die Behandlung der Gefangenen den Vorschriften entsprechend energisch, aber frei von jeder unnötigen Härte, die Verpflegung enstpricht unserer siecl» datcnkost in Fricdcnszcitcn. Es zeigt sich aber jetzt sitzen, datz das an keine Spur von militärischem Gehorsam gewöhnte belgische Gesangencn-Matcril schwieriger zu bch in- dein ist als die Franzosen von Anno Siebzig. Tic belgischen Offiziere, mit denen ich mich unterhsilt. erklärten sämtlich, Belgien sei von Deutschland überfallen worden, es sei gänzlich unvorbereitet gewesen und dadurch erkläre siib auch der Zustand der Truppen. Sie bedienten sich dabei stets des Ausdruckes „la Prussic" und niemals „lAllcmagne". Von den Grcucltatcn der belgischen Bevöl- kcrung behaupten sic nichts zu wissen, und wenn man ihnen Tatsachen erzählt, zucken sie die Achseln. Gewaltig haben ihnen die starken Truppcnscndungen imponiert, die ihnen auf der Fabrt nach hier begegneten, obschon die Gefangenen- Züge möglichst über Nebenbahnen geleitet wurden, die »nr schwachen Militärtransport hatten. Ein Offizier, den :ch darauf aufmerksam machte, wie allgemein in ganz Denlich- land der Drang zu den Fahnen sei, und welche Strcitkräftc wir überhaupt aufgestellt hätten »nd noch aufzustellen imstande seien, hatte darauf nur die Antwort: „LH la pauvre Franre!" ! Es gibt in der Tat kein schrecklicheres Work als Krieg. Was in diesem einen Wort alles eingeschlossen ist, lätzk sich nicht in Worte Neiden. Will man nur sinnen, wie es zu Hause geht, bei Familie, Kindern, so schwirren einem tausende von Gedanken durch den Sinn. Wie es zu Hause geht, ist vortrefflich in einem Gedicht von I. Rüsch in der „Sfrutzburger Neuen Zeitung" verfaßt, welches lautet: * ■.. 3» Haufe. ___ Dorm Häuschen da spielen die Kinderlein Es ist ja so herrlich im S onn enschein Sie jauchzen, sie spielen und tollen. Eie ahnen es nicht, datz im Sturme die Welt, Datz draußen der eiserne Würfel fällt Und dumpf die'Geschütze grollen! Am Fenster da sitzet mit traurigem Blick Die Mutter und denkt an vergangenes Glück Und nieder rinnen die Tränen. y SB* weilt nun der Datei, wo steht er im Feld? vielleicht ist er heut schon gefallen als Held . . . Das Herz will oerspringen vor Sehnen! Eie faltet die Hände in bitterer No*. Gott schütze den Pater vor frühem Tod Und schenke ihn wieder den Kleinen, And kehrt er zurück uns nach schrecklichem Krieg, And hat miterkämpfet den herrlichen Sieg, ~ > Du werden vor Freude wir weinen! , . ! Das Gedicht spricht Bände. Wir, die wir unser Berufshandwerk mit der schweren Kanone vertauscht, Frau und Kinder verlassen mutzten, um für Kaiser und Reich unser Leben zu lassen, dürfen freilich obige» trefflichen Worten nicht nachfinnen, wir müssen und schworen, den hinterlistigen Feinden Rache für unsere verlassene Familie, dies gibt jedem einzelnen von uns doppelte Kraft, um bis zum letzten Blutstropfen auszuharren. Nur s» können wir unseren Familien dienen, um den Feind unserem heimischen Herd abzuhalteu, den wir auf längere Zeit — vielleicht immer — verlassen mußten. Mit Gott für Kaiser und Reich, Sieg oder Tod, nur dies ist unsere Losung. Unsere Batterie besteht aus lauter Kameraden vom 32. bis 39. Lebensjahre, X verheiratete Ehemänner mit mehr oder weniger Kindern: welch' ein Jammer würde Hereinbrechen, wenn wir, was Gott verhüten möge, aufgerieben würden. Aber mutig wollen wir kämpfen. Deutsche Disziplin, deutsche Treue zu Kaiser und Reich, ist alle» überlegen und konnte mancher die Begeisterung unserer Truppe» sehen, sie fie ins Feld dem kode entgegenziehen, das Herz mußte ihm vor Freude hüpfen: nir halten schon Tausende und Abertausende Gelegenheit zu ehe». Junge aitive Kameraden, Reservisten, Landwehr ersten aud zweiten Aufgebots, es geht blos er» Zug durch die deutsche Armee. — Am Freitag sind in Strassburg drei französische Kanonen und 4 Munitiouswageii angctommen, die von unseren Truppen erobert wurden. Cie fanden vor dem Kaiserpalast Ausstellung. Eine unzählige Wenge, dicht aneinander gepreßt, begleitete sie nach dem Platze, der bald fo dicht besetzt war, daß lerne Stecknadel auf die Erde fallen konnte. Ich ließ mir auch die Gelegenheit nicht entgehen, und fuhr, als wir einige Zeit dienstfrei waren, nach Stratzbnrg. um diesen historischen Moment mitzuerleben. Hierbei mutzte ich auch traurige Momente mit in Kauf nehw.m, »oiu Eüterbahnhofe aus fuhren die Autos mit verwundeten deutschen Soldaten. Eie wurden in Straßburger Lazarette Uiitergebracht. Auch sind hier einige Transporte französischer Gesangener cingetrosfen, welche sich einer sehr gnten Derpfkegung zu ersreuen habe». Es sind alte Männer mit blutjungen Franzosen vermischt, es mutz also Irantreich schon alle waffeiifähigev Männer auf die Beine gebracht haben. t Was die Stimmung der El süßer s ü r Deutschland ist, tonne» wir uns getrost beruhigen, es herrsch« überall Erbitterung, weil Frankreich die russisch serbische Gemeinheit unterstützt. Wir haben, da wir jetzt mitten unter diesen leben, mehrmals Hfeabezügliche Beweise erlebt. — And bann mit Gott für Kai- Mi »ad Reich. « «....._ Anrechnung der Kriegsdienstreil. Uns Zuschrifterr ersehen wir. dich vielfach ZwrifZ darüber bestehen, ob und wie weit die Kriegsdienstzeit auf die noch abzulcifiende Militärpflicht angcrechnet wird, eine Frage, die für die jetzt erst gestellungspflichtigen und namentlich für die Kriegsfreiwilligen von Bedeutung ist, von denen ein großer Teil die Einjährigen-Berechtigung hat. Dazu ist zunächst zu bemerken, daß eine Anrechnung des Kriegsdienstes unter allen Umständen stattfindet. Sogar die Dienstzeit, die vor dem Beginn des 18. Lebensjahres, also vor dem Beginn der Wehrpflicht, fällt, gilt im Kriege als Dienstzeit. Für jeden Teilnehmer an einem Kriege wird zu der wirklichen Dauer der Dienstzeit ein Jahr hin- zugerechnet. Der Kaiser bestimmt, was als Kriegsteilnah iie anznsehen ist und unter welchen Voraussetzungen bei Kriegen von längerer Dauer mehrere Kriegsjahre anzurechnen sind. Die Zeit einer Freiheitsstrafe von mindestens ein- jähriger Dauer, sowie die Zeit der Kriegsgefangenschaft wird nur unter besonderen llinständen auf die Dienstzeit auge- rechnet. Ilnlere Srotvcrsorgnng. Dr, Gras von Schwerin-Löwitz, der Vorsitzende der Deutschen Landwirtschasts-Eesellschast, schreibt in der „Deutsch. Tageszeitung": Heute gilt es den tatsächlichen Beweis dafür zu erbringen, datz der unserer Landwirtsachst gewährte Schutz sie in den Stand gesetzt hat, unser Heer und Volk auch in einem Kriege, der nahezu jede Zufuhr aus dem Auslande abschneidet, sKb- ständig zu ernähren. Ich halte die in dieser Hinsicht geäutzer- ten und an einzelnen Stellen bereits durch ungebührliche Preistreibereien zum Ausdruck gelangten Befürchtungen für vollkommen unbegründet, wenn nur mit der erforderlichen Sorgfalt und Sparsamkeit verfahren wird. Unsere Brotkornernte betrug im Durchschnitt der letzten 19 Jahre nach der Reichsstatistik 149 962 666 — also fast genau 166 Millionen — Doppelzentner, im Jahre 1913 aber rund 173 Milk. Doppelzentner. Nach den mir bisher aus den verschiedenen Landesteilen zugegangeneu Mitteilungen wird der Ertrag der diesjährigen Ernte im ganzen nicht wesentlich hinter dem des Vorjahres Zurückbleiben. Ich will ihn aber sehr vorsichtig nur auf 166 Mill. Doppelzentner schätzen, wovon 16 Mill. für Saatkorn abzuziehen sind, so datz 146 Mill. Doppelzentner für die menschliche und tierische Ernährung bleiben. Dazu kommen die alten Vorräte an Korn und Mehl bei Landwirten, Händlern, Mühlen und sonstigen Verarbeitern in Höhe von minöesteirs 16 — wahrscheinlich über 26 Millionen — Doppelzentner. Das ergibt für menschliche und tierische Ernährung bis zur neuen Ernte mindestens 166 Millionen Doppelzentner, immer vorausgesetzt, datz die Ernte unverdorben eingebracht und sorgfältig vor Verderben bewahrt wird. Für di« Ernährung von Heer und Volk wird im Kriege nicht wesentlich mehr Brotkorn erforderlich als im Frieden, da die Kopfzahl der zu Ernährenden die gleiche bleibt. Ich will aber diesen Bedarf etwas höher als den bisherigen Durch- lchuittsverbrauch, d. h. auf volle 2 Doppelzentner pro Kopf der Bevölkerung — statt aus di« bisher angenommene Menge von 1,7—1,8 Doppelzentner — schätzen. Das ergibt einen Bedarf für menschliche Ernährung bis zur nächsten Ernte von höchstens (67 Millionen mal 2) ist 134 Millionen Doppelzentner. Es bleibt hiernach also auch bei diesem B^arf immer noch ein Ueberschutz von 186—134 ist 26 Millionen Doppelzentner, wenn nur kein Brotkorn unnötigerweise zu tierischer Ernährung verwendet wird. — Und hieraus wird daher von vornherein mit der grötzten Entschiedenheit Bedacht zu nehmen sein. Kein Zentner Brotkorn, welches zur menschlichen Nahrung taugt, darf verfüttert werden. Dagegen müssen alle inländische» Futterquellen von vornherein mit der größten Sorgfalt ausgenutzt werden. Bei solcher Sorgfalt besteht keine Gefahr für eine ausreichende Ernährung unseres Volkes und unseres Heeres. Die einzige Unbequemlichkeit, welche freilich einem Teil unserer Verbraucher nicht erspart werden kann, ist die, sich wieder etwas mehr an den Genuß von Roggen- anstatt Weizenbrot gewöhnen zu müssen. Das läßt sich nicht vermeiden. — Aber nicht einmal eine ungebührliche Lebensmittelteuerung braucht einzutreten. Tue dazu jeder das Seine! Aus der Heimat. • Friedberg. 19. August. Dom 15. August verkehrt zwischen Franlfurt und Gießen je ein Eiiterzug in jeder Richtung bis auf weiteres. Die Züge befördern Lebensmittel aller Art und Vieh, Futtermittel aller Art, Apotheker- und Arzneiwaren, medizinische und optische Instrumente, Mineralöle, Spiritus vergällt, Waffen, Hefe, Druckpapier für Zeitungen, sowie Sendungen der Heeresverwaltung als Militärgut oder Privatgut dieser Verwaltung. Außerdem verkehrt ab Friedberg 9,26 ein und Eilgut. Die Züge bejörbern hauptsächlich Güter für Stand EUgut. Die Züge befördern hauptsächlich Güter für Eta- tronen des Direktionsbezirks Frankfurt a. M. • Rendel, 17. August. Bei der Sammlung für das Rote Kreuz gingen inkl. Kirchenkollelte in hiesiger Gemeinde 54 M ein. Der Kriegerverein bewilligte 66 M, der Turnverein 39 M, die anderen Vereine werden folgen. — Nächsten Sonntag soll in der Gemeinde eine zweite Sammlung stattinden. - Ans der Wetterau, 18. August. Während die Stadtbewohner ihren Opferst»» für die im Feld« stehenden Krieger nnd deren hier notleidende Angehörige naturgemäß durch große nnd kleine Geldspende», je nach Vermögen, betätigen, geben die Bewohner des flache» Landes von dem Ueberslutz, den Haus, Garten und Feld biete», i» reicher Fülle. Eine geradezu rührende Opferwilligkeit i» dieser Richtung entfalten gegenwärtig die Bewohner unserer Wetterau. Aus allen Dörfern fahren täglich hochbeladene Wagen mit Brot. Wurst. Fleisch, Eiern, Milch. Sveck. KarloUeln GemÄe usw. nach den Sammel- und vertetlungsstelleu. Vielfach haben sich die Gemeinden schon organisiert und schicken geschlossen ihre Gaben zur Linderung der Rot fort, so die Ortschaften Langenhain-Ziegenberg, Oker ben, Nieder Wöllstadt, Schwalheim, Steinfurth, Wölfersheim Ockstadt, Kaichen u. a. Das Vorbild dieser opserwilligen ©: meinten verdient weiteste Rachahmung. Gicsic». 16. Aug. Nach längerem trockenen Detter setzte heute nachmittag ein ergiebiger Regen ein. Dirk der Erntearbeit hat es seither gut geräumt. Die Smnnierfrnc! t ist schon zum größten Teile ab und in den Dörfern brummen schon die Dreschmaschinen, auch Krümmet wird :i,i und ei,-gefahren. Die Kornäcker sind allenthalben schon mit Futtererbsen, Wicken und Rüben bestanden, Nach vm fo viele Landwirte ihre Felder verlassen und zum gemeinsamen Kampfe aufs Feld der Ehre gezogen sind, ist es lobenswert, daß sich die Dorsbelvahuer gegenseitig bei den dringenden Erntearbcitcn unterstützen, auch, sind von, Wan- bcrvogel viele junge Leute aufs Land gezogen um sich dort nützlich zu machen. Hoffentlich wird auch die in Aussicht stehende gute Kartoffel- und Gcmiiscerntc noch glücklich ge- borgen und es so der deutsche» Landwirtschaft ermöglicht den Beweis zu erbringen, daß sie ihrer vornehmste» Aufgabe, der Versorgung des deutschen Volkes mit Brot und Lebeusmit- tcln, vollauf gerecht wird. Gießen, 18. Aug. Da außer dem Königreich Montenegro nun auch noch Acgyptenland an Deutschland den Krieg erklärt hat, dürfte es sich, zur Bercinfachuug der ksse- sckläftssührung, vielleicht empfehlen im auswärtigen Amte in Berlin ein Büro zu errichten mit der Aufschrift „Hier werden Kriegserklärungen entgegrngcnommen." Auch könnte dort alles so vorbereitet werden, daß jedem Diplomaten, der um Ausfertigung seiner Pässe bittet, die Antwort gegeben wird: „Hier bitte, sie sind schon ausgcfertigt". — Es wäre dies ein neuer Beweis deutscher Schlagfertigkcit, der jeden- falls seine Wirkung nicht verfehlte. * Weiteeshain, Kr. Eietzen, 17, August. Die Sammlung zu Gunsten des Roten Kreuzes hat in unserem Orte, das etwas über 566 Seelen zählt, die schöne Summe von 886 Mart «gebe», gewiß ein erfreuliches Zeichen von dem Opfersinn der Bewohner unserer Gemeinde. * Frankfurt a. M„ 17. August. Auf dem heutigen Haupt- viehmarlt in Frautsurt, auf dem feit der Mobilmachung die Preise erstmalig wieder notiert wurden, was vor allem von den Produzenten begrüßt wurde, zeigte sich besonders aus dem Schweinemarkt, wo 1636 Schweine angetrieben waren, ein beträchtliches Emporfchnellen der Preise gegenüber der letzt.» Notierung vor der Mobilmachung. Bollsleischige Schweine von 86—166 Kilogramm Lebendgewicht notierten vor der Mobil machung 62—63 Pfg., vollsleischige Schweine unter 86 Kilogr. Lebendgewicht 66-61 Pfg. und solche von 100—12» Psd. Lebendgewicht 60—62 Pfg. pro Psd. Schlachtgewicht, während sie heute zu 73—75 bezw, 70 — 75 Psg, pro Psd. Schlachtgewicht gehandelt wurden. » Hessen-Nafla». * Meerholz, 17. August. Wie jetzt bekannt wird, iss der Schwager des Grafen Gustav zu Pfenburg und Büdingen Meerholz, der Prinz Friedrich Wilhelm zur Lippe, Oberst und Kommandeur des 1. Hannoverschen Jnsanterieregi,»ents Rr. 74 >» Hannover bei dem Sturm auf Lüttich gefallen. Der Prinz ergriff bereits schwer verwundet die Fahne des Regiments und trug sie hocherhobe» seinen Truppen voran, als mehrere iernd- liche Geschosse den beiden durchbohrten, sodatz er tot niedrrsank. Prinz Friedrich Wilhelm ist ein Bruder des verstorbenen Graf regenten Ernst zur Lippe and ein Onkel des jetzt regierenden Fürsten Leopold IV. zur Lippe und stand im 66. Lebensjahre. 1565 vermählte er ssch mit der Gräfin Gisela zu ysenburg und Büdingen in Meerholz. Bor drei Jahren kommandierte Prinz Friedrich Wilhelm die 11. Jäger in Marburg, in welchem Truppenleil zwei seiner Ressen, die Prinzen Friedrich Wilhelm und Ernst zur Lippe als Leutnants stehen, die bereits auch ins Feld gerückt sind. Der Wachtposten. Melodie: Steh' ich in finst'ier Mitternacht »so- Aus stillem Posten stand ich Wacht, Wo ich ein kleines Lied erdacht: Vom lieben Deutschland, das in Not, Ringsum vom Feinde wird bedroht. — Mein Vaterland, so hehr und groß Fürcht'st weder Russe, noch Franzos, Ilnd auch den Briten nebenbei. Haust sie zu Schanden alle drei! Denn deine Sache ist gerecht, Der Andern ihre aber schlecht: Drum hat der Deutsche frohen Mut, Läßt gern für's Baterland fein Blut. So magst du bleiben immerdar, Ei» einig Bolk, getreu und wahr, Und wie auch stets der Würfel fällt- Fürcht'st du nur Gott, und nicht die Welt! H. S l a u b a ch. Frankfurter Wetterbericht Voraussage: Ziemlich heiter, trocken, tagsüber wärmer, nördliche Winde. .,Römerbmnnen Hervorragendes Tafelwasser. Verantwortlich fiir den politischen und lokalen Tcik: O < t o Hirsches, Friedberg: für den Anzeigevterk: K. Schmidt. Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tageszeitung", 8T. Friedbero i. H. Sir. 195 Neue Tageszeitung. Mittwoch, den 19. August 1914. Seite 4. MM Tode§-Anzei^e. Meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Sophie Weckerling gcb. Harbordt wurde heute durch einen sanften Tod von ihrem langen Leiden erlöst. Auf ihren ausdrücklichen Wunsch bitten wir keine Beileidsbesuche zu machen und keine Blumen zu schi 'en. Friedberg, 18. August 1914. Dr. H. Weckerling, Geh. Medizinalrat, Meta Schneider, g.-b. Weckerling, Ferdinand Weckerling, Lehlamtsafiefior, Dr. Adols Weckerling, im Feld, Oberarzt beim Stab der 25. Reserve-Insanterie-Division, Kar! Schneider, Pfarrer, und vier Enkeltöchter. Die Beerdigung findet statt vom Trauert,aule (Mainzertoranlage 56) aus, Donnerstag, den 20. August, nachmittags 4 Uhr. !' Auf der Jungviehweide zu Lauterbach stehen noch ca. 40 Lammböcke zum Verkaufe, welche zuni Taxations- preise, der aus einer auf der Weide . offenliegenden Liste zu ersehen ist, abgegeben werden. Indem wir dies den Interessenten zur Kenntnis bringen, benierken wir, dag der Landwirtschaflskamnier- Ausschuß auf den Kaufpreis einen 20°/°igen Zuschuß gewahrt. randlsirtslsjastskammtr-Aus- ftlfiik für Meiluffeii. Bürger Friedbergs! Die gegen den Feind ziehenden Söhne unserer Stadt sollen die beruhigende Gewißheit haben, daß ihre Lieben daheim versorgt find und nicht zu darben brauchen und auch den Verwundeten und Kranken die nötige Pflege zu Teil wird. Der Einwohnerschaft unserer Stadt wird es daher eins freudige Aufgabe sein, den von den Vätern und Söhnen verlassenen Familien unserer Mitbürger mit allen Kräften beizustehen und auch die Mittel bereit zu stellen, die für die Pflege der Verwundeten und Kranken erforderlich sind. In gleicher Weise gilt es aber auch für diejenigen, die durch den Krieg um Arbeit und Brot gekommen sind, zu sorgen und sie wenigstens vor Hunger und Not zu schützen. Die Stadtverordneten-Versammlung hat deshalb beschlossen, ähnlich wie in anderen Städten eine Zentralsammlung für Kriegsfürsorge einzurichten. Wir richten deshalb an die Einwohnerschaft die herzliche Bitte, die Durchführung dieser Aufgabe durch reichliche Geld- und sonstige Spenden zu unterstützen. Spenden werden von den Unterzeichneten Vereinen und im Stadthaus, Zimmer Nr. 4 entgegengenommen Der Bürgermeister: Stahl. Alice-Frauen-Vereiu Nebel. Verein vom Roten Kreuz: E e o r g i. Fricdbcrger Hilfövcrein: Kleberger. in alten Orössen 3 . Pfeiler s Heim Möbelfabrik Friedberg I. II. Bekanntmachung. Mit dem 2. Landsturmtag, dem 17. ds. Mts. habe ich die Geschäfte des Garnisonältesten im Standort Friedberg übernommen. Den verehrten Einwohnern der Stadt danke ich für das freundliche Entgegenkommen bei der Unterbringung der Landsturmmannfchaften die gestern Abend noch keine Quartierscheine in Händen hatten. W c im e r * Oberst und Kommandeur des Landsturm Inf. Batl. Friedberg. Bekanntmachung. Ich bringe hierdurch zur öffentlichen Kenntnis, daß die Stadtverordneten-Versammlung in ihrer Sitzung vom 13. d. Mts. beschlossen hat, über die Dauer des Krieges eine Kinderkrippe Sorget für kommende Zeiten, Lagt nichts umkommen. Mehr wie in früheren Jahren gelten jetzt diese Worte. Einmachen von Bohnen, Gurken, Obst empfehle Steinerne Ständer und Töpfe \\\ allen Größen bis 40 Pfund SityäU. Ner-Wser uni) Flascht» billigere Noiua-Wser in allen Größen Durch großen Vorrat bin ich jetzt n och i n der angenehmen La ge WBg~ zu alten Preisen "MW alle Größen liefern zu können Nachlieferungen sind jetzt ausgeschlossen, deshalb ist baldige Anschaffung nur zu empfehlen. Verkauf nur gegen bare Zahlung. F. Hilbrecht Plrv. Friedberg. der ßlesirrt-str»,. Hi! Geschäftsstelle Frankfurt a. M., Moselstraße 63. Teleson-Nummer 9209 Amt I. Dürostunden: Montag nachm, von 5—7. — Dienstag nachm, von 5—7. — Donnerstag nachm, von 5—7. — Freitag nachm, von 5—7 Uh Zn verkaufen. 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Mit Bezugnahme auf den Auftus des Landsturms warne ich die unausgebildeten Landsturmpflichtigen, voreilig ihre Ttcllnng oder ihren Berns aufzu- Kiiserstr. 40 . ] Alle Arbeitgeber ersuche ich dringend, diesen Leuten wegen Verbleibens in ihren SteU- Fs , ied3sea , g TAET »Ilgen oder bein» Stichen neuer Stellungen keine ! unnötigen SchEvierigkeiteu zu machen, Iveil diese Die Gräsin zu Tolttrs-Rödclhrim crlaEEbt! Leute, die sich nach Ziffer 5c des Aufrufes ju- r». s.. 2 «öckkfi nur zur ütammrollc IN melden hatte», vor- ,.ch in» Picler zu bitte«, die nicht oder nur z« einem ganz geringen ftchcttdcu Rcchuuuneu seht zu be ah cee. Je Teil zur Aushebung konnnen werden; Ziffer I des mehr wir dafür sorge«, das; die Ordnung ^«»'-'"'nanienfes besagt ja auch bereits aus- . ' . . ' ” '* . •’ druekilch, das; -unachfi nnr militarfich nnsgebrldete NU Ackild aufrecht erhärten wird um so LkanVstiirmpflichtigc zue Einstellung konnucnivcr- leistuugssähioer sind wir der grostru «u- i»en; auch von diese,» wird voraussichtlich zunächst aemciuen Not aeaeuüber. "" 2cil iuv Einstellung gelangen, gemeinen grgrnnore. Franks,,rt a. M., den 14. August 1914. _ ________ „ Der konnnandierende General ^ Freiherr von Gall, General der Jnkanicric. einzurichten, in der bis zu 2 Jahre alte Kinder derjenigen Mütter ausgenommen werden sollen, die Lohnarbeit i verrichten. Die Krippe wird demnächst eröffnet und werden j Anmeldungen auf Zimmer Nr. 4 des Stadthauses entgegengenommen. Zugleich bitte ich die Einwohnerschaft, entbehrliche ! Kinderstühlchen, Kindertische, Spielzeug, Kinderwäsche, Badewannen rc. der Kinderkrippe zuzuwenden. Friedberg, den 15. August 1914. Der Bürgermeister. Stahl. Bekanntmachung. Junge Leute, die das wehrpflichtige Alter — das vollendete 17. Lebensjahr — noch nicht erreicht haben, haben bei etwaiger Meldung als Kriegsfreiwilliger zwar kein Recht auf Einstellung, können aber, da gesetzliche Bestimmungen nicht entgegenstehen, dennoch eingestellt werden, wenn ihre unbedingte Tauglichkeit festgestellt wird. Bei der Meldung ist beizubringen: die Einwilligung des gesetzlichen Vertreters — der Eltern oder des Vormundes und ein obrigkeitliches Fühmngszeugnis. StettüfctrcteuDcä öfneraltommaniio XVIII. Aruittkorps. Bekanntmachung. Den Vezirkseingeseffenen der Eroßherzoglichen Handelskammer Friedberg, für die Kreise Friedberg, Büdingen, Schotten teilen wir mit. daß in Frankfurt a. M. ein wirtschaftlicher Beirat der Linienkommandanmr erfichtet wurde, der berufen ist, Wünsche und Anträge bezüglich Beförderung von Lebensmitteln aller Gattungen im Bezirk der Eisenbahndirektion Franksutt a. M. entgegenzunehmen und nach Prüfung und Begutachtung an die Linienkommandantur weiterzugeben. Etwaige Anträge sind daher bei der Unterzeichneten Handelskammer anzubringen und werden nach Befürwottung an die zuständige Stelle weitergeleitet. Friedberg, den 15. August 1914. Grotzh. Handelskammer Friedberg für die Kreise Friedberg, Büdingen, Schotten. Komplette Bettel) sowie einzelne Teile Bettstellen in Holz und Eisen SlilllEiEMiialntEii Schoner Spningrahinen Mist Rosshaar-, »W- oitd Seesras- Deckbetten Kissen Kolter Steppdecken Strotairatzen zu billigsten Preisen. G.M.Reuss l’rifiüiep": Alte Post. Ein Pferd für alle landwirtschastl. Arbeiten zu kaufen gesucht. Mills. Appel. Langd b. Hungen. In kaufen gesucht 1 leichter rinp). Üftr&tnMgdi (ßrorg Kecker IV.. {iirrbadi ». v ^'utßr Dogge Männchen, 8 Wochen alt, kopiert, billig zu verkaufen bei Ludwig Kirstein, Oberdorfelden. llfur Binpffnftrine werden abgegeben zum billigsten Tagespreise. Pingafrnprorlri ). 8. ßafmami, S>»-B>«f,i«, am Ghausfeehaus. Mehrere gebrauchte GllslllWen j mit Rohr billigst zu verkaufen. 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