Ui" t’cn'arent^^mnnnin* 9 ^ • ,,Ce V i «'vr ta h’ * tilO0 ' n «?** Kauer an» fitzen", „Pi« Kptuuftub»'. ötinjoprrio: «ei den Postanstailen o,eilet,ährt«» MI. 1.8» Agenten monatlich 50 Mg Hm,u trM «ostgeduhr -der Tragertohn. Anreisen: Grundzeit-20 Pjg., totale 15 Mg, An, eigen von auswärts werden durch Poitimchna»,- erhoben rsu »ngrort ,,riedberg. S ch r, fttr, tu»s undtlerla g Friedberg lHestcn), Hanauertraße 12. Fern^prcchcr «8. Pa «ichrck-ttonl» 9lr. « 859 . ?Iml ^tanlfurl o. 41 t. Krimmer 181 Mittwoch, den 5. Angnst 1914. 7. JaljVi^ntt Krieg mit England. — Mit Belgien in Kriegszustand. — Drückt sich Italien. - Der einige Reichstag. Was komme» mußte, da? kam. Wo sich die Feinde Dcnisckpands samnieln, da darf dessen tückischer Feind nicht fehlen. Wenn das nienchclniörderischc Rußland seinen Lolch zuckt, dann ist es der Hilfe deS perfiden Albions sicher. Tein Treubruch Rußlands steht das Verhalten Englands, würdig zur Seite, daß sich nach außen heuchlerisch um den Frieden bemühte, um Deutschland in Sicherheit zu wiegen, ans daß man e§ um so sicherer überfallen könnte. Deutschland hat an Belgien die Aufforderung gerichtet, den Turchinarsch seiner Truppen zu gestatten. Im Interesse der wohlvorbcrcitctcn Kriegsplans ist diese Maßregel notwendig. Belgien hat, was vorauszusehcn war, diese Erlaubnis abgelchnt und so befinden wir uns auch mit Belgien im Kriegszustand. Praktisch hat dies Wohl nicht viel zu bedeuten, denn wir werden keine belgischen Truppen an- grcifcn und umgekehrt ist die? auch nicht zu erwarten. Bedenklicher ist die Haltung Italiens. Es scheint kest- zustehcn, daß uns unser Bundesgenosse aufsitzcn laßt. Zwar ist er zu einer teilweise» Mobilmachung geschritten. Seine Minister aber begnügen sich nüt nichtssagenden Erklärungen mit denen uns nicht gedient ist. So scheinen diejenigen recht zu behalten, die auf das Bündnis mit Italien von jeher kein Vertrauen gesetzt haben. Erhebend in dieser schweren Zeit ist die Einmütigkeit i :- deutschen Volkes. Glänzend kam sie gestern in der ~ aliung des Deutschen Reichstages zum Ausdruck. Ver- geisen war aller Partcihadcr und FraktionSzwist. E i n - m ü! i g traten alle Parteien ein für den Schutz des bedrohten Vaterlandes und lauter Beifall, selbst auf der Rechten erschall, als der Redner der Sozialdemokraten erklärte, daß auch seine Partei dem Daterlaudc die schuldigen Opfer bringen werde. Es war Wohl die größte Stunde der deutschen Volksvertreter, als sie der Aufforderung des deutschen Kaiser? nachkamen und ihm in die Hand gelobten, zusammenzu- balten durch Not und Tod. Der Geist, der in dem deutschen Volke lebt, das Vertrauen aus Gott und unsere gerechte Sache gibt uns die Zuversicht auf den Sieg unserer Waffen. Unser liebes Vaterland hat schon schwere Zeiten durchkämpfen niüssen, cs hat sie überstanden und wenn jetzt die schwerste Stunde ge- kouuucn ist werden sic ertragen und nicht verzagen. Feinde ringsum I Feinde ringsum I Um diese züngelnde Schlange, Vaterland, ist Dir so bange? Dange warum, bange warum? Nun gute Nacht! Nun gute Nacht! Pallasche zwischen die Zähne! Fällt auch darauf niauchc Träne — Fort in die Schlacht! Fort in die Schlacht! hat de» Krieg erklärt. Berlin, 4. Aug. (Amtliches Telcgranuu.) Kurz nach 7 Uhr erschien der englische Botschafter Gosche» aus de», lluoivr.rtigcn Amt, um im Namen Englands den Krieg >u wklnrcn und seine Pässe zu fordern. @itt Ultimatum au Belgien. Wie die „Etoilc Beige" mitteilt, hat der deutsche Gesandte ein Sonntag Abcno 7 Uhr der belgischen Regie.n,,g ein Ultimatum überreicht, das Montag Abend 7 Uhr el-gc- laufen war. Italiens Haltung. Rom. 4. Aug. (W. B.) Tic „Agenzia St.'fani" i er- öscntlicht eine Erklärung des Ministcrrats, die hervorhebt. daß, de. einige Mächte sich in> Kriegszustand, Italien sich aber nn FricdcnSzustand mit allen kriegführenden Mäeä.'cn befinde, die Regierung und die Bürger verpjlichlct '-neu, die Pflichten der Neutralität zu beobachten. Die genannte Agentur kündigt sodann die Einberusnug der ersten Kategorie der Jahrgänge 1889 und 1890 der Armer für den 8. August, sowie der Jahrgänge 18-89 und 1900 der Marine an. Außerdem werden cinbeenfe» sie!-,:. Jahrgänge der Unteroffiziere, und zwar der Mau., Heizer, Steuerleute und Elektriker der Marine and ! . ganze kriegödienstpflichtige Tigualpersonal. Vao victis! TaS „Militär-Wochenblatt" veröffentlicht in der beit- tigcn Ansgabc solgeudcu Ausruf: In rmglc-i.e W- >ie n i- tigte uns Rußland eines Serbiens wegen den Krieg an.. Die Stunde der Abrechnung, die in einige» Jahren d.-.r, unausbleiblich komnicn mußte, schlug. Wenn es einen gerechten Gott im Himmel gibt. — er ist da — so dürfen wir auf den Sieg der gerechten Sache unserer deutsch»':, Wafs'» hoffen! Keine weiteren Worte mehr als dies, daß vcr lodernde Zorn über diesen Uebcrfall, begangen an dem sried- lichen deutschen Volke, uns eingibt: Wenn Gott in seiner Gnade uns den Sieg verleihen sollte, dann „Vae Biet-.--" (Wehe dem Besiegten.) Unser Kanivfruf aber sei: Es lebe der Kaiser und Tentschkand über alles! (Gefechte an der Ostgrenze. Berlin, 4. Aug. (W. B.) Teile der Besatzung von Memel schlugen gestern einen Vorstoß feindlicher Grenz- wachen aus der Richtung von Krottingen zurück. Kibartq gestürmt! Königsberg, 4. Aug. (SB. ID.) Trutsche Truppe» haben Kibnrty (hart hinter der Krcnzr, vor Wirbnllcn gcicgrn. D. Rrd.) gestürmt. Tic Russen gingen unter Zurücktaff- »ng von Gefangenen nach Osten zurück. Tie deutschen Verluste sind gering. Amnestie. Berlin, «. Aug, Die Norddcullche Allgemeine Zeitung schreibt: Wie wir hören, steht der Erlaß einer weitgehenden A m n e st i e auch für Preußen unmittelbar bevor. Der Kaiser will angesichts der opscrwilligen Vaterlandsliebe, die das gesamte Volk in dem uns aujgedrängten Kriege beweist, eine» allgemeinen Straferlaß namentlich für Verfehlungen aus politischem Gebiete, daneben aber auch für solche Straftaten eintrctcn lassen, die aus wirtjchajtlicher Not und Bedrängnis hervcrgcgangen sind. Fort Helgoland. Der Altonaer Magistrat erließ einen Ausruf, in welchem er mitteilt, baß Altona vom 5. August ab lvvü Helgoländer auszunehmen habe. Die Bevölkerung wurde ausgcsordcrt, Luartiere anzumelden. Reichstags-Eröffnung. „Mit reinem Gewissen und reiner Hnnd rrgrcijcn >oir das Schwert." Amtliches Telegrauim. Brrlin, 4. A»g. Ter Kaiser crösfnete heute mittag 1 Uhr im Weißen Saale des königlichen Schlosses die außerordentliche Session des Reichstages mit folgender Thronrede: Geehrte Herren! In schicksalschwerer Stunde habe ich die gewählten Vertreter des deutschen Volkes um mich versammelt. Fast ein halbe? Jahrhundert lang konnten wir auf dem Wege des Friedens verharren. Versuche. Deutschland kriegerische Neigungen anzudichten, und seine Stellung in der Welt ein- zucngen, haben unseres Volkes Geduld oft auf harte Prob-.-n gestelll. In unbeirrbarer Redlichkeit hat meine Negierung auch unter herausfordernden Umständen die Entwickelung aller sittlichen, geistigen und wirtschaftlichen Kräfte als höchstes Ziel verfolgt. Tic Welt ist Zeuge gewesen, wie nn- crmiidlich wir in den. Drang und den Wirren der letzten Jahr' in erster Reihe standen, um den Völkern Europas einen Krieg zwischen den Großmächten zu ersparen. Die sckwcrften Gefahren die durch die Ereignisse am Balkon heranfbeschworcn waren, schienen überwunden, da tat sich mit der Ermordung meines Freundes, des Erzherzog? Franz Ferdinand, ein Abgrnnd ans. Mein yohcr Verbündeter Kaiser und König Franz Josef, war gczwungcii zu den Walen zu greisen, -.9» die Sicherheit seines Reiches gegen- gefährliche Umtriebe ans einem Nachbarstaat zu verteidigen, Bei der Verfolgung ihrer berechtigten Interessen ist der verbündeten Monarchie das Nnssische Reich in den Weg getreten. An die Seite Oeflerrcich-UngainS ruft uns nicht nur unser-: Diindnikpflicht, »ns fällt zugleich die gewaltige Ans- g-abe zu, mit der alten Knltnrgcnieinschast der beiden Reiche „niere eigene Stellung gegen den Anstnrni feindlicher Kräfte zu schirmen. Mit schweren, Herzen babe ich meine Armee gegen einen Nachbar inobilisicrcn niüssen, mit dem sic ans io vielen Schlachtfeldern gcnicinsqm gcsochten hat, mit ausrichtigei» Leid iah ich eine von Deutschland'treu bewahrte Jrenndichast zerbrechen. Tic Kaiserlich Russische Regierung hat sich, dem Drängen eines unersättlichen Nationalismus nachgebcnd, für einen Staat eingesetzt, der durch die Bcgünktiauna -'erbreche, sicher Anschläge das Unheil dieses Krieges veranlagte. Daß auch Frankreich sich auf die Seite unseres Ge. S gl stellt hat, konnte uns nicht überraschen. Zn ost sind innere Bemühungen, mit der sranzösisck^n Republik zu Ire-undliche- rcn Beziehungen zu gelange», auf alte Hoffnungen und alte» Groll gestoßen. Was menschliche Einsicht »»d Kraft vcrinag, um ein Volk für die letzten Entscheidungen zu wappnen, baS ist n;i: ihrer patriotischen Hilfe geschehe». Die Feindseligkeiten, dK im Osten und im Westen seit langer Zeit um sich gegrisie>> hat, ist nun zu hellen Flamnicn anfgelodcrt. Die gegenwärtige Lage ging nicht aus vorübergehenden Jntereise» konflikten oder diplomatischen Konstellationen hervor, sic ,i das Ergebnis eines seit langen Jahren tätigen Uebclwellru:- gegen die Macht und das Gedeihe» deS deutschen Reiches Uns treibt nicht Eroberungsinst, »ns beseelt der unöeng snnie Dille, den Platz z» bewahren, auf den Gott uus gestellt hat, für uns und alle kommenden Geschlechter. Aus den Schriftstücken, die Ihnen zngegangen sind werden Sic ersehen, wie meine Regierung und vor alle», mein Kanzler bis zum letzten Augenblick benüiht waren, das Aeußerstc abznwendcn. In aufgcdrungenec Notwehr mit remcm Gewissen und reiner Hand ergreifen wir das Schwcrt. An die Völker und Stämme des deutschen Reiches ergeht mein Ruf, mit ihrer gesamten Kraft in brüderlichem Zusammcnstchcn mit unseren Bundesgenossen z» vcr- leidigen, was wir in friedlicher Arbeit geschaffen haben. Nach dem Beispiel unserer Vater fest und getreu, ernst und ritterlich demütig vor Gott und kanipfesfroh vor dem Feind, so vertrauen wir der ewigen Allinacht, die unsere Abwehr stärken und zu gutem Ende lenken wolle. Auf Sie, geehrte -Herren, blickt heute, um seine Fürsten und Führer gcsckiaart, das ganze deutsche Volk. Fassen Sic Ihre Entschlüsse einnilltig und schnell, das ist mein innig i Wunsch. Zusatz desKaiscrs rurThronredc Der Kaiser setzte dcr Thronrede folgendes hinzu: Sic haben gelesen, meine Herren, was ich z» meinem Volke vom Balkon des Schlosses aus gesagt habe: Ich .vir dcrhole: Ich kenne keine Partei mehr, ich keiinc nur Deutsche, lind z»m Zcugku dessen, daß Sic fest entschlossen sind, ohn, Partei,,»tcrschicde, ohne Standes- »nd Konfessionen»'», schiede zusanimenzuhalten, mit mir durch dick «nd dün»> durch Not und Tod, fordere ich die Vorstände der Pnririe» auf, Hern»',»treten und mir dirs in dir Hand zu gelvbcu Die Vorstände traten alle vor und gaben dem Kai sei die Hand darauf. Jeder war sich der Bedeutung der Stunde bewußt, und die kurze Feier nahm einen würdigen, ernst!» Verlauf Erste Rcichstags-Sitznng. Reichskanzler v. Bcthmann Hollmcg: Er jührt unter dem tiefsten Schweigen der Auwel-»den folgendes aus: Ein gewaltiges Schicksal bricht über Europa herein. Seit wir une das Deutsche Reich und sein Ansehen in dcr Welz er lämpft haben, haben wir 44 Jahre lang in Frieden gelebt und den Frieden Europas beschirmt. In redlicher Arbeit sind wir stark und mächtig geworden und man hat cs uns geneidet. Mit schn-cigcnder Geduld haben wir cs ertragen, daß uneer dem Borwand, Deutschland fei kriegslüstern, Feindschaft im Ssie» und Weste,, gegen uns g-ilährt und Pläne gegen uns ge- schmiedet worden. Wir wollten i» friedlicher Arbeit weiier- leb,» und wie ein unausgesprochenes Gelöbnis ging cs vom Kaiser bis zum jüngsten Soldaten: Nur zur Verteidigung einer gercchle» Sache wollen wir unser Schwert aus der Scheide ziehe». (Lebhafter Beifall!) Der Tag, da wir ziehen müsten, ist gekommen, gegen unsere» Willen, gegen unser redliches Bemühen. Rußland hat die Vrandsacke! an das Haus gelegt. (Allseitig- stürmische Zustimmung und Zurufe). Wir stehen in einem gezwungenen Kriege mit Rußland und Frankrei-li Meine Herren! Eine Reihe von Schriftstücken, zusammcn- gcstellt im Drange dcr überstürzenden Ereignistc, ist Ihnen zu- gegangen. Lasten Sic mich die Tatsachen heraushebcn, die unsere Haltung kennzeichnen. Von, ersten Ausbruch des österreichisch scrlilchcn Konfliktes aus arbeiteten wir dahin, daß dieser Handel ans Oesterreich Ungarn »nd Serbien beschränll bleiben müste. Alle Kabinette, besonders England, verlraten den gleichen Standpuntk Rur Rußland erklärte, daß cs bei der Äu-Iraanna d:e!--s Streites mitredcn müste. Damit "bebt di« Sir. l«i Gefahr einer europäischen Verwicklung ihr Haupt. (Lebhafte, Sehr richtig! und Bewegung). Sobald die ersten bestimmten Nachrichten über russische militärische Vorbereitungen vorlie- gen, lassen wir in Petersburg freundschaftlich, aber ernst mit- teilru, daß kriegerische Maßnahmen gegen Oesterreich-Ungarn uns an der Seite unseres Bundesgenossen finden, daß militärische Vorbereitungen gegen uns zu entsprcechnden Maßregeln Udingen würden! Mobilmachung aber wäre nahe dem Kriege. sSchr richtig!) Rußland beteuert uns in seicrlichster Weise seine Friedenswünsche und versichert, daß lcinerlei militärische Vcrbereitnngen gegen uns im Gange seien. Inzwischen sucht England zwischen Wien und Petersburg zu vermitteln, was wir warm unterstützen. Am 28. Juli bittet der Kaiser tele- rrnphisih den Zaren, er möge bedenken, daß Oesterreich-Ungarn das Recht und die Pflicht habe, sich, gegen die großserbischen Umtriebe zu schützen, die seine Existenz unterwühlt hätten. Der Kaiser erinnert an die solidarischen, monarchischen Jnteresien gegenüber dem Mord von Serajewo und hasst, daß der Zar ihn unterstützen werde, die Gegensätze zwischen Rußland und Oesterreich Ungarn zu beseitige». Ungefähr zur gleiche» Stunde und vor Empfang dieses Telegramms bittet der Zar inständig den Kaiser um seine Hilfe, er solle doch in Wien zur Mäßigung raten. Der Kaiser übernimmt die Vcrmittlungsrolle, aber kaum ist die von ihm übernommene Altion im Gange, so mobilisiert Rußland alle seine gegen Oesterreich gerichteten Etrcilkräfte. fAllgemeine Bewegung. Unruhe). Oesterreich-Ungarn selbst hat in Ruhe gegen Serbien drei Armecolorps mobilisiert, aber fern von der rußi- sche» Grenze. Die russische Mobilisierung war grundsätzlich schon beschlosien, bevor sich der Zar an den Kaiser wandte. (Bewegung). Der Kaiser wies sofort den Zar daraus hin, daß sein Dermittleramt durch diese allgemeine Mobilisierung gegen Oesterreich erschwert, wenn nicht vereitelt würde. Trotzdem setzten wir in Wien unsere Vermittlungen sort und zwar in Formen, die bis an die äußerste Grenze besten gehen, was sich mit unserem Bundesverhältnis vereinbaren läßt. Während des Streites erneuert Rußland spontan seine Versicherungen, daß es gegen uns keine militärischen Vorbereitungen treffe. ' Jetzt kommt der 31. Juli. In Wien soll die Entscheidung fallen. Unsere 'Vermittlung hat schon insofern Erfolg gehabt, als Wien auf unser Drängen wieder in direkte Besprechungen mit Petersburg eingetreten ist. Roch bevor die Entscheidung in Wien fällt, kommt die Nachricht, daß Rußland seine gesamte Wehrmacht, also auch gegen uns mobilisiert. (Ungeheure Bewegung. Rufet Unerhört!) Die russische Regierung, die aus unseren wiederholten Vorstellungen wußte, was die Mobilmachung gegen uns bedeutet, notifiziert sic uns nicht, gibt uns sogar keinerlei erklärenden Aufschluß. (Hört! Hört!) Erst am Nachmittag trifft ein Telegramm des Zaren beim Kaiser ein, in dem er sich dafür verbürgt, daß seine Armee leine provokatorische Haltung gegen uns cinnehmcn werde. Aber die russische Mobilmachung an unserer Grenze ist schon seit der Nacht vom 30. zum 31. Juli in vollem Gange. (Bewegung). Während wir auf russisches Bitte» in Wien vermitteln, erhebt sich die russische Wehrmacht an unserer langen, noch ganz offenen Grenze, und Frankreich mobilisiert zwar noch nicht, trifft aber doch militärische Vorbereitungen. Und wir hatten absichtlich bis dahin keinen Reservisten zu den Fahne» gerufen, dem Frieden Europas zuliebe. (Bewegung). Wollten wir weiter geduldig warten, bis etwa die Mächte, zwischen denen wir eingekeilt sind, den Zeitpunkt zum Losjchlagen wählten? (Lebhafte Zurufe: Nein! Nein! Stürmischer Beifall). Dieser Gesahr Deutschland au-zusetzen, wäre ein Verbrechen gewesen. (Allgemeine begeisterte Zustimmung). Darum forderten wir noch 'am 31. Juli von Rußland die Demobilisierung, als einzige Maßregel, welche Europa noch den Frieden erhalten tonne. Der kaiserliche Botschastcr in Petersburg erhält ferner den Auftrag, der russischen Regierung zu erklären, daß wir im Falle Ser Ablehnung unserer Forderung den Kriegszustand als ein- zetreten erachten müssen. Der kaiserliche Botschaster hat diesen Auftrag ansgcsührt. Wie Rußlands Antwort auf unsere Forderung lautet, wissen mir heute roch nicht. (Allgemeine Bewegung u»d Ruse: Unglaublich). Telegraphische Meldungen aus Petersburg darüber sind nicht bis an uns gelangt, obwohl der Telegraph weit unwichtigere Meldungen noch übermittelte, so daß sich, als die gestellte Frist längst verstrichen war, der Kaiser am 1. August nachmittags 5 Uhr genötigt sah, unsere Wehrmacht mobil ze machen. Zugleich mußten wir uns vergcwistern, wie Frankreich sich stelle» würde. Auf unsere bestimmte Frage, ob es in einem dcutsch rustischen Kriege neutral bleiben werde, hat es uns geantwortet, es melde tun, was ihm sein^Jntercstcn gebieten. (Bewegung u. Lachen). Das war ein Ausweichen auf unsere Frage, wenn nicht eine arge Verhöhnung. Trotzdem gab der Kaiser strengsten Befehl, daß die französische Grenze unbedingt zu re- sx.'ktiercn sei. Dieser Befehl wurde strengstens befolgt, bis auf eine einzige Ausnahme. Frankreich, das zu derselben Stunde selbst mobil machte, erklärte uns, es werde eine Zone von zehn Kilometern an der Grenze rcspeklirrcn und was geschah in Wirklichkeit: Bombe »werfe »de Flieger, Kavallerie- Patrouillen, aus reichsländisches Gebiet cingebrochene Konipag- nien. Meine Herren! Damit hat Frankreich, obwohl der Kriegszustand eigentlich noch nicht eingctreten war, den Friede» gebrochen und tatsächlich angegrisfen. (Allgemeine Bewegung). Mas jene Ausnahme betrifft, so habe ich vom Chef des Eeneralstabs folgende Meldung erhalten: Von den französischen Beschwerden über Grenzverletzungen un- sererseils kann nur eine einzige zugegeben werden. Gegen den ausdrücklichen Befehl hat eine anscheinend von einem Offizier gefkihrtc Palrouille des 11. Armeekorps am 2. August die Erenza überschritten. Sie ist onscheinbar abgeschossen worden, »ur ein Mann ist zurüllgclchrt, aber lange bevor diese einzige kleine Eren'iiberschreitung erfolg! war, haben französisch« Flieger ans unseren Bahnlinien obgeworfen, habe» in, Schluchtpaß französische Trnpveu unsere Grenzfchutzirnppen angeariüen. Un- Neue Tageszeitung. MNiwoch, oen 5. lktugup i»i« Seife 2 fere Truppen haben sich dem Befehle gemäß gänzlich auf die Abwehr beschränkt. Das ist die Wahrheit. Wir sind in Notwehr und Not kennt kein Gebot. (Stürmischer Beifall!) Unsere Truppen haben Luxemburg besetzt und vielleicht schon belgisches Gebiet betreten. (Große Bewegung und Beisall), Das widerspricht dem BSIker- rechl. Die sranzösische Regierung hat zwar in Brüssel erklärt, di« Neutralität Belgiens respektieren zu wollen, so lange sie der Gegner respektiere. Wir wußten aber, daß Frankreich zum Einsall berei! stand. Franlreich konnte warte», wir nicht, denn ein französischer Einfall in unsere Lande hätte verhängnisvoll werden können. So waren wir gezwungen, uns über den berechtigten Protest der luxemburgischen und belgischen Regierung hinwegzusetzen. Das Unrecht, das wir damit tun, werden wir wieder gu! machen, sobald unser militärisches Ziel erreicht ist. (Lebhaster Beisall). Wer so bedroht ist wie wir und um sein Höchstes kämpft, darf nur daran denken, wie er sich durchhaut. (Ungeheure Bewegung, stürmischer wiederholter Beifall). Was die Haltung England« betrifft, so haben die Ertlärungen, die Sir Edward Erey gestern im englischen Unterhaus abgegeben hat, den Standpunkt llargestellt, den die englische Regierung einnimmt. Wir haben der englischen Regierung die Erklärung abgegeben, daß, so lange sich England neutral verhält, unsere Flotte die Nordspitze Frankreichs nicht angreifen wird, und daß wir die territoriale Integrität und Unabhängigkeit Belgiens nicht antasten werden. Diese Erklärung wiederhole ich hiermit öffentlich vor aller Welt und ich lann hinzusetzcn, daß, so lange England neutral bleiben wird, auch wir bereit wären, im Falle der Gegenseitigkeit keine feindlichen Operationen gegen die fran- zöstsche Handelsfchissahrt vorzunehmen, (Lebhafter Beisall). Ich wiederhole das Wort des Kaisers: Mit reinem (Sewisien zieht Deutschland in den Kamps. (Allgemeine Bewegung, Zustimmung und Beifall). Wir kämpfen um die Flüchte unserer friedliche» Arbeit und das Erbe einer großen Vergangenheit, sowie unsere Zukunft. Die SO Jahre find noch nicht vergangen, von denen MolUe sprach, daß wir gerüstet dastehen müßten, um die Errungenschaften von 1870 zu verteidige». Jetzt hat die große Stunde der Prüfung für das deutsche Bolk geschlagen, aber mit Heller Zuversicht gehen wir ihr entgegen. (Stürmische Zustimmung). Unsere Armee steht im Felde, unsere Flotte ist kampfbereit. Hinter ihnen aber steht das ganze deutsche Bolk, (Stürmischer, sich immer wiederholender Beifall und Händeklatschen aus allen Seiten des Hauses und auf den Tribünen.) ^ Tie Vorlagen bedürfen keiner Begründung mehr. Ich bitte Sie um Ihre schleunige Erledigung. (Erneuter Beifall und Händeklatschen. Tiefe allgemeine Bewegung) " « '» > ' Zweite Sitzung. > Nachmittags 5 Uhr. Präsident Dt. Kämpf eröffnet die Sitzung um S Uhr 20 Mi», mit der Mitteilung, daß sich einig« Herren entschuldigt haben, teils, weil sie zu den Fahnen einbernfen sind, teils weil sie die Anschlüsse zu ihren Zügen nicht mehr erreichen konnten. Zur ersten Beratung steht zunächst der Entwurf eines Gesetzes betreffend die Feststellung eines Nachtrages zum Reichshaushaltsetat für das Rechnungsjahr 1311, wodurch der Reichskanzler ermächtigt wird, zur Bestreitung einmaliger, außerordentlicher Ausgaben die Summe von i ^ - , 5 Milliarden Mark im Wege des Kredits flüssig zu machen. Auf Vorschlag des Präsidenten wird mit dieser ersten Beratung die erste Beratung sämtliechr übrigen vorliegenden Gesetzentwürfe unter allgemeinem Beifall verbunden. y 1 Eine Erklärung der Sozialdemokraten. Abg.H aase (Soz.) verliest eine Crllärung seiner Parteifreunde, wonach sie ungeachtet ihrer prinzipiellen Stellung zum Kriege die geforderten Kredite bewilligt werden und worin sie weiter erklären, daß sie ihre in den Kampf ziehenden Brüder ohne Unterschied der Partei mit den heißesten Wünschen begleiten. Diese Erklärung wird von allen Seiten des Hauses mit lebhaftem Beifall begleitet. Weitere Wortmeldungen liegen nicht vor. Es schließt die erste Beratung. Da eine Verweisung an eine Kommisiion nitch beantragt ist, tritt das Haus in die zweite Beratung des Gesetzentwurfs ein. Derselbe wird unter großem Beifall unverändert angenommen. Auf Vorschlag des Abg. Dr. Spahn (Ztr.) tritt das Haus sofort in die dritte Lesung sämtlicher Gesetzentwürfe ein. Ohne jede General- und Spe- zinldiskussion werden sämtlich« Gesetzentwürfe in einer Abstimmung unverändert en bloc einstimmig angenommen. Die Ver- kündigung des Abstimmungsresultats wird vom ganzen Haufe und von sämtlichen Tribünen mit minutenlangem, begeistertem und stürmischem Beisall begrüßt. Präsident Dr. Kämpf: Auf Ihren Plätzen finden Sie den Antrag auf Vertagung des Reichstags bis zum 21. Roo. dieses Jahres. Die Beratung kann sofort erfolgen. Sie wird eine einmalige fein. Ich eröffne die Diskussion, es meldet sich niemand zu»> Wort: ich schließe die Diskussion und bitte das Haus, wenn dasselbe dem Entwurf seine Zustimmung erteilen will, sich von den Plätzen zu erheben. (Geschieht). Der Anirag ist einstimmig angenommen. lieber die eingegangenen Petitionen, die sich in der Haupt \ fache aus die Erweiterung des Kreises der Untersiiitzungsberech tigtcn bei der Einberufung von Militärpflichtigen zur Gewährung eines Moratoriums richten, berichtet Abg. Schwabach (Rat.): Er beantragt Ueberweifung der Petitionen an den Reichskanzler zur Berücksichtigung! das Haus stimmt dem Anträge zu. Präsident Dr. Kämpf: Die Tagesordnung ist erledigt. Damit ist unsere Arbeit beendigt, n»t der Schnelligkeit, die der Ernst der Lage erfordert. (Sämtliche Mitglieder einschl. der Sozlaldcniokraten, solo e die iämtlichen Zubörer aus den Tribünen erheben sich). Wir haben die Mittel bewilligt, die für den Krieg de'tinnnt sind, und für das wirtschaftliche Leben während des Krieges isi damit die nötige Sicherheit geschaffen. Viele von unseren Herren Kollegen ziehen mit hinaus in den Kampf, um die Ehre des Vaterlandes. Unter uns ist keiner, der nicht von einem oder mehreren Söhnen und fonstigen Familienmitgliedern Abschied nehmen müßte und unsere ernsten und innigsten Segenswünsche begleiten sie alle aus dem schweren aber ehrenvollen Gang? in den heiligen Kampf. (Lebhaster Beifall), llnscre Segenswünsche begleiten unser ganzes Heer und unser: ganze Marine. Wir stnd felsenfest überzeugt, daß die Schlachtfelder, die »rit dem Blute unserer Helden getränkt werden, ein: Saal hervorbringen werden, die dazu berufen ist, eine Frucht zu tragen, so schön, wie wir sie nur denken können. Die Frucht neuer Blüte, neuer Wohlfahrt, neuer Macht des deutschen Vaterlandes. (Lebhaster Beifall). schlich durch den Reichskanzler. Reichskanzker von Bethmann hollweg: Meine Herren! Am Schlüße dieser kurzen, der ernsten Wägung darf ich noch einmal das Wort ergreifen.. Nicht nur das Gewicht ihrer Beschlüße gibt dieser Tagung ihre Brdeuiung. sondern der Geist, aus dem heraus ße gefaßt find. Ter Geisi der Einheit Deutschlands, des unbedingten rückhaltlosen gegen fettigen Vertrauens auf Leben und Tod. (Lebhaster Beifall). Was uns auch befchieden fein mag, der 4. August 1811 wird bis in alle Ewigkeit hinein einer der größten Tage Deutschlands fein. (Stürmischer Beisall aus allen Seiten des Hauses), Seins Majestät der Kaiser und seine hohen Verbündeten haben mir den Auftrag gegeben, dem Reichstag zu danken. Ich habe dem Haufe eine Allerhöchste Verordnung mitzuteilen: „Wir Wilhelm von Gottes Gnaden, Deutscher Kaiser, König von Preußen, verordnen aus Grund der Artikel 1? und 20 der Reichsoerfaßung mit Zustimmung des Bundes- rates im Namen des Reichs was folgt: 8 1. Der Reichslag wird bis zum 21, November 1911 vertagt. Der Reichskanzler wird mit der Ausführung dieser Verordnung beauftragt. Urkundlich unter Unserer höchst eigenhändigen Unterschrift und beigedrucktem Kaiserlichen Jnfiegel, gegeben Berlin im Schloße am 1. August 1911. gez. Wilhelm I. R. Ich habe die Ehre, diese Urkunde dem Herrn Präßdenten zu überreichen. (Der Reichskanzler überreicht die Urkunde dem Präsidenten Dr. Kämpf, der sie mit einer Verbeugung entgegennimmt). Präsident Dr. Kämpf: Meine Herren! Rach diesen Worten des Herrn Reichskanzlers bleibt mir nur übrig, nochmals zu betonen, daß das deutsche Volk einig ist, bis auf den letzten Mann zu siegen oder zu sterben auf dem Schlachtfeld« für die deutsche Ehre und für die deutsche Einheit. (Lebhafter, allseitiger Beifall), Wir trenne» uns mit dem Rufe: Sein« Majestät der Kaiser und unser deutsches Vaterland, sie leben hoch, hoch, hoch! (Die sämtlichen Mitglieder des Hauses, die während des ganzen letzten Teiles der Sitzung einschließlich der Sozialdemokraten stehen geblieben stnd, stimmen mit Ausnahme der letzteren dreimal begeistert in das Hoch ein. Die Sozialdemokraten bleiben auch während des Hochs stehen). Die Sitzung ist geschlosien. (In dem Saale und auf den Tribünen erschallt nochmals lebhaftes Händeklatschen). Schluß der Sitzung 8 Uhr 50 Minuten. Mehr Nutze! Wenn es auch Tatsache ist, daß feindliche Flugzeuge unser Land beunruhigen, so ist doch anzuraten, kühle Besonnenheit zu bewahren. Was war das heute Nacht eine ziel- und zwecklose Schießerei, weil sich angeblich ein feindlicher Flieger gezeigt habe. Das Herannahen eines Flugzeuges ist an dem Sausen der Propeller ganz deutlich zu hören, selbst wenn es 3000 Meter hoch in den Lüsten fährt. Ist dieses Geräusch nicht zu hören, dann ist auch kein Flieger da. Das sollte das Publikum bedenken und nicht durch seine Haltung die Beunruhigung vermehren. Heute Nacht wurden auch die Truppen unruhig gemacht durch die Haltung der Bevölkerung, die überall Flugzeuge sehen wollte und zuin Schießen aufforderte. Also mehr Ruhe und kalte Ueberlegung! Abschicdsgrus;. Tcvlr.v.i auf Gott! d» deutscher Held. Tn ziehst hinaus, wie's Gott gefällt. In jedem Sturm, in aller Not Vertrau' auf Gott. Hab' gute» Mut! verzage nicht. Streit', bis der Feinde Macht zerbricht Schütz' Dcutscliiands hohes, hehres Gut. Hab' guten Mut. Furcht' nicht den Tod! für L«SWandS Shr' Dich vor dein Feinde tapfer wehr', Denn auch der Feind iuarimmig droht, Fürcht' nicht den Toi Kta< togisjm««*. fttn S. Augnft 1114 Kül______ {für un# fcmt »Int! im heißen Streit ^ Behütt Dich Gott vor langem Leid — Der- Känipfen kommt ja »ns zu gut. Für uns dein Blut. Kehr' * glücklich heim! Dar wünsch' ich Dir: Um deine Stirn des Lorbeers Zier. Wär' auch in Dir de» Todes Keim: Kehr' doch nur heim. Ich denke dein! ich bet' für dich. Den braven Deutschen liebe ich. Mit unsren, Volke stimm' ich ein: Ich denke Tein. _____D. Zahmann. Aus der Heimat. * FeicdSerg, 4. August. (Augustinerschule). Der Unterricht fällt, wie uns die Direktion eben mitteilt, auch morgen, Donnerstag. noch aus. * Sk'sc«, 4. August. Wir brachten gestern in unserer Zeitung eine Notiz, wonach Herr Kemper, der Restaurationspäch- rer der Gewerbe-Ausstellung, seinen Konkurs angemeldet und das Weite gesucht habe. Daß Herr Kemper dar Weite gesucht hat, ist nicht richtig und berichtigen wir unsere Notiz dahin. * Kietzen, 4. August. Ein hiesiger Student der juristischen Fakultät hatte als Doktorarbeit die Dissertation „Die Fusion zweier Aktiengesellschasten" cingereicht und dabei di« übliche eidesstattliche Versicherung abgegeben, datz er bei der Fertigstellung der Schrift nur die in dem Quellennachweis angegebenen Hilfsmittel benutzt habe. Spater stellte sich heraus, datz er eine andere Promotionsschrist gleichen Inhalt» säst wörtlich abgeschrieben, sie aber nicht genannt hatte. Der betrügerische Student erhielt für diesen Betrug jetzt von der Strafkammer einen Monat Gefängnis. * Frankfurt a. M., 4. August. Der „Entdecker" des Taunus als Wandergebiet, Herr August Knyrim sen., genannt „'s Vat- terche", feierte am 2. August in bewundernswürdiger Frische und Rüstigkeit seine» 7». Geburtstag. Das greise Eeburtstagr- tind durchwanderte schon vor Jahrzehnten den Taunus nach allen Richtungen, ganz besonders den hinteren Taunus, die Gegenden um Burg Schwalbach und Hohlensels, um Katzenellenbogen und das Jammertal. In mühevoller Arbeit legte Knyrim den Grundstock zu dem Wegemarkierungsnetz de» Taunus: er war einer der ersten, der drei frisch und volkstümlich geschriebene Taunuisührcr hcrausgab, die überall di« weiteste Verbreitung fanden und den Taunus als Wandergebict Tausenden von Wanderern erschlossen. Dem alten aber noch unermüdlichen Wandersmann Knyrim wurden ungezählte Glückwünsche zuteil. » Frankfurt a. DI., 4. August. In der Zeit vom Sonntag zum Montag spielten sich hier drei erschütternde Familientragödien ab. Der 60jährige Rentner Wagner-Nurick, der seit Jahre»jrist schwer leidend war, crschotz vorgestern früh seine köjährige Ehefrau und tötet- sich dann selbst durch einen Schutz in den Kops. Allem Anschein nach hat die Frau von dem Vorhaben ihres Mannes keine Ahnung gehabt. — Ferner tütete gestern früh der Lederarbeiter Konrad Klauer im Riederwald seine Frau durch einen Schuh in den Kopf. Dann bracht- er sich mehrere Schüsse bei, durch die er lebensgefährlich verletzt wurde. Klauer sollte sich gestern dem Militär pellen und hat wahrscheinlich aus diesem Grunde die Tat begangen. — Endlich fand man gestern früh den Bibliotheksverwalter F. Eiser, dessen Ehefrau und den Logisherrn August Bock in ihrer gemeinsamen Wohnung, Stoltzestratze 22, tot auf. Sie hatten sich mit Leuchtgas vergiftet. Bock war zu den Waffen -inberufen. » Frankfurt a. M., 4. August. Eine Rieesnarbcit wird gegenwärtig von den Einkleidungskommandos geleistet. Täglich tausende von Menschen in die einzelnen Truppen reihen, sie einLerden, si» unteedrm^en. «eepeavianttere», ihnen Waffen. Inftrukttanen und ungezählt« ander« Sache» geben, und da» alle» mit einer unerschüttrrlich selbstverständlichen Ruhe und geradezu unheimlich wirkenden Sicherheit: dar ist bewundern». wert und ein Zeichen für die genial- Leitung de» deutschen Heerwesens. Das gigantische Räderwerk dieser Mobilmachung,- mafchine macht kein Volk nach: «» ist unerreichbar. Die Augusttag« von 1914 »»weisen das für alle Zeiten. — Der Strom der Bolkrbegeisterung nimmt von Stunde zu Stunde gewaltiger» Formen an: leider aber wird die Bolksleidrnfchaft durch betrübende Vorkommnisse di, aus, Blut -usgepeitjcht, datz sie sich zu Mitzgrifsen hinreitzcn lätzt. Die Cpionensurcht hat in Frankfurt einen Umfang angenommen, der nicht mehr Lberbicten ist. Wehrlos« Leute mutzten sich gröbliche Mitzhandiungen gefallen lasten. Einen Alt der Selbstjustiz übten vorgestern lausende, al» sie das Phantasie-Lichtspieltheater in Trümmer schlugen, weil dieses eine» Film mit Napoleon im Mittelpunkt trotz stürm-rischen Widerspruchs spielte. Da, Hotel „Russischer Hof" mutzte sämtliche Aufschriften und Wappen entfernen: e» nennt sich „Hotel Kaiser Wilhelm II." - Die private Hilfe für die Truppen kann schon heute als hervorragend bezeinchet werden. Nicht »linder stark ist aber auch der Andrang von Freiwilligen zu den hiesigen Regimentern, den, Sanitätskorp» und nicht zuletzt zur Mithilfe bei der Hcimbringung der Ernte dort drau- tzen auf dem Lande. Di- Hände in den Schatz legt jetzt kein Deutscher. — Die Stadtverordnetenversammlung bewilligte einstimmig zwei Millionen Mark für die Beschassung von Lebensmitteln und zur Linderung notleidender Familien. * Frankfurt a. M., 6. August. Tie Hochwellc i er Begeisterung, die seit dem Bckanntwerden der Mobilmachung die Großstadt durchzittert, hat allen Partcihadcr, alle Alllagssorgen, alle Lust zum Nörgeln und jegliche Stcnidcsuntcr- schieüe hinweggefegt. Das kommende gigantislhe Ringen eines Halbbarbarentums und eines lveibischen verblendeten Volkes mit der germanischen Rasse und Kultur hat hier, wo die deutschen Volksstämme gewissermaßen eine internationale Heimat besitzen, alles zusammengeschweißt. Die große Stunde der Volkserhebung fand auch in Frankfurt ein großes Geschlecht. Das offenbarte sich besonders am ersten Mobilmachungstage. Tausende und abertausendee zogen nach der Festhalle, nahmen von Weib und Kind, Mutter oder Braut still und stolz Abschied, ließen sich ihren Truppenkörpcrn zu- teilen und marschierten dann unter dem jauchzenden Zuruf von Zehntausenden nach dem Bahnhof oder in die Kasernen. — Der tiefe Ernst der Stunde zeigte sich aber besonder» in den Gotteshäusern aller Bekenntnisse: ungezählte Scharen wohnten den Bittgottesdiensten bei, und tausende ließen sich das Abendmahl reichen. Hunderte von Kriegstrauungen wurden vollzogen, still, schlicht, in den ernstesten Formen. Jegliche Vergnügen sind eingestellt. Und wo Musik erklingt, da sind es patriotische Weisen. Ernst und schweigend wandert eine ungeheure Menschenwoge durch die Stadt. Der Bahnhof durchlebt Tage wie noch nie zuvor. Das gegenwärtige Goschleckst ist seiner Väter von 1870/71 würdig. — Frankfurt zeigt sich heute auch wieder als Stadt der werktätigen Liebe Par exzellente. Der Andrang zu dem Roten Kreuz ist unbeschreiblich. Nocks ehe die Liebertätigkeit amtlich einsetzt, gehen Gelder und Waren in Fülle ein. Nur ein Beispiel: Der Verein kaufmännischer und technischer Angestellter spendete gestern 50 000 Zigarren und 2 Ballen Tabak. In hochherziger Weise nimmt sich die Stadt der zunickbleiben- den Frauen und Kinder an. Heute wird sie mehrere Millionen bewilligen. Die meisten Geschäfte zahlen ihren riebe- rufenen Angestellten die Gehälter fort. — So schickt Frankfurt seine Söhne in das Feld, gen Osten und Westen, zu schaurigem Wasfcnspiel und — gebs Gott — zu herrlichem Siege. _ Seile 3. ' • Darms«»»», 4 . A»g Der InngOei-ftchlanddnn» hie:: ter dem Borsitz des Oberbürgermeister» Rbllrr eine S jr.-g ad, tn der beschlosten wnrde, datz sich dte Mitglieder, sowei! mögttch den Landwirten sür die Erutearbeit»»: zur Lrisüg»! g stellen. • Dormstadt, 4. August, Die Darmstädter Künstlcr-K.'w»:,- Ausftellung wurde mit Rücksicht ans de» ansgcbrochenen :-ri-> geflossen, f ' K , Frankfurter Wetterbericht Voransfn^: Wechselnd bewöM, Riederschläge nicht an», geschloffen, warm, südwestlich« Winde, Verantwortlich für den politischen Teil: Olto Hirschcl. Friedberg: für den lokalen und unlerhallenden Teil: Bernhard Lenz, Friedberg: für den Anzeigenteil: Karl Schmidt, Friedberg, Druck und Verlag der „Neuen Tages, zeitung", A.-G.. Friedberg i. H. Erklärung. Den fortgesetzten Belästigungen, die mir bezw, meinem Schwiegervater, Herrn Heinrich Kaug, hier, ganz ungerechtfertigter Weise widersahren, erkläre ich gegenüber, datz meine Eltern deutsche Staatsangehörige sind und datz auch ich, obwohl in Rußland geboren, deutscher Staatsbürger bin, und von der Ersahkoiiimisiion dem Landsturm 1. Aufgebots zügeleilt wurde. Arthur Krim,irr, |rirlitirrfl,fiöiiiiiifrl!r.lS. Gerade Im Sommer haben viele Kinder ein Stärkungsmittel nötig, gerade im Sommer erweist sich ihnen Scotts Emulsion als eine Wohltat; denn nichts Besseres gibt es, als diese Zubereitung, welche ihnen alle Vorteile des Lebertran» bringt und sich in der warmen Jahreszeit ebenso gut nehmen lätzt wie in der kalten. Also auch im Sommer befördert st« die Entwicklung kräftiger Muskeln und vor allem den Ausbau fester Knochen. Wer Scotts Emulsion — doch nur die echte — gebraucht, der wird im Sommer die besten Erfahrungen mit ihr machen. Scotts Gmuifton. jRömerbrunnen' Hervorragendes Tafelwasser. Erna und Ilse. Roman von D. Fcußner. 28 (Fortsetzung). Der Riltergutsbesitzer mochte füiifundsünfzig Jahre alt sein. AuS feinen Augen sprach milder Ernst und Herzens- giite. Auf der rechtc» Wange bemerkte man eine Narbe als letzte Spur einer durch ein Geschoß herbeigeführteil Verwundung in dem Kriege mit Frankreich. Die Kleidung war sehr sorgfältig und elegant. • ,,, Ilse mochte zwanzig Jahre alt sein. Obgleich sie sich von dem erlebten Schreck noch nicht erholt hafte, und gle:ch einem geängstigten Vogel in einer Ecke des Wagens saß, erkannte der junge Mann doch ans den ersten Blick, daß sie wirklich schön ioar. Es gibt Wesen, welche in ihrer Aiigst und Hilflosigkeit rührend lieblich aussehcn und in diesem Zustande einen ungleich sefsclnderen Eindruck machen, als in stttchlender Schönheit. ' Mittlerweile suhr der Wagen durch die Straßen der Skadt und rollte endlich i» den nickst weit vom Bahnhof gelegenen Eutshof ein. < i Roderich berichtete in kurzen Worten was geschehen unb !,a!s den Rittergutsbesitzer zu Bett zu bringen. , „Was sür einen Arzt brauchen Sie?" f „Doktor A., i» der Gartenstraßc wohnt er." „Ich, werde ihn hole»." ,,.„** 1*1 > >-ä — 1 „Sie sind sehr zuvorkoinincnd gegen uns uni» wir sind Jluien zu großtzem Tanke verpflichtet, und .... 0 , verzeche» Sie." unterbrach sic sich schnell, „daß ich Ihnen bisher noch nicht gedankt habe, denn mit Einsetzung Ihres Lebens, haben Sie das meine gerettet- Tausend Tan! Herr Ttctzcl' „£ü 3 Glück war mit hold." sagte er. ihre ihm darge- b»4«ue Hand erfassend, „sonst konte es allerdings leicht um »ntch geschehe» sein. Dank aber habe ich nicht verdient, denn jeder ander« hätte dasselbe getan, indes freut es wich tzrch, daß ich grade der Glückliche war. helfend eiilzufpringen. — Ddckl jetzt muß ich gehen und den Arzt holen." Roderich entfernte sich und Ilse setzte sich an das Bett ihres fast bewußtlosen Vaters. Sie dachte noch einmal über das soeben Erlebte nach, ließ iivch einmal die grausigen Momente an ihrem Geiste vorüberziehcn, aber auch den, als sie plötzlich den jungen Mann gleich eineni rettenden Engel vor sich sah. Sie hatte in dem Augenblick als sie Pferde mit dem Wagen über ihn hinrascn mußieii, die Augen geschlossen, denn sie wollte den Untergang des heldenmütigen Mannes nicht mit anj-hen, — Doch cs war anders gekommen, denn durch Mut, Kraft und Geschick ward er bald Herr über die wilden, aufgeregten Tiere: diese standen und — ihr Leben war gerettet. Roderich war in ihren Augen ein Mann, der enis.ue- den Bewunderung verdiente, denn wohl nicht alle Männer treten der Gefahr mit solcher Todesverachtung entgegen, wie sie es von ihm gesehen. Ja, er war ein ganzer Mann. Eine Viertelstunde später kam Roderich mit dem Arzte an. Ilse fllhrter ihn an das Krankenlager ihres Vaters. „Der Knochen ist gebrochen," sagte nach kurzer Unter- slichung der Arzt, „aber weiter nicht schlimm, wenn nur in der Brust nichts verletzt ist, und das Gehirn keine Ersastitte- rung erlitten hat," Als er mit der sorgfältig vorgenommenen Untersuchung fcrttg war, sagte er: „Gott sei Dank, ick» finde nichts Verdächtiges, Sie haben bei Ihrem Unglück noch Gliick ge- babi." „Bin aber trotz dieses Glückes auf ein Vierteljahr nn- toiiglich," versuchte er zu scherzen. „Ganz solange wird eS nickst dauern," tröstete der Arzt, Als der nötige Verband angelegt war, verabschiedete sich der Dottor mit dem Versprechen, am andern Morgen wiederzukommen. Roderich blieb, weil der Rittergutsbesitzer ihn darum bat, noch da, vergaß aber nicht, feine Anordnungen, bezüglich der Pferde zu treffen. Bl» der Kranke endlich einoelchlaien war »">< hielten sich der junge Rotzarzt und Ilse über dies und jenes. Sie kannte ihn schon länger. Wer hätte auch in dem kleinen Städtchen von einem hübschen jungen Mann, wie Roderich, nicht schon gehört. Bei der Wohltättgkeitsaufsührung hatte Ilse Gelegenheit gehabt, sein Spiel auf der Zither zu bewundern. Näher war sie mit ihm noch nicht in Berührung gekommen, denn Roderich war sehr zurückhallend u»i> drängte sich mit seiner Person nicht gern in den Vordergrund. Entsinnen konnte er sich wohl, sie bei der Aufführung gesehen zu haben, wollte aber damals der schönen Dame nicht vorgestellt werden, weil sie von Verehrern gerade umringt gewesen. Es war dies lein Wunder, denn neben ihrer Schönheit war sie sehr reich und Reichtum ist heutzutage ein starkziehender Magnet. Ilse war das einzige Kind ihrer Eltern, hatte aber vor drei Jahren die Mutier verloren. Von dies«: Zeit an hielt ihr der Vater eine gleichalterige Gesellschafterin. Beide liebten sich sehr, wie Schwestern, denn auch Marie, so hietz das andere Mädchen, hatte keine Mutier mehr und gegenseittges Leid führt am meisten zur Verständigung zweier Seelen. Die Abende vettrieben sie sich mit Sticken und Nähen, oder auch niit Musik und Gesang, denn beide spielten sehr schön Klavier, auch besuchten sie manchma, ein Konzert, oder wohnten der Aufführung eine? Bühnenstückes bei. Dies alles eriuhr Roderich in kurzer Zeit, und als er sich nach dem Abendbrot verabschiedete, wußten auch die beiden Damen vieles aus seinem Leben kFortsetzung folgt.) Nr. i8i Neue Tageszeitung. Mittwoch, den L. August 1»14. Gedenke, daß Du ein Deutscher bist! Euch in diesen schweren Stunden auf diesen Spruch. Traget den Kopf hoch und zeigt die kühle Besonnenheit, die dem heißt, wenn nunmehr Gelder in größerem Besinnet Deutschen ziemt. Erschweret Niemand durch unbesonnenes Handeln die ohnehin schon schwierige Lage. Schon mehrfach haben wir darauf hingewiesen, daß es den öffentlichen Kredit mindern Matze an Kaffen und Banken abgehoben würden. Lasset dort Euer Geld, wo Ihr es vordem sicher wähntet! Ls ist dort so sicher wie vorher. Dann begehe man nicht die Torheit und weise Papiergeld zurück, dessen Wert gesichert ist und volle Kaufkraft auch in ^ukunf- behält. Auf der anderen Seite möge man auch den Geschäftsleuten nicht den guten Willen unmöglich machen und alle kleinen Einkäufe mit gröfteren Geldscheinen Zu begleichen suchen. In diesem Falle sind die Geschäftsleute einfach vor die Unmöglichkeit gestellt die Scheine anzunehmen, da es ihnen an Wechselgeld fehlt. Auch müssen die öffentlichen Kaffen mit gutem Beispiel vorangehen und nicht, wie es von der Eisenbahn vielfach gesagt wird. Papiergeld zurückzuweisen. In der jetzigen Zeit sollte jeder, der es nur irgend ermöglichen kann, seine Einkäufe gegen bar betätigen ; denn die Geschäftsleute erhalten eben ihre Waren nur gegen Vorausbezahlung Endlich wenden wir uns an die deutsche Fra «. Herrlich strahlt ihr Bild aus vergangenen, großen Tagen zu uns in die Gegenwart. Wir sind gewiß, daß auch unsere Zeit kein schwaches, sondern ein starkes Geschlecht finden werde. Wohl begreifen und würdigen wir den Schmerz, wenn man vom Liebsten, was man hat. mutz scheiden. Aber macht nicht über die Masten dem Mann, der hinaus mutz in den Kamps, das Herz schwer. Bedenkt, wie ihm zu Mute ist. wenn er seine Lieben verlassen mutz. Vergröbert nicht durch Euren Schmerz die Stunde des Leides und zeiget Euch in dieser ernsten Zeit als deutsche Frauen! Für unser zum Kriegsdienst einbcrufcnes Montagepersonal suchen wir zeitweise» Ersatz und zwar Monteure, die die notwendigen Reparaturen an Fernleitungen. Transsor- matoren-Stalionen und Ortsnetzen aussühren tonnen, mit dem Sitz in Fricbberg, Lich und Södel, sowie auch Ailfoarlieltrr, welche diesen Monteueren beigegeben werden sollen. Die Monteure müsse» in der Lage sein, die Materlaloer- uciwaltung der Baulagcr zu übernehmen. Offerten mit lurzeni Lebenslaus (der vor allem enthalten mutz, bei welchen Firmen die betr. Monteure, bezw. Hilfsarbeiter schon tätig waren) nebst Altcrsangabe und Lohnansprüchcn sind zu lichten an die pnnicltung der «f ielst. Nrbrrland-Lnlage der Provinz Gbertzelsc», Fricdbcrg. Durch die Mobilmachung ist ein großer Teil unseres Personals und unseres Fuhrwerks eingezogen und sind wir hierdurch gezwungen unseren Geschäftsbetrieb auf das Notwendigste zu beschränken. Der Verkauf kann nur in kleineren Wengen und gegen sofortige Barzahlung geschehen. Wir bitten unsere verehrl. Kundschaft hiervon Vormerkung zu nehmen und uns durch freundl. Entgegenkommen in dieser kritischen Zeit zu unterstützen. Von einem größerem Aufschlag sehe» mir, solange noch Vorrat, vorerst ab. Gllstllv Lliilmrz & Söhne G. m. b. H. Ariedberg (Hessen). Militär- Hnterkleider, Colter, Sch latd ecken. Herren Stand- n. Hegen Mäntel, Kleider und Pflegerinen- Schnrzen Becker & Engel Fricdberg ilnijle biiwle von MM i. MIM. Geschäftsstelle Frankfurt a. M., Moselstratze 6a. Telefon-Nummer 9201$ Amt I, Bürostunden: Montag nachm. von 5—7. — Dienstag nachm, von b—7. — Donnerstag nachm, von 5 —7. — Freitag nachm, von 2—7 Uh Zn verkanten. s * ro Ä unct |Urtünri| wegen Aufgabe des Fuhrwerks preiswert b. Ioh. Hch. Launhardt, Anspach i. T., Hauplstrasic. Eine bei IJariif Ferkel Müller, riiwciihof. ^>ür Dreschmaschincnbesitzer O tl««cl,inen mit Selbstbinderpresse nach Schwanheim a. M gesucht, 6 bis 8 Wochen Arbeit. Off. unt. Angabe des Dreschpreises unter D. Sch. 2Ut der Neuen Tageszeitung Schöne Ferkel 9 Ä' n Jakob Schaar. Sulzbach i. 8. Partie sehr schöne Ferkel bei Konrad Schuch, Dortelweil. 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