Sle >>^ru. C-oc»,ritung" erlcheint jeden Werltag. Regelmäßig« Beilagen „?« fi««rr an» itlTtn“, „Die ^rniBubt'*. ü.,ugoprris: Bei den Pos,ans,allen v,er»el-a »rllä, «7.« tei Den Agenten monatlich SO Psg. Hinzu tritt Postgebühr oder Trägerlodn. Anzeigen: Eruncheile 20 Pfg., lokale IS Pfg, Anzeigen von auswätt, werden durch Po ,nachnah n.- croobei, _ Erfüllungsort Friedbrrg. Schriftleit»»- nnd Verlag Friedberg itzesten), Hanaucrstraße 12. Femiprccher 48. Postscheck-Lonto »Ir. 48i9, Amt Frankfurt o. AI. zimnmer IVO ____Mittwoch, den 22. Juli 1914 7. Saurgnnn pebersicht. — Am 100. Geburtstag ist in Hamburg die Witwe des Kaufmanns Zakobscn, die in der Rotcnbaum-Ehaussce wohnt, gcstorbrn. Sie feierte ihren 100. Geburtstag, zu dem ihr am Vormittag noch zahlreiche Gratulationen gebracht worden waren. Sie crschien noch recht frisch und munter. Als sie sich nachmittags für kurze Zeit in den Ruhclesicl begab, da machte ein Herzschlag ihrem Leben ein Ende. — In Girrslkbn (Anhalt) ist die Ruhr ausgebrochc». Ein vierjähriges Mädchen und zwei auswärtige Arbeiter sind bereits gestorben. Acht weitere schwere Erkrankungen liegen vor. — Beim Baden ertranken gestern in Mannheim zwei Personen. Im Neckar fand ein Ibjährigcr Realschüler mit Namen Haus seinen Tod, im Rhein der 22jährige Schiffs- Heizer Eduard Becker aus Ludwigshascn. — Vor etwa drei Wochen wurde in der Holbeinstrasie in Tresden die 00jährige Witwe Lehmann von einer Frau ermordet und beraubt. Nach längeren Recherchen ist cs endlich der Polizei gelungen, der Mörderin habthaft zu werden und zu verhaften. — In den großen Fabriken Moskaus wurden bclvafs- ncte Polizisten postiert und außerhab der Gebäude stehen vermehrte Wachmannschaften, da unter den Arbeitern Ausbruch von Unruhen und Ausschreitungen befürchtet wird. Tie Moskauer Arbeiterschaft soll entschlossen sein, mit den Streikenden in Petersburg und Baku gemeinsame Sache zu machcir. — Ter Generalstabschkf der österreichischen Armee von Höhcndorss ist, nachdem er sich in Wien einige Zeit an dem Krankenlager seines Sohnes aufgehalten hatte, wieder auf Urlaub »och Tirol abgcrcist. Das Befinden seines Sohnes hat sich inzwischen derart gebessert, daß er die Reise ohne Besorgnis antrctcn konnte. — Ter russische Botschafter Schebcko begibt sich heute abend auf Urlaub nach Rußland, wo er einige Wochen auf seinen Gütern verbringen wird. Die laufenden Geschäfte der Botschaft in Wien wird während der Abloescnhcit Schebekos Botschaftsrat Prinz Kudoschew führen. — Ter Schritt der österrcichisch-ungarischen Regierung in Belgrad verfolgt nicht allein den Zweck, die bestehenden Differenzen zu befitigcn, sondern die serbische Negierung zu einer Aenderung seiner Politik in der Richtung eines dauernden Friedens zu bewegen. — In Kaiti hat die Regierung das Krirgsrecht über Port au Prince verhängt. Tic Rebellen wurden zurückge- schlagen. Waiiaclubcs ilationalbfimilitlfin im dtiitlchtn tultlchiff. Ein sonderbares Vorkommnis aus dem deutschen Zeppe- sin-Luftschiff „Dikloria-Luise" bringt ein Fabrikant in der „Gladbachcr Zeitung" zur Sprache. Er war mit zwei anderen Einwohnern München-Gladbachs am vergangenen Sonntag in Baden-Baden und hatte von der Zcppclin-Luft- schisshallc Los aus eine Rundfahrt in der „Viktoria-Luise" unternommen. Dabei ist er nnd die anderen Fahrgäste von einem Luftschifsbeamtcn mit Namen Klein, der die Fahrscheine Nachsicht, Erklärungen abgibt, und in der Gondel bedient, dauern in englischer Sprache angcredct worden, obwohl alle drei Herren wiederholt erklärten, daß sie Deutsche feien und sich aus einem deutschen Lustfchifs zu befinden glaubten. Auch der Aufruf der Fahrgäste erfolgte durchtveg in englischer Sprache. „Unsere Stimmung", so führte der Gladbachcr Herr dazu aus, „wurde durch ein derartiges Verhalten stark beeinträchtigt. Aus unsere nach der Landung sofort bei den leitenden Beamten der Gesellschaft erhobene Beschwerde erkundigte sich dieser bei „Mister Klein" und kam dann zurück mit der Antwort, der Mann habe ihm gesagt, in dem Lnst- lchiffe führen so viele Ausländer mit, daß man nicht wissen könne, wer Deutscher sei. Unsere Antwort war, daß man in einem deutschen Luftschiff doch besser alle deutsch anrcde, als von vornherein englisch. Es ist außerordentlich bedauerlich, daß so etwas bei einer Gesellschaft möglich ist, die doch gerade vorbildlich deutsch sein sollte. Don der allgemeinen vaterländischen Begeisterung getragen, wurde cs dem greisen Grafen Zeppelin ermöglicht, sein Lebenswcrk zum guten Vollenden zu bringen und nun geht eine deutsche Lnstsch-ss- fohrtsgcscllschast her und duldet es, daß aus deutschen Zcppe- lin-Luftschiffcn deutsche Männer mit „Mister" angcredct werden. Gegenüber den fremden Fahrgästen niuß den deutschen bei solcher Behandlung die Schamröte und Zornröte ins Gesicht steigen." Eine Preisfrage. Wir lasen jüngst in einer Zeitung folgendes. „Kriegerisch wie draußen, ist bei uns auch die Stiin- muna im Annern, und die beiden Nachwablen in Koburg und Labiau-Wchlau haben diese Stimmung noch verschärft. Erfreulich ist neben dem Rückgang der fozial- demokratischen Stimmen in beiden Wahlkreisen die Tatsache, daß dem konservativen Uebcrmut der letzten Monate ein kräftiger Dämpfer aufgesetzt ward. Man konnte es kaum mehr mit ansehen, in welch demagogischer Weise die Großagrarier das Volk aufzuputschen suchten für ihre gewaltsamen Pläne — der Januschauer hat da wieder einmal aus der Schule geplaudert — und wie nian für diese ganze zweifelhafte Politik letzten Endes die Person des Kaisers verantwortlich machen wollte. Aus diesen» Grunde ist es besonders zu begrüßen, daß die Wahl in Labiau-Wchlau die Wolken zerrissen und den Konservativen gezeigt hat, daß sie. ihre Pläne auf Sand gebaut haben,^und daß das. Volk sich bedankt, sich in die Fesseln der Reaktion schlagen zu lassen. Da wird den Funkern und ihren Helfershelfern auch die Zitierung des Geistes der echt preußischen Leute nichts mehr nützen, trotzdem aber zeigen auch diese neuesten Ausbrüche des preußische», Partikularismus gegen de», Kanzler wieder, wohin die konservative Politik steuert." Wenn wir sagen, was für eine politische Richtung wohl die betreffende Zeitung gehabt hat, der wir obige Auslassungen entnehmen, so wird wohl allgemein geantwortet werden, so verhetzend und so giftig kann nur ein sozialdemokratisches Blatt schreiben. Aber weit gefehlt: diese Sätze entstammen einem nationallibcralen Blatte, den» Basscrmann- scher, „Deutschen Kurie r". Bcincrkenslvert ist, daß in dieser Betrachtung als erfreulich bezeichnet wird, daß' auch in Koburg J>em konservativen liebermut ein Dämpfer aufgesetzt worden'lväre, Nun war in Koburg gar kein Konservativer ausgestellt, der ain weitesten rechts stehende Kandidat war n a t i o n a l l i b c - r a l! Daß der „Deutsche Kurier", dessen Stiinmcnverlust und Niederlage als erfreulich bezeichnet, rechtfertigt unsere Meinung, daß der Kandidat der Basser-, Stresc-, Neb- und anderer Männer nicht der nationalliberale, sonder» der freisinnige Kandidat gewesen ist. Wir möchten die Frage aufwerfen, ob die derzeitige national-liberale Parteileitung überhaupt noch n a t i o n a l - liberal ist. Was dm kinkil recht ift, möge auch dem Andern billig jein! (Eine Randbemerkung zu der Rhcinfahrt der „Vereinigten Landwirte".) Als die „Vereinigten Landwirte von Frankfurt und Umgegend" am Samstag ihren Rhcinausflug machten und als die Tcilnchnicr aus der Wetterau sich am Bahnhof Bocken- hcim sammelten, entstiegen dem Zuge Hunderte von Arbeitern, die zum großen Teil die Landwirte mißgünstig musterten. Ausdrücke, wie: „Wir müssen schaffen und die können Ausflüge machen", bcnebst den dazu gehörigen haßerfüllte»» Blicken konnte man zur Genüge hören und sehen. Wir nehmen das den Leuten nicht übel, wir trösten uns mit dem Spruche: „Herr, vergib ihnen, sie wissen nicht, was sie tun". Sie werden eben von gewissenlosen, berufsmäßigen Vvlks- verderbcrn verhebt und irregeleitet und sind für ihre Taten nicht verantwortlich zu machen. Wir würden auch von diese»» Treiben gar keine Notiz nch»»en, wenn nicht just an demselben Tage, an de,», die Rheinreise stattgefundcn hat, in der „Dolksstimnic" eine lange Beschreibung der „Arbciterreisc" nach Hamburg und Helgoland gestanden hätte. Es wird darin erzählt, daß sich am 19. Juni l. I. l>01 „Proletarier" aus Bcranlassu»»g des GewerkschaftS- kariells zu einer gemeinsamen Reise nach Hamburg nnd Helgoland zusaiuniengefunden hätten, die vom 19.—23. Juni, also fünf Tage gedauert habe. Der Preis der Fahrkarte hat allein 38 M betragen, ohne die Danipferfahrt von Hamburg nach Helgoland und zurück! Wir wollen darüber hinweg- gchcn, was die Herren „Proletarier" alles »nitgemacht haben: cs heißt am Schluß des Berichtes, daß es allen sehr gut gefallen habe. „Hundertsällig erscholl aber die Frage: Wohin nnichcn wir in, nächsten Jahre eine Reise? — Nach Paris!" Wir nchinen es auch den Arbeitern nicht übel und wir gönnen cs ihnen, wenn sie sich einmal ausspannen nnd eine Reise machen können. Man soll aber dann auf der anderen Seite auch an den Satz denken: Was dem Ei»,en recht ist, das ist den» Anderen billig. Tie Herren „Proletarier" sollen nicht andere» das übel nehmen, was sie selbst in höhere»», Maße sich gestatten, sie sollen nicht deutsche Bauern schmähen, wenn sie einnial einen Tag an den Rhein fahren, »nährend ihre Genossen sünf-Tage-lange Fahrten nach Helgoland uiachrn n»»d für »»ächstes Jahr gar nach Paris fahren wollen. Eagesüderstcht. Dcnllchcs |teirir- :: 2»ior.iariI;£tinnctungsau:;j(cUuiiB. I» Verbindung mit der nächstjährigen aroßcn TUsteldoiser Ausstellung acolante Bismarck Erinnerungsausftcllung ist nunmehr in weiten» itm- fange gesichert. Der Abgeordnete Tr. Wilhelm Neunter, reden Vorsitz in, Partciausschuß übeinemmen hat. ist in Fried richsruh von der Fürstin Bisinarct in überaus herzlicher Weise empfangen worden. Die Fürstin war über den Plan sehr er- ftcul und übcrnahin bereitwilligst das Protektorat über diese dem Andenken des großen Kanzlers int Fahre seines 100. Geburtstages geweihte Veranstaltung. Sie wird aus SchLnha», seu, Friedrichsruh und Varzin hochbedcutsacnc Denkwürdigkeiten im Original, wie Möbel. Bilder, Ehrenbürgcrbricfe und andere Dkoumente zur Versügung stellen, darunter die Wiege Bismarcks aus dem Knicvogt, die Betten aus seiner Jugend- zeit, seine Kürassterunisorm und vieles andere. Man wird eine Sammlung von Denkwürdigkeiten und Erinnerungen an de», Bauincislcr Deutschland sehen, wie sie bisher der breite» Oeffcn-.lichkcit noch nicht zugänglich gewesen ist. Oesterreich. :: Serbien ist den österreichisch-ungarischen Forderungen geneigt. Das Wiener Auswärtige Amt wurde dahin unterrichtet. daß sich Serbien inoffiziell an eine österrcichbefreundete Macht um Ratschläge gewendet habe und daß es in seiner Antwortnote auf die Note der Monarchie Erklärungen abgeben wird, die erwarten lasten, daß Serbien den österreichisch-ungarische» Forderungen Rechnung zu tragen bereit ist. :: Politischer Blordanschlag. Aus den bekannten österreichisch-serbische,I Agenten Nastiz, den Urheber des Agramer Hoch- verratsprozcstcs, wurde gestern Nach,nittag ein Mordanjchlag in Wien verübt. Er wurde durch Dolchstiche schwer verletzt. Die Täter, offenbar Serben, entkamen. Man hofft aber, daß die Polizei ihnen aus die Spur kommen wird. Der ganze Borjall wird geheim gehalten. Rußland. :: Unruhen in der rustische» Hauptstadt. Die Unruhen unter der russischen Arbeitcrschast nahm in den gestrigen Nach- Mittagsstunden einen beunruhigende» Charakter an. Gegen Mittag kam es zu Zusammenstößen mit den Kosaken. Au der Wiborgcr Seite mußte die Polizei gegen die Uebermacht der Arbeiter weichen. Auch der Berkehr der elektrische»» Bah», wurde gestört. Die Arbeiter bombardierte» am sinnländischen Bahnhof, an der moskauischen Pforte und an der Narwaschen Pforte mit Pastagicrn besetzte Straßenbahnwagen mit Steine», so daß die Fahrgäste eiligst flüchteten. Mehrere von ihnen wurden verletzt. Hieraus demolierten die Arbeiter die Wagen, die sie umwarsen. Sie machte» auch den Versuch, einzelne Wagen von der Samsonjewbrückc in die Newa zu weisen. Immer wieder versuchte die Maste der Arbeiter auf den Newa kiprospekt zu dringen, um dort den Verkehr zu stören und den Zarcnschmuck abzureisen. Sie wurde von der Polizei zurückgc drängt. Die Erbitterung, mit der die Arbeiter gegen die Polizei vorgingcn, war groß. Die Zahl der Tode» und Vcrwun dctcn wird geheim gehalten, was in den Kreisen der Arbeiter die Erbitterung noch verstärkte. England. :: Sitzung der Ulsterkonserenz. Die erste Sitzung der Ul- sterkonserciiz, die gestern nachinittag im königlichen Palais statlfand, dauerte VA Stunde. Nach einer kurzen Rede begrüßte der König die Konferenz. Alle Enthüllungen, die die Konferenz in günstige» oder ungünstigen Lichte erscheinen lassen, beruhen aus freier Erfindung, da positive Mitteilungen nicht oorlirgen. Das Publikum vergnügte sich da»nit, zu Tausenden das Portal des Buckinghampalastes zu »»»lagern, um die sührcnden Männer ein- und ausfahren zu sehen. Die Konferenz wurde sodann auf morgen vertagt. Albanien. :: Tic Ausstandsbewegung. Die Aufständischen weigern sich, den von den Vertretern der Großinächtc in der albanischen Ha»»ptstadt ausgesprochene», Wunsch, zwecks Verhandlungen Abgesandte nach Durazzo zu entsenden, zu erfüllen. Sic bestehen vielmehr nach wie vor darauf, daß die Gesand- tcu nach Schiak kommen und dort die Wünichc der Rebellen cntgcgcniichruen. Die Vertreter der Mächte werden morgen darüber endgültigen Beschluß fassen. :: Abbruch der Verbindungen zwischen den Rebellen und der internationalen Kontrvllkominission. Nachdeu» die Rebellen cs abgelehnt hatten, auf einem Kriegsschiff mit den Vertretern der internationalen Kontrollkoinmission zu verhandeln, weigerten sich die europäischen Gesandten, weiter mit den Rebellen in Verbindung zu treten. Auf Befehl des Majors Kroons werden die Vertcidigungsarbciten in der Stadt insbesondere beim Drahtverhau von der Regierung wieder a»>fgeuommcn. Sämtliche Geschäfte in der Stadt sind geschlossen. 300 Malissoren aus Kossowo sind in Durazzo angekommen. Für heute werden 200 rumänische Freiwillige reguläre und ausgediente Soldaten, in Durazzo erwartet. Ter Leiter der Aufständischen soll ein türkischer Oberst oder ein Oberstleutnant des GcncralstabS fein. Persien. :: Krönung. Nachdem der iinigc Schah, der Sulla» Ahuicd, im Pnrlamcntsgcbäudc de» Eid auf die Verfassung geleistet hatte, fand gestern nachinittag 5 Uhr die feierliche Thronbesteigung im Palast statt. Ter Schah nahin auf dein im Muscumssaale stehenden goldene», Thron Platz und setzte sich selbst die Krone auis Kauvt. Die Obermullahs lvrarbcn Nr. 169 Seite 2 Gebete. Der feierlichen Handlung wohnten die verfilmen Würdenträger und das diplomatische Korps bei. Die Straßen waren reich geschmückt und die Ordmmg wurde nirgends gestört. Serbien. _ __ t: König Peter. Die Abwesenheit König Peters aüs Belgrad wurde, da der Gesundheitszustand des Königs noch nicht befriedigend ist, um «inen Monat verlängert. Don Wranska Banja fährt der König am 24. d. Mts. nach Bibarks- ka Banja, wo er einen Monat verbleiben wird. Der König wünschte, auf einige Tage nach Belgrad zu konrmen. Aber die Acrzte rieten ihm dringend davon ab Mexiko. :: Die Schadenersatzansprüche der Fremden in Mexiko. Koch in Ncwyork eingetroffenen Meldungen beabsichtigt Larranza direkt mit den Mächten ohne die Vermittelung Washingtons über die Schadenersatzansprüche ihrer durch die Revolution in Mitleidenschaft gezogenen Angehörigen. Staatssekretär Bryan erklärte, die Aktionen der Huerta sichen Regierung seit der im Oktober 1913 erfolgten Kongreßauflösung (also auch die seitdem eingcgangenen Schulden und die inzwischen gewährten Konzessionen) würden nicht als rechtmäßig anerkannt. :: Die Ucbcrgabe der Hauptstadt Mexiko an die Ans- ständischen. Der neue Präsident von Mexiko, Carabajak, ist bereit, die Hauptstadt Mexikos den Ausständischcn zu über» geben, falls eine Amnestie gewährt wird. Der Rebellengeneral fordert jedoch die bedingungslose Uebergabe. Die früheren Generäle Huertas find entschlossen, eine neue Revo- lntion zu beginnen, falls die Amnestie unterbleibt. Kund der Landwirte. Soinircrfcst des Bunde; der Landwirte. Am nächste» Sonntag den 26. Juli soll das Sommerseft des Bundes der Landwirte für die Provinz Oberheffcn in Hochwaldhausen bei Ilbeshausen im Kreise Lauterbach stattsindeu. Herr Reichstagsabgeordneter Dr. Oertcl - Berlin wird die Festrede halten, außerdem sind noch weitere Ansprachen von Beig. Ochs- Zlüeshansen, Landtagsabg. Oekonomierat Korell - Angenrod usw, vorgesehen. Die alten schönen Spinnstubenlieder werden von der Spinnstube Ilbeshausen zu Gehör gebracht werden, während verschiedene Ortsgruppen aus dem Schlitzerlande die heff Volkstänze zur Aufführung bringen werden. Für die Mitglieder aus den Kreisen Alsfeld und Lauterbach ist ein Sonderzug in Aussicht genommen, während die Mitglieder aus der Wetterau, den Kreisen Büdingen und Schotten den Zug 11,21 llhr vorm, ab Stockheim benutze» können, welcher 1,67 Uhr in Ilbeshausen eintrifst, affo zur richtigen Zeit, da um 2 llhr vom Bahnhof Ilbeshausen der Festzug nach dem 10 Min. entscrntcn Hochwaldhausen sich in Bewegung setzen wird. Wir wollen dem Feste eine rech! zahlreiche Beteiligung wünschen »nd verweisen die Mitglieder des Bundes auf die diesbezügl. Jnscrare, so auch aus das Inserat in der heutigen Nummer unserer Zeitung. Ans unserer Kewegnng. Bauernvereinvfest ,u Büdesheim (Oberh.) Am Sonntag, den 26. Juli, nachmittags 3 Uhr, feiert der Baucrn-Vercin Büdesheim (Oberhesfen) den 25. ßciJttffog Der VereiilsM-uilS Im Saale „Z u m Reichsadler" von Herrn Friedrich August Winter. vr. B ö ck e l hat sein Erscheinen zugcsagt. Ansprachen werden halten die Herren Hirschel- Friedbcrg, H e n s e l-Dortelweil u. a. Gesang- und Musikvortrügc sowie Tanzbclustigung werden für Abwechslung sorgen. Zu dieser Veranstaltung werden alle Freunde und Anhänger der guten Banernsache serundlichst eingcladcn von« Vorstand des scstgebendeu Vereins. Ans der Heimat. * Fricdbcrg, 22. Jnli. Am 2ft Juli besuchte der hiöstge Gewerbeverein, bei schwacher Beteiligung, welches sehr zu bedauern war, die Gewcrbcansstellung in Gießen. Jeder Besucher hat mehr des Interessanten gefunden, als er erhoffte. Ein Rundgang durch die Ausstellungsräume belehrt uns, daß der Grundgedanke der ganzen Ausstellung war und ist, das Handwerk deS heimatlichen Bodens zu heben und zu fördern. Die Ausstellimgslcitung hat hier ein Werk geschlossen, an dem die einzelnen Gewerbe nicht achtlos vorüber gehen dürfen. Die Ausstellung dient zur Erlangung neuer Arbcitsgcdanken, zur Erweiterung des Absatzfeldes und zur Hebung des allgemeinen Gewerbeffcißes. Jnsbc- Imdcre will die Ausstellung deni Handwerk helfend zur Seite Eehen. Dies zeigt schon die Einteilung der Ausstellung. Irbeit, Leben und Geistespslcge, das sind die Drei Gruppen, die die gesamte Ausstellung bilden. Diese drei Gruppen zerfallen i» viele Abteilungen und diese in noch> mehr Klassen. Der Zweck, das Handwerk des heimatlichen Bodens zu unterstützen und zu soideru, ist durch die Gießencr Ausstellung erfüllt. Es kann daher jedem nur värmstcus empfohlen werden, die Ausstellung zu besuchen. * R. Fricdbcrg. 22, Juli, Gestern Mittag stürzte das 5jährige Kind des Schornsteinfegers Walter in einen Schacht der Bierbrauerei Windecker und zog sich lebensgefährliche Verletzungen zu. Es brach beide Beine und Arme und die eine Gcsichtshälste ist ihm ganz entstellt worden. Das bc- dguernswerte Kind wurde ins Hospital gebracht. * Friedberg, 22. Juli. Seine Königliche Hoheit der Eroß herzog hat den Forstassesior Karl Blitz zu Friedberg zu,^ Forst- alststeirtcn ernannt. N««« Tageszeitung. lvetttwoq, ve» »2. ti»i 191«. * Friedderg, 22. Zull. (EchöffeugertchtssttzunS) (Ein ISjäh riger Korbmacher zu Ilbenstadt erhielt wegen Diebstahl, drei Tage Gefängnis: er hatte einen 20 Mk.-Schein gestohlen. Der noch unbestrafte Jugendlich« soll der bedingten Begnadigung empfohlen werden. — (Ein 16j«ihriger Schlosserlehrling aus Biedenkopf und ein 17jähriger Friseurlehrling aus Framersheim Haien sich als Landstreicher umhergetriebcn: sie erhalten Haft- strasen von 2 bezw. 1 Wochen: auch sie sollen der bedingten Begnadigung empfohlen werden. — (Ein 24jährtger hiesiger Bäcker ist wegen Diebstahls eines Hundes angellagt. Die Tat stellt sich als Unterschlagung dar und wurde auf 10 Mk. Geldstrafe erkannt. — Der Arbeiter Aug. Hanzebrauch aus Aßeln erhielt wegen Bcttelns drei Wochen Hast: gleichzeitig wurde er der Landespolizeibchörd« überwiesen. — (Ein Studierender von hier hatte einen Strafbefehl über 6 Mk. Geldstrafe erhalten, weil er Ruhestörung verübte. Der hiergegen erhobene Einspruch wurde, da aussichtslos, zurückgenommen. — Der Taglöhncr Adam Schuster von Egolsbach hat in Asfenheim gebettelt und versucht, die Ladenkasse bei einem Bäcker zu bestehlen. Wegen Bcttelns wurde auf 6 Wochen Haft und Ueber- weifung an die Landespolizei, wegen Diebstahlsversuch aus 3 Wochen Gefängnis erkannt. — Ein Kaufmann von Frankfurt а. M. hatte einen Strafbefehl über 16 Mark Strafe erhalten, weil er mit seinem Automobil mit übermäßig schnellem Tempo in der Kaiserstraß« gefahren ist. Auf erhobenen Einspruch erfolgt« Freisprechung, da die Identität des Autos nicht einwandfrei jestgestellt ift. — Wegen Bcttelns und Landftreiche- rei erhielt der Taglöhnei Christian Schmidt von Trierweiler 6 Wochen Haft: gleichzeitig wurde er der Landespolizeibehörde überwiesen. — Ein hiesiger Zimmermcister hatte einen Straf- beschl über 6 Mark Strafe erhalten, weil er seinen Hund in der Hofreiie stci ohne Maulkorb umherlaufen ließ, sodaß eine Person gebissen wurde. Aus Einspruch erfolgte Freisprechung, weil die in Betracht kommende Polizeiverordnung nur das Maullorbtragen für Hunde auf der Straße, nicht auch innerhalb der Hofreite, vorschreibt. — Ein Zimmergeselle von Erbstadt wurde von der Anklage der Beleidigung freigesprochen. — Weil er einem Nachtwächter eine Ohrfeige gab, erhielt ein Zimmxrmann von Rieder-Wöllstadt 10 Mark Geldstrafe. — Wegen Beleidigung, Widerstand, Sachbeschädigung und Ruhestörung erhielt der Metzgergcselle Wcgchenkel von Sontra eine Gesamtgesängnisstrase von 6 Wochen sowie 3 Tage Hast: er hatte die Friedberger Schutzleute beleidigt, sich der Festnahme widersctzt und in der Arrestzelle alles kurz und klein zerschlagen, — Der Schlossergeselle Peter König von Homberg erhielt wegen Bcttelns 1 Wochen Haft. — Der Metzgermeister und Wirt Sch. von Friedberg, besten Metzgergeselle, ein Glaser von hier und ein Studierender aus Rußland hatten am alten Bahnhof Nachts auf der Straße einen Tisch hingcstellt und Bier getrunken. Der Aussorderung der Schutzleute, sich zu entfernen, leisteten sie keine Folge: schließlich verübten sie Ruhestörung, wobei der Metzger und sein Geselle die Fricdberger Schutzleute auss gröblichste beleidigten. Die Angeklagten haben sich wegen Ruhestörung, groben Unfugs und Beleidigung zu verantworten. Der Rust« ist inzwischen geflüchtet. Der Metzgermeister erhielt Strafe» von 60,—, 3,— und 6.— Mark, der Glaser: 3.— und 6.— Mark, der Metzgcrgesellc zwei Monate Gefängnis. Gleichzeitig wurde den Schutzleuten di« Befugnis zuerkannt, den entscheidenden Teil des Urteils auf Kosten der Angeklagten einmal in der „Neuen Tageszeitung" und dem „Oberhest. Anzeiger" öffentlich bekannt machen zu lasten. * Friedberg, 22. Juli. Goldene Regeln für den Obstgenuß veröffentlicht der Deutsche Obstzüchter-Verein. 1. Sorge dafür, daß Obst von Dir und den Deinigen täglich regelmäßig ge> gesten wird. Obst ist eine gesunde Speise. 2. Este nur genügend ausgereiftes Obst. 3. Reinige di« Früchte vor dem Ver- speisen. 4. Schäle die Früchte nur, wenn dies wirklich notwendig ift. 5. Werfe Schalen und Kerne nicht auf die Straße. б. Trinke kein Master unmittelbar nach dem Obstgenuß oder gar zwischen deniselben. 7. Halte Maß auch im Obstgenuß. Im Uebermaß genosten, wird auch die bekömmlichste Speise zum <6ift für Deinen Körper. 8. Suche Ersatz in reinen, zubereiteten Obsterzeugnisten, wenn es Dir in obstarmen Jahren nicht möglich ist. frische Früchte zu genießen. — Die Schlußregel enthält eine beachtenswerte Mahnung zugunsten der deutschen Obstkultur: Bevorzuge deutsches Obst und deutsche Obfterzeugniste. * Bad-Rauheim, 22. Juli. Morgen Donnerstag, nachmittags von 4—5 1 /, Uhr ist auf der Terrasse Konzert der Kurkapellc. Abends 8>/r Uhr ist im Konzerthaus das fünfte Sinfoniekonzert der Kurkapelle unter Leitung des König!. Professors Hans Winderstein. * Gießen, 22. Juli. Nächsten Samstag kommt der Großberzog nebst Gemahlin zur Besichtigung der Gcwerbe- ausstellung hierher. Später besuchen dieselben die Auffiih- iimg von Gerhard Hauptmanns „Versunkene Glocke" auf der Freiliihtbühne im Stadlwald an der Licher Straße. * Gießen, 22. Juli. In der letzten Stadtverordneten- sitzung verliest der Oberbürgermeister zunächst einen Brief des Stadtverordneten Kominerzienrat Heichelheim, in welchem derselbe mitteilt, daß er die im Jahre 1912 für Errichtung eines Saalbanes gezeichnete Summe von 50090 ,fl einstweilen der Stadt überweist, wclckie sic zu dem gedachten Zwecke verzinslich aniegen soll. Früher war an diese Schm- knng die Bedingung geknüpft, daß mit der Errichtung eines Saalbanes spätestens am l. Juli 1914 begonnen würde. Bor dieser Klausel sieht der Spender nunmehr ab. Oberbürgermeister Keller wird beauftragt, Herrn Heichelheim den Dank der Stadt abzustatten. Ferner sind eingegangen: Eine Einladung des Gleiberg-Vereins zu seiner Generalversammlniig am 23. Jnli und eine sol«hc zmn Jugendfest am Donnerstag. Der Zweigverein Gießen des D. H. C. bittet um Errichtung einer Jugendherberge in Gießen. Das Gesuch wird der Baudcpntation überwiesen. Die hessische Städtcvertrctung hat ein Gesuch um Einführung der ungeteilten Arbeitszeit cingcrcicht, das dem Finanz-Ausschuß überwiesen wird. Die städtischen Lehrer und Beamten bitten noch vor den Ferien, die gesamte Besoldungsvoriage zu erledigen. Dasselbe ist weaen der Fülle der hnmit verbundenen Arbeit nicht möglich. doch soll die Besoldungsvoriage schon in der ersten Sitzung nach den Ferien chre Erledigung finden. — Die Provinz Oberhessen hat, entgegen ihren früheren Abinachungen mit der Stadt, einen Vertrag mit der rheinischen Schnckertgescll- schaft in Mannheim betr. Lieferung elektrischer Energie de- schlossen, durch den die städtische Ueberland-Zentrale empfindlich geschädigt werden kann. Es wird seitens des Oberbürgermeisters hiergegen eine Resolution verlesen und beschlossen, dieselbe dem Ministerium, den beiden Kammern und sämtlichen in Betracht kommenden Gemeinde» zu übermitteln. — Verschiedene Gesuche um Errichtung von Einfriedigungen und ein Baugesuch des Georg Euler für Hamm- straße 1 werden genehmigt. — Für den Anschluß der Gemeinde Göbelnrod ans elektrislhc Kabel, werden nachträglich die entstandenen Kosten mit 6250 M. bewilligt. — Der für das Oberversicherungsamt Darmstadt festzustcllende Ortslohn wird bei den seitherigen Sätzen belassen, nur wir! derselbe für Versicherte männliche Personen über 2l Jahre um 10 Pfennig erhöht. — Zu Beisitzern des KaufmannZge- richts werden die Herren Adolf Noll, August Noll, Franz Holterhoff und Moritz Strauß gewählt- — Zum Vorsitzenden des Gewerbcgerichts wird Oberbürgernreister Keller und zu stellvertretenden Vorsitzenden Beigeordneter Kränpien und Affeffor Seid gewählt. — Beigeordneter Grünewald beschwert sich über die Kritik des „Gießcner Anzeigers" ge- legentlich der letzten Freilichtbühnenvorstellung und über die zu einem Jahrmarktsrummel ausartenden Vorführungen und Vergnügungen in der Gewerbe-Ausstellung. Bezug- lich seiner beiden letzten Bemerkungen protestieren die Stadtverordneten Schaffstädt und Petri«. Bezüglich einer Anfrage über die zuletzt aufgenommene 4Vi Millionen-An- leihe erklärt der Oberbürgermeister, daß dieselbe in der Hauptsache zur Tilgung früher beschlossener Ausgaben diene und nur eine kleine Summe zur Errichtung von Neuanlagc» verwendbar bleibe. * Frankfurt a. M., 22. Juli. Um den künstlerischen Ruf und das Ansehen des Opern- und Schoufpiclhauscs zu heben, hat die Thcoterdeputation bei der Stadtverordneten- Versammlung einen Antrag auf eine bedeutende Erhöhung der bisher gewährten Eventual-Subvention cingcbracht, nnd zwar von 272 500 'M auf eine jährliche feste Gesamtsubvention von 502 500 T M. Die Stadtverordnetenversammlung wird ersucht, diesen Betrag schon für das Theaterjahr 1914 bis 1915 zu bewilligen. Die Frag der Trennung des Betriebes von Opernhaus und Schauspielhaus soll nach Entwickelung der Verhältnisse vorläufig nicht in den Kreis der Erörterungen gezogen werden. * Frankfurt, 22. Juli. Am Montag wurden drei schwere Einbrüche entdeckt. In der Landsberggasse erbeuteten die Dieb« bei einem Sattler 230 cM,, in der Elkenbach- stroße bei einem Kaufmann Uhren und Brillanten im Werte von 1400 und bei einem Kausinann in der Tcxtorstraße stahlen sie für 200 Jl Kleider, * Frankfurt a. 3JU 22. Juli. Der 19jährige Schlosser Hermann Morgenstern und der 22jährige Schiffer Friedrich Gleichmann verübten in einem Zeitraum« von zwei Monaten nachweisbar 40 Villen- und Mansardeneinbrüche. Die Strafkammer verurteilte die beiden Einbrecher, die geständig waren, zu erheblichen Freiheitsstrafen. Gleichmann erhielt 4 Jahre Zuchthaus, Morgenstern 18 Monate Gefängnis. Zwei Kellnerinnen, die den Angeklagten Hehlerdienste leisteten, kamen mit vier bezw. zwei Wochen Gefängnis davon. Hessen-Nassau. * Köppern i. T-> 22. 'Juli. Der in Mainz dienende Pionier Wilhelm Kraus wurde bei einer Uebung von einer Fliege gestochen. Es entstand eine Blutvergiftung, an deren Folgen der junge Mann jetzt starb. * x. Usingen, 21. Juli. Für die Eebirgsdörser im hiesigen Kreise: Schmitten, Seclenberg, Arnoldshain, Ober- und Rie- derreisenbcrg ist der geringe Ertrag der diesjährigen Hcidcl» becrernte ganz besonders fühlbar. Es gibt stets im Juli, zur Zeit der Ernte, in genannten Ortschaften längere Ferien, sog. Heidclbeerferien. In diesem Jahre find die Wälder still und verlassen. Der Maifrost hat die zarten Heidelbeerblüten gänzlich vernichtet und die Kinder um ihren Verdienst gebracht. Auch die Hausftau in der Stadt wird die herrliche Waldfrucht ungern entbehren. * Oberstedten, 22. Juli. Junge Burschen zündeten in der Gemarkung aus Uebermut mehrere große Heuhaufen an. die vollständig niedcrbranntcn. Die Brandstifter wurden, obwohl man sie weglaufen sah, noch nicht ermittelt. * x. Weist,rcheu, 21. Juli. Die diesjährige auf den 3». August fallend« Kirchweih« wird wegen Truppenbelegung des Ortes zu dieser Zeit nicht abgehalten. Es ist hierfür der 16. August in Aussicht genommen, damit di« beliebten Hahnen- und Entenessen nicht entbehrt zu werden brauchen. * Niederhöchstadt, 22. Juli. Beim Heueinfahrcu stürzte der Landwirt Benedikt von cincuc Wagen ab. Er brach da- Genick und war auf der Stelle tot. * F. G. Wiesbaden, 21. Juli. Der Arbeiter Georg Bossoir in Wiesbaden, der bei einem Zimmernachbarn einen Einbruch verübte, wurde deshalb mit 3 Monaten Gefängnis belegt. * F. C. Wiesbaden, 21. Juli. Der Arbeiter Georg Nöll in Nied batte gelegentlich eines Raufhandels dem Arbeiter Schneider einen Messerstich am Kopfe beigebracht. Das vom Schöffengericht Höchst gegen Nöll gesprochene Ur- teil lautete nyf 2 Monate Gefängnis. Gegen dieses Urteil verfolgte Nöll Berufung an die Strafkammer. Da er aber nicht allein sondern auch der Amtsanwalt von seinem Rechtsmittel Gebrauch inachte, hatte er nur den Erfolg, daß das Gericht aus Antrag des Staatsanwalt« die Straf« auf drei Monate heraiiffctzte. ! Serie 3. 9j*. ms * F. C. Wirsbaden. 22. Juli. Der Nauroder Gemrind«. mald hat noch einen recht reichlichen Wildstand auszriwrisen, leider durch umfangreiches Wildern stark' dezimiert wird, so kommt es auch, daß der Pächter der Jagd. Oberstabsarzt vr. Huesker in Sonnenberg, der jährlich 1500 Jl Pacht- summe entrichtet, mit Ach und Krach im Jahre ein Reh oder ein Häschen vor die Flinte bekomnit. während neben ungezählten Hasen etwa 60—SO Rehe jährlich in den Besitz Unberechtigter gelangen. Sagt der Jagdpächter eine Jagd an, dann veranstalten in der voraufgehcndcn Nacht die Nauroder Wilddiebe, die so ziemlich alle miteinander verwandt sind und deshalb keinen Verrat fürchten, eine Treibjagd, durch die sie das Wild zum Wechseln in Nachbargebiete zwingen. Acht derartige ehrbare Bürger kamen im Mai in der Wirtschaft Raab in Naurod zu der Ueberzeugung, daß eine Jagd rmbc- dingt wieder nötig sei. Sie führten diese auch aus, gerieten sich jedoch in die Haare und einer von ihnen erstattete Anzeige. Tie Folge war die gestrige Verurteilung der Gebrü- )er Raab. Schuhmacher, Christ und Schneider zu 25, 15 und l0 Jl Geldstrafe. Ter Amtsanwalt hatte, damit endlich einmal in der Nauroder Gemarkung aufgeräumt werde, gegen jeden sechs Wochen Gefängnis in Antrag gebracht. * F. C. Wiesbaden, 22. Juli. Als internationale Hoch- staplerin haben bereits in- und ausländische Gerichte die J l Jahre alte ans Breslau gebürtige, geschiedene Ehefrau Magda Rosenthal geborene Hampel bezeichnet, weil sie die fashionabelsten Plätze des Kontinents besucht und dort unter )cn Namen Frau vr. Rosenthal oder Baronin de Raco neben Krcditfchwindcleien auch schwerere «Dinge dreht." Ein besonderes Geschick besitzt sie, wie bereits kürzlich in einem zur Verhandlung stehenden Falle sestgestcllt werde» konnte, darin, die intimsten Familicnvcrhältnisic ihrer Mictsleute zu erforschen. So hatte sie im Frühjahr 1912 in Hannover in Erfahrung gebracht, daß die Pensionsinhaberin Petzold, bei der sie wolmtc, mit dem Fabrikanten Dcgcner in Greifswald korrespondierte. In geradezu unglaublich dreister Weise wußte sie von diesem 100 Jl zu erlangen, indem sie drei Telegramme und einen Brief fälschte und in diesen obengenannte Summe forderte, da der Bruder des Fräulein Petzold in Riga eine große Wcchselfälschung verübt und dadurch auch die Familienehre in höchsre Gefahr gebracht habe. Vor Gericht spielte die Hausdame, wie sie sich nennt, den Fatalisten. Das Gericht erkannte indessen auf ein Jahr Gefängnis. * Königstei«. 22. Zull. Die hiesige Polizeioerwaltung unternahm am Sonntag zu», erstcnmale in energischer Weis« den Waldverwüstcrn zu Leibe zu rücken. Ein ganzer Trupp junger Leute, dcsien Mitglieder wie die ..Pfingstochsen" mit Laub geschmückt durch Königstein zogen, wurde von Polizeibeamten zur Bestrafuug notiert. Zn einem zweiten Fall nahm eine Wandcrgesellschast für einen Sistierten Partei und begleitete ihn mit Mufti und unter lebhajten Protestrusen mit auf die Polizei. Da» Vorgehen der Konigstciner Polizei gegen die Waldschänder verdient weiteste Nachahmung »ad dürfte der Unterstützung aller Naturfreunde sicher sein. * Höchst a. M, 22. Zuli. Nach dem Genuß von Dickmilch begab sich der Schreiner Halbig au» llnterliederbach zum Baden in den Main. Kaum befand er sich im Wasser, als er von einem schweren Unwohlsein befalle» wurde. Er kam sofort in da» Krankenhaus, wo man eine Darmzerreißung feststem« — Beim Ausziehen einer Bog-nlamp- riß der Draht. Die Lampe traf im Herabsallen einen Kausmannslehrling und fügte ihm schwere Kopfverletzungen zu. — Zn den Farbwerten wurden zwei Arbeiter durch umhersprihendes Aetznatron im Gesicht schwer verbrannt. Ein anderer Arbeiter wurde im Ehromotrog bewußtlos. Alle drei mußten dem Krankenhause zugejuhrt werden. - (tzriesheim a. M.. 22. Zuli. Der Gutspächter Thirsch hat sich im Haus« seiner hier wohnenden Eltern erschosten. * Schwalbach (Kreis Wetzlar), 22. Juli. Ein Schwül- benpaar, das in dem Stalle des Maurers Wols nistet, hat seine preußische Staatsangehörigkeit damit dokumentiert, daß eS zwei schwarze und zwei weihe Schtvälblcin ausbrütete- Die Tierchen wurden von den mit Recht sehr stolze» Eltern sorglich gehegt und gepflegt nnd macksten dieser Tage ihren rrsten Ausslug. * Herbor» 22. Zuli. Daß man für das Fangen von Hamstern. Mäusen. Maulwiirscu und Maikäfern Prämien bezahlt, ist bekannt. Die hiesige Bürgermeisterei hat bie Gewährung von Prämien jetzt auch aus das Fangen von Kohlweißlinge» -»»gedehnt und bezahlt sur 100 Stück toter Schmetterling- 15 Pfennige. * Striubach (Tillkreis). 22. Juli. Auf der Grube „Bautenberg" stürzte der Bergarbeiter Taub in den Schacht. Er war sofort tot. Starkrnburg. * «alldvrs, 22. Juli. Hier ist seit Sonntag ein 21 Jahre altes Mädckxm, das sich an dem Ausfluge eines Gesang- Vereins an den Rhein beteiligte und mit anderer Gesellickiaft zurückgeblieben war, bis jetzt noch nicht zu ihren Angehörigen zurückgckehrt. Sie war verlobt, hatte sich aber seit einiger Zeit mit ihrem Bräutigam nicht mehr gut vertragen, iodaß cs zwischen beiden öfter zu Auseinandersetzungen kam. Man vermicket daher, daß sie sich ein Leid angetan hat. Man stellt eifrig Nachforschungen an. * F.C. Rüsselsheim. 21. Juli. Die Feldhühner sind in den Gemarkungen Schwanheim, Kelsterbach, Naunheim, gut durchgekommcn und völlig ausgewachsen. Zahlreiche Ketten von 7, 9. 11 und 13 Stück trifft man an. Die irr- spület« Heuernte kam dem Wild heuer sehr zu stallen. * Egclsbach, 22. Juli. Erhängt aufgcfunden wurde hier der 13 Jahr« alte Schüler Werner. Ter wohlerzogene, brave Sohn achtbarer Eltern soll das Pferd seines Nachbarn geschlagen haben und bekam diescrhalb einen Verweis von fernen Eltern; ferner wurde ihm mit einer Anzeige bei seinem tßtfircr gedroht. Obwohl der Schüler wußte, daß cs dort 9Na« irag—zettuug. »ltttmoch. den *2. 3 »m 19,< (TRAUEN CnklärVng, !2' S.0 -'20» «r, 6 r-QS 5 £(*-•' /x>y v. >0 OCEAN ......- _OCEftN ED Die höchst- gemessenen Warme-Grade im Scharten. -i' * 5U0UCHE5 tlSMEEft Jl _ Die W^rm cschwankunq der Luft zsur'Zeif ^es hoch sommers. lediglich bei einer Verwarnung bleiben würde, kann ihn nur die Furcht vor einem Tadel veranlaßt haben. * Brnshrim, 22. Jnli. Der vor etwa zwei Jahren in Offenback) wegen Spltrcn von temporärer Geistesstörung init einem Ruhegehalt von jährlich 1200 Jl aus dein Dienst .-nt- lassene Bezirkskommisiär Hechler wurde am Freitag in Schönberg bei Bensheim, einem kleinen Orte von 600 Einwohnern, wo er ein Korkstopfcngeschäst betreibt, mit 51 von 82 Stimmen zum Bürgermeister gewählt. * Fürth i. O< 22. Juli. In den Orten Weschnitz, Brombach, Kräkelbach und Krnmbach, alle bei Fürth i. O. gelegen, die alle einen gemeinsamen Bürgermeister haben, fand ani Montag nute r» lebhafter Beteiligung Bürgermeistcrwahl statt und wurde hierbei der Landwirt Georg Knapp aus Brambach gcwähk' Aus Rhrinhcfsrn. * Mainz, 22. Juli. Seit einiger Zeit werden hiesige Geschäftsleute beim Herausgeben des Wechselgeldes von einem rassinierten Schwindler hincingelegt. Er legt meistens eine» Fünszigmarkschein oder ein Zwanzigmarckstück dein, Einkauf hin und nimmt Wechselgeld und das hinge- gebene Geld mit. Der Schwindler ist gut angezogen und trügt weißen Strohhut. Dieser Tage besuchte er auch ein hiesiges Cack mit Konditorei, trank eine Taffe Kaffee und nahm noch Schokolade für 2,50 Jl mit. Er „pressierte sehr", hatte es sehr eilig um den Zug, legte 20 M in Gold hin, nahm die herausgegebenen 17 Jl, während er das Zwanzig- Markstück schon vorher eingesteckt hatte. Dann verschwand er eiligst ans Nimmerwiedersehen. Die Geschäftsleute seien vor dem Schwindler gewarnt. * Mainz, 22. Juli. Die Garnison Wiesbaden hat ange- ordnct, daß ihren Soldaten einstweilen nach Sonnebcrg und Bierstadt kein Urlaub gewährt werde, da ist auch nach der Garnison Mainz gemeldet worden ,md wird auch von hier aus befolgt, sodaß es also auch aus Mainz keine Beurlaubungen nach Sonneberg und Bierstadt gibt. » Alainz, 2t. 2uli. Zn Mainz-Momdach hat ein Knabe eine mutige Tat vollbracht. Ein siebenjähriges Mädchen siel, als es in, Floßhafen über einen Steg auf ein Floß gehen wollte, ins Wasser. Ein izjähriger Knabe sprang dem Kinde nach und brachte es schwimmend ans Land. » Weisenau, 21. Zull. Eine reiche Erbschaft wurde dem hiesigen Schmied Körper ganz unvermutet zuteil. Der Meister vom Amboß war seither als Schmied bei der Eustavsburger Brückenbaugesellschaft beschäftigt. Da kam nun in dieser Wachaus Amerila die Nachricht von dem Tode eines Onlels seiner Frau und zugleich di- Mitteilung, daß dem Schmied laut Testament des guten Onkels eine Erbschaft von 150 (MO M. zugefallen sei Der wackere Schmied war über diese Botschaft so erfreut, daß er sofort die Arbeit einstellte und den Hammer für immer beiseite legte. * Hridcshcinl, 22. Juli. Wegen des Mordanschlages im Hcidcsheimer Wald hat der Untersuchungsrichter aus Mainz in dem Wohnhause des Täters eine Haussuchung ab- gehalten. Nach dem Auspumpen der Latrinengrube fand sich der zur Tat gebrauchte Revolver im Schlamm vor. Der Täter hat anfänglich geleugnet und behauptet, er habe gar keinen Revolver besessen. » Ober-Zngelheim, 21. Zuli. Die Kirschenernte ist dieses Zuhr so reich wie selten zuvor. Bon einem Kirschbaum wurden z. B. volle sieben Zentner geerntet. Rechnet man das Pfund nur zu 50 Kirschen, dann trug dieser Baum also 55 000 Kirschen. » Bingen, 21. Zuli. Zn unseren Weinbergen nimmt infolge der immer wieder auftretendeu Regengüsse leider die Peronospora »un doch ernstlich ihren Fortgang. Sie ist bereits sehr stark ausgetreten, so daß ein größerer Schaden kaum zu oermelden sein wird. Ausfallend ist, daß die Krankheit in Weinbergen, die gut und nach den Vorschriften gespritzt wurden, kaum zwei Tage nach der Arbeit und nachdem die Neben oallständig gesund gesunden worben waren, in starkem Maße ausgetreten ist. * Planig, 21. Zuli. Da den Landwirten für ihre Schweine nur 52—55 Pfg. Schlachtgewicht geboten wird (bie Metzger verkaufen da» Fleisch zu 80 Pfg.) und man für das Geld keine Schweine halten kann, lasten di« Landwirte die Schweine selber aashauen uud erlösen auch dann dasllr einen annehmbaren Breis. Run hat dieser Taae ein biekioer Metzner ansichellen lasten, daß das Schweinefleisch jetzt »0 Pfg. bei ihn, kosten würde. » Wöllstein, 21. Juli. Zn der ganzen Umgegend tritt die Peronospora in verheerender Weise aus. Zn manchen Orion haben die Winzer schon zum viertcnmal gespritzt, aber bis jetzt ohne jeden Erjolg, denn die Krankheit tritt mit jedem Tage stärker aus. Unter diesen Umständen sind di- Hosjnnugen der Winzer gesunken. * Gimbsheim, 22. Juli. Einen ungewöhnlichen Kamps mit Bienen hatte ein hiesiger Bürger zu bestrhen. Als er sich mn Abend zu Bette legte, sprang er nach kurzer Zeit wie- der heraus, da er am ganzen Körper durch Insektenstiche bös zugerichtet worden war. Rurch das offene Schlafzim- merfenfter war ein Bienenschwarm hereingcfloge» und h.ikte das Bett zu seiner Niederlassung benützt. Nach längeren, Kampfe mit den erregt gewordenen Bienen konnte daun der Vielgeplagte seine unangenehm unterbrochene Nachtruhe fortsetzep • , Ans aller Well. Eioßseuer in Hamburg. Ein gewaltiger Brand brach am 20 Juli kur, nach 5 Uhr nachmittag» aus der Werst von «iohm u Boß bei Neubauten für die Schiss- der Jmpcratorklastc ans. Das Gebälk einer Docksektton, die in wenigen Tagen vom Stapel laufen sollte, sing plötzlich Feuer und in wenigen Minute» stand das vollkommen trockene Hol, in hellen Flammen. Ge- waltig, Flammenjäulen schlugen empor uud hüllten in ganz kurzer Zeit säst die gesamten Wcrftaulagen ein. Dadurch wurde es der sofort herbeigeeilten Feuerwehr, die ihren Weg teilweise durch den Elbtunnel genommen hatte, sehr erschwert, bie auf den Gerüsten beschäftigten Arbeiter, 150 an der Zahl, in Sicherheit zu bringen. 50 von ihnen erlitten erhebliche Bcr- lctzungen und sechs mußten dem Krankenhonse zugeführt wer. den. Sie hatten sich durch Abspringen vom Gerüst Arm- und B-l»brüche zugezogen. Nur ein nuverheirateter Nieter kount« aus dem zusainmenbrechenden Gebälk nicht mehr gerettet werden und wurde erst später als völlig verkohlte Leiche anfgefun- de». Das Feuer konnte eist nach mehreren Stunde» gelöscht werden. Der Schaden ist ziemlich groß. Uiuiii|ucicr lwriierocria>i. Voraussage: Wolkig, zeitweise Regen, kühler, Rordwesi- Winde. Verantwortlich für den politischen Teil: Otto Hirsche!, Friedberg; für den lokalen und unterhaltenden Teil- Bernhard Lenz, Friedberg; für den Anzeigenteil: Karl Schmidt, Friedberg. Druck und Vertag der „Neuen Tages- zeitung", A.-G., Friedberg i. H. Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise aufrichtiger Teilnahme während des Krankenlagers und dem Hinscheiden unserer unvergeßlichen Nssli MibS'pnilsdiiifr geb. Metzger sagen herzlichen Dank. FrikNns, den 22. Juli 1914. Die Hinterbliebenen: \ r>. 91. 3(1(d6 Btivik-LMchkiuitt. Nr. 169 Meut Tageszeitung. Mittwoch, oen 22. Juli 181» Bauernverein Büdesheim (Obcrhesien). lLandw. Bezugs- und Absatzgenoficnschaft). K-jährige ZilbilMiusftier am Sonntag, de» 26. Juli 1614, nachm. 3 Uhr im Saale des Herrn Friedrich Winter. Ansprachen,Gesang,Mnsikvortrage Tnnzstelnstigung. Es ladet ergebenst ein __* Der UorKand. Großes Sommer-Fest i>cs Biiliöcs der Sanbroirte für ick Pmiiij ?bcrhtM in bei ZlbtShAlstll an» «onntag, den 26 . Juli 1914 . Festordnung: 1. Empfang der ffiäflc auf dem Bahnhof Ilbeshausen. 2 Uhr nach- mitlags Festzug mit Musil nach dem 10 Minuten entfernten Feftpiatz. 2. Begrllhungsansprache: Herr Beigeordneter H. Ochs-Ilbeshausen Bezirlsoorsitzenbcr d. B. d. L. 2. Prolog, gesprochen von Fräulein Lydia Nikol-Hochwaldhauscn. 4. Ansprache des Herrn Landtagsabgcordnelen Oelonomierat Korell-Angenrod, Landesvorsitzenden des B. d. L. 5. Festrede, gehalten von Herrn Ehefredalteur Dr. Oertel-Berlin Mitglied des Reichstag». 0. Verschiedene Ansprachen von Landtagsabgeordneten und Führern des Bundes der Landwirte. 7. hessische Volkslieder: vorgetragen von der Spinnstube Ilbeshausen. . hessische Volkstänze: ausgcführt von verschied. Ortsgruppen aus den, Lchliyer Land in Volkstracht. Die Zwischenpausen werden von der Festlapelle, durch Ee- sangvorträgc u. s. w. ausgefüllt. ^ lönsucrnuügcn ans dem Mlatz. ^ Es ist ein Extrazug von Riedergemünden über Alsfeld, Lauterbach, einlreffend in Ilbeshausen, um 2 Uhr in Aussicht genommen, worüber noch Näheres in den Zeitungen und im Bundesblatt bekannt gemacht wird. Zu diesem Feste sind alle unsere Mitglieder mit ihren Familien und ebcnfo ihre Freunde und Bekannten, sowie überhaupt alle Angehörigen des gesamten Mittelstandes in Stadt und Land herzlich eingeladen. Der Fcstausschnst: (5. Lorcll-AuhkNio- tn höchster Keimfähigkeit liefert solange Vorrat reicht, zu billigsten Preisen. «1 Landrv. Ein und Verkaufs-Genossenschaft Telefon Ar. 245 und 246. ^ Gcbr. Haldy ** .rohlengrosthandlung Frankfurt w. Tel. Amt Saunuä Ul !iülÜ!l : Nuhrmchkohlcn 1 Waggonladung Garten- Möbel ist eingetroffen 100 Sessel, 1000 Stühle, solide, kräftige Qualität, werden, solange Vorrat reicht, zu Mk. 2.20 per Stück verkauft. Empfehle ferner Tische, Bänke, Schemel, Hocker in allen Ausführungen zu billigsten Preisen. G.M.Reuss Friedberg, Alle Post, Spucfcs msckwtmÄea •ind olle Kautunreinigkellen u . Haut- ouuchläge. wie Blütchen, Mitesser uiw. durch täglichen Cebrauchder echten Steckenpferd - Teerschwefel-Seife •on Bergmann L Co.. 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Angelstein, garlflmfil. ftäröinies ILaeer am ä 3 Ian loten Buchstaben thront und aus eigener Kraft und Macht daS Natürliche, Selbstverständliche, Zweckmäßige von alleine besser trifft, als wenn unser Denken und Handeln von lchristlichen Rezepte» allenthalben geknebelt würde. Das in Befugnis zu persönlichen Gestalten unserer Lebensführung wohnende Glück aber erweist sich sonderlich grob, wo cs sich um die Rechte handelt, die unser Volk unseren Frauen und Müttern bei der Teilnahme an der Kindererziehung willig und dankbar einräunit. Wir bestaunen immer von neuen« die Selbstverleugnung der Mütter, die in der Sorge um daS geliebte Kind Zweck und Aufgabe ihres Daseins erschöpfen und die vom ersten Schrei des Neugeborenen an das Kind voll inbrünstiger Glut hegen und pflegen und allzeit mit rührender Geduld und seellsch schadet und zu entwickeln und zu fördern, war ihm frommt. Betrachten wir unsere deutschen Hausfrauen und Mütter bei dieser ihrer nimmermüden Arbeit, so verwundern wir uns nicht, wenn ihr Einsluh und ihr llebergewicht bei der Erziehung des Heranwachsenden Spröstlings vor dem durch BcrusSgeschäfte und ErwerbS- lorgen oft ganz in Anspruch genomnienen Vater sich fühlbar niackicn. Und dort, wo zwischen Mann und Frau Eintracht und Verständnis herrscht, wird auch jeder dem anderen gern in Erziehungsfragcn den Plah gönnen, der ihm den Lebens- Verhältnissen nach gebührt. Erst wo das Band der Harmonie sich lockert >«nd dadurch Erziehungsstreitigkeilen wach werden, küinmert die Eheleute das Problem: „Mas sagt das Recht zu unserem Streit?" In wessen Hände legt das Gesetz die ttindererziehung? Hören wir, wie >«nser Reckst darauf antwortet. Es ist nicht eben allzuviel, was unseren Frauen während des Bestehens der Ehe da zugebilligt wird. Grundsätzlich ist freilich die Erziehungsmackst gemeinsame? Elterngut: das verbrieft das Gesetzbuch unseren Frauen ausdrücklich: sofern es die Mutter an der gesamten Sorge um die Person des Kindes beteiligt. Neben dem Vater darf also die Mutter nickst nur Gemüt und Charakter des Kindes bilden helfen: nein, auch in allen anderen persönlichen Angelegenheiten deS Kindes ist sic die Mitregentin, demnach issts beispielsweise ihr gutes Recht, über die Beaufsichtigung und den Aufenthalt des Kindes ein Wort drein zu reden. Wollte der Mann ohne plausiblen Grund die Stimme der Frau stets einfach ignorieren, so bedeutete das eine Rechtsverletzung. Wohl wird in« Effekte doch durch eine zugunsten de? Mannes bestehende Ausnahme erheblich gesthmälcrt. Bei einer Meinungsverschiedenheit zwischen den Eltern geht nämlich die väterliche Meinung vor. Danach bleibt von der Gleichberechtigung nickst allzuviel übrig. Denn sagt z. B. der Vater: „Ich halte es für richtig und geboten, dast mein Eine merkwürdigsten Persönli«l>keitcn Albaniens ist der Führer der Meriditten Prenk Bibdoda. Prenk Bibdoda läht den Fürste» immer noch in« unklaren über seine Absichten, ob er ihm mit seinen Landsleuten zu Hilfe kommen wird, oder ob er sich doch noch den Aufständischen anschließt. Junge Fleischer wird", während die Mutter zu gerne einen Bäcker aus dem Knaben machen möchte, so gibt es vor Gericht darüber weiter keinen Streit: der Knabe wird einfach Fleischer. Unser Recht schenkt eben dem Vater von Gesetzes- wegen bei allen Mcinungsdifferenzcn von vornherein den Sieg. Mithin kann niemand den Herrn des Hauses hindern, bei Unstiminigkeiten selbstherrlich zu entscheiden. Nur sind seiner Macht insofern Schranken gesetzt, als er seiner Frau nicht sagen darf, sie habe prinzipiell in die Erziehung überhaupt init keinem Wort hineinzuredeu. Irrigerweise nimmt man vielfach an, die derart um ihr gutes Recht bestohlene Mutter müsse die Hilfe bei dem Vormundschrsts- gericht suchen >«»d finden. Das Vormundschaftsgericht hat sich vieluiehr um derlei Zwistigkeiten nicht zu kiinunern. Ueberhaupt gehen die'Meinungen darüber, wie sich die Frau ihr Recht versck>afft, weit auseinander. Aber der Prozestweg dürfte ihr jedenfalls int Kampfe »in ihre ihr vom Gesetze geschenkten Befugnisse nickst zu versagen sein. Hat also estva rin eigensinniger Vater seine Tochter nach auswärts in Pension gegeben, ohne der Mutter den Aufenthalt zu ver- raten, so stünde cs ihr frei, auf Bekanntgabe des ihr von« Manne verheiinlichten Aufenthaltes ihres Kindes zu klagen. Nur wenn der Vater an der Ausübung der elterlichen Gewalt tatsächlich verhindert ist oder wenn seine elterliche Gewalt ruht, übt die Mutter während der Dauer der Ehe diese Gewalt allein aus: das Erziehi«ngsreckst lastet dann also lediglich auf ihren Schultern. Das wird z. B. der Fall sein, wenn der Vater sich wegen Krankheit oder wegen Abwese». hcit auf Reisen oder in einer Strafanstalt oder «veil er ge- schästsunsähiq wurde .tatsächlich ansterslande sieht, sich um fi in Kind zu kümmern. Mistbraucht dagegen der Vater seine Erziehungsbefugnis ganz offenbar, sosern er etwa das Kind vernachlässigt oöei sich eines ehrlosen Vertialtens schuldig niacht. so tritt dar»,, die Mutter noch lange nickst als Erzieherin an seine Statt nein, sollhonsalls hat das Vonnnndschnftsgericht die zi«r Al» Wendung der Gefahr erforderlichen Mast regeln vielleicht durch lleberwcisnng in eine geeignete Familie — zu treffen. Zun, Tröste für die nach alledem von, Gesetze nickst eben länzend beschenkte Fra» mochte ich ans meine Ausgangs- orte znrückgreisen: unser hier geschildertes Recht sess.-lt mit- Nichten die Erziehnng-sfälügkeiten der Mutter, sondern will allein in, Streitfälle ans d,e Entscheidung weisen. Ob diese Fingerzeige noch allenthalben zeitgeniäst sind, das allerdings ist eine zweite Frage. Kindendliile. Ru» umschmeicheln uns wieder die siitzen balsamischer, Düste der Lindenblüte. Vor allem des Abends, wenn die Tonne unlergeht, quillt der berültende Odem aus den Laubkro- »e.i der Lindenbäume, uns daran erinnernd, datz das Jahr aus seiner bähe steht. Weithin trägt oft der Abendwind den Lrnöend. 'lenovst über Feld und Ga.ren, e- vermischt stch mit dein Dufte der Rosen und teilt ,ich den Düften der Sommer, blumen mit. Zahlreiche Schwärme vo» Jnfette» werde» durch ihn herbeigeloelt, die sich a» dem reichlichen Rettar, der sich fruchtend. Namentlich den Bienen, welche die über und übel mit Blüten bedestten Wipscl in mächtigen Schwärmen umsuw me», bietet die blühende Linde cms der reichsten Erntefelder und sie solle» ihm de» reichsten und weitzcsten Honig cntneh men. Die getrostneten Lindenblüten geben eine» in der Boltsheilkunde seit alten Zeiten beliebten heilsamen Tee. Di» Linde ist der einzige einheimische Baum, der nicht wie unser, anderen holzgewächse im Frühling, sondern erst im Somme blüht. Diese» späte Blühen ist die Folge einer eigentümliche Entwistlungsweije der Blutenknospen, in der sich erst ein zweite Knospe bildet, die dann die Blütendolde liefert, deiei Stil mit der Knospenjchuppe, in deren Winkel er hervortritl verwächst, während diese sich zu einem gclbgrünen Flügel ans bildet, der die Frucht nach der Reife weit davontragen kann. Zwei Arten der Linde sind bei uns einheimisch, die grohbiä: terige oder Sommerlinde und die kleinblätterige oder Winter linde, die acht bis vierzehn Tage später blüht, in allen ihren Teilen kleiner ist, und deren Blüte nicht so stark duslet wie die Sommerlinde. Die Linde ist ein urdeutscher Baum. Schon die alten Germanen pflanzten sie in die Mitte ihrer Ansiedlungen, unter ihrem Wipsel fände» ihr gesamtes össentliches Leben, ihre Andacht, ihre Beratungen, ihr Gericht und ihre Römerbmtinen Hervorragendes Tafelwasser. Erna und Ilse. Roman von D. Feustner. 9 (Fortsetzung). Es gab allerdings auch Vergnügungen, für welche sie beinahe schwärmte und dies waren in erster Linie die Dampferpartien, hinauf über die Oberspree bis in den Sprcetvald. Nur eininal hatte ihr bisher der Vater diesen Wunsch erfüllt, doch die wenigen Tage zählten zu den schönsten ihres Lebens. Wie herrlich war es aber auch, als sie auf Deck stand und herniederblickcnd sah wie der Kiel des Schisses Silber- surchen durchs Wasser zog, wie cs aufschäumte und spritzte, uin sich dann in kleinen zornigen Wellen am User zu brechen. Zweimal erblickte sie hier daS tiefe Blau des Himmels, das sich, ein Bild der Treue, im Wasser widerspicgelte. Und das Stanipfcn der Maschine — ihr war cs nicht lästig, erschien cs nicht monotn, sie hört cs gern. Als man damals in dem Spreewald angelangt war, hatte sie ganz allein einen Spaziergang unternommen. Sie fürchtete sich nicht, fand auch nichts Unschickliche-? darin, als Dame allein den düsteren, geheimnisvollen Wald zu durchstreifen. Sie fühlte sich am glücklichsten, wenn sie dir tiefste Waldeinsamkeit unr- sing. Das Rauschen der allen Bäume, das Knarren zweier sich aneinander reihender Tannen, das Auffliegen eines Vogels, oder Aufschrecken eines Wildes bäuchte ihr märchenhaft schön und sie schätzte die Menschen glücklich, die in dieser Umgebung leben durften. Als Allerschönstes schwebte ihr vor, an herrlich'i» Sommretage im kühlen Schatten der Waldrrescn zu schlummern und zu träumen I Ob man ar.f sckstvcllenden, Moose, über sich das grüne Blätterdach, cinge- wiegt vom Gesänge der befiederten Waldbewobner, Wohl das Gleiche träumte, wie in den schneeigen Kissen des Väter- lichen Hauses? Wie gern hätte sie hierauf Antwort gehabt, tonn cs selbst probieren, — nein, daran war nicht zu denken. „Ihr glücklichen Landmädchen, wie bewundere ich enre Umgebung niid wie beneide ich euch um dieses märchenhast: Idyll!" hotte sie arisgerufen. Doch die Tage verslossen nur ui lcknell und bald arna cs wieder beim. Sie sah nach der Uhr. „Gott sei Dank, schon eine Stunde nach Mitternacht", sagte sie zu Hedwig, „ich bin so müde, zwar nichr schl-.fm ide. aber e>,-.c Erlchlasiung drückt mich nieder — i ch rnächte so gerne allein sein." „Mir gesollt e? hrnte aber sehr gut, Erna", ».Ich freue mich, wenn Du Dich amüsierst." So rerslos: noch eine halte Stunde nach der anderen b.S i.iaii endlich Anstalten traf, aufznbrechen. Vor der Türe sagte der Kaufman zu den beiden Freunden, sie inöchctn da? etwas sonderbare Benchinen seiner jüngst:» Tochter cnischuldigcn, sic habe eine ganz eigenartige Weltanschauung und fass« wohl am besten i» ein Kloster. Dann bat er noch, rccht bald wieder zu koiiimen und inan verabschiedete sich v:i: herzlichem Händedruck. „Ei» sonderbares Mädchen, diese Erna", meinte K»l aus dun Heimwege. „Auch mir kam sic höckist interessant vor", sagte Roderich, „doch meine ich. dast, wenn man sie aitsinerksam studierte und hrrausfände, sich ihr anznpasse», sic sich bald ändern würde, aber eS gehört graste Vorsicht und Geduld dazu." „Soll ich einmal eine Probe machen, die stolze Löwin zu bändigen?" sagte Karl und warf sich selbstaesällig in die Brust. „Dir gelingt e? auf keinen Fall, denn Wasser und Feuer lasse» sich schleckst niischen." „Du kennst mich »och nicht, mci» Lieber, wenn ich einige- nrole allein hingehe, wirst Du bald eine» Erfolg sehen." „Gut. versuche es", meinte Roderich, „last Dich aber nicht znrückschlagen." Trotzdem das Mädchen auch ans ihn einen grasten Eindruck gemacht hatte, hegte Roderich doch tveuig Hosfirnng, dasselbe für sich z» gewinnen, den» er glaubte in de» wenige» Stunden erkannt zu haben, dast das junge Herz nur durch ein graste? Ereignis auszurütteln sei und erst in dem Erwachen die Hosfnnng läge, die Svrache eines «»deren Herzens verstehen zu lernen- III. Einige Abende »ach der im vorigen Kapitel geschilderten Geburtstagsfeier ging Karl allein zu Langes, um, wie er sagte, nach der Familie des Kaufurann zu sehen. Er fand diese vollzählig zu Hause und bald tvar r»an in animierter Stiimnung, denn man hatte gerade an de.» lustigen Karl Gefallen gefunden, zumal noch ein vorteilbist vornehmes Aeustere z» seinen Gunsten sprach. Rur Erna verhielt sich wie am Abend des Geburtstages und hätte sich am liebsten sofort zurückgezogen, doch blieb sie aus den ausdrücklichen Wunsch ihres Vaters. An Gehorsam gewöhnt, tat sie, waS ihr als Kind den Eltern gegenüber zukanr, stets ohne Widerrede. Der Vater bat sie, etwas vorzutragen und sofort erklangen ihre schwermütigen Lieblingsweisen, vermischt mit dem zarten Silberklange ihrer lieblichen Stimme und Karl erkannte immer deutlicher ihre eminente Begabung und Leistungsfähigkeit aus musikalischem Gebiete. „Spielen Sie auch gerne Volkslieder, die Schuberts Genius geschassen", fragte er. „Sogar sehr gern!" , _ „Wollen Sie mir dann daS nach Ihrer Meinung schönste Lied dieses Meisters spielen?" Er wollte auf diese Weise ihren lvohren Geschmack und Kunstsinn prüfen. „Sie wissen doch, wie eigenartig ich hierüber »rieft", warf sie ein. „Gerade destvegen möckste ich auf meiner Bitte bestehen." Ohne noch ein Wort darüber zu verlieren, begann sies Am Brunnen vor dem Tory Da stetst ein Lindenbaum, Ich träumst in seinem Schatte» So manchen sähen Traum, Ich schnitt in seine Rinde So manches lieb« Wort, Es zog in Freud' und Leid« Zu ihm rnich fort und fort I -» (Fortsetzung sollst), ' Sir. 1»» Feste statt. Sic galt als heilig und unverletzlich, selbst gegen Donars Blitze war sie gefeit! wer eine Linde mutwillig beschädigte, machte sich eines großen Frevels schuldig und konnte der Strasc der Götter nicht entgehen. Auch im Mittelalter hatte die Linde eine große Bedeutung als Rechts- und Dingbaum. Unter den Fcmlinden wurden die Urteile über Leben und Tod gesprochen, und mittelalterliche Urkunden trage» oft in den Unterschriften die Ortsangabe? „Gegeben unter der Linde" oder „Bei der Kirche unter der Linde". Unter der. Tcrflinde versammelte sich jung und alt, um sich von des Daseins Plagen, jo gut es eben ging, zu erholen! da wurde mancher Reigen ausgesührt, musiziert und gesungen. Zahlreich« Ortschaften haben ihre Namen von den Linden, um die sie entstanden, so Lindau, Lindenou, Hohen andeo, Lindenfels und vieles andere. Auch Leipzig bedeutet nichts anderes als Lin- ocnau, denn sein Name stammt von lipa, dem slavischen Worte für Linde. So war tatsächlich die Linde der deutsche Baum schlechthin: das Leben der Deutschen stand in allen Abschnitten mit der Linde in inniger Verbindung, und noch heute hören wir in den Liedern zahlreicher deutscher Dichter, welche di-i Linde besungen haben, das geheimnisvolle Flüstern der Lrnden- zwcige. 8 er llogelichuhvtrei» für das Großh. Men schreibt uns: Es ist eine von allen Vogelschützern vielfach beobachtete und beklagte Tatsache, daß die besten Vogelschutzmaßregeln an», meisten von denen ausgcnutzt werden, für die sie nicht bestimmt sind: von den Spatzen. Nicht nur, daß sie sich im Winter auf den Futterplätzen am weitesten oorwagen und die edlen Waldvögel, insbesondere die Meisen, verdrängen: auch die aujge- hängten Nisthöhlen werden anstatt von den Meisen, Trauer- slicgcnschnäppcrn, Wendehälsen, Gartenrotschwänzen, in großer Zahl von den Spatzen bezogen. Jede Vermehrung der Sperlingsbruten bedeutet aber eine Schädigung der übrigen Vogelwelt. Wir empfehlen daher den Vogelfreunden für den Winter die Sperlinge abzuschießen und im Sommer die aufgehäng- tcn Nisthöhlen, womöglich alle Monat einmal, zu revidieren uno Gelege der ungebetenen Gäste rücksichtslos zu entfernen. Wie jo viele Tiere, so haben auch gewisse Vogelarten unter den falschen Vorurteilen der Menschen viel zu leiden. Sv wird de» Kohlmeisen, bcu Notschwänzen und Fliegenschnäppern zur Last gelegt, daß sie die Arbeitsbienen wegfangen und ine Jmlerei schädigen. Bezüglich der Kohlmeise kann zugegeben werden, daß einzelne Individuen im Winter die Bienen aus das Flugbrett der Biencnlästen locken und dort verspeisen. Indes verliert sich diese Unart sehr bald, nachdem man mit der regelrechten Winterfütterung (Hanfsamen, Sonnen- blumenkcrne und ähnliches) begonnen hat. Hinsichtlich der Rotschwänze und Fliegenschnäpper dagegen ist der erhobene Verwarf ganz und gar unbegründet, wie genaue Beobachtungen uns wiederholt vorgenommcne Untersuchungen des Mageninhalts aus das Bestimmteste dargetan haben. Lediglich die schädlich,» Wachsnwitcn wcr-en l„n diesen Vögeln verjagt, wenn sic sich in der Nähe des Bienenstandes aushalte»! vielleicht auch — während andauernder Nässeperioden — die unbc- wehrtcn Drohnen, aus die aber jeder Bicnenwirt so wie so gen vcrzichtet. So sind di- genannten Dogelartcn »Ich: nur nicht schädlich, sondern direkt nützlich. Das gilt von dem Fliegenschnäpper auch nach der Richtung, daß er samt den Schwalben sich am eifrigsten bei der Vertilgung der Fliegen beieiligt, die bekanntlich bei der Maul- und Klauenseuche den von den' kranken Kühen abgesonderten Speichel auf die gesunden übertragen. Auch aus hygienischen Rücksichten verdienen diese Vö- gc! also seitens der Landwirtschaft die weitestgehende Hege und Schonung. Ans aller Welt. Ein »nangciichmes Reiseabenteuer. Einem plumpen Gaunertrick fiel auf dem Pariser Ostbahnhof der Metzer Kailfmann llllmann zum Opfer. Er wurde von einenr Mann, der eine Armbinde trug, die ihn als Gepäckträger tennzcichncte, überredet, ihm die Besorgung seiner Effekten anzuvertranen. Gutgläubig übergab llllmann dem „Gepäckträger" seinen Koffer und begab sich in sein Hotel, wohin ihm die Sachen nachgcbracht werden sollten. Nachdem er mehrere Stunden gewartet hatte, mußte er konstatieren, daß er einem srechen Gauner in die Hände gefallen war. Er hat einen nanihastcn Schaden erlitten, da sich in einem der Koffer Schmncksachen im Werte von 50000 Francs sowie ein Shuck auf einen prächtigen Betrag befanden. Bluttat. In einem Hotel in Straßburg stieß der 17 Jahre alte Kochlehrling Scheck einem anderen Koch namens Meßner das Messer in den Hals, wodurch dieser lebensgefährlich verletzt wurde. Scheck stürzte sich dann aus eineni Fenster des fünften Stockwerkes in den Hof hinab, wo er tot liegen blieb. Ter Grund der Tat ist nicht bekannt. An dem Aufkommen MehnrerS wird gezwciselt. Selbstmord. Einen tragische,! Selbstmord beging der Pfleger Ziegler von der Heil- und Pflegeanstolt in Erlangen. Er glaubte, von einem tubcrkuloren Kranken angcstcckt zu sein und erschoß sich. Ei» Fliegcrnntervssizicr tätlich verunglückt. Auf dem Buhler Flugplatz bei Sanrburg verunglückte gestern beim Landen seines Doppeldeckers der Fliegerunterosfizier Wilke. An de» Folgen dieses llnsalles ist er noch gestern ohne vorher das Bewußtsein wieder erlangt zu haben, gestorben. Nach 33 Jahren in, Zuchthaus gestorben. Aus Zinnwald in, Bezirk Teplitz wird gemeldet: In der Strafanstalt Kart- haus starb der 60 Jahre alte Kerkersträfling Josef Kühnel, welcher im September 1880 in Zinnwald einen dreifache» Meuchelmord an feinem Vater, seiner Mutter und seiner Cchtoestcr begangen hatte und vom Schwrirgericht Leit- nieritz jt'm Tode durch den Strang verurteilt worden war. Tie S^te wurde im Gnadenweae in Icbenslänalichen Ker- Neue Tageszeitung. Mittwoch, den 32. Juli 1Ü14. ker umgcwandelt. Kühnel, der 33 Jahre hinter Kerker- mauern zngcbracht hat, war auch als Sträfling ein äußerst gefährlicher Mensch und niußte fast die ganze Strafe in Ein- zclhast zubringen. Von Räubern überfallen. In einer Vorstadt Kieivs drangen Räuber in die Villa des Millionärs Jcinkel Katz. Sie streckten diesen sofort durch Schüsse nieder und erschossen dann nacheinander die Frau, ferner zwei Söhne und zlvei Töchter des Katz. Sie richteten,in dem Hause furchtbare Verwüstungen an, erbrachen alle Behältnisse und raubten zahlreiche Gegenstände aus Gold und Silber, ferner eine Anzahl von Wechseln und Wertpapieren, und einiges Bargeld. Nur der jüngste Sohn, der sich unter einen Teppich versteckt hatte, ist von der ganzen Familie am Leben geblieben. Schreckliche Tragödie. Vor einigen Jahren wandelte eine Bauernsamilie aus Lucha Hora bei Krakau nach Amerika aus, von wo aus von Zeit zu Zeit der Bauer Geld an die Angehörigen in Galizien mit der Bestimmung sandte, für ihn Erund- anlause zu betätige», damit er, wenn er von Amerika zurück- kehre, sich ansiedeln könne. Auf diese Art und Weise wurden allmählich lg 000 Kronen eingesandt. Bor einigen Tagen kehrte nun der Bauer mit seiner Familie, bestehend aus Frau und vier Kindern aus Amerika zurück, mußte aber zu seinem Schrecken erfahren, daß kein Geld angelegt war. Die Frau schnitt aus Verzweiflung darüber dreien ihrer Kinder die Kehle durch und tötete sich selbst auf die gleiche Weise. Ein viertes Kind entriß sich der Mutter und entging so dem gleichen Schicksal, Als der Mann nach Hause kam und die Tat sah, wurde er aus Verzweiflung darüber wahnsinnig. Rückgang des Bicrkonsums m München. Das städtische statistische Amt in München hat zu den privaten Meldungen über einen fortdauernden Rückgang der bayerischen Bierindustrie Stellung genommen. Der amtliche Bericht stellt fest, daß die Biererzeugnis in München innerhalb zweier Jahre um 78 05 Hektoliter zurückgegangen ist (von 3716 000 im Jahre 1011 auf 3 637 500 Hektoliter im Jahre 13-3). Auch die Ausfuhr weist nach dein statistischen Bericht eine rückläufige Zahl auf, sie betrug 1911 noch 1806630 Hektoliter und im Jahre 1913 nur noch 1 750 189 Hektoliter. Ter Bierverbrauch in München selbst ist auf den Kopf der Bevölkerung von 32 Liter im Jahre 1911 aus 29,5 Liter im Jahre 1913 gesunken. Der Rückgang der Brauindustrie hat nach deni statistischen Bericht erst im Jahre 1911 begonnen, bis zu welchem Jahre die Münchener Biererzeugimg in andauernder Steigung sich befand. Eia Millionär mit seiner Familie von Räubern er. schossen. In einer Borstadt der südruffischen Stadt Kiew drangen Räuber in die Villa des Millionärs Jankel Katz. Sie streckten diesen sofort durch Schüsse nieder und erschosst» dann nacheinander die Frau, ferner zwei Söhne und zwei Töchter des Katz. Sie richteten in dem Hause furchtbrre Verwüstungen an, erbrachen alle Behältnisse und raubten zahlreiche Gegenstände ans Gold und Silber, ferner eine Anzahl von Wechsel» und Wertpapieren und einiges Bargeld. Nur der jüngste Sohn, der sich unter einem Teppich versteckt hatte, ist von der ganzen Familie ain Leben geblieben. Braud und Panik. An Bord des Dampfers „Massachn- setts", eines Dergnügungsdanipscrs, der zwischen Long Island und Ncwyork verkehrt, brach ein Brand aus. Unter den 300 hauptsächlich aus Frauen und Kindern bestehenden Passagieren entstand eine furchtbare Panik. Einige Frauen konnten nur init Mühe davon abgehalten werden, in das Wasser zu springen. Endlich im Augenblick der höcbsten Erfahr, erschien ein Hilssschiff ans Ncwyork, das aus drahtlosem Wege herbeigerufen worden war. Diesem gelang cs, sämtliche Passagiere unversehrt anfzunehmen. Das brennende Schiff ist wahrscheinlich gänzlich verloren. Anto-IInfnll. Am Sonntag morgen geriet dar mit 5 Personen besetzte Automobil des Regierungsbaumeistecs Rathcnfcls aus Nordhausen in einer scharfen .Tnrve bei Blankenstein im Hrrz ins Schlendern und fuhr in voller Fahrt gegen einen Baum. Sämtliche Insassen wurden alik die Landstraße geschleudert. Ter Chauffeur war sofort toi. Ter Regicrungsbanmeister erlitt eine Gehirnerschütterung. Drei andere Insassen erlitten gleichfalls schwere Verletzungen. Einer von ihnen ist in Lebensgefahr. Schwerer Autounfall. Am Sonntag vormittag versuchte das Antomobil des7 LandgerichtSpräfidenten Wette in der Skalenfeldstraße in Trier vor einer taubstnmmen Fra», die den Wagen nicht bemerken konnte, zu halten. Der Versuch mißlang. Die Frau wurde mit solcher Gewalt gegen eine Wand geschleudert, daß sie ans der Stelle starb. Infolge des starken Bremsens wurde das Automobil auf den Bürgersteig geschleudert. Es traf einen vorübergehenden Sergeanten, dem beide Beine zerschmettert wurden. Tie Insassen des Automobils blieben unverletzt. Fünf Personen nach den, Genuß giftiger Pilze gestorben. Von einem schweren Schicksalsschlage wurde die Famitie des Fleischecmeisters Bertzlk in Oppeln betroffen. Seine vier Kinder befanden sich mit ihrer Erzieherin in der Sommerfrische in Carlsruhe, Obcrschlcsicn. Am Donnerstag sammelten sie Pilze im Walde, nach deren Genuß alle fünf so schwer erkrankten, daß sic am Freitag starben. Ein scheußliches Verbrechen. Ein furchtbares Verbrechen hat sich in Codoesra zugctragen. Wie erst jetzt bekannt wird, hatte ein reicher Pächter seine Mutter seit mehreren Jahren in einem Keller seines Hanseö gefangen gehalten, indem er ihr nur die notwendigsten Nahningsmittel gab »nd sie ans die schlimmste Weise mißhandelt. Am gestrigen Tage erdrosselte er die Acrmste in einem Wutanfalle und floh. Er wurde aber nach wenigen Stunden gefunden. Die Gendarmen stießen bei beni Versuch, ihn zu verhaften, auf heftigen Widerstand, so daß einer von ihnen sich gezwungen sab. von _____ Seite 2. [einem Revolver Gebrauch zu inachen und den Muttecniördei in Notwehr erschoß. Aus der Heimat. * F-irdbcrg, 22. Juli. Das Gerverbeblatt für das Eroßhcr- zogtuin Hessen (Zeitschrift des Landss-Eewcrbevcrcins) Rr. 29 vom 17. Juli, hat solgcndcn Inhalt: Oessentlich-rcchtliche Versicherung oder Privatocrftcherung Eroßh. Zentrale fixe die Ge- werbe. Sitzung des Ausschusses des Landesgcwerbevcrcins. Hauptverja,»Mluiig des Verbandes deutscher Ecwerbevccein« und Hauoweikeroeremigungcn. Handwerkskanrmer zu Darm- staot. An die verehrl. Vorstände der gewerblichen Korporationen des Karnmerbezirkes. Bek., bctr. Rcuerrichtung von Se- scllcnprüsungsausjchüssen. Mcistcrprüsung. Sitzung des Der- bandsoorstandes deusscher Gewerbeoercine und Handwerker- oercinigungen. * Friedberg, 22. Juli. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Allerhöchste Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Eroßherzogs an Theodor Leißner, Karl Lctßner, Adam Hock, Karl Dönges, I. Engeltei und Julius Kann, sämtlich zu Friedbcrg: ferner an Jakob Koch und Wilh. Seidel, beide zu Nieder-Eschbach. /T Warum nur Srotts CmrMon? Weil sie die einzige Lebertran-Emulsion ist, die sich seit fast 40 Jahren mit Erfolg in allen Ländern behauptet hat. Weil sie aus den besten Rohstoffen hergestellt und daher von sich stets gleichbleibender Güte u. Wirkungskraft ist. Weil sie von anerkannt kräftigender Wirkung auf die Muskeln und Nerven dabei wohlschmeckend und appefttan- regend ist. Weil sie im Sommer ebenso wiHam.ist wie in der kühleren Jahreszeit.' „-cktehal^cz.:^,Fairste: Mediziral.Lebrrtran 152.0.prima Dürzerin unterpHos?horigsjrilrer Aqil -l/t.. c >ltrrphosphor»gjaures-yRäiYtfn'T^O puLv. Lragan^ZMsctzrskr, ata*. . lsuinmi pplv.V2,9,x*XMef ,-Vl " ir, 0 /. L'eczu-arornmifche Emulsion mit'Jtmt-.'MÄidcUÄftn it** " "* — Kursbericht vom 2t Juli 1914 der Ulittetdentichen Creditlmnk Aktienkapital «. Reseroen M. 70090 009 gegründet 1856. Franlsurter Börse. 4% Reichsanleih« 99.60“/, 3'/,'/. . S6.55 3% „ 75.80 37i% Preutz. Cansol» 86.70 3°/, . . 75.80 4% Hessen 97.60 3'AVo . 84.60 3°/, _ 73.85 Griechen o. 1890 56.20 1*/*“/» Monopol-Eriech. 49.— 4„ Silberrente 83.— 4% Oesterr. Eoldrente 84.30 3 „ Portugiesen Serie I 83.70 3 „ „ „ lü 66.30 47,°/, Russen v. 1905 98.20 47- „ „ 1902 88.55 4“/, Adminlstr. Türken 74.90 4% Türken von 1803 81.80 Tllrkenlose M. 158.80 4“/- Ungar. Goldrent« 79.50 4 „ ., Kronenrente 78.— 37,7°Buen..Air.Pr.Anl. 62.70 47,7» Chinesen — 47,7, Japaner 91.25 3% Srlber-Mexiloner 47.80 47.7° Mex. Irrig. Anl. 6-0.25 Berliner Handels Ant. —.— Darmstödt. Bank „ 113.37 Deutsche Bank „ 228.63 Deutsch-Asiatisch Bank 119.50 Berliner Türkenlose M. 157.75 Baltimore».Ohio Akt. 83.— Lanaba Pacific Alt. 185.— Prince Henri L.B. Alt. 137.50 Schantuna E. B. Akt. 121.75 Berliner Handels Ant. 145.— Teuljche Bank Alt. 229.— Disk. Kommandit Ant. 179.— Dresdener Bank Alt. 143.50 Pet.Jnt.Handelsb.Akt. 166.50 Russ.Bankj.a.Hand.A. 142.75 Allg.Etek.Geselljch.Akt. 232.— Diskont« Komm. Ant. 179.—% Dresdener Ban! AK. 143.25 „ Mittcld. Creditb. Akt. 115.— O-st. Lrcdttanst. AK. 182.87 „ BochiuriorEußstahl 210.50 „ Buderus E.-W. AK. >02.50 „ Deutsch Luxemburg 119.87 „ Eschroeiler Bergw. 225.50 „ Eelsenkirch. Bergw. 174.37 „ Harpener Bergbau 169.75 „ Phönix Bergbau 225.— „ Laurahütte —.— „ Griesheim Elektron 235.50 „ Höchst Farbwerke 450.75 „ Holzoerlohlungs-Jnd. 264.80 „ Rlltgcrswerks 186.50 „ Ehenr. Fabr. Albert 393__„ Allg. Elettr. Ges. AN. 232.- ., Dcutsch-Uebersee E. E. 160.25 , Schuck.EleKr. Ges. AK. 135.— , Siemens u. Halske —.— „ Steaua Roman» 145.— _ Zellstoff Waldhof 165.75 . Hambg. Amt Pakekf. 1210t? „ Rordd. Lloyd 102.78 , Oesterr. Staatsbahn 139.37 „ Lombarden 15.37 „ Baltimore u. Ohio Akt 82.25 , Prioawistont 2.33 „ Tendenz: schwach. Börse. Deursch-Luxemb.B.Akt. 120.37 . Dtich-Ubepee E.E.Alk. 160.- „ GelsenlirchenBgw.Akt. 174.50 „ Harpener Bergbau Akt 170.12 „ Hohenlohewerke AN. —.— „ Laurahütte Akt. 136.75 „ Oberschlesier E. Akt. 78.50 „ Phönix Bergbau AK. 225.25 „ Rombacher Hütte Akt. 145.50 „ Siemens u. Halske AK. 198.25 „ Privatdiskont 2.25 - Tendenz: schwach. Atchison Toveka Doll. Southern Pacific „ Chicago Rock 3st. „ MissKans.u.Tex.R. „ Union Pacific „ U.S.Steel Common., Londoner Börse. 90.75 97.87 1.— 11.25 160.37 61.50 Die Ainalgamat.Copp.Doll. Chartcred Company Lstt Eastrand Proprieiary „ Goldfields „ Rand Mines De Beers Consolid. „ 71.25 0.83 1.83 2.18 5.90 10 .- S. DeposllenKasie Friedberg u empfiehlt sich zur Vermittlung aller bankmiiBsigeii <»eaehaitA An- und Verlaus von Wertpapieren an allen Börsen. Errichtung lausender Rechnungen und prooisioussreiee Scheck-Contr Umwechslnag von Coupons und Sorten. Annahme von offenen und verschlossenen Depot», Entgegennahme veezinslicher Spar-Einlagen.