Nummer 168 7. Jahrgang Dienstag, den 81. Juli UH4. Sic „llcuc /5prozentigc Anleihe von 1907. Die öhßprozentige Anleihe von 1909 ist nur in Hamburg zugelassen. In Berlin wird ferner noch die Stadtanleihe von Sofia in Höhe von 28 350 000 cH gehandelt. Der deutsche Markt ist also mit den Anlcihepapiercn des Königreich)«:-; bereits hinreichend versorgt. Daß es vom volkswirtschaftlichen Standpunkte einen g, oßen Vorteil bedeutet, Guthaben im Aiislandc zu unter- halten, ist iinbestreitbar, nur müssen sich diese Guthaben später nicht als Nonvaleurs ergeben. Frankreich gibt hierfür ein lehrreiches Beispiel. Nominell unterhält der französische Geldmarkt Milliarden von Guthaben in Südamerika. Diese Guthaben sind jedoch gerade in den letzten Jahren derartig entwertet worden, daß für den französischen Sparer, in dessen Händen sich die mit schönen Staatswappen geschmück- ten Anlcihcpapierc befinden, der Besitz dieser Anleihen ciam nicht viel größeren Wert repräsentiert, als das Papier, nuf dem sic gedruckt sind. Auch die deutschen Sparer staben mit einer ganzen Reihe exotischen Anleihen, Portugiesen, Griechen, Mexikaner, e tutti auanti keine allzu großen Erfahrungen gemacht. Das Piiblikum wird sich daher und mit Recht, die größte Zurückhaltung beim Erwerb der ncucn „Bulgaren" auser- legen niüssen. pic Wahlen m In einem Erlaß wird darauf hingcwicscn, daß die i.ach der Ncichsversichcrungsordnung erforderlichen Wahlen jäm!- sich bis zum Ende dieses Jahres durchzuführen sind, weil eine weitere Erstreckung der Auitsdauer der nichtständigen Mitglieder des Rcichsversick-crungzaintes und der Vertreter bei den anderen Ver!'-rx»->>»» ;«KVs, i Aus dem Kreise Hanau. * Großkrotzenburg, 21. Juli. Nachdem bereits zwei Versammlungen mit den hiesigen Grundstückseigentümern wegen Ankauf ihrer Grundstücke bczw. Teilgrundstücke, die zum Schleu- fenbau benötigt werden, ergebnislos verlaufen waren, wurde in einer dritten Versammlung, i» welcher Vertreter der Bauamts für die Mainkanakisterung tn Aschaffenburg anwesend waren, eine Einigung erzielt. Dt« Grundbesitzer erhalten 1,80 Mark pro Quadratmeter, während Ihre Forderung 2,10 Mark betrug. Mik den Arbeiten toll bereits In 14 Tagen begonnen werden. — Heffen-Rassa». * Ried o. SW., 21 . Juli, Dieser Tage stieg der weil bekannte Besitzer der Kunst- und Handelsgärtnerei, die sich längs der Bahnanlagen Nied-Erierhcim hinzteht, Julius Kropff, gesund und munter in ein Abteil der Zuges nach Frankfurt ein. Als ein Paffagier in Griesheim zufällig in dieses Abteil ein- stieg, fand er Kropff, der feine Gärtnerei in Griesheim besuchen wollte, leblos am Boden liegen. Man brachte ihn aus dem Abteil und sofort wurden Wiederbelebungsversuche vorgcnom- men, die jedoch ohne Erfolg blieben. Ein Herzschlag hatte auf der kaum drei Minuten währenden Fahrt Nied-Griesheim dem 33jährigen Manne einen raschen Tod gebracht. * Unterlicderbach, 21. Juli. Nachdem der Arbeiter Will seine Frau durch einen Schutz zu löten versuch! hatte, erschoß er sich selbst. Die Ursache der Tat soll Eifersucht gewesen sein. * Obrrursel, 21. Juli. Unsere Stadt rüstet wieder einmal, um ein glanzvolles Fest zu feiern. 450 Jahre sind verflossen, seit Herr Eberhard, Herr zu Eppstcin-Königstein, dem Schützenvcrein in Oebrursel die erste Schützenordnunz ausfertigen ließ. Leider ist diese Ordnung im Original nicht erhalten geblieben, bei einem Brande im Jahre 1645, als die Franzosen in Oberursel hausten, ging sie zugriinde. Durch die ganzen Jahrhunderte hindurch zieht der Name des Vereins, und besonders in den Kriegsjahren waren die Schützen fast der einzige Schutz der Stadt. Als im Jahre 1813 sich der Herzog von Nassau vom Meinbund lossagie und den Verbündeten beitrat, wurde auch in Oberursel der Schützenverein als Kern für das Schützenbataillon Oberursel verwendet und ihm vom Herzog von Nassau im nächsten Jahre eine Fahne verliehen. Diese trägt auf einer Seite das gestickte Nassauische Wappen, den Löwen mit den sieben Balken, auf der anderen Seite die Inschrift „Schiitzen- bassaillon Oberursel 1814", Nachdem in den zwanziger Jahren der Verein immer mehr das Militärische abstrciste, wurden die Uebungen zum friedlichen Wettkampfe und find es geblieben bis zum heutigen Tage. Zwar nahm der Verein 1848 auch an der Bewegung teil, und aus dieser Zeit stammt seine zweite Fahne in den Farben schwarzrotgold. Die Inschrift 3. März 1848 mußte auf behördliche Anordnung entfernt werden. Heute noch sind beide Fahnen im Besitze des Vereins und stolz scharen sich die Schuhen um ihr Panier, um zur Feier des 450jährigen Bestehens und 100- jährigen Fahnenjubiläums wieder in Wettbewerb mit ihren auswärttgen Kollegen zu treten. Ueber 100 Ehrenpreise im Werte von zirka sechstausend Mark sind bereits gesttftet uni mehren sich täglich, und auch von den Schießgeldern findet ein erheblicher Teil als Geldpreise Verwendung. Die mit einem Kostenaufwand von zirka 35000 M erbaute Schieß- tmlage im „Rosengärtchen", Haltestelle Waldlust der Linie 24, ist mustergültig und dürste wohl den Beifall aller Schützen finden. Ein Festzug mit historischen Gruppen wird sich mittags 1 Uhr durch die Straßen der Stadt nach dem Festplatz bewegen. Aber auch unser als gastfreundlich bekanntes, herrlich gelgenes Städtchen bietet alles aus, um den Gästen den Aufenthalt so angenehm als möglich zu machen. Auf dem Festplatz selbst ist für die Dauer des Festes für reichliche Unterhaltung gesorgt. Die Frankfurter Lokalbahn hat für die Inhaber von Dauerkarten und Festabzeiche» die Fahrpreise nach dem Festplatze ganz bedeutend ermäßigt und kann man denselben von Frankfurt aus für 50 Pfennig, von Oberursel aus für 10 Pfennig erreichen. Es ist also alles vorbereitet, und nur zu wünschen, daß den Oberurselei Schutzen das Frankfurter Schühenwetter von 1912 für ihr» Festtage beschert werden möge. Gut Ziell * Bad Homburg v. d. H„ 21. Juli. An den Kaisermanövern wird auch, hier eingegangenen Nachrichten zufolge, Prinz Heinrich von Preußen teinlehmen und beim Landrat von Marx Wohnung nehmen. * Idstein, 18. Juli. Der 23jährige Taglöhner Phil. Müller Nahm in Frankfurt den günstigen Augenblick wahr, als ein Radfahrer sich zum Rasieren in einen Barbierladen begab, um ihm, während er cingeseist da saß, das Rad zu stehlen. Der Radfahrer ließ sich aber nicht in diesem Falle „einseifen", sondern veranlaßte die sofortige Festnahme des Diebes. Müller, der schon vorbestraft ist, wurde von der Frankfurter Strafkam- mer zu der empfindlichen Strafe von 9 Monaten Gefängnis verurteilt. . * F. C. Wiesbaden, 21. Juli. Der Buchhalter Ferdinand Scherf aus Wiesbaden war im März d. I. zu einer militärischen Uebung beordert worden. Drei Tage vor der Hebung reichte er nun seine Abmeldung nach Berlin ein, fuhr jedoch nicht dort hin, sondern tat dies nur, um sich von der Uebung zu drücken. Der Schwindel kam indessen heraus und nun muß Scherf obendrein noch zwei Jahre Gefängnis dbmcüchen, weil er sich, um sich der Erfüllung der Wehr- Pflicht teilweise zu entziehen, eines zur Täuschung der Militärbehörde bestimmtes Mistel bediente. ■ * F. C. Wiesbaden, 2l, Juli. Das Domänen-Vorwerk Hof Krempel im Kreise Westerburg 89,26 Hektar fassend, wurde gestern von der Königlichen Regierung, Abteilung sur direkte Steuern, Domänen und Forsten dahier für die Zeit von Johannis 1915 bis 1. Jnli 1933 verpachtet. Eine größere Anzahl Jntercffenten hatten sich clngefuuden. Höchstbietender blieb Verwalter Schreff mit 3610 , Die seitherige Pacht betrug 2950,08 J(. Ter Minister ’iii Landwirtschaft, Domänen und Forsten hat nunmehr noch die Genehmigung dieser Neuverpachtung an den ncuen Päsi ter zu erteilen. " F C. Wiesbaden, 20. Juli. Der Kornschnitt in- „Goldenen Grund" hat in den Gemarkungen Riederscltecs, Lberbrcchcn und Niederbrechen seinen Anfang geyommn, Die Ernte ist hier recht befriedigend. > * F. C. Cassel. 21. Juli. Gestern siörmistag traf Prinz Alexander Ferdinand von Preußen, da? Söhnchcn des Prinzen Auauft Wilbelm von Breußcik zum nmbrwöchiaen BeluM Wt. l*a Serie 3. bei der Kaiserin, seiner Großmutter. auf Schloß Wilhelm»- höhe ein. * Eassel, 18. Juli. Der Kaiser wird am 13. August bei einer großen Hebung, di« eine Vorbereitung für das Kaisermanöver darstellt, im Gelände des Truppenübung?- Platzes Ohrdros anwesend sein, an der vier Infanterie», zwei Kavallerie- und zwei Artillerie-Regimenter und ein Pionierbataillon des 11. Armeekorps unter dem kommandierenden General v. Plüskow teilnehmen. Mafchinengewehrkom, pagnien, Flieger-, Funken-, Radfahrer- und Trachenabtcilun- gen finden bei der Hebung Verwendung. * Kassel, 21. Juli- Ein junget Mensch hatte hier zwei junge Leute jür di« Fremdenlegion angeworben, die noigeftern abreisen sollten. Einer hatte sich jedoch nur zum Schein an« werben lassen und dann den gemeingesährlichen Menschen der Polizei angezeigt, die ihr, am Lchichos vor Abgang de» Zuger sestnehmen ließ. Starkcnburg. * Ofsrnbnch a. fSU 21. Juli. In der Streitfrage über die Bezeichnung „Frankfurter Würstchen", die in Ncu-Jsen- bürg und Sprendlingen größtenteils hergeftellet und nach den Vereinigten Staaten obgesandt werden, hat die Offen- öacher Handelskammer erwirkt, daß die Bezeichnung „Frankfurter Würstchen" für die in Neu-Isenburg hergeftellten Würstchen nicht mehr beanstandet wird. Bisher wurden diesen Würstchen insofern Schwierigkeiten in den Bereinigten Staaten bereitet, als auf Grund einer Erklärung des Bureau of Chemnistry deS Ackerbau departements der Vereinigten Staaten von Nordamerika die „Frankfurter Würstchen" als mit falscher Bezeichnung versehen im Sinne des Artikels 8 des amerikanischen Nahrungsmittelgcsetzes erachtet und danach zur Einfuhr nur dan zugclassen wurden, wenn die Worte „Francsort sausogeS" (Frankfurter Würstchen) auf den Etiketten der die Würftcl>en enthaltenden Blechdosen in „Francfort style sausages" (nach Frankfurter Art) abgeän- dcrt waren. * Reu-Jseuhurg. 18. Juli. Der Arbeiter Heuser erlitt in der Karsmannschen Ledersabril einen Oberschenlclbruch, der die llebcrsührung des Verunglückten in ein Frankfurter Krankenhaus bedingte. * Rcu-Jsenburg, 18. Juli. Ein arbeitsloser Portefeuil- ler von hier versuchte bei der Polytechnischen Sparkasse zu Frankfurt auf ein Sparkassenbuch einen Geldbetrag abzuheben. Man schöpfte jedoch Verdacht mrd ließ den jungen Mann verhaften. Er gab an, das Buch im Stadtwald ge- sunden zu haben. Rach einer anderen Meldung hat er jedoch das Buch einem Dienstmädchen geraubt. * Walldors, 21. Juli. Hier starb nach zweitägigem Krankenlager an einer Fleischvergistung der 11jährige Sohn des Arbeiters Hirschhorn. Leider ist es durch den allzu schnell eingetretcnen Tod nicht mehr möglich, zu erfahren, woher das Kind die schlecht gewordene Wurst gehabt hatte. * Groß-Gerau, 21. Juli. Ein Mädchen, das noch dem Genuß von Kirschen Wasser trank, starb unter schrecklichen Schmerzen. * Darm stabt, 18. Juli. Die Anziehungskraft einer Damenkapelle hat de» von seinem Regiment steckbrieflich ver- folgten Trompeterunterosslzier Schwarz in Darmstadt zu der Entfernung von seinem Truppenteil veranlaßt. Er hat fich aber gestern abend wieder bei seier Truppe gestellt. Wie Sie Ermittelungen ergaben, hat er in der vorigen Woche, als kr mit der Regimentskapelle in Cronberg spielte, das Mitglied einer Damenkapelle kennen gelernt und stch sogleich stark verliebt, daß er aus seiner Garnison sofort wieder nach Cronberg ohne Urlaub fuhr und sich dann in Begleitung des Mädchens in Frankfurt und Umgebung einige Tage amüsierte, bis die Gelder ausgingen. Mit seiner militärischen Karriere ist es freilich zu Ende. * Tatmiialit, 18 . Juli. Wie die Ermittelungen der Staats- niwaltjchast ergeben, hat der beim Bau der Lustschifshalle aus 18 Meter Hohe abgcstürzte Schlosser Anrachcr den Unfall selbst verschuldet, da hinreichend Schutzgütte! vorhanden waren, er aber wegen der Hitze die Oberkleidcr, wie auch den Gürtel zur Seite gelegt hat. Danach kan» die Bauleitung lein Vorwurf treffen. * Darmstadt, 21. Juli. Ein russischer Taschendieb machte sich am Sonntag das große Gedränge nach Bcen- »igung des Festzuges des Kriegerfestes im Orangeriegarten zu Nutzen und stahl einer Dame das Portemonnaie nnt Inhalt. Er wurde aber beobachtet und ließ cs direkt fallen, als er ongchalten wurde. Er leugnet energisch die Diebstahlsabsicht, wurde aber so genau beobachtet, daß er sicher für überführt gast. Er gibt an O. Schlepper zu heißen und aus Kalisch in Rußland zu stammen. * Darmstadt, 21. Juli. Im hiesigen Krankenhauso ist am Snnistog abend da? dritte Opfer des Hofheimcr Mordes die 22 Jahre alte Auguste Back, die Tochter des ermordeten Ehepaares Back, an den durch den Bäckergesellen Flörsch erlittenen Verletzungen gestorben. * Pfungstadt, 21. Juli. Eine Menschenansammlung »ntstand gestern früh in der Eberstädterstroße, weil daselbst »ns einem von auswärts kommenden Automobil eine geisteskranke Frau springen wollte, die nach der Anstalt bei Crum- stadt verbracht werden sollte. Die Kranke schrie und tobte »nd verletzte den sie begleitenden Arzt mit den Fingernägeln im Gesicht. * Ticburg, 81. Juli. Ein Reisender, der rm „Weißen Roß" übernachtete, verduftete am frühen Morgen des nach- sten Tages, indem er außer der unbezahlten Rechnung, die er zurückließ, einen neuen Anzug, zwei Hosen und einen Regenschirm mitgehen hieß. Der Hochstapler konnte bisher noch nicht ermittelt werden. * Reichelsheim i. O-, 21. Juli. In Groß-Gumpen ist gestern Nacht die Scheune des Polizcidieners in Brand geraten und vollständig ein Raub der Flammen geworden. Dxr Schaden ist durch Versicherung gedeckt. **»»« l« g e»)«ctnitg. Tw «wog, Mn *J. 3«I| 131s. * Gadernheim. 81. Juli. Viele Landwirte und Obstzüchter wird die Mitteilung interessieren, daß hier wahrscheinlich am 3. Oktober für den gebirgigen Test der Kreis« Heppenheim und Bensheim eine Obst-, Gevrüse- und landwirtschaftliche Produkten-Ausstellung stattfindet. Die verschiedenen Getreidearten werden in Körnern und in Büscheln ausgestellt. Mit dieser Ausstellung ist auch eine Dczirks- ticrschau verbunden. * Erbach i. O., 21. Juli. Hier fand am Sonntag und Montag die Feier de? schon über 100 Jahre bestehenden Enlbacher Markte? statt, der von heißem Wetter begünstigt sich an? dem ganzen Odenwald eines guten Besuches erfreute: wie üblich, waren auch Bertteter der Heidelberger Studentenschaft erschienen. Auch die Grafen Erbach betei- figtn sich an dem Feste in der übliche» Weise. Gestern fand bei lebhafter Beteiligimg ein gutbesehtrs Trab- und Galoppreiten statt. * Viernheim, 21. Juli. Aus den Stallungen des Gutsbesitzers Vogler auf dem Straßenheimerhof wurde unlängst in besten Abwesenheit ein Pferd gestohlen. Der Diebstahl wurde jedoch bald entdeckt, und so gelang es schon nach kurzer Zeit den. Polizeidiener Heckmann mit seinem Rade, den Dieben das Pferd wieder abzujagen und zurück zu bringen. Die Dieb«, unter denen sich auch anscheinend der verschwundene Knecht befindet, ergriffen zum Teil unter Zurücklastung einiger Kleidungsstücke die Flucht. Der Knecht wurde inzwischen in Heddernheim verhaftet. Aus Rhcinhkstkn. * Mainz, 18. Juli. Auf Veranlassung der Mainzer Staatsanwaltschaft ist in Köln der Igjährige Taglöhlier Karl Becker aus Heidenhelm bei Mainz festgenommen worden, da er in Verdacht steht, Schlcppcrdicnste für die französische Fremdenlegion geleistet zu haben. Bei Becker wurden Schriftstücke mit belastendem Material gesunden. Die nähere Untersuchung führte auch zu: Derhajtung mehrerer anderer Burschen aus Mainzer Vororten * Niedcr.Zngclhcim, 17. Juli. Eine nette Submissionsblüte ergab sich bei der Eröffnung der Angebote zur Ausführung von Beton- und Erdarbeiten am Rheindamm. Höchst- und Mindestfordernde waren zwei Mainzer Firmen. Die Höchstfordernng betrug 36,071 Mk., die Mindestforderung 20,939 Mk., also eine Differenz von über 16,000 Mk. * Sprendlingen, 21. Juli. Seit Mittwoch nachmittag wird die ledige berufslose Anna Weiß aus Schimsheim vermißt. Die Vermißte ist mit dem Landwirt Johann Heiß aus Sprendlingen verlobt. Mittwoch sollte di« standesamtliche und Donnerstag die kirchliche Trauung stattfinden. Die Weiß war Mittwoch in Sprendlingen, hat ihre Wohnung dortselbst geordnet und ging dann mit dem Vorgehen von ihrem Bräutigani fort, nach Schimsheim znrückzufabre». Die Weiß fuhr nicht nach Schimsheim, sondern nach Bingen und ist settdem verschwunden. Ans aller Welt. Erünkcrn-Erntc. Wer Gelegenheit hat, gegenwärtig eine Eijciibahnsahrt durch den badischen Odenwald und den Tau- bergrund in der Richtung nach Würzburg zu machen, der staunt zunächst, daß die Landwirte dort jetzt schon den noch nicht gereisten Spelz bczw. Dinkel (eine Weizcnarts nach großväterlicher Art und Weise mit der Sichel schneiden, ein- binden und ohne weitere Trocknung heimsahren. Dieser in der Milchreife geerntete Spelz bildet nicht nur in seinem Pro- dultionsgebiet, sondern weit darüber hinaus das Rohmaterial zu einer beliebten „Sonn- und Festtagssuppe". Dies« gesunde und edelste aller Snppensrüchte erobert sich aber nur langsam und schwer neue Gebiete, weil ihre Zubereitung cwas umständlicher ist, als diejenige anderer Suppen mit Hilfe moderner „Suppeneinlagen". Auch wird die Ouamität des an den Pro- dnltionsorten gewonnenen Erzeugnisses im Handel durch Mahlen und Vermischen sehr beeinträchtigt, sodatz man — namentlich in Hotels- und Gasthäusern — oft nur mit Hilfe der Spei sekarte sestfteüen kann, daß es „E r ü n k e r n s u p p e" gegeben hob Diel Sorgfalt und Umsicht muß aus die Ernte des Erün- lerns, auf das nachfolgende Dörren in Oesen und auf das Schalen verwendet werden. Euter, qualitativ erstklassiger Eruntern hat ein besonders feines Aroma, das der Supp« ihren spezifischen ErünlernEeschmack neben der großen Rahr- hastiglcit verleihi. Wem cs darum zu tun ist, die Erünkerne ganz oder gemahlen aus erster Quelle — auch in kleinen Mengen — preiswert zu beziehen, der wende sich an die badischen Gcnosjcnschafislagerhäufer Eubigheim, Boxberd, Schesslenz und Rosenberg, von denen weitere Aufschlüsse und Angebote erhältlich sind. Von der Stuttgarter Ausstellung. Die Ausstellung für Gesundheitspflege in Stuttgart erfteut sich andauernd eines regen Besuches und großen Interesses. Am Freitag besuchte die Prinzessin Max von Sckjaiimburg-Lippc mit ihren Söhnen die Ausstellung, für deren Darbietungen sie hohe Anerkennung äußerte. Tie Tragödie eines Oberlehrers. Von einem furchtbaren Geschick ist der 39jährigc Oberlehrer Dr. Gottfried Tliimnie heimgcsucht worden. Schon seit längerer Zeit litt seine Gatttn an einem schweren unheilbaren Leiden, weshalb sie ihn andauernd bestürnite, ihren Qualen doch ein Ende zu machen und sie zu töten. Kurz nach Ostern d. I. konnte Thimme dem Flehen seiner Frau nicht mehr widerstehen und schritt zu der furchtbaren Tat. Aber nachdem er sie mit einem gutgezielten Schuß sofort niedergestrcckt hatte, vermochte er nicht länger zu leben und jagte auch sich eine Kugel in die Schläfe. Allein ihm sollte der Schuß nicht so gut gelingen. Wohl hatte die Kugel die schreckliche Wirkung, daß sie in die Augen tras und ihm beide Sehnerven durchschlug, wodurch der unglückliche Mann völlig erblindete. Aber im übrigen ist er durch die Kunst der Aerzte von den Wirkungen des Schusses geheilt worden. Die traurig« Folge des crichütterndeu Drama-Z war jedoch ein Verfahren wegen Tötung ans ausdrückliche» Verlangen, das von der Hirschberger Staatsanwaltschaft gegen Thimme eingeleitet wurde. Denn das Strafgesetzbuch bedroht bekanntlich dieses Vergehen mit Gesängnis-Sttase von nicht unter 3 Jahren bis zu 8 Jahren Nach längerer Untersuchung ist dieses Verfahren aber in der letzten Tage» wieder eingestellt und der Beschuldigte außer Verfolgung gesetzt worden, da die Staatsanwaltschaft an- nimmt, daß er bei dem ständigen Anblick der Schmerzen der Frau und durch deren fortgesetzte Bitten völlig den Kopf vor- lerrn hat, sodaß eine krankhafte Störung der Geiste Stätigkeit im Sinne des § 81 St.-G.-B. Vorgelegen haben mag, als er zn der grausigen Tat schritt. Da Oberlehrer Thiiimie sich hier allgemeiner Beliebtheit nicht nur bei den Schülern der Oberrealschule, sondern auch in seinen ganzen Kollegen- und Bekanntenkreisen erfreut, so wird hier die Niederschlagung des Sttafvcrfahreii? gegen ihn mit größter Genugtuung le- grüßt. Ein klingender Protest gegen die Eitelkeit. In Liegnitz soll ein Bismarckturm arrichtct werden. Diejenigen, die zu diesem Zw»cke hundert Mark geben, werden auf einer Tafel im Turm „verewigt". Als Protest gegen diese Eitelkeit spendete der Stadtverordnete Gabriel — gg Mark und 99 Pfennig. irobrikbrand. Ein gewalttges Feuer zerstörte in der per- gangenen Nacht die Fabriklager und Bureauräume der Wattefabrik von Borgers in Bocholt in Westfalen, des grösi- tcn Wattcfabrikbetriebes von ganz Deutschland. Die Fabrik brannte mit den Maschinen bis auf den Grund nieder. Der Schaden beträgt mehrere 100 000 M. Heber die Ursache ist noch nichts bekannt, lieber 60 Arbeiter werden durch den Brand in Mitleidenschaft gezogen. Der ältere Teil der Fabrik war erst im Februar dieses Jahres durch ein Groß- seuer vollständig zerstört worden. Briefkasten. Rach Steinbach. Bei Drehstromlcitimgcii mit geerdetem Nulleiter hat es keinen Wert, bei Gewitter die elektrischen Lampen cinzuschaltcn. Amtliche Notierung der Frankfurter Marktpreise vom SO. Juli. Zum Verkauf ltanden: 1355 Rinder, darunter 418 Ochsen <3 Bullen, 864 Färsen und KÜH-, 383 Kälber, Sv Schafe 2Wk Schweine. Preis« fiic 1 Zentner iS. Rinder: K. Ochsen: *J 1. oollsleisch. ansgemästet« böchsi-n Schlachtwerts. 4—7 Jahre alt 2. Die noch nicht gezogen haben • (ungejochte) ....... b) junge, fleischige, nicht ausgemäftete und älter« ausgemäftete .... rl mäßig genährte junge, gut genährte „ » » s »»»»,»,. B. Sollen: ~ ‘ ~ t] vollfleischige, aurgemöstete höchsten Schlachiwetts........ b) vcltfteflihige. jüngere . , . . . c) mäßig genährte, jung» und gut - genährte äUer« ........ 0. Färsen und Kühe: l) vollfleischwe, au^z«mästete Färsen höchsten Schlachtwerts . » , , . d) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 I. c) 1. wenig gut entwickelte Färsen 2. ältere ausgemäftete Kühe . . ä) mäßig genährte Kilbe und Färsen e) gering genährte Kühe und Färsen 0. Gering genährte, Jungvieh (Fresserj II. Kälber: »1 Doppellender, feinste Mast .... d) feinste Masttälbei . . . ' r) mittlere Mast, und beste Saugtälde, ck) geringere Mast- und gut« Saugtälbei. ö) geringere Saugkälber , , , , . III. Schaft: uj Weidemastschase:..... bj SKaiilämmet und Masthammel . c) geringere Masthammei und Schase d) nujjiifl ^enäjjtte Hammel u. Schafe IV. Fettschweio«: t) Fettschwein« über 8 Ztr. Lebendge- wicht .......... , b) vollfleischige Schweine über 2K Ztr. c) -öuflL?Schweine' ilde'r 2 Air.' Ledeudaewtcht ........ ä) vollfleischige Schweine bis zu 2 Ztr. , Lebendgewicht ........ e) fleischige Schweine «V , > , < l) Sauen .... , . ... Marktverlauf: Gedrückter Handels bei Schweinen bedeutender Uebe.stand. Lebend» Schlacht» gewichi gewicht 46-52 41-45 35-40 42-45 38-41 42-48 39-44 35—40 33—38 28-32 18—24 52-56 50—54 45—50 40-44 42 44-47 44-46 44—47 44-47 84-89 75-80 64-74 70-75 65—70 75—86 72-80 67—77 61—70 56—64 41—55 86-93 85-92 78-85 68-75 92 59-60 57 -59 55-57 55—57 Gedenktage. 21. Juli. 1773 Papst Clemens XIII. hebt den Jesuiten« orden auf. — 1816 Jul. Karl Reiuh. Sturni, Lieder- dichter, geb. — 1886 Karl v. Piloty t. Frankfurter Wetterbericht. Boraussag«: Wechselnd bewölkt, Gewitterregen. Temperatur wenig geändert, westliche Winde. Verantwortlich für den politischen Teil: Otto H i r s ch e I. Friedbrrg; für den lokalen und unterhaltenden Tetl: Bernhard Lenz. Friedberg: für den Anzeigenteil: Karl Schmidt, Friedberg. Druck und Verlag der „Reuen Tages» »eitiing". 8t.»®.. FrieKbera L £> r-.r. 158 iltut Tageszeitung. Dirnsiag, otn ZI. 3 «U 1915 «Seife l Erna und Ilje. Roman von D. Feußner. 8 fForffetzungs. „Törichte Männer, welche glauben, dem Weibe einen Gefallen zu tun, wenn sie ihm schmeicheln. Wohl mögen sich viele nach diesem prickelnden Eitelkeitsfuttcr sehnen, aber sie — Erna — nicht. — Wahrheit gewinnt, Kälte entflanimt und Zurückgezogenheit macht begehrlich." Dies war ihre nüchterne Argumentation und sic hatte wohl nicht so ganz unrecht. — Rodcrich hatte die Zither schon lägnst beiseite gelegt, und man unterhielt sich von diesem und jenem. Alle beteiligten sich an der Unterhaltung, nur rna nicht. Sie konnte nun einmal nicht von oberslächlichcn Dingen reden, und wenn sie ein Thema angeschlagen, das ihrer seelischen Veranlagung entsprach, hätte man sie höchstens ausgelacht, denn wer wollte an einem Geburtstage über Shakespeares Trauerspiele oder Göthcs Faust sprechen? Sie stand auf und holte sich eine Zeitung, um die eben beginnenden Chinawirren zu studieren. Da hörte sie ihren Vater zu Rodcrich sagen: „Aber Herr Tictze, nun tun sie mir doch den einzigen Gefallen und tcin- len sie das Gläschen Wein aus." „Ich mutz danken", erwiderte der junge Mann fest", „denn was ich trinken wollte und konnte, habe ich bereits getrunken." „Ach was", rief der frohgelaunte Kaufmann, „immer trinken Sie", damit ergriff er das Glas um es Roderich in die Hand zu geben. „Wer niemals einen Rausch gehabt, der ist kein braver Mannl" „Daß dieses Sprichwort von einem Toren ersonnen, das brauche ich Ihnen nicht erst zu sagen: auch möchte ich lieber kein braver Mann sein, als in dieser Beziehung auch nur ein einzigesmal ineincn Grundsätzen untreu zu werden." „Die Natur bringt doch den Wein hervor, deshalb muß er auch genossen werden", entgegnete der andere. „Gewiß kann er genossen werden, aber mit Matz und Ziel, denn so will cs die mütterliche Natur, sonst würde sie ihr verweichlichtes Kind nicht mit dazu zwingen, das im Uever- maß Genossene wieder aus demselben Wege herauszugebcn. Ich weiß sehr wohl, wenn ich aushören muß. Dieser Moment is: eben da und deshalb genieße ich nicht einen Schluck mehr." „Auch wenn Ihnen eine Dame das Glas gredenzte?" „Hätte ich einem Herrn schon früher gedankt, so würde auch die Dame einen Korb bekoninien", sagte Roderich. „Auch auf die Gefahr hin als ungalant zu gelten?" „Auch auf diese Gefahr hin, denn ich würde der Dame doch eigentlich keinen Gefallen, sondern ihren Willen tun, und der erste Schritt um der Sklave einer Frau zu werden, wäre getan, aber dazu eigene ich mich, wie ich glaube, „Wenn Sie wirklich Ihren etwas sonderbaren, aber doch idealen Grundsätzen treu bleiben", gab der Kaufmann endlich zu, „kann ja der Lohn dieser Treu nicht ausbleiben; ja sie wird einst herrliche Früchte zeitigen, denn die Treue gegen sich selbst ist die beste Bürgschaft der Treue gegen andere und wer treu ist, dem wird zuletzt, wenn er auch oft Umweg machen mutz und sich ihm schier unüberwindlich erscheinende Hindernisse in den Weg stellen, doch cm hehres Glück erblühen." „Ich danke Ihnen für diese herzlichen Worte", sagte Roderich. Damit war der heikle Punkt erledigt und inan lenkt« das Gespräch in anderes Fahrwasser. Erna hatte wohl die Zeitung innner noch vor sich liegen, doch las sic schon längst nicht mehr, denn k '.Gespräch der .Männer hatte sie interessiert. „Er ist doch nicht wie die anderen jungen Männer", dachte sie, denn in vielem, was er sprach, begegnete sie ihren eigenen Gedanken und Ucbcrzeugungen. Besonders gefiel ihr, daß er auch einem Weibe zu gefallen, seinen Grundsätzen nicht untreu werden würde. Ja, darin glichen sie sich sehr, auch sie würde einem Manne zu liebe ihren Grundsätzen nicht untreu werden. Ihre Beteiligung an dem Maskenball — es war der erste gewesen — war eigentlich nur ein Gefallen, den sie der lustigeren Schwester erwies, doch hatte sie dieser noch am selben Abend gesagt, daß sie nie wieder zu bewegen sei, solchen Blödsinn — wie sie sich ausdrllckte — mitzumachcn; denn wenn sie darüber nachdachte, daß man ein Vergnügen daran fand, aus dem eigenen göttlichen Ebenbilds eine oft teuflische Fratze zu schaffen, dann kam es wie Mitleid über sie, denn nach ihrer Meinung erfteuten sich die Menschen am Narrentum. (Fortsetzung folgt). Leielite Sommer-Kleidung Wasch-Anzüge, Joppen, Hosen, Lüster-Röcke letzt während des Saison-Ausverkauls billig Telefon No.l Maver J. Hirsch Friedberg dem Rathause gegenüber. Für die uns anläßlich unserer Hochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten danken herzlichst Friedberg-Fauerbach, den 21. Juli 1914. Bernhard Lenz u. Frau geb. Thomas. 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Frankfurter (Setreidemarkh Montag den LY. Juli 191« Weizen, hiesiger und W-tterauer Mark 00,00 - 0100, aus dem Lande abgehott Mt. 00,00—00,00, kurhessicher Mk. 00,00-00,00. Manitoba Mk. 22.00-22,50 Amerikaner Redwinter MH. 00,00—00,00, Kansas MH 21,75,-22,25 russischer Nikotajeff MH 21,75—22,50, Saxonska Mk. 22,00—22.50. Illka MH 21,75—22,00 Azima MH 21,75—22.00, La Plata Mk. 22,00—22,50. rumänischer MH 21,75—22,00, Walla Malta Mk 00,00—00,00 Roggen: hiesiger Mk. 00,00-00,00. auf d. Land abg" ™"" "" ** — ---- ---- — Mk. MH 00,00— 00,00, Riedgerste MH 00,00 — 00,00,’ ungarische MH 00.00—00,00, Futtergerste MH 00.00—00,00. Hafer: hiesiger U. Wetterauer Mh 18.50—19,50 knrhessischer Mk. 18,75—19,50 bayerischer MH 18,75—19,50 La Plata Mk. 17,75-18,00, russischer MH 19,00—19,50. Mais Mixed MH 00.00-00,00, Donaumais Mk. 15,50—15,75, La Plata MH 15,75—16,00. Odessa Mk. 00.00- ) ruffilef). S JJL 00.00—00 00 ßÄnrnnhm Wf 1KKrt_ 1S7R 0* -------.______,ches MH 00.90-00M, Nr. III MH 25,50—00,00, süddeutsches MH 00,00—M.00. Nr. IV MH 21.50—00,00, süddeutsches Mk. 00,0»— 00.00. Roggen mehl: hiesiges Nr. 0 MH 25^5 — 25,50, Nr. 01 Mk. 2«,25-24,50, Nr. I MH 23,25-23,50. Futterattikel Wcizenschalen 10,50—10.75, Weizenklele MH 10,2510,50, Roggenkleie MH 11.50 —11,75 AZeizen-Futtermehl MH 13,00—13,25, Biertreber gettockn MH 12,25—12,50 Malzkeime MH 9,25 — 9,50, Rapskuchen Mk 13.25-13.50 Palmknchen MH 13,00-13,25, Futtergerste MH 14L Marktverlauf: In neuem Roggen wurden Angc- bote gemacht, die jedoch mit Rücksicht auf die Mehlbarkeit keine Beachtung fanden. Alter Roggen noch vereinzelt ge handelt. Nur Hafer wurde gut beachtet. Mehl ruhig. Futterartikel normal. 47° Reichsanleihe 3'/.°/° „ 3% 37»% Preuß. Confols 37° «7° Hessen 3'/.7° „ 3°/, Mirsbcricht vom 20. Juli 1914 der Mitteldeutschen Creditbauk Aktienkapital u. Reserven M. 70000 000 gegründet 1856. Franklurter Börse. 99.70% 86.55 „ 75.60 .. 86.45 „ 75.60 97.50 .. 85.25 .. 73.70 ! 17,»7° Griechen v. 1890 56.20 17«7» Monopol-Eriech. 49.— ' 47s7° „ Eilberrente 83.25 4% Oesterr. Goldrente 85.— 3 „ Portugiesen Serie I 63.60 3 „ „ „ l» 65.90 , I 47.7° Russen v. 1905 98.20 47- „ „ 1902 88.55 4% Administr. Türken 74.90 4% Türken von 1903 —.— Tiirkenlose M. 158.— . 47» Ungar. Eoldrente 80.— > f „ Kronenrente 78. — 3-.-,7»Buen..Air.Pr.Anl. 62.70 , 47,7« Chinesen 90.70 , 47 , 7 , Japaner 91.40 , 37 . Silber-Mexikaner —.— 47,7« Mer. Irrig. Stnt. 68.10 , Berliner Handels Anh —.— Darmstädt. Bank „ 113.50 Deutsche Bant „ 229.87 ! Deutsch-Asiatisch Bank 119.50 Berliner Türlenlose M. 156.50 Baltimore u. Ohio Att. 84.— Lanada Pacific Att. 185.75 Piince Henri T B. Alt. 139.37 Schaninng C. B. Alt. 122.— Berliner Handels Ant. 146.25 Deutsche Bank Att. 229.25 Disl. Kommandil Anl. 180.25 Dresdener Bant Att. 143.75 Pet.Int.Handclsb.Att. 169.25 Rust.Bant f. a.Hand.A. 144.75 Attg.Elek.Wesellsch.Alt. 231.12 IF rlcuikcrL.' i. HZ- 1 Schirugasso 4 C; fiSSaUSRkBn^HSir Diskonto Komm. Anh 180.37*/° Dresdener Bank Akt. 144.25 „ Mitteld. Creditb. Akt. 115.10 Oest. Tredttanst. Akh 184.25 Bochumei Sußstahl Buderus E. - W. Akt. Deutsch Luxemburg Eschweiler Bergw. Eelsenlirch. Bergw. Harpener Bergbau Phönix Bergbau Laurahütte Griesheim TIettron Höchst. Farbwerke Holzverlohlungs-Ind. Rätgerswerke Chem. Fabr. Albett AUg. Elettr. Des. Akt. Deutsch-Uebersee (£. E. 213.50 , 102.50 , 120.75 , 225.50 , 175.50 , 170.75 225.87 , 140.75 , 235.50 , 455.— , 268.25 , >86.50 , 393.— , 2342)0 , 160.75 , Schuck. Elektr. Des. Att. 135.50 , Siemens n. Halske 200.50 , Eteaua Romana 145. — , Zellstoff Waldhof 165.75 , Hambg. Ami. Pakeks. 123.25 , Nordd. Lloyd 104.50 , Oesterr. Staatsbahn 140.37 , Lombarden 15.50 , Baltimore u. Ohio Akh 83.50 , Pttoatdiskont 2.33 , Tendenz: schwach. Börse. Deutsch-Luxemb.N.Att. 120.50 Dtsch-Uberjee E.G.Akt. IM— EelsenkirchenBgw.Akt. 175.25 Harpener Bergbau Akt. 170.25 Hohenlohewerke Att. — Laurahütte Akt. 139.50 Oberschleper E. Akt. 78.- Phönix Bergbau Att. 225.12 Rombacher Hütte Akt. 145.25 Siemens n. Halste Att. 20t.— Privatdiskont 2.25 Tendenz: schwach. Londoner Börse. Atchsion Topela Doll. Southern Pacific „ Chicago Rock Ist. „ Miss.Kanj u.Iex.R. „ Union Pacific „ U.S.Eieet Common,, 100.50 L06 11 63 160.37 62.12 Amalgamal. Copp.Doll. 71.25 Chartered Company Lstc. 0.83 Eastrand Propneiory „ 1.79 Loldsields „ 2.18 Rand Mines „ 6.04 De Bcers Consolid. „ 16.37-,