Lin mm er 1 Gl Montag, den 13. 3tt!i HM 4. 7. Jahrgang lei een Agenten r cszeitrrnk" ci.c nionailid) 50 Pia. Erfüllungsort Fnedberg. ^ Ctllog. Xeg«lmo 6 » 0 « ««»tagen „t# an» «»Uro", „91* K»i»nSn!>,". üe-ugoprei«: Sei den Voftanftalten oieciel'ämu o ‘ jt, , """ >n>t 4-ostgebichr -der Trägerlos An,«»«-,: Grund-, eite 20 Pjg» totale 15 Pjg, An-,eigen von auswans werden Dur tj Votna.5na.-n- ' Ditiriftlr.luna »nd Verlag Feiedb.-Ig lHeßeni. Hang >ee nage 12. , 7 «en Viecher IV Pasts-Hiä-Eonto »t,. 48 , 9 . »lmt Dtoiilfuri a. all. r -oben Iledrrsrcht. — Der Flieger Rcinhold Böhm, der gester» abend »in d. 2ü Uhr ausgesticgc» ivar, um den Dauer,uclirckvrd zu brrchcn, schlug den Tauern rittrkord l-o» 21 Stunde» 10 Mi», um 2 Stunden 23 Min. mit 24 St. 12 Min. — Nach Mitteilung des Finanzniinistcrininö beläuft sich der Wehrbcitrag im Grosiherzogtnm Sachseu-Weiinar e. us 4,820,000 M. — ?In der Wiener Universität ist eine Bewegung im Gange serbische Studenten znm St-.?. ::>m nicht mehr zuzu- lasie». Eine diesbezügliche von nnireren Pecfcssorc» Unterzeichnete Eingabe ist dcur Nekiorat bereits iibergebe» worden. — Die Waldbriiudc in der Umgegend von Moskau und Jekoterinruburg dauern au. Tie Stunde sind in Wollen von Ranch gehüllt. Die Waldbrändc im Gouvernement v. Pskow erstrecken sich uns eine Ausdehnung von 170 Kilo» mctcr. — Ein gestern veröffentlichtes Dekret ruft die Jahres, klage 1801 unter die Fahnen. Ausgenonrnicn sind vor- löusig die Reservisten, die mit Erlaubnis der Militärbehörde sich ini Auslande befinden. — Tic albanischen Rrbcllen haben am 12. Juli Berat genommen. Kapitän Gilardi ist niit den Bcbörden in der Richtung nach Volona geflüchtet. Dos Schicksal der Truppen ist unbekannt. Palona ist nahezu schutzlos. — Ein Automobil, das init zehn Personen besetzt war, wurde in der Röhe von Tanrirt von vierzig Marokkanern angegriffen, die vier Insassen töteten und einen verwundeten. Tie übrigen entflohen. Einer der Angreifer wurde erschossen. Truppen sind zur Verfolgung der Räuber ans- gcbrcchen. Tic dritte Revolution in China hat begonnen. In Hanknn und in In Chan bilden Revolutionäre eine wahre Kliegsmacht, in der 50,000 reguläre Truppen unter der Bezeichnung „die dritte chinesische Division" vereinigt sind. Es werden täglich neue Freiwillige angeworben. Man vcr- mutet, daß die kriegerische Aktion in den nächsten Tagen ihren Anfang nehmen wird. — In der Provinz Hnanghn» haben Urbcrschwemin- »ngc„ unabsehbare Verheerungen angerichtet. 100,000 von Einwohnern entbehre» der notwendigen Nahrungsmittel. Tos Elend wird täglich größer. Unter dem hungernden Volke machen sich Unruhen bemerkbar. — Eine schreckliche Katastrophe hat sich an Bord des chinesischen Kanonenboote» „Pungschi" ereignet. Auf noch ungeklärte Weise explodierte eine Bombe, wobei 38 Marine- soldatcn getötet wurden. Einzelheiten über die Ursache des Unglücks stehen noch aus. — Nach Berichten aus wohlunterrichteten Kreisen soll Huertas Entlasinngo Gesuch dem Kongreß in der morgigen Sitzung unterbreitet werden. Ter neue Minister des Aeuß- crn Carboial. der in diesem Fall sein Nachfolger wird, erklärte, daß seiner Ernennung im geheimen von Carranza und den Vereinigte» Staaten zugcstimmt sei. Gesterrich-Ungarn und Serbirn. »Immer langsam voran!" Dar war von je die Parole, die man in Oesterreich.-Ungarn >» alle» Dinge» befolgte, und von bcr man nicht abwich, so ost man auch ihre Schattenseite hatte wohrnehnicn müssen. Angesichts der Katastrophe, der der Ihrensolger und seine Gcinohli» in Serajewo zum Opicr gefallen ist, scheint man sich in der Donaumonarchie doch endlich einmal ermannen und mit größerer Energie Vorgehen zu wollen. Endlich will man mit der fast traditionell gewordenen , Schlamperei ' ausräumcn, die scholl manche Schädlichkeiten im Erfolg« gehabt hat und nunmehr reinen Tisch machen. Iin 'Uzten Ministerrat haben sehr eingehende Beratungen über die Schritt« ftattgesundcn, die rrsordcilich sind, um die bei dem Attentat in die Erscheinung getretenen Begleitumstände nach Möglichkeit zu beseitigen. Daß solche Maßnahmen erforderlich sind, ist ein Beweis dafür, daß man bisher nick» die richtigen R.'eac eingeschlagen und viele llntcriassungssüllde» begangen bat Jetzt mit einem Male sollen in Bosnien eine Reihe von Veränderungen vcrwaltungsrcchllicher Natur, aus dem Gebiete der Polizei, des Bersammlungswesens und der Schule bevor- stchcn, ebenso soll eine strasjere Handhabung der Grenzpolizei cintreleu. Man muß sich da wirklich die Frage varlcgen, n a- die nicht schon slühcr geschehe» ist, denn die Dinge in je- »---> Wetterwlnkel ließen schau seit langem zn wünschen übrig und die österreichische Regiciung muß!« genau wisicn, mit wem sie c- zu tu» Halle. Wenn bas Kind in de» Brunnen gefallen ist. d.-ck! man die Oesinung zu. Hätte man schon früher L'> Zügcl Y'raffer angezogen, dann wäre vielleicht der Gang der Dilige c>n anderer gewesen. Sa kennte die großserbisck-e Agitation se.st gänzlirb unbehindert einen großen Umfang av-eh- men und die entsetzliche Tat zeitigen, deren Folgen sich für die Donaulnonarchie heute noch gar nicht übersehen lasten. Andererseits ist es zu begrüßen, wenn die österreichische Regierung es gleichzeitig auch versteht, sich Mäßigung auf,»erlegen, weniq- ßens vorläusig und zwar bei ibren BerhanLIunacn mit der serbischc» Regierung. Diese an sich tann niemand für das I r- klageusnerlc Ereignis verantwortlich machen, und die österreichische Diploinatie tan» sich bei ihren Borstellungc» in Belgrad nur i» ganz bestimmte Grenzen halten, wenn sie nicht einen solgenschweren Kanflilt hcrausbclchwörcn will. Bei dun geplanten Schritt will die ästcireichisch-ungarische Negierung alles vermeiden, was als Eingrifs in die staatlicchn Hoheii- rechte Serbiens angenommen werden kännie. Man werde die serbische Regierung nichts zuniliten, was als Aisrant oder De mütigung angesehen werden tonnte. Man wird sich darauf beschranken, von der serbischen Regierung zu verlangen, vag die bei der Anstiftung des Attentals beteiligten Personen bestraft und Borkchrungen getroffen werden zur Abschassuug von Ucbclständen, deren Weiteibcstand einen lorrckien 3Ia.lt- barvcrkehr ausschlicßcn könnlc. In diesem Standpunkt wird sich die österreichisch-,mgarische Regierung hossenlkich auch nicht durch die Haltung der serbischen Presse bcii:cn lasten, deren Sprach» immer maßloser wird und den grimmigsten Haß gegen Oesterreich atmet. Ministerpräsident Pasitsch hat zwar zupe- sagt, diesem Treiben ein Ende zu machen, lcidcr scheint er hierzu machtlos zu sei», denn cs ist lein Grund anzunchmcn, daß er die Bcwcgiing tatkräftig zu fördern sucht. Serbien ist in wirtschaftlicher Hinsicht sehr aus den österreichischen Nachbar angewiesen und es würde sich selbst aus das schwerste schädigen, wen» schwerwiegende Disserenzcn sich häufen und andauern würden. Eine nette ^raktionsgemeinjchnft. Pfarrer Korcll kann sich iiiiiiier noch nicht über das Ergebnis der Abstimmung über die kirchcnpolitischen Gesetze im hessischen Landtag beruhigen. In seinem Ingelheinier Lcib- organ veröffentlicht er zwei mit seinem Namen gezeichnete Aufsätze, worin er seiner Fraktionskollcgen, die anders wie er gestimmt haben, mit folgenden Liebenswürdigkeiten ge- denkt: „Es ist keine Rede davon, daß die Abgeordneten, welche dem Zentrum dienstbar waren, ini Herzen die Vorlage gebilligt hätten. Unser Vorsitzender Reh hatte sich festgclegt und zwar auS seiner Ansfassnng von Pari- tat, die wir anderen für falsch halten (!!) Grüncwald sprang ihin bei: Heerdt denkt in diesen Dingen streng kirchlich und Danim — ja dessen Gründe kenne ich nicht, sie werden aber auf der Linie liegen, die leider auch andere bewogen haben, der Vorlage zuzustimmcn: Rücksichten auf die nächsten Landtagswahlcn. Dies sind nun jedermanns eigene Angelegenheiten: wogegen aber Nachdruck- lich Widerspruch erhoben werden muß, das ist die Maskierung der wahren Gründe. Man soll nicht den gewissenhaften markieren, wenn man von vornherein entschlossen war, seine Bedenken dom Bündnis mit dem Zentrum zu opfern und man soll nicht Toleranz gegen die katholischen Mitglieder heißen, was weiter nichts als politischer Schacher ist. Ich nehme es niemanden übel, wenn er glaubt, mit dem Zentrum politische Geschäfte machen zn können, aber dann soll er uns mit wertlosen Phrasen gegen die Gesetzesübertretungen der Orden und mit widerwärtigen Komplimenten für die Evangelischen per- schonen, wo doch das politische Bündnis mit dem Zentriim das Fnndanient der ganzen Stellungnahme ist." Wir können dem „Mainzer Journal" nur znstiminen, das z» dieser Betrachtung bcnicrkt: „Wahrlich, eine nette Fraktionsgemeinschaft, in der ein Mitglied seine Kollegen im eigenen Parteiorgan in dieser Weise anzunagcln sich gestatten darf." Eastrsndcrsrcht. i-eutjki,es ilcirii- :: „Honst" nach Frankreich entwischt. „Hanfi" ist über die französische Grenze entwichen. Am Freitag hatte er noch er- Ilärt, daß er die einjährige Gefängnisstrafe, die er für sein Buch „Dion Village" vom Reichsgericht erhalten hatte, antre- ten werde. Im Laufe der Nacht traf jedoch beim Gericht in Koliuar ein Telegramm ein, das in Bclsart ausgegeben war und solgcndcn Wortlaut hatte: „Mich haste gesehen!" Waltz tst am Samstag morgen auch in Belsort gesehen worden. Bc- kanntltch hatte der Verurteilte eine Kaution ran 25 000 Marl hinterlegt. Diese ist nun natürlich verfallen. :: Ein Systemwechsel in Vraunschwcig? Die Ernennung des Regierungsrats Dedelind zum Mitglied des braunschweigijchen Staatsniinislcriums hat in Braunschweig überrascht. Ein Ministerium Dcdckind wurde in Braunschweig schon lange erwartet, jedoch in einer gänzlich anderen Form. Der jetzt zum Mitglied des Siatsininisteriums ousersehcne Regicrungsrat Dcde- kind ist ein Bruder des Rechtsanwaltes gleichen Namens, der durch sein energisch-rücksichtsloscs Eintreten für das Haus Braunschwcig-Lüneburg im Landtage und auf den Parteita.uii viel von sich reden machte. Aus diesen Gründen hielt man -hn fui den künftigen leitenden braunschweigischen Staatsmann. Eine Kursänderung im braunschweigischen Negierungssystem ist aber unverlcnnbar. Die Berusung Dedekinds bedeutet aber auch eine stillschweigende Anerkennung der braunjchwcigisch- welsischcn Pariei für ihre slühcr geleisteten Dienste. Oesterreich. :i Vermehrung der bosnisch herzegowinischen Erenztrnpprn. Wie die „Militärische Rundschau" crsährt, ist eine bcträ htlich- Vermehrung und Ausgestallung der bosnischen und herzcgaw,- nlschc» Grcnzjägcrtriippcn sowie der Gendarmerie dar'is.-lbst he- - schiosten worden. Ucber die Durchsührung dieser Maßnahmen, die bereits für die nächste Zeit erwartet werden, sindc.i gegen-' wärlig i„ den beteiligte» Ministerien Beratungen statt und ögl::a, sondern sogar nuverineidlich". :: Ci- bcrufniig der itnlicnischcn Reserven. Tie C:»- bcriifling der italienischen Reserven wird allgemein als bc- I dentsomcs Zeichen der üiisiercn Laae kommentiert. Eivx !flr. 101 Veit« l Balkandiplomat bezeichnet sie unbedenklich als gegen Griechenland gerichtet. Tatsache ist, daß die Ereignisse in Cpi- rn-3 und die Nichtachtung der sanktionierten Beschlüsse über oic albanische Südgrenze durch Griechenland seit einigen Tagen scharfe Erwiderungen und Mahnungen in der offiziösen Presse gefunden haben, denen man seht, durch die fortschreitenden Ereignisse gedrängt, militärischeil Nachdruck geben will- :: Griechische Greneltaten. Sämtliche italienischen Blätter berichten über unerhörte Grcul, die angeblich seitens griechischer Offiziere bei der Einnahme von Goritza begangen worden sein sollen. Wehrlos wurden Männer, Frauen und Kinder massenhaft hingeschlachtrt. 200 Frauen und Kinder wurden zusammengetricben, vergewaltigt, nie- dc,kartätscht. Als die grössten Scheusale, erwiesen sich die grinchisinen Geistlichen, die dem „Eiornale d'Jtalia" zufolge die Ärie der Gewaltätigkeiten eröffnctcn und unerhörte Grausamkeiten verübten. Holländische Offiziere haben mit wenigen Truppen bis zuletzt einen heldenmütigen Verzweif- lungskampf gekämpft. Die italienischen Blätter apellicren an das humanitäre Gewisser» Europas. Kein Athener Dementi könne, so wird hinzugcfügt, die fürchterliche Wahrheit aus der Welt schüfen. Kanada. :: Die ttiitcrsuchung der Katastrophe aus drin St. Lorenzstrom. Die Untersuchungs-Komniission, die über den Zusammenstoß der Empreß of Irland mit deni norwegischen Kohlendampfcr Storstad zu befinden hatte, hat heute ihr Urteil gefällt. Der erste Offizier der Storstad, Tur- bcnes, hat nach dem Urteil den Zusninmensloß durch U nacht- samkeit verschuldet. Durch dieses Urteil ist die Oanda Pa- cifique Bahn in der Lage Schadenersatz-Ansprüchc an die Besitzer der Storsstad zu stellen. r; : Weiteres Vordringen der Konstitutionalistcn — 230 Personen hingcrichtct. Stach einer Meldung aus Texas, haben die Konstitutionalisten neue Erfolge errungen. Sic verdrängten die Regierungstruppen aus verschiedenen wichtigen Platzen in der unmittelbaren Nähe der Hauptstadt Mexiko und besetzten die Städte. Wie aus Meriko gemeldet wird, sind in der vergangenen Nach! 230 Personen, darunter viele Beamte, auf Befehl Huerta? hingerichtet worden. General Huerta, der wohl nunmehr den Boden unter sich wanken fühlt, ist durch da? unentwegte Vordringen der Konstitutionalisten sehr entmutigt. Vereinigte Landwirte Die Besichtigung der Persuchsfelder ve? landw. Instituts der Universität Gießen konnte wegen de? Regenwctters nicht, wie beabsichtigt war, am vergaiws- nen Dienstag stattfinden, sie soll nunniehr am Dienstag den 14* Juli stattfinden. Alle Mitglieder, die sich daran zu beteiligen wünschen, werden gebeten, den Zug 12.50 ab Frankfurt, 1,24 ab Friedberg, Ankunft in Gießen 2,0t, zu benutzen, woselbst die Besichtigung unter sachverständiger Führung crjolgt. Wuschtder Skminnfts Lchnmte. Die Zahl von 325 Mitglicdcru, d-.e nötig war, um das Zustandekommen der Rheinsahrt am 18. Inn zu sichern, ist gestern nbend iibcrschrittcn worden. Wir freuen unS diese? ErgebnisieS, das beweist, daß unsere Mitglieder treu zur Fabne hcckt'n. Erna uud Ille. Roman von T. Fenßiicr. 8» dem großen Saale herrschte reges Leben, brauchte man sich doch den üblichen Zwang des guten Tones in weit gcringcrcni Matze anfzuerlegen, als sonst, denn es war ja Maskenball, der etwas mehc Freiheit, als gewöhnlich er- 'aubte. ^ Masken der verschiedensten Ar waren vertreten: Dort schritt sinnend ein Don Carlos hin, und hier bat cm armer Handwerksbursche um eine milde Gabe, oder ein Muselmann ließ seinen Bären onf dem in der Mitte des Saale? stehenden Tische tanzen, um sich damit des Lebens Notdurft zu verdienen. Alle lachten und freuten sich. Darum denn auch nicht? Es war ja Maskenball, an de,n mau alles Ernste vergessen, an dem alle Sentimentalität zuhause bleiben mußte. Und wenic wirklich jeinand gedrückten Gemütes, mit Sorgen ir- ocnti wclchc-r Art hierher l.nn — wie schnell war dies alles vergessen, fortgespült von den oft recht wiid schäumenden Dellen der Musik, oder doch übcrtänbt von dem rauschenden Jubel sorglos fröhlül>cr Stunden. ' 8m äußersten Winkel des großen Saales saß an einem >'.ecen Tische ein junger Mann, der wie geistesabwesend in die hin und herwogendc Menge starrte. Dar ihm stand ein lanm berührtes Glas Bier. Er schien eine Ausnahme von den übrigen zu machen und der Psychologe hätte vielleicht aus diesen Zügen gelesen daß den jungen Mann nicht die Sucht der Jugend nach 35«- Gimgcn und Zerstreuungen hierher getrieben, sondern -r- gend ein anderes Motiv — vielleicht nur ein lveuig Neu- gierde. , < * * O < "N»u Roderich, alter Pedant, worüber grübelst d» wie- der nach? Du scheinst wirklich gegen' die Ansteckungen des Vergnügens gefeit zu sein." Neue Tageszeitung. Montag, oen 13. 5»>t ist« Selbstverständlich können sich immer »och Mitglieder inelden, doch muß dies bis spöicstcns Dienstag, den 14. ds. Mts. geschehen und der Fahrpreis würde sich uni 1 Mk. erhöhen. Es habe» sich 387» Teilnehmer gemeldet. Die Abfahrt des Sonderzugcs findet am Samstag, den 15. Juli, ab Bockenheim statt, da wahrend der Umbauten leine Soaderzüge vom Hauptbahnhos obgehcn. Abfahrt ab Nockenhelm 6,44 Uhr. Abfahrt ab Höchst 0,58 Uhr. Anlunft in Kastcl-Mainz 7,20 Uhr. Abfahrt des Dampfers in Mainz 7,50 Uhr. Der Dampfer wird in Rüdesheim halten und das Nicderwalddenlinal wird nemeiniam betuckit werden. Hailer b. Gelnhausen, 13. Juli. Die gestern von den Bereinigten Landwirten in dem Spieter'schen Saale cinberusene Versammlung war sehr stark besucht, nicht allein von hier und Meerholz, sonder» auch von Lieblos, Rothenbergen, Grotzenhau- jcn u. a. Orten waren trotz der Hitze die Landwirte gekommen, und betundetcn damit ihr Interesse a» der Frage: „Die Milch- prcije in der Stadt und auf dem Land". Der Vorsitzende, Landwirt Mohn von hier, begrüßte die Versammlung und übergab dem Gcschästsfiihrcr der Vereinigten Landwirte, Hirschel- Fricdbcrg, das Wort. Der Redner wies darauf hin, daß nachdem sich alle Verufsstände zufammengefchart hätten, die Land- wir'ichaft am wenigsten zurllckblcibcn dürfe, auch sie müsse erzwingen, daß jür ihre Erzeugnisse' ein auskömmlicher Preis erzielt werde. Ein hervorragendes Produkt der Landwirtichast sei die Milch, der Wert de: jährlichen Milcherzeugung betrage im Deutschen Reiche etwa 2800 Millionen Mark. Jahrzehntelang sei der Preis der Milch unverändert geblieben, trotzdem die Herstellungskosten gewaltig gestiegen seien. Erst durch di: Milchproduzcnten-Vercinigungen — für Frankfurt und Umgegend die Vereinigten Landwirte — sei ein besserer Preis nach harten Kämpfen mit de» Milchhändlern errungen worden. Auch die Gegend um Gelnhausen habe den Vorteil davon gehabt, ohne daß sie der Vereinigung angehört habe. Aber nicht lange habe cs angehaltcn und die örtlichen Sammler hätten die Preise gedrückt, so daß jetzt beispielsweise in Haller nur noch 13 Pjg. bezahlt wurden.. Darin sei die Quelle der Pfuscher zu suchen, die in den Städte» die Preise unterbiete. So biete jetzt in Hanau ein Geschäft »ntcr der großspurigen Firma „Erste Hanauer Milchzentiale" die Milch für 21 Psg. an und beziehe von Hailer ihre Milch. Der Sammler, Polizeidiener Schmidt, habe aus wohlgemeinte Vorstellungen nur Grobheiten übrig, weil cr sich als Herr fühle. El könne sich dies erlauben, weil er wisse, daß die Bauern einzeln machtlos seien. Der Redner mahnte daim zun, Schlüsse unter lebhaftem Beifall zuin Zusanrmenschluß nach dem Worte: Eintracht macht stark. Der iolgende Redner, Oekonomierat Knauer- Altenhaßlau, hofft, daß die Rede des Herrn Hirsch«! aus günstigen Boden fallen werde. Er warnt vor der Milchiibcrproduktion, da sich damit der Bauer selbst im Lichte stehe. Er gibt dann interessante Zahlen aus seinem Betrieb und stellt fest, daß er, seitdem er die Milcherzeugung cinschränlc und Zucht und Mast dabei treibe, günstigere Wirtschastsergebnisie erziele. Möge der Bauer mehr den Rechenstist gebrauchen. Der Vorsitzende des Hanauer Milch- händlervereins, Milchhändlcr L i st m a n n -Langendiebach stellt fest, daß dcnr Polizcidicncr Schmidt 17 Psg. für die Milch geboten seien, trotzdem cr von der sogen. Hanauer Milchzentrale nur lb Psg. erhalte, habe er mit Hinauswersen gedroht. Herr Liftmann gibt dann ein in seiner Deutlichkeit packendes Bild von der „Ersten Hanauer Milchzentrale". Die Hanauer Milchhändlcr fürchteten keine reelle Konkurrenz, allein im vorliegenden Fülle fei zu fürchten, daß di« Bauern die Leidtragenden fein würden. Das Vorleben des Inhabers der „Zentrale", der schon alle möglichen Geschäfte betrieben habe, gebe zu dieser Befürchtung Raun,. Unter großer Heiterkeit der Versammlung gibt er verschiedene unbezahlt gebliebene Rechnungen bekannt. Dabei benahmen sich vier Versammlungsbesucher, die Inhaber, wie sich nachher herausstellte der Hanauer Milchzentrale, der- Dcr aus seiner Apathie ausgerüttelte und init „Roderich" angeredetc junge Mann drehte sich langsam nach deni Sprecher um irnd sagte bitter: "Es wundert mich wirklich, daß du es für nötig gehalten hast, niich, der ich doch einzig dir zu Gefallen mit hierher kam, eininal anfznsuchen." „Ich glaubte ganz bcstimint, du würdest dich hier nicht langweilen, denn gibt es wohl etwas Schöneres, als so einen Maskenball?" erwiderte dger andere. „Du weißt ja wie verschieden unsere Ansichten im allgemeinen sind und wie wett die Begriffe über dies oder jenes auseinander gehen. Was dir gefällt, flößt mir Abscheu ein, und Was ich für schön halte, nennst du abgeschmackt, oder, wie du dich so gern ausdrückst, „unmodern". „Dn hat eben eine ganz andere Weltanschauung als ich, bist du engherzig in deinem Reden, Denken und Handeln und vor allen Dingen zu ehrlich, uni dein Lebensschifslcin durch die vielen Brandungen des Lebens zu steuern." „Tn warst mir stets ein hilfsbereiter Freund, und die Pflicht der Dankbarkeit zwingt mich, dich als solchen zu achten, doch wären die liebevollen Ermahnungen meiner Eitern beim Verlassen des Varcrhauses an. mir spurlos vor- übergcgangcn, und Hütte mein auf gesunder Basis erbauter Charakter hier in dem Strudel der Millionenstadt nicht die nötige Festigkeit erhalten, den Versuchungen die überall u. in allen iniglichcn Formen an den jungen Mann hcrantre- tcn, zu widerstehen, jo stünde ich vielleicht schon längst ans einer moralischen Stufe, von der ich dir als meinem Verführer fluchen müßte ..." Roderich hätte noch weiter gesprochen, wenn nicht in diesenr Moment — wett Damenwahl — eine Tirolerin den Freund zu einem neuen Tanze engagiert hätte. Noch einmal drehte sich dieser mit trnnnphierendcm La- ckwln zu dem jetzt erregten jüngeren Freimde um »nd verschwand dann.in dem Gewoge der tanzenden Menge. Roderich hatte nur einen flüchtigen Blick ans die schöne Maske geworfen. art ausschürig, Laß sic aus dem Saale gewiesen werden mußten. Herr Listmann fuhr sort, die Hanauer Milchhändler würden, wenn die Unterbietung nicht aushöre, gezwungen sein, den Preis allgemein hcrabfetzen zu müssen, dann würden auch die Landwirte weniger erhalten und neue Kämpfe seien unnus- blcibUch. Das wolle man aber vermeiden, der Milchkrieg im Jahre 1911 habe den Milchhändlcrn in Frankfurt mehr wie 20 000 Mark gekostet, da wolle man lieber in Frieden mit den Landwirten bleiben. (Beifall). Pclizcidiener Schmidt sucht sich zu verteidigen, die Dampfmelkerci der Vereinigten Landwirte, wohin „hirschcl und all' die reichen Leuten ihre Milch liefern" (Heiterkeit) Habs ihm seine Milch nicht mehr abgcnom- men. Ihm sei cs gleich, wie di« Milch in den Städten bezahlt werde, wenn er nur einen Abnehmer habe. Er gebraucht iin Lause seiner Rede Ausdrücke, so daß wir erstaunten über eine solche Gattung von Polizeidiener und die dem Vorsitzenden Anlaß gaben, den Redner zu mahnen, sich im Rahmen des Anstan- dcs zu bewegen. Landwirt Hensel - Dortelweil rückt dieses Vorgehen in das richttge Licht, auch cr stellte fest, daß er uiid Hirjchel dem p. p. Schmidt vor einixen Wochen besucht hätten, un, ihm gütige Vorstellungen zu machen, eine wenig höslichc Antwort habe diese vergeblich gemacht. Der Herr fühle sich deshalb, weil die Bauern nicht vereinigt seien. Lllenn es so weiter ginge, machten die Händler mtt dem Bauernstand was sie wollten. Vor zwei Jahren seien hier 15 Ps. für den Lit.Mitch bezrhlt worden und die Kleie habe 4,20 Marl gelostct, heu!« werde nur noch 13 Psg. bezahlt und die Kleie loste 5,50 Marl der Ztr. In einem Jahre werde vielleicht nur noch 11 Psg. bezahlt. Nur die Liganisation könne helfen und das Frcigericht und der Krris Gelnhausen solle sich endlich in die Reihen der kämpseudcn Bcrussgenosfen stellen. (Lebhafter Beifall). Der Vorsitzende Will). Mohn richtete in diesem Sinne eine dringende Mahnung an alle Anwesenden In Langendiebach und andern Orten, die kaum 2 Stunden von hier lägen, die den Vereinigten Landwirten angchörte», werde 3 Psg. mehr bezahlt wie hier. Das müsie allein eine Mahnung sein, der Vereinigung beizutretcn. Nun trat Herr F u ü e r-Hanau, der Inhaber der „Ersten Hanauer Milchzentral«" aus den Plan, die Zentrale bestände aus 4 Teilhabern, denen 2200 Mark zur Veisüg. ung stände. (Doniicirrwettcrrr!) Ihr Plan sei, den Bauern gute Preise zu zahlen und den Konsumenten billige Milch zu liesern. Die Masse müsse cs bringen. Als sich der Redner in persönliche Angrijse erging und ein Hanauer Milchhändler antwortete, gab dies dem Buchdruckcreibesttzer Kalbsteisch-Eelnhaujen Vcr- anlasiung zu erlkären, hier sei eine Versammlung von Landwirten, die über ihren Berus beraten wollten und keine Waschan- statt, wo die schmutzige Hanauer Wäsche gewaschen werde. Be- merlenswcrt war seine Feststellung, daß der Kuhstand in Gelnhausen sich seit Jahren verringere, weil man in Gelnhausen herausgerechnet habe, daß man die Milch billiger lause als selbst produziere. Nachdem noch die Herren Hirsche! und Hen- sei verschiedene Anftagen beantwortet hatten, traten 31 Land- wirtc aus Hailer und sämtliche 16 Anwesende aus Mccrholz z» Ortsgruppen zusammen. Zum Vertrauensmann in Haiicr wurde Herr Wilh. Mohn und zu dessen Stellvcrtteter Herr H. Brendmann gewählt, die Ortsgr. Mccrholz bestimmte Hr. I. Ott zum Vertrauensmann und Herr Hrch. Herbert I. zum Stellver- tteter. Lanbwirtc aus Lieblos, Rothenbergen und Gelnhausen meldeten sich, um auch dort die Vorbereitungen zu tressen, in der nächsten Zeit werden weitere Versammlungen stattsinden. cs steht damit zu hosfen, daß auch der Kr. Gelnhausen bald der Vereinigung angeschlossen ist. Mit einem Hoch aus die beiden Redner wurde die Versammlung gegen 6 Uhr geschlossen. Fahnenn»eU)fest fit Ober-Dosbnch. Schwere Arbeitsstunden aber auch frohe Fcstesstunden haben die Mttgliedcr des hiesigen Veteranen- und Militärvereins hinter sich und aus ein in allen Teile» wohlgelungcnes Fest kann der sestgebende Verein zurückblicken. Mit ganz vcreiw zclten Ausnahmen hatte die ganze Einwohnerschaft sich de! Diese war, wie schon gesagt, in der kleidsamen Tracht der Tiroler Mädchen. Das nachtschwarze Haar wollte iyr, aller Fessel ledig über Nacken nnd Rücken, das grüne Filz- hütchen, das sie auf dem Kopfe trug, war mit einer langen Feder geschmückt, über der Schulter hing ein zicrlick)cs Gewehr. Ob das Gesicht zu dieser ätherischen Erscheinung in inniger Harmonie stand konnte man nicht sehen, denn es war mit einer schwarzscidenen Larve bedeckt. „Aphrodite", murmelte er vor sich hin. Noch niemals hatte ein weibliches Wesen einen tiefen Eindruck auf Roderich gemacht. Stets blieb er kalt und sein ganzes Auftreten dem schönen Geschlecht gegenüber war gemessen. ; Trotzdem halte ihn schon mancher Blick aus verführerischen Augen getroffen, lvar aber an seinein eigentümlichen Naturell eindrucksvoll abgcglittech'noch hatte ihn kein Pfeil Ainors getroffen. Der Walzer war zu Ende. Mechanisch sah er nach der Uhr und murmelte: „Es ist ja schon zwölf Uhr, nun muß doch wohl bald die Demaskierung vor sich gehen." Jetzt ktaschtc ein Herr des Vorstandes energisch in die Hände, um die Aiistnerksamleit der Anwesenden aus sich zu lenken. > Als ihm das cinigcrinaßon gelungen, rief cr mit sck>allcnder Stimme: „Die Herrschaften werden gebeten, sich zu dcinaskiercn." Nach wenigen Sekunden erscholl ein heiteres Gelächler, denn gar manche verführerische, schöne Maske entpuppte sich als eine schon behäbige, den Lenz der Jugend hinter sich habende Dame, »nd mancher alte Greis im Silberhaar stand plötzlich vor seiner Tänzerin als jugendlicher, kraftstrotzender Jüngling. « ,4-v) (Fortsetzung folgt). W*. 181 Si-ue Laqe»zettong. SUntag, de» 13. 3ali 1914. Seite 3, »«sie» anflenommen »nd wie aus einem Schöchtelch», geputzt stand der Festort da, als di« Feftgäfie in» Ort einzogen. Ungeteiltes Lob von allen Seite« wurde demselben gespendet und vollbesriedtgt von dein Gebotenen kehrten die Aestgäste wieder i» ihre Heimat zurück. Die Anteilnahme am Feste seiten» der Lber-Rosbachcr Einwohnerschaft nrachte sich schon am Samstag Abend geltend und auch die Ortsvercine wetteiferten in dem Bestreben, ihr Möglichstes zun. Gelingen des Feste» beizn- tragen. Als sich am Samstag Abend der Zapfenstreich tn Be- iveguug setzte, war cs schon ein ganz stattlicher Festzug, welcher hinter der flott spielenden Musik einhcrmarschierte, und sofort nach Anlunst auf dem Festplatze herrschte auch schon allenthalben die richtige Fcstesstiminung. Der Gesangverein „Frohsinn" unter der tüchtigen Leitung ihres Dirigenten FSller drachle einige wunderschöne pasicnde Lieder zum Vortrag, -venso der Männerchor unter der beu ahrten Leitung des Herrn ürhrers Rcichwein Der Turn- und Gesangverein „Eintracht" rrntelc sür seine exalt ausgcsührten Freiübungen den verdienten Beifall der Zuschauer, ein Bcgrützungsgedicht, welches in klarer, deutlicher Aussprache von Fräulein Hosmann flott vorgetragen wurde, und dem die Frstdamen mit glockenheller Stimme ihr Heimatlied folgen Netzen, erntete den vollsten Beifall der Jcstversaminlung, so daß in der Begrützungsanjprache mit Fug und Recht alleil Ortsvercine«, den Ortsbehörden, den Festdamen und der gesamten Einwohnerschaft gedankt werden konnte. Und dann brach der Sonntag im goldenen Conncn- glanzc au und fast zu gut meinte cs die liebe Sonne mit dem hiesigen Fahnenweihscstc, sic brannte von aller Früh fest herunter, al» ob sie gerade an diesem Tage einholen wollte, was sie früher, wo sie so sehnlich erwartet wurde, versäumt hatte. Aber das kümmerte die Ober-Rosbachcr Jugend wenig, mit militärischer Pünltlichleit waren sie am Sonntag Morgen vor dem Wecken zur Stelle, um ihr liebes Ober-Rosbach gegen einen »«rückenden Feknd zu verteidigen und als sie auch den Ort selbst wegen der Uebcrmachl des Gegners seinem Schicksal überlasse» mutzte, ihren Kirschberg Netzen sie sich nicht nehmen, dort hatte auch die schwere Artillerie Ausstellung genommen und so konnte denn der Sturm aus den Kirschberg mit Erfolg abgeschlagen werden und nach dem Kasseekochen zogen die zukünftigen Baterlandsverteidiger unter klingendem Spiel« stolz in ihrer« Heimatorte ein. Am Festgottcsdicnste nahm der fest- gcbcnde Verein vollzählig Teil. Rach einer tiefempfundenen Gedächtnisrede des Hrn. Pfr. Schäfer wurden auf dem Friedhof an den Gräbern der verstorbenen Kameraden Kränze niedergelegt, desgl. am Kriegerdenkmal für die auswärts verstorbenen Kaine-aden. Gegen 12 Uhr setzte schon der Festtrubel «in, der iHomburger Zug brachte eine stattliche Anzahl von Fepgästcn. Und nun hatten die Fcstreiter und der Empsangsausschutz vollauf zu tun, zu Futz, mit geschinückten Wagen, per Sonderzug und mit dem fahrplanmätzigcn Zug kamen di« Festteilnehmcr 'scharenweise an, al» Ehrengäste leisteten der erfolgten Einladung in anerkennenswerter Weise Folg«: ein« Offizierrdepu- tation des Friedberger Bataillons Rr. 168, Rcichstagsabgeord- Meter Strack, Landtagsabgeordneter Dr. v. Helmolt und Kam» mcrdirektor Der» als Vertreter der Hasiia-Präsidiumr. Und als sich der Festzug, besten Spitze der Radsahrerverein „All Heil" mit feinen prächtig geschniücktcn Rädern bildete, welchem die Schuljugend, in zwei Wagen die alten Veteranen und dann der schöne Flor von schmucken Festdamen folgte, in Bewegung setzte, da sah man erst, in welch' grotzer Zahl die auswärtige» Kameraden dem festgcbendcn Verein die Ehre ihre» Besucher geschenkt hatten und trotz der drückenden Hitze diesem in käme» radschaftl. Weise das Geleit zum Fahnenweihfeste gaben. Don Len Friedberger Vereinen waren der Kriegerverein Fricdberg- Faucrbach, der Kavallerie- und Trainverein, sowie der Artillerie- und Pionicrvcrcin sehr zahlreich erschienen. Die übrigen Friedberger Vereine blieben hinter den gehegten Erwartungen zurück, was wohl darauf zurückzuführen ist, daß in den nächsten drei Wochen »och zwei weitere Feftorte aus den Besuch der fremden Kameraden warten. Aus dem Festplatze angekommen, wurden oie schattigen und lustigen Zelte sofort in Beschlag grimmen, während aus der Festbühne sich der offizielle Wciheakt »bwickelte. Rach einem wirkungsvoll vorgetragenem Begrütz- ungslicd des Turn- und Gesangvereins „Eintracht" folgte die übliche Festrede, woraus der Weiheakt cinsetzte, indem Fräulein Wagner den Weiheprolog sehr schön zum Vortrag brachte, und die Fahne dein Präsidenten Welker überreichte, während Herr Pfarrer Schäfer die Weihe der neuen Fahne mit sinnreichem Texte vornahm. Das unter Musikbegleitung stimmungsvoll vorgetragcnc Weihclied vom Gesangverein Mannerchor fand allgemeine und verdiente Anerkennung. Namens der Frstdamen überreichte Fräulein Warner in packender und begcistetcr Ansprache dem Fahnenträger ein Bandelier, worauf letzterer seinen Dank an die Frstdamen abstattete und mit einem Hoch auf das deutsche Vaterland schloß. Herr Kammer- direllor D c r n - Astenheim Lberbrachtc die Grütze des Hasfia- Prasidiuins und sprach dem festgcbendcn Verein die Ancrken- ru»g aus, datz derselbe sich auf der Höhe der Zeit befinde, wäh- c»o Kamerad Herge t aus Vilbel Namens der Festgäste für -lies Gebotene dankte, den Präsidenten Welker und den fest- g:brnden Verein beglückwünschte und ein Hoch auf Ober-Ros- b'.') und seine reizenden Frstdamen ausbrachte. Inzwischen hatte sich ei» buntes Festcstreibcn auf dem Festplatze entwickelt, lie Feier hatte sich zu einem echten und wahren Volksfeste aus- I laltet und cs wurden hierbei die Anstrengungen de» Tages t.'.ld vergessen. Und war der gestrige Festtag noch etwa zu triften übrig lieb, das mag der heutige Tag nachholen, denn Ober Rosbach hat gezeigt, datz cs versteht, Feste zu feiern, möge heute die Gcniüttichleit und Fröhlichleit allen Festteilnehmern das ersetze», was sie gestern an Strapazen durchgcmacht haben. Mögen die schöne» Voll»- und Heimatsliedcr über den Feftplatz Hingen und nach dem prachtvollen Verlaus des Festes kann hee-lc der schmucke Festdvinenflor recht kräftig und begeistert und mit berechtigtem Stolze wiederholen, was die Damen am Samsiag so wundervoll zum Ausdruck brachten, nämlich ihre Heimallipbe mit dem Cchlusie ihres Heimatlicdes: Drum stoßet an, es lebe fort, lhbcr Nosbach unser Heimatort! 21. Saiilinchß des Gases Wetteraa. * BI eiche« buch, 13. Juti. Der Tnrngau Wetterau hielt am 11., 12. und 13. Juli fei» 21. Gauturnseft in dem schon gelegenen Bleichenbach ab. Mit dieser Feier Ivar das 60jährige Jubiläum sowie Weihe der neuen Fahne des Turnvereins Bleichenbach verbunden, Am S>unstag abend traf eine große Anzahl PreiSturuer, Kampfrichter und Fest- gäste ei«. Das Fest nahm mit einem imposanten Fackel- zug seinen Anfang, der sich bei cintretender Dunkelheit durch die Ortsstroßen nach dem Fefiplatz bewegte. Hieran nahmen die Orts- und viele Nachbarvereine teil. Auf dem Feftplatz trug der Gesangverein „Sängerlust" heitere Weife und Chöre vor. Auch fei der vorzüglichen Leistungen der Kapelle des Hanauer Eisenbahn-Rcg. Nr. 3 gedacht, die diel zur Verherrlichung des Abends beitrugen. Inzwischen tagte ini Gasthaus Heß eine Kampfrichtersitzung. Am Fcst- sonntag früh %5 Uhr fand Weckruf statt und um %6 Uhr traten die Wetturncr zum Kainps um oen Enlicnkranz an. I« der Oberstufe nahmen 85, in der Unterstufe 210 Turner an dem Wctturnen teil. Das Wetter war sehr günstig. Die Sonne meinte es recht gut, glühend heiße Strahlen sandte sie zur Erde weder. Es war eine Pracht die sehnigen Gestalten zu sehen, wie sic jede Muskel und damit den gan- zen Körper beherrschten. Im Allgemeinen wurde gut geturnt. Gegen 2 Uhr bewegte sich der Festzug mit Fejtrci- tern u. Radfahrern an der Spitze unter Beteiligung recht vieler Vereine durch die schön geschmückten Straßen nach dem Festplatz. An diesen! beteiligten sich sämtlick>e Vereine des Feftorts, die Preisturncr mit ihren Vereinen und viele Gajtvcrcine. Auf dem Feftplatz begrüßte der Festpräsident Herr Bürgermeister Naumann die Erschienenen und brachte ein Hoch auf den Gau Wetterau aus. Ter 1. Gauverrrr- ter Herr Landtagsabg. Dorsch-Wölfersheim ergriff das Wort zu einer längeren Ansprache, in der er auf die Ziele und Bestrebungen der Turncrei hinwics. Herr Pfarrer WUhclni sprach über den Werdegang des Vereins sowie über die alte Fahne. Fräulein Höhn trug einen recht schön gefaßten Prolog vor und überreichte die neue Fahne dem Vorsitzenden des Vereins Herrn E. Günther. Dieser übernahm, sie mit Worten des Dankes und übergab sie dem neuen Fahnenträger Herrn Karl Naumann, der gelobte sie stets in Ehren zu halten. Der Gesangverein „Sängerluft" trug hierauf in trefflicher Weise ein Weihelied vor. Ein Vertreter des Krcisamts Büdingen überreichte die von Sr- König!. Hohert des Großherzogs gestiftete Fahnenschleffe und brachte ein Hoch auf den Landesvater aus, in das die Erschienenen begeistert einstimnrten. Der Festpräsident Herr Bürgermeister Naumann übernahm mit Worten des Dankes die Schleife und gedachte der noch lebenden acht Gründer des Vereins, der Herren Fr. Kaiser, G, H. Kraft, H. K. Krast, G, H. Velten, I. H. Dönges, I. G. Dönges, G. H. Schöll- hommer und S. Leopold. Ans dein Feftplatz entwickelte sich bald reges Leben und Treiben, alles war besetzt bis zum letzten Platz. Schauturnen fand statt, Wettspiele wurden aufgeführt und ein echt turnerischer Anblick bot sich dem Auge dar. Die Freiübungen der gesamten Wetturner unter Leitung des Gauturnwarts Schmidt-Asscnheiin fanden allgemeinen Beifall, insbesondere jedoch diejenige, die die Schlllerriegc ausführte. Auch hier konnte man wahrnehvien daß die Bevölkerung immer mehr Anteil an dem Turnen imd den turnerischen Aufführungen nimmt und dadurch einen Einblick in das Wirken der Turnvereine bekommt, die leider immer noch öfters keinen leichten Stand haben und Voreingenommenheit begegnen. Gegen 6 Uhr Abends wurde Preisverteilung vorgenoinmen, die folgendes Ergebnis hatte: Den von der Gemeinde Blcichenbach gestifteten Ehrenpreis erhielt mit 134% Punkten Friedrich Schütz vom Turnverein Friedberg-Fauerbach. 1. Preis Karl Westerweller, Bruchenbrücken 126 Punkten, 2. Preis Heinrich Hirsch, Nieder-Florstadt 123 Punkten 3. Preis Willi Strauch, Kaichen 118% Punkten, 4. Preis H. Schwab, Berstadt I l 5% Punkten, 5. Preis Ernst Naumann, Bleichenbach 1l5 Punkten, 6. Preis Wilh. Michel, Bruchenbrücken IHk/ 2 ' Punkten, 6. Preis Georg Besenreuthcr, Dor- heim mich Punkten, 7. Preis Wilhelm Adam, Eichen 114 Punkten, 7. Preis Philipp Hoos, Groß-Karben 114 Punkten, 8. Preis Ludwig Kiinpcl, Assenhcim 112 Punkten, 9. Preis Philipp Hirth, Astenheim 111 Punkten, 10. Preis Adolf Kratz, Wohnbach 110$ Punkten, 11. Preis Heinrich Schweitzer, Assenhcim 108$ Punkten, 12. Preis Karl Heß, Burg-Gräfenrode 107 Punkten, 13. Preis Otto Gras, Reichelsheim 106 Punkten, 14. Preis Peter Thäter, Kaichen, 105 Punkten, 14. Preis Karl Bistzer, PohlgönS 105 Punkten, 15. Preis Heinrich Dämon, Hochweisel 1041,2 Punkten, 16. Preis Richard Wenzel, GctteNau. 103% Punkten, 17. Preis Albert Nohl, ReichelSbeim 103 Punkten, 18. Preis Heinr. Mobs, Gettenau 102% Punkten/19. Preis Wilhelm F. Alt, Nieder-Florstüdt 102 Punkten, 20. Preis Otto Hensc. Trais- Horloff 101 Punkten, 20. Preis Wilhelm Laur, Nieder- Florstadt 101 Punkten, 21. Preis Hugo Schnell, Reichels- heim 100/!.’ Punkten, 21. Preis Bartel Schüller, Kaichen 1001/2 Punkten, 22. Preis Bernhard Wagner, Bnichen- brücken 99% Punkten, 23. Preis August Thomas, Fricd- berg-Faucrbach 99 Punkten, 24. Preis Wilhelin Bär, Nie- der-Florstadt 97% Punkten, 2. Preis Christian Weimar, Schwalheim 97 Punkten, 26. Preis Karl Volk, Leihgestern! 06$ Punkten, 27. Preis Willi Stork, Rendel 96 Punkten, 28. Preis Otto Zöller, Pohlgöns 95% Punkten, 28. Preis Rudolf Krast, Bleichenbach 95% Punkten, 29. Preis Hugo Kraft, Wohnbach 94 Punkte«, . 30. Preis Heinrich Krast, Bruchenbrücken 93 Punkten, 30. Preis Georg Löschhorn, Wölfersheim 93 Punkten, 81. Preis Heinrich Thomas, Friedberg-Fauerbach 92 Punkten, 31. Preis Heinrich Hirth. Astenheim 92 Punkten, 32. Preis Otto Schneider. Trais- Horloff, 91% Punkte», 33. Preis Karl Dämon, Hoch-Wei- sel 91 Punkten. 33. Preis Richard Bommersheim, Wohn- bach 9t Punkten. 31. Preis Otto Emrich. Bleickn-nbach 90% Punkten, 35. Preis Hermann Friedrich, Oberklee» 84% Punkten, 36. Preis Wilh. Weitzel. Bleiclnmbach 84 Punkten. Die Preisträger der Unterstufe bringen wir in »iorgiger Nunmier. - / „ Ans der Heimat. ,rricdberg, l3. Juti. Die Kiinstansftelluiig ist a»f vielfachen Wunsch hier bis zum Mittwoch den lü. Juli Abends 6 Uhr verlängert loorden. * Friedberg. 13. Juli. Die Ferien des KrcisaiisschnsjeS ln-ginnen om 15. Juli und endigen am 15. Septeinbcr. Während der Ferien sollen »ur in solchen Sachen, die einer besonderen Beschleunigung bedürfen und von dem Vorsitzenden des KreisauSschisses von AmtSwegen oder auf Antrag als Feriensachen bezeichnet werden. Teruiine abgrhaltcn und Entsckieidungen erlassen werden. Friedberg. 13. Juli. Eine große militärische Aus- klärungsübung findet vom 13. bis 18. Juli unter Leitung der 21. Kavallerie-Brigade in Oberhcssen und angrenzenden Gebieten statt. Sie erstreckt sich hauptsächlich in deni Raum zwischen Vogelsberg, Wetzlar, Marburg. Franlen- berg, Büdingen, Hanau „nd Gießen. Viele Gemeind:» werden im Laufe der Hebung Massenquartiere erhalten. * Friedberg Fauerbach, 13. Juli. Bei dein gestrigen Wctturnen des Gaues Wcttcrau errang den Ehrenpreis der Turner Friedrich Schütz mit 134% Punkten, Aug. Thomas den 23., und Hrch Thomas den 34. Preis in der Oberstufe. In der Unterstufe errangen den 11. Preis Hrch. Thomas, den 16. Preis Joseph Loth, den 35. Preis Otto Fischer, dcn 41. Preis Gg. Stumpf, den 58. Preis Otta Ocncnia und den 63. Preis Gg. Billasch. Den wackeren Turnern ein kräftiges Gut Heil. * Bad Nauheim, 13. Jult, Morgen Dienstag nachi». von 4%— 6 Uhr abends von 8— 10 Uhr ist auf der Tcrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr in, Kurhaussale Vor- tragsabend von Licselott und Eonrad Berner — Lieder zur Laute mit Violine imd Viola d’Ainour, Soli sür Viola d’Amour und Violine. * otnnljutt a. SH„ 11 Juli. SPie aus Neuwied belichtet berichtet wird, sind dort bereits wieder große Möbeltransporte der fürstlichen Familie aus Durazzo cingetrofsen. Zugleich werden di« seither voa dem Fürftenpcar bewohnten Räume erneuert »nd wohnlich hergerichtet. Aus diesen Vorbcreitungcn kann man wohl mit aller Wahrscheinlichkeit aus eine baldige und cndgilttgc Rückkehr der FamrUe an den stcheren Rhein schließen. T" - * Kronberg, 13. Juli. Rach einer amtlichen Mitteilung ^Eijenbahnministeriums wird di« Kronberger Bahn am 29 . d. Mts. von der Eisenbahndirektion Frankfurt 0 . M, übernommen. Di« hiesige Direktion wird am l. tllugust aufgehoben. ' * Idstein, 13. Juli Wegen zahlreicher schwerer Sittlich- keitsverbrechen würde der verheiratete schon UV Jahre eil >c Wegewarter Dietrich in Hast genommen. * Tilleuburg. 11 Juli. Auf dem Franlsuricr Südbabnhos wurden dem stationierte» Heizer Franz Ried beide Beine oberhalb des Knie» abgefahren. Nied erlag im Krank rchms- seinen Verletzungen ' 0- 1 - ' .. Frankfurter Wrllerbenchi. Voraussage: Ziemlich heiter bi» auf Gewitterregen, trocken, warm, westliche Winde. Spielplan de» Grotzh. Kurthcatcrs Bad-Nauheim. Montag, den 13. Juli: „Brüderlein fein", Alt-Wiener Singspiel in 1 Aufzug von Leo Fall. Hieraus: „Die schöne Calathe", Mytologische Oper t» 1 Akt von Suppee. Dienstag, den lt. Juli (Gießen Stadtthcatcrj. „Brüder- lcin fein". Hierauf: „Die schöne Galathee. Das Frankfurter Blusciihc.ns wird voin nächsten Mittwoch mit seine,» Saison Aueverkauf beginnen, in welchem )ich den Damen große Vorteile bieten. Ein Besuch ist z» empfehle, ' $$ • ■ ^ , Korbericht !«m Frankfurter Aiehmarkt. Montag, den 13. Juli 1914. Austrieb: 626 Ochsen, 101 Bullen, 914 Kühe. 30g Kälber, 82 Schafe, 2686 Schweine. > . Verantwortlich für den politischen Teil: Otto Hirschel, Friedberg; für den Fokalen und unterhaltenden Teil: Bernhard Lenz, Friedberg: für den Anzeigenteil: Karl Schmidt, Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Togcs- _ zeitiing", A.-G., Friedberg i. H. _ Am Mittwoch, den 13. ds. Monats abends von (i Uhr ab veranstalte auf der Seewiese bei günstiger Witterung ein Lommernachtfcst verbunden mit großem S 1 Brillantfeuerwerk. ^ Die Musst wird ausgejührt von der gesamter Kapelle der hiefigen Militärmustkschule. Es ladet zu dieser Veranstaltung alle Einwohner von Friedberg und Umgebung sreundlichst ein Gustav Sempf, Mberg i. £>., Brauerci-Ausschant Steinhanher. CEintritt frei. "MU Nr. 18! Neu« Tageszeitung, Montag, den IS. Juli ISIS. eeirr* up gefI. Beacliinn 1 J EMcnstog Nachmittag bleibt mein Geschäft zur Vorbereitung: meines Mittwoch Morgen $ llu* beginnende Grossen Saison-Ausverkaufes Gleichzeitig: mache ich auf das Morgen beiliegende Extra-IfSa« aufmerksam. -WE Frankfurter Biusenkaus Fri©«lfoerg I. ff. / ----» Habe mich als prakt. Arzt in Ober Mockstadt niedergelassen. Dr. med. W. Ehrhadt. Sprechstunde! 7—8 Uhr vorm, und 2—3 Uhr nachm. Bekanntmachung. Der diesjährige Alsfeldcr Pferde- u. Fohlenmarkt in Verbindung mit Prämienmarkt findet am Montag, den 27. Juli 1814 halt und wird van dem Landwirtschastskammer-Ausschuh, dem Lanaespierdezuchtverein und der Stadt Alsfeld gemeinsam veran- siaitct. An Prämien lammen insgesamt ca. 2280 Mark zur 33««- eilung. davon ca. 1100 Mark sür Pferde und ca. 800 Mark sitr Bullen. Kiihc, Schweine, Ziegen. Beginn des Marktes: '/»3 Uhr vormittags. Beginn der Präiniiernng i V.O Uhr vormittags. Anmeldung von Stuten und Zahlen haben unter Angabe von Rasse. Abstammung. Alter, Oieschlecht und Farbe bis spätestens 19. Juli bei dem Länd- wirtscha>tslammer-3lusschub in Gießen zu erfolgen. In Verbindung mit dem Pferdemarkt findet ein Ziegemnarkt statt. Mit den, Marie ist eine Verlosung non Fohlen, Zuchttie en. Maschinen und landw. Geräten etc. per- banden Der Loseoertrieü liegt in den Händen der Lotterie-Agentur Georg liurtz jr. in 3ilsscld. Alsseto, den 1. Full 1914. Kkogherzogliche Bürgermeisterei Alssetd. D r. V ö l s i n g. Gei l>!WzlM Cenossensdialt il descliränhter Haltpllit. -r. 1S6+. Hcichsbank-Giro-Conto. Tel.-No. 15. Entgegennahme von Spcr-Einlagen, jsr Proiisionsireier Check- versehr, Co.iio-Correnl-Gredit- Gewäiirung. ZJK Diskontierung von Wachsein. >K Verwahrung u. Verwaltung von Wertpapieren. Beleihung von Wertpapieren, 3MC An- und Verkauf von Wertpapieren, air Einlösung von Coupons etc. Ä Vermittelung aller in das Banklach einschlagenden Geschäfte zu den mässigst, Bedingungen. Feuer- und diebessichere Stahlkammer, in der eiserne Schrankfächer (Safes) in verschied. Grössen vermietet werden. &4*icliniingen auf alle an den deutschen Börsen zur Auflage kommenden neuen Anleihen jeder Art werden von uns zu den AusgabC'Bedingiingen angenommen, ohne daß dies in den einzelnen Fällen hcNoniler« bekannt gemacht wird. Ernst frnm frirbbrröi.g., Crlrfon 355 hrri,tn-u.s«liie,,-Nähre,, j Kttlitml-.WalMtil. ®- . t ’ Gel-Kackfarbe UHU I (11 U 11 ) Ö tf II. in 6 prachtvollen Nuanzen.I Attitn-Allkembrik 6rl)tz-8eri)il empfiehlt ihre Trlcknschiiitztl linst Mcldssc-Zillkrrschititztl in vorzüglichster Qualität billigst. Preisofferten und Muster aus gefl. Anirage. 2. MiW kier l. filoffe Oft 5. Pmißlfrfi-SODöeuncßea (231. Kgl. M8.) Blajfen-Eoffetle. (tu in 10. und 11. Juli 1014.) Nur die ««mimte Ober 60 Me. find den betreffenden Nmnmerir in Klammern beigefngt. Ohne Gewlthr. H.A.V. Ruf jede gezogene Nummer find zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und »war je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II. fll 5 489 085 [1001 776 SS213 590 ■ . 11. Juli 1914* vormittags. Nachdruck verboten. 81 102 12 kv 93 313 77 65 403 582 605 801 05 983 1 005 [2001 181 452 57 547 692 882 923 89 SO «411 67 72 99 565 994 11108 89 * 210 424 97 586 [100) 603 815 918 36 78 4718 21 5026 494 789 01 42 283 445 51 593 602 797 822 70 >4 251 344 46 430 45 75 543 81 “ 42 822 92 8990 205 13 433 40 533 77 602 60 70 735 926 0199 604 59 950 ü 10069 210 320 581 605 738 94 940 11145 227 62 417 1203« 108 207 561 922 56 1 »2 IG 31 347 446 660 91 93 1 4070 409 19 813 20 '029 56 1 5' >22 230 400 96 693 961 10414 59 654 908 73 17094 211 880 ;531 880 914 31 76 18097 225 375 453 501 700 1 0252 878 613 26 1400] 996 »0510 (100) 828 992 «1095 129 96 652 ««021 124 292 880 486 00 666 «3184 854 418 801 920 «4127 45 51 429 615 87 96 713 102 '«5138 258 825 607 784 «0241 364 475 643 778 987 «7058 570 690 947 2Ö043 60 216 99 883 662 802 61 20290 012 436 584 782 987 r, 30067 127 82 819 478 607 T200] 81224 [200] 613 794 857 040 8«t22 ------ - *18 479 938 [300] 84243 487 667 767 35511 619 996 . 96 859 904 83 37007 26 ............. ........ 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MltM-MöeMen ( 231 . kg!, rrpiie.) filflilnt-fotterle. (Wm 10. und II Jnlt 1914.) ST.ut die Gewinne öder 50 Mt. Und de» betretseud:» SI»»!»:er» in Nln.i.mrrrl brigrsttt. Ohne Gewähr. 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Juli 1014, nachmittags. Nachdruck verboten. ',0 556 [1001 788 995 1000 [200] 175 209 61 584 20^9 031 709 '8362 [1001 7*i 416 962 4228 5316 581 738 820 996 «578 980 7022 00 1300) 254 439 805 1100) 8143 82 253 3(0 75 423 836 530 C28 30 973 »03.5 904 32 10295 663 [1001 81 80} 911 1 1118 35 78 1*16] 38.) 08 451630 784 13022 352 608 44 78'' 948 1 1203 64 4'8 15337 535 643 878 01 8 ,1«165 401 4 47 642 76 825 17017 70 208 [.00] 466 851 18023 69 279 [836 1 0015 137 216 801 64 20393 798 214 58 725 22030 6t .'7 4 415 503 C15 916 49 61 9.3 230*2 149 476 510 44 [100] 843 948 2 4310 *>1 777 92>> 23105 13 207 29 472 659 94 748 918 26213 734 S40 40 S." 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