fhtmmcv 160 Samstag, oeir 11. Juli 1914 7. Jahrgang ““ •■' tut Tageszeitung" erscheint >eden Werktag. Regelmäßige Beilagen „Der Sauer aus Hessen", „Sie Sptirnssube". Srzugaprris: Bei den Postanstalten vierieliährlich Mk. 1,85 ei ten Agenten monatlich 50 Psg. hinzu tritt Postgebühr oder Trägerlohm Anzeigen: Erundzeile 20 Pfg., lokale 15 Pfg„ Anzeigen von auswärts werden durch Postnachnahnie erhoben _ Ersüllungsort Friedberg. §d|riftlntung und Srrlag Friedberg lhesien), hanauerstrahe 12. Ferniprccher 48. Postscheck-Lonto 'JIr. 4859, 31 int ^ranlfurt a. M. Ilebrrftcht. — In früher Morgenstunde wurde vom Schwurgericht in Bielefeld, im Gistmordprozeß, gegen de» Werkmeister Beith aus Bergkirchcn das Urteil gefällt. Er sollte seine Chefrau mit Gift getötet haben. Ter Angeklagte wurde zum Tode verurteilt. — Der vom Reichsgericht zu einem Jahr Gesiuguis verurteilte Kalmarer Zeichner Daltz, genant Hansi, hat sich am nächsten Dienstag zum Antritt seiner Strafe in Kalmar zu melden. — Aus Grund des vorgciuudcncn Motcrials, das bei e .n Haussuchungen bei südslawischen Studenten in Berlin zutage gefördert wurde, wurden die Haussuchungen bei iiidjlawisthrn Studenten in Wien wieder ausgcnoinnicn. Der Führer der slowenischen nationallistischen Studcntcu- schnst, Kosak, wurde verhaftet. — Turkhan Pascha, reist, wie verlautet, heute spätestens morgen von Petersburg nach Berlin weiter. — Die Lage der Grasschast Lanvashir: wird aus überaus traurig geschildert. Erkrankungen an Zecken werden aus Rochedale, Oldhan und einigen andere,. Orten gemeldet. Scharfe VorsichtSmahnahmcn sind getroffen worden, um die Erkrankten zu isolieren. Besonders sind die Arbeiter und die Arbeiterinnen in den Spinnereien hcimgcsucht wor- den. — Rach einem politischen Meeting stürmten die Ein. wohner von Cabccadc in der Provinz Bajados das Wohnhaus des Bürgermeisters der Stadt. Als dieser mit einigen Freunden auf der Veranda seines Hauses erschien und mit der Menge zu reden versuchte, eröfnete man ein Feuer und tötete sechs Freunde des Bürgermeisters. Glücklicherweise trafen noch zur rechten Zeit Gendarmen ein, so daß die übrigen noch im Hause befindlichen Personen dem Tode ent- gingcn. — Die Unruhe in Durozzo nimmt täglich zu. Heute sind wiedrr fünf Gendarmen in voller Ausrüstung mir Pferden desertiert. Die Fürstin reist mit ihren Kinder« morgen oder übermorgen nach Deutschland, nicht nach Rumänien. Eine Revolution in Skutari wird anscheinend vorbereitet. , I — Die Berichte des ökonomischen Patriarchats bezcich- neu die Lage der Griechen im Norden Klcinasiens als zu- nehmens prekär. Aus den Schwarzenmcerhäsen Samsun, Trapczunt und anderen Küstenortcn beginne man das grie- chische Element jetzt unter ähnlichen Bedingungen wie aus t:r Provinz Smyrna zu entfernen. — Eine neue Revolte fand heute unter 1400 Gesänge- neu des New.Volker Arbeitshauses statt. Sie wurden mit Knüppeln zurückgcschlagen. Alle Insassen wurden bei Wasser und Brot in Einzelhaft gebracht. — Pier Banditen hielten den Schnellzug in 8er Nähe von Matson in Missouri an, sprengten die Gcldschränke und entkamen mit reicher Beute. — Aus Juaroz wird gemeldet: Trotz der in Torrcon angeblich wieder hcrgestelltc» Einigung zwischen den Re- bcllensührern haben sich die über die Grenze nach El Faso geflüchteten Anhänger Carranzas immer noch nicht cntschlic- szen können, nach Juarez zurückzukchrcn. Rnsienschande. Zu dem vielen internationalen Gesindel, das sich mit der Zeit in unserem Vaterlands breit macht, gefallen sich neuerdings in immer steigendem Maße die Neger. In een Straßen Frankfurts, nanlcntlich in der Nähe des Haupt- lwhnhofes, bilden die „Hosennigger" eine der unangenehmsten Erscheinungen des großstädtischen Straßenlcbcns. Ost aenug muß man hören, daß solche Hosenniggcr, die meist als erl gekleidet, auf den Straßen ihr freches Wesen zur -chau tragen, weiße Frauen belästigen. Mitunter allerdings .s, an diesen „deutschen Frauen" nicht viel verloren, diese Aichanti-Bräute", die sich für gut oder vielmehr für schleckst :,„g halten, den Schwarzen an den Hals zu werfen, sind : Uuciic selbst daran schuld, daß die Nigger glauben, sie «tan sich in Deutschland mehr erlauben, als in ihrer >' «mit, wo sie noch unter dem segensreichen Einfluß der . Nl'seldpcitsche stehen. Die tief bedauerliche und verwerfliche Sclbstentwürdi- 1 „deutscher Frauen" gegenüber männlichen Angc- i .'riacn ticferstchender Rassen, tritt auch bei den Schau- , ellnngcn farbiger Völkerschaften zu tage. Daß ja die großstädtische Weiblichkeit einen gewissen, perversen Hang für die schwarzen Herrschaften hat, trat ja schon im großen Krieg zutage: cs war bekannt, daß die verwundeten Turkos, Spahis, Zephirs und wie die französischen Kulturträger aus Afrika alle hießen, in den Berliner Damen licbevollcre Pslcgcrinncn fanden, als unsere deutschen Landsleute, die für ihr Vaterland gestritten hatten. Unterdessen sind wir fortgesckzritten auf der schiefen Bahn und weiße Frauen ent- würdigen sich immer schamloser den farbigen Männern gegenüber. So schrieb ein Hamburger Vorortsblatt, die „Lockstadtcr Zeitung", über eine Hagenbecksche Schaustellung zu Ham- bürg folgendes: „Was nach all den sich zugetragcnen Widerwärtigkeiten und erotischen Entgleisungen junger Frauen und Mädchen erwartet werden mußte, scheint nunmehr einzu- trcten. Wie wir hören, hat sich Herr Hagenbeck infolge neuerer Ereignisse veranlaßt gefühlt, Maßnahmen zu ergreifen, um das schandhaste Treiben der Frauen und Mädchen, die ungeachtet aller Mahnungen und Verbote ihr verwerfliches Spiel fortsctzcn, künftig zu verhüten. Mehrere Beduinen sind unter polizeilicher Bewachung abgcführt worden. Wir haben cs aus verschiedenen Gründen, trotz vorhandener Beweise, bisher vermieden, all die „edlen Taten" dieser hochwohlgcborcnen Frauen, in ihren Einzelheiten der Ocsfcntlichkcit zu unterbreiten, weil sie teilweise zu gemeinen Charakters waren. Wir haben jetzt aber, nachdem die Frauen abermals so „glänzende Gastspiele" gegeben, keine Veranlassung mehr, noch irgendwelche Rücksichten walten zu lassen, selbst, wenn wir Gefahr laufen sollten, durch die Publikationen gesellschaftlich boykottiert zu werden. Man begegnet vielfach der Meinung, daß der Grund für diese Entgleisungen einzig und allein der Romantik dieser Frauen zuzuschreibcn sei. Aber daß die Romantik so krankhaft werden kann, daß junge, wohlerzogene Frauen ihre heiligsten Güter um niederer Instinkte willen in den Schmutz ziehen, ist nicht gut zu glauben. Hier handelt es sich um Perversitäten. So hat sich z. B. in einem Cafck in Hamburg der Fall zugetragcn, daß Mutter und Tochter wegen eines Beduinen in Differenzen gerieten, die schließlich zur Folge hatten, daß die Mutter ihre fünfzehnjährige Tochter anspie . . . ." Doch genug davon, man ist versucht, zu rufen: Nachbarin Euer Fläschchen! wenn man sich mit diesem schmutzigen Kapitel beschäftigen muß. In den letzten Wochen fand im Zoologischen Garten zu Frankfurt a. M. eine Schaustellung der Niltalbcwohner statt. Vom Fellachen bis zum Sudamneger und Dinka, waren alle Rassen vertreten, deren Anblick der Affenthcorie Darwins recht geben könnte. Trotzdem haben die „höheren Töchter" Frankfurts für die Männer dieser Völker geschwärmt. So berichtet der „General-Anzeiger" in seiner gestrigen Nr.: „Auf dem Hauptbahnhofe wurde den Schwarzen ein sehr rührender Abschied zuteil, der fteilich bei verschiedenen Reisenden nicht gerade großen Sympathien begeg- nete. Eine ganze Anzahl junger Mädchen, die durchweg den bessern Ständen anzugehören schienen, hatten sich zum Abschied von diesen Niltalmenschcn eingefunden und hingen mit wehmutsvollen Blicken an ihnen. Sie winkten mit ihren Tüchern den Schwarzen und warfen ihnen verliebte Kußhände zu, bis der Zug die Halle verließ. Ja, so unglaublich es klingen mag, einer kleinen Blon- dine, rannen heiße Tränen des Trcnnungsschmcrzcs über die Wangen. Das arme Backfischleinl" Die letzten Worte deuten uns schon an, wie die Presse, die berufen fein soll, eine Fllhrerin des Volkes zu sein, eine solche Rassenschändung auffaht. Mit den Worten: „Das arme Backfischlcin" ist für sic die Sache erledigt, ja cs wer- den noch ein paar armselige Vcrslein daran geheftet: Den jungen Herrn vom fernen Nil In kaffeebraunem Mcnschenfell Manch deutsches Mädchen wohlgcfiel. Nur schien cs ihnen fast zu — hell. Indes das zarte deutsche Kind Fand reizend just dies Braungesicht; Das Backfischlein ist farbenblind, Und Helle? — Helle ist es nicht. Kein Wort der Verachtung für das schandbare Treiben, dem die Frauen und Töchter der „oberen Zehntausend" von Frankfurt mit halb- und ganz wilden Völkerschaften huldigen. Auch die „Frankfurter Nachrichten" zeigen denselben Mangel an Rassenstolz. Jüngst wurde ein Schwarzer vom Frankfurter Gericht wegen Hausfriedensbruch zu zehn Tagen Gefängnis verurteilt. Die „Frankfurter Nachrichten" übcr- sibrieben ihren Bericht über die Verhandlung: „Ein schwarzer Don Juan" und schilderten den Nigger als einen „hübschen Burschen". „Man kann cs begreiflich finden", so hieß cs wörtlich, „daß ihn manches weiße Mädchen gern sah. Scksimmery (so hieß der Nigger) war sich dessen auch bewußt, und wenn sich in seinem Stamm- rafck ein weibliches- Wesen zeigte, saß er auch schon neben ihm und versuchte sein Glück." Wenn sich im freien Amerika eine weiße Frau nur mit einem Nigger sehen läßt, ist ne gesellschaftlich geächtet: im Herzen Deutschlands aber findet es kie Presse begreiflich, wenn sich weiße Frauen Niggern an den Hals werten. Ein Trost ist nur, daß weder die Frauen, die den Niltalvölkern Tränen nachwcincn, noch die Presse, die sich an diesem Treiben erheitert, etwas mit deutschem Wese» gemein haben. !!eichslngsmaljl iu Koburg. , Ten, Freisinn ist Heil widerfahren. Bei der gestrigen Reick^tagscrsatzwahl in Koburg erhielt »ach dein bis letzt vorliegenden Ergebnis, bei dem nur noch einige kleinere Orte ausstchcn, sein Kandidat, der Landtagspräsidcnt Arnold :>5;>4 Stimmen, der Sozialdemokrat 5369 und der rationalliberale Amtsrichter Stoll 3028 Stimmen. Bei den allgemeinen Wahlen fielen auf die Nationallibcralcn 4740. auf die Freisinnigen 3540 und auf die Sozialdemokraten 6199 Stimmen. In der Stichwahl siegte dann der Natio- nalliberalc. . Der Ausgang der Wahl fordert zu einer Betrachtung heraus. Ter nationallibcralcn Parteileitung Ivar dieje Wahl, wo die beiden liberalen „Bruderpartcicn" gegencin. ander gingen, sichtlich unangenehm, ja cs ist anzunchmcn, daß Neigungen der Basscrmänncr eher auf der Seite des demokratischen Mitbewerbers gestanden haben. Gestern schrieb die „Franks. Ztg.", daß außer dcnl Abg. Jcklcr kein nationallibcralcr Abgeordneter für den Kandidaten dieser Partei i in Kreise tätig gewesen sei, während die Freisinnigen mit einem runden Dutzend Abgeordneter den Kreis überschtvemint haben. Diese Erscheinung ist umso ausfallender, da wir cs schon erleben mußten, daß nationallibcralc Reichstagsabgcordncte für freisinnige Kandidaten, beispielsweise für Naumann, agitiert haben, hier aber für den eigenen Parteikandidaten versagt die Parteileitung, well es gegen den befreundeten Freisinn geht. Man kann also mit Fug sagen, daß die nationallibcralc Parteileitung bewußt läe Schuld daran trägt, daß der Wahlkreis Koburg an die Freisinnigen verloren geht. Wer noch nicht weiß, wohin die Fahrt unter Bassermann, Richthofen, Bollert und Consorten geht, dem wird die Rcichstagscrsatzwahl in Koburg vielleicht die Augen öffnen. Fagesnberskcht. Drilliches Deich. :: Deutsche Maßnahmen gegen Dänen. Der „Daily Telegraph" erhält aus Kopenhagen folgende Depesche: Die deu. scheu Behörden begnügen sich nicht allein damit, den dänischen Untertanen Schwierigkeiten in den Weg zu legen, sie beginnen auch jetzt einen Feldzug gegen die Dienstboten und han- delsangcstelltcn dänischer Nationalität zu führen. Testern Hut die deutsche Polizei öü Dänen verhört, die sodann ohne 31 r- gabe von Gründen ausgewicsen wurden. Den anderen wurde acht Tage Frist gegeben, ihre Beschäftigung in dänischen Geschäften oder Privathäusern aufzugebcn. Gelingt cs ihnen in dieser Zeit nicht, eine neue Stellung bei Deutschen zu erhalten so müssen sic Schleswig sofort verlassen. Die Polizei crklän. das, man in Zukunft Dänen nicht mehr gestatten würde, sich in .'Schleswig aujzuhalten. :: Der Oukurs Wcrthcim. Bei dem ersten Prüfungsteimin im 's:duto Wertheim in Berlin teilte der Konkursverwalter mit, daß der Ausverkauf des Warenlagers 1 480 000 Mark er geben habe. Die angcmcldcten Foidcrungen ohne Vorrecht betragen 38 Millionen Mark, die bevorrechtigten 213 000 Mar! Unter den Forderungen ist die Hondelsvercinigung mit 13 Millionen beteiligt, die Deutsche Palestinabank mit 400 000 Mark, die Berliner Elektrizitätswerke für gelieferten Stron, mit 510 000 Mark. Der Prüfungstermin wurde aus den 23 September vertagt. Oesterreich. :: Die Untersuchung von Scrajewo. Die Untersuchung in Srajewo nähert sich ihrem Abschluß und man lau» schon heute sagen, daß alle Fäden der Verschwärung bloßgelegt und als eigentliche Hauptschuldige, sowie Mitschuldige 18 Personen in Betracht kommen. Von diesen 18 Personen sind 0 an der Ausführung des Attentats direkt beteiligt gewesen, ein zehnter. ein Mohamcdaner. namens Basits. konnte bisher nicht fest- genommen werden. Er dürste geflüchtet sein. Die Bomben kaureu aus Belgrad. Sie wurden von Prinzip, Brabinowitfch und Erabitsch aus Umwegen nach Serajcwo gebracht. Nach ihren eigenen Angaben brachten st- sechs Bomben, vier Revolver, Munition und ein Quantum Cyankali mit. In Serajcwo suchten sie weitere Mithelfer für ihre Mordtat. Dabei wandten sie sich meistens an durchgcfallcne oder relegierte Mittelschüler. Mit Ausnahme des einen Muselmannes sind nur Serben an dem Attentat beteiligt gewesen. Wie verlautet, ist man in Scrajewo einer revolutionäre» G-Hcimrerbindung unter den dortigen Mittelschülern aus die Spur gekommen. :: Lcsterrcichisches Vorgehen gegen Serbien. Die „Franlj. Ztg." meldet aus Wien: In inspicrierten Presicäußerug.ren wird zugegeben, daß man von Serbien die Fortsetzung der polizeilichen Untersuchungen auf serbischem Gebiet, die Fcstrai- ung der Schuldigen und die Auflösung der großscrbischen Kampsorganijationen verlangt. Die gedämpfte Sprache der in Fühlung mit dem Auswärtigen Amte stehenden Prcsie und die 'tr. 1S0 Seile L Wen« Lagerzritnng. oumetog, een 11. Soli 1911 Die Besichtigung der Verineidu», 9» Axsdruck» einer diplomatischen Demarche wird wohl darauf »urSikzusiihren sein, daß während der letzten Krise )er Presseleitung zu deutlich der Vorwurf gemacht wurde, die bcssenllichlcit zu alarmieren. So ist man denn zur entgegengesetzten Taltil Lbergcgangcn. Die ernste Sprache, die ocn -n Berliner Offiziösen geführt wird, verfolgt offenbar aus indercm Wege den gleichen Zweck, den Serben zu bedeuten, ah sie cs im eigensten Jnteresie auf nachdrücklichere Dorstcllun- ,«> nicht anlommen lassen mögen. Der Vertreter des Blattes n Wien kann versichern, daß an den maßgebenden Stellen die llcberzcugung herrscht, dah Serbien keine Schwierigkeiten woben werde, womit allerdings auch Lie Auffassung Hand in stand geht, dah die serbischen Versprechungen und etwaige» Maßnahmen an den Tatsachen der grohserbischen Propaganda .licht viel ändern werde». Es ist heute schon gcwih, dah eine erbische, und selbst eine ausländische Untersuchung in den erbischen Organisationen nichts mehr vorfindcn werde, dah rgendwclche Beziehungen dieser Vereinigungen mit dem At- entat beweisen würde. Vom 28. Juni bis zur Mitte des Zuli ist Zeit genug, um koinpromittierende Schriftstücke zu be- .eiligen. Eine serbische Erklärung des Verzichts aus die groß- crbischen Pläne wird wohl notgedrungen aus die schon zum .irredentismus erzogenen österreich -ungarischen Serben kaum rgendwclchen Eindruck machen und ausgelöste Kampsorgani- ationen können am anderen Tage schon unter anderem Namen mit anderen offiziellen Zielen wieder auftauchcn England. :: Neue Untaten der Wahlweibcr. Die wilden Wahlwer- er haben am 8. Juli wieder eine ganze Reihe von Untaten egangen oder zu begehen versucht. Das empörendste Stückchen leisteten sich wohl zwei Wahlweiber, die versuchten, das in .in Museum umgewandelte Wohnhaus des 1796 zu Dumfrics .-erstorbenen großen schottischen Lyrikers Robert Burns in einer rer letzten Nächte niederzubrcnncn. Sie wurden aber glücklicherweise im letzten Augenblick dabei überrascht. Eine von ren entarteten Frauenspersonen entrann, die andere wurde verhaftet. Das Museum ist sehr wertvoll, den» außer zahlreichen Gegenständen, die mit dem Leben dieses hervorragenden Lichters eng verknüpft und deshalb unersetzlich find, enthält es :ine Bibel, die erst vor einigen Jahren für den kolossalen Preis wn 40 000 Mark erworben wurde. Ferner haben Wahlweiber ln Edinburgh in verschiedenen Teilen der Stadt, die das Kö- nzspaar passieren sollte, die Dekorationen hcrabgerisfen. Frankreich. :: Die Rache Frankreich«. Die Direktoren der deutschfeindlichen Autorite Paul und Guy de Eassagnao veröffenUichen einen offenen Brief an die Korrespondenten deutscher Blätter, die Herren Fuchs vom Berliner Lckalanzciger und Lahm vom Leipziger Tageblatt. Dem Artikel liegt die Verurteilung Hanns zugrunde und erklärt, daß die verhetzende Tätigkeit der beiden genannten Jornalisten Frankreich Schlimmeres angetan hätten als die Karikaturen Hansis dem Deutschen Reiche. Die beiden werden weiter aufgefordert, sofort Paris zu verlassen, rndernsalls sie mit Repressalien bedroht werden. Das Machwerk erstreckt sich auf zwei Spalten in der genannten Zeitung und ist in nicht wiederzugebcnüen Ausdrücken abgefaßt. Rußland. :: Mißernte. Die kürzlich veröffentlichten amtlichen Saa- lenstandsberichte entsprechen nicht der Wirklichkeit. Im Ministerium des Innern gehen sortgcsetzt aus verschiedenen Eou- crnemente Meldungen ein, wonach eine andauernde intcii- lve Hitze dem Getreide großen Schaden verursache. Jetzt seien ivch Gewitter mit Wolkcnbrüchen zu verzeichnen, die ebenso chäolich wirken. Der Minister des Innern ist von den Meldungen beunruhigt und rechnet mit einer Mißernte. Der Minister gab einer Reihe von Gouverneuren die Anordnung, unverzüglich Pläne zur Einrichtung öffentlicher Arbeiten sür das Zoll im Falle der Nahrungsirote auszuarbeitcn. Das Mini- terium sür Ackerbau trat bereits in dieser Hinsicht in Tätig- cit. Albanien. :: Prcnk Bib Doda Minister des Auswärtigen. Der „N. • Presse" in Wien wird aus Durczzo telegraphiert: Prenk .'ib Doda hat das Ministerium des Auswärtigen übernommen, .r beabsichtigt die Großmächte zu verständigen, daß die Miri- )iten aus DurazZo zurückgezogen werden und baß die Eroß- lächtc für die Verteidigung von Durazzo selbst Vorkehrungen ressen mögen. Marokko. :: Abberufung Lyauteys. Der „Eclair" will aus Negier- ungskreijcn erjahren habe», daß General Lyautey demnächst aus Marokko zurückberufen werde. Seit längerer Zeit hat Elemen- :eau in seinem „Komme Librc" eine lebhafte Kampagne gegen den sranzöchch»,, Gencralres,denken in Marokko geführt. Diese Campagne, die von der radikalen Partei unterstützt wurde, oll jetzt ihre Früchte getragen haben. Lmlutey würde als -Entschädigung eine Stellung im obersten 'Kriegsrat erhalten, ckls sein Nachfolger würde nach derselben Quelle keine Militär-, sondern eine Zivilperson nach Marokko gesandt werden. Vereinigte Landwirte. Für dcn Kreis Gclohausri, und das Freigericht findet an, Sonntag, den 12. Juli, nachm. 3 Uhr zu Satter bei Gastwirt Cpiccker «ne Versammlung Tagesordnung: Der Milchprcis iu der Stadt und aus dcm Lande. Redner: H i r s ch c l -Friedbcrg und H e n s e I -Dortelweil. b Zahlreicher Besuch willkommen! Nerjuchsfeloer des landw. Instituts der Universität Metzen konnte lvegen des Regenwetters nicht, wie beabsichtigt tvar, am vergange- ncn Dienstag stattfinden, sie soll nunmehr am Dienstag den 14 . Juli stattfinden. Alle Mitglieder, die sich daran zu beteiligen wüi'jschen, werden gebeten, dcn Zug 12.50 ab Frankfurt, 1,24 ab Fried- bcrg, Ankunft in Eichen 2,01, zu benutzen, woselbst die Besichtigung unter sachverständiger Führung erfolgt. Rheinsahrt Her Vereinigten goutmiirfc. Die Zahl von 325 Mitglicdcrn, die nötig war, um baS Zustandekommen der Rheinfahrt am 18. Juli zu sichern, ist gestern abend überschritten worden. Wir srcncn uns dieses Ergebnisses, das beweist, daß unsere Mitglieder treu zur Fahne halten. Selbstverständlich können sich immer noch Mitglieder melden, doch muß dies bis spätestens Dirnötag, dcn 14. ds. Mts. geschehen und der Fahrpreis würde sich um 1 Mk. erhöhen. Ans der Heimat. * Aus der Wrttcrau. Die Kriegervercine muffen den Roten doch schwer im Magen liegen, das beweist der wütende Haß, mit dem sie dieselben verfolgen. Es ist ja auch kein Wrmdcr, denn ein Mann, der init Ernst die Ziele, die sich ein Kriegervcrcin gesteckt hat, und die darin gipfeln, das Vaterland über die Partei zu stellen, verfolgt, wird niemals ein überzeugter Anhänger der vaterlandslosen Sozialdemo, kratie und ihrer Hirngespinste werden. Dieser Ingrimm auf die Kriegervercine macht sich in zwei Zuschriften in der gestrigen Nummer der „Volksstimme" Lust. Aus Helden- bergen kommt die Mahnung, das am 19. Juli stattfindende Kriegerfest zu boykottieren, die Arbeiterfinder dürften sich an dem Fcstzng der „Hurrapatrioten" nicht beteiligen, selbst wenn es den Lehrern unangenehm wäre usw. Und aus Obcr-Rosbach wird geschrieben, daß auf die offizielle Einladung an den Ortsvorstand, an dcm Festzug des morgen stattfindenden KriegcrfesteS tcilzunehmen, der Genosse Welcher erklärt habe, daß seine Fraktion (!!) nicht teilnehme. Die Volkssfimme spendet dieser Ansicht Lob, die für einen klassenbewußten Arbeiter selbstverständlich sei. Auch wir halten es selbstverständlich, dah sich die internationale Gesellschaft nicht an einem vaterländischen Fest beteiligt, die Festesfieude könnte höchstens dadurch getrübt werden. Ilm- so mehr aber hoffen wir, daß olle patriotisch denkenden Kreise an den beiden Festen teilnchmcn werden. Es wird gezeigt werden, dah eS auch ohne die Paterlandslose Sippe geht. * Friedberg. 11. Juli. Wir machen unsere Leser darauf aufmerksam, dah der diesjährige Obswerwertnngsfiirsus an der Grohh. Obstbau- und landw. Winterschulc hier am kommenden Dienstag, den 14. d. Mts. vormittags 9 Uhr beginnt. * Friedberg, 11. Juli. Mit der heutigen Nummer schlicht unser Spionage-Roman: „Das Grüne Auto." Don nächsten Montag ab beginnen wir mit dem Abdruck des spannenden Romans „Erna und Ilse" von D. Feuhner in Breslau. * Friedberg, 11. Juli. Bei dein am 12. und 18. Juli statt- smdendcn Eauturnscst des Gaues Hessen in Kirchhain beteiligt sich der hiesige Turnverein in einer Stärke von zirla zwanzig Turnern. Die Wctturner und Kampfrichter fahren bereits heute nachm. 2,12 Uhr hier ab, die sonstigen Festteilneh. vier am Sonntag vorm. 7,12 Uhr. * Friedverg.Fxuerbach, 11. Juli. Die Gesellschaft „Heiterkeit" von hier feiert morgen im Hcroldschen Garten ihr diesjähriges Sommcrfcst init lOjährigem Bestehen. Tanz und Konzert, sowie Preisschießen und Prerskegeln, werden zur Unterhaltung der Gäste beitragen und wird sich auch dieses Fest den srühren würdig anrcihen. Gin Besuch ist zu empfehlen. " Bad-Neuheim, 11. Juli. Bis zum 9. Juli 1914 sind 19670 Kurgäste angckommen. Bäder wurden bis zum 9. Juli 1914 225,694 abgegeben. * Ober-Nosbach, 11. Infi. (Fah n e nw e i h fe st.) Bei dem starken Zuspruch, den das morgen hier stattfindende Fahnenweihfcst zu erwarten har, hat die Bahnvcrlvaltung in anerkennenswerter Weise einen Vorzug von Friedbcrg nach Rosbach eingelegt, weither in Friedbcrg 12,36 von Bahnsteig II abgehen wird. Den auswärtigen Vereinen und den sonstigen Festbesi estern wird wegen Uebcrfiillung des fahrplanmäßigen Zuge; geraten, diesen Vorzug benutzen zu wollen. An« Festzuge in Ober-Nosbach sind laut Programm 40 Vereine beteilig!, und da Ober-Rosbach so wie so ein gern besuchter Ausflugsort ist und auch gutes Fcstwetter in Aussicht sieht, so wird niorgen allenthalben die Parole lauten: „Auf zum Fahuenweihfest »ach Obcr- Rosbach!" Der Eintritt ist für Jedermann frei. (Siche Inserat in heutiger 9ir.) ■* Als;e!d. 11. Juli. Durch eine öffentlich» Feier wurde der neue Kreisfihulinfpcktor Hujf, der bisherige Obmann der Lan- deslchrervcreins, in sein Amt eingcsühri. Gleichzeitig fand sür se<->ea Vorgänger, Schulrat Eck, eine Abschiedsfeier statt, an welcher die spitzen der Behörden und die Lehrer des Kreises teilnahmcn. Schulrat Eck war 1» Jahre hier Leiter des Schul- wescns und fiedelt jetzt nach Rheinhesscn über. Frankfurt, 11. Juli. Im Albert Schumann-Thtater findet am morgigen Sonntag abends 8 Uhr, die letzte sonn- tägliche Aufführung der GesangSposse „Die wilde Katze" bei rinnw* Eintrittspreisen statt. * Frankfurt a. M-, 11. Juli. Gegen eine Haftsumme v 40000 Mk. wurde heute fiüh der wegen Betrugs zu zwei Jahren Gefängnis verurteilte Apotheker Weinert aus dem Gefängnis entlassen. AuS dem Kreise Hanau. ' Hanau, 11. Juli. Hier siel die fünf Jahre alle Tech ter eines hiesigen Bcauiten beim Spielen in dcn hochg-.-r dcn KrcbSbach. Ein zwölfjähriges Mädchen, Ann,:..- Roscnthal, das zufällig in der Nähe war, sah nur neu- d - Arm des Kindes aus der Flut herauSragen, sprang l hinzu und zog die Kleine aus dem Wasser, die sonst s den Tod gefunden hätte. * r. Hanau, 11. Juli. Bei der i» ZahlungSschw-eri !:<\i befindlichen Firma Kaufhaus zur Wcltlugcl Aron ». Es. tragen die Verbindlichkeiten 116 000 Mark, wovon dis V.r wandten 01 000 Mark zu fordern hoben. Dcn Werk des Loa renlagcrs ist auf 35 000 Mark geschätzt. Wenn der anzcstr . .-tc außergerichtliche Vergleich zustande kommt, wollen die Ver wandten ihre Forderungen fallen lasten. * Gronau b. Vilbel, 11. Juli. Am 4., 5. und 6. d M sa->7 das 2öjähiige Jubiläum des hiesigen Gesangvereins „Gero :na", sowie 25jähriges Dirigentenjubiläum des Herrn Lehrer-: Kämmerer, gleichzeitig verbunden mit dem 84. Bunde-sfest Niddatal-Sängerbundes hier statt. Eingeleitet wurde d.-. Fest am Samstag durch einen Fackclzug durch dkt OrtröroV nach dem Festplatz, woran sich sämtliche Ortscinwohner. J-.-.ng und Alt und sogar einige Vereine au« der Umgegend bct»:ni ten. Der Dirigent, Herr Lehrer Kämmerer, hielt alsd-rnn eine kernige Ansprache und endete mit einem dreifachen Hoch aus das deutsche Lied. Trotz der ungünstigen Witterung landen sich viele Vereine ein. Ui» 2 Uhr bewegte sich der Festzug durch die Ortsstraßen nach dem Fcstplatz. An seiner Spitze die Festrciter. Schulkinder, Festjnngfrauen, alsdann der großartige von Herrn Blume, Büdesheim geschmückter Festwagen mit der Loreley, bespannt mit 4 Bcgkeitfüchse des Herrn Domäncn- pächters Rich. Väth, weiter jolgte die Ortsbehörde, Bundesvorstand, Niddatal-Sängerbund, Gastvcreine, dcn Schluß bildete der sestgebende Vereine. Der Niddatal-Sängerbund er- öffnctc den Festakt mit dcm Bundeschor Alldcutschland von De. Kroll, Eisenach. Hieran hielt Herr Pfarrer Boos die Fest, rede, welche mit einem dreifachen Hoch auf Se. Majestät und durch Absingen des Liedes Heil dir im Stegerkranz endete. Dann begrüßte der sestgebende Verein durch sein Begrüßungs- chor alle Festteilnehmei, grl. Kätchen Meisinger überreichte im Namen der Frauen und Jungsrauen mit einer schwungvollen Ansprache eine Fahncnschleife. Alsdann überreichte der Bun- despräsidcnt Dr. Dalquen dem scstgebendcn Verein ein Diplom und gab seiner Hojsimng Ausdruck, daß wir auch das SOjährig, Jubiläum hier in Granau in dem schön geschmückten Dorfe rer- leben. Auch der Kriegervcrcin übelreichte einen Fahnennagel als Jubiläumsspende. Hiernach wurde von den Eastvereinen verschiedene Chöre vorgetragen. Bei prächfiger Musik, ausge- sührt vn dem Dilbclcr Musikverein (Eoncordia) und vortrefflichen, Schoppen des Fcstwirtes Herrn Dörn zu Vilbel wurde dem Tanz und des gesellschastfichen Verkehrs noch weiter In der fröhlichsten Feststimmung gehuldigt. Am Montag wurde nochamls der Festzug ausgestellt und sämtliche geschmückte Orts- straßen geführt und sodann noch eine Extratour nach unserem Gronauerhof unternommen, um Herrn Eutspächter Väth hiermit eine Dankesschuld abzutragen, was der Verein auch noch in einer Ansprache besonders bewnte, woraus Ferr Väth für die große Ehre sichtlich ergriffen in beredten Worten dankte. Mit Volksbelustigung und bengalischem Feuerwerk nahm das Fest einen würdigen Abschluß, und wird uns Allen noch lange in Erinnerung bleiben. Heffcn-Naffau. * Bad Homburg v. d. H., 1. Juli. Der „Aerztestreik', von dem gegenwärtig so viel geschrieben wird, hat nur geringe lokale Bedcufiiug. Es handelt sich um 5 Aerzte dcS Kreises llsingen, die 200 Mitglieder der Hamburger Ortskrankenkaffe, die in Anspach und Köppern wohnen, behau dein. Für diese Leute verlangen die Aerzte eine Honorier ung nach den gesetzlichen Vorschriften der Privatpraxis Diese Forderung hat die Kaffe ans finanziellen Gründen ab gclehnt. Vorläufig behandeln die hiesigen Aerzte die in Frage kommenden Mitglieder der Kasse. * Wiesbaden, 11. Juli. Ein hier in Stellung sich be- siudcndcs älteres Mädchen aus Dotzheim, das schon öfter au nervösen Anfällen litt, war zujällig Augenzeuge davon, wie ein anderes Mädck>en sich aus dcm Fenster stürzte. Tarübcr gerict das Mädchen in hochgradige Aufreizung, die schließlich in Tobsucht ausartctc, so daß die Bedauernswerte ins Krankenhaus, gebracht werden muhte. * F. C. Wiesbaden, 10. Juli. Im Mai v. I. wurden auf der Rheinstrabe Rohrlegungsarbeitcn für eine Gasleitung erforderlich. Diesck Arbeiten wurden im Wege der Submission sür die Strecke Ringkirche-Oranienstrahe dcm Tiefbauunternehmer Jakob Schätzler in Wiesbaden übertragen, der seinerseits sich für die Rohrlegungsarbeitcn den a».- Frllcht bei Bad Ems gebürtigen Schlosser und Installateur Heinrich Hausen bestellte. Als sich die etwa 3 Wochen nu--- inachende Arbeitszeit dcm Ende zuncigte, sollte cs leibet noch zu einem Unfall an der Ocanicnstraße kommen, dessen Opfcc der Arbeiter Straub wurde. Dieser stand beim Einlasjen eines Krcuzungsrohrcs in dem 2,80 Meter tiefen und 1,10 Meter breiten, ohne jede Verschalung versehenen Graben. Wahrscheinlich durch den erheblichen Truck, den die Erdmassen durch den ausgestellten Bock auszuhalten hatten, stürzten diese, da sie dnrch keinerlei Verbauung eine Stütze fanden, zusammen, ans den Arbeiter Straub, den sic ans dar Kreuzungsrohr drückten. Straub wurde herausgeholl und nach dem Krankenhaus verbracht, wo er jedoch nach 2 Tage: verstarb. Schätzler und Hausen sollen den Tod des Stran.! dadurch fahrlässigerweise verschuldet haben, daß sie diesen ü dem durch nichts gestützten Graben arbeiten liehen. Dic Strafkammer verneinte bei Hausen diese Fahrlässigkeit und Nr. m ©eilt 3. we«e X«gt»iettM6. Samstag Ma 1L 3«li r-i,. sprach ihn frei. Schätzler dagegen worbe zu einem Monat Gefängnis verurteilt. * F. C. Wiesbaden, 10. Juli. Der ehemalige Mikrtär- oberarzt in Augsburg, jetzt praktischer Arzt in Wiesbaden, Dr. Mahr, war durch Anheirat mit dem beim 2. bayerischen Fußartillerie-Regiment in Metz stehenden Oberleutnant Hoffmann in Verwandtschaft getreten. Diese Bcrwcmdt- schast währte jedoch nicht lange, die Ehe vr. Mahr? wurde bald geschieden. In diesem Eheschcidungsprozesse führte vr. Mahr u. A. ins Feld, sein Schwager Hofsmann habe 50000 Mark Spielschulden in den Jahren 1910 und 1911 gemacht und diese Schulden aus dem Vermögen seiner Frau gedeckt. Diese Behauptung wiederholte l>r. Mahr auch noch in einer Ilntcrsuchung gegen den Oberleutnant Hoffmann beim khrenrat in Metz, der dem Beleidigten keine Forderung des I>r. Mahr austrug, weil dieser verabschiedet und nicht mehr fatisfaktionssähig sein. Wohl aber tvurde dem Oberleutnant dom Ehrenrat aufgegcben, bei den bürgerlichen Gerichten die Angelegenheit auszutragen. Oberleutnant Hoffinarm klagte darauf bcini Wiesbadener Sä>össengcricht wegen Beleidigung. Vor vielem gab der Beklagte vr. Mabr die Erklärung ab, er habe und wolle nicht behaupten, daß Oberleutnant Hoffmann je Spiel- oder andere Schulden gehabt habe, auch habe er (Hoffmann) sich in pekuniärer Hinsicht nie unehren- Haft gegen ihn benommen. Des weiteren übcrninimt er die sämtlichen Kosten des Verfahrens, während sich der Kläger bereit erklärte, beim Ehrenrat sich mit dieser Zurücknahme der Beleidigung für befriedigt zu erklären und für beide Teile die Angelegenheit in ehrenhafter Weise beigelegt an- >» sehen Starkenburg. * Groß-Gerau, 10. Juli. Einen lustigen Streich hat der Drucksehlerkobold einem Blatte der Umgegend gespielt. In demselben wird über die Eröffnung eines alkoholsreicn Speisehauses berichtet. An der Spitze des Unternchniens steht Fräulein £., der in Rechtsanwalt U. ein juristischer B r a t e r zur Seite gestellt ist. — Der Brater wird doch nicht gar zivil-, straf- und vcrwaltungSrcchtlichc Pfannkuck)cn Herstellen sollen? * Groß-Gerou, 8. Juli. Ein Streik der hiesigen Zim- merleute mußte aufgehoben werden, da Streikende nicht mehr vorhanden sind. * Kranichs,ein. 11. Juli. Umfangreiche Warendiebstählc wurden seit einiger Zeit aus dem hiesigen Rangierbahnhos entdeckt. Es waren dabei teils die Plomben aus den Güterwagen entfernt, teils sind die Täter durch die Oberlichtsenster in die Wagen eingedrungen und haben soweit sich bis jetzt feststellen ließ, Eßwaren wie Wurst, Dörrfleisch, Wein, Likör« und Eisen entwendet. Die Staatsanwaltschaft hat als einen der Haupt- täter de» oerheirateten Rangierer Christian Abt in Dieburg feftgenommen. Er hat nach den bisherigen Ermittelungen unter feinen Kollegen »och etwa 10 Mitbeschuldigte. Weitere Ilntersuchung ist im Gange. * Dar insladt. 11. Juli. Schwer verunglückt ist vorgestern der zu einer Hebung beim Art-Reg. SS cingezogcne Reservist Rehmann, der aus dem von der Bergstraße kommenden Zug fiel und an einer Echirnerfchllttcrung schwer verletzt in das Garnisonslazarett lam. Er hatte beabsichtigt, aus dem Süd- bahnhosc auszustcigen, aber die Station verfehlt und sprang anscheinend ans dem in voller Fahrt befindlichen Zuge. * Biblis, 11. Juli. Bei einem niedergegangenen Unwetter wurde der 72jährige Landwirt M. von hier vom Blitz xe- Irosfcn und schwer verwundet. Aus dem Wege nach dem Krankenhaus verschied der »och sehr rüstige alte Mann. * F. C. Klei» Zimmer», 10. Juli. Auf ciue 50jährige Tätigkeit blickt in diesem Jahre die St. Joscphs-Knabenan- stalt zu Klein-Zimmern in Heften zurück. Sic wurde 1863 durch den Bischof Wilhelm Emanuel Freiherr» v. Ketteler unter große» Opfern gegründet, im Jahre 1564 eröffnet und dem Betriebe übergeben. Die Anstalt war zunächst für arme Waisenkinder und für verlassene, in traurigen Verhältnissen lebende Schulknaben bestimnit. Bei Eröffnung der Anstalt traten vier Knaben ein. Jni Jahre 1889, dem Jahre des LSjährigen Bestehens, zählte die Schule 69 Schüler und 21 Zöglinge wurden in den verschiedenen Betrieben unterrichtet. Bis zu diesem Jahre waren in der Anstalt 450 Knaben ver- pflegt worden. Zur Zeit hat die Anstalt einen Zöglingsbestand von 188 Kindern. Die Gebäulichkeiten der Anstalt repräsentieren zur Zeit einen Wert von 280 933 AL, der Grundbesitz einen solchen von 175148 AL. * Heppenheim, 10. Juli. Gestern verunglückte auf dem Wege nach Bensheim unter halb des Heppenheimcr Schlacht- Hauses, ein von Mannheim kommendes Mietautomobil, indem es gegen einen Baum in voller Fahrt anrannte. Einer der fünf Jnsaflen erlitt einen doppelten Arnrbruch und wurde nach Anlegung eines Notvcrbandcs ins Krankenhaus gebracht. Ter Ehausfeur und die übrigen Jnsasten kamen mit dem Schrecken und einigen leichteren Hautverletzungen davon. Das Vorderteil des Automobil? ist zcrtrürmnert und mußte abmontiert werden. * Leppeicheiiu, 11 . Juli. Wegen Mordversuchs verhaftet wurde der Steinhauer Josef Schrapper aus Bayern, der zuletzt in Auerbach tätig war und mit der Kath. Schindler dort ein Verhältnis hatte. Diese wollte nichts mehr von' ihm wißen rlnd zog nach Pfungstadt. Am Dienstag reiste Schrapper ebenfalls dorthin und gab Mittags 12 Uhr aus das Mädchen einen Schuß ab, der aber fehlging. Er wurde alsbald von der erregten Bevölkerung derartig verhauen, daß seine Aufnahme in das Krankeichaus notwendig wurde. Dort ging er aber durch und konnte gestern früh festgenommen werden. * Aus dcm südwestlichen Odenwald ,11. Juli. In den letzten Tagen gingen hier wieder mehrere, z. Teil sehr schwere Wetter Mit wolkenbruchähnlichen Regengüßen nieder. Der Schade», der dadurch vielerorts, besonders auf den Feldern angerichtet worden ist, ist sehr beträchtlich, da durch die vielen Niederschläge das Wachstum der Feldftüchte gehindert wird, besonders da, wo ganze Ackerfelder wie gewalzt auf dcm Erdboden liegen, * Lindeiisels, 11. Juli, Am 19. und 20. Juli findet das Burgjcst aus Schloß Lindcnsels statt Trotzdem in den letzten Jahren die herrliche Burg fast nicht alle Teilnehmer saßen konnte, ist d^> das Lindenselser Vurgfest mit seinen vielen Belustigungen, iciucm echten Baueruthcatcr, seinem unvergleichlichen Tanzboden aus dem Burgftied usw. noch nicht genügend bekannt. Wer einmal dort war, läßt alles andere im Stich und geht hin, wer aber noch nicht dort war, der versäume diesen Tag nicht, st« werden ihn, unvergeßlich bleiben, * Fürth i. O., 11. Juli. Da Pfarrer Becker von Butzbach wo er schon seit mehreren Wochen an Stelle de» beurlaubten Anstaltsgeistlühcn am Zellcngcsängnis amtiert, in absehbarer Zeit noch nicht nach hier zurückkchren wird, wurde für ihn ei» Vilar berufen. Als solcher wurde am letzten Sonntag Pfarr- amtskandidat Zimmermann in unserer Kirche durch Dekan Berubeck-Mtchelstadt ordiniert. * Wallbach b. Brenrbach i. Od., 11, Juli, Hier wurde die etwa 50 Jahre alte Frau Rausch im Ortsbach tot aufgefunden. Es ist bis jetzt noch nitch festgestellt, ob ein Unglücksfall oder Verbrechen vorliegt. Rhernheflen * Sirsersheim, 11, Juli. Die am Appclbach gelegene Katzensteiner Mühle, dt« jahrhundertelang Siesersheim und die umliegenden Orte mit Mehl versorgte, hat ihren Betrieb eingestellt. Die Besitzer widmen sich ausschließlich der Landwirtschaft. lleberhaupt haben die Mühlen hiesiger Gegend in der letzten Zeit einen schweren Stondpunkt. Heutzutage können sie gegen die Konkurrenz der Eioßmllhlen nicht mehr aus- kommen. Sie müßen meistens ihren Betrieb aus das Schroten von Getreide beschränken oder der Unrentabilität halber das Eefchäfl ganz cinstellen. Ans aihv Welt. Eine Diebcsorgnnisation in Paris. Voc einigen Wochen verhaftete die Pariser Polizei gelegentlich eines Ladendiebstahls mehrere Individuen, die der Tat dringend verdächtig erschienen. Die polizeiliche Untersuchung hat jetzt ergeben, daß man es mit einer großzügigen Diebesorganisation zu lim hat. Etwa 65 weitere Verhaftungen sind vorgrnommen worden und die Zahl der erlassenen Haftbefehle beläuft sich auf über 300. Bei den Rädelsführern förderte man große Mengen gestohlenen Gutes zutage. Auch ein deutscher, der eifrig gesucht wird, soll ein Hauptmitglied der Bande sein. Von einer Kreuzotter getötet. Beim Beerensuchen im Liebenwaldcr und Gohrauer Forst wurden eine Frau und ein jüngeres Mädchen von einer Kreuzotter, gebissen. Obgleich sofort die nötigen Maßnahmen ergriffen wurden, starb die Frau, während das Mädchen, deren Wunde ebenfalls schnell ousgesogen und mit Branntwein gewaschen wurde, noch am Leben ist. Schwerer Automob'ilunfall. In Weinsbcrg, in der Rahe der Königlichen Heilanstalt, verunglückte auf seiner Probefahrt ein Automobil der Necknrsulmcr Fahrzengfabrik, wobei ein Mann getütet wurde. Das llnglück ist auf Versagen der Steuerung zurückzuführen. Verhängnisvoller Grrüstrinsturz in München. In der Antonicnstraße brach gestern vormittag auf einem Neubau infolge fahrläffigcr Bauweise ein Hvlzgerüst zusammen. Zwei Maurer stürzten in die Tiefe und blieben schwerverletzt liegen. Einer wurde ins Krankenhaus, der andere in seine Wohnung geschafft. Neueste nud Drahtnachrichten. Herr von Hartwig gestorben. Wien, 11. Juli. Aus Belgrad kam gestern spät nachts die Rachricht, daß der russische Gesandte von Hartwig plötzlich gestorben ist Er war zu Besuch aus der österreichisch-ungarischen Gesandtschaft. Plötzlich wurde er unwohl. Es wurden sofort Aerzt« herbcigerusen. Doch verschied der Gesandte nach kurzer Zeit, ohne daß Hälse gebracht werden kgnntc. Das Gerücht verbreitete sich sehr schnell in der Stadt und bald sammelt« sich eine große Menschenmenge vor der russischen Boi- schaft. ' r - . Briefkasten. Rack, Echzell. Aus anonym« Zuschriften wird grundsätzlich keine Auskunft erteilt. Rennen Sie doch ruhig ihren 'Kamen. * ' - t.' - Frankfurter Wrttrrbcricht. Voraussage: Meist heiter, trocken, sehr warm, östliche Winde, Gewitterneigung. Verantwortlich für den poliftschen Teil: Otto H i r s ch e I, Friedberg: für den lokalen und unlerhaltende» Teil: Bernhard Lenz, Friedberg; für den Anzeigenteil: Karl Schmidt, Friedberg. Druck und Verlag der „Nencir TogcS- zeitung", A.°G., Friedberg i. H. - - ' - Sterilisier-Apparate Einmach-Gläser Fruchtsaft - Pressen empfiehlt A. UiHlWiiiR Friedberg i. 11. :''^5sii§© K&tif3jel8g®ah®it! Serie I. 381 <. —. 0 « Serie II. Blusen Hk. 1.90 Serie III. Blusen Jlk. ».80 Serie IV. 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Stahl. _ zum Beerenauspressen Friedberg, asm Ratiiaiiii gegenüber. 10 angekörte Eber 7—10 Monate alt, stehen zu verkaufen bei v. rv-iß Hoi Grab bei Hungen. Sir. 160 Neue Tageszeitung. Samstag, Den 11. Juli 1914i Seils?. Voranzeige An der Spitze aller Veranstaltungen steht mein am SV" Mittwoch, den 15. d. Mts. ""WU beginnender Saison-Ausverkauf Warten Sie mit Ihren Einkäufen besonders in Blusen, C'ostiimen. Kleidern sowie sämtlichen Sonuner-lVnren. Kaufhaus Schleimer, Friedberg nur Kaiserstrasse 66. Sämtliche noch vorhandenen 05 Pfg.-Artikel werden weiter verkauft. Fahnenweihfest zu Glrer-!loslnich. Der Veteranen- und Militär-Verein begeht am Samstag, -onntag und Montag den 11., 12. und 13. Juli das Fest seiner W* Fahnenweihe. Der Festplatz befindet sich zwischen Station Rosbach v. d. £>. und dem Festort, 3 Minuten vom Bahnhof entsernt. Für gute Speisen und Getränke sowie für prompte Bedienung ist Sorge getragen. 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So oft wir de» herr- l üben und heiligen Namen Eoites hören, gedenken wir alles kessen, was uns dieser Name von Gott sagt und was wir an n haben. Da dürfen wir auch ihn an seine Werke erinnern lud uns auf seine früher bewiesene Macht und Gnade berufen. I'uich solche Anrufung des Namen Gottes in allen Nöten ehren r : Gottes Macht und Gnade, O, wie dürfe» wir uns daher freuen, daß wir auch in der zu Ende gegangenen Woche e'.le unseie Bitten und Anliegen vor dem himmlischen Vater *)' r: n kund werden lassen dürfen! Das Hai uns wohlgetan, so o'l wir unser Herz vor Gott ausgeschüttet haben und dessen gelt s norden sind Gott errettet UNS aus aller Not. Darum -ro!eu wir auch heute noch dem Herr» danken, aller seiner Gabe» gedenken, die er uns dargcbracht hat, und seinen Rare > loben und preisen. Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken, und lobsingcn deinem Namen, du Höchster, des Morgens deine Gnade und des Rechts deine Wahrheit verkündigen. Denn, Herr, du läsfest ' ich fröhlich singen von deinen Werken, und ich rühm« die Ec- s.häste deiner Hände. Ich will dich erheben, mein Gott, du König und deinen Namen loben immer und ewiglich. Ich aiü dich täglich loben und deinen Namen rühmen immer und ewiglich. Ja, wir danken dir, du großer und treuer Gott, daß du uns in dieser Woche mächtig bcigest.rnden bist. Wir danken dir für alle Hilfe bei all unserer Arbeit in> Haus, in der Schule und ln, Beruf. Wir danken dir jür all deinen Rat, wo wri voll Sorgen waren, für all deinen Trost, wo wir in Trauer und ilnjechtung waren: für dein göttlich Wort und Evangelium, :as uns eine Leuchte gewesen ist aus allen unseren Wegen. Run. Herr, mach unsere Seelen stille vor dir und bereite uns zu einer heiligen Feier des heutigen Sonntags, Vergib uns durch Christum, was wir in der vergangenen Woche gesündigt haben, und laß uns vergessen, was dahinten ist. Nimm uns und die Unsrigen, alle Kranken und Angefochtenen in deinen Schutz und laß uns in deinem Frieden ruhen, bis wir durch deine Gnade zu . eucm Leben erwachen und deinen Name» mit neuer Freude loben und preisen. Deinen heil gen Namen schreibe fest in unsre Herzen ein Daß sein edler Klang vertreibe alle Sünde, Sorg und Pein! Lasse deinen blamen brennen als ein Licht in dieser Nacht: Dich, du Ewiger, zu nennen, gib, daß rings die Welt erwacht! Wochenschau. Nach dein Attentat iu Scrujcwo. — Der albanische Hexen- Icsscl. — Asiatische Bahufrage». — Frankreich. — Die Nord- laudsreise des deutsche» Kaisers. Noch immer hält die grausige Tat von Scrajewo mit ihren Nachwirkungen die Gemüter in Spannung, zumal sie nlle>', Anscheine nach Wohl nicht ganz ohne politische Folgen bleiben dürfte, insbesondere handelt cs sich da um Verhaltungsmaßregeln in den ehemaligen okkupierten Gebieten und „in das Verhältnis zu Serbien, Die Vorgänge in der bos- aischcn Hauptstadt müssen für die Machthaber an der Donau L.'arnungSsignal fein, da sie zeigen, wie es mit der Gesinnung der serbischen Bevölkerung steht und welche Aus- dehnimg die von Belgrad aus betriebene Agitation angenommen hat. Die Bestrebungen find ersichtlich darauf gerichtet, Bosnien und die Herzegowina im geeigneten Moment für Serbien mit Beschlag zu belegen, und zwecks Erreichung dieses Zieles sind, wie der entsetzliche Mord dargetan hat, den Herrsckiafteii alle Mittel recht. In Men hat dieser Tage ein inehrstündiger Ministerrat stattgefunden, der sich eingehend mit der Gesamtlage beßrßt und wichtige Entscheidungen beschlossen hat; bezeichnenderweise waren auch militärische Stellen zugezogen, die im Kabinett nicht Sitz und Stimme haben. Es wäre der Doiiaiimonar'chie zu wünschen, wenn man dort jetzt wirklich eine feste Hand zeigte und mit dem gewohnten Schlendrian ausräumte, denn so kann cs nicht weitcrgehen, wenn nicht der Bestand des Reiches in schwere Gefahr geraten soll. Insbesondere gilt eS jetzt, die verantwortungsvollsten Posten mit den bestgccigncten Per- sönlichkeiten zu besetzen, die cs verstehen, die schwierige Situation zu meistern. Dies gilt naincntlich für die Verwaltung Bosniens und der Herzegowina, die allem Anscheine nach nicht die erforderliche Umsicht bewiesen hat, wie sic an einer so exponierten Stelle unbedingt erforderlich ist. In höchstem Maße unklar sind noch immer die Dinge in Albanien. Zwar heißt es, daß Fürst Wilhelm bis zum letzten Augenblicke ausharrcn wolle, indessen besagen fast alle aus Durazzo kommenden Meldungen, und nicht bloß die italienischer und österreichischer, sondern auch einwandfreier deutscher Korrespondenten, daß die Stellung des Fürsten unhaltbar geworden sei. Er Hai eine Reihe kaum gut zu machender Fehler begangen, andererseits haben ihn die Mächte, insbesondere die des Dreiverbandes, völlig im Stiche gelassen. Die Bevölkerung ist gespalten, aber nur bei einem geringen Bruchteile herrscht eine zuverlässige Gesinnung gegenüber dem Fürsten. Man gewinnt mehr und mehr den Eindruck, daß die Schaffung des selbstständigen Reiches ein diplomatisches Retortenprodukt ist, das in der Wirklichkeit schnell vergeht. Was darauf werden soll, weist der Himmel, und die Ilebernahme der Regierung durch die internationale Kontrollkommission kann auch nur ein Uebergang sein, denn auf die Dauer ist das jetzige System unhaltbar. Was aber dann? Sollte es zur Teilung kommen, dann gibt es wieder die schwersten internationalen Dissercnzen, und man kann in der albanischen Frage wieder von vorne anfangcn. Ueberhaupt dürste der gesamte nähere Orient in der nächsten Zeit Diplomatie und Politiker beschäsiigen. Die vorderasiatischen Bahnfragen stehen vor ihrer endgültigen Lösung, und die hierzu in der türkischen Kammer gegebenen Erklärungen des Finanzministers Dsck)awid Bei sind nicht ohne Bedeutung. Insbesondere wird daraus ersichtlich, dast den Franzosen der Löwenanteil zufällt, weil sie den Türken Geld pumpen, und Geld regiert die Welt. Man sieht, Frankreich macht am Goldenen Horn gute Fortschritte, und cs wird Aufgabe unserer in Frage konimenden Stellen sein, nicht ganz und gar aus dem Sattel gehoben zu werden, nachdem wir noch vor wenigen Jahren in Konstaniinopel die maßgebende Rolle gespielt haben. Einige Beruhigung dagegen scheint jetzt in die innerpolitischen Verhältnisse Frankreichs einziehcn zu wollen. Herr Viviani hat mehr Glück als seine Vorgänger, die Einkommensteuer ist mit großer Mehrheit angenommen worden, und auch bei der Vorlage über die Einführung der neunnnd- vierzigstündigen Wochenarbcit hat das neu Kabinett einen erheblichen Erfolg erzielt. Das gute Parlamentswctter hat vielleicht auch noch einen anderen Grund: Demnächst begibt sich Herr Poincarä zu einem mehrtägigen Besuche nach Petersburg, und cs würde dotr schwerlich einen guten Eindruck machen, wenn die inncrpolitischen Verhältnisse des verbündeten Landes viel zu wünschen übrig ließen. Man setzt auf die Reise des Präsidenten große Hoffnungen, ob mit Recht oder Unrecht, wird die Folge lehren. Kshlenkassenpreise gleichzeitig Barvcriausspreise cinschl. Verwaltungskosten und Wieggeld. Sommerpreis frei Keller in Quantitäten über 20 Zentner: Nußkohle» >1 von besten Syndikatszechen per Ztr. 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Ans der Heimat. Lohnausbefferungln für Eyenbahnarbeiter. Die neue Lohn- orduung der preußisch-hessischen Eisenbahnverwaltung hat, obwohl sie nur eine Zusammenfassung und Vereinheitlichung der Lohnsystemi darstellen soll, einer großen Anzahl von Eisenbahnarbeitern zugleich auch ziemlich bedeutende Lohnerhöhungc» gebracht. Beachtenswert ist, daß ein alter Arbciterocrtrctcr, >Am neuen Bahnhof znD Kriedberg i. H. eröffnet: Cigarrenhaus Adolf Wolf! Fernsprecher Nr. 221 kWM«, Giüifttn, Tlibck Ißfpf Ktillgsquellt fnr Wirft »lld iUifbrrorrliiinfcr; D eutsches Haus Inh.: Otto GÜermeyer Fernsprecher Nr. 27 Einem verehrt. Publikum von Friedberg und I Umgegend die ergebene Mitteilung, daß ich seit 2. Juli gegenüber dem neuen Bahnhos ein gut bürgerliches Restaurant mtt vorzügl. Küche I eröffnet habe. Es wird mein eifriges Bestreben sein die inich beehrenden Gäste in gewohnter Weise | | zufriedenzustellen. Üm geneigten Zuspruch bittet Otto EllernieyorJ früher im „Eambrinus". Metzgerei Conrad Reich! Filiale — Fernsprecher Sir. 416 I empfiehlt der verehrt. Einwohnerschaft von Friedberg und Umgegend prima Fleisch- m>d Wurstnilireii frisch und geräuchert. Oswin Fanstmannl == Friseur empfiehlt seinen | Hygienischen Salon fürRasteren ] Frisieren. Haar- und Hart schneiden. Haararbeilen. Kops- und Eefichtsmafiage | mit neuesten elektrischen Apparaten. Lager deutscher, englücher und stanz-i Parsümerien I Toilette-Artikel. Erstklassige Bedienung. »feuc Tageszeirung. Samstag, Den 11. »ult 1914 Seite L Vir. Itiu der Vorsitzende des großen Berliner Eifenbahnhandwerker- und Arbeitervcrbande», Eiscnbahnschlosser Gustav Jcklcr, Mitglied des Reichstags, dem Eisenbahnministcr von Brcitcnbach anläß- lich der drcs]ährigcn Rcichsciscnbahnetatsbcratungen den Dank siir die Zusammenbcrufung der Lohnkommission mit dem Verrecken anssprach: die neue Lohnordnung sei gewissermaßen eine Krönung der bisherigen Reformen und bringe den Arbeitern gang erhebliche Vorteile. Interessant ist auch eine vom Generalsekretär Riedel des genannten Verbandes angcfcrtigte Statistik über die Eisenbahnarbeiterlöhne nnd über die ortsübliche Lagelöhne, dis dem Reichstag übermittelt wurde. Aus derselben geht hervor, daß in einer groben Anzahl von Orten die Eisenbahnarbeiterlöhne bereits höher stehen als die ortsüblichen Tagclöhne. Angesichts solch günstiger Lohnverhältnisie ist es zu verstehen, wenn der Andrang der Privatarbeiter zu den Eiscnbahnwerk- und Bctriebsstätten von Jahr zu Jahr größer wird. ' Bad-Nauheim, 11. Juli. Heute nachmittag von 4—6K Uhr und abends von 8—10 Uhr ist aus der Terrasse Konzert der Kapelle des Artillerie-Regiments Nr. 61 aus Darmstadi. Nächste Woche ist täglich vormittags 7 Uhr Frllhkonzcrt in der Trinkkuranlage. Morgen Sonntag nachm, von 4—6 Ilhr und abends von 8—16 Uhr findet auf der Terrasse Konzert der Kurlapellc unter Mitwirkung des Deutschen Männer-Sextetls statt. Abends 8 Uhr im Kurhaussaale Theater: „Der müde Theodor" Schwank in 3 Akten von Max Real und Max Fcr- ner. Montag nachm, von 4!4—6 Uhr und abends von 8—10 Uhr ist auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Das Rach- mittagskonzert unter Leitung des Kgl. Professors Hans Win- derstcin. Abends 8 Uhr im Kurhaussaale Theater: „Brüderlein fein", Alt-Mcncr Singspiel in 1 Akt von Leo Fall. „Die schöne Ealathee", mythologische Oper in 1 Akt von Franz von Suppee. • Melbach, 11. Juli. Am 30. Juni d. I. fanden im Bezirke Melbach Ziegen-Sta,schauen seitens des Landwirtschastskam- mer Ausschusses für Oderhessen statt, die als neue Maßnahme zur Förderung der Ziegenzucht in diesem Jahre zum erstenmal zur Durchführung gelangten. Die Durchführung der Schauen erfolgte nach folgendem Punkticrversahrcn: 1. Beschaffenheit, RaumverteUung und Durchlüftung des Stalles 15 Punkte, 2. Einheitlichkeit der Zuchtrichtung und Güte de» ('.uchtmaterials 20 Punkte, 3. Ecsundheit's- und Ernährungszustand der Ziegen 15 Punkte, 4. Haut- und Stallpflege der Ziegen 15 Punkte, 5. Pflege und Ausstellung der Lämmer 20 Punkte, 6. Eesamtein- druct 15 Punkte, Summa, 100 Punkte. Das Prämiierungscr- gcbnis war folgendes: Gruppe 1: Besitzer mit 3 und mehr Ziegen mit 191 {er Nachzucht. Christian Paul, Wölfersheim 86 Punkte 2. Preis 15 Markt Gustav Scheuermann, Wohnbach 86 Punkte 2. Preis 15 Mark; Martin Schmidt, Wölfersheim 78 Punkte 3. Preis 10 Mark: Gustav Berg, Whnbach 77 Punkte, 3. Preis 10 Mark,- Wilh. Schmidt 2., Wölfersheim 72 Punkte Anerkennung 5 Mark, Hrch. Schmidt 2., Melbach 70 Punkte Anerkennng 5 Mark,' Gottfr. Sames, Melbach 63 Punkte Anerkennung 5 Mark. — Gruppe 2: Besitzer mit 1—2 Ziegen mit 1914er Nachzucht. Hrch. Rieß 2., Wölfersheim 87 Punkte 1. Pr. 15 Mark: Wilh. Diehlmann, Wohnbach 80 Punkte 2. Preis 10 Mark; Ehr. Rieß 2-, Wölfersheim 78 Punkte 2. Preis 10 Akt.; Karl Gonsendorf, Wölfersheim 78 Punkte 2. Preis 10 Mark; PH. Ziegler, Melbach 74 Punkte 3. Preis 5 Markt Wilhelm Rietz 3., W-lfersheim 73 Punkte 3. Preis 5 Mark; Louis Müller, Wohnbach 72 Punkte 3. Preis 5 Markt Karl Lind, Wölfersheim 70 Punkte 3. Preis 5 Markt Hrch- Rieß 1., Wölfersheim 67 Punkte Anerk. 3 Markt Wilh. Schneider, Wölfersheim 66 Punkte Anerk. 3 Mark; Knr. Adolf Rieß, Wölfersheim 64 Punkte Anerk. 3 Markt Heim. Jockel, Melbach 63 Punkte Anerkennung 3 Mark. — Gruppe 2: Besitzer mit 1—2 Ziegen ohne 1914er Nachzucht. Albert Heger, Wölfersheim 76 Punkte 1. Preis 12 Markt Hrch. Kaiser, Wölfersheim 67 Punkte 2. Preis 8 Markt Hcrm. Bopp, Wölfersheim 64 Punkte 3. Preis 4 Mk.t Hrch. Bender, Wolfersheim 64 Punkte 3. Preis 4 Markt Aug. Schmidt, Melbach 57 Punkte Anerk. 2 Mark: Chr. Schmidt 2., Mölfersheim 55 Punkte Anerk. 2 Markt Hrch. Etieber 3., Wölfersheim 54 Punkte Anerk. 2 Mark. Aus Obererlenbach wird uns geschrieben: Besichtigung der Versuchsfelder in Gießen. Der hiesige Bauernverein fährt morgen — Sonntag — zur Besichtigung der Versuchsfelder des Landw. Instituts nach Gießen. Abfahrt Holzhausen 11.14, Ankunft in Gießen 1.09 Uhr, woselbst ein ' 1. Mung D« l. Klasse Der 5. NeilM-MDeokMa (231. Kgl. Bmifj.) Slam-Merle. (Al.1 10. und 11. Juli 1914.) Nur di« Gewinne über so Mk. find de« vktreffcnden Nummern ln Klammern belgefügt. Ohne Gewähr. . H.A.v. ( Ruf jede gezogene Nummer find zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar I je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und IL I 10. Juli 1914, vormittags. Nachdruck verboten. 186 226 330 81 413 573 623 f300J 76 726 937 47 1018 54 298 818 47 60 92 95 *030 442 69 617 94 608 19 890 8043 79 824 481 533 73 835 927 88 4557 934 57 5056 150 598 [200] 910 39 «014 18 189 869 7102 11 12 210 IlOOJ 39 318 686 665 812 23 ÄiJlOO] 901 43 8140 69 630 64 725 950 94 9044 353 515 679 703 844 60 [200J 929 [300) 10062 153 348 437 636 53 715 11016 113 42 233 347 456 625 748 858 12339 606 645 [2001 977 13045 262 480 679 90 1 4105 557 720 803 [2001 15110 89 [100) 801 16179 88 263 690 770 850 900 9 W 85 17123 186 443 660 76 18029 251 63 792 868 10301 74 [300) 701 20215 21043 267 615 817 22147 471 747 914 53 23068 404 523 26 75 634 792 24060 345 511 734 854 250 t4 112 25 394 419 668 [1001 800 26309 652 768 27354 454 61 84 512 [100) 76 759 854 29027 376 [300] 81 586 697 29004 204 739 [3001 870 - . 30180 335 403 600 63 64 748 96 990 81135 476 32101 5C0 736 955. 88190 370 469 97 569 84 623 762 892 84041 74 95 105 24 49 70 266 60S 812 35944 125 266 7 2 603 29 41 720 68 70 800 36210 47 671 87 93 935 37039 149 354 408 791 38144 989 89063 116 88 256 58 < 40068 130 670 892 41000 256 349 96 416 24 3t 95 574 942 42227 69 43019 252 487 541 612 922 44095 [400] 57 60 142 237 460 562 912 45253 418 617 79 722 919 46057 [3001 121 210 73 328 439 509 601 73 47018 60 210 60 70 78 379 552 48160 248 98 329 63 826 4 9470 675 622 y#- 50011 267 543 657 952 5 1 042 170 383 424 519 859 [100] 52117 406 751 82 899 53085 89 293 482 672 719 65 85 988 5-4044 269 841 569 678 917 75 76 91 55021 338 83 509 69 flOO] 616 92 839 936 41 56142 353 [200] 65 526 789 899 [5000) 917 flOOl 45 57201 62 634 719 911 58005 93 538 59164 203 418 32 656 64 888 - *. ., -■ ^ ./ ^ 80123 563 769 84 81025 159 210 420 23 512 40 91 863 82048 156 296 581 838 [1001 42 83073 266 385 545 84691 8509 s 256 346 420 23 68 86611 771 87025 187 277 891 449 575 671 88042 386 676 731 865 93 80086 110 [100] 13 58 696^ <>, Ifctffe* ' - 00085 169 467 707 981 01003 796 803 55 02121 246 309 97 99 610 662 921 , 032 _ 0-1273^442 02 76 05048 . 345 659 786 00016 369 427 550 83 690 810 07030 [100] 149 375 433 879 08491 537 811 86 969 00117 202 339 914 67 99 100348 577 80 713 22 912 94 101011 153 84 [100] 220 29 73 400 28 899 102124 280 345 421 550 63 89 745 103175 362 676 919 10 4084 135 442 918 1 05635 837 106488 107009 88 161 222 325 507 36 7L-0 940 108021 37 64 88 250 414 788 890 109092 153 530 39 967 110023 605 53 956 111176 93 421 67 550 601 895 112630 53 713 847 €0 73 118189 200 [100) 541 67 617 724 11-4025 262 8 3 391 447 512 46 613 115211 36 362 488 552 669 855 116.538 49 97 762 117222 83 UOO) 484 577 651 70 118200 330 93 514 71 701 932 119137 800 598 15001 730 120153 232 97 614 47 67 853 ' 121050 203 527 42 53 72 84 606 725 91 [3000] 803 77 954 122128 56 463 513 732 [400J 123037 243 68 439 693 711 24 951 124717 1 25213 40 [dOO] 49 523 615 79 999 126014 67 171 285 127232 46 370 866 128109 308 47 907 46 [100] 79 12» A3 145 445 865 130011 37 98 567 779 131067 93 310 63 83 543 663 740 132-006 163 227 651 702 910 41 133054 227 41 60 471 [100 ) 962 (300) 13 13 6 595 896 [1001 974 1 35201 12 746 86 801 136012 497 850 964 137454 642 664 138034 231 712 834 87 130004 65 226 905 1400-23 245 285 418 845 1 41002 256 638 856 [200] 142017 177 373 77 4-11 738 75 1 43105 290 36'. 488 981 144 »97 258 519 60 780 145150 321 26 729 85 837 917 116197 226 >3 [203) 429 80 502 34 761 1200] 788 1 47520 638 60 [100] 749 939 11*X>4 283 714 [200] 75 961 [100] 149154 [3000] 233 48 710 950 150608 51 991 151006 25 92 146 211 395 455 507 9 t 695 789 152051 231 338 [100] 80 699 877 133018 97 1)9 177 355 411 5 ,2 755 805 1 54562 1 65004 162 258 304 45 518 47 63 905 46 150162 359 76 91 521 901 7 157245 496 590 668 706 904 15 158320 58 95 582 150105 80 313 36 421 923 . v*» - 160255 76 304 489 692 776 941 [100] 69 161039 240 64 [200] 405 77 561 649 723 868 [500] 81 85 1 6*030 40 275 344 589 964 163 «24 150000) 537 880 993 164096 239 50 544 805 1 65 >97 315 35 515 697 905 160087 165 320 46 [200] 465 806 764 81 928 [100J 187051 362 787 99 989 168052 307 9 40 611 77 787 160202 21 415 659 813 982 170241 728 969 1 71034 141 497 829 172074 103 10 19 238 63 [100] 586 1731S6 221 71 491 603 39 1 74008 151 57 38t 465 713 964 75 175118 358 875 176237 62 307 68? 177152 23. 13 651 178046 [200] 85 317 527 707 176031 [200] 340 591 759 94 180021 994 1 81264 [400] 608 10 [100] 850 922 18*383 95 518 64 797 917 66 73 183111 13 74 585 184150 554 816 969 [200] 185029 110 40 208 15 79 95 483 626 799 817 907 186476 596 97 943 187411 40 77 661 884 900 188109 14 317 455 533 626 734 48 189294 340 845 100204 372 463 1 91204 [100] 473 697 19*20) 467 79 945 193388 733 58 889 1 94145 502 766 89 612 1 95071 [400] 190 256 336 449 '.26 692 [100] 801 46 937 55 196092 373 535 734 107087 1C6 98 583 770 864 928 LIOOOO] 198050 170 [100] 287 544 722 979 1 90380 514 647 03 839 - ~ . 200034 36 144 273 524 40 732 823 48 201046 307 95 513 711 863. [100] 71 20*220 73 934 205418 25 51 78 807 2444196 99 667 203178 760 206277 809 69 9ü0 2 07022 115 46 98 435 80 [300] 633 752 65 924 74 *08217 373 6 0 758 68 993 *09085 102 234 79 210087 150 511 15 G59 752 SOS 211066 126 276 78 392 620 783 212182 217 483 877 2 13072 260 499 529 611 883 958 L MM Der l. Klasse Der 5. vreuM-MüeMe» (231. Kgl. MM Klassen-Merle. (?!’:; 10. und 11. Juli 1914.) Nur die Gewinne über SO Me. sind den betreffenden Nummern in Klammen: beigefügt. Ohne Gewähr. H.A.B. | r.i .. jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar einer nuf die Lose gleicher Nummer in den Seiden Abteilung«'» I und ll. 10. Juli 1914, nachmittags. Nachdruck verboten. 210 579 679 810 97 1 062 147 350 86 482 943 2102 255 601 3 881 969 :»178 660 4115 819 58 5300 6222 84 300 2 33 563 605 881 7181 299 529 84 718 22 967 8183 814 9217 350 6 8 74 [200] <0353 463 75 583 750 66 843 11112 405 [100] 725 805 910 11 12221 816 49 [200] 6« 731 41 18357 59 432 602 8 776 [100] 14079 298 322 4,3 ,39 150-0 156 236 522 34 649 69 85 1 6011 184 349 549 617 949 17035 333 171 1H030 54 104 411 22 509 10020 89 280 877 904 20235 8-4 430 543 21009 364 91 781 824 94 2*663 768 88 28266 405 1100] 667 24119 2 C 0 460 563 613 81 86 712 842 2 5040 147 83 323 41 509 45 713 20043 310 [100] 409 35 82 666 27175 303 17 60 88 409 603 773 789 934 28,44 137 [100] 204 904 2*056 59 224 757 [100] 881 36169 435 810 39 »1007 399 623 72 956 965 69 »2047 113 477 681 C07 94 925 33053 64 145 [200] 304 83 34020 49 flOO] 216 381 418 621 40 54 800 44 977 85023 58 357 732 885 1200] S«03l 105 72 236 457 659 740 843 01 70 37228 344 733 38313 689 775 [20-3) 89178 412 Du 6o7 c *42 -*0007 237 85 825 61 41143 231 332 72 73 415 517 [1061 917 421VI 222 565 küt 7,7, 86 43--12 415 '26 845 44094 350 47« 600 662 # 5l S. 42 .Z. 4 i 11001 557 60 772 ft, 854 903 66 46608 16 773 47015 (100) k 4S - 29 79 tl°0) 549 697 988 49002 312 64 508 72 610 40 741 97 825 ,, JW-f-WPcP 11 52 592 906 36 5 1 024 129 76 lt00I 3« 557 r.lUO RS?,L 6 I?,7Ä S 5 . „?»' 54 92 237 571 58 701 865 903 54577 1100] 1:09 65JIK) 612 20 786 817 50101 23 561 99 [1001 57261 78 826 33 59091 130 346 406 960 5OO03 69 127 548 754 898 .O, P. 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I 500 wir. »«*lle»c«l 2 ©«sinne n 30000. 4 !U 1000, 4 in Vertreter des Landw. Instituts die Führung übernimmt. Es ist erwünscht, wenn sich auch noch Landwirte anderer Gemeinden anschlicßen. - Vilbel. 11. Juli. Beim Abbruch des allen Stationsgc- bäudcs auf Bahnhof Bonames stürzte der 28jährige Tagtobner Kreiling von hier vom Dache ab. Ei war aus der Stelle tot. * Aus dem Bogelsberg, II. Juli. In einem bekannten Orte, dessen Namen aber rücksichtsvoll verschwiegen werden soll zog am letzten Sonntag der Krieger- und Schützcnoerein unter klingenden! Spiele nach den Schießständen, wo das alljährliche Prersfchießcn abgchallen zu werden pflegt. Das ganze Dorf, die üblichen F-stgaste von nah und fern umlagerten die Slände und bewunderten die Fülle der Gewinne. Eben verkünd-!.e irn Trommelwirbel den Beginn des Turniers. Aber kein erster Schuß fällt. Verlegenes Lächeln auf dem Antlitz des Schiitzur- nreisters, Bestürzung beim Vorstand, ein Rennen und Suchen. Man wird aufmerksam. Was fehlte? „Rur eine Kleinigkeit!" meinte der Oberjchütze. Und das aber waren die — Gewehre. Die hatte die wackere Schar — wie es kam, weiß nran nicht — daheim gelasfeu, nämlich in der Vereinslncipe. Fliegende Voten eilten und holten schließlich die — Kleinigleii. Und dann nach langer Pause nahm das Preisschießen seinen Anfang. So geschehen am 5. Juli 1914 im Kreise La Itterbeck). * Frantjurt a. !D(„ 11 . Juli. Bei dem verwegenen R-tz,b- Lberfall in einem Bijouteriegcschäst der Kroapriiiziustraßc e=. = kruteien die Kaufmannslehrlinge Mann und Fischbach Wa-en im Werte von 10 009 Mark. Sie wurden dafür mit erheblichen Strafen belegt. Vorgestern stand auch die „Räuberbraut", eve l?fährrge Anna Huß aus Griesheim vor den Richtern, weit sie bei dem Raub Schmiere gestanden hatte. Sie erhielt 3 Wochen Gefängnis, die durch die ‘Untersuchungshaft für verbüßt erachtet wurden. Das Gericht nahm im weitesten Maße mildernde Umstände an. * Feauksuri a. M.. 11. Juli. Am Mittwoch verhaftete die Polizei zwei hiesige Kaufleute, deren Namen sie im Interesse der Untersuchung noch geheim hält. Beide haben seit langen Jahren einen raffiniert ausgeklügten Schwindel mit Kautionen und Geschäftsanteile» getrieben und damit zahllose Personen um ungezählte Tausende geprellt. Zunächst betrieben die Schwindler ein Geschäft zur Verwertung feuersicherer Farben, in den letzten Monaten einen Großhandel mit Rährkasfee. In beiden Fällen gelang es ihnen, viele Leute, die als Eefchäfis- icilhaber oder Bezirksvcrircler oder Filialleiter beträchtliche Summen zahlen mußten, zu betrügen. Ein Herr z. B. bezahlte allein 30 000 Mark, ein anderer lieferte noch vor vier Tagen 3000 Mark ab. Ob die Kaufleute die vereinnahmten Gelder unterschlugen oder sonstwie verwendeten, konnte noch nicht fest- gestellt werde». Jedenfalls dürfte es sich unr weit mehr all 100 800 Mark handeln, um die die „Teilhaber" geprellt wurden Die Angelegenheit spielt weit über Frankfurt hinaus, da dir beiden Kaufleute überall „Filialen" gründeten und Teilhaber suchten. Hessen-Nassau. * Bad Homburg, 11. Juli. Müssen Realschüler den Bürger, Meister ihres Ortes grüßen? Diese Frage hatte das hiesige Schöffengericht zu lösen In Obciursel schlug neulich der dortige Bürgermeister Füller einem 13jährigen Realschüler die Mütze vom Kopfe und verabfolgte ihm noch eine Kopfnuß, weil der Schüler ihn nicht gegrüßt hatte. Darob strengte der Vater des Jungen die Belcidig-rngsllage gegen den Bürger- rneister an. Der Angeklagte machte geltend, daß man ihn als Mitglied des Schulkuraioriums zu grüßen habe und zog al- Beweis dafür ein altnassauifches Edikt heran. Es kam schließ ^lich ein Vergleich zustande, in dem festgelegt wurde, daß die Oberurseler Realschüler ihren Bürgermeister nicht zu grüßen brauchen. * x. Oberursel, 11. Juli. Bei dem Konkurienzschicßeu aus dem mitteldeutschen Bundesschießc» in Mannheim erschoß aus Feld (300 Meter] H. Schudt von hier den tt„ auf Stand (17.» Meter) H. Bernbeck den 14. Becher. * Köhler im Taunus. Die gewaltigen Holzoorräie, die der Sturmwind des 1. Juni 1913 in dem Hochiaunus niedcrlegte, werden augenblicklich durch eine Holzhandkung aus dem Elsaß in Köhlereien zu Holzkohlen verarbeitet. Der eigenartige vor langen Jahrzehnten im Taunus weitverbreitete und vielg^ übte Betrieb lockt täglich viele Neugierige an. Die Köhlereien lind vorerst in den Schloßborner Gemarkungen eingerichtet. * x Usingen, 11. Juli. Die Erbauung des Amtsgerichts voi dem Oberiore ist vom Justizsiskus nunmehr endgültig genehmigt. — Die Jagd im hiesigen Oberwald ist auf die Dauer von 0 Jahren für 600 Mark Pacht pro Jahr an die Herren Gg. Peter und Theodor Born dahier, diejenige im Unterwald an die Herren Josef Kimpel, Franz Riedel und Friedrich Stahl zu Frankfurt a. M. für 1200 Mark pro Jahr verpaichet. * Griesheim a. M., 11. Juli. Durch den Bruch eines Gasrohres entstand im Hause Hauptstraße 23 ein Brand, der eine Wohnungseinrichiung vernichtete. Die Feuerwehr beseitigte in kurzer Zeit jede weitere Ecfahrl ihre Mitglieder mußte» sich aber zu Schluß einer „Visitation" unterziehen lasten, da die Wohnungsiirhabcrin behauptete, ihr feien 40 Mark abhande.r gekommen. * Vom Main, 8. Juli. Durch die Bluttat von Serafewo ist neben dein österreichischen Kaiserhanse besonders auch die fürstlich v. Löwcnstcinsche Familie in tiefe Trauer versetzt worden. Die ermordete Herzogin Sophie von Hohenberg war näinlich die Cousine der Gemahlin des jetzigen Fürsten von Löwcnstern. Das ermordete Thronfolgerpaar stand übrigens mit der Löwenflernschen Faurilic in den denkbar freundschaftlichsten Beziehungen: war doch der Thronfolger Franz Ferdinand der Pate des jüngsten Sohnes des hiesigen Fürstcnpaarcs. In diesem Sommer noch wollte Franz Ferdinand mit feiner Gemahlin die Löwen- steinsch« Familie besuchen. Statt dessen reiste das Fürsien- paar ain Samstag zur Beerdigungsfeier nach Arnstcttcn ab. * Bad Orb, 11. Juli. Ein langwieriges Leiden vcranlaßte den iwch ]ungen Schneider Holzapfel bei Frankfurt den Tod iiu Main zu suchen. Die Leiche wurde bereit geborgen» Nr. l«o fcette 3. Das grüne Auto. Spionagc-Roman von August Weißt. (Schluß.) Es war nicht schwer, das einfache Schloß aufzusprengechr Polizc>rat Wurz riß die Türe angelweit auf, ohne in,dich. Türfüllung zu treten und rief: Gräfin, ersparen Sie uns weitere Gewalttaten! ZwirE! gen Sic »ns nicht, Hand an Sie zu legen! Im Zimmer blieb-olles still. Merkwürdig still- *>) Der Polizeirat konnte die Ecke eines Bettes sehen; da«' rüber ein Heiligenbild. Der matte Schein einer Kerze, die in der anderen Ecke des Zimmers stehen mußte, warf zittrige undeutliche Schatten. Vorsichtig beugte sich der Polizeirat vor. Er sah die Elräsin di Campobello unbeweglich vor ihrem Loilcttetisch sitzen. Er trat vor und blieb an der Sckevelle stehen. Gräfin, ich verhafte Sic im Namen des Gesetzes als die Mörderin des Oberleutnants Georg von Eastcllmari! Die Gräfin im Lehnstuhl blieb unbeweglich. Ter Polizeirat trat rasch auf sie zu und legte seine Hand ouf ihre Schulter. Bei der Berührung brach die Gestalt in sich zusammen und kollerte auf den Boden. Zu den Füßen des Polizcirats lag — eine Tote. Sie ist vor Schreck ohnmächtig geworden! ries Baron Twohr. Nein, sie ist tot! Sehen Sie das kleine Loch in der linken Schläfe nicht? rj Aber wir haben doch gar keinen Schuß gehört? Auch als Eastcllmari erschosien wurde, hat man kernen Schuß gehört. Dieselbe lautlose Kugel, die ihm den Tod gegeben, hat auch ihr ein Ende bereitet. Ter Polizeirat beugte sich nieder und faßte die Tote unter den Armen. Mit Hilfe Spohrs trug er sie zum Lager und bettete sie unter dem Heiligenbilde nieder. Der Polizeirat drückte der Toten die Augen zu. Dann nahm er seine Kappe vom Kopfe und faltete die Hände . . > Ter Selbstmord der Gräfin di Campobello setzte der Tätigkeit der Polizei ein Ende. Ta der Mord gesühnt erschien, wurde strengstes Stillschweigen über alle Einzelheiten bewahrt. Nur beim Polizeipräsidenten fand eine Konferenz statt, bei der Polizcirat Wurz folgenden zusammenhängenden Bericht erstattete: Ter Mord in der Grillhoferstraße, über den Ursprünglich ein geheimnisvolles Dunkel lag, ist von der Gräfin di kampobello, geborene Violetta Crespo, die sich selbst gerichtet hat, verübt worden. Als Beweise hierfür dienen: Erstens zeigen die Fingerabdrücke, die an de rScheibe «nd auf dem Fenstcrbrette jenes Zimmers gefunden wurden, aus dein der Schuß kam, genau dasselbe Bild, wie diejenigen, die von der Gräfin abgcnoinmen wurden. Zweitens erkennen die Einspännerkutschev und der Fiaker, welche die Frau von der Grillhoferstraße bis zur Paniglgasse auf der Wieden geführt, in den vorgelegten Photographien die Gräfin wieder. Drittens gehören die Spange, die im Staub gefunden wurde, und die daran hängenden Härchen, die mit Fleur d'or gefärbt waren, wie mikroskopisch festgestcllt wurde, der Toten. Viertens war die Gräfin in ihrer Jugend Kunstschiitzin und besaß ein Gewehr neuester Konstruktion, aus dem mittelst komprimierter Luft geräuschlos geschossen werden kann, und da? ein Kaliber aufweist, das genau der im Bilderrah- mcn gefundenen Kugel entspricht. Fünftens ist festgestcllt worden, daß die Gräfin in Strcbinger anfangs Januar auf der Mariahilferstraße jenen Mann wieder erkannte, zu dem sie vor Jahren in Turin in Beziehungen gestanden war, und den sie seither mit ihrem Haß verfolgte. Sechstens beweisen der angcfangene Brief, der bei dem R«ue Tageszeitung. Samstag, den 11. Jnij 1914. Ermordeten gefunden, wurde,.und die Aussagen des Herrn"! Cartelane, eineF Jugendfreundes,Caskellmaris, daß sie wie- I derholt den Vorsatz geäußert,' den früheren Geliebten zu töten. Einige Zwischenglieder^ die schien, lassen sich leicht er« gänzen, fa daß sich dis. Tat aller- Wahrscheinlichkeit' nach fol«, gendermaßen abgespielt haben dürfte; Dia, Gräfin begegnete Casicllmari auf der Mariahilfer«, straße und erkannte in ihm jenen Mann, den sie schon feit* Jahren gesucht. Doch auch er hatte sie erkannt, und da. er einen Anschlag auf sein Leben fürchtete,'wie wir auS den Briefen und Aeußerungen wissen, hauptsächlich aber wohl, weil die Mission, die ihn nach Wien geführt, ihn verpflichtete, sein Inkognito zu wahren und in Verborgenheit zu bleiben, übersiedelte er rasch und unauffällig in die Grill» hoferstrabe. Nun fragt es sich, wie die Gräfin dies, erfuhr. Alle Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß Graf Hcinen, der ja mit Castellmari in Verbindung stand .gesprächsweise er» , wähnte, in Hcrtials einen Mann namens Strcbinger besuchen zu müssen. Da die Gräfin wußte, daß das der Name des Gesuchten war, so erfuhr sie auch sehr leicht durch eine Nachfrage ouf denr Komnrissariate seine neue Adresse. Wahrscheinlich wollte ihn nun die Gräfin beobachten, und da kam ihr die leerstehende Wohnung sehr zustatten. Diese zu mieten, war zu gefährlich. So ließ sie sich einen Nach- schliissel niachen — wenigstens deuten Bemerkungen der Grafen darauf hin — und schlich sich in den Abendstunden, wo keine Uebcrraschung mehr zu befürchten war, in das Haus. Und als sie vom Fenster aus das jenseits der Straße liegende Ziniemr ganz überblickte, mochte wohl in ihr der Gedanke aufgeblitzt sein, daß cs das Einfachste wäre, durch einen Schuß, der bei ihrer Kunstfertigkeit sein Ziel gewiß nicht verfehlen würde, den Verhaßten zu töten. Am 12. Januar vollführte sie die Tat, indem sie aus dem Dunkel des Zimmers auf den beim Tische sitzenden, von der Lampe hell beleuchteten Mann, der gerade mit dem Grafen Heincn un- tcrhandelte, den Schuß abgab. Nach dem Berichte des Polizcirates brach der Präsident die Sitzung ab. Als sich Baron Spohr von dem Präsidenten verabschieden wollte, sagte er ihm: Ich hätte noch einige Wort mit Ihnen zu sprechen, lieber Baron. Vielleicht kommen Sie in mein Zimmer. Spohr folgte dem Präsidenten, während die Herren das Bcratungszimmer verließen. Ich bin in der angenehmen Lage, sagte der Polizeipräsident zu Spohr, Ihnen eine Eröffnung z» machen, die Sie hoffentlich ficuen wird. Sie haben uns in dieser recht schweren Angelegenheit so ersprießliche Dienste geleistet, daß wir uns Ihre werwolle Kraft auch für die Zukunft nicht entgehen lassen wollen. Der Polizeipräsident griff nach einem großen Kuvert, das auf dem Schreibtische lag, und reichte es Spohr mit den Worten: Ihr Ernennungsd'ckrct, lieber Baron. i ... - Der Sommer war ins Land gezogen. Die tiefe Trauerzeit um den Ermordeten in der Grillhoferstraße war vorbei. Die beiden Schwestern Castellmaris legten ihre schwarzen Kleider ab und schmückten bräutlich ihr Haupt. Ant gleichen Tage feierten beide Hochzeit. Und am selben Abend traten Hauptmann Feinkorn und Baron Spohr mit ihren jungen Frauen die Hochzeitsreise nach Venedig an. Kirchliche Anzeigen? Evangelische Gemeind«. 5. Sonntag nach Trinitatis, 12. Juli. Gottesdienst in der Stadtkirche. Vorm. 9K llhr: Herr Pfarrer Ritter, Feier des hl. Abendmahls. __ plHer-ülöbel nur eigener Herstellung Moderne Klub-Sofas u. -Sessel, Divans, Salon-Garnituren, Vollständige Betten. Die Fabrikation untersteht meiner persönlichen Leitung und bietet dadurch Gewähr für bekannt solideste Verarbeitung. 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Kl» Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachm, zy. Uhr: Bittandacht: danach kirchliche Versammlung des kath. Jünglingsvereins. Kursbericht vom IO. Juli 1911 der Witlelbentlcheir Credilbank Aktienkapital u. Reserven M. 79000OM gegründet 1856. Frankfurker Börse. 4% Reichsanleihe 99.10% 3%% .. 86.25 .. 8% 76.30 „ 3V,7« Preutz. Consols 86.10 „ 37. . „ 76.15 „ 4% Hessen 97.35 »*/.*/. . 85-20 3% „ 74.20 . IV,.7. Eriechen 0. 1890 56.80 „ 1%% Monopol-Griech. 51.70 „ 4*/,% „ Silberrente —— „ 4% Oesterr. Eoldrente 84.95 3 Portugiesen Serie I 63.50 3 „ ,, lil 66.30 47,7« Nullen v. 1905 99.— 4% „ 1902 89.50 „ 4% Administr. Türken 75.— 47« Türken von 1903 82.25 Türkenlose M. 160.- „ 47» Ungar. Eoldrente 80.70 „ 4 „ Kronenrente 79.10 3-/>7°Buen..Air.Pr.Anl. 63.70 4'/»7- Chinesen 91.— 4%°/o Japaner 92.60 „ 37« Silber-Mexikaner 47.30 47,7o Mex. Irrig. Ank 68.50 „ Berliner Handels Ant. —.— Darmstädt. Bank „ 114.50 „ Deutsche Bank „ 232.25 Deutsch-Asiatisch Bank 120.— „ Berliner Börse. 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