luwmcc 63 Wonlag. drn 16. Wiir; 1!>1L 7. Jahrgang >- O^tiic Tage»,r>t»>ng'- erscheint >eden Werltag. Regelmäßige Beilagen „Der Bauer au» Hellen", „Die Spinnltube". g, Amt Frankfurt a. M. Lleberstchl. — Die Großstation Nauen, der es erst in verflossenem Monat geglückt ist, über die Wasser des Atlantik hinweg mit A'ewyork in drahtlosen Verkehr zu treten, hat einen neuen Erfolg erzielt. Sie hat gestern eine Verständigung mit Lindhuk erzielt und damit über Land eine erheblich größere Entfernung als die Strecke Nauen-Newyork übcrbrückt. — Aus GrisolleS wird gemeldet: Das Befinde» des Oberstleutnants von Wintcrscld ist befriedigend, doch ist der Kranke noch nicht außer Gefahr. Ministerpräsident Toumcr- gue hat an den Oberstleutnant ein Telegramm gesandt »nd den Wunsch zur baldigen Genesung ausgesprochen. — Zu Orcnburg wurde eine weitverzweigte Organisation von Mädchcnhändlcrn entdeckt, die sich über ganz Mittel-Asien ausdehnt, soweit mau den ersten Berichten Glauben sanken darf. Als die Polizei gestern einen des Mädchenhandels dringend verdächtigen Armenier verhaftete, stellte sich heraus, daß dieser Zubringer und Agenten durch die Gouvernements von Snchrna bis Baku und mit verschiedenen Häfen durch Vertrauensleute Verbindungen unterhielt. — Der gestern in Tetschcn abgehaltene deutsche Volks- lag für Böhmen beschloß einmütig, die Einführung der nationalen Selbstverwaltung für Deutsch-Böhmen zu fordern. — Die Bildung des italienischen Kabinetts Salandra ist wohl nur noch eine Frage weniger Tage. Das italienisch»: Ministerium wird sich auf die alte Mehrheit Giolittis stützen, ausgcuonimen die Radikalen und Konservativen. Ter Minister des Aeuheren Marquis di San Giuliano, will in einem Kabinett Salandra nicht bleiben, es sei denn, daß Giolitti ihn dazu aufsordere. — Ter Präsident der provisorischen Regierung von Epi- rus, Zagosaros, hat an die internationale Kommission tele- graphiert, daß gegen albanische Truppen, welche die Grenze von EpiruS überschreiten, mit Waffengewalt vorgegangcn werden würde. — Ein heftiges Erdbeben wird aus Akita, der Hauptstadt der japanischen Provinz gleichen Namens gemeldet. Es wurden sechs Erdstöße verspürt, die eine Stunde lang dauerten. Das Erdbeben hat unter der Bevölkerung eine große Panik hcrvorgerufcn. Eine Anzahl Häuser sind ein- gestürzt. Die telegraphischen und telephonischen Verbindungen waren mehrere Stunden hindurch unterbrochen. Opfer an Menschenleben sind nicht zu beklagen. — Nach einem drahtlosen Telegramm des Cunard» Daiupfers "Lusitania" an den „Newyork Herald" hat die „Lusitania" bei ihrer letzten Reise in östlicher Richtung täglich f>38 Knoten zurückgelegt, d. h. 26,7 Knoten in der Stunde. Sic hat daniit den von der „Mauretania"" ausgestellten Rekord um 4 Knoten erhöht. — Die mexikanischen Rebellen bereiten einer Meldung des Newyork Herald aus Veracruz zufolge einen allgemeine» Angriff aus Tampico vor. Admiral Maye hot sich bereit erklärt, die Ausländer an Bord amerikanischer Kriegsschiffe zu nehmen. Der deutsche Kreuzer „Dresden" hat den zur Zeit in Verecruz weilenden Hapagdampfer „Kronprinzessin Eccilie" ausgcsordcrt, schleunigst Tampico anzulausen, um die deutschen Flüchtlinge auszunehmcn. Wrsslsche Drohungen? Deutete schon der Rücktritt des Premierministers Kokowzew baß in Rußland zwei Richtungen miteinander ringen, so hat sich das in den letzten Tagen mit erneuter Schärfe gezeigt. Immer feindseliger wird die Stimmung gegenüber Deutschland, die Blätter bringen scharfe Artikel und Resolutionen der verschiedensten Korporationen enthalten eine entschiedene Spitze gegen Deulschland. Im Gegensatz zu diesen Treibereien stehen friedliche Erklärungen des Ministers des Aeutzeren Safonow und des immerhin noch großen Einfluß besitzenden Grafen iljitte, desien Dcutschfreundlichkeit ja zur Genüge bekannt ist. Der letztere erklärte, niemand innerhalb der Regierung denke an einen Krieg mit Deutschland und die Prcßkampagne der letzten Wochen sei ihm unerklärlich, vielleicht sei die Ursache in Intriguen und Provokationen zu suchen. Herr Safonow seinerseits erklärte in einer Unterredung, beide Länder hätten sich els Märkte notwendig und werden bei den kommenden Handels- vertragsverhandlungcn zu einem ersprießliche» Resultate gelangen. Rußlands Rüstungen seien nur natürlich im Hinblick daraus, daß Deutschland vorangcgangcn se> und Rußland nicht nochhinken könne. Indcffen bedeute die Verstärkung der Armee einen Friedcnspsand, man wolle mit Deutschland in Frieden leben, die russische Presse sei kein Ausdruck der Regicrungsan- sichten. Das klingt alles sehr schön und könnte auch beruhigend wirken, wenn nicht sosort eine Stimme aus dem anderen Lager erschallen würde, die ganz anders klingt. Die „Birschcwija Wjedomisti" bringen einen Artikel, der allem Anscheine nach vom Kriegsministcr Euchomlinow inspiriert ist und der eine durchaus agressive Tendenz versalzt. Ausdrücklich wird erklärt, daß Rußland den Dcsensivgcdanken aufgcgebcn habe und zu: Lsfensioc übergeben werde. Rußland sei iür alle Fälle berelt. Dann wird aufgezählt, wie gewaltig seit dem japanischen Kriege an der Berbcsserung der Armee gearbeitet worden sei, und der Artikel klingt in dem bekannten Satz aus, wenn man den Frieden wolle, müffe man sich zum Kriege vorbereiten. Es ist bedauerlich, daß in einer Zeit, wo große Gereiztheit vorherrscht, derartige Artikel veröffentlicht werden, denn sie sind nur zu sehr geeignet, die Situation auf die Spitze zu treiben. Die Tendenz des erwähnten Artikels ist im Hinblick aus die Richtung, die das Blatt seit langem vertritt, durchsichtig genug und sie muß in Deutschland unangenehme Empfindungen welken. Es mag ja sein, daß man im Hinblick aus die Handcls- vertragsvcrhandlungcn einen Druck auf Deutschland ausüben will, jedoch kann ein derartiges Spiel mit dem Feuer leickit gefährlich werden und plötzlich einen Brand entfachen, der ungeheure Folgen nach sich ziehen könnte. Es ist selbstverständlich, daß wir unsererseits angesichts solcher Stimmung auf der Hut find, und ebenso ist es erklärlich, wenn es aus dem Walde so wieder herausschallt, wie hineingerufen worden ist. Wenn jetzt in deutschen Blättern gegen das Treiben der russischen Hctzpresie Stellung genommen wird, so ist das lediglich die Antwort, wenn man es auch russischsrseits Io hinstellen will, als wenn deutscherseits angefangcn worden sei. Jedenfalls ist die Situation augenblicklich eine recht heikle, und wenn es so weiter geht, würde man alle Ursache haben, nicht allzu hossnungs- sreudig in die Zukunst zu blicken. Dajche Strosjnstiz. Am Dienstag vorige Woche hat die holdeste Zierde der englischen Stimmrechtsdainen ihr Attentat gegen die „Venus mit dem Spiegel" ausgcführt: und bereits am Donnerstag war sie zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Dieser Vorgang sollte den Bestrebungen, auch in Deutschland eine raschere Justiz in allen geeigneten Fällen einzusühren, einen entscheidenden Antrieb geben. Das Verfahren der englischen Polizeigcrichte, wie in ähnlicher Weise der Zuchtpolizeigerichte in Frankreich, kann wirklich nur als vorbildlich bezeichnet werden. Sofort wird, namentlich in England, von den Polizeigerichten der Tatbestand eines Vergehens fest- gestellt, die Zeugenvernehmung bewirkt und fast immer noch im Laufe der gleichen Woche das Urteil gefällt, ohne daß der Uebcltäter eine Möglichkeit hat, die Sache zu verschleppen. Wie ganz anders würde sich in einem ähnlichen Falle das Verfahren in Deutschland gestalten! Erst eine langwierige Voruntersuchung: dann Uebersendung der Akten an eine neue Behörde, die wiederum eine eingehende Prüfung vornehmen muß: nach geraumer Zeit Eröffnung des Haupt- verfabrens, worauf wieder lange Wochen vergehen, bis endlich die Hauptverhandlung stattfinden kann. Dann ist noch für die Angeklagten die mannigfachste Gelegenheit gegeben, die Verhandlung durch weitere Beweisanträge usw. zu verschleppen und womöglich zur Vertagung zu bringen: recht oft wird dies noch durch eine Untersuchung in einer Irrenanstalt bewirkt: und schließlich ist das Beweismatcrial so ver- blaßt, sind namentlich die Aussagen von Belastungszeugen so unsicher geworden, daß der Uebeltäter jedenfalls sehr viel mehr Hoffnung haben kann, der verdienten Strafe zu entgehen, als es bei einem raschen Verfahren möglich sein würde. Wird aber eine Verurteilung erzielt, so kann die Oeffcntlichkeit sich kaum mehr an die Begehung der Tat erinnern, sie hat das Interesse dafür meist völlig verloren, und auf diese Weise verliert auch das Urteil den besten Teil seiner Wirkung. Namentlich auch seiner Wirkung ans die Elemente, die es von gleichen oder ähnlichen Vergehen ab- schrecken soll: denn es liegt nun einmal in der Natur des Menschen, daß er Ucbel, die ihn nur aus weiter Entfernung bedrohen, längst nicht so einschäht und fürchtet, wie Uebel, die einer Tat auf dem Fuße folgen und ihn mit ebenso großer Sicherheit wie Unmittelbarkeit treffen. Jnsbsondere müßten auch in Deutschland alle Störungen der öffentlichen Ordnung und Vrlehnngen des öffentlichen Anstandes, schwerer grober Unfug jeder Art, Beleidigungen und die Masse der Bagatellsachen ihre Erledigung und Sühne durch ein beschleunigstcs Verfahren finden. Ein solches Verfahren würde nicht nur eine ganz andere allgcnieine Wirkung in abschreckender Richtung haben, sondern auch oft genug unmittelbar wirken und nützen. Das haben wir ja bereits wiederholt während der unerfreulichen Vorgänge in Zabern betont: Hätten wir dort ein Polizei- gericht nach englischem Muster gehabt, so wären init Lcicevg- Feit und Sicherheit trotz aller Lässigkeit gewisser Zivilbe- hördcn in den Anfängen des ganzen Keakchls doch sofort einige Bestrafungen erzielt worden: und aller Voraussicht nach wäre dadurch überhaupt verhindert worden, daß die ganze Sache einen größeren Umfang annahm und sich zu einem Skandal von nachhaltigsten und unerfreulichsten poli- tischen Folgen auswuchs. Es sollte deshalb wirklich die dringendste Aufgabe der bevorstehenden Reform unserer Strafjustiz sein, die lähmende Langsanikcit des Gerichtsv'r- fahrcns in allen für ein abgekürztes Verfahren irgendwie geeigneten Füllen zu beseitiaen. Das wäre nicht nur u». endlich weit wichtiger und nützlicher als manche Reforin, über die sich unsere Juristen schon Jahrzehnte hindurch die Köpfe zerbrechen. Damit wäre auch eine tatsächliche und überaus schwere Rückständigkeit aus der deutschen Justiz beseitigt. August ^evel. In drei Bänden liegt nun August Bebels Darstellung: „Aus meinem Leben" vor: bis zum Jahre 1881 war er ge- konuncn, als der Tod ihn überkam. Seine Anhänger Weeden sich freuen, diese Darstellung seines Lebens zu haben. Fernstehende werden es empfinden, wie wenig groß und wie wenig gcmlltsticf, kurz, wie wenig deutsch doch August Bebel ge- Wesen ist. Freilich: kann man von ihm verlangen, daß ec Deutschland liebt? Sein Vater war ein Pole aus Ostrowo, wenn er auch als Unteroffizier nach Westdeutschland kam, seine Mutter Ivar eine geborene Simon. Und doch hatte er ein dunkles Empfinden von der Macht des nationalen Gedankens. Nichts fürchtet er mehr für seine Partei, als eine kräftige, nationale Welle, wie sie besonders ein Krieg mit sich führen kann. Wie charakteristisch un' ganz nach Bebels Herzen sck'reibt ihm Friedrich Engels (II 243 ): „Einen europäischen Krieg würde ich für ein Ungllie halteu, diesmal würde er furchtbar ernst werden, liberal den Chauvinisinus entflammen auf Jahre hinaus, da jedes Volk um die Existenz kämpfen würde. Die ganze Arbeit der Revolutionäre in Rußland, die am Vorabend des Sieges stehen, wäre nutzlos, vernichtet: unsere Partei in Deutschland würde nwmcntan von der Flut des Chauvinismus überschwemmt und gesprengt, und ebens« ging's in Frankreich. Das einzig Gute, was hcraus- kommen könnte, die Herstellung eines kleinen Polens, kommt bei der Revolution ebenfalls, und zwar von selbst, heraus, eine russische Konstitution im Falle eines unglücklichen Krieges hätte eine ganz andere, eher konservative Bedeutung als eine revolutionär erzwungene. Ein solcher Krieg, glaube ich, würde die Revolution um zehn Jahre aufschieben, nachher wäre sie freilich um so gründlicher." Und ebenso am 16. Dezember 1879 (III, 86): „Im übrigen geht die Weltgeschichte ihren Gang, i-n- bekümmcrt um diese Wcishcits- und Müßigkeitsphilistcr. In Rußland muß die Sache jetzt in wenig Monaten zum Klappen kommen. Entweder stürzt der Absolutismus, und dann weht sofort nach dem Sturze der großen Reserve der Reaktion ein anderer Wind durch Europa oder aber, es gibt einen europäischen Krieg, und der be- gräbt auch die jetzige deutsche Partei unter dem unvermeidlichen Kampf eines jeden Volkes um die nationale Existenz. Solch ein Krieg wäre unser größtes Unglück, er könnte die Bewegung um zwanzig Jahre zurückwerfen." Dazwischen kommt dann wieder die kurzsichtige Hoffnung auf den Sieg der roten Revolution. So schreibt Bebel am 1. Oktober 1882 (III, 231): „Einstweilen habe ich einen Pakt auf weitere vierzig Jahre mit dem Sensenmann geschlossen: ich denke, diese Zeit reicht nicht nur, um den Zusammenbruch des Alten zu erleben, sondern auch noch ein redliches Stück vom Neuen zu genießen". Und in demselben Brief (III, 232): „Würde zu der vorhandenen, sehr starken Unzufriedenheit der bürgerlichen Schichten über unsere ökonomischen Verhältnisse auch noch die politische Opposition bin- zukommcn, so wäre das eine wahre Wohltat für uns: denn beides zusammen beschleunigt die Katastrophe, und tritt diese ein, dann sind die bürgerlichen Worthelden von der Bühne verschwunden und unser Einfluß und unsere Führung werden maßgebend. . . ." Der Pakt mit dem „Sensenmann" hat schlecht gehalten. Bebel ist dahingegangen, und seine Partei ist nicht in einer Zeit des Aufstieges, sondern der Niederlagen. Preußischer Landtag. Abgeordnetenhaus. Zu der am Samstag fortgesetzten Beratung des Bcrgetatl lag ein Antrag Faltin (Ztr.) vor, der die Regierung ersucht, im oberschlestschen Industriebezirl in größerem Umfange Bauprämien und unverzinsliche Darlehen sür Arbeiter zu gewähren oder auf abgcbautcn Kohlenseldern staatscigne Wohnhäuser zu lauen, um dem Mangel an Arbeiterwohnhäusern abzuhelfen. Abg. Eronowski (Ztr.) führte Klagen über die im rheinisch-westfälischen Industriegebiet errichteten Knappschasts-, krankenhäuser, die den älteren konfessionellen Krankenhäusern, die nie versagt hätten, Abbruch täten. Abg. Delius (Fortschr.) beklagt- die Herabsetzung der Krankenrenten im Saarrevier. Abg. Hue (Soz.) verlangte, daß den Arbeitern mehr Einfluß aus die Verwaltung aus die Knappschastskrankcnhäuser eingeräumt würde. «». 63 __ Slbfl. Maltin (ZIr.s wies auf die hohen Mieten und schlechten Wohnräume in Oberschlesicn hin und bat, den Antrag des Zentrums anzunchmen. Obcrbcrghauptmann o. Velsen hemerlte, daß die Berg- berwaltung mit der Gewährung von Baudarlchen und Prämien in Obcrschlesien sehr schlechte Erfahrungen gemacht hätte. Wo ein Bedürfnis vorlicge, da baue die Verwaltung schon aus eigenem Interesse. Abg. v Hassel skons.s nannte cs durchaus notwendig, den Bergarbeitern gute Wohnungen zu schassen, denn das schasse zufriedene Menschen. Handelsminister Dr. Sydow erklärte, die neuen Krankenhäuser mähten gebaut werden, da die vorhandenen nicht mehr ausrcichten. In diesem Sinne trat auch Abg. Althoff (Ratl.s für den Bau der neuen Knappschastskrankenhäuser ein. Um die Arbeiter nicht in die Abhängigkeit des Fiskus zu bringen, lehnte Abg. K o r s a 1 ) (Pole) den Antrag des Zentrums ab, der nach kurzen Bemerkungen des Abg. Eronowski (3tr.) auch vom Plenum obgelehnt wurde. Dann begründete Abg. Brust fZtr.) einen Antrag, durch den der Amtssitz der Bcrgrcvierbeamten möglichst in den Mittelpunkt der Bergrevierc gelegt werden sollte. Oberberghauptmann v. Belsen hielt die etwaigen Ent- sernungcn zu den Gruben für nicht so bedeutend, doch solle, wie t! der Antrag wünsche, nach Möglichkeit der Amtssitz in den Mittelpunkt gelegt werden. Abg. Jmbusch (Ztr.) wies auf die steigenden Gefahren des Bergbaues hin und wünschte bester« Unterstützung der Sicherheitsmänner. Als eine ständige Gefahrenquelle bezeichnet« Abg. K o r - santy sPole) die hohe Zahl der jugendlichen Arbeiter. Abg. Hue (Soz.) erwähnte die in den Bergwerken beschäftigten Frauen. Die Frauen- und Kinderarbeit in den Gruben jollte ganz verboten werden. Abg. » Hassel skons.) gab der Befürchtung über eine Verlegung der Oberbergämter in Llaustal und Goslar Ausdruck und lehnte den Antrag des Abg. Brust ab, da die Frage von der Regierung entschieden werden müste. Notwendig sei, daß Werke, die Braunkohlcngruben errichten, die wertvolle Muttererde nicht verkommen lasten. Handelsministcr v. Sydow teilte mit, daß eine Verlegung der genannten Oberbcrgämtcr nicht beabsichtigt fei. Ein Rcgieriingsvertreter erwiderte dem Abg. Korfontq, das, von einer Schikanicrung der Sicherheitsmänner keine Rede fein könne. Die Zahl der jugendlichen Arbeiter gehe ständig zurück. Abg. Hafenelcoer (Natl.) meinte, die Unfälle im Bergbau feien meist selbst verschuldet. Nach kurzer, unwesentlicher Debatte wird der Antrag Brust abgelehnt, damit war der Bergctat erledigt. Nächste Sitzung Montag 1t Uhr. Eisenbahnetat. Schluß K6 Uhr. Tugrsttberslcht. Deutsches Deich. r :: Di« Heranziehung der Ausländrr zum Mehrbeitrag. Die „Kölnische Zeitung" meldet aus Berlin: Dar in einigen Blätter» angekündigte Vorgehen der ausländischen Diplomatie gegen die Heranizehung ihrer Landesangehörigen zum deutschen Wchrbeitrag ist noch nicht erfolgt. Es erscheint auch zwei- sclhast, ob es zu diplomatischen Anträgen auf Befreiung der im Deutsche» Reiche lebenden Ausländer vom Wehrbeitrag kommen wird. Möglich ist, daß unter den in Berlin beglaubigten Diplomaten eine Erörterung darüber stattgesunden hat oder noch stattfindet, ob Schritte auf Bcsreiung der Ausländer einen Erfolg versprechen dürsten. Schwerlich ist der deutsche Wchr- bcitrag als eine Kriegssteuer aufzusasten, von der Ausländer »uf Grund von Verträgen verschobt bleiben, denn als Kriegssteuer kann nur eine Steuer gelten, die im Zusammenhang mit einem bereits ausgcbrochenen oder bevorstehenden Kriege erhoben wird. Dies trisst aber beim Wchrbeitrag picht zu. Der Wchrbeitrag ist auch keine Ausnahmebcstcucrung in dem Sinne, daß er die im Deutsche» Reiche wohnenden Fremden in schärferer Weise trisst, als die Inländer. :: Polnische Ausschreitungen i» Berlin. Zu wüsten Ausschreitungen kam es gestern in der katholischen Pauluskirche zu Moabit. Der „Telegraphen-Unton" wird hierüber Folgendes berichtet: Die Ursache des bedauerlichen Zwischenfalles ist darin zu suchen, daß die polnischen Kommunikanten am 25. März nicht mit den Deutschen zur Kommunion gehen wollen und das Verlangen stellten, schon gestern kommuniziert zu' werden. Gestern morgen fanden sich in der Pauluskirche etwa «0 polnische Kinder mit ihren Eltern ein und wünschten kommuniziert zu werden. Dieses Ansuchen lehnte der Kurator, Pater Zakobus ab und sorderte, nachdem die Polen polnische Lieder anstimmten und der Aussorderung, das Singen einzustellen, nicht nachkamen, die Kirchenbesucher auf, die Kirche zu verlasten, ein Befehl, der keinerlei Beachtung fand. Hieraus bestieg Pater Amandus die Kanzel und verlangte energisch das Verlasten der Kirche, widrigcnsalls er Polizei herbeiholen müste. Die Polen liehen zahlreiche Protestruse laut werden, und verlangten nach wie vor, vom Pater die Kommunion ihrer Kinder. Inzwischen versuchten acht Kriminalbeamte, die Leute zum Verlasten der Kirche zu bewegen. Da ihnen dies nicht gelang, und die Zahl der Beamten zu einem energischen Vorgehen zu gering war, wurden noch 29 Schutzleute hcrbeigeholt, die in Gemeinschaft mit den Kriminalbeamten die Leute gewaltsam aus der Kirche herausdrängten. :: Deutjch-sranzösilche Grcnzvcrhandlungca. Di« deutsch- französischen Verhandlungen Uber die Regelung der Grenze im Kongogebiet sind jetzt in ein neues Stadium getreten. Wie erinnerlich, waren zur Feststellung der Grenze gemäß des Abkommens von November 1911 eine deutsche und eine französische Kommission in der Kolonie tätig. Diese Kommissionen haben seit ihrer Nüälehr ihre Arbeiten getrennt fortgesetzt. Nach -ihrem Abschluß wird man gemeinsam die Punkte studieren, über Ws man sich bisher nicht ciniac» konnte. — Wie der „Matin" Neue Tageszeitung. Montag, »en I«. Mae, 1914. ersährt, ist der Ehes der französischen Kommission, Louis Perl- quet, nach Brüstel abgereist, wo er mit Hauptmann von Ram- say und Major Zimmermann von der deutschen Kommission zusamnlcntresseu uad Uber di« strittigen Fragen verhandeln wird. . Oesterreich-Ungarn. . . :: «er>chlechterung der parlamentarische» Lage in Oesterreich. Die parlamentarische Situation hat im Lause des Samstags eine cVrschlcchterung erfahren. Es gilt so gut sfo sicher, daß morgen nach der Sitzung des Abgeordnetenhauses die Vertagung des Reichsrates ausgesprock-7t werden wird. Die tschechischen Abgeordneten sind unter gar keinen Umständen geneigt. von ihrer Obstruktion abzulasten. Morgen vormittag werden die Beschlüste der einzelnen böhmischen Parteien, die gestern in Prag zusammentraten, der Regierung vorgelegt werden, woraus die Regierung nach einer kurzen Sitzung die Vertagung des Reichsratcs vornehmen dürste. :: Rätselhaftes Verschwinden von Akten au» dem Kultusministerium. Große Erregung ries in Budapest der Umstand hervor, daß aus dem Kultusministerium sechs Akten von größter Wichtigkeit spurlos verschwunden sind. Man vermutet, daß dieselben gestohlen sind, um verüssentlicht zu werden. Die Polizei hat sofort engerische Recherchen cingeleitet. Sie behauptet, daß ein Teil der Akten sich im Rat befinden sollen. Rußland. :: Beruhigende ErNärung des Grasen Witt«. In einer Unterredung, die ein Redakteur des „Az Est" mit dem Grasen Witte über das augenblicklich zwischen Rußland und Deutsch, land herrschende gespannte Verhältnis hatte, äußerte der letztere u. a., daß sowohl die deutsch-österreichische wie die russische Prestc den Stand der politischen Lage in vieler Hinsicht übertrieben haben. Dies sei der Hauptgrund für das gegenseitige Mißtrauen. In de» Absichten Rußlands und seiner Regierung finden diese Auslastungen keine Begründung. Die Lage sei zwar wegen verschiedener noch schwebender Fragen nicht ganz geklärt, doch könne er rundweg betonen, daß der Zar und seine Regierung vollkommen friedliche Absichten haben. „Sie müsten wissen", so führte der Graf weiter aus, was bei uns in Rußland der Wille des Zaren bedeutet. Es ist das Höchste, es ist ein absoluter Wille. Ich wiederhole Ihnen, der Zar will den Frieden: «r wünscht den Krieg zu vermeiden, selbstverständlich aber nur solange, als er dadurch seinem Reich keinen Schaden zufügt. — Im auswärtigen Amte zu iWen sind von der österreichisch- ungarischen Botschaft in Petersburg Nachrichten eingetroffen, wonach die Botschaft in Petersburg die eVrsiechrung erhalten hat, daß man an maßgebenden Petersburger Stellen, den kriegerischen Erklärungen der russischen Presse vollkommen sern- stehe und ihnen jede Berechtigung abspreche. — Wiener finanzielle Kreise haben auch aus Paris beruhigte Mitteilungen erhalten, und man ist hier überzeugt, daß schon in den allernächsten Wochen eine Klärung der politischen Lage eintreten werde. Italien. :: Di« Reubildung de» italienische» Kabinett«. Der Ab- geordnete Salandra hat seine Bemühungen, zur Reubiidung de» Kabinetts fortgesetzt, jedoch ist bisher noch nichts über die endgültige Besetzung der Ministersestel bekannt. Als wahrscheinlich wird die folgende Kombination angesehen: Ministe- rium de» Aeußeren: Marquis di San Giuliano: Finanzministerium: Luzzatti; Kriegsministerium: Guardenghi; Marinemini- sterium: Millo. Vorgestern abend hat der König Salandra in Audienz empfangen und eine Stunde lang mit ihm konferiert. Der schwierigste Punkt bei der Neubildung des Kabinetts ist die Personenfrage, denn das Programm Salandras findet allgemeine Billigung. Bom Balkan. :: Verhastungsbeschl gegen den Bandensührcr Sandanski. Die Regierung in Sofia hat den Beseht erteilt, den sich in Hel- nik versteckt haltenden mazedonischen Bandensührcr Sandanski zu verhaften, der seit zwei Lustren auf dem Balkan eine gcwiste politische und auch militärische Rolle spielte. Sadanski war der Führer jedes inazcdonischen Ausstander seit den Jahren 1902. Er ist ein vielseitig gebildeter Mensch, der an europäischen Universitäten studiert hat, und stellt den Typ eines germanischen Landsknechtes dar. Groß, blond und schlank sieht er in seiner Litevke «her wie ein preußischer Ofsizier, als ein mazedonischer Bandcnsührer aus. Als die jungtürkische Bewegung ausbrach, stellte sich Sandanski dem jungtllrkischen Komitee mit seinen Frcischaren zur Verfügung und nahm an dem Marsch Enver Paschas und Mahmut Schcsket Paschas gegen Konstantinopel mit großem Erfolge auf dem südwestlichen Teile des Kriegsschauplatzes gegen die Serben, mußten sich jedoch nach der Niederlage der regulären bulgarischen Armee ebenfalls zurückziehen. Der jetzigen friedliebenden Regierung ist Sandanski anscheinend unbequem. Es dürste ihm aber infolge seiner großen Beziehungen und seines starken Anhangs nichts Ernstliches geschehen. Asien. :: Der Kleinkrieg in Tripolis. Am Mittwoch nachmittag 2 Uhr wurde die italienische Kolonne Latent bei der Oase Zuo- tina von 2000 Feinden angegrissen. Nach mehrstündigem Gefecht wurde der Gegner von den Truppen in die Flucht geschlagen. Er ließ 283 Tote und zahlreiche Waffen und Munition aus dem Kampfplatz« zurück. Aus italienischer Seite wurden 2 Osftziere getötet und 9 verwundet, sowie ein Soldat und 24 Askaris getötet und 7 Soldaten und 93 Askaris verwundet. Hochwusser-rlachrichteii. Hochwasser im Tonnnbccken. München, 16. Mär». Aus dem ganzen bayerischen Donaugebiet konimen Hochwassernachrichtcn. Das Dorf Marie Pofching ist überschivemnit. Zwischen Deggendorf und Klein-Pinzing stehen viele Ortschaften unter Wasser. AuS der Ober-Psalz werden schwere Hochwasserschäden gemeldet. Die Schwarza ist über die User getreten und hat weite Strecken überschwemmt. Das Unwetter in England. London, 16. März. Aus ganz England und Irland werden schwere Stürme und Rcgenaüsie aemeldet. die an Seite £ vielen Stellen Ueberschwemmungen zur Folge hatten n„t beträchtlichen Schaden nnrichteten. Bei Holyhcad erreich», der Sturm eine Geschwindigkeit von 77 Meilen in Stunde. Die Sck,iffahrt hat ganz erhebliche erlitten, man befürchtet sogar. st,-- m anfS“*** 'ift: «tmia PC* -..„ard-Lime. der aus Boston in Oneenswwn -..»lraf. mußte eine zcltlang im inneren Hafen warten, olä cs sich dann doch als unmöglich heransstelltc bei' ö? hohen Seegang die Passagiere an Land zu sehen, danivsst. er nach Liverpool weiter. Der amerikanische Dampfs „Havarford", der in Quceustown vormittags fällig war jü erst spät am Nachmittag im Hasen eingetroffen. Unwetterkatastrophe in Südrußlai,d. 356 Menschen ertrunken. — 380 Gebäude eingestürzt, Odessa. 16. März. Die Küc des Ajowschen'Meere-, in der Nahe des Kvsakendorfes Achtyrskaja in der Provinz Kuban ist bei dem Orkan der sett zwei Tagen wütet, dusch eine Hochflut hei,„gesucht worden. 206 nm User des Meeres schlafende Arbeiter wurden sortgespült: alle sind ertrunken Die Flut überschwemmte viel Arbciteransiedelimgcn. In der Stadt Temrjuk wurde ein Zementdamm durch die Fluten zerstört. Ein großer Teil der Stadt steht unter Wasser Meer stieg um drei Meter. Auch die Orte Stanitza und At- schujewskaja wurden überflutet. Mehr als 1000 Personen finb dvrt ums Leben gekomnwn. In Jasenskaja ertranken to0 Personen. Auf der am Schwarzen Meer entlang führen- den Eisenbahn wurden Wagen und Lokomotiven durch die Fluten umgestürzt. In Atjchujewskaja sind 380 Gebäude eingestürzt. Kund der Landwirte. Am Mittwoch sand zu Ostheim bei Butzbach eine Der- sammlung unter dem Vorsitz unseres Vertrauensmannes Peter Schneider statt, die sehr gut besucht war. Die Ausführnn. gen de» Herrn Hirsch el, der auch Gelegenheit nahm, die Wahlen zur Ortskranlenkasie zu besprechen, fanden allgemeinen Beifall. An der Ausiprache beteiligten sich Herr Fr. Häuser- Nicderwcisel und ein hiesiger Landwirt, der insbesondere aus- torderte. die „Neue Tageszeitung" mehr zu lesen. — Die Ver. jammlung am Freitag Abend za K ir ch - G ö n,, die uni« dem Vorsitz des Herrn Koni. M ü l l e r tagte, war namentlich von Gewerbetreibenden gut besucht, die den Ausführungen de, Herrn H t r s ch c l iider da» Krankenlastengesetz ausmerkjam folgten. Er und der folgende Redner, Landtagsabg. Dr. von H e l m o l t sanden volles Bcrständni» und Zustimmung. — In Reichelsheim fand am Samstag eine Versammlung, Pie von dem eVrtraucnsmann Ad. Eodurger geleitet wurde, statt. Ersrculichcrweise waren auch aus Weckeshcim Freunde gekommen. Zuerst sprach Landtagsabg. Br ei denbach über die Tätigkeit des hessischen Landtages und dann verbreitete sich Redakteur H i r l ch e l - Friedberg über die Reichsversicher- ngsordnng und die Krankenkastcnwahl. An der Aussprache beteiligten sich die Herren B o p p, Fabrikant Sprengel und Weißbindermeister Becker. Herr Tierarzt Humps richtete sodann an den Abg. Bleidenbach eine Anftage wegen der Errichtung einer Hengftstation, die von diesem in besticdigr« Weise beantwortet wurde. Gegen zsil Uhr wurde die schön verlaufene Versammlung geschlosten. Brrsam in langen Montag, den 16. März, abends 8 Uhr, in - Stammheim. - Redner: Landtagsabgeordneter Dr. v. HeImolt und Hirschel-Friedbcrg. Mittivoch, den 18. März, abends 8 Uhr, in - Dortelweil.-- Donnerstag, den 10. März, abends 8 Uhr, in - Niedrrwrisel.------ Freitag, den 20. März, abends Uhr, in - Pctterwril. --- Redner: Hirfchel - Friedberg. Die Versammlungslokale werden noch bekannt gegeben. Bereinigte Landwirte Landwirte! Gebt den fortgesetzten Machenschaften der Milchgrobhändler, den Milchpreis zu drücken, nicht nach, sondern haltet fest an Euren Preisen. Die Preisdrücker können nur dann Erfolg haben, wenn Einzelne nachgeben. Halten alle Landwirte fest, dann werden die Preisdrücker keinen Erfolg haben. Achtung! Sieben dem sozialdemokratischen Konsumverein, besohl sich seit 1. März der «eamten-Konjumverem in Franlnu' mit der Lieferung von Milch an seine Mitglieder. ~f* Hauptzweck ist natürlich, den Preis zu drucken. Ein lUlli» licher Landwirt ans Eckenheim, Nomens Drebes ist Kr ^machen alle Landwirte. Molkereien nnd M ^ er ausdrücklich darauf ausmcrtsam, daß sie sondern auch ihre BerufSgenosten aufs Unternehmungen, den Sir. B» Seife ü Konsumverein oder den Drcbes'schen Milchverfchleiß Lurch Lieferung von Milch nntrrstützcn. Die Geschäftsführer der Vereinigten Landwirte. Zur ftfniikfnkßfffititinlil! Die Versicherte» wollen nicht versäumen, sich von ihrem Arbeitgeber eine Bestätigung geben zu lassen, daß sie. bei ebnen beschäftigt sind, da sie ohne diesen Ausweis nicht zur Wahl zugelassen werden. Tie Erklärungen sind vorgcdruclt bei den Untcrcrhebern zu haben. Auch die Arbeitgeber niögen besorgt sein, daß ihre Dienstboten niit dem verlangten Ausweis versehen sind. Achlniiy! Snilonarbrifrr! Als Zeitpunkt für die Anmeldung der Saison- oder Sommer-Arbeiter und Arbeiterinnen ist der 17. Mär, bestimmt worden. Alle, die cs angeht, namentlich die Guts- Pächter. wollen diesen Tag nicht versäumen. Für später Eintrctende mutz der Arbeitgeber eine besondere Bescheinigung des llntcrerhebers haben, falls er für diese Arbeiter noch feine Stinnne abgeben will. iUfliilloiialf fiir Vit KrailktlikMnmi,!. In dieser Nummer find die Lokale veröffentlicht, in denen am 22. März die Wahl zum Ausschuß der Orfifiran- kenkasse für den Kreis Friedberg stattfinden soll. Wir wachen unsere Leser darauf besonders aufmerksam. Aus der südlichrn Wctterau. Testern fand auf dem Sclzerbrunnen eine von nationalen Arbeitgebern und Arbeit- nthmcrn einbcrufene Versammlung zur Ortskrankenkassenwahl statt, zu der Vertreter von Groß-, Klein- und Okarben, von Vilbel, Dortelweil. Masscnheim, Kloppenhcim, Burg- gräfeurode, Ober-Mörlcn und Nicder-Weisel -erschienen waren. Herr Kult mann - Vilbel eröffnet« die Versammlung, indem er auf ihren Zweck hinwies. Sekretär !>t i e n e ck e r von dem christlichen Gewerfchaftsverbande legte in anschaulicher Weise das Wesen des Gesetzes dar und erntete lebhaffen Deffall. als er mit der Aufforderung schloß, uist- zuhclfen, d^ß die Lrtskrankenkasse wieder zu einer sozialen Einrichfimg zum Schutz und Nutzen der Krankcnkaffe zemackfi werden solle. H i rf ch el-Fftiedberg ergänzte diese Ausführungen besonders in der Richtung, was die Verhältnisse im Kreis Friedberg anbctrifst. Kuli mann- Vilbel legte nochmals die Wablordnung aus, während Rechtsanwalt S ch r ö d e r-Friedberg wertvolle Winke zur Wahl gab. Sämtliche Redner fanden allgemeine Zustimmung. Ans -er Heimat. * Friedberg, 16. März. (Er, scheint immer noch nicht genügend bctannt zu sein, daß dir Postvcrwaltung in griihercn Städten einen sogenannten Eilabhotungsdienst eingerichtet hat. Dieser Dienst erstreikt sich darnuf, gewöhnliche Briefsendungen (Briese, Pofttarten, Drucksachen und Warenproben) im Orts- bcstcllbezirk auf Verlangen bei den Absendern abholen und zur Postbesörderung aufficfcrn zu lassen. Die Anmeldung von Austrägcn zur Eilobholung kann durch Fernsprecher lAnrus Rr. 253) oder mündlich am Schalter oder schriftlich erfolgen. Es werde» erhoben für die Eilabholung einer Brieffendung 2b Pig. bei gleichzeitiger Abholung mehrerer Brieisendungen desselben Absenders iur die erste Sendung 2b Pig., für jede weitere 1» Pfg., bei Zurückziehung eines Auftrages, sofern der Eilbote den Weg bis zum Absender bereits angctreten hat, 25 Pf. Die Gebühren hat der Absender bei der llebergabe der Sendungen. die Gebühr sür die Abmeldung bei der Meldung des Boten bar an diesen zu entrichten. * Friedberg, 16 März. Wie uns soeben mitgeteilt wild, will das Berliner Operetten-Ensemble. Direktion: Ernst Aßmy, hier noch ein Gastipiel geben. Dasselbe soll am Montag, den 23. Mürz, stattfinden und zwar soll uns diesmal die Königin der Operette: „Die Fledermaus" vorgesctzt werden. Die Fledermaus ist eine unserer besten deutschen Operetten m,d eine Parole der Johann Strauß'schen Kom- Positionen. Es wird un? wohltuend berühren, nach den beiden niodernen leichten Operetten etwas gutes gediegenes zu börcn. Die Fledermaus ist pon dem Ensemble jetzt vollständig neu ansgestattet cinstudiert, da das Ensemble jetzt direkt von hier mit dieser Operette in Darmstadt neben Kinoköni- gin gastiert. Der Erfolg dieser Vorstellung dürste wohl sicher der größte der 3 Gastspiele fein. Billetts und im Vor- lifrFnu) im Zigarrengefchäfi von Eduard Oppenheimer Rach- folger und der Hofbuchbandlung C. Bindernagel zu haben. * fichzcll, 16. März. Die Freiwillige Feuerwehr hat die Reihe der theatraliilben Dereins-Deranstaltungen Echzells am gestrigen Abend beendet. Ilufere Feuerwehr ist tipptopp, da die richtigen Leute an der richtigen Stelle stehen. Der Saal des „deutschen Hauses" war bis auf den letzten Platz befetzt. Dem Programm nach wußte man im Voraus, »aß etwas geleistet werden mußte. Die 16 Nummern des- ^lben wickelten fich glatt ab. Es war ein Vergnügen, dem Ganzen zu folgen. Die Mitwirkung der Damen Hedwig Stall, ^ berefc und Milli Simon muß vor allen Dingen anerkannt werden, da hier in Punkt Prüderer eine Dresche ge- schossen worden ist. Der Clou des Abends war die Gemein- ceratssitzung inkfiifivc Sühneversuch. Das war so eine kleine ^llustrationsprobe der bestehenden Verhältnisse und das «picl selbst brachte einem tatsächlich auf den Gedanken, so kann und wird es kommen Der Prolog des Mitgliedes Jakob Jung: „Der Feuerwehrmann und sein Kind", verdient besondere Beachtimg. da derselbe die ernste Seite der Tätia- 9ltat ^.ageszerrung. Montag, oen 16. Marz 1911, keit eines Feuerwehrmannes beleuchtete. Echzell hat iich im vergangenen Winter bezüglich Leistimg der ucrichiedenen Vereine auf gesellschaftlichenr Gebiet nur von der guten Seite aus gezeigt und besteht begründete Hoffnung, daß in diesem Sinne bei Allen wcitcrgcarbcitet wird. * Ortcnbrrg, 16. März. 6s ist zu begrüßen, daß die , Kirchlich positive Vereinigung" am 18. März hier im ..Mauergarten" durch Herrn Pfarrer Dr. Dusch ans Frankfurt a. M. wieder einen Vortragsabend veranstaltet. Herr Pfarrer Busch ist gerade in der Frage über die Bedentung der Pflege des religiösen Lebens in der Familie ein viel begehrter niid gern gehörter Redner. Angesichts der kirchen- und vielfach religiös-feindlichen Bestrebiuigen unserer Zeit möge der Besuch diese? Vortrages Zeugnis oblegen von dem Werte, den christlich gesinnte Menschen deni aus den Glauben gegründeten religiösen Leben beilegen. Da der Vortrag so gelegt ist, daß der Zug um 9 Uhr zur Heimfahrt benutzt werden kann, darf wohl auf auswärtigen Besuch gerechnet werden. • Lich, IR. März. Bei der am 11. März in Steins Garten (Jakob Stein) itattgcfundenen Generalversammlung der Steno- giaphcn-Ecsclllchast „Eabelsberger" zu Lich staicb folgendes aus der Tagesordnung: I. Rcchiiungsablage für das Jahr 1913; 2. Borstandswahl; 3. Verschiedenes. Sämtliche Vorstandsmitglieder wurden wiedergewühlt. Weiter wurden zur Erleichterung des 1. und 2. Vorsitzenden-Amtcs zwei Ausschüsse gebildet: 1. Fcitbildungs- und Wcttschrcid Ausschuß und 2. Werbcausschuß. Die Mitgliederzahl beträgt z. Zt. 14. Am heutigen Montag beginnt wieder ein Anfängerkursus. — Der Eeslügslzuchtvcrcin Lich und Umgegend beabsichtigt kommenden Herbst in Lich eine größere Gcslügclnussiellunq mit Berlolung statffinden zu taffen. — Am 11., 12. und 13. Juli 1KI4 findet in Lich ein großes Bundcsfest des Lahntal-Sängerbimdes statt. Als Festplatz ist die sogenannte Eiermtese an der Bahnlinie Gießrn-Gelnhaussn bestimmt worden. Die beiden hiesigen Wercinc („Cäcilia" und ,Männerqunrtett"> gehören diesem Bunde an. * Gießen, 16. März. Die iin vorigen Jahre cröff.ictc Bahnstrecke Wetzlar-llsingen durch das Solmsbachtnl hattte seither keine günstigen Anschlüsse an die Strecken Gießen— Eoblcnz und Gießen—Cöln. Nunmehr weiden vom 1. Mai ab täglich zwei Züge direkt von Gießen nach Usingen »nd umgekehrt gefahren und für einen dritten Zug wird in Wetzlar Anschluß an den Schnellzug D 123 nach Gießen geschaffen. * Gießen, 16. März. An der Gewerbeansstellnng fiir Obcrhessen werden sich auch die Buderus'schen Eisenwerke niit ihren sämtlichen Abteilungen beteiligen mid so vohl einen interessanten Teil der Ausstellung bilden. * Gießen, 16. Mürz. Am Samstag abend entlud sich ein heftiges Gewitter niit starkem Regen über die Stadt und wird mit den letzten Regentagen Wohl wieder ein Steigen der Lahn, welche hier uoch nicht aus den Ufern getreten war, zur Folge haben. * Wieseck bei Gießen, 16. März. Infolge der Schwierigkeiten, welche einer clcktrffchen Bahnlinie Gießen— Wjeseck immer aufs neue bereitet werden, geht nran lfier mit der Absicht um, eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu gründen, die den Zweck verfolgt auf diefer Strecke eine Auto- Omnibns-Derbindung einznrichtcn. Schon cimnal hat eine solche Verbindung bestanden, aber nur kurze Zeit, denn den Wagen wurde die Fahrt durch die Stadt Gießen nach dein Bahnhöfe verboten, weil von der Marburgcrstraße aus nach dem Bahnhofe alle Minuten Gelegenheit gegeben ist. elektrisch zu fahren. Wenn dieses Verbot auch die zu gründende Gesellschaft treffen sollte, würde wohl auch aus dieser Omnibusvcrbindung nichts werden. * Frankfurt n. 51., 16. März. Ein hübsche Episode trug sich gestern rni Hanptbahilhose hier zu. Zwei Soldaten der 81rr stehen an der Depeschentofel und lesen die russtfche Fanfare; „Erzbercit!" Unbemerkt von beiden hat fich ein Offizier hinter fie gestellt und liest gleichfalls die Depesche. Nach dem Studium des Artikels sagten beide Soldaten wie ans einem Munde; „Laß sie nor konime, mir sin aach erzbercit!" „So ist's brav, Leute!" fiel da der Ofiizier ein und klopfte den jungen Leuten dankend auf die Schultern. * Frankfurt n. M.. 16. März. Ein hiesiger Kanfinann erhielt einen Brief, in dem der Schreiber drohte, er wüßte von verschiedenen verbotenen Geschäften, mit denen er sich abgebe Wenn er ihm nicht am Nachmittag 4 Uhr an der Hauptpost 60 cK gebe, werde er ihn der Polizei anzeigcn. Der Geschäftsmann übergab den Brief der Kriminalpolizei, der c? dann auch gelang, pünktlich zur festgesetzten Zeit den Er- prcffer fefizunebmen. Er entpuppte sich als ein von auswärtigen Behörden mehrfach wegen Unterschlagung und Er- preffereien verfolgter Bursche. * Frankfurt o. M.< 16. März. Ein krasies Bild großer Herzlofigkeit gegenüber einer schwerkranken und Wirtschaft- lich notleidenden Frau entrollt der Bettelst eine? hiesigen Armenpflegers. Der Frau eines zur Zeit arbeitslosen Schlossers, der auswärts Arbeit suckst, wurden von einem Abzahlungsgeschäft, dem sie nicht sofort die fällige Rate be- zahlen konnte, sämtliche Möbel zwangsweise fottgeholt. Selbst das Bett, in dem fie schwerkrank lag, nahm man ihr, fvdaß sie einen vollen Tag auf dem nackienFuß boden liegen niußte. Als die Polizei von dieser grenzlosen Hartherzigkeit des Abzahlungsgeschäftes erfuhr, veranlaßte sie sofortige Hilfe für die arme Frau und ihre zwei Kinder, die ihr dann auch in reichem Maße zuteil ward. Schade, daß der Bericht den Namen des Abzahlungsgeschäfts zur Warnung für Andere nicht nennt. * Frankfurt a. SB., 16. März. Der „Sakvarsanprozeß" gegen den Herausgeber des „Freigeist", Schriftsteller Carl Waßmann, findet vom 15. bis voraussichtlich 17. April vor der hiesigen Straftammer statt. Zu der Verhandlung find die ersten Fachgelehrte» als Sachverständig- und Zeuaen geladen. — V»-> einem Leerzüge entgleisten am 13. März vier Wagen und sperrten dadurch die Ansiahrtsgteise 11 und 12 auf etwa drei Stunde» sür den regelmäßigen Fahrbettiei. Der Materialschaden ist nick» unerheblich; Mcnlchenlcben lamcn nicht in Gefahr. * Frankfurt o. 9)1., 16. März. In der Gutlcutstraße über- snhr e>» Kraftwagen ein Schulmädchen und fügte ihm dabei schwere Quetschungen an der Brust sowie mehrere Rippenbrüchc zu. — Ein kraffes Bild großer Herzlosigkeit gegenüber einer schwcrkranken und wirtschaftlich notleidenden Frau entrollt de> Berscht eines hiesigen Armenpslcgers. Die Frau eines zur Zeit arbeitslosen Schioffers. der auswärts Arbeit sucht, wurden in» einem Abzahlungsgeschäft, dem sic nicht sofort die sääige RoU bezahle» konnte, sämtliche Möbel zwangsweise kortgcholt Selbst dns Bett, in dem sie schwerkrank lag, nahm man >br lodaß sic einen vollen Tag aus dem nackten Fußboden liegen nächte! Als die Polizei von dieser grenzenlosen Hartberzia- leit des Abzahlungsgeschäftes erfühl, veranknßte sic sofort'i> Hilfe lür die arme Frau und ihre zwei Kinder, die ihr dann auch im reichen Maße zuteil ward. Schade, daß der Bernhi den Namen des Abzahlungsgeschäftes zur Warnung für An dere nicht nennt! * Frankfurt o. SB., 16 März. Sämtliche Arbeiter der SB-ij binder-Eroßfirnia Sommer u. Enfield legten am 13. März vor mittags wegen Nichtbcwillignng eines Stundenlohnes von 63 Psg. statt der bisherigen 66 Psg. die Arbeit nieder. * Franksurt a. 911., 16. März. In einem Hause der großen Bockcnhcimcr Straße wurde ein schwerer Manfardencinbruch verübt. Den Diebe» sielen sämtliche dort ausbcwabrtcn Kleider, Wertsachen und Ersparnisse zweier Mädchen in die Hände Hellen-Raffan * Bnd Homburg v. d. H., 16. März. In einer schaifei Kurve der Sanlburgstrahe versagte das Steuer eines rasci fahrenden Autos. Dieses flog ins Fcld und nbersckilug sich Die Insassen kamen gkiicklirherweise mit leichten DestR'tzungci davon, der Wagen wurde zertzpünunert. * Bad Homburg v. d. H., 16. März. Eine schrecklich? Todesart wählte gestern vormittag eine liier wobnbaste Frau Li> Fontageremy. Nachdem die Dame bereits am Freitag vormittag versucht batte, sich mft Leuchtgas zu vergifte» aber rechtzeitig gerettet werden komlte, iibcrgoß sie sich air Sonntag im Keller der Kurpcnsion Weiland mit Petrolmm und zündete dann die Kleider an. Im Nu glich sie einer lodernden Flammensäule und verbrannte vollständig. Erst als die Flanimen «nd der Ranch von den inzwischen anck in Brand gesetzten Kellergcräte ins Freie schlugen, wurdr man auf das Unglück anfmerksrnn. Die alarmierte Fener- welir löschte raich den Brand, von der unglücklichen Frau fand man nur noch eine bis zur Unkenntlichkeit verkoblte Maffe. Was die Frau in den Tod trieb, ist noch nicht auf- gcFIart. * Obcrursel, 16. März. Die Inschrift des im Jobre 1661 von den beiden Hombirrger Bürgermeistern gestifteten Medaillons, von dem wir in letzter Nummer berichteten, lautet folgendermaßen: Zwei Streitaxt im Schild fährt Stadt Homburg vor der Höhe Draus nian das Lob im Streit der tapferen Heffen sehe. So daß zu Homburg noch im Wald und in dem Fcld Zu streiten mit der Axt sür Lust und Freud man hält. * Griesheim n. M., 16. März. Es steht nunmehr endgis- tig fest, daß vr. Geißenberger der Gemeinnützigen Bauge- nossenschast 153 600 Jl unterschlagen hat. Die Hauptleidtragenden sind kleine Beamte und Handwerker, dl« sich aus Furcht nicht getrauten, gegen den Mann vorzngeben. Außerdem hat Geißenberger, soweit jetzt ermittelt ist, hiesige und auswärtige Personen um mindestens 66 066 Jl durch „Pump- geschäste" geschädigt. Es wird aber angenommen, daß er noch zahlreiche andere Gläubiger besitzt, die er um hohe Summen geschädigt hat, die sich aus begreiflichen Gründe» aber gar nicht melden. Wie hoch hier die Wogen der Er- regung gehen, beweist die Tatsache, daß am Freitag einc von 606 —700 Personen besuchte öffentliche Versammlung scharfen Protest gegen die Geißenbergcr'schen Machenschaften, die auch in der Gemeindeverwaltung nbsärbtcn, erhob und ein schonungsloses Vorgehen de§ Gerichts gegen den Desraudaisten forderte. Frankfurter Wetterbericht. Vorausfag«: Vorübergehende Bewölkungsabnahmc, später trüb, Regenschauer, keine Temperaturoeränderung, westliche Winde. Verantwortlich für den politischen Teil: Otto Hirsche! Friedberg; für den lokalen Und unterhaltenden Teil. Bernhard Lenz, Friedberg; sür den Anzeigenteil: Karl Schmidt, Friedberg. Druck und Verlag der „Neuen Tagcs- * zeitung", A.-G.. Friedberg i. H. Mberitht zum groHfrurtet Frnllitnilirlt. Montag, den 18. März 1914. We i z e n, hiesiger und Wetterauer Mk. 20.30—20.-10 „ auf dem Lande abgeholl „ 20.00— 20.10 Roggen, hiesiger und Wetterauer „ 10.30—1(5.40 „ auf dem Lande abgeholt „ 16.00—16.-10 ©etfte, neue „ 17.50—18.00 Hafer, hiesiger und Wetterauer . „ 16.00—17.00 „ kurhesstscher ..... „ 00.00— 00.60 Trockentreber Mk.— Tendenz: Nordrrillft inm Iranhfortfr IJidjwßrtst. Montag, den 16. März 1914. Austrieb: 448 Ochsen, 60 Bullen, 863 Färsen. Kühe u- 310 Kälber, 103 Schafe, 2387 Schweine. Jlcuc -ia 3 C 5 |cumiü. Moniug, ocn 16 . März 1914 Itr. 6.1 r Siatt harten. Elise Stauf Wilhelm Lind Utphe Verlobte März 1914 Wölfersheim Die gcrtcn Aktionäre der „Neuen Tageszeitung" Druckerei und Verlag A. G. werden zur sckillichtii featoriMliiiiG für Montag, de» 90. März 1014, nachmittags 4'/» Uhr im Hotel Trapp in Friedberg ergebenst einlaoen. Tagesordnung: 1. Genehmigung der Bilanz für 191', der Gewinn- und Verlust- Rechnung und Entlastung des Vorstandes und Aufsichlsrates, 2. Verschiedenes. Die vom Aufstchtsrat geprüfte und festgesteNte Bilanz nebst Gewinn- und Verlujtrechnung liegt vom 15. Marz ab zwei Wochen im Eejchästslokal der Gesellschaft zur Einsichr der Herren Aktionäre offen. Friedberg (Hessin), den 12. März 1014. Neue Tageszcilung, Srutfecci ».Mag 21.8. Ter Aufstchtsrat: Carl Lucke. Seit, ; Allgemeine Grlsllranllenlrasse für den Kreis Friedllerg. Bekanntmachung. Ve!r.: Die Neuwahl der Vertreter und Ersatzmänner zum Ausschuß für die Amtsperiodc 191-1—1917. Im Anschluß an die Bekanntmachung vom 5. Februar d. 2. veröffentlichen wir nachstehe,ld die Wahllokale Ortenbefi'^. Mittwoch» den 18. März, abends 7 Uhr im „Mauergarten"« V o s* t x» a g de, Herrn Pfarrer Dr. Busch, Frankfurt a. M. über: „Die Pflege des religiösen Lebens in der Familie, eine Notwendigleit für unjer östenttiches Leben." _ Freiwillige Versteigerung. Es wird gewählt: in A-ricdberg im Saal über den städt. Pferdeställen, Eingang Haagstraße, in Assenhcim im Rathaus, in Nievcr-Wöllftadt im Rathaussaal, in Ober-Nosbach im Gemeindehaus, in Heldcnbergen im Rathaus, in Grotz-Karben im Rathaus, in Vilbel im Rathaltssaal, in Nieder-Erlenbach im Rathaussaal, in Ober-(sschbach im Rathaus, in Dortelweil im Rathaussaal, in Rovheiin im Gemeindehaus, in Stainmheim im Rathaus, in Niedcr-Florstadt im Rathaussaal, in Reichelsheim im Rathaussaal, in Dorheim im Schulhaus, in Wölfersheim im Gemeinderatssaal, in Oppershofen im Rathaussaal, in Ober-Mörlen in der Wirtschaft „Zur Waldlust". in Münzenberg im Rathaussaal in Butzbach im Rathaus, in F-auerbach v. b. H. im Rathaus, in Pohl-Göns im Rathaus in Gambach im Rathaussaal. Wir empfehlen den Wahlberechtigten nochmals, sich mit den nötigen Ausweisen zu versehen. Bor. drucke für die vom Arbeitgeber auszusteiicnden Bescheinigungen können von den Untererhebern der einzelnen Orle in Empfang genommen werden. Die Vordrucke können vom Bersicherten ausgefüllt werden, sodaß vom Arbeitgeber nur noch die Unterschrift und event. der Firmenstempel hinzugesügt werden muß. Versicherte, die nicht iu dem Stimmbezirke wohnen» in dem sie zur Kasie angemeldet sind können in dem ihnen am nächsten liegenden Wahllokale wählen. Diese Versicherten müsien unter alle» Un,ständen einen der oben bezetchneten Ausweise vorlcgen, wenn sie nicht auf andere Weise dein Wahlausschuß ihre Wahlberechtigung einwandfrei Nachweisen können. Ter Vorstand der Allgemeine» Ortskrankenkasse für den Kreis Friedberg. _Carl Damm, I. Vorsitzender. Die gegen Georg Stiem in Ockstadt ausgesprochene Be. ieidigung nehme ich mit Bedauern als unwahr zurück. Franz Nitolvus Weidmann, Ockstadt. stände: Wegen Ausgabe der Ökonomie versteigere ich folgende Eegen- 8 Kühe n»d 2 Rinder» zwei Zweispänner Wagen mit Leitern und Kasten» 1 Pfuhlwagen, 1 Binder Massiv Harris erst drei Jahre im BeUieb, 1 Grasmäher» 1 neuer Zweischaarpftug, 2 Lack'sche Pflüge» 1 noch neuer Kesselnianiel mit Kupferkeffe!» 1 noch neuer Patentpftug, I dreiieilige eiserne Egge und zwei Holzegge», 1 Grubber» 1 Lauterbacherwägelchen» 1 Kelter mit Äpselmühle, t Sämaschine Hassia, 2 Dickwurzmühlen, 1 Häckselmaschine und noch sonstige Haus- ». L>kono- nriegeräte, ferner noch zirta 600 Eentner Dickwurz und noch >80 Eentner Stroh« Die Versteigerung findet Dienstag, den 17. d. Mts. morgens 0 Uhr flat«. August Schaubach, Bönstadt. Verh. geb. Schweizer mit 3 Kindern, sucht bis zum 1. oder 15. April, evtl, auch 1. Mai Stellung zu 20 bis 25 Kühen. Selbiger ist 9 Jahre als Schweizer tätig. Auf seiner ersten setbst- gekundigten Stellung war er 4 Jahre tätig, worüber ihm gute Zeugnisse zur Verfügung stehen. Auf jetziger Stellung, die er Umständehalber gezwungen ist, aufzugeben, war er 5 Jahre. Näh. Auskunft zu geben, ist sein jetziger Prinzipal gerne bereit Anfr. m. Angabe von Lohn u. Viehbestand befördert die Expedition diejes Blattes unter N. W. 485. Total-Ausverkauf wegen Ausgabe des Ladens der Firma C.F.Schwarz Söhne 2nh. Vg. Hildrbrandt Marktstratze. Gießen. Ecke Wettergasse. Wir bringen zum Verkauf nur solide Waren zu den äußerst billigsten Preisen und zwar: Uonsirmandcrl Anzüge in ftfjroarjn. blau in allen Preislagen. Herren-«. Knnben-AiiM, Hchn, LPÜ-Anjiigt u. ämlliche Arbeit«- u. Ilernsskleider. Sowie Herren-sicmden > Id -Unterhose», tztriäriackrn und Sweater», rein wollene »rutsche u. englische Ktoffr. Fantaste-Westen! ß-K" Nur »och einige Tage! Flechten. Es wird Sie interessieren, zu erfahren, daß Ihre Dun-Salbe »eine Hände von einer Art nässenden Flechte nach 3-wöchigem Gebrauch befreit Hai, nachdem ich Uber */? Jahr mit allerhand Salben vergebliche Versuche gemacht hatte. Seit meinem Erfolge habe ich auch bei jeder passenden Gelegenheit die Dun-Salbe empsohlen und besonders ein Kollege, der öjfter rilsige Hände bekam, halle guten Erfolg. Tie Salbe einee Spezialisten, die recht teuer war, hatte niche geholfen, v. 8. (1.30) D. P. (1.30) D. Z. (2.00). O.-B. Lehrer Gg. F. Von nie versagendem Erfolg gegen Lungen-, Rippen,ell-, Blinddarm- und Bauchfellentzündung, bö,e Brust und Karbunkel. Zu haben in Ltpothekcn oder durch Vermittelung der Fabrik Sans Hertz» Darmstadt» Roßdörserstraße 22. Profpekt loftenlos » rd frei. Feinst gebrannte Ü asice's st», 150, 160, 180, 200 Psg. bei 5 Psd. 5 Psg. per Pfd. billiger. W. M a d r e Friedbcrg >. H. :: Teleion 237, Bismarüstratze 8. Ein Ijähr. Fohlen Ä ,c)äU Otto Appel, Wölfersheim. Znhii-Atelikr Pktcr Wthlkr friröüerg r.ö^ färbrrgallc 3 direkt lieben dem öorlchu'? u. ('reditverern 3 Minuten vom Bahnhof. Telefon Nr. Lchmicudsit Lchandluug KiNitze IJrriJr. Von Anflug Mai ob befindet sich mein Atrlier Hanauerstraße tzlr. 8 in meinem eigenen Haufe Arbeitgeber! Zungerer SattlrrorljUfr auf fofort gesucht A. Wittmann, Sattlerei Friedberg i. H. Jriitnllidjfö IienslnlnSlhen aus sofort event. später gesucht. Näheres in der Expedition Neuen Tageszeitung. der siHl ej dem anderno'O i lileilen c^ Kr ^ f ^ lieh zum . lien 'Heuer.__________________ ueb indUCDApoIhrKenuDrÖQiJ a OnO SciidOiiei IMK i gebrauche ) xbuize ck; gehabt, rein unheimlich: seiner verehrten Tante kam 's sicher unnatürlich vor. Jetzt aber sitzt er oben in ihrem «„inner und lebt bei ,hr herum, als müßte es si sein. Die Rosemariechen soll ihm freilich auch allen Willen tun." L»r einen Augenblick flammte jähe Röte in Marns Zügen, d'e plötzlich wieder erlosch. Teilnahmslos starrte sie vor sich nieder. „Ich bin so müde." „Herr Doktor, es ist schrecklich", klagte Erna, die ibm im Flur begegnete. „Sie re:!>t sich ousi Jede N.nb: um zwei oder drei Uhr. wenn sie meint, daß sie schlafe, steht sic auf und wandert durch? Ha»?. In Heinz' Zimmer schließt sie die Promenade und wenn, sie sich sicher füblt, dann hvir.t und stöbnt sie zum Erbarmen. Ich halte es beinahe nicht mehr aus." „Haben Sie sie in Rübe gelassen, wie ich Ihnen sagte?" „Ein, zweimal. Benn dritte» Male ging ich isir rach und setzte mich zu ihr. Zuerst war sie zornig, dann kam sie mit mir. Aber jede Nacht kann ich sie auch nicht hüten, ich sihlafe leider zu ant." „Dann muß hier jemand anders her", meinte der Doktor und b'cchlc esi-e Bsteaerin mit. Die jvnge Frau sträubte sich zwar sehr gegen die Person der freundlichen Diakonissin: erst als der Doktor ibr versprach, daß sie sich tagsüber fcrnhalten und nur des Nachts bei ihr bleiben solle, damii sic nicht so einsam sei, gab sie daun nach. Sie schwieg bebarrlich zu all-n Versuchen der Schwester; ihr näher zu treten, stellte aber die nächtlichen Wanderungen ein. Trotzdem besserte sich ibr Zustand nicht. Ihre Stimmung wurde innner verzweifelter, Rosemarie hatte sich überraschend schnell über den Verlust des Bruders getröstet, vielleicht, weil sic seit der Zeit den Kleinen besaß. Er wohnte bei ihr: denn da Mary ihm nicht mehr nachfragte, und seine gelegentlichen Besuche gleichgültig auf- nahm, bezog Sophie mit dem Kleinen die Zimmer im Oberstock, damit er die Mutter nicht störe. Marys Krankheit kam Rosemarie recht. Im stillen nannte sie sie Schwäche und Mangel an Energie und war geneigt, die Schwägerin deshalb zu verachten. Andererseits hatte die gesunde Mary ihr manches schwer gemacht. Sie wurde, da kein Testament vorhanden, vom Gericht zur Vor. münderin ihres Jungen ernannt. Als Pfleger fungierte der Bürgermeister, der sein Amt gern Rosemarie übertrup und sich nur vorbehielt, von Zeit zu Zeit nach dem Rechter z» sehen. Klug hatte die Nichte ihn zu dieser Maßreac veranlaßt, da die Frage von Mein und Dein eigentlich goä> Neue Tageszeitung. Montag, de» 1«. Mckrz 1914. regeren Verkehr mit Usingen kämen. Aus alle diese Jnteresicn nimmt das Projekt Bad-Nauheim—Usingen durch's Usatal keine Rücksicht. Kein Wunder, daß ein großer Teil der Versammlung diesem Plan wenig Sympathien abgcwinnen konnte. Der Leiter der Versammlung verzichtete am Schluffe aus seinen Wunsch, daß abgestimmt würde. Das Resultat der Abstimmung hätte sicherlich gezeigt, daß das Usatalprojctt seitens vieler interessierter Gemeinden abgelehnt wird. Diese Gemeinden werden zweifellos ihre Wünsche zur Kenntnis der maßgebenden Instanzen bringen. * Niederems i. T., 14. März. Ai der Dienstag Nacht wurden hier zahlreiche Wäschestücke, die in einem Garte» hinge», znin Teil gestohlen, znm Teil beschinntzt »nd zerrissen. Einem Frankfurter Polizeihund gelang es noch am nächsten Nachmittag den Spuren des Diebes zu folgen rind diesen in der Person der Witwe Bastian zu stellen. * F. C. Eltville n. Rh., 14. März. Der Magistrat der Stadt Eltville hat beschlossen, sänitliche Arbeiten und Liefe- runge» für den Erweiterungsbau des Städtischen Krankenhauses dein Vaumiternehnier August Wißmann zu Eltville 0. Rh., Gartenstraße 6, zu übertragen. * F. C. Von der rechte» Rhcinnfcrstratzc, 14. März. Nachdem im Jahre 1912 die Landespolizeiliche Prüfung deS Entwurfes der rechten Rheinnferftraßc in den Gemarkungen Atzmannshanfen, teilwkife in der Gemarkung Lorch, in Lorchhausen, Eaub, St. Goarshaufcn stottgcfunden, für die Gemarkungen Rndesheim und Lorch das Prufnngsverfahrcn im Gange war, hatten bei der Landespolizeilichen Prüfung die Rheinstrombnuverwaltuiig und die Eifenbahnverwal- inng Gelegenheit, zu dem Entwurf Stellung zu nehmen. Verschiedene Fragen wurden hierbei geklärt und mau war sich darüber fchlüfsig, daß eine erleichterte Durchführung des ganzen Bauplanes ermöglicht werde. Im Laufe des Jahres 1913 hat sich der Staat dazu verstanden, unentgeltlich die Leimpsadflächcn abznkreten und das sonst zum Ban notwen- dige Gelände zu dem Betrage von 30 M pro Ar zur Der- sügimg zn stellen, die Uferbefestigungen zu unterhalten, während die ' Unterhaltung der Stützmauern an den Böschungen des Eiscnbahnkörpers, die neu angelegt oder erweitert werden, durch die Eisenbahuverwaltung erfolgen soll, so daß der Landrsausschnb in seiner Sitzung im Oktober v. 1. einem neuen Plane, der ein neues Programm für die Finanzierung und die Ausführung des Nheinnferstrahcnpro. jekts vorsieht, zustimmte. Danach soll der Ausbau der Straße im Rheingaukreis al Vinizinalweg nach dem ausgestellten Entwürfe ansgefiihrt werden mit einem Kostenaus- wand von 300 000 ,< Im Kreise St. Goarshausen sollen die bestehenden Dizinalwege im Zuge der Rheiniikeistiatze obne Liiiienänderung und ohne Aendermig der Breitcver- lsältnissc hergestellt werden mit einem Kostciinufwand von 135 000 ,M. Für den wichtigen Durchgangs- und Antonio- bilverkchr soll von Wellmich ab nach Tachsenhausrn eine Höhcnstrabc als Vizinalweg gebaut werden, bei 300 000 M Kostenaufwand. Da der Enlioiirf des Teiles der Rhein- Uferstraße, der im Rheingaukreis läuft, endgültig festgelegt ist und die Landespolizeiliche Genehmigung gesunden hat, und nur noch einige Schwierigkeiten hinsichtlich der Fman- zicrnng der Strotze im Kreise St. Goarshansen bestehen, die aber bald ihre Erledigung finden dürsten, so ist zu Höften, datz im Lause dieses Jahres niit dem Bau dieser wichtigen Verkehrsader, die eine direkte Verbindung zwischen Frankfurt a. M. und Köln rechtsrheinisch und rcchtsmainisch her- stellt, begonnen werden kann. * Ans dem Rhcingau, 14. Marz. Das akute Thema der gemeinschaftlichen Bekämpfung der Geißel der Winzer, des Heu- nnd Eaucrwurmes, wird zur Zeit im Rheingaucr Wcinbauge- biet und darüber hinaus eifrig ventiliert. Auch in der abge- haltcnen Versammlung des Rheingaucr Wcinbauvsreins, Ortsgruppe Eaub, in Caub wurde bei reger Beteiligung dieses Thcnia behandelt, lieber die Bekämpfung der Rebfchädlinge, insbesondere des Heu- und Cauerwurmcs, ließ sich Kreis Obst- nnd Weittbaulehrer Biermann-St. Goarshausen aus und machte daraus aufmerksam, daß selbst die Natur dem Heu- und Saucr- wurm nicht beizukommen vermöge, denn trotz des strengen und sehr kalten Winters hätten die Puppen in ausgezeichneter Form den Winter durchgebracht, ohne auch nur den geringsten Schaden g» nehmen. Dies zeigte er an Reben. Da also selbst höhere Gewalten diesem Schädling nicht beizukommen vermöchten, gehörten außerordentliche menschliche Kräfte dazu, ihn zu vernichten. Er brach sodann für die mechanische Bekämpfung eine Lanze, da er sich von der chemischen insofern keine Versprechungen macht, als die Winzer schon bei Bekämpfung der Pilzkrank- heiten schwer zum Spritzen zu bewegen find. Der Königliche Weinbaudirektor Ceheimrat Czeh Wiesbaden gab die bei der Domäne mit der mechanischen Bekämpfung insbesondere mit dem Mottensang geniachten Erfahrungen bekannt und empfahl eindringlichst den llebergang zu dieser Bclämpsungsart. Aus Grund einer Anweisung des Landwtrtfchastsministeriums werde er im laufenden Jahre mit verschiedenen Bekämpfungsmitteln große Versuche anstcllcn. Verwalter Straßner-Rüdesheim sprach der chemischen Bekämpfung vor allem mit Eolazin das Wort. Er sei kein Anhänger der mechanischen Bekämpfung, denn er habe die völlig fehkgcschlagenen Versuche damit im Distrikt Rodland in der Gemarkung Rudcsheim mitgemacht, die feiner Zeit von der Königlichen angestellt worden feien. Die Befürchtung, daß bei der NikuAnbekämpsung die Weine einen Tabakgcschmack annehmcn, sei irrig. Dies könnte höchstens bei Verwendung nicht reinen Nikotins eintrcten. Von Mottensand, wie es die Domäne vor allem mit Schülern betreib», könne in der Gemarkung Caub bei ihrem auhcrordeutlich steilem Gelände überhaupt keine Rede sein. Bürgermeister Schmidt Eoub ließ sich hieraus über Maßnahmen zur Bekämpfung des Hcu- und Sauerwurmcs aus und gab bekannt, daß die Gemeinde Caub das aus sic entfallende Drittel Kosten bei der Rcbschäd- lingsbekämpsung tragen wolle, ober auch teilweise die Kosten sär Bekämpsungoarbeiten gegen den Heu und Saucrwurm. Als Arbeiten und Einriäitunuen leien dabei voraclcbc»: Cin- ________Seit« X ieilUHfl der Gemarkung Lorch in Bezirk- von je 40-50 Größe. Zur lleberwachung dieses ist die Anwerbung von bis 20 Aufsehern und eines Oberaufschers nötig. Zur gegcbc neu Zeit werden die Bo".' npsungsarbcitcn bekannt gemach' Beteiligt sich einer an di>- n Arbeiten nicht, so führt die ft,.. meinde die Arbeiten aus, erhebt aber von dem, der dazu in fc C£ ünfle ist, die Kosten, bei Unbemittelten übernimmt sie die k" ineinde. Die zum Spritzen erforderliche Brühe stellt die Siadl zur Verfügung. Als Sommerbekämpfungsarbciten seien vorg-, sehen gewesen, Fangen der Motten, Ausbürstcn der Gescheine Auslesen der sauersaulen Beeren. Rach dem heute Gehörig müsse aber die erste Art der Conimerbelämvfung in Wegfall kommen. Auf das Auslesen der sauersaulen Beeren könnten ge, gcbencnsalls Prämien ausgcsetzt werden, sodaß sich die oorge- nominelle Arbeit auch nach dieser Richtung lohne. Sied^m Weingutsbesitzer Kloß-Caub vorgcjchlagen, die Stadt solle di- Arbeiten striltc durchsühren lassen durch loloniienweises Be gehen der Weinberge und die eiitstandenen Kosten dann pro zentualiter von den Beteiligten erheben, cnijpann sich eine i«.n Debatte, durch die sich wie ein roter Faden die Undurchführbar keit beider Pläne zog, da vor allem infolge der hier sehr aus- dlühciiden Schiefcrindustrie es an Arbeitern mangele, da dien in der Erubc mehr als im Weinberg verdienten. Die Per. sammlung beschloß, den Antrag Schmidt, mit dem sich die Stadtverordnetenversammlung bereits im Prinzip einverstanden er klärt hatte, und den Antrag Kloos zur nochmaligen Beratung vor das Stadtplcnum zu bringen. * F. E. Allcndors y. d. Eder, 14. März. Dem Ham mir- schmied H. Arnold ans der nahen Kröge wurden drei Finger der rechten Hand aniputiert. Arnold hatte sich eine ganz nnbedenlendc Wunde an einem Finger zngezogcn, die nach kaum zwei Tagen Blnlvergistimg herbeiführte Der Fremdenlegionär. Im fernen Lande steh' ich hier aus Posten, Des Werbers Tücke brachte mich hierher, — Den Leidenskelch zur Neige ausznkosten. Rach Afrika a!s Fremdenlegionär. Schlägt auch wie wild mir manchmal das Gewiffcn, Treibt auch die Scham das Blut mir ins Gesicht — Das Band der Treue Hab ich selbst zerrissen, Vergehen Vaterland «nd Mannespslicht! Ihr deutschen Brüder dort in der Kaserne, Ich denk' an euch, wenn ich hier einsam steh! O Vaterland, du teures in der Ferne, Wer weiß, wer weiß, ob ich dich wiedcrseh! Und wenn das Schicks«! mir cs hat beschicden, Daß ich aus srcnider Erde sterben sollt. Dann, lieber Gott, verzeih dem Lebensmüden, Der in der Ferne steht in fremdem Sold! Beschütze auch die braven, deutschen Brüder Die ihrer Fahne treu in Freud und Leid, — Und grüße mit die Heimat immer wieder, Die ich »ergeffen tonnt' nur kurze Zeit! Steh ich auch hier als Söldner der Franzosen, Deutsch bleibt das Herz! Deutsch bleibt es unverwandt! Und wenn im Kampf es von dem Schwert durchstoßen — Mein letzter Seufzer gilt dem Vaterland! Ans aller Welt. Unter Giftmordvcrdacht. Wie der Berliner „Lokal'N- zeiger" erfährt, ist gegen den nach Verübung zahlreicher Cr- densschwindeleicn in Paris verhafteten Hans Branco ans Berlin, jetzt der Verdacht nusgetancht, daß er den Tod seiner Frau, einer Tochter des bekannten Hoftifchlermeisters GroschknS ans der Landsbergerstraßc 25.-20 in Berlin ge> waltsam herbcigejührt habe. Die Berliner Staatsanwaltschaft hat deshalb an die Pariser das Ersuchen gerichlet, Branco nach Berlin auszuliesern. _ Verbrüht. Ein tragischer Unfall hat sich in der Spinnerei von St. Epin zugetragen. Ein 68jährigcr Färberei- arbeiter war in Geincinschaft mit seinem Sohne beschäftigt, ans einem grotzcn Kessel Baumwolle herauszuziehcn. Plötzlich verlor der Sohn das Gleichgewicht und stürzte in den Kessel, der mit kochendem Wasser gefüllt war. Dcr Vater eilte seinem Sohne zu Hilfe und zog ihn mit grotzer Mühe heraus. Aerztliche Bemühungen waren vergeblich. Ter Der- rmolücktc erlag kurz darauf den erlittenen Brandwunden. Sittlichkcitsattcntate. In dcr Nacht zuni Millwoch drang dcr 17jährige Pierre Mare in die Wohnung der Wwe. Eariru in Rennes ein, und versuchte die Frau zn v.-rge- waltigcn, Da sie Widerstand leistete, zcrschnietlerle er ihr mit einer Flasche den Schädel. Die Frau erlitt einen schweren Schädelbruch und liegt hossnungsloS darnieder. :r Wüstling wurde verhaftet. ^ ; Tausend Zeugen in einem Falschinüiizcrprozes,. o» arschau beginnt ein Sensafionsprozeß gegen 74 Falsch- ünzcr, die in Nizza, Sibirien und Warschau falsche? Pa- crgeld absetzten. Der Prozeß soll etwa drei Monate l» ispruch nehmen. Es sind über Tausend Zeugen hierzu laden. , „ Attentat aus einen Eiscubahnzug. Gestern abend wnr- n in Anrillac zwei Arbeiter verhaftet, die auf die Schienen- ecke von St. Flour nach Brionde große Felsstückc.gewalzt tten, um einen Zug znm Entgleisen zu bringen. D-r-Lo- motivsührer bemerkte das Hindernis rechtzeitig und zog > « cemsc an. Trotzdem fuhr die Maschine auf die Steine am id wurde am Vorderteil schwer beschädigt. Die Laufbahn als Scrolsizicr. Soeben ist eine Bcrsugnn» s preußischen Kultusministeriums an die höheren zangen, nach der jungen Leuten, die die Secoffizierlausboyn greifen wollen, und die eine Bescheinigung über die tifo 0< imeldung beibringen, gestattet werden soll, das Abitur,rne amen nach einem halbjährige» Besuche de. Oberprima ab ck ,en. In diesem Falle sollen den Prüflingen 'ntsprechnw ilderc Bedingungen gewährt werden, als sic bei dem r». - den Abitnrientcneiamcn gelten, -T. GJ Falschmeldung eines FlirgerunfalleS. Tie anderwärts verbreitete Nachricht, daß der Flieger Suvelak auf dem Flugplätze in Geilenkirchen abgcstürzt und getötet worden sei, ist nach der „Rheinisch Westfälischen Zeitung" nicht zutreffend, da Suvelak seit acht Tagen vom Flugplätze abwesend ist und auf dem Flugplätze in den letzten Tagen überhaupt keine Flugversuche wegen böigen Wetters stattgefunden haben. Tcckencinsturz in einer Kaserne. Bei Reparaturarbeiten in der Kaserne des 168. Infanterie-Regiments (Frankreich) stürzte eine Decke ein und begrub 5 Arbeiter unter sich. Einer von ihnen wurde tot unter den Trümmern hervorge- holt. Weitere fünf befinden sich in lebensgefährlichem Zu- slande. Stildcntrndrmoastrationen in Wien. Wegen Nichtbe- seitignng mehrerer von der Studenlenicktzift beanstandeter ltnzuköinmlichkeilen kam eS gestern vcrmittng an der Tierärztlichen Hochschule in Wien zu groben Demonstrationen. Ter Direktor hatte die Anstalt schließen lassen, die Sinken- ten öffneten sedoch das Tor gewaltsam und drangen in die Aula, wo sic stürmisch« Kundgebungen veranstalteten. Nach, deni die Studenten die Aufforderung, die Aula sofort zu räumen, mit Rnfen beantworteten, ste würden nur mit Gemalt weichen, ließ das Rektorat Militär konstgnieren, das in een, großen Hose de? Gebäudes feldmätzig ausgerüstet und mit ansgepslnnztem Bajonett Ausstellung nahm. Inzwischen drangen Polizeibenmte in die Aula ein und drängten die Studenten zur Tür hinaus. Mehrere Verhaftungen wurden vorgcnommcn. «in Flieger in «engsten. Der bekannte französische Flieger Vedrincs ist in Marseille eingetrosfen, um sich nach Kairo einznschissen. Da zurzeit kein sranzösischer Postdampfer nach Aegypten abgcht, ist der Flieger, der in aller Eile absahren will, gezwungen, an Bord des deutschen Dampfers „Prinz Heinrich" zu geben. Der Flieger laust nun, da ein deutsches Schiff als deutscher Boden betrachtet wird, lbcsahr, uerhastet und nach Deutschland gebracht zu werden, da Bedrincs vor einiger Zeit wegen unerlaubten Ueberlliegens deutschen Gebietes von einem deutschen Gerichtshof zu einem Fahr Gesängnir verurteilt worden ist. Der Kapitän des Dampfers, mit dem der Flieger Rücksprache über den Fall genommen hatte, erklärte ihm: „Bon dem ganzen Zwischenfall habe ich bisher nichts gewetzt, ebensowenig von ihrer Dcrurtcilung. Es würde mir ein Vergnügen sein, Cie an meiner laset zu sehen. Wenn ich jedoch Befehl erhalte, werde ich natürlich IN der unangenehmen Zwangslage sein, sie verhalten lasten zu müsten." Trotz dieser Elklärung gedenkt Bcdriner, aus dem deutschen Dampfer die Ucbersahrt anzutreten. Vergeblich haben seine Freunde versucht, ihm von seinem Dorhaben abzubringen. Unterschlagung. Bor der Strafkammer in Zweibrücken lalle sich der Hauptlassierer der sozialdemokratischen Partei Bayerns, (Lau Psalz, Georg Heinrich Decker aus Pirmasens, wegen jortgcsctztcr Untreue und Urkundenunterdriickung zu verantworten. Der Angeklagte wurde am 1. April 1910 zum Par. teihaupttassierer gewählt, in welcher Eigenschaft ihm 13 Unterkassierer unterstanden. Nach und nach verwendete er nun bis Oktober vorigen Fahrer etwa 2400 Marl von den Parteigel- >ern und sälschte Quittungen. Am 13 . Dezember vorigen Zahnes wurde Decker verhaftet. Das Urteil lautete auf sechs Monate Eejängnis. Ein Stettiner Dampser vcrmitzt. Wie dl« Stettiner Reederei Emil R. Rctzlaff mrttcilt, ist ihr Dampfer „Heinrich", der »>« 17. Februar von Newport Monmouthshire nach Marseille n Sec ging, dort nicht cingetroffcn und seit etwa zwei Wochen iibersällig, so daß die Lesürchtung besteht, datz er mit der gesamten Besatzung voll etwa 22 Mann den im Busen von Bis- loya wülendcn Qrtanrn zuin Opfer gcsallen ist. Belohnung für brave Seemannstat. Den Seeleuten, die seinerzeit an de» Rctttnigsarbeilrn des aus hohem Meere in Brand geratenen englischen Dampscrs „Bolturno" beteiligt >- arcn, sind nunmehr durch eine» Erlaß des Königs Georg Medaille» verliehen worden, Es sind über 200 Offiziere und Mannschaften ausgezeichnet worden. Unter ihnen befinden sich sieben Offiziere und 23 Matrosen vom Dampfer „Großer Kurfürst" des Rvrddculjchen Lloyd und vier Offiziere und 29 Matrosen vom Dampser „Seydlitz" dcrfcibe» Gesellschaft. Den Kapitänen des „Grotzen Kurfürst" und des „Seydlitz", sowie mehreren andcrc» Offizieren sind ferner vom englischen Handelr- r iarineamt silberne Teller mit cntsprcchcnden Jnjchrfften zum Gescheut gemacht worden. Auch die deutsche» Matrosen erhielten von deinsclben Amt je 00 Mark Bclohnnng überwiesen. Bcrpfescht« Zuknnst. Durch eine sinnlose Zecherei hat sich der Bizeseldwcbcl Hermann Engel vom Fnsanterieregiment Rr. 21 in Thor» seine Zutuns! vernichtet. Fn der Nacht zum 12. Fanuar ging er mit einem Zivilisten durch die Straßen der Stadt Thor» und rempelte mehrere Zivilpersonen an, indem er ihnen zurics: „Einem prcutzischen Feldwebel geht man aus dem Wege!" Einen heftigen Zusarnmenstotz hatte Engel mit eine», Sergeanten, weil dieser enzeblich die Ehrenbezeugung unterlassen hatte Als der Sergeant de» betrunkene» Feldwebel aus schwere Beleidigungen einige Worte rrwidctte, erhielt er einen Faustschlag ins Gesicht, datz er ans Rase und Mund blutete, und wurde außerdem von dem Feldwebel nüt dem Degen bearbeitet. Vorübergehende Zivilperjoucn mischte» sich in diesen Skrcit, und das braryte Engel derart in Wut, datz er blindlings mit dem Degen in die Pastanten cinhied und eine Dame nicht »»erheblich ttas. Indessen hatte irgend jemand eine Patrouille ve» der Wache herbcrgeholt und Engel sollte zur Feststellung seiner Persönlichlcit mit zur Wache kommen. Cr ergriff die Flucht und setzte, als man >h» erreicht hatte, feiner Perhastung lncrgifchcn Widerstand cntgegcn. — Vom Kriegsgericht war Engel wegen dieser Ausschreitungen zu 6 Monatcn und 1 Woche Gefängnis vcrurieilt worden. Rur der Umstand, datz er bereits 10 Jahre diente, halte das Kriegsgericht dazu vcranlatzt, auf die Degradation zu verzichten. Mit seiner Berufung an das Oberkriegsgericht des 17. Armeekorps erzielte Engel das Eegcn- ietl von den,, wa-- er herbeisühren wollte. Das Obcrkrieasge- richt erhöhte die Strafe auf 7 Monate Gefängnis. lab aber zcicichjalls von einer Degradation ob. Neue Tageszeitung, «ontag, den 18. Mär, 1814 Lcbrnsrrttuug unter schwierige» Umständen. Erst jetzt erfährt man Von der muffgcn Tat eines jungen Offiziers, der unter Hintansetzung seines eigenen Lebens einen Mann Vom Tode des Ertrinkens rettete. An einem Nachmittag war jüngst auf dem Jungsernser der Kaufmann Senf aus Berlin in den sechs bis acht Meter breiten, sehr dünn überfrorc- nen Ritz der Havel gelaufen. Er brach ein und blieb, da bei jeder Bewegung das Eis weiter brach und er jeden Halt zn verlieren drohte, regungslos auf dem Rücken liegen, sank aber doch so weit ein, daß eben nur das Gesicht hcrvorragte. Zwar sammelte sich eine große Menschenmenge am Eisrond, doch niemand wagte dem Ertrinkenden Hilfe zu bringen, so- daß der Unglückliche bald verklammte und nur noch schwache Hilferufe ansstoßen konnte. Man bemühte sich, aus zu- sammengeknüpsten Schals ein Rcttungsfeil herzustellen und vom Ufer geholte Stöcke zu reichen, ober alle Versuche blieben erfolglos. Endlich, nach langen, bangen Minuten, kam, in Begleitung eines anderen Herrn, Leutnant von Buffe vom 2. Garde Fcldartillerie-Regiment, der beim ersten Fliegcr- batnillon in Döberitz Dienst tut. Er legte sich flach auf das Eis, dem er, mittels Eisstockes, größere Tragkraft gab und kroch langsani über die Rinne. Dann reichte er dem Verunglückten den Stock bin ,um ihn daran heraus zu ziehen. Ter völlig verklammte Senf konnte sich aber nicht mehr daran festhaltcn, und so mußte Leutnant von Busse, unter den, das Eis bedenklich knackle und schkvantte, dicht an die Einbruchs- stelle hcrankriechen. Er erfaßte den Verunglückteil und zog ihn langsani auf festere Schollen. Als das Retlungswerk vollbrancht war. lohnten die 400 bis 500 Zuschauer den, kühnen Retter für die bewiesene Tatkrast und den Helden- rnn! mit brausendem Beifall. Massenvergi, lange,!. Fn Tiflis in, tussischen Kaukasn- sind 174 Schüler der Kadettenanstolt nach dem Genuß von Kuchen unter Vergistungserscheüunigen erkrankt. Eine große Anzahl von ihnen befinden sich in Lebensgefahr. Selbst gestellt. Der nach B-rübuug grotzrr Betrügereien, Wechsi-Ifäkschung usw. am 25. Februar mit seiner Gattin flüchtig gewordene Bürgermeister von Brückenau, Peter Reinwald, hat sich dem Würzburger Untersuchungsrlchtcr freiwillig gepellt. Er wurde in Haft genommen. Eine Falschuui»j-r«erlstäit». Fn Feuerbach bei Stuttgari wurde auf Anzeige der Gmündeucr Polizei eine Falschmünzer- weikslättc ausgehoben in der Wohnung de, Goldarbeiler- Hcr- zcr. Dieser wurde verhaftet. Es soll sich um falsche Zweimal!- skucke handeln mit dem Münzzeichcn 6 und dem Bildnis Kaiser Wilhelm I. Die Münzen tragen die Jahreszahl 1876. Heizer mar bereits früher wegen Falschmünzerei in Untersuchung genommen worben und einer seiner Kumpane, ein Zeichner namens Seeger, hatte sich daraufhin auf dem Fttedhafe erschossen. Wie verlautet, find etzt noch zwei wettere Helfershelfer in Pforzheim und in Gmunden verhaftet worden. Ein Berliner Ehepaar in Monte Carlo bestohlen. Dem mit feiner Gattin in Monte Carlo anwesenden Freiherr« Dr. Richard von Cckardpcin aus Berlin wurden Brillanten und Perlen im Werte von etwa 175 000 Mark in dem Augenblick aus dem Hotelzimmer entwendet, als sich der Freiherr mit seiner Gattin an, Strande bcsand. Drahtscilatteniat in der Rheinpsah. In Freinsheim Hai die Polizei nachts entdeckt, daß ein Drahtseil über die von Automobilisten stark befahrene Straße gespannt und mit Signalen für die Attentäter verfehc» war. Mau ist dem ruchlosen Urheber des Anschlages bereits auf der Spur. Bestrafte Kuppelei. Die Strafkammer in Breslau verurteilte den Schneider Kunz und sein« Frau wegen Kuppelei und Vermittlung junger Mädchen an Freudenhäuser in Lübeck und Bremerhaven zu zwei Jahre» Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust. Selbstmord eines Liebespaares. In einem Garicnhäuschen III der Nähe des Friedhofes in Rcustadt (Hardi) wurden der 23 Fahre alte Mechaniker Eugen Pauli und die 15jährige E. Siuhlfauth erschossen ausgesundcn. Del junge Mann hatte zunächst das Mädchen und dann sich selbst mit einem Revolver erschossen. Es handelt sich anscheinend um eine Liebesaffäre. Bahnnnsall. Bet Kl-inrossau (Prov. Sachsen) nberschlug sich die Lokomotive eines Bauzuges, wobei der Techniker Luders getötet und zwei andere schwer verletzt wurden. Man vermutet, datz der Regen den Untergrund gelockert hatte. Ein bestialisches Verbrechen verübte ein Briefträger in Wjclstrup bei Hadersleben. Der Postbote Sieste erwürgte seine junge kurz vor der Niederkunft stehende Frau und hängt« sie bann auf, um den Anschein eines Selbstmordes zu erwecke». Er wurde verhaftet und gestand auch die Tat nach längerem Leugnen ein. Er gibt an, datz er seine Frau erwürgt habe, weil sie ihn zur Hebamme schicke» wollte. Durch eine» frivolen Scherz ist in Vorhalle bei Hagen der Gießer Klein zu Tode gelomrnen. Ein jugendlicher Arbeiter der Fabrik hatte während der Mittagspause di« Starksttomlei- lung mil der Cingangsiür des Fabrikgebäudes verbunden, um dem ersten zur Arbeit, zurückkehienden Arbeiter einen Schreck cinzufange». Als Klein die Tütklinke ergriff, erhielt er einen fo heftigen Schlag, datz er tot zu Boden fiel. Opfer des Hochwasiers. In der Rahe ertrank der 32 Jahre alte Goldschmied Otto Maurer von Oberstcin. Er geriet obcr- bolb der Stadt in die stark angeschwollene Rahe und trieb unter lauten Hilferufen durch die Stadt. An eine Rettung war infolge der starten Strömung nicht zu denken. Erst eine halbe Stunde unterhalb der Stadt konnte die Leiche geborgen werden. Selbstmord zweier Zwälsjährigen. Aus Furcht vor Strafe stürzt» sich die 12jährige Tochter eines Berliner Kranke,classen- konttolleurs aus dem Fenster zu Tode. Das Kind war sehr diebisch, es stahl in Läden und Warenhäusern. Die Polizei legle den Eltern nahe, das Kind einer Erziehungsanstalt zu überweisen. Davon wollte natürlich die Kleine nichts wissen, in ihrer Aufregung verübte sie Selbstmord. — Buch aus E ich in Nheinhejfen wird berichtet: Das rätselhafte, spurlose Ver- slhmindeil des l2jähiigcn Töchierchens der Arbeiters Jatob Fischer hat durch di« Auffindung der Leiche eine traurige Aus- llärung eriabren. An Neuialn batte das Mädchen sich eine _ Seite 1 kleine Beesehlung zuschulden «ommcn lasten und war deshalb bestraft worden. Darüber geriet das Kind in große Erregung, entfernte sich von zu Hause u»d blieb spurlos verschwunden. Da man Spuren im Schnee in der Nähe des Rhcinufcrs send nahm man an, daß das Mädchen de» Tod im Rhein geic-üi- bat Fetzt wurde von dem Straßenwärter Rösch eine Kindcsleiche i»> Rhein gelandet. Der herbeigcruscnc Vater der Vermißten, der zufällig in der Nähe des Rheins arbeitete, erkannte in der ge ländetcn Leiche sein verschwundenes Kind. Drr Leichenfund im Prater. Tic vor einige» Togen samt ihren Kindern als Leiche im Prater ansgefimdene junge Iran ist nunmehr als die 27jährige Buchhaltcrsgattin Millca- line Elster an? Wernigerode in, Harz feftgcstellt worden, deren Mann sich im Jrrenhause befinden soll. Tie wiglück- liche Frau hatte sich bekanntlich mit ihren Kindern, zwei Mädchen, durch Zyankali vergiftet. Selbstmord eincr Frau im Automobil. Als am Frei- tag ein Chauffeur eine gntgekleidete Frau nach Dietlingen fuhr, gab ihm die Frau einen Brief zur Besorgung. Dabei machte der Chauffeur die Beobachtung, daß die Frau krank geworden war und vermutlich Gift genommen hatte. Rasch entschlossen fuhr er sic nach dem Städtischen Krankenhaus. Unterwegs aber starb die Fra» bereits. Durch ärztliche Untersuchung wurde fcstgestellt, daß die Frau Lysol getrunken hatte. Es handelt sich lim eine Witwe namens Emma Hummel, deren Mann in Amerika, wohin sie ansgeloandert sind, verstarb. Ihren seitherigen Aiffenthalt hotte die Iran in Gräfenhausen. Mißglückter türkisrhrr Flug. Das türkische Flugzeug, das von dem Kapitän Sakim Bey gesteuert wurde »nd den Fing Konstantinopel—Kairo ausfiihren wollte, stürzte vorgestern morgen um 9 llhr bei Edrcund a, s dem Wege nach Smyrna ab. Sakim Bey und sein Fahrgast blieben glück- licherwcise unverletzt. Der Apparat dagegen wurde völlig zertrümmert. Es ist dies bereits der dritte mißglückte Versuch von der türkischen Hauptstadt nach Kairo mit einem Aeropla» zu fliegen. Selbstmord drs Räubers aus der Sunrczstraßt. Der! Arbeiter Otto Heyer, der den Ranbübersall auf die Frau Wolter in der Snarczstraße zu Charlottcnburg begangen hak, ist gestern iu> nahen Walde als Leiche aufgefunden worden, Bei de, Leiche lag ein Zettel, in dem Heyer behauptet, nicht der Täler zu ipins er nehme sich ans Furcht vor der llntcr- suchungshast das Leben. Mysteriöser Vorfall aus dem Moabiter Exerzierplatz. In der vergangenen Nacht benierkte der Posten, der zum Schutze des Fahrzeugschuppens auf dem Moabiter Exerzier Platz ausgestellt ist, wie ein Mann aus einer Türe des Jlug- zeugschuppens hercwslicf. Der Posten rief den Unbekannte» lorschriftsoiäßig dreimal an und als dieser nicht stehen blich, gab er zwei scharfe Schüsse ans diesen ab, die jedoch anscheinend fehl gingen. Trotz sofortiger Verfolgung des Flüchtigen war dieser verschwunden. Die Türe des Schuppens, die sonst verschlossen ist, fand man nach deni Vorfälle weit offen stehen. Sturz ans dem v-Zug Posen—Berlin. Auf der Fahrt von Posen noch Berlin hat sich am Freitag früh bei Posen die L8jährigc Musiklehrerin KaNsta Gerastymowna aus Petersburg m,s den, v-Zuge gestürzt. Sic wurde schwer verletzt ins Stadllazarett gebracht. Feucrsbrünfte in Thüringen. In der gestrigen Nacht wurden durch ein Großfcuer in dem Dorfe Höngeda bei Mühlhausen acht Bauerngehöste und eine Gastwirffch.fft vollständig cingeäschcrt. Der Schaden wird auf 100 000 .# ge- schätzt. Ein Feuerwehrmann erlitt schwere Brandwunden. Selbstmord eines dentschen Offiziers. I» Riva kam ein junges Paar, das fich in einen, Hotel cinlogierte und späte» mit einem Boot auf den See hinausfuhr, an. Plötzlich bemerkten Fischer, daß fich die Jnsaffen in den See stürzten. Hisse kam zu spät und beide ertranken. Aus hinterlassene» Briefen geht hervor, daß es fid? um einen rcichsdentschen Offizier und seine Geliebte handelt. Aus den Alrafiiliilm Kreis Fried der fl. Friedberg, den 5. März 1014. Betr.: Ermittelung des Durchschnittsgewichts von Schlachl- lieren im Jahre 1914. Das Großh. Krcisamt Frirdbrr«, an de» Herrn Bürgermeister der Stadt Friedberg, die Großh. Bürgermeisterei«» des Kreises »nd Großh. Polizei- auit Bad-Nauheim. Sie wollen den Fleischbeschoncrn Ihrer Gemeinde» Folgendes Mitteilen: Auf Veranlassung des Reichskanzlers solle-, im Kalenderjahr 1914 Ermittelungen über das TnrckstchnittSgcwicht der Schlachtticre stattfinden: diese sollen als Grundlage für die FleischverbrauchSberechnnng für das deuffche Reich gelten. Auf Anweffung Großh. Ministeriums des Innern beauftragen wir daher die Flcischbeschaucr, in möglichst zahlreichen Fällen Erhebungen über das Schlachtgewicht der ihrer Beschau unterworfenen Tiere vorzunehnien. Bri den Fcststcllungen muß mit möglichst Sorgfalt und Genauigkeit borgegange» werden. Es dürfe» daher bei de» Erhebungen nur die durch Wägung ermittclten Gewichte, nicht geschätzte Gewichte berücksichtigt werden. Die Gewichtsernüttelungen hoben sich nur ans du? Schlachtgewicht, d. h. das Gewicht des ansgeschlachteten Tier- körpers, zu erstrecken. Sie sind nach Möglichkeit auch auf die Notjchlachtungcn und auch aus die Hansschlachtungeii, di» auf Grund besonderer Vorschrift«" der Beschütt »ntkrlicgen, ansrndebnen, ir. t» vicue Tageszeitung. Montag, oen 10. wrarz L 3 I«, Seite i Die Gewichtsfcststellungen bei Schweinen haben sich auch auf Spanferkel zu erstrecken. Die Zahl der gewogene» Spanferkel ist besonders anzugeben. Das Nähere über Art und Weife der Erhebungen ist aus £ Fonnularcn zu ersehen, die wir den Bürgermeistereien demnächst zukommen lassen. Die Beschauer haben das Ergebnis der Ermittelungen zunächst in besonderen vorläufigen Listen z» vermerken. Das Ergebnis ist dann unter Be- nutznug der obengenannten Formulare vierteljährlich in eine Nachweisung cinzutragen, wobei aber nur das Gcsnmtge- wicht der gewogenen Tiere einer Gattung, nicht das Durchschnittsgewicht, anzugeben ist. Die Nachweisungen sind un- ter Beifügung der Aufnahmclisten bis zum Schluß des ersten ruf jedes Kalendervicrteljahr folgenden Monats an das Großh. Kreisveterinäramt einznreichen. Sollten Besitzer Von Tieren den Erhebungen etwa Widerstand entgegensetzen, weil sic befürchten, das Ergebnis könnte im Steucrinteresse Verwendung finden, so sind sie in geeigneter Weise auf den Zweck der Erhebung hinzuweiscn und darüber aufzuklären, daß diese nur zu statistischen Zwecken stnttsindet. I. B.: vr. Probst. Betr.: Sperrung von Kreisstraßen. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Walzarbeitcn wird die Krcis- straße Fricdbcrg—Bad Nauheim vom 16. bis 23. März für den Wagcnverkehr gesperrt. Die Großh. Bürgermcistcreien der vorstehend genannten Orte und der in der Umgebung dieser Orte gelegenen Gemeinden wollen Vorstehendes alsbald ortsüblich >er- kfsentlichcn. Friedberg, den 11. März 1911. Grobherzogliches Kreisamt Friedberg. Frhr. Schenck. Dicnstnachrichtcn aus dem Kreise Friedberg. Die Schweinepest unter dem Schweinebestande des Land—^ts Martin Beck"nbnub zu Frankfurt a. M., Gold- stcinstrabe 20 ist erloschen und sind die augeocdneten Sperr- maßregeln aufgehoben worden. Krels Gießen. Bekanntmachung. Petr.: Maßregeln gegen die Maul- und Klauenseuche. Gemäß der Bekanntmachung vom 23. Januar 1911 — Kreisblatt Nr. 7 — bringen wir zur össcntlichen Kenntnis, daß als neu verseucht zu gelten haben die Regierungsbezirke: Gumbinnen, Lüneburg, Wiesbaden, Oberbayern, Pfalz, Rcckar- kreis, Jagstkreis, Oldenburg, Coburg. Die Seuche ist erloschen: im Stadtkreis Berlin, Regierungsbezirk Köslin, Liegnitz, Düsseldorf, Köln, Aachen, Schwaben, Dresden, Leipzig, Chemnitz, Zwickau, im Grobherzogtum Hessen, in Sachsen-Altenburg, Neuß ä. L., Obereisatz, Von dem Regierungsbezirk Kasiel gelten lediglich noch die Kreise Hanau und Gelnhausen als verseucht. Gießen, den 19. März 1911. Eroßherzogliches Kreisamt Gießen I. V.: L a n g er m a n n. Bekanntmachung. Vetr.: Das Ersatzgcichäft 1911. Die Musterung der Militärpslichtigen im Kreise Gießen findet statt. 1. Zu Erllnberg im Gasthaus „Zum Hirsch" am Freitag, den 29. März 1911, vormittags 9'/, Uhr, für die Militärpflichtigen der Gemeinden Allertshausen, Beltershain, Climbach, Geilshauicn, Göbelnrod, Krünbcrg, Harbach, Kesselbach, Lauter, Lindenstruth, Londors, Lumda, Odenhauscn, Oueck- born, Reinhardshain, Rüddingshausen und Saasen, und am Samstag, den 21. März, vormittags 9K, Uhr für die Militärpflichtigen der Gemeinden Stangenrod, Stockhauscn, Weickartshain und Weitcrshain. Darnach werden die Reklamationen, soweit sie nicht schon durch die schriftlich erfolgte Zurückstellung erledigt sind, verhandelt. Die reklamierten Militärpflichtigen und deren Angehörige aus den vorgenannten Gemeinden müsien am Samstag, den 21. März erscheinen. I. »ns Her 3. KIM der 4. müfrSlllniilei (230. fisi flreuß.) KIMn-kollMe. I lt. ank 14 Fflrj 1®14.) Nur die Gewinn, über 1U Ml sind k« Nummern in Klammern beiaefügt. Ohne betreffenden H.A.B. I liuf lebe gelogene Nummer find zwei gleich hohe Gewinn, gefallen, und ; oae 1» einer aus di« Los« gleicher Nummer in den beiden SlbteililnzeN I und ll. 13. März 1914, vormittags. Nachdruck verboten. 148 93 247 811 551 781 846 47 1110 74 656 2425 45 890 944 90 8197 ]300J 602 31 4510 5580 620 847 977 6288 594 736 821 7419 635 71 (3 01 973 8005 43 81 415 ü."2 79 795 827 902 ©100 85 656 748 886 10 ,92 206 475 11031 48 57 185 205 360 408 630 1 2438 660 783 18042 183 860 77 1 4102 378 548 73 702 8 15041 320 86 14041 448 650 717 10187 210 369 442 43 993 17181 - ---- —------ 661 756 938 190 2>>8 453 522 671 7 '! 717 10187 210 369 442 43 993 17181 [4001 347 413 42 1804/ 217 531 "1 755 938 1Ö0TH) 208 453 522 671 7->5 flOOO) 913 [3001 20222 841 [ 4001 70 21338 538 631 32 817 41 22408 606 32 719 910 23948 24367 71 640 855 25008 54 816 63 553 746 903 96 20028 418 739 27 -62 332 66 626 47 28086 304 65 47 1 516 836 99 990 29113 335 61 65 465 693 935 80027 849 443 76 630 730 »1031 649 612 55 82079 130 363 416 80 770 803 28 [10 H)) »8077 567 '-82 714 13001 64 836 3-402 89 164 95 3 8 44« 624 87 888 920 35382 846 »6024 [4001 841 424 781 898 87027 89 211 29 870 503 13 [3001 69 686 88279 451 725 71 »0177 617 16001 799 40028 625 47 699 41182 [3001 87 483 874 43087 144 f400J 236 689 679 809 1300139 44074 13001 254 569 72 630 889 4 5<»76 421 556 616 69 71 1 46168 429 611 96 764 47135 228 324 412 22 614 36 4 8329 421 [5001 683 96 754 997 49086 260 517 61 50122 118 89 541 92 625 38 61080 834 409 67 790 96 823 918 62107 [4001 447 601 799 918 97 53009 160 316 544 619 [4001 855 64057 158 214 58 579 687 895 905 55491 [3001 560 658 835 50298 424 513 21 790 57050 455 512 70 631 [3001 774 910 5 807U 154 306 458 582 59015 121 64 84 859 492 «0085 221 705 848 61159 [3001 ‘202 603 52 816 73 058115 677 631 79 909 0 3012 49 222 82 950 64288 89 306 79 611 624 807 917 30 05242 881 726 97 827 938 46 47 66083 461 687 955 67253 493 872 957 82 68223 351 443 631 38 69 776 842 63 69096 122 299 743 50 [30001 75 94 70206 770 71099 [4001 807 72111 268 82 494 536 55 73953 74070 84 225 550 75163 227 91 93 325 737 70138 263 84 420 655 802 80 82 923 7 7041 234 649 836 78010 44 153 286 309 773 79027 [3001 71 210 585 785 80009 124 379 912 81088 167 440 57 636 67 831 82339 92 439 63 554 8 803« 75 134 74 276 319 64 89 588 [3C01 84303 [3001 66 439 46 88 072 85170 71 97 354 676 719 [10001 891 86173 616 87080 110 247 390 416 551 62 816 88017 181 010 682 89301 507 92 9O306 911 75 01025 427 524 742 807 44 59 92)56 57 428 63 693 731 85m 03262 609 48 900 04211 67 705 837 65 95 >13 20) 34 338 560 88 927 60 96151 76 404 721 813 084 07106 643 l>69 777 91 98299 434 63 003 801 991 09 -k0 500 33 641 . 100006 9 89 216 372 692 757 1 01016 238 66 364 66 535 614 787 086 [3001 102300 472 74 601 [3001 74 756 866 103006 135 644 1. Sir&üng an 3. klaffe der 4. jJreu&iKHüöDeutKöeii 44 Mt. find den betreffenden Nummern in Klammern beigefiiat. Ohne Gewähr. pU. r »nl leb* gerogene Nummer find zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und lwar 1» einer auf di« Los« gleicher Nummer in den beiden Abteilungen l und ll. 13. März 1911, nachmittags, Nachdruck verboten, »so 12) 66 511 79 619 730 39 808 991 1057 82 135 66 93 211 61 197 6.'0 748 »1» 2211-11? :lt03 1?3 25 6tl 819 4 9 1 886 5110 205 614 62 6255 66 709 73 7025 71 327 822 844 46 8166 871 929 83 [500] »133 61 317 497 UOOI 653 79 [3011 625 927 «161 361 6-27 729 838 78 79 11241 60 0 96 768 72 891 12028 317 64 56« 6 '5 [300] 78 803 1:1085 646 7 6 934 49 1 4108 301 911 15029 102 351 Co3 [30 I) 34 300 >7 I >14 i« 17137 224 [3301 330 422 84 582 607 45 797 891 16 11 295 323 607 703 87« IIM.,2 307 521 54 7"7 66 .„„? ,>nG3 76 242 324 11 47 57 860 [3001 918 64 21189 220 344 [300[ 529 796 22191 219 311 99 708 21 2:»'01 264 401 [400] 53 1 623 707 21077 [30l(l 34 1 89 430 25117 645 653 863 20155 676 704 959 §"28- 161 '42 61 653 740 875 41008 228 54 601 811 991 42123 18101 -4 79 401 826 44317 50 623 58 887 45205 644 880 [300] 910 81 4110-8 115 311 l I ‘ - '1 403 23 650 711 47123 202 68 633 613 953 48054 185 40206 [400] 65 358 412 612 680 868 5II234 8« 63? 8« 51034 60 978 87 52075 814 46 416 687 619 802 052 53165 91 212 13 457 K«4 961 51103 72 220 66 : 32 403 641 85 '7 ft 4ftft 013 731 849 913 50243 314 184 633 732 834 41 57128 4? " 1« «8024 274 316 777 90 ? 5 >013 49 101 630 [500] 7«2 377 9ul 10 ««1110 3 « - 125 359 «1010 316 883 02104 [300] 244 3:8 642 749 52 703 41 OSOOS 418 20 604 62 732 89 912 64045 830 781 « 4109 361 I T 24 715 47 99 651 59 «(!') 4 2:>0 335 97 498 «43 81 [400] «7211 80 tO -001 82« 511 42 951 [50UÜ1 68180 215 53 360 463 55 977 «16,87 898 142 5-7 I8.HI 842 7« 14 154 314 7 3 841 931 710 6 221 [300] 78 910 57 72781 88 43'- ., i 08 i 73:119 530 71001 437 642 64 75012 230 63 315 707 »>- 8>> 421 -9 611 13->0 77181 529 (400) 32 41 51 712 603 780:5 323 6‘ 5 73 98 961 7»: 27 628 91 [300] 715 81 994 801 7 «er, 851 930 41 8109.4 154 468 508 678 700 903 95 82016 *2 ' 8 - 83012 9,15 71 810.42 4ii- 771 878 949 65 851 2 4 9 257 80227 gl» 018 «3 927 91 87011 93 143 51 593 363 644 88184 272 305 40S 825 - 91 81)057 72 130 330 522 Hl 810 30 93 O!) 135 99 8 8 574 947 »1147 1,02 15 92073 353 73 0:1956 654 8--> 1)1 123 46 i 2 519 47 70 6 : > »5 06 419 00 1 975 O« -42 271 79 1:9 461 917 »7:46 110 329 166 585 943 »8139 655 708 866 »»574 >»»113 34 4» 59 63 561 INI005 173 93 212 483 598 965 1 02144 2 l J.U, ISS *»3026 81 280 >68 757 9 1 101167 219 539 769 99 10**107 207 52 896 13001 691 954 1 00052 309 70 402 602 67 924 [300J 60 872 104254 804 [3001 90 105026 87 472 592 751 920 100123 55 [30001 595 897 107160 274 640 H9 748 859 952 108489 98 640 (4001 41 1675 109366 577 97 671 705 887 1 10008 18 356 664 72 855 945 11 1153 282 751 889 934 38 [3001 78 112605 795 828 921 87 118263 75 852 913 1140«! 394 74<- 932 115009 214 467 544 731 34 899 999 110317 607 ISiDI 713 993 117088 140 1400] 305 [500] 6 410 45 932 118092 261 511 846 78 983 119247 94 307 97 [1000] 412 42 68 754 810 911 120023 740 1 21>:64 4 0 75 589 716 979 1 22003 7 2'16 670 727 899 12:1280 393 5 0 658 913 (21034 210 6 372 441 579 732 811 949 61 125309 438 70 678 8 1 «61 120616 22 859 923 89 1 271 0 «1 815^8 484 641 865 952 128370 50j 129117 239 5, 463 1300] 614 130008 [3001 221 [3001 898 769 906 1 3106b 184 285 418 809 950 132246 718 91917 1:3162 463 610 13(0'2 .368 631 «79 726 1 35201 4- 3 679 700 [300] 36 73 881 (30138 47 223 618 ( 37231 374 1400] 797 957 138094 426 555 [300] 616 794 865 67 »19 > .»059 117 252 50b 612 4-5 56 861 >40 63 72 278 92 371 614 [500] 952 j,41«6) 181 386 505 7, 1300] 142019 123 190 713 143 9148 2 544 86 1 44 15 102 76 260 1 45908 10 791 931 51 140171 >40 >) 107 626 058 912 147108 208 661 6? 616 851 148017 129 222 31 67 349 630 56 90 706 84 823 931 96 1402 .8 633 758 975 150179 521 861 952 70 151131 401 648 863 91 .52181 895 442 721 847 923 1 53362 «00 63 81 > 154118 53 5 :8 37 630 1 55100 42 826 77 409.40 696 8 647 913 150532 «19 99 891 925 69 89 1 57083 283 379 710 22 [4001 886 925 > 2 1 58638 917 1 5» 64 6 4 754 100)66 99 417 572 653 966 94 1 01014 463 859 92 949 7. 4 02010 60 417 8>l3 103166 1300) 405 35 504 8 1 663 H«6 04058 238 410 13001 564 619 1300] 165046 331 l(44H»-2 153 70 222 25 '16 1 0709. 447 [300] 746 913 168312 5£ 417 [300] 628 652 [7 50001 893 94J 169118 615 23 57 170107 89 286 715 98 869 900 1 71223 393 757 928 17244, D. ,9 81 746 890 1 79064 120 580 [300] 7:15 991 174101 75 41 - 840 [400] 966 1 75138 370 410 549 784 870 1 76064 254 310 48 477 673 737 801 13001 177262 105 91 835 47 1 78182 523 730 1 70132 459 542 77 180178 383 613 57 [300] 822 28 181 13 123 96 182-99 220 4» 94 933 45 1 89092 35>i 49.3 573 617 757 861 181006 59 [300] 28^ 547 6i4 28 760 83 I85H2 81 264 310 99 402 5 579 768 I80i«4 ■ 887 908 73 1 87251 632 878 1 88029 211 339 66 487 652 1 80228 631 706 [300] 25 72 961 100000 42 329 665 1 91319 57 497 532 1400] 701 31 64 818 1 0 »30» 44 402 22 542 86 681 199212 350 74 915 1114277 333 1 95316 31 :» 820 97 994 1 98024 246 |."000] 870 1 97081 189 642'300] 9.(3 198041 93 229 [300] 49 470 553 623 962 199169 459 61 93 729 9 4 6 200654 967 201102 771 856 202:5: 743 886 20.1500 25 618 204099 411 549 55 667 781 894 206022 [5001 110 420 '3001 53 58 540 613 95 83 3 78 976 2 0 018 125 36 1(00] 386 207468 82 99 514 705 208 29 38 690 957 209189 311 743 84 675 992 2100S1 401 35 45 8,0 21 1179 85 513 75 646 71 958 2121,8 236 65 305 76 4 82 503 6ul 213128 37 2.31 75 861 4.30 678 744 >1 2I1>80 [300] 144 47 216 SOI 457 505 13001 913 2 1 6)3 1 51.300 437 2 1 0-12 147 62 269 99 327 552 73 92 990 2 1 7095 907 26 31 42 210057 58 84 135 58 218 323 [500] 540 605 74 991 21 »229 63 823 498 50» 687 821 220308 [500] 403 17 65 572 74 632 835 1-69 221032 845 417 'S» 955 7 6 222132 421 62 631 7-13 22:1021 101 29 436 53 61 79 869 #»2 107029 245.819 146 697 788 843 lofllli 926 90 1 09146 48 89 685 -9 703 I 10:02 169 828 494 686 802 1 1 10 6 146 255 383 438 53 728 814 112137 547 51 «11 9.7) 71 1 13009 153 897 1 14155 406 115280 54». 1 16096 115 71 463 986 85 1 17054 627 789 45 872 I 18283 410 644 71» 90 ,3: 118021 145 917 120199 270 724 870 1 21093 105 256 425 600 840 72 1 22125 30 218 22 381 695 773 1 23:81 2.3 [300] 597 615 51 746 90 892 124017 1 2 89 201 15 3 5)3 6- 83 (2.13)1 501 734 57 902 1 211->01 68 190 254 436 93 6 0 888 9 9 1 27426 634 76 822 1 28153 670 822 931 1300] 95 I » 23 435 6o4 72 73- 8-5 916 130148 536 713 ( 31112 312 622 711 990 132642 67 [300] 822 43 920 133) 0 777 971 995 (34076 166 219 98 419 637 650 849 909 64 1353 1 435 (.01 743 (3(1 >' 42 [10001 66 608 1 37623 700 81 8.5 13(4296 672 769 883 968 1390-12 61 147 (400) 61 290 311 465 768 988 110043 702 24 83 34 1 41114 271 863 13001 760 984 1 42 212 331 834 1-43009 125 2-5 821 986 141-47 68 1-26 301 52 >44032 100 322 28 750 8)0 114(051 94 201 304 71) 812>58 014 25 117038 72 4,8 733 951 140061 75 829 991 I 11(10 - 214 44- 552 [6 -0) 966 150259 475 625 48 151001 68 90 142 [300] 44 - 13001 615 98 780 935 67 1 52123 36 65 232 419 87 704 26 00 1 64 72 153086 105 281 419 903 62 154060 224 381 451 692 -5- 155317 443 72 91 617 790 864 65 9.-6 39 ( 50326 77 566 763 68 03 ( 57018 60 75 211 12 473 713 870 921 [100J 39 1 58271 653 91 719 819 21 63 919 1 50074 236 50 508 24 53 66 61 66 100129 864 698 600 [300] 94 95 7S4 850 53 1 0 1 41 439 879 921 102265 747 972 1 03183 690 790 - 9 101- 41 136 77 205 23 691 734 72 865 1050!« 23 1 550 831 106166 430 519 o:'5 10724: 500 [3001 38 57 79 - 810 108003 35 325 534 981 2 1 00027 13S 233 317 [80'>J 170173 74 30, 58-2 082 78 - 171014 I 1 50001 112 [5001 761 986 172226 315 418 1300] 50, 615 [300] 97 . 173919 32 308 800 07 174155 39« 417 508 69 681 175042 4 «)l 48 112 44 281 332 41« 596 031 43 979 170003 45 ■ 5 120 47 90 386 750 861 953 177318 665 178:99 140 87 237 [400] 55 345 744 79 832 92 4 7!) -65 795 969 1HÖ117 67 580 [500] 697 758 63 876 (3 Hl 952 (Ml 111 254 681 731 14001 836 [300] 968 Koos 182217 452 67 706 892 IH3142 251 71 [3no] 81 94 346 409 530 71 690 1 84105 71 332 553 1 85212 313 197 647 fuä 82 935 1 80268 335 508 01 766 0 7 859 1 8732 ) 560 lsHOOB 233 18907« 105 676 1 »0629 727 75 924 1 91518 42 709 1 91032 821 460 644 69 719 1 »11151 68 260 647 622 11(1063 667 061 [400! ,03 I »5 190 557 701 57 [300] 100720 815 911 1 »7023 239 42 454 577 079 1 08)83 191 449 628 631 61 72 760 86 909 92 [300] 100)53 181 332 424 28 579 676 12002 ,0 324 401 553 647 728 866 201085 726 822 85 202045 690 713 2011131 390 95 97 201)23 559 868 69 2 05097 252 823 «4 949 200146 662 711 207143 263 32:1 412 17 79 605 927 2 08029 224 71 407 658 727 [4001 200213 803 25 984 210038 641 48 75 841 211202 454 570 612 735 68 828 86 981 21*0:18 165 30« 783 I30J) 3(9151 309 57 023 752 851 211165 826 655 981 215029 3 7 278 971 86 2(0349 68 541 [600] 773 862 95 966 217076 629 38 690 709 937 2 1 8143 45 362 623 700 210226 856 544 70 22007-2 276 693 221247 500 46 222004 409 [400] 87 [800] 652 983 823391 427 66 698 888 Im Orislnntab« d-ibll,b,n( 2 Snvlmie 111 50000, 2 I» 30000, 2 1» 10009, 6 1« 5000. 2 tu 300(4 ,0 — «on/4 22 zu 500 MI. 2. Zu Lich — in der Turnhall». Montag, den 23. März, vormittags von 10 Uhr an, sür di. Militärpflichtigen der Gemeinden Albach, Bellersheim, Bett-«-, Hausen, Birllar. Dorf-Gill, Ebcrstadt, Ettingshausen, Earbe-i, ieich, Grüningen, Hausen und Holzheim. Dienstag, den 2-1. März, vormittags von tü Uhr an, für z-, aus den Gemeinden Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, L,z, Münster, Mnschcnheim, Rieder-Bessingen, Ronnenroth, und Obbornhofen, Mittwoch, den Lö. März, vormittags von Iv Uhr an, jür di- aus den Gemeinden Oder-Bcjsingcn, Obcihörgern, Radertsha« sen, Rodheim, Röthges, Steinbach, Stcinheim, Tiais-HoUof und Watzenborn Steinberg. Donnerstag, den 26. März, vormittags von 10 Uhr an, f[[, die aus den Gemeinden Utphe und Billingen, Darnach werde» die Reklamationen, soweit sie nicht schon ourch die schristlich erfolgte Zurückstellung erledigt sind, verhandelt. Die reUamierten Militärpflichligen und deren An gehörige aus den vorgenannten Gemeinden müsien erscheinen 2. Zu Gießen in der Turnhalle des Turnvereins Gießen, Steinstraße 3 (am Oswaldsgarten). Freitag, den 27, Mürz, vormittags von 8 Uhr an, jür dir Militärpflichtigen der Gemeinden Allendors a, d, Lahn, ANe«- dors a. d. Lda., Alten-Buseck, Annerod, Bersrod, Winnerod Beuern, Burkhardsfelden und Daubringen. Samstag, den 28. März, vormittags von 8 Uhr an, sür di) Militärpflichligen der Stadt Gießen und zwar von Buchstadc A bis E einschließlich der Jahrgänge 1912, 1913, 1914 und Aeltere, Montag, den 30, März, vormittags von 8 Uhr an, für di< Militärpflichtigen der Stadt Gießen von Buchstabe H bis Ä einschließlich der Jahrgänge 1912, 1913, und 1914. Dienstag, den 31, März, vormittags von 8 Uhr an, für di« 'Militärpslichtigen der Stadt Gießen von Buchstabe O bis Z »er Jahrgänge 1912, 1913 und 1914, Mittwoch, den 1, April, vormittags von 8 Uhr an, für dii Militärpslichtigen der Gemeinden Großen-Bascck, Eroßcn-Lm. den, Hattenrod, Heuchelheim und Klein-Linden. Donnerstag, den 2. April, vormittags von 8 Uhr an, sür die aus den Gemeinden Lang-Eöns, Leihgestern, Lollar Mainzlar, Oppenrod und Reiskirchen. Freitag, den 3, April, vornüttags von 8 Uhr an, sür di) aus den Gemeinden Rödgen, Ruttershausen, Stausenbcrg Wicseck Treis (Lumda) und Trohe, Samstag, den 4. Arpil, vormittags von 8 Uhr an, Verhandlung der Reklamationen, soweit sie nicht schon durch die schriftlich erfolgte Zurückstellung erledigt sind. Die rellamier- tcn Militärpflichtigen und deren Angehörige aus den Gemein- den des Aushebungsbezirkes Gießen müsien erscheinen. zrursvericht vom 14. März 1914 der Mitteldeutschen Creditbanli Aktienkapital u. Reserven M. 70 000 000 gegründet 1856. Frantsurter Börse. 4% Reichscmleihe 99.— 3V, % „ 86.20 , 3% „ 77 50 , 8'/, % Preuß. Consols 86.20 -!'/« . . 77 AO 47* Hessen 97.80 3V.°/o „ 84 40 37. „ H— 1 •/,•*/, Griechen v. 1890 55.20 1»/.% Monvpot-Griech. —.— , 47,7, „ SUberrente —, 47, Oesterr. Gotdreule 88.25 , 4 _ Portugiesen Serie 1 —, 4 " „ „ Hl 64.70 , 3 7,7» Nüssen v. 1905 98.— 4 % „ „ 1902 89.75 4 '/«Adminifir. Türken 76.30 4° o Türken von 1903 85.50 Türkentoose 21t. 168.80 , 4 7« Ungar. Goldrente 82.80 , 3 „ Kronenrente 82.10 , 3% Bucn.-Air. Pr. Anl. 66 50 , 4 '/,% Chinesen ~0.25 , 4 7,7, Japaner 89.70, 37, Silber.Mexikanec 42.— , 4 Mex. Irrig. Anl. 67 — , Jetliner ^-anoets Ant. 162 25 , Tarnrstüdt. Bant „ 123?/, . Zeitliche ^ant „ — . — ■ ^eutsch-Asiatische Bank 126 80 I ürkenlose M. 168.— aiiuitoxe u. Ohio '■».*/• iwiört Pacific Akt. 209?/, . i.lce .yenri B.Akt. - chuntung B. Akt. 141..5 . camet yanöeU Aul. 162.25 -euljcye V9anf Akt. 258?/, jtommanbit Aut. 197.25 , c?resbiic* ^ant Akt. lo8 25 »>et.^ul.Haudetsb.Akt. 209.7, , -iuss.Bauk s.a.yaud. Ä. 1,3.25 . ttUg.Etek.Geseüich. Akt. 246.7, berliner Börse. Diskonto Komm. Ant. 197.—7« Dresdner Bank Akt. 15325 „ Mitleid. Creditb. Akt 123.90 „ Oe st. Cre d i tan st. Akt. 205.75 „ Bochumer Guß stahl „ 224.75 „ Buderus E.-W. Act. 113.20 „ Deutsch Luxemburg „ 137?/,, Gichwelter oergiv. „ 221.40 , Gekielikirch.Bergrv.Akt. 192.75 , Harpener Bergbau „ 185.— , Phönix Bergb. m 241.—, Laurahüte H 156.50 , Griesheim Elektron,, 267.50 , Höchst. Iarbwerke „ 671 25 , Holzoerkohlungs-Ind. .315.— , Nütgerswerke „ 202— » Chem.Habr.Albert „ 455—, Allg. Elektr. Ges. „ 247.25 . Dtfch.Ubersee i^.G. „ 17?.— , Schuck. Gtektr. . u.Lez.R. lmon Pacific, l. S. Steel Common Doll. Londoner Bör,e. Siemens u. HalskeAkt. Privatdiskont Tendenz: behauptet. 3?/. 99.- 96.75 4.o0 17.50 162.25 66 .— Amalgamated Copp. Doll. 76?/» Chartereb Company Lstr. 0.95