Unmrnrr 58 DirnstaA, den 10. War; 1014 7. JalsVflnngi Dt» „Urne Cages^rturip" eucheinl ,eden Werllag. Regelmäßige Beilagen „Der Kauer an» jlirssrn", „Die Hpinnftubc". Deingapreis: Lei den Poftanstalten o,erleliahrl,ch Ml. 1,05 bei den Agenten monatlich 50 Psg. SSinui tritt Postgebühr oder Trägerlohn. Anreizen: Erundzeile 20 Psg., lokale 15 Psg„ Anzeigen von auswärts werden durch Potnachnahme erhoben Erfüllungsort Friedberg. Schriftleitnnn und Drrlag Friedberg (Hessen), Hanauerltrage 12. Femiprccher 48. Postscheck-Lonto Nr. 4859, Amt Franlsurt o. M. Red erficht. — Wie dem „Elsässer" von maßgebender Seite mitgeteilt wird, soll die Wiedcrbclcgung dcr Garnison Andern am 1. Oktober dieses Jahres erfolgen. In Aussicht ist das zurzeit in Straßburg garnisonicrende Jnsanlericregiincni Nr. >32 genommen, während die Wer nach Straßbnrg verlegt werden sollen. — Tie Revision im Prozeß gegen den Grasen Miel- zl'Ntki, die von dcr Staatsanwaltschaft eingelegt worbet, war, ist jetzt zurückgezugrn worden. Tamit hat das jrcisprechende Urteil gegen den Grasen Gesetzeskraft erlangt, — Ter norwegische Poitonmpscr „Bogdoe" ans Christin nia stieß gestern ans dcr Fahrt von Kiel nach Norwegen unweit Skagen mit dem dänischen Postdampscr „Dänin" zu- jammen. Der „Bogdoe" sank innerhalb 5 Minuten. Tie aus 15 Mann bestehende Besatzung und ein Passagier konnten gerettet werde». Ein Man» wnrdc bei dem Ausnmnic». ftoß zermalmt. Ter untcrgcgangenc Dampfer, ein ganz > neues Schiff, führte die dcutsckrc Post für Norwegen an Bord. Es soll sich dabei eine große Summe Geldes befunden haben. — Da§ Flicgernngliiik aus dem Flugfrlde von Aspern, bei dem dcr Oberleutnant Elsncr tödlich verunglückt ist, hat cin zweites Opsrr gesvrdert. Ter Unteroffizier und Zugführer des 7. Infanterie-Regiments, Seena, dcr mit Oberleutnant Elsner obgestürzt war, ist seinen Verletzungen erlegen. Das Unglück ereignete sich infolge starken Sturmes, der eine Geschlvindigkcit von 15 Seknndenmctern erreichte. Der Flieger verlor die Herrschaft über seinen Apparat und stürzte ans einer Höhe von 250 Meter ab. — Die türkischen Delegierte» sind sich gestern nachmittag I ilber den Text des türkisch-serbischen Fricdrnsvertrages endgültig einig geworden. Die offizielle Unterzeichnung wird jedenfalls heute erfolgen. Serbien erhält im Vertrage er- l'eblichc Zugeständnisse. — In Cetinje gehen Gerüchte von einem österreichisch, montenegriuischen Zwischcnsnll an der bosnisch »ivntenrgri- nische» Grenz«, aus de», strittige» Gebiete von Sjenskos. Tort soll cs zwischen einen, österreichischen Detack>c,„ent und montenegrinische,i Grenzposten zu einem Feucrgesecht ge- kommen sein. Eine offizielle Bestätigung dieser Nachricht liegt zur Stunde noch nicht vor. — Die Sümpfe bei Tampice beginne» wieder. Eine kleine Drnppenkolonnc Huertas wurde schon von den Revo- lntionäre» znrückgewicsen. — Ein Radiotclegramn, aus Dampieo meldet, daß 5000 Aufständische die Föderalen bei Atamira geschlagen haben. Tie Föderalen haben sich auf Tanipieo zurückgezogen. Ein englischer »nd ein deutscher Kreuzer sowie zwei amerikanische Kriegsschisse sind in aller Eile »ach Dampieo abgegangen. — Wie verlautet, haben venezolanische Soldaten die kolun,bische Grenze überschritten. Die Regierung des letzteren Staates hat ihren bevollmächtigte» Vertreter in Ear- raea? beauftragt, eine formelle Protestnote zu überreichen, in der die Gefangennahme und Bestrafung der Schuldigen gefordert wird. In dcr Rote wird weiter bekannt gegeben, daß Solu»,bien alle erforderlichen Maßnahmen treffen werde. 04» demokratischer Leitfaden. In acht gewaltigen Aussätzen, kaum einer unter vier Spalten, lang, hat die „Frankfurter Zeitung" in de» letzten Wochen den preußisch-deutsche» „Militärstaat" moralisch vernichtet und sich angeschickt, an seiner Stelle den dentsch- franksurtischcn „Bürgerstaat" aufzurichten. Zunächst wurde dcni heutigen Heere, dann dcr „Vormacht Preußen" dcr Krieg erklärt. Jiiimcrhin wirken, so schreiben die von George Eleinow-Bcrlin herausgegebcucn liberal gerichteten „Grenzbotcn" diese Auslassungen »och staatsmännisch gegenüber einer weiteren Gedankenreihe, i» der allen Ernstes die Elbe als der Grcnzstrich zwischen dem „west-süddeutsche» Bürgerstaat" und dem „prcl>bisch-noidöstlichcn Militärstaat" bezeichnet wird. In Zaber» hat „der Geist des ostclbischcn Koloniallandes revoltiert gegen den Geist des Mutterlandes und sucht ihn zu unterwerfen". Soweit sind wir nun also gekommen I Deutschland Lurch den Elbstrich in ein Helles und cin dunkles Land gctciltl Ter Herr, dcr hier die Feder geführt hat, sck>ei»I nur nachts im Schlafwagen ostelbischcs Land passiert z» haben, weil er in dcr Furcht lebte, daß gleich hinter der Elbe die Barbarei beginnt. Er meint, das Kolonialland östlich dcr Elbe sei schlecht er- cbcrt worden. Zum zweitenmal, wie vor achthundert Jah- >cn, müsse das „Mutterland" jetzt seine Pioniere, aber jetzt friedliche Eroberer, Bauern, Kausleutc und Kapital, »ach dem Osten schicken. Bon dcr riesigen Kulturlcistung, die im deutschen Osten durch de» preußischen Staat und zwar gegen den hartnäckigsten Widerstand der „Demokratie", für 'Deutschland geleistet worden ist, hat er keine Ahnung. Mit einer ähnlichen Ignoranz und Ueberhebung ist über das Deutschland diesseits der Elbe seit langem nicht geschrieben worden. Einen Gipfel an nationaler Taktlosigkeit bilde» aber die Betrachtungen über Deutschlands Stellung in Europa. Wir bekommen die sch»,eick>clhafte Note, daß wir überall in der Welt, bei sämtlick>cn Groß -und Kleinstaaten, auch bei unseren Bundesgenossen, unbeliebt sind, lind das von Rechts wegen, denn dcr Grund ist fast überall „der preußische Militarismus und seine Begleiterscheinungen". So grund- lich wie hier sind wir in unserer Hassenswürdigkcit der Welt noch niemals vorgcführt worden. Auch nicht von »nsercn bittersten Feinden, etwa Herrn Marse in dcr National Review oder Herrn Wessclitzky in der Nowoje Wrcmja. Ist denn etwa die „Frankfurter Zeitung" in den Konzern der deutschfeindlichen Auslandsblätter auf genommen worden? Immerhin, am Schlüsse wird doch cingeränwt, daß „das Reich in seiner Idee ganz vortrefflich" ist. Rur der preußische Korporal hat die Sache verdorben. Wenn man solche, unsere Auslandsstellung diskredifte- renden Betrachtungen liest, wild man daran erinnert, wie bitter es die Ausländsdeutschen beklagen, daß es gerade deutsche Zeitungen sind, die da? Material zur Bekämpfung Deutschlands im Anstande liefern. Wenn etwas dazu beige- trogcn hat, »ns »»beliebt zu machen, so sind cs diese Schreibereien, die zudem nicht einmal immer aus deutschen Federn stammen. Das bleibt eines der trübsten Kapitel unserer Publizistik. Kehren wir zu den: Leitfaden zurück. Wir sind am Schluß und erblicken nun den Demokratismus in all seinem Glanz: Alles, was nicht auf Parlanientsherrschaft hinarbeitet, hat Mangel an echtem Staatssinn-, die Debatte über Zabern mag man schließen, die Auseinandersetzung mit dem Militärstaat muß — nach Ansicht dcr „Frankfurter Zeitung" — fortgesetzt und durchgcsiihrt werden: zunächst Rcick>sgesetz ilber die uiilitärisck>cn Dienstvorschriften, dann Einschränkung dcr Militärgerichtsbarkeit, Autonomie für Elsaß-Lothringen, kurz cin vollständiges Koufliktspro- gramm. Es ist gut, daß man wieder einmal deutlich sicht, wohin die „Geldsacks-Demokratie" will. Es ist ei» Pro- gramm dcr Ausweichung und schrittweisen Beseitigung im- lerer verfassungsmäßigen Zustände. Deutschland und Rußland. Die deutsch-russischen Beziehungen find in der letzten Zeit mehrfach Gegenstand eingehender Betrachtung«» gewesen, nach, dem die pessimistischen Darlegungen des Petersburger Korrespondenten der „Kölnischen Zeitung" allenthalben das größte Aufsehen heroorgeiufen habe». Gewiß Herste dieser Bericht kei. nerlei osstziösen Charakter Mid ebensowenig hat wohl im Ernst jemand daran gedacht, daß die Situationsschstdermig dazu dienen solle, neue Heeressorderungen in Deutschland zu motivieren, gleichwohl bleibt er aber dach ein charakteristisches Stimmungsbild, wenn auch jetzt russischorserts versucht wird, den nachhaltigen Eindruck jener Mitteilungen abzuschwächen. Zugegeben, daß der Korrespondent vielleicht etwas zu schwarz gemalt hat, so weiß doch niemand voraus, was vielleicht in einigen Fahren hin wird, und daß Rußland rüstet, insbesondere an seiner West, grenze, kann nicht bestritten werden. Aeußcrlich freilich werden die Dinge so geschildert, als wenn alles cmss beste bestellt wäre und so verbreitet man denn jetzt eine Meldung, wonach der Zar an Kaiser Wilhelm ein Handschreiben gesandt habe; der schriftliche eBrkehr beider Monarchen sei uiiunterbrochea sehr rege und äußerst sre Midscha st sicher Natur gleichzeitig wird offiziös versichert, daß s sich bei der angeblichen Probemobilisation keineswegs um eine allgemeine Probemobilmachung handle, sondern baß sich die diesjährigen militärischen Ilebun- gen durch nichts von denjenigen früherer Jahre unterscheide,-, würben. Man wird wißen, was man von diesen Abwiegelungs. versuchen zu haste» hat, auscheiuend hat wohl aber die Haltung, welche die deutsche Presse und die öffentliche Meinung bei UNS nagesichts des erwähnten Artikels eingenomme» haben, an der Newa einen recht nachhaltigen Eindruck gemacht. Alan sieht wieder einmal, daß die deutsche Nation nicht mit sich spassen läßt und gar nicht daran denkt, Rußland nachzulaarsen. Die Erneuerung der Handelsverträge stehen demnächst vor der Tür, und es wäre das unklugste was Rußland begehen könnte, wenn es den Bogen allzu straff spannen würde. Dl« russische Ausfuhr ist MM allergrößten Teil auf Dentfchland angewiesen, und dies muh Rußland bei der Festsetzung seiner Forderungen berücksichtigen. Gewiß können auch wir unsererseits Rußland nich: entbehren; aber es fragt sich doch gar sehr, ob Rußland ohne UNS auskommen könnt«, und dementsprechend ist Deutschland IN dcr Lage, seine Forderungen zu stellen. Wir haben also keineswegs notwendig, vor unserem östlichen Nachbar zu Kreuze zu kriechen und das weih man wohl am letzten Ende in Rußland selber. Aus diesem Grunde hat man sich wohl auch dort beeilt, den jüngsten sensationellen Bericht ins Bereich der Fabel zu vcr. rvcisen, west man davon rmgiinsstge wirtfchajtliehe Felgen be, fürchtet. Jedenfalls werden wir deutscherseits uns durch derartige Abfchwächungsversuche nicht in den Schlaf einlullen lassen, weil wir zu gut wissen, woraus hinaus die Treibereien der Panslawisten wollen, wobei untcstucüt bleiben soll, was bierbei ruf französische Verhetzung zurückzuführen ist. Möglich freilich daß man augenblicklich im Reiche Väterchens jetzt recht deutst> jeindlich tut, weil man den französischen Anleihemarit dringender als je notwendig hat, um die Heereskredite zu ermöglich-». I,ödesten [timml es zu dein ganzen Bilde, wenn jetzt gemeldet wird, daß für den Posten des Warschauer Generalgouverneurs kein anderer als der Generalstrbschef Schnnarki aiiserfehen sei, indem ausdrücklich hinzugestigt wird, man habe zwar bester nach WarschaiU nur tüchstge Administraturen geschickt, diesmal Fi aber in Erwägung gezogen worden, daß der neue Generalgou- vernour auch ein tüchtiger Militär fei. Das besagt genug. Prntlcher Reichstag. Der Reichstag erledigte am Montag zunächst eimgk Wahlprüsungcn. Bei der Wahl des Abg. Frommer lkons.) deren Gültigkeit die Kommission vorschlng, widersprach der Abg. Pr. Rrnmaun-Hofer (Fortschr.) der Gültigkeit »nd verlangte Beweiserhebungen. Abg. Schmidt-Meißen (Soz.) schloß sich dein an »nd meinte, die vorliegende Wahl sei eine typisch ostelbisck'c. Das Haus jedoch entschied sich für die Gültigkeit. Dabei wurde ei» Antrag angenommen, der die Anweisiiug au die zuständigen Behörden forderte, Vorkehrungen zu treffen, die eine parteiische Handhabung des Haiisrcck'iS seitens des ' c- sibcrs des Wahllokals ausschließen. Die Wablen dcr Abgeordneten v. Hcydebrand (kons.), Rother lkons.) inib Merlin (Rp.) wurden für gültig erklärt, bei den Wahlen v. Wiulec- scld (kons) und Glowatzki (Pole) Beweiserhebuugcii beschlossen. Nunmehr setzte das Haus die allgemeine Erörterung des Kolonialetats fort. Abg. v. Böhlcndorft (kons.) stellte die Eiiiigkeit der bürgerlichen Parteien in der Frage des Bahubaues fest null gab seiner Freude über die unverkennbaren Fortschritte deil Kolonien Ansdriick. Seine Freunde seien stets energisch für eine kräftige Kolonralpolrtik cingctrcten, deren Zweck die Hebung der deutschen Stenerkrast und die Schaffung guter Lebensbedingiingen für die Arbeiter sei. Der Verwaltung sei dafür zu danken, daß sic für Ruhe und Friede» in de:, Schutzgebieten gesorgt habe. Eine Abgrenzung des Tätig- keitsgebietes der Missionen sei wünschenswert. Eine Hebung der Kolonien, die zugleich eine Hebung der Eingeborenen bedeute, könne nur durch Ausbau der Verkehrswege erfolgen (Beifall rechts.) Abg. v. Mornwski (Pole) verlangte Abschasfnng der Hanssklnverei. Nunmehr ergriff Staatssekretär Pr. Sols das Wort. Tic Kolonien müßten in tropische und Sicdelnngskolonicn geschieden werden. Mit gewisse» Einschränkungen seien die' letzteren geeignet, den Bcvölkerungsüberschnß anfznnehmen. Ein Pessimist solle nicht in die Kolonie» gehen. Neue Bahnen seien notwendig. Die Taiiganyiknbahn sei ei» Werk der Herren p. Lindeqrnst und v. Rechenbcrg; er (Redner) habe lediglich die Fertigstellung dcr Bahn um 14 Monate bc- schleimigt. Kein Land habe die Handelsbeziehungen znm Mutterlnnde so gesteigert wie die deutschen Kolo-rien zu Deutschland. Am Plantagenbau müsse er im Interesse der Eingeborene» scsthaltc». Die Regierung suche ihren Stolz darin, den wirtschaftlich Schwachen in de» Kolonien z» helfen. Ein Bevölkerungsrückgang müsse entschiede» bestritten werden. Tie Tätigkeit der Missionen als Kulturbringcr fei an- zuerkenneii; kolonisieren bedeute missioniere» im Sinne der Erziehung der Eingeborene» zii höherer Knltiir. Der Alka» holniißbranch »iid Branntweinhandel werde »ach wie vor bc- kämpst. Es würde mehr erreicht werde», wenn Frankreich nicht im Wege wäre. In Südwcst- rnid Ostafrika sei den Eingeborenen der Alkohol überhaupt verboten. Wenn di« Neger trotzdem sich betrinken, dann nur mit ihren eigenen hciinische» Getränkeil. Immerhin geschehe das nur bei gelegentlichen Festlichkeiten, wo sie allerdings mehr zu sich nchinen, als die Aesthctik wünschenswert erscheinen lasse. Zu», Schlüsse bat der Staatssekretär darum, die Debatten ilber die Eingeborenen- mid Arbeiterfragen versöhnender zn führen. Er habe nicht nnr sür die Eiugeboreuen, sondern auch sür die deutschen Landsleute z» sorgen und hoffe, daß das Hans ihm im nächsten Jahre mit Ruhe zuhören werde, wenn er alles Gute Vorträge, was Deutschland den Deutsche» in den Kolonien zu danken habe. (Lebhafter Beifall.) Abg. Henke (Soz.) lehnte jeden Bohnbau ab, der »nk de» Kapitalisten nü^e. Dienstag: Fortsetzung. Preußischer Landtag. Abgeordnetenhaus. Das Preußische Al-geordnet«,,Haus setzte am Montag di« Beratung des Etats der Handels- und Eeweibeverwaltung Lei dem lonfervatioe» Anstag Dr. Roesicke—Di Hahn fort, Le» cin« Denkschrift fordert über die Entwicklung dev BLifeichandels und die Anlage deutscher Kapitalien im Ausland«. Aba. Dr. Roelicke (kons.) Lcaründete den Aickrag. Er Nr. 58 __ kt logt« den langen hohen Diskontsatz, nutet dem Landwirt, fchaft und Industrie gleichermaßen gelitten haben. Bei der Aufnahme ausländischer Wert« müsse große Vorsicht walten. Nah» : als die Bedürfnisse des Auslandes ständen di« des Inlandes, Die Aufnahme ausländischer Wertpapiere schwäche den deutschen Markt und mache ihn unfähig zur Aufnahme der eigenen Staatsanleihen, Der Konzentration der Großbanken müsse nchgegengewirkt werden, daß sie nicht zu einem Staat im Staate werden, — Handelsministcr Dr, Sydow bemerkt«, er stehe auf dem Standpunkte, daß deutsches Geld in erster Lim« im Anlande angelegt werden solle, allein die Rücksicht auf unsere Industrie, Schiffahrt und Weltpoliti! lasse es angezeigt erscheinen, um wirtschaftlicher Borteil« ausländische Anleihen nicht zu vernach. lässigen, Rund 690 Millionen seien im Ausland angelegt. Die Ausnahme der chinesischen Anleihe sei aus politischen Gründen notwendig gewesen. Ein Einspruchsrecht könne die Regierung nicht übernehmen, denn darin läge zugleich di« Uebernahme der Garantie für die zugelassenen Werte, Abg, M o m m s e n (Fortschr) wandt« sich gegen den Antrag Die Banken wären a-us eigener Kraft der Schwierigkeit «5 Geldmarktes Herr geworden, • Im gleichen Sinne äußerte sich Abg, L u c a s (Rat,) Der Antrag wurde an die Budgetkommffsion verwiesen. Mehrer« Titel wurden ohne erhebliche Debatte erledigt. — Beim Kapitel Gewerbliches Unterrichtswcfen forderte Abg, Air reck lfreikonf,) größere Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse der Gewerbeireibenden bei Festsetzung der Unterrichtsstunden. Die Handelshochschule in Berlin sollt« bester unterstützt werden. Ein Regierungsvertreter sagte möglichste Berücksichtigung dieser Wünsche zu, Abg, Münsterberg (Fortschr) wünschte, daß in den Fachschulen besonders auf die Lebensbeschreibung großer Männer eingegangen würde, um zur Nacheiferung anzuregen, Abg Bacmeister (Natl,) wünscht« eine bester« Regelung der Besoldungs. und Anstellurrgsverhältnisie der Handelsschullehrer, Der Handesmrnister bemerkte, daß die Handelslehrer mit een Lehrern der gewerblichen Fortbildungsschulen durchaus paritätisch behandelt würden. Abg, L i« n e w e g (kons.) gab dem Wunsche der Handwerker Ausdruck, daß sie zur Hälfte in den Schulkuratorien vertreten seien. Mit der Leistung des Gesellenstücks sollte der Lehrling vom Schulzwang befreit werden. Dem Abg. v, d, Hagen (Ztr) antwortet« ein Regierung», rertreier, daß an der Navigationsschule in Papeirburg ein Lehrer für die Schiffahrts-, ein zweiter für di« Steuermannsklasse tätig seien. Die Abzg, Rosenow (Fortschr,) und L«inert (Sog) polemisierten gegen di« Handwerkerforderungen des Abg. Lie- neweg. Ein Regicrungsvertretor gab bekannt, daß die vom Abg, Leineit erwähnt« Zeitschrift Deutschlands Jugend auf den Schulen nicht mehr verbreitet werden dürfe aus prinzipiellen Er. »ägnngen. Der Handelrmririster gab bekannt, daß die Lehrlinge nur H« landwirtschaftliche Schule besuchen dürfen, wenn am Ort teure gewerbliche Fortbildungsschule bestehe, Abg, Heins (Hofp, b, d, Konf,) wünschte eine Besterstellung der Lehrer der Baugerverckschulen, An der weiteren Debatte beteiligten sich di« Abgg, Dr, tvendlandt (Rail,), Thurm (Ztr), Schisferer (Rtt,). Abg, W i n ck l e r (kons,) forderte in noch größerem Maß« al« bisher die Reinhaltung unserer Gewässer, Ein Regierungsvertretrr bemerkte, daß mit der sächsischen Regierung Verhandlungen im Gange seien, um der Berunrei- n «gütig der Weißen Elster zu steuern, Schluß des Berichts 8 Uhr, — Nächste Sitzung Dienstag 11 »hr. ssagrsüberslcht. Deutsches Urich. :: Der Zaberner PandurenkellerProzeß «ertagt, Di« Ber- 4 ^—Aung im Prozeß der im Pandmerrkeller während der Zabern Affäre eirrgesperrten 27 Bürger ist auf heute früh S Uhr vor dem Landgericht Zabern festgesetzt worden. Wie der Ver. treter der „Telegraphen-Union" erführt, wird jedoch nicht in d!« Verhandlung getreten werden, sondern von der Vertretung der Militärverwaltung in Zabern Vertagung bsarrtragt werben, In den letzten Tagen ist der Militärfiskus erneut in Ver. Handlungen mft den Festgeirommeirem getreten, so daß es nicht ausgefchlosten ist, daß die angebahnten Vcrgleichsverhandlungen auch tatsächlich zu einem Resultat führen, _ :: Günstiger Stand der reichsländischen Viehzucht. In der ePissffchen Zweiten Kammer wurde der Etat der Landwirtschaft beraten. Fuhr, v, Siein betonte die Notwendigkeit einer strengen Durchführung des Seucheirschuhgesetze», Nach den letzten Berichten sind in Frankreich f‘>4 Departements, in der 13 Kantone verseucht, daher könne er gegenwärtig eine Erleichterung der Grenzsperre nicht in Aussicht stellen. Der gegenwärtige Seuchenstand in den Reichslanden gehe zu keinen Besorgnisten Anlaß, Auf Grund der Ergebniste der letzten Viehzählung dürfe behauptet werden, di« Landwirtschaft sei dem Ziele, den Bedarf der Bevölkerung an Fleisch durch eigne Vieh, znchi zu decken, näher gekommen. Der Schweinestand im Lande ailrin Hab« um 14,v Prozent zugerwmmen. Oesterreich. :: Beerdigung der Opfer des Lawinen-Unglücks Unter B«. tetligung der gesamten Bevölkerung von Trafol fand gestern Nachmittag um 3 Uhr die Beerdigung der Opfer der Lawinen, kadastrophe im Ortlergebiet statt. Erschienen waren der Statthalter Baron von Toggenburg. L Indesverteidigungsminister Freiherr von Georgi, der Stellvertreter des Lartdwehroberkom- mnndanten General v, Schikawsti, sowie zahlreiche ander« mili. tärische und Zivil Würdenträger, ir der Opfer wurden auf dem Friedhof« bestattet, während die Leiche de; Oberlercknanis "öichner »ach Wien und die eines Lande-fchützen nach Bregenz '"kt wurden. Neue Tageszeitung. Dienstag, itn 10. März 191« England, :: Home Nule-Frag« im englischen Unterhaus«. Bor außer. ordentlich stark besetztem Haufe beantragt« Premierminister As- .uith gestern die zweite Lesung der Home Nute Btll, Er kam der Opposition durch den Dcrn, irtlung »Vorschlag stark entgegen, der Ulster aus sechs Jahre ein Ausnahmegesetz geben will. Der Führer der Unionisten, Bonar Law, lehnt« den Borschlag ab und beantragte Auslösung des Parlaments oder Volksabstim. mung, während die Nationalisten dem Regierungsvorschlage zn- stinrnrten, Sir Edward Carson erklärt« die Anerkennung einer Ausnahmestellung von Ulster für einen Fortschritt. Gleichwohl müste die llffterfrage gleich entschieden werden und nicht erst nach sechs Jahren. Rach ciiiigen weiteren Reden vertagte sich das Haus. Spanien. :: Spanische Generalratswahlen. Die Generalratswahlen in Spanien nahmen überall einen sehr lebhaften Verlaus, In Madrid sind 4 Kandidaten der sozialistisch-republikanischen Ver. enngwrg gewählt worden, darunter auch Pablo Jglesias, ebenso wurden vier Monarchisten, zwei Liberale und zwei Konservative gewählt. In einem Wahllokal in Bilbao kam «s zu ernsten Storungen. Es wurden Schüste gewechselt^ wobei mehrere Wähler verletzt wurden. Auch bei Zusammenstößen in Valenzia trugen mehrere Personen ernste Verletzungen davon. In Vit- loria wurde Ministerpräsident Dato gewählt. Frankreich. :: Die Eherbourger Spionageassäre. Ueber di« Spionage, affär« der Eva Hornetter wird weiter gemelö«t: Nachdem der Spion di« bei ihr beschlagnahmten Briefe vorgelegt waren, gab sie zu, daß sie vom Spionagedienst der deutschen Marine nach Cherbourg gesandt worden sei. Sie habe jedoch niemals beab- sickrtdgt, sich geheime Dokumente zu verschaffen, da sie gewußt hätte, daß dies unmöglich sei. Dagegen sollte sie sich möglichst genaue Angaben über alle Verteidigungswerk« von Cherbourg, dem Stützpunkte des Aermelkanals verschaffen. Einige Tag« vor ihrer Verhaftung hat sie sich in einem Vorort von Cherbourg begeben, wo sich zahlreiche Zementbauten befinden, die im Kviegsjall« das Ersatzmoterial an Unterseebooten und Torpedo» aufnehmen sollen. Die Verhaftet« hat den Untersuchungsrichter gebeten, ihrer Schwester in Nancy von ihrer Verhaftung Kenntnis zu geben. Alle Personen, die mit Eva Hornetter in Ver. binduirg getreten sind, sollen vor den Untersuchungsrichter geladen werden. Italien. :: Die italienisch« Minisierlrise, Ueber die italienische Ministerkrisis schreibt der Korrespondent des „Echo de Paris": Es wird vielfach behauptet, baß ein wie auch immer zusammengesetztes Kabinett in der Hand Giolittts sich befinde, da er in der Kammer eine Gruppe zahlreicher und ihm ergebener Anhänger besitzt. Da« kommende Ministerium kann also nur ein provisorisches sein, das an dem Tag«, wo Giolitti wieder die Zügel ergreift, von der Bilbsiäch« verschwinden wird. Genau so war «s bei dem Ministerium Sonmtno und Luzzati, Selbst nach seiner Demission wirb Giofttti weiterhin di« politische Situa. tion beherrschen, was naturgemäß denjenigen Männern, di« mit der Neubildung eines Kabinetts betraut werden, di« Arbeit sehr erschweren- wird. Sie müßten sich darauf beschränken, «in« untergeordnete Roll« zu spielen. Man fft allgemein der Ansicht, daß es nur unter günstigen Umständen möglich sein wird, ein Ministerium zu bilden, das hinreichendes Ansehen besitzt, um sich in der Kammer und im Ausland« burchznsetzen, — Als Mitglied des neuen Kabinetts nennt man u, a, auch den jetzt, gen Gesandten in Paris, Tittoni, » Vom Vallan. :: Zum Amstantritt des Fürsten Wilhelm von Albanien. Wie aus Triest gemeldet wird, fällt es auf, daß sich seit mehreren Tagen in Triest «in« Anzahl albanischer Rotabeln aufhält, di« sich beim Empfange des neuen Herrschers in Triest einge- fundsn hatten. Am Tage des Einzuges des Fürsten in Durazzo weilten sie noch immer in Triest, Unter diesen Albaniern be. finden sich u, a. Prinz Ehika, General Fasil Pascha und Jzzet Bei Vrioni, einer der reichsten Einwohner von Berat, :: Der österreichisch,montenegrinisch« Zwischenfall, Manien«- grrnffcherleits gibt man folgend« Schilderung des Zwischenfall» am Metakka.Sattel: Ein österreichisches Bataillon hat vorgestern ein« montenegrinische Patrouille angegriffen, di« aus 4 Soldaten bestand, die auf der Anhöhe von Sirpokes im Sand- schak aufgestellt war. Diese Anhöhe hatten di« Türken vor Ausbruch des Balkankrieges besetzt; als Beweis hierfür gilt bi« Tatsache, daß di« von den Türken errichteten Blockhäuser noch heute existieren Montenegrinischerseits wird hinzugefügt, daß das serbische Hiffskorps diese Anhöhe bereits vor mehreren Monaden den Montenegriner» übergeben hatte, Oesterreich hat niemals Schritte getan, um seine Anrechte auf diese Anhöhe geltend zu machen, :: Die Wahlen in Bulgarien. Ueber die Wahlen der Städtebezirk« liegen bereits ziemlich genau« Berichte vor; danach erlangte di« Regierung in den städtischen Wahlbezirken ein« groß« Mehrheit. Di« sozialistische Partei hat durchweg Niederlagen erlitten, dagegen dürften di« Demokraten und dt« national« Partei eine Verstärkung erfahren und in der neuen Sobrarrj« besser vertreten sein. Die endgültigen Ergebnisse werden erst heute bekannt gegeben werden. M«xii». r: Einbruch »meritnnischer Miliztruppen aus mexikanisch«, Gebiet. Au» Laredo im Staat« Texas wird «in Vorfall gemeldet, der die an und für sich schon nicht glänzenden Beziehungen zwischen den Bereinigten Staaten und Mexiko noch mehr ver. schlechter» dürften. Texantsche Miliztruppen überschritten dl« mexikanische Grenze um Mitternacht und gruben di« auf mexikanischem Gebiet beerdigt« Leiche de» vor einigen Tage« von den mexikanischen Bund«; truppen krtegsgerichtkich erschossenen Amerikaner» Clement« Bergara au». Di« Leiche wurde in et. nem Boot über den Rio Grande auf texantsche« Gebiet gebracht und dort genau untersucht E, zeigte sich daß Bergara vor sei. »er Hinrichtung di« furchtbarsten Martern hatte erdulden ntHJ. fen. Die Leiche war von Kugeln durchlöchert, dl« Stirn einge- schlagen und di« Hjurde verbrannt. Mit Blitzesschnelle verdreh bete sich die RochrlchtrM^tzer^rapfgmdqt her Mexikaner einem ________ Seift | amerikanischen Bürger gegenüber durch da» ganz« Grenzgebiet und erweckte dort die größte Aufregung. In den ganzen Grenz stabten ziehen Scharen bewaffneter Bürger umher und drohen in Mexiko einzufallen. In Washington ist der Zwischnefall mil sehr gemischten Gefühlen aufgenomnien worden, der Regierung fft dir offrüffkndigt Lerlotzpng mexikanischen Gebiets durch ome. rikanische Milizsoldaten außerordentlich peinlich Ans der Heimat. * l, Kraukenkasfenwahl. Hebet die bevorstehenden *i\ treterwahlcn zum Ausschuß der AEgemeineu Ortskranken- küsse für den Kreis Frredberg herrscht noch soviel Unklarheit, baß es notwendig erscheint, Anfkiürnng zu schaffen, Ter Ausschuß besteht aus 20 Arbeitgeber-Vertretern mit 20 Er. sotzmänncrn und 40 Arbeitnehmer- (Versicherten-) Vertreter» mit 40 Ersatzmännern. Der Ausschuß hat in der Kranken-' kassenvcrwaltung diewichtigsten Funktionen zu erfüllen: er hat die Satzungsänderungen zu genehmigen, die Sähe der Beiträge zu bestimmen, die Dienstordnung zu beschließen, den Vorstand zu wählen und kann die Kasse auflöscn. Da- raus geht zur Genüge hervor, wie wichtig- cs ist, daß alle Beteiligte, Arbeitgeber und Versicherte, denen da? Wohl und Wehe der Kasse am Herzen liegt, ihr Wahlrecht in der rich- tigen Weise ausüben. Es sind 2 Vorschlagslisten der Arbeitgeber und 2 Vorschlagslisten der Versicherten eingereicht worden, über welche abgestimmt werden muß. Ändert Vorschläge oder abgeänderte Listen sind rniju- lässig und machen den Zettel ungültig. Ebenso sind olle Zettel ungültig, die in einem anderen Couvert als dem von der Krankenkasse gestempelten, abgegeben werden. Die Wahl ist geheim und mittels Couverts, die nur im Wahllokal zu haben sind. Die Wahl erfolgt nach der Ver- bältniswahl. Es entscheidet also nicht die einfache Stimmenmehrheit, sondern die Sitze im Ausschuß werden im Verhältnis der für die einzelnen Listen abgegebe- ltcn Stimmen zur Gesamtstimmenzahl verteilt. Auch dieser Umstand spricht für eine möglichst starke Wahlbeteiligung. Die Wahl findet an den in den Zeitungen bekannt gemachten Wahlorten am 22. März d. I. statt. Die Arbeit- geber stimmen von 12—2Vj Uhr, die Versicherten von 3—8 Uhr in getrennten Wahlhandlungen. Es ist vielfach» di« irrige Meinung verbreitet, als müßten die Versicherten am Wohnorte ihres Arbeitgebers wählen, diese Ansicht ist falsch; die Versicherten wählen an ihrem Wohnorte, oder wenn dieser nicht Wahlort ist, an dem Wahlorte, dem sie zugeteilt sind. Wahlberechtigt ist jeder volljährige Arbeitgeber, auch tvenn ec nur einen Dienstboten oder Lehrling beschäftigt, und jeder volljährige Versicherte; jeder Versicherte hat «in« Stimme, der Arbeitgeber für je 10 beschäftigte Versicherte 1 Stimme bis zur Höchstzahl von 30 Stimmen. Nach der Reichsversicherungsyrdnung ist die Zahl dei-«eisicherten ganz bedeutend erhöht worden, damit wächst natürlich auch der Umfang der Kassengeschäfte und insbesondere die Ausgaben der Kasse. Es liegt darum im Interesse aller Beteiligten, ihren Einfluß durch die Abgabe des richtigen Stimmzettels zu wahren. * Fricdberg, 10. März. Die Städtische Polytechnische Lehranstalt wird heute Abend in ihrem Gebäude „Die Kruppschen Werke" in einem Vortrage behandeln, den der Dozent der Anstalt, Herr Diplom-Ingenieur Kußler, unter Benutzung einer großen Anzahl von Lichtbildern, basten wird. Der Vortrag, der auch für Damen allgemeinversi ind- lich sein wird, findet um 6 Uhr im Saale 2 der Anstalt statt, * Fricdberg, 10. März. Obersteuerkontrolleur Franz von hier wurde zum Finanzamtmann bei dem Finanzamt Offenbach ernannt. * Fricdberg. 10. März. Im G e schichtsverein hält an, Mittwoch, abends 8 Uhr, in der Angustinerschnl« Herr Profcffor v. vr. D i e h l einen Vortrag mit dem Theina: „Der Untergang der Kirche auf dem Johannisberg". * Friedberg, 10, März. Das Neue Berliner Operetten- Ensemble, welches am Sonntag seinen Einzug im Saal« des Hotel Trapp gehalten hat, gab gestern Abend sein« letzte Gast-Vorstellung. „Die Tango-Prinzessin", Operette von Klon und Kaatz, Musik von I, GUbert, fand vor auS- verkauftem Hause statt. Die gesamten Leistungen dieses Ensembles waren sehr gute zu nennen; ebenso wirkte die Musik exakt. Der nicht enden wollende Beifall belohnte die Künstler für ihre vorzüglichen Leistungen. Das Neue Berliner Opcretten-Enscmble bat sich durch die beiden Aufführungen die Herzen aller Theaterfieunde erobert. Hoffen wir, daß es recht bald wieder in FricdbergS Mauern eine Gastvorstellung geben wird. * Friedbcrg-Fauerbach, 10. März. Steinmetzmeister Damm verkaufte sein in der Klansenstraße 10 gelegenes Haus on Herrn Rnngiernieister Wilhelm Thomas für 8000 Mark, * Friedberg. 10, März, Die letzte Veranstaltung im Volksbildungsverein für diesen Winter findet Donnerstag, den 19, März, abends 8*4 Uhr im Saale des Hotel Trapp statt. Der Vertreter für neuere deuffche Lift' ratur an unserer Landesuuiversität, Herr Professor Pr- Collin aus Gießen, bei uns allen seit seinem tiefgründigen Ibsen-Vortrag noch im besten Andenken stehend, wird dies' mal sprechen über: Goethes Faust, Der Eintritt ist frei sift Jedermann, . * Dorheim, 10. März, Einen zahlreich besuchten, senk anregenden Familicnabend veranstaltete am Sonntag der hiesige Zweigverein des „Evangelischen Bundes". Bo-, einer Begrüßungsansprache dc-S Herrn Pfarrers Schäfer >m^ einigen kernigen Liedern, die vom Gesangverein „Gerinanw unter Leitung des Herrn Lehrers Haber ausgezeichnet »> Gehör gebracht wurden, hielt Herr Professor U. Ur, ' einen sehr lehrreichen Vortrag über: „Die Reformatio» o - soziale Tat," In seiner bekannten anregenden Werl- Nr. SS Seite a tonte et vor allem die großen Verdienste Philipps des Großmütigen um die soziale Hebung des Hessenlandes. Lebhafter Beifall lohnte den Vortragenden. Es folgten dann mehrere sehr schöne Duette, die von Fräulein Schäfer und Fräulein Alles gesungen wurden. Schließlich ergriff Herr Professor Diehl nochmals das Wort und schilderte äußerst humorvoll einige Episoden aus seiner Forschertätigkeit, die tosenden Beifall auslösten. Wir können nicht umhin, auch an dieser Stelle den Veranstaltern des Abends, besonders aber Herrn Professor D. Dr. Diehl unseren besten Tank auszusprechen. * Torheim, 10. März. Ans Anlaß des 50jährigen Be- ltehens des Gesangvereins „Germania" stiftete Herr Landlagsabgeordneter Karl Breidenbach diesem ein Klavier. Ter Verein stattete den Dank dadurch ab, daß er Herrn Landtagsabgeordneten Karl Breidenbach zum Ehrenmitglied ernannte. Gleichfalls sei ihm mich an dieser Stelle für seine Sympathie, welche er dem Verein schon jeher bezeugte und die Geschenkaabc gedankt. * Gettenau, 10. März. Hier fand in der Wirtschaft von Stoll eine außerordentliche Generalversammlung des Turnvereins statt, in der der seftherige Vorsitzende des Vereins, Herr Bürgermeister Stoll. zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Ter derzeiftge Vorsitzende, Herr Stephan, überreichte ein von dem Verein gestiftetes Ehrendiplom. Der Ehrenvorsitzende dankte in bewegten Worten und gedachte der Gründung und der seitherigen Entwickelung des Vereins. * Eichen, 9. Marz. (Schöffengericht). Der Weißbindevgeselle und Gorneinderat Carl M. von Hausen bei (SiefKii hatte bei einem Wirtshausdisput dem Arbeiter Z. von Hausen ein Bierglas INS Gesicht geworfen. sodaß Z. durch die Verletzung längere Zeit arbeitsunfähig war. Das Gericht nahm auf Grund der heutigen Veweisaufnahme an, daß M. in berechtigter Votivehr zehandelt habe, da Z. mit einem Wittshausstuhl aus ihn ein« schlagen wollte, und erkannte deshalb aus Freisprechung. — Der Zigarrenmacher Heinrich V. 6. von Altenbuseck wurde von der Anbage der Unterschlagung fteigesprochen, da das Gericht den einzig belastenden Aussagen des geichädigten Händlers keinen vollen Glauben schenken konnte. V. will die unterschlagenen 9 Mk. auf ihm zugestanbene Provision verrechnet haben, während der Händler zuerst bestritt, dem D. Auftrag zur Der. mittlung van Obstveitkufen gegeben zu haben, aber später dies zugab. — Der Kaufmann Willi D. von hier sandte an einen srüheren Kunden, den Agenten Sch. von hier einen Blies, in dem er dem Sch. mitteilte, daß er es oorziehen würide, auf die ihm zustehende Restfoudernng zu verzichten, da er — Sch, — ihm . nicht recht sei, um deswegen vor Gericht zu gehen. Dos Gericht versagt- D. die Wohrnehmimg berechtigter Interessen und verurteilte ihn wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 19 Mk. — Die Heinrich D. Ehefrau geb. Beck von hier war bei dem hiesige« Konsumverein zum Austragen der Brvdchen beschäftigt; sie war befugt, die von den Kunden bezahlten Beträge tn Empfang zu nehmen und abzuliefern. Bei ihrer Arbeit halsen ihr ihr Monn »nd ihre Schwester. Be! einer Abrechnung mit dem Derein wu rde sestgestellt, best von der D. etwa; über 199 M. an KuN'deugelder z» wenig abgeliesert worden waren. Di« D. glaubt da; Defizit daraus zurückzusuhren, daß ihr.von Kunden Gelder zu wenig nusgehändigt wurden, sie auch zuviel heraus, gegeben habe; dasselbe müßte ihrem Mann und ihrer Schwester passiert sein, denn diese seien immer mit Fehlbeträgen von der Tour gekommen. Nach dir Feststellung der Fehlbeträgen wurde die D. entlassen. kassierte aber noch etwa 8—8 Mark Kunden- gekder ein. Das Gericht konnte mir in der unbefugten Einkassierung der 8—8 Mark eine Unterschlagung erblicken und »er. urteilte die D. zu einer Geldstrafe von 19 Mark evtl. 2 Tage Gefängnis * Gießen, 9. März. SSic noch vielen unseren Lesern erinnerlich, winde im Juni vorigen Jahres das 100jährige Jubiläum des Infanterie-Regiments Nr. 116 (Kaiser Wilhelm! gefeiert. Tie Regimentsmnsik wurde aber nicht mit dcr Gründung des Regiments, sondern erst am 1. März 1814 gebildet. Da mm am 1. März d. Js. 100 Jahre verflossen waren. d->ß das Mnstkkorps besteht, so bielten es die ehemaligen und aktiven Angehörigen der Kapelle für ihre Pfticht ,den lOlhährigen Gedenktag in festlicher Weise zu begeben. Aus diesem Anlaß fand am 3. und 4. März eine Festlichkeit in Steins Saalban statt. Am 3. März, abends SVb l’&r, wurde die Feier mit einer Bierkommers eröffnet. Seitens des Offizierskorps waren erschienen der Kommandeur de? 1. Bataillons. Herr Major v. Holl und der Kompagnie- chef der I. Kompagnie, Herr Hanptmann Stephan, Musik und Gekangsvorträgc wechselten miteinander ab. Zur allgc- n:einen Erheiterung an diesem Abend trug Herr Köhler bei, der einige Episoden, die sich während seiner Dienstzeit beim Miisilkorp? zngetragen batten, in scherzhafter Weise zum Vortrag brachte. Die Musik, welche vom Jägerbataillon Nr. II in Marburg ausgefübri wurde, leistete vorzügliches. Als nun die Sftinde schon weit vorgerückt war, ging man in Hoher Stimmung nach Hause, um sich auf de» Haiipifesttag vorzlchereiten. Am 4. März, abends 8y 2 Ubr, fand .Konzert, Tbeaier und Ball statt. Schon lange vor Beginn der Feier war der große und kleine Saal bis auf den letzten Platz be- setzt, Piinkt 8>X, Uhr eröffnete die Kapelle des Eisenbahn- Regiments in Hanau mit dem Marsch „Hurra, das Kaiser- regiinent", nachdem noch die Zampa-Onvertüre zu Gehör gebracht war, wurde ein von Fräulein Curths auf die Bedeutung der Feier entsprechender Prolog in hübscher Weise zum Vortrag gebracht. Mit großer Spannung wartete man auf die Nr. 4 des Programms, sollte doch hier die Kunst zur Geltung kommen »nd dieses hatte sich bewahrheitet. Als der Dorharig gezogen wurde, und der Kammer-Bituos Herr L. Kllnimel auf die Bühne trat, gab es ein allgemeines Bravo. Schon in dem ersten Stück bewies Herr Kümmel, daß er ei» Meister ans seinem Instrument ist. Den Glanzpunkt erreichte er, als er die Variationen „Ter Karneval von Vene- Reue Tageszeitung. Dienstag, de» 10. März 1814. big" zu Gehör brachte. Hier wollte der Applaus kein Ende nehmen und Herr Kümmel mußte wohl oder übel eine Zugabe spenden. Die Vortragsweise und Fertigkeft, die Herr Kümmel besitzt, bezeugen, daß er ein Meister auf seinem Instrument und ein Künstler ersten Ranges ist. Im wei- tercn Teil des Programms sei noch hrrvorzuhcbeii „Die erste Probe der Ledda Badekapelle" und „Ein gedämpftes Trompeten-Ragout mit etwas Posaunen. Bitz läge." Diese Stücke wurden von akftven Mitgliedern der Kapelle ausge- fiihrt und setzten die Lachmuskeln der Zuhörer stets in Tätigkeit. Der Herr Kapellmeister Kullecke fand mit seiner Kapelle überall Anklang. Ebenso die Trompeten-Ragout Herrn Koch's. Was die Mitlvirkung der Mitgliedern des Gießener Stadttheaters betrifft, so hatten dieselben mit dem Stück „Er ist nicht eifersllchftg", eine sehr gute Wahl ge- troffen. Auch sie ernteten reichen Beifall. Nachdem das Programm beendet war, wurde fleißig dem Tanze gehuldigt. -Am 5. März, nachmittags wurde ein gemeinschaftlicher Aus- flug auf die Liebigshöhe gemacht und hiermit fand die Feier ihren Abschluß. Die auswärtigen Kollegen verabschiedeten sich und gingen — vielleicht auf Nimmerwiedersehen — in ihre Heimat, um ihren Beruf wieder z» erfüllen. Wir dürfe» wohl mit Recht sagen, daß eine schönere Feier lange nicht in den Räumen des Steins Saalbaues stattgefunden hat und daß jedem die frohen Stunden noch lange in Erinnerung bleiben worden. Zum Schlüsse sei allen Mitwirkenden an dieser Stelle gedankt. * Frankfurt n. M„ 10. März. Unter dem Verdachte, 70 000 Mark unterschlagen zu haben, wurde gegen den Chemiker von den Elektrowerken ll>r. Geißenbeimer, ein Er- miftelimgsverfahren eingeleitet. Neuesten Meldungen nach, soll Gcißenheimer festgenommen worden sein, * Frankfurt n. M., 10. März, Wenn je eine lands- mannschaftliche Vereinigung in Frankstirt tausende von Freunden und Gästen zu frohem ungezwungenem Festes- trubel in ihren Bannkreis zu zwingen vermag, dann ist e? der wackere Vogelsberg-Höhenklrch, Das bewies er abermals am Samstag mit seinem „Ulrichsteiner Jakobinermarkt" in dem Kaufmännischen Verein. Der Kritiker hält im allge- meinen nichts von derartigen Festen, die durchweg Truggold sind imd von Menschen veranstaltet werden, die nicht das geringste Verständnis für den Ebarafter de? Festes besitzen. Beim Dogelsberg-Höhenklub aber war es echt. Echt in aller erster Reihe die Menschen, laut >r waschechte Oberhessen, wohl an die 2000. 500 davon mochten allein von Gießen, Fried- herg, Schotten, Alsfeld und anderen Orten anwesend sein, lllrichstoins Einwohner schienen unter Or. Bruchhäiisers Führung vollzählig hier zu weilen. Auf hessischen Post- knftchen aus Großvater? Zeit, gehütet von reisigen Postillonen, die^wacker die Posthörner bliesen, fuhr man durch einen Wald edelster VogelSdergtannen nach Ulrichstein, Um wi?> die Häuser, Gasten »nd Straßen des Orts. Ans der Höhe die Ruine mit dem Aussichtsturm. Dort der Markt- psatz mit Freund Pfmmstiels „Darmstädter Hof", rechts ab schwenkt der Weg noch dem Hoherodskopf, links nmf> Babenhausen, vor uns in die Tiefe nach Kölzenhain. Den Gruß der Gemeinde entbot ll>r. Brnchhänser, ihm dankte der V.-H.-E.-Vruder Bender. Die Ulrichsteiiier Gesa»,'vereine. „Frohsinn" und „Eintracht" sangen Dillkommengrüße, die Ulrichsteiner Stadtkapelle blies. Und dann das- Markige- wimmel selbst: oberhessische Säuger, ein Ulrichsteiner Töpfer drehte „Tippes", dort gaO'3 echte obcrhessische Durstwa.en, „Jakob" schrie mit fürchterlicher Stimme seinen Krimskram ans, Mädel ans Bermuthshain und Feldkrücken priesen Lolzwaren ooerhessischen Tharaktcrs- an: obcrhessische Zigarren (Marke: „Rauche im Freien"): dann der kraftspendende „Ulrichsteiner": die jedem wohlbekannte Theatergesellschaft Lachmann, Moritatenjänger sanaen die schaurigsten Sachen aus Ulrichstein, Lauterbacher Di : e?. Und dann die Mädchen und Burschen, alle in echten Trachten, echte Tänze anf- fübrend. die schönsten Vogelsberger Weisen singend. Ein Fest, natnrfrisch, wahr, ungezwimaen. durcksiveht von einem Zusammengebörigkeltsgesühl der Besucher, da? nur die tiefste Liebe zur Heimat erzeugen kann. Wann die letzten Jakobi- marktgäste den „Tarmstädter Hof zu Ulrichstein" in Frankfurt verließen, vermag der Ehronist nicht zu melden. Ein D.-H.-E.-Fest aber war es, das zweifellos an Frische »nd Wahrheit den Höhepunkt in der Flui der dieswinterlichen Veranstaltungen Frankfurt? darstellte. Frisch ans! Hesien-Nasia« * j Ufingen, 19. Mörz D:r Magistrat nimmt txm jetzt an wieder Erundstücksanläuse für die Landeseiziehungsanstolt ent. gesen. * x. Eichbach. 19. März. Der Landwirt Ludwig Selz van Hundstadt wird Donnerstag. s cn 1?. März dahier das Pflanzen der Obstbau«!« mittels dos Romperit Dersthrers praktisch voi- sühren, ferner das Entfernen alt-r abgängiger Baume, das Entfernen und Zerkleinern von Baumsiümpsen, sowie großer schwerer Stein« (Findlinge) mittels Romvorit zeigen, Land, wirte, Obstzüchter. Bamnwärlor, Holzhauer u. alle Interessenten sind zn den Dorführungen eingeladen. * Fulda, 10. März. Einem vor Jahren verübten Verbrechen ist man hier auf die Spur gekommen. Bei Erdarbeiten fand man das Skelett des am 18. Januar 1819 ans Fulda verschwundenen Fabrikarbeiters Nikolaus Nix. Die Frau des Vermißten hat die bei dem Skelett gefundenen Kleidungsstücke als die ihre, Mannes erkannt. * Cassel, 10. März Bei der Einfahrt des Baseler D-Zuges in den Bahnhof zu Cassel schoß sich der Hauseigentümer Herrn. Strauß aus dem Norden Berlins eine Kugel in die Brust. Le. bensgefähttich verletzt wurde er ins Krankenhaus gebracht. Aus Starkenburg. * Ojseubach a M.. 10. März Um die Wahl des Vorsitzenden der hiesige» allgemeinen Ottskronkenkaffe war ein Streit entstanden. Man konnte sich aus di« Pecho» des seitherigen Vor. standes, des sozialdemokratischen Stadtverordneten Kappel nicht einigen. Bei der ersten Wahl stimmten di« Arbeitgeber einstimmig für ihren Kandidaten Buffe und die Arbeitnehmer mit Ausnahme der Vertreter der christlichen Gewerkschaften für Kappel. Am Mittwoch fand eine abermalige Wahl nach den Bestimmungen der Reichsversicher-ungsordnung statt. Auf Grund ein«, Kompromfßvorfchlages kam eine Einigung zustande: Da. nach wurde der Vertreter der Arbeitgeber, Busse, gewählt. Dieser mußt« sich aber verpflichten, nach Ablauf von zwei Jahren den Vorsitz wieder niederzulegen, um diesen den freien Gewerkschaften zu Lberlaffeu. Wäre die Einigung nicht herbeigejührt worden, so hätte das Städtische Vers!ch-rungsamt einen bezahl, ten Vorsitzenden ernannt, der der Kaffe rund 9999 Mk. Ausgaben pro Jahr verursacht hätte. * Darmstadt, 10. März. Der Landesverband der Deutschen Militäranwärler hielt am Sonntag im Saole des Per- keo dahier seinen diesjährigen Verbandstag ab, der von Rößler-Darmstadt geleitet und aus allen Landesteilen gut besucht war. Auch Vertreter der Nachbarverbände Bayern, Württemberg, Elsaß-Lothringen, Nassau, Frankfurt, waren erschienen. Ans dem Jahresbericht ist zu entnehmen, daß die Mitgliederzahl jetzt etwa 1000 beträgt. Jahres- und Kassenbericht, sowie dcr Wirtschaftsplan pro 1914 werden genehmigt, Den Hauptgegenstand, der bis zum Nachmittag dauernden Verhandlungen bildeten immer wieder die schon bei den früheren Verhandlungen zum Ausdruck gebrachten und durch Eingaben aller Art geltend gemachten Wünsche nach besserer rcsp. rascherer und vermehrter Verwendung, diesmal wieder geeignete Schritte zu unternehmen. Tann wurde der Verbandsvorstand wieder gewählt und die Wahl für die Bundestagsdelegierten vorgenommen. Des weiteren wurden noch eine Reihe interner geschäftlicher Angelegenheiten erledigt. * Darmstadt, 10. März. Wegen Fälschung einer Eiscn- bahnfahrkarte hatte sich am Samstag am Schwurgericht der 19 Jahre alte Fabrikarbeiter Peler Ohl aus Bürstadt zu verantworten. Er wurde im Oktober vorigen Jahres wiederholt im Wartesaal mit einer Monatskarte betroffen, die, wie sich heransgestcllt bat, gefälscht war und soll er die Karte auch zur Fahrt nach Walldorf und zurück benutzt haben. Ohl gibt die Fälschung der Monatsnebenkarte, die sein Bruder für Dezember 1912 gelöst hatte, für den Monat Oktober 1913 zu, will die Karten aber nur zum Betreten des Wartesaales, der für die Nichtreisenden gesperrt ist, benutzt haben, um sich zu wärmen. Ans der Verhandlung geht volle Klarheit nicht hervor, daß Ohl die Karte auch zur Fahrt benutzt hat, auch herrschen auf der Station versrhiedene Gewohnheiten, da nach der Angabe eines Bahnsteigschaftners er die Ortseinwohner in seiner Anwesenheit ohne Karte in den Wartesaal treten läßt Ohl wird wegen Fälschung einer ösfentstchen Urkunde zu vier Monaten Gefängnis bestraft. Ans aller Welt. 79 Arbeiter verschüttet. In Siegen wurde durch den Abrutsch großer Erbmassen 79 Arbeiter in den Tunnel eingeschlosscn. der bei Grorsberg duvchgetrieben wird. Die Erbmassen verschütteten von Eingang vollständig. Erst noch stundenlangen Bemühungen der zahlreich herbeügeeilten Rettungsmannschaften gelang es. di« Arbeiter ins Freie zu bringen. Menschenleben sind nicht zu beklagen. Zu IS Jahren Zuchthaus verurteilt. Das Schwurgericht in Dortmund vrhandelte gegen 24 Jahre alten Schaffer Bernhard Rrrschvff, der am 27. Oktober vorigen Jahres de» iWrt Suppe in Hamm durch zwei Nevolverfchüffe so schwer verletzt halte, daß er bald darauf starb. Der Angeklagte wnrd« unter Ver. sagung mildernder Umstnde zu 13 Jahren Zuchthaus und 10 Iabren Ehrverlust verurteilt. Lund dcr Fuudwrrte. Versammlung am Mittwoch, den 11. März, abends */.,9 Uhr in Ostheim bei Butzbach in der Müller 'scheu (ehem. Fett'schen) Wittschaft, Redner: Redakteur Hirschel-Friedberg. Zahlreicher Besuch willkommen. Ginge? andt. (Für Artikel unter dieser Rubrik übernimmt di« Schristlcituug nur die preßgesetzlich- Verantwortung). Wenn inan mit der Autopost nach Florstadt an bei Zuckerfabrik vorbeifährt, nruß man durch ein wahres Schlammbad. Auf jedem Dorf wird wenigstens am Samstag die Straße gereinigt. Hierfür jcheinis aber eine Ausnahme zu geben. Fragt man naiv, warum das so ist, so bekommt man die Antwort: der Sftaßenwart sage, es sei nicht seine Sache, andere meinen, es sei Kreisstraße. Wenn dieser Zustand nicht dauernd werden soll, müssen sich die 4 Fanerbacher Stadtverordnete hinein legen. h. (Was? in den Schlamm? der Setzerstist!) Frankftirtrr Wetterbericht. Voraussage: Bewölkung abnehmend, meist trocken, kälter, nordwestliche Winde. * Hru- und Strohmorkt, Heu kostet 3,20 billigst. Stefan Kulm, Nach Amerika mit den großen doppelschrauben- gchnell- unö Salon -Poslöampfern öe» Norööeutschen LlopS Negelmäsiige Verbindungen nach allen übrigen Weltteilen Näher, fiaokunst, Fahrkarten unö druckfachen durch Nsrööeutfcher LlopöSremen und fein» verleelungen I9d6erg: ludwlg Stern, Kaiseratr. | FSauheim: Koc, Lauteren £ Co I Frankfurt a. H. Cr. Entil. i Gerscew, Kaiaepstraass II (Nctel I Frar.kforter Kol) End Kaiaeratratae 76 (Hotel Englischer Hol.) Eine gebrauchte Nähmaschine billig zu verkaufen. 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Den höchsten Beitrag überhaupt hat Fra-u Bertha Krupp v. Bohlen und Haibach an das Reich abzusühren. Nämlich, da ihr Vermögen auf Mark 284 000 000 und ihr jährliches Einkommen auf 18 Millionen Mk. rinzuschätzen ist, so beläuft sich ihr Beitrag ans 5 Millionen, Unter denen, die t Millionen entrichten werden, ist an erster Stelle der deutsche Kaiser hervor,zuheben. Er steht mit der Höhe seines Beitrages an der Spitze aller von den sonstigen deutschen Bundessürstcn zu leistenden Svehrbeiträge. Ihm gleich stehen aus Grund ihres annähernd auf gleichem Stand sich haltenden Vermögens und Einkommens der Fürst Guido Henckcl v. Donnersmarck und der Fürst Christian Kraft zu Hohenlohe-Oeh. ringen, Herzog von Ujest. Sehr groh wird sich auch der Bei- rrag des Fürsten von Pleß und des Freiherrn Max v. Gokd. Ichmidt-Rothfchitd gestalten. Man ist übrigens in finanzwifien- sch östlichen Kreisen vielfach der Ansicht, datz bei Gelegenheit der Veranlagung zum Wehrbeitrag in vorzüglicher Weise zürn erstenmal ein« genau« Feststellung des Nationalvoichtums des deutschen Volker sich ermöglichen lassen wird___ Die Kiesen-Kaisermanöver 1914* In diesem Jahre findet voraussichtlich vonr 13. bis 18. September im Taunus und Westerwald, also zwischm 1!oblenz, Frankfurt a. M. und Kassel ein Kaisermanöver statt, wie cs in einem solchen Umfange wohl noch nicht zu sehen war. Nicht weniger als sechs Armeekorps, nänilich das 7. (Münster). 8. (Koblenz). 11. (Kassel), 18. (Frankfurt n. M ), das 2. bayerische (Wiirzburg) und das 3. bayerisch« tNürnberg) sollen daran teilnehmen. In Deutschland waren bisher lm höchsten Falle 3 bis 4 Korps an einem Manöver beteiligt und auch in Frankreich, wo man öfters Herbstmanöver in großem Umfange obhielt, sind vier Armeekorps die Höchltzahl gewesen. Damit man sich einen Begrisf von den Trnppenmassen machen kann, die dos diesjährige Kaisermanöver erlordert. sei Nachstehendes mstgeieilt; Die sechs Armeekorps setzen sich zusaninien aus: 12 Divisionen, davon vier bayerische, 21 Infanterie- Brigaden. davon vier bayerische, 12 Feldartillerie-Brigaden, davon vier bayerische. Von den einzelnen Waffengattungen sind beteiligt: 51 Infanterie-Regimenter: Nr. 13, 15, 16. 24. 25, 28. 29. 82 39 , 53, 55, 56, 57, 65, 68, 69, 71, 80, 81, 82. 83, 87, 88, 95, 96, 115, 116, 117, 118. 158, 159, 160, 161, 167. 168; die bayerischen Infanterie-Regimenter Nr. 4, 5, 6 7, 8 9, 10. 11, 13. 14. 17. 18, 19. 21, 22 und 23. _ Zmn Wugeisr»,. Roman von M Prigge-Brook. K (Fortsetzung). Rosemarie hatte anfangs an einen Zufall geglaubt. Hein, duldete sie doch in den ersten Wochen, als sein Geist noch im Schlummer lag. Wie er regsamer und wacher wurde, und seine Umgebung erkanule, kam diese törichte Angst über das Kind. Sie war ibm angetan — das lieh Rosemarie sich nicht nrbmen. Die Angst war Unnatur. Die Schwägerin trug die Schuld, wenn ihr kleiner Junge sie so beharrlich von sich stich. Rolemarie erbitterte mehr und mehr und griff zu falkrben Mitteln, das Kind an sich zu ziehen. Sie zwang es rinkach. hielt den Weinenden mit Gewalt aut dem Schatze fest und erreichte d'h das Kind beinahe in Krämpfe verfiel. Mary legte sich ins Mittel und entzog ihr den Jungen. ..Tu muht Geduld haben, er weih nicht, was er tut. Zwang schadet kleinen Kindern. Warte ab, bis er vernünf- kiger wird", sagte sie. ..Da kann ich lauge warten", antwortete Rosemarie böse. Mehr denn je glaubte sie an Marys Schuld. Die Schwägerin b 'k'ie sie. zur Strafe entzog sie ihr den Jungen und stützte ihm A' neiguug geaen ieme Tante ein. Heinz, dein sie ihr V st.-ate. lach'e sie aus Mary b-ht Dich nicht. Sie ist so strahlend alücklich s f alles vergessen hat. wie ich auch, alte Mu. Was den -'-.el angehk io gräme Dich nicht — der wird. Ich wette. : 'r »nd Tag vergebt, bängt er wie eine Klette an Tante > und ist nur mit Gewalt unten zu halten." iasemarie glaubte fest, daß sie de- Kindes Herz ge- 'mu ■ werde. Aber niemand redete ihr aus, Mary beein- . ' den Jungen. Mary war schuld daran, dah er sic nicht . ' Mary gönnte ihr die Liebe des Jungen nicht. Zu Weihnachten brannten die Lichter am grohe» Christ- ->,«>» im roten Saal: der Kleine griff mit beiden Händen 24 Kavallerie-Regimenter: a) Dragoner Nr. 5, 6, 23, 24; b) Husaren Nr. 7, 8, 1t und 14; e) Ulanen Nr. 5 und 6, bayerische Nr. 1 und 2; d) Kürassiere Nr. 4 und 8; e) Jäger zu Pferde Nr. 2, 6, 7 und 8; k) Chevaux- legers (bayerisch) Nr. 1, 2, 3, 5, 6 »nd 7. 24 Feldartillerie-Regimenter: Nr.V7, 11, 19, 22, 23, 25, 27, 43, 44, 47. 55, 58. 59, 61, 63 und 83, bayerische Nr. 2, 3, 5, 6, 8, 10, 11 und 12. 6 Fuhartillerie-Regim enter: Nr. 3, 7, 9 und 18, bayerische Nr. 2 und 3. 3 Jägerbataillone: Nr. 7 und 11, bayerisches Nr. 2. 2 Maschinengewehr-Abteilungen: Nr. 2 und 7. 2 Festungs-Maschinengewehrabteilun- gen : Nr. 7 »nd 8. 61 Maschinen- Kompagnien. 10 Pionier-Bataillone: Nr. 7, 8, 11, 21, 25 und 30. bayerische Nr. 2. 3 und 4 (dazu kommen 5 Scheinwerferzüge. davon 1 bayerischer. 1 Telegraphenbataillon: Nr. 3. 6 Train-Bataillone: Nr. 7, 8, tt und 18, bayerische Nr. 2 und 3. 2 Festungs-Fcrnsprech-Kompagnien: Nr. 6 und 7. 1 Luftschiffer-Bataillon: Nr. 3. 1 Flieger-Bataillon: Nr. 3. 1 Unteroffizierschule (Jülich). 2 Eisenbahn-Regimenter: Nr. 2 und 3. 1 Garde -Unteroffizier-Kompagnie. _ in die flimmernde Pracht. Sein Datei hob in stolzer Freude den Sohn zu den Aknenbildern empor. „Jobst Heinz der Achte", sagte er stolz zu seiner Schwester. „Ich meine, es verlohnt sich, z» leben, wenn man so glücklich ist." Marv strahlte in Anmut »nd Jugend: ihr Mann hatte sic nie so sckiön gesehen. Bnld nach dem Feste muhte der Doktor verreisen. Er knm noch u-enigen Wachen beim und brachte frobe Aussichten für die Z"knnfi mit. Eia vornehmer Verlag batte seine .Gisse crbelen. und er eine Rein« va» wisieniibastlickien Artikeln zugesagt, die sämtlich noch der Ausarbeitung harrten. „Ich werde irbr fleißig win mii"?n", sagte er zu seiner iungen Frau, die damit ni^'t recht einverstanden war. In diesem Winter ging sie zum ersten Mate ans. Sie hatte nicht gewußt, dah Geselligkeit und Tanz se lustig sein konnten, gab sich. nachdem sie die Fna-ndstisi nekost-f. mit ganrer Seele den Freuden des Daseins bin. Ihr Mann lieh sie. Gern hätte er selber misgemit und leine schöne Frau zun: Tanze geführt. Sie sah iin BaNst---t be»- ckend aus, und mancher bewundernder Blick kostete sich aus sie. Leider bekam Heinz der Aukentbalt in den überheizten Räumen nicht recht. Er füblte stch anaearisten und bezahlte die kurze Lust eines einzigen Tanzes- mit einer schlaflosen Nacht, die ibm Beklemmungen brachie. Mary verbeinilichte er seine Schmerzen. Sie war jung und sollte aeniehen. Da sie ohne ihn nicht ausging, begleitete er sie. Aber er kehrte nur zu flüchtigem Gruh in den Balliaal ein. stellte sich hinter eine Säule und beobachtete mit glücklichem Stolz seine schöne Frau, die von einem Arm in den anderen flog und sich im Tanz berauschte. Er gönnte ihr die Lust, wußte er doch, daß ein Wink von ihm genügte, sie z» sich zu rufen: denn glücklich war sie nur mit ihm und dem Junge», der immer niedlicher wurde. Um die Fastenzeit hörten die Gesellschaften auf. Der Doktor freute sich dessen. Der Winter lastate auf ihm. sehu- sücküia erwartete er den Frühling, der koinmen mnk-t- Jeht ist folgendes noch z» berücksichtigen: l. ES 'ul!:n die übrigen nicht am Kaiser-Manöver beteiligten Armee- korps außerdem noch besondere Kavallerie-Divisionen auf (jede Division besteht aus vier Regimentern). Ferner geben die Korps Abteilungen von Telegraphcnirnppen, Train-, Lusftchiffcr- und Fliegertruppen ab. Die Stärke der Verkehrs- und technischen Truppen ist also viel bedeutender. Viele tausende Reservisten sind gleichfalls zum Kaiser- Manöver eingezogen. Es ist interessant, sich ein Bild zu inachen von der Kopsstärke der einzelne» Waffengattungen. Die Infanterie allein übcrtrifft alle anderen Wasfengattnn- gen zusammcngenomnien an Zahl. Die Infanterie zählt: 2907 Offiziere, 11934 Unteroffiziere. 109 907 Mannschaften; die Kavallerie 2624 Offiziere, 1902 Unteroffiziere, 15 528 Mannsck>aftcn, 16 421 Pferde; die Feldarffllerie 2576 Offiziere, 2880 Unteroffiziere, 17 712 Mannschaften, 11400 Pferde, 864 Geschütze; die Fuhartillerie: 240 Offiziere, 1104 Unteroffiziere, 6668 Mannschaften, 192 Geschütze; die Bespannungsabteilungen: 36 Offiziere, 141 Unteroffiziere, 960 Mannschaften, 1680 Pferde; die Telegrapüentrnppcn- 34 Offiziere, 113 Unteroffiziere, 746 Mannschaften, 310 Pferde. Der Twin: 111 Offiziere, 552 Unleroffiziere, 1868 Mannschasten, 1806 Pferde; die Mafchinengewehr-Koinpagnien (die zu den In- fanterie-RegimcnIeni zählen); 201 Offiziere. 510 Unteroffiziere, 3621 Mannschaften, 1326 Pferde, 306 Maschinengewehre; die Fesiungs-Maschinenqcwebr-Abteiluiigeu; 12 Offiziere, 32 Unteroffiziere, 110 Mannschiffen, 44 Pferde, 12 Maschinengewehre; die Pioniere; 240 Offiziere, 830 U,i- leroffiziere. 5520 Mannschaften: die Scheinwcrfer-üa. ■ 10 Der Mai brachte sonnige Tage, echte Frühlingstage, rötlich ichiinmerten die Knospe» an Bauui und Strauch, die Vögel bauten ihre Nester, auf den Wiese» stelzte der Adebar, i» Flur und Hain sproßte neues, frisches Grün. Ostern fiel in diesem Jahre spät. Ter Doktor beabsichtigte, ausziiipanucu und mit Mary zu verreisen. Sie-konnte die Zeit nicht ern>arte», sorgte sich aber um Heinz, der Zurückbleiben sollte. Roseiuarie bot ihr an, ihn mit der zuverlässigen Sophie in ihre Wohnung zu nehmen. Vielleicht besiegte sie aus diese Weise des Kiudcs Widerstand, der i,inner nach anhiclt, wenn er auch an Heftigkeit nachlicß. Heinz weinte noch immer, wenn die Tante ihn nehmen wallte; aber er litt ihre Anwesenheit im Zimmer und fab begehrlich auf das weihe Wollschaf, das sie ihm hinhielk wen» er sich auch nicht traute, cs anzusossen. Der kleinste Fortschritt in der Gunst des Neffen, ein flüchtiger Händedruck. gar ein geraubter Kuß. beseligte Rosemarie. Es Hw als sei dies Kind ihre letzte, tiefste Liebe, als könne sie ab»- seinen Anblick nicht sein. Mary fürchtete diese fanatische Liebe fast. Es 6-1 ff- schwer. Heinz binzugeben. Sie fand indessen keine» Grund der Schwägerin Anerbieten abzulehnen. Erna weilte lest Wochen bei ihrer Stiefmutter, da die kleine Margott an Vn Masern erkrankt war und Maria Kern nicht Zeit beb-elt, das Kind zu pflegen. Tante Luise war aucki verreist. Rose- inarie allein mit dem Kleinen, nachdem die Eltern abgcreist waren. Die Gunst der Wärterin lieh sich erkaufen; um die des Kindes warb sie mit einer Ausdauer, über welche sie selbst erstaunte. Endlich siegte sie. Heinz überwand seine Angst und lieh sich auf den Schoß nehmen, anfangs nur für einen kurzen Moment; bald aber verlängerten sich die Mnmentc. Ter kleine Bub erkannte, die Tante meinte cs gut. Sic hatte viel Geschick mit Kindern, mit einer sanften Hand verband sie eine angcnehnie Stinime. Heinz strebte jetzt schon Jlr. 58 9I«H( la^wjtiiuiiÄ. Dienstag, den 10. März 1911 L-Iffziere, 25 Unteroffiziere, 165 Mannschrrsten, 125 Pferde, 1» Scheinwerfer; die Lustfchiffcr: 15 Offiziere, 35 Unter- «fffzicrc. 298 Mannfckpften; die Flieger: 12 Offiziere, 96 kluftmoffizicre, 302 Mannschaften. _ , Die Gesamtsumme beträgt 5036 Offiziere. 20 275 Unteroffiziere, 163 577 Mannschaften, 36 299 Pferde, 1056 Ge- fchiitze (davon 192 von der schweren Artillerie)' und 360 Maschinengewehre. Alles in all'ni, also Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften, beträgt die Kopsstärke 188 881 Soldaten. In Wirklichkeit ist diese gewaltige Summe noch vfi-f größer: denn cs ist hierin noch nicht mit einbegriffen: die beiden Eisenbahn-Regimenter, die noch hinzukommenden Kavallcrie-Tivisionen, die Garde-Unterossizier-Kompagnie, die Untcroffizicrschulen, die von den anderen am Kaiser- Manöver nicht beteiligten Korps abzugebenden Truppenteile. wie Fußartillerie, Telegraphentruppen. Pionieren, Luftschisfern, Fliegern, Train usw. Endlich kommen auch noch die nach vielen Tausenden zählenden Reserveoffiziere, -Unteroffiziere und -Mannschaften in Betracht. — Auch die Pferdezahl ist bei weitem größer. Man wird also nicht zu hoch schätzen, wenn man die am Kaiser-Manöver beteiligten Trnppcnmassen auf rund eine Biertclmilliou Köpfe und 50 000 Pferde schätzt. Um sich einen Begriff von dieser Hcercsmacht zu machen, sei bemerkt, daß dieselbe, in Marsch gesetzt, mit 350 Kilometern Länge zu veranschlagen ist. Diese? entspricht der Entfernung von Friedbcrg nach Metz. Die endlosen Truppe» würden, täglich 50 Kilometer zuriicklegeud, eine volle Woche ziun Durchmärsche irgend eines Ortes gebrauchen, während mindestens sechshundert starke Sonderzüge zum Rücktransport nötig sind und deshalb bei Beendigung des Manövers im Tircktionsbezirk Frankfurt a. M. der Güterverkehr 2 Tage ruhen muß. Die Stationen um Friedberg herum werden beim Rück- transport sehr stark in Einspruch genommen. So wird uns mitgeteilt, daß die Bahnveimaltung bereits ihre diesbezüglichen Dispositionen gctrossen hat. U. a. sollen von den Stationen Rosbach v. d H. und Rcdheim v. d. H. ganz bedeutende Truppeninengen eingeladen werden. Her Nomärts-Ntdüktkur Ar. v. Mtyrr mrgrn Sellidigung des KrgnprinM vor Kmcht. Berlin, 7. März. Nachdem bereits gestern der Schriftsteller Haus Leuß wegen Beleidigung des Kronprinzen von der 4. Strafkammer der Landgerichts I verurteilt rvorden war, hatte sich heut« dieselbe Kammer wiederum mit einem Preffeortilel zu befassen, ln dem di« Anklage eine schwere Beleidigung der Thronfolgers erblickt. Angel lag l jft der Redakteur des „Vorwärts" Dr. v. Meyer wegen eines in der Montagsaurgab« des genannten Blatter vom 2«. Januar ds. Ir. erschienenen Artikels „Abschied vom Regiment", der unter der Rubrik „Vom Iahrmortt des Lebens" erschien. Der Artikel persifliert den bekannten Erlaß des Kronprinzen, den dieser beim Scheiden von Danzig an sein Husaren, regiment richtet« und nimmt in satyrischer Weis« bezug auf oer- jchicdenc vielbesprochene Auslassungen des Thronerben aus der letzten Zeft. U. o. wird von einem „Reuter"-Deist gesprochen, der unterblieben« Besuch des Presseballs glossiert und aus die »erjchiedenen Telegramm« des Kronprinzen bezug genommen. Den Vorsitz in der Verhandlung führt Landgerichtsdirektor Hofmeisler, die Verteidigung des Angeklagten hat Rechtsanwalt Heinemann übernoinmen. Die Anklag« vertrift Staatsanwalt Heiichmann. Der Staatsanwalt beantragt gleich noch Verlesung des Eröffnungsbcschlusics den Ausschluß der Oeffcntlichkeit we. gen Gefährdung der öffentlichen Ordnung. Der Verteidiger Rechtsanwalt Herneniann bittet im Namen des Angeklagten di« Oessentlichleit nicht auszuschliehcn, evtl, dem anwesenden Lairdiagsabgcordneten Stroebel, der Mitglied der Redaktion der „Vorwärts" sei und somit ein dringendes Jnteresie an dem Sang der Verhandlungen habe, di« Anwesenheit zu gestatten. Rach einer Beratung von kaum einer halben Minute verlandete der Vorsitzende den Gerichtsbeschluß, daß die Öffentlichkeit ausgeschossen, dem Landtagsabg. Stroebel aber gestat. tet sei, bei den Verhandlungen zugegen zu sein. Am Schluß der Hauptverhandlung beantragte der Stosts- anwait gegen den Angeklagten vier Monate Gefängnis, der Verteidiger bat in erster Linie um Freisprechung, evtl, aber um Verhängung einer Festungsstrase anstelle von Gefängnis. Das Gericht erkannte noch längerer Beratung auf drei Monat Ge- fängni». - In der Begründung führte der Vorsitzende Land. gerichtsdirektor Hofmeister aus: Der Artikel ist ein« Parodie auf den bekannten Regimentsbefehl, den der Kronprinz bei leisem Abschied von den Langfuhrer Husaren erlaßen hat. Die Parodie ist aber sehr hämisch, sie ist sogar derartig hämisch, daß für das Gericht kein Zweifel entstehen konnte, daß der Verfasser die Absicht gehabt hat, den Kronprinzen lächerlich zu machen. Diese Absicht hat er auch böswillig und in feindlicher Gesinnung durchgesührt, sodaß der Tatbestand des Eröffnungsbeschkußes gegeben ist. Der Angeklagte hat nun erklärt, er hätte den Ar- litcl nicht veffaßt. Das tonnt« aber dahingestellt bl-tben. da er die betreffend« Nummer des „Vorwärts" verantwortlich gczeich. net hat und nach 8 20 des Prchgefttzes als Täter zu bestraien war, wenn nicht außerordentlich« Umstände dafür sprachen, daß Ir von der Veröffentlichung nichts gewußt hat. Das war aber hier nicht der Fall, der Angeklagte mußte deshalb als Täter bestraft werden. Was das Strafmaß anlangt, so war zu berück- siibtigen, daß der Angeklagte bisher noch nicht bestraft ist, andererseits aber kommt hier die ganze außerordentliche Schärft des Artikels in Betracht, di« de» künftigen Erben der deutscher. Kai. mit seinen dicken Acrmchcn aus seine Taste zu. Sie lächelte glücklich und trug den Kleinen in den^roten Saal. Dort zeigte sic ihn den Sebalds, die freundlich aus den Jüngsten des alten Geschlechts hernieder lächelten. (Forlletuina iolgtl. ftrtrone lächerlich zu machen sucht«. Außerdem ist zu berücksichtigen, daß es sich hier um ein fthr verbreitetes Blatt handelte, liodah di« giftigen Frücht« des Artikels ftr die weitesten Volks- kneife getragen werden konnten und auch getrogen worden sind. Aus diesem Grunde muhte dos Gericht auch davon abfehen, nur ans em« Festsungsftrafe zu erkennen. Ans der Heimat. * st. Friedberg, 9. März. Im hiesigen Evangel. Kirchen- gefaitgocrein besteht die schöne Uebung, Grundgedanken der je, welligen Feien, des Kirchenjahr« jeweils in kirchlichmufika- lffcher Feier jum Ausdruck zu bringen. So erklingen freudig bewegte lebhafte Rhythmen zum Christ., zum Oster- und zum Psingftftst. Auch di« jetzt beginnend« Passionszeit wird vom Kirchengesangverein in dieser Weift geleitet. Aber hier find es di« tiefen, ernsten Choffreitagsklänge der Passionsmusik, an der wir seit Bach ja so reich fined. Ein« Veranstaltung dieser Art hatte unter Leitung seines schon immer bewährten Veirinslei- ters Herrn Pfarrer Kleberger am Abend des 5, März in der Stadtkirche staft. Ein allgemeiner Teil (Orgelpräludium, 2 Lieder der Chorschule, eine Dach'sche Conl-pofition für Orgel und Violine) bereitete geistig« Sammlung und die angemeßene ernste Stimmung vor. Der folgend« Chorgesoug und ein So- pronsolo leiteten über vom Ernst zur Trauer (Garten Gethsemane) und steigerten sich bis zum Höhepunkt des Paffionsge. dankens, dem Kreuzestod des Erlösers. Den allmiihiigen Rückgang dos Gefühles sä-merzlicher Spannung zunächst zu wehmütiger Reflexion vermittelten rin weiteres Sopransoio. Violin- und Orgclspiel, Ehorgesang). Im weiteren (Chorschule; die Vorigen) dämpften di« Tön«, beruhigten di« Rhythmen sich mehr und mehr und klangen aus im Ausdruck der ergebungs- vollen Resignation des gläubigen Christen. Der Schluß bildende Eemeindegesang enthielt die Anregung zur Willensbc. tätigung durch Jesusliebe und -Nachfolge. („Ich will dich lieben, o mein Leben".) Es ist heroorzuheben, wie in denr so davgesiellten Programm die ganze Reihe frommen Empfindens gegeben ist — textlich, wie musikalisch mb in psychologisch begründeter Entwicklungssolge, — wie bi« Leidensgeschichte das ergeben muß. Viel Dank gebührt dem Beieinsleiftr für ftine Arbeit, insbesondere auch für die gedankenreiche, literarisch ünd musikalisch wertvolle Zufammenstellurrg der Tonstücke, Den Sologesang hatte Frl. Hieronimus übernommen. Von früheren Konzerten her schon rühmlich bekannt, trug sie bi« beiden Lieder: „Gethsemane" und „Am Kreuz auf Golgatha" vollendet schön vor. (Nebenbei baff «rwöhnt werden, daß der Kirchea- gesangperein das besonder« Glück hat, in Fvl. Diener ein« zweite, für Solovorträgc geeignet« Sängerin zu besitzen). Herr Dr. Riedel entledigte sich der ihm obliegenden Diolinvorträge in vorzüglicher Weis«; das Ptaniffimo (im Andante religioso) verklang in dem weiten Raum, wie ein Ton aus einer anderen Welt. Hohe Anerkennung gebührt dem Organisten, Herrn Lehrer Reinheimer, der es meisterhaft versteht, uöftrer schönen Orgel den ganzen Reichtum der Töne entströmen zu laßen. Dabei muß es dahingestellt bleiben, ob das sein höchstes Verdienst ist und ob nicht seine Arbeit in der Chorschule doch höher zu bewerten ist. Denn was er mit dieser erreicht hat, hat di« allgemeine Bewunderung erregt; di« Jugend hat erg reisend schön gesungen. Der Besuch der Veranstaltung war gut; nur scheint das ungünstige W.tter die Auswärtigen abgehalten zu haben. So dürste denn die Veranstaltung dos Kirche-rgefang- vereins allseits mit Dank seelischem Gewinn aufgeuommen wov- den sein. * x. Oberursel, 10. März. Der Stadtetat für 1911 beträgt im Ord-inorimm Mk. «99,630 in Einnahme und Ausgabe und im Extraordinarium Mk. 177,999. An Steuern stillen erhoben werden 11« Prozent zur Einkommensteuer, 174 Prozent Mt Gewerbesteuer, 3 pro Mille vom gemeinen Wert von Gebäuden und 2 pro Mille von Grundstücken. Der Antrag, die Wert- zuwachssteuer ganz sollen zu laßen, wurde abgelehnt, dagegen schlägt der Finanzausschuß vor, den Magistrat zu ersuchen, Schritte in di« Weg« zu leiten, daß die Wertzuwachsstener im nächsten Jahre nicht mehr im Etat erscheint. — Das hiesig« Ho. tel „Schützenhof" ging zum Preise von Mk. 149 900 an Gebrüder Ullrich aus Eronberg über. Marktbericht. Franliurler /»eiretdenirkt Montag den 9. März 10>4. Weizen, hiesiger und Wetterauer Mark 20,50 — 2 ,85, aus dem Lande avieholt Mi. 20,10—20,26, turheisicher MI. 20,80-2 ,75, Manitoba MI. 23,00-23.50 Amerikaner Redwinler Bit. 09,00-00.0). Komas MI. 23,00,-23,00 russischer Rikolaieff Mk. 22,75-23,25, Saionska Mk. 22,75-23,25, Ulka Mk. 22,50-23,09 Azima Mk. 22,00-22,75, La Plala Mk, 09.00— 00,00. rumänischer Ml. 00,0 >—00,00, Malta Malta Ml. 90.00— 00,00 Roggen hiesiger Mk. 16,30—16,40, out D. Land abqehou Mk. 15,90-16,09, ruß. Bit. 00,00-09,09. Amerikaner Mk. 15,50—15,60. rumänischer 00,00—00,09. »etile .hiesige. Mk. 17, 0-17.59, Mälzer Mk. 17,53—18,00. iränkiiche MI. 17.00— 17,25, Ri-dgerste Mk. 17,00— 17,50, ungarische MI. 09.00— 00,00, Futtergerste Mk. 00.0 —00,00. H a :t: hiesiger u. Wetterauer Mt. 16.50—17, 5, kurhessischer Mk. 17,25—17,25 bayerische, Mk. 16,50-17,50, La Piata Mk. 00,00-00.00, russischer Mit. 17,00—1 ,00. M a iS Mixed Mk. 00.00—90,00, Donaumais Mit 15,0 1 —15,25, La Piata Mt 14,50-14.75. Odeßa Mit uO.OO- 00,00 russisch. Mt 00,00—00,00, Cincandin Mit 19,00—19,25. Weizenme hr: hiesiges Rr. 0 Mil. 31,50—31.75, ud- deulsches Mit 00,00 - 00,00, Nr. 1 Mit 29,50-29,75, süddeutsches Mit 00,00-00,00, Nr. Ui Mit 26,50—26,75, üddeutsches Mit 00,00—00,00, Rr. IV Mit. 22.50—22,75, süddeutsches Mit 00,0.— 00.90. Roggenmehl'. hiesiges Mt. 0 Mit 24,75—25,00, Nr. 01 Mit. 23,50—23,75, Rr. 1 Mil. 22,25—22,75. Futterartikel Wetzenichalen 10,75-k 1.00, W-izenlleie Mit 10.0010,25, Roggenkleie Mil. 10.25 —10,50 Weizen-Futtermehl Mk. 12,50—13,90, Biertreber getrockn. Mk. 12,50-12,75 Mial,keime Mt 11,75-12,00. Raoskuchen Mit 13.00— 13.25 Palmkuchen Mit 14,50-14,75, Futtergerste Mit 13.25 —13.75 Am heutigen Markt waren di« Preis« gegen di« Vorwoche kaum verändert Für schweren Landweizen im Gewicht von 77-78 Kilo bleiben die Mühlen Käufer »nfc werden hierfür Preise bis 21.25 Fracht Parität Frankfurt angelegt. Fremde Weizen kaum verändert. Hafer in guten Qualitäten knapp ünd ftst. Mais gleichfalls seft Mielh und Futterarttkel un. verändert. ----- Telle J Amtliche Notierung der Frankfurter vi^ marktpreile vom 0. Mär). m 3 unl ^Berkaui standen: 1284 Rinder, darunter 428 Oza,,„ Schweine"' 7 " und Kühe, 3-38 jiälber, 159 Schafe"MHz Preise sur 1 Zentner I. Rinder: Ä. Ochsen: |) 1. ooUfleifd). ausgemästet« höchsten Schlachlwerts, 4—7 Jahre alt 2. Die noch nicht gezogen haben lungejochte) ....... b) lunge^ tieffchtge. nicht ausgemästete und altere ausgemäitete .... e) mäßig genährte junge, gut genährte altere B. Bullen: ») voUlleiichrge. ausgemästete höchsten Schlachtwert» ...... ■, . b) v. llileisckiiae - ünger« ..... c) mäßig genährte, junge und gut aenahrt« älter« . . . , . , 0. Färken und Kühe: ,) vollsleischüze, ausgemästete Färftn höchsten Schlachlwerts ..... d) vollileilchige. ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 I. c) 1. wenig gut entwickelte Färsen 2 ältere ausgemästete Kühe . . ck) mäßig genährte Kühe und Färsen ei gering genährte Kühe und Färsen 0. Gering genährtes Jungvieh lFrcßer) U. ««!*' Doppcllender ternste Mast.... teinfte Maitkälber...... mittlere Mast- and beste Saugkälber d) geringere Mast- und gute Saugkälber. a> geringere Saugkälber , , , , HI. Schal«: t ) Weidemastjchaft:...... b) IKoulammet und Masthammel . rl geringere Masthammel und Schafe st) mäßia aenähtte Hammel u. Echaje 8 . 45 '-, 86.05 . r?2ä. 0,'/» Preuß. Consols 86.20 „ % „ » ”^0 . '/, Hetzen 97.- . '/.*/. . 84 20 . V. „ . '4M0 . V. Oesterr. Goldrente 88.45 „ 0»"/» „ Cilberrente 86 60 „ '/» Ungar. Goldrente 83.10 „ . „ Kronenrente 82.30 „ „ Portugiesen Serie t 63.— „ ", . »' 64-50 . */,*/, Russen v. 1905 93.70 •/. . . 1002 */>°/. Japaner ’/. Türken oo» 1903 '/«Administi. Türken ürkenloose Mt. Griechen ». 1890 56.30 „ •/,“/, M!onopoi-Griech. 52.— „ Bnen.-Air. Pr. Ant 67.10 „ /, ©iibct-Mfejitan« —.— „ M!ex. Irrig, Anl. 69.— , >/,•/» Chinesen zuberuä E.-W. Act. jchuck. Cleite. Ges. . Eschweiier Bergw. „ Bochumei Gußstahl. 221.50»/ 2U4 50 ’i. 90.50 91.20 86.60 7 >.60 168.80 91.80 , 113.— , 151.-7, Gei enkirch.Bergw.Akt. 193.-/, Harpencr Bergbau „ le.5.25 Hambg. Amt Pat „ 141?/» Rorbd. Lloyd „ >25'/. Berliner Handels Ant 162 50 Mtittetd. Creditb. Akt 124.-5 Darmstädt Bank „ >23?/, Deutsche Ban: „ 258?/, Teutsch-AjmttscheBani 127 — Dislonto komm. Ant. 19/ -/, Dresdner Bant »kt. 159 — Oeft. Creditanst. Akt. 268.25 Lombarden „ 2?/, Dtsch-UberseeE.G. „ 17,?/, Oeslerr.Staasbahn „ 155?/, Höchst, yarvwerle „ 674 — Chem.Fadr. Albert „ 4ou — RUtgerswerte „ 2»150 Steäua ri/ornana „ l50_0 Phönix Bergb. „ 243?/, Gttesheima/lcklron,, 265.— ZeUstog Waibhos „ 25.50 HolzoertohlungS-Ind. 319.75 Laurahüte „ 160.— PrsvaldiSkonl , 3.-/, Tenbenz: schwach. -rliner Handels Ant 162?/» rutsche Bank Akt. 259.— iüf. Kommandrt Ant 197?/, resdner Bank Alt 159 25 -1 znt.Handeksb.Akt 209.25 s,Ü Bank s. a. Hand. A. 1,3.5« chanlung E. B. Akt 139?/, gllünore u. Ohio 91?/, ,uada Pacistc Akt 211?/, Un» Henri G. «.«kt 159-'/. irleniooft Ml. 167.7» Berliner Bär,«. Hoyenlohewerke Akt 121 — „ Deutsch-Luxemb.B.Akt 14/.75 „ Laurayürre Air. —„ Oberschteper G. Akt —.— „ Phönix Bergbau Akt 89?/» „ bioinbacher Hütte „ 24U..1Ö n Geksenttrchea Bergw. A. 1V^.L5 u Harpener Bergbau Ltt. 18a.— m 21 llg.Elek.GeieUsch.Akt 247.25 ^ Siemens u. HalskeAlt —.— n Tendenz: schwach. Doll. Lonooner Bor,e. chimn Bopeka mlhern Paciftk sicago Rock 3st „ ißIzan,.u.Tez.R. „ ,ron Pacific. S. Steel Common,, 93?/. 95?/. 5.- 17.75 100.56 04?/, Amalgainateo > opp. Doll. llhatterev uompany Lstt Ca>rrano Blopilerarq „ ivolbsrelds Rand Miines De Beets Con.olid „ 74.'/, >-.93 2.01 2.31 5.75 16?/. Die K. xikvosttenkaNe Friedberg i. «mpftehll sich zu, nittl».,« »U«>- I,»oK»!»88lL«i> nb Vertäu, von Wertpapieren an allen Botten. E (j . uiig iausendeiRcchnungen und promsionslreier Scheck- chstung von Coupons und Sorten. >ne von offenen und veuchlollencn Depot» zennahme oerzinsUcher Spar-Cluioge».